Bochumer Volkszeitung Monatsbezugspreis einschl. Zustellgebuhr für Ausgabe A RR 2,16, für Ausgaden B und C AM 2.—. Die Behinderung der Lieferung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Pig., Ausgabe A 6 Plg., Ausgabe B 3½ P'g., Ausgabe C 2 Pig., Texianzeigen: Ausgabe A 40 Pig., Ausgaben B u. C 25 Pig. je mm Fortes in fide! Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftøstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstratze 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschaftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12-14, Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofstraßze 12. Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950; Essen=Steele, Bredeneyer Str. 4. Fernr. 204 33, Postscheckkonto Dortmund 193 86: Battenscheid, Fretheitstr. 15, Fern 1876, Postscheckk. Dortm.30430 Truck und Verlag: Märkische Vereinsdruckerel, Bochum Nr. 151 Mitlwoch, den 4. Juli(Ulrich, Berta) 193Eine wichtige Sitzung des Reichskabinetts Der Kanzler berichtet über das Niederschlagen des Putschversuches— Reichswehrminister v. Blomberg dankt ihm für das entschlossene Handeln— Mehr als 20 Gesetze genehmigt TNB Berlin, 8. Juli. In der beutigen Sitzung des Reichskabinetts gab Reichskanzler Adolf Hitler zunachst eine ausführliche Darstellung über die Entstehung des hochverräterischen Anschlages und seine Niederwersung. Der Reichskanzler erklarte. daß ein blitzschnelles Handeln not wendia war, weil andernfalls die Gefahr bestand, daß viele tausende von Menschenleben ver nichtet worden wären. Reichswehrminister Generaloberst von Blom bera dankte dem Führer im Namen des Reiche kabinetts und der Wehrmacht für sein ent schlossenes und mutiges Handeln, durch das er das deutsche Volk vor dem Bürgerkrieg bewahrt habe Der Führer habe sich als Staatsmann und Sol dat von einer Größe gezeigt, die bei den Kabinetts mitgliedern und im ganzen deutschen Volke daGelöbnis für Leistung, Hingabe und Treue in dieser schweren Stunde in allen Herzen wach gerusen habe. Das Reichskabinett genehmigte sodann ein Gesetz über Maßnahmen der Staatsnolwehr dessen einziger Artikel lautet: „Die zur Niederschlagung hoch- und landes verräterischer Angriffe am 30. Juni und am 1. und 2. Juli 1934 vollzogenen Maßnahmen sind als Staatsnotwehr rechtens.“ Der Reichsjustizminister Dr. Gürtner erklarte hierzu, daß die vor dem unmittelbaren Ausbruch einer landesverräterischen Aktion ergriffenen Notwehrmaßnahmen nicht nur als Recht, sondern auch als staatemannische Pflicht zu gelten haben. Das Reichskabinett beschloß ferner ein Aende rungsgesen zum Gesen zur Sicherung der Einhelt von Partei und Staat, wonach der Storeche der 3A. nicht mehr Mitglied der Reichoregierung sein mitsi Ferner wurde ein Gesetz zur Aenderung des Reichswahlgesenco genehmigt, wonach die Vorschriften des Reichswahl gesetzes über den Verlust des Abgeordnetensitzes und das Verfahren bei der Berufung von Ersatzmannern dahin erganzt wird, daß ein Abgeordneter seinen Sitz verliert, wenn er aus der Reichstagsfraktion der N2DAP. austritt oder aus ihr ausgeschlossen wird für eilige leser nen ernannte Laubesdirektorium in Memel dat die mit seinem Amtsantritt eingeleiteten Eutlassungen von Beamten weiter sortgeletzt Kreiotierarzt Dr. Schlimm=Heidekrug, Kreiotier= arzt Dr. Endrulat=Pogegen sowie drei Ge= richtsreserendare sowie zahlreiche Amtsvorsteher sind entlassen worden. Zwischen der Freien Stadt Danzig und der Re= bublik Polen wurde am Montag ein Vertrag über Sozialversicherung unterzeichnet. 2 er Ansang dieses Jahres wegen seines Gesund= heitozustandes zurückgetretene Bundeskanzler der schweizerischen Eidgenossenschaft, Dr. Nobert Nacolin, ist am Dienstagfrüh im Alter von 69 Jahren gestorben 2er arbeiterparteiliche Londoner Stadtrat hat be= schlossen, den Jahrestag des Wassenstillstandes in Zukunft als„Wassenstillstandes und Friedenstag“ in den Londoner Schulen seiern zu lassen. sn einer Unterredung, die König Alexander von Endslawien einem Vertreter des Petit Parisien gewahrte, tritt der König für eine direkte Ver= standigung zwilchen Deutschland und Frankreich ein. Tas japanische Kabinett hat am Dienstag seinen Rücktritt beschlossen. Durch ein Großsener wurde innerhalb von zwei Stunden eine ganze Ortschaft in Ostpolen eingeaschert. 62 Wohnhäuser und 157 Wirtschaftogebände sind verbrannt. eoie aus Balencia gemeldet wird, erplodierte am Montagabend gegen 11 Uhr, vor dem dortigen deutschen Konsulat eine Vombe. Die Feusterscheiben des Gebändes gingen in Trümmer. üdafrikanische Presse bringt ausführliche chte über die Greignisse in Dentschland. Die Blätter bewundern das persönliche Vornehen des Reichokanglers und sprechen sich für die von der Regierung getrossenen Maßnahmen aus Die amerikanischen Luftstreitkräfte machen laut Tailn Herald" zurzeit Versuche mit einem neuen seflnazeng, das mit voller Belastung eire Weicer„digkeit von fast 970 Tiundenkilomeiern erreicht. Die Bestimmung des Ersatzmannes wird dem Führer der Reichstagsfraktion überlassen, der dabei weder an die Grenzen der Wahlkreise noch an die Reihenfolge der Bewerber auf den Wahlvorschlagen gebunden ist. Tas Reichskabinett genehmigte sodann eine große Anzahl von weiteren Gesetzentwürsen. Das Gesetz gegen Mißbrauch des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sieht vor, daß gewisse Unternehmungen, die zum Zwecke der Einräumung von Krediten im wesentlichen auf unbarem Wege Guthaben schaffen, über die durch Scheckanweisung oder Verrechnungsauftrag, nicht aber durch Barabhebung verfügt werden soll, den Betrieb zu schließen haben, und daß neue Unternehmungen dieser Art nicht mehr eröffnet werden dürsen. Es handelt sich hierbei in der Hauptsache um Unternehmungen zu Baufinanzierungen und äbnlichen Zwecken, Das Gesetz über die Vereinheitlichung des Gesundheitswesens sieht die Schaffung von Gesundheitsämtern in den Stadt= und Landkreisen vor. wodurch die Zersplitterung auf dem Gebiet des Gesundheitswesens beseitigt wird. Bis zum 31. Oktober 1934 alle Sammlungen verbolen Für besondere Fälle Ausnahmen vorgesehen— Ein neues Gesetz TNB Berlin, 8. Juli. Das heute vom Reichskabinett verabschiedete Gesetz über das Verbot von offentlichen Sammlungen hat folgenden Wortlaut: „Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird: 81 Alle Sammlungen von Geld= oder Sachspenden auf össentlichen Straßen oder Plätzen, von Haus zu Haus, in Gast= oder Vergnügungsstatten oder an anderen öfentlichen Orten sind bis zum 31. Oktober 1934 verboten. Als Sammlung gilt auch der Verkauf von Gegenständen, deren Wert in keinem Verhaltnis zu dem ge= forderten Preis steht. Der Verkauf von Karten, die zum Eintritt zu Veranstaltungen irgendwelcher Art berechtigen, ist auf öfsentlichen Straßen und Plätzen und von Haus zu Haus bis zum 31. Oktober 1934 ebenfalle verboten. Der Verkauf in Gast= oder Vergnügungsstätten ist nur für die in ihnen selbst stattfindenden Veranstal tungen zulässig. Kollekten in Kirchen sind von dem Verbotansgenommen. Der Stellvertreter des Führero kann im Einzelfalle wegen eines überwiegenden öfsentlichen Interesses weitere Anenanmen zu lassen. Diese Bestimmungen gelten auch für bereitgenehmigte Sammlungen. § 2. Wer den Vorschriften des 8 1 vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bestraft. Die bei einer verbotenen Sammlung eingegangenen Spenden werden zugunsten des Landes eingezogen, das über sie zu Wohltatigkeitszwecken verfügt.“ Jn der Begründung zu dem Gesetz wird darauf hingewiesen, daß das Sammeln von Spenden sich in der letzten Zeit all mahlich zu einem Unwesen entwickelt habe, dem Einhalt geboten werden musse. Die Einkommensverhaltnisse großer Schichten des Volkes seien nicht so, daß von den Volksgenossen dauernd Abgaben für irgendwelche, an sich oft gute und unterstützungswürdige Zwecke verlangt werden konnten. Die Kaufkraft werde sonst in einer Weise geschwächt, die unerwünschte Ruckwirkungen auf die Ankurbelung der Wirtschaft habe. Unter dem Uebermaß der Sammlungen musse die Gebefreudigkeit selbst mehr und mehr leiden. Die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen hätten sich nicht als ausreichend erwiesen. Um für das auch im kommenden Winter durchzuführende Winterhilfswerk den Boden zu bereiten, erscheine es notwendig, bis zum 31. Oktober 1934 zunächst einmal alle Sammlungen zu verbieten. Fur besondere Falle sind im Gesetz selbst Ausnahmen durch den Stellvertreter des Führers vorgelehen. Im übrigen wird bis zum 31. Oktober 1934 das gesamte Sammlungswesen durch ein Reichsgesetz unter Aufhebung der bisherigen Bestimmungen neu geregelt werden müssen. Der Führer beim Reichspräsidenten in Neudeck DNB Neudeck. 3. Juli. Reichskanzler Adol Hitler erstattete heute hier dem Reichsprasidenter von Hindenburg ausführlichen Bericht über die an Sonntagabend abgeschlossene Aktion gegen die Hoch und Landesverräter. Reichspräsident von Hindenbur benutzte diese Gelegenheit, um auch persönlich den Reichskanzler seinen Dank für das entschlossene Han deln auszusprechen, durch das dem deutschen Volk gro ßes Blutvergießen und dem Vaterlande schwere Er schütterungen erspart worden sind. Ankunft des Königs von Siam in Berlin Der König und die Konigin von Stam sind Won tag nacmittag auf dem Leyrter wanunaj ju meyr tägigem Besuch in der Reichshauptstadt eingetrofsen. Am Bahnhof wurden sie von Reichsanhen minister Freiherr von Neurath empfangen.— Unser Bild: Das siamesische Königopaar mit Reichoaugenminister von Neurath vor dem Lehrier Bahnyof. Das Gesetz über Aenderungen auf dem Gebiet de Reichsversorgung und das 5. Gesetz zur Aenderung des Gesetzes über das Verfahren in Versorgungssachen durch die Reichs regierung bringt Verbesserungen über die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinter bliebenen. Das Gesetz über Anwendung wirtschaftlicher Vergeltungsmaßnahmen gegenüber dem Auslande ist notwendig geworden durch die Androhung vor Zwangsmaßnahmen seitens des Auslandes in Waren= und Zahlungsverkehr gegenüber Deutschland Um solchen Zwangsmaßnahmen rasch und nachdrück lich begegnen zu können, gibt das heute genehmigt Gesetz den zuständigen Reichsministern die Ermächti gung, unverzüglich die zur Abwehr erforderlicher Anordnungen zu treffen. Dem gleichen Zweck dien das ebenfalls genehmigte Gesetz über die Ermächti gung zu vorübergehenden Zollanderungen Darüber hinaus wird dem Reichswirtschaftsministen durch ein besonderes Gesetz über wirtschaftliche Maß nahmen die Möglichkeit gegeben, alle nach der Sach lage nötigen Maßnahmen unverzüglich zu treffen. Das Gesetz zur Aenderung der Gewerbeord nung gibt den obersten Landesbehorden die Besugnis, bei der Errichtung von Anlagen, die im öffent lichen Interesse liegen, Verzögerungen auszuschlie ßen, die auf Grund der geltenden Bestimmungen entstehen konnten. Das Gesetz beseitigt ferner Mißstände im Handel mit sogenannten Blinden=Waren d. h. von Waren, die von Blinden bergestellt wurden und in der Ausübung eines Gewerbes im Umher ziehen. Das Reichskabinett beschloß weiterhin ein Gesetz zur Ueberleitung des Forst= und Jagdwesene auf das Reich. Zur Sicherung der Erhaltung und Pflege des deutschen Waldes in seiner Bedeutung für Volks= und Landeskultur, zur Förderung der Forstwirtschaft und ihrer Aufgaben für die Arbeitsund Robstoffversorgung des Volkes durch einheitliche Verwaltung und Bewirtschaftung der öffentlichen Forsten und durch Vereinheitlichung der Aufsicht über die nichtstaatlichen Forsten sowie zur einheitlichen Regelung des deutschen Jagdwesens wird als oberste Reichsbehörde ein Reichsforstamt gebildet, an dessen Spitze ein Reichsforstmeister steht. Der Reichsforstmeister führt in Jagdsachen die Amtsbeichnung„Reichsjägermeister". Der Reichsforstmeister wird vom Reichskanzler ernannt. Gleichzeitig verabschiedete das Reichskabinett das Reichsjaadgesetz. das eine zeitgemäße Gestaltung des deutschen Jagdrechtes schafft. Nach einem ebenfalls vom Reichskabinett verabschiedeten Gesen sind öffentliche Sammlungen jeder Art mit sofortiger Wirkung bis zum 31. Oktober ds. Js. verboten. Dies bezieht sich auf alle Sammlungen von Geld= und Sachspenden auf öffentlichen Straßen oder Pläten, von Haus zu Haus, in Gastoder Vergnügungsstätten oder an andern öffentlichen Orten. Das gleiche gilt für den Verkauf von Karten. die zum Eintritt von Veranstaltungen irgendwelcher Art berechtigen. Ein Gesen über die Akademie für Deutsches Recht macht diese zur öffentlichen Körverschaft des Reiches. Das Gesen über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften bezweckt, in geeigneten Fallen die Abkehr von anonumen Gesellschaftssormen zu erleichtern und ihre Ersetzung durch Unternehmungen mit Eigenverantwortung des Inhabers zu fördern. Dem gleichen Zu* dient das ebenfalls verabschiedete Gesetz über Sieuererleichterungen bei der Umwandlung und Auflosung von Kapitalgesellschaften. Die Aenderungen einiger Verbrauchssteuergesetze wurden beschlossen und zwar des Zuckersteuergesetzes, in das der aus Zellulose gewonnene lucker einbezogen wird, der steuerlich dem Starkeicker gleichgestellt wird. Es handelt sich hierbei um in Erzeugnis der Deutschen Bergin Ac für Holz hudrolvse. Durch eine Aenderung des Salzsteuergesetzes wird erreicht, daß, wer mit einem allgemeinen Vergallungsmittel vergalltes Salz unangemeldet entgallt und dadurch gleichsam Salz gewinnt zue Steuerzahlung berangezogen und bestraft werden kann. und daß die Verwer2 allgemein vergallSalies für menschliche Erncchrung unter Sitaf= androhung verboten wird Die Abslimmung im Saargebiel Tas Geseyz zur Aenderung des Münzgesetzes die Vorausletzungen nr die Errichtung einer beischmünzstätte und beinet die mit der Müngreiorm zusammenhängenden Aenderungen. *28 Geseyz zur Aenderung der Reichsschuldenoronnna vom 13. Febinar 1921 erôffnet den Erwerbern von Stücken der neuen Neichsanleihe von .. den des Reiches umwandeln zu lassen. Das Gesetz über Proteste von Wechseln und Schecks beseitigt Zweifel und Irrtumer in der Auslegung einiger Vorschriften des neuen Wech selg=etzes und Scheckgesetzes Tas Gelen über die Erhohung der ist notwendic geworden, weil andere Länder, die eine Um'atheuer haben, die Einkuhe in ihr Gehiet einer be'onderen Einfuhrumianilener unterwersen Hier nach wird die Einfuhr deutscher Waren in diese Län der höher belaset als umgekehet die Einkuhr au“ diesen Ländern nach Teutschland. Tas Gelen sieht daher die Moglichkeit vor, die Umianausgleichttener gegenuber solchen Ländern zu erhohen Tas Geseyz über den Verkauf von Waren aus Aulomalen Geitimmt, daß ein Verkauf des Antomaten in der Zeit nicht stattfindet, in der die in Frage kommenden Geschaftszweige ihre Verkaufsstellen geschlossen halten mullen. Es müssen danach Vorlehrungen getroffen werden,» Genutzung der Automaten wöhrend der werktezlichen und sonntöalichen Ladenschlußzeiten unmöglich zu machen Tas Gesetz über die Neuordnung des Ver me luna-welens bezweckt eine einheitliche Leitung des gesamten Behördenapparates in Ver meslungsangelegenheiten, Organksation hes freien Bernisstandes, Anpassung der gesamten Vermelsungsarbeit an die Erfordernisse der Reichsverteibigung und Wirtschaft und eine Nenordnung bes Gebuhrenwesens. Berlin, 2. Juli. Von zuständiger amtlicher Stelle wien mitgeteilt: Der Völlerbundstat hat die Vollsabitimmunz im Saargebiet auf Sonntaa, den 13. Januar 1035 jestgesetzt. Abstimmungsberech 1 i ohne Unterschied des Geschlechts und der Staatszugehosiakeit jede Person, die am 13. 1Imantia sante alt ist uns am Tage der Unterzeichnung des Versailler Vertrages, das in der B. Juni 1019, im Saargediet gewohnt hat. Nach dem vom Völkerbundsrat sestgesetzten Abstimmungs reglement ist arundsatzlich jede Person abstimmungs berechtigt, die an diesem Tage im Saargebiet ihren gewöhnlichen Wohnort hatte und sich dort mit der Absicht des Verbleibens niedergelassen hatte Eine bestimmte Anwesenheitszeit wird somit nicht verlangt; auch wer sich erst am Stichtaa, dem Juni 1919. im Zaargebiet niedergelassen hat, ist ab himmungsberechtigt Andererseits ist die vorübergebende Ab wesenheit vom standigen Wohnort im Saargebiet ohne Einfluß auf die Stimmberechtigung, vorausgesetzt. daß der Wille bestand, den tatsächlichen Anlenthalt im Saargebiet beiznbehalten. 62 f-sonach beispielsweise auch abstimmungsberechtigt: 1/ Perionen. die aus einer Gemeinde des Saat es zur Erfüllung des Militärdienstes eingeogen, amn 28. Juni 1919 aber noch nicht an ihren ien Wohnort im Saargebiet zurscehr waren, weil sie noch bei ihrem Truppenteil standen, oder sich in Gesangenschaft befanden oder infolge Verwundung oder Krankheit noch nicht in das Saargebiet zurückkehren konnten: b) altive deutsche Militäepersonen, die vor der Juni 1919 im Saarzen poliseilich nicht gemeldet waren, d) Personen, die über den 28. Juni 1919 vorübergehend außerhalb ihres sländigen Wehnerts im Abstimmungsgebiet eine Dienst= oder Arbeitstätigkeit ausgeubt haben: e) Personen, die am 28. Juni 1919 von ihrem ständigen Wohnsitz im Saargebiet verreist waren und sich polizeilich abgemeldet hatten, um z. B. wahrend der Reise am Anfenthaltsort Brotkarten zu erhalten; ) Personen, die am 28. Juni 1919 zwangs= welle z. B. durch Ausweilungsbefehl der damaligen Belatzungsmächte: von ihrem standigen Wohnort im Saargebiet serngehalten worden sind oder die aus dem Saargebiet geflüchtet und bis 28. Juni 1919 nicht zuruggelehet waren Der Aufenthalt von Minderjahrigen und Entmündigten am 28. Juni 1919 bestimmt sich nach dem Aufenthalt der Personen, die die väterliche Gewalt oder die Vormundschrit über sie ausubten. Der Aufenthalt der Eltern oder des Vormunds hat aber dann leine entscheidende Bedeutung, wenn ein Minderjahriger, der zu dieser Zeit getrennt von seinen Eltern oder seinem Vormund wohnte, selbst für seinen Unterhalt sorgte. Eine am W. Juni 1919 im Saargebiet beschäftigte Minderjährige, die dort ihren Unterhalt als Hausgebilfin selbst verdiente, ist also abstimmungsberechtigt, auch wenn ihre Eltern da mals nicht im Saargebiet wohnten— Die verhei ratete Frau teilt den Aufenthalt ihres Ehegatten, sosern die Ehe vor dem 28. Juni 1919 geschlossen 0 Besetzung des Saargebiets bei einem im Saargebiet garnisonierenden Truppenteil standen und bei der Besetzung das Saargebiet verlassen mutten, ihren Mohnsitz daselbst aber bis 2. Juni 1919 noch nicht ausgegeben hatten. In Betracht kommen Ofsiziere, Militärbeamte, Unterofsiziere und Kapitulanten, nicht aber die ledialich zur Erfüllung ihrer Militärdienstpflicht Eingezogenen c) Personen, die Jch über den 28. Inni 1919 zu Besuchs=, Studien= oder Ausbildungspoeken außerhalb ihres im Saargebiet gelegenen ständigen Bohnorts aufgehalten haben, selbst wenn sie am 2 An alle im Reich außerhalb des Saargebiets wohnhaften Personen, die auf Grund der vorstehenden Nichtlineien die Verleihung der Abstimmungsberechtigung beanspruchen können und sich bisher noch nicht gemeldet haben, ergebt die Auflorderung. sich umgehend bei der Saarmeldestelle ihres setigen Wohnorts(beim Einwohnermeldeamt, in den Städten beim zuktändigen Polizeirevier) zu melden Loweit möglich, sind Nachwene über den Wohnsitz am 28. Juni 1919 An. und Abmeldebescheinigungen, Beschaftigungsgenanisse, Militärpapiere usw.) mitzubringen Ein Gesey über Kleinreninerhilfe t Erleichterungen innerhalb der Zürlorge und verbesserte Fürsorgeleistungen für einen bestimmten Kreis von Berechtigten. Das Reichskabinett verabschiedete ferner ein Geseyz über einitmeilige Maßnahmen zur Aenderung bes Sieblungsweiens, ein Geletz zur Aenderung des Geländischen Gläubigern beutscher Gemeinden und Länder die Möglichkeit gegeben wird. ihre Forderungen in Schuldnerschreibungen des Umschulngnerbede denticher Gemeindenumn manbeln. Das Gesetz über die Rechtmähigkeit von Verordnungen und Verwaltungsalten gibt eine unansechtbare Rechtsgrundlage für diese, wo sie bisher nicht vorhanden wat. Das Gesetz zur Be'ämpfung der Papagelenkrankheit schafft die Grundlage für eine umfassende energische Bekämpfung dieler Krankheit. Schließlich genehmigte das Reichskabinett dovom Reichverbeitsminister eingebrachte Geset über den Aufban der Sozialversicherung durch daß die Srankenkassen innerhalb des künitigen Reichsverwaltungsbezirkes zur Erfüllung solcher Anfgaben zulammengelaht werden, bie zweckmäßig nicht von jeder einzelnen Krankenkalle für sich sondern für das ganze Gebiet gemeinsam burchgeführt werden. Weiter hat das Gesetz bie Aufgabe, den Fuhrer gedanken bei ben Versorgungsträgern in einer den besonderen Verhältnissen der Sozialversicherung angepaßten Weile durchznkühren, die Anksicht krat zusammenzulassen und wirksamer zu machen und die Sozialversicherungsbehörden zu vereinheitlichen Beleitigt werden serner die Verschiebenheiten bes Rechtes der einzelnen Versicherungsarten, wo sie nicht begründet sind. Dos Gesetz über den Aufbau der Sozialversicherung Tas Gesetz wird errichtet auf den genialen Grundlagen der Bismarckichen Gesetzgebung; e verwirft theoretisch mechanistische Lölungen, wie Staatsbürgerversorgung, Einheitsversicherung und Einheitskasse, durch die nur die Selbstverantwor tung der Beteiligten gelähmt und ein öder Vüro kratismus hochgezogen würde; es faht jedoch bie Versicherungsträger zu fruchtbarer gemeinsamer Arbeit zusammen, bringt sie in Verbindung zur Staatsverwaltung und ermöglicht eine strasse, einheitliche Aufsicht. Kernpunkt des Gesetzes ist die Zusammenjassung gemeinschaftlicher Ausgaben der Krankenversicherung. namentlich auf dem Gebiete der Gesundheitspolitit für den Bereich einer Provinz oder eines Landes in Verbindung dieser zusammengesatzten Krankenver sicherung mit der für denselben Bezirk bestebenden Landesversicherungsanstalt der Invalidenversiche runa Das Gesetz legt nur die grohen Grundlinien seit es wird durch eine Anzahl Durchlührungs verordnungen ausgefullt werden. Die Krönung des Werkes soll dann ein einheitliches, klat aufge bautes, vollstümlich verständliches Gesenzbuch der Sozialversicherung werden Kein Uniformverbol für den Chef des Ausbildungswesens und seine Organe IVS Berlin, 8. Juli. Die Beurlaubung der SA für den Monat Juli und das hierlür ausgesprochene Untformperbot gelten nicht für den Ehe des Ausbilhungsweiens und seine Oraane Die Angehörigen 6es Stabes und Schulen des Cheis des Ausbishungswesens sind daher berech tiat. den 2A Dienstanzug zu tragen. Sie Und erkenntlich an einem am linken Vermelautschlag zu tragenden B Zentimeter breiten gelben Tuchstreilen mit dem Ausbruck„hel W“ und dem Dienit stempel des Cheis des Ausbilhungswelens Tie Polizeiorgane sind entsprechend untermie len worden. Eine Anordnung des Führers Gewalllalen werden bestraft TNB Verlin, 8. Juli. Der Führer hat solgende Anordnung erlassen Die Mahnahmen zur Niederschlagung der Nöhme Venolte sind am 1. Juli 1981 nachts abgeichlollen werben Wer sich auf eigene Fankt, gleich aus welcher Absicht. im Verlolg dieler Aftien eine Gewalttat anchulben kommen läht, wird der normalen Instig zur Verurteilung übergeben Eine Erklärung des Bischofs von Berlin 19B Beelin, 3 Juli. Die Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats in Berlin teilt mit: Zeine Hochwurdignte Erzellenz der Herr Bischof Nikolas Bares ist am Montagabend um 9.20 Uhr in Begleitung seines Sekretärs, eines Tomvikars, von einer Firmunasreile aus Pommern in die Berliner Kurie zurückgekehrt. Der Hochwürdigste Herr Bischof er freut sich seiner vollsten Gesundheit. Besuch des Königs von Siam in Neudeck INB. Berlin, 8. Juli. Im Programm des Konige paares von Ziam ist als wichtigste Begegnung ein Besuch des Bönigspaares beim Reichspräsidenten in Vendeck vorgesehen. Tas Königspaar fahrt morgen abend mit kleinem Gefolge und in Begleitung des Cheis des Protokolls nach Neudec Der Führer am Krankenlager von Minister Schmill TNB. Berlin, 8. Juli. Der Fuhrer stattete Monlagnachmittag dem erkrankten Reichsminister Dr Schmitt in dessen Wohnung in Tahlem einen Besuch ab. der eine Stunde dauerte. Der Reichsminister batte infolge eines Ohnmachtsanfalles am 28 Juni 1934 bis setzt das Bett hüten müssen, doch ist er jetzt wieder soweit bergestellt, daß er morgen einen löngeren Geholunasurlaub wird antreten lonner Speziallruppe von 30000 Mann für die französischen Oslbefesligungen Besonders geschulle Soldalen— Marschall Pelain im Heeresausschuf TNB. Parie, A. Inli. Kriegsminiiter Marschall Pétain berichtete am Dienstag in Anweienheit des Cheis des Großen Generalitabs, General (amelin, vor dem Heeresausschutz der Kammer üiber bie kommenden Schwierigkeiten bei der Neken tierung infolge des Geburtenanssalles während des Krieges, der sich setzt bemerkbar machen werde Marichell Pétain war der Ansicht, dah man eine Herausletzung der Militärdienstzeit umgeben könne, voransgesetzt, daß in den Jahren 1985 bie 1940 20 000 Mann für eine Epezialtenooe einbernsen würden, die die Verteidignngs. werke im Osen beletzen solle. Diele Verteibigungswerke brauchten eine besonders geschulte Teuvve. die man entweder anf dem Mege der Anwerbung oder der Berlängeruna der Dienstzeit der Vernisloldaten einstellen könne Die Staffelung der Einbernlung, so wie sie früher einmal von der Kammer ins Auge gelaht worden sel, entspreche nicht mehr den augenblick lichen Verhältnissen. Er sei aber überzeuat, daß mit der Rekrutierung der von ihm geforderten M Mann„troy der Anfrüftung Deutschlande keine Gelahr bestehe. Es sei auch nicht notwendig. hierfür besondere Kredite zur Verfügung zu stellen. Die Kammer braucht nicht einmal ein besonderes Ghesetz zu verabschieden Ter Heeresausschuß stimmte mit Ausnahme der sozialistiichen Mitglieder dem Vorschlag zu und verabschiedete in erster Linie einen Gesetzesvorschlag. der es dem Kriegsminister erlaubt, die Schwelelsänrewerke von Sorgnes und von Port de-Bone auf 20 Jahre zu mieten. Er ernannte ferner einen Unterausschutz, der sich mit einem Unterausschuß des Luitfahrtausschuffes über die Fragen des Schutzes gegen Gasangriste ver sändigen soll. Bombenflugzeuge mit 370 Stundenkilometer Geschwindigkeil Amerikanische Verluche London, 3. Juli. Die amerikanischen Luftstreit kräfte führen, wie„Taily Herald“ meldet, zur Zeit Versuche mit einem neuen Bombenfluggena Tnv„Martin“ aus, das eine Geschwindigkeit von annähernd 370 Stundenkilometer bei voller Bomben ladung erreicht. Diese Geschwindigkeit int höher a1s die der amerikanischen Kampfflugzeuge, die dem Bom benflugzeug bei Uebungen nicht zu folgen vermochten Die amerikanische Flugzengindustrie sleht sich daher vor der Aufgabe, eine neue, noch schnellere Kampt maschine heranszubringen Hoheilszeichen auch für die Wehrmachlsbeamlen Berlin, 8. Juli. Nachdem für alle Reichsbehörben, deren Beamte Dienstbekleihung tragen, das Tragen des Hoheitszeichens der NE1NP. an der Dienitmütze angeordnet worden ist, um der Einheit von der Partel und Staat auch nach außen bin Ausdruck zu verleihen, hat, wie NT Z. meldet, der Reichswehrminister in Erweiterung der von ihm erlassenen Auslührungsbestimmungen angeorönet, dah auch von allen Beamten, Angestellten und Arbeitern der Wehrmacht, denen die Berechtigung um Tragen einer untlormaanlichen Dienstbekleiung verlieben ist, an der Dienstmüte über ber Reichekokarde das bei der Wehrmacht eingekührte Hoheitszeichen anzulegen ist. T79 Berlin, 8. Juli. Der Reichsminister des Innern hat die für die uniformierten Reichsbeamten getrossene Anordnung, daß die Landeskokarde an de Dienstmütze durch das Hoheitszeichen der N8197 zu ersetzen ist, auf die unisormierten Landesbeamten ausgedehnt. Die uniformierten Landesbeamten tra gen also künftig gleichfalls im oberen Müttzenstreifer das Hoheitszeichen der NSTAP. im unteren Mützen streisen die schwarzweißrote Kokarde. Die für die uniformierte Polizei und Gendarmerie getrofsen Zonderregelung wird hierdurch nicht berührt Tebesfahrt eines Ehepaares mit dem Kraftwagen UB Hadereleben, 8. Juli. In der Nähe von Ho bereleben ereignete sich am Dienstag ein schwerer lutounfall. In einem Kraftwagen, de igt an elnem Chelleehaum laur anener in voller Fahrt gegen den Baum geraft war, land man den Agenten Carison aus Hobereleben und seine Frau tot vor. Die Leichen wiesen schinere Verletzungen auf Prinzgemahl Heinrich+ 199den Haag, 8 Juli Peinzemahl Heinrich der Niederlande ist am Tienstaane4 mittag im 58. Lebensjahr gekorben herzog Heinrich von Mecklenburg=Schwerin wurde am 19. April 1876 in Schwerin als Zohn des(re herzogs Friedrich Franz II. und dessen zweiter mahlin, der 1922 im Haag verstorbenen Prinzelst Marie von Schwarzburg geboren. Er wurde Offizier im preußischen Garde-Jägerbataillon und nahm seinen Abschied, als er, lurz vor seiner Hochzeit mit der Königin Wilhelmina der Niederlande, am 23. Jannar 0 in Solland naturalisiert wurde Die Hochzeit sand am 7. Februar 101 statt. An diesem Tage wurde ihm Titel und Name eines Prinzen der Niederlande verliehen. Im bolländischen Staatsrat, in dem er am 21. März 191 eingesührt wurde, erbielt er eine beratende Stimme. Als die Hoffnungen der Königin auf Nachkommenschaft der Verwirklichung nahe waren, wurde ein Regentschafts gesetz angenommen, wonach als Regentin im Falle de= Ablebens der Sönigin zuerßt die 1858 geborene Mutter Emma in Betracht lommen, nach ihrem Ableben abe Prinz Heinrich, dem jedoch für diesen Fall ein No mundschaftsrat von vier Niederlandern zur Seustehen sollte. Am 30. April 10 wurde dann die Prie zesiin Juliana geboren Die Nachricht vom Tode des Prinzgema Heinrich, die sich mie ein Lauffener durch die 9 sidensstadt und das ganze Land verbreitete. üiberall tiefe Trauer hervorgernfen Der Tob des Prinzgemahls ist unermar: ichnell eingetreten. Amar wukte man, bak er* Bronchitis hinzutrat. Dennoch glaubte man dah unmittelbare Lebensgekahr behand. Dienstagvormittaa hat der Prinz noch eine zeit lang ruhia geschlafen. Am frühen Nenittag kühlte sich der Patient ausgesprochen unwohl, nn) sein Zustand wurde zulehends schlechter. Die Königin, die in einem benachbarten Palais weilte wurde sokort versändigt. Ebe sie aber eintressen konnte, war ihr Gemahl bereits entschlalen. Die Tobesursache ist auf eine Wiederholung des Schwächeanialles zurückenführen, von bem ber Prinzgemahl am Tonnerstag betrosfen wurde. Ta bie Thronsolaerin noch in England meilt und erit am Mittwoch nach dem Haag zurüc kehren wollte, ist niemand der nächsten An gehörigen bei dem Ableben bes Printgemobls zu gegen gewelen Der Reichspräsden an die Königin der Niederlande 198 Beelin, 8 Jnll. Neichspräsident von Hinder burg hat anlößlich des Ablebens des Peinzen Hein rich der Niederlande an die Rönlein der Nledersande das nachstehende Telegramm gerichtet: Eure Majektät und die Peinzessin bitte ich. au das schmerzlichite beweat durch die Nachricht von der Ableben leiner koniglichen Hobeit des Peinten der Niederlande, mein aufrichtigstes und tiejempfundenes Beileid entgegenznnehmen, von Hindenburg. Neichpesneent.“ Steinwürfe gegen die denlsche Gesandkschaft in Kowno Die lemmenikischen 76tee verhaltet P7S Remne, 8. Juli. Am Dienstagnachmittea gegen 17 Uhr wurden in der deutichen Gelandtiche“ in Kamno durch Steinwürfe mehrere Fensterscheiben zertrümmert. Die beiden Täter konnten von dem wachhabenden Polizeibeamten sofort verhaftet werden. Es handelt sich um zwei der Politei bekannte Kommunisten. Die Polizeiwache vor der Gelandtschaft war bereits als Vorbeugungsmaßnahme im Lause des Tages verstärkt worden Kommunislische Aufslandsbewegung im Süden Chiles D7B Lendon,* Juli. Wie Neuter aus Santiage de Chile meldet, ist im Süden Chiles ein kommunistischer Aufstand ausgebrochen. Die Kommunisten rotmen Mil der Gar merie ham es zu einem lebhalten Gefecht, das brel Stunben bmerte. An Dienetaamittos i9 9ue gesuchte Truppen in einem Sorderzug zur Nieberschlagung der kommunistilchen Beweaung in dos Untuhegebiet abgegangen Wie„Aslociated Preß“ meldet, rotteten sich taufend bemalinete Bauern zusammen, die durch Kälte und Hunger von ihren uneintrag lichen Farmen vertrieben wurden. Sie griffen die Bauern an, die den Anschluß an die Beweanng verweigerten. Eine Anzahl der Letteren wurde getötet und von den Aufständilchen 1n einen Alnk geworlen. Im Kampl mit der Genbarmerie wurden eiwa 50 Anfrührer ac tötet. Verstärkungen Und nach dem Mitteloun“ des Unrubegebietes, dem Ort Mulchan, unterwegd Unter den Ankrührern belinden sich zahlreiche Vnbianer chwere Unwelter über Nordbulgarien Zwolf Tote n Posta, 8 Juli. Ueber dem nerdbulgari en Milopel aingen am Montaaabend schwere Unwetter nieder; mehrere Ortschaften wur den unter Wasler geletzt. Am Torse Mullel vurden zahlreiche Häuser und Stallgebäude von den Fluten sortgerissen, wobei sieben Personen ums Leben kamen. Auch aus anderen Dörsern liegen beunrubigende Meldungen vor. Bisher zahlt man zwölf Tote, darunter sechs Kinder. Der Sachschaden und die Vieh=Verluste sind überaus groh Hauptschritleiter: 2 M Gadler. Bechum Cielleeriteter: Peter Schillers Bochum, verantwortlich(nr Politil und deuilleton 9 M Hadler,'nt den lokalen 1e Bochum und Bestbentichland: P Scere eur den lokalen Teil Hattingen und Esten Steele Anlens Landeteld n Bechum; für den lokalen Teil Wattenscheid: P 3. Landefeld in Nochum: ine Pheater ans Mant. De C. Brinkschulte in Nochum: iür Handel und Svorti N. 0 Lanbeselb. Bochum; inr den Anzeigenteil Bochum Lenze. Nochum; ille den Anzeigenteil Hattingen: 0 Becker. Hattingen; ine den Anzeigenteil Esten-Lieese: m Dein S.Cfeele; int den Anzeigenteil Wittenscheid: 09neder Mattenscheid Berlag und Pend Markeiche Bereinedruderel Nochum T. V 90 10780 are Ausgabe A: Westlälische Bolkszeitung Bechum: 9150 Ausgabe B. Volkszeitung int Ennepe=Rube=Steeler Zei tung 968; Ausgabe C: Morgenzeitung Battenscheld 10r0 1. Beilage der Volks-Zeitung moch. den 4 Juli 1001 BOCHUMER MOSAIK Mitleid ist eine taube Blüte. Wenn es nach Lohn und Nuten frägt Und was ist das für eine Güte. Die ihre Gaben wägt? Frieda Schan* Neue Straßennamen. Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit Anl Borschlag des beren Oberbülege meisters in Nachum gebe ich den Strahen in der Bergmanne nedlung im Stadtteil Qnererburg(weitlich der Querenburger Strabe) Jelgende Namen: Alle die Strahe von der Querenburger Strahe südlich der Zechenanichlubbahn(Priniregent Laer bis zur Steinfuhlitrahe ben Namen:. m lanaen -.. lüe die von der Cuerenbuegee Strahe senleite der Brenscheder Strahe bie zue neubenannten Strabe„Am langen Seil“ den Nomen„Halpel Nela lüe die Verbindungestrahe imischen den beiden nenbenannten Straben den Namen„Aurieende lüe die Strabe, die von der neubenannten Strahe Am langen Seil“ bie inr Zechenanichlnbhahn Peiniregent=Laee) reicht. den Namen„Eine Peine"; r die Strahe südlich der neubenannten Strahe heirelitric bie ine nenbenannten StraheEine Leine“ den Namen a mAn» Mas bedeuten die Namen? Zur Einschränkung des reichlich vorhandenen und an sich ganz selbstverständlichen Ananes Strabe“ und zur Erhaltung der vollstümlichen inrschwörtlichen Redewendungen waten lür die Namengebung des neuen Straßen folgende Erwagungen mahebend Für die lange Strabe„a m langen Sei!“ lam langen Seil geben— Arbeit in die Länge ziehen), im Gegenian hierau soll die kurze Strake Kurses Ende“ heiben,(das kurze Ende haben— von einem Seil nur menia haben, im Nach teil sein).„Eine Leine“: eine Leine zieben einia sein, 5alpelstric“: lo verdrebt wie ein pelitrid— Quertreiber. Der Kreuzung mit der rahe Am langen Sell“ megen soll die treutende Strabe den NamenAm Anüpp: erbalten Kür di nich inn Rnünp— rede dich nicht in Miderinrüche binein) Da das Gelände aum Bereich der alten Zeche Alte Steinkuhle“ gehört und die Siedlung von der Bergmannssieblung Embö errichtet wird und mit Rücksicht darauf, daß es sich in der Hauptlache um bergmännische Redemendungen handelt. sind die Namen für diese Straben füg lehe geeianet gehalten morben * Gergleichende Eine wichtige Relle im Hausbal! Stäbtenatisik. der Städte spielen difür Strakenunterhaltung den Umfang der Jnstanshaltungsarheiten unb ber aulauwendenden Mittel ist es natürlich von Bebeutung we groß das ginze Strakennen tchen Jahrbuch deuticher Gemeinden befestigte Straßenfläche chne actuege, in folgenden Städten am großten:1 n 2261 ha: 2. Hamburg 720 ha; 3. Koln 716 ho; esreen " ka. Es folgen dann in großerem Alritand ruta-Hombern, Hannover, Wuppertal, Breskan, e12 Nachum hat 8M ha Wiestigte Straßen lliche. Aut einen Einwohner berechnet sind Straßenllüche qu unterbalten in Dortmund und Galle etna 11 Quatratmeter, in Essen und Difert etma 10.8 am. in Bochum 93 am. Eine beanders geringe Straßenfläche bat Breslau mit um je Cimrehnet. ano nur bach so viel wie DortDas erklärt sich daraus, dah Breslau ein e bicht belautes kleines alles Stadtahiet hat etessant ist noch, daß Dartmund von sämtlichen e" auner Berlin die größte asphaltierte raßenfläche 5" * te„chöne Frau“ Alljahrlich um die Zeit der To1latia Fieschenreise knnen Ainder und auch Ennachiene nicht eingenug vor dem Genuß der giftigen rucht gewatnt werden. Die Gefährlichleit der Tollde ist allgemein bekannt, und wenn man an geblliche oder legendenhafte Benehnisse erinnert, die der Tolklirsche in Beziebung stehen, so wird dahcre weringende Wirkung nur unterstrichen. biran erinnert, daß im Jahre 1813 bei Pirna aeten vlele franzslische Soldaten Feldlager nach dem Genuß von Tollkirichen er Mahnsinnsanfällen und entsetnen Schmerzen starben oder daß einst die andurch Mischung eines Grtränkes mit chenaft ein feindliches Griegsbeer ingeschläfert und vernichtet haben sollen enn die schwarshlaue Sirsche errein Schrindel, Benung. Deppeksehen, und ihr Genuß hat sehr eit rTod zur Folge. Atrera bella danna— schöne an— heißt ihr stalzer botanischer Name, weil sie bie britle der Pargen, Atrops ohne Erbarmen Cebenainben ebschneidet. Aer wie kommt sie Dezeichming bella donna— schine Frauf Nun, auch üible Dinge haben häufig eine anfe oder— wie " dielen Rall— wenichtens eine praktische eise. Die italienischen Schönen pflegen nämlich mit einem Trerfen Saft aus der Beere ihren Augen lanz und Schönheit zu verleiben. Daber der hmeichelhafte lateinische Beiname. Der germanischen "ntholegie entsprechend, beibst die Beere am Nieder in auch Malfürbeere, weil der. der sie genoß. den Maltüren verfallen mar Die Eb=bergtunsestelle des Kath. Deutichen rauenkundes belindet sich ab Mittwoch. den Inli. im Hause des Kath. Mädchenschutes ibhellweg 1n Sprechstunden: Mittwoche von a bie 6 Ubr Die Passion auf der Freilichtbühne Wienkopp. Erhebend und erschülternd zugleich. Es war bor zwei Jahren, im Wöri 109, als die Passion auf der Freilichtbühne Wienkopp zuerst auffuhrt wurde. Das Spief fand starken Anklang, die abl der Zuschauer blieb bis zum Ende der Spielzeit immer groß. Ganz abgesehen davon, daß die Aufführung eine ganz vorzügliche war, wirkte vor allem der erhabene Inhalt durch sich selbst. Ein jeder kennt die Leidensgeschichte des göttlichen Erlösers, ein jeder wird unzahlige Male in der Liturgie und im Gebet, in Bild und Musik, in Wort und Darstellung daran rinnert, und dech wird man derselben niemals überdrüssig. Das gewaltige Drama auf Golgatha, die nn de für alle das ewige Heil ascängt, die in religjöser und moralischer Beziehung die Achie des Weltgeschehens und damit die Grundlage aller Kultur bildet, wer könnte ihre Bedeutung in ewiger und irdischer Hinsicht voll und ganz nem Lekden in einigen Beispielen milaufgenommen ist und der Gegensatz duzu, der Haß seiner Feinde und die Undankbarkeit des Volkes um so schärfer une vor Augen geführt werden. Im weiteren hat die kundige Hand des Spielleiters(Joserh Toblas noch charalteristischech Figuren in das Drama eingefügt, 9. B. den Teufel, der den Judas zu seiner unseligen Tat verleitet. Rührend war die Szene am Celberg, die Gefangennehmung, erschütternd u. a. die Kreuztragung und der Kreugestod. Auch die Auf. erstebung des Heilandes ist vom Antor in das Passionsspiel mit einbezogen. Der bloße biblische Bericht die Auferstehung selbst bleibt unsichchar) würde dramatisch abfallen, und daher hat der Spielleiter Tohige eine packende, glanzvolle Auferstehungsfeier hingugefügt, die uns die Größe des Wunders vor Augen führen soll. Zue Grablegung kommt der Karfreitans tiger Teilnahme, londern ein Trost der Tal. Tarum eben wirkt die Paision, das Leiden des Erlöfers, vor Augen geführt, immer wieder von neuem auf alle e auf Welchrte urd Ungelehrte, und jeder wird von ihrer Wröße und Tiefe ergriffen. Darum die gewaltige Anziehungskraft der Paision. Vor Beginn des Spiels hielt Plarter Oster= mann eine furse Anipreche, utto iegte bar, wesbalt in vorigem Jahre, 1000) Jahre nach dem Kreugestode des Heilandes, die Passion nicht auf den Spielplan sesetzt worden sei. Tes Gui Ausschuß batte hr. schlossen, ein natienales Stüc aufzuführen, das von allen Seiten viel Zuspruch finden werde. Von berufelauber(hallplatten) au wber. eann das breifach riten Cftertan vielimee paschdi lades(Lob dem Osterlamm). Datauf erklingt das arandiose„Alleluja“ aus Dandels„Meisige“. Engel schreiten die Stufen herab und nehmen ehrfürchtig Aufstellung vor dem Krenz, das von einem Engel getragen wird. Ein Chor spricht minasgreicht und die seier schließt mit dem ambrosianischen Lobgesang„Großer Gott, wir leben dich, an dem auch die Zuschauer teilnehmen An der Darstellung der Passion wirkte eine große Anzahl von Spielern mit, so daß sich ihre Gesamtzabl auf mehrere puwdert belief. Die großen Rellen wurden teils von Berufsdarstellern, teils von Laienipie. lern gegeben. Voll Hoheit und Würde, verstärkt esus auf seinem Wege zum Abenbmahlssaale. ner Seite wurde nun bas Drama„Volk bricht auf empfohlen. Es ist ein Stück von bohem Wert und großer Schönbeit und fand auch reichen Beifall. Für nenter ist es sehr gut. auf der Freilichthühn hat es dem erwarteten Erfolg nicht gans entsprochen Es darf aber auch nicht verschiegen werden, dah der Wienkopp dies Jahr Besucher mehr gählte, als Im v. J. zu dieser Zeit. Es wurde der Wunsch nach einem andern Stück saut. Da ist die Passion wieder auf den Spielplan gesetzt, awar eine schwere Be lastung für die Spieler, aber sie haben sich der arn hen Aufgabe freudig unterzogen. Mit kurzen Worten wies Pfarter Ostermann auf die hobe Bedeutung der Raision hin. Die Wiederanfrichtung der Menseceit ist ohne Christus nicht mölich, die irdische Gesetz gebung darum aber nicht unnötig. Nun begann das Spiel. Die dramatische Bearbeitung der Passion, wie sie gestern aufgeführt wurde, stammt von Dr. Hermann Dimmler. Eg ist eine sehr glückliche Fassung Zunächst sind die Worte soweit als möglich der Heiligen Schrift entnommen, die in ihrer schlichten, einfachen (röhe allen von Jugend auf vertraut sind unp beshalb ebense echt als tief und nachhaltig wirken. Da mit ist auch die streng chriftgläubige Auffassung gemahrt und jeder Einfluß von Subjektinismus unterhunden. Die Handlung ist meisterhaft aufgebaut. wahel die Eigenart der Freilichtbisheft sorgfältig berücksichtint ist. Schon rein tbeatralisch gesehen it jede Szene geschickt und wirksam. Ein gang besonde. rer Vorzug der Tichtung ist es, baß die segensreiche Täligkeit(Lehre und Wunder) des Heilandes vor seidurch ruhige Ueberlegenheit, Sanftmut und Milde. so erschien der wöttliche Heiland(Dariteller: Hahn Eurt Bertschee, der im„Volk bricht auf“ dem Herzog wahre Größe mitzugeben mußte, zeichnet: jetzt in Raishas meisterhaft den wahrhaft teuflischen Hasser, der völlig überzeugte, daß er allein den 20d des Heilandes ersonnen hatte und sein Vorhaben un erbittlich durchzusetzen wußte. In Pilatue verkörperte Hermann Stövesand(der frühere Christusdarsteller) mit sicherem pirchologischem Blick den zwischen stolzem Selbitbewußtsein und haltloser Furchtsamteit schwankenden Römer. Aenne Frib gestaltet die Elandia, Gattin des Pilatus, als edle. bechgemute und mitleidige Frau. Der Engel im Garten Geshiemani Werner Nippen) erschien in seiner innigen Liebe und in seinem machtvollen Zorn in impoianter Größe Die schwierige Rolle des Judas, in dem Mlaube und auch edlere Regungen mit schmutziger Geldaler lange kämplen(Darsteller: Seiet), war sein erfaht und wirkte burchaus überzeugend. Auch die weniger umfangreichen Rellen leisteten Mutes uid tundeten das Spielvorzüglich ab. Zu nennen sind hier noch die berrliche Figut der liebedurcholübten Maria Manhalena, fernet die fanftmütige, still und Marfmita duldende Multer des Herrn, ebenso Joseph von Jrimashög nied Nieodemus. Treffend wat der Ten läußerlich an Mephisterbeles erinnernb), barneite! in der oleisnerischen Falichheit des Verluchers, nich ohne einen leichten Stich ins Komische r hall in den Herzen der Zuschauer. De. Bochumer Tageschronik. Man merke! Mittmoch, den 4. Auli Sonnenauigang 3.12. Sonnenuntergang 20.55 Uhr. Mondanigang 23.50. Monduntergang 13.54 Uhr 1715 Der Dichter Christian Fürchteantt Gellert in Hainichen i. Sa geb.(gest. 1700) 1814 Der Kunsthistoriker Karl Woermann in Hamburg geb.(gest. 103) 1851 Der Geograph Josef Bartich in Schreiberhau geb.(gest 1925 Der Dichter Theodor Storm in Hademarschen gest.(geb. 1817 1920 Der Bildbauer, Maler und Radierer Mat Alinger in Großiena gest.(geb 1857). Wienkopp-Passionsspiele. Die Freilichtbühne Wienkopp svielt in diesem Manat(Juti) jeben Sonntag, Dienstag uub mittwoch um 1 no Uhr bie Palie n“ nach biblischen Verichten. Diese hochdramatische und meisterhuite Darstellung der biblischen Vorgänge muh jeder Bachumer miterlebt haben. Heute um 16 20 Uhe ift die nächste Vorstellung Alle Eintrittenreise Rub für heute ausnahmaweise auf die Hälfte bernbgesetzt. Erwachsene erhalten schen für 25 Plg. und Ginder schen für 10 Pig. einen auten Siunlan Das Bochumer heimalmuseum im Kundfunt Der Reichesender Köln bringt am 7. Juli non 1717.15 Uhr in der meihe„Westfälische Heimatmuleen eizaulen“ einen Bortran Ans der Aortum=Sammlung bes No chumer Heimatmuseume“. Ter Vortran stammt von dem Leiter bes Muleums, Heren Reltur Alef Heinen Verletzungen erlegen. um Verkehrsunsall auf der Essener Straße am M Juni 1031. gegen 16 Uhr. wird berichtet, daß der schwernerletzte Innalide Wilhelm B. am 2. Juli 1034 im Bergmannsheil in Bochum leinen Verlekungen erlegen I beim Bergsleigen todlich verunglückt. Ein Banunternehmer aus Herne, der mit mehreren Gameraden von Scertal(Gars) zn den Nabenflinnen manderte, versuchte den Wea dadnech abenküeten, dah ex einen steilen, aber senft nicht aenabaren Pind einschina, Hierbei kam er in Noll und ichlng le unalüdlich mit dem Renl auf das Eestein, dah er das Genick brach und auf der Stelle te mor Fern vom Ellernhaus ertrunken. Der 18 Jahre alte Otle Sell aus dem Haverkamp in W.=Eickel ertrank beim Verluch, die Oder bei Elauchew zu durchaneren. Die Leiche lennte noch nicht geborgen werden Das Stadtlheater wirbl! Die Spielzeit 103=34 geht ihrem Ende entgegen: Für den 21. Juli kündigt die Bühne ihre letzte Vorstellung an. Zwei große Werke werden für den Ausklang vorbereitet: Schillers„Btant von Mellina“ und von Richard Strauk Arabella" Zugleich mit dem Abschluß eines Spieliahres richten sich die Gedanken aber auch schon auf die neue Saiion, und einen der michtigsten Faltoren stellt dabei das Publikum selbst dat.— jenes Publitum insbesondere, das für jedes Thenter bas Rundament bedeutet; die Vormieter An sie richtet sich denn auch heute schon die Bitte des Theaters. die Gefolgschaft, die es ihm bisher in lolcher Treue geleistet hat, auch auf das neue Jahr auszudehnen. Das Theuter ist danon übersenat, dah es damit rechnen kann. seine bisherigen Freunde auch für die kommende Spielzeit in den Neiben der Abonnenten wiederzulinden Ale Dank für ihre bisherige Mitwirkung an Nun und Frommen unierer Bühne, aber auch als Aninorn zu weiterer tätiger Teilnahme bietet das heater den Mitaliedern der geoßen Vormieten A. und C wie in den Vorjahren so auch diesmol eine besondere Vorstellung, die ale 31 au ben 93 abaenommenen Darhietungen unentaeltlich hinanfommen Joll Wenn die Vormieter diese Handlung ihreTheaters entgelten mollen, so tun sie es am besten damit. daß sie schon jett die Erklärung für eine Erneuerung ihrer Vormiete abgeben. Die Thenterlasse nimmt schriftlich, mündlich oder telesonisch (Ruf 89651) jederzeit Anmeldungen entgegen Aber auch alle diejenigen, die bieher keine Vormiete hatten, können sich schon heute in die Reiben des Stammpublikums eingliedern. Auch ihnen steht die Theaterkasse für jeden Rat und für lede Ans lunit gern zur Verfügnng. Man bedenke: Je eber man diesen Entschluß fakt. deito günstigre ist er fie einen selbst, aber auch für das Theuter th. Starker Waslerrehebench Vor dem Lokale Auce in Bochum=Hamme auf der Dorstener Strabe entitand auf dem Radlahrweg ein starker Bruch der Hauntwasserrohrleitung Dus Wasserwerk wurde gleich benachrichtigt, welches die Alperrung der Leitung vornahm. Auch wurden die Ausbesserungsatheiten Jolott in Anariti genommen, welche om gestrigen Vormittage noch Jortgelent wurden. Der Nadinbemeg und der Bürgersteig wurden hierbei tarf in Milleibenichalt gesogen Im Silberkennse Die Ehelente Anten Gendedl. Bochum Riemke. Auf dem Dablacker 99 leiern beute im Kreise ihrer Lieben das Reit der Ulbernen Hochseit. Glüdant aur goldenen Bilder von der Bochumer Braunen Messe. Eine Schau, die nicht nur den Kumpel, sondern iuck zle sonstigen Bewohner des Kohlenpotts freut, ist die Halle des Bergbaumuseums mit hren geologischen und bergbaukundlichen Schätzen. Ein Prunkstück für den Laien bildet der Riesenschadel eines Vorsintflutlers, der vor vielen Jahrtausenden zur Tierwelt der roten Erde gehörte, eines Mammutbullen. In einer alles Leben zerstörenden Naturktastrophe versank dieser Dickhäuter, dessen gewaltige elfenbeinerne Zahne fast zwei Meter lang und an der Wurzel armdick sind im erstickenden Schlamm. Viele Jahrtausende sind seitdem über unseren Planeten dahingegangen mit Sommer und Winter, in ewigem Werden und Vergehen. Eines Tages stieß man bei Bodengrabungen auf den Schädel, der die Jahrtausende überdauert hatte. Geschickte Hände setzten die einzelnen Knochenteile wieder zusammen und erganzten kleine fehlende Stücke. In Abbildungen werden den Beschauern typische Vertreter der Fauna und Flora längstentschwundener Zeiten vorgeführt, darunter je ein Lebensbild des Mammuts und des wollbaarigen Nashorns aus der Eiszeit unserer Heimat * Der westialische Boden ist reich an solchen Funden. Natürlich sind es nicht immer Mammutkopfe, die als Zeugen vergangener Weltepochen durch die Schürferarbeil des Bergknappen und durch zweck= und zielbewußte Grabungen berufener Forscher aus dem verschwiegenen Erdendunkel ans Licht des Tages gehoben werden. Aber nicht weniger Staunen, Ehrfurcht und Anteilnahme verdienen die zahllosen sonstigen Schausücke, Versteinerungen, Peirefakten usw., die— geologische Entwicklungsbeweise von hochstem Wert— im Laufe des letzten Jahrhunderts im westfälischen Boden gefunden worden sind und deren erlesenste Seltenheiten heute einen wesentlichen Bestandteil der erdkundlichen Abteilung des Bochumer Bergbaumuseums ausmachen. Nicht alle werden wissen, daß dieses Museum das von den Besuchern der Braunen Messe gegen Vorzeigung der Eintrittskarte kostenlos besichtigt werden kann, einzig in der Welt dasteht, nicht nur seiner Größe nach, sondern auch in der Vielfältigkeit und im Werte dessen, was es birgt. In der Braunen Messe konnte natürlich nur eine kleine Auswahl aus diesem umiassenden Museum zur Schau gebracht werden * Neben dem Schädel des Mammutbullen interessiert besoners die Zusammenstellung von Gesteinen, Erzen, Kohlen und sonstigen Mineralien. Achtungheischend liegt gleich am Eingang der Halle ein riesiger Steinsalzblock, der dem linkerheinischen Boden entstammt. Mit Interesse betrachtet man auch die verschiedenen Kohlenarten, angefangen von der Faserkohle, in der noch die Herkunft aus dem Pflanzlichen, aus dem Baumstamm urweltlicher Zeit, zu erkennen ist, bis zur Wealden= und steinharten Kennelkohle, aus der geschickte Bildnerhände ebenso wie aus Sandstein und Marmor beständige Bildwerke zu schaffen vermögen * Weil wir abrade von Marmor sprechen: die geologische Schau der Braunen Messe enthält neben sonstigen prächtigen Gesteinsproben auch verschiedene behauene und glattpolierte Blöcke eines schönen dunklen Marmors der aus westfälischen Brüchen stammt. * wicht weniger bemerkenswert als die Schau der Bodenschäße ist die Werkzeug= und Maschinenausstellung des Bergbaumuseums, die in anschaulich ster Weise die technische Entwicklung des Bergbaues von seinen vrimitiven Anfängen an bis zu seiner heutigen Vollendung aufzeigt. In Originalstücken finden wir alte klapprige Förder wagen, die auf erbärmlichsten Feldbahngleie fuhren; wir sehen hölzerne Tretrad= und Gopelbetriebe mit denen die Kohle in Kübeln zutage gezogen wurde; ferner Wasserhaltungsmaschinen, eine handbetriebene aus ältester Zeit, die mit Dampfkraft in Gang gesetzte Woolische Wasserhaltung, an Gewicht und Umfang ein Ungetüm und daneben ein wie eine Nippsache anmutendes Elektromaschinchen der Neuzeit, de ein Vielfaches der Leistung der Woolfschen Maschine spielend bewältigt. * Sehr schon und velehrsam ist auch die sehr reichhaltige Sammlung von Grubenlampen der verschiedensten Zeiten und Systeme. * Der Freund bergbaulichen Schrifttums kommt gleichfalls auf seine Kosten. In Vitrinen und an den Wänden sind zahlreiche Drucke, Abbildungen und Karten zur Schau gebracht. die in lebendiger Sprache von der guten alten Zeit im Bergbau erzahlen und uns durch die verschiedenen Epochen seiner Entwicklung hinüberleiten zu den modernen Abbau= und Betriebsweisen der Gegenwart. * Neben dem rein kulturellen Teil der Ausstellung übt natürlich auch die eigentliche Messeschau eine starke Anziehungskraft aus. Firmen aller möglichen Fachgruppen zeigen hier ihre Erzeugnisse und führen zum Teil auch den Gang der Her stellung vor Augen. So zeigt eine Firma einen Maschinenwebstuhl, der die fabrikmäßige Erzeugung von Handtuch= und sonftigen Gebildstücken veranschaulicht. Andere Firmen zeigen ante Handwerkskunst. Tertilwaren usw Betten=Schneider hat ein Kubhirtendenkmal aus— Bettiedern nachgebildet. * Sehr bemerkenswert ist eine herausgebrachte Ausstellung von Schuhwerk aus allen Ländern und Jahrhunderten Davon interessiert vor allem die Sonderschau„Der deutsche Schuh durch die Jahrhunderte“. Angefangen von der Nachbildung eines Moorleichenschuhes sind hier in Originalen alle Epochen vertreten Barock, Gotik(Schnabelschuhe) Renaissance(Kuhmaulschuhe), Empire usw., Schuhe aus der Zeit Ludwigs XV., Kriegsschuhe und— als letzter Schrei der Mode: der HuntingCalf=Schuh unserer Tage. Den wuchtigsten Eindruck macht ein gewaltiger Stangenreiterstiefel des Frauenschaftsgautagung. Die Aufgaben der Frau im Dritten Reich. aus Anlaß der Ausstellung„Deutsche Woche— Braune Messe“ sind in Bochum eine Reihe von große. ren Veranstaltungen vorgesehen. Samstagabenh lockte das große Feuerwerk schon Taufende zur Castroper Straße und auch zur Gautagung der NS. Frauenschaft des gesamten Gaues Weitfalen=Süd waren viese Hunderte von Frauen aus allen Kreisen des weiten (haugebietes nach Bochum geeilt, um nach einer eingehenden Besichtigung der Braunen Messe, vor allem der ausgezeichneten Schau der NS. Frauenschaft im Parkhaus in einer größeren Tagung über Aufgaben und Ziele der Frauenschaftsbewegung aus dem Munde der berufenen Führerinnen zu bören. Die Beteiligung war, wie schon gesagt, ungewöhnlich stark und nicht nur die beiden großen Säle des Parkhauses, sondern auch die Terrasse waren kait vollitändig besetzt. Die Reden und übrigen Darbietungen wurden durch Lautsprecher auch auf die Terrasse übertragen Eröffnet wurde die Tagung durch eine kurze Begrüßungsansprache der Gaufrauenschaftsleiterin Bruckner. Der Frauenschaftschor Bochum=Altstadt leitete mit dem Liede„Uns ward das Los gegeben“ zu einem längeren Vortrag der Gauschulungsleiterin Becker über, die in einem gedankentiefen Referat nach einem Rückblick auf die Stellung der Frau in der Geschichte eingebend die Aufaaben der deutschen Frau, ihr Wirken und Schaffen im Nationalsozialismus behandelte. Der Nationalsosianemu= habe auch für die deutsche Frau ein neues Zeitalter beraufgeführt. Er hat vor allem der Frau ins Be. wuntsein gehämmert, welch riesengroße Verantwor= tung sie für Volk und Vaterland bat. Wir wissen heute um die tieisten Ursachen unsereg Niederganges Sie liegen nicht so sehr aur wirtschaftlichem oder volt. tischem Gebiete, sondern sind lentlich zu suchen in der immer stärker werdenden Rassenmischungun) Rassenzersetung. Man weiß heute, daß diese Neberisemdung wesentliche Ursache des Niedergangeg geweesn ist. Aus dieser Erkenntnis wachst für die Frau, die Trägerin des Blutstromes, eine gewaltige Aufgabe Denn sie ist in ertter Linie berufen, über die Reinheit und Unversehrtheit des Blutes zu wachen. Es ist sicher: Deutschland wird nur eine Zukunft haben, wenn diese Rassenvermischung, die sich Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker bemerkbar machte. aufhort. Taruber hinaus muß aber auch der Geburtenrückgang zum Stillstand kommen. Es liegt zum allergrößten Teil an der Frau, ob Deutschland an seinen ungebore. nen Kindern stirbt. Alle noch so gut gemeinten Mai nahmen und Unterstutzungen des Staates werden und können nichts nützen, wenn die Frau nicht in shrem tiefsten Innern aufgerüttelt wird wenn sie nicht eigentlich natürliche Sehnsucht nach dem Kinde wieder zurückgewinnt. Zwar lieat dag Arbeitsgebiet der Frau wesentlich in der Fomilie, Trotdem soll und darf sie sich aber nicht au“ dieses Gebiet beschränken, darf sich vor allem von den groyen politischen Ge= schehen nicht abkapfeln. Denn nur so konne sie ihrem Gatten mitfühlende Kameradin und rechte Erzieherin hrer Kinder sein. Zweifelsohne besint die Mutter bei der Erziehung der Kinder den größten Einfluß= Wie nun eine Erziehungsmethode auszusehen habe Einer rechten Erziehung der Kinder müsse eine strenge Selbsterzniehung vorausgeben und eine Mutter kenn nur das von ihren Kindern ver= langen, was sie von sich selbst auch fordert. Besondere Aufaaben habe die Frau fernerhin zu erfüllen bei der Ausgestaltung des Heims und der Familienfeiern, die zu Familienkesten werden müßten und zum Er= ehnis für die gesamte Familie. Auch die herufstätige Frau habe im Nationalsozialismus noch Platz. und imar in all jenen Berufen, die ihre fraulichen Kräkte noch abtöten Jm Dienst an der großen Volksgemanschaf aber treifen sich die Mutier und die berufs. tätige Frau wieder Mit einem eindringlichen Appell. weiter zu arbeiten an den großen Aufgaben, die der NS. Frauenschaft gestellt seien, schloß die Gauschulungsleiterin. Nach musikalischen und tänzerischen Darbietungen sprach Frau Gosmann über deutsche Frauenkleidung und tellte die gronen Linien und Leitsäue beraus, die die deutsche Frau bei der Wahl einer ihr entsprechenden Gleidung bestimmen mükten Mit dem Liede des Frauenschaftschores Gein chöner Land“ war die Tagung beendet. Die Musik wurde ausgeführt von der Vereinlaung zur Pile alter Haus= und Kammermusik: Aenne Schneider. Violine, Hans Grumbt, Violoncello. Hanna Men. gel. Klavier Jahrhunderts aus dem Fürstlich LöwensteinWertheim=Rosenbergschen Marstall des Schlosses Klein=Heubach am Main. Auch die Schuhmacherkunst des Auslandes(Italien, Serbien Griechenland, Marokko, Nordafrika. Japan, China) ist in seltenen und wertvollen Stücken vertreten * Ein sehr starker Andrang entwickelte sich auch am Dienstag in den Nachmittags= und Abendstunden. Die Stimmung in der Schützenhalle im Café und in den Bier= und Weinrestaurants war von echter Messefröhlichkeit getragen Den Tagespreis für Montag errang in der Schützenhalle Herr Landau aus Bochum=Hofstede Den besten Schützen winken außer den täglich zur Verteilung gelangenden Tagespreisen noch zahlreiche Wertungspreise, deren Zuteilung am Schlußtage erfolgen wird Aus der Junsirauenkonsresation der Liboriuspiarre. Zur Namenstagsfeier ihres Präes. des hochw. Herrn Pfarters Dobbelstein veranital= tete die Jungitauenkongregation der Liborius= ofarte gestern abend bei Goele eine Feierstunde. zu der sich die Mitglieder in stattlicher Zahl eingefunden hatten. Die stellvertretende Prafeltin entbot den Erschienenen. vor allem dem Nameno= tagskinde ein herzliches Willkomm. Pitar Sasse wies in seiner Ansprache auf die verantwortungsreiche Arbeit des Prases hin. Wie lehr diese von den Kongreganistinnen anerkannt wird, bewies der zahlreiche Besuch Darauf wickelte sich ein buntes Programm ab. Ein von Grl. Becker verfatztes und vorgetragenes humoristisches Gedicht erregte stürmische Heiterkeit und erhielt reichen Beifall. Neben anderten Darbietungen zeigte, die rührige und tüchtige Theaterabteilung ein mit starkem Bei= fall aufgenommenes Theateritück Wie das oor einigen Wochen gefeierte 25 jahrige Jubilaum. be= wies auch diele Feier wieder. daß in der Jung= frauenkongregation in der Liborius=Gemeinde ein starkes und blübendes Leben herricht. Anmeldungen zu den stadt. gewerblichen Beufsschulen. Gemaß 8 1 der Ortssatzung für die gewerblichen Berufsschulen in Bochum sind alle nicht mehr volksschulpflichtigen im Schulbezirk Bochum beschäftigten oder wohnhaften Jugendlichen unter 18 Jahren zum Besuche der Berufs= schulen verpflichtet. Anmeldungen haben umgebend in den Geschaftsstellen der Berufoschulen Trankgasse, Eingang A Zimmer 20, für Knaben und Wittener Str. 2 für Madchen zu erfolgen. Dieses gilt auch für die vom Landaufenthalt zurückgekehrten Jugendlichen Seitens der Arbeitgeber sind die auf Grund des 9 der Ortssatzung zum Besuche der gewerblichen Berufsschulen ver pflichteten Jugendlichen innerhalb 7 Tagen nach Eintritt in das Lehr= bezw. Arbeitsverbältnis ohne Berücksichtigung der Probezeit bei den zuständigen Schulleitungen schriftlich anzumelden. Bei Zuwiderhandlungen haben Schulpflichtige wie Arbeitgeber nach§ 12 der Satzung polizeiliche Strafen zu erwarten. Jnbiläum. Am 4. Juli 1934 blickt die Girma Gebrüder Hombach in Bochum=Gerthe auf ihr 25. fähriges Bestehen zurück. Aus kleineren Anfängen hat sich die Firma durch die Tüchtigkeit und Streb= samkeit der Inhaber im Laufe der Jahre zu einem bedeutsamen Tief, und Strabenbauunter. nehmen entwickelt, das sie im Bezirk der Stadt Bochum zahlreiche Stein. und Kunststrauen aulsgefuhrt hat. Der Mitinhaber der Firma. Herr Wilh dombach. hat sich daneben schon seit Jahren den wirtschaftlichen Aufgaben seines Berufsstandes gewidmet und ist Obermeister der Pilastererinnung Bochum sowie Vorstandsmitalied des Weitdeutschen Innungsverbandes für das Pflasterer= und Straßenbaugewerbe. Wir wunschen der Firma Gebrüder Hombach. in der auch stets das beste Ver= haltnio zwischen Betriebsführer und Getolgschaft bestanden hat. eine eriprießliche Fortentwicklung im versonlichen Jnteresse wie dem des Volkoganzen KURT REINHARD DIETZ Das große Gcheimmis DAS RAETSEL EINERNACHT Copyright 1934 by Literar Bdro Geppert-Piean, Wiea. 18 20. Fortsetzung Babenbieh nichte stumm. „Sprechen Sie nun ohne Scheu, Josel. genau wie S. es mit mir getan haben, und verschweigen Ste nichts“, mahnte von Rechs Babendieh nichte wieder und fragte dann:„Wenn ich alles gesagt habe, kann dann meine Frau wieder heim. Herr Richter?“ „Ich hoffe es bestimmt. Babendiek. Es kommt no türlich darauf an, was Sie uns nun erzahlen und ob Sie die reine Wahrheit sagen werden.“ Der Chaufseur hob die Hand, als wolle er schworen Wahrhaftiger Gott, Herr Richter, nun sage ich Wahrheit, oder die Erde soll mich gleich hier ver= schluchen, ja.“ aiso, sagen Sie mir zuerst einmal, wie Ihre Frau zu dem Turmschlüssel ham, Babendiek.“ Babendiek schluckte ein paarmal heftig, dann begann er stochend:„Den Schlussel, sa, den habe ich vom Herrn Rittmeister von Ammern behommen, sa. Meine Frau mußte nämlich für den fremden Mann im Turm das Ellen hochen. Sie war früher Köchin, wissen Sie, Herr Richter“ „Für welchen fremden Mann?“ Den im Turmzimmer, den wir damolo in der Nacht darthin gebracht hatten, ja. Gott le“ Dank, Herr Richter. daß er wea ist. wie Herr von Reche mir gesagt hat. Ich hatte schon Anast, er verhungere setzt“ Es ist kein Vorteil für uns. daß dieser Fremde verschwunden ist. Das hatte sich vermeiden lassen, wenn Sie gleich gesprochen hätten. Was wissen Ste über diesen Mann?“ „Erzählen Sie einmal der Reihe nach, Jolek, so. wie Se es mit erzählt haben“, warf Herr von Reche ein.„Dann versteht Sie der Herr Untersuchungsrichter am besten“ Dr. Lendhopo nichte.„Ja, berichten Sie einmal von Anfang an, Babendiek“ Ja. das war also so, Herr Richter. Eines Tages. i eines Abende saomte der Fetmellter zu mir sef. wir müssen noch einmal weafahren" Dann te er sich neben mich norrhin ins Auto Das machte ernicht oft, ja. Und dann erzahlte er mir eimas pon etrem alten Jeind. der ihn ymmer verfolge und ihm ans Leben wolle, ja. Der hatte ihn in den Wald bestellt, hinter den Hausener Forst, ja. Das ist ein ganzes Ende weg. Na, und da fuhren wir denn auch hin. Ich mußte auf der Straße plotzlich stoppen, sa. Und da sah ich im Scheinwerferlicht auch einen Kerl ein Stück vor uns an einer Schmeise, wo's in den Wald reingeht. herumlungern.„Paß ein bißchen auf. Josef, sagte der Herr Rittmeister.„Fallo der Mensch etwas gegen mich unternimmt und so. Dann steigt der Herr Rittmeister aus und geht los. Keine Bange, Herr Rittmeister', sage ich noch, ja, dem Kerl hauen wir das Leder voll, wenn er nur muchst!' Ja. Und donn gehen die beiden, mein Rittmeister und der Kerl, in“* Wald. so gemutlich die Schneise rein, verstehen Sie, Herr Richter. Ich denhe noch so, ob ich wohl hinterher gehen soll. Und wie ich noch so das denke, ja, und vom Auto runterklettere, da kommt der Herr Rittmeister angerannt und schreit: Schmell, Josef, ein Unglück! Komm mit, wir müssen den Mann aufs Schloß bringen. Er hat mich niederschlagen wollen, aber ich bin zuvorgekommen und hab' ihm eine auf den Kopf gehauen, daß er bewußtlos da lieat! Wir liefen in die Schneise, und da log der Kerl. ja“ Wie lange waren der Rittmeister und der Fremde zusomemn im Walde gewesen?“ fragte Dr. Windhopp Babendiek zuckte die Achseln.„Danach hab' ich nicht gesehen, Herr Richter, weiß Gott nicht! Aber lange hat's nicht gedauert, ein paar Minuten vielleicht. Eigentlich ging's verdammt schnell, Herr Richter Sie müssen sich gleich in die Haare geraten sein“ „Wissen Sæe, ob der Herr Rittmeister von Ammer sich schon einmal mit dem Fremden irgendwo getroffen hatte?“ „Jawohl, Herr Richter. Das sagte mir der Herr Rittmeister auch auf der Fahrt, ja, und daß er nicht wisse, wie er den gefährlichen Menschen loswerden könne. Da sagte ich, der Herr Rittmeister solle ihn doch einsach bei der Polizei anzeigen. Aber der Herr Rittmeister erklärte mir, daß die Polizei erst dann etmas tun hönne, wenn der Mann ein Unheil angerichtet hätte. Das sei nun einmal so. Dechalb müsse er sich eben selber schutzen, sa.“ Und was geschah donn!“ Der Herr Rittmeister und ich wir schleypten den Mann ins Auto. Hintenrein, in die Limousine, verstehen Ste. Herr Richter. Und der Herr Rittmeister sagte, wir mußten den Kerl irgendwo einsperren, bie er zur Vernunft köme, ja. Dann haben wir ihm die Hände zusammengebunden und die Beine auch ein bißchen." Hatten Sie denn Striche mit?“ fragte Dr. Wind= hopo mit leisem Erstaunen. „Nein, Striche nicht. Der Herr Rittmeister hatte einen dichen Bindsaden in der Tasche, wohl zufallig Und für die Hande nahm er seinen ledernen Leib= riemen, ja." Dr. Windhopp blichte von Rechs zweifelnd an. Der hob und senkte die Schultern, als ob er sagen wolle: Eist mir ganz unverständlich. „Sprechen Sie weiter, Babendiek. Was geschah dann?“ „Ja, dann fuhren wir zuruchk. Der Herr Rittmeister satz auf der Heimfahrt hinten bei dem Mann. Ich mußte ganz langsam fahren. Unterwegs sagte der Herr Rittmeister: Wir bringen den Menschen in den alten Turm, Josef. Es darf uns aber niemand sehen. Ich fuhr dann von der anderen Seite ans Schloß heran. hinten rum. nicht übern Hof. sa. Da mußten wir den Mann noch über das Parkgitter heben. na, das war ne Arbeit!“ „Wur denn der Fremde immer noch bewußtlos? ragte Dr. Windhopp „Der war wie'n Toter, Herr Richter. Der ruhrte sich nicht und sagte nicht papp. Wir..“ Von Rechs unterbrach ihn.„Sie erzahlten mir doch auch von einem Tuch. das Herr von Ammer dem Frem= den im Auto unter die Nase gehalten hatte. Josef?“ Der Chauffeur nichte.„Jawohl, Herr von Recho, das summt. Das machte der Rittmeister Ich wunderte mich nachher. Ich dachte nämlich, dem Kerl blutet die Nase. Nee. das war nicht, an dem Taschentuch war nömlich hein Tropschen Blut zu sehen. Bestimmt nicht Ja. und dann schleppten wir den Mann rauf in de Turmstube. Und dann blieb der Herr Rittmeister bei ihn, und ich mußte aus dem Kavalierhaus, wo die Leute wohnen, heimlich ein Feldbett und Dechen holen und am andern Tag einen Tisch und den Stuhl, ja.“ „Und der Herr Rittmeister hatte Ihnen verboten. über die Geschichte zu sprechen?“ „Jawohl, Herr Richter. Er sagte, niemand darf es wissen. Nur mir hatte er sich anvertraut, weil wir dach alte Kameraden vom Militär her waren. Und ee wäre mein Schaden nicht. Und der Mann ginge sa wohl in einiger Zeit wieder weg. da brauchte es keiner erst zu erfahren. Ja. und noch, dat ich auch nicht drüber reden dürfe, weil wir beid= sonst wegen Freiheitsberaubung dran hamen.“ Darum schwiegen Sie vor Gericht?“ „Jawohl. Herr Richter. Ich hab' noch nie was mit der Volizei vorgehabt, und wie der Mano geschehen war. beham ich eine Heidenangst. Da bin ich mu dem Motorrad vom Herrn Baron Wolf losgefahren und wollte fliehen. Und dann hab' ich gedacht, sie kriegen dich ja doch, und da..." „Das wissen wir bereito. Wann brachten Sie den Fremden in den Turm, wie lange ist das her?“ „So um vierzehn Tage vor dem Mord war dao. Herr Richter. Ganz genau weiß ich es nicht mehr. Aber meine Frau, die weiß es, die hat es immer aus= geschrieben wegen des Essens für den Mann Das hat ihr der Herr Rittmeister bezahlt, sa“ „Ihre Frau brachte also dem Fremden Essen?“ „Nein, ich Ich brachte es hin, Herr Richter. Meine Frau kochte es nur und packhte es in den Korb. Abendo ging ich dann'ruber und stellte das Essen unten auf die Treppe im Turm, ja. Wenn ich dann weg war, holte der Mann sich das Essen. Andern Abende stand das Geschirr wieder unten, und ich stellte neuce Essen hin." „Wissen Sie, wie die Zigarren, Zuaretten und Bucher ins Turmzimmer kamen?“ „Die gab mir der Herr Rittmeister. und ich stellte sie abende auf die Treppe“ „So, und nun beschreiben Sie mir einmal diesen Fremden, Babendiek. Der Chauffeur machte eine hilflose Bewegung. „Also, das kann ich nicht, Herr Richter. Wie wir den Mann trugen, konnte ich sein Gesicht nicht sehen. Der Herr Rittmeister hatte ihm den Hut ganz tief in die Stirn gezogen. Und nachher hab' ich den Mann nie wieder gesehen.'raufgehen durfte ich nicht. und nunter kam er nie. Und wie ich das Bett brachte. hatte der Herr Rittmeister nur seine Taschenlampe. da konnte ich haum meine Arheit sehen. Es war ja schon pät. Am andern Abend, als ich den Tisch und daübrige Zeug'nauftragen mußte, lag der Mann auf dem Bett, und als ich reinkam, drehte er sich zur Wand. Gerade, als wenn ich sein Gesicht nicht sehen sollte, hab' ich noch bei mir gedacht, ja.“ War da der Herr Rittmeister von Ammer auch anwesend?“ „Jawohl. Alo ich die Wendeltrepre'naufaing. prachen die beiden miteinander. Sie zankten sich wohl. Wie sie mich hörten, schwiegen sie still.“ War der Herr Rittmeister noch öftero bei dem Fremden im Turm?“ „Zweimal noch. Herr Richter. Er ließ sich von mir den Schlüssel geben“ „Und der Fremde machte nie den Versuch, auszubrechen, etwa dann, wenn Sie das Essen brachten?“ Nein. nie. Jch sah immer erst durch den Tür= spalt, aber er war nie unten“ „Der Fremde war anscheinend groß und stark““ „Groß war er. sawohl. So wie Herr von Recho in der Figur Kräftig. aber nicht dich, ja.“ (Jortsetzung solat. ... Fahrt ins Blaue unserer Zeitung am 30. Juni 1934. Samstag ist's, hell lacht die Sonne. Eine Ueberraschung für die Unentwegten, die trotz der voraufgegungenen Regentage es sich nicht verdrießen liegen, ihre Anmeldung für die Fahrt ins Blaue vorzunehmen. Sie wurden nicht enttäuscht. Nach Ankunit des Autobusses waren die Plane schnell eingenommen und gleich zu Anfang zeigte sich eine ausgezeichnete Reisestimmung. In ruhiger rücksichtsvoller Fahrt wurden die einzelnen Stadtteile Vochums durch ahren Das Rätselraten begann: Wo geht es hin? Eppendorf ist bald erreicht, um über Sieele vorbei an dem herrlich gelegenen Baldeneywe, nach Werden, der Stadt des hl. Ludgerus, zu gelangen Prächtig prangte die Stadt im Flaggenschmuck. Ein malerisches Stadtbild Aus der Mitte erhebt sich wuchtig die altehrwürdige, im altromanischen Stil gehaltene Abteikirche, das Ziel lo mancher Pilger. Ganz Werden stand im Zeichen der Pilgerfahrten. Nach einhalbstündiger Andacht und Besichtigung der Ausstellung an der Grabstätte des hl Ludgerus in der Krupta der Abteikirche, wurde die Fahrt von Werden an der silberklaren Ruhr entlang nach Kettwig fortgesetzt. Das Endziel Hosel war nach einer halbstündigen Bergfahrt bald erreicht. Im Gartenrestaurant„Pannschoppen“(Gormann) war alles auf den Empfang der Teilnehmer aut vorbereitet, lo daß auch der Magen zu seinem lam. Bei einem kurzen Spaziergang wurde die Teilnehmergruppe nach Vorschlag auf den Namen„Konfi“(sprich: Marmelade) getauft Zwanglos und frohbewegt wurde bei Sport und Spiel der Alltag ichnell vergessen und freudige Stimmung war bei allen Teilnehmern zu verzeich= nen. Im Anschluß an die Wettkämpfe auf dem grün Kasen schloß sich ein internationaler Kegelkampi chen Bochum=Altstadt und Dahlbaulen und vontrop und Steele an, den nach großem Kampfe Dah hausen und Höntrop für sich entscheiden konnten. Beim gemütlichen Beisammensein mit Scherz. umor und Tanz wurde die Preisverteilung vorge= nommen. Mit Gelang und froher Stimmung wurde die Heimfahrt durch den mitternächtlichen Ratinger Bald angetreten. Auf chnellem Wege war Bochum ald erreicht. Noch ein krättiges Händeschütteln und krobgelaunt eilte man den heimischen Penaten u. Wieder ist eine Fahrt unlerer Zeitung, reich an Uleberraschungen, abgeschlossen, auf alle Teilnehmer den denkhar besten Eindens hinterlassend FH * Die nächtte Ueberra nungskohrt underer Zeitung findet am 15. Juli statt. Die Anmeldungen zu dieser Fahrt, bitten wir in unserer Geschaftsstelle, Bochum. Mühlenstraße 12/14, frühzeitig vornehmen zu wollen. Auskunft wird gern erteilt Die Spendenkorte für„Mutter und Kind“. Im Rahmen der Sammlung fürs Hilfswerk Mutter und Kind“ wird außer den üblichen Sammlungsarten mit Büchsen und Listen eine Neuerung eingeführt. Die Deutsche Reichsbahn wird ab 1. Juli auf allen Bahnhöfen an den Schaltern den Reisenden eine Karte anbieten. deren Verkauf bedürftigen Müttern und Kindern selsen soll, ihnen in den Ferien Landaufenthalt zu verschaffen. Die Spendenkarte ist ein weißer irel, der Kopf zeigt einen Ferienzug. die Beschriftung ist in blauer Farbe gehalten und lautet: Spendenkarte für Mutter und Kind 10 Pfennig“ Sie wird. wie schon erwahnt, an allen Schaltern Reichsbahn als Zusatzkarte verkauft. Jeder Schalterbeamte ist angewiesen, dem Reisender die Karte anzubieten. Der Preis in gering gehalten, so daß jeder Reisende diese Karte erwerben kann und mun Deutsche Volksgenossen: Es muß eine Selbstverständlichkeit für jeden sein bei Antritt der Ferienreise die Spendenkarte für Mutter und Kind" zu erstehen. Der Preis ist so gering daß keiner von Euch sich durch dies. Ausgabe Einschränkungen auferlegen muß 10 Pfennig entsprechen einer Zigarre oder einer Zeitung. Aber jeder Groschen hilft schon. Jeder deutsche Volksgenosse muß die Spendenkarte kaufen, damit deutsche Mütter und Kinder aufs Land verschickt werden können N S. D. A P. Gau Westfalen Sud Amt für Volkewohlfahrt. Die deutschen Bäder brauchen Personal. Tas Arbeitsamt Flensburg sucht für sofort Küchen= und Hausperiona. aller Art. Wie in allen anderen Wirtschaftezweigen, macht sch erstmalig in diesem Jahre eine außerordentliche Feiedung in der Bäderindustrie bemerkbar. Die gün= ngeEnmeckung bringt es mit sich, daß in erböhtem Mare gegenüber den Vorjahren die Kurbotels und lensionen dazu übergehen, neue Arbeitskrafte einzustellen. Sochen erreicht uns die Nachricht, daß das Atbeitsamt Flensburg für die in diesem Bezirk befindlichen Nordieebäder eine gange Reihe von weiblichem Perional gegen guten Lohn sucht. Die Mäd= chen sollen in einem gemeinsamen Transport am Vonnerstag abend vom Hauptbahnhaf Bochum bereits abfahren weil sie bereits am Freitag dieser Woche an Ort und Stelle erwartet werden. Es werden unter anderem gesucht: 10 Spülmädchen, Lohn 40.— Mark netto. 15 Zimmermädchen, Lihn— Mark netto und Trintgeld. 10 Kochinnen, Lohn 50—60 Mark netto. 10 Mamfells, Lobn 80.— Mark netto. Sofern noh arbeitslose Vollegenskünnen in Pochum sind. die schnellstens bereit sind, diese ihnen gebotenen Arbeitsplatze anzunehmen, mussen sie sich umgehend auf dem Arbeitsamt, Abtla Frauen. melden. Wer guerst kommt, mahlt zuerst. Bochumer Frauen und Madchen, auf zur Asheit zum schönen Nordseestran! l. Renoniekungearbeiten an der Lohbergbrücke Vas Pfeilermassiv der Lohbergbrücke an der Wrangelstraße wird augenblicklich einer gründlichen Ueberholung unterzogen. Die Mauerbrüstung erhält durchgehends einen neuen Verputz. Weiter werden eiserne Verbindungestreben eingebaut, um die Tragahigkeit der Brücke zu erhöhen, da der immer stärter anschwellende Verkehr größere Belastungen mit sich bringt. Die Arbeiten dürften einige Wochen dauern. Groß=Bochum meldet Bochum-Hordel. th. Berufounfall. Auf der Zeche Hannover 1.2 erlitt der Lehrhauer Stuch aus der Kolonie einen Unfall. Stuch kam zwischen zwei beladenen Förderwagen. Mit erheblichen Beckenquetschungen wurde er dem Bergmannsheil Bochum zugeführt th. Das Bein gebrochen. Von einem bedauerlichen Unglücksfall wurde die in den fünfziger Jahren stehende Ehefrau Paul Redina aus der Alfredstraße betroffen. Bei Ausübung ihrer Hausarbeit rutschie sie plötzlich aus und kam sehr unglücklich zu Fall, wobei sie einen komplizierten Beinbruch davontrug. Nach Anlegen eines Notverbandes schaffte man die Verletzte ins Krankenhaus. Bochum-Gerthe. kr. Unter einen„Sargdeckel“ geraten. Schwer verletzt geborgen und dem Bergmannsheil eingeliefert wurde der auf der Gerther Str. wohnende Lehrhauer Friedrich G., der im Untertagebetrieb einer Herner Schachtanlage mit dem Vortreiben eines Streckenortes beschäftigt war. Aus dem Hangenden löste sich ein sogenannter„Sargdeckel“, unter den G. geriet, so daß er neben einem Achselhohlenbruch schwere Brust= und Schulterverletzungen davontrug. Ein Arbeitskumpel aus Harpen konnte sich retten. Bochum-Harpen. tl. Haus. und Grundbesitzerverein. Jn der im Vereinslokaj Ruwe am Sonntag abgehaltenen Monatsversammlung unter dem Leiter Stute erstattete Geschaftsführer Fischer einen ausführlichen Bericht über die in Essen stattgefundene Verbandsausschußsitzung. Der Geschaftsführer teilte sodann die von der Reichsregierung herausgegebenen Steuerregelungen mit. Ebenso sprach der Geschäftsführer in längeren Ausführungen über Steuerveranlagungen für Baugelände, Staats= und Gemeindegrundsteuer für den Neuhausbesitz. Weiter wurde fessgestellt, daß verschiedene Mitglieder. die der Auskunftei in Bochum beigetreten waren, aus dieser wieder ausgetreten und zurückgekommen seien. Bochur=Langendreer. l Ein frecher Naububerfall In der Bommerdell, im Stadtteil Langendreer kam der hiesige Schuler W. S. trotz des auf ihn verübten mißglückten Maubüberfalls erheblich zu Schaden. Er befuhr die Straße in der Nahe der Eisenbahnunterführung ale plotzlich sich ihm zwei Manner in den Weg stellten. die es auf sein Fahrrad abgesehen hatten. Die Täter rissen den Jungen vom Fahrrad herunter, so daß er auf dem Bürgersteig aufschlug und erhebliche Verletzungen davontrug, die aber nicht besorgniserregend Durch den schlimmen Sturz wurde das rad so stark beschädigt, daß die Täter es nicht mehr benutzen konnten. Sie nahmen dann Reißaus und überließen den Knaben seinem Schicksal. Die Täter sind unerkannt entkommen. ik. Hohes Alter. Seinen 86. Geburtstag feierte am Dienstag in großer Rüstigkeit Josef Menke, der Teilnehmer des Krieges 1870/71 ist. ik. Versammlung des MGB.„Eintracht“. Die im Vereinsheim Schulte abgehaltene Versammlung des Männergesangvereins„Eintracht“ erbrachte einen Wechsel in der Vereinsführung. Da der Sangesbruder Sonnenschein zurücktrat, wurde der Schriftwart A. Moritz zum Vereinsführer gewählt. Auf Grund seiner erfolgreichen 22jährigen Tätigkeit wurde der alte Vereinsführer Fr. Sonnenschein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als Schriftwart bestimmte die Versammlung Fr. Fischer. Bochum-Linden-Dahlhaufen. f. Leute Fuhrt. Am Montag nachmittag fand die Peisetzung der bei dem letzten Gewitter ums Leben gekommene Ehefrau Auguste Drewezinski statt. Die ganze Spiclgemeinde der Freilichtbühne gaben ihrer Muspielerin das letzte Geleit. Die sterbliche Hülle des gleichfalls vom Blitzstrahl getöteten Wilhelm Vaasen wurde am Dienstag unter großer Teilnahme auf dem katholischen Friedhof beigesetzt. Hier nahm Pfarrer Ostermann die Beisetzingsfeierlichkeiten vor. In seiner Ansprache gedachte er der beiden Mitspieler, die auf so eine traurige Art und Weise ums Leben gekommen seien. Auch bier war die Spielgemeinde vollzählig vertreten f. Ausflug des Gesangvereins Liedertafel. Am Sonntag morgen unternahm der Gesangverein Liedertafel mit weit über 100 Teilnehmern seinen Ausflug nach Heisingen=Werden zum Stausee. Nach eingehender Besichtigung ging es mit dem Dampfer zurück nach Heisingen, wo man Mittagsrast machte, um am Nachmittag an dem 75jährigen Jubelfest des Brudervereins„Frobsinn“ in Heisingen teilzunehmen. Der Verein brachte unter erstmaliger Leitung seines neuen Dirigenten Lehrer Mener aus Weitmar den„deutschen Sängergruß“,„Der Rbein“ und „Süße Heimat“ zu Gehör. Dann ging es zum Ausflugslokal, wo man bei Gesang, Spiel und Scherz die restlichen Stunden verbrachte. Tennisspieler für das Landesturnfest in Minden. Zu dem morgen in Minden beginnenden Westfältichen Landesturnfest entsendet der Turnverein an Bochum, gegr. 1818, seine drei Tennisspieler und drei Spielerinnen, die sich in den Vorkämpfen für die Teilnahme qualifizierten. Es sind, auf dem Bilde von links nach recht: Nowak. Frl. Hols, Wagener. Fr. voffmann. Stormanns, Frl. Gleichenfeld Die Bezirksmeisterschaften der Schwimmer. Die am Sonntag ausgetragenen Meisterschaften r Schwimmer des Bezirks Industriegebiet zeitigten gende Ergebnisse: Lagenstaffel 100 200, 100 m, Kl. 2a: 1. Westfalen ortmund 6.05,5 Min.—. Linden=Dahlhausen Wasserort=Verein 6.31 Min.— Klasse 2b: 1. Witten 84 5.58 8 Min. 2. Neptun Herne 6.088 Min. 8. au=Weiß=Sparta Bochum 6.18,4 Mir.. Damenbrustschwimmen 100 m, Kl. 3: 1. Felsch. litten 1884, 1.46,1 Min. L. Husemann, SV. Lünen . 1.40— Min. 8. Landwehr, DSV. Bochum, 1,49,2 kin. 4. Hackert, DEV. Bochum, 1.49.4 Min Herrenjugendkraulschwimmen 100 m. Kl. 2: Ahlert, Westfalen Dortmund, 1,12.8 Min. 2. Wier. Blau=Weiß=Sparta=Boch.,1.,17. 9Min. 8. Voß. lestfalen Dortmund, 1.20.2 Min. Herrenbrustschwimmen 200 m, Kl. 26: 1. Kuno. litten 1884, 8.20,2 Min. 2. Adameit, Wiking Herne. 208 Min. 8. Hallwas, Witten 1884, 8.25— Min Herrenkraulschwimmen 1000 m, Kl. 2a: 1. Haak. Dahlhausen, 1.00.9 Min. 2. Rasch. Nept. Herne, 13.— Min.— Klasse 2b: 1. Bensch. Blau=Weißporta Bochum, 1 15.5 Min. 2. Oelrich, Blau=Weißparta Bochum, 1,15.5 Min. 8. Hallwas, Witten 184, 1.16 8 Min. Herrenbrustschwimmen 100 m, Kl. 3: 1. Müller. oseidon W.=Eickel, 1,81.— Min. 2. Hübner. Paseidon =Eickel 1.82.— Min. 8. Kasten. Neptun Herne, 38.— Min. 4. Marr. L.=Dahlhausen. 1,84.— Min. Springen: 1. Dieser, Blau=Weiß Bochum. 75.77 unkte. 2. Kulot. Neptun Herne, 59.— Punkte. Damenkraulschwimmen 100 m. Kl. 2a: 1. Klemth. Germ. Dortmund 1.34 Min. Herrenrückenschwimmen, 100 m. Kl. 2a: 1. Süing. Westfalen Dortmund. 1.28 Min.— Klasse b: 1. Tiggemann, Westialen Dertmund. 1.26— kin. 2. Rsch, Neptun Herne. 1.276 Min. 3. ronanik. Poseidon W.=Eickel, 1.28,8 Min. Kraulstaffel, 3mal 100 m, Kl. 2a: 1. Westfalen Dortmund, 4,18,,2 Min.— Klasse 2b: 1. Witten 1884, 8.49 Min. 2. Blau=Weiß=Sparta Bochum. 4.04 Min Jugendbrustschwimmen, 200 m, Kl. 1: 1. Balke, Westfalen Dortmund, 8,11.— Min. 2. Bergmann. Westfalen Dortmund, 8.1° Min. 8. Thalmann. Blau=Weiß=Sparta 8,25.9 Min.— Klasse 2: 1. Obermann, Witten 1884, 8,27,9 Min. 2. Müller. Wiking Herne, 8.80.2 Min. 8. Geehentges, Poseidon W.Eickel, 8.82.2 Min. 4. Ratte, Blau=Weiß=Sparta Vochum 8.85.4 Min Kraulstaffel, 10mal 50 m: 1. Westfalen Dortmund, 5,29.6 Min. 2. Blau=Weiß=Sparta Bochum, 5,48.— Min. 8. Neptun Herne, 6.29.4 Min. Goelhe-Oberrealschule knapp geschlagen. M0. Bannerkampf der höheren Schulen Westfalens Zum 20. Male fand der Bannerwettkampf der höberen Schulen Westfalens, der 1907 begründet wurde, in Recklinghausen statt. Der auszutragende Mannschaftskampf wies in diesem Jahr folgende Wettbewerbe auf: Turnen am Reck Barren Keulenweitwurf. Hindernislauf. Kleinkaliberschießen. 50. Meter=Schwimmen und 16-Kilometer=Geväckmarsch mit 10 Kilogramm Gepäck. Dieser neuartige Wettkampf wurde erstmalig ausgetragen, was auch auf die Beteiligung, die geringer als sonst war sich auswirkte, denn nur 82 Anstalten mit 250 Teilnehmern waren vertreten. Verteidiger des Banners war die Oberrealschule Goethe, die unter den veränderten Verhältnissen in der Spitzengruppe endete, der Sieo fiel aber mit 188 Punkten an das Gymnasium Soest. Einen Punkt dahinter folgten die Goethe=Oberrealschule Bochum Wie wird das Wekter? Die Zufuhr kalter Meeresluft hält für Mitteleuropa noch an. Die Kaltluit reicht im Durchschnitt bis 2 Kilometer. Die Gebirgsstationen und Höhenwindmessungen melden frische bis steife nördliche bis nordwestliche Winde, die über 1500 Meter eine Stundengeschwindigkeit von etwa 60 bis 70 Kilometer erreichen. In Deutschland herrscht somit wechselnde Bewölkung, aus der in den Küstengebieten sowie in Schlesien vereinzelt leichte Schauerniederschläge fallen. Frankreich und das südliche England dagegen melden erneut verbreitet Aufheiterung, zum Teil bereits wolkenlosen Himmel. Hierbei konnten die Temperaturen bis etwa 19 Grad, stellenweise bis 20 Grad ansteigen. Der vor Südnorwegen gelegene Wirbel ist nach der mittleren Ostsee gewandert Seine Bahn wird jetzt eine Drehung nach Süden erfahren, so daß er weiterhin die Luftströmungen über dem mitteleuropäischen Festland bestimmt. In Westdeutschland werden die Luftmassen jedoch allmählich in den Zustand des Absinkens übergehen, womit Aufheiterung. verbunden mit Temperaturanstieg, veranlaßt wird Mittwoch: Abflauende. um Nordwest schwankende Winde. Stärkere Bewölkung im Wechsel mit längeren Aufheiterungsperioden, dabei etwas wärmer. Geringfügige Regenschauer möglich. Donnerstaa: Nur vorübergehend Wetterberubigung. Später Rückdrehen der Winde auf westliche bis südwestliche Richtungen und dabei erneute Bewölkungszunahme. Vereinzelt leichter Niederschlag. und die Oberrealschule Bielefeld mit je 137 Punkten auf dem 2. Platz. Der Vorjahrssieger Oberrealschule Gertbe belegte mit 135 Punkten den nächten Platz. Die weitere Reibenfolge war Realgymnasium Lünen, 134 P., Realaymnasium Siegen, 133 P., Aufbauschule Laasphe. 132 P., Oberrealschule Recklinghausen, 132 Punkte. Im nächsten Jahr wird der Bannerkampf in Soeft ausgetragen. Deutsche Meister starten in Bochum bei den Leichtathletikmeisterschaften von Westfalen. Die am kommenden Samstag und Sonntag im TuS.=Stadion zu Bochum zum Austrag kommenden westfälischen Leichtathletikmeisterschaften sind bekanntlich die Brücke zur Teilnahme an den deutschen Meisterschaften anläßlich der Kampfspiele in Nürnberg Ende dieses Monats. Nur wer sich auf den Gaumeisterschaften erfolgreich erweist, wird in Nürnberg zugelassen, und darum werden die westsälischen Meisterschaften von den besten Leichtathleten der Provinz bestritten. Im früheren Westdeutschen Spielverband hatte der jetzige Gau Westfalen in den letzten Jahren unstreitig die Führung in der Leichtathletif an sich gerissen, und stets hat Westfalen im Kampf um höbere Ehren deutsche Meister gestellt. Solche deutsche Meister sind am Samstag und Sonntag auch in Bochum am Start. Wir nennen in erster Linie den Sprinter=Doppelmeister Borchmeyer(TuS. Bochum), den mehrmaligen Meister im Diskuswerfen. Hoffmeister (Münster 08), den westdeutschen und früheren deutschen Dochschulmeister im Zehnkampf. Stechemesser(Preußen Münster). den deutschen Meister von 1932 im Hammerwerfen, Grimm(Preußen Paderborn), ferner lo hervorragende Leichtathleten wie Göttmann(Sp. Vg. Hamm). Dswiza (TuS. Bochum). Glagowski(OSV. Hörde). Orth(VfL. Dortmund). den früheren Turnermeister Wenker(Eintrocht Dortmund). kurzum. in allen Wettbewerben trifft sich die LeichtathletikElite Westkalens, um erstmalig um die neue Würde des Gaumeisters zu kämpfen, die den Weg zur deutchen Meisterschaft in Nürnberg bei entsprechenden Leistungen frei macht. Stodttheater Bochum. Neben der Pflege des großformatigen Dramas— heute. Mittwoch, von 20—22,15 Uhr Schillers „Fiesko"; Vormiete A und Nichwormieter— und einer Opernaufführung von Thomas' Over„Mignon“ am Freitag(Vormiete C und freie Besucherschaft) kommt auch der Sommerspielplan voll zu seinem Recht. Der Samstag und der Sonntag bringen außer Vormiete Vorstellungen zu billigsten Preisen und zwar wird am Samstag zum letzten Male die Komödie von August Hinrichs„Wenn der dahn kräht. aufgeführt, für den Sonntag ist eine abermalige Wiederbolung von Nestrons Posse„Einen Jur willersich machen“ vorgesehen. Mit Ausnahme der Sonntag=Vorstellung ist der Vorverkauf zu allen übrigen Abenden im Gange. Es wird nochmals besonders darauf hingewiesen. daß den Besuchern der Braunen Messe gegen Vorzeinung einer Messe=Eintrittskarte zu allen Theateraufführungen der laufenden Woche eine Ermäßigung von 50 Prozent gewährt wird. Deutsche Bühne. Am Donnerstag. 5. Juli. findet für alle Mitglieder der Deutschen Bübne als Wabworstellung ein Konzert des städt. Orchesters statt. Diese Wahlvorstellung wird für versäumte Pflichtvorstellungen angerechnet. Die Preisermäßigung beträgt 50 Prozent. Karten sind an der Geschäftsstelle erhältlich. deute. Mittwoch. Konzerte des Städtischen Orchesters Bochum im Stadtpark. Heute. Mittwoch, l. Juli, nachmittags von 4 bis 6 Uhr. findet auf der Parkhausterrasse im Stadtpark ein Konzert des Städtischen Orchesters statt. Unter Leitung von Konzertmeister Rudolf Loos spielt das Orchester Werke von R. Thiele. Fr. von Flotow; A. Sullivan, G. Rossini. C. Zeller. Fr. von Supné und W. Grümmer.— Weiter findet abendss Ubr beginnend ebenfalls auf der Parkhausterrasse ein Operektemn nach Motiven aus Joh. Straußschsen Operetten von Strauß; Cuvertüre zu„Waldmeister“ von Joh. Strauß;„Das Vergißmeinnicht“ und„Hab' ich nur de. aus„Früblinsluft“ von Jos. Strauß; Fantasie aus „Der Vogelhändler“ von C. Zeller; Cuvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ von J. Offenbach; Walzer aus„Wiener Blut“ von Joh. Strauß; Potpourri aus„Der Bettekstudent“ von C. Millöcker; Cuvertüre zu„Die schöne Galathée“ von Fr. von Suwpé; Boccaccio Marsch von Nr. von Sup.4 Leitung: Kon= zertmeister Curt Gofmann.— Beide Veranstattungen sind nur bei günstiger Witterung. Ein Einteittsgeld wird nicht erhoben In der ältesten Gußstahlglockengießerei der Welt Die Glocken für St. Anna Bochum-West vor dem Guß. Wie sie entstehen.— Ein interessanter Arbeitsprozeß.— Mitte September werden sie erstmalig erklingen. Beim Bochumer Verein: Es sind Wochen her, daß wir unserer Leserschaft mitteilen konnten, daß die Kirchengemeinde St. Anna=West sich entschlossen habe, ein Glockengeläut für ihr schmuckes Gotteshaus in Auftrag zu geben, und daß dieser Auftrag dem Bochumer Verein überschrieben wurde, dessen Gußstablglocken in allen Landen klingen und durch dessen patentiertes Verfahren die Glocken eine Klangreinheit erhalten, wie sie bei Bronzeglocken nicht einmal zu finden ist. In der Zwischenzeit nun sind die Arbeiten in der ältesten GußDer fertige Kern mit der Schablone, der ihn formte. stahlglockengießerei der Welt so weit gediehen, daß mit dem Glockenauß in nächster Zeit gerechnet werden kann, da die Glocken bis Mitte September geliefert sein und zum ersten Male ihr Preislied zur Ehre des Allerhöchsten erklingen lassen werden. Es dürfte daher unsere Leserschaft interessieren, einmal etwas über den Vorgana eines solchen Glockengusses zu erfahren. Der Bochumer Verein war so liebenswürdig, die örtliche Presse zu einem Rundaana und zu einer Besichtigung seiner Glockengießerei einzuladen, so daß die Pressevertreter Gelegenheit hatten, sich an Ort und Stelle über den Glockenguß für St. Anna=West zu orientieren. Von vornherein sei gesagt, daß es sich um einen ganz nüchternen Vorgang handelt, bei Stahl zu verhindern. Das Ganze nennt man den Kern Dann wird ein gußeiserner Mantel von entsprechender Größe genommen. In diesem wird unter Benutzung einer zweiten Schablone, die der Außenform der späteren Glocke sinngemäß entspricht, der Mantel hergestellt, und zwar ebenfalls aus Mörtel, Beide Teile, Mantel wie Kern, werden dann in großen, lichtgasbeheizten Kammeren getrocknet, was unter großer Hitze geschieht. Die Formmasse muß nämlich vollkommen trocken sein, damit stürmische Dampfbildungen oder gar Explosionen von vornherein unterbunden werden. Der Kern hat in der Mitte der Oberseite eine Vertiesuna, um Raum für das Anbringen des Zapfens zum Aufhängen der Glocke zu lassen. Nach dem Trocknen wird der Mantel schabloniert und dann werden die Inschriften und Verzierungen eingeformt, wie unsere Aufnahme zeigt. Ihre Anbringung in vertiefter Spiegelschrift ist eine mühselige Arbeit, die einen erfahrenen Arbeiter verlangt. Sind die Arbeiten erledigt, dann wird der Mantel über den Kern gestülpt. Zwischen beiden befindet sich ein Hohlraum der die Stärke der Glockenwand bedingt. Nachdem beide Teile fest verschraubt worden sind, werden sie umgedreht, so daß der zweite Glockenrand nach oben liegt. Alsdann werden an den inneren Rand zwei Zylinder angesetzt, durch die das flüssige Metall eingegossen wird. Der eine der Eingußtrichter, der andere der Steiger durch den die Luft entweicht und der dann zur Aufnahme der beim Guß emporsteigenden Verunreinigungen dient. Beide Trichter sind sehr kräftig im Durchmesser gehalten, erkalten daher zuletzt und nehmen dabei den„Lunker“, der aus Gasausscheidungen und Verunreinigungen besteht, in sich auf. Und nun kann der Guß beginnen. Der Vorgang ist höchst prosaisch und technisch vollkommen beherrscht, so daß es Fehlgüsse, wie bei Bronzeglocken, nicht gibt In einem der für Stahlguß allgemein üblichen Siemens=Martinofen wird ein vorzüglicher, sich möglichst blasenfrei vergießender Flußstahl verschmolzen. Dieses für den Guß bestgeeignete und geschmolzene Material wird in eine große Gießpfanne geleitet, die Pfanne wird durch einen Laufkran über die Formen gefahren und dann ergießt sich das Material in die Trichter, nachdem mittels Handhebels das Bodenventil geöffnet worden ist. Unter Funkensprühen fallt ein hellorangefarbener Stahlstrahl von blendender Leuchtkraft in den Eingußtrichter, aus dem Steiger hört man die Luft entweichen, der Stahl steigt in der Form immer höher, bis er dann endlich Steiger und Einguß anfüllt. In diesem Augenblick wird das Bodenventil wieder geschlossen und der Guß ist geschehen Je nach der Größe der Glocke bleibt der Abguß ein bis vier Tage in der Form stehen, damit er sich an der Luft langsam abkühlen kann, um inneren Spannungen vorzubeugen. Nach der Abkühlung werden die Schrauben gelöst, Mantel und Kern werden entfernt und die hartgebrannte Formmasse wird mittels eisernen Gezähes und elektrisch betriebener Schmirgelscheiben herausgehoben. Steiger und Einguß werden zunachst auf der Sagebank und dann auf der Hobel= bzw. Drehbank abgetrenn t. damit sich auch an diesen Stellen die Form der Glocke ergibt, etwa anhaftende Graphitreste werden beseitigt, und zwar durch Scheuern mit nassem Sand oder durch Sandst gebläse. Es folgt das Drehen der Krone auf Maß und das Einbohren der Löcher für die Schraubenbefestigung der Glockenachse und dann treten geübte Schlosser in Tätigkeit, um die aufgegossenen Inschriften und Verzierungen zu ziselieren. Das ist eine Arbeit, die schon mehr in das Gebiet des Kunstgewerbes gehört und besondere Sachkenntnis und Vorsicht erfordert. Dennoch können trotz dieser Schwierigkeiten die feinsten Verzierungen auf den Stahlglocken angebracht werden. Die weitere Bearbeitung vollzieht sich auf einer schwebenden Plandrehbank, wie sie nur in groten Werken anzutreffen ist. Ein Arbeiter formt die Spiegelschrift und Verzierung ein. dem dichterische Phantasie nicht angebracht ist. Wir wollen versuchen, mit Nachstehendem unsern Lesern den Glockenguß verständnisnah zu bringen. Man denke sich zunächst eine riesige Halle, in der die Glockengießerei nur ein Teil ist, mit gewaltigen Laufkränen, Formen aller Größen, geschwängert von einem ganz eigentümlichen Geruch. Zuerst wird also eine Form genommen, auf deren Deckel der Glockenkern geformt wird, was mit Hilfe eines kräftigen, mit Rundeisen verstärkten Eisengerüstes geschieht Alsdann werden luftdurchlässige Ziegel aufgemauert. Diese werden mit grauem Mörtel beworfen, wie man es beim Stuck an Häusern öfters beobachten kann, und dann wird der Mörtel mittels einer Schablone genau geglättet und geformt. Hierauf erhalt der Mörtel einen Grapbitanstrich, um später das Festbrennen des Mortels am erkaltenden Zum Schlusse kommt dann das Wichtigste: es gilt die Seele der Glocke zu wecken, ihre Tonböhe genau einzuregeln. Auch dieser Vorgang wurde uns durch den Abteilungsleiter Zwarg in liebenswürdiger Weise erschöpfend illustriert. Die Rippe der Glocke, also die Dicke der Glockenwandung bestimmt im Zusammenhang mit Glockendurchmesser und Zusammensetzung des Schmelzgutes die Tonhohe und im wesentlichen die sonstigen klanglichen Eigenschaften. Die Tonprüfung geschieht durch Aufsetzen großer, schwingender Stimmaabeln, die in Spezialfabriken hergestellt werden. Die Töne werden beim Einzelläuten und Zusammenläuten verglichen, da sie ja aufeinander abgestimmt sein müssen. Im ersten Falle werden die Schwingungszahlen der Hauptund Nebentöne festgestellt, während beim Läuten Klangfülle, Hörweite, Wohlklang und Harmonie beurteilt wird. Diese Prüfung erfordert natürlich einen Musiksachverständigen, der besonders musikalisch veranlagt sein mutz und auch die musikalische Vorbildung besitzt Der Klöppel besitzt eingelassene, bestgeeignete Bronzeballen, wodurch an den Anschlagstellen ein weicher, angenehmer Ton erzielt wird. Die Bochumer Gußstahlglocken sind sogenannte Mollglocken, d. b sie haben die kleine Terz als Oberton zum Haupt= oder Schlagton und als Unterton die große Sexte, die sich als Unteroktave mit dem ersten Oberton deckt. Als weitere Klangerscheinung findet sich bei den Bochumer Glocken die Oberoktave vom Schlagtone. Diese Kombination hilft die Harmonie wesentlich glätten und gibt dem Klange die den Sextglocken eigene, prächtige Rundung und Weichheit. Da diese vier charakteristischen Töne bei den Bochumer Glocken klar zu Gehör kommen, so ergibt sich eine feierliche Klangfülle und ein wirkunagsvolles Klangfarbenbild. Das für jedes Geläute entscheidende Moment bilden die Schlagtöne, die sich bei den Bochumer Glocken stets mit den Primen decken. Reinstimmung der Schlagtöne ist ein Vorzug, der den Bochumer Glocken in hervorragender Weise anhaftet. Das Werk verfügt über ideale technische Einrichhat solche Lieferungen besonders in der Nachkriegszeit in großer Anzahl geliefert und stets zur vollsten Zufriedenheit der Besteller ausgeführt. Was den Bochumer Glocken gegenüber den Bronzeglocken den Vorzug gibt, ist, daß sie klangliche Kunstwerke und daß sie widerstandsfäbiger sind gegen Abnutzung und Zerstörung durch äußere EinDer Mantel wird über den Kern gestülpt flüsse. Von den bis jetzt gelieferten 35 000 Kirwenalocken neben über 60000 Kleinglocken für Kapellen, Schulen, Schiffe usw. ist noch keine einzige beim üblichen Gebrauch gesprungen Herr Zwarg beim Stimmen der Glocke. tungen, die es ermöglichen, auch Ergänzungen zu bereits vorhandenen Bronze= oder Stahlglocken in absolut reiner Harmonie auszuführen. So wurde beispielsweise nach 37 Jahren eine h=Glocke zur Vervollständigung des im Jahre 1892 der St. Josephskirche an der Blücherstraße gelieferten Geläutes dei=g geliefert. Aber auch im Zusammenläuten mit Bronzeglocken haben sich die Gußstahlglocken von jeher bestens bewährt. Das Werk Eine Reihe fertiger Gußskahlglocken. oder unbrauchbar geworden. Sie sind also van einer unbegrenzten Haltbarkeit und somit den Bronzeglocken bedeutend überlegen. Der Bochumer Verein übernimmt denn auch für die Haltbarkeit seiner Glocken eine zwanzigfährige Garantie. Bei Kirchenbränden, bei Stur aus großer Höhe, bei strengster Kalte bleiben sie unbeschadigt Man wird sich noch erinnern, daß dagegen die Bronzeglocken der hiesigen Propsteikirche der Feuersbrunst am 21. September 1920 zum Opfer fielen. Der Gußstahl schmilzt eben erst zwischen 1500 und 1600 Grad, während die Bronze aber schon bei 800 bis 900 Grad flüssig wird Aber trotz aller dieser Vorzüge wird ununterbrochen an der Verbesserung gearbeitet, um die Erfindung auf dem Gebiete des Glockengusses immer mehr zu vervollkommnen Von dem im Laufe der Jahre gemachten Fortschritten geben die Gelaute in den hiesigen Kirchen, in der Klosterkirche die 1872 beliefert wurde, in der Propstei= und Meinolphuskirche und in der Martinikirche beredtes Zeugnis. Die Bochumer Stahlglocken haben sich denn auch längst schon wegen ihrer Güte und ihrer klanglichen Wirkung Weltgeltung verschafft. Und so wird auch im September St. Anna=West mit in den Sang Bochumer Gußstahlglocken einstimmen Gott zu Preis und Ehre, dem Meister zum Lobe, der kunstreich ihre klingende Seele läüterte, und deutscher Arbeit zum Ruhme Wie wir schon mitteilten, sind auch die Namen der vier Glocken, die für St. Anna=West bestimmt sind, schon bekannt. Sie werden heißen: Christusglocke, Marienglocke, Josephsglocke und Annaglocke. Die Christusglocke wird als Inschrift tragen: „Ich verkündige euch Christus, ich rufe die Gläubigen, ich spende den Frieden“ Die Beschriftung der St. Annaglocke wird lauten:„Schutzherrin, Mutter Anna, sammele die Gläubigen dieser Gemeinde, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt.“ Die Inschrift der Marienglocke:„Mutter des Erlosers, flehe zum Herrn, daß in unserm Bezirk allezeit lebendiger und starker Glaube walte!“ Und die Inschrift der Josephsglocke:„Ihr Erlosten, kommet in Dankbarkeit gegen den hl. Joseph zum Werke Christi!“ Die vier Inschriften werden natürlich lateinisch lauten 4 av Der Mord in Gollmütz vor dem Sondergericht in Meseritz Vernehmung des Angeklagten Meißner TNB. Meseritz, 3. Juli. Das DNB gibt folgenden Bericht: Vor dem Elbinger Sondergericht begann am Dienstagvormittag im Schwurgerichtssaal in Meseritz der Prozeß gegen den Mörder Meißner aus Gollmutz(Kreis Schwerin an der Warthe), der am 18. Juni den Amtswalter der N3DAP und Gutsinspektor Kurt Elsholz aus Gollmütz aus politischen Beweagrunden mit einem Fleischermesser ermordete. Zwischen Meißner und Elsholz hat es niemals eine personliche Auseinandersetzung gegeben, zumal beide sich kaum kannten. Im Verlaufe der Untersuchung des Mordes wurden zehn weitere Personen sestgenommen, von denen mehrere Mitglied der„Deutschen Jugendkraft" sind. Sie siehen im Verdacht, den Mörder zu seiner Tat beeinflußt zu haben. Das Verfahren gegen diese Personen ist abgetrennt worden. Auf Grund der Untersuchung in dem Mordfall ist die„Deutsche Ingendkraft" fur das Gebiet der Grenzmark Posen Westpreußen verboten worden. Die Anklagebehörde beim Sondergericht hat gegen den Morder Anklage wegen Verbrechens gegen den 1 des Gesetzes zur (bewahrleistung des Rechtsfriedens vom 13. Oktober 1933 und wegen Verbrechens gegen den"11 des Strafgesetzbuches erhoben. Unter großem Andrang des Publikums und der Presse erofinete der Vorsitzende des Sondergerichtes die Verhandlung. Wie groß das Jnteresse an dem Prozeß auch bei den zuständigen Regierungsstellen ist. beweist die Anwesenheit zahlreicher Behördenvertreter im Gerichtssaal. Nach dem Zeugenaufruf und der Verlesung des Eröffnungsbeschlusses und dem Hinweis auf die Zustandigkeit des Sondergerichtes. da es ein politischer Prozeß sei, begann der Vor. sitzende mit der Vernehmung des Angeklagten. Der Angeklagte machte seine Aussagen vollig ruhig und ohne Spur von Neue und innerer Bewegung Er überlegte alle seine Antworten ganz genau. Der Angeklagte ist im Februar 1932 bei der Gründung der Ortsgruppe Gollmutz der„Deutschen Jugendkraft“ in diese eingetreten und hat auch immer die Beiträge be= zahlt. Er fühlte sich hier zuletzt als vollaultiges Mit alich der„Deutschen Jugendkraft“. Aus der weiteren Vernehmung ergibt sich das Bild. daß in Gollmutz von der„Deutschen Jugendkraft“ aufs schwerste gegen die Ortsgruppe der NSDAP gearbeitet worden ist. Mit= glieder der„Deutschen Jugendkraft“ aus Berlin haben B. auf dem Sportplatz einmal die Hitler=Jugend übersallen. Das daraufhin ausgesprochene Verbot des Sportplatzes für auswärtige Spieler sollte dem ermordeten Amtswalter Elsholz in die Schuhe geschoben werden. In Kreisen der Mitglieder der„Deutschen Jugendkraft“ ist gesagt worden:„Diese Bande müßte man totschlagen". Auf ausdrückliches Befragen gibt der Angeklagte zu, daß er dieser Ueberzeugung stimmt habe. Er will auch gesagt haben, wenn Elsholz ihm einmal in die Finger komme, werde es ihm schlimm gehen. Wenn der Angeklagte mit seinen Freunden von der Jugendkraft zusammenkam, sei immer gesagt worden, den Hund müßte man am besten totschlagen. Der Angeklagte gab ofsen zu, daß keinerlei persönliche Reibereien zwischen ihm und dem Ermordeten bestanden hatten. Seinen Haß gegen Elsholz konnte er immer nur wieder mit der Behauptung begründen, Elsholz habe angeblich eine Veranstaltung der Jugendkraft auf dem Sportplatz verhindert. Der Ermordete soll den Ausdruck„schwarze Hunde“ gebraucht haben. Der Angeklagte mußte aber auf Vorhalten! des Vorsitzenden zugeben, daß er solchen Ausdruck niemals von Elsholz noch von einem anderen Parteigenossen gehört habe. Am Morgen des Mordtages verließ der Angeklagte nach einer Auseinandersetzung mit seinem Bruder den elterlichen Hof, um sich angeblich das Leben zu nehmen. Wie er als überzeugter Katholik dazu kam, sich das Leben nehmen zu wollen, konnte er nicht erklären. Bevor er das Haus verließ, steckte er sich ein Fleischermesser ein. Auf eine Frage des Vorsitzenden, zu welchem Zweck er es mitgenommen habe, erklärte der Angeklagte, er habe damit verhindern wollen, aus dem Wasser gerettet zu werden, da er ein guter Schwimmer sei. Als ihm die Mutter das Messer weggenommen habe, habe er sich ein Fleischermesser gelieben. Ueber den Mord sagte der Angeklagte u. a. aus, er sei auf dem Gutshof gekommen und habe nach Elsholz gefragt. Als man ihn in dessen Wohnung verwiesen habe, sei er mit den Worten ins Zimmer getreten:„Hände hoch oder das Leben!“ Mit dem Messer in der Hand will er Elsholz aufgefordert haben, herauszukommen. Auf dem Hof hat Meißner dann die tödlichen Stiche geführt. Unter großer Bewegung im Saal er klärte der Angeklaate auf eine Frage des Oberstaats. anwaltes zynisch, daß er den Ermordeten auf den Hof gesaat habe, damit die anderen es sehen sollten. daß Elsholz seinen„Denkzettel“ von ihm bekomme. Auf verschiedene Vorhalte des Vorsitzenden erwi derte der Angeklagte am Schluß seiner Vernehmung immer wieder, daß er keine persönliche Feindschaft gegen den Ermordeten gehabt habe, er habe ihm nur einen Denkzettel geben wollen, da in Kreisen der „Deutschen Jugendkraft“ immer gesagt worden sei, daß Elsholz feindlich gegen die Jugendkraft eingestellt sei. Telegramm Görings an den Chef des Stabes Luhe TNB Berlin, 3. Juli. Ministerpräsident Göring hat an den Chef des Stabes der SA. Lutze, folgendes Telegramm gerichtet: Durch das Vertrauen des Führers sind Sie in schwerster Zeit als Stabschef der SA berufen worden. Eine gewaltige Arbeit liegt vor Ihnen. Ich es Jhrer Tatkraft und Treue gelingen wird, die Ihnen gestellte Aufgabe zu meistern, den Gheist der alten SA wiederherzustellen. Wir alten Kampfer wollen in enger Kameradschaft für die Zukunft zusammenstehen als treueste Paladine unseres einzigen Führers. treuer Kameradschaft Jhr Hermann Göring. Anordnung des Chefs des Stabes Luhe München. 8. Juli. Die NSK München teilt mit Schuljahrsbeginn nach den Sommerserien? Vorschläge für die Neugestaltung der deutschen Schule NDZ. Berlin, 3. Juli. Nach den Ankundigun gen des Reichsministers Rust wird vom Schulfahr 1680 ab eine starke Zusammenziehung der Ferten in der Weise zu erwarten sein, daß der Unterricht im Sommer acht Wochen aussetzt und nur noch zu Beihnachten und zu Ostern durch kurze Arbeitspausen unterbrochen wird. Wie der Deutsche Gemeindetag in einem Kommentar zu diesen Plänen ausführt, wird die Neuordnung der Ferien vermutlich mit einer Verlegung des Schul ahrbeginns auf die Zeit; nach den großen Sommerserien und einer Dreiteilung des Schulfahres in Verbindung gebracht werden. Eisenbahnunfall im Vogkland Ein Reisender getötet Im Zusammenhang mit der Meldung über die Auflösung des Presseamtes der Obersten SA=Führung wird verfügt: Der hisherige Leiter des Presseamtes, Gruppenführer Weiß, ist von den während seiner Abwesenheit im Presseamt vorgekommenen Verfehlungen nicht berührt. Er steht zur Verfügung der Obersten SA= Führung. Der Chef des Stabes:(gez.) Lutze. DNB Plauen(Vogtland), 3. Juli. Am Dienstag um 16.35 Uhr ist bei Kilometerstein 46,5 zwischen Chrieschwitz und Barthmühle die Lokomotive des Personenzuges 2165 entgleist. Dadurch wurden auch der Packwagen und ein Personenwagen aus den Gleisen geworfen. Ein Reisender fand bei dem Unglück den Tod. Drei Reisende wurden schwer verletzt. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrechterhalten. Der Chef des Stabes an den Reichswehrminister TN9 Berlin, 8. Juli. Der Chef des Stabes SA. Lutze, hat an den Reichswehrminister, Generaloberst von Blomberg, folgendes Telegramm gerichtet: Zwillinge unter dem Möbelauto Nürnberg, 3. Juli. Zwei sieben Jahre alte Bruder. Zwillinge, hatten sich in Nürnberg an einen Mobeltransportzug zwischen der Zugmaschine und dem An hanger angehangt. Sie gerieten unter die Räder des Anhangers. Der eine wurde todlich, der andere lebensgefahrlich verletzt Herzlichsten Dank für Glückwünsche. Im alten Sinne für Führer und Volk. gez. Lutze, Chef des Stabes.“ Ministerpräsident Göring zum Reichsforstmeister ernannt TNP Berlin, 8. Juli. Der Reichehanzler hat auf Grund des heute vom Reichshabinett verabschiedeten Uclehes zur Ueberleitung des Forst= und Jagdwesens auf das Reich den preußischen Ministerpräsidenten General der Infanterie Hermann Göring zum Reschosorstmeister ernannt, der in Jagdsachen die Bezeichnung Reichsjagermeister führt. Mord an einem SS=Mann TNB Bilseck, 3. Juli. Nach einer Tanzveranstaltung in Kalksreuth verübte der ledige und der ledige Johann Tuscher an dem ES-Mann Xaver Kredler eine schwere Bluttat. Nach einer vorhergegangenen Auseinandersetzung in der Wirtschaft wurde Kredler auf dem Heimweg nachts von Graf und Tuscher abgelauert und durch zwei Messersliche in die Brust= und Bauchgegend sowie durch Schläge mit einem dicken Prügel auf den Kopf tod lich verletzt. E2-Männer von Kalksreuth hielten den einen Tater fest. Der zweite wurde von der sesigenommen. Brand im Wiener Rathaus DNB. Wien, 3. Juli. In einem Hof des Wiener Rathauses, gerade unter dem Fenster des Burgermeisters, geriet Dienstaavormittag aus unbekannter Ursache ein großer Holzschuppen in Brand, der von der Feuerwehr in kurzer Zeit geloscht werden konnte. In Wien hatte sich schon das Gerucht verbreitet, das Rathaus stünde in Flammen. Der englische Vokschafter bei Außenminister Barthou DNB. Paris, 8. Juli. Außenminister Barthou empfing am Dienstag den englischen Botschafter in Paris, Eir George Clerk. Die Unterredung bezog sich hauptsächlich auf den Charakter, den man der bevorstehenden Reise Barthous nach London geben werde. Der Besuch Barthous habe lediglich zum Ziele, mit den englischen Ministern über die gesamte enropäische Lage in freundschaftlicher Weise in Gedankenaustausch einzutreten. Rundflug des Königs von Siam über Verlin DNB Berlin, 8. Juli. Der König von Siam unternahm im Anschluß an die Besichtigung des Berliner Flughafens mit dem Großflugzeug Junkers G 38 Generalfeldmarschall von Hindenburg“ der Deutschen Lufthansa einen Rundslug von 20 Minuten Dauer. HRRDEL berlin behauptet Im Anschluß an die gestrigen Glattstellungen der Ku lisse lagen heute zu den ersten Kursen noch einige Verkaufsaufträge des Publikums vor, denen auf der anderen Scite aber auch kleinere Kaufauftrage gegenüberstanden. Nachdem den unsinnigen Geruchten nunmehr energisch entgegengetreten worden ist, konnte sich die Tendenz im Verlaufe, als neue Kaufaufträge des Publikums ein trafen und die Kulisse die gestern verkaufte Ware zum Teil wieder zurück erwarb, allgemein befestigen. Von günstigem Einfluß auf die Stimmung war auch der Reichsbankausweis per 30. Juni, der erstmals wieder einen wenn auch kleinen Ueberschuß der Deckungsmittel ausweist. Fernerhin regten Hoffnungen auf eine befriedigende Regelung der deutsch=englischen TransserProbleme an. Im einzelnen waren Montanwerte bis auf die Stahlvereins Werte bis 1 Prozent niedriger, Buderus verloren sogar 2 Prozent. Auch Braunkohlenwerte bröckelten bis auf Eintracht splus 2 Prozent) etwas ab. Von Kaliwerten gingen Salzdetfurth um 31 und Aschersleben um 1½ zuruck. Farben ermaßigten sich um ¼ Prozent, wurden aber bald 1 Prozent über den gestrigen Kursen gehandelt. Am Elektroaktienmarkt setzten Stemens 1½ Prozent höher ein. Alc. und Lieferungen gewannen ½ Prozent. Die übrigen Werte waren etwa 1 Prozent schwacher. Felten verloren 1¾, besgleichen Chem. Autowerte waren befestigt. BMW. stiegen um 1½ Prozent. Am Bauaktienmarkt zeigte sich für Berger bie 1% Interesse. Zellstoff= und Papierwerte lagen ungleichmaßzig. Feldmuhle gewannen 1¼, während Waldhof um 13 zurückgingen. Verkehrs= und Schiffahrisaktien waren gut gehalten. Reichsbankanteile lagen fest und wurden 1¾ Prozent hoher bezahlt. Am Nentenmarkt waren Hoesch=Obligationen ½ Prozent höher. Altbesitz wurden nach unverändertem Beginn ½ Prozent höher als gestern umgesetzt. Reichsschuldbuchforderungen gaben um ¼ Prozent nach. Auslandorenten waren bis auf Ungarn Gold schwächer. Anatolier verloren X. Am Valutenmarkt konnte das Pfund gegen den Dollar auf 5.053 anziehen, der französische Franken lag etwas schwächer. Die Parität für den Dollar gegen Mark stellte sich auf etwa 2.508. Devisen-Kurse (In Reichsmark Der Reichsbankausweis zum Halbjahreswechse Die Inanspruchnahme der Reichsbank zum Halbsahres. wechsel war laut Ausweis vom 30. Juni mit 586 Mill. Mark recht erheblich, auch wenn man berücksichtigt, daß dieser Termin immer eine stärkere Inanspruchnahme bringt. Im Vorfahre betrug die Inanspruchnahme der Kapitalanlage der Reichsbank 875 Mill. Mk. Es hängt die diessahrige ktarkere Inanspruchnahme wohl zum größten Teil mit den Einzahlungen auf die neue Reichs= anleihe zusammen. Im einzelnen stiegen die Bestände an Wechseln und Schecks um 424 auf 3902 an, Reichsschatzwechsel um 56 auf 70 und an Lombardforderungen um 90 auf 171 Mill. Mk. Daneben sind diesmal erheblicher die deckungssahigen Wertpapiere um 16 auf 361 Mill. Mk. und die sonstigen Aktiven um 35 auf 600 Mill. Mk. gestiegen. Die Steigerung des letzteren Postens hängt zum Teil zusammen mit einer Inanspruchnahme des Reichs= kredites zum Ultimo. Der Notenumlauf stieg um 879 auf 3777 Mill. Mk. und daneben der Umlauf an Rentenbankscheinen um 1 auf 315 Mill. Mr. An Scheidemünzen flossen 109 Mill Mk. in den Verkehr, neu ausgeprägt wurden 8.6 Mill Mk und wieder eingezogen 0,9 Mill Mk. Die Steigerung der Giroverbindlichkeiten um 111 Mill Mk. auf 623 Mill Mk. ist eine normale Erscheinung Die täglichen Devisenrepartierungen haben sich dahin ausgewirkt, daß kein weiterer Verlust am Gold= und Devisenbestand eingetreten ist. Einem Rückgang des Goldbestandes um 2,3 auf 70,2 Mill Mk. steht eine Steigerung des Bestandes an deckungsfähigen Devisen um 2.6 auf 6.6 Mill Mi gegenüber. Das Deckungsverhältnis der Noten beträgt nunmehr 2 v H gegen 2,3 v H in der Vorwoche, Der Gesamt= zahlungsmittelumlauf betrug 5781 Mill. Mk gegen 5521 Mill Mk. zur gleichen Zeit des Vorfahres Warenberichte Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel Ge notlerten in RM für 1000 Kilo: Märk. Weizen(81 Kilo) waggonfrei Berlin. gesetzl. Erzeugerpreis ab Station: Preisgebiet W s 190, W 8 198 W 6 196, geseyzl. Mühleneinkaufspreis ab Station: Preisgeblet W 2 196 W* 199, W 4 201: märk Roggen bahnfrei Berlin 176, gesetzl. Erzeugerpreis ab Station: Preisgebiet N 2 160 R 3 168, M 4 166, gesetzl Mühleneinkaufspreis ab Station: Preisgebiet R 2 164, N 3 167, R 4 169; Sommergerste, mittlerer Art und Güte, frei Berlin 195—910 ab märk. Station 187—201: Wintergerste, frei Berlin 178—188, ab märk, Station 160—179; dito, vierzeilig, frei Berlin 170—175, ab märk Station 161 bis 166; märk Hafer, frei Berlin 198—204, ab Station 180 bis 195. Feinste Qualitäten über Notig. Für 100 Kilo zuzügl. 0,60 RM. Frachtausgleich: Weizenmehl. Grundtype 790, Grundnotiz für das Festpreisgebiet W 2 26,50, W 3 96,05, W 4 97,26, mit 15 Prozent Auslandsweizen 0.76 RM. Aufgeld, mit 30 Prozent Auslandsweizen 1,60 RM. Aufgeld; izennachmehl 14; Roggenmehl, Grdt. 815, Festpreisgebiet N. 22,65 R S 23,10, K 4 23,40, Futtermittel und Hülsen. früchte(Kleie in RM für 100 Kilo sonst für 50 Kilo): Welzenkleie 12,90, Weizengrießkleie=Bollmehl plus 0.76 RM; Roggenkleie 18, Roggengrießkleie=Bollmehl plus 0.75 RM. Kleine Erbsen 17,60—19; Futtererbsen 11—12.50; Peluschken 13.50 bis 14,60; Ackerbohnen 9.75—10,50; Wicken 9.50—10; Lupinen, blaue 7,18—8: dito, gelbe 10.26—11; Leinkuchen, Basis 37, ab Hog. 8.80 exkl. MA.; Erdnußkuchen, 50 Prozent, ab Hbg. 8.60 exkl. M.; Erdnußkuchenmehl, Basis 50 Prozent, ab Hbg. 8.95 erkl MZ.: Trockenschnitzel, Parität Berlin 7.60: ertrabiertes Sojabohnenschrot, 46 Prozent, ab Hbg. 8 G erkl MZ: deto, ab Stettin 8,20 Gexkl. MZ: Kartosselflocken Parität waggonfrei Stolp ab Berladestation 8,10; dito, Parität Berlin 8,15; Mischfutter 8,86 inkl. M3 Großmarkt für den Nährstand zu Köln Kbln, 8. Juli. Welzen wurde nur vereinzelt gekauft. Das vorhandene Angebot in Roggen fand bei den Mublen Aufnahme. Hafer war bei gelunkenen Preisen besser verkauflich. Gerste bei fehlendem Angebot gesucht. Mehl rubig. Das Geschaft in Muhlenabfallen bewegte sich in kleinen Grenzen bei unveranderten Preisen. In einigen Kraftfuttermitteln war das Angebot gering und befriedigte kaum die Nachtrage. Hen und Stroh rubiger. chein. 77=28 kg Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation im Preisgebiet W 10—0.M, Handelspr. Frachtlage Köln 20.70, Weizen ausl. 25.0—2.75, Roggen rhein. 72 kg Preis für den Landwirt ab Erzeugerstation im Preisgebiet N 8 17.30, Handelspreis Frachtl. Koln 18, Hafer hiesiger 19.50—19.75, Mais grober 19.50, dito kleiner 20.50, Weizenmehl inl. Grundtype 700 für W 10 27.65, dito mit 15 Proz. Austauschweizen Grundtype 70 für W 10 28.40, bito mit 30 Prozent 29.15, Roggenmehl Grundtype 815 für N 8 25.55, Roggenschrot inl. Grund tupe 1800 für N 8 21.55, Weizenkleie fein 11, dito mittelgrob 11.45, dito grob 11.75, Weizengrießkleie(Vollmehl 12.50, Weizennachmehl 15, Roggenkleie seine 11.50, Roggengrießkleie(Bollmehl) 12.50, Roggennachmehl 11 Leinkuchenmehl 37 Prozent 19—19.25, Erdnußkuchenmehl 54 Prozent 19—19.25, Sonabohnenschrot, extrah., 45 Proz. 16.50—16.70, Rapskuchen 15, Palmkernkuchen lose 21 Pro hent 16.10—16.25, Zuckerschnitzel lose 14.25—14.50, Roh melasse 8—8.50, Wiesenheu, lose 8.50—9, Rotkleehen, lose 9—9.50, Luzernkleehen, lose 11—11.50, Roggenstroh gepr. ab rhein. Station 1.30—1.50, Weizenstroh, gepr. ab rhein. Station 1.30—1.50, Haferstroh, gepr. ab rhein. Station 1.20—1.50. Die Mehlpreise verstehen sich zuzuglich 0.50 Mark Frachtausgleich frachtfrei jeder Station des Ne zirks 4 der W 5. „Rekordmarkt“ in Aöln Die Beschickung des Kölner Hauptmarktes war am Dienstag derart groß, daß man von einem„Rekord markt", wie er in diesem Jahre noch nicht zu verzeich nen war, sprechen kann. Die Verkehrspolizei war fieberhaft tätig, um den Riesenverkehr in geordnete Bahnen zu lenken. Leider hielt der Absatz nicht mit dem Angebot Schritt. Lediglich in den ersten Marktstunden wurde viel gekauft. Ueberaus reich beschickt war der Obstmarkt. Nach 7 Uhr kamen weitere Mengen Obst vom Bonner Markt am Sassenhof an. Hunderte Zentner Obst waren am Marktschluß noch nicht abgesetzt. Es wurden erzielt für süße Kirschen 8—25, saure 18—20, Kochapfel 9—15, Koch birnen 12—16, Erdbeeren 25—28, Waldbeeren 20—24, Himbeeren 22—80, Stachelbeeren 10—14, Pfirsiche 20—25, Aprikosen 20—90, Johannistrauben 11—14 Pfg. das Pfd. Es kosteten im Großhandel: Weißkohl 4—5,5, Rotkohl 12—16, Wirsing 4—6, dicke Bohnen 8—5, grüne Erbsen 10—14. grüne Bohnen 22—27, Spinat 8—10, Möhren 6—8, Rhabarber 1,5—2, Tomaten 18—25, Sauerampfer 16, Einmachzwiebeln 15—18, Wachsbohnen 24—30 Pig. das Pfund, Spitzkohl 12—15, Rotkohl 18—28, Weißkohl 10—15. Wirsing 9—14, Breitlauch 2—2,5, Kohlrabi 2—5, Salatgurken 12—18, Kopfsalat 8—5, Blumenkohl 8—25 Pig. das Stück, Mangold 1,5—2, Rübstiel 2—2,5, Möhrchen 5—7, Sellerie 80—50, Radieschen 2—2.5, Petersilie 8—5, Bohnenkraut 7,5, Kerbel 8, Schnittlauch 1—1,5 Pig. das Gebund. Molkereibutter 1,28—1,88, Landbutter 1.15 Mark das Pfd., Eler 7—10 Pfg. das Stück. An Auslandswaren: ital. grüne Bohnen 20, Erbsen 13—14, Rotkohl 16, Möhren 14, ägypt. Zwiebeln 8—0, holl. Tomaten 18—20, ital, 18—16 Pig, das Pfund, holl. Blumenkohl 35—38, belg. 80—85, Salatgurken 15—22 Pig. das Pid., Möhrchen 14 Pfg. das Gebund, Zitronen Kiste zu 150 Stück 6—9, zu 800 Stück 18—18. austral. Aepfel Kiste 12—13, Neuseeländer Aepfel Kiste 9—10 Mk., Brüsseler Trauben 180, Ananas 70—75, Aprikosen 28—25, Pfirsiche 25—28, weiße holl. Trauben 18020, blaue 150—22, Apfelsinen Kiste 14—17 Mark. Bestdentscher Frühkartofselmarkt Kreseld, 3. Juli. Wenn die Mindestpreise auch heute noch nicht weiter heruntergesetzt werden konnten, so ist das ein Zeichen einer ganz besonderen und starken Nach frage, die troy größerer Rodemöglichkeiten noch einige Lieserposten ofsen ließ. Zum weiteren Ausgleich haben Holland und besonders Belgien— letzteres 10 000 tons — Zusatzkontingente erhalten. Die Mindestpreise betrugen auch heute se Zentner ab Verlabestation für Erstlinge in der ersten Sortierung 6.50 Mark ohne Sack an den Versandgroßhandel, 6.50 Mark ohne und 6.70 Mark mit Sack an den Versandgroßhandel. Die zweiten Sortierungen, die Erstlinge, bürfen nach einer Bestimmunn des Reichsbeauftragten nur mehr im Erzeugergebiet selbst in den Handel gebracht werden und sind mit 4.80 Mark mit Sack an den Versandgroßhandel im Preise unverändert. Antwerpener Kammzugnotlerungen Zahlen in Klammern die Preise vom 2. Juli. Es notierten in vence se lb. netto: Juli 25.62(26.62), Aug. 2.62(25.62), Sept. 25.75(25.62), Okt. 25.75(25.75), Nov 25.75(25.75), Dez. 26.76(26), Jannar 26.12(26), Febr M.12(26), Tendenz stetig istetig), Umsatz 350 000(210 000 In belg. Franken erforderten se kg: Juli 20(25.75) Aug. 26(25.76), Sept. 2(25.76), Okt. 26.25(26), Nov. M.25(26.25), Dez. 36.25(26.25), Januar 26.50(26.50), reyr. M.50(2.50), Tendeng stetig(stetig), Umsatz 27 000 85 500). Viehmärkte Verlin, 8. Juli. Auftrieb: 436 Ochsen, 447 Bullen, 748 Farsen, 2562 Kalber, 4217 Schafe, 17 718 Schweine. Es notierten: Ochsen: al) 35, b) 81—84, e) 25—28, d 2—23; Bullen: al 30—81, b) 26—20, c) 22—25, d) 18 bis 21; Kühe: al 26—27, 5) 20—28, e) 16—17, d) 10—13; Farsen: al 32. b) 27—31, c) 20—25, d) 10—19; Fresser: 15—20: Kälber: Ba) 38—48, b) 30—97, c) 22—30, d) 15 bis 20; Lämmer und Hammel: al) 87—39, b1) 35—37, Schafe: e) 24, f) 22—23, g) 16—21; Schweine: al) 50, a2) 15, 5) 38—40, c) 3638, b) 82—8), e) 28—81, g) 87—90. al) gleich Speckschweine, a2) gleich vollfleischige Schweine. Marktverlauf: Rinder in guter Ware glatt, Kalber mittelmaßig, Schafe ziemlich glatt. Dem Markt sind 1182 Schweine der Klasse al(Speckschweine) und 1716 a2(vollleischige) zu 45 Mark entnommen. Hamburg, 8. Juli.(Kalber= und Schweinemarkt.) Auftrieb: Kälber 1000, Schweine 8202. Verlauf: Kalber schlecht, Schweine gut. Preise: Kälber: d) 15—23, e) 10—16; Schweine: b) 45, e) 81—34. f) 20—28, g1) 88—40, g2) 80—37. 2810 Stück al sette Speckschweine über 80 Pfund wurden zu 50 Mk., 1700 a2 vollfleischige Schweine über 800 Pfund wurden zu 65 Mark je 50 kg dem Markt entnommen. Altenessen, 8. Juli.(Schweinemarkt.) Auftrieb: 1970. Es kosteten Ferkel im Großhandel unter 6 Wochen bis 5.50, von 6—8 Wochen 6—10, von 8—12 Wochen 10—14, Läuferschweine von 3—4 Monaten 14—20, dito von 4—6 Monaten 20—88 Mark. Der Marktverlauf war sehr langsam. Seesischmarkt Wesermünde=Bremerhaven In der Seefischversteigerung wurden in Pfennigen se Pfund folgende Großhandelseinkaufspreise für Fische mit Kopf erzielt: Norosee: Hering 18 3/—18, Kabliau Größe 1 9½—114, Schellfisch Größe 5 4—74, Wittling 8—4, Seekachs 5 ½—63, Seehecht Größe 2 111—22, dito Große 2 44—74.— Joland: Kabliau Größse 1 5% bie 8½ dito Größe 2 6—8, dito Größe 8 51—6½, Schell sisch Große 1 8—10, dito Größe 2 8——1:, dito Große 3 —9½, Seelachs 51/—6, Goldbarsch 7—124. GB der Deutsche Petroleum A6, Berlin Die 00B der Deutsche Petroleum A66, Verlin, stimmte den Abschluß für das Geschaftsfahr 1033 zu und beschloß. den Reingewinn einschl. Gewinnvortrag aus 1039 in Höhe von 205 642(l. V. 126 451) Mark vorzutragen. Ueber das laufende Geschäftsfahr teilte der Vorstand mit, daß in Nienhagen die Förderung weiter gesteigert werden konnte. Der Absatz der Erzeugnisse leide unter den ungünstigen Preisen für Paraffin und Treibcmierol. STATT KARTEN! FRANZ POTTHOFF OTTILIE POTTHOFF GEB HOMBORG VERMÄHLTE BOCHUM, DEN 4. JULI 1934 GR. BECKSTR. 27 S... wenig. Tagen. Hy= potbeten, Baugelder, unkundb. Darlehn, sowie Gelder s. j. a. Zweck. Kostenlose Juskunft. F. Abele, Steele Bochumer Str. 91. Autobushaltestelle Witteler. Luttige, bequeme Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen 8,45 Uhr, unsere liebe, herzensgute und treusorgende Mutter, Grobmutter, Schwiegermutter. Schwester, Schwägerin und Tante. Frau Wwe. Wilhelm Charpentier Wilhelmine geb. Clevinghaus im Alter von beinahe 74 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nenmen. Sie starb nach kurzer Krankheit, wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel und nach andächtigem Empfang der hl. Sterbesakramente. Ihr Leben war Liebe zu den Ihrigen und unermüdliches Wirken im Bereiche ihres Berutes. Wir empfehlen ihre liebe Seele dem Gebete der Priester und Gläubigen. Um stille Mittrauer bitten: Huse Charpentier und Treu LIII geb. Sigger Wilhelm Charpentier und Frau Irautcen geb. Beckmann Friti Becwinkel und Frau Againa geb. Charpentier Aueust Charpentier und Freu Lilsabein geb. Geilmann Franz Wellenkamp und Frau Narla geb. Charpentier und Enkelkinder. Bochum-Wiemelhausen, B.-Linden, Selm-Beifang. den 3. Juli 1934. Das feierliche Levitenamt ist Freitag, den 6. Juli 1804 morgens 8 Uhr in der Pfarrkirche zu Bochum-Wieme hausen. Die Beerdigung findet am gleichen Tage morgens 8.15 Uhr vom Trauerhause, Hunscheidtstrabe 151, aus zum Friednof Bochum-Wiemeihausen, statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zugehen sollte, diene diese als solche. Konzert des Städtischen Orchesters unter irund des sen usereins A. Vivaldi: Konzert für Streichorchester in a moll W. A Motart: Zwei Sâtze aus der Serenade fur 13 Blas-Instrumente L van Beethoven: Ouverfûre Leonore III R. Wagner: Gesang des Wolfram aus„Tannhauser“ Tannhäuser-Ouvertüre J. Haydn: Arien und Chôre aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ Sollst: Ewald Raldeveler(Bas Mrigent 8tid seher Lapel men er rroiesser L. Beichwein preite: 60 Rpl. Dis 2.— MM. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben. Konzert und Theatervormieter sowe Mitglieder des Stadtischen Musikvereins und Schüler erhalten Karten nur an der Konzert- und Abendkasse; Mitglieder der Deutschen Bûnne in ihrer Geschaftsstelle Lueg-Haus, Kortumstraße mit einer Preisermäßigung von 50 c. Dortm. Union Schlegel Piisn e 4 dar gebline Messe-Besucher deden Vorlesung der Neste Ne c.n act 50% Ermabigung. Die Abendkasse Ist ab 10 Uhr geölinet Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme anläßlich des Heimganges unseres teuren Entschlafenen sagt im Namen aller Angehörigen herzlichen Dank Frau Laura Bremke geb. Fischer Bochum, im Juli 1934 Hermannshöhe 4 Die Eheberatungsstelle des Kathol. Deutschen Frauenbundes befindet sich ab Mittwoch, den 4. Juli im Hause des Katholischen Mädchenschutzes, Südhellweg 12. Sprechstunden: Mittwoch von 3 bis 6 Uhr. Möbel! Moderne, schone Küchen in Ratur, Kirschu. Nußbaum, sowie Schlafzimmer kiefern u. Eiche, 1 est Ausführ. ferner Herde Original derner Herdfabrik Sosas, Couch liefert zu den beann: billig. Breif:n das reelle Modelhand Gebr. Limpinse Bochum. Marienstraße 29. Ebest.=Darlehnsscheine werden in Zahlung genommen Getragene Anzüge— Mänte kauft gut gahlend Brand. Bochum Pariser Str. 6 Nade Ja. Bala. Für Geflügel= und Kleinlierhalter ist die geeignete Fachberaterin das offizielle Organ des Reichsverbandes der Geflügelwirtschaft, Westdeutschlands illustrierte Fachschrift: Westdeuische Allgemeine Geflügelzeitung Verlag: Bochum, Mühlenstraße 12« Ferneuf 647 46 Probe=Nummern kostenlos Freilichtbühne Wienkopp Mmmn mnmn splelt im Monat Jull, jeden Sonntag, Dienstag und Mittwoch um 15.30 Uhr(ausgenom. d. 31. Juli) Die Passion Heute Eintritt zu halben Preisen. Zwangs=Versteigerung. 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Beilage zur Volks-Zeitung vom 4. Juli 1934 Die Meinung der anderen. Stimmen der Presse zur Tagespolitik. „Verständigt euch mit Deutschland!“ Das katholische Straßburger Blatt„Der Elfässer“ lehnt in beachtlicher Schärfe die französische Paktpolitik ab. die Frankreich die Rolle des Gendarmen in Europa zuteilt.„Dieser Rückfall in die Militärallianzen der Vorkriegszeit, diese Blockbildung der Sieger gegen die Besiegten diese Politik der Verewigung von Zuständen, deren offensichtliche Ungerechtigkeit unleugbar ist, ist ein ganz gefährliches piel mit dem Zeuer. Wie kan man sich dabei auf den Völkerdepakt berufen, dessen Artikel 19 doch die Möglichkeit einer Revision der Friedensverträge 2 Auch die neuliche Allianz mit Ruß„n. die unzweifelhaft militärischen Charakter hu. kann wohl kaum als eine Befestigung des riedens und als im Geiste des Völkerbundes gend betrachtet werden. Haben denn die Herren Doumeraue und Barthou aus der Gechichte nichts gelernt?“ ie Elsässer, die beim nächsten„frischfröhlichen Völkermorden“ die Hauptleidtragenden ein würden, sähen die Notwendigkeit einer Politik nicht ein, die den allzu machthungrigen Herren Titulesen. Jestitsch und Benesch bedinjungslose Unterstützung gegen Ungarn, binter dem Deutschland und Italien stünden, zusichere Wir bedanken uns dafür, die Schrecken eines jenen Krieges auf uns zu nehmen zur größeren Ehte eines nimmersatten Großrumäniens und tes aggressiven Iugoslaviens. Unsere elsassischen Frontkämpfer, die die Schrecken des letzten Krieauskosten mußten, und unsere elsässische Ingend. die die„Schönheiten“ des nächsten zu spüren bekame, sie wollen keinen Krieg mehr. Sie rufen ethalb den Greisen in Paris zu. die noch nie Krieg mitmachten, da sie 1870 zu jung und 1011 zu alt dazn waren:„Macht Schluß mit dieser unheilvollen Allianzpolitik! Verständigt euch mit Deutschland und Italien! Wir wollen europäische Solidaritätspolitik. kein Tanzen auf dem Pulverfaß! Der Weltfrieden ist uns lieber als die schönen Augen der Herren Benesch und Titulesen, und die Unversehrtheit unserer Heimaterde wertvoller, als noch so viele Quadratzentimeter rnmänischen Bodens“ Die falsche Rechnung“. In einem Leitartikel unter dieser Ueberschrift beschäftigt sich die„manta“ in ihrer Nr. 181 vom 3. Juli mit dem Schlag gegen die Meuterer. Das Blatt kommt dabei zu folgendem Schluß: Die Wirkung der großen Säuberungsaktion wird uns aber erst in ihrem vollen Umfange klar. wenn wir sie im Zusammenbang mit der gesam ten außenpolitischen Lage betrachten. In dem Bericht der Partei ist davon die Rede. daß die Convirateure in Verbindung mit einer fremden Macht gestanden, d. h. um nach bekannten Vorbildern zu sprechen, daß sie sich für die Verwirkchung ihrer Pläne die Zustimmung und die Hilfe dieser Macht auf irgendwelchen Wegen versichert haben. Schon diese Tatsache mußte, für sich geommen, dem Plan den Charakter des Landesverrates geven. Er ist um so verwerflicher, als heute auch das Kind in der Schule weiß, daß nicht nur Frankreich, sondern mehr als die halbe Welt seit dem Machtantritt Adolf Hitlers alles aufdietet, um Deutschland Schwierigkiten über Schwierigkeiten zu bereiten, und daß es der Diplomatie vom Quai d'Orsay in den letzten Monaten gelungen ist, eine außenpolitische Lage gegen uns zu schaffen, in der die Einheit aller Volkskräfte uns notwendiger denn je erscheint. Selbst wenn man der Hochdruck=Arbeit Barthous in Genf und auf dem Balkan, in Warschau, Prag und Moskau nicht ohne weiteres die Absicht, einen Krieg vom Zaune zu brechen, unterschieben will, so wird man sich leicht vorstellen können, wie die Hoffnung auf Zwistigkeiten und Mißstände innerhalb der nationalsozialistischen Bewegung oder auf einer geplanten Rebellion irgend einer Gruppe von Leuten die Aktivität der französischen Diplomatie beflügelt und ihr den Wind in die Seget getrieben haben mag. Nachdem die Hoffnungen auf den deutschen Partikularismus im Westen oder im Süden Deutschlands durch die Aufrichtung eines einheitlichen Reiches mit stärkster Zentralgewalt ein für allemal verflogen sind, blieb dem deutschfeindlichen Ausland nur noch die einzige Hoffnung auf eine innere Entkräftung oder Spaltung der einen Bewegung, auf der das Reich Adolf Hitlers aufgebaut ist. Der Führer hat auch diese Pläne zuschanden gemacht. Wenn wir von den unverbesserlichen und geradezu böswilligen Presseorganen des Auslandes, die sich in ihrer Art auch jetzt treu geblieben sind, absehen, so läßt sich heute ohne Einschränkung sagen, daß das ganze Ausland bei der Beurteilung der Säuberungsaktion zu einer uneingeschränkten Anerkennung des neu bekräftigten Führertums Adolf Hitlers kommt. Er hat allen wilden Gerüchten, allen Märchen und böswilligen Ausstreungen im Ausland den Boden entzogen und auch denjenigen einen Strich durch die Rechnung gemacht, die sich der Hoffnung hingaben, beim Ausbruch einer Krise des nationalsozialistischen Staaten im Trüben fischen zu können. Wenn z. B. die Blätterstimmen in Paris eine gewisse Zwiespältigkeit in der Berichterstattung über die deutschen Ereignisse erkennen lassen, so darf man das wohl auf die Enttäuschung darüber zurückführen, daß nun Adolf Hitler erst recht als der unbestrittene deutsche Führer dasteht.“ „Deutsche Jugend betet.“ Dag Gebet ist der tiefste und höchste geistig=schöpferische Akt, dessen der Mensch fähig ist. Im Gebet erhebt er sich aus seinem Selbst zugleich über sich selbst hinaus zu einer Schau in Gott, zu einer Versenkung in seine Lebens= und Weltgeheimnisse, zu einem Hingegebensein an ihn selbst als das Tun alles Tuns, als das Wollen alles Wollens, als das Sein alles Seins. Im Gebet steht der Mensch gleichsam im ewigen Urgrund seiner geschöpflichen Bestimmung. Für den wahren Christen ist das Gebet darum eigentlich die Ausdrucksform seines ganzen geistig=seelischen Daseins. Das Leben des Christen ist ein dauernder Wandel im Gebet, da er sich und die Umwelt, in der er wirkt und bandelt, im Ursprung und Walten Gottes weiß. Dieser dem religiösen Menschen gleichsam„natürlichen“ Lebens= und Charakterhaltung entspricht in ganz besonderer Weise ein Gebetbuch das Kaplan Dr. Johann Schenk soeben im KolpingVerlag(Koln) hat erscheinen lassen. Es ist ein Gebetbuch fur die Jugend und vielleicht eben darum in seiner Art zugleich besonders kernig, schlicht und von froher aufgeschlossener Natürlichkeit. Wie ein vertrauendes und in Gott freudiges Schreiten durch den Taa. so mutet dieses Gebetbuch an. Wie ein religiöser Lebensatem durchpirkt und durchwebt es den jungen gläubigen Christenmenschen, der sich in all seinem Tun und Lassen in Gott und aus Gott weiß. Es hält ihn dabel im liturgischen Rhythmus der Kirche, die ihn stets vom Morgen bis zum Abend in allen Regungen und Kämpfen, in allen beruflichen Pflichten und in all seinen Lebensbeziehungen in Familie, Gemeinschaft, Volk und Staat zum wirken. den Glied des Gottesreiches macht. In diesem Sinne ist das Gebetbuch eine schöpferische Tat. Es hat nicht nur vorhandenes Gebetsaut äußerlich zusammengetragen und entsprechend sinnvoll zusammengeordnet, sondern erbebt in ganz eigener Sprache da Leben des jungen Mannes zu betender Schau und bringt es in Wechselwirkung mit dem Uebernatürlichen. Ohne alle pathetischen Umschweife ist die Sprache klar, immer nur aufg Wesentliche gerichtet Sie trifft die Seele des werdenden Mannes ins Jentrum ihrer Eigenart. Uns ist bieher noch kein Gebetbuch bekannt, das so selbstverständlich die Seele der Jugend widerspiegelt und ihr so glücklich die ihr innerlich gemäße Gebetshaltung vermittelt. Dürers St. Georg zu Pferde und nebenstebend der Gebetsspruch:„Gott, laß mich schaffen im deulschen Volk, für Dich, für Deine Ehre, für Dein Reich auf Erden“ offenbaren schon den kraftvollen Grundzug, der durch das Buch von Anfang bis Ende hindurchgeht. Es ist dann eingeteilt in folgende Abschnitte: Zuerst„Kraft des Gebetes", aus dem wir ebenfalls zur Selbstcharakteristik das Gebet „Weihe der Arbeit“ zum Abdruck bringen: „Gott, Dein innerstes Wesen ist lebensvolle Tätigleit und hort nimmer auf zu schaffen und zu wirken; schau gnädig nieder auf Deine Diener und lenke ihrer Hände Werk. Laß mich teilnehmen an Deinem tätigen Leben und meine Kräfte gebrauchen zu Deiner Ehre und unseres Volkes Wohlergeben. Laß mich nicht vergessen, daß die Lebensaufgabe, die Du mir übertragen, nur durch mich gelöst werden kann und eine Verantwortung von Dir verlangt. Jede Arbeit sei Dein Ruf an mich. Eib dazu Deinen Segen, durch Christus, unsern Herrn. Amen.“ Dann folgt ein Abschnitt:„Liturgie des Tages“, der das ganze Tagesgescheben in den entsprechenden liturgischen Gebeten der Kirche ebenfalls in eigener Uebertragung, die= B. die Psalmen in eine eigene dichterische Sprachform gebracht hat, in den Strom übernatürlicher Heiligung bringt. Sehr sinnvoll ist hier eine Anleitung zu einer Kreuzwegandacht eingefügt, die auf besonders persönliche Weise den Tag im Gebet vertiefen soll:„In den Stationen seines(Christi) Leidens erkennst du deinen eigenen Lebensweg wieder mit all seinen Wechselfällen und Ereignissen, die dich zum Nachfolger des Gekreuzigten machen.“ Der folgende Abschnitt„Lebensstrom der Gnade“ enthält Beichte und Kommunion, wobei auf die feine Art des Beichtspiegels hingewiesen sei. Außer einem Schlußabschnitt, der die schönsten und besonder der Jugend wieder vertraut gewordenen Kirchenlieder enthält, macht der Abschnitt„Liturgie der 6l. Messe“ sozusagen das Kernstück des Buches aus. Der Abschnitt ist untergeteilt in eine Singmesse, für die die Speyerer Domfest=Messe von J. Haas als besonders bezwingendes Beispiel gewählt worden ist, in eine Betrachtungsmesse, die in ganz neuer Art den inneren Aufbau der beiligen Messe erläutert als organisch gegliederte Opferbandlung von Vormesse, Opfermesse und Nachmesse und schließlich in eine Messe zum Mitbeten. Angefügt ist die Brautmesse und der Eheritus der Kirche. Das Gebetbuch sollte ständiger Weggenosse der Jngend sein. Es bietet sich als solcher auch äußerlich an durch eine handliche Form. Es paßt in jeden Arbeitsrock, ist nicht zu umfangreich und darum nicht im geringsten beschwerlich. Den freudig-ernsten braunroten Umschlag zieren zwei zum Gebet erhobene Hände in Goldaufdruck, die in ihrer Art symbolisch sind für den ganzen Geist des Werkes. Der Tert ist übersichtlich untergeteilt und verschönt durch zweifarbige Lettern, die teils gezeichnet sind. Ein erstaunlich billiger Preis ermöglicht jedem die Anschaffung. So ist das Gebetbüchlein von Dr. Schenk „Deutsche Jugend betet“ innerlich und äußerlich ein Symbol einer neuen kraftvollen religiösen Lebenshaltung katholischer Jugend, der das Gebet aus der erwähnten Betrachtungsmesse Glück und Verpflichtung ist:„In dieser Einheit(der Einheit mit Christus in der hl. Kommunion) sind wir stark genug, in die Welt zurückzukehren und in der vergänglichen Welt nach ewigen Grundsätzen zu wirken. Um uns herum bleibt alles wie gewesen, wir schauen es von uns aus an mit neuem Sinn. Mit den Augen Gottes sehen wir die Dinge und uns selbst.“ Dr. Karl Klein, Kleine Notizen aus der großen kalholischen Welt. Meriko wahlte Christenverfolger zum Prasidenten. Die Präsidentschaftswahlen sind am Sonntag in ganz Mexiko unter stärkster Beteiligung ruhig verlaufen mit Ausnahme von Veracruz, wo im Verlaufe von tätlichen Auseinandersetzungen ein Wahlvorsteher ermordet wurde. Die Wahl brachte für den Kandidaten der Regierungspartei General Lazaro Cordenas einen überwältigenden Sieg. Um halb 12 Uhr nachts lag folgendes vorläufige Ergebnis vor: Cordenas 1093 854, Villa Real 17 161, Tejeda(Linkssozialist) 9177, Laborde(Kommunist) 6106 Stimmen. Die mexikanische Presse erwartete den Wahlsieg Cordenas', der seit dem Bürgerkrieg mit de Huerta als wütender Christenverfolger bekannt ist. Mit seiner Wahl, versichert „Erzelsior“, wird der Kampf gegen Christentum und Kirche neue, verschärfte Formen annehmen, als dessen Vorspiel bereits die Maßnahmen des Rudolfo Calles in Sonora und des Gorrido Canabel in Tabosco anzusehen ist. Calles vertrieb noch den Rest der Priester, Canabel riß alle Kreuze von den Friedhöfen ab, an deren Stelle ein kleines Täflein angebracht werden soll mit einer Nummer. General Lazaro Cordenas ist mit den beiden Genannten eng verbunden durch Gesinnungsfreundschaft Funfzigjähriges Jubiläum der AugustinerAssumptionisten in Philippopel. ist belannt, wie schwierig die Missionsarbeit gerade auf dem Balkan ist, und welche Opfer an Geduld und Ausdauer sie erfordert. Mit umso großerer Anerkennung mussen alle von unseren dortigen katholischen Missionären erreichten Erfolge verzeichnet werden. Eine der bedeutendsten Missionsanstalten von Bulgarien, das Institut St. Augustin in Plondiv Philippopel) feiert heuer das fünfzigjährige Jubiläum seines Bestehens. Seine Leitung haben die französischen Augustiner von der Himmelfahrt Assumptionisten). Zum Institut gehören neben anderen Schulen und Kursen eine große Mittelschule mit bedeutender Vibliotbek, ein Museum und eine Musikschule. Die Anstalt wird zum größten Teil von bulgarischen Orthodoren aus den besten Familien des Landes besucht. Man kann sagen, daß ein großer Teil der hulaarischen Intelligenz hier seine Bildung empfangen hat. Selbstbesinnung Ein Buch von Erzbischof Gröber, Freiburg „Es gibt Dne. die man als edler Mensch und Christ ubersehen und vergessen muß— aibe andere Dinge, die man nicht übersehen oder vergessen soll, aber doch, und ohne eigentliche Schuld, mer wieder vergeßt.— Es ist eine Gunde. andere zu belügen, eine noch großere aber, sich selbst." Dr. Konrad Groder, Erzbischof von Freiburg. Wenn Bücher in vielen Hunderttausenden von Exemplaren ins Volk gehen, so muß das seine haben: denn nichts ist ohne Grund. Vielleicht darf man sogar von einem Bedürfnis reden, das mit hohen Auflagen befriedigt wird. Ob ein solches„Bedürinis nun wirklich im wahren Sinn ein solches ist, das enen gesunden Bedarf des Menschen mit gesunden, rechten Mitteln deckt, ist von Fall zu Fall zu fragen. Die Menschen glauben vieler Dinge zu bedürfen, die ihnen oft mehr schaden als nützen. Hätten wir den Instinkt eines Huhns oder einer Ziege, im Walde gegenüber dem geistigen Futter, so ware 6s besser um uns bestellt. So aver sieht man Millionen aus Neugier, Nachahmungstrieb, Sinnlichkeit oder träger Gedankenlosigkeit Dinge genießen in und Presse, die alles andere nur nicht nützlich sind. Zu den deutschen Büchern, die eine halbe Miltion erreichten, gehörten auch Paul Kellers„Ferten vom ch". Man mag im Trubel der Zeit, in Sorgen und Verwirrung des Lebens oft an dieses Glücksrezept denken, wie so viele vor uns. Man kann aber auch daran denken, wenn man die junpee Schrift Oberhirten der Freiburger Erzdiözese" liest, die einer entgegengesetzten Tendenz letzter Seelennot und menschlicher Bedürftigkeit abzuhelsen erschien besinnung ist die Forderung des feingeistigen Verfa sers der aus tiefem deutschen Gemute und Sprachschatz. bereichert durch die Bildungsguter der humanistischen Welt, und geformt durch die Erfahrung des lichen und menschlichen Lebens seinen zeitgemäßen Auf an die Mitmenschen richtet. Zurück zum Ich! so lautet seine Schluß mit der Flucht vor der eigenen klagenden und anklagenden Seele, Schluß mit den Scheinkuren der Menschheit und dem trügerischen Glücksersatz. Ce1 die ewige, von allen Weisen des Altertums vorgeahnte christliche Wahrheit, die in dem kleinen Schriftchen(anscheinend ein Vortrag) ihre Stimme erhebt. Sie verdammt nicht den Forschungstrieb und Fortschritt menschlicher Zivilisation, aber sie will etwas Ghleiches auf dem Gebiet der Entdeckung des Ichs. Sie spricht als Arzt und Freund zu uns, um uns vor den Gefahren der Ichflucht zu warnen und die Vorteile der Ichsuche im christlichen Sinn zu zeigen. Eine reine, reiche Nächstenliebe spricht aus der Schrift, die man auch einen christlichen Leitfaden zum wahren Glück nennen könnte, nachdem als Quelle unglücklicher Verhältnisse mangelnde Selbsterkenntnis erIn einer Zeit, da oft Freude menschlichem Wesen künstlich aufgepfropft werden soll, muß es mit heißem Dank begrüßt werden, daß eine Führerstimme zur Selbstbesinnung ruft, die allein die Wurzeln der Freude gesunden lassen kann. Nach wie vor wird es Tienschen geben, die solche Rufe überhören und an der See oder in den Bergen ihr Leid vergessen wollen. aber innerlich krank bleiben, weil sie„nicht Opfermut und Unnachgiebigkeit gegen sich selbst besitzen, den Mut des sich krank fühlenden Menschen, der sich oft peinlichen und schmerzlichen Untersuchungen des Arzles unterwirft, um auf die Ursache des Leidens zu kommen“. Selbstbesinnung erscheint in dieser Mahnung zu Ferien mit dem Ich als Aufforderung zu einer göttlichen Verjüngungskur der Menschheit, die so und nur so Aussicht hat, zu gesunden und zu arünen um in froher Hingabe an Gott und Nebenmenschen ihren Beruf ganz zu erfüllen. In der Selbstbesinnung, als einem Aufruf gegen die häßlichste aller Lugen— die gegen uns selbst— liegt zugleich das Programm einer wahren Menschheitskultur, die nur da gedeihen kann, wo sie von Menschen gebaut wird, wahrhaftig sind und echte Seelenkultur selbst benen. Wir wünschen der seinen und klaren Schrift ie weite Verbreitung; sie hat in heutiger Zeit eine hahe Mission zu erfüllen, zur Einkehr in den Dom der Seele, die Gottes ist, einzuladen. Dr. F. Blick in die Buchwelt Joachim Kirchner und Karl Löffler bereiten unter Mitwirkung von Wilh. Olbrich die Herausgabe eines dreibändigen Lexikons des gesamten Buchwesens vor. In diesem ersten grundlegenden Werk wird in rund 12 000 Aufsätzen über alle berichtet werden. Gebiete des Buchwesens lent Adolf Hitlers„Mein Kampf“ ist im Verlage Vaino Bompiani in Mailand in italienischer Sprache erschiene Die tenen. Ernst=Keil=Stiftung hat im Jahre 1934 an 36 Schriftsteller und Schriftstellerinnen Unterstützungen vergeben. Leipzig soll eine Schule des deutschen Buchserricht de handels errichtet werden. Die Vorarbeiten sind, wie der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Dr. Hans Friedrich Blunck, erklärte, bereits beendet. Auf dieser Schule sollen die Jungbuchhändler einen Monat lang eine abschließende Ausbildung erhalten, die vornehmlich einen politischen Charakter tragen wird. Die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, die vor einiger Zeit erst namhafte Bücherspenden an die türkische Universität Ankara und an die chinesische Staatsbibliothek(3000 Bände!) überwiesen hat, die auch wissenschaftlichen Instituten in Persien Sendungen deutscher Bücher überschickte, hat nunmehr auch für die Nationalbibliothek der abessinischen Hauvistadt Adis Abeba eine rund 1800 Bände umfassende Sammlung deutscher Bücher zusammengestellt. Das Bildarchiv für mittelalterliche Handschriften in der Preußischen Staatsbibliothek umfaßt setzt rund 20 000 Bildaufnahmen, hauptsächlich von Miniaturen aus Bibliotheken des In= und Auslandes. Ein französischer Literaturpreis wurde setzt— Honore de Balzac zugesprochen, immerhin 84 Jahre nach seinem Tode! Die Preisrichter kamen zu diesem Beschluß, weil sie in der jetzigen Schriftstellergeneration keinen Schaffenden entdecken konnten, der des Preises würdig sei. Der Betrag wurde dem Balzac=Haus überwiesen. l'église de France“ die Anregung, auch einmal eine wissenschaftliche Veranstaltung, die ausschließlich der Kirchengeschichte gewidmet sei, zu bringen. So wurde Ende Mai im„Institut Catholique“ von Paris der erste Kongreß für französische Kirchengeschichte einberufen, der auch durch Teilnahme und Ergebnis einen ganz außergewöhnlichen Erfolg darstellte. Das Hauptthema war„Das religiöse Leben auf dem Lande im letzten Jahrhundert des Ancien Régime“. Neben einer ganzen Reihe von Gelehrten aus allen Kreisen hielten Hauptreferate die Kirchenhistoriker Loire und Font=Reaulx, Abbé Joseph Dedieu, der in einem hervorragenden Referat über den Abwehrkampf des Landklerus gegen die aufklärerischen Ideen im 18. Jahrhundert sprach, ergänzt durch einen Vortrag von Abbé Lavacquerry. Außer dem 18. Jahrhundert wurden aber auch frühere Perioden in mehreren Vorträgen behandelt. Der Methologie waren bedeutungsvolle Aussprachen gewidmet. Das Schlußreferat hielt Georges Goyau über die Stellung der Missionsgeschichte in der französischen Kirchengeschichte. Verschwundene Gemälde von Ludwig Richter. Im Rahmen der Bearbeitung des wissenschaftlichen Verzeichnisses aller Bilder Ludwig Richters, die Pfarrer Kar! Josef Friedrich in Seifersdorf bei RadebergSachsen unternimmt, wird jetzt auch eingehend nach dem Verbleib von elf Richterschen Gemälden geforscht. Pulwig Richter hat etwa 70 Gemälde geschaffen, die sich meist in öffentlichem Besitz befinden. Die nier Städte Hamburg, Nürnberg. Leipzig und Chemnitz haben je ein Bild von Richter beim Brand des Glaspalastes verloren, elf Bilder besitzt Dresden, leche Leipzig, zwei und eine Oelstudie Berlin, ein Gemälde in Dorpat ist nach den Repolutionswirren 1917 spurlos verschwunden, ein Bild, das sich Schinkel bei Richter bestellte, befindet sich in Münchener Privatbesitz Von außerdeutschen Museen besitzen nur Basel und Riga je ein Werk. Der erste Kongreß für französische Kirchengeschichte. Da schon seit längerer Zeit bei Kongressen franzosischer Historiker und Archäologen auf kirchengeschichtliche Fragen in breiterem Maße eingegangen war, gab Carrière, der Leiter der„Soci Ug Wieder hervorragende Freokenfunde. Bei umiase senden Renovierungsarbeiten, die sich schon über drei Jahre hinstrecken, hat man in der St. Marienkirche in Beeskow in der Mark, einem hervorragenden Werl der Spätgotik,(Backsteinbau mit Chorumgang, Stern und Kreuzgewölbe), interessante Fresken gesunden. Bioher hat man in sorgfältiger Arbeit den Kop eines Papstes und eines Bischofs freigelegt. Die Werke, die durch scharfe Charakteristik und seine Fard= iete d'histoire de gebung auffallen, stammen aus der Zeit um 1400 Aus Westdeutschland Unberechtigte Sorge Keine Kartoffelknappheit! WL Köln. 3. Juli. Der Gebietsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln gibt bekannt: Veranlaßt durch das regnerische Wetter der vergangenen beiden Wochen ist die Rodung der Frührartoffeln überall stark eingeschränkt worden. Die Vorräte für einige Tage im voraus, mit denen sich in normalen Zeiten der Handel versorgte, sind in dieser Zeit aufgebraucht worden. Es herrschte deshalb Unruhe unter den Händlern, und diese Meinung wird in weiteste Verbraucherkreise hineingetragen. Wir Bauern haben die Aufgabe, unsere Volksgenossen setzt mit Frühkartoffeln zu versorgen. Wir müssen die Kartoffeln jetzt liefern, wo sie gebraucht werden und nicht dann, wenn es uns paßt. Es sei noch darauf hingewiesen, daß mit dem verstärkten Angebot der runden mittelfrühen Sorten der Preis für alle Kartoffeln(auch für die Erstlinge) gleichmäßig gesenkt wer den wird. Dr. Henl. Kartoffelgroßhandlung geschlossen Wegen Forderung ungerechtfertigter Preise WL Düsseldorf, 2. Juli. Der Regierungsprasident in Düsseldorf hat heute Anweisung zur Schließung einer weiteren Kartoffelgroßhandlung im Bezirk gegeben, weil ungerechtfertigte Preise gefordert wurden. Es ist strengste Anweisung an die Polizeiverwaltungen ergangen, die Preisgestaltung am Kartoffelmarkt zu überwachen und im Falle der Uebertretung der Anordnungen des Regierungspräsidenten schärfstens zuzufassen. Verhaflung einer Falschmünzerbandelletzte Sportnachrichten Falsche Zwanzia= und Zehnmarkscheine NB Stutigart, 3. Juli. Die Falschgeldstelle des württembergischen Landeskriminalpolizeiamtes hat eine Falschmünzerbande in Stuttgart und Han nover ermittelt und verhaftet. Die Bande bestand aus insgesamt zwölf Personen, von denen funf die Herstellung der falschen Zehn= u. Zwanzigmarkscheine in Hannover besorgten, wahrend die übrigen die Scheine vertrieben. Die Herstellung und der Vertrieb der Falschscheine ging bis auf das Jahr 1920 zurück. Erst die Ermittlung des Lithographen, der in Stuttaart die Druckplatten hergestellt hatte, führte zur Aufdeckung der Falschmunzergruppe, deren Mitglieder alle in verwandtschaftlichen Beziehungen zu einander standen. Die einzelnen„Vertreter“ bereisten. ganz Deutschland und brachten die Falschaeldscheine in der üblichen Weise in den Verkehr. Für einen jalschen Zehnmarkschein erhielten sie eine„Provision“ in Hohe von vier Mark. Die Falschungen selbst waren nicht einmal hervorragend gelungen. Soweit bis jetzt seststeht, wurden etwa rund M# Zwanziamarkscheine in Umlauf gesetzt. Die Zahl der Zehnmark scheine dürfte mit 2000 nicht zu hoch geschatzt sein Das vorhandene Falschgeld konnte sichergestellt werden. Die Mitglieder der Bande wurden im Lause der letzten Woche verhaftet. Der Schlag gegen die Falschmünzerbande 7000 Mark Falschgeld im Aermelfutter Direktor Felix Lohe Erster Direktor der Landesbank der Rheinprovinz DNB Berlin, 3. Juli. Das Tatigkeitsfeld der in Stuttgart und Halle an der Saale festgenommenen weitverzweigten Falschmünzerbande erstreckte sich über ganz Deutschland. Eine Hauptstelle der Falschmunzer besand sich in Hanno ver. Als zwei Mitglieder der Bande, ein gewisser Wichmann und eine Frau Weck, dank der Aufmerksamkeit von Marktfrauen und Marktbesuchern nach sorgfaltigen Beobachtungen in Halle a. d. Saale bei der Ausgabe von falschen Scheinen verhaftet wurden, flüchtete der Haupttater nach Hannover, Man verfolgte seinen Kraftwagen nach dem Vorort Bemerode, wo der Insasse, der Ehemann der in Halle verhafteten Frau, eine Villa aufsuchte. wurde sestgenommen. Man entdeckte in der Villa die mit allem Zubehor versehene Falschmünzerwerkstatt. Als Helfer der Eheleute Weck konnten in Stutt gart die Eheleute Schilpp sestgenommen werden. als sie von einer Reise nach Heidelberg, auf der sie gesalschte Scheine abgesetzt hatten, zurückkehrten. Bei Schilpp wurden im Aermelfutter für über 7 Mark falsche 20 Mark Scheine gesunden, weiter sind in Möbeln, die Schilpp auf einem Speicher in Stuttgart untergestellt hatte, salsche Scheine im Be trage von über 300000 Mark beschlagnahmt worden. Mit den Verhaftungen ist der Deutschen Zentral stelle zur Bekampfung von Geldsalschungen beim Polizeiprasidium Berlin in Zusammenarbeit mit der Landesfalschgeldstelle beim Polizeiprasidium Stuttgart und verschiedenen preußischen Polizeibehorden ein großer Schlag gegen das gemeingefahrliche Trei ben einer der umfangreichsten und geriebensten Falsch munzerbanden gegludt Tennismeisterschaften von Wimbledon Helen Jacobo schlagt Eilly Außem Die Tennis Meisterschaften von Wimbledon wur. den am Dienstag bei schonem Sommerweiter und autem Besuch sortgesetzt. Im Mittelpunkt des In teresses stand der Kampf im Damen=Einzel zwische: der amerikanischen Weltranalistenersten Helen Ja cobs und der Kolnerin Cilln Außem Leider spielte die Rheinlanderin nicht in ihrer besten Form, da sie unter Armschmerzen zu leiden hatte. Sie setzte sie ihrer großen Gegnerin herzhaft zur Wehr, wurde aber trotzdem in 33 Minuten ziemlich sicher mit 60 6:2 ausgeschaltet. In der„oberen Halfte“ schlug die Englanderin Dorothy Nound die Schweizer Meiste. rin Lolotte Payot 6:4, 6:2 und erreichte damit die Vorschlußrunde. Die Franzosin Simone Mathien fertigte die Amerikanerin Sarab Palfrey nach schwe rem Kampf mit 6:3, 6:8. 6:2 ab und die Australierin J. Hartigan besicate die enalische Hofinuna„Peaan“ Scriven mit 3.6, 6:3, 6:1. Im Vorsinale trefsen aufeinander: Nound acaen Mathien aegen Hartiaan.— Unerwartet weit vo sind im Herren=oppel Henkel. Te ihre Geaner Maier Cooper zuruckaczoge sen sie bei den„letzten Acht“ auf die an Paviscupspieler Lott=Stocsen Jaci atten. trel. anische Sperling/ von Cramm siegen DNB Düsseldorf, 3. Juli. Der Staatskommissar für die Landesbank der Rheinprovinz, Staatsfinanzrat a. D. Weltzien, hat den Geschäftsführer und Stellvertreter des Verbandsvorstehers des Rheinischen Spar kassen= und Giroverbandes, Felix Lohe. als Ersten Direktor in die Landesbank der Rheinprovinz be rufen und ihn zu seinem Vertreter innerhalb der Bank bestellt. Direktor Lohe hat Jein neues Amt bereits heute angetreten. Auf seinem neuen Arbeitsfeld wird er an die alten vorbildlichen Traditionen anknüpfen können, die durch den früheren Generaldirektor der Bank, Geheimrat Dr. Lohe, begründet wurden. Zu den Aufgaben Direktor Lohes wird es gehören, bei der Bereinigung der noch schwebenden Liquidations fragen und bei der Ueberführung des Instituts auf die demnächst zu errichtende Gemeinschaftsbank mitzuwirken. Kindesmord, der drei Stunden dauerte Mutter siehl zu, weil ihr vom Mörder, ihrem Mann, eine neue Nähmaschine versprochen war Die Anschlußkappe der Gasleitung sprang ab Darmstadt. 23. Juli. Zu vier Jahren Zucht haus wurde die 22jährige Marie Geiß verurteilt, weil sie ohne jeden Versuch einer Abmehr oder der Herbeiholung von Hilse der drei Stunden währenden bestialischen Ermordung ihres acht Monate alten Lindes durch ihren Mann ruyig zusah. Die grauenvolle Tat ereignete sich wahrend dieses Winters, als Geiß betrunken von einem Maskenball heimkehrte. Bezeichnend fur das Verbrechen ist die Tatsache, daß das Kind mit tausend Mark versichert war und daß der Mann vorher schon einmal seiner Frau erklart hatte Wenn das Kind stirbt, bekommen wir tausend Mark und dann erhaltst Du auch die Nähmaschine, die Du Dir schon so lange wunschst. Geiß hatte am andern Tag einen Todesschein unter der Vorgabe zu erlangen versucht, das Kind sei aus dem Bett ac fallen. Der Arzt schopfte aber Verdacht, veranlaßte eine genauere Untersuchung, wobei die Wuramale entdeckt wurden, ferner ein Brandmal an der Wange, das der entmenschte Vater miteiner Zigarre der Leiche beigebracht hatte. Ein Toter Mettmann, 3. Juli. In einem Steinbruch der Firma Mannesmann ereignete sich am Montagnachmittag ein schwerer Unfall. Die Gaszufuhrleitung sollte auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. Alle Vorsichtsmaßnahmen waren getroffen. Obwohl die Leitung nur mit vier Atmosphären Druck belastet war, sprang an einer Seite die Anschlußkappe ab und flog einem Arbeiter gegen den Unterleib Der Mann stürzte aus einer Höhe von fünf Meter so unglücklich ab, daß er einen doppelten Schädelbruch und Gehirnverletzungen davontrug. Der Arbeiter, der aus Düsseldorf stammte, war auf der Stelle tot. Fern vom Elternhaus ertrunken Wanne=Eichel. 3. Juli. Der 16fahrige Otto Soholl aus dem Haverkamp ertrank beim Versuch. die Oder bei Glauchow zu durchqueren. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Starker Rückgang der Milcherzeugung (Eine Folge der anhaltenden Trockenheit RWD Essen, 3. Juli. Nach Feststellungen Die Säuberungsarbeiten im Rhein=Herne=Kanal Herne, 3. Juli. In dem Kanalbett des RheinHerne=Kanals auf der Strecke Wanne=Eichel bis zur Schleuse 7 in Herne werden zurzeit Säuberungsarbeiten ausgefuhrt. Mit der Zeit haben sich im Kanalhett, insbesondere an den Schleusenbauten, große Schammassen aufgeschichtet, die bei der geringen Wassertiefe des Kanals die Schiffahrt gefahrden. Von zwei großen Baggern, zehn Schleppern werden diese Schlammassen hervorgeholt und in Schiffladungen fortgeschafft. Außer Baggerarbeiten wenden Spren gungen im Kanalbett ausgefuhrt. Zwecks Entfernung der aus Beton und Mauerwerk hergerichteten Halte pflöche, die durch Stahlpflöcke ersetzt werden. Taumer bohren mittels einer Spezialbohrmaschine die Betonpflöche an und setzen in die entstandenen Locher Dynamitpatronen, die gegen Wasserdruck isoliert sind. ein, die dann von einem entfernt liegenden Motor schiff zur Entladung gebracht werden. Diese Unterwasserarheiten verursachen heftige Detonationen, durch welche gewaltige Betonmassen emporgeschleudert werden. Zugleich erheben sich aus dem Kanalbett haushohe Wassersaulen. Selbstmord Herne. 2. Juli. Am Sonntagmittag sprang eine Frau aus Bochum=Gerthe in den Teich an der Holthauser Straße und ertrank. Wie die Feststellungen ergaben, liegt Selbstmord vor. Bergsteiger tödlich verunglückt Herne, 3. Juli. Ein Bauunternehmer aus Herne. der mit mehreren Kameraden von Echertal(Harz) zu den Rabenklippen wanderte, versuchte den Weg da durch abzukürzen, daß er einen steilen, aber sonst nicht gangbaren Pfad einschlug. Hierbei ham er zu Fall und schlug so unglücklich mit dem Kopf auf dae Gestein, daß er das Genich brach Handgranate explodiert Zwei Schwerverletzte WL Neunkirchen, 3. Juli. Dem 65 Jahre alten Pensionar Schmidt fiel beim Sortieren von altem Eisen, das er im Laufe der Zeit gesammelt hatte, eine vollständig verrostete Handgranate in die Hand Als er mit ihr herumhantierte, explodierte sie plötzlich. Schmidt wurde an Hand, Kopf und Oberkörper schwer verletzt. Auch Schmidts Schwiegersohn erlitt schwere Verletzungen., ssen, 3. Juli. Nach Feststellungen des Rheinisch= Westfalischen Milchwirtschaftsverbandes, der als Korperschaft des offentlichen Rechts alle Milcherzeuger, Molkereien und Milchverteiler der Gebiete Rheinland=Westfalen=Lippe umfaßt, ist im Laufe des Monats Juni ein starker Ruckgang in der Milcherzeugung eingetreten. Die seit Monaten an haltende Trockenheit blieb für die Milcherzeugung nicht ohne Folgen. In einem Jahre mit normalem Witterungsverlauf setzt nach dem zumeist Ende Mai bis Anfang Juni erreichten Hobepunkt des er zeuaten Milchquantums ein ganz allmahliches Nach lassen in der Menge ein. In diesem Jahre jedoch ist der Ruckgang nach der Milchschwemme ungewohnlich schroff. Von Tag zu Tag kann der Bauer weni ger Milch bei seiner Molkerei zur Ablieferung brin gen. Es gibt verschiedene rheinisch westfalische Mol kercien, die innerhalb eines Monats einen Milchan lieferungsruckgang von fast 50 Prozent zu verzeich nen haben. Der schnelle Milchruckaang ist eine außerordentliche Erscheinung, die charakteristisch in Trotkenheitsjahren, war aber in dieser Form schon seit langem nicht zu beobachten. Besonders getroffen sind die ausgesprochenen Weidegebiete. Die Weiden zei gen in diesem Jahre durchweg schlechten Wuchs und sind zum Teil durch die Trockenheit sogar stark ver farbt. Die in den letzten Tagen gefallenen Regenmengen können die durch die vorhergehende Regenarmut bedingte mangelnde Futterwuchsigkeit nicht mehr aut machen. Gewiß ist die Landwirtschaft fur die eingetretene Wetterwende dankbar, da Schlimmeres ver hutet wurde. Der Grasnachwuchs auf den Weiden und Wiesen ist so gering, daß die Bauern in vielen Fallen gezwungen sind, mit Kraftfuttermitteln nach zuhelfen, um wenigstens einigermaßen bei einer be stimmten Milchmenge zu bleiben. Es ist aber kaum moglich, bei den in letzter Zeit wiederum erhohten Kraftfuttermittelpreisen durch die Beifutterung das erreichte Mehrquantum bezahlt zu machen. Der Bauer kann auf das Milchgeld nicht verzichten, da der Erlos aus der Milcherzeugung sehr oft die einzige in allen Jahreszeiten laufende Einnahmequelle fur ihn be deutet. Die Verknappung der taglich anfallenden Milchmenge macht sich begreiflicherweise bei der Milch geldauszahlung fur den Bauern empfindlich bemerk bar. Gerade die Milcherzeuger des rheinisch westfalischen Gebietes haben darunter in vermehrtem Maße zu leiden, da in den westdeutschen Verbrauchs gebieten ein anormal niedriger Trinkmilchpreis be steht. Gemessen am Reichsdurchschnitt, der bei 25,8 Pig. pro Liter liegt, sind im Bereich des Rheinisch Westfalischen Milchwirtschaftsverbandes die niedrig sten Milchverkaufspreise des ganzen Deutschen Reiches geltend. Ob es moglich ist, im Hinblick auf die schwierige Lage bei den Milcherzeugern den Aus nahmemilchpreis in Rheinland=Westfalen und Lippe auf dem bisherigen Stand bestehen zu lassen, ist kaum anzunehmen, wird sich aber im Lause des Monate Juli entscheiden mussen 40000 Mark verschwunden Einen deutschen Sieg aab es im Gemischen Tor pel, wo das Titelverteidigerpaar Sperling— von Cramm mit 6:3, 6:1 die enalisch japanische Komt nation G. Harry Nishimura ausschaltete. Der deut. sche Meister hat sich langsam wieder erholt. dagegen Frau Sperling ihre beste Form immer noch nicht zuruckgewonnen. Das Spiel war zum großten Teil auf die beiden Herren zugeschnitten von Cramm erzielte mit seinem Aufschlag fast jedesmal einen Punkt, konnte daacaen mit seinem Schmetterball bei seinem Geaner nichts ausrichten. Das Meisterpaar trifft nun in der vierten Runde auf Nowallan J( Collans(Enaland). In den übriaen Toppel Konkur. renzen ist man ebenfalle weit voranaeteritten, im Tamen=Doppel sichen bereite die„letzten acht“ lest Jm Herren Toppel aab es bis auf die Nieder von Shields. 2harpe durch Turnbull Mc. Grath salt durchweg die erwarteten Mefultate Fast 1½ Mil onen Mitglieder de: DT Essen. 8. Juli. Vor der Essener Großen Straf nammer spielt sich in diesen Tagen der Prozeß gegen den 57 Jahre alten evangelischen Pfarrer Schmidt aus Essen=Kray ab. der beschuldigt wird, die evan gelische Kirchenhasse Kray, den dortigen Frauenver ein. die diesem Verein angeschlossene Sterbekasse und verschiedene seiner Behannten um etma 40 000 Mark geschadigt zu haben. Die Vorgeschichte dieses Projesseo ist aus der ersten Verhandlung vor zwei Mo naten noch in Erinnerung. Der Angeklagte kam da mals in eine Heilanstalt. Er bestritt, daß er die Gel der bemißt verschwinden und in seine eigene Tasche habe flietzen lassen. Er beteuerte, die Gelder zur Un terstützung bedurftiger Gemeindemitglieder verwandt zu haben. Die Beweigaufnahme brachte am ersten Tag noch heine Klarung über den Verbleib der vervundenen Gelder Die Oberhausener Schlagwetterexplosion Tortmund. J. Juli. Wie das Oberbergamt in Dortmund mitteilt, hat man zur Aufklärung der Schlagwettererplosion auf der Zeche Concordia 4.5. bei der drei Bergleute den Tad fanden, eine Fahrt in den Ungluchksschacht unternommen. Als Ursache mird die aufgefundene Wetterlampe eines Wettermannes, der bei der Erplosion todlich verunglüchte, angesehen Die Untersuchungen nehmen ihren Fortgang. Galopprennen zu Bad Harzburg Elm: Sica 1 1 Rennen: 1. Antonins(K. Schlitzkus): J. Optant. Ferner: Schumi Mariza, Struan 9, Platz: 25, 17:10 2. Rennen: 1. Schwarzwaldreise(W. Wolff Zisaro; 3. Goldinc. Ferner: Visier. Siea Platz: 11, 11:1 3. Rennen: 1. Wittekind(Peters); 2. Jambue 3. Lilla. Ferner: Offerte; Sterndeuter, Adeliia Ziea: 21, Platz: 13. 13:10 4. Rennen: 1. Verdi(K. Narr); 2. Flor: Chnafreude. Ferner: Arbogast, Milln. Immermein Marienseier, Ovid, Canonika, Verzug. Sica: 5 Platz: 1.. 13. 20:10 Rennen: 1. Fra Diavolo(E. Michacl Brieflaubenfalle an der Porta Minden. J. Juli. Einem eigenartigen Verbrechen kam die Gendarmerie in der Porta auf die Spur Nachdem aus dem Rheinland und aus Sachsen Verlustmeldungen von wertvollen Reisebrieftauben eingetroffen waren und brieftaubenliebende Glasmacher in der Porta ihren Brieftaubenbestand in auffallen dem Maße vergroßert hatten, nahm die Polizei eine Durchsuckung der Brieftaubenschlage in den Hüttenhausern vor. Dahei wurden 21 fremde Brieftauben beschlagnahmt. Ein„Spezialist“ hatte nicht weniger als 19 fremde Tiere in seinem Schlage. Die Tiere haben vermutlich auf einem Deutschlandfluge an der Porta gerastet und sind abgefangen worden Glucksstern; 3. Torpedo. Ferner: Athos, Hanner Was Ihr wollt. Sica: M, Platz: 19. 36:10 6. Rennen: 1. Roselli(J. Pinter); 2 Piolinc J. Profina. Ferner: Fuchsjaad, Lobenswert. Mannit Volte. Sieg: 37, Platz: 16, 18, 18:10 7. Rennen: 1. Lachteusel(H. Berndt): 2. Kasire. per Husar: 3. Altpreuße. Ferner: Moaul, Partner Mirandola. Sieg: 25, Platz: 13, 13:10 Doppelwette: Wittekind Fra Diavolo 66:1 Galopprennen zu Compiegne Tödlich angefahren Münster, J. Juli. Auf der Weseler Chaussee zwi schen Albachten und Mecklenbeck wurde ein Radfahrer. dessen Fahrrad mit Buchsen und Kisten schiner beladen mar, von einem leichten Personenwagen todlich angefahren. Eg handelt sich bei dem Taten um einen etwa 40jährigen Mann, der wahrscheinlich aus Wanne Eichel stammt. Vom Fuhrwerk lödlich überfahren Willich, 3. Juli. Ein schwerer Unglucksfall ereignete sich heute in Willich. Ein Pferd. das ein Kar toffelfuhrwerk zog. scheute beim Hupen einee heran nahenden Autog und ging durch. Der Lenber, ein bei einem Landwirt beschaftigter SA Mann, kam dahei unter die Rader. die dem Ungluchlichen über den Kopf gingen. Der Tad trat nach einigen Minuten ein. Gaffce(W. Sibbritt); 2. Ner Ferner: Djalouka, Etaples. Cari 1. Rennen: 1. I. Tritonienne. mel, Diastase, Le Palmier, Spiona, Katusha, Starlel Larghetto, Deb, Roi Rene, Maunganne. Sica: 1 Mlatz: 18, 43, 19:10. 2. Rennen: 1. Felton Rose(F. Herve): 2. Fanar . Bivonac. Ferner: Sanaa, Orvieto, Radicux 1 Tamarin, Burmi. Sieg: 22, Platz: 33, 13, 20:10 3. Rennen: 1. Pont an Change(A. Rabbe): 2 Tokei: 3. Fee Rageuse. Ferner: Restful, Bussemont, Haubert, Roi Modus, Normalien. Tara, Naraghenz. Clairvonante, Marqueterie. Sica: 122 Mlatz: 44, 41, 24:10 l. Rennen: 1. Bilbao IV(Nochetti); 2. Belarius 3. Amyn. Ferner: Priocere, Grand Lama, Totila Chiste. Sieg: 58, Platz: 29. 20:10 Rennen: 1. Collier d'Or(Lt. Mirel): 2. Mapar 3. Honey Moon. Ferner: Brin d'Or II. Benarce Fistoulic. Histoire d'Or, Maki, Hebrard. Guards Parade, Crique Marine. Praget Stor Haute. Sieg: W, Platz: 27, 2, 21:10 6. Rennen: 1. Le Drac(W. Zibbritt): 2. Cimin pienne: 3. Roval Hart. Ferner: Nia Reda. Chamt du Cag. Qu'en Dire. Dilleman, Jassa. Sicg: Plat: 16, 26, 22:10. Die Deutsche Turnerschaft, die im Jahre 1039 einen Zuwachs von 130 627 Mitgliedern zu verzeichnen hatte, zahlt setzt 1732 787 Gauangehörige. Die Mitglieder verteilen sich auf die 16 Gaue wie solat: Gau 1(Nordost): 15 119; Gau 2(Pommern): GHau 3(Brandenburg): 111 361; Gau 4(Schlesten): 70 322; Gau 5(Sachsen): 311 037; Gau 6(Mitte): 178 576; Gau 7(Nordmark): 76 100;(Hau 8(Niedersachsen): 140 427: Gau 9(Weitialen): M KN1:(Hau 1 Niederrhein): 84 050; Gau 11(Mittelrbein): 44 70. (Hau 12(Nordhessen): 72 147; Gau 13(Sudweit): 171 2; Gau 11(Baden): M; Gan 15(Wurttemberg): 111 34; Gau 16(Banern): 142 756 Für das am kommenden Freitag, 6. Juli. in Bres lau Grüneiche stattfindende große Abendradrenner hat der Exweltmeister Erich Moller=Hannover seiner langjährigen Meisterschrittmacher Carman aus Parie kommen lassen. Die Paarungen im 10 km Mannschafts= Dauerrennen lauten: Moller Muller: PrictoPreuß; Schindler Lohmann. Ausgabe A Bochumer 1 Monaisbe ugspreis einschl. NN 2.15, für Ausgaben B un der Lieferung rechtfertigt keine Bezugspreises. Anzeigenpreise gade A 6 P'a., Ausgabe B 8½ anaeiaen: Ausgabe A 40 pig Nr. 152 für eil Staatssekretär Feder Neichskommissar für Vertreter der Länden Heimstättenamtes der 0. d. Mis. nach 2 wohnungskonserenz Der Oberbesehlshaber stattete am Dienstag minister eine längere Im Oberhaus grif Suomden den Min mit außerordentlicher Versprechen. erklärte nicht brechen werde, dent bleibe. Tas endaultige Zahl Gemeindewahlen zeig der Regierungspartei Sireikende Dockarbeite von Polizei mit Sch auseinander getrieb grössere Anzahl von Auf die fürchterliche 4 in Neunork am Die Gewitter und wolke Gewitter war ein E in Dunkel hüllte, un Frau Marie Curie. dume, ist. fast 67 Schweres Zehn Kind DNB. Gera, 4. Jul schwerer Verkehrsunfall Vorspannberges bei Ge früh gegen 7 Uhr ein Lastkraftwagen, der mit tichau bei Weißensels no wegs war, fuhr mit gre ßenbaum. Die Insassen Straße geschleudert. verletzt worden, zwei Tode Der Fuhrer des ve daß er bereits am Saale=Talsperre unt Rucklehr habe er no mussen. So habe er bis 2 Uhr, in einem 5 Uhr habe der Las flug. der einen so tre gemacht sein mussen. schilderte der Fahrer den Anprall an merkt. Mit dem Meter weitergefahren Gefahrt, durch das la Kinder aufgeschreckt, zehn schwerverletzten lich im Krankenhaus ernster Natur sind, be erhalten zu konnen. der von dem Besitzen Omnibus, in dem sic Kinder befanden. Geheimnisvollei London, 4. Juli ni- umhullt den T geitern in einem deckt wurden. Es ha Thimann, 31 Je 21 Jahre alt, die de Da die bisherigen desursache ergeben Paar mittels Giften Motive dürften di geben, die den3 übergeben worden Sechs Opfer Schmug TNB Newyork. 4. Arbeitslosenlager starbe Henuß von Alkohol,1 dangigkeitstages von Obwohl die Prohibition wurdigerweise die gese holschmuggler immer Sprengkör DNB Wien. 4 wochvormittag ei bracht worden. 1 boses ist unterbr bedeutsamer Sach