er Weise angedes Herrn Eugen Weise gegen mich imen, wenn mich mmen und mich ätte.— Beiden zlichen Dank dach seinem eigenen redet, der Reichsnd, sofort bei der der ferner nach ge ist, der nach hat, den er nicht eitung Nr. 171), spruch macht, sich nenge gegen einen sweise getrost dem edoch zu folgender den Reichstagswahl r. 57 der Ruhrtes nicht verantnoch verbreitet, uckt habe. rrn Eugen Richter Begriffe so verwechselte und auf Zornes in der Verauf meine Person jugen Richter strafit bereit sein, vor mich ergangenen verbietet mir die VerschwiegenEdelhoff. eschenk unge Mädchen. Davidis ich d feinere Küche. 1877 lässigen und selbstinter 180 specielle und Trocknen von Mit besonderer nfängerinnen und Mit dem Porträt roch. 3 M. 50 Pf., 50 Pf. Zuchhandlung von hwerte. e vom irten, bekannten Gewächse gartens. artengewächse als freunde gegründet von sellschaft, 2c. N. 4. Musikalien. Theil meines Lagers e ich die schönsten und sitionen zur Hälfte des Carl Brans. iten. it., Schreib= und Cod blaue Tinte, à Fl. Carl Braus. Abonnements=Preis: pro Quartal mit„Familienfreund“ 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaction, Druck und Versag von Carl Braus in Schwerte. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfg. die fünfspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. M. 62. Samstag, 3. August 1878. 11. Jahrgang. Abonnements-Einladung. Für die Monate August und September kann auf die„Schwerter Zeitung" für 80 Pf. abonnirt werden. berh Wir bemerken hierbei, oaß überhaupt nach Ablauf des ersten Monats im Vierteljahr Bestellungen auf zwei Monat, nach Ablauf des zweiten Monats im Vierteljahr Bestellungen auf einen Monat angenommen werden. Exped. der„Schwerter Zeitung.“ □ Das Wahlresultat. Ob zwar schon mehrere Tage verstrichen sind, seit das deutsche Volk vor die Wahlurne trat, ist es immer noch nicht möglich, einen abschließenden Ueberblick über das Gesammtergebniß der großen Volksstimmung zu gewinnen. Nur einzelne Facta stechen hervor und geben Anlaß zu Betrachtungen. So vor Allem der Umstand, daß das deutsche Bürgerthum so viel Kraft in sich selbst wiedergewonnen hat, um seines gefährlichsten Feindes, der Sozialdemokratie, nahezu vollständig Herr zu werden. Soviel bis jetzt bekannt geworden, ist nur ein einziger Socialdemokrat beim ersten Wahlgange durchgekommen, nämlich im Kreise Glauchau=Meerane der Buchhändler W. Bracke aus Braunschweig. Aus den Wahlkreisen Kirchberg=Reichenbach, sowie in Greiz, sind die Resultate noch nicht genau festgestellt; die Socialisten hoffen, auch dort gesiegt zu haben. An mehreren Orten kommen die Socialdemokraten in die Stichwahl, die ihnen aber nach den Erfahrungen bei der letzten Wahl im vorigen Jahre keine Lorbeeren eingetragen, ausgenommen vielleicht im 4. Berliner Wahlkreis, wo der Socialist Fritzsche Aussicht hat, bei der Stichwahl durchzukommen. Der Wahlsieg über die Socialdemokratie ist indessen doch etwas zweifelhafter Natur. Trotz der fast überall erfahrenen Niederlagen hat sich die sozialdemokratische Stimmenzahl fast überall bedeutend vermehrt. In Berlin z. B. hat sich die Zahl der socialistischen Stimmen von 31,000(im vorigen Jahre) auf 56,000 erhöht. In den sechs Berliner Wahlkreisen wurden für die Fortschrittspartei etwa 85,000 Stimmen abgegeben, welche ausreichten, um 5 ihrer Candidaten gleich ganz durchzubringen un einen auf die engere Wahl mit einem sozialdemokratischen Gegner zu stellen. Im Großen und Ganzen ist durch die Wahlen erreicht worden, daß den Socialisten im Reichstage etwa 8 Sitze verloren gingen. Sonst ist von einer wesentlichen Verschiebung des Schwerpunktes nach Rechts noch wenig zu bemerken, wobei jedoch in Betracht gezogen werden muß, daß die Zahl der Stichwahlen diesmal bedeutend größer sein wird als im vorigen Jahre. Von höchstem Interesse für den tiefer brigenden Politiker ist eine statistische Zusammenstellung der in Berlin für die Socialdemokraten abgegebenen Wahlstimmen. Sie beziffern sich in allen 6 Berliner Wahlkreisen im Jahre 1867 auf 69 Stimmen 1871 1961 1874 11,971 1877 31,522 1878 56,336„ Wenn das Wachsthum der Socialdemokratie in demselben Maße so weiterginge, wie im letzten Jahre, so hätte sie sicher bei der nächsten Wahl(1881) in allen sechs Wahlkreisen die unbedingte Majorität. Man ersieht daraus schon die dem Staate und der Gesellschaft drohenden Gefahren; mögen die mit ihrem fürchterlichen Ernste den Volksvertretern beweisen, wie nothwendig der gesetzliche Schutz der Volksfreiheiten, der Staatssicherheit, der Schutz für Krone und Altar ist und daß dieser Schutz durch die bestehende Gesetzgebung nicht in vollem Umfange gewährt wird. Welch eine Summe von Verbitterung und weit verbreiteter Unzufriedenheit mit den gegenwärtigen Zuständen spricht aus obigen Ziffern! Man mag nun wohl den Einwurf erheben, das sei ja längst bekannt, daß die Socialdemokratie eben eine völlig neue Gesellschafts Organisation verlange und in Folge dessen natürlich mit dem, was bestehe, unzufrieden sein müsse. Das ist gewißrichtig. Aber wenn wir im Kampfe gegen jene Strömung stehen, ist es doch nothwendig, die Bedeutung einzugestehen, welche das außerordentliche Anschwellen der Bewegung wie es in den Wahlen vom 30. Juli ganz besonders in Berlin sich wieder documentirt, besitzt. Es hilft nichts, sich, eigensinnig und vom Vorurtheile befangen, gegen dieses Erkenntniß zu sträuben, der Ehrliche wird doch endlich zugeben müssen, daß eine Lehre, welche, wie die socialistische, Schritt für Schritt um sich greift und in erstaunlichen Dimensionen immer weitere Kreise erfaßt, ganz gewiß— wenn man auch die periodische Schnelligkeit ihres Wachsthums mit auf Rechnung mancher vorübergehender Zeitverhältnisse setzen darf— doch einen kleinen Kern unverwüstlicher Berechtiauna in sich birgt, den man nicht leugnen, sondern zu ergründen suchen sollte, um die Möglichkeit zu gewinnen, daß durch eine verständige Reform von oben der von unten auf drängenden revolutionären Bewegungen ihr mächtigster Halt genommen werde. Darum hat es sich noch immer gehandelt, wenn große sociale Bewegungen merkbar wurden und es galt, ihrem gewaltsamen und unheilvollen Ausbruche durch die Weisheit der Regierung und der Gesetzgebung vorzubeugen. Die christlich=sociale Agitation hat bei den Wahlen keine Lorbeeren errungen: in ganz Berlin etwa 800 Stimmen! Das ist verzweifelt wenig im Hinblick auf die kolossalen Anstrengungen, die die junge Partei gemacht hat. Allerdings liegt die Schuld an ihr selber. Unglücklicher, wie geschehen, konnte sie ihre Kandidaten nicht wählen. Man muß doch den thatsächlichen Verhältnissen Rechnung tragen, was aber nicht geschah. Wie hätte man z. B. im sechsten Wahlkreise den Hofprediger Stöcker aufstellen können. Der Berliner ist nun einmal mißtrauisch und als Konser vativer steht Herr Stöcker viel zu weit nach rechts. Ist doch der Cultus=Minister Falk, der doch eine große Popularität besitzt, sowohl im zweiten wie im vierten Wahlkreise unterlegen. War also der Herr Hosprediger nicht der geeignete Kandidat, so waren es Herr Grüneberg und Herr Bernsdorf noch weniger; beide sind abgesagte Feinde der deutschen Grammatik und gaben ihrem Auditorium fortgesetzt zum lustigen Lachen Anlaß. Da war also nicht einmal auf eine imposante Minorität zu hoffen und schade um den Groschen, den diese Partei für ihre Agitationszwecke ausgegeben. Der 30. Juli war der Todestag der christlich=sozialen Partei; sie ist von ihren ungeschickten Leitern zu Tode gedoktort worden. Der kommende Montag spätestens wird uns die officiellen Wahlresultate bringen; erst dann gewinnen wir ein klares Bild des neuen Reichstages und dieses werden wir dann den Lesern vorführen. Tagesereignisse. Aus Teplitz, 29. Juli, meldet ein Telegramm: Der Deutsche Kaiser ist in Begleitung der Grozherzogin von Baden und der Prinzessin Victoria mit seinem Gefolge heute Abend um 7¾ Uhr mittels Sonderzuges, welchen von Aussig ab der Director der Aussig=Teplitzer Bahn, Emperger, führte, hier eingetroffen. Der Bahnhof, auf welchem der kaiserliche Zug hielt, war durch die Feuerwehr vollkommen abgesperrt Der Zug hielt unmittelbar vor dem Ausgange des Bahnhofes, von dem ein aus exotischen Gewächsen und Blumen gebildeter Weg, in dessen Mitte ein aus Kornblumen gefertigtes„W“ prangte, nach kaiserlichen Hofwagen führte. Vor dem Bahnhofe wurde der Kaiser von den Spitzen der Behörden und der Gemeindevertretungen von Teplitz und Schönau unter Führung des Statthalters von Böhmen begrüßt. Vom Bahnhofe aus fuhr er alsdann im offenen Wagen mit der Großherzogin von Baden und seiner Enkelin durch die mit Fahnen, Flaggen Kränzen und Guirlanden festlich geschmückte Bahnhofstraße, überälf vön der Sichigedrängten Volksmenge mit b „§* Der Teufels=Capitain. Roman von J. Steinmann. (Fortsetzung.) 26. Kapitel. Ein Hoffnungsstrahl. Seit der Verhaftung Manuel's hatte Anna von tines den ihr von ihrem Vater aufgelegten Zwang ertragen, aber im Innern viel gelitten. Obgleich sie fest an die Unschuld ihres Geliebten glaubte, so wagte sie doch nicht die Hoffnung zu hegen, daß sie ihm jemals als Gattin angehören werde. Alles war gegen ihre Liebe, und doch hielt ihr reines keusches Herz fest an dem jungen Manne und sein Bild schwebte beständig vor ihren oft von Thränen verdunkelten Blicken. Hatte er auch seine Stellung in der Welt verloren, sie liebte ihn noch wie zuvor und diese Liebe konnte ihm selbst die Verachtung der Welt, die auf dem Unglücklichen lastete, nicht rauben. Was ihr Verhältniß zu dem Grafen Bertrand anbetraf, so hörte sie ruhig die Huldigungen an, mit denen er sie fast täglich bedrängte und wandte sich, ohne die Formen der Höflichkeit zu verletzen, von ihm ab, um sich auf ihr Zimmer zu begeben und sich ihren traurigen Erinnerungen Sprach ihr Vater ihr von der bevorstehenden Vermählung mit ihrem Verlobten, so erwiderte sie ehrfurchtsvoll aber mit festem Tone: „Niemals, mein Vater, wird Graf Vertrand von Lemban mich als seine Gattin heimführen." Als der Genannte im Hotel Faventines eintraf, fand er en Grafen und seine Gattin allein. Er war dahin gekommen, um sich des Besitzes seiner schönen Verlobten zu versichern, denn je mehr Hindernisse sich ihm entgegen thürmten, desto glühender war seine Leidenschaft für das anbetungswürdige Mädchen geworden. Er begann die Unterhaltung sogleich mit der Frage, wann ihm das Glück zu Theil werden solle, mit der schönen Anna den Segen des Priesters am Altare zu empfangen. „Mein lieber Graf,“ erwiderte der Greis freundlich, „Sie wissen, wie sehr sie von uns geschätzt werden, aber wenn ich den Tag Ihrer Hochzeit noch nicht festgesetzt, so geschah es nur zufolge der letzten Begebenheiten, welche Anna und uns selbst nicht wenig beunruhigt haben. Indessen ist jetzt kein Hinderniß mehr vorhanden und ich bin bereit, auf Ihren Wunsch einzugehen. Mögen Sie denn selbst den Tag der Vermählung bestimmen. vön der dichigedräng geisterten Kundgebungen empfangen. Im Herrenhause war Fürst Clary zur Begrüßung des Kaisers anwesend. Vor dem Herrenhause war eine aus dem bürgerlichen Schützencorps gebildete Ehrenwache aufgestellt. Bei Ankunft des Kaisers wurde auf dem Herrenhause die kaiserliche Fahne aufgehißt. Bald nach seinem Eintreffen im Herrenhause erschien der Kaiser auf dem Balcon und wurde mit unaufhörlichen jubelnden Zurufen begrüßt. Der Kaiser dankte wiederholentlich nach allen Seiten für den ihm bereiteten Empfang. Für Samstag ist die Ankunft des Königs von Sachsen angesagt; derselbe wird im neuen Bade in Schönau Wohnung nehmen. Unser Kaiser wird in Bad Teplitz zahlreichen Besuch von Seiten befreundeter Fürsten empfangen, soweit nicht die Aerzte dagegen Einsprüche erheben, die auch jetzt noch jede Gemüthsaufregung von dem hohen Kranken fernzuhalten bestrebt sein werden. Unter den fürstlichen Gästen in Teplitz werden namentlich genannt die Großherzoge von Baden und Mecklenburg= Schwerin, der Herzog von Meiningen, der König von Sachsen, sodann der Kaiser Franz Joseph und der Kronprinz Rudolf von Oesterreich. Einen Besuch des Kaisers von Rußland in Teplitz, eine neue Dreisaiserzusammenkunft, von der in Wiener Blättern ebenfalls die R be ist, hält man nicht für wahrscheinlich. Ueber die Dauer des Teplitzer Badeaufenthaltes des Kaisers und die weiteren Reisedispositionen sind Best mmungen jetzt noch getroffen, da die Entscheidung von dem Erfolge der Badecur abhängig ist. Auf einen Aufenthalt von drei Wochen rechnet man zum mindesten, und hält es immer noch für wahrschemlich, daß daran sich ein längerer Besuch bei den großherzoglich badischen Herrschaften auf der Insel Mainau anschließen wird. Ueber des Befinden Sr. Maj. des Kaisers wird von unterrichteter Seite gemeldet: Die Gerüchte, daß der Kaiser in letzter Zeit wieder mehr Schmerzen am rechten Arm, den er immer in einer Binde trägt, empfunden habe, erweisen sich als übertrieben. Nachdem bereits eins der Schrotkörner, welche in den rechten Arm gedrungen, herausgeschwärt, kam in der letzten Woche an demselben Arm ein anderes Schrotkorn so weit an die Oberfläche, daß es mit einer Pincette herausgenommen werden konnte. Natürlich erregte diese Extraction ein etwas schmerzendes Gefühl, welches jedoch bald verschwand. Die Herauseiterung der Schrotkörner erweist den durchaus normalen Verlauf der Heilung, sowie die Richtigkeit der von den Aerzten angewandten Behandlungsmethode. Da der Gebrauch des linken Armes jetzt ein völlig freier ist, hat seine Majestät begonnen, mit der linken Hand einige Schreibversuche zu machen. Die Wilhelmsspende muß einen schönen Ertrag geliefert haben, wie an Geld, so insbesondere an Aeußerungen des Patriotismus. In patriotischen Bezirken beträgt die Betheiligung zwischen ½ und ½ der Seelenzahl. Ein Theil der Ultramontanen, die eifrigen Socialdemokraten, die Welfen und Polen haben gebnisse wird ein Bild der patriotischen Gesinnung im Lande und Reiche bieten. Der Kronprinz hat amtlich der Königin von England für die vielen Beweise der Theilnahme und der thätigen Hülfe gedankt, welche der Unfall mit dem „Großen Kurfürsten“ im englischen Volke hervorgerufen hat.— Es heißt jetzt, die englische Regierung dränge die deutsche, Hebengsversuche mit dem untergegangenen Schiffe bald anzustellen oder die Sache ganz aufzugeben, weil die beständigen Untersuchungen und Vorbereitungen an dieser äußerst belebten Stelle des Meeres die Schifffahrt gefährde.— Es verlautet ferner, daß die Mannschaften am Ruder des„König Wilhelm“, für schuldfrei erkannt seien, jedoch der Admiral nebst den betheiligten Offizieren vor ein Kriegsgericht gestellt werden würden. Eigenthümlich bleibt die Sache und umsomehr, als der„König Wilhelm“ auf seiner Rückkehr nach Wilhelmshaven wiederum ein ihm entgegen kommendes englisches Handelsschiff beschädigte und fast in den Grund gebohrt hat. Es wird viel von veralteten Vorrichtungen am Steuerruder dieses Schiffs „So bitte ich, daß die Sonne dieses für mich so glücklichen Tages nach Verlauf von zwei Wochen aufgehe.“ Der alte Herr reichte Bertrand die Hond. „Es möge so sein. Ich werde meine Tochter rufen lassen und sie von meinem Willen benachrichtigen.“ Er klingelte seinem Kammerdiener und befahl ihm, das Fräulein zu holen. Ihre weitere Unterhaltung wurde von Anna unterbrochen, welche langsam ins Zimmer trat. Noch vor wenigen Wochen wäre das junge Mädchen mit einer Rose des Frühlings zu vergleichen gewesen, aber jetzt war ihr Antlitz und der Glanz ihrer schönen Augen fieberhaft. Man konnte in ihren unruhigen und unstäten Blicken lesen, daß ihre Seele von schmerzlichen Gefühlen erschüttert worden. Doch ihre Eltern, welche sie jeden Tag sahen, hatten ihr verändertes Wesen bis zu dieser Stunde noch nicht bemerkt. Aber was ihren Blicken entging, sah der eifersüchtige Verlobte. Indessen verminderte dieser Wechsel in ihren Zügen seine Leidenschaft für sie nicht. Im Gegentheil, die bleiche Lilie erschien ihm noch lieblicher als die holdblühende Rose und er nahm sich vor, diese köstliche Blume um jeden Preis in seinen Lebensgarten zu verpflanzen. Anna ging ruhig bis in die Mitte des Salons und erwiderte den Gruß des Grafen mit einer kalten, förmlichen Verbeugung. „Wie es scheint, sind Sie ein wenig leidend gewesen, mein Fräulein,“ wagte Bertrand zu bemerken. „Nein, Herr Graf,“ versetzte sie kalt.„Woher vermuthen Sie das?“ „Ich habe geglaubt— man sagte mir—, sagte er, von ihrem Blicke niedergeschmettert, in dem mehr als Gleichgültigkeit, in dem unverkennbar ein schwer zu besiegender Haß lag. i bumhigu „Es ist unnothig, sich um meinetwillen zu beunrühigen, fuhr sie in demselben Tone fort.„Was man Ihnen auch gesagt hat, ich versichere Sie, Herr Graf, daß ich weder gelitten habe, noch jetzt leide.“ Sie ging an ihm vorüeer und setzte sich zu ihrer Mutter. Graf Bertrand dehnte seinen Besuch bis zur spätesten Abendstunde aus, ohne daß er auf die schmeichelnden Worte, die er an seine Verlobte richtete, eine freundliche Antwort erhielt.„ in9 cheim 25 Die Gräfin beobachtete ihre Tochter Indgeheim, aber diese blieb ruhig. Sie beschäftigte sich an der Seite ihrer Mutter mit einer Stickerei und schien der Unterhaltung, die Graf Bertrand mit ihrem Vater führte, durchaus keine Beachtung zu schenken. Nur als das Gespräch auf Manuel kam, erhob sie ein Wenig den Kopf. Sie vernahm, daß Herr von Lamothe an demselben Tage ihren Geliebten auf's Neue verhört habe und daß dieser in seinen Ansprüchen auf Titel und Erbe des Grafen von Lembran fest geblieben sei, und fühlte sich stolz auf ihre Liebe, und ihre Phantasie trug sie in die dunkle Zelle hin, wo der Gegenstand ihrer tiefen Neigung unschuldig schmachtete.„ Nachdem Graf Bertrand sich entfernt hatte, näherte sich der Greis seiner Tochter. „Mein Kind,“ sagte er dann,„Dein Verlobter hat die Bitte an mich gerichtet, den Tag eurer Vermählung festzusetzen und ich habe dieser Bitte nachgegeben.“ Auna stand vom Stuhle auf.„ „Vollenden Sie, mein Vater," versetzte sie, da sie bemerkte, daß dieser eine Entgegnung, oder wenigstens eine Frage erwartete.„ „Wir haben beschlossen, Deine Vermählung nach vierzehn Tagen zu feiern,“ sagte er. Anna's Ange senkte sich fest in das ihres Vaters. „Ist das Ihr unwiderruflicher Beschluß, mein Vater?“ „Allerdings, ich sagte es Dir schon.“ „So hören Sie denn auch den meinigen. Diese Hochzeit wird niemals stattfinden.„ g.. Geirate ig uall „Das ist eine Laune von Dir. Diese Heirath ist norhwendig und ehrenvoll für mich und Deine Mutter und ein Glück für Dich. Ich kann auf Deinen Eigensinn keine Rücksicht nehmen.“ „Ist das Ihr letztes Wort, mein Vater?“ „Das letzte,“ erwiderte der Greis, seine Stirn zornig runzelnd. „So möge Gott der Richter zwischen Ihnen und mir sein,“ sagte sie ruhig, sich vor ihm tief verbeugend. Dann schritt sie zu ihrer Mutter hin, umarmte sie und begab sich auf ihr Zimmer, wo ihre Kammerfrau sie erwartete, um ihr beim Auskleiden behülflich zu sein. „Ich bedarf heute Deiner Hülfe nicht,“ sagte sie zu dem Mädchen.„Du kannst Dich ruhig schlafen legen.“ Als die Dienerin sich entfernt hatte, öffnete Anna das Fenster, um die kühle Nachtluft einzuathmen. Sie blickte auf die hohen Häuser des Quais, die sich wie schwarze fernt, die Wellen des Seineflusses melancholich rauschten und ihr monotones Nachtlied murmelten. Sie horchte einige Augenblicke auf das dumpfe Geräusch des Wassers. Ein plötzliches Zittern durchfuhr ihre schlanke Gestalt. Sie schloß das Fenster wieder, indem sie zusammenbebend vor sich hin sprach: m „Nein, das nicht, das nicht: es ware zu schreulich. Sie entfernte sich langsam von dem Fenster und blieb dann nachsinnend inmitten des Zimmers stehen. Plötzlich richtete sie sich empor. Der Name„Zilla“ erbebte maschinenmäßig ihren Lippen. Ihre Augen bekamen einen neuen Glanz, ihre Brust weitete sich, wie von einer unerwarteten Hoffnung gehoben. Ohne Zweifel hatte sie, was sie suchte, gefunden. au, bie heg„..—, oir# wi 12. Riesen in der Dunkelheit emporhoben, und dann in die Tiefe hinab, wo, nur wenige Schritte von dem Hotel entNachdem die ersten heftigen Anfälle des nervösen Fiebers, das Zilla ergriffen hatte, vorüber waren, stärkte ihre zähe Natur sie wieder und da sie auch nicht der Hülfe eines geschickten Aerztes entbehrte, so kam sie nach einigen Tagen wieder zum Bewußtsein dessen, was mit ihr vorgegangen. Allein sie konnte nur mit Mühe sich von ihrem Lager erheben und durfte auch das Zimmer noch nicht verlassen. Der Sturm, der in ihrem Innern getobt, hatte sich nach und nach gelegt. Mit ihrem Bewußtsein war auch ihre Thatkraft zurückgekehrt, welche in dem Augenblicke, wo sie sich derselben zur Rettung Manuel's bedienen wollte, unglücklicherweise gebrochen war. Sie erinnerte sich Alles dessen, was vorgegangen war, und dachte mit unnennbarer Angst an die Zeit, welche seit der Stunde verflossen war, wo sie versucht hatte, zu dem Gefangenen zu dringen, um ihn vom Tode zu erretten. Sie erkundigte sich bei ihrer alten Wärterin nach ihrem Bruder. Die Antwort war, Ben Joel sei noch nicht zurückgekommen. Da es kein Mittel gab, direkte Nachricht über Manuel zu erhalten, so schwieg sie, aus Furcht, das Schrecklichste zu erfahren. Aber in ihrer Seele, vor ihren Ohren, glaubte sie fortwährend zu hören:„Manuel ist todt, Du wirst ihn nicht wiedersehen.“ Sie saß einsam und in ihren Gedanken verloren in ihrem Zimmer, als plötzlich ein leises Klopfen an der Thür hörbar wurde, die sich dann von außen öffnete. Die Zigeunerin waidte sich, aus ihrem tiefen Nachsinnen aufgeschreckt um, und erblickte in dem sie umgesenden Halbdunkel eine Frauengestalt, deren Antlitz zur Hälfte von einer Maske bedeckt war. geredet, aber dieses entschuldigt nicht und ist das Schiff genügend im Stande, die nöthigen Bewegungen auszuführen, wenn nur der gute Wille der Mannschaften und Offiziere und eine ganz mäßige Ausbildung vorhanden ist. Die Ergebnisse der kriegsgerichtlichen Entscheidung müssen abgewartet werden. Ueber den Tabak wird jetzt eifrig verhandelt. Ein Sachkenner aus Amerika hat bereits der Commission Vortrag gehalten und ist nach Kissingen zum Reichskanzler gereist, um auch ihm die nöthigen Mittheilungen zu machen. Die süddeutschen Mitglieder der Commission, insbesondere die bayrischen, sollen sehr gute Kenntnisse in dieser Frage haben. Bekanntlich baut Süddeutschland, insbesondere auch die bayrische Pfalz, viel Tabal. Die statistischen Erhebungen, weiche in Preußen, wie in den übrigen Bundesstaaten bezüglich der Bewegung der Schankgewerbe gemacht worden sind, um die Bedürfnißfrage für eine Reducirung der letzteren zu begründen, werden jetzt wieder ausgenommen. Man schließt daraus, daß eine erweiterte Motivirung dieser Frage beabsichtigt werde. Vor dem Schluß des Bundesrathes wurde demselben mitgetheilt, daß das Gesetz wegen Reducirung der Schankconcessionen einen Berathungsgegenstand der ersten Session des euen Reichstages bilden würde; es wird bezweis#ert, daß diese Absicht gänzlich aufgegeben sei. Wenn auch dem Reichstage in seiner ersten Session nur das Ausnahmegesetz gegen die Soeialdemokraten von der Reichsregiernng vorgelegt wird, Io M doch andererseits bestimmt, daß im preußischen Ministerium des Innern Vorbereitungen für eine Vorlage getroffen werden, welche die Revision des Wahlgesetzes zum deutschen Reichstage im Auge hat. In mehreren nationalliberalen Kreisen spricht man sich gegen das gleiche Wahlrecht aus, während man das allgemeine Wahlrecht als Norm beibehalten will. Officiös wird geschrieben: Wenn von gewisser Seite die Meinung gehegt wird, daß der Reichskanzler, wenn der Ausfall der Wahlen nicht in dem von ihm gewünschten Sinne erfolgen sollte, vom Amte zurücktreten werde, um einer andern politischen Richtung das Feld zu überlassen, so dürfte dies auf einer bedeutenden Täuschung beruhen. Die letzte Nummer der„Prov.=Corr.“ hat bereits in deutlicher Weise hervorgehoben,„daß das Wohl des Staates sichtlich auf dem Spiele steht" und man kann an nehmen, daß diese Auffassung auch bei dem Reichskanzler Platz gegriffen hat und dieser seine Aufgabe, wie stets, auch in dieser kritischen Lage darin erblickt, erst recht auf dem Posten zu bleiben, wenn es sich um das Wohl des deutschen Reiches und des Staates handelt. Es ist noch immer davon die Rede, daß der Reichskanzler eine Conferenz deutscher Minister nach Heidelberg geladen habe, um über die wichtigen Fragen der Bleosmnanzieute Träge des Reichs, gemeinschaftliche Berathung zu pflegen. Gegenwärtig genießt er die Ruhe seines Kissinger Badeaufenthalts und lebt dort, wie auch in den letzten Jahren, streng abgeschlossen. Eine reiche Correspondenz setzt ihn jedoch von den Vorgängen in Kenntniß.— Ueber seiner Begegnung mit dem päpstlichen Nuntius liegt noch immer ein dichter Schleier. Die Stimmen aus dem katholischen Lager lassen jedoch darauf schließen, das Rom äußerlich und der Form nach nachgegeben hat. Die Verhandlungen des Reichskanzlers mit dem päpstlichen Stuhle wegen Herstellung eines leidlicheren Verhältnissen zwischen dem Staat und der katholischen Kirche, sind jetzt in vollem Gange. Der päpstliche Nuntius in München, Massalla, hat sich im Auftrage der römischen Curie nach Kissingen begeben und verhandelt daselbst mit dem Fürsten Bismarck direkt. Wie verlautet, handelt es sich keineswegs um Aufhebung der sogen. Maigesetze, sondern einstweilen vielmehr nur um die Wiederbesetzung der durch den Tod ihrer Inhaber freigewordenen Bischofssitze und Pfarren. Es müssen auch schon die Grundzüge für die Einigung vorher vertraulich festgestellt worden sein, weil sich ohne eine solche Grundlage der Reichskanzler schwerlich selber mit der Sache befassen würde. Leider dürfte ein definitiver Abschluß noch einige Zeit ausstehen, weil der Kardinal Franchi, der päpstliche Staatssekretär, lebensgefährlich erkrankt ist. Die Berliner„Germania“, das leitende Blatt der Centrumspartei, bereitete bereits auf das Ende des kirchenpolitischen Kampfes vor. Es scheint in den ultramontanen Kreisen angenommen zu werden, daß das Abkommen bereits getroffen sei. Die altkatholische Synode in Bonn ist ihrer Vorgängerin in der Schweiz bald nachgefolgt und hat die Ehelosigkeit der Priester aufgehoben. Der altkatholische Bischof Reinkens hat bereits verheiratheten Priestern die Erlaubniß zu kirchlichen Handlungen ertheilt. Ein Theil angesehener Altkatholiken hat dagegen protestirt und schein sich trennen zu wollen. Vielleicht macht die Protestantisirung der Altkatholiken bald noch weitere Fortschritte. In der Schweiz verhandelt man schon über die Communion unter beiderlei Gestalt. Dem Pastthum ist diese Entwickelung natürlich angenehm, denn nur ein Altkatholicismus, der gegen die Unfehlbarkeit und die päpstliche Allmacht protestirt, im Uebri gen aber römisch katholisch bleibt, macht Eindruck auf das katholische Volk. Der preußischen Regierung ist diese Entwickelung der Dinge vielleicht jetzt auch ganz erwünscht, denn desto ungehinderter kann sie mit dem Papste verhandeln. Ueber die Frage, ob Hödel hingerichtet oder begnadigt werde, schreibt man dem„T. A.“ aus BerIn: In gut unterrichteten Kreisen war die Nachricht verbreitet, daß der Kronprinz auf Grund des Berichtes des Staatsministeriums in Bezug auf das Erkeuntniß des Staatsgerichthofes wider Hödel dem Gesetz freien Lauf gelassen und das Todesurtheil unterzeichnet habe. In Carlsruhe wurde von der Ordonnanz und dem Diener eines Majors die Regimentskasse(etwa 50 em Magistrat der aufgeklärten Stadt Gotha geht es nicht besonders mit seinem Ofen für Feuerbestattung. Er hatte 15000 Mark für die Anlage geschenkt erhalten und dann gleich die Ausführung beschlossen. Die „Bewache die Thür, mein guter Wilhelm,“ sagte sie, „und erlaube Keinem einzutreten, so lange ich hier bin.“ Sie trat auf die Zigeunerin zu. „Nicht wahr, Dein Name ist Zilla?“ fragte sie mit sanft klingender Stimme. „Ja, so nennt man mich,“ war die Antwort.„Was wünschen Sie von mir?" „Du sollst es hören; aber schwöre mir erst, das Geheimniß meines Besuches zu bewahren.“ „Wozu den Schwur? Ich kenne Sie ja nicht." „Und doch muß es sein. Was wir zusammensprechen werden, muß unter uns bleiben.“ „Wohl denn; ich schwöre nichts zu verrathen." Die junge Dame bemerkte, daß Zilla todtenbleich war und sich kaum aufrecht zu erhalten vermochte. „Du bist krank, armes Mädchen,“ sagte sie. Setze Dich.“ „Ja, ich fühle mich allerdings noch sehr schwach.“ Die Zigeunerin setzte sich auf ihr Bett. Die Dame blieb ihrerseits vor ihr stehen. „Zilla," begann die Letztere,„ich hörte, Du kannst das Schlicksal eines Menschen in den Linien seiner Hand lesen und beschäftigst Dich auch mit andern Dingen, die zum Geschäfte Deines Stammes gehören.“ „Die Ihnen das sagten, kennen mich,“ erwiderte die Wahrsagerin.„Reichen Sie mir Ihre Hand.“ Die Unbekannte gehorchte. Die Zigeunerin betrachtete die feine, weiße Hand lange und aufmerksam. „Ah! diese Linien! ich kenne sie: Liebe, Täuschung, Kampf, Sieg oder Tod!“ „Tod, wohl nur Tod!“ murmelte die Dame. „O, nun erinnere ich mich!" rief Zilla laut.„Sie sind mir nicht mehr unbekannt. Anna von Faventines steht vor mir.“.„ 6 mi M. „Wer sagt Dir das?“ fragte die Fremde mit zitterndem Tone. „Nehmen Sie Ihre Maske ab,“ fuhr die Zigeunerin fort,„es ist unnütz. Im Garten Ihres Vaters habe ich schon einmal Ihr Schicksal aus Ihrer Hand gelesen. Ich weiß jetzt, wer sie sind.“ Zilla hatte die Wahrheit getroffen. Die Dame gehorchte dieser Aufforderung und demaskirte sich. Ein dunkles Feuer brannte plötzlich in den Augen der Zigeunerin. Sie fragte langsam und mit dumpfer Stimme: „Sie lieben ihn also auch, mein Fräulein? Und kommen Sie seinetwegen zu mir?" „Von wem sprichst Du?“ „Von Manuel, dem mein Herz, meine Seele, mein Leben gehört, den Sie mir geraubt, den Sie ins Verderben gestürzt haben!“ „Schweig', Unglückliche!“ rief Anna von Faventines.“ Beide jungen Mädchen sahen sich einige Augenblicke voll Mißtrauen an. Anna schien empört darüber zu sein, daß Zilla, die so tief unter ihr stand, Manuel zu lieben wagte, und in Zilla's Brust öffneten sich die alten Wunden und die Flammen der Eifersucht loderten wieder in ihrem Herzen empor. Aber dies Gefühl verhinderte sie nicht, an Manuel zu denken. „Der Unglückliche lebt also noch?“ fragte Zilla. „Er lebt!“ erwiderte Anna.„Weißt Du das nicht?“ Ein unbeschreiblicher Strahl des Glückes verbreitete sich rasch über Zilla's Züge. In dem ersten Augenblicke, in dem sie ihrer Nebenbuhlerin gegenüberstand, hatte sie sich nur an ihre verkannte Liebe erinnert und zu fragen vergessen, ob der Gegenstand derselben noch am Leben sei. Jetzt aber, von Anna von Faventines aufgeklärt, überließ sie sich wieder ganz den Rathschlägen, die ihre wilde Natur ihr eingab,„„ „Sie, Sie lieben Manuel?“ wiederholte sie heftig. Anna sah sie stolz an. „Und sie rechnen dabei auf mich?“ „Warum sollte ich das nicht? Ich weiß, Du hassest mich, weil Manuel mich liebt. Wenn er frei ist, so wird er zu mir und nicht zu Dir zurückkehren. Gieb mir, was ich von Dir verlange. Bin ich einmal todt, so kann Dir Niemand mehr Deinen Geliebten entreißen." Sie flüsterte der Zigeunerin etwas in's Ohr, was diese erbeben ließ. Der böse Dämon der Eifersucht schwang aufs Neue seine schwarzen Flügel siegreich in ihrer Seele. Während Zilla den Kopf fenkte, daß ihre dunklen Locken über ihr Antlitz fielen, und sich ihren schwarzen Gedanken überließ, stand Anna von Faventines eine Weile ruhig da, Zilla's Antwort erwartend. Als diese aber stumm blieb, legte die junge Dame ihre Hand sanft auf die Schulter ihrer Nebenbuhlerin. Zilla zuckte bei dieser Berührung zusammen. Sie hob den Kopf. Ein Blick des Hasses glühte in ihren Augen. Der Dämon hatte vollständige Macht über sie gewonnen. Aber ihre Gefühle bekämpfend, wandte sie sich Anna zu und versetzte kalt: „Sie haben Recht, und sehen mich bereit, Ihnen zu dienen.“ Sie öffnete ein Kästchen, das auf einem Seitentische stand und nahm eine Schnur von Ambraperlen heraus. „Hier, dies Collier wird Ihrem Wunsche entsprechen.“ „Ah, diese Perlen sind—“ „Vergiftet,“ ergänzte Zilla. „Und wie muß man—“ „Sie zerschmelzen im Wasser, ohne eine Spur zurückzulassen und bewirken nach wenigen Augenblicken den Tod— einen schmerzlosen Tod,“ fügte die Zigeunerin hinzu. Anna ergriff ihre Hand. „Ich danke Tir, Zilla, Du hast mich verstanden. Wenn ich sterbe, hast Du Dir nichts vorzuwerfen. Es war so meine Bestimmung. Und wenn Manuel Dir seine Zärtlichkeit weiht, sei glücklich und sprich manchmal von mir mit ihm. Im Tode beneidet man seine Nebenbuhlerin nicht mehr.“ Diese Worte, die Anna sanft, mit zitternder Stimme sprach, machten das junge Mädchen erbeben. Sie fühlte sich gerührt, erschüttert. Sie tilgten, wie im Zaubergewand, den Haß aus ihrer Seele. Das Verbrechen, welches sie begehen wollte, stand auf einmal in schreckenvollster Gestalt vor ihr, und mit einem heftigen Aufschrei stürzte sie auf Anna zu. „Halt! Halt!“, rief sie,„ich bin eine Rasende! Geben Sie mir das Collier zurück! geben Sie es mir zurück!“ „Nein Zilla,“ versetzte die junge Dame,„das würde meinen Entschluß nicht ändern, das hieße nur, mich einem schreckenvollerem, langsameren Tode übergeben. Lebe wohl! Ich befehle meine Seele dem Gott der Barmher= zigkeit.“ Sie wandte sich der Thür zu. Aber Zilla hielt ihren Arm fest. „Nein, nein!“ Sie werden nicht so von mir hier gehen. Ich will, ich muß das Collier zurück haben!“ (Fortsetzung folgt.) guten Gothaer mußten aber noch 72000 Mark dazu befestigt, womit er wieder herunter gezogen wird. Gegen bewilligen, um die Anlage herzustellen. Und wenn ein Eintrittsgeld kann die Fahrt in die Lüfte mitgeder Ofen fertig ist, wird er schwerlich viel benutzt macht werden. werden. Es ist doch gut, daß die Narrheit die Leute] In Frankreich ist die Rede davon, Mac Mahon auch da straft, wo sie empfindlich sind, nämlich am habe die Absicht, nach der Weltausstellung sein Amt Geldbeutel. niederzulegen. Manche glauben, man drohe mit dem Ein recht erfreuliches Anzeichen für die jenseits Rücktritt, um die Republikaner davon abzuhalten, die der Vogesen immer mehr sich Bahn brechenden fried=[Minister vom 16. Mai in den Anklagezustand zu verlicheren Stimmung gegen Deutschland sind die nicht setzen. Sollte Mac Mahon wirklich abdanken, so will, nur aus den neuen Reichslanden, sondern auch direkt wie der„N. Fr. Pr.“ berichtet wird, die Linke den aus Frankreich anscheinend von eingeborenen Franzosen Aomiral Pothuau als ihren Präsidentschaftscandidaeingelaufenen Beiträge zur Wilhelmsspende. Einige##ten aufstellen. Gambetta benimmt sich aber jetzt schon dieser Geber dürften zur Beisteuer wohl durch die gewissermaßen als Präsident. ihnen von unseren Truppen während des Feldzuges zu! Ja der Hauptstadt löst ein Congreß den andern Theil gewordene milde Behandlung veranlaßt worden ab. So hat denn auch am Sonntag ein„Frauenseig, gewotdene mitde Behaudlung be.(Congretz. statgefunden, der sch über die poltischen Oesterreich. Ob die Oesterreicher mit den Türken Rechte des zarten Geschlechts aussprach. Die interessante ein Abkommen getroffen haben, ist nicht bekannt. Jeden= Versammlung zählte etwa 300 Personen, darunte: falls haben die Türken sich gefügt und hat Oesterreich auch Senatoren und Deputirte der Kammer, sowie wost se dortasen, doch der Sitlan, vean de Sesher= ortentg. 6e i Köserhsezies gu e behaupten kann. Die Proclamation betont auch,] Ueber den großen Strike in Anzin liegen beruhigende daß die rückständigen Steuern nicht mehr beigetrieben Nachrichten vor und ist Hoffnung auf werden sollen. Der Einmarsch der österreichischen legung der Sache vorhanden. An einzelnen Orten Truppen ist am 29. Juli erfolgt. Das Land hat 1134/ist die Arbeit bereits wieder aufgenommen worden. ist griechisch katholisch und etwa 1/10 römisch katholisch. See, das immer nur gestürzte und verbannte Häup— Die Oestereicher wolen sich in dem besetzen Landes ter beherbergt.., Gäzig uitang befohlenen so elende sind, daß sie die Soldaten dortliefen jungst Nachrichen durch die Zeitungen, als sei gchuen, wos zun Aeben gehort., Die Abihgürsten grone, Diese Nachrichten werden jetzt als falsch t, Straßen,z nicht bereit zu selen boben,—.,—(dezeichnet und der Telegraph meildet aus Modrid: Wege, Esendahnen und einige Gute) Der Rözig wied voraussichlich den Herbsmanövern Ss e Engländer scheinen in Kleinassen beiwohnen und hierbei das Commando über die zu und namentlch in Thal des Euphrat, un Mesovotuiez, bente ferner die nägdlichen Provingen seines Landes einer Reihe von Jahren, wenn sie die Esenbahnen ge England, Lord Beaconsfield wird mit großen baut, die Gianzen des Laude, oebenenicht pieg mehzr Ehren und Würden überhäut, aber aus den Reihen der Stag i ewew, ggidscher, der Oberherrschaft seiner Gegner ist auch der Autrag eingelaufen, ihn in zu sagen Noven, 9.s an vo, Iv.— Der General Anklagezustand zu versetzen. Man glaubt, er würde einer Lasern, upern, Gouo, eyz. auf Cpperns das Parlament aufisen, un durch seine Erfolge sich Woseley bat seinen.uuteneueposten u, von seine noch größere Mehrheit im Parlamente zu sichern. eneg, een, Aatzag, anzsche Goege Busdan., Die Aaigeschausk aie a. i ces Konstantnuopel gegen Grichenlaud wicher eine hvounde v, Graszien. Der disßer in prischedenenThelen des lichere geworden. Es scheint dennach, daß Frantreich), rezer.schende hochgradige Nothland ist bereis in und Italien zu Gunsten der Grichen noch Erwvos)donde, zhubergegangen. So ösrdausder Stad=Ara: Ein Correspondent gibt einige Mittheilungen über katy berichtet, daß dort mehr als 40,000 Eingeborene im die Insel Cypern, die als reich an Hülfsquellen, aber Zustande ohne jedes Unterkommen und jede Existenz elentraurig vernachlässigt geschildert wird. Die Städte desten leben. Täglich sterben 150—170 Personen, unter liegen beinahe in Ruinen. Seit der Besitznahme durch ihnen die meisten aus purem Hunger. Und da die England seien viele Griechen, Smyrnoten und sogar Ueberlebenden zu schwach und zu gleichgülig sind, die Deutsche hingezogen. Klima und Sprache würden Todten zu begraben, so liegt in dem Kirchhof bereits einer Englischen Einwanderung große Hindernisse ent= eine ganze Anzahl Leichen unbeerdigt und geht dort gegenstellen. Der Werth des Grundeigenthums ist in Verwesung über, die Luft verpestend und die um das Fünffache gestiegen. Das Wasser sei gut und Sterblichkeit noch vermehrend. Wann und wie das finde sich in einer Tiefevon 18 Fuß reichlich. Wasserleitungen aus Venetianischer Zeit her lassen sich leicht wiederherstellen. Der englische Gouverneur Sir Garnet Wolseley wird wahrscheinlich in der Hauptstadt Leukosia residiren. Italieu. Die Aufregung der italienischen Revolutionäre gegen Oesterreich ist eine sehr große geElend enden soll, sieht man dort noch gar nicht ab. Westfalen und Rbeinland. ** Schwerte, 1. Aug. Die Wahlschlacht liegt glücklich hinter uns. Leider sollte dieselbe hier trübe Schlaglichter auf den Geist, wenn auch nur eines volutionäre gegen Oesterreich ist eine sehr große ge= kleinen Theils der Bevölkerung werfen, indem ein worden und es geht dort fast her, wie damals, als achlvallt Balger unserer Staor nur wegen seiner die Oesterreicher noch in Mailand und in Venedig freien Meinungsäußerung in Worten und Placaten standen. Die Italiener träumten, sie wollten nach der insultirt, und damit nicht genug am Montag Abend Türkei übersetzen, dort Revolution machen, ein Stück dessen Wohnung mit Steinwürfen bombardirt, und erobern und dasselbe Oesterreich zum Tausch für Süd=lam Dienstag Abend durch eine von bekannten Pertyrol und Triest anbieten. Nun sind alle diese Pläne sonen mittelst reichlicher Libationen aufgereizte, halbzu Wasser geworden. Auch der Fürst Bismarck be= trunkene Rotte gegen 11 Uhr der gräulichste weithin kommt bei den Italienern sein Theil mit und das vernehmbare Straßenlärm vermischt mit Geschrei, *„ Dautschland und Drohungen und den allergemeinsten Schimpfworten um so mehr, weil sie merken, daß Deutschland und Oesterreich im engen Bunde stehen.— Der Cardinal Hohenlohe hat in der römischen Priesterschaft eine ausgezeichnete und vielfach beneidete Stellung erhalten. Es soll das anzeigen, daß man mit Deutschland sich vertragen hat oder doch vertragen will. Neben dem großen Aufsehen, das die anti-österreichischen Demonstrationen in den größeren Städten erregen, wird die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf zwei Monstreprozesse gelenkt, die sich vor den römischen Gerichten abspielten. Da ist zuerst eine gerichtliche Untersuchung gegenden Priester Mattia zu nennen, welcher auf verschiedene Loose mit lauter Hauptgewinnen herauskam und in einer einzigen Lotterieziehung die fabelhafte Summe von 2 Mill. Lire gewann. Gegen ihn sind nun zahlreiche anonyme Denunziationen eingelaufen, nach denen sich der Priester diese Gewinne durch Betrug und Bestechung zu verschaffen gewußt haben soll.— Der andere Prozes betrifft die Hinterlassenschaft des Cardinol= secretärs Antonelli, auf welche dessen angebliche „natürliche“. Tochter, die Gräfin Lambertini, Ansprüche erhebt; dieser Prozeß spielt schon seit einem Jahre, und tritt gegenwärtig in die zweite Instanz man erwartete für vergangenen Samstag die Entscheidung, das Gericht setzte dieselbe jedoch noch aus und verkündete als den Tag der Urtheilspublikation den 25. November. Frankreich. Die Weltausstellung wird zu einem großen Jahrmarkt und häufen sich dort die Raritäten. So hat man dort jetzt einen Luftballon hergestellt, welcher 36 Meter im Durchmesser hat und mit welchem 50 Personen und 2 Luftschiffer aufsteigen. Man hat ihn an einem über 2000 Fuß langen starken Strick Brohungen und ven auergemeinsten Schinpswern. aufgeführt wurde. Selbstredend wurde durch diesen über ¼ Stunde andauernden Scandal die nächtliche Ruhe der Bewohner aller benachbarten Häuser gestört, ohne daß die Polizei sich auf dem Platze blicken ließ, um die Excedenten und die dieselben begleitenden Anstifter des groben Unfuges dahin abzuführen, wohin sie gehörten. Es ist dieser Vorfall ein trauriger Beleg zu den sittlichen Zuständen und der politischen Reife unserer Stadt, worin bei einem derartigen Terrorismus, welcher fast schlimmer als der bisher von den Socialdemokraten verübte ist, eine freie Meinungsäußerung oder freie Abstimmung ohne Bedrohung der Person und des Eigenthums unmöglich wird. Denjenigen gebildet sein wollenden Personen aber, welche solche Scandale gegen ruhige, unabhängige Bürger durch unedle, strafbare Mittel ins Leben rufen, bringt es wahrlich wenig Ehre, und sie trifft auch vorzugsweise die Verantwortung dafür. Wenn bei allen Wahlen mit solchen Waffen gekämpft würde, dann wäre die deutsche Nation zu bedauern, und dieselben könnten in dem Fall kaum als der wahre Ausdruck des Volkswillens gelten. Im gen möge sich der Mann des freien Worts mit dem Sprüchwort trösten:„Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen“. * Schwerte, 1. August. Der hiesige Turnverein ist recht rührig in der Veranstaltung des am 11. August zu feiernden hundertjährigen Geburtstages des Vater Jahn, verbunden mit dem 10jähr. Stiftungsfest des Vereins Nach dem uns vorliegenden Programm scheint das Fest ein recht schönes werden zu sollen. Am Nachmittage vor dem Gottesdienste versammeln sich die Turner im Vereinslokal, von wo aus mit Musikbegleitung schirt wird während Freiübung Kurzweil Nach Beei einslokal durch rege flaggen ih kennung d Vereins b * S4 cinella Namen, n käfer, Ma schlimme lose, der den böser oberflächli man die si Angst vor oder Karl * S Samstag auf der Di Kleidungs Die Diel das Fenf dasselbe * S Samstag Schwerte richtet. des Wir theilweise schlug d Meining in Mer Blitze ge Dem Erben d Antwerp für das gung, de tung übe Dahlenke hose Sor Bedingu In dacteur büßung Gefängn niß übe In? liche Pr Abiturie hafter zurückger In Familie Fliegen Die verschüt Montag Die feiert ir Besteher In seinem In Weber Tagelöh Ein allen R gekomm desschie doch n ist Kye r aus im Unna wird. Gegen ie Lüfte mitge1, Mac Mahon lung sein Amt drohe mit dem abzuhalten, die zustand zu verdanken, so will, die Linke den tschaftscandidaaber jetzt schon zeß den andern ein„Frauenr die politischen Die interessante sonen, darunter Kammer, sowie reizende Jungder sogenannten Amerika waren daß in einer geredet wurde. gerichtet worden. egen beruhigende uf baldige Beieinzelnen Orten lommen worden. rem Sohne im if dem Arenenhönen Schloß am verbannte HäupKönig Alfons eitungen, als sei Gemahlin geLiederlegung der jetzt als falsch et aus Madrid: Herbstmanövern ndo über die zu ten. Der König en seines Landes id zurückzukehren, inlich zu eröffnen. wird mit großen aus den Reihen ingelaufen, ihn in glaubt, er würde seine Erfolge sich amente zu sichern. Rußlands gegen mehr in Anspruch edenen Theilen des stand ist bereits in aus der Stadt Ara00 Eingeborene im jede Existenz elen70 Personen, unter ger. Und da die eichgülig sind, die m Kirchhof bereits gt und geht dort rpestend und die ann und wie das noch gar nicht ab. nland. Wahlschlacht liegt dieselbe hier trübe auch nur eines erfen, indem ein nur wegen seiner ten und Placaten m Montag Abend bombardirt, und n bekannten Peraufgereizte, halbgräulichste weithin scht mit Geschrei, en Schimpfworten wurde durch diesen ndal die nächtliche barten Häuser gedem Platze blicken dieselben begleitendahin abzuführen, Vorfall ein trauinden und der poin bei einem derschlimmer als der verübte ist, eine Abstimmung ohne igenthums unmögin wollenden Pergegen ruhige, unrafbare Mittel ins enig Ehre, und sie intwortung dafür. Waffen gekämpft ztion zu bedauern, fall kaum als der gelten. Im übrin Worts mit dem esten Früchte sind * Der hiesige Turnanstaltung des am rigen Geburtstages 0jähr. Stiftungsfest genden Programm den zu sollen. Am ie versammeln sich wo aus mit Musikbegleitung durch die Stadt zum Schützenplatz marschirt wird, woselbst ein Concert stattfindet, und während desselben Riegen= und Kürturnen sowie Freiübungen. In den Concertpausen wird allerlei Kurzweil für Groß und Klein die Besucher erfreuen. Nach Beendigung des Schauturnens beginnt im Vereinslokal der Festball. Möchten unsere Mitbürger durch rege Theilnahme an dem Feste wie durch Beflaggen ihrer Häuser während desselben ihre Anerkennung der guten und löblichen Bestrebungen des Vereins bekunden. * Schwerte, 1. August. Für die arme Coccinella— wir nennen sie lieber mit dem lateinischen Namen, weil sie der deutschen zu viele hat: Sonnenkäfer, Marienkäfer, Gotteslämmchen 2c.— ist eine schlimme Zeit angebrochen. Ueberall wird das harmlose, der Landwirthschaft sogar nützliche Geschöpf, für den bösen Coloradokäfer gehalten, mit dem es eine oberflächliche Aehnlichkeit hat. Möge man also, wo man die siebenpunktirte Coccinella findet, nicht gleich Angst vor der zehnliniirten Chrysomela(Colorado oder Kartoffelkäfer) haben. * Schwerte, 1. August. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde beim Wirth Lührmann auf der Dortmunder Chaussee eingebrochen und eine Partie Kleidungsstücke, Stiefel, Schuhe, Decken 2c. gestohlen. Die Diebe hatten eine Fensterscheibe eingedrückt, um das Fenster öffnen zu können und waren dann durch dasselbe eingedrungen. * Schwerte, 30. Juli. Das Gewitter vom Samstag Abend hat auch in der Umgegend von Schwerte und weiter hinaus großen Schaden angerichtet. Sobrannte in Berghosen das Wohnhaus des Wirths Harde am Damm, vom Blitz getroffen, theilweise nieder; zu Wellinghofer Haide schlug der Blitz in das Wohnhaus des Kötters Meininghaus und legte dasselbe total in Asche. Auch in Merklinde und Castrop sollen Häuser vom Blitze getroffen und niedergebrannt sein. Dem Magistrat in Iserlohn wurde von den Erben der Frau von der Becke geb. Dahlenkamp in Antwerpen ein Geschenk von 1000 Francs angeboten für das Armen= und Krankenhaus, unter der Bedingung, daß die Verwaltung diese: Häuser die Verpflichtung übernimmt, auf immer für die Unterhaltung der Dahlenkampschen Grabstätte auf dem dortigen Kirchhose Sorge zu tragen. Das Geschenk wurde mit dieser Bedingung angenommen. In Essen wurde am Samstag Abend der Re dacteur und Reichstagscandidat Stotzel behufs Ver büßung einer über ihn verhängten dreimonatlichen Gefängnißstrafe verhaftet und dem Kreisgerichtsgefäng niß überliefert. In Brilon und Burgsteinfurt wurden sämmt liche Primaner der dortigen Gymnasien, die sich zum Abiturientenexamen gemeldet hatten, wegen mangelhafter schriftlicher Arbeiten vom mündlichen Examen zurückgewiesen. In Westerhausen(bei Quedlingburg) starb ein Familienvater von 36 Jahren an den Folgen eines Fliegenstiches. Die letzten beim Tunnel=Einsturz in Schwelm verschütteten Arbeiter sind Sonntag aufgefunden und Montag Morgen beerdigt worden. Die Rheinische Missions=Gesellschaft in Barmen feiert in diesem Jahre das 50jährige Jubelfest ihres Bestehens. In Gräfrath machte ein 15jähriger Mensch seinem Leben durch Erhängen ein Ende. In Wermelskirchen wurde ein junger Weber auf dem Heimwege, bei Köln ein junger Tagelöhner vom Blitz erschlagen. Eine große Menge stellenloser Kellner waren aus allen Richtungen der Windrose nach Düsseldorf gekommen, in der Erwartung, gelegentlich des Bundesschießens Etwas verdienen zu können, konnten jezoch nicht alle beschäftigt werden und da die armen Kerls kein Geld zur Rückreise hatten, mußten sie sich durchbetteln. Zwei Bauernfänger aus Düsseldorf wurden in Neuß verhaftet und nach Düsseldorf abgeführt, weil sie vermögenden Gestellungspflichtigen vorgeschwindelt hatten, sie gegen ein Honorar von 100 Thlr. vom Militairdienste zu befreien. Wie das„Düsseldorfer Volksblatt“ mittheilt, endete das Schützenfest hier mit einer großen Keilerei auf dem Festplatze, bei der ein Mnn so schwer verletzt wurde, daß er in's Marienhospital gebracht werden mußte. Drei Extrazüge standen am Dienstag in Düsseldorfauf dem Berg.=Märk. Bahnhofe für militärische Zwecke in Bereitschaft. Es wurden bei Anlaß der Wahlen in Elberfeld und Solingen große Krawalle befürchtet. Gestohlen war auf dem Festplatze einem Herrn die Uhr. Als er nach der Stadt zu dem Uhrmacher ging, bei dem er die Uhr gekauft hatte, um sich nach deren Nummer zu erkundigen, fand er hier Uhr und Dieb. Die Uhr steckte er, den Dieb die Polizei ein. In Neuß ist eine heimliche Verbindung der Gymnasiasten, an welcher Primaner, Secundaner und sogar Tertianer Theil genommen haben, entdeckt worden. Die Verbindung ist nach Art der studentischen Vereinigungen organisirt gewesen, hat übrigens keine anderen als Kneipzwecke verfolgt. Bei Griethausen wurde im Rhein ein 200 pfündiger Stör gefangen. In Alstaden schlug der Blitz in ein Hans und zertrümmerte eine im Zimmer stehende Wiege, in welcher sich ein Kind befand. Theile der Wiege wurden zum Fenster hinausgeschleudert, die Federn des Bettchens flogen durch das Zimmer und doch blieb das Kind unversehrt. Dasselbe lag nach der Katastrophe weinend am Fußboden, vor dem Tode bewahrt durch die rettende Hand des Allmächtigen. In Bonn wurde am 24. v. M. das 60jährige Bestehen der Rheinischen Friedrich=Wilhelm=Universität durch einen großartigen Fackelzug, an dem sich die in Bonn anwesenden Prinzen und über 1000 Studirende betheiligten, gefeiert. Nach dem Fckelzug fand in der Beethovenhalle ein solenner Commers statt. In Kirchrath bei Aachen schlug der Blitz in eine Gaststube ein und tödtete ein Kind. Zusammenstellung der Ergebnisse der Reichstagswahlen im Kreise Dortmund. Wahlresultate. Die Wahlen haben eine große Bewegung im Volke hervorgerufen. Das Resultat läßt sich erst später mit Sicherheit überblicken. Es sei jedoch jetzt schon erwähnt, daß in Berlin bis auf den 4. Bezirk, in welchem eine Stichwahl zwischen Fritzsche(Soc.) und Celle(Fortschritt) stattsinden muß, der Fortschritt gesiegt hat. In Hamm=Soest jedenfalls Stichwahl zwischen von Bockum=Dolffs(nat.) und Reichensperger(Centrum). In Hagen Slichwahl zwischen Bueck(nat.) und Richter (Fortschritt).— In Bielefeld wurde Marcart(cons.) gewählt.— In Bochum=Witten Löwe=Calbe(lib.).— In Essen Stötzel(Centrum).— In Iserlohn=Altena Stichwahl zwischen Overweg(cons.) und Schlieper(lib). — In Elberfeld=Barmen Stichwahl zwischen W. Hasselmann(Soc.) und Andreas Prell(nat.). In Solingen Stichwahl zwischen Landrath Melbeck und Ritting= hausen(Soc.). In Lennep=Mettmann Stichwahl zwischen Dr. Techow(nat.) und Ernst Vowinkel (D. Reichsp.).— In Frankfurt a. Main Stichwahl zwischen Sonnemann(Dem.) und Varrentrapp(nat. — In Dresden=Altstadt Stichwahl zwischen Bebel (Soc.) und Minister von Friesen(cons.).— In Sonneberg wurde Lasker wiedergewählt.— In Wiesbaden ist die Wiederwahl von Schulze=Delitzsch zweifellos. In Stettin Stichwahl zwischen Delbrück und Schmidt.— In Mainz Stichwahl zwischen Prof. Reulaux(nat.) und Domkapitular Moufang(cons.). — In Leipzig Vicebürgermeister a. D. Stephani (nat.).— Ju Magdeburg v. Unruh(nat.).— In Halle=Herford von Kleist=Retzow.— Paderborn=Büre 10. Januar 1877 hatte Berger erhalten 11,632 St., Schröder 7234 St., Eugen Richter(jetzt Crone) 379 St. und Tölcke 3563 St. Berger hat also diesmal mehr erhal en: 5628 St, Schröder mehr: 1543 St, Crone(Eugen Richter) mehr: 290 St., Tölcke weniger: 1560 St. Die Socialdemokraten haben also fast die gleiche Anzahl Stimmen verloren, welche die Ultramontanen gewonnen haben; es folgert daraus, daß die abgesprungenen Socialdemokraten zu den Ultramontanen übergegangen sind. Brenken(cons. Münster v. Heeremann(cons.). Todtenglocke. * Osnabrück, 31. Juli. Der hiesige Bischof Beckmann ist gestern Abend gestorben. * Herr Pastor Knak an der Bethlehemskirche in Berlin ist dem„Reichsboten“ zufolge in Dünnow bei Stolpmünde, wo er sich bei seiner Tochter zum Besuch aufhielt, am Herzschlag gestorben. * In St. Francisco ist Isak Friedländer, genannt der Kornkönig, gestorben. Er hatte immer eine ganze Flotte auf dem Meere schwimmen, indem er sein Korn nach England und Australien ausführte und sich die größten Reichthümer erwarb; er war zugleich einer der größten Grundbesitzer in Californien und herrschte wahrscheinlich über ein größeres Gebiet als sein Landesvater, der Großherzog von Oldenburg. Eine einzige Farm war 100,000 Acres groß und nur zur Zucht von Rindvieh und Schafen bestimmt. In Duisburg entschlief am 26. ds. in Folge Schlagflusses der berühmte Tabaksfabrikant Commer= zienrath Theod. Böninger, 75 Jahre alt. 1 4 1 1— 2— 9 6 1— Ellinghausen 19—— 4 3 Giesenb.=Sodingen 15—— 55 4 Groppenbruch 35— Holthausen 22— Mengede 124 15 Nette 31 22 Obercastrop 34 4 Oestrich 14 17 Rauxel 48 5 Schwieringhausen 30— Westerfilde 9 36 Dorstfeld 330 7 Huckarde 43 5 Rahm 43 18 Westrich 47 1 Lütgendortmund 222 28 Marten 270 3 Oespel 130 3 Kley 70— Kirchderne 229 Horstmar 75 Brechten 197 Das Gesammtresultat der Reichstagswahl in unserem Wahlkreise ergibt— Irrthum vorbehalten — für Louis Berger 17,260 Stimmen, für Schröder 8777 St., für v. Bodelschwingh 966 St für Crone 669 St. und für Tölcke 2003 St. Im Ganzen wurden 29757 Stimmen abgegeben. Am — 50 13 55 90 19 144 14 129 6 9 167 297 14 13 143 58 33 19 26 64 33 Vermischtes. * Breslau, 25. Juli. In Oberschlesien tauchte der Coloradokafer in erschreckender Anzahl, namentlich bei Laurahütte, auf(Sind wahrscheinlich die unschuldigen„Marienkäfer." D. Red.) * Wahlagitation. Das nennen wir noch eine Wahlagitation, wie sie in Dresden getrieben worden ist. Da finden wir auf der„Eselswiese“ des gelesensten Dresdener Blattes, nicht weniger als drei Seiten Wahlannoncen, unter denen die folgende wohl die amusanteste ist: „Frauen Dresdens! Warnt Eure Männer, von Friesen zu wählen. Er wird unsern Kaffee vertheuern und verschlechtern,— er wird unser Wirthschaftsgeld vermindern, denn alle Bedürfnisse zahlen mehr Steuern—— Soviel ist das bunte Tuch doch nicht werth! Viele sparsame Hausfrauen.“ Unsern Kaffee vertheuern: E. Herrcheses, Bliemchenkaffee in der Wahlagitation. 2 58 18 9 19 110 111 108 10 1 Markt=Berichte. Schwerte, 100 Kilo. den 31. Juli 1878. 16 63 1 80 Per 100 nus. M. Pf. Weizen 23— Roggen 17— Kartoffeln, 6— Butter 1 Kilo 2— Brod 5 Kilo Eier 9—10 Stück 80 Pfg. Herdecke, 30. Juli 1878 Per 100 Kilo. M. Pf. Weizen 24— Roggen 17— Gerste 16— Hafer 16 50 Kartoffeln 8— Bohnen—— Erbsen— Heu 5— Stroh 5— Butter à Pfund— 90 Eier 10 Stück.— 50 M. Pf M. Pf. 16 25 1 60 90"———— M. Pf. 23— 16 50 M. 9 16——— Gottesdienste. Sonntag, den 4. August 1878. Größere evangelische Kirche: Frühpredigt ½8 Uhr: Pastor Schütte. Hauptpredigt 9 Uhr: Pastor Heinenberg. Nachmittagspredigt 2 Uhr: Pastor Heinenberg. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Ein uns zugegangener Artikel, betreffend„Friedr. Ludw. Jahn“, mußte wegen Raummangel für die nächste Nummer zurückgelegt werden. D. Red. Perkut“ Am er. Mittwoch, den 7. August Morgens 9 Uhr anfangend, verkaufe ich im Lokale des Herrn Robbert am Marki eine große Parthie goldene Taschenuhren Regulateure& Wanduhren öffentlich, meistbietend, gegen Baar und Credit Für die Solidität der Uhren wird garantirt. Hohenschwert. Zu Festgeschenken empfohlen! (Verlag von J. Bädeker in Iserlohn.) Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Illustrirt von Professor Adolf Pracht-Ausgabe, eleg geh M. 20. In Pracht-Band mit Goldschnitt M. 24. 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Die Vorschule bereitet nicht nur für die höhere Abtheilung, sondern als abgerundete, allgemein bildende Lehranstalt auch für das praktische Leben vor. Ihr Lehrplan umfaßt: Religion, Deutsch, Französisch, Englisch, schichte, Geographie, Arithmetik, Geometri, praktisches Rechnen, Einleitung in die Physik und Chemie, Naturgeschichte, Freihand= und Linearzeichnen. Sie vertritt also die Stelle einer höheren Bürgerschule. Die eigentliche Gewerbeschule fügt hinzu: Darstellende Geometrie, Mechanik. Maschinenlehre, mechanische Technologie, Bauconstruction, Physik, Chemie, chemische Technologie, Arbeiten im Laboratorium, Bau= und Maschinenzeichnen, Modelliren. Jährlich finden technische Excursionen statt. Die höhere Abtheilang soll besonders für die technische Praxis vorbereiten. Es ist in Aussicht gestellt, daß nicht erst mit der Reife für die Fachklasse, sondern schon mit der für Prima, das einjährige Dienstrecht erworben wird. Herbst d. Jahres treten ins Leben die Klassen VI., IV., IIIa. und II. Durch höhere Verfügung ist es gestattet, Schüler, die für die fehlenden Klassen V. und IIIb. reif sind, dieses Jahr ausnahmsweise in IV. und IIIa. aufzunehmen. Zum Eintritt in VI. genügt ein Alter von 9 Jahren und entsprechende Elementarkenntnisse. Die Aufnahme in II. erforoert ein Alter von mindestens 14 Jahren und(mit Ausnahme des Latein) die allgemeine Bildung, welche zum Eintritt in die Secunda einer Realschule erforderlich ist. Die Aufnahme Prüfung findet Montag, den 14. October, Vormittags von 9 Uhr ab im Gewerbeschulgebände(Körnerstraße) statt Weitere Auskunft ertheilt der Unterzeichnete, an den vorläufige Meldungen einzureichen sind. Hagen, im Juli 1878. Dr. Holzmüller, Director. Wittenberg, Rgb. Merseburg, 27. Mai 1876. (Originalbrief) Unendlich leid thut es mir, Ihnen nicht schon längst betreffs meines Gesundheitszustandes Bericht erstattet zu haben. Mit Freuden theile ich Ihnen denn mit, daß mein Leiden in Folge der mir gegebenen Pulver vollständig beseitigt ist. Ich kann mich wohl geschmeichelt fühlen, endlich von weinem langen 6 Magenleiden 0 0 befreit zu sein und werde nicht versehlen, ihnen meinen öffentlichen Dank in den Blattern zu zollen. Die Gesundheit des Menschen geht ja über alle Schätze, deshalb geehrter Herr, halte ich es für meine moralische Pflicht, Ihnen hiermit meine Anerkennung und Dank abzustatten. Mit aller Hochachlung ganz ergebenst J. G. Koitzsch, Bank= und Wechselgeschäft. Weitere Atteste aus allen Provinzen, sowie alles Nähere sendet ähnlich Leidenden franco und gratis J. J J. J. popp, Specialist für Magen2 und Darmkararth, Heide(Holstein). Zwei erfahrene Amrenucchte gesucht. Expd. d. Von Zig. wem, zu erfragen in der Pwiche 8 Sonntag, 11. August 1878: Wagir! 100jähriger Geburtstag des Turnvaters Jahn ii 10jähriges Stiftungsfest des Vereins. P ROGRAMN: Nachmittags 1 Uhr: Festzug durch bie Stadt und Abmarsch zum Schützenplatz im Schwerter Wald. Während des ganzen Nachmittags: a Concert.XC 3 Uhr: Beginn des Turnens, bestehend aus: 1. Stabübungen, 2. Riegenturnen, 3. Kürturnen. Für Unterhaltung in den Pausen durch Volksbelustigungen 2c. ist bestens gesorgt. 7 Uhr: Rückmarsch zur Stadt zum Vereinslokal bei Herrn Robbert am Markt, daselbst von 9 Uhr ab — Ball. Die Musik wird ausgeführt von der Hörder Stadtkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Nepp. Entree à Person für sämmtliche Festlichkeiten Mk. 1,25, zum Festplatz allein„ 0,50, „ zum Ball allein„ 1,—. *• Hohensyburg. Sonntag, 4. August. ∆ FK 8 Gonrer der neuen Hagener Stadtkapelle, unter Leitung des Capellmeisters Herrn W. Fleißner.— Nach dem Concert Entree 50 Pfg. * W. Schulte. Subhastations=Patent. Die im Grundbuche von Westhofen, Band IV, Blatt 236 auf den Namen der Wittwe Tuchweber Diedr. Heinr. Neveling, Friederike geb. Wel zu Westhofen eingetragene Grundstücke der Steuergemeinde Westhofen: Flur II, Nr. 52/2, Holzung im Ebberg, groß 93 Are 41 □·M., Flur IV, Nr. 185, Garten an der Ostergasse, groß 3 A 15 Flur IV, Nr. 379, Acker auf der Wanne, groß 14 Are 29 □=M., Flur V, Nr. 310, Garten an der Melkgasse, groß 3 Are 44 □=M., sollen im Wege der nothwendigen Subhastation auf Antrag eines Gläubigers am 25. September 1878, Nachmittags 4 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle versteigert werden. Der Reinertrag sämmtlicher Grundstücke, nach welchem dieselben zur Grundsteuer veranlagt worden, beträgt 4 Thlr. 90 Dez.„ 1 66u6, Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grun#####. 8 und die etwa noch eingehenden Abschätzungen und andere die Grundstücke oetreffenden Nachweisungen sind im Bureau II. einzusehen. Alle Diejenigen, welche Eigenthum oder anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Subhastation stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präclusion spätestens im Versteigerungstermine anzumelden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlages soll am 26. September 1878, Vormittags 9 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Schwerte, den 29 Juli 1878. Königliche Kreisgerichts-Commission Der Subhastationsrichter. Mit dem heutigen Tage verlegte ich mein Geschäft aus dem C. Hagevour icen bbenen n o... Brückenstraße 183 Mitsdörfer'sche Haus, Bruckenstraße 1e1. und halte mein Lager in Möbeln, Sattler= und Polsterwaaren bestens empfohlen, auch werden alle vorkommenden Sattler= und Polsterarbeiten bei mir rasch un billig angefertigt. Schwerte, den 22. Juli 1878. Patent. Die im Grundbuche von Lichtendorf, Band II, Blatt 120, auf den Namen des Bergmanns Franz Brauckmann zu Lichtendorf eingetragenen Grundstücke der Steuergemeinde Lichtendorf: Flur I, Nr. 182/84 und 183/84, am Lammerg, Hofraum mit Wohnhausgroß 16 Are 23 □=M., sowie Holzgrund, groß 78 Are 38 □=M., sollen im Wege der nothwendigen Subhastation auf Antrag eines Gläubigers am 24. September 1878, Vormittags 10 Uhr, Der Reaernteg immlicher Grandzuck, nuacz wichen diselb g ue, Czant, lagt worden beträgt 2 Thlr. 46 Dez., der für die Gebaueesteur. steuer verantage neiben, eeneg.=##n u. derf ermittelte Nutzungswerth der aufstehenden Gebäulichkeiten beträgt 60 Mark. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchfolii und die etwa noch eingehenden Abschätzungen und andere, die Grundstücke betreffenden Nachweisungen sind im Bureau II. ein usehen. Alle Diejenigen, welche Eigenthum odr anderweite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte auf die zur Subhastation stehenden Realitäten geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präclusion spätestens im Versteigerungstermine anzumelden. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlages soll am 25. September 1878, Vormittags 9 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle verkündet werden. Schwerte, 30. Juli 1878. Königliche Kreisgerichts-Commission. Der Subhastationsrichter. — Um den Zeitverhältnissen Rechnung zu tragen. Mit vollständiger Garantie für reelle Billigkeit offerirt die Tabak- und Cigarren-Fabrik A. Bülow in Eitorf a. d. 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August er., Morgens 9 Uhr, an seiner Wohnung hierselbst seine sämmtlichen Wirthschaftsutensilien als: 8 Tische, einige Dutzend Stühle, The0TI ke, Lampen 2c.; ferner: 1 Billard, Sophas, mehrere Betten mit Bettstellen und Matratzen, Waschconsole, Kleiderschränke 2c. gegen Credit meistbietend verkaufen. Sämmtlich Sachen sind noch fast neu und sehr gut erhalten. Westhofen. Sundermann. Bekanntmachung, Das Ausweißen der sämmtlichen Räume der katholischen Schule soll am Montäg, den 5. August er., Vormittags 11 Uhr, auf dem hiesigen Stadthause an den Wenigstfordernden verdungen werden. Schwerte, 31. Juli 1878. Der kath. Schul=Vorstand. 2 Commoden mit drei Schubladen werden billig verkauft bei Schreiner Wilh. Lewe, am Graben. Auf gleich oder 1. November ist eine Wohnung von 2 Zimmern nebst Keller, Bodenraum Stallung und Gartenland zu vermiethen bei Ostenhaide. Aug. Westkämper. Incarnatkleesamen, per Pfund 30 Pfg., empfehle zur gefälligen Abnahme. Refflingsen. Incarnatsamen, Echter Weinessig, zum Einmachen(kein Spritt), per Liter 35 Pfg., empfiehlt Schwerte. herm. Schmidt. Freiwillige Antreten der Steigermannschaft am Sonntag, den 4. August er., Morgens 6½ Uhr, am Bahnhof, behufs Abfahrt nach Hagen zur Uebung. Der Hauptmann. Kriegergesangverein Hennen. Sonntag, den 4. August, Nachmittags 4½ Uhr, Uebungsstunde. Um vollzähliges Erscheinen ersucht der Dirigent. Wirthschaftslokal mit Backofen=Anlage, acht Räume enthaltend, mit Gas= und Wasserleitung, auf den 1. Nov. cr. zu vermiethen, kann auch auf Wunsch sofort bezogen werden. A. Sonnenschein. Grasverkauf! Herr Landwirth Fr. Pelzing zu Rheinen läßt Dienstag, den 6. August er., Nachmittags 4 Uhr, das vorzügliche Gras in seinen Hofeswiesen in Nummern gegen Credit ver* C. Erdmann. Ackerland= Verpachtung. Am Dienstag, den 8. d. Abenes 7 Uhr, sollen bei Herrn Stricker, an der Schwerter Brücke ca. 8 Morgen Ackerland zwischen Ruhren und 1½ Morgen Ackerland auf der Böcke vom Herpst d. J. an, öffentlich, meistbietend verpachtet werden. Villigst, den 1. August 1878. Freiherrl. von Elverfeldt'sche Rentei. Grasverkauf. Am Dienstag, den 6. August Nachmittags 4 Uhr anfangend, soll in der zum Gute Husen gehörenden Oelkamps=Weide, circa 17 Morgen, das aufstehende vorzügliche Weidengras öffentlich, meistbietend, nummerweise zum Verkaufe ausgesetzt werden. Haus Husen bei Westhofen a. d. R., den 29. Juli 1878. Die Verwaltung. kaufen. Am Sonntag, 4. August er., Abends 8 Uhr, im Vereinslokal Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Besprechung über die Feier des Sedanfestes; 2. Besprechung über die Fahrt zur Kaiserparade am 3. Sept. v. J. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. D. Pütter. Suhmission. Im Wege der öffentlichen Submission soll die Anlieferung von 50 Stück Feuerwehrröcken vergeben werden, ein Proberock, sowie die Bedingungen liegen von Montag, den 5. ds. ab, beim Hauptmann der freiwilligen Feuerwehr zur Ansicht. Unternehmer, welche Willens sind, die Anlieferung zu übernehmen, wollen ihre Offerten mit Preisangabe und beigelegtem Probestoff, bis zum 10. ds. an den Hauptmann der freiw. Feuerwehr versiegelt mit der Aufschrift„Submission über Anlieferung von Feuerwehrröcken" einsenden. Der Vorstand der freiwilligen Feuerwehr. Sonntag, den 4. August, werden bei mir verschiedene Gegenstände ausgeschossen, wozu freundlichst einlade. W. Potthoff, an der früheren Haver'schen Papiermühle. A#ezugnehmend auf das Inserat der Wwe. Friedr. Gabel in der Wanne in Nr. 59 dieser Zeitung, betreffend das Verbot, den Weg von meinem Steinbruch auf dem Buchholz nach dem Neveling'schen zu befahren, theile ich meinen Kunden hiedurch mit, daß mir das Recht hiezu zusteht. Buchholz. Friedr. Hunke. Die von mir gegen die Herren Falk& Mehler ausgesprochenen Beleidigungen gegen Gensdarm Nuhnen und in der Wirthschaft von Schulte im Stadtkeller nehme ich hiermit zurück. Franz Baumeister. (Ein gewisser Jemand wird ersucht, d sein Mundstück etwas im Zaume zu halten, widrigenfalls die§§. 186 und 187 des deutschen Strafgesetzbuchs gegen ihn in Anwendung gebracht werden. Laß deinen Nächsten was er ist, Dann bleibst du selber was du bist.