es so ist, wenn n Dingen, und auch als sie die Papiere ließ. Sie sah ihren tter, das Familieninn stieß sie auf das Nachlaß ihrer Mutid auf dem Kuvert. eöffnet, eine gewisse geöffnet lassen, aber n Regung getrieben, tter. ren nur wenige, und annte, daß es Briefe n Felde geschrieben chütterung, und aus ter geschrieben hatte, tenschen einst zusamZeitung auseinander. trierten Wochenschau rtachtzehn. Es zeigte zarett, auf dem eine die in der Schweiz dem Kopf des einen Veronikas Mutter Mann Uwe Winkler. tisch nieder, und ein rper. Tiefer Schmerz große Freude in ihr, gezeigt hatte. die heftigsten Vorse Erleichterung, sich können. verzüglich ihre Nachenommen, nach dem irgermeister, um ihm i sich trug, hatte sie agen lassen und auf Abzug erhalten. einem Wintermorgen nd wies sie wohl an Bürgermeisters lanzur Hand, legte es e:„Ich bitte um eine welchem dieses Bild n erhalten?“ sofort Interesse, und öflichkeit. rr nahm die Photound sagte nach einizarett befand sich am Jordergrund steht, zu Leitung dieses Lazatädige Frau, Doktor Seine Finger wiesen finden?“ 3frist gestorben!“ beSchwestern sagen, die zwanzig Jahren noch lazarett?“ veiß es nicht. Ob in zu finden ist, kann ich mit einem bedauernden Sie irgendwelche tanken Soldaten festteten auf einen iziemlich hochgebettet den. Nur der Kopf hotographen direkt in en, man sah, es war er wir können Ihnen behilflich sein könnte, Beronika ließ sich nicht ier im Rathaus eine t irre, in den Kriegsim Bahnhofslazarett, it vielleicht wieder jekönnte?“ f.„Selbstverständlich Sie mir die Adresse rr drückte auf einen i erschien ein junges Frau Zacherli, Fräuund schloß hinter Zettel wiederzukomPult ihres Vorgesetzts Zimmer. dresse der Frau. Sie den anzutreffen. kunft geben!“ Veronika streckte dem it die Hand entgegen, it mehr, aber morgen der Frau gehen. kam, lagen auf dem en Absendern. der andere von Ton ffnete zuerst Richardsaris! Hatte es dem t wieder heim fand? Steinheiner Zeitung Bote für das Emmertal Bezugspreis: Für diesen Monat 1.50 Reichsmark frei Haus. Erscheint sechsmal wöchentlich mit Ausnahme von Sonn= u. Feiertagen Für die Schriftleitung verantwortlich: Karl Simonowski, Steinheim i. Westf., Feraruf Nr. 352 Verordnungsblatt Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe, 45 mm breit 5 Pfg., im Textteil 1 mm Höhe. 90 mm breit 20 Pfg. Beilagengebühr je 100 RM. 1.— Sämtliche Anzeigen sind nach Steinheim i. Westf. zu senden Druck und Verlag: Karl Simonowski, Steinheim i. Weftf. Nr. 291 Steinheim, Mittwoch, 14. Dezember 1938 45. Jahrgang Abwehr gegen ASA.=Juden Die Judenmetropole New York bringt sich erneut unliebsam in Erinnerung. In der Carnegie=Halle hat wieder einmal eine der üblichen Hetzkundgebungen stattgefunden, bei der sich neben dem jüdischen Stadtoberhaupt und Hetzer Laguardia auch zwei katholische Bischöfe an der Verleumdung über das neue Deutschland beteiligt haben. Einer von ihnen leistete sich sogar die ungeheuerliche Blasphemie, diese ganz offen Haß und Völkerverhetzung predigende Hetzveranstaltung mit einem Gebet zu eröffnen. Zu gleicher Zeit machte auch jener sattsam bekannte Kardinal Mundelein in Chikago wieder von sich reden, indem er dem als mannhaften Warner auftretenden Pater Coughlin das Recht abzusprechen versucht, im Namen der katholischen Kirche vor der jüdischvolschewistischen Gefahr zu warnen. Dieser neue Verleumdungs= und Hetzfeldzug bestätigt die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten heute die Zentrale jüdischer Macht und damit zugleich die Zentrale der antideutschen Hetze und des antideutschen Kampfes sind. Im Land der„unbegrenzten Möglichkeiten“ hat das Judentum seine weitreichende Herrschaft aufgerichtet und lenkt von dort aus mit allen Mitteln der Presse, des Kapitals und der Politik den Kampf für Alljuda und gegen Faschismus und Nationalsozialismus. Für unsere Beurteilung der augenblicklichen Lage ist entscheidend, wer zur Zeit in Amerika wirtschaftlich und politisch das Heft in den Händen hat. Bei der Beantwortung dieser Frage kann auch nicht eine Sekunde ein Zweifel sein: das Judentum. Welch ungeheuren Einfluß das Judentum heute in den Vereinigten Staaten ausübt, ergibt sich daraus, daß die Zahl der Juden, die 1870 erst 150 000 betrug, heute auf nahezu 5 Millionen gestiegen ist. Davon sind drei Viertel zugewanderte Östjuden, 40 v. H. leben in den nordamerikanischen Industriestädten, vor allem in der Handelsmetropole New York, das mit fast 3 Millionen Israeliten die größte Judenstadt der Welt ist. In der Wirtschaft haben die Juden die Macht an sich gerissen. Sie beherrschen das Bankwesen mit fast 100 v. H., den Exporthandel mit über 90 v. H., das Zeitungswesen mit 97 v. H., die Textilwirtschaft mit 99 v. H., die Schwerindustrie mit 87 v. H. usw. Bei diesen Zahlen bedarf es kaum noch einer Erläuterung, daß das Wirtschaftsleben der USA. zu einem großen Teil dem Judentum ausgeliefert ist, daß Niedergang und Wohlstand von ihm entschieden werden, daß Hunderttausende in den Staaten nur Arbeit finden können, wenn der Jude sie ihnen gibt. Und es sind immer noch fast 10 Millionen, die ohne Arbeit sind. Natürlich sind diese Verhältnisse inzwischen so offensichtlich geworden, daß ein judenfeindliches Echo nicht ausbleiben konnte. Die Juden selbst haben sehr schnell die Folgerungen daraus gezogen, indem sie die judische Einwanderung und die jüdische Filmherrlichkeit von Hollywood abgebremst und sofort einen Feldzug gegen die beginnende judenfeindliche Stimmung begonnen haben. Das Stichwort in der öffentlichen Diskussion für die Abwehr der Juden, ist der Begriff„unamerikanisch“ geworden. Aber diese Vernebelungsmethoden des Judentums konnen die wachsende Erkenntnis über die unheilvollen Folgen der jüdischen Durchdringung des öffentlichen Lebens im amerikanischen Volke nicht aufhalten. Auch für die Amerikaner stimmt das Wort von Dr. Goebdels, daß in jedem Volk die Judengegnerchaft vorhanden ist. Sie hat sich in USA. bisher mmer nur stimmungsgemäß oder gesellschaftlich geäußert. Unzählige Klubs, selbst in New York, haben noch niemals Juden aufgenommen, ebenso gibt es Schulen, Eryolungsheime, sogar Sommerfrischen und Hotels an denen das Schild„nur für Christen“ prangt. Aber diesen Aeußerungen hat bisher die Rasseerkenntnis als Grundlage allen Handelns gefehlt. In den letzten Monaten ist allerdings ein neuer Ton in diese Distussion gekommen. In mehreren Städten, vor allem auch in der jüdischen Hochburg New York, tauchten Pla tate auf, die zum Boykott gegen die Juden aufforderten, die die Freiheitsstatue mit einer stattlichen Hatennase zeigte. Es mehrt sich die Zahl der Unter nehmunigen, die Juden möglichst oder grundsätzlich nicht einstellen. Es sind ernste Zeichen für Juda, das geht auch daraus hervor, daß das Judentum alle Mittel zum Abwehrkampf mobil macht, um den antijüdischen Aufklärungsfeldzug zu ersticken. Der Kampf, der heute in den Vereinigten Staaten begonnen hat, wird hart sein. Vielleicht finden sich noch mehr Männer, die so offen gegen die Greuellügen Steltung nehmen wie Henry Ford. Sicher ist jedenfalls, daß die Wortführer Israels ohne Skrupel gegen alles vorbehen werden, was nach ihren Maßstäben„unamerialisch" d. h. judenfeindlich gesonnen ist. Aber die GeNchte und die Erfahrungen lehren, daß gerade der überspitzte Abwehrkampf der Juden emmer die beste Aufklärungsarbeitfur den Antisemitismus ist. 300 Sitze für Stojadinowitsch Die Parlamentswahlen in Jugoslawien. Die Skupschtina=Wahlen in Jugoslawien haben einen überlegenen Wahlsieg der Regierungspartei des Ministerpräsidenten Stojadinowitsch ergeben. Soweit die bisher vorliegenden Ergebnisse die Mandatsverteilung in der neuen Kammer beurteilen lassen, kann die Regierungsliste mit 300 bis 310 Abgeordneten rechnen, während die gesamte Opposition nur 60 bis 70 Sitze erlangt haben dürfte. Die Liste des oppositionellen Kroatenführers Dr. Matschel erzielte die Mehrheit nur im Save= und Küsten=Banat. Von den über 4 Millionen Wahlberechtigten haben die meisten ihrer Wahlpflicht genügt. 2030 Kandidaten bewarben sich um 371 Abgeordnetensitze. Der Liste des Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch standen die Listen der vereinigten Oppositionsparteien mit dem Präsidenten der kroatischen Bauernpartei Dr. Matschek an der Spitze sowie des Gründers der rechtsstehenden Erneuerungsbewegung„Zkorn“, Dr. Ljotitsch, gegenüber. Da nach dem jugoslawischen Wahlgesetz die Partei mit der größten Stimmenzahl automatisch von vornherein drei Fünftel aller Sitze erhält, während der Rest im Verhältnis der abgegebenen Stimmen zwischen ihrer Liste und den übrigen Parteien geteilt wird, besitzt die Regierung in der neuen Skupschtina eine überlegene Mehrheit, die ihr die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Politik auf weitere vier Jahre sichert. In führenden politischen Kreisen der jugoslawischen Hauptstadt wird die loyale Haltung der verschiedenen Minderheiten und vor allem der deutschen Volks gruppe anerkennend hervorgehoben. Der jugoslawische Rundfunk gab folgendes vorläufige Endergebnis für die Skupschtina=Wahlen bekannt: Auf die Liste des Ministerpräsidenten und Außenministers Dr. Stojadinowitsch entfielen 1666 519 Stimmen gleich 58,90 v. H. Auf die vereinigten Oppositionslisten Dr. Matscheks entfielen 1366 823 Stimmen gleich 40,21 v. H., und auf die Liste des Gründers der Erneuerungsbewegung Dr. Ljotitsch 30310 gleich 0,89 v. Bei den letzten Skupschtina=Wahlen am 5. Mai 1935 entfielen auf die damalige Regierungsliste des Ministerpräsidenten Jeftitsch 1746 982 Stimmen gleich 60,6 v. H., auf die Oppositionsliste Dr. Matscheks 1076 345 gleich 37,4 v. H. und auf die Liste Ljotitschs 33549 gleich 1,3 v. H. Das Hauptkennzeichen der diesmaligen Wahlen ist erst das Anschwellen der Oppositionsstimmen und die Behauptung des Regierungsblockes. Jugoslawien ist in neun Gaue(Banate) eingeteilt. Dazu kommt noch die Hauptstadt Belgrad als besonderer Verwaltungskörper. Die Regierung erhielt in sieben dieser Banate sowie in der Hauptstadt die Mehrheit, während in den beiden hauptsächlich von Kroaten bewohnten Banaten die Opposition den Sieg davontrug. Angarn verschärft Judengesetz Strengere Bestimmungen erwartet. Das von der ungarischen Regierung angekündigte neue Judengesetz, das dem Parlament in den nächsten Tagen vorgelegt werden soll, wird eine wesentliche Verschärfung bringen, vor allem im Hinblick auf die Verhält niszahl, die nicht mehr wie bisher 80:20, sondern wahrscheinlich 93:7 betragen wird. Ferner soll die Judenfrage auch grundsätzlich anders behandelt werden als bisher. In rechtsstehenden nationalen Kreisen glaubt man annehmen zu können, daß bei der Neuregelung der Judenfrage der Rassengrundsatz stärker in den Vordergrund treten soll. Beschränkung der Juden Verfügung der slowakischen Regierung. Die Entwicklung der Judenfrage hat auch in der Tschecho=Slowakei eine Beschleunigung erfahren. Aus allen Kreisen der Bevölkerung werden spontane Willenskundgebungen gemeldet, in denen immer wieder der Ruf nach der Befreiung von den so überaus zahlreichen jüdischen Schmarotzern zum Ausdruck kommt. So haben die Slowaken, wie„AZET“ berichtet, der Regierung vorgeschlagen, die Judenfrage möge in allen drei Bundesländern einheitlich geregelt werden. Man müsse auch dafür sorgen, daß der Grundsatz der Proportionalität in den einjelnen Berufszweigen eingehalten wird. Die slowakische Regierung hat eine Verordnung herausgegeben, durch die der wirtschaftliche Einfluß der Juden in der Slowakei eingeschränkt werden soll. Den Juden wird in allererster Linie verboten, am Weihnachtsmarkt teilzunehmen und durch Reklame und Inserate für ihre Waren zu werben. Weiter wird den Juden verboten, Branntweine und Liköre zu verkaufen. Julfeier der Alten Garde in Wien. Die„Alte Garde“ der NSDAP. veranstaltete in Wien ihre erste Julfeier im freien Großdeutschland. Reichsführer 4. Himmler betonte in seiner Ansprache, daß das deutsche Volk noch niemals so reiche Weihnachten feiern konnte, wie in diesem Jahr. Der Gesamtheit habe der Führer 10 Millionen Deutsche geschenkt und dem einzelnen die Heimat, das Vaterland, Brot und Arbeit. Das Problem Nach der Eroberung Abessiniens aktuell. Der Direktor des„Giornale d'Italia“ befaßt sich mit der französischen Kolonie Dschibuti und betont, diese Frage bestehe richt erst seit heute, sondern sei jetzt nach der Eroberung des Imperiums aktuell geworden. Nach einem Hinweis darauf daß Dschibuti für Frankreich stets nur eine Basis für seine Expansionsvolitik in Afrika gewesen sei, stellt das/ halbamtliche Blatt fest, daß Frankreich von diesem Gebiet aus von jeher unentwegt gegen die italienischen Interessen vorgegangen sei. Während des Aethiopien=Konfliktes habe Dschibuti die Flanke der italienischen Heere bedroht und sei zugleich Ausgangspunkt für Waffenlieferungen an den Negus gewesen. Nachdem heute mit der Eroberung des Imperiums alle Probleme zwischen Rom und Paris offenstünden, bedürften die Beziehungen einer Klärung. Das Problem Dschibuti muß für Italien vom politischen wie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen werden. Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus habe Dschibuti lediglich den Wert einer äthiopischen Zufahrtsstraße und zwar heute den eines unter fremder Kontrolle stehenden Ein= und Ausfalltores des italienischen Imperiums. In diesem Zusammenhang unterstreicht das halbamtliche Blatt, daß weder der ungenügende Hafen noch die mehr als primitive Eisenbahn von Dschibuti den heutigen Anforderungen des italienischen Imperiums entsprächen, daß aber beide durch untragbare Gebührensätze ausschließlich aus dem italienischen Verkehr Nutzen zögen. Mehrfach habe Italien Frankreich zu Verhandlungen eingeladen. Stets sei es jedoch auf juristische Vorbehalte und auf eine sonderbare Mentalität gestoßen. Die eigentlich Italien zustehenden Eisenbahnaktien der ehemaligen äthiopischen Regierung würden immer noch zurückgehalten, für die Konzession der Eisenbahn werde im Gegensatz zu früher kein Pfennig gezahlt. „Giornale d'Italia“ schließt mit dem Hinweis, daß es nicht mehr als recht und billig sei, das Problem von Dschibuti zur Klärung der italienisch=französischen Beziehungen und der europäischen Interessen in Angriff zu nehmen. England begrüßt Pariser Erklärung Premierminister Chamberlain erklärte im Unterhaus, die britische Regierung begrüße die Unterzeichnung der deutsch=französischen Erklärung und habe der französischen Regierung entsprechend Mitteilung gemacht, als diese am 24. November der britischen Regierung den Inhalt bekanntgegeben habe. Auf die Frage Hendersons, ob diese Erklärung, soweit sie sich auf die deutsch-französische Grenze beziehe, irgendwie die Verpflichtungen Englande aus dem Locarno=Pakt berühre, antwortete Chamberlain Nein. Früh übt sich der kommunistische Hetzjude Ein Prozeß vor dem Bezirksgericht in Kielce(Polen) enthüllte wieder einmal die engen Beziehungen, die zwischen Judentum und Kommunismus bestehen. Acht noch nicht einmal volljährige Juden, die unter der Anklage kommunistischer Wühlarbeit gegen den Staat standen, konnte ihre Betätigung für die Komintern einwandfrei nachgewiesen werden. Sie erhielten für ihre frühen Versuche auf diesem jüdischen Spezialgebiet Gefängnisstrafen von ein bis zwei Jahreu. Beleuchtungskontrollen der Polizei! Strenge Maßnahmen gegen das Nichtabblenden. Die Polizeibehörden haben die Anweisung erhalten, der Beleuchtung der Fahrzeuge größte Aufmerksamkeit zuzuwenden, und zwar durch laufende Verkehrsüberwachung, durch allgemeine Beleuchtungskontrollen und durch Sonderkontrollen über rechtzeitiges Abblenden von Kraftfahrern und Radfahrern. Insbesondere wird die Polizei gegen die Unterlassung des Abblendens bei Kraftfahrzeugen mit schärfsten Mitteln vorgehen. Für diese Sonderkontrollen der motorisierten Verkehrsbereitschaften, die vor allem die gefährliche Unsitte des nicht rechtzeitigen Abblendens bekämpfen sollen, werden besondere Funktrupps auf Kraftfahrzeugen eingesetzt Mittels Funksprechgeräten wird das amtliche Kennzeichen eines Fahrzeugs, das nicht rechtzeitig abblendet, den motorisierten Polizeistreifen mitgeteilt, die alsdann sofort die erforderlichen Maßnahmen treffen. Auch die Beleuchtung der Fuhrwerke und Fahrräder wird auf ähnliche Weise eingehend überwacht. Fahrzeuge, deren Beleuchtungsanlagen so mangelhaft sind, daß sie eine Gefährdung des Verkehrs bedeuten, werden sichergestellt, bis die Fehler beseitigt sind. Schulfrei fürW.=Sammler Reichserziehungsminister Rust hat in einem Erlaß ange ordnet, daß die an der Sammlung und den Werbemärschen für das Winterhilfswerk in der Zeit vom 16. bis 18. Dezember 1938 beteiligten schulpflichtigen Angehörigen der HJ., des DI. des BDM. und der IM. für den Nachmittag des 16. Dezember von den Hausaufgaben befreit sind und der Unterricht am Sonnabend, dem 17. Dezember, für die Beteiligten ausfällt. Regierungserklärung in Prag Vor allem Freundschaft mit dem Deutschen Reich.“ Der tschecho=slowakische Ministerpräsident Beran gab im Abgeordnetenhaus in Prag die mit Spannung erwartete Regierungserklärung ab, wobei er die Notwendigkeit einer Gesundungspolitik betonte. Nachdem sich die Grundlage des ganzen Lebens in der Tschecho=Slowakei geändert habe, könne die Politik, die bis zur Septemberkrise durchgeführt worden sei, weder in ihrem Programm noch in ihrer Methode fortgeführt werden. Im übrigen unterstrich er in der Regierungserklärung noch die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zu Deutschland. Im einzelnen führte Ministerpräsident Beran u. a. aus: Unsere internationalen Beziehungen sind heute von der neuen geographischen Lage und von den neuen Machtverhältnissen in Europa bestimmt; unsere innere Ordnung ist ebenfalls verändert. Das Verhältnis zwischen den tschechischen, slowakischen und karpato=ukrainischen Ländern wird auf neuer Grundlage geregelt. Die nationalen Ideale der Slowaken und KarpatoUkrainer, die sie in der Vergangenheit anstrebten, sind in vollem Umfange verwirklicht worden. Wer fähig ist, die einzelnen Fehler einzusehen und aus ihnen auch unliebsame Schlüsse zu ziehen, gibt damit kein Beispiel der Schwäche. Unsere Außenpolitik ist hinsichtlich ihrer Ziele, Mittel und des Inhalts neu. Im Zuge der Ereignisse dieses Jahres wurden nicht nur unsere Grenzen berührt, sondern es wurden zahlreiche Werte der Weltpolitik der Großmächte erschüttert die bisher als unantastbar galten. Wir sind nicht und wollen auch nicht blind sein gegenüber diesen Veränderungen; wir werden unsere Außenpolitik den Tatsachen anpassen, ebenso die Wirtschafts= und sozialen Verhältnisse. Das klare Ziel der Regierung ist: dem Staat und den Nationen den Frieden zu retten! Wir werden alle Staaten und alle Völker achten, aber in erster Reihe werden wir unsere Interessen mit dem klaren Bewußtsein vertreten, wie es die wirkliche internationale Lage erheischt. Es handelt sich für uns vor allem um die Herstellung eines Freundschaftsverhältnisses mit unserm größten Nachbar, mit dem Deutschen Reich. Dieses für uns so wichtige Verhältnis wartet auf eine Verbreiterung. Wir sind der Ansicht, daß durch direkte Fühlungnahme der Staatsmänner beider Länder diese Lösung beschleunigt und vertieft wird. Der Präsident der Republik, der Außenminister und ich selbst haben schon öfter erklärt, wie wir das Verhältnis zum Deutschen Reich und zum deutschen Volke zu gestalten wünschen. Ein gutes Verhältnis wollen wir sowohl zu Polen als auch zu Ungarn anstreben. Rumänien und Jugoslawien schulden wir Dank für Freundschaft und Loyalität. Ich bin erfreut, daß sich unser Verhältnis zu Italien so entwickelt, wie es dem Wunsche unseres Volkes und der Tradition auf beiden Seiten entspricht. Wir werden beim Aufbau unseres Staates keine Anhänger der Vereinsamung sein; wir werden daher die Beziehungen mit allen anderen Staaten, besonders aber mit Frankreich, England und den Vereinigten Staaten von Amerika, erhalten und vertiefen.“ Zum Schluß behandelte der Ministerpräsident innerpolitische Fragen. Er setzte sich dabei für eine gesunde und geordnete öffentliche Finanzwirtschaft ein, für eine Reform der Arbeitslosenunterstützung und schließlich für die Lösung der Emigrantenfrage. Die Emigranten, so erklärte Ministerpräsident Beran, müßten ihren dauernden Aufenthalt in Staaten mit größerer Wirtschaftskapazität suchen. Schließlich wurde in der Regierungserklärung noch die Notwendigkeit einer Lösung der Judenfrage unterstrichen. Das Prager Ermächtigungsgesetz Autonomie der Slowakei bleibt unberührt. Dem Prager Parlament wurde das Ermächtigungsgesetz vorgelegt. Danach wird der Staatspräsident im Einvernehmen mit der Regierung das Recht erhalten, auch Aenderungen der Verfassung vorzunehmen, wenn diese notwendig werden sollten. Die Slowaken haben durchgesetzt, daß das Gesetz von solchen möglichen Aenderungen alle Bestimmungen der Verfassung ausdrücklich ausnimmt, die die Autonomie der Slowakei und überhaupt alle jetzt festgelegten Beziehungen zwischen der Slowakei und der Zentralregierung betreffen. Wie bekannt, war die Forderung nach dieser Ausnahme die Ursache, daß das Ermächtigungsgesetz solange nicht behandelt werden konnte. Eine ähnliche Sicherung für die Selbstverwaltung der Karpato=Ukraine enthält das Gesetz bisher nicht. Man erwartet jedoch, daß im Laufe der parlamentarischen Verhandlungen noch eine entsprechende Einfügung im Sinne der karpato=ukrainischen Wünsche erfolgt. Moskau gibt Prag noch nicht frei Pressemeldungen aus Moskau zufolge hat die Sowjetregierung in der Ukraine acht neue Rundfunksender errichtet, die vor allem die Aufgabe haben, die tschecho=slowakischen Sender zu stören. Die neuen Sowjetsender werden auf der gleichen Wellenlänge und zu den gleichen Sendezeiten funken wie die tschechoslowakischen Sender und in der Nacht gegen Prag gerichtete Uebertragungen in tschechischer Spräche verbreiten. Die übrigen im Westen des Landes liegenden zwölf Sowjetsender sind beauftragt, eine ähnliche Tätigkeit zu entfalten. Die Regierung der Sowjetukraine hat ferner auf das Abhören der tschechischen Sender eine Gefängnisstrafe von 20 Jahren gesetzt. Die ersten Teilergebnisse Beträchtlicher Stimmengewinn der Memeldeutschen. Die Auszählung des Abstimmungsergebnisses der Memelwahlen macht infolge der komplizierten litauischen Wahlmethoden nur langsame Fortschritte, doch lassen schon die ersten Teilzählungen beträchtliche Gewinne der memeldeutschen Liste erwarten, die in vielen Orten 80 bis 90 v. H. der abgegebenen Stimmen erhielt. Das Memeldirektorium hat durch eine Verordnung die Abhaltung von Versammlungen innerhalb des Memelgebietes bis auf weiteres verboten. In der Begründung wird auf die innerpolitischen Vorgänge in Großlitauen Bezug genommen. Durch das Versammlungsverbot soll verhindert werden, daß von außen Unruhe in das Memelland hineingetragen wird. Memels deutscher Charakter Die Memelwahlen finden weiterhin im Ausland stärkste Beachtung. Die polnischen Blätter sind sich über den deutschen Erfolg bei den Memeler Wahlen völlig einig. Das Regierungsblatt„Dobry Wieczor erklärt, obwohl das Wahlergebnis, erst nach acht Tagen vorliegen wird, werde doch der deutsche Erfolg von niemandem, nicht einmal von litauischer Seite, in Frage gestellt. Selbst nüchterne Beurteiler Litauens rechnen damit, daß die Deutschen bei den Wahlen drei weitere Mandate erlanat haben, während von deutscher Seite sogar mit einem viel größeren deutschen Sieg gerechnet wird, wodurch, wie die Zeitung ausführt, die Lage für die litauische Regierung im Memelgebiet außerordentlich schwierig werden würde. In dem Bericht wird weiter auf den deutschen Charakter Memels hingewiesen, das sich in keiner Weise von irgendeiner ostpreußischen Stadt unterscheidet. Das halbamtliche lettische Blatt„Briva Zeme“ überschreibt seinen ausführlichen Bericht mit den Worten: „Der deutsche Erfolg bei den Wahlen für den Memelländischen Landtag.“ Ein anderes lettisches Blatt stellt fest, daß die Wahlen im Memelland in vorbildlicher Ordnung sich vollzogen hätten. In den Berichten der von der estnischen Presse entsandten Sonderberichterstatter wird neben der überaus starken Wahlbeteiligung der ruhige Verlauf der Wahl hervorgehoben. Jüdische Auswanderung das beste Zeichen Auch in der holländischen Oeffentlichkeit finden die Memelwahlen starkes Interesse. Das Amsterdamer„Handelsblad“ bemerkt, daß der Massenauszug der Juden aus dem Memelland als wichtigstes Zeichen für die kommenden Ereignisse gewertet werde. Die ersten Wahlergebnisse in Memel zeigen folgendes Aussehen: Landkreis Memel, abgegebene Wahlumschläge 374, davon Stimmen für die memeldeutsche Liste 9989, für die litauischen Listen 232, also 97,7 v. H. für die memeldeutsche Liste. Kreis Heydekrug, abgegebene Wahlumschläge 1187, davon Stimmen für die memeldeutsche Liste 32 614, für die litauischen Listen 1666, also 95,1 v. H. für die memeldeutsche Liste. Kreis Pogegen, abgegebene Wahlumschläge 1155, davon Stimmen für die memeldeutsche Liste 28012, für die litauischen Listen 1877, also B5 v. H. für die memeldeutsche Liste. Lantini in Hamburg Empfang im Rathaus.— Rundfahrt durch den Hafen. Der italienische Korporationsminister Exzellenz Lantini besichtigte die Hamburger Schiffbauversuchsanstalt und stattete zusammen mit Reichsorganisationsleiter Dr. Ley einen Besuch im Rathaus ab, wo er im Auftrage des Reichsstatthalters von Bürgermeister Krogmann begrüßt wurde, der ihm eine Anzahl Ansichten von Hamburg in einer künstlerisch ausgeführten Kassette mit einer Widmung überreichte. Der Minister dankte für die Begrüßung und trug sich in das Goldene Buch der Hansestadt Hamburg ein. Eine ausgedehnte Rundfahrt durch den Hafen gab dem italienischen Gast ein überwältigendes Bild vom Handel und Wandel in der größten Hafenstadt des Dritten Reiches. Juden betrügen den Staat Italien um 18 Millionen Lire geschädigt. Die Mailänder Polizei hob eine jüdische Devisenschieberbande aus, die durch ihre verbrecherische Tätigkeit den italienischen Staat um etwa 18 Millionen Lire geschädigt hat. Die Juden hatten in Verbindung mit ausländischen Städten, vor allem Paris und Marseille, ein ausgedehntes Netz von jüdischen Mitschiebern aufgezogen, die u. a. mit Hilfe von Reisebüros die Reisedevisen ausländischer Touristen an sich brachten, indem die Juden dafür Kreditbriefe hergaben, die hauptsächlich bei jüdischen Mailänder Industriefirmen einlösbar gestellt waren. Außerdem bereicherten sie sich auch durch Rechnungsfälschungen und„eigene“. nichtamtliche Umrechnungskurse. Der aus Deutschland emigrierte Jude Aytel und sein jüdischer Kumpan Marcello Papo aus Konstantinopel brachten falsche Dollarschecks in Umlauf und konnten ebenfalls durch die Mailänder Polizei dingfest gemacht werden. Schließlich wurde auch eine Jüdin für eineinhalb Jahre ins Gefängnis gesteckt. Dieses Judenweib hatte einer auf der Hochzeitsreise befindlichen Frau Schmuckstücke im Werte von mehreren tausend Lire gestohlen. Die diebische jüdische Elster war bereits siebenmal wegen Diebstahls vorbestraft. Der Schmuggel des Juden Birnbaum Nachdem kürzlich die Frau des jüdischen Richters Lauer, die Pariser Moden eingeschmuggelt und an jüdische Helfer und gewisse Mitglieder der Filmkolonje Hollywood weiterverkauft hatte, vom New=Yorker Staatsgericht unter Anklage gestellt worden ist, erfolgten nunmehr weitere Anklagen wegen Schmuggels gegen drei Personen, u. a. den jüdischen Radio=Komiker und Filmdarsteller George Burns, dessen eigentlicher Name Birnbaum ist. Er gestand, drei Schmuckstücke im Gesamtwert von nahezu 5000 Dollar eingeschmuggelt zu haben. zu Tode gequält Unerhörte Ausschreitungen englischer Soldaten. Nach Berichten der syrischen Presse wurde der Scheich Aref Hamda aus Rumana bei Djenin von englischen Soldaten nach der Durchsuchung seines Hauses grauenhaft mißhandelt, bis er seinen schweren Verletzungen erlag. Ebenfalls entsetzlich mißhandelt wurde der Scheich Mohammed Abu Jaghab aus Capacia bei Djenin, den die englische Polizei ohne jeden Grund festnahm. Der Scheich wurde bei den Qualen irrsinnig. Die syrische Presse betont, daß derartige Mißhandlungen täglich vorkommen und sich eine fast endlose Reihe aufzählen ließe. Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, haben die Mandatsbehörden über Haifa eine„Geldbuße“ in Höhe von 400 Pfund Sterling verhängt, weil dort einer der zahlreichen üdischen Eindringlinge getötet worden ist. In drei Dörfern Palästinas wurden von britischen Soldaten Haussuchungen vorgenommen, wobei mehrere Dutzend Araber verhaftet vurden. Moscheekuppel durch Geschosse beschädigt Die Omar=Moschee in Jerusalem, neben Mekka das größte Heiligtum des Islam, ist schwer betroffen worden. Die Moscheeluppel, die von englischen Gewehr- und Maschinengewehrgeschossen sowie von Geschossen aus Richtung der nächst gelejenen Synggoge wie ein Sieb durchlöchert ist, hielt den strömenden Regen nicht ab, und das Wasser drana in großen Mengen in das Innere. Die Nachricht von der Beschädigung der Moschee hat in der mohammedanischen Melt große rüstung ausgelöst. Die Juden=Vermögensabgabe Vorschriften über die Inzahlungnahme von Grundstücken Der Reichsminister der Finanzen teilt mit: Auf Juden=Vermögensabgabe können in Ausnahmefällen Werl. papiere und Grundstücke in Zahlung gegeben werden. Grund stücke werden auf die erste Teilzahlung der Judenvermögenz. abgabe, die am 15. Dezember 1938 fällig ist, nur dann in Zaß. lung genommen, wenn der Abgabepflichtige keine Barzahlun, leisten kann und auch keine Wertpapiere besitzt, die er in Zai lung geben kann. Die Grundstücke werden zu einem R angenommen, der dem derzeitigen gemeinen Wert entspricht und für jeden einzelnen Fall von dem Oberfinanzpräsidenten festgesetzt wird. Der Antrag auf Inzahlungnahme eines Grundstücks ist an das für die Juden=Vermögensabgabe ständige Finanzamt zu richten. Von der Inzahlungnahme ausgeschlossen sind solche Grundstücke, 1. die mehreren Eigentümern gehören, sofern nicht sämtliche Eigentümer ihre Anteile dem Reich übertragen 2. überbelastet sind oder 3. deren Wert nach Abzug der Belastungen und der Unkosten die Abgabe übersteigt. Planmäßige Förderung des Schießwesens Zusammenarbeit des Schützenverbandes mit der SA. Der Deutsche Schützenverband hielt unter Leitung seines Verbandsführers, des Chefs des Führungshauptamtes der Obersten SA.=Führung, eine Arbeitstagung ab. Die Arbeitstagung fand ihren Abschluß mit einem kameradschaftlichen Beisammensein, zu dem auch der Stabschef der SA. erschienen war. In den Ansprachen wurde die Notwendigkeit engsten Zusammenwirkens des Deutschen Schützenverbandes mit der SA. nach einheitlichen Gesichtspunkten betont. Eden zurechtgewiesen „Keine törichten Phrasen, Mister Eden." Der englische Verteidigungsminister Inskip sprach in Regding und widmete in seiner Rede auch der Ansprache, die Eden in Amerika gehalten hat, einige kritische Bemerkungen Der britische Verteidigungsminister wandte sich vor allem gegen die unpassende Bemerkung Edens, daß man Sturm sehe. Inskip sagte, daß er einen solchen Ausdruck nicht gebraucht haben würde. Man lebe wohl in einer Zeit, in der Wolken den Blick trübten, aber er persönlich würde keine Phrasen benutzen, die den Eindruck erweckten, als ob eine kluge und vorsichtige Staatsmannskunst nicht in der Lage sein sollte, die Verwirrung zu lösen, unter der wir gegenwärtig leiden. Man sollte mit Hoffnung und nicht mit Furcht der Zukunft entgegensehen. Es sei seine(Inskips) Ueberzeugung, daß man unter der Führung des Ministerpräsidenten Chamberlain und von Lord Halifax selbst durch das„Elend der Gegenwart“ hindurchkommen werde. Anmögliches Projekt Ausschuß für Judensiedlung im ehemaligen DeutschOstafrika. Wie Reuter aus Daressalam meldet, ist ein Ausschuß eingesetzt worden, der die Frage einer jüdischen Siedlung im einstigen Deutsch=Ostafrika prüfen wird. Dem Ausschuf gehören zwei offizielle und fünf inoffizielle Mitglieder an * Es braucht nicht erst betont zu werden, daß der Plan einer Ansiedlung der Juden in der früheren deutschen Kolonie Deutsch=Ostafrika geradezu eine Unmöglichkeit ist. Uebrigens ist, als zum ersten Male derartige Projekte bekannt wurden, auch in England dagegen Einspruch erhoben worden, aus der Erwägung heraus, daß jede neue Belastung der europäischen Völkerbeziehungen vermieden werden muß. „Der Fall Codreanu" Juda hat gesiegt! Unter dieser Ueberschrift schreibt die Wochenschrift „Reichswart“(Herausgeber Graf E. Reventlow, Aufwärts=Verlag, Berlin) in Anknüpfung an das letzte Wor des verstorbenen rumänischen Ministerpräsidenten Goga: Juda hat gesiegt!: „Es war ein prophetisches Wort. Es steht auch über dem Fall Codreanu. Es steht über der Politik Rumäniens. Jude ist in diesem Fall Madame Lupescu, um deren Liebe wiln König Carol vor etwa zehn Jahren auf Thron und Erbe verzichtete und in die Fremde ging. Sein Sohn, Kronprinz Michael, bestieg den Thron. Dann kehrte Caro zurück, mit ihm Madame Lupescu. Seitdem hat diese Jüdin einen steigenden Einfluß auf die innerpolitische Entwick lung in Rumänien genommen. Man wird ihr nicht tun und nichts Falsches nachsagen, wenn man vermutet, daß sie den Tod Codreanus, der ihr erbittertster Gegner war, nicht nur gern gesehen, sondern daß sie gern das ihrige dazu beigetragen hat, daß Codreanu möglichst bald von der politischen Bühne seines Landes verschwand." Die Jugend ruft! Am 17./18. Dezember opfert jeder mehr Leistungsverbesserung der Rentenversicherung Auch für die Fürsorge=Unterstützten wirksam. Das Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung von 21. Dezember 1937 hat die Leistungen der Rentenversicherung wesentlich verbessert. Um sicherzustellen, daß die Leistungverbesserungen auch Rentenempfängern zugute kommen, von der öffentlichen Fürsorge ergänzend unterstützt werden haben der Reichsarbeits= und der Reichsinnenminister geme sam eine Anrechnungsfreiheit von Leistungsverbesserungen geordnet. Die Fürsorgeunterstützung darf nicht um den Betrag Steigerungsbeträge für die Kriegsdienst= und Wehrdienstzel gekürzt werden. Von dem Kinderzuschuß für das dritte jedes weitere Kind werden je 2,50 RM. monatlich nicht aufoUnterstützung angerechnet. Bei Waisenrenten und Kin schüssen, die während der Schul= und Berufsausbildung das 15. Lebensjahr hinaus gewährt werden, ist ein bis zu 10 RM. monatlich für jedes Kind freizulassen.» den Kinderzuschüssen der knappschaftlichen Arbeiterpension versicherung werden 3,75 RM. monatlich nicht auf die Furso angerechnet, soweit der Kinderzuschuß nach dem vor dem I. nuar 1934 geltenden Recht festgesetzt worden ist. Außerd bleiben bei knappschaftlichen Arbeiterpensionen, die nach ab 1. Januar 1934 geltenden Recht festgesetzt worden si, 3 RM., bei Witwenpensionen 1,50 RM. monatlich anrechnung frei. Eine weitere Freigrenze ist für Rentenempfänger gesehen, die gleichzeitig Leistungen der Invaliden= und tnape schaftlichen Versicherung beziehen. Empfänger von Wind renten mit mehr als drei waisenrentenberechtigten werden künftig allgemein in der Sozialrentnerfürsorge treut, auch wenn sie noch nicht invalide sind und das 60. bensjahr noch nicht vollendet haben. Soweit den Rentenempfängern die Leistungsverbesserunge für eine zurückliegende Zeit nachgezahlt werden, dürfen Beträge nicht zum Ersatz von Fürsorgekosten in Anspruch nommen werden. ensabgabe ne von Grundstücken. teilt mit: Auf diAusnahmefällen Weri, geben werden. Grunder Judenvermögens, ist, nur dann in htige keine Barzahlung besitzt, die er in Zah. erden zu einem neinen Wert entsprich Oherfinanzpräsidenen nzahlungnahme einej Vermögensabgabe zujeschlossen sind solche mern gehören, sofern dem Reich übertragen nach Abzug der Bela, bersteigt. 3 Schießwesens ndes mit der SA. t unter Leitung seines hrungshauptamtes der jung av. Die Arbeitz. ameradschaftlichen Beijef der SA. erschienen Notwendigkeit engsten itzenverbandes mit der betont. viesen lister Eden." Inskip sprach in Regich der Ansprache, die kritische Bemerkungen. idte sich vor allem gegen man Sturm sehe. lusdruck nicht gebraucht r Zeit, in der Wolken ürde keine Phrasen beob eine kluge und vorLage sein sollte, die jenwärtig leiden. Man urcht der Zukunft entig, daß man unter der iberlain und von Lord genwart“ hindurchkomrojekt jemaligen Deutschdet, ist ein Ausschuß er jüdischen Siedlung wird. Dem Ausschuß fizielle Mitglieder an verden, daß der Plan r früheren deutschen eine Unmöglichrsten Male derartige ngland dagegen Einwägung heraus, daß en Völkerbeziehungen 4 eanu bt die Wochenschrift E. Reventlow, Aufg an das letzte Wor terpräsidenten Goga: t. Es steht auch über r Politik Rumäniens. escu, um deren Liebe ahren auf Thron und ging. Sein Sohn, i. Dann kehrte Carol itdem hat diese Jüdin nerpolitische Entwickwird ihr nicht weh in man vermutet, daß ttertster Gegner war, sie gern das ihrige möglichst bald von verschwand.“ der opfert jeder mehr versicherung Leistungs ommen, di itzt werden ht um den Betrag de und Wehrdienstzeiten uß für das dritte und monatlich nicht auf irenten und Kinderz derden, ist ein Benn Kind freizulassen. ichen Arbeiterpensions nicht auf die Fürsorgach dem vor dem 1. 3 vorden ist. Außerdem ensionen, die nach des festgesetzt worden sing monatlich anrechnunge Rentenempfänger o Invaliden= und pfänger von enberechtigten zialrentnerfürsorge sind und das 65. 2 Leistungsverbesserung alt werden, dürfen ekosten in Anspruch# Chronik des Tages Eljar Erkko, der Besitzer der Zeitung„Helsingin Sanomat“ st zum finnischen Außenminister ernannt worden. Die polnische Presse kündigt die Auflösung von acht polnischen Freimaurerlogen auf Grund des neuen Gesetzes gegen die freimaurerische Organisation an. Jugend bittet Zur Reichsstraßensammlung am Wochenende. kt. und 18. Dezember sammelt die nationalsozialistische Jugend für das Winterhilfswerk. Zwei Tage lang steht wieder die gesamte Oeffentlichkeit unter dem Zeichen der klappernden Sammelbüchsen der Pimpfe und Jungmädel, Hitlerjungen, BOM.=Mädel sowie der Führerschaft der HJ., die in Stadt und Land mahnen: Gebt auch ihr! Auch diesmal sind die Sammelabzeichen buntbemalte Holzfigürchen, die aus dem Erzgebirge, der Bayerischen Östmark und dem Sudetenland kommen. Die Vorfreude auf das Weihnachtsfest wird jeden veranlassen, auch diesmal zu seinem Teil zum Gelingen der Sammlung beizutragen. Der Hitler=Jugend wird das Werk dadurch erleichtert, daß sie den Spendern wunderhübsche Holzfigürchen als Gegengabe geben tann. Da sich in den WHW.=Sammlungen der HitlerJugend in den letzten Jahren gezeigt hat, daß diese bunten Holzpuppen besonders gern genommen werden hat man diesmal nicht weniger als 27.4 Millionen davon anfertigen lassen. Im Erzgebirge und in der Bayerischen Östmark, zum Teil aber sogar schon in den sudetendeutschen Dörfern des Böhmer Waldes, wurden diese Sammelzeichen von fleißigen Händen in den letzten Monaten hergestellt, und die Aufträge dazü haben damals schon viel Freude in manche arme Hütte gebracht. In großen Holzbearbeitungsbetrieben wurde lediglich das Ausstanzen der Figuren maschinell bewerkstelligt. Die Ausarbeitung, das Bemalen und Verpacken der Abzeichen war ausschließlich Aufgabe der Heimindustrie. Zwölf verschiedene Kinderfigürchen sind es, die mit ihren hübschen Formen und fröhlichen Farben überall helle Freude erregen werden. Besonders gut eignen sie sich wieder zum Schmuck des Weihnachtsbaumes. Jedes dieser Figürchen versinnbildlicht in humorvoller Darstellung einen Monat des Jahres. Alle diese Figürchen sind so nett und abwechslungsreich, daß es sicher manchen geben wird, der sich die ganze Serie erstehen wird. Wenn das recht viele tun, dann erfüllt sich der schönste Sinn dieser Sammlung: Daß durch die Spenden Freude in viele Häuser und Herzen notleidender Menschen getragen wird. Einheitliches Wechsel= und Scheckrecht den sudetendeutschen Gebieten ab 15. Dezember. Der Reichsminister der Justiz hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern durch zwei Verordnungen vom 10. Dezember das im alten Reich geltende Wechselgesetz vom 21. Juni 1933 und das Scheckgesetz vom 14. August 1933 nebst den dazugehörigen Vorschriften in den sudetendeutschen Gebieten zum 15. Dezember 1938 eingeführt. Nachdem diese Gesetze bereits am 1. Mai d. J. im Lande Oesterreich in Kraft gesetzt worden sind, ist nunmehr auf dem Gebiet des Wechsel= und Scheckrechts die völlige Rechtseinheit zwischen dem Altreich, dem Lande Oesterreich und den sudetendeutschen Gebieten hergestellt. Großdeutsches Devisenrecht Weitere Maßnahmen gegen die Kapitalflucht. Der Reichswirtschaftsminister hat das Gesetz über die Devisenbewirtschaftung in neuer Fassung bekanntgemacht. Das neue Devisengesetz tritt am 1. Januar 1939 im gesamten Gebiet des Großdeutschen Reiches in Krafund ersetzt auch das im Lande Oesterreich noch geltende Landesdevisenrecht. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Wege der Vereinheitlichung des Rechts im Großdeutschen Reich getan. Das neue Devisengesetz faßt im wesentlichen die Vorschriften des Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung vom 1. Februar 1935 und der dazu ergangenen zwei Aenderungsgesetze und elf Durchführungsverordnungen zusammen. Besonderer Wert ist dabei auf eine straffe Zusammenfasung gleichartiger Tatbestände und eine Vereinfachung der Gesetzessprache gelegt worden. Die bisherigen devisenrechtlichen Beschränkungen sind im wesentlichen unverändert. Nach den Erfahrungen hat es sich als notwendig herausgestellt weitere Maßnahmen gegen die Kapitalfluch vorzusehen. So wird die Versendung und Ueberbringung von Geschenken und die Mitnahme von jeglichem Auswanderungsgui ins Ausland ausdrücklich für genehmigungsbedürftig erklart. Den Juden deutscher Staatsangehörigkeit und den staatenlosen Juden ist auch im Reiseverkehr nach dem Ausland sede Mitnahme von Gegenständen, die nicht zum persönlichen Gebrauch notwendig sind, verboten. Das neue Devisenstrafrecht enthält ebenfalls einige Aenderungen. Die Devisenstellen haben jetzt, ähnlich wie die Finanzämter, die Befugais erhalten, über geringfügige Devisenzuwiderhandlungen durch Strafbescheide zu entscheiden. Außerdem können die Gerichte und die Devisenstellen künftig in besonderen Fälten anordnen, daß die für geringfügige Devisenzuwiderhandlungen verfügten Strafen nicht in das Strafregister eingetragen werden. Die Vorschriften über die Exportvalutaerklärung, das debisenpolitische Abfertigungsverbot und über die Devisenüberwachung bei der Aus= und Einfuhr sowie die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung werden ebenfalls neu gefaßt und in Kürze erscheinen. „Revolution der Erziehung" Ein bedeutsames Werk des Reichsjugendführers. Vor den Vertretern der Berliner Presse und des ReiJes sprach der Stabsführer in der Nartmann Lauterbacher über die Notwendigreit einer Einheit der Erziehung, die durch ein neues Wert .5 Reichsjugendführers Baldur von Schirach„Rev cation der Erziehung" stark unterstrichen wird Stabsführer Lauterbacher erklärte, Einheit der Erdehung heiße, daß in Schule und Hitler=Jugent asselbe erzieherische Gesetz gelte. Es dürfe in Zukunft nicht meyr sein, daß der forsch und schneidig ist, der in der Schule am besten abzuschreiben und seinen Lehrer zu betrügen derstehe. Es sei notwendig, daß eine festgefügte Ge einschaft von Jugendführern und Ley in geschaffen werde, um die Einheit der Erziehung da gewährleisten. Jugendbewegung und Schule musse das gleiche erzieherische Ideal beseelen, beide nußten als gleichberechtigte Erziehungswachte Seite an Seite stehen. Stadt, Kreis uno Provinz *.* Steinheim, den 14. Dezember 1938. Gedenktage für den 14. Dezember. 1799: George Washington, Begründer der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika, in Mount Vernon gest. (geb. 1732).— 1849: Der Tondichter Konradin Kreutzer in Riga gest.(geb. 1780).— 1914(bis 24.) Dezemberschlacht in Französisch=Flandern Sonne: A.. 8.05, U.: 15.46: Mond: U.: 11.59, A.:— Letztes Viertel 2.17 Uhr. Lustige Freudenbringer So fröhlichen Gesellen begegnet man nicht alle Tage wie den zwölf bunten Abzeichenkindern der dritten Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerkes. Ein jedes stellt einen Monat symbolisch dar, und man weiß wirklich nicht, welches das schönste Monatskind ist: der schlittschuhlaufende Januar, der faschingsbunte Februar, der Sämann März, das regenschirmtragende Aprilmädchen, die lustige Maientänzerin, die Bauerndirne des Juni mit dem Heubündel, der blonde Bengel Juli im Badeanzug und mit dem Sandeimer, das Augustmädchen mit dem Erntekranz, der kecke September, der so herzhaft in einen Apfel beißt, das farbenfrohe Oktoberkind, das Novembermädel, das mit Mantel und Kapuze tapfer durch Wind und Wetter schreitet, oder das strahlende Dezemberkind. Da sie uns alle so gut gefallen, ist es am besten, wir nehmen sie auch gleich alle, wenn am 17. und 18. Dezember HJ. und BDM. mit den Sammelbüchsen klappern. Dabei hat man eigentlich gar kein Opfer gebracht. Ist so in Figürchen, an der Freude gemessen, die sie einem jeden bereiten, nicht seine zwanzig Pfennig wert? Und wenn ian daran denkt, welcher schönen Idee sie ihre Entstehung erdankten, wird man doppelt gern die Sammelbüchsen üllen. Ehe sie zu uns kamen, haben diese Holzabzeichen bereits in die stillen Gebirgsdörfer und=städte des Erzgebirges und der Bayerischen Östmark Freude und Glück getragen. Die mehr als 27,4 Millionen Abzeichen bedeuteten dort für viele Tausende monatelang lohnende Arbeit. Und nun wandeln sich diese Abzeichen bei der Reichsstraßensammlung wieder in Freude für Gebende und Nehmende. Wer wollte sich da wohl ausschließen? Kann es außerdem einen schöneren Schmuck für den Weihnachtsbaum geben als diese lustigen Abzeichen? Wenn sie durch das Tannengrün und durch die silbernen Lamettafäden, vom Kerzenflimmer bestrahlt, bunt hindurchleuchten, werden jung und alt ihre helle Freude daran haben. Ihr Holz stammt aus dem deutschen Walde wie der Weihnachtsbaum. Und Freude bereiten sie beide, der Lichterbaum und die WHW.=Abzeichen, sind doch beide Szmbole einer echten deutschen Volksgemeinschaft am ersten Weihnachtsfest im gemeinsamen, vom Führer geschaffenen Großdeutschen Reich! So möge jeder sich selbst recht viele dieser lustigen Freudebringer bei der Reichsstraßensammlung erwerben. B. Die Arbeitsordnung für unsere Jugend. Eine gut besuchte Versammlung der Betriebsführer und obmänner der„Deutschen Arbeitsfront“ fand am Freitag abend im„Hotel zur Post“ statt. Nach Begrüßung durch Pa. Strüning sprach Pg. Alots Lange über das„Jugendschutzgesetz". Nach einem Rückblick in die Zeit um 1850 bis 1900, in der die Jugendlichen durch übermäßige Ausnutzung in den Betrieben körperlich und seelisch mißbraucht wurden, erlänterte er den Wandel in der Betriebserziehung, der erst voll und ganz in dem Jugendschutzgesetz zum Ausdruck kommt. Der Appell, diesem Gesetz wahrhaftes Leben zu verleihen, wurde von den Betriebsführern freudig aufgenommen. Anschließend sprach Pa. Maul über„Wollen und Ziel der DAF“. Die Zeit der Machtübernahme zog an den Zuhörern vorüber, als 168 Gewerkschaften und Verbände die Zeirissenheit der deutschen Arbeiterschaft auch nach außen hin bestätigten. Heute vereinigt die DAF. in ihren Reihen 23 deutsche Menschen. Der letzte Teil der Ausführungen des Redners war dem Reichsberufswettkampf gewidmet. In der Aussprache wurden die vorgebrachten Gedanken gründlich durchgearbeitet. Ortshandwerksmeister Pg. Mertens sp ach dann über die„örtliche Durchführung des Berufswettkampfes“. Die meisten Betriebe werden diesen durchführen. Darunter sind allein acht Betriebe des Metallgewerbes * Partei und Soldatentum— die Säulen des Staates. Die Aufbauarbeit im Dritten Reiche würde stets bedroht sein, wenn nicht stählerne Wehr unser Land und unsere Arbeit schützte. Das war der Sinn des Abends, den die Ortsgruppe Steinheim in Verbindung mit der Kriegerkameradschaft am Samstag im Saale des Hotels„Zur Krone“ gestaltere. Einleitend sprach Ortsgruppenleiter Pg. Weiershaus über die„Judenfrage“. Nachdem Kamerad Braun die Kameraden und Gäste, den Kreisführer des NS =Reichskriegerbundes„Kyffhäuser", Dr. Schmidt= Burgk und den Kreisamtsleiter der NSKOV, Pg. Bombrowski, begrüßt hatte, wurden vom Kreisführer die Kameraden des ehemaligen Soldatenbundes und die Reservisten in den „Kyffhäuserbund“ aufgenommen. Mannhafte Worte klangen auf, der Handschlag verpflichtete, und dann gehörten die Männer der Kameradschaft an. Anschließend sprach der Kreisführer über die„Entwickelung und Bedeutung des Reichskriegerbundes". In 22 innerdeutschen und 2 auslandsdeutschen(Brasilien und Argentinien) Landesverbänden marschieren 36000 Kameradschaften mit über'3 Millionen Mitgliedern hinter der Fahne des Bundes, die der Führer mit der Verleihung des Hakenkreuzes, im Symbol des Eisernen Kreuzes, ausgezeichnet hat. Auch die soziale und wehrpolitische Aufgabe des Bundes wurde vom Kreisführer eindeutig herausgestellt. Dann sprach Pg. Bombrowski Worte des Bekenntnisses zum Führer und der treuen Zusammenarbeit zwischen der NSKOV. und dem Reichskriegerbund„Kyffhäuser“. *— Sprengung. Am gestrigen Tage sprengten Pioniere aus Höxter die Kuppel der hiesigen Synagoge. Zu diesem seltenen Schauspiel hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden. Leider wurden durch die Sprengung auch einige Nachbarhäuser in Mitleidenschaft gezogen. So sprang z. B. das Schaufenster der Geschwister Bastian entzwei, so daß es aus dem Rahmen genommen werden mußte; an mehreren anderen angrenzenden Häusern platzten die Fensterscheiben und die Schüsseln und Teller bewegten sich in den Küchenschränken. — Alle Jungmädel treten heute nachmittag um 3 Uhr zum Klustappell am Heim an. Hinterher werden dann die Bezirke für die Sammlung am Samstag eingeteilt. Wer nicht kommt. kann auch nicht mit sammeln und muß am Samstag zur Schule. *— Aus unserer Altersmappe. Am heutigen Tage begeht der Flurschutzbeamte i. R. Wilh. Redeker, Schiederstraße, seinen 89. Geburtstag. Der Alterssubilar erfreut sich noch einer seltenen, körperlichen und geistigen Frische. Möge sie ihm noch lange erhalten bleiben und sonnig sein Lebensabend sein. *— Die Kohlenscheine werden morgen vormittag von 9—12 Uhr vom WHW, Eingang Rochusstr., ausgegeben. *— Bad Driburg. 13. Dezember. Der Samstag war für den ganzen Kreis Höxter ein froher Tag: von dem neuen HJ=Heim grüßten Fahnen und Richtekranz. Ein breiter, wuchtiger Bau, das erste neuerbaute HI=Heim des Kreises, ersteht hier als Stätte der Erziehung. Zur Richtfeier waren eine große Anzahl Gäste erschienen, die dem neuen Werk Int resse und Unterstützung angedeihen ließen. Der Bürgermeister begrüßte u. a. den Kreisleiter Gembris, Landrat Dr. Reschke, den Ortsgruppenleiter Duhl und den Bannführer der HJ. Fischer.. Landrat Dr. Reschke wies darauf hin, daß die Stadt Driburg in den letzten Jahren wertvolle Arbeit in der Ausführung von Bauten für die Allgemeinheit geleistet habe und immer vorbildlich sei. Hier sei die erste Kindergartenstätte des Kreises erstanden, hier wurde nun das erste HJ- Heim im Kreise gebaut. Bannführer Fischer wünschte in seinen Worten, daß bald viele Orte diesem Beispiele folgen möchten. Noch manche Wünsche für das gute Gelingen des Werkes wurden hier nach altem Handwerksbrauch gesprochen und so manches gemeinschaftliche Lied gesungen. *— Nordhorn, 12. Dezembr. Beim Spiel auf einem Bauernhof= fanden Kindc eine Kugel, die noch aus der Kriegszeit herrühren muß. Da das Blei entfernt war, so glaubten die Kinder es mit einem ungefährlichen Spielzeug zu tun zu haben. Während ein Mädchen die noch mit Pulver und einem Zündhütchen versehene Hülse halten mußte, schlug ein Knabe mit dem Hammer darauf. Das Geschoß explodierte, wobei dem Mädchen die ganze Hand zerrissen wurde. Der Junge erlitt leichtere Verletzungen. Kamin zum Ofen Kleine Geschichten auf wärmenden Kacheln. Der Ofen aus gebrannten Kacheln ist eine deutsche Erfindung aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Damals entwickelte man aus dem einstigen Hochofen, wie ihn unsere Vorfahren in ihren Häusern aufgerichtet hatten, mit Hilfe gebrannter Tonkacheln die erste Form des Kachelofens, der bis in unsere Zeit die hauptsächlichste winterliche Wärmequelle unserer Wohnungen geblieben ist. Die ursprüngliche Form des Kachelofens war allerdings von der heutigen sehr verschieden: auf einen langen, geräumigen Hohlraum wurde ein turmartiger Aufbau gesetzt, der sich nach oben verjüngte und durch ein Rohrstück mit einem Abzugsloch in der Wand verbunden war. Die Feuerstätte selbst hatte einen primitiven, aus Kacheln gesetzten Rost von beträchtlicher Länge, auf den die riesigen Holzbalken gelegt wurden, die man damals verbrannte. Etwa um 1500 begann man, auch den Kachelofen als ein Kunstwerk aufzufassen und ihn entsprechend auszustatten. Gemalte oder mit plastischen Verzierungen, Figuren, Ornamenten u. dgl. geschmückte Kacheln wurden zum Aufbau der Oefen benutzt und ihre äußere Form reich und prunkvoll gestaltet. Alle Stilwandlungen der verschiedenen Zeiten haben auch in den Oefen ihren Ausdruck gefunden. Eine gern geübte Sitte war es, auf den Ofenkacheln eine ganze Legende, Szenen aus der Bibel, Bilderserien aus dem Alltagsleben u. ä. in bunten Farben zu erzählen, Geschichten, die man rund um den Ofen verfolgen und von oben nach unten ablesen konnte. Aus der Rokokozeit stammen auch einige Kachelöfen, deren bildlicher Schmuck ganz unverhohlen den frivolen Geschmack jener Zeit widerspiegelt, ohne Rücksicht, daß auch Kinder und Jugendliche sich um den Wärmespender sammelten. Von dem reichen Schmuck des Ofens ist man, je mehr sich die Sachlichkeit im Häuser= und Wohnungsbau durchsetzte, und je mehr physikalische Kenntnisse die Wärmewirtschaft bestimmten, abgekommen, um so mehr wandte sich auch die äußere Form des modernen Kachelofens. Die riesigen vom Fußboden bis zur Decke reichenden Ungetüme mit ihren staubfangenden schnörkligen Kacheln, wie sie noch unsere Großeltern liebten, und die als störende Ueberbleibsel jener Zeit in„Altwohnungen“ zu finden sind, wo sie mehr als nötig Raum und Brennstoff fressen, sind gefälligen Formen gewichen. Sie haben übrigens zu einer verlorengegangenen Weisheit der häuslichen Wärmewirtschaft zurückgefunden: man stellt unsere Kachelöfen heute wieder auf Füße statt unmittelbar auf den Fußboden; so kann die Wärme auch über den Fußboden streichen, statt nutzlos nach oben zu entweichen. Neue Gemäßgröße der Schankgefäße Molle nur noch in Zehnerbrüchen. Am 1. Januar 1939 treten Bestimmungen des neuen Maßund Gewichtsgesetzes in Kraft, die für die Größe der Schankgefäße Aenderungen bringen. Die Anzahl der Gemäßgrößen wird beschränkt und die Bezeichnung grundsätzlich nur noch in Zehnerbrüchen gestattet. Für Bier sind ab 1. Januar 1939 nur noch folgende Größen— die vergleichbare frühere wird in Klammern angegeben— zulässig: 0.2 Liter(½0). 0,20(5/20). 9.3(%u). 0.4(3/0) und 0.5(½%0) Liter. Darüber hinaus sind Größen von einem Liter sowie vom Liter an aufwärts um je ½ Liter zulässig. Für Wein und dem Wein ähnliche Getränke, für Limonaden, Milchgetränke usw. sind Schankgefäße von 1 Liter Inhalt aufwärts und vom Liter abwärts um je "1o Liter kleinere, also von 9/16. 8/10 Liter usw. zulässig. Außerdem werden Gefäße von ¼ Liter erlaubt. An sich wäre die Aufbrauchsfrist für Schankgefäße von in Zukunft unzulässiger Größe am 1. Jannar 1939 abgelaufen. Das Reichswirtschaftsministerium hat jedoch auf eine Eingabe der Fachgruppe Schankgewerbe hin eine Verlängerung der Aufbrauchfristen für bestimmte Gemäßgrößen in Aussicht gestellt. Verstärlte Einstellung von Waldarbeiterlehrlingen. Im Rahmen des planmäßigen Aufbaues eines Waldarbeiterverufsstandes sind Östern 1938 ungefahr 1200 Waldarbeiterlehrlinge im Staatswald eingestellt worden. Der Mangel an jüngeren Waldarbeitern und Nachwuchs macht aber eine vertärkte Einstellung zu Östern 1939 erforderlich. Da die Berufsvahl schon lange Zeit vor Schulschluß getroffen wird, hat der Reichsforstmeister den sofortigen Einsatz der Werbung für den Waldarbeiterberuf angeordnet. Eingestellt wird ein Satz von 3 bis 5 Prozent des Sollbestandes an ständigen Waldarbeitern. Verleger und Bandtschriftietter: Carl Bimonowaki Stettheim. Verantwortlich für den gesamten Textteil: Carl Bemonowesl Steinheim. Verantwortlicher Anzeigenleiter, Josef Simonomski- Druck und Verlag: Buchdruckeret Carl Simonowski, Steinheim XI. 38„ 658 Zur Zeit ist Anzeigen=Piretsltste Nr. 3 gültig Aus aller Welt Gefolgschaftsraum 600 Meter unter Tage. Auf dem Kaliwerk Hattorf, das zum Salzdetfurth=Konzern gehört, wurde ein vorbildlich ausgestatteter Unterrichtsraum eingeweiht, der 600 Meter tief im Schacht liegt. Zur Einweihungsfeier war auch der Leiter des Fachamtes Bergbau, Reichsamtsleiter Padberg, erschienen. Der im Gau erstmalig geschaffene Unterrichtsraum, der 400 bis 500 Personen bequeme Sitzgelegenheit bietet, verfügt über eine Lautsprecheranlage und indirekte Beleuchtung, die im Widerschein der verschiedenen Gesteinsarten einzigartig wirkt. Gaststätten kochen für WHW.=Betreute. Während das Winterhilfswer im vorigen Jahre in Nürnberg noch eigene Küchen unterhielt, ist für dieses Jahr eine Neuregelung getroffen worden. Das Winterhilfswerk kocht nicht mehr selbst, sondern hat den Auftrag zur Bereitung des Mittagessens für die Betreuten an 10 Nürnberger Gaststätten übertragen. In diese Gaststätten kommen jetzt täglich 300 bis 400 Bedürftige zur Einnahme des Mittagessens. Die Zahl dürfte sich noch auf 600 bis 700 erhöhen. Feuer während der Kino=Vorstellung. In Gdingen brannte während der Vorführung das am Strande gelegene Kino„Bodegra“ vollkommen aus. Die Zuschauer konnten das Kino noch durch die Seitenausgänge verlassen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das ganze Gebäude bereits in Flammen, die an der Holzkomstruktion des sonst als Strandhalle dienenden Gebäudes reiche Nahrung fanden. In verhältnismäßig kurzer Zeit war das Gebäude in einen Aschenhaufen verwandelt. Der Brand soll durch einen überhitzten eisernen Ofen entstanden sein. Explosion auf einem Petroleumdampfer. Durch eine Explosion auf dem englischen Petroleumdampfer„Maryade“ in Marseille sind mehrere Arbeiter schwer verletzt worden Drei Arbeiter, deren Zustand als ernst bezeichnet wird, wurden ins Kankenhaus geschafft. Vier Arbeiter werden noch vermißt. Man befürchtet, daß sie den brennenden Dampfer nich rechtzeitig verlassen konnten. Bei den Aufräumungsarbeiten wurden drei zum Teil verkohlte Leichen geborgen. Orkan über Sydney. Am Wochenende ist die australische Stadt Sydney von einem Orkan heimgesucht worden, wie er seit 50 Jahren dort nicht mehr erlebt wurde. Der Sturm, der zeitweilig eine Stundengeschwindigkeit von über 110 Kilometern entwickelte, richtete in der Stadt, im Hafen und in der Umgebung einen Schaden an, den man bisher auf über 600 000 Pfund Sterling schätzt. Darunter befinden sich allein vier Fabriken im Werte von 150 000 Pfund Sterling, die Bränden zum Opfer fielen. Die Stadt war von einem Ring brennender Wälder und Büsche umgeben, die eine ungeheure Hitze ausstrahlten. porto noch vom Empfänger bezahlt In den letzten Tagen des Jahres nimmt der Verkehr in den Postämtern ständig zu. Höhepunkte erreicht er am 21. und 22. Dezember und vor Neujahr. Die Zahl allein der Weihnachtskarten geht in die Millionen, und über das ganze Geschäftsjahr verteilt, werden von der Reichspost Milliarden Briefsendungen befördert. Ohne viele Umstände wickelt sich dieser Verkehr ab, astronomische Ziffern werden bewältigt, uns Heutigen eine Selbstverständlichkeit. Wie war es in früheren Zeiten? Je umständlicher die Postverbindungen waren, um so höber war naturWeihnachts-Auffräge rechtzeitig erbeten. Mittwochs und Sonntags ist mein Atelier gut geheizt F. Ovenhausen jr., Fotohandlung Moderne Fotografie— Fernruf 351 Gesangverein„Liederkranz“ Heute. Mittwoch abend 8.30 Uhr Gesangsfunde Die Sangesbrüder werden gebeten, vollzählig zu erscheinen. Der Vereinsführer. Gesangverein„Harmonie“ Heute, Mittwoch abend 8.30 Uhr Gesangsfunde Die Sangesbrüder werden geveten, vollzählig zu erscheinen. Der Vereinsführer. Männergesangverein„Treue“ Heute, Mittwoch abend 8.30 Uhr: Gesangsfunde Um vollzähliges Erscheinen bittet Der Vereinsführer. gemäß das Porto. Die berittenen Kuriere, die durchschnittlich 30 Kilometer täglich zurücklegten, waren Vertrauenspersonen und wurden oft glänzend bezahlt. Der König von Frankreich besoldete vor 100 Jahren seine reitenden Postboten mit 12 Mark täglich, was bei dem ungleich höheren Wert des Geldes zu damaliger Zeit ein gutes Einkommen genannt werden kann. Aus dem Jahre 1429 ist uns ein Bericht überliefert, nach dem die Kuriere gelegentlich der Belagerung von Orleans durch die Engländer mit 40 Mark Tagesentschädigung angestellt waren. Auf diese Weise wurden die Kosten für Briefsendungen auf größere Entfernungen riesig; für die Beförderung eines Briefes von Holland nach Paris bezahlte man im 17. Jahrhundert durchschnittlich 10 Mark, zu Beginn des 18. Jahrhunderts 4 Mark. Eine Eigenart des Briefverkehrs früherer Jahrhunderte war es, daß das Porto vom Empfänger des Briefes, nicht vom Absender bezahlt wurde, für den sein Briefwechsel daher oft ein teures Vergnügen wurde. So empfing Mirabeau so viele Briefsendungen, daß er schließlich die Annahme aus Gründen der Sparsamkeit verweigerte. Ein Monopol auf dem Gebiete der Postbeförderung, die von altersher durch zahllose kleine und größere Unternehmer besorgt wurde, schuf in Frankreich zum erstenmal Pierre Alméras, Sohn eines Bauern, der nicht weniger als zweieinhalb Millionen Francs an König Heinrich IV. zahlte, um„Generalpostmeister“ zu werden. Diese Summe mußte aus dem Unternehmen wieder herausgewirtschaftet werden, und so wurde es ganz und gar auf spekulativer Grundlage errichtet. Kardinal Richelieu prophezeite 1642 den Untergang mit dem Ausspruch:„Die monopolisierte Postbeförderung hat keine Daseinsberechtigung." Was die Familie Taxis dann im Laufe der folgenden Jahrhunderte für den Aufschwung des Postwesens getan hat, ist hinlänglich bekannt. 1615 wurde Lamoral von Taxis in den Grafenstand erhoben und zum„Reichsgeneralpostmeister“ mit erblicher Folge ernannt. Erst 1867, nach der Errichtung des Norddeutschen Bundes, wurde die Post der Taxis aufgehoben. 1873, als die staatliche Post sich alle Kulturländer erobert hatte, betrug die Zahl der Postsendungen auf der Erde bereits 3300 Millionen Stück. 1900 war sie auf 28 000 Millionen angewachsen, und heute st eine genaue Statistik überhaupt kaum mehr zu erbringen. Vermischtes tf. Kaiserpfalz Tilleda freigelegt. Die vor drei Jahren von der Landesanstalt für Volkheitskunde in Halle begonnenen Ausgrabungen der Kaiserpfalz Tilleda am Fuße des Kyffhäusers wurden jetzt abgeschlossen. Diese Pfalz ist der erste mitteldeutsche Königshof, der freigelegt werden konnte. Sie wird 786 zuerst urkundlich erwähnt; 200 Jahre später schenkte Otto II. sie seiner Gemahlin Theophano als Morgengabe, und wiederum 200 Jahre später — 1194— söhnte sich hier Heinrich VI. mit Heinrich dem Löwen aus. Bei den Grabungen, die viele wertvolle Funde aus der Steinzeit und der Bronzezeit und Münzen und n n n n Kn n un Kn Knn d Kn Mn nnn n N MKM Danksagung! Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir hiermit allen recht herzlich. Reinhold Seiferth und Frau Lina, geb. v. d. Heide Steinheim, Dezember 1938. Mig, ui Schenkt bleibende Werte Uhren• Schmuck• Bestecke Silber-Schalen« feinstes Porzellan in großer Auswahl im Uhrenhaus Düwel Weihnachts-Geschenke! Tafel=Service Kaffee„ WaschKuchenteller Zierteller Sammeltassen in Porzellan u. Steingut. Obstschalen Blumenvasen Wandvasen Bowlen Gebäckdosen etc. in Keramik. Likör=, Bier= und Limonaden=Service PuddingWeingläser Vasen Fruchtschalen Kuchenteller Bowlenu Bowlengläser in Glas und Kristall. 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Während sich die Engländer gerade in letzter Zeit wieder eifrig bemühen, das„Rätsel um Shakespeare" zu klären, und zu diesem Zweck sogar den Sarkophag Spencers öffnen wollen, hat die japanische Polizei von Osaka den Shakespeare=Freunden der Welt ein neues Rätsel aufgegeben. Sie hat nämlich durch eine Sonderverfügung in ihrem Amtsbereich die Aufführung des Hamlet untersagt, weil er„gefährliche Gedanken" enthielte. Dabei ist Hamlet als erstes der Shakespeareschen Dramen vor vielen, vielen Jahren ins Japanische übersetzt worden und gehörte eigentlich zum ständigen Repertoire der großen japanischen Bühnen. Nicht nur die japanische Oeffentlichkeit, sondern auch die ganze europäische, insonderheit englische Fernost=Welt, stehen vor einem Rätsel, aber dieses Rätsel ist auch durch den Hinweis auf die Tatsache, daß es„mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit sich träumen läßt", nicht zu lösen. Drei Wege für Personenstandsurkunden aus Polen. In einem Erlaß über den deutsch=polnischen Rechtsverkehr in Personenstandsangelegenheiten gibi der Reichsminister des Innern bekannt, daß Privatpersonen deutscher Staatsangehörigkeit zur Beschaffung von Personenstandsurkunden aus Polen drei verschiedene Wege wählen können: 1. Sie können die Urkunden unmittelbar bei der zuständigen polnischen Registerbehörde anfordern. Das Ersuchen muß in diesem Falle in polnischer Sprache abgefaßt sein; es genügt nicht, einem Ersuchen in deutscher Sprache eine polnische Uebersetzung beizufügen. 2. Sie können sich der Vermittlung eines deutschen Konsuls in Polen für die Anforderung der Urkunden bedienen. 3. Privakpersonen deutscher Staatsangehörigkeit können sich der Vermittlung einer deutschen inneren Behörde bedienen. Der letztgenannte Weg wird aber im allgemeinen nur in Frage kommen, wenn die Urkunden trotz ausreichender Bezeichnung auf einem anderen Wege binnen angemessener Frist nicht zy erlangen waren. Die französische Militärmission in Prag aufgelöst. Die französische Militärmission in Prag soll auf Grund des Uebereinkommens der beiden Regierungen bis Ende dieses Jahres liquidiert werden.. General Faucher, der Leiter der Mission, ist mit dem 10. Dezember seinen Verpflichtungen gegenüber der tschecho=slowakischen Republik enthoben worden. tf. 330 Jahre Zeit, um Schulden zu bezahlen. Ein Richter in Harborough(Grafschaft Leicestershire) hat ein Urteil gesprochen, dessen Vollstreckung weder der Kläger noch der Beklagte erleben werden. Der Richter hat nämlich einen Zahlungsanspruch des Klägers in Höhe von 397 englischen Pfund bestätigt, billigte aber dem Beklagten eine Abtragung der Schuld in monatlichen Raten von je zwei Schillingen zu. Das bedeutet, daß der Schuldner rund 330 Jahre Zeit hat, um diese Summe zu bezahlen. 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Seburtstages teleDer Führer hat seinem Adjutanten, SA.=Obergruppenführer Brückher, und dem Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, Kerrl, zu ihrem Geburtstage seine Glückwünsche telegraphisch übermittelt. Bereits an den ersten Tagen konnte die Architekturschau im Hause der Deutschen Kunst in München, die der Führer am Wochenende eroffnet hatte, einen Massenbesuch verzeichnen Mit Rücksicht auf die fortschreitende Entwicklung des deutsch-italienischen Reiseverkehrs wurde in Mailand ein neues Auskunftsbüro der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reise verkehr eröffnet.e Der italienische Außenminister Graf Ciano wird einer Reichsverwesers noch vor Freiwillige für die Wehrmacht Möglichst frühzeitige Meldung im persönlichen Interesse eines jeden Bewerbers. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Da im allgemeinen die Bewerbungen für den Ein writt als Freiwilliger in die Wehrmacht zur Einstellung im Herbst 1939 bis zum 5. Januar 1939 bei den Annahme ruppenteilen bzw. Wehrbezirkskommandos eingegangen sein müssen, und da ferner seit dem Dezember 1938 die Bestimmun gen in einigen Punkten abgeändert sind, wird noch einmal au die jetzt geltenden Bestimmungen hingewiesen. Da eine Einstellung nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen möglich ist, liegt eine möglichst frühzeitige Melduna im persönlichen Interesse eines jeden Bewerbers. Bei späterer Meldung muß der Bewerber damit rechnen, daß sein Wunsch hinsichtlich Wehrmacht= oder Truppenteil nicht berücksichtigt werden kann. Ein Anspruch auf Einstellung bei dem gewünschten Wehrmachtteil, bei der ausgesuchten Waffengattung oder bei einem bestimmten Truppenteil besteht grundsätzlich nicht. Für den freiwilligen Eintritt werden unterschieden: 1. Länger dienende Freiwillige. Das sind Bewerber, die über die Dauer der aktiven Dienstzeit von zwei Jahren hinaus freiwillig länger dienen wollen. Bewerbungen ind an die Truppenteile zu richten, von denen auch die Anlahme erfolgt. 2. Vorzeitig dienende Freiwillige. Das sind Bewerber, die einem noch nicht polizeilich erfaßten Geburtsfahrgang angehören, und die vor der Aushebung ihres Geburtsjahrganges aus beruflichen oder anderen anerkannten Gründen vorzeitig ihre zweijährige Dienstpflicht erfüllen wollen.(Meldung muß vor dem festgesetzten Stichtag der Erfassung ihres Geburtsjahrganges erfolgen.) Bewerbungen sind an die zuständigen Wehrbezirkskommandos zu richten, von denen auch die Zuteilung zu einem Truppenteil bei der Aushebung erfolgt, mit folgenden Ausnahmen: Es erfolgt die Annahme vorzeitig dienender Freiwilliger für a) Küstendienst der Kriegsmarine durch den 2. Admiral der Lüseestation(Einstellung) in Kiel bzw. 2. Admiral der Nordseestation(Einstellung) in Wilhelmshaven; b) Fliegertruppe durch die Fliegerersatzabteilungen; c) Luftnachrichtentruppe im Bereich des Luftwaffenkommandos See durch die 6.(Lg. Nachr. Ers.) Luftgau=Nachrichtenregiment See; d) FallschirmjägerRegiment und Regiment General Göring durch das Regimeni. Voraussetzung für die Annahme als länger dienender Freiwilliger ist, daß der Bewerber am Einstellungstag das 17. Lebensjahr vollender und das 25. Lebensjahr— für die Kriegsmarine(Flottendienst) das 23. Lebensjahr— noch nicht überschritten hat. Voraussetzung für die Annahme als vorseitig dienender Freiwilliger ist, daß der Bewerber am Einstellungstag das 17 Lebensjahr vollender hat und wehrfähig ist. Vor der Meldung zum freiwilligen Eintritt haben bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde persönlich zu beantragen: a) Nicht gemusterte Bewerber: die Ausstellung eines Freiwilligenscheins zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst. Hierzu melden sie sich persönlich bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde zur Anlegung des Wehrstammblattes Personalpapiere und von Minderfährigen die schriftliche, amilich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt sind zur Anmeldung mitzubringen b) Bereits gemusterte Bewerber: die Ausstellung eines Polizeilich beglaubigten Auszuges aus dem Wehrpaß. Vordrücke sind bei der polizeilichen Meldebehörde erhältlich 83 8 888888 882 888057 529188858 APRII 441 UN 8870888 NOVIR858 5 3 Die Abzeichen für die 3. Reichsstraßensammlung. Weltbild(M). Die dritte Reichsstraßensammlung, die von der HJ. und dem BDM. vorgenommen wird, findet am 17. und 18. Dezember statt. Die kleinen Abzeichen sind bildhafte Darstellungen der zwölf Monate. Einstellungsantrage vei yoheren militärischen oder naarlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers Das für den dauernden Aufenthaltsort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeami erteilt auf Anfrage weitere Auskünfte. Dort ist auch ein Merkblatt für den Eintritt in den gewünschten Wehrmachtteil(Heer Kriegsmarine, Luftwaffe), das alles Wissenswerte enthält, kostenlos zu erhalten. Sport NS.=Winterkampfspiele in der Östmark. Die NS.=Winterkampfspiele 1939 werden zum erstenmal in der Östmark, und zwar in Villach in Kärnten, zur Durchführung gebracht. Im Mittelpunkt der zahlreichen Wettbewerbe steht der Kampf um den Wanderpreis des Führers im Ski=Patrouillenlauf der Klasse A über 18 Kilometer, der den Läufern der SA., ¼ und des NSKK. vorbehalten ist. Bisher waren die Sieger dieses Wettbewerbs die SA.=Gruppe Hochland, der ½=Oberabschniti, Süd und noch einmal die SA.=Gruppe Hochland. Westfalen schlug Brandenburg. In Dortmund wurde der große Revanchekampf für Breslau zwischen der Mannschaft des diesjährigen Mannschaftsmeisters im Amateurboxen, dem Gau Brandenburg, und Westfalen ausgetragen. Die Westfalen kamen diesmal in dem Kampf, der künftig abwechselnd in Berlin und Westfalen durchgeführt werden soll, mit 9:7 Punkten zu einem knappen Siege Erster Kampf um den Königspokal. Die Hallentenniskämpfe um den Pokal des schwedischen Königs, an denen sich auch Deutschland beteiligt, fanden ihren Auftakt in Kopenhagen, wo Dänemark einen überraschenden 3:2=Sieg über die sieggewohnte Mannschaft von Frankreichs Hallenspezialisten davontrug. Dänemark wird also auf den Sieger aus der für Anfang Januar vorgesehenen Begegnung Deutschland—Schweden treffen. Acht internationale Radrennen. Auf dem Kalenderkongreß des internationalen Radsportverbandes in Zürich wurden Deutschland acht internationale Radrennen zugebilligt. Es sind dies fünf Amateurrennen, und zwar ein Rundstrecken rennen bei München, ein ähnliches Rennen bei Berlin, die Zweite Großdeutsche Alpenfahrt, die Drei=Etappenfahrt Mailand—München und die Fünf=Etappenfahrt Kopenhagen Berlin. Dazu kommen drei Rennen der Berufsfahrer, und zwar das Internationale Jubiläumsrennen in Schweinfurt. die Großdeutschlandfahrt und ein Rundstreckenrennen in Berlin. A Wieder EisenbahnPioniere. In Rehagen=Klausdorf (Kreis Teltow) fand die Standartenweihe und erste Rekrutenvereidigung des EisenbahnPionier=Regiments 68 statt, des ersten Eisenbahn=Regiments seit Kriegsende. Mit der Feierstunde vollzog sich die Wiedergeburt der im Jahre 1870 gegründeten und durch das Diktat von Versailles verbotenen deutschen Eisenbahntruppe. Im Vordergrund der Inspekteur der Eisenbahn=Pioniere, Generalleutnant Jacob. Weltbild(M). Packpapier sparsam verwenden Jetzt vor Weihnachten werden erheblich mehr Einkäufe gemacht als sonst. Dabei kann man im Papierverbrauch immer noch eine Großzügigkeit beobachten, die keineswegs angebracht und notwendig ist. Sowohl im privaten Leben wie auch in Wirtschaftsbetrieben, Geschäfter usw. wird dem sparsamen Verbrauch von Schreib= und Packpapier vielfach zu wenig Bedeutung beigelegt. Um kurze Notizen zu machen, braucht man nicht gleich einen großen Bogen feines Schreibpapier zu nehmen. Ebenso genügt es vollkommen, wenn man für einige wenige Zeilen umfassende Mitteitung eine einfache Postkarte verwendet. Papier einsparen, lautet heute die Parole, und ihre im allgemeinen Interesse liegende Durchführung macht es erforderlich, daß jeder einzelne sich befleißigt, jeglichen unnötigen Papierverbrauch zu vermeiden. Vielfach hält man hier und di auch noch an der Gepflogenheit fest, Zahlungen, selbst wenn sie in regelmäßigen Abständen erfolgen, durch bestimmte Formulare besonders anzukündigen. Solche Vorsicht erscheint reichlich übertrieben. Sie verursacht nur unnötigen Papier= und Portoverbrauch und dürfte sich gewiß durch die die gleichen Angaben enthaltenden Postscheck= oder Postanweisungsabschnitte erübrigen. Bei den Waren= und Auftragsbescheinigungen sowie der Ankündigung von Vertreterbesuchen reichen kleine gedruckte Formulare bzw. Drucksachenkarten aus. In noch größerem Maße gilt die Forderung nach Papiereinsparung beim Wareneinkauf. Bei Markenartikeln, die gewöhnlich eine eigene Verpackung ohnehin aufweisen, sollte man nicht ein besonderes Einschlagpapier fordern. Auch erscheint es unnötig, für bereits einzeln verpackte Warer nochmals eine Sammeltüte zu verwenden. Das Netz oder die Einkaufstasche der Hausfrau erübrigt dies. Natürlich läßt sich auf Einzelverpackung nicht verzichten, wenn der Kaufmann vom großen Warenvorrat kleinere Mengen abwiegen muß, wie bei Fleisch, Zucker, Butter, Marmelade und Kolonialwaren. Aber auch hierbei könnte Verpakkungsmaterial gespart werden, wenn die Hausfrau für gewisse Lebensmittel geeignete Behälter mitbringen würde. Bei gutem Willen läßt sich jedenfalls in dieser Hinsicht noch recht viel machen, Handelsteil Berlin, 12. Dezember. Aktien nachgebend Am Berliner Aktienmarkt ergab sich bei Wochen oeginn keine Tendenzänderung. Infolge geringer Aufnahmeneigung einerseits und verstärkter Abgaben andererseits gaben die Kurse weiter nach. Am Montanmarkt und bei den Braunkohlenaktien gingen die Kursrückgänge bis zu 1 Prozent, während die Kurseinbußen der chemischen Papiere etwas geringeres Ausmaß annahmen. Recht schwach lagen auch Maschinenbauwerte. Am Rentenmarkt waren Hypothekenpfandbriefe und Kommunalobligationen angeboten. Reichsaltbesitzanleihe ermäßigte sich um ½ auf 127¾. Die Gemeindeumschuldungsanleihe war mit 92,05 unverändert. Am Geldmarkt waren um ½ höhere Blankotagesgeldsätze von 3 bis 3¼ Prozent anzuegen. Versicherungsfreiheit für Anlernverhältnisse. Die strittige Frage, ob Ausbildungsverhältnisse auf Grund eines Anlernvertrages als Lehrverhältnis anzusehen und infolgedessen arbeitslosenversicherungsfrei seien, wird in einem Erlaß des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung geklärt. Danach kann ein Anlernvertrag nur einem Lehrvertrag gleichgestellt werden, wenn er schriftlich auf die Dauer von mindestens zwei Jahren abgeschlossen ist. Der Hauptzweck des Anlernvertrages muß in der geregelten Fachausbildung bestehen. Wenn der Anzulernende laut Vertrag von vornherein nach kurzer Einarbeitung den tariflichen Lohn eines ungelernten Arbeiters oder gar einen Akkordlohn erhält, liegt ein Anlernvertrag in diesem Sinne nicht vor, da in diesem Falle die Dienstleistung, nicht der Ausbildungszweck, dem Arbeitsverhältnis das Gepräge gibt Veronikas Massion ROMAN VON ANNEGRET HOFF Urheberrechtschutz: Korrespondenzverlag Fritz Mardicke, Hamburg 86 18. Fortsetzung „Liebe Veronika! Du wirst Dich sehr wundern, daß ich mich noch in Paris befinde. Das hat aber einen sehr guten Grund. Ich habe mich nämlich mit Toni verlobt! Ich sehe bei dieser Nachricht Dein Gesicht und höre Deine Antwort. Ja, da Du nichts von mir wissen willst— ich meine in bezug auf Ehegatten— mußte ich mich wohl oder übel nach einer anderen Frau umsehen. Ich habe Antoinette sehr liebgewonnen, sie ist wirklich ein reizendes Geschöpf, und sie hat mich auch lieb. Ich habe es den Eltern gekabelt, sie sind mit meiner Wahl einverstanden. Mutter kabelte zuruck:„Bringe sie mit!" Ich habe deshalb meinen Aufenthalt verlängert und werde zusammen mit Toni zu meinen Eltern fahren. Vorher werden wir aber nach Wien reisen, um uns dem Bruder von Toni vorzustellen und ihn... wegen der Hochzeit, die Mutter sofort ausrichten will, mit nach Amerika nehmen. Wir machen gern den Umweg über Zürich, um Dich zu sehen. Ich hoffe, daß Du mit allem einverstanden bist. Toni will Dir selbst schreiben. Herzliche Grüße sendet Dir Richard Glover.“ „Sott sei Dank!“ murmelte Veronika vor sich hin. Irgendwie überkam sie ein befreiendes Gefühl. Mit Neugier nahm sie den anderen Brief zur Hand. Was würde ihr denn die kleine Toni schreiben? „Liebste Veronika! Ist es nicht wundervoll? Ich werde einen lieben Mann haben, liebe Eltern und eine reizende kleine Schwester? Wen Du wüßtest, wie ich mich freue! Ich jubele Dir mein Glück zu und weiß doch nicht. ob Dir nicht ein Glück wegnehme? Nach Richards Worten wohl nicht. Ich habe Richard sehr lieb und werde versuchen, ihm die beste Frau zu werden. Daß meine künftigen Schwiegereltern mit mir einverstanden sind, freut mich doppelt, denn ich habe doch nichts. Hätte ich nicht Zdenko unterstützen müssen, wäre es anders gewesen. Doch Richard trägt es mir in keiner Weise nach. Du kennst ihn ja, er ist zwar äußerlich ruhig und gemessen, aber wenn wir allein sind, ist er ganz anders. Alle Tage hat er mich ausgeführt, nachdem Du weggefahren bist, und so haben wir uns eben eines Tages gefunden. Ich weiß selbst nicht, wie es so rasch geschehen konnte. Aber ich bereue es nicht, sonst wäre Richard vielleicht ohne mich weggefahren. Ein wenig Angst habe ich ja vor meinen zukünftigen Verwandten, aber ich stelle sie mir sehr nett vor. Richards Mutter ist doch, wie ich hörte, auch eine Deutsche, da werden wir ja viel Anknüpfungspunkte haben. Im Salon gab es ziemliche Aufregung, das kannst Du Dir denken, und keine hat es mir gegönnt, daß ich mich, so gut verheirate. Monsieur Revien war auch sehr erstaunt, gab mich aber sofort frei, nachdem Richard bei ihm gewesen und fünf Kleider für mich gekauft hatte. Ist doch sehr lieb, ja? Richard hat gleich nach Wien an meinen Vormund geschrieben, da ich noch nicht einundzwanzig Jahre alt bin und die Einwilligung brauche. Onkel Brix— ein sehr entfernter Verwandter von mir— soll Erkundigungen über Richard einziehen, damit unserer Weiterreise nichts im Wege steht. Ebenso habe ich Zdenko benachrichtigt. Er wird ja schöne Augen machen. Im Salon gibt es viel Arbeit, und Monsieur ist jeden: Tag sehr aufgeregt. Mehr gibt es für heute nicht. Ich freue mich, daß wir Dich bald wiedersehen können. In herzlicher Freundschaft Deine Toni Weißbach.“ So, nun wußte Veronika alles, und die Arbeit ging ihr an diesem Tage noch einmal so rasch von der Hand als sonst. Ihre Gedanken weilten bei den fernen Freunden und gingen dann weiter nach Deutschland. Immer noch war der Mann einsam, genau so wie sie. Ob sie auch einmal so einen freudigen Brief wie die kleine Toni schreiben würde? Sie glaubte es nicht. Was hatten andere Mädels von fünfundzwanzig Jahren schon erlebt? Waren Mutter geworden. Und sie...? Undankbar war sie, hatte sie nicht viel erreicht? War das nichts, was sie in den letzten drei Jayren gesehen hatte? Wäre sie damals nicht mit nach Amerika gegangen, sie säße heute noch in Berlin, ahnte nichts von der übrigen Welt, die so wechselvoll war, daß es sich schon lohnte, sie kennenzulernen. Hatte sie nicht alles erreicht, wovon sie einstmals, als sie noch in Berlin in der kleinen Wohnung der Tante lebte, geträumt? Nur eins hatte sie nicht erreicht: das Vaterherz! Und das war das bitterste! Doch morgen wollte sie weitergehen auf dem vorgenommenen Wege. Ein Fingerzeig mußte ihr werden. Sie ließ nicht locker, und sollte sie nur das Grab des Vaters finden. * * Weit draußen lag die kleine Gasse, in welcher die Witwe Zacherli wohnte, und es war für Veronika sehr beschwerlich gewesen, sich dahin zu finden. Nach allerlei Kreuz= und Querfragen hatte sie es doch gefunden und klopfte herzhaft an die kleine Tür, an welcher in altertümlicher Schrift der Name Zacherli stand. „Herein!“ sagte eine Altfrauenstimme. Veronika drückte die Klinke herunter. „Bin ich hier recht bei Frau Zacherli?“ Aus einem Öhrenstuhl, welcher dicht am Fenster stand, erhob sich rasch eine kleine Frauengestalt. Ein Strickstrumpf wurde auf den Tisch gelegt, dann erst kam die Frau dicht zu Veronika hin. „Ich bin Frau Zacherli. Wollen Sie zu mir?“ Die grauen Augen der älteren Frau sahen mit fragendem Ausdruck auf Veronika. Sicherlich suchte die Dame eine Aufwartung, und man hatte ihr ihren Namen genannt. „Ich hätte gern eine Auskunft von Ihnen gehabt, Frau Zacherli. Darf ich mich einen Augenblick setzen?" Gerade so wie hier hatte es einst in dem Stübchen der Tante ausgesehen. „Gemütlich haben Sie es hier, das muß ich schon sagen!“ lobte sie und sah im Zimmer umher. Mit einem Schlage hatte sie die ganze Sympathie der kleinen Frau gewonnen. Meist sahen die besseren Damen verächtlich auf ihren alten Hausrat. saben nicht die Erinnerung, die daran hing, und die Sauberkeit, mit der der kleine Hausstand gepflegt wurde. „Wie es eben eine alte Frau haben kann!“ nickte Frau Zacherli der feinen, jungen Dame zu.„Sie werden es ja besser haben.“ „Nein, Frau Zacherli, ich habe nur ein Zimmer in Zürich. Aber meine Tante in Berlin, bei der ich gewohnt habe, als sie noch lebte, hatte genau so ein kleines, gemütliches Heim.“ Veronika erzählte, als ob sie Frau Zacherli schon lange kenne, und Frau Zacherli freute sich, daß diese feine Dame so ehrlich war. Es kann nicht jeder ein Graf sein, die Hauptsache ist, daß man sich sein Brot ehrlich verdient. Das war ihr Wahlspruch, und den hatte sie allzeit treulich befolgt. Und Arbeit... na, die hatte es in ihrem Leben wohl am meisten gegeben, vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Der Mann war zeitig gestorben, und sie hatte mit drei Kindern dagesessen. Die wollten Brot haben, und da mußte eben gearbeitet werden. Und sie hatte sich auch nie vor der Arbeit gefürchtet, wie sie auch aussah. Schöner war sie ja nicht dabei geworden in den harten Jahren, und ein Mann hatte sich wohl auch nicht nach ihr den Hals ausgerenkt, denn wenn man nichts hat außer drei Kindern, ist man keine begehrenswerte Person. Dafür hatte sie aber ihre drei Kinder schlecht und recht erzogen, und heute konnte sie stolz auf sie sein. Waren sie auch nur einfache Menschen geworden, der Alteste war Schmied, die zwei Mädels waren an Arbeiter verheiratet, so waren sie doch ordentlich. Veronika hatte mit keinem Wort die Erzählung der alten Frau unterbrochen. Ernsthaft hatte sie hin und wieder genickt, und vieles aus ihrer Kindheit hatte ihr vor Augen gestanden. „Mehr als ordentlich sein kann man nicht, Frau Zacherli!“ sagte sie, und ihre schönen, samtbraunen Augen leuchteten die Frau an.„Sehen Sie, es erging mir auch so ähnlich. War ich auch nur die einzige, so mußte ich doch auch vaterlos aufwachsen, weil mein Vater nicht aus dem Kriege heimkehrte.“ „Schlimm, sehr schlimm!“ bestätigte Frau Zacherli und hatte ihren Strickstrumpf wieder zur Hand genommen. An der Wand hing eine Kuckucksuhr, und der Kuckuck kam eben herausgeschlüpft und sagte fünfmal Kuckuck.„Meine Kinder haben sie mir vor zwei Jahren geschenkt!“ erklärte sie mit einem Blick auf die Uhr.„Wenn es mir zu langweilig ist, erzähle ich dem Vogel immer, was ich am Tage erlebt habe, und ich bilde mir ein, daß er es versteht!“ „Ja, Frau Zacherli, Einsamkeit ist nicht immer schön.“ „Sie sollten heiraten, meine Dame, dann wären Sie nicht mehr einsam!“ „Heiraten? Vielleicht auch einmal, aber erst muß ich meinen Vater suchen!“ „Ich denke, er ist tot?“ Mißtrauisch äugte Frau Zacherli zu ihrer Besucherin hinüber. „Vermißt ist er, und doch haben wir in einer Zeitschrift ein Bild von ihm gesehen, gleich damals, nachdem er vermißt war.“ Frau Zacherli legte ihren Strickstrumpf beiseite. Das schien interessant zu werden. Sie hatte es ja schon oft ihrer Nachbarin gesagt, daß es oft toll im Leben zugeht. Doch die sagte immer, was in den Romanen fteht, wäre erlogen. „Ein Bild haben Sie gesehen? Wo denn?" Der großOhrenstuhl wurde rücksichtslos zu Veronika gezogen. Es wor nur, daß einem kein Wort von dem Gespräch entging. „Ja, und das Bild stammt aus dem Züricher Roten=KreuzLazarett!“ „Ach! Ich war auch in einem Lazarett als Aufwartung angestellt!“ kam es stolz von Frau Zacherlis Lippen. „War es das Lazarett am Bahnhofsplatz?" kam es hastig von Veronikas Lippen. Direkt flehend hingen ihre Augen an der alten Frau. Doch die schüttelte den Kopf. „Nein, meine Dame, in dem war ich nicht, ich war..." kam nicht dazu, zu sagen, in welchem sie gewesen war, denn Veronika unterbrach sie. „Und gerade in dem Lazarett am Bahnhofsplatz lag mein Vater!“ „Dort war meine Schwägerin, meines Mannes Schwester als Hilfsschwester angestellt“, sagte Frau Zacherli.„Aber die ist tot.“ „Wissen Sie niemand, der dort als Schwester oder Arz war? Ich will Ihnen gern Ihre Mühe belohnen!“ Veroniko hätte weinen mögen. Hatte man einmal eine Spur, verlief sie im Sande, weil die oder der Betreffende tot war. Es war zum Verzweifeln. „Nein, jetzt weiß ich niemand“, sagte Frau Zacherli mi einem Achselzucken.„Aber es kann sein, ich finde doch noch jemand, dann will ich Ihnen gern Auskunft geben.“ „Bitte, Frau Zacherli, seien Sie so freundlich und überlegen Sie genau, und wenn Sie etwas wissen, kommen Sie zu mir. Am besten gleich in das Geschäft von Revien Kennen Sie den Modesalon Revien?“ „Aber selbstverständlich, Fräulein!“ Es kam Frau Zacherl direkt als Beleidigung vor, das nicht zu wissen.„Nach wem soll ich fragen?“ „Fragen Sie nach Veronika Winkler!“ „Und schimpft da auch wirklich niemand, wenn ich dahi komme?“ Frau Zacherli kannte sich aus in den feinen Herrschaften. „Aber nicht doch, wer sollte denn zanken? Ich bin doch selbst die Leiterin des Salons.“ Frau Zacherlis Gesicht wurde ganz ehrfurchtsvoll. So eine feine Dame war das Fräulein, und hatte doch so einfach mit ihr gesprochen. „Ich werde gern kommen, wenn ich etwas weiß, Fräulein!“ nickte sie wichtig.„Sicherlich bringe ich etwas in Erfahrung.“ Mit dieser wenig tröstlichen Aussicht verabschiedete sich Veronika von der kleinen Frau Zacherli. Eine Woche später trafen Toni und Richard in Zürich ein, herzlich empfangen von Veronika, die keinerlei Befangenheit zwischen sich und Richard aufkommen ließ. Die kleine Toni hatte ihre ganze Würde wiedergefunden und war wieder Antoinette von uno zu Weißbach=Salen. Richard war ein sehr aufmerksamer und zärtlicher Bräutigam und schien sich völlig mit dieser Wendung ausgesöhn zu haben. „Wie lange wollt ihr hierbleiben?“ fragte Veronika das glückliche Brautpaar. „Heute noch wollen wir weiter, Veronika. Wir wollen von Wien aus nach Berlin zu Onkel Lix, und ihn, wenn es irgend geht, mit nach Amerika nehmen. Mutter hätte es sehr gern.“ „Hoffentlich kommt auch mein Bruder Zdenko mit!“ Toni war mit ihren Gedanken schon ganz in Wien bei dem geliebten Bruder.„Und wenn er keinen Urlaub bekommt?" Fragend sah sie auf ihren Verlobten, als könne er nur helfen. Doch Richard zuckte die Achseln. „Da werden wir nichis inn lönnen, Liebling. Du hast doch selbst gesagt, daß es m di. Schulen sehr streng zugeht.“ Veronika war mit ihren Gedanken abgewichen. Also zu Felix Häßler geht die Reise. Wie gern wäre sie mitgefahren. überhaupt, einmal noch möchte sie an ihren alten Arbeitsplatz gehen, dort, wo sie unter den vielen Kameradinnen gearbeitet und... geträumt hat. Ob sie noch da waren, die Arbeitsfreundinnen, die Lenchen, Helma, Hanne und Grete? Wie hatte man sich oft ausgeschwatzt, die kleinen Tageserlebnisse erzählt und das Frühstücksbrot miteinander geteilt, wenn eine einmal etwas krumm lag. Wahrhaftig, das war eine echte Kameradschaft gewesen. Die letzten Jahre war sie dagegen sehr einsam geworden. Durch ihre gehobene Stellung hatte sie nie Freundinnen gehabt, bis auf die kleine Toni, und die ging nun auch fort. Sie gönnte es ihr ganz gewiß von Herzen, doch es tat weh, jung und einsam zu sein. Wäre sie jetzt nicht so kurz vorm Ziel, wahrlich, sie ließe alles im Stich und führe mit nach Deutschland. Sie bezweifelte bald selbst, daß ihr Suchen Erfolg hatte. überall rannte man an eine Mauer an. Frau Zacherli hatte auch nichts von sich hören lassen. Wo konnte sie nun einsetzen mit ihrer Such arbeit? Tante Mias Worte fielen ihr ein. Vielleicht wollte sich Vater nicht finden lassen. Und... wenn sie ihn fand, würde er ihr fremd gegenüberstehen. Vielleicht hatte er sich ein anderes, ein zweites Leben aufgebaut, und sie— nika— zerstörte ihm alles. So wurde der Abschied von dem glücklichen Brautpam schwerer, als Veronika gedacht hatte. In den schönen, sand braunen Augen standen wirklich Tränen. Richard überkam ein eigenes Gefühl. Hätte er doch liebe warten sollen? Er hatte Veronika in den Jahren doch liebgewonnen, daß er sich heute selbst nicht begreifen konnth, sie so leichten Herzens aufgegeben zu haben. Aber sie haus es ja selbst gewollt. „Komm mit, Veronika!“ sagte er herzlich.„Sollst sehen wie sich Mutter freut. Alle Tage haben wir von dir gespiochen, und Vater ist so stolz auf dich." „Guter Richard!“ konnte Veronika nur sagen. doch nicht. Wenn du wüßtest, wie gern ich mitkäme. Aber a darf nicht fahnenflüchtig werden. Noch nicht...!“ Toni wollte schon ein bißchen eifersüchtig werden, doch unterdrückte tapfer ihre Regung. Von Richard hatte sie fahren, was die Familie Glover Veronika Winkler war. Das vergaß man ihr nie. Und sie selbst hatte Freundin ihr eigenes Glück zu danken. Wäre sie nin herzlich zu ihr gewesen, nie hätte sie den Mann kennengelenn dessen glückliche und beneidete Frau sie wurde. Sie fuhr Glück und ließ die Freundin, die ganz allein im Leben suhr und sich nicht gut anschließen konnte, zurück. Von ihr par man nicht sagen können: Glück macht egoistischl