r alles— alles. Wollen wy ugen sahen in die ihren, danIch hoffe recht sehr, mir n bleiben zu können!" ganzen Körper. ch, ihm ruhig zu sagen: inen Kleinigkeiten, die ich di1 nicht mit hinüberkommene ihr. Aber seine Augen brann Nacken. n ein Bild von sich, dann ein gtes kleines Gemälde: eininen Wasser schwamm. Dany atte. Es war alles nichts ihr gab; aber wenn sie einihr er sich über diese Kleinigsten freute ihn ihr Bild. Es n letzter Zeit erst hatte machen innte. Ein schmaler, goldene as Bild leuchtete. Hände, küßte sie. säme mich!" sagte sie leife. dauptsache wirst du mir noch igen Kuß! Hörst du, Lore?“ Frank?" kuß, Lore!" waren fast schwarz vor mühFrregung. Dann aber reckt ie Augen und küßte ihn. ine der vielen Unbegreiflich ten, kraftvollen Mannes, der ifnahm, wenn es sein mußte, „wie ein junges Menschenchfalls geküßt zu werden. ind nur straff aufgerichtet da sch klingender Stimme: in Wunsch wäre wahrscheina du aber heute abend in öre ich dich ja doch." n vermochte sie nicht. ein erlösendes Wort des rank: fährt der Wagen vor. kleid bleiben wirft; es kleide freue mich, daß dieses Kleid irst die Festkönigin sein!" Kasten zurecht, in dem ihre einte: Frank Dahlmann läßt sich jaftskuß dafür geben? Oder doch die Hauptsache, daß vor rt wird? Und mein Vater d sich alles gut einfügen in ein Herz hat zu schweigen." rau dann noch einen großen osen, die wie ein Gruß aus eisig kalten Weihnachtsabend er Wagen sie nach Loringen beiden Menschen nebenMenschen, die ein großes trauernd neben ihnen stand apitel. wei Ankommenden stürmisch chrote Wangen und ließ sic küßte Lore und gab dem müßt ihr noch entschuldigen ber bald fertig sein.“ Weihnachtszimmer, umarmie e: i siehst ja wundervoll aus icht noch in letzter Minute tein— du Blitzmädel du!" stern, die sie in die Mitte , anmutiges Bild, auf das ngen blickten. Und Prinz iden beisammen und lächelschönen Geschöpfe hernieder durch ihn. Niemals wäre Familie gekommen, wenn sen wäre. Und ob Stetten hätte, wenn es bekanntvon Loringen von seinen jen vertrieben wurde? Und ige— alles, alles bezahlt alles, alles durch ihn kommt iserer Familie gehen muß." dabei mit den Schwestern r, Kleine— sag, macht das neeweiß, und sie sagte laut chön und feierlich. Franl ie immer. Später ging ei dessen Arbeitszimmer hint einige Kleinigkeiten, und ausbilden lassen. Sie hat ünstlerin in sich!" der Mund offenstehen. Künstlerin? Ja, weißt du hren du deine eigene Frau rnehm genug, sich nicht in udem wird sie ja auch nie seordnet, daß ich immer beBote für das Emmertal Bezugspreis: Für diesen Monat 1.50 Reichsmark frei Haus. Erscheint sechsmal wöchentlich mit Ausnahme von Sonn= u. Feiertagen Für die Schriftleitung verantwortlich: Carl Simonowski, Steinheim i. Westf., Fernruf Nr. 352. Amtliches Verordnungsblatt eigenpreis: Für 1 mm Höhe, 46 mm breit 5 Pfa., im Textteil 1'mm Höhe, 93 mm breit 20 Pfg. Beilagengebühr je 100 RM. 1.— Sämtl. Anzeigen sind nach Steinheim i. Westf. zu senden. Druck u. Verlag: C. Simonowski, Steinheim i. Westf. Nr. 81 Steinheim, Freitag, 5. April 1935 42. Jahrgang Ludendorff 70 Jahre alt Am 9. April feiert der Erste Generalquartiermeister des deutschen Kriegsheeres, General der Infanterie Ludendorff, seinen 70. Geburtstag. Die gewaltigen Leistungen, die General Ludendorff mit dem Generalfeldmarschall von Hindenburg in vier schweren Kriegsjahren an der Spitze der deutschen Armee vollbracht hat, sichern ihm den Ruhm eines der größten Soldaten aller Zeiten. Leidenschaftlich hat sich Ludendorff immer für die Ehre der Nation und für die Erhaltung der deutschen Volkskraft eingesetzt. Kennzeichnend für das Wesen Ludendorffs ist sein in tiefster deutscher Notzeit abgelegtes Bekenntnis: „Unerschrockenes Denken und männliches Handeln jedes einzelnen und doch selbstloses Unterordnen durch Zurückstellung des eigenen Ichs in nationaler Manneszucht sind Erfordernis. Sie allein können uns die völkische Würde wiedergeben, deren Rückgewinnung Vorbedingung deutschen Auferstehens ist. Sie sind das erste Gebot. Liebe zur Scholle und zum Handwerk, Liebe zur Arbeit, und unermüdliche Schaffensfreudigkeit, eiserner Fleiß, freie Betätigung im Wirtschaftsleben, gepaart mit Rücksicht auf den Nebenmenschen, vertrauensvolles Zusammenwirken von arm und reich, von Hand und Kopf, verkörpert in einer Arbeitspflicht, Freiheit für ehrliche Arbeit sind die Grundlagen deutscher Werte und die Voraussetzung neuen Aufstiegs. Sie sind das zweite Gebot für uns. Pflichttreue, redlich und wahrhaftig, mutig muß der Deutsche wieder werden, sittlicher Ernst ihn beherrschen, das ist das dritte Gebot.“ Was Ludendorff hier in seinen Kriegserinnerungen als Voraussetzung für den deutschen Wiederaufstieg bezeichnet hat, das ist heute durch die Tatkraft Adolf Hitlers Wirklichkeit geworden. Ganz Deutschland steht einig wie ein Mann zusammen, durchglüht von der Gewißheit, daß Mannesmut und Manneszucht, Liebe zur Scholle und zur Arbeit, die Gemeinschaft von arm und reich, Pflichttreue und Redlichkeit unserem Volke das Dasein garantieren. Voller Zuversicht kann so die deutsche Nation als eine verschworene Gefolgsgemeinschaft Adolf itlers in die Zukunft blicken. Wie hier aus der deutschen rneuerung, so können wir weiter aus den militärischen Leistungen in den Jahren des Krieges, die in der ganzen Welt nicht ihresgleichen haben, immer aufs neue Kraft schöpfen für die nationale Selbstbehauptung. Ludendorff, der am 9. April 1865 auf dem Gute Pruszennia in der Provinz Posen geboren, 1882 in den Heeresdienst eingetreten und von 1895 bis 1913 nahezu ununterbrochen im Großen Generalstab tätig gewesen ist, hat bereits bei dem Sturm auf Lüttich entscheidend in den Krieg eingegriffen. Als„Schlachtenbummler" übernahm Ludendorff auf dem Vormarsch in dem Augenblick einer Stockung die Führung der 14. Infanterie=Brigade, deren Kommandeur gefallen war, und durchbrach mit ihr am 6, August 1914 unter harten Kämpfen die Fortslinie. Die Brigade verharrte dann die Nacht ohne Fühlung mit den anderen gegen Lüttich eingesetzten Truppen in der feindlichen Fortlinie, um dann am anderen Morgen in Lüttich einzudringen und die starke Zitadelle durch einen kühnen Handstreich zu nehmen. Für diese tapfere Tat erhielt Ludendorff als einer der ersten den Orden pour le mérite. Nach der Einnahme Lüttichs kehrte Ludendorff nach Aachen zurück, um sein eigentliches Amt, das des Oberquartiermeisters der 2. Armee, zu übernehmen. Am 22. August 1914 wurde Ludendorff aus Belgien als„Chef des Generalstaves im Osten“ an die Seite Hindenburgs berufen, mit dem er dann in der Schlacht bei Tannenberg und in der Schlacht an den Masurischen Seen Ostpreußen unter wuchtigen Schlägen vom Feind säuberte. Es folgten die Feldzüge in Litauen und Polen, durch die die militärische Kraft Rußlands gebrochen wurde. Zu noch größeren Aufgaben wurde Ludendorff berufen, als Generalfeldmarschall von Hindenburg am 29. August 1916 als Nachfolger des Generals von Falkenhayn zum Chef des Generalstabes des Feldheeres und er selbst zum Ersten Generalquartiermeister des Feloheeres ernannt wurde.„Schwereres war noch nie plötzlich einem Menschen durch das Schicksal auferlegt worden“, sagte Ludendorff von dieser Berufung. Als Hindenburg und Ludendorff an die Spitze des Feldheeres traten, da hatte die Entente gerade alle ihre Kräfte zu einem gewaltigen Schlage vereinigt, um die deutsche Front zu durchbrechen. Dazu hatte die Entente noch Rumänien auf den Plan gerufen. Hindenburg und Ludendorff stellten nun zunächst den Kampf um Verdun, in dem so viel Blut geflossen war, ein, machten Truppen frei für die Niederwerfung Rumäniens, stärkten die Kampfkraft der Armee durch neuen Nachschub aus der Heimat, sicherten die Kriegsgerätebeschaffung, um dann die größte und wichtigste Aufgabe dieser Zeit zu lösen: die Abwehr der wütenden Massenangriffe der den deutschen Truppen an Zayl und Kriegsmaterial überlegenen Streitkräfte der Entente in den großen Schlachten im Herbst 1916 und im Frühjahr 1917 in Frankreich. Nach dem Zusammenbruch Rußlands wurden die im Osten frei gewordenen Truppen nach dem Westen geworfen, worauf dann am 21. März 1918 um 4 Uhr morgens auf Aner 70 Kilometer breiten Front zwischen Croisilles und Urteil ohne Lediglich Zusammenfassung der haltlosen Anklagepunkte. Kowno, 4. April. Im Prozeß gegen die Memelländer wurde das Urteil des Kriegsgerichts in seiner endgültigen Fassung in Anwesenheit aller Verurteilten verkündet. Das litauische Kriegsgericht hat entgegen den Erwartungen keine eingehende Begründung seiner Entscheidungen gegeben, sondern es hat sich darauf beschränkt, die den einzelnen Verurteilten zur Last gelegten Straftaten aufzuführen. Die Verurteilten können gegen das Urteil bis zum 17. April Kassationsbeschwerde beim Obersten Tribunal einlegen. Die Kassationsbeschwerde darf sich jedoch nur auf formelle Mängel bei der Urteilsfindung erstrecken und nicht auf sachliche Umstände. Das Urteil tritt endgültig in Kraft an dem Tag der Ablehnung der Kassationsbeschwerde durch das Oberste Tribunal. Die Haft zwischen der Urteilsverkündung und der Entscheidung des Obersten Tribunals wird den Verurteilten nicht angerechnet. Neuer Schlag gegen das Memelgebiet Mehrere Londoner Blätter veröffentlichen eine Meldung, wonach die litauische Regierung einen neuen Schlag gegen das Memelgebiet plant.„Im Vertrauen auf Unterstützung Frankreichs und Rußlands“ wolle sie den Völkerbund ersuchen, das jetzige Memelstatut durch eine unbedingte Anerkennung der Souveränität Litauens über das Gebiet zu ersetzen. Präsident Smetona habe den Beschluß der Regierung gebilligt. In Litauen betrachte man die Memelangelegenheit als eine innerpolitische Frage, in die Vertreter fremder Länder sich nicht einmischen sollten. Die Unterhauserklärung Simons habe keinen besonderen Eindruck gemacht. Azwischen sete das litauische Kabtneit die Sitautfterung des Gebietes energisch fort. Die Machtbefugnisse des Gouverneurs sollen noch erweitert werden. der Arbeit Ersie Jahrestagung in Nürnberg. Das Amt„Schönheit der Arbeit“ der Deutschen Arbeitsfront hält zur Zeit in Nürnberg seine erste Jahrestagung ab. Im Mittelpunkt der Tagung stand eine Rede des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley, in der er die Aufgabe des Amtes folgendermaßen umriß: „Aus dem Wort des Führers:„Sorgen Sie mir dafür, daß das Volk starke Nerven hat!“ ist das Werk„Kraft durch Freude“ erstanden, von dem das Amt„Schönheit der Arbeit“ ein wesentlicher Teil ist, Sie, meine Parteigenossen, müssen das Arbeitsleben des werktätigen Menschen, seinen Arbeitsplatz, so harmonisch wie möglich gestalten, den Platz, an dem der Arbeiter den größten Teil seines Tages verbringt. Wenn es gelingt, den werktätigen Menschen überall zute und schöne Arbeitsstätten zu schaffen, werden wir des ankes aller deutschen Menschen sicher sein." La Fére die Große Schlacht in Frankreich ihren Anfang nahm. Am 4. April war die Schlacht beendet. Was den Engländern und Franzosen trotz ihrer materiellen Ueberlegenheit nicht gelungen war, das hatten die deutschen Armeen erreicht: den Durchbruch durch die feindliche Front! Während der Großen Schlacht in Frankreich ist übrigens auch Paris erstmals von einem weittragenden deutschen Geschütz beschossen worden. Am 27. Mai 1918 erfolgte ein zweiter deutscher Großangriff in Frankreich, am 15. Juli ein dritter. Es ist Schicksal von tiefster Tragik, daß nach diesen gewaltigen Siegen im Kampf gegen eine ganze Welt Hindenburg und Ludendorff im letzten Stadium des Ringens durch das Verbrechen der Revolte von 1918 das Schwert aus der Hand geschlagen wurde. Nach dem Kriege wandte sich Ludendorff der völkischen Bewegung zu. Am 9. November 1923 marschierte er Seite an Seite mit Adolf Hitler und den anderen Vorkämpfern der nationalsozialistischen Bewegung zu der Feldherrnhalle in München, um das Steuerruder Deutschlands herumzureißen. Im Mai 1924 wurde Ludendorff auf der Reichswahlliste der Nationalsozialistischen Freiheitspartei in den Reichstag gewählt. Lassen wir jetzt noch einmal die Ereignisse des gewalsigen Heldenkampfes unseres Volkes an unserm Auge vorüberziehen, dann können wir mit dem General Ludendorff agen:„Ein Volk, das solches vollbrachte, hat das Recht zum Leben". Und dieses Recht zum Leben hat das deutsche Volk vor allem dadurch erhärtet, daß es in der nationalsozialistischen Revolution alles von sich geworfen hat, was einem Wesen fremd ist. Klar über die furchtbaren Folgen innerer Zerrissenheit und Adolf Hitler in Treue verschworen, geht jetzt das deutsche Volk seinen Weg, an dessen Endpunkt Freiheit und Frieden stehen. Ein gewaltiger Schritt vorwärts bedeutet auf diesem Weg die durch die Proklamation des Führers und Reichskanzlers erfolgte Wiedereinführung der„Allgemeinen Wehrpflicht“ in Deutschland. Begründung Mainz, 4. April. Unter gewaltiger Anteilnahme der Bevölkerung wurde der verewigte Bischof Ludwig Maria Hugo von Mainz im Mainzer Dom beigesetzt. In langen Reihen zogen die katholischen Vereine, die Schüler, die Studentenverbindungen und der Diözesanklerus nach dem Dom. Vor dem Leichenwagen schritten die Erzbischöfe und Bischöfe von Speyer, Limburg, Trier, Würzburg, Rottenburg und Freiburg sowie die Aebte von Schweiklberg und Marienstadt. In tiefem Schweigen bewegte sich der Zug langsam durch die Straßen, von der dichtgedrängten Volksmenge ehrfurchtsvoll gegrüßt. Im Dom wurde der Sarg vor dem Hochaltar niedergesetzt. Erzbischof Dr. Groeber von Freiburg las das Pontifikalrequiem, das der Domchor begleitete. Bischof Dr. Sproll von Rottenburg gab in seiner Trauerrede ein Lebensbild des Dahingeschiedenen. Dreifacher Mord im Bayerischen Wald Das Anwesen ausgeraubt und das Vieh fortgetrieben! Regensburg, 4. April. In dem Anwesen der Frau Weber, das in Daberg unweit Fürth im Wald einsam in den Wiesen gelegen ist, ist ein furchtbares Verbrechen verübt worden. Der oder die Verbrecher haben die 80jährige Frau, ihre 44jährige Tochter und den 18jährigen Sohn der Tochter ermordet, das ganze Anwesen ausgeraubt und das Bieh fortgetrieben. Das Verbrechen dürfte schon am Sonntag verübt worden sein. In einer Pension in Garmisch wurde die 56 Jahre alte Oberschwester Katharina Peters aus Berlin, die dort zur Erholung weilte, tot aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, daß Raubmord vorliegt. Der Schmuck der Toten, ein Brillantring, ein goldener Ring und eine goldene Armbanduhr fehlten. Der Tat dringend verdächtig ist ein angeblich am 21. August 1916 in Kiel geborener polnischer Staatsangehöriger Jesko von Szpingier, der unter Hinterlassung einer Mietsschuld in einer Kraftdroschke nach München abgereist ist. Für seine Ermittlung ist eine Belohnung von 600 RM ausgesetzt. 25 Todesopfer des Strohschober=Brandes Die Leichen völäig verkohlt. Moskau, 4. April. In Karpathenrußland sind in der Nähe der Stadtgrenze Uzhorod acht Strohschober in Brand geraten, in denen Obdachlose übernachteten. Wie bereits die ersten Meldungen befürchten ließen, ist die Zahl der Todesopfer groß. Bisher sind insgesamt 25 Leichen geborgen worden. Mehrere Leichenreste wurden dicht nebeneinander gefunden, und ihre Lage läßt darauf schließen, daß die Opfer nebeneinanderliegend im Schlaf von den Flammen überrascht wurden. Einige Leichen waren so stark verkohlt, daß sie an der Luft in weiße Asche zerfielen. Der Brand entstand wahrscheinlich durch einen leichtsinnig weggeworfenen Zigarettenstummel. Bisher gelang es nur, ein einziges Opfer der Katastrophe zu identifizieren. Der Mehrzahl nach dürfte es sich um landwirtschaftliche Arbeiter handeln, die zu den Frühjahrsarbeiten in den Weinbergen nach Uzhorod gekommen waren. Strafordnung für Studenten, Hörer und studentische Vereinigungen. Der Reichs= und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat eine Strafordnung für Studenten, Hörer und studentische Vereinigungen an den deutschen Hochschulen erlassen. Folgende Strafen können verhängt werden: mündliche Verwarnung, schriftlicher Verweis, erforderlichenfalls unter Androhung der Entfernung von der Hochschule, Nichtanrechnung des laufenden Semesters, Entfernung von der Hochschule, verbunden mit Nichtanrechnung des Semesters, dauernder Ausschluß vom Studium an allen deutschen Hochschulen. Eine Berufung ist nur zulässig, wenn auf dauernden Ausschluß vom Studium erkannt ist. Minderheitskabinett in Spanien. Der Führer der Radikalen Partei, Lerroux, hat eine neue Regierung gebildetEs handelt sich hierbei um ein Minderheitskabinett auf Grundlage der Radikalen Partei, dessen Vorsitz wiederun in der Hand von Lerroux liegt. Handwerkersänger auf dem Reichshandwerkstag. Auf dem Reichshandwerkertag, der in den Tagen vom 15. bis zum 17. Juni in Frankfurt a. M. stattfindet, wird ein Massenchor von 6000 Handwerkersängern Lieder zum Vortrag bringen. Mit der Organisation des Chors ist der Vorsitzende des deutschen Bäckersängerbundes, Heinrich Albl, beauftragt worden. Eden wieder in London Berichterstattung vor dem englischen Kabinett London, 5. April. Die diplomatische Rundreise des britischen Lordsiegelbewahrers Eden durch die europäischen Hauptstädte hat mit dem Besuch in Prag ihren Abschluß gefunden. Der Aufenthalt des englischen Ministers in der tschechoslowakischen Hauptstadt war nur auf fünf Stunden bemessen. Während dieser Zeit hatte er mit dem Außenminister Benesch im Czernin=Palais eine etwa zweistündige Aussprache. Beide Minister stellten, wie es in dem amtlichen Bericht heißt, eine„vollständige Uebereinstimmung in den Zielen der Politik ihrer Länder hinsichtlich der Erhaltung des allgemeinen Friedens und ihre aufrichtige und unabänderliche Ergebenheit der Politik des Völkerbundes gegenüber“ fest. Nach Abschluß der Besprechungen hat Lordsiegelbewahrer Eden alsbald den Rückflug nach London angetreten. Für heute ist eine Sitzung des englischen Kabinetts angesetzt, in der Eden über die Ergebnisse seiner Reise berichten wird. Vor der Stresa-Konferenz wird dann noch eine zweite Kabinettssitzung stattfinden, die jedenfalls den englischen Teilnehmern an den Besprechungen am 11. April Richtlinien mit auf den Weg geben wird. Man sieht diese Konferenz in Londoner Kreisen als den letzten Teil der Erkundungsreise an, die in Berlin begonnen, und erwartet deshalb von ihr keine besonderen Ergebnisse. Viel wichtiger hält man die Sondersitzung des Völkerbundsrates am 15. April, die die französische Beschwerde über die Einführung der Wehrpflicht in Deutschland behandeln soll.„Daily Herald“ bezeichnet es als wahrscheinlich, daß Ministerpräsident Macdonald persönlich nach Genf fahren wird, während England in Stresa durch die beiden Minister Sir John Simon und Eden vertreten sein wird. Ein Friedensplan Mussolinis? Wie der diplomatische Korrespondent des„Daily Tele"" aus Warschau meldet, ist in sehr gut unterrichteten kreisen eine Nachricht eingetroffen, daß Mussolini in Stresa vielleicht einen eigenen europäischen Friedensplan vorlegen werde. Sein Ziel sei, in Europa ein allgemeineres Gefühl des Vertrauens zu schaffen, bevor ein Versuch mit dem Abschluß von Ostpakten gemacht werde. Anscheinend werde er einige neue Erklärungen vorschlagen, die nachdrücklicher seien als die allgemeine Erklärung gegen Gewaltanwendung. Wahrscheinlich werde er eine Wiederaufnahme von politischen und wirtschaftlichen Verhandlungen nach dem Vorbild der zwischen Italien, Oesterreich und Ungarn im März vorigen Jahres unterzeichneten Vereinbarung vorschlagen. „Gazeta Polska" über Kompromißmöglichkeiten Die polnische Presse schildert in großer Ausführlichkeit den Eindruck, den der Warschauer Besuch Edens in Berlin, Paris und London gemacht hat. Ein Berliner Telegramm der„Gazeta Polska“ versichert, daß die deutsche Regierung die Möglichkeit eines Kompromisses in folgendem Rahmen sieht: 1. Ein europäisches Abkommen über die Rüstungsbeschränkung, die die deutsche Gleichberechtigung nicht in Frage stellt, 2. ein osteuropäischer Sicherheitspakt, der die Verpflichtungen zum Nichtangriff, zur Nichteinmischung, zur Mhifasny far dan Ragreiser ans jas Konfaktation enthält, 3. ein Donaupakt der Nichteinmischung mit genauer Bestimmung des Begriffs Nichkeinmischung, 4. ein westeuropäischer Luftpakt. Deutschland, so heißt es in dem Telegramm weiter, sei bereit, alle diese Dokumente zu unterzeichnen, und in den Völkerbund zurückzukehren, wenn der Völkerbundspakt von den Friedensverträgen abgetrennt werde und alle Spuren einer Deutschland benachteiligenden Stellung verschwinden. Darunter sei das Recht Deutschlands auf Kolontalmandate zu verstehen und die Aufhebung der Internationalisierung der Oder und des deutschen Teiles der Donau. Der Pariser Eindruck des englischen Besuches in Warschau läßt sich nach der„Gazeta Polska" dahin zusammenfassen, daß man in französischen Regierungskreisen jetzt unterstreiche, daß naturgemäß in Warschau keine endgültige Entscheidung habe fallen können. Auf Grund der Ergebnisse der englischen Informationsreisen würden die eigentlichen Verhandlungen in Stresa beginnen. Erst dort würden die Vorschläge Gestalt annehmen, die Laval dann in Warschau und Moskau besprechen werde. Man könne feststellen, so heißt es in dem Bericht der„Sazeta Polska", daß die französische Oeffentlichkeit in ihrer Mehrheit den Ostpaktplan in seiner ersten Form für erledigt halte und diese Tatsache im allgemeinen mit ruhiger Resignation aufnehme. Indiskrete Enthüllungen aus dem Heeresausschuß Paris, 5. April. In Pariser politischen Kreisen herrscht große Aufregung über Indiskretionen, die der rechtsgerichtete Abgeord. Taittinger begangen haben soll. Der Abgeordnete hat, wie verschiedene Blätter melden, vor Journalisten Mitteilungen über die vertraulichen Erklärungen des Kriegsministers und des Luftfahrtministers im Unterausschuß für die Landesverteidigung gemacht. Beide Minister, so soll Taittinger mitgekeilt haben, hätten sich äußerst pessimistisch gezeigt. Luftfahrtminister Denain sei zwar mit der beschleunigten Herstellung von neuen modernen Flugzeugen zufrieden, halte aber den augenblicklichen Vorrat an Brandbomben für vollkommen unzureichend. Der Luftfahrtminister General Denain habe erklärt, daß zwischen den Generalstäben Frankreichs, Sowjetrußlands, ferner der Tschechoflowakei und Italiens Abkommen beständen. Mit Belgien, so habe Kriegsminister Maurin hinzugefügt, sei vereinbart, daß im Falle eines deutsch-französischen Krieges die französischen Truppen freien Durchmarsch hätten. Außerdem werde im Kriegsfall die Fliegerei Sowjetrußlands Frankreich sofork Hilfe leisten, Denain soll sich ferner noch über umfangreiche französische Flugzeugbestellungen im Ausland geäußert haben. Der Vorsitzende des Unterausschusses, Archimbaud, und der Vorsitzende des Finanzausschusses Malvy, sollen, als sie von den Ausführungen Taittingers erfuhren, die Pressevertreter dringend gebeten haben, diese Ausführungen nicht zu veröffentlichen, sondern sich ausschließlich an die amtliche Verlautbarung zu halten. Aus der amtlichen teilung ist natürlich nichts ersichtlich. Flandin bittet um Stillschweigen Vor dem Finanzausschuß der Kammer erstatteten der Finanzminister Germain=Martin und Ministerpräsident Flandin Rechenschaft über die Finanzpolitik der Regierung. Der Ministerpräsident gab einen Ueberblick über die voraussichtliche Höhe der notwendigen Ausgaben, bat aber in diesem Zusammenhang nachdrücklichst die anwesenden Abgeordneten, Stillschweigen über seine Angaben zu bewahren. Er fügte hinzu, daß er gezwungen sein würde, die verkrauensvolle Arbeit mit den Parlamentsausschüssen avzubrechen, wenn über diesen Punkt Indiskretionen an die Oeffentlichkeit gelangen sollten. Auf den Vorschlag des Berichterstatters für den Haushalt der Münze hat die Regierung sich einverstanden erklärt, die Ausprägung der Goldmünzen zu beschleunigen, es sollen in den neun Monaten des laufenden Jahres im ganzen für 1,1 oder 1,2 Milliarden Franken Goldmünzen zu 100 Franken ausgeprägt werden. Wiederberufung Weygands? Wie„La Presse“ zu wissen glaubt, setzen sich einige Minister dafür ein, daß die Regierung die Parlamentsferien dazu benutze, um auf dem Verordnungswege den vor einigen Monaten in den Ruhestand versetzten General Weygand auf seinen früheren Posten als Generalissimus wieder zu berufen. Der ostfranzösische Wirtschaftsausschuß, dem zwölf ostfranzösische Handelskammern angeschlossen sind, hat den Wunsch nach sofortiger Besetzung der Befestigungsanlagen durch ausreichende Streitkräfte ausgesprochen und ferner die Forderung aufgestellt, daß die sogenannte Maginot=Linie an der französischen Nordgrenze fortgesetzt werde. Ausbau der österreichischen Wehrmacht Der österreichische Ministerpräsident hat grundsätzlich der allgemeinen Wehrpflicht zugestimmt und beschlossen, Schritte zu unternehmen, um sich der Zustimmung des Völkerbundes zu sichern. Wie verlautet, wird daran gedacht, ein ständiges Heer von 4000 Offizieren, 4000 Unteroffizieren und 12 000 Mann aufzustellen, überdies zwei Jahrgänge von je 35 000 Mann einzuberufen. Aus dem Schutzkorps sollen 400 Offiziere und 7000 Mann übernommen werden. Ueber die Frage der Auflösung der übrigen Bestände des Schutzkorps konnte noch keine Einigung erzielt werden. Die Dienstzeit soll zwei Jahre betragen. Es werden zwei ständige Armeekommandos errichtet, das eine in Wien mit 3 Divisionen(Wien, Wiener Neustadt, St. Pölten), das andere in Salzburg mit 4 Divisionen(Salzburg, Graz, Klagenfurt und eine Alpendivision in Innsbruck). Hammer und Schwert Dr. Ley spricht vor Hamburger Werftarbeitern. Hamburg, 5. April. In der riesigen Schiffbauhalle der Werft von Blohm und Voß fand eine Großkundgebung der gesamten Belegschaft zu den bevorstehenden Vertrauensratswahlen statt, auf der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley vor nahezu 10 000 Arbeiteen und Matsosan syrach Dr. Len stollto oinloitond Deutschlands jetzigen Wiederaufstieg den Zuständen der überwundenen Epoche gegenüber. Deutschland sei wieder groß, frei und mächtig geworden. Es wolle aber keinen Krieg, da in Deutschland selbst Wunden genug zu heilen sind. Dr. Ley erinnerte dann an die frühere furchtbare Arbeitslosigkeit gerade im Hamburger Hafen und sagte: „Wenn wir dagegen das heutige Leben hier betrachten, dann erscheint uns der erreichte Wandel fast wie ein Wunder. Die„Kraftdurch-Freude“=Fahrt nach Madeira hat der Welt bewiesen, daß ein neues deutsches Volk entstanden ist, und die Erklärung des Führers über die allgemeine Wehrpflicht hat der Welt bewiesen, daß man Deutschland nicht mehr ungestraft angreifen kann. So gehören Arbeiter und Soldaten zusammen. Ein Volk, das in der einen Hand den Hammer hat, um zu arbeiten, muß in der anderen Hand das Schwert haben, um seine Arbeit zu verkeidigen.“ Die Ausführungen Dr. Leys wurden von den vielen Tausenden begeistert aufgenommen. in Danzig Große Rede zur Danzig, 5. April. Nach einer beispiellosen Jubelfahrt durchs Danziger Land traf Ministerpräsident General Göring in Danzig ein, wo er auf einer Massenkundgebung der Danziger NSDAP. zu den Danziger Wahlen sprach. Auf dem Bahnhof in Marienburg hatten sich zur Begrüßung u. a. der Danziger Gauleiter Forster und der Danziger Senatspräsident Greiser sowie der deutsche Genecalkonsul in Danzig, von Radowitz, und andere führende Persönlichkeiten eingefunden. In allen Dörfern umsäumten übelnde Menschen die Wagenkolonne. Die Häuser prangen im Schmuck unzähliger Hakenkreuzfahnen. Selbst in den kleinsten Dörfern leuchteten Transparente auf den Straßen. Auf dem historischen Langen Markt in Danzig bot sich in unvergeßliches Bild: Auf dem Platz hatten Ehrenbereitchaften der Danziger Landespolizei im Stahlhelm, der Schutzpolizei, der Flieger, der SS., SA., PO. und HJ. mit hren Fahnen Aufstellung genommen. Dahinter drängte sich nne gewaltige Menschenmenge, die dem Ministerpräsidenten einen jubelnden Empfang bereitete. Nach dem begeisterten Empfang des Ministerpräsidenten Göring auf dem Langen Markt, fand in dem historischen Arushof die feierliche Begrüßung des Ministerpräsidenten durch sen Senatspräsidenten Greiser statt. Senatspräsident Greiser schloß mit der Bitte, Ministerpräsident Göring möge dem Führer berichten, daß die deutsche Bevölkerung Danzigs immer dem Deutschtum treu bleiben werde. Senatspräsident Greiser überreichte dann dem Ministerpräsidenten als Geschenk des Danziger Senats zwei alte Erzeugnisse des Danziger Lachs. Ministerpräsident Göring dankte dem Senatspräsidenten für seine herzlichen Worte und für das Geschenk des Senats. Daß Danzig deutsch sei, fuhr der Ministerpräsident fort, habe er immer gewußt, wie deutsch und nationalsozialistisch Danzig sei, das habe ihm diese Fahrt durch das Danziger Land gezeigt. Die innere Gemeinschaft des deutschen Volkstums umfasse auch Danzigs Schicksal. Chronik des Tages Der Postauftrags= und Nachnahmeverkehr nach gien ist gesperrt worden. Die schweizerische Bundesversammlung wählte als Nach, folger des zurückgetretenen Bundesrats Schultheß den Na. tionalrat Hermann Obrecht=Solothurn zum Bundesrat. Das irische Parlament hat das Nationalitäts- und Bürgerrechtsgesetz angenommen. Nach Ansicht des Ministerprä. sidenten de Valera hören damit die Irländer auf, britische Bürger zu sein. Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Flotte in den asiatischen Gewässern wird am 3. Mai, dem Tage des Beginnes der Pazifik=Manöver der Hauptflotte, an Bord seines Flaggschiffes, des neuen 10 000=Tonnen=Kreuzers„Augusta", freundschaftliche Besuche in Yokohama und Kobe abstatten. Empfang beim Führer Im Hause des Reichspräsidenten. Berlin, 5. Aprh. Der Führer hatte im Hause des Reichspräsidenten zu einem Empfang der Partei geladen. Die Reichsleiter, Gauleiter, Gruppenführer und eine Reihe weiterer führender Persönlichkeiten der Partei waren mit ihren Damen erschienen. In gesellschaftlichem Beisammensein verbrachte der Führer einige Stunden im Kreise seiner Getreuen und Mitarbeiter. Die historischen Räume des bekannten Hauses in der Wilhelmstraße boten an diesem Abend ein festliches Bild nationalsozialistischer Geselligkeit und auch der gesellschaftlichen Verbundenheit des Führers mit seiner Bewegung. in einem Wirtshaus Bergen auf Rügen, 5. April. In einem hiesigen Wirtshaus hat ein Betrunkener eine schwere Bluttat verübt. Der Betrunkene, der in der Nähe von Bergen ansässig war, hatte seine Frau schwer mißhandelt, und diese war in ein Wirtshaus in Bergen geflüchtet. Als der Mann ihren Aufenthaltsort in Erfahrung gebracht hatte, erschien er in der Gaststube, ließ sich zu trinken geben uno zog dann plötzlich eine Pistole, mit der er wild um sich schoß. Durch seine Schüsse wurden der Leiter des Kreiswohlfahrtsamtes, Inspektor Friedrichsen, der Angestellte des Landratsamtes Lange und der Gastwirtssohn Dornquast durch Bauchschüsse schwer verletzt. Sie liegen in hoffnungslosem Zustande im Krankenhaus Bergen. Ferner erhielt der Schneider Czirniok eine leichtere Verwundung. Sämtliche Verletzten waren an der Angelegenheit gänzlich unbeteiligt und dem Betrunkenen auch völlig unbekannt. Familientragödie in Kiel In Kiel war ein 16jähriger Schüler schon seit einiger Zeit in der Schule vermißt worden. Als man zu Hause nachfragen wollte, stellte es sich heraus, daß die Wohnung verschlossen war. Da sich niemand meldete, wurde die Wohnung gewaltsam geöffnet. Dort fand man den 47jährisen Vater, die 43jährige Mutter und den 16jährigen Sohn tot auf. Die Leichen des Vaters und des Sohnes wiesen Kopfchüsse auf, während die Todesursache der Frau noch nicht festgestellt werden konnte. Ueber die näheren Umstände dieer furchtbaren Familientragödie ist noch nichts bekannt. 30000 KdF=Freifahrkarten Für minderbemittelte Volksgenossen. Berlin, 5. April. Das Amt für Reisen, Wandern und Urlaub hat, um auch den Volksgenossen, die selbst die niedrigen Preise der „Kraft-durch-Freude"-Fahrten nicht bezahlen können, die Teilnahme an einer der herrlichen„Kraft-durch-Freude“Reisen zu ermöglichen, 30 000 Freifahrten zur Verfügung gestellt. Zu diesem Zweck werden 30 000 Gutscheine, die besonders künstlerisch aufgemacht sind, und auf der ersten Seite ein koloriertes, wertvolles Bild zur bleibenden Erinnerung enthalten, in allen Gauen Deutschlands zur Verteilung gebracht. Die Gutscheine berechtigen zur Teilnahme an einer Landfahrt bis zum 15. Mai oder an einer Hochseefahrt bis zum 31. Mai. Mit dieser Aktion der Deutschen Arbeitsfront soll gleichzeitig unter Berücksichtigung der landschaftlich schönsten Notstandsgebiete eine Belebung der Vorsaison stattfinden. Der Dampfer„St. Louis", der nach der„Oceana" mit 644 Arbeiterurlaubern an Bord von Hamburg in See gegangen ist, hat, nachdem er am Donnerstag die englische Küste bei Dover gesichtet hatte, am heutigen Freitag den Atlantischen Ozean erreicht. Das Wetter ist bei steifem Nordpestwind und grober See sonnig. Die weiteren Wetteraussichten sind gut. Die Stimmung unter den Urlaubern ist ausgezeichnet. Die Olympische Von Richard Strauß dem Führer vorgeführt. Richard Strauß hat die von ihm komponierte„Olympische Hymne“ Robert Lubahns dem Führer und Reichskanzler durch den Kammersänger Völker vorsingen lassen und diesen selbst dazu begleitet. Der Vorführung wohnten Ministerpräsident General der Flieger Göring, Staatssekretär Funk und der Präsident des Organisationskomitees für die 11. Olympiade, Staatssekretär a. D. Dr. Lewald, bei. Der Führer, der von der Schönheit der Straußschen Komposition sichtlich stark beeindruckt war, gab seine Zustimmung zur Aufführung der Hymne, die zum ersten Male bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Berlin am 1. August 936 aufgeführt werden wird. Bodenbenutzungserhebung 1933 Durchführung in drei Abschnitten. Auf Veranlassung des Reichs- und preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft wird im Laufe des Jahres 1935 eine große Bodenbenutzungserhebung einschließlich Forsterhebung im Deutschen Reich durchgeführt werden. Zur Erhöhung der statistischen Zuverlässigkeit und zu ihrer Anpassung an die gesteigerten Anforderungen wird die Erhebungstechnik ausgebaut. Zu diesem Zweck muß die Erhebung in mehreren Abschnitten durchgeführt werden, nämlich 1. Vorerhebung der Katasterflächen für die landwirtschanlichen und gärtnerischen Betriebe und für die Haupterhebung de ondererhebungen stliche Verbesserun bungstechnik ist di e insgesamt bis 8 mfassen sollen, vo rnten und Nutzun eachtung geschenkt ommen, einige So Zier neue Verkehrsbes Der neue Som Nai in Kraft tritt, b schtung von vier w uf den Strecken B torlin—München u schnelltriebwagen, ie Fahrtdauer von Nain gegenüber der en verkürzt. Wäl Der Pfarre Nach zweitägig gericht den 33 Jah der am 1. März d. derichs und dessen Geistingen ermorde dene Schmuckstücke des zweimal zum I Sieben In einem Frau, die am Küch Küchenhaken eine glücklicherweise ein die Selbstherstellun Wirkung war entswurde das Haus 1 Kinder wurden du Die Erholung bat sich bis in die Steuerertrag im! hat sich nach dem onjunkturforschun rigen elf Monaten in den letzten beil v. H. gebessert. Amerika zu ei bereit. Die ameri deutschen Handelst durch die Kündigun im Oktober 1935 a Kündigung ausspr Abkommen bereit beide Teile gewisse stigung machen. Kleit Am 16. April w halle in Koblenz die denten der Rheinpro Im 72. Lebensje frühere Abteilungsle Direktor des Nachrich Wenzel. Im Mittelpunkt stand eine Riesenver des Saarlandes, Bür Auf der Wahllis bieren vier Abgeord Der Abteilungs Sakanishi, der früher stoßes gegen seine P jammenkunft ehemal läufig beurlaubt. Hornfischer ellt fischer bewies seine g turnier der Schwer wann seine sämtliche Belgien, Gwosdz=Po und benötigte dabei nuten. Im Gesamt Köstner nicht zu nel 143 000 wollen Länderkampf Deutsc ein Fassungsvermög Stadion durchgeführ lungen vor, so daß gung zieht. Ein Frauen=Ho und England verein liner Hockey=Clubs i gabe für unsere soe rückgekehrten Spiele tf. Die Hering in den Heringsfisch Ausfahrt herzurich dei dabei zu leiste ein solches Schiff a für Emden mit 68 in Ordnung sein1 Segelmachermeiste Segel der Logger Ausfahrt der Log diesem Jahr schon * Fest der d Volksbund für de diesem Jahre das deutschen Volkstu aund awar am 22. des Tages dersammlung wählte als Nachundesrats Schultheß den Ng. lothurn zum Bundesrat. das Nationalitäts- und BürNach Ansicht des Ministerprä, tit die Irländer auf, britische amerikanischen Flotte in den 3. Mai, dem Tage des Beder Hauptflotte, an Bord sei10 000=Tonnen=Kreuzers„Auhe in Yokohama und Kobe eim Führer richspräsidenten. Berlin, 5. Aprh. e des Reichspräsidenten zu eiiden. Die Reichsleiter, Gaue Reihe weiterer führender aren mit ihren Damen ernmensein verbrachte der Füheiner Getreuen und Mitarbeides bekannten Hauses in der Abend ein festliches Bild naund auch der gesellschaftlichen it seiner Bewegung. Wirishaus ergen auf Rügen, 5. April. aus hat ein Betrunkener eine Betrunkene, der in der Nähe atte seine Frau schwer mißn Wirtshaus in Bergen geenthaltsort in Erfahrung geGaststube, ließ sich zu trinken eine Pistole, mit der er wild chüsse wurden der Leiter des tor Friedrichsen, der Angeinge und der Gastwirtssohn schwer verletzt. Sie liegen in irankenhaus Bergen. Ferner eine leichtere Verwundung. n an der Angelegenheit gänznkenen auch völlig unbekannt. ödie in Kiel ger Schüler schon seit einiger worden. Als man zu Hause ch heraus, daß die Wohnung and meldete, wurde die Wohrt fand man den 47jährisen ind den 16jährigen Sohn tot ind des Sohnes wiesen Kopfsursache der Frau noch nicht er die näheren Umstände diedie ist noch nichts bekannt. reifahrkarten te Volksgenossen. Berlin, 5. April. ndern und Urlaub hat, um bst die niedrigen Preise der nicht bezahlen können, die lichen„Kraft-durch-Freude“Freifahrten zur Verfügung 10 000 Gutscheine, die besond, und auf der ersten Seite zur bleibenden Erinnerung tschlands zur Verteilung gejen zur Teilnahme an einer er an einer Hochseefahrt bis tion der Deutschen Arbeitscksichtigung der landschaftlich Zelebung der Vorsaison statts“, der nach der„Oceana“ Bord von Hamburg in See im Donnerstag die englische „am heutigen Freitag den Wetter ist bei steifem Nordj. Die weiteren Wetterausig unter den Urlaubern ist he Hymne 1 Führer vorgeführt. n ihm komponierte„Olymdem Führer und Reichser Völker vorsingen lassen Der Vorführung wohnten flieger Göring, StaatssekreOrganisationskomitees für är a. D. Dr. Lewald, bei. eit der Straußschen Kompoar, gab seine Zustimmung sum ersten Male bei der Erdiele in Berlin am 1. August rhebung 1933 ei Abschnitten. hs- und preußischen Miniirtschaft wird im Laufe des nutzungserhebung einschließReich durchgeführt werden. zuverlässigkeit und zu ihrer nforderungen wird die Eresem Zweck muß die Erherchgeführt werden, nämlich hen für die landwirtschaftund für die Haupterhebung des Anbaues im Mai 1935, 3. Nach= bezw. Zandererhebungen im Sommer und Herbst 1935. Als wesentliche Verbesserung der bisher geübten summarischen Erbehungstechnik ist die Erfassung der größeren Einzelbetriebe, die insgesamt bis 85 v. H. der Kulturfläche der Gemeinde mfassen sollen, vorgesehen. Den Flächen mit mehreren Ernten und Nutzungen im Laufe des Jahres soll erhöhte Beachtung geschenkt werden. Schließlich ist in Aussicht gegommen, einige Sondergebiete genauer zu untersuchen. Vier neue Schnelltriebwagen=Verbindungen Verkehrsbeschleunigung bei der Reichsbahn. Der neue Sommerfahrplan der Reichsbahn, der am 15. Mai in Kraft tritt, bringt als wichtigste Verbesserung die Einrichtung von vier weiteren Schnelltriebwagen=Verbindungen auf den Strecken Berlin—Frankfurt a. M., Berlin—Köln, Berlin—München und Hamburg—Köln. Durch diese neuen Schnelltriebwagen, die die Bezeichnung FDT führen, wird die Fahrtdauer von Berlin nach Köln oder Frankfurt am Main gegenüber den normalen D=Zügen fast um drei Stunden verkürzt. Während der„Fliegende Hamburger“ eine Reisegeschwindigkeit von 124,7 Kilometer in der Stunde hat, werden die neuen Schnelltriebwagen auf gewissen Strecken eine Stundengeschwindigkeit bis zu 132,5 Kilometern erreichen. So beträgt z. B. die Fahrtdauer im FDT auf der Strecke Berlin—Köln fünf Stunden und 20 Minuten gegenüber 6½ Stunden im FD=Zug und 8 Stunden im normalen D=Zug. Der Pfarrermörder zum Tode verurteilt Bonn, 5. April. Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Schwurgericht den 33 Jahre alten Karl Przybilla aus Geistingen, der am 1. März d. J. den Pfarrer i. R. Stanislaus Friederichs und dessen Schwester Maria in ihrer Wohnung in Geistingen ermordet sowie 150 RM. Bargeld und verschiedene Schmuckstücke gestohlen hatte, wegen zweifachen Mordes zweimal zum Tode. Sieben Opfer einer Pulverexplosion Bordeaux, 5. April. In einem Siedlerhaus bei Bordeaux versuchte eine rau, die am Küchenherd beschäftigt war, mit einem heißen üchenhaken eine Maus zu töten. Dabei berührte sie unglücklicherweise eine Büchse, in der ihr Mann Pulver für die Selbstherstellung von Jagdpatronen aufbewahrte. Die Wirkung war entsetzlich. Durch die Explosion des Pulvers wurde das Haus teilweise zerstört. Drei Frauen und vier Kinder wurden durch die einstürzende Decke schwer verletzt. Politische Die Erholung des gesamten Reichssteueraufkommens bat sich bis in die jüngste Zeit fortgesetzt. Setzt man den Steuerertrag im letzten Krisenjahr 1932=33 gleich 100, so hat sich nach dem neuesten Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung das Gesamtaufkommen in den bisherigen elf Monaten des Rechnungsjahres 1934=35 um 23 v. H., in den letzten beiden Monaten allein aber schon um 32 v. H. gebessert. Amerika zu einem Handelsabkommen mit Deutschland bereit. Die amerikanische Regierung steht bezüglich des deutschen Handelsvertrages auf dem Standpunkt, daß er durch die Kündigung der Reichsregierung im vorigen Jahr im Oktober 1935 abläuft, ohne daß Amerika seinerseits eine Kündigung ausspricht. Man ist zu einem provisorischen Abkommen bereit und durchaus damit einverstanden, daß beide Teile gewisse regionale Ausnahmen von Meistbegünstigung machen. Kleine politische Meldungen Am 16. April wird der Ministerpräsident Göring in der Festhalle in Koblenz die feierliche Einführung des neuen Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Staatsrat Terboven, vornehmen. Im 72. Lebensjahr verstarb in Berlin=Steglitz der langjährige ühere Abteilungsleiter des Wolffschen Telegraphen=Büros und trektor des Nachrichtenbüros deutscher Zeitungsverleger, Johannes Wenzel. Im Mittelpunkt der zahlreichen Danziger Wahlkundgebungen stand eine Riesenversammlung in der Messehalle, in der Gauleiter es Saarlandes, Bürckel, zu über 5000 Danzigern sprach. Auf der Wahlliste der jugoslawischen Regierungspartei kandibieren vier Abgeordnete der deutschen Minderheit. Der Abteilungschef im japanischen Kriegsministerium, Oberst Sakanishi, der frühere Militärattaché in Berlin, wurde wegen Verstoßes gegen seine Pflichten als Vorgesetzter, gelegentlich einer Zusammenkunft ehemaliger Offiziere bei Kriegsminister Hayaschi, vorläufig beurlaubt. Sport Hornfischer ellt von Sieg zu Sieg. Europameister Kurt Hornsischer bewies seine große Ueberlegenheit in einem weiteren Ringerturnier der Schwergewichtsklasse in Bamberg. Hornfischer gewann seine sämtlichen Kämpfe gegen Köstner=Bamberg, CharlierBelgien, Gwosdz=Polen und Urban=Tschechoslowakei entscheidend und benötigte dabei für keinen seiner Siege mehr als vier Minuten. Im Gesamt war ihm so der erste Platz vor Urban und Köstner nicht zu nehmen. 143 000 wollen Deutschland—Spanien sehen. Zum FußballLänderkampf Deutschland—Spanien, der am 12. Mai in dem auf ein Fassungsvermögen von 70 000 Zuschauern erweiterten Kölner Stadion durchgeführt wird, liegen jetzt schon 143 000 Kartenbestellungen vor, so daß man ein zweites Spiel am Montag in Erwägung zieht. Ein Frauen-Hocheyländerkampf wurde zwischen Deutschland und England vereinbart, der am 14. April auf dem Platz des Berliner Hockey=Clubs in Berlin=Dahlem ausgetragen wird. Die Aufgabe für unsere soeben aus Holland mit einem 5: 3=Siege zurückgekehrten Spielerinnen dürfte hier wesentlich schwerer sein. tf. Die Heringsfischer rüsten. Im Küstengebiet ist man in den Heringsfischereien damit beschäftigt, die Logger für die Ausfahrt herzurichten und die Netze auszubessern. Welche Arbei dabei zu leisten ist, ersieht man aus der Tatsache, daß ein solches Schiff an die 132 Netze mitnimmt. Das macht z. B. für Emden mit 68 Loggern rund 9000 Netze aus, die restlos in Ordnung sein müssen, wenn die Saison einsetzt. Auch die Segelmachermeister haben harte Arbeit, da sie die gesamten Segel der Logger überholen müssen. In der Regel erfolgt die Ausfahrt der Logger im Mai. Es ist aber möglich, daß in diesem Jahr schon früher ausgefahren wird. * Fest der denischen Schule am 22. September. Der Volksbund für das Deutschtum im Ausland wird auch in diesem Jahre das Fest der deutschen Schule— Tag des deutschen Volkstums— im großen Rahmen durchführen, und zwar am 22. September. Stadt, Kreis und Provinz. Steinheim, den 5. April 1935 Gedenktage für den 5. April. 1632(bis 15.): Sieg Gustav Adolfs über Tilly bei Rain am Lech.— 1723: Der deutsch=österreichische Baumeister Johann Bernhard Fischer v. Erlach in Wien gest.(geb. 1656).— 1804:=Der Botaniker Matthias Jakob Schleiden in Hamburg geb.(gest. 1881).— 1846: Der Schriftsteller Michael Georg Conrad in Gnodstadt in Franken geb.(gest. 1927).— 1932: Der österreichische Staatsmann Graf Ottokar Czernin in Wien gest.(geb 1872). Sonne: Aufgang 5.27 Uhr, Untergang 18.39 Uhr. Mond: Aufgang 5.40 Uhr, Untergang 22.03 Uhr. *— Von der Stadtverwaltung wird uns geschrieben: Nach Einzug des Frühlings und nach Eintritt warmen Wetters drängt es jung und alt ins Freie. Besonders die Jugend benutzt die Freizeit außerhalb der Schulzeit dazu, sich mit Ball= und sonstigen Spielen im Freien zu beschäftigen. Leider ist wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Kinder sich zu ihren Spielen gerade die öffentlichen Straßen und Plätze aussuchen. Hierbei sind sie sich dessen nicht bewußt, daß sie bei dem erheblich zugenommenen Kraftrad= und Autoverkehr sich und andere ernstlich gefährden. An die Eltern ergeht die Bitte, ihre Kinder wieder von dem Spielen auf den Straßen und Plätzen abzuhalten und so Unglücksfälle vermeiden zu helfen. *— NSKK.(Trupp Steinheim, Fahrer=Sturm 15=65.) Heute abend um 8.30 Uhr ist Dienst im Saale F. Hillebrandt. Antreten aller Männer ist erforderlich. *— IM.=Schar. Am Samstag findet wie gewöhnlich unser Heimmorgen statt. *— NS.=Frauenschaft.(Ortsgruppe Steinheim.) Unsere Frauenschaft beabsichtigt zu der Ausstellung„Wunder des Lebens“ vom 27. bis 29. dss. Mts. nach Berlin zu fahren. Bei genügender Beteiligung wird von der Reichsbahn eine Fahrpreisermäßigung von 50 Prozent gewährt. Freiquartiere(Uebernachtung) werden gestellt. Auch Nichtmitglieder können an der Fahrt teilnehmen. Anmeldungen bis zum 8. April bei Frau Büscher, Neuestraße, erbeten. *— Schulschluß. Die hiesige Rektoratschule sowie die Volksschulen haben mit dem heutigen Tage für das Schuljahr 1934=35 ihre Pforten geschlossen. Von der Rektoratschule haben 25 Schüler die Schule verlassen; dieselbe Anzahl wurde wieder neu aufgenommen. An der kath. Volksschule beendeten 48 Kinder ihre Schulzeit, von denen die meisten bereits in einen praktischen Beruf übergegangen sind. Durch Zugang von 72 Kindern hat mit dem 1. April das neue Schuljahr seinen Anfang genommen. Die Österferien bringen hoffentlich für Kinder und Lehrer eine angemessene und verdiente Ausspannung und Erholung. — Auch Biehweiden als Erbhöfe. Nach einer Entscheidung des Landeserbhofgerichts Celle kann auch eine Besitzung, auf der ausschließlich Weidewirtschaft zum Fettgräsen von Schlachtvieh betrieben wird, Erbhof sein. Bei der besonderen Art dieser Wirtschaftsform reicht als Hofstelle ein Wohnhaus für den Eigentümer aus, das nicht unbedingt inmitten der Ländereien zu liegen braucht. Es genügt dabei, wenn das Haus sich in einem Nachbarorte befindet. Die Fettgräserei setzt besondere landwirtschaftliche Kenntnisse voraus. Die Bauernfähigkeit des Eigentümers kann daher nicht etwa mit der Begründung verneint werden, daß bei der Gräserei überhaupt der Boden nur noch kapitalistisch genutzt werde. *— Lügde, 3. April. Landjahrheim. Unser Arbeitsdienstlager, das schon längere Zeit leer steht, da die hiesige Gruppe nach dem„Bückeberge“ beordert worden ist, wird zur Zeit renoviert. Das Gebäude ist als Landjahrheim bestimmt und werden in demselben eine größere Anzahl Jungen und Mädchen Unterkunft finden. *— Höxter, 3. April. An das Winterhilfswerk wurde als Erlös aus den gesammelten Geldern bei den Sprengungen der Schornsteine der Zementfabrik am Sonntag rund 530 Maik abgeführt. — Bad Driburg, 3. April. Auf der„Iburg stumpfem Kegel“ der landschaftlich schönsten Höhe im Eggelande und einer Stätte, die umspielt ist von reicher Geschichte und umwoben von trauter Sage, soll das Heimatfest des Eggegebirgs=Vereins am Himmelfahrtstage abgehalten werden. Im Mittelpunkte des Festes steht ein Freilichtspiel mit dem Titel„Kampf um die Iburg“, ein Spiel von Sachsentrutz und=treue. Geschrieben ist es von Karl Rose= Driburg, bekannt durch die Aufführung der Freilichtspiele in der Burg Dringenberg und die Heimatspiele in der Stadt Warburg. Auch diesesmal ist es dem Verfasser gelungen, ein Stück Heimatgeschichte in passenden Bildern erstehen zu lassen. Mehr als hundert Spieler und Spielerinnen wirken mit. Um die Unkosten zu decken, plant die Abteilung Driburg dieses Vereins eine Lotterie, deren Lose zugleich als Eintrittskarten gelten. *— Rheder, 3. April. Unglücksfall. Ein Kind wurde hier gestern ein Opfer der Straße. Das 3- jährige Söhnchen des Arbeiters Kreilos vergnügte sich mit anderen Spielgefährten beim Ballspiel. Im Augenblicke, da es hinter einer Holzdieme hervorsprang und die Straße überquerte, kam ein Lastauto der Fa. Heineberg aus Brakel die Straße entlang. Der Kleine lief direkt vor den Wagen, wurde überfahren und war sofort tot. Den Fahrer trifft keine Schuld, da das Kind hinter der Dieme hervorsprang, nicht habe sehen können. — Holzminden, 3. April. Ein hiesiger Einwohner besitzt eine Hühnerfarm und gleich daneben, nur durch einen Drahtzaun getrennt, einen Hundezwinger. In einer der letzten Nächte wurde aus Versehen die Verbindungstür offen gelassen, sodaß die Hunde in die Farm gelangen konnten. Am nächsten Morgen mußte der Besitzer feststellen, daß die Hunde unter dem Federvieh furchtbar gewütet hatten. 42 Hühner lagen vollkommen zerrissen am Boden. — Herford, 3. April. Diebstahl. Im Hause des Müllermeisters G. Sundemeier in Hiddenhausen wurde ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt, wobei der Täter in das Schlafzimmer der Tochter drang. Er eignete sich nicht nur die gesamte Aussteuer des jungen Mädchens an, sondern außerdem fielen ihm noch ein Sparkassenbuch über 1100 Mark sowie 100 Mark Bargeld in die Hände. Der Einbrecher ist unbekannt entkommen. eger und, Hauptschriftleiter: Carl Simonowski Steinhein. Berantwortlich für den gesamten Teztteil: Carl Simonowski Steinheim. Verantwortlicher Anzeigenleiter Josef Simonowskt. Duck und Verlag: Buchdruckerei Car' Simonowski, Steinheim A. ill. 35„ 660 Zur Zeit ist Anzeigen=Preisliste Nr. 2 günig Ja, das ist also der April...! Nun hätten wir ihn, den April, und in den vier, fünf Tagen seines Daseins hat er gezeigt, daß er ein richtiger April ist. Es regnet, das ist der vorherrschende Eindruck, und wir könnten es ja hinnehmen, denn regnen soll es bei uns im Vorfrühling. Das verlangt die Natur, die uns dafür später ihre Gaben um so reichlicher spendet. Und wenn es regnet, nun, daran kann man nichts machen, da sieht man sich halt vor und mummelt sich ein bißchen ein. Aber daß es regnet, und zwischendrein, gerade in dem Augenblick, in dem man aus dem Fenster schaut, um sich über das Wetter zu orientieren, wiedermal die Sonne scheint, und wir zum Narren gehalten werden, das ist so richtig April. Und ein klein bißchen Gegraupel und ein bißchen Schnee, die gehören auch dazu. Das Wetter ist gar nicht frühlingsmäßig; es ist richtig aprilmäßig. Der Wintermantel, der schon abgedankt werden sollte, wird wieder hervorgeholt, und rote Nasen konstatieren, daß das Thermomerer ein ganzes Stück unter den herkömmlichen zehn Grad steht. Lieber April, wir frieren! Uns ist gar nicht frühlingshaft zumute. Der Natur freilich, der bekommt dieser Regen ausgezeichnet. Die Krokusse schießen nur so in die Höhe, und ihr Weiß, Gelb und Blau leuchtet wie eine Fahne. Die Veilchen sind da, und die Priemeln fangen an, ihre Kelche aufzuschließen, und die Blattknospen des Flieders werden tagtäglich dicker. Nur noch kurze Zeit und sie platzen auf, und der Strauch steht da im Blätterschmuck. Die Amseln schmettern schon am frühen Morgen, der Zeisig ist grün wie frisch gestrichen und durch die sprießenden Sträucher jagen sich die Meisen, der Rotschwanz hüpft von Zweig zu Zweig, und das Rotkehlchen singt sein Lied in die Dämmerung. Es scheint doch, als sei der Frühling schon da!—s. Aus Stadt und Land 13jährige ermordet. In der Bauernschaft Lippe bei Marl wurde die 13jährige Elisabeth Meerkoetter in einer Tannenschonung unweit der elterlichen Wohnung ermordet aufgefunden. Das Mädchen hatte am Tag zuvor auftragsgemäß Lebensmittel=Einkäufe gemacht und ist seitdem vermißt worden. An dem Kind ist ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden. Der Tat verdächtig ist der 35jährige Martin Laschinski, der flüchtig ist. Amerikanischer Kreuzer bei einer Schießübung torpediert. Der moderne 10 000=Tonnen=Kreuzer„Northampton“ der Vereinigten Staaten ist, während er bei Schießübungen eine Schießscheibe für sechs Unterseeboote schleppte, in der Nähe der Insel San Clemente von einem ungeladenen Torpedo getroffen worden. Das Torpedo beschädigte die Unterwasserplatten und riß ein Loch in einen Brennstofftank des Schiffes. Die„Northampton“ muß zur Ausbesserung des Schadens ein Trockendock aufsuchen. Der amerikanische U=Boot=Tender„Cormoran“ lief in der Nähe von Newport auf. Ein Küstenwachschiff ist zur Hilfeleistung ausgefahren. Meteor-Explosion in der Schweiz. In der Gegend des unteren Toggenburg ist ein großes Meteor niedergegangen und explodiert. Zahlreiche Fensterscheiben sind zersprungen. Vielfach hat der Luftdruck auch die Grundmauern der Häuser erschüttert. In der benachbarten Gegend hat man bereits 1915 einen ähnlichen Meteorniedergang beobachten können, dessen Fall ebenfalls von erdbebenartigen Erschütterungen begleitet wurde. Aushebung eines Sprengstofflagers bei Bordeaux. Ein Angestellter der Stadt Bordeaux fand in der Nähe der städtischen Gaswerke in einem früheren Wassertank ein Sprengstofflager, das vor einiger Zeit von nach Frankreich geflüchteten spanischen Terroristen angelegt zu sein scheint. Das Lager enthielt 15 Stahlzylinder zur Bombenherstellung, 15 Kästen mit je 50 Paketen Pulver, 62 Dynamitpatronen sowie eine große Menge von Revolvermunition und Zündschnur. Das Bandenunwesen in Sowjetrußland.— 41 Hinrichtungen in 13 Tagen. Im Zusammenhang mit der verschärften Bekämpfung des Bandenunwesens in Sowjetrußland sind innerhalb der letzten 13 Tage 41 Todesurteile vollstreckt worden. 10 der Hingerichteten waren an einem Ueberfall auf die Filiale der Staatsbank in Kamenez=Podolsk beteiligt, bei dem der Kassierer erschossen und zwei weitere Angestellte verletzt worden sind. Sowjetrussischer Arzt ermordet. In der ukrainischen Stadt Wasilkowo ist der sowjetrussische Arzt Osipow, der der kommunistischen Partei angehört, von einem Unbekannten erstochen worden. Nach einer amtlichen Mitteilung handelt es sich um einen politischen Mord. 54 000 Todesopfer auf Ceylon. Die Malaria=Epidemie auf Ceylon hat bisher 54 000 Todesopfer gefordert. Im Februar allein starben 16 000 Menschen. Herzlicher Empfang der„Karlsruhe“-Besatzung in Mexiko. Anläßlich des Besuches eines großen Teils der Besatzung des deutschen Kreuzers„Karlsruhe“ in MexikoStadt veröffentlicht das Regierungsblatt„Nacion“ eine Sonderbeilage, die den deutschen Gästen gewidmet ist. Die Bevölkerung der Stadt hat den Deutschen einen herzlichen Empfang bereitet. Auf dem deutschen Friedhof fand eine Heldengedenkfeier statt, bei der der Kommandant der„Karlsruhe" einen Kranz niederlegte. Vorher hatte der Kommandant dem Außenminister und dem Kriegsminister einen Besuch abgestattet und an der mexikanischen Unabhängigkeitssäule einen Kranz niedergelegt. Der mexikanische Kriegsminister gab ein Essen für die Offiziere des Kreuzers. Zwischen dem 31. und 1. Varietee— eine Welt, die noch immer ihren Zauber auf die Menschen ausübt, eine Welt der glitzernden, sinnenfrohen Gaukelei, aber auch eine Welt der anstrengenden Arbeit nicht nur für die Künstler, sondern für alles, was „hinter den Kulissen“ vor sich geht. Tage des monatlichen Programmwechsels sind Tage der anspannendsten Tätigkeit. Kommen Sie mal mit und werfen Sie einen Blick in die fieberhafte Arbeit— Sie können es in der neuen„Köln. Illustrierten Zeitung"; in ihr sehen Sie genau, wie so ein Programmwechsel vor sich geht. Für die Freunde der Technik: der Siegeslauf der deutschen Schnellbahn, eine Uebersicht über die Entwickelung des Verkehrs auf den Schienen, ein Thema, das heute jeden interessiert. Aus dem weiteren Inhalt der reich ausgestatteten Nummer:„Beschattet oder beschutet?“ die Hutmode dieses Sommers; „Die Hölle“, der Schulaufsatz der Kriegsbilderserie; ferner Sklaven 1935! Haben Sie diese aufsehenerregende Aufsatzreihe schon begonnen? Tuen Sie es noch heute.. Spori schmeling—Paolino erst am 5. Juli. Der nächste Boxkampf Max Schmelings sollte am 30. Juni im Berliner Poststadion stattfinden Da am gleichen Tage in Hamburg das Deutsche Derby entschieden wird, mußte der Termin mit Rücksicht auf weiteste Sportkreise um eine Woche verlegt werden. Der Kampf gegen Paolino findet daher erst am 7. Juli im Poststadion statt. Einen neuen deutschen 500-Meter-Kraulrekord stellte Käthe Hanicke vom Dresdener SV. beim Kreisstaffeltag in Dresden auf. Sie erzielte auf der einwandfreien 25=Meter=Bahn des Sachsenbades 7:45,9 Minuten. Der alte Rekord von Frl. SchönemannDresden stand auf 7:52 Min. Beim„Deutschlandflug 1935“ werden vom 27. Mai bis 2. Juni in sechs Flugtagen etwa 5500 Kilometer zurückgelegt, deren Strekkenführung der DLSV. jetzt wie folgt bekanntgibt: 1. Flugtag: Berlin=Tempelhof—Guben, 2. Flugtag: Guben—Königsberg i. Pr., 3. Flugtag: Königsberg i. Nr.—Bremen, 4. Flugtag: Bremen—Freiburg i. Br., 5. Flugtag: Freiburg i. Br.—Erfurt, 6. Flugtag: Erfurt—Berlin=Tempelhof. Eilenriede=Rennen 1935. Der Auftakt der kommenden Motorsportsaison bildet wieder, wie in früheren Jahren, das am Sonntag, 7. April, zum Austrag gelangende Eilenriede=Rennen, das vom NSKK. gemeinsam mit dem DDAC. auf der grundlegend umgestalteten Rennstrecke im Hannoverschen Stadtwald durchgeführt wird. Zur Sicherheit der Teilnehmer wurde bestimmt, daß in den Soloklassen nicht mehr als 105 und in den Beiwagenklassen höchstens zwölf bis fünfzehn Maschinen starten dürfen. Unter den Fahrern, die endgültig ihre Meldungen abgegeben haben, findet sich alles, was im Motorsport einen Namen hat, an erster Stelle der fünffache Eilenriedemeister Toni Bauhofer=München, ferner Geiß=Pforzheim, Winkler=Chemnitz, Ley=Nürnberg, die NSU.=Fahrer Soenius=Köln, Rüttchen=Erkelenz, Kahrmann=Fulda und viele andere. 504 Fahrzeuge bei der Ostpreußenfahrt. Für die Ostpreußenfahrt vom 11. bis 13. April liegt nunmehr das endgültige Meldeergebnis vor. 72 Mannschaften, 288 Einzelfahrer mit insgesamt 504 Fahrzeugen werden die Fahrt durch den deutschen Osten zu einem großen Ereignis für unser Grenzland machen. Biberburgen in Deutschland An Elbe und Schwarzer Elster. Für den Naturfreund bietet der Anblick der Biberburgen wegen ihrer Seltenheit und Eigenart heutzutage einen um so erfreulicheren Genuß, als er weiß, daß die Biberfrage in Deutschland nunmehr im fördernden Sinne gelöst werden wird. Dem jetzt unter Naturschutz stehenden Nagetier soll, wie verlautet, in einzelnen wasserreichen Naturschutzgebieten neue Ansiedlungsmöglichkeit gegeben werden, nachdem früher dem Tiere stark nachgestellt wurde, einmal wegen seines wertvollen Velzes, dann, um in den Besitz des sogenannten Bibergeils zu gelangen. Das ist eine ätherische Substanz, die wegen ihrer beruhigenden, krampfstillenden und belebenden Wirkung viel benutzt wird. Die Jagd auf den Biber führte dazu, daß er in Deutschland bis auf einige Exemplare an der Elbe und Schwarzen Elster ausgerottet wurde. Hinzu kam als empfindlicher Feind des Tieres eine fortschreitende Forst= und Bodenkultur, der die von den Tieren gebauten Burgen zum Opfer fielen; auch Hochwasserkatastrophen vernichteten die Bauten und rissen ihre Bewohner, von denen besonders stattliche Exemplare über 40 Pfund schwer werden können, mit den Fluten fort. Nun hat eine Hege eingesetzt mit dem Ziel, dieses seltene Tier wieder hochzuzüchten. Die Versuche versprechen Erfolg. Von schätzungsweise 210 Bibern im Jahre 1931 stieg deren Bestand bis Herbst 1933 auf rund 350 Stück. Das Hauptbibergebiet erstreckt sich von unterhalb Magdeburg elbaufwärts bis in die Höhe von Mühlberg, dann finden wir sie noch an der Schwarzen Elster bis Liebenwerda, an den Ufern der Mulde, an der Muthe bis Zerbst und an der Saale bis in die Höhe von Bernburg. Sowohl durch Anlage von künstlichen Biberburgen, die gegen Hochwasser möglichst geschützt sind, wie durch Anpflanzungen von Weichholzkulturen werden die notwendigsten Voraussetzungen dafür geschaffen, daß dieses seltene und seltsame Tier der heimischen Tierwelt erhalten bleibt. Gerade die Anpflanzung von Pappeln und Weiden spielt dabei eine gewichtige Rolle, die Rinde ist ein Leckerbssen für das schwimmgewandte und in der Gefangenschaft zutraulich werdende Tier. Die Stämme fällt es sich selbst, wobei es selbst vor armdicken und noch stärkeren Gesellen nicht den Mut verliert. Aus den zurechtgenagten Aesten baut es seine kunstvollen Burgen, die jedermann entzücken und gleichsam Kleinode in den Landschaften sind, die der Biber pärchen- und familienweise bewohnt. Reviergang im Ostermonat Edles Federwsd in der Balz. Der Östermonat bringt das Weidwerk auf edles Federwild und zeitigt beachtliche Vorgänge im Leben einzelner jagdbarer Vögel. Die Waldschnepfe ist da und beginnt auch gleich nach ihrer Ankunft mit der Minne. Ueber dem Moore tönt das Meckern der Bekassinen, und im Fichtenhorst heult der Tauber sein Liebeslied. Auf unseren Gewässern herrscht das Hochzeitstreiben der Enten: die Reihzeit ist gekommen, die Minnezeit der Breitschnäbel mit all den bekannten dern, die den naturfrohen Weidmann immer wieder in ihre Bann ziehen. Birk= und Auerwild treten in die Balz. Ueber all offenbart sich der junge siegreiche Frühling in Bilder die Lebenslust und Daseinsfreude bekunden, überall regt sie das junge Leben. Da zieht es den Jäger hinaus in den Frühling. Wo. schert es ihn, das der noch kahl ist, ist doch die Schnepfe di Dem Jäger von heute braucht man Schonung der Wah. schnepfe nicht zu predigen. Er weiß, daß der Rückgang diese von ihm sehnlichst erwarteten Federwildes ihn zum Maßhos ten beim Abschuß verpflichtet. Wer wollte heute noch daehedem so beliebte Buschieren, die Suchjagd mit dem Hundim Frühjahr ausüben? Lediglich der A endanstand komm den Langschnäbeln gegenüber noch in Betracht, und de kann ihnen keinen erheblichen Abbruch tun, ist doch die Zes des Schnepfenstriches kurz. Zudem fallen von den wenigen Tagen stets einige aus, vornehmlich solche, an denen d Witterung der Jagd nicht günstig erscheint. Auch die kurz Zeit der Frühjahrsjagd auf Bekassinen und Ringeltaube dürfte diesen Federwildarten kaum wesentlich schaden. Noch schlechter steht es um das Auerwild. Mag desse geographische Verbreitung auch recht ausgedehnt sein, in de Hauptsache ist es in unserem Vaterlande doch auf die Ge birgswaldungen Süd= und Mitteldeutschlands beschränt Was sich in der Ebene an Auerwild findet, ist leider bitte wenig. Neben diesen Jagdfreuden auf edles Federwild beschäf tigt den Weidmann vor allem der Jagdschutz. Das ist schon mit Rücksicht auf den Junghasen, das Mutterwild des Scha lenwildes, das hochbeschlagen geht, und die nahende Brunft zeit erforderlich. Unter den Jagdschädlingen ist vor allem der Nebelkrähe Beachtung zu schenken. Je zeitiger mit dem Zerstören der Nester begonnen wird, um so besser ist es. Der April ist die geeignetste Zeit, um den schwarzgrauen Gesellen Abbruch zu tun. Auch die Ueberwachung des Raubwildes muß sich der Jäger angelegen sein lassen. Schlimmer aber als Fuchs und kleines Haarraubwild hausen in vielen Revieren streunende Hunde und verwahrloste Katzen. 1 800 000 RM für einen Riesendiamanten. Der berümte Jonker=Diamant, ein 726 Karat schwerer Stein in der Größe eines Hühnereis, der im Jahre 1934 von einem eingeborenen Arbeiter in Elendsfontein gefunden wurde, ist für 150 000 Pfund Sterling(etwa 1 800 000 RM) nach den Vereinigten Staaten verkauft worden. Der Stein sol in einer Amsterdamer Schleiferei geschliffen werden und wird dann voraussichtlich 400 Karat wiegen. Forstamt Schieder. Nutz= und Brennholz=Verkauf am Donnerstag, dem 11. April, vormittags 10 Uhr in der Albert'schen Gastwirtschaft in Schieder. 1. Aus dem Revierförsterbezirk Schieder. „Kahlenberg“ 4 a, c, 5 a, Buchen, Nr. 3110=3125, 3189=3191, 3202=3205= 32 rm Kloben, 5 rm Astreisig. Eichen: Nr. 3126, 3184=3187= 5,1 rm Kloben ungekürzt. Daselbst 7 b, Eichen: Nr. 3094= 1,8 rm Kloben ungekürzt, Buchen, Nr. 1086, 3095= 1,1 rm Nutzscheite, 1 rm Kloben, Eschen, Nr. 1078=1081, 2717=2718, 3096= 10,6 rm Kloben, daselbst 8 a, c, Buchen: Nr. 81=87, 3175=3176, 3161=3162= 6 rm Kloben, 9 rm Knorren. Ulmen: Nr. 9811-9818= 2,7rm Kloben. Eschen: Nr. 3168=3169= 0,3 rm Knüppel. Daselbst 10 c, Buchen: Nr. 3132= 1 rm Kloben.„Bäckerhau“ 12 a, b, Buchen: Nr. 3020=3026= 12 rm Kloben, Eichen: Nr. 3041=3043= 0,5 rm Kloben.„Sunderbruch“ 13 e, d. f, Buchen: Nr. 3145=3146, 2989=2990= 7,5 rm Kloben, Eichen: Nr. 3137=3139= 0,5 rm Kloben, Eschen: Nr. 3144= 1 rm Knüppel.„Hasselholz“ 15 a, 20 b, d, Buchen: Nr. 3155=3160, 2900-2902— 7,5 rm Kloben, 1 rm Knüppel, 4 rm Astreisig. Eichen: Nr. 2907=2910= 0,7 rm Kloben.„Hirschsprung" 22 a, b, Buchen: Nr. 2841=2846, 2861, 2885=2892= 20,5 rm Kloben, 16 rm Astreisig. Eichen: Nr. 2873=2875= 1,25 rm Kloben.„Harzberg“ 23 a, b. Buchen: Nr. 2961=2966— 11 rm Kloben, 5 rm Astreisig. Eichen: Nr. 2935=2941, 2948=2950, 2967= 3 rm Kloben ungekürzt, 2 rm Kloben, 5 rm Astreisig.„Moseshütten" 23 c, e, f. Eichen: Nr. 2913=2914, 2920=2922, 7019, 7038=7040, 7100-7135, 7969-8039, 8051-8079, 8117=8129, 8431=8478= 57,9 rm Kloben, 25 rm Kloben und Knüppel. 2. Revierförsterbezirk Glashütte. Buchen:„Hainberg“ 36 c, f. 37 b, Nr. 6032, 6045=6052, 6055=6059= 2 rm Nutzscheite, 13,5 rm Kloben, 19 rm Astreisig. Daselbst 39 a, c, d, Nr. 6065=6070, 6072, 6074, 6090=6095= 20 rm Kloben, 8 rm Astreisig. Daselbst 41 a, b, Nr. 6099=6104, 6114= 10 rm Kloben, 2 rm Astreisig. Eichen: daselbst 37 a, 4901=5114, 5125=5147, 121=142, 151= 154, 156-168, 181-200, 251, 271=310, 324=330= 79 rm Kloben ungekürzt.„Erdbeerberg“ 25 a, c, e, Buchen Nr. 5940=5947, 5959=5960= 4 rm Kloben, 3 Stangen 2. Klasse 5 Stangen 3. Klasse. Eichen Nr. 5401=5406= 2 fm Pfahlholz. Fichten Nr. 5951=5952, 5961=5964= 4 Stück mit 2,1 fm, 0,6 rm Kloben.„Grenze“ 26 bd Fichten Nr. 59655972= Stück mit 1,56 fm, 0,4 rm Kloben.„Sandkuhle“ 27ae Eichen Nr. 5923=5924, 481=493, 551=552, 661=675, 686=688, 741=830, 841=855= 12 rm Nutzscheit, 21 rm Klob. gekürzt, 18 rm Kloben und Knüppel gekürzt. Eschen Nr. 5929=5939= 0,5 rm Knüppel. Fichten Nr. 859-860 = 0,9 rm Kloben.„Kleve“ 24 a Eichen Nr. 1000=1050, 1071=1094, 1101=1107= 19 rm Kloben, 6 rm Knüppel. „Herlingsburg“ 31 b, 32 b Fichten Nr. 5985, 5990=6004, 6006=6012, 6015=6022= 9 Stück mit 3,39 fm, 7 Stangen 1. Klasse, 5 Stangen 2. Klasse, 1 Stange 3. Klasse, 0,9 rm Kloben. Buchen Nr. 5986= 1 rm Kloben. Düngekalk Beton=Platten für Einfassung der Gartenwege Beton=Pfosten für Einfriedigung der Gärten Beton=Rohre Ton=Rohre Krippen Krippenschalen Flurplatten Wandplatten (auch durch Plattenleger verlegt) Sämtliche Baustoffe gut und preiswert A. Rüsenberg, Baustoffhandel Lager auf den„Vierzehnmorgen“. Inserieren bringt Gewinn! ................ Skidrioburg Schieder Sonntag, den 7. April, ab 4 Uhr: Konzert mit Tanz Es ladet freundlichst ein: C. Beckmeier. L Der lange entbehrte wirklich gute Kaiser's Kaffee ist wieder da! ¼ Pfund: 50 60 70 80 90 Pfg. nur zu haben bei: Ferdinand Schrader. Der fünfte Fall Wär unsre Tante Minna nicht, War längst zu Ende dies Gedicht. Indes ist sie nicht wunderfein? Längst lag am Herzen ihr ihr Das Asthma hat und Ziegenpips. Bei Schwefelblüte, Futtergips, nem Heidelbeeren=Bittertrank Die Qual des Tieres nicht versank. Und Tante Minna schwankte sehr: Ein feuchter Umschlag? Oder Teer? Ein guter Kaffee oder Tee? Weh tat's dem Schwein, herrjemine! So tat sie, was sie niemals tat, Versäumte guten Zeitungsrat"). Sie wusch das Schwein samt allem Feit Und legt's fein säuberlich ins Beit Und heizt ihm noch die Stube ein Vor Hitze platzte fast das Schwein! * Nur, weil ein Schwein vom Bett nichts kennt, Zuletzt ne„Schweinerei" entbrennt. Wer je ne Tante jammern sah, Der sah die Tante Minna dal 2 . ) h in einer Kleinen Anzeige für wenig Geld sonst doch stete zu 3—4 Räume, sofort gesucht. Angeboie unter Nr. 50 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung Einen großen Posten Bundl. Kafseekannen Teekannen Milchkannen mit kleinen Fehlern weit unter Preis zu verkaufen. Nur solange Vorrat reicht Ferd. Hillebrandt Höxterstraße GesellschaftsFaleet zum Eilenriede-Rennen nach Hannover am Sonntag, dem 7. April Abfahrt 4.45 Uhr Fahrpr.: Hin- U. Rückfahrt 5 Mk. A. Nölting, Belle Telefon Steinheim 369 E. Breustedt, Schwalenb. Telefon 38 empfiehlt: Ferd. Hillebrandt. Es war ein daß im liberali Alle das„Natu und daß man g sich im„freien ergeben. Wohin entsetzlich klar( Weltwirtsch die„Werkstatt! men Rohstoffe 1 wurden sie zu mit größerem E stoffe eingetausc nen, Erfahrung und Arbeiter a dustrieen, zum selbst, schufen. duktion, der Ex bereits am End bedeutende Indi dien, in Südaf Stahl= und Eisdie z. B. Baum wesen war, wi Webereien erri auf. In Japan investierte Kapi auf 250 Million unaufhaltsam u Weltwirtsch glaubte eine Ze Amerika mit sei schaftsmacht uns schuldete ihmd aber die„klug glaubten, dies weltwirtschaftlich kennen, daß sich samten bis schaftsordn stärksten Ausdri bereitete. Man liche Maß aller Ebenso das wel Eine erschrecken Jahre 1933 war tigung. Das abe nalen Kaufkraf Menschen oder1 Amerikaner. 1929 280 Milliarden Rur im Verh handels kann and Es wurde i System, in her ohne sinnung a gebilde nu Profit„A kam zu dieser symbolhaft gen fand, als ob me wie überholt di „Beschlüsse“ au 12 Ministerprä Finanzminister bringen. Schon geschah dieses: Vernunft. Das auch nicht einm so zur Besinnun ordnenden sammelte und dämmerte auf lichen Ordnung nationalsozialis schaftlichen Pol Deutschland Kräfte und A bel mit all den bekannten eidmann immer wieder in ihrerwild treten in die Balz. Ueber siegreiche Frühling in Bilder eude bekunden, überall regt sie hinaus in den Frühling. ahl ist, ist doch die Schnepfe do icht man Schonung der Wan weiß, daß der Rückgang diese Federwildes ihn zum Maßhos t. Wer wollte heute noch do„die Suchjagd mit dem Hundglich der A endanstand komm er noch in Betracht, und de Abbruch tun, ist doch die Ze sudem fallen von den wenigen nehmlich solche, an denen di instig erscheint. Auch die kurz Bekassinen und Ringeltaube kaum wesentlich schaden. im das Auerwild. Mag desse ch recht ausgedehnt sein, in de Vaterlande doch auf die Ge Mitteldeutschlands beschränt uerwild findet, ist leider bitte n auf edles Federwild beschäf, n der Jagdschutz. Das ist schon sen, das Mutterwild des Scha geht, und die nahende Brunft igdschädlingen ist vor allem der nken. Je zeitiger mit dem Zerwird, um so besser ist es. Der um den schwarzgrauen Gesellen leberwachung des Raubwilde n sein lassen. Schlimmer aber ubwild hausen in vielen Revieerwahrloste Katzen. 1 Riesendiamanten. Der be726 Karat schwerer Stein in der im Jahre 1934 von einem lendsfontein gefunden wurde, ig(etwa 1 800 000 RM) naa kauft worden. Der Stein sol ferei geschliffen werden und Karat wiegen. L entbehrte h gute Kaffee der da! 70 80 90 Pfg. iben bei: Schrader. I Freundl. Wohnund 3—4 Räume, sofort gesucht. Angeboie unter Nr. 50 an die Beschäftsstelle dieser Zeitung Bunsl. Kaffeekannen Teekannen Milchkannen mit kleinen Fehlern weit unter Preis zu verkaufen. Nur solange Vorrat reicht Ferd. Hillebrandt Höxterstraße esellschaftsFaleet zum ilenriede-Rennen nach Hannover m Sonntag, dem 7. April Abfahrt 4.45 Uhr ihrpr.. Hin- u. Rückfahrt 5 Mk. A. Nölting, Belle Telefon Steinheim 369 Breustedt, Schwalenb. Telefon 38 apfiehlt: ferd. Hillebrandt. Es war ein verhängnisvolles Schicksal für die Völker, daß im liberalistischen Zeitalter im Kampf Aller gegen Alle das„Naturgesetz“ der Weltwirtschaft gesehen wurde und daß man glaubte, nach solcher„Gesetzlichkeit“ würde sich im„freien Spiel der Kräfte“ Aufbau und Ordnung ergeben. Wohin das geführt hat, ist heute allen Völkern entsetzlich klar geworden: Zur Zerrüttung der Weltwirtschaft. Vor dem Kriege galt Europa als die„Werkstatt der Welt“. Aus den Ueberseegebieten kamen Rohstoffe nach den Industrieländern Europas. Dort wurden sie zu industriellen Fertigwaren veredelt und mit größerem Gewinn ausgeführt und gegen neue Rohstoffe eingetauscht. Europa aber führte auch die Maschinen, Erfahrungen, Patente, Ingenieure, Fabrikanten und Arbeiter aus, die nun in den Rohstoffländern Industrieen, zum Teil jüngere und bessere als in Europa selbst, schufen. Der Krieg trieb Europa zur Kriegsproduktion, der Export ging verloren. Die Folge war, daß bereits am Ende des Krieges die Rohstoffländer über bedeutende Industriezweige verfügten. In China, in Indien, in Südafrika, in Chile usw. entstanden mächtige Stahl= und Eisenindustrien. In fast allen Ländern, für die z. B. Baumwolle nur ein agrarisches Rohprodukt gewesen war, wurden große moderne Spinnereien und Webereien errichtet. Auch chemische Industrien wuchsen auf. In Japan z. B. stieg das in der chemischen Industrie investierte Kapital von 14 Millionen Yen im Jahre 1914 auf 250 Millionen Yen 1919. Und diese Entwicklung führte unaufhaltsam weiter. Das Schwergewicht der Weltwirtschaft verschob sich. Und man glaubte eine Zeitlang, dies sei alles Nun wäre eben Amerika mit seinem allmächtigen Dollar„die erste Wirtschaftsmacht unseres Planeten“. 80 Milliarden Goldmark schuldete ihm die Welt. insbesondere Europa. Solange aber die„klugen liberalistischen Wirtschaftsgelehrten“ glaubten, dies sei alles: eben nur eine Verschiebung des weltwirtschaftlichen Schwerpunktes— konnten sie nicht erkennen, daß sich der„Zusammenbruch der gesamten bis dahin herrschenden„Wirtschaftsordnung“, die ja gerade zum Krieg als dem stärksten Ausdruck dieser„Ordnung“ geführt hatte, vorbereitete. Man weiß, der Dollar, der als das wirtschaftliche Maß aller Dinge galt, verlor an Geltung und Macht. Ebenso das weltbeherrschende Pfund des stolzen England. Eine erschreckende Arbeitslosigkeit selbst in U. S. A. Im Jahre 1933 war in der Tat jeder 10. Bürger ohne Beschäftigung. Das aber bedeutete eine Verminderung der nationalen Kaufkraft dieses Landes um 30 bis 40 Millionen Menschen oder um ein Viertel bis ein Drittel aller U. S.Amerikaner. DER WELTHANDEL. betrug: V 492 280 Milliarden 10 4934 90 Milliarden Rur im Verhältnis zur Schrumpfung des ganzen Welthandels kann man die Weltgeltung des deutschen Anteils an der Weltwirtschaft richtig abwägen. Es wurde immer mehr offenbar, daß die Krise im System, in der Art lag, wie man bisher ohne Ordnung und Plan und Besinnung auf die völkischen Wirtschaftsgebilde nur in der Jagd nach Geld und Profit„Weltwirtschaft“ trieb. Und es kam zu dieser merkwürdigen Weltwirtschaftskonferenz, die symbolhaft genug im Geologischen Museum in London stattfand, als ob man so vor aller Weltgeschichte dartun wollte, wie überholt dieses Beginnen sei durch Reden, Reden und „Beschlüsse“ auf dem Papier 66 Nationen, 800 Delegierte, 12 Ministerpräsidenten, 20 Außenminister und ebensoviele Finanzminister zur Vernunft und zur Verständigung zu bringen. Schon vor dem Zusammenbruch des Völkerbundes geschah dieses: die Kapitulation der weltwirtschaftlichen Vernunft. Das einzig Gute dieser Konferenz, daß sie auch nicht einmal einen Scheinerfolg hatte und die Völker so zur Besinnung auf die Voraussetzung aller si ordnenden Weltwirtschaft, auf die völkisch gesammelte und in sich geordnete Volkswirtschaft führte. Das dämmerte auf als das neue Grundgesetz aller wirtschaftlichen Ordnung. Und entschlossen ging Deutschland zur nationalsozialistischen Revolution und zur nationalwirtschaftlichen Politik über. Deutschland hat die Neuordnung der wirtschaftlichen Kräfte und Unternehmungen zunächst im eigenen Lande em folgerichtigsten angepackt, um so die Voraussetzungen zu neuer Weltgeltung auf einer volkisch geordneten Wirtschaft zu schaffen und um das Gesetz seines Handelns in der Weltwirtschaft selbst zu bestimmen. Deutschland hat erkannt, daß dieses nur möglich ist, wenn durch die Fortführung seiner Arbeitsschlacht und seiner Erzeugungsschlacht ein Inlandsmarkt erstarkt, gesichert und geordnet wird und ein Export entsteht, der völkischer Wirtschaft eingefügt ist und von ihr seine Gesetze erhält. Vor dem preußischen Staatsrat führte vor kurzem zu dem Thema: Deutschland in der Weltwirtschaft der Reichswirtschaftsminister aus, daß sich die deutsche Wirtschaftspolitik von dem Grundsatz der Selbstbehauptung leiten lassen müsse. Um die deutschen Verhältnisse recht zu verstehen, muß man bedenken, daß der Welthandel als Ganzes geschrumpft ist und auch die innere Lage der anderen Länder ansehen, die mit uns auf dem Weltmarkt konkurrieren. So erkennt man, daß„wir durchaus nicht etwa so sehr viel schlechter dastehen als andere.“ Z. B. haben heute schon 28 Länder eine Devisenzwangsbewirtschaftung. Von den bedeutenden Ländern haben nur England, Frankreich, Holland, Polen, die Schweiz, Skandinavien und die Vereinigten Staaten keine Devisenbewirtschaftung. Noch im Jahre 1934 hatte Deutschland eine Einfuhr von 4,2 Milliarden Mark. Davon waren 50 von Hundert für industrielle Rohstoffe, die wir für die Veredelung zu Fertigfabrikaten für die Ausfuhr, aber auch für unseren inneren Markt nötig hatten. Der weitere Bedarf ergibt sich aus der Notwendigkeit, dem deutschen Volk jenen hohen Lebensstandard zu erhalten, ohne den Gesundheit. Aufschwung und Entwicklung nicht möglich sind. Schon heute zeigen sich bemerkenswerte Fortschritte auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung und ihrer Nutzbarmachung zur Sicherung einer Rohstoffversorgung aus eigenen Quellen. Auch bemerkt man schon heute Rückwirkungen der neuen Ordnung in Deutschland auf das Ausland in erstaunlichem Umfange. Schon beginnt das Ausland wiederum an dem Bezug deutscher Waren selbst Interesse zu nehmen. Es sind große Rohstoffländer, die uns mit Rohstoffen beliefern, die immer deutlicher zu vorstehen geben, daß sie in direktem Verkehr mit Deutschland die deutschen Waren aufnehmen wollen. Denn nur bei der Aufnahme deutscher Ware besteht für diese Länder die Möglichkeit, ihre Rohstoffe an uns abzusetzen. Gerade in dieser Handelspolitik des neuen Deutschland bewährt sich der Grundsatz von der völkisch geordneten Wirtschaft als das Gesetz des Handelns in der Weltwirtschaft— undnur dieses kann die Weltgeltung einer Volkswirtschaft bedeuren— in der Hand zu behalten. „Die deutsche Wirtschaftspolitik— so schloß der Reichswirtschaftsminister— steht vor großen Aufgaben. Die Frage, ob wir diese Aufgaben meistern werden, ist eine Frage des Schicksals. Wir gehen an sie heran nicht mit bloßen theoretischen Ueberlegungen; sie ist nur mit einem einzigen Grundsatz heute zu lösen, das ist der Grundsatz des Handelns, des Wollens, des Kämpfens und Sichbehauptens, des Glaubens an den Erfolg und des Zusammenfassens aller Kräfte, um diesen Erfolg unter allen Umständen zu erzielen.“ In erheblichem Umfange ist der deutsche Inlandsmarkt wieder hergestellt. Von rund 58 vom Hundert im August 1932 ist der Produktionsindex auf fast 90 vom Hundert schon Mitte 1934 gestiegen. Die starke Ausnutzung der Leistungsfähigkeit der Industrie für den Binnenmarkt stellt die rechte Grundlage für die Wettbewerbfähigkeit auf den Weltmärkten dar. Und umgekehrt die Stärkung und Erhaltung der Weltgeltung bestimmter internationa! ausgebauter privater Wirtschaftszweige ist von größter Bedeutung für Wohl und Wehe der Inlandswirtschaft. Nur bei diesem Zusammenspiel der Kräfte kann der deutsche Fabrikant und Kaufmann mit Aussicht auf Erfolg die Fenster und Türen zum„Weltmarkt“ aufstoßen. Für die NotwendigUnser Beispiel ist dieses: Da stand kürzlich in einer angesehenen englischen Fachzeitschrift etwas von der Weltgeltung der deutschen Industrie. Dabei wurde auf die starke Stellung der privaten Rückversicherungsunternenmen verwiesen. Und was da stand, ist erstaunlich genug und niemand hatte es eigentlich erwartet, da ja gerade England das klassische Land des Versicherungswesens sein soll. Es wurde in diesem englischen Fachblatt mitgeteilt, daß allein 11 von den deutschen privaten Rückversicherungsunternehmen einen Anteil von 40% der Weltprämien auf sich vereinen. In erheblichem Abstand folgt an zweiter Stelle die Schweiz mit fünf Gesellschaften und einem Prämienanteil von 26.8%. An dritter Stelle steht mit gleichfalls fünf Gesellschaften Frankreich, auf das 10,8% des Prämienaufkommens entfallen. Auf die Vereinigten Staaten treffen 10% und auf England nur 5.2%. Nichts ist mehr geeignet, als diese trockenen Zahlen. die Bedeutung der Rückversicherung nicht nur für das deutsche Versicherungsgewerbe, sondern auch für unsere gesamte Volkswirtschaft zu beleuchten. Der internationale Ausbau der deutschen Rückversicherung ist nun für das ganze deutsche Versicherungswesen von außerordentlichen Bedeutung, da die Uebernahme der Risiken in einer mögZur Weltgeltung der deutschen Wirtschaft. Die deutsche Rückversicherung vereint auf sich 40% aller in Welt abgeschlassenen Versicherungssummen. Sie ist alse in bedeutendem Maße an dem Aufrommen der Devises beteiligt. lichst großen Zahl von Versicherungsnehmern ihren Ausgleich findet. Dieser breiten Gefahrenverteilung über die Landesgrenzen hinweg verdankt das deutsche Versicherungsgewerbe den enormen Aufschwung, den es, nur vorübergehend durch den Weltkrieg gehemmt, genommen hat. In Deutschland wird die Rückversicherung gegenwärtig von 29 privaten Unternehmen betrieben, das sind knapp 10% der unter Reichsaufsicht stehenden Versicherungsgesellschaften. Von der im Rückversicherungsgeschäft, das teilweise von den direkten Gesellschaften selbst getragen wird, aufkommenden Prämie entfallen auf die Rückversicherung aber mehr als zwei Drittel. Im Jahre 1933 waren es 426 Millionen RM. Das bedeutet aber auch, daß sich bei den Rückversicherungsgesellschaften die Wagnisse noch starker zusammenballen, als bei den sogenannten Erst= oder Direktversicherern. In der Tat hat es auch Jahre gegeben (so 1930), wo beispielsweise in der Feuerversicherung die Schadensquote, d. h. das Verhältnis der zu leistenden Entschädigungen zu den vereinnahmten Prämien, in der Rückversicherung etwa doppelt so hoch war als bei den übrigen Gesellschaften. Die große Entwicklung der verschiedenen Arten der Sicherung der deutschen Arbeit, deutscher Gesundheit, Volkskraft und Familie, wie sie durch die Gemeinschaftlichkeit des gegenseitigen Vorsorgens und Sichschützens gegeben wurden, wäre ganz unmöglich ohne gerade die starke internationale Verankerung und die Weltgeltung der deutschen Rückversicherung. Hierzu kommt, daß gerade die Internationalität dieses Wirtschaftszweiges eine außerordentliche Rolle bei der Sicherstellung unserer Devisen spielt. Nichts ist bei der Betrachtung wirtschaftlicher„Gesetze“ gefährlicher als ein4934 betrug: die deutsche Netto-Produkton: die GesamtEinfuhr: milliarden 22 Milliarden 1034 Bei der Einfuhr betruq der Wert Rohstoff RM, 70.— Bei der Ausfuhr betrug derWert At nach Verarbeitung U. Veredelung im Jnlánd RM, 720 In der Fertigwaren=Ausfuhr werden Rohstoffe, die zu einem durchschnittlichen Preise(1934) von rund 70 RM die Tonne eingeführt worden sind, zum Preise von 720 RM wieder ausgeführt. So steht im weiteren Verlauf der Arbeitsschlacht die deutsche auf Export gerichtete Fertigwaren=Industrie vor einer gewaltigen Unternehmeraufgabe. keit eines gesunden Zusammenspiels von völkischer Inlandswirtschaft und der Internationalität großer deutscher Wirtschaftszweige gibt es ein treffliches Beispiel. Wir wählten dies aus, gerade mit dem Blick auf solche deutsche Unternehmerleistung, deren bedeutsamer Zweck es ist, Sicherheit für Handel und Wandel, für Gut und Leben auf eine durch Eemeinschaftskräfte organisierte Art zu gewährleisten seitig und in Schlagworten zu denken. Letztlich gibt es aber keine rechte Volkswirtschaft, die sich nicht mit der Weltwirtschaft auseinandersötzen muß wnd umgekehrt wird die Weltwirtschaft nicht gesunden, wenn sie sich nicht auf die geordneten Volkswirtschaften gründer kann. v. Schüller Nr. 81 Beilage zur.Steinheimer Zeitung“ Freitag, 5. April 1935 Handelsteil Berlin. 8. Apru. Die Berliner Effektenbörse verkehrte nicht ganz einheitlich, doch war die Tendenz überwiegend fester. Beachtung fand die Erhöhung der Einzelhandelsumsätze. Am Montanmarkt war das Geschäft im allgemeinen ruhig. Braunkohlenwerte lagen wenig einheitlich, Rheinische Braunkohlen notierten 209,25 nach 211,75 Prozent, IlseBergbau hatten mit einem amtlichen Kurs von 130 Prozent einen zweiprozentigen Gewinn zu verzeichnen. Von chemischen Werten wurden Kali=Chemie höher bezahlt. Am Elektromarkt waren Siemens sowie Licht und Kraft zunächst etwas gedrückt. AEG. lagen ruhig. Bau=, Textil= und Spritaktien wurden bis zu 1 Prozent höher bezahlt. Süd. Zucker notierten 165 Prozent nach 163,25 Prozent. Zum Schluß machte die Aufwärtsbewegung am Aktienmarkt Fortschritte. Die Rentenwerte lagen gleichfalls freundlich. Tagesgeld notierte unverändert 3 58 bis 378 Prozent. Am Devisenmarkt schwankten Pfund und Dollar heftig unter neuen Einbußen. Der Belga lag nach der Abwertung ruhig. Am Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel blieb die Gesamtlage unverändert. Das Angebot in Brotgetreide ist reichlich. In Hafer und Futtergerste hat sich die Abgabeneigung der ersten Hand nicht sonderlich verstärkt. Getreidegroßmarkt. Die amtlichen Notierungen am Getreidegroßmarkt blieben die gleichen wie am Vortage.— Futtermittel für 50 Kilogramm: Viktoriaerbsen 25—29, Futtererbsen 11—12, Peluschken 21—22,75, Ackerbohnen 13,75—14,25, Wicken 13—13,50, Lupinen blau 9,50 bis 10,25, Lupinen gelb 14,25—14,75, Serradella 26,50—27,50, Leinkuchen 7.65, Erdnußkuchen 7.25. Erdnußkuchenmehl 7,60, Trockenschnitzel 4,59, Sojaschrot ab Hamburg 6,50, do. ab Stettin 6,70, Kartoffelflocken 9,05—9,15, do. frei Berlin 9,65—9,75. Devisenmarkt. Dän. Krone 53,25(Geld) 53,35(Brief), engl. Pfund 11,925 11,955, franz. Franken 16,42 16,46, holl. Gulden 167,78 168,12, ital. Lire 20,58 20,68, norw. Krone 59,94 60,06, österr. Schilling 48,95 49,05, poln. Zloty 46,93 47,03, schwed. Krone 61,50 61,62, schweiz. Franken 80,72 80,88, span. Peseta 34,02 34,08, tschech. Krone 10,40 10,42, Dollar 2,486 2,490. Gemüsegroßhandelspreise. Amtlicher Marktbericht der Städtischen Markthallen=Direktion Berlin für inländisches Gemüse für 50 Kilogramm in Reichsmark: Weißkohl 4,50—5, Wirsingkohl fester 5—7, do. grüner 14—16, Rotkohl 15—17,50, Spinat Wurzel= rhein. 8—10, do. Blatt= 12—18, Mohrrüben gewaschen 3—3,75, Kohlrüben 3—4, Rote Rüben 3—5, Salat Rapunzel rhein. 30—40, Rhabarber Treibhaus 8—18, Rübchen 4—10, Sellerie 16—22, Meerrettich 38—44, Schwarzwurzeln 1. 18—20, do. 2. 8—15, Lorcheln Morcheln 72—85, Champignons weiße 1. 100—120, do. 2. 80—100, Petersilienwurzel 3—6, Zwiebeln 9—11, do. große 9—11, Radieschen Treibhaus Schockbund 3—5, Gurken Treibhaus 100 Stück 20—37, Kohlrabi Treibhaus Schock 3,50—6, Rettiche 100 Stück 5—10, Porree Schock 0,60—2,50, Petersilie 100 Bund 3—5. Wild- und Wildgeflügelpreise. Die Preise sind Richtpreise und gelten bis zur nächsten Festsetzung. Sie sind Abgabepreise des Großhandels an den Kleinhandel je Pfund in Reichsmark: Rotwild 1. 0,42, do. 2. 0.30, do. Kälber 9,46, Rehe 1. 0.65. do. 2. 0.45, Damwild schwer 0,38, do. mittel 9,45, do. Kälber 0,52, Wildschweine grob 0,30, do. fein 0,37, do. Frischlinge 0,47, do. 2. 0,20, pro Stück in RM: Kaninchen wilde große 1, Fasanen Hähne junge 1. 2,30, do. 2. 1,50, do. alte 1.70, sennen 1. 1,60. Amtlicher Marktbericht der Städtischen Markthallen=Direktion Berlin für lebende Fische für 50 Kilogramm in Reichsmark: Aale groß=mittel 135—140, mittel 125, Schleie unsortiert 95—105, extra groß 90—100, groß 100, Portions= 120, Hechte groß 40, mittel 60—65, klein=mittel 70, kleine 70—75, Karpfen Spiegel= 80, Barse mittel 60, Bleie mittel 20, Plötzen unsortiert 20, große 25, mittel 25. kleine 15. Der Raubmord bei Furth aufgeklärt Regensburg, 4. April. Das furchtbare Verbrechen in Daberg bei Furth im Bayerischen Wald hat seine volle Aufklärung gefunden. Der Täter, der 26 Jahre alte Ludwig Weber, wurde in Mering bei Augsburg verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Augsburg eingeliefert. Er hat dort bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. Auch die Braut des Täters wurde festgenommen. Die geraubten Kühe hatte der Verbrecher in Furth i. W. verkauft. TROTZIGE GEZÄHMT ROMAN von GERT ROTHBERG Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle(Saale) (19. Fortsetzung.) Fassungslos sah der alte Herr seinem Schwiegersohn in das schöne braune Gesicht. Die letzten Worte hatten den Sturm in ihm zwar etwas beruhigt, aber dennoch— es war doch zu ungeheuerlich, was ihm Frank da so ruhig und sachlich eröffnet hatte. Obendrein war der ihm so schön ausgewichen, was Lores Verhalten anbetraf, daß er, der Vater, nun noch immer nicht wußte, wie die Sachen eigentlich standen. Ueberdies hätte er das alles dem harten, sicheren Frank nie zugetraut. Daß der sich die Kleine nicht einfach nahm! Mußte der sich wahrhaftig auch noch vor dem süßen Trotztopf beugen. Nun hatte sie ja glänzend Oberwasser und würde diese unbegreifliche Nachgiebigkeit des Gatten ausnützen. Hätte Frank seine Rechte geltend gemacht, dann könnte Lore vielleicht jetzt bald eine große, herrliche Pflicht haben, und um ihres „Frank, auf dein Wort: Ist Lore dir etwas schuldig geblieben?" „Nein! Denn sie war mir nichts schuldig. Ich liebe sie heute mehr denn je; aber ich will ihr Gelegenheit geben, selbst viel Geld zu verdienen— Männer mit hochtönendem Namen werden ihr die Ehe anbieten. Wenn sie sich dann noch zu mir zurückfindet, dann erst werde ich wissen, daß sie nur mich allein liebt. Ich bin überzeugt, daß sie sich jetzt schon langsam zu mir findet— doch das will ich nicht. Sie ist in diese Ehe gezwungen worden— warum sollen wir zwei reifen Männer nicht einmal offen darüber sprechen? Wie kommt gerade Lore dazu, ihr junges Leben ohne Ideale zu verbringen? Ihre Schönheit hat ein Recht auf Besseres: Vorläufig bleibt sie ja auch meine Frau, dem Skandal ist noch lange nicht Tur und Tor geöffset!". Arbeiterurlauber fahren nach den Azoren. Der Hapag=Dampfer „Oceana" hat mit 644 Arbeiter=Urlaubern as Bord seine zweite Atlantikfahrt für die NS.Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ nach den Azoren angetreten. Deutsches Nachrichtendür (Aufnahme Luftschiffbau Zeppelin.) Das neue Luftschiff C3 129, das auf unserem Bilde in der Halle zu sehen ist, schreitet rüstig seiner Vollendung entgegen. Ueber der Halle der„Graf Zeppelin" 65jähriges Militärjubiläum. Generalleutnant a. D. Fritsch in Karlsruhe feiert am 5. April sein 65jähriges Militärjubiläum. Generalleutnant Fritsch nahm an dem glorreichen Feldzug 1870=71 teil, war von 1900 bis 1904 Kommandeur des Infanterie=Regiments Nr. 135 in Diedenhofen und später Kommandant des Truppenübungsplatzes Posen. Im Weltkrieg führte er die 14. Landwehr= und die 43. Ersatz=Infanterie=Brigade, Neuterei in Südtunis. In der Stadt Medenin in Südtunis weigerten sich 150 eingeborene Reservisten, den Anordnungen der Vorgesetzten zu gehorchen und griffen diese tätlich an. Als eine Truppenabteilung eingesetzt wurde, entspann sich ein Kampf, bei dem die Reservisten Knüppel und Steine verwandten, während die aktiven Truppen mit Kolben und Bajonetten vorgingen. Schließlich gelang es, den größten Teil der Reservisten in das Truppenlager abzutransportieren. Der Rest ist entflohen. Bei den Kämpfen hat ein Reservist den Tod gefunden. Eine größere Anzahl Personen ist verletzt worden. Ein Ozeanriese wird abgewrackt. Die„Mauretania“, der englische 30 000=Tonnen=Dampfer, ist an eine Altmetallgesellschaft in Glasgow zum Abbruch verkauft worden. Die Gesellschaft zahlte für den Dampfer, dessen Bau seinerzeit 3 Millionen Pfund gekostet hat 30000 Pfund(fast eine Million RM). Demonstrationen gegen eine Hinrichtung in London. Während der Hinrichtung des wegen Mordes zum Tode verurteilten Deckoffiziers Leonard Brigstock im WandsworthGefängnis bei London spielten sich vor den Gefängnistoren erstaunliche Szenen ab. Die Engländerin van der Elst, Gründerin des Vereins gegen die Todesstrafe, hatte drei Flugzeuge gechartert, die große Tücher mit der Aufschrift„Schluß mit der Todesstrafe“ trugen und dauernd über dem Gefängnis kreisten. Ferner waren Lautsprecherwagen aufgefahren Kindes willen hätte sie sich die romantischen Ideen sicher gar nicht erst in den Kopf gesetzt. Künstlerin! Unfug! Eine Loringen trat nicht öffentlich auf. Und Frank würde sich doch auch schönstens bedanken und seinen guten Namen nicht in Künstlerkreisen breittreten lassen. Herr von Loringen war eben ganz und gar alter Edelmann, der nie geduldet hätte, daß eines seiner Kinder oder seiner Geschwister von der gewohnten Bahn abwich. Daß Frank das dulden wollte, darüber kam er nicht hinweg. Aber er wußte auch, daß Frank sich nicht überreden lassen würde, noch in letzter Minute ein Veto einzulegen. Dem tanzte die Kleine ja schön auf der Nase herum Mein Gott, das hatte er doch nicht ahnen können, daß sogar Frank sich würde von ihr kleinkriegen lassen. Das waren die Gedanken des alten Herrn, als er seinen Schwiegersohn noch immer schweigend musterte. Daneben stieg die Sorge hoch. Wenn— wenn Lore nun doch etwas wurde und in törichter Ueberhebung einen anderen wählte? Das heißt, vorläufig blieb sie ja Franks Frau, das war noch das einzig Gute an der ganzen, verrückten Geschichte. Also, wenn sie nun doch sich in einen anderen verliebte? Was sollte dann hier werden? Er wollte doch nicht auch noch die anderen Schwiegersöhne mit seinen Sorgen belästigen? Und zudem— es gab nicht jeder so vornehm wie Frank! Doktor Dahlmann lächelte. Er ahnte, was in seinem Schwiegervater vorgehen mochte, und drückte ihm plötzlich die Hand. „Papa, zwischen uns bleibt selbstverständlich alles beim alten, da sorge du dich keine Minute drum!“ Herr von Loringen sah ihn an, dann sagte er, und es klang wie ein inneres Schluchzen: „Was bist du doch für ein selten großzügiger Mensch, Frank! Die Kleine muß ja besessen sein, wenn sie sich auch nur fünf Minuten von deiner Seite fortsehnen kann!“ Frank sah ihn eine Weile schweigend in die Augen, dann sagte er: „Nicht der geringste Vorwurf darf Lore treffen. Es ist mein Wunsch, was die Zukunft bringt. Noch eins, Papa: Es darf niemand außer uns wissen, daß Lore in Berlin studiert. Kein Mensch darf es wissen. Und bitte, sprich du nicht mit Lore darüber. Sie muß zur Ruhe kommen, meine kleine, süße Lore." „Du liebst sie und willst sie trotzdem gehen lassen? Und was werden wir hier der Mutter und den anderen daneben auch ein bißchen der lieben Mitwelt sagen, wenn wir gefragt werden?“ „Lore besindet sich in Behandlung eines berühmten Arztes— Nervenarztes! Das klärt die Sache. Im übrigen können wir es nicht ändern, wenn die liebe Mitwelt klatscht", sagte Frank schroff. „Gut! Aber mir ist noch ganz wirr im Kopf. Die einzige Hoffnung ist die, daß Lore es nicht aushält so allein in Berlin, wenn du ihr auch jemanden zur Gesellschaft gibst. Sie ist doch immerhin ein gutes Familienleben gewöhnt, ist nie, außer in der Pensionszeit, von zu Hause fortgekommen. Sie wird Sehnsucht yaben und wiederkommen. Pass' auf, Frank, so kommt es zuletzt doch. Wir werden das schon in einigen Wochen erleben. Also, ich schweige wie das Grab." Arm in Arm gingen sie zu den anderen zurück. Lore sab ihrem Manne entgegen. Sein flammender Blick traf den ihren. Da wandte sie, bis ins Herz hinein erzitternd, den blonden Kopf ab. Später spielte sie! Spielte schon jetzt wie eine Künstlerin! Herr von Stetten und Prinz Leuchtenberg sahen sich an. In beider Blick stand die maßlos erstaunte Frage: „Ja, was ist denn das?“ Frank Dahlmann hatte das Gesicht mit der Hand beschattet. Er saß regungslos da und trank diese Töne in sich hinein mit hungriger Gier. Er trank diese sehnsüchtigen Töne, und die Frage marterte ihn: „Wem wird Lores große, alles in sich schließende Liebe einst gelten? Denn vorerst kennt sie sich selbst noch nicht! Oder doch?" Man umringte Lore, küßte ihr die Hände, umarmte sie, Die Mutter hatte sogar geweint. Für sechsn Für Nr. 82 Englische Würd Mit einem kur Lordsiegelbewahrer reise beendet. Die le schau und in Prag( überein, daß sie kna die Warschauer Mit torischen Charakter Zweckmäßigkeit der? zu unterstreichen, w Bericht lediglich mit Außenminister Bene vollständige Ueberein ihrer Länder hinsichtl dens und ihre aufrich Politik des Völkerbu Nach allem, we Eden aus Warsch nommen, daß Polen aufrechterhält. Wie len niemand darüber schiedenen politischen Debatte stehen, keine die Nichtangriffsverti abgeschlossen und durland ergänzt hat. so folgert die London von der Furcht bestin sen, mit dem es nain guten Beziehun das Londoner Blatt seitiger Verträge, w im Interesse der eur Interessant ist ni gegenüber dem Ostpa ministers Barthou vo gativ bewertet wird. keit entgegenkomment einem zweiten Artikel sen vielleicht etwas ü tivsystems verurteilt Sicherheitspakt wider Blatt weiter, sei zu zu ausgenommen Litaue getrennten Pakte zu reit, in der sich die Un greifer keinen finanz gewähren. Dieses St in vollem Einklange 1 allerdings schließe es Kollektivsystem, aber pruch dazu und könr England die Organisi ohne dabei zu vergess noch gelten müsse, all bundes zu vereinigen. Mit starker Beto daß die öffentliche Me geschlossener hinter de als seither, weil die br selbständiger und wei was man in Ermange sailler Gewohnhe Diese Gewohnheit habe ausgefahrenen Geleise nahmen hätten sich in Genf und gelegentlich seien während der letz der der Regierung in B Infolgedessen werde de Kenntnis von den Ans der betreffenden Regie derung der Methoden Zieles der britischen P wie vor für Frieden, grenzung ein. Die Be daß es unmöglich für ganz Europa herz sentlichen Unterschied z tiven System un Bündnisse heraus fahr, daß etwas gesche tive Sicherheit, was a feindlicher Blocks und Mächte" entarten würt Dieser Hinweis de Bedeutung erhöht durc ausschuß der französisch kretion bekanntgeworde minister Denain das V. den Generalstäben Fra choslowakei und Italie ständnis muß aber das hen. Militärbündni