bester zeiger für Stadt und Land. 17) Motks: Ne darf 2u Greußens Himmel lehlen Der Bliß. der durch die Herzen übe. Der rechte Bliß zur Männer=Beelen. Der Blißr.nrichl und Recht zud Schwert. nach E. M. Arndl. Zeile aus gerErscheint wöchentlich zweimol Tienstags und Frellags) und kostet pierteljährig in der Cepedition 3 Egr. 6 Pf.— Jnsertionen werden Ma 16 gewöhnlicher Schrift oder deren Karm mit 6 Gl. berechnet.. Drei Zeilen und weniger kosten 2 Sgr. 6 Pi. Freitag, den 1. Juli Jn Verfolg der vorläufigen Anzeigen in den Nummern 50 und 5 1 des Anzeigers und nachdem von den geehrten desselben, das bedeutende, gesetzliche Kautions=Kopital von 1300 Thlru. bei der Königl. Regierungs=Hauxt=Kosse berichtigt il. mait der Soester Anzeiger für Stadt und Land heute zum erstenmale in seiner neuen, nach Form und Jnhalt erweiterten, za völlig umgewandelten Gestalt vor das verehrliche, Bablstn Jene liegt in diesem Vlatte zur Ansicht vor, über diesen, den Jnbalt, glaubt die Redaction es angemessen und ihren Lesern angenehm, wenn sie cine gebrangte Jnhalis=Nachweise voraustellt, welche cinstweilen zugleich als Programin gelen nexe. Wie es der Zweck seiner hochsinnig=uneigennützigen Begründer war, in dem erweiterten Anzeiger ihren Büßärzers esfer Stände, in der Stadt wie auf dem Lande, in würdiger Haltung, ein nicht cinjcitig, sondern in der That unngeedeiliches Lekal= Organ für ihre intellectuellen, sittlichen und bürgerlichen Jnteressen aller Art, ein Organ zur Förderung reiner, ungefärbter Baterlands= liebe, kraftigen Gemeinsnns, moralischer und materieller Kultur und praktischen Nutzens zu den verschiedenen Gebieten der bürgerlichen und landwirthschaftlichen Thatigkeit, herzustellen: so wird die Redaktion es nicht fehlen lassen, nach Maaßigade der Mittel, welche die freundliche, tbarige Theilnadme das Publikum tor zur Verfügung stellen wird, diesem Ziele unausgesetzt nachzustreten. Das erste Bedurfniß zedes Staatsbürgers im wohlgeordneten Staatsleben, ist die nabere Kenntniß der Gesetze und Anordnungen des Slaats und der resp. Bebörden, wonach ein jeder in seinen allgemeinen und besondern Bestehungen sich zu achten bat. Dern bei welem mehr Rachtbeile für den Einzelnen wie für das Gemeinwesen entspringen aus Unsenntnese des Gesetes und der Forleketicer Vorschriften, als aus Muthwillen oder döser Abücht. Der Soctter Anzeiger werd daber in der Rudrik: l. zur Gesetzgebung und Verwaltung, nicht allein in kreitüblicher Art, so zeitig wie jedes andere Blatt, die amtlichen Verordnungen und Bekanntmachungen der Königl. und Gemeinde=Behörden, sondern auch aus der Gesetzsammlung, dem Staats=Anzriger, den Ministerial= und Amtebläitern die hier zutreffenden Gesetze, Deklarationen und Verordnungen, je nach ihrer Wichugkeit oder ihrem lokalen Jnteresse, in kurzer Anzeige, Auszuge over volinandig abgedruckt mitideilen.p... Die großen Welt= und Staats=Ereignisse der neuern Zeit, die konstitutionelle Deffentlichkeit unseres Staatslebens, die außeror= dentlichen Leistungen, die Entdeckungen, Erfindungen und Verbesserungen, wie in den Gebicten der Kunst und Wissenschaft, so in denen der Jndustrie, des Gewerbewesens und des Ackerbaues, welche fast jeder Tag bringt und deren schließlicher Einfluß auf jeden Einzelnen, je nach seinem Lebensberufe, unabwendbar ist und, um mitzukommen, ein kraftiges Regen aller Krafte erbeischt,— diese Zustände wachen es auch Demfenigen, welcher größere, politische Zeitungen zu lesen, weder Zeit bat noch sonst dazu geneigt ist, doch zum Bedürfniß, min= destens summarisch von den politischen und sozialen Tages=Ereignissen in fortlaufender Kenntniß zu bleiben, darum wird der S. A. unter der Rubrick: II. zur Politik und Tages=Chronick, in klaren, übersichtlichen Auszögen und Zusammenstellungen aus den besten Zeitungen, in gedrängter Kürze, die intertzatestn, politischen Tages=Neuigkeiten, wozu auch die wichtigern Schwur= und sonstigen Gerichtoverbandlungen des diesigen Bezirks gebören, bringen. Oeriel= ben werden sich jedoch in der Regel auf das unpartheiische Referat von Thatsachen, obne jrgliche Beunbeitung brichen. kestete vielmehr dem Leser selbst axbeim geden. Krtedfals aber wird der S. A., wenn er, nach seinen Quellen, schwere Auklagen gebracht hat, dee water erslgte Rectfertizung seinen Lesern gewissenlos unterschlagen, oder sich dazu heradwürdigen, seine Fachrächesn t schlechten Witzen oder pöbelbaften Schimpfreden zu garniren. Kreisbierorts Die Rubril: IIII. zue wirv die erbetlichsten Neuigkeiten und nach Umständen ausführlichere Besprechungen aus dem Gebiete des Gewerbebetriebes Gandels, der Landwirtbschaft, des Gartenbaues und bürgerlichen Haushalts bringen. Marktpreise, nicht allein die hiesigen und benachbarten, sondern auch der bedeutendsten, auswärtigen Marktorte; Geldkursc u. dgl. Richt nur hat die Redaktion für diese Rubrik sich gute technische Zcitschrilten zur Verfügung gestellt, sondern es haben mehre achtbare Männer vom Fach ihre Mitwirkung zugesagt, indem sie in populairen Original=Aufsätzen ihre praktischen Erfahrungen zn G. k. niederlegen wollen. An andere wird noch ferner und bossentlich nicht ohne Erfolg, die bezügliche Bitte gestewerden. Ausbeson= dere barf die Redaktion die erbetene Mittheilung des Jinteressantesten und hierorts praktisch Anwendbaren, aus den Verhandlungen unr Literetur des hiesigen landwirtbschaftlichen Krris-Vereins erwarten und ihren Lesern zusichern. Zur anständigen Besprechung öffentlicher Kreis und Gemeinde=Angelegenheiten, Eisenbahn= und Strößenbauten, Sochen, Schul= und Armen=Anstalten, öffentlicher Fcierlichkriten und Betnstigungen, Theater, Musik und anderer Kunstprodnit, rk p STADTARCHIV UND WIGCENSCHAFTLICHE STADTBIBLIOHEN SOEST Ark3 ren zu werden. Die Schweden wollten sie nit sie gingen nicht ab, bis sie als Standarten=Junker angenon wurden. In dieser Eigenschaft war der 12jährige Gebhard Lebrecht, unser späterer Feldmarschall, eines Tages als Unteroffizier auf Feldwache gekommen und hatte von dem, die Feldwache kommandirenden Offizier das Kommando über die vorgeschickte Vorbut erhalten. Dieser Offizier hatte ihm gesagt, wenn er von den Preußen Agegriffen werde, er sich auf ihn zurückziehen solle; er wolle so lange halten und ihn aufnehmen. Beim Grauen des Tageslühks meldete die Ledette, welche gegen den Wald stand, daß sich etwas darin bewege und daß dies wahrscheinlich Preußen seien. Der Junker Gebbard Lebrecht von Blücher ließ seinen Trupp aufsitzen und rückte vor. Die preußischen Bellingschen, nachmals seine Husaren, sprengten aus dem Walde gegen ihn an. Blücher's Pferd wurde von ihnen blessirt. Er wollte sich auf seinen Offizier zurückziehen, allein dieser hatte sein Versprechen nicht gebalten, ssondern, ohne ibn abzuwarten, sich zurückgezogen. So wurde Blücher von dem preußischen Unteroffizier Landeck gefangen genommen indem der kräftige Mann das zwölfjährige Bürschgen, nachdem er ihm die Klinge aus der Hand geschlagen, am Kragen vom stürzenden Pferde hob und vor sich auf den Sattel setzte. Als dieser nach beendigtem Gefecht ihn dem damaligen Oberst von Belling vorstellte, sagten die preußischen Husaren von Belling.„Es ist eine Schande für uns, daß wir uns hier mit solchen Jungen herumschlugen müssen!" Denn das Regiment von Belling wäre gern mit der preußischen Haupt=Armee nach Sachsen marschirt, um gegen die Oesterreicher zu kämpfen. Der Oberst ein s welcher in preußische schwedischen Diensten Of dem schwedischen kommandiren den Junker v. Blücher den den gefangenen schwedischen Offsanen. Aus As Deserteur schießen lassen könne, zurückgeben. Der schwedische Offizier nahm diesen Vorschlag an und ertheilte dem v. Blücher den Abschied, mit der Bedingung, daß der v. Belling dafür sorgen solle, daß er bald zum Offizier in preußischen Diensten ernannt würde. Um eben diese Zeit war ein Offizier des Bellingschen Husaren=Regiments erschossen. An dessen Stelle schlug der General v. Belling Gebhard Lebrecht von Vlücher dem großen König Friedrich zum Ofsizier vor, behielt ihn bei seinem Regiment und in seiner Umgebung, kaufte ihm die Equipage des erschossenen Offiziers und überhäufte ihn fortwährend mit Wohlwollen. Den vorhin gedachten Unteroffizier Landeck behandelte Blücher stets mit Wohlwollen und ernannte ihn zu meinem Lehrmeister im Reiten und Exerciren. Ich aber hatte späterhin die Ehre, diesen alten Veteranen zu kommandiren und zu bewirken, daß, als er Invalide geworden, er als Wirthschafts=Inspector zu Herrn v. Glasenap auf Gramenz bei Neu=Stettin kam, wo er gestorben ist. So unscheinbar fand der Alte seine rechte, künftige Ehrenbahn, so gewann Preußen seinen rechten Rettungsmann; seinen unsterblichen Marschall Vorwärts Verd ing des Soest=Niederbergheimer Straßenbaues. (49) Am 25. dieses Monats, Nachmittags 3 Uhr, findet zu Soest im Rathhause der Verding des von Soest nach Niederberayeim projectirten Actien= StraßenBaues Statt. Die zu verdingenden Arbeiten sind veranschlagt: Thlr. Sgr. 1. Planusarbeiten 13,671 19 2. Steinlieferung u. Anfuhr 15,097 6 3. Anfertigung der Steinbahn 6058 18 4. Durchlässe und Brücken. 1992 2 Kutscher u. Köchinn gesucht!(57) Sehr schöne seidene gen Sa. 36,819 15 Die Vorwarden nebst Kosten=Anschlag liebei dem Baumeister Brunswicker bierselbst zur Einsicht offen. Die Begehung der Linie findet am selbigen Tage des Morgens 7 Uhr, von der Niederbergheimer Mühle anfangend, Statt. Soest, den 7. Juli 1853. Der provisorische Vorstand: von Dolffs. Schulenburg. Bergenthal. Ein braves Küchen= u. Haus==| mädchen 20 Thlr. Jahrlohn und Geschenke, wird zu Martini in einem berrschaftlichen Haushalt gesucht durch den Auctions=Commiss. Kiehl in Soest.(52) Filetschuhe, benstiefeln, stark und fein mit Doppel= u einfachen Stück reir halbe Weiyflaschen Sohlen erbielt und verkauft sehr billig à 9 Pf., 300 Stück dito ganze A. P. Schuller. (51) In einem auswärtigen, stillen herrschaftlichen Hause werden zum Herbst ein Kutscher, welcher zugleich Haus= und Gartenwesen versteht und Lust daran hat, und eine gute Köchinn, welche selbstständig den Haushalt führen kann, unter sehr günstigen Bedingungen gesucht. Nur auf vorzüglich empfohlene Personen wird gerücksichtigt. Anmeldungen mit den Zeugnissen franke beim Auctions=Commissair Kiehl in Soest. stark (62) 2100 sind per Stüch dito per Stück à 1 Sgr., 900 Stück dito halbe Selters=Krüge per Stück a 6 Pf., 50 Stück dito ganze dito per Stück à 1 Sgr. im Hätel Overweg zu kaufen. Unter 50 Stück werden von keiner Sorte abgegeben. (54) Die Ober=Etage meines Hauses, bestehend aus 7 bis 8 Zimmern, ist im Ganzen oder theilweise zu vermiethen, und kann den ersten August bezogen werden. Ferd. Stein, Brüderstraße. (55) Das früher Bäcker Jungsblut'sche Wohnhaus auf dem Hellwege, ist in gehörig. Zustand gesetzt, und die Hälfte davon, nebst geräumige Stallung rc. von heute ab mietylos. Teigelkampff. (60) Es ist mir eine Parthie gebrannte neue gute Pferdehaare zum Verkaufe übergeben, welche ich zu billigem Preise abgeben kann, und empfehle ich solche zur geneigten Abnahme. Israel Wolff. (58) Eine große neue Kochmaschine, mit 4 Löchern und einem Bratofen versehen, steht zu verkaufen. Wo, ist in der Exped. d. Bl. zu erfragen. (59) An den Schützenfesttagen ist an meinem Hause ein grün seidener Regenschirm stehen geblieben. Der rechtmäßige Eigenthümer kann denselben gegen Erstottung der Einrückungs-Gebühren bei mir wieder in Empfang nehmen. Gottfried Andernach. 300 Thlr. sofort baar zum Verleihen auf vollständige Hypotbek gegen 4½ pro Cent Zinsen vorräthig durch den Auctions=Com= missair Kiehl in Soest. Derselbe weiset auch jeder Zeit größere Capitalien von 500 bis 10,000 Thlr. zu 4 pro Cent nach.(61) rin Narr. eilte dann; rsuchte gar nicht. 25 Sgr. einen 90 a versicherte Capital 00 Is das Doppelte gesteigert hat. 88 wenn die Anmeldungen des Mor 00 eingehen, vom Mittage 12 Uhr dessel 38 Soest, den 11. Jali 7853. 88 Eduard Holtzwart. 00 General=Agent der Hagelschäden=Versicherungs=Gesellschaft„Ceres" 00 In Werl wende man sich an Herrn C. Calaminus.(53) 38 0000000 Die neue Berliner Hagel-AssecuranzGesellschaft zu Berlin übernimmt die Versicherung der Feldfrüchte gegen Hagelschaden gegen feste Prämien, wobei durchaus keine Nachschußzahlungen stattfinden.— Der Sicherheitsfond besteht aus dem Stamm=Capital von 300,900 Thlr., und den einzunehmenden Prämien. Die Versicherungs=Summe erreichte im vor. Jahre die Höhe von circa 28 Millionen Thlr., und wurden für 1700 Schäden die Summe von 140,006 Thlr. ausbezahlt. Die Prämien sind aufs billigste gestellt, die Gesellschaft bietet jedoch noch außerdem den zu den fünfjährigen Versicherungen Beitretenden erhebliche Vortheile. Zur Entgegennahme von Versicherungen und Ertheilung jeder zu wünschenden Auskunft empfiehlt sich der unterzeichnete Agent für den Kreis Soest. Soest, im Mai 1853. Franz Julius Esser. Agent und Spediteur. Metall=Schreibfedern. (50) Ein geebrtes Publikum, welches sich der von mir fabricirten Schreibfedern bedient, mache ich darauf aufmerksam, daß dieselben in Form sowie Farbe, nachgemacht und mit der Bezeichnung Emanuel, Heury oder sogar mit einem dem Meinigen ziemlich gleich lautenden Fabrikstempel(z. B. S. Oeder) rc. versehen werden. Zur Verhinderung von Täuschungen des geehrten Publikums, weise ich hiermit wiederholt darauf hin, daß jede, aus der von mir erfundenen Metallcomposition geprägte Feder, den Fabrikstempel3 l0det trägt und dieselben für Soest und Umgegend nur bei Herrn H. Mener in Soeft zu haben sind. S. Röder, Metallfedern=Fabrikant. Birmingham u. Berlin. Unter Bezugnahme auf obige Anzeige des Herrn S. Roeder, ersuche ich um fernere gef. Abnahme dieser wirklich ausgezeichneten Schreibfedern, und kann ich solche jedem Schreiber mit Recht empfehlen, indem auch bei mir, sowobl vom biesigen Orte, als auch von auswärts die rühmlichsten Anerkennungen derselben eingegangen sind. Ich bemerke noch, daß ich auch bei Abnahme von ¼ oder ½ Groß nur den Preis berechne als wenn ein ganzes Groß gekauft wird. Soest. H. Meyer. kländer, Wachtstubenabenteuer 2. und 3. Band a 12 Sgr. Diese schon längst ersehnte Fortsetzung der beliebten Wachtstuben=Abenteuer bildet zugleich den Schluß des Werkchens. Frucht=Preise. Auf dem Kornmarkte zu Neuß am 8. Juli. Weizen 3 Thlr. 6 Sgr. Roggen 2„ 4„ Winierg. 1„ 18„ Sommerg. 1„ 19„ Hafer 1„ 1„ Erbsen 2„ 20 Rübsamen 3„ 16„ Rüböl per Ohm 282 Pid. obne Faß 30„—„ Gereinigtes Del 31„—„ Auf dem Kornmarkte zu Dortmund am 6. Juli Weizen 2 Thlr. 28 Sgr. 2 Thlr. 22 Sgr. Roggeu 2„ 26„ 2„ 20„ Gerste 1„ 16„ 1„ 12„ Hafer 1„ 10„ 1„ 6„ A. d. Kornmarkte zu Menden am 5. Juli. Weizen 3 Thlr. 10 Sgr. Roggen 2„ 25„ Werste 1„ 26„ Hafer 1 4 Geld=Course. Verantwortlichkeit der Redaction, Druck und Verlag von Ed. Rochol in Soest.