Hattioger Zeitung Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe und 22 mm Breite 5 Pfg. Für Anzeigen im Textteil 1 mm Höhe und 75 mm Breite 20 Pfg. Ermäßigte Grundpreise und Nachlässe lt. Preisliste Nr. 4. Anzeigenaufträge werden nur zu den„Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ angenommen und in„Die Heimat am Mittag“ Ausgabe A veröffentlicht. Schluß der Anzeigenannahme morgens 10 Uhr für die am gleichen Tage erscheinende Ausgabe. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmter Stelle wird keine Gewähr übernommen. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher übermittelten Anzeigen wird nicht gehaftet. Geschäftsstelle und Schriftleitung: Hattingen=R., Obermarkt/ Kleine Weilstraße. Fernsprech=Anschluß: Hattingen Nr. 2941, 2942 und 2943. Postscheckkonto: Dortmund Nr. 11103. Postschließsach Nr. 21 u. 22. Die Geschäftsstelle ist von morgens 8 Uhr durchgehend bis abends 7 Uhr geöffnet. Durch Boten frei Haus halbmonatlich 1,08 RM., für Abholer halbmonatlich 0,95 RM. Verlagsleiter Rudolf Hundt. Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Hundt; Stellvertreter: Hans Hollender; verantwortlich für Politik und Handel: Dr. Rudolf Hundt; Sport, Westdeutschland, Kunst, Kultur und Unterhaltung: Hans Hollender; Lokales: Erich Wilhelm Ellhof sämtlich Hattingen=Ruhr; Briefkasten: Fritz W. Deger, Essen=Steele. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Hermann Büscher, Hattingen=Ruhr. Druck und Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr. Drahtanschrift: Kreisblatt Hattingenruhr. Für die Aufbewahrung aller der Schriftleitung unverlangt eingesandten Beiträge kann keine Gewähr übernommen werden.„Die Heimat am Mittag“ D.=A. für Ausgaben Hattinger Zeitung, Bochumer Tageblatt und Tageblatt für Essen=Steele=Kray=Ueberruhr=Kupferdrey V. über 12000 Ausgabe A 91. Jahrgang Nummer 134 für den -Ruhrkreis Samstag. 10. Juni Die große Heimatzeitung in Stadt und Kreis 1939 Segen deutsche Ingenieure und Wissenschaftler England's Hand in der Türkei— Systematische Hetze auf allen Gebieten Istanbul, den 10. Juni. Enige türkische Zeitungen und hinter ihnen offenbar gewisse Kreise sehen sich in letzter Zeit veranlaßt, das Abschwenken der Türkei von der Neutralität in die englische Linie der Einkreisungsfront dadurch dokumentieren zu müssen, indem sie jede korrekte Haltung Deutschland gegenüber vermissen lassen und auf die einfachste Sachlichkeit verzichten. Gewiß, die türkische Presse als Organ der Politik, hat heute die Aufgabe, dem Volke den neuen Kurs der Regierung verständlich zu machen, eine Aufgabe, die nach der deutsch=türkischen Waffenbrüderschaft im Weltkriege und nach jahrzehntelangen guten Beziehungen der Türkei zu Deutschland kaum sehr leicht sein dürfte. Wir wissen, daß der langjährige gesunde Wirtschaftsverkehr zwischen Deutschland und der Türkei England ein Dorn im Auge ist. Nachdem es London nunmehr gelungen ist, die Türkei für seine Politik zu gewinnen, wird es erfahrungsgemäß nicht ausbleiben, daß von englischer Seite alles versucht wird, unter Anwendung aller geeigneten und an anderen Plätzen von England erprobten Mitteln den deutschen Einfluß zu verdrängen. Der erste Schritt hierzu ist die systematische Schaffung einer Kriegspanik, die immer wieder künstlich hochgetrieben wird, wobei man der Phantasie freien Lauf läßt. Bald sind es deutsche Truppen, bald sind es die Italiener, die demnächst den Balkan überrennen und die Türkei angreifen werden. Besonderen Anstoß nehmen die Engländer an der Tatsache, daß bisher zahlreiche deutsche Fachleute, Wissenschaftler und Techniker in türkischen Unternehmungen beschäftigt waren bzw. sind. Mutet es nicht lächerlich an, wenn man erfährt, daß ein an England vergebener Auftrag von 58 Lokomotiven von englischer Seite mit der Bedingung verknüpft worden ist, daß an diese Maschinen keine deutschen Techniker herangelassen werden dürften Man befürchte eine Sabotage. Diese„Sabotage“ wird aber verständlich, wenn man weiter erfährt, daß England den türkischen Behörden das Angebot unterbreitet hat, für jeden entlassenen deutschen Fachmann kostenlos einen englischen Fachmann zu stellen Vielleicht wird bald dieser oder jener deutsche Ingenieur, der mehr als ein Jahrzehnt fleißig am Aufbau der Türkei mitgeholfen hat, urplötzlich als„Naziagent“ entlarnt, wie schließlich auch erwartet werden kann, daß deutsche Wirtschaftsstellen zu Propagandainstituten gestempelt werden. Leider steht der englischen Agitation bei dieser sauberen Arbeit ein Teil der türkischen Presse zur Verfügung, wie auch gewisse türkische Kreise offenbar kein Interesse daran haben, gegen solche Methoden einzugreisen. Wenn man heute in der englischen Presse immer häufiger systematische Meldungen aus der Türkei feststellen kann, die laufend von entdeckten„deutschen Gefahren“ sprechen, wobei bemerkenswerterweise solche Feststellungen nur über London in die türkische Presse laufen, dann ist damit deutlich genug bewiesen, wer die Hand im Spiele hat. Herr Halisax erklärte am 8. Juni im englischen Oberhaus, daß England weit von dem Wunsche entfernt sei, Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiete Schwierigkeiten zu machen Englands einziger Wunsch sei, sein ganzes Gewicht in die Waagschale friedlicher Bereinigung zu werfen— Wer wird sich nach unseren Feststellungen über das Wirken der englischen Hand in der Türkei noch wundern wollen, wenn Deutschland solche Aeußerungen eines britischen Staatsmannes mit größter Vorsicht betrachtet. über die Angliederung des Hatay=Landes an die Türkei stehen im Zusammenhang damit und befinden sich auch vor dem Abschluß. 101 Abgeordnete boykottierten den Königsempfang Washingtoner Polizeibericht: Ueber 600 Menschen klappten zusammen. Washington, den 10. Juni. 22 Senatoren und 79 Abgeordnete, das ist nahezu ein Fünftel der Mitglieder des Bundeskongresses, blieben dem Empfang durch das britische Königspaar im Washingtoner Capitol größtenteils ostentativ fern. Diese Zahl der Abwesenden gav zu verstehen, daß sie den Empfang absichtlich boykottierten. U. a. erklärte der Abgeordnete Barry, er nehme nicht teil, weil der Königsbesuch zu offensichtlich einen Teil der britischen Agitation dafür bilde, die Vereinigten Staaten von Nordamerika auf seiten Englands in einen Krieg hineinzuziehen. Der Polizeibericht teilt mit, daß anläßlich des englischen Königsbesuches über 600 Menschen, die auf das Königspaar im Verein mit einer zahlreichen Menge gewartet hatten, zusammengeklappt sind. Ein Mann ist unterdessen gestorben, während 117 andere noch im Krankenhaus liegen. Der Rest befindet sich in häuslicher Pflege. Von diesen müssen jedoch über 300 ärztlich behandelt werden. Zahlreiche Unfälle wegen des zu geringen „Stehvermögens“ gab es auch im Garten des Weißen Hauses, wo Pfadfinderinnen auf das Königspaar warteten. Nicht weniger als 200 wurden von Unwohlsein befallen und mußten den Platz verlassen oder beiseite getragen werden. Die Türkei im Fahrwasser der Einkreiser Istaubul, 10. Juni. Ueber die in Ankara in Gang befindlichen französisch-türkischen Verhandlungen erfährt man, daß sie vor dem Abschluß stehen. Spätestens Anfang nächster Woche wird eine gemeinsame Erklärung erwartet, die sich ungefähr mit der englisch=türkischen Erklärung vom 12. Mai über gemeinsame Hilfeleistung bei einem Mittelmeerkonflikt decken wird. Die Verhandlungen Winterspiele 1940 in Gormisch Sommerspiele 1944 in London— Winterspiele 1944 in Lortina Auf der Sitzung des Internationalen Komitees in London wurde anstelle von St. Moritz einstimmig Garmisch=Partenkirchen zum Austragungsort bestimmt. Zum Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1944 wurde mit 20 von 34 Stimmen London gewählt. Zum Austragungsort der Winterspiele 1944 wurde mit 16 Stimmen von 34 Stimmen in zwei Wahlgängen Cortina d'Ampezzo(Italien) bestimmt. n seinem Schlußwort dankte der Präsident Graf Baillet=Latour den Mitgliedern für ihre Mitarbeit und brachte zum Ausdruck, in welch erfreulichem Maße die heute getroffenen Entscheidungen die Freiheit des JOK. von politischen Einflüssen bewiesen. Das amtliche Kommunique. Das JOK. gab nach der Beschlußfassung über die Vergebung der Olympischen Spiele ein Kommunique heraus, in dem es heißt. Nachdem das Schweizerische Olympische Komitee des JOK. unterrichtet hat, daß es ihm unmöglich sei, die V. Olympischen Winterspiele 1940 gemäß dem Programm zu organisieren, dem es früher zugestimmt hatte, sah sich das JOK. zu seinem tiefen Bedauern genötigt, die Winterspiele 1940 einer anderen Stadt anzuvertrauen. Nach sorgfältigem Studium der Möglichkeit, die Winterspiele binnen einer Vorbereitungszeit von nur acht Monaten zu organisieren, zog es alle gemachten Angebote in Erwägung und kam zu dem Entschluß, daß nur Garmisch=Partenkirchen bereit sein würde, die Olympischen Winterspiele im Februar 1940 durchzuführen. Olympischer Fackelstaffellauf Der Vertreter des Finnischen Organisationskomitees der Spiele von Helsinkt 1940 teilte auf der Abschlußsitzung des JOK. mit, daß die Finnen gemäß den Anordnungen des JOK. und nach dem deutschen Beispiel von 1936 einen Fackelstaffel lauf von Olympia nach Berlin und von dort nach Helsinki durchführen werden. Spanische Marineoffiziere in Kiel Kiel, 10. Juni. Von Berlin kommend, trafen in der Nacht zum Freitag unter Führung des früheren spanischen Marineattachés in Berlin, Konteradmiral Ramon Agacino Amras, acht spanische Marineoffiziere zu einem Besuch in der Kriegsmarinestadt Kiel ein, wo sie von der Bevölkerung herzlich begrüßt wurden. Im Laufe der nächsten Tage werden die spanischen Gäste deutsche Kriegsschiffe und verschiedene Marinestandorte der Östsee besichtigen. Was Brachte der Tag? Belgiens gerader Kurs. Es vergeht kaum eine Woche, in der die Einkreiser nicht eine neue Abfuhr erhalten. Kaum ist die Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes zwischen dem Deutschen Reich und Dänemark erfolgt, da haben auch Estland und Lettland einen solchen bedeutungsvollen Schritt unternommen, und im Augenblick, da die Welt unter dem Eindruck dieser Sicherung des Friedens im Östseeraum steht, zu der auch die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Berlin und Kowno gehören, hat der finnische Außenminister energisch jede aufgezwungene Garantie seitens der Einkreisungspolitiker zurückgewiesen. Nun gab am Donnerstag im Verlaufe der außenpolitischen Kammeraussprache in Brüssel auch der Ministerpräsident Pierlot eine grundsätzliche Erklärung über die Außenpolitik seines Landes ab, die im Zeichen eines geraden Kurses des Willens zur Unabhängigkeit uno zur Neutralität steht. Auch Pierlots Ausführungen sind eine deutliche Absage an die Pariser und Londoner Bemühungen, Belgien in das Netz der Einkreisungspolitik einzuspannen. Auch die Ablehnung einer Politik von Geheimbündnissen ist bemerkenswert ebenso wie die belgische Auffassung, daß die Sanktionsmaßnahmen des Artikels 16 des Genfer Statuts nicht als bindend zu betrachten sind. Unmißverständlich dementierte Pierlot Gerüchte, daß Belgien zum englisch-französischen Bündnissystem zurückkehren werde und machte in diesem Zusammenhang eine Feststellung, die ganz groß herausgestellt zu werden verdient: Er sprach nämlich davon, daß ein Militärbündnis für Belgien mehr Gesahren als Vorteile mit sich bringen würde. In Paris und London dürfte man wohl auch nicht entzückt sein über die Feststellung, daß Belgien die Periode der Besprechungen zwischen den Generalstäben als endgültig abgeschlossen betrachtet. Interessante Pressestimmen zur Chamberlain= und Halifax=Rede Die Londoner Blätter verfolgen mit großem Interesse die deutsche Reaktion auf die letzten Reden von Chamberlain und Lord Halifax. Sämtliche Zeitungen bringen Berliner Berichte, in denen z. T. ausführlich die Haltung der deutschen Presse geschildert wird. Die Tatsache, daß deutscherseits von England erst Taten verlangt werden, ehe man an den britischen Friedenswillen glaubt, wird dabei von der Londoner Presse bezeichnenderweise als Ablehnung des angeblichen britischen Angebots ausgelegt. Auch in amtlichen deutschen Kreisen hätten die beiden Reden eine negative Aufnayme gefunden. Eine ganze Reihe Pariser Zeitungen erheben gegen die angebliche englische Bereitwilligkeit zur Prüfung der deutschen und italienischen Wünsche mehr oder weniger deutliche Einwände. Allerdings machen die meisten Blätter bezeichnenderweise das Eingeständnis, daß sowohl die Rede Lord Halifax' wie auch die Erklärungen Chamberlains im Unterhaus einzig und allein dem Ziel gegolten hätten, die Wirkung der deutschen Abwehr gegen die Einkreisungspolitik abzuschwächen, ja, zum Gegenangriff überzugehen und durch wiederholte Rundfunkübertragung derartiger Reden in deutscher und italienischer Sprache die Völker der beiden Achsenmächte unsicher zu machen(!) und den Völkern der totalit ren Länder eine Warnung zu erteilen(!). Fürth begrüßt seine Spanien=Freiwilligen. Die aus einem Fürther Truppenteil stammenden Spanien=Freiwilligen rückten, von der Bevölkerung stürmisch begrüßt, in ihre Garnisonstadt die. Welid Jahlreiche Bombenerplosionen in London Feuer in zahlreichen Postanstalten— Großes Aufgebot von Feuerwehr und Polizei London, den 10. Inni. Am Freitag ereignete sich in London zu ungefähr der gleichen Zeit eine ganze Serie von Explosionen in Briefkästen, die in den meisten Fällen Brände zur Folge hatten. Ein großes Aufgebot von Feuerwehr und Polizei mußte eingesetzt werden, um die Brände zu löschen. In einem Postgebände wurde durch eine Explosion ein Mann verletzt. Es wurden vier Bomben gefunden, die noch nicht explodiert waren. In vielen Postanstalten brach Feuer aus, das jedoch gelöscht werden konnte. London. Wie der„Star“ erfahren will, ist Vord Perth, der frühere britische Botschafter in Rom, mit der Organisierung eines„Informationsministeriums", das nur in Kriegszeiten in Tätigkeit treten soll, betraut worden. Ju deei Zeilen Berlin. Der Führer sprach dem Reichspostminister Dr.=Ing. e. h. Ohnesorge zum Geburtstag telegrafisch seine Glückwünsche aus. Berlin. Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat durch Erlaß vom 8. 6. 1939 das Konservatorium für Musik Mozarteum in Salzburg in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen als Hochschule für Musik anerkannt. Berlin. Am 12. Juni wird eine neue Flugverbindung Paris—Straßburg—München—Budapest —Bukarest eröffnet, auf der zweimotorige Bloch220=Flugzeuge eingesetzt werden. Ab 15. Juni wird von der Deutschen Lufthansa die Küstenflugstrecke Danzig—Stettin—Hamburg beflogen. Stuttgart. Der Führer hat an den Präsidenten des Deutschen Auslandsinstituts Oberbürgermeister Dr. Stroelin ein Telegramm gerichtet. Seestadt Rostock. Anläßlich des mecklenburgischen Gautages fand am Freitagnachmittag in den Heinkel=Werken in Marienehe ein großer Betriebsappell statt, auf dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley zu den Schaffenden der Flugzeugwerke sprach. Klagenfurth. Reichsminister Dr. Goebbels traf Freitag mittag um 12 Uhr von Wien kommend mit dem Flugzeug auf dem Flughafen von Klagenfurt ein. Er wurde von Gauleiter=Stellvertreter Kutschera und den Spitzen der Behörden empfangen. Rom. Im Rahmen der italienisch-spanischen Freundschaftskundgebungen nahm der italienische Rundfunk Freitagabend seine täglichen Sendungen in spanischer Sprache auf. Istanbul. Die Zeitungen berichten aus London über einen englischen Kredit in Höhe von 15 Millionen Pfund Sterling für Rüstungszwecke der Türkei. London. Auf der Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees wurde der deutschen Olympiafilm=Gestalterin Leni Riefenstayl auf Antrag des amerikanischen Delegierten Avery Brundage und mit Unterstützung der Franzosen Marquis de Polignac und Pietri das Olympische Diplom zuerkannt. Peking. Die sogenannte gesetzliche Währung der Tschiangkaischek=Regierung ist infolge eines am Donnerstag gefaßten Beschlusses der britischen Banken, die weitere Stützung dieser Währung aufzugeben, schon in kürzester Zeit ungeheuer gesunken. „ besprechungen Istaubul, 10. Juni. Mitte der nächsten Woche wird in der Türkei das Eintreffen einer aus allen Wehrmachtteilen zusammengesetzten britischen Militärmission erwartet. Die in der Türkei gewesenen englischen Waffenattachés, die die türkische Militärmission nach London begleitet haben, kehren zu dem Zweck nach Ankara zurück, um an den türkisch-englischen Militärverhandlungen teilzunehmen. Die türkische Mission bleibt noch etwa drei Wochen in London. Die Aufenthaltsdauer der englischen Mission, die sich zu den Parallelverhandlungen nach Ankara begibt, ist noch nicht bekannt. Höhepunkt der Veranstaltungen des 18. Interntl. Landwirtschaftskongresses Dresden, den 10. Juni. Den Höhepunkt der Veranstaltungen des XVIII. Internationalen Landwirtschaftskongresses bildete am Freitagabend ein Empfang durch Reichsminister R. Walther Darré in den Räumen des Dresdener Schlosses. Der Reichsernährungsminister hieß die Gäste im Auftrage der Reichsregierung willkommen und erklärte, daß die rein wissenschaftliche Arbeit des Kongresses ihre Ergänzung durch die praktische Anschauung finden soll. Daher habe er die Reichsnährstandsschau in Leipzig angeordnet. Die heutige festliche Veranstaltung in Dresden findet ihre besondere Berechtigung in der Tatsache, daß der Internationale Verband mit dem Dresdener Kongreß die Feier seines 50jährigen Bestehens verbinde. Er spreche den Wunsch aus, daß die im Rahmen des Internationalen Verbandes der Landwirtschaft geleistete Zusammenarbeit dazu beitragen möge, die Völker einander näherzubringen und damit den allgemeinen Weltfrieden zu fördern. Deutschland verlangt seine Kolonien zurück Das Deutsche Volk verlangt Wiedergutmachung von Versailles Nationalstaaten gehört das deutsche Volk zu den Nationen, die heutigen europäischen Stuttgart, den 10. Juni. Anläßlich der Tagung des Deutschen Auslandsinstituts in Stuttgart hielt Reichsstatthalter General Ritter von Epp auf der Kolonialkundgebung eine Rede, in der er u. a. folgendes ausführte:„Der Führer hat mit schlagender Folgerichtigkeit ein Hindernis nach dem anderen auf dem Wege zum Wiedererstarken Deutschlands beseitigt. Seine politische Arbeit begann als erstes mit dem Schritt heraus aus Ohnmacht und Elend und ging konsequent bis dahin, wo wir heute stehen als mächtiges, starkes und einiges Volk im Herzen Europas. Seit der Schaffung dieser Macht hat der Führer keine Gelegenheit vorübergehen lassen, bei der er nicht der Welt und insbesondere den Mächten, die unser Eigentum widerrechtlich besitzen, die deutsche Forderung zur Kenntnis gebracht hat. Mit jedem Male seit jener erstmaligen Forderung am 30. Januar 1937 stand hinter dieser Forderung ein stärkeres Volk, ein stärker zusammengeschweißter Wille und eine noch stärkere und größere Macht. Die Rückforderung der deutschen Kolonien durch den Führer ist eine Wiederholung der geschichtlichen Situation, die bestand, als Bismarck die Kolonien erwarb. Der Redner wies dann auf die bekannten 14 Punkte Wilsons hin, in deren Punkt 5 eine„freie, weitherzige und unbedingt unparteiische Schlichtung der kolonialen Ansprüche“ vorgesehen war. Vor dem Bundeskongreß habe Wilson am 11. Februar 1918 hinzugefügt, es müssen alle Fragen am wahrscheinlichsten sei. dürften nicht verschachtert Friedens von Dauer Völker und Provinzen werden. Mit der Annahme dieser Note durch Deutschland, so führte der Redner weiter aus, war ein rechtsgültiger Vertrag abgeschlossen worden, auf Grund dessen Deutschland die Waffen niedergelegt habe, in dem Glauben an die Geltung der Verträge. „Deutschland tat damals etwas, was 20 Jahre später ein anderer Präsident glaubte, ihm wieder anraten zu müssen: in den Verhandlungsraum zu kommen und keine Waffen mitzubringen. Aus der zugesicherten freien, weitherzigen und unbedingt unparteiischen Schlichtung der völkerrechtlich verbrieften Kolonialansprüche wurde unter Bedrohung eine koloniale Entrechtung, eine Entmündigung und eine Beleidigung des deutschen Volkes. Deutschland wurde mit vorgehaltener Pistole gezwungen, den Verzicht auf seine Kolonien zu unterschreiben. Lüge, Beschimpfung und Entmündigung aber brachten für die Sieger obendrein einen enormen Gewinn. Ueber die Mandatsverwaltung war der Ausweg gefunden, den gewaltigen Wert des deutschen Besitzes an Reserveraum nicht auf das Re parationskonto zu setzen. Neben dem juristischen Anspruch gibt es aber noch einen gewaltigen moralischen, den Deutschland auf sein koloniales Eigentum hat, aus seiner atsächlichen Kultur= und Zivilisationsleistung in einen Kolonien als Ausfluß seiner Rolle als kulturnation. Seit Beginn der abendländischen Völkergemeinso geregelt werden, daß die Herbeiführung eines schaft, seit den Anfängen der Konsolidierung der Nur Worte- wo bleiben die Taten, herr Chamberlain! Zwei Reden vor dem Parlament und Oberhaus Berlin, 10. Juni. Premierminister Chamberlain und Außenminister Lord Halfiax haben in den beiden Häusern des britischen Parlaments zu den politischen Problemen der Gegenwart Stellung genommen und dabei beteuert, daß die Absichten der englischen Regierung auf die Erhaltung und Festigung des Weltfriedens hinzielten. Wenn wir ihre Worte etwas abschätzig als„Friedensgeklingel“ charakterisieren, so geschieht es in Erinnerung der Tatsache, daß noch am Tage zuvor auf der gleichen parlamentarischen Bühne Reden gehalten wurden, denen ein kriegerischer Grundton nicht abzusprechen war.— Friedensglocken sind im britischen Parlament jedenfalls seit langer Zeit nicht mehr vernehmbar gewesen, denn die Reden, die dort geschwungen wurden, enthielten durchweg eine klare Spitze gegen die antoritären Staaten im allgemeinen und gegen Deutschland im besonderen. Ministerpräsident Chamberlain hat darauf verwiesen, daß eine Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens Voraussetzung für alle Friedensgespräche sei. Zweifelsohne ist dem Redner beizupflichten, wenn wir auch nicht verhehlen wollen, daß das in München angebahnte Vertranen zerstört wurde durch wenig geeignete Maßnahmen der britischen Politik gerade im Anschluß an die Uebereinkunft von München. Wenn Chamberlain sich selbst zitiert und erklärt, daß er selbst vor drei Wochen seine Bereitschaft mitgeteilt habe, über eine Methode der Befriedung vernünftiger Asiprationen anderer Mächte zu sprechen, dann können wir bei bestem Willen nicht übersehen, daß den Worten keine Taten gefolgt sind. Gerade in diesen seither verflossenen drei Wochen sind die Bemühungen Englands zur Organisierung des gegen Deutschland gerichteten Einkreisungsringes und zur Niederhaltung von unbestritten„vernünftigen Aspirationen" gegenüber Polen besonders aktiviert worden. Zur gleichen Zeit, als Chamberlain im Unterhaus sprach, hielt der britische Außenminister Konal quer durch Frankreich für den Kriegsfall— Wenn Gibraltar blockiert ist Paris, den 10. Juni. Allen Ernstes beschäftigt man sich in französischen Kreisen von neuem mit einem Projekt, das vor mehr als 30 Jahren schon einmal in Frankreich das größte Aufsehen erregt hat. Es handelt sich um den Plan des Ingenieurs Riquet, im Süden Frankreichs eine Kanalverbindung vom Atlantischen Ozean zum Mittelmeer zu bauen. Es waren damals viele Gründe, die sich der Verwirklichung des Vorhabens in den Weg stellten, das nicht zuletzt auch durch den Weltkrieg aufgegeben werden mußte. Nach dem Kriege ist das Projekt wiederholt zur Erörterung gestellt worden. Im Jahre 1931 befaßte sich sogar das Parlament mit diesem Plan, doch verhinderte die Wirtschaftskrise von neuem, daß das Vorhaben in irgendeiner Weise in Angriff genommen wurde. Wenn heute der Plan wieder zur Erörterung steht, so sind dafür keineswegs wirtschaftliche, sondern ausschließlich politische und militärische Erwägungen ausschlaggebend, wie gewisse Aeußerungen in Pariser Kreisen zeigen. Man spricht nämlich von der Möglichkeit, daß durch eine Sperre der Straße von Gibraltar in einem eventuellen Kriegsfall ein Zusammenwirken französischer und englischer Flottenstreltkräfte aus dem Atlantik mit dem des Mittelmeeres verhindert werden könnte. Sogar im französischen Generalstab sollen bereits Ueberlegungen angestellt werden, ob man den Plan verwirklichen will. Es heißt sogar, daß kürzlich die Deputierten der Gironde über gewisse bauliche Einzelheiten instruiert wurden und daß in diesem Zusammenhang die Anregung gefallen sei, die bolschewistischen Flüchtlinge aus Spanien, die man nicht wieder über die Grenze abschieben kann und die dem französischen Staat große Unkosten verursachen, für den Bau des Kanals heranzuziehen. Da ihre Zahl nicht ausreichen dürfte, kämen auch noch mehr als 190 000 Arbeitslose in Frage. Man muß zunächst einmal abwarten, ob die Erörterungen über den AtlantikMittelmeer=Kanal wirklich ernst zu nehmen sind oder nicht. Lord Halifax im Oberhaus eine Rede, in der er nach einem Rundblick auf für uns ferner liegende politische Entwicklungen zum Verhält nis Berlin—London Stellung nahm. Wir vermerken gern, daß auch Halifax eine britische Bereitschaft bekundete, Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und England auszugleichen. Wenn er dazu mit nicht verhüllter Skepsis die Abhaltung einer internationalen Konferenz empfahl, dann können wir demgegen über nur darauf verweisen, daß die Erfahrung gegen die Nützlichkeit solcher Gremien spricht. Es herrsche in England, erklärte Halifax u. a., der Wunsch, an den durch das Verfailler Diktat geschaffenen Verhältnissen zu berichtigen, was legitim berichtigt werden könne, um danach in eine Aera der Freundschaft mit dem deutschen Volk einzutreten. Im gleichen Atemzuge behauptete der Redner, die von Deutschland seit 1933 durchgeführten Ak tionen hätten die deutsch=englischen Beziehungen zutiefst gestört. Dazu ist nun freilich folgendes zu sagen: Wenn England als führende Völkerbundsmacht bereit und willens gewesen wäre, Ungerechtigkeiten des Versailler Diktats„legitim“ zu berichtigen, dann hätte bis zum Jahre 1933 es viele Jahre Zeit dazu gehabt. Die Befreiung des Rheinlandes, die Wiederwehrhaftmachung des deutschen Volkes und andere Maßnahmen, die England heute beklagt, wären dann überflüssig gewesen. Im übrigen aber steht es England ja auch heute noch frei, seinen guten Willen zu beweisen und den an Deutschland vorgenommenen Kolonialraub„legitim“ zu berichtigen. Durch die deutschen Maßnahmen, fuhr Halifax fort, habe das Vertrauen in den Wert interna tionaler Abmachungen gelitten. Diese Behaup tung aus britischem Munde zu hören, ist insofern besonders bemerkenswert, als wir in unserer Eigenschaft als aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens noch sehr gut wissen, wie britische Zu sagen in Palästina, gegenüber den Wilsonschen vierzehn Punkten und übrigens auch kürzlich bei der Behandlung der Wehrdienstfrage gehalten worden sind. Im übrigen hat das Reich mit sei nen Maßnahmen in keinem Falle englische und französische Interessen beschnitten; die Erklärung des Führers über die mit der Regelung der Saarfrage endgültig anerkannte Grenze mit Frankreich und die Münchener Uebereinkunft zwischen Adolf Hitler und Chamberlain sind deutscherseits niemals angetastet worden. Gegenüber der von britischer Seite betonten Friedfertigkeit können wir im übrigen daranf verweisen, daß der Duce unlängst als Ziel der italienischen Politik die Erhaltung eines ehrenhaften Friedens bezeichnete, und daß Deutschland im Herbst einen„Parteitag des Friedens“ zu begehen gedenkt. Massenanschläge auf die Stromversorgung von Jerusalem Jernsalem, den 10. Juni. In den jüdischen Vierteln von Jerusalem sind in der Nacht zum Freitag elf Transformatorenwerke durch Bombenwürfe zerstört worden, so daß die Stromversorgung unterbrochen wurde. Im britischen Militärgericht wurde eine Zeitbombe gefunden, die auf Freitag 11 Uhr eingestellt war. ge kulturwaren und auf dem Gebiet der der Technik Bahnbrechendes geschöpferisch tätig Zivilisation und leistet haben. Als ein praktasches Beispiel verwies General Ritter von Epp auf die deutschen Leistungen auf dem Gebiete der Tropenmedizin, wo Deutschland durch seine Wissenschaft und seine Industrie die Mittel geschaffen habe, die es überhaupt erst ermöglichen, die für jegliche Kolonisation unerläßliche und wertvolle Kraft der eingeborenen Bevölkerung zu erhalten und dem Kolonisator die erforderliche Sicherheit an Leben und Gesundheit in den tropischen Gebieten zu gewährleisten. Wie unsere Gegner diese Leistung einschätzten, zeige eine führende englische naturwissenschaftlichmedizinische Fachzeitschrift(Nature vom 23. 4. 38.), in der es heißt, daß nach dem Bericht der Obersten Medizinforschungskommission Großbritanniens und des Empire die Tatsache unumstößlich feststehe, daß die Erfindung und Herstellung chemisch=pharmazeutischer Arzneien früher und heute fast vollkommen von deutscher Wissenschaft und Industrie abhänge. Wir, das Volk, das in der ersten Reihe der Gebenden steht, das sich durch seine Leistungen eine unabweichbare Weltgeltung erworben hat, können für die praktische Nutzung, für die Anteilnahme an Raum und Rohstoffen der Welt gewissermaßen nur Mieter sein— nirgends außerhalv von Deutschland sind wir freie Besitzer— dabet müssen wir auf der gleichen Fläche leben, auf der unser Volk schon sein Auskommen finden mußte, als die Zahl seiner Menschen ein Drittel der heutigen betrug. Von solchem Gesichtspunkt aus gehen wir heute gegen die koloniale Entrechtung unseres Volkes an. So betrachtend empfinden wir den Mangel an überseeischen Lebensraum für unser Volk als unerträglich. Das deutsche Volk bleibt bei dem Anspruch auf die ihm völkerrechtlich zustehende Genugtnung für die erlittene Ehrenkränkung; es verlangt die Wiedergutmachung des in Versailles in der Kolonialfrage begangenen Betruges und durch Erpressung zugefügten Unrechts. Diese Genugtnung kann nunmehr in einer entsprechenden Erklärung und in einer Rückgabe der deutschen Kolonien bestehen. Allein auf solche Weise wird die Kolonialschuldlüge wirklich zurückgenommen und getilgt. Flucht vor dem polnischen Terror wird mit Gefängnis bestraft Kattowitz, 10. Juni. Vor dem Bezirksgericht in Lublinitz hatten sich am Mittwoch 14 deutsche Volksangehörige aus der Wojewodschaft Lodz zu verantworten, die vor kurzer Zeit versucht hatten, über die grüne Grenze nach Deutschland zu gelangen. Sie waren wie Tausende anderer Volksdeutscher vor dem Terror polnischer Banden geflohen, meistens ihr Hab und Gut im Stiche lassend, nur um ihr nacktes Leben in Sicherheit zu bringen. Die 14 Volksdeutschen hatten aber das Unglück, beim Grenzübergang von polnischen Häschern gefaßt und verhaftet zu werden. Das Lublinitzer Gericht verurteilte alle 14 Angeklagten zu Gefängnisstrafen von sechs bis acht Monaten und Geldstrafen von 20 bis 40 Zloty. Gleichzeitig verfügte das Gericht die Beschlagnahme des bei den Angeklagten vorgefundenen Geldes. das meistens die letzten Sparpfennige dieser Aermsten darstellte. 5000 finnische Studenten als Schanzarbeiter Helsinki, 10. Juni. Am 6. Juni reisten die ersten Abteilungen freiwilliger Arbeitsmannschaften zur Befestigung der finnischen Grenze an ihre Arbeitsplätze. Bekanntlich ergriff im April dieses Jahres die Akademische Gesellschaft für Karelien, der etwa 80 v. H. der finnischen Studentenschaft angehören, die Initiative und bot dem finnischen Kriegsministerium an, daß in den Sommermonaten Juni, Juli bis Mitte August je 1000 freiwillige Schanzarbeiter aus Studentenkreisen sich zur Verfügung stellten, wobei jeder durchschnittlich 1—2 Wochen arbeiten wollte. Insgesamt dürften sich etwa 5000 Studenten angemeldet haben. Auf Grund der im April ergriffenen Initiative der finnischen Studenten haben sich auch die schwedischsprachigen Studenten zur Verfügung gestellt. Stabschef Lutze vereidigt Memels SA-Männer Der historische Tag der Standarte„Memelwacht“ Memel, 10. Juni. Am Freitag landete Stabschef Lutze, der im Zuge seiner Besichtigungsreise diesmal die Ostland=SA besucht, in Memel. In rascher Fahrt ging es dann durch die festlich geschmückte Stadt zum Heumarkt, auf dem die Vereidigung der 5000 SA=Männer stattfand, jener Männer, die ihr Bekenntnis zum Großdeutschen Reich schon vor der Eingliederung des Memellandes durch ihren aktiven Einsatz in der damaligen„Sicherheitsabteilung“ unter Beweis stellten. Aus Memel traf der Stabschef am Nachmittag auf dem Danziger Flughafen ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich Gauleiter Forster und Senatspräsident Greiser eingefunden, dazu die Führer der Parteigliederungen. Nach dem Abschreiten der Front der unter präsentiertem Gewehr stehenden Schutzpolizei, der SA., der Politischen Leiter, der Hitler=Jugend und des Arbeitsdienstes begab sich der Stabschef in das Hotel„Danziger Hof“. Am Abend fand vor dem Stabschef ein Appell von 6000 Mann ostpreußischer und 2000 Mann Danziger SA statt. Ganz gleich, wie schwer Sie sind.— Auch Sie finden die leichte SOMMER-KLEIDUNG im Herren-Moden-Haus HATTINGEN ST.-GEORG-STR. 12 Demmler NUMMER 134 DIE HEIMAT AM MITTAG SAMSTAG, 10. JUNI 1939 Beick as die Heimal Die„51" ist Rekord-Verkehrsstrecke Autobahn Kaiserswerth— hattingen— Vortmund kommt Uff,- so'ne„hitze" Zwar: ein Lüftchen tat sich gestern auf und ließ uns die fast tropengleiche Hitze etwas weniger erschlaffend empfinden. Aber es reichte noch aus und besonders in den Amtsstuben und Büros— namentlich in jenen, an denen„Schönheit der Arbeit“ und des Arbeitsplatzes bisher bedachtsam „vorübergeführt“ wurden— brütete noch eine Affenhitze. Der Landmann, selbst der kleine Kötter oder Besitzer einer bescheidenen 4X4 m=Gärtleins ersehnen den erquickenden Regen. Kommt er nicht bald, so verdorren die Hoffnungen auf eine Vollernte genau so wie Blätter, Blüten und keimende Früchte jetzt schon am Baum. Auch für die Weekendler wäre der Regen nicht von Nachteil. Er würde die Wege säubern und die wederlichen Staubmengen von ihnen nehmen. Wenn man die Badehose daheim als das einzig erträgliche Bekleidungsstück ansieht, trocknet der Gehirnkasten mählich ein und macht einer völligen Energielosigkeit Platz. Selbst die kühlen Hellen wollen nicht mehr munden Hoffen wir also auf baldigen Regen und darauf, daß er über Nacht fällt. Dann kann der morgige Juni=Sonntag prächtig werden In diesem Sinne trotzdem: Prost! — Iunibad und D=Zug. Viele Züge fahren täglich durch Deutschland, und viele Menschen erleben dabei die schönen deutschen Lande von ihrem Abteilfenster aus. Jeder von ihnen sieht mit seinen eigenen Augen. Der eine sieht scharf, der andere träumt. Mancher verschläft grundsätzlich alles Interessante, weil er nur mit seinen eigenen kleinen Sorgen beschäftigt ist. Aber doch gibt es in diesen warmen Tagen etwas, was auch den Müdesten und Trägsten aus seiner Ruhe aufscheucht. Wenn ein Flußbad oder überhaupt ein Schwimmbad vor den dahinjagenden Zugreisenden auftaucht, läuft ein allgemeines„Ah“ der Bewunderung durch alle Abteile. Mit blankem Neid sieht man die fröhlichen, braungebrannten Menschen sich in den Wellen oder auf den Wiesen tummeln. Sieht, wie sie sich lässig und behaglich auf ihren weißleuchtenden Badetüchern sonnen. Und nicht einer der Reisenden, der nicht wünschte, dabei zu sein — Traubenzucker als Retter? Es gibt immer noch unverantwortliche Kraftfahrer, die vor oder während der Fahrt alkoholische Getränke trinken und— wenn ihnen ein Unglück zugestoßen ist— versuchen, durch Einnahme von irgendwelchen Mitteln den Alkoholblutspiegel herabzudrücken. Es ist darum immer wieder nötig, diese Mittel auf eine derartige Wirkung hin zu untersuchen. Neuerdings sind Aspirin, Veronal und Pyramidon und jetzt auch Traubenzucker(Dextropur, Dextroenergen) überprüft worden. Alle diese Mittel haben keinen senkenden Einfluß auf den Verlauf der Blutalkoholkurve. Auch der Traubenzucker kann also vor der schweren Strafe, die den unbesonnenen, unter Alkoholwirkung stehenden Fahrer trifft, nicht schützen. E—k. Mit dem morgigen Sonntag wird der diesjährige Wettstreit der Mundart=Dichter, deren Vereinigung als„Der goldene Spatz" von Wuppertal bekannt ist, abgeschlossen. Donnerstag hatten die Dichter, als Gast des Werbeamtes von Wuppertal=Elberfeld eine Fahrt in unser Hattinger Land gemacht. Sie kamen über Sprockhövel und fuhren bei blinkender Sonne über Langenberg(Hordthaus)— Neviges zurück in die Wupper=Metropole, nachdem sie an den Nachmittagen vorher das Bergische Land, den Niederrhein und das Grenzgebiet von Sauerland und Münsterland besucht hatten. Im Irrgarten von Blankenstein nahmen die Männer der Dialekt=Feder aus allen Gauen unseres Vaterlandes den Kaffee; so nach echt westfälischer Art mit Schwarzbrot, Stuten und Eiserwaffeln war er für sie, die da aus Hamburg, Mecklenburg, aus Sachsen, Wien, vom Inntal, aus Oberösterreich, aus den Sudeten kamen, etwas Neues in Geschmack und Aufmachung.„Das ganze Johr trink i net so an' unmaßig'n Hauf'n Schwarz'n wie hier in Westfol'n“, konstatiert mit abwehrenden Händen ein Dichter aus Steiermark und verlangt entschieden statt Kaffee„eine Maß Gerst'nsoft.“ Er bekam es und war wieder der zufriedenste und g'mütliche Steiermärker. Andere Länder, andere Sitten, das merkte man so recht bei diesem Literaten=Kaffee, und mehr als einmal war der letzthin im Bergischen servierte Milchreis Zielscheibe heiteren Spottes. Aber von den Heimatdichtern unseres westdeutschen Gebietes, unter ihnen waren Oschmann und Fromme(Bochum), v. Storck(Elberfeld), Dr. Hagedorn(Essen) und Hans Peter Kürten aus Köln, blieb der eine oder andere nichts schuldig und fand den Genuß von Weißbier mit Marmeladenhörnchen, dem ein Ostdeutscher in erstaunlichen Mengen sich ergab, gleichermaßen ulkig. Schnell, zu schnell verflogen die schönen Stunden in Blankenstein, gegen 18 Uhr hieß es Kaffee, Kaffee und Stuten Stuten sein lassen. In Langenberg wartete bereits das vorbestellte— Abendbrot. Was nun aber nicht gegen etwa übermäßige Magenansprüche von Mundart=Poeten, sondern höchstens sehrviel für die vorzügliche Organisation der Fahrtenleitung des StadtWerbeamtes Wuppertal besagt. Einer hört sich selbst zu... Also hinein in den Bus, los sollte es gehen. Es ging aber nicht. Man vermißte Rudolf Kienau(Hamburg), übrigens ein Bruder von George Fock. Hatte er sich im Irrgarten verlaufen? Der“ Fahrverkehr nimmt in unglaublichem Tempo zu. Die Östertage dieses Jahres haben gezeigt, daß der Westen des Reiches auf der Reichsautobahnstrecke Düsseldorf— Köln den Verkehrsrekord hält und mit 20 500 gezählten Fahrzeugen an einem einzigen Tage„das Blaue Band“ Europas holte. Diese Strecke hat damit den sogenannten Ruhrschnellweg überflügelt, der mit 18 430 Fahrzeugen in einem Tage bis zum vorigen Herbst die stärkst befahrene Strecke Europas war. Auch im Hattinger Land können wir mit ganz beachtlichen Ziffern aufwarten. Eine von der„HZ.“ selbst angestellte Durchschnittszählung nahe der Ruhrbrücke beim Einlauf auf Hattinger Stadtgebiet ergab für die Ausflugtage eine Durchschnitts=Befahrung von über 1000 Fahrzeugen in der Stunde. Die zu ermittelnde Tagesleistung auf der„51“ lag also an diesem Tage mit schätzungsweise 14000 Fahrzeugen kaum unter der Wochentagfrequenz des Ruhrschnellweges und gehört daher gleichfalls heute noch in die Reihe der enropäischen Rekordstrecken. Die Autobahnen werden bekanntlich später das Ruhrgebiet durchschneiden und dieses damit Half nichts, der Omnibus mußte warten, nicht eher ging es los, bis alle zum Start beisammen waren. Zuletzt wurde eine„gemischt=sprachige" Suchkommission ausgesandt. Sie fand den„verschollenen Kollegen“ überraschend schnell: er saß weltentrückt in der Abendsonne des Irrgartens und horchte still und versonnen zur Lautsprecherstimme empor. Merkwürdiger Zufall: Der Reichssender Köln sendete just ein paar Texte aus des Dichters eigenem Schaffen. Von den Nachmittagsgästen im Garten wird keiner geahnt haben, daß der einsame Zuhörer dort vor dem Lautsprecher der Verfasser der Sendung war... * In Hattingen, an der Post, gab es ein fröhlich Abschiednehmen. Die„Heimat am Mittag“ gab ihre besten Wünsche für gute Heimreise und für ein glückliches Wiedersehen 1940 mit auf den Weg. zu dem am stärkst von Autobahnen durchzogenen Landesteil des Reiches machen. Angesichts des ungeheuren Kraftfahrzeugverkehrs im Ruhrgebiet erfüllt dieser Plan eine der dringendsten Bedürfnisse. Bekanntlich wird außer der Nordlinie Hamm — Duisburg eine weitere Mittellinie Kaiserswerth— Kupferdreh— wattingen— Westhofener Knoten— Dortmund geschaffen, die die große NS VII etwa bei Linden=Hohwege überqueren wird. Die NS VII selbst, von der ein weiterer Teil augenblicklich auf Höntrop=Eppendorfer Gebiet im Bau ist, und die von Gelsenkirchen, Wattenscheid aus auf unser Gebiet stößt, kommt bekanntlich an der Kreuzung bei Dickerhoff in Linden heraus und führt später, nach endgültiger Fertigstellung, über Sundern— Baak— Ruhrbrücke Hattingen— Martin=Luther=Straße am Gemeindehaus vorbei nach Sprockhövel, Schwelm, um dort nach vorliegenden Plänen in der Auffahrt zu enden für die Reichsantobahn Köln— Wuppertal— Dortmund in beiden Richtungen. Die dritte Ruhr=Antobahnstrecke endlich ist die ebenfalls schon im Bau befindliche Verbindung Leverkusen— Wuppertal— Kamen. Der Abschnitt bis Burscheid ist schon fertig und in Betrieb genommen. Reichsbahnrat Syndikus Dr. Schaefer, Essen, als Geschäftsführer des Verbandes„Industriebezirk“ referierte unlängst in einer Hauptversammlung der Bezirksgruppe Bochum über den Stand dieser gigantischen Verkehrsprobleme und ging besonders auf die Planungen der RAB. im engeren Gebiet ein. Wie weit die Projekte schon feste Form annehmen und wieweit die Arbeiten bereits vorangeschritten sind, bewies des Referenten Feststellung, daß wir schon zum Herbst mit der Eröffnung des durchgehenden Verkehrs von Duisburg als dem nordwestlichen Schnittpunkt im Industriegebiet nach Berlin und ebenso von Duisburg über Frankfurt— Mannheim nach Stuttgart rechnen dürfen. Soweit Reichsautobahnen nicht mit eigenen Fahrzeugen oder im Ausflugsverkehr mit Omnibussen befahren werden, ist für den normalen Verkehrsteilnehmer ein Befahren nur mit Kraftfahromnibuslinien der Deutschen Reichsbahn möglich. Von diesen Linien bestehen zurzeit zwei Verbindungen zwischen Essen und Köln und Düsseldorf und Noin sowie im Kern des Ruhrgebiets zwischen Dortmund und Recklinghausen. Für den Verkehr der Reichsbahn auf den Reichsautobahnen besteht Beförderungspflicht, d. h. jeder Verkehrsteilnehmer hat einen Anspruch auf Beförderung, soweit Mitfahrt auf den planmäßigen Omnibussen möglich ist. Dagegen ist eine Beförderung zwischen den Haltestellen einzelner Städte ausgeschlossen. Die Benutzung der Omnibusse ist heute möglich mit den verschiedensten Fahrtausweisen, zu denen u. a. die Fahrkarten und Urlaubskarten 3. Klasse gehören. Außerdem kann im Ruhrgebiet die Reichsantobahn mit 20 v. H. ermäßigten Rückfahrkarten und Zehnerfahrscheinheften benutzt werden, während diese Ermäßigung zwischen Essen und Köln noch nicht gilt. Es ist anzunehmen, daß neben den örtlichen Verkehren auch vom Westen aus große Durchgangsverkehre eingeführt werden. Es kommt hierbei auf die Erfahrungen an, die man mit dem„Auto=D=Zug“ auf der Reichsautobahn München—Berlin macht. Der Hattinger Beolachter Wir erziehen unsere Jugend zu Menschen, auf die man sich verlassen kann; zu ganzen Kerlen. Dazu gehören Eigenschaften wie Mut, Disziplin und Ordnung. Zu dieser Ordnung gehört aber auch Korrektheit in kleinen Alltagsdingen. Wenn ein Geschäftsmann, wie man es unlängst auf der Heggerstraße beobachten konnte, noch am 20. Mai ein Werbeplakat im Fenster hängen hat, das auf den 1. Mai Bezug nahm, so nennt man das lässig. Wenn aber das Hattinger Jungvolk 1/99 auf seiKostspielige Experimente mit seinen Schuhen anzustellen, dazu ist jetzt nicht Zeit. Der Kluge versucht nicht lange, sondern wählt ein seit Jahrzehnten bewährtes Schuhpflegemittel wie Erdal. Das pflegt die Schuhe. Die Schuhe halten länger und bleiben länger schön. nem„schwarzen Brett“ gegnüber dem Amtsgericht heute noch seine— Pfingstfahrt anzeigt, so macht das einen schlechten Eindruck. * Einen nicht minder schlechten Eindruck machen Reklame=Uhren, die falsch gehen. Nun ist zwar schon viel über diese scheinbar unheilbare Krankheit“ von Reklame=Uhren geschrieben worden und man müßte eigentlich resignieren; müßte sich damit abfinden, daß sie, wenn sie wirklich einmal richtige Zeit anzeigen, das nur aus Zufall oder plötzlich überkommener Verkehrsfreundlichkeit tun. Einen unzweifelhaften Rekord im Falschgehen hält die Hattinger Reklameuhr auf dem Wilhelmplatz: sie zeigt gleich auf allen vier Seiten falsche Zeiten; und zwar auf jeder Seite eine— Zeit. Vielleicht hat sie den„Ehrgeiz", international zu sein und mitteleuropäische, westeuropäische und Uebersee=Zeit zugleich zu künden. So sehr wir heute Höchstleistungen brauchen, so wenig sind sie auf Gebieten erwünscht, die eine Irreführung im öffentlichen Verkehr bedeuten. Gar keine Reklameuhr wäre dann schon besser als eine solche hartnäckig falsch gehende. Also, bitte... Diamantene Hochzeit in Linden Inbelbräntigam aus Holthausen, Jubelbrant aus Niederstüter. Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit können am Montag die Eheleute August Querfurt und Frau Adeline geborene Kill(Aufn.: Porbeck, Dahlhausen.) mann, Auf dem Pfade 6, in körperlicher und geistiger Frische im Kreise ihrer Familie feiern. Der Jubilar wurde am 10. 11. 1857 in Holthausen geboren, während die Jubelbraut am 18. 4. 1861 in Nieder=Stüter das Licht der Welt erblickte. Als Bergmann arbeitete der Jubelbräutigam von 1872 bis 1896 auf den Zechen„Hasenwinkel" und„Friedlicher Nachbar“ und später als Invalide auf dem Winzer Wasserwerk. In ihrer langen Ehe schenkte Gott dem Paar 8 Kinder. wovon noch 7 leben, 3 Söhne und 4 Töchter. 23 Enkelkinder und 12 Urenkel bringen dem Jubelpaar an ihrem Festtage die herzlichsten Glückwünsche dar. Das Jubelpaar, das in den ersten Jahren seiner Ehe in Baak wohnte, hat seit 1903 in Linden Heimatrechte, und hat in diesen langen Jahren sich viele Freunde und Gönner erworben. Neben dem schweren Beruf als Bergmann verrichtete der Jubilar fleißig seine Arbeit auf seinem Kottenbesitz, wobei ihm seine Gattin und Kinder fleißig halfen. Auch heute noch betreuen beide allein ihren Haushalt, ein Zeichen körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Mit ihren Kindern. Enkel= und Urenkelkindern, Verwandten und Bekannten wünscht auch die Heimatzeitung dem Jubelpaar an seinem Ehrentage viel Glück und Segen, und weiterhin einen langen, frohen Lebensabend. — Eine grundsätzliche Entscheidung. In einem Urteil vom 30. März 1939 hat das Arbeitsgericht Berlin sestgestellt, daß auch bei mehrmaliger und längerer Erkrankung langjährige Gefolgschaftsmitglieder Anspruch darauf haben, daß ihnen der Arbeitsplatz offengehalten wird. nsg. Wir fahren nicht über 100 Kilometer. Wir legen uns in dieser Hinsicht Zwang auf, weil wir um die Verantwortung wissen, die wir für das Leben und die Gesundheit des deutschen Volkes tragen. Beim„Goldenen Spatz zu Gast Kaffeetrunk der großdeutschen Mundartdichter in Blankenstein Zehntage-Lehrgänge in Hattingen Eine neue Tagung in der Gauschule hattingen Dieser Tage fand laut NSG. eine Arbeitstagung der Kreisschulungswalter und Kreisbeauftragten für Werkscharen in der Deutschen Arbeitsfront, Gau Westfalen=Süd, auf der idyllischschöngelegenen Gauschule Hattingen statt. Nach der Begrüßung fand ein Kameradschaftsabend statt. Auf der Tagung sprach zunächst Pg. Dr. Biehle, Berlin, vom Amt Werkschar und Schulung, über„Rhetorik“. In meisterhaften Ausführungen verstand es Pg. Biehle, den Lehrgangsteilnehmern die Kunst der Rede verständlich zu machen. In einer eingehenden Arbeitsgemeinschaft wurden die Ausführungen durchgearbeitet. Pg. Burgath, der in der Abteilung Werkschar und Schulung die Fragen der Werkscharen bearbeitet, sprach dann über das Organisatorische der Werkscharen, die bekanntlich nach der neuen Anordnung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley nunmehr Politische Leiter geworden sind. Nachmittags konnte dann zur Freude aller Lehrgangsteilnehmer der Gauschulungsleiter der NSDAP., Dr. Schwarzschulz, begrüßt werden, der die schulische Arbeit der DAF anerkannte und eingehend das neue Einberufungssystem der NSDAP. erläuterte.— Abends nahmen die Lehrgangsteilnehmer an der Festaufführung des Bochumer Stadttheaters„Genoveva“ von Hebbel teil. Am zweiten Tag, vormittags, versammelten sich die Kursusteilnehmer mit sämtlichen Angehörigen der Gauschule Hattingen im festlich geschmückten Lehrsaal der Schule zu einer Feierstunde, die unter dem Motto stand„Unser Glaube“. Es spielte das„Enzen=Quartett“ vom Stadttheater Dortmund meisterhaft Beethoven, Brahms und Haydn. Die Arbeit des Vormittags schloß Pg. Dr. Zeck, Köln, mit dem Referat „Japan=Gestalter Östasiens“. Die Ausführungen fanden stärksten Beifall. Der Nachmittag war ganz der Erörterung organisatorischer Schulungsfragen gewidmet. Gauschulungswalter Dr. Lebrecht behandelte in mehrstündigen Ausführungen die gesamte Schulungsarbeit der DAF, insonderheit den Lehrplan des Schuljahres 1939/40. Aus ihm ist hervorzuheben, daß in der Gauschule Hattingen für die Zukunft zehntägige arbeitspolitische Lehrgänge stattfinden, in denen die Walter und Warte der DAF ganz allgemein mit Arbeits=, Wirtschaftsund Sozialpolitik der nationalsozialistischen Bewegung vertraut gemacht werden. Aus der Arbeit der Werkscharen ist noch zu berichten, daß allmonatlich ein ganz kurzer Betriebsappell in den Betrieben unseres Gaues durchgeführt werden soll, und zwar in Form einer Feierstunde, der dem Zweck dient, Betriebsführung und Gefolgschaft immer näherzubringen. hattinger Stadtspiegel — Der Brennstoff ging glücklicherweise nicht in die Luft. In der vorletzten Nacht brannte in einer Hattinger Garage der eingestellte Personenwagen eines hiesigen Anwalts aus bisher unbekannten Gründen vollkommen aus. Zum Glück war das Feuer nicht auf den mit fast 50 Litern gefüllten Brennstofftank übergesprungen, sonst wäre wahrscheinlich durch die Gewalt der Explosion die gesamte Garage mit zerstört worden. Da der Wagen völlig vernichtet wurde, beläuft sich der Schaden immerhin auf einige tausend Reichsmark. — Ein Hattinger Künstler. In diesen Tagen sieht man überall die farbenfrohen Abzeichen zu den SA=Wehrwettkampftagen 1939 auf den Rockaufschlägen. Dieses Abzeichen wurde entworfen von dem Hattinger Wilhelm Siepmann, der früher einige Jahre Fachlehrer an der Berufsschule in Hattingen war und heute als SA=Truppführer im Gruppenstabe der SA=Gruppe Westfalen in Dortmund tätig ist. Der Hattinger Künstler entwarf schon früher einmal eine Plakette, die ausgeführt wurde. Es war die zur 15=Jahrfeier der NSDAP. in Hattingen. Nordstraße, ihren 75. Geburtstag begehen. Sie ist Mutter von neun Kindern, fünf Töchter und vier Söhne, von denen noch sieben leben. Es sind 17 Enkelkinder und 8 Urenkel vorhanden. Am schwersten wurde die Hochbetagte vor zwei Wochen betroffen, als ihr durch plötzlichen Tod ihre Tochter Elfriede entrissen wurde. Seinen Lebensabend verbringt das Geburtstagskind bei seinem jüngsten Sohne. Die„H. Z.“ gratuliert herzlichst. — Wieder Gemeinschaftsabende der Beamten. Die Gemeinschaftsabende des Reichsbundes der deutschen Beamten, Gau Westfalen=Süd, haben begonnen. Sie werden von den Kreiswaltungen durchgeführt. Der große Erfolg dieser Abende wurde auf der Reichsbeamtentagung in Frank furt herausgestellt und besonders anerkannt. Diese Gemeinschaftsabende haben mit dazu beigetragen, die politisch=weltanschauliche Ausrichtung der deutschen Beamten im Sinne und Geist des. Nationalsozialismus zu bewirken.*bh Die Provinzialräte tagten Im Landeshaus zu Münster versammelten sich die Westfälischen Provinzialräte zu ihrer 10. Tagung. Gauleiter und Oberpräsident Dr. eyer machte eingehende Ausführungen zur politischen Lage. Danach berichtete Landeshauptmann Kolbow über besondere und neue Aufgaben des Provinzialverbandes. U. a. sprach er über die Uebernahme der Landstraßen II. Ordnung auf den vinzialverband, der es sich zur Aufgabe setzt, eine enge praktische Zusammenarbeit mit den Landkreisen zu pflegen. Aus den Ausführungen über die Wirtschaftspflege interessierte der Bericht über die Vorarbeiten der Provinz für eine großzügiges Programm zum Ausbau von Wasserleitungen uf dem flachen Lande und allgemein zur regionalen Ordnung der Wasserwirtschaft. Eine eingehende Darstellung fanden die Gründe, die zur Kapitalerhöhung an den rein kommunalen Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen geführt haben, bei denen der Provinzialverband allein sich mit 5 Millionen RM. neu beteiligt. Richtunaweisende Ausführungen machte Landeshauptmann Kolbow über die Vereinheitlichung der öffentlichen Volkspflege und der praktischen Führung des Provinzialverbandes. Endlich kündigte er einen Ausbau der Wohnungsfürsorge für Kinderreiche an, mit dem Ziele, im Verlaufe etwa eines Jahrzehnts möglichst allen erbgesunden minderbemittelten Kinderreichen es zu ermöglichen, ein Eigenheim oder ausreichende Wohnverhältnisse zu erhalten. Landesrat Dr. Kühl erstattete den Bericht über den neuen Haushalt. Hier interessiert besonders, daß die Provinzumlage von nun ab nach einem neuen, der Wirtschafts= und Steuerkraft angepaßten Schlüssel auf die Stadt= und Landkreise verteilt wird, und zwar auf die Meßbeträge der Grundsteuer von landund forstwirtschaftlichen Betrieben mit 2 Prozent, der Grundsteuer von den Grundstücken mit 11,7 Prozent, der Gewerbestener mit 13,4 Prozent, der Bürgersteuer mit 4,1 Prozent und auf die Schlüsselzuweisungen mit 1,7 Prozent. Die Provinzumlage erhöht sich im Ergebnis nur im Verhältnis zum Ansteigen der Meßbeträge der Gewerbesteuern. Die Erhöhung ermöglicht es dem Provinzialverband, der Straßenunterhaltung und einzelnen Zweigen der aufbauenden Volksfürsorge weitere erhebliche Beträge zuzuführen. Die Provinzialräte nahmen zu den einzelnen Punkten lebhaft Stellung. Sie brachten dem Haus halt 1939 ihre Anerkennung und der zielbewußten Arbeit des Provinzialverbandes ihr Vertrauen zum Ausdruck. herbeder Umschau vom Tage — Die Isenberger Festspiele stehen vor ihrer diesjährigen Eröffnung. Am morgigen Sonntag findet auf der Freilichtbühne die Generalprobe der„Schlacht bei Hattingen“ statt. Die Jugend insbesondere ist dazu herzlichst eingeladen. Als dann steigt am Sonntag in acht Tagen die dies jährige Premiere des großen Werkes, an dem weit über 60 Laienspieler mitwirken. bh — Das Pflichtjahrmädel. Allen Mädeln, die in einen Beruf eintreten wollen, sowie den Eltern empfehlen wir, sich am Montag die Sendung„Und was meinen Sie?“ des Reichssenders Köln von 19 bis 19.10 Uhr anzuhören. Das Thema heißt „Pflichtjahrmädel", das eingehend erläutert wird. — Stop=Straße wird eingerichtet. Heute vor mittag waren Arbeiter damit beschäftigt, am Stein hagen, an der Kreuzung mit der Straße der SA, die Anlage zu montieren, die hier für die Einrichtung zur Stopstraße notwendig wurde. Auf der rechten Seite des Steinhagen und auf der linken Seite der Verlängerung gegenüber sind die Halteschilder angebracht worden. Rote Streifen quer über den Fahrdamm kennzeichnen die Haltegrenze. Das Pflaster mußte von der Verkehrs insel bis zu den Schildern aufgerissen werden, da von der Halteinsel aus der elektrische Anschluß zu den Stop=Tafeln zu legen war. — Neue Straßendecke. Die im Eigentum der Gemeinde stehende Bruchstraße im Ortsteil Kämpen, von der Besitzung Rohe bis zur Einmündung in die Hauptverkehrsstraße im Hammerthal(Wirtschaft Kopperschläger), wird zur Zeit einer durchgreifenden Erneuerung unterzogen und mit einer Teerdecke versehen. Wegen der umfangreichen Arbeiten wurde die Straße für die Dauer der Durchführung der Erneuerungsarbeiten für den Durchgangsverkehr ge sperrt. Sperrschilder sind aufgestellt. — Arbeitskameraden aus Böhmen und Mähren. Durch Vermittlung des Landesarbeitsamtes trafen hier die ersten Transporte aus Böhmen und Mähren ein. Es handelt sich um insgesamt 50 Männer, die teilweise bei der Bergbau=AG. Loihringen und bei der Dittmann=Neuhaus& Gabriel=Bergenthal=AG. in Arbeit gebracht wurden. Von den Männern sind viele schon seit vier Jahren und länger ohne Arbeit gewesen. Die Unterbringung bereitete anfänglich gewisse Schwierigkeiten, die inzwischen aber behoben wurden. Während ein Teil in Privatquartieren untergebracht wurde, erfolgte die Unterbringung des größten Teiles in den leerstehenden Räumen eines Nebengebäudes einer früheren Gießerei. Ein Teil der Männer ist in dem wohnlich schönen Waldlandheim am Kamperbach einlogiert worden. — Feuer in Vormholz. Heute früh ertönten die Alarmsignale der Feuerwehr durch die Stra— Ehrentafel der Alten. Am Sonntag kann die Witwe Karoline Hahne geb. Schmidt, von der Deunter und deüter eee Eine lustige Angelegenheit im Zentraltheater Jawohl, drunter und drüber geht es in diesemslernt lustigen Film. Es gibt ein wirkliches Drunter und Drüber, urkomische Situationen, getragen von Witz und Laune und witzigen Pointen. Paul Hörbiger spielt den Arzt mit seinem unschuldigen Jungengesicht. Johannes Riemann ist der Schriftsteller mit den Ein= und Ausfällen, die ihn zum wirklichen Ehemann machen. Fita Benkhoff die Schauspielerin, die dieses Spiel allzu gerne mitmacht. Dazu Theo Lingen als Diener, der für seinen Herrn Tabletten am laufenden Band schluckt und selbst seinen Mantel in der Bar verpfändet. Wer herzlich lachen will, sollte sich diesen Film ansehen. Unwege zum Glück Ein Lil-Dagover-Film in der Lichtburg Auch diese Umwege zum Glück sind nach dem weltweisen Wort angelegt worden, daß erst nach dem Verlust erkannt wird, wie wertvoll das Verlorene war und daß man es nicht entbehren kann. Der Musikverleger Thomas Bracht hat in Wien die Kabarettsängerin Jeanette Danieli kennengelernt und sie nach München mitgenommen, wo er sie empfohlen hat. In seinem Abenteuer mit dieser seltsamen Künstlerin vergißt er in Berlin sein eigenes Hauskonzert, in dem ein junger, unbekannter, hoffnungsfroher Komponist die Grundlage zu einer Karriere zu finden hoffte. Vergessen ist auch in den Stunden des Abenteuers seine Frau. Gereizt verläßt sie den Mann. Im D=Zuge sie einen hartnäckigen, unternehmungslustigen und liebenswürdigen jungen Mann kennen, der sich in sie maßlos verliebt. Durch die liebenswürdige Hartnäckigkeit angezogen, glaubt sie in ihrer Verwirrung, mit diesem jungen Mann ihren eigenen Mann, der sie immer wieder mit anderen Frauen betrogen hat, vergessen zu können. Doch selbst in diesem hochseligen Traum muß sie erkennen, daß sie ihren Mann über alles liebt. Dieser, durch das Verschwinden seiner Frau zur Einsicht gebracht, ist froh, sie wiedererhalten zu haben. Doch durch eine Begegnung mit einer Schauspielerin erfährt der Mann, daß seine Frau in eine Liebesgeschichte hineingeraten zu sein scheint. Was er sich selbst großmütig verziehen hat, das will er seiner Frau nicht verzeihen können, doch durch die Schauspielerin wird ihm schonungslos die eigene Schuld aufgedeckt. Durch ein Mißverständnis glaubt der Vater der Frau entdeckt zu haben, daß die Schuld seiner Tochter darin bestehe, daß sie auf ihrer Flucht bei einem Unbekannten große Schulden gemacht habe. Der Mann ist über diese Feststellung entzückt und gibt seiner Frau den Brief zurück, in dem sie ihm die wahren Gründe ihrer Schuld aufgedeckt hat. So wird ohne ihr Verschulden die Illusion von der Treue erhalten, und beide finden über Umwege zu ih rem Glück zurück. Der Spielleiter Fritz Peter Buch hat diese Liebesgeschichte interessant aufgezogen. In den Gesprächen wird viel Lebensweisheit ausgetauscht. Die Orte der Handlung sind von bildhafter Schönheit und die gespielten Menschen lebensnah nachßen. Der Alarm galt einem in dem Waschkauengebäude der Steinkohlenzeche Gewerkschaft„Jupiter“ in Vormholz aus bislang nicht geklärter Ursache ausgebrochenen Brande. Angehörige des Löschzuges aus Herbede und Vormholz waren unter der Leitung von Hauptbrandmeister Schreiber schnell zur Stelle. Nach wenigen Augenblicken prasselte das aus dem Muttenbach herangebrachte Wasser in die hochschlagenden Flammen. Der Brand hatte bei der Trockenheit jedoch so schnell um sich gegriffen, daß nur noch ein Teil des einstöckigen Gebäudes zu retten war. Die Bekleidungsstücke der Belegschaftsmitglieder wurden gleichfalls ein Raub der Flammen. — Kampf einem tückischen Feind. Gestern abend fand in der Gaststätte der Geschwister Aufermann, Kirchstraße, eine Besprechung statt, zu der der Bürgermeister die führenden Männer der Ortsgruppe der NSDAP. und der Gliederungen, die Ortsbauernführer und die Leiter der Schulen eingeladen hatte. Die Besprechung galt der Durchführung der diesjährigen Suchaktion im Kampf gegen den Kartoffelkäser. Bürgermeister Schreiber gab die Richtlinien und Anweisungen bekannt, die der Abwehr des so schädlichen Kartoffelkäfers dienen, und teilte mit, daß auf Anweisung der Aufsichtsbehörde im Einvernehmen mit dem Kartoffelkäferabwehrdienst nunmehr sämtliche Kartoffelbestände wöchentlich einmal abzusuchen sind. Als empfunden. Ewald Balser gibt dem Musikverleger in der verwirrten Liebesgeschichte eine männliche Note. Viktor Staal findet die wahren Herzenstöne für den Geliebten in dem flüchtigen Lie bestraum, an dessen Ende der Verzicht steht. Lil Dagover setzt wieder alle Möglichkeiten ihrer Schauspielkunst ein; ihre frauliche Erscheinung gewinnt wieder alle Herzen, so daß man der von ihr dargestellten gequälten Frau gern den Irrtum in ihrer Liebesgeschichte verzeiht. Eugen Klöpfer strahlt den Frohsinn einer optimistischen Weltanschauung aus; in seiner Harmlosigkeit bringt er die fatale Geschichte auf verblüffende Weise zu einem guten Ende. Claire Winter überrascht in der Darstellung der ebenso ehrlichen, wie herben und temperamentvollen Schauspielerin den Zuschauer. Roma Bahn hat großen Erfolg als Kabarettsängerin mit dem Liede:„Schenk' mir 24 Stunden Liebe," und die Tänzerin Araca Makarova fällt durch ihre künstlerisch wertvolle Tanzschöpfung:„Erkenne dich selbst“ auf, in der mit einem Spiegel und mit Masken eine eindrucksvolle Wirkung erzielt wird. Das beschwingte Spiel ist für den Erfolg dieses Films maßgebend. Heinrich Kortum. Die kluge Schiwiegermütter K. T.-Lichtspiele Nierenhof Der Arbeitstitel dieses Films„Schmidt und Schmidtchen“ gefiel uns eigentlich besser. Man hätte auch mehr darauf hinausspielen sollen und doch die„kluge Schwiegermutter“ in die Zentralstellung schieben können. So beherrscht Ida Wütst das Feld des Spiels fast ganz allein, und die übrigen Personen sind nur Ranken, die mit mehr oder weniger Schmiß ihr Teil zum Gelingen des munteren, von Hans Deppe geleiteten Spiels beiSuchtag ist der Mittwoch einer jeden Woche festgesetzt. Muß der Suchtag aus Anlaß schlechter Witterungsverhältnisse ausfallen, so muß das Suchen am folgenden Tage einsetzen. Keineswegs darf das Absuchen in einer Woche ausfallen. Im hiesigen Gemeindebezirk wird das Absuchen kolonnenweise in der Weise durchgeführt, wie es der Bevölkerung bereits in den Aufklärungsvorträgen im Film gezeigt wurde. Mit der Durchführung der Suchaktion wurden in den einzelnen Ortsteilen die Leiter der Schulen und die Ortsbauernführer beauftragt. Sämtliche Ortsteile wurden zu dem Zwecke in mehrere Suchbezirke eingeteilt, denen besonder= Vertrauenspersonen vorstehen. Den Anweisungen dieser ehrenamtlich tätigen Personen und den polizeilichen Aufforderungen zur Teilnahme an der Suchaktion ist im Interesse einer reibungslosen Durchführung unbedingt Folge zu leisten. Von jedem Haushalt hat sich mindestens eine erwachsene Person regelmäßig an dem Absuchen zu beteiligen. Die Suchbezirke und die Namen der bestellten Vertrauenspersonen werden öffentlich bekanntgegeben. Sprockhövel — Schweres Straßenunglück. Freitag nachmittag, gegen 16.30 Uhr, sauste aus bisher noch nicht aufgeklärten Gründen ein Lastzug, der leere Flaschen geladen hatte, in der Kurve unterhalb des Scheideweges geradewegs auf einen Baum. Die Folgen waren furchtbar. Der vordere Teil des Motorwagens wurde völlig ineinandergedrückt, die beiden Fahrer wurden buchstäblich eingekeilt. Der Aufbau des Motorwagens war zur Seite geschleudert worden und dann die Böschung hinabgestürzt. Entgegenkommende Fahrer erwiesen sich als erste Helfer. Sie schlugen sofort beherzt und in umsichtiger Arbeit den Führersitz völlig ein, um die Eingeschlossenen aus ihrer Lage zu befreien. Der Fahrer hatte schwerste Verletzungen erlitten, sein Zustand ist bedenklich. Verhältnismäßig gering kam der Beifahrer davon ab. Mit einem Personenwagen schaffte man die Verletzten dann ins Wittener Krankenhaus. Der demolierte Motorwagen stellt nur noch einen einzigen wüsten Trümmerhaufen dar. Wer Geselligkeit liebt, besucht gern die PILSSTUBE H. F. Steinsiepe, Essen- Steele Bochumer Strafe 95 Aus der Nachbarschaft Motorradfahrer getötet Gestern abend gegen 23 Uhr fuhr der in Dahlhausen auf dem Pfade wohnende Bergmann Gust. Vogelsang mit seinem Motorrad auf der Hattinger Straße am Weitmarer Busch auf einen dort haltenden Lastkraftwagen auf. Mit schweren Verletzungen wurde er, der von der Schicht nach Hause fuhr, ins Krankenhaus gebracht, wo er kurze Zeit nach seiner Einlieferung starb. Der schwer geprüften Familie wird allseitige Teilnahme entgegengebracht. Die Schuldfrage bedarf noch der Klärung. Bei dem Lastkraftwagen haudelt es sich um den Wagen eines Großhändlers aus Dahlhausen. Schluß des redaktionellen Teils) Anzeigenteil kirchendienst Bredenscheid=Stüter. 10.30 Uhr in Oborstüter, Pastor Blesken. Kirchliche Geminschaft Schulstraße 41. Sonntag 10 Uhr Sonntagschule; 15.30 Uhr Bibelstunde; 19.30 Uhr Jugendbibelstunde.— Dienstag 20.30 Uhr Bibelbesprechstunde.— Donnerstag 16 Uhr Frauenbibelstunde.— Samstag 20.30 Uhr Gebetsstunde. Kirchliche Gemeinschaft Sprockhövel. Sonntag 17.30 Uhr Bibelstunde.— Donnerstag 20.15 Uhr Bibelbesprechstunde. Geschäftliches (Außer Verantwortung der Schriftleitung) Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Th. Althoff, Essen, bei. tragen. Aber wie Ida Wüst ihre Rolle als mehrfache Hotel= und Konditoreibesitzerin mit Menschenkennerblick spielt, ist schon der Mühe wert, es sich anzusehen. Vom echten Frankforterisch bis zu dieser selbstsicheren, nicht einmal aufdringlichen Würde, die das gutfundierte Haus und das Bankkonto nun einmal verleihen, ist die Künstlerin absolut up to date. Es ist eine der üblichen LustspielVerwechslungsgeschichten, die sich diesmal ins Gebiet des„Alltags“ begeben. Nur Direktor Schmidt (Georg Alexander) wird verwechselt mit seinem Chemiker Robert Schmidt(Max Gollwey), der in der Parfümfabrik die Düfte zu erfinden hat und hinausfliegt, da er nach Ansicht seines Direktors und Namensvetters reichlich angegeben hat. Da er aber anscheinend mit dem Finanzmann Speckmann bekannt ist, der die Düftefirma nicht aus der Kalamität befreien will, und der wiederum die Schwiegermutter kennt, wird er doch noch zum zweiten Direktor ernannt, da Speckmann sich mehr für Robert interessiert als für den ersten Direktor. Die Schwiegermutter in spe, die Mutter Annis, hatte das alles ganz nett in die Wege geleitet, nachdem sie endlich nach 1000 Meter Film dahintergekommen war, daß irgend etwas nicht stimmte. Das Karnickel ist Toni, Roberts Freund, von Ernst Waldow köstlich dargestellt. Er war die ganze Verwechslungsgeschichte schuld. Er-hatte Robert helfen wollen, Anni doch noch zu bekommen, als sie ihm zu entgleiten drohte. Er wollte Schicksal spielen und Robert mehr Selbstbewußtsein einflößen und richtete eine schreckliche Verwirrung an. Ein sehr amüsantes Stück, bei dem man an mancher Stelle von Herzen lachen kann. Hineingewoben sind noch ein paar Szenen mit der berühmten chilenischen Rundfunk= und Chansonsängerin Rosita Serrano. Man kann seine helle Freude an der schmissigen Handlung haben, die nur gegen Ende ein wenig zu lang gezogen ist. Hans Hollender Aüs Westdeitschland „Glauben, Gehorchen, kämpfen“ Eröffnung des dritten Führer= und Führerinnenlagers der Ruhr=Niederrhein=HI. Mülheim=Ruhr. Mittwochabend wurde das dritte Führer= und Führerinnenlager der HI Ruhr=Niederrhein(10), in dem sich 2400 Führer und Führerinnen zusammengefunden haben, feierlich eröffnet. Am Nachmittag brachte die Obergauführerin Hilde Meerkamp vor den Führerinnen in der Mülheimer Stadthalle zum Ausdruck, daß diese Tage im Zeichen einer fröhlichen Kameradschaft und richtungweisenden Arbeit stehen sollen. Anschließend nahm die Obergauführerin die Verpflichtung der ersten Trägerinnen der Untergauwimpel vor. Der BDM sei kein loser Kreis, sondern eine feste, große Gemeinschaft und ein Stück der Bewegung des Führers. Im weiteren Verlauf sprach Obergauführerin Ruth Stende über die Erlebnisse ihrer kürzlich mit weiteren 30 BDM=Führerinnen durchgeführten Italienfahrt. Sie stellte dabei besonders die Unterschiede in der italienischen und deutschen Ju genderziehung heraus, die jedoch von den gleichen großen Idealen getragen sei. Der Abend klang in einer kulturellen Veranstaltung von nachhal tigem Eindruck aus. Generalmusikdirektor Schulz Dornburg, der mit einem Kammerorchester erschienen war, stellte die musikalische Veranstaltung unter das Thema„Die deutsche Frau und die Musik". Nachdem am Nachmittag im HI=Lager auf der Sternwiese die 1200 Führer eingetroffen waren, fand, als schon die Abenddämmerung sich über die weiße Zeltstadt senkte, in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus der Partei, der Wehrmacht, der Wirtschaft und der Behörden die feierliche Eröffnung des dritten Führer= und Führerinnenlagers statt, zu der sich auch die Mülheimer Bevölkerung in großer Zahl eingefunden hatte. Den Höhepunkt der Veranstaltungen im Führerlager stellte am Donnerstag die Rede des Amtschefs, Gebietsführers Kley, dar, der sich in einem großen Abriß mit der Geschichte der deutschen Jugendbewegung befaßte. An Hand eines überzeugenden Zahlennmaterials gab Gebietsführer Kley einen Querschnitt durch die Erfolge, die die HI auf den verschiedensten Gebieten ihrer Arbeit aufzuweisen hat. Den Führerinnen wurde der Vortrag des Reichsamtsleiters Dietel über Rasse und Erziehung zu einem nachhaltigen Erlebnis. Amtsreferentin Obeugauführerin Erna Pranz, die Ausführungen über die Sozialarbeit im BDM machte, stellte die Notwendigkeit einer sorgfältigen Betreuung der Mädel in den Betrieben heraus. Angeklagte bisher noch nicht bestraft war. Das Gericht war der Auffassung, daß die Angeklagte mitschuldig an dem Tod der Frau P. sei. Aber auch der Ehemann P. kam in der Urteilsfindung schlecht weg. Das Gericht vertrat den Stand punkt, daß die fünf unmündigen Kinder heute noch ihre Mutter hätten, wenn der Ehemann P seiner Frau den notwendigen Schutz geboten und sich nicht hinter seiner Bequemlichkeit versteckt hätte, Frieden haben zu wollen. lebendigem Leibe verbrannt Osnabrück. Eine Frau im benachbarten Haste machte, nachdem sie ihre drei kleinen Kinder zu Bett gebracht hatte, noch eine Besorgung. Lautes Geschrei und Weinen der Kinder veranlaßten sie, eiligst zurückzukehren. Beim Betreten der Wohnung sah die entsetzte Frau ihr dreijähriges Söhnchen in hellen Flammen stehen. Der Junge war wieder aufgestanden und hatte sich in der Küche mit Streichhölzern zu schaffen gemacht. Die Brandwunden, die der Kleine erlitt, waren so schwer, daß er bald nach der Einlieferung in das Krankenhaus starb. Hotelgast im Bett verbrannt Herford. Donnerstagmorgen bemerkte man in dem Hotel„Haus der Väter“ in Herford Feuer. Die sofort alarmierte Feuerlöschpolizei stellte fest, daß eines der Hotelzimmer ausgebrannt war, und daß sich der Brand schon durch die Wand in das Nachbarzimmer gefressen hatte. In dem ausgebrannten Zimmer wurde ein Hotelgast als vollkommen verkohlte Leiche aufgefunden. Man nimmt an, daß der Gast im Bett geraucht hat und darüber eingeschlafen ist. Großfeuer in einer Wollfabrik Aachen. In einem Lagerraum einer Aachener Wollfabrik brach am Freitag ein Großfeuer aus, dem ein festgebauter Schuppen mit großen Wollvorräten zum Opfer fiel. Ein auf einem Nachbargrundstück stehender Tankwagen konnte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Als Ursache des Brandes wird Selbstentzündung vermutet. Der entstandene Sachschaden ist erheblich. Kurz berichtet Düsseldorf. Wie verlautet, hat der Führer einen Erlaß unterzeichnet, der die Durchführung besonderer städtebaulicher Maßnahmen für die Gauhauptstadt Düsseldorf anordnet. Gleichzeitig hat der Führer den Gauleiter des Gaues Düsseldorf der NSDAP., Friedrich Karl Florian, beauftragt, die notwendigen Maß nahmen zu treffen. Gauleiter Florian hat den Städtebauer Graupner beauftragt, seinen schon begonnenen Generalbebauungsplan der Stadt Düsseldorf umzuarbeiten und zu erweitern in einen der Größe der Aufgabe gerechtwerdenden Stadtbebauungsplan. Enger i. W. Bei schönstem Sommerwetter konnte am Donnerstagnachmittag die Widukind=Gedächtnisstätte im Rahmen einer sinnvollen Feier der Oeffentlichkeit übergeben werden. Salzuflen. In der schönen Badestadt an der Selze sind die Männer der Arbeitsgemeinschaft Rundfunk DAF des Reichssenders Köln und der westdeutschen Gauwaltungen(Westfalen=Nord und=Süd, Essen, Düsseldorf, Köln=Aachen, Weser Ems) zu einer mehrtägigen Arbeitstagung zusammengekommen, die von Gauobmann Schürmann, Münster, eröffnet wurde. Wuppertal. In die Reihe der zum Wettstreit um den„Goldenen Spatz“ von Wuppertal versammelten Mundartdichter wurde durch den Tod eine tiefe Lücke gerissen. Bei Beginn der Lesungen erlag der 75jährige sudetendeutsche Mundartdichter Professor Kreibich einem Schlaganfall. Westdeutsche Unglückschronik Radfahrer tödlich verunglückt Schwerer Verkehrsunfall in Vorhalle. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern mittag in Vorhalle, kurz vor der Kreuzung nach Volmarstein. Der 15jährige Erich T., Vorhaller Straße 57, fuhr hinter einem Auto und wollte dann nach links abweichen, um einen Lagerplatz zu erreichen. Er hatte dabei einen aus entgegengesetzter Richtung kommenden Personenkraftwagen nicht bemerkt. Von diesem wurde der Radfahrer erfaßt und zu Boden geschleudert. Der Junge war auf der Stelle tot. Er hatte einen Schädelbruch davongetragen. Das Fahrrad wurde vollständig zertrümmert. plötzlich von einem Kraftwagen von hinten angefahren und zu Boden geschleudert. Die hierbei erlittenen Verletzungen führten den Tod auf der Stelle herbei. Nach den polizeilichen Ermittlungen handelt es sich bei dem Fahrer, der durch kein entgegenkommendes oder nachfolgendes Fahrzeug behindert wurde, um den 32 Jahre alten Alsons Schwarte aus Ahlen i. W., der bei seiner Vernehmung stark nach Alkohol roch. Nach Entnahme einer Blutprobe wurde er dem Amtsrichter zugeführt, der Haftbefehl erließ. Der Fahrer ist schon einmal wegen eines Verkehrsverstoßes unter Alkoholeinfluß vorbestraft. Beim Baden in der Ennepe ertrunken In den Tod getrieben Eine Hagener Schöffengerichts=Verhandlung Westhofen. Im März wurde aus dem Hengsteysee die Leiche der Frau Theresia P. aus WesthofenBuchholz gelandet. Frau P. war Mutter von fünf Kindern im Alter von zwei bis zehn Jahren und hatte freiwillig den Tod gesucht. Der Fall wurde jetzt in einer Verhandlung vor dem Hagener Schöffengericht aufgerollt. Auf der Anklagebank saß die 85 Jahre alte Frau Hedwig W. aus Buch holz. die acht Jahre mit der Familie P. in einem Hause gewohnt hat. Die Anklage warf der Frau W. vor, die verstorbene Frau P. fortgesetzt mißhandelt und beschimpft zu haben. Zeugen schilderten vier Vorfälle, die zeigten, wie brutal die Angeklagte die Frau P. ohne erkennbaren Grund mißhandelt hat. Frau P. wurde von der Angeklagten mit Faustschlägen bearbeitet, sie wurde an den Haaren zu Boden gerissen, geschlagen und vor den Leib getreten. Das konnte die Angeklagte auch nicht bestreiten. Sie schützte jedoch Notwehr vor. Auf Grund der Beweisaufnahme kam das Gericht zu der Ueberzeugung, daß die Mißhandlungen in keinem Falle gerechtfertigt waren. Der Ehemann der Frau P. wußte von diesen Mißhandlungen. Er gewährte der Frau aber keinen Schutz und erklärte vor Gericht,„daß er keinen Streit hätte haben wollen." Wegen fortgesetzter Körperverletzung wurde die Angeklagte zu einem Monat Gefängnis verurteilt. In den Urteilsgründen führte das Gericht aus, daß die Strafe nur deshalb nicht höher ausgefallen sei, weil die Kind angefahren und getötet Homberg. Auf der Moerser Straße in Homberg wurde Dienstagabend ein drei Jahre altes Kind von einem Lastkraftwagen angefahren und tödlich verletzt. Der Vater des Kindes, der in Rheinhausen wohnt, befand sich zur Zeit des Unglücks in einem Geschäft. Das Kind ist in einem unbewachten Augenblick auf die Straße und direkt gegen den Anhänger des Lastkraftwagens gelaufen. Durch die Sonne geblendet Ein Insasse geblendet. Nees. In der Bergerfurther Kurve auf der Reeser Landstraße wurde der Reeser Uhrmachermeister Müller auf der Fahrt nach Wesel so stark von der Sonne gevlendet, daß er mit seinem Kraftwagen in voller Geschwindigkeit gegen einen Baum fuhr. Während der Fahrer selbst mit geringfügigen Verletzungen davonkam, wurde sein 82 Jahre alter Vater durch die Splitter der Windschutzscheibe so schwer verletzt, daß er nach Einlieferung ins Krankenhaus starb. Der Wagen mußte abgeschleppt werden. Autofahrer verhaftet Unter der Wirkung des Alkohols eine Frau überfahren. Emmerich Nach einem Gemeinschaftsabend der NS=Frauenschaft wollten sich in Emmerich drei Frauen zu ihren Wohnungen nach Elten begeben. Die 52jährige Frau van Rossum, Mutter mehrerer Kinder, wurde auf der Reichsstraße Gpeeru-Araußeüleung Opern-Uraufführung in Dortmund von Ernst Schiffmann Ernst Schiffmann, geb. 1901 in München, der bisher mit Kammer=, Orchester= und Spielmusik hervorgetreten ist- kürzlich kam ein Streichquartett in Düsseldorf heraus—, hat mit der Oper„Wera“ die auf einen breiten Publikumserfolg verzichtende Seelenanalyse einer problematischen Frauennatur zum Vorwurf genommen. Das von ihm verfaßte Textbuch zeigt in sechs knappen Bildern das zwischen Todesverlangen und Lebenswillen durch Liebeserfüllung pendelnde Erleben einer Frau, deren Schicksal von dem Fürsten bestimmt wird, der in ihr eine unbeirrbare Liebe erweckt, der sie aber einer weiteren Erfüllung irdischer Liebe nicht mehr teilhaftig werden läßt, als er fühlt, daß sie einem andern Manne angehört hat. Sie erleidet für ihn den Tod und erhält ein feierliches Begräbnis, da der gebrochene Fürst erst durch ihren Opfertod die Größe ihrer. Liebe erkennt. Die Handlung hat die seelischen Schwerpunkte in den in die Tiefe ihres seelischen Seins dringenden Monologe der Wera, die keine wirkungsvollen Aktschlüsse sind. Hier liegt auch die Stärke der Musik, die in lyrischen Szenen durch eine sparsame, aber wirkungsvoll instrumentierte polyphone orchestrale Ausdeutung Stimmung und Ausdruck empfängt. Von tiefer Empfindung getragen sind auch die Liebesduette, die allerdings wegen der völlig freiliegenden instrumental geführten Gesangsstimme enorm schwer sind. Schiffmann hat sowohl den Sängern wie dem Orchester ungewöhnliche Ausgaben gestellt. Die Rhythmik, oft wechselnd, wie die Harmonik, haben zwar kein originelles Gepräge, vermeiden aber ausgetretene Pfade. Im vierten Bilde wird die Tempeltanzszene, in welcher die von dem Herrn des Tempels zur Preisgabe ihrer Liebe Gezwungene und von dem Offizier, ihrem zweiten Mann, von Gewalttaten lüsterner Männer befreit wird, mit einer exotischen Musik versehen, die vorwiegend rhythmische Wirkungen hat. Der musikalische Höhepunkt ist der groß aufgebaute, hymnisch gesteigerte Schlußchor bei der Bestattung Weras, in welcher das Wunder der Liebe gepriesen wird. Mag man oft den Eindruck eines Experimentes haben, die Oper ist in musikalischer Hinsicht die Arbeit eines ernsthaft strebenden Künstlers, der keine billigen Effekte benötigt, um sein Werk den Zuhörern bequem zu machen. In der geschickten, die dramatischen Momente klar hervorhebenden Inszenierung durch Dr. Peter Andreas, der geschickten Tanzregie von Hanna Kammer, der prachtvollen Ausstattung von Karl Wilhelm Vogel, den ausgezeichneten gesanglichen Leistungen von Renate Specht in der auch in der Darstellung erschöpften Titelpartie, Karl Laibold und dem Tenor I. Barton und der klangschönen orchestralen und chorischen Wiedergabe unter Dr. Hans Paulig errang das Werk einen starken Schlußbeifall, der auch den Komponisten mit hervorrief. Dr. B. Zeller. Hagen. Beim Baden in der Ennepe ertrank bei der Accumulatorenfabrik ein elfjähriger Schüler aus dem Pelmkestraße. Die Leiche konnte noch nach längerer Sucharbeit der Feuerschutzpolizei geborgen werden. Neuer Rekord am ersten Tag Deutsche Polizeimeisterschaften in Frankfurt/Oder Die dritten Deutschen Polizeimeisterschaften wurden am Freitag im prächtig geschmückten Stadion zu Frankfurt an der Oder feierlichst eröffnet. Nach der Begrüßung des Oberbürgermeisters und des Kreisleiters, traten die 872 Teilnehmer zum Kampf an. Vorher hatte noch der Chef der Polizei, General Daluege, seine Ordnungsleute zum kämpferischen Einsatz ermahnt. Gleich am ersten Tage gab es eine neue deutsche Bestleistung in der 3mal 1000=m=Staffel. Die Berliner Lasarsch, Pflaum und Schaumburg erreichten die gute Zeit von 7:89,2 im Kampf gegen Sachsen und Hessen=Nassau. Die Berliner verteidigten den Titel auch in der 4mal 1000-m=Staffel, wo sie 43,9 Sekunden gegen Hessen=Nassau und der Rheinprovinz erfolgreich waren.— Im Hammerwerfen siegte der Dortmunder Rekordmann Oskar Lutz schon mit der Weite von 52,42 m. Im 25=km=Geländelauf holte sich Hauptmann Borgsen erneut den Titel in 1:26:48,2 Stunden. Dörbäcker leitet Schalke—Dresden Als Schiedsrichter für das Wiederholungsspiel zwischen Schalke 04 und Dresdner SC im Berliner Olympiastadion am kommenden Sonntag wird der Stuttgarter Dörbäcker tätig sein, da der ursprünglich vorgesehene Pforzheimer Unverferth verhindert ist und absagte. Aenderungen der Fußballregeln Der Internationale Football Board, dem allein die Gesetzgebung über die internationalen Fußballregeln zusteht, tritt am Wochenende in Nizza zusammen. Bei dieser Gelegenheit sollen die Regeln in 17 klare Abschnitte unterteilt und wesentlich mordernisiert werden. Die Ausarbeitung der neuen Regeln lag bei den BoardMitgliedern Dr. Bauwens(Deutschland), S. Rouß(England) und Denry Delauney (Frankreich). Leni Riefenstahl ausgezeichnet Olympisches Diplom wird 1940 überreicht Auf der Vormittagssitzung des JOK. wurde auf Antrag des amerikanischen JOK.=Mitgliedes Avery Brundage mit Unterstützung der Franzosen Marquis de Polignac und Pietri der deutschen Filmgestalterin Leni Riefenstahl das Olympische Diplom zuerkannt, das ihr 1940 in Helsinkt überreicht werden wird.— Griechenland teilte mit, daß in Olympia nach Beendigung der deutschen Ausgrabungen im Frühjahr 1940 eine Olympische Akademie errichtet werden wird, über die das JOK. das Protektorat übernahm.—. Der Olympische Pokal wurde dem Allgemeinen Schwedischen Sportverband zugesprochen. Zum Schluß dankte das JOK. für die wertvolle Förderung des olympischen Gedankens durch die Arbeit des Internationalen Olympischen Instituts, dessen Leiter Dr. Diem, Berlin, ist. Die gleiche Würdigung genoß die Zeitschrift„Olympische Rundschau" die auch von Dr. Diem redigiert wird. Panne hat hier Fräulein Kläre.Um zu sehen, was da wäre... bastelt sie nun am Motor. Manches kommtihr spanisch vorl Und sie bastelt ein paar Stunden. aber sie hat nichts gefunden. Ganz verzweifelt schaut am Ende sie auf ihre schwarzen Händel Halt, da naht auf gleichem Wege ein Motor-und.Hur"-Kollege. der, von Kläre alarmiert. schnell den Schaden ropariertl Nun erlerntzu ihrem Nutzen Kläre noch das Händeputzen: ATA löst den Schmutz sogleich und die Haut bleibt glatt und weich! ATA in der Streusiebilasche steck zum Werkzeug in die Taschel ATA muß stets greifbar sein. denn es hält die Händereinl jugoslawische Prinzregenkenpaar auf der Rückreise Berlin, 10. Juni. Prinzregent Pau] und Prinzessin Olga haben am Donnerstagabend ihre Rückreise nach Jugoslawien angetreten. Generalfeldmarschall Göring geleitete mit seiner Gattin die hohen Gäste von Karin=Hall nach dem Bahnhof Friedrichswalde. In dem kleinen idyllischen Ort am Rande der Schorfheide hatte sich die Bevölkerung auch aus allen umliegenden Dörfern zum Abschied eingefunden. Organisationen der Partei brachten ihre Verehrung durch ein grandioses Fackelspalier zum Ausdruck. Nach einem herzlichen Abschied zwischen dem Prinzregentenpaar und dem Generalfeldmarschall und Frau Göring setzte sich der Zug 22.15 Uhr zur Fahrt nach dem deutsch-jugoslawischen Grenzort Rosenbach unter den Klängen der Fanfaren der Hitlerjugend in Bewegung. Belgrader Abendblätter befassen sich noch einmal abschließend mit dem Staatsbesuch von Prinzregent Paul in der Reichshauptstadt. So schreibt „Samouprava“, das Zentralorgan der Regierungspartei, die hohen dem Prinzregenten erwiesenen Ehren hätten zugleich dem ganzen jugoslawischen Volk gegolten. Man dürfe außerdem in dem warmen und herzlichen Empfang sowie in den imposanten Kundgebungen den Wunsch der maßgebenden Männer Deutschlands erblicken, noch mehr die Freundschaft und gutnachbarlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Offiziersabordnung der Legion Condor vom italienischen König empfangen Rom, 10. Juni. Die deutsche Offiziersabordnung der Legion Condor ist am Freitag vom König und Kaiser in Privataudienz empfangen worden. Die Abordnung hat am Freitag ferner zusammen mit ihren spanischen Kameraden an den Königsgräbern im Pantheon und in der Gedächtniskapelle der gefallenen Faschisten im Parteihaus Lorbeerkränze niedergelegt. Anschließend wurden die deutschen und spanischen Gäste von Parteisekretär Minister Starace empfangen. Frankreich baut 14 neue Kriegsschiffe Paris, 10. Juni. Nach einer Mitteilung des Kriegsmarineministeriums hat der Kriegsmarineminister den Auftrag zum Bau von 14 leichten Kriegsschiffen erteilt, die der weiteren Verstärkung der Kriegsflotte dienen sollen. Es handelt sich um vier Torpedoboot=Zerstörer von etwa 3000 Tonnen Wasserverdrängung mit einer Bestückung von acht 13,8=cm=Geschützen und 10 Torpedorohren, deren Geschwindigkeit mehr als 40 Knoten erreichen soll; ferner sechs leichte Torpedoboote von etwa 1000 To., die mit 10=cm=Geschützen und mehreren Torpedororen bestückt sind und deren Geschwindigkeit über 30 Knoten liegt, schließlich vier neue Minensuchboote von 600 Tonnen. Feiger Meuchelmord an deutschem Polizisten im Protektoratsgebiet Prag, 10. Juni. In der Nacht zum Donnerstag ereignete sich in Kladno bei Prag ein schwerer Zwischenfall. Ein deutscher Polizeiwachtmeister wurde von unbekannten Tätern erschossen. Ueber den Ueberfall, der aus dem Hinterhalt erfolgte, ist eine Untersuchung eingeleitet worden. Die Protektoratsbehörden haben Sofortmaßnahmen verfügt, die eine Wiederholung derartiger Vorfälle ausschließen. Kladno fand am Freitagnachmittag eine erhebende Trauerfeier für den ermordeten deutschen Polizeiwachtmeister statt, bei der die Hundertschaft, der der Tote angehörte, aufmarschiert war. Der Oberst der Ordnungspolizei Lissen legte im Auftrage des Führers an der Stelle, wo der Wachtmeister meuchlings niedergeschossen wurde, einen Lorbeerkranz nieder. Der Täter ist bisher noch nicht ermittelt.— Die Untersuchung wird mit der notwendigen Schärfe durchgeführt. Der Ausschuß der Nationalen Gemeinschaft hat eine Sonderkommission nach Kladno entsandt, die die Untersuchung des Mordes unterstützen wird. Beich in die Wietschaft Für zwei Jahre Aufträge für deutsche Werffen Hinter England und USA an dritter Stelle in der Welt Der Schiffbaustand auf den deutschen Werften betrug am Ende des ersten Quartals 1939 381 304 Tonnen. Zur gleichen Zeit waren in England 596 903 und in den Vereinigten Staaten 420 931 Tonnen im Bau. Deutschland, das in den letzten Jahren mit seinen in Arbeit befindlichen Neubauten den zweiten Platz unter den Schiffbauländern inne hatte, steht jetzt also an dritter Stelle. Die Beschäftigungslage der deutschen Werften ist günstiger, als die auf den Helgen liegenden Bauvorhaben erkennen lassen; denn wesentlich größer als die im Bau befindliche Tonnage sind die Auftragsbestände. Sie geben der deutschen Werstindustrie, selbst wenn keine neuen Aufträge bis 1941 hinzukommen sollten, für zwei Jahre volle Beschäftiauna, da die deutschen Werften über Aufträge von 940 836 BRT. verfügen. Während im vergangenen Jahr insgesamt 475 000 BRT. abgeliefert und 461 000 BRT. neu in Arbeit genommen wurden, hat sich das Verhältnis im ersten Quartal 1939 zugunsten der neu in Arbeit genommenen Aufträge verschoben. Eine weitere günstige Entwicklung hat das Verhältnis der deutschen Aufträge im Verhältnis zu den Bestellungen des Auslandes genommen. Von den Gesamtbau= und Auftragsbeständen in Höhe von 940 936 BRT. gehen 524 086 auf deutsche Rechnung. Die ausländischen Orders betragen 416750 Tonnen. Das größte Schiff, das auf einer deutschen Werft für deutsche Rechnung in Arbeit ist, ist der neue 36 000 BRT. große Nordatlantikdampfer der Hapag, den Blohm& Voß baut. Das größte für ausländische Rechnung bestimmte Schiff ist die 11 300 BRT. große„Elandsfontein“. Wir hören... Die Ausfuhr nach Chile hat sich versiebenfacht Unsere Einfuhr aus Chile ist seit 1933 auf das 4½fache angewachsen, unsere Ausfuhr sogar auf das 7½ fache. 1933 exportierten wir für den chilenischen Markt für 8,1 Mill. RM., dagegen 1938 für 60,5 Mill. RM. Wieder erhöhte Ausfuhr nach Britisch-Indien Unsere Warenausfuhr nach Britisch=Indien, die von 22,9 Mill. RM. im ersten Vierteljahr 1934 auf 34,2 Mill. RM. Anfang 1937 gestiegen war, hatte 1938 einen Rückschlag um rund 20 v. H., nämlich auf 27,1 Mill. RM. erfahren. Im laufenden Jahr ist der Verlust aber nicht nur wieder aufgeholt, sondern durch ein neues Höchstergebnis übertroffen worden. Wir führten in den ersten drei Monaten 1939 bereits für 36,1 Mill. RM. Erzeugnisse nach Britisch=Indien aus.(Altreich.) Zinkproduktion verfünffacht Die Zinkherstellung Großdeutschlands ist auf monatlich 17 500 To. Anfang 1939 gewachsen, während sie 1932 monatlich nur 3500 To. betrug. Die Welt=Zinkproduktion ist im gleichen gegen nur knapp verdoppelt worden. 22 490 neue Handelsfirmen gegründet Im Jahre 1938 sind infolge der anhaltenö guten wirtschaftlichen Lage sehr zahlreiche offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften, Einzelfirmen gegründet worden. Insgesamt waren es nach den Meldungen bei den Amtsgerichten 22 490, d. h. nahezu so viele wie im Vorjahre(23 059). Starker Rückgang der Arbeitslosigkeit in Böhmen und Mähren Nach der vom Prager Fürsorgeministerium veröffentlichten Statistik der Arbeitslosigkeit waren Ende Mai im Protektorat nur noch 25 846 Personen ohne Beschäftigung gegenüber 56 901 Arbeitsuchenden Ende April. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitsuchenden um 54,6 v. H. Gegen 1931 ist die Arbeitslosigkeit auf ein Zehntel gesunken. Denn das Protektoratsgebiet hatte damals 260 052 Erwerbslose aufzuweisen. Wir essen mehr Süßwaren Die Schokoladen= und Süßwarengeschäfte haben in den letzten Jahren immer neuen Kundenzugang verzeichnen können, so daß sich der Umsatz stetig hob. Der Umsatzindex lag 1933 auf 62,0, 1938 bereits auf 97,5(dazwischen: 65,3, 71,4, 76,4, 86,8). (Altreich). Güberasckende „Auher der Nervenkrältigung habe Ich auch eine ethebliche Verbesserung meines gesamien Belindens ertahren, töhle mich so arbeilstreudig und erbeitstähig wie seit Jahren nicht.“ So schreibt Adoll Krapf, Schrillleiter, Zeuthen/Mark am 12. 8. 35 Ober OUICKmit Lezithin für Herz und Nerven Die Einkaussquelle M9 Z Photo-Drogerie Stens Boch.-Linden und Dahlhausen Photo-Drogerie Neuhaus Hattingen-Ruhr, Heggerstraße Sonntags: Filmverkauf durch Automaten Kaufgesuch. Personenkraftwagen 6=Sitzer, wenig gebraucht, am liebsten aus Privathand, sofort gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Karl Reichenbach Hattingen=R., Im Reschop 13 Fernruf: Hattingen Nr. 2081 2 Hausangestellte nach Hattingen. 2 Hausangestellte nach Barmen 2 Landjahrm. auf sofort gesucht. daselbst 1 Wasserkessel zu verkaufen. Boch.=Linden, am Krüzweg 70. Heute, Sonnt. und Mont. v. 3—8 Uhr. Offerten Nr. 3686 3802 4052 4196 4521 4575 liegen zum Abholen bereit in der Gechäftsstelle dsr. Ztg in Hattingen. G Klavier abrik leit 1794 empfiehlt KlavierTechniker zum Stimmen u. Re= varieren. IbachStimmer kommt in dortige Gegend! Anmeldungen an Rud. Ibach Sohn. Stammbaus W.=Barmen, AdolfHitler=Straße 598. Telefon 58269. Motor rad Bei Gicht Rheuma Ischias täglleb Harnsäureö80r trinken Best. bewährt Paket 1.25 RM. Nur bei ymann Steele, Grendplatz neue und gebrauchte Pianos, Flügel, Harmoniums, Handharmonik. und sämtl. Klein= Instrumente Angen. Teilzahlung Marktplatz 7. am Kuhhirtendenkmal. Fernruf 63336 Gute Waschzu kaufen gesucht. Angeb. unt. Nr. 4660 a. d. Geschst. dsr. Ztg. in Hattingen Guterhaltener billig zu verkau en. Wilh. Böhme, Hattingen. Schulstr. 37, I. Etg. Braune Aktentasche mit Geschäf spapier Freitagnachmittag Grendplatz Richtg. Essen verloren. Geg. Belohng. abzug. bei Schneiher. Steele, Grendplatz. Triumph. Göricke, BSW,Bismarck, Miele, Diamant, Meister empliehlt Sachs-Dienat E. Vornholz B.-Linden. Ruf 81512 Eisenbahnverein Hattingen=Ruhr. Heute, am 10. ds. Mts. um 20.15 Uhr: Generalversamml. im Evgl. Gemeindeh. Um zahlreiches Er= scheinen bittet Der Vereinsleiter. Mößel nur Abe Bochum Witiener Str. 30 Motorran (200 ccm) und Leichlmolorrad zum Taxpreis abzugeben. Jahrzeughaus Süggeler, Hatlingen=Ruhr. Poststraße 3. Telefon 2765. Gebrauchter zu verkaufen. Krohn, Hattingen. Bruchstraße 12h Motorrad Zündapp 170 ccm. Bau'ahr 1934, für 100 Mk. zu verkaufen. Welper. Henschelstraße 11. Hochtrag., in einig Tagen kalbende zu verkaufen. Heinr. Rahmann, West=Herbede. Alteres schweres Pferd zu verkaufen. Bochum=Stiepel, Im Pastoratsbusch 9 2 Schneidergesellen nur Leute, die selbständig arbeiten können, gesucht. Demmler, St.=Beorgstr. 12 Hattingen. Fleiß. Mann evtl. Invalide für leichte Gartenarbeit gesucht. Direktor Adolf Berve. Hattingen=R., Bismarckstr. 61. Wir suchen per sofort oder später eine 1. für unsere Textil=Abteilung, welche bereits ähnliche Positionen bekleidet hat und in der Lage ist, die Dispositionen für diese Abteilung vorzunehmen. Angebote mit Gehaltsansprüchen und Zeugnisabschriften unter Nr. 4656 an die Geschäftsst. d. Ztg. in Hattingen erbeten Junges Ehepaar sucht sofort 2 solide, saubere Mädchen für Küche und Restaurantbetrieb. Gute Behandlung. Zu melden. Restaurant Sporlhans, Neviges=Rhld., Denkmalstraße 18, Ruf 326 Bei Vorstellung wird Fahrt vergütet. Zum 1. 7. ehrl., fleißig., saub. Mädchen nicht unter 18 Jahren gesucht. Dr. Renter, E.=Kupferdreh. Heidbergweg 45, Ruf Essen 59489 Lehrmädchen für sofort gesucht. Schuhhaus Hahne, Hattingen. Deutliche Schrift im Anzeigenmannskript(nur einseitig beschreiben) hilft Fehler und Verzögerungen vermeiden. Für Beachtung ist der Verlag dankbar GärtnerLehrling s. anerkannt. Lehrbetrieb gesucht. Jean Nolletter, Essen=Steele. Dahlhau'e: Str. 175. Buchhalter sucht sich zu verändern, am liebsten in Hattingen oder näherer Umgebung. Angebote unt. Nr. 4668 an die Geschst. dfr. J. 1. Hattingen 16—17 jähr. kräftige für sofort gesucht. W. Behrenbeck, Gasthaus „Zur Pannhütte". Hattingen. Suche per sofort od. später für Einfamilienhaus erfahr., zuve lässiges Putzfrau Anruf: 7 vorhand. nruf: Wuppertal 53700. Frau Hugo Herzog W.=Oberbarmen. Lenneper Str. 74. Lehrmädchen für Damenschneiderei gesucht. Offert. u. Nr. 4676 an die Geschäftsst. A. Z in Hattingen. Jn Hattingen baldmöglichst 2-2 gesucht. Schristl. Off. unter Nr. 3982 an die Geschäftsst dieser Zig. ingen. In Hattingen zu sofort oder 1. Juni 2½ 3=räumige ferner zum 1. Juli oder später 3-4=räumige zu mieten gesucht. Angeb. u. Nr. 4041 an die Gesch. dies. Ztg. in Hattingen. In Hattingen zum 1. Juli oder später 4-5=ZimmerWohnung mit Bad zu mieten gesucht. Offerten mit Preis und Lage unter Nr. 4647 an die Geschä tsst. d. Ztg. in Hattingen. Tausche Zweimit Stall u. Garten Miete 12 R M.) geg. 2 oder 3 Zimmer. Wilh. Stüwe, Baalk be Hattingen. Vez. 1. Nr. 30. Leeres Zimmer (4X 4,50 m), 1. Etg., mit sep. Klosett u. fließ. Wasser zum 1. 7. in B.=Linden zu vermieten. Ang. unt. Nr. 1964 an die Geschäftsst. ds. Ztg. l. B.=Linden In Herbede zum 1. oder 15. Juli 2-Limm.-Worpung zu vermieten. Zu erfragen Buchhandlung Schröder, Herbede. Frdl. möbliertes Zimmer mit fließend. Wasser in gutem Hause zu vermieten. Zu erfragen in der Geschäftsst. ds. Zig. in E.=Steele Kaiser=Otto=Platz 6 In E.-Rupferdreh ist in bester Lage LadenLokal mit Nebenraum ab sofort zu günstigen Bedingung. zu vermieten. Interessent wenden sich schriftl. unter Nr. 1162 an die Geschäftsst. ds. Zeitg. in E.=Steele Kaiser=Otto=Platz 6 Wohnhaus mit Garten in Steele zu kaufen gesucht. Offerten unter Nr 1200 an die Geschst. dsr. Ztg, E.=Steelc. Kaiser=Otto=Platz 6 Kleiner Kotten od. Grundstück mit Haus ca. 3—4 Morden m Niederbergischen, sofort später zu pachten. evtl. zu kauf. ges. Angeb. unt. Nr. 4667 a. d. Geschst. dsr. Ztg. in Hattingen. Unverbindliche, sachmännische Anzeigenberatg. Hattingen Ruf 2941—43 Bochum=Stadt Ruf 631 19 Bochum=Linden Ruf 816 57 Essen=Steele Ruf 58492 G köstlich erfrischend Polen spielt mit dem Feuer Boykott gegen alles Deutsche- Haß und Verfolgung regieren Von unserem Berichterstatter. (Dr. K.) Warschau, den 9. Juni. Der Chauvinismus der Polen ist eine Abart ihrer kaum zu übertreffenden politischen Naivität. Sie sind Kinder, die mit dem Feuer spielen und glauben, es ungestraft tun zu können, weil die jüngst aus London eingetroffene neue Gouvernante es ihnen erlaubt, ja nicht einmal ungern zu sehen scheint. Sie spekulieren dabei auf die Lammesgeduld des deutschen Nachbarn und, weil sie nun wissen, daß sie im Ernstfall selbst zu bestimmen haben, wann sie sich angegriffen fühlen dürfen, verlassen sie sich auf mächtige Freunde, die ihnen im entscheidenden Augenblick aus der Patsche helfen werden. Der Lehrer, der Pfarrer und die Zeitung haben es den Polen stets gesagt, daß der Deutsche nie des Polen Freund sein könne. Und jetzt, da der deutsch=polnische Pakt durch den Mutwillen der Polen sein Ende gefunden hat, werden plötzlich— wie nach einer Erlösung— alle Gefühle des Hasses, der Großmannssucht und der Prahlerei wieder frei, die man fünf Jahre aus taktischen Gründen im tiefen Busen hatte verbergen müssen. Eine Sturmflut des Chauvinismus hat sich gelöst und überflutet Vernunft, internationale Rücksicht und einen letzten Rest von Verantwortungsbewußtsein und Rechsgefühl, dieses auch gerade gegenüber den Angehörigen der deutschen Volksgruppe, die selbst nach polnischen Statistiken immerhin noch etwa eine Million stark ist. Jetzt beeilt sich auch die Regierungspresse nachzuweisen, daß die von Marschall Pilsudski eingeleitete Verständigungspolitik mit Versöhnung beileibe nichts zu tun habe. Gibt es jetzt noch ein Hindernis, auf den wehrlosen Deutschen innerhalb der polnischen Grenzen herumzutrampeln, wie man es sich längst schon gewünscht hatte? Die öffentliche Meinung reagiere selbständig, so wird immer wieder versichert, und man kann dieser Versicherung aufs Wort glauben. Sie reagiert so selbständig, daß kein Regierungsorgan es für notwendig hielt, ihr irgendwelche Zügel anzulegen. Der Boykott gegen das Deutschtum in Polen, gegen deutsche Waren und gegen deutsche kulturelle Erzeugnisse, ist in vollem Gange, als wäre Polen schon am besten durch eine pompöse Ankündigung des„Expreß Poranny“ gekennzeichnet, die wörtlich lautet:„Polnische Aerzte verschreiben keine deutschen Arzneien mehr".„Mit Erfolg“ seien diese durch polnische, französische und Schweizer Arzneien ersetzt worden. Die kranken Patrioten scheinen also entschlossen zu sein, schon heute auf dem Altar des Chauvinismus ihr Leben darzubringen. Ueberall in der Welt, auch in der Schweiz und Frankreich, wissen die Aerzte, daß deutsche Medikamente in zahlreichen Fällen nicht zuersetzen sind. Es blieb den polnischen Aerzten vorbehalten, hier den Gegenbeweis zu führen. Auch die Buchhändler rechnen mit der polnischen Volksstimme. Alle deutschen Druckerzeugnisse sind nach der Versicherung der Presse aus den Auslagen verschwunden; man kann sie dort nicht mehr kaufen. Geblieben sind offenbar die vielen polnisch gedruckten Plagiate deutscher wissenschaftlicher Werke. Sie brauchen heute die Konkurrenz der deutschen Originale nicht mehr zu fürchten. Natürlich wird auch verlangt, daß die Deutschen ihre Arbeitsplätze zu räumen haben. Sie hätten kein Recht mehr, das „polnische Brot" zu essen, ebenso müssen die deutschen Handwerker boykottiert und damit dem Hungertode zugeführt werden. Auch die Gesetzgebungsmaschine arbeitet bereirs in diesem Sinne. Da es nicht mehr verborgen bleiben kann, daß viele hundert Deutsche unter dem polninischen Terror aus dem Lande flüchten mußten, rubriziert man diese jetzt unter den Begriff der Fahnenflucht und hat dem Seim einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach welchem militärdienstpflichtige Flüchtlinge mit Zusatzstrafen belegt werden dürfen, zu denen auch Vermögenseinziehung und Verlust des Erbrechtes gehören. Erst prügelt man sie also heraus und dann nimmt man ihnen, was ihnen gehört. Minister Koscialkowski will „urpolnische Gebiefe“ erobern Danzig, den 10. Juni. Bei der Einweihung einer Pilsudski=Gedenktafel in Ciechocinek in der Nähe von Thorn hielt der polnische Minister Koscialkowski, wie der „Danziger Vorposten“ meldet, eine Rede, in der erklärte, daß Polen nicht nur für die Verteidigung seiner heutigen Grenzen kämpfen werde, sondern um den„vollen Sieg“, der„in seinem endgültigen Ergebnis die Rückkehr der urpolnischen Gebiete in die Republik Polen bedeute“. Leider verschwieg der kriegerische Minister, um welche„urpolnischen Gebiete“ es sich eigentlich handelt. Deutschen wird das Hochschulstudium in Polen unmöglich gemacht Posen, 10. Juni. An der Posener Universität herrschen seit Monaten Zustände, die auf die Disziplin an polnischen Bildungsinstituten ein bezeichnendes Licht werfen. Nachdem die polnischen Studenten bereits Hunderte von Menschen rennen geschäftig über das Deck des deutschen Dampfers„Adolf Woermann". Viele rüsten sich nun in Southampton, nach einer Fahrt über siebentausend englische Meilen— denn der Dampfer kommt aus Südafrika— ans Land zu gehen. Die Meute von Deckreportern, deren spezielle Aufgabe es ist, interessante Leute aufzuspüren und auszufragen, stöbert schließlich ein junges, schlankes Mädel von achtzehn Jahren auf, deren goldene Locken vom frischen Wind zerzaust werden. Else Pirow— die Tochter des südafrikanischen Verteidigungsministers Was den Reportern von diesem jungen Mädchen erzählt wird, werden sie nicht so schnell vergessen. Es ist eine Lektion über deutsches Zugehörigkeitsgefühl, das gerade hier in England mehr als am Platze ist. Das junge Mädchen ist die Tochter des südafrikanischen Verteidigungsministers Pirow, der im letzten Winter eine Studienfahrt durch Deutschland unternahm. Sie kommt aus einem Land, wo der Haß gegen das Dritte Reich in den letzten Monaten besonders geschürt wurde und wo besonders, gerade auch von den obersten Behörden, gegen die deutschen Kolonialansprüche Front gemacht wird. Else Pirows Bekenntnis zu Deutschland Doch lassen wir das tapfere Mädchen Else Pirow selbst reden. Sie hat die lange Seereise unternommen, um in einem deutschen Mädellager das Pflichtlandjahr wie Millionen ihrer deutschen Schwestern mitzumachen. Else Pirow rief aus:„Ich weiß, daß ich als Südafrikanerin auf dem Boden eines britischen am 24. Februar zu einem„Boykott“ der beutschen Studenten aufgefordert haben, ist bis jetzt den deutschen Studenten jeder normale Besuch der Vorlesungen unmöglich gemacht worden. Verprügelungen deutscher Studenten sind an der Tagesordnung. Polnischerseits behauptet man, Vergeltungsmaßnahmen wegen der seinerzeitigen Vorfälle an der Danziger Technischen Hochschule vorzunehmen, wobet man die Dinge völlig auf den Kopf stellt und in einem wenig ehrenhaften Verhalten sich bemüht, die Schuld der polnischen Studenten in Danzig zu vertuschen. Die deutschen Studenten haben eine Intervention beim polnischen Kultusminister unternommen, die bisher jedoch ohne Erfolg geblieben ist. Auch Holland soll aus der Genfer Liga auskreten Amsterdam, den 10. Juni. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ zeigt sich wegen der Gefahren, die eine Zugehörigkeit zur Genfer Liga für die kleinen neutralen Staaten mit sich bringen muß, stark beunruhigt. Das Blatt macht keinerlei Hehl aus der Tatsache, daß die Genfer Einrichtung immer offener zu einem Instrument der Einkreisungsmächte ausgeartet sei. Auch in anderen neutralen Staaten, so vor allem in Schweden, sorge man sich ernstlich wegen dieser Entwicklung, besonders seitdem bekannt geworden sei, daß das Sekretariat der Genfer Liga im Kriegsfalle nach einem der kriegführenden Staaten verlegt werden solle. Das Blatt fordert schließlich, ernstlich zu erwägen, ob es nicht an der Zeit sei, daß Holland im Interesse einer wirklichen und allseitigen Neutralität seine Mitgliedschaft in Genf kündige. Imperiums geboren bin. Aber mein Vater— der heutige Verteidigungsminister— hat seine Jungenszeit in Deutschland verlebt. Er ist in Deutschland gevoren. Meine Großeltern väterlicherseits und auch mütterlicherseits sind Deutsche. Ich habe eine Menge deutscher Verwandter. Und zu Hause sprechen wir Deutsch und ich fühle auch deutsch. Das hat natürlich nichts mit der Politik meines Vaters zu tun. Aber ich selbst habe nie englisch gefühlt. Ich habe zwei Jahre in England studiert und war in der Fremde. Ich habe es-versucht und noch einmal versucht. Aber ich habe nie geglaubt, daß ich„dazu gehöre". Es ist mein Wunschtraum, solange ich denken kann, als deutsches Mädel in Deutschland zu leben. Nun wird dieser Traum Wirklichkeit.“ Man kann sich die verblüfften Gesichter der englischen Reporter vorstellen. Sie wurden auch nicht froher, als ihnen Else Pirow erklärte, daß sie mit Freuden das berühmte„make up“, die Kunst des Schminkens und Puderns„made in England“, aufgeben würde, daß sie Alkohol und Zigaretten haßt, schon weil der Führer diese Narkotika ablehnt. Sie will in Zukunft nichts weiter sein, als ein Mädel unter Millionen beutscher Mädel, die in diesem Pflichtjahr lernen, eine gute Hausfrau zu sein. Kein Wunder, daß nach diesem aufrichtigen Bekenntnis eines jungen Mädchens die Hetze gegen ihren Vater losgeht, dem man nicht mehr und nicht weniger wie Landesverrat vorwirft. Jeden falls setzt nun die englische Presse alles daran, Pirow in Südafrika unmöglich zu machen. Deutschland und Spanien unlösbar verbunden Telegrammwechsel zwischen dem Führer und Franco Berlin, den 10. Juni. Der Führer des nationalen Spaniens, Generalissimus Francisco Franco, hat an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet: „Der Nationalrat der„Spanischen traditionalistischen Falange und der J. O. N. S.“ grüßt an diesem Feiertag des militärischen und nationalsyndikalistischen Sieges den Führer Deutschlands und bezeugt seine brüderliche Verbundenheit mit dem deutschen Volk, das durch das Blut unserer Toten und den gleichen Kampf gegen die zerstörerischen Kräfte der Welt mit dem spanischen Volk vereinigt ist. Es lebe Deutschland, hoch Spanien. Francisco Franco.“ Der Führer hat telegraphisch hierauf wie folgt geantwortet: „Ich danke Ihnen herzlich für die mir von der Tagung des Nationalrats als Zeichen der brüderlichen Verbundenheit unserer Völker übermittelten Grüße. In der sicheren Ueberzeugung, daß der gemeinsam durchgeführte Kampf gegen den kulturund völkerzerstörenden Bolschewismus zwischen dem deutschen und spanischen Volk ein Band unlösbarer Gemeinschaft geschaffen hat, erwidere ich Ihr Gedenken aufs herzlichste mit meinen und des deutschen Volkes aufrichtigen Wünschen für eine glückliche Zukunft Spaniens. Brutale Entdeutschung der HohenloheWerke Kattowitz, den 10. Juni. Der vor zwei Tagen über die Hohenlohe=Werke in Östoberschlesien eingesetzte polnische Zwangsverwalter Zieleniewski hat erwartungsgemäß seine erste Amtshandlung darin erblickt, die völlige Entdeutschung der Hohenlohenschen Unternehmungen einzuleiten. Am Freitag wurde 60 deutschen Angestellten ein Schreiben zugestellt, worin ihnen mitgeteilt wird, daß der Zwangsverwalter nicht daran denke, in die zwischen der bisherigen Betriebsführung und den betreffenden Angestellten abgeschlossenen Dienstverträge einzutreten. Gleichzeitig werden die deutschen Angestellten aufgefordert, die Akten unverzüglich an die von der Zwangsverwaltung bezeichneten Vertrauensleute abzuliefern. Von dieser gegen jedes Recht und Gesetz durchgeführten Maßnahme werden schonungslos Deutsche betroffen, die Familienväter sind und seit Jahrzehnten, in einigen Fällen bis zu 48 Jahren, in dem Unternehmen beschäftigt sind. Von Büroangestellten bis zum leitenden Ingenieur und Prokuristen erstreckt sich der Willkürakt, der den wahren Zweck der Zwangsverwaltung enthüllt: restlose Entdeutschung. Italienische Landwirte besichtigen deutsche Bauernhöfe Meißen, 10. Juni. Rund 40 namhafte Führer und hervorragende Fachleute der italienischen Landwirtschaft, die jetzt anläßlich des 18. Internationalen LandwirtschaftsKongresses in Dresden weilen, besichtigten am Donnerstag auf Einladung der Landesbauernschaft mehrere sächsische landwirtschaftliche Betriebe. Am Nachmittag trafen sich die Gäste der befreundeten Nation mit 800 italienischen Landarbeitern, die zu einer Kundgebung nach Meißen gekommen waren. Die Bevölkerung bereitete den Gästen einen herzlichen Empfang. Nach ihrer Begrüßung formierten sich die in Uniform erschienenen italienischen Landarbeiter, begleitet von den Formationen der Bewegung, zum Marsch durch die Stadt. Den Höhepunkt der Gemeinschaftsveranstaltung stellte eine Kundgebung auf dem Burghof der Albrechtsburg dar. ciu tapseres Madelt koiint von Apcika Warum die Tochter des südafrikanischen Verteidigungsministers nach Deutschland kommt. Else Pirow fühlt sich fremd in England— Die südafrikanische Ministertochter im deutschen Mädellager 4I Damen-Badeanzüge Wolle gestrickt, mit tiefem AE Röckenausschnin, Gr. 42—48 S Damen-Badeanzug Marke Formo, bes. gute Quo-E00 litöt, nur gutsitzende FormenS Herren-Badeanzug Marke Porolastic, Wolle ge- A05 strickt, alle Gröten.. Herren-Badehosen aus schworzem Trikot mit weiBem seitlichem Stroifon, Gr.6 175 Damen-Strandhosen kurze Form, aus weißem Waschstoff, Größe 42-48280 Damen-Strandhosen Marke Porolostie, Wolle ge- AE strickt, gutsitzende Form... Damen-Strandjacken mit 1/8 Arm in verschiedenen 905 höbschen Ausführungen... Brusttücher aus Wolle in modernen Strei- AVE fen-Dessins 275 Kinder-Sonnenhöschen .78 Wolle gestrickt, mit Kreuzbandträgern .... Kinder-Badeanzug Wolle gestrickt, in ollen modernen Farben, lg. 50...9 Badehauben—in allen Formen und Forben—/ Badeschuhe aus Gummi mit Spenge, gute20 Qualität....970 Bademäntel für Damen und Herren in hübschen Streifen oder Blumenmustern in großer Auswahl RO Cropp WITTEN Empfang Ribbentrops für die spanischen Generale. Reichsaußenminister von Ribbentrop gab im Hotel Kaiserhof einen Empfang zu Ehren der in Berlin weilenden spanischen Generale.— General Qneipo de Llano(links), der getreue Gefolgsmann Francos, schildert die Kämpfe. Gespannt folgen der italienische Botschafter Attolico, Reichsaußenminister von Ribbentrop, der spanische Botschafter in Berlin und General Aranda(von links nach rechts) seinen Ausführungen.(Weltbild.) Ein gemeiner Racheakt Die Seilschwebebahn war ihm im Wege Ein gemeiner Racheakt, der glücklicherweise ohne schwerere Folgen ablief, wurde in Avasinis in der Friaul verübt. Dort hatte eine italienische Firma die Genehmigung zur Anlage einer Schwebebahn zur Holzbeförderung erhalten. Ein Bauer aber war nicht damit einverstanden, daß die Bahn über seinem Grund hinwegschwebte. Da seine Einsprüche nichts halfen, schritt er kurz entschlossen zu einer Art Selbsthilfe. Er stieg hinauf zur Bergstation und löste die Schrauben, die das bereits gespannte drei Kilometer lange Seil hielten. Das schwere Stahlseil löste sich vom Haltemast los, schnellte in die Tiefe und prallte mit seiner ganzen Wucht gegen die Talstation, die vollständig zertrümmert wurde. Der Urheber dieses groben Vergehens wurde festgenommen und sieht einer strengen Strafe entgegen. Er verfaßte seine eigene Leichenrede Als man den alten Tierarzt Henry Salt aus Brighton zu Grabe trug, brauchte man sich wegen der Leichenrede keine große Sorge zu machen. Denn Henry Salt war ein vorsichtiger Mann, der sogar dafür gesorgt hatte, daß die Predigt für diese allerletzte Gelegenheit von ihm selbst verfaßt wurde. Er schrieb zu dieser Leichenrede einen Kommentar. Darin gab er zum Ausdruck, er halte es für besser, die Worte selbst zusammenzustellen, die bei seiner Beisetzung gesprochen werden sollten. Dann wisse er wenigstens, daß sie so wären wie er es wünsche. Vorbeimarsch der„Arditi“ vor dem Duce. In der italienischen Hauptstadt fand der begeisterte Empfang für die heimgekehrten italienischen Spanien=Legionäre statt, der seinen Höhepunkt in der Parade vor dem Duce, Graf Ciano und dem spanischen Innenminister Suner sand.(Associated=Preß.) Schatzsuche auf dem Grund der Seine Ein vor 150 Jahren gesunkenes Schiff wird gehoben In der Nähe von Rouen geht es augenblicklich romantisch zu. Schatzsucher sind am Werke, um vom Grunde der Seine wertvolles Gut zu bergen, das dort länger als 150 Jahre geschlummert hat. Schon seit vielen Jahren wurde der Plan geprüft, das in den Wirren der französischen Revolution versenkte Segelschiff„Telemaque" zu heben, weil aus vorhandenen alten Schriften hervorgeht, daß sich an Bord dieses Wracks Goldund Silberbarren von erheblichem Wert und außerdem ein kostbares Halsband der Königin Marie Antoinette befunden haben. Nunmehr haben die Pläne zur Hebung dieses Schatzes greifbare Gestalt angenommen. Eine Pariser Bergungsgesellschaft hat den Auftrag bekommen, zunächst durch Taucher feststellen zu lassen, wo das Wrack liegt und ob sich an Bord tatsächlich wertvolle Güter befinden. Zu diesem Zweck hat eine kleine Bergungsflotte, die mit allen Instrumenten der modernen Technik ausgerüstet ist, an der Stelle der Seine Anker geworfen, an der man das Wrack vermutet. Das Schiff wurde während der Flucht von Frankreich nach England von Revolutionären beschossen und sank. Die französische Regierung hat sich bei Vergebung des Bergungsauftrages das Recht vorbehalten, 80 Prozent des Erlöses der Schatzsuche zu beschlagnahmen. Wenn die Kostbarkeiten an Bord der„Telemaque“ aber tatsächlich den Wert besitzen, den man vermutet, wird die Bergungsgesellschaft dennoch ein gutes Geschäft machen. Die Garantie Damian geht zum Uhrmacher mit seiner Uhr. Er hat sie erst ein halbes Jahr, und schon steht sie. Wozu hat er denn ein Jahr Garantie? Meint der Uhrmacher:„Ist Ihnen wohl etwas damit passiert?"„Ja, gleich nachdem ich sie gekauft hatte, ist sie mir in den Schweinetrog gefallen"„Und dann bringen Sie sie mir jetzt erst?"„Es ging doch nicht früher, das Schwein ist doch erst gestern geschlachtet worden.“ Unter Kolleginnen Die Kleinstadtprimadonna führt Molly spazieren. Da begegnet ihr eine Kollegin, die ihr nicht sehr gewogen ist. Sie führt einen prachtvollen, neuen Pelzmantel an die Luft. Molly kennt sie schon und springt freudig an ihr in die Höhe. Da entschuldigt sich die Primadonna mit süßem Lächeln bei der Pelzträgerin:„Entschuldigen Sie bitte, daß Molly Sie belästigt, aber auf Kaninchen ist er besonders wild." Unter dem Namen ihrer Freundin geheiratet Eine merkwürdige, aber strafbare„Verjüngungskur“. Vor einem Pariser Gericht wird gegenwärtig gegen eine Frau verhandelt, die 15 Jahre jünger sein wollte, als sie in Wirklichkeit ist. Zu diesem Zweck hatte sie eine etwas radikale„Verjüngungskur“ durchgemacht. Deren Erfolg ist aber nicht nur wirkungslos geblieben, sondern wird sich auch als höchst kostspielig erweisen. Der Richter, der die Angelegenheit verhandelt, hat nämlich bereits erklärt, daß er nicht mit sich spaßen lassen wolle und ein hartes Urteil zu fällen beabsichtige. Um einen reichen Mann einzufangen, der erheblich jünger als sie selbst war, hatte die Angeklagte unter dem Namen ihrer 15 Jahre jüngeren Freundin geheiratet. Während des Krieges hatte sie zusammen mit dieser Freundin in Belgien gelebt und bei den notwendigen Vorsprachen bei den miiltärischen Besatzungsbehörden die genauen Personalien dieser Freundin erfahren. Diese Kenntnisse machte sie sich zunutze, als sie vom Standesamt aufgefordert wurde, anläßlich ihrer beabsichtigten Heirat ihre Papiere einzureichen. Sie schickte aber nicht ihre eigenen Papiere ein, sondern diejenigen ihrer Freundin, die sie sich unter falschen Vorwänden aus deren Geburtsstadt hatte kommen lassen. Das Unglück wollte es aber, daß diese Freundin, die noch heute in Belgien lebt, selbst ihre Papiere aus ihrer Geburtsstadt angefordert hatte, weil sie nämlich ebenfalls zu heiraten beabsichtigte. Rudolf Geyer gewann die Etappe Nürnberg-- Passau.(Schirner) Der Führer auf dem Kyffhäuser. Der rer besichtigte den Kyffhänser und legte an dem neuerrichteten HindenburgDeukmal einen Kranz nieder. Anschließend besichtigte der Führer die Burg Kyffhausen, wo SS=Gruppenführer General der Infanterie Reinhard(in Zivil) die Ausgrabungsarbeiten erläuterte. Links neben dem Führer Brigadeführer Bormann und Gauleiter Wagner, rechts Reichsleiter Bormann und Hauptmann von Below. (Presse=Hoffmann) Ein Sultan, der beim Spiel mogelte Aus Java kommt die Nachricht, daß dort einer der letzten Herrscher der Insel, der Sultan von Pakoé=Boewono, gestorben ist. Dieser Herrscher en miniature, der durch die immer weiter fortschreitende Zivilisation seit vielen Jahren seiner Vorrechte als Fürst beraubt war, hat eigentlich in der letzten Zeit seines Lebens nur noch ein Schattendasein geführt. Nur einer großen Leidenschaft frönte er noch, dem Spiel. Aber mit wem sollte er spielen, als mit seinem klein gewordenen Hofstaat? Wenn sich der Sultan nun irgendwie beim Spiel nicht zurechtfand und er nicht wußte, wie er zu spielen hatte, dann konnte man die Beobachtung machen, daß einer seiner Mitspielenden auf einen diskreten Blick aufstand und sich an einen anderen Spieler heranpirschte, um nur mal schnell zu sehen, welche Karten der nun in der Hand hatte. Dann setzte er sich wieder unauffällig neben seinen Herrn und gab ihm, natürlich nur so gelegentlich, einen Rat, wie er zu spielen habe. Man ließ dem entthronten Herrscher den Spaß, beim Spiel mogeln zu dürfen, nur soll er sich einmal ganz enttäuscht darüber geäußert haben, daß bei den Leuten seines Gefolges so wenig Neigung bestehe, mit ihm Karten zu spielen. Traner=Salnt für die„Thetis=Opfer. An der Stelle, an der sich die surchtbare U=BootKatastrophe ereignete, fand setzt auf hoher See ein Trauergottesdienst statt. (Scherl=Bilderdienst) Hoher rumänischer Orden für Baldur von Schirach. Gelegentlich einer Fahnenweihe der rumänischen Staatsjngend in Bukarest überreicht König Carol dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Großkrenz des Ordens„Stern Rumäniens".(Weltbild.) Zügiges deutsches Kaltblut. Ein Bild von den Vorführungen auf dem Freigelände der zur Zeit in Leipzig stattfindenden 5. Reichsnährstands=Ausstellung. Die Aufnahme zeigt deutsche Kaltblut=Stuten(Rheinisches Pferde=Stammbuch) im Führring.(Scherl=Bilderd.) Die glückche Gebur hres Tchferchens zeigen hocherfreu an Hildegard Brennecken geb. Hautkappe Walter Brennecken Herbede-Ruhr, den 7. Juni 1939 Friedrichstraße 4 Ein behagliches Heim durch unsere neuzeitlichen Möbel und geschmackvollen Dekorationen. Jur Besichtigung laden wir ein Gebr. Straßburger Wielandstraße 22/24 Bochum a Sie können besser hören durch„Siemens-Phonophor-Hörgeräte“ mit kleinst. Knopfhörer, unauffällig zu tragen, neueste Modelle, Knochenleitungshörer. Kommen Sie bitte zur unverbindlichen Beratung am Montag, dem 12.6. bei Opt. E. Milberg. Sprockhövel, Ad.-Hitler-Str. am Dienstag, dem 13.6.39 bei Optiker Altred Wilke, Hattingen. von 10—18 Uhr Siemens-Reiniger-Werke, Düsseldort Bestecke 800/gest. und schwer versilbert Homborg Boch., Hortumstr. 86, a. d. Drehsch. llinter ilrem Spiegellikd steht die Figur, die sie erträumt. Durch das Thalysle-Formenpflege-System kann jeder Formenwunsch Erfüllung finden. Das„Thelysle-Edelmieder verleiht zusammen mit dem Böstenhalter Sporteset auch stärkerer Fölle hermonische Form. Beralung und aufschluhrolche Druckschilft„Oes Problem der guien Figur“ erhalten Sie kostenlos. THALSIA Alleinverkaut REFORMHAUS FUCHS BOCHUM, WILHELMSPLATZ 1 Gold und Silber e3239 Uhren-Wedekind, Senar5 BT Einen neuen Hut brauchen Sie nicht, wenn Sie Ihren alten Damen= oder Herrenhut bei mir reinigen färben. umpressen oder neu garnieren lassen. Weiter und enger machen nach Wunsch. Hutfabrikation H. Müller, Bochum, Viktoriastraße 51. Marienkirche. Ruf 64824 Munotheben für Alt- und Neubau yen Industrie und gewerbliche Kredite beschafft schnellstens Adolt Ratte. Grundstücks- und Hypothekenmakler, Bochum, Diekampstraße 31, Ruf 6 7519 Pianos— Flügel neu— gebraucht— zur Miete Große Auswahl, Zahlungserleichterung. Pianohaus Marks, Bochum, Kaiser=Wilhelm=Straße. In E.-Steele ist der Meisterbotrieb H. Hoffstadt Hansastraße 17, für tadellose Schuhreparaturen bekannt. Läuse an Dickebohnen Ameisen Wanzen usw. mirb mülhelos radikal durch meine Spezialmittel beseitigt. Garantiert. Erfolg bei einfachster Anwend. Dose 054 u. 0.90 RM. Trogerle. Feuerstein, B.=Linden. UuMEINISTRONC. vorm Heinrich Heiland BOCHUM. KORTUMSTRASSE 120 Möbel for jeden Stand Ein treues Mutterhers hat aurgenort zu schlagen. + Heute morgen 7.15 Uhr verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin u. Tante Wwe. Heinr. Holhmann Maria, geb. Hesselmann wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente im Alter von 62 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Kinder und Anverwandten. Bochum-Linden, Bochum und Dahlhausen, den 8. Juni 1939. Die Beerdigung findet am Montag, dem 12. Juni morgens 8 45 Uhr, vom Sterbehause in B.-Linden" Dr.-C.-Otto-Str. 46a, aus statt. Anschließend' daran das Seelenamt Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Blütreinigüng empfehlen die Arzte eine Frühjahrskur mit Darmol. Durch die schwere Kost Im Winter und die zu geringe Bewegung zeigen zich im FrühjahrBeschwerden und Krankheiten, die Folgen von Verdauungsstörungen sind. Verwenden Sie daher Darmol, denn es regelt die Verdauung u. reinigt das Blut, schützt die Gesundheit. Dabel die Annehmlichkeit Im Gebrauch: keinleekochen, kein Fillenschlucken, kein bitteres Salz.- Darmol schmeckt herrlich! In Apotheken u. Drogerien RM-.74 u. 1.39 DARMOL die Schokolade für die gute Verdauung MarylanCxeie stets frisch im Hattinger Seifenhaus Ruf 2722 Obermarkt 4 weiten Reparaturen Otto Endlich Hattingen-Ruhr, Große Weilstraße 11 Doppelherz— eine Wohltat und herrlich mundende Köstlichkeit, die dem Wohlergehen dient, die uns lo stöhlt und schaffenofreudig macht! In Apotheken u. Drogerien bestimmt bei Steele: Bahnhofs-Drog. K. Best, Bochumer Str. 115, Drog. Cramer, Kais.-Wilh.-Str. 6-8 u. Kray, Hauptstr.8 u.178, Steele: Drog.Kreiger Krayer Str. 39, Drog. Th. Symann, Berliner Str. 1, Germania-Drog. Tüpker, Berliner Str. 37, Steele: H. Schmitz, Markt 2, Steele: W. Trappmann, Hansastr. 17, Kray: Drog. C. Wilmer, Hauptstraße 132, Altendorl Drog. Belsken, neb. der Post, Boch.-Linden: Drog. A. Feuerstein, Drog. A. Schwager, Drog. Stens, Linden u. Dahlhausen, Hattingen: Drog. Fr. Neuhaus, Zentral-Drog. Sieß, O. Wemper, Heggerstraße 10 Empfehle meinen renovierten Herrensalon sowie meinen separaten Damensalon Hans Hackmann, E.-Steele, Krayer Str. 35 Die Bühne der Stadt Bochum Samstag. 10. Juni Geschlossen! Sonntag, 11. Juni 20—22.45 Uhr Blauer Ring 12 und KdF.=Ring 2: Zum ersten Male! Donna Diana Lustspiel von Moreto=Schlegel Montaa. 12. Juni 19.15—23 Uhr Brauner Ring 11: Gastspiel der Kölner Operl Carmen Oper von Bizet Dienstag, 13. Juni, 20—23 Uhr. Grüner Ring 10: Lilofee Dramat. Ballade von Manfred Hausmann Mittwoch. 14. 20-22.45 Vormiete B 23: Leonce und Lena von Büchner. hierauf: Die Lanne des Verliebten von J. W. v. Goethe Donnerstag. 15. Juni, 20—23 Uhr: Vormiete A 24: Der Arzt am Scheideweg Komödie von B. Shaw Freitag, 16. Juni 20—23 Uhr. Vormiete C 23: Gastspiel der Kölner Oper! Mignon Oper von A. Thomas Samstaa. 17. Juni. 20-22.30 Uhr KdF.=Ring 1: Donna Diana Sonntog. 18. Juni 20—22.30 Uhr Außer Vormiete: u. KdF.=Ring 2: Donna Diana Montaa. 19. Juni. 19.30—22.45 Uhr. Gelber Ring 11: Gastspiel der Kölner Operl Der Freischütz Romantische Oper v. C. M. von Weber Koffer, Teechen Mappen sowie alle Reparaturen U.Ersatztelle Kortumatr. 43 (Ecke Rottstr.) Achten Sie stets auf den Vornamen „Paul" Suche mit Garten bei An zahlung von 8000 bis 10000 RM. zu kaufen. Angeh. mit näherer Angabe u. Nr. 4654 an die Geschäftsst. d. Ztg. in Hattingen AUS UNSERER FACHABTEILUNO Betten- und Bettwaren! Bettstelle 482n0 90/190 cm groß........... Bettstelle 22.50 90/190 cm grob; mit 4-Fußbrett2050 Bettstelle 90/190 om gros 22 mit ganzem Fußbrett.. Auflege-Matratze 90/190 em 40 Steilig mit Keil, Alpengrasfüllung 00 Auflege-Matratze 90/190 cm Steilig mit Keil, Alpengrasfüllung 2Qn mit Wollabdeckung.. Auflege-Matratze 90/190 om Stellig mit Kell, Im Fasson gearb.. Steppdecke 150/200 cm groß, aus 4A Kunstseidendamastm. Halbwölltöll. Steppdecke 150/200 em, ausKunstseidendamast mit Krauswollfüllung Steppdecke 160/200 em gros9A mit Krettonbezug00 Verkauf Im 2. Stock Austlugslokal „Zur schönen Aussicht“ Inheber: L Stratmann, Altendort-Ruh soleton: 594 73 Esson Unübertreflbare Aussicht ins Ruhrtal. Parkettsaal. Schattiger Garten. Jeden Sonntag: Konzert mit Tanzeinlagen 100 Sitzplätze. Beste Gelegenheit für Gesellschaften und Vereine. Möchten Sie da nicht mitwandern? Aber auch nachder beim Lagern und abds. im Quartier wird es lustig hergehen handharmonikas bekommen Sie schon von RM. 20.— ab. Klangvolle Mundharmontkas, auf die sich so schön marschieren läßt, kosten aber nur RM. 2.50 3.— 4.— im Musikhaus W. Häßler, Bochum Kortumstraße 33 Wollen Sie werben, und wissen nicht wie? Kommen Sie zu uns, wir beraten Sie gerne unverbindlich Das vornehme, bestempsohlene Eheanbahnungs=Institut Frau Derendorff Essen, Christophstraße 24 Ruf 46097 ist mit den dungen und den 18 len in Deu folgreit Beratung unverbindlich. Sprechzeit täglich, auch Sonntag. Tausenden Verbinngen und den 18 eigen, Filiam Deutschland, die seriöse, erolgreiche Vermittlung für Sie. In Fällen von Waslerlucht, Leber=, Gallan= Nieren= oder Blasenleiden, kann ich mit einem wirksamen Mittel dienen. Meine Auskunft kostet und verpflichtet zu nichts. Konrad Eichholz, Hamburg 26/39. z Schlachten kauft Mänsezahl, Bochum, Tel. 61197 Büro: Schlachthof Postkarte genügt. GUCNMALTUNO MRRCBDES (Sürrorganisa ürrorganisalien Congjöhrige und violsellige Ertohrungen könnon Sto mit der Addelettre la Ihren Dlenst stellen. Kennen Sle scon don Vollter-Autoncten mit neven Konten torten-Eindreherd Erbitte. 51. averbidlicbe Vontibenng Bochum, Ruf 63446 Dortmund, Rut 24945 Wenn dann 15 E aw Steele, Bochumer Straße 33 Wenn zwei sich verloben, können sie es durch diese Anzeige zum Preise von RM. 4,50 schon Ihren Freunden und Bekannten anzeigen durch die „HEIMAT AM MITTAG" Wenn Foto, dann zu Foto-Feuerstein! bekannt durch wirklich gute Abzüge und Vergrößerungen! Foto-Drogerie A. Jeuerolein B.-Linden Unsere 7 Etagen zeigen Ihnen, wie schön Möbel sind— wie gut Möbel sind— Unsere 7 Etagen beweisen Ihnen, wie preiswert Möbel sind! Also? Braucht man Möbel— braucht man diese Adresse: Carl Eigen Bochum, Uhlandstraße 8 Beschten Sie unsere Schaufenster Kortumstraße 56 ZOOWuppertal Am Sonntag, dem 11. Juni 1939 Grobes militär-Konzert ausgeführt vom Musikkorps einer FliegerhoratKommandantur. Leitung Musikmeister W. May. Erwachsene 0,60 RM.— Kinder O.30 RM. Zahlreiche Tiere aller Erdtelle neu erworben und im Garten goboren. Täglich Konzert Jeden Dienstag bIIIIgerFamilienteg Restaurant zum Birkenwäldchen laus Kumpmann 5ahlaus. Kassenberger Straße 69 Jeden Sonntag Konzert und Tanz Arthur Kumpmann THALIATHEATER, W.-ELBERFELD Wissen Sie schon 6e5 die große Ausstattungs-Revve Bezaubernde Welt bereits dae Tegeegespräch des ganzen Bergischen Landes ist? 30 Bilder von märchenhafter Ausstattung! Ueber 60 Mitwirkende! 500 der herrlichsten Kostüme! Sprühender Humor! Ein berauschendes Erlebnis! Oloria Lilienborn und Ihre 15 Glorias Telelunken-Orchester Heinz Wehner Georg Lorenz, Carmenclta, Hella Wöllert Le belle Ninon, Lola Leon, Arizona-Ballett Auch SIE werden restlos begeistort sein von dem Zauber dieser Schau, von soviel Pracht, Schönheit, Witz und Humor! Bis einschl. 15. Juni täglich nachmittags 3,30 Uhr. abends 7.30 Uhr. TOBIS-WOCHENSCHAU Unsere moderne Kühlanlage sichert auch an den beißesten Tagen angenehmer Aufenthalt. Metzgerei und Gaststätte Altstädter Hof Inhaber: August Scheurer, Essen-Steele Jetzt wieder jeden Samstag die leckeren Eisbeine sowie die anderen Hausspezialitäten Gaststätte Heinr. Eckhardt B.-Dahlhausen, Dr.-C.-Otto-Str. 125 Fornruf Bochum 81942 Heste(Samstag) ab 20 Uhr findet in meinen Räumen Konzert und Tanz statt, Jeden Sonntag ab 17 Uhr KONZERT und TANZ mimumminummiminmmmin Gaststätte„Am Eller“ Inb.: Joh. Kampmann, Longenborg, Hauptetr. Jeden Sonntag: Konzert und Tanz Eintritt frei. Anfang 17 Uhr. Kaftee nach bergischer Art. Zassenhaus- und Wicküler Biere. Großer Saal, Schattige Gartenanlagen innmumunnuminmumnnmnmmnmmmmmmmmmm Haus Lembeck Ruf: 2826 Inh.: Ferdinand Beichler= Semstag und Sonntag spielt die Kapelle Düsterloh zu Konzert und Tanz Bestgepllegte Getränke Fikentes kaltee Büfett Nächsten Mittwoch: KONZERT Restaurant Zum Ludwigstal Welper, Inhaber: L. Kerssen, Ruf 2701 Heute und morgen findet in den Gartenanlagen eine ItalienischeNacht mit bengallschem Feuer statt.— Tanz im Freien. Feenhafte Beleuchtung.— la Kapelle. siimme aus dem Ather Ein heiterer Unterhaltungstilm Kulturfilm: Hinter den Zahlen. Jugendl. haben Zutritt und zahlen bis um 3.30 Uhr nur halbe Preise Täglich 3.30, 5.30, 8 Uhr. Ein Filmerelgale! Der dunkle Rul Ein großangelegter Film aus dem NordenEuropas,aus dem Lande der Mitternachtssonne Im Belprogramm: Die neuesie Wochenschau Marinejugend baut Schiffe. Volkstrachten der Ostmark Kulturfilm Täglich 3.20, 5.40 und 8 Uhr. Jugendliche zugelassen. Uta-Tonhalle Lichtburg Sonnfag, 11. Juni, 6 Uhr Parkrestaurant Hüttenau Großes Gartentest u. Rhein-Lieder-Abend Gesangverein„Concordia" Henrichshüffe Dazu spielt das verstärkte MandolinenOrchester„Rheingoldklänge“ Heute abend 10.30 Uhr Spät-Vorstellung Tony van Eyck Hans Brausewetter Ruth Hellberg Theodor Loos Fritz Odemar Erika Glässner Willy Schur in dem erlebnisarken Film Was wissen Das Schicksal eines jungen Mädchens spannend— packend aufrichtig— ein Film aus dem Leben. HATTINOEN Karten im Vorverkauf an der Kasse Anzeigen in der beliebten Heimatzeitung finden Beachtung und fördern den Umsatz Drucksachen ein= oder mehrfarbig liesert in kürzester Zeit bei einwandfreier Ausführung, preiswert Druckerei C. Hundt sel. Wwe., Hattingen Freilichtspiele Isenberg Naturbühne des Amtes Hattingen Für die Jugend des Hattinger Landes Generalprobe des Heimat-Schauspiels Die Schlacht bei Hatingen am Sonntag, dem 11. Junl 1939, um 16 Uhr Eintrittspreis 10 Pfg. Sonnenschutz-Rollo Teppiche/ Läuter im Fachgeschäft. Theodor Mölter, E.=Steele, KaiserWilhelm=Str. 24 Größeres Grund stück an der Bismarckstraße in Hattingen. ganz oder geteilt zu verkaufen. Angebote unter Nr. 4650an die Geschst. d. Ztg. in Hattingen WWestfälische derdoahirsellschaf. für d. Zucht d. chwarzwe Tieffandeind Hamm( Westf.) Haus Kentrop Fernr. 2577 123 Verstenzerung Freitag. den 16. Juni 1939 in den Stödt Ausstellungs hallen Hamm(Wesf. 200 Zuchttiere, darunter 176 ausgeluchte, angekörte Bullen mit Deckerlaubnis bis zur Hauptkörung 1940 25 hochtr. Kühe u. Rinder Oblig. Leistungskontr." Mindestleistg. Jullenmülter“ Oblig. Tuberkulose=Tilg. Alukuntersuchung auf Bazillus Bang.— Jarantie kür: Deckfählgkel“, Trächtigkelt. Sämil. Tiere stammen aus seuchenfreien beständen u. sind geg. Mani- u. Klauenruche schungeimpft. Versonen aus ver ruchten Gehöften ist der Besuch der Versteinerung verboten Zeiteinkellung Uhr Prämiierung. 10 30 Uhr Beginn d lersteigerung Kasalog mit Abstamm Nat.. 4.4.. zAuberte 1 29. Fortsetzung. Als die ersten schwarzen Fabrikschornsteine der großen Handels= und Industriestadt Kobe auftauchten, ließ White Skuller rufen. Zwei volle Wochen lang hatte Kapitän Skuller abwechselnd Kohlen geschaufelt und Messing geputzt, unten im Maschinenraum bei einer Temperatur von 40 Grad Celsius. Er klomm mühsam die ölige, glatte Eisentreppe hinauf. Skuller war in diesen vierzehn Tagen alt und gebrechlich geworden. Aber er hatte sich nicht beschwert; er stöhnte auch jetzt nicht, als ihn das grelle Licht blendete. White ließ ihn einige Minuten in der Sonne stehen, bevor er sagte:„Ich werde Sie und den jungen Laffen, während wir in Kobe sind, vorn im Farbenlocker einsperren lassen, bis wir wieder in See gehen; damit Sie keine Dummheiten machen können.“ Skuller schwieg. Er war zu müde, um zu antworten, und zu niedergeschlagen, als daß es ihm noch Spatz gemacht hätte, den Kapitän durch Widerrede zu reizen. „Sperre sie in das Farbenlocker, Bootsmann! — Und gib die Schlüssel nicht aus der Hand. Wasser und Biskuits können sie für drei Tage haben. Wir wollen die Herren nicht einfach verhungern lassen. Haben etwas Besseres mit ihnen vor. Im Farbenlocker Fünf Tage lang lagen Skuller und Wilkinson im Locker, in das kein Licht drang, und wo es derart nach Farben, Teer, ranzigem Leinöl und Terpentin roch, daß der Kapitän schon nach einer haben Stunde überzeugt war, den Tag nicht zu überleben. Die Hitze in dem kleinen, engen Raum, in dem sie sich kaum der Länge nach auf den harten Boden ausstrecken konnten, und auf dessen Dach die scharfe Julisonne knallte, war unbeschreiblich. Am Tage kam der Atem des Kapitäns in kurzen, keuchenden Stößen; in der Nacht kühlte der Raum nur unmerklich ab. Auch Wilkinson litt furchtbar. Erst nachdem die„Mary Rose“ ihre amerikanische Weizen= und Eisenladung gelöscht und dafür sapanische Waren und fünftausend Ballen Seidenstoffe eingenommen und Schimonoseki weit hinter sich hatte, öffnete sich die Gefängnistür. Die Gefangenen, die kaum noch aufrechtstehen konnten, wurden an Deck gezerrt. White, in weißer, frischgestärkter Uniform, stand unter dem Sonnensegel auf der Brücke und weidete sich an dem jeder Beschreibung spottenden Aussehen Skullers. „Was, Sie leben immer noch, Sie zähe Ratte? Nun, Geduld! Das Segeltuch liegt bereit, auch die beiden Eisenstangen, an denen Sie über Bord rutschen werden; Ihre Zeit wird schon kommen. Vorläufig begeben Sie sich an Stelle des erkrankten Heizers in den Maschinenraum, beeilen Sie sich." Der Sadist hielt seinem Opfer in plötzlich aufkochendem Haß die Faust unter die Augen. Im Maschinenraum Skuller entdeckte, daß der Maschinenraum mit seinen vierzig Grad dem Farbenlocker bei weitem vorzuziehen sei. Ab und zu bot sich ihm Gelegenheit, unter den Windfang zu treten, durch den der Ventilator von Deck aus frische Luft in die Schiffshölle führte. Der Erste Maschinist, der Erwards hieß, war ebenso wie der Erste Offizier ein aufgedunsener, rheumatischer Trinker. In nüchternem Zustand unterschied er sich als Menschenschinder in nichts von White. Skuller ging dem Maschinisten nach Möglichkeit aus dem Wege. Dafür beobachtete er ihn um so aufmerksamer. Skullers Neugier war dadurch rege geworden, daß sich Edwards schon wiederholt an der Maschine zu schaffen gemacht und dort am Pumpenzylinder gefeilt und geschraubt hatte. Edwards tat dies stets nur dann, wenn der Zweite Maschinist im Logis war. Skuller sagte sich sofort, daß hier eine Schweinerei vorbereitet wurde. Täglich stellte er Fortschritte an der heimlich betriebenen Sabotage fest. Der gefangene Kapitän sagte sich ferner, daß nur White und sein erster Maschinist in Turpins Pläne eingeweiht waren und als Werkzeuge des Obergauners handelten. Die anderen Offiziere und der zweite Maschinist schienen auf diesem Verbrecherschiff unwichtig und gleichgültig zu sein. Sie kümmerten sich wenig um Kapitän Skuller. Wilkinson war nach wie vor Deckhand. Der brave Craig steckte ihnen hie und da Eßwaren und Tabak zu und sprach ihnen auch sonst Mut zu, obwohl Skuller ihn dringend ersucht hatte, sie, Whites Opfer, scheinbar brutal zu behandeln, um bei dem Kapitän keinen Verdacht zu erwecken. Und Skuller traf nun seinerseits gewisse, notwendige Vorbereitungen. Er beschaffte sich durch Vermittlung Craigs zwei Revolver mit Munition, Nachschlüssel für die Hospitalkabine und das Farbenlocker sowie starke Brecheisen und Feilen. — Mit ungeheurer Willenskraft hielt er sich aufrecht. Wenn White die halbtote, nur aus Haut und Knochen bestehende„Deckhand Skuller“ über Deck kriechen sah, dann grinste er und sagte:„Verdammt harter Knochen!— Aber lange wird er das nicht mehr aushalten!“ Die Wahrnehmung Drei Tage hinter Schimonoseki, als die„Mary Rose“ geraden, südlichen Kurs auf Manila nahm, innerhalb der langen Kette der Riu=Riu=Inseln, die sich von der südlichen Spitze Japans bis nach Formosa erstrecken, bemerkte Kapitän Skuller zum erstenmal eine für einen weniger erfahrenen Seemann kaum merkliche Aenderung in der Schiffsbewegung. Er befand sich auf dem Wege von der Kombüse nach dem Mannschaftslogis, um zusammen mit Wilkinson sein armseliges Abendessen zu verzehren. Ueberrascht stand er still, den Teetopf in der rechten, das Brot mit Margarine und Käse in der linken Hand. Es kam ihm vor, als ob das Schiff unter seinen Füßen um den Bruchteil einer Sekunde länger brauchte als sonst, um von Backbord nach Steuerbord zu rollen und wieder zurück. „Endlich,“ sprach er langsam vor sich hin,„endlich ist es so weit. Darauf habe ich gewartet.“ Die Wahrnehmung regte ihn nicht einmal auf; nur wachsamer wurde er, ernster. Und voll größter Entschlossenheit. Endlich war er seiner Sache gewiß. So lange ihn Unsicherheit und Zweifel peinigten, wann und wo das Schiff das erwartete Verhängnis treffen würde, war es ihm unmöglich, Gegenmaßnahmen in einer bestimmten Richtung zu treffen. Nun galt es zu handeln! Skuller taumelte. Ein Schwindelanfall ließ ihn den Tee verschütten. Langsam schlurfte der alte Mann dem Logis zu. Die Sonne, groß, blutrot, tauchte gerade mit einem kurzen, grünlichen Aufleuchten in den fernen Horizont des Meeres, hinter dem China liegt. Wie oft wohl würde dieselbe Sonne noch untergehen, bis das Maschinenherz der„Mary Rose“ für immer still stand? Während des Essens verständigte Skuller Wilkinson. Man müßte natürlich auch Craig ins Bild setzen. Wilkinson machte sich sofort auf. Der Dritte Offizier saß in der Messe beim Abendessen. Unmöglich, ihn da unauffällig herauszulotsen. Kurz darauf kam der Bootsmann und nahm Skuller und Wilkinson mit. Auf dem Vorderdeck fixierte sie White mit einem unangenehmen Grinsen. Der Bootsmann sperrte Skuller und Wilkinson in das Farbenlocker. Hätte White gewußt, daß Skuller dort zwei mit je sechs Schüssen geladene Revolver, daß er Brecheisen und Feilen in alten Farbentöpfen versteckt hielt, dann hätte sich Kapitän White am Ende doch ein wenig gewundert. Die„Portland“ Eine Stunde später hörten die Gefangenen das ferne Klingeln des Telegraphen im Maschinenraum, dann spürten sie einen jähen Wechsel in der Bewegung der Schraube. Nach Steuerbyrd hörten sie das regelmäßige Brechen von Wellen über ein Riff. Kurze Zeit darauf zirpte das Maschinensignal: „Stop!" Auf dem Deck vernahmen Skuller und Wilkinson Aufklatschen nackter Füße; Dampf zischte in der Winde; der Anker rasselte zu Grund. Jetzt hörten sie, wie die Bretter von den Luken genommen und auf Deck geworfen wurden. Wieder das Zischen und Knattern der Winden. Gedämpfte Besehle—— es klang, als würde eine Schiffsladung an oder von Bord geschafft. Skuller fand dafür keinerlei Erklärung. Rätselhaft. Hier stimmte doch etwas bei seinen Vermutungen nicht. Stunden vergingen. Sie mußten geschlafen haben. Gegen Morgen erwachten die beiden, als ein Schlüssel rasselte. Die Tür wurde geöffnet. Es war Craig, der den Schlüssel Kapitän Skuller überreichte, nachdem er hastig das Schloß hinter sich hatte einschnappen lassen. Craig war in furchtbarer Aufregung. (Fortsetzung folgt.) Schriftliche Anfragen aus unserem Leserkreise werden von uns kostenlos beantwortet. Die Mitarbeit aus unserem Leserkreise ist uns jederzeit erwünscht.— Die Schriftleitung übernimmt für die Auskünfte nur die preßgesegliche Verantwortung. Mieter.„Ich möchte gerne unsere Treppe streichen. Habe beim Hauswirt höflich um Farbe gebeten. Mir wurde geantwortet, ich soll mir die Farbe selbst kaufen und mit meinem Flurnachbarn die Kosten teilen, das wäre überall so. Stimmt das, und habe ich das nötig? Beim früheren Hausherrn bezahlten wir nur das Flurlicht, was tatsächlich verbraucht wurde. Im Januar bekamen wir neue Mietsbücher, darin war eine Forderung enthalten, daß wir ab sofort monatlich 0.25 RM. ob Sommer oder Winter bezahlen müssen. Dieses habe ich unterschrieben, obwohl wir früher im Sommer fast nichts zahlten. Jetzt ist auf meinem Flur die Birne entzwei, diese sollen wir auch ersetzen, obwohl wir unsere 0,25 RM. immer bezahlt haben. Muß ich die Birne ersetzen?“ —— 1. Maßgebend sind die Vereinbarungen im Mietvertrag. Wenn die Treppe in einem Zustand sich befindet, der einen Anstrich notwendig macht, so muß der Vermieter für die Kosten der Farbebeschaffung aufkommen. 2. Die Vereinbarung der Zahlung des Lichtgeldes ist gemäß der Preisstopverordnung unzulässig, da in jedem Fall zu einer Mietsteigerung die Genehmigung der Preisbehörde erforderlich ist. Sowohl Vermieter wie Mieter machen sich strafbar, wenn sie einen Zuschlag zur Miete ohne Genehmigung der Preisbehörde vereinbaren. Der Ersatz von Leuchtbirnen im Treppenflur ist Sache des Vermieters, nicht des Mieters. Der Vermieter muß dafür sorgen, daß auch die Zugänge zu den Wohnungen sich in ordnungsmäßigem Zustand sich befinden. G. S.„1. Wann wurde die zweite Aufwertung 1931 in der Zeitung veröffentlicht und von welchem Datum an ist sie ausgezahlt worden? 2. Wie reinigt man ein rosa Taftkleid, welches beim Tanzen am Rücken schmutzig geworden ist?“—— 1. Es ist nicht klar, was Sie unter zweiter Aufwertung 1931 verstehen. Sie denken vielleicht an die preußische Verordnung vom 20. 12. 1930(Preuß. Gesetzsammlung Nr. 42/30 S. 319), die die Aufwertung der Sparguthaben endgültig regelt und für die Provinz Westfalen eine Aufwertung von 26,5 v. H., für die Rheinprovinz eine solche von 23 v. H. des Goldmarkbetrages festsetzte. Sollten Sie etwas anderes meinen, so bitten wir, nochmals bei uns anzufragen. Ueber die Sparguthaben=Aufwertung geben auch die Sparkassen Auskunft. 2. Kaufen Sie eines der fertig käuflichen Fleckmittel(Drogerie) und fügen Sie dem Spülwasser etwas Zucker oder Gelatine zu. Kolonialschule.„1. Wo ist die nächste Kolonialschule für Mädchen? Welches sind Zweck und Ziele der Schule? Welche Vorbildung ist für den Besuch notwendig? Wie hoch stellen sich die Kosten der Ausbildung? 2. Bei Mieterwechsel läßt der Vermieter eine Veranda anbauen und durch dieselbe ein Zimmer vergrößern. Dadurch soll der Mietpreis sich um 10 NM. erhöhen. Ist die Erhöhung berechtigt?"—- 1. Die Koloniale Frauenschule befindet sich in Rendsburg(Schleswig=Holstein). Ueber Aufnahmebedingungen und Ausbildungskosten gibt das Sekretariat der Schule Auskunft. Wir empfehlen, die Unterlagen von dort anzufordern. 2. Die Erhöhung der Miete ist nur zulässig mit Genehmigung der Preisbehörde(Landrat). Die Entscheidung dieser Behörde ist für die Parteien unmittelbar verbindlich. Der Vermieter muß einen begründeten Antrag schriftlich unter Beifügung einer Abschrift einreichen. P. K. 161.„Wo liegt Dabringhausen? Gibt es dort ein Polizeipräsidium oder einzelne Polizeibezirke?"—— Dabringhausen liegt im Regierungsbezirk Düsseldorf. Dort befindet sich ein Gensurmerieposten. Die zuständige Kreispolizeibehörde(Landrat) befindet sich in Solingen=Lennep. E. Sch., Welper. Zuständig für die Ausstellung einer Ersatzdienstbescheinigung ist das Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber, Berlin, SW 68, Lindenstraße 37. Brigitte. Die Frage, die Sie stellen, können Sie letzten Endes nur selbst beantworten. Es kommt darauf an, ob Sie im Interesse des Kindes den Kindesvater oder den anderen Mann heiraten wollen. Selbstverständlich muß auch die Gegenseite gehört werden. Vor allen Dingen muß die Gewähr geboten sein, daß das Kind in einer späteren Ehe nicht unter seiner Herkunft von Ihrem Manne zu leiden hat. Insanterist.„Wie lautet die Anschrift des Infanterieregimentes Großdeutschland. Meldeschluß ist der 20. Juni 1939. Die Adresse wurde vor kurzem im Radio bekanntgegeben?"—— Die Meldung ist schriftlich an das Wachregiment Großdeutschland, Berlin NW. 40, Nathenower Straße 10, zu richten. Für die Freiwilligen, die noch keinen Arbeitsdienst gemacht haben, hat der Führer die Ableistung von verkürztem Arbeitsdienst verfügt. Die Heranziehung hierzu wird zum 1. August 1939 vom zuständigen Wehrbezirkskommando beim Reichsarbeitsdienst veranlaßt. Annahmebedingungen: Lebensalter von mindestens 17 und höchstens 20 Jahren, deutsche Staatsangehörigkeit, deutschblütige Abstammung, volle Tauglichkeit, Wehrwürdigkeit. Der Bewerber muß unbestraft und unverheiratet sein. Abgeschlossene Volksschulbildung. Mindestgröße 1,75 Meter. Brillenträger kommen nicht in Frage. Der schriftlichen Meldung sind beizufügen: a) von noch nicht gemusterten Bewerbern der Freiwilligenschein, von bereits gemusterten Bewerbern ein polizeilich beglaubigter Auszug aus dem Wehrpaß. Diese Unterlagen werden von der polizeilichen Meldebehörde ausgestollt; b) ein eigenhändig geschriebner Lebenslauf. Dieser muß enthalten: Vor= und Familienname(Rufname unterstreichen); Tag, Monat, Ort, Kreis, Provinz der Geburt; Religion; Körpergewicht und Größe, körperliche Fehler; Angaben über Schulbesuch und Beschäftigung seit der Schulentlassung bzw. beabsichtigten Beruf; Zugehörigkeit zu Parteigliederungen(HI, SA, usw.); Besitz von Sportabzeichen und Bescheinigungen(z. B. über Ausbildung an einer Motorsportschule des NSKK.); genaue und deutliche Anschrift; c) eine Verpflichtungserklärung zu insgesamt zwölfjährigem ununterbrochenen Dienst im Heere in doppelter Ausfertigung(Muster bei den Wehrbezirkskommandos und Wehrmeldeämtern erhältlich) und die schriftliche, amtlich beglaubigte Einwilligungserklärung des gesetzlichen Vertreters; d) Urkunden zum Nachweis der arischen Abstammung von deutschem oder artverwandtem Blut(Ahnenpaß oder Geburts= bzw. Taufurkunden) der Eltern und Großeltern väterlicher= und mütterlicherseits). Können die erforderlichen Unterlagen der Meldung nicht beigefügt werden, so sind sie so bald wie möglich nachzureichen. e) Zwei Paßbilder(Brustbilder von vorn gesehen in der Größe 3,7 mal 5,2 cm in bürgerlicher Kleidung und ohne Kopfbedeckung) mit Vor und Familiennamen auf der Rückseite.— Auskunft erteilen die Wehrbezirkskommandos und Wehrmeldeämter sowie das Wachregiment Berlin. Pater noster.„1. Woher kommen die schwarzen Läuse an den dicken Bohnen? Werden sie durch die Luft oder durch die Ameisen, wie der Gärtner sagt, an diese gebracht? Woher aber nimmt die Luft oder die Ameisen dieses Geschmeiß? Wie und wo entsteht dieses Ungeziefer? 2. Woher kommt der Ausdruck:„Pater noster“ für den immerlausenden Aufzug in Geschäftshäusern? Pater noster Heißt doch Unser Vater, eine eigentümliche Bezeichnung für einen Aufzug?“—— 1. Es ist richtig, daß die Ameisen den Blattläusen nachgehen, weil diese einen süßen Saft absondern, den die Ameisen wegnehmen. Dadurch werden die Blattläuse erst recht zum Aussaugen der Pflanzen angetrieben. Der große Schaden der Blattläuse wird durch ihre ungeheure Vermehrung herbeigeführt. Findet man heute wenige Blattläuse an einem Zweig, so ist derselbe bei günstigem, d. h. trockenem, heißem Wetter, in kaum 8 bis 10 Tagen mit Blattläusen ganz bedeckt. Die Vermehrung geschieht auf ganz verschiedene Weise. Im Herbst legen die befruchteten Blattlausweibchen ihre Eier an die Zweige ihrer Nährpflanzen oder an Pflanzen, die in deren Nähe stehen, so z. B. an Hecken, Bäumen und Sträuchern. Diese Eier gehen im Frühjahr aus, und zwar entwickeln sich aus ihnen lauter ungeflügelte Weibchen. Diese sind nach wenigen Häutungen in 8 bis 10 Tagen ausgewachsen und bringen dann sofort ohne Begattung in kurzen Zwischenräumen 50 bis 100 Junge zur Welt. Diese wachsen rasch heran, häuten sich einige Male und bringen dann wie ihre Mütter gleichfalls ohne Begattung lebendige Junge zur Welt. So geht es den ganzen Sommer über. Im Sommer aber beginnen einer großen Anzahl Blattläuse Flügel zu wachsen, es sind dann ungeflügelte und geflügelte Weibchen vorhanden. Die geflügelten fliegen fort und gründen neue Kolonien, die sich ebenso schnell entwickeln. Auch die geflügelten Weibchen gebären lebendige Junge ohne Begattung. So geht es fort bis zum Spätherbst und die Zahl wächst ins Riesenhafte. Aber die zarten Läuse könnten in dieser Form den Winter nicht überstehen, und mit der steigenden Kühle und Nahrungsmangel verlieren die Weibchen die Fähigkeit, ohne Begattung lebende Junge zu erzeugen. Jetzt erscheinen auch die Männchen. Die Begattung beginnt, und nun legen die begatteten Weibchen die Wintereier, welche anfangs erwähnt wurden. Diese liefern dann im Frühjahr wieder die ersten Weibchen. Auch zahlreiche lebende Weibchen überstehen in den verschiedensten Schlupfwinkeln den Winter und gehen im Frühjahr wieder mit an die Vermehrung.— Aus dieser„Lebensgeschichte" der Blattläuse können Sie ersehen, wie die schwarzen Läuse an die Pflanzen(Bohnen usw.) kommen. Zur Bekämpfung gibt es die verschiedenen fertigen Präparate(Venetan, Parasitol usw.). 2. Der Name„Paternoster“=Aufzug wird wohl damit zu erklären sein, daß sich die Fahrkörbe pendelnd an zwei endlosen Ketten(beim Rosenkranz die endlose Perlenschnur zum Beten einer bestimmten Anzahl von Vaterunser— Paternoster—, Ave Maria usw.) bewegen. Kinderbeihilfe.„. Haben Schecks der Kinderbeihilfe eine Ablauffrist? Bemerkungen sind nicht vorhanden. 2. Auf welchen öffentlichen Beförderungsmitteln haben kinderreiche Familien Fahrpreisermäßigung? Gilt die Ermäßigung auch für Einzelfahrten(2—3 Personen) einer Familie? Wie berechnen sich dieselben?"—— 1. Nein. 2. Familien mit wenigstens vier unverheirateten leiblichen Kindern, die das 21. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und dem elterlichen Hausstand angehören, zahlen bei gemeinschaftlichen Reisen von mindestens zwei Angehörigen (also z. B. auch, wenn nur die Eltern reisen): a) für die erste älteste Person den vollen Fahrpreis; b) für jede weitere Person über 10 Jahre den halben Fahrpreis; c) für 2 Kinder vom vollendeten 4. bis zum vollendeten 10. Jahre zusammen den halben Fahrpreis; bei einer ungeraden Zahl von Kindern in diesem Alter wird das dritte, fünfte usw. Kind frei befördert. Reist ein einzelnes Kind vom vollendeten 4. bis zum vollendeten 10. Jahre, so wird es frei befördert; reisen nur Kinder von 4.—10 Jahren, so zahlt das erste Kind den halben Preis; von den übrigen Kindern zahlen zwei zusammen den halben Preis, ein einzelnes Kind ist frei.— Die Ermäßigung wird gewährt auf: Fahrkarten zum gewöhnlichen Fahrpreis, Sonntagsrückfahrkarten, Urlaubskarten(auch Östpreußenkarten) und Feriensonderzugkarten. Der Haushaltungsvorstand muß sich bei der Ortspolizei eine Bescheinigung über den Personenstand der Familie ausstellen lassen. Diese Bescheinigung gilt für ein Kalenderjahr, also für alle in dieser Zeit ausgeführten Reisen. Außerdem hat der Haushaltungsvorstand für jede Fahrt einen Antrag nach vorgeschriebenem Muster beim Abgangsbahnhof zu stellen.— Die Reichspost gewährt ebenfalls bei Familien mit vier Kindern unter 21 Jahren 50 Prozent Fahrpreisermäßigung. M. W. 100.„Wie muß es heißen, der Hut kleidet mir oder mich?"—- Es muß heißen, der Hut kleidet mich! 31 4 (Nachdruck verboten). Haal sah nun, wie sich ein häßliches, widerwärtiges Lächeln in die Mundwinkel Törreks eingrub. Wie seine Blicke über die Decke zu wandern begannen. Anscheinend brachte er Ordnung in seine Gedanken, vielleicht dämmerte ihm schon ein Plan, wie er die Lage günstig für sich ausnützen konnte. Haal aber wollte Marjeta schonen und bat sie nochmals, sich zurückzuziehen. Er würde bestimmt allein mit Törrek fertig werden. Sie aber schüttelte den Kopf. Da fiel die heisere Stimme Törreks in die Stille. „Geh nur, mein gutes Kind,“ sagte er leise und mit drohender Ironie,„es ist wohl besser, wenn du schlafen gehst." Jetzt endlich entschloß sie sich. Haal nickte ihr. kurz zu, und sie ging. Sie verschwand in ihrem Zimmer, ließ aber die Tür ein wenig hinter sich offen. Haal starrte ihr nach; er sah, wie das Licht ihn ihrem Zimmer erlosch. Trotzdem wußte er, daß sie nicht schlafen gegangen war. Unzweifelhaft lauschte sie an der Tür. Sie wollte auf jeden Fall erfahren, was Törrek ihm zu sagen hatte. 6. „Sie könnten mir eine Zigarette geben," sagte Törrek,„da— aus meiner Dose. Sie haben sie ja noch in der Hand.“ Tatsächlich hatte Haal die schmale goldene Dose noch in seinen Händen. Er reichte sie zurück. Törrek betrachtete sie eine Weile— die Zeichnung des Monogramms war durch den abgleitenden Schuß völlig zerstört— und sein lauerndes, drohendes Lächeln vertiefte sich. Haal saß vor ihm, er hatte sich einen Stuhl herangeholt. Törrek begann zu rauchen und Haal blickte ihm forschend, mit gespanntester Aufmerksamkeit, zunächst auf die Hände, die stark geädert waren und ein wenig zitterten, dann ins Gesicht. Törreks Blicke streiften unterdes durch den Raum, er war anscheinend tief in Gedanken versunken. Haal fühlte, wie sehr er diesen Mann haßte— mit einer förmlichen Inbrunst haßte er ihn. Jetzt mischte sich noch unsägliche Verachtung in sein Gefühl. Dieser Mensch hatte es gewagt, nachts hier einzudringen, um Geld von Marjeta zu erpressen, nachdem er schon soviel Unglück über sie gebracht hatte. In ein böses, grausames Tier hatte er sich verwandelt, auf das man schießen durfte, wenn es einen neuen Angriff wagte. Haal leate sich jetzt die Frage vor, ob auch er in einer ähnlichen Lage geschossen hätte, kam aber zu keinem Ergebnis. Gewiß, er haßte den Mann, aber seltsamerweise fehlte der Zorn, der außerordentliche Affekt. Sein Haß war kühl und ruhig, nur der Ekel würgte im Halse. Man müßte dieser widerwärtig grinsenden Kreatur ins Gesicht schlagen, dachte er, doch wäre es zwecklos. Man muß erst einmal wissen, auf welche Art und Weise er den weiteren Angriff zu führen gedenkt. Denn eigentlich hat er Marjeta ja in der Hand. So schoß es Haal durch den Kopf. als Törrek plötzlich seinen Blick auf ihn ruhen ließ und zu sprechen begann. Seine Stimme klang knarrend. in seiner alten Art. Er hatte sich anscheinend wieder völlig in der Gewalt. „Ich muß Sie anzeigen, Haal— es ist Ihnen wohl klar, nicht wahr?“ Haal stutzte. Er war so überrascht, daß er keine Worte fand. Und Törrek sprach weiter:„Sie sind so lieb, mich auf die nächste Wachstube zu begleiten. Falls Sie sich selbst stellen, kommen Sie billiger davon. Immerhin ist es ein Morversuch.“ „Ich verstehe nicht, was Sie da reden.“ antwortete Haal nach einer Weile. „Sie leugnen es also?“ „Was soll ich leugnen?" „Daß Sie auf mich schossen.“ „Ich? Sie sind...“ Törrek kniff das linke Auge ein wenia zu. Dabei hob er die flache Hand, als wolle er die Einwendungen Haals nicht länger anhören. „Ich begreife es ja,“ sagte er,„Sie haben sich mit Marjeta geeinigt. Marjeta will die Tat auf sich nehmen, weil sie weiß; daß sie vor dem Gericht besser davonkommen dürfte. Nun aut— es ist ein Opfer. Wenn man liebt, bringt man Opfer. Und Marjeta bringt ja gerne Opfer, das weiß ich. Aber— ich denke nicht daran, dieses Opfer zu dulden, hören Sie?“ Haal stockte der Atem. Doch zwang er sich zur Ruhe. Er wollte etwas entgegnen, aber Törrek fiel ihm ins Wort: „Sie wollten mich also in den Rücken schießen? Einen wehrlosen, ahnungslosen Menschen in den Rücken schießen? Niemals hätte ich Ihnen eine solche Gemeinheit zugetraut, niemals..." „Törrek, Sie sind wahnsinnig geworden.“ „Glauben Sie? Oh. mein Lieber, wie sehr Sie sich in mir täuschen! So leicht werden Sie denn doch nicht mit mir fertig. Sie schossen auf mich. Und ich sah es, daß Sie auf mich schossen, ich kann's beschwören. Noch bevor der Schuß fiel, riß ich mich herum. Es war mein Glück— das Schicksal wollte mich noch nicht zerstören. Und ich sah Sie deutlich — dort in der Tür— neben Marjeta. Aber Sie hoben die Hand und nicht Marjeta. Nochmals: ich nehme es auf meinen Eid, falls es zur Verhandlung kommen sollte.“ Haal erbebte, ein Schauer lief durch ihn hin.„Wo stand ich?“ stieß er hervor, in welcher Tür?“ Törrek zeigte auf Marjetas Wohnzimmertür, die immer noch einen Spalt breit offen stand. „Ah.“ sagte er ironisch.„Sie wissen es nicht mehr. Naiv von Ihnen. Aber eure Absicht wird scheitern. Ich folge euch nicht. Ich komme zum Schwur. Und ich schwöre, daß ich euch beide in der Tür stehen sah— und Sie Haal, Sie hoben die Hand mit der Waffe.“ „Hm.“ „Ueberlegen Sie sich's Haal, überlegen Sie sich die Sache reiflich.“ Haal erhob sich. Die Gedanken wirbelten ihm durch den Kopf. Er starrte auf Törrek. „Man wird Sie beide verhaften," schwatzte dieser weiter,„alles war eine abgekartete Sache. Niemals hätte ich es Ihnen zugetrant, Haal, Sie waren damals, als Sie noch unter mir arbeiteten, so ein netter. freundlicher Bursche.“ Mit gesenktem Blick ging Haal einige Schritte über die Diele. Plötzlich sah er die Waffe auf dem Teppich. sie lag hinter einem Stuhl. Er hob sie auf, hielt sie in der Hand Dabei jagten seine Gedanken im höchsten Aufruhr. War irgendein Funken Wahrheit in den Worten dieses Teufels? Glaubte Törrek wirklich. jemanden in der Tür neben Marjeta gesehen zu haben? Seltsam, seine Schilde rung.. Wahnwitz! Törrek hatte es sich ausgedacht, um ihn zu verderben. Ihn, den er anscheinend für den Liebhaber Marjetas hielt. Das war alles. Und ihn würde er jetzt erpressen. Rasch wandte er sich um und gina wieder auf Törrek zu, die Waffe hielt er noch in der Hand. Da schnellte Törrek hoch. Sein Gesicht war in höchster Angst verzerrt, abwehrend streckte er die Hände vor. Er keuchte:„Kommen Sie zu sich, Haal! Legen Sie die Waffe fort... bitte... ich ersuche Sie—“ Haal lächelte und legte den kleinen Nevolver auf den Tisch. Und voller Verachtung sagte er: „Sie sind ein Feigling und ein Lügner, Törrek. Behaupten Sie noch immer, daß Sie mich dort in der Tür sahen?" Törrek sank in den Sessel zurück, er wischte sich den Angstschweiß von der Stirn. Dabei murmelte er allerlei vor sich hin. Es sei unglaublich, wie man ihn hier, in seinem eigenen Hause behandle. Dies alles müsse er sich von dem Liebhaber seiner Frau gefallen lassen. Aber er denke nicht mehr daran, noch länger zu warten. Er gehe jetzt auf die nächste Polizeistube und melde alles. Nichts mehr würde ihn daran hindern, nichts. Haal wiederholte seine Frage: ob Törrek noch immer das gleiche behaupte? „Ich glaube fast,“ antwortete Törrek,„daß Sie es sogar abstreiten, im Zimmer meiner Frau gewesen zu sein, als ich hier die Diele betrat“. Haal warf sich wieder in den Sessel:„Was soll ich Ihnen auf solche Torheiten entgegnen?" „Sie bestreiten es wirklich?“ „Ich war oben in meinem Zimmer, als Marjeta mich holte.“ „Kein Richter wird es Ihnen glauben.“ denke nicht mehr daran, noch länger mit Ihnen zu verhandeln, Törrek. Soll ich Sie heimfahren, in Ihre Wohnung? Wo sind Sie abgestiegen?" Törrek zündete sich lächelnd eine neue Zigarette an. Er antwortete nicht. „Seit wann sind Sie in Wien?“ fragte Haal. „Seit gestern.“ „Und wie kamen Sie auf die Idee, nachts hier einzubrechen?" „In flagranti wollte ich Sie und meine Frau überraschen. Sie können doch nicht leugnen, daß Marjeta noch meine Frau ist.“ „Ihre Absicht ist Ihnen aber mißlungen, Tör rek. Sie sahen zwar Licht in Marietas Zimmer. als Sie draußen vorüberkamen, aber Marjeta war allein." „Haal, ich bitte Sie! Minutenlang war ich auf der dunklen Diele, bevor ich das Licht anknipste. Ich stand vor der Tür da drüben, ich lauschte. Und ich hörte Sie doch sprechen, alle beide. Ich kann's beschwören.“ Haal jagte das Blut ins Gesicht. Er beugte sich vor:„Weiter, sprechen Sie doch weiter! Sie hörten uns?" „Ich verstehe nicht, warum Sie leuanen, Haal. Im kommenden Prozeß können Sie es auf keinen Fall leugnen.“ „Wie lange standen Sie vor dem Haus?“ „Nur wenige Minuten. Ich kam vorüber. Ich war im Casé, hier ganz in der Nähe, am Hietzinger Platz Ja, Haal, so war es. Und als ich das Licht sah, da sprang es mich an. Man hatte mir ja schon erzählt, daß Sie im Hause Marjetas wohnten, sozusagen als mein Stellvertreter.“ „Soll ich Ihnen ins Gesicht schlagen. Törrek?“ „Nun gut, meinetwegn können Sie's ja leugnen. Ich kann's beschwören, daß Sie zu nächtlicher Stunde im Zimmer meiner Frau waren und daß Sie auf mich schossen— falls Sie es vorziehen, es zu einem Prozeß kommen zu lassen. Aber daran glaube ich nicht.“ „Aha— ich verstehe.“ Eine Erpressung! Wenn er ihm Geld gab, würde er den Menschen loswerden... Aber wenn Törrek tatsächlich die Wahrheit sagte? — Wenn er nun wirklich Stimmen in Marjetas Wohnzimmer gehört hatte? „Meine wirtschaftliche Lage ist nicht besonders". sagte Törrek„ich bin fest davon überzeugt, daß Sie mir mit einem kleinen Darlehen.. Haal nickte. Und Törrek sprach weiter:„Um mich hier in Wien wieder zu rangiern, brauche ich- warten Sie." Haal erhob sich in diesem Augenblick. Ein Gedanke marterte ihn auf unerträgliche Weise, trieb ihn vorwärts, wie in einen dichten Nebel hinein. Er ging rasch über die Diele. Hinten an der Tür war die Garderobenablage. Dort blieb er stehen. Einsam hing da ein einziger Damenmantel. Haal kannte ihn, Marjeta trug ihn hin und wieder bei schlechtem Wetter. Das war alles, außer einigen Hüten und Kappen. Kein- weiter, grauer Sommerulster, wie Dewanger ihn getragen und hier vergessen hatte... Haal erbleichte. Hörte er nicht Toni Unterspergs helle Stimme im Ohr?:„Er hat seinen Mantel vergessen. Ich verstehe auch nicht, warum er in dieser Richtung geht, er wohnt doch in der Stadt.“ Dewanger! Es war ihm so, als würge ihn eine unsichtbare Hand an der Kehle. Wenn Dewanger nun zurückgekommen war, um seinen Mantel zu holen? Und sich vielleicht noch länger aufgehalten hatte? Dann Haal schloß die Augen. Es war wie eine Vision: Dewanger bei Marjeta. Plötzlich schrecken Sie auseinander. Beide haben sie das Geräusch gehört, das Anknipsen des Lichtes auf der Diele. Sie starrten sich an. Dann geht Marieta rasch auf die Tür zu. reißt sie auf. Die Diele ist hell. Und mitten in der Diele Törrek. Ein unterdrückter Schrei. Marjeta tritt auf. die Diele hinaus, schließt aber die Tür hinter sich. Törrek soll ihn nicht sehen, den Mann, der zu nächtlicher Stunde bei ihr ist. Törrek versucht, sie zu erpressen:„Du hast einen Mann bei dir. Wenn ich auf Ehescheidung klage, wirst du verurteilt. Dann bist du die Schuldige. Denke an den Skandal!“ Da geht sie ins Zimmer zurück, um einen Scheck zu holen. Und bann. Hier klaffte eine Lücke. Dunkel, Nebel. Doch schon im Bruchteil der nächsten Sekunde sah Haal neue Bilder. Dewanger reißt die Tür auf, neben ihm steht Marjeta Und er schießt auf Törrek, der sich rasch zu ihm umwendet und ihn nicht mehr erkennt, da sich sein Gehirn schon trübt. Öhnmächtig sinkt Törrek hin. Alles das war wie eine Vision an Haal vorübergeglitten. Jetzt öffnete er die Augen. Immerhin möglich, daß es sich so abgespielt hatte! Törrek war so merkwürdig sicher. Wie durch einen Nebel hatte er jemanden an der Tür steben sehen, der die Hand hob. Er hatte Dewanger wirklich für Haal gehalten. Dann war Dewangers Tat durch Marieta gedeckt worden. Haal kannte ihre blitzschnellen Entschlüsse. Mit hastigen Worten hatte sie Dehanger klaraemacht, daß er ihr Opfer annehmen müsse. Sie durfte mit milden Richtern rechnen, vielleicht sogar mit einem Freispruch. Eine Tat, begangen im Affekt! Und Törrek war wie ein Einbrecher in ihr Haus gedrungen. Dewanger dagegen würde unbedinat wegen Mordes angeklagt werden, denn Marjeta mußte ja annehmen, daß Törrek tot sei Gleich darauf schüttelte Haal diese ganze Gedankenflut wieder von sich ab. War sein Gehirn nicht überreizt in diesen Stunden? Er hatte keinerlei Beweise. Seine Phuntasie gaukelte ihm krankhafte Dinge vor. Er blickte auf. Und sah Marjeta. Sie stand neben Törrek in der Diele Und beide sahen sie ihm entgegen. Er ging rasch auf sie zu, um dicht vor ihnen stehenzubleiben. Haal blickte Marjeta ins Antlitz, das bleich und starr war wie eine Maske. Dunkel und geheimnisvoll schimmerte es zwischen ihren Lidern. So versank ihr Blick in seinen Augen... und es war ihm, als gebe sie ihre Seele ihm zum ersten Male völlig anheim „Ich danke Ihnen,“ sagte sie und es war eine bebende Innigkeit in ihren Worten,„ich danke Ihnen und jetzt möchte ich Sie noch bitten, Törrek heimzufahren." Fortsetzung folgt. Copyright by Verlag Knorr& Hirth. K.=G., München. Des Ministers Schwager Von Georg Bertram Eine Menschenschlange stand vor dem Schalter des kleinen Postamtes in einem Londoner Vorort und wartete darauf, daß der Beamte, der hinter geschlossenem Fenster schon seit einer Viertelstunde frühstückte, den Schalter öffnete. Er hatte keine Eile damit, sondern betrachtete mit sichtlichem Vergnügen die Aeußerungen der Ungeduld auf den Mienen der Wartenden. Ein kleiner, dicker Herr mit einer Aktentasche kam herein, hörte aus den entrüsteten Gesprächen der Stehenden, worum es sich handelte, und begab sich ungesäumt zum Schalter, wo er energisch gegen die Scheiben klopfte. Wütend sprang der Beamte auf öffnete das Fenster„Was fällt Ihnen ein, hier zu klopfen? Wann ich öffne, bestimme ich allein, verstanden? Stellen Sie sich gefälligst hinten an und warten Sie! In drei Minuten ist meine Pause zu Ende!“ „Dringende Telegramme sind sofort zu erledigen!" sagte der Herr.„Hier steht es ja auf der gedruckten Dienstordnung. Und ich will ein dringendes Telegramm an meinen Schwager richten.“ „Drei Minuten wird es ja wohl Zeit haben!“ brummte der Beamte, warf ein Telegrammformular auf das Schalterbrett und schloß das Fenster. „Lassen Sie nur, meine Herrschaften!“ beruhigte der Dicke die empörten Kunden,„er wird so klein werden, passen Sie nur auf!" Dann beschrieb er sein Formular und schob es, als der Beamte den Schalter endlich öffnete, dem Rauhbein hin. Der Beamte griente spöttisch, setzte sich nach umständlichem Putzen eine Brille auf und überlas das Telegramm. Plötzlich wurde er leichenblaß und begann zu zittern. Das Telegramm hatte folgenden Wortlaut:„An den Herrn Postminister, London. Lieber Schwager, der Beamte im Postamt 56 ist ein Grobian und behandelt die Leute skandalös und gegen seine Dienstvorschriften Herbert Hunter.“ „Oh... Sir..“, stotterte der Beamte in gänzlicher Verwirrung,„es ist...ich bedauere es tief ... wenn ich gewußt hätte, daß Sie der Schwager des Herrn Postministers sind, so...“ „Sie haben Ihre Pflicht zu tun!“ unterbrach Mr. Hunter den Redestrom.„Ihre Dienstvorschrift verlangt Höflichkeit gegen jedermann. Befördern Sie also das Telegramm!“ Zur Genugtuung aller Wartenden wurde der Beamte nun wirklich ganz klein und häßlich. „Hochverehrter Mr. Hunter!“ flehte er zerknirscht, „bitte, haben Sie noch einmal Nachsicht und nehmen Sie das Telegramm zurück! Ich habe Frau und Kinder! Ich verspreche Ihnen, nie wieder unhöflich zu sein und die Leute, ungebührlich lange warten zu lassen!" „Nun gut!“ sagte Mr. Hunter großmütig.„Lassen Sie sich dies zur Warnung dienen. Und geben Sie mir fünf Stadtpostkarten!“ Der Beamte bedankte sich ergriffen und übergab Mr. Hunter Telegramm und Postkarten. Mit ausgesuchter Höflichkeit fragte er die Nächsten nach ihren Wünschen, während der Schwager des Herrn Ministers würdevoll das Postamt verließ.— In einem kleinen Café unweit des Postamtes schrieb Mr. Hunter bei einer Tasse Kaffee seine Karten Plötzlich fiel ein Schatten über seinen Tisch, er sah auf und erblickte eine elegante, stark geschminkte junge Dame, die ihn freundlich ansah und ihm die Hand entgegenstreckte. „Nun, was sagen Sie, Mr. Hunter? Ist das nicht eine Ueberraschung. Gerade in diesem kleinen Café müssen wir uns treffen!“ Mr. Hunter schüttelte verwundert den Kopf.„Es tut mir sehr leid, gnädiges Fräulein." sagte er höflich„aber ich habe bisher noch nicht das Vergnügen gehabt. „Aber Mr. Hunter!“ rief sie heiter,„wir haben uns doch auf der letzten Gesellschaft gesehen, die der Herr Postminister Sir Maugham gab! Sie haben so oft mit mir getanzt- aber dann haben Sie wohl zu viel Coctails getrunken, und darum erkennen Sie mich nicht!“ „Soso!" nickte Mr. Hunter,„ja sicher, so war es wohl! Verzeihen Sie vielmals meine Vergeßlichkeit. Miß... äh..." „Mabel Cole!“ half sie lachend nach.„Aber es ist gut, daß ich Sie hier treffe, Mr. Hunter. Ich habe eine peinliche Angelegenheit mit Ihnen zu besprechen“. Sie setzte sich neben Hunter an den Tisch und begann eine lange Geschichte zu erzählen. Als sie damit fertig war, faßte Hunter das Gehörte noch einmal zusammen:„Sie besitzen also — hm. sagen wix, intime Briefe, die mein Schwager, der Herr Minister, Ihnen schrieb. als er schon mehrere Jahre verheiratet war. Und aus diesen Briefen ergibt sich deutlich, daß mein Schwager seiner Frau tatsächlich untreu war. Ja— das ist wirklich sehr überraschend für mich. Aber sagen Sie, Miß Mabel, warum vernichten Sie diese Briefe eigentlich nicht?“ „Ich bin in drückende Notlage geraten. Sir Maugham hat mich damals unterstützt; und zuletzt erklärte er sich bereit, tausend Pfund als einmalige Abfindung für mich und sein Kind zu zahlen. Aber das hat er nicht getan. Und wenn er sein Wort nicht hält, brauche ich meines auch nicht zu halten. Ich werde mich an seine Frau wenden oder einen öffentlichen Skandal herbeiführen, der ihn als Minister unmöglich macht.“ „Das ist ja entsetzlich!“ rief Mr. Hunter.„Was machen wir denn da?" „Es gibt nur einen Ausweg!“ rief sie energisch. „Wenn Ihnen etwas an dem Ruf Ihrer Schwester und Ihres Schwagers liegt, so kaufen Sie mir die Briefe ab! Andernfalls schicke ich einen Teil der Briefe an die unglückliche, betrogene Frau und die übrigen an die hiesigen Skandalzeitungen.“ „Wieviel verlangen Sie?“ fragte Hunter zögernd. „Tausend Pfund!" Miß Mabel wischte eine Träne aus dem Auge.„Ich muß doch für die arme Isabel sorgen! So heißt nämlich das Kind!“ „Isabel?“ fragte Hunter interessiert.„Hieß das Kind nicht das letztemal Lionel oder James?" Mabel zuckte entsetzt zusammen.„Was meinen Sie damit Mr. Hunter.?“ „Ich muß Ihnen leider eine Enttäuschung bereiten, Miß Mabel— ich bin gar nicht der Schwager des Herrn Postministers!“ „Aber Sie haben doch vorhin im Postamt selbst...“ Sie hielt erschrocken inne. „Ah, daher stammt Ihre Wissenschaft!“ lachte Hunter.„Das war nur so ein Scherz. Ich wollte den groben Beamten nur ein bißchen bessern, und das ist mir ja auch gelungen. Aber den Herrn Postminister habe ich nie gesehen!“ „Dann sind Sie also garnicht Mr. Hunter?“ rief Miß Cole verblüfft. „Doch, doch, ich heiße Hunter,“ erwiderte er fröhlich.„Ob der Herr Minister einen Schwager gleichen Namens hat, ist mir unbekannt. Und nun, Miß Colo oder Miß Sampson, muß ich Sie bitten, mich freundlichst zu begleiten. Ich bin nämlich Kriminalinspektor Hunter von der Abteilung„Erpressungen", und ich bin schon lange hinter Ihnen her. Sie haben es bisher glänzend verstanden, die Brüder, Schwestern, Vettern und sonstigen Verwandten hochgestellter Persönlichkeiten mit Ihren intimen Briefen und Ihren James. Lionel und Isabel zu erpressen. Leider hat der Zufall Sie heute an die unrechte Stelle geführt.“ Der vermeintliche Schwager des Herrn Ministers führte die Erpresserin auf die Straße, rief ein Taxi herbei und befahl:„Scotland Dard!“ . —— 2o2 a . k. 2. . k. Ea 2 5o2 2 8 2 6o sk E2 2 o 20 of. 2t22 P.... k2o 30128 tO E0 E tta Se taan e. Apoo skttI tt .2 oo: . C2 2 80. 2005 20 S s2 tJon E2 SSE k. . ste2: 6 o k. p2 kS t 2 2 2. 2. . . 2 2 23. a 2 22. tE 15 k. tko kktta tkktko tktao oaore:.00n to . 59 0 t20 — o2 ktttorokkstt as . k—eM eE2 oet tee 2 290 et tta t e 28 2 220 6 S 0.5 2 2 5o s. s :20 T S0 10 S 2 2 20 o. a -. 2 kttt2. eroo SE. . 2a. a . 2 22 2 a 62 0 2 7or50 o 2— E . 2 SE: 05 e ä 2 u 2 050 t T00E s. 559. d 2 22E : 28. — 2 22 k.... ooa e 0 22. E PE e2. .s6 2:o . o0 k22 mk2. . 25 sE go a ksoy. S.s kkoapa. kk tNa: A kSan: tt k k. 3 Teoo t — 2 50 623 o. . t eso e 2200 k ... E.t01 22 eE 2 3 122. t20 o 3106910 E S -3.30 . . S5. o2 Et k E a2 So0 Dea2.; D 30.. . t o0.. ks a tttktt..-. F8 s , . 11 55 o 559 55. . .. 5 22." 6 S235 ek .... . . t. — -. .. 3.. 1 — kat ana a2 E 2 * ue. a 6 8a 22 2 ä. 2 22.. So QE E e 22. .. To ä 368 : ....o. .m v23. 20. 6 a kko O a . 32 seese 26020 2tta. k ttt8 sas. 8. . 2 o . Saa. 0 2 tSo . k: v6) el ke 5E . . 11 11 1111 IIIII IIIII 111 e I I t5 II 2 8 3. -5 2 . p1 1 1 . 200 29 89 981 191811 u7d 890 790. aln N & u 30 . 2 2 2 22 2 28oe 0 8e 26 8 058 : . s 2O 2 t5 tttts Ee s 8ao: 20 D.E0 tkttt tt 2 E e5 . 6 E2 . o 2esa. a 2.2 2un e.2 . e: 0 8 2a920 2o . St S E2aM e D.. 28 2 — ; 2 2 2 2 2 s5 DOI 2 MA 2 a : 2 eos k 0 e2e k. eona s ääs tspo s-. stktktk2 k . 2 1. — t Sa. 2 sä19 2 ktkks Zo0—. . tksn skkttn e 2. 28 : 2 2 2 ax5e2222.00 kt20 6 ste500 2 20 s20 ttss 8e . 2 2 6 ssyoa osm:ss 2 t 250.4 n 0 8 o 28 tska22 oaoa2 k2y s 0 0. 020 2 . 22 a tkk2.U02 to op : 20 02 2 2 8 t kGE : 09 5562 a k2o s3-0 ttz2o: tS n eE. tysesn: k: s s ktts kkt) : . o t500: 30 2to2, 9on s ana ks:o 2 Sn äs 2 20 2 22 22 2n 2 22 e -.". oet skS5..2 SUE.—tS a —20 . o ms kt2 2o .s k220 t tk20 et2 62 t3 kt 20. . 2?0: o k2 s2 2.20. 20.4 09 E — 3e. 8 k t2s2 22 E—2:2 -. s. kk—2 ep .o: t s 2 :— — kk22o Ee a3 : 255e 2ee stt 2— -0 2 . 2 2 Pono... A vap ttttk. ek. . 2x R. tatp.22 at tk92 k. kt 00" 202 22 . 9 Aa 2 3 2e 2 aose UU0E 2. 2 . . a . t. . t. o, E.E-0 -25 k. e 225020 . kt. v. 2p.. 2To k26 a. an e0a0 5 82 S B ar t. k2o . . a -2300 k. . . t t. kk2..... ns kao t. . k kPEOET k. : 2.8. tttksA 9 2 2 2 os s 222 2: 2s. S22 5 2 5 kt20k2 . o k. tkk622 2 2 kt S 2 k2s:o 226 st. 2o ke . 3200 ops 9 2: E.2 s 3 2E. t. " oo . k t2 0. o g16 . a. tttn . k. k kk500 tkt. stk. t. . 22o s. tt. 2 k2 2-.2a 59. EE: . . — .9.0 2.2 . a 6 2 80 2 —683 2 2..02 . 2 3 Ruhrlane REISE- UND VERKEHRSBEILAGE DER»HEIMAT AM MITTAG Dünen- Berge Ihre ausströmende Ruhe biefef efwas unvergleichliches Alle Maßstäbe verschwinden vor der Größe und Unendlichkeit des Meeres. Wie eine riesige Glasglocke wölbt sich der Himmel über die See, man meint förmlich zu sehen, daß die Erde rund ist. In feinem Dunstschleier verhüllt, versinkt der Horizont in der Ferne. Wo keine Vergleiche für Höhe und Breite Gelegenheit geben, Maße zu berechnen die Farbe, sondern die schlichten Formen der„Dünengebirge“, ihre Weite und erhabene Größe, ihre Einfachheit und ausströmende Ruhe bieten dem Wanderer etwas ganz Neues und Unvergleichliches. Wenn der sachte Seewind die Dünengräser leise wiegt, das Sonnenlicht auf dem weißen Sand Naturwunder dieser Art in Deutschland, sich hin. Kein Menschenlaut ist in der Ureinsamkeit der hohen Sylter Wanderdünen zu hören, Vogelschreie der nistenden Strandvögel werden durch die Stille aufgeschluckt. Vorweltliche Heidetäler und riesige weiße Flächen, die gewaltigen Gletschern ähneln, unberührt von Menschenfuß, erinnern an vorgeschichtliche Zeiten, und der Mensch, der diese Stätten betritt, fühlt mehr denn je die Unendlichkeit und Größe der Natur. Meeresrauschen, singender Wind, der in Gräsern spielt, gleitende Wolken am blauen Himmel und Sand, weißer Sand, zu Hügeln und Bergen getürmt, darin der Mensch, klein, unscheinbar und doch dem Höchsten so nah! Leonie Cleff. 3 Welche Seebäder finden den meisten Zuspruch? Das soeben herausgekommene Jahrbuch des deutschen Fremdenverkehrs vermittelt interessante Einblicke in den Besuch der deutschen Seebäder im vergangenen Jahre. An weitaus erster Stelle steht in der Reihe der Östseebäder Kolberg mit 648735, und in der Reihe der Nordseebäder Norderney mit 682074 Uebernachtungen. Die Reihe der Östseebäder setzt sich gemäß Uebernachtungsziffern nach Kolberg wie folgt fort: Brunshaupten=Ahrendsee(598 471), Ahlbeck(513 084), Misdroy(432 117), Zoppot(379 434), Swinemünde(355 759), Warnemünde(299 887), Binz(299 326), Göhren(283 436), Bansin(273 054), Zinnowitz(236 483), Heringsdorf(227 784), Sellin (181 882), Saßnitz(145 341), Travemünde(117 884). An der Nordsee folgen nach Norderney die Inselbäder Borkum(394858), Westerland(348 245), Juist(318 792), Wangerooge(280 360), Langeoog (162 880), Helgoland(93378) und Spiekeroog (70 539). Interessant ist der Vergleich mit einigen bekannten Heilbädern: Karlsbad(1115 637), Wiesbaden(962 226), Nauheim(774 924), Baden=Baden (687 038), Kissingen(669 076), Salzuflen(570 411), Pyrmont(481 926), Elster(466 473), Oeynhausen (379 614), Kudowa(302 368), Oberschlema(298 000), Altheide(278792) und Brambach(113 060). Dünen auf einer Nordseeinsel und abzuschätzen, gewinnt das kleinste Ding an Größe und Wert. Weisen im Hochgebirge kleine Häuschen am Bergeshang den Blick nach oben zu den himmelanstrebenden Felszacken, so wird man von der Höhe überwältigt die Augen schließen und der Wunsch, hinaufzusteigen in jene lichten Höhen, wird sich elementar durchbrechen. Und wie ist es mit unseren Bergen an der See? Für das menschliche Auge sind es Berge, sowie er inmitten einsamer Dünentäler oder Bergketten und durch geheimnisvolle Schluchten gewandert ist. Während im Gebirge dem Auge fortwährend neue Eindrücke in Farbe und Gegenstand Abwechselung verschaffen, schaut an der See der besinnliche Mensch eine Umwelt von ganz eigenartiger Schönheit und bezauberndem Reiz. Nicht nur ie uskunftsstelle Schweden.„Ist es möglich, daß ich meiner Schwester, die in Schweden verheiratet ist, von Essen aus eine Urlaubskarte zustelle?"— Eine Fahrkarte ins Ausland zu schicken ist nicht möglich. Autofahrt:„Wie fahre ich am besten von Langenberg durch den Harz nach Dessau, zurück über Gera und wieviel Kilometer sind es bis dahin?“ —— Wir empfehlen folgende Strecke: Hattingen, Hagen, Iserlohn, Menden, Arnsberg, Meschede, Brilon, Schersede, Kassel 215 km; Hann. Münden, Götingen, Gieboldehausen, Herzburg. Braunlage 118 km; Hasselfelde 22,2 km, Blankenburg 16 km, Thale 8,7 km, Ballenstedt 18,6 km, Aschersleben 16,6, Bernbera 21,0. Kothen 18,7, Dessau 22 km.— Von Dessau zurück bis Bitterfeld 26,1, Leipzig 31,6 (Ausfahrt Koburger Straße), Zweckau 14,5, Pugau 8.8 Seitz 16,5. Gera 24,5. Weimar 67.5, Erfurt 223. Gotha 24,5. Eisenach 28,7 bis Kassel 84,7 km, von Kassel bis Langenbera 215 km. G. H. L.:„Ich möchte mit dem Rad nach Staßfurt(Bode) und bitte um Angabe einer schönen Strecke, ebenso die Entfernungen?"—— Wir empfehlen folgende Strecke: Langenberg, Hattingen, Witten, Hörde, Unna, Werl, Soest Paderborn 125,4 km, Driburg, Brakel 35,9 km, Höxter 19,7, Holzminden 9,7, Eschershausen 19,8, Gandersheim 32,7, Seesen 14,5, Goslar 23,4, Harzburg 11,7, Wernigerode 20,9, Halberstadt 21,4(Ausfahrt Harzstraße), Gröningen, Kroppenstadt, Engeln 27, Staßfurth 16 km. Streitfrage Basel.„Liegt der deutsche Bahnhof in Basel noch auf deutschem oder schon auf schweizerischem Gebiet?“—— Der Reichsbahnhof Basel liegt auf Schweizer Hoheitsgebiet. Die Grenze ist bei Weil/Rhein, also schon etwa zwei Kilometer vor dem Bahnhof Basel; bei der Einfahrt in den deutschen Bahnhof sieht man daher Schweizer Polizeiorgane auf dem Bahnsteig. Die Bahnsteige gelten lediglich in zolltechnischer sowie paß= und devisenrechtlicher Beziehung als deutsches Inland, und zwar nur während der Dienststunden Hallo— Gepäckträger Die nie schweigende Sinfonie des Verkehrs übertönend, schallt bei der Ankunft der Fernzüge der Ruf nach dem Manne im grünen Kittel über den Bahnsteig. Sofort ist dieser zur Stelle und nimmt die Gepäckstücke in Empfang. Groß ist manchmal die Ueberraschung des unkundigen Reisenden über die Sorglosigkeit, mit der der Erfahrene dem Gepäckträger seine Koffer anvertraut. Er sagt ihm, wohin sie gebracht werden sollen und kümmert sich nicht eher wieder um sein Eigentum, als bis es ihm am befohlenen Platze unversehrt ausgehändigt wird. Das geschieht alles mit einer Selbstverständlichkeit, die ein über jeden Zweifel erhabenes Vertrauen erkennen läßt. Und dieses Vertrauen ist auch vollauf begründet. Die Gepäckträger, d. h. die Männer, die eine Eisenbahnmütze mit einer blanken Nummer zu ihrem grünen Kittel tragen. versehen ihren Dienst am Kunden in amtlicher Eigenschaft. Sie stehen in einem durch besondere Rechtsbestimmungen gesicherten Dienstverhältnis zur Deutschen Reichsbahn. Deshalb sind sie auch als Angehörige dieses Verkehrsunternehmens durch die Dienstabzeichen ausgewiesen. Darüber hinaus führen sie einen amtlichen Tarif mit sich, in dem die Trägergebühren festgesetzt sind. Für das von diesen Gepäckträgern übernommene Gepäck haftet die Deutsche Reichsbahn, soweit es sich um den Trägerdienst im Bahnhofsbereich handelt. Darüber hinaus— also im Stadtverkehr— haftet die Gepäckträgergemeinschaft wie im Güterverkehr die bahnamtlichen Rollfuhrunternehmer. Das Gepäck ist somit bei unseren Geväckträgern in jeder Hinsicht gut aufgehoben. Da die amtlichen Gepäckträger mit den Oertlichkeiten des Bahnhofs und mit dem Fahrplan besonders vertraut sind, sind sie im Laufe der Zeit die unentbehrlichen Helfer des reisenden Publikums geworden; gewandt springen sie in die Wagen und Abteile, holen die Koffer heraus oder tragen sie hinein, gleichzeitig dem nachkommenden Kunden einen guten Sitzplatz sichernd. Der erfahrene Reisende wird mit Recht nur ihnen sein Gepäck anvertrauen. widerstrahlt und Strandvögel laut kreischend die Stille durchbrechen, dann könnte man meinen, in höchster Bergeinsamkeit, dem Licht näher gerückt, zu sein. Zerklüftetes und wetterhartes Felsgestein charakterisiert das Hochgebirge. Weiche Linien, die behntsame Hände glatt gestrichen, schwungvolle Abhänge, die der Wind mit zarten wellenförmigen Strichen sein gerippt hat, gekrönt mit dichten Büscheln von Strandhafer, die durch Fehlen aller Vergleiche, dichtem Gebüsch ähnlich sehen, versetzen den Menschen in märchenhafte Illusionen. Die besonders schönen Wolkenbildungen an der Küste verleihen der Dünenlandschaft noch einen ganz besonderen Reiz. So ziehen große Wanderdünen, die unablässig sich verändern und neugestalten, an der Samlandküste und auf der Nordseeinsel Sylt, als einzige Rings um den Halferner See Die große Volkserholungsstäfte des Ruhrgebiets der Reichsbahn, nicht also bei Nacht. Von zwei Bahnsteigen gilt nur der nördliche Teil als deutsches Inland; der südliche Teil gilt paß- und zollrechtlich als Schweiz, ist also nach dem Bahnhofsvorplatz hin offen. Dies ist auch der Grund dafür, daß alle Züge aus dem Norden nach der Schweiz und umgekehrt im Bahnhof je zweimal halten. Die Währung ist im Bahnhofsgebiet der Schweizerfranken, auch auf den Bahnsteigen, die als deutsches Devisenland gelten; dies hat praktische Bedeutung, z. B. bei der Bezahlung von Gepäckträgergebühren und in den Bahnhofwirtschaften. Die Bezahlung der Fahrkarten erfolgt ebenfalls in Schweizerfranken, aber zum amtlichen Kurs, d. h. 1,78 Sfr. für 1 Mark. Der Bahnhof Basel DRB ist nicht nur Endbahnhof für die Hauptstrecke Frankfurt—Basel, sondern auch Ausgangs- und daher Umsteigebahnhof für das obere Rheintal(Säckingen— Waldshut— Schaffhausen) und für das Wiesental(Lörrach=Zell), so daß ein lebhafter Umsteigeverkehr besteht. Die in Basel tätigen Reichsbahnbeamten und-arbeiter wohnen, soweit sie Deutsche sind, überwiegend in Weil am Rhein auf deutschem Boden. A. E.„Wie hoch ist die Kilometer=Zahl von Hattingen bis Arfeld an der Eder. Wie hoch ist der Urlaubskartenpreis?"—— Die Kilometerzahl über Hagen—Albaum beträgt 165 km. Urlaubskarten gibt es erst ab 200 km. Die einfache Fahrt kostet ohne Zuschlag 6.60 RM. Ferienfrende.„ch möchte in diesem Jahr meine Ferien in Berneburg verleben. Welchen D=Zug benutze ich am besten und wie oft kann man auf der Hin= und Rückreise unterbrechen?" —— Benutzen Sie den Eilzug 10.40 Uhr ab Essen=Hbf., Goslar an 15.13 Uhr, umsteigen. Goslar ab 15.24 Uhr, Halberstadt an 16.55 Uhr, Halberstadt umsteigen. Ab H. 17.08 Uhr, Aschersleben an 17.51 Uhr, umsteigen, Aschersleben ab 17.58 Uhr, Berneburg an 18.31 Uhr. Ab Aschersleben benützen Sie eine PZ. Sie können bei einer Urlaubskarte die Reise auf dem Rückweg viermal unterbrechen. Dicht vor den Toren des nördlichen Industriegebiets, rings um das alte, ehedem wehrhafte Städtchen Haltern, das der Mittelpunkt der reizvollen Landschaft ist, hat sich in seiner natürlichen Schönheit und unberührt von der vom Süden her andrängenden Industrie ein weites Waldund Heide=, Fluß= und Seegebiet erhalten, das in den letzten Jahren immer mehr zu einer einzigartigen großen Volkserholungsstätte vor allem für die Millionenbevölkerung der dichtbesiedelten Ruhrgebietsstädte geworden ist. Vieles ist namentlich in der letzten Zeit geschehen, um diese„Lunge des Ruhrgebiets“ mehr noch als bisher den schaffenden Menschen aus den Bergbau- und Industriestädten zuganglich zu machen und verkehrsmäßig zu erschließen. Erst unlängst konnte ein erfreulicher Erfolg dieser Bemühungen gemeldet werden mit dem Beschluß der Reichsbahn, erstmalig in diesem Jahr für die Zeit vom 15. Juni bis 15. September eine um 50 Prozent vervilliate Ausflugskarte zum Halterner See für alle Tage und alle Züge einzuführen. Weitere Verbesserungen und Verbilligungen des Ausflugsverkehrs zum Halterner Erholungsgebiet werden jedoch von den beteiligten Kreisen und Stellen mit Recht erstrebt, um auch dem wenig begüterten schaffenden Volksgenossen des Ruhrreviers die Fahrt und damit die verdiente Ausspannung von harter Arbeit erschwinglich und möglich zu machen. Immer wieder, wenn man hinauswandert in die Wälder und Felder, in die Heide und zum See, ist man überrascht und beglückt von dem natürlichen Reiz, von der Ruhe und Abgeschlossenheit dieser Landschaft, die eine der schönsten und abwechselungsreichsten so dicht vor den Toren des Industriegebiets ist. Ob im Frühjahr, wenn alles grünt und sprießt und blüht, wenn die frischen Farben des jungen Grüns Herz und Auge erfreuen, ob im Sommer, wenn die Sonne über der blühenden Heide glutet, wenn naturhungrige und wasserliebende Menschen sich im See tummeln und sich im heißen Sand des Strandes sonnen, ob man durch die Wacholderdünen der Westruper Heide schreitet, Wald und Heide der Hohen"Mark, der Haard oder die Borkenberge durchstreift, die wegen des regen Segelflugbetriebes einen besonderen Anziehungspunkt bilden, ob man sich vom Paddel= oder Motorboot über Flußläufe und See tragen läßt oder ob man auf einem der verträumten Waldwege durch das liebliche Stevertal wandert, immer ist es der besondere Reiz der Landschaft, der die Menschen anzieht und gefangen nimmt. Alles geschieht hier von den verantwortlichen Stellen, um der Landschaft ihren natürlichen Charakter zu erhalten. Umfangreiche Aufforstungen sorgen dafür, daß der Wald seinen notwendigen Nachwuchs bekommt und in seinem Bestand nicht gefährdet wird. Gute Fahr= und Wanderwege sind geschaffen worden und werden weiter ausgebaut. Auch an einladenden Gaststätten und Rastplätzen fehlt es nicht. Alles ist dazu angetan, um das Halterner Ausflugsgebiet, wie es der Wunsch und das Streben der dort verantwortlich tätigen Männer ist, immer mehr zu einem wahren Erholunasvaradies für die schaffenven Menschen des Ruhrgebiets werden zu lassen. Die Weite der hügeligen Wald- und Heidelandschaft und ihre wechselvolle Vielgestaltigkeit lassen auch den einsamen Wanderer und Naturfreund zu seinem Recht und zu ungestörtem Naturgenießen kommen. Tausenden und aber Tausenden Menschen bietet der Halterner See selbst mit seinen ausgedehnten Badeanlagen und seinem herrlichen Sandstrand Platz. Künstlich gestaut zwar aus dem Wasser der Stever, der Lippe und des Mühlenbachs und in seinem wirtschaftlichen Zweck der industriellen Wasserversorgung dienend, gleicht er doch in seiner natürlichen Gestalt inmitten seiner weiten Waldumgebung eher einem der reizvollen märkischen oder masurischen Seen. Eine besondere Anziehungskraft wird in diesem Jahr auch für den Ausflugsverkehr aus nah und fern die 650=Jahrfeier der Stadt Haltern ausüben, die Mitte Juni mit einem reich ausgestalteten Volks= und Heimatfest begangen wird. Glückliche Reise! Und vergessen Sie nicht, uns rechtzeitig Ihr Ferienziel mitzuteilen. Die Nachsendung der„Heimat am Mittag“ kostet ja durchschnittlich nur 3 Rpf. Porto pro Tag Kultureller Mittelpunkt des Bergischen Londes zwischen Ruhe und Sieg. Der gegebene Ausgangspunkt für Wanderungen in die wundervolle Umgebung, in dos Lond der Burgen, Wälder u.spiegelhellen Tolsperren. Ausgezeichnetes Verkehrsnetz, weltberühmte Schwebebahn. Preiswerte Unterkunft u. Verpflegung. Prächtigindie Porklandschafteingeberteter ZoologischerGarten Sueort-Ründschaü Internationale Deutschlandfaliet Massenankunft in Wien Umbenhauer weiter in Führung— Langhoff Etappensieger Die Deutschlandfahrer trafen bei ihrem Einzug Lachat(Frankreich), 9. Jakobsen(Dänemark) und in die Ostmark nicht gerade gutes Wetter an Unmittelbar nach dem Start der achten Etappe von Passau nach Wien ging ein Gewitterregen nieder, der schließlich in feinen Landregen überwechselte und bis kurz vor dem Ziel ein unerwünschter Begleiter war. Am Schloß Schönbrunn in Wien waren die Straßen mustergültig abgesperrt, hier hatte sogar eine Radfahrerkompagnie Aufstellung genommen, um die Deutschlandfahrer zu begrüßen. Sie sahen dann auch einen packenden Endkampf, den der Bielefelder Langhoff, der bisher wenig vom Glück begünstigt war, ganz klar für sich entschied. Die 8. Etappe mußte etwa über 30 Kilometer wegen Brückenbauten in Linz umgeleitet werden und wurde mit 301 Kilometer zur zweitlängsten Etappe überhaupt. Die erste Strecke bis zur Verpflegungskontrolle(182 Kilometer) Amstetten verlief recht eintönig. Einige Ausreißer wurden schnell wieder eingeholt. Ebenso brachte der 6 Kilometer lange Rieder=Berg etwa 20 Kilometer vor Wien keine Entscheidung. Die schlechten Fahrer fielen dagegen immer mehr zurück und so erreichten 39 Mann fast mit 1½ stündiger Verspätung das Ziel. Am Sonnabend haben die 52 im Rennen noch befindlichen Fahrer Ruhetag in Wien. Bei der Massenankunft in Wien wurde der Bieleselder Paul Langhoff Spurtsieger und gewann die Etappe in 8:59:20. Spitzenreiter in der Gesamtwertung ist nach wie vor Umbenhauer. Das Ergebnis der 8. Etappe Passan—Wien über 301 Kilometer 1. Paul Langhoff(Bielefeld, auf Dürkopp) 8:59:20, 2. Spießens(Belgien, auf Wanderer), 3. Chocque(Frankreich, auf Dürkopp), 4. Scheller (Chemnitz), 5. Schmidt, 6. Wengler, 7. Bautz, 8. 10. eine 30 Mann starke Gruppe. Gesamtergebnis: 1. Umbenhauer 57:16:23, 2. Fritz Scheller (Schweinfurt) 57:20:45, 3. Zimmermann(Schweiz) 57:20:51, 4. Bautz(Dortmund) 57:24:38, 5. Oubron (Frankreich) 57:24:44, 6. Thierbach 57:25:35, 8. Wengler 57:34:30.— Mannschaftswertung: 1. Diamant(Deutschland) 172:37:08, 2. Schweiz 172:53,11, 3. Belgien 172:53:47, 4. Frankreich 173:09:44, 5. gemischte Staffel 174:02:06. Geringer Spielbetrieb in der Hattinger Fußballgruppe. Die heiße Witterung in der letzten Woche wird viele Vereine veranlaßt haben, mit Spielabschlüssen zurückzuhalten, so daß im Hattinger Bezirk nur folgende Spiele zum Austrag gelangen: Hattinger SpV— Nordstern Gelsenkirchen. Zum Rückspiel empfängt der HSV am Sonntag einen Vertreter der Gelsenkirchener 1. Kreisklasse. Die Gäste sind recht spielstark und konnten die Hattinger, allerdings mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft, in Gelsenkirchen mit 3:2 besiegen. Am Wasserwerk werden die Gelsenkirchener ihren Erfolg jedoch kaum wiederholen können, falls sie die Platzleute in einer guten Spiellaune antreffen. ATSV Winz=Baak— VfR 09 Kupferdreh. Der VfR 09 Kupferdreh verfügt über eine durchschlagskräftige Mannschaft, die den Gastgeber Sportfreunde gegen Preußen Ein Großkampf in Steele— Wieder Tropenhitze? Ueber das Wochenende herrscht in den Kreisklassen der Fußballer wieder emsiger Betrieb. Ein interessantes Kampfprogramm steht also bevor. Es spielen: Am Steele 09— Preußen Steele. Das dürfte das Spiel des Tages am Ruhrbogen sein. Die Rivalität beider Mannschaften wird einen besonderen Reiz ausüben und wir sind gewiß, daß es zu einer interessanten Kraftprobe kommen wird. MTG Horst=Ruhr— VsR Kupferdreh. Eins muß man den Horstern lassen: sie sind unternehmungslustig. Kein Gegner, vor dem sie sich fürchten. Auch Kupferdreh wird in Horst kein leichtes Spiel haben. Zwei Borbecker Reihenspiele: BV Borbeck 12— Union Frintrop Ruwa Dellwig— Tbd. Frintrop Sonntag: SpVgg. Steele 11— BT Stoppenberg. Steeles Fußballer kommen auch am Sonntag nicht zu kurz. Mit der Verpflichtung des BV Stoppenberg haben die 11er eine Elf als Kampfpartner erhalten, der zwar nicht mehr die Spielstärke vergangener Jahre besitzt, aber noch stark genug sein sollte, in Steele ein gleichwertiges Treffen zu liefern Fortuna Bredeney— BV Steele 08. Der BV von 03 weilt auswärts, und zwar ist die Kampfstaffel der Fortunen der Gegner. Es hängt ganz von der Tagesform der beiden Mannschaften ab, wie das Ende aussehen wird. BV Frillendorf— VfL Kray=Süd. Die Begegnung in Frillendorf sollte recht interessante Aufschlüsse über die Spielstärke beider Einheiten geben. Der BV hat auf Grund des eigenen Platzes größere Chanccen, aber VfL ist Kampfmannschaft. auf eine harte Probe stellen wird. Ein spannendes Gefecht steht somit bevor Die Platzleute müssen schon gute Leistungen vollbringen, wenn es für sie zu einem Siege langen soll. SpV Herbede— VfL Herne. Mit Rücksicht auf das letzte Aufstiegsspiel, das die Herbeder gegen TuS Meschede schon hoch gewinnen müssen, haben sie in diesem Freundschaftstreffen eine Aenderung des Angriffs vorgenommen, um eine größere Durchschlagskraft zu erreichen. Der Verteidiger Blumenthal und Eckert wirken im Sturm mit. Ob diese Umstellung den Erwartungen entspricht, wird das Spiel gegen den VfL Herne zeigen. Sportvereinigung Welper— Hagen 1910 Am Samstag spielt Tus 1910 Hagen, ein Verein der Gruppe A der Hagener Kreisklasse, an der Friedenseiche. Diese Elf ging als zweite hinter Boelerheide durchs Ziel und sollte die Spielstärke dadurch genügend gekennzeichnet sein. Die Welperaner konnten im letzten Spiel einen kleinen Formanstieg an den Tag legen. Am Samstag wirkt erstmalig der aus Weilburg nach Welper übergesiedelte Kunkler als Rechtsaußen mit. Wir glauben, daß die Platzbesitzer endgültig ihre Mannschaft gefunden haben. Das Spiel sollte seine Anziehungskraft nicht verfehlen.— Vorher spielen die Reservemannschaften der Henrichshütte gegen die gleiche des Platzvereins. Handball-Aufstieg zur Gauklasse BSG Henrichshütte ohne Aussichten. In der Gruppe Westfalen=Süd führt der Militärsportverein Preußen Hamm mit einem Punkt vor Auf den Hütten Weidenau. Die beiden führenden Mannschaften stoßen am Sonntag in Hamm aufeinander. Gelingt es Preußen Hamm, für die 8:5=Niederlage im Hinspiel Revanche zu nehmen, ist ihm der Aufstieg in die höchste Klasse sicher. Die BSG Henrichshütte wird es gegen den Polizeisportverein Recklinghausen im Rückspiel sehr schwer haben, den Sieg aus der 1. Spielserie zu wiederholen. In großer Form Walter Lohmann überrundete alle Bei den Steherrennen in Hannover zeigte sich der Bochumer Dauerfahrer Walter Lohmann vor 7000 Zuschauern wieder in großer Form. Er gewann nicht nur das Goldene Rad von Hannover, sondern konnte auch über 25 km alle Mitbewerber überrunden. Das Ergebnis: Kleines Goldenes Rad über 25 km: 1. Walter Lohmann 20:57,1, 2. Hoffmann 130 m, 3. Merkens 240 m zurück, 7. Metze 1480 m(Motorschaden). Großes Goldenes Rad, 1. Stunde: 1. Lohmann 73 650 km, 2. Merkens 360 m, 3. Metze 1030 m zurück. Reichssender Köln und beurschlandser. Sonntag 11. Juni Reichssender Köln 6.00: Hafenkonzert. 8.00: Wetter, Wasserstand. 8.05: Ein besinnliches Wort. 8.15: Sonntägliche Musik. 9.00: Dem Heiteren erscheint die Welt auch heiter. Morgenfeier. 9.30: Musik am Sonntagmorgen. 11.00: Eine Viertelstunde bildende Kunst. 11.15: Das Kaiser=Quartett. Allegro, Adagio, Menuett. 11.30: Der lustige Rätselfunk. 12.00: Musik am Mittag. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 13.10: Fortsetzung der Musik am Mittag. 14.00: Melodein aus Köln am Rhein. 15.30: Für große u. kleine Kinder: Mit den Kindern Hand in Hand ins Märchen= und Blumenland! 16.00: Für jeden etwas. 17.20: Bildnisse deutscher Komponisten: Richard Wagner. 17.30: Jugendsinfonie C-dur von Richard Wagner. 18.00: Von Bauern und Arbeit. 18.30: Wo bist du, Kamerad? Rundfunkappell alter Frontsoldaten. 19.00: Der Sonntag im Rundfunkbericht. 19.20: Sportvorbericht. 19.30: Die Volksliederstunde des Reichssenders Köln. 20.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer Sprache. 20.30: Anno dazumal. Heitere Melodien von gestern und vorgestern. 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.85: Nacht= und Tanzmusik. 24.00—2.00: Nachtkonzert. Deutschlandsender 6.00: Hafenkonzert. 8.00: Wetterbericht. Anschl.: Kleine Melodie. 8.20: Eine Woche unterm Pflua. 8.30: Und Sonntag aufs Land! 9.00: Sonntagmorgen ohne Sorgen. 10.00: Die Prüfungen d. Schicksals machen uns härter. 10.40: Joseph Haydn: Sinfonie mit dem Paukenwirbel. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Richard=Strauß=Konzert. 13.15: Musik zum Mittag. Dazwischen: Berichte v. Wiener Höhenstraßenrennen. 15.00: Schöne Stimmen. 15.30: Der verlorene Geldbeutel. Märchenspiel. 16.00: Konzert des Kleinen Rundfunkorchesters. Dazwischen: Kurze Berichte von der Kurischen Nehrung. 18.00:„Der Wundergarten“. 18.30: Musikalische Kurzweil. 19.30: Deutschland=Sportecho. 19.50: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.00: Richard=Strauß=Konzert. (Zum 75. Geburtstag.) 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. 22.20: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Tanz am Sonntag. Montag 12. Juni Reichssender Köln 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für die Landwirtschaft. 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied— Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.15: Frühkonzert. 8.00: Wetter, Wasserstand. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Morgenmusik. 9.30: Ratschläge für den Küchenzettel der Woche. 9.45: Nachrichten. 10.00: Das blaue Licht. 10.30: Sendepause. 11.45: Maschinen helfen dem Bauer. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Die Werkpause d. Reichssenders Köln in Verbindung mit der DAF. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 13.15: Schloßkonzert. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause. 15.30: Für große und kleine Kinder. Hurra! Kasperle ist wieder da! 16.00: Musik am Nachmittag. Darin 17.00—17.15: Das gute Buch. 18.00: Wir suchen u. sammeln. 18.10: Eine Viertelstunde Sport 18.25: Die„Fünf fidelen Musikanten" spielen. 19.00: Richard=Strauß=Konzert. Darin: 22.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer Sprache, 21.30: Wenn die Soldaten 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.35: Neues vom Film. 22.50—24.00: Tanzmusik. Deutschlandsender 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00: Vögelchen, Mäuschen und Bratwurst. Märchenspiel. 10.30: Sendepause. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.00: Glückwünsche. 13.45: Neueste Nachrichten. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Dreil 15.00: Wetter=, Markt= n. Börsenberichte. 15.15: Adalbert Lutter spielt. 15.40: Verstehen Frauen wirklich nichts von Technik? Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10: Aus dem Zeitgeschehen. 18.00: Von Woche zu Woche. Berichte aus deutschen Gauen. 19.00: Großdeutschlandfahrt 1939 19.15: Mit Fiedel und Laute. 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.15: 7. Schuricht=Konzert. In der Pause von 21.10 bis 21.20: Anekdoten u. Geschichten um große Musiker. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. 22.20: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Nachtkonzert Dienstag 13. Juni Reichssender Köln 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für die Landwirtschaft. 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied— Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.15: Frühkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 15.15: Kinderliedersingen. Lie8.10: Frauenturnen. der aus Böhmen 8.30: Froher Klang zur Ar= 15.40: Mein Kumpel. Erzählg. beitspause. Anschl.: Programmhinweise. 9.30: Wo spielen unsere Kin= 16.00: Musik am Nachmittag. der, wenn die Sonne lockt? In der Pause von 17.00 bis 9.45: Nachrichten. 17.10: Herhören, Pimpfe! 10.00: Suomi: Land zwisch. Nor= 18.00: Schönes Deutschland! den und Östen. Hörszenen 18.30: Die Reichstheatertage in einer finnischen Reise. Wien. 10.30: Kindergarten. 19.00: Großdeutschlandfahrt 1939 11.00: Sendepause. 19.15: Bilder aus der großen 11.45: Heim— Garten— Land= Stadt. schaft. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 13.15: Fortsetzung des Mittags= 22.00: Tages=, Wetter= und konzerts. Sportnachrichten. 14.00: Nachrichten. 22.20: Eine kleine Nachtmusik. 14.10: Melodein aus Köln am 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. Rhein. 23.00: Musik aus Dresden. 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.15: Politische Zeitungsschau. 20.30: Musikalische Kurzweil. 21.00: Orchesterkonzert. 15.00: Sendepause. 16.00: Nachmittagskonzert. Darin 17.00—17.10: Der Erzähler. Ans Ohr nehmen. 17.50: Ewiger Sinn— ewige Zeichen! 18.00: Land Italia. 2. Folge: Unteritalien und Sizilien. 18.40: Chorgesang aus unseren Gauen. 19.00: Spiegel des Lebens. 19.10: Die NSV.=Stunde des Reichssenders Köln. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer Sprache. 20.30: Tanzabend. Darin 21.00—21.20: Westdentsche Wochenschau. 22.00: Nachrichten. 23.50—24.00: Kleine Melodie. Mittwoch 14. Juni Reichssender Köln 6.00: Morgenlied, Morgenruf Wetterbericht für die Landwirtschaft. 6.05: Wiederholung der Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Frühkonzert. 7.00—7.15: Nachrichten— Wetter. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Morgenmusik. nia Heinrich IV.“ von Shakespeare. 18.30: Kleines Konzert. 19.00: Politische Zeitungsschau. 19.15: Musik am Feierabend. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.15: Nachrichten in englischer Sprache. 20.30: Westfalenfahrt der„Alten Garde". Uebertrag. d. Feierstunde aus der Oetkerhalle in Bielefeld. 22.00: Nachrichten. 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.35: Johannes Strauß spielt Chopin. 23.15—24.00: Musik aus Wien. — Deutschlandsender 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten Wetterbericht. 6.10: Kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00:„Freude, schöner Götterfunken..." 10.30: Fröhlicher Kindergarten. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.36: Dreißig bunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Glückwünsche. 13.00: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. Nachrichten. — von Zwei bis 22.15: Nachrichten in englischer Sprache. 22.35—24.00: Unterhaltung und 9.30: Vom gesunden Leben. Tanz. 9.45: Nachrichten. 10.00: Wartburg. Szenen aus Deutschlandsender der Geschichte einer Burg. Deutschländsendel 10,30: Sendepause. 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, 11.45: Lehren der ReichsnährNachrichten, Wetterbericht. standsausstellung. 6.10: Kleine Melodie. 11.55: Wetterbericht, Marktbe6.80: Frühkonzert. richt des Reichsnährstandes. ieche setine zieht um das 120: Nachrichten Markt= u. BörGlückm 10.30: Fröhlicher Kindergarten. 140: 11.00: Normalfrequenzen. 1110: Melodein aus Köln a 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 10: Melodein aus 11.30: Dreißig bunte Minuten treiken Anschl.: Wetterbericht.ven Familien12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen 15.20: Musik von Schallplatten. Seewarte. 15.30: Für große u. kleine Kin13.00: Glückwünsche. der: Unterm Holderbusch. 13.45: Neueste Nachrichten. 16.00: Musik am Nachmittag. 14.00: Allerlei— von Zwei bis 17.00—17.15: Der Erzähler: Drei! Die Wunderlampe. 15.00: Wetter=, Markt= u. Bör= 18.00: Ein Spiel v. Ritter Falsenberichte. staff aus dem Schauspiel„Kö13.45: Neueste 14.00: Allerlei Dreil 15.00: Wettersenberichte. 15.15: Emil Roosz spielt. 15.40: Wo können und sollen unsere Kinder spielen? Anschl.: Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10: Aus dem Zeitgeschehen. 18.00: Bei den Aufklärungsfliegern. 19.00: Großdentschlandfahrt 1939 19.15: Oskar Joost spielt und Fredy Schulz singt. 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. Anschl.: 10=Tage=Wettervorhersage. 20.15: Aus der Chronik d. Gasthofs„Zu den drei Linden“. 21.00: Die Krebskrankheit und ihre Bekämpfung. 21.15: Zur Unterhaltung. 22.00: Tages= Wetter= und Sportnachrichten Anschl.: 10=Tage=Wettervorhersage. 22.20: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00—24.00: Musik aus Wien.