innend, S C e n. nenberg zu Herren Gebr. von mehreren e wird herzlich ichrichten. August 1880. „ Abonnements=Preis: pro Quartal mit„Familienfreund“ 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Sämstags. 3½ aTE SRRenng. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfgdie sechsspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Redaction, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. A 25 20 1— 20 —50 M. 70. Mittwoch, 1. September 1880. 13. Jahrgang. 1— Für den Monat September nehmen sämtliche Boten die Expedition Abonnements e„Schwerter Zeitung“ zum August 1880. ster K. 4. 27— 18— 17•— 17— 7— 6— 5/50 2ter K. 9. 26— 17.— 16— 220— 5.— 25. Aug. 3ter 4 2. Sedan. Zehn Jahre sind ins Land gegangen, seit am 2. September die allen unglaublich erscheinende Nachricht durch Deutschland flog:„Der Kaiser Napoleon samt seiner ganzen Armee gefangen.“ Es ist, als hörten wirs heute noch, wie einer dem andern die Siegesbotschaft mitteilte, wie die Glocken von sroße Srey sriefen ins Land, und die den Türmen se Vu., gausgr in Lob und Menschen hinein in die Gotteshauser„.“ 9570 Dank für den Allmächtigen, der die Geschicke der Völker leitet— und durch dessen Wendung wir auch diesen Tag feiern durften; es ist uns, als sehen wir —— noch die flatternden Fahnen und die fröhlichen An—— gesichter der Menschen— aber auch das bange Fragen und Seufzen so vieler: Wie viele werden diesen Sieg mit ihrem Blute erkauft haben? Welche Wendung durch Gottes Fügung! schrieb unser Kaiser vom Schlachtfelde von Sedan an die Kaiserin.— Und in der That: welche Wendung! Das stolze übermütige Frankreich mit seinem Kaiser, der so viele Jahre mit den Geschicken der Völker gespielt hatte, aus dessen Neujahrsgrüßen die politischen Sterndeuter die Geschicke des kommenden Jahres herauszulesen sich beflissen, lag als Besiegter zu den Füßen des Königs von Preußen— ein Napoleon überlieferte seinen Degen in die Hand des Sohnes der Königin Luise. Deutschland — atmete auf: der Uebermut Frankreichs, der so schwer — auf Deutschland gelegen, sich in seine Geschicke gemischt, seine politische Entwickelung gehemmt hatte, war gebrochen und an dem Tage von Sedan war durch die einträchtige Kampfes= und Blutgenossenschaft aller deutschen Stämme der eiserne Ring geschmiedet worden, um welchen die deutsche Kaiserkrone geflochten, die auf das Haupt des Siegers von Sedan gesetzt werden sollte. Die bösen Reden der Zwietracht waren verscheucht und mit der Siegesnachricht von Sedan grub sich zugleich die Gewißheit in die Seele des ganzen Volkes: Nun ist auch das heiß ersehnte Ziel deutscher Einigung erreicht— nun bekommen wir wieder einen Kaiser und werden wieder ein Volk von Brüdern! Wenn auch erst später der König von Baiern in hochherzigem deutschen Sinne aussprach, was alle Herzen erfüllte, so war der Gedanke selbst am Tage von Sedan geboren und das„Nun danket alle Gott! welches am Abend des glorreichen Siegestages auf der ganzen großen Linie der deutschen Armee wie aus einem Munde gewaltig erscholl, bildete den Höhepunkt dieser großen Wendung durch Gottes Fügung! Und dieses Kaiserwort muß immerdar die Seee der Festfeier am Sedantage bleiben, wenn dieselbe zu einem Segen für das deutsche Volk werden soll. Nicht eitles, selbstgefälliges Rühmen und Prahlen, nicht Geringschätzung der anderen Völker, nicht Kriegslust und Völkerhaß sollen an diesem Tage gepflanzt und gepflegt werden, sondern der hohe edle Sinn, dem garrte. alle Dinge geadelt und geweiht sind durch die Hand Gottes, aus der sie kommen, die echte Vaterlandsliebe, der rechte Stolz und die wahre Freude an der Größe und Macht des Vaterlandes und der Nation, wie an der großen Geschichte derselben sollen durch die Feier dieses Tages in den Herzen der Jugend gepflegt werden. Dann wird er ein Tag des Segens sein für die Nation. Zehn Jahre sind bereits verflossen, wie ein Schatten sind sie vor unseren Augen vorüber geflogen— und doch wie vieles haben wir in denselben erlebt! Die deutsche Einheit, das Reich, das uns Gott wieder geschenkt hat, ist errichtet und ausgebaut— der deutsche Name ist wieder geachtet unter den Völkern der Erde und eine deutsche Flotte ist bereit, das deutsche Ansehen auch in den fernsten Ländern im Verkehr der Nationen aufrecht zu erhalten, und wir brauchen nicht mehr von der Gunst und Gnade anderer Völker uns Schutz zu erbitten, wenn wir in der Fremde sind. Wer wäre ein Deutscher und sollte sich nicht darüber freuen! Aber es haben sich auch bereits dunkle Schatten über das Gebäude des deutschen Reiches gelegt. Wie rasch war der herrliche Aufschwung idealen patriotischen Sinnes verflogen, der 1870 und 1871 alle Herzen beseelte— und eine Zeit widerwärtigsten Strebens nach Geld und Genuß, ein Tanz ums goldene Kalb an seine Stelle getreten, vor dem wir am liebsten unsere Augen verhüllen möchten!— Wie hat diese unheilvolle Zeit unseren ganzen Gewerbebetrieb aus seinen soliden Bahnen hinausgeworfen, wie hat eine Schar Gewinnsüchtiger mit dem Vermögen der Nation in gewissenloser Weise gespielt, wie hat man die Begriffe von Recht und Unrecht verwirrt und somit zu dem wirtschaftlichen Verderben das sittliche hinzugefügt. Wie die Zeit des Kulturkampfes mit ihrer Verhetzung des Volkes gegen Kirche und Religion dieses Verderben vermehrt und vertieft hat und wie infolge dessen Armut und Verbrechen sich in erschreckender Weise vermehrt haben, ist bekannt genug. Wie ein tötlicher Giftwind hatte sich der naturalistische Geist über das deutsche Volk gelagert, bis die Schüsse auf das Haupt des greisen Siegers von Sedan— nicht von der Hand eines Franzosen, sondern, wer sollte es glauben, von deutschen Händen — große Kreise aus dem allgemeinen Taumel zur Besinnung wach riefen! Aber die Sirenenstimmen der materialistischen und christentums=feindlichen Presse fahren wieder fort, den Sinn des deutschen Volkes zu bethören und wir sehen große Kreise wieder in den alten bösen Taumel zurücksinken! möchte jeder in seinem Kreise dazu beitragen, diesen bösen Geist, der alle edlen Kräfte lähmt und die Nation immer tiefer herabzieht, zu verscheuchen. So wenig ein Mensch stark und gesund bleiben kann, der von„geschlagener Sahne" und„Windbeuteln“ leben wollte, so wenig kann eine Nation stark und gesund bleiben, wenn sie von oberflächlichen, leichtfertigen Phrasen und windigen Aufklärereien lebt. Die gesunde Speise, welche Menschen und Völker geistig gesund, treu, gewissenhaft, fleißig, strebsam und tapfer erhält, ist wahre Gottesfurcht und Frömmigkeit. Wo diese Grundlagen schwinden, findet man für nichts mehr festen Baugrund. Wie bald kann die Zeit kommen, wo wir das deutsche Reich aufs neue gegen den alten Erbfeind verteidigen müssen. Die letzten Tage haben uns ja gezeigt, wie lebhaft die Revanchegedanken die Herzen der einflußreichsten Franzosen erfüllen und wie man jetzt dort mit Stolz und Hoffnungen auf die ungeheuer vermehrte, ganz neu eingerichtete, von jungen nach Wiederherstellung des französischen Kriegsruhms dürstenden Offizieren geleitete Armee blickt. Wir haben also alle Ursache, unser Volk geistig und sittlich gesund, wirtschaftlich leistungsfähig und kriegerisch tüchtig zu erhalten. Möchte das Sedanfest das allen zum Bewußtsein bringen und die Gewissen schärfen für die Bekämpfung der wirtschaftlichen Ausbeutung und sittlichen Verlotterung. Ohne die Besiegung dieser inneren Feinde werden wir auch die äußeren nicht überwinden können. Deutsches Reich. Alle namhaften Blätter treten für eine glänzende und dauernde Seoanfeier ein. Die„Köln. Ztg. merkt:„Wir schließen uns aus vollem Herzen an. Alle Anzeichen sprechen übrigens dafür, daß die diesjährige zehnte Feier allenthalben ganz besonders glänzend verlaufen wird. Ein Volk, das seine Vergangenheit nicht ehrt, hat keine Zukunft.“ Die Herbstübungen der Truppen erlegen auch dem obersten Kriegsheren, Sr. Majestät dem Kaiser, eine erhöhte Anstrengung auf; beinahe täglich hat er den Exerzitien seiner Garderegimenter beigewohnt und dabei stundenlang im Sattel zubringen müssen, ein für den Gesundheitszustand des Monarchen erfreuliches Zeichen Auch der Kronprinz liegt der Erfüllung seiner Pflichten als Inspekteur der IV. Armee=Inspektion ob, indem er in Süddeutschland weilt und die badischen, württembergischen und bairischen Truppen besichtigt, während Prinz Friedrich Karl am Rhein weilt, um dort die Leistungen des 8. Armee=Corps zu kontrolieren. So sind alle Mitglieder des Königshauses im Dienste des Vaterlandes streng thätig. Unser Kaiser wäre am Freitag bei der Besichtigung des Garde du Corps und Garde Kürassier= Regiments in der Hasenheide beinahe umgeritten worden. Der greise Monarch sprengte auf seinem Fuchs Alexander im Eifer zu weit an die Eskadron heran, so daß, als beide Regimenter eine Attaque machten, er umgeritten worden wäre, wenn nicht die ersten Linien der Kürassiere trotz des kolossalen Staubes die Geistesgegenwart besessen hätten, sich im entscheidenden Moment zu teilen und Platz für den Allerhöchsten Herrn zu machen bis das Signal„Halt“ erfolgte. Der Empfang des deutschen Kronprinzen in Württemberg, insbesondere in Stuttgart, ist ein überaus herzlicher und enthusiastischer gewesen. Ebenso war derjenige, welcher am 5. August seinem Sohne, dem Prinzen Heinrich, in der Kapstadt von den dortigen Deutschen bereitet wurde, von einem Enthusiasmus gehoben, den auch am Abend ein während eines großartigen Fackelzugs ausgebrochenes heftiges Unwetter nicht abzukühlen vermochte. Das diesjährige Divisionsmanöver in Westpreußen ist wegen der Mißernte aufgehoben worden. Fürst Bismarck ist am 27. früh gegen halb 1 Uhr in Berlin wieder eingetroffen. Die Nachrichten über sein Befinden lauten verschieden; nach der einen soll er gebrochen, nach der anderen ungemein gekräftigt aussehen. An demselben Tage hatte er bereits eine Unterredung mit dem Fürsten Hohenlohe. Der Vizepräsident des preußischen Staatsministeriums, Graf Otto zu Stolberg=Wernigrode, wird ebenfalls binnen Kurzem zurückerwartet.— Die Wiener„Neue Fr. Pr.“ will wissen, daß Bismarck in diesem Jahre doch noch nach Gastein kommen werde und erzählt sogar ausführlich die Verhandlungen, welche wegen einer Wohnung stattgefunden haben sollen; in Berlin ist nichts davon bekannt. Die Leitung des Handelsministeriums ist vorläufig dem Fürsten Bismarck übertragen. Die Preußische Staatsregierung beschäftigt sich augenblicklich mit dem Gedanken des Verbots der Kartoffelausfuhr und sind von den Landräten in beschleunigtem Wege gutachtliche Berichte eingefordert worden. Gegenwärtig wird lebhaft dafür agitirt, das Strafmittel der Stellung unter Polizei=Aufsicht zu beseitigen. Es wird für die Aufhebung geltend gemacht, daß durch die Polizei=Aufsicht dem entlassenen Sträfling die Möglichkeit eines ehrlichen Gewerbes und die Rückkehr in die bürgerliche Gesellschaft erschwert werde, während die praktische Ausführung bei der Vervielfältigung der Verkehrswege und an der Hand des Freizügigkeitsgesetzes eine Garantie gegen den Mißbrauch der wiedergewonnenen Freiheit nicht gewähre. Die aus Berlin früher ausgewiesenen sozialdemokratischen Führer Finn und Körner haben vom Polizeipräsidium die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten. Sie beabsichtigen eine Reorganisation der Arbeiterpartei vorzunehmen und haben einen Aufruf an die Arbeiter Berlins erlassen, in welchem sie den Vorwurf zurückweisen, daß sie dem Sozialismus den Rücken gekehrt hätten; sie wollen nur von den Angriffen ihrer Partei auf die Wirtschaftspolitik der Staatsregierung nichts mehr wissen und diese vertreten. Die ihnen erteilte Erlaubnis der Rückkehr nach Berlin beweist, daß der Staat diese Bekehrung acceptiert hat. Wie aus Oberammergau mitgeteilt wird, ließ der Kronprinz nach der Passions=Vorstellung am Sanntag den Oberammergauern seinen Dank und seine Anerkennung aussprechen, indem er wiederholt hervorhob, daß das Schauspiel ihn„gerührt und ergriffen“ habe. Schweiz. In der Schweiz scheint die Cherbourger Rede Gambettas den Anstoß gegeben zu haben, daß die Frage der Landesbefestigung in ein beschleunigteres Tempo gelangt. Schweizerische Blätter melden, daß die mit der Ausarbeitung eines Befestigungsplanes beauftragte technische Kommission emsig bei der Arbeit sei und nicht nur an der französischen, sondern auch an der deutschen Grenze ihre Studien mache. Belgien. Die Festlichkeiten nahen ihrem Ende, und wahrlich es ist Zeit, über und über Zeit, daß der fortwährende Taumel, in dem sich die Belgier seit sechs 23. August. 2 tigen Markte beli tück tragende, frisch Rinder. Das G der günstigen Wi ein sehr animirt intum bei steigend nur daß bei geri## Handel geschäftsle einemarkt belief# 1400 Stück, wonl 4—6 Wochen### dis 3 Mark beza eine, 16—18 Woche 30 bis 36 M. u kachfrage. Fette## 66 M. Zufuhr stärker als an d ten und flotte Na# gegen 10 Uhr g geräumt wa ter Markt Mittwo August 1880. W. Briefe. Geld sämtlicher Eise taats-Papiere cte. Osthaus. Zur Erinnerung an die Schlacht von Sedan. Soldatenmorgenlied. Frisch auf, Kameraden, nun fröhlich erwacht, Es grauet der Morgen zur heißesten Schlacht. Im Osten ein helles Morgenrot Uns winket zum tapferen Heldentod. Die Feinde gerüstet zu Roß und Fuß, Schon bieten uns donnernd den Schlachtengruß. Lebt wohl nun ihr Lieben im heimischen Land, Wir reichen zum Abschied im Geist euch die Hand. Der einst euch so freudig hat angelacht, Er kämpft für euch heut' in grauser Schlacht. Eh' wieder die Sonne verhüllt den Schein Wird Sieg oder Tod die Losung sein. Es lebe der Feldherr, der stets auf dem Plan Uns zeiget die blutige, siegreiche Bahn. Er führt uns zum Kampf mit hellem Blick Daß Keiner verzagend weiche zurück. Wir schlagen die Feinde mit kräft'ger Hand Mit Gott für den Kaiser und Vaterland. Und wenn vom Getöse der Berg gleich erbebt Und uns auch der Schatten des Todes umschwebt, Wenn rings um uns alles blitzt und kracht Und Dampf uns einhüllt in dunkler Nacht, So sieht uns nicht Furcht, nicht Verzagen uns an, Fest steht ja im Kampfe der deutsche Mann. Und färbt unser Herzblut das Ackerfeld rot Und nimmt uns in tosender Feldschlacht der Tod, Sei du uns verbündet, fest vereint, Besiege o Herr den letzten Feind. Und führ' uns hinauf zu dem großen Heer, Im Himmel erbitten wir ewig Quartier. Dort, wo uns die Wohnung des Friedens begrüßt, Dort, wo man wahrhaftige Freiheit genießt, Wo Gott uns im ewigen Reich regiert, Der väterlich, weislich Alles führt, Dort werden wir tragen zum ewigen Lohn Die nimmer verwelkende Siegeskron. Verschlungene Wege. Novelle von Heinrich Hensler. (8. Fortsetzung.) Nach einer unter heißen Thränen durchwachten Nacht überlegte ich nochmals meine Lage und prüfte das ganze Verhältnis nach allen Seiten, meine Hoffnungen und Befürchtungen, und ich mußte das, was geschehen war, durchaus billigen, wenn auch mit zerfleischtem Herzen. „Fahre hin, du schöner Traum von einem glücklichen, rosenbekränzten Leben!“ rief ich.„Fahre hin! Meine Rechnung ist geschlossen; ich habe entsagt.“ Bald darauf fand jene Unterredung mit dem alten Freunde meines Vaters statt. Die so plötzlich und ganz ungesucht sich zeigende Aussicht, aus jener Gegend fort zu kommen, in der ich unmöglich länger leben konnte, und das ungewohnte thätige Leben voller Abwechselung und Gefahren, das auf dieser neuen Lebensbahn meiner wartete, waren meinem Wunsche durchaus angemessen, und ehe ich das Haus des väterlichen Freundes verließ, war ich schon fest entschlossen, seinen Vorschlag mit beiden Händen zu ergreifen. Noch in derselben Woche ging ich wieder zu dem Oberforstrate, erklärte ihm meine Einwilligung und bat ihn um seine mir zugesagte Verwendung und Hülfe. „So ordnen Sir Ihre Angelegenheiten,“ sagte mir der würdige Mann,„und wenn Sie reisefertig sind, kommen Sie zu mir. Schon in einigen Tagen werde ich in dem Besitze eines Passes für Sie und der nötigen Empfehlungsbriefe durch die englische Gesandtschaft sein. Sie werden direkt nach England gehen und dort weitere Anweisung erhalten.“ Anfänglich wollte ich kurzer Hand meinen Austritt aus dem Staatsdienste erklären, bei ruhiger Ueberlegung beschloß ich jedoch, nur um Beurlaubung auf einige Jahre nachzusuchen und mir auf diese Weise für alle Fälle den Rücktritt offen zu halten. Ich brachte meine Eingabe dem Oberforstrate, welcher meine Vorsicht lobte und mit größter Bereitwilligkeit versprach, alles Weitere zu besorgen. Später erfuhr ich, daß, während dieser gute Mann mich vor einer Intrigue warnte, ich gerade durch ihn das Opfer einer solchen wurde. Man hatte erfahren, daß ich bei der nächsten Besetzung einer Revierförsterstelle berücksichtigt werden sollte, indem meine Klagen bis zum Ministerium vorgedrungen waren und das Kolleg hierüber zum Bericht aufgefordert worden war, mit der Weisung, meiner Bechwerde abzuhelfen. Da nun der„Freund meines Vaters“, der übrigens meinen Vater gar nicht gekannt hatte, und ebenso der Direktor des Kollegs bei meiner Entfernung wesentlich interessirt waren, was daraus hervorging, daß jene Stelle bald darauf einem nahen Verwandten des Oberforstrats übertragen wurde, welcher eine Tochter des Direktors heiratete, so sprach der eine dieser Herren von einer Gehülfenstelle, die ich gar nicht zu befürchten hatte, während der Andere mir gar geschickt die englische Fremdenlegion als einzige Rettung vorhielt. Ich ging in die mir gelegte Falle, erfuhr aber dieses Alles erst vor Kurzem, natürlich viel zu spät, um noch irgend etwas rückgängig machen zu können; Bertha war ja doch für mich verloren! Wenn ich aber dereinst in mein Vaterland zurückkomme, dann werde ich es nicht unterlassen, mit diesen Herren eine ernste Abrechnung zu halten! Nach einer Woche war mein Urlaub eingetroffen, meine wenigen Habseligkeiten waren zur Bezahlung meiner Schulden und zur Erschwingung des notwendigen Reisegeldes verkauft, ein Schreiben nach London, das mich dort einführen sollte, in meiner Tasche, und so war meine Abreise auf den folgenden Tag festgesetzt. Am Abend ging ich nochmals durch die Straßen der Stadt. Unwillkürlich lenkte ich meine Schritte in das Gäßchen, in welchem Bertha wohnte. Ich hatte gehört, daß seit jener schrecklichen Stunde, die mir ewig unvergeßlich bleiben wird, der Kaufmann Feuerlein sowohl als dessen Mutter einige Male in dem Hause gewesen waren. Ohne Zweifel wurden die Vorbereitungen zur Hochzeit getroffen. Ich wußte mir keine Rechenschaft darüber zu geben, was ich gerade jetzt noch hier wollte, aber ein unwiderstehlicher Drang führte mich hin Es war Licht in dem Stübchen; der Ueberzug zu Feuerleins Mutter war also noch nicht bewerkstelligt. Das freute mich, obwohl es mir nichts helfen konnte. Ich blieb vor dem Hause stehen, starrte hinauf nach dem Fenster und sah mit Entzücken den Schatten des geschäftig hin= und hereilenden Mädchens an dem herabgelassenen Vorhang. Ich vergaß die Gegenwart, und durchlebte in Gedanken nochmals die glücklichen Stunden, deren stiller Zeuge dieses trauliche Stübchen gewesen; ach! sie waren für mich unwiederbringlich dahin! Schon war ich im Begriffe hinaufzueilen, ich stand an der Thür.„Halt!“ rief ich mir da zu.„Was willst du dort oben? Wozu soll das führen? Willst du die so mühsam erkämpfte Ruhe des armen Mädchens stören?" Ich zog die Hand rasch zurück, die schon den Drücker der Thür erfaßt hatte.„Lebe wohl! Sei glücklich!“ rief ich leise in die Nacht hinaus und eilte fort, wie ein Verbrecher. Ich kam nach London und übergab mein Empfehlungsschreiben. Nach einigen Tagen wurde ich aufgenommen mit der Zusicherung eines Offizierpatentes, sowie ich das Excercitium soweit begriffen haben würde, um Recruten einüben zu können. Das war in weniger als zwei Monaten der Fall, und abermals einige Wochen später wurde ich nach Helgoland beordert, um in die dort gebildet= werdende Fremdenlegion eingereiht zu werden und bei der Einübung der mit jedem Schiffe dort ankommenden Legionäre, wozu es an ausreichender Hülfe fehlte, Dienste zu leisten. Zum Schlusse theilte ich Sir Richard noch mein Abenteuel auf Helgoland mit, worauf derselbe sagte:„Ja, ja, lieber Freund! Sie sind ein Kind des Unglücks, das sehe ich wohl! Ich leide an äußeren Wunden, die mir den Tod zu bringen drohten, und Sie wären bald an inneren Wunden verblutet, und mir kommt es vor, es könnten diese inneren Wunden vielleicht so schmerzhaft sein, wie die äußeren. Nun, während mich Herr Wytstock heilt, hat die„Zeit“ Sie in die Cur genommen und wol auch geheilt—“ „Glauben Sie das nicht, Sir Everett“, rief ich, Jenen unterbrechend,„wenn ich auch nicht klage und meine Schmerzen zur Schau trage, so sind sie doch unheilbar!“ „Nun, nun“, fuhr Jener fort,„wenn sie auch nicht geheilt sind, diese verborgenen Wunden, so wird doch gewiß die Länge der Zeit in dieser Beziehung noch Wunder verrichten! Der Krieg, auf den Sie bei ihrem Eintritte in die Legion sich Rechnung machten, ist ohne Zweifel seinem Ende nahe; dann werden natürlich die Fremdenlegionen Pocden bepeoteg, nd9 wiede ein gnnähengen B. und usche. Es war ein kautiger Aadbick, der sch die Speisehäuser scon ivn.“ uy, abenv, gafer Hujseg#. Flamme verzechrt oder vriechtie sie noch— haer den nach Tausenden zählenden Gästen Freischspeisen zu serviren. In mehreren Bierhäusern wurden die Schanklokalitäten um 9 Uhr geschlossen, weil kein Bier mehr vorhanden war. Westfalen und Rheinland. * Schwerte.(Sedanfeier.) Wir machen auf das im Inseratenteile dieser Nummer veröffentlichte Programm aufmerksam. vie Flumme berzenet ertr—irgegn die noch— hager emporragende Schornsteine, brennendes Gebälk, erstickender Rauch, der dumpfe Fall einstürzender Mauern begleiteten unsern Weg; die Hütten der Armen, die Wohnungen der Wohlhabenden lagen darnieder, die Kirche brannte, auf dem halb zerstörten Dache des leer stehenden Pfarrhauses glimmte der verzehrende Funken. Auf den Höfen rings umher, auf den grünen Rasenmatten, die den Ort, als er noch stand, malerisch umkleideten, auf den Feldern, deren Aehren ogramm aufmerksam... MW. g###, malerisch umkleideten, auf den Feldern, deren Aeh * Schwerte, 26. Aug. Gestern Morgen###te kaum geborgen waren, auf dem Acker, der das letztr Cassel auf hiesiger Station dos g„smittel, des achlieben ist die Kartoffel noch ein Bremser aus Gastet auf gesiget Station das Unglück von seinem Sitze zu stürzen und erlitt hier bei erhebliche Verletzungen an Brust und Kopf. Der Verunglückte wurde sofort nach dem ev. Krankenhause hierselbst geschafft, von wo er aber bald von seiner herbeigeeilten Frau abgeholt wurde, die es sich nicht nehmen lassen wollte, ihren Mann selbst zu pflegen. Möge er unter ihrer liebevollen Pflege recht bald genesen. § Schwerte, 31. Aug. Die Gesangsabende des „städtischen Gesangvereins“ werden, wie wir hören, erst Mitte September des Sedanfestes und Manövers wegen, wieder beginnen. Zunächst wird„Schön Ellen“ von Max Bruch, eine wunderbar schöne Composition, zur Einstudierung gelangen. Hennen, 25. August. Sedanfest. Auch in diesem Jahre soll das Sedanfest bei dem Wirt Herrn Kirchhoff auf dem Lehmufer gefeiert werden und werden wieder sämtliche Schulen unserer Gemeinde mit ca. 700 Kindern daran Teil nehmen. Die wohllöbliche Gemeindevertretung hat zur Bewirtung und Belustigung der Kinder abermals, wie in früheren Jahren, eine Nahrungsmillel, das gebneben is, die Kartoffel, noch birgt, lag ringsumher zerstreut, was der Mensch an Hausgerät des bedürftigsten bedarf. Oefen, Betten, Tische, Schränke und alle die Kleinigkeiten, die den Verwahr der Hausfrau bilden, lagen umher, dem Zufall der Witterung preisgegeben und dazwischen, darauf oder darneben Kinder jeden Alters, geängstigte Frauen, bis aufs äußerste erschöpfte Männer. In dumpfer Ergebung erträgt die Bevölkerung ihr hartes Geschick. Aber, da ihr Fleiß und ihre sprüchwörtliche Ehrlichkeit mehr wert ist, als daß sie zugrunde gehen, so kann und wird ihre Heimsuchung die Hülfe ihrer Mitmenschen nicht fehlen. Hier thut sie not, rasche, reichliche Hülfe. Gebe jeder, der glücklicher ist, als sene Armen. 6160 Auf Zeche„Colonia“ bei Langenoreer erfolgte eine Explosion schlagender Wetter, durch welche ein Bergmann getötet und zwei andere schwer verletzt wurden. Durch das Oeffnen der Sicherheitslampen seitens der Bergleute ist das betrübende Unglück erfolgt. Das Elisabeth=Hospital zu Bochum beherbergte - seit einigen Jahren zum dritten Male— einen um die Coupés und viele Züge erlitten bedeutende Verspätungen. Bei Hochfeld ergriff eine Krähe auf offenem Felde einen jungen Hasen beim Ohre und flog mit ihm in die Luft. Auf den Lärm der Zuschauer ließ sie ihn fallen. In Köln hatte ein Schwimmer gewettet, von der feststehenden Rheinbrücke bis nach Mülheim a. Rh. zu schwimmen oder vielmehr sich auf den Rücken liegend, treiben zu lassen, ohne mit Armen und Beinen auch nur die geringste Bewegung zu machen. Der betreffende Schwimmer stürzte sich kopfüber in die Fluten, um gleich darauf langgestreckt, Kopf, Hände und Füße aus dem Wasser, die Tour zu beginnen. Mit Bravour bestand er seine Wette, auf welche 100 Mark gesetzt worden war. Am 25. abends fiel ein etwa 7 Jahre alter Knabe aus der ersten Etage eines Hauses am Römerplatz in Bonn zur Erde, ohne sich die geringste Verletzung zuzuziehen. Ein„Glück beim Unglück" wars nämlich, daß gerade ein starker Mann unten vorüberging, dem der Kleine auf den Leib fiel, wodurch die Gewalt des Sturzes gebrochen wurde. Der ebenfalls unverletzt gebliebene Mann hob den Kleinen auf und trug ihn ins Haus. Bei Schleiden schlug der Blitz in eine Viehherde und tötete sieben Kühe und ein Rind. Der Veranstalter des Feuerwerks am Frankfurter Turnfest, Herr Dünges aus Koblenz, ist gegen Stellung einer Kaution von 5000 Mark aus seiner Untersuchungshaft entlassen worden. Die Höhe der Summe deutet nicht darauf hin, daß die Voruntersuchung viele günstige Momente für ihn zu Tage gefördert hätte. der Kinder abermals, wie in ftagreen v-g###,|. seit einigen Jahren zum dritten Male— einen Beihülfe von 100 Mark bewilligt, was wir hiermit Tollwut=Kranken. Die Anwendung selbst des bedankend erwähnen wollen. Das Fest verspricht in rühmten indischen Pfeilgifts Curare hat nichts gediesem Jahre ein recht glänzendes zu werden, da holfen. Der Kranke, ein Bergmann August Jöckel, Herr Kirchhoff eine vorzügliche Musikkapelle engagirt starb am Dienstag. In dem ersten Stadium des hat, die, nachdem die Kinder von derselben abgehol: Leidens war der Unglückliche bei völlig klarem Versind, auf dem Festplatze ein Konzert veranstalten stande, später wurde er von Wutanfällen ergriffen, wird. Gleich nach Ankunft der Kinder, 2 Uhr sodaß es nur möglich war, mit einem Glase Wasser Nachmittags, findet im nahen Walde ein Festgottes= bewaffnet zu nahen. Vor dem Anblick des Wassers dienst statt. Da das Sedanfest das einzige patriotische wich er zurück, Volksfest unserer Gemeinde ist, so wäre wohl zu]— Aus Bochum wird gemeldet, daß in der Nacht dasselbe eine rege Beteiligung fände, v#m 26 zum 27. auf der Zeche„Julie" bei Herne##, *** wünschen, daß basseire in: ligr geingung### vom 20. zum 27. auf der Zeche daß besonders aber alle Eltern Teil nehmen möchten, eine Explosion schlagender Wetter stattgefunden hat, daß es nicht allein ein Kinderfest, sondern ein wodurch 3 Bergleute getötet und 10 schwer verletzt wahres Volksfest wirde. G6 worden sind. Mehre Verunglückte sollen noch nicht an Der Iserlohner Realschule ist das reiche Geschen: das Tageslicht gebracht worden sein. von 10,000 M. und dem Armen= und Krankenhause!— In Bochum hat das Vereinswesen eine eigen6000 M. seitens der Erben des verstorbenen Herrn tümliche Bereicherung erfahren, indem sich neben dem Kommerzienrats Kissing überwiesen worden.„Verein der Hausbesitzer“ nunmehr auch ein„SchutzAm vergangenen Samstag hat in Dahle bei verein der Mieter“ gebildet hat. Beide verfolgen Altena ein Feuer gewütet, das den größten Teil des die Wahrung„berechtigter Interessen.“ Ortes in Asche legte.„Der Köln. Ztg.“ schreibt man! Ein merkwürdiges Brautpaar ist dieser Tage in Altendorf in den Stand der Ehe getreten: Beide, Wenn ich übrigens, Bräutigam und Braut, sind taubstumm. Dieselben was ich jetzt wohl hoffen darf, mit dem Leben davonkomme, hatten sich in der gemeinschaftlich besuchten Schule dann sollen Sie bald in den Hafen der Ruhe einlaufen und kennen gelernt und eine solche innige Zuneigung zu sich einer gesicherten Existenz erfreuen. Sie müssen dann einander gefaßt, daß sie sich die Hand zum Ehebunde meiner Bitte entsprechen und mich auffuchen), Panthartez, reichten. Die standesamtliche Handlung konnte, da und Schreibens mächtig sind, der wird— dessen bin ich überzeugt— mit Freuden den sohne jegliche Umstände vor sich gehen. Retter seines Bruders als Forstbeamten auf seinen Gütern! Das mit städtischer Unterstützung vor Jahresfrist anstelleg, da er große Forsten besitzt; oder es wird dies bei jng Leben getretene Technikum zu Lingen wird in einem Verwandten oder Beiannten geschehen, denn unseres inv Leben getretene Technikum v.„zrkere Anzah, Familie ist sehr ausgebreitet und wir haben viele Verbin=sdiesem Sommr von einer weit„##l#ten Anzahl dungen, da kann es nicht fehlen, ich stehe dafür ein. Eine Schüler wie im vorigen Winter besucht und liegen solche Stelle ist angenehmer und viel besser bezahlt, als eine bereits für das neue Semester zum 15. Oktober d. Staatsstelle. Wir sind reich, lieber Freund! Das sage ich J. mnehrere neue Anmeldungen vor. Diese technische aber nicht aus Stolz, sondern nur um deswiuen, weil es J: mehrere neue Anmeldungen L#u#n i##icg. mich freuen würde, wenn Sie ganz ungenirt über meine Fachschule gibt jungen Leuten, denen es nicht Kasse verfügen wollten“..(gönnt ist eine technische Hochschule zu besuchen, GeIch lehnte dieses ab, versprach jedoch, wenn ich, wie legenheit, sich wissenschaftlich und technisch im gesamten es nur allzu wahrschweinlich war, in der Folge entlassen Maschienen= und Baufach auszubilden. Bei dem sehr ve us enune mäßigen Lebensunterhalt am hiesigen Orte därste der „Sie werden mich zwar nicht erkennen, wenn Sie ein=Besuch dieser Anstalt sehr zu empfehren sein. mal zu mir kommen,“ scherzte Everett,„denn noch haben] Nm 25 fand in Paderborn ein Wettrennen für Sie nur einen kleinen Teil meines Gesichtes gesehen, und uw..2 8, mestfälischen Husarenregiments ich hoffe, daß diese verschiedenen Kennzeichen, mit denen die Offiziere oes 8. westfälischen Husarenregiments mich Freund Wytstock so reichlich versehen hat(dabei zeigte statt. Es starteten beim ersten Rennen 4 Pferde; er auf die Binden, welche sein Gesicht ganz verhüllten), bis Lieutenant Graf Nesselrode, welcher ein Pferd des dahin abgelegt sind. Sie wissen jedoch meinen Namen und g..n Otto von Bückeburg ritt, schlug die Mitdie Orte, wo Sie wich aufzusuchen haben, und in jedem) Prinye. Nuch... Rennen trug Graf Falle werden verschiedene Wiedererkennungszeichen in meinem bewerber. Auch oeim zweiten Mennen Aug Graf Gesichte und an meinem Körper zurückbleiben, so daß eine Nesselrode den ersten Preis davon; er ritt eines Verwechselung durchaus unmöglich ist.“(seiner eigenen Pferde,„die Regimentstochter“, welche Verlassen Sie sich darauf, Liepgr,„ Frezund,“ erwiderte die übrigen Renner ziemlich weit hinter sich ließ. ich, nich mag entlassen werden oder nuicht, io wie wir noz, Nächste Woche sall gart nack“: Rennen für die England zurückkommen, werde ich Sie unfehlbar aufsuchen." Nächste Woche son vorr noch ein Rennen für „Topp, es bleibt dabei!“ rief Everett.„Ich erwarte Offiziere des 8. Husaren= und des 4. Kürassierbestimmt, daß Sie Wort halten, und freue mich schon im regiments stattfinden, Geiste darauf, Sie bei uns zu sehen!“„udg„ Zur Inspektion der Truppen kommt, wie man Am folgenden Tage ging der Transport der Verwunorten...,..n letzten Tagen dieser Woche ab, und Sir Everett wurde nach der getroffenen Abrede mitteilt, in den beiden tegten Tußen vieser Woche dorthin getragen. Bei dem Abschied, der uns wehmütig auch Prinz Friedrich Karl nach Paderborn. stimmte, reichte mir mein junger Freund die Hand und] In Barmen hat man mit der Errichtung einer sagte:„Bergessen Sie nicht, daß wir Freunde für dieses Terienkolonie für schwächliche und kranke Kinder, nachdem sind! Sie haben mir dreimal das Leben gerettet:] H“.t..—.. Mittel far diesen edlen — einmal, indem Sie mich auf dem Schlachtfelde unter von verschiedenen Seiten Miller ju. ensen edlen den feindlichen Kanonen auffanden, unter Leichen hervor= Zweck der Nächstenliebe geflossen sind, den Anfang zogen und in das Lager bringen ließen; dann, indem Sie gemacht. Am Dienstag sind 24 Kinder von dort, mich mit solcher Beharrlichkeit an dem Szlbstmorde hinderten;„ zwei Pflegerinnen und zwei Aufsehern, und dann, indem Sie den geschickten Gundarzte aufsuchten(seleitet von grr..## 16.5 gänigabern bei und für meine schnelle und sorgfältige Behandlung und nach dem nächstgelegenen Sootvao Kunigsvort ausgezeichnete Verpflegung sorgten! Nehmen Sie dieses Unna geschickt worden. Hoffentlich wird die Kur zum immerwährenden Andenken an mich und die Tage, die vom besten Erfolge gekrönt. wir zusammen verlebten!“ Damit reichte er mir seine] Die Kartoffelernte verspricht eine überaus reiche Ich wollte ihn mit der Ablehnung nicht kränken und zu werden. In Hückeswagen wurde kürzlich der erwiderte:„Ich würde einen Tausch vorschlagen, allein Centner zu 1 M. verkauft, Jeider habe ich weder eine Uhr noch sonst etwas Wertvolles.“ In Düsseldorf sind beim Baden im Rhein im „Es bedarf keines weiteren Andenkens an Sie,“ ant: Zeitraum von einer Woche 6 Personen ertrunken. wortete Everett,„alle meine Wunden werden mich täglich, 9.::—. ja stündlich an Sie erinnern und an Ihre ausopfernde Die Fälle mahnen zur Vorsicht. Freundschaft und die großen Dienste, die Sie mit edler!— Die Düsseldorfer Ausstellung soll vorgestern Uneigennützigkeit mi: geleistet haben. Leben Sie wohl! beim Kostämfest von ca. 48500 Personen besucht Der Herr nehme Sie in seine gnädige Obhn:!„#ultern worden sein. Die Eisenbahnzüge waren abends bei und nach wenig Minnten war der Zug mir aus den Augen. den Rückfahrten nach (Fersetzung folgt.) die Passagiere schlugen sich mit Stöcken und Schirmen Die Oberammergauer Passionsspiele. (Fortsetzung statt Schluß.) Die III. Abtheilung: Von der Verurteilung durch Pilatus bis zur glorreichen Auferstehung des Herrn führt uns in der XV. Vorstellung die Kreuzigung des Herrn vor. Drei großartige Bilder sind als Typen dieses Vorgangs ausgewählt. Isaak, zum Opfer bestimmt, besteigt, mit dem Holz beladen, den Berg Moria— Moses erhebt die eherne Schlange in der Wüste— und durch den Hinblick auf die eherne Schlange werden die Israeliten von den Bissen der feurigen Schlangen geheilt.— Die beiden letzten Bilder, wieder reich belebte Massengruppen, aus denen Mosis königliche Gestalt hervorragt, wie er nach der ehernen Schlange am Kreuz hindeutet, gehören zu den schönsten und vollendetsten des ganzen Spiels und sind von mächtiger Wirkung. Der Chor singt zu diesen Bildern: Betet an und habet Dank! Der den Kelch der Leiden trank, Geht nun in den Kreuzestot, Und versöhnt die Welt mit Gott. Wie das Opferholz getragen Isaak selbst auf Moria; Wanket mit dem Kreuz beladen, Jesus hin nach Golgatha. Betet an und habet Dank(wie oben.) Angenagelt wird erhöhet An dem Kreuz der Menschensohn. Hier an Moses Schlange sehet Ihr des Kreuzes Vorbild schon. Betet an 2c. 2c. wie vor. Von den giftigen Schlangenbissen Ward dadurch das Volk befreit; So wird von dem Kreuze fließen Auf uns Heil und Seligkeit. Betet an 2c. 2c. wie oben. Aus einer der Seitenstraßen Jerusalems kommt nun langsam, von dem Hauptmann zu Pferde geführt, der Zug heran, in dessen Mitte der Heiland, unter der Kreuzeslast fast erliegend, einherwankt. Jeder Schritt wird ihm schwer und der Zug muß mehrmals halten, bis Jesus wieder von den rohen Kriegesknechten, die in ihrer glänzenden römischen Kriegerkleidung mit Stahlhelm und Panzer sich imposant ausnehmen, mit Faustschlägen zum Weitergehen angetrieben, sich wieder ein Stück Weges fortschleppt, von den Pharisäern auf jedem Schritt mit hämischer Lästerung begleitet.— Vorn auf der Bühne angekommen, nähert sich von der andern Seite Maria mit Johannes und anderen Frauen. Als sie Jesum erblickt, sinkt sie ohnmächtig zusammen und auch den Heiland verlassen nun seine letzten Kräfte. Da kommt Simon von Cyrene aus der Stadt heimkehrend des Weges. Man zwingt ihn das Kreuz zu tragen, wogegen er sich anfangs sträubt. Als er aber Jesum erkannt, nimmt er es willig auf seine starken Schultern und so bewegt sich der Zug weiter, beschlossen von den beiden Uebelthätern, die auch unter ihrer Kreuzeslast sich hinschleppen. Am Ende noch umgeben die klagenden Weiber Jerusalems den Herrn, dem eine, Veronika, den Schweiß abtrocknet, jund mit der letzten Kraft seiner Stimme ruft der Herr hnen noch zu: Ihr Töchter Jerusalems 2c. Der traurige Zug verschwindet und an seine Stelle tritt zunächst der Chor, um die XVI. Vorstellung, die Kreuzigungsscene, einzuleiten. Aber nicht in den bunten glänzenden Gewändern, wie bisher, sondern in langen schwarzen Trauermänteln und Diademen erscheint er diesmal. Unter dem Gesang: Auf, fromme Seelen, auf und gehet von Reue, Schmerz und Dank durchglüt, mit mir zum Golgatha und sehet, was hier zu eurem Heil geschieht. Dort stirbt der Mittler zwischen Gott und Sünder den Vermittlungstod. Ach! nackt, von Wunden nur bekleidet, liegt er hier bald am Kreuz für dich; die Rache der Gottlosen weidet an seiner Blöße frevelnd sich, und er, der dich o Sünder liebt,— schweigt, leidet, duldet und vergibt. Ich hör schon seine Glieder krachen, die man aus den Gelenken zerrt, wem soll's das Herz nicht beben machen, wenn er den Streich des Hammers hört, der schmetternd, ach! durch Hand und Fuß, grausame Nägel treiben muß. hört man hinter dem Vorhang die Hammerschläge, mit denen die Nägel in den Leib des Herrn und der Uebelthäter eingeschlagen werden. Die 3 Kreuze liegen beim Beginn der Handlung auf der Erde und werden dann auf Befehl des Hauptmanns aufgerichtet. Es ist ein herzzerreißender Anblick, der uns geboten wird. Die ganze Darstellung so furchtbar, wahr und natürlich, die künstliche Befestigung an den Kreuzen so durchaus verborgen, daß uns in Wahrheit nicht anders zu Mute ist, als ständen wir am Fuße des Kreuzes auf Golgatha selbst und schauten hinauf zu dem, der um unsretwillen zerschlagen und gemartert ward. Aber auch bei der selbstredend künstlichen Befestigung war es uns Allen unbegreiflich, wie der Christus solch furchtbare Anstrengung nur aushalten und bis zur Kreuzabnahme, nahezu eine halbe Stunde, zuletzt, nahe dem Tode ganz regungslos, in dieser schauerlichen Lage verharren konnte. Die nun folgenden, bis ins Einzelnste getreu der Schrift nachgebildeten Vorgänge lassen sich eigentlich kaum beschreiben, man muß sie mit eigenen Augen gesehen haben, um sie gewiß nie wieder zu vergessen. Mit höllischem Spott, in dem dann wunderbar wie eine Stimme aus einer anderen Welt das Gebet des Herrn für sie hineintönt, umgeben die Pharisäer die Marterstätte.— Während Maria Magdalena am Kreuz niedersinkt, steht in stummen thränenlosem Schmerz Maria zu des Kreuzes Füßen und schaut hinauf zu der bleichen Todesgestalt, die noch einmal zu ihr den Mund öffnet und sie an das Herz seines Jüngers legt. In roher Gleichgültigkeit lagern sich die Kriegsknechte vor dem Kreuz, teilen die Kleidung und würfeln, als säßen sie in der Wachtstube, um den Rock, bis Einer auf die Stimme vom Kreuz„Mich dürstet", aufspringt und den lechzenden Mund erquicken will. Lästernd öffnet der Schächer zur Linken den Mund, der zur Rechten straft ihn und erhält selige Verheißung von den sterbenden Lippen. — Dann noch dreimal öffnet Jesus den Mund, neigt das Haupt und verscheidet. Todesblässe überzieht das Angesicht und es ist nicht anders, als schauten unsere Augen wirklich einen Toten In diesem Moment— Aller Blicke hafteten noch, viele mit lauten Weinen, an der überwältigenden Scene— da durchtönt ein gewaltiger Donnerschlag den Raum, ein Bote erscheint mit der Meldung dessen, was im Tempel vor sich gegangen.— Aber die Pharisäer sind auch versteinert gegen diese Sprache ihres Gottes; lachend und höhnend entlassen sie den Boten— doch da tritt der heidnische Hauptmann vor und bekennt sich mit seinem Worte zu dem Gottessohne, dessen Sterben er eben mit tiefem Beben geschaut. Inzwischen sind die Freunde des Herrn zu dem Landpfleger geeilt und haben ihn um den Leichnam gebeten. Sie kommen zurück und bringen des Pilatus Befehl, ihnen denselben zu übergeben. Zwar suchen es die Juden zu verhindern— mit einem Machtspruch aber tritt der Hauptmann dazwischen. Auf seinen Befehl steigen Kriegsknechte an den Kreuzen der noch lebenden Uebelthäter hinauf und zerschlagen ihnen mit Keulen die Glieder, daß sie lautlos sterbend zusammensinken und dann abgenommen werden.— Dem Herrn aber, dem sie nach der Schrift kein Bein zerbrechen sollen, wird von Einem mit einem Speer die Seite geöffnet und Blut und Wasser, des Todes sichere Zeichen, strömen heraus.(Schluß folgt.) Tot Die Wissenschaft de Tagen einen ihrer hei Professor Adolf Held vorloren, welcher bei bei Thun, einen plötzlich gleich befanden sich ein in der Gondel. Eine: die zwei übrigen Person * Einen zweiten Ve den am 27. d. erfolgten Geh. Rat Professor v. W. Von der Düsseldorfer Ausstellung. (Nachdruck verboten.) XII. Wir wenden uns heute unter vorläufigem Vorbeigehn an den Gruppen X und XI:„Kurzwaren" und „Textilindustrie" zur Gruppe XII:„Bekleidungsgegenstände". Auch da kehrt man— und wir sagen: Mit Recht, so sehr wir jedem Luxus und jedem gesuchten Kleiderwesen abhold sind— zu den besseren Mustern vergangener Zeiten zurück. Wie viel stylvoller und farbenreicher waren doch die Trachten der Renaissance= Zeit*) des 16. Jahrhunderts! Wie unschön sind die meisten unserer Trachten, z. B. der Frack, der Cylinder u. A. Bei den Gegenständen der Damentoilette begegnen wir nun in unserer Gruppe zunächst den HaarTouren kunstvollster Art. Da sieht man wunderschöne Damen aus Wachs mit modernen Frisuren, sieht vollendete Perrückenarbeiten und dergleichen. Dann sieht man weiter Corsets, Damenhütchen und geschmackvolle Stickereien, Hüte mit Johannisbeeren und mit stolzen Federn, Strohhüte mit Nadeln, an denen dicke Goldknöpfe sind, nachgeahmte Blumen und Federn von täuschendster Beschaffenheit, die aber auch entsprechend kosten— eine Rose 16 Mark, eine Blattpflanze bis 40 Mark— und was dergleichen weiblicher Tand mehr ist. Ferner steht man auch aus Haaren gemachte Blumen, ja ganze Kirchhöfe und Landschaften aus solchen. Von Herrenkleidern finden wir nicht viel. Herren sind einfacher als Damen und wechseln höchstens zwischen kurzen und langen, einreihigen und zweireihigen Röcken, sowie zwischen langen und weiten Hosen. Der Unterschied zwischen der schönen, farbigen Militär= und der farblosen Civilbekleidung tritt aber bei manchen Ausstellungen grell vor's Auge. Doch sieht man auch farbige Seidenhemden, sowie grüne Jägerkleider. Vor Allem aber sieht man den echt deutschen und philisterösen— Schlafrock in vielen Exemplaren. Wir kommen nun zu den Damenkleidern, die wir noch kurz charakterisiren wollen. Wir sehen da Kleider, deren Schleppe und vordere Seite mit Blumen stark bemalt und geschmückt sind, solche mit einem kräftigen Strauß als Brustschmuck, Wintermäntel, die mit dunkelem Pelz gefüttert und besetzt sind, ein weißes Seidenkleid, mit weißen Perlen schwer übersäet, ein prachtvolles Sammetcostüm mit Erdbeerenschmuck, ein mit reicher Stickerei versehenes blau=grauseidenes Kleid, endlich allerliebste Kinderkleider an Püppchen von Wachs. Ueberall ist eine schöne Farbenzusammenstellung und ein gefälliger Schnitt zu bemerken. Auch Pelzwaren, Herrenwäsche, Strümpfe, warme Unterkleider, Schlipse und Cravatten findet man hier. Damit scheiden wir von diesem für Männer ziemlich uninteressanten Teil und freuen uns nur, daß die deutsche Industrie auch hier Tüchtiges geleistet hat. *) Zeit der wieder aufwachenden Künste. Ver * In Bern ist ein zweier Tagen an Blutv stich gestorben. Er ha und auf den Rat eines von einem Barbier an fleisches Blutegel setze Stunden fühlte er sich leider erst abends spät Patienten nicht mehr re Tages war er eine Le nigung der Stichwund war ebenso wenig als Barbiers nachzuweisen; tragung der Blutvergif stattgefnnden haben, ein nicht beobachtet hat. * Aus Kingston in daß dort ein verheere 18. zum 19. d. Taus Gottesdien Donnerstag, den 2. S Sedanfeier. Größere evangelisch Festpredigt 10 Uhr: Pas # 5 Laura Saat Gustav Jur Verlobt Schtverte u. W Klee= und verkau Dienstag, 7. Sep verkaufe ich für die E nachmittags 4 1 Morgen Klee munder Wege, um 5 Uhr für das Gras in de vordersten Bruck thor; nachdem um6 das Gras in d ratwiese am graben nummerweise, meistb Kredit. llohen Grasver Sounabend, 4. 11 Uhr vorn soll das G (Wagnersches Futter Mühlenbrog in Vi lich, meistbietend v# Zusammenkunft Stelle. Villigst, 30. Aug Freiherrlich von Rentei Am Dienstag, 7 nachmittags 4 U soll in den hiesig Grasparzellen das nummerweise gegen werden. Haus Husen bei 30. September 18 Die V Der G. ist seit 1864 erpro in der gonzen Fabrik in Ber Neuenburg — ten wird. natürlich, durch aus anders zu leuzes auf , der um rd. Aber gung war istus solch bis zur tletzt, nahe hauerlichen bis ins Vorgänge i muß sie gewiß nie st, in dem er anderen st, umgeben d Maria In stummen nzes Füßen gestalt, die sie an das ichgültigkeit euz, teilen der Wachtstimme vom lechzenden r Schächer aft ihn und den Lippen. Rund, neigt berzieht das guten unsere Noment— en Weinen, urchtönt ein sote erscheint pel vor sich ch versteinert und höhnend er heidnische m Worte zu mit tiefem rin zu dem en Leichnam des Pilatus Zwar suchen Machtspruch Auf seinen zen der noch en ihnen mit d zusammenDem Herrn n zerbrechen er die Seite Lodes sichere luß folgt.) sstellung. igem Vorbeiwaren" und idungsgegensagen: Mit em gesuchten eren Mustern sylvoller und Renaissance= schön sind die der Cylinder entoilette beist den Haarwunderschöne sieht vollenDann sieht geschmackvolle d mit stolzen n dicke Golddern von täuentsprechend attpflanze bis er Tand mehr zemachte Bluaus solchen. Herren sind stens zwischen ihigen Röcken, Der Unterlitär= und der nanchen Ausman auch farer. Vor Allem hilisterösen— mien nun zu charakterisiren Schleppe und und geschmückt iß als BrustPelz gefüttert , mit weißen Sammetcostüm lerei versehenes te Kinderkleider st eine schöne er Schnitt zu che, Strümpfe, ten findet man für Männer uns nur, daß es geleistet hat. Totenglocke. * Die Wissenschaft der Volkswirtschaft hat in diesen Tagen einen ihrer hervorragendsten Vertreter, den Professor Adolf Held in Berlin, früher in Bonn, vorloren, welcher bei einer Gondelfahrt anf der Aar bei Thun, einen plötzlichen Tod fand. Mit ihm zugleich befanden sich ein anderer Herr und zwei Damen in der Gondel. Eine der letzteren ertrank gleichfalls, die zwei übrigen Personen wurden gerettet. * Einen zweiten Verlust hat die Wissenschaft durch 9 den am 27. d. erfolgten Tod des bekannten Botanikers, Geh. Rat Professor v. Hanstein in Bonn erlitten. Vermischtes. * In Bern ist ein ganz gesunder Mann innerhalb zweier Tagen an Blutvergiftung durch einen Blutegelstich gestorben. Er hatte an Zahnschmerzen gelitten und auf den Rat eines Zahnarztes sich am Morgen von einem Barbier an die leidende Stelle des Zahnfleisches Blutegel setzen lassen. Schon nach zwei Stunden fühlte er sich unwohl; ärztliche Hülfe, die leider erst abends spät herbeigeholt wurde, konnte den Patienten nicht mehr retten; am Abend des folgenden Tages war er eine Leiche. Eine zufällige Verunreinigung der Stichwunde durch andere Infektionsstoffe war ebenso wenig als ein sonstiges Versehen des Barbiers nachzuweisen; es muß also eine direkte Uebertragung der Blutvergiftung durch den Blutegel selbst stattgefnnden haben, ein Fall, den man allerdings noch nicht beobachtet hat. * Aus Kingston in Jamaika kommt die Nachricht, daß dort ein verheerender Orkan in der Nacht vom 18. zum 19. d. Tausende von Menschen obdachlos Gottesdienste Donnerstag, den 2. September 1880. Sedanfeier. Größere evangelische Kirche: Festpredigt 10 Uhr: Past. Heinenberg. gemacht und die Saaten größtenteils vernichtet hat. Die Kaserne von Kingston ist zerstört, 3 Werften sind fortgerissen, 8 große und 32 kleine Schiffe sind im Hafen gescheitert. Man befürchtet große Hunserönet.„. isen Kouton u. * Bei Gurtneuen im schweizerischen Kanton Urt wurde vorigen Sonntag Mittag auf der Alp Gornern eine Herde Rinder durch herabstürzende ungeheure Felsstücke vernichtet. 14 Kühe waren auf der Stelle tot, andere mehr oder weniger zerquetscht und verwundet. Ein schwerer Schlag für die mittlere und ärmere Klasse des Ortes, welche größtenteils der Schaden trift. 20. 15. 16. 6. 12. 1. 2. 27. 30. 30. Vaterländische Gedenktafel. September 1555 Religionsfriede zu Augsburg. 1666 Cleve, Mark und Ravensberg fallen an Brandenburg. 1706 Sieg des Prinzen Eugen und der Preußen unter Leopold von Dessau über die Franzosen bei Turin. „ 1792 Kanonade von Valmy und Rückzug der Preußen aus Frankreich. 1793 Sieg der Preußen über das französische Revolutionsherr bei Pirmasenz. „ 1809 wurden 11 Schillsche Offiziere in Wesel erschossen. „ 1813 Schlacht bei Dennewitz im Freiheitskriege. „ 1819 Blücher stirbt zu Krieblowitz. „ 1870 Schlacht bei Sedan. „ 1870 Capitulation von Sedan. „ 1870 Capitulation von Straßburg. „ 1681 Besitzergreifung Straßburgs durch die Franzosen. „ 1870 Einzug des Generals v. Werder in Straßburg. Verkauf in Westhosen. Die früher der Witwe und den Erben des Ackerbürgers D. H. Wever gnt. Schäfer in Westhofen gehörig gewesenen Immovilien der Steuergemeinde Westhofen: 1. Flur V, 58 und 59, Garten aufm Schloß, zusammen groß 4 Are 68 □=Mt. 2.„ VII, 37/11 u. 130/37, Weide in der Fettkammer,„ 57„ 59„ 3.„ VI, 86, Acker am obern Berge,„ 43„ 90„ 4.„ I. 158/56, Holz aufm Buchholz, groß 1 Hekt., 48„ 66„ 5.„ V. 670/199, Hofraum u. Wohnhaus in Westhofen,„ 5„ 52„ 6.„ V, 441, Acker jetzt Garten auf'm Voßkamp,„ 32„ 72„ sollen am Sonnabend, den 4. September cr., nachmittags 4 Uhr, beim Wirt Hermann Weiberg daselbst öffentlich an den Meistbietenden zum Verkaufe ausgesetzt werden. Die zu 4 und 5 genannten Grundstücke können sofort angetreten werden, die übrigen in diesem Herbste. Die Gärten auf dem Voßkamp, im Ganzen 230 Ruten groß, kommen in einzelnen Parzellen von je 23 Ruten zum Verkauf. Die Kaufbedingungen sind günstig gesteut, 2/3 des Faufpreises können stehen bleiben, und ½ ist beim Antritt zu bezahlen. Schwerte, den 17. Juli 1880. A. A.: Maag. Sparkassen- Rendant. Laura Saatmann Gustav Verlobte. Schwerte a. Wambeln. Klee= und Grasverkauf. Dienstag, 7. September cr., verkaufe ich für die Erben Westhoff nachmittags 4 Uhr: 1 Morgen Klee am Dortmunder Wege, um 5 Uhr für dieselben: das Gras in der Wiese am vordersten Bruch am Ostenthor; nachdem um 6 Uhr: das Gras in der Pastoratwiese am Mühlengraben nummerweise, meistbietend, gegen Kredit. Hlohenschwert. Grasverkauf. Sounabend, 4. Sept. d. J., 11 Uhr vormittags, soll das Gras (Wagnersches Futterfeld) auf dem Mühlenbrog in Villigst öffentlich, meistbietend verkauft werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Villigst, 30. August 1880. Freiherrlich von Elverfeldische Rentei. Gras=Verkauf. Am Dienstag, 7. Sept. d. J., nachmittags 4 Uhr anfangend soll in en hiesigen Wiesen und Grasparzellen das aufstehende Gras nummerweise gegen Kredit verkauft werden. Haus Husen bei Westhofen, den 30. September 1880. Die Verwaltung. Exiraführt nach Aensterbum. Am 4. Sept. er. wird eine Extrafahrt von Altena, Arnsberg, Barmen, Barmen=Rittershausen, Bismarck, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Elberfeld=Döppersberg und Steinbeck, Essen, Fröndenberg, Hagen, Hamm, Hattingen, Holzminden, Iserlohn, Lennep, Lüdenscheid, Menden, Meschede, Mülheim a. d. Ruhr, Mülheim=Eppinghofen, Neheim=Hüsten, Oberhausen, Remscheid, Ruhrort, Schwelm, Schwerte, Soest, Solingen, Steele Vohwinkel und Witten nach Amsterdam via Bismarck=Winterswyk in 2. und 3. Wagenklasse stattfinden. Die Fahrt erfolgt bis Essen von den genannten Stationen mit den ersten fahrplanmäßigen Anschlußzügen bezw. von den Stationen Holzminden, Meschede, Arnsberg, Neheim=Hüsten, Menden, Fröndenberg und Schwerte mit dem Courierzuge 318 Vorm. ab Holzminden im Anschlusse an den Personenzug 649 Vorm. ab Hagen. Von den Stationen Aachen M. und T., München= Gladbach, Crefeld und Neuß können die am 3. September cr. um 642 und 1144 abends in Düsseldorf eintreffenden Züge zur Fahrt nach Düsseldorf bezw. Essen, von den Stationen Deutz und Mülheim am Rhein kann am 3. September der Zug 625 abds. ab Deutz zur Fahrt nach Essen benutzt werden. Von Essen erfolgt bei einer Beteiligung von mindestens 200 Personen die Beförderung mittelst Extrazug. Abfahrt von Essen 89 vorm., Ankunft in Amsterdam 145 nachmittags. Specieller Fahrplan wird vom Zugführer ab Essen verteilt. Billets für die Extrafahrt, welche bis einschließlich des am 6. September um 12 Uhr 23 Min. mittags von Amsterdam abfahrenden Zuges zur Rückfahrt mit allen fahrplanmäßigen Anschlußzügen via Winterswyk=Bismarck=Essen berechtigen, werden zu besonders ermäßigten Preisen(für Essen=Amsterdam 2. Classe 8 Mk. 30 Pfg., 3. Classe 5 Mk. 50 Pfg. vom 1. bis 3. September er., abends 6 Uhr, auf sämtlichen vorgenannten Berg.=Märk. Stationen ausgegeben. An Gepäck pro Billet 15 kg frei. Fahrtunterbrechung nicht Nach dem 3. September abends 6 Uhr werden Billets zu ermäßigten Preisen nicht mehr ausgegeben. Falls bis zu diesem Zeitpunkte eine Beteiligung von 200 Personen nicht gesichert ist, wird die Beförderung ab Essen mit dem fahrplanmäßigen Personenzuge— welcher 246 nachm. in Amsterdam eintrifft— erfolgen. Elberfeld, den 28. August 1880. Königliche Eisenbahn-Direction. Am 3. September, nachmittags 4 Uhr, sollen beim Gastwirt G. Hengstenberg zu Ergste die Tmmovitien der verstorbenen Eheleute W. Heumann gnt. Papenberg baselbst teilungshalber gerichtlich unter günstigen Bedingungen verkauft werden. * Wohnhaus im guten baulichen Zustande mit Garten u. Hofraum, 2 (Jumelle Marine) Krimmstecher 20. 24 #T, halten ReiseEtuis zum Umhängen. Diese achromatischen Universal-Doppel-Perspective sind von vorzüglicher Wirkung und durchaus notwendig und unentbehrlich für Reise und Theater. ernrohre uur Reise G-hg ränsen M. 5.50“ 8 9, durch welche man 2—3 Meilen klar . 0,90, O. V, C, e; sehen kann, bessero Qualität mit Reiseetui u. Riemen zum Umhängen von M. 9,.50 an. Pincenez und Brillen a M. 1,50, 2, 2.50, 3, 4,-gesch: Sonnenlicht den Dünen, auch beim Wasserfahren Röchmz,rötis, blauen und rauchzur Größe vermessen von 27 Are 89 □=M.; eine Fettweide an der Ruhr belegen, groß 7 Hektar 79 Are; anschließend eine Rinderweide, groß 4 Hektar 57 Are 95 □=M.; außerdem Acker, Wiese und Waldungen. Die Vormundschaft: W. Heumann gut. Papenberg. Universal-Reinigungssalz. Von allen Aerzten als das einfachste Hausmittel empfohlen gegen Säure. bildung, Aufstossen, Krampf, Ver. dauungsschwäche und andere Magen. beschwerden; in Packeten à 25 Pfg. 50 Pfg. und 1 M. bei Carl Braus“ Weibenstaufer Berlin, Dorotheenstraße 88 versendet gratis und franko den neuesten Preiskourant mit vielen ehrenden Zeugnissen seiner vorzüglichen Pianinos. Diese Fabrik sendet Instrumente überall hin frachtfrei zur Zwöchentlichen Probe ohne Zahlung vorher, gewährt alsdann beim Ankauf die leichtesten Teilzahlungen auch ohne Anzahlung und bei Barzahlung hohen Rabatt. Rugenheilanstalt zu Dortmund, Rheinische Straße 36, von Der R. J. Daubitzsche Magenbitter ist seit 1864 erprobt, bewährt und in der ganzen Welt bekannt! Fabrik in Berlin, S. W., Neuenburgerstr. 28. grauen Schutzgläsern Austeßfr Lupen Botanik M. 0,75 1, 1,50, 2 und 2.50. Reisszeuge für Schüler à M. 1.50, 2, 2,50, 3, 4, empfiehlt die Brillen-Fabrik von R. Treuer, Mohrenstr. 41, Berlin W., Preislisten gratis und franko. 0 0 0 0 0 0 0 Ae Jräuim und demnächst 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Dr. Blöbaum. Spezialarzt für Augen-und Flechtenkranke. Butterpulver, verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Packet, ausreichend für 500 Liter Milch, à 50 Pfg zu haben bei Braus. Sperrung der Lennebrücke zu Cabel. Wegen einer notwendigen Reparatur ist die Lennebrücke zu Cabel für die Zeit vom 30. August bis 13. Sept. dieses Jahres für Fuhrwerk gesperrt. Altenhagen, 23. August 1880. Der Amtmann: KuippschildDonnerstag, den 2. September, 6 Uhr früh, 0 Festgeläute. O 9 Uhr: 8 Schulfeierlichkeiten O und vemauh 8 O 1½ Uhr: Versammlung und Aufstellung der Schulkinder, der Vereine u. s. w. zum Festzuge auf dem Marktplatze.— Zug zum Kriegerdenkmal ∆ und Aufstellung daselbst.— Vortrag der Ge* sangvereine, Festrede und gemeinsames Lied. — Zug durch die Stadt unter Musikbegleitung. 3 Uhr: Bewirtung der Schulkinder, sowie Konzertmusik in den Duisbergschen Sälen am Markt. Bei gutem Wetter finden die Spiele und Belustigungen der Jugend auf den Steinen statt, wo die Musik konzertirt.— Die Restauration daselbst ist Herrn C. Duisberg übertragen. O 7 Uhr: 94 0 Rückkehr zur Stadt.„ 0 Feucrwerk. 0 6 Bei ungünstigem Wetter geschehen die Spiele 2c. □ (9 auf dem Markte oder in Sälen. 2 Die Bürgerschaft wird freundlichst gebeten, am ∆ Feszuge sich zahlreich zu beteligen und die Häuser mit Fahnen zu schmücken. Schwerte, den 31. August 1880. * Das Komité. Ronennengengeneagenee Trauerpapier und=Couverts vorrätig bei Carl Braus. Krieger-Verein Schwerte. Antreten sämtlicher Mitglieder am Donnerstag, 2. Sept. er., nachmittags 1 Uhr, im Vereinslokal behufs Teilnahme am Zuge. Der Präses. Sedan Zur Sedanfeier am 2. Septbr. er. findet in meinem Saale abends 7½ Uhr 0 und Ball edan Fertige Fahnen, Helme mit und ohne Schweif, dreifarbige Schärpen, Säbel, Epauletts, Orden, Lampions, Feuerwerk 2c, ferner Geschenke für die Schuljugend empfiehlt zu äußerst billigen Preisen Schwerte. C. Saatmann. Jeden Abend bis 10 Uhr und jeden Freitag Morgen 10 Uhr nehme Weißbrot zum Mitbacken an. Wilh. Brauckhoff. Conzert statt Die Musik wird von der Hammer Kapelle des Herrn Kürtner ausgeführt. Den sich am Festzuge beteiligenden Vereinen gestatte freien Eintritt und werden die Karten hierzu beim Antreten verabreicht. — Eutree 1 Mark.— ##. San Dnichere# R8RRRRRRRRRRRRRRRRNN## R2 Am Sedantage# findet bei mir während des Kinderfestes großes Konzert, nach demselben Ball 3e statt, wozu freundlichst einladet Wilh. Kirchhoff, Lehmufer bei Heunen. * # #8 #8 * 38 * 32 Lenneper ZwirdauulKandannauunuudunununuu itä1 TAASBEBEBEDEBEBGBEBEBE. Sedan, 2. September cr. Versende in feinster Qualität gegen Nachnahme. Kisten à M. franko. Lennep. C. W. Vollmer. Tchurzen ß: Hennen, mit bestickter Tüllkante in Lüstre, Moiré, Rips 2c., liefert billig Franz Ed. Meissner, Eibenstock in Sachsen. Ein Ladenlotal sowie Schmiede und Wohnung sind auf November zu vermieten. Schwerte. H. Veihoff, Hüsingerstraße. Eine freundliche von 2 Zimmer ist auf 1. Nov. er., zu vermieten von Wtw. Schmidt, Mühlenstraße. K S G Der Kriegerverein zu Garenfeld feiert Sonntag, den 5. September, sein Cernnerat, wozu freundlichst einladet Der Vorsland. Der für die Stadt Schwerte am 2. September er. anberaumte Lokalsteuertermin wird wegen des auf diesen Tag fallenden Sedanfestes auf Samstag, 4. September er., (morgens 8—12 Uhr) verlegt. Schwerte, 30 August 1880. Der Königl. Steuer=Empfänger Weidemann. Plempersart! empfiehlt Carl Braus. Reorg. Technikum Burtchude (b. Hamburg.) Baugewerk-, Mühlen=, und Maschinenbau-, Tischler=, Maler- u. Architekturschule. Wiss. Meister= u. Dipl.=Prfg. Programme gratis d. d. Dir. Aittenkoter. Amerikanische Gicht=Pomade zur sichern Heilung von Gicht, Rheumatismus, Hexenschuß und Lähmung.— Diese Pomade kann auf jeden Theil des Körpers(Gesicht ausgenommen) angewendet werden. In Dosen à K 3.— Nähere Prospecte und Gebrauchsanweisungen gratis durch Meine& Liebig in Hannover. An aule Menscheufreunde! 10 Zur Einmachezeit: D. Schwerter. ragngngagegnbnbaßnGaßabagabasnbabnbaß renreache Zur Hennener Kirmess am 2. September ftinden in meinem Saale Musik-, Gesang- und theatralische Vorstellungen statt, wozu sreundlichst einladet „ D. Albrecht. 0 ∆ 0 riehe P 884 Jenrielu##ts Daridbisl Dieses treffliche Kochbuch beherrscht ausschließlich die Küche in ganz Nord= und Mitteldeutschland bezw. Rhein und Elbe und dringt seiner Vorzüglichkeit und Zuverlässigkeit wegen immer weiter nach Osten und Süden vor. Die Sparsamkeit und Genauigkeit seiner Angaben haben es Anfängerinnen und jungen Hausfrauen zur stets bereiten D# Helferin gemacht. Treffliches Braut=, Hochzeits= und Geburtstagsgeschenk. Preis eleg. geb. 4 M. 50 Pfg. Vorrätig in der Buchhandlung von Carl Braus. Freishütz im Schwerter Walde. 0 M M Einem hochgeehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß mir die von dem verstorbenen Herrn Förster Holzapfel bisher geführte Wirtschaft am Freischütz übertragen worden ist. Es soll mein Bestreben sein, das mich besuchende Publikum in jeder Weise gut, prompt und preiswürdig zu bedienen. Hochachtungsvoll Bernhard Neuhaus, früher Oberkelluer im Hotel Sternberg M in Schwerte. 10 Am Freischütz bei Schwerte, 1. Sept. 1880. KM Mladlalicher Gashellolch Großes humoristisches PotPVomMUTH, eigener Fabrikation, Nachdem seitens der zuständigen Behörde die Erlaubnis zur Veranstaltung einer Lotterie zum Besten der Ueberschwemmten der preußischen Oberlausitz und des benachbarten Schlesiens gewährt ist, wenden wir uns an Alle, von denen wir eine Unterstützung unseres wohlthätigen Unternehmens erhoffen dürfen, mit der herzlichen Bitte, zurch Gewährung von Gaben, wie durch den Vertrieb von Losen in den Kreisen der Bekannten die Sache sördern zu wollen. Nach dem festgesetzten Gewinnplane werden 43,000 Loose à 50 Pfennig zum Verkauf gestellt werden und erhalten Wiederverkäufer auf Verlangen auf 12 bezahlte Lose ein Freilos. Die Ziehung der Gewinne erfolgt Mitte Oktober in Görlitz in Anwesenheit eines Kommissars der Aufsichtsbehörde. Die Gewinne müssen insgesamt mindestens einen Wert von 11,500 Mark haben und sollen zerfallen 1 Gewinn à 1000 Mark(Zimmer=Einrichtung für bürgerliche Verhältnisse), 1 à 200, 4 à 150, 20 à 100, 50 à 50, 100 à 20, 280 à 5 und 600 à 3 Mark. Außer der Zimmer=Einrichtung sollen als wertvollere Gewinne Tafelaufsätze, goldene Damenuhren, Service, Werke der Kunst 2c. verlost werden. Es sind also für die Gewinner günstige Aussichten geboten. Namentlich für die kleineren Gewinne zu 3 Mark, 5 Mark und 20 Mark rechnen wir auf freiwillige Gaben, die uns in den Stand setzen, eine größere Summe, als die vorgeschriebene Hälfte an das Central=Comité abzuführen. Schon sind uns durch die Güte deutscher Buch=, Kunst= und Musikalienhändler eine Anzahl von Werken für die Lotterie als Geschenke überwiesen, auch haben sämtliche Comitémitglieder sich freiwillig bereit erklärt, mindestens einen Gewinn beizusteuern, indeß bedürfen wir noch immer der regsten Beteiligung zur Beschaffung ausreichender Gewinngegenstände. Soll die Lotterie einen erheblichen Beitrag zur Linderung der Not in unseren Nachbarbezirken liefern, die trotz der reichlich geflossenen Spenden noch immer groß ist, so müssen die 43,000 Lose, à 50 Pfennige, vollständig abgesetzt werden. Dazu aber bedarf es eines regen Interesses Vieler und darum richten wir an alle Menschenfreunde die ergebenste Bitte, mitzuhelfen an dem Werke der Barmherzigkeit. Gaben für die Lotterie bitten wir baldigst entweder an ein der Unterzeichneten oder an unseren Gewinnverwalter Herrn Apotheker Nahmmacher, Louisenstraße 21, gelangen zu lassen. Den Vertrieb der Lose hat Herr Commerzienrat Ephraim hierselbst übernommen, und ersuchen wir Alle, welche sich der Mühe des Vertriebes derselben unterziehen wollen, sich an genannten Herrn zu wenden. Görlitz, im August 1880. Das Comité der Lotterie zum Besten der überschwemmten Oberlausitzer und Schlesier Frau Stadtrat Louise Tschierschky, Langenstraße No. 47, Vorsitzende. Frau Redacteur Natalie Krüger, Jakobstraße No. 9, Sekretairin. Frau Staats=Anwalt Klara Groß, Blumnsträße No. 18, Sekretairin. Frau Kaufmann Dresler, Elisabethstraße 39. Frau Commerzien=Rat Ephraim, Jakobstraße 5. Frau Oberbürgermeister Gobbin, Schießhausweg 1217. Frau Postsekretair Heinemanu, Schützenstraße 12. Frau Oberamtmann Jänicke, Salomonstraße 60. Frau Mauermeister Koritzky, Mühlweg 2. Frau Landgerichtspräsident Lampuguani, Bismarckstraße 12. Frau Tischlermeister Lätsch, Krölstraße 4. Frau Dr. Lucks, Jakobstraße 7 Frau Conrektor Müller, Gartenstraße 22. Frau Kaufmann Eduard Schultze Frau Dr. Schuster, Jakobstraße 4. Frau Landrat von Seydewitz, Landratsamt. Frau Kaufmann Theis, Klosterplatz 18. Frau Stadtrat Thiele, Louisenstraße 4. Frau Kaufmann Trotz, Obermarkt 13, Frau Diaconus Wernicke, Moltkestraße 11. Frau Kreisrichter Wiebmer, Elisabethstraße 40. Frau Maler Windmüller, Mühlweg 2. Frau Baumeister Zeidler, Postplatz 3. 4. Der Stellmacher Kruse in Mariensee. 3cchit 3 Jahre an Rheumast=mus und war ium, Täg ich nur noch den Kopf bewegen konnte. Nach Gebrauch der Salbe kann ich jetzt wieder mein Geschäft versehen Die Wahrheit des oben gesagten wird von uns bestätigt. Pastor Rautenberg. Ebanoinesse Ubbelobde. Handels=Nachrichten. Dortmund, 28. Aug. Per 100 Kilo. höchster M. Pf niedr 49st. N.“: Weizen, schwerer „ mittel „ leicht Roggen, gut:. „ mittel „ gering Hafer, gut... „ mittel „ gering Gerste, schwere „ mittel „ leicht Kartoffeln stroh(Richt=) Heu Butter, 1 Kilo Eier 60 Stück *P 915 18 15 17 20 7.— 6.— 7 2/20 3/25 1650 6/50 5/50 6/80 2— 3— Neuß, 28. August 1880. (3. Weizen), Qual. à 100 Kilo) 21 19 Landroggen /1.„ à 100 Kilos2.„ Gerste(Winterà 100 Kilo) SommerBuchweizen à 100 Kilo Hafer„„ Rübsen(Aveel)„„ Raps!!: Qual.„„ Kartoffeln„„„ Heu à 50„ Roggenstroh„„ Rüböl ver„„ in Parthieen v. 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gereinigt. Oel p. 100 K. 3 Mk. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 K. Weizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo Kleien à 50 Kilo 19 17 15 16 26 24 6 5 6 Bod 80 50 50 50 59 61 132 50 pourri für Klavier, mit untergelegtem Text(auch ohne Text zu spielen). Gegen Einsendung des Betrages versendet franko Alexander, Musikalien= handlung, Leipzig. neuester und alter Konstruktion, jeder Größe, liefert billig und gut I. G. Metze, Instrumentenmacher, Iserlohn, Grabenstr. 54. NB. Trommelfelle aller Größen in großer Auswahl billig. Preis-Katalog gratis und franko. apelen, neueste Muster, unglaublich billig; Musterkarten versenden auf Wunsch franko u. umsonst. Aber nicht an Tapezierer, sondern nur an Privatleute; da es uns absolut nicht möglich, auf diese unglaublich billigen Preise noch Rabatt bewilligen zu können, Tapezierer aber gewohnt sind hohe Prozente zu genießen. Bonner Fahnenfabrik Bonn. Rechnungsformulare stets vorrätig bei Carl Braus. 50 20 Hagen, 28. August 1880. Abonnements= Da 31. Für ber nel sowie die Expe auf die„Schw Preise von 40 Deuts Der Kaiser widmete lings und der Ausdauer besichtigung. Die Hertr Eindruck gewinnen müs uns kommen sollten, sie Weise wie anno 1870 Bei aller Freude über kann doch das treue Volk daß der geliebte Kaiser sondern die Last der Jal auch die größeste solde beseitigen kann. Wie neuerdings spätestens in der dritten rufen werden. Die Norddeutsche Aeußerungen Gambettas keit der Geschichte durch welcher mit den höheren dung gebracht wird. D zu Gemüte geführt, daß ausgleichende Gerechtigke Rückgewinnung von Str land erfüllt zu sehen un lich gesühnte Ungerechtig von 1870/71 zu erblick gen Deutschlands durch hunderten.— Daß übri reich kochen, konnte man Reden Gambettas merke Zeichen. Einige vorma den Gedenktagen die Se über die französische Gr kommen, wo sie frühe Mit echt sächsischer Gi Quartiergeberin von dan genauer Not gelang es vor der Volkswut zu so fortzuschaffen.— Dahin stoß des deutschen Gesa hagen mit einer vornehn Er hatte sie bei einem von deutschfeindlichen El lassen und auch von d reich gesprochen, wora Frankreich hervorkehrte Witten, 26. August. Die an den tonangebenden Plätzen, namentlich für Roggen, herrschende feste Stimmung hat auch für uns mehr Kauflust für diesen Artikel hervorgerufen und eine Preisbesserung zur Folge gehabt.— An heutiger Börse wollte sich indeß zu den erhöhten Notierungen ein lebhaftes Geschäft nicht entwickeln. Die übrigen Artikeln verkehrten sämtlich in matter Haltung zu weichenden Preisen. Dieselben lauten: Weizen M. 21,50—23,00 Roggen M. 18,75—20,50 Hafer M. 15,00 bis 16,00 Braugerste M. 19,00—21,00, Futtergerste M. 14,75—15,50 Bohnen 24,00—28,00 Weizenmehl 0 M. 30,00 —31,75 Roggenmehl 0/1 M. 28.00 -.29.00 per 100 Kilo. Bollmehl M. 6,50 Grand M. 5,40 Kleie M. 5,00 per 50 Kilo. Alles loko hier. An- und Verkauf sämtlicher Eisenbahn-Actien, Staatgs-Papiere cte. Ernst Osthaus. Unserer heistigen Nummer liegt ein Prospekt bei, fbetr.„Der Rechts=Anwalt irn Hause“. worauf wir hiermit aufmerksam machen. Vor War'mal ei Der krähte hoch „Bin ich nicht Ein Phönix anz Er schlug die Fl Ich bin des Hü Wer mir nich Pariert; weh se Ich hacke alles In Süd, Nord, Und zög' Europe Auf pickt' ichs Dem Aar, de Ihm hab ich ab Elsaß=Lothringer Und er hat nich Mein Schnabel Mit einem Schl Der Adler spi Er saß auf sein Erst, als der H Und fort posaur Fährt er herab In Gottes Nan Mit Eisenklat Die kecke Kehle Und kleinlaut Der Held im ei Und giebt das Elsaß=Lothringer Milliarden g Sie stauben vor Der große rote Der stolze Flüg Der Adler aber Im Siegesglan Und schwoll Der Kamm,— Adler, vor eitle Wie vor der S. Halt rein dein Sei wach— u1 Zur Sonne Wer stärkt das Die Adlerauge Allein vergiß er Daß von dem Auch Adler wir