mit„Familienfreund“ 1 Mark 20 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaction, Druck und Verlag von Carl Braus in Schwerte. Anzeigen und Bekanntmachungen aller Art werden mit 10 Pfg. die fünfspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. m. anderen issern innerung. dekämper. citen Ausleihen Schmidt. 878. nas znund süte, onnenschirme zu herabgesetzten F. W. Vaaßen: iner ungemischter zum billigsten h1 0, b 0, Brodmehl), hl. ebl, kleie. u. Schmidt. 9•*" es in der Exped. Mittwoch, 3. Juli 1878. 11. Jahrgang. Zum Abonnement auf die„Schwerter Zeitung“ pro 3. Quartal 1878 laden wir Jedermann in Stadt und Land freundlich ein. Die Reichslunwahlen, die europäische Conferenz, die Bogisg, stellung und die Ernte bieten Stoff in Hun—0 Fülle und die runde und bündige Darstellung der Schwerter Zeitung macht es Jedermann„.##. nach des Tages Last und Hitze in kürzester 5# Uebersicht und Einsicht in die wichtigsten Ereignisse zu gewinnen. Den Ereignissen und Wahlen in Westfalen wird sie die größte Aufmerksan widmen und verbürgte Mittheilungen der Leser sind jederzeit willkommen und erwünscht. Das. Quartal ist aber nicht nur die Zeit der Ernte, sondern auch der Saat. Wir Reichsbürger und Wähler alle werden später ernten, was wir in den Wah am 30. Juli säen. Darum sei jeder Freund des Kaisers und Reiches auf dem Platze. Tagesereignisse. Das Befinden Sr. Maj. des Kaisers ist in den letzten Tagen ein sehr zufriedenstellendes gewesen, so daß zu erwarten steht, daß auch die letzten noch nicht geheilten Wunden bald vernarben werden. Hierzu wird jedenfalls auch der Umschlag in der Witterung das Seinige thun, indem die kühlere Temperatur unbedingt die Heilung mehr fördern wird, als die große Hitze der letzten Tage. Kaiser Wilhelm hat dem König der Belgier, der ihn besuchte, erzählt, die Leibärzte wollten ihn auf's Land schicken, er habe keine Lust dazu, es sei ihm zu einsam, in Berlin habe er selbst im Krankenzimmer Anregung und Leben. Die Kaiserin soll, nach Mittheilungen aus BadenBaden, beabsichtigen, in Kurzem und sobald es der Zustand des kranken Gemahls erlaubt, wieder dahin zurückzukehren. Der regierende Großherzog von Sachsen=Weimar, Carl Alexander, vermählt am 8. October 1842 mit der niederländischen Prinzessin Sophie, Schwester des gegenwärtig regierenden Königs Wilhelm III., feiert am 8. d. M. sein 25jähriges Regierungsjubiläum. Fürst Bismarck wird alsbald nach dem Schlusse des Congresses nach Kissingen gehen, hält aber an der Absicht fest, wenn irgend thunlich, sich an den Arbeiten der nächsten Reichstagssession zu betheiligen und im Spätherbst sich aufs Land zurückzuziehen. Die noch immer ausstehende Ernennung des Grafen Stolberg zum General=Stellvertreter des Reichskanzlers wird erst nach dem Schlusse des Congresses erfolgen. Generalpostmeister Stephan hat für seine Verdienste um die Weltpost=Conferenz von Frankreich das Kreuz der Ehrenlegion erhalten. General Grant, der frühere amerikanische dent ist in Berlin angekommen. Der„Reichsanzeiger“ vom Freitag veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, die sehr überascht und am Besten zeigt, für wie ernst die Regierung die innere Lage hält:„Bis auf Weiteres ist jeder in der Stadt Berlin ankommende Fremde oder Neuanziehende verpflichtet, sich durch Paß oder Paßkarte über seine Person auszuweisen. Ueber die Ausführung dieser Bestimmung sind von der Polizei=Behörde die erforderlichen Vorschriften zu erlassen. Die deutsche evangelische Kirchenconferenz in Eisenach hat sich 1) für die jährliche Feier des Refor mationsfestes in allen evangelischen Kirchen, 2) für Einführung eines gemeinsamen Buß= und Bettages in der evangelischen Kirche(am letzten Freitag des Kirchenjahres) ausgesprochen. Dringend wurde gewünscht, daß auch die katholische Kirche sich der Feier des nationalen Bußtages anschließe. Die von mehreren Blättern(und auch von uns) gebrachte Nachricht von der Verzichtleistung des Prinzen Ernst August auf den hannöverschen Thron wird von offiziellen Berliner Zeitungen als„gänzlich aus der Luft gegriffen" bezeichnet.(Es ist merkwürdig, was alles in der Luft hängt.) Einleitungen zu einem solchen Abkommen können überhaupt nur getroffen werden, nachdem der Prinz selbst der Regierung bezügliche Vorschläge gemacht hätte. Dies ist aber bisher nicht geschehen.— Ob es überhaupt geschehen wird, ist zur Stunde nach durch keinerlei Anzeichen unterstützt und nur das scheint festzustehen, daß die Familie des verstorbenen Königs Georg ihren Aufenthalt in Paris aufzugeben entschlossen ist. Die Taucher, welche gegenwärtig den Zustand des„Großen Kurfürst untersuchen, fertigen nunmehr eine Zeichnung von dem Wrack an, nach deren Vollendung die Hebung des Schiffs angeblich in Submission ausgeboten werden soll. Die deutsche Barke„Anita“ ist auf der Fahrt sseln! weiße Speisekarligem Preise hegenberg, Syburg. lung Keller ist auf soVon wem, sagt die kähe des Bahnhofes, kann sofort bezos in d. Exp. d. Z. mpfe htal F. sch erlaube mir hiereinem geehrten Pubm von Schwerte und gegend meine Capelle, hend, gütigst zu emcorrecte Ausführung berechnung zusichere, uni 1878. Nepp, Kapellmeister. SO tter M. K. 30. d. M. irtstage die 2. uusteeiammmmmmmmm „§* Der Teufels=Capitain Roman von J. Steinmann. (Fortsetzung.) 19. Kapitel. Im Gefängniß. „Was bleibt mir jetzt noch übrig,“ rief er endlich verzweiflungsvoll,„als mir eine Kugel vor den Kopf zu schießen und mich so für mein wahnsinniges Treiben, für die Nichtachtung der Befehle meines Herrn selbst zu bestrafen.“ Aber indem er das Pistol lud, kam er auf andere „Halt, murmelte er,„sei kein Narr, Castillan, und begehe nach der ersten Thorheit keine zweite und noch größere. Wenn Du Dich todt auf den Boden hinstreckst, wird dem Ritter dadurch doch nicht geholfen werden. Nein, Du mußt leben und Deine Dummheit wieder gut zu machen suchen. Indem er noch überlegte, klopfte es an der Thür. Er eilte rasch zu öffnen. Die Magd der Taverne trat ihm entgegen. Wahrscheinlich wollte sie den Tisch abdecken. Castillan ergriff se heim Arme. „Wo, wo ist sie: rief er heftig. „Wer?“ fragte das Mädchen mit einer dummen Miene. „Nun, Marotte, die Tänzerin, mit der ich soupirt habe.“ „O, die ist schon lange abgereis't, junger Herr." „Und wohin? Weißt Du es nicht?“ „Nach der Gegend von Orleans.“ O, die Betrügerin! sie hat mich bestohlen,“ rief Castillan, „Aber in welcher Absicht? Wer mir das sagen könnte!“ Die Magd zog ein Billet aus ihrer Tasche. „Das ist für Sie, mein Herr.“ „Von wem?“ „Von der hübschen Tänzerin.“ Der Secretär öffnete das Billet und las es eilig: „Ben Joel ist nach Saint Sernin. Verzeihen Sie mir! Ich bereue, was ich gethan., 9.; „Jetzt verstehe ich Alles,“ groute der reichtsinnige. Sie bereut, die Spitzbübin; aber was nützt mir jetzt diese Reue? Sie die Verbündete dieses Schurken Ben Joel? Wer es diesem reizenden Geschöpfe angesehen! O, diese egyptische Race, sie steht mit der Hölle im Bunde!“ Er lief einige Male wüthend im Zimmer auf und ab und focht mit den Armen in der Luft umher, als wenn er mit einem Feinde im Kampfe begriffen wäre. Plötzlich wandte er sich dem Mädchen zu, die sich am Tische beschäftigte. „Geh', mein Kind,“ sagte er, laß geschwind mein Pferd satteln, und besorge mir zugleich einen Boten, der sich augenblicklich nach Paris begeben kann. Zwanzig Goldstücke für ihn, wenn er vor morgen Abend dort anlangt.“ „Ich kenne einen Mann, Claude Morel, der wird das Geld gern verdienen.“ „So führe ihn schnell hierher.“ Während die Magd sich nach dem genannten Boten umsah, schrieb Castillan einen Brief an seinen Herrn. Er theilte ihm offen seine Abenteuer mit und hing seiner eigenen Thorheit kein Mäntelchen um. Er kannte die Großmuth des Teufels=Capitains und hoffte, daß derselbe ihm verzeihen werde. Er hatte den Brief beendigt und stieg in das Gastzimmer hinab. Der bestellte Bote, Claude Morel, wartete dort schon auf ihn. Er übergab diesem Manne das Schreiben und händigte ihm zugleich zwanzig Goldstücke ein. Der Bote begab sich eilig auf den Weg. Ueber diesen Punkt beruhigt, bezahlte der Secretär seine Zeche, bestieg sein Pferd und sprengte davon, um Ben Joel zu folgen. Um jeden Preis wollte er verhindern, daß der Bandit vor ihm Saint Sernin erreichte. Was die verführerische Marotte betrifft, so hatte sie sich, nach dem Billet, das sie Castillan geschickt, zu urtheilen, der Rolle geschämt, welche sie die vorhergehende Nacht gespielt. Sie hatte sich auch sogleich von den beiden Banditen getrennt und war nach Orleans zu ihrer Truppe zurückgegangen und zwar nicht ohne die Hoffnung, Castillan einst wiederzufinden und ihn für den an ihm begangenen Verrath um Vergebung zu bitten. In der Rettung seines Lebens sah sie einen großen Milderungsgrund ihrer Schuld. Auch Ben Joel und Rinald waren nicht beisammen geblieben. Der Zigeuner war die Straße nach Soches hinab geritten. Rinald kehrte langsam nach Paris zurück. Er glaubte, daß er sich nicht zu beeilen brauchte, da er das Unternehmen in guten Händen wußte. Erst am andern Morgen ritt er in die Hauptstadt hinein. Es war elf Uhr von Hamburg nach Lagos bis zum Wasserspiegel niedergebrannt. Strousberg's Concurs schwebt jetzt vor dem Stadtgerichte. Er hat seinen Gläubigern einen Vergleich angeboten, wonach er ihnen binnen 3 Jahren 3 Proc. ihrer Forderungen auszuzahlen sich anheischig macht. Da seine Schulden sich auf 70 Mill. Mark belaufen, so würde er immerhin 2 Mill. auszuzahlen haben. Die Berliner Stadtverordneten berathen über eine Vorlage betreffend die Anfertigung eines Bildes zum Andenken an den Congreß. In den letzten Tagen ist dem Kronprinzen ein Drohbrief zugegangen, welcher ihn benachrichtigt, wenn er noch einmal den Dom besuche, werde auf ihn geschossen werden. Die Besserung in dem Zustande des Mörders Nobiling macht günstige Fortschritte. Obwohl der Gefangene noch bettlägerig ist, genießt er doch schon Fleischspeisen und vermag sich etwas mit seinen Wärtern zu unterhalten. Seine Vernehmung konnte jedoch bei dem Widerspruch des Arztes bislang nicht erfolgen. Sämmtliche Personen, welche unter dem Verdachtemit Nobiling das Attentat geplant zu haben, verhaftet worden waren, sind wiederum in Freiheit gesetzt worden. Die Nachforschungen nach dem Vorhandensein etwaiger Complicen des Nobiling werden aber noch immer fortgesetzt. Drei Berliner Gesangvereine sind in den letzten Tagen aufgehoben worden, weil sich Socialdemokraten unter den Mitgliedern befanden. als er sich bei seinem Gebieter, dem Grafen von Lembran anmelden ließ. Dieser hatte die Nacht auf einem Balle im Hotel Faventines zugebracht und war spät aufgestanden. Bertrand befand sich diesen Morgen in sehr verdrießlicher Stimmung, denn die reizende Anna hatte alle seine Galanterien kalt zurückgewiesen. Als der Italiener zu iym eintrat, ging er ihm rasch „Nun? Bringst Du mir den Brief?“ fragte er hastig. „Er ist in unseren Händen,“ antwortete Rinald. Bertrand athmete hoch auf. Seine üble Laune verschwand mit einem Male, wie eine Wolke vor einem Sonnenstraht.., 74—f44 „So gieb ihn mir!“ yerrschie er iyn an. „Das kann ich nicht. Ben Joel hat ihn.“ „Und wo ist der Schurke?" „Auf dem Wege nach Saint Sernin.“ „Aber warum händigt er Dir den Brief nicht ein? „Das hatte seine guten Gründe, gnädiger Herr. Ich bitte Sie, mich ruhig anzuhören.“ Und nun erzählte der Kammerdiener, was sich unterwegs begeben, daß Castillan den von ihnen gedungenen Klopffechter in einem regelrechten Duelle getödtet hatte. Dann berichtete er weiter, wie es ihm mit Hülfe der Zigeunerin gelungen sei, den verhängnißvollen Brief dem Secretär zu rauben. Er schloß damit, daß Marotte plötzlich Theilnahme für das Opfer empfunden und ihn vor dem was der Brief enthält und an „Die Aufschrift war: An den Pfarrer Bernhard ThoHerstehe, irgend ein Freund des Herrn von Malton.“ „Sein Milchbruder, gnädiger Herr.“ „Aber der Inhalt, der Inhalt des Schreibens?“ „Nach dem Wunsche des Herrn von Malton soll der besagte Pfarrer das Dokument des seligen Herrn Grafen von Lembran dem Secretär ausliefern und dieser sich dann nach Colignac begeben, um dort mit seinem Herrn zusammenzu„und stand nichts darin,“ fragte Bertrand weiter,„was sich auf meinen verstorbenen Vater bezog?“ Rinald zuckte die Achseln. „Gut,“ murmelte Bertrand,„so kennt Etienne das „Gnädiger Herr,“ sagte der Italiener,„am Erfolge ist gar nicht mehr zu zweifeipz g een Joel ist ein bistigr gaggan Er wird sich jetzt dem Pfarrer unter dem Namen Sastillan vorstellen, ihm den Brief des Teufels=Capitains geben und dann das gewünschte Dokument erhalten. Ich hoffe also daß Sie mit uns zufrieden sind, Herr Graf.“ Graf Bertrand nickte wohlgefällig.„„„ „Du bist ein treuer und geschickter Diener, ainald. Sin wir am Ziele, so sollst Du den Pachthof als Geschenk erhalten, den Dein Vater einst in der Nähe meines Schloss Gardanne bewirthschaftet hat.“ „O, tausend Dank!“ rief der Italiener mit strahlenden Blicken.„Sie sind die Großmuth selbst, gnädiger Herr.“ „Jetzt gehe!“ befahl Bertrand,„und erkundige Dich, wie Herr von Malton sich befindet. Es heißt, seine Wunde sei in der Heilung begriffen.“ Rinald verbeugte sich.„..„ 4 haben, Herr „In zwei Stunden sollen Sie Antwork haben, Herr Als der Kammerdiener sich entfernt hatte, ließ der Graf sich ankleiden und befahl dann dem Bedienten, die Pferde anspannen zu lassen. Er wollte seinem zukünftigen Schwiegervater den gewohnten Morgenbesuch abstatten. Aber ehe er noch das Zimmer verließ, zeigte sich Rinald wieder auf der Schwelle und augenscheinlich mit großer Bestürzung auf dem Gesichte. Bertrand hegriff, daß er ihm eine schlimme Neuigkeit zu melden habe und sah ihn mit gerunzelter Stirn an. „Ich— ich komme von Herrn von Malton,“ sagte der Kammerdiener fast athemlos. „Nun, wie steht es dort! Schnell! schnell!“ „Der Vogel ist ausgeflogen, gnädiger Herr, entgegnete Rinald kleinlaut. „Aber seit wann?“ „Seit voriger Nacht, Herr Graf.“ Und wohin?“ „Ich habe seinen Wirth befragt. Ein Bauer aus Romorantin hat Herrn von Malton gestern Abend einen Brief gebracht. Darauf hat er sein Pferd satteln lassen und ist fortgesprengt. Wahrscheinlich kam der Brief von seinem Secretär und er eilt diesem zu Hülfe. Bertrand warf dem Italiener einen drohenden Bla zu. „Und Du warst des Erfolges schon so gewiß, Dummkopf, Hättest Du uns von Castillan befreit, würden wir jetzt nicht seinen Herrn auf dem Halse haben. Wer weiß, ob uns das Document meines Vaters nun nicht dennoch verloren D, nein, gnädiger Herr, ich schwöre es Ihnen, Ben Joel ist ein schlauer Kerl; er wird seine Schuldigkeit thun.“ Diese Versicherung beruhigte den Grafen etwas. „Gehe,“ sagte er,„ich überlasse Dir Etienne. Ich werde mich mit Manuel beschäftigen. Er ist mein gefährlichster Gegner. Zählt er nicht mehr zu den Lebenden, so flößt mir Herr von Malton weiter keine Furcht ein.“ Als der schurkische Kammerdiener ihn verlassen hatte, sagte er zu sich selbs::„anuel f„ „Man kann mich zwingen, Manuel als meinen Bruder anzuerkennen, aber mich nicht verhindern, ihn zu beerben. Hätte ich früher daran gedacht, so würde der Feind meines Glücks, statt im Gefängnisse auf feuchtem Stroh, schon tief unter der Erde im Sarge liegen. Aber vielleicht ist es noch nicht zu spät.“ Während Rinald sich beeilte, Herrn von Malton wieder einzuholen und Castillan die Spur des Zigeuners verfolgte, suchte Bertrand Herrn von Lamothe auf. Dieser gestrenge Richter betrieb die Untersuchung bezuglich Manuel's mit ungewöhnlichem Eifer, iudessen der Unglückliche in einer der engsten Zellen des Gefängnisses eingeschlossen blieb. Graf Bertrand von Lembran bat den Beamten oringend, ihm die Erlaubniß zu ertheilen, Manuel im Gefängnisse zu besuchen, unter dem Vorgeben, daß es ihm vielleicht gelingen werde, den jungen Mann zur Einsicht in seine wahre Lage zu bringen. Er fügte hinzu, man möge ihm auch, wenn es möglich sei, ein Dokument einhändigen, das auch irgend einer anderen Person gestatte, den Gefangenen zu besuchen. „Sie verlangen viel auf einmal, entgegnete der Richter. „Aber da es gewiß nicht in Ihrer Absicht liegt, Manuel der Hand der Justiz zu entziehen, so will ich Ihren Wunsch gern erfüllen.“„.4, der Kummm e. Er schrieb einige Zeiten und reichte vann Verrrand oas Papier bin.„„„ 1n „Hier nehmen Sie. Das ist für Sie und für jeden Anderen, den Sie durch Ihre Namensunterschrift zu bezeichnen haben. Der Graf dankte, dem Richter die Hand drückend. „Ich werde mich von heute an dieses Papiers bedienen und will Sie jetzt in Ihrem schwierigen Amte nicht stören.“ Dann verließ er Herrn von Lamothe, indem er vor sich hinmurmelte: Mitte „Ich bin am Ziele. Jetzt habe ich das Mittel, dem Räuber meines Namens den Mund für ewige Zeiten zu verschließen.“ Das Gefängniß, in welchem Manuel schmachtete, lag nur wenige Schritte von der Wohnung des Richters entfernt, weshalb Bertrand sich sogleich dorthin begab. Er wies den Befehl dem Kerkermeister und wurde eingelassen. „Haben Sie nur die Güte, mir zu folgen, Herr Graf," sagte der Gefangenwärter, der einen großen Schlüsselbund an einem Gürtel trug. Er führte den Grafen durch einen langen, dunklen Gang, an dessen Ende eine enge steile Treppe in den unteren Raum des Kerkers führte. Beide Männer stiegen ungefähr dreißig Stufen hinab. Dann noch einige Schritte und der Schlüsselträger blieb vor einer Thür von Eichenholz stehen. Nachdem er aufgeschlossen, sagte er: „Hier weilt der Mann, den Sie suchen.“ Nicht ohne einen geheimen Schauer durch seine Glieder rieseln zu fühlen, betrat der Graf das halbdunkele Gemach. Er sah Manuel auf einer Steinbank sitzen, den Kopf gesenkt, den Rücken dem Eingang zugewendet. Er drehte sich nicht um, weil er nur den Gefangenwärter allein eingetreten glaubte. Die schwere Kerkerhaft hatte das Aussehen des jungen Mannes sehr verändert. Seine Züge waren erblaßt, seine Wangen hohl und seine Augen glühten fieberhaft. Er hatte seit mehreren Tagen entsetzlich gelitten, aber noch mehr an der Seele als am Körper. Das Gefühl der Scham hatte seine Stärke gebrochen, der Gedanke, daß Anna auf immer für ihn verloren, ihn zur Verzweiflung gebracht. Als der Wärter sah, daß er sich nicht regte, legte er die Hand auf seine Schulter. „Hier, der Herr Graf wünscht mit Ihnen zu sprechen und zwar unter vier Augen,“ sagte der Scherge. „So ist es,“ versetzte Bertrand halblaut. Beim Tone dieser Stimme wandte sich Manuel zitternd um und erkannte bei dem schwachen Licht, das durch das kleine, nach außen führende Fenster drang, seinen Bruder. „Sie, sie wagen es—“ rief er und sprang von seinem Steinsitze auf, um auf Bertrand loszustürzen. Dieser aber zog sich einige Schritte zurück. Er fürchtete das Erwachen des Löwen. „O, keine Furcht,“ sagte Manuel bitter.„Sie sehen ja, daß ich wie ein wildes Thier angekettet bin.“ Der Graf bemerkte, daß der junge Mann die Wahrheit sprach. Er gab dem Wärter ein Zeichen, sich zu entfernen und näherte sich dann dem Armen auf's Neue. „Wenn Sie einen Besuch erwarteten, war es nicht der meine, nicht so?“ fragte Bertrand. „Warum nicht?“ erwiderte Manuel kalt.„Sie wollen vielleicht selbst sehen, wie eng ich hier eingeschlossen bin.“ „Sie irren sich, Manuel. Ich kam, um ihnen die Freiheit anzubieten.“ „Sie mir die Freiheit?!“ „Nun ja.„Weshalb setzt Sie das so in Erstaunen?“ „Weil in diesen Worten der Hohn eines Teufels liegt.“ „Sie beurtheilen mich falsch.“ „Steht es denn in meiner Macht, anders von Ihnen zu denken? Sagen Sie es mir frei heraus: was führt Sie zu mir?“ Bertrand zog eine ganz mit Gold gefüllte Börse aus der Tasche. „Hier ist eine bedeutende Summe für Sie beinahe ein Vermögen, da Sie immer in Armuth lebten. Fliehen Sie, verlassen Sie Frankreich und das Geld ist Ihr Eigenthum.“ Manuel blickte den Arglistigen verächtlich an. „Wie, mein Herr, Sie beschuldigen mich, den Namen Ihres Bruders gestohlen zu haben, meine Verurtheilung scheint Ihnen unvermeidlich, und Sie sind so thöricht, mir Geld anzubieten, damit ich Sie von meiner Gegenwart befreie? Also nehmen Sie doch an, das Gericht könne gegen Sie entscheiden? Der Elende biß sich auf die Lippen. Er sah ein, daß er mit seinem Anerbieten eine Thorheit begangen. „Nicht ich, Sie haben das Gericht zu fürchten,“ sagte er nach einer Pause. „Warten wir dessen Urtheil ab,“ sagte der Gefangene ruhig.„Ich bin mir nur einer Schuld bewußt, das Mädchen zu lieben, das Sie zur Gattin gewählt haben. Verlassen Sie mich, mein Herr! Ich kann Ihnen Ihre Verlobte nicht streitig machen, aber Sie mir auch nicht die Liebe zu ihr entreißen, wie Sie mir meinen Namen rauben wollen. Ich weiß, Anna's Herz gehört mir. Wenn auch an Sie gefesselt, wird doch mein Bild ewig vor ihrer Seele stehen.“ Graf Bertrand schäumte vor Wuth. Er erhob drohend die geballte Faust. Der Unglückliche blickte ihn kühn an. „Schlagen Sie zu, Herr Graf,“ sagte er.„O, es ist Ihres Charakters würdig, einen Gefesselten zu mißhandeln.“ Die Haltung und die Worte Manuel's imponirten dem Grafen. Er ließ die erhobene Hand wieder sinken und dachte daran, sich zu entfernen. Wußte er doch jetzt, was er wissen wollte. Er hatte gehört, daß Manuel's Entschluß, bis zum Ende zu kämpfen, unerschütterlich war. Er dachte an die Drohungen des Herrn von Malton, er dachte an die Möglichkeit, daß das Urtheil des Gerichts doch nicht zu seinen Gunsten ausfallen könne. Er verließ die Zelle, ohne noch ein Wort an den Gefangenen zu richten, aber im Hinausgehen murmelte er: „So gilt es nun zum letzten Mittel zu greifen. Der Räuber meines Glücks darf nicht leben.“ Am Ausgange des Gefängnisses wandte er sich zu dem Aufseher desselben. „Sie kennen den Befehl des Herrn von Lamothe, Jedem, den ich senden werde, den Zutritt zu dem Gefangenen zu gestatten?“ Der Aufseher verbeugte sich. „Ja, Herr Graf, und ich werde ihn befolgen.“ (Fortsetzung folgt. Der Verein Berliner Gastwirthe beschloß in seiner letzten Sitzung in Gemeinschaft mit dem Verein der Weißbierwirthe und Verleger dem bei dem Nobiling'schen Attentate verwundeten Collegen, dem Lindenwirth Holtfeuer, ein„Ehren=Diplom“ für sein hochherziges, patriotisches Verhalten feierlichst zu überreichen. Der bekannte Dr. Sigl aus München ist wegen Beleidigung des deutschen Kaisers verhaftet worden. In Elsaß=Lothringen ist auf Grund des dort noch geltenden französischen Preßgesetzes das ultramontane„Mainzer Journal“ verboten worden. Die „Germania“ ist dort schon lange verboten. Holland. Das Gerücht, der König beabsichtige sich wieder zu verehelichen, tritt mit immer größerer Bestimmtheit auf und zwar wird die einzige, am 24. April 1830 geborene Schwester des Königs von Schweden, Prinzessin Charlotte Eugenie Auguste Amalie Albertine, als Braut genannt. sind über 200, darunter 10 Geistliche, eingezogen worden. Die Straßen sind durch Militär abgesperrt. Es wird noch Militär erwartet, da weitere Unruhen befürchtet werden. Man schätzt den angestifteten Schaden auf über 2,000,000 Rubel. Türkei. In Constantinopel herrscht eine dumpfe Atmosphäre. Fortwährend durchschwirren Gerüchte von Complotten gegen die Person des Sultans die Stadt. Man geht soweit, den Tag vorherzusagen, an welchem die Verschwörung ausbrechen werde. Auch spricht man fast offen davon, daß der Sternenkiosk, von den Verschwörern unterminirt, eines Tages durch eine surchtbare Explosion zerstört werden solle, die ganz unversehens den Sultan sammt seinen Favoritinnen, Eunuchem und anderem Dienertroß hinwegwerfen werde. Man behauptet auch, daß die Verschwörer sich endlich über die Person des Nachfolgers des Sultans geeinigt und Rechad Effendi, den drittgeborenen Sohn des Sultans Abdul MedNiemand weiß, was aus gegenseitig Complimente zu machen. In der sebenten„Migniste, Dr. Friedenthal als Candidat bei der Reichstags. Sitzung am Mittwoch hat nach einer Mittheilung der waßl bezeichnet. „Times“ Fürst Gortschakoff auf die von seinen ColConcessionen hingewiesen und dahei wahl bezeichnet...4 Li, Kanseurnatinen hes arh.Wie verlautet, beabsichtigen die Conservativen des ersten legen gemachten Concesstonen hingewiesen und dabei Berliner Wahlkreises den Cultusminister Dr. Falk aufzuerlärt, wie durch dieselben Rußland seine Friedens=)Ve, De, Wazlausschuß der Aberalen Münchens bescloß, liebe bekundet und bewiesen habe, daß ihm engherzige den Freiherrn v. Stauffenberg als Candidaten für den ersten oder selbstsüchtige Ziele fern lägen. Der englische Nünchener Reichstagswahlkreis aufzustellen. oder selbstsüchtige Ziele fern.. gglisch Premier, Beaconsfield, habe Gortscharoff, biese Gesinnungen voll anerkennend, geantwortet. Die Fortschrittspartei und die Nationaliberalen Nürnbergs einigten sich, an Stelle des eine Wiederwahl abvonl anertennend, veaptygt“e,, Thrigens lechnenden bisherigen Abgeordneten Frankenburger einen Der greise russische Reichskanzter hat 4#b##6#n# dern fortschrittlichen Candidaten aufzusteuen. nicht an allen Sitzungen theilnehmen können und sich anich von den officiellen Diners und Soupers fern Auch der Generalpostmeister hat Verfügungen getroffen, seine Gicht leine Rahe läßt. Wie welche die algemeing, Theluchne= zeiger sofenteZgsesgn. gehalten, weit iom seine Goung, u...g.—. I;(Neuwahlen für den Keichstag ermöglichen soutn. Juguzen. es heißt, würde er in Kurzem zurücktreten, um oie dere sollen die oberen Beamten nicht vor dem 30. Juli Leitung der russischen auswärtigen Politik dem Grafen ihren diesjährigen Urlaub antreten. Schuwalof zu überlassen..., gag des## Der englische Minister Salisourh sou das Ende des Congresses und seine Rückkehr nach London für Westfalen und Rbeinl and * Schwerte, 2. Juli. Wir machen darauf die Lungenseuche unter dem Rindvieh ausgebrochen all diesen Planen sei. sein. sollen bereits ca. 100 Stück abgeschlachtet wohr aber ftuppirt den Europäer bul herrschende Gährung, die sich in verdächtigen ZuItalien. Der schreiblustige Alte von Capreralsammenrottungen und geheimnißvollem Geflüster kund macht wieder viel von sich hören: Jaribe nämlich aus Anlaß des Attentats auf Kaiser Wilhelm soeben ein offenes Schreiben erlassen, in welGaribaloi hat giebt. Täglich durchziehen starke Patrouillen die Straßen, sogar die immensen Gänge des großen Bazar. Diese Maßregel ist aber weniger darauf berechnet, en Complott zu vereiteln, als eine Störung der öffentlichen Ruhe zu hindern und jedem Attentate gegen Leben und Eigenthum der Christen seitens der hungernden Flüchtlinge vorzubeugen. Sämmtliche Botschafter in Constantinopel sollen ndlfolgendes anonyme Schreiben erhalten haben:„Die chem er dem Congresse als bestes Mittel zur Unterdrückung der socialdemokratischen Bewegungen die Abschaffung der stehenden Heere empfiehlt. Der Tod der jungen Königin Mercedes von Spanien hat in Madrid wahrhafte Bestürzung hervorgerufen die Ehe wor sehr glücklich. Spanien hatte eine türkische, nationgte, Partei, hat beschlossen, glückliche Königsehe seit Jahrhunderten nicht gesehen. sondern nur Kälte, Eifersucht, Lüderlichkeit, Kabale den 6. Juli angekündigt haben. Die Sache wird aufmerksam, daß heute der erste von den acht Tagen wohl so zu verstehen sein, daß man nach allseitiger ist, an welchen die Wählerlisten zur Einsicht ausKlärung der Grundlagen für die europäischen Verein= liegen. Wer nicht in dieselben aufgenommen ist, barungen in der orientalischen Frage aus einander darf nicht wählen. Eine solche Auslassung kann durch geht, um einer oder mehreren Specialcommissionen irgend welche Zufälligkeiten erfolgen, auch wenn der die Regelung der Einzelheiten zu überlassen, welche Wähler schon lange in seinem Wahlbezirke wohnt, dann in einer späteren erneuten Zusammenkunft oder wenn er selbst seinen Namen in die Hauslisten der Diplomaten ihre feierliche Sanction erhalten eingetragen hat. Die persönliche Kenntnißnahme werden. Zur Reichstagswahl. Das lange erwartete Programm der deutschen von der Aufnahme in die Wahllisten ist unter allen Umständen zu empfehlen. * Schwerte. Der„Siebenschläfer“, 27. Juni, was seit Jahren Reichstag ist ist ohne Regen vorübergegangen Reichsregierung für die Wahlen zum„tenggug is, nicht vorgekommen ist, und nach der alten Wettersage ecterung nur„ Siam V. tt,(nicht vorgekommen ist, und nach der alte endlich erschienen. Es ist enthatten in einen.—.., stände sso ein trockener Sommer in Aussicht. der amtlichen Provinzial=Correspondenz" unter der#ande ause..,. 7. Eür 5i, am 30 der amtlichen„Plbemztal=Ertirspe“..“ unter der Ueberschrift: Die Absichten und Wünsche der Regie* Ergste, 1. Juli. Fur vie am 30. Juli stattfindende Wahl eines Abgeordneten zum Reichsund Scandal. Es friert die Spanier ordentlich, wenn sie daran denken, daß ihre junge, lebenslustige, freundliche Fürstin im Mausoleum neben den grausamen Tyrannen Carl V. und Philipp II. ruhen soll, die im Tode kaum kälter sind als im Leben. Die Russen machen einen Versuch, der Beamtenbestechlichkeit zu steuern. Namentlich im letzten Kriege soll dieselbe haarsträubend gewesen sein. Eine Untersuchungskommission ist eben in Thätigkeit. Bereite schafter gegenüber. ist der Chefintendant der aktiven Armee, General Regelung der Geschicke des breiches zu betheiligen. Es ist möglich, daß Unruhen in der Stadt ausbrechen werden; wir versichern schon jetzt Ew. Excellenz, daß die Person und die Sicherheit der Europäer, sowie aller Christen nicht werden bedroht werden.“ Man befürchtet eine große revolutionäre Bewegung rung“. Die Wähler und die Bewerber um Abgeord, tage sind im Amtsbezirk Ergste zu Wahlvorvetenstellen werden nun zu diesem Programm be, stehern,resp. Stellvertreternernannt: 1)für die Gemeinde timmte Stellung nehmen müssen.. M eschluß nar Pn#n Höfen Steinberg, stimmte Gleuung nehmen manen.„[Ergste mit Ausschlaß von Knupp, Hosen, Silinerg. etem pesteue Bürenbruch und Reflingsen die Herren Amtmann Die Regierungen verlangen vor Vollmachten gegenüber der socialdemokratischen Presse und den sozialdemokratischen Vereinen und Versammlungen. Hierdurch allein aber würden die sozialistischen Der Sultan ist eingeschüchert durch die in Umlauf Verirrungen nicht durchgreifend geheilt und überbefindlichen unheimlichen Gerüchte und soll bereit wunden werden können; vielmehr würden die gesein, Midhat Pascha zurückzuberufen. In diesem Sinne äußerte sich der Sultan dem englischen Botsetzlichen Maßregeln nur den Boden frei machen für die positiv heilende Wirksamkeit aller berufenen staatlichen, kirchlichen und bü gerlichen Kreise. Die Re; a n s e i n e r S t a t t w u r d e# z e n M e e r e m i t d e r B e s t i m m u n g n a c h S u n S t e f u n d wicktigen Amte he lanlangenden Truppen oder Munttion führenden Die Pforte hat beschlossen, den aus dem Schwar; gierungen erkennen es als eine ihrer höchsten AufW 5 Reistiumung nach Sou Stefanz gaben, diese von innen heraus bessernde Wirksamkeit General Skworzow mit diesem wichtigen Amte betraut. Die Zahl der Personen beläuft sich noch im Wachsen. Nicht wenig also die Kommandanten von vierzig Regimentern, sind schwer compromittirt. Gegen einen vorzugsweise compromittirten Armeelieferanten ist eine besonder in jeder Weise anzuregen und Garenbluch und Reflingsen die Herren von Bothmer und Gutsbesitzer L. Bormann, Wahllokal ist die Schule zu Ergste, 2. Klassenzimmer; 2) für die Ortschaften Knapp, Höfen, Steinberg, Bürenbruch und Reingsen die Herren Gutsbesitzer H. Schöttler zu Reingsen und Gutsbesitzer Fr. Schulte gen. Nölle zu Höfen. Wahllokal ist die Schule zu Bürenbruch; 3) für die Gemeinde Berchum die Herren Gemeindevorsteher Jürgensmann zu Tiefendorf und Gutsbesitzer C. D. Rasche zu Berchum. beleben und mit Wahllokal ist die Schule zu Berchum; 4) für die Bauerschaften Hennen und Drüpplingleg„ schub unterbinden. England. In London haben die deutschen Sozialisten einen furchtbaren Scandal angerichtet. In der Nation. lingsen und Lekingsen die Herren Gutsbesitzer conpromitirten Arnelieferanten ist eine beson., Iaimer Zsenlichen Versammlung am 15. Juni Untersuchungktommision niedergesetzt worden, als)..., Lan Kaiser und Bismarck und nannten deren Vorsitzender Staatsrath Olsusiew fungirt. Ein##ten sie auf ven tag bereitwillige und kräftige Unterstützung für die Fr. Nölle Wying zu Lekingsen und Gutsbesitzer D. seit Jahren vorbereiteten Reformen auf dem gewerb Shwarzelühr zu Refflingsen. Wahllokal ist die ten sie auf den Kufse. etseraut)# ier#peit, ein vas deuische Volt, das dem Kaiser seine Theilnahme wohrer Augiasstat an Corruption is da aufgeh9.(bezenat höndisch und verröckt, die deutschen Arbeiter und Augasstall an Coruption is, da aufgehäuft, bos.is und verrück, die deutschen Arbeiter sbirten dürfste zahlreiche neue Gäste erhalten.).—0: V. 1., den Kronprinzen eine Adresse gein London, die an den Kronptingern rr. g. richtet hatten, feil und niederträchtig. Gegen solches Gebahren wollten fünf deutsche Arbeitervereine in denen zuf einer Versammlung am 22. Juni Protest erheben. sind ganz erstaunlicher Art.(Sie setzten auf ihr Programm: 1) Protest Auch das russische Oberkommando in Adrianopel hat sich veranlaßt gefunden, gegen etwa 90 Armeelieferanten die Anklage wegen Betrugs und Unterschleifes zu erheben. die Spur gekommen ist, snd ganz r.gu...per Art sehe Gemeinschaft mit jenen Deutschen, die Da ist zum Besspiel em Oberst, welcher seinerzeit)f.: Maste der Sozialdenokratie sich gegen unter gemeldet hat, daß ihm ein Sturm 5000 Tschetwerik der####### Cetina 2500 Schesse), wrevy, bop„Fhetperik Meihi imen im Auslad verungliunpfen. 2) Huldigung an einem andern den kranken Kaiser. 3) Widerlegung der Lügen gegen 50,000 Rubel entführt hat, da ein Punkte solte sich ein Heuvorratz von. Ionite /10, Hgg gewalisam zu sprengen; sie ließen eine Musibande die Marseillaise spielen und brüllten sie selbst ab, die befinden. Von dieser Quantität waren Pud verabfolgt worden, der Rest soll durch die Wit terung verdorben worden sein. Ein hübsches Beispiel bietet endlich ein Zwiebackvorrath, welcher confiscirt wurde und von dem Sachverständige erklärten, daß das Gebäck selbst für Schweine nicht tauglich sei. Arbeiter antworteten mit der„Wacht am Rhein“ und„Heil Dir im Siegerkranz.“ Bald flogen Hüte, Stöcke wurden geschwungen, es regnete Hiebe und setzte blutige Köpfe, die Polizei verhaftete viele Sozialisten und räumte den Saal. Ganz London Die letzten Eremplare dieses famosen Gebäcks wur o))9 von dem Seandal und der Schändung des belegt, aufss/7 Gestrechtes— und unterscheidet scharf den auf einem Dampfer mit Beschlag belegt, au, englschen Gustlicztte— und unterscheidet scharf welchem dieselben zur aktiven Arme befördert wer= zwischen Sozialisten und Arbeitern. Pes seete„) In vergangener Woche haben drei TruppentransDer Vferdediebstaht, eine der sowerten Brogen portschifse in Portsmouth Besehl erhalten, unverzäglich des russischen Landvolis, welce in einigen Gouver, nach der Insel Malta abzugehen. Da die Schife nements regelmäßis organisirt ist, hat einen selchen(eine Fracht haben, so liegt die Vermuthung nahe, Unfang genommen, daß sich das Ministerium der haß der Zweck ihrer Reise der ist, die erst türzlich Jusiz veranlaßt gefunden hat, eine besondere: Com= von Indien nach Malta verschiften Truppen, mision zur Unterdrückung dieses Uebels zu berufen, dem site ihren Zweck erreicht haben, nunmehr von In einigen Gegenden versichern die Gemeinzen, de Malia nach Indien zurückubringen. Zu gleicher Schwarztlahr zu e.-glingsen. schen und finanziellen Gebiete. Dahin gehöre die„Wirtkschaft des Herrn C. Schulte am Neuenhause; rung der Gomerheardnung Wirthsczug... gigy: Kund Pbein Fortführung der Verbesserung der Gewerbevtonung und 6) für die Bauerschaften Billigs und Rheinen unter Festhaltung ihrer Grundlage und unter Verück die Herren Gemeindevorsteher Fr. Hiddeman gen, sichtigung der hervorgetretenen praktischen Bedürfnisse, die P#., 4abesitzer Fr. Lohsichtigung der hervorgeltetenen Praltischen Hevatfnese Schulte: Rheinen und Gulsbesiger He. Tohoff gen. ferner die Selbständigkeit der Reichsfinanzen, die Westhoff zu Rheinen. Wahllokal ist die Schule zu in Reichseinnahmen und die##ff zt Vermehrung der eigenen... gamn Rheinen. überwiegende Heranziehung und Ausnützung der vaza## vorzugsweise geeigneten indirecten Steuern, um die directe Besteuerung im Staat, in den Kreis= und Communal=Verbänden zu vermindern. Unter den beester Linie der Tobot, wobei g, von„„araueg Folge der argen Verletzungen, welche die über den Za Limburg mußte wegen der dort herrschenden Scharlach=Epidemie der Schulunterricht in allen Schulen bis auf Weiteres ausgesetzt werden. In Hemer wurde ein 8jähriges Mädchen von Ermitelungen abhängig bleibe, ob das Bronopoz,)V.: olten Näder verursacht hatten, gab das Kind eine beße Fabriationsteuer ober ein andere. Modus unter, großen Schnerzen im bewußten Zustande ur Sup e. Vor der Criminaldeputation zu Dortmund fand Anins Auge zu fassen sei. In der Handelsp unter Festhaltung der seit der Gründung des Zollvereins stetig beobachteten grundsätzlichen Gesichtspunkte in jeder Beziehung die thatsächlichen Interessen dieser Tage eine und Bedürfnisse des gesammten nationalen Verkehrs geklagt war der Beleidigung des Bürgermeisters und der Production wie der Consumtion sorglich ge=Mascher von Hörde ein gewisser Achatius Connemann Der Artikel schließt mit der Auffor= aus Heede an der Ems, seiner Beschäftigung nach daß die Ackerbauer, Dammarbeiter und Dichter. Derselbe wahrt werden. derung, bei den Wahlen dafür zu sorgen, n dafür zu sorgen, daß die Ackerbauer, Dammarbeiter und Dichter. DerselbMehrheit aus solchen Männern bestehe, denen ein hatte sich mit zwei Thalern Kassenbestand auf die aufrichtiges und erfolgreiches Zusammenwirken mit Wanderschaft in's Land Westfalen begeben, um„dichBieh gegen Diebschl durch emen freiwilligen Artout,“ tz auch in Portsmouth die Anweisung einge. welchen sie an die Häupter der Freibeuter=Gesellschaften] Bett V—, Mersten.“, neuen Arbeiter zahler den se an die Haupter der 5.. ern ung troffen, auf den Wersten zeine neuen Arvener anzu. ni die diehen dieses Mittel dem unsogen,—., nehmen. Das alls scheint eine friedliche Aufassung unwirksamen Schutz des Gesetzes vor. Ueber die in vor. Nr. kurz gemelte Revolte am der Lage zu rechtfertigen. Frohnleichnamsfeste in der Stadt Kalisch, die an die finstern Zeiten des Mittelalters erinnert, hört man jetzt Näheres. Von den vielen Altären der Straßenecken war einer von ruchloser Gans zeistört worden; sofort wurde der Ruf ein Jude gethan. Ohne Besinnen stürzten sich viele Katholiken aus der Prozession auf die Juden in den Straßen und schlugen sie nieder. Die Prozession löste sich auf, die Wüthenden stürzten in die Judentempel und in die Bethäuser, zertrümmerten alles Werthvolle, zerstörten Altäre und Kanzel, rissen das Allerheiligste und die Bundeslade auf und zerrissen die Gesetzesrollen in Fetzen. Mit Sensen und Dreschflegeln drangen sie auf die flächtenden Juden auf den Straßen ein und zwölf Juden wurden lebensgefährlich verwundet. Juden und Protestanten verbarrikadirten sich in den Häusern oder flüchteten aus der Stadt. Die Wüthenden wurden durch Militär überwältigt. 80 Personen, darunter mehrere Geistliche, sind verhaftet, 200 zur Anzeige gebracht; sie kommen vor das Kriegsgericht. Es ist dies eine Warnung, was dem Fanazismus heute noch möglich. Posen, 27. Juni. Aus Kalisch wird so eben gemeldet: Die Verhaftungen dauern fort, bis jetzt Congreß. 8 Sitzungen hat nun der Congreß schon hinter Hand zer= sich und die Hoffnung, daß er uns den Frieden erlaut, dies habe halten werde, ist täglich im Wachsen. Die bulgarische Frage scheint nun wirtlich bis auf die Einzelheiten der Grenzbestimmung erledigt zu sein. Der bulgarische Tribut soll nicht an die Pforte, sondern an deren Gläubiger gezahlt werden. Rumänien wird vom Congreß bezüglich Bessarabiens nicht unterstützt werden, trotzdem es eine neue lange Denkschrift über diese Frage eingereicht hat. Bosnien wird unter stillschweigender Genehmigung des Congresses demnächst von Oesterreich besetzt werden. Die türkischen Bevollmächtigten sollen in Bezug auf die Griechen sich sehr unzugänglich erweisen und mit ihrer Abreise gedroht haben, falls der Congreß etwas für Griechenland verlange. Griechischerseits wird dem gegenüber darauf hingewiesen, daß die Türkei durch den Congreß das südlich vom Balkan liegende Bulgarien, das übrigens jetzt„Ost=Rumelien“ getauft ist, wieder erhalten habe und Europa also wohl erwarten dürfe, sie werde sich etwa im Interesse des Friedens erforderliche Bestimmungen zu Gunsten Griechenlands gefallen lassen. Auf dem Congreß ist man jetzt schon so weit, sich eine modert Herford In Bi eines sieber den Sympt war, gerich der Knabe Art(roth 2c.) gestorbe In El nicht wenig denen fünf „Solinger Die St 3000 M. den deutsch Bei B stich betroff In ein bei Kalk he Dasselbe is des Kronp Eier. Bei Thierchen, störte sie d aus nicht a an die Fen Jetzt fliege die Gegenn Prinz einiger Zeit legte er, Strecke vo von 4 Stu Bei B Wildschwei Felder ver In ein Keller eine haben. D helles Lich Aus 2 in schönster so ist die erfüllt. Lagen so die Schelle In de bruchartig gleitetes vielen Sch Haus * Ein L mit Gips v erhöhte. S sein Getrei gegend, seir Hackfruchte * Als Ostbäumen „In einer Pfund Pot gut durch befallenen den Regierungen nicht blos unter den augenblicklichen terische Eindrücke zu sammeln" und Land und Leute außerordentlichen Umständen, sondern auch bei weiteren kennen zu lernen. Auf dieser poetischen Tour war Arbeiten für eine gesunde, politische und wirthschaft= er auch nach Hörde gekommen, wo gerade der Kampf liche Entwickelung ernst am Herzen liege. wegen der Stadtverordnetenwahlen wüthete. Achatius ** Connemann besang in einem Gedichte, das Stein Aus Dortmund, 25. d., wird der M. Ztg. berichtet: erweichen, Menschen rasend machen konnte, die KoryDie durch das Wolff'sche Bureau verbreitete Nachricht der phäen der Bürgerpartei und beleidigte dabei den „Dortmunder Zeitung“, betreffend die Candidatur des Kam=#., zister. Der Gerichtshof pönte ihn milde mit merherrn v. Bodelschwingh, ist in allen Theilen unwahr. Bürgermeister. Herr v. Bodelschwingh hat sich nicht als Candidat aufgestellt, nur 10 Mart. er hat nicht behauptet, er sei der Regierung angenehm, er] Am 26. Juni wurde der sozil=demokratische Rehat nicht die Unterstützung der Ultramontanen erbeten und hacteur und Agitator Kuhl in Dortmund wegen die Utramontanen haben ihm auch vicht ihre unterstut ugz Geleidigangen durch die Presse in zwei Fällen, in zugfost. Bis set ist für, den Mahlkreis Dortgund nur Beleidig zu, gr.;, Machen Gefänanis“ zmeiten Vere * Der Bergischen in Solinge * Auf Vereinsbur tral=Bunde * Die( wird vorat jedenfalls * In manbeur ler in den dem Gene * Der Faucher is entzündun auf volksn ein Candidat aufgesteut, und zwar der bisherige Reichstags=ersterem zu drei Wochen Gefungniß, im zweiten zu abgeordnete L. Berger seitens der liberalen Partei, und einem Jahre verurtheilt. Nicht uninteressant ist ein wird auch wohl wieder gewählt werden. 8.46 Brief Kuhls an seine Frau aus dem Gefängniß. a. D. Süs der Candidat der Liberalen. Glücklich wieder eingespunden,“ heißt es in dem Die Solialdemokraten Barmens stellen natürlich Hassel= Briefe u. A.,„aber nicht, ohne Bier, Schnaps, Cimann als Reichstags=Candidaten für das Wupperthal auf. garren 2c. mit eingeschmuggelt zu haben. Um visiIn Elberfeld ist große Zersplitterung, 4 oder 5 Cand'= zirt zu werden, dazu ist man zu anständig. Wie daten wird man auf den Rlan treten sehen. Während die“... Genossen als ich ihnen die Flasche Nationalliberalen und vielleicht auch die Fortschrittler für lachten meine Genossen, als ich die Wiederwohl von A. Prell(nationallib.) eintreten, haben zeigte! Seelenvergnügt fielen wir gegen 1 Uhr auf die Socialisten Hasselmann, die Ultramontanen Schorlemer= den Bettsack. Alst aufgestelt, und die Konservativen wollen mit der Can=„ 6. hrannte die großartige Branntweindidatur des Professor Aegidi hervortreten. In Huspe oranner g In der Versammlung des liberalen Vereins zu Köln brennerei des Herrn Kalthoff gänzlich nieder. am 25. v. M. erklärte Freiherr von Oppenheim, daß zur) Der große Tunnel der Rheinischen Eisenbahn bei Vermeidung von Spaltungen in der Parlei es nöthig sei,... gt, am Freitag in der Länge von 21 den Reichstagscandidaten Herrn v. Forckenbeck zu ersuchen, Schwelm sturze= um Freitag in ve: u. retgrall.. seine Freihandelstheorie aufzugeben; thue er das, so würden Metern ein, wobei etwa 27 Personen verschüttet viele Ultramontanen für ihn stimmen. wurden. 7 Leichen und verschiedene Verwundete waDie vereinigten(national=) liberalen Vereine KOlk o ren bis heute Morgen aufgefunden. Die Arbeiten Reichstagswahl aufzustelen. zur Befreiung der Abrigen Verschütteten werden Von reichstreuer Seite wird als Candidat zum Reichstage s eifrig fortgesetzt. Nach einer weiteren Nachricht sollen für den Wahlkreis Neuß=Grevenbroich Landrath Dr.]38 Personen im Tunnel beschäftigt gewesen sein. * Go der Welt sind. 3 Miese Wiener 2 geschagen verwichen ob er da mit der zehn Ja Die Erzi v. Bonin aus Wellinghoven vorgeschlagen. Im Wahlkreise Biedenkopf= Siegen=Wittgene, Bandels Hermann ve:. Eisenhahn gesehen, stein hat man sich für die Reichstagscandidatur des Ober= Tages in Detmold so wenig eine Eisenvähn gesehen, consistorialraths Albrecht Schmidt zu Berlin entschieden. Bandels Hermann der Cheruske, hat bis heutigen Tages in Detmold so wenig eine Eisenbuhn g=sehr wie vor 2000 Jahren, da er die Römer im TeutoFreiherr von Biegeleben, Reichstags= Abgeordyergg, für turger Walde schlug und Barus sich in sein Schwert bewerben, selchnt, sich wieder um ein Nanu. Iu/ sazte. Im nächsten Jahre aber wird seine Aussicht * B eine Zei Hamilton der The füllt, die vor dem sehens e gen den motivfül Gefahr, mit voll terzug. des Gül Stirnlat stark be Verletzu des G0 Reiße der der Reichstagstiven des ersten Dr. Falk aufzuchens beschloß, n für den ersten iberalen Nürn: Wiederwahl abdurger einen an1. jungen getroffen, beamten bei den ollen. Insbesondem 30. Juli and machen darauf den acht Tagen Einsicht ausgenommen ist, sung kann durch auch wenn der lbezirke wohnt, die Hauslisten Kenntnißnahme ist unter allen fer“, 27. Juni, as seit Jahren ilten Wettersage Aussicht. am 30. Juli en zum Reichse zu Wahlvorfür die Gemeinde öfen, Steinberg, erren Amtmann ormann, Wahllassenzimmer; 2) Steinberg, Herren GutsbeGutsbesitzer Fr. Zahllokal ist die seinde Berchum ürgensmann zu sche zu Berchum. im; 4) für die pplingsen die und Wirth W. die Schule zu althof, Reffrren Gutsbesitzer Gutsbesitzer D. ahllokal ist die am Neuenhause; st und Rheinen Hiddeman gen. Fr. Lohoff gen. st die Schule zu er dort herrschennterricht in allen werden. es Mädchen von überfahren. In sche die über den en, gab das Kind ten Zustande nach f. Dortmund fand dlung statt. An's Bürgermeisters chatius Connemann Beschäftigung nach dichter. Derselbe enbestand auf die segeben, um„dichLand und Leute etischen Tour war gerade der Kampf wüthete. Achatius dichte, das Stein konnte, die Koryeidigte dabei den önte ihn milde mit ledemokratische Reortmund wegen n zwei Fällen, in iß, im zweiten zu minteressant ist ein s dem Gefängniß. heißt es in dem Bier, Schnaps, Cihaben. Um visiu anständig. Wie ihnen die Flasche ir gegen 1 Uhr auf zartige Branntweinzlich nieder. ischen Eisenbahn bei der Länge von 21 Personen verschüttet ine Verwundete wasen. Die Arbeiten erschütteten werden teren Nachricht sollen igt gewesen sein. ske, hat bis heutigen e Eisenbahn gesehen, e Römer im Teutosich in sein Schwert r wird seine Aussicht den Teufel zum Großvater hat— ist man stets schlagfertig! Und um dies Sprüchwort noch besser zu illustriren, erzählte der junge Diplomat:„Ich war, als Deutschland noch nicht Deutschland war, behufs militärischer Studien, der kleinen X.“ schen Armee als Portepeefähnrich zugetheilt in der Garnison C....., dereu oberster Commandant der Gemahl meiner Tante war.— Eines Abends war Gesellschaft beim Kurfürsten, auch ich war geladen. Gegen Mitternacht zog mich meine ebenfalls anwesende Tante bei Seite und sagte:„Gehe sofort nach der Caserne— der Kurfürst hat soeben meinem Manne Ordre gegeben, um 12 Uhr 55 Minuten die ganze Garnison zu alarmiIch eilte nach der Kaserne, kaum daß ich Saeine modernere werden: es wird eine Eisenbahn von an den Personenzug anprallte und ihn zurücktrieb, Herford nach Detmold gebaut. kamen die Passagiere doch mit tüchtigem Rütteln und In Brakwede wurde dieser Tage die Leiche Schütteln und mit dem Schrecken davon und verdaneines siebenjährigen Knaben, der Tags zuvor unter ken ihr Leben dem Locomotivführer. Solch' eine den Symptomen einer Arsen=Vergiftung gestorben That erfordert mehr Heldenmuth als hundert Streiks. war, gerichtlich obducirt. Es wird behauptet, daß! In Mainz hatten einige Bürger auf dem der Knabe infolge Genusses von Bonbons gewöhnlicher Schießplatze 4 gefüllte Granaten gefunden, die noch Art(roth und weiß in Form von Fischchen, Sternen nicht crepirt waren. Man wollte die Geschosse zu 2c.) gestorben sei. Hause entleeren; bei zweien gelang dieses, die dritte In Elberfelder Arresthause sitzen zur Zeit aber explodirte, tödtete einen Mann, riß einem andern nicht weniger als sieben socialistische Redacteure, von Mann und einer Frau die Beine ab, und verletzte denen fünf an der„Berg. Volksst.“, zwei an der ein Kind lebensgefährlich. Im Ganzen schweben 5 „Solinger Freien Presse" thätig waren. Personen in Lebensgefahr. Die Stadtverordneten Düsseldorfs bewilligten!* In Amerika werden papierne Butterteller ge3000 M. als Ehrengabe zu dem daselbst stattfinden= macht; wer sehr hungrig ist, ißt gleich den Teller den deutschen Bundesschießen. mit. Eine Fabrik bringt 112,000 solcher Teller Bei Benrath wurde ein Mann vom Sonnen= täglich fertig. stich betroffen und sofort getödtet.* Aus Astrachan kommt die Nachricht über einen In einem Zimmer der Elementarschule zu Brück Häringsfang von 151 Mill. Stück, 46 Mill. mehr bei Kalk hat ein Rothkehlchenpaar sein Nest gebaut, als im vorigen Jahre. Dasselbe ist auf den Kranz gebaut, welcher das Portrait Aberglaube. Jemand, der in Philadelphia des Kronprinzen schmückt, und enthält heute vier eine Buchhandlung und Leihbibliothek für deutsche LiteEier. Bei den ersten Bemühungen der zutraulichen ratur zu gründen beabsichtigte, befragte deshalb einen Thierchen, ihr Nest an dieser Stelle anzubringen, competenten Buchhändler, der ihm folgenden Bericht störte sie der Lehrer, später aber, als sie sich durch über die in jener Stadt gangbarsten Artikel machte: aus nicht abweisen ließen, vielmehr durch festes Picken„Da ist zunächst der Albertus Magnus, enthüllte egypan die Fenster um Einlaß baten, ließ er sie in Ruh. tische Geheimnisse für Städter und Landleute, für Jetzt fliegen die alten aus und ein, ohne sich durch Menschen und Vieh— von diesem Buche verkaufe ich die Gegenwart der Kinder verscheuchen zu lassen. Jahr für Jahr gegen 200 Exemplare. Nicht viel gePrinz Wilhelm in Bonn widmet sich seit ringer ist die Nachfrage nach dem wahren„Geistlichen einiger Zeit leidenschaftlich dem Rudersport. Kürzlich Schild“ wider Hexen und Zauberei, nach dem sechsten legte er, begleitet vom Lieutenant v. Jacobi, die und siebenten Buch Mosis.“ Strecke von Coblenz bis Bonz in der kurzen Zeit]„ EinEisenbahnzug— von Raupenaufvon 4 Stunden unter unausgesetztem Rudern zurück.„ ehalten. Kärzlich ereignete sich auf der Strecke Bei Bonn haben sich in der letzten Zeit wieder der Ungar. Westbahn ein Fall, der in den Annalen Wildschweine gezeigt und an einzelnen Stellen die dez Eisenbahnverkehrs gewiß zu den Seltenheiten geFelder verwüstet. u.r i, dem hört. Die Bahn durchschneidet im Veßprimer KomiIn einem Dorfe bei Sinzig win man in vem tat bei Szt.=Gal und Gecse=Gyarmath einen Wald. Keller eines Gastwirths eine Petroleumguelle entdeckt Di, Zahl der Raupen ist heuer bekanntlich eine unhehen.„Das neu erfundene Erdoel sol ein schönes, sendlich große. Kun halten dieselben die Bäume des Aius Bingen hreibt man: Der Peiniak luohtruten de die Wadeuag nach den den Thele vr z pi. der ne eizlagen dait inr Vepoels(uu. in schönster Blüthe. Bleibt es nur acht Lage trocken, an müssen aber bei dieser Gelegenheit die Schienen u5 Art erschlagen hat Lapol so ist die erste Bedingung zu einer guten Weinlese der Bahnstrecke passiren. Während nun Millionen garn) ein liederlicher Mensc seinen o2jagrigen Großerfüllt. Leider wüthet der Heuwurm in manchen und abermal Millionen Raupen auf der Wanderung vater peil letzterer ihm eine Strafpredigt gehalten. Lagen so verderblich, daß die Weinbergbesitzer burch hegriffen waren, brauste der Zug daher und fuhr na a.. Zu einer Diakonissin in Runbere kommt eine die Schelle zu seiner Vertilgung aufgefordert wurden, tärlich über die werthen Leiber der Raupen hinweg.] dürftig gerteidete Frau und bittet um Gotteswillen In der Saarbrücker Gegend hat ei wolten: Dadurch verloren aber die Waggonräder ihre Rei=ansändig begraben lasen könne. Die Diakonisin bruchartiger Regen und eitwese von Hoglsal de bungssäh gleit und konen sich, wie„Paopai 2.=berssammelt bei Frommen und guten Leuten Geld und richtet, nur mit Mühe auf den Schiener, weiter be hringt's der armen Frau in's Haus. Da sieht sie im wegen. Der Locomotivführer mußte Sand streuen Zimmer den todten Mann, nur mit einem großen weißen lassen, um die Weiterfahrt zu ermöglichen. Tuch bedeckt, auf der Diele liegen. Sie sollten ih* Eine rutschende Stadt ist Virginia in Nevada. ren armen Todten doch besser betten! sagt sie zu Neuß, 1. Juli 1878. Am heutigen Getreidemarkte betrug die Zufuhr 100 Sack. Rüböl und Kuchen unverändert. N. Pf. M. Pf. Buchweizen—— à 100 Kilo Weizen à 100 K. 1. Qual. 23 50 s2.„ 21— 13."—— Landrog. 11. à 100 K I9. 15 70 à 100 K. 12.„ 14 20 Gerste Winter=—— ren.“ lon= mit Dienstuniform vertauscht hatte, ertönte das Alarmsignal— ich— war natürlich der erste am Platz in voller Marschausrüstung! Dann so nach und nach kamen Mannschaften und Offiziere, welche meist erst an Ort und Stelle ihre Arjustirung vervollständigten. Der Kurfürst, der gar nicht wußte, daß ich bei der Gesellschaft im Schlosse gewesen— zog mich, nachdem ich den Napport abgenommen hatte, vor die Front und sprach mit lauter vernehmlicher Stimme: „Garnison! Eure Bereitschaftsfähigkeit läßt noch sehr viel zu wünschen übrig— ich din sehr unzufrieden! — Da!— und er faßte mich am Knopfloch— nehmt Euch ein Beispiel an diesem jungen Fähnrich, er war der erste am Platz!— Ihr seid Schlafmützen! donnerte schießlich der erzürnte Fürst.“— Dies kleine Geschichtchen gefiel, erregte Heiterkeit, und keiner der Anwesenden dachte daran, die undiplomatische Frage zu stellen:„Welche Beziehung die Schlagfertigkeit des jungen Grafen B... mit dem persischen Sprüchwort— und der erzählten Geschichte habe.“ * Bei einem der letzten schweren Gewitter traf ein Blitzschlag das Schulhaus zu Einsiedel, während gerade die Schulkinder zum Unterricht anwesend waren. Zum Glück hat Niemand einen Schaden genommen, während das Gebäude allerdings SchädiNru hatten dieselben die Räume des“v: Von einer Kuh zu Tode geschleift wurde im traten sie die Wanderung nach dem zweiren Theile Hafer 100 Kilo 15 30 Kartoffeln„ 5— Roggenstroh„ 3 60 Weizenvorschuß„ 32— Kleien à 50 K. 5— 100 K. Sommer=—— Heu„„ 2— Rübsen(Aveel) M.—.—.— Raps M.—.—. Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. 71 50 Rüböl per 100 Kilo faßweise....... 73 50 Gereinigtes Oel per 100 K. 3 M. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo 137— Civilstands=Nachrichten des Standesamts Schwerte pro 15. bis 30. Juni 1878. Geburten: Fabrikarbeiter Ludwig Dreischer 1 S., Bahnwärter Bernharo Höink 1 T., Schlosser Heinr. Stüttgen 1 S., Schuhmachermeister D. Nötting 1 T, Puddelmeister Friedr. Vierkant 1 S., Tagelöhner Friedr. Colombet S., Fabrikarbeiter Johann Sander 1 T., StationsAssistent Wilhelm Meißner 1 S., Schlosser Friedr. Stiepelmann 1 T. Sterbefälle: Wittwe Tagelöhner Friedrich Wilhelm Brüggemann, Caroline Louise geb. Rheins, 62 J. 9 M. 24 T. Heinrich Ferdinand Richard, 11 M. 9 T., Schlosser Diedrich Wiebeling, 56 J. 4 M. 17 T. Louise Anna Seidenzahl, 8 J. 10 M. 27 T. Bremser Johann Blum, 35 J. 11 M. 28 T. Sophie Wilhelmine von der Heydt, 5 J. 7 M. 24 T. Hans Fenner, 25 T. Eheschließungen: Fabrikarbeiter Wilhelm Heinrich Spiegelberg, gebürtig zu Schwerte, mit Dienstmagd Henriette Wilhelmine Michels, gebürtig zu Sommerberg. gleitetes Gewitter, das fast drei Stunden anhielt, vielen Schaden angerichtet. Ein Landwirth hat seit 8—9 Jahren seinen Stallmist]“ Eine rutschende Stadt ist Virginia in Nevada, ren armen Todten doch besser better: mit Gips vermischt, wodurch sich die Fruchtbarkeit bedeutend Diese Stadt bewegt sich ruhig und langsam in der der Frau, und diese verspricht's, da sie nun Geld erhöhte. Seine Früchte sind üppiger und vollkommener, Richtung nach Osten den Berg hinab. Diese Be= habe. Die Diakonissin geht fort, kehrt aber wieder sein Getreide ist stets das schönste und schwerste der Um= wegung wird einer Senkung des oberhalb von zahl= um, um den vergessenen Regenschirm mitzunehmen. gegend, seine Futterfelder geben am meisten aus und seine reichen Minen befindlichen Erdreichs zugeschrieben. Wer sitzt da am Tische mit der Frau und zählt das bosctruchte in, poper. Vertilgung der Blatläuse auf Ein großer Gasthof und andere Neubauten im Süden Geld;— Der Todte.— Ostbäumen empfiehlt Lebl's„IIllustrirte Gartenzeitung“: der Stadt sind um 5 Zoll gegen Osten vorgerückt, In Vieselbach kam am 22. Juni ein Bauer „In eine mit Wasser gefüllte Gießkanne bringe man ¼ die Wasserleitungsröhren haben sich in Folge der aus dem benachbarten Kleinmösen spät Abends auf Pfund Pottasche und ¼ Pfund Sesam=Oel, rühre alles Senkung stark genähert und es zeigt sich eine große das Justizamt und meldete ganz gelassen, als ob es einander und bespritze mit dieser Flüsigkeit die beunruhigende Spalte; im Centrum zeigen sich noch ein gewöhnliches Geschäft betreffe, er habe seine Frau keine Risse. ermordet. Man wollte es dem Manne nicht glauben, und Genossenschaftswesen.“ Der dlteste Eisenbahnbeamte der Welt, W. N. aber er hatte recht. Vor der Selbstanzeige hatte er befallenen Obstbäume. * Der Verein zur Förderung der Rosencultur des Jound, starb dieser Tage in Berkenhead(England). in größter Gemüthsruhe ein paar Glas Bier im Vergischen Landes veranstaltete am 30. Juni und 1. Juli Er gab bei Eröffnung der ersten Eisenbahn(von Wirthshaus getrunken, S Alus dem mächsen Verste=klage des Deuschen Aerze, fug g. nh Manchester) das erste Bilet in Grg.] In Riedgrursel iam'; neulich zwischen ZigenVereinsbundes in Eisenach wird die Gründung einer Cen,.B.. ist todtt meldete neulich Nachtsnern die ins Vorf einruckten und Bauern, die es tral=Bundes=Hülfskasse zur Sprache kommen.Vervrleein kooe: metbetr neut# g#####s hindern wollten, zu einem Gefecht, in welchem die * Die General=Versammlung der Katholiken Deutschlands ein altes Mütterchen in einem Dorfe bei Glogau Zigeuner zuletzt den Kürzeren zogen, wird voraussichtlich in diesem Jahre nicht stattfinden können, ihren Bienenvölkern im Garten. Der Mann war ein jedenfalls nicht im Monat September. eifriger Bienenzüchter und seine Wittwe lebte des * Von der Bastei in der sächsischen Schweiz stürzte ein Herr aus Torgau vom Felsen in die Glaubens, die Bienen würden sterben, wenn sie ihnen Tiefe und murde eh.„schmetterte nicht den Tod ihres Mannes anzeige.— Auch in“iefe und wurde todt mit zerschmettertem Schädel gefunden. * Der volkswirthschaftliche Schriftsteller Dr. Julius Faucher ist zu Rom nach kurzer Krankheit an der Lungenentzündung gestorben. Er hat sich unbestreitbare Verdienste auf volkswirthschaftlichem Gebiete erworben. Wir machen auf das in heutiger Nummer befindliche Inserat, betreffend: Liebig's Kumys=Extract, ganz gesonders aufmerksam und bemerken, daß nach dem Gutachten med. Autoritäten der Kumys das bewährteste Nährmittel bei Lungenleiden, sämmtlichen Catarrhen und allen den Krankheiten ist, denen fehlerhafte Blutbereitung, sonach Blutarmuth zu Grunde liegt. In Rußland, England und in der Schweiz wendet man den Kumys, namentlich bei Lungenschwindsucht, seit Jahren an, und sollen die dortigen Kumys=Anstalten ganz erstaunliche Erfolge mit dieser Kur erzielen, weshalb wir uns glücklich schätzen, jetzt auch in Deutschland eine solche Anstalt zu besitzen, wo Kumys=Extract nach Liebig's Vorschrift präparirt wird. Es dürfte demnach für derartige Leidende geboten sein eine von Autoritäten eingestellte, so warm empfohlen Kur zu versuchen. ( S Todtenglocke, mg g.—saichzt den Tod ihrei Nanes anseige.— Auch in * In Woolwich ist der Generalmajor M'bean., Von— andern Gegenden ist dieser, glücklicherweise unschädmandeur des 94. Regiments, gestorbenz 1854 war er Tround IucHe Aberglaube noch lebendig. Nahe bei Alsfeld“ Drei Nächte hintereinander wurden dem Apoler in demselben Regiment; zwischen dem Trommler undgtiche Abergtau gzezerg.= theler in d'Ain in Frankreich, der Hochzeit gemacht dem General liegen der Krim= und indische Krieg. in Oberhessen liegen zwei Dörfer Schwabesrod unds###ler in d'Ain in Frankreich, der Hochzeit gemacht Münchleusel; ihre Bewohner sind intelligent und hatte, Katzenmusiken gebracht. Keine gütliche Vorliberal und dennoch herrscht noch die Sitte, daß, wenn stellung half; denn diese Katzenmusiken sind dort ein Mitglied der Familie, das sich viel mit den üblich. Als die Musikanten zum drittenmal erschienen, Bienen zu schaffen gemacht hat, stirbt, die Bienen= goß der Apotheker verdünnte Schwefelsäure über sie stöcke Nachts vor dem Begräbniß von dem Platz ge aus. Nun hatte er Ruhe, aber die im Gesicht und rückt werden, weil man fürchtet, sie würden sonst an den Kleidern Verletzten klagten auf Schadenersterben. Aber nicht nur die Bienen, sondern auch satz bei Gericht, und richtig, der Apotheker wurde andere Dinge müssen vor dem Verderben bei einem verurtheilt, jedem Verletzten so und so viel zu zah Todesfalle gerettet werden. Hat man geistige Ge aber jeder Verletzte wurde zugleich verurtheilt, tränke im Keller, so müssen die Fässer angepocht, Frucht, ganz dieselbe Summe wegen injuriösen Lärmens und die zum Säen verwendet werden soll, muß umgerührt Störens an den Apotheker zu zahlen. Man sieht, werden, bevor die Leiche aus dem Hause gebracht weise Leute, die man Salomo's nennt, wenn sie wird, damit sie ihre Keimkraft behält. Im Grunde Richter oder Könige sind, gibts überall. genommen sind dort die Leute viel zu klug, als daß! Krankenwäsche=Verein. Ein kleines, aber sie an den Hocuspocus glauben, aber die lieben Vor= in der Kette wohlthätiger Vereine nicht unwichtiges fahren hatten diese Gebräuche und so behält man sie Glied ist vor ca. 10 Jahren in Hannover ins Leruhig bei.— In Aranykut bei Klausenburg verlangtelben gerufen worden, ein Krankenwäsche=Verein. Die die Gemeinde, weil es lange nicht geregnet hatte Frauen des dortigen„Evangelischen Vereins" und und alles verdorrte, einen Bittgottesdienst. Der Popel andere bringen Bett= und Leibwäsche zusammen, die ließ die Glocke läuten, ließ sie dann abnehmen, von von 3 Niederlagen in der Stadt aus den armen Kranken drei 7jährigen Knaben feierlich zum Brunnen tragen leihweise rein gewaschen dargereicht wird. Der Verein und in denselben versenken; nach einer Stunde wurde hat bereits ein Capital gesammelt und wirkt in aller sie wieder herausgezogen, gereinigt, feierlich zur Kirche Stille mit großem Segen, namentlich seit die städtischen zurückgetragen und im Glockenstuhl aufgehängt. Nun Diaconissenstationen eingerichtet sind und auch ihrer: ließ der Pope läuten, und hielt Gottesdienst. Nach= seits die Hülfe dieses Vereins benutzen. Diese Einmittags sing es an zu regnen und regnete drei Tage richtung könnte in vielen Städten Nachahmung finden. fort. Die Leute waren überglücklich, küßten dem Popen die Hände und der sagte es zu keiner Seele, daß er seinen Barometer zu Rathe gezogen. * Noch eine Canarab, Pnesdate H.; a# Witten, 27. Juni. Die Unthätgkeit im GetreideNoch eine Congreß= Anetdote. Drei Häuptern geschäfte kennzeichnete sich heute durch sehr schwachen BörsenDie Buchdruckerei der Schwerter Zeitung hält sich für alle vorkom. menden Druckarbeiten, deren schleunige und saubere Ausführung zugesichert wird, bestens empfohlen. Vermischtes. * Gott sei Dauk, daß es noch andere Dinge in der Welt giebt, als Wahlkämpfe, so nothwendig diese sind. Zu diesen andern Dingen gehört ein naives steirisches Volkslied, das neulich im Concert des Wiener Männergesangvereins vor allen andern durchgeschagen hat. Ein Bursche erzählt, er sei„jüngst verwichen zum Pfarrer geschlichen“ und habe gefragt, ob er das Diendl lieben dürfe. Der Pfarrer droht mit der Hölle, die Mutter vertröstet auf die nächsten zehn Jahre, der Alte aber schwingt den Stecken. Die Erzählung des verliebten Burschen schließt: Wußt' nix anzufangen, Bin zum Herrgott gangen: Darf i's Dirndl lieb'n? Ei, ja freili, sagt er, und hat g'lacht: Weg'n Büab’l hon i's Dirnd'l gemacht. * Von einem wackern Locomotivführer berichtet eine Zeitung in Cincinnati. Auf der CincinnatiHamilton= und Dayton=Station stand neulich Abends der Theaterzug, fast vollständig mit Passagieren gefüllt, die Maschine, davon abgekuppelt, eine Strecke vor demselben. Pötzlich wurde in Folge eines Versehens ein Güterzug mit großer Geschwindigkeit gegen den Personenzug gestoßen. Whalen, der Locomotivführer des Personenzuges, erkannte sofort die Gefahr, sprang rasch auf die Maschine und trieb sie mit vollem Dampf gegen den zurückbrausenden Güterzug. Der Stoß war fürchterlich, die letzten Wagen des Güterzuges schoben sich auf die Maschine, die Stirnlaterne wurde zerquetscht und die Locomotive stark beschädigt. Der kühne Führer, welcher schwere I.Verletzungen davongetragen, hatte aber die Gewalt des Güterzüges gebrochen. Vers eserenn Markt=Berichte. des Congresses beigegebene jüngere Diplomaten saßen besuch. Es wurde nur wenig gehandelt und erlitten Preise vorgestern Abend unter den Linden in Berlin bei für alle Artikel neuerdings einen Rückgang. Die nachVorxenberg.——„Das muß man ihm Bezen N.20—23.90, Rogen N. 13.30—17, lassen,“— meinte Einer—„der junge Graf B., M. 14—16.25, Braugerste M. 20—21, Futtergerste M. ist stets schlagfertig, stets vorbereitet und kommt nie 11,50—13, Bohnen M. 24—26, Victoriaerbsen M. 22—23, mals in die geringste Verlegenheit— er ist ein Di= Kleine Erbsen M. 20—21, Weizenmehl M. 29,50—30,75. plomat, wie er sein muß.“—„Sie kennen wohl nicht M. 6, Grand N. 3. Kleien N. 4.50. Alles pro 50 Kilo. Otgleich letzierer noch das persische Sprüchvort, wein Liebers„Wann wansage der.— 8. Acten B. 410, Alcah ur Bahnhof Iserlohn. Zu der am 6. und 7. stattfindenden Westfälischen KriegerVerbandfestes, mache ich höflichst darauf aufmerksam, dass ich an den beiden Tagen vor Abfahrt und nach Ankunft eines jeden Zuges warme und kalte Speisen d la Karte verabreichen lasse und bitte um geneigten Zuspruch. Dable dhôte 2 Uhr. Hochachtungsvolll Ferd. Heufer. M Hleute Morgeu gegen 4 □ entschlief in Iserlohn## nach längerem Leiden unser lieber Bruder, Schwager und Ohein Nermann Gracve, im Alter von 32 Jahren. Schwerte, Iserlohn, Hatt tingen, 30. Juni 1878. Die trauernden Hinterbliebenen. Am 6. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, soll die Abfuhr des Unraths hierselbst auf Zimmer Nr. 1 an den Mindestfordernden verdungen werden. Unternehmungslustige wollen sich einfinden. Schwerte, 27. Juni 1878. Königl. Kreisgerichts=Commission. Bekanntmachung. Es wird hiermit nochmals zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß das Standesamt an den Werktagen von 10—12 Uhr Vormittags und an den Feiertagen von 11—12 Uhr Vormittags geöffnet ist. An den Sonntagen ist das Standesamt geschlossen. Außer den obengenannten Büreaustunden werden keine Anzeigen 2c. entgegengenommen. Schwerte, 1. Juli 1878. Der Standesbeamte. Bekanntmachung. Unt Trachterene, Teachtrerna“. 0 Geschäfts-Verlegung. M Einem geehrten Publikum von Schwerte und Umgegend die ere3 gebene Anzeige, daß ich am Dienstag, den 1. Juli, meine O—64 Käckerei 33— □ ( nach dem Kamp, in das Gill'sche Haus verlege. Gute Waare und C) □ aufmerksame Bedienung versprechend, bitte um geneigten Zuspruch. * J e d e n D i e n s t a g, D o n n e r s t a g u n d S a m s t a g w i r d b i s A b e n d s 7 U h r Schmarthrod zum Mibhoden angenommen. B E 18. Schitter nn * Patent=Milchkühler. 28 K Kein Eisbedarf. 4„A * Nach enmaligem Rashiren über diesen Apparot gack zutum un## im Sommer einen weiten Transport aus. Tesett:„„„ Wutterknetbretter, berzinnte u. emnin. Tenfrahligrfaßr “ auf Lager und werden zu Fabrikpreisen abgeCarl Bocing in Camen. D 2c. 2c. sind geben von # # # # #8 Dieser Apparat ist unübertroffen in jeder Beziebung. Vorräthig bei Emiil Scheve, Hagen. #8 * #8 * # Aur echte wiener und franzontsche, vorzügliche Qualitäten, billige Preise. Allein=Verkauf für Deutschland durch Benedikt Klein in Köln. 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Eine freundliche Wohnung von 2 Zimmern mit Keller in auf sofort zu vermiethen. Von wem, sagt die Exped. d. Zig. dem Landwirth Heinrich Schulze zum Berge, wohnhaft Gemeinde Holzen bei Schwerte, von der Sparkasse zu Schwerte ausgestellten Sparcassenquittungsbücher Nr. 1564 über eine Einlage von 800 Thalern= 2400 Mark, sowie Nr. 2216 über eine Einlage von 300 Thalern= 900 Mark, sind demselben angeblich verloren gegangen und sollen amortisirt werden. Es wird daher hiermit Jeder, der an den verlorenen Büchern irgend ein Anrecht zu haben vermeint, hiermit aufgefordert, bei hiesigem Gericht und zwar spätestens in dem auf den 3. September 1878, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termine sich zu melden und sein Recht näher nachzuweisen, widrigenfalls die Bücher für erloschen erklärt und dem Verlierer neue an deren Stelle ausge fertigt werden. Schwerte, 25. April 1878. Königl. Kreisgerichts=Commission. Emil Fomm, Solingen, Conditorei, Specialität Burger Bretzeln, versendet franco gegen Nachnahme Burger Bretzeln das Stück zu 3 Pfg. in Kisten zu 4 Mark. Kiste und Frankatur wird extra berechnet. Dieses wohlschmeckende Gebäck, zum Tunken zum Kaffee, Thee, Chocoladund Wein besonders beliebt, ist auch für die erste feste Nahrung des Säug lings, als gesunde, leicht verdau liche Speise angelegentlichst zu empfehlen. Für unsere als ausgezeichnet bekann Friesländer suchen wir Vertretung in dieser Stadt H. R. Meyer Söhne, Norden in Ostfriesland. Wer Zeitungsanzeigen als vielfach bewährtes Mittel zur reichung der verschiedensten Geschäft und Privatzwecke zu veröffentlichen beal# sichtigt, wende sich an die Annonce## Exped. von Haasenstein& Vogle in Köln, welche Anzeigen in al Zeitungen der Weit prompt und billig besorgt und auf Verlangen mit Kosten Anschlägen, Zeitungs=Verzeichnissen un Rath kostenfrei an Hand geht. Viele Erfolge sind auf diesem Wet schon erreicht worden. 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Juli, Nachmittags 4 Uhr anfangend, soll in der zum Gute Husen gehörend sogenannten„Werthweide“, circa. Morgen, das aufstehende vorzüglich Weidengras öffentlich, meistbietend, nun merweise zum Verkauf ausgesetzt werde Haus Husen bei Westhofen a. d. Rus den 1. Juli 1878 Der Verwalter. Putzpulver, in lackirten Blechdosen à 12 Pf. empfie Carl Braus. " a l s 2 athmete er verweilt, 1 seine Bru Indem entfernte, Entschluß, „Jetzt Mittel zu zu machen. Er üb auf, wo Bruder B sie sich au ständig zu Schicksal hoffte, ihn von seiner heilen und werden ko Aber im Gefän an Keinen mitzutheil mer. Ihr Gewissen und in's Auf ei Treppe de wallte hoc d. Aber jenigen, Lembran ein Schatt dennoch n ihr viellei ung des