Es Ceodeet in Fraulreich Generalstreikplan der Bonzen Ausdehnung der Streikwelle— Marxistisch-kommunistische kundgebung in Paris verboten Paris, 24. November. Der stellv. Sekretär des marxistischen Gewerkschaftsverbandes, Frachon, erklärte auf einer Kundgebung in Ronen, daß der Generalstreik, der vom Verwaltungsausschuß des Gewerkschaftsverbandes beschlossen worden sei, und dessen genauer Zeitpunkt am Freitag festgesetzt werde, an Ausdehnung alles übertreffen werde, was man gesehen habe. Er werde sich auf sämtliche Wirtschaftszweige erstrecken und auch die Beamten würden daran teilnehmen. Inzwischen hat die Regierung eine Kundgebung der Kommunisten und Sozialdemokraten verboten, die am Samstag im Pariser Östen stattfinden soll. Eif besetzte Fabriken geräumt Die Streikbewegung im Bezirk von Valenciennes Laut Mitteilung der Präfektur Lille konnten im Laufe des Mittwochnachmittags von den etwa 40 besetzten Fabriken in Valenciennes nur elf geraumt werden. Zu Zwischenfällen ist es hierbei nicht gekommen. In einigen Fabriken konnte unter Polizeischutz die Arbeit aufrechterhalten werden. Die Streikenden haben auf entfernt liegenden Zugangsstraßen Streikposten aufgestellt. In der Metallindustrie von Valenciennes und Umgebung hat die Streikbewegung zur Stillegung aller Fabriken geführt. An den Hochöfen verblieben jedoch zunächst die notwendigen Bedienungsmannschaften. Am Mittwochabend kam es nach Arbeitsschluß in den Renault=Werken im Vorort Villancourt zu Kundgebungen von etwa 300 Arbeitern, die aber ohne Zwischenfälle zerstreut werden konnten. In den Lafly=Werken in Asnières wurden Streikhetzer von der Polizei aus den Fabrikräumen entfernt. Marxistische hetzer am Werk Polizei räumt die von den Streikenden besetzten Arbeitsräume Paris, 24. November. Die bereits vom französischen Gewerkschaftspapst Jouhaux angekündigte Streikwelle nimmt immer größere Ausmaße an. Am Mittwoch sind die Belegschaften sämtlicher Metallwerke von Valenciennes in den Ausstand getreten und haben die Arbeitsräumlichkeiten besetzt. Die Zahl der Streikenden in dieser Stadt wird gegenwärtig auf 17000 geschätzt. In einem großen Werk in Dünkirchen ebenso wie übrigens auch in verschiedenen kleineren Unternehmen in Frankreich hatte die aus 800 Arbeitern bestehende Belegschaft am Mittwochmorgen um 9 Uhr wie immer die Arbeit aufgenommen. Die marxistischen Streikhetzer beredeten die Belegschaft jedoch so lange, bis diese vollzählig die Arbeit niederlegte, die Arbeitsräumlichkeiten besetzte und die Eingangstore unter Bewachung von Streikposten stellte. In verschiedenen größeren Werken des französischen. Nordostens, deren Belegschaften ebenfalls in den Ausstand getreten sind, haben die Behörden gemäß den Anweisungen der Regierung an die Präfekten bereits am Dienstagnachmittag mit der Räumung der besetzten Arbeitsräumlichkeiten begonnen. Zu Zwischenfällen ist es bisher nicht gekommen. Man hofft, daß die Räumungsaktion noch im Laufé des heutigen Tages beendet werden kann. Am Mittwochnachmittag erfuhr man, daß allein in der Gegend von Valenciennes 40 Werke besetzt waren, in denen rund 26000 Arbeiter angestellt sind. Je Kopf fast 23 0oo nm Vermögen Das sind die„armen Inden in Essen! Essen, den 24. November. Mit den Vermögensverhältnissen der Juden in Essen beschäftigt sich die„Essener NationalZeitung" in ihrer Donnerstag=Ausgabe und kommt zu der Feststellung, daß die Essener Juden laut ihren eigenen Angaben, die sie bei den Finanzämtern machten, in Essen ein Vermögen besitzen, das nach Abzug der Schulden die„Kleinigkeit" von 68 848779 RM. beträgt! Allein der jüdische Anteil an Essener Grund und Boden, also an unserer deutschen Heimaterde und an Gebäuden stellt einen Wert von 22474 328 RM. dar. Da es in Essen heute noch rund 3000 Juden einschl. Kindern gibt, entfällt also auf den Kopf eines jeden Inden ein Vermögen von 22 916 RM. Guerillakrieg in China Erfolgreiche Operationen der Japauer Tokio, den 24. November. Das Kriegsministerium gab gestern abend ein Kommunigé heraus, aus dem hervorgeht, daß die japanischen Operationen gegen die chinesischen Guerillabanden im Süden der Provinz Schansi mit außerordentlichem Erfolg fortschreiten. Die fliehenden Chinesen ließen 550 Tote zurück. Die Japaner machten 105 Gefangene; ihre Beute bestand aus einem schweren Maschinengewehr, sechs leichten Maschinengewehren, 16 Gewehren, 580 Handgranaten, 65 Pferden und einer großen Menge Gewehrmunition. Die Japaner hatten sieben Verwundete, darunter zwei Schwerverletzte. Eine japanische Kavallerieabteilung griff, zusammen mit den japanischen Garnisontruppen von Lintsin, am 17. November 600 Chinesen an, die 130 Tote verloren. Hier eroberten die Japaner ein Maschinengewehr und 100 Gewehre; sie hatten dabei keine Verletzte. Amerika erwägt Ansiedlung jüdischer Emigranten in Alaska Vor der gestrigen Pressekonferenz machte Innenminister Ickes die sensationelle Mitteilung, daß man in amerikanischen Regierungskreisen im Augenblick tatsächlich die Möglichkeit erwäge, die immer größer werdenden Scharen der nach Amerika strömenden jüdischen Emigranten in Alaska ständige Wohnsitze anzuweisen. Chamberlain und halifax in Paris Ankunft der englischen Minister auf französischem Boden Paris, 24. November. Ministerpräsident Chamberlain und Lord Halifax sind um 14.30 Uhr, von Dover kommend, in Calais eingetroffen. Schon eine Viertelstunde später verließen sie Calais mit dem Pariser Expreßzug. Ein Zwischenfall ereignete sich einige Augenblicke, nachdem der Zug den Bahnhof verlassen hatte. Eine Reisende zog die Notbremse und erklärte, sie hätte irrtümlicherweise einen falschen Zug genommen. Der Expreßzug fuhr sodann mit einer geringen Verspätung weiter. Die Ankunft in Paris Ministerpräsident Chamberlain und Außenminister Lord Halifax sind mit ihren Damen am Mittwoch um 17.44 Uhr in Paris eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof von Ministerpräsident Daladier, Außenminister Bonnet, dem englischen Botschafter in Paris und dem französischen Botschafter in London sowie von einem Vertreter des Präsidenten der Republik und Mitgliedern des französischen Außenministeriums empfangen. Die englischen Minister begaben sich, von lebhaften Beifallskundgebungen der Pariser Bevölkerung begrüßt, vom Bahnhof in die englische Botschaft, wo sie abgestiegen sind. Die offiziellen Besprechungen zwischen den französischen und den englischen Ministern werden heute vormittag um 10 Uhr im Außenministerium aufgenommen. Um 12.30 Uhr werden sie unterbrochen, da die Minister einer Einladung des französischen Staatspräsidenten zum Frühstück nachkommen werden Von 15 Uhr bis 17.30 Uhr werden die Besprechungen fortgesetzt. Im Anschluß an einen Empfang durch das Stadtoberhauvt im Pariser Rathaus findet um 18.30 Uhr ein Presseempfang durch die englischen und französischen Minister statt. Japonische Offensive in Südchina Angriff über die Kanton=Hankau=Bahn vorgetragen Schanghai, den 24. November. In Südchina gingen die Japaner zu einer neuen Offensive über, um das bisher besetzte Gebiet zu erweitern. Der Angriff begann bei Fahsien, 40 Kilometer nördlich von Kanton, und wurde über die Kanton=Hankau=Bahn vocgetragen. Die japanischen Truppen nähern sich der Stadt Tsing=Yun, 70 Kilometer nordwestlich von Kanton, nachdem die chinesischen Stellungen in der Nähe der Eisenbahnlinie durchbrochen waren und eine Division der Chinesen geschlagen worden war. Schwerer Sturm über England Bisher fünf Todesopfer— Küstendampfer gestrandet London, den 24. November. Ueber England fegt ein Sturm dahin, wie man ihn seit langem nicht mehr gekannt hat. Bisher hat das Unwetter fünf Todesopfer gefordert. In Cardiff ist eine große Ausstellungshalle eingestürzt, in der 20 Arbeiter beschäftigt waren. Einer von ihnen wurde auf der Stelle getötet, mehrere verletzt. In der Ortschaft Strout in der Grafschaft Gloucester hat der Sturm das Dachwerk eines Geschäftshauses herabgerissen. Zwei auf der Straße stehende Personen wurden von den herabfallenden Ziegeln erschlagen. Auch in Taunton wurden zwei Arbeiter von einer einstürzenden Mauer getötet. Die telefonischen Verbindungen zwischen London und Irland sind völlig unterbrochen. Die aus Amerika zurückkehrende„Queen Mary“ liegt vor dem Hafen von Plymouth; sie kann infolge des hohen Seeganges nicht in den Hafen hineinfahren. Ein größerer Küstendampfer ist gestrandet. Die Mannschaft konnte bisher noch nicht gerettet werden. Weitere Opfer des Sturmes London, 24. November. Bei dem schweren Sturm, der gestern über den britischen Inseln tobte, sind insgesamt 13 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Todesfälle wurden durch einstürzende Dächer und fallende Bäume herbeigeführt. An mehreren Stellen des Landes wurden Ortschaften und Landstraßen überschwemmt. ßurzer Prozeß Unsere Jugendführer in Japan. Auf japanische Weise erweisen die HI.=Führer bei einem Tempelbesuch in Nikko den Gefallenen ihre Ehrenbezeugung.(Presse=Hoffmann.) Der Chauffeur=Mörder hingerichtet Berlin. 24. November. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Heute ist der am 20. Mai 1919 in Erfurt geborene Haus Hahn hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Berlin gestern wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Hahn hat am 12. Oktober 1938 den Kraftdroschkenfahrer Tanbel in heimtückischer und brutaler Weise erschossen, um ihn zu berauben. Durch die Vollstreckung des Todesurteils hat ein grauenhaftes Verbrechen, das in der Oeffentlichkeit größtes Aufsehen und berechtigte Empörung hervorgerufen hat, binnen kürzester Zeit seine gerechte Sühne gefunden. Besonders bemerkenswert ist die schnelle Durchführung des Verfahrens durch die Justizbehörden. Der Mörder ist dem Richter am 19. November gegenüber gestellt worden. Bereits am 23. November fand die Hauptverhandlung statt, der am 24. November früh die Vollstreckung folgte. Folgen eines Wolkenbruchs Eisenbahnunglück in Italien.— 12 Tote, 11 Verletzte. Rom, den 24. November. Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich auf der norditalienischen Nebenstrecke Udine—Cividale. Infolge eines Wolkenbruches gab ein Brückenpfeiler über dem Hochwasser führenden Fluß Torre nach und riß einen die Brücke gerade passierenden Zug in die Tiefe. Aus dem Fluß wurden die Leichen von 11 Fahrgästen geborgen. Auch der Schaffner des Zuges fiel dem Unglück zum Opfer. Einer der bei den Aufräumungsarbeiten beschaftigten Soldaten kam ebenfalls ums Leben. Explosionsunglück in Genua 4 Tote, 10 Verletzte Mailand, 24. November. In einem Lagerraum für Südfrüchte in Genna ereignete sich eine schwere Explosion. Sie forderte vier Tote und zehn Verletzte. Die Explosion entstand, wie man annimmt, durch ausgeströmtes Gas, das sich beim Heizen des Raumes entzündete. Die Mauern und die Decke des Lagers stürzten ein. Unter den Verletzten befinden sich mehrere Fußgänger, die im Augenblick der Explosion an dem Lagerraum vorbeigegangen waren. Neinat an Mittaa Hattinger Zeitung Anzeigenpreis: Für 1 mm Höhe und 22 mm Breite 5 Pfg. Für Anzeigen im Textteil 1 mm Höhe und 75 mm Breite 20 Pfg. Ermäßigte Grundpreise und Nachlässe lt. Preisliste Nr. 4. Anzeigenaufträge werden nur zu den„Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ angenommen und in„Die Heimat am Mittag“ Ausgabe A veröffentlicht. Schluß der Anzeigenannahme morgens 10 Uhr für die am gleichen Tage erscheinende Ausgabe. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmter Stelle wird keine Gewähr übernommen. iftleitung ystscheckkonto: *geöffnet. Bezugspreis: Durch Boten frei Haus halbmonatlich 1,08 RM., für Abholer halbmonatlich 0,95 RM. Verlagsleiter Rudolf Hundt Hauptschriftleiter: Dr. Rudolf Hundt(verreist): Stellv.: Hans Hollender; verantw. für Politik u. Handel: i. V. Hans Hollender: Sport, Westdeutschland, Kunst und Kultur: Hans Hollender; Lokales: Erich Schmidt: Unterhaltung: Hans=Ludolf Flügge, Langenbere übrige Hattingen=Ruhr; Briefkasten: Fritz W. Deger, E.=Steele. Verantwortlicher Anzeigenleiter: Hermann Büscher, Hattingen=R. Druck und Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Hattingen=Ruhr. Drahtanschrift: Kreisblatt Hattingenruhr. Für die Aufbewahrung aller der Schriftleitung unverlangt eingesandten Beiträge kann keine Gewähr übernommen werden.„Die Heimat am Mittag“ D.=A für Ausgaben Hattinger Zeitung, Bochumer Tageblatt und Tageblatt für Essen=Steele=Kray=Ueberruhr=Kupferdreh X. über 11800 Ausgabe A 90. Jahrgang Kreisblatt für den Ennepe=Ruhrkreis Die große Heimatzeitung in Stadt und Kreis Nummer 275 Donnerstag, 24. November 1938 Judengesetze auch in Danzig Nach dem deutschen Vorbild— Schutz auch des artverwandten Blutes Danzig, den 24. November. In der Ausgabe des Danziger Gesetzblattes vom 28. November' 1938 ist eine Verordnung des Senats zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre veröffentlicht. Die bedeutsame Rechtsverordnung bezweckt, wie das deutsche Vorbild und die unter dem Namen„Nürnberger Gesetze" bekannten gesetzlichen Bestimmungen, die Reinerhaltung des deutschen und des ihm artverwandten Blutes und die Ausmerzung des jüdischen Einschlages. Der Senat hat damit der dringlichen und natürlichen Forderung der Danziger Bevölkerung entsprochen, die weitestgehende Rechts einheit mit dem deutschen Mutterlande und ganz besonders auf dem Gebiete der Rassengesetz gebung verlangt. Die Verordnung enthält dem gemäß zunächst Bestimmungen— und zwar erschöpfend und allgemein gültig— darüber, wer Jude ist, wer jüdischer Mischling ist und wer von den jüdischen Mischlingen als Jude gilt Nach der Verordnung ist verboten die Eheschließung zwischen Juden einerseits und Staats angehörigen deutschen oder artverwandten Blutes und staatsangehörigen jüdischen Mischlingen, die nur einen volljüdischen Großelternteil haben, andererseits. Die trotz dieses Verbotes geschlossenen Ehen sind nichtig, auch wenn sie zur Umgehung im Auslande geschlossen sind. Zuchthausstrafe bei Zuwiderhandlung sichert die Beachtung des Verbotes. Nach der Verordnung sind unerwünschte Ehen zwischen staatsangehörigen deutschen Mischlingen, die zwei volljüdische Großeltern haben und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes. Die Verordnung gewährt den Schutz, wie ihr Wortlaut heißt, nicht nur dem deutschen, sondern auch dem artverwandten und somit auch dem polnischen Blute. Die Belange der Danziger Staatsangehörigen polnischer Nationalität sind daher im vollen Umfange gewahrt. Insbrucker Geiselmord-Prozeß Dritter Verhandlungstag— Vernehmung der Witwe des ermordeten Hauptmannes Honomichl Innsbruck, den 24. November. Der dritte Verhandlungstag im Prozeß gegen die Mörder des Hauptmannes Honomichl begann mit der Zeugenvernehmung der Witwe des Ermordeten, Louise Honomichl. Die Zeugin schilderte unter größter Anteilnahme der Zuhörerschaft, wie sie in der Nacht zum 26. Juli vergeblich bis zum Morgen auf ihren Mann wartete und am Vormittag darauf von einer Frau auf der Straße die erste Mitteilung über das furchibare Schicksal ihres Mannes erhielt. Als sie sich hierauf in begreiflicher Aufregung an verschiedene Amtsstellen mit der Bitte um Auskunft über den Verbleib ihres Mannes wandte, wurde avgewiesen, und als sie sich zum damaligen Polizeidirektor begab, erklärte ihr dieser, daß sie ihren Mann im Pathologischen Institut der Universitätsklinik finden könnte. Nach dem Begräbnis ihres Mannes, das unter schärfster Bewachung durch Heimatwehr und Kriminalpolizei stattfand, wurde Frau Honomichl auf Veranlassung des Angeklagten Martin sofort verhaftet und dem Polizeidirektor vorgeführt. In Gegenwart des letzteren beteuerte Martin, daß er mit dem Mord an Honomichl nichts zu tun habe. Frau Honomichl nahm diese Unschuldsbeteuerung vorerst zur Kenntnis, später aber verstärkte sich ihr Verdacht gegen Martins Mittäterschaft. Die Zeugin berichtete hierauf von einem gelegentlichen Zusammentreffen mit dem Angeklagten Tomaschek auf einer Straße, wobei der Mörder ihres Mannes ihr nachgerufen habe: „Mit Dir werde ich auch noch einmal abrechnen, Du Luder!“ Nach der Vernehmung dieser Zeugin begab sich der Gerichtshof zum Lokalaugenschein an den Tatort in die ehemalige Heimwehrkaserne. Der Mittwochnachmittag war mit der Lesung von Aktenstücken ausgefüllt. Die Zeugenvernehmung wird heute fortgesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich am Sonnabend gefällt. sie überall schließlich Kulturelle Ergänzung der politischen Achse Unterzeichnung eines umfassenden deutsch-italienischen Kulturabkommens in Rom Rom, den 24, November. Der italienische Außenminister Graf Ciano und der deutsche Botschafter von Mackensen haben am Mittwochvormittag im Palazzo Chigi in Gegenwart des italienischen Unterrichtsministers Bottai und des Ministers für Volksbildung Alfieri, sowie des Leiters der Kulturpolitischen Abteilung des Reichsministeriums des Auswärtigen, Ministerialdirektor Stieve, das deutsch-italienische Kulturabkommen unterzeichnet. Die beiden befreundeten Staaten haben mit diesem Abkommen ein für die Ausgestaltung und Vertiefung ihrer Beziehungen entscheidendes Werk geschaffen, das die kulturelle Ergänzung der politischen Achse Rom—Berlin bildet und sowohl inhaltlich wie hinsichtlich seiner vertragstechnischen Durcharbeitung das bedeutsamste Kulturabkommen darstellt, das bis heute besteht. Erwähnung verdient die lebhafte Mitwirkung und bereitwillige Förderung, die der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust, sowie der italienische Unterrichtsminister Bottai dem Zustandekommen des Vertrages im Laufe der letzten Monate haben angedeihen lassen. Das Abkommen bestimmt, daß beide Staaten alle kulturellen und wissenschaftlichen EinrichtunEinzelheiten des Abkommens Eine Reihe weiterer Artikel des Abkommens sieht die Pflege des Unterrichtes der deutschen bzw. der italienischen Sprache an den höheren Schulen in Deutschland bzw. Italien vor. An den italienischen Universitäten und Hochschulen werden die Lehrstühle für Gexmanistik, deutsche Sprache und Literatur vermehrt. Die deutsche Regierung wird dafür Sorge tragen, daß die Lehrstühle für Romanistik eine entsprechende Behandlung erfahren. Sie wird ferner dafür Sorge tragen, daß im Rahmen der Romanistik der italienischen Sprache besondere Beachtung geschenkt wird. Sie wird zunächst an mindestens zwei Universitäten je eine Professur für die italienische Sprache und Literatur einrichten. Die deutsche Regierung wird ferner eine ständige Gastprofessur für italienische Kultur und Geschichte in Berlin und die italienische Regierung eine ständige Gastprofessur für deutsche Kultur und Geschichte in Rom einrichten. Die deutsche Regierung wird auch die bereits bestehenden Gastprofessuren für italienische Sprache und Literatur an den Universitäten Leipzig und Wien aufrecht erhalten. Der Unterricht in der Sprache des anderen Landes soll besonders auch durch den Austausch von Lektoren an Universitäten und Hochschulen gefördert werden. An den Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstituten wie z. B. an der Zoologischen Station in Neapel, an der Vesuv=Warte, an der Biologischen Anstalt in elgoland oder an den Forschungsinstituten der Kaiser=Wilhelm=Gesellschaft werden den Gelehrten des anderen Landes Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. Die Austauschaktion an den Hochschulen wird noch durch einen gegenseitigen Lehreraustausch ergänzt werden. Auch Studenten und Schüler werden von der Austauschaktion betroffen. Der Hochschüleraustausch wird nicht nur wie in der bisherigen Weise fortgeführt, sondern auch auf die Ferien erstreckt werden. Die deutsche Regierung wird dafür sorgen, daß der italienischen Sprache an den deutschen höheren Schulen allmählich eine Stellung gegeben wird, die der keiner anderen romanischen Sprache nachsteht. Aber auch die NSDAP. wird in ihrem Organisationsbereich die Erlernung der italienischen Sprache fördern sowie die faschistische Partei die Erlernung der deutschen Sprache unterstützen. Gegenseitige Anerkennung der Zeugnisse. Hand in Hand mit der kulturellen Verflechtung geht auch die Anerkennung der gegenseitigen Zeugnisse. Die Regelung der Anerkennung soll mit Beschleunigung geprüft und vorbereitet werden. Die Uebersetzung von geeignet erscheinenden Büchern vom Italienischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Italienische soll eine wirkungsvolle staatliche Ermunterung erfahren. Tendenz= und Emigrantenliteratur wird selbstverständlich auf beiden Staatsgebieten ausgeschlossen bleiben. Aktiver Kunstanstausch Die Tätigkeit von Schriftstellern und bildenden Künstlern, deren Werke geeignet sind, das Verständnis für die Kultur des anderen Volkes zu erwecken und zu vertiefen, wird von den vertragschließenden Teilen gefördert werden. Zum Schluß sieht das Abkommen, das 34 Artikel umfaßt, die unverzügliche Bildung eines Deutsch=Italienischen Kulturausschusses vor, der mindestens einmal im Jahre zusammentritt, und zwar abwechselnd in Deutschland und Italien, um das Abkommen durchzuführen. Das Abkommen ist ohne zeitliche Begrenzung abgeschlossen und kann mit einjähriger Frist gekündigt werden. Niederlage der Regierung Imredy 94 gegen 115 Stimmen— Ungarische Regierung zurückgetreten Budapest, den 24. November. Die am 15. November gebildete Regierung Imredy hat am Mittwoch im ungarischen Abgeordnetenhaus eine Niederlage erlitten. Nachdem die Opposition, die bekanntlich durch die Spaltung der Regierungspartei stark vergrößert ist, der Regierung das Mißtrauen ausgesprochen hatte, blieb der Antrag der Regierung zur Annahme der Tagesordnung mit 85 gegen 115 Stimmen in der Minderheit. Der Massenaustritt von Abgeordneten aus der Regierungspartei hat begreiflicherweise in der ungarischen Oeffentlichkeit und Presse großes Aufsehen erregt. In unterrichteten Kreisen wird festgestellt, daß sich unter den ausgeschiedenen Abgeordneten nicht nur die persönlichen Anhänger des früheren Ackerbauministers Sztdaniawski und des früheren Ministers Bornemisza befinden, die bisher dem rechten Flügel der Regierungspartei angehörten, sondern auch ein Teil der sogenannten gemäßigten mittleren Gruppe: Die Gruppe des früheren Ackerbauministers vereinigt bisher 61 der aus der RegierungsparDer Verröter Chamberlain Wüste Schimpfkanonade aus Sowjetspanien Bilbao, 24. November. In Barcelona ist die Stimmung, die nach der letzten großen Niederlage in der EbroSchlacht schon verzweifelt war, nunmehr völlig auf den Nullpunkt angelangt. In ihrer Angst haben die roten Blätter mit einer verschärften Schimpfkanonade begonnen, die sich bemerkenswerter Weise zu einem großen Teil gegen die bevorstehende Zusammenkunft der britischen und französischen Minister in Paris richtet. Man fürchtet die Zuerkennung der Kriegsrechte an Nationalspanien und glaubt, daß in diesem Falle die Machthaber in Barcelona sofort gestürzt würden und nur die bedingungslose Kapitulation übrig bliebe. So schent sich die sogenannte„Presse" in Sowjetspanien nicht, in letzter Zeit die wüstesten Schmähungen auszustoßen und erdreistet sich sogar, Chamberlain, Daladier und Bonnet als Verrater zu bezeichnen. Die unterdrückte und hungernde Bevölkerung Rotspaniens, die in den letzten 14 Tagen ganze 100 Gramm Linsen und 50 Gramm Erbsen als „Gemüse" erhielt, scheint sich der Meinung bieser bolschewistischen Schreiberlinge allerdings nicht anzuschließen. Wenigstens erfährt man aus Barcelona, daß die Sozialpartei, die vor kurzem sofortigen Waffenstillstand und Kapitulation forderte, daraufhin einen ungeheuren Zustrom erfahren hat. Die roten Bonzen haben jetzt Flugzettel verteilt, in denen sie fordern, vor diesen „Verrätern" auf der Hut zu sein. Kennzeichnend für die Zustände in Barcelona ist weiter, daß am Mittwoch in den Straßen der Stadt zum erstenmal die kürzlich eingestellten 200 weiblichen„Karabinieri" mit ihren Flinten herumspazierten. Sie sollen die Lücken ausfüllen, die in die Reihen der in der Schlacht am Ebro eingesetzten„Genossen" gerissen wurden. die Der Kampf geht weiter Die Araber wehren sich ihrer Haut Jerusalem, den 24. November. Mit unverminderter Hartnäckigkeit setzen sich Araber Palästtnas gegen britische Unterdrükkungsmethoden und jüdische Haßausbrüche zur Wehr. Am Mittwochabend ist in der Nähe von Akko ein Panzerauto der Polizet aufeine Mine gefahren. Nach dem amtlichen brittschen Bericht soll der Wagen nur beschädigt, der Fahrer leicht verwundet worden sein. Eine milt tärische Nacht Nablus Engländer stießen auf sechs Araber und feuerten auf sie. Einer von diesen wurde getötet, ein anderer verwundet. Schließlich weiß der englische Bericht zu melden, daß die Eisenbahnlinie bei Gaza durch Entfernung von Schienennägeln beschädigt worden sei. Nachtpatrouille wurde auf der Straße, Tulkarem bei Beis Iba beschossen. Die der brangen darauf in das Dorf ein, tei ausgetretenen Abgeordneten hinter sich. Unter diesen befinden sich der Präsident und der Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, die früheren Minister Bornemisza, Dr. Mikecz, Szell, Dr. Lazar und andere. In dem Austrittsbrief des früheren Ackerbauministers, der die Unterschriften der seiner Gruppe angehörenden Abgeordneten trägt, heißt es u. a., daß er und seine Freunde bei der Führung der Geschäfte des Landes auch künftighin den Zielsetzungen von Julius Gömbös und dem sich entwickelnden und fortschreitenden Zeitgeist folgen wollten. Im Verlauf der Parteikonferenz wies Ministerpräsident Imredy darauf hin, daß auch er und seine Partei die Ziele Julius Gömbös verwirklichen wollten. Er gedenke, kein neues Programm zu geben, sondern die vorgezeichnete Linie kraftvoll weiter zu verfolgen. Ungeklärte Lage in Budapest Ministerpräsident Imredy beim Reichsverweser Die Vorstellung der zweiten Regierung Imredy im Abgeordnetenhaus, die mit einer Niederlage der Regierung bei der Abstimmung über die Tagesordnung endete, verlief unter stürmischen Szenen, wie sie in der Geschichte des ungarischen Parlamentarismus fast beispiellos dastehen. Die Stimmung des Hauses hatte sich schon zu Beginn der heutigen Parlamentssitzung gegen den Ministerpräsidenten gewendet. Durch die Niederlage des Kabinetts ist die seit einer Woche latente politische und Regierungskrise akut geworden. Ministerpräsident Imredy, der sich nach einem sofort abgehaltenen Ministerrat beim Staatsoberhaupt zur Audienz gemeldet hatte, hatte mit dem Reichsverweser von Horthy eine mehrstündige Besprechung, über deren Verlauf noch nichts bekannt ist. Wie verlautet, hält die Regierungspartei am Abend eine Sitzung ab, in der die Lage erörtert werden soll. Gleichzeitig werden die aus der Regierungspartei ausgeschiedenen 67 Abgeordneten eine Zusammenkunft haben, an der sämtliche Oppositionsparteten mit Ausnahme der Sozialdemokraten teilnehmen sollen. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll ein engerer Zusammenschluß der aus der Regierungspartei ausgetretenen Abgeordneten mit der Partei der unabhängigen Kleinlandwirte unter Tibor von Eckardt und einen Teil der Abgeordneten der Christlichen Wirtschaftspartei geplant sein. Demission der Regierung Imredy Entscheibung vom Reichsverweser vorbehalten Amtlich wird mitgeteilt: Ministerpräsident Imredy hat gestern um 21 Uhr dem Reichsverweser von Horthy die Demission der Regierung überreicht. Der Reichsverweser hat sich die Entscheidung hierüber vorbehalten. Das ungarische Staatsoberhaupt wird im Laufe des morgigen Tages verschiedene Politiker zu Besprechungen empfangen. gen fördern werden, die der Kenntnis des anderen Landes und seiner Kultur dienen. Die bestehenden Einrichtungen sollen zu diesem Zwecke besonders gepflegt und andere Einrichtungen mit dem gleichen Ziele geschaffen werden. Die italienische Regierung wird daher das in der Villa Sciarra=Wurts gelegene Instituto Italiano di Studl Germanici in Rom soweit fördern, daß es sich als die wichtigste italienische Einrichtung für das Studium der deutschen Sprache, Geschichte, Kultur, Literatur, Kunst, Philosophie und Staatswissenschaft entfalten kann. Dementsprechend nimmt die deutsche Regierung in Aussicht, in Berlin ein Deutsches Institut für das Studium der italienischen und nachrömischen Geschichte und Kultur unter Leitung eines reichsdeutschen Gelehrten zu errichten. Beiden Instituten werden zweckentsprechende Büchereien angegliedert. Kölner Petrarca=Haus wird ausgebaut Das in Köln bestehende Deutsch=Italienische Kulturinstitut(Petrarca-Haus) wird ebenfalls ausgebaut, wobei sich die deutsche Regierung vorbehält, den bisher von der Stadt Köln gestellten finanziellen Beitrag zu übernehmen. Andererseits wird in Mailand ein entsprechendes ItalienischDeutsches Kulturinstitut errichtet werden. Beide Staaten werden dem Institut für Meeresbiologie in Rovigno ihre Förderung angebeihen lassen. Deutsche Institute in Italien Deutschland wird in Italien folgende Institute unterhalten: 1. Das Deutsche Archäologische Institut in Rom; 2. das Deutsche Historische Institut in Rom, dem das ehemailige Oesterreichische Kulturinstitut in Rom einverleibt wird; 3. das Kaiser=Wilhelm=Institut für Kunst= und Kulturwissenschaft in Rom; 4. das Kunsthistorische Institut in Florenz; 5. die Deutsche Akademie in Rom(Villa Massimo). Andererseits wird die italienische Regierung das Italienische Institut in Wien auch weiter aufrecht erhalten und neue Institute in Berlin und München gründen. Die in Rom begründete Arbeitsgemeinschaft für Pflege und Vertiefung der Beziehungen auf dem Gebiete der Rechtswissenschaft wird von beiden Seiten gefördert werden. Die Zweigstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, die sich zur Zeit in Rom im Casino Massimo befindet, wird aufrecht erhalten. Die deutsche Regierung gestattet die Gründung einer entsprechenden italienischen Einrichtung im Gebiet des Deutschen Reiches. Achtungsbezeugung ei Frontkämpfers eines Eine Erklärung des Botschafters Conlondre. Paris, den 24. November. Der neue französische Botschafter in Berlin, Coulondre, erklärte im Anschluß an die Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter den Linden einem Vertreter der Agentur Havas, bei seiner Geste handele es sich um die Achtungsbezeugung eines Frontkämpfers gegenüber dem Gegner von gestern. Seine Geste sei auch der Ausdruck der Hoffnung des Vertreters Frankreichs in die Wiederversöhnung der beiden Völker. Waldbrände in Kalifornien Die Villen bekannter Filmschauspieler vollkommen niedergebrannt Los Angeles, den 24. November. Riesige Waldbrände, die als die verheerendsten in der Geschichte Süd=Kalifornieus verzeichnet werden, verursachten im TopangaCanyon=Gebiet nordlich Panta Monica und im Panbernadino=Gebirge einen in viele Millionen gehenden Schaden. Mehr als 200 Gebände, unter denen sich die palastartigen Besitzungen mehrerer bekannter amerikanischer Filmschauspieler und Filmdirektoren befinden, brannten bis auf die Grundmauern nieder. Auch das bekannte ArrowspringsHotel, das von einem amerikanischen Filmagenten erst kürzlich für eine Million Dollar erworben wurde, wurde ein Raub der Flammen. Vielfach konnten sich die Bewohner nur durch eine Flucht ins Meer vor dem rasenden Ansturm der Flammen retten. Obwohl bereits Tansende zur Bekämpfung der Waldbrände eingesetzt sind, wird das Umsichgreifen des Feuers durch starke Winde immer wieder begünstigt. Verschiedene stark besiedelte Bezirke sind durch die Flammen von der Außenwelt abgeschnitten. Bisher werden 10 Personen vermißt. „Peinliches" Nachspiel einer jüdischen Demonstration in Buenos Aires Buenos Aires, den 24. November. Eine als Demonstration gegen Deutschland gedachte halbtägige Geschäftsschließung jüdischer Ladenbesitzer, die in Buenos Aires am Montag stattfand, hatte für die Juden ein überraschendes und von ihnen nicht vorausgesehenes Nachspiel. Polizeistreifen stellten nämlich in jedem einzelnen Fall die Gründe der Schließung fest und machten gleichzeitig Erhebungen über die Zahl der Angestellten sowte zum besonderen Entsetzen der Juden auch über die Besitzverhältnisse. Die Linkspresse zetert bann auch gegenüber dem selbstverständlichen Recht der Behörden über diese„Verletzung der bemokratischen Freiheit". Auf eine geschäftig vorgebrachte Beschwerde beim Polizeipräsidenten erklärte dieser nur, daß die Maßnahme einen Ueberblick über Lage, Zahl und Bedeutung der jüdischen Geschäfte geben solle, um etwaige durch solche Demonstrationen entstehende Unruhen verhindern zu können. dieses offensichtlichen Fehlschlages ihrer„Geschwerde" geben die Juden natürlich keine Ruhe, sondern haben für Mittwochabend eine Protestversammlung einberufen. NUMMER 275 DIE HEIMAT AM MITTAG DONNERSTAG, 24. NOVEMBER 1938 Beick in die Heimat Unwetter am Abend Ein orkanartiger Sturm und heftige Regenfälle, die in weiten Teilen des Auslandes und im ganzen Westen des Reiches, in der Eifel und im Rheinland große Verheerungen angerichtet haben, suchten gestern abend auch Hattingen heim. Es gab dramatische Szenen. Wer etwa versuchte, mit seinem Schirm Wind und Wetter zu trotzen, hatte von vornherein verspielt, so stark war die Gewalt des Sturmes, der in manchen Teilen der Rheinprovinz die Windstärke 11 erreichte. Als schließlich der Regen derart heftig einsetzte, daß jedes Bemühen, in diesem Wetter noch heil über die Straße zu kommen, vergeblich war, ruhte in Hattingen fast der gesamte Verkehr. Die Fußgänger suchten in den Hausfluren und Ladeneingängen Unterschlupf und warteten mit mehr oder weniger Geduld das Ende des Unwetters ab. Aber auch dann mußte mancher Passant, der seinen Hut nicht mit beiden Händen an der Krempe hielt, seinen Leichtsinn mit einem Dauerlauf nach dem bald um die nächste Ecke entschwundenen Kopfschutz büßen. Die abschüssige Heggerstraße glich am Obermarkt zeitweilig einem Sturzbach, derartige Wassermassen strömten die Gossen entlang. Besonders windige Ecken, so an der Reichsbank, vor dem Postgebäude in der Viktor=Lutze=Straße und andere, waren zeitweilig einfach unbegehbar. Da an mehreren Häusern zur Zeit größere Ausbesserungsarbeiten vorgenommen werden, wird das„Unwetter am Abend“. das gestern unsere Heimatstadt heimsuchte, die Arbeiten empfindlich gestört haben. Maurer, Dachdecker und Schreiner werden in den nächsten Tagen vollauf zu tun haben, die Schäden auszubessern. Wahllokal in Schwelm Offenlage der Wählerliste für die Ergänzungswahl der Sudetendeutschen zum Großdeutschen Reichstag am 4. Dezember 1938. Die Wählerliste wird in der Zeit vom 25. bis 27. November im Rathaus, Zimmer 21, offengelegt. Die Dienststelle ist geöffnet: Am Freitag, dem 25. d. M., von 9—13 und von 15—18 Uhr, am Samstag, dem 26. d. M., von 9—14 Uhr, am Sonntag, dem 27. d. M., von 9—12 Uhr. Wer die Stimmliste oder eine Eintragung in die Stimmliste für unvollständig oder unrichtig hält, kann diese während des genannten Zeit raumes unter Beibringung der etwa erforder lichen Beweismittel bei dem Bürgermeister der Stadt Hattingen schriftlich anzeigen oder zur Nie derschrift geben. Die Entscheidung wird den Betei ligten bekanntgegeben. Den sudetendeutschen Wahlberechtigten werden in den nächsten Tagen Wahlbenachrichtigungskarten zugestellt, die nicht nur als Ausweis bei der Wahl bestimmt sind, sondern dem Wähler bestätigen sollen, daß er in der Wahlliste eingetragen steht. Auch ohne diese Wahlberechtigungskarte kann der Wahlberechtigte unter Vorlage eines amtlichen Ausweises sein Stimmrecht ausüben Das Wahllokal für den Ennepe=RuhrKreis befindet sich im Rathaus zu Schwelm. Die Wahl findet statt in der Zeit von 9—18 Uhr. Regelung der Arbeitszeit zu Weihnachten 1938. nsg Um den Gefolgschaftsmitgliedern auch in diesem Jahre anläßlich des Weihnachts= und Neu jahrsfestes in erhöhtem Maße Gelegenheit zur Erholung und Ausspannung zu bieten, hat der Reichsarbeitsminister die Gewerbeaufsichtsbeamten angewiesen, ebenso wie im Vorjahre auf Grund der Arbeitszeitordnung den nachsuchenden Firmen zu genehmigen, daß sie eine während der Zeit vom 27. bis 31. Dezember ganz oder teilweise ausfallende Arbeitszeit in einem von den Ge werbeaufsichtsbeamten jeweils festzusetzenden Zeitraum, der zehn Wochen nicht übersteigen soll, durch Vor= und Nacharbeit ausgleichen dürfen. Voraussetzung sei hierbei, daß die andere Vertei lung der Arbeitszeit wesentlich im Belange der Gefolgschaftsmitglieder liegt. Die tägliche Ar beitszeit darf hierbei 10 Stunden ausschließlich der Pausen nicht überschreiten; dringlichenfalls kann auch der Regelung des Vorjahres entsprechend Sonntagsarbeit zugelassen werden. Für die auf Grund der Genehmigung über die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit hinaus geleistete Arbeit ist eine Mehrarbeitsvergütung nicht zu zahlen, soweit nicht durch Tarifordnung, Betriebsordnung oder Einzelabrede ausdrücklich eine entgegenstehende Regelung getroffen ist. Diesbezügliche Anträge sind an die Gewerbeaufsichtsbeamten zu richten. hattinger Tagesspiegel — Seine Silberhochzeit feierte am 22. November das Ehepaar Wilhelm Schwardtmann und Frau, Maria, geb. Bäumer, Emschestraße 20. Die Heimatzeitung gratuliert dem Jubelpaar, das mit der Zeitung besonders verbunden ist, herzlich! — Lehrer i. R. Otto Wenner wird heute achtzig Jahre alt. Viele alte Schüler des nunmehr achtzigjährigen Pädagogen, der bis zu seiner Pensionierung in Bredenscheid wirkte, werden ihrem alten Lehrer gratulieren wollen. Der Altersjubilar hat sein Heim nun in der Holthauser Straße aufgeschlagen. Das Geschlecht der Wenner hat in drei Generationen über 100 Jahre lang die Schule am Schulenberg verwaltet; er war dort der letzte seines Geschlechtes, aufs innigste verknüpft mit Land und Leuten, aber viele tüchtige Schulmänner haben dort ihre Heimat gehabt. Der Jubilar, der unverheiratet blieb, war jahrelang Vorsitzender des Hattinger Lehrervereins. Nachdem er einige Zeit ernstlich krank war, erfreut er sich nun wieder einer verhältnismäßig befriedigenden Gesundheit. Ein großer Schmerz war ihm der Verlust seiner bis zuletzt bei ihm wohnenden Schwester im Sommer dieses Jahres. Möge ihn der Herrgott nun noch manch ruhiges Jahr in Freuden genießen lassen! Das ist der Wunsch seiner vielen Freunde in Stadt und Land. — Zur Uebernahme jüdischer Einzelhandelsgeschäfte. Gegenüber mißverständlichen Nachrichten über die Meldung von Interessenten an der Uebernahme jüdischer Einzelhandelsgeschäfte wird von der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel mitgeteilt, daß solche Interessenten sich zweckmäßig bei der Unterabteilung Einzelhandel der zuständigen Wirtschaftskammer, in deren Bezirk sich das betreffende jüdische Ge schäft befindet, melden. Diese Unterabteilungen stehen mit den maßgeblichen Stellen von Partei Mutig und entschlossen Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen Wettkampfort Hattingen und Staat sowie mit den Fachgruppen und Zweckvereinigungen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel in ständiger Verbindung und leiten alles Weitere in die Wege.* — Sonntagsrückfahrkarten aus besonderem Anlaß. Die Reichsbahn wird zu den nachstehenden Veranstaltungen Sonntagsrückfahrkarten genehmigen: Nach Dorsten zur Katharinenkirmes am 24. November und zur Nikolauskirmes am 6. Dezember auf eine Höchstentfernung von 50 km. Die Karten gelten an den genannten Tagen je von 0 bis 24 Uhr(spätester Antritt der Rückreise): nach M.-Gladbach zu der vom 9. bis 11. Dezember stattfindenden Rassengeflügel=Ausstellung der Landesfachgruppe Rheinland auf eine Höchstentfernung von 75 km, gültig zur Hinfahrt vom 10. Dezember 0 Uhr bis zum 11. Dezember 24 Uhr(Beendigung der Hinreise), zur Rückfährt vom 10. Dezember 12 Uhr bis zum 12. Dezember 24 Uhr(Beendigung der Rückreise); nach Hamm(Westf.) zu der vom 9. bis 11. Dezember stattfindenden Landesfachgruppen=Kaninchen= und Erzeugnis=Ausstellung auf eine Höchstentfernung von 120 km. Die Karten gelten durchgehend vom 9. Dezember 0 Uhr bis zum 12. Dezember 24 Uhr(spätester Antritt der Rückreise). — Handwerker für das KdF.=Kraftwagenwerk gesucht. Handwerksmeister, die aus irgendeinem Grunde in ihren Berufen keine ausreichende Existenzmöglichkeit haben, und Handwerksgesellen, die durch eine Berufskrankheit an der weiteren Ausübung ihres Berufes behindert sind, können durch die Deutsche Arbeitsfront, Abt. „Das Deutsche Handwerk“, einen Antrag auf Einstellung in das KdF.=Wagenwerk Fallersleben stellen. Weitere Auskunft auch über Verdienstmöglichkeit erteilt die Deutsche Arbeitsfront, Abt. „Das Deutsche Handwerk“.* Langsom wird es Weihnachten Sehnsucht vor Schaufenstern— Vom Jauber der Herzen Um die Schaufenster, in denen Kinderspielzeug liegt, sammeln sich in Scharen die großen und kleinen Menschen und betrachten all die bunten, die glitzernden und strahlend erleuchteten Dinge, die jetzt ihre Anziehungskraft, wie sonst nie im ganzen Jahr ausüben. So mancher macht sich auch Gedanken darüber, wie diese Dinge hergestellt werden, woher sie kommen und woraus sie wohl gemacht sind. In langen, schmalen Kistchen stehen die Kerzen im Schaufenster und im Ladeninnern, die dazu bestimmt sind, am Heiligen Abend und den Abenden nachher— in der Regel bis zum Neuen Jahr— den Raum zu beleuchten, in dem Weihnachten gefeiert wird. Viele Arten von solchen Kerzen gibt es, kleinere, größere, schmale, dicke, rote, grüne, weiße und gelbe. Für jeden Geschmack ist gesorgt, für jede Freude am Bunten und Glänzenden. Die meisten Kerzen werden von sinnreich erdachten Maschinen in großen Betrieben hergestellt. Viele Tausende werden jede Stunde fertig und von Verpackungsmaschinen gezählt und versandfertig gemacht. Zu Weihnachten wird viel von diesen Lichtern umgesetzt, die einst die einzige Beleuchtungsquelle bildeten, bis sie schließlich vom Petroleum und dann von Gas und Elektrizität abgelöst wurden. Heute ist Kerzenbeleuchtung, auch vom Weihnachtsfest abgesehen, nur noch selten anzutreffen. Man nimmt eine Kerze, wenn man in den Keller geht, man hält sich eine schöne, große Wachskerze zu Hause, um seine Zigarre daran zu entzünden und seinen Gästen das ewige Streichholzanstecken zu ersparen. Daß außerdem ein Abendessen bei Kerzenschein einen besonders stimmungsvollen Anstrich hat, braucht nicht besonders betont zu werden. Man denke noch an die historischen Musikabende, wie sie da und dort veranstaltet werBlaue Scheinwerfer-Polizeisignale Neueinrichtung für die Kraftwagen der Polizei und Löschpolizei Für die Kraftwagen der Polizei und der Feuerlöschpolizei sind blaue Kennscheinwerfer und besondere Polizeisignale mit einer Folge verschieden hoher Töne eingeführt worden, damit beim Einsatz der so gekennzeichneten Fahrzeuge jeder andere Verkehr auf den Straßen gegenüber der schnellsten Fortbewegung dieser Fahrzeuge zurücktritt. Strengste Bestrafung trifft den Verkehrsteilnehmer, der beim Ertönen der Polizeisignale und beim Sichtbarwerden des blauen Kennscheinwerfers nicht sofort die Fahrbahn freimacht, rechts heranfährt und hält. Die Signale werden beim Einsatz der Polizei und der Feuerwehr nur gegeben und gezeigt, wenn Menschenleben in Gefahr sind oder bet Bränden, Katastrophen, Unglücksfällen usw. hohe Sachwerte auf dem Spiel stehen. Die Benutzung dieser Signale ist also selbst für die Organe der Polizei und der Feuerwehr dienstlich begrenzt und nicht gestattet bei einem Einsatz, der den vorbezeichneten Hilfeleistungen nicht entspricht. Darüber hinaus sind führenden Persönlichkeiten des Staates und der Bewegung diese Signale zum Führen an ihren Kraftwagen genehmigt worden, soweit ihre Anwesenheit beim vorbeneten Einsatz dienstlich notwendig werden Der Fahrer des Fahrzeuges, der das blaue Scheinwerferlicht und die besonderen Polizeisignale unberechtigt in Tätigkeit setzt, vergeht sich schwer an der Volkgemeinschaft und hat strengste Bestrafung bis zur Entziehung des Führerscheins zu gewärtigen. Das gleiche gilt für alle Fahrer, die ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des Reichsführers SS und Chefs der deutschen Polizei das blaue Scheinwerferlicht und die Polizeisignale, auch ohne Benutzung, an ihrem Fahrzeug führen. Hier entschuldigt auch nicht der etwa gegebene Befehl des Fahrzeughalters an den Fahrer, diese Signale einzubauen oder zu benutzen. Bestraft wird der Fahrer! Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die unberechtigte Benutzung dieser Signale gegen jedes nationalsozialistische Empfinden geht, da sie ja bedingt, daß alle Fahrzeuge und andere Verkehrsteilnehmer zu halten, ja selbst die Verkehrspolizeibeamten an den maßgebenden Straßenkreuzungen sofort die entsprechende Fahrtrichtung freizumachen haben. Die strenge Bestrafung der diesem Befehl nicht Folgenden wäre unverständlich, wenn der Grund für diese Bestrafung, also die freie Fahrt eines so gekennzeichneten Fahrzeuges nicht zur Rettung von Menschenleben oder zur Erhaltung von Sachwerten größeren Umfanges erfolgen würde. Die Polizeiorgane sind angewiesen, strengstens darauf zu achten, daß die Bestimmungen für das blaue Scheinwerferlicht und die Polizeisignale befolgt werden. den, wo Künstler in historischen Kostümen bei Kerzenschein musizieren und an ein paar ähn liche Gelegenheiten, und man hat damit wohl so ziemlich die meisten Möglichkeiten erschöpft, die es für Kerzen und Kerzenbeleuchtung heute noch gibt. Wohl die meisten Kerzen werden aus Stearin gemacht, nur ein Bruchteil aus echtem Bienen wachs. Aber die letzteren haben ihre besonderen Liebhaber. Das kann nicht verwundern. Denn echte Wachskerzen haben nicht nur ein wunder bares Aroma, das ein wenig an den Geruch von Honig erinnert, sie haben auch eine lange und ruhmreiche Geschichte. Bis vor etwa hundert Jahren gab es ausschließlich Wachs- und Talakerzen. Die echten Wachskerzen sind nie billig gewesen, es hat Zeiten gegeben, wo sie sogar sehr teuer gewesen sind, und wenn in früheren Jahrhunderten einmal ein ausnehmend schlechtes Bienenjahr war, dann hat man schwer dafür blechen müssen. Es hat Zeiten gegeben, in denen sich Kirchen und Klöster eigene Bienenzuchten aus schließlich zum Zwecke der Wachsgewinnung für die Kerzenherstellung hielten. Der Honig war dabei sozusagen Nebenprodukt. Auch heute erfreuen sich gerade bei den Weih nachtsbaumkerzen die echten Wachskerzen noch großer Beliebtheit, obwohl natürlich auch die anderen Kerzen nicht unter Mangel an Nachfrage zu leiden haben. Aber die Kleinen, für diesen Zweck meist gelben Kerzchen verbreiten einen besonders wundervollen Duft, eine besonders zauberhafte Stimmung. Wenn ihr warmer Schein in alle Ecken dringt und sich in erwartungsvollen und seligen Kinderaugen spiegelt, dann klingt uralte Ver heißung auf. habt Ihr gehört? usg Es sollen wieder eine Menge Radfahrer an den Verkehrsunfällen der letzten Wochen beteiligt sein. Habt ihr das gehört, das darf doch nicht sein.— Die Kraftfahrer sind schuld? Nein, das kann man nicht sagen, das ist übertrieben.— Die Fußgänger? Sieh einer an, das hab' ich mir gedacht, alle anderen, nur ihr Unschuldsengel nicht! Ihr fahrt selten ganz rechts, fahrt zu zweien und dreien nebeneinander, rast um die Ecke, aber die„anderen“ sind schuld, wenn wirklich mal was passiert!— Euch ist noch nichts passiert? Das ist kein Beweis. Wenn ihr mit gutem Beispiel vorangeht, dann ist ja alles in Ordnung. Aber auch auf die Ausrüstung des Fahrrades müßt ihr achten. Alle Fahrräder, die nach dem 1. Oktober in den Verkehr gelangen, müssen die Tretstrahler haben, die man auf Grund ihrer ständigen Bewegung aus größerer Entfernung auch deutlicher erkennt. Dann müssen die Fahrräder zwei Bremsen haben, die jede für sich wirkungsvoll ist. Gutes Licht ist auch notwendig, wenn man in der Dunkelheit fährt, und für die alten Räder, die den Tretstrahler noch nicht haben, der bisher zugelassene Rückstrahler.] Außerdem ist das Verhalten im Verkehr wichtig, zu eurer eigenen Sicherheit. Nicht träumen, stets die Augen auf, nicht zu mehreren nebeneinander fahren— schlechte Sitten wirken ansteckend— die Kurven nicht schneiden und rechtzeitig Signal geben, wenn ihr eure Richtung ändern wollt. Doch nur dann einbiegen, wenn der übrige Verkehr nicht behindert wird. Wenn ihr das alles beherzigt, dann habt ihr euren Beitrag zur„Sicherheit des Verkehrs" geleistet, dann werden die Polizeistreifen und NSKK.=Verkehrserziehungsmänner Freude an euch haben.* Mutig und entschlossen treten alle Boree sen und alle Volksgenossinnen, die sich zur Leistungsgemeinschaft unseres Volkes bekennen, zum Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen 1939 an. In diesem edlen Wettstreit der Kräfte beweise jeder Schaffende sein stolzes Selbstbewußtsein. Das berufliche Können des einzelnen bestimmt die Gesamtleistung der Nation. Anmeldungen, für den Wettkampfort Hattingen, nehmen entgegen: Die Betriebsobmänner, die DAF=Dienststelle, Viktor=Lutze=Straße; für Jugendliche außerdem die Berufsschulen. Meldeschluß ist der 30. November 1938. Nach diesem Tage können keine Anmeldungen mehr entgegengenommen werden. Frauen warben 900 Freiplätze Ferienfreiplätze für sudetendeutsche Kinder. nsg Die innen= und außenpolitischen Erfolge unseres Führers, insonderheit die Rückführung der sudetendeutschen Brüder ins Mutterland, haben eine Dankbarkeit ohnegleichen hervorgerufen, die ihren sichtbaren Ausdruck findet in der tatkräftigen Opferbereitschaft der Frauen, die im Deutschen Frauenwerk stehen. Neben den vielen Geld= und Sachleistungen ist auch daran gedacht, an den sudetendeutschen Kindern gutzumachen, was tschechische Gewaltherrschaft gesündigt. Die Mitglieder des Deutschen Frauenwerks im Gau Westfalen=Süd wurden nicht müde, überall Freiplätze zu werben, damit den Kindern Erholung und Pflege zuteil wird; 906 Freiplätze waren es, die im Monat Oktober zur Verfügung gestellt werden konnten. Hier sollen die sudetendeutschen Kinder erfahren, was wahre Schicksalsgemeinschaft und Volksverbundenheit bedeuten. hb Ergebnis der Straßensammlung Ennepe=Ruhr=Kreis hat alle Webabzeichen verkauft. Bei der letzten Reichsstraßensammlung, bei der die hübschen Webabzeichen angeboten wurden, ist in Westfalen=Sud eine außerordentliche Steigerung des Sammlungsergebnisses gegenüber dem des vergangenen Jahres eingetreten. Im November 1938 wurden gesammelt 194 514,71 RM. gegen 134 220,41 RM., was eine Steigerung von 44,9 v. H. bedeutet. In der Gaustadt selbst wurden verkauft für 20 613,93 (15 696,82) gleich Steigerung um 31,3 v. H. Von 95 000 angelieferten Abzeichen wurden 74 270 verkauft. Im Ennepe=Ruhr=Kreis war das Ergebnis noch besser. Die angelieferten 55 000 Abzeichen wurden restlos avgesetzt. Der Ertrag war 13027,13(9172,97) gleich Steigerung von 42,0 v. H. Neue Aufgaben Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung Glaubt wirklich jemand, daß Arbeitsbeschaffung ein überwundenes Kapitel sei? Alle Arbeitsfähigen seien doch untergebracht! Wofür also, mag mancher faseln— noch Arbeitsbeschaffung? Nun, die Arbeitslosen einer zehn Millionen zählenden, bisher der Unterdrückung ausgelieferten und künstlich arbeitslos gehaltenen Bevölkerung im Donau= und Sudetenland stellen doch woyl neue ReRZn Aufgaben für die Arbeitsbeschaffung. Und wieder verlangt die Erschließung der neu errungenen Gebiete ihren Einsatz. Aber auch die gesamtdeutsche Wirtschaft unterliegt Neuformungen und Umstellungen zum Wohle von Volk und Reich. Der Nenner für all das zu Leistende ist Arbeitsbeschaffung. Ihr dient auch die Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung, und jeder Loskäufer ist Mitarbeiter an der Sicherheit, an der Zukunft Groß=Deutschlands. 46° 652 Gewinne und 20 Prämien werden noch vor Weilnachten ausgespielt, und die schönste Gabe unter dem deutschen Weihnachtsbaum wird ein Gewinn der Reichslotterte für Arbeitsbeschaffung sein. hb Brecht die Not! Werde auch du Mitglied der NSV.! nsg. In den letzten Wochen konnte durch den raschen Einsatz der NSV viel Not unserer sudetendeutschen Volksgenossen gelindert werden; zuerst durch eine Hilfsaktion bei den Flüchtlingen, die im Reich Zuflucht gesucht haben, und von denen über 8500 im Gau Westfalen=Süd betreut wurden. Jetzt, nach Rückkehr des Sudetenlandes in unser Reich, gilt es, dort große wirtschaftliche Not und gesundheitliche Verelendung durch unsere Hilfe zu lindern. In mustergültiger Form hat hier die NSV bereits eingegriffen und Tausenden von Volksgenossen geholfen. Jedes Mitglied der NSV ist gleichzeitig Förderer dieser großen Hilfsaktion. Reihe auch du dich also ein in die große Gemeinschaft, die sich als Schildträger vor das Leben des Volkes stellt.— Werde Mitglied der NSV!*6 herbede — Teilweise Senkung der Kirchenstenern. Wie aus den den Steuerpflichtigen vor einigen Tagen zugestellten Steuerzetteln hervorgeht, erhebt die evangel. Kirchengemeinde Herbede für das Steuerjahr 1938 10 Proz. der für 1937 entrichteten Lohn= und Reichseinkommensteuer als Kirchensteuer. Im vorigen Rechnungsjahre waren es 15 Proz. Zur Kirchensteuer treten zudem 4 Proz. der Grundsteuer(bisher 10 Proz. der Grundvermögenssteuer). Außerdem wird, wie bisher, ein Kirchgeld von jährlich 2 RM. erhoben.— Bei der kath. Kirchengemeinde Herbede bleiben die Steuersätze gegenüber dem Vorjahre unverändert. Sie erhebt 18 Proz. der Lohn- und Reichseinkommensteuer und ein jährliches Kirchgeld von 1—4 RM. Und die Kinderstube? Das Nest unserer Jüngsten in der kalten Jahreszeit— Luft, Luft! bederbetten nicht geeignet: wenn sie seucht weren, sind sie nur schwer zu reinigen und nehmen leicht einen stockigen Geruch an. Es ist angebracht, in diesen Tagen, da die kältere Jahreszeit ihren Einzug zu halten beginnt. seine Aufmerksamkeit ernent dem Kinderzimmer zu widmen. War es im Sommer kaum mehr als eine Schlafstelle, so wird es im Herbst und Winter zu einem wichtigen Aufenthaltsund Lebensraum für das Kind, das man in den Tagen und Wochen ungünstiger Witterung nicht gern ins Freie schickt. Es muß zwar hier gleich gesagt werden, daß man auch im Winter die üblichen Abhärtungsmaßnahmen bei den Kindern nicht vernachlässigen darf, aber es kommen doch im Herbst und Winter noch oft genug Tage, an denen man„keinen Hund auf die Straße schicken möchte" und an denen die Kinder ganz auf ihr Zimmer oder ihre Ecke angewiesen sind. Das Nest unserer Jüngsten ist ja nicht nur ihr Kinderzimmer, sondern darüber hinaus auch zugleich die„Kinderstube", das heißt der Raum, der mit allen seinen Einflüssen, nicht nur den gesundheitlichen, sondern auch den geisti Altendorf-Ruhr gen und seelischen, weit in das spätere Leben hinaus wirksam bleibt. Hier soll nur von den rein gesundheitlichen Dingen die Rede sein. Ein helles, sonniges Kinderzimmer wird vorteilhafter auf das Kindergemüt wirken, als ein dunkkes, muffiges Stübchen. Ein häufig und Das Jahrbuch der NSkov Bestellbuch bei den Kameradschaften. Das Jahrbuch der Frontsoldaten und Kriegsopfer ist erschienen. Mit der Auslieferung ist bereits begonnen. Das Jahrbuch ist wieder ein echtes mals würdigt es auch besonders Kameraden der Ostmark, die nunmehr zu uns gehören. Zahlreiche Kameraden der„Mannschaft“ sind Mitarbeiter. Die Versorgung und Fürsorge ist eingehend behandelt, vor allem in einem ausführlichen Aufsatz über die Leistungen nach dem Reichsversorgungsgesetz, ferner in einem Aufsatz„Was müssen Kriegshinterbliebene von der Sozlalversicherung wissen". Das militärische Bildmaterial ist in jeder Beziehung so gut ausgesucht, daß es jedem Frontkameraden eine wirkliche Freude ist, diese Bilder in seinem Jahrbuch zu besitzen. Die zahlreichen sonstigen Bilder, die besonders auch von den Frontsoldaten= und Kriegsopfer=Ehrentagen der NSKOV. aufgenommen sind, werden sicherlich auch manchen Kameraden, der sich hier wiedersteht, eine besondere Freude sein. Northeim und Nürnberg sind ebenfalls besonders berücksichtigt. Im Hinblick auf die große Nachfrage des Jahrbuches ist unverzügliche Bestellung bei den Kameradschaften der NSKOV. erforderlich. Neues aus den Aemtern Staatsoper Berlin WilDomgral-Fasbaender singt im Kanzert der Hattinger Sängervereinigung 1827 am 4. Dezomber 1098 im Engl. Gemeindehaus, Hattingen gründlich gelüfteter Raum wird günstiger sein als ein seuchter, ungenügend lüftbarer. Ein ruhiger, vom Straßenlärm abgelegener wird sich insbesondere in bezug auf nervöse Anlagen günstiger auswirken sals ein von Geräuschen und Lärm beeinträchtigter. hygienischer und gesundheitlicher Hinsicht sind vor allem drei Forderungen zu stellen: genügend Luft, genügend Licht und richtige Temperierung des Kinderzimmers. Man soll mehrmals am Tage das Kinderzimmer gründlich und langdauernd lüften, und zwar so, daß das Kind nicht dem direkten Zug ausgesetzt ist, Die eintretende Abkühlung ist geringfügig, solange die Wände warm sind. Die in der dunklen fehlende Sonne ersetzt die künstiche Höhensonne, die in Krankenhäusern usw. seit Jahren mit großem Erfolg benutzt wird und die auch in den Kinderheimen und im Kinderzimmer des Privathaushaltes unentbehrlich geworden ist. Körperliche Kräftigung, besserer Appetit, besseres Aussehen und Vorbeugung gegen Krankheiten sind die Hauptwirkungen, die sie beim gesunden Kind hervorbringt und die für die sonnenarmen Wintermonate, in denen das Kind viel im Haus aufhält, sehr wichtig sind. Auch der Erwachsene bedient sich mit Exfolg dieses Gerätes, das ihm die Hochgebirgssonne in die dunklen Zimmer der winterlichen Städte bringt, weil vielfach im Haushalt bereits eine Höhensonne vorhanden ist. Die Temperatur des Kinderzimmers soll nicht zu hoch liegen: eine Lufttemperatur von 18 Grad Celsius genügt, da das Behaglichkeitsempfinden hauptsächlich von der Wärme der Wände, nicht so sehr von der Lufttemperatur abhängt. Es ist sehr wichtig, den Kindern, wenn sie keinen eigenen Raum für sich haben können, doch eine Ecke des Wohnzimmers zur Verfügung zu stellen, in der die Erwachsenen nichts zu suchen haben. Gerade bei dem engen Zusammenwohnen im Winter spielt der„liebe Besuch", der sich so sehr für die Kinderchen interessiert, als Ueberträger von allerlei Erkältungskrankheiten eine höchst unerwünschte Rolle. Leider werden ja heutzutage bei den alltäglichen Erkältungen noch die einfachsten Regeln der Rücksichtnahme auf die Mitmenschen vernachlässigt. Und da Kinder bisweilen besonders anfällig sind, hat jede Mutter nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, ihre Kinder vor zudringlichem Besuch zu schützen. Wenn man die Pinder auf einen bestimmten Teil des Wohnraumes begrenzt, den sie für sich haben, ist schon viel geschehen. Im übrigen versteht es sich von selbst, daß man das Kinderzimmer vor Staubaufwirbelung bewahrt, daß man es stets feucht aufwischt, daß man in ihm nicht wäscht, kocht oder bügelt, daß man keine duftenden Blumen hineinbringt. Das alles versteht sich für Mütter mit gesundem Menschenverstand ja von selbst. Zum Zudecken eignen sich Federbetten wenig, weil das Kind unter ihnen zu leicht seywitzt und für Erkältungen empfänglich wird. Wolldecken sind zu bevorzugen. Auch als Unterlagen sind — Abend der Altev. Am kommenden Sonntag, dem 97. November 1988, peranstaltet die Ortsaruppe Altendorf=Ruhr, abends 7 Uhr, im Lokale Großiung einen„Abend der Alten“. Alle Ba., welche vom WHW 1988/89 betreut werden, und 60 Fahre sind, werden zu diesem Abend herzlichst eingeladen. Wie alljährlich, soll der Abend mit einem gemeinschaftlichen Essen beginnen. Lieder, Musikvorträge und Daxbietungen des weiblichen Arbeitsdienstes werden den Abend verschönern. holthausen — Hohes Alter. Frau Wilhelmine SchulteSchrepping, geb. Körner, Am Winterberg, heute ihren 89. Geburtstag. Wir wünschen 11 begeht der Hochbetagten noch viele sonnige Jahre! Bredenscheid-Stüter — Mit einem Elternabend, wie ihn die Bredenscheider Bevölkerung noch nicht kennt, wartet jetzt das Fähnlein 5/99 des Deutschen Junavolks am 26. d. M. um 20 Uhr im Saale„Zur Nieden“ auf, das in seiner kulturellen sowie sportlichen Arbeit einen großen Fortschritt zu, verzeichnen hat. Die bedeutsamen Veranstaltungen des Jungvolks in den Vorjahren sind allen Einwohnern noch in bester Erinnerung. Die Bredenscheider Pimpfe wollen nun mit der diesjährigen Veranstaltung ihre Arbeit und ihren Ruf erneut unter Beweis stellen und bekräftigen. Mit dem programmgemäßen Ablauf dieses Abenbs wird ein weiterer Schritt zur Verständigung mit Schule und Elternhaus getan. Wenn nun hier Ausschnitte aus dem Gemeinschaftsleben im Dienst und Lager der Fungen gezeigt werden, so soll das in erster Linie den Eltern einen Einblick in die erzieherischen Aufgaben des Jungvolks vermitteln. Seinen Höhepunkt wird dieser Abend aber erst dann erreichen, wenn alle Eltern restlos erschienen sind, um sich selbst zu überzeugen, daß ihre Jungen im nationalsozialistischen Geiste erzogen werden, und daß auch sie einmal Kämpfer werden für das Großdeutsche Reich. — Seinen 8b. Geburtstag kann heute der Berginvalide Gustav Kistner, Wittener Straße, begehen. Dem alten Herrn zu seinem Ehrentage unsere herzlichsten Glückwünsche! Sprockhövel — Reichsleistungsschreiben. Wie bereits mitgeteilt, wird hier zum ersten Male das Reichsleistungsschreiben stattfinden. Alle Vorbereitungen für ein gutes Gelingen sind getroffen. Wir möchten hiermit nochmals darauf hinweisen, daß an diesem Wettbewerb sich alle deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen beteiligen können, Klanichelütstellüng Tüschen Langhörige un Schlappohrn Dä Winter stäiht vüör dä Düer. Dann es jedes Johr dä Tied, wo dä Kanickeltüchter wiesen wollt, wat sä sick so dän Sommer düöch rangetüchtet häwet. Hier es'ne Utstellung un do es äine, un ät louhnt sick, mol so'n paar Ougen dorin to schmieten. „Treck di an," sag borüm Kal Kouhl am leßten Sunndag to sienem Kumpel Emil Rieserbessem, Emil, dä frouh was, datt hä mol ut dä Bude kam, freig gar nich ähr, wo et hengöng. Hä sprun in siene Schauh, un äin, twäi, dräi stond stärrig do. Da twäi trocken dä Stuowe rut.„Si giett mi ower vühm Middagiätten wier te Huese.“ reip Culalie Nieserbessem jährem Emil noch noh. „Dat souwisou," saa Emik; dann schouw hä met Kal aw. Dä Utstellung was in Gousepotts Saal, Hier de dä Kaninchenvärein„Bloe Wiener" siene iers utgestallt. Bold worn dä beiden an Ort un Stiär. „Kal, Kal— wat rüket dat hier noh Landwirtschaft!", sag. Emil, as sä an dä Kasse vörbie worn, wo jähr dä Kasseerer twintig Pännige awgeknöipt hadde. „Du büs jo nicks Gueddes gewüöhnt," sag Kal do.„niähm nich mähr as'ne Nase vull van däm Ozon." „Jo, dat well eck jo ouk nich," hüele Emil do, „ower eck häw nu äimol so groute Nasenlüöcker. Metdäm kam grade äiner an, wä Louse värkoupen woll. Kal sowuohl as Emil nahmen sick äin Lous, un värrafdig, beide gewunnten. Kal kräig'ne Aerappelsriewe un Emil äine junge Kanine, Dä beiden nahmen sick dä Brocken unnerm Arm un trocken noh dä Stände. Teäist kamen sä an dä Angorakaninen.„Kal, Kal," sag Emil,„wat bäwet dä Diers lange Hoore. Et wät Tied: datt sick dä mol so'n halwen Faut awschnien lott. Dä könnt jo bolle nich ma ut dä Ougen kieken. Dä könnt sick jo bolle'ne Flechte maken." „Hiäs jo rächt, Emil." sag Kak.„ower alöiw män, datt sä dä Hoore genong geschniden krieget. Manchet Pullöwerken es schon ut Angorakaninenhoor gemakt. Dä Dinger holt pärdammt warm. Ower jetzt im Winter kaß du nich värlangen, datt sick dä Diers dä Hoore kuott schni'en lott. Dä kritt jo ne Gousehut!“ Dä beiden gongen widder. Dä värschiedensten Diere warr utgestallt.„Bloe un witte Wiener", „Dütsche un belgische Riesen"(Riämmelkes un Möörkes). Woran kennst du äigentlick dä Riämmelkes un Möbrkes?“ freig Emil. „An dä dicken Köppe,“ sag Kal.„Riämmelkes hät bedütend dickere Köppe." „Ach sou," meine Emil,„dorüm?" Lange bliäwen dä twäi bi dä Holländers un Japaners stohn.„Junge, wat sind dä Diers bunt." meine Emil, dä käinen rächten Kaninenvärstand hadbe. Dann kamen sä an äinen Stand, do worn welke utgestalt, dä so ganz aries worn. saa Emil,„solke häw eck schon mol im Weimerholt geseihn." „Di häwet se onk im Wetmerholt geseihn." rinse Kal do.„du Blödmann; dat sind doch Silberkaninkes. Lott dat blous nich dän Oberzüchter hören. Dä kömmt di süß an dä Schwaar!“ Tolest kamen dä beiden an dä sogenannten „Produkte". Hier warn alle„Härrlikkeiten" utgestallt, wovan dä Fraulüe dröimet. Pelzjacken, Vüörlagen, Muffs, Kragen, Küssens un noch vüölle annere Saaken. „Kal, Kal," saa Emil,„miene Frau es jo ümmer tiäggen Kaninen. Sä siätt, dä röiken so komisch. Ower, wänn sä düett Gedbinze sög, dann säg sä fottens: Emil, schaff di ouk Kaninen an un fang an to tüchten, domet eck'ne Jacke kriege, dänn dä Dinger sind värdammt prima.“ So hadden dä beiden dann dä Utstellung besocht, un sä warn quet tefriän. Wie eck gehort häw, häwet sick beide tüschendübch äin Paar Karnickels taugelagd, un datt sä vüöll Glück doble häwet, dat günnt allen beiden Inker Willm. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Leistungsschreiben ist am Sonntag, dem 27. d. M., im Vereinsheim Becker(früher Stöter=Tillmann), Hauptstraße, beginnend um 9 Uhr morgens, für alle Geschwindigkeiten. Anmeldungen werden noch entgegengenommen beim örtlichen Leiter des Leistungsschreibens, Schriftfreund Oppenländer (Kirchweg 6) und beim Vereinswirt. — Erweiterungsbau am Bahnhof. Vor kurzem wurde damit begonnen, an der nördlichen Seite des Bahnhofsgebäudes, und zwar anschließend an den Güterschuppen, ein Stück anzubauen. Es handelt sich hier um eine Vorarbeit für die Bahnhofsumgestaltung. Wie wir bereits berichteten, soll ein direkter Zugang von der Eingangstür bis zum Bahnsteig geschaffen werden. Der dafür benötigte Raum wird vom Schalterraum abgetrennt. Dieser, wie auch die Güterabfertigung, bekommen dafür einen Teil des Güterschuppens zugeteilt, für den dann der jetzige Anbau als Ausgleich geschaffen wird. Ob die Umänderung der Stationsräume sofort im Anschluß an diese Arbeiten vorgenommen wird, entzieht sich unserer Kenntnis; in der Hauptsache wird das wohl von der Gestaltung der Witterung abhängig sein. Für die Güterabfertigung ist die Erbreiterung insofern günstig, als durch die Verlängerung der Front in Zukunft zwei Kolliwagen beim Ent= und Beladen unter dem vor Regen schützenden Dach abgefertigt werden können, was bislang nur bei dem ersten Wagen der Fall war. — Zellenabend. Heute abend findet um 20 Uhr im Lokal Vorthmann(am scharfen Eck) für die Zelle 3 unserer Ortsgruppe ein Zellenabend statt. Es wird erwartet, daß alle Eingeladenen pünktlich erscheinen. Die Kennkarte Wer kann und wer muß sie haben? Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Die Anträge auf Erteilung von Kennkarten gehen beim Polizeipräsidium nur spärlich ein Anscheinend ist der Personenkreis, der dem Kennkartenzwang unterliegt, darüber noch nicht genügend unterrichtet. Deshalb sei ausdrücklich darauf hingeweisen, daß folgende Personen deutscher Staatsangehörigkeit eine Kennkarte besitzen müssen: 1. Juden, ohne Rücksicht auf Geschlecht und Alter. Der Antrag ist bis spätestens 31. 12 1938 bei dem zuständigen Polizeirevier zu stellen, für Jugendliche durch den gesetzlichen Vertreter. 2. Junge Männer, die in das wehrpflichtige Alter eintreten, also am 1. 10, 1920 und später geboren sind. Soweit diese jungen Männer ihr 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, muß der Antrag sofort, spätestens bis 31. 12. 1938, gestellt werden, Alle übrigen jungen Männer haben den Antrag innerhalb von drei Monaten vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres zu stellen. Die Mitwirkung des gesetzlichen Vertrefers ist bei den Anträgen Wehrpflichtiger nicht vorgeschrieben. Welche Unterlagen bei der Antragstellung mitzubringen sind, ist durch die Tagespresse bereits mitgeteilt worden. Auskunft erteilen die Polizeireviere. Alle übrigen über 15 Jahre alten Personen können Kennkarten erhalten. Heute Kammermüsile in Bochüm Konzert der Bochumer Bläservereinigung mit klassischem Programm Die Städtische Bläservereinigung, die im letzten Kammer=Konzert ein Werk eines lebenden Komponisten(Beythien) erfolgreich aufführte, spielt heute in der vierten städtischen KammerMusik ausschließlich klassische Werke. Mit einem reizenden Quartett für 4 Holzbläser von Wolfgang Amadeus Mozart beginnt die Vortragsfolge; dann folgt ein melodienreiches Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott von dem 1791 in Hamburg geborenen Friedrich Wilhelm Grund. Mit Beethovens herrlichem Oktett für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte wird der Abend beschlossen. Arno Schütze, der mit der Vereinigung seit nahezu 20 Jahren verbunden ist und erst kürzlich seinen 70. Geburtstag begehen konnte, wirkt am Flügel mit. Im Oktett wirken noch mit: Walter Schreiber(Oboe), Willy Noack(Klarinette), Karl Burkhardt(Horn) und Paul Richter(Fagott). Die Städtische Bläservereinigung: Otto Schneeberg, Herbert Lohse, Arthur Fischer, Claus Voß und Max Uhlein, die mit ihren künstlerischen Erfolgen in den verschiedensten Orten des Westens auch öfter schon im Rundfunk zu hören waren, ist auch für den diesjährigen Sendeplan des Reichssenders Köln vorgesehen. Außerdem wurde die Vereinigung in Verbindung mit „Kraft durch Freude" für diese Saison von folgenden Städten unserer näheren Umgebung verpflichtet: Hattingen, Witten, Wattenscheid, Lippstadt, Menden u. a. König Leat" In Essen wird ein großartiger Shakespeare gespielt „Shakespeares Genie in seinem ganzen weiten Umsange darzustellen und alles, was sich darüber sagen ließe, erschöpfen wollen, hieße, nichts geringeres unternehmen, als das Unermeßliche zu ermessen." Dieses Wort von Johann Joachim Eschenbach(„Ueber Shakespeare", 1787) macht klar, daß es von vornherein ein nutzloses Beginnen sein würde, wollte man an dieser Stelle eine erschöpfende Rezension des gewaltigen Shakespeareschen Werkes geben. Es kann sich also nur darum handeln, in einigen skizzenhaften Strichen von seinem„König Lear" zu sprechen. „Hamlet",„Macheth" und„Lear",— welch eine Fülle von menschlichen Verirrungen und menschlicher Schuld! Mord und Lüge, Haß und Verrat, Neid und Mißgunst feiern Triumphe, List und Tücke schreiten in Seide einher, die Gerechtigkeit aber geht in Lumpen, die Treue wird geschändet, und alle guten Tugenden sind heimatlos und dem Unwetter preisgegeben. Was muß dieser Shakespeare alles erlebt, welche gewaltigen seolischen Erschütterungen muß er durchlitten haben, dieser Dichter, um dessen Adentität heute nach der Streit geht,— um solch ein Werk schreiben zu können! Die Worte allein, die der Hofnarr des Lear hier zu sagen hat,— sie sind ein treffliches Bündel Weisheiten für sich. Und welche Dynamik liegt in dem ungehauren Gaschehen bieser Traghdig, in der der Dichter die sagenhafte Gestalt dieses althritischen Königs Lear mit altem Märchengut vermischte! Wir kannten bisher nur die Uebersetzungen von Schlegel=Tieck=Baudissin. Nun hat sich Walter Josten um eine neue Nebertragung bemüht, die man in Essen zugrunde legte. Die Romantiker schwächten die gespannte Kraft, die Seelengkut der Renaissanee(Shakespeare) zu„Stimmung oder Gesinnung", sagt Josten, und er hat vielleicht nicht ganz Unrecht, wenn er die Meinung vertritt, daß diese Uebersetzer durch ihre Rhetorik die dramatische Dynamik bei Shakespeare beeinträchtigt hätten und sich im Gegensatz dazu für den Rbythmus einsetzt, der allein die Sprachmelodie des Originals erzeuge.— Es war daher natürlich recht interessant, mit dieser neuen Uebersetzung Bekanntschaft zu machen, obwohl man nicht verkennen barf, daß derartige Schwierigkeiten bei der Shakespeare=Uebersetzung wohl kaum jemals völlig überwunden werden können. Das schließt natürlich nicht aus, daß Josten sich mit seiner Arbeit zweifellos ein großes Verdienst um hie Bühne erwarb. Ludwig Tieck sagte einmal:„Soll der Lear mit allen seinen Personen und unzähllgen Bedingnissen nur ganz vortrefflich dargestellt werden, so muß das deutsche Theater, noch mehr aber das englische, auf dieses Werk, ja wohl auf alle des großen Dichters Verzicht leisten." In diesem Worte liegt gewiß nial Wahrheit. Trotzdem aber müssen wir exkennen, daß daß, was wir am Mittwochahend in Essen gesehen haben,— wegen ber ungünstigen Zugverbindung konnten wir der Aufführung, die bis gegen Mitternacht andauerte, leider nicht bis zum Schluß heiwohnen!— ein vortrefflicher Shakespeare gewesen ist. Es mag für Alfred Noller eine ziemliche Arbeit gewesen sein, die Inszenierung der großen Tragödie bis in die letzten Details so abzurunden und so auf die Bühne zu stellen. In Fritz ünzel aber stand ihm auch ein Lear zur Verfügung, der sich sehen und hören lassen kann! Es ist zwaifelkos die stärkste Leistung des Abends. Der Menschheit ganzer Jammer sprach aus dieser Maske des alten, greisen, unglücklichen, wahnsinnigen Königs; furchtbar in seinem Schmerz, schrecklich in seinem Wahnsinn erschütternd in seinem Elend. Eleonore Schjelderup und Ursula Neumann spielen die Goneril bzw, die Regan und leihen den beiden undankbaren, hartherzigen Töchtern alle Lieblosigkeit, die diese Rollen verlangen. Trube Moos als Cordelia: weich und innerlich; auch hier wieder sprachlich vor allem sehr gut. Man hatte bei jedem Satz das Gefühl, daß sie ihn vorher wohl zwanzigmal durchdacht haben muß; eine lobenswerte Arbeit, die durch gutes Gelingen ihren verdienten Lohn erhielt. Heinrich Schmoll als Graf von Kent. der treue Vasall, dem die Ehrlichkeit aus den Augen spricht. Adalbert Gausche ebenfalls ergreisend echt in der unglücklichen Gestalt des alten Glosters, Aloys Garg sehr überzeugend als Edgar und Gustav Altnoder schließlich recht lebensnah in der Rolle des Intriganten Edmund. Vor allem aber noch Stanislaus Fuchs als Hpfnarr, ebenfalls eine prachtvoll geschliffene Leistung, die hohe Anerkennung verdient.— Alle übrigen Darsteller waren gut eingesetzt und taten das ihre, um dem Ganzen zu einem Erfolg zu elfen verhelfen, der der Essener Bühne alle Ehre macht. Wir wollen jedoch nicht vergessen, Ernst Ruser für die eindrucksvollen Bühnenbilder zu danken, von denen vor allem die mächtige Fallbrücke vor Glosters Burg in Erinnerung blieb. Was hier in Essen entstand, um den großen Klassiker würdig über die Bühne gehen zu lassen, ist der starke Beweis einer schönen Gemeinschaftsleistung, zu der man das Theater nur beglückwünschen kann. Hans-Ludolf Flügge Aüs Westdeütsehland 2 Mädchen mit dem Auto entführt Tolles Gangsterstück auf der Landstraße bei hamm Eine unmenschliche Mutter Sie verabreichte ihrem Töchterchen ein Giftgetränk Der Ebro, der Fluß der Schlachten hart wie die Landschaft sind die Köpfe der Menschen dort Thema„Neuere Erkenntnisse in der Frage des bergmännischen Augen zitterns". In dieser, gemeinsam mit der DLTG., Bezirksgruppe Essen, durchgeführten Veranstaltung behandelt der Vortragende insbesondere das klinische Bild und die Häufigkeit der Erkrankungen unter Tage in den verschiedenen deutschen Steinkohlenrevieren und die sich daraus ergebenden Folgerungen für die zu vermutenden Ursachen der Erkrankungen. Der Vortrag findet am Donnerstag, dem 24. November, 19.15 Uhr, im Haus der Technik in Essen statt. Jagd=Kunstausstellung in Hagen Hagen. Die Städtischen Museen zu Hagen setzen die Reihe ihrer großen Ausstellungen in diesem Winter mit einer Jagdkunstausstellung fort. Diese repräsentative Schau, veranstaltet unter der besonderen Förderung des stellvertretenden Gauleiters Vetter und unter Mitwirkung des Gaujägermeisters Freiherrn von Schorlemoer zeigt einen Ueberblick über die führende deutsche Jagdkunst der Gegenwart. Fast alle deutschen Preisträger auf der internationalen Jagd=Kunstausstellung sind auf der Hagener Schau vertreten. Die Ausstellung wird am 26. November im Haus der Kunst durch den stellvertretenden Gauleiter Oberbürgermeister Vetter(Hagen) eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 16. Januar 1939. Urteil jetzt rechtskräftig geworden, nachdem das von der Angeklagten angerufene Reichsgericht ihre Revision als offensichtlich unbegründet verworfen hat. Josef Meermann† Der Senjorchef des Hauses Cramer& Meermann Essen. Im Alter von 76 Jahren starb der Seniorchef des Hauses Cramer& Meermann in Essen, Josef Meermann. Aus einer westfälischen Bauernfamilie stammend, gründete er im Jahre 1881 in Essen ein Textilwarengeschäft. Aus dem kleinen Laden an der Stelle der Limbecker Straße, wo sich heute das große Geschäftshaus Cramer& Meermann befindet, wurde durch Fleiß und Tatkraft ein bedeutendes Unternehmen, das weit über Essens Grenzen hinaus bekannt ist. Die Angestellten verlieren in dem Verstorbenen einen Mann von hohem sozialen Verantwortungsbewußtsein. Hamm. Zwei 16 bzw. 18 Jahre alte Mädchen, die die letzte Autobusverbindung nach Werries verpaßt hatten, machten sich gegen 23.30 Uhr zu Fuß auf den Heimweg. Aus der Richtung Werries kam ihnen ein Personenkraftwagen entgegen, an dem plötzlich die Lichter gelöscht wurden. Als das Anto hielt, sprangen zwei Männer heraus, die die Mädchen gewaltsam in den Wagen zerrten, der dann in rasender Fahrt in Richtung Hamm fuhr. Auf der Fahrt versuchten die beiden Männer, die Mädchen zu vergewaltigen. Die Mädchen setzten sich jedoch zur Wehr, konnten aber tätliche Belästigungen gröbster Art nicht verhindern. In der Nähe von Walstedde hielt der Wagen an einem Waldrand an. Dem auf dem Führersitz sitzenden Mädchen gelang es jetzt, mit den Füßen die vordere Wagentür aufzustoßen und dann aus dem Wagen herauszukommen. Der Mann versuchte noch, das Mädchen wieder in den Wagen zu ziehen, wurde aber durch dessen Hilferufe daran gehindert. Das Mädchen hatte noch die Geistesgegenwart, die hintere Wagentür zu öffnen und so auch ihrer Freundin zur Flucht zu verhelfen. Durch die Hilferufe der Mädchen wurden die Unholde an weiteren Tätlichkeiten gehindert. Sie rasten dann mit dem Wagen in Richtung Münster davon. Die Väter der beiden Mädchen haben gegen die bisher noch unbekannten Täter Strafanzeige erstattet. Die Mädchen selbst können über die Täter und über den Kraftwagen keine genauen Angaben machen. In der Eifel fiel der erste Schnee Gewitter verursachten schwere Materialschäden Trier. Ueber das Trierer Land zogen in den Abendstunden des Montags mehrere Gewitter, die von orkanartigem Wind begleitet waren. Nach Mitteilung der Wetterwarte wurde Windstärke 11 gemessen. Die Sturmverheerungen an den Bäumen sind allenthalben erheblich, von zahlreichen Häusern wurden die Schornsteine abgerissen und Schiefer auf die Straße geschleudert. Zahlreiche Baumrisen des zum Stadtgebiet gehörenden Waldes sind dem Sturm über Nacht zum Opfer gefallen. Nicht unerheblich sind auch die Schäden, die mehrere Gärtnereibetriebe durch Zerstörung ihrer Glasbedachungen usw. zu beklagen haben. Auch auf dem Hochwald und in der Eifel, wo es sogar zu Schneefällen kam, hat das Unwetter in den Waldungen hier und da zerstörende Auswirkungen im Gefolge gehabt. Der Schneefall auf den Höhen hielt auch am Dienstagvormittag noch an. Die Regenmassen und der sofort schmelzende Schnee haben die Bäche erheblich anwachsen lassen; teilweise sind sie sogar schon über die Ufer getreten. Der Pegelstand der Mosel, der am Montag früh 6 Uhr 0,45 m aufzeigte, hatte bis Mittwochmorgen eine Steigerung um 2,02 m zu verzeichnen. Freuen werden sich jetzt die Moselschiffer, die nach langer Pause endlich wieder eine Fahrt nach der Obermosel wagen können. Durch den heftigen Sturm wurden auch in einigen Orten der Hochelfel große Schäden angerichtet. Die Dächer zahlreicher Gebäude wurden arg mitgenommen und in den Obstanlagen und in den Wäldern sind viele Bäume entwurzelt worden. 100 Jahre erste Eisenbahn im Westen Wuppertal. Die Reichsbahndirektion Wuppertal rüstet zur Hundertjahrfeier der ersten Eisenbahn im Westen des Reiches, und zwar der Strecke Düsseldorf=Erkrath, die am 2. Dezember 1838 in Betrieb genommen wurde. Sie war das erste Teilstück der jetzigen Strecke Düsseldorf—Wuppertal. Zweieinhalb Jahre später, am 21. Mai 1841, wurde die Strecke Erkrath—Vohwinkel eröffnet, während am 3. September des gleichen Jahres dann auch das Reststück zwischen Vohwinkel und Elberfeld in Benutzung genommen werden konnte. Dem ersten Bahnbau im Koblenz. Vor dem Koblenzer, Schwurgericht hatte sich die jetzt 26 Jahre alte in Östpreußen geborene Maria Feldmann, zuletzt wohnhaft in Neuwied, wegen Meineides zu verantworten. Mit 15 Jahren war sie 1927 in Duisburg in den Haushalt der Familie Feldmann eingetreten. Zwischen Feldmann und ihr entwickelte sich ein Liebesverhältnis, das auch anhielt, als Feldmann mit seiner Familie nach Irlich bei Neuwied zog. Die damalige Frau Feldmann reichte die Scheibungsklage ein. Die jetzige Angeklagte bekundete unter Eid, daß sie keinerlei Beziehungen zu ihrem Brotgeber hatte. Nach der Scheidung dieser ersten Ehe heirateten. die beiden. Für die junge Frau begann nun aber eine Zeit unglaublicher Quälereien durch den Mann. Sie wurde von ihm zur gewerbsmäßigen Unzucht veranlaßt, und wenn die Frau den Wünschen des Mannes nicht nachkam, setzte es Schläge ab. Der Ehemann wurde im Februar dieses Jahres wegen Kuppelei zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Als die Frau ihren Mann wissen ließ, daß sie mit ihm nicht mehr zusammen leben könne, da sie von diesem Leben angewidert sei, schrieb der Strafgefangene Feldmann ein Testament, in dem er seine Frau des Meineides, begangen in seinem Ehescheidungsprozeß, bezichtigte. In der folgenden Nacht erhängte er sich in seiner Zelle. Die Ehefrau gab in der jetzigen Verhandlung zu. den Falscheid unter dem Einfluß des Westen folgten bald weitere, und wenn die Reichsbahn die Eröffnung jeder neuen Strecke besonders feiern wollte, so würde die Kette der festlichen Tage in den nächsten Jahren nicht abreißen. Das hundertjährige Bestehen der Strecke Düsseldorf— Erkrath umschließt daher die Erinnerung an die Inbetriebnahme sämtlicher rheinischer Strecken. „Die Frage des bergmännischen Augenzitterns“ Essen. In einem vor allem auch die ärztlichen Kreise des Ruhrgebiets interessierenden Vortrag spricht Dr. med. habil. E. Zeiß, Dozent an der Universitäts=Augenklinik in Würzburg über das Wuppertal. Die 25 Jahre alte geschiedene Hildegard Hofmann, geb. Löwer, aus WuppertalElberfeld wollte sich wieder verheiraten, wobei sie sich einbildete, ihr Kind stehe ihrem Glück im Wege. Aus diesem abwegigen Gedanken heraus empfand sie ihr Kind als Last, die sie beseitigen wollte, um rascher heiraten zu können. Die Frau verabreichte am 29. März ihrer vierjährigen Tochter Christel ein Giftgetränk, das das Kind auch folgsam nahm, worauf sich die typischen Vergiftungserscheinungen bei dem armen Opfer einstellten. Glücklicherweise konnte durch ärztliche Hilfe das junge Leben gerettet werden. Das Schwur, richt Wuppertal erkannte am 23. September d. J. gegen die Angeklagte wegen versuchten Mordes auf fünf Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Strafverschärfend hatte das Gericht den das primitivste Muttergefühl verleugnenden Egoismus der Täterin berücksichtigt. Wie der Reichsgerichtsdienst des DNB. dem Rheinisch=Westfälischen Dienst mitteilt, ist dieses Seit Monaten tobt nun schon die Schlacht am Ebro. Es ist nicht das erstemal, daß diese Gegend so erbitterte Kämpfe sieht. Weltpolitische Entscheidungsschlachten wurden immer wieder an der Ebrofront geschlagen; und immer wieder und wieder dauerten sie endlos lang! Die scheußlichste Qual, die vielleicht eine größere Menschengruppe jemals durchmachen mußte, erlitten die Bewohner der Stadt Calahorra, die zwischen dem Oberlauf und dem heutigen Saragossa liegt. Römische Lgionen belagerten die Stadt. Die armen Menschen darinnen, wahnsinnig vor Hunger, aßen ihre Frauen, ihre Kinder auf, aber den Römern ergaben sie sich nicht. Als diese dann einmarschierten, blieb keine lebende Seele mehr in der Stadt. Diese rasende Hartnäckigkeit ist's, die immer wieder den Fremden daran hindert, spanische Geschichte richtig zu sehen. Wer brächte ansonsten solchen Opfermut auf wie die Einwohner Sagunts, die zuerst ihre sämtliche Habe verbrannten, als sie sich gegen die Karthager nicht mehr hielten, um sich dann selber in die Flammen zu stürzen? Man denke: eine ganze Stadt begeht Selbstmord, nur weil die Menschen nicht als Sklaven leben wollen. Niemals waren die„Iberer“ bereit zu kapitulieren. Schon der Umstand, daß der„Ebroname“ heute noch erhalten ist, über Jahrtausende, beweist dies. Die„Iberer“, deren Name noch heute neben dem volkskundlichen auch einen politischen Klang hat — die„pan=iberische“ Bewegung wollte Süd= und Mittelamerika dem Mutterland wieder näherMannes geleistet zu haben. Unter weitgehender Berücksichtigung der Verhältnisse wurde sie zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Das Pferdegespann in der Küche Hameln. Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich in dem Ort Groß=Berkel bei Hameln. Ein Bauer hatte von seinem Nachbarn Pferde geliehen. Als nach getaner Arbeit die Tiere wieder zurückgebracht werden sollten, scheuten sie plötzlich, durchbrachen den Zaun eines Bauernhofes, galoppierten über den Hof und drangen durch die Haustür in die Küche ein, wo dampfend das Mittagsmahl bereitstand. Ein Pferd brach beim Durchzwängen durch die Haustür das Genick und fand den Tod. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Im Untertagebetrieb tödlich verunglückt Unna. Im Untertagebetrieb der Zeche„Königsborn“ in Altenbögge(Kreis Unna) ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall, von dem zwei Bergknappen betroffen wurden. Durch Zubruchgehen von Gesteinsmassen aus dem Hangenden wurde ein Hauer so schwer verletzt, daß er nur noch als Leiche geborgen werden konnte. Sein Arbeitskamerad wurde mit schweren Verletzungen ins Unnaer Krankenhaus eingeliefert bringen—, die Iberer haben ihren Namen nach dem Ebro. Iberus hieß er einst. Auch Calahorra hieß damals: Calagurris. Der Fanatismus der Menschen änderte sich so wenig wie die Ortsbezeichnungen; 1900 Jahre später, beim Kampf gegen Navoleons Weltmacht, kämpften nicht nur die männlichen Einwohner von Saragossa— welche Stadt ein wenig weiter flußabwärts am Ebro liegt— gegen die Handwerkerfrauen unter sich... erzählen sich jetzt viel von einer neuen Methode, die beim Säubern der Berufs= und Werkstattkleidung ganz ausgezeichnete Erfolge bringt. Statt des mühevollen, zeitraubenden Reibens und Bürstens werden jetzt die schmutzigen, fettigen und öligen Kittel, Jacken, Schürzen, Hosen usw. einfach in heißer i=Lösung eingeweicht, mit nachgekocht und gründlich gespült! Alle, die dieses billige und schonende Verfahren erprobten, lobten es begeistert! französische Armee, auch Frauen und Kinder griffen ein, mit rasendem Eifer nähten sie Sandsäcke, um die Mauern zu verschanzen, fertigten Patronen an; ein Mädchen, Agostina AragonGoya, hat ihre Tat in seinen Kriegszeichnungen verewigt— feuerte einen Mörser ab, streckte eine ganze Abteilung Franzosen nieder; Haus um Haus mußten diese erobern, Stockwerk um Stockwerk, Zimmer um Zimmer. Als sie eindrangen, war die Bevölkerung durch Hunger, Seuchen, durch die entsetzlichen Gemetzel auf einen kleinen Bruchteil zusammengeschrumpft"... Ein anderes Beispiel, nicht dem Krieg entnommen, sondern der technischen Entwicklung. Im ausgehenden 18. Jahrhundert, kurz vor dem großen Franzosenkrieg, wird ein geistlicher Herr aus Saragossa, Pignatelli, beauftragt, den einst von Karl V. begonnenen„Kaiserkanal" zu Ende zu führen. Mit uriberischer Zähigkeit geht er fanatisch ans Werk. Eines Tages sieht er, daß das Wasser im Kanal um mehr als die Hälfte niedriger steht als vorher, und die kleinen Schiffe, die schon den Kanal befahren können, im Schlamm steckenbleiben. Er erfährt, Bauern nahe der Stadt Tudela, die von Saragossa flußabwärts gelegen ist, haben einen Durchstich gemacht, damit ihre karge Einnahmequelle, die Verfrachtung der Handelsgüter des Landes vermittels der Maultiere, nicht durch die Konkurrenz der den Kanal befahrenden Schiffe geschädigt werde. Was tut der geistliche Herr? Er läßt sich vom Vizekönig von Aragon einen Trupp Soldaten mitgeben, begibt sich mit demselben an den Ort der Tat, läßt alle Anwohner zusammentrommeln. Sobald sie beisammen sind, fragt er sie, wer der Schuldige sei. Schweigen.(Spanische Bauern haben ein ungeheures Gemeinschaftsgefühl. Keiner verrät den andern. Man vergleiche z. Vegas unsterbliches Schauspiel„Funte Ovejuna“, das denselben Gegenstand behandelt). Pignatelli sagt daraufhin:„Ich werde also die Stelle des Durchstichs mit euren Köpfen auffüllen." SchalLeidensweg einer jungen Frau Unglaubliche Quälereien durch ihren verkommenen Mann lendes Gelächter antwortet dieser Drohung. Auf einen Wink von ihm greifen Soldaten zwei der lautesten Lacher heraus. Ein rasches Kommando Pignatellis, und ihre Köpfe fliegen von den Schultern. Entsetzen, Panik bricht unter den Dorfbewohnern aus. Pignatelli ergreift die blutenden Köpfe, schleudert sie in den Kanal.„Wer ist der Schuldige?“ donnert seine Stimme. Kein Lachen mehr— aber ein eisiges Schweigen antwortet ihm; aus der Panik kehren diese erstaunlichen Menschen augenblicklich in starre, ruhige Hartnäckigkeit zurück. Wieder ein Kommando Pignatellis, wieder fliegen Köpfe, wieder schleudert seine Faust die blutenden Häupter in den Kanal. Wieder die Frage, wer der Schuldige sei— Schweigen— wieder fliegen=zwei Köpfe in den Kanal. Erst als der elfte Dorfbewohner enthauptet ist, werden ihm die Namen der Täter genannt. Etwas weniger grausam in seiner Art ist das Land und der Menschenschlag am Oberlauf des Ebro. Dort gibt es noch ein wenig Wald, und die bizarr gräßlichen, vom Eisengehalt grellroten und dazwischen wieder kalkweißen Felszacken, die die Ufer auf der Strecke von Caspe bis zur Mündung bei Tortosa begleiten, sind hier viel seltener. Am obersten Lauf liegen die„Oca=Berge"(spanisch Montesdoca). Auch sie sind aus der Sage berühmt durch Cid, den großen Nationalhelden Spaniens im 11. Jahrhundert. Hier war es, daß, wie die Romanzen singen und sagen, der Zwanzigjährige, dem„noch nicht einmal der Bart gewachsen", fünf maurische Könige schlug. Sie wurden seine Gefangenen und mußten ihm Lebenstreue schwören. Aber diese Kämpfe waren weit weniger unmenschlich, als die der späteren Zeit, und der Cid soll die moslemischen Herren mit edlem Großmut bewirtet haben. Man sieht wiederum, wie stark die Landschaft den Menschen formt, daß der Oberlauf des Ebro viel weniger Greuel sah als die unteren Gegenden. Immer aber, soweit überhaupt die Geschichte zurückreicht, war das Ebrotal ein Schlachtfeld und ein Kampfgebiet! 75 Jahre Bergischer Geschichtsverein Wuppertal. 75 Jahre dient der Bergische Geschichtsverein nunmehr der Heimatforschung. Dreiviertel Jahrhundert hat er sich selvslos in den Dienst der wissenschaftlichen Ergründung heimischer Vergangenheit gestellt. Aus diesem Anlaß fand eine stark besuchte Festsitzung und Hauptversammlung statt, bei der führende Männer der Partei, Vertreter der Regierung und Behörden sowie befreundeter Vereine erschienen waren. Der Vorsitzende des Veeins, Dr. Dr. De Weerth, hielt die Festansprache. Erbdroste Graf Max Droste zu Vischering gestorben Darfeld. Im Alter von 75 Jahrn starb auf seinem Schloß in Darfeld der Erbdroste Graf Max Droste zu Vischering. Der Erbdroste wurde im Jahre 1863 im Erbdrostenhof in Münster geboren. Seit seiner Verheiratung mit der Gräfin Waldburg=Zeil im Jahre 1893 wohnte er auf der Wasserburg Vischering bei Lüdinghausen, von 1923 ab bis zu seinem Tode auf Schloß Darfeld. Köln erhält ein„Maifeld" Köln. Im Zuge der Ausgestaltung des inneren Grüngürtels, der sich in einer Länge von etwa acht Kilometern und einer Breite von 300 bis 400 Meter um die Kölner Innenstadt zieht und bereits auf weite Strecken seiner endgültigen Form zugeführt wurde, ist in dem Raum zwischen Aachener Weyer, Lindenwall, Bachemerstraße und Universitätsstraße ein großes Aufmarschgelände entstanden, das den Namen„Maifeld" tragen soll und insgesamt 80000 Personen Platz bietet. Mit dem Lieferwagen in den See Der Beifahrer ertrunken Heimbach(Eifel). Am Dienstagabend trug sich an dem der großen Ruhrtalsperre Schwammenaul vorgelagerten Obersee Paulushof ein folgenschweres Unglück zu. Auf der zum Obersee führenden abschüssigen Straße kam ein mit Kies beladener Lieferwagen ins Rutschen und konnte nicht mehr gehalten werden. Der Wagen stürzte in den See. Während der Beifahrer ertrank, versuchte der Fahrer des verunglückten Wagens sich schwimmend ans Ufer in Sicherheit zu bringen. Infolge schwerer Verletzungen, die er sich bei dem Absturz des Wagens in den See zugezogen hatte, verließen ihn jedoch bald die Kräfte. Rettung bot ihm ein leerer Benzinkanister, an dem er sich so lange festklammern konnte, bis Hilfe kam. Der Fahrer des Lieferwagens mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Die Leiche seines ertrunkenen Kameraden hat man inzwischen bergen können. 4(Nachdruck verboten.) Sie zögerte:„Christa wohl— aber Armgard gar nicht, sie sprachen nicht zusammen und mit meinem Bruder Klaus hatte er sich oft gestritten.“ „Wann haben Sie Ihren Vater zuletzt gesehen?" „Gestern abend nach 9 Uhr. Wir wollten noch Halma zusammen spielen, aber dann kam Klaus, und es wurde zu spät.“ „Wo fand die Unterredung zwischen Ihrem Vater und Ihrem Bruder statt?“ „Im Büro.“ „Und wo waren Sie währenddessen?" „Im Arbeitszimmer.“ „Haben Sie etwas von dem Gespräch gehört?“ Sie zögerte, und eine leise Röte stieg in ihr blasses Gesichtchen. „Ja— ein bißchen, sie sprachen sehr laut.“ „Sie stritten sich? „Nicht gerade. Vater wurde leicht heftig— und — und Klaus auch“, sagte sie unsicher. „Wovon sprachen sie?“ „Zuerst von Gutsangelegenheiten, dann von meiner Schwägerin, von einer Reise.“ Sie antwortete auffallend unsicher und zögernd. „Es fielen heftige Worte?" Sie zog die Schultern hoch.„Es— es hörte sich so an. Mein Bruder konnte es nicht vertragen, wenn Vater etwas gegen seine Frau sagte.“ „Können Sie sich nicht einzelner Worte erinnern. Baronesse?" Man merkte deutlich, daß sie mit sich kämpfte. Sie drehte krampfhaft das Taschentuch in ihren Händen.„N—ein", sagte sie dann. „Wirklich nicht?“ „Nein", sagte sie fester„aber sie sah den Kommissar nicht dabei an. „Wir wollen die Vernehmung jetzt abbrechen, Sie sind angegriffen, Baronesse. Ich bitte Sie herzlich und dringend, nochmals genau über das, was Sie gehört haben, nachzudenken. Wir müssen alles wissen", sagte Tolkemit sehr ernst. „Sie weiß bestimmt mehr als sie sagt", bemerkte er zu seinem Kollegen, als sie das Zimmer verlassen hatte. „Sicher. Aber Sie können doch nicht im Ernst annehmen, daß der junge Baron———?“ Tolkemit zuckte die Achseln.„Ich nehme vorläufig nichts an. Ich versuche nur, Klarheit über die Stellung der Schloßbewohner zu dem Ermordeten zu bekommen.“ Inspektor Steffens, der dann vernommen wurde, wußte auch nichts Besonderes anzugeben. Seine Aussagen deckten sich mit denen des jungen Barons. Er hatte den Ermordeten am Vormittag des vergangenen Tages zuletzt gesprochen. Am heutigen Tage war er schon um 7 Uhr morgens zu einem Termin in das Kreisstädtchen Wiesenthal gefahren. „Was war das für ein Termin?“ wurde er gefragt. „Ein entlassener Schweizer hatte wegen angeblich zu wenig gezahltem Lohn geklagt.“ „Und wer hat Recht bekommen?" „Die Gutsverwaltung.“ „Wir werden Sie vielleicht später noch einmal bitten müssen, Herr Inspektor. Wir werden voraussichtlich all den Spuren nachgehen müssen, die vielleicht für einen Racheakt in Betracht kämen“, meinte der Kriminalkommissar. Steffens schüttelte den Kopf.„Da ist schon lange nichts vorgekommen, ich glaube kaum, daß sich da etwas finden wird. Aber ich stehe selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.“ Die Vernehmung des Dienstpersonals ergab ebenfalls keinen Anhaltspunkt. Die Schlafräume lagen alle, bis auf das Zimmer des Dieners, im Souterrain des Seitenflügels. Im Mittelbau des Schlosses lagen im Parterre die große Halle, das Eßzimmer, zwei Empfangszimmer und schließlich der große Saal. In der oberen Etage eine große Bibliothek, die Wohnzimmer des jungen Paares, die Schlafzimmer der Familienmitglieder und eine Anzahl Fremdenzimmer. Nur Franz hatte sein Zimmer im Parterre neben dem Schlafzimmer des Barons. Eine elektrische Klingel ging bis zu seinem Kopfkissen, er war schwerhörig und hatte natürlich keinen Schuß gehört. Und dann kam die Vernehmung der ehemaligen Kinderfrau Prauskat. Viertes Kapitel. Sofie Prauskat hatte ein Gesicht, das man nicht so bald vergaß. Sie war sicher einmal hübsch gewesen, noch jetzt wiesen ihre Züge eine gewisse Regelmäßigkeit auf, und ihre Augen hatten ein fanatisches Feuer. Aber ihre Haut war gelb und faltig und ihre schmale, gebogene Nase gab ihr ein raubvogelartiges Aussehen. Sie war groß und hager und gab sich augenscheinlich Mühe, möglichst fein aufzutreten und gebildet zu sprechen. Sie hatte aber einen ganz unverfälschten ostpreußischen Dialekt. Tolkemit wandte ihr gegenüber plötzlich eine ganz andere Methode an. Was sie gedacht habe, als man ihr mitteilte, der alte Baron habe sich erschossen, war seine erste Frage. Sie zuckte mit überlegener Miene die Achseln: „Hab' ich gleich gedacht, kann nicht wahr sein! Wer so ist, wie der gnädige Herr Baron, der nimmt sich nicht das Leben!“ Was sie damit meine, wollte Tokkemit wissen. „Nun, dem gnädigen Herrn hat das Leben noch Spaß gemacht, und er hätte nie seine Kinderchen, das Engelchen, die Baroneß Sylvia und den jungen Herrn Baron Werner, allein lassen wollen.“ „Allein bleiben Sie doch nicht, sie haben Geschwister.“ Sie zuckte wieder mit einem mitleidigen Lächeln die Schultern. „Stiefgeschwister.“ „Was wollen Sie damit sagen?“ „Stiefgeschwister sind Stiefgeschwister. Was hat nicht meine Frau Baronin für Aerger und Gram gehabt mit den großen Stiefkindern, die ihr alles gebrannte Herzeleid angetan haben! Die Christa, das ist die einzige gewesen, die sich gefreut hat, als das Engelchen, die Sylvia, geboren wurde. Die anderen, die waren nur neidisch auf die Stiefmutter, weil der Herr Baron sie lieber gehabt hat als ihre Mutter und erst recht neidisch auf die Kinderchen." Tolkemit räusperte sich. Die Auseinandersetzung führte entschieden zu weit. Er konnte sich hier nicht die ganze Familiengeschichte erzählen lassen. „Wann haben Sie gehört, daß Baron Laupell nicht durch Selbstmord geendet hat?" „Erst vorhin, der Diener, der Franz hat mir's erzählt." „Und was war da Ihr erster Gedanke? Hatten Sie irgendeine Vermutung?" „Mein erster Gedanke war, daß meine Ahnung mal wieder richtig war.“ „Und weiter.“ „Weiter nichts. Man soll nicht seine Gedanken sagen, von denen man nicht weiß, ob sie wahr sind und ob sie einen Unschuldigen in Verdacht bringen können." „Es ist Ihre Pflicht, uns alles zu sagen, was Sie denken und vermuten. Wir wollen feststellen, ob hier im Hause irgend jemand einen Verdacht hat. Ist er nicht richtig, so wird das bald zu beweisen sein." „Meine Gedanken gehören mir, die kann mir niemand nehmen. Ich werde mich keiner Sünde schuldig machen, dazu kann mich niemand zwingen.“ „Sünde ist es, wenn Sie etwas verschweigen, was zur Aufklärung des Verbrechens beitragen könnte“, sagte Tolkemit, allmählich die Geduld verlierend, scharf. „Das muß der Herr schon mir überlassen“, meinte sie eigensinnig. Es war nichts mit ihr anzufangen. Sie blieb bei ihrer Weigerung, einen Verdacht, den sie anscheinend hatte, auszusprechen. „Wir haben vorhin Baroneß Sylvia vernommen. sie hat uns erzählt, daß der junge Baron gestern abend einen Streit mit seinem Vater hatte wegen einer Reise seiner Frau in ihre Heimat.“ „Das war doch das Wenigste“, entfuhr es Sofie Prauskat. „Wie meinen Sie das?“ fragte Tolkemit, sie fest ins Auge fassend. Sie wurde offensichtlich verlegen.„Nun, daß das dem Herrn Baron bestimmt egal war, er wäre höchstens froh gewesen, wenn er die Frau von seinem Sohn mal ein paar Wochen nicht zu sehen brauchte. Er konnte sie nicht leiden, sie paßt nicht zu uns nach Östpreußen.“ „Nun, worüber haben die beiden Herren denn noch gestritten?“ Sie wand sich in Verlegenheit.„Das wird die Baroneß Sylvia doch dem Kommissar gesagt haben.“ „Ich möchte es noch einmal von Ihnen hören." Das klang wie ein Befehl. „Nun— der Herr Baron war doch so ungehalten, weil doch Baron Klaus, ohne ihn zu fragen —— weil er doch den jungen Menschen, den Perscheid, hier im Schloß versteckt hatte.“ Die drei Männer zuckten wie elektrisiert zusammen. Ihre Augen schienen die Frau durchbohrer zu wollen. „Das ist ja etwas ganz Neues. Ich verlange von Ihnen, daß Sie jetzt rückhaltlos alles sagen, wenn Sie sich nicht selbst die größten Unannehmlichkeiten zuziehen wollen“, sagte Tolkemit sehr ernst. „Ach Gott, ach Gott, hat denn Baroneß Sylvia nichts davon gesagt? Ach Gott, nun kriege ich arme alte Person die Vorwürfe, daß ich mich verplappert habe, und der junge Herr Baron wird mich auf die Straße werfen.“ „Davon kann gar nicht die Rede sein. Das wäre ja sehr verdächtig, als hätte er etwas zu verbergen. Also der junge Baron hat einen jungen Mann hier heimlich im Kalmittener Schloß aufgenommen. Perscheid? Ist das nicht der Sohn des Buchhändlers in Wiesenthal?“ „Ja. Und mit dem hatte der alte Baron mal einen Prozeß, den er verloren hat. Seitdem konnte er ihn nicht leiden, und er hat sich immer darüber geärgert, daß Baron Klaus trotzdem noch dort gekauft hat!“ „So! Und warum hat er nun den Sohn hier versteckt?, fragte Tolkemit. „Ach da war doch gestern in Wiesenthal im Gasthaus eine Prügelei, und der Perscheid, der sehr stark ist, hat ein paar Burschen jämmerlich verwamst. Das hat hier einer auf dem Hofe erzählt.“ KRIMINALROMAN VON JLSE DORE TANNER „Ja, aber warum denn? Was war der Grund?“ fragte der Beamte. Die Alte zuckte die Achseln.„Weiß ich? Wird wohl um eine Marjell gegangen sein.“ „Nun und was weiter? Warum ist er geflohen?“ Die Prauskat zögerte.„Na, da soll doch ein Schuß gefallen sein und einen in den Arm getroffen haben. Da haben sie wohl gesagt, das sei der Perscheid. gewesen.“ Die Beamten wechselten einen Blick. „Und da hat er es wohl mit der Angst zu tun bekommen, die Polizei würde ihn holen, und ist mit dem Rad hierher gefahren. Baron Klaus war gerade auf dem Hofe und hat ihn ins Schloß mitgenommen. Und ich habe meinem Engelchen, der Baroneß Sylvia, gesagt, daß sie das müßte ihrem Vaterchen sagen.“ „Nun und dann———?" „Und gestern abend, als ich Baroneß Sylvia beim Auskleiden half, hat sie gesagt, daß sie es doch vielleicht lieber nicht hätt' erzählen sollen, denn ihr Vater sei furchtbar böse geworden und hätte sehr geschimpft mit ihrem Bruder. Der wäre auch sehr heftig gewesen und hätte ganz was Böses zu ihrem Vater gesagt. Dabei hat das liebe Engelchen geweint“ „Und was wissen Sie noch? Ist der junge Mann noch hier im Schloß?“ „Nein. Heute ganz früh, als es noch dunkel war, ist er fort. Ich konnte nicht schlafen und habe aufgepaßt. Der junge Herr Baron ist leise aus seinem Zimmer gekommen und hat ihn heraus gelassen." Die beiden Kommissare warfen sich einen Blick des Einverständnisses zu. Sofie Prauskat wurde entlassen. „Es ist am besten, wir vernehmen den Baron gleich noch einmal, bevor er etwas von dieser Aussage erfährt." Tolkemit griff zum Telephonhörer, stellte den Apparat zum Arbeitszimmer Klaus von Laupells um und bat ihn, noch einmal herüber zu kommen. Als er eintrat, sah ihn Tolkemit sehr ernst an: „Herr Baron, wir haben zu unserem Befremden festgestellt, daß Sie uns gegenüber doch nicht mit der absolut notwendigen Offenheit vorgegangen sind." Klaus von Laupell zog etwas hochmütig die Brauen empor. „Wie meinen Sie das?“ fragte er kühl. „Sie teilten uns nicht den wahren Grund des Streites mit, den Sie gestern abend mit Ihrem Vater hatten. Die geplante Reise Ihrer Frau Gemahlin war nicht die Hauptursache.“ „Das dürfte wohl für die Untersuchung ganz nebensächlich sein.“ „Im Gegenteil. Das ist von großer Bedeutung! Sie haben einem geflüchteten jungen Mann ohne Wissen ihres Vaters im Schloß Obdach gewährt.“ „Allerdings. Darf ich fragen, wer Ihnen das mitgeteilt hat?“ Der Kommissar zögerte einen Augenblick. Was konnte es aber schließlich schaden, wenn er die Zeugin preisgab. Hatte sie dadurch Unannehmlichkeiten, so wäre das ein Verdachtsmoment gewesen. „Frau Prauskat. Sie hat ihn kommen sehen und auch heute früh bemerkt,, daß Sie ihn herausgelassen haben.“ Er sah den jungen Baron durchbohrend an. „Nun— und? Ist das vielleicht ein Verbrechen?“ fragte dieser gelassen. Fortsetzung folgt. Barnum läßt sich nicht verblüffen Von Franz Helnrich POHL An einem Herbsttage des Jahrers 1838 traf Phineas Taylor Barnum mit seinem Zirkus in Hanover Court House, einem Städtchen in Virginia, ein. Es war ein furchtbares Wetter: Der Sturm heulte um die niedrigen, meistens aus Holz gebauten Häuser, und aus den tief berabhängenden grauen Wolken strömte der Regen, als wolle er die ganze Ortschaft hinwegschwemmen. Die Jongleure und Taschenspieler, die Indianertänzer und Negersänger, die Kunstreiterinnen und Seiltänzerinnen, Riesen und Zwerge— alle blickten aus ihren klapprigen Reisewagen schaudernd in die trübselige Gegend und dachten mit Bangen an die Abendvorstellung. Barnum, der Herr Direktor, ein Mann von 28 Jahren, dessen rundes, sonst so heiteres Antlitz angesichts des Wetters einen etwas grämlichen Ausdruck angenommen hatte, ließ vor dem Hotel„Stern von Virginia" halten. Die Zirkusleute sollten sich erst mit einem kräftigen Mahl stärken, bevor es nach Richmond weiterging. Dort gab es einen schönen, neuerbauten Saal, in dem der Zirkus auftreten konnte, wenn das Unwetter das Aufstellen des Zeltes nicht erlaubte. Nach dem Essen ließ sich Barnum die Rechnung geben. Er las und las, riß die Augen auf, faßte sich an den Kopf und rief den Wirt herbei. „Was soll das heißen, Sir?“ fragte er,„Sie schreiben mir da auf: 3 Mahlzeiten für 36 Personen und 36 Nachtauartiere?“ Der Wirt hob die Achseln:„Bedauere, Mr. Barnum, Sie haben doch für 36 Personen volle Verpflegung und Unterkunft bis morgen früh bei mir bestellt! Das sind 36 Quartiere und 36mal drei Mahlzeiten.“ Barnum bekam einen roten Kopf:„Mann, Sie können doch unmöglich, wo ich bei dem Wetter nicht hierbleiben und nichts verdienen kann, das ganze Essen von mir bezahlt verlangen, das wir gar nicht genossen und die Betten, die wir nicht benutzt haben?" „Bestellt ist bestellt," behauptete der Wirt und sah sich mit triumphierenden Blicken in der Gaststube um, die sich immer mehr mit Einwohnern der Stadt gefüllt hatte. Barnum war, wie selten in seinem Leben. ratlos. Sein letztes Geld, der ganze Zirkus standen auf dem Spiel, wenn er hierbleiben mußte, ohne etwas zu verdienen. Er blickte über die ägstlichen Gesichter seiner Leute und sab die Einwohner von Hanover Court House erwartungsvoll grinsen. Es waren stämmige Männer darunter, die sich wohl tatkräftig für den Wirt eingesetzt hätten Plötzlich kam Barnum ein Gedanke.„Herr Wirt, servieren Sie uns das Abendbrot!“ bat er freundlich. „Wie— wie meinen Sie?“ stotterte der Wirt. „Nun, wir müssen doch ein Abendbrot bezahlen, also wollen wir es auch essen.“ Der Wirt machte ein sehr ärgerliches Gesicht, gab aber die nötigen Anweisuygen. Fahrendes Volk ist nicht verwöhnt mit reichlichem guten Essen, so daß allen das Abendbrot trotz des vorangegangenen Mittagessens ausgezeichnet schmeckte. Als alle satt und vergnügt aufstanden und zu den Wagen binaus wollten, hob Barnum den Arm. „Halt! Wir gehen jetzt schlafen— eine halbe Stunde Mittagsruhe! Herr Wirt, führen Sie uns in unsere Appartements!“ Nun verstanden die Artisten, was für ein Spaß sich ihr Herr und Meister machen wollte. Der Negersänger krähte vor Vergnügen, der Bauchredner ließ seine Stimme aus der Ecke des Raumes erschallen, die Indianer vollführten einen Kriegstanz— kurz, das leichte Völkchen war in bester Laune. Auch die Leute von Hanover Court House amüsierten sich köstlich und waren nun als echte Vankees ganz auf seiten des pfiffigen Zirkusdirektors. Aber der Wirt, der war außer sich vor Wut. „Sie wollen am hellen Tage in die Betten kriechen?" schrie er,„bloß, damit ich alles neu beziehen lassen muß?" „Sie werden auch jedem von uns ein Licht geben müssen, denn das ist allgemein üblich," meinte der Direktor würdevoll. Er war jetzt bester Laune. Das Abenteuer würde heute nachmittag noch in ganz Richmond bekannt werden, dafür wollte er sorgen. Die Geschichte mußte auch in die Zeitungen, sie war eine wundervolle Reklame, die volle Häuser versprach! Und wie wurden sie erst alle in den Zirkus strömen, wenn er auf der Rückreise durch Hanover Court House kam! Jetzt wollte der Wirt nachgeben.„Mr. Barnum, ich lasse Ihnen etwas von meiner Forderung ab,“ schlug er vor. Aber Barnum war unnachgiebig. Unter gewaltigem Hallo gingen alle 36 Artisten auf ihre Zimmer, steckten die Lichter an, zogen sich aus und legten sich in die Betten. Eine halbe Stunde blieben sie liegen und kamen dann wieder in die Gaststube, wo erst noch das Frühstück aufgetragen werden mußte, bevor Barnum die Rechnung bezahlte und mit seinem Zirkus aufbrach.— Der Zirkus Barnum, für den sein Direktor meisterhaft die Reklametrommel zu schlagen verstand, machte auf seiner Rundreise glänzende Geschäfte. Ein Bombenerfolg wurde der zweite Aufenthalt in Hanover Court House, wo der Zirkus bei schönstem Wetter eintraf und im„Hotel George Washington“ abstieg, denn alt und jung wollte den Zirkus und Phineas Taylor Barnum sehen, dessen erstes„Auftreten“ im ganzen Ort bekannt geworden war. Nur der Wirt vom„Stern der Virginia“ tat keinen Schritt aus dem Hause, solange der Zirkus Barnum in der Stadt weilte— und er blieb eine volle Woche! Angenehmer Zeitgenosse Von Peter FEICHTEN Ein alter Schulfreund hatte sich bei uns zu Besuch angesagt. Wir hatten uns seit unserer Schulzeit nicht mehr gesehen und das war jetzt ungefähr zwanzig Jahre her. Meine Frau freute sich, einen Menschen kennenzulernen, mit dem ich meine Kindheit geteilt hatte. Sie holte das Beste aus Küche und Keller, schmückte den Tisch mit Kerzen und Blumen— da läutete es. Es war mein Schulfreund. Ich führte ihn ins Zimmer. „Darf ich dich meiner Frau vorstellen?“ fragte ich. „Angenehm," sagte er, ohne sie anzusehen. „Ich fragte: „Und du? Du bist noch nicht verheiratet?“ „Das hätte mir noch gefehlt! Ich halte mir dafür ein Auto!" „Ein Auto ersetzt doch noch lange keine Frau?“ Er machte eine wegwischende Handbewegung. als ob meine dumme Frage keiner Beantwortung wert sei, Dennoch sagte er: „Sprich doch keinen Unsinn! Ein Auto ist billiger und macht viel mehr Freude als eine Ehefrau. Und wenn das Anto alt und schäbig geworden ist, kann man es verkaufen und sich ein neues anschaffen. Kann man das mit einer Frau?“ Ich sab meine Frau an und bat sie stumm um Verzeihung. „Wir setzten uns zu Tisch. „Nehmen Sie Eier?“ fragte meine Frau. „Sind sie frisch?“ „Ganz frisch.“ „Hühner legen aber in dieser Jahreszeit keine Eier, gnädige Frau! Das sollten Sie eigentlich als gute Hausfrau wissen! Haben Sie zufällig hausgemachten Heringssalat da?" „Leider nein.“ Mein Schulfreund nickte befriedigt, als hätte er die Antwort erwartet. „Hier wie überall! Nirgends kriegt man Heringssalat. Weil das ein wenig mehr Arbeit macht und sich die Damen die lackierten Fingerchen schmutzig machen könnten! Als ob es keine Seife auf der Welt gäbe! Na, macht nichts! Essen wir halt, was da ist und der Hausfrau keine Mühe gemacht hat.“ Er häufte sich seinen Teller voll. Kauend knurrte er: „Siehst eigentlich nicht gut aus, alter Junge! So eingefallen im Gesicht, so viel Falten um die Augen, die Haare lassen auch nach. Du bist viel mehr gealtert als ich. Kommt alles von der blöden Heiraterei.“ Meine Frau erhob sich. „Die Herren entschuldigen bitte—“ „Aber—“ Schon war sie aus dem Zimmer. „Was soll denn das beißen?" fuhr mein Schulfreund auf. Sie wird in der Küche etwas richten müssen.“ „Eine wirkliche Dame erhebt sich nicht vom Tisch. „Entschuldige sie bitte,“ sagte ich. Er sah zur Tür. „Darf ich etwas sagen?“ begann er. „Bitte?“ „Deine Frau gefällt mir nicht...!" Als ich wenige Wochen später zehn Mark Geldstrafe wegen einer Ohrfeige zahlen mußte, die ich— wie sich das Gericht ausdrückte— ohne jede Veranlassung einem alten Schulfreund verabreicht hatte, schenkte ich weitere zehn Mark einem Bettler auf der Straße. Ich fand, zehn Mark nur wäre zu billig gewesen für ein derartiges Vergnügen und für die Erfüllung eines großen Bedürfnisses. (— 69 2 * 0 2 s aro: . 9 . 2. mo a tt. e 549 . E 222 . 2:o tk62 tk. 2E 55 621 . ek. ktkse sstso . : 220 . : t 9 2 205 ts. ksk.0 t 220 — 209 1 s ) : 2 a . S. t E 2 : 23 a 22e tko k2. a.2 -oE e stt1 : 28 . . 00 osat: Se 69 S:.202 02 22o. ts 28202 319 . kt aS 5 . tts. tk. 2 o.2 t. 8 26 ae, . . t25e Meoa 2 . St E. 2 2 k22 22 . . 2as: = e RE 29 . 6e 90 65 . Des 2 kkte 2 23. 2 2 2 9 0t . a — . s s2 —. 2 oa , tkkst: . 0 2 0 — 2 2:20 2 2 Ee. . s AS: . 2 . k& 60; o 22o: — fe:AG2 a & 2 2 . v2e o. 3 o . soo. . 8 2 0. . . masoe s2 : y o222s asst t tkktt. ktka . , s t E tkEpo s22. 2. mst9 e . .. 5a mtks kttp 20.0 2E 5 n :. 20 M 00. .. 98 8 2::. ktks e Tor er. a2 tE O206 MENOE. a2a 00 d:a 0 95 . stttkt. S E . . 2 . t2 A0 . 2 2ee n..ktk. 2 asta Tetoressss te 3 2 22. .:20 ttk2 sere —2 9ea t a sT kktO tkE o sk"— sttt0 2 2: tk3. st. t. . sktaf.OE . e t3e0. e . —2k.506,5 t . . t as o2 . 22.E . k2e e! T k. . tttkkkek; tk. :e 23 23 avse. ta. 85 .2. tt.2 2F. . s05: ttkt. t 1/ — 72 S t t t . 2. S t. . 2. 2 E 2 . 2 s 6 2 k . t. t ttH tese r. n. 2r2re S2 E. at. 2 TR . t . t. t kt 2 S.2 2 — . sst2 sktkA. s. . . s S S:2800 eoäresmeta: ktke . oa t. k. . 62 80. 5: 222 396 . T. — E — * 2: .. e —. 2e 2 S.e a u" 2 . . . ttäogeöig,8. e . 3 22 60 . tttt t. 2 . 9 . 2 skT220 e820S. t :e 2 2 . EE2. a a S a . 4 2 e or22e2UE as 22 o sa kan -2-( tS2 t02 . . er . en 22. Per. . . Z.E. 2 — . . . t k80 — ss. 2 . S.25 —2 . S 2 st k. e ttatt5 2.: — — — 2. e 62 . 2 2.2. k te o . e 2 — stas 2 sse: — ara: 2e2— a e2 * 3 2 2 tt. e2o re: -225 8 60— 2 t2 t — 2 t tktk S t k. Tsksraa e . -2 2: tn 2 s. 2 Sa2: stk skt. 25— t22 6 e . s. eue stte e2. s2S: ese a 30 rae 28 A e 2 22 22 t— — -2 e a 2 E mt. st s 2ee.2 22oa 3:?55e-a: a. 22 2e t 2-2:r 222. 60 T2 s. s t 35.202 gomä. . 2 2 2..2 . 22. 8 228 . ststt. t. o . 2 29:: a tk. . te . t . kt kk2 aee 2 22 2ee —ee 2 . 22 2 2 3 s o0E5E2TTATAN: at tt 2 tt. . oE e ans: 22 2 es . g . 2 -: 2 ofer0222 052200 2: 20 a. m 200 e— 22. a —50 02 60 t. 2e: e2 . 22 a: e —-— . e a a. 2 2 2. —. 2 2 2 2 2.9 .. 9 e*r ao 2282:8 s u 22 . sa 2er02. : 2 E2 2 E12e5 . 2 . esa. 22 0 mk ttst. . ttakttta— k. sa tk27 2 2.e kkkk k t sa un2 * . 225: s E.22 550 — 2eo 2 e * 2 9 226 226 2: tt t. t. . . . S. 2: 0 60 . . e. 32 e 2se s. t. 2 tk . S:o: S a A2 . 3 — . . t 60 5 k 2.. e. k2 . 2 a t e (E2 — 2 2 25 . 5 5 283 24 608 25ne 5. 2. 2 E e 222 22. tkkseknk8 t . ktt. . . 2. n.-e S: 2 22 2 — ERS. s: e e . . 2.5e 2 2 . e . 2 2e — :0542 0 22 k. . —. 50—— . -. 2.E20 . . REA: . . . 22 . 2:Ee 22 . : 2 A Die Krönung der Achse Berlin-Rom Italiens Presse feiert die kulturelle Jusammenarbeit Rom, den 24. November. Die gesamte römische Presse feiert das deutschitalienische Kulturabkommen, das die Zusammenarbeit beider Länder jetzt auch kulturell festuntermauert, als das bedeutendste zwischen zwei Nationen bestehende Uebereinkommen dieser Art. „Giornale d'Italia“ mißt dem Abkommen große Bedeutung nicht nur für die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, sondern ganz allgemein für die zeitgenoössische Kultur bei. Beide Mächte umgäben sich mit unlösbaren geistigen Banden. Das Abkommen solle in einer einzigen neuen Kultur Deutschland und Italien, die seit Jahrhunderten in regem geistigen und kulturellen Austausch bestanden hätten, zusammenfassen. Auf kulturellem Gebiet werde die Achse ebenso siegen wie auf politischem. Die Völker der Welt müßten sich darüber klar sein, daß die autoritären Regime ein neues Denken und eine neue Kunst zu schaffen verstanden hätten und daß das neue Abkommen entscheidend für Europas Zukunft sein werde. „Tribuna“ nennt das Abkommen die Krönung der Achse, die aus politischen Erwägun gen gevoren, ihre geschichtliche Zwangsläufigkeit bereits bewiesen habe. Es gebe einem bereits bestehenden Zustand seine rechtliche Grundlage. Dieses Werk stelle die deutsch-italienische Freundschaft auf eine erweiterte Grundlage. „Lavoro Fascista“ hebt hervor, daß nunmehr die politische Achse Rom—Berlin sich auf das gesamte geistige Gebiet und überhaup“ auf alle irgendwie gearteten Beziehungen zwischen beiden Nationen ausweite Die Unterzeichnung des deutsch-italienischen Kulturvertrages wird auch von der gesamten norditalienischen Presse als ein Ereignis von höchster Bedeutung in den Vordergrund gestellt und auf den Titelseiten in großer Aufmachung besprochen. Besonders wird betont, daß das Abkommen das umfangreichste und vollständigste unter allen derzeit in Kraft befindlichen ähnlichen Verträgen sei. Popolo d'Italia“ schreibt, das Abkommen habe einen hohen geistigen und politischen Sinn und trage zum gegenseitigen Verständnis und zur Zusammenarbeit der beiden großen Völker bei. Die Achse dehne ihren politischen Einfluß auch auf die Gebiete des Geistes aus. Gegenüber den Gegensätzen, die das alte Europa aufwühlten, gegenüber der Offensive der Verleumdung und dem Feldzug des Hasses, die Europa demütigten, hätten Italien und Deutschland neue Wege und Formen gemeinsamer Tätigkeit gefunden. Die beiden Staaten achteten ihre gegenseitigen Lebensrechte. Der Zusammenbruch Europas nach Versailles sei eine Folge der mangelnden Anerkennung dieser Rechte gewesen. Die Solidarität des neuen Europa gründe sich auf das gegenseitige Verstehen. Bundesdefizit mit erschreckenden Zahlen Amerikas riesige Aufrüstung erfordert immer neue Steuern. Washington, den 24. November. Zur Finanzierung des neuen riesigen amerikanischen Aufrüstungsprogramms wird der Kongreß, wie der demokratische Bundessenator King erklärte, auf die Einführung neuer Sondersteuern zurückgreifen müssen. In erster Linie dürfte es sich dabei um Er höhung der Umsatzsteuern handeln, wodurch für bestimmte Artikel eine weitere Verteuerung eintreten würde. Sollte es nicht möglich sein, neue Einnahmequellen zu erschließen, so würden die Aufrüstungsausgaben das Bundesdefizit schon im nächsten Jahre auf mehr als 4 Milliarden Dollar steigern. Roter Meuchelmörder aufgehängt Ausrottung der kommunistischen Pest in Wolhynien. Warschau, 24. November. Der polnische Staatspräsident hat das Gnadengesuch eines kommunistischen Mörders abgewiesen, der wegen zweier Meuchelmorde an ehemaligen Kommunisten zum Tode verurteilt worden ist. Das Urteil wurde am Mittwoch durch den Strang im Gefängnishof zu Pinsk vollstreckt. In Luck(Wolhynien) wurden drei Kommunisten zu Zuchthaus von 2 bis 8 Jahren, in Kowel zwei Kommunisten zu je 6 Jahren Zucht haus und zwei Frauen wegen kommunistischer Agitation zu 4 und 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei den Gerichten Wolhyniens steht noch eine Reihe weiterer Kommunistenprozesse vor dem Abschluß. Sturmflut in der Nordsee Windstärke 12— Schiffszusammenstoß im hamburger hafen Hamburg, den 24. November. Ueber der ganzen Wasserkante tobte in der Nacht zum Donnerstag ein heftiger Sturm, der zeitweise orkanartige Stärke annahm. Die Kleinschiffahrt ruhte vollständig. Nur einige größere Schiffe hatten am Mittwochabend den Hamburger Hafen verlassen, warteten aber zum größten Teil bei den Feuerschiffen den Sturm ab. Wie die deutsche Seewarte mitteilt, wurde die größte Windstärke von 11 bis 12 um 23 Uhr vom Borkumriff=Feuerschiff gemeldet. Durch den Sturm, der gewaltige Wassermassen in die Elbe trieb, wurde Hochwasser hervorgerufen, das in Hamburg um 6.17 Uhr mit 4,24 m 1,90 m über dem mittleren Hochwasser stand. Im Hamburger Hafen stießen infolge des heftigen Windes auf der Elbe in der Nähe der Landungsbrücken am Mittwochnachmittag der ausfahrende norwegische Dampfer„Kong Tryve“ und der Lloyddampfer„Ulm“ zusammen. Während das 3071 Bruttoregistertonnen große deutsche Fruchtspezialschiff kaum Schaden nahm, erhielt der 1141 Bruttoregistertonnen große Norweger ein großes Loch oberhalb der Wasserlinie, so daß er gezwungen war, die Ausreise zu unterbregen. Großkreuz des Deutschen Adlers an Fürst Konoe überreicht Tokio, den 24. November. Der deutsche Botschafter Ott überreichte am Donnerstag dem japanischen Ministerpräsidenten Fürst Konoe das ihm vom Führer und Reichskanzler anläßlich des Jahrestages des Antikomiternabkommens verliehene Großkreuz des Deutschen Adlers. Ministerpräsident Fürst Konoe brachte in seinen Dankesworten den festen Entschluß zum Ausdruck, für die weitere Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland und für die Verstärkung der Antikominternpolitik seine ganze Kraft einzusetzen. Australiens Aufrüstung Erhöhung über 50 v. H. Das australische Bundeskabinett beabsichtigt eine enorme Erhöhung der für die Aufrüstung des dreijährigen Aufrüstungsprogramms zur Verfügung stehenden Summe. Ursprünglich waren für diesen Zeitraum für Rüstungszwecke 43 Millionen Pfund vorgesehen. Dieser Betrag soll jetzt bis auf 60 Millionen Pfund, möglicherweise sogar bis auf 70 Millionen Pfund, erhöht werden. Die Regierung will dabei ihr besonderes Augenmerk der Verstärkung des Landheeres und der Luftwaffe zuwenden. Es ist geplant, zwei mobile Brigaden gut ausgebildeter technischer Truppen, die Berufssoldaten werden wollen, aufzustellen. Zur Verstärkung der australischen Flotte soll ein britisches U-Voot zugeteilt werden. Gleichzeitig ist eine Erhöhung der Munitionserzeugung und eine Vermehrung der Treibstoffvorräte vorgesehen. Anfang nächsten Jahres dürfte man wahrscheinlich auch mit der Registrierung aller im Kriegsfalle tauglichen australischen Männer und Hilfsmittel beginnen. „Die Juden keineswegs unschuldige Opfer“ Belgische Kammerabgeordnete über die jüdische Gefahr in Belgien. Im Verlauf der Kammeraussprache über das Problem der ausländischen Juden erklärte der nationalflämische Abgeordnete Romsee, daß diese Angelegenheit in der Kammer erneut dazu mißbraucht werde, um gegen Deutschland zu hetzen. Zur Zeit der blutigen Kirchenverfolgungen in Mexiko und in Sowjetrußland habe man vergebens auf die Proteste derjenigen gewartet, die sich jetzt als die Verteidiger der Juden aufwerfen. Der Abgeordnete wies dann auf die schweren Gefahren hin, die das Judentum für den belgischen Handel und den Arbeitsmarkt mit sich bringe; wenn den ausländischen Juden weiterhin Gelegenheit gegeben werde, ihre verderblichen Methoden anzuwenden, dann werde der Entrüstungssturm in gewissen Gebieten Belgiens noch größere Ausmaße annehmen. Der rexistische Abgeordnete Horward wies darauf hin, daß die Juden keineswegs als unschuldige Opfer zu betrachten seien. Jahrhundertelang hätten sie es verstanden, wehrlose Völker mit ihrer unheilvollen Macht heimzusuchen. Italienisches Flugzeug bei Klagenfurt verunglückt Am Dienstag verunglückte bei Winklern in der Nähe von Klagenfurt das auf dem Fluge von München nach Rom befindliche italienische Flugzeug S 73 J/TUON aus bisher ungeklärten Gründen. Vier Angehörige der fünfköpfigen Besatzung kamen dabei ums Leben, während der fünfte schwer verletzt wurde. & Heute nachmittag 3 Uhr entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit sanft und gottergeben meine liebe Schwester, unsere gute Tante u. Großtante Frau Wwe. Lina Bröcher im gesegneten Alter von 87 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen. B.-Linden, Am Schamberg 40, Langendreer, Essen, B.-Steinkuhl, Querenburg, Gevelsberg, den 21. November 1938. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. November, nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Wer treu geschafft, bis ihm die Kraft gebricht, und liebend stirbt, ja, den vergißt man nicht. Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute abend 7 Uhr meine liebe Mutter GroßTante heute abend 7 Uhr meine liebe N und Schwiegermutter, unsere herzensgute mutter, Urgroßmutter, Schwester und Tant Wilhelmine, geb. Gremm. Sie starb nach langer, schwerer Leidenszeit, die sie mit rührender Geduld ertrug, kurz vor Vollendung ihres 87. Lebensjahres. In tiefer Trauer: Familie Rich. Ahmann. Holthausen, den 22. November 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 26. November, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Holthausen 57, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Heute morgen 7 Uhr verschied plötzlich und unerwartet infolge eines Unglücksfalls mein lieber Mann, mein lieber, treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe im Alter von 40½ Jahren. In tiefer Trauer: Frau Emma Lehmkühler, geb. Asbach Use Lehmkühler. Bochum-Linden, den 21. November 1938. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 25. November 1938, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Bochum-Linden, am Krüzweg 63, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Wer treu geschafft, bis ihm die Kraft gebricht, end stirbt, den vergißt man nicht. und lieben Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied plötzlich und unerwartet am Dienstag morgen 10 Uhr, bei Ausübung seines Berufes, mein lieber, guter Mann und Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Netfe Hugo Heinemann im Alter von 46 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Hugo Heinemann, Paula, geb. Lohbeck Elisabeth Heinemann Hattingen, den 24. Nov. 1938. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 3,45 Uhr vom Trauerhause, Schulstraße 55, aus statt. Das Seelenamt ist am gleichen Tage 7,45 Uhr, in der Ptarrkirche zu Hattingen. Allen denen, die aus Versehen keine Nachricht erhalten haben, diene diese als solche. X-1020 Ob Sie vieloderwenigbohnem, ob Sie nur kurze oder lange Zeit mit einer Dose reichen, SaiflX bleibt bis zum letzten Gramm leicht bohnerfählg, denn Seifix gibt es nur in Dosen. Die flüchtigen Lösungsmittel, die des Bohnerwachs geschmeldig halten, können nicht entweichen und verhindern also das Eintrocknen. So bleibt SeiflX in der Dose stets gleich frisch. Nicht umsonst schätzen Millionen Ihr Dosen-Bohnerwachs V4 Dose-.40 RMV Dose-.7SRMV DOSO 1.40RM Familienereignisse kommen durch eine Anzelge in der Helmatzeitung weit und breit zur Kenntnis. Gebraucht., guterh“ Kinderwagen zu verkaufen. Herbede, Hauptstr. 46 Guterh. Klavier, Bertikow u. Stühle sofort zu verkaufen. Hattingen. Straße der SA 8 Warenun tumsan durch Anzeigen! Ballenprosse bilig zu veriausen. Paul& Jul. Surres, Kartonagenfabrik, Lanaerch 1-Rold. V. DIE KENNZEICHEN UNSEREP PREISWERTEN HERRENSCHUHE echt Boxcalf sehr bequem RN. 690 echt Boxcalf raesige Formen RM. 690 Begeopasruenggsssasumegsse Buikenn BOCHUM, Bongardstraße 35 Ein menschlich ungemein liebenswerter und sympathischer Film— ein beglückendes Erlebnis! GISELA UHLEN vom Stadttheater Bochum, deren Spiel ebenso überzeugend wie natürlich ist. PAUL HÖRBIGER ein gütiger und verständiger Mensch. Samstag abend 10.30 Uhr in der Sonder-Spät-Vorstellung Benjamino Gigli und Käthe von Nagy in Ave Maria“ Sonntag nachm. 1.30 Uhr JUGENDVORSTELLUNG mit dem spannenden Abenteuerfilm:" Die große Fahrt Der Ueberfall im Mississippi-Tal“ Sonntag, den 27. November vormittags 11 Uhr Sonder-Vorstellung für die vom W.H.W. betreuten Volksgenossen. Zur Vorführung kommt der Großfilm: Der Katzensteg nach dem Roman von H. Sudermann. Eintritt frei.— Karten durch die N.S.V. Städtisches Orchester Bochum Vormiete: Heute, Donnerstag, 24. Novomber 1938, 20 Uhr, im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Werke von Woltgang Amadeus Mozart Friedrich Wilhelm Grund Ludwig van Beethoven Ausführende: Die Stadtische Bläservereinigung Arno Schütze(Klavier) und Mitglieder des Städtischen Orchesters Karten zum Preise von 75 Rpf. ble 1.50 RM. sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie ab 19 Uhr an Abendkasse im Konzertlokal zu haben. Vorbestellungen unter Nr. 61051. sfabriken varbeiter unsere Mäntel und Anzüge. Täglich in allen Grössen, Formen Barmen Werth 89-63de Bors lung! Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. November veranstaltet der Geflügelzuchtverein Holthausen=Buchholz im Lokal des Wittes Heinr. Brämer in Buchholz eine Geflügelausstellung verbunden mit Lehrschau. Eröffnung Samstag 15 Uhr. Um regen Besuch bittet Die Frischer Fisch angekommen: Bratfisch....500 g 0,24 Schellfisch o. K..500 g 0,40 Rotbarsch o. K...500 g 0,34 Kabeljau oK..500 g 0,27 im Schnitt 3 Pig. mehr Disch. Bücklinge 500 g 0,35 Neue Voll-Heringe 10 Stck. 0,45 10 Stck. 0,75 H Bochum 5 Stück komb. Wohn zimmer echt Eiche m. Ahorn antik, wunderschön. Modell, Schrank 2 m br., Kommode m. Marm. Zweizugtisch, 4 Stühle mit Rohrrücken, je Zimmer RM. 470.— gegen Kasse. Besichtigung lohnt sich bestimmt. Möbelhaus . .... das musste untersucht werden! Es war verwunderlich, daß Frau Hirzel schon wieder ein neues Kleid hatte. Da hieß es also schnell einmal nachtragen! Frau Hirzel gab der Nachbarin gern Antwort,„Das ist doch garnicht verwunderlich“, meinte sie.„Ich habe mir ein System ausgeklügelt, wie ich alle meine Sachen— 00 nun Kleider oder Hausgeräte.— auf dem Laulenden halten kann! „Na, da bin ich aber wirklich neugierig, wie Sie das anstellen,“ riel die Nachbarin verwundert. „Also passen Sie auf. Sachen, die wir nicht mehr gebrauchen können oder wollen, haben für andere Familien noch einen hohen Wert. Man muß jetzt nur herausbekommen, wer gerade Verwendung dafür hat. Und sehen Sie, ich habe einen Weg gelunden! Ich gebe einlach eine„Kleine Anzeige“ in der„Heimat am Mittag“ auf und schon habe ich jemanden, der mir die Sachen abkauft. Andererseits aber, wenn ich selbst etwas brauche, was nicht unbedingt neu sein muß, dann finde ich es auf dieselbe Art und Weise— durch eine„Kleine Anzeige“ in der„Heimat am Mittag“! Das ist das ganze Geheimnis!“ gu och begeistert zu. Ich habe nom so viele alte Sachen herumstehen— ich werde jetzt gleich einmal aufräumen und sie dann verkaufen. Schließlich kann man sich dafür ja auch etwas Neues kaufen. Also, allerbesten Dank für den Hinweis.. Auf jedem Boden, in jedem Keller stehen noch so viele alte Sachen, die man durch eine„Kleine Anzeige“ gut zu barem Geld machen könnte. Die„Heimat am Mittag“ verkauft alles schnell und zu guten Preisen! Oder wenn Sie irgendein Stück für Haus, Hol, Feld oder Garten brauchen, dann hillt auch hier eine„Kleine Anzeige“ in der„Heimat am Mittag“. In ganz kurzer Zeit bekommen Sie soviel Angebote, daß Sie in Ruhe das Beste heraussuchen können! Die„Heimat am Miltag“ und ihr großer Leserkreis helten Ihnen, Ihr Geld nützlich anzulegen und gute Gelegenheiten zu erlassen. Boch.=Linden, Hattinger Str. 774 Annahme von Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen. Guterhalt. elektr. Vaschmaschine m. elektr. Wringerf. 110 Volt. f. 75.— RM. zu verkaufen. E.=Steele, Bochumer Str. 349 Eine Wohnung finden Sie schnell und sicher durch eine tleine Anzeige in dieser Zeitung Dauerangestellter sucht sof. oder spät. in Hattingen oder näh. Umgebung 4=5-ZimmerWohnung evtl. auch 3 Etag.Zimmer u. 2 Mans. Off. unt. Nr. 7955 an die Geschäftsst. d. Z. in Hattingen Abgeschlossene 3Zimmerwohnung zu mieten, evtl. gegen 4=Zimmerw. zu tauschen gesucht. Angebote unter Nr. 7951 an die Gesch. d. Ztg. in Hattingen Alleinstehende Frau m. einem Kind sucht für sofort ein leeres Limmer. Angeb. u. Nr 3530 an die Geschst. dsr. Ztg. in B.=Linden. Witwe sucht 2—3r. in Steele, eptl. kann 3=r. Werkswohn. (Zeche Gottfr. Wilh.) in Tausch gegeben werden. Rellinghausen, Hexentaufe 74. Rock= arbeiter sucht Heimarbeit. Angebote m. Preisangabe unter Nr. 7965 an die Geschst. ds. Ztg. in Hattingen Tüchtiges, zuverlässiges Mädel für Haushalt gesucht Hattingen, Große Weilstraße 7. Wollen Sie werben und wissen nicht wie? Kommen Sie zu uns wir beraten Sie gerne unverbindlich Kräftiges Mädchen, 14 Jahre, sucht Stelle bleistung des Aichtjahres. Angebote unt. Nr. 7951 an die Geschst. dsr. Z. t. Hattingen. Putzfrau oder für ½ od. ¾ Tage gesucht. E.=Steele, Kais.=Wilh.=Str. 41. oder Frau gesucht. zu erfragen in der eschst. E.=Steele, iset=Otto=Pl. 6. Sport-Ulster mit aufgesetzten Taschen und Rundgurt(wie Abblidung) ganz gefüttert oder mit Karo-Abselte In modernen Farben 85.- 69.- 6150 Winter-Ulster In modischen Formee u. Farben, ganz auf Kunstselde gefüttert oder mit Karo-Abselte 59. Ulster-Paletot ganz auf Kunstseide gefüttert, In bewährten Qualltäten. Hauptpreislagen 95.- 78.- 69.- 48.Meumann éCropp WITTEN