260 Robnok omn Ma Ausgabe A 94. Jahrgang Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Hundt(Wehrm.) Stellvertreter: Hans Hollender, Hattingen=R. Verantwortl. für Politik, Heimat, Kunst, Unterhaltung und Leibesübungen: Hans Hollender. Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr. Telegramm=Adresse: Kreisblatt Hattingenruhr Hattinger Zeitung Die große Heimatzeitung Kreisblatt für den Ennepe=Ruhrkreis Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Hattingen=Ruhr, Obermarkt/ Postfach 21, 22/ Ruf 2941, 42 u. 43 Anzeigenleiter: Herm. Büscher. Z. Zt. sind die Preislisten Nr. 5 vom 1. 7. 1940 und Nr. 2 vom 1.7.1940(Sammelpreisliste) gültig. Erfüllungsort: Hattingen=N.; Bezugspreis: durch die Post je Monat 2,— RM zuzüglich Bestellgeld, durch Boten 2,16 RM einschl. Botenlohn. Nummer 126 Dienstag, 2. Juni 1942 Britenlügen über Chorkow Neutraler Tatsachenbericht vom Schlachtfeld enthüllt weitere erbärmliche Lügen der Briten Berlin, 2. Juni. Die britische Nachrichtenagentur„Exchange TeleTelegraph“ meldete am 31. Mai aus Moskau:„Die Schlacht um Charkow darf als eine der vernichtendsten Niederlagen der deutschen Armeen angesehen werden.“ Damit hat die britisch-sowjetische Agitationsmaschine einen neuen Gipfelpunkt erbärmlicher Lüge erreicht. Wir stellen ihr den ebenso nüchternen wie eindrucksvollen Bericht des soeben von einem Besuch des Schlachtfeldes der großen Kesselschlacht südlich Charkow zurückgekehrten Berichterstatters der „Gazette de Lausanne“ gegenüber. Der neutrale Journalist führte u. a. aus: Wir kommen jetzt von dem Schlachtfeld, wo zahlreiche sowjetische Infanteriedivisionen, Kavalleriedivisionen und Panzerbrigaden, im ganzen weit über 300 000 Mann, vernichtet wurden. Die Operation, durch die sich die bolschewistische Offensive in eine Niederlage verwandelte, wurde rasch durchgeführt. Die Kämpfe, die dem deutschen Gegenstoß vorangingen, waren außerordentlich hart. Die sowjetischen motorisierten Truppen griffen in einer bisher nicht dagewesenen Dichte an. Aber die Deutschen hielten stand. Das Ergebnis dieser Kämpfe besteht in hunderten ausgebrannter oder aufgerissener Tanks, die im Schlamm herumliegen. Trotz der Angriffe der drei eingeschlossenen Armeen und der von außen zu ihrer Befreiung eingesetzten Truppen schloß sich der eiserne Ring innerhalb von zehn Tagen. Die Wirkung der deutschen Waffen ist eindrucksvoll. Ein Vergleich mit den Schlachten des Krieges in Frankreich ist unmöglich, auch nicht mit anderen Feldzügen, das Einkreisungsmanöver war hier besonders mörderisch. Die Artillerie hat die Ebene kilometerweit in Trichter verwandelt. Ueberall liegen tote Pferde zwischen zerbrochenen Wagen, ausgebrannten Automobilen und verbogenen Geschützen. Eine Flakbatterie, die kaum Zeit hatte, zum Schuß zu kommen, ist durch schwere Bomben 15 Meter weit fortgeschleudert worden. An dem Fluß und an der Straße, die an ihm entlangführt, sind überall die Spuren erbitterter Kämpfe zu sehen, die erst vor Stunden zu Ende gegangen sind. Ganze Artillerieregimenter sind vernichtet worden, Geschütze und Munitionsautos sind in die Luft geflogen. Ich kann nicht eine einzige dieser Szenen beschreiben. Ueberall liegen Leichen, überall müssen die sowjetischen Verluste enorm sein. Der Widerstand in den Dörfern, durch die wir gekommen sind, war besonders hartnäckig. Die Häuser sind dem Erdboden gleichgemacht, das Vieh getötet. Die Bevölkerung war geflohen, ist aber jetzt zurückgekommen, um zu retten, was noch zu retten ist. Wir begegnen endlosen Sowjetgefangenenzügen, die sich nach hinten bewegen. Die Männer sind sehr jung. Ich stelle fest, daß diese Tausende ebenso gleichgültig und teilnahmslos sind wie die Bevölkerung. Sie ziehen vorüber, die Gesunden zu Fuß, die Verletzten, die alle verbunden sind, in Wagen. Wir fahren weiter trotz des Morastes und der Hindernisse aller Art, die auf dem Wege liegen. Tanks, deren Türme wie von einem gewaltigen Säbelhieb weggehauen sind, rauchen noch. Aus den umliegenden Wäldern kommen Verwundete, die sich ergeben. Schließlich sind wir im Zentrum des Schauplatzes dieser wilden Schlacht. Man muß sich vorstellen, daß ein großes Erdbeben mehrere Divisionen auf einer Ebene, die hundertmal so groß wie die Place de Milan in Lansanne, durcheinandergeschüttelt hätte. Im Morast stecken Pferde und Fahrzeuge aller Art, umgestürzt und verbogen. Ueberall Tote. Ich hatte mir niemals eine Schlacht so schrecklich vorgestellt. Im ganzen Umkreis liegt der Rest der sowjetischen Truppen, die den Ring der deutschen Artillerie zu durchbrechen suchten, auf dem Boden. Aber es ist nur ein Teil der gewaltigen Schlacht. Wohin auch das Auge blickt, sieht es Tote, Trümmer von Geschützen oder Pferde in wildem Schrecken. Die Menge des zerstörten Materials ist einfach unvorstellbar. Stundenlang erschienen die Stukas in Wellen über den Sowjettruppen, während Flak ungeschützt in dieser Ebene stand, wo nicht ein Baum, nicht ein Graben Deckung bietet. Der Angriff der Britenbomber auf Köln Schnelle Hilfe durch SHD, Luftschutz, Wehrmacht u. andere Sicherheitsstellen Köln, 1. Juni. In der Nacht zum 31. Mai haben britische Nachtbomber durch Abwurf vieler Brand= und Sprengbomben gegen Köln einen Terrorangriff unternommen, der sehr großen Sachschaden im Gefolge hatte. Völlig planlos sind fast in allen Stadtteilen die Wohnviertel in verschiedenen Wellen, vor allem mit Brandbomben, belegt worden. U. a. wurden die Gauwaltung der NSV völlig zerstört, ebenso wurden mehrere große Geschäftshäuser und Schulen vernichtet, das Polizeipräsidium, die Messe, weitere Geschäftshäuser und Schulen, sowie drei Kirchen und zwei Krankenhäuser wurden schwer beschädigt. Vor allem entstanden Dachstuhlbrände in vielen Stadtteilen. Dem beherzten Zugreifen der Kölner Bevölkerung, die ohne Rücksicht auf die Gefahr sofort die energische Bekämpfung der Brandbomben in Angriff nahm, ist es zu danken, daß trotz starkem Wind viele Brände sofort auf ihren Herd beschränkt werden konnten. Der organisierte tatkräftige Einsatz der Parteiformationen, der Wehrmacht und aller staatlichen und städtischen Sicherheitsstellen wurde sofort nach Beginn des Angriffs veranlaßt, so daß der Bevölkerung jede nur mögliche Hilfeleistung gewährt wurde. Für die durch die Brände obdachlos Gewordenen ist sofort eine umfassende Hilfsarbeit eingeleitet worden. Das disziplinierte Verhalten der gesamten Bevölkerung und die gegenseitige Nachbarschaftshilfe waren über jedes Lob erhaben. Die Zahl der Todesopfer beträgt bis Sonntagabend 117. Mit einer Erhöhung dieser Zahl muß noch gerechnet werden. Mit dem Terrorangriff in der Nacht zum 31. Mai auf die Zivilbevölkerung Kölns haben die britischen Bomber auch noch den letzten Schein, als richteten sich ihre Angriffe gegen militärische und wehrwirtschaftliche Ziele, vollkommen fallen gelassen. Dieser Angriff gleicht in vollem Umfange der Tat eines Wahnsinnigen, der selbst nicht mehr ein und aus weiß und nun in seinem Sadismus seine Zerstörungswut an wehrlosen friedlichen Bürgern, Frauen, Greisen und Kindern ausläßt. Der Bevölkerung hat sich in allen Kreisen tiefste Empörung und Zorn bemächtigt über diese britische Freveltat. Wenn die Briten glaubten, mit ihrem Angriff eine Panikstimmung oder eine Zersetzung des Widerstandswillens erreichen zu können, so haben sie damit gerade das Gegenteil erzielt. In den Unterbringungs= und Verpflegungsräumen wurde für die Fliegergeschädigten sofort sowohl von den Stellen der Partei als auch in nachbarschaftlicher Hilfe und von der Stadtverwaltung in ruhiger Gelassenheit nach besten Kräften gesorgt. Die Geschädigten selber, die zum Teil all ihr Hab und Gut verloren haben, bewahren eine bewundernswerte Ruhe und vorbildliche Disziplin. Tiefste Abscheu beseelt die gesamte Bevölkerung, vor Riesenerfolg der deutschen U-Boote im Mai 924 000 BRT versenkt— Vergeltungsangriffe gegen den Bischofssitz Canterbury Wiederholt, da zuletzt nur in Teilausgabe.) Aus dem Führerhauptquartier, 1. 6. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Östfront wurden eigene örtliche Angriffe erfolgreich durchgeführt. Vereinzelte Angriffe des Gegners wurden abgewiesen. Die Luftwaffe bekämpfte mit starker Wirkung militärische Ziele in Stadt und Hafen von Sewastopol. In den Gewässern von Murmansk beschädigten Sturzkampfflugzenge zwei große Frachtschiffe durch Bombentrefser. „In Nordafrika wurden britische Gegenangriffe unter hohen Verlusten des Feindes abgeschlagen. Deutsche und italienische Jäger schossen am gestrigen Tage in Luftkämpfen 24 britische Flugjeuge ab. Im Verlauf der bisherigen harten Kämpfe brachten deutsche und italienische Truppen über 2000 Gefangene ein und vernichteten oder erbenteten über 350 Panzerkampfwagen, 53 Geschütze und zahlreiches andere Kriegsmaterial. An der Kanalküste verlor der Feind am gestrigen Tage 19 Flugzeuge. Zur Vergeltung für den Terroranariff der britischen Luftwaffe auf Köln griffen starke Kampffliegerkräfte in der letzten Nacht den Bischofssitz von Canterbury in Südostengland mit Tausenden von Spreng= und Brandbomben an. Die in geringer Höhe und bei guter Sicht aufliegenden Verbände beobachteten große Brände. Einzelne britis he Flugzeuge unternahmen in der Nacht zum 1. Inni wirkungslose Störflüge in das westdeutsche Gebiet. Der Kampf gegen die Versorgungsschiffahrt Großbritanniens und der Vereinigten Staaten war im Monat Mai besonders erfolgreich. Kriegsmarine und Luftwaffe versenkten 170 feindliche Schiffe mit zusammen 924 400 BRT. Außerdem wurden 66 Schiffe durch Bomben= oder Torpedotreffer zum Teil schwer beschädigt. An diesen Erfolgen hat die Unterseeboot=Waffe, wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, mit der Versenkung von 140 Schiffen mit zusammen 767 400 BRT. besonderen Anteil. Bei den letzten Kämpfen auf der Halbinsel Kertsch hat sich der Obergefreite Entian dadurch besonders ausgezeichnet, daß er in einem Steinbruchgebiet trotz starken feindlichen Feuers allein in eine Höhle eindrang und durch deren Sprengung die Gefangennahme von neun Offizieren und 650 Mann ermöglichte. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote vor der amerikanischen Küste hat sich das Boot des Kapitänleutnants Winter besonders ausgezeichnet. Bei dem britischen Luftangriff auf Köln haben die dort eingesetzten Lustschutzkräfte ungeachtet eigener Verluste durch Tatkraft und besonderen Mut eine größere Ausdehnung der Brände verhindert. Weitere 57 Panzer erbeutet Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 1. Juni. Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Feindliche Gegenangriffe in der Marmarica, die darauf hinzielten, eingeschlossene Abteilungen zu entsetzen, wurden durch entschlossenes Zugreifen vereitelt. Im Verlauf dieser Kämpfe fügte die Eiserne Panzerdivision Ariete dem Gegner schwere Verluste zu. Es wurden weitere 57 Panzer erbeutet. Lebhafte Tätigkeit der italienischen und der deutschen Luftwaffe. In einer Reihe siegreicher Luftkämpfe wurden 33 Flugzeuge von den Jagdfliegern der Achse, vier von der Flak großer Bodeneinheiten abgeschossen. Damit hat der Feind vom 26. bis 31. Mai 86 Flugzeuge über Libyen verloren, während am Boden einige Dutzend Flugzeuge zerstört wurden. Bei Bombenangriffen gegen vie Stützpunkte Micabba und Ta Venezia erhielten die Ziele wiederholt Treffer. In Luftkämpfen mit unseren Jägern stürzten zwei Spitfire ab. In der vergangenen Nacht führte die britische Luftwaffe in rollendem Einsatz und mit beträchtlichen Kräften einen neuen Angriff auf die Stadt Messina durch. Die Zivilbevölkerung hatte einen Toten und 13 Verletzte zu beklagen. Es entstand beträchtlicher Schaden an einigen Gebäuden, so auch an dem Krankenhaus Principe di Piemonte, wo 40 Insassen verletzt wurden. Zwei Kampfflugzeuge erhielten Flaktreffer und stürzten ins Meer, das eine zwischen Villa San Giovanni und der Riviera bei Del Taro, das andere zwischen Gallina und Catona. allem über die bei diesem Angriff in besonderer Deutlichkeit zutage getretene schamlose Zerstörung von Wohlfahrtseinrichtungen, Krankenhäusern und Kirchen. Die Bevölkerung Kölns, die im Verlauf des Krieges schon so oft ihre vorbildliche Haltung erwiesen hat, hat auch bei dem Angriff in der Nacht zum 31. Mai aufs neue gezeigt, daß sie in festem Glauben an den Endsieg auch gegen die schwersten Heimsuchungen gewappnet ist, und daß sie den entschlossenen Willen hat, sich von dem britischen Terror nicht unterkriegen zu lassen. 924400 BRI Mit 924 400 BRT. versenktem feindlichen Handelssschiffsraumes im Monat Mai hat die deutsche Kriegsmarine alle ihre bisherigen stolzen Leistungen selbst in den Schatten gestellt. Daß die letzte Sondermeldung, mit deren Ergebnis die Rekordziffer erreicht wurde, am Tag der Schlacht vom Skagerrak verkündet werden konnte, erfüllt uns mit besonderer Genugtuung. Ueberlegenheit an Angriffsgeist, Ausrüstung und Technik der deutschen Kriegsmarine erschütterte damals am 31. Mai 1917 die bisher unbezweifelte Uebermacht der britischen Flotte. Dieser Angriffsgeist beseelt heute Kommandanten und Besatzung der deutschen U=Boote, die der feindlichen Versorgungsschiffahrt immer vernichtendere Schläge zufügen, so daß man selbst in London und Washington eingestehen muß, daß die Schiffsverluste kriegsentscheidend sinv. Wie oft haben Churchill und Roosevelt die deutschen U=Boote auf dem Papier bereits „erledigt“. Wie oft war die Rede von geheimen, aber nunmehr endlich unfehlbaren Abwehrmitteln ggen die U=Bootgefahr. Ohne Rücksicht auf diese Erfindungen, die wie alle militärischen Wunderdinge unserer Feinde nur in der Phantasie bestehen, sind die Versenkungsziffern immer wieder gestiegen, bis im letzten Monat der bisher größte Erfolg erzielt wurde. Dabei handelt es sich nur um die Schiffe, die von deutschen U=Booten versenkt wurden und deren Untergang genau festgestellt werden konnte. Es fehlen also noch die Verluste der feindlichen Versorgungsschifffahrt durch die deutsche Luftwaffe, die für den Monat Mai noch ausstehen. Es fehlen ferner die Verluste durch Minen, die von England sowohl wie von den USA. aus begreiflichen Gründen ängstlich geheimgehalten werden, und es fehlen die zweifellos ebenfalls sehr erheblichen Verluste an Schiffen, die von U=Booten durch Treffer schwer beschädigt wurden, deren Sinken aber nicht beobachtet werden konnte. Es fehlt ferner das Ergebnis, das Deutschlands Verbündete erzielt haben. Erst alles das zusammen würde den Gesamtverlust ergeben, den unsere Feinde tatsächlich erlitten haben. Dieser Verlust ist also noch erheblich höher als die stolze Ziffer, die die deutschen U=Boote im Monat Mai buchen können. Ihr Erfolg ist das Ergebnis zahlloser Angriffe, die in der Weite der Weltmeere vom Nordkap bis zum Aequator, vom Mittelmeer bis zu den Küsten der USA. mit unvergleichlicher Kühnheit und dabei doch größter Besonnenheit und Zielklarheit vorgetragen wurden. Zweifellos haben England und die USA. alles, was ihnen nur möglich war, getan, um die U=Boot=Abwehr zu verstärken. Um so höher ist der Rekorderfolg im letzten Monat zu veranschlagen. Kein Wunder, daß man im Lager unserer Feinde über diese Entwicklung bestürzt ist. Die großmäuligen Tiraden eines Churchill, Roosevelt oder Knox sind verklungen. Dafür rechnet man ängstlich an Versenkungsziffern und Neubauten herum. Man gibt, wenn auch nur zögernd, zu, daß heute schon viel mehr Schiffsraum versenkt wird, als neu gebaut werden kann. Man spottet über Bauprogramme, die nur auf dem Papier stehen, und man gesteht ein, daß gegen deutsche U=Boote kein Kraut gewachsen ist. Was die Versenkungen bedeuten, spürt man überall im deutschfeindlichen Lager am eigenen Leibe. Man kann nicht einmal das eigene Leben aufrechterhalten, wie soll man da helfen, was so dringend notwendig ist! Und dabei räumen die deutschen U=Boote immer verheerender unter den Restbeständen der Flotten auf. Selbst gleichbleibende Verluste werden schmerzlicher als zu Anfang. Aber sie steigen sogar noch an! Kampfpause auf dem Schlachtfeld Berlin, 1. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, ist der Sieg der deutschen und verbündeten Truppen in der Frühjahrsschlacht bei Charkow und am Donez vollständig, so daß nun bereits seit drei Tagen Kampfruhe auf dem Schlachtfeld herrscht. Zur Unterstützung der erfolgreichen Angriffsunternehmungen des Heeres im nördlichen Abschnitt der Östfront bekämpfte die deutsche Luftwaffe auch gestern eingekesselte feindliche Truppen mit nachhaltiger Wirkung. Roosevelt läßt die Vollars rollen Die Abhängigkeit südamerikanischer Staaten macht Fortschritte dafür, daß es Roosevelt lediglich auf in Europa und in Asien verloren gegangenen Einfluß ankommt. Madrid, 2. Juni. Mr. Roosevelt läßt schon seit sechs Monaten großzügig einen unaufhörlichen Strom von Dollarnoten in alle amerikanischen Länder fließen, berichtet EFE aus Guatemala. Roosevelt begnügt sich durchaus nicht damit, nur Geld für die Verteidigungsansammlungen für die Rüungsindustrie, für Eisenbahn= und Straßenbauten zur Verfügung zu stellen, sondern läßt auch Dollar in allen Wirtschaftszweigen, die gar nichts oder wenig mit dem Krieg zu tun haben, rollen. Täglich berichtet die Presse von derartigen Anleihen. Gestern war es Nicaragua, das eine halbe Million für die Verbesserung der Landeshygiene und für sanitäre Einrichtungen erhielt, heute gibt Roosevelt Costa Rica einen Kredit für das Institut zum Studium der Tropenlandwirtschaft. Morgen werden Brasilien, Kolumbien und Venezuela für ähnliche Zwecke Dollaranleihen erhalten. Wenn man die Liste der Geldempfänger betrachtet, müsse man feststellen, daß die rings um die USA liegenden Länder witaus mehr begünstigt werden als die weiter entfernten Staaten. So uneigennützig die Kredite von außen aussehen, schreibt der EFE=Berichterstatter weiter, sind sie aber nicht. Roosevelt hat sich dafür bereits in weitgehendem Maße festumgrenzte Rohstofflieferungen sowie den Absatz nordamerikanischer Fertigwaren gesichert. Er geht von dem Standpunkt aus, daß man ein Land um so mehr gefügig machen könne, je mehr man es finanziell abhängig macht. Aus diesem Grunde meint der EFEKorrespondent abschließend, kann man nicht genug vor der Leichtsinnigkeit der Annahme des nordamerikanischen Goldes warnen, denn die Wucherzinsen werden unerbittlich eingetrieben werden. Am Ende werden die Geldmacher nicht nur die Selbständigkeit und die Freiheit einbüßen, sondern auch noch ärmer als zuvor dastehen. Bereits heute sind die an allen Ecken des amerikanischen Kontinents auftauchenden USA=Techniker ein schlagender Beweis 13 britische Jäger abgeschossen Berlin, 2. Juni. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, erlitt die britische Luftwaffe auch am gestrigen Montag bei Einflugversuchen in das besetzte Gebiet empfindliche Verluste. Ein stärkerer britischer Jagöverband wurde an der Kanalküste von deutschen Fokke=Wulf=Jägern angegriffen. Im Verlauf heftiger Luftkämpfe wurden nach bisher vorliegenden Meldungen 13 britische Jäger abgeschossen. Neuer Ritterkreuzträger Berlin, 2. Juni. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Hauptmann Gaßmann, Gruppenkommandeur in einem Sturzkampfgeschwader. Hauptmann Peter Gaßmann, am 4. 12. 1910 zu Bonn a. Rh. geboren, hat sich in nahezu 300 Feindflügen auf den Kriegsschauplätzen in Polen und Frankreich, gegen England und im Mittelmeerraum(Malta, Kreta) sowie im Kampf gegen die Sowjetunion hervorragend bewährt. Im Ostfeldzug führte er durch sein Draufgängertum und seinen unerschütterlichen Mut seine Gruppe von Erfolg zu Erfolg. wurden vernichtet: Berlin, 2. Juni. In der für die deutschen Truppen siegreichen Frühjahrsschlacht bei Charkow und am Donez wurden, wie gemeldet, die 6., 9. und 57. bolschewistische Armee vernichtet. Aus zahlreichen Gefangenenverhören und Berichten ergebt sich ein klares Bild über die Zusammensetzung dieser zerschlagenen feindlichen Armeen. Es wurden vernichtet: 20 Schützendivisionen, und zwar: die 14. Garde, 41., 47., 99., 103., 150., 216., 248., 253, 266., 270., 317., 337., 341., 349., 351., 393., 411., die Masse der 106. und der 333. Schützendivision, sowie Teile der 335. Schützendivision und der 23. motorisierten Brigade. Ferner fanden ihren Untergang 7 Kovalleriedivisionen mit den Nummern 26, 28, 38, 49, 62, 64, 70, sowie Teile der 34. und 60 Kavalleriedivision. An Panzerbrigaden wurden vernichtet die 5. Garde=, die 6., 7., 15., 36., 37., 38., 48., 64., 67., 131., 197., 198., 199, sowie Teile der 121. Panzerbrigade. Kommels größte Angriffsschlacht in der Wüste Vorgeschobene Wüstenstützpunkte jetzt schon rückwärtiges Operationsgebiet ndzP-K, 2. Juni. Es war seit Monaten still um den afrikanischen Kriegsschauplatz geworden, von dem nur Aufklärungs= und gegenseitige Spähtrupptätigkeit in den Wehrmachtsberichten gemeldet wurde. Jetzt ist in der Wüste der Mamarika seit dem 26. Mai eine große Schlacht im Gange, in deren Verlauf von Anbeginn an die Feindtruppen überrascht und geworfen wurden. Diese Schlacht in der Wüste, die sich über gewaltige Entfernungen hinzieht, wächst aus vielen Einzelunternehmungen, die doch alles nach dem einen großen Angriffsplan durchgeführt werden, zum großen Gesamtgeschehen zusammen. Sie vollzieht sich nach besonderen, nur für den Wüstenkrieg geltenden Gesetzen, und sie kann in ihrem Verlauf nur bedingt mit Schlachten ähnlichen Umfangs und ähnlicher Bedeutung an anderen Front verglichen werden. Die Wüste als Vorbereitungs= und Aufmarschbasis allein ist eine ungewöhnliche Erscheinung, zumal für Verbände von solcher Stärke und solcher Sonderrüstung, wie sie dieses Mal in Afrika angetreten sind. Von den tausenderlei Anforderungen, die der Nachschub für eine ganze Armee nach Afrika und dann dort unter ungünstigen, äußerst schwierigen Verhältnissen im Lande selbst täglich stellt, soll im Rahmen dieser, dem Kampf geltenden Betrachtung, mit dieser kurzen Anmerkung nur andeutend gesprochen werden. Wir Afrika=Soldaten haben damals, als wir nach der Wiedereroberung der Cyrenaika, in der Vorwüste zum Marmarika Stellungen beziehen mußten, gewußt, hier bleiben wir nicht lange abwartend liegen! Wir wußten, daß die Ruhe, die wieder trügerisch sich über die Afrikafront lagerte, eines Tages einem neuen Vorstoß nach Östen weichen würde. Wir haben die Vorbereitungen für den Angriff, in dessen Verlauf unsere bisherigen vorgeschobenen Wüstenstützpunkte längst rückwärtiges Operation.sgebiet geworden sind, in den Monaten des Abwartens miterlebt. Es hat sich gezeigt, daß unser Generaloberst Romme! nicht nur ein Meister des Improvisierens ist, sondern auch ein Meister der sorgfältigen, alles bis in das kleinste bedenkenden Vorbereitungen eines großangelegten Angriffs, wie wir ihn jetzt erleben. Und wie immer ist unser Rommel selbst dabei, da es gilt, seine deutschen und italienischen Truppen gegen den Feind zu führen. Wüstenmarsch bei Sonnenglut und atemraubendem Staub, Wüstenkampf in seiner unerbittlichen Härte, mit seinen bis an die Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit gehenden körperlichen Anstrengungen durch Sand, Hitze und quälenden Durst. Mit seinen außergewöhnlichen schweren seelischen Belastungen für die aus Europa gekommenen Kämpfer sind Dinge, die wir kennen. Wir waren uns bewußt, daß ein neuer großer Angriff gegen die tiefgestaffelten, wohlausgebauten, durch unzählige Minenfelder geschützten feindlichen Stellungen uns beides in kaum zu erahnendem Maße bescheren würde. Und dennoch gingen alle unsere Gespräche um den Tag, warteten wir alle mit Spannung auf diesen Angriff. Schon am dritten Tag der großen Schlacht in Afrika war der Feind gezwungen, sich nur noch mit aller Erbitterung und Zähigkeit in seinen Bunkerlinien zu verteidigen. Er hat seit dem 26. Mai schwere Verluste hinnehmen müssen. Die Angreiser aber haben aus den Erfahrungen, die sie im vorigen Jahr vor Tobruk sammeln mußten viel gelernt und wenden das Gelernte jetzt an. Noch tobt in erbittertem Ringen die Schlacht in Afrika, doch die Heimat darf mit Zuversicht und Vertrauen auf ihre Afrika=Soldaten und auf die tapferen italienischen Truppen an ihrer Seite schauen. Der Afrikakämpfer erlebt und begrüßt den Angriff als Erlösung aus Kleinkrieg und Wüstenalltag und er sieht in ihm den Auftakt zu neuen Siegen. Kriegsberichter Heinrich Herlyn. Uusece Vergeltüng Pür Köen Bomben schweren und schwersten Kalibers auf Canterbury dnb-PK, 1. Juni. In der Nacht zum 31. 5. haben englische Bomber den deutschen Westen heimgesucht und ihre Bomben wie so viele Male vorher in nichtmilitärischen Zielen abgeworfen. Den letzten feigen nächtlichen Ueberfällen auf Rostock und Lübeck haben sie jetzt wieder eine Schandtat beigefügt, die sich würdig den vielen Angriffen auf unschuldige Frauen und Kinder, auf Kulturwerte und Baudenkmäler anreiht. Köln ist diesmal das Ziel ihres gemeinen Ueberfalles gewesen, der uns die niederträchtige Kriegführung der Briten aufs neue bewiesen hat. Fernab von wehrwirtschaftlich wichtigen Zielen haben sie ihre Bomben auf Zivilbauten, Kirchen und Krankenhäuser geworfen und dadurch unschuldige Menschen gemordet. Und doch haben sie nicht planlos über dem Stadtbild gewirkt. Die zerstörten Kirchen und Denkmäler, die feigen Ueberfälle auf Krankenhäuser, Heilanstalten und Lazarette beweisen uns deutlich genug, welcher Sinn Murmansk und die Murmanbahn Sowjethilfe auch im hohen Norden gefährdet.— Der Griff an die Schlagader. Seit langem betteln die Sowjets in den Vereinigten Staaten um Kriegsmaterial. Ein Hilfeschrei jagt dem anderen über den Ozean nach. Aber wenn Herr Roosevelt auch vorgibt, das Möglichste zu tun, und mit vielen Worten alles nur Erdenkliche verspricht,— die Wege nach der Sowjetunion sind weit. Sie führen um den halben Erdball herum und sie sind, wie der letzte Sonderbericht bewies, nicht ungefährlich. Der Weg zum Persischen Golf und weiter durch Iran ist durch das Vordringen der Japaner im Indischen Ozean gefährdet, zudem fällt ins Gewicht, daß ein Transport von den Vereinigten Staaten bis zum Persischen Golf allein sieben Wochen dauert, und daß die Transiranische Eisenbahn einen nicht gerade vollkommenen Verkehrsweg darstellt. Der zweite Weg über Wladiwostok muß als völlig abgeriegelt bezeichnet werden denn die japanische Ueberlegenheit in diesem Raume läßt seine Benutzung nicht zu. So blieb für Transporte aus USA. nur der Ausweg über die Nordroute, die meist von Boston an Island vorbei im Winter nach Murmansk, im Sommer nach Archangelsk führt. Aber auch diese Route, die allein zur See eine Länge von rund 8000 Kilometern hat, liegt ständig unter der Einwirkung der deutschen Waffen. Häufig meldet der deutsche Wehrmachtebricht von den Erfolgen deutscher U=Boote und der Luftwafse bei Angriffen auf feindliche Geleitzüge. Diese Tatsache schwerster Einbußen kann man auch auf der Feindseite nicht verschweigen. Erst dieser Tage schrieb der Washingtoner Militärkorrespondent der„New York Times", Baldwin, im Londoner„Evening Standard“, auch auf dem Seewege nach Murmansk erleide man täglich ernste und schwere Verluste. Mit dem Transport nach Murmansk, dessen Hafen das ganze Jahr über eisfrei ist, während Archangelsk nur wenige Monate angelaufen werden kann, haben die Kriegsmateriallieferungen für die Sowjetunion aber noch nicht ihr eigentliches Ziel erreicht. Von Murmansk aus ist die einzige Verbindung mit dem Innern des Landes die Murmanbahn, deren südlicher Teil zwischen Ladoga= und Onega=See in den Händen der Finnen ist, und die im ganzen fast täglich das Ziel deutscher Bomber ist. Die Murmanbahn stellte in Friedenszeiten die Verbindung zwischen dem Nördlichen Eismeer und Leningrad her. Wenn auch schon in weiter zurückliegenden Zeiten Pläne zu einer solchen Bahnlinie erörtert wurden, so traten sie doch immer wieder durch das Auftauchen anderer Projekte in den Hintergrund. Erst im Weltkriege gelangte der Plan einer Linie von Murmansk nach Leningrad zur Durchführung. Vorgesehen wurde die Weiterführung der schon bestehenden Eisenbahnverbindung zwischen dem damaligen Petersburg und Petroskoi am Onega=See. Im Jahre 1915 wurde der Bau dieser fast 1200 Kilometer langen Strecke unter Leitung französischer und englischer Ingenseure in Angriff genommen. Kriegsgesangene der Mittelmächte mußten die Arbeiten leisten, neben ihnen aber auch chinesische Arbeiter. Unzählige ließen hierbei infolge der schlechten Versorgung ihr Leben. In noch nicht eineinhalb Jahren war der Bau fertiggestellt. Abet er stellte nur eine provisorische Lösung dar, und erst bald nach der bolschewistischen Revolution gingen die Sowjets mit Hilfe politischer Strafgefangener daran, die Bahn in ihrer heutigen Gestalt zu vollenden. Vor allem wurde die Strecke zweigleisig ausgebaut und der nördliche Teil auf einer Strecke von etwa 300 Kilometern für elektrischen Verkehr eingerichtet. Als Nachschubweg haben die Sowjets der Murmanbahn stets große Bedeutung beigelegt. Die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten haben dafür gesorgt, daß sie diese Rolle nicht mehr spielt. ihren nächtlichen Einflügen zugrunde liegt. Gegen die Hilflosesten richtet sich ihr Krieg, gegen Kinder und Kranke. Drei Kirchen uno zwei Krankenhäuser fielen in Köln u. a. ihren Bomben zum Opfer. Kranke und Gebrechliche, wehrlose und hilfebedürftige Menschen haben sie gemordet, skrupellos und brutal, wie es seit jeher ihre Methode war. 44 der angreifenden Britenbomber wurden in dieser Nacht durch Flakartillerie und Nachtjäger abgeschossen. Doch diesem Verlust wurde ein viel größerer hinzugefügt: Der Führer hat die Vergeltung befohlen und unsere Maschinen sind gestartet! Gleich die folgende Nacht hat den Engländern gezeigt, daß die Front im Westen nicht schwächer geworden ist, sondern daß unsere Luftwaffe zuzuschlagen versteht und doppelt und dreifach vergilt! Im Schein des vollen Mondes sind die nimmermüden Besatzungen gestartet, in den Klammern unter den Maschinen schwere und schwerste Bomben. Sie werden Tod und Vernichtung auf die britische Insel tragen. Vergeltung für den Angriff auf Frauen und Kinder, Kirchen und Krankenhäuser in Köln. Dieses Mal richtete sich unsere Vergeltung gegen Canterbury. Sie hat, wie schon manche andere englische Stadt vordem, die Wirkung unserer Bomben in dieser Nacht spüren müssen. Denn daß die Maschinen in die befohlenen Zielräume geworfen haben, bestätigen uns die Besatzungen, die wir gleich nach der Landung gesprochen haben. Fast taghell liegt Canterbury im Mondschein unter den einfliegenden Maschinen. Von unten feuert Flakartillerie aller Kaliber, greifen dichte Scheinwerferbündel nach den Angreifern. Sperrballone sind dicht an dicht gespannt und unter dem sternenklaren Himmel geistern in gespenstischer Schnelle die britischen Nachtjäger. Welle auf Welle unserer Flugzeuge greift an, geht hinein in den dichten Feuerhagel und greift sich das befohlene Ziel heraus. Und dann fallen die Bomben, Schlag auf Schlag. In ebenso dichter Folge, wie unsere Flugzeuge eingeflogen sind. Die Männer in den Flugzeugen aber sehen unten deutlich die auflodernden Brände, die sich über Tausende von Metern weit erstrecken und immer weiter um sich greifen. Immer mehr rötet sich der Himmel vom Widerschein der flackenden Feuer. In ihrem Schein aber sehen noch die Besatzungen der letzten einfliegenden Maschinen deutlich Gebäude wie Kartenhäuser eineinanderstürzen. Bomben schweren und schwersten Kalibers und Brandbomben in ungeheueren Mengen haben für Köln eine Vergeltung geschaffen, an die der Brite noch lange denken wird. Unsere Schlagkraft hier im Westen ist nicht geringer geworden.. Ueber Köln und an der Küste mußten 44 englische Maschinen herunter. Bombe auf Bombe auf deutsche Zivilhäuser wird den Engländern vergolten. Und die Zahl unserer Flugzeuge, die in dieser Nacht den Vergeltungsangriff flogen. würden die Engländer eines Besseren belehrt haben, wenn sie meinen, wir seien nicht in der Lage, das Wort des Führer wahrzumachen. Wir vergelten die Schandtaten der Britenflieger doppelt und dreifach!* Das englische Nachrichtenbüro Reuter schreibt über die Wirkung dieses deutschen Vergeltungsschlages:„In den frühen Morgenstunden des Montags unternahm die Luftwaffe bei hellem Mondenschein einen Vergeltungsangriff auf die berühmte Kathedralenstadt Canterbury. Zahlreiche Geschäftsgebäude gingen in Trümmer. Zerstörte Gebäude schwelten noch in der Sonne des Juni=Morgens an vielen Stellen der Altstadt. Gebäude, die Jahrhunderte lang gestanden haben und Canterbury zu einer der schönsten Städte Englands machten, sind fast vollkommen ein Raub der Flammen geworden, die durch die engen Stkaßen Canterburys rasten.“ „In Anbetracht der Wildheit des Angriffs“, so fügt Reuter hinzu,„sind die blutigen Verluste, wie man glaubt, gering.“ Reuter muß dann zugeben, daß zum Löschen der Brände zahlreiche Feuerwehren aus den umliegenden Bezirken eingesetzt werden mußten, und läßt dann einen Feuerwehrmann zu Wort kommen, der erklärt:„Der Feuerschein sah furchtbar aus, als wir uns der Stadt näherten. Die Bevölkerung der Stadt mußte sich am anderen Morgen ihren Weg über Trümmer, Feuerwehrschläuche und schwelendes Gebälk bahnen. Die Häuser der Innenstadt haben unter dem Bombenangriff schwer gelitten.“ Wenn selbst das Reuterbüro, das bekanntlich immer mehr verschweigt, als es zugibt, in diesem Stil berichtet, läßt sich ermessen, mit welcher Wucht und Wirkung dieser neue Vergeltungsangriff der Luftwaffe geführt wurde. Die Stadt Canterbury liegt in der Grafschaft Kent an der Straße Dover—London. Es ist eine altertümliche Stadt mit etwa 24 000 Einwohnern, malerischen alten Gebäuden und engen Straßen. Seit den Zeiten von Thomas Becket ist Canterbury die kirchliche Metropole und der Sitz des Erzbischofs=Primas von England. Canterbury ist stark von Militär belegt. Wirtschaftlich hat es als Getreidehandelsplatz, Straßen= und Eisenbahnknotenpunkt Bedeutung. Kriegsbr. H. Weiß. In Stichworten und seine Anerkennung für diese kämpferische Leistung ausgesprochen. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe würdigte insbesondere den todesmutigen Einsatz und den kühnen Angriffsgeist aller Flieger dieses Geschwaders. Der Berliner Vertreter von„Tokio Asaihi Schimbun“ berichtet seinem Blatt von der Charkow=Front und sagt in seinem Bericht, daß man auf dem Schlachtfeld den Eindruck von„einer„riesigen, umgestülpten, mit dem Hammer zerschlagenen Spielzeugschachtel“ habe. Zwischen dem Deutschen Reich und der Türkei wurde ein Abkommen getroffen, wonach der türkischen Regierung ein Betrag von 100 Millionen RM. zur Verfügung gestellt wird. Der Kredit dient dem Ankauf von Kriegsmaterial in Deutschland. Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, ist der General der Panzertruppen Cruewell von einem Erkundungsflug gegen den Feind an der afrikanischen Front nicht zurückgekehrt. Der britische Nachrichtendienst berichtete, daß sich der General in britischer Gefangenschaft befindet. Zweitagesbeute der Japaner Tokio, 1. Juni.(Ostasiendienst des DNB). Die Säuberungsaktionen der Japaner in der Gegend von Lanchi im Westen der Provinz Tschekiang dauern, wie Domei berichtet, noch an. Das Ergebnis der japanischen Erfolge vom 26. Mai bis zur Besetzung der Stadt am Nachmittag des 28. Mai ist folgendes: Er wurden erbeutet: drei Schnellfeuergeschütze, 14 leichte Maschinengewehre, ungefähr 40000 Schuß Maschinengewehrmunition, 14 leichte Grabenmörser, 2227 Handgranaten sowie andere Waffen und Munition. Der Feind ließ 63 Tote auf dem Schlachtfeld zurück, 221 Gefangene wurden gemacht. Vom Kompf der Japaner in Ostasien Tokio, 2. Juni. Japanische Elitetruppen, die im Süden Chinas neue neue Operationen unternehmen, besetzten nach einem Domei=Bericht am 1. 6. Tschunghwa, einen sehr wichtigen strategischen Punkt am Kischin=Fluß, einem Nebenfluß des Peikiang, 75 km nordöstlich von Kanton. Einem Funkbericht von„Tokio Asahi Schimbun“ zufolge erfolgte die Besetzung von Tschunghwa im Rahmen einer großangelegten Offensive, die das japanische Expeditionsheer in Südching Sonntag früh eröffnete. Sie soll die Tschungkingtruppen unter General Yuhanmu in der Provinz Kwantung vernichten. Tschunghwa, das die Japaner im Sturm nahmen, wurde von den Tschungkingtruppen verteidigt, die zur 152., 153. und anderen Divisionen gehören. Das Kriegsministerium in Tokio gibt bekannt, daß der Tennö den Generalleutnant Takeo Yasuda zum Oberbefehlshaber des Hauptquartiers der Heeresluftwaffe ernannt hat. Außerdem wurde Generalleutnant Takeo Ando zum Chef des Hauptquartiers der Heeresluftwaffe berufen. Auch die thailändischen Truppen haben besondere Erfolge zu verzeichnen. Sie nahmen am 30. Mai die zweitgrößte Stadt der Schanstaaten, Mon Yaung. Ehrentage der Flakartillerie Berlin, 2. Juni. Bei der großen Vernichtungsschlacht von Charkow hat sich die deutsche Flakartillerie im Erdkampf wieder hervorragend bewährt. Einheiten eines bei diesen Kämpfen eingesetzten Flakkorps brachten der bolschewistischen Panzerwaffe empfindliche Verluste bei. Die Flakbatterien, die gemeinsam mit der Infanterie vorrückten, lagen fast ununterbrochen im feindlichen Feuerbereich schwerer Artillerie= und Infanteriewaffen. Ohne auf die um sie herum einschlagenden Geschosse zu achten, ließen die Geschützführer die bolschewistischen Stahlkolosse gegen die deutschen Linien anrollen und eröffneten erst aus nächster Entfernung ihr vernichtendes Feuer. Allein in der Zeit vom 12. bis 30. Mai wurden von den im Erdkampf eingesetzten Flakbatterien eines Korps 124 schwere bolschewistische Panzerkampfwagen abgeschossen. Die zweite Abteilung eines Flakregiments errang im Laufe der Kämpfe um Charkow 110 Panzerabschüsse an der Östfront. Der Rundfunk am Mittwoch Reichsprogramm: Gertrud Pitzinger singt Lieder von Reger im „Kleinen Konzer!“ des Reichssenders Breslau, das von 11.00—11.30 Uhr mit dem Orchester unter Leitung von Ernst Prade, dem Schlesischen Streichquarkelt und dam Pianisten Prof. Lange gesendet wird. Opernmelodien und Konzerlslücke von Gade, Schuberk, Theodor Blumer u. a. bieket die Sendung zur Werkpause von 12.45—14.00 Uhr unter Leitung von Theo Hollinger. „Aus Operellen der Gegenwark" von Künneke, Raymond, Strecker, Grandauer, Lehar, Dostal und Kaltnigg dirigieren Leo Eysoll und Gustav Görlich unter Mitwirkung von Else Schmiß-Huberkus und Vaul Reineche im Nachmittagskonzert von 16.00 bis 17.00 Uhr. „Werlvolle Kulkurfilm-Musiken" unter Milwirkung von Elisabeth Schwarzkopff bietet Hans Udo Müller mit dem Großen Berliner Rundfunkorchester von 18.00—18.30 Uhr. Dem 60jährigen Volkskomiker Karl Valentin in die Münchener Sendung von 19.15-20.00 Uhr gewidmek. Dr. Heinrich Cassimir als Leiler der Sendung ladet alle Hörer zur Teilnahme an lustigen, mit Ständchen umrahmten Szenen echt Valentinschen Gepräges ein. Das Mädchen auf der Flucht ROMAN VON GUIDO KARL BRAND 30. Fortsetzung. Mit weit aufgerissenen Augen, ohne jedes Begreifen, sah Carola ihm zu. Dieser Mensch machte alles mit einer Selbstverständlichkeit, als gehöre er in das Haus, dachte sie Ohne zu fragen, ging er auf die Tür zu, die ins Wohnzimmer führte, als wolle er ihr jeden Entschluß abnehmen. Wie unter einem Zwang folgte sie ihm willenlos. Die seltsam feste Art seines Auftretens duldete keinen Widerspruch. „Ich darf mich setzen?" fragte Hendrich, als er vor dem runden Tischstand. Er blickte sie zum erstenmal einige Sekunden lang an. Wahrhaftig, eine schöne Frau! Und diese Augen— Wird nicht leicht sein, etwas aus ihr herauszubringen. Diese Augen können unheimlich schweigen. Kein Muskel rührte sich in ihrem Gesicht.„Frau Teßtrup——“, wollte er anfangen. Aber Carola unterbrach ihn.„Ich heiße Carola Wandrey!“ sagte sie völlig ruhig und beherrscht.„Ich will von dem anderen Namen nichts wissen!“ Hendrich zuckte die Achseln.„Verzeihung! Aber für mich und in dieser Angelegenheit, in der ich Sie aufsuche, sind Sie Frau Teßtrup... Beantworten Sie mir bitte einige Fragen! Sie hatten heute vormittag eine Auseinandersetzung mit Ihrem Mann?" „Ja, woher wissen Sie denn——?“ entfuhr es ihr hastig. Hendrich lächelte. Die kleinen ironischen Falten in den Mundwinkeln zuckten. Beinahe besänftigend erwiderte er „Nicht fragen, bitte, sondern nur antworten! Wir kommen dann weiter.“ Carola schwieg. Ihre Hände krampften sich zusammen. Eisige Kälte überlief ihren Rücken. „Warum antworten Sie nicht?“ hörte sie wie hinter einem dichten grauen Schleier. Die Stimme hatte etwas wunderbar Angenehmes, aber sie war so weit entfernt. Dieser Mann kann mich ja gar nicht zwingen, zu sprechen! Er ist viel zu vornehm, viel zu weich. So redet nur einer, der ein Kind trösten will. „Schön, Frau Teßtrup..“ Wenn er nur nicht immer Frau Teßtrup sagte. Das klingt hart und peinvoll, dachte sie in die Pause hinein. „Dann werde ich Ihnen einmal erzählen, was ich alles weiß. Sie waren heute vormittag bei Ihrem Herrn Gemahl in Herrn Lübkes Wohnung. Herr Lübke hat Sie oder Ihren Mann gebeten, Ihren Streit in dem Büro am Kurfürstendamm auszutragen. Als Sie ins Büro kamen, ging Herr Hansen; und als er gegen zwei Uhr zurückkam, fand er Ihren Mann erschossen vor..." Carola starrte Hendrich entsetzt an. Ihr Hals war wie von einem eisernen Griff zugeschnürt.„Was sagen Sie? Tot?" Es klang so matt, so ohne jede Spur von Erregung, daß der Kriminalrat an sich halten mußte, um dieses kühne Spiel nicht mit einem Faustschlag auf den Tisch zu zertrümmern. Mit erzwungener Ruhe erwiderte er:„Jal Erschossen! Mit diesem Revolver!“ Er legte ihn mit einer ruckartigen Bewegung vor sich hin.„Kennen Sie die Waffe?" Carola drehte den Revolver ein paarmal in ihrer schmalen weißen Hand. Wie kalt sich so etwas anfühlte. Sie schüttelte sich und schob ihn mit den Fingerspitzen über die gelbe Decke zurück. Herrgott, ist das eine Schauspielerin, dachte Hendrich. Die hat Nerven und einen Stein an Stelle eines Herzens. „Ich erinnere mich. Sie gehört meinem Mann. Ich wußte gar nicht, daß er sie noch besaß...“ Wie von einem Blitz erhellt, sah sie die dunkle Straße in Zehlendorf, hörte den Knall und spürte wieder das Blut am Arm... Unwillkürlich streifte ihre Hand über Schulter und Ellbogen. Sie richtete ihre dunklen Augen auf den Kriminalrat: „Mit diesem Revolver hat er auf mich geschossen. Natürlich. Damit hat er mich töten wollen!" Die Frau ist wahnsinnig! dachte Hendrich. So spricht doch kein Mensch, der weiß, daß in der nächsten Sekunde sich eine Hand auf seine Schultern legen kann? Sie hat ihren Verstand verloren! Das sind keine natürlichen Augen mehr— das ist der Blick, den oftmals Blinde haben, weil kein Licht mehr in ihre Augen fällt. „Ach, Sie glauben mir nicht? Schade! Aber fragen Sie bitte Doktor Eickhoff! Ich bin in dessen Klinik operiert worden. Ich glaube, er hat die Kugel noch.“ Als hätte sie etwas verraten, das niemand wissen solle, hörte sie mitten im Satz auf. Hendrich schaute sie erwartungsvoll, fast lauernd an. Die Unruhe in ihrem Gesicht schien mit der Starrheit, die bisher darauf lag, einen verzweifelten Kampf zu führen.„Das ist alles sehr schön, was Sie mir da erzählen! Aber Sie wollen nur von der Sache ablenken..." „Sie glauben mir nicht?" wiederholte sie heftig. „Es geht um etwas ganz anderes. Antworten Sie mir klipp und klar: Hatten Sie eine Auseinandersetzung mit Ihrem Mann?“ „Ja. Ich wollte mich scheiden lassen.“ „Wissen Sie, ob eine zweite Frau in seinem Leben eine Rolle spielte?“ „Nein. Das weiß ich bestimmt.“ „Weshalb haben Sie ihn dann erschossen?" „Ich habe ihn doch gar nicht erschossen! Ich doch nicht!“ schrie sie und sprang entsetzt hoch. „Setzen Sie sich bitte! Gehört der Handschuh Ihnen?“ Er warf ihn mit einer lässigen Bewegung auf den Tisch. Carola spürte, daß eine Schlinge um ihren Hals gezogen werden sollte. Instinktiv griff sie mit beiden Fäusten unter das Kinn. Ein Zittern überlief ihren Körper. Sie konnte sich nicht erinnern, daß sie ihren Handschuh hatte liegenlassen.„Ja, der gehört mir.“ Hendrich sah auf die Uhr.„Es ist schon ein bißchen spät, Frau Teßtrup. Leider muß ich Sie bitten, mit mir aufs Polizeipräsidium zu kommen." „Was soll das heißen?" „Mein Gott, Frau Teßtrup, stellen Sie sich doch nicht so an! Ich muß Sie nach all dem, was vorliegt und mir bekannt ist, verhaften. Ist Fräulein Straaten nicht zu Hause?“ Wie abwesend strich sich Carola über die Augen. Das Wort„verhaften“ schien sie noch gar nicht begriffen zu haben. Hatte sie nicht vorhin beteuert, daß sie ihren Mann gar nicht erschossen habe? Ach so, das glaubte der Kommissar ja nicht! Sie erinnerte sich jetzt daran, daß sie beide ganz allein gewesen waren und daß niemand auf der Straße war, als sie von Kurt wegging. Erst nach einer langen Pause antwortete sie, Irene sei verreist, ohne eine Anschrift hinterlassen zu haben. Ja, sie war ganz allein— und jetzt sollte sie wie eine Gefangene, abtransportiert werden? Wie seltsam dieser Tag endete! Mario würde vergeblich auf eine Nachricht warten. Sie hatte plötzlich großes Mitleid mit ihm. Er würde jetzt auch erfahren, daß sie wieder gelogen hatte. Es war ja gar lein Selbstmord gewesen, sondern Kurt hatte sie erschießen wollen. Aber das glaubte der Herr ihr gegenüber auch nicht. Er würde ihr überhaupt nichts glauben— das sah sie diesen kühlen Augen an. Mechanisch ging sie auf den Korridor hinaus, während er das Licht im Wohnzimmer ausschaltete und die Schlüssel von der Glasschale nahm, auf die Carola sie gelegt hatte. Draußen stand der Wagen. So groß und so schön wie Marios Auto, das sie vor einigen Tagen hergebracht hatte. Aber es mußte ein anderer sein. Denn er holte sie ja von ihrem Hause fort. Das würde Mario nicht getan haben. Nein: Mario wäre bei ihr geblieben. Die kleine Villa fiel in das Dunkel zurück.* Brocke, den der Kriminalrat benachrichtigt hatte, wartete in seinem Zimmer. Er war neugierig, was der Chef aus Swinemünde mitbrächte. Die Bilder waren schon entwickelt und lagen auf dem Tisch. Dr. Lohmeyer hatte angerufen. Es war nur eine Kugel zu finden. Morgen war nun Pfingsten. Und wenn das Wetter so bliebe, hätte er einen schönen Spaziergang machen können. Schließlich ist man ja auch einmal Mensch. So eine kleine Fahrt auf dem Wannsee und eine Tasse Kaffee in Kladow. Nicht schlecht. Aber irgendeine Ahnung sagte ihm, daß Hendrich viel Arbeit für ihn haben würde. Er hatte am Abend eine Andeutung gemacht. „Guten Abend!“ sagte Hendrich. Brocke hatte ihn gar nicht kommen hören; er hatte sich ein bißchen in die Wannseefahrt hineingelebt. Fortsetzung folgt. Blick über Hattingen Hattingen, den 2. Juni. Nur mal hineingeguckt Von Zinn. einer an! Glück muß der Mensch haben!“ Der Blockwalter reichfe Frau Weber die Hand.„Trifft sich ja fabelhaft, daß Sie gerade Ihre Koffer und Truhen auskämmen!“ Frau Weber sah ein wenig verwundert drein, denn sie wußte sich die Freude des Blockwalters nicht zu erklären.„Wieso? Wollen Sie mir helfen?" „Warum nicht? Wenn was dabei herausspringt?" Immer erstaunter wurde Frau Webers Miene.„Was sollte denn dabei herausspringen? Ich verstehe Sie nicht!" „Die Sache ist mit ein paar Worten erläutert“, begann der Blockwalter. „Wir haben doch jetzt eine Sammlung für alte, getragene Spinnstoffwaren!“ „Tja und?“ Es klang nicht sehr verheißungsvoll.„Habe ich bei der letzten Sammlung nicht alles herausgesucht, was ich gefunden habe?“ „Sicher, Frau Weber! Aber in alten Koffern, Schränken und Truhen kann man zigmal suchen, man findet immer noch etwas! Zum Beispiel, sehen Sie mal her...— Der Blockwalter fädelte aus der nächsten offenen Truhe ein paar alte Männerhosen—„.. was sagen Sie dazu?" „Hchgott..“— Frau Weber schürzte verächtlich die Lippen—„.. was für die Lumpenkiste! Wer sollte denn die Dinger noch tragen? Zerfranste Balkons, Knie ausgebeutet...“ „Alles nur Schönheitsfehler, Frau Weber!“, entkräftete der Blockwalter die Kritik.„Aber sonst in Schuß! Eine praktischere Arbeitshose als diese gibt es kaum. Da ist noch Material drin! Das hält einen Stoß aus! Sehen Sie, und dort die Jacke... Natürlich, für den Sonntagnachmittag am Goldfischteich ist das nichts mehr, aber für eine Hilfskraft mit Schippe und Pickel... Da reicht es noch lange als Arbeitsrock. Wer sagt's denn! Ich habe nur mal so hineingeguckt in Ihre Schatzkammer und schon hat's gefunkt.“ Frau Weber lachte.„Ist also doch was dabei herausgesprungen!“ „Jawohl“, bestätigte der Blockwalter, „eine Jacke und eine Hose mit beiden Beinen! Und wenn man die Kisten ein wenig kitzelt, springt noch viel mehr heraus!" tlh Hattingen Viehzwischenzählung. Wir verweisen auf eine amtliche Anzeige der Stadtverwaltung in unserer heutigen Aus gabe, nach der am 3. Juni d. J. eine Viehzwischenzählung stattfindet. Für alle Viehbesitzer enthält diese Anzeige einige wichtige Hinweise. — Weibliche Hilfskräste im Polizeirevier. Der vielseitige Einsatz der männlichen Polizeikräfte an der Front, in den besetzten Gebieten usw. macht für den Revierdienst die Heranziehung weiblicher Hilfskräfte notwendig. Der Reichsführer ¼ und Chef der deutschen Polizei hat deshalb angeordnet, daß die auf den Reviermeldestellen und Zweigstellen tätigen Schutzpolizeibeamten bis auf solche Meister und Wachtmeister, die auf Grund ihres Alters oder aus gesundheitlichen Gründen zu anderen Dienstverrichtungen nicht mehr herangezogen werden können, durch weibliche Angestellte ersetzt werden sollen. Die Leitung behält auf jeden Fall ein Meister oder Wachtmeister. Die freiwerdenden männlichen Kräste sind, soweit sie selbst für einen auswärtigen Einsatz nicht in Frage kommen, zur Ablösung einsatzfähiger Männer im Straßen= oder im Innendienst auf Arbeitsplätzen zu verwenden, für die aus dienstlichen Gründen ein Einsatz durch weibliche Kräfte nicht möglich ist. th Bedeutsame Entscheidung für den Bergbau von der Strafkammer wegen Fahrlässigkeit zu drei Monaten Gefängnis verurteilt Die Strafkammer des Landgerichts Bochum traf in der Berufungsinstanz ein für Bergarbeiter, Schießhauer und Schießmeister, die in der Grube zum Schießdienst vor der Kohle herangezogen werden, eine bemerkenswerte Entscheidung. Nach den Bestimmungen der Bergpolizeiverordnung in Verbindung mit denen des Berggesetzes von 1892 sind die Schießhauer und Schießmeister strengstens verpflichtet, nach Beendigung der Schicht die nicht verbrauchten Patronen bei der Aufbewahrungskammer wieder abzugeben. Gegen diese Bestimmung hatte ein Schießmeister der Zeche Bruchstraße verstoßen, indem er am 3. Januar 1942 den kleinen Rest der unverbrauchten Sprengpatronen in einem Hohlraum unter Tage versteckte, um sie anderen Tages wieder zum Schießdienst zu benutzen. Da er aber in den nächsten Schichten in einem anderen Revier arbeitete, waren ihm die Patronen vorübergehend in Vergessenheit geraten. Bei einem Reviergang des Stelgers wurden die Patronen in ihrem Versteck aufgefunden. Es hatte sich nun der Schießmeister vor dem Schöffengericht wegen Vergehens gegen die Bergpolizeiverordnung und das Berggesetz zu verantworten. Der Angeklagte galt sonst als pflichtbeflissener Schießmeister, welchen Beruf er bereits 15 Jahre gewissenhaft ausführte. Unter Zubilligung mildernder Umstände hatte ihn das Gericht zu 50 RM. Geldstrafe anstatt einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 10 Tagen verurteilt. Gegen dieses Urteil kämpfte nun die Staatsanwaltschaft bei der Strafkammer des Landgerichts mit der Berufung an. Der Anklage„Wir wollen zu Land ausfahren.. Landverschickte Kinder des Ennepe=Ruhr=Kreises fahren in die Hohe Tatra. die erwartungsvollen kleinen Reisenden auf. Der Zug setzte sich pünktlich In diesem Jahre hat es besonderer Umstände halber lange gedauert, daß die Kinder des Ennepe=Ruhr=Kreises, die in die Slowakei fahren und dort die Sommermonate verbringen werden, ihre Ausreise antreten konnten. Am vergangenen Sonntag nun war es endlich so weit. Als Treffpunkt der vielen Jungen und Mädel aus dem Kreise war der Bahnhof in Hattingen ausersehen. Viele von ihnen mußten sehr früh aufstehen, um zur rechten Zeit zur Stelle zu sein. Dort, wo keine direkte Eisenbahn= oder Straßenbahnverbindung nach Hattingen bestand, wurden große Autobusse der RuhrWupper in Anspruch genommen. Die erschienenen Kinder wurden auf dem Bahnhofsvorplatz in Hattingen im Beisein vieler Eltern und Geschwister, die ihre Kinder an den Sonderzug begleiteten, in Gruppen eingeteilt. Ein langer Sonderzug mit bequemen DZugwagen war vorgefahren und nahm in Bewegung, und die Kinder drängten sich an die Fenster, um ihren zurückbleibenden Angehörigen noch einmal einen letzten Abschiedsgruß zuzuwinken. Sie waren alle guter Stimmung und voller Erwartung der kommenden schönen Dinge in der Hohen Tatra. Sie freuten sich vor allem auf das große Erlebnis der langen Dampferfahrt auf der Donau von Passau, der herrlichen vieltürmigen bayrischen Stadt, aufwärts. Zu den 300 Kindern aus dem Ennepe=Ruhr=Kreis, die von dem Sonderzug aufgenommen wurden, gesellten sich in Langendreer noch 200 Kinder aus dem Stadtkreis Witten, die ebenfalls die herrliche Reise antraten. Wir sind überzeugt davon, daß die Kinder sich gut erholen und in ihrem späteren Leben noch recht oft an diese eindrucksvolle Reise zurückdenken werden. Nachrichten aus den Aemtern Welper — Altkleider= und Spinnstoffsammlung. Zur Durchführung der Sammlung sind in der Gemeinde Welper in der Horstschule(Raum gegenüber der Kochküche) und in der alten Haidchenschule Sammelstellen zur Erleichterung der Ablieferung eingerichtet. Sie sind geöffnet am 5., 9. und 12. Juni, jeweils von 16 bis 18 Uhr. Die Gebefreudigkeit der Einwohnerschaft wird sich auch bei dieser Sammlung bewähren. Blankenstein — Die Annahmestelle für Altkleider befindet sich in der Geschäftsstelle der Ortsgruppe und ist Freitag, den 5., Dienstag, den 9. und Freitag, den 12. Juni 1942, jeweils von 18 bis 20 Uhr, geöffnet. Wer seine Spenden nicht selbst abliefern kann, gebe bitte den in den Familien vorsprechenden Frauen der NSF entsprechende Nachricht. Die anfallenden Altspinnstoffe(Lumpen) wolle man bereitlegen, damit in der kommenden Woche die Hitler=Jugend nach den in die umlaufenden Listen erfolgten Eintragungen diese abholen kann Mit der Ablieferung wolle man nicht bis zum letzten Tage warten. Zeigen auch wir im Bergstädtchen, daß wir den Ruf des Reichsbeauftragten der NSDAP für Altmaterialerfassung verstanden haben. Vom 1. bis 15. Juni 1942 muß überall die Parole lauten: Gebt Altkleider aller Art und Altspinnstoffe(Lumpen). Elfringhausen — Versteigerung. Am 29. Juli wird im Wege der Zwangsvollstreckung das im Grundbuch von Oberelfringhausen Band 1 Blatt 40 eingetragene, 13,3641 Hektar große Grundstück mit 2 Ar gro ßem Hofraum versteigert werden. Ei gentümer ist der Kaufmann Ernst Hei lemann aus Wuppertal. Durchholz — NSDAP, Ortsgruppe Durchholz. Für die Altkleider= und SpinnstoffDer Mann, der Roosevelt bediente Zur Wiedereröffnung der„Casanova“ in Essen Zwei Jahre sind jetzt vergangen, seitdem Sträters Essener„Casanova", weit und breit bekannt in den westdeutschen Städten als einst führende Kleinkunstbühne, ihre Pforten gesch.ossen hatte. Nun kommt die Nachricht, daß das Haus trotz Krieg und Sommer wieder öffnet. Das ging aus einer Pressebesprechung hervor, zu der der Informationsdienst der Stadt Essen geladen hatte, und man erfuhr dort auch Einzelheiten über die Zusammenhänge. Danach sieht es die Stadt Essen als eine Notwendigkeit auch in Kriegszeiten an, ein solches Haus in ihren Mauern geöffnet zu haben, um den schwer schaffenden Menschen unserer Industriestädte die notwendige Entspannung nach des Tages Arbeit zu geben. Der neue Mann des Hauses ist der in Kabarettkreisen einen guten Namen besitzende Josef Lutz aus Wien, der dort eine Kleinkunstbühne und in Hamburg seit Jahren auf der Reeperbahn ein Wiener Kaffeehaus unterhält. Damit würde das Erbe Fritz Sträters in gute sachmännische Hände kommen, und wenn Direktor Lutz heute an die Essener Bühnentradition anknüpft, an deren Anfängen Namen wie Silbester Schaeffer, Naul Lincke aus dem Beginn seines Schaffens, ein Rastelli. Noni stehen, so darf man die Hoffnung haben, daß die„Casanova“ auch künftig wieder Mittelpunkt eines kabarettistischen Glanzes im Wesien des Reiches wird, der über die Grenzen des Industriegebietes hinaus einen ausgezeichneten Klang hat. Wir hatten Gelegenheit, uns mit dem neuen Herrn des Hauses eingehend zu unterhalten. Er ist weit gereist, war viele Jahre als Gastronom im Fernen Osten, in Singapur, Wladiwostok, in Yokohama und in früheren Jahren auch viele Saisons hindurch in Amerika tätig. So arbeitete er u. a. in Philadelphia und New York als Rayon=Serviermeister, und das sogar in dem elegantesten Hotel der Welt im„RitzCarlion" zu New York. Hier hat Josef Lutz sogar öfter Gelegenheit gehabt, amerikanische Staatsmänner zu bedienen, wenn sie in ihren für 20 000 Dollar und mehr gemieteten Lurusräumen im Ritz=Carlion wohnten. Josef Lutz hat bei dieser Gelegenheit sogar mehrfach den heutigen amerikanischen. Präsidenten Roosevelt bedient, und er weiß vom Snobismus dieser Plutokraten interessant aus elgener Anschauung zu erzählen. Man sieht, der neue Herr im Haus der„Casanova“ ist schon wer, und man darf seinen Erfahrungen auf dem Gebiete der Gastronomie und der Kleinkunst zutrauen, daß er den guten Ruf dieser Kleinkunststätte auch in die Zukunft zu tragen weiß. Er selbst äußerte, zu seinen Essener Plänen:„Ich werde mein Bestes tun, um Essen und seine Umgebung nicht zu enttäuschen, und hoffe im Ruhrgebiet eine endgültige Heimat zu finden."— Wir wünschen ihm hierzu nach altem Artistenbrauch Halsund Beinbruch. Erich, W. Ellhof. sammlung 1942 in der Ortsgruppe Herbede=Durchholz wurden zwei Sammelstellen errichtet. Die Sammelstelle I in in der Schul e Durchholz und die Sammelstelle II ist in der Schule Bommerholz. Geöffnet sind die Sammelstellen am 3. Juni und 10. Juni 1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr. Wer nicht selbst die Altkleider und Spinnstoffe zur Annahmestelle bringen kann, verständigt den nächsten Blockleiter der NSDAP oder die nächste Blockfrau der NS=Frauenschaft, damit ehrenamtliche Helfer die Spenden abholen können. vertreter wies in der Berufungsverhandlung darauf hin, daß für die Aufbewahrung und den Verkehr von Sprengpatronen unter Tage außerordentlich strenge Bestimmungen erlassen worden seien, einmal für die Sicherheit des Grubenbetriebes selbst, und dann auch wegen Verhinderung etwaigen Mißbrauchs des gefährlichen Stoffes gegen die öffentliche Sicherheit. Es soll verhindert werden, daß Sprengstoffe in die Hände unberufener Leute gelangen. So streng die Vorschriften, so empfindlich auch die Ahndung. Das Gesetz kenne für Verstöße in der Aufbewahrung von Sprengstoffen nur eine Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. Die habe hier auch einzutreten. Auf diese müsse erkannt werden, auch wenn man berücksichtige, daß der Angeklagte jahrelang den Schießdienst in der Grube ohne Verfehlung durchgeführt habe. Das Gericht hatte von der Bergbehörde ein Gutachten eingeholt, nach dem die in der Grube vom Angeklagten versteckten Patronen zu den Sprengstoffen gehören, für die die verschärften Bestimmungen erlassen worden sind. Die Strafkammer kam zur Aufhebung des ersten Urteils und zur Festsetzung der Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. Unter Berufung auf eine Reichsgerichtsentscheidung pflichtete die Strafkammer den Ausführungen des Anklagevertreters bei. Das Gesetz kenne für Verstöße im Verkehr mit Sprengpatronen nur eine Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis. il Gebe-Abt Achtung! Achtung! Hergehört!: Anzüge sind sehr begehrt. Berufskleidung spendet tüchtig. Blusen sind besonders wichtig! Chiffon=Schals und bunte DirnölKleider Verwendet mit Effekt kein Schneider. Flore von der alten Gardine, Gebt mit der Hos' aus Garbadine! Jede Joppe wird genommen. Und kein Kittel darf verkommen. Wer viel Lumpen noch im Haus hat Ruhe nicht bis er sie raus hat! Schickt Mäntel jeglicher Figur, Und für Monteure die Montur. Dann müßt nach Paletos Ihr schaun, Ein Quantum Röcke für die Frauen. Auch Schürzen bringt, Tuchreste alte Kleider, Das bringt uns dann um vieles weiter. Frau X! Herr Y! seid nett! Helft alle mit: von A—3!! K. — Kein Speisewagen mehr. Ab Montag, 1. Juni 1942, wurde im innerdeutschen Verkehr der Speisewagenbetrieb eingestellt. An Stelle der ausfallenden Speisewagen werden gewöhnliche DZug=Wagen in die Schnellzüge eingestellt. 1„ Warum noch Arbeitslosenbeiträge? Eine wichtige Frage und ihre ausführliche Beantwortung In der Oeffentlichkeit und besonders bei den Beitragszahlern wird vielfach die Frage gestellt, warum eigentlich noch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung erhoben werden und warum sogar noch in der aus der Zeit der Massenarbeitslosigkeit stammenden Höhe. Im Reichsarbeitsblatt gibt Ministerialrat Dr. Böhm Auskunft darüber, was mit diesen Beiträgen geschieht. Er stellt zunächst fest, daß auch heute noch aus dem Beitragsaufkommen die Kosten der Arbeitslosenhilfe bei unfreiwilliger Arbeitslosigkeit und der sonstigen Hilfsmaßnahmen der Arbeitseinsatzunterstützung getragen werden, insbesondere auch die Kosten der Dienstpflichtunterstützung. Er weist darauf hin, daß das Reich einst über drei Milliarden Reichsmark Zuschüsse zu den Aufwendungen für die Reichswohlfahrtshilfe leisten mußte. Darüber hinaus habe das Reich neben erheblichen Aufwendungen für die Reichswohlfahrtshilfe die Kosten der entscheidenden Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach der Machtübernahme finanziert. Es sei daher verständlich, daß die Entlastung, die die Reichsanstalt dadurch erfuhr, zunächst auch zur Abbürdung der Lasten des Reiches verwendet wurDas Ende der Bürgersteuer Die neue Lohnsteuertabelle Der Reichsfinanzminister gibt in einem Erlaß Durchführungsbestimmungen zu der am 1. Juli in Kraft tretenden neuen Lohnsteuertabelle bekannt. Die Beseitigung der Bürgersteuer hat eine leichte Erhöhung der Lohnsteuer erforderlich gemacht, die sich aber nicht auf den Kriegszuschlag bezieht. Dieser beträgt nach wie vor 50 Prozent der bisherigen Lohnsteuer. Er ist auch in der neuen Tabelle mit der Lohnsteuer rechnerisch zu einem Betrage zusammengefaßt. Die Freigrenzen waren bei der Bürgersteuer meist niedriger als bei der Lohnsteuer. Die Freigrenzen der neuen Lohnsteuertabelle sind deshalb etwas niedriger als bisher festgesetzt worden, wodurch die Zahl der Lohnstufen größer geworden ist. Neue Lohnsteuertabellen sind für monatliche, fünfwöchentliche, vierwöchentliche, zweiwöchentliche, tägliche und vierstündliche Lohnzahlungen herausgegeben worden. Ueber die Gewährung des Landarbeiterfreibetrages werden noch besondere Anordnungen erlassen. Die Eintragung in die Lohnsteuerkarte 1942 kommt nicht in Betracht. Der Minister weist weiter darauf hin, daß durch die Neuregelung der Uebergang zu verlängerten Lohnberechnungszeiträumen gefördert wird. Es muß nicht bei jeder Lohnzahlung immer genau abgerechnet werden. Von Interesse ist auch, daß die Neufassung der Lohnsteuertabelle in vielen Fällen eine Vergrößerung des mit dem Eisernen Sparen verbundenen Steuervorteils bringt. Auch die Beitragserrechnung für die Sozialversicherung nach Lohnstufen wird die Fälle, in denen die Beitragsfreiheit der Eisernen Sparbeträge zu einer Beitragsermäßigung führt, künftig vergrößern. Der Erlaß regelt weiter die Abwicklung der Bürgersteuer. Teilbeträge der Bürgersteuer, die nach dem 30. Juni/ fällig werden, sind nicht mehr zu erheben. Bei Veranlagung sind die Bürgersteuerbeträge für das Kalenderderjahr 1942 noch an die anfordernde Gemeinde zu entrichten, wenn sie spätestens am 30. Juni auf Grund eines Steuerbescheides angefordert werden kann. Nach dem 30. Juni können die Gemeinden Bürgersteuer für 1942 nicht mehr anfordern. Ein Steuerpflichtiger, der bis zum 30. Juni einen Bürgersteuerbescheid nicht bekommen hat, braucht für 1942 keine Bürgersteuer zu zahlen. Der erforderliche Ausgleich geschieht in diesem Falle bei der Veranlagung zur Einkommensteuer 1942. Erweiterte Vorteile beim Eisernen Sparen Das Recht der Gemeinden, Bürgersteuer für 1941 oder frühere Jahre nachzufordern, bleibt unberührt. btlh Kurz gesagt, aber wichtig — Auch Pauschalvergütungen für Mehrarbeit steuerbegünstigt. In einzelnen Fällen werden auf Grund gesetzlicher oder tariflicher Bestimmung für Mehrarbeit und für Sonntags=, Feiertags= und Nachtarbeit Pauschalvergütungen gezahlt, durch die der Grundlohn und die Zuschläge für die Mehrarbeit abgegolten werden. Eine gesonderte Feststellung der Zuschläge ist meist nicht möglich. Der Reichsfinanzminister hat sich damit einverstanden erklärt, daß 20 Prozent der Pauschalvergütungen als steuerfreie Zuschläge für die Mehrarbeit usw. angesehen werden. Die Finanzämter können von diesem Hundertsatz abweichen, wenn er den tatsächlichen Verhältnissen offenbar nicht entspricht. btl — Verbesserung bei der Krankenversicherung für Kriegshinterbliebene. Vom 1. Juni 1942 an sind nach einem Runderlaß des Reichsarbeitsministers Hinterbliebene, die der Krankenversicherung für Kriegshinterbliebene angehören, von der Entrichtung der Kran kenscheingebühr und des Arzneikostenanteils, die sie bisher zu zahlen hatten, befreit. tl — In guter nationalsozialistischer Obhut. Das Reichsversicherungsamt hat in einem Erlaß die Notwendigkeit einer sozialen Rechtsanwendung nochmals stark unterstrichen. Bei der Bearbeitung von Anträgen haben lediglich finanzielle Bedenken unbedingt zurückzutreten. In erster Linie ist zu prüfen, ob dem Anspruch des Versicherten nach dem allgemeinen Volksempfinden und nationalsozialistischen Grundsätzen im Rahmen der Vorschriften stattgegeben werden kann. Die Versicherten sollen das sichere Gefühl haben, in guter, wahrhaft nationalsozialistischer Obhut zu stehen. Es geht nicht an, daß mit formalen juristischen Gründen eine Ablehnung dort erfolgt, wo das Gesetz bei verständnisvoller Prüfung und Auslegung ebenso eine dem Versicherten günstige Lösung zuläßt. Denn allein diese Auslegung entspricht der Grundeinstellung der nationalsozialistischen Gesetzgebung und dem gesunden Rechtsempfinden. Nur so wird die Rechtsfindung im Sinne des Führers volksnah und wahrhaft sozial sein. tl de. Deshalb habe die Reichsanstalt von 1935 bis 1939 über zwei Milliarden Reichsmark an das Reich wieder zurückerstattet. Neben dieser Verbindung mit den Reichsfinanzen habe sich eine Verbindung zu den Rentenversicherungen herausgebildet. Für die Sicherung der durch die Nachkriegsfolgen schwer gefährdeten Sozialversicherung wurden der Reichsanstalt laufende Leistungsverpflichtungen auferlegt, und daneben wurde das Beitragsaufkommen der Reichsanstalt zur Finanzierung der Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen mit herangezogen. Auf Grund dieser gesetzlichen Bestimmungen hat die Reichsanstalt und später der Reichsstock für Arbeitseinsatz bis Ende 1941 an die Träger der Rentenversicherung insgesamt etwa 1,8 Milliarden RM. und an das Sondervermögen für Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen 1,3 Milliarden RM. geleistet. Die Reichsanstalt hat ferner weitgehend den Bau von Autobahnen finanziert und dafür bis Ende 1941 3,3 Milliarden RM. gezahlt. Diese Mittel wurden als Darlehen gegeben und werden in vierzig Jahren getilgt. Auf diese Weise ist ein Vermögensstock gebildet worden, der gegebenenfalls auch der Durchführung der großen sozialen Nachkriegsaufgaben dienstbar gemacht werden kann. Wiederholt wurde mit großer Sorgfalt geprüft, ob nicht eine Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge oder entsprechend dem gewandelten Verwendungszweck eine Verteilung auf breitere Schultern möglich ist. Eine abschließende Entscheidung dieser Frage wird aber wohl erst nach Kriegsende fallen können. Bis dahin soll aber nunmehr, wie der Referent mitteilt, das Beitragsaufkommen, soweit es nicht unmittelbar für die ursprünglichen gesetzlichen Zwecke benötigt wird, grundsätzlich ausschließlich der Sozialversicherung, vor allem den Rentenversicherungen, zugute kommen. Damit wird das Beitragsaufkommen auch insoweit zum Wohle im wesentlichen des gleichen Personenkreises verwendet, der es aufbringt. Einer solchen und ähnlichen Verwendung soll auch der angesammelte Vermögensstock einstweilen tunlichst erhalten bleiben. Altendorf=Ruhr — Bei den Reichsjugendwettkämpfen errangen folgende Teilnehmer 180 Punkte und mehr: Jungvolk: Mohr 335, Hohmann 258, Dotzke 225, Unteregge 225, Schulte 211, Haske 197, Hackmann 195, Damm 194, Bachmann 194, Blockhaus 189, Conrad 189, Thiemann 187, Beers 186, Deilmann 182, Neuhaus 197 Punkte. Hitler-Jugend: Schöler 257, Schulte 244, Roland 222, Liesenfeld 215, Rüter 202, Glettenberg 201 Hennecke 196 Punkte. Jungmädel: E. Keßler 249, Streicher 228, A. Schürmann 220, R. Rittermeier 210, M. Determann 208, E. Langensiepe 198. J. Kleber 196, R. Kämpgen 194, G. Bruer 184, E. Streicher 180, G. Jost 180 Punkte. BDM: A. Schröder 244, A. Ising 238, I. Wehking 222, L. Bartz 188, J. Schürmann 187, B. Stippschild 184, G. Schröder 183 Punkte. Heute„Aimée“ Heute gelangt an der Städt. Bühne Bochum bereits zum 10. Male die Komödie„Aimée oder Der gesunde Menschenverstand“ von Heinz Coubier zur Aufführung. Dieses-beschwingte und charmante Spiel bereitete in den bisherigen Wiederholungen dem Publikum einen heiteren Theaterabend. Aus technischen Gründen mußten die für den vergangenen Sonntag(31. Mai) vorgesehenen Opern= und Tanzgastspiele der Kölner Oper ausfallen. Die Aufführungen werden am Sonntag, 7. Juni, nachgeholt, und zwar um 15.30 Uhr für KdF und um 19 Uhr für die Vormiete B. Die zu diesen Aufführungen gelösten Karten behalten auch hierfür ihre Gültigkeit. Ebenso findet die für Mittwoch, 3. Juni geplante Aufführung„Die verkaufte Braut“ nicht statt. Die hierzu bereits gelösten Karten werden an der Theaterkasse zurückgenommen. Am Mittwoch gelangt in einer geschlossenen Vorstellung für KdF die Komödie „Aimée oder Der gesunde Menschenverstand" von Heinz Coubier zur Aufführung. Tirolam AtlantischenOzean Gebirgsjäger auf»unkriegerischer Kriegsfahrte durch Norwegen, von K.Springenschmid 46. Fortsetzung Der Flieger hatte alles ohne Fallschirm abgeworfen, um es besser auf die enge Stelle hinzubringen. Die Kisten waren beim Anprall auseinandergesprungen und weit über das Ufer hin lagen Konservenbüchsen, Dosen, Schachteln, Pakete, Brotlaibe. Aus dem See fischten sie Kisten mit Schuhen heraus, Wollwesten, Socken, Decken! Dann wurde alles auf der Wiese zusammengetragen, ein richtiger Jahrmarkt, und es begann die große Verteilung. Der Muigg hatte schon aus den Kistenbrettern ein prasselndes Feuer gemacht, da saßen die fünf vom ersten Gewehr beisammen und wärmten sich. „Und jetzt?" fragte der Pawlitschek. Der Muigg rührte ununterbrochen in der Schüssel um, daß ihm das Gulasch nicht anbrannte. „Hiez tun mier zuerst amol essen," sagte er. „I glaub nix, gar nix glaub i," sagte der Pawlitschek. Tatsächlich ging in der Kompanie das Gerede um, die Engländer selbst hätten den Funkspruch durchgegeben, um damit das Unternehmen nach Narvik stoppen zu können. Die einen glaubten, die andern zweifelten. „Ist neue Meldung gekommen?" fragte der Oberleutnant den Oberjäger, der den Funkapparat bediente. „Nein, Herr Oberleutnant, nichts.“ „Können Sie mir die Gegenstelle in Sörfold geben?" „Jawoll, Herr Oberleutnant,“ sagte der Funker.„Aber es ist strenger Befehl, es darf nur mit Schlüssel gefunkt werden.“ „So," sagte der Oberleutnant,„und wieso kam der Spruch unverschlüsselt durch?“ „Das weiß ich nicht, Herr Oberleutnant.“ Der Oberleutnant überlegte eine Weile. „Halten Sie es für möglich, daß jemand anderes auf unserer Welle ist?" „Möglich ist das schon, Herr Oberleutnant. Im Funk ist alles möglich." „Dann geben Sie durch, die Gegenstelle soll den Spruch verschlüsselt wiederholen." Es gab einen heftigen Streit in der Kompanie, die einen wollten sich die Freude nicht nehmen lassen, die andern aber blieben mißtrauisch. „I glaubs aber do,“ sagte der Gamsl fest. „Weil du alles gern glaubst, was dir recht ischt," sagte der Muigg,„aber die Engländer sein Luedern, denen fallt alles ein.“ „Stimmt," sagte der Gamsl,„aber i glaubs bloß, weil es so zu üns paßt: Allwei no, ehvor es für üns kritisch worden ischt, hat der Kriag aufghört. Wär ja ganz aus der Art gwesen, bal mier hiez auf amol in an richtigen Kriag drein kemmen wärn.“ „Wo wir eintreffen, bricht der Friede aus,“ sagte der Pawlitschek hochdeutsch, und man merkte daran, daß er langsam wieder zu sich kam. „Tüen mier nit lang reden, tüen mier lieber essen," sagte der Muigg,„mier werden no alles bald gune erfahren.“ Er hatte recht, noch während sie um das Gulasch saßen, kam ein Melder den Steig herabgelaufen, er hielt die Hülse in der Hand, an der noch der lange, rote Streifen wehte. Oben auf der Hochfläche hatte der Flieger die Meldung abgeworfen. „Unternehmen gestoppt! Die Kompanien marschieren auf der bisher eingehaltenen Route zurück bis zum Östufer des Leirfjord, dort einschiffen nach Sörfold. Nur Spitzenzug setzt Marsch nach Narvik fort. Erbringt Beweis, daß Unternehmen alpin durchführbar!“ So, da stand es also jetzt schwarz auf weiß. „Und jetzt?“ fragte der Pawlitschek wieder. „Was fragst denn allweil?“ rief der Muigg unwillig,„bisch eh schun ganz am End? Sein mier froh, daß die Schinderei aus ischt. Hiez geahn mier halt wieder zruck.“ „Und der Tschullerer?“ fragte der Pawlitschek und schaute rundum. „Bal er no das Leben hat," sagte der Muigg trocken,„dann kimmt er eh wieder zu üns zruck. Bal ers nimmer hat, machen mier'n a nimmer lebendig.“ Und damit schob er einen Brocken Zwieback hinter das Gulasch nach. Der Gamsl aber saß schweigend dort. Er schaute bloß in das Feuer drein, wie die Flammen in das Holz schlugen. Eine Weile lang saß er so und schwieg. „Mander," sagte er dann und sah sie alle an, wie sie da um das Feuer saßen.„Mander, i geah. Es laßt mir koan Ruah nit. I marschier fürs erscht Gewehr auf Narvik zum Tschullerer.“ Und ehe die andern noch etwas sagen konnten, stand er auf und lief hinunter in die Hütte zum Oberleutnant. „Gefreiter Gamsl bittet, sich zum Spitzenzug nach Narvik melden zu dürfen.“ Der Oberleutnant schaute finster drein und staunte. „Der Krieg in Norwegen ist aus," sagte er kurz,„was wollen Sie da noch in Narvik?“ „I hab mein Freund oben, Herr Oberleutnant, den Tschullerer, der ischt mir soviel wia an Brueder. I mueß wissen, lebt er oder lebt er nit.“ Der Oberleutnant überlegte eine Weile. „Gut," sagte der Oberleutnant,„mir soll es recht sein, wenn Sie der Leutnant mitnimmt." Der Gamsl satzte über die Wiese hinüber zum Feuer. „Befehl! Muigg, du übernimmst das Gewehr! I geah auf Narvik!“ Das war der Gamsl, wie sie ihn kannten. Sie halfen ihm noch beim Packen. Der Muigg holte ein Packl aus seinem Rucksack hervor, zwei Tafeln Schokolade. Der Zott zog seine guten, schafwollenen Socken eaus für den Gamsl. Der Jockele suchte verzweifelt in seinem Rucksack herum, ob er auch noch was zum Mitgeben hatte, bis er ein Schneuztüchl fand, auf dem die Stadt Aalborg drauf war, das reichte er ihm hin.„Und tue halt den Tschullerer schian grüeßen," meinte er,„bal er no lebt.“ Der Pawlitschek reichte ihm seinen Baedeker hin.„Es san no guet hundert Kilometer, Gamsl, und allerhand Weg. Und mit Narvik geht wieder ein neues Kapitel an, dessentwillen nimmst ihn mit." Der Gamsl streckte jedem die Hand hin. „Muigg, halt das Gewehr guet zsamm, daß es in Ordnung ischt, bal es der Tschullerer wieder übernimmt.“ Er warf den norwegischen Stutzen hintüber und ging. Der junge Kärntner Leutnant, der den Spitzenzug führte, war gerade dabei, seine Männer zusammenzustellen. Die Freude stand in seinem Gesicht, daß er der einzige Offizier im ganzen Unternehmen war, der nach Narvik durchmarschieren durfte. Da hockten die Jäger des Zuges auf den Steinplatten herum, zogen frische Socken an und wechselten mit denen, die zurückblieben, Hosen aus und Blusen, ein ganzer Kramladen lag da ausgebreitet über dem Felsen bis jeder sein Zeug zusammenfand. Der Leutnant sah ihn lange prüfend an. „So, ein Holzknecht sind Sie," sagte er,„und aus dem Krimmlertal!“ Der Gamsl spürte, wie ihm das Herz klopfte. „Im Krimmlertal sind feste Leut," sagte der Leutnant schließlich und klopfte ihm auf die Schulter. Der Gamsl strahlte.(Forts. folgt.) Aus Westdeutschland Gesundheitshäuser im Bergbau Gelsenkirchen. Im Gau Westfalen=Nord sind jetzt verschiedene Bergbaubetriebe dazu übergegangen, Gesundheitshäuser zu erstellen. In ihnen werden die Bergmänner von Betriebsärzten vor oder nach Schicht untersucht. Hierdurch wird dem Bergmann der Weg erspart, den er früher zu seinem Revierarzt und dann mit dem Rezept zur Apotheke machen mußte. Kleine Medikamente, die auf Grund der Untersuchung zu verabreichen nötig sind, werden sofort an Ort und Stelle ausgehändigt. Außerdem befinden sich in den Gesundheitshäusern Höhensonnen, Solluxlampen; auch Heißluftmassagen können gegeben werden. Obuslinie in Dortmund Dortmund. Am Wochenende wurde in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste aus Partei, Behörden, Wehrmacht und namhafter Vertreter westdeutscher Verkehrsunternehmungen und anderer fachlich interessierter Kreise die neue Obuslinie der Oeffentlichkeit übergeben. Oberbürgermeister Dr. Banike gab als Vorsitzer der Dortmunder Stadtwerke den Gästen einen Ueberblick über die Entwicklung dieses neuen Verkehrsmittels, mit dem einige deutsche Städte in den vergangenen Jahren schon die besten Erfahrungen gemacht hätten. Die jetzt mit sieben Wagen eröffnete Linie Außenring ist 6,7 km lang und hat besonderen Anteil am Berufsverkehr. Auf einer Rundfahrt hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich von der mustergültigen Einrichtung der Wagen, aber auch von ihrer Wendigkeit und Betriebssicherheit zu überzeugen. Ehrungen für Langewiesche Bünde. Der bekannte Heimatforscher Prof. Dr. Langewiesche, der am 26. Mai in bester Gesundheit und alter Schaffenskraft seinen 75. Geburtstag begehen konnte, war in einer Feierstunde des Kreis=Heimatgebietes Herford im Westfälischen Heimatbund Gegenstand zahlreicher Ehrungen. Viele Freunde und Verehrer des Professors aus dem ganzen westfälischen Gebiet waren erschienen, um noch einmal die großen Verdienste des Forschers um die westfälische Kultur zu würdigen. Besonders erwähnt wurde in den Reden das große Verdienst, das sich der Gefeierte durch die Schaffung des in Deutschland einzig dastehenden Tabak= und Zigarrenmuseums in Bünde erworben hat. 100 Jahre Städtische Sparkasse Mettmann Mettmann. Heute kann die Städt. S Sparkasse Bestehen zurückblicken. In den hundert Jahren haben vier Leiter der Sparkasse vorgestanden. Sie alle haben großen Anteil an der Entwicklung der Sparkasse, die heute über einen Einlagenbestand von 13½ Mill. RM. verfügt, ein Beweis des Vertrauens, das ihr von der Mettmanner Bevölkerung entgegengebracht wird. Seit Bestehen der Kasse konnten der Stadt Mettmann als dem Gewährsverband aus dem Gewinnüberschuß mehr als eine Million RM. überwiesen werden. Der Senior der bergischen nalisten gestorben Solingen. Im Alter von 68 Jahren ist der Senior der bergischen Journalisten, Hermann Kiehne, nach längerer Krankheit gestorben Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der das Zeitungsfach von der Pike auf erlernt hatte. Gebürtig aus der Magdeburger Börde, kam Hermann Kiehne im Jahre 1896 nach Solingen. Als freier Journalist bediente der besonders auf kommunalpolitischem Gebiete eifrig tätige Zeitungsmann eine Reihe von westdeutschen Blättern. Junge durch Gas getötet Recklinghausen. Hier wurde ein 13jähriger Junge aus Marl in einer Gärtnerei in den Vormittagstunden des Sonnabend als Leiche aufgefunden. Der Tod ist wahrscheinlich durch Kohlenoxyd=Vergiftung eingetreten. Die polizeilichen Ermittlungen zur Feststellung der Todesursache sind eingeleitet. Knappe Niederlage der Admira erste Spiel der Wiener Mannschaft in der Türkei Die verstärkte Mannschaft der Wiener Admira trug in Istanbul das erste Spiel auf ihrer Auslandsreise aus. Ihr Gegner war die türkische Meisterelf von Fener Bagtsche, die den jederzeit fesselnden Kampf knapp mit 2:1(1:0) gewann. Mit fast 12 000 Zuschauern war das Fassungsvermögen des Platzes weit überschritten. Die Anteilnahme der türkischen Sportfreunde an diesem fußballsportlichen Ereignis überstieg die kühnsten Erwartungen. Die Türken begannen den Kampf sehr temperamentvoll und der Stuttgarter Torhüter Deyle mußte sofort rettend eingreifen. Die deutschen Spieler kamen nur langsam in Schwung und benötigten geraume Zeit, um sich mit den völlig veränderten Verhältnissen abzufinden. Inzwischen waren die Türken schon bis zur Pause mit 1:0 in Führung gegangen und reihten nach dem Wechsel noch einen zweiten Treffer an. Im zweiten Abschnitt wurden jedoch die Gäste stark überlegen, und nun spielte sich der Kampf fast ausschließlich in der Hälfte der Türken ab. Hier erwies sich der Torhüter Sajzi als ein Meister seines Faches, der nur einen von Gauchel hart und placiert geschossenen Ball passieren ließ. Obgleich die Deutschen in überlegener Haltung das Spiel beendeten, reichte es nicht mehr zum mehrmals naheliegenden Ausgleich. Fener Bagtche hatté mit 2:1 gewonnen. Am Montag legte die deutsche Mannschaft am Denkmal Atatürks auf dem Maximplatz einen Kranz nieder. Deutsche Handballmeisterschaft Jetzt Hindenburg Minden— SG Ordnungspolizei Berlin Nach den Spielen der zweiten Vorrunde ist den Teilnehmern an den Endspielen um die Deutsche Handball=Meisterschaft eine kurze Atempause gegönnt. Die Kämpfe werden am 14. Juni mit den vier Spielen der Zwischenrunde fortgesetzt, die wie folgt angesetzt worden sind: LSV Reinecke Brieg— Östbahn SK Krakau in Brieg; MSV Hindenburg Minden— SG Ordnungspolizei Berlin in Minden; SV Waldhof— SG==Straßburg in Mannheim; SG Ordnungspolizei Magdeburg— SG Ordnungspolizei Hamburg in Magdeburg. Die vier siegreichen Mannschaften treten bereits acht Tage später, am 21. Juni, zu den beiden Spielen der Vorschlußrunde an. Das Endspiel ist vom 12. auf den 5. Juli vorverlegt worden. Der HSV schlug Werder Bremen Das Freundschaftsspiel des Hamburger SV mit dem Niedersachsenmeister Werder Bremen brachte den Rothosen vor 15 000 Zuschauern am Rotenbaum mit 4:2(1:1) Toren einen bemerkenswerten Sieg. Allerdings waren die Bremer ohne Reinhold Münzenberg, Gornik und Ackerschott gekommen, während für den HSV erstmals Paul Janes glänzend verteidigte. Die Hamburger hatten in dem Düsseldorfer Heibach einen überragenden Stürmer, während die Werder=Elf ihr Spiel etwas zu breit anlegte. Erste Klasse Niederrhein Gruppe 2: Sterkrade 06/07— Tura Essen 1:0(1:0) Elmar Alstaden— FV 1912 Essen 1:4(0:3) Grün=W. Holten—Vikt. Oberhausen 7:1(4:0) BV 16 Essen— Rellinghausen 08 3:4(2:1) Essen=West 81— BV Altenessen abgesagt Österfeld 06— Sportfr. Katernberg 2:6(0:3) Steele 03— Bergbau Lohberg 0:2(0:1) 4:0(1:0 E.=Schonnebeck— Bl.=W. Sterkrade 0) Bereits fünf Dauerfahrer verpflichtet. Die Steher=Rennen am 14. Juni auf der Bochumer Radrennbahn versprechen wieder ein sportliches Ereignis für Westfalen zu werden. Bisher wurden der Lokalmatador Walter Lohmann, der Schweizer Meister Heimann, die beiden Dortmunder Bautz und Vopel sowie der Berliner Hoffmann verpflichtet. Gekämpft wird um das„Goldene Rad von Bochum“. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute abend starb plötzlich nach längerem Leiden meine liebe Frau, unsere teure, unvergeßliche Mutter, unsere liebste, kleine Oma, unsere Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Emma Ecks geb. Steinbrink im vollendeten 69. Lebensjahre,— Ihr ganzes Leben war Arbeit und Fürsorge für die Ihrigen. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Ecks. Hattingen-Ruhr, den 31. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 4. Juni 1942, 15,15 Uhr, vom Sterbehause, Nordstraße 84, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher.— Von Beilciusbesuchen bitten wir abzusehen. Heute morgen 0.30 Uhr verschied nach kurzer Krankheit, für uns jedoch plötzlich und unerwartet, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel, der Rentner Karl Giebmanns im Alter von 74 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. Baak, Dahlhausen, Mörs, Hattingen, Linden, Österfeld, Nieukerk und Homberg-Rhid., den 31. Mai 1942. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 4. Juli 1942, nachm. 3 Uhr, vom kath. Krankenhaus St. Josef-Hospital, Linden, aus statt. Heute morgen um 9.30 rief der Herr über Leben und Tod meinen lieben Mann, unsern guten, treusorgenden Vater Ferdinand Ferger zu sich in die ewice Heimat. Mit Geduld ertrug er sein langes Leiden und starb, versehen mit den hl. Sakramenten der röm.-kath. Kirche, im Alter von nahezu 72 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Frau Anna Ferger, geb. Wagner u. Kinder. Essen-Steele(Steeler Str. 586), den 31. Mai 1942. Das feierl. Seelenamt findet statt am Donnerstag, 4. Juni 1942 um 9.30 Uhr, in der St. Laurentius-Pfarrkirche zu E.-Steele (bei besonderen Umständen um 10.45 Uhr); anschließend Beerdigung von der Leichenhalle des alten Friedhofs. Danksagung. Statt Karten. Für die so überaus innige Teilnahme und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Tode unserer geliebten, unvergeßlichen Hilde sagen wir allen, auch der Betriebsgemeinschaft Ferd. Drenhaus, unseren herzlichsten Dank. Jos. Giebmanns und Frau Else, geb. Mann Else Giebmanns und Anverwandte. Bochum-Linden, im Juni 1942. Betriebsmeister u. tüchtige Obermonteure als Gruppenführer für Auslandmontagen gesucht. Fima W. Bläser, Elektro=Unternehmungen, Welper=Ruhr, Thingstraße 54. Für Privathaushalt wird eine saubere Hausgehilfin evtl. auch Anfängerin gesucht. Geboten wird Famtlienanschluß und gute Behandlung. Angebote unter Nr. 8256 an die Geschäftsstelle d. Ztg. in Hattingen. Hart und unerbittlich traf uns zu schnell die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber Mann und Vati, Schwiegersohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter, der Soldat August Grundscheidt im Alter von 27 Jahren am 29. 4. 1942 im Östen sein Leben für Führer und Vaterland hingab. In tiefer Trauer: Anni Grundscheidt, geb. Grabemann Töchterchen Elke und Anverwandte. Nieder-Elfringhausen 25, den 2. Juni 1942. Für die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank, insbesondere Herrn Pastor Hegemann für seine trostreichen Worte. Familie Hoppstock und Anverwandte. Winzermark, Wasserstr. 1, im Juni 1942. Klavier, zu kaufen gesucht. Angeb. an die Gesch. d. Ztg. in Bochum, ABC=Straße 13. LIDA THEATER Boch.-Linden 3 Tage! Ab heute, Dienstag bis Donnerstag: Das große Lachen über einen der erfolgreichsten und lustigsten Bühnenschwänke ... Vater sein dagegen sehr findet in dem Lustspielfilm nach genannten Bühnenstück Glück Im Schlof In den Hauptr. Luise Ullrich u. ein Komiker von Format Richard Romanowsky. Wochenschau 4.00, 7.00 Uhr Hauptfilm: 4.45, 7.30 Uhr Jugendl, unter 18 Jahren nicht zugelassen. Frau oder Mädchen zum Spülen von 3—6 Uhr nachm. gesucht. Café Hogräfer, Hattingen=R., Steinhagen 7. Morgenmädchen oder Putzfrau gesucht. Frau Hoffmann, Hattingen=Ruhr, Bismarckstraße 8. Verkäuferin al laen tilk ela mann, Wer erteilt Nachhilfe in Mathematik und Englisch? Angebote unter Nr. 4525 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung in Hattingen. Wir haben uns vermählt: Arfur Hoffmann Marianne Hoffmann geb. Mindnich Hattingeu-Ruhr ng Rosenberg 70 Essen-Ruhr 30. Mai 1942 Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlichst. Horta Lange Herbert Querfurt Welper-Hüttenau im Mai 1942 B.-Linden 1 zweischl. Bettstelle mit Matratze, für 10.— RM. zu verkauf mit Hattingen. eldstraße 4 verkaufen. für 30 RM. Guterhalt. Kinderwagen zu verkaun. Zu erfr. in d. Geschst. d. Ztg. in B.=Linden. Guterh., moderner Sportwagen zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 23 an die Ges ngebote unter Nr. 2384 häftsst. dieser Ztg. in B.=Linden. Gebr., guterhaltenes Fahrrad zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 4557 an die Geschäftsst. dieser Zeitung in Hattingen. Guterhaltenes Luftgewehr m. Flocken oder Kugeln zu taufen gesucht. J. Tasche, Hattingen=Ruhr, Mühlenwinkel 15. Fast neuer Puppenwagen oder Kinder=Klappstüylchen gegen Häsin mit Jungen zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsstelle dieser Zeltung in Hattingen. Leeres Zimmer oder kl. Wohnung für die Dauer des Krieges zu mieten gesucht. Angebote unter Nr. 4538 an die Geschäftsst. d. Zeitung in Hattingen. Junges Ehepaar sucht 2 leere Zimmer in Hattingen, Baak, Linden oder Umgebung für sofort oder später zu mieten, evtl. auch als Untermieter. Zu erfragen in der Geschäftsstelle d. Ztg. in Hatttngen Saubere Putzfrau Ur 2—3 mal wöchentlich gesucht. Frau offmann. Essen=Steele, Katser= Wilhelmraße 85, Ruf: Essen 58062. Liebe läßt sich nicht zwingen Ungleiche Brüder kämpfen um die gleiche Frau. Hunderttausende lasen den Meisterroman Otto Ludwige dessen dramatischer Höhepunkt der Kampf auf dem Kirchturm ist. Attila Hörbiger, Karin Hardt bringen große schauspielerische Leistungen! Heinz Klingenberg, Rud. Klein-Rogge, Yoe Stöckel, Otto Wernicke u. a. Nicht für Jugendliche. 3.00 5.15 8.25 Wochenschau vor dem Hauptfilm. Haupttiim in der Abendvorstellung Central-Theater Hattingen 7.40 Schöne Kohlpflanzen frühe und späte Sorte, hat abzugeben Schulte=Bockholt, E.=Steele=Eiberg. Ruf 58885. Wachsbüste mit Frisur für 30 RM. und Schreibkasse für 20 RM. zu verkaufen. Joh. Göll, Herren= und Damensalon, Hattingen=Ruhr. Fernruf 2774. Bekanntmachung. Auf Anordnung des Herrn Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft findet am 3. Juni 1942 im Deutschen Reich eine allgemeine Viehzwischenzählung statt. Die Erhebung dient statistischen und volkswirtschaftlichen Zwecken. In jeder viehbesitzenden Haushaltung muß am Tage der/ Zählung(3. Juni 1942) eine Person anwesend sein, die dem Zähler die verlangten Auskünfte erteilen kann. Falls eine viehbesitzende Haushaltung am Tage der Zählung nicht aufgesucht sein sollte, ist der Haushaltsvorstand verpflichtet, entweder persönlich oder durch einen von ihm Beauftragten sogleich am nächsten Tage(4. Juni 1942) die Angaben zur Zählung bei dem Unterzeichneten, Rathaus, Zimmer 14) zu machen. Für falsche Angaben ist eine strenge Bestrafung vorgesehen. Hattingen, 1. Juni 1942. Der Bürgermeister J. V. gez.: Wittenius 1. Beigeordneter. Reichskarten für Urlauber. Nach dem Erlaß des Reichsernährungsministers vom 5. 3. 1942 haben die bisherigen Reichskarten für Urlauber am 31. 5. 1942 ihre Gültigkeit verloren. Ab 1. 6. 1942 dürfen nur noch die neuen Urlauberkarten angenommen und beliefert werden. Bis zum 13. 6. 1942 können von den Geschäften die bisherigen Urlauberkarten gegen Bezugscheine abgerechnet werden. Verstöße gegen diese Anordnung werden nach der Verbrauchsregelungs=Strafverordnung verfolgt. Bochum, den 1. Juni 1942. Der Oberbürgermeister. Ufa-Tonhalle/ Bochum Schicksal. Jugdl. unt.18 J.nicht zugel. Täglich 2.00, 4.30, 7.15 Uhr Apollo/ Bochum Verlassen. Für Jugdl. nicht zugelTäglich 3.45, 6.05, 8.30 Uhr Lichtburg/ Bochum Zwei in einer großen Stadt Jugdl. zugel. Tägl. 2.30, 4.30, 7.20 Uhr Weltlicht/ Bochum Kadetten. Jugendliche zugelassen! Täglich 2.10, 4.30 und 7.25 Uhr Lichtsplelhaus Marienstr. 14 Bochum Reise in die Ehe. Jugdliche haben Zutritt! Täglich H. 8.30, 6.05, 8.35 Uhr Gloria-Palast/ Bochum Rottstraße 29 Quax, der Bruchpilot. Jugendliche zugel. Hauptf. 3.15, 5.30, 7.40 Uhr Apollo/ B.-Weitmar Intermezzo. Täglich 5.00 und 7.30 Uhr Walhalla/ Kray-Nord Zwel in einer groslen Stadt. Jugendl. zugel. Täglich ab 3.15 Uhr UnionTheater Steele Herz ist Trumpf Nicht für Jugendliche! 2.55,5.12, 7.35 Uhr KammerLichtspiele Steele Dee Jungen Dessauer große Liebe Jugendliche zugelassen! 2.55,5.10,7.30 Uhr Guterhalt. Herrenfahrend Vollballon) gegen gleichwertiges Damenrad zu tauschen gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsst. d. Ztg. in Hattingen. Bekanntmachung. Zur Regelung der Vorratshaltung können die für die Zeit vom 1. 6. bis 21. 6. 1942 gültigen Abschnitte der Bezugsausweise für Speisekartoffeln sofort mit der festgesetzten Menge von 2,5 kg pro Kopf und Woche beliefert werden. Die Verbraucher müssen die ihnen vorabgelieferten Kartoffeln sorgfältig behandeln und sparsamst verwenden, da Ersatz für vorzeitigen Verbrauch bzw. Verderb nicht gewährt werden kann. Münster, den 28. Mai 1942. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen Provinzialernährungsamt Abtlg. B HATTINGEN Heute bie Donnerstag. Prächtige Stimmung frohes unbeschwertes Lachen bei dem reizenden Lustspiel Glück im Schloß mit Luise Ullrich, Richard Romanowsky, Eduard Wesener Paul Beckere, Erio Ode. Täglich Anfang: 3.20 5.30 7.40 Alle Vorstellung. beginnen mit dem Hauptfilm. Die Wochenschau nachh. Nicht für Jugendliche. Schauburg B.-Linden Ab Dienstag, nur 8 Tage! Dein Leben gehört mir Ein spannender, sensationeller Film nach d. Roman von Frank F. Braun „Akte Fabreani“ mit Karin Hardt, Dorothea Wieck, Karl Martoll, Ivan Pertrovich, Harald Paulsen, Carsta Löck, Käle Haack. Ein Drama menschlicher Leidenschaften ergreifend, mitreißend erschütternd. Für Jugendliche vorboten. bie Bunne der Gaunauptstadt Bochum Intendant: Prosessor Dr. S. Schmitt. Dienstag, 2. Juni, 19—21.15 Uhr, geschl. Vorst. AdF, Bochumer Verein:„Aimée". Mittwoch, 3. Juni, 19.15—21.30 Uhr, geschl. Vorstellung AdF:„Aimée“ 1 Paar Damenschuhe Gr. 3/ gegen eine Zinkbadewanne zu tauschen gesucht. Frau Hüttemann, Hattingen, Im Heggerfeld 26. Herrenfahrrad (prima Bereisung) für 80 RM. zu verkaufen Dellmann, Buchholz 153. Gebr. Sportwagen, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Angeb. a. d. Annahmestelle Buchh. E. Bings. B.=Dahlhaus., Dr.=C.=Otto=Str. 117, R.81511 Eierverteilung. In der Zuteilungsperiode vom 1. 6. 1942 bis 28. 6. 1942 werden auf den Bestellschein 37 der Reichseierkarte 3 Eler, und zwar auf den Abschnitt a 2 Eier und auf den Abschnitt b 1 Ei für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt nach Maßgabe der Belieferung der Kleinverteiler im Laufe der Zutellungsperlode. Münster, den 23. Mai 1942. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen Provinzialernährungsamt Abt. B