Die Heimnat an Mittaa Ausgabe M 92. Jahrgang sauchritletter: De. Rudolf undtz. Zi. im Heeresdienst), Stellvertreter: Hans Hollender z. Zt. im Heeresdienst), l. V. Erich W. Ellhof, Politik. Heimat u. Unterhaltung: Erich W. Ellhof: Leibesübungen und Kunst: Heinrich Kortum Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr. Die große Heimatzeitung für den Ennepe=Ruhrkreis tsstelle u. Schriftleitung: Hattingen=Ruhr, Obermarkt/ Kl. Weilstr./ Postfach 21, 22/ Ruf 2941 Anzeigenleiter: Herm. Büscher Z. Zt. sind die Preislisten Nr. 5 vom 1. 7. 1940 und Nr. 2 vom 1.7.1940(Sammelpreisliste) Erfüllungsort: Hattingen=R.; Bezugspreis: durch die Post je Monat 2.— RM zuzüglich Bestellgeld, durch Boten 2.16 RM einschl. Botenlohn Nummer 242 Montag, 14. Oktober 1940 Mitglieder des Londoner Lustschutzes als Plünderer Gebäude von sieben Stockwerken stürzen krachend zusammen Genf, 14. Oktober. Fast täglich berichten die englischen Blätter über neue Fälle von Plünderungen in beschädigten Gebänden. Meist sind es Mitzwei Angehörige einer Frauenhilfsorganisation (A. T. S.) vor Gericht, die in Kent, einem Gebiet, das Luftangriffen ausgesetzt war, die verschiedensten Gebrauchsgegenstände aus beschädigten Häuern gestohlen hatten. San Sebastian, den 14. Oktober. In zahlreichen Wellen haben dentsche Bomber und Jagdgeschwader laufend die britische Küste überflogen und sind bis tief nach Mittelengland hinein vorgedrungen, um ihre Vergeltungsangriffe fortzusetzen. Die britische Hauptstadt sei auch in der Nacht zum Montag von flackernden Feuern erhellt gewesen. Andere Verbände der deutschen Luftstreitkräfte hätten verheerende Angriffe auf Fabriken und Eisenbahnknotenpunkte in Südostengland durchgeführt. Wie Reuter mitteilt, fiel eine Bombe auf das Gebäude der„Times“ in London und verursachte bedeutenden Schaden. Redaktions= und Verwaltungsräume seien zerstört worden. Jeden Tag werden ungeheure Werte, die aus der ganzen Welt eingeführt werden, vernichtet. Die Wirkungen sind schrecklich. Unter der Gewalt des Luftdrucks stürzen Gebäude von sieben Stockwerken in sich zusammen. Die neue Tatsache der letzten Tage ist der massenhafte Einsatz der Stukas. Es genügt, diese Flugzeuge zu nennen, um zu verstehen, in welche Phase die„Schlacht von London" eingetreten ist. London befindet sich vor der Wahl des Schicksals von Warschau oder Paris, d. h. zwischen der Zerstörung oder der Uebergabe zu wählen. Der amerikanische Berichterstatter betont, er habe Flugzeuge gesehen, die die Dächer der Häuser buchstäblich streiften. Die Bomben, die unter diesen Bedingungen abgeworfen würden, hätten eine unerhörte Gewalt. 400 Fabriken unbrauchbar Ein Fünftel der Elektrizitäts- und Gaswerke außer Betrieb Genf, den 14. Oktober. So läßt sich der„Temps" von einem Korrespondenten über den Zustand Londons berichten: „Die Schäden sind unberechenbar. Amerikanischen Beobachtungen zufolge sind Tansende von Häusern zerstört oder stark beschädigt worden. 400 Fabriken sind bereits unbenntzbar geworden. 20 Prozent der Elektrizitäts= und der Gaswerke sind außer Betrieb gesetzt. Der Verkehr ist in verschiedenen Teilen der City, wie Oxford Street und Regent Street, eingestellt. Das Haus der Agentur Renter in der Fleet Street mußte zum Teil geräumt werden. Die Büros des„Daily Expreß“ sind zerstört. Der Buckingham=Palast und die WestminsterBrücke haben Schaden erlitten. Volltreffer auf den Waterloo-Bahnhof Truppenlager bei Dungeneß bombardiert. „Times"=Gebäudes macht einen geradezu katastrophalen Eindruck. Japanische Luftangriffe auf Hünnan Tokio, den 14. Oktober. Einheiten der japanischen Luftwaffe, so wird aus Hanoi berichtet, griffen bereits zweimal von Französisch=Indochina aus Yünnan, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Südwest=China an. Der zweite Angriff erfolgte am Sonntag. Dabei wurde mehrmals das Arsenal getroffen. Auch andere militärische Einrichtungen wurden beschädigt. Berlin, 14. Oktober. In dichter Folge setzten die deutschen Kampfverbände ihre Angriffe gegen die britische Hauptstadt und Südengland fort. Kriegswichtige Anlagen bei London=Bridge wurden getroffen, ebenso erhielt der Waaterloo=Bahnhof mit seinen Anlagen verschiedene Volltreffer. Ein Truppenlager bei Dungeneß erhielt Treffer in den Unterkünften. Besonders heftig war ein Angriff auf Hastings, wo Bahnanlagen mit Bomben belegt, ein Gasbehälter in Brand gesetzt und im Östteil der Stadt mehrere Gebände vernichtet wurden. Wie das„Times"-Gebäude bombardiert wurde „Ein katastrophaler Eindruck.“ Stockholm, den 14. Oktober. Unter den Londoner Eigenberichten vom Sonntag erscheint besonders bemerkenswert ein Augenzeugenbericht des„Svenska Dagbladet" über die Zerstörungen, die durch die deutschen Vergeltungsangriffe am Verlagsgebäude der Londoner „Times", dem Hauptorgan der britischen Plutokratenelique, entstanden sind. Die Londoner Schriftleitung des schwedischen Blattes hatte bisher ihren Sitz im Gebäudekomplex der„Times", aus dem sie jetzt, wie das Blatt sagt,„herausbombardiert“ worden ist. Daher ist das Blatt in der Lage, genau die Schäden anzugeben, die in dieser Giftküche— einem kriegswichtigen Betriebe von nicht zu unterschätzender Bedeutung— entstanden sind. Es ist den deutschen Fliegern gelungen, die Schriftleitung der„Times" zu zerstören, so daß diese jetzt in notdürftigen, sehr primitiven und behelfsmäßigen Räumen arbeiten muß. Fast alle Fensterscheiben sind in Trümmer gegangen. Die Front des„Limes"-Gebäudes zur Victoria=Street erhielt einen Volltreffer, der die bekannte Uhr getroffen und ein großes Loch in die Wand gerissen hat. Das Innere des Rüstungswerk bis auf die Grundmauern eingeäschert Großfeuer durch deutsche Bomben in Liverpool und Manchester Berlin, 14. der Wehrmacht Oktober. gab zum Das Oberkommando Wochenende bekannt: Der Bombenwurf von Verbänden leichter Kampfflugzeuge richtete in der britischen Hauptstadt umfangreiche Zerstörungen an. Nachfolgende Brände entwickelten sich an einigen Stellen zu Großfeuern, die bei Beginn der Dunkelheit Verbänden schwerer Kampfflugzeuge für ihre Vergeltungsangriffe den Weg wiesen. Zahlreiche Bomben mittleren und schweren Kalibers riefen zwischen Themsebogen und Leyton weitere große Brandherde hervor. Ebenso konnten in der Gegend des Battersey=Parts und an den Themseufern zahlreiche Einschläge beobachtet werden. Ein weiterer Großangriff richtete sich gegen das Hafen- und Industriegebiet von Livervool=Birkenhead und Manchester. Hier entstand in den Kühlhäusern um den Alexandrahafen und ostwärts der Kanada=Docks ein Großfeuer, das sich rasch ausdehnte. Ebenso waren mehrere große Brände zwischen dem StanleyHasen und den Kanada=Docks zu beobachten. Die Dockanlagen von Liverpool=Bootle erhielten gleichfalls mehrere Volltreffer und gerieten in Brand. Zahlreiche Einzelangriffe richteten sich gegen Bahn= und Gleisanlagen in Südengland. Auch mehrere Rüstungs= und Versorgungsbetriebe in Mittelengland und an der Ostküste Schottlands wurden erfolgreich bombardiert. Ein wichtiges Rüstungswerk, an der Ostküste brannte völlig nieder. Fernkampfbatterien des Heeres und der Kriegsmarine nahmen in der Nacht einen englischen Geleitzug an der Küste von Dover unter Feuer und zersprengten ihn. Im Seegebiet vor der schottischen Ostküste griff ein deutsches Flugzeug einen Geleitzug von mehreren bewaffneten Handelsschiffen im Tief anflug an. Ein Schiff von 8000 BRT. blieb mit starker Rauchentwicklung gestoppt liegen. Ein an derer stark gesicherter Geleitzug wurde Seeschlacht im Kanal von Sizilien Englischer Kreuzer versenkt, ein Flugzeugträger schwer getroffen Rom, 14. Oktober. Der italienische Wehrmachtbericht hat folgenden Wortlant: „Beträchtliche englische Seestreitkräfte wurden von unseren im Kanal von Sizilien auf Patronille befindlichen Torpedobooten während der Nacht vom 11./12. Oktober in der Nähe von Malta energisch angegriffen. Ein feindlicher Krenzer wahrscheinlich vom Neptuntyp— ist versenkt worden. Weitere schwere Schäden sind feindlichen Einheiten zugefügt worden, die sich anschließend entfernten. Wir haben zwei Torpedoboote von je 600 Tonnen und einen Torpedobootszerstörer von 1400 Tonnen verloren. Ein großer Teil der Besatzungen ist gerettet worden. In den frühen Morgenstunden haben unsere Luftstreitkräfte auf der Suche nach den feindlichen Einheiten diese auf der Fahrt nach Osten erreicht und intensiv bombardiert. Trotz der überaus heftigen Reaktion der Schiffsartillerie sowie der von dem zu den feindlichen Schiffsverbänden gehörenden Flugzeugträger aufgestiegenen Flugzeuge und trotz den ungünstigen atmosphäri* a »& Nach mächt einem deutschen Nachtangriff. Londoner Arbeiter bei Aufräumungsarbeiten in einem igen Bombentrichter.(Associated Preß.) südlich der Hebriden mit Bomben belegt. Zwei Schiffe wurden so getroffen, daß sie die Weiterfahrt einstellen mußten. Ein Unterseeboot versenkte aus einem feindlichen Geleitzug in kurzer Zeit drei Dampfer mit rund 21 000 BRT. Die britische Luftwaffe führte in der Nacht Terroraktionen gegen zahlreiche holländische Ortschaften durch, in denen stärkerer Personen= und Sachschaden angerichtet wurde. Im übrigen beschränkte sich die Angriffstätigkeit des Gegners auf einige Nachteinflüge in die Deutsche Bucht und das norddeutsche Küstengebiet. In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober versuchten kleinere Einheiten der britischen Kriegsmarine Cherbourg zu beschießen. Sie wurden nach drei Minuten Feuerdauer durch das Feuer der Küstenartillerie zum Abdrehen gezwungen. Ein kurz darauf im Morgengrauen sich Cherbourg nähernder schwerer britischer Kreuzer wurde frühzeitig durch Luftaufklärung gemeldet, unter Feuer genommen und drehte ab, bevor er selbst zum Schuß kam. Militärischer Schaden entstand weder im Hafen, noch in der Stadt Cherbourg, jedoch wurden einige französische Wohnhäuser getroffen. Der Gegner verlor insgesamt 13 Flugzeuge, davon 10 im Luftkampf, 3 durch Flakartillerie. Ein deutsches Flugzeug wird vermißt. schen Bedingungen konnte unsere Luftwaffe beträchtliche Ergebnisse erzielen. Der Flugzengträger ist am Bug von einer Bombe schweren Kalibers getroffen worden, während ein schwerer Krenzer an der Backbordseite beschädigt wurde. Zwei feindliche Jagdflugzenge sind abgeschossen worden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. In Nordafrika trafen unsere motorisierten Kolonnen, die bis 30 km östlich von Sidi Barani vorgestoßen waren, auf kleine Einheiten feindlicher Panzerwagen und Tanks, die vertrieben wurden. Unsere Luftwaffe hat während der Nacht den Flugplatz von Maaten Bagus sowie die Anlagen von Dabe(östlich von Mar Matruk) mit offensichtlichen Ergebnissen bombardiert. Trotz der heftigen Abwehr sind alle unsere Flugzeuge zurückgekehrt. sere über Tobruk Sperre fliegenden Jäger haben eine feindliche Flugformation angegriffen und ein Flugzeug vom Blenheim=Typ abgeschossen sowie zwei weitere schwer getroffen. In Ostafrika haben unsere Patronillen feindliche, auf Lastkraftwagen herangeschaffte Abteilungen zurückgewiesen, die im Anmarsch auf Eritrea bei Lodwar(westl. des Rudolfsees) waren, ferner die Anlagen des Flughafens von Wajir sowie einen seindlichen 10000=Tonnen=Krenzer, der einen Convoy geleitete, bombardiert. pfer und nur sehr geringer Schaden zu verzeichnen. Einzelheiten zu den See-Operationen vor Malta Rom, den 14. Oktober. Agencia Stefani meldet: Am Morgen des 11. Oktober habe eine Patrouille von Torpedobooten das englische Geschwader im Kanal von Sizilien entdeckt. Das Führerboot der Patrouille, ein kaum 600 Tonnen großes Torpedoboot, sei sofort mit äußerster Kraft bis auf 700 m Entfernung gegen einen englischen Kreuzer vorgestürmt und habe drei Torpedos abgeschossen, während es gleichzeitig aus allen Rohren gegen den Gegner feuerte. Die Torpedos, wie auch das Geschützfeuer, hatten das feindliche Schiff sofort schwer getroffen, so daß es schnell zu sinken begann. Das kleine Torpedoboot habe sofort das schwere Geschützfeuer des Gegners aushalten müssen. Es habe jedoch bis zum letzten Augenblick gekämpft und der Kommandant habe, ehe das kleine ruhmreiche Schiff unterging, noch mit Kaltblütigkeit die notwendigen Kommandos gegeben, um seine gesamte Mannschaft in den Rettungsbooten unterzubringen und um den Erfolg der Versenkung des feindlichen Kreuzers zu melden. Die Schiffbrüchigen wurden kurze Zeit darauf von einem anderen italienischen Torpedoboot aufgenommen. Der Kampf ging noch lange Zeit weiter. Verantwortungsbewußter Journalism Dr. Dietrich über den Aufbau einer neuen Pressemoral München, den 14. Oktober. In München fanden Besprechungen zwischen dem Reichsverband der Deutschen Presse und dem faschistischen National=Syndikat der Journalisten statt, die sich mit aktuellen journalistischen Berufsfragen befaßten und praktische Aufgaben erörterten. Zu Ehren der italienischen Gäste gab Reichspressechef Dr. Dietrich für die an den Besprechungen beteiligten Persönlichkeiten einen Empfang. In einer Ansprache umriß Reichspressechef Dr. Dietrich die neuen Voraussetzungen einer internationalen Zusammenarbeit der journalistischen Berufsverbände und entwickelte die Grundsätze, von denen die geistige Neugestaltung der journalistischen Organisation unserer Zeit getragen wird. Dr. Dietrich erinnerte u. a. daran, daß die Presse in fast allen Ländern der Erde die öffentliche Meinungsbildung beherrsche und daß sie ihre Macht über die Herzen und Hirne der Menschen zum Segen, aber auch zum Fluch der Völker ausüben könne, wenn sie von verantwortungslosen Elementen geschrieben werde. Die verjudete Presse der Plutokraten, das Werkzeug der Lüge, hat diesen Krieg entfacht; diese Presse verleumdete die jungen Völker Europas und bestritt ihnen ihr Lebensrecht. Die Verantwortungslosigkeit der jüdischdemokratischen Presse, das Werkzeug der organisierten Lüge, führte die Völker und stürzte sie ins Unglück: Polen, Frankreich, Norwegen und alle die anderen— sie haben unsere wohlmeinenden Warnungen vor dieser tödlichen Gefahr in den Wind geschlagen. Sie wollten nicht hören, und erst die Sprache der Kanonen war laut genug, um sie zu überzeugen! Heute, wo es für sie zu spät ist, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen, sind sie auf der Suche nach ihren Verführern und verfluchen diejenigen, denen sie zu lange geglaubt haben. Heute bezeichnen sie ihren Abgott von einst, den Juden Pertinax, als das Haupt der Banditen, die den Krieg um jeden Preis propagierten. Ein Engländer, der den furchtbaren Zusammenbruch des französischen Lügensystems in Paris erlebte, erklärte kürzlich im„Oeuvre": „Die Mehrheit des englischen Volkes ist heute durch die infamste Presse der Welt verdummt, sie vergiftet den Geist dieses Volkes mit jedem Tage mehr. Das englische Volk steht unter dem Joch der verjudeten Presse“. So sehen wir, wie überall in der Welt das „Prinzip" der Verantwortungslosigreit der Presse zu einer tödlichen Gefahr für die Völker geworden ist. Eine raffiniekte geistige Vergiftung hat sie zu vernunftgemäßem Kriegsverdienstkreuz für Rüstungsarbeiter Berlin, den 14. Oktober. Auf Vorschlag des Reichsministers für Bewaffnung und Munition hat der Führer bewähr ten Rüstungsarbeitern das Kriegsverdienstkreuz verliehen. Bei dieser Auszeichnung wurden auch Männer bedacht, die sich um die Entwicklung der Waffen technik Verdienste erworben haben. unfähig gemacht. so viele angeblich völligen VerkenDenken und Handeln nahezu Nur so ist es zu erklären, daß aufgeklärte Völker einer so nung der tatsächlichen Verhältnisse zum Opfer fallen konnten. Es bedurfte erst der Gewalt der Wafsen, um sie von der Hartnäckigkeit ihrer Verblendung zu heilen und sie wieder in die Welt der Wirklichkeit zurückzuführen. Bei den Engländern allerdings bedarf es angesichts fortgeschrittenster Verdummung und Arroganz einer besonders harten Kur, um sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen. In einer Art selbstmörderischer Besessenheit belügen und betrügen sie sich selbst, nur um der Wirklichkeit nicht ins Auge zu schauen. Die Bekämpfung und Beseitigung eines solchen Zustandes ist ein Werk der Selbstverteidigung aller Völker und des Schutzes der menschlichen Kultur! Ich beglückwünsche das„faschistische nationale Syndikat der Journalisten" und den Reichsver band der Deutschen Presse zu ihrem Entschluß, das Fundament zu legen für eine aus neuen gesunden Grundsätzen herauswachsende allgemeine Berufsorganisation der Journalisten. Aber die Völker werden das Ziel einer Gesundung des Pressewesens in der Welt durch staatliche Vereinbarungen allein nicht erreichen, wenn sich nicht die Erziehung des Journalisten durch ein neues Berufsethos von innen heraus vollzieht! Damit legen sie mit ihren Verbänden den Grundstein zu einem geistigen Neubau der Publizistik, der allen Völkern zum Segen gereichen wird. Deutsche Militärmission nach Rumänien entsandt Lehr= und Instruktionstruppen.— Jagdverhände zum Schutze der Oelfelder. Berlin, den 14. Oktober. Im Zusammenhang mit der in Wien gegenüber Rumänien übernommenen Garantie hat die Reichsregierung den rumänischen Wünschen entsprechend eine deutsche Militärmission nebst den notwendigen Lehrformationen nach Rumänien entsandt; und gleichzeitig deutsche Jagdvervande zum zusätzlichen Schutz der rumänischen Oelfelder nach Rumänien verlegt. Die deutschen Wehrmachtformationen werden bei dem von dem Chef der rumänischen Regie rung, General Antonescu, in Angriff genommenen Neuaufbau der rumänischen Wehrmacht als Lehr- und Instruktionstruppen dienen und nach Exkönigin Wilhelmina finanziert die RAF Durchführung ihrer Aufgabe wieder nach Deutsch Ein weiterer Beweis für Englands außerDurchführung ihrer Aufgabe wieder nach Deutsch land zurückkehren. Die mit Deutschland befreundeten Regierungen, die an der Entsendung der deutschen Wehrmachtmission nach Rumänien politisch interessiert sein könnten, sind von der Reichsregierung darüber unterrichtet worden. „Sendboten heldischen Geistes" Das Organ der rumänischen Legionärbewegung begrüßt die deutsche Militärmission. Bukarest, den 14. Oktober. Alle Bukarester Sonntagszeitungen beschäftigen sich eingehend mit der Entsendung einer deutschen Militärmission nach Rumänien.„Cuvantul", der nach einer Pause von mehr als zwei Jahren zum erstenmal wieder als amtliches Organ der Legionärbewegung erscheint, erklärt, daß die Anwesenheit der deutschen Wehrmacht in Rumänien die natürliche Folge der in Wien beschlossenen konkreten Zusammenarbeit sei. Man dürfe nicht vergessen, daß Rumäniens Eingliederung in die Achse nicht nur eine Verstärkung der wirtschaftlichen und kultuvellen Beziehungen bedeute, sondern in gleichem Maße auch eine enge politische und militärische Bindung. Die deutschen Techniker brächten Erfahrungen mit, die in jüngster Zeit gesammelt worden seien und seien Mittler des neuen europäischen Geistes. Angesichts der zahlreichen Berührungspunkte zwischen dem legionären Rumänien und den Achsenmächten könne eine militärische Zusammenarbeit niemanden überraschen. Die Anwesenheit der Sendboten heldischen Geistes in Rumänien, so schließt das Blatt seine Ausführungen, gebe nicht nur keinerlei Grund zu unbegründeter Besorgnis, sondern sei das Bekenntnis einer aufrichtigen und vollständigen Freundschaft mit den Achsenmächten. Antwort auf viele Soldatenbriefe Sich dienend einordnen, ist schönste Pflicht Von Dr. Ellenbeck, Hauptmann im Oberkommando der Wehrmacht. nsk In einem Aufsatz„ch will mit gegen England" wurde unlängst die Forderung gestellt, der einzelne Soldat müsse sich mit seinen Wünschen bescheiden, es komme nur darauf an, den Krieg zu gewinnen und nicht, Wünsche einzelner zu erfüllen, auch wenn sie noch so berechtigt schienen. Diese Gedanken fanden ein lebhaftes Echo. Aber in den Zuschriften, welche der Verfasser erhielt, war, ganz gleich, ob sie von Offizieren oder Mannschaften, von alten oder jungen Soldaten stammten, mit großer Einheitlichkeit zu lesen, man stimme der Forderung des Verzichts durchaus zu, nur im eigenen Falle liege die Sache doch so, daß wirklich eine Ausnahme gemacht werden müsse. Dann folgte der Wunsch, zu helfen, daß der Absender an der Front gegen England eingesetzt würde. Aehnliche Bitten werden heute an zahlreichen Stellen geäußert, und es sind sicher nicht die schlechtesten Soldaten, die sie aussprechen! Diese Bitten sind nicht erfüllbar, ja, es ist in dem Millionenheer der Deutschen nicht einmal möglich, daß sie bearbeitet werden, man könnte sonst eine eigene Behörde dafür aufbauen. Es muß eben jeder dort seine Pflicht erfüllen, wohin ihn der militärische Befehl gestellt hat. Der Wunsch, am Brennpunkt des Geschehens dabei zu sein, ist nur zu verständlich und für den Geist in der deutschen Wehrmacht bezeichnend, aber diese Wehrmacht hat so große Aufgaben zu erfüllen, sie steht in einem so einmaligen geschichtlichen Abschnitt ihrer Leistung, daß nur das Ziel, nur die Gesamtaufgabe, maßgebend ist, und daß der einzelne Soldat für seine Person sich bescheiden muß. Denn der Führer kann unmöglich nach dem einzelnen fragen, sondern nur nach dem Volk in Waffen. Dieses ist das Instrument seines Willens. Das Volk in Waffen, die Wehrmacht, ist der Garant des Sieges, der wiederum nicht für den einzelnen, sondern für das Volk erstritten wird. Mancher nun, den dieses eherne Gesetz des Krieges trifft, wird im stillen den Einwand machen, daß es schwer sei und innere Kämpfe erfordere, diesem Gesetz nicht nur äußerlich zu gehorchen, sondern es sich auch innerlich zu eigen zu machen. Das ist zutreffend. Auch das ist richtig, daß nach dem Kriege, wenn der eine viel erlebt hat, während der andere auf unscheinbarem Posten ausharren mußte, es erst recht nicht leicht sein wird, sich mit dieser Tatsache abzufinden. Für alle Soldaten, welche in dieser Lage sind, entsteht Truppenlager in Büdengland angegriffen U-Boote versenkten rund 42 000 BRT— Erfolglose Angriffsversuche der RAf Berlin, 14. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Sonntag bekannt: Die Angriffe unserer Luftwaffe auf London und zahlreiche andere Plätze der britischen Insel wurden am Tage und in der Nacht mit starker Wirkung fortgesetzt. In London war das Gebiet nördlich des Themsebogens und der Ostindia=Docks sowie der Raum beiderseits LondonBridge das Hauptziel der Angriffe unserer leichten Kampffliegerverbände, auch in der Gegend ostwärts des Victoria=Parks wurde gute Trefferlage beobachtet. Der Waterloo=Bahnhof ist von mehreren Bomben so getroffen worden, daß mit starken Störungen im Verkehr zu rechnen ist. Die in der Nacht angreifenden Kampfsliegerverbände konnten weithin sichtbare Brände als Folge der Tageseinsätze im Zentrum der britischen Hauptstadt beobachten. In Südengland griffen einzelne Kampfflugzeuge zum Teil im Tiefangriff zwei Truppenlager an. Starke Zerstörungen wurden in den Unterkünften angerichtet. Weitere Angriffsziele waren zwei sübenglische Hafenstädte. In Hastings wurden Bahnanlagen zerstört, ein Gasbehälter in Brand gesetzt und mehrere Gebäude vernichtet. Stärkere Kampffliegerverbände griffen im Laufe der Nacht verschiedene Rüstungsbetriebe in Mittelengland an. Starke Explosionen und Brände zeigten die Wirkung. Ein Unterseeboot versenkte fünf bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 25741 BRT. Ein anderes meldet die Versenkung von 16 300 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Wie gewöhnlich verzichtete der Feind bei Tage auf jede Angriffstätigkeit gegen das Reichsgebiet. Erst bei Nacht drang er an mehreren Stellen in Deutschland ein und erreichte unter anderem mit einigen Flugzeugen Berlin. Die hier geworfenen Bomben richteten keinen Sachschaben an. Einige Personen, die sich außerhalb der Schutzräume befanden, wurden verletzt. Angriffe der britischen Luftwaffe auf verschiedene Industrieanlagen in West= und Norddeutschland blieben erfolglos. Größerer Sachschaden entstand lediglich an einigen Wohn einer Speicheranlage. Hier sin Verletzte zu beklagen. gebänden und an auch Tote und Zahlreiche britische Bomben fielen wieder auf holländische Ortschaften. Militärischer Schaden entstand dabei nicht, jedoch wurde eine Anzahl von Wohngebänden zum Teil schwer beschädigt. Der Feind verlor in mehreren Luftkämpfen 21 Jagdflugzeuge; 7 deutsche Flugzeuge kehrten vom Feindflug nicht zurück. hier die große Aufgabe, eine der wesentlichsten Forderungen der nationalsozialistischen Revolution zu begreifen, sie sich zu eigen zu machen und sie im eigenen Leben zu erfüllen. Es ist die Forderung, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht, daß Volksschicksal höher steht als Einzelschicksal und daß gegenüber den Forderungen der Gesamtheit jeder Anspruch des persönlichen Lebens zu schweigen hat. Wenn es vielen von uns ehrlich sauer wird, das persönliche Interesse in solch einem Falle so völlig dem Volksinteresse unterzuordnen, zumal ja die persönliche Forderung nur nach erhöhtem Einsatz, nach Dienst an besonders gefähr deter Stelle verlangt, so liegt das an der Freude an allem Persönlichkeitswert, die uns tief im Blut liegt. Und wo wird das Glück persönlicher Leistung stärker empfunden als beim Einsatz mit der Waffe im Kampf für die deutsche Freiheit? Der übertriebene Kult der Persönlichkeit aber hat die Schäden des nunmehr überwundenen liberalen Zeitalters zur Folge gehabt. Unser nationalsozialistisches Zeitalter mindert den Wert der Persönlichkeit keineswegs herab, aber es ordnet uns anders ein. Gebieterisch wird von uns gefordert, daß wir unsere Gaben auf das vollkommenste ausbilden; aber das darf nur zu dem Zwecke geschehen, die hochwertigen persön lichen Gaben den Aufgaben des Volkes zur Verfugung zu stellen. Dieser Gesichtspunkt, sich dienend einzu oronen, ist immer schon für die besten deutschen Charaktere maßgebend gewesen; aus solcher Haltung ist der Dienstbegriff erwachsen, welcher das Preußentum geformt hat. Dabei ist immer das Wort„Verzicht“ groß geschrieben worden. Der deutsche Dichter Staatsrat Hanns Johst ist diesem Gedanken in seinem Drama„Thomas Paine" nachgegangen. Dieses Werk schildert das Lebensschicksal eines der führenden Geister der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung, welcher noch zu seinen Lebzeiten als Person vergessen wurde, indes sein Werk lebte. In einem Vorwort stellt Johst aus der Erkenntnis dieses Lebens die Aufgabe für uns alle. Man muß so sagt er, das Eigensinnige der Verson aufgeben, um Me lodie zu werden. Mag dann der kleine Ton des eigenen Lebens verklingen, die ewige Melodie des Volkes hat ihn aufgenommen, und er darf wissen, daß in ihr er nun weiterklingt bis in alle Ewigkeit hinein in der Geschichte seines Volkes. So darf der Soldat heute nicht an sich den ken, sondern nur an die Fahne, die zum Siege vorangetragen wird. Entschädi gung für allen Verzicht ist das Glück, der deutschen Wehrmacht in der Zeit ihrer größten Leistungen anzugehören. Wer das recht verstanden hat, der muß nun auch auf entlegenem Posten mehr leisten, als den Dienst mit zusammengebissenen Zähnen zu tun Das genügt nicht. Er muß ihn auch freudig tun. Mit seiner Freudigkeit muß er sich und den Ka meraden beweisen, daß er den Sieg über alle persönlichen Wünsche und Stimmungen, Enttäu schungen und Verstimmungen davongetragen hat, daß er mit anderen Worten ein nationalsozia listischer Soldat in vorbildlichem Sinne ist. Abreise der HJ-Zbordnung aus Italien Padna, den 14. Oktober. Auf einem Kameradschaftsabend der alten Garde der faschistischen Partei begrüßte der Gauleiter von Padua, Pizzirani, die HJ als Sendboten des nationalsozialistischen Deutschlands und als revolutionäre Jugend der NSDAP. Der Führer der deutschen Marschgruppe, Gebietsführer Hohoff, versicherte unter der stürmischen Zustimmung der alten Faschisten als Angehöriger der„Alten Garde" der NSDAP, daß gerade die Jugend wisse, was die beiden Völker ihren politischen Vorkämpfern zu verdanken haben.— Später wurde die Marschgruppe der HI am Sonntagmorgen zu ihrer Rückreise in das Reich verabschiedet. ordentliche Flugzeugverluste. Berlin, den 14. Oktober. Exkönigin Wilhelmina von Holland hat, wie wir hören, der Royal Air Force wieder einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt. Wie man hieraus entnehmen kann, scheinen die Verluste der Königlichen Luftflotte in letzter Zeit so außerordentlich zu sein, daß sich die britische Regierung genötigt sieht, bei den im Londoner Exil lebenden gekrönten Häuptern Anleihen aufzunehmen. Die Landeskinder der ehemaligen Königin werden über diese„hochherzige Spende" sicherlich nicht sehr beglückt sein, da sie die Erfolge der britischen Luftangriffe fast täglich am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Berlin, den 14. Oktober. In welcher Weise sich die Spende gegen das eigene holländische Volk auswirkt, dafür haben wir einen eindeutigen Beweis durch die Meldungen über Bombenangriffe auf holländisches Gebiet in der Nacht zum 12. Oktober. Die englischen Flugzeuge griffen im Küstengebiet allein elf Städte an, bei denen eine Reihe von Wohnhäusern schwer beschädigt und zum Teil zerstört wurde. Diesen völlig sinnlosen Angriffen auf eine friedliche Bevölkerung abseits jeder militärischen Anlage fielen 20 Holländer zum Opfer, von denen sieben getötet und 13 teils schwer, teils leicht verletzt wurden. Korpsführer Hühnlein— 40 Jahre Soldat in Krieg und Frieden Berlin, den 14. August. Reichsleiter Korpsführer Hühnlein konnte in diesen Tagen auf die 40. Wiederkehr des Tages seines Eintritts in die Armee zurückblicken. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, übermittelte Reichsleiter Hühnlein aus diesem Anlaß in einem herzlich gehaltenen Schreiben aufrichtige Glückwünsche und gedachte zugleich der langjährigen erfolgreichen, kameradschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Heer und NSKK. Im Oktober 1923 schied der Korpsführer aus freiem Entschluß aus dem aktiven Heeresdienst aus, um sich als politischer Soldat mit ganzer Kraft für die Freiheitsbewegung des Führers einzusetzen. 1937 verlieh ihm der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht den Charakter als Generalmajor. Am historischen 9. November 1923 stand der Korpsführer Schulter an Schulter mit den Sturmabteilungen des Führers in den Reihen der „Reichskriegsflagge".— Sein Versuch, sich gemeinsam mit dem damaligen Polizeipräsidenten Pöhner in den Besitz des Münchener Polizeipräsidiums zu setzen, trug ihm eine halbjährige Festungshaft ein, die er gemeinsam mit dem Führer auf der Feste Landsberg verbrachte. Ju deei Leilen Berlin. Der Führer hat dem Präsidenten der slowakischen Republik, Dr. Tiso, zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Berlin.=Obersturmbannführer Oberregierungsrat Calliebe wurde vom Führer zum Vizeinspekteur bei der Inspekkion der nationalpolitischen Erziehungsanstalten ernannt. Elbing. Am Sonnabend weilte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in Elbing, wo er zu Arbeitern eines Großbetriebes sprach. Rom. Das Organ der ägyptischen Wafd=Partet wurde von den Behörden in Kairo unter dem Druck der Engländer wegen„Verbreitung von Alarmnachrichten" auf die Dauer von zehn Tagen verboten. Östende. In einer Verordnung des Gouverneurs von Westflandern ist mitgeteilt worden, daß die bekannte belgische Hafenstadt Ostende nunmehr als einsprachig zu betrachten ist. In Zukunft werden alle von den Behörden ausgehenden Schriftstücke nur noch in flämischer Sprache abgefaßt. Madrid. Am Sonnabend wurde im Retiropark der Pavillon der spanischen Expansion in der Welt feierlich eingeweiht. Der Pavillon führt mittels Karten und graphischen Darstellungen Spaniens kolonisatorische Tätigkeit vor Augen. Madrid. Am letzten Tage seines Aufenthaltes in der spanischen Hauptstadt besichtigte Marschall de Bono die Ruinen des Alcazar von Toledo in Begleitung seines Verteidigers Marschall Moscardo und des Ministers Gamero. Am Sonntagmorgen ist de Bono im Flugzeug nach Sevilla abgereist, dann wird er sich nach Granada begeben. Schanghai. Zu den indischen Kongreßsitzungen, die am Freitag mit einem Bericht Gandhis über seine erfolglose Unterredung mit dem Vizekönig eröffnet wurden, erschienen mehrere Mitglieder in indischer Sträflingskleidung, um die englischen Mittel zur Unterdrückung des indischen Freiheitswillens zu dokumentieren. Bukarest. Der Sonderausschuß zur Untersuchung der vom Carol=Regime begangenen politischen Verbrechen verhörte den früheren Kommandanten der Gendarmerie, General Bengliu, den früheren Subdirektor der staatlichen Sicherheitspolizei, den Juden Stefanescu, den früheren Bukarester Polizeipräfekten und Sicherheitsminister General Gabriel Marinescu über die Umstände, unter denen Codreanu und die weiteren 13 Legionäre ermordet wurden. Moskau. Wie TASS meldet, wurde ein Abkommen zwischen der UdSSR. und Finnland über die Aalands=Inseln unterzeichnet. In dem Abkommen wird in beiderseitigem Einverständnis die Entmilitarisierung und Entfestigung der genannten Inselgruppe bestimmt und Rußland das Recht zur Haltung eines Konsulats auf den Aalands=Inseln zuerkannt. Stockholm. Wie„Dagens Nyheter" aus Göteborg meldet, wurde das schwedische Fischerboot „Mirjam" an der norwegischen Küste in völkerrechtwidriger Weise von einem britischen Flugzeug beschossen und mit Bomben belegt. Stockholm. Die britische Admiralität bedauert, mitteilen zu müssen, daß der Minensucher „Sea King" durch eine feindliche Mine gesunken ist. ) Vom Breuner zum Balkan Zur Entsendung deutscher Militärformationen nach Rumänien Von unserem Berliner Sonderberichterstatter Wilhelm Ackermann. Immer noch fühlen sich die Gemüter im Ausland, zumal in den demokratischen Staaten beunruhigt über die Tragweite der Besprechungen, die zwischen den Führern der Achse auf dem Brenner stattgefunden haben. Immer noch ergeht man sich in Kombinationen, wie sich das Brennerergebnis praktisch in der Kriegführung auswirken werde; ob der nächste Schlag sich verstärkt gegen das englische Mutterland richten, ob der Achsenstrategie etwa mehr ein Ueberrennen Aegyptens entsprechen würde; welche weiteren Absichten wohl für Südosteuropa unterstellt werden könnten. Ein Teil dieser natürlich völlig im Dunkeln tastenden Mutmaßungen, namentlich soweit er englischer Herkunft ist, soll hauptsächlich der bewährten politischen Brunnenvergiftung dienen, dem Versuch, neue Unruhe in der Welt zu stiften, indem man bald Jugoslawien, bald Griechenland als nächste Opfer diktatorischer Eroberungssucht bezeichnet, bald die Türkei ins Boxhorn zu jagen versucht. Für die englische und teilweise auch amerikanische Auslegung des Brennertreffens steht übrigens als erstes fest, daß es ein unumstößlicher Beweis für das Dilemma ist, in dem sich die Achsenpartner fühlen, seit der angebliche Blitzkrieg gegen England an dem unbezwinglichen Löwenmut der Royal Air Force gescheitert ist. Zwar hat, weder in Deutschland noch in Italien, niemals jemand vom Blitzkrieg gegen die britischen Inseln gesprochen, und die verantwortlichen Männer der beiden Staaten sind sich ohne Zweifel bewußt gewesen, daß die Niederringung eines Weltreiches vom Schlage des englischen Empire nicht im Handumdrehen zu bewerkstelligen ist. Aber das weiß ja der trostbedürftige englische Leser nicht, und deshalb kann man ihm ruhig die Fabel vom mißlungenen Blitzkrieg— auch in der täglichen Märchenstunde des englischen Rundfunks vorsetzen. Hauptsache, man lenkt ihn ab von seiner eigenen Lage. Dieser Ablenkung dient die Begleitmusik, die ich in englischen und gesinnungsverwandten Blätern zu der Entsendung deutscher Miliärformationen nach Rumänien findet. In dieser nüchternen Tatsache entzündet sich abernals eine beschwingte Phantasie. Sie steht zwar inigermaßen im Widerspruch mit der ersten Rückwirkung des Ereignisses, die offenbar auf einen Wink von oben übereinstimmend darauf abgestellt war, es als längst erwartet und im Grunde ziemlich gleichgültig hinzustellen. Aber solche kleinen Regiefehler fallen in den Pausen zwischen zwei Luftangriffen in London schon nicht mehr auf. Da wird also mit einem Lächeln der Schadenfreude festgestellt, das habe man nun in Rumänien vom Wechsel der englischen gegen die deutsche Garantie. Der erste, der diese Garantie verletze, sei Hitler selbst. Diese tiefschürfende Entdeckung enthält unbewußt einen richtigen, allerdings winzigen Kern: es besteht in der Tat ein grundlegender Unterschied zwischen einer englischen und einer deutschen Garantie, in der Zweckbestimmung wie in der Wirksamkeit. Was die letztere betrifft, so haben eine Reihe von Staaten die Probe auf das englische Exempel machen können; und wenn Rumänien schließlich noch vor dem Regimewechsel die englische Garantie wegwarf wie eine leere Nußschale, so wird es gewußt haben, warum. Was aber die Zielsetzung anlangt, so ist der Unterschied nicht minder deutlich. Englands Absicht bei seinen Garantieversprechen war lediglich, die damit beglückten Staaten im gegebenen Augenblick als weitere Hilfsvölker aufzurufen, sie in den Krieg hineinzuziehen, in der Hoffnung, deutsche Kräfte zu binden, die Achse von England selbst abzulenken, Nebenkriegsschauplätze zu schaffen, auf denen sich andere für England schlügen. Die Garantie war nur nach außen gerichtet und zwar stets mit einer deutlich sichtbaren, ja betonten Spitze gegen einen bestimmten Gegner. Sie war keine allgemeine Hilfsstellung für den anderen Partner, sondern eine zweckbestimmte Bindung. Derdeutsche Ehrgeiz in dieser Beziehung geht in anderer Richtung. Er will, und gerade der Fall Rumänien beweist es, dem garantierten Lande die Sicherheit und Stetigkeit seines Aufbaus unter den nun einmal veränderten Verhältnissen geben, will ihm behilflich sein, über die eingetretenen Rückschläge in seiner politischen Entwicklung, innen- wie außenpolitisch ohne weitere Erschütterungen hinwegzukommen. Achsengarantie, das heißt nicht sichere Verwicklung in die europäische Auseinandersetzung, sondern Gewähr für innere Ordnung, für Durchführung eines ruhigen Wiederaufbaus in Politik und Wirtschaft. Deutschland, das braucht gar nicht geleugnet zu werden, hat weitgehende Interessen in der rumänischen Wirtschaft; sie gegen Störungen von außen oder innen sicherzustellen, liegt durchaus im Sinne der dem Lande gewährten Garantie. Die Entsendung deutscher Formationen dient einesteils diesem Sicherungszweck. Sie erfolgt, und das ist wesentlich festzustellen, durchaus in Uebereinstimmungmitderrumänischen Regierung selber. Angesichts der überaus chaotischen Liquidotionsmasse, die das Regime Antonescu von der Carol=Zeit übernommen hat, ist es durchaus verständlich, wenn es sich zu deren allmählicher Lösung und Bewältigung der freundschaftlichen Unterstützung der Achse bedient, mit der für Rumänien keine anderen Gegenleistungen verbunden sind, als die ohnehin schon vereinbarten auf wirtschaftlichem Gebiet. Wenn darüber ihnaus die deutschen Truppen der nationalen rumänischen Armee als praktisches Vorhild und als Schulungsmöglichkeit dienen, so deutet auch dieser Umstand auf das offene Freundschaftsverhältnis, das zwischen dem Lande und der Achse besteht, und auf deren Bereitwilligkeit, auch in diesem militärischen Sektor zum Wiederaufbau Rumänien ihre guten Dienste zur Verfügung zu stellen. Das und nichts weiter ist der klare und einbeutige Sinn des ganzen Vor gangs; Versuche, ihm andere, irgendwie geheimnisvolle Tendenzen zu unterschieben, ihn mit phantastischen Expansionsabsichten gleich bis nach Asien hinein in Verbindung zu bringen, verdienen kaum eine ernsthafte Widerlegung. Die Achse hat gerade auf dem Balkan so eindeutige Beweise ihrer Befriedungsabsichten gegeben, daß diese Art Brunnenvergiftung sie wahrlich nicht berührt. Englands Industriestädte Liverpool und Manchester. (Heincke.) Ein Jahr Reichsgau Danzig-Westpreußen Wieder deutsche Bauern auf deutscher Scholle— Tausende von Häusern wiederhergestellt— Bewährungsprobe der Partei Danzig, den 14. Oktober. Am Sonntag gab Gauleiter und Reichsstatthalter Albert Forster im Danziger Staatstheater einen Aufbaubericht über den Reichsgau Danzig=Westpreußen, der vor einem Jahr, am 8. Oktober 1939, nach der Befreiung des Weichsellandes durch den Führer ins Leben gerufen wurde. In seinem großen Rechenschaftsbericht führte der Gauleiter u. a. aus: Kaum hatten unsere siegreichen Truppen einen Kreis oder eine Stadt in Besitz genommen, da zogen auch bereits die als Chefs der Zivilverwaltung ausgesuchten Männer mit ihren Mitarbeitern in das neueroberte Gebiet ein, um mit der Aufbauarbeit zu beginnen. Besondere Vorbereitungen wurden für die Industrie getroffen, um sie so schnell wie möglich in die deutsche Kriegswirtschaft einzubauen. Ebenso wesentlich war es, die Landwirtschaft nach deutschen Gesichtspunkten zu leiten, dnmit auch der Grund und Boden die entsprechende Ausnützung im Sinne der Ernährung des deutschen Volkes erfährt und DanzigWestpreußen mit Recht seinen Ruf,„Kornkammer des Großdeutschen Reiches" zu sein, bewahrt. Neben diesen für das ganze deutsche Volk so bedeutungsvollen Dingen mußten wir noch für dte Unterbringung von Tausenden von Volksdeutschen aus dem Baltikum, aus Wolhynien, aus der Gegend am Narew und um Warschau sorgen. Fast 50 000 Baltendeutsche kamen über Gotenhafen bei uns an, und mußten betreut werden. Der Reichsgau Danzig-Westpreußen kann auch mit Stolz von sich behaupten, daß er von den vier Östgauen der einzige ist, der keine Juden mehr hat. Ueber allen zu lösenden Problemen stand aber für uns als wichtigstes die Volkstumsfrage. Hierbei kam es nun im weiteren darauf an, eine reinliche Scheidung durchzuführen. Um die Volksdeutschen aber auch tatkräftig in den Aufbau einzuschalten und in der für uns notwendigen Weise geistig auszurichten, begannen wir mit der Organisation dieser Volksgenossen und mit dem Aufbau der NSDAP und ihrer Gliederungen. Neben der Versorgung von rund 60000 deutschen Flüchtlingen bereits während des Krieges und der Betreuung vieler Tausender durch den Krieg in größte Not geratener Menschen hat die NSV ihre Organisation im befreiten Gebiet aufgebaut. In engster Zusammenarbeit mit der NSV steht die Arbeit der Frauenschaft. Bei der Betreuung der schaffenden Bevölkerung war die Deutsche Arbeitsfront am allgeDer überfall der englischen Lustbriganten auf Münster Churchills Sendboden bombardierten die Universitätskliniken. Münster, den 14. Oktober. Der teuflichen Kette britischer Schurkentaten vom Freiburger Kindermord bis zur Düsseldorfer Friedhofsschändung reihte sich in der Nacht zum Sonntag ein neues und würdiges Glied an. Die Abgesandten des englischen Gangsterhäuptlings Churchill erschienen über den UniversitätsklinikenderstadtMunster, denen diesmal der Mordbefehl galt. Sie kreuzten zunächst längere Zeit über den im hellen Mondschein liegenden durch große Rote Kreuze gekennzeichneten Krankenanstalten und warfen schließlich Sprengbomben ab, von denen eine das Hygienische Institut der Klinik, die anderen in unmittelbarer Nähe gelegene Wohnhäuser der Universitätsangestellten trafen und erheblich beschädigten. Nur einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, daß die großen Krankenanstalten nicht getroffen wurden. Wenige Meter weiter und die Bomben wären in die medizinische Klinik gefallen. Neben der Tatsache, daß sich keinerlei militärische Objekte in der Nähe befinden, beweist auch das längere Kreuzen der britischen Flieger über den Krankenhäusern erneut einwandfrei, daß sie sich diese als Ziel ausgesucht hatten. Einst stand das deutsche Volk fassungslos vor diesem englischen Verbrechertum, das sich in zynischer Wollust an den zum System erhobenen Morden wehrloser Frauen, Kinder und Kranker berauscht. Heute weiß es, daß diese Bomben tausendfach vergolten werden. Ekel und Zorn hat das deutsche Volk gepackt über die Schänder jeglichen menschlichen Gefühls, jeder Kultur und Zivilisation, und nur mit der Vernichtung dieses britischen Auswurfes der Menschheit wird der 80=millionenfache Vergeltungsschrei sein Ende finden. meinen Aufbau im befreiten Gebiet hervorragend beteiligt. Wenn man demnach die Tätigkeit der Partei und ihrer Gliederungen und Verbände abschliesend betrachtet, so ist kaum zu glauben, daß in diesem Gebiet erst seit einem Jahr gearbeitet worden ist. Im befreiten Gebiet hat die NSDAP bereits ihre Bewährung abgelegt und bestanden. Neben der unendlich wichtigen Arbeit der Organisation der Volksdeutschen und des Aufbaues der NSDAP und ihrer Gliederungen wurden alle sonstigen Arbeiten auf den verschiedenen Gebieten des Staates und seiner Verwaltung angepackt und mit ungeheuerem Fleiß vorwärtsgetrieben. Unter den schwierigsten Verhältnissen hat die Hochbauverwaltung rund 1500 Häuser instandgesetzt, 250 Häuser erweitert, rund 380 Häuser neu aufgebaut. Zum Schluß betonte der Gauleiter, daß die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit nur ein Anfang gewesen sei. In diesem Gau, wie überhaupt im Östen, muß im Laufe der nächsten Jahre unendlich viel gearbeitet werden. Das Fundament haben wir gelegt. Es kann jetzt weiter darauf aufgebaut werden. Schachgroßkampf Westfalen=Süd gegen Essen nsg. Essen. In Bochum steigt demnächst ein Schachgroßkampf des Gaues Westfalen=Süd gegen den Gau Essen an über 100 Brettern. Der letzte Kampf, der am 5. Mai in der Kaupenhöhe in Essen stattfand, endete mit einem Siege der Essener von 65½:84½ Punkten. Die Auswahlmann= schaft des Gaues Westfalen=Süd geht diesmal verstärkt und mit Siegesaussichten in den Kampf. Museum für Bad Salzuflen Salzuflen. Die schöne Badestadt hat einen Betrag von 20 000 RM., der aus der Abtretung von Grundstücksflächen an die Reichsautobahn erzielt wurde, für den Ankauf eines Gebäudes verwendet. Es soll hier ein Heimatmuseum eingerichtet werden. IM STA e Vet 73o IOL=TRESOR schwecht ale ALNA 6 UNVERÄNDERT guét! Deutsches Wehrmacht=Konzert in Madrid. In der Stierkampfarena gaben deutsche Soldaten vor 30 000 Spaniern ein großes Militärkonzert.(Presse=Hoffmann.) Bildtelegramm aus Padua. Vorbeimarsch der treffen der faschistischen Jugend in Padua. Duce bei dem Groß(Presse=Hoffmann.) Fürsorge für die Frontarbeiter der O. T. Ueberall, wo Frontarbeiter der Organisation Todt im besetzten Gebiet eingesetzt sind, sorgen Verbandplätze der O. T. für erste Hilfe bei Verletzungen.(Presse=Hoffmann.) Beileid des Führers und Görings Essen. Der Führer und Reichskanzler, Reichsmarschall Göring sowie zahlreiche Minister und führende Persönlichkeiten haben aus Anlaß des Ablebens von Geheimrat Dr. e. h. Peter Klöckner ihre Anteilnahme übermittelt. Drohend recken die Langrohr=Geschütze ihre Rohre dem Feinde entgegen.(PK. Schulze.) Der Ostia=Bahnhof im Süden Roms fertiggestellt. Am Jahrestgge des„Marsches auf Rom“, dem 28. Oktober, wird der Duce neben anderen neuerrichteten öffentlichen Gebänden den Östia=Bahnhof, an der Viale Hitler, einweihen.(Associated Preß.) Rundgang durch die alte deutsche Stadt Metz in Lothringen. Malerischer Blick auf die Mosel. (PBZ. Zander. Reichsminister Seldte besucht Wiener Arbeiterwohnungen und neuzeitlich nationalsozialistisch geleitete Kindergärten unter Führung des Reichsstatthalters Baldur von Schirach.(Presse=Hoffmann.) Fachschaft Komponisten tagt in Remscheid Remscheid. Vom 26. bis 28. Oktober findet eine Arbeitstagung der Fachschaft Komponisten in der Reichsmusikkammer in Remscheid und auf Schloß Burg statt. Generalintendant Dr. Heinz Drewes, der Leiter der Abteilung Musik im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, hat die Stadt Remscheid mit der Durchführung dieser Arbeitstagung beauftragt. „Torpedo los"! Pansenlos stürmen unsere Schnellboote, die„Stukas der Meere“, gegen England, zersprengen Geleitzüge, vernichten Zerstörer und Vorpostenboote. Mit hoher Fahrt saust das Boot dem Ziel entgegen und der„Stahlfisch" gleitet in seine Bahn. (PK. Richleske.) Admiral Staatsrat von Trotha ist im Alter von 72 Jahren, wie bereits berichtet, nach kurzer Krankheit gestorben. Admiral von Trotha war der verdienstvolle Stabschef Admiral Scheers in der Skagerrak=Schlacht und wurde mit dem Orden Pour le mériete ausgezeichnet. Jetzt leitete er den Reichsbund deutscher Seegeltung und war Ehrenführer der Marine=Hitler=Jugend.(Scherl.) Der italienische Minister für Außenhandel Riccardi traf zu einem Besuch in Berlin ein und wurde von Reichswirtschaftsminister Funk willkommen geheißen. (Presse=Hoffmann.) Vorsicht bei Aufbewahrung von Giften Solingen. In den Städtischen Krankenanstalten ist ein vierjähriger Junge an Vergiftungserscheinungen gestorben. Vermutlich hat er Rattengift zu sich genommen, ein Anlaß, alle Eltern nachdrücklich anzuhalten, vorsichtig bei der Aufbewahrung von Giften zu sein. Kühe im Eisenbahntunnel Laasphe. Vor einigen Tagen liefen in der Nähe von Laasphe hütenden Kindern mehrere Kühe davon und suchten schließlich in einem Tunnel der Reichsbahnstrecke Züschen— Winterberg Unterschlupf. Plötzlich fuhr ein Personenzug in den Tunnel ein, der drei Tiere erfaßte und sofort tötete. Küken„erlegten" eine Feldmaus Paderborn. Von einem besonders seltsamen Vorfall aus dem Tierleben kann berichtet wer den. Auf dem Wiesengrundstück eines Paderbor ner Einwohners waren Küken untergebracht. Plötzlich wurde beobachtet, wie sich die Kükenschar aufgeregt über irgend etwas hermachte. Ein Kü ken lief voraus und hatte bald seine Jagd be endet. Im Schnabel hielt es eine Feldmaus, die es in gehetzter Jagd erlegt hatte. Beich us die Heimat „Leichtbier“ Das neue Volksgetränk ist da Die Bemühungen, ein neues Volksgetränk zu schaffen haben bereits zu einem schönen Erfolg rt, wie soeben aus dem Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP. mitgeteilt wird. Es kam darauf an, dem starken Bedürfnis gerecht zu werden, nach einem Erfrischungsgetränk, das alkoholfrei und durststillend ist, darüber hinaus aber auch diätetisch eine Rolle wie in gewissen Graden das Bier spielt. Trotz der Kürze der Zeit seit Erlaß eines entsprechenden Aufrufes sind dem Volksamt für Volksgesundheit bis jetzt insgesamt acht Versuchsgetränke zur Prüfung eingereicht, außerdem noch mehrere in Aussicht gestellt worden. Von diesen Versuchsgetränken sind sechs bereits fabrikationsfähig, fünf haben schon einen ansehnlichen Absatz gefunden. Darüber hinaus ha ben sich zahlreiche Interessenten, vor allem GroßBetriebe verschiedenster Art gemeldet, um baldmöglichst Lieferungsverträge abschließen zu können. Die Produktion der neuen Getränke liegt bei mehreren deutschen Brauereien. Von den bisher fabrikationsfähigen Volksge tränken haben fünf Gerste als Grundlage, während eines aus Zuckerrübenschnitzeln hergestellt wird. Der Alkoholgehalt dieser Getränke liegt durchweg unter 0.5 Prozent. Ferner sind noch mehrere andere Getränke in Vorbereitung bzw. in Versuchsstadium. Von ihnen wird eines aus Molke hergestellt, ein anderes aus Schwarz brot(Kwaß). Allgemeines Interesse beanspruchen sodann jene Vorarbeiten verschiedener Hersteller, die sich mit Kräutern, Tomaten, Moosbeeren und Ingwer als Grundlage beschäftigen. Durch die Aktion des Hauptamtes für Volksgesundheit angeregt, haben außerdem die Bestrebungen aus Winzerkreisen zur Herstellung eines alkoholfreien Weines neuen Auftrieb erhalten. Die neuen Volksgetränke er füllen insbesondere auch die Anforderung, bierähnlich zu sein. Die Bierähnlichkeit bezieht sich aber nicht allein auf das Aussehen, die Schaumbildung und den Geschmack sowie die Ausschankmöglichkeit, sondern auch auf jene Eigentümlichkeiten des Bieres, die ihm zweifellos seine weite Verbreitung ermöglicht haben, nämlich seine sog. diätetischen Eigenschaften. Hierzu gehört außer der erfrischenden und durststillenden Wirkung die günstige Einwirkung auf die Verdauungsregulierung und die gute Bekömmlichkeit. Grundsätzlich kann hiermit die Frage der Schaffung eines neuen Volksgetränkes als gelöst angesehen werden. Um den einheitlichen Charakter der verschiedenen Arten des neuen Volksgetränkes durch eine einheitliche Kennzeichnung zum Ausdruck zu bringen, hat der Reichsinnenminister hierfür die Bezeichnung„Leichtbier“ genehmigt. Ihm steht gegenüber das Starkbier, also Biersorten mit höherem Alkoholgehalt. Beide Bierarten sind nach dem gleichen Verfahren hergestellt. Sie sind Gärund Braugetränke. Ausdrücklich wird bemerkt, daß selbstverständlich nicht im geringsten daran gedacht werde, alle anderen wertvollen alkoholfreien Getränke nunmehr einzudämmen. Als groß wird z. B. das Bedürfnis nach einem vitaminhaltigen Getränk aus Tomaten für die Wintermonate bezeichnet.* Vertrauensverhältnis untergraben, wenn jede werdende Mutter Gefahr liefe, daß bei Aufsuchen der Hebamme weiteren Stellen von ihrer Schwangerschaft ohne ihre ausdrückliche Einwilligung Kenntnis gegeben werde. Nicht pflichtwidrig, vielmehr im Interesse der Betreuung erwünscht sei dagegen jede Meldung, die im ausdrücklichen Einverständnis mit der Schwangeren ergeht. — Milderung des steuerlichen Kriegszuschlages in Härtefällen. Der Kriegszuschlag zur Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer beträgt 50 Proz. des Steuerbetrages. Beim Lohnabzugsverfahren ist der Kriegszuschlag nach dem geltenden Recht so zu bemessen, daß dem Arbeitnehmer ein Arbeitslohn von mindestens 234 RM. monatlich, 54 RM. wöchentlich, 9 RM. täglich oder 4.50 RM. halbtäglich verbleibt. Uebersteigt der Arbeitslohn diese Freigrenzen, so wird er durch den Kriegszuschlag in den unmittelbar anschließenden Lohnstufen oft in voller Höhe weggesteuert. Das bedeutet für den davon betroffenen Arbeitnehmer eine Härte. Zur Beseitigung dieser Härte hat der Reichsfinanzminister jetzt einen Erlaß herausgegeben, wonach der Kriegszuschlag zur Lohnsteuer nur so hoch zu bemessen ist, daß dem Arbeitnehmer von dem Arbeitslohn, der die genannten Freigrenzen übersteigt, ein Betrag von mindestens 50 Proz. verbleibt. Die Neuregelung gilt erstmalig für den Kriegszuschlag zur Lohnsteuer, der für einen Lohnzahlungszeitraum einzubehalten ist, der nach dem 15. Oktober 1940 endet.* Arbeitstagung der Bom-Führerinnen des Untergques 99 in hattingen Anregungen für die Werkarbeit im kommenden Winter Am gestrigen Sonntag fand in der Aula der Adolf=Hitler=Oberschule eine Arbeitstagung der BDM=Führerinnen aus dem Untergau 99 statt. Die Tagung begann mit einer Morgenfeier, die von Musikstücken und Gedichten umrahmt wurde. Anschließend umriß die Untergauführerin Annemarie Sjögren die Aufgaben des BDM im Winterhalbjahr 1940/41. Die Soldatenbetreuung und der Kriegseinsatz stehen natürlich im Vordergrund. Einige Führerinnen erzählten aus ihrer Arbeit und gaben so Anregungen für neuen Einsatz. Ueber das Thema„Weltmacht Deutschland“ sprach eine aus Brasilien zurückgekehrte Deutsche. Zum Schluß schilderte sie noch besonders nett ihre Ankunft in Hamburg, wie sie sich so sehr darüber freute, daß am Tage ihrer Heimkehr die Stadt anläßlich der Zurückgewinnung des Memellandes festlich geschmückt war. Die Beauftragte für das BDM=Werk„Glaube und Schönheit", Inge Boos, bestimmte noch einmal klar die Trennungslinie zwischen dem BDM selbst und dem BDM=Werk. In ihm sollen die deutschen Mädel all das Schöne auf der Welt verstehen und begreifen lernen. In der Musikstunde wurden neue Lieder gelehrt, die später in Singestunden besonderer Art ausgewertet werden. Nach einer Pause erhielten die BDM=Führerinnen Anregungen für die Werkarbeit im Winter. Besonders in diesem Winter soll der BDM der NSV. bei der Anfertigung von Spielzeug für die betreuten Familien und die Kindergärten helfen. Am Schluß der Tagung war jeder Führerin die Winterarbeit klar, und sie werden bestimmt dafür sorgen, daß auch in diesem Jahre der BDM überall da ist, wo er gebraucht wird. Der heutige hattinger Stadtspiegel — Die Schweigepflicht der Hebamme. In einem Erlaß befaßt sich der Reichsinnenminister mit der Schweigepflicht der Hebammen. Bei der Einschaltung der Hebammen in die Fürsorge arbeit für werdende Mütter sind vielfach Zweifel darüber entstanden, inwieweit die Hebamme berechtigt ist, die bei der Untersuchung werdender Mütter getroffenen Feststellungen den Wohlfahrtsstellen für die Betreuungsarbeit mitzutei len. Verschiedentlich ist dabei die Auffassung ver treten worden, daß zum mindesten die Mitteilung des Namens keine Uebertretung der Schweige pflicht bedeutet. Diese Auffassung wird in dem Erlaß als unrichtig bezeichnet. So notwendig im gesundheitlichen und sozialen Inter esse der werdenden Mutter die sachdienliche Be treuung sein könne, hieß es doch, das notwendige — Ehrentafel der Alten. Das achte Leensfahrzehnt beginnt morgen in bester Gesundheit der Berg= und Reichsinvalide GustavAdolf Sickermann, Bruchstraße 26. Dem langjährigen treuen Freund der Heimatzeitung Gruß und Glückwunsch! — Auszeichnung. Der Unteroffizier Rudolph Feuerstein, Sohn der Familie Ernst Feuerstein von der Bismarckstraße 89, wurde mit dem Infanterie=Sturmabzeichen ausgezeichnet. — Frohe Stunden für Hattinger Betriebe. Wie auch im vorigen Winter, haben in der jetzt begonnenen Saison wiederum verschiedene Hattinger Werke geschlossene KöF=Vorstellungen der Gauvarieté=Abende abgenommen. So fand inzwischen eine solche Vorstellung für die Flanschenwerke statt und am gestrigen Sonntag eine solche für das Gemeinschaftswerk, für die Hill AG und die Firma Köppern. Wieder wurde vielen hundert Hattinger Arbeitskameraden und ihren Angehörigen eine Reihe froher Stunden bereitet. — Eine festliche Stunde auf der Waldstraße. Wie wir erfahren, wird morgen nachmittag die bekannte Altistin Emmi Leisner für eine kurze Zeit im Hause der Standarte Feldherrnhalle weilen. In Begleitung der Künstlerin, die in diesen Tagen verschiedene Konzerte im Südwestfalengau gibt, befindet sich Prof. Michael Raucheisen. Sicherlich wird auch diese Stunde eine festliche sein. — Grüße an alle Hattinger und Welperaner senden aus dem Süden Frankreichs die Soldaten Karl Greis von der Großen Weilstraße 30 und Franz Schawlick aus Welper. Wir leiten dies Zeichen freundlichen Gedenkens hiermit gern weiter und erwidern die Grüße unserseits aufs herzlichste. hattinger Schützenverein holte den „Silberkranz" Sonnabend und Sonntag herrschte auf den Ständen bei Trögeler ein reges Leben. Zum 8. Male schossen die Hattinger Kameraden den „Silberkranz" der Stadt aus. Fast alle gemeldet gewesenen Mannschaften waren angetreten. Die Dienst an unseren Müttern Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind? Manche ganz junge und auch viele ältere Mütter haben sich mit der Frage:„Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind?" schon oft beschäftigt. Wichtig ist sie für jeden, der mit Kindererziehung zu tun hat. In der Jetztzeit ganz besonders, da durch Krieg und zu lange Ferienzeit manches Kind etwas aus seinem gewohnten Gleis gekommen ist, was Eltern und Erziehern Sorge und Unruhe bereitet. Es ist deshalb Dienst im wahrsten Sinne des Wortes, wenn die Mütterschule des Deutschen Frauenwerks hier helfen und raten will. Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind? Damit ist nicht nur das Kleinkind gemeint, sondern auch das Schulkind. Es wird der Familie mehr entzogen durch Schule und Jungvolk=Dienst. Wie manche Mutter hat da schon gefürchtet, daß sie selbst nun ihrem Kinde nichts mehr zu geben hat, daß es ihr entfremdet. Die wichtigste Erziehung aber ist und bleibt die Familienerziehung! Wenn die Mutter versteht, ihr Kind in der Freizeit richtig zu beschäftigen, dem Alter und Interessenkreis angepaßt, dann ist die Familienerziehung gewährleistet. Richtige Beschäftigung ist die beste Erziehung. Der Mütterdienst des Deutschen Frauenwerks gibt durch seine Jugendleiterinnen den Müttern wertvolle Anleitungen. Man lernt die Lieder, die zum deutschen Jungen und Mädel passen, die Mutter probiert dort selbst alle Spiele, auch Gesellschaftsspiele, aus, die sie mit ihren Kindern spielen will, sie bastelt, klebt und schneidet allerlei leuchtende, lustige Dinge aus, die ein Kinderherz stets erfreuen. Sie wird das alles dann zu Hause mit den Kindern für die Kinder gestalten. Und wenn als besondere Belohnung Kasperle auftritt, oder ein Schattenspiel geboten wird, dann herrscht eitel Freude im ganzen Familienkreise, und keine Klage über ungezogene Kinder wird hörbar. Der Mütterdienst kennt die einfachsten Mittel, mit denen solche Spiele geformt werden können. Das Kind wird selbsttätig und schöpferisch. Und wenn die Vorweihnachtszeit kommt mit ihrem Schaffen und Werken für andere, dann wissen nicht nur die Mütter, sondern auch die Kinder, ohne besondere Geldausgabe echte Weihnachtsfreude zu machen. Noch eine sehr wichtige Aufklärung wird den Müttern zuteil. Welche Bücher gebeich meinem Kinde? Den Schund= und Schmierbüchern wird dadurch der Garaus gemacht. Wie manche gute Erziehung haben die schon gefährdet! Anfang Oktober wird der Mütterdienst mit seinen Kursen:„Wie erziehe und beschäftige ich mein Kind?" beginnen. Mütter, Er zieherinnen und Großmütter— wie oft ist diesen doch die Erziehung überlassen— sind dazu einge laden. Einen Nachmittag wöchentlich kann sich mancher für die Dauer von 12 Wochen frei machen. Der Gesamtpreis beträgt 3,65 RM. Kleine Kinder dürfen mitgebracht werden. Die Zahl der Teil nehmerinnen an einem Kursus beträgt höchstens 15. Die Anmeldungen sollen umgehend in der Müt terschule des Deutschen Frauenwerks Bochum, Freiligrathstraße 5, erfolgen. Da in allen Ortsgruppen ein Kursus abgehalten werden kann, nehmen auch die Ortsbeauftragten für Mütterdienst, sowie alle Ortsfrauenschaftsleiterinnen, die Anmeldungen entgegen. 2. Gruppe des Hattinger Schützenvereins wurde Sieger und zwar mit 842 Ringen vor der 1. Gr. der SA., die 801 Ringe holte. Die gleiche Ringzahl schoß die 1. Gruppe der Sieger=Kameradschaft, an vierter Stelle lag mit 800 Ringen die Kameradschaft von 1817.— Auf die Veranstaltung selbst kommen wir noch ausführlicher zurück, da die Gesamtberichte heute vormittag von uns nicht mehr fertiggestellt werden konnten. — Daran denken: Mittwoch Lebensmittelkartenausgabe! Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß die Stadtverwaltung am Mittwoch dieser Woche, also am 16. Oktober, die neuen Lebensmittelkarten aushändigen läßt. Ausgabestellen und Zeiten sind zu beachten. Sonderwünsche früher oder später Kommender können nicht berücksichtigt werden. Tinsbank wird versteigert Das Bergwerk Tinsbank der gleichnamigen Gewerkschaft wird im Laufe des nächsten Monats beim Hattinger Amtsgericht versteigert werden Es ist im Berggrundbuch von Hattingen eingetragen und liegt bekanntlich in Herbede nach der Stadtgrenze zu. Die Gewerkschaft ist in 128 Kuxe eingeteilt. Schon im Mai 1935 wurde der Versteigerungsvermerk eingetragen. Welchen Weg die Anlage nach dem Ablauf des Zwangsvollstrek kungsverfahrens künftig gehen wird, steht noch Welper — 40 Jahre im Dienst der Hütte. Am heutigen Montag steht der Revisor Emil Hamacher vom Walzwerk der Ruhrstahl, in Welper, Luisenstraße 8 wohnhaft, vier volle Jahrzehnte in den Diensten der Werke. Aus diesem Anlaß wurden dem verdienten Jubilar zahlreiche Ehrungen zuteil. Die Heimatzeitung schließt sich den Glückwünschen zum Ehrentage in herzlichster Weise an. herbede — Der Gauleiter gratulierte. Der Gauleiter übermittelte Hermann Oberschulte, Herbede, Bommerholzer Straße 150, sowie Herrn Heinrich Klug, In der Twissel Nr. 17, zum 80. Geburtstag seine persönlichen Glückwünsche. nsg Niederbonsfeld — Schulungsabend. Am Dienstag, dem 15. Oktober, findet um 20 Uhr im Lokale Rottberg der Schulungsabend für sämtliche Politischen Leiter, Walter und Warte der Gliederungen statt. Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. Altendorf-Ruhr — Grubenunfall. Auf Zeche Dahlhauser Tiefbau erlitt der Bergarbeiter Heinrich Paßmann von hier einen schweren Betriebsunfall. Er geriet unter die Räder eines angefahrenen Kohlenzuges und wurde ein längeres Stück Strecke mitgeschleift. Mit nicht unbedenklichen Beinverletzungen schaffte man ihn zum Hattinger Krankenhause. dahin. Immerhin gehört die Versteigerung eines Bergwerkes nicht zu den Alltäglichkeiten. — Die Bürgersteuer der Einberufenen. Die Gewährung von Familienunterhalt schließt die Erhebung der Bürgersteuer aus. Auf die Höhe der dem Steuerpflichtigen und seinen familienunterhaltsberechtigten Angehörigen insgesamt zufließenden Bezüge kommt es bei der Nichterhebung der Bürgersteuer nicht an. Die Erhebung der Bürgersteuer entfällt daher auch dann, wenn neben dem Familienunterhalt— anzurechnendes oder außer Ansatz zu lassendes— Einkommen, z. B. eine freiwillige Zuwendung des Arbeitgebers des Einberufenen, bezogen wird. Die Vorschrift über die Nichterhebung ist auch anzuwenden, wenn eine Wirtschaftsbeihilfe zur Fortsetzung oder Erhaltung des Betriebes oder freien Berufes oder eine Pauschwirtschaftsbeihilfe für einberufene Bauern und Landwirte gewährt wird. Soweit hiernach die Bürgersteuer zu Unrecht erhoben worden ist, muß sie erstattet werden.* — Bezugscheine für kinderreiche Familien. Auf eine Anregung des Reichsbundes Deutsche Familie hat der Reichswirtschaftsminister die Wirtschaftsämter darauf hingewiesen, daß die Zuteilung bezugbeschränkter Waren selbstverständlich nicht nach Haushalten, sondern nach der Kopfzahl der im Haushalt zusammengefaßten Familie zu erfolgen hat. Dabei sollen die Anträge kinderreicher Familien, die sich wegen des geringen auf den Kopf entfallenden Einkommenteils des Ernährers in der Vorkriegszeit keine hinreichenden Vorräte an bezugbeschränkten Waren, insbesondere an Spinnstoffwaren, anschaffen konnten, besonders und vorab berücksichtigt werden. — Ehebeihilfe für Frauenhilfsdienstmädel. Das Deutsche Frauenwerk läßt den Frauenhilfsdienstmädeln, die sich nach dem 1. Sept. 1939 zum Frauenhilfsdienst verpflichtet haben und sich in ihrer Arbeit bewähren, bei ihrer Eheschließung eine Ehebeihilfe von 500 RM. zukommen.* Lüstige Stund n Skat, Müöhlken,„Kraft düirch Freide". Wänn ät nohm Winter gäiht, dä Bläer vam Boume suuset, un wänn dä kolle Wind wier üm dä Bude suuset, dann sitt't wi gärne biem Lampenschien bi Skat un Müöhlken, Beer oder Wien. Do tiäggen giett ät dann noch vüöll tom Tiedvödriewen. Biem Skat un Müöhlkenspiäl bruket wi nich blous to bliewen. Dänn„Kraft düirch Freide“ deiht us erfrein un spiällt wi ümmer vüör grout un klein. Konziärt un Varieté vull Spaß gefüllte Stunden dä suorget gau dofüör, datt alles es vöschwunden, watt us dä Owendtied so mieß völängt, sä suorgt, datt sä us nich „tom Hals rut hängt". Mähr un mähr kömmt dä Tied, wo man nich mähr met dä Wamsape in dä Tasche noh dä Ruhr strieken kann. Dä Bläer trieselt van dä Böime, un ät wätt ümmer kahler. Ouk sou es nich mähr so vüöll los to buten, dänn awgeseihn van äinige Oltwiewersommerdage, es et in dä leste Tied metunner schon rächt naat gewiäst. Man kann sick also nich mä met dä väir Buchstaben ins Gras plästern, dorüm blitt man am leiwesten to Hues. Wä sick Arbäit söcht, da findt ouk watt an düise lange Owende. Wä äwer käne Lust dovüör giet, dä spiällt dann, wi eck buom schon gesagt häw, Skat oder Schach oder Müöhlken, oder hä süpt sick äinen. Aeine nette Awwesselung äwer brengt us „KöF". Wänn eck an dä lesten Owende denk, wä in use Häime gewiäst sind, dann meit man seggen, dat allerhand gebuoden wätt. Watt es do gelacht worn! Dä Büeke häwet sä sich geholn vöer Lachen. Un eck segg mi ümmer, so'n biättken lachen kann nich schaden. Un in dä Huoppnung, datt ouk gitt ink so dann un wann noh Hiättenslust Spaß maken könnt, vöbliew eck as Inker Willm. Sturz aus dem Fenster Lindener Hausangestellte beim Putzen verunglückt Beim Fensterputzen stürzte die Hausangestellte Elli Henken in Linden aus einem Fenster des Hauses Hattinger Straße 805 ab. Schwer verletzt blieb das Mädchen auf dem Bürgersteig liegen. Auf schnellstem Wege wurde das Mädchen in das Josefs=Hospital Linden gebracht. Wohnungseinbrecherin gefaßt Vor einigen Tagen verschwanden einer Familie in Steele=Frohnhausen Schmucksachen und 250 RM. Die Ermittlungen, die sich anfänglich schwierig gestalteten, führten nunmehr zum Erfolge. Durch Beamte des Einbruchskommissariats konnte die bereits mehrmals wegen Diebstahls vorbestrafte 21 Jahre alte Hildegard K., die erst vor kurzem eine längere Gefängnisstrafe verbüßt hat, festgenommen werden. Die K. gestand nach hartnäckigem Leugnen ein, mittels eines Dietrichs sich Eingang in die Wohnung der Geschädigten verschafft zu haben. Die Schmucksachen konnten wieder herbeigeschafft werden. Das Geld hatte die Täterin zur Beschaffung von Kleidungsstücken verwandt, bzw. in Gastlokalen durchgebracht. Der Richter hat Haftbefehl gegen die Beschuldigte erlassen. Das Verbrechen von Gran im Film Die neue Wochenschau in den Hattinger Lichtspielhäusern Dramalisches Wellgeschehen spiegelk sich auch in der neuesten Wochenschau. Man ist Zeuge der historischen Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce am Brenner, der dritten in diesem Krieg. Herzliche Begrüßung zwischen den beiden Führern ihrer Nationen, die auf Grund ihrer völkischen Kraft dazu bestimmt sind, Europa eine neue Ordnung zu geben. Sturm auf Sidi el Barani, den wichtigsten Stühzpunkt am Mittelmeer. Ueber schwierige Wüstenstraßen stoßen Versaglieri auf Motorrädern unter dem Schuhz eines Panzerregimenis und unter dem dröhnenden Geleit mächtiger Bomber gegen die englischen Stellungen vor. Besonders interessanke Szenen: die englische Funhstation fliegt unter dem Bombenhagel in die LuftDann erlebt man den feigen Ueberfall der englischen Flolte auf den ehemals Verbündelen im Hafen von Oran— ewige Schande für die britischen Piraten! Dramatische Angenbliche nach der Ablehnung des englischen Ultimakums, die Alarmsirenen erkönen, aber es ist zu späl, die Granaken schlagen ein und vollenden ihr Vernichtungswern, bevor die Franzosen zur Abwehr bereit sind. Wieder zurück nach Berlin. Eröffnung der„Adler"-Ausstellung am Dönhoffplatz und Eintreffen des ilalienischen Ministers Farinacci als Gast des Re es nanenischen Ministers Farinacei als Gast des Reichsministers Dr. Gobbels und des Reichspressechefs Dr. Diekrich. Blick auf den fernöstlichen Kriegsschauplatz: Japanische Bombengeschwader werfen ihre kodbringende Last auf den Hauptsitz der TschlangkaischekRegierung, auf Tschungking, ab— und dann fliegen wir wieder mit einem deutschen Kampfgeschwader gen England. Liverpool ist diesmal das Ziel. Unterwegs wird ein Truppenlager mit Maschinengewehrfeuer angegriffen und ein Flugplatz mit Bomben belegt. Auch in Liverpool spürt man die Schläge unserer Luftwaffe, die pausenlos auf die Insel herniedersausen. 8000 sahen Schalkes Sieg Röhlinghausen hält die Spitze— Bochum spielt unentschieden Nachdem der FC. Schalke 04 frei von allen„Fesseln“ ist, kann er sich vollauf der Kriegsmeisterschaft widmen. Der Ehrgeiz der Mannschaften geht schon seit Jahren dahin, dem Meister eins auszuwischen, ihm eine Niederlage beizubringen und das blieb bis heute. Allerdings war es bislang nur immer ein Vorhaben, wenigen Mannschaften gelang es, nach großen Leistungen den Meister straucheln zu sehen. Heuer ist Schalke 04 wieder die Mannschaft, die alles überschattet und wenn selbst die Königsblauen in Gefahr kommen sollten, dann entsinnt man sich der alten Tradition und schafft zum guten Schluß immer wieder den Sieg. So brachte die Gastvorstellung der Schalker Elf in Bielefeld 8000 Zuschauer auf die Beine. Und sie sahen ein herrliches Spiel. Schalke gewann mit 4:0 etwas hoch, denn der VfB. schlug sich prächtig, hatte aber im zweiten Abschnitt, als die Gäste nur einen Treffer im voraus hatten, Pech, denn Mittelläufer Strothmann wurde verletzt. Füller, Schuh, Szepan und Eppenhoff schossen die Tore. Spogg. Röhlinghausen Schalke 04 VfL. 48 Bochum VfB. Bielefeld DSC. Hagen Borussia Dortmund Arminia Bielefeld Union Gelsenkirchen Westfalia Herne Preußen Münster Arminia Marten Die SpVg. Röhlinghausen verteidigt zäh die Führung. Diesmal stellte sich der Neuling aus Gelsenkirchen Union vor, der mit 0:2 geschlagen die Heimreise antreten mußte. Schwarzhöfer holte das Führungstor und verschoß dann einen Elfmeterball. Durch Spieß kam Röhlinghausen erst eine Viertelstunde vor Schluß zum endgültigen Sieg. Ein farbiges Spiel erlebten 1500 Zuschauer in Gelsenkirchen, wo die Bochumer Schützlinge von Schorsch Hochgesang nur zu einem mageren Unentschieden von 2:2 kommen konnten. Gelsenguß mußte fast die ganze zweite Halbzeit mit zehn Mann spielen, da der Halblinke Friese verletzt ausschied. Matzek brachte die Gasgeber in Front, während Paßgang ausglich. Das Führungstor des Gelsenkirchener Matzek machte Bochum durch Winkler wieder wett. Westfalia Herne kam endlich zum ersten Siege, denn die Gastmannschaft aus Marten wurde mit einem verdienten 1:0-Sieg knapp niedergehalten. Die Martener Kronsbein und Piontek waren es, die eine noch höhere Niederlage verhinderten. Der entscheidende Treffer fiel in der 44. Minute durch den Rechtsaußen Schlechtriemen. VfB. Bielefeld— FC. Schalke 04 0:4(0:1) SpVg. Röhlinghausen— Union Gelsenkirchen 2:0(2:0) Westfalia Herne— Arminia Marten 1:0(1:0) Gelsenguß Gelkenkirchen— VfL. Bochum 48 2:2(1:1) Etwas zu hoch gewonnen VfB. Bielefeld— FC. Schalke 04 0:4(0:1): Es war schon ein schwerer Gegner, den Schalke 04 in Bielefeld vorfand. Ohne Urban spielte der VfB. und zwang dem Meister zur Hergabe seines ganzen Könnens. Da war zum Schluß die Meinung der 8000 Zuschauer wohl einstimmig, daß Schalke zwar verdient, aber dem 4:0 doch etwas zu hoch gewonnen hatte. Schalke zog das Spiel direkt an sich und eine Viertelstunde lang spielten die Königsblauen wie aus einem Guß. Da gab es das zügige Schalker Spiel und der VfB. hatte alle Mühe, sich dem ständigen Druck zu erwehren. Als die Bielefelder im weiteren Verlauf aber ebenfalls Fuß gefaßt hatte, da wurde der Kampf verteilt. Zwar waren die Schalker vor dem Tor des Gegners weit gefährlicher, aber erst in der 31. Minute konnte Füller den Bann brechen. Auf Vorlage von Szepan vermochte er das Leder über die Linie zu bringen. Dann hatte sich der Bielefelder Kaiser freigespielt, sein Schuß ging aber knapp neben den Pfosten. Jedenfalls hätte der VfB. nach dem Verlauf bis zum Wechsel den Ausgleich verdient gehabt. Als kurz nach Wiederbeginn Bielefelds Mittelläufer Strothmann verletzt wurde, fiel schnell die Entscheidung. Der Rechtsaußen der Bielefelder Schielmann hatte einmal eine große Chance, aber freistehend setzte er das Leder über die Latte. Schalke kam dann mächtig auf, durch Schuh erreichten die Königsblauen in der 51. Minute den zweiten Treffer. Eine Minute später führte ein sehr schönes Zusammenspiel das Schalker Schwägerpaares durch Szepan zum 3:0 und dann war Schalke nicht mehr zu halten. Zum guten Schluß siegten dann die Schalker durch 4:0. Farbiges Spiel Gelsenguß Gelsenkirchen— VfL. 48 Bochum 2:2(1:1): 1500 Besucher sahen ein farbiges Spiel, das sie immer fesselte. Die erste Dreiviertelstunde gehörte Gelsenguß, in der zweiten waren die Mannen um Schorsch Hochgesang obenDoppelerfolg des Niederrheins Amateurboxen in Dortmund und in Bochum Die Westfalen und die vom Niederrhein sind sonst recht gute Nachbarn, aber wenn sie sich im Ring treffen, schenken sie sich nichts. So war es nur natürlich, daß der Reinfall im eigenen Ring(5:11) in Wuppertal im ersten Bereichsvergleichskampf des Krieges dem Niederrhein sehr quersaß. Westfalens Staffel kam in der Dortmunder„Börse" gegen den Einsatz der niederrheinischen Jungen nicht an. Es konnten nicht alle Kämpfe durchgeführt werden, aber selbst dann wäre nichts mehr zu retten gewesen, denn der Niederrhein lag zum Abbruch schon mit 5:9 Punkten vorne und hatte damit zumindest ein Unentschieden in der Tasche. Und das will sehr viel heißen, denn wer die Westfalen kennt, weiß, daß sie sich daheim noch nie etwas dreinreden ließen. An diesem Abend aber war der Niederrhein besser. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung der Halbschweren, die alles hielt, was sie versprach. Es ging um sehr viel; der Sieger sollte in der Nationalstaffel gegen Italien stehen. Umar(Dortmund) wollte gegen den Duisburger Baumann die Scharte von Berlin auswetzen. Nach Ansicht der Punktrichter ist ihm das auch gelungen— allein der ihm zugesprochene Punktsieg war ein Geschenk. Dies Urteil war unverständlich. Drei Runden lang wußte der lange Westfale den Draufgänger Baumann nicht zu bremsen. Nur hin und wieder sah man die bessere Technik Umars, wenn die lange Linke herausflog und ein rechter Konter folgte— aber selbst dann ging Baumann nicht rückwärts. Und selbst eine Verwarnung in der letzten Runde wegen Kopfstoßens konnte dem Duisburger nie den Sieg gekostet haben— wie ihn die Richter errechneten, bleibt ihr Geheimnis. Sonst kämpften vom Bantamgewicht aufwärts(Fliegen= und Schwergewicht fielen aus): Steuber(Wuppertal) Punktsieger über Kleinschmidt (Dortmund); Schönfeld(Altenessen) Punktsieger über Quabeck(Hagen); Kraft(Dortmund)— Alois Brand(Oberhausen) unentschieden; Noreck(Gladbeck)— Herchenbach (Wuppertal) unentschieden; Poweleit(Elberfeld) Punktsieger über Prieß(Wanne=Eickel); Umar(Dortmund) Punktsieger über Baumann(Duisburg). Rückkampf in Bochum 5:7 für den Niederrhein im leeren Schützenhof 24 Stunden nach ihrem Vergleichskampf in Dortmund trafen sich die Amateurboxer von Westfalen und Niederrhein erneut. Diesmal im traditionsreichen Schützenhof in Bochum, der sonst kaum die Massen fassen, hier aber eine trauernde Leere nicht verbergen konnte. auf. Es wurde ihnen allerdings leicht gemacht, denn Gelnauß mußte sast die ganze zweite Halbzeit mit zehn ann durchstehen, da der Halblinke Friese schon kurz nach Wiederbeginn verletzt ausschied Mit technisch feinem Spiel war zunächst Gelsenguß überlegen und nach schöner Zusammenarbeit schoß Matzek nach einer Viertelstunde auch die Führung heraus. Bochum fand sich nun besser und vorerst verhütete nur die ausgezeichnete Arbeit von Sockel im Gelsenguß=Tor den Ausgleich. Zehn Minuten vor dem Wechsel fiel er aber doch. Paßgang feuerte scharf los, Ganswindt versuchte noch auf der Linie zu retten— aber vergebens. Mit dem Ausscheiden von Friese konnte Gelsenguß nichts mehr reißen. Bochum kam immer mehr auf, aber schließlich war Gelsenguß noch einmal in Front, als Matzek an der 16-m-Linie einen Ball erwischte und Lasarski. 2 im Tor mit einem scharfen Schuß überraschte. iertelstunde vor Schluß holte sich Bochum das 2:2. Winkler zog vom rechten Flügel sauber eine Flanke herein, die unberührt das Ziel fand. Antorennen über 9500 km In Südamerika wurde das längste Automobilrennen um den Gran Premio del Norte beendet. Das Rennen führte in drei Etappen auf sogenannten panamerikantschen Straßen von Buenos Aires, La Pas, Lima und zurück über die Riesenstrecke von rd. 9 500 km. Dabei waren die gefährlichen Kordilleren in einer Höhe von fast 4500 m Sport erhält gesund! zu bewältigen. Die hohen Anforderungen, die an Fahrer und Wagen gestellt wurden, beweist die Tatsache, daß von 92 gestarteten Teilnehmern im Verlaufe der gründlichen Zerreißprobe 59 ausschieden. Als Sieger ging der argentinische Rennfahret Juan Fangiro hervor, der die schwierige Dreiländerfahrt durch Argentinien, Bolivien und Peru in 109 Stunden und 35 Minuten gewann. Fortung Düsseldorf rückt auf Neuling Ohligs schlägt Hamborn 07— Rot-Weiß— Tus Helene unentschieden In der Bereichsklasse Niederrhein gab es auch am letzten Sonntag wieder eine Ueberraschung. Ein weiteres Mal lieferte sie der Neuling aus Öhligs, der daheim über den bisherigen Tabellenführer Hamborn 07 mit 2:1 siegte. Die Turu aus Düsseldorf hielt sich in Hamborn bei Westende ganz ausgezeichnet, denn der Teilerfolg von 2:2 will schon allerhand besagen. Ziemlich leicht wurde der Fortuna in Oberhausen der Sieg gemacht, der mit 5:1 deutlicher ausfiel, als es die gezeigten Leistungen vermuten lassen. Oberhausens Schlußmann hatte einen schwarzen Tag. In Essen gab Schwarz=Weiß seinem Gegner, Duisburg 48/99 mit 10:1 das Nachsehen. Im Lokalspiel an der Hafenstraße in Borbeck trennte man sich mit 1:1.— Den Zahlenspiegel führt nun zur Abwechslung Westende Hamborn an, dicht gefolgt von der Turu Düsseldorf und Tus Helene Altenessen. Nach Minuspunkten steht Fortuna Düsseldorf am besten. 1 Westende Hamborn Turu Düsseldorf TuS. Helene Altenessen Hamborn 07 Rot=Weiß Oberhausen ETB. Schw.=Weiß Essen VfR. Öbligs Fortuna Düsseldorf Duisburg 48/99 Rot=Weiß Essen Schützenfest beim ETB. ETB. Schwarz=Weiß Essen— Duisbu (3:0). In Anwesenheit von etwa 3000 Zuschauern gestaltete sich dieses Spiel zu einer leichten Sache für den Platzverein, der mit der zur Zeit stärksten Vertretung aufmarschierte. Eine Gegnerschaft mit einem Mittelläuser als Torwart muß hoch überfahren werden. Zwei von den drei Treffern der ersten Halbzeit waren für einen„hauptamtlichen Schlußmann" glatt zu halten. Duisburg zeigte von vornherein sein bekanntes Abwehrspiel, so daß der ETB. stets überlegen war. Immerhin fiel das erste Tor erst nach einer halben Stunde. Die zwei folgenden Tore waren haltbar: ein schönes Tor von Göge und dann ein glattes Abseitstor von Trimhold. Die Treffer der zweiten Halbzeit erzielten Winkler(2), Plückthun, Roberts, Göge, Stermsek und Trimhold. Erst beim Stande von 10:0 konnte Duisburg im Anschluß an einen Strafstoß das Ehrentor anbringen. Wieder wurde die Kampfkarte gekürzt. Nach Kämmerer (Fliegen) war Westfalen nun ohne Leichtgewicht, da Wischnewski, Kraft und Mainzer verletzt zuschauen mußten. Der Niederrhein siegte mit 7:5 Punkten. Der schönste Kampf des Abends lief im Weltergewicht ab. Herchenbach machte nun selbstsicher den Kampf, ließ den fightenden Noreck mehr leerlaufen und hatte so schließlich den Punktsieg sicher, da der Westfale auch noch für Halten verwarnt wurde. Vom Bantam— ohne Leicht=— bis zum Schwergewicht aufwärts kämpften: Kleinschmidt(Dortmund)— Steuber (Wuppertal) unentschieden; Schönfeld(Tus Helene Altenessen) Punktsieger über Quabeck(Hagen); Herchenbach (Wuppertal) Punktsieger über Noreck(Gladbeck); Prieß (Wanne=Eickel): Punktsieger über Poweleit(Elberfeld); Roski(Dortmund)— Nelles(Düsseldorf) unentschieden; Thurau(Dortmund)— Kemann(Düsseldorf) unentschieden. Unentschieden des Neulings. Rot=Weiß Essen— Tus Helene 1:1(1:1). Hier gab es vor 4000 Zuschauern ein kampfbetontes Lokalspiel mit einer glücklichen Umgehung der Niederlage für die Gäste, die zeitweise unter Druck gesetzt wurden, da der rot-weiße Sturm sich im Gegensatz zu seinen letzten Spielen prächtig einsetzte. Mittelläufer Pathe und Wessel waren aber samos in der Abwehr, so daß Rot=Weiß nicht zum Siege kam. Bei Rot=Weiß spielte zum ersten Male auf Linksaußen Philipp, früher Bochum 48. Trotz des hohen Sieges schwacher Sturm. Rot=Weiß Oberhausen— Fortuna Düsseldorf 1:5(0:1). An sich war Oberhausen gegen Fortuna reif für eine Niederlage. Sie durfte zahlenmäßig freilich nicht so hoch ausfallen. Dafür waren die Gästestürmer nicht wendig genug. Oberhausens Schlußspieler, Oeffermann, versagte fast völlig. Bei Düsseldorf spielte Bender linker Läufer, Czaika sah man auf dem halblinken, und Pickartz auf dem halbrechten Posten. Weiser war Linksaußen. Der FortunaSturm konnte nicht überzeugen. Letzter Einsatz brachte den Sieg. VfR. Öhligs— Hamborn 07 2:1(0:1). Der VfR. Öhligs tat hier das einzig richtige: er ließ sich nach einer bösen ersten Halbzeit nicht aus der Fassung bringen, zog vielmehr nachher alle Register und landete auf diese Weise einen durchaus verdienten Sieg über die Hamborner, deren Halblinker Schröter II zur Führung eingeschossen hatte. Hamborn war fraglos während der ganzen ersten Halbzeit haushoch überlegen gewesen. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Öhligs linker Verteidiger Farinsky zeigte sich als Linksaußen ganz fabelhaft. Einen Strafstoß von ihm köpfte Zistler, der als rechter Verteidiger inzwischen ebenfalls nach vorne gegangen war, zwölf Minuten vor dem Ende zum 1:1 ein. Die Platzkeute setzten nun alles auf eine Karte. Alle verfügbaren Kräfte wurden nach vorn genommen, und tatsächlich, fünf Minuten vor Schluß feuerte Zistler zum Sieg ein. 1 1 Da de hen, wie SpV. Her role an d platz in stieg. Die zwar mit der 2:1=F wegt an, men. Un FC. Wer Sprockhör Haßlingh zog mit SpV. Ha Haßlingh SpV. He Tus Brel Tus Niet SpV. Si FC. Wen Ergebnis dem Spielverlauf gerecht. Westende Hamborn— Turu Düsseldorf 2:2(2:0). Die Turu hatte es in der ersten Halbzeit unglaublich schwer, denn Westende hatte alle Fäden fest in der Hand. Der Halbrechte Kreienberg I hatte die rechten Schußstiefel an, was ihm zwei Treffer einbrachte. Wildhagen konnte sie keineswegs verhindern. Bevor man zur zweiten Spielhälfte schritt, ging der Verteidiger Graf von der Turu in den Sturm als Mittelläufer. Die Düsseldorfer gestalteten nun das Spiel vollauf überlegen. Graf war es, der zweimal ins Schwarze traf. Mit dem Unentschieden dürften beide Einheiten zufrieden sein, denn das Treffen war recht offen. Fußball im Reich Berlin=Brandenburg: Blau=Weiß— Tennis Borussia 1:4, Wacker 04— SV. Elektra 3:0, BSV. 92— Minerva 0:1, Hertha=BSC.— Union Oberschöneweide 2:0, Spandauer SV.— Brandenburger SC. 0:2. Schlesien: Vorw. Rasensport Gleiwitz— Vorwärts Breslau 11:0, Breslau 06— Preußen Hindenburg 1:5, Breslau 06— Preußen Hindenburg 1:5 Breslau 02— Beuthen 09 4:1. Sachsen: VfB. Leipzig— Fortuna 1:3, Polizei SV. Chemnitz— Wacker Leipzig 11:2. SC. Planitz— Chemnitzer BC. 5:1, VfB. Glauchau— BC. Hartha 1:3, Dresdner SC.— Sportfreunde 01 Dresden 5:1. Mitte: VfL. Halle 96— Cricket Viktoria Magdeburg 2:1, 1. SV. Jena— Thüringen Weida 2:0. Nordmark: Altona 93— Eimsbüttel Hamburg 1:4, Hamburger SV.— Barmbecker SG. 4:1, Viktoria Hamburg— St. Georg/Sperber 5:2, Fortuna— Holstein Kiel 5:4. Niedersachen: Eintracht Braunschweig— Arminia Hannover 8:0, Göttingen 05— Hannover 96 1:4, Wilhelmshaven 05— Werder Bremen 3:1, Tura Gröpelingen— VfL. Osnabrück 1:4. Südewest: Wormatia Worms— Kickers Offenbach 1:3, Rot=Weiß Frankfurt— Union Niederrad 3:1, FSV. Wiesbaden— Eintracht Frankfurt 1:5, FV. Saarbrükken— Bor. Neunkirchen 4:0. Baden: VsB. Mühlburg— 1. FC. Pforzheim 2:0, 1. FC. Pforzheim 2:0, 1. FC. Birkenfeld— VfR. Mannheim 1:2, Breiburger FC.— Phönix Karlsruhe 4:3. Württemberg: VfR. Aalen— VfB. Stuttgart 2:2, SSV. Ulm— Stuttgarter Kickers 2:5, SV. Feuerbach— Sp.Va. Cannstatt 2:0, Sportfr. Eßlingen— Sportfr. Stuttgart 0:2, Stuttgarter SC.— Union Böckingen 3:1. Bayern: 1. SC. Nürnberg— Neumeyer Nürnberg 3:1, VfR. Schweinfurt— Würzburger Kickers 2:2, Jahn Regensburg— Bayern München 4:0, München 1860 — Schwaben Augsburg 4:2. Ostmark: FC. Wien— Wiener Sportklub 2:1, Wacker— Rapid 1:1, Admira— Linzer ASK. 6:2, Floridsdorfer AC.— Vienna 0:4. fort nach ten recht dere Ma mitginge Flanke v Führung setzte sich gegnerisc Ausgleid Rund H. entscheid sen von i Die( kürzt, de den Me Steele 0 Frillend auch aus frühzeiti program Karn Tabellen entschied im Spie hoch aus durchsetz Sat Es steht ein Schloß in Ungarn ROMAN VON ALFRED MACHARD 10. Fortsetzung Rudolf nickt und lächelt noch mehr. Der Kleine steigt in seinem Eifer ganz auf den Stuhl und setzt sich auf die Lehne. Seine Hände fliegen durch die Luft bei seinen Erklärungen über Etelka, und Gyula vergißt er ganz. Rudolf hört gierig und aufmerksam zu. Dann fragt er flüsternd:„Wann fahrt ihr, Master Jack?“ „In zwei Tagen," gibt der Zwerg Auskunft, „aber, wenn es Ihnen recht ist, Mr. Rudolf, werde ich mich bis dahin um Sie kümmern. Ich wünsche Ihnen weiter gute Besserung", sagt er dann feierlich und trippelt davon. Er ist hochbefriedigt, auch wenn er nachher wieder beinah aus dem Auto fliegt in den schnellen Kurven. So kommt es, daß Gyula an diesem Tage zwei drahtlose Telegramme bekommt. Eins vom Chefarzt des Krankenhauses, das er erbeten hat, und eins von Master Jack, das ihn und Etelka sehr bewegt. Der Zwerg sendet ihnen darin nicht nur seine, sondern auch Rudolfs Grüße. Es rührt sie wie ein Zauber an, und in ihren Augen blüht ein stilles Leuchten auf. Hat Rudolf begriffen, wie sie kämpfen? Daß sie ehrlich sein wollen vor sich und ihm? Hat die Trennung bewirkt, daß er begreift, daß er nicht fesseln darf? Oder drückt er sein Vertrauen aus in dem Gruß? Eine süße Unruhe kommt über sie. Die Fahrt wird schöner, die Zukunft scheint nicht mehr so düster. Am andern Tag ist Master Jack wieder bei Rudolf und schwatzt mit ernster Miene buntes Zeug um Etelka herum. Zum Abschiedstag hat Master Jack etwas Hervorragendes ausgeklügelt. Zum Entsetzen der Pflegerinnen erscheint er an der Spitze der ganzen Truppe im Krankenhaus. Jedes Mitglied hat einen Blumenstrauß in der Hand, um den großen Reiter zum Abschiede zu erfreuen. In geschlossener Reihe, zu vieren und auf den Zehen ziehen sie davon. Der Chefarzt muß den ganzen Tag unvermittelt lächeln, wenn es ihm wieder einfällt. Rudolf begrüßt sie alle mit freundlichem Ge sicht. Sie legen ihre Sträuße auf ihn nieder, wie man Blumen auf eine Bahre legt, so daß er zuletzt davon ganz bedeckt ist. Master Jack fühlt sich als erklärter Freund des großen Reiters und ist Wortführer aller Kleinen. Die stehen um das Bett wie die Zwerge aus dem Märchen und nicken oder schütteln mit den Köpfen den Chorus zu den Worten ihres Anführers. Dann ist die allerletzte Abschiedsstunde gekommen, und es wird keiner mehr vom Zirkus zu Rudolf kommen, weil alle auf dem Ozean neuer Arbeit entgegenschwimmen. Einer nach dem andern, Männlein und Weiblein, treten an das Kopfende des Bettes und berühren die Hand des Großen. Sie sagen ihre dünnen, kleinen Sprüchlein auf und machen den Platz für den nächsten Kollegen frei. „Jetzt könnt ihr gehen," befiehlt Master Jack herablassend, und der Zug rückt ab. Master Jack schließt die Tür hinter ihnen und verbeugt sich wie in der Arena. „Ich wollte noch fragen, Mr. Rudolf— und das brauchen die andern nicht zu wissen—, soll ich etwas bestellen an jemand? Ich tue es gern und bin verschwiegen." Seine Augen betteln. Er meint Etelka mit dem „jemand"— es ist beiden klar. Rudolfs Augen werden grüblerisch und nachdenklich. Er schließt die Lider vor dem Bild, das sich seit drei Tagen vor ihm malt: die Schönheit des Mädchens, die gesunde Kraft des Bruders. Und er weiß, daß er Krüppel bleiben wird, wenn er wieder aufstehen kann. Das bebeutet Unruhe und Selbstquälerei, tagein, tagaus. Er wendet den Kopf und sieht auf den Kleinen, der geduldig neben ihm wartet, der mit der ganzen Tiefe eines entzündeten Gefühls an Etelka, der ewig Unerreichbaren, hängt. Es scheint ihm auf einmal nicht mehr so unendlich schwer, den Schlußstrich unter sein Leben zu ziehen, das ihm in den Händen zerbrochen ist. Und vielleicht, vielleicht— daß Etelka bei ihm bleibt, nicht gezwungen, sondern aus Pflichtgefühl, aus Zugehörigkeit her? Aber er spürt auch, daß alle diese Erwägungen flüchtige Seifenblasen sind, die in einem Atemhauch zerspringen. Er sagt hastig:„Bring mir Papier, Master Jack, Umschlag, einen Stift. Schnell, schnell!" Der Zwerg stürzt fort, zur Pflegerin. Aber es dauert eine Weile, ehe alles beisammen ist, und der Schwester kommt die Sache nicht ganz geheuer vor. Sie kommt selber mit und sagt gemessen: „Wünschen Sie einen schriftlichen Bericht, Mr. Molnar?“ „Ja, kommen Sie, halten Sie, bitte, meine Hand so." Sie sieht ihm neugierig auf die Finger. Doch leider schreibt er in ungarischer Sprache, die sie nicht kennt. Es sind nur wenige Worte:„Etelka, verzeihe mir. Gyula hatte recht. Ich allein bin schuldig. Wenn ihr Euch liebt, so gehe zu ihm. Vergeßt, was war. Rudolf.“ „Den Umschlag!" stöhnt er. Die Pflegerin kann nicht rasch genug den Brief falten und einstecken. Aber seine Kraft ist verbraucht; seine Hände fliegen und zittern. Der Stift entfält den kraftlosen Fingern. Und er will es fertigbringen, was ihn so jäh aus dunkeln Gründen her überkommen hat. Schief und taumelnd gleitet ein Name auf den Briefumschlag, groß und einmalig, für ihn und Master Jack. Der empfängt den Brief mit Würde, liest langsam das eine Wort und sagt:„Etelka. Ich danke Ihnen, Mr. Rudolf. Ich weroe es ausrichten, und sie wird sich freuen und sehr glücklich sein." Es ist Geschwätz, wie es der Zwerg manchmal anbringt; aber Rudolf starrt ihn dunkel und verloren an, als hätte er eine Antwort gegeben auf das tief verhüllte Hoffen, daß Etelka wiederkommen müßte. „Ich gehe jetzt," sagt Master Jack. Dabei wird er fast weichmütig und muß sich immerfort räuspern. „Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder", sagt er noch an der Tür.„Sie sind ein großer Reiter -- und... Miß Etelka wird sich freuen. Das tut sie bestimmt. Ich schätze sie sehr." Dann ist Rudolf allein. Nun kommt das Schwerste: Reue um die Uebereilung, Unmöglichkeit, es zu ändern, müde Wollust des Schmerzes, ein Gemisch von Gefühlen, das sich nicht mehr ordnen läßt. Bis am Abend das Fieber einsetzt, das schwingende Schleier über alles Denken legt und der Arzt sämtliche Besucher, vor allem und zuletzt die gesamte Liliputanertruppe nebst Master Jack stumm verwünscht. Master Jack hat seinen Stuhl in der Kabine des Schiffes erklettert, das sie seit gestern aufgenommen hat, und kniet auf dem Toilettentisch. Die Zwerge und ein Teil der Zirkustruppe haben ein Soloengagement und werden in einem einmaligen Gastspiel heute abend auftreten. Master Jack schminkt sich mit Sorgfalt. Mit einem roten Lippenstift verbessert er das blaß gezeichnete Lippenpaar. Dann beugt er sich zurück, um sein Spiegelbild möglichst groß zu sehen. Er hält sich für sehr verführerisch. Sein Mund ist ein karminrotes Herz, sein Haar glänzt von aufdringlich duftender Pomade, seine Wangen sind so rosa gepudert, daß sie aussehen wie billiges Konfekt. Sein winziger Körper steckt in farbigem Akrobatentrikot und trägt stolz die lange Reihe unwahrscheinlicher Orden. Mitten aus der Musterung heraus wirft er einen schrägen Blick zu einem großen Koffer, der an einer Seite in großen Lettern die Aufschrift trägt:„Master Jacks Company“. Auf dem Koffer sitzt die schöne Madame Ascension in der ganzen Würde ihrer achtundsechzig Zentimeter und macht den Eindruck eines kleinen lädchens, das eine vielbeschäftigte Kinderfrau rasch dort hingesetzt hat. Die schöne Zwergin ist der weibliche Star der Liliputaner und sehr verwöhnt. Sie trägt ein stark verkleinertes Modell einer Pariser Modeschöpfung als Kleid und ist mit der Betrachtung ihrer Finger beschäftigt. Sie hält die beiden Puppenhände vor das Gesicht wie einen Fächer und bewundert die Pracht ihrer Ringe, von denen sie an jedem Finger einen trägt. Madame Ascension, ein sehr kleiner Mensch, aber eine große Künstlerin, wird heute nicht auftreten. Sie hat sich bei den Uebungen eine Muskelzerrung zugezogen; der Arzt hat ihr Ruhe verordnet. Aber allein bleiben will sie nicht. In dem großen Bett, in dem sie bei leisester Wellenbewegung unter die Decke rutscht, gefällt es ihr nicht. Auch die Einsamkeit ist nicht ihre Sache. Trotz aller Warnungen ihrer Partnerin und Busenfreundin, der etwas größeren Dame Trinidad, ist sie zu ihrem Freunde Master Jack gehumpelt, um „ihn nicht so allein zu lassen". greuno ist über soviel treue Anhänglichkeit nicht besonders gerührt und wirft ihr giftige Blicke zu. Aber Madame merkt es nicht. Sie sitzt wie ein vergessenes Kind auf dem großen Koffer und betrachtet träumerisch ihre Juwelen. Von irgendwoher kommt eine leise Musik. Und da die kleinen Menschen aus irgendeiner inneren Spannung her nicht sprechen, tun sie so, als hörten sie der einleitenden Musik des Abends zu. Dabei beginnt Madame sich auf die Lippen zy Bade Das führers von B hatte de schauer spannen Mannsc verdient sen ende Der Beide 9 ten wur sicht au Worg spielte außen. mal mi aber biben. Na Erfolg der das heranko beißen tiefes Ma zweckli schon den R den S Sie DD sagt. 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Mannheim 1:3. 2:2, SSV. ach— Sp.- Sportfr. ckingen 3:1. rnberg 3:1, 2:2, Jahn nchen 1860 Wacker— oridsdorfer BS6 Henrichshütte hat die Führung Dramatischer Kampf in Herbede— Bredenscheid verschenkte den Sieg Da der Hattinger SpV. spielfrei war, mußte er zusehen, wie man ihm die Tabellenführung streitig machte. SpV. Herbede oder BSG. Henrichshütte lautete die Parole an diesem Meisterschaftssonntag, die auf dem Sportplatz in den Ruhrweiden in Herbede vor gutem Besuch stieg. Die BSG. Henrichshütte behielt in diesem Treffen zwar mit 2:1 die Oberhand, jedoch äußerst glücklich. Nach der 2:1=Führung der Betriebssportler griff Herbede unentwegt an, ohne jedoch zum verdienten Ausgleich zu kommen. Unentschieden endete die Begegnung zwischen dem FC. Wengern und dem Tus Bredenscheid. Der TuSp. Sprockhövel unterlag nach einem spannenden Treffen in Haßlinghausen knapp mit 3:2, und der ATSV. Winz=Baak zog mit 5:3 in Niederwenigern den kürzeren. Hintermannschaft rettet die Punkte SpV. Herbede— BSG. Henrichshütte 1:2(1:1): Sofort nach der Freigabe des Balles, ging es auf beiden Seiten recht lebhaft zu. Mal sah man die eine, mal die andere Mannschaft in Angriff, so daß die Zuschauer lebhaft mitgingen. Herbede erzielte in der 15. Minute nach einer Flanke von links durch Kopfball des Rechtsaußen Katz die Führung. Das Tempo ließ nicht nach. In der 35. Minute setzte sich der Mittelstürmer Hohage im Kampf mit der gegnerischen Verteidigung erfolgreich durch und schoß zum Ausgleich ein. Nach der Pause brachte der Rechtsaußen Rund Henrichshütte mit 2:1 in Front. Dieser Treffer war entscheidend, trotzdem die Platzleute mit heftigen Angrifsen von diesem Zeitpunkt an den Gegner attackierten. Was Zöbe im Hüttentor von den Herbeder Angriffen nicht in hervorragender Weise abwehrte, klärten seine Vordermänner mit großem Einsatz. Herbedes Angriffsgeist zerschelle an dem aufopfernden Verteidigungsspiel der Gäste, bis der Schlußpfiff dem aufreibenden Kampf ein Ende setzte. Knapp am Sieg vorbei FC. Wengern— Tus Bredenscheid 0:0: In diesem toklosen Treffen hatten die Gäste alle Chancen für sich, trotzdem reichte es für sie nicht zum Sieg. Sie führten das Spiel nur mit 10 Leuten durch und vergaben durch einen ausgelassenen Elfmeter vor dem Seitenwechsel den Sieg. Im zweiten Spielabschnitt waren die Hintermannschaften durchweg über die Stürmer Herr der Lage, die ihre geringe Torgelegenheiten zudem nicht auszunutzen wußten. Der Glücklichere siegte Haßlinghausen 07— TuSp. Sprockhövel 3:2(2:2): Recht lebhaft verlief dieses Punktetreffen der beiden Nachbarvereine. Der Platzverein ging in Führung und Sprockhövel holte wenig später diesen Treffen wieder auf. Nachdem es Haßlinghausen gelungen war, abermals die Führung zu erringen, schafften die Gäste vor der Pause noch den Gleichstand. Nach dem Wiederanstoß gab es abermals einen harten Kampf um den Führungs= und Siegestreffer. 14 Minuten vor Schluß führte der Mittelstürmer von Haßlinghausen die Entscheidung herbei, indem er den prockhövler Hüter zum drittenmal bezwingen konnte. Winz=Baak fällt weiter zurück Tus Niederwenigern— ATSV. Winz=Baak 5:3(1:0): Nach einem ziemlich ausgeglichenem Spiel vor dem Seitenwechsel lag Niederwenigern knapp mit 1:0 in Front. Die Platzleute waren später im Angriff energischer und erhöhten auf 3:0. Winz=Baak fand dann durch zwei Treffer den Anschluß, ohne aber den Ausgleich erringen zu können. Niederwenigern gelang es seinen Vorsprung auf 4:2 zu verbessern. Beide Mannschaften verwandelten noch je einen Elfmeterball, womit die Torausbeute erschöpft war. Am Ruhrbogen alles programmgemäß Preußen Steele geschlagen— 03 gewinnt in Kupferdreh Die Spiele am Ruhrbogen wurden gestern um drei gekürzt, da zunächst Gelb=Blau Essen seine Mannschaft von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen hat und somit Steele 09 spielfrei war. Des weiteren hatte MTG. Horst in Frillendorf nur 7 Spieler zur Stelle, so daß dieses Spiel auch ausfiel. Reichsbahn Kupferdreh hatte sein Spiel schon frühzeitig abgesagt. Die ausgetragenen Spiele verliefen alle programmäßig und endeten wie folgt: 2. Klasse, Gruppe 1: Karnap zeigte sich in bester Verfassung und trotzte dem Tabellenführer BV. 16 auf dessen Platz ein verdientes Unentschieden ab. Stoppenberg mußte eine weitere Niederlage im Spiel gegen SpuSp. 05 hinnehmen, die mit 5:1 ziemlich hoch ausfiel. Phönix Essen vermochte sich gegen RWE. nicht durchsetzen und verlor mit 4:2 Toren, während VfL. SportSachsen wieder Adlerpreis-Gewinner Baden=Handballer knapp mit 14:12(7:7) geschlagen Das Endspiel um den Adlervreis des Reichssportführers zwischen den beiden Handballbereichsmannschaften von Baden und Sachsen im Mannheimer Stadion hatte den erwarteten Anklang gefunden. Rund 10 000 Zuschauer umsäumten die Kampfbahn und erlebten einen spannenden und flotten Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften, der mit einem knappen, aber nicht ganz unverdienten 14:12=(7:7)=Erfolg des Preisverteidigers Sachsen endete. Der Spielverlauf begeisterte die Zuschauer restlos Beide Mannschaften zeigten bestes Können. Unnötige Härten wurden vermieden. Baden kam schon bald um die Aussicht auf einen möglichen Erfolg, denn der linke Läuser Worgen wurde bereits nach 15 Minuten verletzt und spielte in der Folgezeit nur noch als Statist auf Linksaußen. In der ersten Spielhälfte lagen die Badener zweimal mit zwei Toren Vorsprung in Führung, mußten sich aber bis zur Pause mit einem gerechten 7:7 zufrieden geben. Nach der Pause holten die Sachsen, die jetzt mit mehr Erfolg im Sturm spielten, einen 12:8-Vorsprung heraus, der das Spiel entschied, obwohl Baden noch bis auf 12:14 herankommen konnte. freunde 07/10 mit dem gleichen Ergebnis gegen Ballfreunde Bergeborbeck unterlag. 2. Klasse, Gruppe 2: VfR. Kupferdreh— Steele 03 0:2. Auf dem gefährlichen Gelände in Kupferdreh zeigten sich die alten Steeler in blendender Verfassung und entführten nach einem flott durchgeführten Spiel beide Punkte. Nach dem Halbzeitstand von 0:1 waren die Kupferdreher in der zweiten Halbzeit teilweise überlegen, doch die Steeler Hintermannschaft zeigte sich hier von der besten Seite und ließ keinen Erfolg zu, während 03 noch ein weiteres Tor anbringen konnte. Steele 11— Rellinghausen 10 5:0. Die 11er eilen von Sieg zu Sieg. Der zu Beginn der Spielzeit schwache Sturm hat sich jetzt zu einer Form gefunden, die es in sich hat. Gestern mußte der Tabellenletzte daran glauben. Nach einer Flanke von links fiel kurz nach Beginn durch Kopfball des Halbrechten das erste Tor, dem kurz hernach durch Mittelstürmer und Halblinks zwei weitere Tore folgten. Mit diesem Ergebnis ging man in die Pause. Nach Wiederanpsiff waren es wiederum Halblinks und Mittelstürmer, die durch zwei weitere Tore den Sieg sicherstellten. Das verdiente Ehrentor blieb den Rellinghausern versagt. Essen 99— Preußen Steele 4:1. Das Ergebnis entspricht nicht ganz dem Spielverlauf; denn die Preußen waren nicht so schlecht wie es das Ergebnis besagt. Bis zur Pause hatte der Tabellenführer zwei Tore vorgelegt und auch nach dem Wechsel waren die 99er noch zweimal erfolgreich, ehe die Preußen zum einzigsten Gegentreffer kamen. Sportfreunde 09 Steele— Gelb=Blau ausgefallen. Das Spiel kam nicht zum Austrag, da die Gelb=Blauen ihre Mannschaft von den Meisterschaftsspielen zurückgezogen haben. 8. Klasse, Gruppe 1: Olympia Borbeck— Borbeck 12 2:3; Ruwa Dellwig— Reichsbahn Essen 5:1; Union Frintrop— Essen=Nord 1:0; Einigkeit Katernberg— Tbd. Frintrop 1:0. 8. Klasse, Gruppe 2: Werden 08/86— SG. Heisingen 1:5; BfL. Kray=Süd — Bysang 1:2; Werden 12— Teutonia Ueberruhr 1:2; Frillendorf— MTG. Horst=Ruhr ausgefallen. Die Werdener mußten wider Erwarten eine hohe Niederlage einstecken können, aber von Glück reden, da der Schiedsrichter ausgeblieben war und das Spiel nur als Gesellschaftsspiel ausgetragen wurde.— Die Byfänger erochten in Kray die Krayer Mannschaft. we. mit 2:0 Toren. Teutonia Ueberruhr hatte in Werden einen chweren Stand, ehe es zum Siege reichte. Bis zum Seitenwechsel waren sich die Mannschaften gleichwertig und jede Partei war einmal erfolgreich. Erst in der zweiten Halbzeit machte sich eine leichte Ueberlegenheit der Ueberruhrer bemerkbar und durch ein zweites Tor entführten sie beide Punkte. MTG. Horst war in Frillendorf nicht vollzählig zur Stelle und verzichtete auf die Punkte. 4. Klasse: Reichsbahn Kupferdreh— Tbd. Altendorf ausgefallen. Dieses Spiel war frühzeitig seitens der Kupferdreher abgesagt worden.— Kruppsche TG.— BV. Heidhausen 1:4; WKG. Krupp— Altenessen 12.4:3. Horster Heber stachen alle aus Westfalen=Schwerathletikmeisterschaften in Hörde In Hörde kamen die westfälischen Schwerathleten zusammen, um die restlichen Gaumeister zu ermitteln. Die Ringer stellten mit Rösler, Reinhardt, Gocke und Zervas die erwarteten Meister und nur Bauer kam überraschend zu Titelehren, dem allerdings Hill(Hohenlimburg) einen kampflosen Sieg überließ und so seine Meisterschaft förderte. Die Gewichtheber, die einen olympischen Dreikampf bestritten, wurden ganz klar von den starken Jungen aus Gelsenkirchen-Horst beherrscht, die in den dret Klassen alle Meister stellten. Ingendklubkampf in Essen=West Essen=West 03 gegen Hörde 04 5:3 Der vor einigen Wochen in Hörde ausgetragene Jugendklubkampf endete unentschieden 4:4. Am Sonntag standen sich die Staffeln im Rückkampf in Essen=West gegenüber, wo die Gastgeber sicher mit 5:3 erfolgreich blieben.— Die Ergebnisse waren: Fliegen: Snadny(H.) verliert gegen Balnus(E.) nach 5 Min. entscheidend.— Bantam: Jützas(H.) besiegt Kiefert(E.) in 1 Min. durch Kreuzkipper.— Feder: Lindner (H.) verliert gegen Horst II(E.) nach 11 Min. durch Hüftschwung.— Leicht: Rodzik(H.) besiegt Mischnik(E.) nach Punkten.— Welter: Deutinger(H.) verliert gegen Basten (E.) nach einer halben Minute durch doppelten Nelson.— Mittel: Horst I(E.) siegte kampflos, da der Hörder Ringer wegen Verletzung nicht antreten konnte.— Halbschwer: Schütze(H.) besiegte Lokat(E.) nach 5 Minuten durch Armzug am Boden.— Schwer: Obion(H.) verliert gegen Berg (E.) durch Schleudergriff nach einer halben Minute. Welper ohne Punkzte Kampfbetonte Spiele der westfälischen 1. Klasse Die Spiele der westfälischen 1. Klasse wurden am Sonntag in allen Staffeln wieder ein Stück weitergefördert. Ueberall war Hochbetrieb festzustellen und es gab kampfbetonte Spiele, die mitunter auch zu Ueberraschungsergebnissen führten. In der Staffel Bochum ging es fünfmal um die Punkte. Die beiden vorn liegenden Mannschaften von Preußen Wanne und SC. Altenbochum schlossen ihre Spiele mit Siegen ab und behaupten damit ihre Stellung. Wanne schlug auf eigenem Platz den SV. Höntrop mit 2:0, und Altenbochum besiegte in Witten die 07er knapp mit 1:0. Dere TB. Eickel hatte den MBV. Linden zu Gast. Die Märker kamen nicht recht ins Spiel und verloren 0:3. Ueberraschend gut schlug sich Witten 92 in Welper, wo die SG. glatt mit 5:1 niedergehalten wurde. Preußen Bochum weilte beim SC. Dahlhausen und holte sich mit dem 7:3=Sieg die beiden Punkte. Beim Stande von 2:2 wurden hier die Seiten gewechselt. Staffel Gelsenkirchen: Sportfr. Gladbeck— BSG. Gladbeck 3:0(1:0) SC. 07 Gelsenkirchen— VfB. Bottrop 0:8(0:6) SpVg. Herten— VfB. Gelsenkirchen 2:2(0:0) Staffel Dortmund: SC. Hörde— SpVgg. Kaiserau 10:0(3:0) VfL. Altenbögge— BV. Brambauer 3:1(3:1) Alemannia Dortmund— BC. Bövinghausen 2:1(2:1) Staffel Sauerland(Untergruppe Hagen): Tus Schwelm 95— RSV. Lüdenscheid 1:2(0:1) Tura Hagen 72— Germania Boelerheide 2:2(2:2) TSG. Herdecke 63— FC. Schwelm 06 2:0(1:0) Unglückliche Niederlage der Dahlhauser Dahlhausen— Preußen Bochum 3:7(2:2): Der SC. Dahlhausen, welcher auf eigenem Platze dem Vorjahrsmeister Preußen Bochum gegenübertrat, kam auch diesmal nicht in Fahrt und verlor, nachdem er bis zur Pause noch hartnäckigen Widerstand leistete, nachher durch das Versagen der Hintermannschaft seinen sechsten Kampf hoch. Nachdem der Sportklub nach 15 Minuten durch Linksaußen zur Führung gekommen war, und wenig später einen Elfmeter verschoß, ließ die Kampfkraft nach und Preußen holte 20 Minuten vor der Pause den Ausgleich. Die erzielte 2:1=Führung für Preußen glich Dahlhausen bis zum Wechsel aus und lag damit nicht ganz aussichtslos im Rennen. Aber schon bald nach Seitenwechsel stellte sich eine Unsicherheit beim Sportklub ein, die auf die ganze Mannschaft übergriff. Die Preußen brauchten sich nicht sonderlich anzustrengen um die Verwirrung der Dahlhauser Elf auszunutzen und erhöhten auf 5:2. Als Dahlhausen dann auf 3:5 korrigierte hatten die Platzleute gute Torgelegen heiten, aber der Sturm versagte vor dem Tore. Die Preußen dagegen nutzten die Gelegenheiten besser aus und stellten mit zwei weiteren Treffern, wovon der letzte durch Strafstoß(11 m) erzielt wurde, den hohen Sieg fest. TB. Eickel— MBV. Linden 3:1(3:0): Dieser Meister schaftskampf hatte eben begonnen und die Märker lagen bereits mit einem Tor im Rückstand. Die Gäste spielten nicht schlecht, aber nicht so zweckmäßig wie die Platzleute, die innerhalb 20 Minuten noch zwei Tore schossen. Die Lindener waren nicht in der Lage, bis zum Wechsel etwas zu erreichen. Ausschlaggebend waren die Stürmerleistungen der Platzleute, wo Bonner oft außer acht gelassen wurde. Nach Seitenwechsel war es aber mit den Toren für Eickel aus, denn die Lindener hatten sich nun besser auf das gegnerische Spiel eingestellt. Der Kampf war in dieser Zeit ausgeglichen. Linden hatte in dieser Zeit mehr Tormöglichkeiten als Eickel, aber der Sturm schoß zu ungenau. Fast mit dem Schlußpfiff kam Linden zum Ehrentor. SG. Welper— Witten 92 1:5(1:2): Die Welperaner kommen in dieser Spielzeit nicht gut weg und verloren auch diese Partie auf heimischen Boden mit obigem Ergebnis. Obwohl die Wittener sich bald als die bessere Elf präsentierten, hatten sie bis zum Wechsel nur eine knappe Führung. Nachher fiel nach einer kurzen Drangperiode Welper mehr und mehr ab, so daß die Wittener das Spiel immer mehr an sich rissen und noch drei Tore schossen. Preußen Wanne SC. Altenbochum Witten 92 Preußen Bochum TB. Eickel Witten 07 SV. Höntrop SC. Dahlhausen MBV. Linden SG. Welper Hütte besiegt Polizei Westfalens Handballer im Kampf um die Punkte Die Punktespiele der westfälischen Handballer haben in zweifacher Hinsicht Tatsachen herausgestellt, die dahin lauten, daß zwei Mannschaften bis jetzt als die tonangebenden gelten. In der Staffel Süd ist es Eintracht Dortmund, eine Mannschaft, die in vielen Spielen der vorjährigen Saison von sich reden machte. Zwei Spiele wurden bisher gewonnen und am Sonntag gab es den dritten Erfolg, der zudem recht eindeutig ausfiel. TuS. Holsterhausen hatte bei den Eintrachtlern nicht allzu viel zu bestellen und unterlag glatt mit 4:10(1:4). Hüttenverein Dortmund gestaltete das zweite Spiel erolgreich durch und schlug den Sportring Gevelsberg knapp mit 8:6. Eine Ueberraschung gab es in Recklinghausen, wo der Polizei=SV. geschlagen blieb. Die BSG. Henrichshütte Hattingen siegte hier knapp mit 9:8. In der Staffel Nord befestigte der TV. Jöllenbeck seine führende Stellung. Gegen den TV. Altenhagen, der nur sieben Spieler zur Verfügung hatte, kam es nicht zum Trefsen, die Punkte fielen kampflos an Jöllenbeck. Der Luftwaffen=SV. Gütersloh meldet nach zwei Niederlagen endlich einen Sieg, der gegen Grün=Weiß Bieleseld sogar recht eindeutig ausfiel. Mit 10:s behielten die Gütersloher das bessere Ende für sich. Im letzten Spiel war das Ergebnis recht knapp. Der TV. Künsebeck schlug Bielefeld 06/07 auf eigenem Boden mit 8:7. Bei der Pause führte Künsebeck noch 5:3. kustruppe in einem ten. salt. Mit das blaß ich zurück, ehen. Er nd ist ein aufdringso rosa Konfekt. m Akrokeihe unwirft er offer, der Aufschrift ame Asnösechzig 3kleinen nderfrau Star der rägt ein r Modetrachtung en Pupcher und denen sie Mensch, icht auf= te Musr Ruhe In dem enbewehr nicht. e. Trotz Busentidad, ist pelt, um jänglichr giftige Sie sitzt 1 Koffer sik. Und inneren as hörnös zu. pen zy beißen, und in der kleinen Stirn entstehen drei tiefe senkrechte Falten. Master Jack sieht es nicht. Er hantiert noch zwecklos mit der Schminke; denn eigentlich ist er schon auftrittsfertig. Etwas unvorsichtig gibt er den Rat:„Es wäre doch viel besser, du gingst in den Saal." Sie läßt die Hände sinken. „Das hast du schon mindestens zehnmal gesagt. Ich bin dir wohl lästig?" Master Jack färbt seine Augenlider blau. Er legt die Hand mit dem Schminkstift auf das Herz und sagt gekränkt:„Oh, Darling!" Es klingt etwas unecht. Madame trommelt wütend mit den Absätzen gegen den Koffer. Plötzlich legt sie sich auf die Seite, liegt einen Moment flach auf dem Deckel und rutscht auf den Boden. Ihr Rock bleibt am Kofferschloß hängen. Zwei kurze, dicke Beine zeigen die schwarze Seidenbehüllung und zwei knallrote Strumpfbänder. „Ich gehe in den Saal!“ sagt sie, innerlich aufgebracht, und verläßt die Kabine mit königlichen Schritten. Die Tür schlägt hinter ihr zu. Master Jack klettert von seinem Schminkthron und läuft zum Koffer. Aber Madame Ascension geht nur drei Schritte weit im Kabinengang. Dann bleibt sie stehen und sieht sich um. Es ist alles leer. Die Passagiere sind im Saal, das Personal hat um diese Stunde nichts in den Kabinen zu tun. Leise geht Madame Liliput zurück, hebt sich auf die Fußspitzen und sieht durch Schlüsselloch, Drinnen hat Master Jack soeben den viel zu großen Koffer geöffnet, dessen Berechtigung keiner begreift und den er früher nicht besaß. Madame wartet geduldig; aber der Deckel des Koffers verdeckt die Gestalt des Zwerges restlos, und alles ist still im Räume. Madame brennt vor Neugier. Sie will wissen, was der Freund mit dem Koffer macht. Sie will wissen, warum er seit einiger Zeit so nervös und reizbar ist, warum er sie so gleichgültig und tronisch abgefertigt. Sie wittert ein Geheimnis, und unübersehbare Möglichkeiten regen sie auf und bringen ihr kleines Hirn durcheinander. Die Zeit ist vorgeschritten. Master Jack muß endlich an sein Auftreten denken. Der Kofferdeckel schlägt zu. Master Jack dreht den Schlüssel, geht zum Toilettentisch und versteckt ihn in einem Schminktopf. Seine Augen g'änzen. Schritte kommen. Madame Ascension hat alle königliche Würde vergessen und rennt mit ängstlichem Trippelschritt davon, um nicht überrascht zu werden. Ein Mann vom Zirkuspersonal erscheint. Er schwingt eine Handschelle. Plötzlich öffnen sich viele Türen, und das Volk der Zwerge eilt an die Arbeit. Madame Ascension ist nur einen Augenblick im Saale. Sie vergewissert sich, daß die Truppe vollzählig bei der Vorstellung beschäftigt ist. Eine Viertelstunde hat sie nun Zeit. Sie läuft, so rasch es geht, wieder zurück zur Kabine des Freundes und schlüpft hinein. Sie läuft gleich zum Schminktisch und langt sich mühsam den Cremetopf herunter. Da ist der Schlüssel. Sie schließt den Koffer auf und hebt mühsam den großen Deckel. Ein Schreckensruf ertönt und sie prallt entsetzt zurück. Gräßliche Visionen bestürmen ihr kleines Hirn einen Augenblick, Bilder, wie sie die Weltpresse ab und zu bringt, Aufnahmen von Ermordeten, deren Leichnam in Koffer gepreßt sind. Der Schreck geht rasch vorüber. Als Madame Ascension genauer hinsieht, wer das Opfer ihres untreuen Freundes ist, erkennt sie die Puppe, die sie dumm glotzend und mit steifem Lächeln anstarrt. Der Schreck weicht ungeheurer Verblüffung. „Warum in aller Welt versteckt Master Jack diese leblose Riesenfrau?" fragt sie erstaunt, als sei ein anderer, der ihr antworten könnte, hier anwesend. Sie betrachtet tief nachdenklich das ungefüge Geschöpf, mit dem die dummen Auguste Allotria treiben, und das mit wenig Rücksicht bei gefährlichen Trickproben benutzt wird. Das Wesentliche an der Erscheinung, nämlich, daß die Puppe auf rätselhafte Weise ein Kleid anhat, wie es Miß Etelka gern trägt, fällt ihr nicht auf. Vielleicht, weil Miß Etelka sehr schlichte Kleidung bevorzugt und außerdem seit über einer Woche ihrem Gesichtsfelde entrückt ist. Alles, was sie sieht, ist die Gestalt einer großen Puppe. Die Beine sind über den Körper hinaufgelegt. Die schmalen Füße liegen rechts und links neben dem Gesicht, ein grotesker und hilfloser Anblick. Dazwischen starrt sie das stumme Gesicht an und scheint sie zu höhnen. Die Sache wird immer toller. Madame Ascension erkennt einen rätselhaften roten Fleck, und noch einen und überhaupt eine Menge. Sie möchte gern erfahren, was das sein könnte, holt einen Stuhl und klettert wie bei einer Bergbesteigung über das Plateau des Stuhles in die Schlucht des Koffers hinab. Sie beugt sich nieder. Es. flirrt vor ihren Augen. Wenn sie zählen könnte, sie würde Hunderte von kleinen roten Flecken zählen, die über die ganze Puppe, über Gesicht, Hals, Arme, Hände und Beine hingestreut sind, verräterische Flecke und Fleckchen. Sie tupft mit den Händchen darauf herum. Es färbt ab. Es ist Schminke. Lippenstiftrot, das Master Jack mit Vorliebe ständig auf den Mund malt, und der Herzabdruck dieses kleinen roten Mundes klebt nun hier und zeigt der Zwergin das Bild einer sinnlosen, ungeheuerlich anmutenden Verwirrung und Verirrung Master Jacks. Er küßt die Puppe! Das ist das Geheimnis, ein wüstes und unbegreifliches Rätsel. Die Wahrheit ist so niederschmetternd für Madame Ascension, daß sie bitterlich zu weinen beginnt. Sie setzt sich auf den Leib der Puppe, hlägt sie mit den Fäusten und weint vor Wut und Bitterkeit. Die Schläge nützen gar nichts. Mit stumpfem Lächeln erträgt die Puppe das Mißhandeltwerden. Im Gegenteil, das Lächeln scheint sich auf widerwärtige Weise zu verstärken. Madame Liliput entdeckt einen langen Nagel im Koffer. Wer weiß, wie er da hinein gelangte; aber jetzt wird er zum Instrument der Rache. Sie nimmt ihn mit funkelnden Zorngedanken und stößt ihn in den Leib der Puppe, einmal, zweimal. Es befriedigt sie, daß der Inhalt heraussickert. Aufgeregt und rachedurstig piekt sie in jeden roten Mundabdruck, bis der Körper der Puppe durchlöchert ist wie ein Sieb. Zwischendurch denkt sie nach. Irgend was muß diese Puppe bedeuten. Man kann doch nicht plötzlich eine Puppe lieben! Fernher kommen vertraute Klänge. Das Orchester spielt„Chinese Lullaby", und die Vorführungen der Zwerge gehen in die Schlußszenen. Sie klettert aus dem Koffer, was bei ihrer Muskelzerrung wenig Vergnügen macht, schließt den Deckel und steckt den Schlüssel in den Cremetopf zurück. Der Stuhl kommt an seinen Platz. Dann fängt sie wie ein Zollbeamter an, Master Jacks Sachen zu durchsuchen. Sie ist wie in einem Rausch, sie muß das Beweisstück finden, daß Master Jack keine Puppe, sondern eine richtige große Menschenfrau liebt. Da entdeckt sie die Brieftasche in seinem Anzug, den er eben trägt. Sie zittert vor Angst und Lust, als sie darin stöbert. Ausweispapiere, ein paar Briefe über geschäftliche Angelegenheiten, deren Aufdruck sie kennt, und ganz zuletzt ein verschlossener Umschlag mit einem großen und unsicher geschriebenen Namen. Sie kann nicht gut lesen. Es reicht eben, daß sie mühsam die Buchstaben zu einzelnen Silben zusammenzieht. Sie malt mit dem dicken Zeigefinger, auf dem ein Ring mit viel zu riesigen Steinen funkelt, die Buchstaben nach und liest stotternd:„Etelka“. Etelka? Zum Kuckuck— Miß Etelka! Master Jack schreibt an die Reiterin! Er liebt die schöne Riesin mit den langen Beinen und den großen Augen! Der Zwerg liebt die Riesin!— Und plötzlich fällt ihr ein, daß die Puppe Etelkas Kleid trägt— bestimmt! Und seine Beziehung dämmert ihr auf, schmerzlich und komisch zugleich. Sie seufzt tief. Was mag in dem Brief sein? Liebesbeteuerungen natürlich! Sie steckt den Brief in die Tasche und hält die Hand darauf. Sie will wissen, was darin ist, und vielleicht findet sie später einmal jemand, der ihn vorliest, wenn ihre eigenen Kenntnisse nicht dazu ausreichen. Ueberhastend stürzt sie zum Saal, wo das Finale verklingt. Sie kommt eben zurecht, um die dankenden Verbeugungen ihrer Truppe zusehen. Dann flattern sie atemlos, lächelnd und erhitzt an ihr vorüber. Master Jack kommt zuletzt. Sie sagt ihm mit Eifer:„Großartig bist du heute gewesen!" Er heuchelt Gleichmut. „Hast du zugesehen?" „Ich habe keinen Augenblick die Tür verlassen." Es ist niemand da, der ihre wispernde Lüge aufdecken könnte. Master Jack fragt gönnerhaft:„Kommst du mit?" Sie schüttelt den Kopf. „Es war so heiß vorhin bei dir, und ich habe wieder Schmerzen. Ich will mich lieber niederlegen." „Tue das," sagt er etwas schnell.„Recht gute Besserung!“ Sie humpelte davon, als könne sie nicht auftreten, ohne die größten Schmerzen auszuhalten. Ihre Hand ist auf den Brief gepreßt, der ihr ein fremdes und unangenehmes Gefühl gibt. Er ist doch eigentlich gestohlen. (Fortsetzung folgt.) Bomben-Vögel einst und jetzt Volkstümliche Flugzeugtypen im Wandel der Zeit Jedes Kind auf der Straße kann heute mit untrüglicher Sicherheit feststellen, welches Flugzeugmodell im blauen Aether dahinfliegt. Das liegt nicht nur an den Ausstellungen, die es allenthalben im Reiche gibt, sondern wohl vor allem an dem außerordentlich großen technischen Verständnis, dem man heute bei der Jugend begegnet und an der großen Volkstümlichkeit der Luftwaffe und ihrer Erfolge im besonderen. Der erste„Vogel“. Es war einmal eine Zeit, in dem das Flugzeug noch sozusagen in den Kinderschuhen steckte. Es waren gebrechliche Lattengestelle mit Segeltuchbespannung, so wie sie heute vielleicht von unseren Segelfliegern benutzt werden. Wenn man heute die Maschinen sieht, mit denen man damals Rekorde geflogen hat, sträubt sich einem das Haar auf dem Kopfe. Aber trotzdem, vielleicht auch gerade deswegen, ist die Fliegerei groß geworden und hat sich in stürmischer Aufwärtsentwicklung emporgearbeitet. Aber wir wollen uns immer vor Augen halten, daß die„Es=war=einmal=Zeit“ erst rund 30 Jahre zurückliegt. Jedenfalls wurde das erste Vogelform=Flugzeug vor genau dreißig Jahren gebaut. Sein Konstrukteur war der Sudetendeutsche Ingenieur Ignaz Etrich aus Oberaltstadt bei Trautenau in Böhmen, und es mutet uns heute geradezu symbolisch an, daß darin ein Daimlermotor lief, den kein anderer als Dr. Ferdinand Porsche gebaut hatte. Und Heinkel, der weltberühmte Nationalpreisträger und Flugzeugbauer, war ein Schüler Etrichs, der die„Taube" startete, jenes vielgenannte und vielbestaunte deutsche Flugzeug des Weltkriegs. „Ich glaube, ich glaube..." Die älteren Semester unter uns werden sich noch jener Vorweltkriegsjahre erinnern, als mit Inbrunst und mit einem bezeichnenden Blick auf den Himmel der Schlager gesungen wurde: glaube, ich glaube, Da oben fliegt'ne Taube. Sie kommt aus einem deutschen Nest, Wenn sie nur bloß nichts fallen läßt." So wurde Etrichs„Taube" angedichtet, die der Erfinder nach längeren Versuchen mit Flugsamen=Modellen dem Vogelkröper nachgebildet hatte. Sie sah in der Tat genau so aus wie das Flugbild einer Taube und gewann eine ungeahnte Popularität, als Etrich damit im Oktober 1910 die ersten wohlgelungenen Aufstiege und Flüge— auch unter kriegsmäßigen Bedingungen— in Berlin und Umgebung absolviert hatte. Aufklärungs= und Bombenmaschine. Wie zufrieden man in Militärkreisen mit Etrichs Apparat gewesen war, geht daraus hervor, daß gleich nach den Probeflügen 20„Tauben" fest im Auftrag gegeben wurden. Zu Beginn des Weltkrieges erprobte sich das Flugzeug als leistungsfähige Aufklärungs= und Bombenmaschine. Dem Erfinder und Konstrukteur allerdings erwuchs daraus nicht der verdiente Gewinn, denn einmal war seine Konstruktion im Hauptprinzip nicht patentfähig, und zum anderen schnappte ihm der jüdische Geschäftsmann und„Finanzier“ Rumpler Lorbeeren und Verdienst weg. Anstatt des Namens Etrich wurde derjenige des Herrn Rumpler mit der Musterbezeichnung verbunden. Etrich hat seither darauf verzichtet, sich im Flugzeugbau weiter zu betätigen. Die Heinkelmaschinen aber und all die anderen leistungsfähigen Typen der deutschen Luftwaffe sind von seinem Geist getragen. Eine große Anzahl von tüchtigen Konstrukteuren garantieren heute die hohe Güte der deutschen Flugzeugindustrie Ob dies nun Jäger wie die Messerschmitts, Hubschrauber wie die von Focke, Achgelis& Co., Flugboote von Dornier, Störche von Fieseler, schwere Bomber wie die Ju=Modelle oder was immer sind, das. spielt keine Rolle. Sie alle tun heute ihre Pflicht wie einst Etrichs„Taube“. Sinnlose englische Lügen widerlegt Rentermärchen über Deutschlands Benzin= und Oelversorgung. Die verschiedenen Agitationsorgane des britischen Informationsministeriums sind bestrebt, mangels wirklicher militärischer Erfolge der RAF, deren nächtliche Einflüge nach Deutschland und in die von Deutschland besetzten Gebiete zu groß angelegten und wohlüberlegten Aktionen auszufrisieren. So konnte man in diesen Tagen beispielsweise von Reuter vernehmen, daß Zerstörungen in Erdölanlagen in Deutschland das Hauptziel der Angriffe der RAF gebildet hätten. In Hamburg seien Erdölanlagen zur Explosion gebracht worden und in Hannover, Reisholz, Gelsenkirchen, Köln, Magdeburg und Leuna seien Brände entfacht worden. Gleichzeitig wurde der deutschen Treibstoffversorgung die düsterste Prognose gestellt, wobei sich die Organe Duff Coopers zu der gewagten Behauptung aufschwangen, daß den deutschen Jagdund Kampfflugzeugen demnächst kein Benzin und kein Oel mehr zur Verfügung stehen werde. In Wahrheit sind die Tatsachen folgende: 1. Die vom amtlichen britischen Nachrichtendienst behaupteten Kampferfolge gegen wichtige Einrichtungen der deutschen Treibstoffwirtschaft sind samt und sonders erlogen. 2. Die deutsche Treibstoffversorgung ist für jeden auftretenden Kriegsbedarf gesichert. Die Vorräte an Treibstoff und Oel sind heute um Millionen Tonnen höher als bei Kriegsbeginn. London will Abd el Krim ausgraben Was ist der Verlust eines englischen Schlachtschiffes und von 10000 tapferen Männern wert? Der„News Chronicle", das Organ der zusammengeschmolzenen englischen Liberalen, weiß darauf eine sehr bestimmte Antwort. Er verficht die Idee, Abd el Krim von der französischen Insel Réunion herunterzuholen, auch wenn diese Heldentat ein englisches Schlachtschiff und 10000 tapsere Männer kosten würde. Abd el Krim war vor 15 Jahren in aller Leute Mund, als er den Aufstand der Nordmarokkaner gegen die französische Herrschaft führte. Und nun soll Abd el Krim von der Insel Réunion heruntergeholt werden, um für England in Marokko Unruhen zu stiften. Nebenbei: Die Idee hat in der englischen diplomatischen Geschichte schon„Vorgänger“, so verrückt sie erscheinen: seit 1552, also lange vor der Vernichtung der spanischen Armada im Jahre 1588, unterhielt England diplomatische Vertreter in Marokko, um dieses ehemalige Kaiserreich gegen Spanien anzusetzen; noch 1790, also gerade vor 150 Jahren, wurde den Spaniern ein Krieg mit Marokko aufgeladen. Aber heute liegen die Dinge doch sehr viel anders und vor allem hat Abd el Krim seine Jugendfrische verloren. Er beschäftigt sich ausschließlich mit seinen Spezialinteressen und hat seine Söhne— in Frankreich studieren lassen. Der „News Chronicle“ trägt also eine Kateridee vor; aber daß er auf diese Kateridee kommt, ist für die Intensität bezeichnend, die Engländer mit Illusionen zu füttern. Heute, in den frühen Morgenstunden, ging unser guter, treuer Sohn, herzlieber Bruder, Schwager und Onkel, Neffe und Vetter, mein treuer Kamerad Edmund Frönken im 36. Lebensjahre von uns. Sein Leidensweg ist nun für immer beendet. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Julius Fränken Lene Stratmann Herbede-Ruhr und Bochum-Werne, 12. Oktober 1940 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 15. Oktober, um 17.30 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Statt Karten Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Otto Urbigkeit und sohn Mantred Hattingen-Ruhr, im Oktober 1940 Graue Haare verschwinden durch Apotheker Walter Ulbrichts Haarlarbe-Wiederhersteller„NieGrau-— In wenigen Tagen Naturfarbe zurück! Einfache Anwendung: Kein Färbemittel!— Vollkommen unschädlich! 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Schriftliche Anträge auf Ausstellung und Zusendung von Kohlebestellvordrucken werden künftig nicht mehr ausgeführt. Auch wird eine Antwort auf solche Anträge nicht mehr erteilt. 4. Kachelofenzentralheizungen: 5. Neu Verheiratete und Hinzugezogene werden auch in der Zeit von 14. 10. bis 2. 11. 1940 in Zimmer 252 des Deutschlandhauses abgefertigt. 6. Die Kohlenhandelsfirmen geben die bei ihnen noch vorliegenden Nachtrags=Bestellvordrucke und Vordrucke über erfolgte Sonderzuteilungen in Kohlenhandel zu richten. Die endgültig festgesetzte Kohlenmenge für den einzelnen Verbraucher wird dem Kohlenhändler, bei dem die Eintragung in die Kundenliste erfolgt ist, vom Wirtschaftsamt nach dem 15. Oktober schriftlich mitgeteilt. Eine Benachrichtigung der Verbraucher erfolgt nicht. Anfragen bitte ich daher nach diesem Zeitpunkt nur an den der Zeit vom 20. bis 25. Oktober mit einer Aufstellung bei der Abteilung Kohle des Wirtschaftsamtes ab. Essen, den 10. Oktober 1940. Der Oberbürgermeister. 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Familienbuch und Lohnnachweise aller Familienmitglieder für die letzten drei Monate sind zur Einsichtnahme vorzulegen. Neuzugezogene haben sich durch den polizeilichen Anmeldeschein auszuweisen. Damit die Abfertigung der Bezugsberechtigten ungehindert vonstatten geht, ist folgende Buchstabeneinteilung vorgesehen: Donnerstag, 17. 10., von 8—10 Uhr: Buchstabe A, B, C; von 10—12 Uhr: Buchstabe D, E, F; von 12—14 UhrBuchstabe G und H. Freitag, 18. 10., von 8—10 Uhr: Buchstabe I—K: von 10 bis 12 Uhr: Buchstabe L und M; von 12 bis 14 Uhr: Buchstabe N, O, P. O. Sonnabend, 19. 10., von 8—10 Uhr: Buchstabe R. S. Sch; von 10—12 Uhr: Buchstabe St, T. U, V, von 12—14 Uhr: Buchstabe W—Z. Während der Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine bleiben die Außenstellen für die Ausgabe von Bezugscheinen für Spinnstoffwaren und Schuhe geschlossen. Bochum, den 12. Oktober 1940. Der Oberbürgermeister. In 8 Tagen beginnt die neue 4. 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Nieder=Elfringhausen Laakermülhle Tel. Langenberg 171. Ich warne hiermit, die umlaufenden Gerüchte über meine Person weiter zu verbreiten, da ich gerichtlich dagegen vorgehen werde. WilhelmHüggenberg. Hattingen=Ruhr, Rosenberg 17. 1 NSG.„Kraft durch Freude Dienstag, den 15. Oktober, 19 Uhr, Im Städt. Jugendheim, Essen-S.eele Varieté-Abend Allesneit von A Z Mit Paul Schröder-Bratz, dem singenden Ansager bekannt vom Deutschlandsender, und anderen namhaften Künstlern