Hallinger Zeitung 84. Jothegong „Heitere Welt"„Westdeutscher Rundfunk" . Für 1 mm Hö u. Anzeigenpreis: eil 1mm Höhe 75 mm Breite 35 Pfg.- Bei Wiederholung Rabatt, der jemm Höhe und 33 mm Bre Postbezugspreis monatl. 2.66 Mk. n jeweiligen Beilagen: „„Das Reich der Frau", er Sang u. deutscher Klang". 10 Pfg. Für Anzeigen im eto: Fü Tertteil 1mm Höhe ooch bei gerichtlicher Beitreibung und im Konkursfalle fortfällt. Annahmeschluß von Inseraten ist abends 7 Uhr für die am nächsten Tage erscheinende Ausgabe. Obermarkt/ Kl. Weilstraße Jernsprech=Anschluß: Nr. 2941, 2942, 2943 Postscheckonlo: Dortmund Nr. 11103 Telegramm=Adresse: Kreisblatt Hattingenruhr mung: s a wu Froneberg; für Lokales und Kommunalpolitik: Carl Zänker; für Provinzielles, Sport und den gesamten übrigen Inhalt: Adolf Beineke./ Druck und Verlag: C. Hundt sel. Wwe., Vereinigte Ruhrtal-Zeitungen, Hattingen=R., Kleine Weilstraße/ Obermarkt., Sprechstunden der Redaktion von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Für Aufbewahrung aller der Redaktion unverlangt eingesandten Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Die Zurücksendung erfolgt nur wenn Rückporto beigefügt ist. Alle redaktionellen Einsendungen sind stets an den Verlag zu richten. General=Anzeiger für den Ennepe=Ruhrkreis Kreisblatt für den Ennepe=Ruhrkreis Größte u. meistgelesene Zeitung in Stadt und Kreis Dienstag, den 13. Dezember Nr. 292 Sozialpolitische Arbeiten der Reichsregierung: 25 Millionen und Sachleistungen zur Winterhilfe.— Preußen-Konferenzen beim Reichspräsidenten. Stolpert Herriot über die Kriegsschulden? Schleichers nächste Aufgaben. steit Dr. Wereres in Ideen und Richtschaffung liefert, und s sich mit ihren besonBerlin. Diese Woche wird noch eine Reihe wichtiger politischer Beratungen und Ereignisse bringen. Wie jetzt feststeht. tritt das Reichskabinett am Mittwoch zusammen, nachdem voraussichtlich am heutigen Dienstag der Reichsaußenminister dem Reichspräsidenten über das Ergebnis von Genf Bericht erstattet hat. Auch im Kabinett wird hierüber natürlich gesprochen werden. Außerdem sind eine Reihe anderer wichtiger Punkte aktuell, von denen man annehmen darf, daß sie den Gegenstand der nächsten Kabinettsberatungen bilden. Dazu gehört z. B. die Winterhilfe, die gestern auch den Haushaltsausschuß beschäftigt hat. Ob sie sich in dieser Form durchführen läßt, ist allerdings eine noch ofsene Frage. So wie sie vom Haushaltsausschuß beschlossen worden ist, würde sie etwa 400 Millionen kosten. Natürlich hat das Reichskabinett sich auch sehr ernst mit der Frage zu beschäftigen, wie die Finanzierung zu ermöglichen ist. Am Mittwoch wird das Kabinett sich vor allem auch mit der Abarenzung des Aufgabenkreises des neuen Reichskommissars für Arbeitsbeschaffung. befassen. Wie bereits bekannt geworden ist, ist nicht beabsichtigt, einen neuen Apparat aufzuziehen. Die Form der Tätigkeit Dr. Gerekes ist vielmehr so gedacht, daß er linien für die Arbeitsbest daß die zuständigen Ressorts deren Aufgaben in diese Richtlinien einfügen. Da mit wird ohne besonderen Neuauswand eine gewisse zentrale Einheitlichkeit in der Arbeitsbeschaffung gewährleistet. Sach lich gehören zu diesem Gebiet vor allem auch die Fragen der Siedlung. Für dieses Problem hat Reichskanzler von Schleicher immer ein besonderes Interesse bekundet. Es ist deshalb anzunehmen, daß die künftige Behandlung der Siedlung sehr stark unter seinen persönlichen Einfluß gestellt werden wird. Jm Vordergrunde der Aabineitsberatungen stehen natürlich auch die Arbeitsbeschaffungspläne. Wie das Programm endgültig aussehen wird, läßt sich heute noch nicht überblicken, doch darf man damit rechnen, daß schon in der kommenden Woche die letzten Einzelheiten dieses Programms seststehen werden. Da an sich genügend Mittel vorhanden sind, wird man es zweifellos ermöglichen können, den Arbeitsmarkt um einen höheren Prozentsatz zu entlasten. Einmal will der Reichsbankpräsident die testlichen ca. 640 Millionen Mark aus der Mehrbeschäftigungsprämie an die Kommunen überweisen, ferner glaubt er selbst noch für rund 500 Millionen Mark Wechsel hereinnehmen zu können und schließlich werden auch die Kommunen in der Lage sein, in einem Verfahren, das der Mehrbeschäftigungs, prämie angeglichen ist. eine Summe von eiwa 200 Millionen Mark aufzubringen. Damit ist der sinanzielle Hintergrund in Höhe von etwa 1,8 Milliarden RM. gegeben, und es handelt sich jetzt nur noch darum, einen systematischen Arbeitsplan selbst aufzustellen. Erfreulicherweise will man es dabei vermeiden, nach neuen Profekten zu suchen, um erst einmal die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Straßen sind repataturbedürftig und auch andere Reparaturen sind inzwischen mehr denn vordringlich geworen, so daß also schon auf diesem Wege ein statt. liches Programm zusammengestellt werden kann. Zu den Höhepunkten in der politischen Entwicklung dieser Woche gehört weiter die Rundfunkrede des Reichskanzlers von Schleicher am Donnerstag. Sie findet von 7.30 Uhr bis 8 Uhr abends statt. Der Kanzler wird sich über die ganzen wesentlichen Grundzüge des Programms seiner Regierung verbreiten. Am Donnerstag findet außerdem noch die Reichsratssitzung statt, in der die vom Reichstag beschlossene Amnestie behandelt werden soll. Wie bereits früher gemeldet, herrscht in politischen Kreisen die Meinung vor, daß der Reichsrat diese Vorlage nicht passieren lassen wird. Für Freitag ist der Auswärtige Ausschuß einberufen. Auf der Tagesordnung steht die Berichterstattung des Reichsaußenministers, Freiherrn von Neurath, über die außenpolitische Lage, und zwar besonders über die Abrüstung und über die Fünfmächtebesprechung. Aus diesem ganzen Programm ergibt sich, daß die laufende Woche noch nichts von der Weihnacht:ruhe verspüren läßt, die in früheren Jahren schon verhältnismäßig früh einzusetzen pflegte. Im Gegenteil sind die politischen Arbeiten noch immer im vollen Gang. In einer Frage wird die Entwicklung sich allerdings vor Weihnachten nicht mehr sehr vorwärtsdrängen, nämlich in der Wahl des preußischen Ministerpräsidenten. Nachdem die beiden nationalsozialistischen Parlamentspräsidenten von Reich und Preußen gestern beim Reichspräsidenten gewesen sind, nimmt man in unterrichteten Kreisen nicht an, daß es zu dieer Wahl noch in diesen Wochen kommt. Auch das Zentrum ist offenbar nicht gewillt, die Dinge zu überstürzen. nachdem der ihm besonders genehme Kandidat für den Ministerpräsidentenposten, Gregor Strasser, nicht mehr in Frage kommt. Unter diesen Umständen wird eine Lösung der preußischen Frage keinesfalls vor Januar erwartet. Aber auch für den Anfang des nächsten Jahres ist sie zunächst noch problematisch. Sie ist nicht möglich ohne Berücksichtigung der Verhältnisse im Reich. Eine Wiederherstellung des Dualismus Reich—Preußen kommt überhaupt nicht in Frage. Deshalb, so glaubt man allgemein, kommt ein neuer preußischer Ministerpräsident nur in Frage, wenn er gleichzeitig Mitglied des Reichskabinetts werden würde. Darüber ist aber bisher eine Verständigung mit den Nationalsozialisten noch nicht erzielt oder auch nur für die nächste Zukunft sichtbar geworden. Zwei Notverordnungen noch vor Weihnachten. Die Reichsregierung dürfte voraussichtlich noch vor Weihnachten zwei Notverordnungen erlassen, und zwar die eine zur Ergänzung des Sozlalprogramms, nachdem die sozialpolitische Ermächtigung an die Reiesregierung vom Reichstag abgelehnt worden ist. Die andere wird voraussichtlich die Terror=Notverordnung, die Sondergerichte, sowie die Notverordnung gegen Ausschreitungen in der Presse aufheben und durch mildere Bestimmungen ersetzen. Goering und Kerrl bei Hindenburg. Aussprache über die Preußenfrage. Verlin. Der Reichspräsident empfing in Gegenwart des Reichskanzlers von Schleicher den Präsidenten des Reichstages, Goering, und den Präsidenten des Preußischen Landtages, Kerrl, zu einer Besprechung über die weitere Behandlung der Frage Reich— Preußen. Der Empfang ist auf die Initiative des Reichstaaspräsidenten Goerina zurückzuführen. Die beiden Parlamentspräsidenten dürften dem Reichspräsidenten ihre Ansichten über die nach ihrer Meinung zweckmäßigste Lösung der Preußenfrage dargelegt haben. Der Reichspräsident bürfte hierbel seinerseits darauf hingewiesen haben, daß der Dualismus Reich— Preußen durch die Wahl einer parlamentarischen Preußen=Regierung im Interesse des Reichs und des Landes nicht wieder auftauchen dürse. In unterrichteten Kreisen verweist man Im übrigen darauf, daß die Lösung der Preußenfrage auf parlamentarischem Wege außer von den Nationalsozialisten auch vom Zentrum abhänge, dessen Zustimmung von einer Reihe von Bedingungen abhängig ist, die neben anderem auch eine Garantie für die Gleichrichtung der Politik im Reich und in Preußen fordern. Geschäftsordnungsschiebung vor dem Staalsgerichtshof. Berlin. Der am 24. April zur Ruhe gegangene preußische Landtag mit seiner schwarz-roten Mehrbeit, hatte bekanntlich in Abänderung der Gbeschäftsordnung beschlossen, daß zur Wahl des prenßischen Ministerpräsidenten auch im 2. Wahlgang die absolute Mehrheit aller Stimmen des Landtags notwendig ist, während nach der frühe. ren Bestimmung im 2. Wahlgang derjenige ge wählt war, der die meisten Stimmen bekommen hatte seine Regelung, wie sie auch bei der Reichspräsidentenwahl gilt!). Durch diese Aenderung war die Wahl des preußischen Ministerpräsiden ten von einer vorherigen Parteienverständigung abhängig geworden und außerordentlich erschwert. Die nationalsoslalistische Landtags= fraktion hat am Staatsgerichtshof bekanntlich eine Klage gegen den Landtag angestrengt, die diese Geschäftsordnungsänderung der alten Preu, benkoalition als nicht zu Recht bestehend festgestellt wissen will. Am 17. Dezember wird sich der Staatsgerichtshof mit dieser Frage zu befassen haben. Schluß mit dem Lohnabbau! Vor wichtigen sozialpolitischen Entscheidungen. Berlin. Nachdem der Reichstag die sozial politische Ermächtigung in der Notverordnung vom 4. September aufgehoben hat, kann zwar die Reichsregierung künftig keinen Gebrauch meye von dieser Ermächtigung machen, die bisher auf Grund der Ermächtigung erlassenen Verordnungen bestehen jedoch weiter, namentlich die am k. September ergangene Verordnung regierung über Lohnabbaumaßnahmen der Reichs= Schon bei daß mit dem Lohnabon. werden sollte und der neue Reichsarbeitsminister Dr. Syrup hat sich bereits grundsätzlich zut Aushebung der Verordnung vom ö. Seyt. bereit erklärt. Gegenwärtig schweben nur noch Verhandlungen zwischen dem Reichsarbeitsminister und den Sozialpolitikern der Reichstagsfraktionen im Unterausschuß des Haushaltsausschusses des Reichstages darüber, wie die Uebergangsregelung aussehen soll. Diese Uebergangsregelung, die im Interesse der Schlichter notwendig ist, weil bei ihnen zahlreiche Streitfälle wegen des bisherigen Lohnabbaus schweben und auch im Interesse der Unternehmer, die im Vertrauen auf die Verordnung Aufträge zu niedrigeren Preisen hereingenommen haben, dürfte heute nachmittag im Unterausschuß zustande kommen. Im Anschluß daran wird die Regierung selbst ihre vielumkämpfte Verordnung aufheben, ohne daß der Reichstag erneut einberufen werden müßte. um einen Aufhebungsbeschluß zu fassen. Eine halbe Million mandschurische Flücht linge. Peking. Die Zahl der Flüchtlinge aus der Mandschurei, die im Laufe des letzten Jahres in Peking eingetroffen sind, wird auf eine halbe Million Menschen geschätzt. Die portuglesische Regierung hat beschlossen, außer dem gegenwärtig in Ausführung begriffenen Flottenbauprogramm noch einen Torpedobootszerstörer und ein U=Boot in Auftrag zu geben. Im Brennpunkt des Tages. Ein letzter loyaler Versuch Deutschlands! Das Echo, das der Verlautbarung der Fünf=Mächte=Konferenz in den einzelnen Ländern gefolgt ist, ist ebenso unterschiedlich und buntschillernd wie die Erklärung selbst, mit deren Dehnbarkeit im Wege der Auslegung in den nächsten Wochen, nach Wiederbeginn der Verhandlungen, noch sehr große Zerreißproben versucht werden dürften. Daß die Umwandlung der hier niedergelegten verklausulierten Kompromißformeln in eine praktisch brauchbare Abrüstungsvereinbarung noch sehr harte Kämpfe zeitigen wird, sollte die Gegenseite nicht außer acht lassen, daß es sich bei dem zweifellos sehr starken Entgegenkommen Deutschlands auf der Fünf=Mächte=Konferenz nur um einen allerletzten Versuch handeln kann. Mit Recht wird in Genfer Völkerbundskreisen die Annahme der wirklich nicht befriedigenden Fünf=Mächte=Vereinbarung durch Deutschland als ein letzter, loyaler Versuch Deutschlands aufgefaßt, nunmehr nicht außerhalb, sondern im Rahmen der Abrüstungskonferenz die Befreiung von Versailles und die praktische Anerkennung der Gleichberechtigung zu erreichen. Diesen Gedankengang unterstreicht in erfreulicher Weise auch eine offiziöse deutsche Verlautbarung über die weiteren Perspektiven der Abrüstungskonferenz, in der zunächst zwar festgestellt wird, daß die Forderung, die Deutschland im Sommer mit seinem Abzug von der Konferenz durchsetzen wollte, jetzt hundertprozentig erfüllt worden sei, dann aber doch zugegeben wird, daß der Kampf weiter problematisch bleibe.„Man weiß," so heißt es weiter,„wie gering der Abrüstungswille der anderen ist; in deutschen Kreisen aibt man sich deshalb auch keinen Illusionen hin. Unser Ziel ist nicht die Aufrüstung, sondern die Abrüstung, denn einen Rüstungswettlauf muß Deutschland schon aus finanziellen Gründen zu vermeiden suchen. Daß auf der Konferenz noch kritische Momenté kommen, eraibt sie aus der ganzen Situation von selbst. Aber wir würden dann selbstverständlich die Konsequenzen wie im Juli ziehen, wenn der zu erwartende materielle Inhalt der Konvention, die bei glattem Verlauf vielleicht im Frühjahr zustande kommen könnte, nicht unseren Forderungen entspricht." Im übrigen aber hält man in Berlin grundsätzlich den Strich durch die Abrüstungsbestimmungen des Versailler Diktats für vollzogen, worauf übrigens auch eine Aeußerung MacDonalds bei seiner Ankunft in London hinzudeuten scheint, dessen Worte:„Das wäre nun der zweite Strich!“ auf Lausanne und Genf und damit auf die Liquidierung von Tributen und Abrüstung anspielen dürften. In der zitierten Berliner offiziösen Auslassung wird die Meinung vertreten, daß für Deutschland die Situation in der Gleichberechtigungsfrage ähnlich liege wie beim Vertrage von Lausanne über die Reparationen. Es wäre denkbar, daß dieser Vertrag daran scheitert, daß der eine oder andere Staat ihn nicht ratifiziert; dann wurde nicht eine Rückkehr zum Nounaplan erfolgen, sondern es wäre nureineneue Konserenz möglich. Ebenso würde bei einem Scheitern der Abrüstungskonferenz nicht der Vertrag von Versailles wieder in Wirksamkeit treten, sondern wir haben vielmehr auf der Basis der Gleichberechtigung alle Hände frel. Diese Lage ist auch desbalb gegeben, weil der Reichsaußenminister jeden Versuch, das künftige Konferenzergebnis einzuschränken, abgewehrt hat. Aus drücklich wird dann noch betont, daß Deutschland auch in Punkt IV der Erklärung nicht!— keine irgendwie gearteten Verpflichtungen für die vorlänkes Konvention übernommen habe. Kritische Lage Herriots. wenn auch rden müsse, Erfolg da= lungsseind= Der französische Ministerpräsident hat gestern vor der Kammer mit seiner dreistündigen Verteidigungsrede für den Standpunkt der Regierung, daß die Kriegsschuldenrate an Amerika, wenn unter gewissen Vorbehalten, gezahlt werd zweifellos einen starken rednerischen Er vongetragen. Die amerika= und zahlungsf liche Stimmung in Volk, Oeffentlichkeit und Parlament hat er jedoch nicht überwinden können. Die Lage seines Kabinetts ist durch die ablehnende Haltung Amerikas gegenüber den englischen Vorbehalten äußerst kritisch geworden. In französischen parlamentarischen Kreisen und selbst in denjenigen, in denen man dem Ministerpräsidenten bisher blindlings gefolgt war, macht sich seit Montag abend eine immer größere Zurückhaltung bemerkbar und es fehlt nicht an Stimmen, die das Kabinett am Schluß der Dienstagsitzung gestürzt sehen. Außer den Sozialisten, die bekanntlich in einem Fraktionsbeschluß gegen die Zahlung Stellung genommen haben, hat sich nunmehr auch die Gruppe der Linksrepublikaner(Flandin) dagegen ausgesprochen und ihren Präsidenten, den ehemaligen Finanzminister im Kabinett Tardien beauftragt, in die heutige Aussprache einzugreifen. Rechnet man zu den 161 Abgeordneten, über die diese beiden Gruppen verfügen, die 41 Mitglieder der Gruppe Marin, die 18 Mitglieder der Sozialen und Republikanischen Gruppe sowie die 28 Mitglieder der französischen Sozialisten und die Ein schwieriges Problem: Winterhilse bei leeren Kassen. Trotzdem muß und soll es gemeistert werden.— Die Beratungen im Haushaltsausschuß. Berlin. Der Haushaltsausschuß des Reichs tages, der am Montag mittag zusammentrat, be schäftigte sich zunächst mit der finanziellen Auswirkung der vom sozialpolitischen Ausschuß ge faßten Beschlüsse über Winterhilfsmaßnahmen. Die Ausführungen, die der Vertreter des Reichsarbeitsministeriums über die Winterhilfe machte, waren die gleichen, wie schon im sozialpolitischen Ausschuß am Sonnabend. Reichsfinanzminister Graf Schwerin Krosigk betonte, daß die Entschließung des sozialpolitischen Ausschusses durch eine Reihe von Anträgen ergänzt worden sei, die eine Mehrbelastung in Höhe von einigen hundert Millionen Mark ausmachten. Es sei klar, daß eine solche Mehrausgabe ohne Deckung nicht geleistet werden könne. Die von den Sozialdemokraten gemachten Deckungsvorschläge seien optimistische Schätzungen, insbesondere so weit von der Beitreibung der rückständigen Steuern des Bergbaues gesprochen werde. Ueber die kommunistische Forderung, die Mehrkosten aus dem Wehrhaushalt zu nehmen, brauche er wohl nicht viel zu sagen. Der nationalsozialistische An trag, die Steuerschulden der Landwirtschaft in Naturalien zahlen zu lassen, sei schon früher erörtert worden.— Versuche dieser Art, wie sie z. B. in Oldenburg gemacht worden seien, hätten aver kein befriedigendes Ergebnis gehabt. Dennoch wolle er diesen Gedanken nicht rundweg ablehnen. Die Reichsregierung kenne die große Not und sei gewillt. ihr im Rahmen des finanziell Möglichen entgegenzutreten. Vor allem gelte es jetzt aber, die Gemeinden über Wasser zu halten. Mit den 80 Millionen, die das Reich den Gemeinden jetzt zuweise, trage es bereits 85 v. H. der Wohlfahrtserwerbslosenhilfe. Wie sollten angesichts der Notwendigkeit der Betrennng der Wohlfahrtserwerbslosen die Gemeinden gehindert werden, ihnen doch noch überwiesene Mittel nicht für die Winterhilfe, sondern für die Deckung ihres Finanzbedarfs zu verwenden? Hauptsache für die Reichsregierung sei, den Erwerbslosen Arbeitzuverschaffen. Der Minister schloh mit der Bitte an den Ansschuß, deshalb nichts zu verlangen, was die Reichsregierung beim besten Willen nicht erfüllen könne. Bei Erörterung der Deckungsvorschläge teilte der Reichsfinanzminister noch mit, daß die Benzinabgabe vom 1. Januar 1988 ab wieder auf den alten Satz von 8,80 Mark erhöht werden solle. Ein Mehraufkommen ergebe sich daraus aber nicht, da diese Abgabe im Haushalt mit 18 Millionen angesetzt sei und höchstens 7 Millionen aufkommen würden. Eine Beseitigung des Spritbeimischungszwanges würde wohl im Haushaltsjahr 1932 etwa 5 bis 6 Millionen mehr ergeben, dafür aber den Zusammenbruch der Brennereien und den Ausfall ihrer Steuern nach sich ziehen. Nach längerer Aussprache erhielt bei der Abstimmung die von dem sozialpolitischen Ausschuß vorgeschlagene Entschließung über die Winterhilfsaktion eine etwas geänderte Fassung. Reichsregierung wird ersucht, alsbald durchgreifende Maßnahmen zu treffen, durch die den großen Massen der notleidenden Bevölkerung eine angemessene Weihnachts, und Winterhilfe gewährt wird. Es soll dabei u. a. folgendes verwirklicht werden: Für den kommenden Winter wird für alle Arten von Empfängern öffentlicher Unterstützung und Renten eine zusätzliche Winterbilfe geschaffen. Ihre Durchführung wird den Gemeinden überlassen. Sie besteht in unentgeltlicher Belieferung mit solchen Naturalien, mit denen je nach den 10 Kommunisten und berücksichtigt man ferner, daß sich in der Mitte und auf dem rechten Flügel noch weitere Abgeordnete gegen die Zahlung aussprechen werden während selbst in den Reihen der Radikalsozialisten zahlreiche Stimmenthaltungen eintreten dürften, so erscheint das Schicksal der Regierung in der Tat sehr zweifelhaft. Einige Pariser Morgenblätter mit dem sozialistischen „Populaire“" an der Spitze, sind daher auch schon jetzt der jesten Ueberzeugung, daß Herriot über die Schuldenzahlung gestürzt wird. Der Ministeroräsident selbst hat diese Möglichkeit auch bereits ins Auge gefaßt und im Anschluß an seine Erklärungen vor dem Finanz= und dem Auswär tigen Ausschuß der Kammer darauf hingewiesen, daß er in diesem Falle die Wiederbetrauung mit der Kabinettsbildung ablehnen würde. Wo bleibt der Der Dessaner politischen PoliReichsanwalt? zei kam ein revolutionäres Flugblatt zur Kenntnis, das in Roßlau verteilt worden ist und wohl das Ungeheuerlichste sein dürfte, was von der KPD. bisher auf diesem Gebiete geleistet wurde. Das sechs Seilen umfassende Blatt trägt den Titel„Der rote Frontsoldat“. Schon einige Stellen lassen den ganzen furchtbaren Ernst der bolschewistischen Aktivität in Deutschland erkennen. In der Flugschrift wird vor allem zur Bewaffnung des Proletariats aufgefordert, und es werden Ratschläge zum Einbruch in Waffenläden erteilt und mit Petroleum getränkte Lappen und einfache Handgranaten aus Dynamit als allerorimitivste Möglichkeiten empfohlen. Diebstähle von Sprengstoffen und Giftgasen, Beraubung von Eisenbahnwaggons und Beiseiteschaffung von Patronen und Gewehren aus den Fabriken werden zur Pflicht gemacht. Der Aufruf schließt mit den Worten: „Wir hoffen, somit über die Frage der Bewaffnung des Proletartats, über das„Wie“ und„Woher?“ kler und deutlich gesprochen zu haben.“— Jawohl. klar und beutlich genug. Wir hoffen sogar so klar und dentlich, daß sich der Reichsanwalt lennigst dieser Angelegenheit annimmt. örtlichen Verhältnissen der Notlage am besten gesteuert werden kann und darf nicht zu einer Verminderung der Geldunterstützung führen. Vom Dezember bis April sind für jeden unterstützungsberechtigten Haushalt 4 Pfund Brot, 1 Pfund Fleisch wöchentlich sowie 20 Zentner Kohlen zu liefern. Die Mittel für die Durchführung der Winterhilfe, von der auch die Alleinstehenden nicht ausgenommen werden dürften, stellt das Reich den Gemeinden zur Verfügung. Sie dürfen für andere Zwecke weder vom Reich verrechnet, noch von den Gemeinden verwandt werden. Annahme fand auch ein Antrag, den Landwirten, dem gewerblichen Mittelstand und dem Kohlenbergbau die Möglichkeit zu geben, rückständige Steuern durch Naturallieferungen für diese Hilfsaktion abzugelten. Weiter wurde mit Mehrheit eine Entschließung angenommen, die die Reichsregierung ersucht, in einem Zweimonatsprogramm in eine praktische Winterhilfe einzutreten, die Arbeitsbeschaffung zu beschleunigen und die Sicherstellung der Gemeinden für die Leistungen der Wohlfahrtserwerbslosen zu gewährleisten. 25 Millionen bar und Sachleistungen. Die Möglichkeiten der Reichsregierung. Wie unsere Berliner Vertretung erfährt, wird die Reichsregierung die in den einzelnen Parteianträgen zur Winterbilfe zum Ausdruck gekommenen Wünsche nach Hilfe, so berechtigt auch immer sie sein mögen, in dem hier beabsichtigten Ausmaß nicht erfüllen können. Ueber das Ausmaß der Winterhilfsmaknahmen wird der morgige Kabinettsrat naheren Beschluß fassen. Wahrscheinlich werden sich jedoch nicht mehr als ca. 25 Millionen RM. in bar aus den Fonds der verschiedenen in Frage kommenden Stellen flüssig machen lassen, die dann vor Weihnachten in Form einer einmaligen Zulage zur Unterstützung an jeden Unterstützungsempfänger ausgezahlt werden sollen. Daneben ist eine starke Förderung der freiwilligen Winterhilfsaktionen privater Verbände beabsichtigt durch Frachtermäßigungen etc. für Kohle, Kartoffeln und andere Dinge des täglichen Bedarf, für Fleischverbilligung usw., wie das im vergangenen Jahre bereits durchgeführt wurde. Der Arbeitsbeschaffungskommissar in Tätigkeit. Landbund und Gewerkschaften bei Dr. Gereke.— Kein besonderer Verwaltungsapparat. Berlin. Wie wir an anderer Stelle mitteilen, steht dem neuen Kommissar für Arbeitsbeschaf, fung ein Betrag von etwa 1,3 Milliarden RM. zur Verfügung. Am Montag empfing Dr. Gereke den Präsidenten des Reichslandbundes, Graf Kalkreuth, sowie mehrere Herren des Reichslandbundes und besprach mit ihnen die Frage der Arbeitsbeschaffung im Zusammenhang mit der Lage der Landwirtschaft. Am Nachmittag waren Vertreter der Gewerkschaften aller Richtungen bei dem Reichskommissar zu einer Aussprache über das Arbeitsbeschaffungsprogramm und die Wünsche der Gewerk. schaften. Dabei wurde von allen Vertretern der schiedenen Organisationen die Notwendigkeit der beschleunigten Durchführung eines öffentlichen Herriot will Amerika bezahlen, Arbeitsbeschaffungsprogramms zu normalem Lohn unterstrichen. In den nächsten Tagen wird das Reichskom missariat für Arbeitsbeschaffung seine offizielle Tätigkeit aufnehmen. Es dürfte sich dabei nicht um die Schaffung eines neuen umfangreichen Verwaltungsapparates, von denen ja genügend vorhanden sind, handeln, sondern Reichskommissar Dr. Gereke wird vielmehr einheitliche Richtlinien für eine umfassende Arbeitsbeschaffung heraus geben und in Zusammenarbeit mit den übrigen Reichsstellen für deren beschlennigte Durchführung sorgen. Damit dürfte auch die Frage, ob Sied lungs- und Östhilfe dem Arbeitsbeschaffungskommissar direkt unterstellt werden sollen, dahin zu beantworten sein, daß das wahrscheinlich nicht der Fall sein wird. „um Frankreichs Unterschrift nicht zu entehren. Paris. am Mont Rede zur Entscheidung der französischen Kammer auf heute vertagt. en Beginn der Kammeranssprache dert war. Im ersten Teil behandelte er die Geschichte der französisch=amerikanischen Schulden, im zweiten den Verlauf der letzten Verhandlungen und im dritten Teil die möglichen Lösungen. Er kam zu dem Schluß daß die Regierung iich für die Einhaltung der Zahlungsveroflichtungen einsetzen müsse, allerdings unter gewissen Vorbehalten. Er könne jedoch diese Vorbehalte noch nicht bekanntgeben, ehe er aus London Nachricht erhalten habe, welchen Weg England beschreiten werde. Im Anschluß diese Erklärung Herrlots beschloß die Kammer, Aussprache auf Dienstag nachmit tag zu vertagen, um den Ausschuß Gelegenheit zu geben, sich mit der neuen Lage zu befassen und die vertraulichen Erklärungen des Ministecpräsidenten anzuhören. Die soslallstische Fraktion hat die Einbringung eines Entschließungsantrags beschlossen. der die Regierung zur Hinausschiebung der am 1d. Dezember fälligen Zahlung aufforderte, nachdem die Vereinigten Staaten es abgelehnt haben. rgendwelche Vorbehalte oder Bedingungen anzu nehmen. Herriot übte im einzelnen in seiner Rede zunächst scharfe Kritir an der Haltung Amerikas, und erinnerte dann daran, daß zwischen den reparationen und Schulden zum mindesten ein politischer Zusammenhang bestehe. Er kam in diesem Zusammenhang auf den Dawesplan und denn auf den Youngplan zu sprechen und erklärte unter ungeheurem Beifall des Hauses, daß das Dazwischentreten Hoovers die ge'amten Schuldenabmachungenin Frage gestellt habe. Herriot schaltete sodann die von verschiedenen Seiten vorgeschlagenen Zwischenlosungen aus. Er habe sich lange mit der Schiedsgerichtsbarkeit beschäftigt, diesen Gedanken aber dann fallen gelassen, da er den moralischen Empfindungen mehr Vertrauen schenke, als den juristischen. Einer Zahlungsverweigerung könne er auch nicht zustimmen, da er die Unterschrift Frankreichs nicht entehren wolle u. auch nicht Gefahr laufen wolle, einer politischen Isollerung ausgesetzt zu sein. Bei dem Entschluß, den die Regierung gefaßt habe, habe sie sich der Haltung Englands angepaf den Weg für eine enbgültige Regelung o lassen. 460 Festnahmen von Demonstranken. Paris. Bei Kundgebungen, die Anhänger der Action Francaise gegen die Schuldenzahlung an Amerika am Montag veran= stalteten, wurden insgesamt 460 Personen festgenommen. Auch Belgien zahlt unter Vorbehalten. Brüssel. Die aus innerpolitischen Gründen im Zusammenhang mit den Neuwahlen vor dem Rücktritt stehende Regierung de Brocqueville hat als letzte Regierungshandlung nun doch noch eine Entscheidung in der Kriegsschuldent, um sen zu frage treffen müssen. Die Reglerung, die fest entag hielt Herriot eine dreistündige schlossen war, nicht zu zahlen, sieht sich gezwungen, Schuldenfrage, die in drei Teile geglie= internationalen Beweggründen Rechnung zu tragen. Belgien wird deshalb unter besonderen Vorbehalten, wie England und Frankreich, seine amerikanischen Schulden bezahlen. Einstweilen kein Rückgriff Englands auf seine Schuldner. Nochmalige Antwort auf Amerikas Zurückweisung? London. Das englische Kabinett wird sich voraussichtlich heute mit der Frage befassen, ob auf die letzte amerikanische Note über die Kriegsschuldenfrage eine Antwort abgesandt werden soll. Am Mittwoch will Schatzkanzler Neville Chamberlain im Namen der Regierung eine wichtige Erlärung im Unterhaus abgeben. In einer Rede in Birminaham kam der Schatzkanzler kurz auf die Kriegsschuldenfrage zu sprechen. Er erklärte u. a.: Wir verlangen nicht, daß unser Vorschlag im augenblicklichen Stadium der Verhandlungen angenommen werde, aber wir behalten uns unser Recht vor, ihn aufs Tapet zu bringen, wenn die Besprechungen beginnen. Es steht im Augenblick nicht zur Debatte, von unseren Schuldnern Iraendeine Zahlung zu verlangen, was aber nicht bedeuten soll, daß ihr Verpflichtungen gestrichen sind. Sie sind ledlalich ausgesetzt, und wenn es unglücklicherweise unmöglich sein sollte, das Abkommen von Lausanne zu ratifialeren, weil sich die Signatarmächte mit den Vereinigten Staaten über eine befriedigende Regelung der Schuldenfrage nicht zu einigen vermögen, dann werden wir zu dem Stand zurückkommen, der vor dem Hoover=Moratorium in Kraft wat, und unsere Rechte gegenüber unseren Schuldnern werden voll wieder aufleben. Nach der Einigung in Gens. Die deutsche Abrüstungsabordnung wieder zusammengetreten. Berlin. Nachdem die Entscheidung, daß Deutschland an den weiteren Arbeiten der Genfer Abrüstungskonferenz wieder teilnimmt, gefallen ist, hat Botschafter Nadolny seinen Urlaub abgebrochen und die in Berlin weilenden Mitglieder der deutschen Abrüstungsabordnung am Montag nachmittag zu einer Sitzung zusammenberufen. Anfang Januar wird sich die Abordnung geschlossen nach Genf begeben. Vorläufig wird Deutschland dort durch den Gesandten Weizsäcker vertreten. Die heutige Sitzung des Büros der Abrüstungskonferenz wird der Vorbereitung der für Mittwoch anberaumten Sitzung des Hauptausschusses gewidmet sein. Der Hauptausschuß wird die in der Zwischenzeit ausgearbeiteten Berichte der technischen Ausschüsse entgegennehmen und sodann ein Datum für seinen Wiederzusammentritt im Januar festsetzen. Es besteht die Absicht, daß schon vor diesem Datum die Vertreter der fünf Mächte in London zu einer Vorbesprechung über das der Konferenz vorzuschlagende Arbeitsprogramm zusammenbekommen. Stimson und MacDonald über Genf. Washington. Staatssekretär Stimson gab seiner großen Befriedigung und Freude über das Genfer Ergebnis Ausdruck. Die Rückkehr Deutschlands zur Abrüstungskonferenz berechtigte zu der Hoffnung, daß die Konferenzarbeiten eine wertvolle Förderung erführen London. Ministerpäsident Mac Donald ist in ausgezeichneter Stimmung zurückgekehrt Auf die vielen Glückwünsche, die ihm wegen des Ergebnisses der Fünsmächtekonferenz ausgesprochen wurden, erklärte er:„Es ist zwar ein tüchtiges Stück Arbeit gewesen, aber wir haben es Gott sei Dank geschafft. Das ist nun der zweite Strich.“ Frankreich als Erfolg bucht. Paris. Trotz des außerordentlich nichtssagenden Anscheines der Fünfer=Erklärung, so betont der„Petit Parisien". habe sie den Wert, daß Frankreich die Wiederbeteiligung Deutschlands an den Abrüstungsbesprechungen erreicht habe, ohne auf irgendeinem Gebiet lebenswichtige Interessen aufgegeben zu haben. Wenn man sich die Schwierigkeiten vergegenwärtige, die heute einer Anwendung des Artikels 213(Kontrolle) entgegenständen, so werde man den ganzen Wert bemessen, den die Schaffung eines internationalen Kontrollsystems habe, die nunmehr in greifbare Nähe gerückt sei. Artikel 5 des Versailler Vertrages werde zwar durch ein neues Abrüstungsabkommen ersetzt werden, aber dieses Abkommen werde durch eine Reihe von Sicherheitsbedingungen ausgeglichen und stelle kein neues Zugeständnis dar. Das„Journal“ unterstreicht ebenfalls das Ende des Artikels 5 des Versailler Vertrages, betont aber gleichzeitig, daß die ganze Frage der Gleichberechtigung vonneuemauferollt werde, wenn Frankreich nicht die scherbeitsbedingungen erreiche, die es verlange. Dieser Vorbehalt komme in dem Wortlaut der Fünser=Erklärung klar zum Ausdruck. Aufregung in Polen. Warschau. Die Montagsblätter lassen erkennen, wie sehr die seit langem befürchtete Gleichberechtigung für Deutschland in Polen überrascht hat. Allgemein wird darauf hingewiesen, daß diese Gleichberechtigung„ohne Sicherheitsbürgschaft" gegeben worden sei, was ein„entschiedenes Nachgeben zugunsten Deutschlands bedeute". Das, was eines der Endziele hätte sein sollen, so saat der nationaldemokratische„Kurser Warscawski", sei nun gleich zum führenden Grundsatz geworden, so wie es eben Deutschland gewünscht habe. Reichsausschußsitzung der Deutschen Volkspartei. Dr. Hugo stellvertretender Parteiführer. Berlin. Der Reichsausschuß der Deutschen Volkspartei trat Sonntag in Berlin zu einer Sitzung zusammen. Der Parteiführer Dingelbey erklärte, daß das parlamentarische System. wie es beute beschaffen ist, kein Vertrauen verdiene, daß aber die große Mehrheit des Volkes den politischen Konflikt nicht um des Konkliktes willen herbeiwünsche. Die Vertagung des Reichstaas sei mit Dingen bezahlt worden, die bis bart an die Grenze des Erträglichen gehen. Die Deutsche Volkspartel denke dabei nicht in erster Linte an die sozialpolitischen Beschlüsse, sondern an Nahmen und Umfang der Amnestie. Dingeldey teilte weiter mit, daß er der Entlastung bedürfe und deshalb den Reichstagsabgeordneten Dr. Hugo=Bochum als stellvertretenden Partelführer bestimmt habe. Der Chefredakteur der volksparteilichen Wochenschrift„.neuerung“. langjähriger Herausgeber der Nationalliberalen Korrespondenz und vertrauter Mitarbeiter Dr. Stresemanns, Gottfried H. Kockelkorn, ist im Alter von 55 Jahren an Herzschlag gestorben. In drei Zeilen. Der Reichspräsident hat den Vortragenden Legationsrat im Auswärtigen Amt. Dr. Martins, zum Gesandten In Rlaa ernannt. Mit der Leitung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung ist an Stelle des zum Reichsarbeitsminister ernannten Dr. Syrup der Präsident des Landesarbeitsamtes Stutigart, Källin, kommissarisch beauftragt worden. Der ursprünglich als badlscher Innenminister in Aussicht genommene Dr. Kraus in Mainz hat seinen Austritt aus der SPD. erklärt, da ihm die politische Haltung der badischen Sozialdemokratie, die durch die Ablehnung des Konkordats die babische Koalition gesprengt habe, das Weiterverbleiben in der sozialdemokratischen Partei unmöglich mache. Zwischen Nationalsoslalisten und Angehörigen des Stahlhelms kam es im Vorraum des Hotels„Kaiserhof“ in Altona zu einer Schlägerei, nachdem zwei junge Nationalsozialisten wegen politischer Auseinandersetzungen aus einer Weihnachtsfeier des Stahlhelms verwiesen worden waren und nun mit etwa 25 Nationalsozialisten wieder erschienen. In der Nähe der Ortschaft Köchelsdorf bei Rehna wurde Montag früh ein SA.=Mann in Unisorm auf der Landstraße als Leiche aufgesunden. In der Nähe lag ein Revolver. Die Leiche hatte eine Schußwunde in der Schläfe. Ob Verbrechen oder Selbstmord vorliegt, wird noch geprüft. Ueber den Plan eines Werkfahrsfürdie Abiturienten soll eine für den 19. Dezember nach Berlin berufene Konferenz der Länder die Entscheidung treffen. Die Finanzierung soll anscheinend so ermöglicht werden, daß die Eltern die Kosten selbst tragen, und zwar für ein halbes Jahr. Das Winterhalbjahr, für das Unterbringung in den Betrieben vorgesehen war, ist als unmöglich aufgegeben. 2. Blatt Nr. 292. Polizeistunde am Heiligenabend. Von Arbeitnehmerseite ist die Festsetzung der Polizeistunde für den Heiligenabend auf 19 Uhr angeregt worden. Wie wir einem Runderlaß des preußischen Innenministeriums an die Polizeibehörden entnehmen, kann eine derartige Regelung aus grundsätzlichen Erwägungen nicht in Frage kommen. Die Polizeibehörden werden jedoch angewiesen, im Interesse der verheirateten Arbeitnehmer durch Verhandlungen mit den örtlichen Arbeitgeber= und Arheitnehmerorganisationen dahin zu wirken, daß die verheirateten Arbeitnehmer im Gastwirtsgewerbe am Heiligenabend nach Möglichkeit von 19 Uhr ab von ihrer Arbeit freigestellt werden. Sollte daneben eine Polizeistundenverlegung in geringem Umfang für erforderlich gebalten werden, so bestehen dagegen keine Bedenken.(* Schutz der Gas- und Wasserleitungen. Zur Verhütung von Frostschäden und Verstopfungen müssen die Gas= und Wasserleitungen nebst den zugehörigen Meßvorrichtungen in der sorgfältigsten Weise gegen die Einwirkung der Kälte geschützt werden. Zu diesem Zwecke sind die Räume, in welchen sich die Gas= und Wasserleitungen befinden, namentlich die Keller, während der kalten Jahreszeit geschlossen zu halten und die Rohrleitungen und Messer in geeigneter Weise zu umhüllen. Es ist angebracht, die Hauptsperrhähne der Wasserleitungen im Keller daraufhin zu prüfen, ob sie dicht absperren. Vor Eintritt der Frostperiode müssen die Hähne dicht sein, da sonst beim Platzen von Rohren nicht abgesperrt werden kann und große Wasserschäden nicht zu vermeiden sind.* * Haitingen. — Auf und ab... Öh, wie ist es kalt geworden! So vernahm man es gestern und am Sonntag, heute aber lacht die Sonne am tiefblauen Himmel uno warmt in der Mittagsstunde wie zur Hochsommerzeit. Sonne— das ist etwas für alle, nach ihr sehnen sich Kranke und Gesunde! Denn in der Zeit der„Sonnenarmut“ ist der Mensch für Krankheiten mehr disponiert. Ueberhaupt ist ja der Mensch biologisch an die Sonne und den Sonnenlauf gebunden, und das Himmelsgestirn bestimmt ebenso sein körperliches und sein seelisches Ergehen... — Kein Antrag an das Oberversicherungsamt um Zulassung als Kassenarzt. Zu der Notiz am Montag erfahren wir, daß Herr Dr. Graeve, Chefarzt für innere Krankheiten am Evgl. Krankenhaus Hattingen, die Zulassung zur Kassenpraxis nie beantraat und das Schiedsamt in Dortmund daher auch nicht über seine Zulassung zur Kassenpraris zu entscheiden hat.(Die Nachricht stammte bekanntlich aus dem neuesten Regierungsamtsblatt.) — Der Magistrat war nicht eingeladen. In der Nummer vom 15. November berichteten wir über die Schlußübung unserer Freiw. Bürgerfeuerwehr auf dem Alarmplatz und die anschließende Sitzung beim Kameraden Karl Schulte. Nach der Ueberreichung von Ehrenzeichen durch Kamerad Oberbrandmeister Ibing(u. a. erhielt auch Branddirektor Vogel eine Auszeichnung) „stellte", wie es in dem Berichte heißt,„das Vorstandsmitglied Kamerad Rudolf Brandt mit Bedauern sest, daß die Stadtverwaltung nicht durch eine beamtete Person vertreten war. Die große Wehrmänner=Versammlung unterstrich diese Feststellung durch ein einstimmiges„Sehr richtig!“— Die Stadtverwaltung soll nicht wenig erstannt gewesen sein über diese Kritik; war ihr doch die Uebung weder gemeldet, noch eine Einladung zur Besichtigung an sie ergangen. Wie uns vorstandsseitig bestätigt wird, hat der Bürgermeister als oberster Chef des städtischen Feuerlöschwesens gewünscht, künftig benachrichtigt zu werden von Uebungen besonderer Art. — Mit der amerikanischen Millionenerbschaft ck soll es nichts sein, und damit hätten sich auch die„attinger Erben“ umsonst gefreut (Schade!). Nach den vom Auswärtigen Amt getroffenen Feststellungen, sind die Nachrichten über einen Millionennachlaß Huck unrichtig. Weder dem Auswärtigen Amt noch dem Deutschen Generalkonsulat in Chikago ist etwas von einem Nachlaß bekannt. Winzermark. ging Herr Fritz Brett— Ins 74. Lebe mann, Finkental. nsjahr gi Unsern Glückwunsch! Wie wird das Weiter? Ein wenig milder. Für West= und das mittlere Norddentschland: Meist wolkig, Temperaturen am Tage über Null, nachts noch leichter Frost, mäßige Winde aus südlicher Richtung. Für das übrige Deutschland: Nirgends wesentliche Niederschläge allgemein ein wenig milder, aber noch größtenteils Nachtfröste. 2 Noch kein richtiges Winterwetter. In den deutschen Gebirgen ist abgesehen vom schlesischen Bergland die Schneehöhe für Wintersport noch zum größtenteil unzureichend. Bei mäßigem und strengem Frost muß erst weiterer Neuschnee abgewartet werden. Auch in den Alpen ist die Schneehöhe noch wenig befriedigend. V EHR NM Wie vor einiger Zeit schon kurz berichtet wurde, hat der Vorstand des Vereins zur Errichtung eines Ehrenmales in Herbede nunmehr endgültig die Ausführung des mit dem ersten Preis gekrönten Entwurfes beschlossen, nachdem die finanzielle Durchführung dieses Beschlusses gesichert erscheint, falls die Opferwilligkeit der Herbeder Bevölkerung weiter so andauert wie sie begonnen hat. Da wohl nicht alle Herbeder Bürger Gelegenheit genommen haben, sich das Denkmal anzusehen, so soll dasselbe anbei im Bilde folgen. In nächster Zeit werden auch Postkarten mit dem Denkmal zu haben sein. Der Entschluß zur Ausführung des mit dem ersten Preis gekrönten Entwurfes ist erst nach öfteren Beratungen gefaßt worden. Zunächst hat das Preisgericht einen ganzen Tag die eingegangenen Arbeiten geprüft und einstimmig den Entwurf der Architekten Langensiepen und Graphiker Erbe=Hagen für den besten erklärt. Der Entwurf zeichnet sich durch eine neuartige Lösung der Aufgabe aus. Dann fanden Besprechungen mit illen Herren statt, welche preisgekrönte Arbeiten eingereicht hatten. Auf einer Reise nach Hagen wurden die Lichtwirkung der vorgesehenen Glassenster geprüft. Dann erst wurde nach einer nochmaligen Aussprache im Vorstand obiger Entschluß gesaht. Die Fotografie erweckt den Eindruck, daß die Mauern aus Beton hergestellt seien. Das ist fedoch nicht der Fall. Alle Mauern bestehen, wie es Vorschrift des Ausschreibens war, aus hiesigem Sandstein. Die Wege sind mit Trockenmauern eingefaßt, das eigentliche Denkmal besteht aus verputzten Mauern. Die Wirkung solcher Mauern stellte der Vorstand am Kriegerfriedhof in Hagen fest. Die Mauern werden mit Trockenpflanzen be pflanzt. Dadurch wird der ganze Berg in seiner schönen Form noch mehr betont und gleichsam ganz zu einem Ehrenmal verwandelt. Die drei Kreuze, die bekanntlich das Sumbol der deutschen Kriegsgräberfürsorge sind, mahnen, daß hier eine heilige Stätte ist, an der unserer toten Helden ge dacht werden soll. Es ist versucht worden, daß eiserne Kreuz hier anzubringen. Ein Entwurf der Künstler sah eine Säule vor. die von einem Adler gekrönt wurde, der ein eisernes Kreuz halt. Derelbe erinnerte jedoch zu sehr an die Denkmäler von 1870 und konnte auch sonst nicht befriedigen HERBEDE Die weite Sicht, die das Ehrenmal haben wird, verlangt eine scharfgeschnittene Silhouette. Den eigentlichen Platz stillen Gedenkens bildet die Grabkammer. In ihr liegt auf einem Sockel aus roten Backsteinen mit weißen Fugen ein toter Krieger. Die Grabkammer wird von oben durch mehrere bunte Glasfenster erhellt, die aus einem besonderen Glas hergestellt sind, welches eine große Leuchtkraft verbürgt. In die Wände werden rote Fliesen eingelassen, die die Namen der Gefallenen tragen. Die Steine zum Denkmal, soweit sie für diesen Zweck verwendbar sind, stellte Herr Baumeister Halsband=Sprockhövel aus seinem in nächster Nähe befindlichen Steinbruch in großzügiger Weise kostenlos zur Verfügung, wodurch der Bau sich bedeutend verbilligt. Der Bau des Denkmals soll nach Maßgabe der verfügbaren Mittel erfolgen. Zunächst werden mit Hilfe des Freiwilligen Arbeitsdienstes, den der Jungdeutsche Orden zur Verfügung gestellt hat, die Wege erstellt werden. Dazu sind 1850 Tagewerke ersorderlich. Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister ist beschlossen, da sie aus verschiedenen Gründen notwendig wurde. Mögen die Herbeder Mitbürger nunmehr weiter wie bisher das große Werk unterstützen, damit es möglichst bald zur Ehre unserer Gefallenen erstehen möge.(h Verein zur Errichtung eines Ehrenmales in Herbede. Welper. — Sechs Adveutsseiern, die in harmonischer Art bei Kafsee oder Tee und Kuchen gestern abend ihren Abschluß sanden, veranstalteten die Evangel. Frauenhilfe, der Gemischte Chor, der Jungmänner= und der Jungmädchenverein, sowie Eltern und Freunde des Kindergartens und der Helferkreis des Kindergottesdienstes. Die Feier im Kindergarten galt gleichzeitig als Begrützungsabend für die neue Leiterin Frl. Eigenbrodt und brachte mit Kerzenschein, Liederklang und zwei niedlichen Aufführungen der älteren Kinder Dienstag, 13. Dezbr. die rechte weihnachtliche Vorfreude und festliche Stimmung. — Vieh= und Obstbaumzählung. Bei der letzten Viehzählung wurden insgesamt gezählt: 32 Pferde, 87 Stück Rindvieh, 29 Schafe, 271 Schweine, 24 Ziegen, 1490 Kaninchen, 5074 Hühner(einschl. 123 Gänse, 199 Enten und 8 Trutund Perlhühner). Bienenstöcke sind 28 vorhanden. Der Bestand an Schweinen hat sich auf die Zahl von vor 5 Jahren gesteigert. — An Obstbäumen sind gezählt: Aepfel 784, Birnen 851, Pflaumen 539, Kirschen 426, Aprikosen 5, Pfirsische 44 und Wallnüsse 5. — Der fünfte Erwerbslosenabend im PaulGerhardt=Haus beginnt heute abend um 7 Uhr. Eingeladen sind alle Erwerbslosen. — Silberhochzeit. Die Eheleute Johannes Ripperger und Pauline gevorene Keuth, Henschelstraße 47, blicken heute auf einen 25jähr. Ehesiand zurück. Herr Ripperger steht mehr als ein Jahrzehnt im kommunalpolitischen Leben und hat sich um das Wohl und Wehe seiner Mitmenschen manche Verdienste erworben. Dem Jubelpaare Gruß und Glückwunsch! Haßlinghausen. — Wegen der billigeren Strompreise hat ein Großgaststättenbesitzer an der Barmer Grenze eine Kabelleitung von seinem Gut Frielinghausen her legen lassen, die ihm den billigen Strom des Kreiselektrizitätswerkes zuführt. Bisher bezog er den Strom von Barmen. Er war gezwungen, eine Kabelleitung legen zu lassen, da eine oberirdische Leitung über Masten nicht erlaubt worden wäre. — Die erste Bastelstunde, deren Einrichtung Superintendent Sassenberg bei der Adventsfeier angekündigt hatte, findet heute nachmittag statt. Gevelsberg — Sein 50jähriges Arbeitsjubiläum beging am Samstag der Hammerschmied Wilh. Battenfeld sen., bei der Firma Peter Caspar Schmidt Sohn, am Vogelsang, beschäftigt. Arbeitgeber und Mitarbeiter gedachten in sinniger Weise des Tages; die übliche gemütliche Feierstunde wurde in der bei derartigen Gelegenheiten bekannten frischfröhlichen Weise begangen. Linden-Dahlhausen. — 16jähriger wird vermißt. Vermißt wird seit dem 4. Dezember der Arbeiter Franz Oswald, geb. am 4. 6. 1916 in Essen, zuletzt in BochumDahlhausen, Scharpenseelstraße 23 wohnhaft Beschreibung: 1,70 Meter groß. schmächtig, dunkelblondes Haar. bleiches, pickliges Gesicht, braune Augen, vollständige Zähne. Bekleidung: Blaue Schirmmütze, graumelierter Anzug, weißer Umlegekragen, bräunliche Krawatte, schwarze Strümpse und schwarze Halbschuhe. Mitteilungen über den Verbleib des Vermißten nehmen sämtliche Polizei= und Landjägereidienststellen entgegen. Stiepel. — Der Geflügelzuchtverein„Gute Rasse“, welcher sich mit 51 Tieren an der am 10.=11. Dezember in Nierenhof stattgefundenen Kreisverbandsgeflügelschau beteiligte, konnte 6 Ehrenpreise, 12 mal sehr gut und 26 mal gut erzielen Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des genannten Vereins findet die nächstjährige Kreisverbandsschau in Stiepel statt.(bh — Im Zeichen des Advents. Der Frauenverein Haar hatte seine zahlreichen Mitglieder zu einer schlichten und doch schönen Adventsfeier am Sonntag nachmittag im Lutherhaus versammelt. Die weißgedeckten Tische mit ihren auf frischem Tannengrün brennenden Adventskerzen schusen die rechte Adventsstimmung. Jungmädchenverein und Jungmännerverein zeigten in hübschen AufDOR SeuS M.N.En Wiederholungen sind vorgese hen im Gemeindehaussaal Am letzten Samstag. abends 8 Uhr, veranstaltete die Kulturabteilung der Hattinger NEDAP. im Evgl. Gemeindehaussaal eine Aufführung von Schillers Wilhelm Tell. Gleich selten wie seine Geistesgaben waren Schillers Gaben des Herzens. Haß gegen alles Falsche und Rechtswidrige war ein Hauptzug seines Charakters. Ein reiner Ernst und Eifer für das Wahre und Schöne und eine tiefe Ehrfurcht vor dem Heiligen erfüllte sein Herz. Zutraulich und offen, redlich in Worten und Handlungen, gewann er schnell eines jeden Vertrauen. Kein Stolz, kein Geltendmachen einer Ueberlegenheit, keine vornehme Zurückhaltung entfernten von ihm. 1804 erschien sein letztes großes Werk„Wilhelm Tell", welches in unnachahmlicher Anmut und Vollendung der Form die Grundidee von Schillers Lebensansicht, den auf sittliche Kraft begründeten Steg der Freiheit so klar und rein darstellt, daß einzelne Bedenken gegen die dramatische Anordnung solcher Trefflichkeit gegenüber ganz verschwinden. Tell war nach der gewöhnlichen Erzählung aus Bürglen im Kanton Uri, am Eingang in das Schächental, eine halbe Stunde von Altorf, gebürtig und trug das Meieramt zu Bürglen von der Frauenmünsterabtei in Zürich zu Lehn. Dem Bunde gegen den Druck der österreichischen Landvögte gehörte auch er an, zu dem sich unter der Führung Walter Fürsts von Uri. seines Schwiegervaters, Werner Stauffacher von Schwyz und Arnolds von Melchtal von Unterwalden, die besten Männer der drei, in ihrer Reichsfreiheit bedrohten Waldstätte am 7. November 1307 auf dem Rütli*) zum Schwur auf den Schweizer Freiheitsbund vereinten. Rütli(Grütli). Bergwiese(Matte) im Kanton Uri, am Vierwaldstädter See. Da Tell am 18. November zu Altorf dem Hute, den der Küßnachter Landvogt Geßler dort als Zeichen der österreichischen Hoheit hatte aufhängen lassen, die anbefohlene Ehrerbietung(unterwürfigen Gruß) nicht bewies, so ließ ihn Geßler am nächsten Tage vor sich führen und legte ihm, dem berühmtesten Armbrustschützen, auf, von des eigenen Sohnes Haupt einen Apfel zu schießen; treffe er den Apfel nicht, so koste es sein Leben. Nach fruchtlosem, erschütterndem Bitten tat Tell das Verlangte und traf; auf des Vogts Frage aber, warum er noch einen zweiten Pfeil in den Koller*) gesteckt, bekannte er, nachdem ihm jener das Leben gesichert, daß im Falle des Mißlingens der Pfeil für ihn, den Vogt, bestimmt gewesen, und dann hätte er(Tell) sicher nicht gefehlt. Da führte ihn der Vogt gefangen mit sich fort, um ihn in seiner Feste Küßnacht in den Turm zu werfen. Auf dem Waldstätter See überfiel sie ein heftiger Sturm. Tell als ein erfahrener und erprobter Ruderer wurde von seinen Banden befreit, um das Schiff zu retten. Als er es nun nahe ans Ufer, wo der Axenberg sich erhebt, getrieben, ergriff er seinen Geschoßbogen, sprang auf eine weit vorragende Felsenplatte, die nach ihm die Tellplatte heißt, stieß mit dem Fuße das Schiff zurück und eilte über das Gebirge nach Küßnacht zu. In einem Hohlwege, die„Hohle Gasse“ genannt, erwartete er den Vogt, und als dieser, dem Sturme entgangen, gezogen kam, traf er ihn aus dem Versteck mit dem tödlichen Pfeil. In dem Kampfe, der sich nachher zwischen den Eidgenossen und Oesterreich erhob, stritt auch Tell mit bei Morgarten 1315. Hochbejahrt fand er 1354 in dem angeschwollenen Schächenbach, als er ein Kind aus demselben retten wollte, seinen Tod, den Uhland in einem Liede gefeiert hat In einer Vorbesprechung zur Tell=Aufführung in Hattingen hieß es:„Dieses großar*) Lederwams. tigste und gehaltreichste Volksstück der deutschen Dichtung zählte zu den echt nationalen Kulturgütern des deutschen Volkes, aus denen es in schweren Zeiten seiner Geschichte immer wieder Mut, Kraft und Selbstvertrauen gewonnen hat. Diese Wirkung hat darin ihren Grund, daß der größte deutsche Dramatiker aus der Tiese seiner Seele ein Freiheitsdichter, ein hervorragender Kenner und Forscher der Geschichte war und Volksbewegungen aus ihren innersten Ursachen verstand. So kennt er auch die moralischen Kräfte, aus denen heraus allein ein niedergedrücktes Volkseine Freiheit wiedergewinnen kann." Die ersten Aufführungen in Weimar(März 1804) und Berlin(Juli desselben Jahres) waren von durchschlagender Wirkung:„es hatte die Bühnen Deutschlands gewaltig erschüttert“, schreibt ein Zeitgenosse Schillers. Diese Wirkung ist die gleiche durch alle folgenden Zeiten geblieben; in politisch bewegten Tagen, in Krieaszeiten, namentlich im Weltkriege hat das Stück in unserm Volke nationale Begeisterung geweckt, immer hat es vaterländisches Gefühl erwärmt und erhalten. Die„Tell“=Aufführung verlangt eine große Schar Mitwirkender beiderlei Geschlechts: Leute aus allen Ständen und Berufen, Erwachsene und Kinder neben u. bei dem festen Mann, wie Ernst Moritz Arndt einen Charakter gezeichnet hat in den Worten: Der ist ein Mann, der beten kann und Gott dem Herrn vertraut; der glauben kann inbrünstig wahr und hehr; der lieben kann von Herzen fromm und warm; der streiten kann für Weib und liebes Kind; der sterben kann für Freiheit, Pflicht und Recht— und heilge Glut gibt hohen Mut und stärkt mit Stahl den Arm. „Die Tell=Aufführung verlangt eine große Zahl Mitwirkender“, sagten wir. Wenn sie in Hattingen noch verhältnismäßig schnell zusammenzustellen war, so ist das der erfolgreichen Vorarbeit des Spielleiters Studienrat Dr. Etterich leine Zeilungsente... Es klingt in die Welt hinaus! Das Glodenspiel des Bochumer Rathauses auf der Schallplatte im Westdeutschen Rundfunk. Zwei auf einmal! Aus Blankensteins Gefilden, und zwar von der Pilgrimshöhe, allwo Arbeitsdienstwillige seit Wochen hacken und schaufeln und planieren, kam der eine, aus dem Heggerfelde in Hattingen der andere. Beide steckten etwa zehn Zentimeter unter der Erde(an der Pilgrimshöhe wurden im ganzen drei entdeckt und freigelegt). Für die Aufmerksamkeit der Finder ihr gegenüber dankt die Redaktion. Leider entwischte einer der beiden Schildflügler bald nach der fotografischen Aufnahme durchs geöffnete Fenster. Weit dürfte er bei diesem Winterwetter allerdings nicht kommen. Da wir auf weitere Besitzansprüche verzichten, ist der neue Besitzer ohne weiteres Eigentümer. führungen Sinn und Bedeutung des Advents, während der Frauenchor unter Lehrer Borns Leitung in zahlreichen Liedern Hoffnung und Freude der vorweihnachtlichen Zeit zum Ausdruck brachte. — Schlechte Straße. In einem außerordentlich schlechten Zustand befindet sich die Roomersheide auf der Grenze zwischen den Stadtteilen Stiepel und Weitmar. Bei schlechtem Wetter ist hier ein durchkommen fast unmöglich. Eine In standsetzung, wenn auch nur eine vorläufige Ausfüllung der großen Löcher, wäre hier dringend zu wünschen.(bh Bochum. Einheitsfernsprechnetz Großbochum verwirklicht. durch Inbetriebnahme des neuen Selbstanschlußamtes Bochum=Ost(Werne). Das neue Selbstanschlußamt Bochum=Ost (Werne), das einen Teil der bisherigen Fernsprechteilnehmer der Ortsnetze Bochum, CastropRauxel. Dortmund(Lütgendortmund). Herne und Witten aufnimmt, wird am Abend des 17. Dezembers in Betrieb genommen. Die Umschaltung der in Frage kommenden Teilnehmer beginnt um 20.15 Uhr und wird etwa 1—2 Stunden in Anspruch nehmen. Mit der Umschaltung verlieren die Eintragungen im amtlichen Fernspruchbuch für Teilnehmer, die an das neue Selbstanschlußamt Bochum=Ost angeschlossen werden, ihre Gültigkeit. Sie werden durch einen Nachtrag ersetzt. der den Teilnehmern der Ortsnetze Bochum. Dortmund. Herne, Castrop=Rauxel und Witten rechtzeitig vor der Inbetriebnahme des neuen Amtes zugebt. In der Bedienungsweise der Sprechstellen ändert sich nichts. Die Anschlüsse von Bochum. Bochum Süd Weitmar) und Bochum=Ost(Werne) bilden nun ein einheitliches Ortsnet. Der Teilnehmer wählt die Verbindung im gesamten Ortsnetz in bisheriger Weise durch Drehen der Nummernscheibe. Mit der Inbetriebnahme des neuen Amtes ist der Wunsch von Wirtschaft und Verwaltung auf Schaffung eines einheitlichen Ortsnetzes für ganz Groß=Bochum erfüllt. „Nachtschichtler" an der Arbeit. er verschlossenen Scheune eines Land der Tippelsberger Straße entwendeten Aus der wiktes an der ipwope Diebe vier Sack Weizen, 2 Sack Hühnerfutter und einen Sack Roggenschrot.— Diebe brachen in der Nacht zum Montag in die Wohnung eines Kaufmanns in der Alleestraße ein und entwendeten Das Glockenspiel des Bochumer Rathauses ist unbestritten eine der größten Sehens= oder vielmehr Hörenswürdigkeit der Stadt Bochum. Zu jedem Spiel, das tagsüber stündlich von der Höhe des Glockenturmes ertönt, sammelt sich im Rathaushofe eine mehr oder weniger große Zuhörermenge an, und an Sonn= und Feiertagen zählt die Menge der dem Glockenspiel Lauschenden nach Hunderten. Alle fremden Besucher der Stadt Bochum rechnen das gehörte Spiel der Rathausglokken zu den schönsten und eindrucksvollsten Erinnerungen an unsere Stadt. Was den Wohllaut und die Eindringlichkeit des Bochumer Glockenspiels betrifft, so kann sich Bochum in dieser Hinsicht durchaus mit den ein Glockenspiel besitzenden norddeutschen und niederländischen Städten messen. Unsere so sachliche und nüchterne, oftmals allzunüchterne Zeit ist nach der Beliebtheit, der sich das Glockenspiel erfreut, der Romantik doch nicht so ganz abhold, wie gewöhnlich angenommen wird. Der Ruf von der Schönheit des Bochumer Glokkenspiels ist namentlich durch die fremden Besucher unserer Stadt weit über die Grenzen Bochums hinaus bekannt geworden. Der Westdentsche Rundfunk, der für besondere Veranstaltungen eine Sammlung ausgewählter Schallplatten von schönen Glockenspielen besitzt, wird diese Sammlung durch Aufnahmmen des Bochumer Glockenspieles bereichern. Voraussichtlich wird die Schallplatten=Aufnahmeabteilung des Westdeutschen Rundfunks am kommenden Mittwochnachmittag die schönsten Lieder des Bochumer Glockenspiels im Rathaushose auf Schallplatten festhalten. Insgesamt besitzt das Bochumer Glockenspiel fünf Walzen mit 34 verschieKleidungsstücke.— Die Schaufensterscheibe eines Lebensmittelgeschäftes an der Hattinger Straße wurde in derselben Nacht von unbekannten Tätern zertrümmert. Die Täter entwendeten für etwa 30 RM. Lebensmittel.— Aus dem verschlossenen Stall eines Hauses der Haldenstraße entwendeten Diebe 3 Kaninchen.— In der Nacht zum Samstag wurde von unbekannten Tätern in das leerstehende Fabrikgebäude Allee=, Ecke Bessemerstraße, eingebrochen. Gestohlen wurden ein Dauerbrandofen, zwei Lampen, 4 Fensterscheiben und etwa 20 leere Zigarrenkisten. Hausierende Zigeunerinnen als„Gesundbeterinnen“. Zwei unbekannte Frauen suchten eine Witwe in Bochum=Langendreer auf. von der sie erfahren hatten, daß sie krank war. Eine bot sich an, der Frau unter Berücksichtigung verschiedener„Zermonien", zu denen auch die Hergabe von Geld gehörte. zu helfen. Als die Kranke der Frauensperson einen Geldbetrag von 7 RM. gab erklärte diese, daß sie das ganze Geld benötige. sonst könne ihr nicht geholfen werden. Der Gesundbeterin wurden nun weitere 10 RM. und der Schlüssel zu einer Geldkassette ausgehändigt. Die Frauensperson tat nun so, als wenn sie die erhaltenen 17 RM. in die Geldkassette einschlösse und entfernte sich dann unter Mitnahme des Kas settenschlüssels. Als die Witwe nach dem Fortgang der Frau mit einem zweiten Schlüssel die Kassette öffnete, mußte sie feststellen, daß die 17 RM. fehlten. Die Betrügerin war etwa 20—22 Jahre alt, mittelgroß, hatte schwarze Locken(Bubikopf), frisches, volles Gesicht, große Augen und war mit schwarzer Samtjacke, grauem Pelz, neuen, schwarzen Lacküberschuhen bekleidet. Ihre Begleiterin war 40—45 Jahre alt, klein, schlank und hatte ein längliches, mageres Gesicht. Zweifellos handelt es sich um hausierende Zigeunerinnen, die Spitzen seilbieten und alte, alleinstehende Frauen schädigen und betrügen. Wer kann bagl. der Betrügerinnen Angaben machen? Mitteilungen nehmen sämtliche Polizei= und Landjägereidienststellen entgegen. Kray. — Unterm öffentlichen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz konzertiert heute abend von 19.15 bis 20 Uhr das 16er Qnartett mit der Bonisatiuskapelle denen Bolksweisen, Chorälen, Weihnachts= und Soldatenliedern und Märschen. Alle Lieder erklin gen zuerst einstimmig und danach zwei- und dreistimmig. An Chorälen und geistlichen Liedern sind vorhanden:„Ich bete an die Macht der Liebe“, „Wachet auf, ruft uns die Stimme",„Wie schön leuchtet der Morgenstern",„Nun danket alle Gott und„Weist du wieviel Sternlein stehen". DaDeutschlandlied fehlt selbstverständlich nicht in der Reihe der Bochumer Glockenspiellieder. An Märschen und Soldatenliedern erklingen der Torgauer Marsch,„Steh ich in finstrer Mitternacht",„Mor genrot, Morgenrot",„Ich hatt' einen Kameraden“ und„Ich hab' mich ergeben". Viel Freude lösen auch die Heimat- und Volksweisen aus:„Ihr mög't den Rhein, den stolzen, preisen",„Schon die Abendglocken klingen",„Im schönsten Wiesen. grunde",„Guten Abend, gute Nacht".„Wir treten zum Beten".„Im Wald des Morgens früh",„Aus der Jugendzeit",„Glückauf, der Steiger kommt“. „In stiller Nacht",„Jetzt gang i' ans Brünnele“ „Am Brunnen vor dem Tore",„Muß ich denn zum Städtlein hinaus",„Drunten im Unterland“ „Ueb' immer Treu und Redlichkeit".„Preisend mit viel' schönen Reden",„Die Vöglein im Walde“ „Wenn wir verreisen",„Wie könnt ich ruhig schlafen". An Weihnachtsliedern ertönen in diesen Tagen:„O du fröhliche",„Ihr Kinderlein kommet",„Kling Glöcklein",„O Tannenbaum" und „Stille Nacht, heilige Nacht“. Da zur Schallplattenaufnahme am Mittwoch nachmittag eine größere Menge Lieder des Glok kenspiels erklingen werden, wird sich voraussicht lich auch eine große Zuhörermenge auf dem Rat haushofe einfinden. Essen. — Rettungsmedaille für einen Schüler. Der 14jährige Schüler des Goethegymnasiums Rud Kadereit, wohnhaft in Essen=West, Iheringstr. 2, hat am 27. August 1932 in der Sorpetalsperre eine 25 Jahre alte Person vom Tode des Ertein kens gerettet. In Anerkennung dieser unter eige ner Lebensgefahr ausgeführten Rettungstat hat ihm das Preußische Staatsministerium durch Er laß vom 4. November 1932 die Erinnerungsme daille für Rettung aus Gefahr verliehen. Im Beisein seiner Mitschüler, die in der Aula des Gymnasiums versammelt waren, erfolgte die Aushändigung am 9. 12. 1932 durch den ständigen Vertreter des Polizeipräsidenten Oberregierungs rat Dr. G. Müller. Der Fall Prollius. Mitteilung des Aufsichtsrates der Essener Bank an die Presse: „Das Verbleiben des Herrn Direktor Prollius in seinem Amt als Vorstandsmitglied der Essener Bank ist mit den Interessen der Bank und ihrer Gläubiger nicht vereinbar. Die Versuche des Auf sichtsrates. eine reibungslose Lösung des Anstel lungsverhältnisses herbeizuführen, sind geschei tert. Deshalb hat der Aufsichtsrat die vorläufige Suspension des Herrn Prollius beschließen müssen." * — Ein Jahr neun Monate Gefängnis für einen Unhold. Vor dem Schöffengericht Essen hatte sich der 54 Jahre alte Invalide Friedrich K. wegen Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er hat sich in gemeinster Weise an zwei kleinen Kindern vergangen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Unhold drei Jahre Zuchthaus. Das Gericht billiate K. aber noch einmal die mildernden Um stände zu und erkannte auf ein Jahr neun Monate Gefänanis. — Deutsche Bank erwirbt Südbau=Gelände. Bei der Zwangsversteigerung der bekannten Südbau=Ruinen in Rüttenscheid gab die Deutsche Bank und Diskonto=Gesellschaft das einzige Gebot Höhe von 85000 RM. ab, während die Zuschlag erteilung auf acht Tage hinausgeschoben wurde Nun wurde der Deutschen Bank der Zuschlag erteilt, so daß sie nunmehr rechtmäßige Ligentüme zu verdanken; in jahrelangem Streben hat er weite reise vom Akademiker bis zum Arbeiter willig gemacht, im Schillerschen Geiste zu leben und zu wirken und aus innerstem Herzensdrang wahr zu machen, was einst in der Novembernacht vor 625 Jahren im Rütli=Schwur gelobt wurde: „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, In keiner Not uns trennen und Gefahr. Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, Eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. Wir wollen trauen auf den höchsten Gott Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen In zehn Bildern zieht die Aufführung an uns vorüber: packend zunächst durch die Landschaft. in die der Dichter die Menschen hineinstellt: Hohes Felsenufer des Vierwaldstätter Sees — singende Fischerknaben und harmonisches Geläute der Herdenglocken— dumpfes Krachen von den Bergen, Sturm, Gewitter; zu Steinen in Schwytz, eine Linde vor des Stauffachers Hause an der Landstraße— Wiihelm Tell tritt auf die Szene; Festebau bei Atorf— Fronvogt. Meister, Gesellen. Handlanger; der„Geßler“=Hut wird aufgestellt; Unterredung von Walter Fürst und Melchtal; im Edelhof des Frhrn. von Attinghausen; eine Wiese von hohen Felsen und Wald umgeben— tiefe Nacht Landleute, der Pfarrer, Jäger. Fischer— der Ring bildet sich um Reding, wytz hält die Mitte, rechts stellt sich Uri und links Unterwalden— Rütlischwur; Hof vor Tells Hause— Tell ist mit der Zimmeraxt. Hedwig, Tells Frau, mit einer häuslichen Arbeit beschäftigt— Walter und Wilhelm spielen mit einer kleinen Armbrust: Wiese bei Altorf— in der Tiefe der Hut auf der Stange— Frauen mil Kindern lachen und höhnen— Tell mit der Armbrust, den ältesten Knaben an der Hand führend, geht, ohne auf den Hut zu achten, vorüber— Geßler— der Landvogt, kommt— Apfelschußszene— Tell wird gebunden, er soll zur Feste Küßnacht geführt werden, entkommt aber bei schwerem Gewittersturm auf dem See; die Hohle Gasse bei Küßnacht— Felsen umschlingen die ganze Szene; auf einem der vordersten ist ein Vorsprung mit Gesträuch bewachsen— und dort fällt Tells tödlicher Pfeilschuß— kurz vorher singender und spielender Hoch zeitszug— Geßler: das ist Tells Geschoß— Tell: Du kennst den Schützen, suche keinen andern!; Oeffentlicher Platz bei Atorf— es ist Tagesan bruch— Glocken ertönen aus verschiedenen Fernen— die Feinde sind verfagt— die Burgen er obert— Nachricht von der Ermordung des Kaisers— Freiheitsbrief der Königin— Heil dem Retter Tell! Die Sorafalt. mit der Studienrat Dr. Etterich die Vorbereitungen zur ersten Aufführung im Gemeindehause getroffen hatte, drückte jeder Szene ihren Stempel auf: als Vertreter der Litelrolle aber schuf er einen vorbildlichen Tell: markia, packend, erschütternd, erhebend und begeisternd im höchsten Maße durch Haltung, Geberde und Sprache. Wer in Berchtesgaden war und dort bekannt ist wie viele aus Hattingen und Umgegend, der entsinnt sich gewiß auch des unbesoldeten Stadtrats Sommer am Kurgarten, drüben allgemein„der Tell“ genannt, in Dr. Etterichs Person, Habit und Haltung rückte der oberbayerische Aelpler lebhaft in die Erinnerung mancher Samstagabendbesucher. Auch Tells Landsleute hatten in Hattingen gute Vertretung gefunden. Das bewies der lebhafte, oft stürmische Beifall in und nach den Szenen, in denen Werner Stauffacher(Erich Haarmann), Konrad Hunn(Hans Vogt), Itel Reding(Ferd. Böcker), Stin von Uri(Paul Sallmann), Walter Fürst(Walter Schlüter), Rösselmann, der Pfarrer(Rudolf Lindermann). Arnold von Melchtal(Hans Janisen), Konrad Baumgarten(Ludwig Bock). Frau Stauffacher(Frau Nöller), Frau Tell(Grace Watenphul), Tells Knaben Walter(Hanna Utermann/ u. Wilhelm(Harald Etterich), Geßler, Landvogt(Siegfried Lindemann), auftraten, einzeln oder geschlossen. Auch aller anderen wird bei Gelegenheit der vorgesehenen Wiederholungen noch gedacht werden können. Willi Slepmanns und seiner Freunde Bühnenbil der wirkten durch Naturtreue, und auf dem Beleuchtungsgebiet bewährten sich Johann Schmidt und Willi Storck.—r * eume von Ratoaii. Eine weit größere Zahl Besucher als sonst wohl war vorgestern im Weiltor=Theatersaal erschienen, um die„Blume von Hawaii“ kennen zu lernen. Die Operette spielt in Honolulu und Monte Carlo und behandelt vorwiegend Liebes=Tändeleien mit einem starken Schuß von Humor und komischem Durcheinander, in dem sich eigentlich keiner mehr zurechtfindet; was aber eben die Hauptsache ist. Was es vorwiegend zu sehen gab? Eine Prinzessin, einen Prinz, einen Gouverneur. Marine=Offizieré und Soldaten, Sekretäre, Tänzerin und Oberkellner Gut lag manchem Darsteller der Tanz. einige erfreuten auch durch angenehmes Singen. Das Orchester tat seine Schuldigkeit wie immer; die farbenprächtigen Kostüme wirkten ebenso wie die Bühnenausstattung aufs Auge. Tanzen und Singen von Ansang bis zu Ende; vorwiegend exotische Beinund Körperverrenkungen, und Schlager, viel geliebt und gesungen: Du schöne Blume von Hawaii— Was hat der Gentleman im Dschungel u tun?— Will dir die Welt zu Füßen legen— sch hab' ein Diwanpüppchen!— Solange noch ein Beib da, ist keiner sicher vor dem Geheiratetwerden!— Traumschöne Perle der Südsee— My gold Baby— Heut hab' ich ein Schwipserl usw. Unterhaltung und Mimik erinnerte oft lebhaft an gute Zirkusdarstellungen à la dummer August und Umgebung. Jedenfalls fand sich viel Gelegenheit zum Lachen; wenn aber Willi Strüning seine lokalgefärbten Bemerkungen einflocht, dann gab es Lachstürme. Als das Stück endete — eine halbe Stunde vor Mitternacht— schlugen die Bühne und alle Besucher den Klatschtakt, um dann aus warmen Gefilden mit einem ehrlichen „Bre!“ in die kalte Winternacht zu gehen. In Hawaii und Monte Carlo war's doch molliger. rin des Geländes der Südbau mit den daraufstehenden Ruinen ist. Die für sechsräumine Wohnungen begonnenen Bauten im Zuge der Hektorstraße sollen zu dreiräumigen Wohnungen ausgebaut werden. Die Bauten an der Justus- und Kurtstraße, die noch nicht weit vorangeschritten sind, werden wieder abgebrochen werden, so daß das Gelände nutzbringender und anderweitig verwandt werden kann. Die jetzige Eigentümerin hat das Gelände der Gagfah übergeben, die die Bauvorhaben zu Ende bringen wird. — Festnahme eines Schießwütigen. Am Sonntag. gegen 19.35 Uhr, drang der Gärtner Mathias Rosenberger in eine Wohnung in der Keplerstraße ein und bedrohte die Wohnungsinhaberin mit einer geladenen Pistole. Auf die Hilferufe der Frau eilten zwei Schutzpolizeibeamten, die die Hilferufe gehört hatten, herbei. R. flüchtete nun durch den Garten. Auf die Rufe der Beamten„Stehen bleiben" drehte R. sich plötzlich um und richtete die Waffe gegen die Beamten. Diesen gelang es jedoch, den Täter noch rechtzeitig zu überwältigen, bevor größeres Unglück geschah. Er wurde festgenommen und dem Richter vorgeführt. — Einbrecher ermittelt und festgenommen. Am 29. v. M. wurde in der Wohnung einer Witwe in der Pettenkofer Straße ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt und 105 RM an Bargeld, sowie Schmucksachen entwendet. Schon am nächsten Tage wurden die Täter von Kriminalbeamten ermittelt und festgenommen. Es handelt sich um mehr oder weniger vorbestrafte Personen. Als Täter kommen in Frage: Die Arbeiter Willi K. und die Gebr. Andreas und Wilhelm K. Gleichzeitig konnte ein weiterer Einbruchsdiebstahl in einem Friseurgeschäft am Schölerpad aufgeklärt werden. Es wurde festgestellt, daß der Sohn der Geschädigten eine elektrische Haarschneidemaschine, die aus diesem Einbruch herstammte. von den Tätern gekauft hatte. Den Kauf hatte der Sohn in der Wohnung seiner Mutter getätigt und so den Dieben Ortskenntnis für den neuen Einbruch gegeben. Auch für diesen Einbruch kommen dieselben Täter in Frage Von dem Geld, das die Täter beim ersten Einbruch erbeutet hatten, haben sie nicht lange Freude gehabt. denn noch in derselben Nacht wurde dasselbe in zweifelhaften Vergnügunaslokalen durchgebracht. Einen Teil der gestohlenen Schmucksachen hatten die Täter an Mädchen verschenkt, die sie in den Straßen der Stadt kennen gelernt hatten. Die Festgenommenen wurden dem Richter zugeführt. — Schwer verunglückt. Der Radfahrer Josef Kleinschlue wurde Ecke Borbecker und Gerichtsstraße in Borbeck von einem Personenkraftwagen angefahren. Besinnungslos mußte er dem Philippusstift zugeführt werden. — Antobus gegen einen Baum gefahren. Ein Autobus fuhr in einer Kurve der Laupendahler Landstraße bei Werden gegen einen Baum. Der Führer. Paul Brockhaus aus Herne. trug außer erheblichen Arm- und Beinverletzungen einen schweren Schädelbruch davon. Er wurde dem Krankenhause in Werden zugeführt. Weitere Personen befanden sich nicht im Wagen. Der Motor und Führersitz wurden vollständig eingedrückt. so daß der Wagen abgeschleppt werden mußte. Wie der Unfall entstand, muß die eingeleitete Untersuchung ergeben. — Plötzlicher Tod. Der 68 Jahre alte Kaufmann Johann Udet aus Frankfurt a. M. erlitt im Uniontheater in der Kettwiger Straße einen Schlaganfall. Er wurde dem Huyssenstift zugeführt. wo er kurz nach seiner Einlieferung verstarb. — Eigentümer gesucht. In Verwahrung der Kriminal=Direktion Essen befindet sich ein Knabenfahrrad. Marke und Nummer befinden sich nicht mehr am Rade — Süße Bente. Aus einer Bäckereifiliale in der Segerothstraße wurden durch Einbruch etwa 100 Tafeln und 40 Riegel Schokolade. 20 Stangen Marzipan, 10 Packungen Pralinen. eine Menge Gebäck, eine Dose und 40 Pakete Kaffee, Büchsenmilch und Marmelade in Gläsern gestohlen. Filmbühne. Zentral=Theater Hattingen. Auch bei diesem ausgezeichneten TonkilmProgramm.„Drei von der Kavallerie“ und„Goldjeber" zahlen Erwerbslose heute bis Donnerstag die ermäßigten Preise. * Adler=Palast, Welper. Das mit so großem Beifall aufgenommene Programm wird noch bis Donnerstag verlängert. für Erwerbslose billige Tage.— Besonders zu erwähnen ist der große Zirkusfilm„Marco, der Clown." — Der Haushalt von heute stellt an die Hausrau besonders hohe Anforderungen, denn das Sparprogramm macht auch vor der Küche nicht alt, und es heißt mehr denn je„auskommen mit den vorhandenen Mitteln“. Als wahre Freunde erweisen sich auch setzt die bewährten Maggi=Erzeugnisse(Würze, Suppen und Fleischbrühwürfel). Die Hausfrau, die sie verwendet, spart Geld, Zeit und Arbeit. hlbt — Alle Brautleuts, auch die es erst Weihnachten „offiziell" sind, werden eine große Sorge los. ist der Möbelkauf, der ja das meiste Geld kostet und die Brautzeit deshalb oft unfreiwillig verlängert. Das Möbelhaus Kramm, Essen, am Theaterplatz veranstaltet wegen Umzugs einen Räumungsverkauf großen Stils, Sämtliche Schlafzimmer, Küchen, Speisezimmer, Wohnzimmer, Herrenzimmer und Einzelmöbel aller Art werden herabgesetzt und außerordentlich billig verkauft. Für Kramm lautet die Parole: so schnell wie möglich Platz schaffen,— Sie haben den Vorteil davon! Es ist selbstverständlich, daß ein derartiger Sonderverkauf eines Hauses wie Kramm weit über Essen hinaus Aufsehen erregt und viele hundert Möbel=Interessenten zu den riesigen Lägern des großen Geschäftshauses am Theaterplatz lockt. Da aber bei einem solchen Verkauf wirkliche Lager zu herabgesetzten Preisen verkauft werden darf, erschöpft sich auf die Dauer Sie tun deshalb gut, rechtzeitig Aenzugehei., am sich Ihre Einrichtung ganz lach Ihrem persönlichen Geschmack zusammenzutellen. 5. 3. Blatt Nr. 292: Granatenfund im Rhein-Herne-Kanal.— Ausschreitungen eines Selbstschutzes.— Ueberschwemmung an der Ruhr. Dienstag, 13. Dezbr. Morgen Urteil im Prozeß Weistenhöfer.— Neue Beweisanträge im Fingerhut-Prozeß.— Der Ballonunfall in Holland.— Junges Mädchen erschossen. Die rheinischen Zeitungsverbote vom Reichsgericht bestätigt. Der 5. Strafsenat des Reichsgerichts hat die gegen das Verbot mehrerer rheinischer Tageszeitungen eingelegten Beschwerden als unbe, gründet auf Kosten der Beschwerdeführer verworfen. Es handelt sich um die„Freie Presse“ in Aachen, die„Volkszeitung" in Düsseldorf, die „Volkswacht“ in Essen, die„Rheinische Warte“ in Koblenz und die„Freie Presse" in KrefeldUerdingen. Erinnerungen an 1920. Bei Ausbaggerungsarbeiten im Rhein=Herne=Kanal kam im Hibernia, Hafen in Gelsenkirchen eine 15,ZentimeterGranate zum Vorschein, die noch nicht explodiert war. Auf dem Gelände werden noch mehrere Geschosse vermutet, die zweifellos aus den März=Unruhen des Jahres 1920 stammen, zumal hier seinerzeit schwere Kämpfe stattgefunden haben. Die benachrichtigte Polizei sorgte für die Zerstörung der Granate. Ein Toter zwei Schwerverletzte. Der 50 Jahre alte Heizer Kuper aus Holzwickede wurde auf der Berliner Straße in Dortmund, als er auf seinem Fahrrad fuhr, von einem Motorradfahrer gestreift und etwa 50 Meter weit mitgeschleift. Er erlitt einen doppelten Schädelbruch und starb wenig später im Krankenhaus. Der Motorradfahrer und sein Beifahrer kamen ebenfalls zum Sturz und zogen sich schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen zu. Ein netter Selbstschutz! Gaben die Wache auf und veranstalteten eine Zecherei. Acht junge Leute im Alter von 19 bis 26 Jahren, die teilweise einem kommunistischen Massenselbsischutz in Dorstfeld angehörten, hatten sich vor dem Sondergericht in Dortmund wegen eines Ueberfalls auf den Oberlandjäger Lembke zu verantworten. Das Gericht verurteilte einen Angeklagten zu einem Jahr drei Tagen, und fünf Angeklagte zu Gefängnisstrafen von zwei Monaten bis zu zehn Monaten Gefängnis. In der Nacht zum 16. Juli d. J. hatten sich etliche junge Leute aus Dorstfeld zur Nachtwache eines kommunistischen Massenselbstschutzes zusammengefun. den. Im Laufe der Nacht stahlen sie von einem vorbeifahrenden Brauereilastzug ein Faß Bier, gaben die Wache auf und veranstalteten eine Zecherei. Am anderen Morgen begaben sie sich nach dem Stadtteil Barop und hielten hier das Auto eines Arztes an. Als der eingreifende Oberlandjäger Lembke mit den Burschen handgemein wurde, fielen plötzlich zwei Schüsse, durch die Lembke schwer verletzt wurde. Der Haupttäter, ein gewisser Kühn, der auch die Schüsse abgegeben hat, ist flüchtig Der Tod im Bremshäuschen. Der Reservezugführer Schenkel aus Holzwickede hatte abends den Güterzug 7306 von Holzwickede nach Vohwinkel zu begleiten. Am folgenden Morgen hatte das Personal einen durchgehenden Güterzug von Vohwinkel nach Soest zu bringen, den Sch. als Schlußbremser begleiten mußte. Als man vor der Weiterfahrt die übliche Bremsprobe vornehmen wollte, vermißte man den Reservezugführer Schenkel. Man fand ihn schließlich, tot im Bremshäuschen des letzten Wagen sitzend, den Kopf in der Hand gestützt, vor. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein schnelles Ende bereitet. Sch., der Frau und drei Kinder hinterläßt, stand im 44. Lebensfahre. Dammbruch bei Fröndenberg. worden, die das Gebiet südlich der Ruhr zwischen Fröndenberg und Boesperde überschwemmten. Die Durchbruchstelle ist 20—30 Meter breit und hat einen großen Trichter hinterlassen. Die gärtnerischen Anlagen des Werkes wurden zerstört. Die gesamte Industrie in Fröndenberg hat nicht arbeiten können, weil das Hauptkabel zerrissen worden ist. Man hofft, die Arbeit in den Betrieben in den nächsten Tagen wieder aufnehmen zu können. Die Ausbesserungsarbeiten an dem Damm dürften Monate in Ansoruch nehmen. Für die zahlreichen Erwerbslosen hatte das Unglück ein Gutes. Sie waren den ganzen Vormittag über mit Fischfang beschäftigt; zentnerweise wurde die kostbare Nahrung von ihnen eingebracht. Bezirlsausschuß über die Pflichten der Gastwirte. Konzessionsentziehung wegen Unzuverlässigkeit. Im Jahre 1924 war einem Wirt in Krefeld.Oppum die Erlaubnis zur Ausübung des Schankgewerbes in der„Kuhleshütte", die er von seinem Schwiegervater übernommen hatte, vom Bezirksausschuß entzogen worden, weil er sich als unzuverlässig erwiesen habe. Die Unzuverlässigkeit wurde aus einer zweimaligen gerichtlichen Bestrafung wegen Hehlerei zur Zeit der Besatzung durch die Belgier hergeleitet. Ferner wurde ihm schlechte Wirtschaftsführung sowie Verlassen der Ehefrau unter Mitnahme des Geldes zur Last gelegt. Seitdem wurde das Lokal durch einen Pächter bewirt. schaftet. Dieser Pachtvertrag ist nunmehr in Uebereinstimmung mit dem Besitzer zum 1. Aug. 1933 gekündigt worden. Trotz der früheren Entziehung der Konzession möchte nun der Wirt gern die Wirtschaftsführung wieder selbst übernehmen. Der Stadtausschuß lehnte aber die Wiedererteilung ab, und der Wirt wandte sich darauf mit seiner Klage an den Bezirksausschuß in Düsseldorf. Diesem versuchte der Vertreter des Klägers vergeblich durch einige Zeugnisse eine andere Meinung von dem Leumund des Klägers beizubringen. Der Vertreter des Polizeipräsidenten machte dagegen geltend, bei einer Zulässigkeitsprüfung könnten die zurückliegenden Straftaten des Klägers noch bis zum Jahre 1904 ins Gewicht fallen. Das Verhalten, des Antragstellers werde von den Polizeibehörden als leicht. fertig und gewinnsüchtig bezeichnet. Auch die schlechte Wirtschaftsführung des Wirtes, der viel mit der Polizei zu tun habe, biete keine Gewähr dafür, daß er die für einen Wirt besonders erforderliche Charakterstärke wiedergewonnen habe. Der Bezirksausschuß folgte den Darlegungen des Vertreters der Polizei und wies die Klage kostenpflichtig ab, wobei er den Wert des Streitgegenstandes auf 12 500 RM. festsetzte. Ein für viele Gemeinden bedeuksames Urkeil. Um den Begriff des Schlachtenlassens. Das Berliner Kammergericht hat ein für viele Gemeinden bedeutsames Urteil in einer Klage gefällt, die auf Betreiben der Aachener Stadtverwaltung gegen 22 Aachener Metzgermeister eingeleitet worden war, weil diese statt den städtischen Schlachthof zu benutzen, ihr Fleisch durch Großhändler aus Oldenburg bezogen hat. ten. Sie waren vom Aachener Gericht verurteilt worden mit der Begründung, daß die Aachener Gemeinbeverordnung, die Schlachten und Schlachtenlassen im Umkreis von 600 Kilometer des Aachener Schlachthofs verbiete, zu Recht bestehe und daß die beklagten Metzger durch den Austrag an den Großhändler ihr Fleisch hätten schlachten lassen. Um diesen Begriff des Schlachtens drehte sich in der Hauptsache der Prozeß, der nun in Berlin zugunsten der Metzgermeister entschieden worden ist. Das Kammergericht teilte den Standpunkt des Aachener Gerichts nicht, daß es dem Schlachtenlassen gleich komme, wenn jemand einem Großhändler den Auftrag gebe, ihm Fleisch zu liefern, und sprach demnach die Angeklagten frei, lehnte es aber auf der anderen Seite ab, eine Entscheidung über die Gültigkeit des Gemeindebeschlusses zu fällen, weil diese Frage für den Ausgang des Prozesses unerheblich sei. Neue Zeugen im Fingerhut-Prozeß? Der Angeklagte beurlaubt. Im Wuppertaler Fingerhut=Prozeß war am Montag der Angeklagte wieder erschienen. Er wurde jedoch vom Gericht beurlaubt, da seine Anwesenheit bei der Aussprache über die Beweisanträge nicht erforderlich war. Während der ganzen Verhandlungsbauer wurde über die Zulassung der von der Verteidigung beantragten Beweisanträge verhandelt. Die Verteidigung bestand auf der Zulassung aller, bekanntlich 150 Schreibmaschinenseiten umfassenden Anträge, da sie den Nachweis führen wolle, daß Fingerhut völlig unschuldig sei. Sie müsse jedem Belastungszeugen des Staatsanwalts einen Entlastungszeugen gegenüberstellen. Als ein Verteidiger ankündigte, daß noch weitere Beweisanträge folgen sollten, bemerkte der Vorsitzende, daß er nur noch bis morgen Anträge zulassen werde, da er den Prozeß nicht ins Uferlose ausdehnen lassen wolle. Die Staatsanwaltschaft lehnte sämtliche Anträge ab und kündigte an, daß sie weitere Zeugen laden werde, wenn die von der Verteidigung verlangten Zeugen, die über Fingerhuts Leumund aussagen sollten, zugelassen würden. Rheinische Landwirtschaft und amtliche Agrarpolitil. Systematische Umstellung der deutschen Wirtschaftsführung gefordert. Auf einer großen Versammlung rheinischer Bauern in Euskirchen, die sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete, hielt am Sonntag der Vorsitzende der Rheinischen Land, wirtschaftskammer, Freiherr von Lüninck eine Rede, die die Forderungen der Landwirtschaft und ihre Stellung zur amtlichen Agrarpolitik klarlegte. Der Redner führte u. a. aus: Der Erlös der deutschen Landwirtschaft aus ihren gesamten zum Verkauf gebrachten Erzengnissen sei in den letzten drei Jahren um 2,8 Milliarden RM. zurückgegangen. Allein beim Verkauf der Milch verliere die dentsche Landwirtschaft jährlich 810 Millionen RM.! Seit 1914 sei ein ständig steigender Schutz industrieller Erzeugnisse festzustellen, aber die Landwirtschaft und damit den Bin, nenmarkt habe man 1925 schutzlos dem Auslande preisgegeben. Von diesem Zeitpunkt an habe nur ein langsamer, völlig unzureichender Schutz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse eingesetzt. Es sei immer offensichtlicher, daß der bisherige Weg einseitiger Förderung der Ausfuhrwirtschaft zum Verderben führe. Um jener 3,6 Millionen Erwerbstätiger willen, die in der Ausfuhr beschäftigt sind, habe man die 25.8 Millionen Erwerbstätigen vergessen, deren Existenz vom Binnen, markt abhänge. Es gebe keine andere Möglichkeit zur Rettung der deutschen Volkswirtschaft, als eine systematische Umstellung der deutschen Wirtschaftsführung in der Richtung einer Stärlung des Binnenmarktes, insbesondere der Landwirtschaft. Die Wirtschaftspolitik des Kabinetts scheine noch stark zu den alten Ausfuhrillusionen zurückgehen zu wollen Das Versprechen baldiger umfassender Kontingentierung des Freiherrn von Braun in München sei nicht eingelöst worden. Gerabe deshalb sei es zu bedauern, wenn der Präsident des Reichslandbundes, Graf Kalckreuth, in diesen Tagen erklärt habe, er habe das Vertrauen zu Freiherrn von Braun, daß er in diesen Verhandlungen von seinem Standnukt nicht weiter abgewichen sei, als er verantworten könne. „Ich darf hier ausdrücklich und verantwortlich erklären, so sagte Freiherr von Lüninck mit Nachdruck,„daß das rheinische Bauerntum zu Freiherrn von Braun, nachdem er in entscheidenden Punkten von unseren Forderungen abgewichen ist, das notwendige Vertrauen nicht mehr haben land. Schabenfener in Wuppertal=Sonnborn. In der Nacht zum Montag wurde das Jugendheim der Pfarrgemeinde St. Remigius, in dem sich auch 1000 Bände der Borromäusbibliothek befanden, durch einen Brand vernichtet. Durch den Funkenregen war auch die Pfarrkirche eine Zeitlang gefährdet. Auch das Pfarrhaus wurde von dem Brand in Mitleidenschaft gezogen. Der Gesamtschaden ist noch nicht ermittelt, aber durch Versicherung gedeckt. Die Unterschlagungen bei der kasse Westhofen. In dem Hagener Prozeß gegen den Amtsrentmeister Weistenhöfer wurde gestern, am fünften Verhandlungstag, die Beweisaufnahme geschlossen. Schriftsachverständiger Müscher(Bochum) erstattete ein umsangreiches Gutachten und erklärte darin, daß die Unterschriften unter einer Reihe von Rech. nungen bei 75 Prozent Wahrscheinlichkeit von dem Angeklagten gekälscht wurden. Der Buchsachverständige Fischer gab sein Gutachten In jede Küche gehören: MAGGIS Erzeuanisse Würze Suppen Flelschbrühe Der Obergraben des Kommunalen tätswerks bei Fröndenberg ist Montaa morgen 4 Uhr von den Wassermassen durchbrochen Sommeln Sie MAG6l-Gutscheine. es lohnt sich! sie helfen sparsam wirtschaften Stätker als wir .. von p. 1031 20. Fortsetzung.(Nachdruck verboten) Er hatte nämlich die Frende gehabt. Violettas Reise nebst Gepäck bis Hamburg bezahlen zu dürsen: sie hatte sich die Summe bei seinem Kommen im DeZug sogleich zurückerbeten. Und die zwei hübschen Feiertage? Essigl Innerlich amüsierte sich der Beamte köstlich über den anderen, dessen Gesicht immer länger wurde. Neidlos gönnte er ihm diese unerwartete Wendung eines galanten Abenteuers— dem da würde es nicht im geringsten schaden. Doch blieb seine Miene streng dienstlich. „Benötigen Sie mich noch, Herr Oberwachtmeister?" Auf das Nein verabschiedete er sich mit einer Kühle die der Situation entsprach. von der Künstlerin und fragte auf dem Bahnsteig in der Auskunft nach dem nächsten Zug zur Rückfahrt in seinen Heimatort. Als Resultat der Vergnügungsreise buchte er: 1. Vorfreude. 2. Ansehnliche Unkosten, sogenannte Werbungskosten. 3. Eine grenzenlose Blamage. l. Angst vor der Beteiligung an einer Diebstahlsaffäre. 5. Gesteigerte Furcht vor der Oeffentlichkeit und vor seiner Frau. Natürlich würde er sofort alle Beziehungen in Bewegung setzen, um diese unglückselige Reisegeschichte zu vertuschen... und er zweifelte letzten Endes nicht daran, daß es ihm gelingen würde. Schabe war es doch. Diese Bria Violetta war bezaubernd, ganz bezaubernd, eine Circe. Der Zug setzte sich langsam in Bewegung. Etwas wie Befreiung kam über ihn, und er dachte, daß er in wenigen Stunden wieder an der Seite seiner Fran saßz. Diese Tatsache hatte auch ihre Vorzüge. * S. Horst(Vermittlung) hatte Albert Haumann um eine Unterredung gebeten, etwas geheimnis„Dringend. in persönlichen Angelegenheiten.“ Am späten Abend fand er den Brief vor. Unmöglich konnte er um zwei Uhr nachts noch zu ihr kommen. Was wollte das Franenzimmer von ihm? Die Schulden drückten ihn plötzlich. Sollte sie erfahren haben, daß er sein Spiel mit ihr getrieben hatte? In der Nacht hatte er Alpdrücken. Vielleicht war es auch die Erregung über die Aufregungen des Tages. Es war zu viel auf ihn eingestürmt. Alles kurbelte vor seinem geistigen luge durcheinander— der reinste Unglückstag, und„Die vertanschten Seelen“ waren ohne die Violetta auch vereinsamt. Scheußlich— eine solche Nacht. Am anderen Morgen machte er sich sofort auf den Weg zu S. Horst. Sie saß in einem pastellfarbenen rosa Kleid auf ihrem gewohnten Platz und machte eine noch unglücklichere, groteskere Figur als sonst. „Endlich!" krächzte sie.—„Habe ich mich aufgeregt— gestern! Welche Nachricht! Einbruch. Diebstahl. Und ein Verbrechen auf das andere Fäulein Brusius, Glücklicherweise nicht das Fräulein Braut. Natürlich konnten Sie nicht kommen: aber nun Sie da sind, erzählen Sie. Was waren denn das für Dokumente? Sie wissen ja alles aus bester Quelle. Sonst wird da soviel verändert. Klatsch. Aber wo Sie doch sozusagen zur Familie gehören... nein, wirklich", unterbrach sie sich.„Ganz elend sehen Sie aus. Ja, das greift an. Fast wie in einem Roman war das. Erzählen Sie. Herr Haumann.“ „Leider darf ich über die Sache nicht sprechen. Fräulein Horst. Doch warum haben Sie mich hergebeten?“ lenkte er ab. Verschämt, verlegen und in grotesk wirkender Komik spielte sie mit ein paar prachtvollen Brillantringen, die etwas fremd an den häßlichen. kurzen Fingern saßen. „Nicht eingelöste Pfänder“, stellte Albert Haumann im stillen fest... und fand noch eine Serie anderer, ebenso wertvolle Prachtstücke an Hals und Armen verteilt. Alle Achtung. das war ein nettes Vermögen, das sie da bei sich trug. Mindestens hunderttausend Mark Barwert. „Nehmen Sie Platz. Herr Haumann. Gut, daß Sie da sind, sonst wäre es vielleicht zu spät gewesen. Und daß Sie sitzenbleiben, wenn Sie zuhören. Ich habe gewählt. Ach, Herr Haumann, ich bin ja so glücklich, und das danke ich Ihnen." „Mir?" Verständnislos sah er sie an. „Erinnern Sie sich nicht, die Annonce— ein Angebot— herrliche Männer und auch andere: ich habe so graphologische Studien gemacht. Eine Schrift imponierte mir gleich— so schön—, und dann die Worte— ein Idealismus. Als wäre ich's selbst. sag ich Ihnen, Herr Haumann. Ja— und mit diesem Manne habe ich mich verlobt." „Meinen Glückwunsch, Fräulein Horst!“ Dabei wußte er nicht einmal recht. ob sie sich mit der Handschrift oder dem dazugehörigen Schreiber verlobt hatte. „Recht haben Sie— so recht. Was habe ich vom Glück gewußt bis heute? Nichts! Gar nichts! Nun weiß ich, was es heißt, verlobt zu sein. Gott ist das schön! Und ich will es akkurat machen wie Sie. Das Glück geheimhalten, keine lauten An zeigen, nichts. Nur zuletzt: Triumph! Ich sehe es schon. Die Vermählungsanzeige! Werden die Leute Augen machen! Mögen Siel Was geht's mich an. wenn man so glücklich ist!? Ja, die Hochzeit! Seben Sie, das ist es. So ein Bräutigam hat es immer eilig Na. das wissen Sie selbst. Was soll eine Fran. die liebt, anderes tun, als ein Ja sagen. Ist es nicht so?" „Gewiß!“ stimmte er höflich zu. ahnungslos, was er nun bei der Verlobung von S. Horst tun sollte. „Für ein Mädchen ist das natürlich anders. Wir opfern ja so viel mehr! Doch eigentlich wollte ich Sie etwas fragen!“ kam sie auf den Kern ihres Gesprächs zurück.„Jedes Ding hat ja zwei Seiten— und nun: Da ist eine kleine Differens zwischen uns— meinem Verlobten und mir— klang es sehr stolz,„und ich brauche den Rat eines zuverlässigen Freundes. Es handelt sich um den Heiratskontrakt. „Ich will nämlich Gütertrennung. Mein Verlobter hat mich ausgelacht, findet das lächerlich: es wäre ein Beweis des Mißtrauens.„Mein ist dein, und dein ist mein!'. hat er erklärt. Aber ich weiß doch nicht! Geld bleibt Geldl. da soll man kühl bleiben. Sie sind ein vornehmer Mann mit nobler Denkungsart: Was raten Sie mir?“ „Gütertrennung!“ entfuhr es Albert Haumann ohne Nechdenken Wenn er schon indirekt schuld an der Verrücktheit der Alten und einer Heirat der mit keinen körperlichen Vorzügen Bedachten trug, wollte er nicht Mitschuld an ihrem finanziellen Ruin tragen. Natürlich war das irgendein Geldjäger „Also hab' ich recht: Gütertrennung ist nicht unvornehm?" „Durchaus nicht! Damit sichern Sie Ihr in die Ehe eingebrachtes Vermögen, Fräulein Horst.“ „Gewiß! Ich habe das auch gedacht. Die Firma will ich liquidieren. Wir wollen under Glück in die Stille tragen. In einen kleinen Ort— vielleicht sogar ins Ausland. Ganz allein— er und ich..", seufte sie aus noch unerschlossenen Tiefen. (Fortsetzung folgt.) dahin ab, daß die Amtskasse Westhofen einen Fehlbetrag von 23 230 RM., die Kirchenkassen Westhofen und Syburg einen solchen von 4343 RM. aufweisen. Außerdem betrug der Fehlbetrag der Gemeindekasse Holzen 35 900 RM. Darin sind nicht die Beträge enthalten, die der verstorbene Gemeindevorsteher Jakobs an sich genommen hat. Die Fälschungen und Unterschlagungen seien sehr ungeschickt verschleiert worden und hätten bei einigermaßen sorgfältiger Prüfung aufgedeckt werden müssen. Ueber den Geisteszustand des Angeklagten ließ sich der Gefängnisarzt dahin aus, daß eine krankhafte Störung der Geistestätigkeit bei dem Angeklagten nicht vorliege. Er habe während der Untersuchungshaft sehr viel simuliert. Am Mittwoch beginnen die Plädoyers. Gegen Mittag wird das Urteil verkündet werden. Mit einer Luftbüchse beim Wildern. In der Solingen=Höhscheider Gegend sind mehrfach Wilddiebe tätig gewesen. Man konnte sie jetzt stellen und festnehmen. Man hat dabei die Beobachtung gemacht, daß die Wilderer ihre Beute mit einem Luftgewehr mit gezogenem Lauf, der mit einem Stecher versehen war, erlegten. Der Unfall des Ballons„Stadt Düsseldorf" in Holland. Ernster Zustand des Schwerverletzten. Aus dem Haag wird weiter berichtet: Der am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr in Düsseldorf zu einer Hollandfahrt gestartete Luftballon, wurde von Hauptmann a. D. Erwin Pfeffer, einem früheren bekannten Kriegsflieger, geführt. Die übrige Besatzung bestand aus dem Arzt Dr. Karl Münch und den Herren Theo Jansen und O. Gannitz. Letzterer wurde bei dem harten Aufprallen des Ballons auf den infolge der großen Kälte gefrorenen Boden aus der Gondel geschleudert. Er erlitt einen Schädelbruch und wurde in das Katholische Krankenhaus im Haag übergeführt, wo er noch in besorgniserregendem Zustand daniederliegt. Nach den Angaben des Ballonführers ist der Unfall darauf zurückzuführen, daß die Gondel bei der Landung eine Zeit lang über den Boden geschleift wurde. Hätte der Schwerverletzte ebenso wie die anderen sich gut festgehalten, dann wäre er auch mit leichteren Verletzungen davongekommen. Die drei anderen alle leicht am Kopf verletzten Insassen des Ballons traten am Montag morgen die Rückreise nach Düsseldorf an. Auch der Ballon, der so gut wie unversehrt geblieben ist, wurde bereits zurückgesandt. Der Unfall des Mitfahrers Gannitz ist besonders tragisch, weil er nicht für die Fahrt vorgemerrt war, bestimmt auch nicht daran teilgenommen hätte, wenn nicht sein Chef, der die Fahrt zuerst mitmachen wollte, plötzlich zurücktreten mußte. So machte er die Fahrt gewissermaßen als Ersatzmann mit. Wegen Brandstiftung verurteilt. Am Tage der letzten Reichstagswahl wurde in Oberhausen ein Nationalsozialist von einem Viehhändler nach voraufgegangenem Streit mißhandelt, wobei angeblich der SA.=Mann ein Auge verloren haben soll. Drei Tage nach diesem Vorfall, in der Nacht zum 10. November, begaben sich vier Nationalsozialisten zu dem Gutshof dieses Viehhändlers und zündeten dessen Rübenmiete sowie einen auf dem Hose stehenden Viehkarren an. Als das Feuer erloschen war. begaben sie sich zum zweiten Male bin. entsachten den Brand aufs neue und zündeten auch die Hausfront, an der einige Bündel Stroh lagerten an. Darauf ergriffen sie die Flucht. Von einer Streife des Feldschutzes war das Feuer bemerkt worden und konnte nach kurzer Zeit gelicht werden. Zwei der Brandstifter wurden am Montag vom Duisburger Schwurgericht zu le sechs Monaten Gesängnis verurteilt, während ein dritter, der der Beihilfe beschuldigt war, mit 2 Monaten Gesängnis davonkam. Gegen den vierten Angeklagten wurde das Verfahren abgetrennt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, die Strafe sei mit Rücksicht auf die kommende Amnestie sehr milde ausgefallen. Es ist nichts so sein gesponnen... Der Mülheimer Kriminalpolizei ist es gelungen, den Raubüberfall auf die Geschäftsstelle der Fleischer, innung im städtischen Schlachthofe, bei dem den beiden Räubern 875 RM. in die Hände sielen, aufzuklären. Einer der beiden Täter, der 25 Jahre alte Arbeiter Westpfal, konnte bereits verhaftet werden. Er gab an, von der Beute nur 90 NM. erhalten zu haben. Sein Komplice, der 21 Jahre alte Arbeiter van Doorn, der wegen anderer Straftaten von der Polizei seit längerer Zeit gesucht wird, ist flüchtig. Schließzung des Kindersolbades Rasselberg nur vorübergehend. Zu der Nachricht, daß das Kindersolbad Raffelberg mit dem 12. Dezember seine Pforten schließt erfahren wir aus Mülbeim, daß es sich nur um eine vorübergehende Schließung des Bades handelt. Am 1. März 1933 wird das Bad wieder geöffnet. Verirrt und tödlich abgestürzt. Der bei einem Wirt in der Gegend von Dorsten beschäftigte Landwirtschaftsgehilfe Albert Schürmann war zum Nikolausmarkt gegangen und hatte abends eine Reihe Wirtschaften besucht. Auf dem Heimwege verirrte er sich und ging statt nach Hause in der Richtung Gahlen. Im Ortsteile Hardt wollte er in einem Hause sich nach dem Wege erkundigen, stürzte aber, als er in der Dunkelheit das Haus betrat, die Kellertreppe hinab und wurde am anderen Morgen schwerverletzt am Fuße der Treppe aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht. Dort ist Sch. an den Folgen einer Gehirnerschütterung gestorben. Postgelder ein Raub der Flammen. In der ntur in Baru p(Kr. Coesfeld) entstand amstagabend dadurch ein Schlafzimmerbrand, daß ein Ofenrohr, das durch das Zimmer ging, auseinanderfiel. In dem Raum wurden nach Schalterschluß die Postgelder und Postwertzeichen aufbewahrt, von denen mehrere 100 RM. dem Feuer zum Opfer fielen. Die Hausbewohner wurden erst auf das Feuer aufmerksam, als sie zu Bett gehen wollten. Todessturz durch die Bodenluke. Als ein Fuhrunternehmer in Vrede Stroh durch die Bodenluke abwarf, glitt er auf dem Boden aus und stürzte aus beträchtlicher Höhe auf die Tenne. Er trug einen komplizierten Schädelbruch davon und ist einige Zeit später gestorben Liebesdrama. Am Montagabend wurde ein 22jähriges Mäddas sich auf dem Heimwege von seiner Arbeitsstätte zum Elternhaus befand, in der Nähe des Schlosses Neersen(Bez. Biersen) von einem jungen Mann erschossen. Das Mädchen war sofort tot. Der Täter ist flüchtig. Man vermutet ein Liebesdrama. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Falschmünzerwerkstatt stillgelegt. In Köln wurden ein Arbeiter, ein Maschinenschlosser, ein Elektrotechniker und ein Schlosser wegen Münzverbrechens festgenommen. Sie haben in der letzten Zeit falsche Fünfmarkstücke hergestellt. Das gesamte Herstellungsgerät sowie verschiedene fertiggestellte Fünfmarkstücke sind in der Wohnung eines der Mitbeteiligten beschlagnahmt worden. Münchener Gold in Köln. In Köln wurden am Sonntag zwei junge Leute festgenommen, die einen größeren Posten Uhren und Goldwaren zum Kauf anboten. Es ergab sich, daß diese Sachen in der Nacht zum 5. Dezember bei einem Einbruch in München gestohlen worden waren. Die beschlagnahmten Goldsachen haben einen Wert von rund 6000 RM. Die Kölner Karnevalausstellung. Im Kölner Kunstgewerbemuseum soll am 8. Januar eine Karnevalausstellung eröffnet werden. Zahl. reiche Privatleute haben Beiträge in Form von alten Bildern, Kostümen usw. zur Verfügung gestellt; auch die Karnevalsgesellschaften haben entgegenkommenderweise ihre Mitarbeit bei der Ausstellung zugesagt. Wertvolles Ausstellungsmaterial stammt aus den Kölner Museen. Aber auch Düsseldorf ist an der Ausstellung beteiligt. Sowohl aus dem Historischen Museum als auch aus dem Düsseldorfer Malkasten wird wesent. liches Material zu sehen sein. Wertvolle Mitarbeit werden auch die Kölner Werkschulen leisten. Film in Flammen. Im Vorführraum eines Kölner Kinos geriet ein Film in Brand. Die Vorführerin trug schwere Brandverletzungen an beiden Armen und Beinen davon. Der Brand konnte glücklicherweise schnell gelöscht werden. Kommunistische Störungsversuche am Silbernen Sonntag. Aus Köln wird gemeldet: Unter kommunistischem Einfluß stehende Elemente versuchten im lebhaften Geschäftsverkehr des Sonn. tags auf Straßen und Plätzen zu demonstrieren. In einem hiesigen Kaufhaus hatten sich mehrere hundert Kundgeber unter die Käufer gemischt. Unter dem Eindruck der starken polizeilichen Kontrollen kamen Störungs= und Plünderungsabsichten dort nicht zum Ausbruch. Eine besonders präparierte Kanne mit leicht brennbaren Stoffen, die bereits glimmte, konnte sichergestellt werden. Schüsse auf ein Schmuggleranto. Am Sams tagabend gegen 22 Uhr stellten Zollbeamte der Aufsichtsstelle Aachen-Süd auf der Eupener Straße einen Personenkraftwagen. Als der Wagen hielt, sprangen die Insassen heraus und ergriffen die Flucht, obschon die Beamten mehrere Warnungsschüsse abgaben. Die Zollbeamten nahmen die Verfolgung auf und verletzten einen 20 Jahre alten Schmuggler aus Aachen durch Schüsse am Kopf und in der Hüfte. Der Kraftwagen barg 16000 Zigaretten, die mit dem Gefährt beschlagnahmt wurden. Raubüberfall auf offener Straße. Am Sonntagabend wurde in der Krögerstraße in Frankfurt a. M. ein Kaufmann, der in einer Aktentasche die Tageseinnahme eines Lichtspieltheaters im Betrage von 800 RM. bei sich trug, von zwei maskierten Räubern überfallen. Unter Bedrohung mit der Schußwaffe entrissen sie dem Ueberfallenen die Aktentasche und konnten uner, kannt entkommen. Ein Dokument der Gemahlin Napoleons II. gefunden. Nach einer Meldung aus Perpignan haben Erdarbeiter in der Nähe des französischen Dorfes Boulon, in einem morschen Baum eine Flasche mit einem Dokument gefunden, das die Liste der Kostbarkeiten und Wertsachen enthalten soll, die die Gemahlin Napoleons III., Eugenie von Montijo, einem gewissen Manuel Perez anvertraut habe, der sie ihrer Mutter in Madrid übergeben sollte. Diese Liste verzeichnet ein Perlenkollier, ein Geschenk des Zaren von Rußland, im Werte von 600 000 Frank, ein Brillantarmband, ein Geschenk des Schah von Persien, im Werte von 130 000 Frank, sowie verschiedene weniger wertvolle Schmuckstücke. Außerdem wird eine Summe von zwei Millionen Frank in Banknoten genannt. Das Dokument ist sehr gut erhalten und trägt das kaiserliche Adlersiegel, den Stempel der Kanzlei und die unleserliche Unterschrift des Kanzlers. Man prüft jetzt die Echtheit des Schriftstücks und die darin enthaltenen Angaben. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei in Moskau beschloß, im Laufe des Jahres 1933 eine Reinigung der Kommunistischen Partei der Sowjetunion durchzuführen. Ein Weihnachtsmysterium in Belgien? Eigenartige Visionen belgischer Dorfkinder. Aus der Gegend von Namur in Belgien kommt die Mitteilung, daß die kleine Ortschaft Beauraing seit ungefähr 10 Tagen Mittelpunkt eines ungewöhnlichen Zustromes von Menschen. Männern und Frauen jeden Alters aus ganz Belgien geworden ist. Sie kommen dort zusammen, weil sie von einer eigenartigen Vision der Schulkinder von Beauraing gehört haben. Seit dem 29. November, so geht das Gerücht, erleben die Kinder von 9—14 Jahren um die Zeit nach Sonnenuntergang die Vision einer ganz weißen Frau, die von sich sagen soll, sie sei die heilige Jungfrau selbst. Am 8. Dezember, dem kirchlichen Fest der unbefleckten Empfängnis versammelten sich ungefähr 10 000 Menschen in der Nähe der Eisenbahnbrücke nahe der Ortschaft, dem gewöhnlichen Schauplatz der sonderbaren Erscheinung. Denn für diesen Tag sei nach der Erzählung der Kinder von der weißen Frau die Heilung von Kranken in Aussicht gestellt worden. Während die Volksmenge still im Gebet verharrte, bemächtigte sich, wie Augenzeugen berichtet haben, der Kinder eine längere Ekstase. Die Aerzte, die anwesend waren, untersuchten diesen einer Hypnose ähnlichen Zustand und sollen sich überzeugt haben, daß die befallenen Kinder gegen körperliche Schmerzen unempfindlich waren. So sollen die Kleinen z. B. nichts davon gemerkt haben, als man ihren gefaltteten Händen mit einem brennenden Streichholz nahe kam. Vergeblich aber wurde von der Versammlung die Heilung eines Blinden und eines Gelähmten erwartet. Aber unausgesetzt blieben die vielen Menschen trotz der harten Winterkälte bis in die tiefe Nacht am Orte. Die Behörden nahmen sich der Sache an, und da die Ansammlungen für die ganze Gegend zu einem Anlaß mystischer Erregung zu werden drohen, hat die Staatsanwaltschaft von Dinant, die zur Beobachtung des Vorganges einen Vertreter entsandt hatte, Wiederholungen für die Zukunft untersagt. Die Kirche hat, wie gemeldet wird, Vorsicht in dieser Angelegenheit empfohlen, beobachtet demnach eine ähnliche Zurückhaltung wie im Falle der Therese Neumann von Konnersreuth. HANDEL UND JNDUSTRIE Um die Verlängerung der Stillhalt Stillhalteabkommen. Vertagung des Studienausschusses. Die Erörterungen des inoffiziellen Studien ausschusses zur Untersuchung des Stillhalteprolems wurden bis zum 10. Januar vertagt. Die Besprechungen sollen dann wieder in London statt finden. Es sollen günstige Fortschritte gemacht worden sein. Die offisielle Ausammenkunft sindet auf Einladung des Vorsitzenden Wiggin am 31. Jannar zwischen den Vertretern der Gläubigerländer und denen der deutschen r. 244 Gewerkschaft Heinrich, Kupferdreh. Der Grubenvorstand beschloß, für die am 9. Dezember eingetragenen Gewerken eine Ausbeute von 150 R M.(i. V. 0) zur Ausschüttung zu bringen. Möbelhaus Gebr. Schürmann AG., Essen. Das Unternehmen erzielte in dem am 81. 12. 1931 beendeten Geschäftsjahr einen Rohüberschuß von 1,59(1,66) Mill. RM. Sonstige Erträgnisse erbrachten 0,43(0,21) Mill. RM. Nach Abzug der Geschäftsunkosten von 1,76(1.79), der sozialen Abgaben von 0,044(0,041), der Besitzsteuern von 0.14 (—) und der Abschreibungen von 0.20(0.16) Mill. RM. verbleibt ein Verlust von 122899(i. B 255008 RM. Verlust, der aus dem Gewinnvortrag von 878 936 RM. gedeckt wurde), der wiederum aus dem Gewinnvortrag abgeschrieben wird, wodurch sich dieser auf 1530 RM. vermindert.— In der Bilanz erscheinen bei einem unv. A.=K. von 1.2 Mill. RM. Reserven von 1.00(1,00), sowie Rückstellungen von 0,15 Mill. Reichsmark. Rheinisch=Westfälische Baukasse AG., Essen. Das 1928 unter Führung des Bankhauses Simon Hirschland zur Förderung der privaten und öfsentlichen Bautätigkeit im Industriebezirk gegründete Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 1931 mit einem Verlust von 1588 RM. ab. der von dem Gewinnvortrag aus 1930 von 6088 RM. abgezogen werden soll, so daß noch ein Vortrag von 4 500 RM. verbleibt. Unkosten erforderten 17418, Zinsen 15830 RM. Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG., Dortmund. Der Stromabsatz hat sich in den letzten Monalen erhöht. Besonders im Oktober und November ist eine Steigerung des Stromabsatzes, gemessen an den gleichen Monaten des Vorjahres, festzustellen. Soweit heute schon eine Uebersicht über das Endergebnis des vor dem Abschluß stebenden Geschäftsjahres 1932 möglich ist, besteht die Aussicht, daß dieses dem vorjährigen Geschäftsjahr, trotzdem in der Zwischenzeit die Wirtschaftslage weiterhin schlecht war, nicht nachstehen wird. 30-Stunden=Arbeitswoche in Amerika? In Cincinatti(Ohio) erklärte der Präsident der American Federation of Labor, William Green, daß Amerika nicht zur 48=StundenWoche zurückkehren könne. Selbst bei einer Rückkehr der Konsunktur des Jahres 1929 würden infolge des Fortschritts der Rationalisierung nur etwa 55 Proz. der Arbeitslosen auf Basis des Sechs=Stunden=Tages in den Produktionsvrozen wieder anfaenommen werden kön= nen. Green setzte sich für die Fünf=Tage=Woche mit täglicher sechsstündiger Arbeitszeit ein. Fruchtmärkte. Duisburger Getreidebörse. (Preise für 100 ka waggonfrei Duisburg bei Abnahme von Waggonladungen.) Südd. Hafer 14,75—15; Pomm. Weißsee=Hafer 15—15,30: Rhein. Hafer 15—15,80; Inländ. Gerste 19,25—19,50; ausl. Weizen 24—24,25; ausl. Roagen 18—18,25; PlataMais 19,50; Plata-Cinquantino-Mais 20,50; Wei zenmehl Grundpr. 97proz. 26,75—27; Weizenmehl Grundpr. 70=80proz. 27,50—27,75; Roggenmehl Konzern 24; Roagenmehl Ostmühlen 22,50; Wei zenkleie 8,50—9,50; Weizenbollmehl 9,75—10,25; Roggenkleie 8—8,50; Steffens Zuckerschnitzel 10,75 bis 11. Tendenz: ruhig. Essener Getreide= und Warenbörse. (Großhandels=(Börsen=) Preise in Getreide und Futtermitteln.) Inl. Weizen 20,25; inl. Roggen 16,25; inl. Gerste 19,50; Inlandshafer 14.50 bis 15,25; Plata-Mais 19,25—19,50; Plata-Cinquan tino=Mais 20,50; Weizenmehl Grundpreis Nproz. 26,50—27; Weizenmehl mit Austauschweizen 27,50 bis 28; 70proz. Roagenmehl, rhein. 24—24,25; Weizenbollmehl 9,75—10,50; Weizenkleie 8,50—9,50; Roggenkleie 7,75—8,25; Steffens Zuckerschnitzel 10,25—10,50; Trockenschnitzel 9,25. Tendenz auf dem Getreide= und Futtermittelmarkt: still. Viehmärkke. Bochumer Viehmarkt. (Preise für 50 ka Lebendgewicht in RM.) Ochsen:— Bullen: Vollfleischige oder ausgemästete 21—24; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 18-20. Kühe: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26-28(ausgesuchte über Notia): sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20—25; fleischige 14—18. Kälber: Beste Mast und Sangkälber 88—43; mittlere Mast= und Sangkälber 30—36; geringe Kälber 22-28. Schweine Vollfleischige Schweine von ca. 200—300 Pfd. Lebendgewicht 39—41; vollfleischige Schweine von ca. 120—200 Pfd. Lebendgewicht 36—38; fleischige Schweine unter 120 Psd. Lebendgewicht 33-85. Auftrieb: Großvieh 53, Bullen 17, Kühe 26, Kälber 70, Schweine 707. Marktverlauf: langsam. Markt geräumi Dortmunder Schlachtviehmarkt. (Preise für 30 ka Lebendgewicht in RM.) Ochsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts, füngere 28—30; sonstige vollfleischige, süngere 24—26; fleischige 20—23. Bullen: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26 bis 28; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23—25; fleischige 20-22. Kühe: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes 27—30 sonstige vollsleischige oder ausgemästete 24—26; fleischige 20—23; gering genährte 14—19. Färsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 29—31; vollfleischige 26—28; fleischige 23-25. Kälber: Beste Mast= und Sangkälber 42—45; mittlere Mast= und Saugkälber 34—41; geringe Kälber 25—33. chweine: Vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 40—42; vollfleischige Schweine von ca. 200—240 Pfd. Lebendgewicht 89 bis 42; vollfleischige Schweine von ca. 160—200 Psd. Lebendgewicht 36—40; fleischige Schweine von ca. 120—160 Pfd. Lebendgewicht 34—37: Sauen 31—38. Auftrieb: Großvieh 815, Ochsen 22, Bullen 123, Kühe 607, Färsen 50, Fresser 13, Kälber 393, Schafe 30, Schweine 2189, 1 Ziege. Marktverlauf: Großvieh schleppend, geräumt; Kälber mittel, geräumt; Schweine ruhig, geräumt. Elberfelder Schlachtviehmarkt. (Preise für 50 kg Lebendgewicht in RM.) Ochsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts, jüngere 31—33; sonstige vollfleischige, jüngere 28—30; fleischige 22—27. Bullen: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 28 bis 30; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 24 bis 27; fleischige 20—23. Kühe: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26—28; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22-25; fleischige 18 bis 21: gering genährte 12—17. Färsen: Vollflei= schige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 29—31; vollfleischige 24—28; fleischige 20-23. Fresser: Mäßig genährtes Jungvieh 18-22. Kälber: Beste Mast= u. Saugkälber 36—40; mittlere Mastund Saugkälber 30—35; geringe Kälber 20-29. Schweine: Fett= und vollfleischige Schweine von ca. 160 bis über 300 Pfd. Lebendgewicht 88 bis 42: kleischige Schweine von ca. 120—160 Pfd. Lebendgewicht 34—87: Sauen 30-85. Auftrieb: Großvieh 675, Ochsen 212. Bullen 97. Kühe 212. Färsen 100. Fresser 54, Kälber 488, Schafe 11. Schweine 2505. Marktverlauf: In allen Gattungen mit= tel, Markt geräumt. Essener Schlachtviehmarkt. Preise für 50 ka Lebendgewicht in RM.) Ochsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, füngere 30—82. Bullen: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 28—29; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 25—27; fleischige 22-24: gering genährte 20—21. Kühe: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 27 bis 29; sonstige volltleischige oder ausgemästete 24 bis 26; fleischige 20—23; gering genährte 13-18. Färsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 30—82; vollfleischige 27—29; fleischige 24 bis 20. Fresser: Mäßia genährtes Jungvieh 18 bis 23. Kälber: Doppellender bester Mast 50 bis 62: beste Mast= und Sangkälber 36—42: mittlere Mast= und Sangkälber 30—35; geringe Kälber 21—28, Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel. Weidemast 27—80; mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel und aut genährte Schafe 21 bis 24. Schweine: Vollfleischige Schweine von ca. 240—800 Pid. Lebendgewicht 39—41: vollfleischige Schweine von ca. 200-240 Pid. Lebendgewicht 37—41; vollfleischige Schweine von ca. 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 35—37; fleischige Schweine von ca. 120—160 Pfd. Lebendgewicht 34—35; Sanen 28— Auftrieb; Großvieh 498. Ochsen 14. Bullen 163, Kühe 233, Färsen 58, Fresser 28, Kälber 564, Schafe 48. Schweine 2491. Marktverlauf: ruhig in allen Gattungen. Kölner Schlachtviehmarkt. (Preise für 50 ka Lebendgewicht in RM.) Ochsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts, jüngere 3—35, ältere 26—31; sonstige vollfleischige, füngere 25—28, ältere 22-25. Bullen: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26—29; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 22—25. Kühe: Jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts 26—30; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 21—25; fleischige 17—20; gering genährte 12—15. Färsen: Vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwerts 29—33; vollfleischige 22—27. Fresser: Mäßig genährtes Jungvieh 17—23. Kälber: Dopvellender bester Mast—; beste Mast= und Saugkälber 38—42; mittlere Mastund Saugkälber 32—37; geringe Kälber 20—30. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel, Weidemast 26—28; mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel und gut genährte Schafe 18-24. Schweine: Vollfleischige Schweine von ca. 200 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 38—43; vollfleischige Schweine von ca. 160—200 Pfd. Lebendgewicht 86 bis 40; fleischige Schweine von ca. 120—160 Pfd. Lebendgewicht 34—37; Sauen 33—37. Auftrieb: Großvieh 119., Ochsen 292, Bullen 193, Kühe 603. Färsen 95, Fresser 8, Kälber 948. Schafe 97, Schweine 4538. Marktverlanf: Großnieh beste Tiere auch noch höher bezahlt. Ochsen. Bullen und Kühe ruhia. geräumt. Kölber und Schafe ruhig. Schweine ruhig, Schluß abflauend. t. e . . 8 E 5 3. E e SE 8 2. S. n. 2 S0 R. A,. t8 to t t . u . tk. at. k R38 252. 3. k eeo t e göRO2: t REes. tta t. k . 00. . ks t3 9 o 38 EE 25eo2 e. . kk. E22. 2 . . 2 . .-c.2 t0.0 e 19 a e . 2 tkt. . . 22 c2 SEt A 6 s se a2 . k. k . 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Reichli Beachte Die Eir Fußballburg war war so„h mal alle in sandt hatte aber zu ein als der V schien, nal wurde ern Der Ve für die rung und die S die Endsp von Nürn eine Einfi land aus. eingriff, k Ranaes Flier einen Be durch den Vereinen Firmas heutea wie er bis Er erk Kursäi der Ei Hat FC W Wenn ger nicht ger Mann stung. überlegen Pech verfi tinger Ha kurz vor wandfreie soll die au bleiben. ren die 2 Bereits Hattingen hatte berAusale tinger to Wittener den viele Hattinger eine sold der reicher P Schiederl dann der Wittener Partie u wurde da anerkann Westfal Vor c den Man ten Platz fige Tab 6,5 Mi Im( Sonntag Auderve rungspré ders wi schau a eignisse1 seits für 1936 in Zitzung derren Ausschü klubs u Trainer ständigen von Los 1036 ke wird, da sich eine konzentr Beste le keine Ne beste M. bracht w werden. den Ad besser a den Vie Ründchod Reichlich späte Einsicht. Scharfe Prosischwenkung im Eüden. Beachtenswerte Ausführungen des Vorsitzenden Flierl auf der Tagung des SF. u. LV. in Würzburg. Die Einladung zu der Tagung des Süddeutschen Fußball= und Leichtathletik=Verbandes in Würzburg war vom 1. FC Nürnberg ausgegangen und war so„harmlos“ gehalten, daß noch nicht einmal alle interessierten Vereine ihre Vertreter entsandt hatten. Es wurde zunächst eifrigst debattiert, aber zu einem positiven Schluß kam man nicht. Erst als der Verbandsvorstand auf der Bildfläche erschien, nahm die Aussprache eine Wendung und wurde ernst. Der Vertreter des FSV Frankfurt verlangte für die Frankfurter Vereine die Einführung einer Verbandsliga schon für den 1. Januar 1933 und die Spiele dieser Liga sollten als Ersatz für die Endspiele ausgetragen werden. Die Vertreter von Nürnberg=Fürth sprachen sich deutlich gegen eine Einführung des Berufsfußballes in Deutschland aus. Als der Verbandsvorstand in die Debatte eingriff, kam es zu einer Sensation ersten Nanaes. Flierl, der Vorsitzende des SFuLV, gab einen Bericht über seine Orientierungsfahrten durch den Süden, seine Verhandlungen mit den Vereinen und seine Auseinandersetzung mit der Firma Bauer. Er mußte bekennen, daß er sich heute anders zu den Dingen einstellen müßte, wie er bisher es getan hätte. Er erklärte ganz offen, daß der Vorstand eine Kursänderung vorgenommen habe und heute der Einführung des Berufsfußballsportes auf Westdeutscher Spielverband. Hattingen verschoß einen Elfmeter. FC Witten 92— Hattinger SV 2:2(1:2). Wenn auch die beiden Außenstürmer der Hattinger nicht ganz gefallen konnten, so bot die Hattinger Mannschaft insgesamt in Witten eine gute Leistung. Durchweg konnten die Hattinger das Spiel überlegen gestalten, waren aber mitunter sehr vom Bech verfolgt. In der 2. Halbzeit wurde vom Hattinger Halblinken ein Handelfmeter verschossen; kurz vor Schluß gab der Schiedsrichter ein einwandfreies Tor wegen Abseits nicht. Immerhin soll die gute Leistung der Wittener nicht unerwähnt bleiben. Namentlich in der Hintermannschaft waren die Wittener sehr stark. Bereits nach drei Minnten gingen die Wittener durch Handelfmeter in Führung. Hattingen kam aber ebenfalls gut ins Spiel und hatte bereits nach weiteren drei Minuten den Ausgleich geschafft. Weiterhin blieben die Hattinger tonangebend, hatten aber mit der stabilen Wittener Hintermannschaft ihre liebe Last. Von den vielen Torgelegenheiten konnte lediglich der Hattinger Halbrechte 12 Minuten vor dem Wechsel eine solche zum 2. Treffer auswerten. Als nach der Pause der Hattinger Linksaußen. in aussichtsreicher Position unfair geleat wurde, gab der Schiedsrichter Elfmeter. Diese Gelegenheit ließ dann der Hattinger Halblinke unausgenutzt. Die Wittener kamen nun mächtig auf und stellten die Partie unentschieden. Ein Tor der Hattinger wurde dann, wie schon erwähnt, vom Schirt nicht anerkannt. Steeles Sturm war schlecht. Westfalia Bochum— Preußen Steele 4:1(8:0). Vor ca. 10N Zuschauern lieferten sich diese beiden Mannschaften auf einem durch Frost sehr harten Platz einen erbitterten Kampf um die vorläufige Tabellenführung. Die Bochumer entschieden legale Weise in Süddentschland kein Hindernis entgegenstellen werde. Allerdings könne der Professionalismus in Süddeutschland nicht nach dem englischen Vorbild aufgebaut werden, es werde sich wohl um ein gemischtes System handeln, mit dem man operieren müsse. Den bestehenden Großvereinen würden Profisektionen angegliedert, ohne die Amateurmannschaften irgendwie zu berühren und zu stören. Auf einem außerordentlichen Verbandstag im Januar oder Anfang Februar werde über die Neugestaltung des Verbandes entschieden werden, nachdem man zunächst einmal die Aussprache mit dem DFB. und allen anderen Landesverbänden abgewartet habe. Man hofft, daß der DFB. zu prinzipiellen Entschlüssen kommen wird. (Wie uns unser Gewährsmann versichert, darf man an der Einführung des Berufsfußballs in Süddeutschland heute nicht mehr zweifeln. Die ganze Angelegenheit ist nur noch eine Frage der Zeit. Für Westdeutschland dürfte interessant sein, daß in Würzburg die bestimmte Erklärung fiel, daß der WSV. wohl bald den Berufsfußball bestimmt einführen werde. Die Absicht svricht wohl recht deutlich aus den Urteilen der Spruchkammer und ist auch nie verheimlicht worden. D. Red.) Es wurde in Würzburg beschlossen, die süddeutschen Endspiele trotz dieser schwebenden Fragen zu beginnen. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß die sogenannte Verbandsliga sich als Profiliga entpuppen wird. hren Gunsten, überraschend an diesem Siege ist allerdings, daß dieser gegen die gewiß nicht schlechten Preußen aus Steele reichlich hoch ausfiel. Das ist aber in erster Linie auf das schwache Stürmerspiel der Steeler zurückzuführen. Die Fünserreihe der Steeler verlor in Bochum die beiden Punkte. Die Hintermannschaft der Steeler war in guter Verfassung, wenn sie auch insgesamt nicht an die famose Leistung der Bochumer Hinterstaffel heranreichte. Der Bochumer Angriff war am Sonntag in bester Spiellaune, er war dem der Steeler weit überle=Halern angenehm überrascht war. gen.— Das Spiel wurde zwar reichlich hart durchgeführt, immerhin hatte der Schiedsrichter das Spiel immer fest in der Hand. Aus dem Spielverlauf: Auf beiden Seiten begann man reichlich nervös. Die Steeler hatten sich mit dem Wind im Rücken spielend schneller gefunden. Alle Angriffe scheiterten aber an der sicheren Bochum Verteidigung. Die 30. Minute gab dem Spiel die entscheidende Wendung. Als der Bochumer Halbrechte das Führungstor für Westfalia schoß, verloren die Steeler die Nerven. Zweimal konnten die Boch. in kurzen Abständen durch ihren Halblinken erfolgreich sein. — Nach der Pause kamen die Steeler etwas auf, verringerten durch ihren Linksaußen auf 3:1. Nach durchweg leicht überlegenem Spiel der Bochumer kamen diese dann kurz vor Schluß noch zum 4. Torerfolg. 2. Bezirksklasse. TV Hammerthal— SpuSp Stiepel 3:4(3:4). In Hammerthal gastierte SpuSp Stiepel 04 zum letzten Meisterschaftsspiel der 1. Serie. Die Stiepeler errangen einen etwas glücklichen 4:3=Sieg, der schon bei der Pause feststand. Stiepel ging nach 25 Minuten in Führung; H. konnte aber nach einigen Minnten durch Elsmeter den Gleichstand erzielen. Nachdem dann einmal Stiepel und einmal H. geführt hatte, vermochte St. bis zur Pause eine 4:3Führung herauszuarbeiten, die zum endgültigen Siege genügte. In der 2. Hälfte hatten die Hammerthaler reichlich Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen. Zu einigem Schußpech der H. kam, daß der sonst gute Schiedsrichter zweimal klares Handspiel der Stiepeler Verteidigung übersah.— Man hatte sich von der Stiepeler Mannschaft mehr versprochen, während man von den HammerNeuer westdeutscher Gegelflugrekord. Fast 14 Stunden in der Luft. Der westdeutsche Segelflugrekord im Dauerfliegen, der von dem Segelflieger Hahn von der Gruppe Hamborn des Flugvereins Niederrhein mit über 8 Stunden Dauerflug aufgestellt wurde, ist am Samstag von dem Hamborner Iungflieger Josef Göbels, ebenfalls Mitglied der Segelfliegergruppe Hamborn, um mehr als fünf Stunden überboten worden. Göbels stieg am Samstag morgen kurz nach 9 Uhr mit einem von der Hamborner Segelfliegeraruppe gebauten Flugzeug„Kurt Oelsner"(Typ Falke) am Auberg bei Mülheim auf und blieb rund 13¾ Stunden ununterbrochen in der Luft. Er landete glatt um 22,54 Uhr. Aus den Essener Gauklassen. Tentonia Ueberruhr bleibt Tabellenführer. Die Essener 1. Gauklasse brachte am Sonntag mehrere Ueberraschungen, denn diesmal wurden fast alle Favoriten geschlagen. An erster Stelle ist der Kampf in Altenessen zwischen Helene und Rellinghausen 1910 zu nennen, wobei Helene durch einen evtl. Sieg sich die erste Stelle erobern konnte. Aber es kam anders als man gedacht hatte, denn Rellinghausen 1910 schlug Helene auf eigenem Platz 3:2. Dadurch bleibt nach wie vor Teutonia Ueberruhr Tabellenführer. Das zweite Spiel, das für die Tabellenspitze nicht ohne Bedeutung war und Polizei Essen und Essener BC. 05 zusammenführte, endete 2:2. Im übrigen gab es folgende Resultate: Tbd. Altendorf Schwarz=Blau Borbeck 2:6; Phönix— Post=SV. 9:1.— Tentonia Ueberruhr, die ein Gesellschaftsspiel gegen TuS. Bredenscheid bestritt, spielte 8:3. 2. Ganklasse. Die 2. Gauklasse hatte nur zwei Meisterschaftsspiele vorgesehen, die folgende Resultate brachten: Gelb=Blau— SV. Siemens 3:1; Tbd. Frintrop— Tamde. Borbeck 1:1.— Die Märkische Tamde. Horst=Ruhr hatte sich den neuen DT.=Verein Kickers Rott verpflichtet. Man staunte allgemein, daß der Neuling schon mit so guten Leistungen aufwartete. Der nunmehr sechste Verein in Steele dürfte sich in diesem Kampf schon Sympathien erworben haben. Allerdings reichte es in diesem Spiel noch nicht zu einem Sieg, aber die 8:2=Niederlage ist immerhin ein AchtungserHandball im W6B. MBV Linden schlägt Westfalia Bochum 7:1(8:1). Ein interessantes Gesellschaftsspiel lieferten sich obige Mannschaften, die allerdings in ihren Handlungen durch den harten Platz sehr gehemmt wurden. Die Lindener erschienen mit einem neuen Angriff, der gute Zusammenarbeit verriet.— Die Lindener brachten sich bereits zu Anfang des Spieles in Führung, mußten sich aber 5 Minuten später den Ausgleich gefallen lassen. Durch die gute Aufbauarbeit der Läuferreihe Lindens sielen bis zur Pause noch zwei weitere Tore.— Durch bessere Technik und Taktik der Märker kamen diese nach dem Wechsel in kurzen Abständen zu vier weiteren Toren. Die Gesamtleistung der Lindener war gut. während Westfalia den nötigen Eifer vermissen ließ. hodey. Moment aus dem Schwergen als Ausscheidungskampf um die den wichtskampf Hans Schönrath(rechts) gegen Walter Neusel, der ische Meisterschaft aufgezogen war. Der Deutsche Ruderverband und das Olympia 1936. 6,5 Millionen Mark Vorbereitungskosten.— Etwa 300 Deutsche sollen 1936 starten. MBV Linden— H6 Bochum 2:1(0:0). Durch den harten Boden wurden die beiderseitigen Lei stungen stark beinflußt. Erst nach der Pause setzte sich die reifere Spielweise der Märker durch, so daß schließlich ein knapper, aber verdienter Sieg dabei heraussprana.— Die 2. Elf von Linden wurde knano mit 1:0 Toren aeschlagen. Weitere Hockenergebnisse: Steeler HC— Preusien Essen 4:8; Etuf Esien— Bonner THV 1:0; SpVaa Oberhausen— TK Gelsenkirchen 2:2; Eintracht Dortmund— Schwarz=Weiß Essen 2:1. Im Essener Hotel Kaiserbof kam am Sonntag der Olympia=Ausschuß des Deutschen Anderverbandes unter dem Vorsitz von Regierungspräsident Pauli(Potsdam) zu einer besonders wichtigen Tagung zusammen, um Rückschau auf die zurückliegende Saison und die Ereignisse von Los Angeles zu nehmen und andererseits für die nächsten Ruderjahre und das Olympia 1936 in Berlin Ausschau zu halten. Zu dieser Zitzung war neben verschiedenen prominenten derren des Verbandes aus den verschiedenen Ausschüssen auch Herren des Berliner Ruderklubs und der Amicitia Mannheim, sowie der Trainer Gwinner und ein Bootsbausachverständiger geladen.— Man zog aus den Kämpfen von Los Angeles die Folgerung, daß Deutschland 1036 keine Doppelmeldung mehr tätigen wird, da man einsehen mußte, daß für das Olympia sich eine Rudermannschaft nur auf ein Rennen konzentrieren kann, wenn sie in diesem Kampf das Beste leisten soll. Ferner wird man für den Achter keine Vereinsmannschaft mehr melden, sondern das beste Material soll aus jedem Verein zusammengebracht werden also eine Renngemeinschaft gebildet werden. Für 1936 will man sich aanz besonders auf den Achter verlegen und hofft, daß man hier besser als in Los Angeles abschneiden kann. Für den Vierer sind die Voraussetzungen in Deutschland besser, wie ja Los Angeles bewies. geles bewies. Man wird die Meisterschaftsregatten in Zukunft früher legen und nach dem Abschluß der Regatten die Ruderer in Renngemeinschaften zusammenbringen, wobet man besonders als Trainingsplätze Berlin, Mannheim, Frankfurt usw. im Auge halten will. — Die Olympia=Ausscheidungen sollen dann die Sichtung zwischen den Renngemeinschaften weit besser ermöglichen. Falls es die Finanzen erlauben, sollen in nächster Zeit auch Auslandsstarts versucht werden. Am Ruderstil wird nichts geändert werden. Ebenso sollen Bootsform und Ausbau des Geräts bestehen bleiben. Der Pootskörper soll allerdings der Mannschaft Konstruktionen probiert werden genheit noch nicht. Im Rahmen der Organisation für die Olympischen Ruderwettbewerbe in Berlin wird festgestellt, daß die Regattastrecke in Berlin=Grünau einen Vier=Bootsstart ermöglicht. Daneben sollen auch die Tribünen auf ein Fassungsvermögen von 40 000 Zuschauern erweitert werden. Die Vorbereitungen für die nächsten Olumpischen Spiele in Berlin, zu denen Deutschland etwa 300 Sportler entsenden wird, werder etwa 6,5 Millionen RM kosten, wie es der DRA. ja schon bekanntgab. n. Der Mootskorper soll allerdings tangenaßt werden. Verschiedene sollen in diesem Zusammenhang ausn. Spruchreif ist aber diese AngeleDer Deutsche Damen-Ruderverband übergekreken? Vier Forderungen müssen vorher erfüllt werden. Der Deutsche Damen=Ruder=Verband hat auf der in Berlin abgehaltenen Hauptversammlung beschlossen, die Mitglieder des Damen=Ruder=Verbandes dem Deutschen Ruderverband einzuverleiben. Damit träten 48 Vereine und 3000 Mitglieder zum Deutschen Ruderverband über.— Der Damen=Ruder=Verband hat aber einige Forderungen gestellt, die auf der Rudertagung in Hamburg geregelt werden sollen. Die Forderungen lauten: 1. der Unterausschuß wird nur von Damen gebildet; 2. den Vorsitz muß einer Frau übertragen werden; 3. die Vorsitzende des Unterausschusses muß auch dem Hauptausschuß angehören; 4. die Frauen des Unterausschusses müssen eine Mehrheit von 75 Prozent haben. Die Damen=Meisterschaftsregatta wird 1933 in Leipzig durchgeführt.— Sollte eine Einigung zustande kommen, so werden im nächsten Jahre erstmalig die Damen=Rudervereine und die Damenriegen des Deutschen Ruderverbandes gemeinschaftlich die Deutschen Meisterschaften austragen. Am Sonntag wurde in Apeldoorn der Rückkamof im Tennis zwischen Rheinland und dem internationalen LTC. von Holland ausgetragen. Die Begegnung erstreckte sich über zwei Tage und brachte als Endergebnis ein 5:5. Funda=Maidorn siegten. Jn der Halle Münsterland kam Sonntagabend ein Mannschaftsfahren über 1001 Runden in sehr starker Besetzung zum Austraa. Das Rennen nahm einen interessanten Verlauf. Nach abwechselnder Führung verlief die letzte Stunde ziemlichruhia. Die Sieger Funda Maidorn entfesselten dann noch eine wilde Jaad und konnten außer Rausch=Hürtgen und EhmerVroomen das gesamte Feld überrunden. Schön=Buschenhagen siegten in Gent in einem Mannschaftsomnium, während sie im 60Alm.=Mannschaftsrennen, das von den Belgiern Bunsse=Billiet gewonnen wurde, nur den siebten Platz belegen konnten. Für das Dortmunder Sechstagerennen vom 6. bis 12. Januar wurden jetzt Tietz=Kroll und die Dortmunder Examateure Senge=Cieszinski verpflichtet. Begeisterter Empfang der österreichischen Fußballmannschaft in Wien. Der aus London und Belgien von Fußballänderkämpfen zurückgekehrten österreichischen Nationalmannschaft wurde bei ihrem Eintreffen auf dem Wiener Bahnhof einbegeisterter Empfang zuteil. Bundeskanzler Dollfuß, in dessen Begleitung auch der Vizekanzler war, war persönlich auf dem Bahnhof erschienen. Er hielt eine kurze Ansprache und ließ sich die Spieler vorstellen. 50 000 Menschen bildeten vom Bahnhof Spalier in das Innere der Stadt. Jn Hai deutschen aufsehener ein Ansch geplant w stieg ein samen Ste ohne daß j der Eindr in einem überwältig sich heraus Kaliber führte. De angehörige über seine nes auffäl gestellt wo tag in Do Der a eine in Zusam Sonntag Als an Außentor dem sich st halten pfl fremder merkt dur dahinter! auf diese vordringer erklärted Kaiser spr Geistes zei überge dentsch sp Staatsang auf freien der zurück man ankan scheinlich 1 licht word Die Na in der ga geschlag das Telepl späten Ab Nachtstund ropas, u. konnte abe dem gewü wohner de gehen pfle mehr reag punkt der gab keine Wie we der Umsta sich schon ausgeha örtlichen 2 eine günst nes Vorha olanmä mutet and Turmzimn des Arbeit sindet, ehe konnte. De nur den Ort kein tete die N Strassers Stellvertreter. Das traurige Ende einer Schwarzfahrt. Ein Hamburger Chauffeur hatte mit dem Wagen seines Arbeitgebers eine nächtliche Schwarzfahrt unternommen. Auf der Chaussee Perleberg—Wittenberge stieß der Wagen plötzlich gegen einen Baum, drehte sich um seine eigene Achse und blieb in der entgegengesetzten Richtung liegen. Bei dem Anprall wurde die linke Seite der Limousine vollständig aufgerissen. Von den Insassen wurden zwei Mädchen und ein Mann auf der Stelle getötet, während ein anderer Insasse und der Chauffeur schwere Verletzungen davontrugen. Einsteins Abfahri von Europa. Anläßlich des 70. Geburtstages Gerhart Hauptmanns veranstaltete das Münchener Residenztheater eine Festvorstellung von„Hanneles Himmelfahrt", zu der der Dichter eingeladen war. Kultusminister Dr. Goldenberger hielt die Begrüßungsansprache. * Die großen Stierkampfplätze von Oviedo in Spanien in Asturien, die zu den schönsten Arenen Spaniens zählten, sind einem Rlesenbrand zum Opfer gefallen. Die gewaltigen Anlagen, die 13000 Zuschauer fassen konnten, sind völlig zerstört. In der schwedischen Hauptstadt fand, wie alljährlich, die Verleihung der diesjährigen Nobelpreise statt, die diesmal im Zeichen der englischamerikanischen Wissenschaft stand. Auf unserem Bilde überreicht der König von Schweden dem bekannten amerikanischen Physiker Prof. Langmuir das Ehrendiplom. Neben dem König die Prinzessinnen Sybille(aus dem Hause Coburg) und Ingrid. In der Nähe von Preßburg(Tschechoslowakei) stieß ein Personenzug bei einem Gleisübergang mit einem mit Marktfahrern besetzten Autobus zusammen. Dabei wurden zwei Personen auf der Stelle getötet und vier schwer verletzt. Nach Blättermeldungen sollen von den Schwerverletzten bereits drei ihren Verletzungen erlegen sein. Mit einer originellen Werbung für den Weihnachtsverkauf ist man in Köln hervorgetreten. Unter dem Stichwort:„Tausend Engel laden ein“, hat man die Hohe Straße, die Hauptstraße Kölns, mit Weihnachtsengeln und Glöckchen geschmückt. Professor Einstein mit seiner Gattin an Bord des Hapagdampfers„Oakland“, mit dem er seine Reise nach den Verein. Staaten angetreten hat. Schweres Flugzengunglück in Frankreich. Pilot und Passagier umgekommen. Ein seit Samstag vermißtes Postflugzeug der Strecke Marseille— Barcelona ist am Sonntag 6 Kilometer nordwestlich von Saintes=Mariesde=la=mer verbrannt aufgefunden worden. Der Unfall hat sich Freitag früh ereignet Das Flugzeug war mit einem Passagier und Post an Bord aufgestiegen. Der Flieger hatte aber infolge Nebels kehrtgemacht und beabsichtigt, auf einem etwas sumpfigen, aber baumfreien Gelände eine Notlandung vorzunehmen. Beim Landen scheint ein Strauch das Flugzeug gestreift zu haben. Der Apparat schlug dabei um und geriet in Brand. Der Flugzeugführer wurde auf seinem Pilotensitz vollständig verkohlt vorgefunden. Der Passagier war anscheinend bei dem Sturz herausgeflogen; seine Leiche fand man 20 Meter entfernt. Es handelt sich um einen französischen Flugzeugingenieur, der geschäftlich nach Barcelona reisen wollte. Nach amerikanischem und englischem Muster haben jetzt auch einige tausend französische Erwerbslose einen Hungermarsch nach Paris veranstaltet, um vor dem Parlament zu demonstrieren. Blick in den großen Konferenzsaal des Hotels Beau Rivage in Genf, in dem die Schlußbesprechungen in der Gleichberechtigungsfrage stattfanden, die schließlich mit einer Erklärung der beteiligten Mächte endeten, in der Deutschland die militärische Gleichberechtigung im Prinzip zugestanden wird. Diese Erklärung stößt die bisherigen militärischen Bestimmungen des Versailler Vertrages um und bedeutet einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Revision des Friedensvertrages. Deutscher Werbeslug in Güdamerika. Die deutsche Fliegerin Antonie Straßmann führt zur Zeit einen Rundflug in Südamerika durch, um der deutschen Sportflugzeugindustrie dort neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen. Gerade die Tatsache, daß eine Frau ganz allein eine Sportmaschine über weite Strecken fliegt, wird für die unbedingte Zuverlässigkeit der deutschen Maschinen, die Einfachheit ihrer Bedienung sowie für die vollkommene Gefahrlosigkeit des Fluges sprechen. Antonie Straßmann hat die für den Transport vollkommen zerlegte Maschine mit Hilfe der Schiffsbesatzung des„Grafen Zeppelin“ wieder aufmontiert. Das Flugzeug— eine zweisitzige Klemm, Type L. 25, Sportflugzeug mit einem Hirth=Motor Type HM. 60— startete in Pernambuco an der brasilianischen Küste. Dieser Start gestaltete sich sehr schwierig, da der sumpfige Boden des Luftschiffhafens hierfür völlig ungeeignet war. Das kleine Flugzeug mußte deshalb von 26 Eingeborenen=Trägern— Verladen auf ein Auto war wegen des schlechten Zustandes der Straße unmöglich— auf dem sumpfigen Weg nach dem 6 Kilometer entfernten Flugplatz der Aeropostale, nach Eingeborenen=Art auf den Köpfen, getragen werden. Dies war um so umständlicher, als die Straße oft durch Sumpf und über schmale Brücken führte, die von den Trägern nur Mann für Mann hintereinander passiert werden konnten. Nach allen Strapazen gelangte das Flugzeug aber doch ohne jeden Schaden in den Hangar des Flugplatzes, dem ersten trockenen Unterstellraum der Maschine, nachdem sie auf dem Luftschiffhafen gegen Regen und Wetter ganz ungeschützt gestanden hatte. Von Pernambuco flog die Fliegerin nach Bahia, das ungefähr 700 Kilometer entfernt liegt. Von hier ging es über eine Strecke von 900 Kilometer nach Viktorio und dann weitere 550 Kilometer nach Rio de Janeiro. Die Gesamtflugstrecke von 2100 Kilometer, Pernambuco— Rio de Janeiro wurde mit dem Klemm=Sportflugzeug mühelos innerhalb von drei Tagen in drei Etappen zurückgelegt Nach Abschluß der Verhandlungen über die Gleichberechtigungsfrage in Genf ist Reichsaußenminister v. Neurath mit den übrigen Mitgliedern der deutschen Delegation wieder in Berlin eingetroffen. Von links nach rechts: Ministerialdirektor Brandenburg, Reichsaußenminister v. Neurath und Frhr. v. Rheinbaben. Die Nobelfeier in Stockholm. Nach der Beurlaubung Gregor Strassers hat Adolf Hitler selbst die Geschäfte eines Reichsorganisationsleiters in der NSDAP. übernommen und zu seinem Stabsleiter Dr. Leu ernannt. Dr. Ley. den unser Bild zeigt, war früher Gauleiter in Köln und Herausgeber des„Westdeutschen Beobachters". Der deutsche Flieger(Bertram ist am Sonntaa auf dem Fluaplatz in Port Darwin (Nordwest=Australien) um 5,45 Uhr Ortszeit abgeflogen. Er beabsichtigt, in sieben Tagen von Anstralien nach England zu fliegen. Hofrat Dr. Viktor Eisenmenger, der ehemalige Leibarzt des Kaisers Franz Joseph und Kaisers Karl, ist in Wien nach einer schweren Magenoperation im 69. Lebensjahr gestorben. An der englischen Ostküste und im Kanal wütete am Samstag ein starker Oststurm. 30 Fahrzeuge liefen Plymouth als Nothafen an. Der griechische Frachtdampser„Timios Stavros" ist in einem starken Sturm bei Zakynthos gesunken. Von der Besatzung konnten sich 28 Leute in einem Beiboot retten. Zwei Mann ertranken. Tansend Engel werben in Köln. Hungermarsch auch auf Paris. Anschlag auf das Leben des früheren Festnahme eines mit Revolver und Dolch bewaffneten Unbekannten im Hause Doorn. In Haus Doorn, der Besitzung des ehemaligen mußte. Die genaue Untersuchung des bisher noch deutschen Kaisers, kam es am Montag zu einem ungeklärten Vorfalles hat heute früh eingesetzt. aufsehenerregenden Vorsall, bei dem vermutlich Wahrscheinlich ein Geisteskranker. ein Anschlag auf das Leben des Kaisers geplant war. Im Laufe des Nachmittags überstieg ein unbelannter Mann an einer einsamen Stelle die Haus Doorn umgebende Mauer, ohne daß jemand ihn dabei bemerkte. Später wurde der Eindringling jedoch von mehreren Dienern in einem der Türme des Schlosses entdeckt, überwältigt und der Polizei übergeben. Es stellte sich heraus, daß er einen Revolver schweren Kalibers sowie einen großen Dolch bei sich führte. Der Festgenommene ist deutscher Staatsangehöriger. Er verweigert hartnäckig Auskunft über seine Personalien sowie über den Zweck seines auffälligen Treibens. Es ist jedoch bereits festgestellt worden, daß er sich seit vergangenem Samstag in Doorn aufhält. Der aufsehenerregende Zwischenfall wird mit einem anderen merkwürdigen Vorsall in Zusammenhang gebracht, der sich bereits am Sonntag ereignete Als am Sonntag ein Kraftwagen durch das Außentor der Besitzung des früheren Kaisers, an dem sich stets zwei holländische Landjäger aufzuhalten pflegen, hindurchsuhr, gelang es einem remden Mann. hinter dem Antomobil unbevordringen. Dort wurde er jedoch angehalten. Er erklärte darauf, daß er den ehemaligen deutschen Kaiser sprechen müsse. Da man ihn aber für einen Geisteskranken ansah, wurde er der Polizei übergeben. Als diese jedoch den Häftling, der deutsch sprach und augenscheinlich ein dentscher Staatsangehöriger war, nach einiger Zeit wieder auf freien Fuß setzte, erklärte er, daß er bald wieder zurückkehren werde. Diese Ankündigung, die man an'angs nicht allzu ernst aufnahm, ist wahrscheinlich von dem Manne am Montag verwirklicht worden. Aufsehen in der ganzen Welt. Die Nachricht von dem Attentatsversuch scheint in der ganzen Welt wie eine Bombe eingeschlagen zu haben. Ununterbrochen wurde das Telephonamt von Doorn am Montag in den späten Abendstunden und heute in den ersten Nachtstunden von den verschiedensten Plätzen Europas, u. a. auch aus Deutschland, angerufen. Es konnte aber nur ganz selten eine Verbindung mit dem gewünschten Anschluß herstellen, da die Bewohner des Ortes Doorn sehr früh zu Bett zu gehen pflegen und auf telephonische Anrufe nicht mehr reagieren. Auch HausDoorn, der Mittelpunkt der telephonischen Erkundigungsversuche, gab keine Antwort. Wie weiter aus Doorn gemeldet wird, spricht der Umstand, daß der unbekannte Eindringling sich schon vormehreren Tagenin Doocn aufgehalten hat, in der offenbaren Absicht, die örtlichen Verhältnisse genau kennenzulernen und eine günstige Gelegenheit zur Durchführung seines Vorhabens auszukundschaften, mehr für einplanmäßige Vorbereitung. Bedenklich mutet auch an, daß der Eindringling bis in ein Lurmzimmer gelangte, das sich ganz in der Nähe des Arbeitszimmers des vormaligen Kaisers be sindet, ehe er entdeckt und überwältigt werden konnte. Da Doorn verhältnismäßia klein ist und nur den Charakter eines Dorses hat, besitzt der Ort kein eigenes Gefängnis, so daß der Verhaftete die Nacht im Gemeindehaus zubringer Die Generalverwaltung des vormals regierenden preußischen Königshauses teilt folgendes mit: „Am Montag, dem 12. Dez., wurde von einem Bediensteten von Haus Doorn am hellen Nachmittag innerhalb des Parkes unmittelbar vor dem Haus ein fremder Mann beobachtet. Der Diener hielt ihn an und fragte ihn, wie er in den Park gekommen sei und was er wolle. Der Eindringling sagte, er sei durch die Umzännung in der Park gekommen und wolle zu dem Kaiser Diener brachte ihn auf die im Torgebäude Haus Doorn stationierte holländische Wache. Der von Haus Dort fand man bei dem Manne, der ein Deutscher ist, einen Revolver und einen Dolch. Er erklärte, daß er sich mit dem Revolver durch Luftschüsse habe bemerkbar machen wollen, falls er den Kaiser im Park getroffen hätte. Den Dolch habe er bei sich geführt, um gegebenenfalls einen Wachhund unschädlich machen zu können. Der Mann ist in Gewahrsam genommen, er macht einen geistig nicht normalen Eindruck. Die Persönlichkeit des Eindringlings. Doorn. Der gestern festgenommene Eindringling hat der Polizei mitgeteilt, daß er Feder heiße und aus Dormagen(Rheinprovinz) stamme. Sein Alter hat er mit 33 Jahren angegeben. Der Mann war gut gekleidet und macht äußerlich keinen ungünstigen Eindruck. Wie zu dem Vorfall noch aus der Umgebung des ehemaligen Kaisers verlautet, soll Feder bei seinem ersten Erscheinen innerhalb der Besitzung des ehemaligen Kaisers am Sonntag erklärt haben, daß er„eine Botschaft von Hitler“ überbringen wolle. Man hielt ihn jedoch nicht für zurechnungsfähig und ließ ihn durch die Polizei entfernen, die ihn nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß setzte. Kommunisten planten Sprengung von Landstraßen und Brücken. Vierzehn führende KPDisten aus Rheinland-Westfalen vor dem Reichsgericht. Am Montag begann vor dem 4. Strafsenat des Reichsgerichts ein Prozeß gegen 14 Kommunisten, die teilweise in der KPD. im rheinisch=westsälischen Industrierevier eine führende Nolle spielen. Bei den Angeschuldigten handelt es sich um den 26jährigen Schneider Helmut Biebusch, den 30jährigen Arbeiter Paul Jäger, den 30jährigen Schlächter Max Swintarski, den 40jährigen Schlächter Fritz Lindemann, den 50jährigen Berginvaliden Paul Seffler, den 25jährigen Möbelpacker Karl Heil, den 38jährigen Schlosser Fritz Meyer, den 25jährigen Bürstenarbeiter Friedrich Wemhöner, den 42jährigen Arbeiter Hermann Stephanowsky, den 33jährigen Arbeiter Fritz Hülmann, den 2jährigen Schleifer Theodor Jierchhoff, den 34jährigen Gärtner Ferdinand Lappenbusch, den 41jährigen Paul Gießelmann sowie den 23jährigen Tischler Emil Malachewitz. Die Angeklagten wurden in der Zeit vom November 1931 bis Februar 1932 nacheinander verhaftet. Ihnen werden Vorbereitung zum Hochverrat, Unterstützung einer staatsfeindlichen Verbindung, Vergehen gegen das Schußwaffengesetz, Verbrechen gegen das Sprengstoffgesetz, sowie Waffendiebstahl und Fortführung des illegalen Rot= Frontkämpfer= Bundes zur Last gelegt. Von einem Teil der Angeklagten wurde in der Nacht zum 14. Juni 1931 das SprengstoffLager eines in Exter=Solterwischa bei Vlotho gelegenen Steinbruchs ausgeraubt, während die anderen Angeschuldigten aus dem Schießstand des Kleinkaliber=Sportvereins Herford in der Nacht zum 9. Oktober 1931 Waffen und Mu nition gestohlen haben. Die gestohlenen Sa chen wurden in den Wohnungen der Angeschuldigten beschlagnahmt. Die Sprengstoff= und Waffen diebstähle wurden zur Begehung von Terrorakten ausgeführt. Einige Angeklagte haben zugegeben, die Sprengung von Landstraßen und Brücken geplant zu haben, um ein Anrücken von Reichswehr u. Polizeikräften zu verhindern. Am ersten Verhandlungstage wurden die Personalien der 14 Angeklagten durchgesprochen. Für Dienstag sind 10 Zeugen geladen. Der Prozeß dürfte vier Tage dauern, so daß das Urteil frühestens am Freitag zu erwarten ist. Die Angeklagten, denen vier Rechtsanwälte zur Seite stehen, sind teilweise geständig. Arzt in eine Falle gelockt. Von Arbeitern schwer verletzt. Ein Ueberfall, der am Donnerstag auf den praktischen Arzt Dr. Leo Hirsch in Berlin verübt wurde, ist von der Polizei mit Rücksicht auf die Fahndung nach den Tätern erst am Montag bekanntgegeben worden. Nach Meldungen Berliner Blätter wurde am späten Abend des Donnerstags, Dr. Hirsch, von Verbrechern durch Telesonanruf zu einer angeblich verunglückten Frau in eine Laubenkolonie in Lichtenberg gelockt, dort auf einsamem Gelände übersallen und schwer verletzt. Die Banditen, die es auf den Raub seines Antos abgesehen hatten, wurden im letzten Augenblick durch Laubenkolo. nisten verscheucht und entkamen in der Dunkelheit. Die Kriminalpolizei konnte Sonntag früh zwei der mutmaßlichen Täter festnehmen und ins Polizeigefängnis einliesern. Der Ueberfallene hat eine schwere Gehirnerschütterung, klaffende opfwunden und eine bedenkliche Verletzung an einem Auge davongetragen. Er wird mehrere Wochen das Bett hüten müssen. Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten an Gräfin von der Gröben. Der Reichspräsident hat der Vorsitzenden des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz rzlichen persönlichen Schreiben unter Würdigung ihrer vaterländischen Verdienste seine Glückwünsche ausgesprochen. Der kommissarische preußische Minister des Innern, Reichsminister Dr. Bracht, hat Frau Gräfin von der Gröben, die Silberne Staatsmedaille für Verdienste um die Volksgesundheit als sichtbares Zeichen der Anerkennung und des Dankes der preußischen Staatsregierung überreichen sen. lasVier Kinder ertrunken. Auf dem Dorfteich in Corallischken, Kreis Memel, brachen sechs Kinder durch die dünne Eisdecke. Vier Kinder ertranken, die übrigen beiden konnten mit Mühe gerettet werden. Kampf mit einem Geldräuber. Beraubter und Räuber schwer verletzt. Am Samstag gegen 11 Uhr hat der Schlosser Karl Ruppert aus Biedenkopf den Arbeiter Burkardt, der einen Geldbetrag von 350 RM. zur Lohnauszahlung des freiwilligen Arbeitsdienstes bei sich trug, im Walde oberhalb des Dorfes Dexbach überfallen und ihm mit einem Rasiermesser schwere Verletzungen namentlich am Halse beigebracht. Zwischen beiden ist es zu einem Kampf gekommen, in dessen Verlauf das Heft des Messers abbrach. Der Täter hat sein Opfer dann mit einem großen Taschenmesser angegriffen, das ihm der Verletzte schließlich entreißen konnte. Blutüberströmt gelang es dem Ueberfallenen, noch in das Dorf Derbach zu flüchten. Er wurde sofort der Marburger Klinik zugeführt. Der Täter wurde ebenfalls verletzt in die Marburger Klinik eingeliefert. Es ist von den Auftraggebern natürlich unglaublich leichtfertig gehandelt, einen einzelnen Mann mit so viel Geld einen einsamen Botengang ausführen zu lassen. Man sollte doch endlich aus den täglichen Meldungen über Raubüberfälle die notwendigen Lehren ziehen. Feuergefecht zwischen Einbrechern und Polizei. Geldschrankeinbruch in einer Stadtkasse. Mehrere Geldschrankknacker versuchten in der Nacht zum Dienstag im Gebäude der Stadtkasse in Teupitz einen Geldschrank aufzuknacken. Als sie von zwei Beamten der Gemeindepolizei überrascht wurden, eröffneten sie sofort ein Schnellfeuer auf die Beamten, die das Feuer erwiderten. Einer der Beamten erhielt einen Schulterschuß. Die Einbrecher entkamen unter Zurücklassung ihrer Beute in einem Auto in Richtung Berlin. Bertrams Flugzeug beschädigt. Als der deutsche Flieger Bertram heute(Dienstag früh) 4 Uhr in Sörabaya(Java) zum Weiterflug zu starten versuchte, gelang es ihm nicht, das schwerbeladene Flugzeug hochzubringen. Das Flugzeug rannte in einen Graben am Ende des Flugfeldes. Das Untergestell und der Propeller zerbrachen. Bertram und sein Mechaniker blieben unverletzt. Vor der Ankunft in Sörabaja wurde an Bor! des Flugzeuges ein blinder Passagier entdeckt. Der unerwünschte Mitfahrer wurde gleich nach der Landung festgenommen. Berliner Anfangsbörsen-Stimmungsbild von heute. Tendenz: Enttänschenb. Zu Beginn der heutigen Börse war das Geschäft auffallend ruhig. Publikumsaufträge waren entgegen den Erwartungen des Vormittags in größerem Umfange nicht eingetroffen, während die Spekulation weiter Realisationsneigung bekundete. Selbst Montanpapiere, für die vorbörslich noch Interesse bestand, konnten daher ihre gestrigen Nursgewinne ebenfalls nicht immer beupten. Auch daß die Gerüchte hinsichtlich der Tanschtrausaktion zwischen Reich und IG.=Farben inzwischen dementiert wurden, hätte eine gewisse Enttäuschung hervorgerufen. Im allgemeinen gingen die Kursrückgänge aber nicht über 1 Prozent hinaus. Nur Siemens, Charlottenburen bis 1% Pro ger Wasser, HEW. waren Prozent rück= sser, gängig. Deutsche Wasfen und Dessaner Gas zeigte agegen weiter ziemlich seste Veranlagung, und eröffneten je ¾ Prozent höher. Auch am Anlagemarkt war die Tendenz nicht so fest, wie man vorbörslich gerechnet hatte. Reichsschuldbuchsorberungen und deutsche Anleihen verloren ziemlich einheitlich ½ Proze tionen und tendierten. Die Gel. Verlaufe bröckelten die Kurse weiter leicht ab. es änderte sich an der geringen Umsatztätigkeit, besonders auf den Aktienmärkten, wenig. Auch die Ansangs noch festeren Papiere büßten einen Teil ihrer Gewinne wieder ein. lich ½ Prozent, während Industrieobligaund Reichsbahnvorzugsaktien weiter sest ten. Die Geldsätze blieben unverändert. Im FII Westfülische Plockwurst N 82. .pta 164 Naterflocken...1 P 1 1.25 kler 83. knteneler 78, Mlgänte Stangenkite 182 32, Mokkancko pen 38 Pudertucker. 42. loggen Gersis unP 194 alles-Erentz-Mischung gg pnd Tale 234 37. a 1 La ..... Salt Weiße Bohnen. 19. . 10 13. Konfltüren o25. 0.10 Sesck 0 20, 013 rorolsea Rück 6.6 025 U.13 P A13 9 Sedes 013 ..... kedte P 4 IP 13 2 P 12 I Pate o2 123 Pabe 64 42 0.23 Wurstwaren PA 10 1Pd 045 fetter Speca gae.P 0 a 1M Ptond 0,32 Wertl. Siln 4 .......... Kattee Sentortaffes e 1.93 n D vollten, 1 Pra. WeinevomFaß 1 1 1 0.0 .1t 6.7 Valwiger Riesling 1 Le 0.00 Rosenberg.... 1 1ne 0.06 Tarragena... 1 L 0.06 Span. S0Bwein.1 Le 1.00 Malsga...... 1 14 1.0 S4es 44 12 ...3904 A 110 Inerie-Irantes.. 4 lolpuPan 1 lrnurtelgn.. 811 PattelsP Lattell. Eans am as5 14 IP 450N IP ..6ia 12 0.23 A Nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden verschied unerwartet heute abend mein lieber Mann, unser treusorgenderVater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel im Alter von beinahe 49 Jahren. In tiefer Trauer: Hulda Otterbein, geb. Hammacher nebst Kindern und Anverwandten. Nieder-Holthausen 83, Hattingen, Münster, Großenlüder, Fulda, Hanau, Welper u. Mülheim, den 11. Dezember 1932. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. Dezember, nachmittags 2½ Uhr, vom Sterbehause aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Heute nacht 12 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, der Kaufmann im Alter von 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Kampmann. Herbede, den 12. Dezember 1932. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. Dezember, nachmittags 3½ Uhr. vom Trauerhause aus statt. Trauerteler ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute morgen 5½ Uhr verschied nach langem, mit großer Oeduld ertragenem Leiden unser herzensguter Bruder, Schwager, Enkel, Netfe und Vetter, der Kaufmann Oskar Gründig im blühenden Alter von 26 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Viktor Gründig Else Gründig, geb. Kelter Hanna Gründig Werner Gründig Kurt Gründig. Herbede, Remscheid, Hurth bei Köln und Solingen-Wald, den 12. Dezember 1932. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem ligung 15. Dezember 1932, nachmittags 4½ Uhr, vom Trauerhause, Schloßstraße 7, aus statt. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Weihnachtsbäume in erstklassiger Ware eingetroffen. Preise äußerst billig. M. von der Mühlen, Gartenbaubetrieb, Hattingen, Steinhagen 24, Friedrichstr. 13. Teleton 2280. 2-Zimmer=Wohnung mieten. verfür Holz= und Kohlenjeuerung, wenia gebraucht, abzugeben. Kohlschein, Buchholz=Hammerthal oberhalb der Metzgerei Kern. Stadttheater Bo chorn Dienstag. 13. Dez., 20—22,15 Uhr Brauner Ring 4 und Wahlvorstellung für alle Ringe in Not Bismarck=Drama in einem Vorspiel und drei Akten von Karl Dankworth. Mittwoch, 14. Dez., 20—-23,00 Uhr A 11: Zar und Komische von Albert )per Lortzing. Zwangs=Versteigerung Am Mittwoch, dem 14. 12. 32, 11 Uhr vormittags, versteigere ich in Herbede. sammenkunft i. Pfandlolale Frielings, das.: 1 Küchenanrichte, 1 Küchenschrank, 2 Büfetts, 2 Kredenzen, 2 Ausziehtische, 2 Marmorösen, 9 Stühle, 1 Nähmaschine(Bersta Nr. 1 090 302), 1 Lieferwagen, 1 Flachwagen, 1 Vertiko, 1 Salonspiegel u. a. m., 15 Uhr in Durchholz, Zusammenkunft im Pfandlokale Sonnenschein: 1 schwarz= bunte Kuh, 1 Personenwagen, 2 Hobelbänke, 2 Chaiselongue, 2 Sekretärschränke, 30 Tonnen Kohlen, 1 Kleiderschrank, 1 Sofa, 1 Vertiko, 1 rund. Tisch, 1 Bullen. Am Donnerstag, dem 15. 12. 1932, 13 Uhr, in N.=Wenigern. Zusammenkunft i. Pjandlotale b. Wirt Wolf: 1 Bücherschrank, 2 Schweine, um 15 Uhr in Altendorf, Zusammenkunft im Pfandlokale beim Wirt Brauksiepe: 1 Fuchsstute, 1 Sofa, 1 Chaiselongne. 1 Korbsessel, 2 Tische, 8 Hühner, 2 Oesen. Waschmaschinen mit u. ohne Motore, Badewannen, Waaen, Kassemühlen, KamtnU. a. m. öffentlich meistbietend gegen bar. Hattingen=Ruhr. den 13. Dez. 1932. Hlrschfeld. Mielle-Mringer mit 55"/m dicke.., weichen Gummiwatzen und dem praktischen»ele- Zuführungsbreff D.R.GM. gewährleisten ein besonders wirkungsvolles Auswringen der Wäsche bei größter Schonung auch der zartesten Gewebe Die Wringer besitzen eine schier unbegrenzte lebensdauer. Messing-Druck- und Klemmschrauben. Zu haben in den Fachgeschäften MielewerkeA.G., Güfersloh/Westf. Größte Waschmaschinenfabrik Deutschlands. Fast neues Herrenrad zu verkaufen. Tapeten! Sie sparen Geld. wenn Sie vor Kauf von Taveten sich überzeugen. Sie die Auslagen frel ins Haus. Carl Bohlmann, Farben n Bochum. Kortumuraße 107. Fernruf 6426. Nähmaschinen in jeder Ausführung. zu jedem annehmbaren Preis zu verk. Ktonensttape 40. Klavier, fast neu, billig abzufast neu, billig abzugeben. Steele, Bergstraße 17, part. rechts Gebt. Nähmaschinen, prima nähend, billig zu verkaufen. C.Stecle, Kinlesase 4. Feinstes Mand-Piano mit Stuhl, für Mk. 31 abzugeben. 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So dürfen wir denn wohl hoffen, daß all die lieben Freunde unseserer beiden Anstalten, die seit Jahrzehnten eine Stätte des Segens für viele gewesen sind, uns auch in diesem Jahre nicht im Stich lassen werden. Die leitende Schwester und die Unterzeichneten nehmen alles gern entgegen, was die helfende Liebe uns beichert: Geld, Wäsche, Kleidungsstücke, Lebensmittel, Bücher, Spielsachen ch die 1 usw. Jede Spende, auch die kleinite, ist Hattingen, den 3. Dezember 1932. der Vorstand des Evangel. Krankenhauses der Vorstand des Evangel. Pflegehauses willkommen. : Arendt. Pfarrer. Nosenbaum ist, das kann man nicht bestreiten, die billigste Einkaufsslätte n eumaSicht opfschmerzen Ischias, Hexenschuß und Erkältungskrankheiten. Stark harnsäurelösend, bakterientötend Absolut unschädlich! Versuch überzeust! 3ZimmerWohnung zu vermieten. Emil Huxholt, N.=Stüter 20. st. Wiedervernaufer für Weihnachts= u. Haushaltungs=Artikel gelucht.2 bis 100%. Schriftl. Angebote unter Nr. 100 an das Wittener Tagebl. 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Dezember haben die offenen Verkaufsstellen um 17 Uhr zu schließen. Offene Verkaufsstellen, in denen überwiegend Lebensmittel, Genußmittel oder Blumen verkauft werden, dürfen an diesem Tage bis 18 Uhr ihre Geschäfte geöffnet halten. Diese Bestimmung findet auch auf Verkaufsstellen von Konsum= und ähnlichen Vereinen Anwendung. Bochum, den 9. Dezember 1932. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde. (Musikalische Veranstaltungen der Stadt Bochum. Vormiete 3. Veranstaltung Donnerstag, den 15. Dezember, 20 Uhr im Parkhaus KammerKonzert Ludwig van Beelboven: Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, F-Dur, op. 18, Nr. 1 ans Püitiner: Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello, C-Dur. Ausführende: Das Treichler-Quartett // Arno Schüt e(K avier) Eintrittspreise: 75 Rpf. bis 1,50 RM. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Schülerkarten zu 50 und 75 Rpf. nur an der Konzertkasse Dauerkarten zum Preise von 3.- und 4 RM. sind noch an der Konzerikasse zu haben. Telefonische Bestellungen unter Nr. 68651. Achtung! Achtung! Den geehrten Bewohnern von B.-Linden zur getl. Kenntnis, daß ich das Fuhrgeschäft mein. Vaters mit dem heutigen Tage übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, die werte Kundschaft auch weiterhin gut und prompt zu bedienen. Hochachtungsvoll Werner Wolff B.-Linden, Am Sonnenberg 23. Uhrenhaus Brandhoff E.-Steele, Berliner Str. 29 Uhren Gold- u. Silberwaren Trauringe 760, 585, 333 Optische Artikel Grolle Auswahl/ Billige Preise Das Ist aber elnfach wie Sie nun die Weihnechtswönsche Ihrer Freu erfahren können.... Aber Sie sollen es noch einfecherheben. Hiersind ein paerAnregungen, was Sie Ihrer Frau schenken können Nringer, Wandschoner, Hickel-Wassertessel. 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