Steinheiner Zeitung Vote für das Emmortal Bezugspreis: Für diesen Monat 1.50 Reichsmark frei Haus. Erscheint sechsmal wöchentlich mit Ausnahme von Sonn= u. Feiertagen Für die Schriftleitung verantwortlich: Karl Simonowski, Steinheim i. Westf., Fernruf Nr. 352 Amtliches Verordnungsblatt Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe, 45 mm breit 5 Pfg., im Textteil 1 mm Höhe, 90 mm breit 20 Pfg. Beilagengebühr je 100 RM. 1.— Sämtliche Anzeigen sind nach Steinheim i. Westf. zu senden Druck und Verlag: Karl Simonowski, Steinheim i. Westf. Nr. 144 Steinheim, Samstag, 24. Juni 1939 46. Jahrgang Volkstum an der Front Die staatlichen Veränderungen in Mitteleuropa beherrschen die Meinung der Welt. Das Werden und Wachen des Großdeutschen Reiches, Ungarns und auch Polens haben die allgemeine Aufmerksamkeit derart gefesselt, daß die Neuordnung der Staatsgrenzen, die machtpolitischen Verlagerungen und ihre wirtschaftlichen Folgen und Möglichkeiten überall in breitester Front beobachtet und erörtert werden. Europa ist durch dieses Schauspiel gebannt, und das Deutschtum als aktivster und erfolgreichster Mitwirkender in erster Linie. Allein die Großartigkeit dieser sichtbaren Wandlung darf gerade unser Volk nicht über jene Kräfte täuschen, die diese Veränderung erst ermöglicht haben. Was wir erleben, ist mehr als ein staatliches Wachsen, ist in Wahrheit ein Aufbruch sittlicher Kräfte aus den tiefsten Quellen unseres irdischen Seins, des Volkstums. Volk ist mehr als Staat:„Staaten kommen und gehen, Völker aber sind für die Ewigkeit geschaffen." Der Staat ist nach deutscher Auffassung das Gefäß, das unser kostbarstes irdisches Gut, Rasse und Volkstum, zu schützen hat. Diese Aufgabe verneinte der Schuschnigg„Staat“ von Habsburgs Gnaden und zerbrach daran. Die gleiche Mißachtung, das gleiche Ende, sah Europa im Vielvölkerstaat des Systems Benesch. Dasselbe galt für das frühere System litauisch=jüdischer Gewaltherrschaft im Memelland; in dem Augenblick, wo in Litauen die Erkenntnisse des Volkstumsgedankens sich durchsetzten, war eine Verständigung von Volk zu Volk, wie von Staat zu Staat leicht möglich. Der Volkstumsgedanke beweist seine Lebenskraft— englischen Gouvernanten zum Trotz— auch im Protektorat Böhmen und Mähren. Denn gerade die Achtung vor dem tschechischen Volkstum ist der grundlegende Zug der Neuordnung im böhneisch=mährischen Raum. Wenn die Engländer der bodenständigen Bevölkerung in Palästina nur die Hälfte von dem geben wollten, was in Böhmen und Mähren für das Zusammenleben von Deutschen und Tschechen selbstverständlich ist, würde es im„Heiligen Lande“ nicht so unheilige Gewalt wie in der Gegenwart geben. Deutscher Staat und deutsches Volk decken sich auch heute nicht. Rund 20 Millionen Blutsgenossen von uns leben außerhalb der schützenden Grenze unseres Dritten Reiches, und werden— ein Blick auf die Sprachenkarte zeigt es!— großen Teiles niemals unserem Reich angehören können. Jeder fünfte Deutsche hat eine fremde Staatszugehörigkeit! Diese Volksgenossen draußen müssen in ihrer Eigenart hart, oft bitter hart leiden und sind in so vielen Fällen einfach Objekt fremder Willkür. Dagegen einzuschreiten, hat das Reich sehr wohl als seine Aufgabe erkannt und bemüht sich auch, im Rahmen des Möglichen für den Schutz deutscher Art einzutreten. Allein diese Möglichkeiten sind im Gebiet gegnerischer Mächte beschränkt, und auch vom Grundsätzlichen her muß der Staat auf einer anderen Ebene arbeiten. Unendlich viel hängt deshalb davon ab, ob die verfolgten Deutschen draußen das Gefühl behalten, daß auch jenseits der staatlichen„Zuständigkeiten“ in allen Staaten mit deutscher Bevölkerung das ganze deutsche Hundert=Millionen=Volk an ihrem eigenen Schicksal Anteil nimmt und ihr Leid als unser aller Leid, ihre Freude als Freude aller Deutschen empfunden wird. Volkstumskampf ist Fronttampf, und an den Fronten härten sich die Besten. Diese Fronten gilt es geistig und seelisch zu stärken. Das kann nicht durch„Mitleid" oder, aus Stimmungsüberschwang geschehen, sondern nur durch dauernden zähen Einsatz. Hierzu die notwendigen Mittel zu schaffen, soll der„Tag des Volkstums“ dienen, der uns besinnen soll auf unsere Pflichten unseren Brüdern und Schwestern gegenüber, jenseits unserer Grenzen. Sie sollen sich nicht einsam und verlassen fühlen, sondern wissen, daß die Bande des Blutes ein Band der Gemeinschaft über Länder und Meerhinweg knüpfen, daß unzerreißbar ist. Lum Tag des deutschen Volkstums bauleiter und Reichsstatthalter Konrad Henlein: Wir Sudetendeutschen erinnern uns stets in Dankbarkeit derer, die in den zurückliegenden Kampf= und Notjahren Verständnis zeigten und uns Hilfe brachten, und mit mir begrüßt das gesamte Sudetendeutschtum die Volksgenossen, die zum„Tag des Deutschen Volkstums" aus den ganzen Reichsgebieten in die alte Kaiserstadt Eger kommen! Wir werden diesen Tag mit ihnen feiern, in Freude und tiefer Dankbarkeit gegenüber dem Führer und mit dem Gelöbnis der unverbrüchlichen Treue, die uns mit zwanzig Millionen deutschen Toltsgenossen jenseits der Reichsgrenzen verbindet! oynen allen, den Volksgenossen diesseits und jenseits der Grenzen gilt unser kameradschaftlicher Gruß! Einkreisungskoalition in Nöten Die weltpolitische Lage— wie Italien sie sieht. Ein neues Kapitel zur Verteidigung der Staaten der internationalen Zusammenarbeit gegen die wütenden Maßnahmen der Hegemoniestaaten hat, wie das römische Blatt„Giornale d'Italia“ neuerlich betont, vor einem Monat mit der Schaffung des ehernen Paktes zwischen Berlin und Rom begonnen. Die Staaten der internationalen Zusammenarbeit duldeten unter Fünrung der Achse keine Vorherrschaft und arbeiteten für einen auf der Gerechtigkeit begründeten Frieden. Die Hegemonisten seien die Staaten, die unter Führung Englands ihre Vormachtstellung mit einem Einkreisungssystem, das die zertrümmerte Festung von Versailles=Genf ersetzen sollte, mit rücksichtsloser Gewalt aufrechterhalten wollten und unter Frieden nur den Begriff der absoluten englisch=französischen Vorherrschaft mit allen ihren Ungerechtigkeiten verstünden. Aber bereits der erste Monat des Bestehens des eher nen Paktes habe den Hegemonisten Enttäuschungen und schwere Schlappen gebracht. Vergebens versuchten London und Paris, dem siegreichen Franco den Hof zu machen und ihn seinen Verbündeten zu entfremden. Madrid habe als Antwort immer wieder die Rückgabe des von den Roten geraubten spanischen Goldes verlangt. Vergebens versuchten London und Paris, die arabische Weitgegen die Achse aufzuwiegeln. Frankreichs Mißachtung der in Syrien übernommenen Verpflichtungen, die Verschacherung des Sandschaks und vielleicht auch Aleppos, sowie die blutige Unterdrückung durch Großbritannien in Palästing hätten dazu geführt, ganz andere Gefühle in den arabischen Reichen auszulösen, die von den englischen und französischen Beherrschern als ihr Privatbesitz angesehen würden. Heute sei eine arabische Koalition im Werden, die vom Mittelmeer bis zum Indischen Ozean reiche und eine Gefahr für den mohammedanischen Teil BritischIndiens bilde. Das übrige Indien richte unterdessen den Blick auf Japan und dessen Wahlspruch:„Asien den Asiaten!" Vergebliche Gesten der Hegemonisten sähe man auch an den Küsten des Pazifiks, wo England bald mit grimmigen Blicken, bald mit freundlichem Lächeln„arbeite“. Japan sei in der Blockade der chinesischen Meere, in der Neugestaltung der Konzessionen und in der Unterdrückung der Helfershelfer von Tschiangkaischek unerschütterlich. So verwirklichten sich die Voraussagen Mussolinis, demzufolge der Einkreisungskoalition an jedem Punkte des Erdteils Schwierigkeiten erwachsen" würden. Offene Machtlosigkeit Abtransport der Engländer aus Tientsin und Swatau. Der britische Ministerpräsident Chamberlain gab im Unterhaus wiederum eine Erklärung zu den Vorgängen im Fernen Östen ab. Chamberlain stellte fest, daß die Tientsin auferlegten Beschränkungen unverändert andauer ten und britische Staatsangehörige beim Ueberschreiten der internationalen Grenze lange warten müßten und streng durchsucht würden. Weiter teilte Chamberlain mit, daß Vorkehrungen für den beschleunigten Abtransport von Frauen und Kindern aus Tientsin getroffen worden seien und daß bereits ein Transport abgegangen sei. Am 20. Juni sei das britische Schiff„Sandwich" in Tientfin eingetroffen, um die„Lowestoft“ abzulösen, die aber vorläufig ebenfalls vor Tientsin bleiben werde. Weiter bestätigte Chamberlain die Landung japani scher Marine= und Landstreitkräfte in der Nähe von Swatau. Für die Evakuierung britischer Frauen und Kinder aus Swatau würden Vorkehrungen getroffen. Die hierfür notwendigen Hilfsschiffe seien auf dem Wege nach Swatau. Das britische Schiff„Thanet" befinde sich jetzt in Swatau und ein weiteres Schiff— die„Scout“— werde in den nächsten Stunden eintreffen. Die Lebensmittellage in Kulangsu habe sich auch beträchtlich verschlechtert, da die Lieferungen von Amoy und dem Festland eingestellt worden seien. Aus einem Rede= und Antwortspiel im Anschluß an die Erklärungen Chamberlains ging hervor, daß England keine Klarheit über die weitere Entwicklung im Fernen Östen habe. Uebergabe der serbischen Kanonen Der jugoslawische Kriegsminister dankte dem Führer für die edle Geste Die beim Deutschlandbesuch des Prinzregenten Paul vom Führer geschenkten alten serbischen Kanonen, die der Gründer des jugoslawischen Königshauses 1813 nach dem 4. Serbischen Freiheitskrieg gegen die Türken an die österreichische Wehrmacht übergeben hatte, sind in Belgrad in Gegenwart eines Vertreters von König Peter II. durch den deutschen Militärattaché Generalleutnant von Faber du Faur dem jugoslawischen Kriegsminister Armeegeneral Milutin Neditsch im Rahmen einer militärischen Feier übergeben worden. Der jugoslawische Kriegsminister dankte in einer kurzen Ansprache für diese edle Geste des Führers. Gleicher Urlaub für alle Jugendlichen Aufhebung der einschränkenden Sonderregelungen ein großer Schritt vorwärts. Obergebietsführer Armann veröffentlicht im„V. B.“ einen Aufsatz über eine wichtige sozialpolitische Neuerung auf dem Gebiete des Urlaubs der Jugendlichen. Wir entnehmen den Ausführungen des Leiters des Reichsberufswettkampfes l. a. folgendes: Das am 1. Januar 1939 in Kraft getretene Gesetz über die Kinderarbeit und Arbeitszeit der Jugendlichen enthält alle jene Bestimmungen, deren Verwirklichung die vollkommene Entfaltung der Jugend im Arbeitsleben gewährleistet. Neben den allgemeinen Vorschriften wurde im Jugendschutzgesetz zum erstenmal der Urlaub reichsgesetzlich geregelt. Jeder Betriebsführer ist verpflichtet, dem Jugendlichen, der länger als drei Monate in seinem Betrieb ohne Unterbrechung des Lehr= und Arbeitsverhältnisses tätig gewesen ist, unter Fortgewährung der Erziehungsbeihilfe oder des Lohnes Urlaub zu erteilen. Die Mindestdauer des Urlaubs für Jugendliche unter 16 Jahren beträgt 15 und für Jugendliche über 16 Jahre 12 Werktage. Der Staat hat den Wert und die Bedeutung der erzieherischen Arbeit der HitlerJugend in der Vorschrift anerkannt, die die Erhöhung des Urlaubs für alle Jugendlichen ohne Unterschied des Jahrganges auf 18 Werktage ausspricht, wenn sie mindestens zehn Tage an einem Lager oder einer Fahrt der Hitler=Jugend teilnehmen. Für die Organisation und ordnungsgemäße Durchführung der Freizeitmaßnahmen sind aber Führer notwendig, die zum großen Teil das Alter von 18 Jahren überschritten haben. In dieser Einsicht haben viele Betriebe von sich aus für diese HJ.=Führer, die nicht mehr unter das Jugendschutzgesetz fallen, denselben Urlaub erteilt wie für Jugendliche unter 18 Jahren. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Brandenburg hat angeregt, allen über 18 Jahre alten Gefolgschaftsmitgliedern, die als Führer einer HI.=(BDM.=) Einheit mindestens 10 Tage an einer Fahrt oder einem Lager der Hitler=Jugend teilnehmen, nach wirtschaftlicher Möglichkeit einen Urlaub von 18 Werktagen zu geben. Der Reichsarbeitsminister hat in einem Runderlaß vom 11. Mai 1939 an alle Reichstreuhänder der Arbeit zum Ausdruck gebracht, daß gegen eine gleichlautende Bekanntmachung keine Bedenken bestehen. Es ist außerordentlich zu begrüßen, daß der Reichsarbeitsminister nach Anhörung des Jugendführers des Deutschen Reiches in einer Verordnung vom 15. Juni 1939 die Urlaubsvorschriften des Jugendschutzgesetzes auf die Landwirtschaft, die See= und Binnenschiffahrt, die Fischerei, Flößerei und Luftfahrt ausgedehnt hat. Für die in der Landwirtschaft tätige Jugend wird die Hitler=Jugend in Zukunft in noch viel stärkerem Maße Winterlager durchführen, da in der Zeit der Ernte und Feldbestellung eine Urlaubsgewährung im allgemeinen nicht möglich ist. Mit dieser Jugendurlaubsverordnung ist ein großer Schritt auf dem Gebiet der sozialpolitischen Jugendarbeit vorwärts getan. Volle Uebereinstimmung der Besprechungen zwischen Großadmiral Dr. h. c. Raeder und Admiral Cavagnari. Die Besprechungen in Friedrichshafen zwischen Großadmiral Dr. h. c. Raeder und dem Unterstaatssekretär im italienischen Marineministerium, Admiral Cavagnari, haben die volle Uebereinstimmung der Auffassungen zwischen der deutschen und der italienischen Marine ergeben. Unser Bild: Großadmiral Dr. h. c. Raeder(zweiter von links), neben ibm Admiral Cavagnari, mit den Herren ihrer Begleitung.(Weltbild M. Die Demütigung der Demokraten Das Fiasko der Moskauer Verhandlungen. „Bittere Demütigung der großen Demokratien“.— so überschreibt die italienische Zeitung„Popolo d'Italia“ einen Bericht über das völlige Scheitern der Moskauer Paktverhandlungen, und mit dieser Feststellung erfährt das Fiasko der Einkreisungspolitiker die einzig mögliche Kennzeichnung. Selbst die Londoner und Pariser Blätter können nun nicht mehr umhin, die bisherige Pleite der englischen Bemühungen um einen Pakt mit Moskau einzugestehen. Eine Durchsicht der demokratischen Blätter gibt einen bemerkenswerten Aufschluß über den Schock, der den Einkreisungspolitikern über die Ablehnung der„neuen“ Vorschläge durch Moskau in die Knochen gefahren ist. Die Londoner Zeitungen unternehmen krampfhafte Bemühungen, um mit zweckoptimistischen Bemerkungen die Schwierigkeiten zu verdecken. Mit einem Male stellt man fest, man habe„nie erwartet“, daß die Moskauer Verhandlungen sehr schnell vorangehen würden.(? Sie schienen sich jetzt aber mehr in die Länge zu ziehen als man ursprünglich angenommen habe.(!) Man gibt also jetzt in London zum ersten Male offen zu, daß die Verhandlungen in Moskau tatsächlich auf ernste Schwierigkeiten stoßen. Im übrigen tröstet man sich damit, daß das britische Außenamt bereits neue Anweisungen an den britischen Botschafter in Moskau entsandt habe, um, wie die„Daily Mail“ es nennt, die Schwierigkeiten zu überwinden, die sich in den Verhandlungen ergeben haben Gejammer in der Pariser Presse Vielleicht noch offenherziger ist die Pariser Presse, die ausgeht von der Tatsache, daß der sowjetrussische Außenkommissar Molotow die offizielle Antwort Moskaus auf die neuen französisch=britischen Vorschläge überreicht habe. Dies geschah in einer Unterhaltung, die noch nicht einmal eine halbe Stunde dauerte. Nun erwarten die beiden Botschafter neue Instruktionen. Die Pariser Zeitungen spiegeln auf der ganzen Linie den deprimierenden Eindruck wider, den der neue Stillstand bei den Moskauer Verhandlungen hervorgerufen hat. Während einzelne Blätter versuchen, in ihren Kommentaren die wahre Lage zu verwischen, jammert die Zeitung „Ordre“, die Engländer hätten bei weitem nicht so geschickt manövriert, wie man gewünscht habe. Wenn man heute noch einen Pakt unterzeichnen wolle müsse man allen Moskauer Wünschen klein beigeben Diese Zumutung umschreibt das sowjethörige Blatt mit dem Satz:„Jedoch— wenn das Haus brennt und die Tür verschlossen ist, ist der Sprung durchs Fenster eben die letzte Rettung.“ Der„Paris Midi" verzeichnet, in ausländischen Krei sen sei man der Ansicht, daß die Sowjetregierung durck ihre Antwort klar unterstrichen hat, daß sie für kein Kompromiß zu haben sei, sondern die Annahme der eigenen Vorschläge in unveränderter Form verlange. Im Leitartikel des Blattes muß man sich zu dem Eingeständnis durchringen, daß die Atmosphäre durch Noten, Gegen vorschläge und Formeln schon zu sehr vergiftet ist Selbst wenn das Abkommen zustande komme, werde es seinen Wert und die beabsichtigte Wirkung verloren haben Das Mißtrauen gegenüber Moskau werde noch grö ßer geworden sein, denn man werde sich immer fragen, welches die Hintergründe Stalins waren, als er Frank reich und England in die Knie zwingen wollte. Immer stärken lassen die Pariser Zeitungen durchblicken, daß über die Sowjetverhandlungen im britischen Kabinett Meinungsverschiedenheiten aufgetreten seien und daß auch zwischen Frankreich und England keine Uebereinstimmung in der Behandlung des erstrebten Abkommens mit Moskau bestehe. Um die Lage für die Demokratien nicht allzu schwarz hinstellen zu müssen, klammert sich die Presse an das französisch=türkische Abkommen, auf das sie anläßlich seiner Unterzeichnung Lobeshrnen anstimmt und im Türkenvertrag den einzigen Tr.cht. Hirnverbrannte polnische Lügen Lächerliche Behauptungen über Danzigs Deutschtum. Die polnischen Regierungsblätter„Gazeta Polska“ ind„Kurjer Poranny“ haben sich nach Ueberwindung des ersten Schrecks über das machtvolle Bekenntnis der Bevölkerung Danzigs am vergangenen Wochenende jetzt endlich zu einer„Verteidigung“ des polnischen Standpunktes in der Danziger Frage aufgerafft. „Gazeta Polska“ behauptet,„wenn man die Meinung der Danziger ohne Beeinflussung von außen feststellen würde, dann würden die Anhänger des Status quo, also die Anhänger der Freien Stadt, 70 bis 80 v. H. der Bevölkerung bilden“(!). Um diesen Blödsinn noch zu übertrumpfen, fährt„Gazeta Polska“ dann fort:„Wenn aber unter diesen Voraussetzungen die Bevölkerung vor die Frage: Entweder Republik Polen oder Deutschland? gestellt werden würde, dann würde eher die erste Möglichkeit das Uebergewicht erhalten, da die Stadt Danzig ein Hafen sei. Hafen bedeute aber Polen“(?). Der„Kurjer Poranny“ stellt die ebenso törichte Behauptung auf, die 350 000 Deutschen in Danzig erfreuten sich„größerer Freiheiten“ als ihre Volksgenossen im Dritten Reich. Das Blatt wiederholt dann die von der polnischen Agitation in der letzten Zeit oft angeführte Greuellüge, daß Deutschland über Danzig die Herrschaft über Mittel= und Östeuropa und über den ganzen europäischen Kontinent erringen wolle. Wenn die polnischen Regierungsblätter nichts andeces zur„Verteidigung“ ihres Standpunktes in der Danziger Frage vorbringen können als derartige unsagbar blöde Behauptungen, ist es um die polnische Sache wirklich schlecht bestellt. Es ist dieselbe mißtönende Walze, die der Welt schon einmal vorgedreht wurde, als der Kampf um die deutsche Saar im Gange war. Auch damals faselten die deutschfeindlichen Gazetten in aller Welt, daß das Volk an der Saar den Status quo vorziehen oder gar die Vereinigung mit Frankreich ersehnen würde. Und wie klein und häßlich wurden diese Hetzblätter nach dem überwältigenden Bekenntnis der alten deutschen Westmark zu Führer und Reich! Die Bevölkerung der kerndeutschen Hansestadt Danzig soll mit einer großen Mehrheit für die„Freie Stadt“ eintreten, für diese Mißgeburt von Versailles, die von Polen zu langsamem, qualvollem Hinsiechen bestimmt ist? Oder womöglich gar für den Anschluß an Polen, wo jeder Danziger aus nächster Nähe seit Jahren mit ansehen muß, wie seine deutschen Brüder im geraubten ehemals deutschen Gebiet unter jeder nur erdenklichen Art von Terror leiden? Wie die Bevölkerung der alten deutschen Stadt Danzig wirklich denkt, hat sie unzählige Male eindeutig zum Ausdruck gebracht. In aller Erinnerung sind noch die ergreifenden Szenen, die sich beim letzten Besuch von Dr. Goebbels abgespielt haben, und die auch die skrupellosesten polnischen Agitatoren nicht ableugnen können. Jeder, der diese erhebenden Stunden miterlebt hat, weiß: Danzig ist deutsch und will heim ins Reich. Diesem Eindruck konnten sich auch die ausländischen Berichterstatter, die den Kundgebungen beiwohnten, nicht entziehen. So schreibt der Sonderberichterstatter der gewiß unverdächtigen französischen Zeitung„Paris Soir“, daß die Kundgebungen, mit denen Reichsminister Dr. Goebbels von der Danziger Bevölkerung gefeiert wurde, nur noch mit denen verglichen werden könnten, die in Berlin am Tage der nationalsozialistischen Machtergreifung stattgefunden haben. Der Berichterstatter schildert eingehend und sichtlich beeindruckt den Jubel und die Begeisterung der Danziger Bevölkerung und spricht in diesem Zusammenhang von einem Triumph für das Dritte Reich. Als besonders bemerkenswert stellt der Berichterstatter auch die Stürme der Entrüstung und Ablehnung heraus, die sich in der Menge bei der bloßen Erwähnung Polens erhoben. 40 000 Stimmen hätten leidenschaftlich gerufen: „Zum Teufel mit den Juden und den Polen!"—„Sie sollen nur kommen, diese Schweine!“ usw.— Eine schlagendere Widerlegung des blühenden Unsinns, den die Schreiberseelen der polnischen Regierungsblätter zum Gespött der ganzen Welt verzapft haben, ist wohl kaum Röglich. Neuer Zwischenfall an Mandschukuo=Grenze 49 außenmongolische Flugzeuge abgeschossen. Die Kwantung=Armee meldet erneute Grenzverletzungen außenmongolischer Flugzeuge an der Westgrenze Mandschukuos. In erbitterten Kämpfen nördlich des Buir=Sees hätten die japanischen Luftstreitkräfte 49 von 150 Flugzeugen abgeschossen. Die Japaner hätten fünf Maschinen verloren. Das Außenamt Mandschukuos überreichte der außenmongolischen Regierung einen scharfen Protest. Hsinking würde im Falle weiterer Grenzverletzungen seitens der Außenmongolei zu schärfsten Gegenmaßnahmen greifen. vorm Unterhaus Chamberlain im Kreuzfeuer der Anfragen. Ministerpräsident Chamberlain berichtete im englischen Anterhaus über neue Fälle„unwürdiger Behandlung“ von britischen Staatsangehörigen durch japanische Soldaten in Tientsin. Außenminister Lord Halifax, so teilte Thamberlain mit, habe daher den japanischen Botschafter in London gebeten, ihn aufzusuchen. Zweifellos werde Halifax dem japanischen Botschafter„deutlich erklären", wie Großbritannien über diese„unerträglichen Beleidigungen“ denke. Das war Chamberlains Erwiderung auf die Frage eines Abgeordneten, ob man nicht der japanischen Regierung mitteilen wolle, daß eine derartige Beleidigung britischer Staatsangehöriger ernste Folgen für japanische Staatsangehörige in britischen Gebieten haben könne. Ueber die Lage in Swatau konnte Chamberlain noch nichts sagen, da noch keine neuen Berichte vorlagen. Auf die Frage, ob man die sofortige Ergreifung von Vergeltungsmaßnahmen denke, sagte er:„Nein, ich glaube, daß es noch nicht so weit ist.“ Eine Frage nach der Zahl der in Tientsin ansässigen britischen Staatsangehörigen überging der Ministerpräsident und sagte nur, es würden Vorkehrungen für die Auffüllung der Vorräte an unverderblichen Lebensmitteln getroffen. Die britische Konzession erhalte zur Zeit nur 10 v. H. ihrer normalen Lieferungen. Der konservative Abgeordnete Milne fragte den Ministerpräsidenten, ob ihm bekannt sei, daß in Japan Gerüchte umliefen, nach denen der britische Botschafter bei dem japanischen Außenminister um Gnade gebeten habe. Aus Tientsin wird gemeldet, daß der britische Generalkonsul bei den japanischen Behörden erneut wegen der Behandlung britischer Staatsangehöriger beim Ueberschreiten der Grenze der Internationalen Niederlassung protestiert habe. Zwölf britische Staatsangehörige seien von japanischen Grenzwachen„peinlich untersucht“ worden. Die Untersuchungen gingen in aller Oeffentlichkeit vor sich. Antrag auf Kriegserklärung Japans an China Das Mitglied des japanischen Oberhauses Otaka, der bekannte Nationalist Toyama, der frühere Botschafter in Berlin, Honda und der bekannte Publizist Mivake überreichten dem Kaiserlichen Siegelbewahrer Yuassa eine Bittschrift zur Weiterleitung an den Thron. In der Bittschrift wird der Kaiser gebeten,„die Rechte Japans als kriegführende Macht in Kraft zu setzen". In politischen Kreisen betont man, daß die Bittschrift einen Antrag zur Kriegserklärung Japans an China darstellt. Haßgeschwängerte Atmosphäre auf Korsiko Schändliche Behandlung der Italiener. Bei der französischen Verfolgungsaktion gegen die Auslandsitaliener nimmt Koriirn— wie der Direktor des„Giornale d'Italia“ in einer dokumentarischen Artikelserie betont— einen besonderen Platz ein. Frankreichs Einschüchterungs= und Unterdrückungspolitik habe hier durch die von außen kommende Verhetzung der Bevölkerung extreme Kampfformen angenommen. Diese Kampagne gehe vollkommen auf die Initiative der französischen Militärbehörden und der Polizei zurück, da die Bevölkerung, deren Sprache, Sitten und Gebräuche die gleichen seien wie die der Italiener, keinerlei Gefühle der Feindseligkeit gegen Italien hege. Die Polizei mache keinen Hehl aus ihren täglichen Eingriffen. So habe in verschiedenen Teilen der Insel die Ueberwachung der Italiener ein Ausmaß angenommen, daß sie sich wie Gefangene vorkämen. Es habe sich auf der ganzen Insel eine haßgeschwängerte Atmosphäre breitgemacht, die nur zu oft blutige Angriffe zur Folge habe. Außer antiitalienischen Kundgebungen werde bei jeder Gelegenheit, vor allem in den Ortschaften des Innern, wo jede Kontrolle fehle, die Jagd auf die Italiener systematisch betrieben, und sie sei von der Anwendung brutalster Gewalt begleitet. Ja, es komme sogar vor, daß Aerzte italienischen Kranken ihre Hilfe absichtlich verspätet oder gar nicht zuteil werden ließen. So ergebe sich auch auf Korsika das gleiche Bild der Verfolgungen und Unterdrückungen wie in Frauireich. Sunis, Blaiep und Marokko spekuliert Dr. Goebbels: Führer und das deutsche Volk sind eins Auf einem Betriebsappell der Berliner Verkehrsgesellschaft, an der 15000 schaffende deutsche Menschen teilnahmen, nahm auch Reichsminister Dr. Goebbels teil und ergriff dabei das Wort zu einer bedeutsamen politischen Rede. Dr. Goebbels stellte unter dem stürmischen Beifall der Versammelten fest, daß entgegen den Auslandslügen das deutsche Volk mit seiner Führung eins sei und es dem Ausland niemals gelingen werde, jemals einen Keil zwischen Führer und Volk treiben zu können. Das einige, durch seine unübertreffliche Wehrmacht machtvolle deutsche Volk sei wieder in die Weltpolitik eingetreten und werde niemals darauf verzichten, die Grundlagen für eine nationale Existenz sich zu erkämpfen, die eines großen und mächtigen Kulturvolkes würdig sind. Diese Worte des Ministers waren besonders an die Adresse der Einkreisungspolitiker gerichtet, mit denen sich Dr. Goebbels dann im weiteren Teil seiner Rede beschäftigte. In der riesigen Wagenhalle, in der die eindrucksvolle Kundgebung stattfand, hatten sich die Belegschaften und Abordnungen der Berliner Verkehrsgesellschaften versammelt, um die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels zu hören. Die Rede wurde durch Lautsprecher ferner auch vielen Hunderten von Männern und Frauen vermittelt, die im Freien sich versammelt hatten, um an diesem Appell der Schaffenden teilnehmen zu können. Auf allen Gesichtern spiegelte sich die Freude wider, daß Dr. Goebbels an der Stätte ihrer Tagesarbeit weilte, und sie dankten dafür mit stürmischem Beifall, als Dr. Goebbels eintraf, Nachdem dann Stadtrat Engel den Berliner Gauleiter auf das herzlichste begrüßt hatte, nahm der Minister das Wort zu seiner Rede. Das deutsche Volk billigt Hitlers Politik Dr. Goebbels gab einen knappen, klaren, rückhaltlosen Ueberblick über die Notwendigkeiten und über die Ziele der deutschen Außenpolitik. Wenn Satz um Satz fast unterging in dem stürmischen, brandenden Beifall der 15000 Männer, die doch wahrhaftig sonst mit ihren Gefühlsäußerungen kargen, so mußte auch der Gegner erkennen: Dieses Volk ist eins mit seiner Führung, und nur Wahnwitz kann auf die Hoffnung bauen, jemals einen Keil zwischen Führer und Volk treiben zu können. Mit wenigen Sätzen voll schneidendem Hohn tat Dr. Goebbels die letzten Lügen der Auslandspresse ab, die da behauptet, über Deutschland sei eine Nervenkrise hereingebrochen, das deutsche Volk sei mit der gegenwärtigen deutschen Außenpolitik nicht einverstanden, es wolle keine Eroberungen machen, es wolle überhaupt nichts als Ruhe und Ordnung. Nach Danzig seien die Zehntausende, die vor wenigen Tagen vor der ganzen Welt ihren Willen zur Rückkehr ins Reich bekundeten, heimlich aus Östpreußen eingeschmuggelt worden; es habe sich gar nicht um richtige Danziger gehandelt, die viel lieber in ihrem Freistaat verbleiben oder gar sich nach Polen schlagen wollten. „Nein", so sagte Dr. Goebbels,„es hat gar keinen Zweck, diesen Teil der durch und durch verlogenen Auslandspresse irgendwie durch Gegenargumente zu widerlegen.“ Aber an das deutsche Volk wandte sich Dr. Goebbels; zu ihm wollte er über das Problem sprechen, das uns heute in Deutschland ebenso wie alle Menschen in der ganzen Welt beschäftigt:„Von der Stellung, die unserer Ansicht nach Deutschland unter den Völkern einnehmen muß.“ „Ich habe mir zu dieser Gelegenheit mit Absicht", so stellte Dr. Goebbels fest,„keine Kreise von Besitz und Bildung ausgesucht; weil das Volk nach den Grundlagen seiner Außenpolitik zu leben hat, muß die Außenpolitik auch gerade vor der breiten Masse des Volkes erklärt und von ihr verstanden werden können.“ Sicherung der elementaren Lebensansprüche Dr. Goebbels setzte sich dann zunächst mit der Behauptung ausländischer Blätter auseinander, das deutsche Volk lehne die „imperialistische Politik“ des Führers ab, und gab dazu eine eindeutige Definition dessen, was man unter„imperialistischer Politik verstehen könne.„Wenn man", so rief er,„unter imperialistischer Politik versteht, daß ein Land die Welt unterjochen will, dann allerdings hat das deutsche Volk nicht die Absicht, eine solche Politik zu betreiben. Wenn man aber darunter eine Politik versteht, die zum Ziele hat, einem Volke seine elementaren Lebensansprüche zu sichern und ihm den Platz an der Sonne zu erkämpfen, der diesem Volk auf Grund seiner Tüchtigkeit, seines Fleißes und seiner Tapferkeit gebührt: dann freilich sind wir Imperialisten! Denn wir Deutsche vertreten allerdings die Meinung, daß die Stellung, die wir heute in der Welt einnehmen, nicht dem Range entspricht, den unser Volk zu beanspruchen hat, und daß diese Stellung deshalb geandert werden muß. Das deutsche Volk hat keine Lust, in aller Zukunft weiter in einem Zustand zu leben, der uns in Versailles in unserer schwersten Stunde aufgezwungen wurde. Die Politik, die wir führen, ist— darüber sollen sich die politischen Kreise in London klar sein— die Politik des deutschen Volkes und nicht etwa die Angelegenheit einer dünnen Oberschicht. Wir wollen nicht Kolonien besitzen oder Reichtümer und Rohstoffe erwerben, damit die Reichen besser leben, sondern damit die Armen überhaupt leben können. Und zu einer solchen Politik fühlen wir uns dem deutschen Volke gegenüber verpflichtet.“ Dr. Goebbels erinnerte daran, wie es der englischen Propaganda einmal gelungen sei. Volk und Führung in Deutsch= land voneinander zu trennen, wie aber selbst damals nicht etwa die Besitzenden in Deutschland die hauptsächlichen Leidtragenden des Zusammenbruchs gewesen seien, sondern die breiten Massen der Arbeiterschaft und des Bauerntums. Deute nun seien wir ein Volksreich im besten Sinne des Wortes, und in Jahren härtester Arbeit sei es gelungen, die deutsche Nation wieder in die Weltpolitik zurückzuführen. „Eine Nation, die ehedem nur ein Hunderttausendmannheer besaß, verfügt heute über die imponierendste Wehrmacht der Welt. Man kann uns nicht mehr überfallen. Deutsche Arbeiter und deutsche Ingenieure haben im Westen eine Mauer aus Beton und Stahl aufgerichtel, und sie sollen auch einmal die Nutznießer dieser Politik und ihrer großen Opfer im letzten Jahre sein. Wenn wir heute beispielsweise immer wieder den Ruf nach Kolonien erheben", so rief Dr. Goebbels, und stürmische Zustimmung begleitete Wort für Wort seiner Rede,„so geschieht das doch nicht um irgendwelcher Millionäre willen, sondern es geschlet für euch, damit ihr zu leben habt und damit eure Kinde einmal die Basis zu einer nationalen Existenz vorfinden, eines großen und mächtigen Kulturvoltes würdig ist.“ Die Weit moge zur Kenninis nehmen Eingehend setzte sich Dr. Goebbels hierauf mit der kreisungspolitik der Engländer auseinander, durch die uns weder bluffen noch gar irgendwie von unseren als i wendig erkannten Zielen abbringen ließen. Eins jedensa stehe fest: das Deutschland von heute habe mit dem von nichts mehr gemein, und es werde den Weg gehen, den gehen müsse. „Das mag sich das Ausland merken: Ein Volk, das s0 g sammengepreßt auf einem engen Raum lebt, das keine lichen Hilfsquellen besitzt, keine Rohstoffe, keine Goldvorräte, muß einen auderen Weg gehen als ein Voll, der *Güter di vernünftig w schonlang Nichts kor Ausland denke anders Are des Ni ande Berec nern der Arb „Ich stehfast jeden Ta Volk nich dem Volk nich dingt das ant Volk üver nichts zu ver Noch eini er es bereits Reichssportfel „Wir wo digt sehen!" stehe, so seien drehungen all Sinngebung uns keinen E Von uns Die Welt das Deutschla Forderungen samte deutsche vor dem er Masse des de dieser Feststel „Wenn h diese Sätze,„ Volk hintere zur Antwort schauen. Wir wird ja wol Arbeiter unse haupten, daß gewesen seid nahmslos zu Dr. Goel auch darüber, weilen hinter rückstehen mü „Heute se starkes V Gemeinsam diesem Volks man im Aus zureden. 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Heute des Worungen, die sendmannWehrmacht überfallen. e haben ufgerichtet, Zolitik und wir heute olonien ustimmung t das doch 8 geschieht ire Kinder finden, die rvoltes 8 so 3" e naturkeine dolk, das güter dieser Welt sein eigen nennt. Wenn wir nicht so aue ünttig waren, dann wäre der überhitzte deutsche Kessel nan längst explodiert. Und noch eins mag die Weit Senntnis nehmen: Wenn man in London, Paris, New Yorl er Warschau auch nur einen Schimmer von Hoffnung hegt oder dag deutsche Volk oder daß der deutsche Arbeiter sich ein dn vom Führer trennen könnte, so ist das eine illusorisch Hoffnung!" Richts konnte besser und eindrucksvoller die immer wieder Ausland verbreitete Lüge widerlegen, das deutsche Voll Leute anders als seine Regierung, als der überschäumende deenge Beifall, mit dem die 15000 schaffenden Männer diese itze des Ministers unterstrichen. Wo anders in der Welt kann einer der Regierenden mit leicher Berechtigung verkünden, was Dr. Goebbels den Männern der Arbeit glücklich und stolz zurief: Ich stehe hier mitten unter euch, und so stehen wir alle est jeden Tag mitten unter dem Volk. Ich glaube, wenn wir 2Volk nicht mehr verstünden, dann könnten wir uns auch Volk nicht mehr verständlich machen. Denn das eine bezingt das andere. Wir haben das Bedürfnis, uns mit unserem palf über unser Wollen auseinanderzusetzen. Wir haben dichts zu verheimlichen. Das ist unsere Demokratie!“ Noch einmal formulierte Dr. Goebbels eindeutig, so wie r es bereits gelegentlich der Sonnwendfeier auf dem Berliner Reichssportfeld getan hatte, die deutschen Fordernugen: Wir wollen unsere natürlichen Lebensbedürfnisse befriedigt sehen!" Wenn das Ausland diese Forderung nicht verstehe, so seien wir auch zu näheren Erläuterungen bereit. Verdrebungen allerdings, wie sie die Auslandspresse durch falsche Zinngebung auch letzthin wieder versucht habe, machten auf uns keinen Eindruck. Von unseren Forderungen gehen wir nicht ab Die Welt müsse sich endgültig darüber klar werden, daß das Deutschland von heute nüchtern und unerbittlich für seine Forderungen eintrete, und daß für diese Forderungen das gesamte deutsche Volk geschlossen einstehe. Dieser Betriebsappell, vor dem er spreche, erbringe als kleiner Ausschnitt aus der Masse des deutschen Volkes den Beweis für die Richtigkeit dieser Feststellung. Wenn heute", und begeisterte Kundgebungen unterstrichen diese Sätze,„der englische Propagandadienst behauptet:„Euer Volk hinter euch tut nicht mehr mit, dann können wir getrost zur Antwort geben:„Wir brauchen uns nicht einmal umzuschauen. Wir wissen, daß das nicht wahr ist!: Von euch hier wird ja wohl auch das Ausland zugeben müssen, daß ihr Arbeiter unseres Volkes seid, und es kann wohl niemand behaupten, daß ihr als Straßenbahner verkleidete Millionäre gewesen seid oder meinen Ausführungen vollkommen teilnahmslos zugehört hättet." Dr. Goebbels sprach zum Schluß kurz in aller Offenheit auch darüber, weshalb manche innenpolitischen Fragen einstweilen hinter den drängenden außenpolitischen Aufgaben zurückstehen müßten, und erklärte: „Heute sehen wir Deutschland vor uns als ein großes, starkes Volksreich, von dem auch ihr ein Teil seid. Gemeinsam kämpfen wir dafür und stehen dafür ein, daß diesem Volksreich zuerkannt wird, was ihm gebührt. Möge man im Ausland die Hoffnung aufgeben, uns auseinanderzureden. Es mag sein, daß auch einmal wieder Wochen oder Monate kommen, in denen wir nicht mehr so oft reden können wie jetzt. Wenn sich dann die Schmutzfluten einer feindlichen Propaganda über die Welt ergießen, dann wünsche ich, daß ihr aus dieser Stunde Kraft schöpft, auch wenn ihr einmal eine Situation im Augenblick nicht ganz versteht und nicht ganz durchschaut. Dann müßt ihr euch mit dem Grundsatz behelfen, der uns Nationalsozialisten noch stets als Richtschnur gedient hat: Der Führer hat immer recht, und er behält auch immer recht!“ Vom ersten bis zum letzten Wort standen die Schaffenden der städtischen Betriebe im Banne der mitreißenden Rede. Die erregten Zwischenrufe. die so oft laut wurden, als der Minister die Machenschaften der englischen Hetzer und Unruhestifter geißelte, die schallende Heiterkeit, mit der die Männer und Frauen die albernen Versuche zur Kenntnis nahmen, einen Keil zwischen Führung und Gefolgschaft zu treiben— kurzum, die restlose, begeisterte Zustimmung zu allem, was der Minister als das Endziel des Führers und die Aufgabe der deutschen Außenpolitik darlegte, bewies für jeden, der die Kundgebung miterlebte, daß Führung und Gefolgschaft im Dritten Reich einen einheitlichen, unzertrennlichen Block bilden, den zu spalten ein aussichtsloses Unterfangen ist. Große„Neuigkeiten" aus Moskau Ausgedehnter Meinungsaustausch. Der Sowjetbotschafter Maisky sprach im Londoner Foreign Office vor und hatte eine längere Aussprache mit Wro Halifax. Wie der diplomatische Korrespondent von Preß Association hierzu meldet, fand die Aussprache auf Bitten des britischen Außenministers statt. Wie üblich heißt es, sie habe zur weiteren Klärung der Lage gedient. Im übrigen sei man in britischen Kreisen sehr zurückhaltend über die Moskauer Besprechungen. Man teilt ediglich die große Neuigkeit mit, daß ein„ausgedehnter Meinungsaustausch zwischen den beiden Regierungen stattgefunden“ habe, und daß man mit weiteren Besprechungen in Moskau rechnen könne. Schwere Zwanzig Todesopfer in Östböhmen.— Ein Dorf vom Erdrutsch bedroht. eas verheerende Unwetter, das über Ostböhme Mähren niederging, hat, wie jetzt festgestellt werde “, etwa zwanzig Menschenleben geforder Zühlreiche Personen wurden von den reißenden Fluten mi gerissen. Auch durch Blitzschlag wurden Menschen, die auf de geide arbeiteten, getötet. In Wisowitz wurden, nachdem de sener zuruckgegangen war, die Leichen von sechsertrur en Kindern aufgefunden. Zahlreiche Kinder und au ge Erwachsene aus dieser Gegend werden noch vermißt. Durch die schweren Wolkenbrüche der letzten Tage hat si bura 3 des Berges, auf dem die historische Haser bei Laun(Nordwestböhmen) steht, das Erdreich in B Dorfgesetzt, wodurch das am Fuß des Berges gelegen barermpei äußerst gefährdet wird. Die in unmitte wordae vorbeiführende Straße ist bereits unterbroche wor: S. Erde hat Schollen bis zu drei Meter Höhe g den. Die Befürchtungen der Ortseinwohner sind um da es bereits 1898 und 1900 zu ähnlichen Erdrutsche die damals 52 Häuser vernichteten. Sieben Meter hohe Flutwelle bei Kremnitz(Slowakei) ging e sende ntenbruch nieder. Das durch das Tal bra und ris sr erreichte eine Höhe von sechs bis sieben Meter weg5 funf von den sieben Brücken, davon drei Betonbrücke Die Muhlreiche Wohn= und Wirtschaftsgebäude stürzten ei der osgein der Gemeinde sind unpassierbar. Der Schade trächtic deitsche Gemeinde getroffen hat, ist sehr b ch, er wird auf über zwei Millionen Kronen geschätzt. Parzschgifthandel in Talmudbänden. Das Strafgericht von Leiser derurteilte den Großrabbiner von Brooklyn. Isaak Jahren esen Rauschgifthandels in Talmudbänden zu zwei en Gefänanis und 5000 Franken Geldstrase. Stadt, Kreis und Provinz Steinheim, den 24 Juni 1939 Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform. Bismarck. Gedenktage für den 24. Juni. 1485: Der Reformator Johann Bugenhagen zu Wollin in Pommern geb.(gest. 1558).— 1777: John Roß, der Entdecker des Nordpols, in Inch, Wigtownshire, geb.(gest. 1856).— 1859: Sieg der Franzosen über die Oesterreicher bei Solferino, südlich vom Gardasee.— 1916(bis 26. November): Beginn der Schlacht an der Somme. Sonne: A.: 3.37, U.: 20.27: Mond: A.: 12.36, U.: 23.56. Gleich zu sein unter Gleichen, Das läßt sich schwer erreichen; Du müßtest ohne Verdrießen Wie der Schlechteste zu sein dich entschließen. Goethe. Gedenktage für den 25. Juni. 1530: Verlesung der Augsburger Konfession auf dem Reichstage zu Augsburg.— 1822: Der Dichter E. T. A. Hoffmann in Berlin gest.(geb. 1776). Sonne: A. 3.37, U. 20.27; Mond: A. 13.51, U.—. Rechte Straßenseite einhalten! Auf den deutschen Straßen wird rechts gefahren. Die Straßenverkehrsordnung bestimmt sogar, daß„auf der rechten Seite der Fahrbahn rechts“, d. h. also scharf rechts, gefahren werden muß. Der Verkehrssäugling, d. h. der Mann oder die Frau, die den Führerschein erwerben wollen, lernen dies bestimmt. Leider scheinen sie es schon bald wieder zu vergessen. In den letzten Jahren ist für die Verbreiterung und den Ausbau des deutschen Straßennetzes unendlich viel getan worden. Was nützen aber noch so breite Straßen, wenn einzelne Autofahrer, die sich erhaben dünken über alle geltenden Bestimmungen und Vorschriften, statt wie vorgeschrieben auf der rechten Seite der Fahrbahn genau auf der Mitte der Straße oder sogar auf der linken Seite fahren, und das in einer Art und in einem Tempo tun, als ob sie unentwegt eine unsichtbare Wagenreihe auf der rechten Seite überholen müßten?! Die Vorschrift des Rechtsfahrens gilt selbstverständlich auch für schnelle Wagen. Die linke Seite der Fahrbahn darf nur beim Ueberholen befahren werden; diese Regel ist ebenso einfach gehalten, wie einfach zu befolgen. Die motorisierten Verkehrsstreifen werden in Zukunft gerade auf die wilden Fahrer, die die einfachsten Verkehrsregeln verletzen, ein besonderes Auge haben. für Ertragssteigerung Dauergrünland soll auf Ackerbau umgestellt werden. Die in den Jahren 1937 und 1938 vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft eingeleitete und durchgeführte Förderung der Ertragssteigerung von Grünlandflächen und der Umstellung von unwirtschaftlichem Grünland auf Ackerbau wird im Haushaltsjahr 1939 fortgesetzt. Das Reich hat hierfür auch in diesem Jahre wieder einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt. Aus diesen Mitteln können Beihilfen jedem Bauern und Landwirt gewährt werden, der zur Erzielung höherer Erträge auf seinem Grünland Aufwendungen hat. Die näheren Bestimmungen über die Durchführung dieser Förderungsmaßnahmen sind bei den Landesbauernschaften und deren nachgeordneten Dienststellen zu erfahren. Für den Umbruch bzw. die Einzäunung mit gleichzeitiger Unterteilung von Dauergrünland kann für die Zeit vom 1. April 1939 bis zum 31. März 1940 eine Beihilfe im Altreich und im Memelgebiet von durchschnittlich 60 RM. je Hektar, in der Östmark sowie im sudetendeutschen Gebiet von durchschnittlich 100 RM. je Hektar gewährt werden, für die Unterteilung bereits eingezäunten Grünlandes entsprechend weniger. Der Antrag auf Gewährung einer Beihilfe ist dem Ortsbauernführer einzureichen. Pg. Bernhard Hölscher F. Wieder hat die Ortsgruppe Steinheim der NSDAP den Tod eines ihrer ältesten Mitglieder zu beklagen. Pg. B. Hölscher wurde am Donnerstag im Alter von 62 Jahren von seinem schweren Leiden erlöst. Der Verstorbene hat die Mitgliedsnummer 476 182 geführt; er gehörte damit zu den ältesten Parteigenossen der Ortsgruppe. Obwohl er auch an Jahren zu den Aeltesten gehörte, nahm er es an Aktivismus mit jedem Jungen auf. In der Kampfzeit war er stets dabei, wenn es galt, Plakate zu kleben und eine Versammlung vorzubereiten, oder zu marschieren. Auch nach der Machtergreifung diente er seinem Führer als Blockleiter treu und opferwillig. Er gehörte zu den Nationalsozlalisten, denen die Idee des Führers zum Lebensinhalt geworden ist. Seine Begeisterung und Einsatzbereitschaft, sein fester Glaube an den Führer werden uns immer ein Vorbild bleiben. Die Ortsgruppe gibt ihrem treuen Kameraden morgen nachmittag das letzte Geleite. *— Gewitterneigung. Bei Tagestemperaturen, die zwischen 26 und 29 Grad liegen, herrscht bei uns überwiegend freundliches Wetter. Die Östwinde haben über Deutschland abgebaut und bei der gleichmäßigen Luftdruckverteilung bilden sich vielfach örtliche Wärmetiefs, in denen Gewitter auftreten, doch sind die dabei fallenden Niederschläge örtlich sehr verschieden. Ein durchgreifender Wetterumschlag ist aber mit den Gewittern nicht verbunden. *— Zwetschenernte gefährdet! Die grünen Pflaumen wachsen sich in diesem Jahre zu einem Gebilde aus, das einer Tasche ähnlich sieht. Der Erreger dieser Krankheit ist ein Schlauchpilz, der bei starkem Auftreten die gesamte Ernte vernichten kann. Man nennt diese Früchte auch hier zu Lande„Hungerzwetschen“. Diese bedecken sich mit einem gelben Anflug und fallen ab. Die Krankheit wird deshalb so verderblich, als die Pilzsporen in die Aeste wachsen und dadurch auch in den nächsten Jahren auftritt. Den Pilzbesitz zeigen die Zweige dadurch an, daß sie sich krümmen und ein besenartiges Aussehen bekommen. Alle kranken Früchte wolle man sammeln und verbrennen, und wenn im nächsten Jahre wiederum die Taschenbildung auftritt, sind die Zweige bis ins vorjährige Holz zurückzuschneiden. Als Spritzmittel hat Kupferkalkbrühe gute Ergebnisse erzielt. Im Winter muß mit Obstbaum- Korbolineum gespritzt werden, auch soll der Baum eine Kalkdüngung erhalten. *— Die„Steinheimer Lichtspiele" zeigen den Film„Aufruhr in Damaskus“. Bis in die Syrische Wüste hat der Weltkrieg seine Fronten vorgeschoben. Eine Handvoll Männer verteidigt die einsamen Forts gegen eine erdrückende Uebermacht. Munition und Lebensmittel werden knapp, und Leutnant Keller übernimmt den gefährlichen Auftrag, sich nach Damaskus durchzuschlagen, um für die Deckung des dringendsten Bedarfs zu sorgen. Die kleine Kolonne rettet unterwegs ein deutsches Mädchen aus den Händen räuberischer Beduinen und bringt es nach Damaskus. Mitten im Chaos des Aufruhrs, den die Engländer im Hinterland der Front entfacht haben, umgeben von Gefahren und Tücke, erlebt der junge Leutnant das Wunder einer süßen Liebe. *— Alle Jungmädel treten heute nachmittag am Heim zum Baden an. Schar 3 um 16 Uhr, Schar 2 um 16.30 Uhr und Schar 1 um 17 Uhr. Näheres über die Höxterfahrt wird beim Dienst bekannt gegeben. *— Detmold, 23. Juni. Als ein Landhelfer auf einer Weide des Gutes Gröpperhof die Pferde zusammentrieb, schlug eines der Tiere aus und traf den jungen Mann mit voller Wucht in den Leib. Man brachte ihn ins Krankenhaus, wo er bald unter großen Schmerzen verschied. *— Minden, 23. Juni. In Silkerode ist das älteste Mitglied der NS= Frauenschaft, Charlotte Koch, trotz ihrer 81 Jahre immer noch sehr rüstig. Es gehört mit zu ihren schönsten Erinnerungen, daß sie vor zwei Jahren auf dem „Bückeberg“ beim Erntedanktag dabei sein konnte und der Führer ihr die Hand drückte. An allen Veranstaltungen der NS= Frauenschaft nimmt sie regen Anteil. Jetzt hatte sich Urgroßmutter Koch sogar zur Teilnahme am Säuglingspflegekursus gemeldet. Ihre Kenntnisse können dann den Urenkeln zugute kommen. Ein schönes Beispiel für alle jungen Frauen! Strümpfe, Kniestrümpfe, Ctann Steinheim Söckchen kauft man gut beiWestl. — Menden, 23. Juni. Im Wimbern schoß ein junger Mann mit einem Tesching auf Spatzen. Plötzlich brach der in einer kurzen Entfernung stehende Bauer B., von einer Kugel in den Leib getroffen, zusammen und starb bald darauf. Man nimmt an, daß eine der kleinen Kugeln auf einem Steine abgeprallt ist, denn der Getötete war von dem Schützen nicht zu sehen. — Goslar, 23. Juni. Im Stadtarchiv wurde jetzt ein Flugblatt entdeckt, das als„Illustrierte Zeitung des 30jährigen Krieges“ bezeichnet werden kann. Es ist von einem hiesigen Poeten in Versen geschrieben worden. Das Flugblatt behandelt in derb spottender Weise einen vergeblichen Angriff des„tollen Christian“, Herzog von Braunschweig, der mit viel„Geschrei und wenig Glück“ die Stadt Goslar berannt hat. Auf Goslarer Seite mußte nun ein „Bergmann den Kriegsapparat“ mit dem Tode bezahlen, während der Braunschweiger eine Menge Leute verlor. Bezeichnenderweise erklärt der Chronist, daß„Angeber sehr wenig Dank“ am Schluß bekommen haben und daß sie mit eitel Zank abgerückt seien. Sport Gelungener Auftakt mit 4:0 Norwegen war der erste Gegner unserer Fußballer.— Nun gegen Dänemark und Estland. Innerhalb einer Woche trägt die deutsche Nationalelf drei Länderkämpfe aus und beschließt damit eine ereignisreiche Spielzeit. Nach dem gelungenen Auftakt der Nordlandreise mit dem 4:0-Sieg über Norwegen folgen am Sonntag in Kopenhagen Dänemark und dann in der nächsten Woche Estland/ in Reval als Gegner. Dem Spiel gegen Norwegen kam allerdings besondere Bedeutung zu, weil uns immer noch jene Niederlage bei den Olympischen Spielen 1936 in Erinnerung ist, durch die die Norweger unsere Hoffnungen auf einen Olympiasieg zunichte machten. Der schöne Erfolg, den die deutsche Mannschaft ein Jahr später im Revanchekampf mit dem 3:0=Sieg über Norwegen erzielte, wurde diesmal vor mehr als 30000 Menschen in Oslo noch übertroffen. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, daß die Norweger lange Zeit einem 1:1=Ergebnis näher waren als dieser schweren 0:4=Niederlage. Zwar hatte Urban auf eine Vorlage von Lehner nach Ablauf der ersten Viertelstunde den deutschen Führungstreffer erzielt, dann aber kamen die Nordländer mächtig auf und stellten die deutsche Abwehr auf eine harte Probe. Eine Ecke nach der anderen beunruhigte den deutschen Strafraum; und der Ausgleich hing förmlich in der Luft. Auch noch lange nach der Pause hielt dieser Zustand an Dann aber, nach etwa einer Stunde Spielzeit, kam plötzlich der Umschwung. Schön war kurz vor dem gegnerischen Strafraum regelwidrig gelegt worden. Ein Freistoß aus 25 Meter Entfernung wurde von Janes mit einem Bombenschuß, ähnlich seinen Erfolgen in den Spielen gegen Jugöslawien in Berlin und gegen Italien in Florenz, zum 2:0 verwandelt. Die Norweger waren so überrascht und verstört, daß bereits zwei Minuten später eine Vorlage von Schaletzki von Schön zum dritten Torschuß verwandelt werden konnte. Nun beherrschte die deutsche Mannschaft eindeutig das Feld. 20 Minuten por Schluß führte eine herrliche Kombination, die mit einer Vorlage Urbans an Schaletzki abschloß, zu dem vierten Tor, dem Norwegen trotz einsatzfreudiger Schlußangriffe das Ehrentor nicht entgegensetzen konnte. Grubenunglück in Südafrika 24 Todesopfer.— Erdbeben tötet 66 Eingeborene. Wie aus Johannesburg(Südafrika) gemeldet wiro, kamen beim Absturz eines Grubenförderkorbes 24 Arbeiter ums Leben. Der Korb stürzte etwa 150 Meter tief in den Schacht und riß das Förderseil mit in die Tiefe, so daß die Bergungsarbeiten sehr schwierig sind. In der Nacht ereigneten sich an der Goldküste(Westafrika) schwere Erdstöße, die sich die ganze Nacht über wiederholten. Nach den bisherigen amtlichen Feststellungen wurden 66 Eingeborene getötet und 28 verletzt. Der heutigen Gesamtauflage unserer Zeitung ein Prospekt der Firma Heinrich Franck Söhne, G. m. b. H., Berlin, bei, womit diese auf ihr bekanntes Kaffeegetränk„Kornfranck“ hinweist. Berleger und Hauptschriftleiter: Carl Simonnwent Gieinheim. Verantwortlich für den griamien Aernen: Corl Gimonoweki Steinheim, Verautwortlicher Druch und Verlag: Euchdruckeret Carl Gimonowski, Steinhein V. 39« 655 r Die Einwohnerschaft wird gebeten, anläßlich des Heimatfestes die Häuser zu schmücken. N......... Der eine klug— der andere dumm... — aber alle die gleiche Hutnummer Enthüllte Gehirnrätsel.— Halbes Gehirn entfernt: ganz belanglos. In jüngster Zeit haben sich die Chirurgen immer häufiger an das Gehirn herangewagt, um dort operative Eingriffe vorzunehmen. Man scheute sich früher, größere Teile zu entfernen, weil man die geistigen Fähigkeiten des Patienten nicht ruinieren wollte, weil man befürchtete, daß ein Narr, ein Halb= oder Vollidiot vom Operationstisch aufstehe. Man machte dann die Erfahrung, daß diese Annahme auf einem Fehlschluß beruht. Man konnte bequem das halbe Gehirn entfernen, ohne daß eine Beeinträchtigung der Geistesarbeit erfolgt wäre. Ja— man konnte sogar bei etwas„schwächlichen“ Kopfarbeitern auf einmal ansehnliche und vorher nie geahnte Leistungen erzwingen — nachdem man z. B. einen Vorderlappen des Hirns wegschnitt. Damit war das Problem der Beziehungen zwischen Geist und Gehirnform auf eine ganz andere Basis gerückt. Der Anatom Dr. Franz Gall hatte sich eingehend mit dem Gehirn des toten Menschen und mit der Kopfform der Lebenden befaßt und entwickelte von dort ausgehend folgende Theorie, die Jahrzehnte hindurch als höchste Weisheit bewertet wurde. Er versicherte, daß das Gehirn in der Schädelhöhle eine Reizung auf die Knochendecke ausübe und eine Ausbuchtung veranlasse. Mit anderen Worten— wir haben an den Plätzen unserer besonderen Begabung eine Aufschwellung in der Gehirnmasse und eine Beule auf der Kopfdecke. So kam die Phrenologie zustande, die heute als glatter Unsinn in die Schublade getan werden kann. Denn es zeigte sich sehr bald, daß die behauptete Beziehung zwischen Hirn und Schädelbeule nicht bestand. Aber was war denn nun vorhanden? Schließlich hatte man einen Schädel und ein Gehirn. Schließlich dachte und arbeitete man mit dem Kopf. Ein Dr. R. Wagner beschaffte sich die Hirne bekanntester Menschen, z. B. das Hirn des Mathematikers Gauß, den man den größten Rechner aller Zeiten nennt. Er legte daneben das Hirn eines einfachen Museumsdieners. Er fand keinen Unterschied. Er studiexte die feinen Gänge zwischen den Schichten. Er ging in die Tiefe. Es war alles ganz gleich. Kein Unterschied zwischen einem Gauß gehirn und einem Dienergehirn, zwischen dem Hirn eines Maschinenarbeiters und dem eines Philosophen. Die Grundlagen aller Gall=Theorien rutschten vollkommen fort, als eines Tages die Gehirne von Idioten gefunden wurden, die schwerer waren, als die leichten Gehirne von Geistes=Schwerarbeitern. Man wußte nicht mehr, wo man zugreifen sollte. Noch versuchte man mit dem Mikroskop hier oder da kleinste Fissuren aufzutun, die vielleicht verantwortlich sein konn ten für größere Hirnleistung. Doch einigen Studenten, die die Gehirnanatomie zur Lebensaufgabe ausgesucht hat ten, dämmerte es, daß man an einer toten Maschine arbeitete, daß man so nicht weiterkomme. Man hatte eben immer den Fehler gemacht, das Hirn zu untersuchen, dem man die Außenhaut abgezogen hatte, die Membranen, die die Arterien und Venen enthielten. Man fing also an, mehr die Arterien und die Adern zu prüfen, als das Hirn darunter. Zurück! Dr. med. Lüttig Statt besonderer Anzeige! Ausgelitten hast nun Du, schlafe, schlafe in stiller Ruh! Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, gestern meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, den Tischler Bernhard Hölscher nach längerem, schweren Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 62 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme und ein Gebet bitten: Die trauernden Angehörigen. Steinheim, Schwelm, Düsseldorf, Hagen, Elherfeld, Bochum, Wanne=Eikel, Nieheim, den 23. Juni 1939. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Wöbbelerstr. 390, aus statt; das feierliche Seelenamt ist Montag morgen 7.10 Uhr. Steinheimer Lichtspiele Sonntag, den 25. Juni, abends 8.15 Uhr Brigitte Horney, Joachim Gottschalk, Hans Nielsen Aufruhr in Damaskus Beduinen im Ansturm, aber deutsche Soldaten schlagen sich durch, ein deutsch. Mädel ist ihnen ebenbürtig. Beiprogramm: Wochenschau— Kulturfilm Ein Dr. Hindzie kam vor 13 Jahren zu der einwandfreien Feststellung, daß das Hirn eines Menschen dann meist überdurchschnittlich durchblutet war, wenn die geistigen Leistungen auch über dem Durchschnitt standen. Geniale Menschen hatten oft Blutgefäße von einer gewaltigen Ausdehnung in ihrem Schädel. Das war der Anfang einer neuen Gehirnlehre. Aber wenn schon die Durchblutung des Hirns eine so große Bedeutung hatte— war nicht vielleicht auch die Blutzusammensetzung hier maßgebend oder doch beteiligt? Es dauerte nicht lange, bis man klargestellt hatte, daß der Reichtum an Blutzucker meist mit einem reichen Geistesleben in enger Beziehung stand. Je höher der Blutzuckergehalt des Blutes— um so höher die Nervenspannung um die geistige Tätigkeit des Menschen. Gleichzeitig gingen die Experimente zur Messung und Kontrolle des elektrischen Impulses, der in jedem Menschen, vor allem aber in jedem Hirn festzustellen war. Mit einer silbernen Kopfelektrode fand Dr. Hans Berger=Jena die beiden Hauptgruppen des Alpha= und Beta=Rhythmus mit 10 bzw. 20 Schwingungen pro Sekunde. Bei Geisteskrankheit, vor allem bei Epilepsie, waren die Rhythmen natürlich radikal in Unordnung. Da man bei Frauen einen höheren Rhythmus feststellte, kam man zu dem Ergebnis, daß Frauen im allgemeinen schneller denken als Männer Jedenfalls läßt sich aus der heutigen Kenntnis der Dinge der Schluß ziehen, daß die Intelligenz eines Menschen nicht von seinem dicken Kopf, nicht von der Hutnummer, fondern von der Durchblutung und dem elektrischen Rhythmus abhängig ist... im Schlaraffenland Dorfbrunnen wird zum Weinbrunnen In der Nähe des elsässischen Städtchens Zabern liegt das kleine Weindorf Wangen. Man hat den Eindruck, als sei das Dörfchen so geblieben, wie es vor Jahrhunderten war. Eine Ringmauer mit Türmen umschließt es noch heute, Obstbäume verdecken die Häuser. Sonnig still liegen ringsum die Rebenhänge, kurzum, nichts kennzeichnet irgendwie eine neuere Zeit. Der motorisierte Verkehr unseres Jahrhunderts rast in einem angemessenen Abstande vom Dörfchen vorbei, und nur selten verirrt sich einmal ein Auto in die engen Straßen der stillen Ortschaft. Das dürfte aber Anfang Juli dieses Jahres anders werden. Der Dorfrat von Wangen kam nämlich auf den Gedanken, eine alte Tradition des Dorfes zum Gegenstand großen Fremdenbesuches zu machen. Am 3. Juli wird aus dem Dorfbrunnen, der an der Ringmauer des Dorfes versteckt seit Jahrhunderten steht, statt Wasser Wein fließen. Jeder, der Lust hat, darf dann guten Elsässer Wein aus dem Brunnenrohr oder dem davor stehenden Troge trinken. Dieser Brauch ist, wie eine Inschrift des Brunnens sagt, auf einen Prozeß zurückzuführen, den das Dorf im Jahre 1730 gewonnen hat. Mehr wird in der Inschrift nicht erzählt. Der Glückstag ist der 3. Juli, der seitdem alljährlich die Bürger von Wangen um den Brunnen versammelt, wobei der Bürgermeister das alte Prozeßurteil vorliest. Man trinkt dann aus dem Brunnen den Elsässer Wein und singt alte Volksweisen. Der Wein fließt bis zur späten Nacht und wird jeweils von der Gemeinde gestellt. Gesteigerte WHW.=Leistung der Jägerschaft. Das soeben bekanntgegebene Ergebnis des Winterhilfswerks der Deutschen Jägerschaft 1938/39 umfaßt 180 292 Stück Wild im Gesamtwert von über 886 000 RM. Darunter befinden sich rund 20 000 Stück Rehwild, 77 000 Stück Hasen, 69 000 Stück Kaninchen und 7800 Fasanen. Einschließlich der darüber hinaus aufgebrachten Barspenden und Sachwerte beträgt die Leistung der Jägerschaft im letzten Winrerhilfswerk über 1,3 Millionen RM. Im Vergleich zun Vorjahr ist das Gesamtergebnis um 308 000 RM. höher. darunter Mehrspenden aus dem Altreich in Höhe von 132 000 RM. Am Donnerstag verstarb unser Kamerad Pg. Bernhard Hölscher Blockleiter der Er gehörte zu den ersten Steinheimern, die sich lange vor der Machtübernahme dem Führer verschworen. Tapfer, treu und opferwillig diente er der Bewegung. Sein junges Herz, sein glühender Glaube an den Führer werden uns immer Vorbild bleiben. Trauernd senken wir die Fahnen! NSDAP. Ortsgruppe Steinheim Weiershaus, Ortsgruppenleiter Die Politischen Leiter treten zur Teilnahme an der Beisetzung in Uniform um 2.30 Uhr am Heim der NSDAP. an. Auch die Parteigenossen werden gebeten, am Begräbnis teilzunehmen. Große angesehene Lebensversicherungsgesellschaft (auch Sachversicherung) sucht für den Platz Steinheim und Umgebung rührigen Mitarbeiter Schriftl. Angebote unter Nr. 105 an die Geschäftsst. d. Ztg. Kirchen=Kalender Sonntag, den 25. Juni— 4. Sonntag nach Pfingsten. Katholische Pfarrkirche in Steinheim. 6 Uhr: Hl. Messe mit kurzer Ansprache. 7 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 8.30 Uhr: Kindermesse mit Predigt. 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 13 Uhr: Andacht mit Segen. Katholische Kirche in Rolfzen. 7 Uhr: Frühmesse mit Predigt. 9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt. 13.30 Uhr: Andacht mit Segen. Evangelische Kirche in Steinheim. 3. Sonntag nach Trinitatis. 10 Uhr: Gottesdienst. Licht für Die bekannte Tatsache, daß die Motte ins Licht fliegt hat man sich in Amerika beim Fischfang in eigenartige Weise zunutze gemacht. An Flüssen und Seen im Lakeside. Park in Indiana hat man starke elektrische Lichtquellen von verschiedenen Farben angebracht. Die Besucher des Parkes glauben vielleicht, daß diese schönen LichtFarbeneffekte im Wasser die Naturschönheit erhöhen sollen, aber das ist bestimmt nicht der wichtigste Grund Der Hauptgrund für die Anlage dieser elektrischen Eiyrichtung ist darin zu suchen, daß diese Seen und Flüs ungeheure Mengen von Fischen beherbergen. Nun müssen die Fische gut gefüttert werden und sie fressen am liebstei Insekten. Da die große Anzahl Fische eine große Anzah Insekten nötig hat, muß man dafür Sorge tragen, daß so viel Insekten wie möglich angelockt werden. Man kam daher auf die Idee, Licht anzuwenden, und man hat sich nich getäuscht, als man annahm, daß die Insekten nun in großen Scharen heranfliegen würden. Große Insektenschwärme tummeln sich an und über dem beleuchteten Wasser. Das Wasser ist aber nicht nur oben beleuchte sondern auch unten auf dem Grunde, damit auch die unten befindlichen Fische nicht zu kurz kommen. Große Insekten, scharen stürzen sich in die Tiefe, angezogen von dem Unterlicht, und die Fische brauchen nicht aus dem Wasser zu springen, um sich ihrer zu bemächtigen, sondern können sie in aller Ruhe im Wasser selbst schnappen. Der Roman der Erline Hogan. Wenn das literarische Interesse der Amerikaner auch nicht sonderlich groß ist, so verschlingen sie doch mit Eifer dicke Wälzer die in der Massenfabrikation der Gangster=Romane ihre Entstehung erlebten. Die grauenvollsten Verbrecher=Romane sind imer noch die besten Schlager auf dem amerikanischen Büchermarkt. In allerjüngster Zeit erst hat man junge Mädchen in den Kreis dieser Bücher und der in ihnen handelnden Personen hineingenommen, Mädchen, die um der schönen Augen eines Gangsters willen erst in die Fänge des Verbrechens ge raten, um nachher den G=Man von der Polizei zu retten weil das Mädchen sich nachher in ihn verliebte. Den Rekord an Jugend unter den modernen Romanschriftstellern der USA. hält ein neunjähriges Mädchen mit dem Namen Erline Hogan. Die beiden letzten von ihr verfaßten Bücher waren ein großer Erfolg. Während das erste Buch mit der Hand geschrieben wurde, konnte Erline ihre späteren Meisterwerke tippen, nachdem sie auf einem Speicher eine alte Schreibmaschine entdeckte. Und der Held der Bücher dieses erst neunjährigen Mädchens ist ein Bandit Hugo McGrary, der nach altem Rezept teils gut, teils böse ist. tf Er meinte— er sei krank. Der amerikanische Millionär Charles Leland aus Boston ist im Alter von 72 Jahren seiner seit vierzig Jahren gepflegten fixen Idee zum Opfer gefallen, er leide an ein oder zwei schweren Krankheiten Nachdem er zum geringeren Teil durch Arbeit, zum größeren Teil durch Erbschaften viele Millionen beisammen hatte, glaubte er auf einmal als junger Mensch-von knapp 30 Jahren, er müsse sehr früh sterben, da er schwer krank sei. Er verbrachte also die letzten vierzig Jahre fast nur in Sanatorien und Krankenhäusern, wo man natürlich keinerlei Erkrankung an ihm feststellen konnte ihn aber zur Beobachtung dort behielt, da er als Millionär schließlich ein guter Kunde war. Jetzt aber, mit 72 Jahren, hat sich Charles Leland erschossen; er teilte in einem letzten Brief mit, er fühle, daß er nun wirklich schwer krank sei. Die Steinkohle wurde als Brennmgterial zuerst von den Chinesen benutzt. * Auch in den klarsten und sternenreichsten Nächten haben wir nicht mehr als 2500 bis 3000 dem freien Auge sichtbare Sterne am Himmelsgewölbe über uns. 22 In Apotheken und Drogerien, bestimmt bei: Apoth. H. Mues; Drog. Carl Reese; Drog. H. Kröger Inserieren bringt Ertolg Kriegerkameradschalt(Kyffhäulerbund Am Sonntag, dem 2. Juli, findet in der Kreiskriegerverbandsappell statt. Pflicht eines jeden Kameraden, wenn eben möglich, an diesem wichtigen Appell teilzunehmen. Anmeldungen sind sofort zu richten an den Schriftwatt, Kamerad Körner. Abfahrt 12.30 Uhr vom Marktplatz. Der Kameradschaftsführet. Verlobungskarten Hochzeitseinladungen Vermählunaskarten Trauerdrucksachen fertigt an: BuchdruckereiC.Simonowse Nr. 14In den er deren? werden l n Titel:„ enten", öner Verl n Raum allem R keit stets 500 Sei zu besche nne des i, sondern taus eine dläufigen rden könn ugblätter d auch Ze net sind, feine bes rfen. Die ser oder ssen. Das .H darste mit d ne Ar r hat chei studie in de sin Pi sind. re nenn Buch Zeit V e kar Si Erlaß an di Die Ark arbeitsminist bereitung de sofort begini diesem Jahr kräfte angen rechtzeitig vo stark von Zu ist. Die Arbe diejenigen K wonnen we machtangehö: zu werden b sind. Die Ar den Vermittl zu überprüfe körperlich ge beitsämter de arbeitsbuchp eine möglich Einsatz bei liche Reserve Bezirken ört Belegschaften wirtschaftlich übergehend mit anderen voll beschäfti die entweder oder aus län wie im Vorj Erntenotstän Gliederunger Erntehilfslei der Bedarf sind in Zusa Vorkehrungen Aufruf Zur Förde Re ensen otte ins Licht ing in eigenartige d Seen im Lakeside, ktrische Lichtquellen Die Besucher des schönen Licht- und rschönheit erhöhen r wichtigste Grund er elektrischen Eine Seen und Flüss ergen. Nun müssen fressen am liebsten eine große Anzah orge tragen, daß den. Man kam daher man hat sich nich Insekten nun in i. Große Insektendem beleuchteten zur oben beleuchtet amit auch die unten n. Große Insektengezogen von dem cht aus dem Wasser jen, sondern können appen. enn das literarische yt sonderlich groifer dicke Wälzer Gangster=Romane rauenvollsten Vere besten Schlager In allerjüngster i den Kreis dieser Personen hineinhönen Augen eines es Verbrechens ger Polizei zu retten verliebte. Den Romanschriftstellern jen mit dem Namen hr verfaßten Bücher 3 erste Buch mit der line ihre späteren inem Speicher eine er Held der Bücher ein Bandit Hugo gut, teils böse ist. merikanische MillioUlter von 72 Jahren en Idee zum Opfer weren Krankheiten, durch Arbeit, zum Millionen beisamjunger Mensch-von erben, da er schwer zten vierzig Jahre thäusern, wo man a feststellen konnte, da er als Millienär aber, mit 72 Jaher teilte in einem un wirklich schwer nn mgterial zuerst von enreichsten Nächten 00 dem freien Auge über uns. Boda Chlor rieren brinqt Ertolg ili, findet in Höxter ppell statt. Es eraden, wenn eben ilzunehmen. an den Schriftwart, vom Marktplatz. kameradschaftsführer. rten dungen earten chen Simonowski teinheiner Zeitung Nr. 144 Steinheim, Samstag, 24. Juni 1939 2. Blatt Deutsche Geschichte in Dokumenten In den bekannten Taschenausgaben des Verlages Kröner, über deren Verdienstlichkeit kein Wort des Lobes mehr gesagt werden braucht, erschien vor vier Jahren ein Band unter dem Titel:„Deutsche Geschichte seit 1918 in Dokumenten", das nunmehr in zweiter Auflage vorliegt.(Alfred gröner Verlag, Stuttgart.) Es ist erstaunlich, wie auf gerindem Raum eine Fülle von Material verarbeitet ist, und daß bei allem Reichtum des vorliegenden Stoffes die Uebersichtlichkeit stets gewahrt ist. Der Titel des Bandes, der trotz seiner aut 500 Seiten handlich bleibt, ist insofern unzureichend, als er zu bescheiden ist. Denn es sind nicht nur Dokumente im Zinne des wissenschaftlichen Sprachgebrauchs abgedruckt worden, sondern der Herausgeber Ernst Forsthoff hat darüber hinaus eine Auswahl von Zeugnissen gegeben, die in einem andläufigen Sinne als„Dokumente der Zeit" angesprochen werden können. So sind neben Staatsverträgen und Gesetzen, lugblätter und Aufrufe, Abschnitte aus Lebenserinnerungen und auch Zeitungsartikel aufgenommen worden, wenn sie geeignet sind, in besonders eindringlicher Weise ein Schlaglicht auf eine besondere Episode oder ein wichtiges Ereignis zu werfen. Die Auswahl ist recht glücklich getroffen, mag auch dieser oder jener Leser das eine oder andere Zeugnis vermissen. Das wird sich bei derartigen Arbeiten, die auf beschränktem Raum das Material über eine große und bedeutsame Epoche ausbreiten, immer der Fall sein. Gegliedert ist das Werk in zwei Teile, deren erster die Weimarer Republik behandelt, während der zweite Abschnitt die Deutsche Revosution darstellt. Die zweite nunmehr vorliegende Auflage ist fortgeführt bis einschließlich der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich. Ernst Forsthoff hat sich nicht begnügt, nur eine Auswahl bezeichnender Dokumente zu treffen, sondern er hat auch die verbindenden Zwischentexte geschrieben, wodurch ein geschichtliches Lesebuch entstanden ist, das zu studieren erregend ist, weil es den Schicksalsweg unseres Volkes in den letzten beiden Jahrzehnten umfaßt, eines SchickM MAA a aal aß der Preis des Weites 7,00 JWi. beltaal und bami bylfeil zu nennen ist, so dürfte diese Empfehlung genügen, um diesem Buch eine weite Verbreitung zu wünschen, denn in unserer Zeit, in der sich die Ereignisse fast zu überstürzen drohen, ist es wichtig, daß man sich immer von neuem orientiert und Vergessenes ins Gedächtnis zurückruft, damit man die großen Zusammenhänge, die sich abzeichnen oder vollziehen, erkennen kann. Dazu hilft das vorliegende Werk. Dr. Eberhard Hanney. Sicherung des Ernteeinsatzes Erlaß an die Arbeitsämter.— Bedarfsdeckung in der ersten Linie mit örtlichen Kräften. Die Arbeitsämter sind durch einen Erlaß des Reichsarbeitsministers mit ausführlichen Weisungen für die Vorbereitung des Ernteeinsatzes 1939 versehen worden, die überall sofort beginnen soll. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind in diesem Jahr noch mehr als früher auf zusätzliche Erntehilfskräfte angewiesen. Dieser zusätzliche Einsatz muß sorgfältig rechtzeitig vorbereitet werden, zumal der Umfang des Bedarfs stark von Zufälligkeiten, vom Verlauf der Witterung abhängig ist. Die Arbeitsämter sollen bei ihren Vorbereitungen vor allen diejenigen Kräfte erfassen, die örtlich für den Ernteeinsatz gewonnen werden können, damit Arbeitsmänner und Wehrmachtangehörige nur in den Fällen in Anspruch genommen zu werden brauchen, in denen alle örtlichen Reserven erschöpft sind. Die Arbeitsämter werden angewiesen, zunächst alle bei den Vermittlungsstellen gemeldeten Arbeitsuchenden daraufhin zu überprüfen, ob sie für einen Einsatz als Erntehilfskräfte körperlich geeignet sind. Darüber hinaus sollen sich die Arbeitsämter darum bemühen, aus den Reihen der zur Zeit keiner arbeitsbuchpflichtigen Beschäftigung nachgehenden Personen eine möglichst große Anzahl von Kräften für einen etwaigen Einsatz bei Erntearbeiten sicherzustellen. Zahlenmäßig beachtliche Reserven für den Ernteeinsatz stehen in den einzelnen Bezirken örtlich in den Reihen der Schuljugend und in den belegschaften derjenigen Betriebe zur Verfügung, die für landwirtschaftliche Arbeiten geeignete Kräfte beschäftigen und vorübergehend beurlauben können. Es soll aber vorsorglich auch Betrieben Fühlung genommen werden, die zwar voll beschäftigt sind, bei denen sich aber Arbeitskräfte befinden, die entweder früher selbst in der Landwirtschaft tätig waren ländlichen Verhältnissen stammen. Schließlich werden . im Vorfayr auch die politischen Hoheitsträger bei örtlichen Erntenotständen wieder die Angehörigen der Partei, ihrer Sliederungen und angeschlossener Verbände zur freiwilligen sleistung aufrufen. Soweit durch diese Maßnahmen edarf an Hilfskräften noch nicht gedeckt werden kann, Aufruf an die Haus- und Grundbesitzer Zür Förderung der Wohnungsbeschaffung für kinderreiche Familien. en der Präsident des Reichsbundes der Haus= und Grundsesitzer erläßt einen Aufruf an die Hauseigentümer, in dem . deeude Kinder können nur in gesunden Wohnungen gedeigen. Vom Hauseigentümer wird erwartet, daß er frei Wohnungen in erster Linie kinderreichen Familien bung stellt. Die Mieter im Hause dürfen der Auftinderreicher Familien keine Schwierigkeiten in den die Kinderreichen selbst müssen sich der natioDie Westischen Hausgemeinschaft verständnisvoll einfügen. verfüge.JJahl der rassisch wertvollen kinderreichen Familien uw schon über ausreichenden und gesunden Wohnraum. das r muß es möglich sein, für den verbleibenden Teil Erlaß Hase zu lösen, damit das erstrebte Ziel auch ohne dieser onderer örtlicher Anordnungen erreicht wird. In Grund. Sinne appelliere ich an alle deutschen Haus= und Kräften z.5" ihrem Teil diesem hohen Ziele mit allen schen denen. Von den örtlichen Vertretungen des deutsatz für besitzes erwarte ich restlosen und tatkräftigen Einkerungs poltli sch 50 wigtigen Miatibi. Reichsminister Dr. Frank in Sofia Reichsen: Präsident der Akademie für Deutsches Recht, garische Dr. Fran., traf, einer Einladung der bulBealeitn. Landesuniversität Folge leistend, mit seiner ug in Sosia ein, wo er auf das herzlichste will geheißen vurde Politische Rundschau Der Führer empfängt italienischen Straßenbauer. Der Führer empfing auf dem Obersalzberg den zur Zeit in Deutschland weilenden bekannten italienischen Straßenbauer Senator Puricelli im Beisein des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt. Neuer Leiter des Reichsverbandes Deutscher Dentisten. Der Reichsminister des Innern hat im Einvernehmen mit den Stellvertreter des Führers den seit längerer Zeit beurlaubten Leiter des Reichsverbandes Deutscher Dentisten, Josef Schmid, München, aus seiner Stellung abberufen und zu seinem Nachfolger den bisherigen Leiter der Landesdienststelle Sachsen des Reichsverbandes Deutscher Dentisten, den Dentisten Blumenstein, berufen. Zum Intendanten ernannt. Reichsminister Dr. Goebbels hat den stellvertretenden Reichssendeleiter Karl Heinz Boese, der seit Jahren die großen politischen Uebertragungen der Partei und des Reiches leitet, zum Intendanten ernannt. Lettische Wirtschaftsführer besuchen Deutschland. Anfang Juli werden führende Vertreter der Wirtschaft Lettlands in rwiderung des Besuches deutscher Wirtschaftler in Lettland Berlin und das rheinisch=westfälische Industriegebiet besuchen. Nationale Dienstpflicht der rumänischen Jugend im Kriegsfall. Für die rumänische Staatsjugend wurde ein neues Gesetz erlassen, nach dem für die Jugend Rumäniens im Kriegsfalle die nationale Dienstpflicht besteht. Griechenlands König reist nach Italien. Nach Athener Zeitungsmeldungen wird der griechische König an den Manövern eines Geschwaders im Jonischen Meer teilnehmen. Anschließend werde er sich nach Italien begeben, um der Hochzeit der griechischen Prinzessin Irene beizuwohnen. Deutsch=spanische Fliegerkameradschaft. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hatte die spanischen und italienischen Offiziere, die augenblicklich in Deutschland zu Gast sind, sowie die Offiziere der Legion Condor zu einem Festessen im Haus der Flieger eingeladen, um damit noch einmal der kameradschaftlichen Verbundenheit Ausdruck zu geben. Handelsteil Aktien schwankend— Renten ruhig Berlin. 22. Juni. - Die Lage der Wertpapiermärkte blieb unverändert ruhig. Die geringe Publikumsbeteiligung veranlaßte auch den Berufshandel zu größerer Zurückhaltung. Von Montanwerten waren Vereinigte Stahlwerke, nach den letzten Einbußen, um ca. ¼ Prozent erholt. Auch Rheinstahl kamen ¼ Prozent höher an, während Mansfelder ¾, Mannesmann ¼ und Buderus per Kasse 1½ Prozent hergaben. Unter den Braunkohlenwerten fielen Ilse=Bergbau mit plus 3¾ Prozent und Bubiag mit minus 3¼ Prozent, in beiden Fällen per Kasse, auf. Kaliaktien lagen etwas fester. Von chemischen Papieren verwandelten Farben einen kleinen Anfangsgewinn von 1 Prozent später in einen Verlust von ¼ Prozent. Am Rentenmarkt wurden Reichsaltbesitz und Gemeindeumschuldungsanleihe zu unverändert 131¾ und 93,70 umgesetzt. Steuergutscheine II notierten 2½ Pfg. niedriger(98,35). do. Juli gingen um 7½ Pfg. auf ebenfalls 98,35 zurück. Steuergutscheine I zogen bis auf 103,90(plus ½) an. Am Geldmarkt wurden für Blankotagesgeld unveränderte Sätze von 2½ bis 2¾ Prozent gefordert. Devisenkurse. Belga(Belgien) 42,34(Geld) 42,42(Brief), dän. Krone 52,05 52,15, engl. Pfund 11,655 11,685, franz. Franken 6,598 6,612, holl. Gulden 132,18 132,26, ital. Lira 13,09 13,11, norw. Krone 58,57 58,71, poln. Zloty 47,00 47,10, schwed. Krone 60,02 60,14, schweiz. Franken 56,13 56,25, slowak. Krone 8,521 8,539, amerikan. Dollar 2,492 2,495. Berliner Mag Magerviehhof in (darunter 295 Milchkühe, Pferde. Verlauf: Schleppendes Geschäft bei gedrückten Preisen. Es wurden gezahlt für Milchkühe und hochtragende Kühe je nach Qualität 270—540 RM., ausgesuchte Kühe und Kälber über Notiz; tragende Färsen je nach Qualität 260—420 RM., ausgesuchte Färsen über Notiz; Jungvieh zur Mast je nach Qualität 38—41 RM. je Zentner Lebendgewicht.— Pferdemarkt: Preise je nach Qualität 1. Klasse 1000—1350, 2. Klasse 600—1000, 3. Klasse 250—600, Schlachtpferde 50—150 RM. Verlauf: Ruhig. Kinderreiche Familien und Wohnungsbeschaffung. Zur Verordnung, die kinderreichen Familien die Wohnungsbeschaffung erleichtert, erscheint jetzt die Durchführungsverordnung. Die Gemeinden können danach bestimmen, welches Zahlenverhältnis zwischen Kindern und erwachsenen Hausbewohnern für ihren Bezirk als Regelfall anzusehen ist. Leben in einem Haus nicht genügend Kinder, so sind freiwerdende Wohnungen an kinderreiche Familien zu vermieten. In bestehende Mietverträge wird in keinem Fall eingegriffen. Von der Zuweisung bestimmter kinderreicher Familien ist ausdrücklich abgesehen worden. Aus aller Welt Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer hat der Frau Susanna Ratzel in Breslau aus Anlaß der Vollendung ihres 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. Spanienkämpfer mit Motorrad verunglückt. Ein Motorradfahrer namens Kannenberg fuhr bei Kalkar im Rheinland gegen einen Lieferwagen und wurde auf der Stelle getötet. Das Unglück ist um so tragischer, als Kannenberg ein Angehöriger der Legion Condor war, der erst vor wenigen Tagen wieder gesund in die Heimat zurückgekehrt ist. Wolfsjagd in Neunkirchen. Im Neunkirchener Zoo waren drei Wölfe aus ihrem Zwinger ausgebrochen. Es wurde sofort das Ueberfallkommando alarmiert, dem es nach mehreren Stunden gelang, zwei Wölfe wieder in den Zwinger zurückzutreiben. Einer der Wölfe war über die Einfriedigung hinweg in den Wald entkommen. Von der SA. und den übrigen Formationen wurde sofort eine Suchaktion durchgeführt. Der ganze Wald wurde umstellt und systematisch abgesucht. Der Wolf konnte aufgestöbert und vom Förster erschossen werden. Großartige Sonnwendfeier im Olympiastadion. Im Mittelpunkt der von mehr als 150 000 Berlinern besuchten Sonnwendfeier im Olympiastadion stand die Feuerrede von Reichsminister Dr. Goebbels, die erfüllt war von dem Bekenntnis zur Größe unserer Zeit und zu ihrem vorwärtsstürmenden Tempo. Unser Bild zeigt einen Blick auf das Stadion vom Glockenturm aus gesehen.(Weltbild M.) Rundfunk=Programm Täglich wiederkehrende Darbietungen mit Ausnahme von Sonntag: 6.00: Morgenlied.— 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten, Durchsprüche für den Bauern.— 6.10: Knie—e beugt!— 6.30: Freut euch des Lebens!(Industrieschallplatten und Aufnahmen des Deutschen Rundfunks.)— 6.55: Morgenlied, Morgenruf.— 7.00: Wetter, Nachrichten.— 8.00: Wetter, Wasserstand, Kalenderblatt.— 8.10: Frauenturnen.— 9.45: Nachrichten.— 11.55: Wetterbericht.— 13.00: Nachrichten, Glückwünsche.— 14.00: Nach richten.— 20.00: Nachrichten.— 22.00: Zeit, Wetter un: Nachrichten.— 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. Sonntag, 25. Juni. 6.00: Aus Bremen: Bremer Hafenkonzert.— 8.00: Wetter, Wasserstand.— 8.05: Sonntägliche Musik. Helmut Böckemeier (Bariton), Elfriede Dickob(Klavier). Anselm Homanner (Orgel). Dazwischen: Ein besinnliches Wort: Zum Tag des deutschen Volkstums. Es spricht der volksdeutsche Dichter Josef Hieß.— 9.00: Musik am Sonntagmorgen.(Industrieschallplatten.)— 11.00: Eine Viertelstunde bildende Kunst: Romanische Wandmalerei.— 11.15: Am Brunnen vor dem Tore! Der Schülerchor der Volksschule Heidkamp, BergischGladbach.— 11.30: Der lustige Rätselfunk.— 12.00: Aus Bad Aachen: Frohe Weis' zu Trank und Speis'. Das Städtische Orchester Aachen.— 13.00: Nachrichten— Glückwünsche.— 13.10: Aus Puccinis Meisteropern.(Industrieschallplatten.)— 14.00: Von Hamburg: Sport und Unterhaltung. Es spielen„Die lustigen Dorfmusikanten" und das Trompeterkorps 4 ½=Standarte. Dazwischen: 1. Berichte vom Deutschen Derby 1939. 2. Fußballspiel Deutschland—Dänemark in Kopenhagen. 3. Berichte vom„Großen Automobilpreis von Belgien in Spa“.— 18.00: Von Bauern, Art und Arbeit.— 18.30: Wo bist du, Kamerad? Rundfunkappell der Frontsoldaten.— 19.00: Der Sonntag im Rundfunkbericht. Dazwischen: Unter anderem: Gauparteitag in Essen.— 19.20: Sportvorbericht.— 19.30: Zum Tag des deutschen Liedes. Uebertragung vom Rathausplatz der Hansestadt Köln. Kölner Männerchöre.— 20.00: Nachrichten.— 20.10: Gute Laune. Buntes Unterhaltungskonzert. Leo Eysoldt mit seinem Orchester und Solisten.— 22.00: Nachrichten.— 22.15: Nachrichten in englischer Sprache.— 22.40: Musik zur Unterhaltung.(Eigene Aufnahmen.)— 24.00 bis 2.00: Von München: Nachtmusik. Montag, 26. Juni. 7.15: Von Frankfurt: Frühkonzert. Musikzug der SA.Gruppe Westmark.— 8.30: Morgenmusik. Die drei Musikanten spielen.— 9.30: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche.— 10.00: Von Königsberg: Hilfe, der Wald brennt!— 10.30: Sendepause.— 11.45: Auflockerung unserer Dörfer.— 12.00: Werkpause beim Bauern am Niederrhein bei der Lüps'schen Gutsverwaltung, Haus Brienen bei Klewe. Das HJ.=BannOrchester.— 13.15: Aus Hannover: Schloßkonzert. Das Niedersachsenorchester. Anita Gura(Sopran), vom Opernhaus Hannover, Kammersänger Toni Weiler(Bariton).— 14.10: Melodein aus Köln am Rhein.— 15.00: Sendepause.— 15.30: Für große und kleine Leute.— 16.00: Von Frankfurt: Musik am Nachmittag. Rhein=Mainisches Landesorchester. Dazwischen 17.00: Musik von Schallplatten.— 18.00: Wir suchen und sammeln. Ewas vom Kinderlied und Kinderspiel.— 18.10: Blick in die Zeitschriften.— 18.25: Musik unserer Zeit. Werke von Walter Jentsch. Die Bläservereinigung des Reichssenders Köln. Friedrich Paulschmidt(Cello), Friedel Frenz(Klavier). — 19.00: Querschnitt durch den Parteitag des Gaues Essen.— 19.30: Die Woche fängt gut an!(Industrieschallplatten).— 20.10: Die Stunde der Bewegung.— 20.50: Westdeutsche Wochenschau.— 21.10: Musik zur Unterhaltung.(Eigene Aufnahmen.)— 22.40 bis 24.00: Von Königsberg: Unterhaltungsmusik. Das Kleine Orchester des Reichssenders Königsberg und Solisten. Dienstag, 27. Juni. 7.15: Frühkonzert(Industrieschallplatten.)— 8.30: Von München: Froher Klang zur Arbeitspause. Die Münchener Rundfunkschrammeln.— 9.30: Hier spricht die Mütterberatungsstelle.— 10.00: Ich will zur guten Sommerzeit ins Land der Franken fahren.— 10.30: Kindergarten.— 11.00: Sendepause.— 11.45: Kampf den Kinderkrankheiten.— 12.00: Mit tagskonzert. Das Große Orchester des Reichssenders Köln. Hilde Wesselmann(Sopran).— 14.10: Melodein aus Köln am Rhein.— 15.00: Sendepause.— 16.00: Von Leipzig: Kurzweil am Nachmittag. Kapelle Otto Fricke. Dawischen 17.00: Musik von Schallplatten.— 17.30: Musik der Jugend. Mitglieder des NS.=Studentenbundes der staatlichen Hochschule für Musik, Köln.— 18.00: Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.— 18.15: Deutsches Volkstum. Aus der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde.— 18.30: Die blaue Donau. Ballettmusik aus Tänzen von Johann S. auß. (Industrieschallplatten.)— 19.00: Spiegel des Lebens.— 19.10: Die NSV.=Stunde des Reichssenders Köln. Für Mutter und Kind.— 19.55: Und heute?— 20.10: Neues vom Film.— 20.30: Von Berlin: Wir spielen zum Tanz. Hans Bund und sein Orchester, das Musette=Orchester.— 22.40 bis 24.00: Von Hamburg: Unterhaltung und Tanz. Horst Schimmelpfennig (Orgel) und die Kapelle Herbert Heinemann. Heiratnicht in Orlahoma! ROMAN VON WALTER FURST 19. Fortsetzung. „Du bist ein... Gangster!“ lachte Dorothy und hing sich an seinen Arm.„Du willst... mich rauben! O du Schlimmer!“ „Ich bin ein Gangster! Ein gangbarer Gangster! Verstanden!“ fuhr Bellamy die Polizisten an.„Aber, ehe ich mitkomme... die Zellen... haben die... warm und kalt Wasser!“ „Allen Komfort!" gab der Policeman Congan schmunzelnd zur Antwort. „Sind wir bald da!“ „Dort drüben ist's!“ Bellamy und Dorothy stehen vor Hytton. Sie haben keine Ahnung, was gespielt wird. Aber sie lachen beide, als Hytton, der sich vergeblich um eine ernste Miene bemüht, seinen Sermon beginnt. Er erzählt da was von einem alten Gesetz und daß Paare, die nachts nach zwölf Uhr auf der Straße getroffen werden, zwangsweise verheiratet weiten müssen. Und daß er im Interesse der Sittlichkeit von diesem Gesetz Gebrauch mache. „Was sagt er?“ fragt Dorothy neugierig. „Keine Ahnung! Aber ich glaube, er hat vom Heiraten gesprochen!“ lacht Bellamy.„Ist ein netter alter Herr!" „Haben Sie Papiere!“ Dreimal muß er die Frage stellen, bis die beiden jungen Leute, die das Ganze in ihrer Laune immer noch für einen netten Scherz halten, es verstanden haben. Dann kramen sie in ihrer Tasche, weisen dem Bürgermeister ihre Pässe. Der nimmt sie und liest sie. Er scheint mit dem Ganzen noch nicht richtig einverstanden zu sein. Er schüttelt mehrmals den Kopf und seufzt. Dann sagt er ergeben:„Sie werden jetzt auf Grund des Gesetzes von mir zwangsweise getraut! Congan und Morbin, Sie sind Zeugen“ Die Zeremonie geht vor sich und dann erhalten sie einen Schein, den Dorothy vergnügt in das kleine Täschchen steckt. „Können wir jetzt gehen!" fragt dann Bellamy lachend. „Alles in Ordnung, Sir!“ sagt Hytton vornehm. „Wir sind noch mehr drin! Die anderen wollen denselben Spaß erleben! Also... die schicken wir auch raus! Nicht wahr? Hytton macht ein verdutztes Gesicht und nickt ihnen zu. Lachend verlassen die beiden jungen Menschen das Zimmer und treten hinaus auf die Straße. Sie hören nicht, wie Hytton bekümmert sagt:„Ich glaube, ich habe die Falschen getraut.“ „Mädchen", meint Bellamy draußen,„das war ein neckisches Spiel! Ob der Loogan, der Schlingel, den Spaß eingeleitet hat?" „Weißt du denn überhaupt, was da drin los war!“ „Kein Wort verstanden! Er sprach so undeutlich! Aber... dir hat er doch was aufgeschrieben!“ Aber dann denken sie nicht weiter darüber nach, sondern tollen zurück, zu den anderen im„Grünen Kakadu", gefolgt von den beiden Polizisten. „Kinder...!“ sagt Bellamy drin und will sich ausschütten vor Lachen.„Nette Leute hier! Fabelhafte Menschen! Jerry... du mußt mit Marion mal vor die Tür gehen! Du wirst was erleben!“ „Was denn!" will Marion neugierig wissen. „Ich kann dir nicht genau über die Bedeutung Bescheid sagen! So genau habe ich's auch nicht verstanden! War da so ein netter Mann... und der hat gesigt... was bat er denn gesagt, Mädchen!“ „Ich glaube.heiraten wäre schön! Ja, ja, das hat er uns auch noch schriftlich gegeben!“ Jetzt wollen natürlich beide Paare hinaus. Aber Bellamy hält Mary Hope und Summer zurück. „Einer nach dem anderen!“ sagt er würdig. Dann geht er zur Musik und wirft ibr einen Zwanzigdollarschein hin.„Jungens, spielt mal was richtig Nettes. Ja, so mit Gefübl!“ Und dann tanzen sie wieder, schwelgen in Glückseligkeit. Und abermals ist eine Stunde vergangen. Die beiden Direktoren an der Bar sitzen ziemlich angeheitert und spüren immer noch, daß sich die Erde dreht. Sie sehen, wie erst das eine Paar, dann die anderen beiden Paare in kurzen Abständen verschwinden. Und dann ist der kleine Saal plötzlich verwaist! Da kommt plötzlich... Miß Hartlett aus dem Nebenzimmer. Sie ist munter geworden. Sie kommt auf Loogan zu. Und das ist eigentlich die letzte Erinnerung, die Loogan am nächsten Tage noch an das Geschehen im „Grünen Kakadu" hat. Als er wieder erwacht... da ist es Montag. Der Wecker zeigt früh um sieben Uhr und er hat einen Brummschädel von beachtlichem Ausmaße. Was aber geschah alles in dieser Nacht Was geschah? Montag! Zum ersten Male ist Marion nicht pünktlich im Geschäft an ihrem Arbeitsplatz. Aber auch Miß Hartlett und Miß Hope fehlen noch. Kurz nach acht Uhr kommt Marion und hat verweinte Augen. Im Nu ist sie von ihren Kolleginnen umringt. „Da bist du ja!“ sagt Anny.„Denke dir, die„Brillenschlange und... sogar Mary Hope fehlen auch noch. War's denn gestern so toll?“ Marion winkt ab. „Es war... wunderschön! Ich war noch nie so fröplich in meinem Leben! Aber... wir sind dann in Provenda gewesen und... ich kann mich auf nichts mehr besinnen!“ „Und darüber bist du unglücklich! Ihr werdet zu viel getrunken haben!“ „Wir haben... Sekt getrunken! Der Chef war so guter Laune! Aber ich habe nicht viel getrunken! dem Zeug muß was drin gewesen sein! Oh... mein Kopf!" „Laß dir nur von Jerry einen sauren Hering holen!“ „Jerry?" fragt Marion plötzlich und zuckt zusammen.„Wo... ist er denn?“ „Glänzt auch noch durch Abwesenheit!“ Da betrat die„Brillenschlange“ das Zimmer. Sie ging ganz aufrecht, obwohl sie sehr blaß war, und behandelte die Mädel, die sie fragten, etwas von oben herab. „Schön war's!“ sagt sie nur.„Wundervoll und... bedeutungsvoll!“ „Am Ende hast du dich verlobt!" spottet Susy. „Das wirst du noch zeitig genug hören!“ Kurz darauf stellt sich Mary Hope ein. Sie macht ein sehr glückliches und fröhliches Gesicht und umarmt Marion. „Was ist dir! Du siehst nicht gut aus!“ „Ich weiß nicht! Mir ist so... ängstlich zumute! Ich kann mich auf die Zeit in Provenda nicht mehr richtig besinnen!" „Dann weißt du auch nicht, daß...!" „Was denn?“ frägt Marion. „Ach nichts! Ich meine nur... wie schön du getanzt hast!" „Doch, darauf kann ich mich besinnen!“ „Ich weiß alles noch! Oh, es war ein Glückstag allererster Ordnung! Für dich auch! Du weißt es nur noch nicht!“ „Hat sie sich am 2n# mit#erth verlobt!“ fragte eines der Mädel. Und sie weiß es dielleicht gar nicht mehr!" „Unsinn!“ wehrt Marion die lachenden Kolleginnen verlegen ab. Der haft die Wahl . / V 9 A 1 1 CHNUNE: Im Büro Loogans sitzen zwei Jammergestalten: die beiden Direktoren Loogan und Stammer. „Was... was ist denn nun eigentlich geschehen?“ fragt Stammer.„Ich kann mich auf nichts mehr besinnen!" „Glauben Sie ich? Oh... es war furchtbar...! Nie wieder! Nie wieder!“ „Sind denn nun Dorothy und Bellamy verheiratet?“ „Das weiß ich nicht!" „Oder Marion mit Bellamy? „Kann auch sein!“ „Aber das ist doch eine Katastrophe!" stöhnt Stammer.„Und der Chef, der merkwürdigerweise ganz munter ist, dem man nicht so viel anmerkt, der scheint auch keine Ahnung zu haben, daß er verheiratet ist.“ „Und...?" „Ich fühlte ihm mal auf den Zahn und sagte... meinen herzlichen Glückwunsch? Da sah er mich ganz verwundert an und fragte: wieso! Er weiß also auch noch nichts!“ „Ja, zum Teufel... wenn... nun die Dorothy mit dem... Jerry verheiratet ist! Nein... mit... ach mein Kopf! Wenn... ein Fehlgriff!“ „Nicht auszudenken!“ stöhnt Stammer.„Fürs ganze ganze Leben wäre sie blamiert!“ „Sie müssen mit Ihrer Nichte einmal sprechen!“ „Ich rufe sie an! Nein... sie muß doch im Hause sein! Ich lasse sie kommen!“ Aber er hatte es nicht nötig, denn wenige Sekunden darauf betrat Dorothy, ein Bild des Jammers, Loogans Büro. „Onkel“, schluchzte sie,„ich habe dich gesucht! Ich bin außer mir! Ich bin... fassungslos! Was hat man denn gestern mit uns gemacht! Ich... heute morgen. finde... einen Trauschein in meinem Täschchen! Einen Trauschein... ich.. bin verheiratet! Ich habe einen Mann... und ich weiß nichts davon!“ „Einen Trauschein! Zeige her...!" drängt Stammer. „Mit Jerry... mit... dem Bürodiener... hat man mich verheiratet! Und ich... habe immer gedacht...es ist... Bellamy! O Gott.. wir hielten alles für einen Scherz! Dann... war's ja immer... Jerry, der mich geküßt hat!" Stammer sinkt wortlos in seinen Sessel. „Die Welt geht unter!" stöhnt er. Dann schreit er Loogan wütend an:„Und Sie sind schuld an dem ganzen Reinfall! Sie haben es ein gerenkt, das mit dem alten Gesetz... und der Zwangstrauung! Und jetzt...!“ „... wird vermutlich Marion Bellamys Frau sein!“ sagt Loogan triumphierend. „Rufen Sie ihre Nichte her! Wir müssen es klären! Und schleunigst!“ Das geschieht auch. Marion versteht nicht, was der Onkel meint. „Einen Trauschein? Wieso denn! Wie soll ich denn zu einem Trauschein kommen.“ „Weil du gestern... getraut worden bist! Sieh nur einmal in deinem Täschchen nach!“ Marion geht es holen und als sie wieder ihr Zimmer betritt, ist sie hochrot vor Zorn. „Ja“, sagt sie aufgeregt.„In meiner Tasche befindet sich ein Trauschein! Wahrhaftig.. ich bin, wenn dieser Schein stimmt.. Mister Bellamy angetraut worden!“ „Herrlich!" jubelt Direktor Loogan.„Meinen Glück wunsch, Marion. „Aber Marion begehrt heftig auf:„Ich will Mister Bellamys Frau nicht sein! Ich verstehe das alles nicht! Was hat das zu bedeuten? Willst du mir nicht klar sagen, um was es sich gehandelt hat!“ Stammer und Loogan sehen sich an. Dann sagt Loogan, dem es im Halse würgt:„Es gibt in Oklahoma ein altes Gesetz! Ein Bürgermeister kann unverheiratete junge Paare, die sich nach Mitternacht auf der Straße befinden, und nach derem ganzen Benehmen erkennbar ist, daß es sich um Liebesleute handelt, zwangsweise trauen! Und von diesem Gesetz hat der Bürgermeister von Provenda gestern Gebrauch gemacht und hat euch ordnungsgemäß getraut!“ Marion und Dorothy sehen sich an, sie sind fassungslos. Aber dann legt Marion los:„Nein... da mache ic nicht mit! Das fechte ich an! Das lasse ich mir nicht gefallen! Wir beschweren uns beim Gouverneur! Wider unseren Willen sind wir getraut worden!“ „Aber ihr seid doch gefragt worden!“ „Gefragt?" Wieder sehen sich die beiden Mädel an. Dann schüttelt Marion den Kopf.„Ich kann mich nicht besinnen!“ „Doch.. es ist wohl was gefragt worden! Aber kein Mensch konnte den Bürgermeister verstehen! entsinne mich jetzt! Wir haben das doch alles als einen Scherz angenommen!“ „Und jetzt setzen wir uns mit unseren... Männer" selber auseinander! Das ist doch unerhört, weld schlechtes Spiel ihr mit uns getrieben habt!" Die sonst gütige Dorothy ist nicht wieder zu erkennen.„Der Ches behagte euch wohl nicht, ihr wolltet ihn durch eheliche Pflichten auf ein anderes Gebiet locken! Das sieht euch ähnlich!" Und ehe es die beiden verhindern können, haben die Mädel das Zimmer verlassen. Vernichtet sinken die beiden Männer im Sessel zusammen. „Das ist das Ende!" stöhnt Loogan, Bellamy und Jerry saßen vergnügt beisammen. „Wenn ich nur bloß wüßte, was der Zinnober vol dem Bürgermeister zu bedeuten hatte!" sagte Bellamb, „War ein feiner Scherz! So ganz genau kann ich mich ja nicht mehr auf alles besinnen! Aber es war sehr nett! Jedenfalls bin ich sehr glücklich... daß ich endlich weiß, daß Dorothy mich lieb hat!" „Bellamy, glaubst du, daß es mir anders geht? Und ich sage dir, jetzt fliegt hier die Komödie auf!" „Herzlich gern einverstanden!" Da klopfte es und die beiden Mädchen traten überglücklich sprangen Bellamy und Jerry auf unwollten auf die geliebten Mädchen zugehen. Nr. 1 V. Eine weltpolit vielleicht zuleiten: nen Os Folgerur Es ist n. London schleiern. meister d ihnen mi mal ung Berlin— auch nock tel durch geschichte neuerdin um neue erst anlä schenF lassen, d den Achs zu bieter deten in kommen ner der die deuts besten de anderen Alle kleinen? 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