ie Heimat an Mittaa. Ausgabe A 95. Jahrgang Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Hundt(Wehrm.), Stellvertreter: Hans Hollender, Hattingen=R. Für unverlangt eingehende Manuskripte wird keine Gewähr geleistet. Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr, Kleine Weilstraße 27. Telegramm=Adresse: Kreisblatt Hattingenruhr Hattinger Die 9e06e Heboootgeitong Kreisblatt für den Ennepe=Ruhrkreis Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Hattingen=Ruhr, Obermarkt/ Postfach 21, 22/ Ruf 2941, 42 u. 43 Anzeigenleiter: Herm. Büscher. Z. 3t. sind die Preislisten Nr. 5 nom 1. 7. 1940 u Nr. 2 vom 1. 7.1940(Sammelpreisliste) gültig. Erfüllungsort: Hattingen=R.; Bezugspreis: durch die Post je Monat 2.— RM zuzüglich Bestellgeld, durch Boten 2,16 RMeinschl. Botenlohn. Nummer 43 Sonnabend, 20.,/ Sonntag, 21. Februar 1943 Das oltehrwürdige Europa erkennt die schwere Gefahr Die europäischen Länder haben verstanden— Das Echo der Goebbels=Rede— Beunruhigung in London Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland hat die Rede des Reichsministers Dr. Goebbels einen außergewöhnlichen Eindruck gemacht. Denn ebenso gespannt, wie das Ausland die militärischen Ereignisse an der Ostfront verfolgt, blickt es darauf, wie das deutsche Volk auf sie reagiert. Haben die militärischen Rückschläge, die Deutschland jetzt erlebt, schon eine allgemeine Erweichung seines Kriegswillens zur Folge? Ist das deutsche Volk kriegsentschlossen, solange ihm die Lorbeeren rascher und großer Siege zufallen, aber sofort kleinmütig, wenn das Schlachtenglück dem Gegner hold ist? Sowohl das feindliche, wie das neutrale wie insbesondere das uns verbündete Ausland beobachteten mit scharfem Blick alle Vorgänge im Reich, die ihm auf diese Fragen eine Antwort geben Hier hat die Rede des Reichsministers Dr, Goebbels und ihre Aufnahme im deutschen Volk ihre große Bedeutung. Wie die hier wiedergegebenen Pressestimmen zeigen, hat das uns verbündete und befreundete, aber auch das neutrale Ausland nicht verkannt, daß die Sportpalastkundgebung ein zündender Alarmruf zur Aufbietung aller Kräfte war, um der Krise Herr zu werden und das Kriegsglück wieder zu wenden, und daß das deutsche Volk ihn hörte und ihm folgt. Rom: Begeisterung wie nie zuvor In der römischen Presse wird die grundsätzliche Bedeutung dieses Aufrufes zum härtesten Kampf hervorgehoben.„Popolo di Roma“ beschreibt die Begeisterung der Zuhörer, und der Berliner Berichterstatter des Blattes hebt hervor, daß er in diesem Kriege vielen von Begeisterung getragenen Versamm lungen beigewohnt habe, daß aber in der Kundgebung im Sportpalaft derunerschüt terliche Kampfeswille der Nation in spontanerer Weise als jemals zum Ausdruck gekommen sei. Die drei Hauptpunkte aus der Rede von Reichsminister Dr. Goebbels, nämlich 1. daß die bolschewistische Gefahr ganz Europa bedrohe, 2. daß nur das deutsche Heer und seine Verbündeten Europa aus dieser Gefahr retten könne, und 3, die Notwendigkeit, schnell und gründlich zu handeln, werden besonders herausgestellt. Der Nationalsozialismus habe stets den Dingen ins Gesicht gesehen und sei sich der schweren Gefahr voll bewußt. Das ganze deutsche Volk sei entschlossen, auf die gewohnten Bequemlichkeiten zu verzichten, ein spartanisches Leben zu führen und täglich Opfer auf sich zu nehmen.„Nur selten," so erklärt der Berichterstatter des„Povolo di Roma“ abschließend,„sahen wir bei einer nationalsozialistischen Kundgebung eine derart spontane Einheit und Begeisterung. Es war diesmal mehr als die gewöhnliche Begeisterung, mehr als der disziplinierte einheitliche Wille zum Gehorchen und Kämpfen. Auch in der norditalienischen Presse wird die Rede eingehend gewürdigt.„Stampa“ unterstreicht, daß der Gegner im kommenden Sommer erneut den Schlag der Offensive zu verspüren bekommen werde. Auch wird mit Genugtuung die Anerkennung für die vollkommene Zusammenarbeit mit dem italienischen Bundesgenossen herausgestellt. Das Motto der Rede ist, erklärt die„Stampa“, der Mahnruf: Achtung, der Sturm beginnt! Bukarest: Das Abendland ist in Gefahr Die rumänischen Zeitungen geben die Rede ausführlich wieder. Sie unterstreichen dabei, daß das Abendland in Gefahr sei und daß alle Gedanken und Anstrengungen dem Siege gelten müßten. Sie heben die Worte des Reichsministers über die verpflichtende Mahnung des Opfers von Stalingrad hervor und sind stärkstens beeindruckt von der Kampfentschlossenheit des deutschen Volkes. Helsinki: Konzentrierung aller Kräfte Unter großen Schlagzeilen und unter Anfügung eigener Stimmungsberichte über den Verlauf der Kundgebung im Sportpalast veröffentlicht die finnische Presse die große Rede von Reichsminister Dr. Goebbels. Die Stellen der Rede, die auf die bevorstehende neue Offensive hinweisen, wie Maßnahmen zur Konzentrierung aller Kräfte, das rücksichtslose Vorgehen gegen die heute noch abseits stehenden Elemente, wie auch die Forderung der Hergabe wenigstens der Arbeitskraft ganz Europas werden als Ueberschriften über die einzelnen Abschnitte der Ausführungen Dr. Goebbels gesetzt. Budapest: Alarmierender Appell Die Worte Dr. Goebbels wurden in der gesamten ungarischen Oeffentlichkeit mit ernster Spannung aufgenommen. Der„Pester Lloyd“ kommentiert die Rede in einer um sangreichen Eigenmeldung.„Reichsminister Dr. Goebbels", so heißt es darin,„spricht es rückhaltloser und unerbittlicher aus als bisher, daß das deutsche Volk inmitten einer schweren Belastungsprobe steht. Es war weder lärmendes Kriegsgeschrei noch eine überschwengliche patriotische Kundgebung, die diese Versammlung charakterisierte, sondern eher ein alarmierender Appell an das deutsche Volk, sich zur denkbar größten gemeinsamen Kraftanstrengung gegen die unmittelbar gewordene Bedrohung durch den Bolschewismus zu entschließen.“ Stockholm: Der Krieg ohne Gnade Die schwedischen Morgenzeitungen am Freitag bringen überwiegend als erste Ueberschrift Kernsätze aus den Ausführungen Dr. Goebbels.„Socialdemokraten“ hat beispielsweise die über die ganze erste Seite gehende Ueberschrift„Der Krieg ohne Gnade hat begonnen" und darunter„Deutsche Parole: Volk steh auf, Sturm brich los!“ Der Berliner Korrespondent von„Stockholms Tidningen“ bezeichnet die Rede als eine der mitreißendsten und revolutionärsten, die Dr. Goebbels bisher gehalten habe.„Svenska Dagbladet“ erklärt, Goebbels habe als fanatischer Revolutionär gesprochen und den radikalen Sozialismus auf allen Gebieten des zivilen und individuellen Lebens verkündet.„Dagsposten“ schreibt, Dr. Goebbels habe ein Fanfarensignal gegeben. Seine Schlußfolgerungen seien richtig. Madrid:„Deutscher Sieg oder Bolschewisierung Europas“ Im ganzen spanischen Volk hat die Rede einen gewaltigen Eindruck hinterlassen. Die Madrider Blätter bringen die Rede unter der Parole„Deutscher Sieg oder Bolschewisierung Europas“ auf den Titelseiten und spiegeln damit die Meinung des spanischen Volkes wider, das den Kommunismus aus eigener Erfahrung kennt. In ihren Kommentaren stellt sich die spanische Presse ausnahmslos und energisch hinter die Ausführungen des Reichspropagandaministers.„ABC“ schreibt, daß Goebbels wisse, daß er sich an ein starkes Volk wende, welches in schweren Stunden nur noch stärker werde. Die deutsche Nation blicke stark allen Gefahren entgegen, so hart und grausam sie auch sein mögen. „Das deutsche Oberkommando hat uns durch seine offenen Heeresberichte an die Wahrheit gewöhnt," so schreibt das Blatt, und Dr. Goebbels erkennt ebenfalls ganz offen an, daß die bolschewistischen Offensiven an der Ostfront stärker denn je sind. Wir wissen, daß, wenn Deutschland und seine Verbündeten den Wall im Osten nicht halten, ganz Europa dem Bolschewismus ausgeliefert ist. Unser einziger Schutz ist der der Achsentruppen. Auch die Lissaboner Blätter veröffentlichen die Rede Dr. Goebbels in ausführlicher Fassung und bringen in ihren Ueberschriften zum Ausdruck, daß das Abendland bedroht, und daß das deutsche Volk entschlossen ist, den Kampf bis zum Endsieg zu führen. „Diario de Noticias“ schreibt, Dr. Goebbels habe in seiner Rede die ernsten Gefahren, denen das deutsche Heer im Östen gegenüberstehe, unterstrichen und eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, die alle Energien der Nation mobilisierten. Erster Eindruck in England Stockholm, 20. Febr. Die große Rede Dr. Goebbels im Sportpalast muß nach schwedischen Berichten aus London in politischen Kreisen Englands recht tiefen Eindruck gemacht haben. Man spricht in London davon, daß sie auch eine Art Antwort auf die Casablanca=Konferenz darstelle, wo ja Roosevelt und Churchill die Kompromißlosigkeit des Kampfes der Westmächte besonders unterstreichen ließen. Demgegenüber habe Dr. Goebbels jetzt— unter brausendem Beifall seiner Zuhörer— geantwortet, daß Deutschland ebenso wenig an eine Kompromißlösung denke, sondern fest entschlossen sei, den Krieg erbarmungslos bis zu einem siegreichen Ende zu führen. Ziemlich offen wurde in London zugegeben, daß die Ausführungen doch einen starken Eindruck hinterlassen hätten, um so mehr, als er von seinen Zuhörern immer wieder durch brausenden Beifall, den man deutlich am Rundfunk mithören konnte, unterbrochen wurde. Der Londoner Berichterstatter von„Aftonbladet" schreibt, es lasse sich nicht abstreiten, daß der leidenschaftliche Appell Dr. Goebbels an das deutsche Volk auch in London einen „gewissen Eindruck“ gemacht habe. An zuständiger Stelle werde seine Rede als eine seiner größten Leistungen bezeichnet. Deutschlands Antwort auf die Casablanca=Konferenz sei also der totale Kriegseinsatz des deutschen Volkes. Sowjets überall blutig abgewiesen Schwere Verluste des Feindes— Erfolgreiches Fortschreiten der Kampfhandlungen in Tunesien Aus dem Führerhaußtquartier, 19. Februar. Das Oberlommando der Wehrmacht gibt bekannt: des 17. Februar den britischen schubhafen Bengasi an der nordafrikanischen Küste in mehreren Wellen an. Die deutschen Kampfflieger durchbrachen die dichten Flaksperren und drangen bei hellem Mondlicht und guter Sicht bis über das Hafen= und Stadtgebiet vor. Sie warfen viele tausende Kilo Sprengbomben auf die Kais und auf Verladeeinrichtungen dieses wichtigen britischen Versorgungsstützpunktes. Auf der Nordost= und Östmole beobachteten unsere Kampfflieger heftige Detonationen, die zahlreiche Brände zur Folge hatten. Drei neue Ritterkreuzträger Berlin, 20. Febr. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst Wolfgang Gläsemer, Kommandeur eines Panzergrenadier=Regiments; Oberst Friedrich Friedmann, Kommandeur eiDen Bolschewismus bezwingen heißt Europa retten Im Westkaukasus und am uuteren Kuban fanden bei einsetzendem Tauwetter nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedentung statt. Dabei machte ein eigener Angriff südlich Noworossijsk weitere Fortschritte. An der Donez=Front und im Naum von Charkow griff der Feind wieder mit starken Kräften an. Er wurde in teilweise schweren Kämpfen abgewiesen. Zahlreiche feindliche Vorstöße südöstlich von Orel scheiterten. Der Gegner wurde durch Gegenangriff geworfen und hierbei mehrere Panzer vernichtet. Die Luftwaffe griff Panzeransammlungen, Artilleriestellungen und Marschkolonnen des Feindes an und brachte den Verbänden des Heeres dadurch fühlbare Entlastung. Bei Fortführung der starken Angriffe südöstlich des Ilmensees erlitt der Feind erneut schwerste Verluste an Menschen und Material. Trotz stärkster Unterstützung durch Panzer und Schlachtflieger wurde der Gegner vor den deutschen Hauptkampflinien überall abgewiesen. Auch die fortgesetzten Versuche der Sowjets, unsere Front südlich des Ladogasees und vor Leuingrad zu durchstoßen, brachen blutig zusammen. Im Gegenangriff wurde dabei eine feindliche Kräftegruppe eingeschlossen und vernichtet. Die spanische FreiwilligenDivision hatte erfolgreichen Anteil an der Abwehr der sowjetschen Angriffe. Ein Nachtangriff von Kampfflugzeugen auf Stadt und Hafen Murmansk hatte gute Wirkung. In Tunesien schreiten die Kampfhandlungen weiter erfolgreich fort. Im Seegebiet von Algier erzielten deutsch-italienische Fliegerkräfte bei der Bekämpfung eines stark gesicherten feindlichen Nachschubgeleites weitere Erfolge. Ein leichter Kreuzer und drei große Transporter erhielten Torpedotreffer. Mit der Vernichtung eines der Handelsschiffe kann gerechnet werden. In den späten Abendstunden des gestrigen Tages griff ein Verband feindlicher Kampfflugzenge Nordwestdeutschland an und warf Spreng= und Brandbomben auf das Gebiet von Wilhelmshaven. Die Bevölkerung, vor allem in den umliegenden Ortschaften, hatte Verluste. Neun der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Tausende Kilo Sprengbomben auf Bengasi Berlin, 20. Febr. Verbände deutscher Kampfflugzeuge vom Muster Iu 88 und 111 griffen in den Abendstunden nes Gebirgsjäger=Regiments; Oberleutnant Ewald Baranek, Führer eines Panzerpionier-Bataillons. Sonntag nochmals Uebertragung der Goebbels=Rede Auf viele Anfragen, die aus allen Teilen der Bevölkerung beim Großdeutschen Rundfunk einlaufen, teilt dieser mit, daß die Rede, die Reichsminister Dr. Goebbels am Donnerstagabend im Berliner Sportpalast gehalten hat, am Sonntagvormittag 10.15 Uhr noch einmal über alle deutschen Sender übertragen wird. Japaner versenkten zwei Zerstörer und einen Transporter Tokio, 20. Febr.(Ostasiendienst des DNB.) Das Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanische Marineluftwaffe am 17. Februar einen feindlichen Geleitzug östlich von der Insel San Christobal(Salomonen=Gruppe) angriff und dabei zwei Zerstörer sowie einen großen Transporter versenkte. Die japanischen Verluste betragen drei Flugzeuge. Gandhis Zustand weiter verschlechtert Bangkok, 20. Febr.(Östasiendienst des DNB.) In der ärztlichen Verlautbarung über Gandhis Gesundheitszustand am Donnerstag heißt es:„Obwohl Gandhi insgesamt 9 Stunden geschlafen hat, ist er nicht erfrischt. Es liegen weitere Anzeichen einer fortschreitenden Urämie vor; die Herztätigkeit ist schwächer. Die Befürchtungen bezüglich seines Zustandes neymen zu.“ Zwei Welten Noch steht die Welt unter dem Banne des 18. Februar 1943, des Tages, der im Buche der Geschichte für alle Zeiten verzeichnet sein wird. Als im Berliner Sportpalast Reichsminister Dr. Goebbels seine zehn Fragen an das deutsche Volk richtete, antwortete das deutsche Volk mit einem millionenfachen Ja seiner Willensäußerung zum endgültigen Siege. Hier sprach nicht, wie unsere Gegner so gern glauben machen möchten, ein erschöpftes deutsches Volk, ein Volk, das durch Hunger und Kriegsnot ausgehöhlt ist. Hier sprach ein Volk, das sich seiner ungeheuren Kraft bewußt ist, ein Volk, das sich auch bewußt ist, wofür es kämpft. Das deutsche Volk weiß, daß es mit seiner Existenz, die mit seinem Siege aufs engste verbunden ist, auch die Weiterexistenz der europäischen Völker und ihrer die ganze übrige Welt befruchtenden Kultur steht und fällt. Der Sieg des Nihilismus aus den Steppen des Östens kann nicht die Grundlageeinerneuen Kultur bilden. Die vertierten Massen die gegen uns anstürmen, können nur vernichten und auslöschen. Das deutsche Volk ist sich daher seiner weltgeschichtlichen Mission bewußt, den schützenden Damm zu bilden gegen Unkultur und Chaos. Und daß das deutsche Volk seine Mission nicht nur erfüllen kann, sondern auch von dem heiligen Willen dazu entflammt und begeistert ist, das bewies die unbändige Kraft der Siegesbejahung am 18. Februar. Das ist unsere Welt. Was für eine Welt steht uns entgegen? Es ist eine Welt, die nicht einmal weiß, wofür sie kämpft. Würde Stalin das Undenkbare ausführen und seine Völker befragen, wofür sie zu kämpfen glauben, so würde ihm nicht etwa ein betretenes Schweigen antworten, denn das würde eine geistige Urteilsfähigkeit voraussetzen, es würde ihm vielmehr die nackteste Verständnislosigkeit aus seelenlosen Augen entgegenglotzen. Kein einziger Mensch in dem weiten Raume der Sowjetunion wäre imstande, überhaupt nur zu antworten, weil man den Menschen des Ostens Hirn und Seele genommen hat. Nicht einmal die Menschen der Vereinigten Staaten sind zu einem großen Teile imstande zu sagen, wofür denn eigentlich die USA kämpften. Das„Philadelphia=Bulletin" berichtet über eine Probeabstimmung im USA=Volk über die Frage, wofür man eigentlich kämpfe. Die Antwort ist bezeichnend. Von drei Menschen vermochte einer überhaupt nicht die Frage zu beantworten. Ein volles Drittel des USA=Volkes steht also dem Kriege genau so verständnislos gegenüber wie die Sowjetvölker. Und wie sich in den beiden übrigen Dritteln der Sinn dieses Krieges darstellt, ersehen wir aus einer Schilderung des Neuyorker Korrespondenten der„Daily Mail“. Der Mann auf der Straße, so berichtet der Korrespondent, habe Sorge, daß die Bolschewisten den Krieg allein gewinnen könnten. Also auch hier die krasseste Verständnislofigkeit. Der Krieg ist ein Geschäft für diese Art Menschen in (Fortsetzung siehe nächste Seite.) Das Empire-Gefahr für den Weltfrieden Sechs führende Nordamerikaner äußerten sich über die Zukunft des englischen Weltreichs eltReichsminister Dr. Goebbels im Berliner Sportpalast. In der traditionellen Versammlungsstätte im Berliner Sportpalast sprach Reichsminister Dr. Goebbels in einer Großkundgebung und rief das deutsche Volk zum Kampf gegen die drohende Gefahr aus dem Östen auf.— Ueberblick während der Rede des Ministers.(Presse=Hoffmann) Genf, 20. Febr. Die in den USA nicht endenwollende Debatte über die Zukunft des britischen Empires erreichte einen neuen Höhepunkt, in dem die New Yorker Zeitung„F. M.“ sechs führenden Amerikaner und einen Engländer öffentlich zu diesem Thema Stellung nehmen ließ. William Schiaca schreibt, er glaube, alle Kolonialreiche der Erde seien dem Untergang geweiht. Man könne nur hoffen, daß ihr Ende verhältnismäßig friedlich komme. Ein Aufstand in Indien lasse sich auf die Dauer nicht niederhalten. Den Nordamerikanern müsse gestattet sein, das Indien=Problem öffentlich zu erörtern. Da es nicht mehr eine rein britische Angelegenheit sei. Der Journalist John Gunter meint, es sei unmöglich, das britische Empire verschwinden zu lassen, ohne gleichzeitig für einen„Ersatz" zu sorgen, wer als„Ersatz“ in Frage kommt, ist kein Rätsel: Selbstverständlich die USA. Der bekannte Rundfunkkommentator Cevil Brown seinerzeit von den Engländern wegen allzu offener Ausführungen im Rundfunk aus Singapore ausgewiesen, sagt, das britische Empire höre als solches nach diesem Kriege zu bestehen auf. Senator Nye, der Führer der Isolationisten, ist der Ansicht, daß das riesenhafte Ausmaß des britischen Empire eine Gefahr für den frieden darstelle. England müsse mindestens auf einen Teil seiner überseeischen Besitzungen verzichten. Sämtlche britischen Besitzungen auf der westlichen Halbkugel müßten in Form einer Teilzahlung auf die Leih= und Pachtlieferungen den USA verkauft werden, äußert der englische Professor Earl Russel. Indien müsse seine Unabhängigkeit wiedergegeben werden, während die Flotten= und Flugstützpunkte internationalisiert werden müßten. Die einzige, die nicht an das Ende des britischen Empire glaubt, ist Freda Kirchwey, Hauptschriftleiterin und Eigentümerin der USA=Zeitschrift„The Nation". Eisenhower läßt Petain ergebene Franzosen hinrichten Algericas, 20. Febr. Durch die nordamerikanischen Besatzungstruppen in Französisch=Nordafrika wurde wiederum eine große Anzahl von Petain ergebenen Franzosen hingerichtet; sy werden u. a. aus Merknes mehrere Erschießungen gemeldet. Diese Hinrichtungen, die vielfach auf Anzeigen von Juden erfolgen, haben die Erbitterung der französischen und eingeborenen Bevölkerung gegen die nordamerikanischen Besatzungstruppen weiter gesteigert. Erbitterte Einzelkämpfe am Ilmensee Schnee, Schlamm und Nässe erschweren den Abwehrkampf im Norden der Ostfront— Beim Gegenstoß 78 Sowjetpanzer vernichtet zwei Welten (Fortsetzung von der 1. Seite.) USA, die der Korrespondent den Mann auf der Straße nennt. Man fürchtet die Konkurrenz der Sowjetunion, die vielleicht eine Uebermacht über England und die Vereinigten Staaten gewinnen könnte. Aber von einer Erkenntnis des wahren Sinnes dieses Kampfes findet man keine Spur. Andere wieder stellen besorgt fest, daß Deutschland immer menr einsatzfähige Männer besitzen werde als die Sowjetunion, die Vereinigten Staaten und Großbritannien. Der Gedanke, daß es sich in diesem gewaltigsten Ringen der Weltgeschichte um die höchsten Güter der Menschheit handelt, also auch um die Güter, die für Großbritannien und Nordamerika von Bedeutung sein müßten, kommt ihnen nicht. Wie aber, wenn der Sturm aus der Steppe Deutschland und Europa verwüsten würde— würde er haltmachen vor den übrigen Teilen der Erde? Es sind in der Tat zwei Welten, die sich hier einander gegenüberstehen: bei uns und unseren Verbündeten die klare Erkenntnis, daß wir das Bollwerk jeglicher menschlichen Kultur sind, bei jenen die erschreckendste Verständnislosigkeit und Verantwortunglosigkeit, die nicht imstande sind, den Sinn der Schicksalstage zu erkennen. Das aber gibt uns das Uebergewicht, daß wir wissen, worum es geht, und darum ist der 18. Februar einer der größten Tage der Weltgeschichte. Frankreich will seinen Freiwilligen danken Paris, 20. Febr. Botschafter de Brinon, der neue Vorsitzende des Komitees der französischen Freiwilligenlegion gegen den Bolschewismus erklärte in Paris in einer Konferenz vor französischen und ausländischen Pressevertretern, daß die französische Regierung nunmehr die Leitung der Legion selbst übernommen habe. Die Angehörigen dieser Legion haben gemeinsam mit den deutschen Truppen an der Ostfront gekämpft. Botschafter de Brinon sagte, er glaube, daß Frankreich bisher zu wenig dieser Mitbürger gedacht und die Opfer dieser Kämpfer zu wenig gewürdigt habe. Marschall Petain habe nunmehr der Legion ein offizielles Statut verliehen und sie unter den Schutz des französischen Staates gestellt, um ihre besondere Bedeutung zu unterstreichen. Er hoffe, so schloß Botschafter de Brinon, daß die Soldaten der Legion, die durch den Einsatz an der Östfront Frankreich dienen, sich den großen Traditionen ihres Landes wurdig zeigen werden. Riesiger Schwarzhandel in den Industriestädten der USA Stockholm, 20. Febr. Eine von der UP vorgenommene Zusammenstellung enthüllt die Existenz eines riesigen Schwarzhandels in allen USA=Großstädten. Die Untersuchungsbeamten der Regierung schätzten, daß allein in Chikago die Hausfrauen mindestens für eine Million Dollar wöchentlich auf dem schwarzen Markt kaufen. Weitere japanische Erfolge in Nordchina Tokio, 20. Febr.(Ostasiendienst des Nach einer Domei=Meldung aus Kiangsi ist der Ring um die eingeschlossenen 20 000 Mann der 89. Tschungking=Division weiter verengt worden. Dem Feind wurden am Donnerstag neuerlich schwere Verluste zugefügt. Die japanische Armee in Nordchina veröffentlicht am 18. Februar einen Bericht über ihre im Januar errungenen Erfolge. Danach wurden 6904 Mann Tschungking=Truppen vernichtet und 5428 Gefangene gemacht. Umfangreiche Beute wurde eingebracht. Berlin, 20. Februar. Bei analtendem Tauwetter traten ie Bolschewisten am 17. Februar zu ernenten Angriffen gegen die Fronten südwestlich des Ilmensees an. Obwohl unsere vom Schmelzwasser und Regen völlig durchnäßten Grenadiere in überschwemmten Stellungen kämpfen mußten, standen sie unerschütterlich in den fortgesetzt anbrandenden Wellen der Sowjets. Sie wichen keinen Schritt und schlugen alle Angriffe ab. Der harte Kampf kostete die Bolschewisten täglich neue schwere Verluste. 149 Sowjetpanzer wurden in den drei ersten Tagen der wiederauflebenden Abwehrschlacht vernichtet und tausende gefallener Bolschewisten liegen in dichten Haufen vor den deutschen Stellungen, wie sie von den Maschinengewehren niedergemäht und im Sperrfeuer zerschlagen wurden. Ueber 500 tote Sowjets vor einem einzigen Stützpunkt, 60 Panzerabschüsse im Abschnitt einer deutschen Division, 21000 auf schmalem Raum verschossene Granaten an einem Tage, das sind Einzelzüge aus dem Gesamtbild des erbitterten Ringens. Trotz aller Hilfe durch die schweren Waffen ist es aber der einzelne Kämpfer, auf den es immer wieder ankommt. Neben dem westfälischen Pionier, der einen beschädigten Panzer zweimal anspringt und mit Sprengladungen vernichtet, steht der süddeutsche Unteroffizier, der erst die ausgestiegene Besatzung eines bewegungsunfähigen Panzers niederkämpft, und dann mitten im feindlichen Feuer den Koloß mit Handgranaten zu sprengen, ebenso vorbildlich der junge Hamburgische Leutnant, der sich schwerverwundet ganz allein durch eingedrungene Bolschewisten zum Divisionsgefechtsstand durchschlug und dort den Einbruch so rechtzeitig meldete, daß die feindliche Paris, 19. Febr. Lucien Rebatet, der Gelegenheit hatte, in Berlin zu französischen Arbeitern zu sprechen, schildert in der Zeitschrift„Je suis partotut" die Eindrücke seiner Berliner Reise. Voller Staunen nennt er Berlin den gewaltigsten Verkehrsknotenpunkt dieses Krieges und die „kosmopolitische Stadt der Welt“. Er schreibt:„Innerhalb von zwei Stunden sah ich in der deutschen Uniform einen französischen Legionär mit fröhlichen blauen Augen, der irgendwo an der Wolchowfront am Kampf gegen die Partisanen teilgenommen hatte, eine lebhafte Gruppe spanischer Offiziere von der Division Azur, einen olivbraunen. feierlichen Araber, der das Wappenschild„Freies Arabien“ trug. Hindus mit dem Turban, Tataren, rassereinste Steppenasiaten, wie man sie eigentlich nur in Bildern kennt, kernige flämische 4=Männer, Männer der OT. und des NSKK, die sich auf französisch unterhielten, weil sie freiwillige Wallonen oder Franzosen waren.“ Die vollkommene Internationalität, die in Berlin herrsche, sei aber nicht dieselbe wie etwa bei der Ankunft eines Ueberseedampfers oder bei Baebekerreisen. Ganz Berlin sei eine Werkstatt, die mit zusammengepreßten Zähnen ihre Aufgabe erfülle in einem ArbeitsStoßgruppe vernichtet„werden konnte. So reihte sich Kampf an Kampf, bis der bolschewistische Ansturm wieder zusammenbrach. Sehr ähnlich ist das Bild der Kämpfe südlich des Ladogasees und vor Leningrad. Auch hiex erschweren Tauwetter und Schnee, Sümpfe und Wälder den Abwehrkampf gegen die feindliche Uebermacht. An einer Stelle war es dem Feind vor acht Tagen unter schwersten Ausfällen gelungen, in die beutschen Stellungen einzudringen, sofort herangeführte Reserven fingen die bolschewistischen Massen auf und warfen sie Schritt für Schritt wieder zurück. Dabei vernichteten die zum Gegenstoß angesetzten Grenadiere und 1=Verbände in den ersten vier Tagen ihres Angriffs 73 Sowjetpanzer. Zäh hielten sie in den folgenden Tagen allen-feindlichen Gegenstößen ständ. Auch am 17. Februar zerbrach an ihnen die Masse von zwei Sowjetregimentern, die nach heftigem Artilleriefeuer und mit Unterstützung von 30 Panzern die verschlammten deutschen Stellungen achtmal hintereinander anrannten. Diesen letzten Ansturm bezahlte der Feind, abgesehen von seinen schweren Menschenverlusten, allein mit 18 Panzern, so daß sich die Zahl der Panzerabschüsse im Raum südlich des Ladogasees seit dem 12. Januar auf über 650 erhöhte. Die Luftwaffe konnte sich wegen der ungünstigen Sichtverhältnisse nicht zur vollen Wirkung entfalten. Dennoch stürzten sich unsere Kampf= und Sturzkampfflugzeuge durch die Wolkenlöcher hinab und trafen feindliche Bereitstellungen und Kolonnen schwer. Jäger begleiteten die bombentragenden Verbänden und schossen bei ihrer Sicherung 10 feindliche Flugzeuge ab. tempo, das keine Unterbrechung kenne. Die Massen der internationalen Arbeiter bewegten sich in einer Atmosphäre andauernder Energie und seien einbezogen in dieses gewaltige Triebwerk der Arbeit und Hartnäckigkeit, das Deutschland im Kriege darstelle. „48 Stunden dort in Deutschland, und wir denken nur noch mit Achselzucken an unsere Launen, unsere Dispute in Frankreich, unsere unnützen Mutmaßungen und an alles das, was bei uns noch an geistiger und physischer Richtigkeit existiert. Ich habe mit zahlreichen Deutschen und noch zahlreicheren Franzosen gesprochen, die dauernö mit Deutschen aller Bevölkerungsschichten zusammenleben. Ich bin überzeugt, daß diejenigen, die heute noch, um sich selbst zu betrügen, an eine moralische Erschütterung Deutschlands glauben, sich vollständig täuschen. Deutschland ist vor allem anderen das Land, wo der Nervenkrieg nicht existiert. Es empfindet zutiefst die Härte des Kampfes, den es führt, und es weiß sehr gut, wie es auf den Einsatz eines jeden ankommt. Einer der Franzosen, die die Fähigkeiten Deutschland wirklich zu beurteilen vermögen, sagt mir: Es gibt Leute, die glauben, daß Deutschland den Mut verlieren könne. Das Gegenteil ist wahr, es wird nur noch härter. Lucien Rebatet schildert, wie er an einem Abend vor französischen Arbeitern gesprochen hat und wie er im Anschluß an die Feierstunde mit den Arbeitern näher bekannt geworden ist. Sie seien wahrhaftige und zuverlässige Kameraden gewesen, mit kräftiger Hand und geradem Blick.„Zweifellos habe ich in Berlin seit drei Jahren die reinsten und standhaftesten Franzosen getroffen. Sie haben die jüdisch=demokratische Kulturbrühe von sich abgeschüttelt und sind zu unseren alten Tugenden zurückgekehrt. Einige von ihnen will ich nennen: Bruneton, der bald in Paris, bald in Berlin die Sorgen um die französischen Arbeiter in Deutschland hat und der diese Probleme wie viele andere mit so viel Weitsicht beurteilt, sein Adjutant Castagnet, Felicien=Laubreaux, ehemaliger Unteroffizier der Maginotlinie, zwei Jahre Gefangener, der heute de Zeitung Le Point leitet, Calvet, der ebenfalls die Gefangenschaft kennengelernt hat, unermüdlicher Delegierter bei der Arbeitsfront, Boulard, der Generaldelegierter in Frankfurt ist. Alle diese Franzosen, ob Rollkutscher, Drechsler, Fräser, sind einfache Menschen, aber Menschen einer völlkommenen Ueberzeugung. Sofia, 20. Febr. Die Polizeidirektion weist in einer Verlautbarung, die die gesamte Morgenpresse veröffentlicht, auf die bolschewistische Gefahr hin, die sich deutlich in den Mordattentaten der letzten Tage zeige. In der Verlautbarung heißt es: Am 8. Februar wurde in Sofia ein Arbeiter, der gegen den Bolschewismus eingestellt ist, von einem Mann und einer Frau erschossen. Am 13. Februar wurde General Lukoff ermordet, und zwar wieder von einem Mann und einer Frau mit demselben Revolver, mit welchem der Arbeiter am 8. Februar erschossen worden war. Am 16. Februar wurde ein bewährter Polizeibeamter aus dem Hinterhalt erschossen. Am 17. Februar wurde Explosivmaterial beim Bahnhof Serdika gefunden, das bereits auf die Schienen gelegt war. Die Polizeidirektion hat bestimmte Spuren und weiß, daß diese Taten von einer Gruppe von Terroristen ausgeführt wurden, die bolschewistischen Kreisen entstammen. Das Ziel, das dabei erstrebt wird, ist) Unruhe zu stiften und den nationalen Geist der Bevölkerung zu zersetzen. Die Polizeidirektion fordert alle Bürger auf, ihr bei der Verhaftung dieser Gruppe von Terroristen behilflich zu sein, um die Schuldigen zu verhaften, sowie alle staatsfeindlichen Elemente unschädlich zu machen. Es wurde eine Belohnung von 300 000 Lewa ausgesetzt. Skeptische Betrachtungen einer türkischen Zeitung Ankara, 20. Febr. Die Zeitung „Ulu“ äußert in ihrem Leitartikel ernste Zweifel, ob die gegenwärtige Zusammenarbeit zwischen Bolschewisten und Plutokraten von Dauer sein wird. Das Blatt meint, diese Zusammenarbeit sei im Augenblick zwar kriegsbedingt und liege im Interesse beider Teile; wie sich das Verhältnis aber entwickeln werde, wenn die Kriegsbedingtheit nicht mehr gelte, stehe dahin. Die Sowjets hätten zwar ihre ZustimMit größter Anteilnahme und Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer den Worten des Ministers.(Atlant.=Boesig) mung zur sogenannten PotomaeErklärung abgegeben und die Engländer und Nordamerikaner nähmen nun an. daß damit die politische Nachkriegslinie der Bolschewisten„festgelegt sei; aber selbst im Lager der Engländer und Amerkaner mehrten sich die Stimmen, die Zweifel in die sowjetischen Versprechungen setzten, nur die Zukunft könne diese Frage beantworten. Die Dauer der Zusammenarbeit hänge zweifellos von der Haltung Moskaus ab. Zwei schwere Flugzeugunfälle in USA Stockholm, 20. Febr. In den USA wurden am Donnerstag zwei schwere Flugzeugunfälle bekanntgegeben. Nach einer Mitteilung des Washingtoner Kriegsministeriums ist ein ArmeeTransportflugzeug am 7. Februar in der Nähe eines ungenannten pazifischen Stützpunktes ins Meer gestürzt. Ein Offizier und 17 Mann kamen dabei ums Leben. In Seattle im nordwestlichen Teile der USA ist am Donnerstaa ein Flugzeug abgestürzt und auf dem Dach einer großen Fleischerei expkødiert. Die Fleischfabrik geriet durch die Explosion in Brand. Ueber die Auswirkungen dieses Feuers sagt eine Reutermeldung:„Die Schreie der eingeschlossenen Arbeiter und der zur Schlachtung bereitstehenden Tiere waren trotz des Tosens der Flammen vernehmbar. Riesenfeuer vernichtet 186 Häuser in Nanking Nanking, 20. Febr. Ein Riesenfeuer suchte am Dienstag Nanking heim. Durch die Unachtsamkeit eines Zimmermanns in einem Möbelgeschäft entstand ein Brand, der auf das ganze Haus übergriff. Durch starken Östwind breitete sich das Feuer mit großer Schnelligkeit aus. Ihm fielen trotz Einsatzes der gesamten städtischen Feuerwehr 186 Häuser, darunter auch Schulgebäude, zum Opfer. 900 Menschen wurden obdachlos. SIEG- oder Bolschewismus Ein Franzose schildert Deutschland „Das ist das Land, wo der Nervenkrieg nicht existiert“ Die bolschewistische Gefahr in Sofia Suche nach dem Attentäter— Belohnung von der Polizei ausgesetzt 9. Fortsetzung. Martina zuckte die Achseln.„Ich glaube nicht, daß ich das vorziehe." Sie sagte es etwas zerstreut, denn soeben kam aus dem hinteren Teil des Speisesaals eine Gruppe von hohen Offizieren heran, an der Spitze, ausgezeichnet gelaunt, der Generalstabschef. Martina, die ihn nicht ohne Neugierde betrachtete, wollte soeben eine Frage an Warduhne richten, als der greise Feldmarschall, plötzlich ihrer ansichtig werdend, vor ihrem Tisch stehen blieb, freudig beide Hände erhob als Ausdruck seiner Ueberraschung, und sie lachend begrüßte.„Ah, da schau her!“ rief er, während er sich über ihre Hand beugte, die sie ihm, ganz gegen ihren Willen, hinstrecken mußte,„ich bin entzückt, Sie wiederzusehen, Baronin. Wie geht es Ihnen? Ich habe oft an Sie gedacht— seien Sie meiner freundschaftlichen Gefühle versichert." Zugleich wandte er sich Warduhne zu, der aufgestanden war.„Grüß Sie Gott, Warduhne,“ sagte er jovial,„bitte, sich nicht stören zu lassen!" Und wieder zu Martina: „Hoffentlich ist Ihr Aufenthalt in Wien nicht so kurz bemessen, daß ich Sie nicht wiedersehe, Baronin?“ „Ich bleibe schon noch ein paar Tage, Exzellenz," sagte Martina. „Oh, dann wird es mich sehr freuen, wenn ich noch einmal Gelegenheit—— küss' die Hand, Baronin! Auf Wiedersehen, Warduhne, Sie seh' ich ja— eh — nächste Woche bei mir!" Damit empfahl sich der Generalstabschef, und die Offiziere, die währenddem still hinter ihm gestanden und Martina mit steinernen Gesichtern angestarrt hatten, schlugen sporenklirrend die Hacken zusammen und verließen hinter ihrem Chef das Lokal. Martina war bleich und verwirrt und sah Warduhne ratlos an.„Mein Gott," sagte sie,„das ist eine schreckliche Sache. Er ahnt nichts, er weiß nichts. Was geht in seinem Kopf vor?“ Warduhne lachte kurz auf. „Mais non! Seien Sie nicht naiv. Natürlich weiß er alles.“ „Aber warum ist er dann so freundlich zu mir? Zu einer Hochstaplerin, Diebin, Verführerin eines Erzherzoges?" „Er ist Stratege. So lange offiziell keine Stellungnahme zu Ihrem neuen Erscheinen präzisiert ist, tut er, als wäre nichts gewesen." Martina fühlte sich plötzlich elend. Das Erscheinen des Generalstabschefs hatte ihr plötzlich die ganze Schwere des Abenteuers nahegebracht, in das sie hineingeraten war. Instinktiv legte sie die Hand auf Warduhnes Arm.„Und wie— wie wirö die Stellungnahme ausfallen, Ihrer Meinung nach?" „Das liegt allein in Ihrer Hand. Handeln Sie schnell! Gehen Sie zu Castriota, beschaffen Sie das Diadem und bringen Sie die Sache in Ordnung, ehe der geheime k. und k. Apparat zu arbeiten beginnt. Ist diese Maschinerie erst einmal im Gang, dann werden Sie zermalmt, unerbittlich." „Gehen wir," sagte Martina,„ich habe genug. Genug von all dem. Morgen früh werde ich meine Entscheidungen treffen.“ „Morgen früh," entgegnete Warduhne mit großer Ruhe,„wird es voraussichtlich zu spät sein. Ich habe Ihnen bereits gesagt, daß ich Sie retten werde. Aber Sie müssen sich heute noch, jetzt, in dieser Minute, entscheiden. Sie kennen den Preis!“ Das Lokal hatte sich bereits erheblich zu leeren begonnen. Unaufhörlich gingen Herren in großen Uniformen, Fräkken und rauschende Frauenschönheiten dem Ausgang zu. Dünne Rauchfahnen zogen langsam über die Tische hin und zerstreuten sich. In diesem Augenblick faßte Martina den Entschluß zu fliehen. Darin erkannte sie die einzige Rettung. Sie mußte so schnell wie möglich nach Brünn gelangen und Antschi den verhängnisvollen Titel einer Gräfin Dorival zurückgeben. Sodann als Martina Isenflamm, im Gewande der reinen Unschuld und auf dem bürgerlichen Boden der Legalität, sollte keine Macht der Erde ihre Kreise zu stören vermögen. Dieser Entschluß schien sie mit Mut und Zuversicht zu erfüllen, denn mit einer Leichtigkeit, die sie selbst verwunderte, sagte sie:„Ich kenne den Preis, und ich will ihn bezahlen." Sie schwieg und blickte hochmütig in sein Gesicht. Er starrte sie mit einem Ausdruck von verzehrender Inbrunst an, mit Augen, die von einer inneren Hölle zu glühen schienen. Martina fuhr zurück, eine lähmende Angst vor sich selbst befiel sie, Lüge und Wahrheit begannen sich ihr zu vermengen,„Vielleicht," setzte sie in flatternder Hast hinzu,„vielleicht könnte ich Sie einmal lieben, ich leugne es nicht. Sie haben einen gewissen Eindruck auf mich gemacht— verstehen Sie mich recht—, es ist nur ein Eindruck, aber Sie selbst vernichten ihn, wenn Sie von mir verlangen, mich Ihnen zu überlassen, heute, am gleichen Tage, da ich Sie das erstemal sehe." „Ach, Martina," sagte er, indm er ihre Hand preßte,„die Größe eines Erlebens richtet sich nicht nach der Zeit.“ „Geben Sie mir eine Frist,“ sagte sie leise. „Nicht eine Minute,“ versetzte er mit einem harten und gewalttätigen Lachen. In diesem Augenblick haßte sie ihn. Ihre vollen, weichen Lippen waren herb und zornig geschlossen, ein böser Glanz trat in ihre Augen, deren tiefes Grün mit einem Male hell und leuchtend wurde. „Ich werde nicht in die Knie sinken und um Gnade flehen," sagte sie voll tiefer Geringschätzung,„triumphieren Sie über mich, die ich wehrlos bin. Es ist der Triumph des Henkers.“ Sie erhob sich entschlossen und blickte kalt auf ihn herab.„Und jetzt führen Sie mich, wohin Sie wollen." Wenn Martina etwa erwartet hatte, durch ihr Verhalten Regungen von Großmut und Ritterlichkeit in Warduhne hervorzurufen, so ware ihr ohne Zweifel eine bittere-Enttäuschung bereitet worden. Aber sie erwartete gar nichts derartiges mehr. Seine Härte schärfte ihren Widerstand, und da sie nicht den geringsten Anlaß hatte, seiner Drohung, sie— zunächst nur wegen Falschmeldung— verhaften zu lassen, auch nur einigen Zweifel entgegenzusetzen, blieb die einzige Waffe, die sie gegen ihn verwenden konnte, die Flucht. Aber davon hatte sie keine klare Vorstellung. Der verwirrende Geist des Neuen und Fremden, der auf sie eindrang, ließ sie nicht zu jenem Maße klarer Ueberlegung kommen, das weittragende Entschlüsse fassen läßt. Ihr einziges Ziel war: Warduhne abzuschütteln und um jeden Preis Brünn zu erreichen. Die Eingebung des Augenblicks sollte ihr Handeln bestimmen. Sie schritt neben ihm die Treppe hinunter, indem sie die weiten, langen Röcke behutsam und mit anmutiger Geste ein wenig hochhielt. Warduhne, mit einer Stimme, die von Wein und bebender Erwartung erhitzt war, sprach leise auf sie ein, und in dem Martina hochmütig den Kopf von ihm weg zur Seite neigte, als schätzté sie alles, was er sprach, gering, überflog ihr schnelles Auge die kleine, menschenleere Halle und spähte nach einem Ausweg. Allein Warduhne wich nicht von ihrer Seite, ja, er legte leicht die Hand um ihren Arm, den er erst losließ, als sie, an dem dienernden Portier vorbei, durch die nur halbgeöffnete Flügeltür auf die Straße traten. Jetzt jedoch, und zwar mit unglaublicher Schnelligkeit, ereignete sich folgendes: Martina, bereits auf der Straße hörte, wie aus dem Inneren des Hotels sich eilende Schritte näherten und zugleich eine Stimme wiederholt und voller Hast nach Warduhne rief. Warduhne war im Begriff, über die Schwelle auf die Straße zu treten, und hatte bereits wieder die Hand ausgestreckt, um seine kostbare Beute zu ergreifen, als ein Geschäftsführer des Hotels ihn erreichte und ziemlich atemlos bat, einen Augenblick ins Büro zu treten, da zwei Herren ihn in dringender Angelegenheit zu sprechen wünschten. Warduhne runzelte die Stirn und fragte nach den Namen der Herren. Allein der Hotelangestellte kannte nur den Namen des einen, des Freiherrn von Schitznagl. Warduhne warf einen unschlüssigen Blick auf Martina, die ihn plötzlich merkwürdig unschuldsvoll und gottergeben anlächelte, was allein jedoch durchaus seinen Argwohn nicht zerstört haben würde, hätte er sich nicht zugleich noch sagen müssen, daß Martina Gräfin Dorival, seiner, Warduhnes, Allmacht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, ohnehin eine Flucht kaum noch in Erwägung ziehen würde, ja, so wie er sie einschätzte, mit der Entwicklung der Dinge durchaus zufrieden sein mußte. Er sagte also:„Einen Augenblick," und wies auf einen der Korbstühle, die zu beiden Seiten des Hoteleingangs standen, im strahlenden Licht der Bogenlampen.„Ich bin sofort wieder da.“ „Öh, ich warte,“ entgegnete Martina und setzte sich. Warduhne folgte dem Geschäftsführer ins Hotel. Im gleichen Augenblick erhob sich Martina, um beschleunigt das Weite zu suchen.(Fortsetzung folat. Beick in die Heimat Hattingen, den 20. Februar. Uebungsschießen der Für den morgigen Sonntag ist wiederum ein Uebungsschießen der Flakartillerie vorgesehen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, während des Schießens von 14 bis 16 Uhr die Benutzung der öffentlichen Verkehrswege einzustellen und mit Rücksicht auf die Gefährdung durch herabfallende Flaksplitter unterzutreten. Gefährdeter Raum liegt zwischen Hattingen=Winz, 1 Kilometer östlich Langenberg, 1 Kilometer nordwestlich Obersprockhövel=Niedersprockhövel. ½ Kilometer südlich Holthausen=Hattingen=Winz. — Neue Vogelschutzwarte im Ruhrgebiet. Zu der Essener Vogelschutzwarte, die bei Kriegsbeginn 1400 Tiere in 360 Arten zählte, tritt jetzt eine neue, für das ganze Ruhrgebiet bestimmte Einrichtung. In Gemeinschaftsarbeit zwischen der Stadt Essen und der staatlichen Vogelschutzwarte Essen=Altenhundem wird in den Wäldern der gegen Rauhwinde geschützten Ruhrberge ein Vogelschutzgehölz angelegt. Dadurch soll die Vogelwelt mehr noch als bisher in den für die Volksgesundheit so wichtigen Ruhrwaldungen heimisch gemacht werden. — 154 000 Mark sind das vorläufige Ergebnis der Haussammlung am vergangenen Opfersonntag(14. Februar) für das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 im Ennepe=Ruhr=Kreis. Es ist das bisher höchste Sammelergebnis eines Opfersonntages. — Obst und Gemüse! Die Abschnitte A 16 bis A 25 für Mangelgemüse und die Abschnitte A 51 bis A 55 für Obst des Bezugsausweises A sind zur Belieferung aufgerufen. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Ernährungsamtes Schwelm im Anzeigenteil. — Das Arbeitsamt in Schwelm und die Nebenstelle in Hattingen sind an den kommenden Sonnabenden durchgehend bis 20 Uhr und an den Sonntagen von 9—15 Uhr zur Ausgabe und Entgegennahme der Vordrucke zur Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung geöffnet. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung. — Von ruchlosen Händen sind einem Anwohner der Straße der SA zum wiederholten Male Aeste von jungen Kirschbäumchen gerissen worden. Man kann nur wünschen, daß der Täter einmal gefaßt und exemplarisch bestraft wird! — Die Veranstaltungen des Sonntags bieten Unterhaltung und Belehrung. Vormittags spielt im dritten Rathaus=Konzert das Enzen=Quartett, Dortmund.— Nachmittags bereitet Köf den Besuchern der Varieteschau im Gemeindehaus frohe Skänden.— Fast zur gleichen Zeit tagt bei Rech eine Versammlung des Gartenbauvereins. — Neue Kurse in Fachrechnen, techn. Zeichnen, Plakatschrift, Die DAF=Ortswaltung Hattingen=Ruhr, beginnt in den nächsten Tagen wieder mit neuen Kursen in Fachrechnen, technischem Zeichnen, Plakatschrift. Für den Unterricht stehen tüchtige Fachkräfte zur Verfügung. Anmeldungen nimmt wochentags in der Zeit von 17—19 Uhr, außer mittwochs und sonnabends, die Deutsche Arbeitsfront, Ortswaltung Hattingen=Ruhr, im Hause des Arbeitsamtes, Viktor=Lutze=Straße 25, Zimmer 5, entgegen. Die Kursusgebühr beträgt pro Fach 10,50 RM. und ist bei der Anmeldung zu entrichten. — Die Kriegerkameradschaft 1817 Hattingen führt morgen ihren Jahreshauptappell als Pflichtappell durch. Wir verweisen auf die heutige Anzeige. Fröhliches Kinderturnen auf der Henrichshütte Kinder beim turnerischen Spiel unter Sportleiter Schneider.(Aufn.: Liebetrau) Immer mehr treten im Kriege die Kleinkinderturnstunden in den Vordergrund, deren volkspolitische Bedeutung darin zu erblicken ist, daß sie einen Gesundbrunnen unseres Volkes darstellen und den Müttern gerade in dieser schweren Zeit eine wesentliche Entlastung bringen. Der Reichssportführer setzte sich für das Kleinkinderturnen ganz besonders ein. Er gab dieser Idee erneuten Auftrieb, Wegrichtung und Ziel. Geeignete Uebungswarte wurden auf dem Reichssportfeld in Berlin fachgemäß geschult. Schon bald erkannten die Vereine und Gemeinschaften den Wert dieser an sie gestellten Aufgaben, nämlich unserm Kinde, dem kostbarsten Gut unserer Nation, zu dienen. Sie überwanden alle Schwierigkeiten schnell und machten sich freudig ans Werk. Der Lohn blieb nicht aus. Die Kleinkinderturstunden nahmen einen Aufschwung und Umfang an, wie man es sich nicht besser wünschen konnte. Nach einer Statistik des NSRL. sind es bis heute rund 250 000 Kinder, die in 3527 Vereinen und Gemeinschaften sich betätigen. Das Kleinkinderturnen wird seit einiger Zeit auch auf der Henrichshütte durchgeführt. Durch die Werksfürsorge unter Aufsicht von Fräulein Demmer werden durch Sportleiter Schneider über 100 Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren wöchentlich an zwei Nachmittagen sachkundig betreut. Auf vielseitigen Wunsch finden demnächst in der Zeit von 17—19 Uhr weitere Spiel= und Turnstunden für Kinder von Gefolgschaftsmitgliedern im Alter von 6 bis 10 Jahren statt. Auch hier hat sich das Sprichwort gut bewährt: Beispiel macht Schule! Zehn Prozent Gas und Strom sparen Weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung— Alle helfen mit Im gegenwärtigen Zeitpunkt, da unser Volk in den totalen Krieg eingetreten ist, ist es notwendig, in ständig wachsender Zahl Waffen für die kämpfende Front zu schmieden. Dafür aber braucht die Rüstungsindustrie Strom und Gas. Damit ihr diese Energie in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, ist es notwendig, daß jeder einzelne seinen Strom= und Gasverbrauch stärkstens einschränkt. Je größer ein Haushalt ist, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich, Einsparungen durchzuführen. Der Generalinspektor für Wassers und Energie und Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Reichsminister Speer, hat daher mit einem Runderlaß vom 18. Februar 1943 an die Landeswirtschaftsämter angeordnet, daß Haushaltungen mit mehr als 10 Zimmern nunmehr nur noch 80 Prozent derjenigen Strommenge verbrauchen dürfen, die sie im gleichen Zeitraum des Vorjahres entnommen haben. Berechtigte Verbrauchssteigerungen infolge Aenderung der Personenzahl oder anderer besonderer Umstände sollen ebenso wie bisherige freiwillige Einsparungen Berücksichtigung finden. Verstöße gegen diese Anordnung werden durch die Landeswirtschaftsämter nach der Verbraucherregelungsstrafverordnung geahndet werden. Von den übrigen Haushaltungen und beim Gasverbrauch wird erwartet, daß zehn Prozent gegenüber dem Vorjahrsverbrauch eingespart werden. Die Ueberwachung der Anordnung geschieht durch einen von dem Generälbevollmächtigten für Rüstungsaufgaben im Vierjahresplan eingesetzten Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung. Dieser läßt sich die Fälle melden, deren hoher Strom= oder Gasverbauch nicht durch besondere Umstände zu rechtfertigen ist. Bei der Fest stellung eines offenkundigen Verstoßes wird eine Verwarnung oder bei großen Verstößen eine Bestrafung ausgespro chen; in besonders krassen Fällen wird der Name des Schuldigen öffentlich bekanntgegeben. Der Sonderbeauftragte hat die Aufgabe, die Energieeinsparung bei Behör den und Dienststellen der Partei und der Wehrmacht zu überwachen, die eine mindestens 30prozentige Einspa rung an Strom gegenüber dem Vorjahr durchführen müssen. Auf Banken und private Verwaltungen finden die Bestimmungen des an die Behörden ergangenen Erlasses sinngemäß Anwendung. Die Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft(Reichslastverteiler) wird außerdem im Einvernehmen mit dem Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung noch besondere Anordnungen über die Einschränkung des Lichtverbrauchs anderer Abnehmergruppen erlassen. Diese Erlasse werden jeden veran lassen, erneut sorgfältig seinen Haushalt daraufhin durchzuprüfen, wo er noch weitere Einsparungen an Ener gie vornehmen kann. Noch straffer als bisher müssen alle Unachtsamkei ten bekämpft, noch sorgfältiger muß darauf geachtet werden, Strom und Gas so wøitgehend wie nur möglich auszunutzen. Keine Kilowattstunde, kein Kubikmeter Gas darf mehr vergeudet werden. Das deutsche Volk wird willig auch diese Einschränkung auf sich nehmen, um seinen kämpfenden Söhnen an der Front mehr und bessere Waffen liefern zu können und damit seinen Beitrag zu leisten zum Endsieg. Wer Strom und Gas spart, hilft der Front! Nachrichten aus den Hemtern Welper — Verhaftet undins Hattinger Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert wurde ein von einer hiesigen Firma beschäftigter Zivilarbeiter, dem bei Montagearbeiten in Frankreich von einem deutschen Soldaten ein Paket für dessen Angehörige mitgegeben worden war, das der Zivilarbeiter in Deutschland zur Post zu geben versprach. Das tat er aber nicht; er unterschlug es vielmehr. Die Nachforschungen nach dem Verbleib des Paketes führten dann zur Aufdeckung der Unterschlagung und zum Erlaß des Haftbefehls.— Dem Verhafteten wird außerdem eine Unterschlagung von Lohngeldern zur Last gelegt. — NS=Frauenschaft/ DFW. Am kommenden Dienstag findet unser Heimnachmittag zur gewohnten Zeit in der„Friedenseiche“ statt. Anschließend eine wichtige Besprechung mit allen Abteilungsleiterinnen, Zellenund Blockfrauenschaftsleiterinnen. Ecscheinen der Mitarbeiterinnen unbedingt erforderlich. Blankenstein — Unter den Abiturienten der AdolfHitler=Oberschule für Jungen in Hattingen, die wegen vorzeitiger Einberufung das Zeugnis der Reife bereits früher zuerkannt erhielten, befand sich auch— wie uns ergänzend mitgeteilt wird— Friedhelm Koch, Blankenstein. — Der Gartenbauverein erwartet in seiner morgigen Jahres=Hauptversammlung im Lokal Ashölter Dipl.Gartenbauinspektor Schmitt zu einem Vortrag über das Thema:„Unser Garten“. Die Mitglieder sind zur möglichst vollzähligen Teilnahme eingeladen. Wir verweilen auf die heutige Anzeige. Bommerholz — Recht rüstig ist die Ehefrau des Schneidermeisters Ludwig Voß, Alwine geborene Leckebusch, Bommerholzer Straße 37. Sie wird am 21. dieses Monats 84 Jahre alt. Zum Jubeltage unsere besten Glückwünsche! Bredenscheid=Stüter — Hohes Alter. Frau Alwine Padtberg, geb. Waskönig, wird am Montag 92 Jahre alt. Sie wohnt im Hause ihres jüngsten Sohnes, des Milchhänd lers Heinrich Padtberg.— Unsere gu ten Wünsche zum Geburtsfest! Niederstüter — Beförderung. Ein Sohn unserer Heimat. Fritz Wallwey, wurde zum Wachtmeister der Luftwaffe befördert.— Die Heimat gratuliert! Sprockhövel — 82 Jahre alt wird übermorgen Frau Kaspar Knippschild, verw. Schulte, die in der Südfeldmark bei ihrem Sohn lebt.— Auch die„HZ.“ gratuliert! — Die letzte Schulung der RLB.=Untergruppe 4 und 1 findet am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr im Gefolgschaftsraum der Fa. Düsterloh statt. Die Schulung der Untergruppe 8 ist am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr in der Schule Löhen. Keiner darf fehlen! — Die Sprockhöveler Imker nebst Frauen treffen sich zur Teilnahme am Lichtbildervortrag der Ortsfachgruppe Haßlinghausen um 2.45 Uhr an der evgl. Kirche. Auch für alle Bauern und Landwirte ist der Vortrag wertvoll. — Ortsgruppe der NSDAP. Am Sonntag, dem 21. Februar, 10 Uhr, findet im Gefolgschaftsraum der Firma Hauhinco eine Mitgliederversammlung der NSDAP, Ortsgruppe Sprockhövel, statt. Es spricht der Ortsgruppenleiter Parteigenosse Wimpelberg, der zur Zeit in der Heimat weilt. Haßlinghausen — Auf den Lichtbildervortrag für die Imker, den Kreisfachgruppenleiter Ernst Weitzel=Gevelsberg morgen nachmittag 3.30 Uhr bei Bosselmann am Schlagbaum halten wird, sei nochmals hingewiesen. Nierenhof — Ingendfilmstunde. Am Sonntagmorgen tritt der gesamte Standort der Hitler=Jugend zur Jugendfilmstunde um 9.15 Uhr am HJ.=Heim an. Wir sehen den Sportfilm:„Das große Spiel." Linden=Dahlhausen — Sämtliche Lebensmittelkarten gestohlen. Gestern gegen 18 Uhr wurden der Familie Heinrich Stahlhut in Dahlhausen, Polterberg 10 wohnhaft, sämtliche Lebensmittelkarten der 46. Ausgabe=Periode für zwei Personen aus der Wohnung gestohlen. Ebenso hat der unbekannte Täter die 4. Reichskleiderkarte für Heinrich Stahlhut und seine Ehefrau, Johanna geb. Lenders, mitgenommen. Sämtliche Karten waren beschriftet. Die Geschäftsinhaber werden gebeten, bei Auftauchen dieser Karten den Vorzeiger festzuhalten und ihn der Polizei zu übergeben. tl Bochum — Erwischter Fahrraddieb. Einem Volksgenossen aus der Herner Straße gelang es, bei der Hauptpost am Donnerstagnachmittag gegen 18 Uhr einen Fahrraddieb zu stellen. Den Verschluß hatte der Dieb bereits beschädigt und versuchte nun, unbemerkt davonzufahren. Er hatte Pech, denn im letzten Augenblick erschien der Besitzer und hielt den Dieb fest. Gemeinsam mit einigen Passanten verabfolgte er dem Dieb, der noch trotzig wurde, eine gehörige Tracht Prügel. Außerdem ließ er sich die Wiedergutmachung des Schadens bezahlen. Heimische Filmschau Lichtburg „Die unruhigen Mädchen“ Ein Spiel vom Lieben, Leiden und Freuden der Jugend. Vier Abikurienkinnen streben in kreuer Lebens-Kameradschaft hinaus ins Leben. Diese vier unruhigen Mädchen werden heimlich bekreut von dem Schulfakkolum und Schulpedell Bröselmeier. Hilde wird Gesellschafterin, Hedi, das Stiefkind der Natur, landet in einem Konstrukkionsbüro, Trixie wird Kassiererin in einem Nachtlokal. Das Herumwirbeln im Lebensstrudel bringt wohl Gefahren, auch die hohe Kameradschaft will zerbrechen, aber zum Schluß erklingt doch wieder der hoffnungsfrohe Sang der Jugend: Gandeamus igitur. Hans Moser bringt wieder eine Charakterstudie. Kälhe von Nagv. Ilse Werner, Lucie Englisch und Elfriede Dahig nd die vier reizenden jungen Abikurienkinnen, die unruhigen Mädchen, die durch Stürme reifer geworden. Frih Mans. Central=Theater „Meine Frau Teresa“ Da. wo der normale Liebesroman den Vorhang fallen läßt, nämlich dicht vor der Eheschließung, geht in diesem nach dem reizenden Buch von Ellen Fechner gedrehlen Film der Vorhang auf. Endlich, denken Wißbegierige, erfahren wir nun einmal etwas darüber, wie ein idealer Eheallkag aussiehl. Aber es wird dann doch ein so ungewöhnlicher „Fall", daß die Lehre, die erkeilt werden soll, nur ganz am Rande erscheint, und dieser Eheausschnikt hein Vorbild für jedermann darstellt. Denn„nakürlich" sind diesem Liebes-Ehepaar die wirkschaftlichen Sorgen fremd. Nicht jeder hal zudem das Glüch, eine so reizende, wahrhaftige, unschuldsvolle, treuliebende Partnerin für das Leben zu finden, wie sie Frau Teresa(Elfie Mayerhofer) verkörperl. Hans Söhnher als bekannter Romanschelststeller bei diesem Ehesonnenschein keine tragischen Konflikle mehr gestalten kann, scheink sich zu einem Unglück auszuwächsen. Bis er auf die Idee kommt, ganz einfach ein Buch über seine glückliche Ehe und damit über„Frau Teresa“ zu schreiben, mit dem Erfolg, daß Buchverlag und Leser zwar höchst entzückt sind, Frau Teresa diese Preisgabe ihrer verkrauten Zweisamkelk aber sehr übel nimmi. Bis zur Aussöhnung erlebt der Zuschauer mancherlei pikanke Sikuationen, die durch Harald Paulsen als Hausdiener, Mady Rahl als Freundin und Rolf Weih als Frau Teresas un-erhörten Verehrer gewürzt werden. Hermann Büscher. Die Schlacht üntee Lage Männer in Zechen und Gruben Notizblock einer Ruhrreise Da ist der Hauer Heini Klähr. Er heißt anders. Aber er lebt ist Fleisch und Blut, keine konstruierte Figur. Ich traf ihn im Flöz Angelika, 500 Meter unter der Erde, im Staub, auf dem Bauch. Er schlug die Kohle los. Ich traf ihn am Flakgeschütz. Nachts vor der dunklen Silhouette des Förderturms. Er schoß. Ich traf viele, die ihm ähnlich waren, viele im Land der Zechen und Gruben. Vor Hamm—— Eben noch schlohweiße Birken am Bahndamm, blaue Bauernwälder, nebelertrunkene Kötterhäuser, eben noch Land des Pfluges, der klappernden Holzschuhe, des hellen Hahnenschreies und ein paar Bahnschwellen weiter— Schornsteine. Schlackenhalden, Fördergerüste, Hochöfen, Walzwerke, Gießereien, zyklopisch hingestreute Forts der Arbeit rauchumschwelt—— Der Zug braust weiter. Dortmund, Bochum. Weiter—— * Er stolperte auf dem Schlesischen Bahnhof ins Abteil, warf seine Siebensachen ins Gepäcknetz, nahm den Karabiner zwischen die Beine und saß da und schwieg—— die ganze Nacht. Aber nun reißt er die Abteilfenster herunter. Schlackerschnee setzt die Vorhänge. Er achtet nicht darauf. „Da, da wohne ich. Spindelstraße 41.“ Er keucht, er lacht, er ist nicht wiederzuerkennen, der graue Urlauber vom Wolchow. Jeden holt er ans Fenster, jeder muß die rußige Häuserzeile sehen, den selbstgezimmerten Kaninchenstall, die spärlichen Stengel des Grünkohls und die spitzen Grate erstarrter Schlacke. Spindelstraße 41. Heimat—— * Nie schläft dieses Land, nie! Immer dröhnen die Hämmer, sprüht der Stahl, schwirren die Seile vom Förderturm. Halb sechs. Der tintenschwarze Himmel wetterleuchtet von den Blitzen der Flak, Granaten zerplatzen, Splitter klirren—— da marschieren sie durchs Zechentor. Mann hinter Mann. Keiner fehlt. Die Frühschicht fährt ein. Gebückt klettern sie hinter das Eisengitterwerk der Körbe, ein metallischer Schlag der Glocke, ein Schaltgriff des Fördermaschinisten, dann verschluckt sie der Schacht. In pfeifender Fahrt stürzt der Korb in die Tiefe— 450 Meter in 50 Sekunden. Unten warten schon die Grubenloren. Sie hocken sich in die schwarzen Kästen und fahren ins Revier, kilometerweit——— i Vor Ort——— Die Luft ist dick und heiß und schwarz. Der Schein der Grubenlampe irrlichtert über das Stempelholz, zeichnet gesvenstische Schatten gegen das zerklüftete Gebirge und fällt auf das atlasschwere, blitzende Flöz, das Flöz Angelika. Im schräg getriebenen Streb liegt Heini Klähr, Hauer, 35 Jahre unter Tage. Seine Haut ist schwarz als trüge er ein Trikot. Weiß schimmern die Zähne im verklebten Gesicht. Ich will ihn etwas fragen. Wie? Was? Der Preßlufthammer dröhnt. Kohle poltert in kleinen und großen Stücken, fällt auf das Fließband und wird weitergetragen durch das Labyrinth der in den grauen Fels getriebenen Strecken. Was soll ich fragen? Sprengschüsse hallen, Staubwolken stieben, Kohle fließt in die Schüttelrutsche, schwarze, glänzende Kohle——— Die Schlacht unter Tage ruht nie. * In der Waschkaue——— Er döst ein wenig unter dem Wassersturz der heißen Brause, der Hauer Heini Klähr. Er tritt in das fliederfarbene Licht der Höhensonne. Das tut gut. Das gab es früher alles nicht. Da gingen sie schwarz nach Hause. Und die Hautekzeme wollten nicht heilen—— „Du— Euer Willem ist da“, sagt die Schaffnerin in der polternden Straßenbahn. „So", sagt Heini Klähr. Weiter nichts. Aber unter seinem Mützenschirm wird es hell. und dann springt er vom Trittbrett und läuft den Backsteinhäusern entgegen, die sich in den Schutz der regenübersprühten Schlackenhalde ducken.— Spindelstraße 41. „Gottverdori“, lacht der Urlauber in der geblümten Sofaecke,„einen in'n Buddel haste auch—“ „Kriegen wir von'ner Zeche. Jeden Monat dreiviertel Liter.“ „Na— dann mach'mal die Luft aus'n Gläsern!" „Prösterken!" „Prost, Vadder!" „Is überhaupt anners als 14/18“, nickt Heini Klährs gelber Schäbel,„bamals die paar Gramm Margarine, heute die Schwerstarbeiterzulage— und wenn wir Aberarbeiten, kommen die Hermann=Göring=Butterbrote in die Grube——“ „Was is'n das?" „Belegte Brote für drei Stunden Mehrarbeit.“ „So——" „Ja— und warmes Essen vor Ort gibt's auch bald. Hab' die Düppen schon gesehen. Steh'n beim Betriebsobmann im Schrank——“ * Die bunte Kuckusuhr tickt, der Kaffeekessel summt, der Abend verflackert hinter den Telefonstangen des Bahndammes. Güterzüge rollen, Waagons voll Kohle und Eisen: Wagen hinter Wagen. „Wo bleibt denn die Maria?“ „Muß jeden Augenblick kommen. Is übrigens nicht mehr bei Bäcker Nolte. Is jetzt Kranführerin im Werk II.“ „Waas— die Maria." „Ja— die Marka!" Der Urlauber langt nach einem Foto auf der Kommode. Da steht sie, frisch. lachend, ein widerspenstiger Lockenkopf: die kleine Maria Klähr, die jetzt den Laufkran über den zischenden Pfannen der Gleßerei bedient, den riesigen Kran hoch unter dem glutumspielten Dach des Werkes II—— Seinen Kran. * Dämmerung kriecht über den Sturzacker vor der Zeche. Eine nahe Kokerei glüht noch. Schwarz sticht das Skelett des Förderturms in den Himmel, drohend wuchten die Rohre der Flak auf. „Heute kommt der Tommy nicht!“ „Na——?" „Der Kölner Sender spielt noch.“ Regen trommelt auf das Teerdach der Baracken. Heini Klähr legt den Stahlhelm griffbereit, stellt die nassen Knobelbecher in die Nähe des Kanonenofens und haut sich krachend auf den Strohsack, Heimatflakwehrmann Klähr. Hat sich freiwillig gemeldet. Wollten ihn erst nicht haben. Zu alt? Ist ordentlich ösig geworden. Ist zum Stabsarzt gelaufen. Hat sich gedreht wie eine Kipplore auf der Scheibe. Bitte——! Keine Bedenken! Wär' ja auch gelacht! Was Fritzken Schütte von der Lohnbuchhaltung kann, kann ich schon lange. Was? Wie? Er hört ein bißchen schlecht. * Morgens um vier schrillt die Alarmglocke. Heini Klähr hat sie zuerst gehört. Er liegt um diese Zeit immer wach. Er pellt sich aus den Decken, reißt den Ingenieur hoch, den Studienrat, den Lohnbuchhalter, den Steiger, den Friseur, schreit sie aus dem Schlaf: „Alaaarm———" Sie stehen am Geschütz. Regen sprüht auf die Stahlhelme. Dumpfes Motorengebrumm am wolkenverhangenen Himmel. Kein Stern. Sie stehen und warten Pappeln frieren an der Straße. „Feuer frei——“ Da schrillt es aus den Rohren, reißt die Nacht auf zu blendender Helle und explodiert unter dem fernen Himmel, Granate um Granate. Die Zechentore treten minutenlang aus dem Dunkel, das Maschinenhaus, die Kokerei, die Gasometer, die Kühltürme—— Sie schleppen und keuchen und schießen. Und überall antworken die Forts der Arbeit.— Erich 1 Duisburger Oper in der Mülheimer Stadthalle Duisburg. Die Leitung der Duisburger Oper ist sich mit der Duisburger Stadtverwaltung der Verpflichtung bewußt, die künstlerische Arbeit des in Westdeutschland führend gewesenen Kunstinstituts in einem möglichen Umfange wieder aufzunehmen und dabei das hohe Niveau des Hauses nach Kräften zu wahren. Die Duisburger Oper erhält in der Mülheimer Stadthalle ein repräsentatives Heim und wird mit dem größten Teil ihres Betriebes dorthin übersiedeln. Die Stadt Mülheim hat ihren schönen Saalbau für drei Spieltage in der Woche zur Verfügung gestellt. Sie selbst gewinnt dabei den Vorteil eines eigenen Theaters in ihren Mauern an Stelle der bisherigen Gastspiele auswärtiger Bühnen. Die Vorbereitungen haben günstige Ergebnisse erzielt; so kann der Bühnenraum gegenüber der ehedem üblichen Handhabe bedeutend erweitert werden. Baum gefährdete Wohnhaus Bückeburg. Einer der ältesten Bäume des Harrl, eine über 200jährige Buche, mußte jetzt gefällt werden, da der große Baum mit seinem umfangreichen Gezweige eine Gefahr für ein in der Nähe stehendes Wohnhaus bildete. Die alte Buche hatte bei über 40 m Höhe einen Stammumfang von 6 Metern. Meister Reineke als Feinschmecker Limburg. In der kleinen Gemeinde Kaltenholzhausen an der Aar hatte ein Fuchs schon mehrere Hühner geholt. Dreist drang er wieder in das Anwesen, verkroch sich in der Scheune und sprang mitten in die Hühnerschar, als sie sich auf dem Hofe zeigte. Er wurde dort aber verscheucht und lief nun im Wohnhaus die Treppe hoch. Sicher lockten ihn die Düfte der Räucherkammer auf dem Speicher. Wenn es kein Huhn war, dann ein Schinken! Doch bevor Meister Reineke seine Absicht in die Tat umsetzen konnte, war er gestellt und mußte seine allzu große Dreistigkeit und den mehrfachen Hühnerraub mit dem Leben bezahlen. Für 22000 RM. Lederwaren gestohlen Offenbach. Festgenommen und dem Richter zugeführt wurde ein Angestellter einer Offenbacher Lederfirma und seine auswärts wohnenden Eltern. Der Angestellte hat in dem Betrieb, in dem er beschäftigt war, Handtaschen. Geldbörsen und Reisenecessaires im Gesamtwert von 12 000 RM. gestohlen. Nach den angestellten Ermittlungen hat er auch bereits in einer anderen Arbeitsstelle, wo er beschäftigt war. Lederfelle, Futterleder ustb. im Werte von etwa 10 000 RM. entwendet. Die gestohlenen Sachen wurden zum Teil von dem Angestellten und seinen Eltern im Tauschhandel weiter verschoben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde ein ganzes Warenlager festgestellt. Er schlachtete ein Kalb„aus Mitleid“ Herborn. Vor dem Amtsgericht Münster wollte der Angeklagte Homann aus Herborn dem Vorsitzenden plausibel machen, er habe ein Kalb, das gar nicht vorangehen wollte, „aus Mitleid“ geschlachtet. Ein guter Bekannter, der Gastwirt und Schlächter Bonkhoff aus Werne, kam nach der Schlachtung plötzlich hinzu und erbat sich von dem Schwarzschlächteer ein Stück Kalbfleisch. Mit ungefähr 8 Kilogramm zog er dann glückstrahlend nach Hause. Das Gericht glaubte dem mitleidsvollen Schwarzschlächter seine Ausreden nicht und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 1020 RM. Der gute Freund erhielt eine Geldstrafe von 320 RM. Familientragödie Bad Essen. Der frühere Händler Gustav Dickmann erschoß nachts seine Frau und zwei seiner Kinder, während er das dritte Kind 8 Wir verdunkeln heute: Von 17.51 Uhr bis 7.36 Uhr erwürgte. Vorher hatte er seine Opfer durch Morphiumspritzen betäubt. Darauf richtete D. sich selbst. Ueber die Beweggründe der furchtbaren Tat ist noch nichts bekannt. Durch fünf Generationen vererbt Trier. Der Küfermeister Franz KraßOlewig in Trier gehört zu einer Familie, in der das Handwerk schon seit fünf Generationen betrieben wird. Erstmalig trifft man in der Familienchronik einen Johannes Craß an, der am 22. Januar 1755 in Rüdesheim geboren wurde, und Küfermeister war. Von ihm aus hat sich das Handwerk immer wieder auf die Söhne vererbt. Bemerkenswert ist daß alle fünf Familienmitglieder den Meistertitel erworben hatten. Einbrecher gegen Einbrecher. Der nicht alltägliche Fall, daß zwei Einbrecher sich gegenseitig um ihre Beute bringen und verraten, ereignete sich in einem Mailänder Stoffmagazin. Einer der Diebe war mit Hilfe eines Nachschlüssels in das Lager eingedrungen, als er von einem Mann mit vorgehaltenem Revolver bedroht wurde. In höchster Not gelang es ihm, im Dunkel zu entkommen. Der vermeintliche Wächter war aber niemand anderes als ein auf dem Hof durch ein Fenster eingestiegener„Kollege“, der allerdings gleichfalls seine Beute im Stich ließ, da er sich ebenfalls entdeckt glaubte. Durch den Lärm war mittlerweile eine Polizeistreife auf den Einbruch aufmerksam geworden, der es gelang, die beiden Verbrecher dingfest zu machen. Mit drei Insassen in den Fluß gefahren Ein bitteres Mißgeschick mit dem Tode bezahlt Nordhorn. Ein bitteres Mißgeschick mit dem Tode bezahlen mußte ein aus Celle stammender Bürovorsteher, der mit zwei anderen Mitfahrern in einem Personenkraftwagen auf den Hindenburg=Platz fuhr. Der Wagen geriet dabei zu nahe an den Rand der Vechte, die hier zu einem kleinen Hafen erbreitert ist, verlor das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Zwei der Wageninsassen konnten sich noch früh genug retten, während der dritte mit dem Wagen im Wasser versank. Es gelang leider auch nicht sofort, das Auto zu bergen. Als die Feuerwehr schließlich den Wagen wieder aus dem Wasser hatte, war der Verunglückte bereits tot. Vollständig geborgen werden konnte das Fahrzeug erst am anderen Tage. Vorzeitiges Aussteigen mit dem Tode bezahlt Holtwick. Die Unsitte, möglichst noch vor dem Halten den Zug zu verlassen, hat hier ein junges Menschenleben gefordert. Ein 16jähriger Schreinerlehrling, der das Abteil verließ, bevor der Zug zum Stehen gekommen war, kam beim Sprung vom Trittbrett zu Fall und geriet unter den noch fahrenden Zug. Der Lehrling wurde dabei so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Mit Streichhölzern gespielt Altenberge. In der Bauerschaft Hansel! hatte das sechsjährige Söhnchen eines Landwirts in der Küche Streichhölzer gefunden. Es ist damit auf die Tenne gegangen und zündete dort ein Bündel Stroh an. In kurzer Zeit stand das ganze Anwesen in hellen Flammen. Wenn auch der größte Teil des Inventars gerettet werden konnte, so wurden doch zwei wertvolle Kühe und das Haus ein Opfer der Flammen. Auf der Dienstfahrt tödlich verunglückt Kleve. Als der 49 Jahre alte Sturmbannführer Hans Franssen auf einer Dienstfahrt die Lindenallee herunterfuhr, wurde er in der Straßenkreuzung Adolf=Hitler=Straße und Materborner Allee von einem Personenwagen angefahren. Er erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß der Tod sofort eintrat. Sturmbannführer Franssen war seit 1937 Verwaltungsführer der SA=Standarte 56. Das alte Lied Ahrweiler. Noch so viele Unfälle schwerer und schwerster Art scheinen immer noch nicht zu genügen, um der Jugend endlich beizubringen, ihre Finger von Geschossen und ähnlichen Dingen zu lassen. Die Mißachtung dieser Warnung büßte in Walportzheim jetzt wieder ein Junge schwer. Er machte sich an einer Zündkapsel zu schaffen. Während er leichtsinnig damit spielte, entlud sich die Ladung und verletzte den Jungen so schwer, daß er in ein Krankenhaus gebracht und ihm dort mehrere Finger abgenommen werden mußten. Schwérer Verkehrsunfall Wiesbaden. Auf der Bahnstrecke Wiesbaden—Bad Schwalbach im Bezirk Kohlheck ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Ein mit Holz beladener Lastkraftwagen aus Lorch a. Rh. wurde beim Ueberqueren der Gleise von einem Zuge erfaßt und über 100 Meter geschleift. Von dem Personal des Lastkraftwagens wurden zwei Personen tödlich und zwei schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft ist noch mit der Aufklärung der Schuldfrage beschäftigt. Sport und totaler Krieg Ein Erlaß des Reichssportführers Zur Einordnung des Sports in die Aufgaben der totalen Kriegführung trifft der Reichssportführer folgende Anordnungen: 1. Die Leibesertüchtigung des Volkes ist kriegswichtig. Sie ist mit Nachdruck zu betreiben und zu fördern. 2. Sportliche Veranstaltungn und Wettkämpfe örtlichen und nachbarlichen Charakters bis zur Gaustufe zur Erhaltung des Arbeits= und Leistungswillens durchzuführen. Als nachbarlicher Sportverkehr gilt auch ein Verkehr über die Gaugrenzen bis zu einer Entfernung von 100 km in einer Richtung vom Heimatort. Ich behalte mir vor, über sportliche Veranstaltungen, die über diesen Rahmen hinausgehen, von Fall zu Fall zu befinden. 3. Länderkämpfe, internationale Wettkämpfe, Meisterschaften in der Reichsstufe usw. sind bis auf weiteres avzusetzen, weil Frontsoldaten nicht mehr verfügbar sind, und Personen, die im Arbeitseinsatz stehen, hierfür nicht beurlaubt werden sollen. gez. von Tschammer. VfB Hattingen— 2usp. Sprockhövel Neben den Zwischenrundenspielen um den Tschammer=Pokal am Sonntag, an welchen nur noch der ATSV Winz=Baak teilnimmt, kommt in der Hattinger Staffel der Meisterschaftskampf VfB Hattingen— TuSp. Sprockhövel an der Feldstraße zum Austrag. Die Gäste erzielten letzthin gegen den Tabellenführer ein beachtenswertes Unentschieden. Da die VfB=Mannschaft auch wieder einen Sieg melden konnte, darf man wohl mit einer Begegnung zweier gleichwertiger Gegner rechnen. Sportfr. 09 Steele— ETB Schw.=Weiß Essen Da die Schwarz=Weißen am kommenden Sonntag spielfrei sind, geben sie mal wieder in Steele ein Gastspiel. Es wird hier zu einem interessanten Freundschaftsspiel kommen, zumal die Sonderklasse in derselben Aufstellung antritt, wie im letzten Meisterschaftsspiel gegen Rot=Weiß Essen. Daß die 09er zu kämpfen verstehen, haben sie noch am letzten Sonntag gegen die Polizei gezeigt. Gehen sie nun mit demselben Elan zu Werke, wird Schwarz=Weiß. zur vollen Entfaltung der ganzen Kräfte angespannt. Es wird daher ein spannendes Treffen geben, aus dem die Essener als Sieger. hervorgehen werden. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß in der Essener Mannschaft sich drei Spieler von Steele 03 befinden: Oelbrich, Schell und Bredtmann. Um die Fußball=Titel Das Hauptinteresse am Wochenendsport gilt diesmal den Meisterschaftsspielen im Fußball. In allen Gauen rollt das runde Leder und wird wieder Tausende von Zuschauern in seinen Bann ziehen. Neben den Punktekämpfen sind zwei Auswahlspiele beachtlich, die Berlin und München anstelle des ausgefallenen Auswahlkampfes dieser beiden Städte veranstalten. In der Reichshauptstadt geben sich Berlin und Mark Brandenburg auf dem HerthaBSC=Platz ein Stelldichein, und in München messen sich eine Kombination WackerBayern und eine Auswahl der Kreisklasse. Auch im Handball und Hockey werden die Spiele um die Punkte fortgesetzt, im Eissport gibt es in der Reichshauptstadt ein bemerkenswertes Ereignis: das Endspiel um die Berliner Eishockeymeisterschaft zwischen den alten Gegnern Rot=Weiß und Berliner Schlittschuh=Club. Rot=Weiß ist Titelverteidiger und scheint, falls er mit seiner stärksten Mannschaft antreten kann, größere Aussichten als der Altmeister zu besitzen. Im Schisport nur örtliche Veranstaltungen. Die Boxer kämpfen in Wien und Leipzig um Gautitel, in Wilhelmshaven die Berliner mit unseren westdeutschen Jungen Dixkes (Hamm), Kleinholdermann(Homberg). Der Rundfunk am Sonntag Reichsprogramm. 9.00—10.00 Uhr:„Unser Schatzkästlein“ mit Peler Pasetti und Helmuth Renar; 11.30—12.30 Uhr: Unterhalksames aus Oper und Konzerl; 12.40—14.00 Uhr: Das deutsche Volkskonzert; 14.30—15.00 Uhr: Malhieas Wieman erzählt Märchen von Andersen; 15.00—16.00 Uhr: Musik aus Nord und Süd; 16.00—18.00 Uhr:„FeldpostRundfunk"; 18.00—19.00 Uhr: Sibelius=Sendung (Furlwängler, Kulenkampff); 20.15—22.00 Uhr:„Klingendes Kaleidoskop“. Deukschlandsender. 8.00—8.30 Uhr: Orgelmusik(Fritz Heilmann); 15.30—15.55 Uhr: Schubert-Solistenmusik; 18.00—19.00 Uhr: Kleine Konzertstücke; 20.15—21.00 Uhr: Hugo-Wolf-Lied-Sendung; 21.00—22.00 Uhr: Opernkonzert von Cimarosa bis Richard Strauß. Der Rundfunk am Montag Reichsprogramm. 15.00—16.00 Uhr: Alte und neuzeilliche Kammermusik; 16.00—17.00 Uhr: Neue Unterhallungsmusik; 18.00—18.10 Uhr: Das neue Buch; 18.30—19.00 Uhr: Der Zeitspiegel; 19.00 bis 19.15 Uhr: Wehrmachtvortrag: Unser Heer; 19.20 bis 20.00 Uhr: Fronlberichte und politischer Vortrag; 20.15—22.00 Uhr:„Für jeden etwas“. Deutschlandsender. 17.15—18.30 Uhr: Zeitgenössische Konzertmusik; 20.15-21.00 Uhr: HugoWolf=Gedenksendung; 21 00—22.00 Uhr: Karl Elmendorff dirigiert. Ein Brief vom Frontsoldaten! Weibliche Kräfte helten der Deutschen Reichspost bei der schnellenZustellung der Sendungen. Dienstkleidung wird gestellt! Frauen und Mädel! Meldet Euch beim nächsten Postamt! DEUTSCHE% REICHSPOST Bauschule Lage in Lippe Die moderne Ausbildungsonstolt von Boulehrlingen und Boupraktikonten zu Architekten, Bauingenieuren und Boutechnikern WI.8S.a TIAThAS. E1.......n adS..N.... Kostenlose Berstun Lehrplan tre Bekanntmachung Unter Bezugnahme auf meine Anordnung vom 15. August 1942 über die Verteilung von Mangelwaren werden von dem Bezugsausweis A die Abschnitte A 16 bis A 25 für Mangelgemüse und die Abschnitte A 51 bis A 55 für Obst zur Belieferung hiermit aufgerufen. Diese Regelung gilt auch für die Abgabe von Obst und Gemüse durch Selbsterzeuger. Die aufgerufenen Abschnitte A 7 bis A 12 für Mangelgemüse und die Abschnitte A 33 bis A 40 für Obst werden für ungültig erklärt und dürfen nicht mehr beliefert werden. Schwelm, den 17. Februar 1943. Der Landrat des Ennepe=Ruhr=Kreises Ernährungsamt Abteilung B Bekanntmachung Infolge besonderer Umstände wird die Zahlstelle Sprockhövel der Kassenverwaltung des Amtes Blankenstein mit sofortiger Wirkung geschlossen. Oertliche Hebetermine werden im Lokal der Zahlstelle an jedem Freitag, vormittags von 8½ bis 12 Uhr abgehalten. In den Steuerhebemonaten Mai, August, November und Februar werden nach Bedarf weitere Hebetermine abgehalten und rechtzeitig bekanntgegeben. Der Familienunterhalt wird wie bisher weiter im Verwaltungsgebäude in Sprockhövel ausgezahlt. Im übrigen können Zahlungen für die Kassenverwaltung bei der Amtssparkasse Blankenstein in Sprockhövel, Hauptstraße 70 geleistet werden. Bei jeder Zahlung ist der betreffende Steuerzettel oder die Zahlungsaufforderung vorzulegen. Blankenstein=Ruhr, 18. Febr. 1943. Der Amtsbürgermeister. Ausgabe von Bienenhonig. Die Ausgabe des vorbestellten Bienenhonigs an Kinder bis zu 6 Jahren erfolgt ab sofort bis zum 7. März 1943 auf die Abschnitte F 4 Klk 46 und F 4 Klst 46 der Reichsfettkarte mit je ½ Kilogramm. Der Honig kann nur in dem Geschäft bezogen werden, in dem die Vorbestellung vorgenommen worden ist. Zur Kontrolle ist der mit dem Vorbestellvermerk versehene Stammabschnitt der Reichsfettkarte 44 vorzulegen. Wer eine Vorbestellung nicht vornehmen konnte, kann den Bezugsabschnitt der Reichsfettkarte 46 in der Kartenstelle des Ernährungsamtes im Rathaus, Zimmer 1, in den Außenbezirken in den Verwaltungsstellen mit dem Stempel„Gültig ohne Vorbestellung“ versehen lassen. Diese Abschnitte können alle zum Honigverkauf zugelassenen Geschäfte, soweit deren Bestände reichen, beliefern. Die Kleinverteiler trennen bei der Belieferung die Abschnitte F 4 Klk 46 und F 4 Klst 46 ab, liefern sie bis zum 15. März 1943 aufgeklebt, in der üblichen Weise in den zuständigen Abrechnungsstellen des Ernährungsamtes ab und melden hierbei die noch vorhandenen Bestände an Bienenhonig. Ueber Restbestände wird das Ernährungsamt demnächst verfügen. Verstöße gegen diese Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungs=Strafverordnung verfolgt. Bochum, den 19. Februar 1943. Der Oberbürgermeister. derstüter, Blesken. 11.15 Uhr: Kinder. 14.30 Uhr: Oberstüter, Blesken. Anschließ. Kinder. Niederwenigern. 10 Uhr: Tersteegen. Prüfung der Konfirmanden.— Kein Kindergottesdienst. Blankenstein. 9.45 Uhr: Gottesdienst(bei besond. Umständen um 10 Uhr). Past. Altena. 14 Uhr: Kindergottesdienst. Herbede. 10.15 Uhr: Hauptgottesdienst, Pfr. Dr. Winckler. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Pfr. Dr. Winckler, Buchholz. 11 Uhr: Gottesdienst, Past. Altena. Sprockhövel. 10 Uhr: Gottesdienst, Past. Moeller; 11 Uhr: iKndergottesdienst: 11 Uhr und 11.45 Uhr: Kirchentaufen. Linden. 9.45 Uhr: Bäumer. 11 Uhr: Kindergottesdienst, Weber, 12 Uhr: Taufen, Weber. 9.45 Uhr: Krankenhaus, Weber. Mittwoch, 17 Uhr: Taufen, Bäumer. Dahlhausen. 9.45 Uhr: Lic. Dedecke. 11 Uhr: Kindergottesdienst, Lic. Dedecke. 12 Uhr: Taufen, Lic. Dedecke. Deutsche Christen, nationalkirchliche Einung. Sonntag, 21. Febr., 15 Uhr in Dahlhausen, Lotz. Stiepel. 8.30(15) Uhr: Gottesdienst in der Kirche, Past. Husemeyer. 14 Uhr: Kindergottesdienst. 10 Uhr: Gottesdienst im Lutherhause, Past. Husemeyer. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Stiepel. Kirche. 10.15 Uhr: Gottesdienst, Justus. 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, Justus.— Lutherhaus. 14 Uhr: Kindergottesdienst, Kämper. 14.45 Uhr: Gottesdienst, Kämper. Kath.=apostol. Gemeinde(Urkirche), Bochum=Weitmar, An der Landwehr 11. Sonntag, 9.30 Uhr und 16.30 Uhr: Gottesdienst. Königssteele. Kirche. 8.30 Uhr: Bever, 10 Uhr: Becker, 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, 12.30 Uhr: Taufen, ebenso Donnerstag 16 Uhr. Knappschaftskrankenhaus. 9.45 Uhr: Bever. Freisenbruch. 11 Uhr: Kindergottesdienst.— Horst. 10 Uhr: Kindergottesdienst. Kray. 8.30 Uhr: Fuchs, 10 Uhr: Böttcher, 11.15 Uhr: Kindergottesdienst, 12.30 Uhr: Taufen. Kupferdreh. 10 Uhr: Dungs. Ueberruhr. 10 Uhr: Hennes, 11.15 Uhr: Kindergottesdienst. Aelterer Mann der mit Pferden umgehen kann, gesucht. Schwätzer, Welper. Telefon 3027 Mit Gartenarbeit vertraute Kraft in dauernde Nebenbeschäftigung gesucht. Im Winter Bedienung der Zentralheiz. 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Reinhold Brämik Oberleutnant und Bataillonsführer Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold, des EK. 1. u. 2. Kl. des Sturmabzeichens, des Verwundeten-Abzeichens und anderer Auszeichnungen kehrt nicht mehr zurück. Er starb kurz nach seiner schweren Verwundung am 24. 1. 1943 im 30. Lebensjahre in einem Feldlazarett im Östen tapfer und zuversichtlich und ruht auf einem Ehrenfrledhof südöstlich des Jlmensees. Gott wird uns beistehen in unserem tiefen Schmerz. Liselotte Brämik, geb. Geyer u. Söhnchen Klaus Rudolf Emil Brämik, Lehrer i. R. und Frau Luise, geb. Bergen Rudolf Brämik, z.Z. im Felde u. Frau Ruth, geb. Geyer Elisabeth Brämik, Else Geyer, Gudrun Geyer, Hans Geyer, Referendar, z. Z. i. Osten, Max Geyer, Studienrat Oberleutn, d. R. und Frau Herta, geb. Kornacher, Fritz Findeisen, z. Z. im Östen und Frau Anny, geb. Geyer. Nürnberg(Am Maxfeld 2), Stoßdorf, Kreis Lukau(N.-L.), Münster i. Westf., Hannover, Erlangen, Wilmersdorf und Fürth i. Ba., im Februar 1943. Jetzt erhielten auch wir die schmerzliche, für uns noch unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter Mann. mein ganzes Glück, mein guter Papa, mein lieber, unvergeßlicher Sohn, unser lieber Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Oberfeldwebel Werner Schulte-Umberg Bordfunker in einer Luftw.-San.-Staffel Inhaber des E. K. 2. Klasse und des Verwundeten-Abz. im Januar 1943 den Fllegertod fand. Er gab sein junges Leben im Alter von 28 Jahren für Großdeutschland. Auf einem Friedhof wurde er unter mililärischen Ehren beigesetzt. Ein treues Soldatenherz hat aufgehört zu schlagen. In stiller Trauer: Ilse Schulte-Umberg, geb. Hammerschlag mit Söhnchen Udo und alle Angehörigen. Bochum-Stiepel(Henkenbergstr. 31 b), im Februar 1943. Fern von seinen Lieben fiel nach Gottes Willen unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber Bräutigam Feldwebel Otto Hofmeister Zugführer in einem Panzer-Gren.-Regt., Inh. des E. K. 2. Kl. der Östmedaille, des Panzer-Sturmabzeichens und anderer Auszeichnungen im blühenden Alter von 26 Jahren, im Südabschnitt der Östfront, am 4. Januar 1943. Er ist auf einem Heldenfriedhof mit seinen Kameraden begraben worden. In tiefer Trauer: Georg Hofmeister und Frau Marie, geb. Runte, Heinrich Hofmeister, Emil Hofmeister, Familie Heinrich Lohoff und Frau Else, geb. Hofmeister, Regine Naber als Braut, Familie Otto Naber. Bochum-Dahlhausen(Höhenweg 47), B.-Linden, B.-Weitmar, Herne und Ahlen i. Westf., im Februar 1943. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß mein herzensguter, unverge Blicher Mann mein lieber, guter Papa, unser unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel Neffe und Vetter, der Grenadier Willi Raemer am 20. Januar im Alter von 30 Jahren südlich des Ladogasees sein junges Leben lassen mußte. Er ruht neben anderen Kameraden der Kompagnie in einem Einzelgrab. Möge ihm die fremde Erde leicht sein. Seine Hoffnung auf ein frohes Wiedersehen ging nicht in Erfüllung. In tiofer Trauer: Frau Hildegardt Raemer, geb. Paßhöfer u. Töchterchen Ursula, Familie Heinr. Raemer als Eltern, Famille Fritz Raemer, z. Z. Urlaub, Familie Heinr. Raemer, z. Z. im Felde, Willi Borgmann, z. Z. im Felde und Frau Adi geb. Raemer, Uffz. Erwin Raemer, z. Z. im Felde Famille Karl Paßhöfer als Schwlegereltern. Hattingen-Ruhr(Friedrichstr. 1), Winzermark, Unna, BuerErle und im Felde, den 18. Februar 1943. Schweres Herzeleld brachte uns die traurige Nachricht von dem Heldentode unseres über alles geliebten einzigen, hoffnungsvollen, stets lebensfrohen Sohnes, unseres lieben, unvergeßlichen, tapferen und treuen Bruders, Neffen und Vetters, des Panzer-Grenadiers Helmut Adams Er gab für seine so innigstgeliebte Heimat am 30. Jan. 43 bei einem Angriff an der Ostfront sein junges, blühendes Leben im Alter von fast 22 Jahren in höchster soldatischer Pfiichterfüllung dahin. In unsagbarem Schmerz: Emil Adams und Frau Pauline, geb. Haarmann als Geschwister: Elfriede u. Ursula und Angehörige. Annemarie Vogel als Freundin. Welper-Hüttenau(Schlageterplatz 8), Berlin-Charlottenburg Wiesbaden, Bochum-Dahlhausen, Bochum, Witten-Heven, im Februar 1943. Mit der Familie trauern auch wir um einen lieben Arbeitskameraden. Führung und Gefolgschaft der Firma Wilhelm Wahmann Bauunternehmung, Bochum. Danksaauna. Für die wohltuenden Bewelse liebevoller Anteilnahme beim Heldentode meines geliebten, unvergeßlichen Mannes, meines herzensguten Vatis, unseres lieben Sohnes und Schwiegersohnes, des Feldwebels Rolf Müller, sprechen wir unseren tiefempfundenen Dank aus. Frau Annellese Müller und Töchterchen Helge Famllie Gustav Müller, Famllie Emil Penner. Bochum-Dahlhausen, Wuppertal-Barmen, im Februar 1943. Danksanung. Für die herzliche Anteilnahme beim Heldentode unseres gellebten, unvergeßlichen, treuen Sohnes und Bruders, des UnterGiliziers Hane Hese sagen wir hiermit unseren tiefempfundenen Dank. Arnold Hess und Frau, Orete Hess. Hattingen-Ruhr, im Februar 1943. Danksaaung. Wir danken all denen, die an unseren lieben Verstorbenen im Östeinsatz verunglückten Sonderführer Pg. Otto Lingemann gedacht haben und uns ihre Teilnahme an dem schweren Verlust zum Ausdruck brachten. Frau Paula Lingemann, geb. Salzmann Sohn Herbert und Angohörige Hattingen-Ruhr(Emschestr. 40), im Februar 1948. Tief erschüttert und hart traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser einziger, liebster, sonniger Junge, der stets um uns besorgte, herzensgute Bruder, unser braver Enkel, Neffe, Vetter und Kamerad Mar.-Gefr. Gustav Heinz Bielitzki Inhaber des Mar.-Sportabzeichens im blühenden Alter von 21 Jahren an seiner schweren Verwundung verstorben ist. Er starb für Großdeutschland. Auf einem Heldenfriedhof in Afrika wurde er belgesetzt, All unsere Gedanken weilen in Liebe an seinem Grabe. Sein innigster Wunsch, seine Lieben in der Heimat wiederzusehen, ging nicht in Erfüllung. Wer unsern Heinz gekannt, weiß, was wir verloren hahen. Nun ruht er sanft in fremder Erde. In großem Schmerz: Die tiefbetrübten Eltern August Bielitzki und Frau Lulse, geb. Springmann, Lieselotte und Irmgard Bielitzki als Geschwister und die übrigen Anverwandten. E.-Steele-Elberg(Schultenweg 52), den 15. Februar 1943. Die Trauerfeier findet am 7. März, 17 Uhr, in der Friedenskirche zu Steele statt. Neues Herzeleid brachte uns die unfaßbare Nachricht, daß auch mein jüngster, hoffnungsvoller, herzensguter Sohn, mein lieber Bruder, Schwager und Onkel, der Gefreite Alfred Schmolewski Inhaber des E. K. II. Klasse und des Verwundetenabzeichens im Alter von fast 30 Jahren sein Leben bei den schweren Kämpfen im Östen dahingab. Auf einem Heldenfriedhof fand er seine letzte Ruhestätte. Er folgte seinem Bruder und seiner Mutter nach neun Monaten. In tiefem Schmerz: Anton Schmolewski sen., Anton Schmolewski jun. und Frau Berta, geb. Jänichen und Kind Rolf, Anni Schmolewski, geb. Hoffmann Welper(Schewenkamp 52), im Februar 1943. Tiefgebeugt unter den hl. unbegreiflichen Willen Gottes geben wir in namenlosem Schmerz die unfaßbare Nachricht bekannt, daß unser einziges Kind, die ganze Hoffnung unseres Lebens, unser lieber, unvergeßlicher Sohn Bruno Hover Grenadier in einem Infanterie-Regiment im jugendlichen Alter von 19 Jahren, nach einer schweren Verwundung, im Kriegslazarett zu Rostow am 12. Januar 1943, versehen mit den hl. Sterbesakramenten seine Seele in die Hände seines Schöpfers zurückgab. Möge das große Opfer seines jungen Lebens uns Kraft und Stärke geben in unserem tiefsten Leld. Paul Hover und Frau Mathilde, geb. Beckmann. Altendorf-Ruhr, im Februar 1943. Wir bitten seiner im Gebete zu gedenken. Dank aus. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes und Bruders, des Oberfunkmeisters Willi Colmann sprechen wir allen hlermit unseren herzlic hsten Famille Karl Colmann Welper-Ruhr(Horst-Wessel-Ring 22), im Februar 1943. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme, sei es durch Wort oder Schrift, sowie für die reichen Blumenspenden anläßlich des Heldentodes unseres sonnigen Jungen und einzigen Bruders, Schwagers, Neffen und Vetters, des Uffz. u. O.-A. Helmut Neumann, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Wilheim Neumann u. Frau Emllie, geb. Radermacher Hiltrud Dammasch, geb, Neumann. Erich Dammasch E.-Steele(Dreiringstr. 14), im Februar 1943. agung. F sel es durch Wort oder Schrift, anläßlich des Heldentodes meines unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Neffen und Vetters, des Stabsgefreiten Heinrich Hämmerich, sagen wir hiermit unseren tiefempfundenen Dank. All’ die Liebe war uns ein Trost in unserem schweren Lesd. Frau Wwe. Heinrich Hämmerich Kinder und Angehörige B.-Dahlhausen(Kassenberger Str. 185), im Februar 1943. Dankeagung. Für die vielen Bewelse inniger Teilnahme sei es in Wort oder Schrift anläßlich des Heldentodes unseres einzigsten innigstgeliebten Sohnes und guten Bruders des Obergefr. Josef Tontara sagen wir allen unseren hezlichsten ank. All die Liebe war uns Trost in unserem schweren Leid. Familie Valentin Tontara und Anverwandte Bochum-Dahlhausen, im Februar 1943. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger " Teilnahme sei es durch Wort oder Schrift an“ läßlich des Heldentodes meines lieben unvergeßlichen Mannes und treusorgenden Vaters, meines guten Sohnes und Bruders, unseres lieben Schwiegersohnes des Obergefr. Sfanl Winkler sagen wir unseren herzlichsten Dank. Frau Toni Winkler, geb. Bonczek Töchterchen Dorothea und Anverwandte Bochum-Dahlhausen, im Februar 1943. Heute morgen 6.45 Uhr verschied sanft und gottergeben, plötzlich und unerwartet, mein herzensguter Mann, mein eber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager u. Onkel Reichsbahnbeamter I. R. Anton Zünkeler Im Alter von 71 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelmine Zünkeler, geb. Schäfer Willi Zünkeler, z. Z. im Felde Else Zünkeler, geb. Salmen und Anverwandte. Hattingen-Ruhr, Hamburg, Köln, Haspe, Sassendorf und Langenberg, den 18. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Montag, 22. Febr., 15½ Uhr, vom Trauerhause, Untermarkt 8, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Für die zahlreiche Teilnahme beim Heimgange meines lleben Mannes und unseres guten VAters sagen wir allen unseren herzlichen Dank, besonders Herrn Pfarrer Kromberg und Herrn Hauptlehrer Linnhof für die trostreichen Worto am Grabe. Wwe. Karl Krach. Ida geb. Edler gen. Blumenau und Kinder B.-Stiepel(Haarstraße 183 a), im Februar 1943. Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme sowle für die zahlreichen Kranzspenden beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzl. Dank. Frau Ellsabeth Droier, geb. Grycz und Kinder Bernhard Grofl. Bochum-Dahlhausen, im Februar 1948. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim.Heimgange unserer lieben Mutter und Großmütter sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Familie Schadwinkel. Welper-Ruhr, Henschelstraße 27. Danksagung. Für die vielen Boweise herzlicher Tellnahme und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange unseres lieben Söhnchen Horst-Ernet sagen wir allon auf diesem Wege unseren herzl. Dank. Gustav Weber und Frau El ly, geb. Hinterthan. und Schwester Inge. Bochum-Linden, Lewacker Str. 67 b, im Februar 1943, Für die wielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter, besonders für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Geschwister Wasemuth B.-Dahlhausen(Kassenberger Str.). im Februar 1948. Der liebe Gott nahm am 18. Februar unseren lieben Sonnenschein Renate im Alter von 22 Monaten zu sich in den Himmel. In tiefem Schmerz; Konstantin Kramwinkel u. Frau Anna, geb. Krutzki Anni und Inge als Schwestern und die übrigen Anverwandten. E.-Steele(Hellweg 27), den 18. Februar 1948. Die Beerdigung findet am Montag um 12 Uhr vom evangel. Friedhof, Bochumer Str., aus statt. Heute morgen starb nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein lieber. unvergeßlicher Mann, unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Gastwirt Emil Grumm im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Ria Grumm, Kinder und Angehörige. Essen-Katernberg(Schalker Str. 123), den 17. Februar 1943. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 22. Februar, um 14.30 Uhr, in der evang. Kirche zu Essen-Katernberg statt. Anschließend die Beerdigung auf dem evang. Friedhof in Essen-Katernberg. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgange meiner lieben Gattin sage ich hiermit allen Verwandten und Bekannten, insbesondere der Reichsbahn in Essen meinen aufrichtigen Dank. Heinz Pappert. Essen-Kray, im Februar 1943. Bocklerbaum 39 Für die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen in so überaus reichlichem Maße erwiesene Anteilnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank. Erust Petraa, Ureula and Dorle Famllle Schreiber. Welper, den 19. Februar 1943. Für die herzliche Anteilnahme und die vielen Kranzspenden beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. Frau Emma Milbrecht und Kinder B.-Dahlhausen(In der Aue 4), im Februar 1943. Für die wohltuenden Beweise und letzte Ehrung beim Heimgange meines lieben Mannes und für die mir zum Ausdruck gebrachte Anteilnahme sage ich herzl.. Dank. Frau Karoline Dörnemann. E.-Steele, Horsterstr. 46, im Februar 1943. Heute morgen 11 Uhr verschied plötzlich und unerwartet, unsore liebe Schwester Frieda Heute Im Alter von 21 Jahren. In tiefer Trauer: Die Hinterbliebenen Hattingen-Ruhr(Drosselweg 30), den 19. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Montag, dem 22. Februar 1943, 16.30 Uhr, von der Friedhofskapelle in Hattingen aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, heute morgen 7 Uhr meinen innigstgellebten Gatten, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel, den Herrn Johann Hensing Im Alter von 75 Jahren nach langem, schwerem Leiden, mehrmals gestärkt mit den Gnadenmitteln unserer Kirche kurz vor seiner goldenen Hochzeit, zu sich in sein bimmlisches Reich zu nehmen Um ein stilles Gebet für den lieben Verstorbenen beten im Namen d. trauernd. Hinterblieb.: Frau Maria Hensing, geb Dellmnnn, Wwe. Marla Schürmann, geb. Hensing, Paul Hensing, Heinrich Hautkappe u. Frau Klara, geb.Hensing, Heinrich Kreuzenbeck u. Frau Therese, geb. Hensing, Ewald Krause und Frau Martha, geb. Hensing und 8 Enkelkinder. Altendorf-Ruhr, den 18. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 21. Februar, nachmittags 8.45 Uhr, vom Sterbehause, Hauptstraße 26, aus statt. Das Seelenamt ist Montag, morgens um 7.45 Uhr, in der hiesigen Pfarrkirche. Für die herzliche Anteilnahme und für die vielen Kranzspenden beim Heimgange unserer lieben Grete sagen wir allen, besonders Herrn Pastor Dedecke für seine trostreichen Worte, und den lieben Nachbarn unseren tiefempfundenen Dank. Familie Jos. Dolle B.-Dahlhausen(Heinrich-Kämpchen-Str. 5), im Febr. 1948. Statt Karten! Für die vielen Beweise inniger Teilnahme sowie für die Kranzspenden beim Tode unserer lieben Mutter sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Josef Scholz nebst Geschwistern und Anverwandten. Hattingen-Ruhr, Heggerstr. 63, im Februar 1943. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau und unserer guten Mutter sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Emil Grote und Kinder. Blankenstein-Ruhr(Freiheit 1), im Februar 1948. Danksagung. Für die aufrichtige und herzliche Teilnahme sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante sprechen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. Oiese Lippe und Kinder. Hattingen-Ruhr(Im Heggerfeld 18), im Februar 1943. Reichsbahn-Hameradschaftswerk, NS.-Marine-Nameradschaft, NS.-Hrlegerkameradschant 1817 Hatungen. Unser langjähriges Mitglied Kamerad Anton Zünkeler ist unerwartet zur großen Armee abberufen worden und mit ihm der treuesten einer von uns gegangen. Vielen ein Vorbild, werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren und zum Ehrengeleit am Montag, dem 22. 2. 1943 um 15.15 Uhr, im Weiltor antreten. Die Kameradschaftsführer. Karin. Die glückliche Geburt ihrer Tochter zeigen in dankbarer Freude an: Miene Siepermann, geb. Kröber WiIII Siepermann Hattingen-Baak, Sudetenstraße 18, z. Z. Evgl. Krankenhaus B.-Linden im Februar 1943 Heinz-Hanno. Unsere Christa hat ein Brüderchen bekommen. Dieses zelgen hocherfreut an Annellese Besse, geb. Gruschke Heinz Besse. Rev.- Oberwachtmeister d. Schutzpol., z. Z. i. Osten. Hattingen-Ruhr, Hüttenstr. 18, z. Z. ev. Krankenhaus Hattingen, den 17. Febrnar 1943. Karl-Ludwig Friedrich. Zu unserer Inge schenkte uns Gott einen gesunden Stammhalter. In dankbarer Freude: Fritz Bookshammer und Frau Jlse, geb. Zänker Düsseldorf, Solenanderstraße 5 I, den 15. Februar 1943 Städt. Krankenanstalten, Privatklinik Ihre Verlobung geben bekannt: Helga Brauer Hans Schneider Obergefreiter in einem Flak-Regt. Herbede-Ruhr z. Z. Urlaub Hauptstr. 119 im Februar 1943 Ihre Verlobung geben bekannt Jeanette Scheiwe Heinz Kindermann Mar.-Artl. Emden(Ostfriesl.) z.Z.Kriegsmarine Cirksenastr. 96 20. Februar 1948 Ihre Verlobung geben bekannt: Irmgard Kumpmann Walter Killmann Oberjäger i. e. Jägerkomp. Nieder-Stüter z. Z. Urlaub 19. Februar 1943 Ihre Verlobung geben bekannt: Margret Bremer Konrad Agethen Unteroffizier in einer Flak-Abtig. B.-Dahlhausen z. Z. Urlaub Halfmannswiese 39 21. Februar 1943 Für sofort gesucht 2 junge Beiköchinnen, 1 junges Mädchen zur Erlernung der kalten Kilche und für das Bülfett, 2 Mädchen für die Kllche. Restaurant Bürgerhof, Dessauer Str. 126. M.=Gladbach. Jnh. Carl Baur. Ihre Trauung geben bekannt: Hugo Leifert Bootsmaat Klärchen Leifert, geb. Zumpe z. Z. Kriegsmarine Hattingen-Ruhr Nordstr. 54 20. Febr. 1943. Statt Karten! Für die uns zu unserer Verlobung gesandten Glückwünsche und erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Lieselotte Krämer Heinz Marten Herbede ü. Witten, im Februar 1943. Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche und Blumenspenden anläßlich unserer Vermählung sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Helmut Bugl und Frau Elfriede, geb. Heinenberg Hattingen-Ruhr, den 20. Febr. 1943 Heggerstr. 55 Statt Karten! Für die uns übermittelten Glückwünsche und die zahlreichen Blumenspenden anläßlich unserer Vermählung sprechen wir allen, auch im Namen uns. Eltern, unseren herzlichsten Dank aus. Hans-Joachim Skutnick, San.-UfIz. und Frau Marianne, geb. Schmidt. Welper-Ruhr(Langehorst 72) und im Felde, im Februar 1943. Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche und Blumenspenden anläßlich unserer Vermählung sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Gerhard Staufenbiel und Frau Paula, geb. Adam B.-Dahlhausen, im Februar 1943 Auf dem Pfade 41 Für die uns aus Anlaß unserer silbernen Hochzeit zugegangenen zahlreichen Blumenspenden und Glückwünsche danken wir herzlich. Georg Schardt und Frau Essen-Steele, im Februar 1943 Bergstr. 22 Für die vielen Glückwünsche und Blumenspenden zu unserer silbernen Hochzeit sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Otto Boldt und Frau Margarete geb. Humtz B.-Dahlhausen, im Februar 1943 Im Wollsfeld 25 Bei der Röntgenaufnahme in Altendorf bei Winkelhaus wurde ein brauner Stoffhandschuh verloren. Der ehrl. Finder wird gebeten, denselben abzugeben b. Frau Lersch. Dumberg. Zechenplatz52 Für die überaus zahlreichen Glückwünsche und Blumenspenden anläßlich unserer silbernen Hochzeit sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Hermann Engeleberg und Frau Lina, geb. Hopmann Hattingen, im Februar 1943 Welperstr. 8 Bekanntmachung. Das Arbeitsamt Schwelm, Viktoriastraße 29. und die Nebenstelle Hattingen, Viktor=LutzeStraße 20. sind zur Ausgabe und Entgegennahme der Vordrucke zur Melduna von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung an den kommenden Sonnabenden durchgehend bis 20 Uhr und an den kommenden Sonntagen von 9—15 Uhr geofnet. Arbeitsamt Schwelm. Jahreshauptappell im Weiltor Sonntag. 21. Februar, nachm. 5 Uhr. (Beirat ½ Stunde vorher). Allgem. Jahresbericht; Bericht der verschledenen Warte: Vorschlag für die Besetzung der Stelle des Kameradschaftsführers; Wahlen. C. Zänker, Kriegerkameradschaftsführer. 1 Naar Knabenschuhe (fast neu) Gr. 33, geg. Gr. 30—31 zu tausch. ges.. mögl. gegen hohe. Zu erfragen in der Geschäftsstelle in B.=Linden. DEUTSCHE MAIZENA WERKEAG HAMBURG Mäkrmillel pharmageulisdie Gräparate Skunkspelz im Gloria=Theater Steele in der 1. Vorstellung am Montag. dem 15. Februar verloren. Gegen Belohnung abzugeben an der Kasse des Gloria=Theaters i. E.=Steele. Schw. Herd für 40. Tischmangel für 30, und gr. Waschkessel für 25 RM. zu verkaufen. Zu erfragen in der Geschäftsstelle in Bochum=Linden. Komm zur Reichsbahn! Miagswüchtiger und lebendiger EinsotzZugschoffnerinnen Aufsichtsbeamte Fahrkortenverkäuferinnen Kröfte für Fernmeldedienst Wagenreinigungspersonol Bürokräfte Berücksichtigung Deiner Fähigkeiten ond Vorbildung beim Einsatz! Deine Meldung nimmt jede Stelle der Deutschen Reichsbahn entgegen. 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Vorst. für KdF., Feierabendring 3:„Das Urteil des Paris“—„Die schlaue Müllerin". Mittwoch, 16—18.30 Uhr, Reihe C:„La Traviata". Donnerstag, 16—18 Uhr, geschl. Vorst. für KdF., Feierabendring 6:„Ariadne auf Naros". Freitag, 16—18.30 Uhr, Reihe G:„Gasparone“. Sonnabend, 16—18.30 Uhr, Reihe I:„Das Urteil des Paris"—„Die schlaue Müllerin". Sonntag, 16—18.30 Uhr:„La Traviata". Schauspielhaus Sonnabend, 16—18.45 Uhr, Reihe K:„Othello". Sonntag, 16.30—19 Uhr, 6. Vorstellung im Klassiker=Zyklus, Gastspiel des Staatstheaters Braunschweig:„Stella". Montag, keine Vorstellung. Dienstag, 16—18 Uhr, Reihe A:„Aimée oder der gesunde Menschenverstand“. Mittwoch, geschlossene Vorst. für die NSKOV.: „Othello". Donnerstag, 15—18.45 U. Reihe E:„Maria Stuart". Freitag, 16—18 Uhr, geschl. Vorst.:„Schneider Siebenstreich“. Sonnabend, 16.30 bis 18.30 Uhr, geschl. Vorst. für den Veranstaltungsring d. HJ.(Ring 2): „Versprich mir' nichts". Sonntag, 15 bis 18.30 Uhr, 7. Vorst. im KlassikerZyklus; Wiederaufnahme:„Das Käthchen von Heilbronn“. Gartenbauverein Welper. Unsere Jahreshauptversammlung findet am Sonntag, dem 21. Februar d. J. um 16 Uhr im Lokal Ashölter in Blankenstein statt. Wir laden alle Mitglieder herzlich ein und erwarten guten Besuch. Dipl.=Gartenbauinspektor Schmitt spricht über das Thema:„Unser Garten“. Der Vorstand. Großes möbl. Zimmer oder 2 kl. Mansarden mit Kochgelegenheit eig. Wäsche i. Linoen, Weitmar od. Dahlhausen mögl. sofort zu mieten gesucht. Ungeb. unt. Nr. 632 a. d. Geschäftsst. B.=Linden. L HATTINOEN Bie Montag! Eln Film, der jedem gefällt: mit Jlse Werner Lucie Englisch, Käthe von Nagy Hans Moser, Hans Holt Theo Lingen. Tiglieh. 1220 1420 630 Nicht für Jugendliche! SEIT 35JAHREN DARMOL-WERK DEALLSCHMIDGALL Alterer Mann für ein. Tage oder stundenweise zur Gartenarbeit gesucht. Frau J. Neuhaus, BochumDahlhausen, Lewackerstraße 107. Heinrich George in mit Olga Tschechowa. 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