rot Abonnements-Preis: 1 M. 50 Pf.(15 Sgr.) Bestellungen werden in der Expedition, von allen kaiserl. Post-Anstalten sowie von unsern Boten entgegen genommen. Insertions=Gebühr: für die einspaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pf.(1 Sgr.) Reclamen per Zeile 30 Pf.(3 Sgr.) Expedition: Johannisstraße, im Hause des Hrn. Ballauf. Organ für Stadt und Amt Hattingen, khövel und Druck und Verlag von Georg Scheu in Hattingen. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Sonnabends. Für die Redaction verantwortlich: L. Sintermann in Hattingen. Nr. 38. Hattingen, Sonnabend den 3. April. 1875. 44 5.20 Abonnements auf die „Hattinger Zeitung", welche seit dem 1. April in dem vorliegenden, bedeutend vergrößerten Formate erscheint, werden noch fortwährend angenommen. Der Preis beträgt pao Vierteljahr: in der Expedition und durch die Boten 15 Sgr.= 1½ Mark, durch die Post bezogen 17½ Sgr.= 1 Mark 75 Pf. Da fortan die Zeitung, deren Tendenz unverändert bleibt, in Hattingen gedruckt wird, so werden Inserate prompt besorgt und die verehrlichen Inserenten gebeten, Insertionsaufträge direct an die Expedition, Johannisstraße, im Hause des Herrn Ballauf zu richten. Die Abonnentenzahl ist für das zweite Quartal nicht unerheblich gestiegen und finden deshalb Anzeigen durch unsere Zeitung auch eine weitere Verbreitung. Ten neuen Abonnenten wird die Erzählung “ soweit die noch vorräthigen Nummern ri. en, nachgeliefert werden. Hattinaen, 1. April 1875. ig ind nig. her. irt Tim amir Redaction und Verlag. Politische Wochenschau. * Hattingen, 2. April. In Italien hat Garibaldi die schönsten Aussichten, seine volkswirthschaftlichen Pläne zur Ausführung gebracht zu sehen. Es find demselben nämlich von einer englischen Gesellschaft 135 Millionen Lire zur Ausführung der Trockenlegung der Romagna angeboten, unter der Bedingung, daß die trocken gelegten Ländereien der Gesellschaft zufallen. Die Herren Engländer wissen sehr wohl, was sie thun. er Landstrich, welcher die Tiberufer, die Romagna, die am Meer liegenden Moräste und die pomptinischen Sümpfe umfaßt, beträgt ungefähr 40 Quadratmeilen, ist also fast doppelt so groß, als das Fürstenthum Lippe=Detmold und umfaßt also ungefähr eine Million Morgen Landes. Wäre manes möglich, diesen ganzen Landstrich für die Summe von . Millionen Lire, so viel wie 27 Millionen Thaler, er zu legen und dem Anbau überweisen zu können, so englische Gesellschaft bei diesem Unternehmen Zheri ungeheuern Gewinn erzielen. Niemand würde aber Ducenerch mehr gewinnen, als die Stadt Rom, welche eines rels durch die Ausdünstungen dieser öden und sumpfigen ehcheme lecke im Sommer ganz und gar verpestet und theilweise „ibewohnbar wird, andern Theils die Nahrungsmittel für ine Bewohner aus größerer Ferne beziehen muß. nter: m ucke Sche Rom selbst ist gegenwärtig der Schauplatz von mancherlei Umtrieben. Um von den verschiedenen Kundgebungen des Papstes zu schweigen, gedenken wir nur der Hetzereien des neuernannten Cardinals Manning, eines englischen Bischofs, der, anstatt Rathschläge der Mäßigung zu geben, vielmehr die Partei ermuthigt, welche von keiner Beilegung des Kirchenstreits in Deutschland wissen will. Der Papst soll sogar dahin gebracht sein, den Kampf mit dem deutschen Reiche aufs Aeußerste zu treiben und ganz mittelalterlich die katholischen Unterthanen dem Eide der Treue entbinden zu wollen. Cardinal Antonelli dagegen fürchtet mit Recht das„Allzuscharf macht schartig!" und möchte gern zum Frieden lenken, hat auch von der Erhebung des Erbischofs Ledochowski zum Cardinal abgerathen, allein vergeblich. Ganz im Gegensatz von dieser feindseligen Hetzerei gegen König und Obrigkeit hat der Erzbischof von Mailand bei Gelegenheit der Geburtstagsfeier des Königs Victor Emanuel seine Ergebenheit gegen seinen Landesvater dadurch an den Tag gelegt, daß er einen feierlichen Gottesdienst abgehalten und desgleichen in seinem ganzen Sprengel angeordnet hat. In Rom wäre das etwas Unerhörtes und Erschreckliches, wofür die Excommunication nicht ausbleiben würde. In Spanien ist die Angelegenheit wegen der Beraubung der Brigg„Gustav“ wieder in den Vordergrund getreten, da die spanische Regierung noch keine Anstalten trifft, die bedungene Entschädigung zu zahlen. Die Ermahnungen des dort residirenden deutschen Gesandten sind vergeblich, was eben kein Wunder, denn Spanien hat weder Geld noch Credit. Ebenso wenig wirkte die Ermahnung des deutschen Gesandten in Bezug auf die Unterdrückung der kirchlichen Freiheit der spanischen Protestanten. Die ganze Thatkraft, zu welcher sich Alfonso ermannt hat, ist die Uebersendung des Ordens vom goldenen Fließe an unseren Reichskanzler. Der Krieg gegen die Karlisten hält sich in demselben Stande, wie früher; die gerichtlich verlangte Auslieferung des Bruders des Prätendenten, welcher sich in Hessen und Baiern aufhielt, ist in dem Sand verlaufen, da derselbe sich rasch nach Oesterreich begeben hat. In Frankreich freut man sich über die kirchlichen Wirren in Deutschland und erblickt darin einen Hoffnungsstern. Große Ehre für den Patriotismus der deutschen Ultramontanen! Außerdem macht man sich fertig zu neuen Processionen nach Lourdes, sogar nach Jerusalem will man eine Wallfahrt in's Werk stellen. Es sind das allerdings zum Theil politische Demonstrationen. Alle die Tausende von Pilgern mit ihrem„Rette Frankreich um des heiligen Herzens willen!“ mit ihren Fahnen, auf denen ElsaßLothringen dargestellt ist, beten für den Krieg gegen Deutschland. Bekanntlich bereiten deutsche Damen des Adels eine kostbare Fahne als Weihgeschenk vor, welches durch eine Deputation nach Lourdes gebracht werden soll. Hoffentlich werden ihre Namen bekannt werden, damit derjenigen die Ehre zu Theil wird, welcher Ehre gebührt!— Das politische Leben in Frankreich ist flau! Die Republik weiß kaum selbst, daß sie lebt, und Mac Mahon sucht Alles so * Jerzy. Eine Novelle aus Polens Gegenwart von George von Dyherrn. (Fortsetzung.) Begeben wir uns nun zu dem Deutschen, dessen hervorragende geistige Eigenschaft und männliche Schönheit ihm so schnell die Herzen der so leichtbeweglichen Polen gewann.— Das Terrain, auf dem er sich befand, war durchaus kein günstiges, er hatte große Schwierigkeiten zu besiegen einer fremden Nationalität gegenüber und erst allmählich ewann er die träge Bevölkerung für sich und seine ökomischen Zwecke. Eine bessere Behandlung, als sie von lnischen Herren erfuhren, höherer Lohn und in den heißen Sommertagen einige Tonnen Bier aus seiner neugebauten Brauerei genügten, die Leute auf die Seite des deutschen Grundbesitzers zu bringen. Mannigfache Fabriken entstanden, die Wohnungen der Arbeiter blieben nicht mehr in der früheren Unsauberkeit, getheilt von allerhand Vieh, schmucke Häuschen erhoben sich; deutsche Leute hörte man immer häufiger, kurz, der Wohlstand wuchs zusehends und der Schöpfer desselben wurde von seinen Untergebenen verPuet lebral, no er auf seinen Shinmel erschin en ihm Segenswünsche, begrüßten ihn freundliche n und Graf Mielcinski trug durch seine Rathschläge Erfahrungen nicht wenig zu diesen Erfolgen des Herrn von Amberg bei. Einsam fühlte er sich mitten in seiner regen unausgesetzten Thätigkeit, um so einsamer, so oft er von Boguscyn in sein stilles Schloß zurückkehrte und Agnatas holdes Gesicht ihn aus jeder Ecke anblickte, wo sie in ihrer Krankheit geweilt. Bald überzeugte er sich, daß er ihr nicht gleichgültig sei und er hoffte, es würde m nicht schwer sein, die Einwilligung des Grafen, der * in der Schwebe zu halten, daß weder die eine noch die andere Partei erstarke und Entschlüsse fasse. In England ist man in Aufregung über einen Raubanfall, der bei Galatz in Rumänien gegen ein englisches Ehepaar auf höchst brutale Weise verübt ist. Nicht weniger Aufregung hat die Nachricht von der Ermordung der evangelischen Christen einer englischen Missionsstation auf Uvea, Insel in der Südsee, hervorgerufen, da dieselbe von den Bekehrten einer katholischen Mission der Franzosen ausgegangen und unter den Augen der Franzosen ohne das Einschreiten der Letztern, ausgeführt ist. Zu diesen ausländischen Ereignissen kommt nun noch der Proceß gegen einen indischen Fürsten, welcher versucht hat, den englischen Statthalter seiner Gegend durch Gift aus dem Wege zu räumen. Der Attentäter wird wohl mit dem Strange beehrt werden. In unserm lieben Vaterlande bleibt es bei den kirchlichen Wirren, welche die parlamentarischen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses durch langdrähtige Reclamen und dergleichen jammervoll in die Länge ziehen und von Seiten der Minorität wenig löbliche Maßnahmen hervorrufen. In weiterm Bereiche hat unser Vaterland die zopfigen Verhandlungen des Mecklenburgischen Landtages aufzuweisen, wo der Ritterstand hartnäckig auf dem alten Standpunkt beharrt und beharren wird, wenn nicht das deutsche Reich dazwischen tritt.— Letzteres blickt übrigens mit Freude und Verehrung zurück auf die jüngste Festfreude, die Geburtstagsfeier unsres hoch verehrten und geliebten Landesfürsten. Kirchliches aus Die süddeutsche Correspondenz des Berner„Bund" beantwortet die Frage:„Warum Württemberg mit dem kirchenpolitischen Streite verschont bleibt?" mit folgendem Artikel, den wir unsern Lesern mittheilen zu sollen glauben: „Bekanntlich sind die Schwaben in mancher Beziehung Sonderlinge, die gern ihre eigenen Wege gehen. Sie nehmen eine entschieden beneidenswerthe Stellung gegenüber anderen Staaten in dem heutigen Culturkampfe zwischen Staat und Kirche ein. Während in allen deutschen Ländern dieser Kampf mit geringerer oder größerer Heftigkeit tobt, erfreut sich das schwäbische„Reich" des tiefsten Friedens und zwar ohne daß man behaupten kann, dasselbe huldige auf irgend einem Gebiete dem Rückschritt. Woher kommt das? Um diese Frage beantworten zu können, ließ sich der Correspondent von verschiedenen, mit den Verhältnissen ihres„Reiches“ vertrauten Schwaben informiren und theilt nun Folgendes mit: „Zunächst sei festzuhalten, daß nach der württembergischen Verfassung von 1817 nur ein solcher Priester den bischöflichen Stuhl in Rottenburg besteigen darf, welchen die Regierung, mit Rücksicht auf dessen Vergangenheit, als persona grata bezeichnet. Man weiß deshalb seit 1817 von keinem Bischof, der nicht ein eben so guter Staatsbürger als Katholik war; so die Bischöfe Keller und Lipp und gegenwärtig Hefele. Ferner sei in Württemberg das ihm so viele Beweise seines Wohlwollens gab, zu erlangen. Anders stand es mit der Kirche, der Agnata angehörte, Weit entfernt, diesen Bund einer Katholikin mit dem Protestanten zu segnen, würde sie keine Mittel verschmähen, ihm Hindernisse in den Weg zu stellen. Und Agnata als Frau konnte sich wohl kaum widersetzen, sie konnte trotz der hohen Anschauungsweise, die ihr über alle Dinge eigen, nicht dem Hergebrachten entsagen und das verleugnen, was sie seit ihrer Kindheit verehrte.— Nun kam dieser Jüngling mit seiner ungestümen Herausforderung. Tödtete er ihn, so sank seine Hoffnung auf den Besitz Agnata's, dann stand er und der drohende Schatten seines Vaters zwischen ihnen. Und im anderen Falle—— Herr von Amberg saß an seinem Schreibtisch in jener frühen Morgenstunde, als Agnata in der Kirche zu G. für ihn betete. Er schrieb eifrig seine letztwilligen Bestimmungen auf. Verwandte besaß er nicht und so folgte er dem Zuge seines Herzens/ und setzte den, der bereit war. ihn seiner Rache zu opfern, zu seinem Erben ein. Fiel er, so sollten seine Besitzungen auf Jerzy Mielcinski übergehen.— So handelte der Mann, den Jerzy haßte und den Agnata liebte.— Und als er sein Testament beendigt, erhob er sich mit klaren Augen und ruhigem Antlitz. Sein Schritt war fest und sicher, seine Haltung aufrecht, als er seine Chatulle öffnete und die Pistole prüfte. „Er ließ mir keine Wahl," dachte er dabei.„Hätte ich ihn an seine Jugend erinnert, so würde er sich tödtlich verletzt gefühlt haben."— Er öffnete das Fenster und warf eine Kopeka in die Luft. Beim unsichern Licht des Mondes zielte er und zerschossen fielen die einzelnen Stücke zu Boden. Er lächelte.— Genau um dieselbe Zeit, als Agnata Mielcinska Boguszyn verließ und sich zu dem Orte des verhängnißvollen Stelldicheins begaben, fuhr auch Frau von Narazin von Bronikowo fort. Und Iberia hatte das Fenster geöffnet und schaute dem Schlitten nach, bis er an der Waldecke verschwand.—„Gott, o Gott," sagte sie und preßte die Hand an die Stirn,„träume ich denn oder ist's Wahrheit, daß meine Mutter fort fährt, um ihrem Enkel vielleicht das Leben zu retten?" „Ist das ein Weihnachtsmorgen und wußte sie mir nichts Anderes zu bescheeren, als diese todestraurige Geschichte? Wo ist mein Muth, solchen Ereignissen gegenüber? An was dachte ich, daß ich den Schatten nicht geheimnißvoll und drohend seit einigen Herzen meiner armen Mutter lag! O, nukalte, gleichmäßige Wesen offenbar, das sie und ich kann es begreifen, wie der unge unter dem sie litt, nach und nach zur Gew und nun verstehe ich die räthselhafte Sympa zu Jerzy zieht und für die ich bisher keinen N (Fortsetzun Römische Leichensitten. daß eine alte römische vielleicht kindisch erscheinen mag, der es aber doch einem eigenthümlichen poetischen Reize fehlt, noch nicht außer Gebrauch gekommen ist. Als näm prunkvoll geschmückte Sarg in der Kirche von St. beigesetzt war, als alle Leidtragenden, die Priester gaffende Volksmenge sich entfernt hatten, da schr. alte Haushofmeister der Familie Torlonia ernsten gemessenen Schrittes bis zum Sarge, verbeugte sich Verhältniß zwischen der weltlichen und der geistlichen Gewalt auch insofern geordnet, daß ganz genau bestimmt ist, welche Pfarreien der König und welche der Bischof zu besetzen hat, und es gelte als selbstverständliche Bedingung, nur solche Geistliche anzustellen, welche die Prüfung vor einer aus geistlichen und weltlichen(im Auftrage der Regierung amtenden) Professoren zusammengesetzten Commission bestanden haben. Dann sei der Bildungsgang des katholischen Clerus in Württemberg schon längst ein ganz anderer, als in den Staaten rings herum. Es bestehen nämlich in Württemberg keine bischöflichen Convicte und besuchen deshalb die dortigen Theologie Studirenden jene höheren Bildungsanstalten, welche der Staat'errichtet hat, deren Lehrer er allein anstellt und besoldet, und da wird auch bei den jungen Theologen die Ueberzeugung groß gezogen, sich als ein normales Glied der übrigen bürgerlichen Gesellschaft anzusehen und die Fügsamkeit den staatlichen Anordnungen gegenüber als etwas ganz Selbstverständliches zu betrachten. Des Weiteren verfolge die württembergische Regierung von jeher die kluge Maxime, die Beamtenstellen in vorzugsweise von Katholiken bewohnten Bezirken mit Protestanten zu besetzen, was zur Folge habe, daß das Landvolk den Protestantismus in anständiger Weise vertreten sieht und ihn dadurch achten lernt. Wenn hierbei noch der protestantische Beamte sich gegenüber den katholischen Interessen in billiger Weise geneigt zeige, Staatsbeiträge für Kirchen= und Schulhausbauten ec. befürworte, so geben sich die Bewohner sammt den Geistlichen zufrieden und vermeiden ihrerseits wieder alles, was zu Uuzuträglichkeiten führen könnte. Endlich sei der Schwabe im Allgemeinen ein Mann, der besonders in religiösen Dingen gern fünf gerade sein läßt. Für seine Person ist er fromm, er geht fleißig zur Kirche, aber eben so fleißig ins Wirthshaus, wo er den religiösen Menschen vollständig abstreift.„Beim Handel und Wandel lassen wir keinen Unterschied aufkommen", sagt er. Daher kommt es, daß sich in Schwaben die Extreme berühren und auch anziehen. Es giebt in Württemberg Strauße und sonstige Materialisten genug, aber neben ihnen wohnen in größter Eintracht die Pietisten, welche für ihr Seelenheil beten. „Versuche, den kirchlichen Frieden in Württemberg zu stören, sind zwar auch schon mehrmals gemacht worden; aber stets vergeblich. So hatte man in den Fünfziger Jahren unter dem Cultusminister Rümelin das Concordat einführen wollen; aber der richtige Tact des damaligen Königs und die stramme Haltung der Volksvertreter(insbesondere des bekannten Abgeordneten Mohl) haben in der elften Stunde das Unglück noch abgewendet, das von jesuitischer Seite geplant und von einer Maitresse des Königs (Frl. von Stubenrauch) unterstützt worden war. Dann war es vor mehreren Jahren dem ultramontanen Stadtpfarrer Schwarz in Ellwangen und einigen seiner Gesinnungsgenossen fast gelungen, den milden Bischof v. Lipp zu stürzen und mit der nur allzubereiten Hülfe Roms die Flamme der Zwietracht ins Land zu werfen; allein Volk und Regierung standen fest auf Heite des verfolgten und verleumdeten Bischofs und der Friede wurde gewahrt. Der gegenwärtige Bischof v. Hefele hat sich zwar der bekannten Collectiverklärung der deutschen Bischöfe angeschlossen, dessen ungeachtet ist er aber in Rom nicht beliebt. Er unterschrieb die Erklärung, um nicht als Abgefallener gebrandmarkt zu werden, aber er ist fort und fort bemüht, im Frieden mit der weltlichen Gewalt zu leben, was ganz besonders aus der Thatsache hervorgeht, daß er den schon oben berührten Pfarrer Schwarz, welcher bereits vor einem Jahre von seinem Capitel zum Decan gewählt wurde, nicht bestätigte." Berlin, 30. März. Nach den bis jetzt getroffenen Disposttionen trifft der Kaiser von Rußland am 15. Mai hier ein und reist am 14. Abends nach Ems weiter. Der Besuch des Königs von Schweden ist für die letzten Tage des Mai oder die ersten Tage des Juni angekündigt. der Zwischenzeit zwischen der Anwesenheit Kaiser Alexanders und dem Besuche des Königs Oscar soll die itglienische Reise des Kaisers von Statten gehen. Mit Bestimmtheit wird sich das Programm der Reise erst im letzten Augenblicke feststellen lassen, da Alles vom Befinden des Kaisers und der Witterung abhängig ist. Der Kaiser will indeß, wenn er reist, mit großem Gefolge reisen und die Vermuthung, daß Fürst Bismarck und Graf Moltke sich in der Begleitung befinden, ist jedenfalls eine zutreffende. Breslau, 30. März. Sicherem Vernehmen nach ist Jürstbischof Dr. Förster gestern seitens des OberpräsiAufforderung zugegangen, sein bischöfliches Amt Als specieller Anlaß dazu wird, abgesehen ncipiellen Widerstande des Fürstbischofs gegen erbietig:„Excellenz, befehlt Ihr noch Etwas?" wartete er dann in gebeugter Stellung und e Excellenz ihr trübseliges Schweigen nicht te, da beugte sich der Haushofmeister abermals die Kirche ebenso ernst und gemessen, als er n hatte. Draußen vor dem Thore stand die der Prinzessin, die Diener in großer Gala, einer i am Schlage, die Klinke in der Hand. Der teister näherte sich ihm, ließ mit eigener Hand änge herab, nahm dann dem Kutscher die goldtte Peitsche aus der Hand, brach sie über dem nd rief dann der Dienerschaft zu:„Ihre Hoheit nichts weiter. Ihr könnt nach Hause fahren!" m setzten sich die Pferde in Bewegung und im rollte der Wagen dem Palaste der Torlonia zu, ine Herrin nimmer betreten wird.— In jedem chen Hause Italiens wird diese Sitte beim Tode der Mitglieder beobachtet. die Kirchengesetze, der Umstand angegeben, daß derselbe in einem amtlichen Schriftstücke ausdrücklich auf die Encyelica Bezug genommen habe. Fulda, 30. März. Die neun preußischen Bischöfe, welche zu den hier stattfindenden Berathungen heute erwartet werden, nehmen bei den Domcapitularen ihr Absteigequartier. Die Sitzungen sind geheim, finden aber nicht, wie früher, in dem jetzt geschlossenen Priesterseminar, sondern bei einem Domcapitular statt. Die Dauer derselben wird voraussichtlich zwei Tage nicht übersteigen. Als muthmaßlicher Berathungsgegenstand wird das Gesetz über Entziehung der staatlichen Dotationen für die preußischen Bischöfe bezeichnet und soll, wie es heißt, ein darauf bezüglicher Hirtenbrief an den Clerus und an die Laien gerichtet werden. Fulda, 31. Mörz. Es sind hier angekommen: der Erzbischof von Köln, der Fürstbischof von Breslau, die Bischöfe von Freiburg, Osnabrück, Limburg, Hildesheim, Mainz, Trier und Ermland; ferner die Generalvicare von Münster, Culm und Paderborn. Das Präsidium hat der Erzbischof von Köln. Die Conferenz wird bis Sonnabend dauern. Mainz, 29. März. Der„Frkf. Z.“ wird geschrieben: „Die hiesige Erbswurstfabrik, jene vielbesprochene, den Ersparnissen in Frankreich ihren Ursprung verdankende Schöpfung des Herrn v. Manteuffel, ist einem wunderlichen Schicksal verfallen. Nachdem sie einigen in nächster Nähe stattgehabten Erdrutschen glücklich widerstanden, steht sie vollendet da, und in die inneren Räume sind ungeheure Maschinen gebracht worden, welche demnächst ihre Arbeiten beginnen sollten— mit einem Male hat sich herausgestellt, daß der ganze Bau verfehlt ist; die Mauern sind zu dünn, um der durch die in Thätigkeit versetzten Maschinen hervorgebrachten Erschütterung zu widerstehen n. s. w.— mit einem Wort, es ergeht der Erbswurstfabrik, wie dem Blasrohr jenes genialen Drechslermeisters: Sie ist fertig— aber„brauchen kann man sie nicht."— Aus Baden. Die„Germania“ begeht von Zeit zu Zeit die Unvorsichtigkeit, ihre Karten aufzudecken und dadurch einen Blick in das Spiel des Ultramontanismus auch für weniger helle Augen zu ermöglichen. So sehen wir in ihrer neuesten Nummer: „In Baden naht die Zeit, daß der Bischof Dr. v. Kübel ins Gefängniß wandern muß; hat er die erste Strafe erduldet, so wird in Bälde die zweite über ihn verhängt sein; dann wird er„abgesetzt“, internirt ec. Zu allseitiger Beruhigung sei jedoch erwähnt, daß für alle Eventualitäten heute schon treffliche Vorsorge getroffen ist. Zunächst werden successive zwei Stellvertreter in Function treten und— sind auch diese dem Kampf zum Opfer gefallen— dann beginnt das Walten des geheimen päpstlichen Delegaten (wie in Posen=Gnesen), welcher vom heil. Stuhl bereits längst die nöthigen Vollmachten besitzt.— Die in neuester Zeit wieder so lebhaft besprochene Frage über die Herkunft des„Kaspar Hauser“ erregt großes Aufsehen. Die öffentliche Meinung schließt sich immer mehr der Ansicht an, daß„Kaspar Hauser“ der legitime badische Thronerbe war, und daß der jetzt regierenden Linie der Weg zum Throne nur durch die Beseitigung des unglücklichen Prinzen gebahnt wurde.„Mehr Licht" soll zu erwarten sein!" Wie sagte doch Herr Meglia?„Die Revolution muß uns helfen!" Schade, daß dieser„Kaspar Hauser“ nicht als deutscher Don Carlos verwerthet werden kann! Glücklicher Weise ist unser Volk für die Spukgeschichten vom Kloster Lehnin, dem Birnbaum auf dem Walserfeld, Kaspar Hauser u. s. w., sowie für deren revolutionäre Verwerthung weniger zugänglich als jene Bevölkerungen, in denen der Unterricht ausschließlich in den Händen— der Kirche liegt. Stuttgart, 30. März. Der„Württ. St.=Anz.“ glaubt in der Lage zu sein, die in einem großen rheinischen Blatte enthaltene Mittheilung, daß der Bischof Hefele sich den vaticanischen Beschlüssen nicht unterworfen haben würde, falls ihm die württembergische Regierung Schutz zugesichert hätte, für unbegründet erklären zu dürfen.— Das Gesuch, an einem hiesigen katholischen Institut Schulschwestern als Lehrerinnen zuzulassen, ist zurückgezogen worden. Schweiz. Der„Univers“ veröffentlicht eine Encyclica vom 23. März an die Schweizer Katholiken, welche die „altkatholische Secte“ und den ihr gewährten staatlichen Schutz tadelt und die Excommunication gegen diese Sectirer und ihre Anbänger und Begünstiger erneuert. Die Encyclica betont, die Schweizer Regierung habe nach Erlaß mehrfacher unkirchlicher Gesetze nunmehr auch eine den canonischen Vorschriften über die christliche Ehe widersprochende Verfügung getroffen, und weist die Bischöfe an, die Gläubigen über die Grundsätze der Kirche hinsichtlich der Eheschließung aufzuklären. Schließlich fordert dieselbe Geduld, Standhaftigkeit und Festigkeit. Triest, 30. März. Seit gestern herrscht hier eine heftige kalte Bora, durch welche die Vorbereitungen für den Empfang des Kaisers sehr beeinträchtigt werden. 30. März. Die„Republique francaise" erzählt in ihrer neuesten Nummer eine recht wunderbare Geschichte von einem angeblichen deutschen Spion, mit dem sich dieser Tage der Gerichtshof von Lons le Saulnier beschäftigte. Die specielle Landsmannschaft des Angeklagten war nicht festzustellen, die bei ihm vorgefundenen Papiere gaben keine bestimmte Aufklärung darüber und nur sein Accent verrieth ihn als Deutschen, obwohl er sonst das Französische sehr correct sprach. Er gab sich als einen Lehrer der deutschen Sprache aus und behauptete, 1863 nach Frankreich gekommen zu sein und um seine Naturalisation als Franzose nachgesucht zu haben. Wie sich weiter ergab, kehrte er während des deutsch-französischen Krieges nach Deutschland zurück, trat in die bayerische Armee ein, desertirte, begab sich nach dem Friedensschlusse wieder nach Frankreich und ging wieder nach Bayern, ohne dort als Deserteur verfolgt zu werden. Aufs neue nach Frankreich zurückgekommen, wurde er folgt se Lons le Saulnier verhaftet, da er weder den Zweck scweiter, Anwesenheit angeben konnte, noch etwelche Papiere welches Mittel zum Leben besaß. Vor den Richter geführt, behaunach Bod er, sich in Vassy verheirathet zu haben und in dieser Sdie ihner gut bekannt zu sein. Diese Aussage stellte sich, als künden, Parquet Nachforschungen anstellte, als Lüge heraus, in Wvird ohn war der Angeklagte völlig unbekannt und ebenso fanduind den dort kein auf seinen Namen lautender Heirathsact betreffs d Das war, wie die„Republique“ bemerkt, jedenfalls sas weite verdächtig genug, noch verdächtiger aber wurde die Shre bishe als man in dem Notizbuch des Verhafteten eine Mengesas Büre seiner Hand geschriebener Notizen über alle möglstegierung Individuen, Oertlichkeiten und ihre Beziehungen zu einasie Eigen fand. Das Gericht nahm in seiner Weisheit an, daß Bericht zu Notizen nur einem Spione zum Nutzen dienen können—( verurtheilte den Angeklagten wegen Landstreicherei zu Schäfer Monaten Gefängniß und Landesverweisung nach übersseichnam dener Strafe. selegen ha London, 30. März. Der Gouverneur des westlicheile des Theils von Griqua=Land hat, wie gerüchtweise verlaub daß angezeigt, daß ein weiser Reisender in Centralafrika ermosenen fest worden ist. Der Name des Reisenden ist nicht bekanntlütte ein Madrid, 29. Mörz. General Concha hat gestetroffen dem König Alfons eine Petition überreicht, welche meh Anklagen gegen den Kriegsminister Jovellar wegen sedem Poli Verhaltens als früherer Generalgouverneur von Cuba trube in als Minister enthält und ihn besonders beschuldigt, Waktensch Indisciplin der auf Cuba befindlichen Truppenabtheilunlichen Ges veranlaßt zu haben. Behörden Barcelona, 30. März. Ein carlistischer Obristl tenant, ein anderer Officier und 24 carlistische Freiwilhärkisch haben sich bei dem General Martinez Campos in Besuches gestellt und um Amnestirung gebeten. Die Desertiosector T aus dem carlistischen Lager haben sich außerordentßunächst gemehrt. Pirectors ezug au aus der e im E rrichtszelnen ich die Venedig, 26. März. Das Programm der Festliß keiten zu Ehren des Kaisers von Oesterreich ist folgend maßen festgestellt worden: Am 5. April, Mittags 12 uffe Ankunft und Empfang des Kaisers am Bahnhof. Kaiser wird von da über den großen Canal nach königlichen Schlosse gebracht. Officielle Vorstellung königlichen Prinzen und der Prinzessin Margarethe und Vorberat! Großwürdenträger der Staats. Gegenseitiger Besihie könig 6 Uhr Abends: Familientafel, hernach Galaball im Theatdem Min Am Morgen des 6. April: Truppenschau auf den Wiesper Dien von Vigonza bei Padua und nach derselben Frühstück festen Gel einem eigens dazu auf dem Manövrirfeld errichteten Auszuschli villon. Um 12 Uhr Rückkehr nach Venedig. In den NaMittel zu mittagsstunden Regatta auf dem großen Canal. Um 6 U SodAbends Galatafel und hernach Galavorstellung im Theatdes 100. Fenice. Am 7. April Abschiedsbesuche und Abreise#vesen so Kaisers nach Pola. wurde de Warschau, 1. April. Sicherem Vernehmen n. Juli c beabsichtigt die Regierung, aus Odessa die Univauf dem sität, die Spitzen der südrussischen Civil= und Militchags in§ behörden, den Bischofssitz und andere Provinzialinstitu Der zu entfernen und sie nach Sebastopol zu verlegen, um dies Beeinträc durch den Krimkrieg so berühmt gewordenen„Heldenstadßonfirma eine ihren Verdiensten und ihrer strategischen Lage enhamentlic sprechende Bedeutung zu geben. Daraus e II—12 Westfalen-Rheinland. fussion et *Hattingen, 2. April. In einem Garten vor des Wocher Bruchthor, an der Langenberger Chaussee, werden von 2ewann bei zu Zeit thierische Excremente in großen Massen abar verden. wodurch weithin ein pestilenzartiger Gestank verbreisofe Nach Im Interesse der benachbarten Garten= und Ha. ge, Wattensd und der Passanten der gedachten Chaussee fühlt si D"Politischer sender dieses veranlaßt, auf jene grobe Ungehörigt osstellen? i Polizeibehörde, resp. deren Organe aufmerksam zu micheißur Neun □ Hattingen, 2. April. In der nächsten Wochsvurden wird der hiesige Gesangverein„Liedertafel“ unter Mitwaunna un kung der Giesenkirch'schen Kapelle aus Dortmund ein Concersschäperkl veranstalten, in dem zwei größere Chöre, die„Glocke“ und Zun „Barbarossa," zum Vortrag gelangen. Freunde des Gesanges sesterwe und der Musik machen wir schon jetzt hierauf aufmerksam sule un □ Hattingen, 2. April. Die Verbesserung der Elementarlehrer=Gehälter hat auch in unserer Stadt in der letzten Zeit einen erfreulichen Fortgang genommen, so daß dieselben augenblicklich denen der größeren Nachbarstädte wenig mehr nachgeben. Bei den außerordentlich hohen Preisen der Lebensmittel in hiesiger Gegend war dieses indeß auch zur dringendsten Nothwendigkeit geworden. Bochum, 29. März. Wie man aus guter Quelle hört, wird hinter dem am vorigen Mittwoch flüchtig gewordenen J. Blum(der sich zunächst nach Holland be(Mission ale der geben haben soll) ein Steckbrief erlassen werden, sobad eines der gegen ihn verhängten Strafurtheile Rechtskraft erlangt haben wird. Praktischen Erfolg dürfte diese Maßregel schwerlich haben, indessen ist ein steckbrieflich verfolgter Gregorius=Ritter immerhin ein beredtes Zeichen der Zeit. Das Ausreißen der clerikalen Publicisten schein übrigens epidemisch zu werden. Herr Kosiolek vor der „Germania“ eröffnete den Reigen, ihm folgte Frhr. v. Wend vom„Westf. Merkur", sodann Herr Fußangel vom„Düsseldorfer Volksblatt" und jetzt Herr Blum. Daß Majunke im Plötzenseer Gefängnitz weilt, ist schwerlich sein eigener freiwilliger Entschluß gewesen. Er hatte siG Sonnta orgens 9 Peter. Anstalt hchmittag Missi Morgens 9 (Collecte Vielefeld Nachmittag ken bei bekanntlich vor Beginn der Reichstagssession nach England zurückgezogen und glaubte durch sein Abgeordneten=Mandat vor der Verhaftung geschüßt zu sein. Clerikale Redacteure werden allgemach ein recht gesuchter Artikel werden. Bochum, 30. März. Heute Vormittag begab sich der Herr Polizei=Commissar Böttcher im Auf hiesigen Staatsanwaltschaft in das Redemp Kloster, um die seit längerer Zeit dort verweilenden und in der Klosterkirche der Seelsorge obliegenden Geistlicher zu fragen, ob ihre Anstellung den Maigesetzen Zur eclamat ermin pril er. bis 1 umt. Die n entlich ttel, so ltern u trage der klamiren oristen=sbringen. Hattir enfolgt sei. Die Antwort lautete verneinend. Sie erklärten Zweck seweiter, daß sie auf die Einladung des Privat=Comite's, Japiere als künden, wo es nothwendig sei. Die Staatsanwaltschaft is, in Wvird ohne Zweifel über diesen Punct anderer Anficht sein, so fandund den Herren, falls sie den maigesetzlichen Bestimmungen thsact betreffs der Anstellung von Geistlichen nicht genügen wollen, ifalls ssas weitere Amtiren in der Kirche untersagen resp. sie für die Shre bisherige Thätigkeit zur Verantwortung ziehen. An Mengesas Bürgermeisteramt hierselbst ist von der Königlichen möglstegierung zu Arnsberg die Aufforderung ergangen, über zu einasie Eigenthums= und sonstigen Verhältnisse des Klosters i, daß Bericht zu erstatten. können— Gestern fand man in der Ziegelhütte des Herrn rei zu SSchäfer in der Nähe der Wiemelhauser Straße den h übersseichnam eines Mannes, der dort schön mehrere Monate selegen haben muß. Das Gesicht, sowie auch andere Fleischwestlicheile des Körpers waren ganzlich von Ratten zerfressen, verlaub daß es sehr schwer sein wird, die Identität des Gefunka ermosenen festzustellen. Wahrscheinlich hat er in der Ziegelbekanntlütte ein Nachtquartier gesucht und ist dort vom Schlag jat gestetroffen worden. he mehl Hordel, 28. März. Vor einigen Tagen wurde von egen sedem Polizeisergeanten Herrn Kübart zu Zeche KönigsCuba trube in einer Dornenhecke an dem Wege von Hier nach ildigt, Waktenscheid die Leiche eines neugebornen Kindes, männbtheilunsichen Geschlechts aufgefunden. Hoffentlich wird es den Behörden gelingen, die Rabenmutter zu ermitteln. Obristl Hagen, 30. März. Die diesjährige Österconferenz Freiwilhärkischer Lehrer, welche sich eines recht zahlreichen 3 in Wesuches zu erfreuen hatte, wurde von dem Vorsitzenden desertiostector Thiel=Bochum um 3 Uhr Nachmittags eröffnet. rordentßunächst theilte der Vorsitzende die Antwort des Bureaudirectors des Hauses der Abgeordneten, die Petition in r Festlssezug auf die Alterszulagen betr. mit, nach welcher das folgendaus der Abgeordneten in der Sitzung vom 12. März c. js 12 Wie im Entwurf des Etats für das Ministerium der Unhof. Frrichts=Angelegenheiten für Elementarschulen bei den nach Anzelnen Theilen geforderten Summen bewilligt und zullung Heich die hierzu gestellten Anträge der Commission zur e und Porberathung des Staatshaushaltsetats angenommen hat: Besuhie königliche Staatsregierung aufzufordern, entsprechend n Theatdem Ministerialerlaß vom 18. Juni 1873 bei Vertheilung in Wiesper Dienstalterszulagen an die Elementarlehrer, Orte mit ühstück festen Gehaltsscalen aber auskömmlichen Gehaltsätzen, nicht teten Puszuschließen, sofern jene Orte nicht selbst ausreichende den NaMittel zur Verbesserung der Gehaltssätze haben. Um 6 U Sodann sprach Herr Hufschmidt=Unna über die n Theatdes 100. Geburtstages des um das märkische Volksschulbreise#vesen so hochverdienten Oberconsistorialrathes Natorp, und wurde der vorgeschlagene Tag der Feier, Samstag den men ns. Juli c., einstimmig acceptirt. Die Feier soll Mittags Univehuf dem Kaiserberge bei Herdecke beginnen und NachmitMilitchags in Hagen fortgesetzt werden. alinstitu Der dritte Gegenstand der Tagesordnung betraf die um diesBeeinträchtigung der Schule durch den Katechumenen= und ldenstad onfirmanden=Unterricht. Der Referent Rector Thiel hob lage ensamentlich die Uebelstände hervor, die für die Schule araus erwachsen, daß der Confirmanden=Unterricht von 11—12 Uhr ertheilt wird. Nach einer lebhaften Disussion einigte man sich dahin, jeden Collegen, der davon berührt werde, aufzufordern, das nöthige Material binnen vor des Wochen an den Vorstand der Conferenz zu schicken, um von Zdann bei dem Cultusministerium darüber vorstellig zu erden. Nachdem hierauf noch Herr Lehrer von barstädte h hohen r dieses en. Quelle tig ge6Fye and be=(Missionsstunde.) Kirchliche Gottesdienste. Große evang. Kirche. Sonntag den 4. April Quasimodog. orgens 9 Uhr: Herr Pastor MeierPeter.(Collecte für die DiaconissenAnstalt zu Bielefeld.) ichmittags 2 Uhr: Herr Pastor Nonne Derselbe hatte sich des Diebstahls einer Uhr schuldig gemacht, welche er durch einen Recruten bei dem Uhrmacher M. zum Verkaufe anbieten ließ. Da aber die hiesigen Uhrmacher von dem Diebstahle der Uhr bereits Kenntniß erhalten hatten, so war die Ermittelung des Diebes nunmehr eine einfache Sache. Ohne Zweifel ist die Furcht vor entehrender Strafe das Motiv zu der unseligen That gewesen. Minden, 30. März. Die hier in lebhaftem Schwunge stehenden Vorbereitungsinstitute für Einjährig=Freiwillige, gemeiniglich Pressen genannt, haben für die kürzlich abgehaltene Prüfung keine sehr großen Erfolge aufzuweisen. Von 51 jungen Leuten, welche sich für die Prüfung meldeten, haben nur 20 das Examen bestanden. Es ist unseres Erachtens ein sehr wenig erfreulicher Zustand, daß solch' eine große Anzahl junger Leute den höheren Schulen fern bleibt und sich in die gedachten Pressen begiebt. iofe. Nachdem hierauf noch Herr Lehrer Nahrwald aus ge. attenscheid die Frage: Wie hat sich die Schule zu den si D/enppolitischen, kirchlichen und socialen Fragen der Zeit zu igr otellen? in einem längeren Vortrag behandelt hatte, wurde nülchenzur Neuwahl des Vorstandes geschritten. Wiedergewählt n Wochvurden die Herren Rector Thiel=Bochum, HufschmidtMitwunna und Linneweber=Hagen, neugewählt die Herren Concensschäperklaus=Wetter und Nahrwold=Wattenscheid. cke" und) Zum Schluß verbreitete sich Hufschmidt=Unna im Sinne Gesanges sesterwegs und Wichard Langes über die deutsche Nationalmerksam. ule und ihre Feinde.(Westf. Ztg.) ung der Bielefeld, 30. März. Gestern erhenkte sich im Arrestt in dersale der Caserne ein Unteroffizier der hiesigen Garnison. so daß Vermischtes. —(Bismarckiana.] Die Pariser„Patrie“ erzählt: Kurze Zeit nach der Annexion Hannover's kam eine Deputation aus dieser Provinz nach Berlin, um dem Reichskanzler persönlich verschiedene Beschwerden vorzutragen. Herr von Bismarck antwortete auf ihren Vortrag:„Meine Herren, Preußen ist wie Flanell, der zwar rauh anzufassen, aber, sobald man ihn auf dem Körper trägt. bequem, warm und heilsam ist.“ Einer anderen Deputation Annectirter, welche sich über die allgemeine Dienstpflicht und über die ihnen auferlegten Lasten lebhaft beklagte, die das Land seit seiner Vereinigung mit Preußen bedrückte, entgegnete Bismarck unerschütterlich:„Aber, meine Herren, glaubten Sie etwa, daß man die Ehre haben könne, Preuße zu werden, ohne den Geldbeutel zu ziehen?" — Die Herren Dr. G. Hirth in München und Dr. Perrot und Dr. Witte in Rostock haben einen Aufruf zur Bildung eines deutschen Eisenbahn=Reformvereins erlassen. Es sollen einstweilen Zweigvereine gebildet und noch im Laufe dieses Jahres eine Versammlung zur wirklichen Constituirung des Vereins nach Eisenach oder Berlin einberufen werden. Das Bild, das in dem Aufruf von den gegenwärtigen Eisenbahnzuständen entworfen wird, ist gerade kein schmeichelhaftes. — Vor dem Tribunal der Seine in Paris wurde am 11. März eine interessante Verhandlung zu Ende geführt. Im Februar 1857 starb in Paris der Prinz de la Moskowa, dessen Erbschaft in Passiven nahezu einer Million und Activen von kaum 40,000 Fr. bestand. Napoleon III., dem man eine gewisse noble Freigebigkeit in Geldfachen zugestehen muß, stellte der Familie den Antrag, das Andenken des Verstorbenen zu rehabilitiren und dessen Schulden aus seinen Privatmitteln zu bezahlen. Die Familie nahm natürlich an. Da die Schulden des Prinzen meist Wucherschulden waren, wurde die Summe nach genauer Revision auf 370,000 Fr. herabgesetzt. Der Kaiser wies 400,000 Fr. an, und so blieben noch 30,000 Fr. übrig, welche bei dem Notar der Familie deponirt wurden. Vor Kurzem reclamirte die Prinzessin=Mutter nun diese Summe. Dasselbe that auch ihre Tochter, die ehemalige Duchesse de Persigny. Die beiden Damen, Mutter und Tochter, Prinzessin und Duchesse, strengten nun gegenseitig gegeneinander den Prozeß an. Die Höflichkeiten, welche Mutter und Tochter sich einander bei dieser Gelegenheit durch ihre gegenseitigen Advokaten sagen ließen, sind— selbst im Palais— geradezu unerhört. Der Gerichtshof hat nun in diesen Tagen das Urtheil gefällt und die fraglichen 30,000 Fr. der Prinzessin von Moskowa zugesprochen. Damit vermehrt diese Dame, die bereits eine jährliche Rente von 4 bis 500,000 Lstr., also praeter propter von 5 Mill. Fr. bezieht, diese ihre colossalen Jahrgelder noch um— 1500 Fr. —[Die Lichtenstein'sche=Hymne.] Diese kostbare Hymne wird von der„Südd. Presse“ mitgetheilt; sie ward in den Fünfziger Jahren von einem katholischen Pfarrer gedichtet und wird noch in den Schulen des Fürstenthümchens gesungen. Einige Strophen mögen hier stehen: Oberst am jungen Rhein Lehnet sich Liechtenstein An Alpenhöh'n. Dies liebe Heimathland Im deutschen Vaterland Hat Gottes weise Hand ür uns erseh'n. Wo einst St. Lucien Frieden nach Rhätien Hineingebracht: Dort an dem Grenzenstein Und längs des jungen Rhein Steht furchtlos Liechtenstein Auf Deutschlands Wacht. Von grünen Felsenhöh'n Freundlich es ist zu seh'n Mit einem Blick: Wie des Rhein's Silberband Säumet das schöne Land, Ein kleines Vaterland Von stillem Glück. Treu und fest, wenn schon klein, Im deutschen Reichsverein Ruht Liechtenstein. Lichtvoll auf ew'gem Grund, Einig und kerngesund In Sturm und Nacht dem Bund Leuchtstern zu sein. Theilt nicht des Fürsten Herz Väterlich Freud' und Schmerz Mit Kindern hier? Nicht ihn erhält das Lann— So reichet ihm die Hand, In unserm Vaterland Vater uno Zier! Besonders schön ist die Poesie von Liechtenstein's Stellung„auf Deuschlands Wacht", wie diejenige, in welcher die Liebe der Liechtensteiner zu ihrem Fürsten damit motivirt wird, daß sie ihn nicht zu ernähren brauchen. Bekanntlich bekommt das idyllische Völkchen von seinem Fürsten für das Regiertwerden sogar noch etwas heraus. — Die Unterlassung der für das Leben eines neugeborenen Kindes nothwendigen Vorbereitungen vor der Geburt welche den Tod des Kindes zur Folge hat, begründet, nach einem Erkenntniß des Obertribunals vom 10. März cr., gegen die Mutter des Kindes ein strafgerichtliches Verfahren wegen fahrlässiger Tödtung. Industrie, Handel und Verkehr. — Die Abfuhr von Kohlen und Cokes auf den rheinisch=westfälischen Eisenvahnen war dem„Glückauf“ zufolge auch in der ersten Hälfte des Monats März eine recht bedeutende, wozu einestheils die anhaltend kalte Witterung, anderentheils die auf Grund verschiedener Tarifermäßigungen erfolgte Erweiterung des Absatzgebietes der westfälischen Kohle mitgewirkt haben. Auf der BergischMärkischen Bahn wurden vom 1. bis 15. März im Durchschnitt täglich verfahrrn 4454 Ladungen zu 5000 Kilo gegen 4463 Ladungen in der zweiten Hälfte des Februar und gegen 3322 Ladungen a 100 Ctr. in der Periode vom 23. Februar bis 8. März 1874. Das Quantum von Kohlen, welches heute täglich auf den Bergisch=Märkischen Strecken zur Versendung gelangt, übersteigt also dasjenige im Vorjahre im Durchschnitt täglich um um mehr als 110.000 Ctr. Köln=Minden stellte in der ersten Hälfte des März durchschnittlich den Zechen im Tage 2870 Ladungen zu 5000 Kilo gegen 2833 in der zweiten Hälfte des Februer und gegen 2749 Ladungen in der Zeit vom 25. Februar bis 10. März 1874, so daß also auch in Quantum von 12,100 Ctr. heute im Durchschnitt mehr zur Versendung gelangt. Ueber den Versandt während der ersten Hälfte des März auf der Rheinischen Bahn liegen die Zahlen noch nicht vor. Auf der Rheinischen Eisenbahn wurden vom 1. bis 15. März 1875 Ladungen a 5000 Kilogr. durchschnittlich verlangt 1704, gestellt 1833. sobald Danksagung. Reformirte Kirche. chtskrast orgens 9 Uhr: Herr Past. Landgrebe. sel Maß ich verZeichen scheint vor der Wendt „Düsute sich England Mandat acteure den. ab ige istenenund stlichen äß er(Collecte für die Diaconissen=Anstalt zu Vielefeld.) Nachmittags 3 Uhr: Bibelstunde am ken bei Nierenhof.) Bekanntmachung. Zur Aufnahme der MilitairKeclamationen pro 1875 habe ich Termin auf den 5., 6. und 7. lpril cr., jedesmal Vormittags von bis 12 Uhr im Rathhause anbelumt. Die nöthigen Beweismittel, naentlich die diesjährigen Steuerttel, sowie die Geburtsscheine der iltern und Geschwister der zu Relamirenden sind mit zur Stelle zu tingen. Hattingen, den 27. März 1875. Der Bürgermeister Schmidt. Ueber die kühnsten Hoffnungen hinaus ist dem bittenden Aufrufe für unsere Brandgeschädigten Gehör gegeben worden; dem muthigen Rettungswerke der Feuerwehren unserer Thüringischen und Fränkischen Schwesterstädte und Nachbarorte folgten schnell und nachhaltig das ungeahnt großartige Hülfswerk. Unser erhabener Herzog und das hohe Herzogliche Haus gaben in unermüdlicher Fürsorge und Treue ein leuchtendes Vorbild. In dem großen wieder geeinten Vaterlande wetteiferten Fürst nnd Volk, Reich und Arm, Vereine und Behörden, jeder Stand, jeder Glaube, jedes Alter, vor Allen aber Deutschlands Frauen in thatkräftigster Hülfe. Ja, über Deutschlands Grenzen hinaus weckte unser Unglück die Theilnahme und über fernste Meere her bot sich uns hülfreiche, vorzugsweise die deutsche Hand. Das Unglück war schwer, viele Verluste schienen, viele bleiben unersetzlich, und mit ernsteu Gefahren drohte der Winter.— Ihr treuen Helfer habt diese Gefahren abgewendet, sorgtet schnell und überreich für Kleidung und Nahrung, gabt Mittel für Wohnung und Werkzeug, habt viele Thränen getrocknet; an Eurer Hand erhebt sich die Schwesterstadt aus ihren Trümmern, an Eurem echt menschlichen, echt vaterländischen Brudergeiste rafften sich die Unglücklichen zu neuer Hoffnung und Regsamkeit auf. Diesen herrlichen Geist brachte unsere deutsche Presse thatkräftig und umsichtig, mit Selbstverläuguung und bereitwilligen Op druck, und gebührt ihr der innigste Dank. edlen Helf Ein genauer Geschäfts= und Rechenschaftsbericht über die Gaben, welche auch jetzt noch nicht zu fließen aufgehört, wird durch den Drück verbreitet werden. Meiningen, den 4. März 1875. Geh. Regierungsrath Sebaldt, Vorsitzender. A Bernhardt, Kreisgerichtsrath. Cronacker, P Aaent. Dressel, Medicinalassessor. v. Drig Emmrich, Professor. Frantzen Vorstehendes bringe ich hierdurch zur Geber hierselbst. Hattingen, den 26. März 1875. Freiwill. Bürger)pfern zum AusEnch edlen Helfern Allen danken wir aus vollster Seele; was Ihr gethan, wird unsere Stadt von Geschlecht zu Geschlecht in unauslöschlicher rinnerung bewahren; sie gelobt Euch Treue um Treue. Samstag, den 3. Abends 8½ Ul Appell der Rettung mit sämmtlichen im Besitzt der Mitglieder I. 4.8 Ab vierteljäh Geschäfts=Eröffnung und Bestellung von allen von unse Den geehrten Bewohnern der Stadt und des Amtes Hattingen beehre ich mich hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit dem heutigen Tage am hiesigen Platze, Johannisstraße, im Hause des Herrn Ballauf, eine mit den neuesten Maschinen, Typen etc. ausgestattete htuekorei von errichtet habe, welche ich hierdurch zur Herstellung aller Drucksachen, als: Tabellen, Preis-Couranten, Circularen, Rechnungs-Formularen, WechselSchemas, Avis- und Frachtbriefen, Notas und Lieferscheinen, Empfehlungs-, Adress-, Visiten- und Verlobungs-Karten, Einladungs-Briefen, Etiquetten, Tanz-Ordnungen, Entrée-Billets, Programms, Festliedern und Gelegenheits-Gedichten, Plakaten, Broschüren, Briefköpfen, Speise- und Weinkarten, Jahres- und Geschäftsberichten etc. etc., bestens empfehle, deren geschmackvolle, prompte und möglichst billige Ausführung ich zusichere. Hattingen, 1. April 1875. Achtungsvoll Ur. Georg Scheu. vo welche deuten noch fopro Vi. Boten zogen 1 D Frühjahrs- und Sommer-Saison 1875. Sämmtliche Neuheiten der Gegenwart Den Empfang in Kleiderstoffen, Confection, Chales, Tüchern, Gardinenstoffen, Steppröcken n. s. w. sind in reichhaltigster Auswahl am Lager vertreten und zur gefl. Ansicht ausgestellt. Liefm. Gumperz. Specialität für Herren-Garderobe nach Maas. Liefmann Gumperz — Untermarkt. unver wird, verehrli direct für die Sommer-Saiso Hause beehre mich ganz ergebenst anzuzeig D Elberfeld, den 2. April 18tal nich F. W. Rehmann Anzeige Gr. Klotzbahn 26.[Verbrei D Eine Wohnung, Fery von 5 bis 6 Zimmern in der Sreichen Hattingen wird von einer kleis Familie auf den 1. November d. gesucht. Näheres in der Expedi o. Ztg. H Hochelegante Anfertigung unter Garantie. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Gegründet 1827. Eröffnet am 1. Januar 1829. Stand Ende 1874: Versichert 44700 Personen mit.......... 269,520,000 ¼/ R.=W. 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Sommer— erfe Hafer„„„. 1. Qual. 19 ljetzt die „2.„ 20 fmehr zu Rübsen(Avel)„„ 28 F" Raps„„ 29 Kartoffeln„„ 4 Andenke Heu per 50 Kilo 5 Pinemn Roggenstroh per 100 Kilo... 4 Sie ord Rüböl per 100 Kilo.. 61 Fdegenst Rüböl„„„ faßweise.. 63 auch Napskuchen„„ 17- M wi Gereinigtes Oel per 100 Kilo.. 40—on M Weizen=Vorschuß„„„. 27 50 le. Kleien per 50 Kilo... 6 20hrtliche cke la mpho Am heutigen Getreidemarkte betrugen die Zufuhren ca. 300 Sack, wobei Preise aller Fruchtgattungen unverändert blieben.