924 ir Schützenden Vornn Barlle) Prolog de Pickert, ehrkapelle e1. s aktiven e Kamezu dieser 8.-81er. ge unter er eingetrof Melis 42 Raffinade 4 Galichkolle billigsten Pr er Pfo. shede-Fr n Donnerst Ingust 1924, Uhr, wer Wirt Mül tede Waschkomm Marmorplal Spiegel, Nachtkonsor großen Spl. Tisch tlich meistbie gleich bared eigern. Joh. Sch rgerichtsvon hede, escheder Zeitung Amtliches Kreisblatt für den Kreis Meschede. Erscheint wöchentlich dreimal, Montag, Mittwoch und Freitag nachmittag Bezugspreis monatlich 1,00 Goldmark, freibleibend, im Einzelverkauf je 0,10 Goldmark— Fernsprecher Nr. 62. Beilagen: „Mescheder Heimatblatt“, illustrierte Wochenbeilagen„Wort und Bild“, „Bilder von Feld und Hof“. Druck und Verlag von A. Harmann Inh. Fr. Drees in Meschede. Anzeigenderechnung: Preis je mm Höhe der 36 mm breiten Anzeigenspalte 0,07 Goldmark, der Reklamespalte 0,25 Goldmark. Zahlbar bei Aufgabe oder bei Rechnungseinaana. Anzeigenannahme bis morgens 9 Uhr am Ausgabetage. Postscheckkonto: Dortmund 17713 und Köln 33841. Störungen infolge höherer Gewalt oder Ausstände rechtfertigen keine Ersatzansprüche. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Drees in Meschede. Jahrgang. Volitische Uebeisicht. Berlin, 22. August 1924. ist London? Ein Anfang! Ein Anfang, nicht ein Abschluß der Aera der Konferenzen der Völker ist London. Das wichtigste Ergebnis ist doch wohl dieses: Die Epoche der nationalen Isolierung der Völker dürfte vorbei sein. Wird London das halten, was es versprochen hat, dann stehen wir am Beginn einer Epoche, die wirklich die Gleichberechtigung der Nationen einleitet. Diese Londoner Konferenz ist die erste unter einer ganzen Reihe von Konferenzen, die ihr noch folgen werden, um den Frieden Europas immer mehr zu verankern und endlich zu stabilisieren. Wenn das geschehen soll, dann müssen die" Stacheln aus dem wunden Körper Europas herausgezogen werden, von denen der schärfste und weitschmerzende die noch zehnjährige Besetzung deutschen Gebietes ist. Wenn sich der neue Geist, den man in London wahrgenommen haben will, wirklich durchsetzen soll, dann wird man an dieser Frage im Laufe der Zeit nimmermehr vorübergehen können. Und wir müssen die Dinge aus der politischen Atmosphäre herausheben und sie auf den Boden der Vernunft, der sachlichen Überlegung und der Realitäten stellen. Daß auch nach dieser Richtung hin sich bezeichnende Anfänge geltend machen, zeigt die Tatsache, daß von der Gegenseite ein förmliches Wettrennen eingesetzt hat, um von Deutschland handelspolitische Abmachungen zu erhalten. Auf dieses wirtschaftliche Gebiet wird sich der Wetteifer der Nationen in der nächsten Zeit konzentrieren. Ist es doch ungemein charakteristisch, daß Frankreich auf die Verquickung seiner zahlreichen und sehr schroffen handels= und wirtschaftspolitischen Forderungen gegenüber Deutschland mit der Entscheidung über die Frage der Ruhrräumung in demselben Augenblick verzichtete, als auch die übrigen Mächte Ansprüche gegenüber Deutschland wegen Abschluß eines Handelsvertrages erhoben. Nicht ein Abschluß, sondern ein Anfang ist darum London. Darum versteht man es auch und muß es billigen, daß die Reichsregierung ganz absichtlich die Frage der Endsumme der deutschen Zahlungen in London nicht aufgeworfen hat. Es war zu befürchten, daß wir jetzt Bindungen eingehen, von denen wir später, bei fortschreitend sich anbahnender Entwicklung einfach nicht mehr herunterkämen. Daß man auch auf der Gegenseite mit solchen Erwägungen sich beschäftigte, zeigt die Tatsache, daß Herriot ausdrücklich erklärte, daß der Begriff des Maximums für die Räumungsfrist ihm ja gerade die Möglichkeit gebe, die Räumung viel schneller vorzunehmen, als wenn nun genau und starr vorgeschriebene Etappen festgelegt würden, denen gegenüber er gebunden wäre, sodaß eine kürzere Räumungsfrist ihm dann gar nicht möglich sein würde.— Als wiedererstandene Großmacht ist Deutschland in die neue Epoche eingetreten, als eine Macht, die man hinnimmt als gleichberechtigt und die man demgemäß auch behandelt. Auch insofern ist London der Anfang der neuen Aera, in der wir alle Kraft darauf zu verwenden haben, uns aus der Isolierung, in die man uns hineingedrängt hat, herauszuringen und wieder ein freies Volk neben freien Völkern zu werden. London und die wirtschaftliche Lage. Es ist ganz natürlich, daß sich nach dem Abschluß der Londoner Verhandlungen sofort die Blicke auf die Lage der deutschen Wirtschaft richten. Man kann es ruhig aussprechen, daß die Blicke der Wirtschaftskreise noch schärfer nach London gerichtet waren als die der Politiker. Für die Wirtschaft bedeutet allerdings London die Entscheidung für die Existenz. Man wird jetzt hoffentlich auch einmal daran gehen, zu unlersuchen, welche Lasten und Verpflichtungen aus den Londoner Abmachungen auf der Wirtschaft ruhen. Das Bild, das sich daraus ergibt, wird gewiß nicht erfreulich sein. Und wenn wir erst daran gehen müssen, diese Lasten auf die Volksgesamtheit zu verteilen, werden wir uns innerpolitischen und parlamentarischen Kämpfen gegenübersehen, die selbst die bisherigen an Schärfe übertreffen werden. Und doch hat die Wirtschaft für ihre Berechnung und Disposition nun endlich festen Boden unter den Füßen. Die Schaffung der neuen Goldnotenbank hätte keinen Sinn, wenn sie nicht zugleich mit der Schaffung neuer und reichlicher Kreditmöglichkeiten für die Wirtschaft verbunden wäre. Aber gerade hier ist auch der Gefahrenpunnt. Eine allzu freigebige, willkürliche oder unkontrollierte Hergabe von Krediten würde die letzten Dinge schlimmer machen als die ersten. Denn was ist denn das Notwendigste? Produktionssteigerung und Erhöhung der Leistungen. Wenn beides nicht verbunden ist mit einem normalen nach innen und nach außen erträglichen Preisstand, dann werden wir nicht zu den wirtschaftlichen Wirkungen kommen, die wir notwendig haben, um unsere Staatsund Privatwirtschaft zu sanieren. Wir brauchen also eine Fortsetzung des Preisabbaues. Eine Senkung des Preisstandes überhaupt, und alle Bestrebungen, die sich jetzt schon vielfältig regen, um eine Erhöhung des Preisniveaus herbeizuführen, müssen mit allem Nachdruck, und wenn es sein muß mit aller Rücksichtslosigkeit niedergekämpft werden, und zwar von vornherein durch die Verweigerung von Krediten. Kredite dürfen nur bei Nachweis ihrer Verwendung zu produktiven Arbeitsleistungen gegeben werden. Kredit zum Durchhalten von Warenlagern und dergl., die preistreibend wirken würden, müssen versagt, und solche Institute und Unternehmungen, die Kredite für derartige Zwecke verwenden, müssen von jeder weiteren Kreditgewährung unbedingt ausgeschaltet werden. Alles das werden wir nicht erreichen können, wenn nicht auch in der deutschen Wirtschaft die Grundsätze des Vertrauens, der geschäftlichen Moral und Solidität im Sinne des ehrlichen deutschen Kaufmannes, der dieser seiner Eigenschaft willen Weltruf genießt, zur Geltung gebracht werden. Der Abbau der Joll=Linie. Der Leiter des Wiesbadener französischen Zollamtes hat der Industrie= und Handelskammer eine Mitteilung gemacht, aus der vorgeht, daß der Abbau der Zollgrenze unmittelbar bevorsteht. Deuisches Erfuchen um Besatzungserleichterungen. Laut„B. Z. am Mittag“ hat Reichskanzler Marx in seiner letzten Mitteilung den französischen Ministerpräsidenten ersucht, daß in nächster Zeit in Paris eine Unterredung zwischen Vertretern Deutschlands und der Besatzungsmächte stattfinden möge über einige neue Vorschläge zur Erleichterung der Verwaltung des befetzten Gebietes. Gule Aussichten für die deutsche Anleihe. Newyork, 21. August. Eine Rundfrage bei den dedeutendsten amerikanischen Banken hat ergeben, daß die amerikanischen Bankiers in der Mehrzahl hinsichtlich der Unterbringung der 800=Millionen=Anleihe auf dem amerikanischen Markt sehr hoffnungsvoll sind. Die hauptsächlichsten Faktoren, die zur Besserung der wirtschaftlichen Beziehungen nach Unterzeichnung der Londoner Beschlüsse beitragen würden, seien der ausgezeichnete Innenwert der deutschen Anleihe, die Wiederbelebung der deutschen Industrie, der Beginn einer neuen Aera in den auswärtigen Beziehungen durch die Unterbringung der amerikanischen Kapitalien. Die Tariferhöhung bei der Regie. Die französisch=belgische Eisenbahnregie hat die Personenfahrpreise in der 1. und 2. Klasse um 40 Prozent, die Fahrpreise der 3. und 4. Klasse um 60 Prozent(!) erhöht. Eine Erhöhung der Gütertarife hat nicht stattgefunden, scheint auch nicht beabsichtigt zu sein. Die neue Form des Separatismus. Herriot hat in London die Zusage gegeben, daß künftighin die Separatisten nicht mehr unter dem besonderen Schutz der Besatzungstruppen stehen werden. Sie würden also, wenn sie ihrem alten Programm treu bleiben, von den deutschen Gerichten wegen Hochverrats belangt werden können. Darum stellen sie sich jetzt um. Sie nennen sich von nun an Förderalisten und halten sich für geschützt durch Artikel 18 der Verfassung. In einem Rundschreiben des Rheinisch=Westfälischen Volksbundes erklärt dessen Führer Matthes u. a.:„Nach der separatistischen Periode 1923 kehren wir zu unserem förderalistischen und pazifistischen Ausgangspunkt zurück.(!) Der Förderalismus auf Grund des Artikels 18 der Reichsverfassung ist im Rheinlande, in Hannover und in Hamburg, überhaupt in ganz Süddeutschland auf dem Marsch. Innerdeutscher Föderalismus und außerdeutsche Sicherheitsfragen sind miteinander verknüpft(!), was sich schon in gewissen Londoner Vorbesprechungen zeigte. Starke deutsche Parteien sind heute, wie an der Jahreswende 18/19. wieder föderalistisch. Wir glauben, daß nach der Entwicklung der letzten Monate ein Bundesstaat Rheinland sich mit entsprechender Autonomie wirtschaftlich westlich orientiert und politisch bei Deutschland bleibt, dessen Politik aus der Periode des Scheins in die des Seins rücken kann.“ Es erübrigt sich eine Wertung dieses„föderalistischen“ Programms. Um das Kohlensyndikat. Als die Franzosen und Belgier am 10. Januar 1923 in das Ruhrgebiet einmarschierten und ihre Tanks auf dem Marktplatz von Essen zum Schutze der interalliierten Kontrollkommission auffuhren, war das Gebäude, in dem sich das rheinisch=westfälisch Kohlensyndikat befindet, leer, dieses war mit seinen wichtigen Akten nach Hamburg übergesiedelt. Dadurch erschwerte man die Arbeit der Kommission ganz außerordentlich; denn das Syndikat war die Zentralstelle des Ruhrbergbaues, bei ihm konnte man alles über Organisation, Produktion, Absatz und Preispolitik des rheinisch=westfälischen Kohlenbergbaues erfahren. Aber die Übersiedlung und die Einrichtung des Micumsystems sprengte auch den bisherigen Rahmen des Syndikats, man fand sich schließlich bereit, eine Art Ersatz für die bisherige Kartellorganisation zu bilden; diese entstand unter den Namen Ruhrkohle=A.=G. Die Verhandlungen, die zu dieser Gründung führten, gingen damals schon unter starken Schwierigkeiten vor sich, weil man Mühe hatte, die bisherigen Teilhaber an dem rheinisch=westfälischen Kohlensyndikat unter einen Hut zu bringen. Der Vertrag, den man schloß, ist inzwischen gekündigt worden, und die Frage muß nun entschieden werden, wie man die neue Organisation aufziehen will. Eine Frage, die diesmal ein ganz anderes Gesicht hat als in der Zeit der Inflation, als in der Zeit der Vollbeschäftigung der Zechen und der kohlenverbrauchenden Industrien. Drei Interessentengruppen stehen sich gegenüber. Die eine Gruppe von Zechen gehört einem vertikalen Konzern an, sie geben also den größten Teil ihrer Kohlen zum Selstbverbrauch an die eigenen Hüttenwerke bezw. übrigen Fabrikationsunternehmungen. Die zweite Gruppe von Zechen ift entweder gleichfalls Glied eines gemischtwirtschaftlichen Konzerns oder auch nicht, jedenfalls verfügt sie über eine eigene ausgedehnte Handelsorganisation, die bei den heutigen Absatzschwierigkeiten geradezu in Konkurrenz zu dem gemeinsamen Verkaufskontor, eben dem Syndikat, steht. Und die dritte Gruppe setzt sich aus Zechen zusammen, die als reine Zechen bezeichnet werden, d. h. sie gehören weder einem gemischt=wirtschaftlichen Konzern an, noch haben sie eine eigene Handelsorganisation. Wirtschaftlich und finanziell ist die letzte Gruppe die schwächste. Was sich also heute in den Verhandlungen um den neuen Syndikatsvertrag abspielt, ist nicht etwa der Kampf um mehr oder minder scharfe Kartellbedingungen, sondern der Kampf des Kartellgedankens gegen den Trustgedanken. Die beiden Fronten sind nicht etwa Kohlenproduzenten und Verbraucherschaft, sondern Trust und Kartell. Für die Verbraucherschaft wäre natürlich der beste Ausgang in diesem Kampf die Wiederherstellung des Kartells, eben des rheinisch=westfälischen Kohlensyndikates, in dem die Truste bezw. die Zechen mit eigenen Handelsorganisationen in der Minderheit bleiben. Getreidepreise und Weltmarkt. Die unter dem Einfluß der Inflation erzeugten landwirtschaftlichen Produkte hatten bei dem Erscheinen der Rentenmark ihren Papierwert mit einem Schlage verloren und der tatsächliche Goldmarkwert trat in die Erscheinung. Die Landwirtschaft aber war gezwungen, zur Deckung der Kosten ihres Produktionsfortganges und vor allem ihrer steuerlichen Belastung alle verkäuflichen Produkte zum Verkaus zu stellen— um jeden Preis—, sodaß der gesamte Markt überschwemmt wurde und die Peise dadurch noch weiter gedrückt wurden. Gleichzeitig mit dem Bekanntwerden der ersten amtlichen Nachrichten über die Zollvorlage wurde die Ausfuhr landwirtschaftlicher Produkte im Prinzip freigegeben, und gleichzeitig setzte in Amerika durch die Spekulation eine Preishausse ein. Die sofortige Folge war ein starkes Anziehen der Getreidepreise. Der Weizenpreis war gestiegen von Mk. 13,3—13,8 pro Dz. am 24. Juni 1924, auf Mk. 18,5—19,0 am 31 Juli. Das ist also eine Steigerung um 18%, der Roggenpreis ging in der gleichen Zeit von Mk. 11,4—12,3 auf Mk. 13,7—14,3, also um 18% in die Höhe. In Chikago notierte Weizen am 31. Juli 1924 Mk. 20,9 pro Dz. Der Weltmarktpreis ist somit fast erreicht. Trotz dieser Tatsache wird in letzter Zeit der geringe Preisunterschied zwischen Inlandund Weltmarktpreis in verzerrter Darstellung — freilich ohne genaue Zahlenangabe— von der Presse, die freihändlerisch eingestellt ist bezw. die Industriekonzernen dient, welche ein Interesse an der Erhöhung des Frachtverkehrs hat, ausgenutzt, um die Notwendigkeit der Einführung von Agrarzöllen zu bestreiten. Die Unhaltbarkeit dieser Angriffe kommt deutlich zum Ausdruck in folgendem Zahlenbild, das die Preisentwicklung auf dem Inland= und Weltmarkt dieser Wenn die Getreidepreise noch nicht ganz den Weltmarktstand erreicht haben, so liegt das hauptsächlich daran, daß in Amerika eine Steigerung der Getreidepreise eingesetzt hat, die stark spekulativen Charakter trägt, so daß der gegenwärtige Stand der Weltmarktpreise nur von kurzer Dauer sein kann. Die riesigen Preistreibereien an der Chikagoer Börse sind bekannt. Die von der amerikanischen Spekulation verbreiteten pessimistischen Nachrichten über die Ernte in Nord=Amerika sind inzwischen schon zum Teil berichtigt worden. In Argentinien wird mit einer großen Ausdehnung der Anbaufläche für Weizen, in Canada für Roggen gerechnet. Ein Ueberangebot an Getreide auf Jahre hinaus bildet demnach für die deutsche Landwirtschaft eine scharfe und gefährliche Konkurrenz. Die Bauernvereine weisen daher darauf hin, daß durch die Erreichung der Weltmarktpreise die Produktionsnotwendigkeiten der deutschen Landwirtschaft noch nicht gewahrt sind und daß nur die baldige Einführung eines wirksamen Zolltarifs zur Wiederherstellung der Produktionsfähigkeit führen kann. VHIII Bestellen Sie umgehend die Zeitung für den Monat September. Die Heimatzeitung sollte in keinem Haushalt fehlen, zumal ihr Preis so billig gestellt ist, daß er allen erschwingbar ist. Der Briefträger nimmt jetzt Bestellungen entgegen. Nach dem 25. August erhebt die Post einen Zuschlag von 20 Pfennig. A Mimn Die„Mescheder Zeilung“ gehl nicht ein! Die„Mescheder Zeilung“ ist weder von einer auswärtigen Zeilung aufgehauft, noch ist sie„untergeschlupft“, sie ist nach wie vor eine selbständige, unabhängige Zeitung, die im alten Verlage unverändert weiter erscheint, allerdings eifrig bestrebt ist, sich in dem Rahmen, der ihr als Heimatzeitung eines ländlichen Bezirks gegeben ist, nach Kräften auszubauen und auszudehnen. Dank der Treue ihrer Bezieher hat die„Mescheder Zeitung“ hisher nicht nur ihren Abonnentenstamm erhalten, sondern ihn fortwährend und steiig zu erhöhen vermocht. Es liegt also kein Grund vor, die seit länger als acht Jahrzehnten bestehende„Mescheder Zeitung“ einem auswärtigen Unternehmen anzugliedern oder in einem solchen aufgehen zu lassen. Wir stellen dies erneut hiermit fest, weil wieder einmal Gerüchte im Umlauf sind. Wir wissen wohl, von welcher Seite sie aufgebracht werden, wir kennen auch die Absicht der Urheber. Vielleicht aber würden gerade sie von dem Verschwinden der„Mescheder Zeitung“ den größten Nachteil haben, weil ihnen damit ihre beste Nachrichtenquelle aus dem Kreise Meschede versiegen würde. Es gibt kaum eine in der „Mescheder Zeitung“ wiedergegebene Nachricht aus Stadt und Kreis Meschede, die nicht mit skrupelloser Rücksichtslosigkeit nachgedruckt würde. Meschede, 22. August 1924. Blumentag in Meschede. Es ist in dieser Zeitung des öfteren schon über das Krieger=Ehrenmal an der Hennetalsperre berichtet und darauf hingewiesen, daß infolge der Zeitverhältnisse die Baukosten dieses Erinnerungszeichens an die Fefallenen Helden des Sauerlandes noch nicht gänzlich gedeckt werden konnten. Ehrensache muß es aber sein für jeden, der„Kameradschaft“ und„Gedenken der gefallenen Söhne der Heimat“ nicht nur als leere Worte betrachtet, sondern auch durch die Tat zu zeigen gesinnt ist, dafür zu sorgen, daß schließlich die Denkmalsangelegenheit erledigt wird. Es geht nicht an, immer wieder zu betrachten uno zu überlegen, wie es hätte gemacht werden müssen und was besser war— nein, heute kommt es darauf an, den für die edle Sache begeisterten Leuten, die die Errichtung des Ehrenmals begannen, beizuspringen und zu beweisen, daß das ganze Sauerland seiner Heldensöhne dankbar gedenkt und sie in treuer Liebe ehrt. Aus dieser Erwägung haben nach ernster Beratung die Vorstände der vaterländischen und kameradschaftlichen, wie anderer Vereine(Westfalenbund, Jungdeutscher Orden, Kameradschaftlicher Verein, Gardeverein, Schützenbruderschaft, Verein Sauerländer Jäger, Gesangverein Sauerlandia, Musik= und Gesangverein u. a.) beschlossen, durch die Veranstaltung eines Blumentages die Kosten des Ehrenmals aufbringen zu helfen. Es wird erwartet, daß am 81er=Tage, wie auch vielleicht, wenn es notwendig werden sollte, später zu anderen Gelegenheiten es an der Unterstützung durch reichliche Spenden nicht fehlen wird. Dann wird aus allgemeinster Hilfe heraus das Ehrenmal für die im Weltkriege gefallenen sauerländischen Helden erstanden sein. Darum gebe jeder nach seinen Kräften; viele Wenig bringen ein Vieles! (*) Am heutigen Tage begehen die Eheleute Landwirt Caspar Röttger und Florentina gev. Rüthing im benachbarten Heggen ihre silberne Hochzeit. Wir gratulieren! +Der Sauerländer Heimatbund teilt uns mit, daß anläßlich des Heimakfestes in Altendorn Sonntag, den 24. August 1924, folgende Sonderzüge fahren: Finnentrop ab 9.09 vorm., Attendorn an 9.25 vorm.; Attendorn ab 10.30 nachm., Olpe an 11.07 nachm. Der Zug hält auf allen Stationen. Außerdem ist ein Sonderzug 10.30 Uhr nachm. ab Attendorn nach Wennemen beantragt. OS. G. V. Abl. Meschede. Der geplante Ausflug nach Attendorn wird aus Anlaß der Tagung des Sauerländer Heimatbundes am Sonntag, den 24. August, ausgeführt. Abfahrt von Meschede morgens 720 Uhr. Der Dank eines Auswanderungsschwindlers. Die Dummen werden nicht alle! Das bezeugt mit rührender Dankbarkeit ein Auswanderungsschwindler, der von London aus unter den Decknamen W. Wellmann und Wilhelm Weehler durch Inserate in deutschen Zeitungen Landarbeiter zur Ernte in Kanada suchte und gegen Einsendung von 5 Billionen freie Überfahrt gegen sechsmonatige Arbeitsleistung versprach. Nachdem dem Mann, der sich jetzt Alex Schwiedersky nennt, infolge der Aufmerksamkeit der deutschen Behörden der Boden in London zu heiß geworden war, hat er sich nach Rotterdam begeben und schreibt von dort in schlechtem Englisch, daß er trotz der öffentlichen Warnungen der Reichsstelle für das Auswanderungswesen von vertrauensseligen Deutschen bereits soviel 5 Rentenmarknoten erhalten habe, daß er das Reisegeld nach Kanada für sich reichlich beisammen habe. Er könne es nicht unterlassen, allen Spendern herzlichen Gruß und Dank zu sagen. (B) Brieftaubensport. Nationalwettflug Schneidemühl, Entfernung 645 km. Den 280. Preis(von 328) erana vom Brieftaubenliebhaberverein„Sauerlandia Meschede“ Theodor Henke. Gut Flug! S Die Zeitungen berichten von einem geHochstapler, der von der Wiesbadener Polizei am dortigen Hauptbahnhof milsamt seiner Frau festgenommen wurde. Es ist der angebliche Grubendirektor Karl Zimmermann und seine Frau Helene geb. Kellerhoff. Der„Herr Direktor“ hatte seine Frau, die in Wiesbaden längere Zeit in einem Hotel wohnte und nachher verschwand, oyne ihre Rechnung zu begleichen, besucht, nachdem er in Creuzthal bei Siegen eine Bank um 40 000 Goldmark geschädigt hatte. Es hat sich herausgestellt, daß Zimmermann von einer ganzen Anzahl Staatsanwaltschaften gesucht wird, von Frankfurt, Heidelberg, Duisburg, Berlin und Hamm. — Wir erwähnen diesen Schwindler, weil er vor einiger Zeit auch in Meschede eine Gastrolle zu geben vorhatte. Der Hotelwirt aber traute der Sache nicht, und so kam er mit dem blauen Auge davon. Den Berichten der Wetterwarte zufolge ist vorläufig mit einer Anderung der Witterung noch nicht zu rechnen. Das Tiefdruckgebiet erstreckt sich über Rußland, das mittlere Deutschland, England und Frankreich, während Östdeutschland sommerliche Wärme mit klarem Himmel bei vereinzelten Gewittern aufzuweisen hat. Spanien dagegen leidet schon seit Wochen unter einer ungeheuren Dürre. Amerika hat ein Wetter ähnlich dem unsrigen. Freundlicher Herbst in Aussicht? Die Wetterwarte Aachen teilt mit: In der zweiten Hälfte des Sommers und namentlich im ersten Herbstmonat pflegt der Luftdruck von Osten her stärker zu steigen, sodaß hierdurch Hochdrucklagen entstehen können, welche einen stabileren Charakter in sich tragen. Obschon in der ersten Zeit die Aktivität der ozeanischen Tiefdruckgebiete fortbestehen bleibt, so hat es doch den Anschein, als wenn dies baldigst ein Ende erreichen würde und damit auch wieder längere Trockenperioden für den Herbst in Aussicht ständen. Über die Aussichten der nächsten Tage meldet die Warte: Die Lage des Azorenmaximums zeigt noch immer keine wesentliche Anderung. Über dem europäischen Festland ist der Luftdruck verhältnismäßig niedrig und in der Nähe der Insel Island ein neues Tief in Aktion getreten. Die Ungunst der Witterung wird daher noch einige Tage anhalten und erst von Sonntag ab dürfte mit einer vorübergehenden Besserung gerechnet werden. Wennemen. Kommenden Sonntag, 24. August, wird nachmittags gegen 5 Uhr der bekannte Franziskanerpater Elpidius in der Schützenhalle von seiner Missionsreise durch Sachsen und Thüringen erzählen. Anschließend wird die abstinente Jugendbewegung etwas zur. Unterhaltung bieten: Reigen, Tänze, Volkslieder. )(( Ramsbeck. 21. Aug. Die Primiz des Neupriesters Herrn Franz Hoffmeister am Sonntag gestaltete sich zu einem Freudentag, an dem die ganze Gemeinde herzlichen Anteil nahm. Wie man hört, wird Herr Hoffmeister seine erste Anstellung in Antfeld erhalten als Pfarrvinar; er bleibt also zunächst in seiner sauerländischen Heimat. Niedermarsberg, 21. August. Die Verwaltung der Stadtberger Kupferhütte, die am 1. August wieder gegen 80 Arbeiter entlassen hatte, hat jetzt dem letzten Rest ihrer Arbeiter, etwa 30 Mann, gekündigt, sodaß der alte Kupferbergbau, der seit Jahrhunderten hier betrieben worden ist, am 1. September zum Erliegen kommt. Zum größten Bedauern der hiesigen Bevölkerung sind die Kupfererze seit einigen Jahren immer weniger geworden, sodaß der Abbau nicht mehr lohnt. Durch diese Stilllegung wird die Zahl der arbeitslosen Arbeiter und Beamten hier in Marsberg bedeutend vermehrt. Siegen, 21. Aug. Anfang September wird man in Siegen das 700jährige Bestehen festlich begehen. Die alte, steile Bergstadt an der Sieg wurde im Jahre 1224 von einem Fürsten von Oranien gegründet. Napoleon I. hob das kleine Fürstentum dann im Jahre 1806 auf und verleibte es dem ehemaligen Herzogtum Berg ein., Von 1813—1815 wurde es dann noch einmal für zwei Jahre selbständig, bis es in dem letztgenannten Jahre auf dem Wiener Kongreß zu Preußen kam. Efeuumrankt recken sich die grauen Mauern der beiden Schloßburgen ins Blaue. Sie haben viele kriegerische Stürme, die über das Land der roten Erde dahingebraust sind, gesehen. Die Nachkommen der alten Sachsen, für die die Siegener sich halten, wissen darüber mancherlei zu sagen. Augenblicklich zählt Siegen ca. 30000 Einwohner. Es gill als die Wiege des Kunstwiesenbaues. Produziert werden dort Leder, Papier. Tuch, Leim und Maschinen. Doch macht sich die Wirtschaftskrise hemmend bemerkbar. In Siegen hat der berühmte Maler Rubens das Licht der Welt erblickt. Auch seiner wird bei der kommenden Feier wohl gedacht werden. In der verflossenen Woche(10. bis 16. August) mußte wegen Absatzmangels im Ruhrbergbau auf 147 Schachtanlagen 195 639 Feierschichten eingelegt werden. In den letzten vier Wochen stellte sich die Gesamzahl der Feierschichten auf 909007. Köln. 21. Aug. Mit Rücksicht auf die derzeitige schlechte Geschäftslage und um eine erhöhte Verdienstmöglichkeit zu erzielen, hat eine Reihe von Tabak= und Kolonialwarenhändlern beantragt, ihnen den Verkauf von Spirituosen zu gestatten, uno zwar flaschenweise im versiegelten Zustand. Die Behörde hat das abgelehnt, weil nur das öffentliche Interesse maßgebend sein dürfe, nicht die wirtschaftliche Lage der Antragsteller. Die öffentlichen Belange aber widersprechen einer Vermehrung der Alkoholverkaufsstellen.— Über eine eigenartige Hilfeleistung der Kölner Feuerwehr ist zu berichten. Vor einigen Tagen wurde die Wehr am Vormittag nach der Straße Auf dem Brand, die unmittelbar am Rhein liegt, gerufen. Dort war ein Teil einer Giebelmauer eingestürzl. Weitere Teile der Giebelmauer und ein Teil der Vorderseite des alten Hauses drohten gleichfalls einzustürzen und auf die Straße zu fallen. Die Feuerwehr trat sofort als Abbruchunternehmer auf. Mit einem Wasserstrahl von 65 cm brachte sie die zum Einsturz neigenden Gebäudeteile sofort zum Fallen und beseitigte so eine große Gefahr.— Die Hohenzollernbrücke, die lange Zeit wegen Erneuerung des Holzpflasters gesperrt war, ist wieder für den gesamten Fuhrwerkverkehr freigegeben. Die 17. Generalversammlung des Gewerkvereins christl. Bergarbeiter, verbunden mit der 30jährigen Gedenkfeier findet am Sonntag, den 24. August, und den folgenden Tagen in Köln im Volksgarten statt. Am Sonntag, nachmittags 5 Uhr, findet die Gedenkfeier durch Festrede und Begrüßungsansprache der Kölner christl. Gewerkschaften statt, woran sich ein gemütliches Zusammensein schließt. Am Montag, den 25. August, beginnt die eigenttiche Tagung mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht über Entwicklung und Tätigkeit des Gewerkvereins. a) Geschäfts= und Kassenbericht(Imbusch): b) Arbeits= und Lohnverhältnisse(Rotthäuser und Kuhnen); c) Betriebsräte(Wehner); d) Knappschaftswesen(Wegener); e) die Arbeit in den Parlamenten und Selbstverwaltungskörpern(Steger); f) Jugendbewegung(Wiedfeld); g) Presse u. Bildungswesen(Rütten u. Kiefer); h) Rechtschutz(Thiele); i) internationale Bergarbeiterbewegung (Harsch). 2. Die soziale Reaktion und ihre Folgen(Imbusch). 3. Beratung der gestellten Anträge und Anderung der Satzung. 4. Neuwahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer. Aus dem Siegerlande, Dill=Lahngebiete, dem Sauerlande und dem Westerwalde nehmen 6 gewählte Delegierte teil.— Die Belange des Siegerländer Wirtschaftsgebietes werden besonders hervorgehoben. für Aulomobilisten wichtige scheidung fällte das Potsdamer Amtsgericht. Ein Kaufmann aus Berlin fuhr am 1. Pfingstfeiertag mit seinem Kraftwagen die Straße Potsdam—Bornim. Unterwegs wurde der Kraftwagen von einem Landjäger angehalten und durch Stoppuhr eine Fahrtgeschwindigkeit von 51 Kilometer festgestellt. Er erhielt Strafbefehl wegen zu schnellen Fahrens. Im Einspruchverfahren vor dem Potsdamer Amtsgericht wurde der Angeklagte mit der Begründung freigesprochen, daß das Gericht eine unbedingte Zuverlässigkeit einer Stoppuhr nicht mehr anerkenne. In Nord= und Oftsee, in deutschen und dänischen Gewässern, werden zurzeit auffallend viele Aale gefangen; die Fänge anderer Fischarten gehen immer mehr zurück. Der Butt ist aus dem sonst so fischreichen Kattegatt und dem Skagerrak fast verschwunden. Woher plötzlich die Aalmassen kommen, ist noch nicht ergründet; gerade in diesem Sommer rechnete man wegen des strengen und langen Winters mit sehr ungünstigen Fangergebnissen. Die Ausbeuten aber sind über alles Erwarten groß. Allein an den Altonaer Fischmarkt wurden in den letzten 14 Tagen etwa 6500 Pfund Aale geliefert. Auch von der englischen Küste werden bedeutende Aalfänge gemeldet. Die größte Fensterscheibe. Das größte Stück Glas, das je als Scheibe verfertigt worden ist, befindet sich auf der Britischen Reichsausstellung in Wembley, wo man die Superlativsucht der Amerikaner übertrumpfen will. Die riesige Fensterscheibe, die 14 zu 24 Fuß mißt, wurde in einem für sie angefertigten Eisenbahnwagen von Vorkshire nach London gebracht. Die Strecke mußte mit Vorsicht ausgewählt werden, um zu niedrige Brücken zu vermeiden, unter denen die Scheibe nicht hindurch konnte. Die Fläche dieses gewaltigen Glasstücks beträgt 336 Quadratfuß, und die Ausladung in Wembley war sehr schwierig, wobei besondere Apparate in Anwendung gebracht werden mußten. Man hat aber alle Schwierigkeiten glücklich überwunden, und die größte Fensterscheibe der Welt kann von den Besuchern genügend bewundert werden. Importierte Fliegen. Die Farmer der Vereinigten Staaten beklagen sich seit einiger Zeit lebhaft über die Schäden, die ein gewisser japanischer Käfer ihren Ernten zufügt. Beso ders stark betroffen sind die Distrikte an d Küste des Atlantischen Ozeans. Das Lan wirtschaftsministerium, das sich mit der Ang legenheit befaßte, hat zur Verhütung weitere Schadens beschlossen, bestimmte Arten von Flie gen aus Japan zu importieren, die als Fein dinnen jener Käferart bekannt sind. Eine ers Sendung von 40000 Fliegen ist bereits einge troffen. Ein Mitglied jener Kommission, di zum Studium der Lebensweise des Käfers uns seiner Feindin nach Japan entsandt war, hasie von dort mitgebracht. Weitere Forschunget werden in China, Indien und Asiatisch=Rußlanf angestellt, wo der Käfer gleichfalls heimisch i Gebote beim Obsipflücken. Daß d zeitrichtige Ernte des Obstes, das heißt de richtige Abpassen des Termines der Baumreif für den Geschmack und die Haltbarkeit deitswert des Nestle'sche Baumfrüchte, insbesondere des Kernobstes, voßnaldose ist in allen 2 großer Bedeutung ist, ist längst und allgemeum Einheitspreis vo bekannt. Als wichtigstes Gebot hierfür ist zllustrierte Broschüren beachten, den Erntetermin möglichst lange hinauchstenlos durch:„Lind zuschieben, so weit es sich um ausgesprocherbt. 6, Berlin W 57. Dauerfrüchte handelt, ihn dagegen sorgsam solchen Früchten abzupassen, die, wie einig Sorten der Sommerbirnen und Sommeräpf Hofgnntn mit der Baumreife zugleich auch ihre Genußrei erlangen und deshalb nach der Ernte in wen Katzung für gen Tagen verbraucht werden müssen. M Cchung u übt bei diesen Früchten deshalb auch allgemelale Tøil dos Krøf die Vorsicht, sie bereits einige Tage vor deuld Zeu 8eys. Eintritt der Baumreife, die sich durch leicht des Kreise Lösen vom Stiel, stärkeres Aroma, lebhaft guf Grurd d Färbung und Bräunung der Kerne kennzeichnl. Zugendwohlfahr zu pflücken, um die Zeit ihrer Haltbarkeit nat Ausführungsges Möglichkeit zu verlängern. Dagegen wird Peupe deblahrt vom Haltbarkeit und die Güte des Spätobstes be deutend gefördert, wenn die Früchte mögliach, luß des Kreistage lange am Baume bleiben und nicht früher Ande Satzung festgesetz genommen werden, bis drohende Fröste un 8 1. Eür die unwirtliche Witterungsverhältnisse dazu zwingel Bochsgesetzes fi Die Früchte gewinnen dadurch nicht nur me des Zeichsgehe Zeit zur Ausbildung ihrer chemischen Aufbaßs. Meschede ein be stoffe, sondern erlangen auch in der Schale undie Bezeichnung im Fleische mehr Festigkeit und Widerstanzpelche die Bezeichnu. Jedoch Vorsitzender fähigkeit sowie feineres Aroma. Jedoch as Vorsitzend auch der Erfahrungssatz zu beachten, daß der Stellvertreter spät gepflückte Früchte teigig und geschmachlhe senbes gewählt werden können, während zu früh gepflückt Gefahr des Einschrumpfens ausgee, dant an zehnin eiden Fällen also eine wirtschaftlichse nd bewährte ig der Früchte eintritt. Maßgebenl 8 4 Dier Mitalie und mitwirkend für die richtige Abpassung Aeschuß auf Grur Pflückzeit sind natürlich auch die ortlichzreise wirkenden freier Witterungsverhältnisse, ferner der meyr sonnhelche sich ganz oder p oder schattige Baumstandplatz, die meyr ods der Zugendwohl weniger schwere Bodenart und nicht zuletzt Ingendbewegung diener vielen mehr oder minder wichtigen Faktor eine andere Zeit für die Baumreise eintegrersgueschek Sjorhoi kann. Zwischen dem süd= und norddeutschhr Vereinigungen für Obstbaugebiete können diese Zeiten um acht ege Rücksicht zu nel vierzehn Tage differieren. Vertieft. Die Sonne, die hat so freundlich gesehn zu mir ins Zimmer hinein. Die Vöglein, die flinken, die sangen so schön ffentliche Bekanntmacht und schauten durchs Fensterlein. hlagsrecht auszuüben. Und die Sonnenstrahlen, die lachten mich§ 5. Weiter gehör Doch/ meint ihr, sie hätten mir's angetan?) Je ein katholischer Im Schoß ein zerlesenes Büchelein, das trug in ein fernes Land mich hinein. In ein Land so herrlich, so wunderschön, wo die Lüfte stets weich nur und linde wehn Und geschwinde— mit Traumesmacht ward ich zum Kind dieses Landes gemacht Zwei Lehrpersonen Und mit Traumesaugen und staunendem Herz die vom Kreistag erlebt ich drin Wunder, fühlt Lust mit und gewählt werden. Schmerz Zwei vom Kreistag Doch inmitten des süßen träumenden Lebens die Wahlen von Kre da lockten die Vöglein, die Sonne vergebens Vorschrift gewählte, Von Annemarie Müller, erfahrene und bewäh gev. 22. Juni 1909, gest. 29. Februar 19§ 6. Soweit sie n 5 Mitglieder des Jug lo zur Teilnahme an und haben in diese Sonnkag, 24. August.(11. nach Pfingsen der Kreisschulrat. Evangelium: Vom Taubstummen. Mark. 7. 31—4 der Kreismedizinalar Siehe: Das Neue Testament, Ausg. Weinda der Gewerbergt. der Vormundschaftsr 6 Uhr: hl. Messe. Sind mehrere solch Frühmesse mit Predigt. gestellt, so erfolgt die hl. Messe„„ ssetzte Dienstbehörde. Hochamt„„ Diesen Staatsbeamt Andacht. A Anspruch auf Vergi Vereinsandacht mit Ansprache sur den Sitzungen nicht Jungfrauenkongregation. Evangelische 10 Uhr vormittags: Hauptgottesdienst. Im Kinde liegt die Humun, Zulsiglieder muß das Juge ist es notwendig, das Heranwachsen einer Konto-Korr en Bereich des Lan § 3. Außer dem einer rationellen Boden= und Baumpflege. Dehppolte Anzahl der au so verschieden diese mit= und gegeneinander aubrzuschlagen. Die Bo wirken können, so abweichend von der Anpzählbarkeit für Ehrend können sie den Eintritt des Reifetermins die einflussen, sodaß für ein- und dieselbe Obsahung des Vorschlagsr und=sorte in den verschiedensten Gegenden au z stellende ine andere Zeit für die Baumreife eintreufnehuß Hierbei heidungen können di wie Vereinigungen, dere binnen 2 Wochen egierungspräsidenten e Die Vereinigungen Geistlicher, der von ihrer Religionsgesel gewählt wird. Di sind aufzufordern, machen. § 7. Die Amtsdar igendamtes beträgt 4 uf dieser Frist endet tzleute. § 8. Das Jugenda Jarinmen. Auf Antrag1 faßt seine Beschlüsse sunden Jugend zu fördern. Schon be. Ihen Sitzungen, zu de Säuglingen muß der Grundstein zur Kraftgemäß 86 zur Seil fähigkeit oder beim Entwöhnen das alberch ugsofung augh auf und stets zuverläsige Nestle's Kindermehl. De Beschlüsse werden der jetzigen Eltern sind in ihrer eigenen frug eyeheit gefaßt: be Str ernährt wor Vorsihande Das Jugend mit Nestle's Kindermehl ernährt wo.f Vorsitzende und zu tüchtigen Menschen herangewüch nig we n mindestens gewiß Beweis genügend für den hohen Gesa swesend ist. igt. Beso kte an d Das Lan der An ng weitere von e als Fei Eine ers ereits eing imission,d Käfers un t war, Forschung isch=Rußla heimisch i Daß de heißtd Baumreif Ländliche Centralkasse Hauptstelle: Münster i. W. Bankgeschäft Filialen: Bocholt Heiligenstadt Cloppenburg i. O. Herford Gladbeck Letmathe und über 1000 Spar- und Darlehnskassen-Vereine im westfälischen Bezirk. Spareinlagen yten micha angetan? des Kreises Reschede. Auf Grund der§§ 8 ff. des Reichsgesetzes r Jugendwohlfahrt vom 9. Juli 1922 und des reuß. Ausführungsgesetzes zum Reichsgesetz für ugendwohlfahrt vom 29. März 1924 wird für en Bereich des Landkreises Meschede durch tbarkeit deitswert des Nestle’schen Kindermehles. 1 Ori nobstes, voßnaldose ist in allen Apotheken und Drogerien nd allgemeim Einheitspreis von Mk. 1,50 erhältlich. ierfür ist zllustrierte Broschüren über Säuglingspflege unge hinaucstenlos durch:„Linda“=Gesellschaft m. b. H., isgesprochenbt. 6, Berlin W 57 sorgsam b Somahe Bekanntmachungen. nen. Satzung für das Jugendamt ich allensals Teil des Kreiswohlfahrtsamtes urch leicht a, lebhafte kennzeichne tbarkeit na sen wird d dätobstes b hte möglichehluß des Kreistages vom 27. 6. 1924 folFröfte„iende Satzung festgesetzt: Froste u§ 1. Für die Erfüllung der aus den§§ 3 des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt sich diurhgebenden Aufgaben wird beim KreiswohlfahrtsSchals nnt in Mleschede ein besonderer Ausschuß bestellt, Midarstan delcher die Bezeichnung Jugendamt führt. Widerstandg§ 2. Vorsitzender des Jugendamtes ist der Jandrat als Vorsitzender des Kreisausschusses. der Stellvertreter im reisausschuß gewählt. h gepfluchg§ 3. Außer dem Vorsitzenden gehören dem wirtschatt ugendamt an zehn in der Jugendwohlfahrt erchaghrene und bewährte Männer und Frauen, geden§ 4. Dier Mitglieder werden vom Kreis Sa örtlicdusschuß auf Grund von Vorschlägen der im ggreise wirkenden freien Vereinigungen ernannt, negelche sich ganz oder vorwiegend mit der Fördeht zulebt ung der Jugendwohlfahrt befassen oder ugendbewegung dienen. Diese Vereinigungen haben mindestens die pppelte Anzahl der auf sie entfallenden Vertreter und auprzuschlagen. Die Vorgeschlagenen müssen die n der 2npählvarkeit für Ehrenämter des Kreises besitzen. Ctermins über die Zulassung der Vereinigungen zur Auselbe Bouhung des Vorschlagsrechtes und die Zahl der egenden dpn ihnen zu stellenden Vertreter bestimmt der wird durch den der reisausschuß. Hierbei ist auf die Bedeutung eife eintrete norddeutsche, Gereinigungen für die Jugendwohlfahrtsum acht oflege Rucksicht zu nehmen. Gegen die Entheidungen können die Vorschlagsberechtigten, wie Vereinigungen, deren Vorschlagsrechtabgelehnt „binnen 2 Wochen Beschwerde beim Herrn gesehn segierungspräsidenten erheben. Die Vereinigungen sind schriftlich oder durch n so schön ffentliche Bekanntmachung aufzuforden, ihr Vorhlagsrecht auszuüben. hinein. erschön, linde wehn. smacht es gemacht. endem Herze mit und Schmerze en Lebens vergebens 5. Weiter gehören dem Jugendamt an: Je ein katholischer und ein evangelischer Geistlicher, der von den zuständigen Stellen ihrer Religionsgesellschaften ernannt oder Religionsgesellschaften hierzu Vorschläge zu (Lehrer und Lehrerin), nach Mehrheitsbeschluß gewählt wird. Di sind aufzufordern, machen. Zwei Lehrpersonen die vom Kreistag gewählt werden. Zwei vom Kreistag auf Grund der für die Wahlen von Kreisehrenbeamten geltenden Vorschrift gewählte, in der Jugendwohlfahrt erfahrene und bewährte Männer und Frauen. § 6. Soweit sie nicht schon auf Grund des Mitglieder des Jugendamtes geworden sind, lo zur Teilnahme an seinen Sitzungen berecht und haben in diesen beratende Stimme: der Kreisschulrat, der Kreismedizinalarzt, der Gewerberat, der Vormundschaftsrichter. Sind mehrere solcher Beamten im Bezirk gestellt, so erfolgt die Auswahl durch die voretzte Dienstbehörde. Diesen Staatsbeamten steht gegen den Kreis Anspruch auf Vergütung für die Teilnahme brache für den Sitzungen nicht zu. n.§ 7. Die Amtsdauer der Mitglieder des igendamtes beträgt 4 Jahre. Mit dem Abneinde. IU dieser Frist endet auch das Amt der Eratbleute. §8. Das Jugendamt tritt nach Bedarf zuDarnmen. Auf Antrag von wenigstens ½ seiner ilglieder muß das Jugendamt einberufen werden. faßt seine Beschlüsse regelmäßig in nicht öffentAüller, Februar 19 ark. 7. 31—8 isg. Weinha. Kirche S. 50 § 9. Der Vorsitzende hat die Verhandlungen des Jugendamtes vorzubereiten, die Sitzungen zu leiten und die Beschlüsse zu vouziehen. Er führt die laufenden Geschäfte und wird zu selbständigen Entscheidungen auch in Angelegenheiten ermächtigt, die satzungsgemäß dem Jugendamt vorbehalten sind, wenn es sich um eine dringliche Entscheidung handelt. In diesem Falle ist dem Jugendamt nachträglich Bericht zu erstatten. § 10. Zu den Obliegenheiten des Jugendamtes gehören: 1. Die Aufstellung von Grundsätzen und Richtlinien für die Erfüllung der dem Jugendamt zugewiesenen Aufgaben, sowie der Erlaß der Geschäftsordnung für die Verwaltungstätigkeit. 2. Die Mitwirkung bei den Vorbereitungen für die Aufstellung des Haushaltsplanes des Kreisjugendamtes und bei der Vorprüfung der Jahresabrechnung und die Erstattung eines Jahresberichtes. 3. Die Beschlußfassung über die Verwendung der im Haushaltsplan für das Jugendamt bewilligten Mittel. 4. Die Entscheidung über alle Fragen grundsätzlicher Art. § 11. Das Jugendamt kann nach Bedarf die Erledigung einzelner Geschäfte oder von Gruppen von Geschäften Beamten oder Angestellten des Kreises, einzelnen seiner Mitglieder, sowie Fach= und Ortsausschüssen oder freien Vereinigungen für Jugendwohlfahrt oder Jugendbewegung oder einzelnen in der Jugendwohlfahrt erfahrenen und bewährten Männern oder Frauen übertragen. Bei Zusammensetzung der Fach= und Ortsausschüsse sind die freien Vereinigungen für Jugendwohlfahrt und Jugendbewegung in angemessener Weise zu beteiligen. In die Ausschüsse können auch Personen gewählt werden, die nicht Mitglieder des Jugendamtes sind. § 12. Für Mündel, die für das Jugendamt eine Amtsvormundschaft im Sinne von§ 32 R. J. W. G. führt, wird widerruflich die Ausübung der vormundschaftlichen Obliegenheiten einem Kreisausschußbeamten oder Angestellten als beauftragtem Amtsvormund übertragen. Er untersteht der Leitung des Vorsitzenden bezw. seines Stellvertreters nach den näheren Bestimmungen des Jugendamtes. § 13. Die Dienstaufsicht über die Beamten und Angestellten des Jugendamtes führt der Landrat als Vorsitzender des Kreisausschusses. § 14. Gegen die Entscheidung des Jugendamtes oder der Stellen, welchen die Erledigung jugendamtlicher Aufgaben übertragen sind— § 11 der Satzung— steht der Einspruch zu: 1. wenn durch Nichtanwendung oder unrichtige Anwendung des bestehenden Rechtes, insbesondere auch rechtsgültiger Satzungen, das Interesse eines Kindes oder einer Gruppe von Kindern verletzt ist, dem gesetzlichen Vertreter oder den Eltern des Kindes, oder denjenigen, die berechtigt sind, die Inleressen der Gruppe zu vertreten, insbesondere den gemäß§ 29 R. J. W. G. von den von der Aufsicht des Jugendamtes befreiten Anstalten und für geeignet erklärten Vereinigungen. 2. Wenn die Entscheidung die Erlaubnis zur Aufnahme eines Pflegekindes oder die Aufsicht über ein Pflegekind betrifft, den von der Entscheidung Betroffenen sowie den Eltern und dem gesetzlichen Vertreter des Kindes. § 15. Der Einspruch ist dem Kreisausschuß zur Entscheidung vorzulegen, falls ihm vorher nicht anderweitig stattgegeben wird. Gegen den Beschluß des Kreisausschusses findet binnen einer Frist von 2 Wochen die Beschwerde an den Regierungspräsidenten und in den Fällen von§ 14 Ziffer 1 wahlweise die Klage im Verwaltungsstreitverfahren statt. In den Beschlüssen des Kreisausschusses ist auf diese Vorschriften hinzuweisen. Meschede, den 27. Juni 1924. Der Kreislag des Kreises Meschede. infi. sen einer bei on der hen Sitzungen, zu denen die Mitglieder und weitblicken gemaß§ 6 zur Teilnahme Berechtigten unter sitteilung der Tagesordnung einzuladen sind. Zustimmung aller Mitglieder kann eine BeGenehmigt: Arnsberg, den 31. Juli 1924. Namens des Bezirksausschusses, Abt. 1: Der Vorsitzende. J. V.: gez. Unterschrift. ichender S as albeweslußfassung auch auf schriftlichem Wege erfolgen. der eshen, Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenrheit gefaßt; bei Stimmengleichheit entscheidet Vorsitzende. Das Jugendamt ist beschlußgenen frühes rnährt wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder Kreissatzung über die Einrichtung der Kreishebammenstelle im Kreise Meschede. Auf Grund der§§ 20 und 61 der Kreisordnung für die Provinz Westfalen und des § 31 des Gesetzes über das Hebammenwesen vom 20. Juli 1922 wird für den Kreis Meschede folgende Satzung erlassen: § 1. Für den Kreis Meschede wird eine Hebammenstelle eingerichtet. Sie hat ihren Sitz in der Stadt Meschede. § 2. Die Kreishebammenstelle hat die Aufgabe, sich zu äußern: a) vor der Abgrenzung und Abänderung von Niederlassungsgebieten und Hebammenbezirken, insbesondere bei der Feststellung des Bedürfnisses nach einwandfreier Versorgung mit Hebammenhilfe(§ 21 des Hebammengesetzes); b) vor der Erteilung oder Zurücknahme einer Niederlassungsgenehmigung(§§ 7 u. 9 a. a. O.); c) vor der Erteilung oder Zurücknahme der Genehmigung zu einer anderen Erwerbstätigkeit(§ 13 a. a. O.); d) vor der probeweisen oder endgültigen Annahme einer Bezirkshebamme; e) vor dem Ausspruch einer Kündigung in den Fällen des§ 25 Abs. 2 des Hebammengesetzes; f) vor der Festsetzung einer Gebühr nach§ 16 und im Falle des§ 17 Abs. 7 a. a. O.; g) vor der Einleitung eines Strafverfahrens nach§ 41 a. a. O.; h) vor der Erhebung einer Klage auf Zurücknahme des Hebammenprüfungszeugnisses (§ 53 der Reichsgewerbeordnung) oder vor der Zurücknahme einer nach§ 4 Abs. 1 des Gesetzes erteilten Genehmigung des Ministers für Volkswohlfahrt; i) vor allen übrigen wichtigen, das Hebammenwesen des Kreises betreffenden Angelegenheiten. Die Kreishebammenstelle kann im Falle des § 9 des Hebammengesetzes die Verwarnung einer Hebamme beschließen. § 3. Die Kreishebammenstelle setzt sich wie folgt zusammen: 1. aus dem Landrat als Vorsitzenden des Kreisausschusses; 2. aus dem Kreismedizinalrat; 3. aus 2 Hebammen aus dem Kreise Meschede; 4. aus 2 Müttern aus dem Kreise Meschede; 5. aus 2 Vertretern der Träger der öffentlichen Krankenversicherung. Für jedes gewählte Mitglied der Kreishebammenstelle wird ein Stellvertreter gewählt. § 4. Den Vorsitz in der Kreishebammenstelle führt der Landrat als Vorsitzender des Kreisausschusses. Er wird vertreten durch seinen jeweiligen Vertreter im Vorsitz des Kreisausschusses. Im Falle einer Beurlaubung des Kreismedizinalrats tritt sein staatlich bestellter Vertreter für die Dauer des Urlaubs in die Kreishebammenstelle ein. § 5. Die Wahlen der Hebammen und Mütter für die Kreishebammenstelle sowie der Stellvertreterinnen erfolgen auf Grund des Verhältniswahlverfahrens, uno zwar für die Hebammen durch schriftliche Abstimmung aller im Bezirk der Hebammenstelle wohnenden Hebammen, für die Mütter durch den Kreistag auf Grund der von ihm für die Wahl der Kreiskommissionen erlassenen Wahlordnung. Die Vertreter der Träger der öffentlichen Krankenversicherung werden, wenn keine Einigung unter den beteiligten Kassen zustande kommt, nach den Vorschriften gewählt, die für die Wahl der Beisitzer beim Versichetungsamte gelten, mit der Anderung, daß auch Frauen wählbar sind. Die Dauer der Amtszeit beträgt 4 Jahre. Die Amtszeit beginnt erstmalig am 1. Februar 1923 und endigt mit dem 31. Januar 1927. Die Wahlen haben, abgesehen von der ersten Wahl, spätestens 4 Wochen vor Ablauf der Amtszeit zu erfolgen. § 6. Die Mitgliedschaft in der Kreishebammenstelle ist ein Ehrenamt. Die Erstattung von Reisekosten und die Gewährung von Tagegeldern ist zulässig und wird durch den Kreisausschuß geregelt. § 7. Diese Kreissatzung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung im Kreisblatt in Kraft. Meschede, den 27. Juni 1924. Der Kreistag des Kreises Meschede. Vorstehende, durch Beschluß des Staatsministeriums vom 2. ds. Mts. genehmigte Kreissatzung wird hierdurch veröffentlicht. Meschede, den 18. August 1924. Der Vorsitzende des Kreisausschusses. I. A.: Lubeley. Namens des Herrn Präsidenten des Landesfinanzamtes in Münster gebe ich die Übertragung der Einzelerhebung der Reichseinkommensteuer für die Finanzhilfskassen=Bezirke: Bestwig, Bödefeld, Fredeburg, Eslohe, Serkenrode und Eversberg auf die Kasse des Finanzamtes in Meschede hiermik bekannt. Als Übernahmezeitpunkt wird der 1. Oktober 1924 bestimmt. Von diesem Tage ab ist die Reichseinkommensteuer für die obengenannten Hilfskassenbezirke nicht mehr an die bisherigen Hebestellen, sondern an die Finanzkasse in Meschede avzuführen. Meschede, den 21. August 1924. Finanzaml. J. V.: Cremer. 22 Einkochgläse in größter Auswahl empfehle zu besonders billigen Preisen. . erstklassiges Erzeugnis Strapaziermaschine. Alleinvertrieb: Gebr. Weyand, U. m. b. H., Fachgeschäft f. neuz. Büroeinrichtungen Weidenau-Sieg 67, Telephon 1123 Siegen. Siegstr. 59. wieder eingetroffen. Cryst. Melis 42 Pfg., feinste Raffinade 44„ Galicylper Rolle Einmach=Gewürze zu billigsten Preisen. Große Posten neue gute haltbare Qualitäten (1½ Itr. u. 2 Ztr. fassend) offeriert billigst John Marcus, Ramsbeck i. W. Einjährige bracke (Rüde) zu verkaufen. Wo, sagt die Geschäftsstelle d. Ztg. lose, per Pfo. Pfg. Zwangsversteigerung. Am Montag, den 25. August 1324, vormittags 11 Uhr, werde ich im Gasthof Böhmer 1 schwarzen Ausziehlisch, 4 Stühle, 1 Bild (Landschaft), 1 kompleites Beit, 1 Buffet, 1 Sofa, 1 Tisch öffentlich meistbietend gegen gleich bare Zahlung versteigern. Joh. Schnier, Obergerichtsvollzieher in Meschede, Weststr. 59A. Meschede—Fredeburg. Dieses Inserat mißt 30 mm und kostet nur 2,10 G.-Mark. Mescheder Zeilung. Feine Briefpapiere empfiehlt A. Harmann Inh. Fr. Drees, Meschede. Vereinigung ehemaliger Res.-8ler. Sonntag, 24. Augult 1924 Blorim Meschede. Festordnung: Samstag, 23. August: Abends 8½ Ur im Bahnhofshotel Zusammensein der Kameraden und Begrüßung. Sonntag, 24. August: Von 8 Uhr morgens ab Empfang der Kameraden am Bahnhof Meschede und Ausgabe der Abzeichen usw. Vormittags 10 Uhr Abmarsch vom Bahnhof zum Kriegerdenkmal an der Talsperre, dortselbst Kranzniederlequog und Gedächtnisgottesdienst für die gefailenen Kameraden. Nach dem Gottesdienst am Kriegerdenkmal in der Stadt Meschede Kranzniederlegung und Gedächtnisrede des geistlichen Studienrats Br. Müller, Soest (ehem. Divisionspfarrer der 21. Res.-Div.), unter Mitwirkung des Männergesangvereins„Sauerlandia“ Meschede. Hiernach Abmarsch zur Schützenhalle Begrüßung durch den Vorsitzenden, Kaufmann Barthold Mertens. Mittags gegen 1 Uhr gemeinsamer Mittagstisch (Schützenhalle) Konzert. Prolog und Festrede des Kameraden Pickert, Hüsten. Darauf: Ball. 5 Uhr Abends Brillant-Feuerwerk. Musik: Verstärkte Feuerwehrkapelle Meschede. Eintrittspreis: Für Herren 2.— Mk., Damen frei. Die Kameraden von Res.-81, sowie des aktiven und Landwehr-Regiments 81, weiterhin alle Kameraden und Freunde nebst Angehörigen ladet zu dieser Zusammenkunft ein der Vorstand ehemaliger Res.-81er. Kinder— Mädchen unter 16, Jünglinge unter 17 Jahren— haben keinen Zutritt. Statt Karten. Die Verlobung meiner Tochter Hedwig mit Herrn Landgerichtsrat Paul Besta gebe ich bekannt. Therese Schulte geb. Wolff. Meschede, im August 1924. Meine Verlobung mit Fräulein Hedwig Schulte, Tochter des verstorbenen Fabrikbesitzers Herrn Fritz Schulte und seiner Frau Gemahlin Therese geb. Wolff, beehre ich mich anzuzeigen. Anläßläßlich des 81er=Tages wird in Meschede ein zugunsten des Krieger=Ehrenmals an der Hennelalsperre veranstaltet. Wir bitten, durch freundliche Spenden die Absicht, damit einen Teil der Baukosten abzutragen, zu unterstützen. Der Ausschuß. O Seid heut willkommen, Ihr 8ler, 3 in Eurer alten Garnison, Q 2 wo Fraun und Kinder Euch begleitet, 2als Ihr zoget aus für Deutschlands Thron. D Für's Vaterland habt Ihr gelitten, 9 was heilig ist als Deutschlands Sohn. Den Feind habt Ihr geschlagen 8 J mit deutscher Kraft; für Weib und Kind, 2 für Haus und Hof habt Ihr gestritten, 2 3 uno viele gaben ihr Leben hin.—— D Einst kommt der Tag, 2 2 wohin der Gott uns führt mit seiner Macht, 3 wo Falschheit, Lug und Trug des Feindes wird 3 zu nicht gemacht. 2 Dann wachet auf, Ihr Kameraden, 3 und haltet fest zu Deutschlands Wehr, J die Kraft erblüht in aller Deutschen Herzen, 2 dann reicht die Hand zu neuem Ruhme; 3 zu Deutschlands Ehr und Wehr! J Heut seid Ihr nach Meschede gekommen, 2 zu feiern Euren Kameradschaftstag. 3. Manch Orden zieret Eure Brust, von Heldenmut aus Kampf und Schlacht. 3 Es ladet ein Hugo Wendte, 3Geschäftsführer, Industrie=Hotel. Sonntag Frh 3AbendKonzerl. MaBUB Pfund 30 Pfg., Pfund 10 Pfg., wieder vorrätig. J. Kanfenberg. Dachpappe, Isolierpappe, Pliesterdrahl, Kaminschieber in Zement, D. R. P. A. Bach, Lippstadt, Telefon 259. Frisch eingetroffen per Pfund Pfg., echter italienischer per Pfund Meschede. Bahnhofstr. 73. Tel. 208. Drucksachen aller Art. A. Harmann Inh. Fr. Drees, Meschede. Paul Besta, Landgerichtsrat. Essen. im August 1924. Virchowstr. 116 Empfang Sonntag, den 24. August. Uramia, Moderne Lichtbildbühne Armsberg, Könlystraße Ab Freitag, den 22., bis inkl Donnerstag, den 28. August, abends 8 Uhr. Sonntag 4 und 8 Uhr. Krimhilds Rache. 7 Akte. II. Teil. 7 Akte. Jugendliche haben Zutritt. Der II. Teil ist für diejenigen, welche den I. Teil nicht gesehen haben, leicht verständlich. 15 Mann Orchester 15 Mann. 1 1 den 26. findet der diesjährige Reisser Mark in Reiste, verbunden mit Kram=, Vieh=, Pferde= und Fohlenmarki, sowie Tierschau und Verlosung in althergebrachser Weile satt. 9 Uhr morgens: Beginn des Festes. 10 Uhr: Beginn der Tierschau. 12 Uhr: Vorführung der prämiierten Tiere. 1 Uhr: Gemeinschaftliches Mittagessen(Gedeck( 2,— Mark, kein Weinzwang), anschließend Bettog des Herrn Zuchtinspektors Dr. Brüggemann, Arnsberg. Von 2 Uhr nachmittags an Die Abfahrzeiten der Sonderzüge werden auf dem Markte bekanntgegeben. Für die Wäsche Mill muß vor allem die Lauge richtig bereitet, also auch die richtige Menge Persil genommen werden. Im Durchschnitt rechnet man 1 Paket auf reichlich 25 Liter Wasser; bei sehr schmutzigee Wäsche etwas mehr. ist am ergiebigsten, wenn es kalt aufgelöst wird. Da es einen sehr hohen Gehalt an bester Kernseife hat, ist jede weitere Mitverwendung von Seife unnötig. Wenn Sie sparsam waschen wollen, lo nehmen Sie nur nichts anderes! für Haus= und Küchenarbeit gesucht zum 1. September oder später, gegen hohen Lohn. Restaurant zur Post, Arnsberg, Königstr. 6. Suche für Landwirtschaft soliden arbeitsamen Knech von 17—24 Jahren bei gutem Lohn. Offerten unter Nr. H. 10 an die Geschäftsstelle d. Ztg. erbeten. zum Austragen der Tageszeitung „Der Jungdeulsche“. Meldungen an Franz Niggemann, Schützenstr. gebraucht, gut erhalten, sowie 1 Sofa zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. 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M., In seiner oner in dem er auch seine ganze Kindheit verlebte Atlantie Gnaden erfüllten Seele, die bis in die tiefsten Geheimnisse alles Seins hineindrang, lebte der ganze Kosmos; er umspannte als Dichter, Denker und Forscher das Größte wie das Kleinste mit einer Erkenntniskraft ohnegleichen, mit immer gleicher Liebe und Andacht. Goethe ist einer jener erhabenen, gottgesandten Menschen, wie sie nur in jahrhundertelangen Abständen einmal als Lichtbringer auf die Erde gelangen: Verkünder der ewigen Wahrheiten und der Schönheit alles Geschaffenen, Lehrer alles Edlen und Guten für die ganze übrige Menschheit. „Im Anfang war die Tat“, sagt Goethe im„Faust“— und die Tat ist es, die er unablässig als das große Evangelium predigt, mit der er selbst sein ganzes überreiches Leben lang das herrlichste Beispiel gegeben. Diese dröhnenden Worte lehren das einzige Heil für den Menschen: Handle, und deine Kraft wird gesunden. Handle, und dein Zweifeln wird Wissen und Mut werden! Handle, und du wirst ein Schöpfer deiner selbst und deiner Zeit sein! Ein anderes „Faust“wort zeigt die Erfüllung eines solchen Tatlebens:„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ Goethe ist mit der größten Gestalt, die er geschaffen, mit Faust identisch. Wie hätte er einen Faust schreiben können, wenn er nicht selbst eine faustische Natur gewesen wäre. Wie Faust schritt er rastlos, in leidenschaftlichem Verlangen nach Tat und Vollendung, durch die mannigfaltigen Verhältnisse und Schichten der Gesellschaft hindurch, und aus Mängeln und Verirrungen gelangte er zur Trefflichkeit und Wahrheit. Gleich seinem Faust erlöste er sich von einengender Kleinlichkeit zur Größe und Weite, so daß er am Ende seines einzig schönen und reichen Lebens bekannte:„Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß.“ Leben und Schaffen sind bei Goethe eins. Die Gesamtheit dieses Schaffens ist so umfangreich und vielgestaltig, daß wir fast unser ganzes Dasein brauchen, um es einigermaßen zu durchschauen und zu durchdringen. Oft fragen wir uns, wie war es möglich, daß ein einziger Mensch eine solche Unsumme geistiger Leistungen aufbringen konnte! Immer neues Erstaunen ergreift uns vor der Universalität dieses Geistes. Ist doch die Führung seines persönlichen Lebens schon allein ein Meisterwerk, das als dauerndes Vorbild gilt. Freilich waren dem Frankfurter Patriziersohn von Hause aus alle äußeren Wege geebnet, ihn zwang nie die bittere Not des Lebens nieder, wie den armen Schiller, aber die inneren Kämpfe seines Emporringens aus dem Leipziger und Straßburger Sturm und Drang seiner Jugendjahre, die bewußt=energische Gestaltung seines Manneslebens durch rastlose Arbeit und Wirkung für die Menschheit, die Hinaufführung seines ganzen Strebens bis zur höchsten Reife während der langen Weimärer Jahre am Musenhofe seines herzoglichen Freundes Karl August— alle diese fortschreitenden Entwicklungsstufen bedeuten eine ungeheure Arbeit an sich selbst. Goethes„Glücksstern“ allein genügte nicht; es war die beispiellose Spannkraft seiner sich selbst bewußten Persönlichkeit! Die Kunst der Selbstzähmung; die titanische Größe im Niederzwingen der Verhältnisse, die sein Leben und Schaffen gestaltete. Goethe machte sich, indem er sich selbst Gesetze gab, zum ersten geistigen Repräsentanten seiner ganzen Zeit. Die Welt horchte auf den großen Olympier zu Weimar, und Könige und Fürsten überboten sich, ihn zu ehren: Wie ein unverrückbarer Fels stand er inmitten der Brandung der Zeitgeschichte. Aber erst heute wirkt sich die Bedeutung seiner Persönlichkeit für die gesamte deutsche Kultur voll aus— er ist und bleibt unser geistiger Führer. Felix Lorenz. Goethes Gartenhäuschen im Park zu Weimar Atlantic Die Fürstengruft in Weimar, Goethes letzte Ruhestätte 4 Eine eisenbeschlagenen E holte. Die großen waren, weil er sie den Tisch gezählt. Als der Küst wanderte, trällerte weisen, vor denen sicht verhüllen, abe Als feiner S staunen der Seiner Der Küster ha Platz unter der bre aufzuspielen. Viel des Küsters, vom lockt wie die Mücke Bodil und Kin herum. Seit Jahr nicht beim Tanz ge gelungen, sie vom Bodil, die vor trug am Mieder e der Brautschmuck Spitzenkragen, und war dagegen ihre und schön wie ein einherschritt und schmückt, heute bückend, pflückte si Blatt:„Ja— nei Bodil lief eir „Nun frage ich füJa die Antwort. „Nein, nein!" dem Wege nach D Unter der Di Des Küsters Nase Er hatte sie oft m Seine Flöte kreisc Der junge W Hut verwegen auf der Löwe des Abe Mehrfach hat gewichts eine gut Sie forderte ihn a te ihrer besten F chuldig. Wenzel ging sie nicht nur einn Das stille, sanfte? Schmeichelworte 1 ihr Haar, sie kor losgelöst von jede 2 ck 30200208 hnhaus Char= eine klassische Atlantic les persönndes Vorvon Hause ce Not des en Kämpfe jer Sturm Gestaltung ig für die 3 bis zur Musenhofe rtschreitent an sich ar die beihkeit! Die m Niedergestaltete. zum ersten horchte auf sten überstand er rst heute gesamte unser orenz. stätte Eine Geschichte aus der Geschichte/ von Johannes Dose Copyright by Gutenberg Druckerei und Verlag G. m. b. H. 1924(Nachdruck verboten.) Alle Rechte, besonders die der Übersetzung, Dramatisierung und Verfilmung vorbehalten. ann man nicht einen Silbertaler wagen, um zehn Golddukaten zu gewinnen? Und es ist kein Wagnis, sondern ein gewisses Geschäft. Zwei Teile vom Goldhort sollen Euch gehören, nur ein Drittel will ich für meine Mühe haben.“ Per stierte und nickte. Seine Hände flogen, als er mit einem Ruck aufstand, die Riegel vor die Türen schob und den eisenbeschlagenen Eichenkasten vom Fußende seines Alkovenbettes holte. Die großen, glänzenden Doppeltaler— die so blitzblank waren, weil er sie in stillen Nächten blankrieb— wurden auf den Tisch gezählt. Als der Küstersohn am nächsten Morgen nach Tondern wanderte, trällerte er Schelmenlieder und grobe Landsknechtsweisen, vor denen die jungen Dirnen das keusch errötende Gesicht verhüllen, aber nicht die Öhren verstopfen.— Als feiner Stutzer kehrte der Vagant zum höchsten Erstaunen der Seinen zurück. Der Küster hatte seine Flöte genommen und war zum freien Platz unter der breitästigen Dorflinde gegangen, um zum Tanze aufzuspielen. Viel junges Volk kam dort zuhauf, vom Geflöte des Küsters, vom Gequiek der Geige des Dorfschneiders angelockt wie die Mücken vom Licht und die Wespen vom Honig. Bodil und Kirstine gingen Arm in Arm um den Dorfteich herum. Seit Jahr und Tag war die stille, verständige Kirstine nicht beim Tanz gesehen worden. Heute war es ihrer Freundin gelungen, sie vom Hause loszureißen. Bodil, die von Kraft strotzte und dicke, rote Backen hatte, trug am Mieder ein Silberkettlein mit alten Münzen— einst der Brautschmuck ihrer Urgroßmutter—, auch einen schönen Spitzenkragen, und hatte sich nach Kräften geputzt. Wie einfach war dagegen ihre Freundin, die im schlichten Rock zart, fein und schön wie ein Herrenkind neben der drallen, robusten Bodil einherschritt und plötzlich lächelte:„Du bist wie eine Braut geschmückt, heute kommt dein Herzliebster!“ Schnell zum Rain sich bückend, pflückte sie eine Kamillenblume und zupfte Blatt für Blatt:„Ja— nein— ja— nein— ja— jaja!" Bodil lief einige Schritte und rupfte auch ein Blümchen. „Nun frage ich für dich Freya die Gute.“ Auch hier war ein Ja die Antwort.„Heute kommt dein Herzliebster.“ „Nein, nein!“ Kirstine erschrak und wurde ganz stumm auf dem Wege nach Dahler. Unter der Dorflinde tobte der Tanz immer ausgelassener. Des Küsters Nase glühte im Dunkel wie ein großer Leuchtkäfer. Er hatte sie oft mit Spiritus begossen und die Kehle geschmiert. Seine Flöte kreischte, die Geige quietschte. Der junge Wandalanus, als Landsknechtstutzer, den riesigen Hut verwegen aufs Ohr gerückt, trat auf den Plan und wurde der Löwe des Abends. Mehrfach hatte er mit Bodil getanzt, die trotz ihres Schwergewichts eine gute Tänzerin war und feuerrote Backen hatte. Sie forderte ihn auf, mit Kirstine einmal zu tanzen— das war ie ihrer besten Freundin, die als Mauerblümchen stand, doch chuldig. Wenzel ging hin, nahm einfach Kirstines Hand und führte sie nicht nur einmal, sondern dreimal, viermal in den Reigen. Das stille, sanfte Mädchen fand Gnade vor seinen Augen. Süße Schmeichelworte raunte er ihr ins Ohr, seine Lippen berührten ihr Haar, sie konnte sich nicht dawider wehren und lag wie losgelöst von jeder Lebensschwere an seiner Brust, als wenn sie (2. Fortsetzung) immerzu sein Geflüster hören müsse, hören möchte. Besonders als Wenzel im Hupfauf mit dem einen starken Arm sie hob, so daß ihre Füße den Boden unter sich verloren, schoß eine Glut durch ihre Adern und bis in die Schläfen hinein. Gleich nach dem Hupfauf lief Kirstine zum Brunnen hin, um zu schöpfen und zu trinken. Es brannte in ihr. Ein Neues, Unbegreifliches war in ihr Leben getreten, wogte in ihrer Seele, ein wonniges Weh, das sie mit Entzücken, aber auch mit Angst erfüllte. Sie trank und trank. Ach, alles Wasser im Brunnen konnte das Feuer nicht löschen! Auf dem Rande des Ziehbrunnens saß ein sehr zärtliches Pärchen— Wanda und ihr Liebster. Kirstine erschrak, denn es war nicht der Wirtssohn in Mögeltondern. Wanda küßte ihren kreuzvergnügten, letzten und liebsten Schatz. Schnell und schamrot lief die keusche Kirstine vom Brunnen fort. Die Klöpplerin hatte zwanzig Jahre lang in Armut und Arbeit, in Selbstentsagung und Selbstaufopferung still und wunschlos dahingelebt, hatte für die Mutter geschafft und gespart ohne Daseinsgenuß und Lebensgier. Jetzt war der Hunger nach Leben und Liebe urplötzlich und ungestüm in ihr erwacht und schuf ein Verlangen nach all dem Neuen, Süßen und Schönen, das hier sie umwebte. Wenn Wenzel wiederkam und ihren Arm nahm, so mußte sie ihm willfahren— es war so wohlig und wonnesam, in seinem Arm zu liegen, an seine Brust sich zu schmiegen. Schon rötete sich der Östhimmel, als Bodil und Kirstine heim nach Österby gingen. Der robusten Freundin war gar keine Müdigkeit anzumerken; sie schwatzte lebhaft und machte die Rechnung und das Fazit mit den Worten:„War ein feiner Tanzabend... so gut wie Wenzel tanzt keiner. Nur einmal hat er mit zwei großen Bauerntöchtern aus Dahler anstandshalber getanzt... viermal mit mir... und wie oft mit dir?" Kirstine, die ein blasses, übernächtiges Gesicht hatte. murmelte:„Ich weiß nicht..." ch weiß aber, daß er zwölf und dann zum Schluß noch zwei Tänze dir gab. Bist du nicht stolz auf einen solchen Tänzer?" „Ach, ich bin müde, und mir ist fast bang ums Herz, als wenn ich etwas Unrechtes getan hätte oder ein Unheil mich bedrohe.“ Ein Frösteln lief über ihren Rücken. „Dir ist kalt geworden nach den vielen, den vierzehn Tänzen, laß uns laufen!“ Bodil plauderte immerzu, ihre wortkarge Freundin antwortete nur durch Nicken oder Schütteln des Kopfes. Jene stellte plötzlich verfängliche Fragen:„Was dünkt dir von dem Wenzel? Ist er nicht ein schmucker Fant?“ Keine Anwort. „Gelt, der feine Tänzer hat dir gefallen?“ Kirstine schüttelte den Kopf und errötete bis in die Schläfen. „Was ist dir, Stine? Woran denkst du?“ Kirstine schaute auf den Grund und schwieg. Da blieb Bodil stehen und blickte ihr starr ins Gesicht. Sie wollte Klarheit, Wahrheit und Gewißheit haben.„Hast du unser Versprechen und Gelöbnis vergessen? Daß wir keinen Gedanken voreinander verheimlichen dürfen?“ Sie faßte hart und energisch Kirstines Arm.„Du! Heute abend ist etwas Geheimes und Verborgenes in dir.“ Kirstine schüttelte den Kopf.„Nein, nein— ich möchte nur schlafen, schlafen.“ 2028 3 Reifende (Nac Ein fast gelbes? Eine leichte Br über hin. Die C Halme ebnet die Täler, und hochauf men sie ihrem komr sal entgegen. Morgens blinkt an ihren Leibern, de stärké liebkosend we über brütet Glut de ihnen allen, und unt ofenhitze gelben die bauten Pfeiler der kleinen Samen in Häuschen der schütze So schwinden d Felddaseins. Voll Fröhlichkeit das Korn in den T auch seine Stunde a dort drüben hämmer einer Sense, die i seines freien Naturle wird. Unbekannt Klänge, oder hat ihr korn, das der Bar stark und zutrauensse Zukunft ins Ohr gef Samen, Frucht— F Die jubilierende ihre kleinen Kinder Schutz gegen Sicht g ihres Herzens Dankl Kornblume, Kor planes sich alle nenne den Trennungsstunde tags schaut der Lan vergnügt ob der zu einen Blick hinauf Sonnenschein in zut und seine Hoffnung Der päpstliche Nun zugleich Doyen des gesamte ist zum Kardinal ernannt Fernuntersuchung von Kranken“ Press-en Durch das Radio=Stethoskop, eine neue amerikanische Erfindung, ist es möglich, erkran. Personen aus Hunderten von Meilen Entfernung ärztlich zu untersuchen. Das Bild zeigt von der Universität New York, die den Herzschlag des Patienten durch Radio=Stethöskop hor Die Stimmen der Völker im Rundfunk Der Leiter der„Lautabteilung“ bei der Preuß. Staatsbibliothek in Berlin, Prof. Wilh. Dögen, führt Stimmen der verschiedensten Völker im Rundfunk vor Atlantic 2080308 4 Zwischen den beiden Freundinnen stand eine Heimlichkeit. Die Klöpplerin hatte ihr Alltagskleid angezogen, die Kuh auf der Heide gemolken und pünktlich um sechs Uhr an die Arbeit sich gesetzt. Sie hockte sehr bleich und müde hinter dem Kissen, obgleich die Mutter bat:„Leg' dich bis Mittag hin! Wir haben es doch nicht nötig, wir werden bald so reich wie der geizige Per Raffig sein.“ Die Arbeit, die ihr heute blutsauer wurde, war für das junge Mädchen, dessen Gewissen schlug, eine Art Pönitenz und Selbstkasteiung. Selten sprach sie mit den Dorfleuten, nur einmal in der Dämmerung, als sie beim Weber war, hörte sie zwei Frauen miteinander wispern. Der Küstersohn besuche fleißig den alten Per Geizhals, was wohl seine Ursache habe, denn der Wenzel sei vor Wochen wie ein zerlumpter Landstürzer heimgekommen und jetzt ein feiner Stutzer, der mit den Talern in der Tasche klimpre. Es heiße, daß der Wenzel auf dem Galgenberge in Hamburg einen Teufelszauber gegraben habe, damit könne er alte Narren und junge Närrinnen verhexen, aber dem Geizhals sei es gut, wenn er gerupft werde. Kirstine lief heim und hatte eine große Angst im Herzen. Traurig schauten ihre Augen durch die kleinen, trüben Scheiben und in weite Ferne, aber ihre Finger warfen flink die Klöppel und verrückten die Nadeln. Der Bauer auf Dahlerfeld wartete auf das Alraunmännchen, das aus Nürnberg kommen sollte, wurde ungeduldig und drängte sehr. Er wurde schließlich grob.„Wo ist das viele Geld geblieben, du Gardebruder, der jetzt wie ein Graf sich kleidet?" „Doktor Faustus hat geschrieben, ich werde es in Hamburg holen... hier ist sein Brief!“ Wenzel hielt dem Bauer ein beschriebenes Pergament— ein altes Verzeichnis der Küsterzehnten— unter die Geiernase; denn er wußte, daß Per weder lesen noch schreiben konnte, aber auch keine Blöße sich geben werde. Der Bauer beglotzte das Schriftstück von oben bis unten und nickte:„Wohl, wohl— hole den Zauber in Hamburg, mein Sohn!" „In Hamburg ist nichts umsonst, nicht einmal der Tod, dreimal muß ich Herberge nehmen und neunmal Atzung haben, sagen wir sechs Kurantmark, die Zeit rechne ich nicht... „Du Schnorrer, willst du mich begaunern?" „Du Tor! Sind zwei Tonnen Feingold nicht mehr als sechs lumpige Mark?“— Wenzel war einige Tage verschwunden und gar nicht weit von Hause. Mitten in der Nacht klopfte er an Pers Fensterladen.„Ich habe das Alraunchen, das rechte und echte." Per hielt die Unschlittkerze hoch, starrte den Zauber an und war sehr enttäuscht.„Du Gauner, es ist eine alte Wurzel, die ich selber graben könnte..“ „Macht die Augen auf! Seht Ihr nicht die seltsame Gestalt des Homunculus? Mich soll der Teufel holen, wenn es nicht das einzig echte Alraunchen ist, das mit Gold aufgewogen wird.“ „Laß den Teufel draußen! Ich bin ein christgläubiger Mann. Wir wollen den Spaten nehmen und den Goldschatz heben." „Nein, noch ist die Konstellation der Gestirne nicht günstig, die Pmineten Jupiter und Merkur müssen ihre Bahn ändern, in dieser Nacht würde sicher der Geist Beowulfs uns das Genick umdrehen.. Der Bauer schlug auf den Tisch und schrie:„Meine Geduld ist zu Ende, du Gardebruder... ich will wissen, wann die Konkulation der Sterne richtig ist. Wann, wann krieg ich die zwei Tonnen Gold?“ „Ich hab' es in den Sternen gelesen... in der zweiten Nacht nach Aegidien graben wir..." „Wenn wir nichts finden, dreh' ich dir das Genick um," schrie der Bauer erbost.(Fortsetzung folgt.) Verlorenes deutsches Land Hauptstraße in der uralten deutschen Stadt Sterzing, die durch Errichtung eines italienischen Hauptzollamts zum ersten„nationalen Zentrum“ nächst der neuen Grenze umgestaltet werden soll Phot. Kester& Co. sich geben bis unten burg, mein der Tod, ing haben, ind zwei ticht mehr Nark?"— nige Tage gar nicht tten in der an Pers habe das echte und ischlittkerze Zauber an ischt.„Du lte Wurzel, könnte.." ugen auf! e seltsame us? Mich „wenn es e AlraunGold aufdraußen! stgläubiger en Spaten Goldschatz die Konrne nicht n Jupiter ihre Bahn icht würde en..." ne Geduld i die Konh die zwei er zweiten nick um," 1 folgt.) 808008080388080880880 Reifendes Korn (Nachdruck verboten.) Ein fast gelbes Meer. Eine leichte Brise wellt darüber hin. Die Eigenkraft der Halme ebnet die Mulden und Täler, und hochaufgerichtet träumen sie ihrem kommenden Schicksal entgegen. Morgens blinkt blanker Tau an ihren Leibern, den die Sonnenstärke liebkosend wegküßt. Tagsüber brütet Glut des Gestirns auf ihnen allen, und unter seiner Backofenhitze gelben die kunstvoll gebauten Pfeiler der Halme und die kleinen Samen in ihren molligen Häuschen der schützenden Aehren. So schwinden die Tage ihres Felddaseins. Voll Fröhlichkeit und Lust lebt das Korn in den Tag hinein, bis auch seine Stunde geschlagen. Von dort drüben hämmert das Dengeln einer Sense, die ihm einst Tod seines freien Naturlebens bescheren wird. Unbekannt sind ihm die Klänge, oder hat ihm das Samenkorn, das der Bauer hoffnungsund der Tropfen knickt das Gerüst, und nur langsam richten sie sich wieder auf. Schaden mindert den Ertrag des Fleißes. Tag um Tag ein Sichnähern zum ersehnten Gold. Sonne schafft bleichende und reifende Arbeit. Dann der wuchtige Schritt des Schnitters am taufrischen Morgen des werdenden Tages. Unbarmherzig sausen die Schläge, todwund zucken die Halme an der Erde. Schwaden um Schwaden reiht sich. Tod wird Leben. Aufopferung für andere. „Unser täglich Brot gib uns heute... K. W. Am Brunnen vor dem Ein kostbarer alter Zarenschatz, jetzt im Besitz der Sowjetregierung. Die „Große Kaiserkrone“, ausgeführt vom Kunstler=Juwelier Djuwal zum Krönungsfeste der Kaiserin Katharina II. im Jahre 1796. Die auserlesensten, reinsten Brillanfen im Gewicht von 2800 Karat. Höhe der Krone 27,» cm, Umfang unten 66 cm. Press-Photo stark und zutrauensschwer in die Ackerkrume gelegt, etwas von seiner Zukunft ins Ohr geflüstert? Unausgesetzt immer das gleiche Spiel: Samen, Frucht— Frucht, Samen. Die jubilierende Sängerin des Aethers, die Lerche, beeilt sich, ihre kleinen Kinder flügge werden zu lassen, ehe der wunderbare Schutz gegen Sicht gefallen. In dem Schmettern eines Liedes steckt ihres Herzens Dankbarkeit. Kornblume, Kornrade, und wie die Freunde des weiten Feldplanes sich alle nennen, warten voll wachsendem Schmerz der nahenden Trennungsstunde. Am späten Nachmittag des geruhigen Sonntags schaut der Landmann nach seinem Kornsegen und schmunzelt vergnügt ob der zu erwartenden Ernte. Bangen Auges wagt er einen Blick hinauf zur Himmelskuppel und erfleht Regen und Sonnenschein in zuträglichem Wechsel. Hagel schlägt seine Halme und seine Hoffnung zu Boden. Das schwere Gewicht der Körner Skizze von Kurt Keßler=Ossagk (Nachdruck verboten.) An weit geöffnetem Fenster stand ein junger Bursche. Lang und sinnend verweilte sein Blick auf einem beschriebenen Blatt Papier. Dann hoben sich seine Augen; traumverloren flutete aus ihnen ein inniger Strahl über des Sommers vergehende Pracht, tief atmete seine Brust, und nun nahm er, einer plötzlichen Eingebung folgend, den Griffel zur Hand und schrieb zwischen die Zeilen Note an Note. Und als er geendet hatte, fügte er an den Schluß klar und fest seinen Namen: Franz Schubert. Dann schweiften die hellen Augen abermals hinaus in den leuchtenden Tag, der ihm doch so seltsam schwer und düster schien. Tiefer schwang sich von Ast zu Ast der Sonnenball. Und während der junge Geselle an das Fenster trat, summten schwermütig leise seine Lippen: „Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum, ich träumt' in seinem Schatten so manchen süßen Traum.. Press-Photo lich, erkrankte thoskop Photothek Der Vorbeimarsch von 7000 Mann Berliner Schutzpolizei vor dem Reichspräsidenten Die Verfassungs=Feier im Berliner Lustgarten: Der Reichspräsident schreitet die Front der Traditionskompagnie der Reichswehr ab Und im Erproben seines neu geschaffenen Liedes ward alles wieder lebendig vor seiner Seele: Der Brunnen und der Lindenbaum mit all seinem Glück. Und aus den spätblühenden Rosen im Garten stieg wie ein schönes Märchen die Erinnerung zu ihm... Vor fünf Jahren war es, da wanderte er, der Musiker Franz Schubert, mit einem Namen, der damals schon einen guten Klang hatte, durch den lachenden Frühling. Der Heide leuchtende Farben, der Vögel Jubilieren, die Wellen des buntumblühten Baches schwangen in seiner Seele zu köstlicher Harmonie und zauberten auf sein Angesicht Freude und Glück.— So wanderte er Stunden, bis plötzlich aus dem Grün der Bäume die roten Dächer eines Heidedörfchens lugten. Kaum hatte er die ersten Häuser erreicht, da bannte ihn ein bezauberndes Bild. Vor einem Hüttchen, ganz in wildem Wein versteckt, plätscherte lustig ein Brunnen; an seinem steingefaßten Rande reckte gleich einem gewaltigen Dom ein Lindenbaum seine Zweige zum Himmel. Rings um den Stamm lief eine Bank, auf der bei emsiger Arbeit ein junges Mädchen saß. Jäh schrak es auf, als unter seinem leise tastenden Fuß ein Zweig knackte. Und nun schaute er in ein paar rätseldunkle Augen, um die der Wind die blonden Locken flattern ließ. Frank und frei trat er herzu und grüßte artig. Und nicht lange dauerte es, da plauderten sie wie liebe Freunde miteinander. Der Schaferhund=Film„Rin=Tin=Tin“ wurde kürzlich in London auch— Schäferhunden vorgeführt, die sich dabei höchlichst amüsiert haben sollen. Die Kassiererin steckt einem Schäferhunde eine Eintrittskarte an. Press-Photo Tage vergingen, die er im Dorfgasthause zubrachte. Und wenn der Abend kam, dann träumten zwei Menschen unter der blühenden Linde den süßen Traum des Lebens.——— Vor den Augen des Sinnenden standen jene Stunden. Wie war damals die Welt so schön, so reich! So tief wie der See, so rein wie der rauschende Bronnen war das Glück unter der blühenden Linde! Und in seine Rinde schnitten sie oft die uralten Zeichen der Liebe.——— Nun waren es Runen geworden, rätselhaft, unentwirrbar! Denn sie war tot. Jahre schon ruhte sie draußen auf dem stillen Gottesacker.— Als er damals fortzog, sicheres Brot für sie beide zu schaffen, leuchteten ihre Augen in Freude und Hoffnung auf künftiges Glück. Und als er wiederkehrte, da ruhte sie draußen in der kühlen Erde. Jäh hatte sie eine heimtückische Krankheit aufs Lager geworfen, und nach bitterem Ringen stockte ihr Herz, das so oft den Takt zur Melodie des Glückes geschlagen. Vorbei nun alles! Verloht des Sommers sonniger Rosengarten, verweht der blühenden Linde Pracht.——— Wild atmete die Brust des Einsamen in der Erinnerung an die Linde mit all ihrem Glück. Wie oft zog es ihn nun dorthin! Und war die Welt groß und weit, und trug ihn seine Kunst durch alle Lande, ruhlos stürmt sein Blut. Nur unter der Linde ward das Herz still, nur dort fand er Ruhe. Aus dem Herzen sang ihm dieses Lied, aus dem Herzen drangen ihm die Töne: „... Und seine Zweige rauschten, als riefen sie mir zu Komm' her zu mir, Geselle, hier find’st du deine Ruh'!“——— Mit der scheidenden Sonne, die hinter den Bäumen purpurrot verglühte, sandte Franz Schubert einen Gruß der Toten in die dunkle Gruft. Und der Wind nahm ihn auf und streute ihn tausendfach über den stillen, schlichten Grabhügel um Vergißmeinnicht und Immergrün.——— Neue Gasmasken für die englische Marine Britische Matrosen beim Anprobieren der Masken Fotoaktu ell 80808080 Eugen Hildach, der be sänger und Liederkomponist Lenz ist das wie selten e worden ist, verstarb im Vom internationalen Houben(Crefeld) schlägt Atlantic Auf der Freilichtbühne des Schauspiels„Der Bittlinger, schreiben des Altenaer RC Atlantic Eugen Hildach, der berühmte Konzertsänger und Liederkomponist, dessen Lied„Der Lenz ist da“ wie selten eines populär geworden ist, verstarb im 74. Lebensjahr Photo Musikdirektor Rudolf Hoffmann, einer d. leitenden Bundeschormeister b. Alldeutschen Sängerbundesfest in Hannover, an dem 40000 deutsche und ausländische Sänger teilnehmen Photothek Prof. Dr. Karl Holl der Ordinarius für Kirchen= und Dogmen= geschichte, vurde zum Rektor der Berliner Universität für das Jahr 1924/25 gewählt Atlantic Prof. Dr. Hans Vathinger, Halle a. S., der weitbekannte Schöpfer der Philosophie des „Als=Ob“ und Begründer der Kantgesellschaft, beging sein goldenes Doktorjubiläum Photothek die Front der ichswehr ab n auf dem Brot für sie d Hoffnung sie draußen ankheit aufs Herz, das so iger Rosenrung an die Welt groß hlos stürmt ir dort fand dem Herzen sie mir zu: "--t purpurrot oten in die ihn tausendinnicht und Fotoaktuell Der Boxer Tom Gibbons(links) beim Training Phot. Daily Mirror Vom internationalen Sportfest des Deutschen Sportclubs. Der deutsche Kurzstreckenmeister Hubert Houben(Crefeld) schlägt die Amerikaner Murchison und Padock im 100=Meter=Lauf Fotoaktuell Atlai ntie Auf der Freilichtbühne der Burg Altena fand die Uraufführung Les Schauspiels„Der Zöger(Drahtzieher) von Altena“ von Bittlinger, Berlin, statt, das aus dem Preisausschreiben des Altenaer Burgfestspielvereins mit dem ersten Preise Heimatfestspiele auf Burg Altena i. Westfalen Wilh. Höppe, Hohenlimburg hervorging. Das Stück hat einen Vorgang aus der Altenaer Drahtindustrie zum Vorwurf.— Unser Bild links zeigt die herrlich gelegene Burg selbst, rechts sieht man eine Szene des Stückes auf der höchst malerischen Freilichtbühne der Burg 7 Erscheint Bezugs Die Freuden der Sommerfrische Sonderzeichnungen für„Wort und Bild“ von Joachim Grieben Herr Kulicke mit Gattin und Hausrat auf ihren Erholungs Herr und Frau Lehmann bringen den halben Tag mit Der Skat=Verein„semper idem“ auf der Hochalm touren— mindestens 6 Kilometer stündlich Ansichtspostkartenschreiben zu Das Ehepaar Stampfke auf seinem neuen Motorrad— Schultzes lassen sich zur Erinnerung an ihren Sommer Herr Meyer empfängt per Radio den 12=Uhr=BörsenMarke„Höhenluft“ aufenthalt in Landestracht aufnehmen bericht(Meyer gestiegen, Kurse gefallen) Unsere Rätselecke Rösselsprung Von W. R. Drei Silben Mit Ton auf 1 ist's eine Stadt, Die viele Musensöhne hat. Den Ton auf 2 sucht jeder dort Zu Wort die Weisheit immerfort. B. Silbenrätsel aaaarbebeckbergbicace dadasdedid —er—es es fon—ga gen— ger— gie— gram—graph—ha—i—i—i—ilinkaka— ke-kisch—lau—le- le—li— lo-ly ma— memonanatnaunereri ni ni—ni—otpopowarata ri—ri—ro—se—senzstestellsi—sit ter—ter—tha— tri— tun—ty—um—u—vi— wam—wein—wig—zel Aus obenstehenden Silben sind 32 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und Endbuchstaben von unten nach oben gelesen ein Tasso=Zitat ergeben. 1. Geisteskranker, 2. Dirigent, 3. Oper, 4. Deutscher Fluß, 5. Reptil, 6. Stadt in Böhmen, 7. Mädchenname, 8. Bekannter Berg, 9. Kanton, 10. Säugetier, 11. Flüssigkeit, 12. Volksstamm zur Zeit Cäsars, 13. Wissenschaft, 14. Harzstadt, 15. Artasritter, 16. Stadt auf Sizilien, 17. Fester Lagerplatz, 18. Musikinstrument, 19. Prophet, 20. Behausung, 21. Junger Violinvirtuose, 22. Sagenbuch, 23. Bekannter Hamburger, 24. Rundbau, 25. Setzmaschine, 26. Gefäß, 27. Deutsche Stadt, 28. Ort der Seligen, 29. Heros, 30. Insel, aus dem Altertum bekannt, 31. Russische Tänzerin, 32. Schillerfigur. O. R. Schüttelreimråtsel Vom Zahlen drückt mein M—— s— Geht aus dem Weg mir, s—— m—. Quadraträtsel 1. Pflanzenprodukt 2. Biblischer Name 3. Bezeichnung für Wald 4. Stadt in Schweden Die Wagerechten und die Senkrechten sind gleichlautend. Auflösungen aus voriger Nummer: Silbenrätsel: 1. Elenore, 2. Irland, 3. Nele, 4. Laterne, 5. Isabella, 6. Eruption, 7. Büffel, 8. 9. Student. 10. Wotan, 11. Omega, 12. Rentier, 13. n peter, 14. Firmament, 15. Artemis=„Ein liebes fält auf guten Ort“. Die neugierige Versammlung: Rundfunk. Damespiel=Aufgabe: Weiß zieht und gewil 1) e5- d6 1) Dg7—32) d6-e7 2) Dd8—6+ 3) Db8—e5 3) Df6-d4+ 4) el—42 4) Dc3—e1+ 5) Dg3-a2 5) Del-g3+ Dh2a 6) Dh2—21+++ und gewinnt. Gra Zahlenrätsel: Rheinpfalz, Hafer, Enzian, J Napf, Pappel, Ferien, Apfel, Lanze, Zephir. und Verlag der Gutenberg=Druckerei und Verlag G. m. b. H., Berlin S42, Oranienstraße 142 Verlagsleiter: Georg Freiherr von Rechenberg, Berlin=Friedenau— Verantwortlicher Redakteur: Felix Lorenz, Berlin=Fri edenan „Mesche Druck und Verlag Nr. 10. Der ungebe Die Gegner Dei Konferenz haben e vorgestellt, daß die doner Beschlüsse im setzen werde. Auf es für Herriot in wollte. Aber die§ doch anders laufen sitzung vom verg Reichskanzler Mar Stresemann und F Ergebnisse der Kon einen sbösen Aufta Der Kommunist Ko Schelle umhängen vor Eintritt in die Gutachten als von schen Volkes an de beantragte statt des setzen: die Ueberleit schaft in die HändHaus unter Heiterh übergehen wollte, zu seiner Rede ar stische Opposition Heftigkeit ein und nistisches Geschrei, das Wort Amnest Kanzler am Reden der kommunistisd von einem Mädche Opposition trug ih Präsidenten auf 20 Volkserzieher hiel gehorchen und trot der Sitzung entfern So kam die Regi es den Anschein h nisten darauf abg vielleicht auch die tages zu den Lond oder mäglichst we sind nicht die einz Reichstages für di hindern wollen. Der Humoristischer Ro Frei bearbeitet 4) Ich glaube. es meine Mutter zu „Wie ich Euch schluchzte sie. Die Gräfin gi eine schlimme Sac versuchen, sie zum war ein harter Se Schlag!“ Sie ging. U weiß ich nur, daß Küssen beinahe ers Als mich der meiner Heimat( Bangen, halb in auf der harten H nichts von dem g bevorstand. Ich von der geliebten Versprechen eines das Ausmalen de hatten den reichlic Versiegen bringen Frau, die mit ein heiliger Liebe an ja selbst nicht, würde halten ko war ich in der Knabenpensionates hatte, mich eines seiner milden Art mitzuteilen, daß i zu sich in den Hi Wer vermöcht fassen! Wir err meist, daß so ein empfinden könnte ich mich nicht, Hoffnung, so völli wesen zu sein n