Hattinger Zeitung Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe und 22 mm Breite 5 Pfg. Für Anzeigen im Textteil 1 mm Höhe und 75 mm Breite 20 Pfg. Ermäßigte Grundpreise und Nachlässe lt. Preisliste Nr. 4. Anzeigenaufträge werden nur zu den„Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ angenommen und in„Die Heimat am Mittag“ Ausgabe A veröfsentlicht. Schluß der Anzeigenannahme morgens 10 Uhr für die am gleichen Tage erscheinende Ausgabe. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmter Stelle wird keine Gewähr übernommen. Bezugspreis: Durch Boten frei Haus halbmonatlich 1,08 RM., für Abholer halbmonatlich 0,95 RM. Verlagsleiter Rudolf Hundt. Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Hundt Stellvertreter: Hans Hollender; verantwortlich für Politik u. Handel: Dr. Rudolf Hundt; Sport, Westdeutschland, Kunst und Kultur: Hans Hollender; Lokales: Erich Schmidt Unterhaltung: Hans=Ludolf Flügge, Langenberg; übrige Hattingen=Ruhr; Briefkasten: Fritz W. Deger, E.=Steele. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Hermann Büscher, Hattingen=R. Druck und Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr. Drahtanschrift: Kreisblatt Hattingenruhr. Für die Aufbewahrung aller der Schriftleitung unverlangt eingesandten Beiträge kann keine Gewähr übernommen werden.„Die Heimat am Mittag“ D.für Ausgaben Hattinger Zeitung, Bochumer Tageblatt und Tageblatt für Essen=Steele=Kray=Ueberruhr=Kupferdreh II. über 12000 Ausgabe A 91. Jahrgang Kreisblatt für den Ennepe=Ruhrkreis Die große Heimatzeitung in Stadt und Kreis Nummer 75 Mittwoch. 29. März 1939 Vot dem Cude des Alcieges in Spanien Froncos Fohnen über Modrid Jubelnde Freude beim Einzug der Befreier- Speisung der ausgehungerten Bevölkerung Madrid, den 29. März. Die Divisionen 15, 16 und 81 unter dem Besehl der Obersten Rios. Capape und Loja drangen am Dienstagmittag 12.30 Uhr in die Außenstadt von Madrid ein. Die drei Divisionen unterstehen dem Befehlshaber der Besatzungsarmee Jeneral-Espinosa de los Monteros. Gleichzeitig setzten sich sämtliche Kolonnen mit Lebensmitteln und Train auf Madrid in Marsch. Die gesamten unabsehbaren Lastzüge, die seit Wochen in der Umgebung Nadrids auf ihren Einzug in die Stadt warteten, befinden sich jetzt in Bewegung. begeisterungsstürme in Madrid Der rote„Verteidigungsrat“ stellt sich auf den Boden der Tatsachen Die Nachricht von der Uebergabe Madrids an General Franco löste bei der schmergeprüften Bevölkerung der spanischen Hauptstadt ungeheure Begeisterung aus. Auf den Straßen bilden sich spontan riesige Umzüge. Alle bolschewistischen Truppen sind bereits zurückgezogen. Viele Milizlente, die die Absicht haben, zu General Franco überzugehen, haben ihre Stellungen verlassen und die Wafsen niedergelegt. Die Fahnen Sowjetspaniens sind aus dem Stadtbild bereits völlig verschwunden. Dafür sieht man schon vielsach die rot=goldenen Fahnen des nationalen Spaniens, und ein Teil der Bevölkerung grüßt schon mit erhobenem rechten Arm. Der Außenkommissar des sogenannten„Verleidigungsrates", der Marxist Besteiro, richtete an die Bevölkerung eine Rundfunkansprache, aus der hervorgeht, daß der„Verteidigungsrat“ sich angesichts der hoffnungslosen Lage der Bolschewisten bemüht, den Tatsachen Rechnung zu tragen Er erklärte u. a., daß der Krieg beendet sei und daß Madrid sich Franco ergebe, um unnützes Blutvergießen zu verhindern. Gleichzeitig wurde eine Anordnung des„Verteidigungsrates" bekanntgegeben, wonach alle Beamten und Angestellten, die nach Ausbruch der Revolution entlassen worden waren, ihre alten Stellungen wieder antreten könnten, und daß alle politischen Gefangenen sofort freigelassen werden sollten. Die spanische Hauptstadt befindet sich in einer Festtagsstimmung, die mit Worten kaum zu beschreiben ist. Ungeheuere Menschenmengen drängen sich an den Hauptpunkten der Innenstadt, so vor allem in der Alcala=Straße und auf dem Platz Puerta del Sol zusammen, um dort den Einzug der nationalen Truppen zu erwarten. Sämtliche Geschäfte haben geschlossen, um den Angestellten Gelegenheit zu geben. die Befreier zu begrüßen. Alle Gesichter verraten eine ungeheuere innere Erreaung. Sie können es taum erwarten, nach dreifähriger roter Terrorherrschaft nun endlich wieder frei zu sein und an der nationalen Neuordnung Spaniens teilnehmen zu dürfen. Ueberall sieht man Gruppen, die sich bemühen, in aller Eile die Lieder der nationalen Erhebung zu lernen. Der Madrider Sender, der bereits die nationalen Hymnen und die Lieder der Bewegung spielt, gibt unaufhörlich Nachrichten über die Entwicklung der Ereignisse durch. Falangisten übernehmen Madrider Zivilverwaltung In Madrid ist aus alten Falangisten eine provisorische Zivilverwaltung gebildet worden sowie ein besonderer Ausschuß für die Aufrechterhaltung der Ordnung, dem in Madrid versteckte oder in den dortigen Gesandtschaften verborgene nationale Kreise angehören. Trotz der riesigen Begeisterung und der zahlreichen Freudenkundgebungen aller Art über das Vordringen der nationalen Truppen ist es zu keinem einzigen Zwischen fall gekommen. Die Bevölkerung wahrt bewundernswerte Disziplin und die freiwilligen Mitglieder des Ordnungsdienstes sorgen für reibungslose Abwicklung aller Kundgebungen und Geschehnisse. Der Presse= und Propagandachef der Falange in Madrid gab in einer Ansprache bekannt, daß die Befreiungsarmee Francos für Madrid Frieden, Brot und Gerechtigkeit bringe. Unter Franco werde eine Zeit des Friedens und der Arbeit kommen. Jeder werde dann mitarbeiten für die Madrid, 29. März. (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Nach den Jahren der Unterdrückung durch die Roten wurden die Truppen Francos von der Bevölkerung der spanischen Hauptstadt in stundenlangen Freuoentundgebungen als Befreier geciert. Gegen 18 Uhr begann in Madrid eine große Befreiungskundgebung, an der alle Schichten der Bevölkerung teilnahmen. In der riesigen Begeisterung bildeten sich anschließend große Umzüge, die unter dem Gesang nationaler Lieder ihren Weg durch die Hauptstraßen nahmen. Bis in die späten Nachtstunden hinein hatte die Menge sich noch nicht verlaufen. Sie kostete seit langer Zeit wieder einmal die Möglichkeit aus, sich auch des Abends frei auf den Straßen bewegen zu können, ohne verhaftet zu werden. Die Aufräumungsarbeiten haben bereits begonnen. Es verschwinden die Barrikaden und die Sandsackwälle um die bekannten Madrider Denkmäler, die vor der Einwirkung von Geschossen geschützt werden sollten. Die Bevölkerung ist völlig ausgehungert. 90 v. H. der Einwohner sind seit Jahren unternährt, so daß die Hilfszüge der Falange mit Tränen der Rührung empfangen werden. In Madrid trafen 1000 Falangistinnen ein, die bisher im nationalen Gebiet tätig waren, um das soziale Hilfswerk zu übernehmen. General Espinosa de Los Monteros, der Chef der Befreiungsarmee, bezog Quartier im Theater„Capitol". Man ist daran gegangen, die roten Waffenlager zu übernehmen. Militärkreise betonen, daß die roten Verteidigungsanlagen bei Madrid nach den Grundsätzen modernster Kriegskunst erbaut sind, wobei der Materialverbrauch so gut wie keine Rolle Größe des Vaterlandes und damit ein einiges, großes und freies Spanien begründen, für welches der Gründer der Falange, Jose Antonio Primo de Rivera, gekämpft habe. Diese Ansprache wurde im Madrider Sender verbreitet. Ebenso sprachen im Madrider Sender die mit den nach Madrid einmarschiernden nationalen Truppen gekommenen amtlichen nationalen Heeresberichterstatter. Sie wiesen darauf hin, daß die Opfer der Falangistenbewegung Spanien die Garantie dafür bieten, daß die 26 Punkte des Falangeprogramms verwirklicht werden. spielte. Deutlich könne man die Anleitung ausländischer Sachverständiger bemerken. Zum großen Teil ist Madrid unterminiert. Die Roten wollten auf diese Weise jederzeit die Möglichkeit haben, ganze Stadtteile in die Luft zu sprengen. Glücklicherweise konnten aber alle 5 Leitungen rechtzeitig übernommen werden, ohne daß irgendwelches Unheil passierte. Allein das Madrider Modell=Gefängnis ist mit 30 000 kg Sprengstoff„gesichert“. Aus in Madrid vorgefundenen Papieren ergibt sich, daß am Dienstag die Funktionäre Ausweise erhielten, um ihre Flucht nach Valencia bewerkstelligen zu können. Alle roten Bonzen sind im letzten Augenblick geflüchtet, mit Ausnahme einiger Mitglieder des„Verteidigungsrates". Wie verlautet, sollen von diesem Besteiro und Prada, der Befehlshaber der roten Madrid=Front, verhaftet sein. Wie bekannt wurde, sind viele rote Lastwagen auf der Flucht nach Valencia im Gebiet von Guadalajara stecken gevlieben, da das Benzin ausgegangen war.„General" Miajas Privat= wohnung ist völlig leer vorgefunden worden. Er hat seine gesamte Wohnungseinrichtung mitgenommen. Wie es heißt, befindet er sich unterwegs nach Cartagena, von wo er FranzösischMarokko erreichen wolle. Bezeichnend für den roten Terror ist das Verhalten eines kommunistischen Hausmeisters in Madrid. Er hatte sich ein besonderes Erpressungssystem für seine Hausbewohner ausgeklügelt. Von jedem Mieter des Hauses verlangte er monatlich einen hohen Betrag Trinkgeld und außerdem 25 v. H. der Lebensmittel des betreffenden Mieters, die er dann weiterverkaufte. Die Mieter, die auf seine„Vorschläge" nicht eingingen, wurden von ihm als Faschisten angezeigt und dann bestraft, einige sogar mit Erschießen. Dieser Verbrecher konnte glücklicherweise festgenommen werden. Sender Murcia meldet: Murcia in nationaler Gewalt! Madrid. den 28. März. Der Rundfunksender Murcia gab Mittwoch früh bekannt, daß sich die Stadt Murcia an Nationalspanien angeschlossen hat. Die nationalen Elemente haben die Gewalt in der Stadt übernommen. In Oran sind Dienstaa 14 rotspanische Mili= tärflugzenge aus Murcia mit 48 Personen an Bord eingetrossen. Madrid vergißt den roten Spuk Madrid, den 26. März. In Madrid kommt das Leben schon wieder in eine normale Gangart. Am Nachmittag waren bereits alle Kinos, Theater und Kaffeehäuser geöffnet. Ueber den Madrider Sender sprachen hervorragenden Vertreter Spaniens, Dichter und Mitglieder des Nationalrates. Die Großlautsprecher, die vom nationalen Propagandadienst sofort errichtet wurden, sind umlagert. Oberst Eduardo Lozas Militärgonverneur von Madrid. Madrid. Der Madrider Sender Union Radio gab am Dienstagabend bekannt, daß Oberst Eduardo Lozas, der Kommandant der 10. Division, zum Militärgouverneur von Madrid ernannt worden sei. Jum Endsieg des nationalen Spaniens Telegramm des Führers an Generalissimus Franco Berlin, 29. März. Anläßlich des Einmarsches und der Besetzung Madrids durch die nationalspanischen Truppen hat der Führer an Generalissimus Franco nachstehendes Telegramm gerichtet: „Zum Einmarsch Ihrer Truppen in Madrid und dem damit errungenen Endsieg des Nationalen Spanien über den völkerzerstörenden Bolschewismus spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Deutschland gedenkt heute mit mir in aufrichtiger Bewunderung der hervorragenden Leistungen Ihrer tapferen Truppen und ist überzeugt, daß nunmehr für Spanien eine Zeit des Aufbaues anbricht, welche die großen Anstrengungen und Opfer der Jahre des Kampfes rechtfertigen wird. Adolf Hitler.“ Der Duce an die Italiener „So werden alle Feinde der neuen Zeit enden!“ Rom. 26. März. Eine riesige Menge war nach dem Bekanntwerden des Falles von Madrid am Dienstagabend auf die Piazza Venezia geströmt, um dem Duce begeistert zu huldigen. Nachdem Benito Mussolini für die nicht endenwollenden Beifallsstürme bereits einige Male auf dem Balkon erschienen war, richtete er dann gegen 20 Uhr die folgenden mit unbeschreiblichem Jubel aufgenommenen Worte an das Volk: „Die Truppen Francos und die italienischen Legionäre sind in Madrid einmarschiert. Der Spanienkrieg kann damit als beendet angesehen werden. Er hat mit der Niederlage des Bolschewismus geendet. So werden all. Feinde des Faschismus enden." Am Abend durchziehen Züge begeisterter Menschen die Straßen Roms. Vor dem festlich beleuchteten Botschafts= und Konsulatsgebäude Nationalspaniens kam es zu Freudenkundgebungen. Auch die spanische Kolonie Roms feiert die Einnahme von Madrid als den Endsieg Francos und das Ende des spanischen Bürgerkrieges. Eindrücke vom befreiten Madrid Bevölkerung völlig ausgehungert- Freudenkundgebungen Die Gelensive gelit weiter Gewaltmärsche der Notionalen handstreiche der Falangisten in Liudad Real und Luenca Salamanca, den 29. März. Der nationale Heeresbericht meldet die Befreiung Madrids als Folge der vorhergehenden großen Siege sowie des Durchbruchs durch die rote Front am 25. März. Die nationalen Truppen machten an allen Abschnitten gleichzeitig gute Fortschritte, wobei ihnen zahllose Gefangene in die Hände fielen; so allein im Zentralabschnitt 40 000 Mann. An der Andalusienfront schritt der Vormarsch in gleichem Tempo wie bisher fort. Nach Besetzung des Ortes Adamuz, 30 km nördlich von Cordoba, wurde der Vormarsch in Richtung auf Linares fortgesetzt. Hier haben die Nationalen u. a. die Orte Marmolejo und Andujar in Besitz genommen und sind somit schon bis auf 30 km an Linares herangekommen. Nördlich davon, im Abschnitt Almaden, gingen die Nationalen in östlicher Richtung auf Ciudad Real vor. In den Bergwerken bei Almaden werden große Quecksilbervorräte gefunden. Auch hier wurden zahlreiche Gefangene gemacht und eine große Materialmenge erbeutet. Im Toledo=Abschnitt zogen die nationalen Truppen in Aranjuez ein, andere Abteilungen besetzten die etwa 50 km südlich davon gelegenen Orte Tembleque und Lillo. Südwestlich von Toledo sind die Nationalen an der Straße Toledo—Trujillo bereits bis Navahermosa vorgedrungen. Die Beute ist bisher unabsehbar. Nordwestlich von Madrid besetzten die Nationalen im Guadarama-Abschnitt mehrere Orte am Fuße des Gebirges, darunter das berühmte Kloster mit den Gräbern der spanischen Könige „Escorial". Nördlich von Madrid im Abschnitt Somosierra rückten die nationalen Truppen in Richtung auf die Hauptstadt vor und besetzten u. a. die wichtigen Orte Buitrage und Lozoya. Nordöstlich von Madrid im Abschnitt Guadalajara begann gleichfalls der nationale Vormarsch, bisher wurden 10 Orte besetzt, darunter Cifuentes, Masegoso und Gajanejos an der Straße Madrid—Saragossa. Dieser Abschnitt meldet 7500 Gefangene. Die nationale Luftwaffe unterstützte erfolgreich die Operationen des Heeres. Vor dem Fall von Guadalajara Madrid, den 29. März In nationalen Militärkreisen erwartet man für heute den Fall von Guadalajara, wo der größte Teil der Bevölkerung sich bereits mehr oder weniger offen für Franco erklärt hat. Die roten Bonzen flüchteten aus der Stadt. Guadalajara ist fast völlig eingekreist. Die freiwillige Uebergabe der Städte in der roten Restzone ist der beste Beweis für die rtoe Terrorherrschaft, hinter der so gut wie keine Anhänger aus der Bevölkerung standen Diese benutzt nun den ersten Augenblick, um das rote Joch abzuschütteln. handstreich in Luenca Die Stadt in nationaler Hand— Alle roten Bonzen verhaftet Madrid, den 29. März. Die Truppen Francos drangen am Dienstagvormittag in die Provinz Cuenca ein und besetzten den Ort Tarancon, 80 km südöstlich von Madrid. Auf die Kunde hiervon brach in der 70 km von Tarancon entfernten Provinzialhauptstadt Cuenca unter den roten Bonzen eine Panik aus und der größte Teil von ihnen floh. Sogleich machte eine Gruppe von entschlossenen Falangisten einen Handstreich. Sie brachte alle Verwaltungsstellen und Kasernen überraschend in ihre Hand, verhaftete die zurückgebliebenen roten Bonzen und rief die nationale Herrschaft aus. Die Bevölkerung schloß sich begeistert dem Aufstand an, so daß sich schon in der Nacht zum Mittwoch ganz Cuenca für Franco erklärte, ohne daß bisher auch nur ein nationaler Soldat in die Stadt eingedrungen war. Auf den Verwaltungsgebäuden wehen die nationalen Flaggen. Der Rundfunksender Cuenca erbat die Entsendung von Truppen, denen die Bevölkerung einen begeisterten Empfang bereiten wolle. Die rote Herrschaft habe jetzt für immer ein Ende gefunden. Cuenca war von jeher sehr national eingestellt. Daher hat es auch unter der brutalen roten Herrunsägliche Leiden durchmachen müssen. Aus Cuenza stammt auch José Antonio, der Gründer der Falange, der Abgeordneter für Cuenca war. Am Mittwoch gegen 1 Uhr MEZ gaben die Rundfunksender Ciudad Real und Cuenca bekannt, daß sich die Falangisten jener Städte erhoben und die Gewalt an sich gerissen hätten. Die Städte ständen zur Verfügung General Francos und erwarteten begeistert den Einzug seiner Truppen. Ciudad Real und Cuenca sind 2 Provinzhauptstädte, die 70-80 km hinter der Front liegen, die erstere hinter der Westfront, die zweite hinter der Nordfront. Der Abfall dieser beiden wichtigen Städte mitten in der roten Etappe bedeutet den Verfall des roten Restgevietes. Rote Bonzen üb rrumpelt Wie Cindad Reals Falangisten die Roten vertrieben Madrid, 29. März. Die Machtübernahme durch die Falangisten in Ciudad Real, 170 km südlich von Madrid, erfolgte ähnlich wie in Cuenca durch Ueberrumpelung. Angesichts des schnellen Vormarsches der Kolonnen des Generals Yague auf Ciudad Real herrschte bei den örtlichen roten Machthabern große Nervosität. Z. T. suchten sie das Weite. Die Verwirrung wurde noch größer, als die Kunde von dem Einmarsch der Nationalen in Madrid einlief. Von der Front zurückströmende rote Milizen taten das übrige. Die Gelegenheit benutzten nun die Falangisten, die sich bisher in der Stadt verborgen gehalten hatten, um mit einem Schlage die Gewalt an sich zu reißen. Sie besetzten die wichtigsten Gebäude und übernahmen den Rundfunksender, über den sie dann Francos Truppen herbetriefen und die Bevölkerung in einem Aufruf von der Uebernahme der Macht durch die Nationalen verständigten. Die Rundfunksendung schloß mit den nationalen Hymnen und Hochrufen auf Spanien. Die Roten wagten keinerlei Gegenmaßnahmen. Die Bevölkerung stürzte sich darauf auf die Straßen, wo es zu begeisterten Kundgebungen kam. Komischer Zwischenfall Nach der Einnahme von Aranjuez ereignete sich ein komisches Schanspiel. Lange Zeit nach der Eroberung durch die Nationalen trafen in langen Kolonnen rote Milizen ein, die den Befehl hatten, sich in Aranjnez zu sammeln. Auf diese Weise fielen den Nationalen 26 000 vollständig ausgerüstete Rotmilizen mit Artillerie und Bagagen in die Hände. Sie ergaben sich ohne weiteres. Teilweise boten sie sich sogar an, unter der nationalen Flagge weiterzukämpfen. Das könnke ihnen so passen Englische Regierung soll sich jetzt bei Franco anschmeicheln. Ein Rat der„Times“. London, den 29. März. In großaufgemachten und ausführlichen Berichten schildern die Londoner Morgenblätter den Fall Madrids und den triumphalen Einzug der siegreichen Truppen in die Hauptstadt. In ihren Stellungnahmen heben die Blätter hervor, daß nun das Ende des spanischen Bürgerkrieges gekommen sei. General Franco stehe jetzt vor der großen Aufgabe, ein neues Spanien aufzubauen.„Times“ rät der britischen Regierung, der spanischen Regierung dabei zu helfen, die Leiden der verarmten spanischen Bevölkerung zu lin dern. Madrid, das Grob der Kommune Spaniens Innenminister dankt den Freunden Francos Burgos, 29. März. Am Dienstag um 15 Uhr sprach Innenminister Serrano Sungr über den Sender Burgos zu den letzten Ereißnissen. Er gab bekannt, daß im Augenblick seiner Rede in Madrid ein zentrales Armeekorps unter General Saliquet, ein Armeekorps freiwilliger Truppen unter General Gambarra, ferner ein Armeekorps Mestrazgo unter General Valino, ein Armeekorps Navarra unter General Solchaga, ein Armeekorps Toledo unter General Ponte, das erste Armeekorps unter General Espinosa de los Monteros, schließlich Truppen des Somosierra=Abschnitts unter Serrador, eine TajoDivision unter Mugica, ein Armeekorps der Levante unter Orgaz, ein Armeekorps Urgel unter General Munoz Grande und ein Armeekorps Aragon unter General Moscardo einziehen. Insgesamt seien 200 000 Mann an der Aktion gegen Madrid unmittelbar beteiligt. Minister Suner unterstrich, daß in diesem Augenblick nicht nur Madrid, sondern ganz Spanien von einer einzigen Welle der Begeisterung getragen werde. Anschließend gedachte der Minister der Opfer des roten Terrors in Madrid, die Vorkämpfer für die Befreiung gewesen sind. Sodann erinnerte Suner an jene„humanitären Nationen". die weiterhin trotz des offensichtlichen roten Terrors ihre Vertretungen in Madrid aufrechterhalten hätten, und es, statt einen einzigen großen Schrei des Protestes an die Weltöffentlichkeit zu richten, für nötig hielten, sich mit den roten Machthabern zu verbünden und diese in jeder Weise zu unterstützen. Es seien jene gleichen Nationen— darunter die Sowjetunion—. die sich heute weigerten, spanische Flüchtlinge bei sich aufzunehmen, während die verantwortlichen Rädelsführer sämtlich ins Ausland geflohen seien. Der Einsatz der Gefallenen verpflichte Spanien, den Geist der nationalen Erhebung für alle Zeiten beizubehalten. Madrid, das nach den Wünschen Moskaus das Grab des Faschismus werden sollte, und in dem tatsächlich Tausende nationalgesinnter Spanier das Grab gefunden hätten, sei schließlich das Grab des Kommunismus geworden. Der nationale Sieg in Spanien sei ausschließlich der nationalspanischen Armee zu verdanken, die in Spanien Sowjetrußland besiegt habe. Und dieser Sieg sei erreicht worden trotz jener Länder, die den Friedenswunsch heuchelten, im Herzen aber Kriegsgedanken hegten. Spanien, so fuhr der Minister fort, kämpfte gegen jene, die sich jetzt erdreisteten, Garantien für die spanische Unabhängigkeit zu fordern, als ob die spanische Freiheitsbewegung selbst nicht Garantie genug für die Unabhängigkeit Spaniens böte. Spanien kenne seine Feinde es wisse, daß die spanischen Marxisten Werkzeuge in der Hand gewisser Länder waren, die auf diese Weise ihre politische und wirtschaftliche Hegemonie erhalten wollten. Spanien wün sche ehrlich Frieden mit dem Ausland. Vorher aber sei es entschlossen, seine Freiheit zu vertei digen. Möge die Welt wissen, welche Bedeutung Spanien im Konzert der Völker zukomme. In diesem Augenblick gedenke Spanien dankbar jener Nationen, die vom ersten Augenblick an auf seiten der nationalen Erhebung standen. Unter diesen Gesichtspunkten werde Spanien immer am Frieden Europas mitarbeiten. Spa nien sei stolz auf sein Heer, dem es ausschließlich den Sieg verdanke. Die spanische Armee sei jederzeit bereit, sich im Waffengang mit denen zu messen, die sich der Entwicklung Spaniens ent gegenstellen wollten, der Entwicklung, die mit Blut erkämpft worden sei. Die Rede des Ministers klang aus in einem Dank an alle, die zum Siege beigetragen haben. Er gedachte vor allem der Gefallenen und Kriegs verletzten und des Führers des nationalen Spa nien, General Franco. Kriegstreiber wollen ans Ruder Eden-Llique hetzt- Keine Meinung für die Sowjets im Oberhaus Im Oberhaus machte der oppositionsliberale Lord Davies am Dienstag einen unerhörten, kriegstreiberischen Vorstoß. Er forderte nicht weniger als einen allgemeinen Boykott Deutschlands und Uebernahme gegenseitiger Garantien, um Deutschland zu einer „Restaurierung der Tschecho=Slowakei“ zu zwingen(!). England müsse die Initiative ergreifen. Schließlich griff Davies noch Chamberlain an und meinte, wenn England das Vertrauen wederherstellen wolle, müsse es seine Führung ändern. Diese verantwortungslose Tonart ging der Mehrheit der Lords doch zu weit. Der konservative Lord Hastings bezeichnete die Vorschläge Davies' als provozierend. Eden habe bereits durch seine Politik der Verpflichtungen seinen Nachfolgern die Arbeit ungeheuer erschwert. Neue Verpflichtungen würden die Lage für England noch schwieriger machen. Man sei erschüttert, zu hören, daß der Erzbischof von Canterbury eine Zusammenarbeit zwischen dem christlichen England und dem gottlosen Sowjetrußland befürwortet. Der erste Grundsatz der britischen Politik sei, den britischen Interessen zu dienen. Wie könne man aber mit Sowfetrußland den britischen Interessen im Mittelmeer dienen? Lord Barnby erklärte, ein wirtschaftlicher Boykott sei eine äußerst gefährliche Sache. Der konservative Lord Phillimore sagte voraus, ein Zusammengehen mit Sowjetrußland würde mit einer Katastrophe enden. Bemerkenswerterweise war auch der liberale Lord Catto, ein Parteifreund von Davies, der Ansicht, daß man nicht blind gegenüber der Tatsache sein dürfe, daß die Sowjetunion alles andere als eine Demokratie sei Ein Bündnis mit den Sowjets würde sehr viel englische Demokratie und Freiheit vernichten. Schließlich warnte Lord Catto noch vor einer Einkreisungspolitik, durch die Deutschland nur herausgefordert werde. In der Regierungsantwort gab Lord Plymouth ähnliche Erklärungen ab wie Ministerpräsident Chamberlain im Unterhaus, daß die Konsultationen weitergingen und er im Augenblick nichts Näheres sagen könne. Plymouth wies die Vorschläge Lord Davies' zurück, die sich, wie er sagte, durch Maßlosiakeit und unbewiesene Verallgemeinerungen aus zeichneten. Davies sei von der Verteidigung zum Angriff übergegangen. Das bedeute Anwendung bewaffneter Gewalt. Weder die britische Regie rung noch die konsultierten Staaten hätten aber eine derartige Absicht. Die Regierung sei auch heute noch davon überzeugt, daß jede Frage durch freundschaftliche und friedliche Verhandlungen ge löst werden könne. Aber, sie sei nicht bereit, fuhr er dann fort, indem er die Dinge auf den Kov stellte,„unter der Drohung mit Gewalt zu ver handeln". Angesichts der völlig ablehnenden Haltung des gesamten Hauses zog Lord Davies seinen Boy kottantrag zurück. Im Unterhaus hat eine Gruppe von Abgeord neten, die ausreichend gekennzeichnet wird durch die Namen wie Eden, Duff Cooper, Churchill Amery, Duncan Sandys, Harald Nicolson und andere, einen Antrag zur Außenpolitik eingebracht, die eine Regierung„auf möglichst breiter Grundlage“ fordert. Einer solchen neuen Regierung sollen Vollmachten über Indu strie, Kapital und Arbeitsmarkt gegeben werden damit England in kürzester Zeit die größten mi litärischen Anstrengungen machen könne Im übrigen verlangt der Antrag eine„energische“ Außenpolitik„im Hinblick auf die schweren Ge fahren, durch die England und das Empire in folge der wiederholten Aggressivakte in Europa bedroht sei“. Allerdings ist es noch keineswegs sicher, ob es über diesen Antrag zu einer außenpolitischen Aussprache kommen wird. Nach der Schneeschmelze— Hochwasser in Bosnien und Südserbien. Belgrad. Der in den letzten Wochen in ganz Jugoslawien gefallene hohe Schnee verwandelt sich durch einen seit gestern herrschenden Föhnsturm in Hochwasser, das in Bosnien und Südserbien bereits wieder zu großen Ueberschwemmungen und Verwüstungen geführt hat. Labour fragt nach Einkreisung Chamberlain konnte keine Erfolgsmeldung erstatten London, den 29. März. Ministerpräsident Chamberlain gab am Dienstag im Unterhaus auf Ersuchen des LabourAbgeordneten Greenwood eine Erklärung über den Verlauf der britischen Einkreisungsversuche gegenüber Deutschland ab. Chamberlain sagte:„Die britische Regierung setzte ihre Konsultationen mit anderen Regierungen über die Fragen, die sich aus kürzlichen Ereignissen ergeben haben, aktiv fort. Das Haus wird ihr darin zustimmen, daß es notwendig ist, daß der vertrauliche Charakter dieser Konsultationen während ihrer Dauer respektiert wird. Das Haus wird alo nicht erwarten, daß ich Erklärungen abgebe, die nicht vollständig sein können, bis wir im Besitz der endgültigen Ansichten der anderen beteiligten Regierungen sind.“ Der Frager gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden und wollte wissen, ob die von der britischen Regierung anderen Mächten zugeleitete Erklärung sich auf Konsultationen beschränke, oder ob sie sich auf militärische Verpflichtungen erstrecke. Chamberlain erwiderte:„Aus dem, was ich vorhin gesagt habe, geht hervor, daß das, was die britische Regierung im Auge hat, bedeutend über Konsultationen hinausgeht. Ich glaube nicht, daß ich im Augenblick weiter auf Einzelheiten eingehen sollte.“ Auf weitere Zwischenfragen erklärte Chamberlain, zum baldmöglichsten Zeitpunkt werde eine Aussprache im Unterhaus stattfinden. Von den Tätern fehlt jede Spur Neues Bombenattentat in London London, den 29. März. In der Nacht zum Mittwoch wurden die Bewohner des Londoner Stadtteils Hammersmith durch zwei Explosionen aus dem Schlaf gerissen. Zwei Höllenmaschinen waren gegen 1 Uhr nachts auf der Themsebrücke von Hammersmith explodiert, ohne allerdings allzugroßen Schaden anzurichten. Auch diesmal fehlt, wie bei allen bisherigen Anschlägen dieser Art, von den Tätern jede Spur. Spät nachts hat die Polizei eine Mitteilung veröffentlicht, in der es heißt aus den Untersuchungen gehe eindeutig hervor, daß es sich um einen Versuch handelte, die Brücke in die Luft zu sprengen. Schwarz gegen Weiß Die Negertumulte vor dem Kapstadter Parlament das Werk roter Aufwiegler London, den 29. März. Wie aus Kapstadt gemeldet wird, sind bei blutigen Zusammenstößen am Montagabend vor dem Parlamentsgebäude, wo 4000 Neger aegen die unterschiedliche Behandlung der Schwarzen und Weißen demonstrierten, insgesamt 7 Polizisten mehr oder weniger schwer verletzt worden. Nach einer Meldung der„Daily Mail“ erklärte der Führer der nationalistischen Partei, Dr. Malan, am Dienstagabend auf einer Versammlung in Kapstadt, daß die Negertumulte auf kommunistische Auswiegler zurückzusühren waren. Von den zehn Rednern, die die Eingeborenen vor den Unruhen aufgehetzt hätten, seien acht berüchtigte Kommunisten gewesen. hundefutter für Arme in US Mit dem„Wohlstand" scheint es nicht weit her zu sein. New York, den 29. März. Der so viel gerühmte Wohlstand im Lande Noosevelts und seiner Juden wird setzt zum ersten Male angezweifelt. Kein geringeres Organ als der„Daily Mirror“, jenes Blattes, das sich führend in der deutschen Hetze betätigt und mit den Juden durch dick und dünn geht, berichtet, daß die Einfuhr von Hundefutter aus Argentinien von 1,8 Millionen Pfund im Jahre 1937 auf 4 Millionen Pfund im Jahre 1938 gestiegen ist. Diesen Einsuhrüberschuß erklärt das Blatt damit, daß sich die unter dem Hunger leidenden Teile der amerikanischen Bevölkerung neuerdings mehr und mehr mit Hundekuchen ernähren. Diese Ursache für die Mehreinfuhr wird vom Vertreter der argentinischen Schlachthäuser der den größten Anteil an Hundefutterimport hat, in New York bestätigt. Er betonte, seine besten Kunden säßen in der vornehmen Park Avenue, der Straße New Yorks, wo die Dollarmillionäre wohnen. Während in der Park Avenne die Hunde mit dem Hundekuchen gefüttert würden, werde er in den Südstaaten von den armen Weißen und von. Negern gekauft. 45000-Tonnen=Schlachtschiffe in USA Zweck=„Informationen“ als Vorwand für riesige Aufrüstung zur See Washington, 29. März. Präsident Roosevelt ermächtigte laut einer Mitteilung aus dem Weißen Haus die Bundesmarine zum Bau von zwei Schlachtschiffen zu se 45000 Tonnen Das Marineministerium wird nunmehr auf Grund des Flottenbaugesetzes vom Jahre 1938 vom Bundeskongreß die Mittel zur Durchführung des Baues anfordern. Das erwähnte Gesetz steht insgesamt den Bau von drei Schlachtschiffen vor, deren Tonnage damals nicht festgelegt worden war, sondern dem Ermessen Roosevelts überlassen wurde. Laut einer weiteren Mitteilung aus dem Weißen Haus soll der Beschluß Roosevelts auf einige vor zwei Monaten eingegangene„Informatlonen" zurückzuführen sein, denen zufolge„gewisse Länder“ 45 000=Tonnen=Großkampfschiffe zu bauen „beabsichtigen". Es versteht sich von selbst, daß die Wendung„gewisse Länder" auf Japan und die volksregierten Staaten hinzielt, und daß es sich bei den erwähnten„Informationen" um klare Zweckmeldungen handelt. Die 45 000=Tonnen=Schlachtschiffe sind die größten Kriegsschiffe, die in den Vereinigten Staaten jemals gebaut wurden. NUMMER 75 „DIE HEIMAT AM MITTAG“ MITTWOCH, 29. MARZ 1939 Beick in die Heimat Amtsbürgermeister Düsterloh zum kommissarischen Bürgermeister von Wattenscheid bestellt Der Regierungspräsident in Arnsberg hat mit Wirkung vom 27. März den Bürgermeister der Stadt Wattenscheid, Ösenbrück, vorläufig seines Amtes enthoben. Mit der kommissarischen Vertretung ist der Amtsbürgermeister Düsterloh in Winz=Baak bestellt worden. Amtsbürgermeister Düsterloh wird die Amtsgeschäfte sofort übernehmen. Amtsbürgermeister Düsterloh hat seine Laufbahn bei der Stadtverwaltung Hattingen begonnen, war dann bei der Stadtverwaltung Schwelm und zuletzt in Wuppertal tätig Seit dem Jahre 1933 ist er Bürgermeister des Amtes Winz=Baak. Bürgermeister Düsterloh ist ein alter treuer Gefolgsmann des Führers. Als Obersturmbannführer führt er den SA=Sturmbann 4/99. Seine Vertretung im Amte Winz=Baak während seiner Tätigkeit in Wattenscheid wird von den beiden Beigeordneten Loigmann und Schuchardt wahrgenommen. — Die Herbeder Blaujacken waren gestern zur Musterung in Hattingen. In altüberlieferter Weise hatten die 33jährigen einen Musterungszug gebildet, der unter Vorantritt einer Musikkapelle seinen Weg über Blankenstein nach Hattingen nahm. Auch in Hattingen fand der bunte Zug und der vor ihm hertanzende„Stockape“ große Aufmerksamkeit. Die Musterung der Jahrgänge 1906 und 1907 nimmt heute und in den nächsten Tagen in Hattingen ihren Fortgang. — Schulweg nach Nierenhof. Durch die Neuordnung der kommunalen Grenzen Hattingens wird bekanntlich ab 1. April das Gebiet an der Lembeck zum Amt Winz gehören. Die Eltern der dort wohnenden Schüler und Schülerinnen haben bereits die Benachrichtigung erhalten, daß sie in Zukunft ihre Kinder zum Untericht nach Nierenhof schicken müssen. Etwa 50 Schüler und Schülerinnen werde von dieser Neuregelung betrofsen. — Sein silbernes Arbeitsjubiläum kann morgen der Former Fritz Gerlitz, der in der Stahlformgießerei der Henrichshütte beschäftigt ist, begehen. Dem Arbeitsjubilar, der in Hattingen, Wernigeroder Straße 14, wohnt, unsere herzlichsten Glückwünsche! — Ein Schamverletzer trieb in den vergangenen Wochen in der Nähe der Waldstraße sein Unwesen und zeigte sich vorübergehenden Frauen in unsittlicher Weise, ohne daß es früher gelang, des Täters habhaft zu werden. Als dieser Tage dort ein junges Mädchen spazierenging, trieb der Mann wieder sein Unwesen. Da das Mädchen genauere Angaben machen konnte, gelang es, den Täter festzunebmen. Es handelt sich um einen Wjährigen verheirateten Mann aus Hattingen. Er wurde dem Amtsgerichtsgefängnis Hattingen zugeführt. — Die Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für Speisesette und der Bezugsscheine für Konsummargarine wird für die Monate April bis Juni in diesen Tagen in Hattingen vorgenommen. — Hattinger Flugmodellbaner fahren in die Borkenberge. Am kommenden Sonntag veranstaltet die NSFK=Standarte 57 in den Borkenbergen ihren diesjährigen Segelflugmodell=Wettbewerb als Ausscheidung zum Landesgruppenwettbewerb im Mai. Unsere heimischen Flugmodellbauer nehmen ebenfalls teil; sie fahren mit dem Zuge 5.47 Uhr. — Kriegsopser fahren mit AdF in den Harz. Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ hat auch in diesem Jahr wieder kameradschaftlich für die Mitglieder der NSKOV und deren Angehörige eine Reihe von Urlaubsfahrten gewährt. Für die NSKOV. Gaudienststelle Westfalen=Süd, und Der Landdienst setzt der wachsenden Gefahr der Landflucht die Idee der Stadtflucht entgegen. Im HJ.=Landdienst findet sich eine Jugend zusammen, die ihr Herz aufgeschlossen hat für die Aufgaben des Landes. Wer als Bauer dieser Jugend helfen will, der wird auch auf seiner Seite ein verständnisvolles Herz für diese jungen Menschen haben. Er wird mit Liebe und gerechter Behandlung die Jungen und Mädel an ihre Aufgaben heranziehen. Denn diese Jugend will sich gar nicht die Arbeit leicht machen. Sie hofft, daß sie im Landdienstheim der 6J. ein ihren Lebensvoraussetzungen entsprechendes Haus findet, das sie nach der Arbeit des Tages in der Pflege bäuerlicher Art und ländlichen Brauchs einen Ausgleich findet. Wie sehr diese Forderung von Westfalens Bauern verstanden wurde und wie wohl sich die Jugend im Landdienst fühlt, zeigt der Brief einer Bergmannsfrau aus dem Ruhrgebiet an die Gebietsführung Westfalen der HJ. in Münster: „Durch einen Bekannten gelang es mir, meine im Lager„Ilse“ des HJ.=Landdienstes befindliche Tochter unerwartet zu besuchen. So konnte ich mir ein klares Bild über die Verhältnisse im Lager „IIlse“ machen. Das Lager, ein alter Bauernhof in der herrlichen Weserberglandschaft, eignet sich sehr gut für die Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet. angeschlossen die Gaudienststelle Westfalen=Nord fährt vom 3. August bis 15. August ein Urlauberzug in den Harz mit Stolberg als Aufnahmegebiet. Abgangsstation ist Hagen. — Das große Erwachen. Immer ist dem, der sich der Natur verbunden fühlt, diese Vorfrühlingszeit das alte Wunder, und immer wieder drängen sich ihm die Fragen auf, die in der Tatsache der größeren Erwärmung der Erde in unseren Breiten noch keine genügende Antwort finden. Die herrlichsten Sonnentage mit ungewöhnlicher Wärme bedingen im Januar noch inge keinen Lenz, den Bäumen fällt es nicht ein auszuschlagen, die Haselmaus denkt nicht daran, ihren Winterschlaf abzubrechen, und die Vögel ändern ihren Flugplan deshalb noch lange nicht. Wohl gelingt es dem Gärtner, mit allerhand Kunstgriffen im Warmhaus den Flieder blühen zu lassen, wenn die Natur zur Ruhe geht; man kann auch einen Igel in seinem Laubberg eher „wecken“, als dies die Natur vorgesehen hat, das Wenn nach sorgfältiger und durch jahrelang in der Praxis erprobter Prüfungsweise das Urteil lautet:„Dein Kind muß in die Hilfsschule“. dann ist das für viele Eltern ein harter Spruch. Niemand wird leicht darüber hinwegkommen, daß sein Kind schwach begabt sein soll, obwohl ihm nicht verborgen blieb, daß es mit dem Lernen im Vergleich zu Geschwistern oder Nachbarskindern nicht recht vorwärts ging. Ist es denn eine Schande, wenn ein Kind die Hilssschule besucht? Nein, es ist Schicksal, das vielleicht leichter zu tragen ist, als wenn es sich um taube, blinde, lahme oder verkrüppelte Kinder handelte. Nun wird kaum einer einen Verkrüppelten faul schimpfen, weil er nicht so schnell laufen oder arbeiten kann wie ein körperlich gesunder Mensch. Aber Hilfsschüler werden oft dumm gescholten, und zur Hilfsschule sagt man„Dummenschule“. Wer so spricht, ist töricht und niederträchtig und kennt nichts von der besonderen Arbeit dieser Schule. Die Hilfsschule will als Sonderschule auch die schwachen und andersgearteten Kinder für das Leben in der Gemeinschaft brauchbar machen, genau so wie eine Taubstummen-, Blinden- oder Krüppelanstalt ihre Schützlinge brauchbar macht indem sie ihnen eine Berufsausbildung, die ihren Kräften entspricht, angedeihen läßt Und es gibt wohl kaum Eltern, die nicht dankbar wären, daß in Anstalten so für ihre Kinder gesorgt wird, damit sie nach der Schul= und Lehrzeit ein brauchbares Glied in der schaffenden Volksgemeinschaft sein können. Wie anders verhalten sich leider dagegen viele Eltern, die vor der Tatsache stehen, daß ihr Kind nun in die Hilfsschule soll. Sie versuchen alles, sie scheuen keine Wege, laufen zum Schulrat und Arzt und tragen ihnen vor, daß es nur an dem Klassenlehrer liegt, wenn ihr Kind nicht mitkommt, und sie möchten nun dafür sorgen, daß ihr Kind in der Volksschule bleiben kann. Niemand will den Eltern das Recht bestreiten, alles zu versuchen. Sie übersehen dabei, daß die Schule bereits alles versuchte; denn das Urteil ist von der Schule nicht leichtfertig gefällt. Auch kam das Urteil nicht dadurch zustande, daß die Ansicht des Klassenlehrers allein den Ausschlag gab: an der Beurteilung sind Arzt, Hilfsschullehrer und Schulrat maßgebend beteiligt. Manche Eltern sind bereit, die segensreiche Einrichtung der Hilfsschule für andere Kinder wohl anzuerkennen, in ihrem Fall aber sähen sie es lieber, wenn ihr Kind in der Volksschule sitzen bliebe, auch wenn es dann aus dem 4. oder 5. Schuljahr entlassen werden müßte und so gar keinen Abschluß hätte. Wie töricht! Im nationalsozialistischen Staat haben wir die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, und nicht so, wie sie sich jemand wünscht. Der Sie erholen sich bei der guten Kost und reinen Luft so richtkg. Die Inneneinrichtung des Lagers ist vorbildlich in jeder Beziehung. Neben gemütlichen Aufenthaltsräumen für die Freizeit, besonders für den Abend, stehen den Mädchen saubere Waschräume zur Verfügung. Die Schlafräume sind ideal; weiße Möbel, warmes Bettzeug und anmutige Gardinen machen den Mädchen den Aufenthalt für die Nacht so erträglich wie zu Hause. Der Zufall wollte es, daß ich der Geburtstagsfeier eines der Mädel beiwohnen konnte. Wie schön hatte die Leiterin des Lagers den Tisch mit Blumen„und brennenden Kerzen geschmückt. Das Geburtstagskind fühlte sich so ganz als Mittelpunkt. Die Leiterin des Lagers erläuterte mir das Tagesprogramm der Mädel. Es zeigte mir, wie durch Erziehung, Arbeit und Freizeit die Kinder zu brauchbaren Menschen erzogen werden. Aus all den Mädchen spricht vollste Zufriedenheit und beste Laune. Dies alles wird unseren Mädchen durch die tüchtige und umsichtige Leiterin des Lagers geboten, und ich fühle mich als Mutter eines der Mädel veranlaßt, meinen besten Dank auszusprechen." hb. Tier wird vermutlich daran eingehen, selbst wenn es„reinster Frühling“ wäre. Warum? Weil wir eingegriffen haben in den inneren Rhythmus alles Naturgeschehens, wie ihn der Wechsel der Jahreszeiten bei uns bedingt. Bei den Winterschläfern unter den Tieren sinkt die Körperwärme tief herab, langsam geht die Atmung, die Nahrungsaufnahme unterbleibt. Die Drüsen stellen die Hormonzufuhr ein, jener geheimnisvollen Lebensstoffe, von denen man jetzt weiß, daß sie auch den rätselhaften Vogelzug bedingen. Die winterliche Ruhezeit ist Pflanzen und Tieren notwendige Voraussetzung ihres Daseins; wir können nicht in den Ablauf der Natur willkürlich eingreifen, und auch anormale Wärme in Winterwochen wird nicht als Weckruf des Lenzes empfunden, der erst zu seiner Zeit„vernommen“ wird, so daß die Fledermaus in einer Viertelstunde ihre Blutwärme um 20 Grad erhöht, Dachs und Hamster wieder „zu sich kommen“ und die Knospen aufbrechen, selbst, wenn es draußen garnicht so lenzlich ist. eine ist zum Studium begabt, der andere nicht. Der eine hat die Volksschule durchlaufen der andere hat die Hochschule besucht. Der eine Mensch ist klein, der andere groß. Der Kleine wird nun dadurch nicht größer, daß er sich auf den Stuhl stellt oder größere Kleider und Sthuhe anzieht, und ein schwaches Kind verwischt nicht dadurch seine Schwäche, daß es in der Volksschule verbleibt. Jeder trägt, wenn er sich nicht lächerlich machen will, Kleider und Schuhe, die ihm passen, die ihm angemessen sind. Wir können nicht alle dasselbe leisten. Es gibt Hochbegabte, die Universitäten und Hochschulen besuchen, Normalbegabte, die in der Volksschule, Schwachbegabte, die in der Hilfsschule und Schwachsinnige, die in Anstalten untergebracht werden. Der Hochschüler darf sich nicht mehr einbilden als der, der nur die Volksschule durchlaufen hat. Er hat einzig und allein mehr zu leisten. Ein Volksgenosse, der nicht sehr hoch begabt ist, aber mit aller Kraft dem Staate, wenn auch nur als Straßenkehrer, dient, ist höher einzuschätzen als der studierte und gut vorgebildete Mann, der nur mit halber Kraft arbeitet. Wenn das Kind einen Arm ausgerenkt hat, werden die Eltern sofort mit ihm zum Arzt gehen, weil der allein die richtigen Handgriffe anzuwenden weiß. Sie werden diesen Schritt aus falschem Mitleid nie unterlassen, wenn es auch für das Kind schmerzhaft ist und es ihnen selbst ans Herz geht. Eltern, die sich zu notwendigem Entschluß nicht aufraffen und ihre schwachen Kinder von der Hilfsschule zurückhalten, in der Lehrer wirken, die dafür vorgebildet sind und nach besonderen Methoden unterrichten und fördern, erweisen ihren Kindern einen schlechten Dienst. Solche Kinder würden weiter in der Volksschule sitzen und den Lehrer nicht verstehen, weil ihre Geisteskraft zu gering ist, den Sinn seiner Anweisungen und Rede zu erfassen. So kommt beim schwachen Kind Langeweile auf, es wird unruhig, fällt dem Lehrer zur Last, verliert das Selbstvertrauen, weil es doch das nicht kann, was die Bankgenossen leisten. Der Unterricht wird ihm zur Qual Das Kind muß sich selbst überlassen bleiben, da der Lehrer der Volksschule bei 40—50 Kindern, die vorwärtsdrängen, sich nicht auch noch den größten Teil der Stunde mit einem schwachen Kinde abmühen kann. Manche Eltern glauben schwarzsehen zu müssen für die Zeit nach der Entlassung aus der Hilfsschule. Sie glauben, daß ihr Kind nun bei der Berufswahl benachteiligt sei gegenüber einem gleichschwachen Schüler, der in der Volksschule verblieb, weil am Schulort keine Hilfsschule war. Das Gegenteil ist richtig. Die Hilfsschule verwendet besondere Mühe auf die Uebung von Auge und Hand im Werkunterricht und schafft so die Grundlage für spätere Arbeitstüchtigkeit. Auch das Arbeitsamt weiß, daß durch die Sondermaßnahmen der Hilfsschule der Schüler für das Leben viel brauchbarer gemacht wurde als der in der Volksschule verbliebene schwache Schüler. Der Klassenlehrer der Volksschule kennt oft seinen früheren Schüler in der Hilfsschule gar nicht mehr wieder, so frohe Augen bekam er, so taute er auf, weil das Vertrauen in seine Kräfte zurückkam und er merkte: Ich kann doch etwas, ich bin gar nicht so dumm. Das sind Tatsachen und keine Phantastereien; wir könnten mit Beispielen dienen. Ueber eine andere Angelegenheit sind die Eltern hilfsschulbedürftiger Kinder oft in Sorge. „Alle Hilfsschüler werden sterilisiert!" Das ist nicht wahr! Nur die werden sterilisiert, die ihre schwache geistige Befähigung von ihren Vorfahren ererbt haben und die sie wieder auf ihre Nachkommen vererben würden. Der Besuch der Hilfsschule ist darin nicht ausschlaggebend. Ob Hilfsschule oder Volksschule, das ist hier nicht der Maßstab; wer erbkrank ist, wird sterilisiert, ob er nun die Volksschule oder Hilfsschule durchlaufen hat. Das Erbgesundheitsgesetz verfolgt das Ziel, unser Volk durch Auslese, rassisch gesehen, von Jahr zu Jahr gesunder, erbtüchtiger und leistungsfähiger zu machen. Zur Klärung noch einmal: Der Besuch der Hilfsschule ist nicht der Anlaß, daß erbkranke Kinder unfruchtbar gemacht werden, das würde auch außerhalb der Hilfsschule geschehen. Ihr glücklichen Eltern gesunder Kinder, denkt nicht gering von der Hilfsschule, die eine notwendige Einrichtung ist, dem Staat nicht wenig kostet und ihre Berechtigung aus den nicht geringen AnAus der Bewegung NS=Frauenschaft— Deutscher Frauenwerk Welper Die Schulung der Abteilungsleiterinnen, der Zellenfrauenschafts= und Blockfrauenschaftsleiterinnen findet am Donnerstag, dem 30. März, um 16 Uhr in der Aula der Horstschule statt. Erscheinen ist Pflicht.— In der Woche vor Östern fällt der Heimnachmittag aus. Die nächste Zusammenkunft wird noch bekanntgegeben. Deutsches Frauenwerk Winz=Baak Unser Gemeinschaftsabend ist am Donnerstag, dem 30. März, um 20 Uhr im Physikraum der Evangelischen Schule. Erscheinen ist Pflicht. forderungen der Volksschule an ihre Schüler ableitet.„Dummenschule“, dieses verächtliche Wort sollte verboten werden, weil darin häßliches Unrecht ausgedrückt wird. Die Bezeichnung Hilfsschule weist auf die Hilfe hin, die in dieser Sonderschule schwachen Kindern von tüchtigen Lehrern mit unendlicher Geduld, Liebe und Entsagung gewährt wird. * der Hattinger Hilfsschule Zur Zeit hat ein Lehrgang der Gauschule in der Viktor=Lutze=Straße als Arbeitsgebiet rassepolitische Fragen zu behandeln. Zur Unterrichtung über besondere Fragen dieses großen Gebietes waren Teilnehmerinnen des Lehrgangs Montagmorgen in der Hilfsschule.— Hilfsschullehrer Pa. Rademacher leitete eine Unterrichtsprobe mit dem Hinweis ein, daß schwache Schüler durch möglichst viele Sinne aufnehmen müßten, um zu einer klaren Vorstellung zu kommen. Danach sei nun die besondere Methode der Hilfsschule zugeschnitten, die vor allem die Handbetätigung des Kindes nicht nur beim Zeichnen und Schreiben, sondern auch beim Rechnen und Lesen z. B. als Finger= oder Gebärdenlesen pflege. In der Rechenprobe zeigten die Kinder ihr Vertrautsein mit den verschiedensten Arbeitsmitteln und Rechenspielen, die alle das Ziel verfolgen, daß sich der Schüler eines Tages im Bewußtsein der Kraft von diesen Hilfen freimacht— Von den Schülern der Mittel= und Oberstufe legte dann Hilfsschullehrer Pg. Warlitzer schriftliche Arbeiten vor, die zeigten, daß sich bei zielbewußter Arbeit schöne Erfolge erreichen lassen. Hilfsschullehrer Warlitzer berichtete sodann aus 18jähriger Hilfsschulpraxis über die besonderen Maßnahmen der Hilfsschule zur Erfüllung der volksbiologischen Aufgaben und die ministeriale Anordnung über Hilfsschulen vom April 1938 und beantwortete damit auch Fragen der Lehrgangsteilnehmerinnen.— Weil von dem Lehrgang noch der Besuch des NSV.=Kindergartens geplant war, konnte Hilfsschullehrer Warlitzer nicht mehr die Arbeit mit den Kindern zeigen, sondern nur kurz auf die an den Wänden hängenden besonderen Lehrmittel für Geschichte und Erdkunde, die zum größten Teil im Werkunterricht mit den Schülern hergestellt wurden und die besondere Art der Erkenntnisvermittlung in der Hilfsschule erkennen ließen, hinweisen.— Von der Arbeit des Hilfsschullehrers nahmen die Frauen den Eindruck mit. daß sie im Sinne eines Wandspruches der Hilfsschule geschieht:„Ganz mühelos läßt sich Freude nicht erjagen, wer Blumen pflanzt, der muß viel Wasser tragen!“ Winz — Die SA ehrt ihre toten Kämpfer! Am Sonntag hatte der SA=Sturm 2/99 seine Männer zusammengerufen, um aus Anlaß des zweiten Todestages des Sturmführers Krampe einen Kranz an seinem Grabe niederzulegen. In stattlicher Anzahl marschierten in der Frühe die Männer hinter ihrer Sturmsahne, die dem Sturmführer Krampe so oft für die schweren Aufgaben Kraft und Mut gegeben hatte. Am Grabe gedachte der Führer des Sturmes 2/99 in markanten Worten der Verdienste des von uns gegangenen Kämpfers. Er führte etwa folgendes aus: „Sturmführer Krampe! Während du in der ewigen Standarte Horst=Wessel marschierst, stehen hier die Männer deines Sturmes, um deiner in Treue und Dankbarkeit zu gedenken. Du hast ein Groß=Deutschland unter uns nicht mehr erleben dürfen, aber die hier an deinem Grabe angetretenen Männer stehen ebenso fest und hart zu ihrer Verpflichtung wie in jenen Tagen, da du noch unter ihnen weiltest. Du warst einer der Besten, in deinem Geiste werden wir weitermarschieren." Anschließend besuchten die Männer des Sturmes die Grabstätte des Oberscharführers Dombrowe und gedachten auch seiner im stillen Gedenken. Welper — Gutes Ergebnis in Welper. Schaffende sammeln und Schaffende geben. Dieses war die Losung, unter der die letzte Reichsstraßensammlung für das WHW 1938/39 von den Männern der DAF durchgeführt wurde. Wenn auch katsächlich in Deutschland noch Zweifler leben, die das große Geschehen der vergangenen Wochen nicht begriffen haben oder nicht anerkennen wollen, so ist dennoch dieses hervorragende Sammelergebnis von 500,54 RM., welches man in unserer Ortswaltung erzielte, nicht nur ein Zeugnis innigster Verbundenheit aller Schaffenden untereinander, sondern darüber hinaus eine Quittung für das große Werk unseres Führers, an dem jeder, so gut er kann, helfen will. Trotzdem die schönen Bernsteinplaketten in sehr kurzer Zeit restlos vergriffen waren, ließ die Gebefreudigkeit nicht nach, sondern, man kann es ohne Uebertreibung sagen, sie steigerte sich von Stunde zu Stunde. Wenn uns auch nur wenige Plaketten zur Verfügung standen, so konnten wir doch unser Unsere Bauernverstehen die Jugend eine Bergmannsfrau an der Ruhr schreibt über den Landdienst Warum in die Hilfsschule? Liegt es on dem Klassenlehrer?— Einige Worte zur Aufklärung Werden Sie sich der Annehmlichkeit bewußt, persil-gepflegte Wäsche zu tragen- zum gepflegten Körper gehört persil-gepflegte Leibwäsche! letztes Sammelergebnis erheblich verbessern.— Allen denen, die sich in dieser letzten großen Schlacht mit der Büchse in der Hand für das WHW einsetzten, und all den vielen Spendern, die diese Büchsen füllten, sei an dieser Stelle herzlichste Anerkennung ausgesprochen. — Entlassung der Volksschüler. Gestern morgen vexanstalteten die beiden Volksschulen eine gemeinsame Entlassungsfeier, zu der Amtsbürgermeister Bock, Bürgermeister Rüger und Ortsgruppenleiter Stens erschienen waren. Nach einem Klaviervortrag begann die Feierstunde, die den Grundgedanken„Entlassung aus der Schule — Aufnahme in das schaffende Volk“ hatte. Stellvertretender Schulleiter O. Freisewinkel hielt die Entlassungsrede. Ortsgruppenleiter Stens vollzog sinnbildlich die Aufnahme in die Gemeinschaft der Schaffenden. Den Schülern wurden ein Schmuckblatt und das Buch„Gedenke, daß du ein Deutscher bist!“ überreicht. Sprockhövel — Ihren 81. Geburtstag kann am heutigen Mittwoch die Witwe Billert, die im Haushalt ihres Schwiegersohnes Hugo Homberg in der unteren Hauptstraße ihren Lebensabend verbringt, feiern. Trotz ihres hohen Alters und eines vor Jahren erlittenen Beinbruchs ist die Altersfubilarin noch sehr rüstig. Wir gratulieren ihr herzlich zu ihrem Ehrentag. Altendorf-Ruhr — Familiennachrichten. Das Standesamt Altendorf=Ruhr nahm folgende Beurkundungen vor: Ein Kind wurde dem Volksgenossen Georg Karl Lenatz, Altendorf=Ruhr, Holteyerberg 11, geboren.— Die Eheschließung vollzogen Erich Eduard Niederkinkhaus, Bochum=Linden, Hattinger Straße 594a, und Gertrud Tiemann, Altendorf=Ruhr, In den Höfen 45.— Es starb Gerhard Wilhelm Lenatz, Altendorf=Ruhr, Holteyerberg 11, im Alter von 5 Tagen. — Schulentlassungsfeier. Heute um 17 Uhr findet bei Großjung die Schulentlassungsfeier statt. An dieser Veranstaltung nehmen auch die Eltern der zur Entlassung kommenden Jungen und Mädchen teil. Gemeinschaftsschule ab 1. April Mit dem Ende des Schuljahres werden die hiesigen drei konfessionellen Schulen aufhören, zu bestehen. Es gibt dann fortan nur noch den Schultyp„Deutsche Gemeinschaftsschule“. Die Kinder sollen im neuen Schuljahre an zwei Schulsystemen unterrichtet werden, an der Schule im Busch und der Schule in Unteraltendorf. Dementsprechend wird auch eine teilweise Neuverteilung von Lehrkräften vorgenommen werden. Während am System des Oberdorfes in Zukunft sieben Lehrpersonen tätig sind, wird die Schule des unteren Ortsteiles vier Lehrende haben. Dazu kommt noch eine technische Lehrerin, deren Wirkungsfeld beide Schulen sind. Die Zusammenfassung unserer Kinder in einer Schulart liegt im Sinne der allumfassenden nationalsozialistischen Idee und wird ihrer Forderung nach Pflege wahrer Volksgemeinschaft in besonderem Maße gerecht. Da jedes Kind selbstverständlich den ihm zustehenden Religionsunterricht nach Maßgabe seiner konfessionellen Zugehörigkeit erhält, dürften wohl auch die hie und da noch vorhandenen Gegner der Gemeinschaftsschule zufriedengestellt sein. In unterrichtstechnischer Hinsicht kann die Schaffung zweier leistungsfähiger Schulsysteme nur warm begrüßt werden. Es dürfte einleuchten, daß eine ein- oder zweiklassige Schule selbst beim besten Willen der Lehrenden kaum die Lernerfolge aufweisen kann wie ein großes, aufgegliedertes Schulsystem. Für die gemeinsame Arbeit von Schule und Elternhaus gelte in Zukunft die Losung: Der deutschen Zwietracht mitten ins Herz! Generationen nach uns werden die Tat, auch in der Volksschule, die die Volksgemeinschaft zur Grundlage der Erziehungsarbeit gemacht habe, zu würdigen wissen. haßlinghausen — Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich in Haßlinghausen. Zwei Einwohner, der Farmbesitzer Herberholt und sein Gehilfe Schneider, bekamen beim Aufladen eines schweren Maschinenteils auf einen Lastwagen das Uebergewicht, stürzten und trugen Verletzungen davon. Herberholt erlitt einen Bruch des Nasenbeins und eine Gehirnerschütterung, sein Gehilfe kugelte sich den Arm aus. Beide kamen ins Gevelsberger Krankenhaus, von wo Sch., dessen Arm sofort wieder eingerenkt wurde, alsbald nach Hause entlassen werden konnte. Die Vorarbeiten für den Bau der Reichsautobahn bei Haßlinghausen schreiten voran. Zur Zeit wird der schwere Dampfbagger, der ein Gewicht von 40 Tonnen hat, von Gevelsberg=West nach Haßlinghausen transportiert. Der Transport ist infolge der gewaltigen Dimensionen des Baggers und der durch das Hochhalten der StraßenbahnOberleitungen bedingten Aufenthalte nicht ganz einfach. So wird man Die Ausbildung in der Flieger-Hitlerjugend Es ist jetzt wieder die Zeit, in der die Möglichkeit besteht, aus dem DI in die Flieger=HI überzutreten. Um wiederholten Anfragen zu genügen und um alle Unklarheiten zu beseitigen, sei hier ein kurzer Ueberblick über die Arbeit innerhalb der Flieger=Hitlerjugend gegeben. Die Ausbildung zerfällt in zwei Hauptgruppen: 1. In die fliegerische Ausbildung: 2. in die bauliche Ausbildung. Sie richtet sich ganz nach dem Können und nach der Altersstufe bzw. körperlichen Entwicklung des Jungen. Bei der Ueberweisung aus dem DI wird der 14jährige zunächst ein Jahr im Modellbauen ausgebildet. Er lernt dabei die einfachsten Grundbegriffe kennen. Er sammelt vielerlei Erfahrungen, sowohl im Modellbau, als auch im Modellfliegen, die er dann später verwerten kann. Je nach Eignung kann er an Modellwettbewerben(z. B. Rhönwettbewerb) kostenlos teilnehmen. Nach einem Jahr, für den 15jährigen also(in Ausnahmen auch schon beim Alter von 14½ Jahren), tritt an Stelle des Modellbaues der Segelflugzeugbau. Fachkundige Bauleiter sorgen auch hier für die gewissenhafte und sorgfältige Ausbildung des Jungen. Nun kommt das langersehnte Fliegen im Gleitflugzeug. Die Segelfluglehrer setzen ihren Ehrgeiz in die schnelle Fortbildung des Schülers. Jeden Sonntag geht es hinaus in die Borkenberge. Es gibt eigentlich gar nichts Schöneres, als in echter Fliegerkameradschaft draußen am Hang zu sein; es gibt nichts Herrlicheres, als mit einer solchen„Kiste“ durch die Luft zu schweben, ganz auf sich selbst und auf das eigene Können angewiesen. Dann erst zeigt sich der Kerl, dann erst entsteht eine wahre Kameradschaft. Und es ist gar nicht so schwer, das Fliegen. Nur ein bißchen Mut gehört dazu. Man muß erst einmal den„inneren Schweinehund" überwunden haben, dann steigt man mit derselben Ruhe in die Kiste, wie z. B. auf ein Fahrrad. Den Anordnungen des Fluglehrers muß natürlich immer genau Folge geleistet werden, dann kann niemals ein Unfall entstehen. Wie schnell geht es, da hat der Junge seine A= und B=Prüfung bestanden, sei es nun in Sturmschulungen oder in Lehrgängen. Bei Erreichung seines 18. Lebensjahres hat er meistens an irgendeiner Reichssegelflugschule die C- und aC=Prüsung geflogen. Er kann dann natürlich noch meiter ausgebildet werden, doch ist dann meistens die Altersstufe erreicht, in der er bei der Luftwaffe seinen Mann steht. Jungen! Kommt herein in die Flieger=HitlerJugend. Helft mit an dem Aufbau der stärksten Luftflotte der Welt! Ueber eines müßt ihr aber ganz im klaren sein: Wir können nur aanze Kerle in unserer Gemeinschaft gebrauchen. Wir müssen ganz besonders mutig sein, müssen mit ganz besonders hohem Pflichtbewußtsein an unsere Aufgabe herangehen und wir müssen vor allem eine Kameradschaft bilden, in der jeder für den anderen steht, die fest und treu zusammenhält, wo und wann es auch sei. Wir wollen Flieger sein, wir wollen Sieger sein! Wir sind die Jugend; unser ist die Zukunft ganz allein! — Ehrung der Arbeitsjubilare. Auch in den Betrieben und Haushaltungen des Hattinger Landes ist es zu einem schönen Brauch geworden, langjährige und pflichttreue Mitarbeiter zu ehren. Treue und Pflichtersüllung, die Fundamente einer jeden Betriebs= und Hausgemeinschaft, sollen so ihre Anerkennung finden. Die Vielheit der Organisation hat dies in früheren Jahren nahezu unmöglich gemacht. Seit dem 1. Januar 1938 ist hier durch den-Reichsorganisationsleiter der NSDAP. und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenossen Dr. Ley. grundsätzlich Wandel geschaffen worden. Die schaffenden Menschen werden nun unter Führung der DAF. geehrt. Sie läßt auf Antrag des Betriebsführers bzw. Haushaltungsvorstandes den Arbeitsjubilaren geschmackvoll gehaltene Ehrenurkunden überreichen, und zwar erhält auf Antrag jedes Gefolgschaftsmitglied, das 25 oder 40 Jahre einer Betriebsgemeinschaft angehört, eine entsprechende Urkunde ausgefertigt. Hausgehilfen erhalten diese auf Antrag des Haushaltungsvorstandes schon bei 10, 15, 20 und ebenso nach 25 und 40 Dienstjahren. Die Ehrenurkunden für 40 Jayre tragen die Unterschrift von Dr. Ley. Die Anträge auf die Vornahme derartiger Ehrungen sind etwa 2 Monate vor dem Ehrentag mit einem entsprechenden Vordruck bei der zuständigen Kreiswaltung der DAF. zu stellen. In den meisten Betrieben erfolgt die Uebergabe der Ehrenurkunden im Verlauf einer schlichten, aber würdig gestalteten Feier. Die eventuelle zusätzliche Ueberreichung von Geld= oder anderen Ehrengaben seitens des Betriebsführers oder der Gefolgschaft ist selbstverständlich sehr wohl geeignet, den Eindruck dieser Ehrung noch wesentlich zu erweitern. Wer will Schriftleiter werden? Meldung beim Gaupresseamt Westfalen=Süd. In diese Jahreszeit fällt die für viele junge Menschen entscheidende Berufswahl. Ueberall finden die Abschlußprüfungen statt. Für diejenigen, die nach bestandenem Abitur die Absicht haben, Schriftleiter zu werden, sei besonders darauf hingewiesen, daß sie sich möglichst bald beim Gaupresseamt Westfalen=Süd in Bochum melden müssen. In allen Gaupresseämtern der NSDAP sind eigene Nachwuchshauptstellen eingerichtet, die nach Frauen im Bauch der Erde Sie fuhren in eine Grube ein und besuchten den Bergmann vor Ort Im Zuge der Aktion„Kohle statt Holz“ wurden die Abteilungsleiterinnen Volkswirtschaft/Hauswirtschaft des Gaues Westfalen=Süd vom Kohlensyndikat Essen zu einem Schulungstag nach Essen und Oberhausen eingeladen. Der NSG. macht dazu folgende interessante Ausführungen: Durch praktische Vorführungen, Lichtbilder und Vorträge in der Maschinenhalle und dem Sitzungssaal des Kohlensyndikats erfolgte die Aufklärung über die Notwendigkeit des Verbrauchs„Kohle statt Holz“. Den breitesten Raum in der Aufklärung nahm die Bedeutung des Haushaltkohleverbrauchs für die Volkswirtschaft ein unter Berücksichtigung der Verdrängung der Holzfeuerung, die in den waldreichen Kreisen— besonders auf dem Lande— noch gebräuchlich ist. Gleichzeitig wurden Belehrungen gegeben über die sparsame Verwendung der Kohle durch richtige Feuerung. Den Höhepunkt des Tages bildete die Besichtigung eines Telles der Zeche„Gutehoffnungshütte" in Oberhausen. Die Frauen fuhren 600 Meter unter Tage ein und besichtigten an Ort und Stelle die schwierige Arbeit der Bergleute beim Abbau der Kohle. Die Einfahrt löste je nach Veranlagung mehr oder weniger Beklemmungen aus. Aber die Frauen kamen alle wohlbehalten an, und zwar mit einer Geschwindigkeit von 6 bis 8 m in der Sekunde, so daß sie in 1½ Minuten unten waren.(Der Bergmann fährt mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 18 m in der Sekunde.) Die Frauen waren überrascht über die großartige Beleuchtungsanlage. die breiten Gänge, die zum Teil Straßen vergleichbar waren, die großartigen Maschinenräume, die Pumpenanlagen und die frische Luft, die unten wehte. Wenn in diesem Teil des Stollens auch nicht gearbeitet wurde, weil er für Besichtigungen freigegeben war, so entsprach sein Ausbau doch vollkommen den modernen, üblichen Stollen. in denen heute gearbeitet wird. Die Besucherinnen hatten den Eindruck, in einem modernen Fabrikbetrieb zu sein. Sie sahen die modernsten technischen Hilfsmittel zum Albau der Kohle, die aber am Ende die Handarbeit dem Kumpels nicht ersetzen können. An vielen Stellen liegt der Bergmann während der ganzen Schicht der Länge nach auf dem Rücken, eingekeilt in ein Flöz, und haut die Kohle, die nur 20—30 cm über seinem Gesicht hängt, mit einer kleinen Pickhacke ab- eine unendlich mühselige Arbeit! Als größte Ueberraschung erlebten die Abteilungsleiterinnen 600 m unter der Erde eine Kinovorstellung. Sie sahen den Arbeitsgang einer Schicht. Nach zweistündigem Aufenthalt fuhren die Frauen wieder nach oben, und diesmal bis zur obersten Plattform des Förderturmes, so daß sie einen herrlichen Weitblick über die„Waffenschmiede des Deutschen Reiches" hatten. Den Schluß des Tages bildete der Besuch des historiEinen seiner hübschesten Einfälle hatte Albert Lortzing mit seiner komischen Oper„Der Wildschütz". Es ist die schöne Geschichte von dem Dorflehrer Baculus, der aus Versehen den Esel seines Durchlauchtigsten Grafen erschießt und darum bestraft werden soll. Um diese außerordentlich komische Einleitung der Handlung sind dann noch einige Liebesgeschichten geschmackvoll garniert, die sich am Ende in Wohlgefallen auflösen. Wie ein Cantus firmus zieht sich durch das ganze Werk das Leid und die Angst des Schulmeisters, der um sein Mädchen und um seine Stelle nicht weniger bangt und am Ende nach vielen Qualen der Eifersucht Gnade findet und sein Mädchen heimführen darf. Hineinverwoben ist eine Liebhaberaufführung im Schloß des Grafen, bei der eine griechische Komödie aufgeführt wird. Lortzing verfolgte bei der Einfügung dieses Stückes den Zweck, der Berliner Gesellschaft seiner Zeit eins auszuwischen, die sich in solchen Liebhaberaufführungen erging. Die Musik zu dieser Oper gehört zu dem spritzigsten, was Lortzing geschaffen hat. Das umfangreiche Werk wird helle Freude bei allen Hattingern auslösen. Es ist melodiös, sangbar und schen Museums der Zeche, der außerordentlich lohnend war. Er führte die unerhört schnelle Entwicklung der Kohlen= und Eisenindustrie unserer engeren Heimat der letzten Jahrzehnte. vor Augen. Dieser Einblick in die den Frauen bis dahin unbekannte Arbeitsstätte unserer Vergarbeiter befestigte aufs neue in ihnen das Verständnis und die Hochachtung vor der Schwere der Arbeit des Bergmanns, den Stolz auf die Leistungen unserer Industrie und Technik und bestärkte sie in ihrer Einsatzbereitschaft, mitzuhelfen in der Aufklärungsarbeit„Kohle statt Holz“ geht leicht in die Ohren. Die musikalischen Scherze, die an zahlreichen Stellen eingeflochten sind, sind Delikatessen für den Feinschmecker. Das Gastspiel des Hagener Stadttheaters am kommenden Freitag können wir auf das wärmste begrüßen. Hoffentlich trägt der Besuch dazu bei, solche Aufführungen auch für das kommende Jahr vorzusehen. Es sei noch vermerkt, daß der Kinderchor im ersten Akt von den Kindern der Horstschule in Welper gestellt wird. Lehrer Hegel studierte den Chor ein. Es wird gebeten, rechtzeitig zu erscheinen, da wegen des Umfanges der Oper die Veranstaltung pünktlich beginnen muß. Man denke an die mißlichen Garderobeverhältnisse und komme nicht erst im letzten Augenblick. Hans Hollender Lichtburg Hattingen „Mein Herz ruft nach Dir“. Gestern wurde dieser nicht mehr ganz neue, aber doch recht amüsante Film vorgeführt, der sich weniger durch eine geistreiche Handlung als vielmehr durch Situationskomik auszeichnet. dafür sind die richtigen Männer am Werke. Paul „Der Wiedschütz" Aufführung der Komischen Oper von Lortzing im Hattinger Gemeindehaus den Richtlinien der Reichspressestelle der NSDAp arbeiten. Es ist notwendig und wichtig für alle Abiturienten aus dem Gau Westfalen=Süd, die den Schriftleiterberuf ergreifen wollen, sich sofort beim Gaupresseamt zu melden. Dort werden ihnen Ratschläge erteilt, welcher Weg am besten beschritten wird; dort wird für den Schriftleiternachwuchs überhaupt jede Hilfe gewährt. hh Staditheater Bochum „Figaros Hochzeit“— auf Wunsch wieder aufgenommen Eine der beliebtesten Aufführungen aus der Reihe der Kölner Operngastspiele ist die Einstudierung von„Figaros Hochzeit“ durch Walter Felsenstein. Schon bei ihrer Erstaufführung in Bochum im Jahre 1935/86 rühmte man allgemein die komödiantische und musikalische Gelöstheit dieser Einstudierung: sie wurde in der gleichen Besetzung mit Lotte Loos=Werther, Käthe Russart, Olga Tschörner mit Knäpper und anderen in die nächste Spielzeit aufgenommen und mußte nun in diesem Jahre auf Grund zahlreicher Zuschriften wieder aufgenommen werden. Wie beliebt diese„Figaro“=Inszenierung in Bochum geworden ist, sieht man aus dem großen Interesse, daß auch dieser heutigen Vorstellung entgegengebracht wird, deren musikalische Leitung in Händen von Walter Hindelang liegt. Starke Nachfrage für die Hebbel-Woche Das Interesse für die Hebbel=Woche hat schon sehr stark eingesetzt. Nicht nur aus Bochum, sondern auch in der Hauptsache von den Nachbarstädten, wie auch aus dem ganzen Reiche gehen bereits Bestellungen ein. so daß wir glauben, daß sich zu dieser Hebbel=Woche die Freunde des Dichters aus dem ganzen deutschen Sprachgebiet in Bochum einfinden werden. Sehr stark interessiert KENNER trinken nur den echten orlg. Steeler Kümmel aus besten Kräutern hergestellt vom alleinigen Hersteller Dampf-Destil.erle Herm. Fritz Steinsiepe. E.-Steele Ahestraße 3 Bochumer straße 95 ist vor allem Norddeutschland, vornehmlich Hamburg, sowie das schleswig-holsteinische Gebiet, dem der Dichter entstammt und in Süddeutschland München und Wien, Städte, in denen der Dichter entscheidende Abschnitte seines Lebens verbrachte. Die Anmeldungen, die schon jetzt vom Tagungsbüro entgegengenommen werden, bilden einen aufschlußreichen Ueberblick über das Interesse, das für diesen„letzten Klassiker“. wie man ihn einmal genannt hat, in Deutschland vorherrscht. Ueber die genauen Bedingungen und weiteren Einzelheiten unterrichtet ein ausführlicher achtseitiger Prospekt, der an der Kasse des Theaters und durch das Tagungsbüro zu erhalten ist. Wo treiben wir Wintersport: Sauerland Winterbera: Bedeckt.—1 Gr., Schneehöhe 80 cm. verharscht, Sport sehr gut. Kahler Asten: Nebel,— 2 Gr., Schneehöhe 90 cm, verharscht, Sport sehr gut. Eifel Nürburg: Schneeregen, 0 Gr., Schneehöhe 85 cm. Pappe, Sport gut. Rhön Wasserkuppe: Nebel,—3 Gr., Schneehöhe 70 cm, verharscht, Sport gut. Thüringer Wald Oberhof: Bedeckt.—4 Gr., Schneehöhe 80 em. Pulver, Sport sehr gut. Neuhaus(Rennweg): Bedeckt.—z Gr., Schneehöhe 60 cm, Pulver, Sport sehr aut. Harz Hahnenklee: Bedeckt,—1 Gr., Schneehöhe 75 cm, Pulver, Sport sehr gut. Schwarzwald Schauinsland: Bedeckt.—» Gr., Neuschnee 5 cm, Schneehöhe 150 cm, Pulver, Sport gut. Bayerische Alpen Prediatstuhl: Schneefall.—4 Gr., Neuschnee 2 cm, Schneehöhe 210 cm, Pulver, Sport sehr gut. Garm.= Partenkirchen: Bewölkt.—1 Gr., Schneehöhe 28 cm, Pulver, Sport sehr gul. Kemp und Theo Lingen bürgen dafür, daß die komischen Einfälle des Manuskripts in die entsprechende Tat umgesetzt werden Dazu sind aufgeboten der berühmte Tenor Jan Kiepura und Marta Eggerth. und nicht zu vergessen Paul Hörbiger, der einen leicht vertrottelten Theaterintendanten prächtig darstellt. Es handelt sich im wesentlichen um den„Leidensweg“ einer jungen Operntruppe, die von dem Schauspieldirektor Rosé(Paul Kempf) betraut wird und in Südamerika keinen„Blumentopf gewinnen konnte. So will nun in Monte Carlo ein Gastspiel geben. Aber auch hier zeigt man den jungen Künstlern die kalte Schulter.„Wit sind ja schließlich kein Unterstützungsverein“. saat der Sekretär Kock(Theo Linaen) und wirst Rosé kurzerhand hinaus. Im letzten Augenblick, kurz vor der endgültigen Pleite, findet sich noch der rettende Ausweg. Der Tenor Mario(Jan Kiepura) singt zum Entzücken des internationalen Publikums im Spielsaal von Monte Carlo, und, als am Abend Rosés Truppe Puccinis„Tosca“ als Freilichtaufführung vor dem Opernhaus gibt, während drinnen„Stars im biblischen Alter“ die gleichen Melodien singen, ist das Theater bald leer, und eine riesige Menschenmenge umsteht Rosés Truppe. Daß unter diesen Umständen ein gutes Engagement abfällt, ist nur natürlich. Der Film hat einen kräftigen Heiterkeitserfolg. Jan Kiepuras Stimme ist immerhin beachtlich. Hans Hollender. NSDap g für alle Süd, die sich sofort verden iham besten hriftleitert. hb ute wieder i aus der le ist die eit" durch aufführung man allgeche Gelösti der gleiser, Käthe c und anmmen und zahlreicher den. Wie n Bochum sen Interentgegenig in Hän.Woche hat schon chum, sonachbarstädgehen beauben. daß des Dichchgebiet in interessiert nmel om alleinigen -Steele mer straße 95 nlich Hamebiet, dem deutschland der Dichter verbrachte. Tagungsden einen teresse, das n ihn einrscht. Ueber en Einzelachtseitiger und durch sport? Schneehöhe Schneehöhe Schneehöhe r., Schneeneehöhe 80 —2 Gr., aut. Schneehöhe Gr., NeuSport gut. Gr.. Neuver. Sport völkt.—1 t sehr gut. dafür, daß pts in die Dazu sind Kiepura t vergessen ertrottelten den„Leite von dem pf) betraut lumentop onte Carlo zeigt man lter.„Wit erein". sagt und wirst Augenblick, et sich noch kario(Jan internatioonte Carlo, inis„Tosvor dem „Stars im singen, ist Menschennter diesen illt, ist nur sen Heiterimmerhin Hollender. 9. Fortsetzung. Glück Nach einer Woche war der Lugger mit Muscheln derart überladen, daß die Fracht erst gelöscht werden mußte, bevor sie weiter fischen konnten. Deshalb segelten die Männer nach Süden, wo sie die Muscheln in einem kleinen Hafenort der Insel Ceram an einen holländischen Kaufmann losschlugen. Dann kehrten sie zurück, das Fischen ging weiter. In der zweiten Woche nach der Rückkehr zu den Inseln westlich von Neuguinea barg Kapitän Skuller drei Perlen, die jede 5 Gran wogen. Diese Funde stellten einen Wert von mindestens 20 000 Dollar dar Die fünf jubelten; die Chinesen träumten Luftschlösser und sahen sich schon als Besitzer von großen, grünen Reisfeldern. Als der Lupper zum zweitenmal mit Austernschalen vollbeladen war, segelten sie wieder nach Ceram, wieder veräußerten sie die Muscheln und nahmen Proviant. Auf der Rückkehr entschloß sich Skullex, einen Abstecher nach Halmahera zu machen, um zu sehen, ob die„Anne Wilmington“ im Hafen von Dschiloto vor Anker läge. Aber die Reise war vergebens. Die„Anne Wilmington“ blieb außer Sicht. Vielleicht war sie in der Zwischenzeit dort gewesen und befand sich jetzt auf der zweiten Fahrt nach der Along=Bucht. Da steuerte Skuller wiederum die Inseln an, denn er wollte das Glück nützen, solange es anhielt, obwohl Tong Hai ihn warnte: „Bald kommt der Südwest=Monsum, Kapitän." „Nur noch eine Reise, Tong Hai,“ beschwingte er,„noch einmal wollen wir's versuchen, dann segeln wir nach Manila und verkaufen unsere Perlen an ein amerikanisches Haus, dessen Besitzer mein Freund ist, und dann könnt ihr machen, was ihr wollt.“ Das Glück hielt an. Schon am ersten Vormittag öffnete der zweite Matrose eine große, braune Auster, aus der eine riesige, runde Perle auf Deck rollte. Tong Hai erwischte sie noch im letzten Augenblick, als sie durch die Oeffnung der Gosse zurück in das Meer entschlüpfen wollte. Als Kapitän Skuller die Perle wog, zeigte ihr Gewicht sechs Gran; es war die größte und schönste aller Perlen und war mit etwa 6000 Dollar zu bewerten. Südwest-Monsum Morgens wurden die Anker gelichtet, in der Richtung auf Ceram. wo sie die dritte Ladung Austernschalen absetzen wollten, bevor sie die längere Reise durch die Molukken=Straße und den Celebes=See, um Sulu herum, nach Manila antreten würden. Der Kapitän hatte in dem Glücksgefühl des neuen. so schnell erworbenen Reichtums seinen Feind Turpin und den Gauner Wang Ho fast vergessen. Wenn sich die Gedanken in immer größer werdenden Zwischenräumen auf Turpin richteten, dann stieg Skuller freilich das Blut in den Kopf; aber er war jung, er konnte sich mit dem Geld, das er für die Perlen erhalten würde, ein viel größeres Schiff als die„Anne" kaufen und den Piraten Turpin würde er früher ober später schon finden, der lief ihm nicht davon, wenn ihn nicht vorher schon der Teufel holte. Aber der Lugger erreichte Ceram nie. Tong Hai hatte recht gehabt mit seiner Warnung. Am zweiten Tage wurde der Himmel schwarz, das Meer schien sich von unten nach oben zu kehren der Südwest=Monsun brachte die Wasser zum Kochen. schäumende Sturzwellen begruben den kleinen Fünfzehntonner, der wie eine Nußschale zwischen den brechenden Wellenkämmen tanzte und unter ihnen erzitterte, als ob er zerbrechen müßte. Skullers Erfahrung rettete den Lugger vor sicherem Untergang Nach Norden wurden sie abgedrängt, mit dem großen Segel auf ein Drittel verkürzt. Das Schifschen wurde auf die westliche Neuguinea=Küste zurückgetrieben, die sie erst vor einigen Tagen verlassen hatten; der Kapitän beschloß, in der geschützten Bucht Zuflucht zu suchen, die ihm soviel Glück gebracht hatte. Sie erreichten den Platz, ließen Segel und Anker fallen,— und dann legten sich die fünf Männer, die drei Tage kein Auge zugemacht hatten, in ihre Kofen, um zu schlafen, der Kapitän hinten, die anderen vier vorn im Mannschaftslogis. Der zweite Mordanschlag Skuller hatte die nassen Kleider ausgezogen, eine kurze, leinene Kniehose übergestreift und sich so in die Koje geworfen. In der Nacht quälten ihn unruhige Träume, er wurde von einer unerklärlichen Furcht befallen, er streckte die Arme in der Abwehr eines unsichtbaren Feindes aus: Schweißgebabet fuhr er auf. Er horchte; nur das Heulen des Sturmes drang an sein Ohr.— Doch— wie denn! War das nicht ein Schrei, ein fürchterlicher Todesschrei, als ob ein Mensch ermordet würde? Skuller packte das Gewehr und sprang durch die offene Tür an Deck: Rief:„Tong Hai!“— Keine Antwort. Skuller sah sich um, er glaubte seinen Augen nicht, dort lag ja— keine hundert Meter von ihm entfernt— sein Schiff, die„Anne“, deren drei kahle Masten wie Geisterarme in den regengepeitschten Himmel griffen. Oder war das ein Traum? War es der„Fliegende Holländer“, der ihm mit seinem Geisterschiff einen Besuch abstattete?— Skuller mußte sich Klarheit verschaffen. Lief nach vorn, die Tür zum Logis stand offen. Er sprang hinein. Rief die Namen der Kameraden. Schüttelte die schlaferstarrten Körper. Als keine Antwort kam, packte er Tong Hai an der Brust; sie war naß. Blut? Das war ja Blut! Warmes Menschenblut, das langsam aus dem Herzen floß! Skuller stürzte zurück an Deck und schwang das Gewehr. Jedoch kein Feind ließ sich sehen. Der Lugger lag wie ausgestorben. Sturmregen prasselte mit Nadelstichen auf des Mannes nackte Brust. Er schrie. Er forderte die Feinde auf, sich zu zeigen. Dort, hinterm Mast, hatte er dort nicht eben einen Schatten bemerkt? Er stürmte drauflos, das Gewehr in der Faust. Ehen hatte er den Mast erreicht, da versetzte ihm jemand einen Stich in den Nacken. Skuller sank langsam zu Boden. Eine Blendlaterne leuchtete in das Gesicht des Gestürzten. Skuller hörte Turpins Stimme. Turpins lachende, schreiende Stimme: „Das ist dein Ende, Kapitän Skuller! Wang Ho hatte recht! Aber ein zweites Mal gehst du mir nicht durch die Lappen!“ Er pfiff seine Helfer heran:„Hier, packt ihn! Schmeißt ihn über Bord, damit ihn die Haie fressen!— Beeilt euch, ihr verdammten Schildkröten, sonst fliegt ihr hinterher!“ Matrosenhände griffen den Kapitän, den sie für tot hielten, an Armen und Beinen und schwangen ihn in hohem Bogen über die Reling. Gerettet Das kalte Wasser brachte Skuller zu sich. Im ersten jähen Erwachen des Selbsterhaltungstriebes wollte der Kapitän weitausgreifen, das Ufer zu erreichen, das nur hundert Meter entfernt war. Seinen weißen Strand sah Skuller im Dunkel der sturmgefegten Nacht geisterhaft wie durch feinen Nebel schimmern. Doch er durfte keine Bewegung Geschoß.„Genügt es, wenn ein Testament mit der Maschine oder von einem Dritten geschrieben und vom Erblasser unterschrieben wird, oder muß das Testament vollständig vom Erblasser handschriftlich geschrieben werden? Bestehen für die zu verwendende Papiergröße besondere Formalitätsvorschriften? Muß ein Testament vom Notar beglaubigt sein, oder hat es auch so Gültigkeit?“— Ein Testament ist als Privattestament rechtsgültig, wenn es vom Erblasser von Anfang bis Ende eigenhändig geschrieben und unterschrieben ist. Orts= und Tagesängabe ist kein Gültigkeitserfordernis mehr, aber ratsam. Die Unterschrift soll den Vornamen und Familiennamen des Erblassers enthalten. Eine Beurkundung durch den Notar oder das Gericht findet nur beim öffentlichen Testament statt. Eine bestimmte Papiergröße ist nicht vorgeschrieben. Hannelore. Sie können sich zwecks Verkauf dieser Tiere mit jeder zoologischen Handlung in Verbindung setzen. Schlagen Sie wegen der einschlägigen Geschäfte im Einwohnerverzeichnis nach. Bestimmte Firmen können wir Ihnen nicht namhaft machen, weil dies im Rahmen der Auskunft unzulässig ist. Streitfrage.„Kann ein Soldat, der im vergangenen Jahr Oktober geheiratet hat und im November für zwei Jahre zum Militär eingezogen wurde, jetzt noch Ehestandsdarlehen beanspruchen? Durch welchen Verlag kann ich die NS.=Ingenieurzeitung beziehen?"-- 1. Der Antrag auf Ehestandsdarlehen mußte nach Bestellung des Aufgebots vor der Eheschließung gestellt werden. 2. Wir nennen Ihnen: VDI.=Zeitschrift, Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, Berlin. W. H. Gemäß§ 66 des Ehegesetzes hat der allein für schuldig erklärte Mann der Frau den nach den Lebensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt zu gewähren, soweit die Einmachen. Es war klüger, den Mörder des Glaubens zu lassen, daß er, Skuller, tot und erledigt sei. Deshalb legte er sich auf den Rücken und ließ sich vom Wasser tragen. Da hörte er wieder Turpins Stimme: „Werft auch die anderen ins Meer!“ Er gewahrte, wie seine vier treuen Gehilfen, einer nach dem anderen, mit lautem Klatschen neben ihm aufschlugen. Dann wurde es still. Auch Kapitän Skuller hielt es für ratsam, sich ruhig zu verhalten. Wohl eine halbe Stunde lag er so. Das salzige Wasser brannte in der Nakkenwunde, aber es heilte und desinfizierte sie zugleich. Wie es schien, hatte die Vorsehung ihn auch diesmal gerettet. Lebenswichtige Organe waren offenbar nicht verletzt worden. An Bord des Luggers wie auch drüben auf dem Schoner blieb alles ruhig. Skuller entschloß sich, einige vorsichtige Schwimmstöße zu machen; langsam trieb er an Land. Endlich hatte er den Strand erreicht. Der Ermattete überquerte die weiße Sandfläche und erreichte eine Gruppe Calaphyllum=Bäume, hinter denen Palmen wuchsen— ein gutes Versteck. Gegen Morgen legte sich der Sturm. Als die große, rote Sonne am Horizont aufstieg und ihre Strahlen durch letzte, fliehende Wolken des Südwest=Monsuns brachen, kam Leben in die kleine Bucht, in der die beiden Schiffe lagen. Kapitän Skuller sah, wie Turpin mit zwei Mann von dem Lugger zur„Anne Wilmington“ hinüberruderte, wie die beiden Matrosen zum Lugger zurückkehrten, nachdem Turpin an Deck des Schoners geklettert war, wie auf beiden Schiffen die Segel gesetzt wurden, wie sie zwischen den Korallenriffen hindurch das offene Meer gewannen und immer kleiner wurden, bis sie am westlichen Horizont verschwanden. Da saß er nun, mit einer Wunde im Nacken, mit einer kurzen Kniehose bekleidet, ohne Hemd, Rock, Hose und Schuhe, ohne Gürtel, der seinen Perlenreichtum barg, und den Turpin bestimmt gefunden hatte. Wie der wohl triumphierte! Das Glück war gegen ihn. Er hatte versucht, sich redlich durchs Leben zu schlagen. Das Glück war mit Turpin, dem Seeräuber, Turpin, dem Menschenmörder. Zerfallen mit Gott und der Welt, ließ der Entmutigte den Kopf auf die Brust sinken. (Fortsetzung folgt) künfte aus ihrem Vermögen und die Erträgnisse einer Erwerbstätigkeit, die von der Frau den Umständen nach erwartet werden kann, nicht ausreichen. Sie müssen also unter Umständen auch einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Wenn der Mann durch Wiederverheiratung dem neuen Ehegatten gegenüber unterhaltspflichtig ist, braucht er nur soviel zu leisten, als mit Rücksicht auf die Bedürfnisse und Vermögens= und Erwerbsverhältnisse der Beteiligten der Billiakeit entspricht. Den Kindern gegenüber bleibt der Mann natürlich auf jeden Fall unterhaltspflichtig, und er kann im Weigerungsfalle durch Klage auf Unterhaltsleistung hierzu herangezogen werden. A. Z.„Bestehen außer dem Wohnungsbaugesetz vom 28. 3. 1918, was grundlegend ist für die Errichtung von Gewerbe=Betrieben, noch weitere baupolizeiliche oder Zusatz=Gesetze, die ebenfalls grundlegend sind für genannte Betriebe. In welchen Reichsgesetzblättern sind benannte Gesetze zu inden und von oder durch welche Adressen sind olche zu beziehen?"—— Grundlegend ist das Wohnungsgesetz vom 28. März 1918(Preuß. GS. S. 23). Auf Grund dieses Gesetzes gelten die Bauordnungen für die örtlichen Bezirke. Setzen Sie sich, wenn Sie sich über die für Ihren Wohnbezirk in Frage kommenden baupolizeilichen Bestimmungen unterrichten wollen, mit der Kreisbaupolizei in Verbindung. E. W. Die Soziale Frauenschule der NS.Volkswohlfahrt befindet sich in Thale am Harz. B. K. 100.„Mein Sohn besucht eine Handelsschule. Während der Pause beim Spiel bekommt er von einem Mitschüler eine Ohrfeige und schlägt ihn wieder. Der Mitschüler trägt eine Brille, die zu Boden fällt und ein Glas zerbricht. Das Glas kostet 5,50 RM. Sind wir verpflichtet, diese 5,50 RM. zu bezahlen, da doch das Glas beim Spiel zerbrochen ist?"—— Die Haftpflicht ergibt sich aus§ 833 BGB. Technik. Die„Ständige Gewerbeschau“ in Essen ist nur vorübergehend geschlossen. Nach erfolgtem Umbau wird sie im Laufe des Monats April dieses Jahres im Haus der Technik am Hauptbahnhof wieder eröffnet.— Wir können Ihnen im Rahmen der Auskunft Firmen nicht empfehlén, da dies gemäß den werbegesetzlichen Bestimmungen unzulässig ist. Sie finden solche Firmen in allen größeren Städten. Schlagen Sie einmal im Adreßbuch nach. F. F. Es ist nicht ersichtlich, ob Ihr Freund die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Offizierslaufbahn erfüllt. Dazu muß er vor allem im Besitz des Reifezeugnisses einer höheren Lehranstalt sein. Merkblätter sind durch die Militärverwaltungsstellen erhältlich(Wehrbezirkskommando, Wehrmeldeamt). Aufstieg aus dem Unteroffizierkorps ohne Abitur ist vereinzelt bei außerordentlicher Tüchtigkeit möglich. P. E. Steele. Selbstverständlich können Sie Zeitungen nach Brasilien schicken. Ueber die Art der Versendung erhalten Sie durch das nächstzuständige Postamt Auskunft. H. B., Steele.„Wie entferne ich Schnecken aus meinem Garten. Ich habe Tulpenzwiebeln gesetzt, und die sind ganz zerfressen von Schnecken. Auch andere Sämereien leiden darunter. Womit düngt man Obstbäume? Wie vertreibt man Schweineläuse?"—— 1. Die Schnecken kann man leicht loswerden, wenn man die Erde um die Pflanzen herum mit feinem Häcksel, Spreu, Asche, Sägemehl oder Gips bestreut. Die Schnecken verlieren beim Kriechen über diese Substanzen soviel Schleim, daß sie schließlich ganz schwach werden und absterben. Auf 1 Quadratmeter Baumfläche nimmt man 4,5 Kilogramm Stalldung und dazu 40 Gramm Thomasmehl. Bei künstlichster Volldüngung kommen für ein Quadratmeter Baumfläche in Betracht: 30 Gramm Chlorkalium oder ebensoviel 40= prozeniges Kalidüngesalz oder(für leichten sandigen Boden) die dreifache Menge Kainit, hierzu 60 Gramm Thomasmehl und 15 Gramm schwefelsaures Ammoniak. Kalisalze und Thomasmehl werden nach gehöriger Vermengung im Verlauf des Herbstes ausgestreut und untergegraben, das schwefelsaure Ammoniak gibt man drei Wochen später. Doch soll vor Eintritt des Winters die Ammoniak= bzw. Stickstoffdüngung erfolgt sein. Stalldung mit entsprechendem Zusatz von Thomasmehl gibt man im Herbst, Winter oder Frühjahr. Zur Bekämpfung der Schweineläuse gibt es in jedem einschlägigen Geschäft fertige Präparate mit genauer Gebrauchsanweisung. 100 H. Ihre Frage kann nur durch eine unmittelbare Anfrage bei der Geschäftsstelle der betreffenden Versicherungsgesellschaft geklärt werden. Ein einheitlicher Aufwertungssatz ist nämlich für die Aufwertung der Versicherungsansprüche nicht festgesetzt worden. Es kommt auf den Teilungsplan der Versicherungsgesellschaft an. D. 309. Der Erblasser kann ein Testament in ordentlicher Form durch eine eigenhändig geschriebene und unterschriebene Erklärung errichten. Es ist nicht notwendig, aber rätlich, daß der Erblasser in der Erklärung angibt, zu welcher Zeit(Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er sie niedergeschrieben hat. Die Unterschrift soll den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Unterschreibt der Erblasser in anderer Form, etwa lediglich mit dem Vornamen oder durch Angabe der Familienstellung und reicht diese Unterzeichnung zur Feststellung der Urheberschaft des Erblassers und der Ernstlichkeit der Erklärung aus, so steht eine solche Unterzeichnung der Gültigkeit des Testamentes nicht entgegen. Sonnenschein. 1. Die Frage ist unklar. Sie wollen wahrscheinlich wissen, ob Ihnen ein Erstattungsanspruch zusteht. Die gesetzliche Regelung ist folgende: Das Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vom 21. Dezember 1937(NGBl. 1937 I S. 1393 ff.) will weiblichen Versicherten die Heirat durch Erstattung eines Teiles der Beiträge erleichtern. Gemäß Par. 1309a RVO.(Par. 28 des Ges.), der am 1. Januar 1938 in Kraft getreten ist, wird einer Versicherten im Falle der Heirat auf Antrag die Hälfte der Beiträge erstattet, die für die Zeit vom 1. Januar 1924 bis zum Ende der Woche entrichtet sind, in der der Antrag gestellt ist. Voraussetzung ist, daß die Anwartschaft erhalten und spätestens zwei Jahre nach der Eheschließung die Wartezeit für die Invalidenrente auf Grund von Invalidität erfüllt ist. Erstattet werden nur solche Beiträge, aus denen die Anwartschaft erhalten ist. Der Anspruch verfällt, wenn er nicht binnen drei Jahren nach der Eheschließung geltend gemacht wird. Die Erstattung schließt weitere Ansprüche aus den bisher entrichteten Beiträgen aus.— Die Erstattung der Beiträge gemäß-Par. 1309a RVO. in der neuen Fassung erfolgt nur, wenn die Ehe nach dem 31. Dezember 1937 geschlossen wird.— 2. Ihre Schwägerin kann, wie sich aus Vorstehendem ergibt, keinen Anspruch auf Erstattung geltend machen.— 3. Sie müssen außer der Quittunaskarte auch die Heiratsurkunde bei der Landesversicherungsanstalt einreichen.— 4. Landesversicherungsanstalt Westfalen, Münster in Westf. Sport.„Woraus besteht der moderne Fünfkampf oder olympische Fünfkampf?"—— Der moderne Fünfkampf oder olympische Fünfkampf umfaßt: 1. Reiten: 5000=m=Geländeritt auf ünbekanntem, ausgelosten Pferd in wechselndem Gelände mit Hindernissen. 2. Fechten: Stoßdegen(jeder gegen jeden). 3. Schießen: 20 Schuß in nier Serien zu je 5 Schuß, mit Pistole oder Revolver, auf Mannscheibe aus 25 Meter Entfernung. 4. Schwimmen: 300 m Freistil. 5. Leichtathletik: 4000m=Geländelauf. Die Startfolge der Teilnehmer wird durch das Los bestimmt. Für jeden Wettbewerb erfolgt eine besondere Auslösung nach den Vorschriften der internationalen Verbänoe. Jeder Wettbewerb findet an einem besonderen Tage in der oben angegebenen Reihenfolge statt. Schriftliche Anfragen aus unserem Leserkreise werden von uns kostenlos beantwortet. Die Mitarbeit aus unserem Leserkreise ist uns jederzeit erwünscht.— Die Schriftleitung übernimmt für die Auskünfte nur die preßgesetzliche Verantwortung. Besmensg- Speldlgeschällfür Herron- und Mnabenhleidung Witen: Boeckerhaus SONNTAG VON 2-7 UHR GEÖFFNET! e Soldflucht aus England Juden und Engländer mißtrauen ihrer eigenen Politik- Südafrika will nicht nach London liefern Zu den erheblichen Goldverschiffungen der Bank von England nach den USA berichtet unser London=Korrespondent über die Irrwege des Fluchtkapitals und die sechs Männer, die täglich in Londons City den Goldpreis bestimmen. „Goldsicher“— wohl in keinem Wort offenbart sich deutlicher der Wandel der Zeiten, als in diesem. Das blanke Goldstück oder ein Wertpapier, das voll mit Gold gedeckt war, war die einzige Anlage, die unsere Väter für ihr erarbeitetes und erspartes Vermögen als sicher ansahen. Dann konnten sie ruhig schlafen— heute kann man sagen, daß von allen Kapitalisten die Goldbesitzer die„ärmsten“ der Reichen geworden sind. Gold ist eine Materie, sie muß aufbewahrt werden— aber wo? Den Verzicht auf die Verzinsung nimmt man hin, wenn man dafür nur die absolute Sicherheit eintauscht. Aber die Gefahren, die dem Goldhort heute drohen, sind zu groß geworden. Wird der Staat, in dessen. Banktresors man seine Goldschätze aufbewahrt, morgen in eine kriegerische Verwicklung hineingezogen oder verwirrt sich die Politik dieses Staates— so ist die Sicherheit von gestern für den Goldbesitzer heute zu einer Chimäre geworden. Diese seltsame Wandlung erklärt, daß der Goldbesitzer zu einem Ahasver geworden ist. Das ist das tiefste Moment, daß der nüchternen Meldung zugrunde liegt, die wir in diesen Tagen häufig lesen konnten:„30 Millionen Pfund Sterling sind von der Bank von England nach den USA verschifft worden." Wohin wandert Europas Gold? Wer in London aus der Untergrund=Station „Bank“ aussteigt, erreicht in ein paar Schritten den imposanten Gebäudekomplex, der nicht nur symbolisch, sondern rein tatsächlich eine Festung darstellt:„The Bank of England“. Aber nicht nur die Krise der letzten Tage, sondern die Goldausweise dieses mächtigen Institutes im vergangenen Jahr zeigen, daß diese Festung wenigstens nach Ansicht der internationalen Goldbesitzer nicht mehr„sicher wie die Bank von England“ scheint. Dieses Mißtrauen richtet sich vielleicht gar nicht so sehr gegen die uneinnehmbaren Stahltresors in Londons City, wie gegen die englische Politik überhaupt. Tatsache ist allerdings, daß seit Monaten England mehr Gold abgibt, als in das Land fließt. dem Lande, das durch Gesetz gezwungen ist, jedes ihm angebotene Gold zu einem bestimmten Preise zu kaufen. Amerikas Goldbestände sind deshalb im Laufe des verflossenen Jahres ungeheuer gestiegen, zumal es nicht nur Englands Gold ist, das hierhin flüchtet. Heute besitzt Amerika über 60 Prozent des gesamten Goldbesitzes der Erde. Ein sehr interessanter Faktor bei dem akuten Problem der Goldverschiebung von Europa nach Uebersee ist Südafrika. Man hat in diesem Dominion schon seit langem erwogen, ob es nicht praktischer wäre, das Gold nicht wie bisher erst nach London, sondern direkt nach Amerika zu verkaufen. Die Südafrikanische Centralbank hat bereits vor der Besitz blinkender Goldbarren verboten, aber dafür bieten die USA dem privaten Kapitalisten Anlagemöglichkeiten, die nach heutigen Begriffen nicht weniger sicher sind, als Barrengold. Wer sich aber von seinem„Gold im Strumpf“ absolut nicht trennen will, dem bleibt in der Hauptsache Indien und Kanada, wo er neben einer ziemlich freien Goldbesitz=Gesetzgebung, die in Kanada allerdings nicht ganz uneingeschränkt ist, den Vorzug des Gefühls„Fern von Europa“ vereint. Sechs Männer machen den Goldpreis der Welt Aber auch heute noch gibt es in Londons City ein Bürozimmer, das man als den GoldBlick auf das Londoner Parlamentsviertel, wo auch die Bank von England liegt, diese „Gold=Festung“, aus der die Goldbarren abgezogen werden, um nach Amerika verschifft zu werden.(Weltbild.) Ein normaler Grund dafür ist allerdings die Tatsache, daß das reiche England immer mehr in anderen Ländern getauft als exportiert hat. Aber normalerweise wurde der Ausgleich, richtiger der Ueberschuß in den Beteiligungen des angelsächsischen Hochkapitals in allen fünf Erdtei len gefunden. Und schließlich wurde seit geraumer Zeit der größte Teil der Goldproduktion nicht mehr in Mexiko, Kalifornien oder Peru gesördert, sondern in Gebicten, die zum britischen Empire gehören. Allein die Goldproduktion Südafrikas kommt auf monatlich sast S Millionen Psund Sterling. Alle diese Goldschätze manderten nach England, ihr traditioneller Käufer war die Bank von England. Nicht eine Veränderung der Besitzverhältnisse an den Goldvorkommen, nicht eine Verschlechterung der Ervortbilanz ist es. die seit vielen Monaten die Goldbilanz der Bank von England passiv stellt— sondern das erschütterte Vertranen der großen und kleinen Goldbesitzer der Welt, deren Interessen England zu vertreten vorgibt. Bekanntlich wandert der größte Teil dieses aus England abgezogenen Goldes nach den USA, einigen Monaten mitgeteilt, daß ausländische Kapitalisten bei ihr Gold erwerben und horten können. Trotzdem ist die Bank von England nach wie vor als Käufer in Südafrika aufgetreten; aber man behauptet, daß verschiedene der erworbenen Goldvorräte nicht nach London verschifft, sondern in Südafrika im Depot belassen wurden. Es ist serner bekannt, daß auch Holland einen großen Teil seiner Goldvorräte nicht mehr in der Verwahrung seiner Nationalbank beließ, sondern an anderen,„sicherer" erscheinenden Plätzen deponierte. Und die Meldung, daß auch die Schweiz und Frankreich sich der Goldflucht aus den Tresors der offiziellen NationalBanken angeschlossen haben, ist heute kein Bankgeheimnis mehr. Die USA bieten allerdings nur für das offizielle Gold, nicht für den privaten Goldbesitzer ein Dorado: denn laut Bundesgesetz ist in den Vereinigten Staaten Privatleuten markt der Welt bezeichnen kann. Man kann hier Gold kaufen und verkaufen wie man will— die Gesetze dieser Goldbörse sind nicht romantischer und verzwickter als jedes Gemüse= oder Fleischmarktes. Die Gesetze dieser Goldbörse sind die Gesetze der kapitalistischen Wirtschaftsform: Angebot und Nachfrage bestimmen mit diktatorischer Vollmacht den Preis der Unze Gold. Ein Regulativ ist geschaffen, um nervöse Schwankungen zu verhindern, die auch für die Stabilität der Währung bedenklich sein könnten: der englische Währungsausgleichsfonds. Die Männer, die für die Millionentransaktionen dieses Ausgleichsfonds verantwortlich zeichnen, sind Sir Richard Hopkins, Sir Frederic Philips, Sir Frederic Light Noß und nicht zuletzt Montague Norman, der Gewaltige der Bank von England. Wird Gold in übermäßigem Maße angefordert, so daß die Gefahr einer unberechtigten lugatus Veestos uach Noedasten Unbekanntes über die Ükraine— Ungarische Pläne— Waldreichtum— Salz- und Erzvorkommen— Ein hinterhältiges Gerücht (Von unserem Berichterstatter.) Budapest, 29. März. Mit der Rückgliederung der Karpato=Ukraine hat sich ein Traum erfüllt, der die Begeisterungsfähigkeit der nationalen und ungarischen Bevölkerung nomentlich seit dem Wiener Schiedsspruch immer wieder von neuem entfachte. In weitesten Kreisen der Bevölkerung ist man sich völlig darüber im klaren, daß Ungarn diesen neuerlichen Gebietszuwachs wiederum einzig und allein der tatkräftigen Hilfe Deutschlands zu verdanken hat. Man betont hier immer wieder, daß es dem Führer auch diesmal dank seiner staatsmännischen und strategischen Genialität gelungen sei, ohne Blutvergießen den ohnedies zum Sterben verurteilten Prager Mosaikstaat von der Karte„Mitteleuropas zu löschen. Neben diesen Gefühlen der Dankbarkeit Deutschland gegenüber, die allenthalben zu verzeichnen sind, glaubt aber die ungarische Revisionspropaganda, die bekanntlich seit dem Vertrag von Trianon immer nur mit historischen und nicht den der Idee der Stefanskrone fernliegenden Volkstumsgrundsätzen ihre Aktivität entfaltete, auch für sich einen Erfolg insofern verbuchen zu können, als wenigstens hier im Nordosten in einem verhältnismäßig kleinen Abschnitt die alte St. Stefansgrenze wieder hergestellt worden ist. Größte Zufriedenheit über die Verschiebung der Grenze Ungarns bis an den natürlichen Wall der KarpatenKämme herrscht selbstverständlich in ungarischen militärischen Kreisen, da man der Ansicht ist, daß damit für Ungarn große strategische und verteidigungspolitische Vorteile erwachsen sind. Die Rückgliederung der Karpato=Ukraine bedeutet aber auch, vom Strategischen abgesehen, für Ungarn einen nennenswerten Macht= und Energiezuwachs. Ungarns Gebiet ist seit dem Wiener Schiedsspruch, durch den ihm bekanntlich nahezu 12 000 gkm zugesprochen wurden, abermals um rund 11 000 gkm gewachsen. Damit beträgt der Flächeninhalt des heutigen Ungarn 116000 gkm. Zählte Trianon=Ungarn 9 Millionen Einwohner und führte der Wiener Schiedsspruch über eine Million Seelen dem Land der Stefanskrone zu, so wächst die Bevölkerungsziffer des heutigen Ungarn mit der Angliederung der 550000 Einwohner zählenden Karpato=Ukraine auf über 10.6 Millionen Volkstumsmäßig wird das Gebiet nach der Zählung von 1930 zu rund 75 v. H. beherrscht von Kleinrussen oder, wie sie in Ungarn genannt werden, Ruthenen. Die zweitstärkste Volksgruppe ist die der Juden mit etwa 12 v. H., während die Ungarn kaum 5 v. H. erreichen. Das Deutschtum ist in der Karpato=Ukraine sehr schwach, nur mit 1,6 v. H. an der Bevölkerungsziffer beteiligt. Konfessionell vorherrschend sind die Griechisch=Katholischen mit 57 v H. und die Griechisch=Orthodoxen mit 20 v. H., Juden gibt es genau doppelt soviel wie Römisch=Katholische, nämlich 12.6 v. H. Die Westgrenze der Karpato=Ukraine ist noch nicht festgelegt. Als provisorische Grenze wird— wie an zuständiger ungarischer Stelle ausdrücklich betont wird— die Provinzialgrenze, wie sie zur Zeit der alten tschecho-slowakischen Revublik gezogen wurde, angesehen werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird aber die endgültige Grenzziehung zu einem späteren Zeitpunkt im gegenseitigen Einverständnis durch eine gemischte Grenzziehungskommission zwischen der Slowakei und Ungarn erfolgen. Verkehrspolitisch gab es in der KarpatoUkraine seit dem Wiener Schiedsspruch bekanntlich zahlreiche Schwierigkeiten, die durch die geographische Struktur des Landes bedingt sind. Mit der Rückgliederung an Ungarn sind nunmehr auch diese behoben, denn die in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Gebirgstäler, in denen drei Hauptund zwei Nebenbahnlinien gelegen sind, haben wieder ihre West=Öst=Verbindung durch die einzige in dieser Richtung verlaufende östliche Verlängerung der Kaschau=Oderberg=Bahn erhalten. Die drei in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Haupteisenbahnlinien der Karpato=Ukraine, die Ungarn mit Polen verbinden, sind: die von Ungvar über Uzsok nach Przemysl, die von Munkacs über Vereczke— Lavocsne nach Stryf, die dritte, die vom Theißtal die Westost=Eisenbahnlinie über Huszt bei Terebesfejerpatak verläßt, von wo aus sie immer noch dem Theißtal nach Norden folgend, über Körösmezö in Richtung Stanislau den Anschluß an das polnische Eisenbahnnetz findet. Mit der Rückgliederung der Karpato=Ukraine kehrt auch das gesamte Quellgebiet der Theiß, dieser Lebensader der ungarischen Tiefebene, wieder in ungarischen Besitz zurück. Ungarn hat schon bei den Pariser Friedensverhandlungen, damals allerdings erfolglos, auf die Lebenswichtigkeit der Wasserregulierung des Oberlaufs, der Theiß für die Ackerböden des ungarischen Tieflandes hingewiesen, ebenso wie auf die Notwendigkeit einer pfleglichen Forstwirtschaft in den Karpatenwäldern aus klimatologischen Gründen. Der forstliche Raubbau, den die Tschechen während der vergangenen 19 Jahre betrieben, betrachtete man hier stets mit banger Sorge. Daß nun diese Drohung nicht mehr besteht, empfindet Ungarn als eine sehr große und erfreuliche Erleichterung. Das zurückgekehrte Gebiet ist waldiges Bergland, das namentlich im Östen und an der Grenze gegen Polen den Charakter des Hochgebirges aunimmt. Mehrere tausend Meter hohe Berge sowie einige über 1500 Meter und zwei, die sogar die Zweitausender=Grenze erreichen, kommen an Ungarn zurück. Die Karpato=Ukraine ist für Ungarn aber besonders wertvoll vom Gesichtspunkte der Rohstoffversorgung aus betrachtet. Neben Erzund Salzvorkommen bedeutet die Wiedergewinnung des gebirgigen Geländes namentlich für die ungarische Holzversorgung größten Gewinn. Die Karpato=Ukraine ist im Westen und in der südlichen Mitte vorwiegend mit Mischwald bestanden, im Östen und Norden mit Nadelhölzern. Dieser Zuwachs im waldwirtschaftlichen Sektor ist für das holz= und waldarme Ungarn von allergrößter wirtschaftlicher Bedeutung. Die Holzproduktion der Karpato=Ukraine betrug trotz der stark vernachlässigten Forstwirtschaft des dortijen Gebietes unter der Tschechenherrschaft durchschnittlich sieben Millionen Doppelzentner. In hiesigen Forstkreisen glaubt man aber, durch systematische Waldpflege und Aufforstung die Menge An der Freiheits=Statue vorbei fahren die großen Schiffe die Goldbarren in riesigen Werten von England nach New York bringen. Steigerung des Goldpreises besteht, so verkauft dieser Ausgleichsfonds, wird von der Spekulation Gold in einem zu starken Maße auf den Markt geworfen, so ist der Ausgleichsfonds und die hinter ihr stehende Bank von England der Käufer, um das notwendige Regulativ zu schaffen, das Währungsschwankungen vermeidet. Die Bedeutung dieses Ausgleichsfonds wird dadurch ersichtlich, daß er in kürzester Zeit Transaktionen von nicht weniger als 400 Millionen Pfund Sterling ohne mit der Wimper zu zucken, bewegt. Wer bestimmt nun aber in Wirklichkeit den Kaufpreis dieses gelben Metalles, das die Menschen Tag und Nacht nicht schlafen läßt? An jedem Vormittag um 11 Uhr finden sich die Vertreter des Bankhauses Rothschild, ihrer Konzernfirma Johnson, Matthey& Co., Shapers& Wilkins, Mocatta& Guldsmith, Samuel Montague& Co., Pickley& Abell in einem Bürozimmer in der City zusammen, sechs Juden und Judengenossen, die den Goldpreis der Welt bestimmen. Ihr Hauptrequisit ist das Telefon, das jeder dieser Herren auf dem Schreibtisch hat: per Kabel und Radio teilen ihnen die Goldinteressenten der Welt ihre Nachfrage und ihr Angebot an dem gelben Metall mit. Der Unterschied zu dem Ge müse= und Fleischmarkt besteht nur darin, daß sie die Ware, deren Preis sie bestimmen, nicht sehen. Sie sind zwar keine Diktatoren des Goldpreises, aber aus den Verkaufsorders und Kaufanträgen, die in diesem City=Büro zusammenlaufen, resultiert täglich ein Goldpreis, der für die Börsen der Welt diktatorische Bedeutung hat. Diesen sechs Männern ist auch die Politik nur ein Mittel zum Zweck. Auch das Schicksal Englands ist ihnen letzten Endes gleichgültig; für sie gibt es nur einen Wertmaßstab auf der Welt: Gold, Gold, Gold! Und sie merken nicht, daß für die künftige Gestaltung des Schicksals der Welt schon längst nicht mehr das Gold ausschlaggebend ist, sondern daß es nichts mehr ist als das fluchbeladene Gut der deutschen Sagen. des Holzschlages noch erheblich steigern zu können. Aber auch schon die bisherige Menge genügt im großen und ganzen zur Deckung des dringendsten Holzbedarfs Ungarns. Besonders wichtig ist der Zuwachs an Nadelhölzern, die in TrianonUngarn so gut wie ganz und auch noch nach dem Wiener Schiedsspruch stark gefehlt hatten. Der zweite wichtigste wirtschaftliche Wertzuwachs liegt auf dem Gebiet der Salzgewinnuna. Die Salzbergwerke am Aknaszlatina haben eine jährliche Salzförderung von rund 600 000 Doppelzentnern. In bergwerklichen Fachkreisen hält man es für sicher, daß durch eine intensivere Bewirtschaftung die Ausbeute noch erheblich erhöht werden könnte. Ungarns Salzbedarf beträgt jährlich rund 900.000 Doppelzentner, so daß selbst unter Beibehaltung der augenblicklichen Förderungskapazität zwei Drittel des Inlandsbedarfs von den Grüben von Aknaszlatina gedeckt werden können Aber auch vom Gesichtspunkt des Fremdenverkehrs verspricht man sich von dem neuem Gebiet einen erheblichen Wertzuwachs. Die Karpato=Ukraine verfügt über eine ganze Reihe von Heilquellen. Eine diesbezügliche wirksame Fremdenverkehrs=Propaganda könnte den Fremdenzustrom ebenso erheblich verstärken wie eine richtige Erschließung der großartigen Jagdmöglichkeiten in diesem landschaftlich schönen und durch seine dünne Besiedlung und Unberührtheit besonders reizvollen bergigen Land der Waldkarpaten. Ueber die Erfüllung ihres langgehegten nationalen Winsches ist, wie schon eingangs erwähnt, die gesamte ungarische Bevölkerung überglücklich. Sie blickt dankbar auf die beiden Achsenmächte und namentlich auf Deutschland Nur das Judentum bemüht sich schon jetzt, wenn auch versteckt und hinterhältig, durch dummdreiste Gerüchtemacherei Deutschlands südosteuropäische Politik zu verdächtigen. Diese plumpen Lügenmanöver, die— um nur ein Beispiel zu nennen— behaupten, Deutschland wolle den ganzen Balkan unterwerfen und sich auch Ungarn einverleiben, sind von der nationalen ungarischen Bevölkerung aber längst durchschaut worden. Das ungarische Volk mußte aus der Geschichte der letzten 20 Jahre ja so viel bittere politische Erfahrungen sammeln, daß es heute in der Lage ist. die zersetzenden Absichten des Judentums klar zu erkennen. REISE- UND VERKEHRSDIENST DER»HEIMAT AM MITTAG Fahrt über den St. Goffhard Aufgezeichnef von E. Sp-r. zwischen Luzern und Lugano(Schweiz) Ueber Luzern blaut ein wundervoller Frühjahrshimmel. Man sitzt auf einem der blütend weißen Seedampfer, inmitten dieses begnadeten Landstreifens. Rastlos laufen die Schaufelräder des Dampfers, rauschen die schmiegsamen Wellen, die das Schiff durch den blauen See ziehen. Von Bord aus hat man einen herrlichen Blick auf die Uferpracht von Meggen und kastanienbaum=villenreiche und sonnenüberglänzte Gestäde an der Ausfahrt des Vierwaldstätter Sees. Der Blick weitet sich dann über den langen, schmalen Arm des Küßnachter Sees in das rundliche Becken von Standstad hinunter. Der mähtige Kalkkegel des Pilatus im Hintergrund überragt das buchtenreiche Wasser mit majestätischer Erhabenheit. Die Berge laufen allmählich immer näher zusammen Dort ist der Bürgenstock, dann tritt der Rigi ins Blickfeld. Weggis und Vitznau grüßen mit gepflegten Gärten, prachtvollen Blumenbeeten. Heftig arbeiten die Schaufelräder. Sorglos geht es in den blauen Tag hinein. Brunen zieht vorüber, gegenüber der Rütli, Tellskapelle und Tellsplatte— geschichtliche Idylle, die von einer uralten Vergangenheit träumen. * Dann taucht Fluelen auf und damit auch das Ende dieser Sonntagmorgenfahrt über den Vierwaldstätter See. Zum letztenmal/ grüßt das Blau des Sees, dann beginnt der Aufstieg in die Wunderwelt der Alpen. Eine alte Chronik berichtet von der Reise des Ritters Ha..3 von Eptingen aus Basel über den St. Gotthard, die heute im Zeitalter der Maschinen und Flugzeuge und Zeppeline noch einmal zitiert sei. Fünf Tage benötigte Rittter von Eptingen, um zu Pferde den Weg über das Gebirge zurückzulegen. Das war im 15. Jahrhundert und der Ritt galt als eine kühne Leistung. Im Jahre 1775 fuhr ein englischer Gelehrter in einer Kutsche den gleichen Weg und, brauchte sieben Tage dazu; 78 Begleiter hatte er mit, die dem Gefährt Hilfe leisten mußten; denn auf den damaligen Wegen mußte der Wagen bisweilen auseinandergenommen und in einzelnen Teilen über winzige Brücken und Geröllpsade an senkrechten Felswänden entlang getragen werden. Noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts benötigte die Staffettenpost zwischen Zürich und Mailand für die Ueber schreitung des St. Gotthard ganze vier Tage. Die Zeiten haben sich geändert: Heute jagt der elektrisch betriebene Gotthard=Expreß in 2 Stunden 24 Minuten über den Kamm der himmelstürmenden Bergriesen und durch den granitenen Leib der Alpenkette. Die flinken Automobile erklimmen in wenigen Stunden die 2144 Meter zum Gotthardpaß und stürzen mit doppelter Schnelligkeit wieder talabwärts. * Die Geschichte des Gotthardpasses ist reich und interessant und erzählt auch von einem Orforder Kirchenrechtslehrer, der sich von einem Ochsengespann über die Felsenhöhen nach Italien ziehen ließ. Er hatte sich dabei die Augen verbunden, um die Schrecken dieses Reiseweges nicht sehen zu müssen! Die schwarzen Felswände, die stäubenden Wasser in gähnenden Abgründen, die eisigen Gletscher, die schwindelerregenden Saumpfade und die schwebenden Brückchen über unendliche Tiefen erregten Furcht und Grauen in ihm. Auch das hat sich geändert. Wer heute über den St. Gotthard fährt, sei's im hastenden Zuge, sei's im knatternden Auto, macht es dem furchtsamen Oxforder Nrofessor nicht nach, trotzdem auch heute noch der Weg über gähnende Klüfte und wilde Schluchten turmhoch über schäumende Wasser hinweg und nriesigen Felswänden entlang führt. Die Wunder der neuzeitlichen Technik haben Furcht und Grauen gebannt, Schrecken und Gefahren besiegt. Was einst die Gemüter in Angst versetzte, erregt heute unser Entzücken und unsere Bewunderung. * Unsere Bewunderung— ja, die zollen wir willig diesen zahllosen Meisterwerken der Technik und Ingenieurkunst, denen wir während einer Fahrt über den Gotthard begegnen. Ueber 324 Brücken und durch 80 Tunnels hindurch braust die Eisenbahn in diesen kaum zweieinhalb Stunden! Zweitausend Meter unter dem ewig schneegekrönten Gipfel des Kastelhorns und 300 m unter den Häusern des bekannten Wintersportplatzes Andermatt fahren wir durchs Urgestein der Alpen. Fünfzehn Kilometer blinkender Schienen, fast schnurgerade im Granit des Bergriesen, verbinden Nordeuropa in elf Minuten Fahrt mit Südeuropa. Zehn Jahre lang arbeiteten Tausende, bis endlich— im Jahre 1882— das gewaltige Bindeglied zwischen Nord und Süd geschaffen war: allein 2500 Arbeiter und Téchniker waren nötig, um in achtjährigem Mühen den großen Gotthard=Tunnel zu vollenden. Ueber 2500 Menschen mußten dafür ihr Leben opfern, darunter der Erbauer Louis Favre selbst, die Kosten betrugen 271 Millionen, wozu Deutschland 30 Millionen beitrug. Die Elektrifizierung, in den Jahren 1916 bis 1922 durchgeführt, verschlang nochmals rund 200 Millionen. Zwei gewaltige Kraftwerke, Amsteg am Nordhange und Ritom am Südhange der Alpenkette, nützen die Gewalt der Gebirgswasser aus und versorgen die gesamte Linie mit elektrischem Strom. * Wir sind mitten auf der Fahrt. In Erstfeld nahmen einst die Züge Vorspann für die Bergfahrt; heute ist das nicht mehr nötig. Die eléktrischen Lokomotiven ziehen ihre gewaltige Last mühelos über alle Steigungen. Durchs Tal der wilden Reuß geht's aufwärts nach Amsteg und über die imposante Kerstelenbach=Brücke nach A Luzern, die bekannte Stadt am. Vierwaldstätter See Gurtnellen und schließlich nach Wassen, dem alten Dörflein mit der wunderlichen Kirche auf grünem Hügel, die der Gotthardreisende immer wieder sieht, obwohl der Zug rastlos weiterdonnert. Die Bahnlinie macht hier nämlich zahllose Windungen; denn auf 10 Kilometer sind hier nahezu 100 Meter Steigung zu überwinden. Durch den Die(Truel Glörtalsperre. Ich möchte meine nächste Wochenendfahrt zur Glörtalsperre machen. Wie komme ich dorthin?"—— Sie fahren über Hagen nach Dahlerbrück und wandern von dort eine gute halbe Stunde bis zur Glörtalsperke. Sie können aber auch folgende Tageswanderung machen: Hagen, Dahl, Priorei, Rummenohl, Dahlerbrück, Glörtalsperre nach Breckerfeld(6 Stunden). Bis Dahlerbrück Hauptwanderstrecke 6, dann rechts die Glör aufwärts zur Sperre, wo man die Hauptwanderstrecke 20 trifft, dieser folgt man in Richtung Breckerfeld. Zurück mit der Hagener Vorortbahn, die als Gebirgsbahn über Voerde und durch das landschaftlich reizvolle Hasper=Bach=Tal nach Hagen führt. Gaststätten und Unterkünfte können wir in diesem Rahmen nicht nennen. Heimattreuer Schlesier.„Fahren auch in diesem Jahre wieder Sonderzüge nach Schlesien?" —— Vom Bund heimattreuer Schlesier fahren in diesem Jahre folgende Sonderzüge nach der Heimat: Am 24. Mai, 27. und 28. Juli. 50 bis 60 ProWohin in diesem Jahr? Entsprach der letzte Ferienaufenthalt Ihren Wünschen? schaft fürs Leben. Man muß sie nur zu finden wissen. In einem sind sich die Ferienpläneschmieder alle gleich. Keiner möchte einen Reinfall erleben und unzufrieden aus seinem diesjährigen Ferienausenthalt heimkehren. Denn dazu ist der Urlaub eine zu seltene und kostbare Gabe. Wir machen darum unseren Lesern einen praktischen Vorschlag: Teilen Sie dem Reise= und Verkehrsdienst dieser Zeitung umgehend mit, wie Sie mit dem letztjährigen Ferienausenthalt zufrieden waren und ob Sie ihn auch anderen Lesern empfehlen können. Ein paar kurze Angaben genügen schon! Aus diesen erprobten und empfehlenswerten Ferienaufenthaltsvorschlägen machen wir eine Zusammenstellung, die wir dann kostenlos jedem Interessenten zur Verfügung stellen. Mit diesem Reisedienst hoffen wir einem großen Bedürfnis in unserem Leserkreis Rechnung zu tragen. Wir bitten deshalb alle Leser unserer Zeitung, die im letzten Jahre ihre Ferien an irgendeinem reizenden Fleckchen verbracht haben, um eine möglichst baldige Zusendung der gewünschten AnStädteherrlichkeit? Esc so viele Winkel Laven an unsere Zeitung. Sie erweisen damit anin unserem großen deutschen Vaterland, abseits deren und sich selbst einen nützlichen, praktischen Dienst. Die Zeit ist da, wo man sich die Frage vorleat: Wohin in diesem Jahr? Die Urlaubsliste wird in den Betrieben herumgereicht, die Ferientermine festgelegt, und man zerbricht sich den Kopf darüber, wo man diesmal seine Urlaubswochen verbringen könnte. Man kramt in Erinnerungen vom vergangenen Jahr, brütet über Fahrplan und Prospekten, studiert die Reisebeilage der Zeitung und erlebt wieder einmal die Wahrheit des Sprichwortes:„Wer die Wahl hat, hat die Qual!“ Denn unermeßlich sind die verlockenden Reiseziele in unserem schönen Vaterland, das eben erst wieder durch die geniale Tat des Führers reichen Zuwachs an kulturgeschichtlich und landschaftlich wertvollem Besitz erhalten hat. Rief im vorigen Jahr die befreite Östmark deutsche Urlauber in ihre lieblichen Gaue, so warten nun im Norden und Süden, im Memelland und in den Waldbergen des Böhmer= und Sudetenlandes neuerschlossene Natur= und Städteschönheiten auf den Fremden aus dem Altreich. Vielleicht war man im vorigen Jahr an der See und möchte diesmal in die Berge. Oder wie wäre es mit einer Fahrt durch die alte deutsche großen Straße, die zu entdecken sich verlohnt. it führt der Zufall einen hin, und aus der ersten flüchtigen Bekanntschaft wird eine FreundReise= und Verkehrsent der„Heimat am Mittag“. zent Fahrpreisermäßigung. Zugleich fährt jede Woche ein Autobus nach der Heimat. Meldungen hierfür nimmt entgegen: Adolf Kella, Essen=Altendorf, Marschallstraße 21. — Wanderkameradschaft.„Wir möchten diesen Sommer mit 30 bis 40 Personen im Omnibus einen Tag nach Straßburg. Genügt in diesem Falle zur Einreise ein Sammelvisum oder benötigt jede Person einen Paß? Welche Papiere sind sonst noch erforderlich?"-— Für die von Ihnen geplante Gruppenfahrt nach Straßburg gelten folgende Bestimmungen: Bei Gruppenfahrten muß ohne Ausnahme mindestens 20 Tage vor Antritt der Reise das Konsulat von dem Reiseprojekt in Kenntnis gesetzt werden, damit die erforderliche Einreisegenehmigung bei dem Außenministerium in Paris in der festgelegten Frist von 20 Tagen eingeholt werden kann. Für dieses Gesuch werden folgende Unterlagen benötigt: 1. der genaue Zeitpunkt sowie der Ort der Grenzüberschreitung bei der Einreise und Ausreise, 2. eine Liste aller Teilnehmer in vierfacher Ausführung mit genauer Angabe a) des Namens und Vornamens, b) des Geburtsortes und Geburtsdatums, c) des Berufs, d) des Wohn sitzes mit vollkommener Anschrift. 3. Der Reisezweck mit näherer Bezeichnung der einzuhaltenden Reiseroute. Falls sich unter den Teilnehmern aktive oder ehemalige Offiziere, ferner Unteroffiziere oder sonstige Angehörige des deutschen Heeres mit Vorgesetztenrang befinden(Offiziere oder Unteroffiziere), so müssen diese besonders angeführt werden. Bei unrichtigen Angaben setzen sich die Betreffenden den dafür vorgesehenen Maßnahmen aus. An den Gruppenfahrten dürfen nur die auf den Listen angeführten Personen teilnehmen. Die Erteilung eines Visums für einen Sammelpaß ist nicht statthaft, vielmehr muß jeder der Teilnehmer im Besitz eines Reisepasses sein. Es genügt, die Pässe etwa vier bis fünf Tage vor Antritt der Reise an dieses Konsulat einzusenden. — Saarbrücken.„Ich möchte Pfingsten mit meiner Frau nach Saarbrücken. Wie teuer ist die Urlaubskarte mit Zuschlag ab Essen=Hbf? Wie fahre ich am besten, ohne umzusteigen? Wie lange hat eine Urlaubskarte Gültigkeit? Wo erhalte ich die Urlaubskarte?"—— Sie benutzen am besten Eilzug 14.58 Uhr ab Essen=Hbf. Köln an 16.17 Uhr, Köln ab 16.22 Uhr, Saarbrücken an 21 11 Uhr. Die Karte erhalten Sie in jedem Verkehrsbüro. Urlaubskarte ab Essen=Hbf. bis Saarbrücken über Gerolstein kostet RM. 22.60 zuzüglich 2.50 RM. Eilzugzuschlag für Hin= und Rückfahrt. — Gastein.„Wie fahre ich am besten nach Bad Gastein? Die Abfahrt soll abends erfolgen. Wie hoch stellt sich der Preis für die Ferienkarte?“— Sie benutzen am besten den D=Zug 21.88 Uhr ab Essen=Hbf. München an 7.35 Uhr. München ab 7.45 Uhr, Gastein an 12.08 Uhr. Eine Urlaubskarte mit Zuschlag kostet 61 RM. Naxberg=Tunnel braust der Zug gleich darauf in den Bahnhof von Göschenen. Und dann schluckt der große Gotthard=Tunnel Eisenbahn und Reisende. Mitten im Tunnel liegt der höchste Punkt der Linie— 1154 Meter über dem Meere. Wenn das Licht des Tages wieder durch die Fenster in die Abteile fällt, ist die erste Station jenseits der Alpen erreicht: Airolo. * Noch ist es nicht Italien, aber die Erde, die Sprache, die Gebräuche sind italienisch. Einen letzten Blick wirft man auf den gewaltigen Gotthard. Rascher gleitet nun der Expreß durch die stäubenden Schluchten der Leventina, zwischen himmelanstrebenden Felswänden talabwärts. An Dörfern, Weinbergen, Burgen und Kapellen, weißschäumenden Wasserfällen und Pfirsichhainen braust der Zug vorüber nach Bellinzona, der Hauptstadt des Tessins. Von hier führt die Hauptlinie zum Luganer See, den die Eisenbahn bei Melide auf einem Seedamm überquert, um bei Chiasso italienischen Boden zu erreichen. Feriensonderzüge 1939 der Reichsbahndirektion Essen Vorläufige Verkehrszeiten Die Reichsbahn wird zu Beginn der Hauptreisezeit wieder zahlreiche Feriensonderzüge 3. Kl. verkehren lassen, darunter u. a. auch Züge nach der Östmark. Zu den Zügen werden Feriensonderzugkarten ohne Zuschlagszahlung mit 40 Proz., im Verkehr mit Östpreußen mit 60 Proz. Ermäßigung ausgegeben. Bei der Rückfahrt, die mit beliebigem Zuge erfolgen kann, ist bei Eilund D=Zugbenutzung Zuschlag zu zahlen. Alles Nähere findet der Reisende in der Uebersicht der Feriensonderzüge, die in den ersten Tagen des Monats Juni an den Fahrkartenschaltern erhältlich ist. Eine Aenderung der Verkehrszeiten, die im Mai endgültig bekanntgegeben werden, wird nach Möglichkeit vermieden. Folgende Züge sind vorgesehen nach: München am 26./27. 7., 27. 7., 29. 7. und 29./30. 7.— Oberstdorf am 28./29. 7.— Garmisch=Partenkirchen am 27./28. 7.— Innsbruck am 26./27. 7. und 29./80. 7. — Wien am 28./29. 7.— Salzburg=Saalfelden am 30./81. 7.— Basel am 26./27. 7., 27. 7., 28./20. 7. und 29./30. 7.— Konstanz am 29. 7. und 80./81. 7.— Stuttgart am 26./27. 7.— Friedrichshafen am 29./30. 7.— Königsberg am 26./27. 7., 27. 7., 28. 7., 31. 7. und 2. 8.— Halberstadt am 30. 7.— Erfurt am 27. 7. und 29. 7.— Eger über Erfurt u. Weimar am 29./30. 7.— Leipzig am 27. 7. und 29. 7.— Beuthen am 26./27. 7.— Berlin am 26./27. 7. und 29./80. 7.— Putbus am 26./27. 7.— Warnemünde am 27. 7. und 29./30. 7.— Kiel am 28./29. 7. und 30./31. 7.— Wilhelmshaven am 29. 7.— Norddeich am 27. 7. und 29. 7.— Hamburg am 26./27. 7., 28. 7., 29. 7. und 29./30. 7. Die Angabe der Verkehrstage in Bruchform, z. B. 21./22. Juli, bedeutet, daß der Zug am 21. Juli auf dem Abgangsbahnhof abfährt und am 22. Juli auf dem Bestimmungsbahnhof ankommt. Wieder Karl-May-Festspiele Die Karl=May=Festspiele auf der Felsenbühne von Rathen im Elbsandsteingebirge, die 1938 die meistbesuchte Freilichtveranstaltung Sachsens waren, finden in diesem Jahre vom 27. Mai bis 30. August statt. Das Naturschutzgebiet Doben in Östpreußen, ein Stück urwüchsiger masurischer Landschaft am Dobensee, einer Bucht des Mauersees, das bisher nur mit dem Dampfer zu erreichen war, wird jetzt durch eine neue Straße zugänglich gemacht, die gleichzeitig den Straßenring um den Mauersee schließt. Kleines Fräulein, was nun?(Bild: Ufa.) Scet-Ründschau Vormeister troinieren in Duisburg Vor den Amateur=Boxmeisterschaften 1930 in Dublin. Nach den anstrengenden Meisterschaftstagen von Essen gilt die Arbeit unserer großartigen Amateurboxer nun den Europameisterschaften, die am 18. bis 22. April in Dublin zur Durchführung kommen. Die Auswahl der deutschen Bewerber für die Kämpfe um die Enropatitel dürfte das Reichsfachamt im großen und ganzen auf Grund der in Essen gezeigten Leistungen getroffen haben. Den letzten Schliff sollen die in Frage kommenden Boxer in einem Trainingskursus erhalten, der in der nächsten Woche im Verbandsheim in Duisburg folgende SpitzenBantamgewicht: Federgewicht: Leichtgewicht: Weltergewicht: Mittelgewicht: kräfte vereinigen wird: Fliegengewicht: Meister Manczyk II(Bochum), Obermaner(Köln); Meister Wilke(Hannover); Meister Graaf(Berlin); Europam. Nürnberg(Berlin); Deutscher und Europameister Murach(Schalke); Mittelgewicht: Baumgarten(Hamburg); Halbschwergew.: Meister Schnarre(Recklinghausen), Koppers(Hannover); Schwergewicht: Meister Runge(Wuppertal), Kleinholdermann(Berlin). Am Freitag, dem 7. April, werden die Kursusteilnehmer in einer öffentlichen Veranstaltung in der Tonhalle zu Duisburg noch einmal ihr Können zeigen, wobei sie teils gegeneinander und teils gegen starke Niederrheinboxer antreten werden. Die deutsche Expedition wird unter Führung von Reichsfachamtsleiter Ministerialrat Dr. Metzner und Hieronimus(Berlin) am 12. April ab Hamburg die Reise nach Irland ankreten. Als deutscher Punktrichter macht der NiederrheinGaufachwart Willy Moossen(Düsseldorf) die Fahrt mit Runge und Heese wurden befördert Anläßlich der samosen Leistungen der SAMänner bei den deutschen Amateur=Boxmeisterschaften in Essen hat Stabschef Lutze folgende Beförderungen ausgesprochen: „Ich befördere mit sofortiger Wirkung auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen den SA Truppführer Runge zum SA=Obertruppführer und den SA=Mann Heese zum SA=Sturmmann. Gleichzeitig spreche ich diesen Männern meine herzlichen Glückwünsche und vollste Anerkennung aus. Nico Droog schlug tief Der in Deutschland lebende holländische Halb schwergewichtsmeister Nico Droog verteidigte in Rotterdam seinen Titel gegen seinen Landsmann Dorus Elten. Drooa hatte das Pech, in der vor letzten Runde einen Tiefschlag anzubringen, worauf ihn der Ringrichter kurzerhand disqualifizierte. In allen Runden hatte der Krefelder klare Vorteile und der große Teil der Zuschauer war mit dem Entscheid des Ringrichters wenig einverstanden, da der Tiefschlag durchaus keine schwerwiegenden Folgen bei Elten hatte. Am gleichen Abend kam der Rotterdamer Lagrand zu einem knappen Punktsieg über den belgischen Federgewichtler Jef Aerts. Phantastische Hallenleistungen in USA. Kurz vor Schluß der Hallenkampfzeit warteten in Chikago die amerikanischen Leichtathleten mit staunenswerten Leistungen auf. Den Vogel schoß Garl Meadows ab. Der Olympiasieger im Stabhochsprung stellte mit 4,48 m einen neuen Hallenrekord auf, den erst vor kurzem soln Landsmann Warmerdam auf 4,43 m geschraubt hatte. Charles Fenske, der im Vorfahr in Berlin im Länderkampf gegen uns startete, gelang der große Wurf, den in der Halle nahezu unbesieglichen Glenn Cunningham zu schlagen. Durch einen gewaltigen Endspurt gab er in 4:12,8 Cun ningham über eine Meile das Nachsehen. Elwen 1000-Yards=Lauf gewann der Neger Dorlean in 2:10,6, während über zwei Meilen Donald Lash in 9:b vor Riee und Deckard siegte. benno Faltermaier verunglückt Gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt. Der bekannte Münchener Eishumorist Benno Faltermater ist beim Skllaufen verunglückt. Er hat sich auf der Krenzeck=Abfahrt den Oberschenkel gebrochen, als er einem gestürzten Läufer auszuweichen versuchte und ln großer Fahrt gegen einen Baum prallte. Außer einem gebracht. Die Kopfverletzung scheint, wie Dur. Sport erfährt, nicht schwerwlegender Natur zu seln. Dagegen wird die Hellung des Oberschenkelbruches wohl ein paar Monate in Anspruch nehmen. Die Tausende, die Faltermaler mit selner einmaligen und unvergleichlichen Kunst lachen machte, wünschen ihm baldige Wiedergenesung. LOT Olympische Spiele Schweizer Vorstoß gegen die F8. Das Schweizerische Olymplsche Komltee hat bezüglich der V. Winter=Olymplaade 1040 inS Moritz nunmehr gegen die gleichfalls 1010 in Oslo stattfindenden Sklweltmelsterschaften einen Vorst'oß unternommen. Die Internationalen Olympischen Bestimmungen besagen nämlich, daß in dem Jahre, in dem dle Olympischen Wintersplele durchgeführt werden, keine Ski=Weltmelsterschaften abgehalten werden dürfen. Graf Balllet=Latour wurde auf diese Tatsache hingewiesen mit dem Ersuchen, entsprechende Schritte zu unternehmen. Oberschenkelbruch zog sich der Münchener noch eine Kopfverletzung zu. Er wurde zunächst in das Garmisch=Partenkirchener Krankenhaus und dann in die Chirurgische Klintk in München 1. Hallenkampfspiele der 51 Große Erfolge des Gebietes 10 Ruhr-Niederrhein Die ersten Hallenkampfspiele der HitlerJugend mit den Deutschen Jugendmeisterschaften im Geräteturnen, Fechten, Judo, Gewichtheben, Ringen und Boxen sind vorüber. Das Gebiet Ruhr=Niederrhein buchte eine Reihe schöner Erfolge, die wir hier gesammelt streifen wolken. Im Gewichtheben gelang es dem Gebietsmeister im Bantamgewicht, Wilhelm Spitzenberger vom Standort Essen, mit einer Leistung von.300 Pfund überlegen Deutscher Jugendmeister zu werden. Im Mittelgewicht belegte der Ig. Hans Danischuß(Standort Essen) einen guten dritten Platz, während der Gebietsmeister im Schwergewicht, Johannes Thomas(Standort Duisburg), trotzdem er sich mit 565 Pfund selbst übertraf, nur auf dem fünften Platz landete— hier kamen aber die ersten vier sämtlich über 600 Pfund! Im Ringen waren die Vertreter unseres Gebietes etwas vom Pech verfolgt. So gelang es lediglich dem Ig. Hans Witsch(Bann Moers), einen guten zweiten Platz und dem Ig. Alvis Berg Standort Essen), einen ehrenvollen dritten Platz im Mittelgewicht bzw. Schwergewicht zu belegen, was bei der großen Anzahl der Bewerber immer hin sehr beachtlich ist. Auch im Fechten siel das Gebiet 10 nach an sänglich gutem Start etwas ab. In den Mannschaftskämpfen kam es nach einem schönen Sieg über Wien in die Zwischenrunde, wo sich ein Teilnehmer den Fuß verletzte und seine Kämpfe verlor. So schied die Mannschaft aus. Bei den Einzelkämpfen gelang es dem Gebietsmeister Link vom Standort Essen, in die Entscheidung zu kommen. Hier konnte er jedoch nur den neunten Platz erringen— aber für den 16fährigen Essener bei der starken Konkurrenz sicherlich ein Erfolg. Im Judo war das Gebiet nicht vertreten, da dieser Sport hier kaum ausgeübt war. Im Gerateturnen belegte die Mannschaft des Postsportvereins Duisburg als Vertreter des Gebietes den 20. Platz. Für ein besseres Bestehen in dem Kreis der hervorragenden Turnergebiete, wie Westmark, Saarpfalz, Hochland und Berlin, haben unsere Jungen doch noch zu wenig Erfahrung. Das gilt auch für die Einzelkämpfe. Als Ueberraschung ist unser Abschneiden Im Boxen zu bezeichnen. Von neun gestarteten Jugendgenossen konnten sich nicht weniger als vier für die Endrunde qualifizieren. Im Bantamgewicht gewann als unser Geheimtip Hein(Bann Moers) in feiner Weise gegen Häfele(Württem berg). Im Mittelgewicht A unterlag Raskop (Bann Moers) ganz knapp gegen Busch(Westsalen), und dann konnte zur größten Ueberraschung auch Heitkamp(Bann Mülheim) im Mittelgewicht B gegen Freers(Gebiet Nordsee) einen schönen, wenn auch schwer erkämpften Sieg her ausholen und damit die dritte Meisterschaft heimbringen. Zum Schluß trat dann Hillig(Standort Essen) gegen den starken Finke(Nordsee) an. Nach hervorragendem Kampf mußte sich Hillig knapp geschlagen bekennen. Die Gesamtbilanz von Stuttgart für das Gebiet Ruhr-Niederrhein ist also: 3 Meistertitel 3 zweite Plätze 3 dritte Plätze 1 fünften Platz 1 neunten Platz Diese Erfolge werden den jungen Leistungssportlern des Gebietes Ansporn zur weiteren eisernen Arbeit an sich selbst sein, dann werden auch im nächsten Jahre noch mehr Deutsche Jugendmeister-aus unseren Reihen kommen. Wieder Sport mit Holland Sport=Abkommen in Holland freudig begrüßt Wie bereits kurz berichtet, sand zwischen besugten Stellen Hollands und Deutschlands ein Gedankenaustausch über die sportlichen Bezlehungen beider Länder statt. Diese im Zeichen gegenseltiger Wertschätzung stehenden Besprechungen führten zu der erfreulichen Feststellung, daß der Fortführung des internationalen Sportverkehrs zwischen Deutschland und Holland keine Hindernisse im Wege stehen. In der holländischen Sportwelt ist diese Regelung mit Beifall begrüßt worden. Der Vorsitzende des Niederländischen Olympischen Ausschusses, Baron Schimmelpennluck van der Oye, äußerte seine Freude über dieses Abkommen und stellte fest, daß die niederländische Sportwelt durch den Abbruch der Sportbeziehungen zu Deutsch land, obgleich sie selbst in der ganzen Angelegenheit nicht Partel gewesen sei, schwer in Mitleldenschaft gezogen wurde. Um so erfreulicher sei die Tatsache, daß der Fortsetzung der seit seher sehr herzlichen sportlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern in Zukunft nichts mehr im Wege stehe. Eine Vertiefung dieser Beziehungen werde zweifellos im Interesse der sporttreibenden Jugend beider Völker liegen. In ähnlicher Weise brachten auch die Leiter der holländischen Sporlbewegungen Ihren Beifall zum Ausdruck. Reichssender Kölm und Deutschnlangsender April Donnerstag 24 00—8.00: Musik z. nächtlichen Stunde. Freitag 30. März Reichslender Köln Deutschlandlender 6.00: Morgenlied. 6.05: Wiederholung d. Abendnachrichten— Durchsprüche für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied, Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frübkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.20: Ohne Sorgen jeder Morgen. 9.30: O diese Zeugnisse! 9.45: Nachrichten. 10.00: Volksliedsingen z. Schulschluß. Ende gut. alles gur. 16.30: Sendepause. 11.45: Der Torf, seine Gewinnung und seine Bedeutung. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Mittagskonzert. 18.00: Nachrichten— Glückwünsche. 15.15: Mittagskonzert(Forts.). 19.00: Nachrichten. 12.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendepause. 16.00: Nachmittagskonzert. Darin: 17.00—17.10: Der Erzähler. Die Weberin. 18.00: Kamerad, erzähl! Von der Brauchtumtumspflege auf dem Lande. 18.20: Johann Gottfr. Seume, der deutsche Wanderer. 18.40: Lieder von P. Tschaikowsky. 19.00: Kunst auf der Kachel. 18.20: Die W.öW.=Stunde 18.55: Uno heute? 20.00: Nachrichten. 20.10: Leo Eysoldt spielt! 21.00: Für die Katz, Komödie von August Hinrichs 22.20: Feiermusik v. Erich Lauer. 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrich ten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Sendepause. 10.00: Volksliedsingen. Liederblatt 26 d. Zeitschrift„Schulfunk". 10.30: Sendepause. 11.00: Normalfrequenzen 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig vunte Minuten. Anschl.: Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittaa. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 15.00: Glückwünsche. 19.45: Neueste Nachrichten. 19.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= n. Borsenberichte. 15.15: Herrlich schön bist Du, o Ungarland! Anschl. Programmhinweise. 1.00: Musik am Nachmittag. 81. März Reichslender Köln 22.00: Nachri. 22.15: Musik. von Schallplatten N.80: Tanz und Unteryaltung. 24.00 bis 8.00: Unterhaltungskonzert. 6.00: Morgenlied. 6.05: Wiederholung d. Abend— Dur Deutichlandlender rchsprüche 16 17.00:„Spiel ums Heinerle 17.10: Musik am Nachmittag. 18.00: Der See der tausend Krokodile. 18.15: Das Wort hat der Sport. 18.30: Zeitgenössische Musik Leitsenöfn. schlandecho: Kampf dem Verkehrsunfall. 1d.15: Musik zur Dämmerstunde. Dazwischen: Die interessante Ecke. 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 20.10: Saure Arbeit— frohe 21.10: Musikalische Kurzweil 21.45: Nachrichten. 22.00: Beethoven. Konzert D22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 26.00—22.00: Nachtkonzert. nachrichten für den Bauer. 6.10: Knie-e beuat! 6.30: Freut euch bed Lebens! 6.55: Morgenlird, Morgenruf. 7.00: Wetter, Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.30: Morgenmusik. 9.30: Geographie schwach? 9.45: Nachrichten? 10.00: Deutschland, b. Luftkreuz Europas. 10.30: Aktuelle Sportviertelstunde. 10.45: Sendepause. 11.45: Die Dorffeuerwehr. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Die Werkpause d. Reichssenders Köln in Verbindung mit der Düg. 19.00: Nachrichten— Glückwünsche. 18.15: Mittagskonzert. 14.00: Nachrichten. 14.10: Melodein aus Köln am Rhein. 15.00: Sendevause. 16.00: Nachmittagskonzert. Darin: 17.00—17 10: Der Erzähler. Der Tote. 18.00: So lieb ich Frauen... Gedichte. 18.15: Das Recht des Alltags. 18.30: Musik von Schallplatten. 18.40: Briefe der Liebe! 19.00: Musik zum Feierabend. 19.55: Und heute? 20.00: Nachrichten. 20.10: Die Volkstiederstunde des Reichssenders Köln 20.40: Leute höret die Geschichte ... Sänger auf dem Bänkel und Lieder von der Straßen21.30: Sonate F=Dur op. 99 für Cello und Klavi Sportfest der HJ. 6.00: Glockenspiel, Morgenruf, Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine' kleine Melodie. 6.30: Frühkonzert. Dazwischen um 7.00: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. 8.00: Sendepause. 9.00: Sperrzeit. 9.40: Kleine Turnstunde. 10.00: Deutschland, das Luftkreuz Europas. 10.30: Das 1939. 10.45: Sendepause. 11.00: Normalfrenuenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.30: Dreißig bunte Minuten. Anschl, Wetterbericht. 12.00: Musik zum Mittag. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 13.30: Glückwünsche. 12,15: Musik z. Mittaa(Forts.). 13.45: Neueste Nachrichtlen. 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei! 15.00: Wetter=, Markt= n. Börsenberichte. 15.15: Kleine Melodie. 15.30: Ferien— großgeschrieben! Anschl. Programmhinweise. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10: Aus dem Zeitgeschehen. 18.00: Land= und Wasserstraßen der Erde. 18.15: Wie stehen wir 2. Mode? 18.35: Edvard Grieg: Sonate e-moll. 19.00: Deutschlandecho. 19.15: Wir bitten zum Tanz! 20.00: Kernspruch— Kurznachrichten und Wetterbericht. 2.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. Anschl. Deutschlandecho. 22.80: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 2.00: Bläsermusik. 28.40—24.00: Eine kleine Melodie zum Tagesende. 2.no: Tanzmusik. 24.00: Zur Unterhaltung und zum Tanz. 2.00—3.00: Nachtmusik zur Unterhaltung. Deutichlandlender Samstag 6.00: Glockensviel, Morgenruf, l. April Reichslender Köln 6.00: Morgenlied. 05: Wiederholung d. Abenourchsprüche nachrichen für den Bauer. 6.10: Knie—e beugt! 6.30: Freut euch des Lebens! 6.55: Morgenlied, Morgenruf. 7.00: Wetter— Nachrichten. 7.10: Frühkonzert. 8.00: Wetter— Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Frauenturnen. 8.ko: Wohl bekomm's. 9.15: Fröhliches Spiel für die Kleinsten. 9.45: Nachrichten. 10.00: Sendepause. 11.45: Tüchtige Mädel tiae Bäuerinnen— Marktverichte des Reichsnährstandes. 11.55: Wetterbericht. 12.00: Mittagskonzert. 13.00: Nachrichten— Glück wünsche. 19.00: Nachrichten, 19.10: Wochenendkonzert. 19.30: April! Aprill Ein lustiges Märchen. 10.00: Musik am Nachmittag. Darin: 11.00—17.15: Die ernwiege raen Nachrichten, Wetterbericht. 6.10: Eine kleine Melodie n.30: Frühkonzert. 8.00: Sendepause. 10.00:„Kirmes Kantate". Eine Sendung zum Ende d. Schuljahres. 19.30: Fröhlicher Kindergarten. 11.00: Normalfrequenzen. 11.15: Deutsch. Seewetterbericht. 11.n0: Dreißig bunte Minuten. 12.00: Großes Werkskonzert in Verbindung mit der NSG. „Kraft durch Freude“. 12.55: Zeitzeichen der Deutschen Seewarte. 15.00: Glückwünsche. lp.15: Militärkonzert. Parademärsche der ehemaligen und heutigen Koblenzer Regimenter. Nachrichten. — von Zwei bis — tüchMarkt- u. BörBau18.00: Eine Viertelstunde Sport. 18.15: Stadt=Drillinge. 19.00: Spiegel des Lebens. .10: Christian Morgenstern. Gedenktag zum 25. Todestag. 30: Musik am Abend. plege 19.16: Neue deutsche Unterhaltungsmusik. 19.55: Und heute? 21.30: Die Feuerprobe. Ein Einakter. 20.00: Nachrichten. vril! Aprill 20.10: Apri 22.00: Nachrichten. 22.15: Musik von Schallplatten. 13.45: Neueste 14.00: Allerlei Drei! 15.00: Wettersenberichte. 15.15: Buntes Wochenende. 15.30: Kowelenzer Steckelcher. 16.00: Musik am Nachmittag. In der Pause von 17.00 bis 17.10:„Die Dichterlocke". Eine heitere Erzählung. 18.00: Vom edlen Weidwerk. Musikalische Kurzweil. Sport der Woche. Bunte Auslese. Kernspruch- Kurznachrichten und Wetterbericht 20.10: Otto Dobrindt spielt. Dazwischen: Kleine Ueberraschungen. 22.00: Tages=, Wetter= und Sportnachrichten. Anschl. Deutschlandecho. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutsch. Seewetterbericht. 23.00 bis 0.40: Komm mit zu:n Tanz! Ein fröhlicher Abend. 18.30: 19.00: 19.15: 20.00: 10 Um die Spiele 1944— Londons Anstrengungen Mit dem Hinwels darauf, daß London bisher noch niemals offiztell die Olympischen Splele zur Austragung bekommen hat— die Londoner Spiele 1008 selen nur Ersatz für die des damals verzichtenden Noms gewesen— entwlckelt die Hauptstadt des britischen Imperlums letzt im Hinblick auf die vom 6. bis 10. Iunl an der Themse stattfindende Sitzung des JOK. eine rege Werbetätigkeit. Londons Oberhaupt, der Lord=Mayor, tellte dem JOK. mit, daß die Stadt London die finanzielle Garantie für die Abhaltung der Splele übernommen habe. Ferner wurde bekannt gegeben, daßedie Sitzung des JOK. am 6. Juni burch den Herzog von Gloncester felerlich im St.James=Palast eröffnet werden soll. Die Winterspiele 1944 werden nach der Meinung Londons in Montreal(Kanada) oder Oslo veranstaltet. „Wisse Liebschaf „Oeffe „Schat man dar „Das wird h wenn de Kind n. Bevölke sich nicht Beispiel „Wer „Das gehabt bauernti gewunde aing. de und wil „Man einmal schnell. gen oder über un doch etm Fran nöttah. sprüche machte. „Meist belt?“ Zunäc „Sage Sie sich „Bitte lich ern Anfang beit ist mir nid kosten!" „Dara ein paat helsen n helsen1 heikle istuns stammt nicht. w der Me „Uas der Fra sagte r einen 9 „Nein selte do Da ke trua eli „Vate Großvat Jungen da soll1 mal sah Da k. war ein „Nati liebe!" schlossen. men. ur men." Meiste Christlie ihrem? „Na. wich des „Aber Sie mi Christlie hatte. Sie doch bal aab. da „Vate gab sie und Ihr nichtn paar W „Und Tochter das Eis „Ich werde 1 Meister nahm d Dallina dann w Dankl Nun ie DuriNatur zu erschenkelruch nehnlt selner st lachen nesung. S. mitee hat 10 In Sl. 1010 In erschafdie Intern besagen e Olympin, keine alten werr auf dlese n, entspreons von bisher hen Splele Londoner os damals wlckelt die tzt im Hinder Themse ge Werbeord-Mayor, London die der Splele annt gegeJuni burch )im Stdie WinterLondons in altet. land gbegrüht wischen beids eln Geezlehungen n gegenselingen führder Fortkehrs zwlHindernisse diese NegeVorsitzende Ausschusses, der Oye, mmen und twelt durch zu Deutsch Angelegenin Mitleleulicher sei seit seher n zmischen r im Wege nigen werde enden Jucher Weise hen Sporluck. LOTTE GUMMERT; enruf, Eine d. Schulrgarten. n. erbericht. linuten. uzert in rNSG. deutschen Paradegen und Regimenen. wei bis n. Börnde. elcher. tittag. 17.00 bis ke". Eine werk. zweil. urznachricht vielt. leberund ho. smusik. terbericht. nit zum Abend. it ei 10(Nachbruck verboten.) „Wissen Sie vieneicht zufällig, ob einer bleser Liebschaften nicht auch ein— Kind entstammt?" „Oeffentlich bekannt ist nichts. Frau Noehler!“ „Schade, man mühte das wissen! Vlelleicht könnte man damlt bei Meister Bode etwas ausrichten!“ „Das glaube ich kaum, Frau Roehler! Ein Kind wird hier nicht als schandhaft empfunden, und wenn der Bauer seinen Verpflichtungen gegen das Kind nachkommt, dann ist es in den Augen der Bevölkerung in Ordnung. Das heißt, sofern es sich nicht um eine Bauerntochter hapdelt, wie zum Beispiel um die Mararet Schulzner.“ „Wer ist das?“ „Das ist die letzte Liebschaft, die der Andres gehabt hat. Mararet Schulzner ist eine Großbauerntochter aus dem Nachbardorf. Alles hat sich gewundert, daß es mit den beiden auselnanderging, denn die Mararet ist ein bildhübsches Mädel und würde dem Hof eine richtige Bäuerin sein.“ „Man mühte sich mit dieser Margret Schulzner einmal in Verbindung setzen," sagte Fran Ute schnell.„Wissen Ste was. Christlan, ich fahre morgen oder übermorgen einmal ins Nachbardorf hinüber und spreche mit ihr. Vielleicht kommt dabe doch etwas Gutes heraus.“ Frau Ute ahnte nicht, daß sie das nicht mehr nötig hatte— daß Margret Schulzner ihre Ansprüche auf den Andresbauern bereits geltend machte. * „Meister, wie verschaffen wir dem Dalling Arbeit?“ fragte Ute und sah den Meister bittend an. Zunächst schüttelte Meister Bodendick den Kopf. „Sagen Sle mal, Frau Roehler, in was mischen Sie sich denn alles noch?“ fragte er dann lachend. „Bitte, nicht so reden. Meister! Es ist mir wirklich ernst damtt. Einer muß doch im Helfen den Anfang machen, und Sie sagen ja auch Immer: Arbeit ist die beste Medizin. Und hier wollen Sie mir nicht helfen? Es soll Ihnen doch auch nichts kosten!" bettelte sie. „Daran hab ich mich noch nicht gehalten, ob es ein paar Pfennige kostet wenn ich einem Menschen helfen wollte. Es fragt sich nur ob sich der Mann helsen lassen will. Es ist mit Männern oft eine heikle Sache. Und hier doppelt, denn der Mann ist uns sehr fremd. Ich glaube überhaupt, er stammt aus besseren Krelsen, und da weiß man nicht, was man ihm für Arbeit geben soll," setzte der Meister eindrucksvoll auselnander. „Das hilft alles nichts, Meister, ich habe es der Frau versprochen und das muß ich halten." sagte Frau Ute eneratsch.„Können Ste nicht noch einen Hilfsarbeiter gebrauchen?“ „Nein. Frau Nohler, das ist nicht nötig, ich arseite doch mit." wehrte Meister Bodendick ab. Da kam Frau Christliebe zur Tür berein und trug einen Brief in der Hand. „Vater". rief sie schon von weltem,„bist wieder Großvater geworden! Die Dorothee hat einen Jungen gekriegt! In vierzehn Tagen ist Taufe, da soll man eins hinkommen. Schade, daß du nicht mal sahren kannst." saate sie bedanernd. Da kam Frau Ute ein Gedanke. Der Brief war eine Fügnng des Oimmels. „Natürlich fährt der Meister hin. Frau Christliebe!“ sagte sie lustig.„Wir haben doch eben beschlossen, daß wir noch einen Hilfsarbeiter annehmen. und da kann der Meister auch mal abkommen." Meister Bodendick stannte nicht schlecht. und Fran Christliebe genan so. Fragend sab sie einmal. Au ihrem Makn, einmal zu Fran Ute. „Na, so weit ist es ja noch nicht. Frau Roehler!“ wich der Meister schmunzelnd aus. „Aber es wird noch. la, Meister? Bitte, tun Sie mir den Gefallen.“ bat Ute. Und zu Frau Christliebe gewandt, erzählte sie ihr, was sie vorhatte. Sie schüttelte erstaunt den Kopf. aber sie war doch bald umgestimmt, denn wo es etwas zu helfen gab. da war sie gern dabei. „Vater, der Gedanke ist wirklich nicht schlecht." gab sie zu bedenken.„Wie würde sich Dorothee und Ihr Mann freuen, wenn du mal kämst, und nicht nur auf ein paar Tage, sondern auf ein paar Wochen“ „Und anschließend könnte er gleich die andere Tochter besuchen!“ sagte Frau Ute. Man muß das Eisen schmieden, solange es warm ist. „Ich sehe schon, die Sache ist abgemacht, und ich werde mich auch nicht länger sträuben," sagte der Meister seufzend, aber innerlich schmunzelnd, und nahm die Pfeife aus dem Mund.„Gut, soll der Dalling mal versuchen! Wenn er was versteht, dann werden wir weiter sehen." Dankbar schüttelte ihm Frau Ute die Hand. Nun war das Arbeiter doppelt so schön. 6. Der Schmied Bode stand am Amboß und schlug auf das Eisen ein, daß die Funken nur so stoben. Heute war er lustig und guter Dinge, denn das Mädel, seine Hede, ließ den Kopf nicht mehr hängen, sondern machte ein frohes Gesicht. Sie schien sich also reingefunden zu haben, und war nicht mehr abgeneigt, den Andres zu heiraten. Ja, sie hatte sogar mit dem Vater darüber gesprochen, was er ihr im Falle einer Heirat mitgeben würde. Aber er hatte ihr gleich gesagt, daß sie nur eine ordentliche Wäscheausstattung bekäme, denn der Bauer hatte gesagt, bei ihm wäre alles doppelt da, da sollte sein Frau nicht noch Möbel mitbringen. Wenn er später mal seiner Tochter ein paar Pfennige geben könnte, das wäre ihm lieber. „Auch gut!“ hatte Hede achselzuckend gesagt. Und der Vater staunte, daß sie so willfährig war. Als er jetzt durch das Fenster auf die Dorfstraße sah, kam eben der Bauer Andres angefahren. Er schien sehr in Gedanken zu sein, denn er wäre am Hause vorbeigefahren, wenn der Schmied ihn nicht noch angerufen hätte. Der Bauer hatte eine Wut im Leibe. Heute paßte ihm aar nicht recht! Mußte der Schmied ihn auch immer sehen! Viel lieber wäre er heute hier vorbelgefahren, denn er hatte absolut keine Lust, lich hier zu unterhalten. Ind wenn er an die Heuksuse, die Hebe, bachte, verging ihm sowleso die Lust, hier einzukehren. Er bearlff sich nicht mehr, wie er auf die Hede versallen konnte. Aber was sollte er machen, er durfte den Schmied nicht so vor den Kopf stohen. Zu allem Ueberfluß kam auch Hede zur Tür hereln und machte ein erstauntes Gesicht, als sie den Bauern sah. Getreu ihrer Nolle gab sie sich so nett als möglich. „Guten Tag, Andres! Das ist aber fein, baß du dich mal fehen läßt!" Dem Bauern blieb fast vor Erstaunen der Mund stehen. Hatte sich das Mädel aber verändert! Bls setzt wollte sie ihm ja nicht einmal die Hand geben. Und nun war sie plötzlich so liebenswürdlg? Aber er mußte etwas sagen, wenn seine Gedanken auch nicht bel ihr waren. „Guten Tag, Oede!“ Hede schten das aber nicht zu spüren. „Hast wohl Sehnsucht nach mir gehabt? Das ist in Ruhe," fuhr der Bursche auf.„Komm noch zeltig genug unters Joch" „Wie du meinst, nur- denk nicht, daß melne Dede ewig auf dich warten wird." ch den— den der auch elne sagte er Das„billige“ Blut Als Graf Chambord den Versuch machte, sich auf den französischen Thron zu schwingen, bemühten sich seine Anhänger, zwanzlg Millionen auf dem Wege der Subskription aufzubringen, die zu propagandistischen Zwecken benutzt werden sollten. Unter den Anhängern des Grafen befand sich auch ein sehr reicher, aber auch sehr geiziger Edelmann, der stete seine tlefste Ergebenheit beteuerte. Als der Abgelandte des Grafen erschlen und seine Bltte. elne größere Summe beizusteuern, aussprach, erklärte der Edelmann vathetisch: „Mein Blut steht Seiner Majestät stets zu Diensten!" „Sehr schön", versetzte der Abgesandte,„aber wir haben nicht die Absicht, eine Wurstsabrik zu errichten." heute mal sehen läßt," schmelchelte sie und strich über selne Hand. Das war ihm aber zuvlel. Mit einem Ruck rib er seine Hand zurück. „Ach, hast wohl Geschmack bekommen, von wegen Bänerin und so!" „Aber Bauer, red doch nicht so barsch! Natürlich freue ich mich schon darauf. Und was schenkst du mir denn Schönes als Hochzeitsgeschenk?" fragte sie necktsch. Na, setzt wurde es dem Bauer aber zu bunt. „Warte es ab, bis wir verhetratet sind! Hast mich noch nicht!“ schrie er sie an. Der Schmied hatte sich bis setzt noch nicht in die Unterhaltung gemischt. Als er aber hörte, wie der Bauer seln Mädel so anfuhr, wurde ihm die Sache doch zu dumm. „Was schreist du denn die Hede so an? Wird doch noch fragen können, was so ein reicher Bauer seinem Mädel als Hochzeitsgeschenk bringt? Dir ist wohl was in die Krone gefahren?" fragte er stirnrunzelnd und fah den Bauer scharf an. „Bis setzt war sie ja noch nicht lieb zu mir. Zeigt aber heute schon genau, daß es ihr nur um den Hof zu tun ist. nicht um mich, und für sowas bedank ich mich.“ sagte er aufgebracht. „Weiß du. Andres, du bist ein dummes Luder!" sagte der Schmied seelenruhlg.„Erst hat sich die Oede mit Händen und Füßen gesträubt, da haft du dich bald umgebracht. Jett ist sie lieb, da paßt dirs auch nicht. Ja, lieber Gott, was willst du denn noch?" Unruhla rückte der Bauer seinen verschwitzten Lodenhut hin und her. Mit Unbehagen sah er auf das junge Mädchen, das sich in seinen Arm gehängt hatte. Wenn er sie nur erst los wäre, denn setzt war sie ihm zuwider mit ihrem lieben Getue. Wenn die Weiber so zahm waren, hatte er sie schon satt. Da war doch die andere mit der Lockenmähne etwas ganz anderes. Und wie hatte die ihn abfahren lassen! Verdammt, das war eine, die hatte Rasse in sich. Die mußte er rumkriegen. Was war dagegen so eine wie die Hede. Er war doch ein dummer Kerl gewesen, daß er sie zu seiner Frau nehmen wollte. Er hätte Gott gedankt, wenn sie noch mit dem Christian gegangen wäre, denn da hätte er einhaken können, aber so ging das nicht so schnell. „Geh an die Arbeit, Hede!“ sagte der Schmied setzt zu seiner Tochter.„Siehst doch, daß dein Bräutigam schlechte Laune hat. Kommt mal bei den Männern vor.“ Hede verabschiedete sich zärtlich und lief vor sich hinsingend ins Haus. Im Innern war sie überzeugt, daß die List glücken würde. Mit dem Vater würde es ja noch einen Tanz geben, aber er würde dann froh sein, daß sie Christian noch nahm. Mißmutig stand der Bauer in der Schmiedewerkstatt. Wie kam er nur am schnellsten hier fort? Der Schmied schien das nicht zu bemerken oder nicht zu wollen. Ruhig hämmerte er weiter. „Na, Andres, das muß aber eine ordentliche Laus gewesen sein, die dir über die Leber gelaufen ist," sagte er nur.„Wie ists denn, wann soll denn das Aufgebot stattfinden?" „Gott, das eilt doch nicht so!“ wehrte der Bauer ab. „Nanu, auf einmal? Bis jetzt war es boch anders!" sagte drohend der Schmied.„Ist dir wohl nicht mehr gut genug, oder- hast mal wieder was anderes auf dem Kieker?“ „Laß mich nur mit den ewigen Weibergeschichten Liebe, Rleider und Ranarienvögel Von ITIk BERTELSEN Als ich das letzte Mal Kapltän Andersen besuchte, Hede „Ach so, du meinst, sie — Christian? Wie mir scheint, bat andere, da soll sie nur froh sein, wenn sie mich krieat." „Prahl du man nicht so! Bist nicht der beste Bruder, mit deinen emigen Weibergeschichten. Und um meine Hebe sorge hu dich man nicht. Habe es nicht nötig, sie einem Manne an den Hals zu wer sen," versetzte der Schmied. Der Bauer sah ein, er war heute zu weit gegangen und mußte einlenken. Er war sich sa sowleso nicht im klaren, was er eigentlich wollte „Glaub's ist besser, ich geh heim!" ruhlg und setzte seinen Hut auf. „Hm, denke es auch, Bauer. Denn Adschüs.“ Der Bauer rückte schnell an seinem Hütl und war schnell hinaus. Mit Unsterem Gesicht stleg er auf selne Motorrad und fuhr heim. Zu Hause sollte ihm noch eine andere Ueberraschung blühen. Inzwischen war auf dem Hofe des Andresbauern eine große, hochgewachsene Frauenspersön erschle nen und hatte nach dem Bauern gefragt. Man hatte ihr Bescheid gesagt, daß der Bauer ins Dorf wäre. Gleichmütig hatte sie dazu genickt uno zu der alten Schwannern gesagt:„Gut, dann warte ich solange. Wo ist eure Stube? Die alte Schwannern war ja sonst ein Weibsbild. das den Mund auf dem rechten Fleck hatte. aber sie sah schon, mit der Frauensperson war nicht gut Kirschen essen, und hatte sie stillschweigend ins Zimmer geführt. „Kann aut lang dauern, bis der Bauer heimkommt!" hatte sie nur gelagt. „Macht nichts, ich warte!" hatte die andere gesagt. hatte ihre kurze leichte Jacke ausgezogen und der alten Schwannern hingehalten. „Dängt sie mir bitte auf! Leicht wird sie verdrückt vom Herumllegen.“ Bereltwilllast nahm die Alte die Jacke. Den Ton kannte sie von ihren früheren Herrschaften Wer weit, wer die war. „Hab aber keine Zeit, muh euch allein lassen!" sagte sie beim Hinausgehen. „Macht nichts, weiß schon, daß das Vieh nicht warten kann. Muß alles seine Ordnung haben." entgegnete die Fremde gleichgültig. Als die Alte das Zimmer verlassen hatte, sah sich das Mädchen um. Also das war seine Helmat Sie trat ans Fenster und sah sich den Hof an. Alles war blitzsauber. Die Ställe waren lang und hell, die Scheuer war auch ganz neu und sehr gron, und, wie es schlen, aut gefüllt. Ja, der Bauer Andres hatte es nicht nötig, sein Korn sofort zu verkausen. Der wartete ab, bis es teuer war. Ja, wenn der Bauer so sauber wäre wie seine Wirtschaft! dachte das Mädchen bitter. Sie war eine Bauerntochter aus dem nächsten Dorfe und galt als sehr stolz. Bel einer Bauernkirmes hatte sie ihn kennengelernt, dann war er mehrere Male zu ihr gekommen und sie hatten sich zueinander gesunden. Vier Wochen hatte sie schon auf ihn gewartet, daß er kommen solle, aber er ließ nichts von sich hören. Ehe sie den Eltern etwas sagte, machte sie sich selbst auf den Weg. um dem Manne zu sagen, was setzt seine Pflicht sei. Es kam ihr nicht in den Sinn, daß er sich etwa davon drücken könnte oder vielleicht schon eine andere haben könnte. Es war ganz gleich, Jetzt mußte er sie heiraten. Wie bitter war ihr der Weg geworden, aber sie mußte ihn gehen, um ihrem Kinde einen ehrlichen Namen zu geben. So in Gedanken hatte sie bereits zwei Stunden gewartet, bis der Bauer kam. Die alte Schwannern hatte ihn schon erwartet und lief ihm entgegen. „Bauer's ist Besuch gekommen! rief sie schon von weitem. „Besuch? Wüßt nicht, wer mich am Arbeitstag besuchen sollte!“ gab der Bauer minmutia zurück. War sicher irgend so ein Geschäftemacher! Na, den wollte er aber rasch hinausbefördern! „Wo ist er?“ fragte er darum nur knurrig. „In der Frau Mutter ihrer Stube!" sagte das alte Weiblein. „Dummes Weib, wer hat dir gesagt, daß du den da hineinführen sollft?" „Bauer,'s ist ein so schmuckes Mädel, da hab ich mir gedacht Der Bauer vergaß ganz zu antworten. Ein Mädel? Es war ihn auf einmal nicht mehr rätselhaft, wer der Besuch sein konnte. Er nahm sich nicht einmal Zeit, sein Motorrad in den Schuppen zu fahren. „Der Johann soll mein Rad wegbringen!“ sagte er kurz und ging nach dem Wohnhaus. Das Mädchen hatte den Mann schon kommen sehen und war vom Fenster weggetreten. Sehr erbaut würde er ja nicht sein, das konnte sie sich schon denken. Hochaufgerichtet stand sie am Tisch und sah dem Eintretenden entgegen. Keiner fand den Anfang. Mühsam kamen die Worte dann von des Mannes Lippen:„Margret, du?? Ja— was führt dich zu mir?" „Kannst du dir das nicht denken?" fragte das Mädchen. „Hab keine Ahnung," log der Mann, dem es warm wurde, denn die Augen des Mädchens hielten ihn fest im Bann. „Das weißt du nicht?“ lachte das Mädchen hohnvoll.„Soll ich dich an eine Schuld erinnern? Aber ich glaub gern, daß du dich nicht erinnern kannst, denn ich hab mir sagen lassen, daß du ein weites Herz hast!“ „Margret, du verkennst mich," sagte der Bauer ernst. „So, dann beweise mir, daß ich dich verkenne Als ich das letzte Mal Kapltän Andersen befüchte, erzählte er mir folgende Geschichte, die für sein späteres Leben große Bedeutung erhalten sollte: „Ich war einmal auf einem norwegischen Dampser als Matrose verheuert. Und eines Tages im Noten Meer stand ich am Steuer. Der Kapltän hatte seine Tochter Borghild mit. Sie saß in einem Liegestuhl dicht bei mir und las in einem Buch. Und ich war in sie verllebt. Ein Schwede, der Schiffsjunge und ich— wir waren die einzigen Weißen der zahlreichen Mannschaft. Der Rest bestand aus Ehlnesen. Die sah ich natürlich nicht als Rivalen an. Und der Schwede war verlobt, der Schiffssunge ein Grünschnabel. Aber der Steuermann und der Steward konnten Borghild auch gerne leiden, und sie hatten immerhin Stellungen, mit denen sie Eindruck machen konnten. An senem Tag, von dem ich erzählen will, hatten wir eine furchtbare Hitze Es war der reine Selbstmord. mit bloßen Füßen über Deck zu gehen, und man burkte es nicht wagen, an eine Eisenplatte zu sassen Mir wurde das Atmen schwer. Das Glitzern des Meeres tat den Augen weh. Ich stand und lah Vorabild an und ärgerte mich darüber, daß sie sich mehr für ihr Buch als für mich interessierte. Denn sie hatte mich sonst mit Blicken betrachtet, die ledes Mißverständnis ausschlossen. Ich ahnte auch, daß sie es war, dle hinter dem Angebot des Kapltäns stand, mir bei meinem Studlum zu helfen, damit ich bald auf die Steuermannschule konnte. In den letzten Tagen hatte sie sich jedoch mehr mit dem Steward unterhalten, als mir lieb war. Und ich saß aus dem Grunde weniger fleißig über melnen nautischen Büchern als bisher. Die Wärme machte natürlich dabet auch etwas aus. Nun kam der Steward in die Nähe— ganz zufällig— und Borahlld begann sofort, sich mit ihm zu unterhalten. Sie sprachen viel, ohne daß ich es verstehen konnte, was sie sagten, und sie hörten noch nicht auf. als ich am Ruder abgelöst wurde. Ich war eifersüchtig Wöhrend ich nach vorne ging, entdeckte ich eins von Borghilds weißen Kleidern, das zum Troaien hingehängt worden war. Dieses aufreizende Weiße ärgerte mich. Ich lah rot Und ich nahm das Kleld und tauchte es in einen Behälter mit roter Farbe. Niemand sah es Es war nicht ein welher Fleck am Kleid mehr, als ich es wieder aufhängte. Ich erwartete einen Krach wegen meines Streiches Aber das Kleid wurde abgenommen, und Vorgbild aing verschiedene Male an mir vorüber, als wäre nichts geschehen. Sie sprach sogar ein paar Worte mit mir erwähnte aber das Kleid gar nicht. Am nächsten Moraen kam Unruhe an Borb. Es war dies die Schuld des Schweden. Er konnte nämlich einen Kanariennogel nicht leiden den die Chinesen mit hatten Der lak in einem Bauer an Deck. Und hin und wieder stellten sie sich vor ihn hin und murmelten etwas, als wäre er ein Abaott, den sie anbeteten. Das aina dem Schweden auf die Nernen Und in der Nacht hatte er den Vogel aus dem Bauer genommen und einen fliegenden Fisch statt dessen hineln getan. Die Chineken wurden wie wahnsinnta, als sie es entdeckten. Sie saaten sie würden die Arbelt verweigern, bis sie den Vogel wieder hätten. Der Kanitän hielt ein Verbör ab, und der Schwede mußte bekennen und den Vogel wieder hergeben, den er zum Glück am Leben gelassen hatte. Aber damit war die Sache nicht belaelegt. Die Chinesen bielten mich für den Schuldigen, ich merkte das an allem. Und sie sannen bestimmt auf Nache. Ich erwartete sedoch keinen Ueberfall, so lange es heller Tag war. Aber als ich am Nachmittag auf Deck stand und einem uns begeanenden Dampfer nachsah, hörte ich hinter mir etwas rascheln. Ich wandte mich um— und konnte gerade noch meinen rechten Arm gegen ein blinkendes Messer heben. Ich stieß einen Schrei aus vor Zorn und Schmerz. Dann arlff ich nach dem Chinesen, ohne ihn zu fassen. Mehrere Chinèsen kamen noch dazu. Ihre Augen alitzerten unheimlich. Ich bereitete mich auf einen verzweifelten Kampf vor. Aber ehe die Chinesen sich auf mich stürzen konnten, kam Vorghild dazu. Sie stellte sich neben mich und musterte den ganzen Schwarm mit scharfem Blick. Und sie ließen sich wirklich erschrecken. Oder sie schämten sich. Einer nach dem anderen schlichen sie fort. Borghild zeigte auf meinen blutenden Arm: „Kommen Sie mit und lassen Sie sich verbinden.“ Ich folgte ihr Mit der Wendung, die die Sache naym. war ich durchaus einverstanden. Nun hatte ich vielleicht Gelegenheit, ihr etwas von dem zu sagen, was ich schon lange mit mir herumtrug. Das erste, was ich sah, als ich in ihre Kabine kam, war das rotgefärbte Kleid, das an der Seite hing. Sie ergriff sofort eine Schere und schnitt ein Stück davon ab. Und nachdem sie erst Watte auf meine Wunde gelegt hatte, wickelte sie den roten Streifen darum. „Ich habe leider nichts Besseres", sagte sie.„So werde ich in Zukunft alle meine Kleider färben, dann sind sie haltbarer!“ Ich stand und wand mich, nicht vor Schmerz, sondern vor Scham. Ich wollte eine Entschuldigung murmeln. Aber sie schob mich zur Tür und sagte: Wir können weitersprechen, wenn Sie auf der Steuermannschule gewesen sind.“ Und ich ging mit festen Schritten zu meiner Kose und holte meine Lehrbücher hervor. Ja„so begann es zwischen ihr und mir. Sie ist mir eine gute Frau geworden, die Borghild. Es ist nicht immer aules zwischen uns glatt gegangen. Du verstehst wohl— eine Frau, die einen Schwarm Chinesen zähmen kann, und ein Mann, der sich nicht zähmen läßt... Aber lieber sich auf dem kühlen nordischen Meer ordentlich durchrütteln lassen, als in dem unleidlichen Roten Meer braten!" und sage mir, wann wir Hochzeit machen wollen! forderte ihn das Mädchen auf. „Höchzeit? Aber Margret, wer spricht denn da von?" sagte der Mann scheinheilig.„Ich habheute erst meiner... Braut gesagt, daß ich nich so rasch heiraten will!“ Unwillkürlich wich er bis zur Tür zurück, als e jetzt in des Mädchens bleiches Gesicht sah. Doch dann konnte er nicht weiter. fragte Margret mit un terdrückter Stimme.„Wie lange schon?" (Fortsetzung folgt.) Das KdF.=Schiff„Robert Ley“ ist das größte dieselelektrische Schiff der Welt. Das neue KdF.=Schiff„Robert Ley“, das gegenwärtig seine Werkstättenfahrt durchführt, besitzt keine Dampfkessel, sondern sechs Generatoren(Stromerzeuger), von denen in beiden Hauptmaschinenräumen je drei stehen. Jeder wird von einem Dieselmotor angetrieben und liefert seinen Strom an zwei am Heck des Sch ffes befindliche Elektromotoren(unser Bild), die die Schrauben drehen. Diese Art des Antriebes hat zahlreiche Vorzüge, unter anderem den des besonders leichten Manövrierens und des Verzichts auf die sonst übliche, einen großen Teil des Schiffes durchlanfende, riesige Schraubenwelle, da die Motoren nur durch eine ganz kurze Welle, die die Schiffswand durchdringt, mit den Propellern gekuppelt sind. Die Dieselmotoren laufen ständig weiter, und nur die Schraubenmotoren werden auf„Vorwärts“ oder„Rückwärts“ umgeschaltet. Die gesamten elektrischen Anlagen wurden von der Siemens=Schuckert=Werken hergestellt. (Scherl=Bilderdienst.) 174 Italiener starben den Fliegerkod Gesamterfolg der italienischen Legionärsflieger in Spanien.— 900 Abschüsse. Zu der Mitteilung über die Verluste italienischer Flugzeuge in Spanien, die sich auf insgesamt 88 Flugzeuge beliefen, wird weiter bekanntgegeben, daß bis zum 22. März insgesamt 59 Offiziere, 57 Unteroffiziere und 58 Mannschaften der italienischen Luftwaffe in Spanien gefallen sind. Die italienischen Legionärsflieger haben laut einer amtlichen Verlautbarung bis zum 22. März insgesamt 900 feindliche Flugzeuge, zwei Luftschiffe und einen Beobachtungsflugapparat abgeschossen. Für die die Wettbewerbe im motorlosen Flug, zum erstenmal bei den Olympischen Spielen 1940 in Helsinki durchgeführt werden, fliegen die Teilnehmer das deutsche Leistungs=Segelflugzeng DFS=Olympia „Meise". Dieser Einheitstyp, der von dem Leiter der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug. Hans Jacobs, entwickelt wurde, und dessen Baupläne das Reich für die Olympischen Wettbewerbe den anderen Ländern kostenlos zur Verfügung stellte, besitzt sogenannte Sturzflugbremsen. die von dem Piloten antomatisch aus den Tragflächen nach oben herausgeklappt werden können(unser Bild). Außer bei Sturzflügen bewähren sich die Bremsen jedoch auch als wirksame Hilfe bei Landungen auf engem Gelände.(Scherl=Bilderd.) Volksschädling wandert ins Verbrechen gegen das keimende Leben Kleve. Das Klever Schwurgericht verurteilte einen Heilpraktiker aus Duisburg wegen gewerbsmäßiger Abtreibung in mehreren Fällen zu zwei Jahren sechs Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf JahLob und Anerkennung Vorbildlicher Einsatz eines Knappen Wanne=Eickel. Der Hauer Fritz Ratten aus Wanne=Eickel verhinderte durch seinen entschlossenen Einsatz trotz Lebensgefahr die Ausdehnung eines Grubenbrandes im Grubenbetrieb der Zeche Pluto. Im Bereich der Richtstrecke der beiden Schachtanlagen Thies und Wilhelm stellte er einen Brandherd fest. Sofort griff er ein und beseitigte das glimmende Feuer. Diese vorbildliche Tat wiegt um so mehr, als die Möglichkeit der Ausdehnung des Grubenbrandes gerade an der fraglichen Stelle sehr gegeben war. Die Grubenverewaltung zollte dem wackeren Bergmann auch durch einen öffentlichen Anschlag Lob und Anerkennuna. Eröffnung einer Reichsfachschule Wuppertal. Am 3. April findet die feierliche Eröffnung der Reichsfachschule des Eisenwaren= und Hausratshandels in Wuppertal=Elberfeld statt. Um allen interessierten Kreisen der Wirtschaft die persönliche Kenntnis der Reichsfachschule zu vermitteln, finden außerdem Führungen durch die Reichsfachschule am 12., 19. und 26. April statt. 36 947 Erbhöfe in Westfalen Münster. Nachdem die burch Reichserbhofgesetz zu Erbhöfen gewordenen landwirtschaftlichen Betriebe nunmehr im allgemeinen festgestellt und in die Erbhöferolle eingetragen sind, ergibt sich. daß in der Provinz Westfalen insgesamt 36 947 Erbhöfe vorhanden sind. Was die Größe der Erbhöfe betrifft, so haben in Westfalen 19125 eine Fläche von 75 bis 20 ha, während 19 436 einen Umfang von 20 bis 125 ha aufweisen. Für 9000 nm Pelze gestohlen Die Täter noch unbekannt Köln. Noch unbekannte Verbrecher brachen in ein Pelzwarengeschäft in der Gladbacher Straße in Köln ein. Ihnen fielen Silberuchs=, Persianer=, Fohlen= und Hermelinselle im Verte von rund 9000 RM. in die Hände. Jugendverbrecher unschädlich gemacht Düsseldorf. Die Jugendschutzkammer verureilte den 40jährigen Theodor Robert, der nach em Gutachten eines medizinischen Sachverstänigen ein schwachsinniger Mensch im Sinne des § 51 Abs. 2 ist, wegen Verbrechens, begangen an elf Knaben unter vierzehn Jahren, zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde seine Ueberweisung in eine Heil= und Pflegeanstalt und die Entmannung angeordnet. Von wildgewordener Kuh totgetreten Kröv(Mosel). Ein junger Mann, der in den frühen Morgenstunden in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Füttern der Kühe beschäftigt war, wurde von einer plötzlich wildgewordenen Kuh so wuchtia getreten, daß er zusammenbrach. Er hatte schwere innere Verletzungen erlitten, die den sofortigen Tod herbeiführten. Schweres Lawinennnglück in den französischen Pyrenäen. Bei dem Dorf Bareges in den Hochpyrenäen ereignete sich ein schweres Lawinenunglück, dem 23 Menschenleben zum Opfer fielen.— Eine Gruppe freiwilliger Retter versucht, aus den Schneemassen die Opfer zu bergen.(Weltbild.) 4000 Familienväter mit insgesamt 25 000 Angehörigen, die die kürzliche Einladung der italienischen Regierung zur Rückkehr in die Heimat angenommen haben, begannen jetzt mit den Verschiffungen ihrer Familien und ihrer Habe. Die erste ruppe dieser Italiener, die in der Mehrzahl von den französischen Behörden wegen ihrer nationalen Haltung entlassen wurden, traf jetzt, wie unser Bild berichtet, in Neavel ein, wo sie zur Stunde ihrer Landung Gelegenheit hatten, die große Rede des Duce zu hören.(Scherl=Bilderdienst.) Den Amerikanern bleibt auch nichts erspart! Während Roosevelt über die antoritären Staaten Zeter und Mordio schreit, mußte der Spionage=Abwehrdieust der amerikanischen Kriegsmarine feststellen, daß Mitglieder des sowjetrussischen Reise- und Verkehrsbüros eine ausgedehnte Spionage betrieben. Man nahm mehrere Verhaftungen vor, die mit einer Ausnahme alle zu langjährigen Verurteilungen führten Das geschah im„freiesten Lande der Welt". also dürsten die sowjetrussischen Gäste reichlich viel auf dem Kerbholz gehabt haben. Unser Bild zeigt den verhafteten Sowjetrussen Michael Gorin, der nach der Verurteilung gesesselt abgeführt wird.(Associated Preß.) Rumänisches Schulschiff in Hamburg in Dienst gestellt. In feierlicher Form fand die Uebernahme des bei Blohm& Voß in Hamburg gebauten Segelschulschiffes„Mircea“ der Kgl. rumänischen Flotte statt. Der feierliche Augenblick der Flaggenhissung.(Weltbild.) ren. Der Staatsanwalt hatte eine Zuchthausstrafe von drei Jahren und drei Monaten beantragt. Wie die Beweisaufnahme ergab, hatte der Angeklagte in mehreren Fällen bei Frauen einen Eingriff vorgenommen und sich seine verbrecherische Tätigkeit auch noch von Krankenkassen unter falschen Angaben bezahlen lassen. Zur Ausschmückung der Reichshauptstadt für den Führer=Geburtstag werden an der Ost=West=Achse große Pylonen aufgestellt, die von riesigen Hoheitszeichen geschmückt sind. Ueber dem Adler sieht man die Feuerschale.(Presse=Hoffmann.) wind Seit den daden zu bersellen... Gartenspaten 1 mit Stlel.1, Blumenschaufel Friedhofsgerät Grassichel 26.5 40.3 60.9 Gartenrechenge 10 runde Zinken 2U9 Wegereiniger. 603 Handkultivierer. 95.9 Kulturspaten. 30 25. Handhacke 3 runde Zinken ZU.9 Dunggabel, 3 Zinken 68.5 Ziehhacke.... 9 Häuter...... 1,75 Rosenschere 71 starke Feder.. 10.3 Kultivator... 1.65 Kartoffelhacke.. 50.9 Biatthacns.... 50.9 Setzholz oder n1 Pflänzer m. Querh. LU.§ Friedhofsgießkanne 1,25 Blumengleßkanne 58.9 Gartengleßkanne 1,35 Hecken n1 schere gr. 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Abs. 1 in Verbindung mit§ 86, Abl. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. 1. 1935(RGBl. 1, S. 49) wird für das Rechnungsjahr 1938 folgende Nachtragshaushaltssatzung bekanntgemacht: l. Einziger Paragraph. Der 2. Nachtragshaushaltsplan zum ordentlichen Haushaltsplan wird in den Einnahmen auf 940 000,.— RM(gegenüber 46 886 153,— RM Einnahmen im ordentlichen Haushaltsplan u. 1. Nachtragshaushaltsp'an) in den Ausgaben auf 940 000.— RM(gegenüber 46 886 153.— RM Ausgaben im ordentlichen Haushaltsplan und 1. Nachtragshaushaltsplan) festgesetzt. Bochum, den 17. März 1939. Der Oberbürgermeister Dr. Piclum II. Der Regierungspräsident zu Arnsberg hat gegen die Nachtragshaushaltssatzung keine Bedenken erhoben.(Ver ügung vom 24. 3. 39, Nr. I, K. J. 615). III. Der Nachtragshaushaltsplan liegt gemäh 2 00 qat« in m.bindung mit§ 86, Abs. 2 der Deutschen 30. März bis zum 5, April 1939 im Ra Obergeschoß), öffentlich aus. Bochum, den 20. März 1939. Der Oberbürgermeister Dr. Piclum gemäß§ 88. Abs. 1 in Ver chen Gemeindeordnung vom Rathaus, Zimmer 210(2. Wie kann ich meinen Umsatz zum Wachsen bringen: Durch Anzeigen natürlich, dawird'e Dir schon gelingen T e 2n Bally-Schuhe eingetrotten PIANOS Bechstein, Blüthner Grotrian- Steinwen Steinway Feurich und andere Markenfabrikate in allen Preislaen Kauf— Miete— Tausch zu günstigen Bedingungen Einige gebr. u. a. elüthner, Bechstein, Feurich, Ibach preiswert Teilzahlung Lieferung frei Haus Langjährig.Garantie Große Auswahl Angebote vom Pianohaus MARKS Sochum, Kaiser-Wilhelm-Straße Statt Karten Ihre Vermählung gebenbekannf: EDUARD KREMIN EMMYKREMIN geb. Kohlschein Essen-Sfeele, Joseph-Bolsmard-Weg 4a den 29. März 1939 Schon Tage deckt der Todesschleier Dir santt dein liebes Angesicht. Du Vielgeliebter bleibst uns teuer Bis einst auch unser Auge bricht. Doch müssen wir es still ertragen Der Liebe Tränen fließen fort, Bis einst nac 1 dlesen Lebenstagen Wir wiedersehn dich ewig dort. Das liebe, gute Vaterherz schlägt nicht mehr. Der Herr über Leben und Tod nahm am Montagnachmittag 4 Unr meinen innigst, geliebten Mann, unsern herzensguten Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, den Zechenbeamten i. R. Wilh. Rölleke im Alter von 70 Jahren zu sich in die Ewigkeit. Er starb nach einem arbeitsreichen Leben, in steter Sorge für seine Lieben, infolge eines schmerzvollen, mit trommer Geduld ertragenem Leidens, versehen mit den Heilsmitteln unser heiligen katholischen Kirche. Dies zeigen in tieter Trauer an: Die trauernden Hinterbliebenen. Blankenstein-R., Warstein, Hüsten, Oelde, Dahlhausen, Essen, den 27. März 1939. Die Eeerdigung ist am Donnerstag, dem 30. März 1939, um 16.30 Uhr. vom Sterbehause, Adolt-Hitler-Str. 2, aus.— Das teierliche Seelenamt findet am Freitag, dem 31. März, 7.10 Unr statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Für die mir erwiesene innige Teilnahme zu dem unersetzlichen Verlust meines lieben, einzigen Sohnes, der mir durch einen allzufrünen Tod entrissen worden ist, danke ich herzlich Wwe. Maria Stock geb. Kemper Essen-Steele, im März 1939. Erstklassig— billig— sofort Schuh-Reparaturen Schuhhaus Drenhaus, Hattingen Voranzeige! Sonntag, den 2. April 1939, Heiterer Abend mit LEOSANDER Jägerhaus Bredenscheid Besitzer: W. Kistner Zum Feierabend ins W. Lingk, Hattingen Sängervereinigung Bochum e. V. Mitglied tes Deutschen Sängerbundee, Gau 8 Weetfalen Leitung: Musikdirektor Albert Lamberts, Dortmund * am Sonntag, dem St 2. April, nachmittags 5 Uhr im Schützenholsaal Mitwirkende: PAUL ERLINGHAUSER 1. Tenor am Opernhaus der Stadt Essen Chöre und Volksl eder von A. de la Ha'e, Rob. Schumann,. Thelen, M. Neumann, F. S Icher, O. Wohlgemuth, K. Abe usw. u.».„Der Feuerrelter“ von M. Neumann,„Der graue Berj" von A. Thelen. Konzertllügel wird vom Pianohaus J. Marks, Boch. gestellt. Eintrittspreise:„umer.er er Sperrsitz 2.— RM., Saalplatz 1.— RM. Für Mi glieder: Reservierter Saa platz z Kärten frel gegen Vorzeigung des Jahresbuches 1939. Vorverkauf beim Verkehrsverein und im Zigarrennaus J. Klöpper An unsere Aktiven. Heute abend OENERALPROBE Bochumer Hol Neue mod. versenkb. nur 130 RM. Gebr. in all. Preisen. W. Langohr. Bochum, Humboldstraße 56, Nähe Hbf. Reparat. aller Fabrik. Handelsreaister Amtsgericht Hattingen Erloschen: B 181. Firma Ruhrtaler Bank Aktiengesellschaft in Sprockhövel: Gelöscht am 22. März 1939. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckuna soll am 23. Mai 1939, vormittags 10 Uhr, an der Ge richtsstelle in Hattingen. ViktorLutze=Straße 9. Zimmer 19. die in Hattingen. Steinhaaen 20 u. 22 belegene Besitzung(großes Wohnund Geschäftshaus, früher Kaufhaus) des Kaufmanns Josef Urias früher in Hattingen versteigert werden. Die Besitzung ist 6,46 a groß. Der jährliche Nutzungswert der Wohnräume beträgt 920 RM.. der gewerblichen Räume 8144 RM. Der Jahresbetrag der Gehäudesteuer beträgt 192.40 RM. Der Einheitswert zum 1. 1. 1935 beträgt 57000 RM. Es wird darauf hingewiesen, daß jeder Bieter bei Vermeidung der Zurückweisung seines Gebots gemäß§§ 8 Abs. 4, 16 der Verordnung über den Einsatz jüdischen Vermögens vom 3. 12. 1938 (RGBl. 1 S. 1709) im Besitze der Genehmigung des Regierungspräsidenten in Arnsberg sein muß Hattingen, den 23. März 1939. Das Amtsgericht. In Hattingen baldmöglichst 3. od. 4-Zimmerwohnung möglichst mit Bad gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 1981 an die Geschäftsstelle ds. Zta. in Hattingen erbeten Tüchtiges, selbständiges Müdchen für halbe oder ¾ Tage in Haushalt(Blankenstein) zum 15. April gesucht. Zu erfragen in der Geschäftsst. d. Ztg. in Hattingen. 2414 Modern eingerichtete Bäcker= u. 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