zweiten Östertage Butt Carl Dittmar. Im 2. Ostertage Ball 5. Brinkmann in Ergste. Ik der Apterbecker Kapelle. Am 2. Ostertage bei mir Ball vozu freundlichst einladet ohne, Kreuzlenke bei Ergste. Schwe* ersicherungs-Verein zu Hennen. neral=Versammlung tag, 10. April, nachm. 4 Uhr. Tagesordnung: echnungslage. zahl eines neuen Vorstandes. ufnahme neuer Mitglieder. erschiedenes. ennen, im April 1882. Der Vorstand. Handels=Nachrichten. Schwerte, 5. April 1882. Kg.— 200 Pfd. sen.... troggen gen ste r toffeln 50 Ko. sen on t ter per Pfd. r 10—11 Stück. Ster A. 4 1— 130 20 — 50 Neuß, 5. April 1882. 19/25 —— 10 izen(1. Quat. 00 Kilos: 11. C 13. 20 21 70 70 19 18 30 30 ps 15 26 28 8 61 63 142 32 0 50 50 Ttch Antlicher Anzeiger für den Landtreis Vortmund, verbunden mit der Abonnements=Preis: pro Quartal 1 Mark 20 Pfg., durch die Post bezogen 1 Mark 50 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Wöchentlich Anzeigen werden die sechsspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 10 Pfg. berechnet. Redaktion, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. 2 Gratisbeilagen: Provinzial=Korrespondenz und„Familienfreund“. Da 29. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung. Das Verzeichnis der durch die Bekanntmachung der Königlichen Hauptverwaltung der Staatsschulden vom 15. März 1882 zur baren Einlösung am 1. Oktober 1882 gekündigten Schuldverschreibungen der Staats=Anleihen vom Jahre 1850, 1852 und 1853 liegt während 4 Wochen zur Einsicht bei den Königlichen Steuerkassen und auf den Büreaus der Herren Bürgermeister und Amtmänner offen. Dortmund, den 5. April 1882. Der Landrat: v. Rynsch. Bekanntmachung. In der Gemeinde Waltrop, Amtes Waltrop, hat sich ein der Tollwut verdächtiger Hund gezeigt, welcher, nachdem er mehrere andere Hunde gebissen, entkommen ist. Infolge dessen ist in den Gemeinden Schwieringhausen, Groppenbruch und Ickern, Amtes Castrop, das Festlegen der Hunde bis zum 1. Juli cr. angeordnet worden. Dortmund, den 8. April 1882. Der Landrat: v. Rynsch. Anmeldungen zum Bezug unserer Zeitung können zu jeder Zeit erfolgen bei unseren Boten oder in der Expedition. Schwerte und Aplerbeck, Mittwoch, 12. April 1882. Amerikaner oft wehmütig diese Verhältnisse und weiß oft besser, was der Landwirtschaft nätzt, 15. Jahrgang. zdroggen s1. 100 Kilos2. Gerste(Winter100 Kilo Sommerschweizen à 100 Kilo ser„„„ lbsen(Aveel)„„ 1. Qual.„„ 12.„„„ irtoffeln„„„ zu à 50„ oggenstroh à 600„„ üböl per„„ Parthieen v. 100 Ctr. üböl per 100 Kilo faßw. ereinigt. Oel p. 100 K. Mk. höher als reßkuchen per 1000 K. Zeizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo leien à 50 KiloI 6 40 Bei mäßiger Bedarfsfrage blieben ie Preise an der Börse zu Essen am . April unverändert und stellten sich vie folgt: Weizen, hiesiger 22,75 bis 3.75 M., Roggen 17—19,75 Hafer 14,75—18 M., Futtergerste 13.50 14 M., Mais 15: 16 M., Weizen: mehl 0/0 31—33 M., Roggenmehl 0/1 26,50—28 M., Kleie und Grand 12. Alles pr. 100 Klg. Viehmärkte. Hagen, 4. April. Faselschweinmarkt bei Herrn Robert Lichtenhagen am Markt: Es standen auf dem gestrigen Markte ca 60 Stück größtenteils Frischlinge im Alter von 6—8 Wochen zum Verkauf. Der Handel war ungemein lebhaft, da die Händler eine wesentliche Preisermäßigung eintreten ließen und wurde der Markt ganz geräumt. Es wurde auch diesmal größtenteils nach Alter verkauft und wurde per Woche Mk. 3—3,50 gefordert und bezahlt.— Schlachtviehmarkt: Der Auftrieb belief sich auf 62 Stück Berliner und ca. 20 Stck. Münsterländer Rindvieh. Der Markt entsprach bezüglich des Umschlags den gehegten Erwartungen, da zu den bevorstehenden Feiertagen mehr Ware gebraucht wird. Bei erheblichem Steigen der Preise wurde der ganze Auftrieb abgesetzt. Bezahlt wurde für 1. Qual., die sehr gesucht wurde, 60—62 Mk., für 2. Qual. 54 bis 56 Mk. und für dritte 50 Mk. per### 100 Pfd. Schlachtgewicht.— Der Kätge handel wickelte sich so schnell wie son und ohne Preisveränderung ab. Dem Markte waren 40 Stck. zugeführt und wurde für beste Mastkälber 60 Pfg., für geringe Sorten 45—50 Pfg. pe Pfd. Fleischgewicht bezahlt.— Aus Amerika. Von einem deutschen Landsmann und Landmann, der seit länger uls einem Menschenalter sich drüben in Glandale, Massachusetts, Berkshire County angesiedelt hat, geht der DZ. folgender Brief zu: Heute etwas über den deutschen Schutzzoll. Im Vertrauen muß ich vorausschicken, daß der Fürst Bismarck in Amerika einen ziemlich großen Kreis von Verehrern besitzt, ganz besonders bei den deutschen Farmern, die an manchem Redner im Reichstage und Landtag oft tadeln, daß sie mehr die Theorie als die Praxis walten lassen. Der Deutsche ist in Amerika praktischer geworden als er daheim war. Doch zur Sache. Den vielen Klagen über den erhöhten Zoll in Deutschland und über den Fürsten Bismarck antwortet der Amerikaner, daß dem Manne großes Unrecht geschieht. Thatsachen und Zahlen widersprechen. Was sollen die hohen Zölle bezwecken? Doch nicht nur die Einnahmen des Staates erhöhen, sondern viel mehr noch der Industrie und Landwirtschaft aufhelfen. Viele, viele Jahre verschaffte Amerika sich auf eigne Hand das Privilegium, den Weltmarkt mit den Erzeugnissen der Industrie und der Landwirtschaft zu beherrschen und fand überall einen guten und willigen Markt, während es sich selbst enorm hohe Schutzzölle auflegte und Europa lahm gelegt war zum Export. Viele Jahre zurück haben wir zum Nachteil des lieben Vaterlandes betrachtet und gehofft, daß die Zeit komme, daß man es drüben so machen möge, wie es Amerika gemacht hat, das nicht schlecht dabei gefahren ist. Ueberzeugender kann nichts sein als folgende Thatsache: Die amerikanischen Farmer bauen Weizen, senden diesen per Eisenbahn 1500 engl. Meilen zum Hafen zur Verschiffung, dann ist derselbe über den Ozean 3000 Meilen zum Kostenpreis des Transportes, vom Ersten bis zum Letzten, zu 20 Cents(100 Cents gleich 1 Dollar) per Bushel„weniger“ als was es den englischen Landwirten kostet, ihren Weizen zu gewinnen und auf den Markt in England zu bringen, wo der amerikanische Weizen fünfunddreißig Cents per Bushel billiger verkauft wird, als der englische Landwirt imstande ist, ihn zu bauen. Dies Thatsache spricht zu deutlich für des Fürsten Bismarcks Handlung.— Wird der deutsche Weizen in England nicht aus dem Markt verdrängt unter solchen Konjunkturen?„An den Haaren lassen sich verbesserte Zustände nicht herbeiziehen, und nicht sofort die Vorteile einheimsen. Wie man in Amerika Landwirtschaft betreibt, bezeuge der Ertrag einer Weizen=Farm. Die größte Weizenfarm in der Welt ist die Godinfarm, nahe Fango Dakota, auf welcher 1881 40,000 Ackers (à Acker 140 □ Rth. à Rth. 16½ Fuß) mit Weizen bestellt waren. In einem Felde von 2316 Ackers wurden 66,285 Bushels oder ca. 25 Bushel per Acker, à Bushel 60 Pfd. egales Gewicht, gedroschen. Die Farm hat bedeutende Scheunenräume und eine Maschinenbau=Fabrik, Elevators, und während der Saatzeit sind 70 bis 80 Männer mit dem Säen, in der Ernte 250 bis 300 Männer(Frauen arbeiten in Amerika nicht im Felde) beschäftigt. Der Boden liegt in einer ziemlich ebenen Fläche, die Bodenbeschaffenheit besteht aus reichem schwarzem Thon.(In allen New England=Staaten ist nicht ein Acker solchen Landes zu finden, hier ist der sterilste Boden, der nur existirt, zu finden.) Wenn ich nun ein Mal die verschiedenen Staaten erwähne, so will ich die Ertragsfähigkeit des Staates Illinois (sprich Illineus) erwähnen. Die Schätzung der Ernte von 1881 beläuft sich auf 200,000,000 Doulars. Dies Total=Areal beträgt 55,410 Quadrat=Meilen oder 35,462,400 Acker, wovon der größte Teil unter Kultur und Grasland. Wird ein Durchschnittsertrag von 5 2/ Dollars per Acker für alles Land angenommen, so ergiebt dies die Summe von 200,000,000, welches das doppelte Produkt von allen Gold= und Silberminen des Landes ist. Diese Mitteilung legt es klar, daß Fürst Bismarck oft ungerecht angegriffen wird und daß man verkennt, der Mann ist praktisch und tüchtig als Theoretiker und große Redner. Deutsches Reich. Von Interesse dürfte es sein, zu erfahren, daß das Abonnement auf die„National=Zeitung,“ welches für Se. Maj. den Kaiser seither bestellt war, mit dem 1 d. Mts. aufgegeben ist und mit dem neuen Luartal an Stelle der„National=Ztg.“ das konservative„Deutsche Tageblatt“ getreten ist. Die Konfirmationsprüfung der zweiten Tochter des Kronprinzen, Prinzessin Viktoria, geboren den 12. April 1866 zu Potsdam, und des einzigen Sohnes des Prinzen Friedrich Karl, Prinzen Friedrich Leopold, geboren den 14. November 1865, fand Mittwoch mittag eine halbe Stunde vor Beginn der Feier, vor einem kleinen Familienkreise durch den Ober=Hofprediger Dr. Kögel statt. Sodann gruppierten sich die Glieder der königlichen Familie um den Altar, und die Gemeinde sang zwei Verse des Chorals„Ein' feste Burg ist unser Gott.“ Hierauf hielt der Ober=Hofprediger Dr. Kögel die Rede mit Unterlegung des Textes aus Hebräer 13, Vers 9, und daran schloß sich, nach dem im königlichen Hause üblichen Brauche, die Verlesung der von den Konfirmanden selbst abgefaßten Glaubensbekenntnisse. Der Domchor sang hierauf das„Veni sancte spiritus“, und die beiden Konfirmanden knieten vor dem Altar nieder. Zwei von der Gemeinde gesungene Verse des Liedes„In allen meinen Thaten" beschlossen die Feier. Darauf ging in der Kapelle des kronprinzlichen Palais die feierliche Einsegnung vor sich und zwar wurde dieselbe durch den GeneralSuperintendenten Hofprediger Dr. Kögel und im Beisein der gesamten Hofgeistlichkeit vollzogen. Derselben wohnten außer den Eltern der Konfirmanden die Kaiserin, der Großherzog von Hessen mit einer Anzahl Prinzen und Prinzessinnen, Minister und Gesandten bei. Der Kaiser wohnte der Einsegnungsfeier des scharfen Ostwindes wegen nicht bei. Nachrichten aus der Umgebung des Reichskanzlers heben hervor, daß der Kanzler sich selten so schnell gekräftigt habe, wie bei seinem jetzigen Landaufenthalt, und daß daher mit Bestimmtheit die Rückkehr des Reichskanzlers nach Berlin zu erwarten sei, um an den Arbeiten des Bundesrates und Reichstages teilzunehmen. Die konservativeagrarischen Kreise, welche gegen das Tabaks=Monopol sind, wollen sich energisch auf die Agitation für eine hohe Börsensteuer werfen. Es sollen demnächst Versammlungen in diesem Sinne arrangiert werden. Der Regierungsrat Roller aus Straßburg ist in Berlin eingetroffen, der Unterstaatssekretär Mayr wird am 8. April erwartet, beide werden die nunmehr vorliegenden gutachtlichen Außerungen der Bundesregiemarkt bei Herrn Gastwirt Hassel am Berg.=Märk. Bahnhofe: Der bereits am Montag begonnene Zutrieb ergänzte sich bis heute auf ca. 51 Stck. Speckschweine. Der Absatz war besser als am vorigen Markte und stellten sich die Preise für beste Qual.(Westfalen) auf 60, für zweite auf 56—58 Päa her Dienstag, 11. April er, Heideblume. Novelle von Elisabeth Voß. 3] Fortsetzung. Der erste Schatten an dem wolkenlosen Glückeshimmel des jungen Paares stieg auf, als der Brief des Vaters anlangte, dem Rose mit so viel Hoffnungen entgegengesehen hatte. Der einsame, unglückliche Mann hatte kein Wort der Liebe— nur einen Fluch für sein einziges Kind. Auf all das strahlende Glück der jungen Schleßfrau legte es sich wie ein schwerer, dunkler Schleier. Sie war wie erstarrt vor Schreck und Schmerz. Da endlich kam ihr ein rettender Gedanke. Sie flehte ihren Gatten an, er selbst möge zum Vater gehen, ihn bitten um seinen Segen, um seine Liebe, ohne die sie nicht glücklich sein könne. Roses kindlich vertrauendes Gemüt hatte keine Ahnung von dem oberflächlichen, selbstsüchtigen Charakter ihres Mannes, der wohl rücksichtslos das größte Opfer von ihr fordern, aber nimmer sich noch einmal vor dem Manne demütigen konnte, der seine Hand zurückgewiesen hatte. Bei den bittenden Worten seines jungen Weibes hatte er so häßlich aufgelacht, daß sie in einen Strom von Thränen ausgebrochen war, die trotz all der zärtlichen Liebesnamen, die er ihr gab, nicht wieder versiegen wollten. Tag um Tag verging, ohne daß Roses kindlicher Frohsinn, der den Graf immer aufs neue bezaubert, ihm die Stunden zu Minuten gemacht hatte, wiederkehrte. Er sah sie nur mit verweinten Augen, und schallt sie ungeduldig„eine thorichte, kleine Frau, die nichts wisse von der Macht wahrer Liebe, die alles zu überwinden vermöge.“ Und als sich unter seinen zürnenden Blicken ihre Thränen doch wieder hervordrängten, da wurde er heftig— so heftig, wie sie ihn noch nie gesehen hatte. Süßen: es ging bald vorüber, er lag wieder zu ihren Fußen, kußte die kleinen Hände, aber sie war verschüchtert bis ins innerste Herz, und es war vorbei mit dem alten, parmlosen Uebermut. Sie lächelte zwar wieder nach jener Scene und schien fröhlich, wie er sein Waldvöglein sehen wollte, sie sang auch, aber es war, als fehlte der Sonnenschein dazu. Oft suchte Rose jetzt die alte Barbara auf, rungen über den Monopol=Entwurf prüfen und unter Berücksichtigung derselben den Entwurf für den Bundesrat— voraussichtlich noch vor den Feiertagen— fertig stellen. Es wird derselbe somit das Osterei des Bundesrats. Man hält für wahrscheinlich, daß eine Deputation des Bundesrats und Reichstags sich zu der feierlichen Eröffnung der Gotthardbahn nach der Schweiz begeben wird. Wie verlautet, tritt die Kommission des Herrenhauses am 20. April zur Beratung der kirchenpolitichen Vorlage zusammen, das Plenum gegen Ende April. Darnach würde in der That, wenn es dabei bleibt, daß der Reichstag auf den 24. April berufen werden soll, das Zentrum leicht in die Lage kommen, Stelluug zum Tabaksmonopol zu nehmen, bevor die endgültige Entscheidung über das kirchenpolitische Kompromiß getroffen wäre. Immer wieder wird wegen Ueberbürdung der Schuljugend geklagt. Seitdem das seltsame Schlagwort aufgekommen ist, daß der preußische Schulmeister die Schlacht bei Königgrätz gewonnen habe, ist der Schulsack für unsere Jugend so voll gestopft worden, daß, wenn nicht bald Einhalt geschieht, der preußische Schulmeister auch einmal eine Schlacht verlieren wird durch die nervenschwachen, blutarmen, kurz= und schwachsichtigen Jünglinge, die er uns zur Armee liefert. Die Lokalblätter unserer östlichen Provinzen bringen fast täglich Berichte über Grenzverletzungen von Seite russischer Beamten und Grenzsoldaten. Der neueste Fall wird von Strasburg bei Thorn berichtet. Von dort aus begab sich unlängst ein Hausierer, welcher mit Uhren handelte, über die Grenze um seinem Geschäfte auf russischem Gebiete nachzugehen. Er wurde von den Grenzwächtern, welche ihn vielleicht für einen Schmuggler hielten, seiner Waren beraubt und totgeschlagen. Der Leichnam des Getöteten, welcher in Bromberg wohnen soll, wurde auf das preußische Gebiet gebracht. Das ist eine Thatsache, wie sich solche in dem immer aufs neue entbrennenden Grenzkriege nur allzu oft ereignen. Schweiz. In der Schweiz werden bereits große Vorbereitungen für die Eröffnung der St. Gotthard=Eisenbahn getroffen. Der erste von Mailand abgehende Zug wird den König Humbert, seine Minister und Deputationen beider Kammern tragen. In Bellinzona und Altorf wird der Zug die angesehensten Personen der Kantone Tessin und Uri aufnehmen und in Luzern durch die ersten Behörden des Bundes, sowie die Vertreter des deutschen Reiches empfangen werden. sodann wird die ganze hohe Gesellschaft den König nach Mailand begleiten, wo die städtischen Behörden ihnen einen von herzlicher Gastfreundschaft zeugenden Empfang bereiten werden. die die einzige Dienerin des Heideschlosses geblieben war, half ihr bei leichten, häuslichen Arbeiten, oder ließ sich in der Dämmerstunde allerlei schaurige Geschichten und Sagen der Heide von ihr erzählen. Die junge Gräfin war nämlich jetzt häufig allein, ihr Gatte saß viele Stunden des Tages in seinem Zimmer und beantwortete die zahlreichen Briefe, die aus der Residenz für ihn einliefen, und die ihn täglich reizbarer und unruhiger zu machen schienen. So verging ein Jahr. Um das Heideschloß herum blühte es wieder rot, so weit das Auge reichte, aber die düstere Wolke, die daruber stand, die so lange schon den Himmel des jungen, gräflichen Paares trübte, war größer und finsterer geworden durch Graf Stanislaus beständigen Mißmut, durch Roses Sehnsucht nach ihres Vaters einstiger Liebe. Eines Tages empfing der Graf in Gegenwart seiner Gattin ein Schreiben, bei dessen Durchlesen die Zornadern auf seiner Stirn hoch anschwollen. Rose kannte jetzt nur zu gut die Vorzeichen seiner ausbrechenden Heftigkeit, und sah mit Enisetzen, wie er wütend den Brief in der Hand zusammenballte und ihn mit einem Fluche zertrat.„Hol der Teufel die verruchten Wucherer, diese Blutsauger!" schrie er außer sich,„wenn jetzt nicht ein Wunder geschieht, oder die alte Tante endlich stirbt, bin ich ein verlorener, ruinierter Mann. Ich, ein Osmannshausen, der letzte unserer Linie!“ „Wissen mußt Du es doch einmal," fuhr er nach einer Weile etwas gemäßigter, zu der stumm dasitzenden jungen Frau gewendet, fort,„ich habe enorme Schulden in der Residenz, und werde bereits seit einem halben Jahre von diesen Teufeln in Menschengestalt gehetzt und verfolgt. Nur als dereinstiger Erbe des alten, reichen Fräuleins von Osmannshausen=Drettorf hatte ich bis jetzt Kredit. Sie muß nun in letzter Zeit, trotz meiner Entschuldigungsschreiben, über mein langes Fernbleiben entzurnt gewesen sein und muß Aeußerungen gethan haben, die meine ganze Zukunft in Frage stellen.— Du siehst, es ist die höchste Zeit, daß ich meine augenscheinliche Vernachlässigung wieder gut mache und vorerst wieder meinen Platz als sorgender Neffe an der Seite der alten Dame einnehme. Hoffentlich wird ihr letztes Stündlein bald schlagen, dann bin ich glücklicher Erbe einer Million, und hole mein schönes Weib, sie den neidischen Blicken der Kameraden vorzuführen. Bis zu dem Augenblicke muß freilich unsere Ehe strengsten Geheimnis bleiben, denn käme der hochgeborenen Tante eine Ahnung von der Mißheirat ihres Herrn Neffen, ich würde noch in der letzten Stunde enterbt.“ Rose vermochte lange keine Silbe auf die kalte, herzlose Rede zu erwidern, endlich bat sie ihn schüchtern, nur noch morgen, an ihrem Hochzeitstage, möge er bei ihr bleiben, sie wolle sich denn auch ohne Klage in die lange, trostlose Trennung finden. Doch der Graf war schon mit Reisevorbereitungen beschäftigt und erklärte entschieden, ihre Bitte nicht erfüllen zu können. Sein Leben, seine ganze Existenz hänge davon ab, die Residenz so schnell als möglich zu erreichen. Der Hauptgläubiger habe ihm heute geschrieben, er würde sich nur noch wenige Tage gedulden sich dann direkt an Fräulein von Odmannshausen wenden, und diese dürfe ebensowenig von seinen Schulden, wie von seiner Heirat wissen.— Am nächsten Morgen in aller Frühe wollte der Graf das Schloß verlassen, alles war zur Abfahrt bereit, doch diesmal sollte sein eiserner Wille von einem mächtigeren durchkreuzt werden. „Du wurdest geboren, und in seliger Freude legte Deine Mutter ihre süße Heideblume in die Arme des Gatten.“ Ein leiser Ausruf unterbrach die Erzählerin. „Deshalb, deshalb heißt Ihr mich Heideblume!“ flüsterte das tieferregte, junge Mädchen,„meine Mutter hat mich so genannt, meine arme, arme, teure Mutter. Ich glaubte, weil ich die Blume so liebe———— doch erzähle weiter, sage mir: wie war das Ende?“ „Dein Vater reiste am andern Tage sort; beim Abschied von seiner trostlosen Gattin schien es, als lebe noch einmal die einstige heiße Liebe auf. Doch dann war er fort, und Deine einsame Mutter dankte in täglichem Gebet dem Herrn im Himmel für die zarte Menschenknospe, die er ihr geschenkt, für die sie leben und sorgen durfte. Du warst jetzt der ganze Inhalt ihres Seins— von ihrem Gatten langte nur selten ein kurzer, flüchtiger Brief an. Er schrieb, daß er rechtzeutig angekommen sei, um das Schlimmste zu verhüten, noch könne alles gut werden. Die Tante liege seit lange schon krank darnieder und wolle ihn nicht mehr fortlassen, trotzdem eine junge Verwandte, Adeli von Wilten, zur Pflege bei ihr wohne. Seine ganze freie Zeit werde durch gesellschaftliche Verpflichtungen in Anspruch genommen. Es sei ihm eine große Beruhigung, daß niemand in jenen Kreisen von seiner Ehe wisse, wie auch besonders, daß Graf Dolarsen mit seiner Gemahlin seit lange das Waldschloß verlassen und ganz zu ihrer einzigen Tochter nach Polen gezogen seien. So wisse er sein Geheimnis gut bewahrt.“ Immer wieder tauchten in Rose die Worte ihres Vaters auf:„Ich gebe mein Kind nur einem Ehrenmann!" Sie hatte deshalb jetzt mehr als je den heißen Wunsch, ihre Heideblume in die Arme des noch immer so unendlich geliebten Vaters zu legen. Er könne nicht länger zürnen, meinte sie, wenn er ihren Liebling sähe, wenn sein Enkelkind ihm zulächelte, seine kleine Hannah, die den Namen seines so früh geschiedenen Weibes trug.—— Lange, traurige Monate waren wieder dahingegangen, ohne eine Zeile von dem Grafen zu bringen, da faßte die verlassene Frau den Mut, abermals an ihn zu schreiben, ihn anzuflehen, ihr zu erlauben, mit ihrem Kinde so lange zu dem Vater zu gehen, bis er komme, sie heim zu holen. Nach geraumer Zeit kam eine kurze, flüchtige Antwort, der Graf schrieb in sehr gleichgiltigem Tone, Rose möge thun wie sie wolle, ihm sei alles gleich, wenn nur sein Geheimnis bewahrt bleibe. Kein warmer Hauch der Liebe, nach der sie sich so unsagbar sehnte, wehte der unglücklichen Frau aus den kalten Worten entgegen, und zwischen den Zeilen klang es ihr heraus, als seien Weib und Kind ihm eine Last. Die Wolke über dem alten Heideschloß war jetzt so düster geworden, daß die holde, bleiche Schloßfrau keinen Lichtstrahl mehr sah, bis der grelle Blitz daraus herniederfuhr, der sie zu Boden warf.— Es war an einem heißen Sommertage. Die alte Barbara war mit Deiner Muner beschaftigt, den Reisekoffer zu packen, als der letzteren zwischen verschiedenen Papieren und Zeitungen, die sie zum Einlegen benutzen wollte, eine fremde Nummer au fiel, die nicht ins Schloß gehörte. Sie mußte durch einen Zufall mitgeschickt worden sein, und da sie noch neueren Datums war, überflog Deine Mutter die Spalten. Plötzlich blickte sie starren Auges auf eine großgedruckte Anzeige unter den Familiennachrichten: „Die Verlobung ihrer Nichte, Adeli von Wilten, mit nland. mann über die Art und Weise der radikalen Desinesten, Duer ud ue uedenuben, us un, Zhwrt. Ga st derausf ausmnertisenze wecheg, boeß, Hheriga des Pesteie, Gapl K die Lanate, Ba, Stpurte. Gihhuasteutounberzde Bat aus bin Lagerust entschen aint. Asigns, uunsg. reich soll nun werden. wie die Atheisten sagen, so kann man do man kann doch nicht ein Nichts zum Zeugen anrufen. Auch muß doch, sagen ferner die Ungläubigen, ein gebildeter Staat auf die Gottesleugner in seiner Mitte soviel Rücksicht nehmen, daß er sie d weit zur Heuchelei zwingt, indem sie schwören.„Die A schaffung des Eides in allen seinen Formen sei zu einer Zivilisationsnotwendigkeit geworden,“ meint auch unser Fortschritt. Nun ja, dann allerdings könnte man den Eld abschaffen, wenn alle Gott so fürchten und lieben würden, daß sie stets die Wahrheit und nur die Wahrbepen, ob n vovt.. gerdnas ein großer Zioli= A heit sagten. Das wöre allerdings ein großer Zit sationsfortschritt. Daß aber die Gottesleugnerei und die daraus hervorgehende Beseitigung des Eides ein solcher Fortschritt sei, kann nur ein Thor glauben. Und fast mit dem gleichen Recht könnten die Besitzlosen die Aufhebung des Eigentums, beseheschr g## Mörder die Aufhebung des 5. Gebotes, brecher die des 6 Gebots u. belomnmt die Stimmung von Leuten, die von teo nären oder gar von mörderischen Neigungen entfernt sind, einen mihlistischen Zug, ind= g. hr. 54 der Verurteilung des gesamten bestehenden der öffentlichen Dinge überlassen. Und unwilltätlich macht es auf solche, an Mißmut, Hoffnungslosigkeit, Zerfahrenheit krankende Gemüter Eindruck, Mann ihnen mit Selbstvertrauen und einem Feinde, einem Quell alles Uebels vorfaselt. hat der Moskauer Slavismus auch in Petersburg stark an Anhang gewonnen, zur nicht geringen Besorgnis der dortigen deutschen Bevölkerung. Denn wohl nicht ohne Grund fürchtet man von dieser Bewegung Ag Ausbruch der Volksleidenschaft eine Deutschen d### Sensationsnachricht! Laut Befehl des russ die Pferde der Artillerie=Reas geas ae hcen i. Kalse edn Hals Der Ueber=]für treue Dem wackeren schrocenes Vorgehen in erster sadann der gesamten Sanitätskon der wenn ein Mut von So aes galschäshen Jasdt, salte 645 3. Saal sehr bald gefült und wurden die Zuschauer durc vortefliche Lahungn, erstent, Dor„AHzren, scrodkenes Vorgetzen in erster Lue Heren Aninaun (hes bot ein denich beventender 8v..(Gutsahr, sodann der gesanten Saniäitslonmisen Vrein gesichr, betste den besten Dop)., Bästagesund u besondeten dem Leiter des Lazareitz und der Aversck, I1. Apilt. Am erten voertigeund iw Lusgabe Hern Dr. Schefer. Herr Ami. in aber Feitze pelte die Aplertecter Aoph, uneu mann Guzahze danle fur sich und im Namen de: Koeral von Aurcturne der vvongelschen Auch, Zezer, Sonizastgonmisson und legte dar, wie nur dul. Der vwische oher, unte, besuyg, Gzertag, unter Vereinigung allr Keiste dos erzselle Resaltot zu Rieite, von Soie,„uns um vihen Ie gu., viel reichen gewesen sei.— Herr Scheffer nahn den Mitwirlung aines Telles der Aplerbecher Ho,.—. Dank gur unter der Bedingung an, doß er auf ihn Ponde, Aodächzig lauschte die Geneinde der Bgevv,) Von. ,.a, Herg Holigen gleichmäßzig repartiert Scheffer nahm den — einen hetze. „ Ehe Kriegsministers, sollen die Pferde ü beus.. e„ A. seh, Der Beszggung, D er 84h der. Denenlierung, auf So und seine Herrn Kollegen u Peaeisterung geoebten und emdongeg, vord), Berdge, Nachden noch Her Aminann Gutische von e äheinen, 10. Uprik. In der P/gapvon Sansog neg, anosensen He ven Aezsten das Versprechen entZeit einen Bericht bntog bon en 4 Heselhstverschedene Ehoaren gegenzenonmeg haute, in kunger Zei ja doch so ein Atheist ganz ungeniert:„Gut ist die Wahrheit, so lange sie uns Genuß bereitet; gut Verstellung, aber auch die Lüge, der Meineid, und Schmeichelei, wenn sie uns Vorteil bringen. ist die Ehe, so lange sie uns beglückt; gut nach u ständen auch der Ehebruch. Ebenso der Betrug, Diebstahl, Raub und Mord.“ Das ist die Moral des Materialismus; und wenn nicht alle Ungläubige so schamlos sprechen und handeln, so kommt dies bekanntlich nicht von ihrem Unglauben her, sondern von dem Rest des Glaubens, der noch ihr Gewissen beeinDer gambettistische, gewesene Kultusminister Aus dem Innern Rußlands dringen alarmierende List Gerüchte von einer sich dort unter der bäuerlichen Gut Bevörkerung(Muschiks) verbreiteten Bewegung, die, gut nach Um=[wenn sie nicht im Entstehen unterdrückt werden sollte, die Pläne der Panslavisten=Partei leicht vereiteln und der ganzen inneren Lage des russischen Reiches eine andere Wendung geben könne. Diese Bewegung richtet sich gegen die Tschinowniks(Beamte). gestohlen. Auf die Ermittelung des Diebes ist eine Belohnung von 20 Mark gesetzt. Iserlohn, 6 April. Herr Kommerzienrat Hugo Ebbinghaus hat zur Unterstützung der Witwen und Waisen der definitiv angestellten Lehrer der I. O. die reiche Gabe von 30,000 Mark Die G605 flußt. weiter ein Bert, der das Wort gesprochen hat:„je der Religion sich entfernt, um so mehr hat während seiner kurzen VerSo nahm er 4000 , armer und gab Volk von kommt es voran, waltung hübsch gewirtschaftet. Franken, die zur Unterstützung gebrechlicher, evangelischer Geistlichen bestimmt waren, davon seinen Freunden, die schon vorher ein Jahreseinkommen von 10,000 Fr. hatten, Neujahrszulagen; und aus der Kasse für bedürftige Beamtentöchter stattete er zwei Schwestern eines Bekannten je mit sterium hat im großen nicht viel anders gehaust, und der jetzige Finanzminister hat offen aufgedeckt, furchtbar die Schuldenlast Frankreichs in den die kein wie denn zu wie in den letzten Zeiten gewachsen ist, obgleich man stets von der blühenden Finanzlage des Staates redete den Leuten Sand in die Augen streute, auch die deutschen Demokraten voll Bewunderung zu den Leistungen der französischen Republik aufblickten Rußland. Die Nachrichten aus Rußland klingen immer un erguicklicher. Dos Zurentum ist zu einem Schatten herabgesunken, aus dem herrschenden Chaos wächst das Schreckgespenst Ignatieff immer riesiger hervor, in Petersburg stockt aller Verkehr und das Schweigen eines Kirchhofes würde dort ganz und gar herrichen, wenn nicht alle Welt sich mit der sogenannten hohen Volitik beschäftigte. Was man darunter zu verstehen ist eigentlich schwer zu sagen. Im Grunde geht land. hat, sie darauf aus, alles Bestehende für schlecht zu halter etwas ganz, ganz anderes zu wünschen, zu eusischen Beanten Riod wegen Ahrer ex=gezagg, des Luigenge Poize, Ausbeutung des Volkes und ihrer brutalen Beyanolung desselben bei allen Schichten der russischen sellschaft im höchsten Grade verhaßt. Der russische General, der neulich meinte, Russen könnten keinen Krieg führen, weil sie Pulver vorrätig hätten, scheint doch im Irrtum gewesen zu sein. In Dünaburg haben die Soldaten nämlich noch welches gefunden und 240 000 Pfund davon heimlich verkauft. Die s ache ist jetzt Licht gekommen und 300 Verhaftungen haben stattgefunden. Wieder echt russisch. Spanien. In Barcelona, Hauptstadt der spanischen Provinz Catalonien, erste Handels= und Industriestadt des Königreichs, ist wieder einmal eine Revolution ausgebrochen. Es soll schlimm aussehen. Ueber Cataeis von verslonien ist der Belagerungszustand verhängt. Die hegige,) und dadurch Ursachen sind gleichzeitig wirtschaftliche und politische. Schuse vor, Amerika. Hei aller M Jüngst wurde in Boston eine neue Kirche eingeweiht und als Seelsorgerin eine Mrs. Klara W. Bisben ordiniert. Dieselbe hatte ihre theologischen Studien im Garvard=College absolvirt und soll eine Predigerin von bedeutendem Talent sein. Es muß ooch einen eigentümlichen Eindruck machen— eine Dame auf der Kanzel im Talar. Im Monat März d. J. sind in den Vereinigten Staaten 42,743 Einwanderer eingetroffen, 13.835 mehr als im März des vorigen Jahres. Von diesen 42,742 Einwanderern war fast die Hälfte aus DeutschWie wird es erst in den Sommermonaten gehen! In Amerika ist am 21. März ein neuer Komet Realschule : Iserlohn, 8. Apeil. Städtische höhere Mädchenschule zu Iserlohn. Dem zu Ostern d. J. erschienenen Schulberichte dieser blühenden, unter der Leitung Kreyenberg stehenden Anstalt entnehmen Ostern ist die Sie besteht, mit selbständigen aufsteiTreten die Mädchen wir folgende Notizen: Der erste Bericht erschien 1878. Seit jener Zeit, also schon 4 Jahre lang, Schule auf das vollständigste organisiert. Ausschluß der Elementarstufe, aus 7 sell genden eigentlichen Mädchenschulklassen. Trei mit dem eben vollendeten 9. Levensjahre ein, so haben sich mit 16 Jahren ein den Anforderungen der jetzigen Zeit entsprechende höhere weibliche Schulbildung erworben, D##e Schule hat in allen Klassen einjährige Kurse und ist gemäß den Normen eingerichtet, welche im August 1873 von einer Ministerial=Konferenz Sachverständiger in vertig Isgerloza, sondern namen tlich augh umliegenden Städten und Ortschaften recht beherzigen, von wie unschätzbarem Werte gerade in Zeit eine allseitige und gründliche Ausbildung auch ihre Tochter für das spätere Leben ist! Der Bericht weist dann auf den zweifelhaften Wert der sogenannten„wissenschaftlichen Pensionen“ hin und empfiehlt dafür den auswärts wohnenden Eltern, ihre Töchter min destens die oberen Klassen der vollständig organisierten höheren Mädchenschule besuchen zu lassen. Auch zum Lehrerinnenberut, hereitet die welche auch und er entdeckt worden. dem Grafen Stanislaus von Osmannshausen, Königl. Hauptmann a. D., erlaubt sich anzuzeigen Leonore von Osmannshausen, Freien von und zu Drettorf.“ Dieser Schlag traf Deiner Mutter bis ins Herz.— Mit einem furchtbaren Schrei fiel sie zu Boden, und als die zum Tode erschrockene Dienerin sie aufrichten wollte, entstürzte ein Blutstrom ihrem Munde. Mehrere Tage lag sie totkrank zu Bett, doch trotz aller Bitten und Vorstellungen Barbaras war sie nicht zu bewegen, den ziemlich entfernt, wohnenden, freinden Arst, rufen zu lassen. ihre Hannah in die Heimat gebracht hätte. nahm zu nehmen. von Sie wollte nicht krank sein, wollte nicht sterben, ehe sie hre Hannah in die Heimat gebracht hätte. Mit übermenschlicher Gewalt raffte sie sig, endlich auf, H## Abschied von den beiden treuen Seelen, die ihre geliebte Herrin nicht scheiden lassen wollten, und reiste in turzen Tagereisen hierher, weo wie Du weißt, ein abermaliger Anfall Deine Mutter dem Tode nahe brachte.“— ————„Sie hatte ihre traurige Geschichte Ende erzählt, unsere arme, kranke junge Frau,“ fuhr Pastorin Nordow fort, indem sie liebevoll die kleinen, kalten Hände ihrer fieberhaft erregten Zuhörerin in die ihren nahm,„und sank nun gänzlich erschöpft in die Kissen zurück. Doch nach einer Weile richtete sie sich wieder auf, bat mit matter Stimme meinen Mann, noch heute an ihren Vater zu schreiben, ihm zu sagen, daß sein Kind nicht sterben könne, ehe er seinen Fluch in Segen verwandelt, daß sie ohne seine Vergebung nicht vor das Antlitz der toten MutTief ergrisen drücke mein Galte einen Kuß auf die bleiche Stirn der armen Dulderin und erfüllte sogleich nehmen. Nur zu mir sprach sie, wenn wir allein waren, ihrem baldigen Ende und auch oft von ihrem Gatten. In der letzten Zeit, als sie sich täglich schwächer fühlte, sagte sie einmal zu mir:„Ich bin ganz ruhig jetzt, Marie, ich glaube, Gott hat meine Gebete, meine bittere Reue nicht verworfen, und wird sein Kind aus Gnaden in seinen Himmel nehmen. Und glücklich bin ich, weil ich meine Hannah in treuer Obhut zurücklasse— ich möchte, gar nicht länger hier unten bleiben, ich sehne mich nach oben, wo alles so licht, so hell ist— ich gehe gern. Aber wenn er kommen sollte, mein Stanislaus, und er will sein Kin und er sehnt sich nach ihm, dann gebt es ihm, laßt es sein guter Engel werden, der ihm den mir nach zum ewigen Frieden. Sollte er nicht kommen, dann behaltet Ihr meine Haideblume, dann sei Du ihre Mutter, bis sie erwachsen ist und des Großvaters Freude und Stütze im Alter sein kann.— Ich weiß, Du nimmst meine Waise an Dein treues Herz,“ schloß sie, beide Arme um meinen Hals schlingend,„lasse sie ein 1 frohherziges Kind sein, und bringe ihr die Grüße ihrer die sterbenden Mutter erst, wenn sie dieselben ganz verstehen kann.“ lton] Damit gab sie mir ihre kleine Bibel, in die sie selbst einen Spruch für Dich geschrieben und eine ihrer dunklen Ein trüher Novemberabend sollte der letzte ihres sehen Marie, Weg zeigt, und es werden die betreffenden Fälle genannt. Bei aller Wissenschaftlichkeit aber ist die Anstalt bestrebt, den Grundsatz: Mens sana in corpore sans(Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper) getreu durchzuführen. Bewährt haben sich u. a. die neuen Schulbänke, von anderen Schulen adoptiert sild. Den Lebgend, unterrichtet die Schule in der Religion, dem Deutschen, Französischen(hier z. B. in 35 Stunden wöchentlich!), Englischen, der Geschichte, Geographie, Naturkunde, dem Rechnen, Zeichnen, Schreiben, Gesang, den weiblichen Handarbeiten. Die Leistungen derselben sind genügend bekannt. Beginn des Sommersemesters Montag, den 17. April er. Anmeldungen neuer Schülerinnen bereits Mittwoch, den 12. April. Möchten denn recht viele Eitern sich überzeugt fühlen, daß fur ihre Töchter der Besuch einer solchen höheren Mädchenschule anderen Unterrichtsgelegenheiten, die oft in weiter Ferne gesucht werden, vorzuziehen ist! *s* Von der Ruhr, 8. April. Abermals ist der Frühling bei uns eingekehrt und zwar etwas früher als gewöhnlich. Unter unsern Augen wird es wiederum wahr, was der Dichter sagt:„Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen und verneuerst die Gestalt der Erde.“ Ueber unserm Haupte erhebt sich schon die Lerche, ihr Lobund Danklied singend, und im Gebüsch lassen Finken, Amseln und viele andern ihr Lied ertönen. Einige von den gefi derten Sängern, welche den Wintr über verweilten, sind bereits wiedergekehrt. Die Stare wiegen sich in den Wipfeln der Bäume, und wer sähe nicht mit Entzücken zu ihnen empor, wenn sie ihren herrlichen Gesang mit dem Schlage ihrer Flügel begleiten? Unwillkürlich kommt uns bei solchem Anblick das Wort jenes Frommen die Lippen:„Frage doch das Vieh, das wird dich's und die Vögel unter dem Himmel, die werden dir's Oder rede mit der Erde, die wird dich's lehren, und Meere werden dir's erzählen, daß des sönlichen wissenschaftlichen Erfahrungen und Beobachtungen während der Epidemie einzuliefern, schloß die Versammlung. Für das in diesem Jahre in Unna stattfindende Märkische Lehrer=Gesangfest, wo vor 50 Jahren der Verein auch sein erstes Fest gefeiert hat, ist soeben die Partitur zu dem damit verbundenen Konzert schienen. Letzteres zerfällt in 2 Teile. Der 1. Te beginnt mit dem Choral:„Schwingt euch auf, Jubelchöre,“ dann folgt die Hymne von Zöllner: „Heiliger Friede umfließt Fluren und Haine voll Ruh,“ woran sich das Morgenlied von F. Schnabel schließt: „Wie lieblich winkt sie mir, die sanfte Morgenröte,“ dem„Sabbatfeier“ von Franz Abt:„Still Erde sanft im Morgentraum“ folgt. Einen schönen Abschluß erhält der 1. Teil durch das Chorlied von Becker:„Wir schauen mit seligen Blicken das heilge Gotteshaus.“ Der zweite Teil eröffnet mit der Motette nach Psalm 130 von Klein:„Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir," worauf die Hymne an den in den Erlöser von Neukomm:„Licht vom Lichte, Jesu, wie liebevoll“ folgt, daran schließt sich das Ergeles, be. arbeitet von Engelhard:„Gnaoe sie senegt und Ruh;“ und den Schluß des Konzerts bildet das diesjährige Fest wird sich voraussichtlich um artiger gestalten, als damit die 50jährige Jubelfeier des Vereins verbunden ist. F Altena, 9. April. Heute nachmittag wurde Altena gegenüber ein Mann vom Eisenbahnzuge überfahren. Der Tod erfolgte sofort. Die Stadtverordneten zu Witten beschlossen, Den Lehrplan anlau Getränkesteuer einzuführen. Eine harte Strafe traf den Niesmann in Ahlen Derselbe wurde gestern der Landgerichtsstrafkammer zu Münster der Steuerdefraudation(nicht angemeldetes Einmatschen) in 96 befunden, und dieserhalb zu einer eine Brennereibesitzer von Fällen für schuldig befunden, Geldstrafe von 3874,82 Mar ehr bedeutenden Kosten des Verfahrens verurteilt, auch wurde auf Konfiskation dreier Bottiche erkannt Und die Moral von der Geschicht": Beschummele den Fiskus nicht. Ein Bewohner des Wupperthales, der sich ein Faß amerikanischer Schinken kommen ließ, war nicht wenig erstaunt, dieselben bei der Verzollung als Baumwollenwaren tarifiert zu sehen. Der Grund war der, daß die Schinken in Amerika beim Räuchern in Baumollenstoff eingenäht werden, damit sie vom Rauch t zu sehr geschwärzt werden. In Frankreich wird nich auf lehren, sagen Heren band das gemacht hars.— Unter den Frühingsboten zeichnen die Stare sich bekanntlich, hadurch aus, daß si sie gern in der Nähe der Menschen weilen. Sie gestatten sogar, daß wir ihnen an unsern Häusern und in deren Nähe Kästchen aufhängen, die sie bereitwilligst zum Ausbrüten ihrer Jungen benutzen. Legen wir ihnen das Material zum Bau ihrer Nester, etwas Stroh, Heu u. s. zur Hand, so machen sie auch davon sehr gern Gebrauch, und beim Einsammeln desselben scheint es oft, als wollten sie uns mit ihren klugen Augen ihre Dankbarkeit für Hülfleistung bezeugen.— Wer sollte es aber glauben, daß Menschen gibt, die die Zutraulichkeit dieser lieben, Tiere ein ähnliches Verfahren beobachtet, indem der Schinken mit Binofaden umwickelt wird. Der berühmte jambon de Bayonne wird daher wohl nachstens als Seilerware nach Deutschland eingeführt wergen. Der erste Beamte der Steuerkasse zu verden ist 1. April verschwunden; es werden zirka 8000 am daß dort am 5. April Fehlt es ihren auf hohem Ein trüber Novemverageno souie vr... 68 Menschen gibt, die die Zu Phcue e de dach er#sich dos Schlimmstel chen dazu benutzen, sie ins Verderben zu stürzen. Feb der teibebengte Piater, vemn vog enou.g, v.., wort, doch nicht an roben Buben, die sich nichtscämen, mit nicht länger hate vervorgen hleiben können, Bett v..„ verderblichen Geschossen die arglosen Sänger auf losem Schmerze sein Kind fest im Arm. Dus Veuer Baum, wenn ihre Brast von Freude und Wonne übersießt, fluckerte im Osen und beleuchtete dann und wann bos zeimtächisch zu morden. Noch schändlicher offenbart sich die tunge, bleiche Antitz, dem der Todesengel bereits seinen Hinterlist dieser Menschen darin, daß sie endlich, wenn die e up au gegpe bu Hroßpater mit fast versagender jungen Stare dem Reste bald entschlüpsen wolen, die Alten bereits die Schwalbe zwar die sogenannte Rauchschwalbe, welche passenden Kopfbedeckung nimmt ein Ende. 1 Mark vermißt. Aus Ueuß wird berichtet, wieder eingetroffen sei, und immer im Frühlinge zuerst eintreffe und im Herbste zuletzt fortziehe. ] Ein wahrer Wohlthater der Armee ist der Fabrikant Mieß in Coblenz. Derselde hat sich eine Vorrichtung zum Enger= und Weitermachen der Mützen patentieren lassen. Jede Militärmütze paßt somit auf jeden Soldatenkopf und das mühsame Aussuchen einer e e d d.... au der grese Vater vor dem Vete Stimme sprechen z„Verzieb mir noch einmatz, vos, 6. Dir Zwei Tage später lag seines Kindes auf den Knien, er streichelte bis, 2—hränen stliehzteg Kind. Gott der Her segne Dich tausendmall: Hande, die sie ihm entgegenstregte, und große Tyranen] vei.; zielten sich Vater und Tochter umschlungen; dann iom über die gefurchten Wangen, ,. 4./6, Waie, öffnete Deine Istutter zum letten Male die großen Augen, rannen ihm über die gefurchten Wangenz:,#oie — Wie war sie gluclich, die holbe Rose! Und sie:— Wie war ste gtuchichigermächtige Freude streate meinem Manne und mir die Hand Wirklicg, wir alle glaubten, doe. v.o.u.( Lepen und flüsterte mit toesmatter Stimme:„Habt vermöge dem buthiuig=gind ste wart einmaterschin zuis.) Hanel— Gebt mir mein Kind.“ Pntrtng Da hörte ich Deinen Oropouze, u.,.„o t,, HHzx in Schlngen vor der Oeffung der ausgehängten Käsichen fangen und dann jene samt den Jungen zubereiten und mit kannibalischer Gier verspeisen. Solche Menschen mit ihren Werken der Pest, die im Finsteren schleichet und Lange bielten sich Later und u„..,, zgen der Seuche, die im Mittage perderbet. Darum gilt, es, daß öffngte Deine Miutter zum sepien Miate dir Broven. b.upr,z1 jeder fühlende Mensch als Anwalt der hülflosen Tierchen nem Monne und mir die dand entgegen und leder fühlende Wenso(, derartige Grausankeiten an geDas Sol- und Thermalbad Königsborn. Der ganze Ort hat den Anstrich einer gewissen Wohlabenheit und Eleganz gewonnen. Der Augenschein lehrt, erst in den letzten sanden ut, vihzen die Haupbegegee 865. ——— Dank— habt wunderschön mit überirdisch leuchGenesung zu bringen. den leise geröteten Wangen und den Der Obersörster verließ nur selten das Krankenzimmer, tausend kleine Aufmerksamkeiten, tausend Liebesworte hatte er für seine Tochter, die er so glücklich dadurch machte. Gleich nach seiner Ankunft bei uns blieb er eine lange Zeit allein mit ihr— da war wohl viel vergeben worden, und alles hinweggeräumt, was die beiden Herzen so weit getrennt hatte.— Später ward die Vergangenheit nicht mehr erwähnt, nur der Zukunft wurde gedacht, und wenn Dein Großvater am Bette der Kranken saß, Dich, sein Enkelkind, auf seinen Knieen schaukelnd, oft davon gesprochen, wie schön es werden solle, wenn Deine Mutter wieder daheim wäre in ihrem stillen, grunen Letztere aber wußte wohl, daß sie die Heimat nimmer wiedersehen werde, aber sie konnte es nicht übers Herz bringen, dem schwergeprüften Manne auch diese Hoffnung ihre sehr auftrete, und wenn es für verartige Grausamkeiten an geeigneten Strafmitteln fehlen sollte, so wolle man hoch. Dafür sorgen helfen, daß die Unmenschen der öffentuichen Schande preisgegeben werden.— holzwickede, 5. April. Heute nachmittag fand hier im Linhoffschen Gasthause— hoffentlich die letzte Sitzung der Sanitätskommission des Amtes Aplerbeck statt, zu welcher auch Herr Kreisphysikus e sacte eaise eicde Lelik de lock die Leseaulel on gerechuet, ie 9oh Die. Fzeig so zu ewpetere oz aß KönigsNach ! U n d a l s D u s t i l l a n i h r e r S e i t e l a g s t, w a r e n letzten Worte:„Vergebt ihm,— ich habe ihn so geliebt.— Verlaßt meine Haideblume nicht— Vater, lebe woti— ich gehe beim.—......, Achrerisene G. Krampfhaftes Weinen unterbrach die tiefergriffene Erzählerin.„Meine arme, süße Mutter,“ schluchzte Hannah, zwarum muttest Du serbenl was bot 2), Die hase, Dk,. Hagenaan aus Dorimnund erschienen war. en La uis ascan acr d. Liste Chnschele „Lebt er noch?“ fuhr sie in steigender Erregung fort, — glebt er noch, weißt Du es?“ „Sei ruhig, Hannah,“ entgegnete die Pastorin,„vielleicht baderst Du mit einem Toten. Wo sie vergeben hat, hast Du kein Recht mehr zu zürnen. Die Rache ist mein, spricht der Herr."(Forts. folgt.) Eckrankungen wurde zunächst beschlossen, noch einige Hammer a. d. 4ppe, u“ Tagg, enthält o v8t. Tage das Pockenlazarett, wenn auch ohne Patienten, entpikelt eine soiche enorme Menge von Kossensture, bestehen zu lassen, bis zur endgültigen Konstatierung der Thatsache, daß uns die Pocken ganz und gar verlassen haben. Sodann protokollierte Herr Amtmann Gutjahr die Vorschläge des Herrn Dr. Hagedaß das ausfließende Wasser einen weißen Schaum bildet ganzen Rohrturm, welcher darüber erbaut ist, dichten Nebel erfüllen. mit einem Um nun in Königsborn auch ein hermalbad ersten Ranges zu #en kühnen Entschluß, die ca. 2 Quelle nach Königsborn über And bereits so weit gedieh Thermalbades zu Beginn der Gbesichert erscheint. Damit tri Phase seiner Entwickelung, die K. Zugleich mit der Erwer der Bau eines neuen komfort genommen, welches heute b# Dasselbe soll 80 Badezellen, 2 Entrees, Warteräume u. s. w. neuesten Erfahrungen auf den eingerichtet. Das Gebäude bil vom Haupteingange liegen in Rotunden die Damenbäder, di bau enthält die Herrenbäder. seiner Ausdehnung einen an Eindruck. Mit dem alten Benthält, verfügt Königsbornj also in der Lage, den größte Im Zusammenhange mit der sorgten nun auch die Besitzer fi Ein neues Logierhaus, sowie rbaut, bestehende Logierhäuser spekulation regte sich, so daß Saison über die doppelte Anz wie in der vorigen. Ferner wirklich großartiger Weise ern sterile Fläche von etwa 10 Bodens halber nicht mit Erf wurde mit Muttererde überded Teiche und Alleen zur Verbi jetzt im ganzen wohl ein #decken, mit den Gradierwerke menadenwege geschaffen. Füt gäste wird durch eine ständige im letzten Jahre als vortreffli Reunions 2c. gesorgt werden. Sommertheater zu errichten, in in der Woche Lustspiele und sollen. Königsborn wird also Zwas nur irgend in einem Bo werden pflegt. Ein ferner bereits eine beschlossene Sac einer Pferdebahn zur Verbi Bahnhöfen(der Köln=Minden fälischen und Bergisch=Märki Unna) und zugleich mit der Entfernung bis zu den Bahnh und bis zur Stadt nur etwa die Pferdebahn doch von gro eil dadurch ein billiger und ommenden und abgehenden Stadt Unna für die Unterbr ezogen wird. Bei der durch heilkraft der Bäder, deren Ind von Werries noch bedeutend ohl mit Sicherheit behaupten eschilderten Erweiterungen u u den besuchtesten Bädern äh Unsere industrielle Provinz, we Zu den behufs ihrer Wieder Thermalbäder angewiesenen lühen des Bades Königsborn begrüßen. zu chupgen Vgsichtlich des Konsoets und der Unterhaltung be De u—-Zestast Kags veroient hekt. Zounsiast bude ausftießenden Soiguantuns, den enormen Heyensauz, nd Salzgehalt und ihre hohe Temperatur schon langst die 94 t Ves,. Pg,.Deeh, Zie gunse itmit einer Temperatur 64 i6 bes De Our), ,eguege, heit mit einer Tenperatut Kochsalz und und Lank Anfangs April weich asser ein und werfe ##eden Schoppen Wasser. o die Kerne angeschwol Salzwasser ab, breite die ##nd trockne sie so weit, Dreuen kann. Jetzt bring Gewöhnlich in die Erde. erden von den Mäusen der Regel schon anfai bockenem Wetter muß das? Verwendung der Spina Bekannt, ist der im Herbste Beeignet, im Frühjahr rasch Frankreich sucht man dieser Selfen, daß man die Sten Ind zart sind, in der Küche Blätter ab, und die S Sreitet sie dann etwa wie Diese Stengel sollen ###ftes Gemüse sein. Ein Wort zur Heb Ein Persischer Kalif tra en 80jährigen Mann an ging auf den Alten zu un u noch zu leben, daß Dui anzest? Du wirst doch w eßen wollen; warum machs ##nd Arbeit?“—„Herr, ich Bäume gepflanzt habe, üchte ernten. Es ist bil #iter zethan haben, diese r Früchte; da wir nun die rum sollten unsere Nach genießen? Ich denke, m #tet der Sohn. Und es ssen, daß ich auch im Al Schwelt gethan habe“. Solche Greise beschämen Er keine Bäume pflanzen en die von andern gepflat An Personen, die mit Lu es zu keiner Zeit gefehl Pflanzt und zu wenig gehü bei der Obstreife, is Frößlinge, um den Apfel Dne zerbrechen und in m eit und Mühe des Pflanz noch strenge Winter, wünschenswerte Eifer f dem müssen wir sorgen en kommt Zunächst ist u guten Instandhaltung: bendere Aufmerksamkeit ge ### Ortslehrer die Knaben bi# Obstbaumzucht erhalten eins Hauptbedingung für di wohlgepflegte Baumschule fü Obstkultur.— Nicht am Ve n Pflanzen, Pflegen und Luß und Freude finden. Blumchen setzen, veredeln au dadurch erfahren und Schweiß und Gebuld dazu Früchte vom Baum schüttel Die Amerikaner5 llagen kultiviert, das Obst Mdarrverfahren durch gu ionen werden für Mehi se der radikalen Desinn Name, welcher wohl d. Uebrigens braucht in das Haus fürderhin die Desinfizierung soll, es bisherigen Dirigenten seffer, so gründlich vollelben wohl keine gesunexestieren wird. Nunhysikus Dr. Hagemann reises seinen Dank aus bstloseste Hingabe, uner: Linie Herrn Amtmann sten Sanitätskommission r des Lazaretts und der Dr. Scheffer. Herr Amtch und im Namen de te dar, wie nur dur erzielte Resultat zu ererr Scheffer nahm den ung an, daß er auf ihn gleichmäßig repartiert Amtmann Gutjahr von sten das Versprechen entkurzer Zeit einen Bericht mnschaftlichen Erfahrungen der Epidemie einzuliefern, re in Unna stattfindende , w o v o r 5 0 J a h r e n d e r st gefeiert hat, ist soeben verbundenen Konzert erin 2 Teile. Der 1. Teil „Schwingt euch auf, ihr die Hymne von Zöllner: uren und Haine voll Ruh," von F. Schnabel schließt: r, die sanfte Morgenröte,“ ranz Abt:„Still ruht die um“ folgt. Einen schönen il durch das Chorlied von seligen Blicken das heilge te Teil eröffnet mit der von Klein:„Aus der Tiefe worauf die Hymne an den Licht vom Lichte, Jesu, wie ließt sich das Chorlied, be„Gnade sie sendet Trost uß des Konzerts bildet das von F. W. Berner. Das voraussichtlich um so großnit die 50jährige Jubelfeier Heute nachmittag wurde nn vom Eisenbahnzuge überte sofort. zu Witten beschlossen, eine traf den Brennereibesitzer Derselbe wurde gestern von ner zu Münster der Steuerneldetes Einmatschen) in 96 iden, und dieserhalb zu einer Mark und zur Tragung der des Verfahrens verurteilt, ition dreier Bottiche erkannt von der Geschicht": in Fiskus nicht. 's Wupperthales, der sich Schinken kommen ließ, war selben bei der Verzollung als ert zu sehen. Der Grund war in Amerika beim Räuchern in werden, damit sie vom Rauch werden. In Frankreich wird beobachtet, indem der Schinken t wird. Der berühmte jamrd daher wohl nächstens als hland eingeführt werden. der Steuerkasse zu Verden ist den; es werden zirka 80000 richtet, daß dort am 5. April wieder eingetroffen sei, und auchschwalbe, welche immer im und im Herbste zuletzt fortziehe. hater der Armee ist der FabriDerselde hat sich eine Vorund Weitermachen der Mützen ede Militärmütze paßt somit auf o das mühsame Aussuchen einer se nimmt ein Ende. Thermalbad Königsborn. den Anstrich einer gewissen Wohlgewonnen. Der Augenschein lehrt, 1 und Anlagen erst in den letzten während die Hauptbauten und Neuitums noch nicht ganz vollendet sind. hat sich im Laufe der letzten Jahre gehoben; während im Jahre 1875 einfanden, betrug die Zahl derselben weit über 1000, die Passanten unetzige Verwaltung beschloß, die EinFrist so zu erweitern, daß Königsdes Komforts und der Unterhaltung ang einnehme, den es vermöge seiner ngst verdient hat. Zunächst wurde ben, welche durch die Mächtigkeit des itums, den enormen Kohlensäuresre hohe Temperatur schon längst die er Kreise auf sich gezogen hatte, verLage aber nicht ausgebeutet wurde. „Hammer Brunnen“ in Werries bei Die Quelle tritt mit einer Temperatur Tage, enthält 9 pZt. Kochsalz und enorme Menge von Kohlensäure, Wasser einen weißen Schaum bildet inste, wie mir versichert wurde, den elcher darüber erbaut ist, mit einem Um nun in Königsborn auch ein hermalbad ersten Ranges zu haben, faßte die Gewerkschaft Den kühnen Entschluß, die gherzlegz Reter engfernt liegende uelle nach Königsdorn überzutetten. Die Arbeiten dazu ind bereits so weit gediehen, daß die Eröffnung des ehermalbades zu Beginn der nächsten Saison unzweifelhaft lesichert erscheint. Damit tritt Königsborn in eine neue hafe seiner Entwickelung, die von der größten Bedeutung R. Zugleich mit der Erwerbung der Quelle wurde auch Der Bau eines neuen komfortablen Badehauses in Angriff Zenommen, welches heute bereits fast vollendet dasteht. Hasselbe soll 80 Badezellen, Douchen, Inhalationskabinette, Entrees, Warteräume u. s. w. enthalten und wird nach den heuesten Erfahrungen auf dem Gebiete der Balneotherapie eingerichtet. Das Gebäude bildet ein I. Rechts und links vom Haupteingange liegen in zwei großen, hohen und hellen Rotunden die Damenbäder, der Längs= und hintere Querhau enthält die Herrenbäder. Das Gebäude macht trotz seiner Ausdehnung einen ansprechenden, sogar zierlichen Eindruck. Mit dem alten Badehause, welches 36 Zellen enthält, verfügt Königsborn jetzt über 116 Badezellen, ist also in der Lage, den größten Anforderungen zu genügen. Im Zusammenhange mit der Vermehrung der Badezellen sorgten nun auch die Besitzer für Vermehrung der Quartiere. Ein neues Logierhaus, sowie ein neues Kurhaus wurden rbaut, bestehende Logierhäuser erweitert 2c., die Privat= spekulation regte sich, so daß Königsbrn in der nächsten Saison über die doppelte Anzahl Quartiere verfügen wird, wie in der vorigen. Ferner wurden die Kuranlagen in wirklich großartiger Weise erweitert. Eine bis dahin ganz sterile Fläche von etwa 10 Morgen, die ihres schlechten Bodens halber nicht mit Erfolg bepflanzt werden konnte, wurde mit Muttererde überdeckt und mit Bäumen bepflanzt, Teiche und Alleen zur Verbindung der Kuranlagen, die jetzt im ganzen wohl ein Terrain von 50 Morgen bedecken, mit den Gradierwerken angelegt und überall Promenaden wege geschaffen. Für die Unterhaltung der Kurgäste wird durch eine ständige Kurkapelle, deren Leistungen im letzten Jahre als vortreffliche geschildert wurden, durch Reunions 2c. gesorgt werden. Es ist ferner im Plane, ein Sommertheater zu errichten, in welchem an mehreren Abenden in der Woche Lustspiele und Operetten aufgeführt werden sollen. Königsborn wird also seinen Kurgästen alles bieten, was nur irgend in einem Badeorte ersten Ranges geboten zu werden pflegt. Ein ferneres Projekt, dessen Ausführung Abereits eine beschlossene Sache sein soll, ist die Anlage iner Pferdebahn zur Verbindung mit den verschiedenen Jahnhöfen(der Köln=Mindener Bahn in Camen, der Westälischen und Bergisch=Märkischen in Königsborn bezw. Inna) und zugleich mit der Stadt Unna. Wennschon die intfernung bis zu den Bahnhöfen in Unna und Königsborn ind bis zur Stadt nur etwa 10 Minuten beträgt, so wird sie Pferdebahn doch von großem Werte für das Bad sein, weil dadurch ein billiger und präziser Verkehr mit den ankommenden und abgehenden Zügen vermittelt und auch die stadt Unna für die Unterbringung von Kurgästen herangezogen wird. Bei der durch zahlreiche Erfolge bewährten zeilkraft der Bäder, deren Indikationskreis durch die Therme son Werries noch bedeutend erweitert wird, kann man dohl mit Sicherheit behaupten, daß Königsborn mit all den geschilderten Erweiterungen und Neuanlagen in kurzer Zeit su den besuchtesten Bädern ähnlicher Art zählen wird. Für insere industrielle Provinz, welche ein namhaftes Kontingent u den behufs ihrer Wiederherstellung auf die Sol= und Thermalbäder angewiesenen Kranken stellt, ist das Auflühen des Bades Königsborn gewiß mit großer Freude zu segrüßen.(Westf. Ztg.) Frankreich, Schweiz und Oesterreich verausgabt, weil arten sind gut,— wir leben nicht mehr in jener Deutschland gegenwärtig den Bedarf nicht decken kann. Die„guten alten Zeit,“ da es verachtete und geachtete rationelle Obstbrumzucht ist es also, auf die der Deutsch“, Berufsarten gab. Im allgemeinen hüte der Vater ein Augenmerk richten mut. Wenn die Bäume vicht 9“ sich, seinen Sohn mit aller Macht in die sogenannten „höheren Kreise“ einzuschieben; wird er ein tüchtiger Handwerker, so steht ihm der Weg zu einer geachteten Lebe isstellung, zu angenehmen Lebensverhältnissen eben so gut offen wie jedem anderen. sein Augenmerk richter deihen, so begnügen sich die meisten Züchter mit der Annahme:„Das Klima ist nicht günstig"; das ist falsch, nur in wenigen Gegenden Deutschlands ist das Klima so schlecht, daß überhaupt keine Obstbäume gedeihen können. Die Ursache des Nichtgedeihens liegt vielmehr in der verkehrten Behandlung und noch mehr in der falschen Sortenwahl Nur wenige auserwählt: Sorten kultiviere#an und sehe zu, daß diese dem Klima entsprechen, dann wird auch der Obstbaum die Mühen des Pflanzers lohnen. Allen, die ein Fleckchen Land besitzen und geneigt sind, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, rufen wir zu: „Im schlecht'sten Raum pflanz' einen Baum, Und pflege sein! er bringt dir's ein". Industrie, Handel und Verkebr. Aus Westfalen.(Eisenexport.) Dem Verein der deutschen Eisen= und Stahl=Industriellen ist die Mitteilung zugegangen, daß die Kolonie Viktoria in Australien über 800 englische Meilen Eisenbahnen anzulegen beabsichtige. Gleichzeitig wurde der Verein ersucht, der dortigen Regierung deutsche Firmen anzugeben, welche alle zum Eisenbahnbau und Betriebe nötigen Materialien liefern und ist diesem Gesuch sofort entsprochen worden. Hoffentlich wird die deutsche Eisenindustrie sich dort einen ergiebigen Markt erschließen. Militärisches. Die diesjährigen Herbstübungen im Bereiche des 7. Armeekorps werden dem Vernehmen nach in der Gegend von Paderborn abgehalten werden. Dieselben werden durch die Manöver einer zu formierenden Kavallerie Division eröffnet und zwar auf der Senne, dem Hochplateau im Herzogtum Lippe. Nach Verlauf dieser und Abhaltung der Regimentsübungen für die Infanterie wird letztere zu den Detachementsübungen nachrücken und werden zum Beschlusse Gesamt. manöver einer aus Teilen der 13. und 14. Division kombinierten Division stattfinden. Haus= und Landwirtschaftliches. Anfangs April weiche man die Obstkerne in Passer ein und werfe etwa 1 Loth Kochsalz auf eden Schoppen Wasser. Nach zwei bis drei Tagen, bo die Kerne angeschwollen sind, gieße man das Salzwasser ab, breite die Kerne dünn auseinander und trockne sie so weit, daß man sie bequem aus. Freuen kann. Jetzt bringe man sie ungesaumt wie Jewöhnlich in die Erde. Die so gesäten Obstkerne Gerden von den Mäusen nicht belästigt und gehen der Regel schon anfangs Mai schön auf. Bei hockenem Wetter muß das Beet täglich begossen werden. * Verwendung der Spinatstengel in der Küche. Wie ekannt, ist der im Herbste gesäete Spinat sehr dazu eeignet, im Frühjahr rasch in Saat zu schießen. In Frankreich sucht man diesem Uebelstande dadurch abzuelfen, daß man die Stengel, so lange sie noch weiß ind zart sind, in der Küche verwendet. Man schneidet Blätter ab, und die Stengel in kleine Stücke, und reitet sie dann etwa wie frische Erbsen oder Spargel Diese Stengel sollen ein ausgezeichnet schmackhistes Gemüse sein. Ein Wort zur Hebung der Obstkultur. Ein Persischer Kalif traf eines Tages auf der Jagd nen 80jährigen Mann an, der einen Apfelbaum pflanzte. ging auf den Alten zu und fragte:„Wie lange gedenkest Zu noch zu leben, daß Du in so hohem Alter noch Bäume anzest? Du wirst doch wohl die Früchte nicht mehr geDeßen wollen; warum machst Du Dir so vergebliche Mühe #nd Arbeit?“—„Herr, ich bin schon zufrieden, wenn ich Bäume gepflanzt habe, mag ich oder ein anderer die süchte ernten. Es ist billig, daß wir thun, wie unsere siter gethan haben, diese pflanzten Bäume und wir essen Früchte; da wir nun die Arbeit unserer Väter genießen, rum sollten unsere Nachkommen nicht auch etwas von as genießen? Ich denke, was der Vater nicht genießt, das ntet der Sohn. Und es ist mir eine Herzensfreude, zu issen, daß ich auch im Alter noch etwas Gutes für die Schwelt gethan habe“. Solche Greise beschämen viele junge Leute, die nicht Ar keine Bäume pflanzen, sondern aus Frevel und Mut#en die von andern gepflanzten beschädigen und verderben. An Personen, die mit Lust und Liebe Baumzucht treiben, es zu keiner Zeit gefehlt, ja es wird oftmals zu viel flanzt und zu wenig gehütet und gepflegt.— Im Herbste bei der Obstreife, ist es eine Schmach, wie Evas frößlinge, um den Apfel zu genießen, Zweig, Ast und Dne zerbrechen und in wenigen Minuten die vieljährige Reit und Mühe des Pflanzers zu nichte machen. Kommen noch strenge Winter, dann ist's kein Wunder, wenn wünschenswerte Eifer für Obstkultur erlischt.— Trotz #idem müssen wir sorgen, daß die Obstkultur wieder zu #en kommt Zunächst ist zu sorgen, daß der Errichtung guten Instandhaltung der Gemeindebaumschulen Undere Aufmerksamkeit geschenkt werde, und daß durch Ortslehrer die Knaben hinreichende Anleitung in Obstbaumzucht erhalten. Wie eine gute Kinderschule eig Hauptbedingung für die werdende Generation, so eine woglgepflegte Baumschule für eine gedeihliche und rationelle Dostkultur.— Nicht am Vernichten und Zerstören, sondern an Pflanzen, Pflegen und Behüten sollen unsere Jungen Last und Freude finden. Obstkerne sammeln und säen, Bäumchen setzen, veredeln und beschneiden sollen sie, aber dadurch erfahren und fühlen, wie viel Mühe und weiß und Gebuld dazu gehört, ehe man die saftigen füchte vom Baum schüttelt. Die Amerikaner haben von Jahr zu Jahr Obstllagen kultiviert, das Obst konserviert und uns auch in dem ##tdarrverfahren durch gute Apparate überflügelt. Mehre ionen werden für Mehreinfuhr des Oostes von uns an Was soll mein Sohn werden? Diese Frage werden sich jetzt in der Osterzeit Tausende von Vätern vorlegen, wo nach der Konfirmation der Eintritt so vieler Söhne ins volle Menschenleben heranrückt. Ein Lehrer beantwortet die berechtigte Frage im R.„Gewerkverein“ für den Arbeiterstand; seine Worte verdienen aber auch die Aufmerksamkeit weiterer Kreise, in denen ein freundlicher Wink über die Berufswahl am Platze ist. Als noch das Handwerk in seiner Abgeschlossenheit, in seinen engen Schranken lebte, da war die Frage leicht beantwortet; der Sohn erlernte vom Vater das Handwerk und der Tagelöhner wurde wi der Tagelöhner; jetzt aber, wo durch die Freiheit auf gewerblichem Gebiete eine große Anzahl von Berufsarten jedem offen stehen, wo aber auch jeder Beruf offen seine Last und seinen Frieden zeigt, ist die Frage schwerer zu beantworten. Zunächst erforsche man die Neigung des Knaben selbst. Gar oft hat derselbe schon seine Wahl, vielleicht nur im Stillen, getroffen und zeigt Lust, sich dem erwählten Beruf zu widmen. Nun folge aber die Prüfung seitens des Vaters und dabei muß dieser sich fragen: hat Dein Sohn die für diesen Beruf erforderlichen Körper= und Geisteskräfte? Hast Du die Mittel, welche zur gründlichen Erlernung desselben nöthig sind? Ist die Berufsart zur Zeit überfüllt oder nicht; oder gehört sie zu denen, die vielleicht in nächster Zeit durch die weiteren Umgestaltungen unserer gewerblichen Verhaltnisse verschwinden? Wie gar mancher Handwerker glaubt, wenn sein Sohn gut rechnet und schreibt, vielleicht besser als er, der gelehrte Sohn sei zu etwas Besserem als zu einem schlichten Handwerker bestimmt. So sehr alles Vorwärtsstreben anzuerkennen ist, so sehr ist vor einer Ueberschätzung der eigenen Kinder zu warnen. Mit bedeutenden Opfern, unter Muhen und Sorgen wollte schon so mancher seinen Sohn„etwas Rechtes“ werden lassen, endlich aber versagten die zu hochgeschätzten Fähigkeiten des Knaben, auch der Geldbeutel versiegte, und auf halbem Wege kehrte der junge, mit dem Hochmutsteufel beseelte Mensch um, damit er den Beruf seines Vaters erlerne oder bald hier, balo dort sich versuche, bis er endlich nach nutzlos verbrachter Zeit gar nichts erlernt. Daher ein festes, nicht zu hohes Ziel, das sicher und gut erreicht wird! Von weiterer Bedeutung ist die Berücksichtigung der körperlichen Beschaffenheit. Da ist ein Knabe schwächlich und der Vater spricht:„Der muß ein Schneider,— der muß Schreiber werden!" Weit gefehlt! Auch diese Berufsarbeiten erfordern einen kräftigen Körper, besonders gesunde Brust, und die vielen schwindsüchtigen Schneider und Schreiber beweisen, daß wohl mancher in der Wahl seines Berufes geirrt, viel eher werden aus schwächlichen Knaben tüchtige Tischler, ländliche Arbeiter, auch Schlosser und Schmiede. Besondere Neigungen und Anlagen sind steis zu berücksichtigen. Junge Leute ohne Geschick zu mechanischen Arbeiten darf man so wenig zum Tischler= oder Schlosserhanowerk zwingen, als einen Knaben ohne Formen= und Farbensinn zur Malerei, oder ohne musikalisches Gehör zum Musiker. Vom Eintritt in überfüllte Berufszweige ist unbedingt abzuraten. Es gab eine Zeit, wo trotz der Abmahnung viele Väter ihre Söhne Kaufmann werden ließen, und es ist bekannt, wie traurig die Folge der Ueberfüllung in dieser Berussart ist. Die Arbeitsstatistik, wie sie zur Zeit die Gewerbvereine anbahnen, giebt hier manchen beachtenswerten Fingerice„„„ KI 5.8 „Was son mein Soyn werden:“— die beste Antwort lautet wohl:„Dein Sohn werde etwas!“ — d. h. er lerne etwas Rechtes, etwas Tüchtiges, er lerne das, wozu Geist und Körper ihn am besten befähigen, und das lerne er richtig. Alle Berufs* Die Lichtstärke der Sonne wird von dem amerikanischen Astronomen G. A.Young in seinem Werke„The Sun“ auf 61,300,000,000,000,000,000,000,000,000 Kerzen berechnet! Die Probe auf die Richtigkeit kann leider nicht angestellt werden. * Unter dem Namen„Neu=Israel“ hat sich in Odessa eine hebräische Sekte gebildet, welche die Auslegung des alten Testaments durch die Rabbiner Talmudisten verwirft und sich von dem Talmud selbst lossagt. Das Glaubensbekenntnis der Sekte besteht hauptsächlich aus folgenden Punkten: 1) sie halten den Glauben an die fünf Bücher Mosis im buchstäblichen Sinne fest; 2) Montag wird als erster Tag in der Woche angenommen, indem sie auf diese Art Samstag auf Sonntag verlegen; 3) sie verwerfen die Beschneidung; 4) alle Gebete im Geiste des Talmuds werden durch andere im Geiste der Sekte ersetzt; 5) die Synagogen sollen„Kirchen Neu Israels“ genannt werden 6) alles Fleisch, welches von Christen genossen wird, ist koscher; 7) die russische Sprache wird im öffentlichen wie auch im Privatleben als die vaterländische erkannt; 8) Staatspflichten und namentlich die Militärpflicht werden unbedingt erfüllt; 9) die Mitglieder dürfen weder Wucher treiben, noch schlechte Häuser unterhalten; 10) die Sekte fordert volle bürgerliche Rechte und vor allem die Zulassung der gemischten Ehen; 11) zur Unterscheidung von den Talmudisten wird die Sekte„Neu=Israel“ ein Abzeichen an der Kleidung tragen. * Das längste deutsche Wort möchte dasjenige sein, welches nach der„Genfer Tribüne“ eine Luzerner Gesellschaft an ihr Büreau geschrieben hat. Dasselbe lautet: Vierwaldstätterseesalonschraubendampferaktienkonkurrenzgesellschaftsbureau. * Vater Mörder werden in Frankreich in langem weißem Hemde, barfuß und das Haupt mit schwarzem Schleier umhüllt zur Richtstätte geführt. So geschah es auch dem Vatermörder Lantz in Paris am 31. Marz. * Der stuttgarter Hofschauspieler Junkermann hätte am 29. März bei seinem Gastspiele in Heilbronn als„Onkel Bräsig“ beinahe großen Schaden genommen. Im zweiten Akte brach das Gerüst des Baumes, auf welchem Bräsig sitzt, zusammen. Das gedrängt volle Haus, das bis auf den letzten Platz, sogar bei erhöhten Preisen, ausverkauft war, verharrte in sichtbarer Angst und peinlicher Stille, bis Herr Junkermann aus den Staubwolken unter den Trümmern mit unbeschreiblicher Komik, als Kontrast zur eingetretenen Stille des Schreckens, ausrief: „Daß Du die Nase ins Gesicht behältst!“ Ungeheure Heiterkeit folgte dieser humoristischen Wendung der Dinge und begleitete die Vorstellung unter oftmaligem stürmischen Applaus bis zu Ende. * General Skobeleff ist wieder in Berlin erschienen, aber diesmal zum Glück nicht persönlich, sondern in einem lebensähnlichen—— Wachsbild. Der große Kriegsredner, welcher auf dem besten Wege war, den europäischen Frieden in Grund und Boden zu toasten, ist in dem Schaufenster des Panoktikums in der Passage seit einigen Tagen ausgestellt und wird von den Vorübergehenden mit großer Aufmerksamkeit gemustert. Die Haltung, der Gesichtsausdruck, die Uniform, alles erscheint von überzeugender Lebensächtheit, und nur beim Mund bezweifelt man allgemein die Lebensächtheit: Denn der ist— nicht groß genug. Standesamt Aplerbeck vom 2. bis 8. April 1882. Aufgebote: Friederike Walter und Ackerknecht Heinrich Becker, Soelde und Niedermassen. Henriette Mühr und Bergmann Heinrich Clemens, Sommerberg und Berghofermark. Eheschließungen: Bergmann Heinrich Ackermann und Juliane Biermann, Witwe von Bergmann Heinrich Ackermann, Aplerbeck. Schreiner Friedrich Wulf und Julie Flunkert, Soelde und Hengsen. Postunterbeamter Friedrich Schaefer und Gertrud Fust, Aunen und Aplerbeckermark. Geburten: Ein Sohn. Bahnarbeiter Heinrich Meerkötter, Holzwickede. Bremser Johann Jeuken, Holzwickede. Bergmann Wilhelm Wimbert, Holzwickede. schinist Heinrich Dieckerhoff, Berghofen. Fabrik=Arbeiter Theodor Grundhoff, Aplerbeck. Wirt Heinrich Nocke, Opherdicke.(Zwillinge, 1 Knabe und 1 Mädchen.) FabrikArbeiter Wilhelm Cramer, Berghofen. Bahnarv. Andreas Rinke, Holzwickede. Bergmann Eduard Meuke, Opherdicke. Eine Tochter. Bergmann Heinrich Strohmann, Soelde. Bergmann Heinrich Großetigges, Schüren. Fabr.=Arbeiter Heinrich Möser, Aplerbeck. Fabr.=Arbeiter Kaspar Schran, Aplerbeck. Bergmann Wilhelm Wilke, Holzwickede. Wirt Heinrich Nocke, Opherdicke. Bergmann Diedrich Östermann, genannt Trappmann, Schüren. Bergmann Karl Panitz, Aplerbeck. Bergmann Karl Heimann, Soelde. Bergmann Karl Becker, Aplerbeck. Händler Ludwig Brinkmann, Schüren. Bergman Karl Wiemhoff, Aplerbeck. 1 uneheliche Geburt. Sterbefälle. Witwe Bergmann Diedrich Herkelmann, 64 Jahre, Soelderholz. Wilhelm Berens, 4 Jahre, Berghofen. Hütteninvalide Kaspar Heinrich Becker, 55 Jahre, Berghofen. Karoline Gräbe, 11 Monate, Soelde. Otto Dünhof, 5 Monate, Aplerbeck. Wilhelm Cramer, ½ St., Berghofen. Fabrik=Arbeiter Johannes Bunte, 70 Jahre, Berghofen. Ferdinand Nocke, 57 Jahre, Opherdicke. Versteigerung. Am Mittwoch, 12. d. Mts., vormittags 10 Uhr, werde ich im hies. Pfandlokale 1 Kleiderschrank und 1 Oberteil vom Glasschrank öffentlich, meistbietend, gegen bare Zahlung versteigern. Schwerte, 11. April 1882. Schmilz, Gerichtsvollzieher. Landwirtschäftricher Verein Holzen. Generalversammlung Sonntag, 16 April er, nachmittags 5 Uhr, bei Stratmann in der Wanne. Der Vorstand. Sohere Sechterschule zu Schwerte. Das neue Schuljahr beginnt 17. April(morgens 9 Uhr). Anmeldungen werden noch bis zum 14. April entgegengenommen. Schwerte. Das Kuratorium. Stäbtische heherr Anirchenschurt zu Iserlohn. Liederbuch für Deutsche Turner mit dem Jahns. Kartoniert à 60 Pfg. Vorrätig bei Carl Braus. Butterpulver, verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmack. hafter und verhindert das Ranzig werden derselben. Ein Packet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pfg zu haben bei Braus. Universal-Reinigungssalz ist das einfachste und billigste Hausmittel gegen Säurebildung, Aufstossen, Krampf, Verdauungsuchwäche und andere Magenbeschwerden. Original-Packeten zu 25, 50 und 90 Pig. bei W. Schröder, C. Saatmann, C. Braus. Beginn des neuen Schuljahrs den 17. April er. Programme sind vom Unterzeichneten zu beziehen, welcher auch für Auswärtige Familienpensionen nachweist. Direktor Dr. Kreyenberg. Fül Earnd= u. Auerwirte. 1. Englische Intterrüben-Samen. Diese Rüben, die schönsten und ertragreichsten von allen jetzt bekannten Futterrüben, werden 1—3 Fuß im Umfange groß und 5, ja 10—15 Pfund schwer ohne Bearbeitung. Die erste Aussaat geschieht Ausgangs März oder im April. Die zweire Aussaat im Juni, Juli, auch noch Anfangs August und dann auf solchem Acker, wo man schon eine Vorfrucht abgeerntet hat, z. B. Grunzutter, Frühkartoffeln, Raps, Lein und Roggen. In 14 Wochen sind die Rüben vollständig ausgewachsen und werden die zuletzt gebauten für den Winterbedarf aufbewahrt, da dieselben bis im hehen Frübjahre ihre Nahr= und Dauerhaftigkeit behalten. Das Pfund Samen von der großen Sorte kostet 6 Mark; Mittelsorte 4 Mark. Unter ½ Pfund wird nicht abgegeben. Aussaat pro Morgen ½ Pfund. 2. Bokhara-Riesen-Honig-Klee. Dieser Klee ist so recht berufen, Futterarmuth mit Einemmale abzuhelfen, denn er wächst und gedeiht auf jedem leichten Boden. Er wird, sobald offenes Wetter eintritt, gesäet und gibt im ersten Jahre 3—4 Schnitt und im zweiten 5—6 Schnitt Man kann denselben unter Gerste und Hafer säen. Mit letzterem zusammengeschnitten, gibt er ein herrliches Futter für Pferde, auch ist der Klee seines großen Futterreichthums wegen ganz besonders für Milchkühe und Schafvieh zu empfehlen. Vollsaat per Morgen 12 Pfund; mit Gemenge 6 Pfund. Das Bfund Samen, echte Originalsaat, kostet 3 Mark. Unter 1 Pfund wird nicht abgegeben. 3. Schott. Riesen-Turnips, Runkelrübensamen. Diese Rüben werden im tiefgeackerten Boden 18—22 Pfund schwer. Das Pfund kostet 1 Mark 50 Pf. Kulturanweisung füge jedem Auftrage gratis bei. Lange, Mipperwiese(Bez. Stettin). Grankirte Aufträge werden umgehend per Postvorschuß expedirt Schellsisch, 25 Pfg. à Pfd., empfehlt C. Mincke. Gelber Rohrstock mit weißer Krücke vor der Wohnung abhanden gekommen. Dem Wiederbringer gute Belohnung bei Dr. Goecke. Täglich dreimal frische Milch bei Metzger Heiur. Lennings. Tüchtige Vertreter für geregelten Vertrieb ihrer brikate sucht die Torfstreu=Fabrik in Burgdorf bei Hannover. Broschüre über Nutzen und Anwendung von Torfstreu gratis und franko. Ladenlokal in Aplerbeck oder Hörde, in der Nahe des Markts, gleich oder Mai zu mieten gesucht. Off. mit Preisangabe an d. Exp. d. Zig. * Statt besonderer Anzeige. Ee Wilhelmine Dreischer, Carl Ebel, Perlobte. Schwerte, Unna, im April 1882. Bekanntmachung. Der Neubau eines Spritzenhauses in der Gemeinde Ergste, veranschlagt zu 704 Mark 85 Pfennige, soll am Freitag, den 14. d. Mts., nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirts Hengstenberg hierselbst öffentlich, mindestfordernd verdungen werden. Kostenanschlag und Zeichnung liegen auf dem Amtsbüreau offen. Der Amtmann. I. Der Beigeordnete chee). Preußische Hagel=Versicherungs=Actien=Gesellschaft. Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und bi Im Kämmereiwalde der Stadt Schwerte werden am Freitag, den 14. April 1882, 45 Haufen Eichen Bohnenstangen, 10„„ Frechtungsstangen und 21„„ Reiserholz öffentlich, meistdietend zum Verkauf ausgesetzt. Dieselben befinden sich auf guter Abfuhr und in unmittelbarer Nähe der Chaussee. Versammlung: nachmittags 3 Uhr am Freischütz. Schwerte, den 6. April 1882. Der Magistrat. Dieseter veisichen Erbinerzrugnig, gegen Laglischartn. Wir Framn für fest und billig, Nachschüsse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden wie in früheren Jahren eoulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monatsfrist nach Feststellung voll und bar bezahlt Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug gebracht wird.. 8 62 un Wse. Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persönrichen Aufnahme von Verstcherungen stets bereit End empfehlen dem landwirtschaftlichen Publikum obige Gesellschaft ganz ergebenst. In Münster: General=Agent C. W. Boller, Eisenbahnstr. 6. Ergste: Aug. Hengstenberg. Schwerte: Herm. Shmidt. Mit dem heutigen Tage eröffne ich meine Bäckerei Der Cohere Startschule zu Schwerke. im Felsenthalschen Hause am Markt und empfehle Feinbrot, Schwarzbrot, sowie Mischbrötchen in schönster Ware und bitte um geneigten Zuspruch. Schwerte. Vormann. Verkauf. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 17. April(7 Uhr morgens). Neu aufzunehmende Schüler wolle man vorher bei dem unterzeichneten Rektor(oder im Falle der Abwesenheit desselben bei Herrn Lehrer Hövelmann) anmelden. Mit Rücksicht auf den Anfang des Schuljahres erfolgt die Anmeldung am besten zur Osterzeit, nicht im Herbste. Nur bei entsprechender weiterer Vorbildung kann eine Aufnahme zur Herbstzeit Gemäß Verfägung der vorgesetzten Behörde ist die Beibringung eines Impfzeugnisses und bei bereits überschrittenem zwölftem Lebensjahre der Nachweis der wiederholten Impfung erforderlich. Schwerte, im März 1882. Dr. Kohn, Rektor. M N N N INTERN Mittwoch, 12. April er., vormittags 10 Uhr, verkaufe ich im Lokale des Herrn Großenbräucker hierselbst den Nachlaß des verstorbenen Gustav Möller öffentlich, meistbietend gegen gleich bare Zahlung. Hlohenschwert. Empfehlung. Die Porzellan=Fabrik von Wirz& Riffart in Nippes bei Köln hat mir für hier und Umgegend den Alleinverkauf ihrer Fabrikate übertragen und bin ich durch besondere Uebereinkunft mit der Fabrik in der Lage, sämtliches Porzellan zu Möbel- Spiegel- u K PolsterwarenFabrik u. Handlung amp; von 33 L. Philipp, Dortmund, K g Westenhellweg 32. und Wißstraße 3. N K Reelle Ware unter Garantie, bei ganzen Aussteuern Ne ser bedeutende Preisermäßigung. 10 M M Deckel von einem Handkorb verloren. Von wem, sagt die Exped. d. Zig. Für einen Knaben ordentlicher Eltern, mit den nötigen Schulkenntnissen versehen, ist in einem Destillations=Geschäft eine Tehrringrste offen. Wo, sagt die Exped. d. Ztg. Zwei der Schule entlassene brave Knaben finden in meiner Buchdruckerei, der eine als Setzer=, der andere als MaschinenmeisterLehrling Stelle. Gute Schulbildung ist namentlich für ersteren unerläßlich. Schwerte. Carl Braus. Bei einem Stellmacher ist für einen braven Knaben eine Lehrlingsstelle offen. Wo, sogt die Exp. d. Ztg. Ruf zum Turnen! Mädchen, Katab=Thee Fabrikpreisen abzugeben. wieder vorrätig bei Schwerte. Aug. Zur Nieden. baugeben. Ich halte sowohl in weißen als auch in dekorierten Sachen ein gut sortiertes Lager und lade die geehrten Hausfrauen zur gefl. Besichtigung desselben ergebenst ein. Geg m 4.24 Schwerte, im März 1882. Kart Kuhl, Brückenthor. Larzer Kümmelkäse in vorzüglicher Qualität liefere ich franko unter Nachnahme an jede deutsche Poststation. Eine Postsendung von 5 Ko. enthält 90 Stck. Käse und kostet M. 3,60 inkl. Kiste Willy Leibrock, Blankenburg a. Harz. Gitten zum Wagnerschen Futterbau versendet zum vorgeschriebenen Preise Friedr. Siegen. Die letzten 20 Jahre brachten dem deutschen Turnwesen einen neuen, vorher kaum geahnten Aufschwung. Seit 1861, dem Jubeljahre des fünfzigjährigen Bestehens des volkstümlichen deutschen Turnens und des Turnplatzes in der Hasenhaide, haben Männer, Jünglinge und Knaben die stärkenden Leibesübungen wieder ausgenommen. Das Turnen, eine Zierde der deutschen Volkserziehung, hat als Unterrichtsgegenstand Eingang in die Schulen gefunden und bietet der deutschen Lehrerwelt ein reiches Arbeitsfeld— reines Jugendleben ist da, wo das Schulturnen in richtigem Geiste betrieben wird, durch die Turnübungen zurückgegeben. Es gilt nunmehr für die Lehrer und Eltern, die Jugend auf dem durch die Behörden vorgezeichneten Wege zum Turnplatze, zur Stätte der rechten Jugendheimat, zu führen, sie im frohen Spiele und das bisher einem kleinen bürgerlichen Haushalt selbständig vorstand, sucht unter bescheidenen Ansprüchen zur weiteren Ausbildung Stelle. Näheres in der Exped. d. Zig. in Schwerte. Ein Tienstmädchen auf sofort oder 1. Mai gesucht. Näheres in der Exp. d. Ztg. Naturbutter! Ia. schweizer Sennbutter unges. Mk. 11,70, Ia. baierische Sennbutter gesalzen Mk. 11,20, Ia. baierische Gebirgsbutter ges. od. unges. Mk. 9.20 in anerkannt bester Qualität liefert täglich frisch in Postkollis à 9 Pfd. netto franko gegen Nachnahme Butterhandlung en gros in Langenau b. Ulm. 20 M. Belohnung sichere demjenigen zu, welcher mir den Dieb anzeigen kann, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag in meinen Keller gebrochen ist und verschiedene Lebensmittel gestohlen hat. Rheinen, 10. April 1882. Friedr. Cordes. Schulbücher für die Volksschulen, höhere Stadtschule und höhere Töchterschule, in dauerhaften Einbänden und zu billigen Preisen, empfiehlt die Buchhandlung von Carl Braus in Schwerte. Frühjahrs=Appelle. Der diesjährige Frühjahrs=Appell im Bezirk der 4. Kompagnie des 2. Bataillons(Iserlohn) 7. Westfälischen Landwehr=Regiments Nr. 56 findet in folgender Weise statt: Es haben zu erscheinen: I) Sämtliche Dispositionsurlauber, Reservisten und Wehrleute mit Ausnahme der gesamten Jahrgänge 1868 und 1869, sowie diejenigen Mannschaften des Jahrganges 1870, welche vor dem 1. Okt des genannten Jahres eingetreten sind, aller Waffen inklusive Oekonomie=Handwerker. II) Die als Halbinvalide entlassenen Reservisten und Wehrleute mit Ausnahme der Jahrgänge 1868 und 1869 und diejenigen des Jahrganges 1870, welche vor dem 1. Okt. des genannten Jahres eingetreten und III) diejenigen Mannschaften, welche wegen häuslicher Verhältnisse, zeitiger Dienstuntauglichkeit oder wegen vor der Einstellung begangener Vergehen zur Disposition der Ersatz=Behörden entlassen worden sind und zwar:....„. Aus dem Amte Ergste ausschließlich der Gemeinde Berchum. Am 17 April, nachmittags 3 Uhr, in Hennen auf dem HeyagsHofe, Reservisten und Wehrleute. Aus dem Amte Hohenlimburg und der Gemeinoe Berchum. Am 19. April, vormittags 10 Uhr, in Letmathe auf dem Kuhkamp, Wehrleute. An demselben Tage, nachmittags 3 Uhr, Reservisten 2c. Auf Grund der in Kraft getretenen anderweitigen Bestimmungen in Betreff der alljährlich stattfindenden Kontrolversammlungen bemerkt das Bezirks=Kommando ausdrücklich, daß von jetzt ab im hiesigen Bezirk im Frühjahr die Kontrolversammlungen für die Reserve und Landwehr, und im Herbst nur für die Reservisten und diejenigen Landwehrmannschaften stattfinden, deren Dienstzeit in der Periode vom 1. April bis 30. September des betr. Jahres zu Ende geht. in frischer Leibesübung zu bilden und ihr deutschen Jugendsinn zu Ge muß eine erhebende Aufgabe des Lehrers sein, diesen Unterrichtsgegenstand so zu gestalten, daß er den Geist eines fröhlichen Treibens, das Gefühl gesteigerter Kraft und Sicherheit und das Bewußtsein jugendlicher Kraf“ und Gewandtheit mit sich führt. Aber auch die deutschen Turnvereine sind als Pioniere des Schulturnens rüstig vorangegangen und haben durch die Pflege des Turnens, durch Veranstaltung rechter und echter Volksfeste(in Coburg, Berlin, Leipzig, Bonn und Frankfurt a. M.), auf welche die deutsche Nation mit Stolz und Begeisterung hinblickte und welche die deutschen Jünglinge aus allen Gauen zusammenführten, auch ihrerseits dazu beigetragen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit All=Deutschlands zu hegen und zu pflegen und Deutschland in erneuter Gestalt erstehen zu lassen. Wie sehr die Leibesübungen in unserer sogn. sitzenden und fahrenden Zeit den Bedürfnissen des Volkes entsprechen, dafür mag als Beleg dienen, daß allein in den letzten vier Jahren über 100 neue Turnvereine in Westfalen und am Niederrhein entNicht allein während der Knaben= und Jünglingsjahre soll das Turnen als körperliches Erziehungs= und Bildungsmittel, als Gegengewicht gegen einseitige Geistesbildung in Anwendung kommen, nein, nur dann kann das Turnen seine vollen Segnungen entfalten, wenn es für das ganze Leben geübt wird, erst dann bewährt es seinen In dem frühern kath. Krankenhause hinterm Graben werden am 1. Juli er. mehrere Wohnungen frei. Auf Wunsch wird auch Garten beigegeben. Wtw. Schnell, Schwerte. Tausende die an Bettnässen u. Blasenschw. gelitten, verdanken ihre rasche Heilung mein. Spezialverfahr. Prosp. u. beglaub. Zeugn gratis durch F. C. Bauer, Wertheim a. M. 635888889950 O harlich empfchlen:# SS 19 Blutarmut, 1/####SStO 0 Bleich-„Ss Im SS SS Besitze0 8 0 ucht, Hüsten, □ Heiser-S SV„ 0 beit„SSS von 0 dc. /S.S vielen 0 0“ VS.#S Attesten 0 S S hochgestellter 0 O. 8 g/ Personen! &am Frühjahrs= und Sommer=Moden X in Bild und Text, farbigen Darstellungen und Schnittmustern 558888888980 0 Ziehung 12. Aprik. 0 G, 2 Haidhauser Lose à 1 Mark, 0) ∆ 1 Dingolfinger Los à 2 Mark,## V 1 Pasinger Los à 50 Pfennig,### U versendet gegen Nachn. v. 4 M. 0 0 Th. Mühlschlegel, Augsburg. 0 330000000900 * Bergmanns Theerschwefel-Seife bedeutend wirksamer als Theerseise, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reine, blendendweiße Haut. Vorrätig à Stück 50 4 bei C. Saatmann in Schwerte. ** findet man in reichhaltigster Fülle in der Illustrierten ** F r a u e n= Z e i t u n g( A u s g a b e d e r M o d e n w e l t m i t U n t e r h a l t u n g s blatt.) Preis vierteljährlich 2 Mk. 50 Pfg. Nummern sind in allen Buchhandlungen vorrätig, sowie direkt von der Expedition in Berlin W., Potsdamerstraße 38, zu erhalten. 1. April hat der Aboruck einer neuen, überaus spannenden Novelle„Bezauberte Welt“ von Ludwig Laistner begonnen. vollen Lohn:„Eine gesunde Seele im gesunden Körper!“ Auch dem ausgebildeten Körper sind durch geregelte turnerische Bewegungen Kraft, Geschmeidigkeit und Gewandtheit zu erhalten gegen die körperverbildenden und versteifenden einseitigen Bewegungen des Berufes....n Grenzen 26 T. Der Hellweg=Märkische Turngau, in bessen Glenzen 26 Turnvereine bestehen, ladet herzlichst zum Beitritt ein. Vielerorts bestehen Jugendabteilungen, um die der Schule ent wachsene Jugend aufzunehmen; Männer=Abteilungen, in denen die Blüte der Jugend auf den Turnplätzen sich Kraft und Gewandtheit für den Kampf des Lebens erwirbt; und endlich Altersriegen, die auch für das gereiftere Alter geeignete Uebungen bieten. Mögen die goldenen Worte des unvergeßlichen Ernst Moritz Arndt endlich in Erfüllung gehen: „Daß die edle Turnkunst bleibe und bestehe, daß sie wachse und blühe durch alle Orte und Gaue des gelie ten Vaterlandes im ernsten, strengen, männlichen deutschen Sinn, in christlicher Milde und Frömmigkeit, in warmer Liebe und Treue gegen alles Edle, Gute, Treue und Vaterländische, daß wir nicht in jene nichtige Weichlichkeit, Faulheit und Zierlichkeit versinken, wodurch vor uns so viele Völker mit ihrer Freiheit und mit allen edlen und hohen Künsten und Tugenden vergangen sind.“ Der Gau-Turnrat des Hellweg=Märkischen Turngaues. Zu haben bei Kaufmann Irle, Schwerte a. d.Ruhr. 0 0 0 Handels=Nachrichten. Die beste Stahlfeder ist: Frechtungsdraht und Klammern empfehlen billigst Schwerte. Gebr. Jeder Versuch wird diese Empfehlung rechtfertigen, dieselbe ist ächt zu haben in der Buch= und Schreibwaren=Handlung von Carl Praus in Schwerte. Viehmärkte. Hagen, 6. April.(Schlachtviehmarkt.) Der heutige Viehmarkt hatte hauptsächlich nur für Kälber Bedeutung. Da die Zufuhr am vergangenen Dienstage den hiesigen Lokalbedarf bei weitem nicht deckte und die hiesigen Metzger ihren Vorrat in Kalbfleisch fast ganz geräumt hatten, hatten die Händler richtig spekuliert und dem Markte einen außergewöhnlich großen Zutrieb(wir zählten 145 Stück von verschiedenster Beschaffenheit) zugeführt. Die Schlächter suchten schnell zu frischem Ersatz zu kommen, so daß sich überall das Geschäft ausnahmsweise flott, und bei steigenden Preisen(bis Mittag war der ganze Auftrieb verkauft) beendigte.— Erste Qual., die sehr begehrt wurde, kostete 60—65, zweite 50—55, dritte 35—40—45 Pfg. per Pfd. Fleischgewicht. Das ganze heutige Geschäft in Kälbern bietet keinen Anhalt zu maßgebenden Preisnotierungen.— Schweinemarkt bei Herrn Gastwirt Hassel am Berg.=Märk. Bahnhofe: Es standen zum Verkauf 40 Stck. hiesige und hamburger Speckschweine. Der Handel bewegte sich ruhig und größtenteils zu letzten Marktpreisen; für 100 Pfd. Fleischgewicht beste Qualität wurde 60, für zweite 56—58 M. bezahlt.— Ein Ueberstand ist auch hier zu erwarten. Schw Abonneme Post bezogen e 30. Amtliche Bel Bekanntmachungen de Auf Grund des§ 11 Verwaltung vom 11. März Umfang unseres Regierung Gastwirte, Schenkwirte wein oder Spiritus, we gehörigen resp. Geschäf welche unzweifelhafte 9 Trunkenheit an sich trag abfolgen oder denselben eine Strafe bis zu 30 M Arnsberg, den 13. Ap Auf die vorstehende dere bei der bevorstehenden — 17. April bis 4. Mai Bei Trunkenheitsfällen wo zuletzt der Trunkene alk Die Uebertretung wir Strafe geahndet, sondern haben, ob die Erlaubnis zu handel mit Getränken zu e Dortmund, den 27. M PolizeiAuf Grund der§§5 und waltung vom 11. März 18 Magistrat hierselbst wird gende Polizei=Verordnung Regierung zu Arnsberg erl § 1. Das Schlachten tieres, dessen Fleisch zur n unterliegt der Kontrolle d § 2. Das Fleisch dies feilgeboten werden, welche angemeldet worden sind. andere Fleischware für Me Jede solche Verkaufsstelle sein, welche die deutliche Au § 3. Kein Pferd, Esals menschliches Nahrungs darf früher geschlachtet we Tierarzt untersucht und ausgestellt ist, daß das zu Krankheit gelitten hat, wel Menschen ungeeignet gema die Erteilung des Gesundt Untersuchung des Tieres hat der Roßschlächter dies das Attest nach dem Absch legung desselben vervollstä liche Untersuchung ergeben, Menschen ungeeignet ist, Tieres unzerteilt aus der 9 Verkaufsstelle, als welche betrachtet wird, entfernt n § 4. Das Schlachten Stunden nach der tierärzt ist der Roßschlächter verpfl Beamten jederzeit das Sc § 5. Jeder Roßschlä Behörde zu paraphierendes zu führen, welches nach folge 85 Beschreibung des Pferdes, Esels oder Maultiers nach Farbe, Alter, Größe und besonderen Kennzeichen. Tag de Erwerbe He 4) Novelle von (F „Ich will Dir weiter „Als wir die teure T ließ uns Dein Großvater. jetzt mit Wehmut zwar, do viel ruhiger, als da er se fremden Welt wußte, w zweiflung und Sehnsucht Seine kleine Hannah tüchtigen Mädchen erziehen Jetzt, meinte er, würde d in seinem öden, trauriger Drei Jahre hindurch unseres Protestierens ein und zweimal hat er sie gesehen und dann ein pa „Ach, ich weiß, ich n atmend die Pastorin,„ei Haaren und einem lange Schoß genommen und ist „Ganz recht, das n alle liebten und verehrt daher leicht unsern Schre plötzlich ein Brief von selbe uns die Anzeige m am vorhergehenden Aben! Wilddieb sei erschossen wo nach einer Stunde aufgef Des Oberförsters letzte 2 Schreiben Sie Pastor ihnen meinen letzten Gri