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InsheHerrn Dr. eine liebevolle rastloses Beder langen e Grimme. urzer Traum, ch auf Erden wallen, n Lebensbaum, Blatt schon fallen, n Gott gesellt, on dieser Welt. Stadt Hörter igl. Lokomotivführer nann aus Ottbergen L., Albert Wilhelm M. alt. Texte Jattin" 1d eltlich if zu haben. Erscheint Dienstag, Donnerstag und Sonnabend mit einer Landwirtschaftlichen Beilage(14tägig). Bezugspreis in der Stadt Höxter vierteljährlich 1 Mark frei ins Haus, durch die Post bezogen 1.24 Mark mit Zustellungsgebühr. Verantwortlicher Redakteur: L. Flotho, Höxter. Druck und Verlag von C. D. Flotho, Höxter. E M6 für den Kreis Höxter. Wochenblatt für die Kreise Höxter, Paderborn, Warburg, Büren. 32. Jahrgang. Höxter, Donnerstag, den 26. Februar 1914 Sozialdemokratie und Landwirte. Die Berliner große Landwirtschaftswoche hat den tiefen Haß, den die Sozialdemokratie den deutschen Landwirten entgegenbringt, wieder einmal in abstoßendster Form offenbart. Der„Vorwärts“ begrüßte den Bund der Landwirte mit einem Artikel, der an Niedrigkeit des Tones und der Gesinnung schwer zu überbieten ist; er sprach von der„durch und durch brutalen Sippe", die dem Banner der Landwirtsbündler folge, die Kunst, Kultur, Bildung und Wissenschaft als Mumpitz und den Mist als das einzig Wahre betrachte, und schloß mit den Worten:„Die auszuwuchernden und auszuhungernden Massen, unter dem roten Banner des Sozialismus, werden auch den Barbarenhorden entgegenzutreten, wissen, die unter der grünen Fahne des Agrarierbundes heranrücken, um, was es noch an Kultur und Freiheit gibt in Deutschland, mit ihren Mistgabeln zu zerfetzen und mit ihren Schmierstiefeln zu zertrampeln." An anderer Stelle sprach der„Vorwärts" vom Auftreten„dieser dicken Landleute", die„den Sekt am liebsten aus Weißbiergläsern saufen", vom„Schwall ihrer feisten politischen Reden", von ihren„roten dicken Gesichtern mit den kleinen Tümpelaugen". Und in der sozialdemokratischen Provinzpresse klingt der Ton nach, den das führende Organ der Partei angibt. Wenn die Sozialdemokratie auf solche Anpöbelungen festgenagelt wird, pflegt sie sich mit Vorliebe hinter die Ausrede zurückzuziehen, alles das gelte nur den„Junkern", und bringt es womöglich sogar fertig, mit ihrem Dr. Südekum zu behaupten, sie habe den Bauern stets freundlich gegenübergestanden. Es ist an der Zeit, dem gegenüber wieder einmal an einige markante Aussprüche sozialdemokratischer Führer zu erinnern, die zeigen, wie die Umstürzler gerade auch über die kleineren Landwirte denken. Bebel hat auf einem Parteitäge unter Bezugnahme auf christliche Bauernvereine erklärt, es gäbe keine egoistischere, rücksichtslosere, brutalere, aber keine borniertere Klasse als unsere Agrarier; bei einer anderen Gelegenheit sagte er, die Rücksicht auf die Bauern und ähnlich rückständige Elemente dürfe die Sozialdemokratie nicht bestimmen:„Jhre(der Bauern) Vorurteile, ihre Unwissenheit, ihre Beschränktheit dürfen uns nicht veranlassen, von unsern Prinzipien etwas nachzulassen." Wohin diese Prinzipien zielen, hat ein nicht weniger bekannter Führer, Liebknecht der Aeltere, offenbar gemacht, der die Vernichtung des Bauernstandes durch eine unbehinderte amerikanische Konkurrenz als wünschenswert bezeichnete, denn das amerikanische Getreide enteigne den Bauern, es stoße ihn ins Proletariat hinab und wandle ihn aus einem Verteidiger zu einem Feind der gegenwärtigen Ordnung. Ein Gedanke, den ähnlich auch Kautsky und Fischer ausgedrückt haben, letzterer mit den Worten:„Die Sozialdemokratie kann den Bauer erst gewinnen, wenn er von seinem Eigentum losgelöst und bankeroit gemacht ist." Solche Beispiele ließen sich mit leichter Mühe vervielfachen. Sie stimmen durchaus zu den eingangs erwähnten Rüpeleien des „Vorwärts", sie zeigen das wahre Gesicht der Sozialdemokratie in Bezug auf die deutschen Landwirte, die kleinen ebensowohl wie die großen, sie offenbaren eine haßerfüllte Gegnerschaft, die von der sozialdemokratischen„Sächsischen Arbeiterzeitung" einmal kurz und bündig in die Worte gekleidet ist:„Wir erklären Krieg nicht nur den großen Höfen, sondern auch der letzten Bauernhütte!" Die deutsche Landbevölkerung wird wohl daran tun, sich dieser grundsätzlichen Todfeindschaft zu erinnern, wenn die Sendlinge der Umsturzpartei sie wieder einmal mit heuchlerischen Redensarten für sich einzufangen suchen. Politische Rundschau. Deutsches Reich. Verlin, 24. Februar. Der Kaiser nahm gestern Abend an einem Diner bei dem Oberstkämmerer Fürsten Solms=Baruth teil. Vor dem Diner wurde ein Kapitel des Ordens„Zum weißen Hirsch" abgehalten. Heute Vormittag besichtigte der Kaiser im Königl. Schlosse das Modell des Kircheninneren der deutschen evangelischen Kirche in Rom im Beisein des Professors Schwechten.— Zur Frühstückstafel waren geladen Prinz Karl Anton von Hohenzollern, Prinz Karl von Rumänien und der Erbprinz von Hohenzollern. — Das preußische Abgeordnetenhaus setzte am Montag die Etatsberatung für das Ministerium des Innern beim Kapitel „Medizinalwesen" fort. Die Regierungsvertreter hatten reiche Gelegenheit, sich über die verschiedensten Fragen des Gesundheitswesens zu äußern. Der Minister des Innern v. Dallwitz sprach über den Geburtenrückgang in Deutschland, wobei er für die allernächste Zeit eine amtliche Denkschrift ankündigte, und ferner über den Bau von Krankenhäusern. Geheimrat Dr. Abel beklagte den Mangel an Normen für den Handel mit Nahrungsmitteln, Ministerialdirektor Dr. Kirchner mahnte ernstlich zu einer allgemeinen sittlichen Hebung unseres Volkes, die u. a. auch dem Geburtenrückgang Einhalt tun werde. Ebenso trat er für eine energische Bekämpfung namentlich der Infektionskrankheiten ein. Die zweite Etatsberatung für das Ministerium des Innern wurde am Montag beendet und dann eine Anzahl kleinerer Etats erledigt. — Die Militärstrafgesetznovelle wurde vom Reichstage nach eingehender Begründung durch den Kriegsminister v. Falkenhayn und nach den üblichen sozialdemokratischen Brand= und Hetzreden gegen Heeresdienst und Manneszucht einer besonderen Kommission überwiesen. — Zu der Erklärung des Reichskanzlers in der Zabernkommission schreibt die„Nordd. Allgem. Ztg." folgendes: In konservativen Blättern wird die Erklärung, die der Reichskanzler in der„Zabernkommission" hat abgeben lassen, dahin gedeutet, daß die Regierung mit dem Reichstage über Fragen der Kommandogewalt zu diskutieren gedenke. Das ist ein tatsächlicher Irrtum. Die Frage, in welchen Fällen das Militär bei inneren Unruhen einzuschreiten hat, ist in den einzelnen Bundesstaaten durch Verfassung, Gesetz und allgemeine Rechtsgrundsätze geregelt. Auf der Basis dieser Rechtslage erläßt die Kommandogewalt ihre Instruktionen. Für eine reichsrechtliche Bestimmung der Grenzen Nummer 25. zwischen der Militär= und Polizeigewalt, die ein Teil des Reichstages wünscht, kann, wie in der Kommission erklärt worden ist, die Zustimmung des Bundesrats nicht in Aussicht gestellt werden. Inwiefern in der Bereitwilligkeit der Regierung, der Kommission über die bestehenden rechtlichen Zustände Auskunft zu erteilen, eine Bereitwilligkeit liegen soll, die Kommandogewalt zur Debatte zu stellen, ist hiernach nicht verständlich. — Der größte Personendampfer Stettins,„Rügen", ist am Sonnabend Mittag auf den Stettiner Oderwerken glatt vom Stapel gelaufen. — Von amtlicher Stelle in Berlin wird mitgeteilt, daß die aus Rio de Janeiro verbreitete Nachricht über den tragischen Tod des Marinestabsingenieurs Schädla vom Linienschiff „Kaiser" unzutreffend ist. Dagegen ist Marinestabsingenieur Stegemann vom gleichen Schiff infolge einer vor vier Tagen aus Fahrlässigkeit erhaltenen Schußwunde an Herzschwäche gestorben. — Von zuständiger Stelle erhalten wir folgende Mitteilung: In der im hiesigen Zentralhotel abgehaltenen außerordentlichen Versammlung des Reichsverbandes Deutscher Aerzte ist die Auflösung des Verbandes beschlossen worden unter folgender Begründung: In Verfolg der jüngsten Einigungsverhandlungen im Reichsamt des Innern, an denen auch der Reichsverband Deutscher Aerzte auf Veranlassung des Staatssekretärs des Innern beteiligt gewesen ist, ist unter dem 23. Dezember 1913 ein Abkommen zwischen den Aerzten und Kassenverbänden beschlossen worden, wodurch die Programmforderungen des Reichsverbandes erfüllt und auf 10 Jahre festgelegt sind. Demzufolge hat der Reichsverband nunmehr seine Ziele erreicht und kann befriedigt die Waffen niederlegen. — Vernichtete Reichskassenscheine. Nach den Beobachtungen der Reichsschuldenverwaltung mehren sich ständig die Fälle, in denen Ersatz für Reichskassenscheine erbeten wird, die aus Unachtsamkeit ganz oder teilweise vernichtet worden sind. Die Behörde ist sehr oft außerstande, diesem Ersuchen zu entsprechen, weil sie nach den gesetzlichen Bestimmungen nur dann Ersatz leisten darf, wenn entweder von einem echten Reichskassenscheine ein Rest vorgelegt wird, der mehr als die Hälfte eines solchen beträgt, oder wenn es auf Grund der beigebrachten Beweise als ausgeschlossen erachtet werden muß, daß die nicht vorgelegten, mehr als die Hälfte betragenden Teile noch wieder zum Vorschein kommen können. In der bei weitem überwiegenden Mehrzahl derartiger Fälle ist der Schaden in der Weise entstanden, daß in größeren Betrieben bei den Lohnzahlungen die Arbeiter verschlossene Lohntüten mit Hartgeld und Papiergeld erhalten, sodann die Lohntüte zerrissen, das Hartgeld ausgeschüttet und die zerrissene Lohntüte mit dem noch darin haftenden Papiergelde fortgeworfen haben. Wenn dann der Verlust entdeckt worden ist, so ist häufig die Lohntüte oder ein Teil davon nicht mehr aufzufinden gewesen. Es ergibt sich hieraus, daß offenbar weitere Kreise sich noch nicht genügend an den Gebrauch des Papiergeldes und an die Notwendigkeit, es sorgsam zu behandeln, gewöhnt haben. Ganz besonders scheint dies da der Fall zu sein, wo die Lohnzahlung durch Lohntüten Die Erben Willmers=Gorlenko. 61 Roman von Nina Meyke. Nachdruck verboten „Beide werden Dir auch schwer fallen!" entgegnete Willmers mit wieder aufsteigender Bitterkeit.„Oder willst Du ableugnen, daß zwischen meiner Frau und Dir ein Verhältnis bestand, von dem Du mir niemals ein Wort sagtest, auch dann nicht, als Du erfuhrst, daß ich um sie warb? Willst Du ableugnen, daß sie liebtest, daß sie diese Liebe erwiderte und Deine Braut war, bis Ihr aus weiß Gott welchen Gründen auseinandergingt?— Du kannst es nicht, ich sehe es Deinem Gesicht an, das seine Maske noch nicht mit genügender Meisterschaft tragen lernte, um auch in diesem Augenblick den Schein gekränkter Unschuld zu behalten! Geh! Ich will Deine Rechtfertigung nicht hören, sie hat für mich weder Sinn noch Wert und könnte mich höchstens noch tiefer beleidigen, als der Aufenthalt in Deinem Hause, in das ein unglücklicher Zufall mich führte! Der Boden brennt mir unter den Füßen! Ich muß fort, wenn ich nicht ersticken will!" „Keinen Schritt machst Du über meine Schwelle, ehe Du mich nicht gehört und Deine eben ausgesprochenen Beleidigungen zurückgenommen haft!" Mit ausgestreckter Rechten vertrat Wittgenstein ihm den Weg, und so viel Entschiedenheit lag nicht nur in dem Ton seiner Stimme, sondern auch in seinem Blick, in jeder Bewegung seiner hoch aufgerichteten Gestalt, daß Willmers gefügig wieder in den Erker zurücktrat. „Vor allen Dingen werde ich Dich bitten, mir in mein Kabinett zu folgen," begann Wittgenstein nach einigen Augenblicken in ruhigerem Ton.„Hier sind wir nicht ungestört genug! Jeden Augenblick kann der Diener eintreten, um den Tisch zu decken. Das, was wir miteinander zu besprechen haben, ist nichts für fremde Ohren. Darf ich Dich bitten, meinen Wunsch zu erfüllen?" Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ er das Zimmer, und Willmers folgte ihm widerstandslos, obgleich er von der Nutzlosigkeit dieser Unterredung überzeugt war. Ihn erlösen konnte nur ein einfaches Nein, das aber blieb unausgesprochen, weil Wittgenstein zu einer offenen Lüge nicht fähig war. Schweigend durchschritten sie eine Reihe von Gemächern und machten endlich vor einer Tür Halt, zu der Wittgenstein den Schlüssel bei sich trug, denn nach seiner Gewohnheit verschloß er nicht nur seinen Schreibtisch, sondern auch den Raum, der ihm zum Kabinett diente. „Setze Dich!" sagte Wittgenstein kurz, als sie das große, helle, aber äußerst einfach möblierte Zimmer betreten hatten und deutete mit der Hand auf einen Stuhl, während er sich selbst in den Sessel vor dem Schreibtisch sinken ließ und die Augen mit der Hand beschattete, als suche er in seinen Gedanken Ordnung zu schaffen. „Du hast eine harte Beschuldigung gegen mich erhoben, Genia!" begann er und ließ die Hand sinken, um den Blick in aller Freiheit auf den Kameraden zu heften.„Ich kann mich nicht ganz von ihr reinigen, denn vieles ist wahr, aber ich kann ein Wort zu meiner Verteidigung sagen, und dieses Wort—“ „Erlasse ich Dir," unterbrach ihn Willmers und erhob sich, um mit großen Schritten an das Fenster zu treten, durch dessen weitgeöffnete Flügel Sonnenschein und Blumenduft drangen. „Dazu hast Du kein Recht!" klang Wittgensteins ruhige Stimme zu ihm herüber.„Dieses Wort ist gleich notwendig für Dich wie für mich geworden, denn wenn es mir zur Verteidigung dient, so wird es Dir vieles erklären und in einem anderen Lichte als bisher zeigen, also höre! Ich liebte Eljen Swift, wurde von ihr wiedergeliebt und nannte sie eine kurze glückliche Zeit lang meine Braut!" „Ist damit nicht alles bestätigt!" fiel Willmers ihm leidenschaftlich in das Wort und kehrte sein Gesicht wieder dem Freunde zu.„Weshalb wilst Du Dich und mich mit Aufzählung unbedeutender Einzelheiten quälen, die nichts an der Tatsache ändern, und die, ich wiederhole nochmals, ich Dir erlasse!" „Unterbrich mich nicht," entgegnete Wittgenstein unbeirrt. „Diese Einzelheiten sind notwendig, und deshalb wirst Du sie anhören, um so mehr, da sie nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, denn ich werde mich kurz fassen. In diesem Hause, in demselben Zimmer, in das ich Dich zuerst führte, sah ich vor vielleicht drei Jahren zum erstenmal Eljen Swift, die englische Gesellschafterin und Vorleserin meiner damals bereits kranken Mutter. Mein Urlaub dauerte eigentlich nur zwei Monate, aber auf einer Jagd hatte ich das Unglück, mir den Fuß zu verrenken, mußte um Verlängerung der mir zuerkannten Erholungsfrist bitten und verliebte mich in die blonde Vorleserin meiner Mutter bis zum Vergessen aller Standesvorurteile, auf die bisher in unserer Familie so streng geachtet wurde, daß sie schier unübersteigliche Hindernisse boten. Mir allerdings schienen sie damals ein Kinderspiel, denn ich liebte Eljen aufrichtig. Es schien, als schlüge Eljens Herz gerade so ungeteilt und heiß für mich, wie das meine für sie. Als ich in einer unbelauschten Stunde mit meiner Werbung hervortrat, war ich der glücklichste Mensch unter der Sonne, denn das Mädchen, zu dem ich wie zu einer Heiligen aufsah, war meine Braut, wollte einmal mir ganz angehören. Vielleicht wäre wirklich mit der Zeit aus uns beiden ein Daar geworden, aber Eljen stellte eine Forderung, stellte sie so energisch, daß ich sie erfüllen mußte. Sie verlangte, daß ich meine Mutter von unserem Verlöbnis, das ich aus guten Gründen noch geheim zu halten wünschte, in Kenntnis setzen sollte, da es ihr widerstrebte, das Vertrauen einer Frau zu mißbrauchen, in deren Hause sie eine untergeordnete Stellung einnahm, und wie wenig Erfolg ich mir augenblicklich auch von diesem Schritt versprach, ich mußte ihr nicht nur Recht geben, sondern auch bewirkt wird. Sehr wünschenswert würde es sein, wenn die Presse hier belehrend und aufklärend wirken könnte. Zugleich auch könnte sie Anregung zu der Prüfung geben, ob und wieweit die größeren gewerblichen und kaufmännischen Unternehmungen, welche Lohnzahlungen mittels Tüten leisten, einerseits unmittelbar belehrend auf die Angestellten einwirken können, anderseits aber durch zweckmäßige Gestaltung der Lohntüten, durch Wahl eines schwer zerreißbaren Materials für diese, durch geeignete Aufdrucke und ähnliche Mittel gewisse Gefahren für die Scheine von vornherein auszuschalten in der Lage sind. Ausland. Afrika. Der Dampfer„Umgeni" befindet sich noch immer vor Gravesend und wartet auf das Eintreten der Flut. Die südafrikanischen Arbeiterführer beharren auf ihrer Weigerung, das Schiff zu verlassen, und wollen nur in Südafrika wieder von Bord gehen. Sie haben eine umfangreiche Erklärung erlassen, in der sie einen Aufruf an das britische Volk richten, daß jeder Brite in Südafrika das Recht auf einen Prozeß vor den südafrikanischen Gerichten haben sollte. Sie erheben in der Erklärung ferner heftig Protest dagegen, daß die südafrikanische Regierung sich gerichtliche Befugnisse anmaße und daß Südafrika bewaffnete Burenaufgebote verwende, um britische Arbeiter zu terrorisieren. Amerika. Washington, 24. Februar. Nach einer halbamtlichen Nachricht haben Japan und Frankreich beschlossen, Seesoldaten in Mexiko zu landen, die als Wache für die Gesandtschaften dienen sollen. — Washinaton. 24. Februar. Gestern fand eine Konferenz zwischen dem Präsidenten Wilson und dem provisorischen Präsidenten des Komitees für auswärtige Angelegenheiten und Mitgliedern dieses Komitees statt. Es wurde beschlossen, daß, wenn der Senat die mexikanische Frage diskutieren werde, die Debatte unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden soll. — Präsident Huerta hat durch Dekret verfügt, daß vom 25. d. M. ab eine Exportsteuer von drei Pesos für 100 Pfund Kaffee in Hülsen und 3½ Pesos für Kaffee ohne Hülsen erhoben wird. — Zum Schutz der Deutschen in Mexiko sind auf Antrag des Gesandten von Hintze zwei Maschinengewehre mit einem Unteroffizier und drei Mann vom Kreuzer„Dresden" in Zivil dorthin abgegangen. Der deutsche Kreuzer ist hierbei dem Vorgang anderer Nationen gefolgt. Laut Konsularberichten aus El Paso befindet sich ein Deutsch=Amerikaner Busch unter dem Verdacht der Spionage im Gefängnis von Chihuahua. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Verhandlungen gegen ihn mit äußerster Sorgfalt und Gerechtigkeit geführt werde, damit er nicht das Los des Engländers Benton erleidet, der anscheinend ohne gerechtes Verhör erschossen worden ist. Asien. Zur Veränderung im chinesischen Kabinett wird gemeldet, daß die auf ihr Gesuch entlassenen Minister der Justiz Liangchichao und des Unterrichts Wangtasieh durch den bisherigen Präsidenten des Obergerichtshofes Changtsunsiang und durch Jenhsiun, der unter der Mandschudynastie den Posten eines Vizeministers für die Volksbildung bekleidete, ersetzt worden sind. — Schanahai, 24. Februar. Präsident Yuanschikai hat dem Zusammenschlusse aller Berater zu einem Kunghekuwenyuam, eine Art von geheimen Kronrat zugestimmt, der den Präsidenten in allen Verfassungsfragen beraten soll. Ein französischer militärischer Berater hat die Schaffung eines chinesischen Gendarmeriekorps von 150000 Mann vorgeschlagen. Dieser Vorschlag stößt aber bei allen höheren chinesischen Offizieren auf Widerstand, besonders aus dem Grunde, weil er zu kostspielig ist. Portugal. Lissabon. 24. Februar. Die Eisenbahner haben beschlossen, heute in den Generalausstand zu treten. Vom Balkan. Die Annahme der albanischen Herrscherwürde durch Prinz zu Wied hat Albanien in festliche Stimmung versetzt. In Valona durchzog eine große Menschenmenge mit der albanischen Fahne unter Absingen vaterländischer Lieder die Straßen und brachte Hochrufe auf den König aus. Es wurde eine Versammlung abgehalten, in der nach mehreren patriotischen Ansprachen ein an den König Albaniens gerichtetes Telegramm verlesen wurde, in dem Seiner Majestät Wilhelm 1., König Albaniens, Dank und Verehrung des albanischen Volkes ausgesprochen und ihm volles Vertrauen zugesichert wird. Lokales und Allgemeines. Höxter, den 25. Februar 1914. Gestern Nachmittag durchfuhr ein Lastautomobil, welches mit einem Geschütz beladen war, unsere Stadt in der Richtung ihren Wunsch erfüllen.— Meine Mutter war eine edelstolze Frau, für mich, ihren einzigen Sohn, baute sie hochfliegende Pläne, die ich mit ein paar Worten zerstören sollte. Als ich ihr eines Abends, kurz vor meiner Rückkehr in die Garnison, die Mitteilung meiner Verlobung machte, kannte ihre Empörung keine Grenzen. Nicht nur, daß sie mir erklärte, niemals ihren Segen zu einer solchen Mesalliance zu geben, das wäre noch das wenigste gewesen, aber sie überhäufte Eljen mit Beleidigungen, die jene stolz und schweigend hinnahm. Meine Erklärung, meiner Braut trotz allem das Wort halten zu wollen, erhöhte nur den maßlosen Zorn meiner Mutter, ohne im übrigen den geringsten Eindruck auf sie zu machen, besonders da Eljen mir erwiderte, daß ich frei und sie nicht die geringsten Ansprüche an meine Person erhöbe. Vergebens suchte ich sie umzustimmen, sie blieb bei ihrem Vorsatz. Noch am selben Abend packte sie ihre Koffer und verließ am anderen Morgen, während noch alles schlief, unser Haus. Lange wußte ich nicht, wohin sie sich gewandt hatte und glaubte, sie wäre in ihre Heimat zurückgekehrt, bis eine Annonce mich auf ihre Spur brachte. Nach der beigefügten Adresse suchte ich sie auf, fand sie in einem engen Zimmer, hoch oben im vierten Stock, vom Stundengeben in ihrer Muttersprache lebend, machte noch einmal den Versuch, sie umzustimmen, avzuwarten, bis der Zorn meiner Mutter verrauscht sei, und an meine unwandelbare Liebe zu glauben, aber alles erfolglos. Sie erklärte mir, nie gegen den Willen meiner Mutter meine Frau werden zu können, daß sie nicht imstande wäre, die ihr zugefügten Beleidigungen zu vergessen, und daß ihr Stolz ihr nicht erlaube, je wieder die Schwelle eines Hauses zu betreten, in der ihr solcher Schimpf zugefügt wurde. Sie sagte mir ferner, daß unsere Liebe schwerlich groß genug sei, dergleichen Hindernisse zu überwinden, daß es besser wäre, wenn wir uns darüber jetzt, anstatt später, Klarheit verschafften. Das war unser letztes Begegnen. Zwei= oder dreimal suchte ich sie noch auf, fand aber jedesmal ihre Tür verschlossen. Nach zur Senne. Es handelt sich woyl um ein neues Ballon=Abwehrgeschütz. Am 1. März eröffnet in der Nikolaistraße 1 das Kreiselektrizitätsamt eine Installationsabteilung und sind von diesem Zeitpunkt alle ab bezüglichen Anfragen dorthin zu richten. 0 Anfang März d. Js. findet die Aushändigung der Kriegsbeorderungen u. Paßnotizen an die Mannschaften des Beurlaubtenstandes für das Mobilmachungsjahr 1914/15 (erstere auf rotem Papier, letztere auf weißem Papier mit rotem Rande) durch die Post statt. Jeder von den Mannschaften des Beurlaubtenstandes noch nicht zur Meldung gebrachte Wohnungswechsel ist sofort dem zuständigen Bezirksfeldwebel anzuzeigen. Jeder Mann, ausgenommen Landwehr II, der bis zum 25. März keine Kriegsbeorderung oder Paßnotiz erhalten hat, hat dies schriftlich oder mündlich seinem Bezirksfeldwebel sofort anzuzeigen. Mannschaften, welche als Eisenbahnbeamte bezw. Arbeiter vom Waffendienst zurückgestellt sind, erhalten weder eine Kriegsbeorderung noch Paßnotiz. Die vom 1. April 1914 ab nicht mehr gültigen Kriegsbeorderungen(auf gelbem Papier) und Paßnotizen(auf weißem Papier mit gelbem Rand) sind an diesem Tage, aber keinesfalls früher, durch die Mannschaften des Beurlaubtenstandes selbst zu vernichten. Militärisches. Vizefeldwebel des 55. Inf.=Regts. Fleischmann zum Leutnant der Reserve befördert. Die Möglichkeit einer weiteren Reichsbank=Diskontoermäßigung wurde an der Berliner Börse besprochen. In Hinsicht auf die letzte günstige Vilanz und die andauernd flüssige Verfassung des offenen Geldmarktes hält man es für nicht unwahrscheinlich, daß die Bank nunmehr auf 3½ Proz. herabgeht. Der wegen seiner vielen Einbrüche und Wilddiebereien sattsam bekannte Handelsmann Heinrich Räker. 21 Jahr alt, sowie sein 15 Jahre alte Bruder, der Schlachterlehrling Carl Räker, sind gestern von der Strafkammer in Holzminden wegen neun vollendeter schwerer Diebstähle und eines Diebstahlsversuchs, der jüngere wegen sieben schwerer Diebstähle und eines Versuchs, ersterer mit 5 Jahren Zuchthaus und Absprechung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren, letzterer mit 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis bestraft worden. I Im Laufe der letzten zwei bis drei Monate sind die Fettviehpreise unter vorübergehenden Schwankungen nach und nach nicht unerheblich heruntergegangen. Ganz außergewöhnlich sind die Schweinepreise gefallen, nämlich um 10 bis 16 Mark für 50 Kilo Schlachtgewicht. Das Fallen der Viehpreise in Deutschland übt auch seinen Einfluß in Dänemark aus. An dieser Stelle sei wiederholt auf die vom 9. Juli bis 6. September d. Js. in Minden stattfindende Gewerbe=, Industrie= und Kunst=Ausstellung hingewiesen. Die in Betracht kommenden Drucksachen können von Interesseaten im Bureau der Handelskammer zu Bielefeld in Empfang genommen werden. Desgleichen können nähere Mitteilungen über die Ausstellung„Das Deutsche Handwerk Dresden 1915“ im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. § Zementsyndikat. Die Zementfabrik Victoria Louise hat sich neuerdings bereit erklärt, mit den Vertretern des Zementsyndikates wegen ihres Beitrittes zu verhandeln. Man hofft auf eine Einigung, wodurch weitere Schwierigkeiten, die sich der definitiven Verlängerung des Syndikates noch entgegenstellen, beseitigt werden. Ferner findet zu Beginn kommender Woche eine Gesellschafterversammlung der Zementfabrik Burania statt, zu der auch Vertreter des Zementverbandes eingeladen sind. Die Verhandlungen sind hier soweit gediehen, daß voraussichtlich die Gesellschaft Burania sich zum Beitritt zum Verbande erklären wird. Mit der Zementfabrik Deutschland bestehen die bisherigen Differenzen unverändert fort. Der Verband hat eine Ankaufsofferte abgelehnt, er erklärt es für ganzlich falsch, daß von ihm 160% pro Gesellschaftsanteil geboten seien. Mit der„Teutonia" wird fortgesetzt verhandelt. Im allgemeinen haben sich die Aussichten für die definitive Gründung des Verbandes in den letzten Tagen etwas gebessert. Einem Antrage der Handelskammer zu Bielefeld entsprechend wird vom 1. Mai d. Js. ab das auf der Strecke Bünde— Herford— Altenbeken— Ottbergen— Northeim— Nordhausen— Halle— Leipzig verkehrende Eilzugpaar 269/270 in Karlshafen(rechtes Ufer) halten uno zwar Eilzua 269 um 10.25 Uhr Morgens und Eilzug 270 um 8.32 Uhr Abends. Bei dieser Neuerung handelt es sich jedoch vorläufig nur um einen Versuch während der Sommermonate. X Am nächsten Sonntag will der Evangelische Männeruno Jünglingsverein seinen letzten Familienabend in diesem Winter feiern. Herr Pastor Knipp aus Vörden hat den Vortrag übernommen, dem die Frage zu Grunde liegen soll: „Wozu sind wir geboren?" Es ist ja die Frage, die jeden diesen mißglückten Versuchen, sie persönlich noch einmal zu sprechen, schrieb ich an sie. Meine ersten Briefe blieben unbeantwortet, der letzte wurde uneröffnet zurückgeschickt. Das war das Ende meiner kurzen Liebesgeschichte, und ich glaube, daß bis hierher mich nicht der geringste Vorwurf Deinerseits treffen kann. Eljen war frei, ich liebte sie, und wenn dieser kurze Traum schnell ausgeträumt war, wenn ich ihn schweigend in den Tiefen meiner Seele begrub, so war das kein Verrat an Deiner Freundschaft. Es gibt Dinge, über die man zu niemand spricht, und Du am wenigsten darfst mir einen Vorwurf daraus machen, denn Du handeltest ähnlich, wenigstens erfuhr ich von Deiner Verlobung mit Eljen Swift erst kurz vor dem Tage Deiner Hochzeit. Dir damals von meinem Verhältnis zu Deiner Braut zu sprechen, fand ich nicht nur unnötig, sondern geradezu unpassend. Eljen war ein unbescholtenes Mädchen; jeder Mann, der ihr Herz gewann, konnte sich glücklich schätzen. So, das ist alles! Mehr habe ich Dir nicht zu sagen; urteile selbst, ob Du ein Recht hast, mich des Verrates an Deiner Freundschaft anzuklagen!" Während der letzten Worte hatte Wittgenstein seinen Platz verlassen und stand mit hoch erhobenem Haupte vor Willmers, der noch immer regungslos in seinem Sessel lehnte. Es machte den Eindruck, als wäre die ganze Erzählung des Freundes spurlos an ihm vorübergegangen. Gleichgültigkeit lag sowohl in seiner Haltung, als auch in jedem Zuge seines blassen, eingefallenen Gesichtes, und erst, als er aufsah, wich dieser Eindruck, denn in seinen blauen Augen konzentrierte sich alles, was er in diesen Augenblicken durchlebte und durchlitt. „Verzeih— wenn— Du kannst!" sagte er tonlos, während er sich schwerfällig erhob und Witigenstein eine seiner kalten Hände entgegenstreckte.„Meine Vorwürfe waren ungerecht, ich sehe es ein, Du bist an meinem Unglück nicht schuld! Aber wenn Du wissen würdest, wie einem Menschen zumute ist, der sich geliebt glaubte, der sein Bestes in diese Liebe legte und plötzlich angeht, die jeder sich vorlegen, aber auch jeder sich recht beantworten sollte. Hier wird nun Gelegenheit gegeben, sich Klarheit darüber zu verschaffen, und hoffentlich werden viele sie ergreifen. Die evangelische Gemeinde wird schon jetzt auf diese Veranstaltung, die auch Deklamationen, sowie Gesang= und Musikvorträge bieten wird, hingewiesen und herzlich dazu eingeladen. X Verkehr. Vom 1. Mai, ab verkehrt der fahrende Landbriefträger nach Fürstenau eine halbe Stunde später. Er fährt hier anstatt 5.45 Uhr Vormittags erst 6.15 Uhr Vormittags ab, trifft in Fürstenau um 7.40 Uhr Vormittags ein und tritt die Rückfahrt von dort um 9.30 Uhr Vormittags an, um hier um 10.50 Uhr Vormittags einzutreffen. Die letzte Viehzählung vom 1. Dezember 1913 hat für Westfalen ein besonders günstiges Ergebnis gehabt. Es wurden in der Provinz Westfalen gezählt nach den vorläufigen Ergebnissen: Bemerkenswert ist die Zunahme des Schafbestandes, mut welcher der seit langen Jahren angehaltene Rückgang dieser Viehgattung zum Stillstand kommt. Die Steigerung entfällt hierbei allerdings nur auf die Regierungsbezirke Münster und Arnsberg, während Minden noch eine geringe Abnahme zeigt. H ZZeurich!" Wenn preußische Soldaten auf dem Marsche oder im Manöver einander begegnen, so rufen sie sich oft gegenseitig mit dem Namen„Heinrich!" an. Dieser Anruf erweckt eine Erinnerung an die Kämpfe auf französischem Boden im Jahre 1814. Der Zuruf„Heinrich!" ist nämlich eine verstümmelte Form des älteren Anrufes„Heurich!", über dessen Entstehung Graf Henckel von Donnersmarck in seinen Erinnerungen das Nähere erzählt. In der Kampagne von 1812 hatte bei den preußischen Armeekorps ein Chirurgus Namens Heurich gestanden; er hatte sich durch ein Liebesabenteuer berühmt gemacht, sonderbarerweise war aber sein Name ein Ehrénname für Tapferkeit geworden. Wenn eine Truppe ein gutes Gefecht gemacht hatte, riefen ihr die anderen zu:„Na, brave Heurichs!" Truppen, die sich achteten, sagten:„Guten Morgen, Heurich!" War irgendwo einmal eine Truppe geworfen worden, so es:„Ihr seid auch keine Heurichs!". In der Nacht bei Laon stieß Henckel plötzlich auf eine Kolonne Infanterie. Er war ungewiß, ob sie feindlich sei und er sie angreifen sollte, sie unentschieden, ob sie Feuer geben sollte. Da hatte ein Infanterist den glücklichen Einfall,„Heurich!" zu rufen. Dies war das Signal, daß beide Teile„Heurich!riefen und sich so erkannten. Provinz und Nachbargebiete. Himmighausen, 24. Februar. Ein ganz verwegener Diebstahl wurde dieser Tage Nachmittags auf dem hiesigen Bahnhof verübt. In dem Augenblick, als die Bahnhofswirtin den Wartesaal 4. Klasse auf kurze Zeit verließ, stahl ein Mann, der sich längere Zeit in dem Wartesaal aufgehalten hatte, den gesamten Inhalt der Kasse und verschwand damit in dem nahe gelegenen Wald. Eine sofort aufgenommene Verfolgung verlief resultatlos. Bodenwerder. 21, Februar. Gestern Abend wurde der Schneidermeister Brandt, als er von einer Reise zurückkehrte, auf dem Bahnhof von unserem Stadtpolizisten festgenommen, und heute wurde er dem Amtsgericht Polle zugeführt. Wie man hört, steht seine Verhaftung im Zusammenhange mit der des Kaufmanns Grupe, der wegen Verdacht der Urkundenfälschung vor einigen Tagen festgenommen wurde. Minden, 24. Februar. Heute fand die AbiturientenPrüfung an der Ober=Realschule unter dem Vorsitz des Königl. Gymnasial=Direktors Prof. Dr. Windel ihren Abschluß. Von den 10 zur Prüfung zugelassenen Abiturienten konnte leider einer krankheitshalber die Prüfung nicht erledigen, die übrigen9 haben sämtlich bestanden. Waldeck, 23. Februar. Für die vom königlichen Bauam ausgeschriebene Verdingung der Hochbauten des Kraftwerkes der Waldecker Talsperre waren acht Angebote eingelaufen Davon bot eine Berliner Gesellschaft die Ausführung für 128508 Mark an, während die höchste Forderung mit 218225 Mark die Firma Schäfer& Sauerland in Paderborn stellte. Als die beste Aussicht auf Uebertragung der Arbeiten dürfte wohl die Firma Holzmann haben, die an dritter Stelle stehl mit einem Angebot von 178705 Mark. Hannover, 24. Februar. In einer im Innungshause der Fleischerinnung Hannover abgehaltenen Sitzung des geschäftführenden Ausschusses des Deutschen Fleischerverbandes wurd einsehen muß, daß er nur an einer furchtbaren Einbildung krankte, Du würdest begreifen, daß man darüber, wenn nich den Verstand, so doch seine ungetrübte Urteilskraft verlieren kann!" Mit unterdrücktem Aufstöhnen sank er wieder in seinen Stuhl zurück und bedeckte die Augen mit der Hand. „Genia, um Gottes Willen, beruhige Dich," suchte Wittgen stein, bis ins Innerste erschüttert, den Freund zu trösten.„Di täuscht Dich, glaube mir! Eljen liebt Dich, mit jedem Eid könnte ich es beschwören, denn—“ „Schwöre nicht!" unterbrach Willmers ihn ernst und löst müde die Hände des Kameraden von seinen Schultern.„Mein halbes Leben gäbe ich, wenn ich mir diese Ueberzeugung er kaufen könnte, aber ich weiß, es ist Wahrheit. Sie liebt Dich noch immer Dich, hat nie jemand anders geliebt als Dich!" „Unmöglich!— Worauf stützt Du diese Vermutung?" Willmers zuckte bei dieser Frage zusammen und richtete sich fester in seinem Sessel auf. Seinen argwöhnischen Ohren schier es, als klänge verhaltener Jubel aus diesen wenigen, schnel hervorgestoßenen Worten, als leuchtete geheimer Triumph in der blauen, offenen Augen, die niemals zu lügen verstanden, und mißtrauisch irrte sein Blick über die hohe Gestalt seines Rivalen „Worauf?" wiederholte Willmers kalt.„Das könnte Dit im Grunde genommen, gleich sein! Genug, daß ich es weiß und daß ich es Dir sage! Aber glaube deshalb nicht, daß ig sie Dir gutwillig aozutreten gedenke! O nein!" „Genia, was sprichst Du!" wollte Wittgenstein entsetzt de Strom dieser leidenschaftlichen Worte aufhalten, aber mit fas drohenden Blicken machte sich Willmers von ihm frei und tra aufspringend hinter seinen Stuhl, auf dessen Lehne er sich schwer atmend mit beiden Händen stützte. h recht beant„sich Klarheit e sie ergreifen. diese Veranund Musikzu eingeladen. der fahrende de später. Er 15 Uhr VorJormittags ein formittags an, ber 1913 hat gehabt. Es en vorläufigen tahme 158 799 806 758 402 bestandes, mit lückgang dieser gerung entfällt Münster und Ibnahme zeigt. aten auf dem rufenssie sich Dieser Anruf ösischem Boden mlich eine ver", über dessen seinen Erinnervon 1812 hatte amens Heurich teuer berühmt ein Ehrénname n gutes Gefecht ave Heurichs!" egen, Heurich!" orden, so hieß Nacht bei Laon terie. Er war n sollte, sie unein Infanterist Dies war das h so erkannten. zebiete. nz verwegener f dem hiesigen Bahnhofswirtin stahl ein Mann, iten hatte, den lit in dem nahe rfolgung verlief and wurde der se zurückkehrte, i festgenommen, zugeführt. Wie nhange mit der der Urkundene. e Abiturientensitz des Königl. Abschluß. Von n konnte leider n, die übrigen 9 iglichen Bauam es Kraftwerkes ote eingelaufen Ausführung für ing mit 218225 aderborn stellte. 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Zermutung?" i und richtete sich chen Ohren schien wenigen, schnel r Triumph in der verstanden, und lt seines Rivalen „Das könnte Din aß ich es weih ilb nicht, daß ich " nstein entsetzt der 1 aber mit fo hm frei und tra hne er sich schwer anläßlich der Beratungen der Reichstagskommission über den Gesetzentwurf betreffend die Sonntagsruhe, wie die„Allgemeine Fleischerzeitung" berichtet, der Beschluß gefaßt, mit allem Nachdruck darauf hinzuweisen, daß eine mindestens vierstündige ununterbrochene Oeffnung der Fleischverkaufsstellen und Beschäftigung der Angestellten zur ordnungsmäßigen Bedienung der Kundschaft und zur Befriedigung der an Sonntagen, namentlich im Sommer hervortretenden Bedürfnissen unbedingt erforderlich ist. Soltau. Schäfer Ast, der berühmte Wunderdoktor, starb vor einiger Zeit, sein Sohn setzt das„Geschäft" jedoch fort. Er hat es sogar modernisiert und läßt, wie die„Böhmezeitung" berichtet, reisen. Agenten des jungen Ast, dem sein Vater eine volle Million hinterließ, reisen in Berlin umher und suchen ihre Kunden hauptsächlich unter den Dienstmädchen. Für jede Kur müssen 5 Mark bezahlt werden. Die Patienten erhalten dafür eine völlig wertlose Medizin. Also Vorsicht! Kupferdreh, 24. Februar. Auf der Zeche„Viktoria“ ereignete sich heute Morgen bei Beginn der Schicht ein schwerer Unglücksfall. Durch verbotswidrige Benutzung eines Förderhaspels zum Einfahren in einen blinden Schacht wurden acht Bergleute, die sich auf dem Fördergestell befanden, teils schwer, teils leicht verletzt. Das Unglück ist darauf zuruczuführen, daß der Arbeiter, der die Maschine bediente, diese nicht in der Gewalt hatte. Sieben der Verletzten wurden dem Krankenhause Bergmannsheil zugeführt. Einer konnte sich in seine Wohnung begeben. Gelsenkirchen, 21. Februar. Ein wertvoller Briefumschlag. Pech hatte ein hiesiger Bürger, der, auf der Plattform der Straßenbahn stehend, einen alten Briefumschlag zerriß. Unangenehm überrascht war der Mann, als er bemerkte, daß er mit diesem einen 1000=Markschein zerrissen und weggeworfen hatte. Es war jedoch zu spät, denn der Wind hatte die Teile bereits nach allen Seiten hin zerstreut. Arbeiter des Reinigungsamtes fanden beim Fegen in der Bahnhofstraße einzelne Teile des„Braunen". Die Reststücke, auf denen auch die Nummer des Scheines stand, wurden nicht wieder gefunden. Soest, 20. Februar. Gestern Morgen wurde bei einer Beerdigung in Welver der 70 Jahre alte Unterassistent a. D. Zegenhagen vom Schlage getroffen und war sofort tot. Hamm, 20. Februar. Zahlungsschwierigkeiten. Das Bankhaus Gebr. Löwenstein hat gestern bis auf weiteres seine Zahlungen einstellen müssen. Die Firma hat Verhandlungen mit Berliner Banken eingeleitet, von denen man ein befriedigendes Ergebnis erhofft. Die Zahlungsschwierigkeiten stehen im Zusammenhang mit der vorgestern erfolgten Anmeldung des Konkurses der Stanz= und Emaillierwerke Gebr. Seiler in Ahlen, bei denen das Bankhaus Gebr. Löwenstein stark engagiert ist. Auch die Ahlener Firma Osthues& Brentrup ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Zu den Gläubigern der Firma Gebr. Löwenftein gehören zahlreiche kleinere Geschäftsleute. Infolge der in der Stadt verbreiteten Gerüchte erfolgte gestern ein großer Ansturm auf die Kasse, dem das Bankhaus nicht gewachsen war, so daß die Zahlungen bis nächsten Montag gesperrt wurden. Ueber die Höhe der Verbindlichkeiten ist Näheres nicht bekannt. Aus aller Welt. *Berlin, 24. Februar. 3000 Mark Belohnung von der Reichsbank gezahlt. Am 16. Januar d. Is. hat das Schwurgericht des Königlichen Landgerichts 11 Berlin den Stubenmaler Paul Preuß in Neukölln wegen Nachbildung von Zwanzigmarknoten mit dem Datum des 21. April 1910 und der Nummer E. 3192236 unter Zubilligung mildernder Umstände zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Reichsbankdirektorium hat in Gemäßheit seiner im„Fahndungsblatt" vom 11. Juni v. Js. veröffentlichten Auslobung derjenigen Person, welche den Verdacht auf den Täter gelenkt und ihn dadurch zur Bestrafung gebracht hat, eine Belohnung von 3000 Mark ausgezahlt. Entstanden war der Verdacht dadurch, daß Preuß sich mit dem Empfänger der Belohnung in einem Krankenhause, in welchem beide nebeneinanderlagen, vielfach über Papierfabrikation und Druckverfahren unterhalten und dabei für einen Laien ungewöhnliche Kenntnisse in den einschlägigen Materien an den Tag gelegt hatte. * Debritzin, 24. Februar. In der Kanzlei des griechischkatholischen Bischofs Miklossy hat gestern eine Dynamitexplosion stattgefunden, durch welche drei Personen, darunter der bischöfliche Vikar und der bischöfliche Sekretär, getötet und sieben verwundet worden sind; der Bischof selbst ist unverletzt geblieben. Die Tochter des Vikars wurde bei der Nachricht von dem Tode ihres Vaters wahnsinnig. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Dynamitbombe von Czernowitz mit der Post an den Bischof Miklossy gesandt worden ist. Ein vorgestern eingetroffener Brief kündigte an, daß eine Sendung, enthaltend einen Kirchenleuchter und einen für Kultuszwecke geeigneten Teppich aus Leopardenfell sowie 100 Kronen für den Bischof ankommen werde. Der Brief war mit Anna Kovacs unterschrieben. Die Sendung traf auch wirklich ein und wurde von dem bischöflichen Vikar geöffnet, der durch die Explosion sofort getötet wurde. Die anfangs aufgetauchte Vermutung, daß der Anschlag aus einer Mißstimmung der protestantischen Bevölkerung entsprungen sei, hat sich als völlig grundlos erwiesen. *Breslau. 24. Februar. Der erste Direktor der Innungsbank Hugo Boockmann ist gestern Abend wegen dringenden Verdachts, sich des Betruges, der Unterschlagung und der Urkundenfälschung schuldig gemacht zu haben, verhaftet worden. *Eisenach, 24. Februar. Im Marksuhlaer Walde bei Eisenach wurden zwei Verkäuferinnen aus Eisenach mit Schußwunden in Kopf und Brust tot aufgefunden. Die Mädchen waren in Begleitung eines Schlosserlehrlings aus Eisenach in den Wald gegangen. Ob Mord, Selbstmord oder Verbrechen vorliegt, ist noch nicht aufgeklärt. *Harburg, 24. Februar. In der vergangenen Nacht hat der aus Mähren stammende Josef Schwarzer seiner mit ihm zusammenwohnenden Geliebten mit dem Beil den Schädel gespalten. Schwarzer ist flüchtig. *Die Zahl der Hinrichtungen in Preußen in den letzten 5 Jahren betrug 87. Hingerichtet wurden im Jahre 1908 9 Männer, 1909 12 Männer, 1910 22 Männer, 1911 17 Männer und 1912 15 Männer. Von Frauen verfiel nur eine kleine Zahl diesem Schicksal. Die Hinrichtung wurde im Jahre 1908 an einer Frau vollzogen und an je zweien im Jahre 1911 und 1912. Eine Uebersicht der Hinrichtungen nach Provinzen zeigt, daß von 1908 bis 1912 in der Provinz Schlesien die meisten Hinrichtungen vollzogen worden sind, nämlich an 17 Männern und 2 Frauen, in der Rheinprovinz sind 12 Hinrichtungen von Männern, in der Provinz Ostpreußen 11(darunter 2 Frauen) vorgekommen, in der Provinz Brandenburg fanden 8 Hinrichtungen von Männern statt, in Sachsen und Westfalen ebenfalls 8 Hinrichtungen von Männern, desgleichen in Hessen=Nassau und Hannover je 2 Hinrichtungen. * Meseritz. 21. Februar. Im Prozeß Mielczynki wurde um 7 Uhr das Urteil gesprochen. Der Angeklagte wurde nach halbstündiger Beratung der Geschworenen freigesprochen und sofort aus der Haft entlassen. * Natorahura, 23. Februar. Vierzig Fuhrwerke mit Reisenden, die von der Messe in Czenstochau zurückkehrten, sollen von einer Räuberbande überfallen und etwa 1000 Personen um ihr Geld beraubt worden sein. * Paris. 23. Februar. Ein aus Schanghai von kath. Missionaren in China hier eingetroffener Brief gibt Einzelheiten über die Ermordung des Paters Rich bekannt. Die Missionare wurden von dem„Weißen Wolf“ in dem Augenblick gefangen genommen, als sie sich zur Feier des chinesischen Neujahrstages zusammengefunden hatten. Die Banditen plünderten das Haus. Drei Genossen Richs wurden schwer mißhandelt; der Bart wurde ihnen ausgerissen und auf dem Transport durch die brennende Stadt wurden die Gefangenen fortwährend Beschimpfungen ausgesetzt. Rich selbst wurde in Freiheit gesetzt, traf jedoch mit zwei Banditen zusammen, die auf ihn feuerten und ihn tödlich verletzten. Der„Weiße Wolf", der als ein Mann von imponierender Erscheinung geschildert wird, zeigte sich über die Ermordung des Paters Rich sehr entrüstet und erklärte, daß er keine feindliche Gesinnung gegen die kath. Kirche habe. Er nahm die drei Priester in Schutz und erlaubte ihnen, den Leichnam Richs nach katholischem Brauch zu begraben. Letzte Nachrichten. (Hirsch's Telegraphisches Bureau.) Furchtbarer Selbstmord einer Bankiersgattin. Daris, 25. Februar. Wie aus Amiens gemeldet wird, hat sich dort die Gattin des Direktors der Handelsbank Md. Deßcau unter furchtbaren Umständen das Leben genommen. Md. Deßcau benutzte den gestrigen Bankfeiertag, um in das Bankgebäude einzudringen. Dort entkleidete sie sich in der Vorhalle des Gebäudes vollkommen, hüllte sich in ein mit Benzin und Petroleum getränktes Bettlaken ein und zündete es an. Vorher hatte sie sich einen Knebel in den Mund gesteckt, um zu verhindern, daß irgendwelche Passanten durch ihr Geschrei herangelockt würden. Der Tod muß unter furchtbaren Qualen, jedoch verhältnismäßig schnell eingetreten sein. Erst am Abend entdeckten Nachtwächter der Bank die vollständig verkohlte Leiche der Frau. Südafrikanische Arbeiterführer auf dem Wege nach London. Gravesand(England), 25. Februar. Den Bemühungen der englischen Arbeiterführer ist es gelungen, ihre südafrikanischen Kameraden zur Landung zu bewegen. Die Südafrikaner landeten um 3 Uhr Nachmittags in Gravesand und reisten in Begleitung der Deputierten sofort nach London weiter. Verhaftung eines afrikanischen Defraudanten in Hamburg. Hambura. 25. Februar. Bei der Niederlassung der Hamburg=Deutschwestafrikanischen Handelsgesellschaft an der afrikanischen Goldküste hatte man große Unregelmäßigkeiten festgestellt und den Leiter der Niederlassung Fuhs deshalb entlassen. Nachträglich ergab sich, daß der Fehlbetrag mehr als 100000 Mark beträgt, und die Gesellschaft erstattete Anzeige gegen Fuhs. Als dieser gestern in Hamburg ankam, wurde er verhaftet. Staroperation der Königin von Rumänien. Wien, 25. Februar. Aus Bukarest wird der„N. Fr. Pr." gemeldet: Der gestern glücklich vollzogenen Operation am linken Auge der Königin Elisabeth wird in etwa 10 Tagen eine solche am rechten Auge folgen. Immer mehr wird Tee, namentlich in den kräftigen Sorten, als tägliches Getränk bevorzugt. Von MESSMER's TEE-MISCHUNGEN setzen sich London Tee à M. 2.60 und Englische Mischung à M. 3.20 das Pfd. zum grossen Teil, Ceylon Indian à M. 2.80 und FF. Ceylon Indian à M. 3.50 das Pfd. fast ausschliesslich aus feinen rilisch-indischen Tees zusammen. Diese vier Mischungen verdienen ihres Wohlgeschmacks, ihrer Feinheit und grossen Ergiebigkeit halber ganz besondere Beachtung. Frühe benutzte man als feinstes Gewürz für alle Süßspeisen die teuren Vanille=Schoten. Heute verwendet jede sparsame Hausfrau zum Würzen von Milch= und Mehlspeisen, Kakao, Saucen, Puddings, Cremes, Kuchen. Tee, Schlagsahne usw. nur Dr. Oetker"s Vanillin-Zucker Ein Päckchen von Dr. Oetkers Vanillin=Zucker entspricht 2—3 Schoten guter Vanille und kostet nur 10 Pfg.(3 Stück 25 Pfg.). u1 nan Düokgaitg der Päckchen von Dr. Oetker's Vanillin=Sucker finden Sie ein vorzügliches Rezept zu einer Vanille=Creme. Delikat im Geschmack, leicht herzustellen! Bekanntmachung. Am 27. Februar 1914 beabsichtigt das hiesige Bataillon mit scharfer Munition Gelände=Schießübungen am Brunsberge abzuhalten. Das Schießen beginnt um 8 Uhr Vormittags u. endet gegen 12 Uhr Mittags. Gefahrszone kommt in Betracht das Gelände unterhalb des Brunsberges, vom Bahndurchlaß bei Godelheim längs des Bahnkörpers nach Höxter zu bis zum Plateau des Ziegenberges. Das Gelände wird durch Sicherheitsposten abgesperrt. Vor Annäherung an die Gefahrszone wird gewarnt. Hörter, 23. Februar 1914. Landrat. J. A: Petschner, Kreissekretär. Möbl. Zimmer mit und ohne voller Pension, auch Mittagstisch. Westerbachstraße 23, II. Beschluß Das Verfahren zum Zwecke der Zwangsversteigerung der in der Gemarkung Hörter belegenen, im Grundbuche von Hörter Band 39 Alatt 2044, auf den Namen der Ehefrau des Mühlenbesitzers Albert Müller, Berta, geb. Dormann, in Hörter, eingetragenen Grundstücke 171 246 Flur 13 Nr. und. wird auf= gehoben, da die Versteigerungsanträge von den betreibenden Gläu bigern, der Kämmereikasse der Stadt Hörter und dem Landkreise Göttingen, Sparkasse des Landkreises Göttingen zu Göttingen zurückgenommen sind. Der auf den 31. März 1914 bestimmte Termin fällt weg. Hörter, 14. Februar 1914. Königliches Amtsgericht. Besseres Mädchen sucht zum 1. Avril od. Mai Stellung für Küche und Hausarbeit Näh. in der Exped. d. Bl. 1136 Frische Schellfische Cabllau, Goldbursch, Schollen und Rotzungen empfiehlt Westf Kaufhaus. Beseler's III. Gelbhafer, I. Absaat, verkauft Dománe Corvey Lehrling nach absolvierter Bürge schule aus guter Familie wird sofoct angenommen. Bewerbungen sind zu richten an das Hörter. eventl. ganze Sammlungen aus Priva besitz, zu kaufen gesucht Gefl Angebore an Uferstraße 8. Einfacher, zusammenlegbarer Sportwagen zu verkaufen. Brenkhäuserstraße 7, I. Von März ab werde ich Unterricht im Weißnähen u. 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Arbeiter werden eingestellt beim Kreis-Elektrizitätsamt Hörter. Polizeiverordnung über die Reinigung öffentlicher Wege in der Gemeinde Alhausen, Kreis Höxter. Nach Beratung mit dem Gemeindevorstand wird auf Grund der §§ 5 u. 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 (G. S S. 265) und des Gesetzes über die Reinigung öffentlicher Wege vom 1. Juli 1912(G. S. S. 187) für die Gemeinde Alhausen, Kreis Höxter, nachstehende Polizeiverordnung erlassen: § 1. Die polizeimäßige Reinigung der öffentlichen Wege und Plätze umfaßt die Entfernung aller Fremdkörper, d. h. nicht zum Wege gehörender Gegenstände, von den Wegen, insbesondere: 1. die Beseitigung von Gras und Unkraut, von Kehricht, Schlamm und sonstigem Unrat jeglicher Art, 2. die Schneeräumung, 3. das Bestreuen mit abstumpfenden Stoffen, 4. das Aufhauen und Beseitigen von Eis. § 2. Der polizeimäßigen Reinigung unterliegen alle Bestandteile und Zubehörungen der Wege, wie Fahrbahn, Bürgersteige, Promenaden wege, Sommerwege, Seitengräben, Rinnsteine, Einflußöffnungen der Straßenkanäle, Brücken, Durchlässe, Böschungen. § 3. In welcher räumlichen Ausdehnung und wann regelmäßig gereinigt werden muß, ist durch Ortsstatut der Gemeinde Alhausen bestimmt. Ordnet die Ortspolizeibehörde oder der Gemeindevorsteher als deren Organ durch ortsübliche Bekanntmachung die Reinigung ausnahmsweise auch für andere als die durch Ortsstatut bestimmten Tage an, so muß dieser Aufforderung nachgekommen werden. § 4. Die Reinigung hat frühestens um 3 Uhr Nachmittags zu beginnen und muß vor Eintritt der Dunkelheit beendet sein. Kehricht, Schlamm und sonstiger Unrat(§ 1) muß beim Kehren zusammengehäuft und sofort nach der Beendigung des Kehrens vom Wege entfernt werden. Bei trockenem, frostfreiem Wetter muß vor dem Kehren die ganze zu reinigende Fläche ausreichend besprengt werden. § 5. Außergewöhnliche Wegeverunreinigungen sind auf Verlangen der Ortspolizeibehörde oder deren Organe sofort zu beseitigen. § 6. Eine durch Frost oder durch Schneefall herbeigeführte Ungangbarkeit und Glätte des Bürgersteiges, wo ein solcher nicht vorhanden ist, des Weges, ist frühzeitig nach Bedürfnis durch Bestreuen mit ab stumpfenden Stoffen, wie Asche, Sand, Sägemehl oder dergleichen und durch Abschaufeln des Schnees zu beseitigen. Bei länger anhaltendem Froste und nach Eintritt des Tauwetters müssen die Rinnsteine von Schnee und Eis völlig gereinigt werden. § 7. Bei anhaltendem Frostwetter dürfen Haus=, Wirtschafts= und Gewerbewässer den Rinnsteinen nur insoweit zugeführt werden, als dadurch keine den Verkehr oder den Wasserabfluß störende Eisbildungen auf den Wegen und insbesondere in den Rinnsteinen hervorgerufen werden. § 8. Die chaussierte Fahrbahn und die ungepflasterten Bankette sind mit weichem Besen von allem Unrat zu befreien. Ein scharfes Abkehren chaussierter Wege mit harten oder stumpfen Besen, sodaß sich hierdurch das Bindematerial zwischen den Kleinschlagsteinen loslöst, ist verboten. § 9. Auswärts wohnende Reinigungspflichtige sowie solche Reinigungspflichtige, die nicht aus Einzelpersonen bestehen, wie z. B. juristische Personen und dergleichen sind verpflichtet, spätestens innerhalb 2 Wochen nach Inkrafttreten dieser Verordnung der Ortspolizeibehörde schriftlich oder mundlich anzuzeigen, wer als Reinigungspflichtiger(§ 5 Absatz 2 des Gesetzes vom 1. Juli 1912) oder als Vertreter(§ 6 Absatz 1 des Gesetzes) der Ortspolizeibehörde gegenüber gelten soll. Personenwechsel sind in derselben Weise innerhalb einer Woche anzuzeigen. § 10. Uebertretungen dieser Vorschriften wie Unterlassung der polizeimäßigen Reinigung in dem durch Ortsstatut der Gemeinde Alhauen bestimmten Umfange, werden, insoweit nicht nach§ 366 Nr. 10 des Reichsstrafgesetzbuches, eine höhere Strafe eintritt, mit Geldstrafe bis 9 Mark, im Unvermögensfalle mit entsprechender Haft bestraft. Wenn ein Vertreter(§ 6 Absatz 1 des Gesetzes vom 1. Juli 1912, § 4 des Ortsstatuts der Gemeinde Alhausen vom 8. Dezember 1913) der Reinigungspflicht nicht nachkommt, bleibt der Vertretene— der grundsätzlich Verpflichtete— straffrei. § 11. Diese Verordnung tritt nach erfolgter Veröffentlichung durch das Kreisblatt in Kraft. Driburg, den 13. Februar 1914. Die Ortspolizeibehörde über Alhausen. Der Amtmann. Stock. 3 3 3 des Vaterländischen Frauen-Vereins und Vereins vom Roten Kreuz zum Besten der durch Sturmflut an der Östsee Geschädigten am 1. März 1914 Nachmittags» Uhr im Saale des Hotels„Zur Reichspost“. Programm: Musikvortrag. Lieder: a. Frühlingslied von Schrader. b. Haidenacht Prolog.— Lebendes Bild. Kavatine, von Raff Violine und Klavier. Spanischer Tanz, von Bohm Lieder zur Laute. Lieder: a. Der Spielmann, von Hildach. b. Der Zeisig, von M. v. Wittich. Naturheilmethode. Schwank in einem Akt. 30 Minuten Pause. 8 9 3 Musikvortrag. Joriede, Ballade, für Männerchor, von Laugs. Musikvortrag. Heimweh. Singspiel. 3 Pause. Kabaret. Eintrittspreise: Im Vorverkauf in C. D. Flothos Buchhandlung Sperrsitz 1.25 M. 1. Platz 0.75 M An der Kasse Sperrsitz 1,50. Während der Pausen Verkauf von Erfrischungen an den Buffets. Das Klavier wird von Herrn Blumenberg bereitwilligst grae ggetallt. WA Zur Konfirmation A und Kommunion. Alle Eltern werden mit besonderem Stolz auf ihre Kinder blicken, wenn diese beim ersten Abschnitt ihres Lebens geschmackvoll gekleidet sind. Bei mir finden Sie jetzt eine ungemein grosse Auswahl in Kleiderstoffen und kann ich Sie deshalb auch auf das zufriedenstellendste und vorteilhafteste bedienen. 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Rasch ist eine Erkältung da, und die Stimme ist öfter belegt und heiser als frei. Das lästige Gefühl der belegten Stimme vergeht, sobald man ein paar Wybert=Tabletten zu sich nimmt, die immer zur Hand sein müssen und in allen Apotheken u. Drogerien 1 Mark pro Schachtel kosten. Bei Erkältung lindern sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zum Schwinden. Niederlage in Höxter: Apotheke von H Wemmel Kaffees stets frischer, eigener Röstung, auch coffeinfrei W. Drüner, Drogerie. Heute! Heute! Versäumen Sie nicht Die ideale Gattin kennen zu lernen! Heute! Heute! Privat=Vorschule. Dieselbe bereitet Knaben und Mädchen jeder Konfession im Alter von 6—9 Jahren für die Unterklasse der hiesigen höheren Lehranstalten vor. Kursus dreijährig. Das Schullokal befindet sich im Hause Corveyer Allee 4. Weitere Anmeldungen erbeten bis zum 1. März. Anfang des neuen Schuljahres Mittwoch, 22. April 1914 Vormittags 10 Uhr. A. Bartels, staatl. gepr. Lehrerin. 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