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April 1882 für Recht idigung schuldig und deswegen mit 14 Tagen Gefängnis zu en des Verfahrens zur Last zu fugnis zustehe, die Verurteilung Wochen nach Rechtskraft dieses ntlichen Anzeiger für den LandS Haver. er Urteilsformel wird beglaubigt bescheinigt. 82. Königlichen Amtsgerichts. Tügen, rasse 7, igste assortierte Lager von Glas- und waren Preisen. ahl von dekorierten iffeeservicen en und Dekoren. wärts bruchfrei. 1* enhellweg 85. d Polsterwaren, zuleaus, tuch Preise— Reelle Bedienung. ate ste ate ate ate ate et. Markk=Totterie ung 7. Juni.&a## page mit 4 Pferden, 4 desgl. 1 Pferd bespannt, 1 seines ium sowie 44 schöne ReitAnderen meist sehr werthat 600 Gewinne mehr wie otterie und sino somit die## mer bedeutend größer, hierzu (-Cos zu 4 Ml Cose„ 30„ ahme des Betrags. Größere Telegramme angezeigt. 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September 1875 wird nachstehend das Verzeichnis der beim Klassifikations=Geschäft pro 1882 berücksichtigten Reserve= und Landwehr=Mannschaften, sowie Ersatz=Reservisten I. Klasse zur Kenntnis der Beteiligten gebracht. gn.; Dortmund, den 6. Mai 1882. Der Landrat: v. Rynsch. Namen. Wohnort. Namen. 38 43 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 Büddemann, Lüdwig Wilhelm Natorp, Friedrich W. Chr. Amt Barop. Wibbeling, Diedrich Heinrich Neuhaus, Anton Wilh. Geoig Kuhn, Christian Albert Rich. Schade, Diedrich Wilhelm Lueg, Friedrich Heinrich Watermann, August Liekefett, Johann Heinrich Wilh. Rensinghoff, August Lindemann, Aug. Friedr. Wilh. Walkenhorst, Eduard Theodor Amt Brackel. Hoffmann, Diedr. Wilh. Bröckmann, Heinrich Hülsmann, Friedrich Krampe, Wilhelm Heinrich Berensmann, Wilhelm Schwiermann, Frdr. Hermann Müller, Joh. Josef Hölscher, Heinrich Lenninghaus, gen. Schulte, Ed. Dieckmann, Heinrich Wilhelm Göffringmann, Diedrich Amt Castrop. Dennebörger, Wilhelm Husemann, Herm. Emil Wilh. Niederschulte, Johann Diedrich Bresser, Heinr. Wilhelm Pappe, Carl Heinrich Echterhoff. Heinrich Zimmermann, Diedrich Heinr. Hermann Ludwig Giese, Friedrich Wilhelm Vierhaus, gen. Türich, Heinrich Vethacke, Anton Wiesmann, Friedrich Heinrich Hartmann, Hermann Heinrich Amt Dorstfeld. Fiege, August Hoffmann, Friedrich Wilhelm Neugarten, Samuel Oberschulte gen. Beckmann, Wlh. Peters, Theodor Heinrich Schmittmann, Friedr. Heinrich Schulte, Franz Wilhelm Send, Wilhelm Heinrich Viefhaus, Clemens Wegmann, Heinrich Westhoff, Wilhelm Wortmann, Wilhelm Witte, Heinrich Holzwickede. do. Rüdinghausen. Barop. Hombruch. Persebeck. Brückerhoff. Barop. Großholthausen. Eichlinghofen. Lücklemberg. do. Wambel. do. Courl. Husen. Wambel. Cörne. Courl. do. Brackel. Asseln. Wambel. Behringhausen. Bövinghausen. Frohlinde. do Holthausen. Castrop. Holthausen. Ickern. Merklinde. Holthausen. Giesenberg=Sodingen Habinghorst. Huckarde. do. do. Lütgendortmund. Kirchlinde. Dorstfeld. Kirchlinde Rahm. Huckarde. Lütgendortmund. do. Wischlingen. Bövinghausen. 21 22 23 24 25 26 27 28 Amt Lünen. Liefland, Heinrich Wilhelm Koenig, Louis Heinrich Hüsemann, Heinrich Wilhelm Voerlmann, Heinrich Hüsing, Heinrich Wilhelm Amt Westhofen Bovermann, Joh. Heinr Died. Siepmann, Friedrich Wilhelm Wortmann, Friedrich Wilhelm Vogt, Diedrich Friedrich Wilh. Bovensmann, Carl Frdr Wilh. Leipold, Wilhelm Kling, Frdr Ludw. Theod. Ernst Berge, Wilh. Diedrich Gustav Davidis, Otto, Herm. Friedr. C. Ersatz=Reservisten. Amt Aplerbeck. Schönenberg, Ludwig Krumme, Friedrich Wilhelm Schmidt, Friedrich Heinlich Amt Barop Craemer, Wilhelm Spelsberg, Ernst Fleischhut, Heinrich Prinz, gen. Neuhoff, August Heinrich Diedrich Leineweber, Friedrich Wilhelm Bussemas, Heinrich Jürgenliemk, Wilhelm Maschmann, Friedr. Wilhelm Blankenaufulland, Wilhelm Middelmann, Eduard Amt Bracel. Lueg, Franz Friedrich Otto Wienke, Wilhelm Clemens Westermann, Heinrich Wilhelm Beigmann, Carl Wellinghoff, Wilhelm Schaafhausen, Heinr. Wlh. Ludw. König, Friedrich Amt Castrop. Epping, Johann Heinrich Amt Dorstfeld. Krumme, Clemens... Leßzmöllmann, Theod. Fried. Jos. Amt Lünen. Wiemann, gt. Kleine=Herrenthey, Diedrich Heinrich Amt Westhofen. Wurm, gt Breer, Diedr. Heinr. Jacobs, Diedr. Cari Friedrich Vogt, Heinrich Friedrich Böhmer, Carl Louis Wohnort. Horstmar. Eving. Horstmar. Brambauer. Altenderne. Syburg. Buchholtz. Overberge. Garenfeld. Syburg. do. Westhofen. Geisecke. Westhofen. Schüren. Sölde. Apletbeck. Wellinghofen. Kirchhörde. Barop. Benninghofen. do. Hombruch do Kirchhörde. Hombruch. Kirchhörde. Grevel. Lanstrop. Husen. Grevel. do. Brackel z. Z. i. Coblenz. Lanstrop. Castrop. Dorstfeld. Lütgendortmund Brambauer. Westhofen. Holzen. Garenfeld. Syburg. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 10 des Gesetzes vom 15. November 1811 wegen Verschaffung von Vorflut und des§ 7 des Gesetzes vom 28. Februar 1843 über die Benutzung der Privatflüsse wird hiermit die Räumung der Bäche und Abzugsgräben angeordnet bei Vermeidung von Exekutivstrafen von je 6 Mark für jeden Fall Die Räumung ist auszuführen bis zum 1. Juli 1882. Nach Ablauf dieser Frist wird eine Schau stattfinden und bei unterlassener oder nicht ordnungsmäßig ausgeführter Räumung nicht nur eine Exekutiv=Strafe festgesetzt und eingezogen, sondern die Räumung auch durch regeln oder auf Kosten der Verpflichteten herbeigeführt werden. Dortmund, den 6. Mai 1882. Der Landrat: v. Rynsch. Bekanntmachung. Reklamationen auf Entlassung von Militärpersonen nach beendigter zweijähriger Dienstzeit werden von dem Unterzeichneten am Mittwoch, den 31. dss. Mts., morgens von 8—12 und nachmittags von 3- 6 Uhr, entgegengenommen. Steuerzettel und Geburtsscheine der in Betracht kommenden Familienglieder sowie der Nachweis etwaiger Schulden sind vorzulegen. Annen, den 15. Mai 1882. Der Amtmann: Frieg. Bekanntmachung. Die Anfuhr von 50 Schachtruten Kohlenschlacke zur Ausbesserung der Wege in der Gemeinde Boevinghausen soll am Samstag, den 27. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, im Lokale des Wirts Rosterg zu Boevinghausen öffentlich vergeben werden. Die näheren Bedingungen sind auf dem diess. Amtsbüreau einzusehen, werden auch im Termine bekannt gemacht. Dorstfeld, den 20. Mai 1882. Der Amtmann: Deusemann. Geastlsche Kach. Deutscher Reichstag. Die Tabaksmonopol=Kommission des Reichstages hat ihre Arbeit beendet. Sie hat mit der bekannten Majorität von 21 gegen 3 Stimmen das Tabaksmonopol abgelehnt, außerdem aber noch einen von dem Zentrumsmitgliede Abg. Lingens eingebrachten Antrag angenommen, nach welchem der Reichstag erklären solle, daß nach der erst durch Gesetz am 16. Juli 1879 erfolgten Erhöhung der Tabaksteuer eine weitere Belastung und Beunruhigung der Tabatindustrie um so mehr als unstatthaft erscheine, als die vorhandenen und in Zunahme begriffenen Einnahmen sowohl im Reiche als in den Einzelstaaten bei angemessener Sparsamkeit die Mittel bieten, die öffentlichen Bedürfnisse zu befriedigen und bestehende Mängel in der Steuer= und Zollgesetzgebung auezugleichen. Ime Novelle von Elisabeth Voß. 151(Fortsetzung.) Die Majorin beantwortete sich nach Entfernung ihrer jungen Verwandten die Frage, welche dieselbe augenscheinlich tief erregt hatte, auf ihre Weise.„Warum sie fast nie von ihrer Kindheit spricht?“ murmelte sie höhnisch,„ganz natürlich, weil man nicht so unschuldig ist, als man sich stellt, und gewisse Erinnerungen nicht liebt!“ Damit hatte sie einen aft gelesenen engbeschriebenen Brief aus we, Tasche ihres schillernden Seidenkleides gezogen.„Was wohl mein hochgeborner, stolzer Herr Kousin für ein Gesicht machen würde, läse er diesen glühenden Liebesbrief des simplen Predigersohnes, der die unnahbare Komtesse Osmannshausen die Geliebte seines Herzens“ neunt!“ Sie lachte häßlich „Wie gut, daß ich den Schlüssel zur Briefmappe besitze. Das letzte Schreiben der alten Pfarrfrau war wirklich interessant und von rührender Zärtlichkeit— und nun Die jetzt groß und lebhaft sunkelnden Augen überflogen noch einmal Werners feste Schriftzüge, plötzlich verdunkelten sie sich, und ein schwerer Thränentropfen fiel auf das Blatt. Die Majorin sprang wie erschrocken über sich selbst empor, zerknitterte den Brief in ihrer Hand und schleuderte ihn in die noch glimmenden Kohlen des Kamins. Feurig bog sich das weige Blatt, die einzelnen Worte glühten rot auf.„Ewig war das letzte, was sie las, beun vor aues ein seiez geser haben, als wir andern“ murmelte sie düster,„so eine erste Liebe muß geopfert st ewigk— Richts,— nichts!„jiche Behenennzschenes Brgeug und wie eine glitzernde Schlange auf dem weichen Teppi „Einstlehrte micheiner anders denken ur geset, pite setzte sie ihr Selbstgespräch fort,„hatte, geworden. Aber die ich vielleicht besser, vielleicht glücklicher gew###oen. Baronesse Gradi und der Maler Arved Erlström!"„„ Sie lachte so leise, so unheimlich, daß es war, zische die schillernde Schlange hinter ihr. „Der Name Osmannshausen hatte einen alten, Klang, er hat mir Ehre verliehen und Ansehen.“„„xih. Glück!?"— Sie schüttelte unmutig den Kopf, und harte, stolze Zug legte sich wieder um den kleinen Mur „Wie komme ich nur zu all' den trüben „Mein Sohn soll gluckli her werden, als seine Muties war. Hannah darf keinen Brief an Nordows mehr fortsenden, noch einen empfangen— und Felix muß schnell zu handeln wissen. Sollte sich heute Abend ein Alleinsein der beiden nicht ermögltchen lassen, morgen auf dem Balle muß und wird sich die Gelegenheit bieten.—— Wie es mich freut, daß der Graf so ganz unsere Wünsche teilt, und daß mein Sohn die Kleine so leidenschaftlich liebt.“— „Wenn dieser Dr. Nordow, der drei Jahre lang gewartet hat, nur noch kurze Zeit bei seinen Patienten bleiben wollte, findet er, wenn er wirklich hierher kommt, eine voll. endete Thatsache vor, und wird sich schleunigst wieder zurückziehen müssen.“ 68 Der soeben eintretende Graf machte dem Gebankengange der Majorin ein Ende. Sie ging ihm mit der sich ihm gegenüber stets gleichbleibenden, liebenswürdigen Höflichtei entgegen, und rollte einen niedrigen Sessel für ihn herbei. Der alte Herr vermochte sich, durch die Folgen der langen Krankheit noch mehr geschwächt, nur langsam, auf seinen Stock gestützt, vorwärts zu bewegen. Aus dem von völlig ergrauten Haaren eingefaßten, gelblich blassen Antlitze, mit dem mächtigen weißen Knebelbarte, glühten nur noch die dunklen Augen unter den buschigen Brauen in jugen zlichem Feuer. Die hagere, mit einfacher Vornehmheit gekleidete Gestalt, war leicht gebeugt, dennoch humpelte er, ohne die sorgliche Aufmerksamkeit der Majorin zu beachten, an ihr vorbei und rief ungeduleig, mit dem Stocke gegen die geschlossene Thür stoßend:„Wo bist Du, Kleine, wo bleibst Du nur?“ g mer gi. ThaSchon bei seinem ersten Worte war die Thür ausgeflogen und jtzt stand die Gesuchte neben ihm, sah ihn zärtlich prüfend an und streichelte liebkosend seine eingefallenen „Ich hörte Dich nicht kommen, Vater,— wie fieut es mich, daß Du da bist. Hast Du ein wenig geschlafen, und sübist Du Dich wohler“. 8 „So wohl,“ entgegnete der Graf munter,„wie lange nicht, ich erwachte ganz erquickt nach dem selten ruhigen Schlaf. Schon ehe Du mich verließest, muß ich eingenickt sein, denn als ich Dich so unhörbar bei meinem Lehnstuhl umhergehen sah, Dir mit den Augen folgte, wie Du die Vorhänge tiefer herabließest und überall etwas zu ordnen hattest, sind sie mir zugefallen, ohne daß ich es gemerkt.“ „Lieber, kleiner Liebling,“ rief er, als durchzuckte ihn plötzlich ein freudiger Gedanke, mit ganz veränderter Stimme, „was bin ich für ein glücklicher Mann, zu wissen, so lange bis dies alle Herz den letzten Schlag thut, ist mein Töchterchen um mich mit ihrer sorgenden Liebe, und wenn sie mir auch nicht mehr ganz allein gehört,“ fuhr er in neckendem Tone fort, das junge Mädchen an sich ziehend,„wenn auch ein anderer den ersten Platz in dem kleinen Herzen beansprucht, den zweiten läßt sich Dein alter Vater nimmer Hannah blickte unruhig zu dem Sprechenden auf. „Ich verstehe Dich nicht, Vater,“ entgegnete sie,„Du weißt doch, daß ich immer bei Dir bleiben will „Gutes Kind,“ murmelte der Graf, einen Kuß auf die Stirn des Mädchens hauchend,„ich lasse Dich auch nicht von mir. Ihr bleibt beide hier,“ fügte er lebhaft hinzu, „es ist Platz genug in dem großen Hause.—— Herzblatt, schau mich einmal an, sollte solche Freude den alten Invaliden wehl ganz gesund machen können?“ Allmählich war Hannah das Verständnis gekommen, von dem, was sie längst aus tausend Andeutungen der Majorin hätte erraten können. Es war ihres Vaters größter Levenswunsch, sie mit dem einzigen Sohne der Frau von Osmannshausen, dem letzten männlichen Erben des alten Geschlechtes, verbunden zu sehen. Also deshalb?———— Nun wurden ihr auch Worte und Blicke des jungen Offiziers klar, die sie nicht hatte verstehen können, und die doch beredt genug gewesen waren.— Er wußte es ja längst, sie würde sein Weib werden!— Hanna schüttelte energisch den Kopf und preßte die erblaßten Lippen fest zusammen. Wohl hatte sie um den Vater die Heimat, den Geliebten verlassen, doch ihr Herz gehörte ihm allein in treuer, un wandelbarer Liebe und nie sollte es ein anderer besitzen. „Ei, kleine Hannah", lachte der Graf, ihr aufmerksam in das ernste, erbleichte Gesicht schauend,„hat er noch einen so schweren Stand?— Ich dachte und hoffte, Ihr wäret schon einen Schritt weiter". Ehe das verwirrte Mädchen ihm eine Erklärung geben konnte, öffnete ein Diener die breiten Flügelthüren, und die eintretenden Gäste nahmen die Aufmerksamkeit ihrer Wirte in anspruch,„ f. 4.68 Lanhe Gesellschaft hastand fei: Die jeden Winter stattfindende Gesellschaft bestand seit lange aus drei befreundeten Familien. Erst im vorigen Jahre war ein neuer Zuwachs gekommen durch ein in nächster Nachbarschaft wohnendes junges Ehepaar, Baron Emmendorfs... 26.— Heri4sst Jei, Der Graf begrüßte mit großer Herzlichkeit seinen langjährigen Freund Herrn v. Torsten, während Hannah, dessen Tochter, ein weißgekleidetes, niedliches Backfischchen mit rotblondem Haar und einem runden frischen Kindergesicht, in Empfang nahm, und die Majorin mit großer Liebenswürdigkeit die Erkundigungen des jungen Lieutenants Torsten nach ihrem Ergehen beantwortete. Inzwischen war auch die zweite Familie erschienen. Eine ältere, auffallend einfach gekleidete Dame, mit sanftem, von grauen Locken eingerahmtem Antlitz, die verwitwete Geheimrätin Arvensleben mit ihrem Sohne, der die Uniform eines Hauptmanns der Garde trug, und dessen stattliche Gestalt sich eben tief vor der Tochter des Hauses neigte. Die älleren Herrschaften hatten in dem Salon Platz genommen, wo der Thee serviert wurde. Ingeborg Torsten stand in lebhaftem Geplauder mit Hannah in einer der tiefen Fensternischen. Sie war erst kürzlich mit ihrem Vater von einer Reise zu den Verwandten in Schweden heimgekehrt. Hannah hörte teilnehmend zu, während sie doch nicht hindern konnte, daß ihre Gedanken dann und wann abschweiften und bei den letzten zu ihr gesprochenen Worten des Vaters weilten. Sie fühlte, ihr standen neue Kämpfe bevor, nicht nur mit der Majorin, vor deren schneidender, versteckter Härte ihr jetzt schon schauderte, sondern auch mit dem sonst allezeit gütigen Vater, der gewohnt war, jeden einmal mit Leidenschaft ergriffenen Gedanken auch mit eiserner Konsequenz durchzuführen. Ingeborg lachte eben hell auf bei einer besonders interessanten Schilderung, und Hannah mußte sich aufraffen, um mit einzustimmen, trotz des betäubenden Schmerzes in ihrem Kopfe und der aus sie einstürmenden drohenden Gedanken. Nicht weit von den beiden Mädchen standen Arvensleben und Torsten. Man konnte den Gegenstand ihrer Unterhaltung leicht ergrunden, wenn man ihren Blicken folgte, die verstohlen zu den beioen lieblichen Gestalten am Fenster hinüberflogen. „Wie schön Komtesse Hannah heute abend wieder ist", bemerkte der kleine Lieutenant im Flüsterton,„wie sich die Weiße ihres Teints von dem schwarzen Samt abhebt. Ich sah nie deutlicher den eigentümlichen Kontrast zwischen den großen grauen Augen mit den dunklen Wimpern und Brauen und dem lichten aschblonden Haar. „Ist sie nicht entzückend“, schwärmte er, da er keine Antwort erhielt, weiter.„Das ganze Offizierkorps liegt bereits zu ihren Füßen. Auch an Sie wird die Reihe kommen, Herr Hauptmann. Sagen Sie doch, wie finden Sie sie?“— Ein flüchtiges, ironisches Lächeln flog um die dunkelbärtigen Lippen des Angeredeten. „Noli me tangere“, entgegnete er lakonisch.„Ich kenne Komtesse Hannah freilich noch nicht so lange als Sie“, fügte er mit einem Anflug von Spott hinzu,„glaube jedoch, das ganze Offizierkorps wird sich von selber wieder auf die Fuße stellen müssen, ohne daß sie einem einzigen die Fingerspitze reichen wird. Sie ist freundlich gegen alle, doch wird sich keiner eines wärmeren Blickes, eines herzlicheren Wortes rühmen können. „Bald wiro es doch einer können“, erwiderte Torsten gereizt, indem er ärgerlich an seinem winzigen blonden Bärtchen drehte. „Haben Sie nicht g hört, daß die Verlobung der Komtesse mit dem Rittmeister Osmannshausen als nahe bevorstehend gesagt wird?“ Eine Wolke flog über die geistvollen Züge des Hauptmanns, und er schaute zu Hannah hinüber mit einem Blick, der auf dem Grunde ihrer Seele zu lesen schien. (Fortsetzung folgt.) R 4 * Vater den Rufnamen Taufe des kaiserlichen Urenkels soll angeblich am 11. Juni, dem Hochzeitstage des Ka serpaares, stattfinden. Der jüngste Prinz des Hohenzollern= hauses wird auf die Namen Friedrich getauft werden und, wie sein Wilhelm erhalten. Fürst Bismarck wird höchst wahrscheinlich bei der Seite zweiten Lesung der Tabakmonopolvorlage im Reichs tag erscheinen, denn der Reichskanzler soll erklärt haben, daß er zur zweiten Lesung kommen werde, und wenn er sich in den Reichstag hineintragen lassen müsse. Jedenfalls wird es zu erregten Scenen bei dieser Gelegenheit kommen, und die Erwartungen sind deshalb äußerst gespannt. Minister Maybach hat, wie verlautet, eine Anordnung getroffen, für die ihm die Eltern von reiselustigen Schulkindern und das reiselustige Publikum überhaupt sehr dankbar sein werden. Mit Rücksicht darauf nämlich, daß in diesem Jahre die Sommerferien der Schulen und höheren Lehranstalten in vielen Teilen Deutschlands auf 5 Wochen festgesetzt sind, hat der Minister für die preußischen Staatsbahnen und unter Staatsverwaltung stehenden Bahnen angeordnet, daß die Gültigkeit der bestehenden Rundreise= und Saison-Billets, welchen sonst nur eine Gültigkeitsdauer von 4 Wochen beigelegt ist, in den Monaten Juni, Juli und August auf 5 Wochen oder 35 Tage zu verlängern ist. Mehrere Blätter bringen die„Enthüllung“, daß die kaiserliche Tabakmanufaktur in Straßburg am Vorabende eines„Kraches" stehe, weil ihre Finanz lage bei über 2 Mill. Mk. Schulden und 55 Mill. unverkäuflicher Zigarren eine verzweifelte sei. Die Bestätigung dieser augenscheinlich durch die Indiskretion eines Angestellten an die Oeffentlichkeit gekommenen, übrigens noch keineswegs erwiesenen Nachricht bleibt abzuwarten. Die„Köln. Ztg.“, „Nat.=Zig.“ und Tribüne bringen die Nachricht. Aus Elsaß=Lothringen kommt die erfreuliche Kunde, daß mit dem Beginn des laufenden Sommersemesters fast sämtliche höhere Lehranstalten des Landes einen erheblichen Zuwachs an einheimischen Schülern auf weisen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die seit Jahresfrist vom Statthalter auf dem Gebiete der Schulen getroffenen Bestimmungen die Vorurteile der Bevölkerung gegen die deutschen Lehranstalten wesent= nur„Beseitigung von Hindernissen“ lich gehoben haben und dazu beitragen werden, daß die Zahl der ihre Bildung im Auslande suchenden jungen Elsaß Lothringer von Jahr zu Jahr abnimmt. Frankreich. Frankreich sinkt immer tiefer. Jetzt wird in der Kammer die Einziehung sämtlicher geistlichen Güter in Erwägung gezogen. Ferner ist ein Antrag eingegangen, die Ehescheidung zu erleichtern, damit der Stoff zu so vielen Ehebruchs= Dramen verringert werde. Denn:„Giebt es kein Eigentum mehr, dann ist der Diebstahl unmöglich. Giebt es keine Sittenregel mehr, dann ist es unmöglich, unsittlich zu leben.“ Man sieht, vom Kommunismus bis zur freien Ehe ist nur ein Schritt! Trotz aller Verherrlichungen unserer Manchesterleute stehen die Finanzen Frankreichs nur schwach: Der Finanzminister findet die schwebende Schuld schon sehr belastet; außerdem brauche der Staat 1200 Millionen für öffentliche Arbeiten. Ein SteuerErlaß, fügte er auf eine Anfrage hinzu, scheine ihm für dieses Jahr unmöglich.— Da scheint unser Ministerium doch billiger zu wirtschaften! Bei den in Frankreich jetzt stattgefundenen Gemeinderatswahlen zeigte sich nur eine schwache Beteiligung der Bevölkerung und ein starker Zug nach links. Die Stadt Rheims z. B., die alte Krönungs. stadt, erkor sich folgendes Dreigestirn: Florion, Fournier, Fournière. Flotion ist jener Arbeiter, der eigens nach Paris gekommen war, um Gambetta, den damaligen Ministerpräsendenten, der, da er sein Opfer nicht erreichen konnte, den ersten besten„Bourgeois“ schoß, der ihm eben unter die Hand kam. E ist augenblicklich auf dem Wege nach der Strafkolonie Neukaladonien. Fournier ist der junge Webergeselle von Roanne, der seinen Brotherrn umzubringen suchte, Hellweg=Märkischen Gesangsvereine wird hier allerorten mit rührigstem Eifer gearbeitet. So war dieserhalb am Mittwoch owerte##.. e pm## voriger Woche im Schulteschen Lokale in Aplerbeck eine große Wagendarunter 2 Salonwagen, passierte gestern vormutlug ven Gesamtübung der beiden Vereine„Concordia“ und„zur Mühle“ hiesigen Bahnhof. In demselben befanden sich Sr. Mase“ in Sölde, welche zusammen auftreten und gemeinschaftlich um Gefolee(Fhrtrhreis konkurieren mallen: gestern fand zu demWestfalen und Rbeinland. * Schwerte, 19. Mai. Ein Extrazug, bestehend aus 8! lungen bleibt die Spur der Missethäter unauffindbar. Unzweifelhaft werden dieselben versteckt gehalten. Daß sie ioe rasch einen sicheren Unterschup) ger, hesigen Bahnhos. In denseven vrgengrt un Dr. Vrszr iim Sülde, weische zusammen konnten, bestärkt in der heberzeugung, daß dot Ver; uut der König der Riederlande mit wruge..... 1den Ehrenpreig Loiturieren wolen; gestern fand zu brechen von langer Hand vorbereitet worden ist. Die x Schwerte, 22. Mai. Gestern wurde der Fabrikarveller selben Zwecke in Sölde an der Mühle abermals eine GesamtRegierung erhielt neuerdings von glaubwürdiger Jüngermann in der hiesigen Nickelfabrik beim Herunterlassen übung derselben beiden Vereine statt, die außerordentlich gut daß die Fenier noch mehrere hoch eines Glühkessels, indem er denselben zu früh losließ, schwer besucht war. Das Fest verspricht großartig zu werden, nicht Verm noch mehrere hochgestellte Personen in London zu ermorden beabsichtigen. Alle Minister, der Prinz von Wales und andere Personen haben daher eine besondere Bewachung durch Geheimpolizisten erhalten. England kann stolz auf seine Frauen sein. Die Lady Cavendish, die Gattin des ermordeten Kanzlers, schrieb an den Vizekönig folgende, einen edlen hochpatriotischen Geist atmende Zeilen:„Es wird mich sehr freuen, wenn es irgendwelche Mittel geben kann, es in Irland bekannt zu geben, damit es irgend eine gute Wirkung haben kann, daß ich über die Aufopferung des Lebens meines teuern Gemahls niemals murren würde, wenn dieselbe nur zu der Unterdrückung des fürchterlichen, üblen Geistes in dem Lande führt. Ec selber würde niemals gemurrt haben, wenn er hätte ahnen können, daß sein Too mehr als sein Leben ausrichten würde. einige Hoffnung dazu vorhanden zu sein Sie alles, was Sie können, um diese Gefahr der„Panik und blinden Rache“ halten.“ Das wahnwitzigste Preß-Erzeugnis, das jemale die Buchdruckerkunst mißbrauchte und die deutsche Sprache, in der es erscheint, schändete, die Londoner„Freiheit" hat wieder einen ihrer schlimmsten Streiche gemacht, der nur das eine Gute hat, daß er ihr wohl das Leben kosten wird. Der Artikel, um dessentwillen die Druckerei der„Freiheit“ mit Beschlag belegt, Drucker und Redakteur in Anklagezustand versetzt wurde, ist überschrieben:„Der Rebellen Antwort.“ Er nennt die Ermordung von Cavendish einen„Akt heldenkühner Volksjustiz". Daß die Mörder Cavendish und Burke „mit wohlgezielten Dolchstichen abthaten“, wird als eine großartige That gerühmt. Daß Cavendish„ein beschränkter Tropf war“, thut der Bedeutung der bewunderungswürdigen That“ keinen Eintragt. In der Politik, so heißt es in dem unbeschreiblich wideram Lopfe und Arme verI, V., Heute morgen wurcde ein junger weniger als einige zwanzig Vereine sind dazu eingelaven und Schwerte, 22. Mai, Beaure morgen wuroe ein lunger haben bereits zusagende Autwor gegebgz, Eiscggobßge, ruischäiser Nau aerhgstck, waiter im Verdache sand, an Aienteuiage, Koder berstchlest onr Veu se in einer Schlägerei den Müller, wovon wir Bl. berichteten, gestochen zu haben, welche. g- wbelben und Ven fteinte.## Pist## bomährten bald wieder hergestzst Ist.„ Komet ist jetzt in demn Die Dirertion des ganzen Festes ist der bewährten Kraft * Schwerte, 23. Mai. Der neue Komer ist jetzt in den Hexrn Gutsbesitzers Kühl auf Vellinghausen übertragen worde Abendstunden in RNO. zu beobachten,„was jedoch ein seh u wuroe ein lunget haben bereits zusagende Antwort gegeben. ino, am gtttmerzuge Zelr aus Fachwert, an vem fleißige Hande schon seit kängerer in Nr. 36 unseres Zeit thätig sind, soll noch bis dahin uix und fertig gesteut cher glücklicherweise manden und den fremden Gästen gastliche Unterkunft gewähren. ' c Iktion des ganzen Festes ist der bewährten Kraft des sehr Herrn Gutsbesizers Kühl auf Vellinghauseg übertragen worden, gein se9“ wie denn überhaupt das ganze Fest seine Anregung im Söldereinem mäßig starken Fernrohr holz gefunden hat. Uebrigens bezahlen die passiven Mitim Sternbilde glieder der geladenen Vereine für die allgemeinen Unkosten, nur 50 Pfg. für sich und ihre Familienangehörigen, wofür sie estlichkeiten incl. Ball freien Zutritt haben, während Es scheint und thuen schrecklichste “ niederzuGGarfes utoe Gesirent Haukeit einen zaigi sieht man das Gesurn deutlich: es steyt jetzt im Sternbilde des Kepheus nach dem Sternendreieck des Fuhrmanns zu. Man kann es so bequem beobachten, da es für unsere Breiten nicht unter den Horizont sinkt. Dieser Komet wurde von Wells in Amerika aufgefunden. Er wird jetzt rasch an Helligkeit zunehmen, da er am 8. Juni seine Sonnennähe erreichen und an diesem Tage nur noch 870,000 Meilen oder 17 Mondmeilen von der Sonne entfernt sein wird. X Berghofen, 18. Mai. Freunde des Gesanges und der Natur machen wir hierdurch auf das zweite Stiftungs= fest des Gesangvereins„Berghofen,“ welches am Pfingstmontag in der herrlich gelegenen Ludwigslust gefeiert wird, aufmerksam. Mehrere auswärtige Vereine werden mit dem Gesangverein„Harfe“ hier und dem festgebenden Vereine wetteifern, die Gäste angenehm zu unterhalten, ebenso wird Herr Aug. Mohr an dem Tage von seiner rühmlichst bekannten Kapelle die ansprechendsten Weisen vortragen lassen.Daß die Natur gerade in diesem Frühjahr im allerschönsten Schmucke prangt, ist zu sagen kaum nötig.— Durch den neuen, jetzt vollständig fertig gestellten, großen, massiven Saal der Ludwigslust, in welchem der nach dem Konzerte stattfindende Ball abgehalten wird, ist das Fest für alle Fälle gesichert.— Laßt uns diesmal eine Ausnahme machen und das Gute, anstatt in der Ferne, in der Nähe suchen; wir sind sicher, daß es keinen gereuen wird. Aplerbeck, 16. Mai. Die Leser Ihres Blattes werden sich aus dem großen Sträterschen Prozesse noch jenes Betruges erinnern, wonach der ehemalige Sparkassenrendant zwei Oekonomen, Kühl=Kranefeld von hier und MöllerLöttringhausen, durch großartige Schwindelei im Konto der Bürgen mit der anständigen Summe von 26,000 Mark zu seinen Gunsten belastet hatte. Die genannten Herren hatten nichts eiligeres zu thun, nachdem ihnen diese Ueberraschung zu Ohren gekommen war, sich zunächst an dem noch nicht verpfändeten Mobiliar der Familie möglichst schadlos zu halten, daneben aber sofort klaghaft gegen den Sparkassenvorstand zu werden, des Inhalts, daß sie aus dieser fälschlich ihnen zugesandten Bürgschaft entlassen würden. Dieser ov“. S4l.g.äbe 2a keinen Mard(lich ihnen zugesandten Bürgschaft entlasse wärtigen Artikel zum Schluß, gabe es keinen Mot“, Prozeß ging neben jenen sträterschen Verhandlungen ruhig den“. sseinen Gang; erst jetzt am Dienstag ist in erster Instanz das Urteil vom Gerichtshof in Dortmund dahin ausgeRußland. Bei dem wüsten Gehetze gegen uns, mit dem die russischen Zeitungen ihre Leser unterhalten, thut es förmlich wohl, wenn hier und da sich auch einmal eine vernünftige Stimme darin vernehmen laßt. So satte neulich der„europäische Bote“, ein leider wenig verbreitetes Blatt:„Es muß frei herausgesagt werden, gaß Rußland ungeachlet der Ströme Blutes, die es für die türkischen Slaven vergossen hat, noch lange nicht das für dieselben ist, was Piemont für Italien oder Preußen für Deutschland geworden ist. An die poltische Spitze der slavischen Welt kann es nicht eher treten, bis es selbst ein seine moralische Kraft die weniger starken Teile an sich zieht. Und das ist es gegenwärtig noch nicht.“ Leider sind solche Stimmen nur vereinzelt. Die Hetzer###n gegen die Deutschen tragen schon ihre Früchte. Nachs russische Zeitungen schon seit Jahren die sprochen, daß Kühl und Möller aus dieser Bürgschaft zu entlassen seien und die Sparkasse zu Aplerbeck oder vielleicht der Sparkassenvorstand) die Kosten dieses Prozesses zu tragen I Aplerbeck, 19. Mai. Ein schönes Gaunerstück passierte am Mittwoch morgen bei dem Schreinermeister H. Abends vorher kam ein Mann mit seiner Frau und wollte, weil H. auch Wirtschaft hat, übernachten. H., nichts böses ahnend, willigte ein, ohne sich den Namen nennen zu lassen, auch nicht die Papiere abzufordern. Die Frau H. machte aber die Gesellen darauf aufmerksam, doch den Kleiderschrank abzuschließen und eine Uhr wegzunehmen Des Morgens waren nun um 8 Uhr die Gäste verduftet ann es nicht und hatten einem Gesellen Rock und Weste, dem andern Musterstaat ist, der durch Hose und Stiefeln und dem Lehrling Unterhose und Spürze Musterstat ist, der burch aus dem vrschossenen Schrante genomnen und wieder zu. Ostseeprovinzen das russische Irland genannt, und der celtischen und esthnischen Landbevölkerung vorgepredigt haben, sie würde von den deutschen Gutsbesitzern georückt und ausgesaugt, beginnen jetzt schon, wie in Irland, Gewaltthaten und Mordversuche gegen die dort wohnenden Deutschen. Die Ostseeprovinzen, Kur land, Esthland und Liefland sind im Mittelalter durch den deutschen Ritterorden bekehrt und kultiviert worden, und die Nachkommen derselben haben in der neueren Zeit Rußland seine besten Staatsmänner und Generale geliefert. Das hat man jetzt vergessen oder will es zu töten, und labsichtlich vergessen, weil den augenblicklichen Stimm auf führern die geistige Ueberlegenheit der Deutschen lästig und beschämend ist. In den Ostsee=Provinzen macht sich der Haß gegen die Deutschen in immer unangenehmerer Art fühlbar. Die Regierung scheint offenbar auf Seiten weil er der Russen zu stehen. Ueberhaupt klagt man in geschlossen. Die Gauner haben weitere Spuren nicht hinterlassen, als ein Paar alte Stiefel. Warnung vor unbekannten Gästen.„ 90 gm.; Him jschamr Wpitzlich* Aplerbeck, 20. Mai. Um jedem Mitgliede unserer und der benachbarten Gemeinden Gelegenheit zu geben, die Metropole des Rheinlands, das altehrwürdige Köln mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, dem zoologischen Garten, der Flora, der Rheinbrücke, vor allem seinem Dome, dem deutsch=nationalen Baudenkmale und seinen unzähligen Schätzen selbst sehen zu können, ist von hier aus der Gedanke angeregt worden, bei der Königl. Eisenbahndirektion zu Elberfeld wegen möglichster Preisermäßigung anzufragen. Die Absicht geht dahin, von hier oder Hörde über Holzwickede, Schwerte nach Köln zu fahren; man hofft, daß auch in den genannten Orten sich eine lebhafte Beteiligung für diese Fahrt zeigen wird; namentlich würde dieselbe für Schulen sehr geeignet und sehr zu Wir bemerken noch, daß die betr. Anfrage wurde bieselbe empfehlen sein. an die Königl. Eisenbahndirektion bereits seit einigen Tagen abgegangen ist, und daß wir über diese Angelegenheit schon in nächster Nummer dieser Zeitung berichten zu können hoffen. Stattfinden sollte die Fahrt, da es bis zum Pfingstfeste leider Rußland über die fortdauernd schwankende und unsichere Politik. An der Spitze des Innern steht der auf die Forderungen der Streikenden nicht eingehen wolte. Er harrt hinter Schloß und Riegel seines...g:# tug“#e ien#. Urteils. Fourn ère endlich ist wegen der Umtriebe, Deutschen Feind, Ignatieff, der aber jeden Tag deren er sich während eines Streikes schuldig machte, Ungnade fallen kann, und an der Spitze des AusDas sind die wärtigen, Giers(Freund der Deutschen), der ebegzu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Das sind Männer, denen eine Stadt von mehr als 100 000 Einwohner, eine der reichsten Städte Frankreichs, ihre Interessen anvertrauen wollte. Nicht ohne Erstaunen wird man in Deutschland die Nachricht vernommen haben, daß gerade jetzt, wo England und Frankreich gewiß gerne den Versuch machen, sich ihrer faulen egyptischen Papiere zu sein. entledigen, in Frankfurt a. M. von dortigen deutschen Bankhäusern der Versuch gemacht wird, diese un sicheren Papiere in Deutschland einzuführen. Es kann nicht dringend genug vor diesem Schwindel gewarnt werden. Egypten. Die Krisis geht ihrem Ende entgegen. In der gestrigen Audienz der Minister bei dem Khedivel fernen Osten Handelssicherten dieselben ihre vollkommene Unterwerfung zu alles versuchen um, und baten den Khedive um Verzeihung. falls auf unsicherem Boden steht. Man sieht täglich Ueberraschungen entgegen und wundert sich nicht, wenn etwa die abenteuerlichsten Kombinationen zu Tage kommen. Es ist hier heute alles möglich. Der Fürst von Bulgarien soll allen Grund haben, mit seiner Reise nach Rußland zufrieden zu Von der russischen Ostküste kommen, wie man aus Petersburg schreibt, beunruhigende Nachrichten. Es scheint etwas wie Kriegslärm in der Luft am Stillen Ozean zu liegen. Es handelt sich um die Liu=Kiu=Inseln und Japan erwartet stündlich, daß um ihretwillen China ihm den Krieg erklären wird. Vermutlich werden alle europäischen Mächte, die im se oder andere Interessen haben, diesen Krieg abzuwenden. Der Khedive Japan selbst erhofft einen solchen Ausgang des Konempfing sie kühl und erklärte, für jetzt wolle er die flikts. Gerüchtweise verlautet, daß von der russischen Differenzen fallen lassen und mit ihnen arbeiten, um Gesandschaft in Tokio gemeldet worden sei, Japan das Land zu retten. Die Minister zogen sich gesbemähe sich um die Vermittlung Rußlands. Grozbeitannien.„.. e der„Fraus. Jg; auf Nopei berisczel In Dublin ist der Wagen der Mörder entdeat wiro, herrscht dort auf dem Petroleummarkt großer worden. Er ist Eigentum eines Mannes, welche: Schrecken. Der Wagen an konzessionierte Kutscher verleiht, wenn gan einem Tage, deren eigene einer Reparatur bedürftig sind. Wagen war am Tage des Mordes von einem bekannten gemietet und mit schaumbedecktem Pferde zurückgebracht worden. Trotz aller dieser Ermittefür rohes Petroleum ist am 19., von 75 auf 65 also gefallen. Dieser Rückgang ist durch Entdeckung einer neuen Quelle in Clarendon County (im Staate Pennsylvanien), welche täglich tausend Faß liefert, verursacht. einem lum 10 pCt. nicht mehr möglich ist, alle Arrangements zu treffen, einige Wochen, vielleicht vierzehn Tage nach dem Feste, wo auch die Witterung einen längeren Aufenthalt im Freien ohne Schaden der Gesundheit gestattert. m.# gahrande Schritstelluns § Apierbeck, 16. Mai. Der„fahrende Schriftsteller“ Voges, den das„Hörder Volksblatt“ mit einem entsetzlichen Weihrauch umhüllte, hat in unserer Gemeinde mit seinem Vortrage traurig Fiasko gemacht. Alle die schönen Empfehlungsschreiben von Hörde und alle Reklameartikel in den Zeitungen fanden hier am laut gewordenen Zweifel, dem Teufelskinde unserer Zeit, unüberwindlichen Widerstand. Etwa 15 Herren mit einigen Kindern hörten hier seinem Vortrag zu, der wie uns mitgeteilt wird, stofflich an Armut litt und in Bezug auf Rezitation gar zu sehr mit theatralischem Affekte drng. vorgetragen wurde. Ein zweiter Versuch würde hier gerade###r## wie in Hörde ein leeres Haus und unbesetzte Bänke finden. Auf den vergilbten Lorbeerkranz einer abgestandenen Widmung verzichten wir Aplerbecker gern. )=( Sötde, 20. Mai. Durch Zeche„Freiberg“ hier ist einer nicht unbedeutenden Anzahl von Grund= und Hausbesitzern unserer Gemeinde das Wasser entzogen worden. von einer Verständigung auf gütigem Wege kein Ergebnis zu hoffen war, beschritten die Beteiligten den Rechtsweg. Das vor einigen Tagen in dieser Angelegenheit gefällte Erkenntnis des Gerichtshofes legt der Zechenverwaltung die Verpflichtung auf, die Interessenten schadlos zu halten und mit Wasser zu versorgen. Vielleicht wäre diese Gelegenheit sehr günstig, um auch unsere Gemeinde in das Netz der Dortmunder Wasserleitung hineinzuziehen, zumal jetzt der Anschluß an die Apler= becker Leitung sehr leicht herzustellen ist und die Preise für Rohrleitungen sowie die Arbeitslöhne für solche Vorrichtungen augenblicklich gerade recht günstig sind.,n greiiger G. Sötde, 20. Mai. Die Sammlungen freiwilliger Beiträge für das Kriegerdenkmal hierselbst nehmen einen guten Fortgang; schon jetzt, wo die Listen noch nicht in der ganzen Gemeinde zirkuliert hat, sind bereits 1600 Mk. gezeichnet. Mit dem respektablen Beitrage von 500 Mk. hat Herr SchulzeDellwig diesmal den Reigen eröffnet, und seinem Beispiele sind seine Standesgenossen, die Herren Gutsbesitzer, in ehrenwerter Weise gefolgt. Auffallend zurückhaltend dagegen zeigen sich bei diesen Zeichnungen im allgemeinen die katholischen Mitglieder unserer Gemeinde. f Holzwickede, 22. Mai. Heute morgen hat sich der Bergmann Wimbert von hier in der benachbarten Zeche„Freiberg“ erhängt. Es gehört wohl zu den Seltenheiten, daß sich ein Bergmann unten in der Grube das Leben nimmt. Die Motive dieser unseligen That sind zur Zeit nicht bekannt. die aktiven Sänger von jedem Beitrag befreit sind, Fremde dagegen, d. h., nicht irgend einem Vereine als Mitglieder Angehörige 1 Mk. bis 1,50 Mk. zu bezahlen haben. Holzwickede, 22. Mai. In der letzten General=Versammlung des hiesigen Krieger=Vereins wurde beschlossen, am 8. und 9. Juli d. J. das Vereinsfest in dem neu erbauten Saale des Wirts Jaques zu feiern. Am 16. Mai fand die Eröffnung der Saison im Bade Königsborn statt. Der Tag war insofern besonders günstig, da an diesem Tage die zwischen Werries(Hamm) und Königsborn angelegte Thermalsool=Leitung zum erstenmale funktionierte und das Tagesquantum von 1200 cbm. ablieferte. Was die Neuanlagen betrifft, so ist in der That geradezu Staunenowertes geleistet worden. Vor allem ist das neue Badehaus hervorzuheben, welches an prächtiger Ausstattung mit jedem Weltbad konkurrieren kann. Das Licht fällt angenehm gedämpft durch kunstvoll gemalte Fensterscheiben, die aus dem Atelier des H. v. d. Vorst in Münster hervorgegangenen sind, in die mit Mosaikplatten belegten Korridore. In jeder Zelle befindet sich außer der Wanne ein bequemes Ruhesofa sowie die sonst notwendigen Mobilienstücke. Ein besonderer Fortschritt besteht darin, daß alle Zellen heizbar sind. Das Kurhaus ist bedeutend vergrößert. Ein neues Logierhaus enthält 20 mit allem Komfort eingerichtete Zimmer, die anderen zum Logieren eingerichteten. Häuser sind vergrößert bezw. renoviert. Was an Parkanlagen neues hinzugekommen,— und es ist in dem milden Winter geradezu Staunenswertes geleistet— dient dazu, das freundliche Gepräge des Ganzen zu erhöhen, und wir zweifeln nicht, daß die Kurgäste in jeder Weise für ihre Bedürfnisse gesorgt sehn werden. Die Provinz Westfalen, das wird jeder bestätigen, der jetzt nach Königsborn kommt, kann stolz auf dieses Bad sein, dessen heilkräftige Wirkung zur Genüge bekannt ist, als daß wir daüber noch etwas hinzuzufügen hätten. Dortmund, 20. Mai. Leider ist über zwei traurige Unglücksfälle zu berichten; der erste ereignete sich auf der „Union“, wo ein als Rechnungsführer angestellter Kaufmann von dem Trittbrett eines Eisenbahnwaggons erfaßt, zur Erde geworfen und an beiden Beinen schrecklich verletzt wurde. Die Knochen sind buchstäblich zersplittert und die größte Gefahr für das Leben vorhanden. Am selben Tage ist am Huckarderwege ein kleines Kind von einem Milchwagen überfahren und schwer beschädigt worden, so daß auch hier kaum auf eine Genesung gerechnet werden darf. Die schreckliche Katastrophe, von welcher die Zeche Pluto bei Wanne vor einigen Tagen heimgesucht worden ist, und das Los der Hinterbliebenen der bei dem Unfall zu Tode gekommenen Bergleute erregt in den weitesten Kreisen mitleidsvolle Teilnahme und den Wunsch, den so hart betroffenen Familien Hülfe und Unterstützung zu bringen. Zu unserer Befriedigung können wir die gewiß erfreuliche Mitteilung machen, daß schon heute die Existenz der zurückgelassenen Witwen und Kinder der Vérunglückten gesichert erscheint, da noben der Knappschaftskasse und der von dem Unfall betroffenen Zeche auch die übrigen Werke des Oberbergamtsbezirks entschlossen sind, für die Sicherung der Zukunft der Hinterbliebenen einzutreten.— Am 15. Mai wurde die 65. Leiche zu Tage gefördert. Die Arnsverger können wieder frei aufatmen— die Regierung bleibt am dortigen Platze. Wegen beabsichten Anbaues ist bereits das betreffende Terrain angekauft worden. Aus Vörde wird gemeldet, daß die Leiche eines neunjährigen Mäochens, welches wegen Krätzekrankheit aus der Schule gesthickt worden war, in einem Teiche gefunden. Zu seinen Mitschülerinnen soll das unglückliche Kind geäußert haben, daß es sich, um seinen Eltern in betreff seiner Krankheit keinen Kummer zu bereiten, lieber in das Wasser stürzen wolle. Aus Witten wird als Auktions=Kuriosum gemeldet, daß demnächst ein gepfändetes, 5 Fuß langes Krokodil zur öffentlichen Versteigerung gelangen wird. Kaum wußte der Vorstand des Provinzial=Verbandes des Vaterländischen Frauen=Vereins zu Münster selbst etwas von dem entsetzlichen Unglück auf Zeche„Pluto“ bei Wanne, als auch schon ein Telegramm von der Kaiserin aus Baden ankam, mit der Anfrage, ob, und welche Schritte geschehen seien, um dort helfend einzutreten. Es ist ein neuer Beweis, wie die Kaiserin als echte Landesmutter unermüdet sorgt und wirkt. Der Verein hat unverzüglich von der Unglücksstätte her genaue Auskunft erbeten, und nach erhaltener Antwort kann erst festgestellt werden, in welcher Weise Hilfe eintreten muß. In Sobernheim trat ein Buchdruckerlehrling in einen rostigen Nagel, welcher ihm zwischen den Zehen ins Fleisch drang. Der herbeigerufene Arzt konstatierte eine Blutvergiftung, konnte aber trotz angewandter Gegenmittel den Lehrling nicht mehr am Leben erhalten. Ein zu einer Uebung nach Wesel einberufener Landwehrmann aus Elberfeld erhielt die Nachricht, daß seine Frau mit drei ihrer Kinder bedenklich am Scharlachfieber erkrankt sei. Als er diesen traurigen Fall seinem Hauptmann meldete, wurde er sofort in seine Heimat entlassen. In vor. Woche fuhr in Schleiden ein gewaltiger Hagelschlag nieder, wie seit Menschengedenken nicht gesehen worden, und welcher ungefähr 10 Minuten lang anhielt. Es fielen Schlossen in der Größe von Wallnüssen, die Blätter, Blüten und kleine Aeste von den Bäumen schlugen; auch wurde die junge Saat arg beschädigt und das Blas an vielen Treibbeeten zerschlagen. Ein 13 Jahre alter fast abgerissener Junge fand in Düsseldorf ein goldenes Medaillon, welches ein Herr von der Uhrkette verloren hatte. Der Verlierei war von der Ehrlichkeit des armen Jungen so gerührt, daß er mit demselben sofort in ein Garderobengeschäft trat und einen Anzug für den Kleinen kaufte. Eine drollige Gespenstergeschichte kam am 11. Mai abends gegen 10 Uhr in Düren vor. Eine große Menge Volkes hatte sich auf dem sonst um diese Zeit so stillen Platze vor der neuen Knabenschule versammelt, um ein Gespenst zu sehen. Ein Spaßvogel hatte das Gerücht verbreitet, es spuke dort seit einigen Nächten. Die Polizei machte schließlich der Sache durch Räumung des Platzes ein Ende. Das Gespenst war ein Knecht eines in der Nähe mohnenden Wirtes, der mehreremal abends beim Scheine der Laterne Regenwürmer auf dem Platz gesucht hat. In Duisdorf unweit Bonn wird die Plage der Wildschweine nachgerade unerträglich. Aus dem Kottenforst brechen während der Nacht ganze Rudel hervor und durchwühlen die frisch bepflanzten Felder. Man hofft, daß die **e besteht eine alte Stadtschloß kein Prin der alte Fritz, der doch sonst Glauben bei. Als die P mahlin des nachmaligen Ki niederkommen sollte, veranlaß die Prinzeß aus dem Stadtsa wohnung bezog: Hier wurde Friedrich Wilhelm III. gebo siedelte kurz vor ihrer Entb in das Marmorpalais über, einer Tapete geschmückt wu Störche zeigt. * Man meint immer, die am stärksten, das ist aber eir sen sich die Leute durch die schlagendes Beispiel hierfüri ersten Regenschirm in Englan Hanway war auf seinen Rei die Regenschirme ganz gebrät solchen als Rarität mit nat schönen Tages, oder vielme tages, kam er auf den Ges durch die Stadt dieses chinesi Aber wie erging es ihm? lich um ihn zusammen, v# nannten ihn verrückt; Frai in die Hände und lachten a Jugend rannte hinter ihm des tollsten Regens. Jetzt nicht von seinem Vorsatz ab nicht mehr ohne Schirn gewöhnte sich an diese Schi mußte dieser oder jener v# zufällig begegnete und den Regenwetter mit unter da daß die Idee eigentlich do# volle Jahre brauchte der W um das Vorurteil zu besi ge Gebrauch des Regenschirme * Zum Kapitel„Russisch in Warschau macht bekannt, Visitenkarten, Hochzeitsanze unterworfen. In Zukunft zeigen:...„Mit Genehmi empfehlen sich als Verlobt die Annonce:...„Mit C behörde ist meine liebe F Jungen entbunden worden. mit Genehmigung der 8 denke sich endlich als Tode nehmigung der Präventur=Z germutter gestern das Zeit * Dieser Tage starb ir Daß er nicht der beste M unbegreiflich; denn schwerlich Prügel bekommen wie er. Soldat, riß acht mal aus laufen und bekam wohlgez prügel. Als diese Erziehun das Militär nichts mehr vo Da wurde er Vagabund un in Oesterreich kennen, in der zeit zugebracht hat, und stat sagte er einmal, war doch * Adele Spitzeder hat mühevollen Beruf einer De um dem Glück, das sie ei und sich später von ihr w abzugewinnen. Desto soli in den besseren Tagen für haben. Er fungierte einst ist er gestorben und hat ei terlassen, nicht gerechnet? Und das alles hatte er sic derin verdient. Der Lehrl * Frau Bauinspekt betagte Dame ohne na Wilhelm zum Erben il ihn in ihrem Testamen ganz nach seinem Belizu verwenden. * Ein junger Gu sonderbaren Zufällen Arzt erklären und hei rühmten Berliner Arzt Sie einen Mops?— Würmer, die Ihnen v der Zunge hat, mitgete Kleevei am Pantaleon zu: Herr Gutsbesitzer läßt am Freitag, den nachmittags auf dem Hombro Späing, am Zieg ca. 5 Morge ausgezeichneter Qua weise, gegen Kredit Zusammenkunft a Hof und an Ort ur Gras=Ve Freitag, den 5 Uhr nach sollen in Opherd 12 Mo und Samstag, 5 Uhr nach am Spielfelde 15 Me s. g. Wagnersch kummerweise zum werden. Haus Opherdicke Freiherrl. von § Holzwickede, 22. Mai. Zu dem am Sonntage nach Regierung bald energische Schritte thun wird zur Abstellung Pfingsten, den 4. Juni, hierselbst stattfindenden Wettstreit der dieser Uebelstände. „ Verzi patent. Stahldraht u. verz. klammern empfehlen Schwerte. S# reine wird hier allerorten mit So war dieserhalb am Mittwoch Lokale in Aplerbeck eine große 'e„Concordia" und„zur Mühle“ uftreten und gemeinschaftlich um wollen; gestern fand zu demMühle abermals eine Gesamtse statt, die außerordentlich gut richt großartig zu werden, nicht ereine sind dazu eingeladen und t gegeben. Ein großes mächtiges eißige Hände schon seit längerer is dahin fix und fertig gestellt en gastliche Unterkunft gewähren. tes ist der bewährten Kraft des Zellinghausen übertragen worden, Fest seine Auregung im Sölderns bezahlen die vassiven Mitfür die allgemeinen Unkosten, Familienangehörigen, wofür sie I freien Zutritt haben, während m Beitrag befreit sind, Fremde einem Vereine als Mitglieder Mk. zu bezahlen haben. In der letzten General=Verger=Vereins wurde beschlossen, as Vereinsfest in dem neu eriques zu feiern. Fröffnung der Saison im Bade Tag war insofern besonders die zwischen Werries(Hamm) Thermalsool=Leitung zum erstenTagesquantum von 1200 cbm. agen betrifft, so ist in der That eleistet worden. Vor allem ist zuheben, welches an prächtiger eltbad konkurrieren kann. Das impft durch kunstvoll gemalte n Atelier des H. v. d. Vorst in sind, in die mit Mosaikplatten der Zelle befindet sich außer der sofa sowie die sonst notwendigen derer Fortschritt besteht darin, id. 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Die Polizei Sache durch Räumung des Platzes ist war ein Knecht eines in der 5, der mehreremal abends beim enwürmer auf dem Platz gesucht hat. beit Bonn wird die Plage der Wildnerträglich. Aus dem Kottenforst icht ganze Rudel bervor und durchnzten Felder. Man hofft, daß die e Schritte thun wird zur Abstellung * ge besteht eine alte Sage, daß im Potsdamer Stadtschloß kein Prinz geboren werde. Selbst der alte Fritz, der doch sonst nicht abergläubisch war, maß iar Glauben bei. Als die Prinzeß von Preußen, die Gezblin des nachmaligen Königs Friedrich Wilhelm II. niederkommen sollte, veranlaßte Friedrich der Große, daß die Prinzeß aus dem Stadtschloß auszog und eine Privatwohnung bezog: Hier wurde auch, der nachmalige, König Feiedeich Wilbelm III. geboren. Die Prinzesin Wiheln siedelte kurz vor ihrer Entbindung aus dem Stadtschloß in das Marmorpalais über, in welchem ein Zimmer mit einer Tapete geschmückt wurde, die auf blauem Grunde Störche zeigt. * Man meint immer, die Mode beherrsche die Menschen am stärksten, das ist aber ein Irrtum, denn weit mehr lassen sich die Leute durch die Nicht=Mode beeinflussen. Ein schlagendes Beispiel hierfür ist die Geschichte, wie es dem ersten Regenschirm in England erging. Der berühmte John Hanway war auf seinen Reisen bis China gekommen, wo die Regenschirme ganz gebräuchlich waren, und hatte einen solchen als Rarität mit nach der Heimat gebracht. Eines schönen Tages, oder vielmehr eines abscheulichen Regentages, kam er auf den Gedanken, sich bei seinem Wege durch die Stadt dieses chinesischen Instrumentes zu bedienen. Aber wie erging es ihm? Die Leute drängten sich förmlich um ihn zusammen, versperrten ihm den Weg und herufen, nannten ihn verrückt; Frauen an den Fenstern klatschten in die Hände und lachten aus vollem Halse, und die liebe Jugend rannte hinter ihm her, pfiff und schrie— trotz des tollsten Regens. Jetzt aber ließ sich Haaway erst recht nicht von seinem Vorsatz abbringen; er ging nun überhaupt nicht mehr ohne Schirm aus und— das Publikum gewöhnte sich an diese Schrulle, wie man es nannte. Oft mußte dieser oder jener von Hanways Freunden, der ihm zufällig begegnete und den der glückliche Schirmbesitzer bei Regenwetter mit unter das Schutzdach nahm, eingestehen, daß die Idee eigentlich doch sehr praktisch sei; aber drei volle Jahre brauchte der Märtyrer des„Familienknickers", um das Vorurteil zu besi gen und um andere Tollkühne zum Gebrauch des Regenschirmes zu überreden. * Zum Kapitel„Russische Zustände.“ Die Zensurbehörde in Warschau macht bekannt, fortan seien auch Preiskourante, Visitenkarten, Hochzeitsanzeigen 2c. der Präventiv=Zensur unterworfen. In Zukunft wird man also in Warschau anzeigen:...„Mit Genehmigung der hohen Zensurbehörde empfehlen sich als Verlobte."... Besonders hübsch wäre die Annonce:...„Mit Genehmigung der hohen Zensurbehörde ist meine liebe Frau heute von einem gesunden Jungen entbunden worden. Mutter und Kind befinden sich mit Genehmigung der Zensurbehörde wohl."... Man denke sich endlich als Todesanzeige:„Nach eingeholter Genehmigung der Präventur=Zensur segnete meine liebe Schwiegermutter gestern das Zeitliche“. u. s. w. * Dieser Tage starb in Oesterreich Michael Stolzberger. Daß er nicht der beste Mensch der Welt geworden ist, ist unbegreiflich; denn schwerlich hat ein anderer Lebender so viel Prügel bekommen wie er. Er begann seine Laufbahn als Soldat, riß acht mal aus, mußte eben so oft Spießruten laufen und bekam wohlgezählt 25000 Ruten= oder Stockprügel. Als diese Erziehungsmethode nicht anschlug, wollte das Militär nichts mehr von ihm wissen und stieß ihn aus. Da wurde er Vagabund und Spitzbube, lernte alle Zuchthäuser in Oesterreich kennen, in denen er zwei Drittel seiner Lebenszeit zugebracht hat, und starb im Zuchthaus. Die alte Zeit, sagte er einmal, war doch schöner! * Adele Spitzeder hat bekanntlich in letzter Zeit den mühevollen Beruf einer Damen=Orchester=Dirigentin gewählt, um dem Glück, das sie einst so verschwenderisch begünstigte und sich später von ihr wandte, wieder einige Sonnenblicke abzugewinnen. Desto solider scheint einer ihrer Bediensteten in den besseren Tagen für eine magere Zukunft vorgesorgt zu haben. Er fungierte einst als Portier bei der Spitzeder. Jetzt ist er gestorben und hat ein Vermögen von 400,000 A hinterlassen, nicht gerechnet die vielen Pretiosen, die er besaß. Und das alles hatte er sich als Portier der genialen Gründerin verdient. Der Lehrling übertraf die Meisterin. * Frau Bauinspektor Weiß in Dessau, eine hochbetagte Dame ohne nahe Verwandte, hat den Kaiser Wilhelm zum Erben ihres Vermögens eingesetzt und ihn in ihrem Testamente gebeten, die 60 000 Mark ganz nach seinem Belieben zu einem milden Zwecke zu verwenden. * Ein junger Gutsbesitzer in Pommern litt an sonderbaren Zufällen und Erscheinungen, die kein Arzt erklären und heilen konnte. Als er einen berühmten Berliner Arzt aufsuchte, fragte dieser: Haben Sie einen Mops?—. Ja!— Dann haben Sie Würmer, die Ihnen von Ihrem Hunde, der sie unter der Zunge hat, mitgeteilt worden sind.— So war’s, es kostete eine schwere Operation, die Würmer sanden sich im Darm. Der Geheilte läßt sich nicht mehr lecken * In Gotha sind dieser Tage zwei Mastochsen, jeder im Gewichte von 2200 C geschlachtet worden Der eine war auf einem Gut des Felomarschalls v. Manteuffel, der andere auf einem Gutzlowschen Gut in Schlesien gemästet, beide waren gekrönte Häupter aus der Berliner Mastvieh=Ausstellung. geester und billigses gertentengin“ gg“ Westenhellweg 71. Von I. M. Keinlalin, Dortinund, Pferdebahn=Haltestelle. (Gegründet 1840.) muß bis zum 1. Juni wegen Umbau und Vergrößerung der Lokalitäten vollständig geräumt sein, und mache ich meine geehrte Kundschaft von Schwerte und Umgegend auf nachstehenden Preiskurrant aufmerksam. ca. 1000 kompl., hocheleg. Anzüge, früh. Kostenpreis 36—60, jetzt 20—45 Mk. ca. 200 Sommer-Ueberzieher, früherer Kostenpreis 20—36, jetzt 14—25 Mk. ca. 300 Beinkleider, früherer Kostenpreis 8—18, jetzt 5½—14 Mk. Röcke, Joppen. Knaben-Anzüge, Lüster- und Turntuch=Anzüge, Arbeiterhemden und Blusen, englisch Lederhosen, sowie Tuche und Buckskins rc. zur Hälfte des bisherigen Wertes. Billigste Anfertigung nach kam 1818 als Pfarrer nach Wiesbaden und ist seit= Beim Einkauf von 20 Mark wird 2/3 des vorzulegenden Reisebillets vergütet. dem dier verdlieben. In Jahre 1841 vum landes:) u60 2, T. M. Weithaln. Dortmund, Petrikirchhof-Rcke. bischöflichen Kommissar ernannt, wurde er nach dem Westenheineg#.#a. Dn. WPesenstesnung Vortnumu# Kor uus Bühet Aosenah de büter Botder- TOSSSS Totenglocke. Die evangelische Kirche in Nassau hat einen schweren Verlust erlitten: der Landesbischof Dr. theol. Ludwig Wilhelm Wilhelmi ist am 12. Mai im hohen Alter gestorben. Der Verblichene wurde geboren am 19. Novdr. 1796 zu Neuehain und bekleidete nach seiner Anstellung zuerst von 1817 ab eine Hilfspredigerstelle an der reformierten Kirche in Frankfurt, 1818 als Pfarrer nach Wiesbaden und ist seitSchwurgerichts=Verhandlungen. Hagen, 19. Mai. Die Anklagebank des Schwurgerichts nahm heute der Drahtschärfer Friedr. Vieler aus Ergste ein. Derselbe war beschuldigt, am 1. Mai 1882 seine Ehefrau körperlich derart mißhandelt zu haben, daß der Tod erfolgte. Der Angeklagte und seine Frau hatten bis zum 1. Mai in Ergste eine Wohnung inne. Er arbeitete 8 Monate von seiner Familie getrennt in Hörde, wo er Mk. 4,60 pro Tag verdiente. Seine Frau, welche er bat, mit ihm nach Hörde zu ziehen, hatte dazu keine Lust. Sie bat, er möge sich in Schwerte Arbeit suchen. Dort konnte er aber pro Tag nur Mk. 2,25 verdienen. Nach Hörde wollte die Frau nicht, weil sie vorher noch gerne einige Schulden, die sie im Interesse ihrer Familie in Schwerte gemacht hatte, bezahlen wollte. Sie gab jedoch endlich seinen Vorstellungen nach und versprach ihrem Manne, mit nach Hörde zu gehen, um eine Wohnung, die derselbe bereits ausgesucht hatte, zu besichtigen. Sie begab sich, um sich anzukleiden, auf ihr Schlafzimmea. Dort blieb sie ihrem Manne zu lange. Er ging zu ihr hinauf und machte ihr Vorhaltungen, weshalb sie so lange bleibe. Daraus entstand ein Wortwechsel, der damit endete, daß sie sagte: Jetzt gehe ich gar nicht mit, und ihren Mann von sich stieß. Dadurch wurde dieser so aufgeregt, daß er die Frau gegen einen Bettpfosten warf. Sie fiel zur erde und stand, weil sie bewußtlos geworden war, nicht wieder auf. Der Mann hob sie auf und legte sie aufs Bett. Dann, bestürzt über das, was er angerichtet hatte, lief er, nachdem er das Zimmer, in welchem die Frau lag, abgeschlossen hatte, einige Stunden draußen umher und stellte sich darauf der Polizei. Die Frau starb am andern Morgen um ½9 Uhr. Nach dem Bericht des Herrn Kreisphysikus Dr. Bühren über den Befund der Obduktion, ist die Frau an einer durch Gehirnerschütterung hervorgerufenen Gehirnentzündung gestorben. Die den Herren Geschworenen vorgelegten Fragen lauteten: 1. Ist der Angeklagte schuldig am 1. Mai 1882 seine Ehefrau vorsätzlich mißhandelt zu haben und 2. Ist durch diese Mißhandlung der Tod erfolgt Auf Veranlassung des Herrn Verteidigers wurde die Frage nach mildernden Umständen hinzugefügt. Nachdem der Herr Erste Staatsanwalt die Anklage begründet und auf Schuldig plaidiert hatte, führte der Verteidiger, Herr Referendar Backhausen, die Momente an, welche die Annahme mildernder Umstände gerechtfertigt erscheinen ließen. Nachdem der Herr Erste Staatsanwalt sich gegen die Annahme derselben erklärt hatte und der Herr Verteidiger aufs neue für dieselben eingetreten war, gab der Herr Präsident die vorgeschriebene juristische Belehrung, worauf die Geschworenen zur Beratung abtraten. Sie erklärten den Angeklagten der Körperverletzung mit tötlichem Erfolg schuldig, nahmen aber dabei mildernde Umstände an. Der Herr Erste Staatsanwalt beantragte infolge dieses Verdikts 2 Jahre Gefängnis. Der Herr Verteidiger bat, das geringste Strafmaß von 3 Monaten nicht zu überschreiten. Der hohe Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. — 20. Mai. Heute wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den Ackerknecht Johann Kuschmann aus Geisecke bei Schwerte verhandelt. Derselbe wurde des ihm zur Last gelegten Verbrechens gegen die Sittlichkeit schuldig befunden und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Seidenstoffe Bekanntmachung. Am 24. dieses Monats, morgens 10 Uhr, sollen für rückständige Steuern solgende Gegenstände: 1. eine Wanduhr, 2. ein Sofa, 3. ein runder Tisch, 4. ein vierkantiger Tisch öffentlich, meistbietend, gegen gleich bare Zahlung verkauft werden. Kaufsszlosenen Thüren azen den Acker, liebhaber werden eingeladen sich im Hinter verschlossenen Thüren wurde gegen...... MMirt D Großenknecht Anton Warschanzky aus Villigst wegen Verbrechens Pfandlokal bei dem Wirt D. Große gegen die Sittlichkeit verhandelt. Derselbe wurde von den bräuker zur bestimmten Zeit zu verHerren Geschworenen des ihm zur Last gelegten Verbrechens sammeln. der Notzucht für schuldig erkannt und vom Gerichtshofe zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. der neuesten Mode, als: Satins Radamés, Satins de Lyon, Satins merveilleur, Moirees, Kaschmires, Fuilles, Grenadines, Plüsch, Atlas, Louisines, Taffetas, Markelines 2c. 2c, seiner Fahnenstoffe in Weiß, Rot, Blau und Grün, 120 Ctm. breit, versendet in garantiert unverfälschter, solidester Qualität porto= und zollfrei ins Haus in beliebiger Meterzahl zu Fabrikpreisen. Zurich(Schweiz). Jacob Hürrers Seidenstoff-Fabrik, gegründet 1825 Etablissement ersten Ranges und einzige Fabrik in Zürich, die ihre Produkte den verehrten Damen direkt, resp. ohne Zwischenhändler offerirt. Se Komplete Musten=Kollektionen gratis und franko. 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Mai er., nachmittags 4 Uhr, auf dem Hombrom, oberhalb Späing, am Ziegelofen, ca. 5 Morgen Klee, ausgezeichneter Qualität, nummerweise, gegen Kredit verlaufen. Zusammenkunft auf Pantaleons Hof und an Ort und Stelle. C. Jonas. Gras=Verkäufe. Freitag, den 2. Juni, 5 Uhr nachmittags, sollen in Opherdicker Heide 12 Morgen und Samstag, den 3. Juni, 5 Uhr nachmittags, am Spielfelde 15 Morgen s. g. Wagnerscher Futterbau kummerweise zum Verkaufe gestellt werden. Haus Opherdicke, 19. Mai 1882. Freiherrl. von Liliens R.=V. Verzinkter Patent. Stahl-Stachelzaundraht u. verz. Stahl-Drayrklammern empfehlen Schwerte. Gebe Haver. häuser Mehrere größere Kapitalien liegen auf Bauern- u. Landgüter, Gemeinden u. GeschäftsAnleihen zu 4% Zinsen, sowie 4¼%, 4½% u. 4½% resp. Amortisation stets zum Ausleihen fertig. Camen, in Westfalen 1882. C. Harlingboff. (N.B. Für gew. Rückantwort bitte Marke deizufügen.) Parochial-Lehrer-Konferenz. 24. Mai. Tagesordnung: Geschichte der Methodik von Kehr Schwerte, 23. Mai 1882. Die Kommunalkasse. Klinkmann, Vollziehungsbeamter. Universal-Reinigungssalz ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsechwäche und andere Magenbeschwerden. Original-Packeten zu 25, 50 und 90 Pfg. bei W. Schröder, C. Saatmann, C. Braus. — Bergmanns— Theerschwefel-Seife bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendendweiße Haut. Vorrätig à Stück 50 4 bei C. Saatmann in Schwerte. Aepfelwein, selbst gekeltert, versendet unter Nachnahme per Liter 25 Pfg. Gastwirt Fritz in Hochheim a. M. Ein Schlosser hrling W Flunkert, Aplerbeck. Umzugshalber großer Ausverkauf! Kappen von 50 Pfg. an, Stoff:, Filz=, Strohhüte, Schirme, Schlipse billigst bei F. W. Vaaßen. Ein ordentlicher, zuverlässiger Ackerknecht findet dauernde Stellung. Bei wem, sagt die Exped. d. Bl. Ein Schuhmacher-Lehrling wird auf sofort gesucht. Näheres in der Exped. 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Die durchschnittliche Zahl der Lampen im Tunnel betrug täglich 730, welche 513 Kilogr. Oel verbrannten, im ganzen betrug der Oelverbrauch für Beleuchtung während der ganzen Bauzeit 1.700,000 Kilogr. Die Leistungsfähigkeit der Arbeiter wurde durch Verschlechterung der Luft und durch Dygamit= gase zeitweise sehr beeinträchtigt; gegen Ende des Baues stellten die Turiner Professoren Conkato und Perveito bei den Tunnelarbeitern eine durch das Auftreten eines Eingeweidewurms(Anchylostomum duodenale) verursachte Krankheit, welche Blutschwäche im Gefolge hatte, fest. Noch jetzt leiden Arbeiter an dieser Krankheit; da man indessen in dem Aufenthalt im Hochgebirge ein Heilmittel gefunden hat, so richtet man gegenwärtig für die noch leidenden Tunnelarbeiter oben auf dem Gotthard eine Heil anstalt ein. Andere Störungen für den Fortgang der Arbeiten waren 4 Explosionen von Dynamitwärme. hütten in 1873 und 1874, die Arbeiterunruhen vom 27. bis 29. Juli 1875 in Göschenen und der Brand des Dorfes Airolo. Infolge von Unfällen verstarben während der Bauzeit des Tunnels 177 Arbeiter. Große Schwierigkeiten bot das Anschneiden verschie. dener Quellen im Tunnelgebirge, gegenwärtig beträgt der Wasserabfluß auf der Nordseite 12 Liter, auf der Südseite 173 Liter in der Sekunde. Der letztere hat stark abgenommen, er belief sich früher auf mehr als 300 Liter. Der Hauptfeind der Tunnelarbeiten aber war die große Hitze innerhalb des Gebirges, und daraus erhellt, daß im Jahre 1880 bei einer Stollenlänge von 7500 Meter die Temperatur im Tunnel 31° C. betrug. Im Februar 1880, unmittelbar vor dem Durchschlagen des Richtstollens, stieg die Temperatur sogar auf 34° C. Jetzt nach Vollendung des Tunnels beträgt die Temperatur in der Mitte desselben höchstens 20° C, auch ist die Luft frisch genug, um ohne künstliche Nachhilfe den Aufenthalt der Bahnwärter im Tunnel zu gestatten. Zur Herstellung der Tunnelröhre mußten im ganzen 900,000 Kubikmeter Felsen ausgebrochen werden, zur Verkleidung der Tunnelwände, welche einen FlächenInhalt von 300,000 □ Meter haben, waren 170,000 Kubikmeter Mauerwerk notwendig. Der Unterbau des Tunnels erforderte einen Kostenaufwand von rund 56½ Mill. Franken. Demgegenüber betrug der Kostenaufwand für den Unterbau der 158 Kilometer langen Zufahrtslinien zum Tunnel weniger als der Voranschlag von 67½ Millionen Franken. Bei dem Bau der Zufahrtslinien(in der Schweiz und in Italien) zum Ein= und Ausgang des Tunnels fanden im Beginn, Juni 1879, täglich 1455 Mann Beschäftigung, das Maximum der Arbeiterzahl im August 1880 betrug 14,459 Mann, im Juni 1881 gegen Ende des Baues 9373 Mann täglich. Durchschnittlich wurden vom Oktober 1879 bis 1880 täglich 10,757 Mann beschäftigt. Während der Gotthardtunnel selbst als eine an sich großartige technische Leistung anzusehen ist, imponiert bei den Zufahrtslinien mehr die große Zahl der Kunstbauten als ihre technische Schwierigkeit im einzelnen. Sind doch im ganzen ohne den Gotthardtunnel 51 Tunnels von zusammen 24 Kilometer Länge vorhanden! Brücken und Durchlässe mit Eisen=Konstruktion sinrd im ganzen 223 vorhanden, zu welchen 6634 Tonnen Eisen(à 20 Zentnet) verwendet wurden. Aus den Bahneinschnitten mußten im ganzen mehr als 4 4/8 Millionen Kubikmeter Erde und Fels ausgehoben werden, zu Ufersicherungen und Pflasterungen waren 205,000 Kubikmeter Mauerwerk erforderlich. Auch waren besondere Schutzvorkehrungen gegen Steinfälle notwendig. Der Oberbau der dem Betriebe übergebenen Linien der Gotthardbahn besteht aus Stahlschienen. Es sind überall Holzschwellen angewendet, und zwar im Thale Weichholz, auf den Bergbahnen nur Hartholz. Die Wasserstationen werden meist durch Leitungen aus hoch gelegenen Quellen und Bächen gespeist. den ganzen Morgen mit dem Gärtner beschäftigt waren, Ihre Rosen anzubinden und niederzulegen. Sie schützten Ihre Lieblinge vor der rauhen Kälte, dachten aber dabei, wie immer, nicht an sich selbst.“—„ „Aber,“ unterbrach Ingeborg Torsten die Sprecherin, ganz entsetzt,„dergleichen Dinge wird Komtesse Hannah doch nicht selber besorgen?“ Die Baronin lachte hell auf. „Was meinen Sie, Hannah, soll ich meiner kleinen Ingeborg einmal Ihre Tageseinteilung beschreiben?“ Es war der Gefragten längst unangenehm, der Mittelpunkt der Unterhaltung zu sein, da auch die Herren schweigend zuzuhören schienen.„Wollen wir nicht lieber in unserer Lektüre fortfahren,“ entgegnete sie, deshalb das Buch aufschlagend, in bittendem Tone. „O nein, nein,“ rief die kleine Schwedin in dem Ton eines eigenwilligen Kindes.„Ich kenne Sie erst so wenig, erst seit ich die Pension verließ, Fräulein Hannah, und mich interessiert alles, was Sie thun. Bitte, bitte, Tante Marie, erzähle!“ „Also früh morgens, wenn Du noch süß schlummerst, Inga, bereitet mein fleißiges Nachbarkind schon den Kaffee in des Papas Zimmer, und Vater und Tochter verplaudern ein gemütliches Morgenstündchen. Briefe und Zeitungen werden gebracht und gelesen, und dazu singt der Theekessel sein heimliches Lied. Dann muß der Papa sein Töchterchen eine kurze Zeit entbehren, sie macht einen Gang durch die Wirtschaftsräume. Am Frühstückstische präsidiert die Frau Tante, dann folgt ein Spaziergang und um vier Uhr geht es zu Tisch Der Nachmittag gehört jedem allein. Der alte Graf hält Siesta, die Majorin zieht sich in ihre Gemächer zurück, nur für mein kleines Mädchen kommt die geschäftigste Stunde des Tages——“ „Bitte, Marie!“ unterbrach Hannah die Erzählende lebhaft. Aber die kleine Hand derselben schloß ihr lachend den Mund, und mit ihrer klingenden Stimme plauderte sie weiter: „Fast täglich sehe ich mein Nachbarstöchterlein um dies: Zeit auf dem verdeckten Balkon, der nach dem Garten führt, vor einem schmalen, mit Nahutensilien bedeckten Tische. Mein kleiner Hans wirft der Tante Kußhändchen zu, und ich zerbreche mir den Kopf, für wen alle die niedlichen, nützlichen Sachen zugeschnitten und verfertigt werden, die unter den fleißigen Fingern hervorgehen. „Bitte, Marie, lassen Sie das!“ hat Hannah noch einmal inständte..... sdan u. Si.g ei. kuns: 8 „Kindchen, ich schweig schon,“ rief die junge Frau, in deren Augen es feucht schimmerte.„Es soll niemand, niemand wissen, wie Sie glücklich zu machen verstehen!“ (Fortsetzung folgt.) Deutsches Reich. Der Kaiser zeigte bei den Truppenbesichtigungen wiederum eine merkwürdige, fast jugendliche Rüstigkeit. Die Abreise nach Ems wird in die Zeit zwischen dem 12. und 18. Juni fallen. Zunächst wird der Kaiser der Taufe seines Urenkels beiwohnen, welche auf den 11. Juni, dem 54. Jahrestage der Hochzeit der Majestäten festgesetzt ist. Es verlautet, der Prinz würde die Namen Friedrich Wilhelm Christian erhalten und zwar den letzteren nach dem Großoheim der Prinzessin Wilhelm.— Dem Kaiser hat sein Neffe, der Kaiser Alexander III. von Rußland, die Pferde zum Geschenk gemacht, welche seinem unglücklichen Vater an seinem Todestage dienten. Nach in Berlin eingetroffenen Berichten aus Friedrichsruh erholt sich der Reichskanzler nur sehr langsam von seiner letzten schweren Erkrankung. Der Fürst ist noch immer sehr leidend, er fühlt sich schwach und angegriffen. Er ist nun seit Wochen bettlägerig, und die durch Schmerzen hervorgerufene Schlaflosigkeit hat ihn ersichtlich ermattet: namentlich seine Hände sind mager geworden, dennoch ist eine glückliche Wendung zum Besseren zu verzeichnen und der Fürst hofft, daß er bis Pfingsten soweit hergestellt sein werde, um Friedrichsruh verlassen zu können. Es ist fraglich, ob der Reichskanzler im Reichstage bei den gegenwärtigen wichtigen Arbeiten erscheinen, oder es vorziehen wird, direkt nach Kissingen zu gehen, woselbst bereits für ihn in gewohnter Weise Quartier bestellt worden ist. Ueber unsere Beziehungen zu Rußland verlautete in letzterer Zeit wieder einiges. Der russische Botschafter Fürst Orloff in Paris, eine in Berlin sehr angesehene Persönlichkeit, hatte nach den berüchtigten Skobeleffschen Reden sich in unmitteldarer Nähe des Kaisers Alexander aufgehalten. Er kehrte jetzt auf seinen Posten in Paris zurück, verweilte einige Tage in Berlin und war auch beim Kanzler in Friedrichsruhe. Von dem Fürsten Orloff gehen friedliche Ansichten aus. Er führt die aufreizenden Reden Skobeleffs auf den Schnaps zurück, und erklärt das Verbleiden Ignatieffs in seiner Ministerstellung aus dem Streben des Kaisers, durch Fühlung mit der starken panslavistischen Partei einen größeren Schutz für sein Leben zu gewinnen. Es ist schön, daß der Fürst Orloff friedlich gesinnt ist, aber es ist auch denkbar, daß es selbst der kriegslustigen panslavistischen Partei zur Zeit vorteilhaft erscheinen muß, friedlich zu sein, denn Rußland ist nicht bereit einen Krieg zu führen und hat keine Verbündete. Jeden= falls ist es aber nicht friedlich und geht auch über eine Dankesbezeugung des Kaisers gegen die Panslavisten hinaus, wenn Rußland eiligst Warschau in einen modernen Waffenplatz umwandeln und auf französischen. Werften 6 Panzerschiffe bestellen läßt. Denn die Neubefestigung Warschaus ist eine Drohung gegen Deutschland und die Rüstung zur See nicht minder. Bekanntlich taugt die auch russische Flotte nicht viel und ist keinenfalls der deutschen ebenbürtig, man sucht das Versäumte nachzuholen, und ist es leicht einzusehen, welche Fälle man dabei im Auge behält. Der Kaiser und der Kronprinz besichtigten am 19. Mai ein Landwehrbataillon in Stettin. Reuleaux, der Mann, der vor Jahren mit seinem geflügelten Worte über die deutsche Industrie auf der amerikanischen Ausstellung: Billig und schlecht! ein so großes Feuer angezündet hat, war zur Eröffnung der Ausstellung in Nürnberg. Sein Urteil lautete: „Die ausgestellten Gegenstände sind hervorragend, die Art der Ausstellung vorzüglich.“ Dem genialen Augenarzt Albrecht von Gräfe in Berlin ist in diesen Tagen ein Denkmal von Bronce errichtet und feierlich geweiht worden. Es zeigt ihn in Lebensgröße und ist sprechend ähnlich: die rechte Hand trägt den Augenspiegel, durch dessen Erfindung die Augenheilkunde so mächtig gefördert worden ist. — Der Künstler des Denkmals ist der Bildhauer Siemering. In Berlin ist seit Mai v. J. ein städtischer Friedhof eine Stunde von der Stadt eröffnet worden. Es hat derselbe bisher fast ausschließlich zur Bestattung der Armen, Selbstmörder und Heimatlosen gedient. Es sind in den ersten ¾ Jahren 2400 Leichen in großen Massengräbern von 30—40 daselbst bestattet. Auffallend ist, daß nur äußerst selten, im ganzen in 4 Fällen, eine kirchliche Beerdigung auf diesem Friedhofe stattgefunden hat. Die übrigen Friedhöfe der Stadt sind sämtlich im Besitze der Kirchengemeinden. Aus Schlesien gehen über die ungünstige Witterung viele Klagen ein. Hatte der März eine sommerliche Temperatur, so hat der Mai eine winterliche. Hagelwetter und Wolkenbrüche haben sich wiederholt entladen. Aus der Nähe von Görlitz schreibt man: „Die Getreidefluren sind wie gewalzt und stehen zum Teil unter Wasser. Die Ernte ist total vernichtet. Die Bäume stehen entlaubt da. Aeste von der Stärke eines Armes sind abgebrochen. Das ganze Dorf gewährt einen traurigen Anblick. Tote Vögel finden sich zahlreich auf Straßen und in Gärten. Das Wild(Hasen) flüchtete sich in die Nähe menschlicher Wohnungen und wird vielfach mit zerbrochenen Gliedmaßen aufgefunden.“— Der Kreis Löwenberg hat in kurzer Zeit zum zweitenmale von dem Unwetter zu leiden gehabt. Der in Alt=Tschau(Schlesien) vom Hausvater Ruhmer herausgegebene„Wäch er unter dem Kreuz“ berichtet von den Folgen einer Predigerwahl: Nach der Wahl war großer Jubel, weil der Gewählte ein Protestantenvereinler ist. Er kam und predigte am Karfreitag: Die Dummheit des jüdischen Volkes habe den Heiland ans Kreuz gebracht, weil er die alten Satzungen durchbrach!— und an Ostern: Er sei auferstanden in seinem Evangelium, seine Thaten lebten fort. Voll innerer Entrüstung verließen die Gläudigen die Kirche und hatten statt Ostersegen nur Herzeleid. Die sonst von 400—.600 erwachsenen Leuten besuchte Kirche zählte am Sonntag nach Ostern noch 22 erwachsene Kirchgänger, denn die Gesinnungs= genossen, die er hinter sich hat, kommen fast alle ohnedies nicht in die Kirche vor ihn Mit 212 Studenten hat die deutsche Universität in Straßburg angefangen und jetzt zählt sie 788 Studenten. Oesterreich. Es wird in Bosnien und der Herzegowina nunmehr die allgemeine Rekrutierung durchgeführt, welche bekanntlich zu den aufständischen Bewegungen in diesen Gebieten den Anlaß gegeben hat. Die österreichische Regierung muß jetzt auch kräftig durchfassen. Von verselben Maßregel sind diejenigen Gebiete des dalmatinischen Küstenstrichs betroffen, welche früher Rekruten nicht gestellt haben. Es finden noch immer Kämpfe mit aufständischen Banden statt, welche in der nächsten Zeit durch flüchtende Gestellungspflichtige sich noch vermehren dürften. Der österreichische Einfluß ist in Montenegro und Serbien in letzterer Zeit sichtlich gestiegen, gegen denselben haben sich jedoch insbesondere in Serbien starke Parteien erhoben, welche im sozialistischen und russischen Sinne wirken. Der Kampf zwischen dem österreichischen und russisch= panslavistischen Einflusse dürfte in Bulgarien zunächst eine Entscheidung herbeiführen, wo der Fürst sich angelegentlichst um Befreiung von den Fesseln der panslavistischen Partei bemüht. ritannien. England ermannt sich jetzt zu einem Zwangsgesetz gegen die irische Revolution, will aber auch noch den Pächtern sämtliche Rückstände in der Pacht erlassen und aus öffentlichen Mitteln die erforderlichen Entschädigungen leisten. Die Engländer hätten sich überzeugen sollen, daß ohne Zwang in Irland bei dem Charakter des Volkes und der Trostlosigkeit der Verhältnisse überhaupt nicht zu regieren ist. Die Landligisten, deren Führer man aus dem Gefängnis entließ und welche so klug und anständig waren, gegen den Mord der beiden hohen Staatsbeamten zu protestieren, sind jetzt schon wieder entschiedene Gegner der Regierung. Von den Mördern hat sich jede Spur verloren. Rußland. Daß es zur Krönung in Moskau kommen wird, dürfte sehr zweifelhaft erscheinen. Es hieß neulich, der deutsche Botschafter in St. Petersburg rüste bereits für den Empfang des deutschen Kronprinzen. Dann verlautete, es sei eine Warnung vor einer solchen Beteiligung auf der deutschen Botschaft abgegeben worden, in welcher nachgewiesen werde, daß der Kaiser mit seiner ganzen Umgebung getötet werden solle und viele hohe Beamte und Militärs genannt werden, welche in die Verschwörung verwickelt seien. Die Judenverfolgungen nehmen noch immer nicht ab. In Kowno sind am 18. und 19. d. M. 105 Häuser jüdischer Eigentümer durch Feuer zerstört worden und beträgt der Schaden etwa 600 000 Rubel. Die russischen Blätter dürfen nichts mehr darüber schreiben. Zu den nihilistischen Unruhen gesellen sich jetzt in Rußland auch noch Bauernrevolten. Man spricht vom Ausbruch agrarischer Unruhen im Südwesten Rußlands. Die Bauern plünderten das Gut des Grafen Bobrinsky bei Smela, zerstörten die Getreidevorräte, demolierten die Gebäude. Bei Kiew fand eine gleiche Zerstörung statt. Amerika. Das Urteil über den Präsidentenmörder Guiteau ist bestätigt worden und wird als Hinrichtungstag der 30. Juni genannt. Bei der Unsicherheit der amerikanischen Rechtspflege muß das Weitere abgewartet werden. Ein furchtbarer Wirbelsturm hat in der vergangenen Woche in Teilen von Louisiana, Mississippi und besonders im mittleren Missouri große Verheerungen angerichtet. Von letztgenannter Gegend sind erschreckende Nachrichten über den Tornado eingelaufen. Viele Häuser, sogar Kirchen sind eingestürzt. In Nordamerika soll der Nigara=Fall kürzlich für 4 Millionen Mark jährlich verpachtet worden sein Der Pächter will die Kraft des Falles zur Erzeugung von Elektrizität verwenden und denkt bis auf 500 Meilen Entfernung alle Städte mit diesem Artikel zu versorgen.„ Aus Peru(Südamerita) commt eine für unser 19. Jahrhundert fast unglaubliche Nachricht. Teodulo Gonjalez, ein Einwohner der Stadt Hazotepes, Provinz Guerrero, wurde seiner protestantischen Gesinnung wegen vor den Behörden angeklagt. Schuldig befunden, Gott nach der Eingebung seines Gewissens zu verehren, wurde er ein Opfer seiner Ueberzeugung Die fanatische Menge stürzte sich auf ihn und zerriß ihn buchstäblich in Stücke. Er erhielt drei Kugeln in den Kopf, 13 oder 14 Säbelhiebe und einen Dolchstoß, der seinen Körper ganz durchbohrte. Frauen hatten den Anfang gemacht. Unter dem Geschrei: Tötet ihn! tötet ihn! hatten sie sich auf ihn gestürzt und mit Steinen und Stöcken niedergeworfen. Dies Alles geschah unter den Augen und mit stillschweigender Zustimmung der Behörden. Westfalen und Rheinland. Amtliches. Dem Schulamtsbewerber Ludwig Schmuck vom Höchsten ist eine Lehrerstelle an der ev. Schule zu Schüren provisorisch verliehen. * Schwerte, 25. Mai. Bei dem bevorstehenden Pfingstfeste wollen wir auf die Bestimmung hinweisen, daß auf den kgl. Bahnen Retourbillette, welche am Samstag gelöst werden, bis einschlißlich Dienstag Gältigkeit haben. Die Rückreise muß am letzten Gültigkeitstage angetreten werden; wenn der Zug übernachtet, so kann man die Reise am folgenden Morgen mit dem ersten Zuge fortsetzen.— Unsere Leser finden einen für die hiesige Gegend passenden Auszug des Eisenbahn=Fahrplan in der Beilage der heutigen Nummer. *— Bei den Kirschbäumen soll sich dieses Jahr ine für dieselben höchst nachteilige Krankheit zeigen, die Rinde borstet und vertrocknet, was ein Absterben der Zweige im Gefolge hat. Vielleicht veranlaßt dieser Hinweis gärtnerische Fachmänner, eine genauere Untersuchung anzustellen, deren Ergebnis durch die Presse gewiß von vielen dankbar anerkannt würde. !! Schwerte, 26 Mai. Im benachbarten Hennen brannte gestern abend das Einliegerhaus ds Herrn Carl Schulte=Nölle total nieder. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Das Gebäude, welches versichert war, wurde von drei Familien bewohnt, wovon zwei ihr Mobilar versichert halten; der dritte soll nicht versichert haben, und wird nun für seine Sorglosigkeit den Schaden selbst zu tragen haben; da das in früheren Zeiten übliche Kollektieren in solchen Fällen gar nicht mehr beliebt si, und dem mit Recht entgegen gehalten wird, daß sich jeder für wenige Mark jährlicher Prämien den Ersatz seines ganzen Verlustes sichern kann. Es soll aber hiermit nicht gesagt sein, daß, wo wirkliche Not vorhanden wäre, nicht geholfen werden soll, wenn auch der Zustand ein selbst verschuldeter ist. Der thatkräftigen Hülfe der Braven ist es zu zanken, daß der Brand keine größere Ausdehnung erhielt, diesen treuen Helfern der öffentliche Dank. Dahingegen können wir unsere Mißachtung denen nicht versagen, die angesichts einer so großen Gefahr für das ganze Dorf als müßige Zuschauer sich bemerklich machten. §§ Höchsten, 25. Mai. Vergangenen Sonntag nachmittag beschloß der hiesige Landwehrverein in einer Generalversammlung einstimmig, am 13. August d. I. ein großes Vereins= und Volksfest zu feiern. Zu diesem Zwecke soll auf den Wiesen des Herrn Gärtner ein großes Zelt erbaut werden. Aplerbeck, 24. Mai. Eine dem Wohle unserer Gemeindemitglieder gewidmete Einrichtung besteht hier am Orte, für die der Herr Landrat seiner Zeit mit allem Eifer gearbeitet und zu deren Förderung auch die Gemeindevertretung sich endlich zu einem jährlichen Beitrage verstanden hat: wir meinen die Volksbibliothek, die in der hiesigen neuen Elementarschule aufgestellt ist und vom Herrn Lehrer Segering unentgeltlich verwaltet wird. Jedem Mitgliede unserer Gemeinde ist es gestattet aus dieser Bibliothek zur Belehrung und Unterhaltung für sich und seine Familie Bücher ohne besondere Abgabe dafür zu entuehmen, jedoch unter der selbstverständlichen Verpflichtung, die entliehenen Bücher möglichst schonend zu behandeln und rechtzeitig in bestimmter Frist wieder zurückzugeben. Letzteres ist nach den uns gewordenen Mitteilungen nicht eben überall geschehen; vielleicht liegt hier vielfach nur Vergeßlichkeit oder etwas Bequemlichkeit vor; dann tragen diese Zeilen hoffentlich dazu bei, den Beteiligten die Rückgabe der aus der Volksbibliothek entliehenen Bücher in Erinnerung zu bringen, damit mit der regelmäßigen Ausgabe und mit dem Wechsel der Bücher bald wieder begonnen werden kann. § Aplerbeck, 25. Mai. Der pomologische Verein hierselbst, der zu Lebzeiten des Pfarrers Lohoff gegründet wurde und in kurzer Zeit zur höchsten Blüte heranreifte, scheint, so hört man in den Gemeinden sagen, mit seinen hundert und einigen Mitgliedern allmählich wieder einschlafen zu wollen. Doch dem st noch nicht so. Freilich ist augenblicklich keine Rede mehr von Vereins= und Generalversammlungen und von gemeinnützigen Vorträgen aus dem reichen Gebiete der Obstbaumzucht; aber dennoch ist der Verein nicht unthätig geblieben; es ist viel inzwischen geschehn und so statt vieler schöner Worte tüchtiges geleistet., Nicht weniger als ca. 10,000 Wildlinge sind im Muttergarten beim Herrn Baron von Lilien eingepflanzt und werden veredelt; ebenso hat der Herr Lehrer Quast eine nicht unbedeutende Zahl von Bäumchen bereits veredelt, die später, so war vor einiger Zeit noch die Absicht, den Besitzern eines Eigentums im Amte zum Einpflanzen zugestellt werden sollten, damit auf diese Weise die Obstbaumzucht hier verallgemeinert und auf einen bessern Zustand erhoben werden möchten, und wir nicht hinter anderen Gegenden darin zurückzustehen brauchen. Bei der so schönen Aussicht auf eine gute Obsternte ist, wie wir erfahren, unter den Mitgliedern des Vorstandes auch der Gedanke ausgesprochen worden, in diesem Jahre abermals eine allgemeine Obstausstellung für das Amt zu veranstalten. = Aplerbeck, 25. Mai. Eine vortreffliche, segensreich wirkende und darum nicht genug zur Nachahmung zu empfehlende Einrichtung besteht hier in der Wirtschaft des Herrn Konditor Demandt. Die vort verkehrenben Gäste haben das Uebereinkommen unter sich getroffen, bei jedem Spiel, das zur gemütlichen Unterhaltung entriert wird, mindestens den zehnten Teil des Gewinnes in eine der beiden im Lokal angebrachten Büchsen zu werfen entweder zum Besten des Vereins für die Rettung Schiffbrüchiger oder was in letzter Zeit vorgezogen wird, zum Besten unserer Ortsarmen. Auf diese Weise kommt allmählich, ohne daß die Beteiligten es sonderlich merken, ein nett Sümmchen zusammen, womit schon manch gutes Werk hat vollbracht werden können. 3 Aplerbeck, 24. Mai. In der auf heute eingeladenen Versammlung der zur Kommission für die Berufsstatistik gewählten Herren wurde unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers Heren Dir. Sudhaus in erster Linie über die Einteilung in unserer Gemeinde in Reviere sodann über die Wahl der betreffenden zum Amte eines Zählers geeigneten Personen unserer Gemeinde verhandelt. Bezüglich auf Grund eines von dem großer Sorgfalt ausgearbeit meinde beschlossen, die letzter in 25, südlich in 14 Bezirke sichtlichem Umfange zu teile noch aus der letzten Volks Erinnerung stehenden Erfahrt hoffen, berücksichtigt worden treffenden Herren Zähler gin meist wurden für die einzel seßhafte, daher nach allen Se gewählt, denen wo es nötig gegeben wurde. Namentlich Beamte der hiesigen Werke un zu diesem Ehrenamte ausger mission wurde schließlich noc leichterung der Revision ver beschlossen, die sämtlichen 8 Donnerstag in der Pfingstw resp. Belehrung über die ein stattstik einzuladen, und soller “ t r e f f e n d e n H e r r e n d i e F r a g e b o tierung zugesandt werden. * Sölde, 24. Mai. 7 Beiträge für das Kriegerdenk: stigen Verlauf genommen, so mal unsern Ort zieren wird. Offerten entgegenommen und Entwürfen bis zum 15. J Droste hierselbst einzusenden. warten, werden sich zahlreich es dem Komitee gelingen, di * holzwickede, 26. Me welchem ein Sängerwettstre großartiger Weise hier gefeiert Städten Westfalens werden beteiligen. Die Thätigkeit, komitees entwickelt ist, zeigt, den kommenden Sangesbrüde ihres Aufenthalts hier so ange Das Programm ist ein reicht Die Preisrichter sind aus S Vereine am Preissingen b Ruf anerkannter Befähigung schöne Preise und zwei Ane teilung. Der Empfang der mittags ½11 und nachmi ½2 Uhr ist großes Festesse über 200 Personen angem ginnt der Wettgesang in; Witterung einigermaßen gür Besuch zu erwarten. In Kirchhörde fand dortigen Küster auf dem Frau desselben war vor 14 dettes gestorben. herdecke, 20. Mai. 64 Jahre alte Tagelöhner Lebenszeit nicht weniger a zugebracht hat. In Gevelsberg grassie Kindern die Masern in so einzigen Schule 30 Kinder gemeldet waren. Große Aufregung herr Hundebesitzern. Einem Vivielfach von Hunden aufge Blut und tierischen Abfäl nun aber den einfachsten Hunde zu wählen, nämlich auszubessern, legte der G kanntlich ein sehr schnell eine Anzahl Hunde demsel soll schon Anzeige bei der sein. Bielefeld, 23. Mai guten Magen haben, zei die ein hiesiger Metzger Er fand in ihrem Mager Kette. Die Uhr hatte b Schaden genommen, sond aufgezogen war. Einen aus Elberfeld im Jahre 1871 vor Par schlusse zu den Franzosen 1882 in Paris blieb, hat getroffen; er wurde an Kassel abgeliefert und ur 5 Jahren Festung veurte Die Spitzbuben schein Uhrmacherläden abgesehen , ist schon wieder in der A und zwar in Gelsenkirche Wert der gestohlenen Gol 8 bis 9000 Mk. angeg In Hochfeld und in Fülle von Erkrankungen sein, von denen zwei einen haben. Der Sohn eines B zwölfjähriger Knabe, spie Dynamitpatrone. Diesel dem Aermsten die linke genommen werden mußte troge von einem Mitschl Ein Dienstmädchen neue Stelle antreten. sich auch eine große Sp und eine Partie Bücher durch zwei Dienstmänner lassen. Doch trat sie vo weil sie nicht in einer gebildeten Dienstm keinerlei Hindernit urch Erhängen ckreise muß am letzten erden; wenn der Zug ie Reise am folgenden e fortsetzen.— Unsere jesige Gegend passenden srplan in der Beilage ten soll sich dieses Jahr teilige Krankheit zeigen, cknet, was ein Absterben t. Vielleicht veranlaßt ichmänner, eine genauere ren Ergebnis durch die kbar anerkannt würde. m benachbarten Hennen Einliegerhaus d's Herrn der. Die Entstehungsursicht bekannt. Das Gewurde von drei Famiihr Mobilar versichert ersichert haben, und wird den Schaden selbst zu früheren Zeiten übliche n gar nicht mehr beliebt segen gehalten wird, daß jährlicher Prämien den es sichern kann. Es soll n, daß, wo wirkliche Not fen werden soll, wenn verschuldeter ist. der Braven ist es zu größere Ausdehnung erder öffentliche Dank. unsere Mißachtung denen einer so großen Gefahr äßige Zuschauer sich beVergangenen Sonntag esige Landwehrverein in istimmig, am 13. August und Volksfest zu feiern. den Wiesen des Herrn zut werden. Eine dem Wohle unidmete Einrichtung besteht Herr Landrat seiner Zeit zu deren Förderung auch ndlich zu einem jährlichen meinen die Volksbibliothek, entarschule aufgestellt ist und mentgeltlich verwaltet wird. meinde ist es gestattet aus ig und Unterhaltung für sich hne besondere Abgabe dafür der selbstverständlichen VerBücher möglichst schonend in bestimmter Frist wieder nach den uns gewordenen berall geschehen; vielleicht seßlichkeit oder etwas Been diese Zeilen hoffentlich ie Rückgabe der aus der Bücher in Erinnerung zu gelmäßigen Ausgabe und ser bald wieder begonnen Der pomologische Verein des Pfarrers Lohoff geer Zeit zur höchsten Blüte rt man in den Gemeinden t und einigen Mitgliedern en zu wollen. Doch dem ist augenblicklich keine Rede Beneralversammlungen und en aus dem reichen Gebiete ennoch ist der Verein nicht viel inzwischen geschehn und tüchtiges geleistet., Nicht Wildlinge sind im Muttervon Lilien eingepflanzt und sat der Herr Lehrer Quast zahl von Bäumchen bereits ir vor einiger Zeit noch die Eigentums im Amte zum en sollten, damit auf diese ier verallgemeinert und auf oben werden möchten, und egenden darin zurückzustehen Aussicht auf eine gute Obstren, unter den Mitgliedern danke ausgesprochen worden, eine allgemeines Obstausveranstalten. Mai. Eine vortreffliche, sarum nicht genug zur NachEinrichtung besteht hier in Konditor Demandt. Die haben das Uebereinkommen edem Spiel, das zur gemütiert wird, mindestens den les in eine der beiden im mn zu werfen entweder zum die Rettung Schiffbrüchiger orgezogen wird, zum Besten if diese Weise kommt alleiligten es sonderlich merken, immen, womit schon manch t werden können. ai. In der auf heute einder zur Kommission für die herren wurde unter dem Voris Heren Dir. Sudhaus in teilung in unserer Gemeinde e Wahl der betreffenden zum gneten Personen unserer Gemeinde verhandelt. Bezüglich des ersten Punktes wurde seinem Leben ein Ende. Derselbe war im Lernen auf Grund eines von dem Herrn Vorsitzenden mit großer Sorgfalt ausgearbeiteten Planes unserer Gemeinde beschlossen, die letztere nördlich von der Bahn in 25, südlich in 14 Bezirke von mäßigem leicht übersichtlichem Umfange zu teilen, wobei die reichlichen, noch aus der letzten Volkszählung recht lebhaft in Erinnerung stehenden Erfahrungen vorteilhaft wie wir hoffen, berücksichtigt worden sind. Die Wahl der betreffenden Herren Zähler ging ebenso glatt von statten; meist wurden für die einzelnen Bezirke in denselben seßhafte, daher nach allen Seiten hin orientierte Herren gewählt, denen wo es nötig schien, ein Adjunkt beigegeben wurde. Namentlich sind die Herren Lehrer, Beamte der hiesigen Werke und kundige Gewerbetreibende zu diesem Ehrenamte ausgewählt worden. Die Kommission wurde schließlich noch um 4 Herren zur Erleichterung der Revision vermehrt. Außerdem wurde beschlossen, die sämtlichen Zähler(39 an Zahl) auf Donnerstag in der Pfingstwoche zu einer Besprechung resp. Belehrung über die einzelnen Fragen der Berufsstatistik einzuladen, und sollen zu diesem Zwecke den be“ treffenden Herren die Fragebogen schon jetzt zur Orientierung zugesandt werden. Sölde, 24. Mai. Die Sammlung freiwilliger Beiträge für das Kriegerdenkmal haben einen sehr günstigen Verlauf genommen, so daß bald ein schönes Denkmal unsern Ort zieren wird. Es werden auch bereis Offerten entgegenommen und sind solche nebst etwaigen Entwürfen bis zum 15. Juni a. c. an Herrn Lehrer Droste hierselbst einzusenden. Wie nicht anders zu erwarten, werden sich zahlreiche Bewerber melden. Möge es dem Komitee gelingen, die richtige Wahl zu treffen. * holzwickede, 26. Mai. Das Gesangfest, mit welchem ein Sängerwettstreit verbunden ist, wird in großartiger Weise hier gefeiert werden. Aus vielen großen Städten Westfalens werden sich Vereine an demselben beteiligen. Die Thätigkeit, welche seitens des Festkomitees entwickelt ist, zeigt, wie sehr man sich bemüht, den kommenden Sangesbrüdern und Gästen die Stunden ihres Aufenthalts hier so angenehm wie möglich zu machen. Das Programm ist ein reichhaltiges und gut gewähltes. Die Preisrichter sind aus Orten, von wo sich keine Vereine am Preissingen beteiligen und besitzen den Ruf anerkannter Befähigung. Es kommen vier sehr schöne Preise und zwei Anerkennungsdiplome zur Verteilung. Der Empfang der fremden Gäste findet vormittags ½11 und nachmittags ½2 Uhr statt, um ½2 Uhr ist großes Festessen, zu welchem sich bereits über 200 Personen angemeldet haben. Darnach beginnt der Wettgesang in zwei Abteilungen. Ist die Witterung einigermaßen günstig, so steht ein zahlreicher Besuch zu erwarten. In Kirchhörde fand man in vor. Woche den dortigen Küster auf dem Boden erhängt vor. Die Frau desselben war vor 14 Tagen infolge eines Wochendettes gestorben. 20 herdecke, 20. Mai. Vorgestern wurde hier der 64 Jahre alte Tagelöhner H. beerdigt, der von seiner Lebenszeit nicht weniger als 42 Jahre im Zuchthause zugebracht hat. In Gevelsberg grassieren gegenwärtig unter den Kindern die Masern in so hohem Grade, daß in einer einzigen Schule 30 Kinder als an deuselben erkrankt gemeldet waren. Große Aufregung herrscht in Menden unter den Hundebesitzern. Einem Viehhändler wurde der Garten vielfach von Hunden aufgewühlt, da er denselben mit Blut und tierischen Abfällen gedüngt hatte. Anstatt nun aber den einfachsten Weg zur Fernhaltung der Hunde zu wählen, nämlich den schadhaften Gartenzaun auszubessern, legte der Gartenbesitzer Strychnin, be kanntlich ein sehr schnell tötendes Gift. Bereits ist eine Anzahl Hunde demselben zum Opfer gefallen und 4 soll schon Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gemacht sein. Bielefeld, 23. Mai Daß die Kühe einen guten Magen haben, zeigte sich an einer Mastkuh, die ein hiesiger Metzger in Hannover gekauft hatte. Er fand in ihrem Magen eine gute Cylinderuhr mit Kette. Die Uhr hatte bei dieser Wanderung keinen Schaden genommen, sondern ging weiter, sobald sie aufgezogen war. Einen aus Elberfeld gebürtigen Soldaten, der im Jahre 1871 vor Paris nach erfolgtem Friedenszurückgeblieben, aus welchem Grunde er von den Eltern Vorwürfe erhalten hatte. Bald darauf führte der Knabe die unglückselige That aus. — Die Stadt hat aus dem Verkauf fiskalischer Grundstücke am 15. Mai 743,000 Mk gelöst. D.r erste Verkauf brachte 1,168,000 Mk. ein, bis jetzt also in Summa 1,911,000 Mk. — Herr August Hönig in Köln, Fabrikant von Feuerlöschgerätschaften, hatte die hygieinische Ausstellung in Berlin mit einer vier Waggonladungen umfassenden und zu 20,000 Mk. versicherten Sammlung seiner Fabrikate beschickt und ist demselben alles verbrannt Als Andenken hat er von seiner Kollektion nur ein halb geschmolzenes und dadurch eigenartig gestaltetes „Mundstück“ von einer Zubringerspitze zurückerhalten, welches ihm auf einer weißen Marmorplatte befestigt, als Briefbeschwerer zugesendet wurde. Crottorf(Rheinprovinz), 20. Mai. Bei der gestern hier in den Fürstlich Haßfelotschen Forsten abgehaltenen Treibjagd auf Wildschweine wurden in einem Treiben 6 Stück erlegt. Der Herr Revierförster Lüke schoß auf einem Stande in Zeit einiger Minuten 4 Schweine mit je einem Schuß, während dessen Kollege Herr Schmidt mit 2 Schüssen ebenfalls 2 Schweine erlegte. schlusse zu den Franzosen desertierte und bis Anfang 1882 in Paris blieb, hat jetzt noch die gerechte Strafe getroffen; er wurde an das Generalkommando in Kassel abgeliefert und unlängst vom Kriegsgericht zu 5 Jahren Festung veurteilt. Die Spitzbuben scheinen es jetzt besonders auf die Uhrmacherläden abgesehen zu haben, denn ein ist schon wieder in der Nacht vom 16. zum 17. Mai, und zwar in Gelsenkirchen, ausgeräumt worden.“ Der Wert der gestohlenen Golo= und Silbersachen wird auf 8 bis 9000 Mk. angegeben. In Hochfeld und in Quisburg sollen bereits 12 Fülle von Erkrankungen an den Blattern konstatiert sein, von denen zwei einen tödlichen Ausgang genommen haben. Der Sohn eines Bergmanns in Bochold, ein zwölfjähriger Knabe, spielte vor einiger Zeit mit einer Dynamitpatrone. Dieselbe explodierte und verletzte dem Aermsten die linke Hand, sodaß drei Finger abgenommen werden mußten. Der Knabe will die Patrone von einem Mitschüler erhalten haben. Ein Dienstmädchen in Düsseldorf sollte eine neue Stelle antreten. Ihre Sachen, unter welchen sich auch eine große Spieldose, mehrere Blumentöpfe und eine Partie Bücher befanden, hatte sie bereits durch zwei Dienstmänner an Ort und Stelle bringen lassen. Doch trat sie von ihrer neuen Stellung zurück, weil sie nicht in einer Dachkammer schlafen wollte. Der gebildeten Dienstmagd wurde seitens der st keinerlei Hindernis in den Weg gelegt. h Erhängen machte ein Schüler in Köln Verwischtes. * Auf einer Kohlengrube bei Zwickau ist der Spiritismus oder die Klopfgeisterei zum Ausbruch gekommen. Zwei Brüder, sonst die ordentlichsten Leute, die davon befallen waren, begaben sich zum Ortsgeistlichen und bekamen dort das Geisterklopfen, wobei verschiedenes Hausgerät des Pfarrers in die Brüche ging. Der Pfarrer hatte so wenig Vertändnis für die höhere Sendung dieser an gehenden Propheten, daß er die Polizei holen ließ, die bekanntlich nach solchen Dingen erst recht nichts fragt. * Die französischen Weinfälscher sind augenblicklich ungeheuer vergaügt. Es ist nämlich ein neues Ma terial für die Fabrikation von„Kunstwein“ gefunden worden, das tedeutend billiger ist, als große und leine Rosinen, Feigen, verfaulte Aepfel, Kartoff ln, rote Rüben, getrocknete Pflaumen und was sonst noch zur Herstellung der„feinen französischen Weine" bis her benutzt wurde. Die Pariser botanische Gesellschaft hat sich das Verdienst erworben, auf diese Substanz im Interesse der„französischen Weinkultur“ aufmerksam gemacht zu haben, und es wurden auch schon 250,000 Ballen des neuen Materials eingeführ Dieses Material besteht aus den Blütenblättern des in Indien wachsenden Cassiabaumes, die auf eigen tämliche Weise getrochnet, mit Wasser und Zuckinen„vorzüglichen Wein“ geben sollen. * Aus Würtemberg wird geschrieben: Ein geübter Schütze war bei einem Treibjagen. Auf dem ihm angewiesenen Stand hatte er schon einige Hasen geschossen. Da sah er an einem Rain einen Hasen herauflommen, legte auf ihn an, aber der Schuß versagte; es versagte auch der zweite Schuß. Doch was sah er nun zu seinem Schrecken? Zwei kleine Kinder warens, die kamen auf Händen und Füßen den Rain herauf; der Schütze hatte also auf 50—60 Stritt auf ihren Kopf gezielt Er verließ, ohne mit jemandem zu reden, die Jagd, dankte seinem Schöpfer für die ihm bewiesene Gnade, und auf längere Zeit verging ihm das Jagen. Ein Mann aus Hollerdau in Bayern wendete sich kürzlich an einen Trunksuchtsheil=Naturarzt, um von giesem ein Mittel zu erhalten. Letzerer bedeutete ihm in einem Briefe, er müsse zunächst 5 M. einschicken, oann würde ihm das Mittel mitgeteilt. Der Mann schickte dann auch die 5 M und nach wenigen Tagen erhält er einen zweiten Brief, der auch wirklich das Radikalmittel enthielt, welches also lautete:„Trink Wasser, dann wirst Du nie betrunken.“ * In einem Gebirgsorte bei Brescia sind die Blattern ausgebrochen und der Ortsarzt hatte das Unglück, daß ein Kind, welches er behandelt hatte, bald nachher starb. Es entstand jetzt ein Geredunter den Leuten, daß er das Kind vergiftet habe, um die Zahl der Kranken zu vermindern. Die Bauern rotteten sich daraufhin zusammen und prügelten den Doktor durch, welcher sich mit genauer Not in diStadt retten konnte. Es traut sich jetzt kein anderer Arzt in jenen Ort, und die Leute müssen sehen, wie sie mit der Epidemie fertig werden. Gottesdienste. Größere evangelische Kirche. I. hl. Pfingsttag: Sonntag, den 28. Mai 1882. Frühpr. 8 Uhr: Past. Heinenberg. Hauptpred. ½10 Uhr: Past. Graeve. Nachm. 2 Uhr: Past. Heinenberg. II. hI. Pfinzsttag: Montag, den 29. Mai 1882. Hauptpred. ½10 Uhr: Past. Heinenberg. Nachm. 2 Uhr: Past. Graeve. Amtswoche: Past. Graeve. Kleinere evang. Kirche: Past. Nuepmann. Ev. Kirche zu Aplerbeck. I. hl. Pfingsttag: Sonntag, den 28. Mai. Frühpr. ½9 Uhr: Past. Meinberg. Hauptpr. ½11 Uhr: Past. Kipper. II. hl. Pfingsttag: Montag, den 29. Mai. Frühpr. ½9 Uhr: Past. Kipper. Hauptpr. ½11 Uhr: Past. Meinberg Zur Hennener Kirmes. Am 1. und 2 Pfingsttage finden bei mir Musik- und Gesangvorträge statt, wozu freundlichst einladet 9. Albrecht. 1. 2. Sitzung des Schöffengerichts. Schwerte, den 16. Mai 1882. In der heutigen öffentlichen Schöffengerichtssitzung des *'“ Königlichen Amtsgerichts, in welcher die Kaufleute F. Theile solchersen. von der Elsebrücke und Davidis von Westhofen als Schöffen mitwirkten, wurden folgende Personen bestraft: 1. Der Tagelöhner C. R. von hier, weil derselbe sich binnen der ihm von der Polizeibehörde gestellten Frist kein Unterkommen beschafft hatte, mit 1 Woche Haft. 2. a. Die Dienstmagd E. B., d. die S. S., c. die Lina B., alle von Syburg, wegen gemeinsam verübten Forstdiebstahls mit je 2,50 Mk. Geldstrafe event. 1 Tag Gefängnis, 50 Pfg. Wertersatz und 1 Mk. Geldbuße event. 1 Gefängnis als Zusatzstrafe. 3. a. Die S. T., b. der Tagelöhner H. T., und der Steinhauer W. S., alle vom Buchholz, ebenfalls wegen Forstdiebstahls mit je 1,50 Mk. Geldstrafe event. 1 Tag Gefängnis, 30 Pfg Wertersatz und 1 Mk. Gelobuße event Tag Gefängnis als Zusatzstrafe. 4. Die Ehefrau F. I. hierselbst wegen Gewerbesteuer=Kontravention mit 24 Mk. Geldbuße. 5. Die Ehefrau Bergmann Ch. R., Auguste geb. Goosmann, vom Höchsten, Amt Barop, mit 2 Tagen Gefängnis. Die Angeklagte hat am 16. Febr. d. J. aus dem Laden des Metzgermeisters H. Lennings hier eine Quantität Fleisch(cirka 2 Pfund) entwendet. 6. Der Tagelöhner A. K. hier mit 10 Tagen Gefängnis. Diesem Angeklagten war zur Last gelegt in der Nacht vom 31. Dez. 1881 au den 1. Jan. 1882 den Fabrikarb. F. Krutmann hier mittels eines gefährlichen Werkzeuges vorsätzlich körperlich mißhandelt zu haben. 7. Der Fabrikarb. W. M. aus Westhofen wegen Hausfriedensbruch mit 1 Woche Gefängnis, 8. Die Wwe. Tagelöhner H. K., Sophie geb. Selve hierselbst, welche angeklagt war, im Herbst vorigen Jahres ein der Frau Fabrikarb. A. Schäfer gehöriges Bettuch, welches einen Wert von 2,50 Mk hatte, in der Absicht rechtswidriger Zueignung weggenommen zu haben, mit 8 Tagen Gefängnis. Oeffentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, Samstag, den 27. ds. Mts., abends 6 Uhr. Tagesordnung: I. Antrag der Wasserleitungskom mission auf Eatbindung von dem derselben erteilten Auftrage. 2. Antrag auf Erbreiterung des Weges am Eisenbahngrundstück am Holzenerwege. 3. Baugesuch des F. Solinus hier. 4. Antrag des Polizeidieners Witte auf Bewilligung einer Entschädigung fürs Einziehen der Gasund Wassergelder. 5. Mitteilung einer zu erlassenden Polizeiverordnung. 6 Antrag auf Erlaß rückständiger Schulgelder. 7. Antrag der Lehrer Herren Schulte, Rath, Küper und Syrée auf Vergütung für erteilten Mehrunterricht. 8. Antrag auf Niederschlagung rückständiger Kommunalsteuern. 9. Mitteilung des Protokolls über Revision der städt. Kassen pro IV. Quartal 1881/82. 10. Antrag auf Niederschlagung rückständiger Hundesteuern. 11. Dergl. verschiedener in Abgang kommender Kommunalsteuern. 12. Antrag auf Verbesserung der städt. Bleiche am Ostenthor. Schwerte, 25. Mai 1882. Der Stadtverordnetenvorsteher: Carl Haver. Bekanntmachung. Dienstag, den 30. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, oll in dem Lokale des Wirts Herrn Flunkert zu Eichholz das Abteufen und Ausmauern eines Brunnens uf dem neuen Schulplatz zu Eich solz öffentlich, mindestfordernd verungen werden. Kautionsfähige Unternehmer werden hiermit eineladen. Lichtendorf, 25. Mai 1882. Im Auftrage des Schulvorstandes: Fr. Dieckerhoff. Bekanntmachung. Samstag, 3. Juni er., nachmittags 5 Uhr, oll beim Wirt Diedr. Brinknann zu Ergste Verpachtung. Nachstehend. Ländereien, der 2. Pfarrstelle angehörend, als: Flur IX. Nr. 365, auf der Deitmeke, groß 3 Mrg. 140.50, „ IV.„ 340, an der Linde,„ 3 Mrg. 71, sollen am Mittwoch, den 31. Mai, nachmittags 6 Uhr, in der Wirtschaft zur Helle, öffentlich, meistbietend auf mehrere Jahre zur Verpachtung ausgesetzt werden. Hlohenschwert. Geschäfts=Eröffnung. Mit dem heutigen Tage eröffnete auf dem Eichholz ein Kolonialwaren=Geschäft und empfehle ich solches dem verehrl. Publikum unter Zusicherung reell: uno billiger Bedienung. Eichholz, den 15. Mai 1882. Ed. Kühl. Die beste Stahlfeder ist: K K Jeder Versuch wird diese Empfehlung rechtfertigen, dieselbe ist ächt zu haben in der Buch= und Schreibwaren=Handlung von Carl Braus in Schwerte. Erhotungshaussu Meannern Ert Dem dringenden Bedürfnisse unserer Zeit entsprechend ist es den Unterzeichneten durch Gottes Gnade und durch thatkräftige Beihilfe wohlthätiger Menschenfreunde gelungen, ein Erhoungsha us für Männer einzurichten, welches in der so heilsamen und erfrischenden Luft Godesbergs mit seinen Rheinbädern und Stahlquellen Erholungsbedürftigen dienen soll. Diese Anstalt ist mit Gottes Hilfe am 15. Mai d. J. eröffnet worden. Solche Männer, deren Mittel nicht hinreichen, sich die ihnen nötige Ausspannung und Frische auf andere Weise zu verschaffen, können gegen einen Beitrag zu den Kosten von täglich nur 2 Mark, wofür ihnen Wohnung und kräftige aber einfache Kost geboten wird, Aufnahme finden, und werden freundlichst eingeladen, sich bei dem Vorsitzenden des Vorstandes schriftlich zu melden. Godesberg, den 15. April 1882. Der vorstand: J. Rüter, Schuldirektor a. D. J. Axenfeld, ev. Pfr. Vorsitzender. Schriftführer. Reiffen, Hauptlehrer a. D. Kassierer. R. Engelbert, Direktor der Diakonenanstalt in Duisburg. Im Grünenthal werden am 2. Pfingsttage mehrere Hühner ausgeschossen. Carl Herkelmann. Am 2. Pfingsttage bei Carl Dittmar. Eine große Metzgermulde gefunden worden. Der Eigentümer kann selbige bei mir wieder in Empfang nehmen. Schreiner Friedr. Humme. Carl Stratmann aus Ardey bei Fröndenberg wiro hierdurch aufgefordert, bis spätestens 1. Juni er. seine Sachen bei mir abzuholen, widrigenfalls ich dieselben als mein Eigentum betrachte. Schwerte, 22. Mai 1882 B. Kröger. Nützliches Geschenk für hausfrauen u. junge Mädchen. Um Zahlung der bei mir zu entrichtenden Gartenpachtgelder wird bis zum 15. Juni de. Is. die Anfuhr von 30 Schachl- ersucht, da sonst gerichtliche Beitreiruten Ruhrkies zur Instandsetzung der Gemeindewege an den Mindestfordernden verdungen werden. Ergste, 25. Mai 1882. Brunnenberg, Gemeindevorsteher. bung erfolgt. Hlohenschwert. Universal-MetallPutz=Pomade, à Dose 12 Pfg., empfiehlt Carl Braus. Davidbis Dieses treffliche Kochbuch beherrscht ausschließlich die Küche in ganz Nord= und Mitteldeutschland bezw. Rhein und Elbe und dringt seiner Vorzüglichkeit und Zuverlässigkeit wegen immer weiter nach Osten und Süden vor. Die Sparsamkeit und Genauigkeit seiner Angaben haben es Anfängerinnen u. jungen Hausfrauen zur stets bereiten Helferin gemacht. Treffliches Braut, Hochzeits= und Geburtstagsgeschenk. 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Mai 1882. Dr. jur. Lohmann, Rechtsanwalt. Verlag von J. Bädeker in Iserlohn, in allen Buchhandlungen, in Schwerte bei Carl Braus, vorrätig: Nuhr und Lenne. Führer durch das südliche Westfalen von Dr. Gustav Natorp. Dritte umgearbeitete Auflage. Mit 30 Ansichten und Spezialkarte. Eleg. in grün Leinen geb. M. 6. „Hamburger Reform“: Wer sich mit den Eigentümlichkeiten des malerischen und romantischen Südens von Westfalen bekannt machen will, mit der Natur, den Erzeugnissen und unterirdischen Schätzen des Bodens, mit der Geschichte, mit Charakter, Sitte, Sprache seiner ächt deutschen, leiblich und geistig tüchtigen Bewohner, die von Alters her bis auf unsere Tage stets das Herz auf dem rechten Flecke hatten, der kann nichts besseres thun, als dies Buch „Westsälische Zeitung“: Hier wied dem Reisenden wie dem Freunde vaterländischer Geschichte etwas wirklich Töchtiges und zugleich sehr Anziehendes geboten: eine umfassende Darstellung des gewerbreichen Westfalens. Der Astenberg. 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S. 2 M. Zwanzigfranesstücke Sovereigns.... Fünffranes=Stücke M. 16,15 G. „ 20,30 G. 4000 S Die Auswanderung u Nach dem Bericht der New=Vork über die Einw 1850 ist festgestellt, daß allei Einwanderer in den letzten von welchen 2,337,737 1 samteinwanderung in Newwanderschiffe gehen) betrug die Zahl von 2,027,826 789,818 Deutsche. In der die Einwanderung auf 1,7. 694,578 Deutsche. In der sie weiter auf 1,561,016, In den Jahren 1880 un deutend gestiegen und betrug 327,371 Personen, darun im Jahre 1881 sogar 45 198,938 Deutsche. Im Drittel sämtlicher Personen wandern, unserm Volke ar immer noch nach den erste Amerika ihr Fortkommen, darf aber niemand hoffen. im Lande und nähre Dich auch in Deutschland sein Es fragt sich, ob es nicht land selbst unseren Leuten ist darum noch an der Zei merksam zu machen. Es scheinlich mehrere Millione# land leben. Es ist aber mehr thue zur Urbarmach Trockenlegen der Sümpfe fruchtbarem Boden an d Holland ein so ermutige man Millionen aufwendet können auch die Mittel ni turarbeiten, welche die E Volksreichtum vermehren: kindern, die gern bei uns des Abschiedes ersparen. großer Teil des unter den zu bedeutend höheren Ertra Es gilt dieses namentlich Hier kann nur geholfen w zucht, die Viehzucht hängt also in den mageren S# Wiesen vorzugsweise ins Ackerbau ein erheblich ein Charles Darwin u Am 19. April d. I. Down bei Bromley in größesten Naturforscher Zeiten Charles Darwin Jahren und geistig frisch an sein Ende. Seine n gann erst im letzten Drit zu werden, als 1859 sein der Arten erschien.“ Es gedanke seiner Forschunge Arten von lebenden West haben, die Konsequenz is das Ergebnis einer solch also auch der Affe als di geschlechts gelten könne, väter in noch viel tieferer habe. Es ist auch bekan lehrte die Darwinschen Darwinismus, eines mi Gelehrten geschmückten haben, welcher in heuti gefährlichste Opposition und für einen großen Tei abgiebt, welche für die verstorbene Charles Dar gewesen, er hat z. B. stets als eine Wohlthat und dieses wie andere B liebe stets unterstützt. 2 der verstorbene große N reihe hineingekommen ist Gott nicht führen konnt schien, aber dafür wolle er uns arme schwache A bist Erde und sollst zur und auf die übrigen Kre hingewiesen hat. Denn der Schöpfung, daß wi sungstage geworden sind. f. Und Gott sprach: Di Tiere, ein jegliches nach und Tiere auf Erden, Und es geschah also. auf Erden, ein jegliches nach seiner Art und all seiner Art. Und Gott Gott sprach: Lasset un das uns gleich sei. Al Tieren des Feldes ist haben keine Ursache stol forscher, der die lebend lichen Seite betrachtet, Evenbildlichkeit nicht fin Wunder nehmen, lich an dem Geiste d bedeutet das ebenso Evenbil Poed keln, Mädchen Umbau auszuverherabgesetzt. 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K„„ fors Horlmanrer Krrirrkallts. unsesbendnn Die Auswanderung und die Landeskultur. Nach dem Bericht der deutschen Gesellschaft in New=Vork über die Einwanderung seit dem Jahre 1850 ist festgestellt, daß allein in dieser Stadt 6,101,236 Einwanderer in den letzten 31 Jahren eingelassen sind, von welchen 2,337,737 Deutsche waren. Die Gesamteinwanderung in New=Vork(wohin fast alle Auswanderschiffe gehen) betrug in dem Jahre 1850—59 die Zahl von 2,027,826 Menschen, unter ihnen 789,818 Deutsche. In den Jahren 1860—1869 sank die Einwanderung auf 1,729,332 Menschen, darunter 694,578 Deutsche. In den Jahren 1870—1879 sank sie weiter auf 1,561,016, darunter 559,144 Deutsche, In den Jahren 1880 und 1881 ist sie wieder bedeutend gestiegen und betrug sie im Jahre 1880 bereits 327,371 Personen, darunter 104,264 Deutsche und im Jahre 1881 sogar 455,681 Personen, darunter 198,938 Deutsche. Im Durchschnitt gehört also ein Drittel sämtlicher Personen, die über New=Vork einwandern, unserm Volke an. Fleißige Arbeiter finden immer noch nach den ersten Mühen des Anfangs in Amerika ihr Fortkommen, auf einen mühelosen Erwerb darf aber niemand hoffen. Das Schriftwort: Bleibe im Lande und nähre Dich redlich, Ps. 37, 3, hat also auch in Deutschland seine Gültigkeit nicht verloren. Es fragt sich, ob es nicht auch noch angeht, in Deutschland selbst unseren Leuten mehr Arbeit zu bieten. Es ist darum noch an der Zeit, auf die Landeskultur aufmerksam zu machen. Es können immer noch, wahrscheinlich mehrere Millionen Menschen, auch in Deutschland leben. Es ist aber nötig, daß der Staat etwas mehr thue zur Urbarmachung von Wüsteneien, zum Trockenlegen der Sümpfe und zur Gewinnung von fruchtbarem Boden an der Meeresküste, worin uns Holland ein so ermutigendes Vorbild giebt. Wenn man Millionen aufwendet zu Monumentalbauten, so können auch die Mittel nicht fehlen zu größeren Kulturarbeiten, welche die Größe des Landes und seinen Volksreichtum vermehren und zugleich unseren Landeskindern, die gern bei uns bleiben wollen, den Schmerz des Abschiedes ersparen. Dann kann auch noch ein großer Teil des unter dem Pfluge befindlichen Bodens zu bedeutend höheren Ertragsfähigkeiten gebracht werden. Es gilt dieses namentlich von dem mageren Sandboden. Hier kann nur geholfen werden durch Hebung der Viehzucht, die Viehzucht hängt ab vom Graswuchs. Wenn also in den mageren Sandgegenden die Anlage von Wiesen vorzugsweise ins Auge gefaßt wird, wird der Ackerbau ein erheblich einträglicher werden. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. nen anderen, der rühmte, er habe mit dem Fernrohre den Weltenraum durchmessen, aber Gott nicht gefunden. Wir können ganz ruhig sein. Wenn die Menschen in ihrer hochmütigen Selbstverstümmelung(denn das ist der Materialismus) erst einmal gründlich unter das Vieh geraten sind, werden sie wie der verlorene Sohn im Gleichnis sich auch gern wieder dessen erinnern, wer sie über das Vieh erhebt und dann werden sie auch des göttlichen Ebenbilds wieder gedenken. In wieweit der Grundgedanke Darwins von der Verwandelung der Arten richtig ist, wird die Forschung der nächsten Jahrzehnte jedenfalls feststellen. Die Menschen sind so kritisch geartet, daß sie die Autorität eines Gelehrten, selbst von der Bedeutung eines Darwin nicht so gar lange stehen lassen. Daß Einiges an der Lehre Darwins richtig ist, bezeugt schon die tägliche Erfahrung, z. B. der Blick auf unsere Haustiere, die ja alle einen Veredelungsprozeß durchgemacht haben, bis sie wurden, was sie jetzt sind, ebenso ist es mit den Früchten, z. B. dem Obst. Geldsorten. anesstücke... M. 16,15 G. „ 90 80 G =Stüche..... 4.900 Charles Darwin und der Darwinismus. Am 19. April d. I. starb auf seinem Landgute Down bei Bromley in Kent(England) einer der größesten Naturforscher oder Naturphilosophen aller Zeiten Charles Darwin in dem hohen Alter von 73 Jahren und geistig frisch wie wissenschaftlich thätig bis an sein Ende. Seine wissenschaftliche Bedeutung begann erst im letzten Drittel seines Lebens offenkundig zu werden, als 1859 sein berühmtes Buch:„Ursprung der Arten erschien.“ Es ist ja bekannt, daß der Grundgedanke seiner Forschungen war, wie die verschiedenen Arten von lebenden Wesen sich auseinander entwickelt haben, die Konsequenz ist, daß der Mensch ebenfalls das Ergebnis einer solchen Entwickelung sei, demnach also auch der Affe als der Stammvater des Menscheugeschlechts gelten könne, welches seine weiteren Vorväter in noch viel tieferen Arten der Tierwelt zu suchen habe. Es ist auch bekannt, wie glaubensfeindliche Gelehrte die Darwinschen Sätze zu dem sogenannten Darwinismus, eines mit dem Namen des berühmten Gelehrten geschmückten Materialismus, ausgebildet haben, welcher in heutiger Zeit als die heftigste und gefährlichste Opposition gegen den Christenglauben gilt und für einen großen Teil der Federn die geistige Dinte abgiebt, welche für die Oeffentlichkeit schreiben. Der verstorbene Charles Darwin ist nicht von dieser Art gewesen, er hat z. B. das Werk der Heidenmission stets als eine Wohlthat für die Menschheit verteidigt und dieses wie andere Werke der christlichen NächstenUiebe stets unterstützt. Wir wollen es bedauern, daß der verstorbene große Naturforscher in eine Gedankenreihe hineingekommen ist, welche ihn zum lebendigen Gott nicht führen konnte, ja denselben auszuschließen schien, aber dafür wollen wir ihm dankbar sein, daß er uns arme schwache Menschen an das Wort:„Du bist Erde und sollst zur Erde werden" kräftig erinnert und auf die übrigen Kreaturen, als unsere Verwandte, hingewiesen hat. Denn so sagt ja auch der Bericht der Schöpfung, daß wir mit ihnen an einem Schöpfungstage geworden sind. Es heißt 1 Mos. 1, 24 u. f. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art, Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art und das Vieh nach seiner Art und allerlei Gewürm auf Erden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei. Also die Verwandtschaft mit den Tieren des Feldes ist offenbar vorhanden und wir haben keine Ursache stolz zu sein. Wenn ein Naturforscher, der die lebenden Wesen blos von ihrer leiblichen Seite betrachtet, den Geist und die göttliche Evenbildlichkeit nicht findet, so kann uns das nicht so sehr Wunder nehmen, irren doch Viele ebenso, die lediglich an dem Geiste des Menschen zu arbeiten haben. ### bedeutet das ebenso wenig als der Ausspruch eines Tierquälerei. Der Apostel Paulus spricht sinnig und schön von dem Seufzen der Kreatur, welche sich nach der Freiheit der Kinder Gottes sehne und schon das alte Testament sagt, daß sich der Gerechte seines Viehs erbarmt. Demgemäß verurteilt die öffentliche Meinung die Tierquälerei, es fehlt auch nicht an Polizeiverordnungen, welche diesem öffentlichen Urteile Rechnung tragen. Diese Frage beschäftigte auch den deutschen Reichstag in seiner Sitzung vom 23. Januar bei Besprechung der sog. Vivisektion, das heißt den Versuchen, die an wissenschaftlichen, namentlich medizinischen Lehranstalten mit lebendigen Tieren gemacht werden und das öffentliche Urteil schon längst herausgefordert haben. Als der Herr v. Minnigerode gegen die dabei vorkommenden Grausamkeiten das Wort nahm, erhob sich auf der Journalistentribüne ein herausforderndes Lachen, ein Zeichen von der Frechheit des Gesindels, welches viele Zeitungen bedient, sodaß der Präsident mit der Räumung der Tribüne drohen mußte, falls solche Verletzungen des Hausrechts sich wiederholen sollten. Der Herr Professor Virchow nannte die Berichte über die Experimente an lebendigen Tieren übertrieben, er meinte, daß man der Trichinosis, dem Milzbrand, Perlsucht nicht näher treten könne, ohne Versuche an lebendigen Tieren. Er war jedoch nicht imstande, die Worte des Abgeordneten von Kleist=Retzow zu entkräften, der etwa folgendes äußerte: Die Mitteilungen der Gegner der Vivisektion seien derartig, daß man ein Herz von Stein haben müsse, wenn man die Sache nicht ernsthaft behandeln wolle und daß es erstaunlich sei, daß der erste Redner mit einem Hohngelächter von links empfangen wurde, als ob die übrige Menschheit nichts mehr zu sagen habe, wenn die Herren Professoren gesprochen hätten. Die Herren von links sagen, ohne die Vivisektion gehe es nicht, dagegen zeugte aber schon ein Werk eines Wiener Professors, Dr. Hirzel, der die Art und Weise schildert, in der dort verfahren wird. Er habe allen Respekt vor den Größen der Wissenschaft, aber deshalb habe der Reichstag doch das Recht und die Pflicht, die Frage zu prüfen. Der Mensch stehe doch über dem Arzte. Die Herren von der Wissenschaft sehen einseitig und vergessen ihre menschliche Pflicht, die Tiere zu schonen. Der Gebrauch des Tieres sei zwar zu unserem Dienst gestattet, aber doch nur menschlich und nicht unmenschlich. Darum sei es gerechtfertigt, immer wieder die Frage anzuregen, wie weit ist dieser Gebrauch zulässig. England habe bereits darüber ein Gesetz erlassen und wenn auch die englischen Aerzte im letzten Sommer beim ärztlichen Kongreß in London gesagt habe, das Gesetz müsse geändert werden, so sei das doch nur die Meinung der Aerzte und nicht des gesamten Volkes und namentlich nicht der englischen Gesetzgeber. So gut es anderswo angegangen sei, diese Frage gesetzlich zu regeln, müsse es auch bei uns gehen. Wir freuen uns solcher Zeugnisse und zweifeln nicht daran, daß sie dazu dienen werden, der Tierquälerei in den Lehranstalten zu steuern und eine Erledigung dieser Frage vorzubereiten, welche sowohl dem Interesse der Wissenschaft zum Dienste der Menschheit und aller Kreatur als auch dem Gebote der Menschlichkeit bei wissenschaftlichen Versuchen an den Tieren gerecht wird. kaner Vanderbilt, der bei seinem Tode außer Eisenbahn= werten, welche von Jahr zu Jahr steigende Erträge versprachen, so die Kleinigkeit von 200 bis 240 Millionen Reichsmark hinterließ, war von Anfang an seinem jüngsten Sohne Cornelius wenig gewogen Der junge Mann hatte für ihn zu wenig Geschäftstalent. Von Körper zart und schwächlich, von Gemüt weich, zu zärtlicher Freundschaft und dem innigen Verkehr mit geistig bedeutenden Menschen geneigt, galt dieser jüngste Sprößling von Jugend auf ein räudiges Schaf in der Familie. Seine höhere geistige Veranlagung, die ihn mit Widerwillen gegen die brutale Geldmacherei seines Vaters und älteren Bruders erfüllte, war wiederum in deren Augen eine unauslöschliche Sünde. Die Folge war Verdrängung aus der Familie und zur Strafe dafür eine Art Enterbung. Daß aber in dem jungen Manne ein tüchtiger Kern von Geist und Gemüt steckte, dafür liegt der sicherste Beweis in der aufopfernden Freundschaft, die der bekannte Journalist Horace Greeley für ihn empfand und bethätigte. Eines Tages indossierte Greeley dem in größter Not steckenden jungen Vanderbilt einen Wechsel von 50,000 Dollars, natürlich in der Voraussetzung, daß der Alte sich nicht lumpen lassen würde. Was geschah aber? Der Alte zahlte nicht und Greeley mußte für den Betrag aufkommen. Als das geschah, besaß der Alte schon mindestens 20 Millionen Dollars, vielleicht das Doppelte. Greeley verarmte; doch der alte Vanderbilt zahlte keinen blutigen Heller. Als er starb, hinterließ er seinem ältesten Sohne, dem jetzigen„Eisenbahn=Kaiser", die ganzen zusammengescharrten Millionen, dem jüngsten aber nur den brockenweise nach dem Gutdunken des ältesten auszuzahlenden Zinsertrag eines Kapitals von 200,000 Dollars Die ersten 60,000 Dollars aber, die Kornelius von dem ihm zugefallenen Gelde zusammenbringen konnte, verwendete er dazu, um den Töchtern des inzwischen gestorbenen Greeley Kapital und Zins auf Zins seiner Schuld abzuzahlen. Kornelius I. Vanderbilt litt an Fallsucht, sein Nervensystem war seit langem tief erschüttert, und in einem Anfall tiefsten Trübsinns jagte er sich die Kugel durch den Kopf. * In Paris hatte ein 21jähriger Bursche mit Hülfe seiner Geliebten eine greise Witwe erdrosselt und beraubt. Als nach den Verhandlungen der Prasident an Bistor die Frage richtete, ob er noch etwas zu seiner Verteidigung zu sagen habe, antwortete dieser schluchzend:„Ich bitte Gott, mein Opfer, meine arme Mutter und die menschliche Gesellschaft um Verzeihung.“ Man führt ihn nun in seine Zelle, während sich die Geschworenen zur Beratung zurückziehen. Ihr Urteil lautete für Bistor: Schuldig ohne mildernde Umstände. Die Geliebte wird indessen nur der Teilnahme an der Beraubung für mitschuldig erkannt. Der Präsident befiehlt nun den Angeklagten hereinzuführen. Die Gendarmen müssen ihn auf die Anklagebank tragen, weil er einer Ohnmacht nahe ist. Bei den Worten, mit denen der Gerichtshof die Todesstrafe ausspricht, sinkt Bistor ohnmächtig hin. Seine Geliebte, ein 17jähriges Mädchen, welches ihm im Gefängnis ein Kinnd geboren, wirft sich über ihn, umklammere seinen Hals und schreit:„Verurteilt ihn nicht zum Tode, er soll nicht sterben, er ist unschuldig, ich habe den Mord allein begangen.“ Mit Gewalt mußte man sie von dem Körper des ohnmächtig Gewordenen, welchen die Gendarmen hinaustrugen, losreißen. Sie selbst wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.„Gebt mir zehn Jahre, damit ich nach Caledonien gehen kann,“ heulte sie. Die Szene hatte auf die Geschworenen einen so tiefen Eindruck gemacht, daß sie sich sofort vereinten, um ein gemeinschaftliches Gnadengesuch an den Präsidenten der Republik zu richten. * Daß jemand seinen ärgsten Feind ins Haus aufnimmt, dürfte zu den seltenen Vorkommnissen gehören und doch ist es neuerdings in Amsterdam geschehen, wo die Gasanstalt elektrisch beleuchtet wird. glücksfälle vermieden werden u. s. w. So teilt ein Schiff bei Boje 42 mit, daß es in Gefahr schwebt, z. B. ein Leck hat. Ein anderes Schiff, daß an diesem Tage Boje 40 oder 41 passiert, wird vom Zentralposten, davon avertiert und eilt, dem ersteren Hüfe zu bringen u. s. w. Standesamt Schwerte vom 1. bis 30. April 1882. Geburten: Ein Sohn: Fabrikarbeiter Heinrich Laubach.— Fabrikarbeiter August Gerdes.— Schäfereibe: sitzer Heinrich Möller.— Fabriker Lambert Liesenhoff.— Schreiner Wilhelm Heimann.— Fabrikarbeiter Friedrich Vieler.— Fabrikarbeiter Josef Fritz.— Maurer Wilhelm Bilz.— Handelsmann Georg Topp.— Stations=Diätar Gottfried Großjohann.— Bahnarbeiter Abraham Lichtenstein.— Schlosser Josef Hohmann.— Schmied Heinrich Weber.— Handelsmann Julius Rosenthal. Eine Tochter: Bremser August Hanewacker.— Händler Carl Wilhelm Eberhard Dittmar.— Lokomotivheizer 1. Kl. Wilhelm Staas.— Schuhmachermeister Wilhelm Glaser.— Schmied Friedrich Oberhoff.— Fabrikarbeiter Josef Lindemann gen. Mertens.— Wirt Friedrich Kost.— Fabrikarbeiter Heinrich Jacobs. Sterdefälle: Fabrikarbeiter Diedrich Friedrich Wilhelm Hesse, 24 J. 1 M. 3 T.— Heinrich Vennemann, 6 J. 6 M.— Schreiner Johann Hermann Heinrich Wilhelm Kettler, 77 J. 9 M. 29 J.— Franz Alfred Kaiser 9 M. 24 T.— Witwe Leinweber Albert Schniewind, Friederike geb. Ketler, 73 J. 3 N. 1 T,— Gertrud Herwig, 4 M.— Hermann Heinrich Becker, 9 M. 7 T.— Friedrich Strathoff, 8 J. 9 M. 25 T.— Carl Wilhelm Fritz, 17 T. Eheschließungen: Fabrikarbeiter Josef Gustav Adolf Krumme zu Schwerte mit Dienstmagd Anna Martha dübenthal zu Schwerte.— Ackerknecht Friedrich Wilhelm Pütter zu Horst, Gemeinde Hennen, mit Caroline Luise Selve ohne Geschäft zu Schwerte.— Modellschreiner Diedr. Friedr. Wilhelm Sybel zu Schwerte mit Näherin Wilhelmine Friederike König zu Schwerte.— Kaufmann Adolf Brenne zu Hagen, mit Sophie Schumacher ohne Geschäft zu Schwerte. Vermischtes. * Ein Generalarzt, welcher in der Hygieine=Ausstellung in Berlin thätig war, eilte beim Ausbruch des Feuers an den Eingang zurück, warf Mütze, Rock und Degen ab, lief in das Gebäude zurück und warf— im strengsten Sinne des Wortes— eine Anzahl von Arbeitern aus dem brennenden Gebäude, die bereits den Kopf verloren hatten. * Ein junger Theologe aus den Hamburger Vierlanden machte sich auf nach Friedrichsruh. Er hätte gar zu gern etwas von Bismarck gesehen. In der Unschuld seines Herzens that er im Gasthof allerlei verfängliche Fragen, wann Bismarck ausgehe, wohin er zu gehen pflege und andere, und merkte nicht, daß ihn die Leute mürrisch und mißtrauisch ansahen. Das Ende vom Liede war, daß ihn ein Gendarm nach Schwarzenbeck geleitete und ihm ein unfreiwilliges Nachtquartier anwies, in welchem er vom alten Bismarckschen Wappenspruch träumte: Wahr' dich, Jung,'s sind Nesseln dran! * Man hört so oft den Ausdruck praktischer Materialismus, ohne daß man sich immer klar machen kann, was damit gemeint sein soll. Hier ein Beispiel, das jede weitere Erklärung überflüssig und selbst dem Kindesverstande die Sache klar machs. Der Ameriund Landwirtschaftliches. (Benutzung der Eierschalen.) Nur zu häufig sieht man auf dem Lande die Eierschalen zerstreut an verschiedenen Orten auf dem Düngerhaufen umherliegen. Es ist dies ein großes Unrecht, denn die aus kohlensaurem Kalk bestehenden Eierschalen, wenn sie zerkleinert Hühnern, jungen Schweinen und Kälbern gegeben werden, sind ein außerordentlich gutes Mittel, um nicht nur Knochenbildung dieser Tiere, sondern auch bei den Hühnern das Eierlegen, bei den Schweinen und Kälbern das Wachstum zu befördern. Der Landwirt sollte daher nicht nur die Schalen der in eigener Wirtschaft verbrauchten Eier zu diesem Zweck verwenden, sondern sich auch die Eierschalen der Städter, namentlich die der Kondeitoreien, in denen sie oft zentnerweise liegen, zu Nutze r nachen. Neue Erfindungen. Ein französischer Ingenieur soll eine Erfindung gen tacht haben, die von unermeßlichem Werte sein kann. S seine Pläne gehen dahin, die unterseeischen Kabel auszun ützen, um einen regelmäßigen Verkehr mit den Schiffen an uf der See unterhalten zu können. Nach dem„Moniteur d. 2 la flotte“ will er an dem auf dem Boden des Meeres li egenden Hauptkabel von 60 zu 60 Meilen ein senkrechtes K abel befestigen und dies auf der Oberfläche des Wassers di irch eine Ankerboje festhalten. Diese Bojen sind so nahe an t einander zu legen, daß ein Schiff jeden Tag mindestens ei ner begegnen muß. Man wird diese Signalstationen ni in mit Nummern versehen, sie nachts auf irgend eine A zeise erleuchten müssen oder sie helltönend und so organisi iren, daß man sie mit dem Schiff in elektrischen Verkehr bi ingen kann. Auf diese Weise könnte erreicht werden, daß m an fortdauernd über das Schicksal jedes Schiffes an jedem T age orientiert ist, daß man wichtige Nachrichten einem S schiffe auf See zukommen lassen kann, daß zahlreiche UnStandesamt Aplerbeck vom 7. bis 13. Mai 1882. Aufgebote: Karoline Lorken u. Bergmann Bernhard Trautmann, Schüren u. Asseln.— Wilhelmine Eggenstein u. Bergmann Heinrich Köster, Holzwickede.— Christiane Menzel, Witwe von Maurer Johann Gottfried Tamm u. Schachtmeister Karl Neumann, Aplerbeck.-— Wilhelmine Brauckmann u. Bergmann Friedrich Obermann, Lichtendorf u. Sölde.— Wilhelmine Linnert u. Fabrikarb Wilh. Anden, Berghofen.— Friederike Spiethoff u. Bergm. Karl Harbott, Ergste u. Aplerbeck. Eheschließungen: Bergmann Friedrich Ludwig u. Wilhelmine Christine Vorschulte, Witwe von Bergmann Gerhard Heinrich Schübbe, Berghofermark.— Fabrikarb. Mathias Halft und Henriette Paul, Eitorf u. Schüren.— Bergmann Karl Biederbeck u. Wilhelmine Heuer, Schüren. — Ackerknecht Rorbert Siebers u. Friederike Müller, Opherdicke.— Bergmann Heinrich Gabel u. Louise Lindemann, Berghofen u. Schüren.— Schlosser Friedrich Stewen u. Karoline Gärtner, Holzwickede u. Unna. Geburten: Ein Sohn: Bergmann Heinrich Eppmann, Schüren.— Fabrikarb. Wilhelm Schenkmann, Berghofen. — Bergmann Karl Schulte, Sölderholz.— Bergmann Peter Hedt, Schüren.— Landwirt Friedrich Naust, Hingsen. — Obermeister, Kaspar Schröder, Aplerbeck.— Bergmann August Dieckerhoff, Berghofen.— Witwe Klemens Böse, Aplerbeck, ehelich.— Hochofenarbeiter Daniel Hassenpflug, Aplerbeck.. Eine Tochter: Bergmann Kaspar Arndi, Sölde.— Bergmann Wilhelm Müller, Holzwickede. Sterbefälle: Witwe Bergmann Friedrich Crone, 71 J., Aplerbeck.— Fritz Vicariesmann, 5 W., Aplerbeck.— Fabrikarb. Franz Hagelstunge, 49 J. 4 M., Aplerbeck.— Bahnwärter Franz Schlummer 38 J. 10 M., uplerbeck.— Ehefrau Bergmann Kaspar Heinrich Vogt, 33 J. 11 M., Aplerbeck,— Gustav Heinrich Köster, 6 M., Aplerbeck. Vom 14. bis 20. Mai 1882. Aufgebote: Wilhelmine Noendorf und Bergmann Heinrich Sudhaus, Sölde und Berghofermark. Wilhelmine Frische und Fabrikard. Diedrich Wiegers, Hengsen. Eheschließungen: Bergmann Heinrich Reine und Henriette Hüser, Berghofermark. Bergmann Josef Jütte und Louise Winterkamp, Witwe vom Berginvaliden Wilh. Boecker, Berghofermark und Berghofen. Fabrikarb. Louis Henze und Louise Dörsing, Schüren und Sölde. Geburten. Ein Sohn: Fabrikarb. August Niemann, Aplerbeck. Bergmann Wilh. Kuhlhüser, Holzwickede. Wirt Hermann Haselhoff, Berghofen. Bergmann Heinrich Weber, Aplerbeck(Zwillinge, 2 Knaben). Tagelöhner Adolf Wiesler, Schüren. Stationsbremser Heinrich Wagener, Holzwickede. Schreiner Heinrich Kortmann, Aplerbeck. Bremser Heinrich Werth, Holzwickede. Landwirt Friedrich Holzkötter, Schüren. Bergmann Wilhelm Weber, Aplerbeck.— Eine Tochter: Fabrikarb. Karl Brabender, Schüren. Bergmann Konrad Thiele, Schüren. Bergmann Adolf Schneider, Schüren. Ber zmann Friedrich Rode, Aplerbeck. Schuhmacher Friedr. Habbes, Holzwickede. Fabrikarb. Heinr. Kaspari, Schüren. Sterbefälle: Fritz Finkmann, 1 J. 8 M., Holzwickede. Eduard Vaupel, 9 M., Aplerbeck. Wilhelmine Pauline Müller, 11 T, Holzwickede. Johann Jeuken, 6 W., Holzwickede. Bergmann Bernhard Hemann, 48 J., Aplerbeck. Friedrich Karl Luttrop, 1 J. 11 M., Hengsen. Heizer Diedrich Hartlieb, 30 J, Holzwickede. Hugo Nasse, 8 J. 5 M., 1185-9. Welches Vertrauen die von dem Apotheker R. Brandt dargestellten Schweizerpillen bei Unterleibsstörungen und deren Folgen wie Verstopfung, Blähungen, Magendrücken, saurer Geschmack etc., auch bei den Ilerren Aerzten geniessen, zeigt uns nachfolgender Brief eines alten erfahrenen Arztes: Herr Rich. Brandtl Von den mir unlängst übersendeten Pillen habe ich zunächst Gebrauch und Versuch bei mir gemacht, da ich ein Unterleibsleidender ersten Ranges bin; dann auch noch an 2 Patienten meiner Kundschaft.— Ich kann mit gutem Gewissen den Pillen das beste Zeugniss ausstellen und wünsche nur, dass sie auch den Ruf erhalten mögen, den sie thatsächlich verdienen. Leider ist dasselbe mit reeller Ware nicht, wohl aber mit dem Schwindel der Fall. Die darin enthaltene Alos entfaltet ihre Wirkung auf den Dickdarm vollkommen, es erfolgte schon nach 2 Stunden sicherer und ergiebiger Stuhlgang und ist deshalb das Mittel am meisten angezeigt, bei langdauernden chronischen Darmkatarrhen mit Verstopfung, bei Knickungen und lähmungsartigen Zuständen des Diekdarms und überhaupt habitueller Stuhlverstopfung. Die Pillen lassen sich 30 Jahre lang täglich nehmen, ohne die schwächende Wirkung der Mittelsalze im Gefolge zu haben. Auch bei dem chronischen Magenkatarrh, der eine secundäre Folge des chronischen Darm1katarrhs und der Hämorrhoiden ist, sind die Pillen von Nutzen etc. Dr. med K....., prakt. Arzt, B. (Baiern), Ausführliche Prospekte überläst gratis und Bestellungen, à Schachtel Mk. 1.—, nimmt entgegen für die Adlerapotheke in Frankfurt a. M. Gust, Kaht, Frieseur in Schwerte a. d. Ruhr. 211— Freischütz. Magdeburger Feuerversicherungs. Aschaft aseht der pachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs=Abschli Am 1. Pfingsttage i Grosses Konzert, S ausgeführt von der Giesenkirchen'schen Kapelle. Anfang 3 Ahr. Entree 50 Tsg.„ M KLNT In meiner Badeanstalt werden täglich außer den bisher bekannten Bädern auch Mutterlangen=Bäder der Saline Werl verabreicht. Im Abonnement tritt Preisermäßigung ein. Schwerte. C. Potthoff. Ueber den Stand der Gesehzgag, geve ver nucgvegenbe kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs=4o=ytuggg gag Grund=Kapital, vermehrt zufolge des Revidierten Statuts von 1857 auf Vvv bnd bneue u.e. ele a.. Prämien=Reserve nach Abzug der Prauvschaden=Reserve,„„„„ vereinnahmende Prämien für bereits abgeschlossene Versicherungen elushe Vortag u.u. im Jahre 1881 M. 22,367,786,42, abzüglich der Währead des Wächrigen Besehens wurden bs zun Schluse bes Jahrs 1881 an 129/at har glgengge 2058602931en Der Vonohue von... ae ter. 96 Iu Hennen Herr v. 9ntttt. J1 6 In Schwerte Herren Sase&am; Vro..“. Jie geneng. Minker, in Nd 1882. 6. Bohinam. 1,878,067,37. 5,479,522,91. 1,932,694,00 26,350,890, 29 7,621,339,80 2, 00 19,461, 300,05 15,936,89373. Steyrische Sensen, nier Gerante, enpsehlen buiyy Gehr. Haver. 3 Kusseret.„„ G 8 7. Juni Ziehung 7. Juni. 2 Z Hauptgewinne 1 vollständige Equipage mit 4 Pferden, 4 desgl. mit 2 Pferden, 1 Equipage mit 1 Pferd bespannt, 1 seines## Reitpferd mit Satiel und Zaum sowie 44 schöne Reit= g#. * und Wagenpferde nebst 1000 Anderen meist sehr wert7 vollen Gewinnen, diese Lotterie hat 600 Gewinne mehr wie;, # die frankfurter Pferde=Markt=Lotterie und sind somit die## Gewinnchancen für die Teilnehmer bedeutend größer, hierzu 2 erlasse ich Lose... 80 1 gestemp. Original-Cos zu 4 Nl *„" S46 4 00 uan T gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrags. Glozere X Gewinne werden sofort durch Telegramme angezeigt. GeZ winne, sowie Ziehungslisten werden franko ohne jede Be## rechnung übersandt. Man wende sich daher vertrauensvon#### I an den Unterzeichneten und wird jeder Auftrag prompt g# d 66645s.# F. Auerbach in Frankfurt a. Main. 6, * NB. gleichzeitig empfehle ich Lose zum Besten der§# 25 Erbauung einer Trinkhalle zu Bad Soden. 2000 Gewinne X hierzu versende ich Lose, 1 Los zu 1 Mk. 50 Pf. 8 Lo##### 3 10 Mark auch hier werden Gewinne und Ziehungslisten## 2 franko übersandt. 28 NeuesrerEsen„G„ Schwerte Westhofen Hagen Hagen Westhofen Schwerte Abf. Schwerte 619 6 Ank. Abf. Ank. 816 823 Schwerte 1020 1027 1011 1030 1046 1052 Hagen. 230 Iserlohn— Hagen. 1057 11“ 1119 1040 648 Iserlohn Letmathe 813 833 1058 339 3 — Arnsberg. 10 916 936 941 950 10 1017 Schwerte Langschede Fröndenberg Wickede Neheim=Hüsten Arnsberg Abf. 827 11 843 Ank. 849 Abf. 850 9 356 101 412 418 1016 421 1017 435 918 1136 453 1038 933 1147516 1050 Arnsberg Abf. 539 923 132 557 Neheim=Husten„ 517934 144 66 Wickede„ 94921 619 Fröndenberg Hof. 6. Joe 2 14 63 Schwerte Ank. 6is 10m 29= 64 Abf. 523 Ank. 513 „ Abf. 552 Hohenlimburg„ 61 Cabel„ 615 Hagen Ank. 627 Letmathe Letmathe Abf. 847 1118 410 811 1026 Einsal„ 856 1127 419 820 1035 Altena Ank. 96 1135 425 830 1048 Lüdenscheid. 1051 1111 14 24 210 219 232 244 330 350 522 542 555 64 617 629 723 743 752 81 815 828 952 1012 533 921 153 536 734 540 928 20 543 741 Fröndenberg— Menden. Fröndenberg Bösperde Menden Menden Bösperde Fröndenberg Ank. Abf. Ank. 92 107 99 1014 918 1023 832 937 841 946 847 952 Alle 1.—3. Classe Hagen— Hagen Abf. Oberhagen Delstern Dahl Rummenohl Dahlerbrücke Schalksmühle Brügge Ank.= — Altena. Altena Abf. Lethmathe Ank. 519 937 29 552 750 Lüdenscheid. Lüdenscheid— Hagen. — 751 1051 326 956 Lüdenscheid Abf. 457880 107 11979 1151 — 753 112 337 103 Brügge Ank. 5189111028 131 721121 87 1112 347 1012„ Abf. 528 916 — 821 1127 42, 1026Schalksmühle, 536 929 — 833 1140 415 1038Dahlerbrücke„ 543936 — 843 1150 425 104Rummenohl„ 552 945 850 1159 433 1055 Dahl„ 65 958 94 1213 447 119 Delstern„6191012 Abf. 743 920 1223 457 111Oberhagen„628 1021 Lüdenscheid Ank. 817 947 1250 531 114Hagen Ank.6341027 136 725 151 738 158 745 28 754 22287 237821 250 830 256 836 Hagen— Dortmund. Schwerte— Unna. Hagen Herdecke W. Lpenneuunn, ##d Westenhellweg 85. Schwerte Avf, Zue 11: Je 7a, 10; Hoszpickehe Anli. 102 2u““ 81. Unna Ank. 8io 1122 4e 7se 1026 Schwerte Ank. 6s 1005 226 6gs 824 Wetter Witten Unna— Hamm. Dortmund, Westenhranig 85. Möbel=, Spiegel= und Polsterwaren, Taperen, Rouleaus, Wachstuch. Reichhaltige Auswahl— Billige Preise— Reelle Bedienung. Unna Abf. 849 Bönen„ 93 Hamm Ank. 916 1124 237 49 82 1027 1136 421 8171040 1149 257 434 832 1053 Hamm— Unna. Hamm Abf. 521 958 132 547 72 725 Bönen„ 5311011 144 6 740 Unna Ank. 5121024 157 613720 756 Annen Barop„ Dortmund Ank. Unna Abf. Soest. Soest— Unna. G. Geerkens, Elberfelderstrasse 7, empfiehlt sein auf das reichhaltigste assortierte Lager von Porzcllau-, Glas- uund Kristallwaren zu billigen Preisen. Besonders große Auswahl von dekorierten Cafel= und Kaffeeservicen in den neuesten Formen und Dekoren. Unna Hemmerde„ Werl„ Soest Ank. 846 1125 412 748 1029 858 425 81 1042 99 1142 437 813 1053 927 1158 454 833 1110 Soest Abf. 510 942 114 544 714 Werl„ 523 958 131 557 730 Hemmerde„ 532 109 1“. 741 Unna Ank. 5411019 152 612 751 Holzwickede— Dortmund. Holzwickede Abf. 556104.— 2 6 656 821 Dortmund Ap',F, 9; 13, 36 7 Avierbeg 61410126 246 6558 Holerbeck 817 1011 1293 336 73895 Dortmund Ank. 627111312, 256 77 850 Holzwickede Ank. 825 1040— 347736107 Abf. 646 Ank. 653 Abf. 654 „ 71 Ank. Abf. 711 13 721 91 741 8. 83 89 817 827 830 838 848 857 1051 1058 1059 117 1117 1120 11 110 1151 1230 1237 225 226 234 243 25 2.3 316 323 324 332 312 344 352 42 413 42 428 42 436 446 447 455 5. 5/8 640 647 648 656 76 70 7 7 737 15 22 33 730 740 922 929 930 937 947 949 — 10 10 943 951 952 959 10 10.3 10 102 1012 Dortmund— Hagen. Dortmund Abf. Barop„ Annen Witten Wetter Herdecke Hagen 813 823 832 839 8.40 „ T7 881 Ank. 723 857 858 95 Ank. Abf. 639 649 658 74 76 71Abf. Ank. 726 733 932 942 951 958 959 1010 1016 10.7 10 — 1130 — 1140 — 11 — 1156 — 1157 — 128 — 1214 1212 1215 1218 1222 132 143 28 219 229 237 2.1 252 258 259 3 Herdecke Hagen— Elberfeld. Hagen Elberfeld Abf. Ank. 641 716 740 841 910 105 1148 1251 1224 314 415 644 742 713 757 755 833 853 105 in den neursten Hernen. und Detoren. Versandt nach Auswärts bruchfrei. Elberfeld Tanch schmiedeeisernem unzerbrechlich Elberfeld Hagen Abf. Ank. 643 746 926 100 1025 1037 125 22 — Hagen. 20 326 528 36 419 631 88 912 90 937 1110 1213 Herdecke Volmarstein Abf.—— Wengern Bommern 154 — Steele. — 1288 — 12.7 — 1253 — 518 — 553 — 62 — 60 — 610 — 621 — 627 539 628 546 635 785 830 746 840 756 8.. 64 45 750 8. 810 821 828 829 836 859 859 910 933 Herbede Blankenstein Hattingen Dahlhausen Steele Ank. 555 64 611 658 77 714 818 828 835 845— 11 852— 17 859— 113 915 1014 126 926 1024 135 935 1030 142 355 4# 411 328 337 343 351 357 43 415 424 43 538 5/2 550 651— 70— 76— 714— 720 726— 742 930 752 989 85 9.6 Hagen— Iserlohn. eigenes Fabrikat, mit schmiebreisernem unzerbrcchtichem unter Garantie billigst bei F. Hasenkamp& Komp., Neviges Eisengießerei u. Fabrik landw. Maschinen. Rohr Hagen Sche: Abf.— Cabel„ Hohenlimburg, Letmathe Ank. „ Abf. Iserlohn Ank. 622 642 88 821 835 843 819 99 — 1045— — 1057— — 1110— — 1116— 953 1123 222 1013 1143 242 332 345 359 47 417 437 559 619 733 746 80 88 821 841 949 102 1016 1023 1034 1054 Steele— Herdecke. Steele Dahlhausen Abf. Hattingen Blankenstein Herbede Bommern Wengern Volmarstein Herdecke Ank. 623 630 688 648 654 7 7 15 723 951 958 10 1113 1119 1127 1136 11. 11 1157 12 12/1 2. 214 223 237 431 43 448 459 5 514 52 528 58 55 513 521 629 637 646 70 7 716 725 731 742 835 843 851 116 1114 1122 erg Anzeige und Empfehlung. Den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend die bene Anzeige, daß ich vom heutigen Tage an eine errichtet habe und bemerke zugleich, daß jeden Morgen frische Brötchen, Weiß=, Braun= und Graubrot bei mir zu haben sind; auch werden täglich Stuten zum Mitbacken angenommen. Auf delikates Thee= und Hefengebäck, sowie alle Sorten Torten nehme Bestellungen an und werde solche gut und prompt asfächern.„„ 1882. Sboeny, ven 20, un Ebrecht, Bäcker und Kondier, am Hüsingthor, oberhalb der alten Post Königliche Eisenbahn=Direktion(rechtsrheinische) Köln. Englisch=PatentWasch=Krestart. !! Zum Waschen von Leinen, Shirting, Mouslin, Shawls, Merinos, gefärbten Baumwollenzeugen, Teppichen u. s. w., welches die Stoffe weniger angreift und besser reinigt, als alle übrigen Waschmittel. Packet 10 Pfg. bei Carl Brans. Glück auf!!! Unwiderruflich am 31. Mai Ziehung der Dingolsinger Geldlotterie in München. Haupttreffer 60,000 Mk. u. 250.000 M. Gesamtbargewinne.„ 1 Los 2 alk. Auf 10 Lose ein Freilos. — Auf 25 Lose 1 Treffer. Bestellungen werden baldigst er##beten durch die Hauptagentur Augsburg Theodor Düsseldorf Gerresheim Neanderthal Mettmann Dornap Sonnborn Elberfeld(Ottenbr. "(Mirke) Unterbarmen Mittelbarmen Oberbarmen Schwelm Gevelsberg Ober=Vogelsang Haspe Hagen Herdecke Loettringhausen Hörde Dortmund Abf. 15 775 1020 1033 445 43 105 1055 * ) 8. 8.4 11, 1116 139 152 2. 456 214 55 225 515 820 828 11, 11 22 834 8.10 1134 1139 28 845 857 11. 11, 56 9 917 924 645 935 1041 „ 656 948 1052 „ 711 10, 11, „ 73s 1018— Ank. 783 1019— 12 12/5 1222 1233 1244 1257 1:— 115— 222 233 245 235 241 2.7 253 258 33 315 326 334 341 351 4 416 4## 4# 826 840 853 94 917 928 995 94 9 952 965 Abf. Hörde 68 615 623 634 646 653 7 Loettringhausen Herdecke Hagen 652 70— 7ie 10, 724 1012 736 1023 Haspe 745 Ank. Ober=Vogelsang Gevelsberg Schwelm Ober=Barmen Mittel=Barmen Unter=Barmen Elberfeld(Mirke) „(Ottenbr.) Sonnborn Dornap Mettmann Neanderthal Gerrresheim Düsseldorf 754 83 812 545 822 „ 550 827 „ 555 83 „ 63 68 840 845 615 851 „ 626 90 „ 685 98 „ 644 916 „ G6se 97 Ank. 75 985 10.6 1053 11. 1115 1125 1132 1138 11.6 1155 12. 12 1214 1219 1225 1228 1236 1242 12.9 1259 16 112 123 33 2. 212 223 234 2.4 251 257 35 314 38 338 340 348 354 4 411 418 5 529 51 558 65 614 622 681 640 6/9 654 659 7. 9 113 721 7 94 45 752 9.7 927 940 955 10 Ank Fahrplan der Personen=Posten Schwerte— Hörde und Schwerte Schwerte=Hörde. Post nach Hörde Abgang 1125 vormittags, Ankunft daselbst 1200 nachmittags. Hörde= Schwerte. Postnach Schwerte Abgang 115 Uhr nachmittags, Ankunft daselbst 220 nachm. Abonnements= Post bezogen 1 M De 43. Amtliche Bekan Berufsst Auf Grund des Reichsgesetz und nach Anordnung des Bun 1882 eine Erhebung der Berufe verbunden mit einer Erhebung der gewerblichen Betriebe, stat Zählformulare sind nach den fo fältig auszufüllen, und es ist d Auskunft zu erteilen. Die Zählbogen sind von der die Gewerbekarten von den sell auszufüllen; letztere können, haltungs=Vorstand sind, von vertreten werden. Sollten d füllung verhindert sein, und Haushaltung oder eine andere deren Namen besorgen, so wir vornehmen, jedoch ist von jen tretern die Richtigkeit und V machten Angaben auf der Tit formulars zu bescheinigen. Wer die an ihn gerichteten widrig beantwortet oder diejen weigert, welche ihm nach dem und den zur Ausführung des gemachten Vorschriften obliege bis zu 30 Mark.„ am Dortmund, den 23. Mai De I. Allgemeine 1. Zählf Für die Erhebung dienen a) der Zählbogen(A), enthal I. das Formular 1 für Berufs, II. das Formular II für schaftlichen Betriebe; b) die Gewerbekarte(B). 2. Verteilung d. Jede Haushaltung erhäl oder nach Bedarf mehrere Zi II. 1); Gewerbekarte Haushaltungen gegeben, in Gewerbe der nachfolgend ur Art betrieben wird. Einer Haushaltung gleich mularen zu versehen sind 2 und Gasthäuser(Gasthöfe, lebende selbständige Persone nung inne haben und ein Solche einzeln lebende Per haltungsvorstände. 3. Ausfüllung und Ab Die Zählformulare sind auszufüllen, d. h. mit den sehen. Falls sich über die geben, oder falls die übergebe wende man sich an den### (Zählungskommission). Die Abholung der Zäh mittags. Schwerte=Iserlohn. Von Schwerte nach Iserlohn 635 vorm'ttags. Ankunft in Iserlohn 840 vorm. Iserlohn=Schwerte. Von Iserlohn nach Schwerte 35 nachmittags. Ankunft in Schwerte 6 abende Heil Novelle von 171(Fo Ingeborg hatte gespann Blick auf Hannah nicht ei hätte sie gern mehr gewuß Es war ihr alles so f an ihre Tagesbeschäftigun und nur aus Vergnügen 5 ein Ideal gesucht, Inge," Du eins.“ „Aber ich möchte ein Kleine,„das habe ich noch traut. Ich glaube, ich wer schwärmt, weil ich nie gut bi wo mich so vieles an meir „Nur dort?“ fragte Lächeln seine ernsten Züg „Nur dort," lachte In sie schelmisch hinzu,„ich mit ernsthaften und heilig „Wenn ich einmal alt der fernen Heimat—— „Das liebe Großchen!“ kindlich innigem Ton.„ in dem hohen, mit Leder Hornbrille auf der Nase Schoß.——„Kind, ohne sagte sie einmal zu mir, u der großen, schwarzen Bu vergilbten Papier entgege lein Hannah.“ schloß Inge „wenn wir einmal so alt wir uns auch eine Brille „Ich habe eine,“ ver mein köstlichstes Kleinod, Ingeborg blickte die an, und auch die drei H liche Unterhaltung. Uebe ein spöttisches Lacheln, 2 Bärtchen und blickte, ebe sitzende Schwester, in da Nur Arvensleben schi