große Partie strohhüte, Knaben, Mädund Damen, Stück 30, 50, Pfg., Mittwoch dem Marktplatz Wiemers. ine gute , sagt die Expeder vorrätig: Ader. ge, bei ##l Braus. und Bleichen Wiese am Lensei Strafe von untersagt. 1 Kettler. ursus. onnerstag, 15. werde ich errn Hengstenin Ergste einen nz-Unterricht nen. dauert von 8 s. *. Tanzlehrer. achrichten. 10. Aprik. Abonnements=Preis: pro Quartal mit„Familienfreund“ 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. 6 4NS VEEN 4 April 1880. Redaction, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfg. die sechsspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. De 37. Santag, 11. Aoel 1s60. I. Zahrgung, Gesasin usestbssssssssensmsiemsenbenemensme Bestellungen auf die pro 2. Quartal 1880 werden noch fortwährend von der Post, unseren Boten nd in der Expedition entgegengenommen. I.(Getreidebörse.) bebörse verlief in gung. Das Angeh starkes, die Kaufgering; es fanden 5 nur wenige Umfür Weizen, Roggen feten sich trotzdem. wenig gefragt. Es eizen 23—23,50.4, 50 M, Hafer 15— uware) 20—22+, 15.50 M, Erbsen (kleine) 19.50— 33 J, Weizenmehl oggenmehl 0s1 25.50 ril. Seit meinem es im Geschäfte lassen sich von der keine wesentlichen r Weizen ein besserer macht, können sich der gedrückten MehlPreisen nicht entber bestehen indeß sen. In Roggen ist ntlich von der Ostdie Preise nachgentlich bessere Quae unverändert. Mehl leblos. 1: 0—24, Roggen+4 14—16, Braugerste e MK. 14,75—15.50, ict.=Erbsen 25.50— 19—20, Weizenmehl koggenmehl 26,50—. ollmehl 6,50, Grand 5,30 pro 50 Kilo. und Deutsches Reich. Der deutsche Reichstag. 27. Sitzung vom 10. April. Das Haus verweist zunächst den Wuchergesetzentwurf an eine besondere Kommission von 21 Mitgliedern, genehmigt definitiv die Kaiserliche Verordnung vom 28. September 1879, betreffend die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, und setzt # darauf die Beratungen über die Novelle zum Militärgesetz fort.— Die Beratung beginnt bei§ 3, welcher die Bestimmungen über die Uebungspflicht der Ersatzreserve erster Klasse enthält. Von dieser Uebungspflicht sollen nach dem Vorschlage der Kommission ausgeschlossen sein 1) diejenigen A jungen Leute, welche auf Grund der Ordination oder der Priesterweihe dem geistlichen Stande angehören. Auf den #Vorschlag des Referenten werden die in 8 Nummern ent##haltenen Bestimmungen einzeln zur Diskussion gestellt.— # Nr. 1 enthält die Bestimmung, daß die Ersatzreserve im Frieden zu Uebungen einberufen werden darf. Die Zahl der zur ersten Uebung und der zu wiederholten Uebungen einzuberufenden Mannschaften wird durch den Reichshaus#haltsetat festgesetzt. Abg. Richter(Hagen) beantragt, diesem letzten Satze hinzuzufügen:„diese Zahl kommt nach Verhältnis des Jahres=Durchschnitts der Uebungszeit auf die Friedenspräsenzstärke in Anrechnung.“ Nach kurzer Debatte wird der Antrag abgelehnt und Nr. 1 genehmigt, ebenso die Nr. 2 bis 8. Eine längere Debatte knüpfte sich an den Antrag Richter, die Geistlichen von der Einberufung der Ersatzreserve erster Klasse nicht zu befreien. Der Bundes=Kommissar v. Funk sprach sich gleichfalls gegen die Befreiung der Geistlichen aus im Interesse der Einheitlichkeit der Bestimmungen. Die Abgg. v. Heeremann und Windthorst wiesen darauf hin, daß auch andere Ausnahmen von 4 der allgemeinen Wehrpflicht zugelassen würden und daß es ## nach der Lehre der katholischen Kirche ganz unzulässig sei, daß die Priester Waffendienste thun.— Der Antrag Richter A wurde mit großer Majorität angenommen. Die übrigen # Paragraphen wurden ohne Debatte genehmigt.— Abg. v. Bühler(Oehringen) empfiehlt hierauf die Annahme folgender Resolution: Den Fürsten Reichskanzler zu ersuchen, einen Staatskongreß zum Zwecke der Herbeiführung einer wirk##samen allgemeinen und gleichzeitigen Abrüstung, etwa auf # d i e d u r c h s c h n i t t l i c h e H ä l f t e d e r g e g e n w ä r t i g e n F r i e d e n s s t ä r k e # der europäischen Heere für die Dauer von zunächst 10 bis 15 Jahren zu veranlassen.— Die Resolution wird mit allen gegen die Stimmen des Antragsstellers und des Abgeordneten Sonnemann abgelehnt.— Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend die Besteueruug der Dienstwohnungen der Reichsbeamten.— Nachdem der RegierungsKommissar Geh. Rat Dr. von Möller die Vorlage kurz erkörtert, erklärt sich Abg. von Benda gegen dieselbe. Ebenso Abg. Dr. Delbrück, der dieselbe für ein neues Privilegium Hinaus in die Ferne, hinaus in das Grün! Es singen die Vögel, die Blumen erblühn. Hinaus in die wiedererwachte Natur! Hinaus an die Ufer der schäumenden Ruhr! Wohl singt man vom Rheine manch herrlichen Sang, Doch hat auch der Name der Ruhr guten Klang; Wohl wächst an dem Rheine ein herrlicher Wein, Doch kann an der Ruhr auch sein Saft uns erfreun. Und Schlösser und Burgen, des Rheinstromes Zier, Ruinen und Sagen— sind dorten wie hier. Es ragt Hohensyburg aus uralter Zeit Verschwundener Größe zerfallen Geschmeid. Dort oben ergreift es den Menschen mit Macht, Und staunend erblickt er des Ruhrstromes Pracht: Es schwillt ihm das Herz und es dehnt sich die Brust, Die Seele ergreift es mit jauchzender Lust. Und ist der Westfale ein trotzig Geschlecht, So strebt er doch immer für Tugend und Recht; Es wallt für die Freiheit begeistert sein Blut Und Frauen und Mädchen sind lieblich und gut. Auch ihm glänzt der Himmel in sonnigem Blau, Auch ih blühen Blumen auf saftiger Au; Drum singet und sagt, was ihr wollt von dem Rhein, Der Ruhrstrom soll heute mein Wanderziel sein. In Syburg steht ein Kirchlein Aus alter, grauer Zeit; Es reden seine Steine, Von der Vergangenheit. Von einem freien Volke, Von wilder Kriege Graus, Von Knechtschaft und Befreiung, Erzählt das Gotteshaus. Hoch bis hinauf zu Dache, Rankt Ephen wild empor, Durch das zerbrochene Fenster, * Wuchs es hinein zum Chor. Man hat in jüngsten Tagen, Das Kirchlein renovirt, Mit Pinsel und mit Farbe, Den alten Bau verziert, Das Epheu nur ist blieben, An seinem alten Ort, Da wächst es lustig weiter, Da rankt und grünt es fort. So blieb im Volkesherzen, Der alte deutsche Sinn; Für Vaterland und Freiheit, Schwand nie sein Denken hin. Wie Epheu zart und sinnig, Des Kirchleins Chor umhüllt, Bringt heut das Herz des Volkes, Des teuren Kaisers Bild. Dortm. Ztg. J. R. N. für die Reichsbeamten erklärt. Der Staatsminister Hofmann trat für die Vorlage ein, worauf die Diskussion geschlossen wurde. 28 Sitzung vom 12. April. Das Haus tritt sofort in die Beratung des Antrages des Abg. Windthorst und Genossen auf Erlaß eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des Zolltarifs des deutschen Zollgebiets. Das beantragte Gesetz hat in seinem einzigen Paragraphen folgenden Wortlaut: Der Zolltarif zu dem Gesetz, betreffend den Zolltarif des deutschen Zollgebiets und den Ertrag der Zölle und der Tabaksteuer, vom 15. Juli 1879, wird wie folgt abgeändert: Nr. 8. Flachs und andere vegetabilische Spinnstoffe mit Ausnahme der Baumwolle, roh, geröstet, gebrochen# od: gehechelt, auch Abfälle.... frei.— Der Geh. Rat Burchardt erklärte im Laufe der Debatte, daß die Regierung zu dem Antrag noch nicht Stellung genomnen. Im Allgemeinen empfehle es sich nich, den Zolltarif so schnell zu! ändern, man müsse denselben erst wirken lassen, ehe man an eine Revision herantritt. Sollte der Antrag zur Annahme gelangen, so würden die verbündeten Regierungen denselben einer eingehenden Erwägnng unterziehen. Die Regierungen erkennen nämlich an, daß die Frage der Aufhebung des Flachszolles schon heute der Erwägung wert sei. Sollte daher der Reichstag dem Antrage zustimmen, dann werde derselbe in eingehendster Erwägung gezogen werden. — An der Debatte beteiligten sich die Abgg. Dr. Windthorst, Stumm, Grützner, Klügmann für und Freiherr von Ow, von Mirbach, von Schalscha gegen den Antrag.— Es wird sodann sofort in die zweite Beratung des Antrags ei.: getreten. Abg. Richter(Hagen) kündigt für die dritte Lesung eine Resolution an, mittels welcher der Reichskanzler aufgefordert werden solle, dem Reichstage noch in dieser Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, der eine Aenderung des§ 7 der Nr. 1 und 2 des Zolltarifgesetzes dahin beantragt, daß im Interesse der einheimischen Mühlenindustrie der Nachweis der Identität erlassen bez als geführt erachtet werde, wenn das Quantum der Getreideeinfuhr dem Quantum der ausgeführten Mühlenfabrikate analog sei.— Der Antrag Windthorst wurde schließlich mit 146 gegen 79! Stimmen angenommen.— Es folgt die erste Beratung des Gesetz=Entwurfes, betreffend die Küsten=Fracht=Schiffahrt. Das Gesetz will das Recht, in einem deutschen Seehafen zu! laden und die Fracht nach einem andern Seehafen des deutschen Reiches zu befördern, nur deutschen Schiffen zusprechen. Ausländischen Schiffen soll dieses Recht durch Staatsvertrag oder durch Kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bunde srates eingeräumt werden können. Wer unbefugt Küstenfrachtschiffahrt betreibt, soll mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark bestraft werden können. Der Art. 42 des Strafgesetzbuches soll Anwendung finden— Staatssekretär Hofmann leitet mit einem längeren Vortrage die Debatte ein und betont, daß die Absicht des Gesetzes lediglich dahin gehe, ein nationales einheitliches Recht zu schaffen und mannigfache partikulare Bestimmungen zu beseitigen.— Schlutow erklärte sich gegen den Gesetzentwurf, der nicht die Seestädte allein, sondern gleichmäßig auch den deutschen Binnenhandel schädige. Redner empfahl kommissarische Vorberatung. Mosle war für unveränderte Annahme des Gesetzentwurfes, dessen Einfachheit die kommissarische Vorberatung entbehrlich mache. Graf Udo Stolberg erklärte sich ebenfalls für die Vorlage. Witte gegen die Vorlage. Windthorst erklärte sich für die Beratung in einer Kommission. Das Haus beschloß darauf, die Vorlage einer Kommission von 14 Mitgliedern zu überweisen. In der Haidemühle. Von August Krüger. (12. Fortsetzung.) „Ich huschte wieder in den Wald hinaus, trillirend wie ein junger Vogel, der auf einige Zeit dem beengenden Bauer entflohen ist, oder ich durchschritt den parkartigen Garten, der an das Herrenhaus stieß und stellte Vergleiche an zwischen diesen saftstrotzenden Blumen und diesen dunkelgrün belaubten Bäumen und den verkümmerten, dahinwelkenden Pflänzchen in dem Pensionsgarten und den verkrüppelten Bäumen dort, auf deren schlaff im Windhauch hin und her taumelnden Blättern der graue, ertötende Staub der großen Stadt lag. Mit welcher Lust vernahm ich, nach dem lispelnden Französischgeplapper der engbrüstigen Pensions=Fräuleins den schallenden Ruf der Mägde, der aus dem nahen Kuhstall herüberklang, und welchem sich das behagliche Grunzen oder das freudig rufende Gebrüll der schmucken Wiederkäuer zugesellte. „Ich sah den blauen Himmel über mir und durch das dichte Laubgrün das stattliche Herrenhaus leuchten, und zwischen diesem Himmel und dem roten Dach drängte sich nicht, wie in der Residenz, jene unheimliche, graue Wolkenschicht, welche Giftdünste in sich birgt. Und ich stand in meiner Heimat und mein war der Boden, auf den ich meinen Fuß setzte, mein das Haus, mein Garten und Wald und mein selbst das Stück des Himmels, welches sich über mir wölbte, und die Welt könnte so schön sein, dachte ich, so schön, wenn nicht—— „Der Wald war still und erhaben, unten lag Alles in holder Ruhe und mein Schritt tönte laut, fast entheiligend. Nur oben, in den äußersten Gipfeln, ging ein leises Wehen, als ob die Baumriesen einander süße Geheimnisse zuflüsterten. Vögel huschten dort oben hin und her, und die Holztaube gurrte in ihrem Reste. Das Moos war noch taufeucht und die Morgensonne glitzerte in schrägen Goldstreifen in die seltsamen Moosgebilde hinein. Mir war zum Beten fromm im Sinn, und doch bewegten sich meine Lippen nicht, selbst nicht mein Herz. „Da tönten Schritte an mein Ohr. Ein fester, männlicher Tritt wars, nicht allzurasch, aber auch nicht schleppend. Ich bangte nicht vor einem einsamen Ueberfall, aber ich trat, als ich Helles durch die Gebüsche schimmern sah, unwillkürlich hinter einen nahen, großblätterigen Strauch. „Ein Mann, ein Herr war der Wanderer. Er trug einen lichtgrauen Anzug, der das Imposante der hohen, breitschulterigen Gestalt noch mehr hervorhob. Sein Gesicht hielt er mir zugewendet. Es war ein noch junges, frisches, blondbärtiges Antlitz, mit großen, ehrlich blinkenden, blauen Augen. Auf dem Kopf trug er ein kleines graues Hütchen. An den Händen hatte er keine Handschuhe, und diese Hände waren merkwürdig groß, mit starken ausgearbeiteten Gliedern, wie sie die Hände meines Vaters zeigten und auch die der Mutter und unserer Dienstleute. Daran sab ich, daß er kein— Herr, wie unsere Herren in der Pension, war. Er hielt mit festem Griss einen mächtigen Knotenstock umfaßt Der Kaiser hat dem 150jährigen Jubiläum des berühmten Regimer's der Ziethenhr saren beiwohnen können, das in Rathenow gefeiert wurde und um seiner Erkältung willen einige Tage aufgeschoben war: Es wird in den Zeitungen berichtet, daß der Geheime Medizinalrat Professor Dr. Esmarch zu Kiel vor Kurzem in Berlin gewesen und vom Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm empfangen und ausgezeichnet worden sei. Er ist bekanntlich mit einer Augustenburger Prinzessin verheiratet und wird deshalb Oheim des Prinzen Wilhelm.— Es wird auch versichert, daß der Herzog von Augustenburg vor seinem Tode noch von dem Verlöbnis seiner Tochter Kenntnis erhalten habe. Nach Telegrammen aus Berlin vom 12. d. soll zwischen Preußen und Oesterreich eine Uebereinkunft über Verlängerung des seitherigen Meistbegünstigungsvertrags bis 30. Juni 1881 zu Stande gekommen und am Abend des 11. d. unterzeichnet worden sein. Die dem Notstandsausschusse des Vaterländischen Frauenvereins überwiesenen freiwilligen Gaben zur Unterstützung der oberschlesischen Notleidenden erreichen bis jetzt die Höhe von 620,000 Mark. Der Reichstagsabgeordnete v. Böhler aus Württemberg hat in Sachen der europäischen Abrüstung folgenden Brief an Bismack gerichtet: Ew. Durchlaucht wollen folgenden, wenn auch politisch vielleicht verfehlten, aber menschlich gut gemeinten Antrag nicht mit Mißfallen aufnehmen. Auf dem Schlacht felde von Gravclotte, wo ich in der Nähe Euer Durchlaucht mitten unter Leichen stand, schwur ich, was an mir ist, beizutragen, um das Elend des Kriegs zu verhindern. Möchten Eure Durchlaucht damals ähnliche Eindrücke empfangen und hochherzige Entschlüsse zum Wohle der Menschheit gefatt haben. In tiefster Ehrfurch Euer Durchlaucht gehorsamster v. Bühler(Oehringen.)—. Er hat folgende Antwort erhalten: Ew. Hochwohlgeboren danke ich ergebenst für die Mitteilung Ihres Abrüstungs=Antrags. Ich bin leider durch die praktischen und dringlichen Geschäfte der Gegenwart so in Anspruch genommen, daß ich mich mit der Möglichkeit einer Zukunft nicht befassen kann, die, wie ich fürchte, wir beide nicht erleben werden. Erst, nachdem es Ew. Hochwohlgeboren gelungen sein wird, unsere Nachbarn für Ihre Pläne zu gewinnen, könnte ich oder ein anderer deutscher Kanzler für unser stets defensives Vaterland die Verantwortlichkeit für analoge Anregung übernehmen. Aber auch dann fürchte ich, daß die gegenseitige Kontrole der Völker über den Rüstungszustand der Nachbarn schwierig und unsicher bleiben, und und ließ ihn wiederholt pfeifend durch die Luft sausen, schlug auch damit auf die Sträucher, daß die armen Blätter umberflogen, oder bohrte in die hübschen Moose zu seinen Füßen hinein. „Ich war schon städtisch genug geworden, um das zu bedauern, aber ich folgte ihm streng mit meinen Augen, bis er hinter den dicken Baumstämmen verschwand, und dachte dann woher kam mir diese tolle Mädchenlaune?— Der könnte Dir gefallen!— Und dabei huschte das Bild des dürren, gelben, kahlköpfigen Assessors an meinem geistigen Auge vorüber. „Ich dachte denn noch ein wenig darüber nach, wer wohl der einsame Wanderer sein möge, und schritt dabei weiter durch den Wald, unwillkürlich seinem Pfade folgend, fand dann, an einer Lichtung angekommen, die senkrechten, herabgrüßenden Sonnenstrahlen unerträglich heiß und wendete mich darum der Heimat zu. „Als ich zu Hause ankam, ging ich zuerst in das Zimmer meines Vaters. Ich hatte ihn an diesem Morgen noch nicht gegrüßt, weil er spät aufzustehen pflegte. Er war eben nicht Landwirt, hatte die Güter nur, weil sie ihm ein gewisses Relief geben sollten, und, andererseits, weil er flüssiges Geld so am Besten anzulegen glaubte, da er hauptsächlich nur Waldgüter kaufte. Seinem Sinn lag Anderes näher, und so überließ er der Mutter, welche sich dem auch mit einer gewissen Vorliebe unterzog, die wirtschaftliche Verwaltung Fichtensteins. Sie hatte leider die Schwäche, auch in ihrem häuslichen Schalten und Walten stets an ihren Reichtum zu erinnern, indem sie in den kostbarsten Seidenkleidern durch Hof und Stallungen ging, dabei aber oft in recht derber Weise Knechten und Mägden Rügen erteilte. Vielleicht mochte sie sich im geheimsten Winkel ihres Herzens selbst belächeln. Aber sie war gewohnt, in dem Benehmen ihres Gatten ein unabweisbares Vorbild zu sehen und blindlings seinen Weisungen zu folgen. „Ich sprang an jenem Morgen, ganz nach Kinderweise, freudig erregt, in das Zimmer meines Vaters, mit einem heitern, lauten„Guten Morgen Papa!“ hielt aber ganz erschreckt in meiner Rede und in meinem Vorwärtsschreiten inne, als ich bei meinem Vater den Fremden erblickte, den ich kurz zuvor im Walde beobachtet hatte. „Eine heiße Röte flog über mein Gesicht, ich fühlte es und ärgerte mich darüber. Weshalb errötete ich denn auch? Ich wußte nicht, ob ich mich vor oder rückwärts wenden sollte und das ärgerte mich noch mehr. Endlich faßte ich einen Entschluß, schritt, ohne den Fremden anzusehen, auf den Vater zu und bot ihm einen guten Morgen. „Der Vater dankte mir, küßte mich auf die Stirn und sagte dann, auf den Fremden zeigend: „Das ist der Käufer der Haidemühle, Herr Georg Brückner, ein gar ordentlicher Mann. Er wird heut bei uns zu Mittag speisen.“ „Jetzt erst erhob sich der Fremde von seinem Sitze, versuchte eine Verbeugung, die ziemlich linkisch ausfiel und verbreitete dabei eine ganze Atmosphäre von Mehl= und Getreidedünsten, dazu errötete er tief: daß ein Forum, welches sie wirksam handhaben könnte schwer zu beschaffen sein wird. v. Bismarck. Die Berliner Stadtsynode genehmigte eine mäßige Kirchensteuer. Nun beginnen die Schwierigkeiten der Hebung. Während die Synode sich mit schreienden Notständen befaßte, verausgabte das feine Berliner Publikum enorme Summen nur um die Opernsängerin Lucca zu hören. Die Preise der Billets stiegen im Zwischenhandel bis auf 100 Mark.— Im christlichsozialen Verein stand wiederum die Judenfrage zur Erörterung und zwar in der Gestalt eines Meinungsaustausches der Gegner und Freunde des jüdischen Einflusses. Es wurde dabei klar, daß sich die Bewegung nicht gegen das alte Judentum richtet, welches in seinen festgezogenen Grenzen sich haltend, Andersgläubige respektirt, sondern gegen das Reformjudentum, welches den Glauben, nur nicht den Christushaß abgelegt hat und unter dem Scheine unparteiischen Wesens demselben den Zügel schießen läßt. Das Interesse und die Beteiligung des Publikums waren wiederum außerordentliche. Auf dem Westfälischen Provinziallandtage wird auf Veranlassung der Schorlemerschen Bauernvereine die Gütervererbung zur Sprache gebracht und wie nicht zu bezweifeln ist, in zustimmender Weise behandelt werden. Man spricht davon, der Statthalter vom Reichslande v. Manteuffel werde demnächst in Karlsbad die Kur gebrauchen. Wie stark schon der deutsche Einfluß in selbst vorwiegend französischen Gebieten des Reichslandes geworden ist, ergiebt die starke Minderheit, welche bei der Ergänzungswahl zum Bezirkstage in Metz dem französischen Protestler Antoine(923) mit 723 Stimmen gegenüber stand. Oesterreich. Die ungarische Verwaltung zeigt sich nach wie vor als sehr nachlässig. Es entzieht sich mehr als ein Fünftel der schulpflichtigen Kinder vollständig jedem Unterricht selbst auch nach ungarischen Berichten. Der älteste Mönchsorden im Abendlande, derjenige der Benediktiner, feierte vor Kurzem das Jubiläum seines 1400jährigen Bestehens. Holland. In Holland sieht man mit großer Bangigkeit der Einführung des Tabaksmonopols in Deutschland entgegen; man verhehlt sich keineswegs, daß einem der bluhendsten Handelszweige in Holland, dem Tabakhandel, dann der Lebensnerv abgeschnitten sein würde. Auf Sumatra sind zwei französische Unterthanen von Eingesessenen ermordet worden. Die Regierung hat ein Militärdetachement zur Aufsuchung der Leichen und Verfolgung der Mörder ausgesandt. ich auf die Miene und Das nahm „Ich habe das Fräulein schon im Walde gesehen. Sie stand hinter einem Strauche und sah mir immer nach. Ich mußte lachen, denn was giebts denn an mir zu sehen?“ „Jetzt war die Reihe zu erröten, an mir, und es geschah auch im hellen Zorn.“ „Sie irren, mein Herr“, entgegnete ich vornehm, wie ich es bisweilen an der Komtesse bemerkt,„ich habe Sie gar nicht bemerkt, sondern stand wohl zufällig an dem Strauch, wobei ich vollständig ins Leere hineinblickte, nur ins Leere, seien Sie versichert.“ „Nun,“ sagte der Müller begütigend, ohne daß er sich wohl meine zornige Aufregung erklären konnte,„'s ist ja ganz egal, wohin Sie gesehen haben, darum brauchen Sie nicht so böse zu werden.“ „Und der Vater meinte lächelnd: „Darüber können wir noch beim Essen sprechen, Kind, geh nur jetzt, wir haben von dem Geschäft zu sprechen. Auf Wiedersehen!" „Als ich über den Korridor ging, traf Mutter. Sie zeigte eine auffallend herzliche war auch heute nicht in starre Seide gekleidet. mich ein wenig Wunder, doch sie ließ mir nicht Zeit, über die Veranlassung dazu nachzudenken, denn sie nahm mich bei der Hand, zog mich hastig in ihr Zimmer und sagte da eilig „Ich habe nicht viel Zeit, denn ich muß heut selbst in die Küche. Wir haben einen Gast—“ sie sah mich fast bittend an, weißt Du, Mindel, nicht so einen vornehmen Herrn, der hinten und vorn„gnädige Frau“ knarrt, ohn Unterlaß, wie ein aufgezogenes Uhrwerk.'s ist diesmal ein ganz einfacher Mann, ein Müller, der unsere Haidemühle gekauft hat. Weißt Du, die Mühle war schon baufällig geworden und liegt uns unbequem, sehr weit mit ihrem Acker von dem Fichtensteiner Land und ein langer, breiter Streifen Neudecker Landes schiebt sich dazwischen, sodaß man nur auf großen Umwegen mit dem Vieh dahin gelangen kann. Da wollte denn der Vater schon längst verkaufen, es fand sich nur kein passender Käufer. Nun meldete sich neulich der Georg Brückner, weißt Du, Kind, das ist Freundschaft(Verwandtschaft) freilich weitläufig, von mir, und da sagte ich zu Mutzenbacher: wenn Dirs recht ist, Mutzenbacher, so überlasse dem Georg die Mühle, er ist aus einem guten Schlage. Na, wir haben die Freundschaft seit Langem nicht mehr beachtet, und Mutzenbacher wollte nicht recht'ran. Doch endlich sann er nach und sagte dann: Einer wie der Andere, und wenn er zahlen kann und mir sonst ansteht, so soll er die Mühle haben. So schrieb er ihm auch, und da ist der Georg denn heute gekommen. Du wirst ihn bei Tische sehen. Ein bildsauberes Mannesbild ist er und sieht aus, wie sein Vater zu seiner Zeit. Und, Mindel,'s Herz ist mir doch aufgegangen, als ich ihn wiedersah und erinnerte mich der alten Zeit. Mindel, wir sind reich und vornehm geworden und haben einen Grafen zum Sohn und sind mit dem hohen Adel intim, aber— ich sollts wohl nicht sagen, aber, als ich den Georg wiedersah, da hatt ich beinah eine Sehnsucht nach früheren Tagen“— hier sank ihre Belgien. Belgien will an der Maas für 14 Millionen Franken Befestigungen anlegen lassen, um im Falle eines deutsch französischen Krieges den etwaigen An greifer von seinen Grenzen abhalten zu können. Frankreich. Frankreich treiben die Zustände einem neuen Umsturz zu. Am 11. hielt der Deputirte Clemenceau in einer Volksversammlung, welche den nicht amnestirten Kommunisten Trinquet zum Ehrenpräsident ernannte, eine Rede an seine Wähler, um seinen Rechenschaftsbericht als Deputirter zu erstatten und sein Programm zu entwickeln. An der gegenwärtigen Regierung und den Zuständen der Republik ließ er kein gutes Haar, und erklärte den in der Regierungspolitik jetzt herrschenden Opportunismus für gleich bedeutend mit Reaktion, Ausbeutung und Knechtung des Volkes, indem er nachzuweisen suchte, daß die Regierung keine von den zugesagten Reformen durchgeführt habe. Seine Rede schloß selbstverständlich mit der Forderung a gemeiner und unbedingter Amnestie, gipfelte aber in der Forderung, den Senat abzuschaffen, der das eigentliche Hindernis bilde für alle Resormen.— Gambetta hat, seit er die Präsidentschaft der Deputirtenkammer angetreten, zwar nicht sein politisches Bekenntnis, aber seine politische Methode gewechselt, und seitdem bei der radikalen Menge seine Popularität vollständig verloren. Der Prinz Napoleon hat sich in einem Briefe fi die Revolution erklärt, also zu Gunsten der kirchenfeindlichen Politik der Regierung Partei genommen. Darüber sind diejenigen Bonapartisten, welche das Bündnis ihrer Partei mit der Kirche wünschen oder doch für förderlich halten, sehr unzufrieden und beginnen sich von der Partei zu lösen. Der päpstliche Nunnu##,#i# die Bischöfe protestieren mit Macht gegen die Politik de Regierung. Es fragt sich jedoch immer noch, was sie bei den Wahlen leisten werden. Es scheint, daß die gegenwärtige französische Regierung die Erwerbung neuer großer Kolonien in fernen Weltteilen ins Auge gefaßt hat. Es ist für uns gür stig, wenn der Appetit der Franzosen auswärts BeDie„Ex“=Kaiserin Eugenie hat vor ihrer Abreise uach Zulu=Land eine kostbare, mit Diamanten, Smaragden und kunstvoll ciselirten goldenen Adlern geschmückte Kaiserkrone, welche sie bei ihrer Jahre lang projectirten, aber nie zur Ausführung Krönung tragen sollte, der Pariser Kirche Notre=Dame des Viktoires, in der sie mit besonderer Vorliebe ihre Andacht zu verrichten pflegte, zum Geschenk gemacht. Die Herzogin von Mouchy hat das Juwel von Chiselhurst zurückgebracht und wird es anfangs nächster Woche der Geistlichkeit besagter Kirche überreichen. Aus Paris schreibt man: Der Ball, welchen die jüdische Baronin Rothschild heuer veranstaltete, soll 110,000 Francs gekostet haben. In Paris hat die verwitwete Herzogin von Newkastle den Tenoristen Tom Hohler geheiratet. Italien. Die Stadt Florenz hat so viele Ausgaben, namentlich für Verschönerungszwecke gemacht, daß sie darüber bankerott geworden ist. Es ist jetzt dort wie bei einem in Konkurs gerathenen Kaufmanne das Akkordverfahren beliebt worden. Die Frau Kronprinzessin Viktoria scheint sich in Rom sehr zu vergnügen. Sie geht eifrig allen Altertümern und Kunstwerken nach und ist am Königlichet Hofe öfter zu Gaste. Rußland. Das Revolutionskomitee kündigte dem General Loris Melikoff neue Unternehmungen an, falls seinem Verlangen nach einer Verfassung 2c. nicht entsprochen werde. Nach den neuesten Nachrichten aus Rußland scheint es keinem Zweifel zu unterliegen, daß das Ableben des Fürsten Gortschakoff nahe bevorsteht(wenn nicht inzwischen bereits erfolgt ist); die Schwäche des Patienten nimmt zu, und seine Söhne sind Krankenbett berufen worden. Schon in den letzten Wochen war er so hinfällig, daß er nur noch mit einem Wägelchen hin und her transportirt, und daß er selbst in das Zimmer des Zaren gefahren werden mußte, um dort seinen Vortrag mehr zu stammeln als zu sprechen. Jedoch glaubte man dennoch, er werde sich wieder so weit erholen, um in einem deutschen Bade vollständige Wiederherstellung suchen zu können. Nun aber gewinnt es denn doch den Anschein, als ob des greisen Fürsten sehnlichster 1 zum Flüstern herab, wobei sie sich scheu umschaute —„als ich dem Vater noch das Essen in den Wald trug. wahr, Kind, so was ist entsetzlich dumm und ich schämte mich auch vor mir selber, aber als ich sah, wie auch der Vater mit Georg sich wohl fühlte und gar nicht mehr vornehm thun konnte, obgleich er es manchmal wollte, da ließ ich das seltsame Gefühl in mir Herr werden und ging still in meine Kammer und zog mein Seidenkleid aus und eine vornehme Dame und gar grausam gescheit, aber er ist nun einmal ein einfacher Mensch und blos zwischen Sclafen und Rindvieh aufgewachsen, und da wollt ich Dich recht schön gebeten haben: sei ein Bissel nachsichtig gegen ihn und lach ihn nicht etwa aus und sei freundlich, denn, Mindel, wenn Du etwa städtisch gegen ihn thätest, das würde mir recht weh thun, denn er ist doch nun einmal aus meiner Freundschaft, und morgen können wir ja wieder vornehm thun. Nun, mein Kind, muß ich in die Küche, ich will natürlich selbst kochen. Schweinefleisch und Sauerkraut und Klöße, weiter giebts heute nichts,“— sie lachte dabei ganz fröhlich auf—„und das verstehen die vornehmen Frauenzimmer da unten gar nicht mal ordentlich zu kochen, und dann wird auch um zwölf gegessen, ganz wie dazumal, ach, der Vater hats erlaubt und der Georg muß wieder heim. Und nicht wahr, Kind, Du vergißt nicht, was ich Dir gesagt habe, Du thust mir darin einen Gefallen, wenn Du heute mal nicht die vornehme Dame herausbeißt, und irre ich nicht, dem Vater auch. Und lasse mich gehen, Kind, es ist schon halb zwölf.“ blickte der Davoneilenden lange nach, und wieder kam mir der Wunsch, daß doch all der taube Glanz von uns abfallen möchte.(Fortsetzung folgt.) Wunsch, das 25jährige Jubiläum als Reichskanzer zu erleben, nicht erfüllt werden sollte.— Daß Deutschland in politischer Beziehung allen Grund hat, den Fürsten Gortschakoff gern von seinem Posten scheiden zu sehen, braucht kaum besonders hervorgehoben zu werden; hat sich doch seine deutschfeindliche Gesinnung, seitdem der Vertrag von St. Stefano durch den Berliner Kongreß durchlöchert wurde, fast bis zur Wut gesteigert. Ueber den mehrfach gemeldeten Einfall der Chinesen in das russische Grenzgebiet laufen noch immer die verschiedensten Gerüchte um; Zuverlässiges steht aber durchaus nicht fest. Eine neuere ziemlich glaubhafte Lesart sagt, es sei eine der sechs an der Grenze aufgestellten chinesischen Compagnien(dieselben zählen etwa 500—600 Mann, haben also ungefähr die Friedensstärke unserer Bataillone) aus Versehen über die Grenze gegangen, und von den russischen Grenzposten mit Schüssen begrüßt worden; darauf seien die übrigen Kompagnien ihren Kameraden zu Hülfe gezogen und sodann nicht nur auf russischem Gebiet geblieben, sondern noch weiter vorgerückt. Der Zwiespalt, der zwischen der russischen und chinesischen Regierung ausgebrochen ist, weil letztere die Ausführung des im September vor. Jahres in Livadia durch ihren Gesandten, Tschong=Ho, wegen der Abtretung von Kuldscha abgeschlossenen Vertrages verweigert, ist eine Folge des Umstandes, daß am Pekinger Hofe eine den Europäern feindlich gesinnte Partei zur Herrschaft gelangt ist. In Folge dessen ist die Lage der europ ischen Bevölkerung in China, sowie die dem Auslande von China gemachten Zugeständnisse im Falle eines Krieges zwischen Rußland und China aufs Aeußerste gefährdet, die Nieder= metzelung von Europäern höchst wahrscheinlich, der Handel mit China auf das Ungünstigste beeinflußt. Von allen in Peking vertretenen Mächten wird auch die allgemeine Gefahr und die Solidarität ihrer Interessen keineswegs verkannt, vielmehr sind alle bemüht, dem Einflusse der anti=europäischen Partei in China entgegenzuwirken und die legitimen Ansprüche Rußlands aufrecht zu erhalten. England ist dabei am meisten beteiligt, und die Ansicht ist unwahrscheinlich, daß England den Konflikt zwischen Rußland und China veranlaßt habe, der ein Konflikt zwischen China und allen civilisirten und bei dem Handelsverkehr mit China beteiligten Nationen zu werden droht. Der Vertreter Englands in Peking soll auch unter dem Beistande des russischen Geschäftsträgers auf das Emsigste bemüht sein, die drohende Gefahr zu beschwören. Bei der Kaiserin von Rußland nehmen die Kräfte stetig ab; ihr Leben wird nur noch künstlich erhalten, doch kann ihr trostloser Zustand noch einige Wochen lang sich hinziehen. Dies wenigstens hat Prosessor Botkin dem Kaiser, der die unumwundene Wahrheit zu hören verlangte, erklärt, Großbritannien. Im englischen Parlamente wird die Mehrheit der liberalen über sämtliche andere Parteien etwa 50 Stimmen betragen. Sie beherrschen also die Lage. Zum Siege der Liberalen soll es nicht unwesentlich beigetragen haben, daß Lord Beaconsfield sich seiner jüdischen Abstammung gerühmt hat. Die Wahlen haben den Liberalen auch viel Geld gekostet. Lord Roseberry, der Gemahl der Miß Hanana Roth= schild, steuerte nicht weniger als 60,000 Pfd.(1Mill. u. 200,000 M.), Lord Derby 30,000 Pfd. und der Fabrikant Morley 10,000 Pfd. bei. Jetzt ist man in London damit beschäftigt, die Spuren des Wahlkampfes zu beseitigen. Man geht daran, die Mauern und Schaufenstern einiger 50,000 Häuser von ausgedienten Plakaten zu reinigen. Es wird aber Zeit und Mühe kosten, die Außenseite der Englischen Hauptstadt wiederherzustellen. Da war kaum ein Brückengeländer, ein Eisenbahnbogen, ein Parkzaun oder Kirchenthor, welches nicht für politische Agitation in Schrift und Bild herhalten mußte. Lastwagen und Droschken waren mit Wahlaufrufen überzogen. Ausläuser mit Tafeln auf Brust und Rücken keuchten zu Hunderten durch die Straßen. In Berliner Kreisen erzählt man sich, die Engländer hätten in Afghanistan ein große Niederlage erlitten, und zwar soll es das Korps des Genera Roberts— also das stärkste— sein, welches von Afghanen angegriffen und geschlagen wurde. Bestätigung bleibt abzuwarten. Aus England wird gemeldet, daß das Uebungsschiff„Atalanta“, welches im Oktober vorigen Jahres mit 300 jungen Seeleuten eine Uebungsfahrt nach Westindien angetreten hatte, seit dem 31. Januar, wo es Bermuda verlassen, vermißt wird und daß das Kanalgeschwader zu seiner Aufsuchung abgegangen ist. Die im Dienst befindliche englische Flotte zählt 99 Schiffe, am größesten sind die Mittelmeer= und die Chinesische Station mit 20 resp. 21 Schiffen. Amerika. Die Chilenen haben über ihre Gegner wiederum einen Sieg errungen. Asfen. Nicht König Thiban von Birma ist es, der brutale Tyrann, welcher den Blattern erlegen ist, sondern der jüngst geborene Tronerbe, dessen Erscheinen auf der Bildfläche das ganze Reich und den Hof in so freudige Erregung versetzte. Nun behauptet die Hof=Astrologen, es bedürfe zur Beseitigung der thätigen üblen Einflüsse eines großen Sühnopfers. Die Opfer, 400 an der Zahl, sollen aus allen Klassen der Gemeinde gewählt werden, davon sollen die Phoongyen oder Priester 100 stellen, und die übrigen gleichmäßig aus Männern, Frauen und Kindern bestehen. Zu diesem Zwecke sind bereits eine Menge von Verhaftungen vorgenommen worden, und die bisher von der Opferung befreit waren, siud höchlichst beunruhigt und verlassen massenhaft Mandalay. Jüngst wurde dem kathol. Kloster in jener Stadt ein Besuch abgestattet, augenscheinlich in der Absicht, um unter den dort untergebrachten Mädchen einige Opfer zu haschen. Glücklicherweise wurde der Versuch vereitelt. Westfalen und Rheinland. * Schwerte, 12. April. Der als Botaniker auch in weiteren Kreisen bekannte Apotheker Dr. Wilms, Regierungs= und Medizinal=Assessor in Münster, ist gestern einem längeren Leiden erlegen. Er war im Jahre 1811 hierselbst geboren. Der Verstorbene, schreibt die Westf Ztg., war auf dem Gebiete der Pflanzenkunde weit und breit als eine hervotragende Autorität gekannt und geschätzt, und auch anf dem Gebiete der pharmazeutischen Wissenschaften hat er sehr Verdienstliches geleistet. Wilms hatte sich in seiner Jugend dem Apothekerfache zugewendet und seine Studien auf der Berliner Universität gemacht. Seit Anfang 1846 besaß er in Münster eine Apotheke, die noch heute in flottem Betriebe steht. Im Jahre; 852 wurde er zum Kreisdirektor des norddeutschen Apothekervereins für Münster und in demselben Jahre für den Bezirk Münster seitens des naturhistorischen Vereins für Rheinland und Westfalen zum Vorsteher gewählt. Ein Jahr später erfolgte seine Ernennung zum pharmazeutischen Assessor und Mitgliede des königlichen Medizinal=Kollegiums für Westfalen. Bei der Jubelfeier des 50jährigen Bestehens der Universität Bonn, am 4. August 1868, ernannte die philosophische Fakultät derselben Wilms zum Doktor honoris causa. In demselben Jahre wurde er zum Stadtverordneten Münsters erwählt, im Herbst 1871 vom Kultusminister als Beirat der Kommission für Abfassung der ersten Pharmaköpoa für das deutsche Reich zugezogen und im April 1872 zum Vorsitzenden der botanischen Sektion des neugegründeten Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst erwählt. Vor vier Jahren war dem damals 65jährigen Greise noch eine schöne Feier vergönnt; er konnte am 26. April 1876 sein 50jähriges Apotheker=Jubiläum begeben, und wurde er damals durch die Verleihung des Rote: Adler=Ordens ausgezeichnet, auch wurde ihm das Ehrendiplom des deutschen Apothekervereins zu Teil. In Hagen feierte ein sauberes Paar, welches weder standesamtlich, noch kirchlich getraut war, in einer Wirtschaft seine Hochzeit. Tags nach der Festlichkeit ist Braut und Bräutigam verschwunden und haben Wirt, Musikdirigent und Lieferanten das leere Nachsehen, denn alles war gepumpt und nichts bezahlt worden. Nach einem Erlasse des Magistrates sollen in Dortmund in anbetracht des großen Bedürsnisses monatlich je zwei Viehmärkte abgehalten werden und zwar je am ersten und zweiten Mittwoch. — Ein Dortmunder reicher Bürger reklamirte seinen zu einer Militairischen Dienstleistung einberufenen Kutscher vom kgl. Bezirks=Kommando aus dem Grunde, weil derselbe der einzige sei, der die feurigen ungestümen Pferde seiner Equipage zu bändigen verstehe. Was mag der Mann bei seiner Reklamation sich wohl gedacht haben? Bei der Ziehung der Altenaer Silber=Lotterie fiel der 1. Hauptgewinn auf Nr. 5366, der 2. Hauptgewinn auf Nr. 17,024, der 3. Hauptgewinn auf Nr. 19,951. Die offizielle Gewinnliste erscheint in circa acht Tagen. Am 22. Juni feiert Pastor Natorp in Bochum sein 50jähriges Amtsjubiläum. Der unlängst zu Boppard verstorbene LandtagsAbgeordnete und Rentner Kreuz hat der evang. Diaspora-Gemeinde Olpe 3000 Mark Geld, sowie zwei dort gelegene, wertvolle Grundstücke vermacht. Das Kapital nebst Zinsen, wie auch die Erträge der Grundstücke, sind so lange zu dem von der Gemeinde seit 10 Jahren angesammelten Kirchenbaufonds zu legen, bis letzterer zu einem den Bedürfnissen der Gemeinde entsprechenden Kirchenbau herangewachsen ist. Durch die dotirten Grundstücke ist gleichzeitig ein Kirchenbauplatz vorhanden. In Barmen schickte ein Liqueur=Fabrikant seinen Knecht auf den Boden eines Schuppens, um dort etwas zu holen. In der Dunkelheit fühlte er einen Menschenfuß und lief nun vor Schreck die Treppe hinunter. Beim Nachsehen fand man einen früheren Reisenden dieses Geschäfts, welcher sich seit Neujahr geschäftslos herumgetrieben hatte, ganz kraftlos und mager wie ein Gerippe vor. Mit Mühe bekam man so viel von ihm heraus, daß er schon 5 Tage ohne Nahrung dort gelegen habe. Der Unglückliche wurde am Abend per Wagen ins städtische Krankenhaus gefördert. Der Beginn der Gewerbe= und Kunst=Ausstellung in Düsseldorf ist auf den 9. Mai festgesetzt. Die Ausstellung wird täglich von 10 bis 6 Uhr geöffnet sein. Abonnementskarten für eine Person kosten 24 Mark; Aussteller genießen auf ihre Dauerkarten 50% Ermäßigung.„„ — Die Firma Siemens u. Halste in Berlin, welche die elektrische Beleuchtung der Ausstellung übernommen hat, wird daselbst auch eine elektrische Eisenbahn einrichten, ähnlich derjenigen, welche auf der Berliner Ausstellung so großes Aufsehen gemacht hat. — Im Oktober v. J. wurde in Düsseldorf von der Stadtverordneten=Versammlung durch Ortsstatut festgestellt, daß hinfüro die Erteilung der WirtschaftsKonzession von der Bedürfnisfrage abhängig gemacht werden solle. Die Folge dieser Maßregel ist gewesen, daß bis jetzt, innerhalb dieses halben Jahres, die Zahl der Wirtschaften um etwa 65 sich vermindert hat. — Ein Anstreicherlehrling in Düsseldorf fand in einer Restauration auf einem Stuhle eine vergessene Brieftasche liegen, welche eine große Summe in Banknoten enthielt. Der Lehrling händigte die Brieftasche dem Wirte ein, doch gleich darauf kam ein Fremder, der die Brieftasche hatte liegen lassen, nahm dieselbe in Empfang und gab dem Lehrling einen Hundertmarkschein. Der glückliche Junge brachte das Geld sofort seiner Mutter, einer armen Witwe. — Eine wohlhabende Gutsbesitzerin zu Düsseldorf muß wegen Meineid auf 3 Jahre ins Kölner Zuchthaus wandern. — Im Düsseldorfer Regierungsbezirke wurden während des verflossenen Jahres 29 Fälle von Tollwut an Hunden konstatirt. Gebissen wurden von tollen Hunden 12 Personen, deren eine(im Kreise Mülheim a. d. Ruhr) von der Wasserscheu befallen wurde. Ein unbekannter Porzellankrämer, welcher Norf passirte, überredete einen Bauer, ihm sein Pferd käuflich zu überlassen. Man einigte sich und ob des abgeschlossenen Geschäftes begab man sich in eine Wirtschaft zum Trunk. Während der Bauer noch hinter dem Glase saß, spannte der Porzellankrämer den Gaul in seinen Wagen und fuhr Probe— fuhr und fuhr auf und davon, dem Bauer als ganze Bezahlung seine alte Mähre zurücklassend. Der beschwindelte Bauer suchte Neuß nach dem entführten Pferde ab, ohne Erfolg. Auf„Friedrichfeld“ zu Wesel sind 1700 Landwehrleute eingetroffen zur Abhaltung einer zwölftägigen Uebung. In der Nähe von Köln hatte ein 14jähriger Knabe in der Scheune seines elterlichen Hauses mittelst eines Seiles eine Schaukel hergestellt und sich auf dieser belustigt. Später fand man denselben erdrosselt mit dem Halse in einer Verschlingung des Seiles hängen. Die Mutter des verunglückten Knaben hat der Schreck über das traurige Ende des Kindes so heftig angegriffen, daß sie gefährlich erkrankt darniederliegt. In Köln wird demnächst eine Morgue eingerichtet werden. — Vom Dache der Severins=Kirche in Köln stürzte ein Dachdecker herunter und blieb auf der Stelle tot. Bei dem Gewitter am Sonnabend wurden bei Rheinberg vier Kühe vom Blitz erschlagen. In Bonn ist eine Käfersammlung, welche über 30,000 meist höchst seltene Exemplare enthält, an den Reichstags=Abgeordneten Herrn Witte, OberAppellationsgerichtsrat aus Breslau, für 2000 M. verkauft worden. Ein reicher Kindersegen ist einem Ehepaare in Ochtrup zu Teil geworden. In der Nacht vom 11. zum 12. wurden demselben 4 Kinder geschenkt, 2 Knaben und 2 Mädchen. Um bei der Taufe die Knäblein herausfinden zu können, war denselben je ein rotes Bändchen um ein Aermchen gebunden. Die Vierlinge sind alle gut entwickelt und zeigen sich durchaus lebensfähig. Die Freude der Eltern soll wirklich groß sein. Eine Einwohnerin von Merzig hat dieser Tage ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Die Greisin besorgt bei voller Rüstigkeit des Körpers nach wie vor ihre häuslichen Arbeiten und beschäftigt sich auch zuweilen noch mit Nähen und Stricken. Die Regierung hat dem Kreise Daun 50,000 Mark verzinslich für Saatfrucht und Kartoffeln als Vorschuß überwiesen. Vermischtes. * Amerikas Kohlenvorrat. Im Jahre 1820, als in Amerika der Kohlenbergbau begonnen wurde, * Berlin. Vor etwa wohlhabende, als geizig Oranienstraße und wurde al gewöhnlichen Hauskleide nahme des Inventars verm papiere, welche sie besessen h Usind nun auf die Vermutung von ihr bei Lebzeiten in eingenäht worden seien, zuständige Behörde gewen Ausgrabung der Leiche. Gesundheitliches. Vor dem Genusse ungekochter Milch kann nicht genug gewarnt werden. Die Tuberkulose unter dew, Rindvieh ist stärker als man glaubt und wird durch den Genuß von roher Milch der Krankheitsstoff leicht auf den Menschen übertragen, namentlich ist dies bei den Kindern der Fall, welche mit Kuhmilch aufgezogen werden. In abgekochtem Zustande ist die Milch vollständig unschädlich. * Ein hochkomischer Blättern zufolge, neulich di der Landsbergerstraße in beamter hatte die Weisun gehilfen, der wegen begange Haft zu verbüßen hatte, derselbe, trotz wiederholte selbst stellte. Da der B Hause antraf, verfügte er genannten Straße, wo der Der auf einem Hängege eines niedrigen Hauses si den ihm winkenden Krimi auch sofort die Situation kräften das Hängegerüst daß er vorläufich in S herab erklärte er dann de keinen Umständen der A Folge leisten werde und n „übernachten“ würde. D und verschwand nach ku Minuten darauf aber ers kleinen Fenster, welches eröffnete von da aus 1 sicher wähnenden Maler Hauses requirirten große drückliches Wasserbombark griffene, nachdem er sich zu retten versucht hatte Gottesdienste. Größere evangelische K Sonntag, den 18. Apri Hauptpredigt 9 Uhr: Past. (hl. Abendmahl.) Nachmittagspr. 2 Uhr: Past. Amtswoche: Past. Graeve. Kleine evang. Kirche: Pastor Veranntmach Der Ausbau eine des Kommunal von Wandhofen nach H anschlagt zu 1010 Mark, Samstag, 24. Apr nachmittags 5 U im Lokale des Wirts Her zu Wandhofen öffentlich fordernd verdungen wer Westhofen, 15. April Der Amtmann förderte man auf den Anthracitkohlenfeldern Pennsylvaniens, wie Sheafer annimmt, kaum 365 Tonnen, heute dagegen jährlich 20 Millionen Tonnen. Nach der Angabe besselben Autors gelangt davon nur der dritte Teil auf den Markt, während zwei Drittel bei der Produktion verloren gehen. Das Maximum der zu produzierenden Kohle beträgt nach ihm 50 Millionen Tonnen im Jahre, und wird, wenn die Produktion wie bisher steigt, ungefähr im Jahre 1900 erreicht werden. Nach Sheafers Berechnung würden unter diesen Verhältnissen die Antracitkohlenfelder in 186 Jahren, d. h. im Jahre 2065 erschöpft und Amerika wäre dann auf die Lager bituminöser Kohle angewiesen, welche die ungeheuere Ausdehnung von 200,000 englische Quadratmeilen besitzen, also einen Raum einnehmen, der viermal so groß als der der Antracitkohlenlager ist. Sheafer meint, daß Großbritannien, wenn seine ungeheuere Kohlenproduction von 136 Millionen Tonnen jährlich überhaupt einer Steigerung fähig sei und wie bisher wachse, ungefähr um dieselbe Zeit seine Kohlenlager geleert sehen werde, wenn in Amerika die Erschöpfung der Antracitkohlenlager eintreten werde. * In dem Städtchen St. Denis bei Paris erkrankten 150 Personen nach dem Genuß von Brot, das sie bei dem Bäcker Duboc gekauft hatten, an allen Anzeichen von Vergiftung. Duboc, der selbst mit seiner Familie krank danieder liegt, ersuchte die Polizei dringend, alles Brot, Salz, Wasser und Mehl in seinem Hause mit Beschlag zu belegen und zu untersuchen; seine Frau hat einen Arbeiter in Verdacht, daß er den Mehlsäcken Gift beigemischt. Herrn R. F. Dai Nach langjährige morrhoidalleiden bin einem guten Freun Ihren vortrefflicher genbitter aufmerksa macht worden und h selbe mir nach Ge auch vortreffliche geleistet. In Folg wurde ich von m ähnlichen Leidenden Ihren bewährten? bitter zum Wieder einzuführen 2c. Mayen b. Koble 1. April 1879. W. Emme Aecht zu haben R. F. Daubitz'sche bitter nur durch V lung der Herren Schröder in J. H. Albers in Do G. Westkamp in Wilh. Laar in 3 ange Wericht Davidis zu haben bei Carl Summe gte die auf kam lassen, Lehrling brachte Witwe. üsseldorf * Z u c h t wurden on Tollden von Kreise befallen Norf erd käufdes abne Wirtch hinter mer den fuhr und Jezahlung hwindelte ferde ab, 10 Land= er zwölf4jähriger Hauses stellt und denselben gung des unglückten Ende des gefährlich ue eingein Köln auf der urden bei igen elche über thält, an te, Ober2000 M. sepaare in vom 11. 2 Knaben blein herein rotes Vierlinge rchaus leeklich groß ieser Tage ie Greisin nach wie sich auch n 5 0, 0 0 0 offeln als * Berlin. Vor etwa drei Monaten starb eine wohlhabende, als geizig bekannte Frau in der Oranienstraße und wurde auf ihren Wunsch in ihrem gewöhnlichen Hauskleide beerdigt. Bei der AufUnahme des Inventars vermißte man sämtliche Wertpapiere, welche sie besessen hatte. Die Hinterbliebenen sind nun auf die Vermutung gekommen, daß dieselben ##von ihr bei Lebzeiten in das betreffende Hauskleid eingenäht worden seien, und haben sich an die zuständige Behörde gewendet mit der Bitte um Ausgrabung der Leiche. * Ein hochkomischer Auftritt erregte, berliner Blättern zufolge, neulich die Heiterkeit aller Passanten ####der Landsbergerstraße in Berlin. Ein Kriminalbeamter hatte die Weisung erhalten, einen Malergehilfen, der wegen begangenen Unfugs eine dreitägige Haft zu verbüßen haite, zur Haft einzuliefern, da derselbe, trotz wiederholter Aufforderung, sich nicht selbst stellte. Da der Beamte ihn nicht mehr zu Hause antraf, verfügte er sich nach einem Hause der genannten Straße, wo derselbe beschäftigt sein sollte. Der auf einem Hängegerüst an der Giebelwand eines niedrigen Hauses sitzende Maler hatte kaum den ihm winkenden Kriminalbeamten erblickt, als er auch sofort die Situation erkannte und aus Leibeskräften das Hängegerüst so weit in die Höhe daß er vorläufich in Sicherheit war. Von oben herab erklärte er dann dem Beamten, daß er unter reinen Umständen der Aufforderung, mitzukommen, Folge leisten werde und nötigenfalls auf dem Gerüst „übernachten“ würde. Der Beamte lächelte mitleidig und verschwand nach kurzem Ueberlegen. Wenige Minuten darauf aber erschien er an dem einzigen kleinen Fenster, welches die Giebelwand hatte und eröffnete von da aus unmittelbar über dem sich sicher wähnenden Maler mit einer vom Wirt des Hauses requirirten großen Hausspritze ein so nachdrückliches Wasserbombardement, daß der so Angegriffene, nachdem er sich vergeblich vor dem Strahl zu retten versucht hatte, alsbald kapitulirte und völlig durchnäßt dem Polizisten unter dem Hurrah der Straßenjugend folgte. * Baiern. Laut Ausschreiben des königlichen Amtsgerichts Neumarkt wird ein im Jahre 1812 als Soldat in den russischen Feldzug abgegangener und seitdem verschollener Bauerssohn, geb. 1774, aufgefordert, sich bei Gericht anzumelden! Die Herren in Neumarkt scheinen anzunehmen, daß die Menschen regelmäßig ein Leben über 100 Jahre erreichen.... Stgnua.) 4 unn * Ein Gastwirt aus Steiermari, der nuch Batysceg in Ungarn an einen ungarischen Weinhändler um ein Faß schrieb und denselben ersuchte, er möge fürs Faß und den Wein den Betrag nachnehmen, erhielt folgende Antwort:„Lieber Frajnd, Sie schixi Brief, aber schixi nix, schixt Geld, schix i Wein. I nix kann vornehmen, nix wegnehmen, bai ajsenban, weil will i nix, krieg i nix. Schixi faß, krixi was. Schixi nix, krixi nix. Inerer Frajnd M. B.“ * Lemberg(in österreichisch Galizien), 9. April. Ueber einen grauenerregenden Massenmord wird heute dem hiesigen Amtsblatte aus Turka(an der galizisch=ungarischen Grenze) telegraphisch berichtet: In Wysock(Wynze) überfiel gestern Nachts eine mit Sensen und Beilen bewaffnete Rotte das ungarische Bauerndorf=Wirtshaus des Israeliten Goldenreich und ermordete daselbst sechs Personen. Außerdem wurden noch fünf schwer verwundet. Das Turkaer Bezirksgericht hat sich mit den ungarischen Grenzbehörden in Verbindung gesetzt, um die Thäter zu ermitteln und dingfest zu machen. Bekanntmachung. Zwangsversteigerungs=Patent. - Grundhuche van Syburg Bond I. Artikel 12. auf den Am Donnerstag, 22. April, vormittags ½12 Uhr, sollen im Wege der Exekution im hiesigen Pfandlokale bei Diedr. Großenbräuker * Die im Grundbuche von Ehuulg, Band I, Artikel 12, auf den Namen des Bergmanns Wilhelm Kreitz zu Syburg eingetragenen Grundstüce:„„.„ Flur III, Nro. 173 und 174 der Steuernemeinde Syburg, insgesamt vermessen zur Größe von 70,21 Are, sollen im Wege der Zwangsvollstreckung auf Antrag eines GläuSchwerte, 15. April 1880. Der Vollziehungsbeamte: Klinckmann. 27 Stück fast neue Bücher bigers am über Tierarzneikunst, sowie! Dienstag, 25. Mai er., nachmittags 3 Uhr, einen Rock, ein Pistol und im Hause des Wirts Stratmann isd. Wanne bei Syburg versonstige Gegenstände steigert werden. für ückständige Schulgelder öffen:: Der Reinertrag sämtlicher Grundstücke, nach welchem vieserven üe Fuch ut(zur Grundsteuer veranlagt worden, beträgt 3.45 Thaler. lich, meistbietend, gegen gleich bare). Au, aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift der GrundZahlung verkauft werden. Kauf, huchtabelle und die etwa noch eingehenden Abschäitzungen und anderen, tedhader werden eingeladen. die Grundstüäcke betreffenden Nachweisungen sind in unserer Gerichtsschreiberei einzusehen. Alle Diejenigen, welche Eigentums= oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Zwangsversteigerung stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Ausschließung vor oder im Versteigerungstermine, spätestens aber bis zum Erlaß des Ausschluß=Urteils anzumelden. Das Urteil über die Erteilung des Zuschlags soll am 26. Mai er., vormittags 11 Uhr, Oeffentliche Am Samstag, 17. d. vormittags 10 Uhr, werde ich im hiesigen Pfandlokal an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. ##i#, Stollwercksche empfeh9 6 ## i Schmerte Aug zur dieden, H. Schmidt. len in Originalpackung, Conditor Gottesdienste. Größere evangelische Kirche: Sonntag, den 18. April 1880. Hauptpredigt 9 Uhr: Past. Graeve. (hl. Abendmahl.) Nachmittagspr. 2 Uhr: Past. Heinenberg. Amtswoche: Past. Graeve. Kleine evang. Kirche: Pastor Niepmann, Bekanntmachuug. Ausbau eines Teils des Kommunalweges von Wandhofen nach Holzen, veranschlagt zu 1010 Mark, soll am * Samstag, 24. April d. J., nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirts Herrn Fischer * zu Wandhofen öffentlich, mindestfordernd verdungen werden. Westhofen, 15. April 1880. Der Amtmann: Rebber. nannung &am Fabrik landwirtschaftl. Maschinen, Hennef.# I(Actiengesellschaft, vorm. C. Renther& Co.) in Hennef a. d. 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Das Werk besteht aus einer theoretischen## Anleitung, einer großen Anzahl von vortrefflich disponirten I und ausgeführten geschichtlichen und philosophischen AufVer, sO sätzen und den obengenannten Dispofitionen. Die Geste### Der Gutsbesitzer Herr Wilh. Bimberg zu Eichelberg bei Hennen beabsichtigt am 29. Mai cr., vormittags 10 Uhr, bei dem Wirt Sils zu Gruland bei Langschede, seine am untern Baarbach frequent gelegene, in gutem Zustande befindliche Korn-, Graupen-, Grützund Sägemühle unter günstigen Bedingungen zu verpachten oder zu verkaufen. Gebote können vorher bei dem Unterzeichneten mündlich oder schriftlich abgegeben werden. Hennen, 14. April 1880. Carl Jonas, Aukt.=Kom. grenzenlos billigen Preise noch Prozente abzugeben, Tapezierer aber gewohnt sind mitunter langen Kredit und hohe Prozente zu genießen. Bonner Fahnenfabrik, Bonn. Unwiderruflich Ziehung am 31. Mai Stuttgarter kath. Kirchenbaulotterie. Fortlaufende Nummern. 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Die Fabrik beehrt sich auf ihre genieteten Hanssielengeschirre ganz besonders aufmerksam zu machen. A. Beschaffenheit meines Hanfgeschirrs. Zu deren Herstellung verwende ich das vorzüglichste Material„doppelt gewirkte Hanfgurte,“ sowie das beste Leder; die Verbindungen sind durch starke Lederriemen bergestellt, kupferne Nieten mit Messingplatten vertreten die Stelle der Nähte, wodurch die große Dauerhaftigkeit der Geschirte 2. 3. 4. „ 2 Mit dem heutigen Tage eröffnete im Hause der Witwe Brösecke, Husingstraße, ein 60 M 65 A. % Putz- und Weisswaaren-Geschäft 63 M C und empfehle mich den geehrten Bewohnern von Schwerte und Umgegend in allen vorkommenden Artikeln. Als besonders billig empfehle eine große Auswahl fertig garnirte Damenhüte von 2 Mark an, bis zu den feinsten; Kinderhüte von 1 Mark an. Morgenhauben von 20 Pfg. Pique=Nachthauben 25 Kragen von 20 Pfg. an. Manschetten 25„ Seidene Shäwlchen 25 Pfg. Schürzen von 30 Pfg. Schleifen und Fichus in großer Auswahl. Schleier. Tülle und Spitzen. Brautkränze und=Schleier. Kinderlätzchen 15 Pf. Schwerte, den 6. April 1880. Pique=Kinderhütchen 40 Pfg. Krausen 25 Pfg. Festons 25 Pfg. Chemisettes von 70 Pfg. Leinen=Herrenkragen 30 Pfg. Herrenschlipse 15 Pfg. Seidene Tücher 30 Pfg. L. Halle. Verkauf. Im Auftrage des Rentners Herrn Gockel hierselbst werde ich wegen Aufgabe seiner Wirtschaft an seiner Behausung(Hagenerstraße) sein sämtliches Mobilar, als: Betten, Bettstellen, Schränke, Tische, Stühle, Sopha, Oefen, Kochherd, Bilder, Spiegel, sowie sämtliches Küchengerät, Porzellan etc. etc. am Mittwoch, 28. April c., vormittags 10 Uhr anfangend, öffentlich, meistbietend, gegen Baar und Credit verHohenschwert. Stermit zeige ich ergebenst an, daß ich das in meinem elterlichen □ Hause seither unter der Firma Dommermühl& Kühl betriebene Geschäft für weiterführe. Ich halte mich bei Bedarf in meinen Artikeln vor wie nach bestens empfohlen. Schwerte, 10. April 1880. Th. Dommermühl. rreien die Sirue dr Nahlk, Beruig Fi FWop.....(geen der Geschirer begründet wird. B. Rühmliche Eigenschaften meiner Hanfgeschirre. 1. Das Gewicht des Geschirrs stellt sich auf 4 Kilo. Zu den schwersten Lasten können dieselben verwendet werden. Für Pferde, welche sich an der Brust oder Hals sehr leicht scheuern, kann ich meine Geschirre sehr empfehlen. Die Geschirre sehen auf den Pferden elegant aus. C. Hervorragende Vorteile, welche meine Geschirre haben. Für sämmtliche Reparaturen, welche innerhalb 2 Jahren vorkommen, garantire ich. Die sonst so theuren Sattlerreparaturen fallen ganz fort. Kommen nach Jahren Reparaturen vor, so ist ein jeder Arbeiter im Stande, ohne Kenntnisse davon zu besitzen, dieselben zu machen und stellen sich so die Reparaturen um den 100. Teil billiger als bei einem Sattler. Die vorstehend aufgeführten Vorzüge, sowie die Preiswürdigkeit meines Fabrikats, legt selbst dem sparsamsten Landwirt und Pferdebesitzer die Pflicht auf, meine Geschirte vorurteilsfrei zu prüfen und sich aus eigener Erfahrung die Ueberzeugung zu verschaffen, daß sie bei einer Ausgabe von wenigen Mark „Ein Geschirr für ewige Zeiten haben.“ Preiscourant. Nr. 13 2 Stück Geschirre, braun, incl. 2 Halscoppel(oder Brustblattringe) 1 Kreuzleine, 2 Trensen Nr. 15 2 Stück Geschirre, braun, do. do. mit Hinterzeug Nr. 14 2 Stück Geschirre, blau, incl. 2 Halscoppeln(oder Brustblattringe) 1 Kreuzleine, 2 Trensen Nr. 16 2 Stück Geschirre, blau, incl. 2 Halscoppeln do. do. mit Hinterzeug.„ 4. J, 2. tim Sammbs:. Nr. 17 2 Juckergeschirre, blau, mit lackirtem Kammoeckel 2 Doppeltrensen und Kreuzleine Nr. 18 2 Juckergeschirre, blau, do. do. mit Hinterzeug Nr. 19 2 Stück Kutschgeschirre, blau, mit 2 Kandaren(oder Doppeltrense) schwarz lackirter Beschläge 1 Kreuzleine mit Schnallstücken Nr. 20 2 Stück Kutschgeschirre, blau, mit Kandare mit Doppelkopfstücke Neusilberbeschläge Prima Ia. meist Lackledertheile an Strängen und Brustblatt Reitzeugen, Halfter, Stallgurte, Sattelgurte, braun auch blau. Engl. Prima=Pferdedecken, Sommer= und Winterdecken habe für meine geehrten Kunden stets auf Lager. Bei Bestellungen bitte nur die Nr. des in der Annonce angegebenen Preiscourants anzugeben. Die Preise verstehen sich ab Breslau. Die Sendungen geschehen nur unter Nachnahme oder vorheriger Einsendung des Betrages Internationale Brustblatt- u. Kummt-, Pferdegeschirr-Fabrik (Joh. Robert Walther) Breslau, Tauenzien-Straße 37a Geldsendungen und Telegramme an Rob. Walther, Breslau, Tauenzienstraße 373. 4 Hosen- und werden auf dauernde Beschäftigung gesucht von F. Isenberg in Letmathe. 1621. Noch keine Krankbeit t bisher den weltberühmten Mineralquell=Brustkaramels u. Kakao=Thee Maria Benno von Donat Paris 1671 widerstanden. Durch Kaiserlich Verordnung vom 4. Januar## ganzen deutschen Reiche auch### Nicht=Apotheker zum freien Verkauf gestattet. Allein echt in Schwerte bei Herrn Ang. zur Nieden. 68 A 80 M 90 M 112 A 180 M Tanz-Cursus. Montag, den 19. d. Mts., werde ich bei Herrn Wirt Died. Großenbräuker in Schwerte einen Tanz-Anterricht eröffnen. Der Unterricht dauert von 8 bis 10 Uhr abends. H. Pottler, Tanzlehrer. Sonntag, 18. April, L S bei Hengstenberg in Ergste. K5 Am Sonntag, den 18. cr., Preiskegeln betreffend ein fettes Kalb. C. Potthoff. meine eigene Rechnung in gleicher Weise Movitar=Cerkäuf. Samstag, den 24. April, nachmittags 4 Uhr, verkaufe ich beim Schreinermeister Herrn Carl Heimann in Neugruland gegen einen 4monatlichen Kredit: 1 eich. Kleiderschrank, 1 eich. Glasschrank mit Klappe, Kommoden, 1 Reisekoffer, mehrere Kisten und Kasten, Tische, Stühle, 2 neue Wannemühlen, 2 Häckselbänke, 2 Bettstellen, 1 fast neues vollständiges Bett, 2 Wanduhren, 1 Dreh= und eine Hobelbank, 1 Partie Buchen=Bohlen, 4½" dick, affeemühlen, Kannen und Kessel, 1 Bückringel zu 20 Stück Leinen, 1 Flachsreppe, Gemüsefässer, Töpfe, Eimer, Pfannen, Lampen und sonstiges Hausgerät. Sämtliche Sachen sind fast neu, viele von Eichenholz und im besten Zustande erhalten.— Zahlungsfähige Käufer werden deshalb freundlichst eingeladen. Heinr. Albrecht, Ankt.=Kom. Cotokat= u. Movirar=Verkäuf. Zur Stütze der Hausfrau wird auf sofort ein Scheune; Frankfurter Pferde-Markt-Lotterie 9 mit Genehmigung hoher Regierung.= 439 Ziehung am 25. April d. J. Mädchen N 40 Bei dieser nun allgemein beliebten Lotterie kommen#2 A zehn elegante Equipagen mit vier und zwei Pferden be A M spannt und hochfeiner Schirrung, ferner 60 der schönsten M Reit- und Wagenpferde nebst vielen hunderlen von ande i ren sehr wertvollen Gewinnen zur Verteilung. Zur dies= sejährigen Frühjahrs=Lotterie versendet der Unterzeichnete#### *) Lose inel. Porto und Spesen bei Uebersendung der resp. M Gewinne. K 1 ganzes Los für 4 Mark, K 12 ganze Lose für 45 Mark gegen Einsendung des Betrags oder per Postvorschuß. Jeder Losbesitzer erhält nach erfolgter Ziehung die Gewinn 1## liste franco und gratis übersandt. Um allen Ansprüchen### M genügen zu können, so wolle Bestellungen baldigst machen### K und werden solche nach Eintreffen sofort effektuirt. M K D. F. Seipp, Im Auftrage des Herrn Friedr. Schulte zu Börsting werde ich dessen bestehend aus einem sehr guten Wohngebäude, neue 55 Morgen vorzügliches Ackerland und Wiese, Garten und Obstgarten am Donnerstag, den 29. April er., morgens 10 Uhr, an meiner Behausung öffentlich, meistbietend zum Verkauf aussetzen Der Antritt kann am 1. Juni dieses Jahres erfolgen und werden sämtliche sehr gut bestellte Erntefrüchte mit übergeben. Verkaufsbedingungen und Auszug aus der Mutterrolle können vorher bei mir eingesehen werden. Am 30. April er., morgens 10 Uhr anfangend, verkaufe ich an der Behausung des Herrn Fried. Schulte zu Börsting: — 5 vollständige Betten mit Bettstellen, 2 Kleider*# schränke, 3 Kommoden, 5 Koffer, 5 Tische, 2 Dutzend Stühle, Kochmaschine, Ofen, Gemüsefässer, überhaupt sämtliche Haus=, Küchen= und Kellergeräte. Am 1. Mai er., morgens 10 Uhr anfangend, ebendaselbst: 2 kräftige Ackerpferde, Kühe und Rinder, 1 Häcksel= und 1 Dreschmaschine, 2 fast neue Wagen mit Kasten u. Leitern, Exstirpator, Eggen, 3 Pflüge, Walze, überhaupt sämtliche Ackergerätschaften und Pferdegeschirr, ferner 10 Tausend Pfd. Stroh, 10 Tausend Pfd. Heu, 3 Packen trockene Bretter 2c. 2c. öffentlich, meistbietend gegen Bar und Kredit. Villigst, den 8. April 1880. Schulte Grossenbräuker. gesucht, welches nötigen Falls einem kleinen bürgerlichen Haushalt selbständig vorstehen kann. Fr. Bräunig am Kabel. Zür Scal empfehle ich: rot= und weißblühenden Kleesamen, unter Garantie für Reinheit und Keimfähigkeit, Stammmuster der Samen sind bei dem landwirtschaftlichen Provinzial=Verein zu Münster deponirt, ferner Saaterbsen, Bohnen und Wicken in schöner Ware. Ergste. W. Liesenhoff. Jetzt wieder vorrätig: Sonntag, den 18. d. Mts., findet an der Papiermühle Preisschießen statt. Handels=Nachrichten. Schwerte, 14. Avril 1880. 100 Kg= 200 ister M. Pf. 20 17 20 8.— 1950 16/60 Weizen.... Roggen Gerste Hafer Kartoffeln Bohnen Erbsen Heu Stroh Brod 5 Ko. Butter pr. Pfd. Eier 12 Stück Herdecke, den 12. April 1880. 1 15 — 50 2ter Ster w. pt. m. of. 10 100 Kg= 200 Pfd. ster M. Uf. Weizen.. Roggen Gerste Hafer Kartoffeln Bohnen Erbsen Heu Stroh Brod 5 Kilo Eier à Stück Neuß, 15. April 1880. 2ter M. Pf. 3ter M. Bf. " chralt.“, Hermannstraße No. 26 in Frankfurt a. M. Neu! Deutsches Reichspatent. Neu! Photographische Vergrösserungen mittelst elektrischen Lichtes auf Malerleinwand und Papier na Visits=Photographien, Zeichnungen und Gemälden jeder Art liefert in feinster Ausführung die photographische Kunstanstalt von W. Berndt, Dresden, Pragerstr. 39. Dose 12 Pfennige, bei Carl as Betreten und Bleichen auf meiner Wiese am Senningswege wird bei Strafe von 5 Mark strengstens untersagt. Carl Kettler. Bergmann's Sommersprossen-Leife zur vollständigen Entfernung der Sommersprossen, empf. à Stück 60 Pfg. Carl Saatmann. Zauktrammern Abonnementch=re Smstordam dto Antwerpen Brüssel London dto Paris billig vorrätig bei Nagelschmied Chr. Dehnert, Westhofen. 16,15 20,33 9.50 170,00 Napoleonsd'or Sovereigns Ducaton.. Oesterreichisch. Banknoten Russische do.—. An- und Verkauf sämmtlicher Eisenbahn-Actien, Staats-Papiere ctc. Ernst Osthaus. M 32. Deutse Der deut 29. Sitzung vom 14. 2 nur mit Petitionen, betre Berechnungsgeldes für Bekl dener Kadettenhause— bei Bataillons 55. Jafanterietreffend die Bewilligung be bauung einer Kaserne für zu verlegende sächsische 2. treffend die Verlegung de: Feldartillerie=Regiments N Auf den Antrag des A werden diese Petitionen di gefaßten Beschlüsse für erl richt der Petitions=Comm treffend das Verbot der C dem Auslande und das teilen, ausschließlich der Gemeindebezirks 2c. Refer pfiehlt die Annahme folgen Herrn Reichskanzler mit d veranlassen, daß ähnliche ßischen Gesetzes vom 27. F erlassen werden; 2) Maßre Versandt von Reben(B oder ganz besonders Wurz Reb=, Baum= und Pflanz ziehen, ob etwa zum Sch zur Verhütung der interne gesehen von der sofortiger Konvention, weitere Besch Inlande in Aussicht zu: mung werden Nr. 1 und nehmigt. An Stelle der Schulze beantragte Fassun gesetzgebung den Verkehr schließlich der Trauben, in Reiches, in denen der Wei und das Zuwiderhandeln legen. Unter Weinbau: Zwecke der Weinbereitung dem Verbote unterstellten regierungen bestimmt.“ 30. Sitzung vom 15. steht die dritte Lesung kussion bekämpfte zunäd Vorlage, weil sie die M schon so drückend sei, Provinz Posen aus dem — * Aun Kli Nun klinge, mein Und verhall in den Der Winter ist aus Und du sollst es dei Drum heiße nun In schwellendes Gr Und sende durch tha Damit sie sich festli Und weck aus der Die Blumen im Sie sollen mit bluh Den blühenden Fre Dann lock aus de Die säumigen Sän, Auf daß sie mit lu Den lächelnden Len Und die Menschei Versunken in Sorg Laß ihnen des Frill Die Sonne der Hos In der Von 2 (13 — „Als wir uns im E ein gar heiterer gemütl Räumen bei den großer jetzt weniger linkisch, u Course in R.-W. Briefe. Geld. k. S. 169,50 168.90 168.25 80,80 80,40 20.43 80,80 als sie hörte, wir hätt Auch der Tisch war Messer und Gabeln I war gar nicht da, auch aus Porzellan. Die M Bedienten die mächtig Sauerkraut und Schweir trunke“ einträchtiglich den Diener zurück. Da Mutter legte Jedem vo Vater, Mutter und ich aßen tapfer darauf lo Anfang wurde wenig g erste Mal geleert warei haltung über vergange von und auch der Vate der Müller gab treulich den hohen Ton fallen, geblitzt war, und es k zum Vorschein, und ir sie alle Drei auch mal Schüssel und führten wieder— und noch ei in alter Zeit. Und d gold strotzenden Plafon und lächelten— sie höhnisch und unangene sondern ganz treu un Kindern zukommt, nu drei nun gesättigt wai behaglichen Atemzuge fragte: „Nun, Georg, wihandelseins geworden „Ja,“ sagte Georg „Ohm“ nennen, das