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Im ganzen Rheingeblet hat das Hochwasser außerlle Zum. alder v. Krüger, TraunreinrichuHetty a. ordentlich schwierige Verkehrsverhältnisse geschaffen. Die Behelfsbrücken sind nicht hochwasserfest und ihre Durchfahrten au niedrig. Bel Köln-Niehl wurde die Großlähre „Hindenburg“, die 1200 Personen trägt, zusammen mit zwel weiteren Fähren für den Verkehr über den Strom eingesetzt. Die Koblenzer Pontonbrücke muß mit zwel Schleppern an ihrem Platz gehalten werden. Dia.Brücke bei Duisburg ist die einzige Eisenbahnbrücke am Rhein, die noch für den Verkehr geöfinet Ist. Die erste Hochwasserwelle lief am 4 Februar an und sank, nachdem sie am 5. ihre Spitze erreicht hatte, langsam ab. Das Anhalten ungewöhnlich starker Niederschläge brachte jedoch eine zweite Hochwasserwelle, die am 9. Februar und in der folgenden Nacht ihren Höhepunkt erreichte, um am 10. und 11. Februar langsam abzusinken. Die Ruhr ein riesiger See Die katastrophalen Niederschläge der vergangenen Woche(im Sauerland wurden an drei Tagen über 160 mm registriert), die in ihrem Ausmaß alles bisher Bekannte überschritten uund auch in den Flußgebieten von Ruhr und Lippe große Ueberschwemmungen hervorriefen, haben zu beträchtlichem Schaden geführt. Im Ruhrtal wurden große landwirtschaftliche Nutzflächen mit neuer Saat vernichtet. In Kettwig, wo die Ruhr durch Brückentrümmer erheblich versperrt ist, entstand großer Sachschaden. Im tief gelegenen Teil von Werden standen die Häuser zum Teil bis zur ersten Btage unter Wasser. Die Hochwassermengen erreichten die bisher höchsten Zahlen der Katastrophe von 1890. Mit Lautsprechern wurde in Mülheim die Bevölkerung durch die Polizei aufgefordert, die gefährdeten Straßenzüge an der Ruhr zu räumen. Bei dem Kraftwerk Kahlenberg rissen die ansteigenden Wassermassen der Ruhr den Damm ein. Das gesamte Hafengelände zwischen dem Obertor, der Schleuse und der früheren Anlegestelle der Ruhrschiffährt wurde überspült. Mit den abgeschnittenen Besatzungen der Schleuse und des Kraftwerkes stellte die Feuerwehr die Verbindung her. Auch an der mittleren Ruhr richtete das Hochwasser große Schäden und Verkehrsstörungen an. Die Notbrücken bei Herbede, Wetter und Herdecke wurden zerstört. Die Ruhrbrücke Hattingen—Bochum mußte wegen Ueberflutung für den Verkehr gesperrt werden. Die Straßen Rummenohl—Dahl, Vorhalle—Wengern und Blankenstein waren unpassierbar. Der Zugverkehr Wetter—Witten und Vorhalle—Wengern mußte zeitweilig eingestellt werden. Volmarstein, Wetter und Herbede waren ohne Trinkwasser. Der Scheitel der zweiten Hochwasserwelle der Ruhr lief in Werden am 9. Februar zwischen 17 und 18 Uhr durch. Die Ruhr führte hierbei 2200 chm sekündlich. Eine kritische Situation entstand in den Abendstunden des gleichen Tages in Heisingen, als der Wassersplegel die Deichhöhe erreichte. Größeres Unheil wurde aber vermieden. Folgenschwerer Dammbruch der Emscher Ein Dammbruch der Emscher oberhalb der Zweigertbrücke bei Gelsenkirchen-Horst machte in der Nacht zum 9. Februar 3000 Einwohner der Stadtteile Horst und Karnap obdachlos. Der Damm der Emscher ist dort in einer Breite von 20 Meter aufgerissen und hat die größte Naturkatastrophe seit 50 Jahren ausgelöst. Manche Häuser standen bis zum zweiten Stockwerk unter Wasser. Der Verkehr“wurde auf der Hauptstraße Essen—Buer nördlich- der Brücke lahmgelegt. Ein weiterer Deichbruch trat bei der großen Kläranlage der Emschergenossenschaft in Karnap ein, wo ohne äußere Anzeichen der Bojedeich, dessen Krone noch ein Meter über dem Wasserspiegel lag, brach und die Kläranlage unter Wasser setzte. Der Schaden an Hausrat in Wohnungen und Kellern ist an Ruhr und Emscher nicht abzuschätzen. Einé besondere Gefahr für das Mündungsgebiet der Emscher entstand dadurch, aß mit dem Emscherhochwasser gleichzeitig auch Hochwasser im Rhein auftrat. Dieses behinderte den freien Abfluß des Emscherhochwassers. Es trat ein großer Rückstau ein. Besondere Schwierigkeiten verursachten etwa 100 gespengte Brücken, deren Trümmer im Emscherbett liegen. In den eingedeichten Flußstrecken wurden die Dämme durch gefährliche Stauungen aufs höchste beansprucht. Hölzerne Notbrücken sind fortgerissen worden. Die Brücken im Zuge der Hauptverkehrsstraßen konnten aber gehalten werden. Teile der fortgerissenen Holzbrücken setzten sich vor die Trümmer der zerstörten Stahlbrücken und verstärkten den Stau. Der Deichbruch bei der großen Kläranlage in Karnap ist nur sö zu erklären, daß Blindgänger in der Nähe der Bruchstelle die Sole der Boje beschädigten und so die Voraussetzungen für ein Unterquelen des Deiches bei hohem Wasserdruck schufenEine größere Ueberschwemmung trat auch im Geblet von Gelsenkirchen-Bismarck ein durch Deichbruch am Sellmannsbach, einem städtischen Vorfluter. Aus dem östlichen Emschergeblet wird ein Deichbruch am Roßbach gemeldet, wodurch tief liegende Flächen in Dorstfeld unter Wasser kamen. Das Hochwasser in der Münsterischen Bucht Da auch die Lippe, die Stever und andere Flußläufe der Münsterländischen Ebene außergewöhnlich starkes Hochwasser führJen, waren am 9. und 10. Pebruar auch welte Telle des Gebletes zwischen Dortmund und Münster in riesige Wasserflächen verwandelt. Zahlreiche Straßenzüge waren unbenutzbar, so daß der Kraftwagenverkehr ausgedehnte Umleitungen in Kauf nehmon mußte. Die Schäden in den landwirtschaftlichen Bezirken können noch nicht ermittelt werden. Weserbrücke bei Minden gesperrt Die Weserbrücke bei Minden mußte am Samstag gesperrt werden. In den Ueberschwemmungsgebleten der Weser erreichte das Wasser an einigen Stellen eine Höhe von 6 Meter. Die Bewohner dieser Geblete können nur auf dem Wasserwege versorgt werden. Das Hochwasser der Weser hat seit 1841 den höchsten Stand erreicht. Vom Solling ergossen sich Sturzbäche, die weite Landstrecken unter Wasser setzten und die Saaten verdarben. Die Wupper forderte Onter Das Hochwasser der Wupper hat in Opladen(Rhein-Wupper-Kreis) eine Höhe erreicht, die selbst den Hochwasserstand des Jahres 1925 übertrifft.- Eine Eisenbahn-Notbrücke über die Wupper brach zusammen, während ein Güterzug die Brücke passierte. Lokomotive und Wägen stürzten in den Fluß. Das Fahrpersonal dürfte in den Fluten den Tod gefunden haben. Wasser-Katastrophe in Hannover Tausende von Benzinkanistern schwemmte das Hochwasser der Leine aus den Straßen der überschwemmten Stadttelle von Hannover zusammen, die sich in den Brückenbogen verklemmten und die Brücken blokkierten. Bis zu 1,60 m stand das Wasser in den Straßen der Stadt. Am Montag meldete Hannover ein Sinken des Wasserstandes um ein MeterSchwere Schäden auch im Ausland Das Hochwasser des Rheines brachte auch in Holland in einzelnen Gebieten den Verkehr vollständig zum Erliegen. Großbritannien hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag eine der stürmischsten Nächte seit Jahren. Im Kanal herrschte ein Sturm, der nahezu 150 Stundenkilometer erreichte. Große Schäden richteten die Fluten in Nord-Wales, Cheshire, Staffordshire und Südengland an. Um den Frieden mit Deutschland Byrnes hofft auf Abschluß in 18 Monaten „Der Abschluß eines Friedensvertrages mit Deutschland und Japan kann unter Umständen bereits in 18 Monaten möglich sein", erklärte der amerikanische Staatssekretär Byrnes am Freitag auf einer Pressekonferenz. Unabhängig davon würden jedoch wahrscheinlich noch für eine erheblich längere Zeit Bésatzungstruppen in den besiegten Ländern eingesetzt bleiben. Uferlose Hochwaseerseen bedeckten während der letsten Tage weite Teile des niederrheinischwestfälischen Gebietes. Sie forderten in mehreren Orten Menschenleben und hatten große Schäden zur Folge. Ueberechwemmte Stadtteile und vernichtete Saaten, ausgeschwemmte Straßen und eingestürzte Brücken werden aus allen Teilen West- und Nordwestdeutschlande gemeldet. Der Eisenbahn- und Straßenverkehr sowte der Telefondienst mußten vielerorte stillgelegt werden. Unser Bild seigt die überschwemmte Ruhr bet Wetter. 1300 Tonnen deutsche Dokumente nach Berlin gebracht Zehn Sonderzüge, voll beladen mit amtlichen deutschen Akten, haben jetzt 1300 Tonnen, das sind 26 000 Zentner Dokumente, aus einem Dorf der amerikanischen Zone nach Berlin gebracht. Alle Dokumente, die von den früheren deutschen Ministerien und zentralen Dienststellen vor der Kapitulation aus Berlin evakufert worden waren, sind nach dem Einmarsch der Alliierten zusammengetragen und bei einer unter britisch-amerikanischer Aufsicht stehenden Ministerial-Sammelstelle zusammengefaßt worden. In den 800 Gebäuden einer früheren Munitionsfabrik waren in Fürstenhagen mehr als 1000 deutsche Beamte unter der Aufsicht britischer und amerikanischer Sachverständiger monatelang an der Arbait. Sie hatten ganze Berge von Akten zu sichten und zu sortieren, die dann von den alliierten Sachverständigen im Interesse der Kontrollkommissions-Behörden der Vereinten Nationen ausgewertet wurden. Sommer der Wahlen Pertolpolltisches aus der amerikenischen Zone Wahlen zu vielen Körperschaften, von den Kreisvertretungen bib zum Landtag, werden diesen Sommer in der amerikantschen Zone abgehalten. Nach einem Plan der amerikanischen Militärregierung soll der Aufbau einer demokratischen Verwaltung in diesen Monaten abgeschlossen werden. Eine vorbereitende Kommission für die Ausarbeitung der Verfassung soll in allen Ländern der amerikanischen Besatzungszone bis zum 22. Februar von den Ministerpräsidenten gebildet werden. Bis zum 1. April muß die Regieryng eines jeden Landes den Gesetzentwurf für die Wahl in der verfassunggebenden Versammlung zur Genehmigung vorlegen. Eine weitere Gruppe wichtiger Abstimmungen lat für dle Zelt zwischen dem . Mal und dem 30. Juni vorgesehen. In eser Monatsfrist werden Verfassungsausschüsse der Länder, Vertretungen der Stadtkreise und(nur in Bayern) der Reglerungsbezirke gewählt. Die Landkreise und die Gemeinden über 20 000 Einwohner, die nicht Stadtkreise sind, wählen zwischen dem 31. März und dem 28. April. Feldmarschall Paulus im Verhör Dramatisches Kreuzfeuer der Nürnberger Verteidigung setzte der russische Ankläger gegen Martin Bormann fort. Dienstag trat der chemalige ger Gerichtshof, um seine Au e am Krieg gegen Rußland Schuldigen Die Gesamtverteldigung nahm den Zeu nin ein dramatisches Kreuxverhör. Nac Am Samsteg setzte der russische Ankläger und die Tschechel gegen Martin Bormann fort. Am Montag und vor den Nürnberger die am Krieg gegen Rußland Schuldigen zu Lengen in ein dramatisches Kreuzverhör. Nach ihm wurde am Dienstag ein weiterer ehem. deutscher General, Brich Buschenhegen, als Zeuge vernommen. In einer eineinhalbstündigen Vormittagssitzung, in: der der russische Ankläger Oberst Pokrowsky vor dem Nürnberger Gerichtshof Anschuldigungen für Polen und die Tschechoslowakei vortrug, wurden am Samstag geheime Aufzeichnungen Martin Bormanns vorgelesen, die u. a. die Wiedergabe eines Tischgesprächs Adolf Hitlers vom 2. Oktober 1940 enthielten. Hiernach hat Hitler geäußert, daß die polnische Intelligenz und die Herrenschicht, so leld ihm das auch tue, ausgetiigt werden müßten. Die Bevölkerung selbst sei zu nichts anderem zu gebrauchen als zur Arbeit für Deutschland. Polnische Geistliche sollten von den Deutschen Essen bekommen„und dafür prePokrowsky die Anschuldigungen für Polen Er sprach ferher über ggbrochene Verträge. Feldmarschall Peulus als freiwilliger Zeuge Magen gegen Göring, Keitel und Jodi als Stalin spricht zum russischen Volk Stärkste Wahlbetelllgung In Sowjetrußlend 96 Prozent der russischen Wählerschaft hatten am Sonntagnachmittag bereits ihre Stimmen bei der Wahl für die beiden Kammern des Obersten Sowjets abgegeben. Die Wahlen begannen in der ganzen Sowjetunion um 6 Uhr morgens, aber schon lange vor dieser Zeit hatten sich in den größeren Wahlbezirken trotz der Kälte viele Menschen vor den Wahllokalen gesammelt. In den Gebieten, in denen Generalissimus Stalin, Außenkommissar Molotow und andere führende Männer als Kandidaten aufgestellt sind, hatten um die Mittagszeit bereits 80 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Stalin und andere hohe Staatsbeamte wählten im Französische Besatzungsermee In Deutschland eingeschränkt. Die französische Besatzungsarmee für Deutschland wird durch die Sparmaßnahmen der französischen Regierung am Militärhaushalt um die Hälfte, nämlich von 150 000 auf 75 000 Mann, herabgesetzt werden. Kreml. Am Sonntag gaben von insgesamt 99 558 225 Wählern 99 076 353, das sind 99½%, ihre Stimme ab. Zum Ende der Wahlkampagne sprach Marschall Stalin zum ersten Male nach dem Tage der Kapitulation Japans vor einer riesigen Wahlkundgebung in Moskau über den Rundfunk, zum russischen Volke. Stalin führte aus, daß es falsch sei, anzunehmen, der Krieg sei zufällig oder als Ergebnis von Fehlern einzelner Staatsmänner entstanden. In Wirklichkeit sei sowohl der erste als auch der zweite Weltkrieg als eine Folge der Entwicklung wirtschaftlicher und politischer Spannungén auf der Grundlage des monopolistischen Kapitalismus ausgebrochen. Infolge eines Mißverhältnisses unter den kapitalistischen Ländern versuchten diejenigen Staaten, die sich selbst in ihren Rohstoffquellen unterlegen fühlten, mit bewaffneter Macht die Lage zu ihren Gunsten zu wentlen. Stalin führte aus, daß eine kriegerische Katastrophe sich vielleicht hätte vermeiden lassen, wenn die Möglichkeit bestanden hätte, die Ausfuhrmärkte gleichmäßig unter die Nationen aufzuteilen. Bei dem bestehenden kapitalistischen Wirtschaftssystem sei dies jedoch unmöglich gewesen. Die faschistischen Staaten Deutschland, Japan und Italien hätten die Selbstherrschaft und freie Entwicklung kleiner Nationen zerstört und die Weltbeherrschung angestrebt. Daher kam es zu der antifaschistischen Koalition der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten und Großbritanniens und anderer friedliebender Nationen. Triumph für Kommunisten Der grausamste Krieg in der Geschichte Rußlands sei jedoch gleichzeitig eine Erziehungsprobe der nationalen Kräfte. Rußlands geworden. Seine Unabdingbarkeit habe die Feinde des Staates und der Partei demaskiert. „Einen vollständigen Sieg haben wir über unsere Feinde errungen", rief Stalin aus.„Dies war ein Triumph für die kommunistische Ordnung. Es habe sich erwiesen, daß das sowjetische System einer Volksordnung der nichtsowjetischen Wirtschaftsordnung überlegen und die beste Form der Organisation der menschlichen Gesellschaft se In der Aufgabe, mit dem Problem der vielen Völker fertig zu werden, hätte das sowjetische Regime einen vollen Erfolg aufzuweisen. Krieg nicht unvorbereitet Dann kam Stalin auf die Siege der Roten Armee zu sprechen. Ein solcher Sieg historischen Ausmaßes habe nicht ohne Vorbereitungen erfochten werden können. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges sei bereits das Mindestmaß an Kriegspotential vorhanden gewesen. Die Entwicklung der Kriegsproduktion habe, so fuhr Stalin fort, Rußland von einem rückständigen Land in eine Weltmacht, von einem Agrarstaat,in ein Industrieland verwandelt. Stalin schloß seine große Rede mit dem Hinweis auf den neuen Fünfjahresplan, der nicht nur eine gewaltige Produktionssteigerung und die Erhöhung des Lebensstandardes durch eine systematische Senkung der Preise herbeiführen solle, sondern auch schon in naher Zukunft die Rationierung der Lebensmittel hinfällig machen werde. Weitere Wahlreden In Taschkent sprach der stellvertretende Präsident des Rates der Volkskommissare, Lazar Kaganovich, über die Lage der Sowjetunion und sagte: „Obwohl das Kräfteverhältnis in der Welt sich stark zu Gunsten der Sowjetunion verändert hat, dürfen wir nicht vergessen, daß die Sowjetunion inmitten einer kapitalistischen Einkreisung lebt. Weil immer nur der Schwache geschlagen und beleidigt wird, der Starke aber gefürchtet und respektiert ist, muß Rußland stark sein." Dié meisten Wahlrednen wiesen besonders darauf hin, daß im Gegensatz zu den Wahlen in„bürgerlichen, demokratischen" Ländern, in denen die widerstrebenden Klasseninteressen aufeinanderstoßen,. die Wahlen in Sowjetrußland in wahrer Demokratie verliefen. Das Ziel der sowjetischen Demokratie", bemerkt in diesem Zusammenhang der Präsident der Sowjetunion, Kalinin, in einem Brief an seine Wähler,„unterscheidet sich vom Ziel der Demokratie, die immer noch für die Möglichkeit ihrer schöpferischen Tätigkeit kämpfen muß. Hier ist diese Möglichkeit schon verwirklicht, im Ausland regiert das Prinzip des persönJichen Vorteils. Die sowjetische Demokratie hat zum Grundprinzip die kollektive Zusammenarbeit unter Genossen." digen, wes wir wollen". Mit Gelstlichen, die dagegen handelten, soll kurzer Prozeß gemacht werden. Spione und Wöhler Oberst Pokrowsky beschrieb die Arbeit der„Fünften Kolonne" in Poten und legte dem Gericht ein polnisches Regierungsdokument vor, in dem die Anwesenheit: von deutschen Spionen und politischen Wühlern in Polen in der Rolle von Wanderlehrern enthülit wurde. „Jedes Jahr verschwanden eine Anzahl junger Deutscher aus Polen“, sagte er,„und fuhren ins Reich. Dort bekamen sie ein spezielles Training, und bei ihrer Rückkehr nach Polen erzählten sie den örtlichen Behörden Geschichten über den faschistischen Terror, aber sie blieben mit ihren Agenten in Deutschland in Fühlung und schickten ihnen Informationen entweder durch die Post oder durch die Wanderlehrer." In Gegenüberstellung, vieler Friedenszusicherungen Hitlers, Görings und Ribbentrops gegenüber Polen und der Tschechoslowakei sitierte der russische Ankläger u. a. den chemaligen Danziger Senatspräsidenten Dr. Hermann Rauschning, zu dem Hitler schon 1923 gesagt habe:„Das tschechischmährische Bassin wird mit deutschen Bauern kolonisiert werden. Wir werden die Tschechen nach Sibirien oder nach Wolhynien bringen." Feldmarschall Paulus als Zeuge Friedrich Paulus, einst Feldmarschall und Oberbefehlshaber der 6. Armee vor Stalingrad, mit deren Ueberresten er in die russische Gefangenschaft ging, stand am Montag im Zeugenstand und gab. Auskunft über die frühzeitigen Vorbereitungen der Wehrmacht zum Angriff auf Rußland. Aus eigenem frélen Willen, so sagte er, sei er gekommen, um sein Zeugnis abzulegen. Angespannt blickten alle 20 Angeklagten auf die lange, dûrre Gestalt des grauhaarigen„Mannes von Stalingrad", in dessen bleichen Zügen mit dem zusammengekniffenen Mund und dem zuckendeh rechten Auge sich die Leiden und Sorgen der letzten Jahre. eingegraben haben. Um die Kriegsschuld „Welcher von den Angeklagten", fragte der russische Ankläger,„war aktiv daran beteiligt, den Krieg gegen die Sowjetunion zu betreiben?" Nach einer Pause sagte Paulus:„Keitel, Jodl und Göring. Göring als Chef der Luftwaffe, als Reichsmarschall und als Haupt der Rüstungsindustrie." „Am 3. September 1940", sagte Paulus aus,„wurde mir in meiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber, einer Armee ein Plan übergeben, den ich sorgfältig nach folgenden Gesichtspunkten prüfen sollte: 1. Terrain oder Gebiete, über die die Operationen sich erstrecken sollten2. Stärke des Angriffs und 3. wurde mir gesagt, ich sollte die mögliche aktive Teilnahme. Rumäniens bei den Angriffshandlungen im Auge behalten." Zum Ziel habe der Plan die Vernichtung der russischen Armee in Westrußland gehabt. Schon am 10. Dez. 1940, erklärte Paulus, seien die Operationspläne im einzelnen fertig gewesen. Ihre Ausführung hätte nur noch von der Verfügbarkeit, der Truppen, von Witterungsfaktoren, und von Hitlers Willen abgehangenEnde März habe Hitler sich entschieden, erst Jugoslawien anzugreifen, und der Angriff auf Rußland sei deshalb um etwa fünf Wochen verschoben worden. Vertrauensbruch Vor der Vernehmung von Paulus sprach Ankläger Pokrowsky von dem Bruch von sieben Zusicherungen und des Respekts vor den jugoslawischen Grenzen, die gegeben worden seien, während Deutschland schon mit Hilfe einer starken„Fünften Kolonne" die Vorbereitungen für die Zerstörung Jugoslawiens-gefroffen habe. (Fortsetzung siche Seite 2) 9 Selte 2 Ruhr-Zeitung 5 3 Ruhr-Zeitung Nr. 67 Mittwoch, 13. Febr Welt-Getreidesorgen Die UNO-Vollversammlung beschäftigt sich in diesen Tagen mit einer von den fünf Großmächten angeregten Entschließung zur Welternährungslage. In den letzten Monaten ist immer deutlicher geworden, wie sehr die Getreideversorgung der Welt einer ernsten Krisis zueilt und wie notwendig durchgreifende Maßnahmen zur Ueberwindung dieses Krisenzustandes sind. Die Gründe für den Mangel an Getreide sind vor der UNO kurs dahin zusammengefaßt worden, daß die durch den Krieg verursachte Desorganisation der Landwirtschaft, das Fehlen genügender Arbeitskräfte, der Mangel an Zugtierén und die Knappheit an Düngemitteln im Vordergrunde stehen. Außerdem wird darauf hingewiesen, daß in mehreren Ländern, die zu den Hauptgetreideerzeugern gehören, durch Trockenperioden eine anormal. niedrige Ernte zu beklagen war. Der UNO-Vollversammlung wird in er wähnter Entschließung nahegelegt, mit systematischen Vorkehrungen für die Schaffung von Vorräten in allen Erdteilen zu sorgen. Die Tatsache, daß sich die Generalversammlung der UNO mit dem Getreideproblem befaßt, kennzeichnet deutlich seinen Ernst und muß auch in Deutschland besondere Beachtung finden. Da man nicht annehmen kann, daß dem deutschen Volk hinsichtlich seines Getreidebedarfs über das zwingendste Maß hinaus vom Ausland großzügige Hilfe zukommen wird, bevor nicht der Hunger der Übrigen Welt einigermaßen gestillt werden kann, lehrt die gegenwärtige Getreidedebatte der UNO das deutsche Volk erneut, wie sehr seine Ernährungslage auch in den nüchsten Jahren vor allem vom Ausmaß seiner Selbstversorgung durch die eigene Landwirtschaft abhängen wird. Durch Ingangsetzung der einschlägigen Industrien ist die Militärregierung bemüht, die“ Versorgung der Landwirtschaft mit den notwendigsten Produktionsmitteln zu verbessern. Es wäre jedoch falsch, bis dahin die Hände müßig in den Schoß zu legen und auf bessere Zeiten zu warten. Vielmehr muß schon jetzt alles darangesetzt werden, um durch verstärkte Mobllisierung der eigenen Kräfte der Betriebe und mittels eines Systems von Aushilfen eine Produktionssteigerung zu erreichen. Dabel darf jedoch nicht ziel- und planlos verfahren werden, sondern es kommt für das Jahr 1946 vor allem darauf an, von den Früchten Höchstertrüge zu erzielen, die unmittelbar für die mensenliche Ernährung verwertbar sind. Dies sind in erster Linie Kartoffeln. Es folgen Brotgetreide, Massengemülse, Zuckerrüben, Oelfrüchte und Hülsenfrüchte. Demgemäß sicht auch der Anbauplan der Militärregierung für die britische Zone eine sehr starke Steigerung des Kartoffelanbaues, und zwar um rund 300 000 ha, das sind 82 Prozent mehr als im Jahre 1946, vor. Beim Brotgetreide soll die Anbaufläche des Jahres 1938 wieder erreicht werden, was gegenüber dem Jahre 1945 ebenfalls eine beträchtliche Ausweitung des Anbaues ausmacht. Da es an der notwendigen Ackerflüche fehlt, müssen die für die Anbauausweitung von Kartoffeln und Brotgetreide benötigten Flächen in erster Linie durch den- Umbruch von Grünland gewonnen werden. Der forcierte Umbruch von Grünland und der damit verbundene geringere Futteranfall kann naturgemäß nicht ohne Einfluß auf den Umfang der Tierbestände bleiben. Eine Einschränkung der Tierbestände wird sich nicht umgehen lassen, mit Ausnahme der NordRheinprovinz, wo ein Wiederaufbau der durch die letsten Kriegsmonate stark gelichteten Viehbestände erfolgen muß. Leider muß festgestellt. werden, daß die Ablieferungsmoral im Verlaufe des Krieges und erst recht in den Nachkriegsmonaten in einigen Gebieten stark nachgelassen hat. Vergebung statt Vergeltung" Bischof Wurm antwortet dem Erzbischof von Canterbury Bischof Wurm, der jetzt durch die vier Besatzungsmächte als vorläufiges Oberhaupt der deutschen evangelischen Kirche anerkannt worden ist, hat vor kurzem ein Schreiben „An die Christen in England“ gerichtet. Es war eine Antwort auf die Botschaft des Brzbischofs von Canterbury an das deutsche Volk vom November vorigen Jahres. Das Schreiben des Bischofs Wurm wurde Ende Januar dem Erzbischof von Canterbury zugeleitet. Zweifellos ist es oft schwer, den vielen Hamsterern, die als unerwünschte Gäste das Land durchstreifen, die Tür zu weisen. Es muß aber unbedingt sein, wenn die Versorgung der Städte und der arbeitenden Bevölkerung, die keine Zeit zu Hamsterfahrten hat, nicht gefährdet werden soll. Dabei muß sich jeder dessen bewußt sein, daß es selbst auf die kleinsten Mengen ankommt, da sie summiert sehr schnell ein ungeahntes Ausmaß erreichen und jede geordnete Verteilung über den Haufen werfen. Die Verantwortung für die Ernährung des deutschen Volkes liegt nach wie vor in erster Linie beim deutschen Bauern. Er muß alle Möglichkeiten ausschöpfen, um durch Steigerung der Erzeugung und restlose Erfüllung aller Ablieferungsverpflichtungen eine ausfeichende Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu sichern. Bischof Wurm mahht in seinem Schreiben das deutsche Volk zur Umkehr und Hinwendung zur Macht des Geistes und des Rechts. Von den Siegermächten erwartet er weise Mäßigung als Grundlage künftiger Verständigung. Das Schreiben des Bischofs Wurm hat folgenden Wortlaut: „An die Christen in England. Am 28. November hat der hochwürdige Bischof von Canterbury eine Botschaft an das deutsche Volk erlassen. Wir und— wie wik hoffen— viele Menschen in Deutschland haben sie mit großer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen. Es lst vielleicht das erste Mal in der Geschichte, daß der erste Geistliche eines Volkes nach errungenem Sieg das besiegte Volk brüderlich anredet. Wir freuen uns, daß— nachdem die politische Propaganda allein solange das Wort gehabt hat— auch die Stimme der Christenheit sich vernehmen läßt. Und wir geben gern darauf eine Antwort. Durch seine Ansprache an das deutsche Volk gibt der Herr Erzbischof zu erkennen. daß die Kirche in England von ihrer Verantwortung für das Schicksal anderer Völker, auch des deutschen Volkes, weiß. Auch wir Christen in Deutschland bejahen unsere Verantwortung für die ganze Welt. Wir haben auch unter der Herrschaft des Nationalsozialismus nicht von ihr lassen wollen. Es war uns ein tiefer Schmerz, daß wir der Mißhandlung anderer Völker und Länder nicht wehren konnten, und wir wurden von den Nationalsozialisten besonders deshalb gehaßt, weil ihnen unsere Misbilligung ihrer Untaten wohlbekannt war. „Wir wollen nichts beschönigen“ Der Herr Erzbischof hat völlig recht, wenn er darauf hinweist, daß es nicht in Menschenmacht liegt, Geschehenes ungeschehen zu machen. Wir sind uns dessen klar bewußt, daß unsere Städte nicht in Trümmern liegen, unsere Völker nicht auf den Landstraßen Hungers sterben und unsere Soldaten nicht in den Gelangenenlagern hinwelken würden, wenn nicht vorher Milhonen Menschen dasselbe hätten durchmachen müssen. Wir wissen, daß es genug Leute gibt in anderen Ländern, die der Meinung sind, daß es dem deutschen Volke nicht schlecht genug gehen könne. Es liegt uns fern, irgend etwas von dem, was anderen Völkern an Unrecht geschehen ist. entschuldigen oder beschönigen zu wollen. Die Christen in England haben das Bekenntnis unserer Schuld, das der Rat der evangelischen Kirche in Deutschland, am 19. Oktober des Jahres 1945 vor den Brüdern aus der Oekumene ausgesprochen hat, vernommen. Wir suchen die Ursache dessen, was geschehen ist, nicht nur im Nationaisozialismus, sondern in einer langen Geschichte der Gottentfremdung und des Abfalls von Christus, auch der Verweltlichung unserer Kirche. Deshalb sind wir auch ganz derselben Ansicht wie der Herr Erzbischof, daß die Rückkehr zu Gott und die Hinwendung zu der in Christus uns erschienenen Gnade die Voraussetzung bildet zu einem Wiederaufbau Deutschlands. Ein offenes Wort Wir sind sehr dankbar dafür, daß der Herr Erzbischof es als die erklärte Politik Englands bezeichnet, auf den Tag hinzuarbeiten, an dem Deutschland wieder in die Gemeinschaft der Völker eintreten kann, und daß er die Bereitschaft der Christen in England, unserer äußeren Not zu steuern, verkündet. Erlaubt mir, ein offenes Wort darüber zu sprechen, wie ihr dem deutschen Volke auch innerlich helfen könnt. 12 Jahre Gefängnis für unerlaubten Waffenbesitz Des unerlaubten Besitzes von Feuerwaflen nebst zugehöriger Munition überführt und somft schuldig im Sinne der von der Militärregierung erlassenen Verordnung 1, Arfikel, I, Absatz 9; erachtete das am 31. Januar in Duisburg-Hamborn, tagende Höhere Militärgericht-unter dem Vorsitz des Colonel Roger drei Mülheimer Männer. Die Höhe der ausgesprocheneň Strafen entsprach der Schwere der Anklagen, Der 34 jährige Franz Jöckel und der 36jähfige Wilhelm Scheumann erhielten je 12 Jahre Gefängnis, die gegen den 43jährigen Johann Mühlig verhängte Gefängnisstrafe von 2 Jahren wurde ausgesetzt auf die Dauer von 2 Jahren. Aus ernster Sorge machen wir euch darauf aufmerksam, daß mit dem Sieg der alliierten Mächte nicht einfach das Gute üiber das Böse gesiegt hat. Die militärische Eröberung und Besetzung unseres Landes war mit all den Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung verbunden, über die man sich in den Ländern der Alliierten mit Recht beklagt hat. Und was seither in mänchen Besatzungszonen auf dem Gebiete der Entnazifizierung geschehen ist, war auch nicht immer geeignet, den Eindruck eines höheren Maßes von Gerechtigkeit und Menschlichkeit zu erweckenDie vielfachen Aufforderungen an das deutsche Volk, nun sich wieder emporzuarbeiten, klingen überall da wie Hohn, wo man der deutschen Industrie— auch derjenigen, die mit Kriegsrüstung nichts zu tun hat.— die letzten Rohstoffe und Maschinen weggenommen hat. Welchen Umtang die Tragödie hat, die sich gegenwärtig im Osten Deutschlands abapielt, vermag niemand zu sagen. Daß sie Milhonen von Opfern fordern wird, muß wohl angenommen werden. Die Gefahr, die allen droht Wir sagen dies nicht, um eine Rechnung mit einer Gegenrechnung zu erwidern, sondern um noch auf eine große Gefahr aufmerksam su machen, die der Welt und uns allen droht. Man hat schon einmal den Frieden sichern wollen dadurch, daß man dem Besiegten die Möglichkeit, sich wieder zu erheben, durch ungeheure Reperationslasten und durch Abtrennung wirtschaftlich wichtiger Gebiete nehmen wollte. Es hat sich aber gezeigt, daß diese Maßnahmen den Geist des Widerstandes geweckt und das deutsche Volk für die Ideologie des Nationalsozialismus empfänglich gemacht haben. Wenn jetst nur mit sichtbaren Größen rechnende Politiker wieder nach denselben Resepten verfahren und Deutschland möglichst klein und schwach, seine Nachbarn aber möglichst groß und stark machen wollen, so werden ste damit die bösen Geister der Rache und der Vergeltung nicht aus der Welt schaffen. Wir wissen aus Gottes Wort, daß auch auf dem Gebiet der Politik eine Schuld die andere nach sich zieht und nach göttlichem Gesetz der Richter selber unter das Schicksal fällt, mit dem er den Uebeltäter zu richten unternimmt. Die Rechenkünste derer, die die fahrlässige Brandstiftung von 1914, an der alle europäischen Völker betelligt waren, allein am deutschen Volke bestrafen zu müssen glaubten, sind gründlich zuschanden geworden. Will man die vorsätzliche Brandstiftung von 1939 noch strenger bestrafen, so kann es doch auch jetzt niemand zum Helle gereichen, wenn Unrecht durch gröBeres Unrecht überboten wird. Das deutsche Volk auf einen noch engeren Raum zusammenzupressen und ihm die Lebensmöglichkeiten zu beschneiden, ist grundsätzlich nicht anders zu bewerten als die gegen die jüdische Rasse gerichteten Ausrottungspläne Hitlers. Gott wird Vergelter sein Man muß glauben, daß Gott ein Vergelter sein werde. Das predigen wir Christen in Deutschland unseren erbitterten und empörten Volksgenossen. Dürfen wir, liebe christliche Brüder in Englend, euch bitten, dasselbe zu tun? Sollten wir nicht vor dem Angesicht und dem Namen dessen, der für unsere Sünden gestorben ist, einen Bund schließen um die Parole„Vergebung“ statt„Vergeltung“ mit ganzer Macht in die Welt hineinzurufen? Kein wirklich Verantwortlicher soll seiner Strafe entgehen, aber Hunderttausende einzusperren, um hündert Schuldige heraliszufinden, ist sinnlos. Und Millionen Unschuldiger verhungern zu lassen, um Millionen ebenso Unschuldiger zu rächen, kann nur der Unverstand für gerecht halten. Der Herr Erzbischof ermuntert uns, einen neuen Anfang zu machen mit der Gestaltung des deutschen Lebens nach den Geboten Christi. Wir sind überzeugt und sagen unablässig unserem deutschen Volke, daß es den Glauben an die Gewalt aufgeben und den Glauben an die Macht des Geistes und des Rechts wieder lernen muß. Nichts kann ihm dabef mehr helfen, als wenn es von den Siegervölkern einen Anschauungsunterricht in der Handhabung des Rechts und in der Bezeugung des Geistes erhält. Um diesen Dienst bitten wir die Christen in England und in der ganzen Welt. Buropas Unglück Daß seit einem halben Jahrhundert Deutschland und England trotz,ehrlicher Versuche auf beiden Seiten sich nie finden und verstehen konnten, war unser und ganz Buropas Unglück. Sollten sie sich jetzt finden, so würde das keine Bedrohung eines anderen Volkes bedeuten, wohl aber die Rettung des Abendlandes. Das ewige Reich Gottes lasse das deutsche Volk durch Buße, Glauben und Liebe einen neuen Anfang gewinnen. Er segne alle Völker und schenke der ganzen Welt, seinen Frieden." Elgentum der früheren Deutschen Arbeitstront Militärregierung von Westfalen Kürzung des Stromverbrauches von industriellen Unternehmen Die Verordnung der Militärregierung von Westfalen vom 14. Dez. 1945, wonach industrielle Unternehmen in der Provinz Westfalen, dem Land Lippe und Schaumburg-Lippe ihren Stromverbrauch um 35 Prozent zu kürzen hatten, ist vom(1. Februar 1946 ab aufgehoben. Industrielle Verbraucher in den in Paragraph 1 gehannten Gebieten dürfen nun bis zu dem Maximalbetrag Strom verbrauchen, der aus ihrer von der Militärregierung herausgegebenen Kraftstrom-Bescheinigung zu erschen Ist. Kein industfieller Benutzer, der nicht im Besitze einer Kraftstrom-Bescheinigung ist, dart mehr Kraftstrom oder Strom benutzen als 80 KWH pro Tag bei einer Höchstbelastüng von 10 KW. Industrieile Unternehmon, die vom Stromnetz abgeschnitten worden sind, werden nicht wieder angeschlossen, außer besonderen Bestimmungen der, Militärregierung. Münster, 4. Februar 1946. Im Auftrage der Militärtoglerung. Es ist bekannt, daß sich Gegenstände beweglichen Eigentums der früheren Deutschen Arbeitsfront noch immer in Händen von Privatpersonen, einschließl früherer Angestellter der Deutschen Arbeitsfront, befinden. Dieses bewegliche Eigentum schließt Möbel, Büromaschinen und Bargeld ein. Weiterhin ist von vielen Firmen bekannt, daß sie in den letzten Tagen vor der Besetzung von ihren Angestellten DAF.-Belträge eingezogen haben. Solche Summen werden ebenfalls als Eigentum der früheren Deutschen Arbeitsfront betrachtet. Alle Personen im Besitz dieser Objekte wurden durch die Allgemeine Anordnung Nr. 4 der Militärtegierung aufgefordert, diesen der Reichsbank oder einer anderen Bank zur Weiterleitung an die Reichsbank mitzuteilen. Jeder, der im Besitz früheren DAF-Elgentums ist und. diesen noch nicht auf Grund der Allgemeinen Anordnung Nr. 4 angemeldet hat, wird hierdurch aufgefordert, dieses bis zum 28. Februar 1946 auszuführen, da sonst die gesetzlichen Strafen in Kraft treten, die in der Allgemeinen Anordnung Nr. 4 angeführt werden. Fahrradfabrikation Aul Anordnung der Milltärregierung der NordRheinprovinz werden alle Fabrikanten der Fahrradund Fahrradteile-Industrie, soweit sia in der NordRheinprovinz ansässig sind, aufgefordert, elnet Sitzung im großen Saal des Verwaltungsamtes für Stahl und Bisen, Düsseldort, Breite Streße 27, am Donnerstag, dem 14. 2., um 14,30 Uhr, boizuwohnen. Christlich Demokratische Union des Rheinlandes In seiner. Sitzung vom 5. Februar wählte der Landesvorstand der CDU Oberbürgermeister a. D. Dr. Konrad Adenauer zum 1. Vorsitzenden der Union in der NordRheinprovinz. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden der Arbeiterführer Johannes Albers(Köln) und Rechtsanwalt Dr. Otto Schmidt(Wuppertal) gewählt. Zusammen mit den Vorgenannten bilden den Arbeitsausschuß des Landesvorstandes: Dr. Leo Schwering(Köln), Oberstudiendirektorin A. Franken(Düsseldorf) und Dr. Karl Müller(Bonn). Um die Indonesien-Abordnung Wischinsky vor dem Slcherheltsrat der UNO In die Debatte des Sicherheitsrates der UNO über das von der ukrainischen Delegation aufgeworfene indonesische Problem griff am Sonntagvormittag der Stellvertretende sowjetische Außenkommissar Wischinsky ein. Er unterstützte den ukrainischen Antrag auf Entsendung einer Untersuchungskommission. Zu dem humorvollen Ton, in dem Bevin am Samstag zum Teil seine Rede gehalten hatte, erklärte Wischinsky, daß dieser ein unmögliches Verfahren darstelle, selbst wenn er Belustigungen hervorriefe. Das Angebot des holländischen Außenministers, der ukrainischen Abordnung auf diplomatischen Wegen genaue Nachrichten über Indonesien zukommen zu lassen, lehnte Wischinsky ab. Bevins Behauptung, daß in Moskau selnerzeit das indonesische Problem zwischen Molotow und Bevin in bestem Einvernehmen beschlossen worden wäre, bestritt Wischinsky nachdrücklich. Warum haben, da die britische Regierung ermächtigt ist, einen Vertreter nach Indonesien zu schicken, nicht auch die anderen Nationen ein Recht dazu?“ Mit steigender Erregung wandte sich Wischinsky dann unmittelbar an Bevin: „Wenn diese Art der bevorzugten Behandlung einem Teil der UNO gewährt wird, dann bedeutet das das Ende der internationalen Zusammenarbeit und das Ende der Vereinten Nationen.“ Zum Schlusse seiner Rede entwickelte Wischinsky den Plan, eine Kommission, die sich aus Vertretern Großbritanniens, der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten, Chinas und der Niederlande zusammensetzen solle, nach Indonesien zu entsenden. Bevin entwortet Der britische Außenminister Bevin lehnte den von Wischinsky geforderten Untersuchungsausschuß für Indonceien ab mit der Begründung, die Binsetzung einer derartigen Kommission würde die Handlungen der britischen Regierung, ihrer Truppenbefehlshaber und ihrer Soldaten brandmarken. Bevin orinnerte daran, daß er vor einiger Zeit eine Untersuchung über die Zustände in Rumänien und Bulgarien vorgeschlagen habe! Aber die Sowietregierung habe darauf hingewiesen, daß es sich um souveräne Mächte handle. Jetzt frage er, warum Großbritannien und die Niederlande für einen Versuch ausgewählt würden, der nicht in Einklang mit der Satzung der Vereinten Nationen zu bringen selDer beste Rat, der den Indonesiern gegeben werden könne, sei der, sich mit Dr. van Mook ins Benehmen zu setzen und den holländischen Vorschlag auf Zusammenarbeit und Verfassung ernsthaft zu erwägen. Er fügte hinzu:„Die Verfassung, die die hblländische Regierung den indonesiern anbietet, geht ebenso weit wie die Rechte, die die ukrainische Regierung innerhalb der Sowjetunion genießt.“ Die Großen Fünt zur Welternährungslege Der UNO-Vollversammlung soll von dem britischen Premierminister Attlee oder von Außenminister Bevin eine von den fünf Großmächten angeregte Entschließung zur Wélternährungslage vorgelegt werden. Die Genéralversammlung soll nach dieser Entschließung darauf dringen, daß von allen Regierungen und den in Frage kommenden Organisationen sofort drastische Maßnahmen ergriffen werden. Aufstellung der Wehfriedenstruppe Die Ausarbeitung eines Weltsicherheitsplanes und die Aufstellung der internationalen Friedenstruppe sollen auf einer der nächsten Tagesordnungen des Sicherheitsrates erscheinen. Feldmarschall Paulus im Kreuzverhör Militärreglerung Deutschland, britisches Kontrollgeblet Devisenwerte und Auslandsvermögen I. Alle Persnen werden nochmals auf das Gesetz Nr. 53 der Militärregierung hingowiesen, nach welchem jedermann die unbedingte Pflicht zur sofortigen Anmeldung und Ablleferung aller Vermögenswerte obliegt, die in den Artikeln II und III des Gesetzes 53 aufgezählt sind. Ih Die Vermögenswérte müssen auch dann noch angemeldet werden, wenn sie*raft Gesotz Nr. 5 des Kontrollrates bereits auf die Kommission für das deutsche Auslandsvermögen gesetzlich übertragen sind. III. Wer es unterläßt, binnen 30 Tagen vom Tage dieser Bekanntmachung ab, irgendwelche Vermögenswerte der in Rede stehenden Art enzumelden uder abzullefern, wird, wenn ein Gericht der Milltär-regierung ihn für schuldig befindet, mit noch weiteren von diesem Gericht zu bestimmenden Straten, zusätzlich den in Gesetz Nr. 53 aufgeführten Strafen, bestraft werden. IV. Als Tag der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung gili der 10. Februar 1940, (Fortaetzung von der I. Seite) Sechs Zusicherungen seien von Hitler gegeben worden— in Abständen immer kurs vor oder nach den aufeinanderfolgenden Handstreichen auf Oesterreich, die Tschechel und Polen— die siebente von Reichsaußenminister von Ribbentrop. „Deutschland selbst— und ich erkläre dies feierlich— hat weder gebletsmaßige noch politische interessen in dieser Region", habe Ribbentrop zehn Tage vor dem Angrilt auf Jugoslawien erklärt. Keine Verteidigungsmaßnahmen Pokrowsky führte eine Erklärung des Generals Loehr, dessen Luftgeschwader Belgrad in Trümmer legten, als Zeugen dafür an, daß das Bombardement auf persönlichen Befehl von Göring ausgeführt worden sel. Der Sowjet-Ankläger Zorya zitierte Paulus:„Die operative Aufgabe, wie sie vom deutschen Oberkommando vorgesehen war, war, zunächst Moskau, Leningrad und die Ukraine zu erobern und später den Nordkaukasus mit seinen Oelfeldern. Als endgültiges Ziel war etwa die Erreichung von Astrachan ins Auge gefaßt. „Die Ziele allein", so bieß es in PauluErklärung,„kennzeichnen den Plan als Vorbereitung für einen reinen Angriffskrieg. Das geht auch aus der Tatsache hervor, daß der Plan nicht die geringsten Defensiv-Maßnahmen enthält." Der frühere Genpralfeldmarschall Friedrich Paulus, zum zwelten Male im Nürnberger Zeugenstand, gab am Dienstag die Erklärung ab, daß er gegen seinen Willen und unter Protest mit der eingeschlossenen. 6. Armee vor Stalingrad ausgehalten hätte. Das Telegramm aus Stalingrad Vom Verteidiger Dr. Sauter über das Telegramm befragt, in dem er doch„Hitler seine Ergebenheit ausgedrückt“ hätte, antwortete Paulus:„Ich versuchte dafûr Sorge zu tragen, daß das Leben und das Leiden und Sterben so vieler Soldaten nicht umsenst gewesen sein sollte. Ich beschrieb es als heroisch. Ich bedaure jetzt, daß ich das Telegramm geschickt habe." Auf weitere Befragung gab Paulus bekannt, daß er am 20. Januar gegen ein welteres Ausharren vor Stalingrad protestiert hätte, da Elend, Leiden, Kälte, Hunger und Seuchen das Menschenmögliche überstiegen Alle Angeklagten lehnten sich gespannt nach vorn, als Jodis Verteidiger, Professor Exner, den Zeugen fragte:„Es heißt, daß Sie Lehrer an der Militärakademie in Moskau sind?" „Das stimmt nicht", antwortete Paulus, „ich war genau wie meiné Kameraden in einem Kriegsgefangenenlager.“ Paulus bestätigte, daß er ein Mitglied des Komitees„Freies Deutschland" in der Sowjetunion sel, das er als eine Bewegung deutscher Soldater aller Dienstgrade und Klassen bezeichnete, die sich an das deutsche Volk wandten„im letzten Augenblick vor dem Abgrund, um mit der HitlerRegierung Schluß zu machen, die all das Elend über das deutsche Volk gebracht hat“. Der Vorsitzende unterbricht Der Vorsitzende unterbrach Paulus' Ausführungen gelegentlich einer Frage des Verteidigers für den deutschen Generalstab, Dr. Laternser, über die Behandlung deutscher Kriegsgefangener durch die Russen, auf die Paulus zu erwidern begann:„Es gab eine unglaubliche Menge Propaganda, die zum Selbstmord so vieler Offiziereund anderer bei Stalingrad führte, daß ich es für meine Pflicht halte, zu sagen..." Lord Justice Lawrence fiel ihm mit den Worten in die Rede:„Die Behandlung von Kriegsgefangenen in der Sowjetunion gehört nicht zur Sache und der Gerichtshof wird sie nicht hören." Erneut unterbrach der Vorsitzènde die Verteidigung, die Paulus über seine Tätigkeit in Rußland nach seiner Gefangennahme befragen wollte, mit der Entscheidung: „Was der Zeuge gedacht oder getan hat, während er in Rußland war, hat mit der Sache nichts zu tun und der Gerichtshof läßt diese Fragen nicht zu. Fragen der Verteldigung Weitere Fragen an Paulus seltens der Verteidigung waren: Dr. Otto Nelte für Keitel:„Wer war Oberbefehlshaber der Wehrmacht?“ Paulus: „Hitler."„Stimmt es, daß die Strategte im wesentlichen von Hitler geplant wurde?“ „Ja, die Einzelheiten wurden vom Generalstab ausgearbeltet.“„Aber der endgültige Generalstabsplan mußte doch auch von Hitler gebilligt werden?“ Paulus:„Ja.“ Dr. Servatius für Sauckel fragte, ob deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetindustrie verwandt worden selen. Paulus sagte, er wisse darüber nichts Authentisches.„In Zeitungen habe ich von deutschen Arbeitergruppen gelesen, die sich freiwillig gemeldet haben und in der Industrie arbeiten und stolz auf die Resultate ihrer Arbeit sein sollen.“ Von fast allen Verteidigern, die ihn ins Verhör nahmen, wurde Paulus vorgeworfen, er habe an dem, was er selbet als einen„verbrecherischen Ueberfall auf die Sowjetunion". bezeichnete, an führender Stelle teilgenommen. Er set Vertreter des deutschen Generalstabschefs, Generalobersten Halder, gewesen und habe, obgleich er in dieser leitenden Stellung die Tatsache eines„verbrecherischen Ueberfalls“ nach seiner eigenen Aussage erkaunt habe, nicht gezögert, die 6. Armee zur Broberung von Stalingrad zu übernehmen. Dr. Nelte:„Nach Ihren Ausführungen gab es keine Nachrichten darüber, daß die Sowjetunion Deutschland angreifen würde. Sie waren der Vertreter des Generalstabschefs. Sie waren in ständiger Fühlungnahme mit dem Oberkommandierenden des deutschen Heeres, Brauchitsch. Was haben Sie, Herr Zeuge, getan, um Ihre Bedenken gegen die Ausführung des Planes„Barbarossa" zum Ausdruck zu bringen!" Paulus:„Ich bin vor diesem Gericht als Zeuge für die Handlungen der Angeklagten geladen.“ Verteidiger:„Wissen Sie, Herr Feldmarschall, daß Sie als ehemaliger Oberbefehlshaber der deutschen Armee auch zum Kreise der Angeklagten gehören? Denn alle Oberbefehlshaber der deutschen Armee sind. im Rahmen der Gesamtanklage eines verbrecherischen Komplotts beschuldigt.“ Paulus muß antworten Paulus:.„Ich weiß das, ich bitte daher das Gericht, darüber zu'entscheiden, pb ich die soeben gestellte Frage beantworten ma? Das Gericht entschied nach kurzer Beratung, daß der Zeuge antworten müsse. Paulus erklärte, er habe geglaubt, seine Pflicht gegenüber seinem Vaterland tun zu müssen, er und Halder seien in großer Sorge vor diesem Vorhaben gewesen. Erst in der Atmosphäre von Stalingrad sei ihm der Umfang des Verbrechens klar geworden. Dr. Otto Nelte:„Wollen Sie die Möglichkeit, daß ein Deutscher, der nicht so nahe bei den Machthabern stand wie Sie und nicht über so detaillierte Kenntnisse der Pläne verfügte wie Sie, auch im Antang des Krieges sich nicht über das Verbrecherische klar war, anerkennen?" Paulus:„Natürlich.“ General Buschenhagen als Zeuge Am Nachmittag des Verhandlungstages gab ein anderer deutscher General, General der Infanterie Erich Buschenbagen, gleichfalls russischer Kriegsgefangener, Zeugnis über die deutschen Vorbereitungen für den Angriff auf die Sowjetunion ab. Buschenhagen sagte aus, daß Ende Dezember 1940, als er Generalstabschef der deutschen Streitkräfte in Norwegen war, ihm mitgeteilt worden sei, daß seine Armee in Norwegen an dem Angriff teilnehmen würde. Vom Verteidiger des Generalstabes und des Oberkommandos befragt, erklärte Buschenhagen, daß er und General Falkenhorst, der Oberbefehlshaber in Norwegen, den Befehl, die Sowjetkommissare zu erschießen, als einen verbrecherischen Befehl angesehen hätten. Ueber die Einstellung der anderen Kommandeure lehnte Buschenhagen es ab, eine Meinung abzugeben, wie er sagte, wegen seiner isolierten Stellung in Norwegen. E daß ten 1 „Nathan" den huma lichen Gen den zeitlo lichem, de ren versto Aufklärung Geistes Le holung jen schenalter Mann wie Druck und Verlag: Ruhr-Zeitung, Dortmund, Potgasse 4.— Fernspr. 406 67. 525 41. 525 42. (Auflage: 465 000) Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird grundsätzlich keine Gewähr Abernommen. Goethes schrift für zeigt hat, mal die Fi ganzheitlicl zuholen ve Begriff des braucht un dem des„ kein Werti einen seell umschreibe entzogen stimmt und dung. Got streitig zu d Sinne Shaw Im Grunde Menschenti Ungewöhnl hat mit der langenen A wenige und dem Geise deter Hume uber die wehter Fris nen spricht. Vervollkom Lessinge treffender „Duplik": alle Wahrh einzig imme obschon mi ewig zu 1 spräche zu Demut in gibi— die für dich alle zeln letztlie weniger be philosophisc Monschenge er hier dre Menschheit zelnen Mel Jünglingsim Gedanke Weil uns im großen d geschehen es das Schrec einer weltge nen, wdre u wir nicht ke terdrückers Nur soll entschuldiget wir's nicht. 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Goethes Wort fst wie eine ewige Grabschrift für diesen Geistgewaltigen, der gezeigt hat, was ein Mensch, der nicht einmal die Fülle innerer Gaben besitzt, an ganzheitlicher Leistung aus sich horauszuholen vermag. G. B. Shaw hat zuerst den Begriff des„gewöhnlichen“ Menschen gebraucht und ihn in Gegensatz gestellt zu dem des„dichterischen", Damit wollte er kein Werturteil fällen, sondern lediglich einen seelisch-konstitutionellen Unterschied umschreiben, der dem Willen des einzelnen entzogen ist, über den das Schicksal bestimmt und nicht Arbeit, Erziehung und Bildung. Gotthold Ephraim Lessing zahlt unstreitig zu den„gewöhnlichen“ Menschen im Sinne Shaws, aber er ist unter den Dichtern Im Grunde der einzige Vertreter dieses Menschentums, der sich trotzdem bis zum Ungewöhnlichsten aufgeschwungen hat. Er hat mit dem anvertrauten Pfunde der empfangenen Anlagen wahrlich gewuchert wie wenige und ein Leben höchster Bildung eus dem Geiste dar Aufklärung und in vollendeter Humanstät vorgelebt, dessen Haltung über die Jahrhunderte hinweg in unverwehter Frische zu immer neuen Generationen spricht. Vervollkommnung in Stulen Lessings Wesensart kennzeichnet nichts treffender als die berühmte Bitte seiner „Duplik“:„Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in. seiner Linken den einzig immer regen Trieb nach Wahrhelt, obschon mit dem Zusatze, mich Immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: Wáhlel— ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater, gibi— die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!“ In diesem Bekenntnis wurzeln letztlich auch die Gedanken, die— weniger bekannt— in seinem geschichtsphilosophischen Werk„Die Erzichung des Monschengeschlechts“ enthalten sind, wenn er hier drei Stufen der Entwicklung der Menschheit darlegt, die sich an 9edem'einzelnen Menschen wiederholen: Kinder-, Jünglings- und Mannesaltet, und wenn er im Gedanken der Seelenwanderung und der Wiedergeburt den Menschen stufenweise seiner sittlichen Vervollkommnung und Vollendung entgegenführt. Erste Beispiele deutschen Theaters Unter seinen Werken, unter denen dle Sinngedichte, Fabeln und Uebersetzungen ihren großen Platz behaupten, stehen ohne Zwelfel die Dramen an erster Stelle, nicht nur weil er in ihnen die ersten Beispiele eines lebendigen deutschen Theaters schuf, sondern vor allem, weil sich in ihnen sein Wesen, sein unmittelbares Verhältnis zur Welt am reinsten ausspricht. Schon in„MiB Sarah Sampson“, war an Geistigem und Menschlichem angedeutet, was dann in „Minna von Barnhelm“ und„Nathan der Weise“ so hell erstrahlen sollte, Man hat den„Nathan“— mit Goethes„Iphigehie" und Schillers„Don Carlos"— zu Recht eine priesterliche, hochreligiöse Dichtung des Aufklärungszeitalters genannt, in der reinsten und geläutertsten Form seiner Ideen: ein Drama der Humanität, der Measchenliebe. Und wie in diesem Drama Lessing als Weltbürger mit einem persönlichen Bekenninis hervortiat und er dia Aufklärung „nicht schöner ausklingen lassen konnte als in der Erzählung des Weisen von den dret R.ngen, so wächst er in den„Fragmenten eines Ungenannten“(nach dér Handschrift des Samuel Reimarus) und in den sich daran anschließenden Auseinandersetzungen über die Autklärung über seine Zeit hinaus und wird mit soiner individuallen Lösung der Weltanschauungsfrage zum führenden Deutschen. Die Weisheit der Relle Hatte er schon als 24jähriger im Blick auf den preußischen König und seine„lustigen Räte“ voller Temperament, unbeirrt um die gesicherten Grundlagen einer bürgerlichen Existenz, erklärt:„Nimmer werde ich mich fählg fühlen, eine solche Rolle zu splelen, und wenn auch Ordensbänder zu gewinnen stünden. Ein. König mag immerhin über mich herrschen, er sel mächtiger als ich, aber besser dünke er sich nicht“ — die Werke seiner Mannesjahre zeigen ihn fest in sich gegründet. Die Aggressivität,’die er in seinem„Anti-Goeze“ noch zeigte, ist dahin, der Schreibrausch nach dem Tode seines Sohnes und soiner Gattin verflogen. Er ist jetet weise und reif und ein im Sinne der Ruhe ûberlegen gewordener Mann:„Ich wollte es auch einmal gut haben wie andere Monschen. Abar es ist mir schlecht bekommen“— schreibt er in dieser Zeit an einen Freund. Er hatte sein Werk getan. Was er geschaffen, verkörperte die Gestaltwerdung der gelstigen Kräfte, die den Deutschen seiner Zeit die Zunge lösten, der deutschen Seele die Schwingen bereiten halfen und sie zum Bewußtsein ihres innersten und eigensten Wesens erweckten. Unauffällig ist er dann dahingegangen. Auf einer Reise, die den 62jährigen nach Hamburg, dem alten Wirkungskreis seiner „Dramaturgie“, führen sollte, ereilte ihn in Braunschweig der Schlaganfall, dem er am 15. Februar 1781 in einem fremden Haus am Aegidienmarkt Nr. 12 erlag. Auf dem Friedhof der Magni-Gemeinde liegt sein Grab zwischen den Gräbern heute Unbekannter. In seinem Antlits, wie es uns die Totenmaske zeigt, sind Helle, Ernst und Zucht der Freiheit gleichermaßen gegenwärtig. Und als ein Innerstes bebt hinter aller groß gearteten Wachheit und Bewußtheit eine geheime Irrationalität, ein kühner musischer Geist, eine schöpferische Lebendigkeit, die bis in die Gegenwart erhebend und belebend in den Seelen der Menschen nachklingt. C. B. H. In Berlin wird für Mitte Juai eine große 1»dustrie. und Gewerbeschau geplent, die einen Ueberblick Ober die Leistungsfähigkeit von"Induetrie,-Hendwerk und Mandel der gesamten sowjelischen Besatzungszone geben soll. Die Musterschauen und Ausstellungen, die in den letzten Monaten vorangegangen waren, hetten hauptsächlich örtlichen oder provinziellen Charakter. V Corinne Luchalve, die französische und Bühnendarstellerin, die uhter dem Verdacht steht, sich mit thrém Charme für die Propagandapolitik ihres Vaters Jean Luchatre eindesetzt zu haben, des kürzlich zum Tode verurteilten chemaligen Herausgebers der Pariser„Nouveaux Tempe“ DAS IDEALE REICH DER DEUTSCHEN Ein Gespräch mit Wolfgang Langhoff über Theater und Gegenwert POLITIK UND GESCHICHTE Von Jacob Burckhardt(1818—1897) Weil uns die Ökonomie der Weltgeschichte im großen dunkel bleibt, wissen wir nie, was geschehen sein würde, wenn etwas, und sel es das Schrecklichste, unterblieben wäre. Statt einer weltgeschichtlichen Woge, die wir kennen, wdre wohl eine andere gekommen, die wir nicht kennen, statt eines schlimmen Unterdrückers vielleicht ein noch böserer. Nur soll deshalb kein Mächtiger sich zu entschuldigen glauben mit dem Wort:„Tun wir's nicht, so tut's ein anderer“, womit jede Art von Verbrechen gerechtfertigt werden könnte. o Je weniger eine Gewalt ihres rechtmäptgen Ursprungs sicher ist, desto unvermeidlicher drängt es sie, allem Legitimen ringe um sich herum den Garaus zu machen. Ewig wird es unmöglich sein, Grad und Wert einer Krisis und besonders ihre Verbreitungsfähigkeit belm Beginn richtig-zu schätzen. * Um relativ nur weniges zu erreichen, wobel man fragt, wie weit es sich um Gewünschtes oder gar um Wünschenswertes gehandelt haben wird, braucht die Geschichte ganz enorme Veranstaltungen und einen ganz unverhältnismäßigen Lärm. Das scheinbar kränkste Volk kann der Gesundheit nahe sein, und ein scheinbar gesundes kann einen mächtig entwickelten Todeskeim in sich bergen, den erst die Gefahr an den Tag bringt. Es ist des Höchsten nicht 3o viel über die Erde zerstreut, daß heute ein Volk sagen könnte, wir genügen uns vollständig, oder auch nur: win bevorzugen das Einheimische. * Das wahrste Studium der vaterländischen Geschichte wird dasjenige sein, welches die Heimat in Parallele und Zusammenhang mit dem Weltgeschichtlichen und seinen Gesetzen betrachtet, als Teil des großen Weltganzen, bestrahlt von denselben Gestirnen, die auch anderen Zeiten und Völkern geleuchtet haben, und bedroht von denselben Abgründen und einst heimfallend derselben ewigen Nacht und demselben Fortleben in der großen allgemeinen Ueberlieferung. Am 28. 2. 1933 wurde der Schauspieler Wolfaang Langhöff verhaftet. Er verschwand im Konzentrationslager und jand schliefllich in derSchweiz Asul. Heute tat er Generalintendant der Düsseldorjer Bühnen und am 28. 2. 1946 tritt er mit seiner ersten künstlerischen Arbeit, der Inszenierung des „Nathan“, wieder vor die deutsche Offentlichkeit. Ein Künstier verschwand und kam wieder. Wie so. viele, ob nun aus lußerer oder auch aus innerer Emigration. Mancher von ihnen hat sich die Heimkunft frellich anders vorgestellt. Sie hatten wohl von der Volksbefrelung geträumt als einem— auch geistig aufrüttelnden' Ereignis. Stntt dessen fanden sie das nicht nur in seiner politischen und materiellen Existen zermürbte und zerschlagene Deutschland, vegetierend statt lebend, enttäuscht vom Vergangenen und noch nicht aufgerichtet zu Neuem, an mißbrauchtem Glauben glaubensschwach geworden und selbst der Hoffnung müde. Und doch! Sie alle, die Glaubens- und Hoffnungslosen, möchten ja so gern glauben und hoffen. Glauben auch an eine Auferstehung des Geistes und hoffen auf Männer, die ihnen in diesem Glauben vorangehen. Langhoff weiß das, und er zögert nicht, ein Vorbild des Glaubens zu geben. Glaube aus Herz und Phantasie Sein Glaube kommt unverfälscht aus dem Herzen und der Phantasie. Die Stirn, die Augen, der Mund bezeugen es. Spricht nicht gar zu viel Herz aus den welchen Linien des schmalen Gesichtes? Zu viel für unsere Zeit? Oder verrät die Art, mit der er die Lippen, fast wie im Schmerz, zusammenpreßt, mit der im Ausdruck der Augen suggestive Beredsamkeit und schroffe Entschlossenheit wechseln,— spricht daraus nicht jene herbe, abgeklärte Liebe, die den Fanatiker zum Künstler und vor allem den Träger einer Idee zu einem Menschen macht, dem man vertrauen darf? Im Gespräch mit ihm schwinden die Zweifel. Der Mann ist Schauspieler, ja, aber ein Schauspieler echter Empfindungen. Was er zu sagen hat, seine innere Weit, rentspricht dem äußeren Eindruck seiner Person.„Im Ausland ist das Wort vom Volk der Dichter und Denker zu einem Hohnund Spottwort geworden. Wir aber wissen, daß die geistigen Werte, wenn auch verschüttet, so doch da sind. Unsere Aufgabe ist es, das ideale Reich der Deutschen, das unsere Dichter bisher nur an den Himmel projizieren konnten, auf die Erde herabzuholen.“ Das ist mit Bewegung, aber doch sachlich gesprochen, mit der Ueberzeugungskraft eines Künstiers, der eine konkrete Aufgabe vor sich sieht. Versäumtes gilt es, nachzuholen:„Ich bin felsenfest überzeugt, daß, wenn Goethes Weltbild zum Gedankengut breiter Kreise geworden würe, der Nationalsozialismus nicht hätte siegen können; aber stets waren die Machtverhältnisse so, daß die Dichter und Denker in die Dachkammern oder ins Ausland verbannt wurden.“ Er exitiert Klopstock und Lessing, beruft unsere gesamten Klassiker zu Anwülten des deutschen Gelstes vor dem Forum der Welt. Und er glaubt unerschütterlich an unsore Rehabilitierung. Rechtfertigung durch den Gelst Mit der gleichen Festigkeit glaubt er an die innere Rechtfertigung durch den Gelst. Als Theatermann wählt er für die Verdeutlichung seiner Ziele ein vordringliches theaterpolitisches Problem: das des Volkstheaters. Denn das ideale Reich der Deutschen vom Hfinmel zu holen. ist nur der Scele des Volkes möglich. Bein Vorbild ist das barocke Volkstheater, vor allem das ShakespeareTheater, in dem sich vom Adel bis zum Heringsfünger das ganze Volk versammelte und kritisch Stellung nahm. Diese krflische Einstellung ærwartet Lunghoff auch vom deutschen Zuschauer, dem geistige Inhalte in elnem sinnllch-wahrnehmbaren, lebendigen und bunten Theater geboten werden sollen. Er glaubt daran, daß der einfache Mann aus dem Volke kein schlechteres künstlerisches Urtell aufbringen werde als der Gebildete. Nur müsse erst ein Anstoß gegeben werden; das Volk werde dann das Theater als etwas Notwendiges erkennen und anerkennen. Neue Wege zum Volkstheater! Auf eine Frage nach Vorbildern in der Gegenwart, etwä Romain Rollands Pariser Bemühungen um ein Theater des Volkes, präzisiert er seine Arbeitsziele unter Anerkennung der Absichten des französischen Idealisten durch einen Hinweis auf das Moskauer Künstlertheater Stanislawskis, dessen Methoden er bei den Düsseldorfer Schauspielern anwenden will. Das würde also Abkehr vom Starwesen und betonte Pflege der Enrembleleistung bedeuten und wahrscheinlich auch wohl, wenn erst die äußeren Bedingungen dafür geschaffen sind, den Einsatz der Massen und Massenbewegung auf der Bühne, wie er im Erbe Stanislawskis in Moskau gepflegt wird. Unbestrittene sind die Russen Meister darin, aber es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Ausmaße das östliche Vorbild sich dem deutschen Volkscharakter anpassen und eine so ausgeprägte Persönlichkeitskultur wie die deutsche sich umformen lüßt. Im Prinzip jedoch berührt Langhoff mit seinem Hinweis das wohl ernsteste Problem unserer Zeit, nämlich die geistige Soziallsierung. Als Künstler, hat er das schöne Recht, zu ihrer Verwirklichung in Deutschland belzutragen. Dr. E. KULTUR IM SPIEGEI, Meisterwerke aus deutschen Museen, erlesene Gemälde, Skulpturen und kirchliche Kunstschätze werden in einer Ausstellung im Wiesbedener Neuen Maseum gezeigt werden. Die ausgestellten Kunstwerke, die zum großen Teil aus dem Berliner KatserFriedrich-Museum, dem Deutschen Museum in Berlin, dem Mainzer Stadtmuseum und aus deutschen Kirchen stammen, verbleiben in der Ausstellung, bis die Verhältnisse es gestatten, sie an ihre ursprünglichen Stätten zurückzubringen. Die Kunstausstellung wird auf Veranlassung der Militärregierung. Abteilung für Denkmalschutz und schöne Künste, in Zusammenarbeit mit der Stanteregierung von Großhessen durchgeführt. Nach Deutschland zurückgekehrt let kürslich der Berliner Arzt und Schriftsteller Alfred Docblin, der u. a. durch seinen Roman„Berlin Alexanderplata“ bekannt geworden ist. * Das gesamte wertvolle Forschungs- und Studienmaterial der Wiener Universitdt ist durch die Dienststellen der amerikanischen Besatzungsarmee aus verschiedenen Teilen Oberösterreiche und Salzburgs nach Wien zurückgeführt worden, wo es den cinzelnen Instituten übergeben wurde. * Ein neues Mikvoskop für ultraviolette Strahlen haben russische Wissenschaftler des optischen Instituts in Leningrad entwickelt. Das Mikroskop ermöglicht, die feinsten Organismen zu untersuchen und alle Veränderungen in den Zellen unter den verschiedensten Bedingungen zu beobachten. * Die auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblickende Berg-Akademie Freiberg in Sachsen. wurde im Rahmen eines. Pestaktes in dem großen Hörsaal des BraunkohlenForschunge-Instituts wieder eröffnet. Auch die Technische Hochschule in Freiberg nahm dieser Tage wieder ihren Lehrbetrieb auf. Der„Fall Furtwängler“ Eine österreichische Kommission aus Vertretern der Musiker- und Schauspielervereinigung, aus den Wiener Theaterdirektoren und Vertretern des Erziehungs- und Innenministeriums wird in der nächsten Zeit alle prominenten Künstler, in Oesterreich, die während der letzten 7 Jahre gearbeitet haben, einer Ueberprüfung unterziehen. Unter den Künstiern, die jotzt in Wien untersucht werden, befindet sich auch Furtwängler. Er war, als er am Mittwoch vergangener Woche aus der Schweiz kommend die österreichische Grenze überschritt, vorübergehend festgenommen worden und befindet sich jetzt in Wien. Der Alllierte- Kontrollrat In Oesterreich wird eine endgültige Entscheidung über den Fall Furtwängler nach Eingang des Berichtes der Untersuchungskommission treffen. KPO stellt Kulturprogramm auf „Für die Erneuerung der deutschen Kultur wird die Kommunistische Partel Deutschlands die gleiche Initiative ergreifen, wie sie das auf wirtschaftlichem und politischem Geblet bereits unternommen hat“, erklärte wilhelm Pleck, der Vorsitzende der KPD, auf der ersten zentralen Kulturtagung der kommunistischen Theater in Berlin. Ein bei dieser Gelegenheit aufgestelltes Kulturprogramm der KPD sieht folgende Programmpunkte vor: 1. Eine unbedingte Freihelt und darüber hinaus eine weitgehende materielle und moralische Unterstützung muß der wissenschefllichen Ferschung und dem künstlerischen Schaffen zugesichert werden.— 2. Demit die Kulturschaffenden ihre schöpferischen Enekgien frei und voll antfalten können, sollen ihnen trots der deutschen Armut die mafertellen Sorgen abgenommen werden.— 3. Die breiten Massen des Volkés müssen sur kulturellen Betätigung und zum Genuß der Kulfurschöpfungen zugelassen werdgn.— 4. Eine Reform des Bildungswesens, insbesondere des Geschichisunterrichts, soll durchgeführt, die Bildungsschrenken sollen niedergelegt und für alle Kinder die gleiche Aufstlegsmöglichkeit geschaffen werden: Besonders für die Erzlehungsarbeit auf dem Lande verlangte Pleck größte Förderung Entscheldend für die Durchführung der demokretischen Schulreform sei die Lehrerschaft, deren normale Ausblidung nach dem Kulturprogramm der Kommunisten durch ein Vollstudlum zu erfolgen hat. Der Vorsitzende der KPD wandte sich bel dieser Gelegenheit gegen elle Verleumdungen und Irrigen Auffassungen und betonte, daß die Kommuniatische Partel das Vaterland über alles stelle und keinerlel Sonderinteressen verfolge, die den Interessen des deutschen Volkes entgegenstehen. Pleck bekannte sich welterhin zu den Idealen der Freiheit und der Humanitât, wie sie von den deutschen Klassikern aufgerichtet worden sind. MEMOIREN EINES HANDLANGERS/ Von Leo Rinke rtmund, 525 42. te wird DA FALLT MIR GERADE ENN— Weder ein genialer noch mittelsortiger Gedanke ist mir eingefallen. Nein, meine 4. Küchenwandl Dreiviertel der Deckel usw. usw.. Wie? Das sind nur Schönheitsfehler? Das bringen 10 Maurer oder 1 Handlanger zwischen 12 Uhr und Mittagläuten wieder in Ordnung?O Herr, vergib ihm! Er weiß noch nicht, was Karbidschlamm istl Immerhin, neues Leben, blüht aus den Ruinen also kann deine Ruine schon wieder in Blüte stehen oder du, A» lieber Leser, stehst noch als Ruine vor deiner einstmaligen Blüte. Die ersteren (*. haben es hinter sich und lachen sich ins abgerackerte Fäustchen! Die letzteren haben es noch vor sich. Für'sie will ich aus dem tiefen Born melner überaus reichen Erfahrungen im Bauhandwerk einige Ratschläge punktfrei abgeben. Wer Ohren hat zu hören, der hörel Vor drei Monaten stand ich vor meiner Ruine wie die Kuh vor dem neuen Tor damit mir das keiner schon ganz von weitem ansah, lernte ich zunächst mal ein „fachmännisches" Gesicht machen. Man sah mir jedoch immer wieder den Esel an, ganz gleich, ob» ich meine Karre schob, Sand siebte oder Ziegel putztej man gab mir mitfühlend scheffelweise gut abgelagerte Vor- und Ratschläge: es sel ja alles schön und gut, doch ich hätte noch zu wenig Sand, zuviel Lehm, mit dem Karbidschlamm würde ich vielleicht auskommen, aber... Am folgenden Tag meinte mein Freund Karl, ich hätte zuviel Sand, doch 2 Karren Lehm zu. wenia. Da packtemich der Weltschmerz, drückte mich auf meinen Hackeklotz nieder so saß ich eine Weile und beschloß dann, innerlich mit. großer Siimmenmehrheit, vor dem Eintreffen des Maurers keinen Handschlag mehr zu tun. Der folgende Tag war ein Sonntag. Am Nachmittage studierte ich in der Baufibel, lernte die spezifischen Gewichte von 13 Baumateriallen in- und aaswendig, dazu die Tragfähigkeit von Balken und Eisenträgern. Wozu, lieber Leser, weiß ich nicht, aber ich dachte mir, wie seinerzeit Schiller: Der kluge Mann— baut vor Wer nicht kam, war der Maurer. Um die Zeit nicht totschlagen zu müssen und innerlich nicht zu versanden, schrieb ich den 1. Band der„Memoiren eines schwerbombengeschädigten Handlangers", der also beginnt: Ein einziger Maurer kann 5 Handlanger zum Schwitzen bringen, aber 5 Handlanger nicht einen Maurer!— Diese praktische Erfahrung hat mich, drei Tage meines Lebens gekostet! Wenn ich nur daran denke, zittern mir noch die Kniegelenke. Ich habe eine, Mordsrespekt vor der Arbeit eines Handlängers bekommen.— Lieber will ich zwei volle Eimer grünen Salat im Fahrstuhl auf den Wäscheboden, eines Wolkenkratzers tragen als zwei Eimer Speis zu Fuß in die 2. Etage. Lieber Leser, man wird alt wie ein Haus, lernt aber nie aus. Weißt du überhaupt, was ein Speisvogel ist? Ein Speisvogel ist kein Spaßvogelr er singt nicht, auch wenn du ihn zärtlich auf die Schulter nimmstEr kann auch nicht fliegen zwar habe ich schon einen die Bauleiter hinunter- doch noch nie ein Speisvögelchen die Leiter lhin gesehen. Viele tausend fleißige, ungelernte Männerund Frauenhände an Ruhr u. Rhein, die aus preiswertem Karbidschlamm, saurem Schweiß und diversem gesiebtem Bauschutt sich mühsam wieder ihr zerstörtes Heim aufgebaut haben, werden sicherlich meinen Memoiren weitere Bände hinzufügen können. Ja, nur so kommst du mit deinem Speisvögelchen wieder— auf einen grünen Zweig, zu einem wasserdichten warmen Nest. Und wer möchte das heutzutage nichtt.. n auffliegen sehan Dr. OWLGLASS Im Oktober 1945 verschied in Fürstenfeldbruck, fast 73jährig, Dr. med. Hans Erich. Blaich, bekannt und berühmt unter seinem Eulenspiegel-Pseudonym Dr. Owlglass. Als trefflicher zeitkritischer Beobachter seit Jahrzehnten für den„Simplizissimu*“ tätig, tst seine lyrische Gabe mehr im Verborgenen geblieben. Dennoch können wir gerade sie als sein Vermächtnis mit in unsere schweren Tage und Monate nehmen. Winter In diesen langen Nächten, jetzt um die Sonnenwende, lasst uns vereint die Hände hart ineinander flechten! Schicksal, mit dir zu rechten, es führt zu keinem Ende... Doch wolle uns begnaden und füge zu der Bürde, die du uns aufgeladen, den herben Glanz der Würde! Schon wieder, langsam, wächst der Tag um einen Hahnenschritt. Und ich, der tief im Dunkeln lag, ich wachse mit, aus Winternacht und Schattengraus und seelendumpfer Ruh ins Sein hinaus, ins Tun hinaus, dem Morgen zu. Willi Busch rezitiert Morgenfeier Im Duisburger Rathaussaal Der Mensch unserer Zeit bedarf des Beispiels. Sélne' Lage orscheint so einmalig, daß sich die Form, die dem Leben innerlich vorgezeichnet ist, tu verwischen droht und ihm auf unbekannten Bahnen dab Maß verlorengeht. Wehrlos steht er den dämonischen Kräften des Alls gegenüber. Gebannt sieht er sich wie im dichten Nebel, und in seinem pochenden Blute kreist die Weltangst Vor dlese lastende Not der Zelf türmte Willt Busch, Bochum, die Werke deutscher Dichter wie Mauern, die dem Horzen Deckung Im Streit gegen die Uebermacht sind. Besessen!— der erste Eindruck, den man von ihm hat: ein besessener Schauapioler! Kein Wort, das nicht aus dem Innersten Kern dar Dichtung geformt wäre. In aller Unmittelbarkeit tritt der Dichter durch das gesprochone Wort vor die Hörer, und das Wort ist Horrscher. Ein Sprecher mit glühendem Parlando, dessen beseelte Ausdrucksmöglichkeit an Alexander Molssl erinnert. Im Mittelpunkt der Resitationen stand Schillers „Lied von der Glocke“; Conrad Ferdinand „Alte Schweiser" und Goethes„Zauberlehrling“ gaben Busch Gelegenheit, sich von einer heitergelösten Seite zu zeigen. Wie. ein Symbol der Zeit aber ragte Ernst Bertrams Gesang„Die. Zeder“, der auch sprechkünstlerisch mit hohem Können und großer Innerlichkeit wiedergegeben wurde Das Gewand der Stimme erst gibl dem Wort seine blutvolle Fûlle. Lesungen wie diosa von WIIII Busch sind wichtige Stationen auf dem Wege zu einer neuen, unserer. Zeit notwendigen Verlebendigung des Wortkunstwerks. Kw. Englisches Konversationsstück „Intimitäten" auf der Bochumer Bühne Elne köstliche Ueberrascheg geistvoller Lustigkeit und formaler Eleganz ist die von Noel Coward verfaßte und von Bruno Frank ins Pertiche Übersétzte Komödie„Intimitäten", die em vargangenen Mittwoch im Bochumer Parkthester Um ersten Male geboten wurde. Ihr Urheber schlägt auf originelle Art eine noue Varlante des bekannten Sich-Findens, Sich-Verlierens und Sich-Wiederlindens und läßt, wie schon der Titel des Stückes h.sagt, eihie ganze Skala diskreter Ehewahrheiten um dieses Thema schillern. Witz- blitzt auf, Laune sprüht—, Küsse und Ohrleigen, Kränkungen und Versöbnungen als nicht ernst zu nehmende„Widerslände" des-hochtemperierten Liebesfeuers zwaler Pa» In den die Atmosphäre belebenden Bühnenblldern Reinhold Schaefers findet der Rogisseur Dr. Harst Gnekow sichére Uebergänge zur Intimitât des Kammersplels. Mit kluger dramaturgischer und szenischer Feilung, die augh in dem zu breit ongelegten 2 Akt kaum eine tote Minute su'k milen läßt, führt er die Darsteller durch die Dialoge. Welt mehr aus der Konversation als aus dur Situation erwächst der Esprit dieser Komödiej, die Bochumer Aufführung witd beiden Elementen gorecht und verschafft ten Genuß eines fein abgestimmten Ensemble-Splals. Hilda-Marla Dohnd, die auch alle Vorzûge einer großen Salondame zu besitzen scheint(wir lernten sie letzthin als junge Heldin kannen), verkörpert mit apartor Virtuosität eine mondäne Frau. Ihr Partner, Dioter Horn, spielt mit vornehmer Lössigkelt selne Trûinple aus. Das weniger„komplizlerta“ Paar wird von Ingrid Braut, die ausgezelchnet den Ton des naiven, schmollenden Weibchens trifft, und dem ropräsentablen Wolf koland dargestellt. Das Premieren-Publikum dankte mit sehr viel Belfall für die geschliffene, Vergnüglichkelt. T. F. Oper im Querschnitt Zwet glanzvolle Werke der Operniiteratur,„Don Glovanni" und„La Traviata", im Querschnitt darzubieten, muß bei einem Bühnenkörper, der so mit räumlichen." bühnentechnischen und personellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat wie der Dortmunder, als ein Experiment bezeichnet werden. Die episbdenhafte Darstellung der einzelnen Akte— besonders bei Don Glovanni— kann auf diesem Szenarium bei einem neutralen Vorhangsystem an Stelle des Bühnenbildes wenig mehr als den Bindruck des Improvisoriums hinterlassen. Leibolds Don Glovanni trägt la dieser Hüchtigen Skizze weniger die typischen Charakterzüge dieses ATEadan spanischen Granden und klassischen fassinierenden spante Verführers zur Schau, als vielmehr Schnurr- und Stutzbart eines leichtfertigen Landedelmanns. Ihm gegenüber wirkt Ribberts stettlicher Leporello fast zu wenig dienerhaft. Der Masetto Hejermanns genügt den Anforderungen der Rolle, das Ungeschick eines Bauernjungen weiß er anschaulich zu yorkörpern. Auch in der Rolle des Komturs besitzt er das diesem„steinernen Monument" angemessene sonore Organ. Gesanglich stellt die von Marta de Marco dargobotene Violetta-Arle die eindruckevoliste Leistung des Abends der, Ihre Stimme besitzt Volamen, ist kraftvoll und strahlend, die Koloraturen sind sauber. Allardings ist sie weniger die schwindsüchtige Circe, die, vom Tode gezelchnet, noch das schmerzliche Glück einer reinen Liebe erleben darf, als eine sehr gesunde Violetta, mit südlichem Temperament. Joannides ist der gesanglich ansprachende Altred, Zell ein betont würdigar, stimmlich leicht forcierter Germont, Der die Handlung erläuternde Text wurde von Spielleiter Hahnenfurth mehr pathetisch als einprägsam vorgetragen. Die muslkaltsche Leitung hatte Kapellmeister Gûnter KFK. Expressionistische Mystik Nach einem Vierteljahrhundett hallte vor kurzem noch pinmal der expressionistische Urschrel über eine westdeutsche Bühne. Im Bielefelder Stadtthieater stieg— angetan mit dem lyrisch gebauschten Faltenwurf seiner ekstatischen Wortgewandung — der ,K a1n" von Anton Wildgans aus der literarischen Versenkung. Dem unvorbereiteten Hörer blieb das in gereihte Szenen aufgelöste mystische Gedicht fremd. Dar Wissende zog die gelstesgeschichtliche Parallele zum Cair"-Drama des Lord George Gordon Byron, einem machtvoll pathetischen Mysterlenspiel, das Goethe einst als die Repräsentation der schuldios schuldig gawordenen mißmutigen Menschheit anslysierte. Die Bleler felder Wildgans-Aufführung bandigte die strômendé Urklage des Ursohnes in eine disziplinierte Wortinszeniorung.—. Im neunten Bielefelder Sinfonlekonzert machte Prof. Dr. Hanz Hoffmann die, Musikgemeinde mit dem Bratschenkonzert von Paul Hindemith bekannt. Nordwestdeutscher Rundfunk Donnorstag, 14. Februart 7.00 Morgenmelodien. 12.00 Blick in die Walt. 12,30 Musik am Mittag. 16,00 Kinderfunk. 17,15 Das gute Buch 18.00 Das Mikrophon auf Fahrt durch Westdeutschland. 10.30 An Krauzwegen deutscher Geschichte. 20.15 Kammermusik. 22.00 Tanzmusik mit Hans Köpke und seinen Rhythker. Freltag, 15. Februart' 7.00 Morgenmelodien. 7.25 Unsare Hausärztin spricht über„Wir gehen rum Arzt". 13.15 Musik am Mittag. 16.30 Die bunte Palette. 17.30 Kammermusik. 19.40 Das europälsche Volkslled, 19.20 Orchester-Kanzert. 21.15 Lebendige Weltiiterstur. 21.50 Kabarett der Zelt. 22.15 Deutsche und ausländische Tanamusik. Samstag, 16, Pebruar: 6.30 Morgenmelodien, 7 25 Unser Hausarzt spricht über die Apothekeß. 13.15 Musik am Mittag. 16.30 Bühne und Film. Schauspieler-Nachwuchs heute. 19.15 Volksmusik 17.30 Am runden Tisch. Aussprache und Diskussion. 19.30 „Gruß und Kuß“, Ela lustiger Kabarettabend. 21.16 Vom Krieg sum Frieden, 21.80 Tats am Wochenende. Solto 4 Auce Lekung Ausgebe B Tiefste Geburtenziffer-höchsteSterbeziffer Hagener Einwohnerzehl gestiegen— Rückgang der Eheschlleßungen Der tiefste Stand der Geburtenziffer und der höchste Stand der Sterbeziffer in Hagen waren im Jahne 1945 zu verzeichnen, wie aus einem vom Statistischen Amt zusammengestellten Ueberblick über die Bevölkerungibewegung Im Jahre 1945 hervorgeht. Die Einwohnerzahl zeigt steigende Tendenz, während die Zahl der Eheschließungen stark rückläufig ist. Die mittiere Bevölkerungszahl belief sich 1939 auf 152 842. Diese Zahl war in den ersten Kriegsjahren Schwankungen unterworien, weil für die zur Wehrmacht eingezogenen Männer neue Arbeitskräfte von auswärts in die Hagener Wirtschaft kamen. Mnn des Jahres 1943, in dem die Einwohnerzahl noch 143 000 betrug, setzte ein fühlbarer Rückgang ein, der seinen Tiefstand im Mai 1945 mit 105 500 Personen erreichte. Durch die Entlassung von Kriegsgefangenen und die Rückkehr zahlreicher Umquartierter stieg die Einwohnerzahl in den Monaten Mai bis Ende Dezember 1945 auf 123 498 Personen. Ausländer leben z. Z. noch 1880 in Hagen. Die Geburtenzahlen gingen durch die Einwirkungen des Krieges stark zurück. Während 1939 noch 2072 Kinder, das waren 17,2 pro Tausend, in Hagen geboren wurden, betrug die Zahl 1942 noch 2 067 oder 13,9 pro Tausend, 1943 1668 oder 11,6 pro Tausend, 1944 1414 oder 9,8 pro Tausend und schließlich 1945 nur noch 995 oder 8,6 pro Tausend. Die Geburtenziffer hat damit einen Tiefstand erreicht, wie er in der Bevölkerungsbewegung der Stadt noch nicht zu verzeichnen war. Die Sterberiffern wiesen in den Kriegsjahren eine wochselnde Tendenz auf. 1990 starben 1747 Personen(11,4 p7). In den beiden folgenden, Jahren bewegten sich diese Zahlen ungefähr duf der gleichen Höhe, um im Jahre 1942 auf 1978(19,2 p1) anzusteigen. 1943 war ein Rückgang auf 1966 (9,5 p7) festrustellen, während im Jahre 1944 ein Ansteigen auf 1912(10,8 p7) zu bemerken wer. 1945 beurkundeten die Standesämter 2142 Todesfölle (18,6 pT). Das lst die höchste Sterberikter. Einen starken Rückgeng seigten nuch die Eheschließungssehlen auf. 1999 schlossen 1947 Paaro den Bund fürs Leben. 1941 betrug die Zahl 1340. botrug 19431 1221 und 1944 nur noch 989, um im letsten Jahre 1945 auf die sehr aiedrige Zehl von 661 schließungen absusinken. Diese statistischen Ergebaisse lassen die tiefen Einwirkungen des Krieges in unser völkisches Leben erkennen. Es derf die Hoftnung ausgesprochen werden, deß die Rückkehr in die Friedensverhältaisse eine Besserung bringen. Wem gebören die Möbelstüche? Durch die Hagener Kriminalpolisel wurden sichergestellt: 2 Klubsessel mit hellbraunem Gobelinberug, ein Bichen-Reuchtischchen mit aufgelegter siselierter Messingplette, eine Standlampe(Leselampe) mit Porgementschirm(Rosenmuster). Die Mobelstücke stemmen vermutlich aus geräimten deutschen Wohnungen im Wasserlosen Tal. Bigentümer können sich bel der Kriminelpolisel, Prentzelstreße 4, Zimmer 231, melden. Dentes Göttiiche Kemödie. Ueber dieses Theme spricht am 14. Febraar, 19 Uhr, im Karl-Arnst-Oethaus-Museum Oberstudiendirektor Hirsch-Berlin. Des zweite Kammertenzert der Stadt Magen am 16. Februar, 18 Uhr, im Kemmermusikse Stadthalle statt. findet Februer 1 Zentner Schlammkohle auf Haushaltsaus wels ausgegeben. Der Brennholzeinschleg geht weiter. Der Verkauf erfolgt auf Vorschußscheine durch die Kohlenhändler. Berechtigte Beschwerden sind an den Kohlenkommissar im Rathaus mit Namensunterschrift zu richten. Dle Benshguameg de beborside Zehrbertte Stadtgebiet Hagen ist vom Regierungspräsidenten Amsberg genehmigt worden. Der Plan let im dttheater, Konkordiastraße, Zimmer 6. einzusehen. Christian-Rohlfs-Ausstellung Die Hagener Museumsleitung plant für MärzApril eine Ausstellung von Arbeiten des Hagener Ehrenbürgers Christian Rohlfs. Sie soll ein ehrendes Gedenken für den verstorbenen Altmeister der deutschen Malerei sein, dessen Gesamtwerk zu Unrecht von der nationalsozialistischen Kunstpolitik verurteilt wurdé. Im späteren Frühjahr wird dem Hagenring Gelegenheit gegeben werden, in einer umfasen Schau sein Gesamtwesk zu zeigen. a Karl-Ernst-Osthaus-Museum zeigt, zur Zeit neben Bigenbesits vom 8. bis 21. Februer eine Ausstellung von Werken des Malers Paul Seuthe. dohl. Aus der Ruhrstadt Witten Sitzung der Stadtvertretung Witten Oberbörgermeister Junge hat die Mitglieder der Stadtvertretung zur zweiten öffentlichen Sitzung auf Donnerstag, den 14. Febr., 16 Uhr. in den Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen: Beratung und Beschlußfassung über die Geschäftsordnung und Wahl der beiden Schriftführer, Beratung und Beschlußfassung über die neue Verfassung des Stadtkreises Witten. Wahl bzw. Ergäfrung der Baukommission, des Schulausschusses, es Fürsorgeausschusses, des Gesundheitsausschusses, des Schlachthofausschusses, des Stadtbücherelausschusses. Wahl von zwei Abgeordneten für den Bezirkslandtag, Wahl des neuen Oberbürgermeisters und seines Vertreters, des Bürgermeisters. Einlaßkarten sind bei den Fraktionsführern zu haben. Wore Seuthe gibt in eigenartiger Technik der. Stimmung der sauerländischen Lendschaft und der itimmung der sauerländischen Landschaft und rühlingshaften Jahreszeit meisterlich Ausdruck. Wo seinen Vorwurf in entfernteren Zonen oder im eigenen Innera findet, durchtränkt er iha dennoch mit ocht westfälischer Eigenert, die ihm manchen Preund erworben hat. Der Museumsleitung obliegt auch wie bel den rhergehenden Ausstellungen der Aufbeu der anschließenden Ausstellung von wertvollen Jugendarbelten. Kriegeschäden-Antrüge stellen, Wenn auch 2. Z. für Kriegssachschöden ein Zahlungsverbot besteht, so ist es doch ratsam, die Schedenshöhe der Haushaltungen festrustellen. Es ergeht nochmals die Auftorderung. Schadensaufstellungen bald beim Kriegsschädenem! Hagen, Wehringheuser Straße (Museum), Zimmer 26, einzureichen. Antragsformulare sind dort« und bei der Rethaus-Auskunft zu erhalten.— Falsche Angaben im Fragebogen Vom Kleinen Militärgericht in Witten wurde Hugo Alfs, Witten, Herbeder Str. 28, wegen falscher Angaben in seinem der Militärregierung vorgelegten Fragebogen zu vier Monaten Gefängnis verurtetlt. Was die KPD. wiII. In einer Kundgebung der KPD. Im Borbachschlößchen in Witten-Annen sprech Hans Woyer über des Thema:„Wes die Kommunistea wollen.“ Der Redner seigte den Weg auf nen Krieg rum Aufden die KPD. nach dem verlorenen Krieg zum Aufbau Deutschlands in demokretischem Sinne gehen will. Er sprech über die Enteignung von Betrieben und Gruben und über die Bodenreform Im Osten Deutschlands sowie über die Losung wirtschaftlicher Fragen jn Westdeutschland, Nach Beantwortung der Frage über das Verhältnis des Kommunismus zum Christentum führte der Sprecher aus, daß sich der Kampf der KPD. gegen Faschismus und Reaktion richte. Alle Krafte wörden eingespannt für den Aufben und die Demokretie. Immer wieder Kleintierdiehstähle In Hegen-Hespe wurden einem Anwohner der Voerderstraße ein tragendes Schal, einem Anwohner der Hörder Straße ein Schaf, zwei Huhner und dret Keninchen, in der Hestertstraße zwei tragende Schele und Am Kerweg zwei Kaninchen gestohlen. Gevelsberg West—Schwelm. Zur Notis über eine baldige Freigabe der Strecke Gevelsberg West— Schwelm teilt die Reichsbehndirektion Wuppertal mit, daß an dieser Strecke nicht mit der Instandsetzung begonnen wurde. Dieses sel vorléufig euch nicht beabsichtigt. Die jetzige Umleitung der Zage der Strecke Witten—Wuppertal von Gevelsberg West über Wichlinghenses müsse deher auch weiter bestehen bleiben. Und wieder Hagener Boxen Punkteinoußen der Fußbellfavoriten— Kleiner Hendbell Die Hegener Bozer haben in der Halle der Kipperschuse eine Kampfstôtte gefunden,« die zur Begegnung mit dem Ennepetal stark besetst war. Dabel siegte Hegen, obgleich Kraft, Quabeck und Hoog keine Gegner bekamen, glatt mit 13:7, wobel in Reuter und Sieker zwei Kameraden wieder debel weren. Dib Jugendkämple gewannen die Hegener Reifienbeul, Genz. Sommer und Strom, nur Bierann vorlor mann verlor gegen Schneider(Gev.). Bel den Senioren schlug Hense(H.) den Schwelmer Bohmer und Bender(H.) Gevelsberger Hasenklever. Egermenn und Hohagen unentschieden mechten. verlor Mischewski gegen den Gevelsberger Kubitz. Schwarz-Gelb spielt Tischtennis Der BSV Hagen scheint seine führende Stellung behaupten zu wollen, das bewies ouch seln Steg in Iseriohn. Tus Schwars-Gelh trat erstmelig en die Oelfentlichkeit und holte sich auf fremdem Brott in Boele gegen die SVg einen kneppen 5:4-Erfolg. TG Iserlohn— SSV Hagen 3:6, 2. Vertretung 3:6, It. Vg Boele-Kabel— Schwarz-Gelb 4:5, Pr. intwischen wurde bexannt, das die abgebrochenen und ausgefellenen Spiele bis auf des Schwelmer 1:0 in Vogelsang wiederholt werden. Lichtenplatz het des in Heßlinghausen 2:2 bestandene Treifen 2. Vortrotung 2.V. Jugond 2.7. Wichtiges vom Fußball Inzwischen wurde bekannt. daß die abgebrochenen und ausgefellenen Salala la 1 hat verloren. Intolgé widriger Wetterverhältnisse konnten nicht alle Ergebnisse erreicht werden. Hagen: SVa Boele-Kabel— 3G Boelerhelde 2:2. Herkorten— SVg Hegen ausgefellen, TuS Wehringhausen— SSV Hagen 2:2, Westfalen Hagen— TusVg Haspe 1:0. talt 8V9 re Ennepetal: SVa Schwelm— Oberstadt 7:0, FV Milspe— Breckerfeld 5:0, Lichtenplats— Altenvoerde S:2, Vogelsang—Linderhausen 2:1, Sprockhôvel— Tus Haßlingheusen 2:3. Gevelsberg schlug Tura Im Handball verlor Tura Barmen des Rückeptel mit 4:1, obgleich Gevelsberg seine besten Stürmor mit Rademacher und Waletzko ersetzen mußte. Bemerkenswert sind noch der hohe Oberstadt-Brielg gegen Hesperbach und die Vorheller Niederlage auf eigenem Felde. Ennepetal: Lichtenplets—Ture Bermen 4:1. 8V9 Schweim—TuSVg Hespe 1:11, Oberstadt—Hesporbach 9:1. Hagent Grön-Welß-SSV 10:4. Pichte—SchwarsGelb abgesagt; Rot-Weiß-SVg.Hagen 11 Ruhrtal: SG Vorballe—7SG Wetier 3 9:5. Der Sport in Witten Die für Sonnteg angesetsten Pußbellspiele karren wegen der schlechten Pletzverhältnisse nicht zum Austrag. Spvg Wilten Herbetmeister Von den engesetzten Hendbellspielen fanden nur rwel statt. Die Spielvg. wurde durch den Sieg Ober Wettenscheid Herbstmeister. Sport-Union Annen fertigte Welper überlegen ab. Spvg. Witten— Wattenscheid 8:4. Sport-Union Annen— Welper 14:1, Spyg. Witten Frauen— Tus Haspe 0:0 abgebr., Sport-Union Annen II— Wel per Vil. Die Tebelte .. Spyg. Witten Union Annen Tus Hattingen VIL. Witten Wattenscheld All. Bochum Turn-Abtig. Gerthe Grün-Welb Bochum 112:2 59.26 S* 1 1 11:3 35:25 6 3 1 2 7:5 49:35 2 7.5 3 V.7 10:23 6 4:10 33:43 0:14 7:45 6 0:12 10.21 Hoher Fehlbetrag im Ennepe-Ruhr-Kreis Neue Gemelndeordnung als Grundlage der kommunalpolltischen Arben Die. Kreisverwaltung hat im neuen Efat einen Fehlbetrag von Y Millionen RM. Bei den Kreisbehörden beträgt er rund 25 Millionen RM. Nachdem das Amt des Landrates nach Weisung der Militärregierung aufgeteilt worden ist und der Oberkreisdirektor und der Landrat bestätigt sind, müssen sich bis zum 15. Februar alle Bürgermeister im EnnepeRuhr-Kreis entscheiden, ob sie in ihren Geeinden die Stelle des Bürgermeisters oder des Stadtdirektors einnehmen wollen. Wenn sich die Bürgermeister entschlossen haben, werden die Fraktionen der Stadtvertretungen miteinander Fühlung nehmen, welchen Mann aus ihren Reihen sie das Amt des Bürgermeisters oder Stadtdirektors anvertrauen wollen. Da die alten Gemeindeordnungen aufgetze hoben sind, aber einheitliche Grundsät aufgestellt werden müssen, nach denen in den Gemeinden gearbeitet werden soll, wird eine neue Gemeindeordnung herauskommen. Sie wird die Grundlage der künftigen kommunalpolitischen Arbeit sein. Vor den Kommunalwahlen wird die Bevölkerung des Kreises über die Frage, ob die Eltern eine konfessionelle oder nichtkenfessionelle Schule für ihre Kinder wünschen, zu entscheiden haben. Hochwasser isolierte Wetter Schäden Im Ruhr-, Volme- und Ennepetel Von der Geltebrücke in Hagen bis zu den Püßen des Kaisberges, vom Hengsteysee bis Herdecke wälzten sich die lehmbraunen Fluten der Ruhr, so daß die Straße Vorhalle— Herdecke bis zur neuen Brücke(die dem Verkehr noch nicht übergeben worden ist) überflutet war. Aufruf des Oberbürgermeisters Junge en die Wittener Bevölkerung Oberbürgermeister Jungé wendet sich mit folgendem Aufruf an die Wittener Bevölkerung:„Die beiden Krankenhäuser haben ihr Hausbibliotheken haben verloren. Die Kranken haben nicht mehr lichkeit, sich durch des Lesen eines guten Buches ru unterhalten. Auch die Splelsschen für die Kinder sind gernichtet worden, so daß den Kindern keine Möglichkeit zur Zerstreuung gegeben lst.— Ich appelliere an die Opferbereifschaft der Wittener Bevoölkerung und bitte, nur gute, geeignete Bücher und Spielsachen für die beiden Krankenhäuser 20 spenden. Die Spenden können bei den Krankenhäusern oder im Wirtscheftsamt(Breddeschule) abgegeben werden. Dieser Aufruf ergeht an die Wittener Bevölkerung nach einem Besuch des Herrn Stedtkommendenten bel den Krenkenhäusern, wo er mit außerordentlichem Bedauern den vollständigen Mangel an Bocheru für Preuen, Münner und Kinder— besondere für diese— festgestellt hat. Der Hert Stadtkommandent hofft, daß dieser Aufruf in vollem Umtang den gewünschter Ertolg heben wird. damit all denen Preyde gebrecht werden kann, die ln vielen Pallen Wochen.» verbringen» Monate, sogar Jahre im Krankenhaus Stadthücherel Witten vordbergehend geschlossen. Zur Beseitigung der durch die starken Regenfälle verursechten Schäden uew. bleibe Ausgebestelle der Stedtbegberel im Stedtheus, -.... Breddestraße, vom 11. bie Februar geschlossen. Vortrag über die Entnazitizierung Auf Veranlessung der Milttörregierung fand in Gevelsberg eine Vortragsveransteltung statt, an der die Börgermeister, Beigeordneten, Vertreter der Parteien, der Gewerkschaften und die Mitglieder der EntnaziIizierungsausschüsse aus dem Kreisgeblet und aus Hagen telinahmen. Nach der Bröftnung durch Landrat Freitag sprach der Regierungschel ger Militärregierung Hegen-Ennepe-Ruhr, Major Alexander, Ober des Theme Entnazifizierung und über den Gelst der Decobenie. Bei der Behendlung des ersten Themes' stellte Major Alexender fest, deß der Fragebogen Schwierigkeiten beseitigen soll. Das Schwergewicht der Arbeit liege bet den eingesetzten deutscheh Unterausschössen, die Exekutiv-Ausschüsse seien. Die Demokratie stellte der Regierungschef als die stärkste positive Kraft der Menschheit heraus. Major Alexander beantwortete durch Oberkrelsdirektor Vahle vorgelegten Fragen über die Entnazifizierung. Die Tore auf dem Herdecker Bleichstein waren nur noch mit den oberen Querlatten zu sehen. Am 0. Februar konnten Fahrzeuge von Herdecke aus die Stadt Wetter nicht erreichen, weil ein Bergrutsch gegenüber dem Elektrizitätswerk die Straße versperrte. Diese konnten sich Herdecke nur von der Dortmunder Seite her nähern. Wetter konnte von Witten aus nur noch mit vereinzelten, hochgebauten Fahrzeugen erreicht werden, da die Ruhr die Straßa Witten—Wetter vollkommen überschwemm? hatte. Es war ein eigenartiges Bild, inmitten der Wasserwüste die Züge auf dem hochgebauten, umspülten Eisenbahndamm zu beobachten. Schäden und Verkehrsstörungen ærgaben sich auch im Ruhrtal bei Hettingen. Wasser-Alarm führte im Volme- und Ennepetal, zum Einsatz gegen die andringenden Fluten, die besonders Häuser und Gärten an Abhängen mitnahmen und in der Ebene zu Ueberschwemmungen führten. Am Wochenende war der Straßenbahnverkehr zwischen Hegen und Wuppertel mehrfach unterbrochen bew. nur durch Pendelverkehr möglich. In Mülspe und Gevelsberg mußten zahlreiche Keller leergepumpt werden. Gedenken an die Opler des Terrors Die Betreuungestelle für politisch und rassisch Verfolgte hatte im Modernen Theater zu Schwelm eine Feier zu Ehren aller im Kampl gegen den Terror gefellenen Opfer. Herr Paul Bender, W'uppertal, hielt die Ansprache. Das Städt. Kammerorchester gestaltete die Stunde musikalisch aus. Herr Alfred Ruske vom„Haus der Kunst“ rositierte. Lebensmittelkarten für 10 Personen erschlichen Die 25jährige Frau Emmi Huse, Schee, esschlich bel der Ausgabe von Lebensmittelkarten Kartep für 19 Personen. worden. Karteikarten waren von ihr gelälacht In Gemeindevertretung Welper er ersten Sitzung der Gemeindevertretung Welper betonte Landrat Vehle, daß fast alle Gémeindeeingesessenen mehr oder weniger mit der Henrichshätte verbunden seien. Darum sei es seine Aufgabe, sich mit ellen seinen Kräften defür einzusetzen, daß nicht nur das Werk erhalten bleibe, sondern auch arbeite und produziere. Nach diesen beifälltg aufgenommenen einführenden Worten des Landrates stellte er die Vertrauenstrage Nor den bisher amtierenden Börgermeister Otto Polkehn, Die Abstimmung ergab eine einstimmige Wahl des bisherigen Bürgermeisters Otto Polkehn. Bläser-Kammermusik in Miispe Gute und gediegene Kammermusik bot die BläserKammermusik-Vereinigung des Städt.Orchesters Aachen im Heuse der Kunst in Milspe, Sie brachte die Sonate A-dur füe Flôte, Oboe und Klavier- von G. Ph. Telemann, das Quintett op. 71 von Ludwig van Beethoven, ein Quintett von August Klughardi sowie ein Sextett von Ludwig Thullle in stilgerechter Darstellung zu Gehör. Bekanntmachungen Oettentliche Mahnung. Die bis zum 16. Februar fällig gewordenen Grundsteuern, Gewerbelohnsummensteuern, Getränkesteuern, Vergnügungssteuern. Hundesteuern, Gebühren u. Beiträge, Pachten und Mieten, Unterhaltsbelträge und Fürsorgekostenerstattungen und die Zins- und Tilgungsbeträge f. Hauszinssteuerhypotheken, sowie für Eigenheimsiedlungen werden hiermit angemahnt. Die Zwangsbeitreibung beginnt'eine Woche nach Pälligkeit. Der Steuersäumniszuschlag in Höhe von 5 Prozent ist mit Ablauf des Fälligkeitstages verwirkt und ohne besondere Aufforderung mitzuzahlen. Stadtkasse Witten als Volistreckungsbehörde. Betr.: Besuchszeiten b. Generalreferat Wirtschaft(Landeswirtschaftsamt). Mit Rücksicht auf den außerordentl. groß. Arbeitsanfall können die Dienststellen des Generalreferâts Wirtschaft (Landeswirtschaftsamt) in Münster u. Warendorf bis auf weit. freitags und sonnabends keine Besucher empfangen Aufgebot! Folg. Vers.-Schein ist verloren gegangen: Nr. 214026 Anny Waldeyer geb. Beisheim. Der rechtmäßige Inhaber d. Urkunde wird aufgefordert, seine Rechte innerh. 2 Monaten b. uns. Anstalt anzumelden. Nach Truchti. Ablauf dies. Frist verliert die Urkunde ihre Gültigkeit. Prov.-Lebensversicherungsanstalt von Westfalen, Münster 1. W. Prüsessions-Meßuhren In kl. 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Nachdem no zugestimmt hat sammlung die schaftsbundes, schaftsföderatio Körperschaften schafts- und Se Attlee Sm Abi „Große Fort erklärte Minist ner Abschiedsr Nationen.„Die eine feste Grun ein wichtiges E die Macht der Welt den Delec den ist. Die Gesichtspunkte fühl der Kamer tioner lamen doch die f naler London Bonnerstralle 87. Alteinges. Kölner Großhandelsfirma zentral geleg. Geschäftsräume, zugel. Wagen, Personal u. Kapitai vorh., übernimmt noch Generalvertretung gut. Speztalartikel der Auto- u. Werkzeugbranche, ggf. Auslieferungslag. R 035 Ann.-Exped. H Rosensteln, Köln, Bonner Str. 87. Leistungsf. Konfektionsbetr. sucht Interessengemeinschaft m. Webereien z. Anfertigung v. H. u. D.-Oberbokleidung. Karolat K.-G., Arnsberg. Suche gute Vertrefungen jeder Art. Raum f. Auslieferungslager oder Geschäftsstelle in Hagen vorh U 1972 RZ Hagon. Wer erteilt Schüler der Oberschule, Kl. 7, fachm. Unterricht in Chemle, Phys., Math., Blolog u. 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