htige ider koth, und. ung ng! Stricks hof vohnern von id zur LiefeKohlen von tens empfohßerer Quanranko Haus. nasvoll Diltmar. 3. L, nlade Schäfer krone. chten. t. 1880. ember 1880. 2ter 4. 4. 23.— 16— 16 Iter 4. 4. 880 21 19 19 17 15 13 26 24 6 4 6 60 62 20 20 40 90 50 50 50 50 140 31— 5 20 Der gestmit zirka eise stellten : 1. Q u a l. 62 M., 3. waren zirka 55—60 Pf., Qual. mit Schweine 0 für 100 die Preise burde vom 1 Abonnements=Preis: pro Quartal mit„Familienfreund“ 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfgdie sechsspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Redaction, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. M. 78. Mittwoch, 29. Sosmsemems uum gremsrssimmens Mit dem 1. Oktober er. beginnt ein neues uartal der Schwerter Zeitung. dieselbe wird auch fernerhin eine kurz und verindlich gehaltene Uebersicht der politischen und kovinziellen Tagesneuigkeiten bringen und sich die sörderung der lokalen Interessen angelegen sein ssen— in letzterer Hinsicht bitten wir unsere dergewandten Freunde auch um ihre sernere Untersitzung; dadurch, daß die„Schwerter Zeitung" auch gewerblicher und landwirtschaftlicher Beziehung sitzliche Winke giebt, sucht sie auch nach dieser Seite ch unentbehrlich zu machen Für gute Unterhaltung an den kommenden Pinter=Abenden wird der „Jamilienfreund“ ach besten Kräften beitragen. Indem wir solchergestalt Alles aufbieten, hoffen sir, daß die Gunst des Publikums auch bei diesem uartalwechsel durch zahlreiche Neubestellungen ch bethätigen wird und soll jedem neuen Abonnenten r Anfang der höchst spannenden und wechselvollen sovelle:„Jenseits des Oceans,“ so weit der sorrat reicht, gratis nachgeliefert werden. Inserate den bei der sehr bedeutenden Leserzahl in weiter unde fast von Haus zu Haus Verbreitung. Verlag der Schwerter Deutsches Reich. Der Kaiser ist mit dem bereits bekannten Gelge Sonntag Abend 9½ Uhr nach Baden=Baden bgereist. Nachmittags hatte der Kaiser noch eine onferenz mit dem Kultusminister. Das kronprinzliche Paar wird sich heute Aben), 8. September, umgeben von allen Kindern nach siel begeben, um daselbst seinen zweiten Sohn, den rinzen Heinrich bei dessen Rückkehr von seiner sten großen Seereise zu empfangen. Die geckte Korvette„Prinz Adalbert“, auf welcher rinz Heinrich nach Deutschland zurückkehrt, wird m Kapitän zur See, Mac Lean, kommandiert. as Schiff führt 12 Geschütze und beträgt die Besatzungsstärke reichlich 400 Mann. Die Korvette, welche Mitte der siebziger Jahre erbaut, zunächst nur zu Probefahrten benutzt wurde, legt mit der gegenwärtigen Weltumseglungstour, ihre erste„große Reise“ zurück. Sie dient auf derselben als Seekadettenschulschiff und führt 32 Seekadetten an Bord (ursprünglich 33, von denen jedoch einer unterwege verstarb.) Am 1. Oktober 1878 in Dienst gestellt, verließ der„Prinz Adalbert“ am 14 desselben Monats den Kieler Hafen, ging durch den großen Belt und um Skagen herum und legte zunächst Ply mouth an, berührte darauf Madeira und die Kapverdischen Inseln und wandte sich dann, westlichen Kurs einsetzend, zu den Küsten Südamerikas. An der Ostküste dieses Weltteiles lief die Korvette zunächst Montivideo an, ging sodann durch die Magellanstraße, die dort befindliche Kolonie Punta Arena anlaufend, uno wandte sich, in den Stillen Ozean gekommen, nordwärts nach Valparaiso, hierauf die Küstenstädte Ipuique und Callao berührend, ging sodann bis Panama und Acapulco hinauf, und richtete ihren Kurs auf die Sandwichs Inseln, im Hafen des Hauptoltes derselben, Honolulu, Anker werfend. Von hier aus ging es weiter nach dem japanischen Insellande, wo zunächst der Stadt Yokohama und darauf Hakodate ein Besuch abgestattet wurde. Von letzterem Hafen aus machte der„Prinz Adalbert“ einen Abstecher nach der auf dem Festlande von Asien gelegenen russischen Besitzung Wladiwostock, ging sodann nach Yokohama zurück und berührte weiter Cobe, Nagasaki und einige andere japanesische Hafenplätze, worauf er abermals nach Yokohama zurückging. Von hier aus wurde die Rückreise angetreten; zunächst die chinesischen Hafenplätze Changhai, Wusung und Hongkong berührend, begab sich das Schiff nach Singapur, lief an der afrikanischen Ostküste den Hafen Simonstown an, ging von hier nach der Kapstadt, berührte die Insel St. Helena, die Capverdischen Inseln und den Hafenort Ferrol in Spanien und lief am 17. d. Mts. wohlbehalten in Plymouth ein, von wo es seine Weiterreise nach Kiel am 21. d. antrat. Kaiser Wilhelm brachte in Erfahrung, daß der Sultan für sein Leben gern Forellen ist und schickte ihm 100 Forellen nebst Eiern und kleinen Forellen aus deutschen Brutanstalten. Die Forellen kamen glücklich an und der Sultan schickte dem Kaiser als Gegengeschenk 10 prachtvolle arabische Pferde. Jenseits des Oceans. Von Otto Werner. (4. Fortsetzung.) 7. Kapitel. Ein nächtlicher Angriff. Waltenberg gab sich den weitgehendsten Hoffingen hin. Er hatte mit Renard bereits den Plan s Auge gefaßt, dem Flusse, der einige Meilen absirts in hohen Katarakten der Schiffahrt ein unüberdliches Hindernis tot, ein anderes Bett zu graben. er Fluß wand sich in unzähligen Schlangenfndungen dahin und Waltenberg hatte nach langem peschen einen Punkt gefunden, an dem zwei solcher legungen sich bis auf fast tausend Schritte einander herten. Diese Biegungen gedachte Waltenberg durch nen geraden Kanal mit einander zu verbinden. m Geiste sah er schon große Kahnladungen wohlfrachtet mit dem Strome treibend an sich vorüberhen. Renurd warnte vor zu großer Sorglosigkeit in ezug auf die Sicherheit der Ansiedlung. Auf seinen ntrieb wurden vornehmlich die Sicherheitsmaßregeln sit Strenge aufrecht erhalten. Nur zu balo erwies sich die Notwendigkeit eser Vorsicht. In einer Nacht, die einem Tage In besonderer drückender Schwüle gefolgt war, breckte plötzlich ein Schuß, dem bald ein zweiter lgte, das verabredete Signal, die Schläfer jäh aus rer Ruhe. Schnell hatte ein Jeder seine Waffe griffen und war an den schon früher ihm für esen Fall angewiesenen Platz der äußeren Pallidenumkleidung geeilt. Zahlreiche Gestalten sahen die Verteidiger im albdunkel der Nacht auftauchen und sich geräuschsen Schrittes den Umzäumungen nähern. Von nem Strauch zum andern sich duckend, hier und da it schnellen Sätzen über offene Flächen huschend, men die Angreifenden, ohne einen Laut zu äußern, schritt für Schritt der Ansiedlung näher. Waltenberg hatte nicht umsonst dem Heere seines aterlandes mehrere Jahre angehört. Die allgemeine ehrpflicht, die schon seit Jahrzehnten in Deutschland rrichte, hat den meisten Angehörigen der Deutschen ation einen gewissen Sinn für militärische Taktik izubringen und allmählich anzueignen gewußt— eser Umstand kam auch hier den Verteidigern außerdentlich zu Gute. Waltenberg hatte auch nicht versäumt, wohl wissend, wie sehr Disziplin die wahre Siegerin einer Schlacht ist, seine Leute von Zeit zu Zeit durch kleine Uebungen vorzubereiten. In diesem kritischen Moment zeigte es sich, wie sehr eine ver: ständige Taktik hier am Platze war. Die Kolonisten, einfache Landleute von Hause aus, welche teilweise wohl schon im väterlichen Heere gedient, im Uebrigen aber selten oder nie einer ernstlichen Gefahr ins Auge geschaut hatten, bewiesen eine bewundernswerte Ruhe, die selbst durch das Plötzliche, das Ueberraschende des Angriffes nicht erschüttert worden war. Sie hatten eben ein volles Zutrauen zu ihrem Führer, sie fühlten instinktiv, daß in seiner Hand die größte Sicherheit, der beste Schutz für sie selbst lag. Schweigend mit ihren vortrefflichen doppelläufigen Waffen im Anschlage liegend, hairten sie gespannten Sinnes des kommenden Kommandos. Die Indianer, welche erwartet hatten, unbeachtet dem kleinen Fort sich nähern zu können, um dann nach ihrer Art mit einem plötzlich ausgestoßenen wilden Geheul in das Innere der Wohnungen stürzend, die arglos Schlummernden ohne ernstliche Widerstand niedermachen zu können, waren von der seitens der Ansiedler aufgestellten aufmerksamen Wache bereits bemerkt worden, als das Plätschern der den Fluß durchwatenden Pferde der Angreifenden ihre Gegen wart verraten hatte. Ohne dieses von den Indianern nicht sorgfältig genug vermiedene Geräusch wäre ihnen ihr teuflischer Plan doch wohl geglückt. Die ganze Horde stutzte, als der zweimal ausleuchtende Feuerstrahl und die unfern von ihnen hörbar auf das Gestein aufschlagende Kugel ihnen bewiesen, daß die erste Hälfte des Angriffsplanes bereits vereitelt sei. Mit katzenartiger Geschmeidigkeit hatten sie sich von ihren Pferden gleiten lassen, um alsbald nach links und rechts hin sich ausbreitend, um das ganze Fort einen Kreis zu bilden und letzteres zu umringen. Ein Zeitraum von einer halben Stunde verstrich dann, ohne daß sie eine weitere feindliche Absicht hätten bemerkbar werden lassen. Jedenfalls war ihnen das stille ruhige Verhalten der Mannschaft aufgestoßen. In der That stand der Häuptling, Namens Ureumst, ratlos da. Die dem Comantchenstamme angehörende Truppe verhielt sich regungslos. Sie waren gewohnt, bei ähnlichen Gelegenheiten seitens September 1880. 13. Jahrgang. K Der Finanzminister Bitter in Berlin, 67 Jahre alt, hat sich dieser Tage mit Fräulein Clara Nerenz, 37 Jahre alt, verheiratet. Erst vor fünf Tagen hat die formelle Verlobung stattgefunden, trotzdem eine gemeinsame Liebe zur Musik die beiden genannten Persönlichkeiten schon seit lange und viel zusammengeführt hat. Es hat unter diesen Umständen auch eines königlichen Dispenses von Einhaltung der sonst vorgeschriebenen Frist für diese Vermählung bedurft. Prinz Heinrich von Hanau, in seinem Vaterland Hessen der„Vogler“ genannt, der schon in den Tagen der Regentenherrlichkeit seines Vaters in Leipzig mit der ansehnlichen Summe von 400,000 Gulben in Konkurs geriet, die ein geschickter Advokat auf die Hälfte herunterhandelte, und wovon der Kurfürst von Hessen die andere Hälfte deckte, hat sich von Prag, seinem bisherigen Domizil, aus dem Staube gemacht. Die hinterlassenen Schulden belaufen sich auf mehr als eine halbe Million; Schulden, die entstanden sind durch die Schrullen seiner Mutter, die in ihm die Hoffnung nährte, daß der Sohn den Thron seiner Väter wieder besteigen müsse. Der Prinz mochte seine Hoffnung auf eine „gute Partie“, gesetzt haben— aber eine ganze Anzahl Körbe nahm er mit heim. Erst war es eine Tochter des unglücklichen, heimgegangenen Königs von Hannover, die seine Liebe weckte, dann hoffte er der Schwager des Königs von Spanien zu werden, doch die Prinzessin Bianca von Orleans lehnte ab, nun trat er mit dem Fürsten von Bulgarien in die Schranken und warb um die Tochter des Fürsten Jusupoff; ebenfalls abgewiesen, setzte er seine Werbungen in Prag in den gräflichen Häusern Kaunitz und Nostiz fort, um sich zoei weitere Körde zu den übrigen zu holen. Jetzt geht der Prinz in Ostende spazieren— und seine Gläubiger haben das Nachsehen. Im Krieg und Frieden kommt gar viel auf die Geschwindigkeit und auf die„affenartige Behendigkeit“ an. Nicht nur bei den Soldaten, die schon manche Schlacht mit den Beinen d. h. mit Geschwindmärschen gewonnen haben, sondern auch bei den Kriegsschiffen. Der„Große Kurfürst“, das schwere deutsche Panzerschiff, liegt im Kanal, wo er am tiefsten ist, und man will keine neuen Panzerkolosse mehr bauen, sondern kleinere Panzerfahrzeuge von der allergrößten Geschwindigkeit bis zu 20 Seemeilen in der Stunde; jedes soll nur zwei Geschütze, aber 1500 Pfünder der Angegriffenen sofort den Kampf eröffnen zu sehen, sobald sie nur in den Gesichtskreis derselben gekommen waren. Die rätselhafte Stille beunruhigte sie. Ureumsi schickte seinen Bruder ab, die Anzahl der von den Kolonisten sichtbaren Köpfe zu zählen. Schweigend gehorchte der letztere. Sämtliche in seinem Köcher sich befindenden Pfeile nahm er in die rechte Hand, um lautlos sich rings um das Fort bewegend, beim jedesmaligen Erblicken eines Kopfes einen Pfeil aus der Rechten in die Linke zu drücken. Nachdem er wieder nach Vollendung des Kreises auf Ureumsi gestoßen war, zeigte er diesem die Anzahl der Pfeile, welche sich in der linken Hand befanden. Der Comaatchen=Häuptling lachte höhnisch auf. Es waren der Pfeile nicht einmal ein volles Dutzend. Ein langgezogener Laut ertönte aus einem Büffelhorn, ein markerschütterndes Schlachtgeheul unterbrach die Stille der Nacht— Feuer! erschallte ein klares durchdringendes Kommando aus dem Munde Waltenbergs, das Donnern von zehn zugleich abgegebenen Schüssen machte den wilden Schlachtruf für einen Augenblick verstummen— für einen Moment nur— und mit wüstem Lärm versuchte die Schaar, mit Hülfe der in das Holz hineingehauenen Tomahawcs die oben stellen Pallisadenwände zu erklimmen. Die letzteren waren im Zickzack derart angelegt, daß an den vorsprindenden Winkeln Erdböschungen ausgeworfen waren, auf denen je ein Mann seinen Verteidigungsposten eingenommen hatte. Den Verteidigern war die Abwehr des Angriffes dadurch erleichtert. Der Angreifer gab ihnen bei dem Versuche, die hohen Wälle zu erklimmen, die Seite als Blöße. Letztere bot durch die eng aneinandergereihte Körperreihe der Anstürmenden ein unfehlbares Zielobjekt. Bald zeigte sich die furchtbare Wirkung des von den Kolonisten nunmehr eröffneten Schnellfeuers Verderbenbringend schlugen die Kugeln in die dichten Massen, oft sogar zwei Angreifer zugleich niederstreckend. Immer wieder purzelten die Körper der Indianer, welche glaubten, die unbesetzten Winkel der Pallisaden zum ehesten überklettern zu können, und sich mühsam, unterstützt von den Kameraden, auf den oberen Rano geschwungen hatten, von einer unbarmherzigen Kugel getroffen, zurück, bis die Uebriggebliebenen, endlich erhalten. Die Geschütze dieser Fahrzeuge sollen in einen drehbaren, schwergepanzerten Turm auf dem Verdeck gestellt werden und das Fahrzeug so niedrigen Bord haben, daß es nicht hoch über das Wasser ragt und bei seiner großen Schnelligkeit und Lenksamkeit nur schwer zu treffen ist. Man hoffte überdies 6—8 solcher Fahrzeuge für dasselbe Geld herzustellen wie für einen neuen Kurfürsten In Halberstadt hat der Major v. Willich seinen Obersten v. Osten, Kommandeur des dort garnisonierenden Kürasster=Regiments, im Duell totgeschossen. Lasker hat mit den großen Städten im letzten Jahre Unglück gehabt: Breslau, Frankfurt und Magdeburg haben ihn bei den Wahlen durchfallen lassen. Er findet die Temperatur unangenehm und geht nach Italien. Der reiche schlesische Graf Henkel von Donnersmarck hatte neulich den russischen Thronfolger zu einer Jagd auf seinem Gute Klobedezko in Polen eingeladen, aber ein paar Tage vor dem Eintreffen des Prinzen ging das große Schloß in Flammen auf und brannte vollständig nieder. Man will wissen, daß unter den russischen Arbeitern, die der Graf zum Anbau des Schlosses aus Petersburg hatte kommen lassen, Nihilisten gewesen wären, welche die Balken und Wände mit Petroleum bestrichen hätten. Das Wasser läuft einem im Munde zusammen, wenn man vom Pfälzer Städtchen Freudenstadt liest, daß die 1420 Bürger keinen Heller Umlagen und Steuern bezahlen, sondern voriges Jahr sogar bare 80,000 Mk. unter sich geteilt haben. Das macht, das glückliche Städtchen besitzt durch uralte Schenkung einen prächtigen Wald von etwa 8000 Morgen und saftige Wiesen und löst daraus 200—300,000 Mk. Reingewinn. Jeder Bürger bekommt Brenn= und Bauholz und Streu umsonst und 50—60 Mark in Barem. Am 27. September waren es 10 Jahre, daß Straßburg kapituliert hat und wieder deutsch geworden ist, nachdem es seit dem 30. September 1681 in den Handen der Franzosen war. Die Elsasser klagen, Deutschland habe ihnen die Branntweinpest gebracht. Aus Norddeutschland wird ungeheuer viel Kartoffelschnaps eingeführt, die Leute kaufen und trinken ihn, weil er billig ist und werden Schnapssäufer. In Baiern wird über die Hagelschläge genau Buch geführt. Die meisten und schwersten Hagelschläge das Vergebliche ihres Beginnens einsehend, entsetzt in das schützende Dunkel der Nacht zurückflüchteten. Schnaubend vor Wut hatte Ureumsi das Mißlingen des Angriffes beobachtet. Mit trotzigem Entschlusse stellte er sich an die Spitze einer kleinen um ihn sich sammelnden Schaar, gebieterisch erhob er seinen Tomahawc und stürzte sich, brüllend denselben in schnellen Schlägen um seinen Kopf wirbelnd, gefolgt von den fanatisierten Seinen, mit hastigen Sätzen auf den nächstgelegenen Punkt des schon so blutig verteidigten Walles. Er hoffte durch einen„konzentrischen Vorstoß", mit welchem Ausdrucke unsere moderne Strategie diesen letzten verzweifelnden Schritt des Häuptlings bezeichnet hätte, den Feind vielleicht noch überraschen und seine Verteidigungslinie durchbrechen zu können. Waltenberg hatte unter Anführung Renards einen kleinen Trupp, aus den zuverlässigsten seiner Leute bestehend, Reserve für den äußersten Notfall zurückbehalten. Diese, die bisher ungeduldige Zeugen des Kampfes gewesen waren, griffen mit ungeschwächter Kraft und verdoppeltem Eifer in den Kampf ein. Die von Ureumsi angeführte, dicht gedrängt heranstürzende Horde wurde mit diesem Hülfscorps mit einem verhe renden Feuer empfangen. fänglich blieb desselbe ohne rechte Wirkung. Wohl wälzten sich eine ganze Anzahl Getroffener in ihrem Blute auf der Erde, dennoch gingen die Comantchen mit einer wahrhaft bewundernswerten Hartnäckigkeit ans Werk, über die Körper ihrer verwundet am Boden liegenden, ächzenden und stöhnenden Kameraden hinweg die Pallisaden zu erklimmen, in ihrer Kampfeswut selbst auf die Schultern Anderer steigend, um, den oberen Rand mit ihren Händen erfassend und sich rittlings auf denselben zu schwingen. Die Wenigen, denen es gelang, sich hinaufzuschwingen, riß aber ebenso regelmäßig eine aus nächster Nähe abgegebene Kugel von ihrem eroberten Platze herunter. Die furchtbare Wirkung der Hinterlader zeigte sich auch hier. Die Indianer, welche selbst noch selten im Besitze eines„Feuerrohrs" waren, standen diesem neuesten Verteidigungsmittel verdutzt gegenüber. Sie glaubten nicht anders, als daß aus derselben ihre Gegner in ununterbrochener Folge das verderbendringende Blei ihnen entgegenzusenden vermöchten. Als jetzt Ureumsi selbst getroffen niedersank, erfaßte Furcht die Uebrigen, laut schreiend und wilde kommen regelmäßig im Monat Juni vor, die nächstmeisten im Mai, Juli und August; in diesen drei Monaten aber kaum zusammen so viel wie im Juni. Frankreich Das neue Ministerium in Paris war eine schwere Geburt, nach einem Minister des Auswärtigen mußte bei allen französischen Botschaftern herumtelegrahiert werden. Keiner wollte annehmen; denn keiner wollte Strohmann oder auch der Hampelmann Gambettas werden. Die Namen der Minister sind: Ferry, Präsident und Unterrichtsminister, Barthelémy St. Hilaire, Auswärtiges, Costans, Inneres und Kultus, Cazot, Justiz, Magnin, Finanzen, Farre, Krieg, Aomiral Cloué, Marine. Das neue Ministerium empfängt sein Licht von Gambetta, wie der Mond von der Sonne. Barthelémy Saint Hilaire, der neue Minister des Auswärtigen in Paris, hat sich hingesetzt und ein beruhigendes Rundschreiben an alle Großmächte erlassen. Er sagt darin, der Rücktritt Freycinets habe nichts an der auswärtigen Politik geändert, Frankreich habe niemals größeres Gewicht auf Erhaltung des Friedens, der so heilsam für seine Wohlfahrt sei, gelegt wie jetzt, und dieses Friedenssystem habe herrliche Früchte getragen. Frankreich werde dieser glücklichen Ueberlieferung treu bleiben u. s. w. Dieses Aktenstück macht dem alten friedlichen Herrn alle Ehre, er meints sogar aufrichtig, aber— Barthelémy denkt, Gambetta lenkt. Da liegt der Hund begraben. Gambetta hat in einem und demselben Jahre Waddington und Freycinet über Bord geworfen und kann morgen Barthelémy über Bord werfen. Das Aktenstück würde nicht einmal mehr wert sein, wenn es Gambetta kontrasigniert hätte. Die einzige Sicherung ist, daß das französische Volk vorläufig keinen Krieg will. Großbritannien. Der Aufstand der Basutos in Süo=Afrika macht den Engländern noch zu schaffen. Nach einem in London eingegangenen Telegramm aus der Capstadt vom Mittwoch haben zwei Postdampfer den Befehl erhalten, sich unverzüglich mit 600 Freiwilligen an Bord nach Cast London zu begeben. Letztere sollen an der Unterdrückung des Aufstandes der Basutos und Tambukis, welche sich mit den Basutos gegen die Engländer vereinigt haben, teilnehmen. Aus Lallyhauill(Irland) wird wieder eine agrarische Grausamkeit gemeldet. Eine Bande Vermummter überfiel einen dortigen Gutsverwalter nächtlich in seinem Hause, mißhandelte ihn gröblich und schnitt ihm beide Ohren ab. Westfalen und Rbeinland * Schwerte, 27. Sept. Dem auf dem ersten Deutschen Bergmannstage in Kassel von Sr. Durchlaucht dem Prinzen von Schönaich=Carolath, Berg hauptmann zu Dortmund, über„die Verunglückungen im Oberbergamtsbezirke Dortmund seit 1853“ gehaltenen Vortrage entnehmen wir nachfolgendes stattstisches Material: In den letzten 16 Jahren haben im Oberbergamtsbezirk Dortmund im ganzen 3500 Berg leute durch Verunglückung ihren Tod gefunden. Hiervon sind durch herabbrechende Stein= und Kohlen massen 1120 erschlagen worden, durch Sturz in Bremsberge und Schächte verunglückten 334, durch die in Bremsbergen lanfenden Fördergefäße etwa 200. Beim Fahren auf der Fahrt kamen 30 ums Leben, auf der Fahrkunst 31. Bei der erlaubten Seilfahrt 89 Personen(in den letzten 4 Jahren nur 2 Personen), beim vorschriftswidrigen Fahren am Seile 52. Bi der Schießarbeit verunglückten 144 Mann. Durch Explosion schlagender Wetter 476 In matten Wettern erstickten 84 Mann. Bei Wasserdurchbrüchen kamen um 30, bei der Aufbereitung 34 und endlich bei den Dampfkesselexplosionen 16 — Auf derselben Versammlung sprach Herr Gutdo Körner aus Freiberg unter Vorzeigung des Apparates über seinen„Schlagwetterverzehrungsapparat.“ Der selbe ist patentiert und von zwei sächsischen Gruben in Gebrauch genommen. Er beruht auf der Eigenschaft des Palladiums, Begleit=Erz des Platins, in rotglühendem Zustande das Kohlenwasserst ffgas ohne Explosion zu verbrennen. Der vorgezeigte Apparat besteht aus einem Oelbehälter, welcher mit Ligroin (gereinigtes Petroleum) gefüllt wird. In den Oelbehälter reichen mehrere mit Dochten versehene Glas cylinder hinab, auf welchen oben Hülsen von Asbest. einem faserigen Mineral, sitzen, die mit Palladium überzogen sind. Der vermittelst der Dochte in den Glascylinder in die Höhe steigende Ligroindampf bringt, ohne mit Flammen zu brennen, die Asbest kapseln von innen zum schwachen Rotglühen. Die rotglühenden Kapseln zersetzen dann ihrerseits wieder auf ihrer Außenfläche das in der zuströmenden Luft enthaltene Kohlenwasserstoffgas. Nach angestellten Versuchen zersetzt ein solcher Apparat in 24 Stunden den in 4000 chm Luft enthaltenen Kohlenwasserstoff * Schwerte, 27. Sept. Ueber den schrecklichen Unglücksfall auf dem Bahnübergang zwischen Sölde und Aplerbeck sind jetzt Details bekannt geworden. Der Loko motivführer des um 8 Uhr 12 Minuten von Holz wickede nach Aplerbeck abfahrenden Personenzuges spürte an dieser Ueberfahrt, wo er mit einem von Apler beck kommenden Güterzuge kreuzte, eine auffalleno chwankende Bewegung der Lokomotive, weshalb er sofort das Notsignal gab und den Zug zum stehen brachte. Der Führer verließ dann die Lokomotive und ging die Strecke zurück, um die Ursache des schwankens der Lokomotive zu erforschen. Hierbei stieß er auf menschliche Körperteile, die auf einer Strecke von 50—60 Schritte auf dem Bahnkörper umherlagen. Der Fahrhauer und Kötter Dietrich Hans gen. Landmann von Aplerbeck, welcher anscheinend unter den Aschekasten geraten, ist an der Brust quer durchschnitten, Beine, ein Arm und die Eingeweide lagen auf dem Bahnkörper zerstreut. Die Frau scheint von den Räumern der Maschine erfaßt und etwa 40 Schritte weit fortgeschleift und erst dann berfahren zu sein. Diese ist quer über die Mitte des Körpers überfahren und gezweiteilt. Der Anblick dieser Unglücksstätte war fürchterlich. Gut, daß die Nacht ihren Schatten darüber breitete. Die erschie nene Polizei ließ sofort Notsärge anfertigen und die einzelnen Körperteile darin zusammenlesen. Der Lo komotivführer hat kein Schreien gehört und auch nicht gesehen, daß die Leute unter die Maschine gerieten Die Kreuzung mit dem Güterzuge wird dies wohl verhindert haben. Man nimmt an, daß die Verunglückten in dem Augenblicke, als der von Aplerbeck auf dem ihnen zugekehrten Geleise kommende Güterzug den Uebergang passirt hatte, unter der von einem etwa 100 Schritte weit abstehenden Bahnwärter vermittelst einer Drehvorrichtung herabgelassenen Bariere durchgekrochen sind, um den Uebergang zu pas sieren, wobei sie der auf dem zweiten Geleise in ent egengesetzter Richtung fahrende und ihnen durch den Güterzug verdeckt gewesene Personenzug überraschte Der Mann war 48, die Frau 53 Jahre alt und lebten die Eheleute in sehr guten Vermögensverhältnissen. 5 erwachsene und 3 jüagere Kinder, darunter 2 schulpflichtige, beklagen den Verlust ihrer Eltern. * Schwerte, 27. Sept. Ueber den Empfang eines uns freundlichst übersandten lebenden Maikäfers wollen wir an dieser Stelle quittieren. Derselbe war von einem Fadrikarbeiter vor dem Westenthor gefunden worden. Hoffentlich kündigt er uns einen schönen Herbst an, wir könnten ihn schon brauchen! Von den Förstern und Landwirten wird ein gelinder Winter prophezeit. Den Förstern dienen eit altersher die Haidekräuter, zumal die Erycäen als Richtschnur für die Witterung. Während im vorigen Jahre die Erica vulgaris und herbacea auf den Blütenrispen bis in die oberste Spitze mit Blüten besetzt war, setzte sie heuer kaum zur Hälfte Blüten an, welcher Umstand auf einen gelinden Winter schließen leßt. Auch nach den Bienen beurteilt man Gleiches, denn während diese um dieselbe Zeit des Vorjahres sich schon verbaut hatten, setzen sie heuer noch Wachs an, und zwar häufig auch außerhalb der Stöcke, welche heuer ganz gefüllt sind und ungewöhnlichen Ertrag abwerfen. Schwerte. Da das Verbrennen von Unkraut jetzt wieder häufiger in den Gärten und Feldern vorkommt, so machen wir, weil noch oft gegen die diesbezüglichen Bestimmungen gesündigt wird, darauf aufmerksam, daß im Freien bei beftigem Winde kein Feuer angezündet werden darf und nur bei schwachem Luftzuge oder Windstille, mindestens 300 chritte von Gebäuden, Schober, Wald 2c. entfernt das Unkraut=Verbrennen gestattet ist. Auch sieht man noch öfters, daß das Anstecken der UnkrautHaufen durch Kinder geschieht, wodurch nicht selten Unglücke, weil die Kinder mit ihren Kleidern dem Feuer zu nahe kamen und dieselben in Brand gerieten, entstanden sind. Auch hierzu bemerken wir, daß Kinder unter 7 Jahren nicht allein bei Feuer und Licht gelassen werden dürfen. Schwerte. Mit dem 15 Oktober stehen im Winterfahrplan unserer Bahnen sehr wesentliche Aen derungen bevor. Schwerte, 28. Sept. Herr Lehrer Sänger hier, feiert am Freitag sein 25jähriges Dienstjubiläum. Zu Ehren des Jubilars findet am Abend des Festtages im Gasthof Duisberg ein Festessen statt. Möge ihm noch ein späteres Jubiläum beschieden sein. ** Schwerte, 28. Sept Dieser Tage wurde von einem bekannten Nimrod mit Hülfe einiger Hunde im Hause des Metzgers L. hierselbst eine Razzia auf Ratten abgehalten. Bei diesem gewiß seltenen Jagdvergnügen hatte der Nimrod das Glück, 52 Stück von diesem langschwänzigen Wildprei zu erlegen. Wird das aber eine feine Mahlzeit geben! )( S c h w e r t e, 2 8. S e p t. B e i G e l e g e n h e i t e i n e s Glückwünschens auf der Schwerterhaide kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu Excessen und wurde dem Arbeiter H. daselbst mit einem Messer die Nase vollständig gespalten. Schwerte. In vielen Zitungen befindet sich ein der„Essener Ztg.“ entnommener Artitel über die nachträgliche Ermittelung eines Mörders, der vor etwa 12 Jahren in der Nähe von Unna einen Schnei derlehrling ermordet haben soll. Die Thatsache von der Ermordung des Knaben ist richtig, ebenso, daß der Mörder leider immer noch nicht entdeckt ist, un richtig ist aber, daß eine ir der Untersuchung damals vernommene Zeugin verhaftet sein sollte und noch weitere Verhaftungen bevorständen. Die ganze An1g legenheit beruht auf einem bloßen Gerede, das weiter zu verbreiten sich jeder hüten möge. Schwerte. Sofoct nach Beendigung der Manöver hat die Abschätzung der Flurschäben ihren Ansang genommen. Dieselbe erfolgt durch eine Kommission, welche sich zusammensetzt aus dem Landrat, einer Anzahl von Grundbesitzern, einem Stabsoffizier und einem Intendantur=Beamten. Bei den Vorabschätzungen wird den zugezogenen Ortseingesessenen, sobald sie es wünschen, eine Entschädigung aus Militärfonds gewährt. Die Revision und Feststellung der Forderung ist durch die beireffende Regierung vorzunehmen. Den dazu herangezozenen Ortsvorständen aber wird keine Vergütung gezahlt, weil die Abs hätzungsarbeit zu ihren amtlichen Obliegenheiten gehört. Schwerte. Die Mandatsniederlegung des Herrn Commerzienrats Baare macht die Neuwahl eines Landtags abgeordneten erforderlich. Die Wahl wird durch die am 30. Septbr. v. J. von den Urwählern gewählten Wahlmännern gethätigt und bedarf es jetzt nur dann einer Ersatzwahl, wenn irgend ein Wahlmann durch Wegziehen, Tod oder aus irgend einem anderen gesetzlichen Grunde sein Wahlmänner=Recht nicht ausüben kann. Die Aufstellung der Urwählerlisten ist vom königlichen Landratsamte bereits angeordnet. C hengsen, 27. Sept. Vergangene Nacht brannte das vor einigen Jahren neu erbaute Wohnhaus des Bergmanns Brasse hier fast vollständig nieder. Selbst die dicken massiven Mauern sind teils bis aufs Fundament einge ürzt. Ueber die Entstehung des Brandes st bis jetzt nichts bekannt. Verwünschungen ausstoßend suchten die Unglücklichen in eiligster Flucht ihre Rettung. Allgemeine Panik griff in den Reihen der Comantchen Platz. Das in der Ferne mehr und mehr verhallende wilde Geheul der Fliehenden überzeugte Waltenberg von der vollen Beseitigung der Gefahr. Seine erste Sorge galt jetzt seiner Familie. Er fand wider sein Erwarten zu seiner freudigen Ueberraschung seine Frau mit seiner Tochter gefaßter und ruhiger. Freudig waren sie ihm entgegengeeilt, ihm ihre Beruhigung über den abgeschlagenen Angriff versichernd. Waltenberg hatte sich gefaßt gemacht, leise Vor würfe zu erhalten über ein abenteuerliches Beginnen, sich und seine Familie in die Schrecknisse der Wildnis hineinzuversetzen. Während des verzweiflungsvollen Kampfes hatte ihn dieser Gedanke mit wuchtiger Schwere zum ersten Male beschäftigt. Er atmete erleichtert auf, als er den Ideengang seiner Lieben eine ganz andere Nichtung einschlagen sah. * * Beim Andruche des Tages näherten sich dem Fort einige Indianer, welche durch Zeichen bemerkbar zu machen versuchten, daß sie nichts Böses im Schilde führten. Sie baten, ihre gefallenen Kameraden hinwegführen zu dürfen. Es wurde ihnen gestattet. Je zwei Indianer nahmen je einen der Gefallenen auf einer Büffelhaut in ihre Mitte und eilten mit der traurigen Last dann eiligst davon Als einige Stunden später die Morgensonne in voller Pracht über Waltenbergs Besitzung aufging, waren die Spuren verschwunden, welche von dem nächtlichen Ueberfall hätten Zeugnis geben können. Nur Ureumsi, der Häupiling der Comantchen, mußte schwer verwundet zurückbleiben. Eine Kugel hatte seine Brust durchbohrt, ohne jedoch nach dem Ausspruche Feidinands edlere Teile verletzt zu haben. Es war noch Aussicht vorhanden, unter Beobachtung größter Fürsorge und Pflege das entfliehende Leben zu erhalten. Renard meinte zwar murrend, daß ein Geschöpf wie Ureumsi des Aufhebens nicht wert sei, er würde das wiedererlangte Leben nur benutzen, späterhin seine Rache dennoch mit dem Scalpiermesser auszu üben, allein er drang mit seiner Ansicht nicht durch. Ureumsi ward mit größter Sorgfalt gepflegt und zur Freude seiner Pfleger genaß derselbe sichtlich Ferdinands Bemühungen blieben an dem Kranken nicht ohne Erfolg, seine in der Heimat erworbene Kenntnisse der Heilkunde kamen ihm trefflich zu Statten. Mehrere Male schon hatte der Mond seinen Lauf vollendet, ehe Ureumsi sich von seinem Krankenlager erheben durfte. Zwar war der Körper des Häuptlings der Comantchen entkräftet, der Atem kürzer geworden, dennoch gab er, beim Abschied sich Ferdinand zu Füßen werfend, durch Worte und Geberden seinen Dankesgefühlen in überschwenglichster Weise Ausdruck. Dann zog er, nachdem ihm Waltenberg ein lahmendes Pferd mitgegeben, das zur Arbeit nicht mehr verwendbar, einsam von dannen. In der Kolonie ging Jeder ungestört seiner Beschäftigung nach, Arbeit fand sich in Hülle und Fülle, die Tage verflossen schnell, die Ernte füllte alle Scheunen, Ferdinand und Renard hatten die gewonnenen Bodenerzeugnisse auf den Markt zu bringen und ehe man es sich versah war das Jahr zu Ende. Nur hin und wieder ward der Heimat gedacht. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend hatte sich selten eine Stunde finden wollen, einem etwa aufkeimenden Heimwehgefühle nachzuhängen. Nach Jahresfrist hatte das schlichte Blockhaus einem steinernen Gebäude Platz gemacht, es war das letztere nicht schloßartig, wie ehemals das Wohnhaus in Deutschland, aber mit seinem weit überhängenden Dache, seinen dem Schweizerstyle nachgeahmten Erkern und Veranden bot es einen behaglichen Wohnsitz dar, wie er nicht lieblicher gedacht werden konnte. Bald blieb Waltenberg nicht mehr vereinsamt in seinem Lande, dessen Fruchtbarkeit einen so reichen Erntesegen brachte. Die Aufmerksamkeit der Bewohner der östlichen Staaten war bald auf die Vorzüge dieser Länder gelenkt worden. Auswanderer strömten in Schaaren herbei, freilich nicht einem Jeden glückte es, sich hier niederzulassen. Für den Einzelnen war es immerhin gewagt, so nahe den Schlupfwinkeln der erbitterten Indianer stämme, fest am Fuße des Felsengebirges seinen Wohnsitz aufzuschlagen. Trotzdem hatten sich in der Umgegend zahlreiche Familien niedergelassen, welche das Land schnell zu einem recht bevölkerten machten. Waltenberg sah ein, wollte er anders die Früchte seines Unternehmens sich nicht von Andern entreißen lassen, er seine Plantage vergrößern müßte. Jetzt ging es an die Umzäunung ungeheurer Felder, von denen Waltenberg Besitz ergriff. Er selbst schwelgte in den kühnsten Hoffnungen, wenn er über seine Besitzungen ritt und den gewaltigen Flächeninhalt derselben mit dem verglich, was er in der Heimat sein eigen nannte. Der Viehstand vermehrte sich, die Werkzeuge, Gerätschaften und alle sonstigen täglichen Gebrauchsgegenstände von rastlos schaffenden Händen vervollständigt, das Wohnhaus mit allem von früher her gewohnten Komfort ausgestattet, weither herbeigeschaffte kunstvolle Möbeln machten den Aufenthalt heimisch. Selbst ein Piano, das mit großer Mühe nur herbeigeschafft werde konnte, fehlte nicht, die Werke besserer Deutscher Schriftsteller füllten die Wände eines behaglich eingerichteten Lesezimmers, sie bewiesen, wie selbst im entlegensten Teile einer an Gefahren und Mühsal überreichen Wildnis der Sinn für Schönheit und Kunst ein lebendiger zu bleiben vermag. Eine ideale Richtung des Geistes verträgt sich noch immer mit den praktischen Anforderungen selbst des rauhesten Lebens. Dieser schönheitsliebende Zug, der tief im deutschen Volksbewußtsein wurzelt, bildete Jahrhunderte hindurch das einzige Band, das alle über die Erde zerstreuten deutschen Angehörigen mit einander zu einer Nation vereinigt hatte, mochte die stattliche Vollständigkeit nun auch noch so sehr zerplittert sein. Es waren die schönsten Stunden ja, welche der Familie Waltenberg beschieden waren, sobald der Feierabend den Mitgliedern es gestattete, durch Vorlesungen und Recitationen sich mit dem Geistes leben ihres Vaterlandes eins zu fühlen. (Fortsetzung folgt.) Am Sonntag Vormittag stürzte in hörde auf der straße der geistesschwache Pferdehändler Daniel Feldheim tot zur Erde nieder. Ein Schlagfluß hatte seinem traurigen Dasein ein Ende bereitet. In der am 4. Oktober in Dortmund beginnenen Schwurgerichtsperiobe kommen eine ganze Reihe von schweren Verbrechen zur Aburteilung, so mehrere Meineidsfälle. Ferner wird verhandelt gegen die fünf frechen Räuber, die im Jahre 1878 in das Haus des Pastors von der Kuhlen in Nordheringen bei Hamm eingedrungen und zu stehlen versucht hatten. Die Räuber hatten gemeint, von der Kuhlen befinde sich in Hamm; derselbe war indessen zu Hause und suchte die Diebe zu verscheuchen, erhielt aber einen Schuß in den Arm, infolge dessen derselbe dem weit über 70 Jahre alten Greise amputiert werden mußte.— Ausverschiedenen Gründen sind nach benannte Herren, die für die Schwurgerichtsperiode ausgelost waren, davon entbunden worden: Kaufmann Stefan Hobrecker(Hamm), Kaufmann Carl Voß(Hamm), Geheimrat Fritsch(Soest), Frhr. von Romberg (Bladenhorst) und Rendant Sträter(Aplerbeck).— An deren Stelle wurden ausgelost die Herren: Rendent Fr. Thieme(Hörde), Kaufmann Franz Kerstein(Soest), Kaufmann Adolf Elias(Dortmund), Rentmeister Thiemann(Höchsten), und Rentner Wilhelm Lambert(Westrich). In Dortmund besteht auch ein VelozipedenKlub. Zwei Mitglieder desselben werden auf außerordentlich hohen Fahrzeugen einen Wettritt nach Köln machen. Ueber die Arbeiterverhältnisse in Hagen schreibt man der„Sozial=Korrespondenz“:„Die Eisenindustrie zeigt einen bemerkenswerten Aufschwung. Noch vor kurzem ging es in unsern Eisen= und Stahlwerken sehr still zu; seit einiger Zeit hebt sich das Geschäft. Die Löhne haben jedoch einen Aufschwung noch nicht erfahren, dürften auch noch für geraume Zeit auf ihrem niedrigen Stande verbleiben; der Verdienst variiert von 7—12 M. die Woche. Im Handwerk sieht es dagegen sehr trübe aus. Die Löhne sind so niedrig, wie selten zuvor. Dabei sind die Lebensmittel teuer; bei vielen Arbeitern kommt Fleisch nur selten auf den Tisch. Die Steuern sind fast unerschwinglich. Seitens einzelner Arbeitgeber war eine Aufbesserung der Löhne beabsichtigt; wenigstens ist dies von Beamten gesagt worden; indessen ist diese wohlmeinende Absicht daran gescheitert, daß ein Teil der Fabrikanten augen licklich nicht in der Lage zu sein erklärte, den Arbeitslohn zu erhöhen. Die Vorbereitungen zur Errichtung eines Denkmals für Fritz Harkort sind zu einem bestimmten Plane gediehen. In einer Sitzung zu Wetter haben sich die früher zusammengetretenen 11 Interessenten bis zu 40 Mann verstärkt und dann eine Liste von etwa 300 Personen aus den Kreisen Dortmund, Bochum, Hagen 2c. aufzustellen begonnen, welche zu einer größeren Versammlung auf den 24. Oktober e. zum Rheinischen Bahnhofe Herdecke eingeladen werden sollen. Diese Versammlung wird das definitive Komité wählen. Die Wahl des Platzes für Denkmal schwankt noch zwischen dem„alten Stamm“. oberhalb Freiheit Wetter, und dem„Nacken" bei der Rheinischen Bahnstation Herdecke. Letzterer Bergkopf ist leicht zugänglich und gewährt eine seltene Rundschau, wird deshalb wahrscheinlich die meisten Stimmen für sich haben. Die nähere Entscheidung bleibt aber dem zu wählenden Komité überlassen. In Münster ist neulich ein Ortsschulze aus dem Ort Merl bei Recklinghausen von der Anklage, einen Geometer mißhandelt zu haben, freigesprochen. Der Schulze hielt den Geometer für einen Schwindler, weshalb er den Ahnungslosen verhaftete, ihn und seinen Gehülfen. Unterwegs ohrfeigte der Schulze den Geometer, weil er nicht den richtigen Weg einschlug. Trotzdem wurde der Schulze freigesprochen. Er hatte den Geometer auch geknebelt. Dies will er deshalb gethan haben, weil Jener keine Hosenträger getragen. In der Regel nähme er den Verhafteten die Hosenträger weg, so daß sie ihre Hosen mit den Händen tragen müßten. Die Kinder der Ferienkolonie in Barmen sind von Königsboen bei Unna wieder zurückgekehrt und am Bahnhofe(vo gliedern des Komitéés der„Barmer Ztg.“ m abgereisten, eben erst genesenen blassen, krän und blutarmen Kinder kommen und haben sä nommen In Wichlinghause spielendes Kind unter Kopf des Kindes wur Wortes zermalmt und Aus Elberfeld ber tigen Vermächtnis. 2 Weyerbusch hat der Gemeinde 25,000 M. — Man sollte es markenlosen Zeit sieh n Elberfeld gezwung vidende der Berg=M wers mit der 76er n diesen Gewinn=Anteil da der älteste Jahrg verfällt. Eine Bauernfrau war am Mittwoch n gefahren; nachdem di hatte und die Heimre feiner Herr sehr zur wagen. Die Frau v monnaie. 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Eisenbahn zu erinnern wers mit der 76er nicht jetzt endlich eilig hat, kann diesen Gewinn=Anteil in den Schornstein schreiben, da der älteste Jahrgang demnächst der Verjährung verfällt. Eine Bauernfrau aus der Nähe von Langenberg war am Mittwoch nach Düsseldorf zur Ausstellung gefahren; nachdem dieselbe die Herrlichkeiten besehen hatte und die Heimreise antreten wollte, half ihr ein feiner Herr sehr zuvorkommend in den Eisenbahn= wagen. Die Frau vermißt seit der Zeit ihr Portemonnaie. In Essen genas die Frau eines dortigen Buchbindermeisters eines Zwillingspaares. Das eine Kind, ein Knabe, war kräftig und vollkommen proportioniert gebaut, wogegen das andere, ein Mädchen, welches während der Geburt starb, zwei vollständig ausgebildete Köpfe und drei Beine hatte, von denen eines kleiner und nach hinten gerichtet war. Wie aus Düsseldorf gemeldet wird, haben sämtliche beteiligten Zechen sich bereit erklärt, ihre auf der Ausstellung befindlichen niesigen Kohlenblöcke den Düsseldorfer Armen zu schenken.— Zur Erinnerung an die Düsseldorfer Ausstellung hat Graveur Fr. Langmann in Hagen eine künstlerisch ausgeführte Medaille angefertigt. Der Preis derselben beträgt nur 2 Mark. — Samstag Abend 10 Uhr brannte das HauptRestaurationsgebäude der Ausstellung bis auf den Grund ab. Es wurde grade ein großer Studentencommers im Saale abgehalten, als durch Unvorsichtigkeit eine Portiere durch die Gasflamme in Brand geriet. Der Brand war kolossal; ein Glück, daß Windstille herrschte, sonst wäre gräßliches Unglück passiert. Eine Cassiererin, die sich nicht mehr retten konnte, sprang aus dem 2. Stock und zerbrach Arm und Bein. Das Gebäude war versichert, das Mobilar nicht. Traurig sah es aus, als das ganze Personal, deren Kleidungsstücke, Geld und Koffer teilweise mit verbrannt, im Garten dem Brande zusahen. Nur der Windstille und der energischen Feuerwehr ist es zu verdanken, daß die Ausstellung verschont blieb. Schöner Schluß der glorreichen Ausstellung. Zum Dombaufest in Köln am 15. Oktober begleiten den Kaiser Wilhelm sämtliche Minister; nur Bismarck hat sich seinen Entschluß vorbehalten. — Das Vermieten von Fenstern am Tomho nimmt da, von wo man die Festlichkeiten am 15. Oktober überschauen kann, seinen Anfang. Man fordert pro Fenster am Domhof 100 M. Auf ein Haus am Domhof, welches sich zu einer Wirtschaft eignet, hat ein Spekulant für drei Tage 550 Thal Miete geboten. — Gelegentlich des Kölner Dombaufestes wollen die rheinischen Katholiken an Se. Majestät den Kaiser eine Immediat=Eingabe richten, in welcher, nach Vor schlag eines katholischen Pastors, der Kaiser gebeten werden soll, die Hindernisse, welche der ordnungsmäßigen Wiederbesetzung vakanter Pfarrstellen ent gegenstehen, aus dem Wege zu räumen, den Erz bischof wieder heimzuberufen und den kirchlichen Frieden wieder herzustellen. In Poulheim bei Köln brannten sechs Weizen barmen nieder. Es war dies die Ernte von 53 Morgen Getreideland. Den Brand sollen spielend Kinder, welche Streichhölzchen an den Barmen anzündeten, verursacht haben. In hüls hat ein 11jähriger Schlingel den Strathof angesteckt aus Rache für ein paar Ohrfeigen, welche ihm der Hausbesitzer gegeben, als er ihn beim Obststehlen ertappte. Dieser junge Taugenichts sollte wegen Bettelns und Landstreicherei in eine Besserungs anstalt gebracht werden, ehe noch die Anzeige eintraf, welche Anstalt ihn aufnehmen würde, fügte er seinen vielen Vergehen noch ein Verbrechen hinzu. In der Stiftskirche in Bonn wurde ein sechsjähriger Junge beim Entleeren des Opferstockes betroffen. Seine beiden Taschen waren bereits mit Kupfergelo vollständig gefüllt. Der kleine Taugenichts hatte den Opferstock vermittels eines Nachschlüssels geöffnet! Auf die an ihn gerichtete Frage, wie er in Besitz des Schlüssels gekommen und wer ihn zu dem Diebstahl verleitet, verweigerte der hoffnungsvolle Bursche nach der„Bonn. Ztg.“ jede Antwort, doch wird es wohl noch gelingen, ihn zum Sprechen zu bringen. Zur Warnung vor dem Genusse von Beeren, die man nicht kennt, teilen wir folgenden, aus Körperich gemeldeten beklagenswerten Fall mit, wodurch ein braver, ordentlicher Mann seinen Tod und eine zahlreiche Familie ihren Ernährer verloren Zwei in Bolchen beschäftigte Personen passierten bei der fürchterlichen Hitze in der vergangenen Woche den dortigen Wald und bemerkten an einigen Sträuchern schwarzglänzende Beeren, welche verlockend zum Genusse einluden. Einer nahm eine davon und steckte sie in den Mund, doch sich glücklicherweise noch rechtzeitig erinnernd, daß man Unbekanntes nicht genießen darf, spie er dieselbe wieder aus. Der andere ließ sich aber trotz der abmahnenden Warnung seines Begleiters nicht abhalten, eine Hand voll der schönsten Kirschen(es war die giftige Tollkirsche) zu nehmen, um seinen brennenden Durst zu stillen. Schon bald darauf bevor er seinen Heimatsort erreichte, fühlte sich der Mann unwohl und trank in einem am Wege gelegenen Wirtshause inige Gläschen Branntwein. Es stellte sich darauf Schwindel ein und war der Mann nur mit Aufbietung aller Kräfte im Stande, sein Wohnhaus zu erreichen, aber nicht mehr vermögend, seinen Angehörigen das Vorgefallene mitzuteilen. Als der Zustand sich andern Morgens verschlimmerte, wurde ein Arzt gerufen, doch schon zu spät, am Mittag war der Unglückliche eine Leiche. Angesichts eines solchen schrecklichen Falles ist es gewiß der preußischen Unterrichtsverwaltung zu danken, daß sie den Un: terricht in der Naturbeschreibung und namentlich die Kenntnis der Giftpflanzen als obligatorisch für die Schule erklärt hat. In Aachen bildet das allgemeine Tagesgespräch ein Vorfall auf der Eisenbahnstation zwischen einem Arzte und einer Dame von Baltimore(Amerika). Dieselbe hatte sich von demselben behandeln lassen und der Arzt reichte derselben vor ihrer Abfahrt für Besuche eine hohe Rechnung ein. Die Dame so hohe Rechnung sagte ihm, sie habe nicht auf eine seinerseits gerechnet und da sie bereits ihr Ueberfahrts Billet nach Amerika, sowie ihre Hotelrechnung bezahlt habe, könne sie ihm augenblicklich nur 200 Mark zahlen und würde den Rest nach ihrer Rückkehr von Hause einsenden. Der Arzt nahm die Abschlagssumme an, ging aber zur Eisenbahn, als die Dame abreisen wollte und forderte die restierende Summe; die Dame erklärte, daß sie augenblicklich kein Geld habe und bot ihm ein Armband von weit höherem Werte als Unterpfand an. Er refusierte dies, sagend, er wolle sein Geld haben und ließe sie nicht eher abreisen, bevor sie ihn bezahlt habe. Da der Zug eben abgehen wollte, nahm er ihr das Eisenbahnbillet sowie ihren Gepäckschein aus der Hand und gab vor(den Eisen bahnbeamten gegenüber), er habe einen Verhaftungsbefehl gegen die Dame, worauf deren Gepäck wieder ausgeladen wurde und die Dame hierbleiben mußte. Sicherem Vernehmen nach hat die Dame jetzt eine Klage eingebracht auf Ehren=Entschädigung wegen Entziehung der persönlichen Freiheit und Zurückerstattung der bezahlten Reise von hier nach Amerika, da mittlerweile das Dampfschiff abgegangen ist. Nach Aussage anderer Aerzte scheint die Rechnung viel zu hoch angesetzt. Totenglocke. * Der berühmte Berliner Chirurg, Geh. Sanitäts“ rat Dr. Rodert Wilms, ist nach längerem Leiden gestorben. Hat sich Wilms auch nicht als akademischer Lehrer oder als ärztlicher Schriftsteller hervorgethan,— abgesehen von den zahlreichen Jahresberichten der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Bethanien,— so galt er doch mit Recht neben Langenbeck für den berühmtesten Diagnostiker und Operateur Berlins. Der Verstorbene ist, wie es heißt, ein Opfer seines Berufes geworden; bei einer Operation, die er vor einiger Zeit unternommen, soll er sich selbst eine kaum bemerkte Verletzung zugefügt haben, deren Folgen er nunmehr erlegen ist. * Die Prinzessin Auguste Juliane Henriette zu Bentheim und Steinfurt ist im Alter von 63 Jahren gestorben. * In Berlin ist der bekannte Hofprediger von Hengstenberg gestorben. * In Wien ist die Fürstin Dietrichstein gestorben, berühmt durch vier Töchter, die zu den größten Schönheiten Oesterreichs gehören: Grafin Therese Herberstein, Gräfin Mendsdorf Pouilly, Fürstin Hatzfeld und in Gallas. Das Answeißen sämtlicher Räume der evangelischen und katholischen soll am Donnerstag, 30. d. Mts., vormittags 10 Uhr, auf dem hiesigen Stadthause an den Wenigstfordernden verdungen werden Schwerte, 28. September 1880. Der Bürgermeister. Berannrmüchung. Diejenigen Eingesessenen hiesigen Magistratsbezirks, welche pro 1881 einen Hausiergewerbeschein wünschen, haben sich bis spätestens am 5. Oktober er. unter Vorlegung des Gewerbescheines pro 1880 auf dem hiesigen Magistratsbüreau zu melden. Schwerte, 25. September 1880. Der Bürgermeister. Bekanntmüchlng. Die Lieferung der für die hiesigen Schulen 2c. für das Wintersemester 1880/81 erforderlichen Köhlen soll am Donnerstag, 30 11 Uhr, auf dem hiesigen Stadthause an den Mindestfordernden verdungen werden. Schwerte, 27. September 1880. Der Magistrat. Veranntmüchuug. Am Mittwoch, 29 vormittags 11 Uhr, findet die Verpachtung des Brückengeld-Empfangs auf dem hiesigen Stadthause statt. Schwerte, 21. September 1880 Der Magistrat. 62 0 0 0• □ 6. 2 0 2 0 E 9 5 S O 5 0• OS 0 S O: 9 □ 50 □ Für weibliche Stellesuchende! Die Expedition der Allgemeinen HausfrauenZeitung in Cöln, Hosengasse 18—20 unterhält eine Unentgeltliche Stellenvermittelung### für alle Branchen des weiblichen Geschlechts. Es ist fortwährend Nachfrage nach tüchtigen Direktricen, eisten und zweiten Arbeiterinnen, flotten Verkäuferinnen, Lehrmädchen, wie über: haupt weibl. Geschäftspersonal jeder Branche. Für Familien, in Deutschland wie im Ausland, werden stets gesucht. Geprüfte Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen, Bonnen,# Kinderfrauen, Haushälterinnen, Köchinnen, für 2 herrschaftliche und bürgerliche Küche, Küchenmädchen, Dritt- und Zweitmädchen, sowie Kindermädchen. Sehr oft sind Stellen als Reisebegleiterinnen. Gesellschafterin, Kammerjungfer vakant. Stellesuchende wollen sich unter B ihrer Zeugnisse in Abschrift und ev. Photographie an uns wenden. Es werden nur solche mit guten Zeugnissen berücksichtigt. Expedition der Allgemeinen Hausfrauen-Zeitung. Seifügung# Vermischtes. * New.York, 18. Septb. Dr. Tanner hält gegenwärtig Vorlesungen in Booths Theater(NewYork) über das Thema: Was ich vom Fasten weiß— (die Leute wollen aber nichts vom Fasten wissen). * In den amerikanischen Seebädern kostet die Verpflegung eines Hundes wöchentlich 1 Pfd. Sterling; denn die Damen lassn ihren Schoßhündchen die teuersten Leckerbissen auftragen. * Nach einer ungefähren Bettelstatistik durchstreift jährlich ein Heer von 200,000 Bettlern Deutschland und erzielt eine Einnahme von ca. 73 Millionen Mark, wobei Gaben an Naturalien gar nicht gerechnet sind. Bei einem Bettler wurde ein Beutel mit Geldstücken im Betrage von 16,98 M. gefungen, welche Summe in 3 Tagen zusammengebracht war. * Seit einigen Tagen herrscht im Norden Schottlands bittere Kälte, und es hat jeden Anschein, als ob ein zeitiger Winter eintreten werde * Ein eigentümliches Brautpaar wurde am vorigen Sonntag Nachmittag in der Kirche zu Gr. Ottenhagen(Reg.=Bez. Königsberg) getraut. Der Bräutigam war der Ortsarme Johann Rose aus Kl. Lindenau, ein Mensch, der, am ganzen Leibe gelähmt, sich kaum aufrecht halten kann, während die Braut, die Ortsarme Karoline Totenhaupt, ebenfalls aus Kl. Lindenau, total verkrüppelte Füße hat, so daß sie, um sich fortzubewegen, auf den Händen rutschen muß * Man erschrickt immer wieder über die neuen Gerichtskosten. Einem Restaurateur in Erfurt, der wegen Ueberschreitung der Polizeistunde zu 6 Mark Geldstrafe verurteilt worden war, wurde folgende Kostenrechnung zugeschickt: 6,00 M. Strafe, 5.00 Kosten, 0.80 Zustellungsgebühren,(noch 6 mal do.) und 18 M. Zeugengeld, Summa 35,40 Mark. errste, eu, Am Samstag, 2. Okt. er., vormittags 9 Uhr, werde ich im hiesigen Pfandlokal: 1 Kleiderschrank, 1 Oberteil vom Glasschrank, 1 eichener Koffer, 1 Taschenuhr, sowie 1 Bettüberzug, 8 Kissenüberzüge, 3 8 Bett= und 5 Handtücher und sonstige Sachen meistbietend, gegen bare Zahlung öffentlich versteigern. Schwerte, 27. September 1880 Schmitz, Gerichtsvollzieher. Kärlosselkörr. sowie alle anderen Korbwaren, großer Auswahl, vorrätig bei Schwerte. Richard Brenne. „ □ Korocononorrranengene I Abonnements=Einladung auf die 3 Hagener Zeitung. (Tendenz liberal.) Die Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme des Montags in großem Zeitungsformat. Wir erlauben uns hiermit, zu rechtzeitigem Abonnement pro IV. Quartal 1880 einzuladen.— Abonnementspreis 2½ Mark pro Quartal; die„Hagener Zeitung“ ist demnach eines der billigsten aller in der Provinz Westfalen täglich erscheinenden Blätter. Inhalt: Populär geschriebene Leitartikel,— eine sorgfältig zusammengestellte Uebersicht der Tages=Begebenheiten(darunter Berliner Original=Korrespondenzen),— reichliche Lokai= und Provinzial=Nachrichten,— Industrie, Handel und Verkehr,— Vermischtes,— Volkswirtschaftliches,— spannendes Feuilleton(Original=Novellen der , b e l i e b t e s t e n m o d e r n e n S c h r i f t s t e l l e r.)— D i e R e i c h s= u n d Landtagsverhandlungen bringt die„Hagener Zeitung“ in ausführlichen, übersichtlichen Auszügen. „ Die„Hagener Zeitung" enthält die wichtigsten Nachrichten telegraphisch und bringt diese in der den Nachmittg erscheinenden Nummer gleichzeitig mit den größeren Blättern , zur Kenntnis ihrer Leser. Nach Auswärts wird die Zeitung mit den Nachmittagszügen versandt. Gleichzeitig wird hiermit die„Hagener Zeitung" zu 3 Inseraten aller Art empfohlen; die Auflage derselben beträgt jetzt über 5000 Eremplare. Die„Hagener Zeitung“ ist also nicht allein das verbreitetste Blatt des industriereichen Kreises Hagen, sondern eines der gelesensten Blätter der Provinz Westfalen. Insertionsgebühren pr. Petitzeile 15 Pfg. 5 Hagen, im Sept. 1880. 5 Expedition der Hagener Zeitung: * Gustav Butz. (Jumelle Marine) Krimmstecher A. 1350, 15, 18 Gicht=Poma er sichern Heilung von Gicht, Rheuatismus, Hexen chuß und Lähmung.— iese Pomade kann auf jeden Theil des körpers(Gesicht ausgenommen) angewendet werden. In Dosen à K 3.— Nähere Prospecte und Gebrauchsanweisungen gratis durch Meine& Liebig in Hannover. 6. Julius Mausfeld, Dresden. Seit 14 Jahren leide ich an Rheumatismus, seit 9 Jahren total gelähmt, besuchte ich erfolglos Teplitz, in dieser Lage brauchte ich die Amerikanische Salbe und war innerhalb 20 Stunden von meinen Schmerzen befreit. Mehrere tüchtige Het)) werden gesucht von II. Roskoth, Dortmund. 20 24, mitgutemdauerhaften ReiseEtuis zum Umhängen. 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G 25jährigen Dienstjubiläums 50 5 des Herrn Lehrer Sänger ist im Gasthof Duisberg hier. 3 selbst am„„ 50 = Freitag, den 1. Ottober d. J.,— 10 R ein 0 GE FESTESSEN 83— 6 In abends 7 Uhr, arrangiert. Die Liste zum Einzeichnen liegt### 5 bei Herrn Duisberg bis Donnerstag Mittag offen. 0 Der Preis des Couveits ist auf 2 Mk. festgesetzt. 10 Das Fest-Komité. TTAEDEASEEAGASRGAGAGAGASAGAGRGASAGEGGE. ich am Grrichtlicher Verkauf. Im Auftrage des Konkursverwalters C. A. M. Wolff verkaufe Donnerstag, den 30. September er., vormittags 11 Uhr, die nachstehenden, zur Konkursmasse Rosenkranz gehörigen 10 Stua Kindvich, Tervbing. Die Arbeiten und Lieferungen behufs Anlage des neuen evangel. Totenhofes auf der Deitmecke, bestehend: 1. In Planierung des Grundstücks und Anlage eines Weges, 2. Die Anlage einer weißdornen Hecke, und Lieferung der dazu erforderlichen Pflanzen, Pfähle, Heckenstöcke und Drath, sollen am Sonnabend, 2. Oktbr. er., nachmittags 4 Uhr, beim Wirt Herrn Ed. Pferdekämper an den Wenigstfordernden vergeben werden. Plan und Kostenanschlag können bei dem Totenhofs=Rendanten Herrn Büscher eingesehen werden. 2 fette, 4 milchgebende und 2 manse Kühr, sowie 2 Rinder— darunter fettes— an Ort und Stelle auf der Weide des Herrn W. Escher in der Vorhalle meistbietend, gegen Barzahlung. Sammelplatz am Bergisch=Märkischen Bahnhof in Herdecke Hagen, 27. September 1880. Blumensaat, Gerichtsvollzieher. rs In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Fabrikbesitzers Hermann Fehland hier ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf den 16. November 1880, vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst anberaumt. Schwerte, den 22. September 1880. zur Nieden, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts Abonnements-Einladung auf die Elberfelder Zeitung. Mittag= und Abend=Ausgabe. (Erscheint wöchentlich 12 Mal.) Wir erlauben uns, zu rechtzeitigem Abonnement für das vierte Quartal des Jahres 1880 einzuladen. Die„Elberfelder Zeitung“ ist in der Lage, durch die Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit des von ihr gebotenen Stoffes die sämtlichen Kreise ihrer Leser zu befriedigen. Durch ihre zahlreichen politischen Original=Korrespondenzen und Telegramme ist sie Stande, über alle wichtigen Tagesfragen in eingehender Weise und möglichst rasch Bericht zu erstatten. Zugleich wird sie es sich ang legen sein lassen, ihre Leser über die politische Lage durch gediegene Leitartikel von freisinnigem und nationalem Gesichtspunkte aus zu orientieren. Dem provinziellen Teil der Zeitung wird die größte Aufmerksamkeit gewidmet. In allen Gegenden Rheinlands und West fulcus sind zu diesem Behufe zuverlössige Korrespondenten gewonnen. Die Vorgänge auf musikalischem Gebiete finden, besonders soweit sie Elberfeld, Barmen und die übrigen benachbarten rheinisch westfälischen Städte betreffen, aufmerksame Berücksichtigung. Wie bisher, wird die„Elberfelder Zeitung“ auch ferner bestrebt sein, über außergewöhnliche Ereignisse durch besondere an Ort und Stelle gesandte Referenten ihren Abonnenten alles Wissenswerte zu bieten.„ Im Volkswirtschaftlichen Sprechsaat der„Elverfelder Zeitung“ finden die auf der Tages=Ordnung stehenden handelspolitischen und wirtschaftlichen Fragen seitens der zunächst Beteiligten eine allseitige Beleuchtung. Das Feuilleton wird in der Mittags=Ausgabe größere Erzählungen aus der Feder unserer besten Schriftsteller veröffentlichen, während das Abend=Feuilleton kleinere Erzählungen und zeitgemäße Aufsätze mannigfaltigen Inhalts bringen wird. Familien=Nachrichten finden die Leser außer im Annoncen= Teile auch noch, sofern dieselben für weitere Kreise Interesse haben, unter einer besonderen Rubrik. Der Abonnementspreis der„Elberfelder Zeitung" beträgt für das Quartal bei den kaiserlichen Postämtern in Deutschland Mark 7,75. Die Insertions=Gebühren betragen für die einspaltige Zeile oder deren Raum 30 Pfg. Reklamen werden pro Zeile mit 1 berechnet. Briefe werden franko erbeten. Elberfeld, im September 1880. Verlag der„Elberfelder Zeitung“. Jeder Deutsche, der das 30. X X und Täglich frisch und süß das# zu 50 Pfg. brutto versendet S. Guttermann, Bad Dürkheim(Rheinpfalz). Kurund Tafeltranden versendet aus seinen eigenen Weinbergen per Pfund 50 Pfg. brutto Anton Landgraf, Weinbergsbesitzer in Dürkheim, Rheinpfalz. empfiehlt Carl Braus. liefert zu billigen Preisen in Waggonladungen oder zu ½ geteilt, sowie auch vom Hause ab in kleineren Partieen. Fr. II. Neus. Handels=Nachrichten. Dortmund, 25. Sept. 20/75 Lebensjahr zurnägelegr hat, mittel gering Hafer, gut.. mittel gering Gerste, schwere „ mittel leicht Kartoffeln Stroh(Richt=) Heu Butter, 1 Kilo Eier 60 Stück 2050 1440 14— 7 60 6 60 8.— 2 40 3 50 7/— 6— 7/40 2/20 3/25 Neuß, 27. Sept. 1880. Abonnements-Rintndung auf Die Totenhofs-Kommission. KolonatVerpachlung. kann seit 1. Oktober vorigen Jahres zu dem Amte eines Schöffen oder Geschworenen herangezogen werden. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig mit den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen bekannt zu machen. Dieselben findet man in der von der unterzeichneten Verlagshandlung veranstalteten Ausgabe der „Reichsjustizgesetze“ (Gerichtsverfassungsgesetz, Civilprozeßordnung,(Strafprozeßordnung, Konkursordnung), welche in hübschem KartonnageEinbande, jedes Gesetz mit vollständigem Sachregister versehen und durch verschiedenartigen Schnitt äußerlich kenntlich gemacht, den Lesern dieser Zeitung Freitag, S. Oktober d. J., um 5 Uhr nachmittags, sollen bei Herrn Stricker an der Schwerter Brücke die Wohn= und Wirtschafts=Gebäude der Walbaums Kolonie in Villigst nebst ungefähr 36 Morgen Gärten, Ackerland, Wiesen u. s. w, meistbietend verpachtet werden. Villigst, 27. September 1880. Freiherrlich von Elverfeldsche Rentei. Illustrirte Damen= und Mloden=Zeitung. Abonnementspreis vierteljährlich 25 Mk.(3 fres. 35 c.— in ossterreich nach Cours). Jährlich erscheinen: 24 Rummern m. Moden u. Handarbeiten, 24 Supplemente, 500 Schnittmuster, 24 Zummern mit Unterhaltung. 24 Zeilagen. 12 colorirte Modenbilder. Alle Buchhandlungen und Post=Anstalten nehmen jederzeit Bestellungen auf diese beliebteste und weltverbreitete Moden=Zeitung entgegen; erstere liefern auf Wunsch Probe=Nummern zur Ansicht. nzeigen altet Art, Ein Witwer mit 4 Kindern, im Alter von 7—12 Jahren, sucht pro 1. Novbr. ein durchaus braves und ehrliches, ältliches ladchen oder kinderlose Witwe zur Führung des Haushalts. Lohn pro Jahr 120—130 Mk. Zu erfragen in der Expedition. Ein ordentliches Tienstmädchen gesucht. Von wem, sagt die Expd. d. Zig. Dortmund, Rheinische Straße 36, von Dr. Blöbaum. Spezialarzt für Augen-und Flechtenkranke. sofern solche für den Landkreis Bochum, in dem Bergbau und Eisenindustrie vorherrschen, berechnet sind, finden die weitgebendste Verbreitung durch die in Hattingen im 32. Jahrgang dreimal wöchentlich erscheinenden Markischen Blatter (Organ des Ruhrthals), da dieselben in Stadt und den Aemtern Hattingen; Blankenstein und Sprockhövel, deren weitläufige Distrikte sich bekanntlich bis vor die Thore von Witten, Bochum und Langenberg ausdehnen, durchgehends gelesen werden. Für Alle, welche mit der gedachten dichtbevölkerten Gegend geschäftlich in Verbindung stehen, dürfte ein Versuch von entsprechendem Erfolge begleitet sein. Insertionspreis trotz der großen Auflage(annähernd 3000) nur 10 Pfg. pro Petitzeile. Haltingen. Verlag der Märk. Blätter: C. Hundt sel. Wwe. zu dem ermäßigten Preise von 2 M. 50 pfg. erlassen wird. Xm Subskribentensammler erhalten auf 10 Expl. das 11. gratis. X Gleichzeitig empfiehlt die Unterzeichnete Die Verfassungs=Urkunden für das Deutsche Reich und den Preußischen Staat in ihren jetzigen Fassungen, nebst den darauf bezüglichen Wahlgesetzen und mit Angabe der gemäß diesen Versassungsgesetzen erschienenen Gesetze und Verordnungen. Kartonniert 1 Mk. Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 26. Febr. 1876. Kartonniert 1 Mk. Bestellungen, welche auf untenstehendem Zettel erbeten werden, besorgen alle Buchhandlungen, sowie die Verlagshandlun, L. Schwann, k. Hofbuchhandlung in Düsseldorf. Unterzeichneter bestellt Reichsjustizgesetze in Kartonnageband(Schwannsche Ausgabe) zu dem für die Leser der Schwerter Zeitung ermäßigten Preise von 2 M. 50 Pfg. Die Verfassungs-Arkunden für das deutsche Reich und den preußischen Staat. Kartonniert 1 M. Strafgesetzbuch für das deutsche Reich. Kartonniert 1 M. Ort Name Die Unterschrift gest. recht deutlich, das Richtgewünschte zu durchstreichen. Gedampftes Knochenmehl, Zur Herbstdüngung Hagen, 23. Sept. Weizen höher, Roggen steigend bei äußerst geringem Angebot, Hafer, unverändert. Bezahlt wurde: Weizen K. 23—24, Roggen M. 21.75—23, Hafer M 14—17 je nach Qualität. Weizenvorschuß 444 31,50— 32,50, Roggenvorschuß K. 30,25—31,25 frachtfrei hier. Witten, 24. Sept. Unsere heutige Börse war stark besucht und der Handel für sämtliche Artikel recht lebhaft, namentlich macht sich die Nachfrage nach Roggen mit jedem Tage mehr geltend, da die überall knappen Läger kaum den effectiven Bedarf zu decken vermögen und zu hohen Preisen Nehmer finden. In Weizen ist das Angebot ebenfalls schwach und behalten sich Inhaber wegen des niedrigen Preises reserviert. Hafer besser. Futtergerste unverändert. Hülsenfrüchte noch wenig gefragt. Mehl und Abfälle fest. Es ist zu notiren: Weizen M. 21,50—23,00, Roggen M. 20,00—22,00, Hafer M. 14,00— 15,00, Braugerste M. 19,00—22,00, Futtergerste M. 14,50—14,75, w. Bohnen 26,00—28,00, Vict.=Erbsen M. 25,00—27,50, Kl. Erbsen M.—— —— Weizenmehl 0 M. 30,00—31,00, Roggenmehl 0/1 M. 29,00—.30,00, per 100 Kilo. Bollmehl M. 6,50, Grand M. 5,25, Kleie M. 4,75 per 50 Kilo. Alles loko hier. von empfehlen wir in unserer Niederlage bei Herrn Herm. Schmidt in Schwerte: Wintersbach& Cie in Freudenberg, D. Frrüchtr Gaand, Lendchenmehr, Suher 20. für Geschäftsleute empfiehlt Carl Braus. zu billigsten Fabrikpreisen zur gefl. Abnahme bestens. Chemische Düngerfabriken zu Brackwede und Schalke. II. Stoedich& Co. in bekannter, vorzüglicher Qualität, bringe den Herren Landwirten in empfehlende Erinnerung. Der Preis ist billiger von heute ab. Schwerte. Hermann Irle. Briefbogen und Couverts vorrätig bei Carl Braus. Hinweis! Unserer heutigen Nummer liegt bei ein Prospekt zu dem weit verbreiteten, beliebten und insbesondere billigsten Familienblatte: Die Neuzeit. Jede Nummer enthält für 10 Pfennig an Tert: 3 große Quartbogen! Wöchentlich kostet die Neuzeit 10 Pfennig! Vierteljährlich kostet die Neuzeit 1¼ Mark! Die Expedition. Abonnements=P M. 79. Deutsch Der Kaiser weilt seit d Baden.— Der Prinz Hei der Frau Kronprinzessin un Familie in Kiel begrüß fand jedoch nicht sofort, Kadetten statt. Der Str uns auch die Prinzen u Manövern ist es auch an dem Erbprinzen von Mein mußten dieselben Dienste in ihrer Stellung, auch Kameraden. Am Horizont der aus Sternsehern und Zeichen friedigung des Sensatio einmal eine neue Gruppie oder wenigstens der Ar worden: es soll sich nä um Wiederherstellung d Was an der Sache wahr Den Vorlagen, weld Landtage zugehen sollen, die Aufmerksamkeit zu, ohr Man spricht von einer form, von einem Gesetz Jedenfalls widmet der R letzung der Steuerreform, lichen Zoll= und Steuer nämlich der Hineinziehur in den Zollverein seine Centralverband deutscher Düsseldorf einen Kongref handlungen ausgesproche hinarbeiten und es auch daß das Reich für Hafel Hamburg seine Hülfe großen Handelsplätzen A bürtig bleiben. Es ist n sich nicht lange besinnen anzunehmen. Hamburg h leisten. Es deuten man ollkrieg, unterstützt vo maßregeln dazu bestimmt gemeinschaft mit jener Ende zu führen. In Berlin hat Sti suchten Vortrag über die sucht, ob die Juden besch seien. Er hat eine w nahme an Bescheidenh Le Jedem Menschen ward ist's nicht ein Reich, so eine Familie;— ist's n Herz; und wenn kein frei Nimm dir Gedu Sie hilft dir ein Doch hüt' dich, Sonst steht die Wie oft entführt d Des Wohlstands( Jenseits Von O (5. 8 Neue Im Anfange des Meilen flußaufwärts wanderte Familie ein Sie bestand aus drei Wildburg und derene Waltenberg hatte lingen schnell befreunde Weise Wildburgs gefa er in der Heimat, in seiner Ansicht immer werde, unaufhaltsam schließlich, seinen endg sehend, denselben zu vern wendet habe. Er hoffe, Die Uebereinstimm schaftlichen Ansichten Herren zu einem innigen Die Familien wu vertraut. Waltenberg reitwillig Obdach gebo hauses beendet, in u neues Heim einzurichte #WWaltenberg war des geselligen Kreises, Erdenwinkel bisher n hörigen bestanden hatt burgs wirklich feinge wit einem richtigen T Der junge Wildbu