in Wunder Industrie!!! den wirklich fabelften Preis von M. 20 Pf. iefere ich eine schenuhr r Uhrkette. seim Rina lüssel ie Uhr nicht etwa ten Bieruhr vereselbe ist wirklich olossale Absatz der für die fabelhafte in Mark 1,50 per Briefmarken wird Emballage. Nachuf 5 Uhren wird 1 Schönfeldt, Gitschinerstraße 5. irden seit Kurzem verkauft. ist-Syrup ausmittel gegen Hals- und Brustcht in Schwerte ichrichten. März 1880. „ Abonnements=Preis: pro Quartal mit„Familienfreund“, 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. % Redaction, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfg. die sechsspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. M. 20. Mittwoch, 10. März 1880. 2ter D. 0f. 20 19—— 3ter M. Of. 1. März 1880. Die Neugestaltung des Handwerks.“) Zu den brennenden Fragen, deren Lösung das Jahr 1879 der Zukunft überlassen hat, gehört auch eine neue Organisation des Handwerks. Unter de langen Druck, der seit Jahren auf allem Verkehrs leben gelastet, ist das Gefühl des Unbehagens auch unter den Handwerkern fast allgemein verbreitet Man vereinigt sich zwar zu Genossenschaften, klagt sich aber darin hauptsächlich nur seine Noth und ist vielfach in größter Unklarheit über die Mittel und Wege, wie den gegenwärtigen Uebelständen abgeholfen werden soll. Die Mehrzahl der Handwerker, namentlich in den Mittel= und Kleinstädten, scheint Abänderung der Gewerbefreiheit in der Weise zu wünschen, daß womöglich obligatorische Innungen oder facultative mit gewissen Vorrechten der selbständigen Meister eingeführt werden sollen. Kurz, man be trachtet die Gewerbefrage als eine Sache der Politik oder Gesetzgebung und übersieht dabei ganz, daß in dieser Angelegenheit einestheils persönliche und lokale, und anderntheils vorzugsweise technische und volkswirthschaftliche Gesichtspunkte maßgebend sind. Die Zünfte sind besonders an der weiteren Verbreitung der Arbeitstheilung, der Maschinen und des Großcapitals und an der durch Eisenbahnen erleichterten Beweglichkeit von Menschen und fertigen Handwerksproducten zu Grunde gegangen. Jetzt hat man darunter zu leiden, daß die Einführung der wirthschaftlichen Freiheit mit der größten politischen und finanziellen Umwälzung zusammenfiel und einer allgemeinen, durch den Milliardenstrom für Deutschland verschlimmerten wirthschaftlichen Erschütterung voranging. Der Hauptirrthum vieler deutscher Handwerker besteht darin, daß sie die Wiederherstellung besserer Zustände immer nur von außen und nicht von innen erwart en, daß sie die Gesetzgebung, aber nicht sich selbst reformiren wollen. Der gute Spruch:„Handwerk hat einen goldenen Boden“ ist nur für diejenigen wahr, welche selbst einen guten Grund haben und als lebendige Kräfte darauf schaffen. Da wird fortwährend das Ideal des früheren deutschen Handwerksmeisters geschildert, der in Folge der Zwangsinnungen von unwürdiger Concurrenz befreit geblieben sei und über gute Gesellen und Lehrlinge verfügt habe; dagegen vergißt man, daß das beste Mittel, gute Gesellen und Lehrlinge zu bekommen, doch im eigenen *) Angesichts der hohen Wichtigkeit der in Rede stehenden Frage wird vorliegender Artikel der Socialcorrespondenz gewiß von Vielen mit Interesse gelesen werden, auch von solchen, welche allen in demselben gemachten Ausführungen nicht beistimmen mögen. 50 50 do.—.— auf sämmtlicher m Staats-Papiere te. Osthaus. Beispiel besteht. Jedenfalls ist es an der Schwelle eines neuen Jahrzehnts dringend nöthig, auf alle diejenigen Mittel und Bedingungen hinzuweisen, welche außer den gesetzlichen Institutionen, die ja wie alles Menschenwerk stets unvollkommen bleiben werden, für das Emporkommen jedes einzelnen Handwerkers, wie des ganzen Handwerkerstandes unentbehrlich sind, nämlich: Fleiß, Nüchternheit, Ausdauer, rasche Anwendung der zweckmäßigsten Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsmethoden, strenge Gewissenhaftigkeit so wohl in der Wahl des Materials, als auch in der Ausführung der Arbeit und in der Innehaltung Ablieferungstermins, Unterlassen des Wirthshausbesuches während der Arbeitszeit, überhaupt entsprechende Sparsamkeit und Strenge gegen sich selbst und gegen das ganze Hauswesen, damit man den Gesellen und Lehrlingen gegenüber Zucht und nung aufrecht erhalten und ihnen als gutes Vorbild dienen kann. Aendert euch selbst, so werden sich auch die Zeiten ändern! Beachtung verdient die Thatsache, daß oie sogen Zwangsgenossenschaften, nach denen man jetzt in Deutschland so vielfach verlangt, sich in Oesterreich, wo sie in der Gewerbe=Ordnung von 1859 beibehalten worden waren, durchaus nicht bewährt haben und in der neuen Gewerbe=Ordnung abgeschafft werden sollen. Die Motive des neuen österreichischen Entwurfs bemerken darüber ausdrücklich:„Als ein hauptsächliches Mittel, um auf Grund des Gesetzbuchstabens gesunde und lebenskräftige Institutionen in's Leben zu rufen, empfiehlt sich, daß die Organisation der gewerblichen Corporationen nicht eine durchaus uniforme, sondern eine nach den localen Verhältnissen und concreten Bedürfnissen individualisirte werde. Es soll also in dieser Beziehung die Neuerung geschaffen werden, daß in dem neuen Gesetze nicht von einer Aufgabe, sondern von den verschiedenen facul tativen Zwecken der gewerblichen Corporationen die Rede ist. Deutsches Reich. Der deutsche Reichstag. 12. Sitzung vom 4. März. Es wurde zunächst das Gesetz, betreffend die Ergänzung des Militär=Pensions= und Versorgungs=Gesetzes, in dritter Lesung genehmigt. Sodann wurde die Allerhöchste Verordnung vom 28. September 1879, betreffend die Begründung der Revision in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten an eine besondere Commission von 14 Mitgliedern gewiesen und hierauf die Etatsberathung fortgesetzt. Bei demjenigen Titel des Etats des Reichs amts des Innern welcher sich auf die Ausgaben für die Reichscommission zur Entscheidung der Beschwerden, die gegen die Handhabung des Socialistengesetzes erhoben werden, bezieht, beklogte sich der socialdemokratische Abg. Kayser über die Haltung dieser Commission gegenüber den Socialdemokraten und beantragte, diese Position zu streichen, die jedoch in dem Abg. Lasker einen Vertheidiger fand, und nach kurzer Debatte auch unverändert genehmigt wurde. Die Etats der Reichsjustizverwaltung, des Rechnungshofes, des Reichsschatzamtes, der Reichsschuld, der Reichsdruckerei, der Beitrage von Elsaß=Lothringen, der Reichseisenbahnverwaltung und des Reichseisenbaynamts werden ohne größere Debatte genehmigt. Eine längere Debatte entspinnt sich erst beim Etat der Marineverwaltung, mit welchem in Verbindung der Antrag des Abg. Dr. Hänel:„Den Chef der Admiralität als verantwortlichen Stellvertreter des Reichskanzlers aufzufordern einen Bericht über die Katastrophe des „Großen Kurfürsten“, dem Reichstage vorzulegen" zur Berathung gestellt ist. Nachdem der Antragsteller Herrn v. Stosch gebeten auf seinen Antrag einzugehen, erklärt letzterer, daß er sich auf den im„Marine=Verordnungsblatt veröffentlichten Bericht beziehen müsse, welcher ein genaues Bild der Ereignisse bei diesem Unglücksfalle ergebe. Graf Udo zu Stolberg=Wernigerode erklärt, daß wenn die eonservative Partei bisher geschwiegen, dies nicht aus Mangel an Theilnahme geschehen sei Er giebt zu, daß ein großes Mißtrauen gegen die Marine=Verwaltung im Volke herrsche. Die conservative Partei erwarte von der Marineverwaltung, daß sie die vorhandenen Mängel beseitigen werde, wenn welche vorhanden seien und werde deshalb gegen den Antrag stimmen. Der Abg. Lasker kritisirte dann die Marine=Verwaltung in sehr abfälliger Weise. Minister Stosch widerlegte diese Anklagen; da Lasker die Acten des Kriegsgerichts nicht kenne, durfe er sich kein Urtheil über Personen erlauben. Der Abg. Dr. v. erklärte sich für den Antrag v. Ohlen=Adlerskron: Der Reichstag wolle beschließen, in den Etat eine Position für einen General=Inspecteur der Marine mit 36,000 A einzusetzen. Redner vertheidigte das„System Stosch“. Der Abg. Windthorst sprach sich ebenfalls gegen den Antrag Hänel aus, weil derselbe eine Competenzüberschreitung des Reichstages enthalte; es sei ein Eingriff in die richterliche Gewalt. Schließlich wurde der Antrag Hänel und ebenso der Antrag v. Ohlen=Adlerskron gegen die Stimmen der Fortschrittspartei, der Socialisten und weniger National43. Sitzung vom 5. März. Fortsetzunz der Verathung des Marineetats. Nach den Anträgen der Budgetcommission wurden ohne bemerkenswerthe Debatte die Position für Seezulagen bezüglich der Bestände des Vorjahres um 50,000 M, bei der Position für Instandhaltung u. s. w. der Schiffe die Bestände aus früheren Jahren um 100,000 , bei der Position für Schiffs=Verpflegung die Bestände aus früheren Jahren um 200,000 M, erhöht, von der Position für Werft=Betrieb 100,000 A abgesetzt, bei der Position zum Bau einer Ersatz=Corvette für die„Victoria“ 500000 A abgesetzt und bei dem Titel der einmaligen Ausgaben die erste Rate zum Bau einer Corvette G. in Höhe von 365,000 M abgesetzt, die übrigen Positionen aber in Höhe der Forderungen des Etats bewilligt. Sodann wurde der Etat des Reichstages ohne Debatte genehmigt. Der Gesetzentwurf, betr. das Faustpfandrecht für Pfandbriefe und ähnliche Schuldverschreibungen, wurde einer Commission von 21 Mitgliedern überwiesen. Derselben Commision wurde auch der Gesetzentwurf, betr. das Psandrecht an Eisenbahnen und die Zwangsvollstreckung in denselben überwiesen.— Die Oster=Ferien des Reichstages werden in diesem Jahre 17 Tage(vom 18. März bis zum Montag, den 5. April) dauern. Der Reichshaushalts=Etat für 1880/81 wird diesmal 10 Tage früher als im vorigen Jahre, am 18. März, difinitiv festgestellt werden, während er im vorigen Jahre für 1879/80 erst am 28. März, zwei Tage vor dem letzten Termin, festgestellt werden konnte.— Das Zentrum hat dem Präsidenten, Graf Arnim, gegenüber erklärt, daß es in der Charwoche keine Sitzung halten werde und daß, für den Fall hierauf keine Rücksicht genommen werden soule, das Zentrum für rechtzeitige Auszählung des Sorge tragen würde. Die Marineverwaltung hat sich endlich von der Erfolglosigkeit der Hebungsversuche, welche mit dem bei Folkestone versunkenen„Großer Kurfürst“ von Herrn Leutner mit so viel Zuversicht in Angriff genommen wurden, überzeugt und ist von dem Abkommen zurückgetreten. Nach neuesten Ermittelungen ist das Wrack noch etwa 2 Meter tiefer in den weichen Meeressand eingesunken, kann also auch in keiner Weise mehr der Schifffahrt hinderlich sein und einen Vorwand bieten, die Wegschaffung zu fordern. Somit wird das Unglücksschiff endlich Ruhe in seinem nassen Grabe finden, mit ihm mehr als 200 tapfere deutsche Seeleute. Deutschland und England reichen sich zur Unterdrückung des Sklavenhandels die Hand; die Schiffe beider Nationen sollen, wo es nöthig ist, vereint Von Berlin werden Gerüchte über den bald bevorstehenden Rücktritt Bismarcks verbreitet. Niemand glaubt aber an diese Gerüchte, die vielleicht selbst nicht, die sie verbreiten. Ein anderes Gerücht(Köln. Ztg.) will wissen, Papst Leo werde nächstens die katholischen Geistlichen in Preußen anweisen, den Maigesetzen sich stillschweigend zu unterwerfen. Die orthographische Revolution, welche der Kultusminister, wie es scheint, ohne der Zustimmung an entscheidender Stelle sicher zu sein, vorgenommen hat, stößt noch in der elften Stunde auf eigenthümliche Schwierigkeiten. Wie dem„Berl. Tagebl.“ glaubhaft versichert wird, ist selbst der Kaiser nicht gerade erbaut davon, eine ihm ungewohnte Schreibweise anzunehmen und fragte in scherzhafter Weise einen vortragenden Rath, ob er an ihn künftighin mit oder ohne„h“ zu schreiben habe. Fürst Bismarck stellt sich noch entschiedener gegen die neue königlich preußische Orthographie. Er hat sämmtliche Reichsbehörden anweisen lassen, die verbesserte Rechtschreibung nicht einzuführen, widrigenfalls Ordnungsstrafen verfügt würden. Lesefrüchte. Paare die Güte mit Weisheit, sonst bist Du stets in Gefahr, durch böse Menschen Nachtheil zu leiden. Erfahrung ist eine süße Frucht, doch gewöhnt sich der Geschmack nur schwer und widerwillig an sie. Nur ein Vermögen bringt hohe Zinsen, je länger und sorgfältiger es verschlossen bleibt: das Denkvermögen. Jede Leidenschaft wird durch eine andere verdrängt, aber selten durch eine bessere. Dünkel ist eine Abspiegelung aus der fratzenhaften Welt des innern Menschen. Viel Putz ist immer ein Zeichen, daß irgendwo Etwas fehlt, es sei nun im Kopfe oder im Zeuge. In der Haidemühle. Von August Krüger. (2. Fortsetzung.) Ich schaute noch träumerisch dem Treiben im Hofe zu, als die Müllerin auf der kleinen Brücke erschien und auf „Es hat ein wenig lange gedauert, mein Herr“, sagte sie freundlich lächelnd,„aber es ist Futterzeit, und da muß um des lieben Viehes willen in einer Landwirthschaft alles Andere zurückstehen.“ Dabei breitete sie ein zartweißes Tischtuch über den rohen Tisch, setzte Brot, Butter, Milch und Eier darauf legte eine Serviette auf meinen Teller und sagte im herzlichen Ton: „Nun lassen Sie es sich wohl schmecken, mein Herr, und nehmen Sie mit dem einfachen Mahl fürlieb. Wir geben es eben so gut, wie wir es hier in der entlegenen Haideguis ich merkte, daß sie sich entfernen wollte, bat ich sie, mir doch ein wenig Gesellschaft zu leisten, etwas von dem Aufgetragenen mit mir zu genießen Sie besann sich einen Augenblick, dann schien sie nach der Mühle hinzuhorchen, worauf sie sich auf eine kleine Rasenbank in meiner Nähe setzte. „Mein Junge schläft fest und süß“, sagte sie dann, mit mütterlichem Stolz im Ausdruck,„da kann ich wohl einen Augenblick abkommen. Und mein Mann hat noch zu thun. — Nein, ich danke sehr", erwiederte sie, als ich ihr Brot und Butter anbot,„ich esse jetzt nicht, weil wir bald unser Mittagbrot einnehmen werden. Mein Mann hat es nicht gern, wenn ich bei Tische nichts genieße.“ „Sie wohnen wohl hier recht einsam?" fragte ich, mit vielem Behagen das kräftige Brot, die süße Butter und die frischen Eier zu mir nehmend. „Sehr, die Haidemühle ist von jedem der umliegenden Dörfer und der kleinen Stadt dreiviertel Meile entfernt.“ „Im Sommer mag sich diese Einsamkeit, mitten im Walde, wohl ertragen lassen, aber im Winter—— nun, Sie haben wohl keine Sehnsucht nach einem anderen Leben, sind doch jedenfalls auf dem Lande geboren und aufgewachsen?n#ch lebte „Allerdings bin ich auf dem Lande gevoren, ooch lr ich in meinen jüngeren Jahren in der Stadt, aber— Sie hielt inne und ein tiefer Schatten legte sich über ihr Gesicht, der mich verhinderte, weitere Fragen an sie zu Sie saß einen Augenblick in Nachdenken versunken, dann blickte sie mich verstohlen an, schien sich erheben zu wollen, und endlich sagte sie:„.. 8 „Sie sind auch aus der Residenz, mein Herr? „So ist es. Mein Name ist Herbert.“ Sie neigte freundlich das Haupt. In dieser Bewegung lag wieder wenig Ländliches. „Und besuchen jedenfalls viel die Theater, die Concerte — existirt noch der Kammermusikverein?— und die Museen und anderen Kunstanstalten?“ fragte sie dann weiter. „Gemiß, denn ich interessire mich sehr für die Kunst." „Und ist Fräulein Pollani noch immer die gefeierte Primadonna der Oper: Sie war besonders groß in Mozarts Meisterwerken, eine Donna Anna, wie man sie wohl selten finden dürfte. Und jene genußreichen Kammermusikabende! Ich denke noch mit hohem Entzücken daran. Das waren Genüsse, von denen ich noch lange in der Erinnerung zehren werde. Es war eine schöne Zeit! Ich gab ihr mit dem Ausdruck des Erstaunens über ihre Worte, die mir so wenig mit ihrer jetzigen Lebenslage harmoniren wollten, Bescheid auf ihre Fragen, und sie wollte eben neue daran knüpfen, als sie sich mit dem Ausruf:„Ach, mein Mann!“ unterbrach, dabei eine leicht verlegene Miene zeigend. Die sonderbare Frau hatte mein Interesse erweckt. Nun war ich gespannt den Mann zu sehen, welchem es gelungen war, dieses kunstverständige, jedenfalls einst auffallend schön gewesene Mädchen zu veranlassen, ihm in diese bäuerliche Abgeschiedenheit zu folgen. Als ich des Müllers kraftvolle, breitschulterige Gestalt an dem hohen Ufer des dicht an der Hinterfront des Wohnhauses vorbeifließenden Mühlgrabens auf uns zuschreiten sah, kam auch er mir wie als an diesen Ort nicht hingehörig vor.„ Fallend Er war ein hübscher, ja, man konnte sagen, ein auffaueno schöner Mann. Wie schon erwähnt, hoch und kräftig gewachsen, breitbrüstig, eine wahre Reckengestalt, trug er den blondlockigen, blondbärtigen Kopf fast stolz erhoben. Sein Gesicht war von einem edlen, vornehmen Schnitt, die Augen groß, blau und glänzend. Er trug einen hellgrauen, fast weißen Anzug, der ihm gut anstand. Auf Gesicht, Haar und Kleidung lag eine feine Schicht von Mehlstaub, welche die Gesichtsfarbe zarter, das Haar heller und den an und für sich fleckenlosen Anzug noch sauberer erscheinen ließ. Er kam rasch auf uns zu, sah mich einen Augendlick fast glotzend an, verzog dann unwirsch sein hübsches Gesicht, schob verdrießlich die Mütze auf das linke Ohr und rief dann, ohne mich eines Grußes zu würdigen, seine Frau im polternden Tone an: „Na, wie steht's denn mit dem Mittagbrot, Mine? Hast wohl ganz und gar d’rauf vergessen. Die Leute sind vom Felde heim,'s ist abgefüttert, und von der Hausfrau sieht und hört man nichts. Hast wohl gar geschwatzt hier, was soll mir das?!“ 46# Ueber diesen Mann hatte ich mich in entgegengesetzter Weise getäuscht, wie vorher über die Frau. Sie hatte ich für eine gewöhnliche Bäuerin gehalten, und bei näherer Betrachtung zeigte sie sich als ein gebildetes Stadtkind; er erschien mir, dem Aeußern nach, als ein seiner Mann, und nun entpuppte sich daraus der Bauer vom gewöhnlichsten Schlage, denn seine Ausdrucksweise war ebenso ungehobelt, wie sein Benehmen. Die junge Frau erröthete tief bei seinen Worten. Doch faßte sie freundlich seine Hand und sagte bittend, aber zu meiner Bewunderung gleichfalls im ländlichen Dialekt: „Sei nur nicht bös’, Georg, aber das Essen wird jeden Augenblick parat stehen. Ich hatte ein bischen mit dem Jungen zu thun, der heut nicht ganz ruhig war, dann ging ich in den Garten, um Acht zu geben, wann Du aus der Mühle kömmst, da hörte ich das Rad gehen, wußte Dich also beschäftigt, dann kam der Herr hier—“ Sie hatte das Alles stockend, immer noch unfrei gesprochen, ihm dabei von Zeit zu Zeit mit einem bittenden Blick anschauend, doch er hatte ihr Anfangs brüsk seine Hand entrissen, sich abgewendet, indem er die Achseln zuckte und leise vor sich hin brummte:„Hat keinen Sinn für die Wirthschaft: Dummer Schnack!“ und dergleichen. Einen Augenblick aber hatten sich seine Mienen geglättet, es war fast wie ein Schatten von Sorge darübergefahren, und er hatte gefragt, ängstlich, unruhig:„Was ist's mit dem Kinde?", darauf aber sich selbst, vielleicht auch sie, beruhigen wollend, hinzugesetzt:„Es wird hoffentlich nichts zu bedeuten haben, die Hitze ist unmenschlich, weshalb soll solch' ein Kind nicht darunter leiden.“ Bei ihren letzten Worten unterbrach er sie, wieder in seiner alten Heftigkeit: „Was für ein Herr?“ Er blickte mich groß und forschend an. „Wer sind Sie? Woher kommen Sie? Was wollen Sie hier?“ fuhr er mich an. Die arme Frau warf einen flehenden Blick auf mich. Sie wagte nicht zu sprechen.. 35en Er 1. Ich beschloß, um ihretwillen ven groven Ton des Müllers nicht zu beachten und berichtete ihm daher in leichter Weise von meinen Abenteuern. „Die Mühle ist kein Wirthshaus, Herr, wissen Sie das?“ entgegnete er, meinen humoristischen Bildern keinen Beifall „Gewiß,“ sagte ich ruhig.„Jedoch, ich mußte nothgedrungen hier einsprechen. Hunger, Durst und Ermattung zwangen mich dazu. Ich bitte aber um Entschuldigung, wenn ich allzulästig wurde. Ich werde jetzt wieder gehen. Er sah mich halb lächelnd von Kopf bis Fuß an. „Solch ein Stadtkind wird freilich von einem kleinen Marsch marode. Ich mache oft dreimal täglich diese Tour und noch weitere und arbeite dann noch tüchtig in der Mühle oder im Felde; aber Ihr fallt nach jeder kleinen Anstrengung um wie die Fliegen.“ Er warf bei diesen, im halb wegwerfenden Tone gesprochenen Worten seinen Blick mehr auf seine Gattin, auf mich. Diese trat rasch an ihn heran, legte liebkosend ihre Hand auf seine Schulter und sagte mild: „Ja, lieber Georg, so bin ich nun einmal, und der ehrlichste Wille vermag nicht immer bei mir über die unverläßlichen Körperkräfte zu triumphiren. Aber Du hast mich dereinst mit all' meinen Schwächen bei Dir ausgenommen und nun sei auch gut und geduldig und nimm mich eben, Eine seltene Wandlung ging bei dieser bittenden Rede der Müllerin mit dem Manne vor. Alles Unleidliche verschwand blitzschnell aus seinem Wesen. Mit höchster Zärtlichkeit blickte er die kleine Frau an, zog er sie an seine Brust, drückte ihr einen herzlichen Kuß auf ihren Mund. „Was das für Redensarten sind“, stieß er im künstlich kollernden Zorn hervor,„bist und bleibst mein altes, herzliebes Weib, das weißt Du ja. Hab' Du nur Geduld mit mir, ich brauch sie auch gar nöthig, mein' ich.“ Wenn auch diese Versöhnungsscene viel Ansprechendes für mich hatte, so fand ich doch selbst meine Gegenwart für überflüssig. Ich erhob mich darum und fragte die Frau nach dem Betrag der Zeche. Sie erröthete leicht und entgegnete, einen verlegenen Blick auf ihren Mann werfend: O, mein Herr, sprechen Sie doch nicht davon. Es war uns sehr angenehm— nicht wahr lieber Georg?— Ihnen eine kleine Labung anbieten zu können.“ „Dummer Schnack!“ fiel ihr der Mann in seiner alten Weise rasch in das Wort.„Wir haben Brot, Butter, Milch und Eier auch nicht gestohlen. Es muß bezahlt werden, wie sich's gehört. Ueber dies ist die Haidemühle kein Wirthshaus, ein solches ist weit und breit nicht zu finden, daher kann uns der Herr doppelt dankbar sein für das was wir ihm geboten. Umsonst wird er's ja auch nicht annehmen. „Sicher nicht", entgegnete ich kurz, venn das Wesen des Müllers verletzte mich immer mehr;„auch bin ich gern zu einer doppelten Bezahlung bereit. Machen Sie mir nur die Rechnung. 4Tahe nict Jm k.. „Bah“, lachte er, so war's gerabe nicht gemeint, doch die Rechnung will ich ihm machen", sprach er zu seiner Frau weiter, sie mit einem verschmitzten Blick anschauend, „daß ihm trotz einfacher Bezahlung die Augen übergehen sollen. Also: ein halbes Brot macht— nichts; eine Mandel Eier macht— ebensoviel; ein großes Stück Butter macht ein dito, und wie viel Eimer Milch hat er denn getrunken, Minchen? Das mußt Du besser berechnen können, jedenfalls beträgt die Sumne der Zeche— nichts, rein gar nichts. Ja, ja, Herr Städter,“ rief er dann schallend lachend,„ganz so arg, wie Sie denken, sind wir Bauern doch nicht. Wenn wir's haben können, nehmen wir gern selbst einen Fremden nach Kräften bei uns auf, und ein„Vergelt's Gott!" genügt uns als Bezahlung vollständig. Das Alles von vorhin war nur ein Scherz von mir und“, er lachte, sich Gutem Vernehmen nach besieht im landwirthschaftlichen Ministerium keine Neigung zur Ausdehnung des Haftpflichtgesetzes auf landwirthschaftliche Gewerbe. Der ländliche Arbeitgeber pflegt für Personen, die in seiner Wirthschaft verunglückt oder erkrankt sind, freiwillig und in ausgiebiger Weise zu sorgen. Dagegen ist im landwirthschaftlichen Ministerium das Bestreben vorhanden, dem Spar= und Hülfskassenwesen die möglichste Ausdehnung auf die Kreise der ländlichen Bevölkerung zu geben. Wie verlautet, ist der Abg. Lasker wegen der Beleidigungen en seiner Rede über den Untergang des „Großen Kurfürst“ von dem Commandanten des „Preußen", Capitain zur See Blanc, gefordert worden. Die vielen Verhaftungen von Socialdemokraten in Altona beginnen Aufsehen zu erregen, denn es sitzen bereits an 50 Personen hinter Schloß und Riegel. Die weltberühmte Firma Siemens& Halske will in Berlin elektrische Straßenbahnen errichten. Der Plan ist folgender: Die Bahn wird in zwei Stränge getheilt, der eine für die Hin=, der andere für die Rückfahrt, auf beiden Seiten des Straßendammes auf 4½ m hohen eisernen Säulen, welche je 10 m von einander entfernt stehen, vom Belleallianceplatz über die Friedrichstraße bis zum Wedding geführt werden. Die Wagen sollen nur klein sein und zehn Sitz= und Innenplätze, sowie vier Stehplätze erhalten; die Elektrodynamit Maschine liegt im Untertheil des Wagens zwischen den Rädern und eine große Dampfmaschine von 60 Pferdekraft wird auf einem Grundstück in der Nähe der Bahn aufgestellt. Die Wagen gehen schnell und legen eine Meile in 15 Minuten zurück; sie bewirken die Beförderung von Personen auf größeren Strecken und namentlich nach den Stadtbahnsectionen. Die städtische Behörde beschäftigt sich mit der Prüfung der Sache. Der Marktflecken Donaustoff bei Regensburg ist nebst dem fürstlich Thurn= und Taxischen Schlosse total abgebrannt. Acht Personen erlitten erhebliche Brandwunden, denen ein Postbote, Familienvater, bereits erlag. Schweiz. Im Schaltjahr 1880 am 29. Februar ward im Gotthard Tunnel die letzte Scheidewand durchbrochen, und die Männer, die 8 Jahre lang, ohne sich zu kennen, einen Weg zu einander sich gebahnt hatten, reichten sich tiefbewegt die Hand zur ersten Begrüßung. Im Jahre 1869 trat die erste Idee einer Gotthardbahn durch das Riesenwerk eines Tunnels an die Oeffentlichkeit und wurde der Gegenstand diplomatischer Unterhandlungen zwischen der Schweiz, Italien und Deutschland. Im Jahre 1872 wurde das Werk zur Concurrenz ausgeschrieben und dem Bauunternehmer Louis Favre von Genf übergeben, einem Manne, der durch unermüdliche Thatkraft von einem einfachen Zimmermann zu dem bedeutendsten Praktiker in seinem Fach sich aufgeschwungen hatte. Die Ausführung des Werkes, das schon lange durch unermüdliche Thätigkeit erfindungsreicher Köpfe geplant war, gelang ihm, ein unsterblicher Ruhm ist seinem Namen geworden. Doch sollte er die Vollendung nicht erleben. Er starb am 9. Juli 1879 im Tunnel am Herzschlag. Der Tunnel ist 2 Meilen lang, 8 Meter weit und 6 Meter hoch. Nach hergestellter Eisenbahn in demselben wird mitten durch das Felsenherz Europa's ein ununterbrochener Schienenweg von der prächtig prangenden Seestadt Genua in Italien bis zu den Hansestädten in Deutschland führen und zwischen iesen Stapelplätzen dem Verkehr eine Zukunft von großartiger Bedeutung eröffnen. Rußland. Am Mittwoch war es, daß Mladecky in Petersburg auf den General Morikoff geschossen lat; am Donnerstag wurde er verhört und zum Tode verurtheilt, am Freitag Mittag wurde er auf einem öffentlichen Platze am Galgen aufgehängt. Tausend von Leuten sehen aus kespektvoller Ferne zu, die Exekution war so kurz, wie das Verfahren. Man konnte kurz sein; denn Mladecky gestand durchaus nichts, als daß er den General habe ermorden wollen und den ganzen Tag auf ihn gelauert habe; auch von einem Auftrag sprach er und daß die Reihe doch an den General kommen werde.— Das ist ja aber ruchlos, sagte ein Richter.— Doch wohl nur von Ihrem Standpunkte aus, antwortete Ml. höhnisch. Der Russe Hartmann in Paris wird nicht ausgeliefert. Nachdem der Justizminister Cazot in seinem Gutachten nachgewiesen, daß weder die Persönlichkeit Hartmanns als Attentäters, noch die Schuld desselben unwiderleglich festgestellt sei, entschied sich der Ministerrath für die Nichtauslieferung an Rußland, dagegen für die Ausweisung aus Frankreich. Hartmann wird nach einem Hafen des Canals La Manche gebracht werden, von wo er sich nach England einschiffen wird. Amerika. Die Durchbohrung der Landenge von Panama soll nach den Anschlägen der Ingenieure, welche in Lessep's Auftrage die Isthmuslinie untersucht haben, 43 Millionen Francs kosten und 8 Jahre in Anspruch nehmen. Ob Lesseps trotz seines gewaltigen Unternehmungsgeistes das Werk durchführen wird, ist freilich noch die Frage, wenn auch bereits am 10. Januar in seiner Gegenwart und der des Gesandten von Columbia, des Präsidenten und des Bischofs von Panama am Monte Culebro die erste Mine gelegt und das erste Stück Basaltselsen losgesprengt worden ist. der Wunsch ausgesprochen worden, doch dahin zu der Wittwe. Als er deren Noth erfuhr, gab er der wirken, daß der hierorts bei der Confirmation, nament= selben eine Mark für Beschaffung der nothwendigsten lich der Mädchen, übliche Luxus bezüglich der Kleider Speise, im Laufe des Tages brachte ein Arbeiter de förmlich schüttelnd,„und ein Bauernscherz, und die Städter er blinzte seine Frau mit den Augen an,„sind gründlich d’rauf'reingefallen“ damit hielt er mir seine breite Hand hin, in welche ich, ziemlich verlegen, die meine hineinlegte und schürtelte sie mir so derb, daß mir die Gelenke krachten. Die Frau hatte sich an ihn geschmiegt und sah innig zu ihm auf. „Du bist und bleibst im Grunde Deines Herzens ein herzlieber Mann,“ sagte sie dabei,„aber leider steht es Di nicht immer auf der Stirn geschrieben, und die Menscher auf ein bescheidenes Maß beschränkt und zu diesem Zweck eine bittende Ansprache auch an die einzelnen Gemeinden gerichtet würde. Wir kommen diesem Wunsche um so bereitwilliger nach, je mehr wir es aus Erfahrung wissen, wie viele Eltern, der Macht des Herkommens weichend, um dieses über flüssigen Aufwandes Willen sich in unendlich viel Sorgen und Mühen, ja, auch Schulden stürzen, ferner, wie so viele arme Kinder um des für diesen Tag durchaus nöthigen Staates Willen lange Zeit, ja Jahre vorher auf mühevollen Verdienst ausgehen, und wie endlich über dem allen der eigentliche, für Reiche und Arme ganz gleiche Zweck dieser Feier, nämlich die rechte Bereitung des Herzens, durch die Wucht der rein äußerlichen Sorgen so leicht in den Hintergrund gedrängt wird. Es war uns demnach völlig aus der Seele gesprochen, daß man es künftig bei einem guten schwarzen Kleide, welches für alle Acte: für Einsegnung, Beichte und heiliges Abendmahl, auch immer am würdigsten erscheinen dürfte, bewenden lassen möge. Wir können und wollen natürlich keinem irgendwelche Vorschriften hierin Wittwe die eingelösten versetzten Sachen, zwei Saa Kartoffeln und sonstige Lebensmittel, sowie 50 Maibaar. Die ärmliche Frau weint jetzt ebenso vor Freuwie gestern noch vor Kummer. Ein Schneidermeister in Düsseldorf und sei Geselle gewannen auf ein Loos der Kissinger Lotter# 12,000 Mark. In Grevenbroich wird noch in diesem Jahi die Enthüllung des Zukalmagglio=Denkmales stattfinden In einer Familie in Krefeld kam der Fall von daß nach dem Genusse von Ginsterthee sich bei der Hausfrau und mehreren Kindern Uebelkeit, Schwinde## und Ohnmachten einstellten. Der schleunigst herbeigeholte Arzt erkannte, daß sich in dem zur Verwendung gekommenen Thee Körner von dem als giftig bekannten Goldregen befanden. Infolge der angewandten Gegenmittel wurde die Gefahr beseitigt. Eine Entsetzen erregende Rohheit und Verdorbenheit legte kürzlich in St. Wendel ein elfjährige Knabe an den Tag. Der Schlingel, ein gewisser Rein aus Urweiler, wurde auf dem Friedhofe dabe getroffen, als er den Sarg eines kürzlich verstorbenen machen, sondern wir können nur bitten, aber wir israelitischen Lehrers ausgraben wollte, um, wie er dies. Biete in Rücksicht auf die Ungunst derigen; affen eingestand den Sar= zum Stall für seineWestfalen und Rheinland. * Schwerte, 9. März. Weit und breit haben die letzten Tage der vorigen Woche Stürme, Regengüsse, Gewitter und sogar Wolkenbrüche und mit dem schmelzenden Schnee fast überall Hochwasser gebracht Fünf Mal in diesem Winter, wie seit vielen Jahren nicht, hatte die Ruhr einen außergewöhnlich hohen Wasserstand. Auch wird aus den Elbniederungen von großen Ueberschwemmungen mit viel Noth und Jammer berichtet; in Aschaffenburg und Gelnhausen waren Wolkenbrüche und weithin Ueberschwemmungen, ähnlich in Marburg, Thäler und Bahndämme unter Wasser, der Verkehr unterbrochen. Der Sturm hat außer den schon mitgetheilten noch weitere Unfälle veranlaßt. In Witten faßte der Sturm einen dreijährigen Knaben, der auf den Hof gegangen war, um den Hühnern Futter zu streuen, und warf ihn in eine Jauchegrube. Zwar eilte sofort Hülse herbei, der Kleine war jedoch, als man ihn wieder herauszog, beseits ertrunken. In Wesel riß der Sturm ein Fenster aus den Angeln und schleuderte es auf die Straße. Zwei Kinder wurden von dem Fenster getroffen und erlitten schwere Verletzungen. In Minden wurde ein Mann, welcher seine Mütze verloren hatte und dieselbe retten wollte, vom Sturm in die Weser geschleudert und ertrank. Schwerte, 8. März. Schon vor längerer Zeit ist bestimmt worden, daß wenn der Geburtstag Sr. Maj. des Kaisers in die Charwoche fällt, an demselben Bälle und ähnliche Lustbarkeiten nicht stattfinden sollen. Der Minister des Innern hat entschieden, daß es auch in diesem Jahre dabei sein Verbleiben haben solle. *— 7. März. Der erste Frühlingsbote, ein Maikäfer, wurde uns heute vorgezeigt. *— Luxus der Confirmanden. Man schreibt der„Magdeb. Ztg.“ aus Nordhausen, 10. Febr.: Die hiesigen Geistlichen haben am vergangenen Sonntag von den Kanzeln sämmtlicher evangelischen Kirchen eine zeitgemäße und beherzigenswerthe, gegen die herrschende Unsitte der Entfaltung eines übertriebenen Luxus der Confirmanden, namentlich der Mädchen, gerichtete Ansprache verlesen. Dieselb lautet wörtlich:„Es ist uns von mehreren Eltern ich mit dem Meister durch Haus und Hof, in die Mühle, ja in die nahe gelegenen Ackerstücke hinaus. Zum Glück hatte ich in der letzten Zeit in dem„Buche der Erfindungen“ Einiges über Mühlenbau und wasßdazu gehört, sowie auch verkennen Dich darum so oft. Der Herr wird anfangs auch eine üble Meinung von Dir gefaßt haben.“ „Laß ihn,“ gab er ruhig zurück,„das ist immer der Bauern Art, daß sie es nicht lieben, mit schönen Worten zu prahlen, wie— na, ich will nicht anzüglich werden. Wir haben eben keine Zeit dazu, feine Redensarten zu drechseln und auch nicht, immer unser Herz in der Hand zu tragen. Das wird nur an Feiertagen und in Ruhestunden gezeigt, sonst bleibs ruhig in seiner rauhen Hülle versteckt, wie der Nußkern in der Schale. Aber nun Weib, sieh auch nach dem Essen, ich habe kannibalischen Hunger. Und Ihnen möcht' ich einen Rath geben, junger Herr“, wandte er sich zu mir,„die Sonne steht noch hoch und sticht förmlich, das bedeutet ein nahes Gewitter Da, hören Sie? der Donner rollt schon von Fern. Wenn Sie jetzt an den Heimweg denken, könnte sie das Gewitter auf freiem Felde oder im Walde überraschen, und das ist gefährlich. Darum schlage ich vor, Sie warten bei uns das himmlische Donnerwetter ab. Zu essen wird's freilich wenig geben, und das auch nur, verstehen sie wohl, gegen prompte Bezahlung.“ Ich schwankte einen Augenblick, ob ich dies Anerbieten annehmen solle, doch ein bittendes, einladendes Augenzwinkern der Müllerin machte meiner Unentschlossenheit ein Ende. So reichte ich denn dem Müller die Hand und sagte: „Wenn Sie mich hier behalten wollen, so nehm' ich's mit Dank an, Meister. Ein Platzregen auf freiem Felde wäre natürlich ffür mich nichts Angenehmes, da wart' ich den Kampf in der Natur lieber hier ab.“ „Da war auch viel Brimborium in Ihrer Rede“, rief der Müller lachend,„aber ihr Städter seid nun mal so, und ich versteh's schon ein wenig, hab's ja bei meiner Alten gelernt, aus dem Wortschwall das Richtige heraus zu klauben. Also, kurz und gut, Sie bleiben, und Du, Mindel, siehst mir jetzt nach den Kartoffeln, denn weiter giebt's nichts.“ Während die Müllerin in der Küche thätig war, schlenderte über die Landwirthschaft gelesen, sodaß ich dem Müller einigermaßen Rede stehen, auch einige selbstständige Bemerkungen machenkonnte. Das schien dem Mann zu gefallen, wir vertieften uns immer mehr in unser Thema, zogen auch gelegentlich Anderes hinein, sodaß wir endlich, im angelegentlichsten Gespräch, in das Eßzimmer traten, woselbst wir die Müllerin vorfanden, welche ihren heut wohl ausnahmsweise gesprächigen Gatten mit einem freudigen Erstaunen betrachtete. Das Eßzimmer war ein geräumiges, kühles Gemach, in welchem sich nur einige, höchst einfache Möbelstücke befanden. In der Mitte stand der große, schwere Eßtisch von Eichenholz, um ihn herum eine Anzahl einfacher Holzstühle, und in der einen Ecke eine Holzwiege, welche die Müllerin, mit den Händen Anderes schaffend, leise mit dem Fuße ihn und her schaukelte. Der Müller trat zu der Wiege, beugte seine mächtige Gestalt tief danieder, und gab dem darinliegenden kleinen Bürschchen, seine rauhe Stimme zu den höchsten Fisteltönen zwingend, die seltsamsten, liebevollsten Schmeichelnamen. Es war aber auch ein liebes Kindergesicht, welches, als ich gleichfalls näher trat, mir aus den buntgemustertei Kissen freundlich entgegenlächelte. Es hatte die blauen Augen, die zarte Röthe, die frischen Lippen von seinen Eltern, und auch das Haar keimte dem kaum Einjährigen blond. Noch einmal beugte sich der Vater auf sein Kind nieder und rief dabei, ernst, aus tiefster Brust: „Gott segne Dich, mein liebes Kind und erhalte Dich uns!“ wozu die Müllerin, fromm ihren Blick nach Oben richtend und die Hände faltend, flüsterte:„Ja, das ist auch mein Gebet. Der Allbarmherzige wolle es erhören, wir haben gelitten genug“ In diesem Augenblick öffnete sich die Thür, und Knechte und Mägde schritten in das Zimmer hinein, begrüßten freundlich Meister und Meisterin und ließen sich dann an dem Tische nieder. Für uns waren drei Plätze frei geblieben. Der Müller nahm den Hauptplatz der Tafel ein, neben ihm ließ sich die Frau nieder, während ich bei seiner rechten Seite Platz nahm. Auf meinen Teller hatte die Meisterin wieder eine Serviette gelegt. Doch der Müller nahm sie stillschweigend fort und legte sie auf das Fenstersims. Fortsetzung solgt.) wagen diese Bilke in Ruusicht auf die Ungunst der Zeitverhältnisse, in Rücksicht ferner auf so viele Eltern, welche obigem Herkommen nur mit Widerwi en und Murren sich fügen, in Rücksicht endlich darauf, daß so vielen Eltern die rechte Freude des Tages durch die nachhinkenden Sorgen verkümmert wird. Wir danken deshalb im voraus schon allen denen, welche, unserer Bitte Gehör schenkend, bei der diesjährigen Confirmation in Einfachheit mit gutem Beispiel vorangehen und das Bibelwort beherzigen:„Der sieht nicht, was vor Augen ist, der Herr sieht das Herz an.“ *— Gegen den der Ermordung und Beraubung Johann Heinrich Schulte's(aus Altenhagen) angeklagten früheren Diener des Ermordeten, Wilhelm Buchholz, ist ein zweiter Prozeß angestrengt. Der erste Prozeß, der von beiden Seiten mit großem Geschick geführt worden war, begann am 9. September v. I. und endete am 20. September damit, daß die Geschworenen, nachdem ihnen durch Zeugen mitgetheilt worden, daß die bei der Leiche vermißten 204,000 M. an einem von Buchholz bezeichneten Platze gefunden worden waren, Wilhelm Buchholz des Mordes im ersten Grade schuldig fanden. Es gelang seinen Anwälten, auf verschiedeue Einwände hin einen neuen Prozeß für ihren Klienten zu erlangen, der jetzt begonnen hat. * Ergste, 5. März. In Folge Bekanntmachung des Kgl Landraths vom 27. v. M. findet die dies jährige Musterung der sämmtlichen Heerespflichtigen des Kreises Iserlohn vom 10. bis 18 März statt. Am 16. März er. gelangen die Militärpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1858 und 1859, am 17. März er. des Geburtsjahrganges 1860 aus dem Amtsbezirke Ergste in dem Locale des Wirthes Krollmann in Iserlohn am Markt zur Vorstellung. Die Loosung für den ganzen Kreis findet am 20. März von 9 Uhr Morgens ab desgl. wie bekannt in Iserlohn statt. D. Bilmerich, 8. März. Gestern Abend gegen 8 Uhr gerieth das dem Wirth W. Timmermann gehörige Haus plötzlich auf noch unaufgeklärte Weise in Brand. Außer dem Wohnhaus, das total niederbrannte, und zwölf Hühner, die in den Flammen umkamen, wurde Alles gerettet. Durch Vermittelung des Herrn Landraths von Hymmen wurde der Dienstmagd Elisabeth Schmitz zu Böhle, welche ununterbrochen bei einer und derselben Herrschaft 48 Jahre treu gedient hat, seitens des Staates eine Prämie von 100 M. zu Theil. Möchte eine solche Anerkennung recht vielen Dienst boten als Aufmunterung zur Erfüllung ihrer Pflichten dienen. In Bielefeld haben spielende Knaben an dem herrlichen Kriegerdenkmal das Schwert des ruhenden Kriegers zerschlagen. In diesem Jahre steht in der Diöcese Paderborn bei 7 kath. Geistlichen das 50jährige und bei 22 das 25jährige Pristerjubiläum bevor. — Folgender ergötzliche Vorfall passirte jüngst in einer Westfälischen Schöffengerichtssitzung. Ein Angeklagter wurde vom Richter gefragt, ob er schon in Untersuchung gewesen sei, worauf derselbe ganz naiv erwiederte:„Jawohl, aber als untauglich entlassen warden.“ Als ein nachahmenswerthes Beispiel erwähnt die „Barmer Zig." nachträglich, daß eine dortige bekannte Firma gelegentlich des letzten Neujahrsfestes ihren Commis statt des sonst üblichen Neujahrsgeschenks ein solches von bleibendem Werthe geboten hat. Jeder derselben erhielt eine Lebensversicherungspolice auf 5000 Mark, die Werkmeister eine solche von 1000 Mark. Die auf die Policen in Zukunft einzuzahlen*“ den Prämien werden von der Firma getragen werden. In Elberfeld ist von ein r Anzahl Hundeliebhaber und Züchter der Beschluß gefaßt worden, zu Beginn des Juni auf dem Johannisberg eine große internationale Hundeausstellung zu veranstalten. Aus Düsseldorf wird folgender Wohlthätigkeitsakt gemeldet: Bei einer hiesigen Pfandversetzeri# hatte eine Wittwe, welche sich in sehr ärmlichen Verhältnissen befand, sich jedoch schämte, die öffentliche Wohlthätigkeit in Anspruch zu nehmen, alle ihre bewegliche Habe versetzt und war eben im Begriff, die letzte Steppdecke, die ihren ärmlichen Strohsack bisher bedeckte, fortzutragen. Da trat ein unbekannter Herr zu ihr in die Wohnung und erkundigte sich nach einem im Hause wohnenden Handwerker. Als der Herr das ärmliche Stübchen der Wittwe betrachtete, ihr abgehärmtes Gesicht und ihre verweinten Augen sah, erkundigte er sich theilnehmend nach den Verhältnissen ganz ossen eingestand, ven Surg zum Stau für seine Kaninchen zu benutzen. Die feinere Erziehung des sauberen Früchtchens wird einer Erziehungsanstalt überwiesen werden. Auf der Grube Gouley bei Aachen wurden durch Explosion schlagender Wetter 2 Personen getödtet und 11 verletzt; von letzteren sind 3 in der folgenden Nacht gestorben. Die Kohlenpreise der Königl. Gruben des Saarrücker Reviers bekommen wegen steigender Nachfrage vom 1. März ab pro Centner 4 Pfg. Erhöhung. Im Laufe dieses Jahrhunderts haben 47 Atten Ludwig tate auf gekrönte Häupter oder republikanische Repräsentanten stattgefunden. Es sind dies folgende 1) 1800, 24. Dec Attentat Arena's und Cerachi's mittelst der Höllenmaschine auf Napoleon Bonaparte. 2) 1801, 11. März. Erdrosselung des Kaisers Paul auf der Hande Lehrling in Als Lieutenan giment machte den Feldzug i Schlacht bei Li er 1816 ein und 1819 ein gründete er Wetter, 1857 Unternehmern war aber eine der menschlic Dampfes erkar den Bau vo machte er si# auf dem Rhe Dampf=Schle in die preu war er bis 1 Kammer und fünften Arns Zur Zeit Fraction Vir selben mit stimmte für gleichung, Ar Reform der kündete er und sociale Gesetz basi Bauernbrief dem folgte auch wegen Deutsche V dulden. D nachmittags Haus Sche Am ve II. von Rußland. 3) 1804, Februar. Cadoudal's am 24. J. Staatsrath Herrenhaus Am 26 hardt in Verschwörung gegen Napoleon Bonaparte und mißglücktes Attentat. 4) 1809, 13. October. Attentat des S udenten Staps im Schloßgarten zu Schönbrunn auf Kaiser Napoleon I. 5) 1832, 9. August. Zu Baden bei Wien Attentat Reindl's auf König Ferdinand V. von Ungarn. 6) 1835, 28. Juli. Attentat Fieschi's mittelst Höllenmaschine auf Louis Philipp. 7) bis 11) Attentate des Soldaten Aliband (1836, 25. Juni), des Commis Meunier(1836, 27. December), des Arbeiters Darmés(1840, 15. Octbr.) des Forstwärters Lecomte(1846, 16. April) und des Fabrikanten Henry(1846, 29. Juli) auf König Louis Philippe. 12) und 13) Attentat des Kellners Oxford(1840, 10. Juni) und des Zimmergesellen Francis(1842, 20. Mai) auf die Königin Victoria. 14) 1844, 26. Juli. Attentat des Bürgermeisters Tschech auf König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. 15) 1849, 12. Juli. Attentat auf den jetzigen Kaiser Wilhelm zu Nieder=Ingelheim. 16) 1850, 22. Mai. Attentat des Feuerwerkers Sefeloge zu Wetzlar auf Friedrich Wilhelm IV. 17) 1852, 2. Februar. Dolchstich Martin Marinos in der AtochaKirche zu Madrid gegen die Königin Isabella. 18) 1853, 18. Februar. Dolchstoß des Schneiders Libenyi gegen Kaiser Franz Joseph zu Wien. 19) und 20) Die Attentate gegen Napoleon III. im Jahre 1852 und 1853, am 5. Juli. 21) 1854, 27. März. Attentat gegen Karl III. von Parma. 22) und 23) 1855, 28. April. Attentat Pianori's; 8. Septbr. Bellamare's auf Napoleon III. 24) und 25) 1856, 28. Mai. Attentat gegen die Königin Isabella.— 8. December. Attentat des Soldaten Agesilaus Milano gegen den König von Neapel. 26) 1858, 14. Januar. Attentat Orsini's gegen Napoleon III. 27) 1861, 14. Juli. Attentat Becker's gegen König Wilhelm von Preußen. 28) 1863, 24. December. Attentat gegen Napoleon III. 29) 1865, 14. April. Ermordung des Präsidenten Lincoln zu Washington, 30) 1866, 16. April. Attentat Kowakosoff's gegen Czar Alexander zu Petersburg. 31) 1867. Im Juni Attentat auf den Czaren in Paris. 32) 1868. Ermordung des Fürsten von Serbien. 33) 1869. Attentat gegen den Vice=König von Egypten. 34) Neues Attentat gegen Napoleon III. in Bois de Boulogne. 35) und 36) 1872. Attentat gegen die Königin von England.— Attentat gegen den König von Spanien. 37) 1875, 5. August. Ermordung Gabriel Marcia Morenos, Präsidenten der Republik Ecuador. 38) 1877, 21. April, Ermordung des Präsidenten der Republik Paraguay, B. Gill. 39) bis 42 1878, 11. Mai. Attentat Hödel's gegen Kaiser Wilhelm.— 2. Juni.— Attentat Nobiling's.— 25. Oktober. Attentat Moncasi's gegen den König Alfonso von Spanien.— 17. November. Attentat Passanante's gegen König Humbert von Italien. 43) bis 46) 1879, 14. April. Attentat Solowieff's gegen den Ezar Alexander.— 2. December. Moskauer Attentat gegen denselben.— 12. December. Attentat gegen den Vice König von Indien.— 30. December.— Attentat Otero's gegen König Alfonso und die Königin Christine von Spanien 47) 1880, 17. Februar. Attentat im Winter=Palast zu Petersburg gegen den Czaren. * Be Otto Glag daß derse er veranst gebet als Respekt vo * Aus schen G folgendes begegnet einen Ba angehalte diesen nächsten weiten T Zeiten i amte fin Vergütu noch ein nicht ble trogener * 6 achter“ letzter 3 sehen ur den letzt Behäbig mit rech bis ein ein Lich Pascher überein die Zoll schuldig dieser Todtenglocke. * Friedrich Wilhelm Harkort, der„alte Harkort" ist am 5. März in Barop im Alter von 87 Jahren gestorden. Fr. W. Harkort war geboren am 22. Februar 1873 auf dem Familiengute Harkorten in der Grafschaft Mark. Er genoß seine Vorbildung, , gab er der nothwendigsten## in Arbeiter des en zwei Sac sowie 50 Mai benso vor Freut#### dorf und sei ssinger Lotter# In diesem Jahi nales stattfinden## m der Fall vor# ee sich bei de#### lkeit, Schwinde# eunigst herbeigen zur Verwendung giftig bekannten wandten Gegenis der Handelsschule in Hagen und trat dann als Lehrling in ein Handlungshaus zu Barmen ein. Tehetn zm 1, Westfälischen Landwehr=ReAls Lieutenoy g ge; dem Bülow'schen Corps 1814 den Feldzug in Holland und Belgien und 1815 die Schlacht bei Ligny mit. Nach dem Frieden errichtete lewerk 1818 eine Lederfabrik er 1816 ein Kupferwalzwert, 1818 eine Lederfabri und 1819 eine Maschinenfabrik zu Wetter. 1827 ründete er ein Puddlingswerk für Stabeisen zu Wetter, 1857 aber in Gemeinschaft mit anderen e. Eisenhüte zu Kaltenbach. Er Unternehmern die E## 60 war aber einer der ersten, weige die Bebegtungg deg ven sohhen, and zeif dzem Minister vom Stein nachte er sich um Sorderun,r.g1, die Bibung von Ungar, hier in Haft genommen worden. Dadurch, daß bei der letzten Vertheilung der Dividende ein achtes Mitglied der Gesellschaft sich übervortheilt glaubte, ist die ganze Pascherei verrathen worden. * Vor Kurzem starb in Newyork ein allgemein als reich, aber auch als sehr wunderlich bekannter Mann. Nach seinem Tode wurde bei ihm ein in folgenden Worten abgefaßtes Testament gefunden:„Ich hinterlasse mein ganzes Vermögen meinen Neffen und Nichten, deren Zahl sieben beträgt. Sie sollen sich in dasselbe theilen und nur dann zu Rechtsvertretern ihre Zuflucht nehmen, wenn dies absolut unvermeidlich sein sollte. Ich besitze 71 Beinkleider und bestimme ausdrücklich, daß dieselben in öffentlicher Feilbietung verkauft werden und daß der Erlös hiefür den Armen zu gute komme. Außerdem wünsche ich, daß diese Hosen vor dem Verkauf nicht untersucht werden und daß je eine Person nicht mehr als ein Stück kaufen darf." Da man an die EigenthümlichDie gestern Nachmittag um 4½ Uhr erfolgte glückliche Geburt eines Sohnes zeigen ergebenst an Schwerte, den 9. März 1880. Weidemann, Königl. Steuer: Empfänger und Frau. boee Bataillons=Befehl fahrs=Control=Versamt und Verdorbenein elfjährige , ein gewisser Friedhofe daber ich verstorbenen , um, wie er Stall für seine Erziehung des ziehungsanstalt chen wurden Personen gesind 3 in der des Saarender Nachfrage Erhöhung. den 47 Attendlikanische Redies folgende und Cerachi's on Bonaparte. Kaisers Paul Cadoudal's irte und mißber. Attentat zu Schönbrunn August. Zu auf König 35, 28. Juli. ine auf Louis ldaten Aliband ier(1836, 27. 10, 15. Octbr.) April) und des Pes Crtlafers grwöbnt vor, bouy, zusgeagrf## Todesanzeige. en S4 1872 eutechedhen Behe bue oehte hzug. ier de Gasein, wiche getan eunzgsugrn g Louaauge. Peunne,.„Mahitases Hagen, Bochan ze. Der Isentche Verkauf wurde angeleitelf a„ Seuern Adena 1. fünsten Arnsbergischen Wohltreite2 Pgoen,„gchur zer und die 71 Hosen an(1 verschiedene Personen ver:] 3 Uhr stard nach lange Zur Zeit der neuen Aera einer der Buy.“...). Einer der Käufer bemerkte bald nachher, als Fraction Bincke, bilbdete er bei der Auscosun, Ex exr seigen Einlauf näher untersachte, daß sich an den seitben mit Boctun=Dosye, vos In Geasgstener Aus Beinleid ein kleines, jedoch stark vernähtes Säckchen eichung, Aufßebung des Salzmonopols, Bankfreiheit, beftiade. Neugierig geworden, trennte er dasselbsleichung, A.gbebung bes)„„ig Schrsuutee auf und war nicht wenig überrascht, in dem SackReformn der Verggesetgebung, Lis Sorfteuer v. mehrere gefaltene Banknoten zu faden, welche landete er in zahlreichen, Blugichristen uber Peinz zusammen einen Werih von Tausend Dollars repräund soeiale Fragen rlchatlos seinz, auf Hreiye), und(senirten. Die Konde hiervon verbreitete sich wie Gesetz bastrten Grundsätze. Sem„Burger,—. ein Laufener durch die ganze Stadt und ein jeder Bauernbrieft brachte ihn auf die Ankoagsbont, vo, der Kauser bei sener Hosenbersteigerung halte nichts dem felgte emn„Sweoter Borger, uv 185g für 5ge(Eligers zu thun, als auch seinerseis jenes Hiaterauch wegen, des„Wohllatechtg, zu er. lassnschaftstück des originellen Mannes zu untersuchen Deutsche Volt“, bate er vet, Ausecu 10, Marz— und zwar mit Erfolg, denn jedes Slück war an der bulben. Die Vervgung vit., Msy, zie, gug nach gleichen Siele mit dem Sächen und jedes Säckchen nachmitags 3½ Uhr, vom Bahrbof-be..—. mit tausend Dolar versehen. Jedensals war es die Haus Soede, sot ist in Lich der Fürst Absicht des grilenhaften Testators, sich über seine rechteim beigangenen Sontiog v. v. z.4 geb, mätzigen Erden lusig zu machen, welche nun erbost Beinkleider vor Gericht auf Rückstellung der in denselben gefundenen Summen belangen wollen. doch der Wortlaut des Testaments über die Absicht des Testators wohl keinen Zweifel läßt, dürften die Erben schwerlich den Proceß gewinnen. Gestern Abend 11½) Uhr starb nach langem, schwerem Leiden in Gott) ergeben unsere innigst getiebte Gattin, Mutter, Tochter und Schwester Sephie Tremblau geb. Knips, im Alter von 42 Jahren. ( Freunden u. Verwandten) ###idmen diese Traueran#zeige mit der Bitte um stille Theilnahme. Die trauernden Hinterbliebenen. ( Schwerte, 7. Mürz 1880. Die diesjährigen Früpjag###### umm für die Mannschaften des Beurlaubtenstanver werden im Bezi 2. Bataillons(Dortmund) 3. westfälischen Landwehr=Regimennts Für die Mannschgftretg,g g###a#e, Schwerte und des eeude unung en Appellplatz: Markthalle unter dem Rathhause zu Schwerte. ittags 8½ Uhr: Die Reserven aller Waffen der Jahresklassen 1873 bis 1878 und jüngere, sowie die Dispositions=Urlauber und Superrevidenden(d. h. alle diejenigen Mannschaften, welche auf Reklamation, sowie die, welche wegen Dienstuntauglichkeit oder wegen vor ihrer Einstellung begangener Verbrechen oder Vergehen vor Ablauf ihrer Dienstzeit entlassen worden sind und über die noch teme endouy, g.ege Aritag plerge# Appelplatz: Kamp in der Nähe des Bahnhofes zu Aplerbeck. Am 6. upei.„.„ 4 Jacheslase Vormittags 9 Uhr: Die Reserven aller Waffen der Juhe assen 1873 bis 1878 und jüngeren, sowie die Dispositions=Urtauber und Superrevidenden(d. h. alle diejenigen Mannschaften, welche auf Reclamation, sowie die, welche wegen Dienstuntauglichkeit oder wegen vor ihrer Dienstzeit begangener Verbrechen oder Vergehen vor Ablauf ihrer Dienstzeit entlassen worden sind und über die noch keine endgültige Entscheidung getroffen ist.) Die sämmtlichen Militairpapiere sind mit zur Stelle zu bringen. Das Erscheinen zum unrichtige Appell wird mit Nach=Appell und das gänzliche Fortbleiben mit Arrest und Nachdienen bestraft. Dortmund, 1. März 1880. Königliches Landwehr-Bezirks-Kommando. Köring. Die Beerdigung findet * Die Beerdigung Auder# Mitttoch, den 10. cr.;# 8= Hohensolms=Lich, am 24. Januar 1805, Mitglied des Kgl. preußischen Staatsrathes und erbliches Mitglied des prenßischen Herenhauses, vehorven, Marter Christ. BlumAm 26. Febr. starb der Pfarrer Cherst. Wiumhardt in Bad Bol in Würtenberg. Mittivoch, den 10. K 3½ Uhr Nachmittags vom Marien-Hospitdl aus statt. Boioee 8 auf König des Kellners immergesellen gin Victoria. bürgermeisters von Preußen. den jetzigen 16) 1850, Sefeloge zu ) 1852, 2. n der Atochasabella. 18) eiders Libenyi 19) und 20) Jahre 1852 □ 27. März. 22) und 23) 8. Septbr. 25) 1856, Isabella.— Agesilaus 26) 1858, spoleon III. gegen König December. 5, 14. April. Washington. soff's gegen 1867. Im 32) 1868. 33) 1869. sypten. 34) in Bois de it gegen die n den König Ermordung der Republik ing des Präill. 39) bis gegen Kaiser obiling's.— den König er. Attentat von Italien. Solowieff's mber. Mos. December. dien.— 30. könig Alfonso 47) 1880, st zu PetersVermischtes. * Berlin. Vom Minister von Puttkamer erzählt Otto Glagau in seiner Zeitschrift:„Der Culturkämpfer", daß derselbe auch bei den officiellen Festessen, die er veranstaltet, es sich nicht nehmen läßt, das gebet als guter Hausvater laut zu verrichten! Allen Respekt vor solch' einem Staatsmann! * Aus dem Schmugglerleben an der holländischen Grenze erzählt die„Neuenhauser Zeitung“ folgendes Geschichtchen. Einem berittenen Grenzbeamten begegnet ein Mann, welcher auf einen Schiebkarrer einen Ballen Kaffee transportirt, und dieser, deshalb angehalten und befragt, erwidert kurz:„Ich habe diesen Kaffee für einen Grenzbeamteu nach der nächsten Zollamte zu bringen und erhalte fur de weiten Weg nur 50 Pfg. was ich bei den theuren Zeiten indeß mitnehmen muß.“ Der Herr Grenzb amte findet die von seinem Unterbeamten gewährte Vergütung doch zu gering und gibt sofort dem Manne noch eine Entschädigung— und der Schmuggler hat nicht bloß seine Waare gerettet, sondern von dem betrogenen Beamten noch eine Unterstützung erhalten * Hamburg, 1. März. Die„Hamburger Nachrichten“, schreiben: Corpulente Reisende wurden in letzter Zeit in gewissen Gegenden mehr denn sonst gesehen und erregten um so mehr Aufsehen, als man in den letzten Jahren immer weniger den Anblick solcher Behäbigkeit zu Gesicht bekam. Daß die Sache nicht mit rechten Dingen zugehe, daran dachte kein Mensch, bis ein Kenner dieser Korpulenz einer gewissen Behörde ein Licht aufsteckte. Die Dicken wurden nämlich als Pascher(Schmuggler) entlarvt, welche, mehrere Anzüge übereinander tragend, mit alten und neuen Garderoben die Zollgrenzen passirten, ohne dem Zolltarif den pflichtschuldigen Tribut zu zahlen. Dieser Tage sind nun 7 dieser behäbigen Herren, und zwar 6 Polen und 1 Civilstand des Standesamts zu Schwerte. Anmeldungen vom Monat Februar 1880. Geburten: Fabr.=Arb Joh. Fr. Mattheisen 1 T.— Böttcher Julius Teckhaus 1 T.— Fabr.=Arb. Fr. Vieler 1 S.— Schlosser Heinr. Stüttgen 1 S.— Fabr=Arb. Aug. Dräger 1 S.— Fabr.=Arb. Carl Buse 1 T.— Schweißmeister Traugott Pollmann 1 T.— Fabr,=Arb. Heinr. Brenne 1 S.— Puddler Franz Pröpper 1 Fabr.=Arb. Gust Dieckmann 1 T.— Fabr.=Arb. Johann Dienegott Kliem 1 T.— Schneider Aug. Kettler 1 S.— Berginvalide Aug. Scheibel 1 S.— Fabr.=Arb Carl Rosen. baum 1 T.— Händler Fr. Daalmann 1 S.— Fabr.=Arb. Wilh. Heimann 1 T.— Bahn.=Arv. Friedr. Selsen 1 T. — Puddelmeister Wilh. Lohmann 1 T.— Wagenmeister Anton Mitze 1 S.— Bremser Aug. Schmidt 1 T.— Fab.=Arb. Fr. Kramer 1 T.— Locomotivführer Georg Leichtfuß 1 T.— Sattler Heinr. Recke 1 S.— Fabr.=Arb. Ch. Veller 1 T.— Fabr.=Arb. Joh. Schäfer 1T.— Fabr.= Arb. Heinr. Brockmann 1 T. Sterbefälle. Stuhlflechter Carl Davidis 37 J. 9 M. 5 T.— Ehefrau Bergmann Wilh. Lewe, Julie geb. Wallbaum 47 J. 3 M. 23. T.— Emma Middelmann 5 J. 5 M. 25 T.— Fabr.=Arb Heinr. Oberländer 43 J. 11 M. 18 T.— Fabr.=Arb. Duesberg 27 J. 6 M. 9 T.— Leop. Bäcker 14 J. 11 M. 25 T.— Sophia Franziska Dannenbäumer 2 J. 3 M. 14 T.— Wilh. Heimann 1 J. 4 25 T.— Wittwe Tagelöhner Carl Mark, Mina geb. Sondermann 39 J., 7 M. 20 T.— Syutiigute Leuise Schneider. K Dem Allmächtigen hat) ges gefallen, unsere liebe Jlugl. im Alter von 9¾ Jahren ( nach kurzem aber schwe-) rem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen, wel(ches wir hierdurch Veregen Uebernahme der Gemeinde= und Schulkassen des Amtes Ergste muß ich meine bisherige Thätigkeit als Auctionator einstellen. Meinen vielen Auftraggebern, bei denen es mir gelungen, sie zur Zufriedenheit zu bedienen, sage ich für das mir geschenkte Vertrauen Solte ich trotz des besten Willens jedoch den einen oder anderen durch meine Leistungen nicht nach Wunsch befriedigt haben, so bitte ich hierfür nachträglich um Verzeihung. Hennen, im März 1880. D. Puetter. Die 49. Auflage von Anspach=Montag's Rechenknecht nach der neuen deutschen Reichswährung erschien soeben im Verlage von Ad. Gestewitz in Wiesbaden und ist zu beziehen in Schwerte durch Carl Braus. 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Kaldewey von Hamm mit Dienstmagd Julie Friederike Wilhelmine König vou Villigst. Fabr.=Arb Casp. Heinr. Wilh. Brune von hier mit Wilhelmine Schmerbeck von Rheineberge. Locomotivheizer Johannes Heinr. Aug. Wiegand von Glückstadt mit Amalie Hedtkamp von Hagen. a;=linschul. 2) Movilar= Solles Violluschur.„Verkauf. ist nach dem Urtheil competenter Kenner die beste aller bis X# 6—— jetzt erschienenen Violinschulen. Der Erfolg, welcher beiX Schülern damit erzielt wird, ist überraschend und doch Ogründlich, der Preis ein sehr mäßiger: 6 Hefte(34 Musikbogen)* 91 beft nur 1 N. 20 Pfg. 2 * Zu beziehen durch Carl Braus in Schwerkk. Abonnements-Rindung auf Sort Ortbet! Harkort" 37 Jahren am 22. irkorten in sorbildung, Illustrirte Damen= und Moden=Zeitung. Abonnementspreis vierteljährlich 24 Mk.(3 frs. 35 e.— in Oesterrich nach Goure). * Jährlich erscheinen: # 24 Aummern m. Moden u. Handarbeiten,§ 24 Supplemente, 500 Schnittmuster, 24 Kummern mit Anterhaltung.§ 24 Heilagen. 12 colorirte Modenbilder. Ale Buchandtungen und Post=Anstalten nehmen jederzeit Bestellungen auf diese beliebteste und weltverbreitete Moden=Zeitung entgegen; erstere liefern auf Wunsch Probe=Nummern zur Ansicht. Monrag, den 15. März Morgens 10 Uhr, verkaufe ich bei Kepp auf dem Ufer b. Refflingsen Kleiderschrank, Glaserschrank, Kommode, Koffer, Bettstellen, Tische, Stühle, Oefen, Kochtöpfe, Haus= und Küchengeräthe, Wannemühle, Heckselbank, Pflug, Egge, 1000 g Heu 2c. nummerweise gegen Credit. Zahlungsfähige Käufer ladet ein D. Puetter. T=osicz nuese Muster, un grauslich billig, Musterkarten versenden auf Wunsch franco und umsonst. Aber nicht an Tapezierer, sondern nur an Privatleute, da es uns absolut nicht möglich, auf diese unglaublich billigen Preise noch Procente bewilligen zu können, Tapezierer aber gewohnt sind, hohe Procente zu genießen. Bonner Fahuenfabrik, Bonn. Die Beerdigung Riudet Popnerstag Vormittags A1 Uhr statt. Beesororerere Steablies. Der Schneider Richard Glied aus Lennep, zuletzt hier, ist mehrerer Unterschlagungen verdächtig und hält sich verborgen, sodaß um seine Verhaftung und Vorfüh rung in das hiesige Gerichts Gefängniß ersucht wird. Dortmund, 2 März 1880. Der Untersuchungsrichter 1. Signalement. Alter: etwa 50 Jahre. Größe: 5° 2“. Statur: gesetzt. Haare: grau. Stirn: breit. Augenbrauen: grau. Augen: blau. Nase: dick und platt. Mund: breit. Kinn: rund Bart: voll und weiß. Gesicht: rund. Gesichtsfarbe: blaß. Besondere Kennzeichen Eine freundliche für Geschäftsleute, namentlich für Inhaber von Droguen=, Materialwaaren=, oder ähnlichen Ladengeschäften. Bedürfnißhalber werden in allen Städten der Rheinprovinz und Westfalen Niederlagen meiner Hoff'schen MalzBewerber mit guten Referenzen wollen sich wenden an das Kaiserl., Königl. Commissions=Rath und Hoflieferanten Johann Hoff's Central=Depot in Cöln, Somdbienstlape 29. Comdderstraße 29. KRRR###nnnm Freiwillige. Ein Wunder der Industrie! Oresteig Am 13. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, werde ich im Auftrage des VerSie leine. Gefl. an die nebst Garten auf 1. Mai zu vermiethen. Offerten unter Chiffre S. Expedition d. Ztg. In der Nähe des Bahnhofes ist eine freundliche Wohnung, bestehend aus drei Zimmern und Kellerraum, zu vermiethen. Näheres in der Expedition. werde ich im Auftrage walters der Concursmasse Drechslers Friedr. Weder zu Westhofen Kaufmanns Alex Falk hierselbst im hiesigen Pfandlocal 1 Küchenschrank, 2 Koffer, verschiedene Reale, 1 Theke, 1 Ladenschrank, 1 Kiste mit Cedernholz, 1 Partie Pfeifen, Pfeifenköpfe, Pfeifenrohre, Stöcke, Cigarren, Cigarrenspitzen, Portemonnais, sowie eine große Partie Kurz= und Galanterie=Waaren und sonstige Gegenstände meistbietend gegen baare Zahlung öffentlich versteigern. Schwerte, 9. März 1880. Schmitz, Gerichtsvollzieher Einzig und alleinige Uhrkette in echt amerikanischem Christor. dem Golde gleichgestellt werden durch die Feinheit der Arbei und die Güte des Metalles welches sich nie verändert; diese kostbare Kette, welche wir bekann kannt zu machen und beim gro— ßen Publikum einzuführen wünallein schen, hat doch einen reellen — Werth von 4 Mk. Sie wird Ihnen aber verkauft für den wirklich fabelhaften Preis von 1 Mark damit alle Welt von der Gelegenheit prositiren und diesen Gegenstand beurtheilen möge. Außerdem erhält Jeder der diese Kette kauft, als Geschenk: einen Carton, enthaltend 7 kostbare Gegenstände: 1. ein paar Ohrringe, 2. ein paar Manschettenknöpfe, 3. einen versilberten Fingerhut, 4. eine Busennadel oder 1 Radelbüchse, 5. einen Fingerring mit Stein, 6. eine Damen-Halzkette, 7. ein schönes Kreuz oder Medailen dazu. Bei Einsendung von Mk. 1,30 per Postanweisung oder in Briefmarken wird franco gesandt inel. Emballage! Nachnahme unfrankirt. Für 3 Mk.—3 Collectionen fre. H. Schönfeldt, Berlin SW., Gitschinshtr. 8 „„ S Fur Confirmanden ansn. Ev. Ersangrachtr in schöner Auswahl, in einfachen bis zu den feinsten Sammet=Einbänden, zu bekannt billigen Preisen. Carl Braus'sche Buchhandlung. #Sv. Präparanden-Anstalt(Saut in Schverte ist vorzu Holzwickede. Abon Oe □ S Landwirthschaftl. für die Stadt Schwerte und das Amt Westhofen, Der Herr Wanderlehrer Wagner will Montag, den 15. d. um 4 Uhr Nachmittags; bei Herrn Schulte im Stadtkeller in Schwerte einen Vortrag über Sammelmolkereien halten, zu dem die Herren Mitglieder des Vereins ergebenst eingeladen werden. Villigst, den 8. März 1880. Der Vereins=Director: Elverfeldt. Zur Jeier des Geburtstages Sr. Majestät unsers Kaisers und Königs Willlelm I. Die Aufnahmeprüfung für den neuen Kursus findet Dienstag, den 23. März, vormittags 9 Uhr, hier statt. Anmeldungen, unter Beifügung eines Schulzeugnisses, Tauf= und Impfscheins, wolle man an den Unterzeichneten richten. Freunde der Präparandenbildung werden zugleich zu der öffentlichen Jahresprüfung unserer Zöglinge auf Donnerstag, den 18. März, vorm. 9 Uhr, hierdurch freundlichst eingeladen. Holzwickede, den 3. März 1880. Fr. Nase, Insp. In der Buchhandlung von Carl Braus in Schwerte ist narräthig: Regeln und Wörterverzeichnis für die am 20. März findet in meinem Hotel Abends 7 Uhr ein 36) 98 (td„ P444 88882% statt, das Gedeck zu 2.50 Mark. V. Or Mittwoch, 10. März cr., Morgens 9 Uhr anfangend, werden beim Wirth Herrn Wernecke zu Schwerte: Tische, Stühle, Glas=, Küchenu. Kleiderschränke, Bettstellen und Betten, Comoden, Grabeschüppen, Heu=und Mistgabeln, sowie Röcke, Hosen, Westen, Hemde, Schweißkittel, Barchent, Damast=Wachstuchdecken, Leinen 2c. öffentlich, meistbietend, gegen Baar und Credit verkauft. Schulte Großenbräucker. Berechtigte Tandwirthschafteschall zu Cleve. 13. 8 Verkauf. Im Saale des Herrn zur Nieden: Mittwoch, 10. März cr., Opern-Vorstellung: Das Nachtlager von Granada. Ilerrn und Frau Franzius Müller, Hof-Opern-Sünger Anfang — Entrée M 1. 8 Uhr. Vorverkauf 0.80 4 im Locale selbst. □ Das Sommersemester beginnt am 14. April 1880. Aufnahmeprüfung für die Landwirthschaftsschule am April, für die Vorschule am 12. April, Morgens 8 Uhr. Preis für Kost und Logis von 42 M. monatlich an. Der Director führt eine Quartierliste und ist zur Unterbringung der Schüler bei guten Familien gern behülflich. Den Schülern wird in den Höhe= und Niederungswirthschaften der nächsten Umgegend von Cleve die mannigfaltigste Gelegenheit gegeben, den practischen Betrieb der Landwirthschaft, Viehzucht, Käserei, Krautfabrik und Ziegelfabrikation kennen zu lernen. Das Zeugniß der Reife gilt als Qualificationszeugniß für den einjährig=freiwilligen Militärdienst. Zu weiteren Mittheilungen sind gerne bereit: Herr Rittergutsbesitzer W. Gerpott auf Schmitthausen bei Cleve, die Herren Stadtverordneten Th. Remy und F. van Rossum hierselbst, sowie der Unterzeichnete. Die Anmeldungen nimmt entgegen Dr. Fürstenberg, Director. deutsche zum Gebrauch in den preußischen Schulen. Herausgegeben im Auftrage des Königlichen Ministeriums der geistlichen, Unterrichts= und Medizinal=Angelegenheiten. Preis 15 Pfg. Ne. 21 Handels=Nachrichten. Dortmund, 6. März. Weizen, schwerer mittel leicht Roggen, gut mittel gering Hafer, gut.. „ mittel „ gering Gerste, schwere „ mittel „„leicht Kartoffeln.. Stroh(Richt=) Heu.... Butter, 1 Kilo Eier 60 Stück Neuß, 8. 1. Qual. Mittwoch, den 10. März er., Morgens 10 Uhr, verkaufe ich an der Behausung des Herrn Haape zu Schwerte eine große Parthie kleine und große Faselschweine meistbietend gegen Baar und Credit Schulte Großenbräuker. 535688888000 0 Für Festessen 0 0 on 0 0 Kaisers Geburtstag 0 0 empfehle ich die in meinem 0 O Verlage soeben in 5. Auflage 0 0 erschienenen. 0 0 Volkslieder 0 0 für Vaterlandsfeste, Fa 0 X milienkreise und Wanderlust. 0 § 64 Seiten(58 Lieder ent H #X haltend) geheftet. Preis 15 Pfennig. 0 0 In Parthien 50 Expl. für 6 0 Mark, bei 100 u. mehr Expl. 0 à 10 Pfg. per Stück. 0 0 Diese Sammlung kommt F— #00000O0O0O000O.O00-0 0X) 0 600 80 H Markt neben der„Krone“ u. Lütgebrückstraße 9. 65 5 9 s Tapeten=Reste=Ausverkauf.ig kommt X in sofern einem Bedürfniß X O entgegen, als in derselben 0 □ 9 8 9 9 um damit zu räumen, zu und unter Fabrikpreisen. Zugleich erlaube ich mir zur bevorstehenden Saison mein wohl assortirtes Lager von den neuesten Dessins in Tapeten, Borden u. Decorationen einem geehrten Publikum zur geneigten Ansicht und zu den g: 37. hactens in emnfklen— Muster werden 0 6 ### einem geehrten Publikum zu ### billigsten Preisen bestens zu empfehlen. a per Post franeo wugesandt. 46 Gunster. 6 Ferner Wachstuch, Rouleanz, Goldleisten, Fenster- □ □ gallerien, Photographierahmen, Pappdeckel, fertige □ ∆ Spiegel, Spiegelgläser und Fensterscheiben, trockene C O und fertige Oelfarben, Lacke, Pinsek etc. etc. zu L Goutger Bertes. □ Detail=Verkauf nur gegen Baar. 8 9 Dorimund. Carl Doring, Dortmund.# □ Tapeten=, Glas=& Farbwaaren=Handlung. Für vorkommende Sterbefälle empfehle Todtenbriefe und Todtenzettel letztere auch illustrirt(als Andenken für Verwandte), in sauberer und billiger Ausführung; ferner Trauerpapier und Trauer-Couverts sowie schwarzen Siegellack. Carl Braus. 18 75 14/80 915 14 Weizen à 100 Kilo 2. o. 10 6/20 8— 2/20 3.— März 1880. 9— 6.— 7— 2.— 22 18 17 16 □ Markt neben der„Krone“ u. Lütgebrückstraße 9.82 5000OPOPOPOHOOOHHO 0 17 15 24 25 24 * 50 50 50 50 58 60 152 20 80 34 90 Der Verlauf In den hiesigen Rinderweiden, einschließlich Oelkamp, werden pro Sommer 1880 enigegen, als in derselben X 0 nur wirklich beliebte, ins Volk 0 0 gedrungene Lieder enthalten 0 0 sind, welche in jeder Gesell 0 H schaft leicht und ohne Noten 0 c gesungen werden können.# An Festcomités, VerO einsvorstände 2c. sende auf 0 0 Wunsch gerne einzelne Expl. 0 0 gratis und franko. 0 6 Adolf Langewische 0 H in Godesberg. 0 593098999985 Ein Knabe, der Lust hat das Friseur= und Barbier=Geschäft zu erlernen, wird gesucht. Unna. Neu! Deutsches Reichspatent. Neu! Photographische Vergrösserungen Rinder u. Kühe mittelst electrischen Lichtes auf Malerleinwand und Papier nach Visits=Photographien, Zeichnungen und Gemälden jeder Art liefert in sode, bu opv die photgraphische Kunstanstalt von W. Berndt, Dresden, Pragerstr. 39. den geehrten Bewohnern von Unterzeichneter empfiehlt Hennen und Umgegend als Auctions-Commissar und zur Uebernahme aller in diese Branche einschlagenden Geschäfte. Prompte und reelle Bedienung wird zugesichert. Hennen, 4. März 1880. Heinr. Albrecht. wieder zur Weide angenommen. Anmeldungen beim Unterzeichneten. Haus Husen b. Westhofen, März 1880. Der Verwalter. 200.000 Mark aun Verschent Strengste Discretion. Eigenthümer muß sich legitimiren lönnen bei Frau Carl Keßler, Iserlohn, Wasserstraße Tinten. Anilin=, Brillant=, Schreib= und Copirtinte, rothe und blaue Tinte, à Fl. von 10 Pf. an bei Carl Braus. 18. und mehr liegen auf # L a n d g ü t e r, B a u e r n h ö f e, Kirchen, Schulen, Städte u. Gemeinden Anleihen zu 4% 4 1/% 4¾% u. 5% Zinsen resp. Armortisation gegen convenierende Sicher: heit in größeren Posten stets zum Ausleihen bereit. Camen, im März 1880. Harlinghoff. Dem lieben Klingelholler zu seinem Geburtstage die herzlichsten Landroggen 1. à 100 Kilos2.„ Gerste(Winter100 Kilo SommerBuchweizen à 100 Kilo Hafer„„ Rübsen(Aveel)„„ Rapst.: Qudl.„ ..„„„ Kartoffeln„„„ Heu à 50„ Roggenstroh„„ Rüböl per„„ in Parthieen v. 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gereinigt. Oel p. 100 K. 3 Mk. höher als Ruböl. Preßkuchen per 1000 K. Weizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo Kleien à 50 Kilo Hagen, 4. März. Der Rdes beutigen Getreidemarktes war ein weseutlich ruhigerer. Die Umsätze beschränkten sich auf Kleinigkeiten, wenngleich sich sowohl für Weizen als auch für Roggen Preise behaupten. Hafer zu Saatzwecken wurde hin und wieder begehrt, während solcher zu Futterzwecken vernachlässigt bleibt. Es ist zu notiren: Weizen 24—24.50 J, Roggen 18,50—19,50, Haser 15—16, Gerste(Futterwaare) 15—15,50 M, (Brauwaare) 20—22 K, Bohnen 28 bis 33 M, Erbsen(kleine) 20—21 K, (Riesen=) 26—28 J., Weizenmehl 00 32—33 J, Roggenmehl O/1 27—28-4 Witten, 4. März. Die in der vorigen Woche im Getreidegeschäfte eingetretene bessere Stimmung mußte an der heutigen Börse eine Zurücksetzung erfahren und wurde hiervon in erster Linie Weizen betroffen, in welchem Artikel in Folge dessen der Umsatz gering blieb. Roggen und Hafer etwas besser verkäuflich. Gerste und Hülsenfrüchte unverändert. Mehl sehr ruhig. Abfälle gefragt. Die Preise stellen sich für: Weizen 23,70—24,25 M., Roggen 18.50 bis 20,00 M., Hafer M. 13,50—16,50 Braugerste 19,50—21,00, Futtergerste 15.00—16.00 M., Bohnen 26,00—30,00 M, Victoria=Erbsen M. 26,00—28.90, Kleine Erbsen 19,00 bis 21.00 M., Weizenmebl M. 31.50 bis 33.00, Roggenmehl M. 27,00—28,00, per 100 Kilo. Bollmehl M. 6,75, Grand M. 5,70, Kleien N. 5,40 pro 50 Kilo. Alles loko hier. 14. Sitz über die A auf Grund worden sin führen, daß begründet der Polizei Mittheilung suchung ein Ausnahmez dem Spiel Maßregel wiederung schlossen u betreffend gefährliche — Freiher daß die e nicht von eine gena Der Abg. v. Kleist=9 Einfluß scheine.— Vahlteich darauf hi Tendenzer guardsen Gesetz sti noch die hatte er Abstimmn werde seit Die Vorl Mitgliede 15.6 berathun Abgeordr Namens wiesenen Commiff satz geb (Militärbemerkt minister schreibu: angeord troffen über die die Ab Rabenat und G Gegenst willigt. Militär und be der in die De Sitzung D von P Mitgl Feier waren komm Friedt garter T Mi POven„ Biehmgen, H. Sesr. 1330. Lluckwünsche! Wangig nie vir Die Schwerter. Großer Pferde= und Fohlenmarkt Zu Neuß am Donnerstag, 11. März er