Gauerländer Zeitung Amtliches Kreisblatt Prilaner Zeitung Amtlicher Anzeiger für den Kreis Brilon Br für die Stadt Brilon AnRN Amtliches Kreisblatt für den Kreis Brilon Bezugspreis: In der Geschäftsstelle abgeholt monatlich freibl. 28,5 Mill. Mack, durch Basen oder durm den Beiesträger ins Haus gebracht 30 000 Ml. mehr. Bestellungen konnenjederzeit bei der Post oder vei unseren Boten erfolgen. Bei Eintritthöherer Gewaltusw. keine Gewährfür Sieferungu. Leistung. Geschäftsstelle und Redaktion; Brilon, Marktstraße 1.3 Draht-Anschrift: Zeitung Brilon. Fernruf Nr. 6. Postscheckkonto: Cöln Nr. 44802. BrilonerZeitung Diemel-Bote Marsberger Zeitung Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Druck und Verlag von Hans Albrecht in Brilon. Amtlicher Anzeiger für die Stadt Brilon Anzeigengrundpreis: 1 mm hoch, 45 mm breit Mk. 50.—. Bei Platzvorschrift zuzliglich 10%, bei schwierigem Satz(Sabellen etc.) Aufschlag bis zu 20%. Beilagengebühr pro 1000 1200—1400 Mk. 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Er füate hinzg, die wirsagstliche Lage Deuschlandmache die Erhebung der Kohlenstener unmöglich, und die deutsche Regierung würde die größten Schwierigkeiten haben, den Industriellen die Kohlen zu bezahlen, die sie den Belgiern liefern würden. Der Minister antwortete: diese Zahlung gehe die deuten Industriellen und ihre Regierung an, und Belgien werde ihm gelieferten Kohlen auf keinen Fall bezahlen. Paris, 17. Okt.(Eig. Drahtb.) Der„Eclaire" will e der Expreßkorrespondenz aus halbamtlichen Kreisen erfahren en, daß der deutsche Geschäftsträger in Brüssel „" der belgischen Regierung einen Besuch abkattet, und ihr mitgeteilt habe, daß die technischen ubien der belgischen Sachverständigen das Interesse der atschen Regierung erregt hätten und in gewissen Teilen als uneter Boden für eine nützliche Unterhaltung angesehen außer Brüssel, 17. Okt.(Drahtb.) In Brüssel hält man es für mis, dentlich wichtig, zu erfahren, was die Reparationskomparge:, Zu den belgischen technischen Studien zur Lösung der ReLeisonsfrage sage. Wenn sie die belgischen Vorschläge zum gn:Nähme, zum Teil abändere, so würde doch ein Ganzes zuneommen, und dieses müßte dann Deutschland unbesehen Enor". Am meisten interessiert die Belgier die Frage, ob neyo an den Beratungen in der Reparationskommission teilwerde" infolgedessen auf seinen alten Vorschlag verzichten der F. ein internationales Sachverständigenkomitee zur Lösung tei eparatiasfrage einzusetzen. Obwohl man in Brüssel beLoscherart har, daß England mit der Prüfung des belgischen dergr. Reparationskommission einverstanden sei zseiet das Reutersche Bureau folgende Meldung: Wedie enalisme Abordnung in der Revarationskommission noch arnet Begierung wissen etwas davon, daß das englische Vorlage der belgischen Reparationsstudien an die rationskommission zugestimmt hätten. lesTemn 17. Okt.(Drahtb.) Der Brüsseler Korrespondent e dershatte Mitungen über eine Unterredung gebracht, e Reichsfinanzminister Dr. Hilferding während Sist dere umt dem belgischen Gesandten in Berlin hatte „rivatanc zuweisen, daß Dr. Hilferding damit nicht seine anlicht, sedern die Auffassung des Reichsfinanzministeum Ansser=de.aationsplan der belgischen Sachverständigen belgischen Gesandten übersete noch seine smsteriums hat damit also auch handel, Industrie und Besatzung. Andlungen, die 5(Drahtb.) Aus den bisherigen Verder Besatz Kandelskammern des besetzten Ruhrgebietes gsbehörde und der Kontrollkommission der HütBrilon, Donnerstag, den 18 Oktober 1923 35 Jahrgang Der neue deutsche Scheili in Paris. Telegramm des W. T. B. X Paris, 17. Okt. Der deutsche Geschäftsträger, Botftsrat v. Hoesch, wurde heute vormittag vom Ministerräsidenten Poincaré zu einer Besprechung empfangen. ie dauerte ungefähr 2 Stunden. m. Paris, 17. Okt.(Drahtb.) Pertinax behauptet im Echo de Paris“. der heutige Schritt Deutschlands bei Poncaré sei in London und Brüssel sorgfältig vorbereitet worden. Dte englische Regierung sei bereits am Montag davon unterrichJorden.— In der Besprechung des belgischen Reparationsvorschlages versichert Pertinax, auch die Unterstützung der deuten Bemühungen in England durch Belgien werde Frankreich von dem Entschluß abbringen, zunächst einmal durch die lusbeutung des besetzten Gebietes Reparationsleistungen zu Sc paris. 17. Ott.(Eig. Drahtb.) In einer Reihe von französischen Blättern wird nach der Expreßkorrespondenz bereits gegen den neuen Schritt der Reichsregierung in Paris Stimmung ge la t. Man versuche aufs neue, so wird behauptet, die mansoliche Bolitis, vonrer seit dem 11. Januar eingeschlagenen ein nopmin den Auhex. dem„Scho de Paris", in dem die„Journée Jadastrte befaßt, wendet sich auch schen Abschten. Sie erklärt, sie werdg sch nicht darüber wunern, wenn die französische Politik in den nächsten Tagen einen euen Ansturm von sehr großer Heftigkeit zu erleben hätte. Das in der französischen Industrie maßgebende Blatt hebt die Tatsache hervor, daß man sich in London und Brüssel erneut bemüht abe, und bemerkt, daß in Italien wieder das Mißtrauen gegen te französische Politik Bøden fasse. Das Blatt benutzt die Geegenheit, um gewisse„ideologische Schritte“ in der Außenpolitil alts9s klarzulegen, die das Verhalten Frankreichs in Lichte erscheinen ließen, als ob die französische Regierung erhaupt keine Reparationszahlungen wünsche, sondern nach der kopäischen Hegemonie trachte. Das Blatt erinnert ferner dincaré daran, daß die Regelung der Reparationskrisis außer e politischen noch eine wirtschaftliche Seite habe. Man muß urauf hinweisen, so schreibt die Zeitung, daß die wirtschaftlichen finanziellen Probleme, die im Ruhrgebiete vorliegen, und Die Wiederaufnahme des Verkehrs im Ruhrgebiet. Die Anmeldung der deutschen Eisenbahner zur Regie. Telegramm des W. T. B. w. Essen, 17. Okt. Der heutige Tag steht im Zeichen der Arbeitsaufnahme der Post= und Eisenbahnbeimtenim Ruhrgebiet. Die Aufnahme der Arbeit bei den Fernsprech= und Telegraphenämtern in Essen erfolgte heute mittag. Die Aufnahme des eigentlichen Verkehrs kann aber erst in einigen Tagen erfolgen, da vorher noch große Reparaturarbeiten vorgenommen werden müssen. Die Fernsprechämter in Dortmund, Mülheim und Duisburg beginnen heute gleichzeitig mit der Arbeit. Gemäß den Anweisungen des Reichsverkehrsministeriums erfolgte heute auch die Meldung der Beamten für den Reaiebetrieb. Die Vorschläge der Eisenbahngewerkschaften daß die Meldung zur Arbeit listenweise unter Vermittlung einer Kommission erfolgen sollten, wurde von der Regieverwaltung in Essen zurückgewiesen, während in Dortmund dies Verfahren zur Anwendung gebracht wurde. In Essen waren die Vorbereitung der Regie zur Anmeldung der Eisenbahner nicht ausreichend. Es wurde dies damit entschuldigt, daß nicht genügend Formulare vorhanden seien. Heute ist nur die Anmeldung der Eisenbahner vorgenommen worden, die im besetztgn Gebiet geboren sind. Auch bezüglich der Anmeldestellen herrschte in der Regie Unklarheit. Nach Ausfüllung der Fragebogen wurden die Eisenbahner heute von den Anmeldestellen wieder entlassen. Sie sollen von diesen Anmeldestellen noch die Mitteilung erhalten, ob und wann sie eingestellt werden. Nachdem die Bergarbeiter bereits vor einiger Zeit die Förderung wieder aufgenommen haben, haben nunmehr die Eisenbahn= und Postbeamten den Beweis ihrer Bereitwilligkeit zum Wiederaufbau des Ruhrgebietes gegeben. Die Hauptträger des passiven Widerstandes haben sich nach schweren und opfervollen Monaten im Einklang mit der Reichsregierung den Notwendigkeiten der Stunde nicht verschlossen. ten= und Bergwerke geführt haben, wird bekannt, daß die Zentralstelle für Ein= und Ausfuhrbewilligungen ihren Sitz weiter in Essen behalten soll, während für das altbesetzte Gebiet das Ein= und Ausfuhramt in Bad Ems zuständig ist. Die Besatzungsbehörde erklärte sich damit einverstanden, daß im Ruhrgebiete von seiten der Handelskammern fakultative Vorprüfungsstellen eingerichtet werden, wie sie ähnlich im altbesetzten Gebiete bestehen. Die Besatzungsbehörden haben an ihrer Forderung, daß die Ein= und Ausfuhrtosten in Devisen bezahlt werden müssen. Die Sozialdemakralte gegen den Ausnahmezustand. X Berlin. 17. Okt.(Tel.) Laut„Vorwärts“ hat der ozialdemokratische Parteivorstand heute über den militärischen Ausnahmezustand und die durch ihn geschaffenen Zustände in den Einzelstaaten beraten. Der Parteivorstand ist dabei einmutig zu der Ueberzeugung gelangt, daß die chleunige Aufhebung des militärischen Belagerungszustandes notwendig ist, um zwischen den Einzelstaaten die Gleichheit wieder herzustellen. Reichswehr und rote Hundertschaften. A Dresden, 17. Okt. Der Militärbefehlshaber für Sachsen hat die gesamte sächsische Polizei, nämlich die Landespolizei und die Landgendarmerie, seinem unmittelbaren Befehl unterstellt. In der Begründung dieser Verfügung wird darauf hingewiesen, daß der erste Kongreß der roten Hundertschaften trotz dem Verbot abgehalten wurde, und daß von ihnen aufreizende Flugblätter verbreitet worden sind. Aus diesen sowie aus der Rede des kommunistischen Finanzministers Böttcher in Leipzig gehe hervor, daß die Verordnung über des Verbot der roten Hundertschaften und Aktionsausschüsse auf stärksten Widerstand stoße. der unter Umständen nur durch Einsatz von Truppen gebrechen werden könne. Zunächst beabsichtige der Mili ärbefehlshaber edoch, die Landespolizei hierzu zu verwenden. Um aber eine Zusammenarbeit der Polizei mit der Militärbehörde zu gewährleisten, habe der Militärbefehlshaber alle Polizeibehörden kraft der ihm zum Schutze der Republik vom Reichspräsidenten übertragenen vollziehenden Gewalt seinem unmittelbaren Vofehl unterstellt. Die sozialistisch=kommunistische Regierung in Thüringen. w. Weimar, 17. Okt. In der gestrigen Sitzung des thüringischen Landtages gab der Abgeordnete Knauer(Soz.) folgende Ministerliste bekannt: Inneres: Staatsminister Herrmann(wie bisher), Finanz: Hartmann(wie bisher), Justiz: Oberlandesgerichtsrat Dr. Korsch, Jena, Volksbildung: Greil(wie bisher), Wirtschaft: Tanner(Kommunist). Die vorgeschlagene Ministerliste wurde schließlich in namentlicher Abstimmung mit 28 Stimmen der vereinigten Linksparteien gegen 24 bürgerliche Stimmen angenommen. Ein neues Verbot in Bayern. w. München, 17. Okt.(Tel.) Die Korrespondenz Hoffmann meldet amtlich: Nach der Verordnung des Generalstaatskommissariats vom 16. Oktober 1923 wird allen Personen, die in Bayern ihren Wohnsitz oder Aufenthalt haben, die Zugehörigkeit zu einem Sicherheits= oder Selbstschutzverband oder ähnlichen Einrichtungen der vereinigten sozialdemokratischen oder kommunistischen Partei auch außerhalb Bayerns verboten. Die Teilnahme an Veranstaltungen oder Zusammenkünften solcher Verbände oder Einrichtungen ist untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bestraft. Daneben kann auch auf Geldstrofe n unbeschränkter Höhe erkannt werden. Kahr löst die kommunistischen Jugendvereinigungen auf. X München, 17. Okt. Nach einer Meldung der amtlichen Korrespondenz Hoffmann wird durch Verordnung des Generalstaatskommissars v. Kahr allen Schülern öffentlicher und pripater Schulen die Teilnahme an kommunistischen Vereinigungen und Veranstaltungen verboten. Die bestehenden kommunistischen Ingendvereinigungen werden aufgelöst. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis geahndet, neben dem auf Geldstrafe in unbeschränkter Höhe erkannt werden kann. Gleiche Strafe ist zngeordnet für Eltern, Pflegeeltern, Vormünder, Dienst= oder Lehrherrn, die diesen Verboten zuwiderhandeln. Die werlbeständigen Steuern. m. Berlin, 17. Okt.(Drahtb.) Der finanzpolitische Ausschuß des Reichswirtschaftsrates trat heute in die Beratung des Besetzentwurfes über wertbeständige Steuern und Vereinsachung des Besteuerungsverfahrens ein. Namens des Arbeitsausschusses stellte der Berichterstatter folgende Anträge:„§ 37 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1 soll folgende Fassung erhalten: 1. Steuerpflichtige haben innerhalb einer Woche nach dem Schlusse des Kalendervierteljahres die in dem abgelaufenen Kalendervierteljahr vereinnahmten Entgelte anzugeben und die entsprechenden Steuern zu entrichten. 2. Steuerpflichtige mit einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit von erheblichem Umfange haben in der ersten Woche eines jeden Monats die in dem abgelaufenen Monat vereinnahmten Entgelie anzugeben und gleichzeitig die entsprechenden Steuern zu entrichten. Im übrigen sind auch in den anderen Bestimmungen der§§ 36 37 und 37a die Begriffe„Voranmeldung“ und„Vorauszahlung“ zu ersetzen durch„monatliche Erklärungen“ und„Monatszahlungen." Der Ausschuß hält es für nötig. daß, um eine dem Zwecke des Gesetzes gerecht werdende S'euerleistung zu gewähren, die Entgelte in Gold angegeben werden.“ Die Vertreter der Konsumvereine, Konsumgenossenschaften und landwirtschaftlichen Produktions= und Absatzgenossenschaften stellten den Antrag. der nach seiner Begründung auf die Beseitigung der ungerechten Doppelbesteuerung der Genossenschaften mit Umsatzsteuer abzielt. In der Schlußabstimmung wurde die in dem Entwurfe vorgesehene Erhöhung der Umsatzsteuer von 2 auf 2½ Prozent mit 22 gegen 4 Stimmen abgelehnt. Im übrigen wurden der Entwurf und die Ergänzungsanträge zum Teil einstimmig, Teil mit großer Mehrheit angenommen. Der Antrag der Senossenschaften fand mit 13 gegen 12 Stimmen Annahme. Ferner wurde beschlossen, daß auch Dollarschatzanweisungen und Goldanleihe stempelfrei bleiben sollen. Zur Börsensteuer sieht der Entwurf eine einmalige Börsenzulassungssteuer in Höhe von 500 Goldmark vor für jede zugelassene Person und eine fortlaufende Börsenbesuchssteuer in Höhe von 100 Goldmark für jeden angefangenen Kalendermonat. Weiter beschloß der Ausschuß eine weitgehende Ermächtigung der Reichsregierung zum Erlaßz von Durchführungsbestimmungen. Die Frage der Erbeilgzeit. w. Berlin, 17. Okt.(Drahtb.) Heute fand im Plenarsitzungssaale des Reichswirtschaftsrates die erste gemeinsame Sitzung der Bundesausschüsse des Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes, des Afabundes und des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes statt, um Stellung zu nehmen zu der bedrohlichen wirtschaftlichen Lage des deutschen Volkes. Als Niederschlag der Beratungen wurde eine Entschließung angenommen, in der von der Regierung die schleunigste Ergreifung der zur Behebung der Notlage erforderlichen Maßnahmen gefordert wird. Der Reichsarbeitsminister, der während der Tagung auch das Wort ergriff, versicherte, daß die Reichsregierung auf Grund des Ermächtigungsgesetzes alles tun werde, um der Situation gerecht zu werden. Sie beabsichtige ein nach allen Seiten gerechtes Vorgehen. Sie denke jedenfalls nicht daran, auf der einen Seite die Regelung der Arbeitszeit vorzunehmen und auf der anderen Seite die Preiskonventionen der Kartelle ungeschoren zu lassen. Verdoppelung der Beamtenbezügg. Berlin, 17. Okt.(Telegramm unseres Korrespondenten.) Das Reichsfinanzministerium hat sich entschlossen, in Anbetracht der ungewöhnlichen Steigerung der Lebenshaltungskosten die für den 18. Oktober vorgesehenen Zahlungen an die Beamten und Staatsarbeiter zu verdoppeln. Demnach erhalten die Beamten das volle Oktobergehalt auf der Grundlage der heutigen Meßziffer von 63000 abzüglich der am 1. Oktober gezahlten Bezüge. Am 1. Oktober haben die Reamten ihr Gehalt bei einer Meßzahl von 7000 erhalten. Gewaltige Steigerung der Reichsinderziffer. w. Berlin, 17. Okt.(Drahtb.) Die Reichsinderziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, Wohnung, Beleuchtung und Bekleidung) stellt sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den 15. Oktober auf das 691,9millionensache der Vorkriegszeit. Die Steigerung gegenüber der Vorwoche(109,1 Millionen) beträgt demnach 534,2 Prozent Neueste Nachrichten. Der afrikanische dent Smuts für eine Gesamtld von 50 Milliarden. London, 17. Okt.„Daily News“ will in der Lage sein, aus der Rede des südafrikanischen Ministerpräsidenten Smuts in der Reichskonferenz vier Punkte zu nennen, nach denen Smuts die Reparationsfrage behandelt wissen will: 1. Deutschlands ganze Schuld wird auf 50 Micliarden Zoldmark festgesetzt. 2. Deutschland erhält ein mehrjähriges Moratorium. 3. Der Völkerbund setzt eine in wohlwollendem Geiste zu handhabende Aufsicht über die * deurschen Finanzen ein nach dem Muster der Finanzafsiht in Deleneict 4. Alle Auliierten und die Vereinigten Staaten gewähren sich gegenseitig ein zehnjähriges Moratorium. Wenn Deutschland im Auslande für die Stabilisierung seiner Währung Anleihen unterbringt, so muß die deutsche Regierung es in einer interalliierten Instanz ermöglichen, die Wirksamkeit der deutschen Währungsreforn zu kontrolliieren.„Daily News“ sagt, es sei möglich, daß die Reichskonferenz beschließen wird, die obigen Anregungen des Generals Smuts den Alliierten als Ergänzung der bisher bekannt gewordenen Reparationsvorschläge vom August zu übermitteln. Eine Zusammenkunft des Reichskanzlers Dr. Stresemann mit dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Seipel. Wien, 15. Okt. Der Herausgeber der hiesigen Korrewondenz Herzog hatte eine Unterredung mit Bundeskanzlen Dr. Seipel, worin dieser die Vermutung aussprach, daß die verschobene Zusammenkunft zwischen ihm und dem Reichskanzler Dr. Stresemann am Donnerstag oder Freitag dieser Woche stattfinden solle; er werde sich dann in Voralberg befinden. Daran anknüpfend sagte er, die Zusammenkunft falle in die ernsteste Stunde, die Deutschland je durchlebt habe, und fuhr fort: „Wir alle stehen unter dem tiefen Eindruck der katatrophalen Wirtschaftslage, in der sich Deutschland angesichts seines Währungssturzes eben befindet, eines Währungsturzes, der sich noch schrecklicher auswirkt, als seinerzeit der Verfall der Krone. Aber zu allem diesem Leid tritt in Deutschland noch die Gefahr einer Zerreißung des verbündeten Deutschen Reiches. Man hat ursprünglich die rechtsstehenden Kreise der Zerreißung Deutschlands beschuldigt, aber das Beispiel Bayerns, wo Dr. v. Kahr in überaus geschickter Weise die Bestrebungen der Gefolgschaft Hitlers eingedämmt hat, verrät uns das Gegenteil. Die Gefahr droht heute in erster Linie von den vereinigten Bemühungen der Kommunisten und Sozialdemokraten in Sachsen und Thüringen. Angesichts aller dieser Gefahren ist es gerade für uns Oesterreicher als Teil des deutschen Volkes eine geradezu vaterländische Aufgabe, unser Staatswesen zu festigen und das Heilungswerk seiner Vollendung zuzuführen, damit unser Vaterland, das ja auch ein Stück der deutschen Erde ist, den Weg zur Gesundung seines Staatswesens zu Ende schreitet.“ Dr. Seipel bezeichnet dann als eine Folge dieser Gesundung, daß man heute von den einstigen separistischen Strömungen in den österreichischen Bundesländern nichts mehr merkt und der Bund stärker und inniger geschlossen sei denn je. Dr. Seipel wies darauf hin, daß Oesterreich wegen seiner hoffnungsvollen Lage von aller Welt als nachahmenswertes Beispiel ihngestellt werde. Sollte sich die Nachricht über die Zusammenkunft der beiden Kanzler bewahrheiten, so scheint der Besuch des Reichskanzlers mehr wie ein Höflikeitsakt zu sein, zumal der Leiter der Regierung und mit ihm das ganze Kabinett heute mehr denn je mit Arbeit überlastet ist. Der Erfolg der Zusammenkunft wird sicherlich von weittragendster Bedeutung sein. Ne doni che Flagge in Nach dem Abzug der Alliierten. Kenstantinopel, 17. Okt. Das Gebäude der deutschei in Konstantinopel ist sofort nach dem Abzua der Htanzosen. die das Gebäude bis jetzt besetzt hielten, von deutschen Beamten, die bis dahin unter dem Schutze des schwe dischen Konsulats standen, wieder in Besitz genommen worden Die deutsche Flagge, seit dem Waffenstillstand die erste in Konstantinopel. wurde auf dem Botschaftsgebäude gehißt In dem Gebäude, das durch die französische Besetzung sel gelitten hat, werden jetzt die notwendigen Reparaturen Legen von Telephonleitungen usw., vorgenommen, und die In neneinrichtung wird vervollständigt. Auch das deutsche Krankenhaus ist von den Deutschen wieder in Besitz genommen worden, und das deutsche Personal dürfte binnen kurzem aus Deutschland eintreffen. Wie die türkischen Zeitungen melden hat sich eine große deutsche Baugesellschaft gebilder schönen Nach Gräfin Lydia Rostoptschin. Von Johannes Sternaux. (Nachdruck verboten.) 26. Fortsetzung. „Nun, das ist gut. So kann ich also in aller Ruhe mein Testament machen, ohne daß es jemand im Schlosse merkt. Weshalb haben Sie mir das nicht schon eher gesagt? „Sie ließen mich ja nie diese Sache berühren, Frau „Berühren wohl, aber nicht ihr auf den Grund gehen. Nun aber ist sie erledigt. In diesen Tagen will ich mein Testament machen und alle Vorschriften dabei beobachten. Ich werde es in die geheime Schublade jenes Arbeitstisches legen, wo auch meine Diamanten liegen. Sie kennen dieselbe, Herr Notar.“ „Weshalb erst in diesen Tagen, Frau Gräfin? Warum nicht heute noch? Haben wir nicht gerade heute den 30. August, an welchem Ihnen vor zehn Jahren Yvonne gebracht wurde? Wollen Sie diesen Tag nicht durch eine Tat heiligen, welche die Zukunft des lieben Kindes sichern wird, was auch immer eintreffen möge?“ Gräfin von Kerros sah den Notar überrascht an und sprang dann von ihrem Sessel auf. „Richtig, wir haben ja heute den 30. August, an dem wir bisher den Geburtstag Yvonnes feierten. Wie konnte ich ihn vergessen! Nein, so etwas! Warum hat mich niemand daran erinnert? Also deshalb sah mich heute früh mein Liebling so fragend und erwartend an und sagte mir:„Mama, gib mir, bitte, heute noch einen Kuß, umarme mich doch noch einmal. Ich sehne mich so sehr danach." Ich hielt das für eine Laune und schimpfte sie aus. Ich fragte sie, ob sie sich denn nicht schäme, noch wie ein kleines Kind zu seim. Aber sie gab nicht nach. Ich mußte sie befriedigen. Wie wird sie traurig gewesen sein, weil ich ihren Geburtstag vergaß. Ich will das wieder gutmachen. Herr Notar, es ist noch nicht 5 Uhr. Yvonne wird nicht vor einer Stunde zu Hause sein. Wollen Sie, bitte, anspannen lassen? Noch besser, Sie sagen es selbst dem Kutscher, dann geht es flinker. Sie setzen sich dann in den Wagen und fahren nach Penermor. Dort kaufen Sie zunächst beim Uhrmacher die schönste Damenuhr, die er vorrätig hat. Am liebsten mit Blumen und Emaille. Preis Nebensache. Dann machen Sie beim Konditor Halt und raumen ihm den Laden gründlich aus. Verdie in der Türkei, und namentlich im Bezirk von Smyrne Jauarbeiten(Wiederaufbau der Stadt Smyrna) ausführ will und über 13 000 Menschen Arbeit geben wird Viele Deutsche aus Mazedonien und Bulgarien, die große No leiden, werden nach Kleinasien gebracht, um bei den Bauarbei ten Beschäftigung zu finden. Millgrand und Majargk. w. Paris, 17. Okt.(Tel.) Bei dem gestern im Elysé veranstalteten Festmahl begrüßte der Präsident der Republik den Präsidenten Masaryk. Millerand sagte: Ihre Anwesenheit unter uns beweist die Aufrechterhaltung der glücklichen, zwischen unsern beiden Nationen hergestellten Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit ist heute nicht weniger notwendig, und wir erwarten von ihr die glücklichen Ergebnisse, um den Respekt vor den Verträgen aufrechtzuerhalten und um die Wiederherstellung der Stabilität in Europa anzustreben. Dies in Mittel= und Östeuropa geschaffene Statut hat keinen aufrichtigeren und entschlosseneren Verteidiger als Frankreich. Präsident Masaryk erwiberte, indem er darauf hinwies, daß in Paris die erste der tschecho=slowakischen Legionen geschaffen wurde. Dann fuhr er fort: Frankreich hat uns auf der Friedenskonferenz unterstützt. Nach Abschluß des Friedens hat es nicht aufgehört, uns seine Freundschaft zu erweisen. Ich begnüge mich, an die kostbare Hilfe der französischen Mission bei dem Werk der Organisierung unseres Heeres zu erinnern, und an die Unterstützung, die wir von Frankreich bei verschiedenen politischen Fragen erhalten haben. Wir, die wir mit Frankreich nicht nur durch die Politik, sondern auch durch geistige Bande verbunden sind, sind Frankreich aufrichtig dankbar. Wir werden Frankreich ewig erkenntlich bleiben. Frankreich kann auf uns in guten wie in schlechten Tagen zählen. Wir arbeiten loyal und unermüdlich an der Konsolidierung Mitteleuropas. Die Organisation Europas ist keine leichte Aufgabe, aber die Schwierigkeiten sind da, um überwunden zu werden. Die Befreiung zahlreicher Nationen, die durch den Krieg und die Revolutionen herbeigeführt wurde, hat in Europa mehrere Mächte geschaffen. Im Krieg und im Frieden handelt es sich namentlich um die Befreiung zahlreicher kleinerer Nationen. Vergessen Sie nicht, daß zwischen Deutschland und Rußland sich ungefähr 20 mehr oder weniger kleine Nationen befinden, die der Krieg befreit hat. Ith weiß, daß man sich hier und da über die Balkanisierung Europas beklagt hat. Aber die Gesetze der Geschichte und das Leben der Völker sind nicht den Regeln des Komforts der Reisenden im Schlafwagen unterworfen. Wir respektieren und unterstützen die Friedensverträge, weil sie in ihrer Gesamtheit gerecht sind. Wir wünschen aufrichtig den Frieden Aber wir stimmen mit Ihnen. Herr Präsident, überein, daß die in den Verträgen vorgesehenen Verpflichtungen ehrlich durchgeführt werden müssen. Die Politik Frankreichs in den angstvollen Stunden Europas ist immer großmütig gewesen, weshalb wir bei unseren Bemühungen um den Wiederaufbau Mitteleuropas und des gesamten Europas auch auf die Mitarbeit des großmütigen Frankreich zählen. Blockade und Arbeitssperre. W. W. Durch den Erlaß der Reichsregierung Ende September wurde der passive Widerstand aufgegeben und bald darauf die große Zahl der erlassenen Kampf=Verordnungen zurückgezogen. Unternehmer und Arbeiter haben durch ihre Vertretungen ohne jeden Zeitverlust mit den Besatzungsorganen über die Bedingungen verhandeln lassen, unter denen die Arbeit wiederaufgenommen werden sollte. Schon in den ersten dieser Besprechungen wurde klar, daß die französischen und belgischen Besatzungsorgane jede Loyalität gegenüber der zur Weiterarbeit entschlossenen Ruhrbevölkerung vermissen lassen. Drei Wochen nach Aufgabe des passiven Widerstandes waren noch immer nicht die Verordnungen des Generals Degoutte aufgehoben, welche deutschen Beamten und Arbeitern den Zutritt zu den Telegraphen= und Telephon=Linien verwehren. Dadurch war es bisher unmöglich, den Verkehr in diesem dichtbewohnten, komplizierten Wirtschaftsgebiet wieder in Gang zu bringen. Diejenigen, welche voraussagten, Poincare werde das im September erlangte Uebergewicht rücksichtslos gegen das deutsche Volk geltend machen, scheinen recht behalten zu sollen. Das Ruhrgebiet und überhaupt der ganze rheinische Industriebezirk stehen vor schwerer Arbeitslosigkeit. Mag auch der reiche Papiergeldstrom, der monatelang ziemlich unbedenklich in die Widerstandgebiete hineingeleitet worden war, der Moral weiter Bevölkerungskreise sehr geschadet haben, zunehmender Hunger und Not würden die gequälten Menschen zu noch viel schlimmeren Taten verleiten. In Paris scheint man zu hoffen, daß die Wiederaufnahme der Arbeit nicht sobald erfolgen wird, und daß man daraus für Deutschland neue Stricke drehen kann. Dem Kenner der letzten fünf Jahre deutscher Geschichte drängt sich geradezu der Vergleich mit dem Frühjahr 1919 auf. Danach hatte Deutschland im Vertrauen auf die alsbaldige Lockerung der Blockade alle Machtmittel aus den Händen gegeben. Die Alliierten benutzten jedoch die Sehngessen Sie, bitte, nicht, Yvonne schwärmt für Sahnrollen. Sollte er auch einen Baumkuchen haben, so bringen Sie ihn ihn mit. Sie werden selbstredend bei uns zu Tisch bleiben. Ach, beinahe vergaß ich den Herrn Pfarrer. Auf Ihrer Rückfahrt halten Sie vor dem Pfarrhause und bringen den geistlichen Herrn, ob er will oder nicht, mit. „Also gewaltsam, wenn er nicht freiwillig folgt“, unterbrach sie lachend der Notar.„Ich glaube, Gewalt wird nicht nötig sein, um ihn zur Teilnahme an der Geburtstagsfeien seines Lieblings zu bewegen.“ „Leider ist heute Sonnabend. An diesem Tage hat er viel Arbeit. Er wird auch erst seinen guten Talar anziehen und sich empfangsfähig machen wollen. Geben Sie das nicht zu, Herr Notar. Die Zeit drängt. Kommen Sie nicht ohne ihn zurück. Ich will, daß Yvonne heute ihre Freunde um sich habe." Während die Gräfin sprach, drängte sie den Notar gleichsam zur Türe hinaus. Sie war in fiebernder Aufregung, was ihrem Zustande sehr nachteilig sein mußte. Ehe Notar Fulinez den Salon verließ, wandte er sich noch einmal um und blickte die Gräfin flehentlich an. Ihre vom Fieber glänzenden Augen und glühenden Wangen flößten ihm Besorgnis ein. „Und das Testament, Frau Gräfin? Ich befürchte, Sie vergessen darauf.“ „Seien Sie unbesorgt, Herr Notar, ich werde diese einsame Stunde dazu benützen. Fahren Sie, bitte, recht bald und vergessen Sie wedder den Herrn Pfarrer noch die Sahnrollen.“ Der Notar schloß die Tür und begab sich nach den Ställen. Er schien sehr vergnügt zu sein und rieb sich die Hände. Endlich hatte er erreicht, daß die Gräfin das Testament machte, welches die Zukunft Yvonnes sicher stellen sollte. „Frau Bruyere, Sie haben verspielt!“ sagte er im stillen und vergaß ganz, daß er vor zehn Jahren mit demselben Eifer die Anrechte derselben verteidigte, für deren Enterbung er nun gesorgt hatte. Hätte er sich erst noch einmal umgedreht, ehe er den Vorraum verließ und einen Blick auf die Treppe geworfen, so wäre seine Freude gedämpft worden. Dort nämlich stand Angelina, die das letzte Gespräch gehört hatte. Sie war bleich wie der Tod und blickte finster drein. Als der Notar hinausgegangen war, stieg sie leise die Treppe hinab, trat aus dem Schlosse, bog rechts um und schlich an der Vorderseite des Schlosses entlang bis zu dem mittleren Fenster des Salons. Mit unglaublicher Vorsicht hob sie ihren Kopf, um zu sehen, was im Salon gesucht des deutschen Volkes nach ausreichender Ernähruing und nach Wiederanschluß an den Weltmarkt, um ihm die Unterschrift unter den unseligen Friedensvertrag zu erpreffen. Erst nach Unterzeichnung des Versailler Dokumentes Ende Juni 1919 wurde die Blockade aufgehoben.— Die ganzen letzten Monate hindurch hat man uns glauben gemacht, daß unser Verzicht auf Widerstand die Besatzungsmächte veranlassen würde, uns die Rückkehr zu voller Arbeit zu erleichtern. Jetzt, wo wir den Widerstand aufgegeben haben, stellt sich heraus, daß Frankreich und Belgien die Ruhrbewohner weiter quälen und brandschatzen und dem deutschen Volk die Rückkehr zu erträglichen Wirtschafts=, Finanz= und Währungsverhältnissen versperren wollen. Es hat keinen Zweck, unser Volk mit vagen Hoffnungen zu vertrösten. Frankreich hat sein wahres Antlitz wieder einmal enthüllt: Es will Deutschlands Demoralisierung und Vernichtung und greift nach jedem Mittel, um dies Ziel zu erreichen. Wer in Bezug auf die Haltung Frankreichs und insonderheit seines jetzt herrschenden Staatsmannes auch nur noch die geringsten Zweifel gehegt hat, nach den Erfahrungen der letzten Wochen müssen sie schwinden.— Praktisch üben sie Fortsetzung der Blockade im Jahre 1919 und die jetzt von den französischbelgischen Besatzungsorganen hervorgerufene Arbeitssperre die gleiche Wirkung aus: Das deutsche Volk versinkt immer tiefer in Not. Das aber ist ja das Ziel der Politik, die Poincare führt! Aus Stadt, Kreis und Provinz. Brilon, den 18. Oktober 1923 V Eine Zahlung von Zusatzrente an die nicht im Erwerbsleben stehenden Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen der Stadt Brilon findet am Samstag, den 20. d. Mts, Vormittags im Kreishause Zimmer Nr. 18 stott. Immer noch munter an der Schraube ohne Ende Von Donnerstao, den 18. Oktober ab, werden die Schlüsselzahlen für die Eisenbahntarite im Personenverkehr 600 Millionen, im Güterverkehr 1 Milliarde betragen. Begründung: Die Steigerung der Schlüsselzahlen ist die Folge der Markverschlechterung der vergangenen Woche. Die Herabsetzung der deutschen Kohienpreise hat hei der Bestimmung der Schlüsselzahlen verbilligend(!) gewirkt, sie konnte aber nur von geringem Einfluß sein, da die Reichsbihn infolge der nach wie vor unverändert bestehenden Abschließung des Ruhrgebietes roch überwiegend auf ausländische Kohlen angewiesen ist. Unsere aft muß sich also wieder mit einer starken Erböhung der Bahntarise und einer Verdoppelung der Posttarife abfinden, und die Hoffnung, daß nach dem Abbau der Kohlen= vreise und der Annahme des Ermächtigungsgesetzes von dieser uniere ganze Lebenshaltung verteuernden und verkehrstötenden Politik abgelassen würde, hat sich nicht erfüllt. Solange man aber nicht auch die Tarisschrauben stillegt, kann eine Gesundung unierer Wir=schaft nicht erwartet werden. Läßt man ihr weile freien Lauf, erscheinen alle Versuche, die Ueberteuerung und die Nolennresse zu hrewsen, ein eitles Spiel, (:) Der Westsälische Milchpreisausschuß hat den Preis für ein Liter Vollmilch vom 17. dieses Monats ab auf 110 000 000 Mark ab Stall und 143 000000 Mark ab Molkereistation erhöht. :: Die Kartoffelernte beginnt jetzt, nachdem das fürchterliche Regenwetter nun auch allmählich einer besseren Zeit Raum gibt, wohl überall. Ganze Familien eilen hinaus auf die Felder, um das heute begehrteste aller Nahrungsmittel zu ernten. Soweit man bisher feststellen kann, und wie auch aus landwirtschaftlichen Kreisen bestätigt wird, werden wir uns eines gar nicht so schlechten Kartoffelertrages erfreuen können, was man im volkswirtschaftlichen Interesse nur begrüßen kann. Besser, als man vor wenigen Wochen noch vermutete, wird also die Ernte sein, leider aber hat das anhaltende Regenwetter das Einbringen sehr verzögert, sodaß auch wegen der Fäulnisgefahr dauerndes trockenes Wetter sehr erwünscht ist. Einige Wochen trockenen frostfreien Wetters werden hinreichen, den Kartoffelkrieg zu beenden, zumal durch die Verlängerung der Herbstferien manche brauchbare Hilfe verfügbar ist. Auch sind sonstige Hülfskräfte vorhanden, die den Nachbarn oder dem guten Freunde mithelfen, um für sich resp. ihre Familie einige Zentner Kartoffel zu verdienen. Alle Hochachtung denen, die dazu beitragen, die Sorge um die Einkellerung derjenigen zu zerstreuen, die kein Kartoffelland besitzen. + Alleinzeisenden Frauen ist in Zukunft auch in den Schlafwagen dritter Klasse ermöglicht, unter sich zu bleibenDas erste und letzte Abteil des Wagens ist für sie reserviert. Nur wenn sämtliche weiblichen Insossen keine Einwendungen machen, dürfen auch männliche Reisende dieselben mitbenutzen. Es darf auch nicht als selbstverständlich ancenommen werden, daß letztere ihren so erlangten Platz wieder raumen müssen, wenn später noch eintreffende weibliche Reisende auf denselben Anspruch machen = Zurumziehung eingesetzter Schutzpolizei. Bei den Unrupen, die letzthin in vielen Teilen des preußischen Staatsgehietes stattgefunden haben, ist mehrfach von Seiten der Rube“ störer die Forderung gestellt worden, die Schutzpolizei eines Ories aus dem Straßendienst zurückzuziehen oder von gußerschah. Zwanzig Minuten ungefähr stand sie bewegungslos da und stierte in das Fenster hinein. Dann kroch sie katzenartig wieder nach dem Eingange des Schlosses zurück. Als sie den Vorraum betrat, begegnete ihr Stephan, der übler Laune war und Blumenvasen auf dem Arme trug. „Nettes Vergnügen“, brummte er.„Jetzt erst zur Essenszeit erinnert sich Frau Gräfin, heute sei der Geburtstag ihrer Puppe. Ich soll zwei Gedecke mehr auflegen und alles recht schon schmücken. Leicht gesagt. Aber, Fräulein Angelina, was ist Ihnen denn eigentlich? Sie sehen ja so bestürzt aus „Wissen Sie, was Frau Gräfin soeben getan hat?" fragte die Zofe und trat dicht an Stephan heran.„Das Testament hat sie gemacht und es in die geheime Schublade des Arbeitstisches verschlossen. Vergessen Sie nicht, heuthaben wir den 30. August, jenen verhängnisvollen Tagan welchem uns der Teufel den Balg aufgehalst hat. können sich denken, daß dieser im Testament reichlich bedach sein wird.“ „Waaas sagen Sie da?? Wieso wissen Sie das?“ stammelte der Diener mit wirrem Blicke. „Zufällig hörte ich, wie der gräßliche Notar die Gräft bat, ihr Testament zu machen und wie diese erklärte, es sofor tun zu wollen. Darauf begab ich mich hinaus, schlich an d% Fenster des Salons und beobachtete ganz genau, wie Gräfin auf ein großes Blatt schrieb. Sie faltete es zusammen und legte es in dieselbe Schublade, in welcher Diamantschmuck liegt. Dann schien sie einen Augenbligen beten, machte das Kreuzzeichen und erhob sich, um nach Je zu klingeln. Glauben Sie mir, Herr Stephan, Frau Bruh das arme Wesen, ist bereits enterbt.“ „Wer weiß?“ bemerkte Stephan nachdenklich. M#t. Notar ist zwar dem blonden Fratz gut, aber er ist Er hat gewiß unter keiner Bedingung eingewilligt, die er melschreiende Ungerechtigkeit zu begehen und Frau zu enterben. Ein Notar darf solche Ratschläge nicht nais ob die Vernunft etwas zu sagen hätte, sobar, gte Leidenschaft im Spiele ist!“ entgegnete Angeilna. 0 in es Ihnen schon immer, Herr Stephan. Die Gräfin,“ ha das Kind vernarrt. Sie merken es nicht so wie hnen Sie die beiden nur bei Tisch sehen, wo sie sich der sie aul beherrscht, diese schlaue Füchsin. Ich aber beobachte ihrem Spaziergange. Die eigene Mutter könnte nicht da zu Yvonne sein. Alles ist der Diebin er aubt. We nocl scheint zu ahnen, daß sie bald sterben wird. Desh schnell das Testament zugunsten ihres Lieblings. (Kortsetzung halb berangezogene Schutzpolizei wieder zu entfernen. Nach einem Erlaß des Ministers dürfen derartige Forderungen unter teinen Umständen den Gegenstand einer Verhandlung mit den Rubestörern bilden. Eine zum Einsatz gebrachte Schutzvolizei darf nur dann zurückgezogen werden, wenn der mit dem Einsatz angestrebte polizeiliche Erfolg erreicht und gesichert oder denn die Zurückziehung sonst aus polizeitaktischen Gründen geboten ist. Darüber, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, Lefinden allein die für die Aufrechterhaltung von Ruhe, Sicherdeit und Ordnung verantwortlichen Staatsbehörden. — Herbstwanderungen. September und Oktober pflegen für ausgedehnte Fuß=Wanderungen im allgemeinen die geerhältnise mitzubringen. Starke Hitze, eignetsten Witterungsverhältnisse mitzubringen. die zu rascher Ermüdung führt, ist fast in keinem Falle mehr zll befürchten fast durAußerdem bieten gerade diese beiden Monate durchweg beständiges, klares Wetter, das sich daneben noch durch eine dünne Luft und eine daraus sich ergebende Fernsicht auszeichnet. Auch die Staubplage scheint in diesen beiden Monaten weniger lästig zu sein, als im Hochsommer. Schließlich aber bietet der Herbst noch seine besonderen Schönheiten. Dazu gehören seine buntgefärbten Laubwalder, seine weiten, ausgedehnten Flurdurchblicke, seine fruchtparen Obstgärten und vieles andere mehr. Der rechte Naturfreund pflegt deshalb den Herbst sogar dem Sommer vorzuziehen, mindestens aber stellt er ihn mit diesem auf eine Stufe. Und jeder, der im Laufe des Winters durch seinen Zeruf dazu verurteilt ist, wochen- und monatelang ans Zimmer gefesselt zu sein, lasse ich deshalb die jetzigen Herbsttage nicht entgehen, ohne Gottes prachtvolle Herbstnatur noch einmal gründlich und mit vollen Zügen auszukosten. = Vom Lande, 17. Okt. Die Milliarde. Es gibt wohl kaum einen erwachsenen Staatsbürger, ja kaum einen beranwachsenden Jugendlichen, der nicht täglich das Wort Milliarde" benutzt. Hat mein Freund Br. in K. in diesen Tagen zwei Mistgabeln gekauft für 4 Milliarden Mark SoKriegskosten zahlte Frankreich auch 1871 an Deutschland. und in A. soll ein Pfund Butter eine Milliarde gekostet haben. Ber von uns hat aber eine rechte Vorstellung von einer Teilliarde? Weiß man etwa genug, wenn man die nackte ache angeben kann, daß eine Milliarde 1000 Millionen er daß man diese Zahl als eine 1 mit 9 Nullen schreibt? deutsche Männer und Frauen mögen ahnen, daß man zam Transporte einer Milliarde in Friedensmark(Zwanzigmarkstück) einen Güterzug von 24 Wagen in einer Gesamtlänge von 400 Metern braucht? Oder wie viele mögen wissen oder glögen es nicht wissen, daß seit Christi Geburt bis zum Ansunge unseres 20. Jahrhunderts etwas weniger als eine Milliarde Minuten vergangen sind? = Meschede, 17. Okt. Einen seltenen Fang machte vor einigen Tagen ein Landwirt in dem benachbarten Heggen. Er beobachtete auf einem Obstbaume seines Gartens ein kleines, ihm unbekanntes Tierchen, das er durch einen Schlag zunächst betäubte und tötete. Es war ein Siebenschläfer(Myoxus), In Nagetier aus der Familie der Schlafmäuse. Der gemeine Siebenschläfer(Bilck=, Rell-, oder Bielmaus, Baumschläfer) selten vor, dagegen häufiger im deutzerliches Tierchen, eiwa 16 dnten weiß gestretftem. unten weißgestreiftem Schwanze, großen, fast nackten Ohren, weichem Pelz, oben aschgrau, an den Seiten lichter, unten weiß und silberglänzend, mit duncklem Riag um die Augen und langen, starken Schnurhaaren. Es lebt von Nüssen und Dost und sammelt im Herbst große Vorräte für Winternahrung. Sieben Monate hält es den Winterschlaf, daher es den Namen ** Ihm verwandt sind die Haselmaus und der Gartenschläfer, welch letzterer in Obstgärten schädlich wirken kann 7 heX Halbeswig, 16. Okt. Die Diebstähle aller Art Gen in letzter Zeit überhand genommen. In der ganzen war kaum noch etwas sicher, das Vieh im Stalle, die buben Garten und Feld, alles konnten die Herren SpitzMontase Luchen, und sie nahmen es auch. Als nun in der len. wiederum drei Diebe versuchten, Schafe zu stehihnen urden sie überrascht; sie nahmen reißaus Einer von nach Hürde mit einer Schußverletzung in das Krankenhaus mittos9e gebracht, die anderen beiden am Dienstag nachestgenommen und dem Gericht in Meschede zugeführt. Neheim Hüsten, 16. Okt. Auch hier nimmt die rslosiakett von Tag zu Tag zu und die Bevölkesteht einem schwerem Winter entgegen Die Gemeinden nd eifriast bemüht, für die Arbeitslosen Beschäftigungsgelewie lat uch Notstandsarbeiten zu schaffen. Es fragt sich nur, seilange sie imstande sind, die dafür nötigen Mittel aufzutelden. Solange das Reich und der Staat im Bedarfsfalle bringen und Gelder zuschießen, ist ja wohl nichts zu beurchten. Aber was dann, wenn auch sie am Ende ihres Könnens angelangt sein werden? X Finnentrop, 17. Okt.(Das Hochwasser der Lenne) steigt stündlich. Unterhalb Grevenbrüß ist bei der Schleuse des Elekizitä'swerkes ein Dammbruch entstanden. Bei Ohle ist Frücke bei der Stauwerisanlage der Firma Hohmann weyDer. Remgen uinu en. 4. Ott. Durch einen Stoß getötet.) eine reyyner eines Nachbardorfes wollte beim Holzhauen restitzenden Stecken vom Holzhaufen nehmen. Dieser Stoß n ab und versetzte dem Manne einen solch heftigen ein 3 den Leib, daß, wie in der Operation festgestellt wurde, 50 Jahre Platzte und der bedauernswerte Mann im Alter von Unter entsetzlichen Qualen kurz darauf starb. auf Lsecnathe, 17. Okt.(Ein Eisenbahnunglück) ereignete sich Jüge Strecke zwischen Hohenlimburg und Letmathe. Die gen mitte Siegen erlitten Verspätung bis zu 4 Stunden. Geonnte war eingleisig der Betrieb wieder normal. Näheres X nicht festgestellt werden. Bei dem nhausen, 17. Okt.(Eine 13jährige Brandstifterin.) das in„Landwirt Schildemeiser in Bruch brach ein Feuer aus Sohnhaurder Zeit einen großen Umfang annahm und das ergus und die Stallungen in Asche legte. Größere Mengen Srandsi und landwirtschaftliche Geräte sind verbrannt. AlLandwiel.. entpuppte sich die 13jährige Pflegetochter des von seinessas Mädchen will das Feuer angelegt haben, un "Pflegeeltern loszukommen. Senerungen, 17. Okt.(Wozu ein Balkon tangen nachts durch die Balkontür in gut ist.) Einder zweiten bme den Ladenraum der Firma Israel und Co. ein und ten Manufakturwaren im Werte von 1½ Billionen Mart 16. Okt. solanz" 10. Okt. Die Wirtevereinigung SieM. Mio: gibt bekannt, daß das Glas Lagerbier von jetzt ab b.n und das Glas Spezialbier 280 Millionen sie überen Damit hat das Bier auch den Friedenspreis itten. Die Wirtschaften werden unter diesen UmVernöleidum Teil im Winter schließen müssen, da bei dem sicheen der Gäste infolge der hohen Bierpreise Heizung Me.ct meyr herauskommen. 16. Okt. Der Blitz schlug am Sonntagde. Gewitters in die Starkstromleitung daß sogleich sämtliche Sicherungen station durchschlugen. Der Blitz lief durch die Poulander uns uelpinneret und Weberei Schürmann und enwebr en die Jutevorräte in Brand. Der sich l9 daß der Brarinn erd zu beschrän= dem heutien duo geloscht war. Der Schaden, der Selere auf 20 billionen belaufen großtenteils durch Versicherung gedeckt. siabl" Einaußerordentlich frecher eria wurde am Sonnabend abend in der Nähe den seine c.Als der Schäfer F. am Sonntag cken die Hcu Jufsuchen wollte, fand er zu seinem größten Wurde leet. Spitzbuhen hatten aussve uliert, daß forles, zu Nute denen HerdNachts. ohne Schutz ließ und sich die reieemacht, um die ganze Herde von 15° Stück Marke nach Krt. aufgenommene Spur führte durch Alraf, Sachsenhausen, wo die Schafe abends wurde am ausgeführt. gegen 9 Uhr gesichtet wurden. In Alraft und Mehlen ist je ein Teil der Schafe angeblich verkauft. Der Rest von 100 Stück wurde in der Nähe von Fritzlar gestellt, bei dem sich ein bayrischer Schäfer und ein Knecht K. aus dem hier benachbarten Dorfe Strothe befand. Die angeblichen Aufkäufer gehörten zweifellos zu der Diebesgesellschaft. Aller Wahrscheinlichkeit kommen als Täter diese Personen für die Mitte vorigen Monats beim Landwirt Bangert im Adorfer Zollhaus verübten Diebstahl von 32 Schafen in Frnge. X Bergkamen, 17. Okt.(Im Schacht geblieben.) Auf der Zeche Monopol, Schacht Grimberg, geriet der Steiger Krähling Vater von drei unmündigen Kindern, unter plötzlich herabfallende Gesteinsmassen und wurde auf der Stelle zerschmettert. X Aplerbeck, 17. Okt.(Erschossen) wurde von einem französischen Grenzpösten nachts der Milchhändler Hebebrandt aus Schüren. Er wollte die Grenze überschreiten und blieb, als 1 bemerkt und angerufen wurde, auf den Anruf nicht stehen. Der Erschossene hinterläßt fünf unmündige Kinder. X Dortmund, 17. Okt.(Verhaftung von Falschmünzern.) Polizeibeamte überraschten im Hotel Rieve zwei Personen, die sich dort eingemietet hatten und die Anfertigung von falschen Fünf=Milliardenscheinen betrieben. Die Scheine wurden unter der Benutzung von früheren Fünftausendmarkscheinen hergestellt. Beschlagnahmt wurden die zur Herstellung der falschen Scheine bestimmten Werkzeuge, ferner 113 Geldscheine und ein Posten Zigaretten, der für die gefälschten Scheine gekauft worden war. Am Hauptbahnhof wurde das Gepäck der Reisenden beschlagnahmt und darin weiteres Material gefunden. Dort konnten auch zwei andere Genossen festgenommen werden. X Buer, 17. Okt.(Friedhofsschänder.) Der Friedhof am Marienhospital ist in gemeiner Weise von vermutlich jungen Burschen heimgesucht worden. Die Bänke sind fast sämtlich umgeworfen. Kreuze sind ausgehoben, zwölf Denkmalsteine sind umgestürzt und zum Teil mitten auf den Weg gestellt worden. Insbesondere hatten es die Rohlinge auf die Kruzifixe un den Grabsteinen abgesehen. Der Umstand, daß mehrere Denkmäler mit Brecheisen bearbeitet und verschiedentlich recht schwere Steine umgestürzt worden sind, darf als Beweis gelten, daß der verübte Frevel nicht die Tat eines Einzelnen ist. X Wanne, 17. Okt.(Ein Bauchaufschlitzer.) Nach kurzem Wortwechsel hat der Bergmann Malkowski, ein mehrfach vorbestrafter Mensch, dem Bergmann Pajanz mit einem Schlachtmesser den Bauch aufgeschlitzt. Es besteht wenig Hoffnung, den Schwerverletzten am Leben zu erhalten. + Essen, 16. Okt.(Verzweiflungstat einer Mutter.) Das Schwurgericht verurteilte die 40 Jahre alte Witwe Auguste Kantor aus Wanne, die ihr neuntes Kind kurz nach der Gebur aus Verzweiflung über ihre wirtschaftliche Notlage in den Ko kissen erstickt hatte, zu zwei Jahren Gefängnis unter Zubilli jung einer Strafaussetzung. Gleichzeitig beschlossen die Ge schworenen, ein Gnadengesuch zu empfehlen. + Essen, 17. Okt.(Verurteilung zweier Plünderer von Bauerngehöften.) Das Schwurgericht verurteilte den Bergmann Joseph Altevogt aus Gladbeck und den Arbeiter Friedrich Walthes aus Karnap wegen schweren Raubes zu je 12. Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Die Angeklagten waren gemeinschaftlich mit 2 Helfershelfetn in der Nacht zum 6. März d. Is. in der holländischen Ortschaft Hüppel in das Gehöft des Landwirts Lieverding eingedrungen, hatten die Eheleute Lieverding niedergeschlagen und sie mitsamt den Familienangehörigen nebst dem Knecht mit Stricken gefesselt und dann die Wohnung ausgeplündert. + Essen, 17. Okt.(Billionendiebstahl.) In einer Villa in Essen wurde am hellichten Tage ein Einbruchsdiebstahl verübt; die Einbrecher erbeuteten Sachen im Werte von mehr als 1000 Milliarden Mark, darunter eine wertvolle Münzsammlung. Der Kriminalpolizei gelang es, die Spur der Einbrecher aufzunehmen und die Täter zu verhaften. + Remscheid, 17. Okt.(Eingehen einer 75jährigen Zeitung.) Am Samstag stellte die„Remscheider Zeitung“, die in diesem Jahre die Feier ihres 75jährigen Bestehens durch Herausgabe einer bedeutsamen Sondernummer beging, ihr Erscheinen vorläufig ein. Die Gründe hierfür liegen in erster Linie in den Schwierigkeiten, die durch die Besetzung entstanden sind. + Barmen, 17. Okt.(Merkwürdige Todesursache.) Am Schwebebahnhof Adlerbrücke wurde ein Mann tot aufgefunden, dessen Kopf zwischen den Maschen des Absperrungsgitters eingeklemmt war. Wie der Mann in diese Lage gekommen ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. + Düsseldorf, 17. Okt.(Oeffentliche Mildtätigkeit.) Bei den städtischen Kassen gehen fortgesetzt Geldspenden für die Hinterbliebenen der am 30. September gefallenen Polizeibeamten ein. Die Sammlungen ergaben bisher rund 217 Milliarden. Allein die städtischen Beamten sammelten über 100 Milliarden. * Düsseldorf, 17. Okt.(Die Haussuchungen der Polizei), die nach den letzten Plünderungen den ganzen Tag angehalten haben, sind auch weiterhin sehr erfolgreich gewesen, so daß ganz erjebliche Mengen der geplünderten Waren wieder ans Tageslicht geschafft werden konnten. Trotzdem man noch gewaltige Menschenmassen, meist Neugierige und Arbeitskose, durch die Stadt ziehen sieht. ist doch anzunehmen, daß allgemeine Beruhigung eingetreten ist. + Köln, 17. Okt.(Die Teuerung in Köln.) Die vierwöhentlichen Lebenshaltungskosten, berechnet nach der Kölner Methode für eine Familie von zwei Erpachsenen, einem Knaben von 10 und einem Mädchen von 6 Jahren, stellten sich nach dem Stande der Preise vom 15. d. Mts. auf 81 074 899 848 Mark(d. 1. eine Zunahme gegen den 8. Oktober um 411,09 Prozent), und im einzelnen für Nahrungsmittel auf 38 085 600 000 Mark(+ 501,71 Prozent), für Reinigung, Heizung und Beleuchtung auf 17 720 000 000 Mark(+ 586,18 Prozent), für Wohnung auf 30 992 848 Mark(+— 0,00 Prozent), für Bekleidung und Wäsche auf 20 116 554 000 Mark(+ 296,32 Prozent), für Steuern, Beiträge und Zeitung auf 5 071 753000 Mark(+ 185.51 Prozent). Leucht=, Koch= usw.=Gas kostet jetzt 200 Millionen Mark, Wasser 125 Millionen je Kubikmeter. Elektrizität die Kilowattstunde 240 Millionen. Für den Einzelfahrschein der Straßenbahn muß man 100 Millionen bezahlen, hat man jedoch das Pech, zu seinem Ziele umsteigen zu müssen. sogar 120 Millionen. Wie groß dabei die Wohnungsnot hier ist, beweist am besten die Tatsache, daß der städtische Höchstbeitrag zu den Umzugskosten für die Freimachung einer selbständigen Wohnung auf 5 Milliarden Mari je Naum erhöht worden ist. Nach auswärts Verziehenden wird sogar unter gewissen Voranssetungen ein Beitrag bis zu 10 Milliarden Mark je Raum gewährt. * Ratingen, 10. Okt.(Beim Gerustbau) an der Baustel der Tiefenbroicher Kirche stürzte der Bauleiter Karl Schmid aus einer Höhe von acht Metern in die Tiefe und war auf de Stelie tot. * Köln, 16. Okt.(Der Multiplikator im Kaffeehaus.) Jn den Kaffeehäusern an der Hohestraße, wo der Einzelhandels Multiplikator angewandt wird, sind am Donnerstag vorige Woche die Gäste beinahe vom Stuhl gefallen, als sie erfuhrer daß für eine Tasse Kaffee rund 700 Millionen Mark(ohn X Jülich, 16. Okt.(Gaunertrik.) In das hiesige Krankenhaus wurde vor einige Tagen ein 24jähriger Bursche eingeliefert. den man angeblich schwer erkrankt auf der Landstraße aufgefunden hatte. In der vorletzten Nacht ist der Bursche mit Wäschestücken des Hauses im Werte von 400 Milliarden Mark verschwunden. Der Bursche hat die Krantheit vorgetäuscht, um auf diese Art und Weise zu stehlen. Die Weltreise als Unterrichtsmittel. Daß Anschauung im praktischen Unterricht aller Buchweisgeit voranzustellen ist, diese Erkenntnis wird heute als pädag gisches Ztel überall in weitestgehndem Maße verfolgt. In England ist man nun sogar dabei, Weltreisen als Hilfsmittel des akademischen Unterrichts einzuführen. Dies bemerkenswerte Un ternehmen wird von der kürzlich gegründeten britischen Ocientifie Expeditionary Research Association ins Werk gesetzt, und zwor zunächst eine Exkursion in den Stillen Ozean geplant, auf studierenden verschiedener Wissenschaften Gelegenheit geboter werden soll, entfernte Erdteile aus eigener Anschauung kenner zu lernen. Die geplante Route führt auf der Ausreise wie aul der Heimreise durch den Panamalkanal und berührt u. a. die Galapagesgruppe, die Österinsel, Pitcairn, Tahiti und die Mazuesas. Benutzt wird eine Dreimasterbark mit Hilfsmaschin Außer den Studenten werden etwa 20 Touristen gegen Entgelt mitgenommen, wodurch ein Teil der Kosten gedeckt werden soll. und Amtlicher Gerliner Dollarhurs: 5.485.258 035. Weitere starke Kursgewinne. g. Berlin, 17. Okt.(Drahtb.) Trotz der inzwischen bekanntgewordenen Einzelheiten über das neue Währungsproblen machte auch heute die außerordentliche Kurssteige rung weitere Fortschritte, und zwar vermutlich auf den Passuin dem neuen Währungsgesetz, daß die Papiermark weiter vorläufig als einziges Zahlungsmittel bestehen bleiben soll. Die Auffassung der Börse, daß die Umwertung der Effekten, die bisher noch auf Papiermark eingestellt waren, auf Goldbasis erfolgen soll, scheint dadurch tatsächlich wahrscheinlich zu werden. Die Kurssteigerung wurde durch die starke Auf wärtsbewegung am Markte der ausländischen Zahlungsmittel weiterhin stark unterstützt. Der Dollar erreichte nachbörslich einen Kursstand von 7,2 Milliarden. Obwohl der Geldmarkt ein etwas steiferes Aussehen zeigte(der Satz bekrug 2—25 Prozent für Tagesgeld) konnte dieses Moment auf die Kursgestaltung heute keinen Einfluß gewinnen. Besonders begehrt und star gesteigert waren zu Beginn Petroleumaktien, und zwar, wie verlautet, auf Deckungskäufe einer insolventen Bankfirma Deutsche Erdöl konnten vorübergehend bis auf 140 Milliarden anziehen. Montanaktien lagen eher etwas ruhiger, dagegen waren die kursmäßig niedrigstehenden Werte besonders starl begehrt. Die Börse schloß auf allen Gebieten in sehr fester Haltung, insbesondere waren Dollarschatzanweisungen sehr stark gesucht. Berliner Depisen-Kurse. Nachbörslicher Dollarkurs in Berlin 7,2 Milliarden, in Köln 5,9 Milliarden. Dollarschatzanweisungen 6,5 Milliarden. Soldanleihe 5,6 Milliarden, nachbörslich 5,9—6,5 Milliarden. Markschlußkurs in Newyork: 4,7—5 Milliarden— 1 Dollar Wirtschaftsbarometer für den 18. Oktober. Amtl. Berl. Dollarmittelkurs am 17. Okt. 5,5 Milliarden. 1 Goldmark(n. Mittelkurs v. 17. 10.)= 1309523809 Papiermk Goldmark(n. Briefkurs v. 17. 10.)— 1312535714 Papiermk. Ankaufspreis für Silbermünzen 400 000 000facher Nennwert Goldzollaufgeld bis zum 19. Oktober 107 999 999 900 Prozent. Umrechnungskurs f. d. Landabgabe pro Goldmk. 1080 Mill. Reichsbankzinsfuß für Papiermarkkredite 108 Prozent. Reichsinderziffer am 15. Oktober 691,9 Millionen, Großhandelsindexziffer am 16. Oktober 1093 Millionen. Schlüsselzahl für den Personenverkehr 600 Millionen. Schlüsselzahl für den Güterverkehr 1 Milliarde. Porto für einen Fernbrief 5 Millionen. Porto für eine Fernpostkarte 2 Millionen. Buchhändlerschlüsselzahl 1,3 Milliarden. Buchdruckerschlüsselzahl 35 Millionen. Schlüsselzahl für Inserate bis zum 20. Oktober 600 000. Warenmärkte. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 17. Okt.(Tel.) Am Produktenmarkt wurden die Preise durch die Steigerung der Devisenkurse mit aufwärtsgezogen, zumal der vermehrten Nachfrage für Weizen und Roggen aur geringes Provinzangebot gegenüberstand. Besonders war bahnstehende Ware wegen der morgen einsetzenden neuen Frachterhöhung gesucht. Die Mühlen waren bemüht, Weizen zu kaufen womit sie schwach versorgt sind. Im Gegensatz zu Weizenmehl nachte sich darum Begehr für Roggen geltend. Gerste wurde viel verlangt. Hafer hatte ruhiges Geschäft. Hülsenfrüchte, Oelsaaten und Futtermittel hatten ruhigen Verkehr. Die amtlich notierten Preise(in Millionen Mark) waren pro 100 Kg. ab Station: Weizen, märkischer 18 600—1200, dito pommerscher 18 000—18 800, Roggen, märkischer 16 800—17 800, dito schlesischer 6 600—17 200, Sommergerste 15 000—16 000, Hafer, märkischer 12 601—13200, Weizenmehl 24 000—28 000, Roggenmehl 23 000 his 26500, Weizenkleie 5600—6000, Roggenkleie 5600—6000, Raps 30—32 000, Viktoriaerbsen 44—50 000, Speiseerbsen 34 000 bis 40 000. Rapskuchen 11 000—12 000, Torfmelasse 2000—2400. Rauhfutter.(Nichtamtlich.) Großhandelspreise pro 50 Ka. ab Station: Weizen= und Roggenstroh drahtgepreßt 400—450. Haferstroh drahtgepreßt 300—320, Weizen= und Roggenstrob bindfadengepreßt 170—190, gebündeltes Roggenlangstroh 190—200, Heu, gutes 300—350, Heu, handelsüblich 250—300. Paderborner Getreidebörse. * Paderborn, 16. Okt. Infolge der Geldknappheit und wegen etwas ermäßigter Devisenvreise hatte die gestrige Getreidebörse ruhiges Geschäft. Zum Schluß jedoch war die Tendenz etwas fester. Es wurden folgende Preise erzielt: für Weizen 6.2—6.5 Milliarden, Roggen 5.7—6 Milliarden, Gerste 6,2—6,5 Milliarden, Hafer 5,5—5,8 Milliarden, Kleie 2,5—3 Milliarden. * Das Galdzallaufgeld beträat für die Zeit vom 20. bis 23. Oktober 93 599 999 900 Prozent.(Eine Goldzollmark= 936 Millionen Papiermark). * Die Vorgänge am Kölner Devisenmarkt. Die Kolner Handelskammer hat sich mit den aufsehenerregenden Vorgängen am Kölner Devisenmarkt in den letzten Tagen beschäftigt. Wie unseren Lesern aus unserem Bericht über Kölner Dollarnotietung bekannt sein dürfte, lagen die Devisenkurse der Kölner Börse seit Wochen wesentlich über denen der Berliner Börse und am 10. und 11. Oktober betrug der Unterschied der dierung mehrere Milliarden. Der Vorsitzende der Hande, mer. Geheimrat Dr. Hagen, führte unter anderem aus. „Die großen Unterschiede zwischen den Berliner und den Kölner Kursen erklären sich daraus, daß in Köln die Reichsbank nicht tegelnd am Devisenmarkte eingreift. Die Vorgänge erklärten sich auch aus den geringen Zuteilungen, die an jenem Tage in Berlin erfolgt seien und zur Folge gehabt hätten, daß im Fr. verkehr die Kurse später gewaltig überholt worden sind. EinPrüfung rer Liste der angemeldeten Ansprüche haten ergeben haß alle Anforderungen auf durchaus legitier Grundlage beruht hätten. Es sei kein Auftrag darunter gewesen, der aus irgendwelchen Gründen hätte gestrichen werden können.“ Auf vie Frage eingehend, was geschehen könne, um der Wiederhoiung solcher unerfreulichen Vorgänge die Birsenvorstände entcnden müßten. * Roggenrentenbank— Agrar= und Kommerzbank Akt.=Ges — Preußische Pfandbriefbank. Zwischen der Agrar= und Komnernn. 2er.=Ges., die Penni Besic der Meyrheil der Preußischen Pfandbriefbank ist, und der Roggenrentenbank AktGes., die gleichfalls über ein Paket Pfandbriefaktten verfügt, ist ein Abkommen zustande gekommen. Es wird vorbehaltlich der Genehmigung der Generalversammlung der Preußischen Pfandbriefbank eine Interessengemeinschaft zwischen der Roggenrentenbank und der Preußischen Pfandbriefbank hergestellt. Der Einfluß in der Preußischen Pfandbriefbank wird künftig zwischen der Agrar= und Kommerzbank Akt.=Ges. und der Roggenrentenbank Akt.=Ges. geteilt. Unter den künftigen Mehrheitsgruppen ist ein Austausch von Aufsichtsratsmitgliedern vorgesehen; auch soll der Vorstand durch Hinzutritt von Herren, die in der Leifung der Mehrheitsgruppen tätig sind, erweitert werden. * Die Verhandlungen über die Kalipreise. Am heutigen Donnerslag tritt die Sechserkommission des Reichskalirates zusammen, um sich über die Preisgestaltung endgültig schlüssig zu werden. Es ist noch nicht zu übersehen, ob eine Senkung der Kalipreise vorgenommen wird. Eine Senkung ist aus dem Grunde in den Bereich der Möglichkeit gerückt, weil die Kohlenpreise bedeutend ermäßigt worden sind. Eine Herabsetzung der Rettokalipreise wird jedoch durch die Heraufsetzung der Frachten um ein Vielfaches vollkommen für die Verbraucher ausgeglihen werden, so daß der Verbraucher von einer Herabsetzung dei Rettokalipreise nichts merken wird. Als sicher ist heute anzunehmen, daß eine Heraufsetzung der Kalinettopreise nicht gen wird, obwohl am letzten Sonnabend ein Schiedsspruch bei den Lohnverhandlungen im Kalibergbau gefällt worden ist. ne Schichtlobnerhöhung von 210 Prozent vorsieht. Schiedsspruch ist aber von der Unternehmerschaft der Kaltindustrie nicht angenommen worden, trotzdem diese Lohnerhöhung nicht viel mehr über der Entwertung der Mark liegt.— Uebet die Absatzverhältnisse in der Kaliindustrie erfahren wir noch daß das Inlandsgeschäft nach wie vor fast völlig brach liegt Im Vergleich zu früheren Jahren werden im Inland kaum noch Verkäufe getätigt. Das Auslandsgeschäft geht noch einigermaßen an, doch befriedigt es nicht alle Erwartungen und Hoffnungen, die darauf gesetzt worden sinde Für die Schriftleitung verantwortlich: Hans Albrecht, Brikon Die amtlichen Kurse sind in Millionen% angegeben. Berliner Börse vom 1. Oktober 1928. Verkehrs-Aktien. Bagdad I Bagdad II Argo Dtsch. Austr. Dampfer Hamburg-Hmer.Paket Hamburg-Süd Hansa Kosmos Norddeutscher Lloyd Stettiner Dempter Vereinigte Ene 25000 24000 50000 63900 51000 2500 45000 15300 25000 8500 14490 18000 17750 37000 46900 12000 2600 10250 2900 Barmer Bunk Barmer Creditbank Berliner Handels-Ges Commerzbank Darmstädter Bank Deutsch-Asiat. Bank Deutsche Bank Disconto Dresdner Bank EssenerCreditMitteldeutsche Osnabrücker Rank Reichsbank Brauerel-Ektien. Bochum Viktoria-Br. Dortmunder Akt.-Br. Dortmunder Union-Br. Glückauf Gelsenkirch. Schlegel-Brauerei Schultheis Wiküler Küpper industrie-Aktien. Hachener Leder Hachener Spinne Aecumulatoren Akt-Ges. f. Anilin Akt.-Ges.f.Verkehrsw. Adler& Oppenheim Flexanderwerke E. G. flsen Zement Anglo Gauno 9000 15000 1490 123000 EssenerCredit-Bstalt17500 Mitteldeutsche 16000 5250 1260 30000 30006 13500 2400 30000 20000 55000 53000 3100 12800 43000 Hessing 30000 10000 17009 6230 4600 2600 15000 8500 15000 4500 3300 1000 15000 16000 35000 25000 1525 6700 23000 Anhalter Kohle Hukerwerke Archimedes Atlaswerke Augsburg-Nürnberg Badische Anilin Balke-Maschinen Bank f. elektr, Werke Benning Baroper Basalt Bayr. Spiegelglas Bedburger Wolle Berl. Masch. Schwarzk. Ber lin-Gubener Hut Berl.-Karlsruh Masch. Bemberg Berger Tiefbau Borgmann Berl.-Hnhalter Masch Berl.-Bautzener Berlih-Burger Eisen Berthold-Me Berzelius Bielefelder mech. Web. Bingwerke Boeddinghaus, Reimann& Co. Braunkohlenbriketts Breitenburger Zemen! Busch Lüdenscheid Busch Opt. Busch Waggon Bismarckhütte Bochumer Guß Boespoerde BraunschweigerKohle Bremer Linoleum Bremer Vulkan Bremer Wolle Buderus Calmon Hsbest Capito& Klein Charlottenb. Wasser Chem. Griesheim Chem. Heyden Chem. 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