anno am Comp., ftes imehl stoff; desgleichen stoff; sowie cheumehl erphosphate beschenk junge Mädchen. Davidis such und feinere Rüche. se 1876. erlässigen und selbst. trunter 180 specielle n und Trocknen von 1. Mit besonderer Anfängerinnen und ten. EinundzwanMit dem Porträt broch. 3 M. 50 Pf., k. 50 Pf. Buchhandlung von schwerte. ige Rathgeber F ormundschaftsns= und Famiegenheiten aßischen Landrechts. Gebrauch für nann. laren zu Testamen= ntarien, Schenkungsund Klagen in TestaEhescheidung 2c. 2c. irk 50 Pfg. Buchhandlung von Schwerte. Tagesereignisse. Nach einer Bekanntmachung des Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses, von Bennigsen, wird das Abgeordnetenhaus am Donnerstag, 14. März, Vormittags 11 Uhr, wieder zu einer Sitzung zusammentreten. Der deutsche Botschafter in Paris, Fürst von Hohenlohe, hat dem französischen Minister des Auswärtigen, Waddington, mitgetheilt, daß der deutsche Kaiser den deutschen Künstlern gestattet habe, sich an der Pariser Ausstellung zu betheiligen. Der Kaiser habe den betreffenden Erlaß, durch welchen die näheren Bestimmungen für die Theilnahme festgestellt werden, kürzlich unterzeichnet und sei darauf die Entschließung dem französischen Botschafter in Berlin mitgetheilt worden.— Man kann diese Thatsache als einen erfreulichen Beweis der zunehmend guten Beziehungen zwischen den beiden mächtigen Nachbar. reichen halten. Die Bundesraths=Ausschüsse haben sich mit dem Gesetzentwurf, betreffend einen Credit von 15 Mill. M. zum Ausbau des elsaß=lothringischen Eisenbahnnetzes einverstanden erklärt. Der Kaiserliche Gnadenerlaß zu Gunsten der flüchtigen Militairpflichtigen aus Elsaß=Lothringen scheint Viele zur Rückkehr zu veranlassen. Es wird die Zahl der Ausreißer auf 10,000 berechnet. Der Abgeordnete General=Feldmarschall Graf von Moltke ist, wie im vorigen Jahr so auch diesmal wieder, zum Ehrenvorsitzenden der Fraction der deutschen Conservativen gewählt worden. Der preußische Staat hatte am 1. December 1875 unter seinen 25,742,404 Bewohnern 254,089 Militärpersonen. Davon waren evangelisch 8594 Offiziere, 682 Militärärzte, 1655 Militairbeamte und 164,982 Unteroffiziere und Soldaten. Der katholischen Kirche gehörten an: 880 Offiziere, 130 Militairärzte, 316 Militairbeamte und 75,286 Unteroffiziere und Soldaten. Jüdische Ofsiziere waren nicht vorhanden, die Zahl der jüdischen Militairärzte betrug 17, der Militairbeamte 2, der Unteroffiziere und Mannschaften 1324. Kultus=Minister Falk ist von seinem Unwohlsein wiederhergestellt, dagegen ist Justizminister Leonhardt wieder so leidend, daß sein Rücktritt nahe bevorsteht. Auf einem Balle, welcher beim Fürsten Pleß dieser Tage in Berlin stattfand und dem der Kaiser und der ganze Hof beiwohnten, wurde die Verlobung des Grafen Hohenau und der Gräfin Lory Saurma, einer Enkelin des Grafen Henckel von Donnersmarck, proclamirt. Graf Hohenau ist der älteste Sohn aus der morganatischen Ehe des verstorbenen Prinzen Albrecht und seiner zweiten Gattin, des zur Gräfin Hohenau erhobenen Fräuleins Rauch. Der Kaiser war der erste, der das junge Brautpaar beglückwünschte. Der Halbbruder des Grafen, Prinz Albrecht, war bei dem Feste nicht anwesend, auch die Mutter des Bräutigams, die Gräfin Hohenau, fehlte, da sie, trotzdem, daß bereits 25 Jahre seit ihrer Verheirathung mit dem Bruder des Kaisers verstrichen sind, noch immer nicht bei Hof empfangen wird. Seit vielen Jahren bewohnt sie ein Schloß zwischen Dresden und Loschwitz.— In Darmstadt hat sich Prinz Heinrich von Hessen mit einem Fräulein Willich morganitisch vermählt. Die Gemahlin des deutschen Botschafters in Constantinopel, Prinzessin Reuß, geb. Prinzessin von Sachsen=Weimar, ist am 3. März von einem Knaben glücklich entbunden worden. Der Stiftsprobst und Reichsrath Dr. von Döllinger, der Stifter des Altkatholicismus, trat am 28. v. M. in sein 80. Lebensjahr. Wie in den Vorjahren hat auch diesmal König Ludwig demselben die herzlichsten Glückwünsche aussprechen lassen. Oesterreich. Es steht noch nicht fest, ob die Delegationen die verlangten 60 Millionen Gulden bewilligen werden, doch dürfte es wahrscheinlich sein. In vorläufigen Besprechungen von Abgeordneten hat sich eine Abneigung gegen die Vereinigung von Bosnien und der Herzegowina mit Oesterreich kund gegeben, welche hauptsächlich auf den noch halb barbarischen Zustand jener Landstriche, die Furcht der Ungarn ihre günstige Stellung zu verlieren, wie auf die Ansicht sich stützten, daß die Bewohner jener Gegenden für constitutionelle Verhältnisse noch nicht reif sein möchten. Fraukrich. Die Arbeitseinstellung der Grubenarbeiter in Montceau(Saone=et=Loire) dehnt sich von Neuem aus; ein Bataillon Infanterie ist dahin abgegangen. Wieder hat einen jener traurigen Helden der Pariser Commune von 1871 sein Geschick ereilt. Cluseret, einer der Befehlshaber der Commune und zuletzt türkischer Generalstabsmajor ist von den Russen gefangen genommen und erschossen worden. Der Skandal, den in Italien das Bekanntwerden der Bigamie Crispi's hervorgerufen hat, wuchert üppig fort und erzeugt eine Menge von Gerüchten, unter denen dasjenige von dem beabsichtigten Rücktritt Crispi's obenansteht. Der neue Herr Minister scheint aber nicht geneigt, den kaum warm gewordenen Regierungssessel freiwillig zu verlassen. Sein Leiborgan, die„Riforma“, sagt, er habe die Regierungsgewalt übernommen, um den Bitten seiner Freunde zu entsprechen, welche gewohnt seien, in ihm einen Verfechter der Ideen der Linken anzuerkennen und er werde sein Portefeuille nur in Folge eines Votum der Kammer niederlegen, welcher allein das Schiedsrichteramt in dieser Angelegenheit zustehe.— Das ist sehr verständlich, ebenso, wie es selbstredend ist, daß Crispi nicht an die Kammer appelliren würde, wenn er nicht deren Zustimmung sicher wäre. Ueberraschend ist die Nachricht von dem Sturze des Kardinal=Staatssekretärs Simeoni. Die zu dem Vatikan in Beziehungen stehenden katholischen Mächte hatten nämlich den Papst wissen lassen, daß sie in der Bestätigung des Cardinals Simeoni zum Staats sekretär die Fortsetzung einer Politik erblicken, welche sie als der gegenwärtigen Epoche nicht entsprechend erachten. Der Papst hat hierauf den Kardinal Franchi zum Staatssekretär ernannt. Es ist dieser Vorgang ein Beweis, daß der neue Papst mit den Verhältnissen zu rechnen beginnt. Der Kommandant des römischen Armee=Corps, Herzog von Aosta, hat den Truppen Instruktionen zugehen lassen, welche die Erweisung militärischer Ehren betreffen, falls der Papst sich öffentlich zeigen sollte. Rußland freut sich des Friedensschlusses. In Petersburg traf die telegraphische Nachricht spät Abends ein, verbreitete sich jedoch rasch durch die ganze Stadt. Dichte Volksmassen drängten sich auf allen Plätzen und auf den Straßen nach dem kaiserlichen Palais. Hier wurde der Kaiser durch begeistertes Hurrahrufen beglückwünscht. Der Kaiser erschien auf dem Balkon, worauf die Volksmenge entblößten Hauptes die Nationalhymne anstimmte. In Schweden und Norwegen soll ein neues Infanterie=Gewehr eingeführt werden, welches angeblich alle bisher bekannten Systeme übertrifft und in der Minute 27 Schüsse auf 1500 Meter Entfernung gestattet. Euglaud rüstet immer weiter. Für den Kriegsfall sind die Generale Napier und Wolseley mit dem Oberbefehl betraut worden. Die Rüstungen beleben in etwa die auch in England darniederliegende Gewerbthätigkeit.— Wenig angenehm ist es für England, daß die Spanier jetzt an Gibraltar erinnern. Türkei Aus Pera wird der„Köln. Ztg. unter'm 27. v. M. geschrieben: Der äußere Anblick von Konstantinopel hat sich in der Zeit meiner Abwesenheit merklich verändert. Vor Allem sind die Tscherkessen verschwunden und mit ihnen der Hauptgrund der Angst und Besorgniß, welche die Bewohner ergriffen hatte. Wo sie hinkamen, wird ehestens durch Schreckensberichte aus den von ihnen geplünderten Provinzen Asiens ersichtlich werden. Wenn die Hauptstadt in der Zwischenzeit aufgeregt gewesen, so ist dies einzig dem Erscheinen der englischen Flotte im Marmarameer zuzuschreiben.— Suleiman Pascha soll ertränkt worden sein. So verlautet die Nachricht, die mir von ziemlich glaubwürdiger Seite zugekommen ist. Es sind in seinem Besitze Schriftstücke aufgefunden worden, welche beweisen sollen, daß er es auf einen Sturz des Sultans abgesehen habe, daß ihm ehrgeizige Pläne zugeschrieben wurden, konnte ich Ihnen schon bei seiner Abreise von Schumla mittheilen. Der Inhalt meiner Nachricht ist, daß mau ihn von dem Dardanellenschosse auf ein Schiff lockte, ihn dann in einen Sack nähte und ins Meer warf. Von Krieg und Frieden. Die Friedensbedingungen sind noch nicht bekannt und dürften auch noch einige Tage vergehen, bis die einzelnen Abmachungen in den Kreis der Oeffentlichkeit treten. Die„Agence Russe" warnt vor den umhergehenden Gerüchten; wenn die wirklichen Friedensbedingungen bekannt sein würden, würden sich die von den Feinden Rußlands darüber verbreiteten Angaben als durchaus übertrieben herausstellen. Namentlich würde sich ergeben, daß, wie bereits mitgetheilt, die von Rußland geforderte Geldentschädigung eine sehr geringe sei, daß die Frage der Garantien nicht berührt wäre und daß jede hypothekarische Forderung auf bereits hypothezirte Revenuen ganz außer Frage geblieben sei. Hoffen wir, daß die Unterzeichnung der Friedenspräliminarien auch als der endliche Abschluß des großen Orientdramas betrachtet werden kann, dessen Verlauf eine unsägliche Fülle von Gräueln aller Art zu Tage gefördert hat. Möge den bisherigen slavischen und bulgarischen Provinzen der Türkei, welche von der türkischen Herrschaft befreit sind, fortan ein glücklicheres Loos beschieden sein, und nicht etwa christliche Rivalität das Werk des muhamedanischen Fanatismus fortsetzen. Ruinen sind genug vorhanden, aus denen ein neues und reiches Leben erblühen kann. Rußland rüstet gewaltig, um die Früchte seiner Siege sicher zu stellen. Der russische Regierungsanzeiger veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Bildung von vier Reserve=Infanterie=Divisionen. Für dieselben sollen 16 Reserve=Fußbatterien formirt und in 4 Artillerie=Brigaden zusammengezogen werden. Auch hat die russische Regierung eine Bestellung auf 42 neue Torpedoboote bei„Vulcan“ in Stettin gemacht, die bis Ende Mai zu liefern sind. In England haben sämmtliche beurlaubte Offiziere die Weisung erhalten, sich zur Rückkehr zu ihren Truppentheilen bereit zu halten. Der Befehl zur Rückkehr werde ihnen telegraphisch zugehen. Die Pferdeankäufe werden bereits in großem Maßstabe daselbst betrieben und zahlreiche Handelsschiffe verladen Kohlen, Proviant und Fourage für die Mittelmeer=Stationen. Selbst für Verwundete wird bereits eventuel gesammelt, und ein Expeditionscorps von 60,000 Mann soll schlagfertig parat stehen, um jeden Tag nach Gallipolis eingeschifft werden können. Ferner hat die Admiralität wieder eine Bestellung auf Torpedo=Stahlboote neuer Construction ergehen lassen und auf der Werfte von Chatam ist der Befehl eingetroffen, 8 weitere Panzerschiffe und das Thurmschiff„Monarch“ auf das Schleunigste zur Abfahrt fertig zu stellen. Zusammengehalten mit der österreichischen 60 MillionenAnleihe sind das alles wirklich recht friedliche Aussichten für die Conferenz! Nach Wiener Privatnachrichten soll die Conferenz oder der Congreß Ende März statt in Baden=Baden in Berlin zusammentreten. Andrassy und Gortschakow wollen persönlich dem Congreß beiwohnen. Als zukünftiger Fürst von Bulgarien wird jetzt der Prinz von Battenberg genannt.— Die Räumung der Umgebung von Constantinopel von den russischen Besatzungstruppen soll nach der Ratification des definitiven Friedens, welche innerhalb 14 Tagen in Petersburg stattfinden dürfte, beginnen.— Der bisherige russische Statthalter von Bulgarien, Fürst Tscherkaßki, ist am 3. d. in San Stefano am Schlagfluß gestorben. Die historische Seite des geschlossenen Friedens anlangend, so ist derselbe zwischen Rußland und der Türkei der neunte. Es fanden bisher Friedensschlüsse statt: 1681, 1699, 1711, 1739, 1774, 1792, 1812, 1879, 1856 und 1878. Wann wird der nächste Friedensschluß sein?! Westfalen und Rheinland. Schwerte, 7. März. Durch die Königliche Regierung ist bestimmt worden, daß die Fleischbeschauer für die mikroskopische Untersuchung eines Schweines und für den das Ergebniß bezeugenden Schein als Gebühren fortan eine Mark zu fordern haben. * Schwerte, 7. März. Man hört jetzt vielfach sagen: einen so gelinden Winter oder ein so zeitiges Nädchen Haushalts in einem uhr sreundliche AufExpd. d. Bl. à Stück 40 Pf., ; vorräthig bei Carl Braus. 05 r#en, Hochwürdigen Schulte n heutigen ensfeste rzlichsten Einer für Viele. Falsche Münze. Aus den Nachtseiten der Weltstadt. Novelle von W. v. Strachwitz. (Fortsetzung.) Wendt hatte genug gesehen. Er ging eiligen, aber leisen Schrittes die Allee hinunter bis an den Eingang in die nächste Straße. Hier ließ er seine Signalpfeife ertönen. Bald näherten sich die schweren Tritte des Wächters. „Laufen Sie rasch zum Gends'arm Schönholz, wies ihn Wendt mit gedämpfter Stimme an, nachdem er sich vorsichtig umgeblickt, ob auch kein Lauscher in der Nähe,„und sagen Sie ihm von mir, das Schwein wäre fett, in einer Viertelstunde gäb's ein Schlachtefest; ich lasse ihn mit einigen Freunden, die eine gute Klinge führen, einladen.— Na, was glotzt er mich denn so an?“ fuhr Wendt den Nachtwächter an, der verblüfft stehen blieb,„hat Er mich nicht verstanden? Mache Er, daß Er fortkommt, und beschleunige Er Seinen Nachtwächterschritt etwas, das Ding hat Eile!“ Der Hüter der nächtlichen Ordnung sah ein, daß mit Herrn Wendt heut nicht zu spassen sei, und entfernte sich in wirklich beschleunigter Gangart. Wendt aber kehrte nach seinem Hinterhalt zurück. Nicht lange währte es, so kam Schönholz mit noch zwei Polizeibeamten angeschritten. Sie traten an Wendt's Versteck, das Schönholz kannte, heran und hielten Kriegsrath. Der Gends'arm meinte, sie sollten sofort den Eingang in das Haus erzwingen und dort die heimkehrenden Verbrecher erwarten; Wendt aber widerlegte diesen Plan damit, daß die Ausgezogenen mit den Zurückgebliebenen jedenfalls ein Zeichen verabredet haben und ihre Annäherung an das Haus davon abhängig gemacht haben würden. Man müsse die Burschen außerhalb erwarten, ohne die geringste Störung zu verursachen und dann mit ihnen gleichzeitig einzudringen suchen. Demgemäß postirten sich die vier Mann hinter den, dem Hosthor zunächststehenden Alleebäumen. Sie hatten ihre Stellung noch nicht lange eingenommen, so erschien am Giebelfenster ein Licht. Eine Viertelstunde später hörte man die Tritte sich rasch Nähernder sowie das Rollen eines Wagens. Ein dreimaliges leises Pfeifen ertönte, die beiden Flügel des Hofthors flogen auf, trotz der tiefen, Alles einhüllenden Finsterniß unterschieden die geübten Augen der Polizeibeamten fünf Männer, von denen zwei einen schwer bepackten Handwagen zogen, während zwei derselben von hinten stießen. An dem Hofthor angelangt, wandte sich der Zug diesem zu und fuhr in scharfem Trabe hinein. In demselben Augenblick traten hinter den Alleebäumen vier dunkle Gestalten hervor; lautlos, mit wenig langen Sprüngen, hefteten sie sich an die Fersen der Einfahrenden, und ehe diese noch ihre Lage begreifen konnten, drangen die Verfolger fast gleichzeitig mit den Ueberrumpelten unter einem kräftigen Hurrah! in den Hof ein. Das Thor flog zu, der Gends'arm schob den mächtigen Riegel vor. Die Verbrecher sahen sich umringt, gefangen; vier Revolver starrten ihnen entgegen. „Hölle und Teufel, stieß der Anführer heraus, wir sind verrathen!" und wollte sich auf Wendt stürzen. „Ergebt Euch!“ rief dieser der Bande zu,„wer sich von der Stelle rührt, ist des Todes!“ Den wohlbewaffneten Beamten gegenüber wäre ein Widerstand sinnlos gewesen, das begriffen die Verbrecher sehr wohl und ergaben sich ihrem Schicksal. In wenig Minuten sahen sie sich gefesselt,— Glinzky befand sich, wie Wendt mit Bedauern bemerkte, nicht unter ihnen. Wendt und Schönholz wandten sich deshalb dem Hause zu, während sie die Gefangenen unter Bewachung ihrer beiden Kameraden im Hofe ließen Die Hinterthür war verschlossen, der Gensd'arm eilte durch den Hof nach der, auf die Straße führenden Thür, um dort den Eintritt zu versuchen, aber ebensalls vergebens. Die Beamten forderten zur Oeffnung auf im Namen des Gesetzes. Umsonst, es rührte sich Nichts. Es blieb Nichts übrig, als den Eingang gewaltsam zu erzwingen. Während der Gensd'arm die Vorderthür besetzt hielt, um einen etwaigen Fluchtversuch zu verhindern, gelang es Wendt nach einiger Anstrengung die hintere Pforte zu sprengen. Nachdem er seinen Kameraden eingelassen, schritten Beide zur Durchsuchung der Räume. Das Haus bildete ein Magazin augenscheinlich gestohlener Sachen; Zimmer und Kammern waren dicht angefüllt mit allerlei nicht zusammengehörigen Möbeln, Kisten mit Wäsche, Kleidern, Teppichen, Kostbarkeiten aller Art, standen umher, aber den Bewohner suchten sie umsonst. Als sie die Treppe vom Boden nach dem Erdgeschoß zurückstiegen, machte sich ein brenzlicher Geruch bemerkbar, der von Sekunde zu Sekunde durchdringender wurde, und die Beiden veranlaßte, nochmals die Gelasse der Parterres zu revidiren, doch gelang es ihnen nicht, die Ursache des Geruches aufzudecken. Im Wohnzimmer trat derselbe am stärksten hervor.„Wenn ich mich recht erinnere,“ sagte Wendt,„führt doch zu ebener Erde auf der Giebelseite ein Fenster nach dem freien Felde, folglich müßte jene Wand die das Zimmer abschließt— ja, das ist's!“ Rasch trat er an die Wand und klopfte daran. Es klang hohl.„Horch, da haben wir's,— Tapete, und nun gilts rasch die Thür zu finden. Nachdem er Argwohn wachgerufen, wurde die sonst kaum bemerkbare Tapetenthür bald gefunden. Ein Druck und sie sprang auf; eine Rauchwolke drang heraus.„Teufel, was ist das?" Die Beamten erblickten vor sich eine Maschine, eine Druckpresse, der Thür gegenüber aber geöffnet das gesuchte Giebelfenster. „Da ist der Fuchs hinausgeschlüpft!“ Im selben Augenblick aber schlug den Suchenden, von dem durch die Oeffnung der Thür hervorgerufenen Luftzuge angefacht, die Flamme entgegen, die leichte Tapetenwand im Nu 2. über und über umfassend und sich mit Sturmeseile über die vielen hier aufgehäuften brennbaren Stoffe ergießend,— die Beamten waren zum schleunigsten Rückzuge gezwungen. Von Außen wurde heftig an die Thür geklopft; die im Hofe Zurückgebliebenen hatten den Brand bemerkt und riefen die Kameraden. Als diese den Hof betraten, durchbrachen die Flammen bereits den Dachstuhl. An ein Retten war nicht zu denken, die Polizeibeamten mußten sich vielmehr beeilen, die gefesselten Gefangenen mit dem abgenommenen Raube in Sicherheit zu bringen. Die feurige Lohe beleuchete den vorher in dichte Finsterniß gehüllten Weg, die Feuerglocken ertönten schaurig durch die Nacht. Die herbeigeeilten Löschmannschaften fanden nichts mehr zu helfen; dem Flammenmeer gegenüber standen sie machtlos. Der anbrechende Morgen blickte in eine vollständig ausgebrannte Ruine.(Forts. folgt.) Frühjahr haben wir lange nicht gehabt, und weist dabei nicht nur auf die bereits wiedergekehrten Staare, sondern auch auf das bereits mächtig sich regende Wachsen der Pflanzen hin. Es ist aber obiges Urtheil nur dem raschen Vergessen in unserer raschlebigen Zeit entsprungen, denn im Jahre 1861 am 21. bis 26. Februar hatten wir 10 bis 11 Grad Wärme, 1867 am 16. und 17. Februar 12 Grad, 1868 am 17. bis 19. Februar 10 Grad. Im Jahre 1869 sproßte und keimte es Mitte Februar viel mächtiger in der Natur als jetzt. Landwirthschaftliche Blätter erinnern Gartenbesitzer daran, daß es hohe Zeit sei, das Abraupen der Obstbäume vorzunehmen. Wenn in dieser Richtung Jeder, der dazu Gelegenheit hat, rechtzeitig seine Schuldigkeit thut, so werden wir von den bösen Feinden unserer Obstbäume verschont bleiben. * Schwerte, 8. März. Der Aufruhr in der Natur, unter welchem sich in diesem Jahr der Uebergang aus dem Winter in das Frühjahr vollzieht, will noch immer nicht nachlassen. An Stelle des verhältnißmäßig stillen Regens traten in den letzten Tagen Regen und Hagelschauer. Vergangene Nacht verwandelte sich der Wind in einen orkanartigen, lang anhaltenden Sturm, der zerstörend und verheerend über unsere Stadt und Umgegend wüthete. Vor dem Westenthor, an der Rettenmühle bei Haus Ruhr, wurden hohe und starke Bäume aus der Erde gerissen und versperrten den Weg. Leider werden wir ohne Zweifel noch in die Lage versetzt werden, Schlimmeres zu berichten. §* Schwerte, 7. März. Schwerte hat jetzt auch seinen Carneval. Bisher war kaum eine Spur von solchem Feste hier zu erkennen.“ Von dem schönen Frühlingswetter begleitet, tummelten sich denn auch während der Fastnachtstage viele Maskirte in den Straßen umher; in den Wirthschaften und auf den Bällen herrschte ebenfalls reges Leben. Alle Narren, wie sie da sind, waren aus dem Leim gerathen. Am Montag und Dienstag fanden, was wohl hier noch nie dagewesen sein mag, öffentliche Aufzüge statt. Allgemeine Heiterkeit rief der Aufzug am Montag mit einem Wagen hervor, der die beiden hier neu zu erbauenden Concertsäle vorstellte.— Auch die Gesellschaft„Harmonie" hatte es nicht versäumt, wie alljährlich zur Fastnachtszeit ein Fastnachtskränzchen zu arrangiren, wozu sich auch eine ziemliche Anzahl Festgenossen eingefunden hatte. * Schwerte, 7. März. Eine dem Trunke ergebene Frau spazierte gestern, nachdem sie sich wieder einen gehörigen Rausch angetrunken, in großen Schlangenlinien, von der üblichen Kinderschaar umschwärmt, vor dem Westenthor herum, bis sie schließlich im Schmutze lag. Nachdem sie sich eine Zeitlang darin herumgewälzt, gelang es ihr, sich wieder aufzurichten und, ein noli me tangere, ihren Weg taumelnd fortzusetzen. " Schwerte, 8. März. Die Handelskammer zu Dortmund hatte vor einigen Monaten mehrere hiesige Gewerbtreibende zu Beiträgen herangezogen, ohne daß deren Firmen bisher zum Handelsregister eingetragen waren, oder sonst eine Verpflichtung zu diesen Beiträgen auch nur angedeutet worden war. Wir legten seiner Zeit in Nr. 100 d. Ztg. v. J. die Gründe dar, aus welchen wir die Handelskammer zur Einforderung dieser Beiträge, wenigstens zur Zeit noch nicht für berechtigt hielten. Eine dem entsprechende, bei ihr wiederholt angebrachte Vorstellung, durch welche die Niederschlagung dieser für das Etatsjahr 1877/78 eingeforderten Beiträge nachgesucht worden war lehnte sie ab, indem sie jene gegen ihr Verfahren angeführten Gründe nicht gelten lassen wollte. Auf eine nun dieserhalb bei Königlicher Regierung erhobene Beschwerde ist jetzt der Bescheid eingetroffen, daß sie die Handelskammer zu Dortmund angewiesen hat, den dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Beitrag zu den Kosten der Handelskammer für 1877/78 nicht zu erheben. Wir verfehlen nicht, dieses Resultat zur Kenntniß der Betheiligten zu bringen, und wird hoffentlich die Handelskammer diejenigen Beiträge erstatten, welche sie von Gewerbtreibenden eingezogen hat, welche sich in gleichen Verhältnissen mit dem Beschwerdeführer befinden, event. würde es deren Sache sein, die Wiedererlangung des zur Ungebühr eingezogenen Geldes zu betreiben. * Schwerte, 7. März.(Brand! Brand!) Kaum sind die Brandtrümmer in Wambel, Aplerbeck, Sölde, Berghofermark 2c. verraucht, so läuft schon wieder die Hiobspost ein, daß auch in dem Wohnhause des Bergmanns Adrian im Keller bei Hengsen Feuer ausgebrochen sei und das glücklicher Weise inclusive Mobilien versicherte Haus in Asche gelegt habe. Ferner wird berichtet, daß am Sonntag Abend das Stationsgebäude nebst Güterschuppen zu Hemmerde total niedergebrannt sei. Das sich im Stationsgebäude befindliche Mobilar und die Telegraphen=Apparate konnten nur mit großer Anstrengung gerettet werden. Die Mordbrenner=Bande, schreibt man der Dortmunder Zeitung, die in der letzten Zeit in verschiedenen Ortschaften von Westfalen und Rheinland ihr Unwesen betreibt, scheint nunmehr auch in unserer nächsten Umgegend ihr verruchtes Gewerbe ausüben zu wollen. Wie schon mitgetheilt, haben in Aplerbeck, Wambel, Sölde 2c. in den letzten Tagen Brände stattgefunden. Heute erhalten wir nun eine Zuschrift aus Lütgendortmund mit dem gestrigen Datum, in welcher es heißt: „Auch hier und in der Umgegend sieht man jetzt oftmals des Abends die Flammen aufsteigen. Vor etwa 8 Tagen brannte hier ein Wohnhaus nebst Stall, ein paar Tage nachher die Scheune eines Oekonomen in Harpen und gestern Abend die Scheune des Oekonomen Theimann in Werne total nieder.— Den energischen Anstrengungen der Polizei wird es hoffentlich gelingen, des verbrecherischen Gesindels bald habhaft zu werden. T Westhofen, 6. März. Gestern Abend fand in dem Saale des Herrn Hengstenberg hierselbst ein geschlessener Fastnachtsball statt, welchen wir, mit Rücksicht darauf, daß niemals eine ähnliche Festlichkeit hier begangen wurde, als wirklich brillant bezeichnen können.— Als gegen Mitternacht ein Cotillon arrangirt wurde, hatte sich die Gesellschaft bereits der gemüthlichsten und dem Carneval angemessenen Stimmung ergeben, welche durch die interessanten Abwechselungen der Cotillon=Touren, die verschiedentlich auch carnevalistisch waren, noch erhöht wurde, und können wir nicht umhin, dem Comitée für die uns bereiteten angenehmen Stunden unseren vollsten Dank auszusprechen. Erst gegen Morgen, als der Tanzlust Genüge geleistet und die Glieder ob der großen Anstrengungen ermüdet waren, trennte sich die fröhliche Schaar in fideler Stimmung und glauben wir mit Bestimmtheit annehmen zu können, daß Jeder mit dem Bewußtsein nach Hause gegangen ist, ein schönes Fest gefeiert zu haben, weshalb wir auch nicht unterlassen wollen, zu rufen:„Vivat sequens!“ T Westhofen 6. März. Auf dem nahen Buchholz hat sich gestern Abend ein Act schändlicher Rohheit zugetragen, welchem ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Der Schmidt F. von Syburg ist nämlich bei Gelegenheit einer Schlägerei, in welche er ohne sein Verschulden verwickelt wurde, von dem Steinhauer H. K. zu Buchholz, einem bereits mehrfach bestraften Menschen, mit einem Stück Holz derartig über den Kopf geschlagen worden, daß er noch in der Nacht in Folge der erhaltenen Verletzungen gestorben ist, ein anderer Arbeiter aus Westhofen ist ebenfalls durch Schläge verwundet worden und liegt bedenklich darnieder. K. ist bereits verhaftet, leugnet jedoch seine That und fand heute Morgen in seiner Gegenwart die Obduction der Leiche statt; vielleicht wird er durch den Anblick der Letzteren zu einem Geständniß bewegt. * Westhofen, 7. März. Am Fastnachtsmontag entstand hier zwischen Steinbrucharbeitern eine tüchtige Keilerei, wobei ein Arbeiter derartig zusammengeschlagen wurde, daß er arbeitsunfähig ist. In der Gegend von Berghofen machen sich boshafte Individuen seit ca. 14. Tagen ein Vergnügen daraus, die Hunde der Oeconomen vermittelst Schlingen einzufangen und in der grausamsten Weise zu tödten. Man fand unter anderen an einem in der Nähe der Windmühle, fünf Hundecadaver, die mit Sensen zerschnitten und in anderer verabscheuungswürdiger Weise verstümmelt waren, vor. Ein einarmiger Bettler wurde in Dortmund verhaftet. Bei seiner Visitation fand man, daß er einen Arm unter dem Rocke fest am Leibe gebunden hatte. Die Regierung zu Arnsberg hat das gesammte Einschätzungsmaterial der Klassensteuer=Veranlagungscommission zu Dortmund zurückgeschickt, weil die Einschätzung zu niedrig sei— trotz des wirthschaftlichen Rückganges! Ein roher Fastnachtsscherz trug sich in Essen zu. Ein maskirter Papageno mit weißem Bart und lang herabhängendem Flachshaar besuchte in Begleitung einer andern Maske, die einen aus Hobelspänen zusammengesetzten Anzug hatte, ein Wirthshaus. Einer der Gäste wollte nun versuchen, ob die Masken wohl brennen würden, hielt ein Streichholz an die Hobelspäne, welche indeß wegen ihrer Feuchtigkeit kein Feuer fingen. Nunmehr machte sich der rohe Bursche ungesehen an die andere Maske und gingen die Flachshaare 2c. sogleich in hellen Flammen auf. Der Unglückliche wurde an Händen, Schultern und Gesicht jämmerlich verbrannt und dürfte für längere Zeit erwerbsunfähig sein. Gelyncht wurde der Missethäter nicht, vielmehr hat man ihn der Polizei übergeben. Einen ungünstigeren Winter hätte man gewiß für die„Anlagen der Rhein. Eisenhahn durch unser Ruhrthal nicht treffen können. Zum dritten Male schon hat der tückische Fluß seine Ufer übertreten, unablässig das mühsame Werk der Menschen zu vernichten. Unterhalb Spillenburg bei Steele haben die Wasser stellenweise den halben Damm weggewühlt und sorgen so dafür, daß die Arbeiter noch einige Zeit Beschäftigung behalten, worüber natürlich die Unternehmer gar nicht erbaut sind. Im Soester Waisenhause erlag der Wuthkrankheit der Kötter Schiller aus Hattropholsen. Derselbe war vor einiger Zeit von einem Hunde gebissen worden. Lüdinghausen, 5. März. Aus dem soeben veröffentlichten Jahresbericht der hiesigen Landwirthschaftsschule ersehen wir, daß dieselbe im Schuljahre 1877/78 von 132 Schülern besucht wurde und zwar von 108 aus Westfalen, 11 aus der Rheinprovinz, 5 aus Hannover, 1 aus Hessen=Nassau, 5 aus dem Großherzogthum Oldenburg und 1 aus dem Großherzogthum Hessen. Diese Anstalt, welche chon vor zwei Jahren, von allen Landwirthschaftschulen zuerst, die Berechtigung zur Ausstellung gültiger Zeugnisse für den einjährig freiwilligen Militärdienst erlangte, ist demnach in raschem Aufblühen begriffen. Die reichhaltigen Lehrmittel derselben haben im letzten Schuljahre eine erhebliche Vermehrung erfahren: in der Obstbaumschule wurden circa 6000 Veredlungen vorgenommen, der Musterobstgarten wurde um werthvolle Obstsorten und der forstlichUebersicht*) der Geschichte des Schlosses Hohen=Syburg und der Freiheit Westhofen von Hofrath M. F. Essellen. Die Festen Hohen=Syburg und Eresberg(Marsberg oder Stadtberge) bestanden schon in der vorhistorischen Zeit und dürften wohl zu den ältesten in Westfalen und Deutschland gezählt werden. Ihrer wird aber erst in der Geschichte des Königs Karls des Großen gegen die Sachsen gedacht. Einhard, der Biograph des Kaisers, meldet darüber in seinen Jahrbüchern nämlich Nachstehendes: Jahr 775. „Während seines Winteraufenthaltes in Carisiacus beschloß der König, das treulose und bundesbrüchige Volk der Sachsen mit Krieg zu überziehen und nicht zu ruhen, bis sie besiegt und zum Christenthum bekehrt oder ganz ausgerottet wären. Nachdem er also den Reichstag zu Düren abgehalten hatte, setzte er über den Rhein und zog mit der ganzen Macht seines Reiches nach Sachsen. Gleich beim ersten Sturm eroberte er die Veste Sigiburg, wo eine Besatzung der Sachsen war. Die Aeresburg, eine andere Feste, welche die Sachsen zerstört hatten, baute er wieder auf, und legte eine fränkische Besatzung hinein. Von da zog er nach der Weser und stieß an dem Orte, der Brunesberg heißt, auf die vereinigte Macht der Sachsen, die ihm den Uebergang über den Fluß streitig machten. Jedoch umsonst. Beim ersten Zusammentreffen wurden sie zum Weichen gebracht, in die Flucht geschlagen und eine große Menge von ihnen getödtet. Der König setzte nun über den Fluß und rückte mit einem Theil des Heeres bis zur Aker vor, wo Hessi, einer der Häupter der Sachsen mit allen Ostfalen vor ihm erschien, die Geißeln, die der König verlangte, stellte und den Eid der Treue leistete. Als er von da zurück nach dem Buckigau kam, erschienen die An grarier mit ihren Großen vor ihm und stellten wie die Ostfalen Geißeln und schwuren Gehorsam. Während dessen ließ sich eine Abtheilung des Heeres, die er an die Weser geschickt hatte, an dem Ort, der Hildbeki heißt, wo sie ein Lager geschlagen hatte, unvorsichtigerweise von der List der Sachsen in großen Schaden bringen. Als nemlich die auf Futter ausgeschickten Franken um die neunte Stunde des Tages in's Lager zurückkehrten, mischten sich, wie wenn sie zu ihnen gehörten, Sachsen unter sie und kamen so in das fränkische Lager, fielen dann über die schlafenden und halbwachen her und richteten, wie erzählt wird, kein geringes Blutbad unter der sorglosen Menge an. Jedoch wurden sie durch die Tapferkeit der wachenden, die sich mannhaft wehrten, aus dem Lager geschlagen und zogen ab nach einem Vertrag, wie er unter solchen Umständen geschlossen werden konnte. Als das dem König gemeldet ward, eilte er so rasch als möglich herbei, verfolgte die fliehenden und machte dabei eine große Menge von ihnen nieder. Hierauf ließ er *) Nachdruck verboten. sich auch von den Westfalen Geißeln stellen und kehrte dann für den Winter nach dem Frankenlande zurück.“ Jahr 776. „Auf dem Rückwege erhielt der König die Nachricht, daß der Longobarde Hruodgaud, den er selbst zum Herzog über die Friauler gesetzt hatte, in Italien sich empört habe und schon mehrere Städte zu ihm gefallen seien. Zur Unterdrückung dieser Bewegungen hielt er die größte Raschheit für nöthig und zog mit den tapfersten seiner Leute in Eilmärschen nach Italien. Nachdem Hruodgaud, der nach der königlichen Herrschaft gestrebt hatte, getödtet, die zu ihm abgefallenen Städte ohne Verzug wieder erobert und fränkische Grafen in ihnen eingesetzt waren, kehrte er mit derselben Schnelligkeit, mit der er gekommen war, wieder zurück. Kaum hatte er die Alpen überstiegen, als Boten mit der Nachricht zu ihm kamen, daß die Aeresburg von den Sachsen erobert, die fränkische Besatzung verjagt sei, die andere Feste Sigiburg sei zwar auch belagert, aber noch nicht genommen worden, indem die Besatzung derselben bei einem Ausfall die sorglosen, nur mit der Belagerung beschäftigten Sachsen im Rücken angegriffen und die meisten niedergemacht, dadurch die übrigen nicht nur zur Aufhebung der Belagerung, sondern auch zur Flucht gezwungen und sie zerstreut bis zur Lippe verfolgt hätten u. s. w.“ Die Annalen der Abtei Lorsch enthalten folgende Zusätze: „Als die Sachsen vor Sigiburg gerückt waren und sie die dortige Besatzung nicht hatten durch ihre Worte berücken können, wie sie es mit denen in der Aeresburg gemacht hatten, rüsteten sie sich zum Kampf und versuchten gewaltsam und mit allerlei Kriegszeug die Burg zu erobern, aber nach dem Willen Gottes brachten die Wurfgeschütze, die sie gemacht hatten, ihnen selbst mehr Schaden als denen in der Burg drinnen. Und wie sie sahen, daß es ihnen nicht gelingen wollte, richteten sie Reisigbündel her, um die Burg mit Sturm zu nehmen. Jedoch die Kraft Gottes überwand, wie es gerecht ist, die ihrige, und als sie eines Tages den Kampf beginnen wollten gegen die Christen in der Burg, ward offenbar die Glorie Gottes über die Kirche, die in der Burg steht, vor den Augen derer draußen sowohl, als derer drinnen, von welchen noch heute leben. Und sie erzählen, wie sie es in Gestalt zweier Schilde roth haben flammen und über die Kirche sich bewegen sehen. Als die Heiden, die draußen waren, das Zeichen erblickten, kam Verwirrung und eine große Furcht über sie, also daß sie anfingen nach ihrem Lager zu fliehen; und die ganze Menge ergriff vom Schrecken getroffen die Flucht und brachten sich einander um. Denn die, welche aus Angst sich umsahen, dabei aber um so schneller weiter liefen, spießten sich in die Lanzen, welche die vor ihnen fliehenden auf den Schultern trugen, andere trafen sich gegenseitig mit ihren Stößen und wurden so von der göttlichen Rache gerichtet. Und wie gewaltig die Kraft Gottes über sie kam, das vermag keiner zu erzählen. Jemehr aber sie von Schrecken und Furcht erfüllt waren, desto muthiger wurden die Christen und lobten den allmächtigen Gott, der gnädiglich seine Macht an seinen Knechten erwies. Die uns von Einhard überlieferten sind die einzigen über Hohen=Syburg aus älterer Zeit erhaltenen Nachrichten. Wann die Burg gegründet worden, ist gänzlich unbekannt. Von den verschiedenen Vermuthungen darüber gilt die als die wahrscheinlichere, daß die Burg von den Sigambern, einem altdeutschen Volke, das seine Wohnsitze in der Gegend zwischen dem Lippefluß und dem Rothaargebirge hatte, erbaut worden, daher soll auch der Name„Syburg“ rühren. Uebrigens führt die Veste in alten Schriften auch die Namen: Syburg, Seborch, Syborch, Sigisburg, Sisiburg, Segeburgk, Sigiburch, Siberg, hoch Syburg, Igeburgum, Sieburth u. St. Petersberg.(von Steinens westfälische Geschichte Seite 1617 des ersten Bandes.) Schriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert zufolge soll Hohen=Syburg zur Zeit, als der Krieg Karls des Großen mit den Sachsen begann, im Besitz seines Hauptgegners Wittekind gewesen sein. Geschichtliche Beweise dafür fehlen. An der Richtigkeit möchte auch zu zweifeln sein, da alle Sagen darauf hinweisen, daß Wittekinds Besitzungen mehr östlich, in der Grafschaft Ravensberg, im Fürstenthum Minden und im Osnabrück'schen lagen. Hohen=Syburg bildete einen Theil des Reichshofes Westhofen. Seine Geschichte steht mit der des genannten Reichshofes in inniger Verbindung. Zunächst daher Einiges über die Geschichte dieses Hofes. Im jetzigen Kreise Dortmund bestanden, als Karl der Große gegen die Sachsen Krieg führte, drei bedeutende Haupthöfe, nämlich: Dortmund, Brakel und Westhofen. Ein weiterer, der mit den drei Höfen in einer gewissen Verbindung gestanden zu haben scheint, Elmenhorst lag im jetzigen Kreise Recklinghausen. Karl der Große brachte die vier Höfe unter seine Gewalt. Sie wurden, obgleich die bisherigen Besitzer, nachdem sie das Christenthum angenommen hatten, die Benutzung behielten, zu den kaiserlichen, oder Reichshöfen gezählt, erhielten sich auch als solche bis zum Jahre 1300. Kaiser Albrecht übertrug sie in diesem Jahre dem Grafen Eberhard II. von der Mark. In v. Steinens Geschichte der Grafschaft Mark wird darüber S. 164 gesagt: „Wie er nun in allen Stücken(namentlich bei Wiedererwerbung der Rheinzölle) dem Kaiser als ein treues Reichsglied beisprung, so hat er ihm die Reichshöve Dortmund, Westhofen, Elmenhorst und Brakel theils zur Belohnung seiner Treue, theils für ein gutes Stück Geldes verschrieben; zwar wollte der Erzbischof von Köln, als welcher eine nähere Verschreibung vorschützte, solches nicht leiden, allein dem ohnerachtet hat der Kaiser das folgende Jahr die besagten Oerter dem Grafen v. d. Mark zugesprochen. Diese Uebertragung scheint von jedem der nachfolgenden Kaiser bestätigt zu sein. Vom Kaiser Ferdinand I. geschah dies in einer Urkunde vom Jahre 1563, welche in v. Steinens westfälischer Geschichte Bd. 1 S. 1705 abgedruckt ist. Gewiß ist, daß von jener Zeit an(1300 bis 1301) die Grafen von der Mark im Besitz der Reichshöfe, namentlich von Westhofen und Hohen=Syburg blieben. Den geographischen Umfang dieses Hofes ergiebt ein in v. Steinens westfälischer Geschichte Bd. 1, S. 1550 sich findender, die Grenzen bezeichnenden Auszug aus einer älteren Schrift, der hier, weil er zuviel Raum erfordern werde, nicht füglich ausgenommen werden kann. Der Hauptort Westhofen hatte die Rechte einer Freiheit, welche denen der Städte im Wesentlichen gleich standen. Die Freiheiten unterschieden sich von den Städten hauptsächlich dadurch, daß sie nicht mit Befestigungen versehen waren. Die Obrigkeit des Ortes, bestehend aus einem Bürgermeister, einem Sekretär, einem Rathsherrn und zwei Gemeinleuten, wurde bis etwa zur Mitte des vorigen Jahrhunderts alljährlich gewählt, dann aber auf Lebenszeit angestellt. Uebrigens hatte Westhofen eine Art Verfassung. Eine in v. Steinen westfälische Geschichte Th. 2 S. 1719 enthaltene Urkunde, überschrieben:„Das Recht des Hofes zu Westhofen alten Klutengerichtes“ gibt darüber Auskunft. Weiter unten werden wir darauf zurückkommen. Westhofen war früher nach Hohen=Syburg eingepfarret, besaß aber eine Kapelle. Diese wurde nach Einführung der Reformation(um 1550) weiter ausgebaut und dann zur Pfarrkirche erhoben. In dem zum Reichshofe Westhofen gehörenden Gebiete waren verschiedene ritterliche oder adliche Familien angesessen. 1. Von der Spickern oder in dem Spicker, hatten nach v. Steinen Bd. 1 S. 1609 in Westhofen ein Schloß. Die Kapelle, nachherige Kirche von Westhofen, wurde früher Spicker=Kapelle genannt, weil sie von diesem Geschlechte erbaut war. 2. Von der Boylen, Böle oder Bule, diese scheinen ihren Wohnsitz im Dorfe Boele gehabt zu haben. 3. von Syberg, besaßen Hohen=Syburg. Wie im v. Steinen'schen Werke a. a. O. S. 1615 angeführt wird, sollen sie nach Zerstörung des Schlosses ein anderes in Westhofen erbaut haben, das aber im vorigen Jahrhundert auch schon nicht mehr vorhanden war. 4. Von den Husen, oder von Husen. Der noch erhaltene Wohnsitz derselben liegt an der Südseite des Berges, auf welchem das Schloß Hohen=Syburg stand. 5. Von Laer. Diese besaßen früher das Gut Husen. G1n B5 6. Von Neheim, welche das Haue Kühr am Ruhrfluß besaßen. Diese Familie muß angesehen und mächtig gewesen sein. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts führten die von Neheim sogar Fehden mit dem Erzbischof von Köln. 1474 wurde Frieden geschlossen. Der Vertrag darüber findet sich in v. Steinen westfälische Geschichte Th. 2, S. 1695. Die Herren von Neheim waren auch Stuhlherrn der Femgerichte in der Umgegend, namentlich des Femgerichts Wetter. (Forts. folgt.) Dortmund man, daß er eibe gebunden das gesammte Veranlagungsweil die Einirthschaftlichen in Essen zu. Bart und lang Zegleitung einer ten zusammen5. Einer der ken wohl brensie Hobelspäne, n Feuer fingen. ungesehen an hshaare 2c. soglückliche wurde immerlich verbsunfähig sein. elmehr hat man man gewiß für durch unser Zum dritten ine Ufer überder Menschen bei Steele halben Damm ß die Arbeiter lten, worüber rbaut sind. der Wuthkranksen. Derselbe Hunde gebissen Aus dem sohiesigen Landselbe im Schulucht wurde und aus der Rheinessen=Nassau, 5 und 1 aus Anstalt, welche indwirthschaftslusstellung güliwilligen Milihem Aufblühen ittel derselben ebliche Vermehwurden circa Nusterobstgarten d der forstlichd Hohen=Syburg ses Hofes ergiebt Bd. 1, S. 1550 en Auszug aus er zuviel Raum ien werden kann. te einer Freiheit, i gleich standen. Städten haupttigungen versehen ehend aus einem Rathsherrn und Mitte des voriann aber auf Lesthofen eine Art che Geschichte Th. zen:„Das Recht htes“ gibt darüber auf zurückkommen. g eingepfarret, benach Einführung sgebaut und dann sofen gehörenden oder adliche Fan Spicker, hatten sthofen ein Schloß. Westhofen, wurde sie von diesem Bule, diese scheigehabt zu haben. =Syburg. Wie O. S. 1615 Zerstörung des rbaut haben, das schon nicht mehr usen. Der noch der Südseite des en=Syburg stand. früher das Gut haus Ruhr am uß angesehen und n Hälfte des 15. im sogar Fehden 4 wurde Frieden det sich in v. SteiS. 1695. Die hlherrn der Femdes Femgerichts magel, auf dem eln mit dem bei (Forts. folgt.) botanische Garten um etwa 120 Laubhölzer und Coniferien bereichert, für die Bibliothek wurden 106 Bände neu angeschafft. Das landwirthschaftliche Ministerium und verschiedene Gönner schenkten mehrere werthvolle Werke und auch die naturwissenschaftlichen Sammlungen und Apparate wurden durch Geschenke und Ankäufe erweitert. Zu Ostern dieses Jahres findet die Vereinigung der hier bestehenden Rectoratschule mit der Vorschule der Landwirthschaftsschule statt. In dem Herrn Rector Hülsmann wird eine neue Lehrkraft für die Anstalt gewonnen, so daß in Zukunft 9 ordentliche Lehrer und ein katholischer und ein evangelischer Religionslehrer an derselben wirken. In Barmen stürzte sich ein in traurigen Verhältnissen lebender Mann in die hochgehenden Fluthen der Wupper. Der Bruder sprang dem Unglücklichen nach, aber die starke Strömung riß Beide fort. Im entscheidenden Momente ergriff der Retter einen an einem Brückenpfeiler hervorstehenden Haken und hielt sich mit verzweifelter Kraftanstrengung mit der einen Hand fest. Nach vieler Mühe gelang es sodann, die Beiden dem nassen Elemente zu entreißen. — Wie die„Barmer Ztg.“ constatirt, sind dort durch sog. Tingel=Tangel junge Leute angesehener Eltern in's Gefängniß und in's Zuchthaus gekommen. Als wunderbares Naturspiel ward in der Wirthschaft des Herrn Vogt in Elberfeld, Südstraße, eine Kartoffel gezeigt, in der vollständigen Gestalt eines Kinderkopfes mit Mund, Nase, Ohren, Augen und den Stumpf des Halses. In Elberfeld kostet ein Seidel Doppelbier unwiderruflich 15 Pfennige. Um aber auch ihrerseits Handel und Industrie zu heben und den Eifer der Durstigen zu beleben, geben mehrere Wirthe 2 Seidel zu 25 Pfg., 3 Seidel zu 36 Pfg. u. s. so daß in diesen schlechten Zeiten ein durstiger und thätiger Mann auch im Wirthshaus etwas verdienen kann. Der von Hilden eingebrachte, der Brandstiftung verdächtig gewesene Arrestant ist wegen mangelnder Beweise wieder auf freien Fuß gesetzt worden, überhaupt haben die bis jetzt vorgenommenen Verhaftungen noch zu keinem Resultat geführt. Anfangs v. Mts. war ein Wirth in Borbeck abgebrannt und schaffte er seine geretteten, nicht versicherten Mobilien in eine nahe gelegene Scheune. Heute stand diese plötzlich in Flammen und brannte mit allen Ernte=Vorräthen, sowie mit dem darin befindlichen Mobilar total nieder. Unzweifelhaft liegt hier böswillige Brandstiftung vor. Es muß(wie aus einem Privatbrief hervorgeht) doch nicht überall so schlimm mit dem Geschäftsleben stehen. In jüngster Zeit hat z. B. eine Buch= und Kunstdruckerei in Duisburg bedeutende Aufträge in Etiquettes und Copirdruck von Geschäftshäusern in Amsterdam, Antwerpen, Rotterdam u. A. für deren Filiale in Batavia, China, Japan und in Ostindien und Australien erhalten, woraus übrigens auch ersichtlich, daß Deutschland außerwärts immer mehr Boden für seine Erzeugnisse gewinnt. Im Landkreise Düsseldorf waren die öffentlichen Maskeraden wegen der durch Brandstiftungen #jahrdeten öffentlichen Sicherheit streng untersagt. Das„Maskenfest des Malkastens" in Düsseldorf ist, wie beabsichtigt, durch die glänzenden Aufzüge, wie sie das Kaiserfest schon einmal gesehn, gefeiert worden. Die Zahl der Theilnehmer hat über 2000 betragen, unter denen sehr viele, verlockt von dem Rufe des Kaiserfestes, aus welchem das Fest bekanntlich Erinerungen vorführen sollte, selbst aus weiterer Entfernung, z. B. aus Berlin herbeigeeilt waren. Die Gesammt=Einnahme an Eintrittsgeldern dürfte 12,000 Mk übersteigen. In Benrath ist ein 16jähriger Bursche, als der Brandstiftung verdächtig, festgenommen und nach Düsseldorf abgeführt worden. Der Billeteur des zoologischen Gartens in Köln hatte, wie kürzlich mitgetheilt wurde, sich großartige Betrügereien zu Schulden kommen lassen, indem er bereits seit 10 Jahren die verkauften Billets von seiner Frau im Garten auflesen ließ und dieselben dann nochmals verkaufte. Trotz verschiedentlicher Warnungen hat er den Unfug weiter getrieben. Er bezog incl. Tanteme, jährlich 2000 Mark Gehalt und hatte freie Wohnung, Brand 2c. Das Zuchtpolizeigericht verurtheilte ihn zu einer 18monatlichen Ge fängnißstrafe, seine Frau erhielt 9 Monat. — Der bekannte Wetterprophet der„K. Z.“, Prof. W. Klinkerfues in Göttingen, sandte der genannten Zeitung zum Rosenmontag folgenden telegraphischen Gruß: Schon lange legt' ich Fürbitt' ein, Den Wolkenschieber zu bewegen, Zu unterbrechen seinen Regen Am Festtag eures Königs Wein. Da ließ denn Zeus sich auch bestimmen: Mög' alles denn in Rheinwein schwimmen. Seit langen Jahren dürfte Köln keinen Rosenmontagszug gesehen haben, der sich mit dem dieszährigen an Pracht messen könnte. Der erste Theil des Zuges, zu welchem die Düsseldorfer Künstler W. Beckmann und Fr. Gerhardt die Zeichnungen entworfen, führte uns Momente aus der deutschen, namentlich rheinischen Sagenwelt, Geschichte und Cultur vor, während der letztere Theil, nach Zeichnungen unseres Mitbürgers W. Kleinenbroich, carnevalistische Ideen zum Ausdruck brachte. Im Nachstehenden möchten wir mit einigen Strichen ein Bild des Zuges entwerfen. Zunächst hinter dem schmücken Zugführer, den Vorreitern und dem trefflich costumirten Germanen=Musikcorps ziehen deutsche Jäger aus der fernen Vorzeit, mit reicher Beute beladen, an uns vorüber. Es schließt sich an die Gabenspenderin Ceres zu Wagen; dann der Bannerträger der Stadt Worms, Ritter Hagen, der das Rheingold versenkt. Dem Bannerträger der Stadt Bingen folgte eine Gruppe schmucker Winzer und Winzerinnen, welche das Rochusfest begehen. Es erscheinen die Bannerträger und die Ritter von Rüdesheim nebst der mit Ephen und Reben umwachsenen Brömser Burg. Ein zweites Musikcorps trägt den Landesknechten von Aßmannshausen und dem Bannerträger von Mainz heitere neudeutsche Weisen vor. Es schließt sich der Mäusethurm an, dessen Fuß von den grünen Wellen des Rheins umspült wird; natürlich fehlt Erzbischof Hatto nicht, und die vielen großen Mäuse sorgen ausgiebig dafür, daß er nimmer zur Ruhe gelangt. Wiederum folgt eine Gruppe Reiter und hinter ihr der Wagen Rhein, Mosel und Ahr mit den besseren Sorten des perlenden Traubensaftes der drei Flüsse. Die Ritter vom Drachenfels kündigen an die Nähe des Ungethüms selber, das denn auch unmittelbar darauf vorbeizieht. Vor dem Schiff Hansa, einem stattlichen Fahrzeug, welches die Mitglieder des Kleinen Raths in sich birgt, erblickt man den Bannerträger Kölns und eine starke Reitertruppe, der das Musikcorps der Jäger, Weinritter und fröhliche Zecher in einem von Stechpalmblättern=Guirlanden umschlungenen Faß folgen. Einem weitern Bannerträger reiht sich an der Triumphwagen des Königs Wein, abermals ein Fels, aus dem Fässer mit allen möglichen Weinen bis zum elften Jahrhundert zurück hervorlugen: Ahrbleichert, Johannisberger, Pisporter, Geisenheimer, Walportzheimer 2c. DiZunft der Weinsälscher mit dem Scharfrichter leitet zur zweiten, der humoristisch=kölnischen Abtheilung, über. Einem Riesenkater, der sich mit Häringen zu curiren sucht, schließen die Vorreiter und das Musikcorps der Winzer sich an, welches den Heiligen=Mädchen und ihren schmucken Knechten zum Tanz aufspielt. Hinter ihnen erblickt man die Funken, die altkölnischen Stadtsoldaten, mit dem fünften Musikcorps. Der Wagen „Lachgas“, auf welchem die Zahn=Operationen durch Brechstangen und Flaschenzüge bewerkstelligt werden, versetzt die Zuschauer in die heiterste Laune, der selbst die Patienten sich nicht zu entziehen vermögen. Die freie Presse zeigt ein Traubenzelt mit wallnußdicken Trauben, ein Faß mit einer„Weinpresse(Kelter)“ und ist geschmückt mit Römern, Blumenkörbchen und Wimpeln. Wiederum zieht ein altdeutsches Musikcorps vorüber, dann der Circus Renz mit den Krakehlerhengsten, Clowns, und ein Bannerträger vor dem Kölner Bauer und der Jungfrau. Zu Füßen des genannten Paares spielte die Kapelle der kleinen Schüler des Herrn Kreuz, und andere als Landleute costumirte Elenen tanzten nach den lustigen Weisen ihrer Mitschüler. Professor Flunkerkies arbeitet in seinem Observatorium, resp. Laboratorium im Schweiße seines Angesichtes, um gut Wetter beizubehalten, was ihm ja so glücklich gelungen ist. Vorn schaut man einen Riesen=Globus mit der durch Rußland neu gezeichneten Karte von Europa. Im Schwarzen Meer schwimmt ein Fisch mit der Umschrift:„Bitte mich nicht zu grüßen; denn ich kann nicht danken." Die „Simultanschüler" und die„Simultanschule" persifliren in ergötzlicher Weise die confessionslose Schule. Nachdem noch der Hausfrauen=Verein passirt ist, folgt das letzte Musikcorps und der Triumphwagen des Prinzen Carneval: ein höchst elegantes Muschelschiff, das in den grünen Wogen schwimmt, aus denen Delphine auftauchen und Tritonen sich erheben. Der Schlafwagen versetzt uns auf die Eisenbahn, wo die Passagiere sich vergebens abmühen, in Schlummer zu gerathen, da in dem Hunde=Coupé die Vierfüßler heulen. Die Freimaurerloge in Aachen feiert im Sommer dieses Jahres ihr 200jähriges Bestehen. 10 Millionen Raucher, so würden dadurch allein die von der Regierung verlangten 30 Millionen zusammengebracht. Um nicht der Steuerunterschlagung verdächtig zu scheinen, muß der Inhaber der Rauchkarte dieselbe sichtbar am Hut oder auch an einer Schnur um den Hals tragen und alle Cigarren= und Tabaksverkäufer werden eidlich verpflichtet, ihre Waare an Niemanden zu verkaufen, der sich nicht durch eine Steuerquittung als rauchberechtigt legitimirt.— Damit wäre auf einmal das große Problem gelöst. Markt=Berichte. Schwerte, den 6. März 1878. Herdecke, 4. März 1878. Neuß, 7. Wärz 1878. Zufuhr 150 Sack. Rüböl und Kuchen unverändert. M. Pf. Qual. 23 20 21 70 Weizen à 100 K. 18. : 15 80 14 30 1 Winter= 17— So Buchweizen à 100 Kilo Hafer 100 Kartoffeln Roggenstroh Weizenvorschuß Kleien à 50 K. Heu Kilo M. Pf. 15 80 0 14 4 8— 3 60 31 50 5 80 2 40 Landrog. à 100 K. Gerste 100 K. Sommer=— Rübsen(Aveel) M. 31,50— Raps M. 33,—. Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. 72 Rüböl per 100 Kilo faßweise 74 Gereinigtes Oel per 100 K. 3 M. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo......... 152 Vermischtes. * Es konnte nicht fehlen, daß in den besorgten Gemüthern deutscher Raucher Pläne entstanden, wie der Reichsregierung, auch ohne den Druck der gefürchteten neuen Art von Tabaksbesteuerung, aus der Verlegenheit geholfen und der bedenkliche Ausfall in der Casse auf milderem Wege aufgebracht werden könne. Ein solcher Finanzmann aus dem Volke schlägt vor, man solle Alles beim Alten lassen und nur eine Besteuerung in der Weise einführen, daß Jeder, der raucht, schnupft und kaut, sich am Anfang des Jahres dazu für das laufende Jahr eine Art Jagdkarte gegen Erlegung von 3 Mark zu lösen hat. Rechnet man in Deutschland Viehmärkte. Dortmund, 6. März. Auf dem Wochenmarkte waren aufgetrieben: Am Montag 8 Kühe, 50 Schweine, 23 Kälber; am Dienstag: 112 Kühe und 77 Kälber. Preise: Prima Kühe M. 60—66, geringere Sorte M. 54—60. Schweine M. 48—52 pro 100 Pfd. Kälber 0,40—0,60 M. per Pfund. Geschäft: Bei der etwas niedrigen Zufuhr äußerst lebhaft, der Markt wurde gänzlich geräumt. Köln, 4. März. Am heutigen großen Viehmarkt waren angetrieben: 208 Ochsen, 150 Kühe, zusammen 358 Stück. Preis per 100 Pfd. bestes Vieh M. 60—70, kleines do. 55—58, fette Sprungstiere——.—, Ochsenhäute——.— Kuhhäute—.——. Fett——— Pfg. per Pfd. Auf dem kleinen Viehmarkt waren angetrieben: 66 Schweine zu 50 bis 52½ Pfg. per Pfd. Gottesdienste. Sonntag, den 10. März 1878. Größere evangelische Kirche: Hauptpredigt 10 Uhr: Pastor Heinenberg. Collecte für die dürftigen ev. Gemeinden der Prov. Westfalen. Nachmittagspredigt 2 Uhr: Pastor Graeve. Amtswoche: Pastor Heinenberg. Kleine evangelische Kirche: Pastor Niepmann. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß zufolge höherer Bestimmung die Fleischbeschauer für die mikroskopische Untersuchung eines Schweines und für den das Ergebniß bezeugenden Schein als Gebühren fortan eine Mark zu fordern haben, welche bei Aushändigung des Scheines zu erlegen sind. Schwerte, den 2. März 1878. Der Bürgermeister. Am Samstag Abend 8 Uhr findet eine Versammlung behufs Berathung über die Feier des Geburtstages unseres Kaisers im Hotel Sternberg Statt, wozu alle Mitbürger sowie die Bewohner der Umgegend freundlichst eingeladen werden Krieger=Verein. Am Sonntag, den 10. März cr., Abends 8 Uhr, im Vereinslocal Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Ballotage. 2. Berathung über die Feier des Kaisers=Geburtstags. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 9 2. Prtohna Am 1. März Abends ist mir ein kupferner Kessel entwendet worden. Wer mir über den Verbleib desselben Auskunft geben kann, erhält obige Belohnung. Carl Robke. R#RRRRARARAAAAAA A # * #8 # ### #8 8 E * # # # * 8 8 88 #8 #8 In allen bedeutenden Musikalienhandlungen vorräthig. Verlage Ausgabe: Im des Unterzeichneten erschien soeben in neuer La belle Fieur an Bönennen. Brillante Fantasie für ianoforte von Theodor Krause. Op. 73. preis: M. 2.50. Diese ziemlich schwere aber sehr dankbare Klavier-Composition wird von jedem etwas geübten Klavierspieler gerne vorgetragen werden. Seit Jahren dürfte kein Bravourstück von ähnlich durschlagendem Erfolge erschienen sein. Gegen Einsendung des Betrages versende ich franko. Jos. Tonger in Cöln a. 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Weide Betreten meiner # hof), sowie das Bleichen (Stricksauf derselben untersage hiermit und werde ich Zuwiderhandelnde gerichtlich belangen. Schnee bei Witten. Friedr. Munkenbeck. Am 4. d. M. ist mir ein großer, schwarzer, bockhaariger Hund, auf den Namen Rulla hörend, entwendet worden. Wer mir über den Verbleib desselben Nachricht zu geben vermag, erhält eine Belohnung. Ergste. H. Brinkmann. rris u# 2. s* B S T SGSE SE5g □ 9 5 1 — 9 2 ** * 2 8 3 S 8 **„ 5 9% —— 9 S" * * 90 * Aus voller Ueberzeugung“ kann jedem Kranken die tansendsach bewährte Dr. Airy's Heilmethode empfohlen werden. Wer Näheres darüber wissen wan, erhält auf Franke=Verlangen von Richter's Verlags=Anstalt in Leipzig einen mit ielen belehrenden Krankenberichten versehenen„Auszug“ aus dem illurirten Buche:„Dr. Airy's Naturheilmetbode“(100. Aufl., Jubelgratis und franco zu„ gesandt.* Das Klinkerfues'sche patentirte Hygrometer zeigt d. relative Feuchtigkeit d. 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Das im Grundbuche von Westhofen, Band V, Blatt 388, auf den Namen des Wirths Friedrich Sturm zu Westhofen eingetragene Grundstück der Steuergemeinde Westhofen, Flur IV, Nr. 170, groß nach der Grundsteuer=Mutterolle 3 Are 84 □=M. und zur Grundsteuer veranlagt mit einem Reinertrag von 75 Dez., soll im Wege der nothwendigen Subhastation auf Antrag eines Gläubigers am 26. April 1878, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle versteigert werden. Schwerte, den 28. Februar 1878. Königliche Kreisgerichts-Commission. Der Subhastationsrichter. Subhastations=Patent. Die im Grundbuche von Schwerte, Band IX, Blatt 739, auf den Namen der Geschwister Kohlmann zu Schwerte eingetragenen Grundstücke der Steuergemeinde Schwerte, Flur V, Nr. 84, Ackerland zwischen Ruhren, groß 42 Are 26 □ M, Flur VII, Nr. 192, Garten am Haselack, groß 2 Are 87 □=M., Flur VII, Nr. 436, Garten an der Milchstraße, groß 7 Are 43 □=M., sollen im Wege der nothwendigen Subhastation theilungshalber am 26. April 1878, Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle versteigert werden. Der Reinertrag sämmtlicher Grundstücke, nach welchem dieselben zur Grundsteuer veranlagt worden, beträgt 7 Thlr. 29 Dez. Schwerte, 28. Februar 1878. Königliche Kreisgerichts-Commission. Der Subhastationsrichter. Verving. Die Anlage von Abtritten und eines Schweinestalles bei dem Schulgebäude zu Bürenbruch, bestehend in folgenden Arbeiten und Lieferungen: 1. Erdarbeiten, veranschlagt zu 22 M. 50 Pfg., 2. Maurerarbeiten,„„ 168„ 04„ 3. Maurermaterial,„„ 489„ 10„ 4. Zimmerarbeiten u. Material,„„ 244„ 93„ 5. Dachdeckerarbeiten,„„ 50„ 40„ 6. Schmiede= u. Schlosserarbeiten,„„ 44„ 80„ soll am Samstag, 16. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, im Locale des Wirths Herrn Carl Krämer zu Bürenbruch mindestfordernd verdungen werden. Kosten=Anschlag und Bedingungen liegen auf dem Amtsbureau zur Einsicht offen. Ergste, 5. März 1878. Der Amtmann: v. Bothmer. Zeichen Lüdenscheider ese Fabrik, ATee Portland-Cement-Fabrik S-BRUGGE in Westfalen: Wir empfehlen unsern Portkand Cement unter Garantie vollständiger Vokumbeständigkeit, größter Gleichmäßigkeit und höchster Bindekraft.— Derselbe verträgt den grössten Sandzusatz und ist den besten inländischen wie ausländischen Cementen bezüglich Leistungsfühigkeit, Dauerhaftigkeit und stetiger Festigkeitszunahme unbedingt ebenbürtig. Die nach den neuesten Erfahrungen angelegten Fabrikations-Einrichtungen genügen den grössten Ansprüchen. Ofen-Ollerte. Da es mir von jetzt ab möglich ist, gute, echte Teirisner Chamottrwaärt, welche sich ja wegen ihrer Feuerbeständigkeit einen Weltruf erworben hat, zu liefern, erlaube ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich auch einzelne Kacheln und Ecken, sowie Ornamente, glasirt und geschrüt abgebe. Ofen liefere ich in allen nur denkbaren Farben, als in Feinweiß, Halbweiß, Grau, Silbergrau, Gelb, Braun, Grün, Marmorirt, Blaugespritzt u. s. w. zu den billigsten Preisen mit und ohne Setzen. Auch mache ich auf mein Lager von Chamotte=Schmelzwaaren aufmerksam, sowie auf meine geringeren und billigeren Begußwaaren. Proben und Zeichnungen stehen zu Diensten. Ernst Haupt, Ofenfabrikant, Naumburg a. d. Liebig's Kumys=Ertract in nach Forschungen mediz. Autoritäten sicheres, diät. Radikal-Mittel bei: Halsschwindsucht, Lungenleiden(Tuberculose, Abzehrung, Brust## krankheit), Magen-, Darm- und Bronchial-Catarrh(Husten mit Auswurf), Rückenmarkschwindsucht, Asthma, Bleichsucht, allen Schwächezuständen(namentlich nach schweren Krankheiten). Kisten von 6 Fl. # an à Fl. 1 Mark 50 Pf. exel. Verpackung versend, mit Gebrauchsanw.:„ Hartungs Kumys=Anstalt, Berlin W., Verläng. Genthiner=Str.„ 7. Die Flacons sind nur ächt, wenn sie mit unserer Firma versehen. Aerzt. Brochüre über Kumys=Kur liegt jeder Sendung bei.# Wo alle Mittel erfolglos, mache man vertrauensvoll den letzten Versuch mit Rumys. Fabrik u. Magazin süddeutscher Möbel icthage. Größtes Lager in, Dortmund, Möbel, Spiegel u. Polster-Waaren Brückstraße 21. für Salou-, Wohn-, Speise- u. Schlafzimmer in anerkannt gediegener und geschmackvoller Arbeit. Stets vorräthig vollständige Ausstenlern in einfachster wie reichster Ausführung unter Garantie. Reekle Bedienung zu äußerst billigen, festen Preisen. zur Veförderung ei in der Fuhr und Tenne hat in 2—3 Wochen eine Parthie junger Forellen und Lachsforellenbastarde, die sich ganz vorüglich zur Besetzung von Flussen und Teichen eignen, zu mäßigen Preisen abzugeben. Bestellungen auf solche sind ohne Verzug an den unterzeichneten Vereinsdirector zu richten. Menden, den 5. März 1878. Th. Frhr. von Dücker. GBABASASESESASASASASESEG In — S 9 □ 8 In 1 8 9 3n 1. gee * * — 9 * S 557 5 85 8 * S 6 G S S S 2 : S t 2 ee **— 6 S ½ S=** i.* 21 S 68 68 65 10 10 10 105 0 0 10 1 0 10 10 10 10 10 10 10 10 0 1 0 0 10 SAESASASR ERRSEGASRGEGEEG Frühjahr. 14. Jahrgang. Wie in früheren Jahren bringe auch jetzt meine Garten-, Wald- und Blumensämereien in keimfähigen und echten Sorten in empfehlende Erinnerung. Schöne Winterkappuspflanzen sind noch vorräthig. Th. Greve, Kunst= u. Handelsgärtner. Gegen billiges Weidegeld werden noch Fohlen und Rinder zum Auftreiben von mir angenommen. Holzen, 3. März 1878. Schulte=Lennings. Auf meiner Ruhrweide werden noch EEN Rnerkannt vorzügliche Unterrichtswerke für Pianoforte, Violine, Orgel! Im Verlage der Schulbuchhandlung von F. G. L. Greßler in Langensalza sind erschienen: Pianoforte=Schule von F. A. Greßler. 7te Aufl, in 6 Heften zu 1 M. oder in 1 Band zu 6 M Musikal. Anthologie., enthaltend die herrlichsten Opernund Volksmelodien, Lieder ohne Worte, von F. A. Greßler. 13. Aufl., in 6 Heften zu 75 Pfg. oder in 1 Band zu 4 M. 50 Pf. Violinschule von Fr. Solle. 4. Aufl., in 6 Heften zu 1 M. 20 Pf. oder in 1 Band zu 7 M. 20 Pf. Vademecum des Organisten. Sammlung kleiner Orgelstücke in den modernen Tonarten, zum Gebrauch beim Gottesdienste, von Th. Kewitz. 3. M. □ 9 Recht zahlreichen Bestellungen auf diese beliebten, in vielen Tausenden von Exemplaren verbreiteten Werke sieht entgegen die Buch= und Musikalienhandlung von Carl Braus in Schwerte. 2 2 Ismus, und Rinder zum Mitweiden angenommen. Garenfeld. Heinr. Braß. Ostern können zwei Zöglinge, die eine höhere Schule in Iserlohn besuchen sollen, in einem bürgerlichen Hause freundl. Aufnahme finden. Näheres durch die Exp. d. Ztg. Ein junger Mann, der eine gute Hand schreibt und längere Zeit in einer Zeitungs=Expedition als Schreiber beschäftigt war, sucht unter bescheidenen Ansprüchen eine Stelle als Schreiber. Gute Zeugnisse können vorgelegt werden. Näheres durch die Expd. d. 8tg Das 120 Seiten starke Buch: 9 Est eine leicht verständliche, vielfach bewährte Anleitung zur Selbstbehandlung dieser schmerzhaften Leiden, wird gegen Einsendung von 30 Pfg. in Briefmarken franco versandt von Richter's Verlags=Anstalt in Leipzig.— Die beigedruckten Atteste beweisen die außerordentlichen Heilerfolge der darin empfohlenen Kur. Technicum Mittwelda. (Sachsen.)— Hlöhere Fachschule für Maschinen-Ingenieure und Werkmeister. Vorunterricht frei. (Aufnahmen: Mitte Aprilu, October. Ein Junge, der Lust hat, das Klempnerhandwerk zu erlernen, findet Stelle. Bei wem, sagt d. Exped. d. Bl. Offene Lehrlingsstelle. Für meine Buchdruckerei suche ich Lehrling. Carl Braus. Scheuerlappen gesäumt 100/70 Ctm. 20 Stöck 5 Mk., per Post franko gegen Nachnahme des Betrages. Bielefeld. E. Schür. Verpachtung. Am Montag, den 11. Vormittags 11 Uhr, werde ich im Locale des Herrn Haape hierselbst für die Erben Eichmann das ihnen gehörende Wohnhaus auf dem Kamp nebst Garten und Dreisch, am Haselack, resp. auf der Kluse belegen, öffentlich meistbietend auf mehrere Jahre zur Verpachtung aussetzen. Hobenschwert. Hausverpachtung! Herr H. Bierhoff hier will verziehungshalber sein in hiesiger Stadt belegenes Wohnhaus mit Hinterhaus(auf Wunsch kann auch ein schöner Garten beigegeben werden) auf mehrere Jahre verpachten.— Das Wohnhaus steht an der Hauptstraße und wurde in demselben seither Bäckerei, Wirthschaft und Specereigeschäft mit gutem Erfolge betrieben. Näheres durch den Unterzeichneten. Westhofen, 26. Febr. 1878. Sundermann, A.=C. Holzverkauf. Donnerstag, 14. März d. J., Nachmittags 3 Uhr anfangend, sollen in der Waldung des Guts Berghofen, Forstort Berghofer Mark, 70 Nummern gefallte Rothtannen, Lärchen und Eichen, zu Sparren, Leiterbäumen, Baumpfählen 2c. geeignet, öffentlich meistbietend zum Verkauf ausgesetzt werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle, Villigst b. Schwerte, 6. März 1878. Freiherrl. von Elverfeldt'sche Rentei. Hetzerrkauf. Am Montag, den 11. d. Mts. Morgens 9 Uhr anfangend, kommen auf meinem Wirthschaftshofe: 900 Stück Lärchen= u. Tannenstangen, sortirt zu Sparren, Leiterbäumen, Frechtungs= und Grubenholz, ferner: 4000 Stück Tannen= und Eichen=Bohnenstangen und 30 Raummeter Brennöffentlich, meistbietend zum Verkauf. Hof Halstenberg bei Ergste, den 4. März 1878. Fr. Halstenberg. S 95 Meinem lieben Vater A. K. zu W8. zu seinem Geburtstage am Freitag, den 8. März die herzlichsten Glück- u. Segenswünsche Dein August. * 81bo M. 21 In der die Berath und über an einzelne mochte, so die günstig batten den in etwas v würden. von 21 M Dienstags vorlage au bereits die welche eber werthe Mo derer Bewe Stellvertrei Bismarck se seine Stel ergriff wiel und abgesp mußte sich das Reder Stimme m standen. erst nache kolle folge was der einigen W Debatte ei die Ueberle ihn schnell man diese dareinwillig in Berlin ren soll. Dem R worden, n graphisch ist durch 1 hältniß d 10,000 H Niende in der Sch ten. Dier er seinem sein Kling Stockwerk, nisse sorgte Die Fr ihm bezahl die Sonder daß die F dorf je eir „Etwal kundigte si „Nein, kleiner, ha lich nach I kam und S zurück.“ Die A lich unsaub „Es if Zeichen, de Als sie einen Blick „Von Er löst einander. geblickt, Pläne brit Zeilen. „Ein auf den H Sie zur ge Eine Unte Niendo so ist esh Schlüssel, eine Arbei einen zerk Zimmerthü um. Dan thür hinte Straße. rollenden Leipzigerth Schon den Passag