str. Wochen schrift. sem einseitigen politischen ssionellen Standpunkt. Quartal 1880 enthält unter von Jnan. Roman von Haus it Illustrationen von Woldemar — Aus der Briefmappe der Novelle von Ernst Wichert.— se. Erzählung von heinrich Ferner: Eine Novelle von 4. belehrende Beiträge von Herrig, v. Eye, Stieler, J. Kanke u. osky, Spangenberg 2c. i Bildes der Königin Luise indlung J. H. Schorer in Verch alle Buchhandlungen und 200,000 Mark und mehr liegen auf Landgüter, Bauernhöfe, Schulen, Städte u. GeAnleihen zu 4% 4½% 5% Zinsen resp. Armorgen convenierende Sicherrößeren Posten stets zum bereit. , i m J a n u a r 1 8 8 0. C. Harlinghoff. under der Industrie! kinzig und alleinige Uhrkette amerikanischem Christor. m Golde gleichgestellt werden rch die Feinheit der Arbeit id die Güte des Metalles, elches sich nie verändert; diese stbare Kette, welche wir bennt zu machen und beim gron Publikum einzuführen wünhen, hat doch einen reellen erth von 4 Mk. 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Jahrgang Anmeldungen zum Bezug unserer Zeitung können zu jeder Zeit erfolgen bei unseren Boten oder in der Expedition. Der Nothstand in Oberschlesien. Der Nothstand in Oberschlesien hat die Theilnahme des Volkes in hohem Grade in Anspruch genommen. Von allen Seiten strömen die Unterstützungen auf die Stätten der Noth und dem Landtage wird demnächst eine Vorlage zur weiteren Linderung der Noth zugehen. Die Minister und die höchsten Beamten von Oberschlesien sind kürzlich in Oppeln zusammen gewesen, um zu berathen, auf welche Weise am wirksamsten der Wiederkehr solcher Nothstände in diesen Gegenden am zweckmäßigsten vorgebeugt werden könne. Als Ursache der Nothstände wurden in erster Linie die Ueberschwemmungen, die Mißernte und russische Grenzsperren wegen der Rinderpest im vorigen Jahre angeführt und es sind gewiß diese Dinge auch wohl die nächstliegenden Ursachen. Allein es kommen doch noch immer mehr andere Dinge zum Vorschein, welche ebenfalls einen hervorragenden Antheil an dem Nothstande haben. Eine Mißernte ist ja eine schlimme Sache und bringt auch eine gute Gegend in Verlegenheit, allein wenn sonst Alles in der Ordnung ist, wenn die Bevölkerung eine fleißige, sparsame, gesittete ist und nicht zu tief in Schulden steckt, dann wird auch eine Mißernte ertragen, ohne daß gleich die Hungersnoth vor der Thür steht und die Unterstützung des Landes angerufen werden muß. In Obersvlesien scheint es aber gerade mt den Dingen, welche im Stande wären, eine Mißernte ohne Noth ertragen zu können, schlecht bestellt zu sein. Die Bevölkerung wird als eine sehr verwahrloste geschildert, welche in besseren Tagen an Sparsamkeit nicht denkt, und darum in der Noth auch nichts hat. Das Wirthshausleben und die Schnatstrinkerei soll dort mehr wie sonst irdendwo floriren, namentlich seit in Folge der Schankfreiheit auch dort die Wirthshäuser wie Pilze aus der Erde geschessen sind.— Wo das Volk viel in Wirthshäusern lebt, da ist auch ein ergiebiges Feld für die Wucherer, und so haben sich dieselben denn auch dort in großen Schaaren eingestellt Vielfach haben sie selbst Schankstätten in Verbindung mit Kramläden errichtet als die besten Leimruthen, um die lockeren Vögel zu fangen. Seit dem Jahre 1873 haben die Schuldprozesse und Subhastationen, wie aus dem Kreise Rativor berichtet wird, um nahezu 250 pCt., die Wechselprozesse um 300 pCt. zugenommen, die Subhastationen sind von etwa 140 im Jahre 1873 auf über 450 im Jahre 1878 gestiegen. Ganze früher sehr reiche Dörfer liegen in den Händen der Wucherer, z. B. Groß= und Klein=Peterwitz, Brzezie, Niebotschau, Kobilla, Plania, Zauditz und Kranowitz. Waren diese Dörfer früher reich, so kann der Grund ihrer jetzigen Armuth nicht in den Naturverhältnissen, sondern muß in den von den Menschen geschaffenen Verhältnissen liegen. Das Wirthshaus mit seiner Erziehung zur Bummelei, zur Leichtfertigkeit, zur Verschwendung, zur Genußsucht, zur Vernachlässigung des Berufes, der Arbeit, der Familie — und daneben der Schacherer und Wucherer sind ganz allein schon im Stande, eine Gegend zu ruiniren— wenn die so nöthige sittliche Zucht fehlt, und diese ist ja in den letzten Jahren üllerall in die Brüche gegangen. Wo sie von Kirche oder Schule noch irgendwo geübt wurde, da hetzte die liberale Presse so lange hinterher, bis auch der letzte Rest vernichtet war. Der liberale Aberglaube an die natürliche Güte der menschlichen Natur und die darauf gebaute große politische und sociale Irrlehre des Gehenlassens, damit die menschlichen Kräfte sich ungehindert entfalten und die guten die bösen überwältigen könnten, haben unaussprechliches Verderben über unser Volk gebracht; denn nicht die guten Kräfte und Mächte, sondern die schlechten, nicht die Sparsamkeit, der Fleiß, die Gewissenhaftigkeit und Gottesfurcht, sondern die Trägheit, die Bummelei, die Verschwendung, Genußsucht, die Lust zum Betrug, zur Gewissenlosigkeit und die Gottlosigk eit haben die Uebermacht bekommen. Wie der gute Geist es ist, der lebendig macht, den sittlichen und wirthschaftlichen Wohlstand wie den socialen Frieden hervorbringt, so ist es der böse Geist, welcher in Haus und Gesellschaft den Unfrieden erzeugt, die Sittlichkeit zerstört und den wirthschaftlichen Wohlstand vernichtet. Ein sittlich tüchtiges Volk vermag auch der ärmsten Gegend noch seine Lebensbedingungen abzuringen, während ein sittlich verdorbenes Geschlecht auch in der reichsten Gegend verkommt. Möchte man diese Gesichtspunkte doch ja auch bei der Bekämpfung des Nothstandes in Oberschlesien wohl ins Auge fassen. Sittlich heruntergekommenen Menschen ist auf die Dauer weder mit Almosen noch mit Arbeit zu helfen, ihnen ist überhaupt nicht zu helfen. Wir sind natürlsch sehr dafür, daß man auf Mittel sinnt, um die Ertragsfähigkeit des Bodens zu steigern und für bessere Handelswege zu sorgen durch Anlegung von Drainagen, Canäle und Secundärbahnen, wie vorgeschlagen ist; allein wichtiger als alle diese Mittel halten wir die sittliche Hebung des Volkes durch Kirche und Schule, durch gute staatliche Gesetze und verständige Handhabung derselben — vor Allem aber müssen wir sagen: Man verbiete oder beschränke den Schacher= ober Hausirhandel, beschränke die Zahl der Schankstätten und hebe die Wucher= und Wechselfreiheit auf. Deutsches Das abgeschiedene Jahr 1879 wirft noch starke Schatten in das Jahr 1880. Aus allen Himmels richtungen bringen die Zeitungen Berichte über große Verwustungen und Schaden, welche durch weitverbreitete Ueberschwemmungen bewirkt wurden, die eine Folge des massenhaften Schneefalls der letzten Monate und des rapiden Schmelzens desselben in Folge des ebenso raschen als ungewöhnlich großen Umschlags der Temperatur in den letzten Tagen des Decembers waren, und durch Stauungen des Eises in den tief gefrorenen Gewässern gefahrvoll erhöht wurden. Brücken und Gebäude sind mehrsach fortgerissen, Eisenbahndämme beschädigt und der Verkehr gehemmt, Feld= und Gartenanlagen verwüstet, Fässer, Holzund andere im Freien aufbewahrte Gebrauchsgegen stände wurden von den Fluthen fortgespült, in den Häusern und Kellern aufbewahrte Vorräthe geschädigt und verdorben, und selbst Menschenleben sind hie und da zu beklagen gewesen. Erst jetzt scheint die Gefahr an den meisten Orten vorüber zu sein; nach den meisten und neuesten Berichten beginnt das Wasser allmählig zu fallen und sich zu verlaufen, nachdem der Eisgang in den meisten Flüssen in vollen Zug gekommen ist. Die Folgen werden aber an vielen Orten noch längere Zeit sich bemerkbar machen. Bei dem Neujahrsempfange hat sich etwas Besonderes nicht ereignet. Die Nachricht, dem Kaiser sei bei der Vorstellung der französischen Botschaft die Scheide des Schwertes entglitten und er habe mit entblößter Waffe vor derselben gestanden, ist wohl in das Gebiet der Phantasien eifriger Berichterstatter zu verweisen.— Einen sehr beachtenswerthen Schritt hat jedoch der Reichskanzler, jedenfalls mit Wissen des Kaisers, gethan. Er hat den Botschafter in Paris beauftragt, bei dem neuen französischen Ministerium, den Freunden Gambettas, wie man zu sagen pflegt auf den Busch zu klopfen. Der Fürst Hohenlohe hat dem Minister Präsidenten Freycinet die persönlichen Glückwünsche des Reichskanzlers zum neuen Jahre übermittelt und ihm dabei in seinem Auftrage mitgetheilt, daß er, so sehr er das Scheiden des Botschafters St. Ballier (welcher von seinem Posten in Berlin abgerufen wurde) bedauere, den lebhaften Wunsch hege, daß die freundschaftlichen und friedlichen Beziehungen beider Länder aufrecht erhalten bleiben möchten. Der Minister Freycinet erwiderte in derselben Weise. Also die Kriegs furie ist nicht, oder noch nicht unter dem Busch verborgen. Ueber die Unterhandlungen unserer Regierung mit Rom verlautet von beiden Seiten, daß dieselben nicht abgebrochen seien, vielmehr durch die bevorstehende Ernennung des Nuntius Jacobini zum päpstlichen Secretair in eine günstigere Lage kommen würden, daß aber ein Ausgleich sobald noch nicht zu erwarten sei. Es wird darum an der katholischen Kirche in Preußen sein, durch eine andere Stellung zur Regierung sich angenehmere Verhältnisse selbst zu sichern, bei welchem Streben sie sowohl auf ein freundliches Entgegenkommen der Staatsregierung, als eine Billigung des Papstes zu rechnen hat. Uns sollte es freuen, wenn das noch immer feststehende Eis bald in's Treiben käme. Die Entscheidung liegt also zur Zeit nicht bei der Centrumspartei, sondern bei denjenigen, welche die Centrumspartei poiltisch zu vertreten sich zur Aufgabe gesetzt hat. Ueber die Unterhandlungen der Regierung mit den hessischen Agnaten wird jetzt Seitens der Regierung versichert, daß die Mittheilungen über das vorhandene Vermögen bedeutend übertrieben seien, das Cupitalver= mögen belaufe sich nur auf 6 Millionen Thaler, der Nutzungswerth der übrigen Besitzungen sei ein geringer, der Landgraf Friedrich von Hessen erhalte bereits 202,240 Thlr. jährlich und sei er eben so wie die Staatsregierung von den übrigen Familiengliedern verklagt worden. Das Reichskanzleramt hat den Namen Reichsamt des Innern erhalten und der Vorsteher desselben heißt jetzt Staatssecretair des Innern. Kaiser Wilhelm hat dem General v. Stosch als dem Chef der Admiralität befohlen, über den Gang der Untersuchung in Sachen des Panzerschiffes „Großer Kurfürst“ einen umfassenden und rückhaltlosen Bericht der Oeffentlichkeit zu übergeben. Mit einem Schlage wird damit allen Gerüchten über Verdunkelung und Verduckelung ein Ende gemawerden. Viele werden den Bericht mit vollem In teresse studiren, Viele werden es nicht thun unt sagen:„was soll uns die alte Jacke?“ Und grad sie würden am meisten räsonnirt haben, wenn keine Veröffentlichung stattfände. Wie verlautet, soll man im Kriegsministerium dem Gedanken der Einführung einer Wehrsteuer wieder näher getreten sein; man verspricht sich von dieser Steuer, welche die nicht zum Militär= und Kriegsdirnst herangezogenen Personen zu entrichten haben würden, eine nicht unbedeutende Einnahme für die Reichskasse. Im Laufe dieses Jahres sollen wieder umfassende Landwehrübungen stattfinden. Der Hunger=Typhus ist in den Nothgegenden Schlesiens verheerend ausgebrochen. Für Oberschlesien geschieht viel von allen Seiten und, wenn die Hülfsbedürftigen auch das Ihrige thun, kann ihnen gründlich aufgeholfen werden. Es muß aber berücksichtigt werden, daß die Noth in Oberschlesien nicht blos eine materielle ist, daß die materielle auch eine geistige zur Voraussetzung hat. Der König von Spanien hat die von Deutschland her den Nothständen in Murcia dargebrachte Hülfe in ritterlicher Weise durch ein Geschenk von 10,000 M. für die Oberschke“ erwiedert, wofür unser Kaiser noch besonders Dank hat aussprechen lassen. In der neuen Syt. zu Berlin hat ein von den reichsten Leuten besuConcert stattgefunden, welches bedeutende Erträge ergeden hat. Auch der Kaiser und der Kronprinz waren zugegen, theils auch wohl in der Absicht, um auf die in Berlin so lebhaften Verhandlungen über die Judenfrage versöhnend einzuwirken und um darzuthun, daß auch die Juden nach wie vor sich des gesetzlichen Schutzes und kaiserlicher Huld zu erfreuen haben. Zur richtigen Würdigung erscheint es jedoch nöthig hinzuweisen, daß die Beunruhigung, als hande sich um eine Judenhetze, lediglich den Auslass der von Juden bedienten liberalen Blätter zur fällt, während wenigstens der Hofprediger Stöcker; Anderes beabsichtigt und gethan hat, wie seine ger# ten Reden nachweisen, als Hetzereien wider den lichen Glauben zu rügen und insbesondere die B digung eines in auszeichnender Stellung befind Mitgliedes der jüdischen Gemeinde zu strafen ruhige und friedliche Leute wie die Besucher der Augus conferenz in solcher Weise vor der öffentlichen Meinul. zu verläumden gesucht hatte, als beabsichtigten sie di Wiederaufrichtung von Scheiterhaufen. Auch ist er selbstverständlich, daß die Opfer, welche die Juden für die Nothleidenden in Oberschlesien darbringen und die Begünstigung, welche sie dabei von höchster Stelle erfahren, nicht bedeuten können, daß Ungebühr irgend welcher Art zu schonen sei. Unsere jüdischen Mitbürger erfreuen sich wie alle anderen des Schutzes der Gesetze, sie verfallen aber ebenso, wo sie fehlen, der Strafe des Gesetzes. Handels=Nachrichten. euß, 3. Januar 1880. en, 2. Januar. Das Gehäft hat sich aus der festtägihe noch nicht erholt, wovon utige Börse Zeugniß gab. Der dar schwach und es zeigte sich kein Begehr, so daß Preise als nominell zu verzeichnen tur in westfälischem Weizen inige Abschlüsse zu nachgebensen statt. woltver:" in 23,50—23,75 M. Roggen bis 19,00 M. Hafer M. 6,00 Braugerste 18,75—22,00 rste 15,00—15,50 M. Bohnen 9,00 M. Victoria=Erbsen M 29,00 Kleine Erbsen 20,50— Weizenmehl Nr. 0 M. 32,00 50. Roggenmehl M. 27,00 10 per 100 Kilo. Bollmehl M. rand M. 5,00, Kleie N. 4,50, Kilo. Alles loko hier. Lesefrüchte. Du kannst aus Allem, sei's noch so verkehrt, Dir eine Wahrheit ziehn, die Dich belehrt, Wenn nur dein Geist nach Lehren recht begehrt!— Feodor Löwe. Wie man nicht wehren kann, daß einem die Vögel nicht über den Kopf herfliegen, aber wohl daß sie nicht auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, daß sie nicht in uns einwurzeln und böse Thaten hervorbringen. Luther. Drei Tage am Meere. Erzählung von J. Hochkirch. (1. Fortsetzung.) „Man findet uns hübsch genug gekleidet für einen Sommerball in unserm eigenen Hotel“, rief die kleine Elise Truchseß, ein niedliches, kaum den Kinderjahren entwachsenes Mädchen.„Kommen Sie Herr von Tempelhoff, Sie sehen so traurig aus, nehmen Sie sich meiner an und lassen Sie auch uns, froh mit den Fröhlichen, der Muse des Tanzes huldigen.“ „Ich tanzen?" versetzte der melancholische Lieutenant, fügte sich jedoch gehorsam der Aufforderung. Die in den Saal führende Thür wurde geöffnet. Die verhängten Fenster gestatteten dem scheidenden Tageslicht keinen Eintritt; von dem prachtvollen Kronleuchter strahlte eine blendende Helle herab; hoch wölbte sich der vortrefflich gebaute und sinnreich decorirte Saal; geschmückte Gestalten belebten denselben bereits, doch hatte der Tanz noch nicht begonnen. „Sie lieben den Walzer, gnädiges Fräulein?— Einen Walzer!“ rief der Advocat zum Dirigenten der Badekapelle halblaut hinauf, die Hände an den Mund legend, um den Schall fortzutragen. Er war verstanden. Der ihm bekannte Director nickte zustimmend, wandte sich an die Mitglieder des Orchesters, einige Notenblätter wurden umgeschlagen, der Tactstock klopfte schnell und vernehmlich auf das Pult, und- der reizende Walzer von Strauß„Wein, Weib und Gesang“ schüttelte seine sprudelnden, anmuthigen Melodien auf die Versammlung herab. Alle Füße fühlten sich belebt, Aller Augen lächelten. Kuno Feddersen schwebte mit Marianne Kretschmar durch den Saal; zahlreiche Paare folgten, unter ihnen auch Elise Truchseß mit dem widerstrebenden militärischen Poeten. Ein Lächeln erhellte die ernsten Züge des jungen Rittergutsbesitzers.„Jung mit den Jungen, froh mit den Fröhlichen, ein Wolf mit den Wölfen," dachte er, die aufsteigendei Bedenken zurückweisend, und verneigte sich vor Fräulein Luttrud, um sie zum Tanze aufzufordern. Sie richtete ihr großes sanftes Auge auf ihn wie prüfend, und fragte nach kurzem Zögern„Ist das unsere Kost?“ Herr von Pflug sah sie überrascht an. „Die meine freilich nicht, ich vermuthete jedoch,: daß es die Ihre sei,“ versetzte er, zwischen einer gewissen Verwirrung und dem Bewußtsein seiner Ueberlegenheit schwankend Eine Wolke überflog ihre Stirn. „Nun gut, so lassen Sie uns tanzen,“ entschied sie kurz. Und Robert von Pflug trat mit ihr vor, eigenthümlich bewegt. Sein scharfes Auge sagte ihm, daß sie außergewöhnlich liebreizend sei, und das ihn selbst verkleinernde Hewußtsein seiner Größe verleitete ihn, in ihrem Liebreiz, in dem Liebreiz der gefeierten Sängerin, nur Gefallsucht zu erkennen. Der erste Eifer war schon verrauscht; in dem weiten durch seine außerordentliche Höhe minder umfangreich erscheinenden Saale tanzten augenblicklich nur wenige Paare, und bald waren Herr v. Pflug und Fräulein Luttrud die einzig Tanzenden. Robert gewahrte es und gewahrte auch ein neugierig wogendes Aufmerken in der Gesellschaft. „Die berühmte Sängerin, vor zwei Abenden um ihrer Kunst willen bejubelt", durchzuckte es ihn;„nun tanzt sie hier in dem nämlichen Saale und freut sich des Anstarrens der Menge" Mit plötzlichem Ruck brach er in dem einsamen Tanze ab und führte Fräulein Luttrud zu dem Generalconsul, der sie mit artigen Reden begrüßte. Ihn widerte plötzlich das Treiben an, und es war, als habe sein Arm etwas Unreines gestreift. Da stand Kuno Feddersen vor ihm und schlug einen Austausch der Damen vor. Herr von Pflug durfte sich nicht zuruckziehen, und wäre nur sein Auge dafür empfänglich gewesen, so hätte ihn vielleicht das freudige Aufleuchten in Marianne Kretschmar's schönen, aber marmorkalten Zügen, als er sie in die Reihen der Tanzenden führte, für seine Selbstüberwindung belohnt. Der jubelnde Walzer schloß. Frau Generalconsul Kretschmar begab sich zu Robert von Pflug und ihrer Tochter und sprach so mancherlei kraus und bunt durcheinander, daß Herr von Pflug kaum zu folgen vermochte. Wiederum erscholl das scharfe Aufklopfen des Taktstockes, und vom freundlichen Allegro zum frischen Presto übergehend, stürmte der Galopp von Faust„Bergauf, Bergab" daher. Die Wirkung war dieselbe, fast noch durchschlagender. Neue Gäste traten in den Saal, Paar schloß sich an Paar. Da Robert zweifelnd zögerte, entführte abermals Kuno Feddersen die tanzlustige Marianne und flog mit ihr leicht und graciös über die schimmernden Bretter. Aber ein schnöneres Paar folgte ihnen, nachdem einige Minuten vergangen waren. Robert's weiches Herz fühlte sich bedrückt durch das Bewußtsein, die Sängerin im Geiste gekränkt zu haben; Kuno's Versicherung, ihr Stand erleichtere den Verkehr mit ihr, hallte in ihm nach, und so trat er abermals vor sie, diesmal galante Worte an sie richtend. Dieselbe Wolke verschattete ihre Stirn, doch folgte sie ihm auch diesmal ohne Widerstreben. Robert hatte kein Auge für die wirbelnde Menge mehr.„Wolf mit den Wölfen," dachte er, von einer ihm selbst unbegreiflichen Leichtfertigkeit erfaßt,„sie ist reizend.“ Als der Tanz endigte und der Aufbruch beschlossen war, bot er ihr den Arm und führte sie zum Saale hinaus. In der Veranda, die sich unter einem weiten Säulendache vor dem Hotel wölbte, saßen mehrere Herren beim Abendtrunk. Ihr Aeußeres kennzeichnete sie als den besten Ständen angehörend. Als die Thür sich öffnete und der Generalconsul mit seiner Familie heraustrat, grüßten einige der Herren. Robert von Pflug und Fräulein Luttrud folgten. Einer der Herren erhob sich, und mit ehrerbietiger Geberde den Hut ziehend, sprach er zu seinen Genossen: „Schönheit und Kunst laßt uns immer grüßen.“ Von Begeisterung erfaßt, folgten Alle seinem Beispiele und brachten Fräulein Luttrud eine Huldigung dar, die um so tiefer zu Herzen ging, als sie unwillkürlich und unvorbereitet hervorbrach. Herr von Pflug freilich, der ihren Arm in dem seinen hielt, fühlte sich schmerzlich entnüchtert und schämte sich seiner albernen Hingabe. Er war innerlich in ernstester, fast schroffer Auffassung aller Dinge dieser Welt und auch äußerlich in fest umschränkter Enge erzogen, so daß jede Abweichung ihm nicht nur wie Schwäche, ja wie Sünde erschien Seine Familie gehörte seit unvordenklicher Zeit zu den frömmsten im Lande. Er selbst, der jung in den Besitz des väterlichen Gutes gelangt war, zeichnete sich durch reichliche Spenden an die Kirche aus; er fehlte an keinem Sonntage im Gotteshause, er würde lieber Geld und Gut eingebüßt, als einen Makel auf seiner Ehre geduldet haben. Ihm war das Christenthum in seiner äußeren Gabe und Gestaltung fest zu eigen; er ahnte nicht, daß seine Gefährtin ihn in der innern, tiefern Erfassung überflügelt habe, einer Erfassung, die ein gereiftes Auge fordert, um sie erkennen. Er sah auf Fräulein Luttrud an seiner Seite. Ihre Wangen waren dunkel geröthet, ein glückseliger Schimmer verklärte ihre edlen und anmuthigen Züge,— und wieder war es Robert von Pflug wie zur Zeit des ersten Tanzes: als müsse er mit plötzlichem Ruck die Sängerin, die um Beifall ringe und durch Beifall nur glücklich zu sein vermöge, von seinem Arme schütteln. Einige Schritte weiter gingen sie, schweigend und in Sinnen verloren, die reine frische Seeluft begierig athmend, — da hielten sie plötzlich, wie geblendet in ihrem Gange inne: von Secunde zu Secunde kaum merklich sinkend, in unbe schreiblicher Herrlichkeit war die Sonne in die feurige, goldumsäumte Tiefe hinabgetaucht. Wie ein Hallelujah, wie ein Jubel= und Lobgesang brach es im Westen majestätisch hervor. Nun erst flogen die sanft verklärenden Strahlen hoch zum Zenith hinauf, ja zum Osten hinüber. Dunkelroth glühte über der Meeresfläche das Gewölk, dort, wo gleichsam das Thor des Himmels sich geöffnet hatte, um das heimkehrende Tagesgestirn zu empfangen. Die Schleier fielen zurück über das Allerheiligste— doch schon des Vorhanges überirdische Pracht ließ ahnen, wie unnahbar herrlich das Heiligthum selber sein müsse, dessen Anschauen keinem sterblichen Auge vergönnt ist. Beständig wechselnd, bald hier, bald dort neu erglühend, langsam matter werdend und in immer süßere Harmonien hinüberschmelzend, den tiefsten Frieden offenbarend, fesselte das selten schöne Schauspiel Aller Augen und gar Mancher unter den zufällig Anwesenden pries sich glücklich, zu den vielen unvergeßlichen Erinnerungen, die das Meergestade bot, das Gedächtniß des heutigen Sonnenunterganges fügen zu können. Funkelnd und flimmernd, gleich wie erzitternd unter der Seligkeit des Abendfriedens, dessen Abbild es zu tragen gewürdigt war, lag das weite imposante Meer. In der Ferne stieg der Rauch eines kommenden Dampfers auf; der Hafeneinfahrt nahe kreuzte ein Seegelboot, von dem matten Abendwinde langsam fortgeführt; einige Ruderer waren hinausgefahren in die See und ließen die Hand sinken, ihre Aufmerksamkeit dem Abendrothe zuwendend, dessen Widerschein ihre eigene Bahn zu einer leuchtenden Straße schuf, dessen Licht die von den Rudern fallenden Tropfen in bunten Farben schillern ließ. „Ist dies unsere Kost?“ fragte, aus dem selbstvergessenen Anschauen erwachend, Herr von Pflug leise seine Gefährtin, deren Auge die hingebendste Bewunderung aussprach. „Wenigstens die meine; ich weiß nicht, ob es auch die Ihre ist," anwortete sie ruhig. In Robert von Pflug's begeisterte Empfindungen sie ein Tropfen Wermuth. Er dünkte sich so weit, so erhaben über sie und fast schien es, als wolle sie ihm eine Zurechtweisung ertheilen. „Ich habe eine theure Mutter und zwei liebe Schwestern daheim“, rief er aus, nach Verständniß sich sehnend;„wollte Gott, sie wären augenblicklich an dieser Stätte, um Theil an jenem erhebenden Anblick zu haben!" „Es ist wunderbar“, versetzte Fräulein Luttrud,„d jede Freude, vor Allem jede Andacht eine unnenn Sehnsucht nach mitfühlenden Wesen in uns erweck' Schmerz besitzt dieses Bedürfen weit weniger, ja, zur Vereinsamung.“ wie nicht anders zu erwarten war, außer in drei betont die Stärkung der Centralgewalt im Reiche, überfortschrittlich upd ustestantenvereinlich aus= siehbt aber, die nicht anders zu erwarten wor, außer in, drei Gemeinden, sorisgriunug und protestantenvereinlichausgefallen. Es war ein wilder Kampf, die Fortschrittspartei stürmte wiederum mittelst Massenaufgebots und besetzte die Stell n der kirchlichen Gemeinderäthe mit ihren Creaturen, welche die Aufgabe zu haben scheinen, die Entwickelung kirchlichen Lebens zu verhindern, ungläubige Prediger zu wählen 2c., damit die Bevölkerung ja nicht ihrer Agitation entzogen werde. Denn einen andern Zweck kann das Eintreten der Fortschrittspartei für den Protestantenverein nicht haben. Die inhaltslosen Predigten, welche Niemand hören will, können es offenbar nicht sein, welche die Fortschrittler für den Protestantenverein begeistern. Sie gehen ja auch nicht einmal hinein, wenn talentvolle Redner wie Dr. Kalthoff sich hören lassen, der es unter Aufwendung aller Publikationsmittel nur bis zu einer Zuhörerschaft von 80 Personen bringen konnte. Man will sich zu Herrn des Weinbergs machen. Das ist der Zweck. Wenn aber die Wahlen unmittelbar nach dem Gottesdienste stattfinden, so warten sie in den den Kirchen benachbarten Wirthshäusern das Ende des Gottesdienstes ab, und dann geht es in hellen sieht aber, daß durch den Parlamentarismus dieselbe weit mehr gefährdet ist als durch den Particularismus und daß gerade dadurch die Centrakgewalt in Amerika und der Schweiz so sehr geschwächt wird. Die Stellung zur Religion ist ihm nur eine Controlle der Religion und der Kirche. Der Standpunkt ist also außerhalb der Religion gewählt. Das ist der Grundfehler unseres deutschen Liberalismus. Er will die äußere Freiheit des Menschen ausdehnen und schützen, ohne die Kraft zu vermehren, die Freiheit recht zu gebrauchen. Wo das Haus der Freiheit dauernd gebaut wurde, ist es nur von Männern geschehen, die im Glauben standen. Daß Herr Löwe Männern wie Stöcker nicht gerecht wird, obwohl er ihn jetzt noch auf anderem Wege als durch Zeitungslectüre kennen gelernt hat, hängt wohl mit der Befangenheit zusammen, welche der Liberalismus allen seinen Anhängern einflößt und jeden Vertreter christlicher Anschauungen ihnen gefährlich erscheinen läßt. Nach amtlichen Veröffentlichungen wird seit einer Reihe von Jahren das preußische Staatsgebiet von einer zahlreichen unstät umherwandernden ZigeunerBehter ei u. Busten uod vs vo) Beschig g ude, Jabernamt geosenen Genaal=Versenmlung vo e ochte vieheg un„le Paszeten,= Bäher, halten sich die Miglieder des Krigervereins zehlreich in Petersburg, den berühmtesten Stizt seg und eingefunden. Der Präses Herr Dr. Tütel eröffnete 94e ven adgrten desi Tredigers gelauscht hat. pid dache den Worten des Prediger gelauscht, hat, wird überstimmt und eine protestantenvereinliche Kirchenvertretung geht aus der Wahlurne hervor. Was das für einen Eindruck machen muß auf gläubige Gemüther, läßt sich derken. In den Kreisen derer, denen die Kirche ein Heiligthum ist, ist der Widerwille gegen die Wählerei so groß, daß sie den Bruch mit den Massenkirchen vollziehen, von den von pantheistischen und atheistischen Agitatoren geführten Volksmassen sich trennen möchten, um der Kirche in der neuen Gestalt die Erfüllung ihrer Mission möglich zu machen. Inzwischen setzt aber der Protestantenverein seine Agitation fort. Wie in den früheren Jahren, so werden auch in diesem Jahre zwischen Neujahr und Ostern auf dem Bürgersaal des Rathhauses Vorträge im Sinne des Protestantenvereins gehalten werden, zu denen sich, da der Zutritt Jedermann frei steht, eine zahlreiche Zuhörerschaft zu versammeln pflegt Auf die Wunde, welche der Landeskirche mit der Bestätigung Werner's geschlagen wurde, war ein Pflaster nöthig; es ist mit der Ernennung Dr. Kögel's, des hülfe erheischt. Diese beiden Führer hatten in wig=Holstein im Jahre 1878 sogar einige Häuser erworben, welche sie jedoch im Beginne des Jahres 1879 wieder veräußerten. Dieser Kauf hatte nur den Zweck, um auf Grund dieser Ansässigkeit nebst den Genossen als Inländer behandelt zu werden. Johann Demeter hat auch in Folge dessen Legitimationspapiere und Gewerbescheine erhalten als Pferdeund Viehhändler, Kesselflicker, Equilibrist u. s. w. Da diese Zigeunerbande jedoch mit unerhörter Frechheit Lebensmittel, Viehfutter u. s. w. erpreßt, so hat der Minister des Innern angeordnet, dieselbe im Betretungsfalle aus Preußen auszuweisen und sofort über die Grenze zu schaffen. Die sächsische Regierung hat in den Strafanstalten auch we bliche Gefängnißbeamte angestellt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß diese Aufseherinnen bei den weiblichen Gefangenen einen günstigen Einfluß ausgeübt haben, da die letzteren naturgemäß sich gegen Frauen leichter aussprechen und deren Ermahnungen folgen. Die Aufseherinnen erhalten bis zu 900 M. sungen, der seine Pasteten bald im Siche laß und Rußlands erster Minister wurde und dem Czaaren Peter aus dem russischen Teig Völker und Menschen kneten half und so gewaltig wurde, daß nur Stock und Faust seines kaiserlichen Gönners ihn im Zaum halten konnten. Gonzalez hatte weniger Glück und Geschick, die Madrider wollten seine Pasteten nicht kaufen, weil er seine Hände nicht wusch und sein Haar nicht kämmte, und der Vetter zog seine Hände und sein Geld von ihm zurück. Er wurde nun ein Kneipbruder und Tagedieb. Ich wollte mich umbringen, sagte er im Verhör, aber zwei Wirthe sagten mir, ich möge lieber den König todtschießen, da werde ich ein berühmter Mann. Sein Geld reichte gerade noch zur Pistole. So wurde er ein Attentäter. Die Wirthe freilich leugnen ihren Rath oder stellen ihn als einen schlechten Scherz hin. Man möchte fragen, ob es gerathen sei, so viel von solchen Leuten in die Welt zu posaunen; denn ein Stück Eitelkeit spielt immer bei solchen Verbrechen mit; sie haben zwar nicht von Herostratus gehört, der den Dianatempel in Ephesus in Brand gesteckt hat, nur um berühmt zu werden und auf die Nachwelt zu kommen, wenn auch als Ungeheuer, aber ein Stück von diesem Kitzel steckt immer in ihnen. Sie vergessen nur, daß die Concurrenz allzugroß ist und einer den anderen abthut, das heißt in dem Gedächtniß der Menschen rasch verdrängt, wenn er auf der Richtstätte oder im Irrenhaus abgethan ist. Die russische Regierung hat in den letzten Monaten eine Reihe von Maßregeln gegen die Juden erlassen. Die erste betraf die Juden im Lande der Dohn'schen Kosaken.„Wegen erwiesener Schädlichkeit der Juden,“ besagt die betreffende ministerielle Verordnung,„hat der Senat beantragt und die Regierung beschlossen, daß dieselben aus dem Gebiete der Dohn'schen Kosaken für immer ausgewiesen werden. Innerhalb zweier Jahre müssen die dortigen Juden ihre un beweglichen Güter veräußert und das Land verlassen haben.“— Der zweite Ukas wurde gegen jene Israeliten gerichtet, welche in den Grenzdistrikten Bessarabiens, ihre Wohnnöthig; es ist mit der Ernennung Dr.=sschzggterg soigen.—) zegerinnen 1000 bis 18.— gläubigen und höchstbegabten königlichen Beichtvaters Gehalt, die Ober=Aufseyerinnen 1000 bis 1800 M. 8stvischen Geoners, zum Generalsuverintendenten nach 16jähriger Dienstzeit tritt Pensionsberechtiaung gläubigen und höchstbegabten könig und Fali'schen Gegners, zum Generalsuperintendenten der Kurmark darauf gelegt worden. Die Wunde ist aber größer als das Pflaster. Denn mit Werner's Person wird ein Princip bestätigt, nämlich die Gleichberechtigung der offenkundigen Leugnung der Wahrnach 16jähriger Dienstzeit tritt Pensionsberechtigung ein. In Magdeburg ist der Sozialdemokrat und ExAssessor Viereck bei den Reichstagswahlen durchgefallen, in Meranne aber in Sachsen sofort neu aufgestellt berechtigung der offenkundigen Leugnung der Wahr= in Meranne aber in Sachsen sofort neu aufgestel heit mit dem Bekenntniß derselben. Mehr verlang= und zwar an Stelle des Braunschweiger Brake, der der Protestantengerein dermalen nicht, es genügt ihm wegen Krankheit zurückgetreten ist. Das übermüthige eingefunden. Der Präses Herr Dr. Tütel eröffnete die Versammlung, indem er den Mitgliedern Glück zum Jahreswechsel wünschte; auch wurde der im verflossenen Jahre gestorbenen Kameraden gedacht. Geraume Zeit wurde zur Wahl des Vorstandes verwandt und wurden gewählt die Herren: W. Schulte (Rendant), Lueg(stellv. Schriftführer), Bürgermeister Mönnich, Gronau, Meyer, zur Nieden, Brenne, Färber(Beisitzer). Die Herren Sänger und Schockenhoff wurden zu Rechnungsrevisoren und Herr Christ. Nehring zum Fahnenträger gewählt. Nachdem die Theater=Commission Bericht erstattet hatte, blieben die Mitglieder in kameradschaftlicher Stimmung noch längere Zeit zusammen. *— Am 11. d. Mts. findet eine totale Sonnenfivsterniß statt, die jedoch nur im großen Ocean und in Nordameraka sichtbar sein wird. *— Der„Rhein= und Naheb.“ macht auf folgende alte Prophezeihung aufmerksam:„Und wer das Jahr 1880 erlebt, kann von Wunder sagen und Gott danken, weil ihn die furchtbare Geißel Gottes der siebziger Jahre nicht erreicht hat.“ So sagt eine Prophezeihung aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Die Geißel war ein schwerer Krieg und eine lange Geschäftskrisis. So mögen die Leser denn auch vernehmen, was der Prophet im Mittelalter von den achtziger Jahren sagt:„Und der Boden wird das Doppelte ertragen als seither, drei schwere Weinjahre werden die besseren Zeiten einleiten, so daß nicht Faß und Kübel den Wein allein fassen können. Getreide und Obst gerade genug, und ein Frieden wird über die Welt kommen auf lange, lange Jahre. Auf dem Bahnhofe Holzwickede verunglückte am vergangenen Sonntag der Rangierer Brüggemann aus Werl. Im Begriff Wagen zu verkuppeln setzte der Zug zurück und erhielt B. einen starken Stoß gegen den Unterleib. Derselbe ist unverheirathet und im Unnaer Krankenhause an den erhaltenen Verletzungen gestorben. In Dortmund scheinen Räubergeschichten so etlichen jungen Bengels die Köpfe verdreht zu haben. en ug, nsache ist, daß ihrer 6—7, Schtler der oberen sse der Elementarschule, unter Mitnahme von ffen heimlich sich von ihren Eltern entfernten, sind aber nicht allzuweit auf ihrer Ritterschaft ommen. In der Gegend von Iserlohn, wo sie in er Herberge übernachteten, wurden sie von der lizei betroffen und unter sicherer Begleitung nach irtmund zurückgeführt. Eine Nacht im Polizeigegniß und ein kräftiger Denkzettel seitens der Elwerden ihnen wohl einstweilen die Lust an ferzen Abeuteuern benommen haben. Wicderum hat ein unsittliches Attentat nden, dessen Opfer glücklicherweise durch schnelle ilfe noch rechtzeitig errettet wurde. Eine Frau Castrop war auf dem Heimwege begriffen, als von einem Kerl überfallen wird. Sie setzte sich Wehr, würde aber doch wohl in Folge der er ltenen Kopfwunden dem Strolche erlegen sein, enn nicht Leute auf den Hülferuf der Bedrängten rbeigeeilt und den Attentäter, der unterdessen die ucht ergriffen, verscheucht hätten. Glücklicherweise urde der Kerl gefaßt und dem Gefängniß über fert. In Annen wurde von einem jungen Mensche Salto=mortale=Sprung aus einem fahrenden Zug robirt; jetzt liegt der Tollkühne auf den Tod dar — Auch wurden in der Nacht zum 4. Janue vei Dynamit=Patronen abgebrannt und an dem Hau es evang. Pastors Schaden angerichtet. In Elberfeld wird der zukünftige zoologisch harten zunächst in Gestalt eines dreiactigen uf die Bühne kommen und zwar wird der über d latzfrage entstandene Streit in humoristischer Wei desbelt verven. her Bige urn, Sanee Am Neujahrstage ist in der Nähe von Lange Betrunkenheit, nachdem er auf einem Ackerfelde hi efallen, war im Schlamme erstickt. Aus Essen schreibt man: Das alte Jahr h nit einem Grubenunglück geendet, das neue Ja nit einem solchen begonnen. Auf der Zeche Vikto# Mathias hatten sich in den letzten Tagen des Dece ber auf verschiedenen Stellen Grubengase angesa melt, so daß den Hauern befohlen wurde, die Koh nicht mittelst Schießen zu sprengen, sondern mit Keilhaue durchzukerben. Zwei Hauer hatten Befehl nicht respektirt und dadurch eine Explos schlagender Wetter hervorgerufen, der sie beidez Opfer fielen, auch sonst noch bedeutenden Schal angerichtet haoen. Ein Arbeiter starb an den erk tenen Verletzungen, während dem andern beide 1 terschenkel zerbrochen wurden, so daß er auf Zeit arbeitsunfähig bleiben wird.— Sodann wu am 4. Jan. 5 Bergleute auf der Zeche durch brennende Wetter schwer verletzt, so daß ihrem Aufkommen gezweifelt werden muß. Vor einigen Tagen wurde in Essen ein packet aufgegeben, welches nach Pudberg adre Westfalen und Rheinland. war. Da indeß der Adressat mit Hülfe der Po mit Recht zum Ruin der Kirche. pegen Krankheit zurückgetreten ist. Das übermüthige Wort eines Führers:„Und wenn wir einen Strohit Recht zum Ruin der Kirche. Wort eines Führers:„Und Der Führer der freiconservativen Partei v. Bethusy wisch als Candidaten aufstellen, so wählen ihn unsere Huc ist Landrath in Schlesien geworden. Parteigenossen",— ist freilich den Wählern in Eine conservative Versammlung in Minden=Ra=]Sachsen übel in die Nase gefahren. vensberg hat um Einführung der geheimen Abstimmung Oesterreich, bei staatlichen und Gemeindewahlen petitionirt. Es] Die Unterhandlungen mit Serbien über die Eisenhandelt sich wohl darum, die geringen Volksclassen von bahnanschlüsse dauern noch fort. Oesterreich wird dem Drucke zu befreien, welchen die Reichen bei Wahlen demnächst seine Grenze sperren, um den Widerstand insbesondere in den Städten auf sie ausüben. der serbischen Regierung, die von Rußland aufgestachelt Der Abgeordnete Dr. Löwe hat in Witten in einem wird, zu brechen. Die österreichischen Blätter schreiben mit Beifall aufgenommenen Vortrage seine Sonderstel= von einer deutsch=österreichischen Handelseinigung, als lung gerechtfertigt und für eine Neubildung der liberalen ob bereits der Hafen von Salonichi dazu gehöre. Es Partei sich ausgesprochen. Manches in dem Vortrage muß demnach eine Ausdehnung des handelspolitischen ist unseren Anschauungen entsprechend. Doch befindet Machtgebiets Oesterreichs über ganz Albanien bis nach Salonichi hin in Aussicht genommen sein. „Ich bin so glücklich, im Elternhause, in Mutter= und Frankreich. Schwesterherzen für jede mich bewegende Eupfindung, es Von Friedens= und Freundschaftsversicherungen iet Preude ode, Schwezgzlug, durch ihre Morte übereasch fließt Alles über, selbst Gambetta, der übrigens im und unwillürlich zu offener Aussprache hingerissen; sein Privatgespräch sich häufig anders auslassen soll. gesammtes Fühlen aber hing fast ausschließlich mit inniger] Der abgetretene Minister Waddington ist so Wärme an Mutter und Heim=tzih, m ich mich sehnen könnte“, heftig von einem früheren Diplomaten Harcourt anKärme an Mutter und Heimath. „Und ich habe Niemand, nach dem ich mich sehnen könnte", entgegnete Fräulein Luttrud,„weder Heimath noch Geschwister. g#x, Altinn nicht mah„So leben Ihre Eltern nicht mehr?“ „Vor zwei Jahren verlor ich den Vater; meine Mutter vun Aich, Sie Arme!“ rief Herr von Pflug warm,— und wieder überkam ihn für einen Augenblick die fast leidengegriffen worden, daß ein Zweikampf erwartet wurde. Das Minister=Programm Freycinets ist mit öffentlichen Bauten und Arbeiten gespickt. Im Jahre 1880 sollen 300 Mill. Franks, im Jahre 1881 400 Mill. und 1882 500 Millionen verbaut werden. wieder überkam ihn für einen Augenblick die fast leiden=] Seit dem Jahre 1871, also seit ungefähr neun schaftliche Hinneigung zu der schönen Künstlerin an seiner Jahren, hat Frankreich in den verschiedenen Ressorts Seite,— ein Gefühl, ergreifender und hinreißender als zusammen einundneunzig Minister gehabt. jede Bewunderung der Natur, mächtiger und überwältigen= Wesaian Venertungen wurden burch das Hinzuteten der] Sämmtliche Zechen des gesannten Kohlenbeckens Gefährten abgeschnitten und Roberts feurige Aufwallunz im Hennegau feiern und haben die Behörden eine rauschte vorüiber wie eine Woeye am wier, Odie nun alge, beträchtliche Teuppenzahl eonentrirt, um schleunigst mein wurde und ihn durch ihre Oberflächlichteit zurückstieß, wo es nöthig ist, gegen Gewalthätigkeiten der streikieselhart und unzugänglich wie das Gestein drunten am kenden Arbeiter einschreiten zu können. Da die InStrande; vergeblich zleiten die spielenden Wellen heran, dustriellen ihre Kohlen von der Nuhr und aus Engkalt senden die Kiesel sie zuric und folgen ihrem Locen land korzmen lassen, so erwächst dem Lande ein unAch, daß Fräulein Luttrud seinen heimischen Kreisen an= geheurer Nachtheil. gehörte! Er glaubte, ja er fühlte unzweiselhaft, daß er ihr! Italien eine Autmnersanteit erweisen ibme, Die sein derz, Ge po.) Das päpstliche Blatt„Aurora“ hoft, daß Bisin Besisz und Würde, er sehnte sich bereits seit längerer marck die katholische Kirche wieder aufnehmen werde Zeit nach der Gründung eines eigenen Heerdes; selbstlos wie sie ist und dadurch den Frieden herbeiführen, das drängten die Rutter und die Schwester ihn dazu; sie saßen bedeutet wohl Aufhebung der Maigesetze. ausreichens für 56, seutoy, gesorg zu sehensgosiez Wiren! Als Ende vorigen Jahres der Führer der Jredenta, ungepandet zu seshen. Iim schilte es uicht en Futzug. der saltenischen Revoluionspartei, der. Garbeldigner kommen und Geleggangt jchtegzte, ien guf eine Weise zuräick, Avezzana beerdigt wurde, kam es zwischen dem Leichendaß er niemals seinen Miderwillen zu überwinden fürchtete, gefolge und der Polizei zu einem Conflicte, der ne seten— sich durch seine Ansherung geschmeichelt sühiez ewigen Stadt die Leichenverbrennung eit fohren. daß die Waht seiner Gattin ein Gegenstand der Unterhal, Das Statut soll nächstens esscheinen, so 5 im pivs u der Spenlauton, Jousen ,ite Freunde ihm verratßen Januar die erste Verbren statfinden kann. Eingehens von Wetten sei, wie gute Freunoe ihm verrathen Januar die erste Verbren hatten; daß die Sehnsucht nach dem Erringen seiner Per= Scien. son— und nicht zu vergessen seiner zeitichen Güter—. Htero Gonzares, der jängste Attentäter, ist boczangschene Danen zu demn Scoite bote veriet z.s ulez ein zwanzigjäheiger armer Bursche aus der Provinz e sseas ee cee e sechse ie sc e. in ce ece racztung für vas gsammte welbliche Geschlecht Madeid, um sein Glack zu versachen und hielt die (Fortsetzung folgt.) leere Hand auf. Ein Vetter Registrator rieth ihm, Rheinland. war. Da indeß Schwerte, 9. Jo. Vo, bonerschwex versuticg und fand sch beim Oesgen die Lache eson Laeneraden eioer Hhetralsce=Abosdauntestalung vogoberge eäigte ie os his eanterchen G. zu veranstalten, hat beim Publikum großen Anklang) von Woss, zurch Getränken seinen Tod gefunden gefunden. Es sind von den verschiedenen Verkaufs:Ibos Kind uojzugt g, den Vemähungen der Bo stelen so viele Einlaßzkarten verkauft worden, deh He sannatgrsiche, Mater zu ermitteln. voraussichtlich die Räumlichleiten im Vereinsloeales“s. Eine Fraz ug afsen, weiche am 1. K nicht ausreichen werden, gendgende Blätze u hchern, nachigztage nach Werden geben wolle, ging, um wehalt dieselben Stace zu steichem Boch an Weg atzalazen, in der Nähe der Kruppschen Mitwos, den 14. Bse. Riz., Abends 1, 8 phe, tex vag aig der Naher. Pläzlch brack wieder gegeben werden. sader das Eis der Nuhr n er auf gestern Abend eneral=Versammlung egervereins zahlreich Dr. Tütel eröffnete Mitgliedern Glück wurde der im vereraden gedacht. Gedes Vorstandes verherren: W. Schulte ihrer), Bürgermeister ir Nieden, Brenne, hänger und Schockenren und Herr dählt. Nachdem die attet hatte, blieben icher Stimmung noch„ et eine totale Sonoch nur im großen stbar sein wird. heb.“ macht auf folmerksam:„Und wer Wunder sagen und htbare Geißel Gottes hat.“ So sagt eine zehnten Jahrhundert. krieg und eine lange Leser denn auch verMittelalter von den der Boden wird das drei schwere Weinjahre inleiten, so daß nicht allein fassen können. ug, und ein Frieden if lange, lange Jahre. wickede verunglückte Rangierer Brüggemann in zu verkuppeln setzte J. einen starken Stoß lbe ist unverheirathet e an den erhaltenen Räubergeschichten so ofe verdreht zu haben. " Schüler der oberen unter Mitnahme von en Eltern entfernten, auf ihrer Ritterschaft on Iserlohn, wo sie in wurden sie von der scherer Begleitung nach ie Nacht im Polizeige. nkzettel seitens der El.„ weilen die Lust an ferhaben. liches Attentat stattgeherweise durch schnelle, t wurde. Eine Frau heimwege begriffen, als wird. Sie setzte sich wohl in Folge der erStrolche erlegen sein, ilferuf der Bedrängten er der unterdessen die ätten. Glücklicherweise dem Gefängniß übereinem jungen Menschen s einem fahrenden Zuge fühne auf den Tod darNacht zum 4. Januar rannt und an dem Hause angerichtet. der zukünftige zoologische nes dreiactigen Lustspiels zwar wird der über die in humoristischer Weise der Nähe von LangerBarmen in Folge totaler uf einem Ackerfelde hinerstickt. an: Das alte Jahr hat geendet, das neue Jahr Auf der Zeche Viktoria letzten Tagen des Decemen Grubengase angesamefohlen wurde, die Kohlen prengen, sondern mit der Zwei Hauer hatten den d dadurch eine Explosion erufen, der sie beide zum noch bedeutenden Schaden beiter starb an den erhaln d d e m a n d e r n b e i d e U n en, so daß er auf lange wird.— Sodann wurden auf der Zeche Graf Beust hwer verletzt, so daß an lt werden muß. surde in Essen ein Posts nach Pudberg adressirt ssat mit Hälfe der Polizei ging das Packet nach dort n Oeffnen die Leiche eines emselben vor, welche noch wohl anzunehmen ist, daß seinen Tod gefunden hat. i Bemühungen der Poliz u ermitteln. en, welche am 1. W. ehen wollte, ging, um Nähe der Krupp'schen unter ihren Füßen ein, und die Mutter hätte wohl den Tod gefunden, wenn sie nicht ihr 14jähriger Sohn gerettet hätte. In Essen haben die Stadtverordneten in Anbetracht der in den letzten 10 Jahren um 50% stattgefundenen Vermehrung der Wirthschaften beschlossen, fortan jede Wirthschafts=Konzessionirung, auch für Bierwirthschaften, von der Bedürfnißfrage abhängig zu machen. In Kettwig fand in diesen Tagen ein Heizer zwischen den Kohlen, mit denen der Dampfkessel geheizt wurde, einen Sack mit 3½ Pfund Sprengpulver. Ein reicher Düsseldorfer Rentner wurde vor kurzem als Pathe bei seinem Großneffen geladen. Der erfreute Großonkel ließ zur Taufe ein 7 Pfund schweres silbernes Taufbecken im Werthe von 1500 M. anfertigen, welches wie die„D. Z. berichtet, der betreffenden Pfarrkirche geschenkt wurde. In Duisburg=Hochfeld hat ein Wirth seine Frau nach schrecklichen Mißhandlungen erdrosselt. Der Mann ist verhaftet. Ein Logis seltenster Art befindet sich in der Bahnhofstraße zu Lennep; ein Holzkasten von etwa 4 Fuß Höhe und Breite, vielleicht 5 Fuß lang dient zur Wohnung von Menschen. Es ist kaum glaublich und doch wahr, daß sich in diesem elenden Gehäuse zur jetzigen Zeit eine Familie, den Stimmen nach zu urtheilen, Mann, Weib, Kind und außerdem ein Hund aufhält. In Köln wird im nächsten Jahre wieder eine Schlachtvieh=Ausstellung abgehalten, und zwar um die Osterzeit. Das landwirthschaftliche Ministerium hat wie das vorige Mal 5000 M. als Staatszuschuß zur Beschaffung von Prämien bewilligt. Ueber Rettung aus großer Noth wird aus Rainz erzählt: Die Kohlen waren verbrannt, die letzten Pfennige für Brod ausgegeben. Vater, Mutter und zwei Kinder zitterten vor Frost; die Kälte steigerte sich am Abend in höchst empfindlichem Srade, das Wasser träufelte von den Wänden in der armseligen Stube. Da griff der Mann nach einer alten, von der Großmutter, die schon längst im Schooße der Erde gebettet liegt, hinterlassenen Truhe, warf die wenigen Lumpen heraus und riß das alte Stück Möbel verzweifelt auseinander, um es zur Feuerung zu verwenden. Als er den Boden der Truhe aus einanderriß, zeigte es sich, daß es ein Doppelboden war, und heraus rollten aus demselben— Goldstücke! Die Ueberraschung der armen Leute war grenzen los, sie glaubten im Augenblicke an Zauber und Wunder. Und erst als sie die Goldstücke aufrafften und zählten, hatten sie in Wirklichkeit 125 Napo leond'ors! Die Kinder jubelten. Die Eltern falteten die Hände und richteten Blicke des Jankes nach oben Kohlen wurden geholt, warmes Essen wurde bereitet und die Truhe wieder zusammengeleimt. Alle Noth war verschwunden. Wasserstands=Nachrichten. Düsseldorf 6. Jan. Durch den Eisgan und das Anstauen der Düssel waren einige Straßen am Rhein überfluthet. Ein Wirth auf der Zoll straße richtete sein Wirthszimmer zu einem Fischteiche ein, in welchem die Fische munter umherschwammen. Die Gäste saßen auf den Tischen und angelten. Vor der Hausthüre stand aus Eisblöcken gemeißelt die Wacht am Rhein.— Beim Eisgange von Sonntag auf Montag holte eine Gesellschaft Herren einen Eisblock aus dem Rhein und versteigerte ihn stückweise zum Besten der Suppenanstalt für Arme zu 62 Mark. Duisburg, 5. Januar. Gestern Nachmittag wanderte fast halb Duisburg zur festen Brücke, um das interessante Bild, welches die Rheinfläche jetzt bietet, zu bewundern. Gegen 4 Uhr trieb eine mächtige Eisscholle mit einer Scheune darauf vorbei. Eine gefahrvolle Fahrt von Plittersdorf nach Bonn machte ein junger Mann von 18 Jahren. Derselbe war am Plittersdorfer Ufer auf dem Saumeis damit beschäftigt, Treibholz aus den Fluthen zu fischen, als sich plötzlich die Scholle, auf der er stand, in. Bewegung setzte so daß er das Ufer nicht mehr zu erreichen vermochte. Nun ging die Fahrt weiter bis nach Bonn, wo ihn Arbeiter gewahrten deren vereinigten Kräften es gelang, den Bedrängten ans Land zu bringen. Die Scholle auf der er die Schreckensreise zurückgelegt, hatte nur die Größe von vier Quadratfuß und knapp die nothwendige Trag kraft für den Menschen. Am Neujahrstage Mittags begann sich in Mainz das Maineis in Bewegung zu setzen. Das Wasser schwoll rasch an, aber wie ein Damm setzte sich das Eis, an der Mündung des Mains in den Rhein, fest, so daß es dem andringenden Wasser nicht gelang; diesen Wall zu durchbrechen. Mit furchtbarer Gewalt drangen die hoch angeschwollenen Fluthen des Main nach der Gustavsburg zu, und in wenigen Minuten stand Alles unter Wasser. Risige Eisschollen, welche die im Main liegenden Flöße losgerissen hatten, wälzten sich über die Ebene hin, Alles, was ihnen in den Weg kam, mit sich fortreißend. Es war ein schauerlich schöner Anblick von der Eisenbahabrücke aus, wie das entfesselte Element tobte und raste, um sich ausbreiten zu können. Die gewaltigen Baumstämme der Flöße wurden wie Schwe felhölzer zerbrochen und durcheinander geworfen. Die auf der Gustavsburg befindliche Mililitärwache mußte, um ihr Leben zu retten, flüchten, so rasch stürmten die Wogen an; ein Theil der Festungsmauern und Thore wurden wie Spielzeug durch die Eismassen und Floß hölzer zertrümmert. Eine Frau, welche in einem Hause auf der Gustavsburg wohnt, wurde durch das Wasser derart überrascht, daß sie nur noch durch das Fenster des ersten Stockwerkes gerettet werden konnte Alle Gebäulichkeiten, sowie sämmtliche FestungsAnlagen auf der Gustavsburg stehen unter Wasser. Die Fluthen des Mains schwollen aber immer mehr an, das Wasser hatte nach der linken Seite der Gustavsburg zu wenig Abfluß, als sich plötzlich der Main nach der rechten Seite, an Kostheim vorüber, nach Kastel zu einen weiteren Ausweg suchte. In wenigen Minuten glich auch dieses Thal einem Strom, der sich unaufhaltsam, verderbenbringend vorwärts wälzte. Kostheim war sehr bedrängt, alle Häuser standen fast bis zum ersten Stockwerk im Wasser. Am 2. Jan. Vormittags sah man von der Eisenbahnbrücke in Mainz aus nur— Himmel und Wasser. Das Wasser des Mains, welches bedeutend höher als das des Rheines stand, hatte die vor dem Eingang zum Hafen liegende Eismauer durchbrochen und nun wälzten sich Wassermassen, Eisschollen, Baumstämme, im wilden Chaos, gegen einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke in den Hasen. Die auf der Brücke stehenden Menschen flüchteten nach allen Seiten hin, da jeder von dem Gedanken befangen wurde, der Pfeiler könne dieser furchtbaren Gewalt nicht widerstehen. Nun traf auch noch die Nachricht ein, Rüselsheim und Bischofsheim seien überschwemmt, der Verkehr der Ludwigsbahn nach Frankfurt, Darmstadt und Mannheim wurde, da sowohl die Brücke geährdet als auch in Folge der Ueberschwemmung sofort eingestellt, selbst der Verkehr für Fußgänger auf der Eisenbahnbrücke ist vollständig gesperrt worden. — Das Wasser des Rheines wächst zusehends, man ann das Steigen von Minute zu Minute beobach ten, die Rheinstraße, Schlossergasse, Stallgasse, Heugasse, Altscharn, Fischergasse, das Fischthor 2c. sind bereits ganz oder theilweise derart unter Wasser gesetzt, daß sie nicht mehr zu passiren sind. In der Nacht zum 4. Januar kam das sämmtliche Eis des Oberrheins an Mainz vorbei, so daß der Rhein jetzt vollständig eisfrei ist. Viel größerer Gefahr als unsere Rheinstädte sehen viele Orte Ungarns entgegen, wo das Schicksal Szegedins noch frisch in der Erinnerung lebt und vielleicht in kurzer Zeit auch andere Städte ereilt. Die Donau hat eine außerordentliche Höhe erreicht und bereits verschiedene Verheerungen angerichtet. In Prag hat man angesichts des drohenden Eisganges der Elbe eine Anzahl Rettungscommissionen gebildet, welchen bestimmte Bezirke zugewiesen sind. In Folge eines Dammbruchs hat, wie aus Lem berg verlautet, eine Ueberschwemmung der Weichsel stattgefunden, durch welche die Ortschaften Usciedolne und Niedaroy theilweise unter Wasser gesetzt worden sind. In Folge Feststehens des Eisstoßes bei Fischamend trat eine größere Ueberschwemmung unterhalb von Wien ein. Albern und Simmringerheide sind total überschwemmt. Die Wohnungen sind geräumt, zwei Todesfälle werden gemeldet. Seit Mitternacht ist ein mäßiges Fallen im Hauptstrom und Donaukanal bemerkbar. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich Sonntag Nachmittag persönlich nach Freudenau und zogen daselbst eingehende Erkundigungen über die Eisverhältnisse ein. Die Donau ist neuerdings bedeutend gefallen jede Gefahr einer Ueberschwemmung ist geschwunden competenter Seite als eine vollendete Meisterin der italienischen Schule gerühmt. * In Berlin ist Dr. Ernst Kossack gestorben, einer der geistvollsten Humoristen unserer Zeit, der die Leute und gesellschaftlichen Zustände der 40er und 50er Jahre mit seiner Feder mit einer Meisterschaft geschildert hat, wie einst niederländische Maler ihre Zeit mit dem Pinsel. Seine Schilderungen sind meist Meisterstücke voll ächten und wohlthuenden Humors, der in die Tiefe des Geistes und Gemüthes untertaucht, und Perlen heraufbringt und nicht nur mit glänzendem Scheine und nur um des Witzes willen über die Dinge dahinfährt. Die junge Welt kennt ihn kaum. Er leerte den Kelch des Leidens bis zur Reige; 16 Jahre lang war er an das Zimmer gefesselt und mußte dem öffentlichen Wirken entsagen Sterbefälle: Wirth Kaspar Lothar Wilhelm zu Villigst 71 J. 2 M. 1 T.— Wittwe Maurers Behle, Friederike geb. Schäfer zu Garenfeld 54 J. 6 T— Dachdecker Peter Friedrich Breer zu We 63 J. 8 M. 8 T— Sohn des Schlossers F. P. Holt zu Westhoferbrücke 5 T.— Wilhelmine Welke zu L 4 J. 11 M. 27 T.— Ehefrau Leibzüchters Heinric mann, Johanna Wilhelmine Henriette geborne P Höchsten 78 J.— Bergmann Franz Friedrich RegWittbreucke 51 J. 2 M. 29 T.— Wittwe Georg k Kreitz, Friederike geborne Beuckelmann in der Wa J. 14 T. Eheschießungen: Ackerknecht Carl Heinrich Fr Wilhelm Humme zu Geisecke mit Sophie Henriette Ch Falke daselbst.— Schuhmachermeister Heinrich Fri Wilhelm Maurer zu Westhofen mit Johanna Elisabeth Schneider aus Freienhagen.— Fabrik Friedrich Wilhelm Wever gnt. Tengel zu Westhofer Sophie Wilhelmine Fränzner daselbst. Industrie, Handel und Verkehr. * Nach einem Bericht der Amerikanischen Stahlund Eisengesellschaft steht ein sehr erfreulicher Aufschwung der gesammten Stahl= und Eisenindustrie für das begonnene Jahr 1880 bevor. Der für das Jahr 1879 aufgestellte Bericht weist eine Steigerung der Produktion gegen das Jahr 1878 nach, indem das Erzeugniß des Jahres 1879 um 500 000 Tonnen höher ist als in irgend einem der vorhergehenden Jahre. Auch die Einfuhr an Eisen und Stahl ist gleichfalls ausnahmsweise stark, die Einfuhr von Eisenerzen ist fünfmal größer als in jedem Vorjahre. Im letztverflossenen Jahre im Auslande gekaufte 50,000 Tonnen Stahl sind noch nicht geliefert worden, während andererseits die amerikanischen Fabrikanten die erhaltenen Aufträge nicht ausführen können und eine beträchtliche Zahl derselben auf das neue Jahr übertragen müssen. Die Einfuhr an Eisenerzen wird für das Jahr 1880 auf 500 000 Tonnen geschätzt; die diesjährige Produktion Amerikas dürfte diejenige des Vorjahres noch übersteigen. * Der Berghauptmann, Exc. Prinz Schönaich Carolath, hat in einer kürzlich in Bochum stattgehabten Versammlung von Gruben=Repräsentanten den Letzteren eindringlich an's Herz gelegt, doch so viel und so bald wie möglich die Arbeitslöhne etwas zu erhöhen. In Folge dessen haben, wie die„D Z.“ erfährt, eine Reihe von Zechen im Bochumer Bezirke sich entschlossen, vom 1. Januar er. ab eine Lohnerhöhung von 5 Procent eintreten zu lassen. Wenn auch diese Lohnerhöhung noch keineswegs genügt, so ist dieselbe doch ein Zeichen dafür, daß die sieben mageren Jahre für den Ber gmann endlich um sind und die Morgenröthe einer besseren Zeit anbricht. Todtenglocke. * Der Grneral=Adjutant des Königs, General Lieutenant Krug von Nidda ist gestorben. * In Venedig ist der berühmte deutsche Maler Anselm Feuerbach(aus Nürnberg) gestorden. * Am 5. d. starb in Berlin der Obertribunalrath Professor Heffter, Verfasser vieler geschätzter juristischer Lehrbücher. * Nach der Köln. Ztg. ist in diesen Tagen in Paris die einst sehr berühmte Sängerin BochkolzFalconi gestorben, die mehre Jahre dem Coburger Hoftheater angehörte. Sie lebte zuletzt in Poris, wo sie Mitglied der Akademie war, und wird von * Der berühmte Wetterprofessor Piaizi Smith hat schon vor zehn Jahren in einem naturwissenschaftlichen Werke nachgewiesen— und des Mannes Prophezeihungen sollen bis jetzt stets eingetroffen sein— daß spätestens in den ersten Tagen des Jan. 1880 Europa vor einer solchen„Wärmewelle“ überfluthet werden soll, daß wir bereits im Februar werden daran denken können, daß im März der Frühling beginnt. Wenn's nur eintrifft. * Denkmünze auf einen kalten Winter Im Besitze des Herrn Joseph Eckharot in Bischoftimitz (Böhmen) befindet sich eine derartige Denkmünze. Dieselbe ist aus Silber in der Größe eines alten österreichischen Zwanzigers und zeigt auf der einen Seite eine in Schnee und Eis erstarrte Winterlandschaft, auf der anderen Seite einen Landmann der auf einem Steine sitzt und einen Pflug neben sich stehen hat. Die beiden Bilder, die sehr rein gezeichnet sind, haben folgende Umschrift:„Weil Lieb' und Andacht sich in Kält' und Eis verkehrt— hat hart und langer Frost das arme Land beschwert. Vom October 1739 bis im Mai 1740.“ * Auf den kanarischen Inseln haben am 21. Dec. v. J. bedeutende Ueberschwemmungen große Verwüstung gen angerichtet und die Erndte vernichtet. * Von allen Dingen, die zwischen Himmel und Erde schweben, sind die Meteorsteine die gefährlichsten denn sie fallen meist sehr derb nieder. In Kansas in Nordamerika hat ein solcher Stein einen seines Weges ziehenden Viehtreiber David Meisenthaler förmlich zermalmt. * In einemrussischen Dorfe passirte kürzlich nach. stehendes Curiosum: Ein Hausirer war mit seinem bunten Kram in ein Dorf gekommen und daselbst, wie gewöhnlich, von kauflustigen russischen Bauern umringt worden, deren einer das Gedränge benutzte, um ein Stück Zeug dem Händler zu entwenden. Auf frischer That ertappt, wurde er vor das Gemeinde. gericht gebracht und für den Diebstahl zu 25 Ruthen hieben verurtheilt. Der Händler dagegen, welche den Bauern durch Ausstellung der Waaren in Versu chung geführt hatte, erhielt die doppelte Anzahl Hiebe. * Eine kaum 1½ Jahr verheirathete Frau in Frankfurt a. M. bekam im Laufe dieser Woche ihr 25. Dienstmädchen, dieses Jubiläum lies der lustige Gemahl nicht ohne eine kleine Festlichkeit hingehen, indem er zum Schrecken der Frau einige Freunde einlud. * In Camberg im Nassauschen haben mehrere Wirthe die Tulpe Bier von 10 Pfg. auf 8 Pfs gesetzt, um das fremde Bier zu verdrängen. * Wie die„Dr. N.“ aus zuverlässiger Quelle erfahren, werden die Hinterbliebenen der im Brückenbergschachte bei Zwickau verunglückten Bergleute einzig und allein auf die Erträgnisse der veranstalteten Sammlungen angewiesen sein. Denn da nach den nunmehr abgeschlossenen staatsanwaltschaftlichen Erörterungen feststeht, daß eine Verschuldung an dem Unglück Niemanden trifft, das Reichshaftpflichtgesetz also keine Anwendung leidet, gibt es keine Verpflichtung für die Actiengesellschaft des Brückendergschachtes, die Hinterlassenen der Verunglückten dauernd zu unterstützen. * Ein komischer Vorfall ereignete sich kürzlich vor dem Schöffengericht zu Hannover. Ein durch seine Dickleibigkeit stadtbekannter Schlächter sollte sich wegen einer Beleidigung verantworten, brachte jedoch ein ärztliches Attest bei, daß er die drei Treppen zum Schöffengericht nicht ersteigen könne. Letzteres ließ die Entschuldigung auch gelten und beauftragte den Polizeiarzt mit der Feststellung der Begründung. *(Neujahrswunsch.) Im wiener„Fremdenblatt“, finden wir folgenden witzigen Wunschzettel: Du neues Jahr, sei ein Jahr des Lichtes, der Wärme, des Schaffens und des guten Weines. Nimm den Wucheren das Getreide und lasse dagegen das Getreide wuchern. Lasse uns leichter unser Brod finden und mache das Brod so schwer wie die Bäcker. Setze dem Ueberfluß keine Grenzen und lasse die Grenzen überflussig werden. Schenke den Fröhlichen Wein und den Weinenden Fröhlichkeit. Gieb, daß Jeder bei Wein und Braten seinen Arzt leben lasse und dieser bei Wein und Braten ihn. Gieb uns für fromme Orten ordentliche Fromme. Gieb den Messen bessere Käufer und lasse die Kaufleute besser messen. Schenke endlich unsern Freunden mehr Wahr heit und der Wahrheit mehr Freunde. Und hiermit Amen— und Prost Neujahr! Für die nothleidenden Oberschlesier gingen ferner bei uns ein: Von N. N. 4 M.— Von N. 2 M.— Von B. 1 M. Summa 7•44— Dazu die bereits eingegangenen 77 M.30 Gesammtsumme 84 M. 30 Für die Nothleidenden in Langenschwarz sind bei uns eingegangen: Von Ungenannt 1 M 50 4.— Von Ungenannt 5 K. Summa: 6 M. 50 J. Weitere Gaben werden dankend entgegengenommen. Die Expedition der„Schwerter Zeitung.“ KI " Choeolaten- Kochte uau8 packung in Schwerte Aug. zur Nieden, Conditor, H. Schmidt. Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsweh, Lungenschwindsucht, auch bei Magen= und Nerven schwäche werden die weltberühmten Brustkaramel Maria Benno von Donat entweder roh gegessen, ode 6 Stück in heißem Kakao=Thee oder Milch au gelöst, aber nur lauwarm getrunken. 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Sonnenschein zu Westhofen. 1 Tochter: Schuhmacher Carl Schramm zu Garenfeld. — Fabrikarbeiter Friedrich Geiz zu Garenfeld. Todes-Anzeige Fritz Heute Morgen gegen 6## UAr wurde uns unser# innigst geliebtes Söhnchen im Alter von 5 Jahren 9) Monaten in Folge der * Diphtheritisdurch den un Verbittlichen Todentrissen. A Tief betrübt zeigen die(ses an mit der Bitte um) 4 stille Theilnchme Wilhelm Steinberg und Frau. Januar 4 Die Beerdigung findet am Montag Nachmittag um 3 Uhr B 9at.„ Schwerte, 9. Gelanntmüchung. Der Entwurf des HaushaltsEtats der Stadt Schwerte pro 1880/81 liegt gemäß§ 66 der Städteordnung von heute ab 8 Tage lang zur Einsicht auf dem hiesigen Stadthause offen. Schwerte, 8 Januar 1880. Der Magistrat. Prima weichkochende Erbsen angekommen bei C. Lethaus. cheise Herr Landwirth Heinr. Wüsthoff in Kalthoff läßt Samstag, 17. Januar cr., Morgens 10 Uhr, in seiner Waldung eine Parthie gefällte Rothtannen, zu Ballen, Sparren, Frechtungsund Bohnenstangen 2c., ca. 70 Klaftern gespaltenes buchen Back- u. Brandholz und einige Abtheilungen eichen Grubenholz an der Erde in Nummern gegen Credit verkaufen. Nachher wird das ganze Waldgrundstück in Abtheilungen oder auch im Ganzen zum Verkaufe ausgesetzt. Sammelplatz unterste Sägemühle in Kalthoff. D Pütter. iegerVerein zu Schwerte. Winter=Fest Prumane Neue illustr. Frei von jedem einseitigen politischen oder konfessionellen Standpunkt. Das erste Quartal 1880 enthält unter Mein Oukel Don Inan. Koman von Haus hopfen. Mit Illustrationen von Woldemar Friedrich.— Aus der Briefmappe der Freundin. Novelle von Ernst Wichert. Die Schleppe. Erzählung vou Heinrio Seidel.— Ferner: Eine Novelle von# Franzos, belehrende Beiträge von Herrig, Bucher. A. v. Eye, Stieler, J. Ranke u. v. A. Sonntag, den 11. Januar c., Abends ½27 Uhr, Saale des Herrn W. Schulte(Stadtkeller). 13494Theatral. Vorstellung. Seldd r r. 8 Der schlafende Ulan. Lastspirt in 1 Ak. von G. Trendis. e Gsag u u u gs an a a ae a. an e. Preis vierteljährlich nur A. 1,/60, oder auch in jährlich 14 verten zu 90 Pf. Petsachets. junge Mädchen finden in einem Pfarrhause in Westfalen freundliche Aufnahme zur Erlernung des Haushalts. Näheres durch die Exped. d. Zig. K„„„. Posse mit Ge* Ein Ständchen im Comptoir, sang in 2 Pappeln= und Fichten=Terkäuft Am Dienstag, 20. Januar, Nachmittags 2 Uhr anfangend, werde am alten Hause hierselbst mehrere Nummern Fichten und 3 starke Pappeln zum Verkauf aussetzen. Haus Husen bei Westhofen, Januar 1880. Der Verwalter. Acten von S. Haber. Zum Schluß: Komisches Der verliebte Nachtwächter: Nocturno für 3 Männerstimmen mit Clavierbegleitung. Während den Pausen und nach der Vorstellung musikalische Vorträge. Entree für Nichtmitglieder 75 Pfg. und sind Karten bis Donnerstag Abend 7 Uhr zu haben bei den Herren R. Brenne, W. Ostermann, W. Sternberg und C. Hagemann. Kassenöffnung 6 Uhr. Kassenpreis 1 Mark. Der Ertrag ist für den beim letzten Schützenfeste schwer verletzten Kameraden Gustav Werth bestimmt und ladet zu recht zahlreichem Besuche ergebenst ein Die Theater-Commission. Vor wie nach bin ich an jedem woch im Hotel Sternberg in Schwerte von 11 Uhr ab zu sprechen. Justizrath Geck von Prima Apfel=Gelée und Au. Snmnraurg# fein) Die Theater-Commission N ehrten Publicum zeige ich ergebenst an, daß ich am Emser T astilicn. g Einen geg, Enn m ig, a, daß ich an Ladestrang des hiesigen Bohnhofs ein aus den festen Bestandtheilen des Emser Wassers unter Leitung der Administration der König Wilhelms Felsenquellen bereitet, von bewährter Heilkraft gegen die Leiden der Respirations- und Verdauungs-Organe, in plombirten Schachteln mit Controllstreifen vorräthig in Schwerte bei Apotheker J. Wigginghaus. 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Bl. 9 S* „Rauug.“ Generalversamm: Sonntag, 11. d. M., Nachmittags 5 Uhr, im Locale des Wieths Herrn Carl Hagemann hier. Tagesordnung: 1. Wahl des stellvertretenden Vorstandes. 2. Verschiedenes. Schwerte, 9. Januar 1880. Der Vorstand H. Schmidt. F. Schmitz. C. Lennings. Hafer Ravsen(Wverg) Raps!!: Qual. 12.„ Kartoffeln„ Heu à 50 Roggenstroh Rüböl per„„ in Parthieen v. 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo faßw. Gereinigt. Oel p. 100 K. 3 Mk. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 K. Weizen=Vorschuß 00 à 100 Kilo Kleien 50 Kilo agen, 2. Januar Börse zeigte bei unentschie denz einen außerordentlich Verkehr. Preise sind in F eigentlich nur als nominell ten. Wir notiren: Weize 23,75 M., Roggen, russische 19,50 M., westfälischer 19,5 fer 14,50—15,50 M., Met vorschuß 32,50—33,50 vorschuß 27—38 N., alle 81l9.