chaftsnotizen eis beträgt am 15. Mai 1944 fur 136 sb 1 d gleich 86,8617 Marl ingold demnach 54,5861 p r Reichsbahn am 14. Mai. RuhrNachener Steinkohlenbezirk 1557 ohlenrevter 3978; gefehlt haben ei geringen Umsatzen rubig. Mai ngen bei etwas nachgiebigen Prei ermittelpreise blieben bei maßigem andert. kg. Preis für den Landwirt ab isgebiet W 10 2.10. Weizen aue Preisgebiet N 8 1., Handelspreis Hafer hiesiger 17.25—17.50 di tergerste inl. 17.50. Sommergere grober 18.70. dito kleiner 107 iupe 790 für W 10 201 dito m eigen Grundtype 7 M 10 Austauschweizen Grundinpe 7 hl Grundtype 815 für M-3 dinpe 18n für N 8 21.05. Weizen ittelgrob 10.75. dito grob 11. We nachmehl 14.M. Roggenkleie seine 11.50. Roggennach einkuchenmehl M Prozent 170 mehl 50 Prozent 16.— 10 30. bito Sovaschrot(extrahtertl 4 Pro= Prozent 15—1 5 Palme 14.06—14.90. Trockenschnitzel le lose 11.30—12. Rohmelasse 7 bi0—6.60, Notkleehen lose 8—8 Weizenstrob gepr. ab rhein. Stat pr. ab rhein. Station 0 narkt überreich beschickt kiplatze zum großen Tel. beseyn e man sogar den Bürgersteig zur ten mit benutzen.C bald sah man viele Krattwager ile nach allen Richtungen v= allerdings schwachte das Gesch tbot in Freilandsalat war ube sthandel: Kartofseln, Indunt l. blaue 7 Mk. der ohl 4—6, Rotkohl 6 7. Wrn Mohren 10—12, Zwiebeln arber 1—1.8 Pig. das Piun Wirsing 18—14, Kohlrabi 6—1: urken 30—40, Meerrettich 10—4 reitlauch 1.5—6 Pig. das 2 2.5—8, Mohrchen 12—15, Radier Gebund. Unreise Stachelbeerer Molkereibutter 1.2—1. 37. Pn. as Pfund. Eier 75—9.5 P Blumenkohl M—40. Salatgurken Weiß=, Notkohl und Wirn ital. grune N. arische Tomaten 9 M. holl. Mohrchen 40—45 Pig. das Pig. der Kranz; ausstral. N al. Aepfel 18. kalisorn Jassa=Apfelsinen 11—15. Ba Zitronen Kiste zu 150 Stuc n20, Brüsseler Trauben 9 oll. 11—18, holl. Esapfel tal. Kartosfeln runde 10, lana märkte trieb: 229 Ochsen, 613 Bullen, 6112 Schafe, 19 121 Schweinc. —, a2)—, 0131—2, c b) 29, c) 26—28, d 4—2 I. c1 17—20, b) 12—16; N. b) 2—24; Fresser: 16—. 55, c) 4048, d) 22—35: Lam 42, a2)—, b1) 30—40, b21— e: el 33—34, f) 81—2, al 2 a2) 337, b) 35—87, c) 3487. a 31—35. Marktverlauf fur nd Schweine glatt. weine- und Kälbermarkt. Au veine 7200. Verlauf: Kalber notierten: Kälber: al—. 22, el 15—21. Schweine re Speckschweine 50, a2) ben 34—3, c) 38—35, d) 31 ausgesuchte Specksauen 9 Schweinemarkt. Ferkel im Großhandel unter Wochen 9,50—14, 8—12 n 8—4 Monaten 18—24. von Der Marktverlauf war schr pard-Zinstuß: 5% Volks Ausgabe A Bochumer Volkszeitung für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Fories in fide! Westfälische Volks-Seitung 63. Jahrgang Bochumer Stadtanzeiger Ronaisbezugspreis einschl. Zustellgebühr für Ausgabe A NR 2,15, für Ausgaben B und C RM 2.—. Die Behinderung Lieserung rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des sa., aus= verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid A 40 Plg., Ausgaben B u. C 25 Pig. se um Geschäftsstelle und Redaktion: Bochum, Mühlenstraßze 12-14/ Fernruf 64746-64748 Geschäftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12=14, Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortmund 6146; Hattingen, Bahnhofstraße 12, Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950: Essen=Steele, BredeFernr. 204 33, Postscheckkonto Dortmund 193 86; Freibeustr. 10, Fern 1876, Postscheckk. Dortm.30430 Druck und Verlag: Markische Vereinsdruckerei, Bochum Nr. 113 Donnerstag, den 17. Mai(Bruno) 1934 für cilige leser Der deutsche Gesandte in Brüssel, Graf Adelmann, hat der belgischen Regierung das Beileid der Reichs regierung und seine persönliche Anteilnahme an der entsenlichen Grubenkatastrophe, von der Belgien heimgesucht worden ist, ausgesprochen. Ter Reichspräsident hat zum 1. Juni 1934 auf den Posten des Prasidenten des Reichswirtschaftsgerich tes den Ministerialrat im Reichswirtschaftsmini nerium, Dr. Karl Willecke, berufen. Ministerialrat Willecke war zuletzt Reichskommissar für die Mai länder Messe. Tie lettische Regierung hat für sechs Monate über ganz Lettland den Ausnahmezustand verhängt, auf rund dessen die Tätigkeit der politischen Parteien und des Parlaments bis zur Durchführung einer Lerlassungsreform eingestellt werden muß. Einc Reihe von öffentlichen Gebäuden. wurde militärisch leient. Der Fernsprech= und Telegraphenverkehr nar in der Nacht für mehrere Stunden unter nechen. Ein Marxistenführer wurde verhaftet. suhmmunistischer Student der Harvard Universität het in einen Ventilator des Kreuzers„Karlsruhe“ humunistische Flugblätter geworfen. Er wurde rethaftet. De drei Entführer Gettles wurden zu lebensläng lichem Zuchthaus verurteilt. In Bononne wurde ein neuer Skandal gefälschter Veripapiere aufgedeckt, der in die Millionen gehen Nach einer Bekanntgabe des Adjutanten des Führers, Brückner, werden in Zukunft Bücher und Abhand lungen, die falsche Angaben über den Führer oder die Bewegung enthalten, beschlagnahmt werden. Wie 318 französische Marineministerium Mittwoch früh mitteilt, ist die Besatzung des am Dienstag auf dohe von Dünkirchen ins Meer gestürzten französt schen Marineflugzeuges von dem deutschen Dampfer „Lreoden“ gerettet worden. elaatskommissar Hinkel hat infolgee Arbeitsüber astung sein Amt als Reichsorganisationsleiter im Kampfbund für deutsche Kultur niedergelegt. dei dem schweren Eisenbahnunglück von Langwedel bei Verden sind leider drei Tote zu beklagen, und zwar der Lokomotivführer, der Heizer und die Wariefrau des Unglückszuges. vertiot wurde aus der Liga für Menschenrechte aus geschlossen, da er„dem Kabinet Doumerque ange hdre und somit für eine Reihe von Masinahmen milverantwortlich sei, die in der Oeffentlichkeit Ent runtung ausgelost hätten“. Nalionalsozialismus soll keine Bürokralisierung sein Auf jeden Platz soll nur der fähigste Mensch gestellt werden— Kein Bruch des Friedens, aber auch keine widerstandslose Unterwerfung Bedeuksame Kanzlerrede Berlin, 16. Mai. Im Sitzungssaal des Preußenhauses wurde am Mittwoch mittag der zweite Deutsche Arbeitskongreß feierlich eröffnet. Die Gegenwart fast aller führenden Personlichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Lebens bewies eindrucksvoll, welch großer Wandel sich in der Bewertung der Arbeit in Deutschland seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus vollzogen hat. Schon vor Beginn des Kongresses hatten sich Vizekanzler v. Papen, die Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels, Seldte und von Eltz=Rubenach sowie die Staatssekretäre des Reiches und Preußens und die Reichsstatthalter ein gefunden. Der Führer wurde von dem Führer der Deutschen Arbeitsfront, Staatsrat D. Ley, in den Sitzungssaal geleitet und mit einem dreisachen Sieg=Heil begrüßt. Der Leiter des Führeramtes der Deutschen Arbeitsfront und der PO., Pg. Rudolf Schmeer, eröffnete den Kongreß. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront Staatsrat Dr. Ley hielt eine längere Rede, in der er u. a. ausführte: Die Deutsche Arbeitsfront wird, so erklärte Dr. Ley weiter, ihre neue Organisationsform bis spätestens 1. Oktober restlos durchgeführt haben. Alsdann gibt es keine Arbeitgeber=, keine Angestelltenund keine Arbeiterverbände mehr, sondern jeder Deutsche gehört entweder in die Partei oder in die Deutsche Arbeitsfront, irgendwo in Deutschland zu einem Block, der von einem Blockwart geführt wird und in dem festgestellt werden kann, ob er anständig oder unanständig denkt und handelt. Außerdem kann sich aber keiner mehr dem Einfluß der Gemeinschaft entziehen, und weiter sind über alle großen Gegensätze hinweg derartig starke Bande geschlungen, daß für alle Zeiten ein Auseinanderstreben von Arbeiter und Unternehmer ein für allemal untersagt ist. Die Schlußworte Dr. Leys wurden mit HeilRufen auf Deutschland und auf den Führer aufgenommen. Dann betrat der Führer, nachdem er zuvor Dr. Ley mit Händedruck gedankt hatte, das Rednerpult. Die etwa 1½stündige Rede des Führers wurde von der Versammlung mit fast lautloser Aufmerksamkeit angehört, die aber von Beifall und Händeklatschen häufig unterbrochen wurde. Auch die Vertreter der ausländischen Missionen— in einer Loge hatten Vertreter fast sämtlicher in Berlin akkreditierten Mächte Platz genommen— lauschten ganz offensichtlich mit steigender Spannung den Ausführungen des deutschen Reichs kanzlers D=Zug Bremen=Hannover entgleist Ein Toler, acht Schwerverletzle DNB. Hannover, 16. Mai. Die Pressestelle Die Ozeanflieger über ihren Flug Sehr lange in großer Gefahr V. London, 16. Mai. Die in Irland gelaneten Ozeanflieger Pond und Sabelli äußerten sich veor bescheiden über die Schwierigkeiten ihres pindes doch geht aus ihren Angaben hervor, daß sie wlehr lange in großer Gesahr befaner Amerikaner Pond erklärte, daß sie sehr Wetter gehabt und ununterbrochen mit ten und dichtem Nebel zu kämpfen gehabt hätten. trogen auf gut Glück. erklärte er und konnten i erkennen, wo wir uns befanden. 400 Meilen n der irlandischen Küste erlitten wir einen Scha nd wollten schon auf offenem Meer landen, netterte Sabelli unter Lebensgefahr aus den "orersiv und füllte neuen Betriebsstoff in den Er ungsbehalter, worauf das Flugzeug wieder in Höhe kam. Ministerpräsidenk Göring auf Pfingsturlaub S. Berlin, 16. Mai. Ministerpräsident Göring e einen kurzen Pfingsturlaub angetreten und Berlin me mittag im Flugzeug mit dem Ziel Athen ver.ie Reise ist rein privater Natur. Die in der tändischen Presse bereits vor einigen Tagen aufauchlen Nachrichten, die von anderen Reisezielen ecben, entbehren jeglicher Grundlage. Teilsperre der ungarischen Getreideausfuhr Bndapest, 16. Mai. Trotz der letzthin pegedenen Versicherung des ungarischen Acker daete, daß für eine Zurückhaltung der un vor Getreideüberschüsfe keinerlei Veranlassung tene, hat sich setzt die Regierung infolge der sehe mmer anhaltenden Dürre gezwungen ge eine teilweise Sperre in der Ausfuhr asarlschen Getreideüberschüsse lener Nur die bereits abgeschlossenen Gemengen dürfen noch ausgefuhrt werden. an die Unfallstelle eilten. In der Nähe wurden verschiedene Verbandsplätze eingerichtet. In Bauernhäusern wurden etwa 20 Leichtverletzte untergebracht. Mehrere Zuginsassen waren sofort nach dem Unglück der Reichsbahndirektion teilt mit: Am 16. Mai um damit beschäftigt, den Brand im Speisewagen 11.27 Uhr entgleiste bei Langwedel in der Nähe von zu loschen, das Feuer griff jedoch außerordentlich Verden an der Strecke Bremen—Hannover der D Zug schnell um sich und erschwerte die Rettungsarbeiten, 131. Die Maschine und die vorderen Wagen fielen So kam es, daß der Lokomotivführer und dabei um. Ein Toter und acht Schwerverletzte sind ermittelt worden. Die Ursache des Unfalles ist ver mutlich zu schnelles Befahren einer Umbaustelle. der Heizer bisher noch nicht geborgen werden konnten. Beide sind ums Leben ge kommen. Auch Lokomolivführer und Heizer kot Die verschiedenen Nerzie und das SanitatepersoAuf die Nachricht von dem Unglück wurden in schnellen Abtransport der Verletzten in das Verdener Verden sofort Sanitätskolonnen und Feuerwehr alar Krankenhaus. Sowohl Sanitätswagen wie Privat miert, die sogleich mit allen verfügbaren Fahrzeugen kraftwagen übernahmen den Transport. Rumäniens Nationalfeierlag ganz Anmänien wurde mit großen Festlichkeiten und Paraden der Nationalfeiertag begangen. In Bukarest wurde eine große Militärparade abgehalten, die von der königlichen Familie abgenommen wurde. Von links nach rechts: Die Erkönigin von Griechenland, Elisabeth; Königinwitwe Maria; König Carol; Kronprinz Michael; Prinz Nikolai wahrend der Parade in Bukarest. Der Eindruck der Rede war gewaltig. Am Schlusse sprangen alle Teilnehmer von ihren Platzen hoch und brachen in Heilrufe aus. Parteigenosse Schmeer schloß den zweiten deutschen Arbeitskongreß mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. Der Gesang des Horst=Wessel=Liedes bildete den Schluß der Veranstaltung. Die Kundgebungen für den Führer setzten sich auf der Straße fort. Die Kanzlerrede In seiner Rede vor dem zweiten Arbeitskongreß der Deutschen Arbeitsfront ging der Führer aus von den großen organisatorischen Leistungen des heutigen Deutschlands. von denen eine der größten sicherlich die Erfassung der im wirtschaftlichen Leben stehenden Menschen sei. Sie sei innerhalb der kurzen Zeit eines Jahres gar nicht denkbar in ihrem bisherigen Erfolg, wenn nicht von vornherein ganz bestimmte Hoffnungen vorhanden gewesen wären, die ihre Erfüllung geradezu erforderten. Im deutschen Volke habe sich unbewußt eine große und tiefe innere Sehnsucht nach einer Erlösung aus den früheren Formen unseres organisatorischen Lebens geltend gemacht, um so mehr, als Theorie und Wirklichkeit bereits weit auseinandergefallen waren. Der Theorie des marrististischen Sozialismus stand die harte Wirklichkeit gegenüber, die überall das genaue Gegenteil zeigte. Der Sozialismus im Sinne der Sozialisierung selbst sei praktisch durch eine vollkommene Aussöhnung mit dem übelsten Kapitalismus abgelöst worden. An die Stelle des Klassenkampfes als ein Mittel der Herbeiführung dieser marristischen Ideenwelt sei vielfach eine Unzahl von Querverbindungen getreten, die die ertremsten Erscheinungen gerade unseres wirtschaftlichen Lebens miteinander verbanden. Der Wirtschaftskampf aber sei abgelöst worden durch eine Wirtschaftsnot, die in Wirklichkeit alle Arbeits= und Streikrechte, ja sogar das gesamte Koalitionsrecht, gänzlich illusorisch machte. Was hatte im Jahre 1932— so führte der Kanzler aus— der Streik überhaupt noch für einen Sinn in einem Augenblick, da sich schon über sechs Millionen Menschen außer jeder Arbeit befanden. Was hatte der Klassenkampf noch für einen Sinn angesichts eines Zustandes, der nur noch gehalten wurde durch Koalitionen von Vertretern des extremsten Kapitalismus auf der einen und des radikalsten Kommunismus auf der anderen Seite und die öffentliche Meinung beherrscht wurde durch eine Presse, die eng aneinander gekittet, den linken Flügel der Sozialdemokratie mit dem äußersten Flügel unseres bürgerlichen Kapitalismus verband? Auf allen Gebieten sei die marristische Theorie durch die marristische Praris widerlegt worden. Das habe das Volk auch empfunden. Die großen Massen des deutschen Arbeitertums seien nicht etwa aus Begeisterung in den Gewerkschaften geblieben, sondern mehr aus dem Gefühl heraus. nicht das opfern zu können, was sic selbst in all diesen Jahren an Opfern bereits gebracht hatten. Alle waren innerlich schon der Ueberzeugung, daß der bestehende Zustand unerträglich geworden war. Aber dieser Wandel der Ueberzeugung fand keinen Ausdruck infolge des Bebarrungsvermögens der Menschen; durch die Unsähigkeit sich umzustellen, In Schutzhaft genommen Essen, 16. Mai. Wie die National=Zeitung erfährt, ist der Landesverbandsführer der Westmark des N3DFB, Görnemann in Düsseldorf, in Schutzhaft genommen worden. Ueber die Gründe dieser Maßnahme verlautet nichts. Das Blatt schreibt hierzu folgendes:„Man wird kaum fehlgehen in der Annahme, daß es sich hier um einen besonders krassen Fall der in dem Aufruf des Stabschef gekennzeichneten SA=feindlichen Einstellung weiter Kreise des N2DFB handelt. Bereits seit langer Zeit war gerade hier im Westen in einzelnen Formationen des ruberen Stahlhelms eine ausgesprochen reaktionäre Haltung festzustellen.“ Wieder freigelassen DNB. Düsseldorf, 16. Mai. Die Pressestelle des NSDFB(Stahlhelm) teilt mit: Auf Befehl des Ministerpräsidenten Göring ist der Landesführer Görnemann vom Landesverband Niederrhein des NSDFB(Stahlhelm), der gestern in Schutzhaft genommen wurde, heute nachmittag aus der Schutzhaft entlassen worden. durch den mangelnden Mut, den ersten Schritt zu tun und durch das Unvermögen der breiten Masse, sich eine klare Vorstellung von dem zu machen, was hätte werden sollen. Man konne dem deutschen Arbeiter keinen Vorwurf daraus machen, daß er nicht den Weg zum Volke, zur Volksgemeinschaft oder gar zum National sozialismus gefunden habe, wenn doch auf der anderen Seite Millionen sogenannter Bürger den Weg ebenfalls nicht sahen, von denen man doch hätte annehmen durfen, daß ihnen ihre größere Einsicht das Finden dieses Weges hätte erleichtern mussen. Nein! Die Unvernunft sei überall dieselbe gewesen, in der Arbeiterschaft genau so wie im Bürgertum, in unserem Unternehmertum. Innerlich aber glaubten alle diese Menschen an die Richtigkeit des bestehenden Zustandes schon längst nicht mehr. Weder das Bürgertum noch das Proletariat in seinem überwiegenden Teil waren bereit, für ihre Ueberzeugung Opfer zu bringen oder gar zu sterben. In sarkastischen Worten geißelte der Führer unter tosendem Beifall die enastirnigen, kleingeistigen und ichsüchtigen Gesichtspunkte, die als„weltanschauliche Probleme“ damals die Seelen dieser Männer eines vergangenen Regimes füllten und drückten. Wir hatten nicht in wenigen Monaten diese Welt überrennen und nicht die Gewerkschaften beseitigen können, so erklärte der Führer, wenn ein Glaube an die Richtigkeit der eigenen Idee noch vorhanden ge wesen wäre. Wir standen damals vor einem sehr schweren Entschluß. Es gab einzelne Menschen, die meinten, wir dürfen unter keinen Umständen diese Organisationen angreifen. Ich war der gegenteillgen Ueberzeugung und mit mir die wesentlichsten Führer der Partei. Wir haben mit einem Schlage Tatsachen geschaffen, und die Entwicklung hat uns bestätigt, daß der überwältigende Teil der deutschen Arbeiter innerlich nicht mehr am Marxismus hing. Aber es genüge natürlich nicht, Oraanisationen zu zerschlagen und Neues aufzubauen, sondern es sei notwendig, daß das ganze deutsche Volk aus der Entwicklung lerne und daß es die neu gewonnenen Erkenntnisse vernünftig und richtig anwende. Alles organisieren auf dieser Welt könne nur ein Mittel zum Zweck sein. Der Mensch lebe nicht um zu organisieren oder um organisiert zu werden. Alles organisieren vom Staat angefangen bis hinunter zur kleinsten Zelle habe nur dann einen Sinn und Zweck, wenn die Lebenshaltung damit in einem höheren Sinne und in einem weiteren Umfange gewährleistet werde. Das könne aber immer leichter geschehen, wenn die Differenzen, die vorhanden sind, ausgeglichen werden durch die Zusammenfassung der Menschen. Es sei also der Zweck einer Organisation, ungleichartige Lebewesen zusammenzufassen, um sie zu gemeinsamem Handeln zu bringen. Tamit werde eine Gesamtebene verlassen, die im Marrismus ihren schärfsten Ausdruck gefunden hat, nämlich die Ebene der sogenannten Gleichartigkeitder Menschen. In dem Augenblick, in dem wir diese Behauptung des Marxismus, alle Menchen seien gleich, anerkennen würden, erübrige sich jegliche Organisation. Bei gleichen Menschen, gleichen Lebewesen mit gleichen Veranlagungen, gleicher Mentalität, gleicher Bildung und gleichem Können sei eine organisatorische Zusammenfassung überhaupt nicht mehr nötig. Weil die Menschen aber nicht gleich seien, würden sie, wenn man sie vollkommen frei walten ließ, nicht zu gleichen gemeinsamen Handlungen kommen, die zu gemeinsamen Leistungen auf allen Gebieten des Lebens notwendig seien. Diese Organisation sei also die Einschränkung des freien und unbeschränkten eigenen Willens, seines Auslebens und seiner Auswirkung. Ihre innere Rechtfertigung finde eine Organisation aber nur dann, wenn sie wirklich dem Menschen wieder Nutzen bringe, wenn aus ihr ein höherer Nutzen auch für den einzelnen wieder erwachse. Ein Sozialismus um des Sozialismus willen existiert nicht. Wenn ihm einer sage: Der Sozialis mus ist eine wunderbare Idee, die aber mit unerhörten Opfern verbunden ist, und den Menschen dauernd Sorgen und Nöte auferlegt, dann müsse er antworten: Dieser Sozialismus ist etwas so Schädliches, daß man ihn so schnell wie möglich beseitigen muß. Dazu braucht man weder den marxistischen Sozialismus noch den Nationalsozialismus. Gerechtfertigt wird eine revolutionäre Umwälzung nur dann sein, wenn sie tatsächlich im Endergeb nis der besseren Selbsterhaltung und Lebenserhaltung eines Volkes dient. Das ist die einzige Rechtfertigung für den Sozialismus! Höchste menschliche Leistungen seien zwar einem begnadeten Kopfe zu danken, allein gestaltet und geschaffen werden können sie nur durch die Tatsache der Existenz einer Gemeinschaft. Der Geist selbst wäre vollständig wertlos, wenn sich ihm nicht die Kraft zur Verfügung stellte. Auf der einen Seite müsse man dem freien Spiel der Kräfte einen möglichst breiten und freien Spielraum gewähren, auf der anderen aber betonen daß dieses Spiel der Kräfte sich im Rahmen der den Menschen gegebenen Zweckgemeinschaft halten müsse, die wir als Volk und als Volksgemeinschaft bezeichnen. Nur auf diesem Wege können wir erreichen, was wir erreichen müssen, nämlich die höchste Stei gerung der menschlichen Leistungen und damit der menschlichen Produktion. Wir bürfen eines nie aus den Augen verlieren: Unsere gesamte Wirtschaft ist nicht aufgebant worden nach den Prinzipien, die wir in unserer Staatsverwaltung kennen, denn würde das der Fall sein, dann gäbe es gar keine Wirtschaft. Der Gedanke z. B., einen Mann in eine Schule zu schicken, ihn nach einer bestimmten Zeit in ein Amt zu setzen, nach einer bestimmten Zeit zu befördern und wieder und wieder zu befördern, dieser Gedanke kann schon in der Verwaltung eines Staates am Ende nur schwer ertragen werden. Glauben Zie aber nur nicht, daß man nach diesem Prinzip eine Wirtschaft aufbauen könnte!(Stürmischer 42 Todesopfer einer SchlagwellerExplosion in Belgien Ueber 1000 Grad Hitze in der Grube— Dauernd neue Einstürze Brüssel, 10. Mat. Wie bereits im größten Teil unserer Mittwochausgabe mitgeteilt, ereignete sich am Dienstag auf einer belgischen Zeche eine schwere Schlagwettererplosion. Die Katastrophe auf der Zeche Fief de Lambrechies hat, wie jetzt feststeht, 42 Todesopfer gefordert. Von den fünf Bergleuten, die lebend aus der Grube geschafft werden konnten, ist inzwischen noch einer seinen Verletzungen erlegen. Ein Bergmann ist wie durch ein Wunder unverletzt geblieben. Er befand sich mit seinem, dem Tode gleichfalls entronnenen Kameraden an einer dem Stollenausgang nahe gelegenen Stelle, wo sich die Wirkung der Erplosion nicht so stark bemerkbar machte. Man nimmt an, daß die in der Grube ums Leben gekommenen Bergleute einen raschen Tod gefunden haben, infolge der über 1000 Grad betragenden Temperatur, die die schlagartig erfolgende Explosion auslöste. Heute nachmittag waren im ganzen 11 Leichen ge borgen. Die Bergungsarbeiten begegnen auch weiter hin großen Schwierigkeiten, da dauernd neue Einstürze in der Grube erfolgten und das Feuer wohl teilweise lokalisiert, nicht aber zum Stillstand gebracht werden konnte. Heute nachmittag bestand sogar die Gefahr, daß das Feuer sich noch weiter ausbreitete und die ganze Schachtanlage gefahrdete. Die Zeche gehört einer französischen Gesellschaft. Die Grubenbesitzer haben heute beschlossen, in anbetracht des traurigen Ereignisses die für den 20. Mai bereits beschlossene Kürzung der Bergarbeiterlöhne um 5 Prozent erst am 3. Juni wirksam wer den zu lassen. Die für heute nachmittag angesetzte Abstimmung in den Betrieben, ob im Falle der Lohnkürgung in einen Streik eingetreten werden soll, ist in den Betrieben, die in der Nahe der von der Grubenkatastrophe befindlichen Zeche llegen, nicht durchgeführt worden. Ausnahmezustand in Leliland Um einen bewaffnelen Staatsstreich zu verhindern— Uebergang zur autoritären Staaisführung Riga, 16. Mai. Die lettische Regierung hat den Ausnahmezustand verhängt, auf Grund dessen die Tätigkeit der politischen Parteien und des Parlamentes bis zur Durchführung einer Verfassungsreform eingestellt werden muß. Die Regierung sah sich, wie die Lettische Telegraphen=Agentur meldet, zu dieser Maßnahme gezwungen, da sie von Vorbereitungen zu einem bewaffneten Staatsstreich Kenntnis erhalten hatte, serner wegen der Unsähigkeit des Parlament's und der Unmöglichkeit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftlichen Gefahren zu zerstören. In Anbetracht der immer größer werdenden Unzufriedenheit in weitesten Kreisen erblickte die Regierung in der gegenwärtigen Lage die drohende Gesahrinnerer Unruhen und erachtete es als ihre Pflicht, diese mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln abzuwenden. Der Uebergang zur autoritären Staatsführung hat sich einstweilen in aller Ruhe vollzogen. Wie vorläufig noch unbestätigt verlautet, sollen in der Nacht der marxistische Parlamentspräsident Dr. Kalnin und sein Sohn, der berüchtigte deutschfeindliche Marxistenhetzer Bruno Kalnin, verhaftet worden sein. Die Lettländische Telegraphen=Agentur gibt noch ergänzend u. a. bekannt: Zur Durchführung der notwendigen Maßnahmen und zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung wurden noch in der Nacht auf Mittwoch außer der Polizei die Schutzwehr und Teile der Rigaer Garnison eingesetzt. Eine Reihe von öffentlichen Gebäuden wurde besetzt, auch das Parlament wird von Militär bewacht. Die Bahnhöfe, die Post, die Telegraphen= und Telephonämter sind besetzt. In den Straen Rigas sieht man bewaffnete Patrouillen von Polizei und Militär, auch Panzerwagen fahren durch die Stadt. Eine größere Aktion wurde vom Militär im Bezirk des marxistischen Volkshauses durchgeführt. Auf diesem Hause sah man zum ersten Male statt der roten Marxistenfahne die rot=weiß-rote lettländische Staatsflagge wehen. Die Militärbehörden unter dem Befehl des Platzkommandanten von Riga. General Berkis, haben die Aufrechterhaltung der Ordnung übernommen. Zahlreiche Mitglieder der Legionärtruppe wurden unter der Beschuldigung, einen bewaffneten Aufstand versucht zu haben, verhaftet, ebenso eine ganze Reihe von Sozialdemokraten, die mit Generalstreik und bewaffnetem Widerstand gegen die Staatsgewalt gedroht hatten. Sämtliche Verhafteten befanden sich im Besitz großer Waffenmengen. In der Villa des Parlamentsvorsinenden Dr. Kalnin sowie bei dem ehemaligen Präsidenten der Bank von Lettland, dem marxistischen Abgeordneten Colms, wurden besonders zahlreiche Waffen gefunden. Ueber die Verhaftungen, die in der Nacht und in den frühen Morgenstunden vorgenommen worden sind, wird jetzt naheres bekannt. Beim Parlamentsprasidenten Dr. Kalnin wurden bei der Haussuchung 123 Revolver, 10 Gewehre, ein Maschinengewehr und ein großes Munitionslager gefunden. Bei zwei sozialdemokratischen Abgeordneten wurden zusammen 47 Revolver gefunden. Die übrigen Verhafteten sind zum großten Teil sozialdemokratische Parlamentsabgeordnete; ferner wurden sieben österreichische Schutzbündler eingeliefert, die nach den Wiener Ereianissen nach Riga gekommen waren. Bergwerksdirektor ermordet und beraubt DNB. Kothen, 16. Mal. In der Nacht zum Diens tag wurde der Direktor der Grube Leopold, Diplom Ingenieur Bruns Mlenerhold aus Bitterseld ermordet und beraubt. Die Leiche wurde in den Morgenstunden des Dienstag in einem Straßengraben zwischen den Dörfern Oppin und Niemberg unter einer Decke aufgesunden. In der Nahe lagen eine Aktentasche, lose Papiere und eine goldene Brille. Dem Ermordeten wurde eine Brieftasche mit 500 RM. Inhalt, Kraftwagenpapiere, sein Paß und seine goldene Uhr entwendet. Wiederhold ist durch einen Schuß unter der rechten Brustseite getotet worden. Er hatte sich Montagnachmittag mit seinem eigenen Wagen zu einer Besprechung, die bis gegen Abend gedauert hatte, nach der Grube Leopold in Edderitz begeben. Dann war er allein mit dem Wagen über Köthen zurückgefahren, um nach Bitterfeld zurückzukehren. Man nimmt an, daß Wiederhold entweder in Köthen oder auf dem Wege dorthin von dem noch unbekannten Täter oder den Tätern angehalten worden ist, mit der Bitte, ihn oder sie mitzunehmen An. scheinend hat man ihn dann sofort erschossen. Wahrscheinlich ist die Leiche dann mit dem Kraftwagen nach dem Fundort gebracht worden. Der Wagen wurde heute morgen in Köthen herrenlos aufgefunden Landespropagandastellen DNB Berlin. 16. Mai. Der Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda hat am heutigen Tage leine Propagandastellen zu Landespropagandstellen erhoben. Zum Geschäftsbereich des Reichsm steriums für Volksaufklärung und Propaganda ge= hören nunmehr u. a. folgende Landespropagandastellen: Landespropagandastelle 13: Westfalen- Nond. Münster i. Westf., Leiter: Schmidt, Landespropandastelle 14: Westfalen=Sud, Bochum Leiter: Bru, Landespropagandastelle 15: Kurhessen, Kassel, Leiter: Gerland. Landespropagandastelle 16: Hessen=Nassau, Frank furt a. M., Leiter: Müller=Scheld. Landespropagandastelle 17: Köln=Aachen, Köln a. Rhein, Leiter: Winkelnkemper, Landespropagandastelle 18: Koblenz=Trier, Koblenz Leiter: Michels Landespropagandastelle 19: Essen. Leiter: Filer Landespropagandastelle 20: Dusseldorf, Dülselder Leiter: Brouwere Eine Falschmeldung DNB. London, 16. Mai. Die Meldung der Nachrichtenagentur United Preß, daß die Vertreter der Großmächte in Genf sich so gut wie geeinigt hatten, die Abrüstungskonserenz auf unbeinmmie Zeit zu vertagen, wird hier vorlaufig in keiner Weise bestätigt. Zustandige englische Kreise erklaren, daß ihnen von einer solchen Entwicklung nichts bekannt sei. Auch in Paris werden die Nachrichten über eine Vertagung der Abrüstungskonferenz auf unbestimmte Zeit als unrichtig bezeichnet. Beifall.) Dort sind viel härtere Anslesebedingungen zu erfüllen, und diese liegen im praktischen Kampf der Wirtschaft. Bedenken Sie, wie viele Menschen im Wirtschaftsleben scheitern und wie wenige bringen es tatsächlich zu etwas. Das würde, auf die Verwaltung übertragen, bedeuten, daß ein hoher Prozentsatz aller Beamten scheitern müßte und nur ein Bruchteil es zu etwas bringen könnte.(Heiterkeit.) Wir sehen das im wirtschaftlichen Leben aber als ganz selbstverständlich an. Wieviele Projekte werden geschmiedet und wie wenige davon ausgeführt. Dafreie Leben ist so natürlich wie der Kampf in der Natur draußen, der auch keine Richtung wünscht und viele Lebewesen vernichtet, so daß nur das gesunde übrig bleibt. Würde man diesen Grundsatz durch die Sozialisierung beseitigen, so würde man die Prinzipien unserer Staatsverwaltung auf den Aufbau unseres ganzen wirtschaftlichen Lebens übertragen, und werwurden damit iammervoll Bruch leiden. Wir könnten in einer durchgehend büro kratisierten Wirtschaft überhaupt nicht einen mensch lichen Fortschritt erzielen; denn es sind zu einem Fortschritt ungeheure Einsätze notwendig. Wenn beute beispielsweise eine Erfindung gemacht wird, die gelingt, so wollen wir nicht vergessen, daß für diese eine gelungene Erfindung vielleicht zehn tausende von Unternehmungen sich ruiniert haben, zehntausende ihr Kapital verloren haben, bis das Eine endlich einem doch gelang. Wohin würden wir kommen, wenn der Staat mit seiner Bürokratie sich auf diese Wege begeben wollte, wohin würde da das Staatsbudget kommen? Nein, glauben Sie mir: Man kann nach einer solchen Bürokratisierung mit einem menschenmöglichen Fortschritt nicht mehr rechnen. Auch Sowjetrußland nicht, jedenfalls nicht nach kommunistisch-marxistischen Begriffen. Dieses Sowjetrußland kommt mir vor wie ein Mann, der durch einen Sumpfwandertam Armeines starken Menschen. Dieses Sowsetrußland geht dauernd am Arm der kapitalistischen Staaten. Es nehme ihre Arbeitskräfte, ihre Ingenieure und Maschinen, beziehe alles von den kapitalistischen Staaten, handle aber daneben und rede von marzistischem Kommunismus. Man sollte es auf eigene Füße stellen— das wäre bei einem Lande wie Rußland durchaus möglich— und sagen: Jetzt schafft Euch Euer Paradies. Dann würde man die Resultate sehen. Heute leben sie als Kommunisten nur von den nichtkommunistischen Einrichtungen dieser Welt. (Beifall.) Eine Weltanschauung müsse aber vollständig auf eigenen Füßen stehen können! Die kommunistische könne dies nicht oder sie ende stets mit einer entsetz lichen Not. Diese Tatsachen seien nicht zu bestreiten. Es seien Millionen Menschen an Hunger gestorben, in einem Lande, in dem auf acht Menschen in den Städten 92 Bauern kommen. Solche Zustande wurden in Deutschland zwangsläufig zur Vernichtung des ganzen Volkes überhaupt führen. Man kann nicht eine Höchststeigerung der Produk tion erreichen, indem man ein Prinzip verwirklicht, das jeder persönlichen Initiative von vornherein den Todesstoß versent. Wenn man mich fragt, was verstehen Sie unter Nationalsozialismus, so habe ich zu antworten: Nichte anderes, als daß zur Erhaltung unserer Gemeinschaft auf jedem Platz unseres Lebens die hochsten Fahigkeiten ausschließlich und autoritär zum Einsatz gebracht werden. Ich verstehe darunter unter keinen Umständen irgendeine Bürokratisierung unseres gesamten Lebens, d. h. ich verstehe unter Nationalsozlalismus nicht, daß ich jemand an einen Plat stelle aus einem Grundsatz, der nicht durch Sachlichkeit bedingt ist. Ich protestiere dagegen, daß einer Führer eines Unter nehmens wird, nur weil er dazu bestimmt wird. Er muß von Natur aus dazu bestimmt sein, und das erweist sich durch seine eigene Leistung und Fähigkeit. Das muß er unter Beweis stellen, und zwar nicht durch staatliche Aufsichtsbehörden, sondern durch den Ersolg.(Stürmischer Beifall.) Wenn es uns aber gelänge, diese höchsten Fähigkeiten unseres Volkes überall zum Einsatz zu bringen, so daß auf jedem Platz der fählgste Mensch steht, wenn wir das in einem gewissen Umfange erreichen wollten, dann sei es sinnlos, wenn wir die habei naturgemäß tausendfältig in Erscheinung tretenden Differenzen ausgleichen ließen durch so primitive Methoden wie Aussperrung, Streiks usw. Wir wollen, daß alle Kräfte der Nation nutzbringend in Erscheinung tretent. Wenn wir die höchsten Fahigkeiten nützlich anwenden, und die höchste Produktionskraft auf allen Gebieten entwickeln, dann muß das zwangsläufia allen zugute kommen, und es gehört wieder nur eine ganz verwirrte, kleine egoistische Meinung dazu, sich gegen eine Erhöhung des Lebensstandards zu sträuben, die indirekt wieder allen zugute kommt. Ich habe in meinem Leben leider Unternehmer kennen gelernt, die Schuhe fabrizieren, aber empört sind, wenn sie hören, daß ein Arbeiter zwei Paar Schuhe habe. Da kann ich nur sagen: Heilige Einfalt.(Stürmischer Beifall.) Nein, wenn wir Gegner eines Egoismus sind, der keine Rücksicht auf andere nimmt, dann aus purer Vernunft. Wir sind der Ueberzeugung, daß, wenn wir die ganze Kraft der Nation in einen wirklich fruchtbringenden Produktionsproseß einbauen, sich selbstver. ständlich diese Kraft nur dann auswirken kann, wenn jeder an dem Ergebnis des Produktionsprozesses nicht nur als Schaffender, sondern auch als Empfangender teilnimmt. Das wird sich ganz natürlich ergeben und regeln Dann aber ist die Entsesselung eines Streiks geradezu Wahnsinn, der gleiche Wahnsinn wie eine Arbeitslosenunterstützung ohne Gegenleistung. Die Volksgemeinschaft ist nicht dazu da, den einen Teil Nation zugunsten des anderen zu belasten. Es muß eben Arbeit geschaffen werden. Das ist ein Organisationsproblem. Wenn man auf der einen Seite bi Arbeitskrafte, auf der anderen Selte die Bodenschahe hat, dann muß man das fertigbringen. Auch die Kommunisten schalten ja den Streik aus, sobald sie zur Macht kommen. Da heißt es dann auf einmal: Das kann sich das Proletariat nicht Das kann sich überhaupt niemand erlauben. So wenig ein Volk, das eine Gemeinschaft darstellt, sich erlauben kann, daß ein einzelner seinen Konflikt mi einem anderen mit der Faust austrägt, so wenig kan es sich das in wirtschaftlicher Hinsicht leisten. Nel Leidtragende ist immer die Nation. Da streiten sich zwel und sechzla Millionen haben darunter zu lei weil zwei sich nicht einigen konnen.(Stürmische stimmung). Dann muß über den beiden naturgemae eine andere höhere Antorität stehen. Es ist die Antbritat der Gemeinschaft, die Autoritat des Staates, u zwar ganzlich unbeeinflußt und ungebunden. Der Führer begründete dann an Hand unsere eigenen„schmerzhalten Erfahrungen“ in den Jahren in überaus anschaulicher und lronisch Weise die Unmöglichkeit, mit dem parlamentarische Vrinzip eine Autorität zu bilden. Hinter gierenden Parteien standen die Intere gruppen, so daß sich eine solche„Autorität mals erheben konnte über die streitenden Parteit im Wirtschaftsprozeß. Wenn man dieses Faustrecht beseitigen win, muß jemand da sein, der eine höhere Autoritat sitzt und von sich sagen kann: Wir haben nur Ziel: Die Erhaltung der Volksgemeinschaft, die C. haltung unserer natsonalen Unabhängigkeit und de Freiheit unseres wirtschaftlichen Lebens. Staat ist nicht der Buttel eines Unternehmers eines Arbeitnehmers, sondern er steht über de den Interessenten und sorgt für nach den Gesetzen des Rechtes und der Vernunft für uns alle gleich sind. Und wer sie n gen will, wird erfahren, daß über seinem dlnt nutz der Gemeinnutz der Nation steht, der uns seine Reprasentation erfahren hat. Beifall.) Nur so kann man dieses Problem lösen. verständlich wird es viele Jahre dauern. die Erinnerung an die Zeit des wirtschaft Faustrechtes bei dem einzelnen langsam austilg (Schluß siehe an anderer Stelle) M Habler. Bochum: Jochum: verantwortlich 10r 9o Hauptschriftleiter ter: Peter Schiffers. Bochum und Fenilleton: J M Habler; u Rochum und Westdeutschland: V Schiffers für den 10. len Teil Hattingen und Essen=Zteele: Herbert Nr in Hattingen: für den lokalen Teil Wattenscheio: Landefeld in Bochum: für Theater und Munt Brinkschulte in Bochum: für Handel und Svort: Lanbeseld. Bochum; für den Anzeigenteil Bochum: Lenze. Bochum; für den Anzeigenteil Hattinge Becker. Hattingen; für den Anzeigenteil EffenM Klein. E.=Lteele; für den Anzeigenteil Wattenic Vereinsdruckerei Bochum T.=A IV 84. 11418 Ausgabe N Westlälische Volkszeitung Bochum Ausgabe B: Volkszeitung inr Ennepe=Rubr=Eteeler tuna 9062; Ausgade C: Moraenaetinna Maitenscheib Tonnerstag. den 17. Bochul 4 Zieht der Bochumer Zoo aus? beschlossen habe, den Ehrenfeld zu verlege läufig Stillschweiger weiteren Verhandlu noch ruckgänaig daß dieser Beschluß das erfuhren wir Abend, und zwar1 kommunalpolitischen hin eine Rolle spiele lebhaft bedauerten, werden sollte. Auch nen rechten Reim de heute, nachdem man viel Muhe und Idea immerhin sehenswer ausgebaut hat, diese verpflanzen will. G mer Tierparkfreunde haben, weshalb wir1 des Urteil erlauben sagt, daß der Zoo Ausdehnungsmöglich Eroffnung des Zoo1 lich betont, daß mar zum Gondelteich es aber noch ein gut ein Angebot vor, de auf der rechten Se zur Verfügung zu Vorstand des Vereir tatsachlich auch schor zum Ausdruck gebrat gungsmöglichkeitenf. sein sollen. Zugleich besonderen Schwieri sein, die immerhin ind. Stehen doch figung. Wir wolle em noch einmal in biprochen wird, ehe schlussen verleiten las viele Gründe, die 9 wie für eine Verlegu Ja werden noch vi Bochumer bluten mi Appell an alle Wegzehts den Verkebr deutel. Trot wie in den Tageszeitunge benunern die Vorschri ordnung, die bereito sind. vielfach nicht! iger Verwa seiorgane wird nunm Vonnerstag. den 17. gegen die Verkerhs Jeder, der die Vorich Geldstrafen beleg nicht mehr länger zu disziplinierte die Sicherbeit des wird. Es werden bezw. Freibeitsst Bekanntlich hat unser darauf hingewiesen.d nen anderen Regieru Verstoße, wenigstens Geldstrafe belegt. Son in Bochum führt werden wird. heute schon voraussag n werden. mern noch an 2 konnte man gestern w schonen Wetter standen und vier Gruppen mi der Kortumstraße bei in aller Gemütlichkeit ten gezwungen waren. Las kostet in Zukunft Wer sich daher vor St gut. wenn er sich sch neuen Verkebr macht und Verkehrsdis Jahre Spar giroverkehr. Jubiläum zuri deutschen öffent banken in 25 I lungsverkehr de verbandes—2 wer Zeit mit d fang des Jahre der Spar= und banken ins Le hat er dank de Sparkassen und ganisation die reicht. Begüns die Anteilne r Aufnahme Sparkassen unt erhielt, nun el Zahlung Kommunalbanl Spargiroverkeh wen Zahlungé großer Beliebt ale 3000 munalbanken. jedem Besonder ostenlose Ueberw nutzung der vo ren wird die direktor ermordet beraubt Jn der Nacht zum Dien= r der Grube Leopold, Diplom lederhold aus Vitterfeld dt. Die Leiche wurde in den enstag in einem Straßengraben Oppin und Niemberg unter en. In der Nahe lagen eine re und eine goldene Brille. Dem e Brieftasche mit 500 RM. Inre, sein Paß und seine goldene erhold ist durch einen Schuß Brustseite getotet worden tachmittag mit seinem eigenen echung, die bis gegen Abend geGrube Leopold in Edderitz beallein mit dem Wagen über um nach Bitterfeld zurückzu= an, daß Wiederhold entweder m Wege dorthin von dem noch r den Tätern angehalten ihn oder sie mitzunehmen An. dann sofort erschossen. Wahr dann mit dem Kraftwagen nach worden. Der Wagen wurde en herrenlos aufgefunden. pagandastellen Mai. Der Reichsminister für Propaganda hat am heutigen astellen zu Landespropagand= Beschäftsbereich des Reichsmin klärung und Propaganda folgende Landespropaganda13: Westfalen= Nond. Münr: Schmidt. 4: Westfalen=Sud, Bochum 15: Kurhessen, Kassel, Leiter: 16: Hessen=Nassau, FrankMüller-Scheld 17: Köln=Aachen. Köln inhelnkemper, 18: Koblenz=Trier, Koblenz 19: Essen. Leiter: Filer, 20: Dusseldorf, Dusselder lschmeldung Nai. Die Meldung der NachPreß, daß die Vertreter der h so gut wie geeinigt hatten, tereng auf unbestimmte hier vorlaufig in keiner Weise nalische Kreise erklaren, daß Entwicklung nichts bekannt sei. en die Nachrichten über eine igskonferenz auf unbestimmte hnet. Tonnerstag. den 17. Mai 1034 1. Beilage der Westfälischen Volts-Zeitung Nummer 113— Seite 5 1, sondern auch als Empfantatürlich ergeben und regeln. sselung eines Streiks geradeWahnsinn wie eine ArbeitsGegenleistung. Die Vollszu da, den einen Teil der ideren zu belasten. Es muß berden. Das ist ein Organi= man auf der einen Seite die deren Seite die Bodenschätze sertigbringen. n schalten ja den Streik aus. men. Da heißt es dann auf das Proletariat nicht leisten. niemand erlauben. So webemeinschaft darstellt, sich ernzelner seinen Konflikt mit auft austrägt, so wenia kann tlicher Hinsicht leisten. Der die Nation. Da streiten sich n haben darunter zu leiden, in konnen.(Stürmische Zuüiber den beiden naturgeman ität stehen. Es ist die AntoAutoritat des Staates, und ßt und ungebunden. ete dann an Hand unserer erfahrungen“ in den letzten schaulicher und tronischer mit dem parlamentarischen zu bilden. Hinter den re= iden die Interesseneine solche„Autorität“ nieer die streitenden Parteien austrecht beseitigen will, eine höhere Autoritat be= kann: Wir haben nur ein Volksgemeinschaft, die Eren Unabhängigkeit und der schaftlichen Lebens. Der eines Unternehmers oder idern er steht über beiund sorgt für Einigle hies und der Vernunkt, die Und wer sie nicht befoldaß über seinem EigenNation steht, der durch n erfahren hat.(Starker Problem lösen. e Jahre dauern, bis man Zeit des wirtschaltlichen zelnen langsam austilgt. 1anderer Stelle) Sochum: Stellvertre= rantwortlich 10 für den lokalen Schiffers für den lokateele: Herbert Krieter eil Wattenscheib: K J. er und Musik: Dr. E. ndel und Sport: 8 kigenteil Bochum: 1 gentell zeigenteil Essen Breelti zeigentetl en und Druck: Martisch IV 34: 11 949 eitung Bochum nepe=Nuhr=Lieeler tung Wattenscheib 16 Aus dem kleinsten Kammerfenster Kannst du in den Himmel sehn. dem engsten Vaterlande Lernt der Mensch die Welt verstehn Zieht der Bochumer Schon Freitag vergangener Zoo aus? Woche erhielten wir Kunde, daß man in einer Sitzung beschlossen habe, den Bochumer Zoo nach dem Ehrenfeld zu verlegen. Wir wurden gebeten, vorläufig Stillschweigen darüber zu bewahren, da in weiteren Verhandlungen dieser Beschluß vielleicht noch ruagangig gemacht werden könnte. Denn daß dieser Beschluß nicht von allen geteilt wird, das erfuhren wir schon an dem betreffenden Abend, und zwar von Persönlichkeiten, die im kommunalpolitischen Leben unserer Stadt immerhin eine Rolle spielen und die es von vornherein lebhaft bedauerten, wenn der Plan nun Tatsache werden sollte. Auch wir können uns vorerst keinen rechten Reim darauf machen, wenn man nun heute, nachdem man in unserm Stadtgarten mit viel Mühe und Idealismus und auch Kosten einen immerhin sehenswerten„0o im Kleinen bereits aut hat, diesen Zoo nach dem Ehrenfeld verpflanzen will. Gewiß wird der Verein Bochumer Tierparkfreunde seine Gründe für den Umzug haben, weshalb wir uns auch noch kein abschließendes Urteil erlauben wollen und können. Man sagt, daß der Zoo im Stadtpark keine weiteren Ausdehnungsmöglichkeiten habe. Nun, bei der Erofinung des Zoo wurde doch seinerzeit ausdrücklich betont, daß man plane, ihn mit der Zeit bis zum Gondelteich auszudehnen. Bis dahin ist es aber noch ein gutes Stück. Angeblich liegt nun ein Angebot vor, den ganzen Rechener Busch auf der rechten Seite der Königsallee kostenlos zur Verfügung zu stellen. Inzwischen soll der Vorstand des Vereins Bochumer Tierparkfreunde tatsachlich auch schon das Terrain besichtigt und zum Ausdruck gebracht haben, daß die Unterbringungsmöglichkeiten für den Zoo geradezu ideal sein sollen. Zugleich scheint man sich aber auch der besonderen Schwierigkeiten bewußt geworden zu sein, die immerhin mit einem Umzug verbunden ind. Stehen doch große Gelder nicht zur Verüigung. Wir wollen wünschen, daß dieser Plan ert noch einmal in aller Oeffentlichteit biprochen wird, ehe man sich zu übereilten Beschlussen verleiten läßt. Jedenfalls gibt es ebenso viele Gründe, die gegen einen Umzug sprechen, wie für eine Verlegung. Ja werden noch viele In Gelsenkirchen Bochumer bluten müssen, hat der Polizeiprasident einen letzten Appell an alle Wegebenutzer gerichtet. Ab heute zehts den Verkehrssündern an den Geldveutel. Trotz wiederholter Artikel. so beißt es in den Tageszeitungen, werden von vielen Wegebenunern die Vorschriften über die neue Verkehrsordnung, die bereits am 1. April in Kraft getreten ind. vielfach nicht beachtet. Nach Erteilung unsahliger Verwarnungen durch die Poliseiorgane wird nunmehr seitens der Polizei ab Lonnerstag. den 17. Mai. mit aller Schärfe gegen die Verkerbssünder vorgegangen werden. beder, der die Vorschriften nicht beachtet, wird mit beldürafen belegt werden. Die Polizei kann nicht mehr länger zusehen, wenn durch das unbiltinlinterte Verhalten der Wegebenutzer die Sicherheit des Verkehrs in Frage gestellt wird. Es werden empfindliche Geldhezw. rEIneitsstrafen verhängt werden. bekanntlich hat unser Regierungspräsident neulich darauf hingewiesen, daß man zurzeit in verschiedenen anderen Regierungsbezirken versuchsweise alle verstoße, wenigstens die leichteren, mit einer Mark Geldstrafe belegt. Soviel ist aber schon heute sicher. auch in Bochum dieses Geldstrafensystem eingeführt werden wird. Und für den Fall können wir heute schon voraussagen, daß viele Bochumer blechen werden. Denn wie sehr es manchen mumern noch an Verkehrsdisziplin mangelt, das könnte man gestern wieder einmal sehen. Bei dem wönen Wetter standen, zumal die Frauen, zu drei und vier Gruppen mitten auf dem Bürgersteig auf der Kortumstraße beisammen und unterhielten sich in aller Gemütlichkeit, während die Straßenpassanten gezwungen waren, den Fahrdamm zu benutzen. das kostet in Zukunft pro Person eine ganze Mark cer sich daher vor Schaden bewahren will, der tut aut, wenn er sich schon rechtzeitig mit den neuen Verkehrsvorschriften vertraut macht und Verkehrsdisziplin übt. * * Jahre Spar= Eine bedeutsame Einrichtung niröverkehr. im deutschen Geldwesen konnte vor kurzem auf ihr 25jähriges Jubilaum zurückblicken, und zwar der von den deutschen öffentlichen Sparkassen und Kommunalbanke lun n Zurnaoliaen. uns zwar det offentlichen Sparkassen und Kommunal danten in 25 Jahren aufgebaute bargeldlose Zahtungsverkehr des Deutschen Sparkassen= und Giroverbandes— Spargiroverkehr genannt. Zu gleimer Zeit mit dem Postscheckverkehr wurde zu Anlung des Jahres 1909 in Sachsen der Giroverkehr der Spar= und Girokassen sowie der Kommunaldanten ins Leben gerufen; in der Zwischenzeit Ut er dank der unermüdlichn Aufbauarbeit der Spartassen und Kommunalbanken und ihrer Ornanisation die heutige, sehr beachtliche Höhe erLeicht. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch se Anteilnahme der Kundschaft, die in Aufnahme des Spargiroverkehrs durch die Spartassen und Kommunalbanken die Möglichkeit emiett, nun ebenfalls die Vorteile des bargeld„en Zahlungsverkehrs bei ihrer Sparkasse oder Lommunalbank wahrnehmen zu können. Der urgiroverkehr erfreut sich innerhalb der deuten Zahlungsverkehrsnetze vor allem deswegen Krosser Beliebtheit, weil die Kontenstellen, mn a. 3000 Spar= und Girokassen sowie Komuunalbanken, sehr weit über das Land verteilt nd dem Zahlungsleistenden leicht erreichbar 2Besondere Vorteile bietet er ferner durch die dersnoe und schnelle Abwicklung ndeberweisungsaufträge. Bei Besedung der vorgesehenen Eilüberweisungsverfah" wird die Dauer der einzelnen Ueberweisung auf die Zeit einer gewöhnlichen Postverbindung verkürzt, so daß der Empfänger in den meisten Fällen im Laufe von 24 Stunden, bei kürzerer Postverbindung noch früher, über den Ueberweisungsbetrag verfügen kann. Ueber die Bedeutuna des Spargiroverkehrs mögen folgende Zahlen einen Ueberblick geben: Im Jahre 1933 wurden im Spargiroverkehr 82 450 000 Ueberweisungen erledigt; hiervon entfielen auf den Platzverkehr der Sparkassen, Girozentralen und Kommunalbanken zusammen rd. 38 Mill. Stück; die übrigen Ueberweisungen betrafen den Fernverkehr. Die Anzahl der Spargirokonteninhaber betrug Ende 1933 rd. 2½ Millionen. Von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung ist der Spargiroverkehr ferner deshalb, weil er den Sparkassen und Kommunalbanken die Möglichkeit gibt, zusätzliche Zahlungsverkehrsguthaben zu sammeln und diese sonst vielfach brachliegenden Kassen= und Betriebsmittel der mittelständischen Wirtschaft als kurzfristige Kredite den gleichen Kreisen in Stadt und Land zur Verfügung zu stellen und so die Bemühungen der Reichsregierung, den Mittelstand zu fördern, wirksam zu unterstützen. Freudiges Ereignis im Stadlpark. Familie Schwan. wohnhaft Vorderteich im Stadtpark. feiert ein freudiges Ereignis. Sie hat Zuwachs erhalten Kritisch beäugelt Mutter Schwan die Jüngsten, die schon aus der zarten Eihülle herausgekrochen sind. Anscheinend wartet sie auf den Moment, wo auch die anderen sich melden werden. Ihre ganze Haltung drückt Selbstbewußtsein aus. Was machen die paar Blagen schon! Nur immer hereinspaziert ins Leben! Wir werden sie schon satt kriegen! Aber daß ihr euch benehmt! Vergeßt nicht, daß ihr zu einer stolzen Familie gehört, die auf Repräsentation hält! So scheint die Schwanenmutter zu denken. Ein hübsches Tieridyll, das wir gestern auf die Platte bannen konnten. Gesundes Bauernlum, die Grundlage des Volkes Der Landesbauernführer Kost weiht die Fahne der Kreisbauernschaft Bochum. In den Sälen des Parkhauses veranstaltete die Kreisbauernschaft Bochum aus Anlaß der Weihe der Kreisbauernschaftsfahne durch den Landesbauernführer eine schlichte Festfeier, zu der Pauern und Bäuerinnen, Jungbauern und Imnaläuerinnen, die Gärtner, die Landhändler, die Angestellten und die Arbeiter der Kreisbauernschaft eingeladen waren In einer kurzen Ansprache begrüßte der Kreisobmann Küner die zahlreichen Gäste, den Landesbauernführer, den Polizeipräsidenten Schleßmann, Standartenführer Hüning, Stadtrat Stumtf, sowie Vertreter der SA, der N3O und die Anerbenrichter. Er hob hervor, daß die Bauern der Kreitnauernschaft Bochum durch ihren ausnehmend guten Besuch bewiesen, daß auch die Bauernschaft in und um eine Industriegroßstadt bereit sei, das Aufbauwerk des Nationalsozialismus zu unterstützen. In längeren Ausführungen sprach darauf der Stabsleiter Schuppenbera aus Münster über eine ganze Reibe durch das neue Erbhofgesetz erstandener Fragen und Probleme. Zunächst ostonte er, daß der Nationalsozialismus Nah- und Fernziele zu erfüllen habe. Die Nahziele, Beseitigung der Arbeitslosigkeit, Vernichtung der Parteien und Klassen, würden in 4 Jahren, die der Führer sich vom Volke ausbedungen habe, verwirklicht sein. Zu den Fernzielen, an denen jetzt zwar schon gearbeitet, deren Verwirklichung aber noch eine Reihe von Jahren beanspruchen wird, gehört vor allem die Schaffung eines gesunden und lebens. kräftigen Bauernstandes durch die Verbindung des Bauern mit Blut und Boden. Ein wichtiger Schritt zu diesem Ziel ist das neue Erbhofgesetz. Ergen dieses Gesetz wird nun, leider auch gelegentlich aus den Kreisen der Bauern selbst, Sturm gelaufen. Diese Kritik ist, wenn sie nicht reiner Kritiksucht entspringt, meistenteils auf Unkenntnis der Zusammenhänge zurückzuführen. In überzeugender Weise wußte der Redner die verschiedenen Vorwürfe gegen dieses Fundamendalgesetz zur Gesundung des Bauernstandes zu widerlegen. Die zielsetzung dieses Gesetzes selbst ist über jede Kritik erhaben. Es hat nämlich die Aufgabe, die Bauernschaft in den Stand zu setzen, das deutsche Volk nach Möglichkeit wieder aus eigener Scholle zu ernähren, und verfolgt darüber binaus das überaus wichtige iel, die volkliche Eristenz des deutschen Volkes zu sichern. Einer besonders scharfen Kritik wurden die Bestimmungen über die nachgeborenen Söhne und Töchter unterzogen. Klar wies der Redner nach, daß die Bestimmungen des Erbhofgesetzes am ehesten in der Lage seien, einen gesunden und leistungsfähigen Bauernstand zu erhalten. Beweis dafür ist auch die Tatsache, daß in jenen Gegenden, in denen ähnliche Regelungen, wie sie das Erhofgesetz vorsieht, bereits bestanden, noch ein kräftiger und gesunder Bauernstand lebt, während in den übrigen Gegenden die Bauern großenteils verproletarisiert sind. Schließlich machte der Redner noch interessante Ausführungen über die Anerbengerichte. Gerade der Umstand, daß in ihnen nicht nur Berufsrichter, sondern auch Bauernrichter sitzen, ist Gewähr dafür, daß in Streitfällen Recht gesprochen wird nicht nur nach toten Paragraphen, sondern nach dem lebendigen Rechtsempfinden des Volkes. Im Erbhofgesetz selbst sei das auch vorgesehen. Die Richter werden nämlich aufgefordert und berechtigt, so Recht zu sprechen, daß es mit dem Gesetz und den Absichten dieses Gesetzwerkes in Einklang zu bringen ist. Zum Schluß beschäftigte sich der Redner mit der besonderen Lage jener Bauern in der Umgegend der Großstädte, Für ein urwüchsiges und bodengebundenes Bauerntum ist die Großstadt die größte Gekahr. Nur auf der Grundlage von Blut und Boden könne die Existenz unseres Volkes gesichert werden. Nach dem Bauernliede„Wir sind die Männer vom Bauernstand“ zeichnete dann der Landesbauernführer Kost in längeren, vor allem historisch interessanten Ausführungen die Aufgaben des Bauernstandes. Er dankte zunächst den Bauern für ihr Erscheinen und versprach, daß die Landesführung stets bemüht sein werde, mit allen Bauern enge Fühlungnahme zu behalten und jeden Bauer nicht etwa nach der Größe seines Besitztums, sondern danach zu beurteilen, wie er seine Pflicht gegenüber der Nation erfülle. Wenn die Maßnahmen, die heute ergriffen werden, morgen noch keine Frucht tragen. dann ist es gerade der Bauer, der dafür Verständnis hat. Denn auch die Arbeit des Bauern ist nicht auf Skunden und Tage, sondern auf Monate und Jahre abgestellt. Anschließend weihte der Landesführer die neue Fahne der Kreisbauernschaft und gab dabei der Hoffnung Ausdruck, daß sie den Bauern in ihrem Kampf stets sieghaft voranflattern möge, Nach einer kurzen Schlußansprache blieb man dann noch bei Tanz gesellig zusammen. Die musikalischen Darbietungen besorgte die Kapelle des SAReitersturmes unter der Leilung von Kapellmeister Herbst. An unsere Leser! Mit dem heutigen Tage nehmen wir Abschied von dem Titel, den die„Westfalische Volks=Zeitung“ seit nahezu 63 Jahren mit Stolz getragen hat, um hinfort unter dem neuen Titel Volks-Zeitung für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Westfälische Volks=Zeitung zu erscheinen. Diese Aenderung ist notwendig geworden, um in allem den Bestimmungen Rechnung zu tragen, wie sie vom Werberat der deutschen Wirtschaft verpflichtend für Zeitungen mit Nebenausgaben erlassen worden sind. Unter dem neuen Titel, der sich im übrigen eng an den bisherigen anlehnt, wird selbstverständlich die Volks=Zeitung bleiben, was sie bisher gewesen ist, ein Heimatblatt in des Wortes echter Bedeutung, getreu seinen Idealen, welchen in der Vergangenheit ihr ganzes Streben gegolten hat. Der Verlag gibt sich der angenehmen Erwartung hin, daß die Leserschaft für diese Titeländerung das rechte Verstandnis aufbringt und der„VolksZeitung für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk“ mit dem gleichen Interesse und mit der gleichen Treue auch in Zukunft begegnen wird, wie das mit Stolz von der Westsälischen Volks=Zeitung und ihrem Leserkreis in 63 Jahren engsten Zusammenhaltens gesagt werden konnte. Der Verlag. Die Luftfahrtwerbewoche naht. Die Fliegerortsgrupve Bochum des deutschen Luftfahrtverbandes mit ihren Stützpunkten Linden Dahlhausen und Langendreer veranstaltet in der Zeit vom 1. bis 8. Juni einen großangelegten Werbefeldzug für den Gedanken des Luftsportes. In einer Pressebesprechung aab der Ortsgruppenleiter Dr. Weber im einzelnen den großzügigen Plan bekannt, nach dem unter Benutzung aller Mittel der Werbung möglichst alle Kreise der Bevölkerung bearbeitet werden sollen. In dieser Zeit findet zunächst eine vom Reich und für das ganze Reichsgebiet genehmigte Hausund Straßensammluns statt, und zwar werden vom 1. bis 3. Juni Plaketten verkauft und an den übrigen Tagen an Hand von Listen Haussammlungen durchgeführt. Ferner albt es in der gleichen Zeit einen Schausensterweitvewerv, zu dem die Vereinigte KaufHeute(Donnerstag) Haus, und Straßensammlung der NS=Volkswohlfahrt für Mutter und Kind. Beide sind das Unterpfand für die Unsterblichkeit der Nation. Spendet daher wie beim Winterhilfswerk! Jeder Volksgenosse trägt serner das Seidenbandabzeichen. mannschaft bereits ihre Mitwirkung zugesagt hat. Durch entsprechende Fensterdekoration soll für den Luftfahrtgedanken geworben werden. Daneben sind dann an jedem Tage dieser Woche Veranstaltungen, Korsofahrten, Propagandazüge, Ballon= aufstieg usw. in Aussicht genommen, ferner plant man drei Holzschilder in der Form des Abzeichens des Luftfahrtverbandes benageln zu lassen. in den Schulkinos sollen durch Filmvorführungen auch die Kinder auf die Bedeutung vor allem des Luftsportes aufmerksam gemacht werden. Bei allen Veranstaltungen werden Segelflugzeuge mitgeführt oder aufgestellt. Man hat also alle Vorbereitungen getroffen und alle Mittel aufgeboten, um in dieser Woche vom 1. bis 8. Juni jedem Bochumer Volksgenossen möglichst eindringlich die Notwendigkeit der deutschen Luftfahrt vor Augen zu führen. Ueber alle Einzelheiten des Programme werden wir zu gegebener Zeit ausführlich berichten. Einbruch in ein Seifengeschäft. In der Nacht wurde in ein Seifengeschäft am Schwanenmarkt eingebrachen, wobei den Tätern erhebliche Mengen Ware in die Hände fielen, und zwar: Toilettenseife, Marke Palmolwe, Holländerin, 7=Seife, Tausendsassa und Luhnsklingen. Außerdem wurden Rasierseife, Fensterleider, Hautcreme(Moussen, Enkutol und Tokalon) und Zahnpasta gestohlen. Zum Abtransport der Diebesbeute haben die Täter einen neuen ovalen Waschkorb und einen Sack benutzt. Wer hat in der fraglichen Nacht Personen am oder in der Nähe des Tatortes gesehen, die einen Waschkorb oder einen Sack getragen haben? Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, werden auf Zimmer Nr. 245 im Polizeipräsidium entgegengenommen. * In der Zeit von 16—18 Uhr wurde von einem in der Franzstraße vor dem Hause Nr. 5 parkenden Opel-Personenkraftwagen ein neues Reserverad mit Ballonbereitung. Marke Continental, 4.75 mal 17 mit vier verchromten Schrauben entwendet. Zweckdienliche Angaben werden auf Zimmer Nr. 252 im Polizeipräsidium Bochum entgegengenommen. IZ TATE NIVEA-CREME 4 Bochumer Tageschronik. Man merke! Preisbaromeler Sonnenank 1521 Donnerstag, den 17. Mai. na 4.32. Sonnenunteraana 20,21 g 6.47. Monduntergang 0.2 no zu deutschem Recht gegründet. torung des Bromberger Schlosses die Schweden. er Zeastian Kneipp, der Beer der Worrisbofener Wasserkur, ir ansried in Bauern geo.(gest. 1897). rs Friedensappell im Deutschen 600 Kinder fahren in„Sommerurlaub“. Tas war gestern ein Gewimmel und Gekribbel aus dem weiten Vorplatz des Nordbahnhofes. wie man es selten erlebt. 600 Bochumer Kinder nahmen Abschied von Bochum, um während der Sommermonate in Dramburg in Schleswig=Holstein Erbolung und körperliche und seelische Starkung und Ertüchtigung zu finden. Die Kinder, die zu einem großen Teil diese Fahrt schon zum zweiten Male mitmachen, finden dort oben die beste Aufnahme. In allen Gemeinden gibt es Vertrauensperionen, die sich um das Wohl und Wehe der Kinder kümmern. Vor allem sind auch die Bebörden des Kreises, in dem schon jahrelang Bochumer Kinder eine ausgezeichnete Die Helden, die im Krieg und Frieden im Dienit der Fliegerei für ihr Bolk starben, mahnen unz zu ernster Weiterarbeit. Jn ihrem Geiste unsere Jugend zu erziehen, ist eine große und schöne Aufgabe. „Deutiche Ingend fliege“ so ruft der Prasident des Deutschen Luftsportverbandes, Ritter des Pour=le=merite, Bruno Loerzer, die Ingend und das gesamte deutsche Volk zur tätigen und fördernden Mitarbeit auf. Verdet Mitglied im Deutichen Luftsport=Verband Anfnahme finden. eifrig um die Kinder bemüht. Auch während des Transportes sind die Kinder in bester Obhut Der Führer des Transportes und eine große Reihe von Mitgliedern der Frauenschaft werden die Kinder auf der Fahrt, die für den größ ten Teil der Kinder bereite heute um 11 Uhr beendet ist. betreuen. Hoffentlich sind auch die Ergebnisse gleich gut wie in vergangenen Jahren. wo man durchschnittlich bei den Kindern Gewichtszunahmen von 15 und mehr Piund festgestellt hat. Daß neben der körperlichen Erholung solche Fahrten auch in dankenswerter Weise die Gegensätze zwischen Land und Stadt überbrücken helfen, versteht sich am Rande. Die Fahrt ist auch in diesem Jahre wieder lo organisiert, daß ihr auch diesmal wieder ein voller Erfolg beschieden sein wird. Neben der freundlichen Bereitwilligkeit der Bauern des Kreises Dramburg sind vor allem auch Eifer und Arbeit des Jugendamtes Bochum. anzuerkennen das keine Mühe und keine Mehrarbeit gescheut hat, um diese Fahrt zustandezubringen. Und nun wünschen wir den Kindern beste Erholung. damit sie gestärkt an Leib und Seele im Oktober wieder nach Bochum zurückkommen und dann die Anforderung, die in Schule und Elternhaus an sie gestellt werden, umso besser und gründlicher erfüllen können. für unsere Hausfrauen. Frischobst und viel Frischgembse! g=Die Zeit der Hochkonjunktur auf den Wochen= närkten ist da. Neben einer Fülle von Frischgemüse tritt jetzt das erste Frischobst auf. wie Erdbeeren. Stachelbeeren. Tomaten und Kirschen. Auch der zestrige Wochenmarkt auf dem Wilbelmsplat stand zanz im Zeichen dieser Hochkonjunktur. Sehr stark war das Angebot an Spargel und Blattgemüle wie Spinat. Melde und Salat Die Preise notierten wie folgt: Erdbeeren 80. Kirschen 45—50 grüne Stachelbeeren 40. Tomaten 70. Bananen 23, Aepfel 15—30. Birnen 40. Apfelsinen 4—8. Zitronen 3—5. Spargel, 1. Sorte 35 bis 45. 2. Sorte 22—30 Buschbohnen 40. Schlangenzurken 25—30, Koblrabi 10—15 Karotten 20—30. Khabarber 4—6. Kopiaat 8—10, Melde 8. Stielnus 5—8. Butterkobl 10 Blumenkohl 25—50, Radieschen 5, neue Kartosfel 10—20, Eier 7—10. Oldenburger Süßrabmbutter 140—145. Molkereibutter 135—140. Landbutter 130. Rindfleisch 60 bis 70. Kalbileisch 60—90. Schweinefleilch 60—85, Hammelfleisch 60—70 Pis 190 Jahre Knappschaftswesen im Ruhrbergbau. Verläufer und Uranfänge des preußischen Knappschaftswesens. * Die Ruhrknappschaaft, beworgegangen aus dem früheren allgemeinen Knappschafts= erein. int das Sozialinstitut der auf den Zechen de= rheinisch=westfälischen Industriebezirket und darüber tinaus angelegten Bergleute. Der krübere allge= meine Knappschaftsverein zu Bochum ketzte sich seit em 1. Juli 1890 zusammen aus den bis darin im aeinisch=westfalischen Industriebezirk bestchenden rei Knappschaftsvereinen: Der Markische=, der EssenVerdensche= und der Mülheimer Knaposchaftsverein. Von diesen führte der Märkische Knappschaftsverein ne Entstehung auf die Regierungszeit Friedrichs des roßen zurück. Zu dieser Zeit war der Bergbau in er Mark zwar schon mehrere Jahrbunderte alt. Um daß Jahr 1300 wurden schon Kohlen in der Mark gewonnen, wenn auch in der primitiven Art aus den zu Tage tretenden Flögen. Es war dem grotten Verwalungsmann auf dem Throne, dem König Friedrich Webelm I., vorbehalten, einigermaßen Wandel in den Bergbau der Mark zu bringen. Genau vor *Jahren ließ er im Jahre 1734 durch den sächschen Bergmeister Decker die Mark bereisen, der einen planlosen Raubbau an Koblen in der Mark feststellte. Dr. Deckers praktische Reformvorschläge zeitigten die Neuordnung der naatchen Aufsicht, die ihren Ausdruck fand in der Beraordnung für die Grafschaft Mark von 18. Juli 1837 und in der Errichtung des märkischen Bergamtes Bochum am 31. Januar 1738, das mehriach verlegt wurde. so 1745 nach Schwerte, 1766 nach Hagen, 1779 nach Wetter, seit 197 bis zur Auflösung 1861 in Bochum. Diese Maßnahme brachte zwar Ordnung in den bieber olanlos betriebenen Bergbau, ließ aber nicht die erhoffte Belebung des Berabaues aufkommen Friedrich der Große hatte bald erkannt, daß eine dauernde Hebung des Bergbaues nur herbeigeführt werden konnte, wenn es gelingen sollte, einen tüchtigen Beramannsstand beranzubilden und dies mit Hilfe von Sonderrechten in knappschaftlichen Verbänden böhmischen Ursprunge Die erste Anregung zum Zusammenschlutz der märkischen Bergleute liegt genau 190 Jahre zurüc sie wurde gegeben in einem Reskript der Kriegsind Domänenkammer zu Cleve an das Beraamt Tortmund im Jahre 1744 Hierin wurde das aenannte Vergamt aufgefordert. ein Verzeichnis sämticher einbeimischen und fremden Bergleute einzusenden mit genauer Angabe darüber, ob sie einen eigenen Kotten besitzen oder sich in Kost befinden Dieses Verzeichnis, wohl die erste Knappschaftsrolle in der Mark, gelangte 1745 an die clevesche Regierung, sie ist alt die erste Urkunde anzusprechen, die wir über daKnappschaftswesen im gesamten Ruhrberabau besitzen. Die Kriegs= und Domänenkammer Cleve ließ im Johre 1755 wiederum ein Verzeichnig durch das Beraamt Schwerte ausstellen von allen in Bergwerlen der Graischaft Mark arbeitenden Bergleuten. Diese beiden Verzeichnisse sind für die Geschichte dey Bera= baues in der Grafschaft Mark und des sich anheben den Knappschaitswesens insofern wertvoll, als man in ihnen über Zahl und Namen der Kohler zechen im Ruhrgebiet und zugleich über die Grö= der Beleaschoft zum ersten Male genauen Aufschluf erhält. Wir erfahren, daß es damalt 688 Bergleute darunter jedoch zahlreiche Bürger und Bauern, als sogenannte Eigenlöhner, gab. Manche der damals bestehenden Bergwer! wiesen 20 und mehr Mann als Belegschaft auf. Alle diese Vorarbeiten veranlaßten dann die elevesche Re= gierung 1756 dem Vergamt aufzutragen, ein Gut achten über die Gründung eines knappschaftlichen Verbandes beraustellen. Dem kam rasch der Berg chreiber Bogt nach, welcher in dem Gutachte empfahl, das sächsische Knappschaftswesen als Vor bild zu nehmen. Da Beraamt Hattingen wurd darauf vom König beauftragt, einen Entwurf zur Errichtung einer Knappschaft in der Mark ausarbeiten. Berameister Heintzmann und der Bera schreiber Vogt unterzogen sich dieser Aufgabe Fleiß und anzuerkennender Gründlichkeit. Der von ihnen ausgearbeitete Entwurf zur Errichtung einer Knappschaft und Knappschaftskasse ist von grund legenden Bedeutung für die spätere Ver fassung des Knappschaftswesens im Ruhrbezirk. Der Entwurf enthält Vorschläge über die den Beraknappen zu gebende Sonderstelluna und Sonderrechte, so auch freie Kur und Begräbnishilfe, Waisen= und Hinterbliebenen geld. Zur Bestreitung der Ausgaben der Kasse soll: jeder Bergmann einmal eine Einschreibgebühr v. 10 Stüber und von jedem Reichstaler Arbeitslob wöchentlich 1 Stüber in die Knappschaftsbüchse zah len. Eine beigefügte Tabelle gibt Aufschluß über d damals schon betriebenen Berazechen in der Grafschaft Mark und über die auf ihnen beschaftiaten Bergarbeiter. Sie verzeichnen 120 Berawerksbetriebe mit 600 Bergknappen mit einem Geamtarbeitslohn von monatlich 2 796 Reichstalern Dag Bergamt Bochum hatte 20 Zechen und 129 Bergleute, Gericht Herbede 7(2). Gericht Stierel 1 00 Gericht Horst 1(7), Amt Blankenstein 23(148 Amt Wetter 19(1699), Gericht Witten 2(9). Amt Dörde 22(156), Amt Unna 8(17, Amt Schwerte 6), Amt Iserlohn 1(10) und Amt Plettenberg 2 Zechen mit 11 Bergarbeitern Der König brachte dem Entwurfe weitsichties Verständnis entgegen aber die Ausarbeitung von Gutachten über Wesen und Umfang, sowie über den Ausbau der Knappschaft nahm Jahre in Anspruch, bis dann am 11 Wie wird das Wetter? Der westeuropäische Störungskern hat sich seinem Zentrum bis nach der mittleren Nord verlagert. Jn seinem Bereiche melden die Kusten gebiete der Nordlee sowie ganz England verbreitet trübes und regnerisches Wetter. Auf seiner Rüc eite werden Kaltluitmassen arktiichen Ursprunzes über Jsland bis nach Schottland vorgetragen. Die Wärmennterschiede zwilchen der zugeführten Kaltluft und der von dem Wirbel vom Feitland abgesaugten. erwärmten Kontinentatluft verstärkte sort= gesent seine Energie. Sein Stromungsgebiet er= streckt sich schon bis nach Mitteldeutchland. wo über 6000 Meter bereits eine Geschwindigkeit von bis B Kilometer pro Stunde gemeldet werden Westdeutschland gelangt gleichfalls in den Bereich der Nordleestörung. lo daß ralche Wetterverschlechterung und vielfach auch Niederschlag in Aussicht steben. Donnerstaa: Frische. zeitweile starke westliche, dann über West auf Nordweit drebende Winde Dabei wechselhafte Bewörkung und zeitweie Regen. später in Schauerform. Temperaturen zunachst wenig verändert. später zurückgehend Freitag: Abflauende Winde zwilchen Sudwest und Nordwest. Veränderlich aber, meist starkere Bewölkung und wieder etwas wärmer. Noch im mer zeitweise Regen oder Regenschauer. Ein Achtzigjähriger. Cpa Theodor Pollmann, Drusenbergstr. 9 wohnhaft, begeht heute seinen 80. Geburtstaa Ewurde am 17. 5. 1864 in Walstedde, Kreis Lüdine dausen, gevoren, kam später nach Bochum und arber. tete von 1877—1924 ununterbrochen auf den Zechen friederika und Prinz=Regent. Von den 9 f leben noch 8, wahrend ein Sohn den Deldenter starb. Trotz seines hoben Alters verrichtet CrVollmann auch beute noch taglich seine Garter= arbeit, wie er denn auch sonst kein Spielverderber ist. Sein sehnlichster Wunsch ist es, das Durder vollzumachen. Bereits über 50 Jahre wohnt er Hunscheidtsfeld. wo er bei Alt und Juna als Car Drusenberg bekannt und beliebt ist. Möceer Wunsch in Erfüllung gehen! Möge er noch Jahre in derselben Rüstigkeit sich seines LeieSeptember 1706 dem Vergamt Hagen ein 8 lichen Entwurf zur Schaffung einer Knappschafti= lasse zuging. In der Sitzung des verstarkten Vera= amtes wurde der Entwurf beraten und ihm mit einigen Aenderungen zugestimmt. Diese Vorlage wurde dann am 16. Mai 1767 zum Gesetz erboren für die Bergleute im Herzogtum Cleve. Furstentum Nörs und in der Grafschaft Mark. Dieses Gesey n. als Grundpfleiler des Knappschaftswesenz im Rubrkoblenbezirk zu bewerten. *Ernannt. Landrichter Huber vom hiesigen Landgerichte ist zum 1. Juni 1984 zum Landgerichtl. und Amtsgerichtsrat in Dortmund ernannt worder Arbeitsjubiläum. Bei der Schlege.=Scharpeneel=rauerei A.=G. ist wiederum ein Arbeitsfubiläum zu verzeichnen. Der Kraftwagenführer Ado Sillebrandt kann heute auf eine Bjährige. ununterbrochene, treue Tätigkeit zurückblicken Festgenommen wurden eine Person ohne fente Wehnung wegen Betruges, eine Person aus Bochum wegen Widerstandes und eine Person aus Bochum wegen Diebstahle Geschlossen. Am kommenden Samstag sind Kassen der Kommunalbank Aktiengesellschaft Bochum für den Verkehr geschlossen. Der König der Heide ROMANAUS HISTORISCHER ZEIT ES HOL'L Urbeber-Rechtsschutz: Mitteldeutsche Roman-Korrespondenz Leipzis C 2. Fortsetzung „Tritt näher, mein Kind!“ sagte er freundlich„Du dist also die kleine Marie Ohlenkoog?“ „Ja, hoher Herr!“ spricht Marie schuchtern. „Du bist deinem Herrn fortgelaufen? „Muß man nicht alles tun, um diesem Kinde neuen Schmerz zu ersparen?“ antwortet ihm das Fräulein.„Die unschuldigen Augen, wenn die bitten. da kann ein Herz nicht hart bleiben.“ Der Fürst verbeugt sich und setzt sich ihr gegenüber.„Es wird nicht hart bleiben, Komtesse. Aber das Köpschel. Tranen setz erlauben Ste mir einmal, daß ich neugierig bin." „Rein, nein hoher Herrl Nicht forigelaufen! Der esche Grkaucen oa und geigt zwei König der Heide dat mich geholt und hat mich noch liebliche Grubchen Lüneburg geschickt, zu dem gnädigsten Fräulein „So! Also dieser Held der Landstraße, der uns mit manchem Streich schon ertötzt hat, der hat dich geraubt?“ „Ja, hoher Herr!“ „Und am Tace vor deiner Hochzeit?“ „Ja, hoher Herr, am Polterabend!“ „Erzähle einmal alles genau, wie es zugegangen ist!" Die kleine Marie tut es, genau, nichts vergessend, schildert sie alles, und der Fürst hört ihr aufmerksam „Also.. verheiraten wollte dich der Bauer!“ „Ja, hoher Herr, ich mocht' ihn nicht, den Ebeneder. und nimmer mag ich ihn, wenn ich zurück muß zu dem Herrn, dann geh' ich lieber in das Wasser!“ Na, na, nicht gleich so wild, mein Kind! Wollen schauen, was sich tun läßt. Ich will mit dem Ba ern reden Deine Herrin hat sehr für dich gebeten. Wirst schon bei ihr bleiben können!“ Bei den gütigen Worten fällt dem Madel ein Stein vom Herzen. „Oh. hoher Herr!“ sagt sie innig.„Wie glücklich bin ich!“ Der Fürst schaut ganz gerührt auf das kniende Mädchen und streicht über das lochige Haar. „Es ist gut, mein Kind! Jetzt geh'! Wollen sehen. was wir tun können.“ Marie knixt tief, nachdem sie sich erhoben, und trippelt aus dem großen Raume. Der Fürst sieht ihr lächelnd nach und wendet sich dann an Rudolsa „Ein reizendes Kind! Ich kann Wachwitz verstehen, daß er sich so sehr für die Kleine ins Zeug Was hat Sie in unsere Stadt getrieben? Soviel mir gemeldet wurde, sind Sie aus Sachsen?“ „Aus dem Brandenburgischen, Durchlaucht Meines Vaters Besitztum liegt im Flämig. Mein Vater ist tot. Meine Mutter verwaltet den Besitz für meinen noch unnündigen Bruder, der in einigen Jahren das Majorat übernehmen wird. Meine Eltern haben eine gute chriftliche Ehe geführt, aber meine Mutter war noch nie ganz glücklich. denn sie mußte auf den Mann ihrer Liebe einst verzichten.“ „War er nicht ebenbürtig?“ „Doch, im Gegenteil, meine Mutter war es nicht. Ihr Jugendgeliebter war aus königlichem Geblüt, ein Verwandter der Kurfürsten von Sachsen, der den Titel eines Prinzen trug.“ „Und1“ „Als meine Mutter gezwungenermaßen heiratete. da nahm es sich Prinz Ferdinand so zu Herzen, dah er eine Reise unternahm und von dieser Reise kehrte er nicht mehr zurück.“ „Sehr interessant!“ „Ich glaube aber nicht, daß er sich das Leben nahm, wie man immer erzählte. Nach allen Schilderungen meiner Mutter glaube ich'o nicht. Mein Vater ist tot und in der ruhigen Zeit der Witwenschaft, da ist im Herzen meiner Mutter die vergangene Zeit wieder erwacht. Alte Erinnerungen kommen und qualen. Und da habe ich zu meiner Mutter gesagt: Ich will mich aufmachen und will nach ihm suchen" Der Fürst schüttelte den Kopf. „Sie sunges Wesen forschen? Wär's nicht einem Manne leichter gewesen?“ „Niemand als ich weiß es, Durchlaucht. Nur der Tochter hat die Mutter das Herz ausgeschüttet. Es hat viel Kampf gekoftet, bro ich es durchsetzte, daß ich reisen konnte.“ „Und jett sind Sie nach Luneburg gekommen!“ „Jal Hier endet die Spur. Hier im„Luneburger Hof“ ist damals Prinz Ferdinand abgestiegen, hat seine Leute entlohnt und nach Hause geschicht. Hier ist er still und in der Ensamaent verschwunden. Er hat die Posthutsche nach Bremen genommen, ist aber im namsten Torfe nach Lüneburg abgestiegen, hat... das habe ch festgesteilt, im Heidbrug zu Mittag gespeist und ist dann in die Heide gewandert. Da endet die Spur. Verschwunden ist er. als ob er sich in ein Nichts aufgelost hatte.“ Sie glauben nicht. daß er sich den Tod gabs“ „Nein! Ich glaube, daß er in der Einsamneit der Heide Trost gesucht, ich glaube sogar, daß er irgendwo in der Heide still gelebt, ja daß er dort noch lebt.“ Mit grotzem Interesse hat der Fürst der Erzahlung gelauscht. Eine schöne Aufgabe. Komtelse! Ich verstehe, daß es Sie reizt, ihr nachzugehen, und wenn ich Sie dabei raendwie unterstützen hann, dann soll's gern schehen!“ „Herzlichsten Dank. Durchlaucht!“ * Der Bauer Klaas Otto Bult ist zum Fürsten von Lüneburg geladen worden. Als ihm die Botschaft überbracht wurde, hat er gesehen, wie es in des Sohnes Augen aufleuchtete wie wi.der Triumph. Das gab ihm einen Ruch. Eine Angst um Jlabel erariff hn. Als er am nächsten Tage das Frühmal einnahm und Jsabel das Ceschirr abräumte, nahm er das Mad= chen beiseite und sagte: „abel, ich reise in einer Stunde nach Lüneburg!“ „Ja. Herr, die Pferde warten schon. und den Staats= anzug habe ich noch einmal gebürftet!“ „Glaub's wohl, haltst auf Ordnung! Aber merke gut, Mädchen.. bist allern den ganzen Tag, und der Wolf ist um dich!“ Jlabel blicht den Bauern lange durchdringend an „Ihr sprecht von Eurem Sohne, Bauer!“ „Von meinem Sohne ja.. mein Sohn ist'o. doch sdeimmer als Last und Stein, geboren mir zur Qual, daß ich nicht Ruhe finde.“ „Qualt Euch eine Sünde. Bauer?“ Er wird fahl be ihren Worten und sieht an ihr vorbei. Eine Sünde haha.„ als ob heute einer ohne Sünde ware! Wie laufen alle mit Schuld herum, es war immer schon so und wind ewig so bleiben. Gelt auf der Welt nur eine, die Gewalt! Geht vor Recht! Wer nicht die Ellenbogen braucht. wird an die Wand gedrängt und kann verrechen wie er es maa.“ „Und. Gott, Bauer?“ spricht das Madchen stark Da hat der Bauer das Gefühl, alo stünde er vor der Kirche in Otteroloh. und die schweren Glochen schlagen ihre Töne auf ihn ein, hämmern auf ihn los daß ihm bange umo Herz wird, ihm, der immer Gott und die Ewigkelt verlachte. „Schweig' still!“ sagte er heiser.„Und hüte dich. vor dem Wolf! Hüte dich!“ „Ich hute mich seid ohne Sorge. Herr!“ Hochgerecht steht sie da, schöner denn se, die Augen. von tiefem Ernst erkullt, leuchten, und die Wangen sind gerötet Der Bauer halt den Atem an vor so vel Schönhen und sein Begehren wird zur Flamme * Der Furst empfangt den Bauern. Otto Klaas Bulto Gesicht ist wie aus Holz geschnißt. hart und hantig. und er wurgt die Hoflichneiten form= lich heraus Um jedes Wort mußz er sich magen und qualen. „Bultbauer!“ sagt der Furst.„Ihr habt Klage eine gereicht wider die unverehelichte Dienstmagd Mare Ohlenkoog" „So ist es. Durchlaucht!“ „Ich bitte Ihn, daß er die Klage zuruckzieht!" Der Bauer schweigt zu den Worten. Sein Gesicht wird finsterer. Ste ist mit zu eigen! Jch habe sie aufziehen lalten auf meinem Hofe, ich wollte sie mit einem tüchtigen Manne vermahlen, und sie ließ sich von dem Straßen= rauber entfuhren. Jst'o nicht recht und billig dan sie wieder zuruckbegehre?“ „Bultbauer, ich habe ihn gebeten! „Ich will verzichten, daß sie den Ebeneder heiralet. Durchlaucht!" „isch will, daß Jhr auf das Madchen verrichtet. Ste ist in guten Handen, sie diem dem Fraulein von Laure fenburg und fühlt sich wohl in ihrem Dienst. Tas Frau= lein ist erbötig. Euch zu entschdigen, wenn er es wil Der Bultbauer weiß, daß ihm hein anderer bleibt. Er nicht und sagt hart:„Ich verzichte. u Eures Wunsches Willen, Durchlaucht!“ Der Furst reicht ihm dankbar die Hand „Ich danhe Ihm, Bultbauer. Er steot in meiner Gumt! Er ist en wacherer Mann. Wie aber wird ey mit der Klage wider seinen einstigen Knecht halte Wollt Ihr, daß ich die auch zurüchsiehe, laucht?" sagt der Bauer bitter.„Da seht das Scham mal. das mir seine Hand geschlagen hat“ „Man hat mir erzahlt, Bültbauer, daß sener K sein Leben lang ein ruh ger, wacherer Mann war seine Pflicht tat und sich nicht auflehnte wider se Dere“ „Wohl, wohl! Das war der Franke wohl. Der Bauer versinkt in tiefes Sinnen. Das sterbenden Christl wird vor ihm lebendig und mel de Bilde so manches andere aus der Vergangenheit. „Ich will, daß meine Klage wider den Knecht r soll. so lange ich mag. Durchlaucht!“ „Er überwindet sich, Bülthauer, das sange. hm. Ich bleibe ihm gewogen, verlat er sich dara Jn Gnaden war der Bauer entlassen. das Wetter? Bellage rur Nr. 113 vom 17. Mal 1934 Störungskern hat sich ach der mittleren Bereiche melden die Kacen die ganz England verbe Wetter. Auf seiner Rc arktischen Uriprunces Schottland vorgetragen. Die ben der zugeführten Wirbel vom Festland abge itinentatluft verstärkte sorr= Sein Stromungsgebiet er= Mitteldeutschland. wo uder te Geschwindigkeit von Stunde gemeldet werden. gleichfalls in den daß raiche Wetterverschlech= ch Niederschlag in tische. zeitweile starke südst auf Nordweit drebende te Bewörkung und zeitwere terform. Temperaturen zu= päter zurückgehend nde Winde zwilchen Sudnderlich aber. meist starkere etwas wärmer. Noch im= r Regenschauer. igjähriger. nann, Drusenberastr 91 einen 80 Geburtstaa. E 1Walstedde. Kreis Ludine er nach Bochum und arbei= nterbrochen auf den Zecher gent. Von den 9 Kindern ein Sohn den en Alters verrichtet C.= soch täglich seine Garten= sonst kein Spielverderder insch ist es. das Durder er 50 Jahre wohnt er Alt und Jung alt Ca= beliebt ist. Moceein den! Möge er noch iakeit sich seines Ledetgamt Hagen ein Ko= ffung einer Knappschafti= ung des verstärkten Vere= beraten und ihm zestimmt. Diese Vorlage 1767 zum Gesetz erboren sogtum Cleve. Furnentum ft Mark. Dieses Geseyz m es Knappschaftswesenz im ten. ter Huber vom hiengen ni 1984 gum Landgerichts. ortmund ernannt worder lei der Schlegel=Scharden= jederum ein Arbeitsjubi= Kraftwagenführer Ado.“ e auf eine Bjährige. un= eit zurückblicken en eine Person ohne feite eine Person aus Bochum ine Person aus Bochum enden Samstag sind die Aktiengesellschaft Bochum er.„Und hüte dich.. rge. Herr!“ er denn se, die Augen. l. und die Wangen sind 1 vor so vel Schönheit mme wie aus Holz geschnißt. die Hoflichneiten form= utz er sich muhen „Ihr habt Klage ein= hie Dienstmagd Mare Klage zuruchzieht!" Worten. Sein Gesicht wbe sie aufziehen lalten e mit einem tüchtigen sich von dem Straßen= ch und billig daß eten!" den Ebeneder heiratet. Nadchen verrichtet. Ste m Fraulein von rem Dienst. Tao Frau= gen, wenn er es will! hm hein anderer Weg t:„Jch verzichte. um aucht!“ r die Hand k. Er steot in meiner nn. Wie aber wird eo stigen Knecht halten ch zurüchsiehe, Durch= „Da seht das Schandigen hat." auer, daß jener Knecht scherer Mann war. der auflehnte wider leinen Franke wohl.“ Sinnen. Das 80 lebendig und mit dem r Vergangenheit. older den Knecht ruben cht!“ ter. das schatze ich an erlatz er sich dara intlasen. Aus dem kathol. Jugendreich Ave Maria. Abe Maria zart, du edler Rosengart', Lilienweiß, ganz ohne Dornen! Ich grüße dich zur Stund' mit Gabrielis Mund: Ave, die du bist voller Gnaden. Des allerhöchsten Sohn hast du Maria schon Als Mutter jungfräulich getragen. Jesum, das liebe Kind, so, da die Sünder blind. Erettet hat aus allem Schaden. Durch sein kostbares Blut ist des Satanes Mut bestürzt, der Höllen Pfort zerbrochen; Durch sein' fünf Wunden rot und sein' schmerzlichen Tod Des Tods Tods und Trutz gerochen. Darum, o Mutter mild, befiehl uns deinem Kind, Bitt, daß er unser Sünd' verzeihe, Endlich nach diesem Leid die ewig' Himmelsfreud' durch dich. Maria, uns verleihe! Aus„Echo hymnodiae Coelestis“ 1675. Weil ein wenig! Maria. Du hast in deinem Leben schon viele Marienbilder gesehen. Eins muß von allen das schönste sein, das Marienbild in deinem Herzen. Dies Bild mußt du schmücken und zieren, besonders setzt m herrlichen Blütenmonat Mai! Sprich täglich ein stilles Ave Maria, ein Stücklein vom Rosenkranz, das ehrt Maria und ziert das Bild in deinem Herzen! Wir müssen viel zu Maria beten. nil es so katholisch ist! Weil die ganze katho sche Kirche zu Maria betet! Maria ist ja die Vermittlerin aller Gnaden, und wir haben doch de soviel Gnaden nötig. Wenn uns alle Gnan durch Maria vermittelt werden, dann auch Gnaden eines braven und gehorsamen, folgmen Jugendlebens. Wenn Maria die Vermittaller Gnaden ist, dann hat sie auch bei aller Gnadenvermittlung des bisherigen Lebens ihre vand mit im Spiel gehabt, vergiß das nicht! darum muß dich der Gedanke an deine hl Taufe, Armung, erste hl Kommunion auch notwendig mmer wieder zu Maria führen. Wie sollen wir denn Maria verhren? Nun, am besten so, wie die hl. Kirche tut. Diese Art ist die beste und solideste. Jeden lag betet die hl. Kirche zu Maria Des Morgens mten die Glocken in aller Frühe dreimal vom Aurm in den anbrechenden Tag binaus„Bete zu Naria!" Die hl. Kirche segnet die Rosenkränze und sagt damit immer wieder„Bete zu Maria!“ ert den ganzen Blütenmonat Mai zu Ehren immlischen Mutter und Königin und sagt mmer wieder„Bete zu Maria!“ Sie feiert aufe des Kirchenjahres so manches herrliche ladonnenfest und sagt uns auch dann Bete zu Und wir haben doch ein ganzes Leben notidia, auch nur ein einziges kleines Gebetlein szubeten, auszukosten, auszubeuten, wir werden mit diesem einen nicht mal ganz fertig, werden hes einzige aber auch nimmer leid, und dieses ne heißt Ave Maria— Sei uns geünt. Maria!" Es macht immer einen so tiefen Eindruck wenn nan unversehens irgendwo auf der Straße, an k Haltestelle oder auf dem Bahnsteig beim Abbied die Worte sagen hört„Viele Grüße an die Mutter!" Und wenn du heute einmal e Lelephongespräche der weiten Welt auffangen, e Postkarten und Briefe der weiten Welt lesen wieviel Grüße des Kindes an die Mutter burden sie wohl enthalten? Darin offenbart sich e edelste Seite der Volksseele, denn wo immer Kind die Mutter grüßt, da lebt noch Ehrrcht. Bescheidenheit, Dankbarkeit und gewöhnlich auch Unschuld! Das gilt in erhohtem Maße auch von den Kindesgrüßen an die himmische Mutter. Solange man noch sehen inn daß endlose Pilgerzüge von nah und sern aria grüßen, die Mutter und Königin, solange man noch in der katholischen Welt die wunderollen Muttergotteslieder betend singt, solange snn noch in der Hand des lieben alten Mütterins in der Mund des kämpfenden Jugendlichen en Rosenkranz sieht, solange offenbart sich uns loch immer der edelste Teil der christkatholischen olksseele! Und wenn wir das Ave Maria beten dann sprechen wir die Engelssprache, denn der Erzengel Gabriel trug uns diesen herrlichen Gruß vom Himmel auf die Erde, und in Gabriel redete der Engel, die Unschuld, das Kind! Und wenn wir das Ave Maria beten, werden wir auch notwendig immer mehr lautere Engelgesinnung, Kindesgesinnung annehmen! Wenn wir das Ave Maria beten, sprechen wir die Sprache der ewigen Heimat. Denn was der Engel gesagt, ist ein Auftrag Gottes, ein Klang aus dem Himmel, jene Sprache, die wir alle Ewigkeit hindurch vernehmen. Die Heimatsprache macht den Menschen in der Fremde oft so glücklich und so froh. Und wenn wir Maria in der himmlischen Heimatsprache grüßen, dann wird sie auch uns wieder grüßen, jetzt und heute und morgen und besonders in der Stunde unseres Todes! Schon so manchem Menschen wurde durch ein stets gebetetes Ave Maria auf Erden das Leben und im Tode die Seele gerettet, laß dir's sagen! Darum verehre Maria und bete zu ihr ohne Unterlaß„Ave Maria— Gegrüßt seist Du Maria!"———— Maria, Königin der Jugend! Christusjugend geyt zu Maria am liebsten den Weg des Herzens, denn es braucht keine Lebensreife, keine Lebenserfahrung, keine Levensweisheit, um zu Maria den rechten Weg zu finden. Christusjugend kann und wird an Maria niemals vorübergehen, immer werden wir von der Christusjugend auch beten und singen hören„Du bist ja die Mutter, dein Kind will ich sein“, und„Ave Maria zart“ und„Meerstern ich dich grüße....“ Wenn die Christusjugend Christum gefunden, kann und wird sie auch von Maria nicht mehr fern sein! Denn das Christusleben ist auch das Leben der Mutter, der Christusweg auch der Weg der Mutter. Innigste Bande schlingen sich um die Erdenpfade des Gottessohnes und der von Ewigkeit erwählten Mutter Maria. Wenn auch Christus ohne Maria alles ist, so ist doch Maria ohne Christus nichts! Denn ihre einzige Größe besteht in ihrer heiligsten Mutterschaft. Maria Mutter! Gottes Mutter, unsere Mutter! Maria Königin, Himmelskönigin, unsere Königin! Wer das Geheimnis Mariens in seiner tiefsten Wurzel erfassen will, wer ihre Beziehung zu Gott und uns Menschen ergründen will, der kommt an dem Begriff des Urgrundes ihrer Begnadigung nicht vorbei, und der heißt„Mutter des Herrn“! Alle Könige, Fürsten und Großen der Welt haben in ihrer Gesamtheit niemals soviel zu bedeuten als die, die uns den Sohn Gottes in der seligiten aller Nachte schenkte...! Und wenn sich jede Mutter im Wert und Werk des Sohnes fühlt dann auch und mit Recht Maria, wenn sie ohne Ueberschwang jubelt„Hochpreiset meine Seele den Herrn denn von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter der Erde!" Maria ist ihrem göttlichen Kinde nichts schuldig geblieben, was eine Mutter je im Leben dem Kinde zu sein hat.., sie war seit der herrlichen Verkündigungsszene im ersten Marienheim zu Nazareth der lebende Tabernakel des Eingeborenen von Ewigkeit, um ihm zur Zeit in der gottmenschlichen Natur das Leben zu schenken. Sie lieb dem Kindlein die ganze Liebe und Treue ihres mütterlichen Herzens, sie hatte ein Recht auf ihn, weil sie auch dienende Pflicht an ihm geübt, sie hatte Anteil an seinem Levensweg weil der ja „in ihr selbst den irdischen Anfang genommen! Sie bekannte sich zu ihm als seine Mutter, er bekannte sich zu ihr als Sohn, und so liefen die Fasern der Herzen Jesu und Mariens ineinander, so schlugen sie zusammen, weil sie ihm eben „Mutter“ und er ihr„Sohn“ war! Das ist uns gedankenhaft unfaßbar, weil es zutiefst Geheimnis ist, ich meine das Wie und Woher und Wozu! Aber alle Geheimnisse zerbrechen an unserem Christusglauben der da sagt, daß er ist„der Sohn des lebendigen Gottes, der Logos, das Wort von Ewigkeit, das fleischgeworden in die Welt kam“. um so zu sein, wie wir sind. um im Fleisch und Bein uns allen Bruder zu sein! In langen Litaneien gibt uns unser gläubiges Beten immer wieder Antwort auf die Fragen, die uns der Verstand versagt. Und wenn wir von Christus immer wieder sagen„Du Sohn der Jungfran Maria“, dann müssen wir von ihm auch notwendig sagen„Du unser aller Bruder"! Und wenn wir immer wieder von Mana sagen und beten„Du Mutter des göttlichen Sohnes“, dann müssen wir auch gleichzeitig hinzufügen: nunser aller Mutter!“ Gewiß, Maria ist und bleibt Mutter des ganzen irdischen Christuslebens von Bethlehem bis Golgatha, von der Wiege bis zum Grabe, vom ersten lieblichen Kindeslächeln bis zum letzten röchelnden Todesseufzer.... aber ist sie nicht in besonderer Weise gerade Mutter der Jugendzeit Christi, des Christkindleins von Bethlehem, des Christusknaben von Nazareth? Mit einem Sammelbegriff der„Christus=Jugend“? Und wenn dann Maria zugleich die Mutter aller Erlösten in Christus, also unser aller Mutter ist, alle Kindlein, die Buben und Mädchen aber Brüder und Schwestern Christi sino..., dann ist auch unweigerlich Maria in bevorzugtem Maße die Mutter aller katholischen Jugend, ihre Königin! Maria, Mutter der Christusjugend! Wer weiß. und es ist tragisch und schön zugleich, daß wir in diesem Punkte nicht alles wissen.„ wer weiß, ob nicht der jugendliche Christus oftmals mit seinen Altersgenossen und Gespielen von Nazireth kleine Wanderungen, Fahrten unternahm in die Romantik der palestinensischen Umgebung? Wer weiß, ob sie nicht damals einmal still hinausgezogen sind auf weiter Fahrt zum Berge Sinai, wo Gott der Herr dem großen Führer des auserwählten Volkes die ehernen Tafeln gab mit den unvergänglichen Wegweisern zum ewigen Glück, wer weiß, ob nicht der jugendliche Christus von der Spitze des hl. Berges den Vater grüßte, der droben über den Sternen wohnt...? Wer weiß, ob sie nicht einmal gewandert sind zum Berge, da der große Vater des auserwählten Volkes— Abraham— den einzigen Sohn zum Schlachtopfer darbringen sollte, ob nicht der jugendliche Christus dort die anderen still gefragt, was das denn wohl zu bedeuten habe, und man ihm etwas antwortete von der Erfüllung dieses Vorbildes durch den kommenden Erlöset wer weiß, was Christus der Jugendliche dabei gedacht...? Wer weiß, ob sie nicht einmal still hinausgezogen sind zum Hügel bei Jerusalem, auf dem spater einmal drei Kreuze standen... wer weiß, ob nicht Christus damals die anderen fragte: Was ist denn das für ein Berg?“ Ob nicht einer ihm sagte:„Das ist der Berg, auf dem all die bösen Menschen hingerichtet werden...!“ Wer weiß, was sich der Gottesknabe dabei dachte...! Ob er nicht bei der Rückkehr der lieben Mutter alles erzählte, alles? Ob nicht dann auch„die Mutter der Christusjugend“ still ihren Gedanken nachging, ohne auch davon dem göttlichen Kinde etwas zu sagen, weil sie ja an ihn als den Eingeborenen von Ewigkeit glaubte und darum wußte, daß er allwissend war? Ob sie nicht einmal zusammen dann zum hl. Berge gingen, da Christus einmal zum Himmel auffuhr, zu denken, zu schweigen, zu fühlen, daß doch die ewige Krone, das ewige Reich des Sohnes warte und die Jungfrauenkrone und Mutterkrone und Fürstinnenkrone für Maria, die einmal Migd, Dienerin, Schützerin, Mutter war da unten im Tale der Tränen in Bethlehem und Nazareth? Wer weiß! Jugend! Du bist Bruder Christi! Maria ist Deine Mutter' Christus, der Held und Sieger, ist Dein König der Ewigkeit! Zu Maria betest Du „Der Dich, o Jungfrau und Mutter im Simmel gekrönt hat...!“ Darum ist Dir Maria Königin! Königin, nicht nur als die Begnadete und Bevorzugte von allen Menschen, Königin, nicht nur durch die Krone der Ewigkeit, durch den Vater auf ihr jungfrau=mütterliches Haupt gesetzt, sie ist Königin durch den Adel, die Hoheit, das Fürstliche ihrer Seele. ihrer Gesinnung, Demut und Liebe! Die„Ancilla Domini“, die Magd des Herrn ist zur„Regina coronata“, zur gekrönten Königin geworden. Kein Himmel ohne Christus den König. aber auch nicht ohne dié„Regina caelorum“, ohne die erhabene Königin! Ingend der Gegenwart erhält ihr Charisma durch die Beziehung zu Christus, aber zum ganzen Christus, darum 9 Muller mein! Du bist mein Traum in stiller Nacht. Mein erster Gruß, wenn ich erwacht: O Mutter, mein, Maria! Und wo am Tag ich immer bin. Ich denke dein mit frommem Sinn: O Mutter, mein, Maria! Und leg' ich abends mich zur Ruh', Mein letzter Wunsch und Gruß bist du: O Mutter, mein, Maria! Und will zur letzten Ruh' ich geh'n, So soll mein Mund noch leise fleh'n: O Mutter, mein, Maria! P. Matthäus Schneiderwirth. O. F. M. auch und besonders zum jugendlichen Christus. Er ist ihr Ideal, Vorbild, dem sie nachsagt, sie will ihm mehr und mehr Ebenbild werden, nicht nur durch die Gnade, die immerfort die Lebensader der Jugend durchkreist, nein, besonders durch die ganze Lebenshaltung und Lebensformung! Jugend, die auf Christuswegen wandelt, will ein „alter Christus“, ein zweiter Christus werden, will die Lichtseiten des jugendlichen Christus in das eigene Leben hineinprojizieren, um daran zu erstarken uno zu wachsen in Christus! Jugend der Gegenwart wird aber geadeli, seelisch erweitert und gehoben durch den Minnedienst der himmlischen Mutter und Königin. Immer wieder wird sie des Abends, wenn sich der Himmel purpurrot und golden färbt, wenn die Sonne ihre letzten Strahlen verschenkt, an die aufgehende Morgenröte unserer Erlösung denken, an Maria, die in ihrem Mutterdienst an Christus auch die letzten Strahlen ihrer Liebe verschenkte, die auch heute noch sonnenhaft leuchtend groß und erhaben am Himmel steht. Immer wird die Jugeno zu Maria kommen und sehen, wie sie des Abends das göttliche Kindlein still zur Ruhe bettet, wie sie den göttlichen Knaben voll der Gnade vor Gott und den Menschen hegt und pflegt; von allen Bildern, die man in Jahrtausenden von Christus und seiner Mutter entworfen, wird die Christusingend das Bild der Regina Coronata der gekrönten Königin nicht vergessen, immer wird sie sich mit diesem Bilde verbinden durch das Band der Liebe und der Hochverehrung, immer wird sie, solange sie sich„Servus Christi"— Diener Christi, Gefolgschaft Christi nennt, auch„Servus Mariae“ nennen, treuer Diener und stete Gefolgschaft Mariens, der Mutter und Königin...! Maria, Königin der katholischen Jugend, bitte für uns! A. Unsere Bücher...! Das Juhr des Heiles. Klosterneuburger Liturgiekalender für immerwährenden Gebrauch von Pine arsch. Wer will es sagen, welch eine Befruchtung der volksliturgischen Frömmigkeit, welch ein Segen in den letzten Jahren von Klosterneuburg ausgegangen ist. Mit das Wertvollste, das Klosterneuburg auf den Büchermarkt geworfen, ist der immerwährende LiturSius Parsch. In drei stattlichen Bänden hat uns der Verfasser das Wesentliche aus Previer und Missale zum ständigen Kommentar des Liturgischen zusammengefaßt. Aus den Anfängen kleinsten Formates hat sich der Kalender über eine Entwicklung mit jährlich neuer Auflage nun als ein Jahr für Jahr brauckbares Handbuch erweitert. Der erste Band umfaßt den Weihnachtsteil, der zweite den Osterteil, der dritte die Nach=Pfingstzeit, das Proprium de tempore ist in jedem Band mit dem Proprium de Sanctis geschickt vereint. Reiche Illustrationen. Sumbole, terwvertiefende Kunstdenkmäler machen das Werk zu einem lieben Begleiter, zu einem Buch, das man nicht einmal in die Hand nimmt und dann beiseite legt, das einem in Verfolgung lturaischer Interessen geradezu unentbehrlich wird! Möge es darum immer mehr Einzug halten in weiteste Kreise des katholischen Volkes, namentlich auch unserer Jugend, die sich ja zur Stunde immer mehr auf das Wesentliche des Urchristentums besinnt, zu den Quellen zurück will! Katholisches Volk, katholische Jugend, hier ist der Wegweiser, erkenne ihn, und Du wirst zum Ziele Deiner Wünsche kommen! Fortsetzung t) Praktische Marienverehrung. Beispiele aus dem Leben. „Dein Spiegel“ da bat einst ein Pensionszogling seine Mutter n ein besonders erwünichtes Werbnachtsgeschenk; " großer, schöner Spiegel sollte es sein. Muttermen sandte dem Kinde ein schönes eingerahmtes Mannenbild und schrich dazu:„Das soll dein biegelsein!“ Mutter" Weihnachtsgabe machte deren Eindruck auf die Tochter; allabendlich kniete sie " bor dem Bilde und fragte sich kindlich: Mutter wie ich dir? Maria hilf. War da in Bozen ein Studentlein, sonst brav un unverdorben, aber ein wenig leichtsinnig und allzu fleißig. Die blumige Wiese und der nittige Wald waren ihm lieber als seine enge Stuecfrübe, und seine Spielkameraden liehte er mehr seine Bücher. Es nahte der Termin für eine schtige Prüfung heran. Da wand es dem leichten tubentlein schwül zu Mute. Und in seiner Angst Not flüchtete er sich in die Kirche, bin vor das undertätige Liebfrauenbild„Maria hilf“ und cie aar fleißig und innig: 6. daß du meine Mutter bist!" 2a war's ihm. als hörte er eine Stimme, ganz rullich vernahm er sie. Sprach dis Frauenbild zu war's die Stimme des Gewissens? Die mme aber sprach ernst und bedeutsam zu ihm: „Zeig zuerst, daß du mein Sohn bist!“ Dem leichten Bruder Studio überlief es eiskalt und von der Stund' an nahm er es heilig ernst mit seinen Pflichten. „Bete ein Ave Maria“ Unter den tausend und tausend Erweisen der Güte * Am 4. Mai 1868, gegen 10 Uhr vormittans, fand in einer der größten Glyzerinfabriken Berlins— gar nicht weit von St. Hedwig entfernt— infolge ausgeströmten Gases eine furchtbare Erplosion statt. Drei Personen waren sogleich tot und 17 wurden verwundet, von welchen drei noch am gleichen Tage starben. Abende kam zur Maiandacht von St. Heomia ein Dienstmädchen, um Maria unter einem Strom von Tränen einen herrlichen Blumenstock zu schenken. Um die Ursache ihrer Tränen befragt, antwortete sie:„Ich wurde vormittags von meiner Herrschaft in die große Fabrik geschickt, die heute gerstört wurde. Auf dem Wege dahin ging ich an der Kirche vorüber und es kam mir gerade der Gedanke: Gehe hinein und bete ein Ave Maria, beute abend ist es dir nicht möglich, zur Maiandacht zu kommen. Ich kehrte ein und betete ein Ave Maria. Da ging ich meines Weges weiter, der Fabrik zu. In dem Augenblicke, da ich mich ihr näherte, erfolgte der furchtbare Schlag. Hätte ich das Ave Maria nicht in der Kirche gebetet, so ware ich zum Unglücksfalle gerade recht gekommen und wurde jetzt im Leichenhause liegen. Mutiges Bekenntnie. Es war ums Jahr 1900 in der schönen Stadt Florenz. Die Vorlesungen an der Rechtsfakultät der Hochschule waren zu Ende. Unter Lärm und Geräusch gingen die Hörer die breite, große Treppe hinab. Während sich nun ein Student rasch vorbeugt, entfällt ihm aus der Westentasche der Rosenkranz. Den Zunächststehenden war dies nicht entgangen. Sofort brach ein gewaltiges Hohngelächter los.„Wer ist der Betbruder? Gebt das Zeug da jenem Frömmler!“ Der betreffende Universitätsstudent. Neffe eines hochangesehenen Kanonikus, aber keineswegs herzhaft und mutig, wurde krebsrot, als wäre er soeben auf einem Diebstahl ertappt worden, und spricht: „Da schaut ber, was mir der Dummkopf meiner Mutter in die Westentasche gesteckt hat!“ „Der Dummkopf bist Du. Feigling!“ So ertönte eine gewaltige Stimme in der Nähe. „Deine Mutter verdient alle Achtung. Duavernicht!“ Nach diesen Worten wandte sich der unerschrockene Sprecher an die Schar der über den Rosenkranz spottenden Studenten und rief aus: „Wenn Ihr Rosenkränze sehen wollt, seht da den meinen!“ Dabei zog er den Rosenkranz aus der Tasche, schwang ihn mit der linken Sand in der Luft, machte mit der rechten eine Faust und sprach funkelnden Auges:„Wenn einer etwas einzuwenden hat, so trete er vor!“ Diese mutige Tat erregte die Verwunderung der gaffenden Menge. Betroffen und erstaunt schwiegen die Studenten. Doch schon bald brachen sie in ein gewaltiges, wiederholtes„Bravo!“ aus. Der Feigling aber, der seine irdische Mutter, mittelbar aber auch die himmlische Mutter verhöhnt hatte, wurde leichenblaß und suchte sich zu verbergen. Der Mutige hingegen wuchs noch in der allgemeinen Achtung und man kam ihm durchweg mit Liebe und Achtung entgegen. Wer war es? Der damalige Präsident des katholischen Studentenvereins, ein offener und ehrlicher, mutiger und entschlossener Jungmann, der keine Menschenfurcht kannte. Er studierte damals die Rechte in Florenz und ist heute ein ausgezeichneter, katholischer Notar und ein beilandstreuer Mann. Maris stella. Meerstern, ich dich grüße, Gottesmutter süße Maria, hilf! Maria, hilf uns allen Aus dieser tiefen Not. Rose ohne Dornen, du von Gott Erkor'ne Lilie ohne Gleichen, dir selbst Engel weichen. Quelle aller Freuden, Trösterin in Leiden. Hoch auf deinem Throne, aller Jungfrau'n Krone, Gib ein reines Leben, sichre Reis' daneben. Dich als Mutter zeige; gnädig uns zuneige Nimm uns in die Hände, uns das Licht zuwende, Hilf uns, Christum flehen fröhlich vor ihm stehen. Paderborner Wallfahrtslied Aus Westdeulschland Göring und Darrè bei der 700=Jahrfeier Emmerichs Emmerich, 16. Mai. Im Zusammenhang mit den 0=Jahrfeier der Stadt Verzweiflungslat einer Muller Gedenkfeier für Carl Schurz Vorbereitungen zur 700=Jahrfeier der Stadt Emme rich weilten Gauleiter und Staatsrat Terboven und Stabsleiter Fischer in Emmerich, um gleichzeitig die feste Zusage des Besuches des Ministerpräsidenten Hermann Göring zu überbringen. Am Sonntag, den 3. Juni, dem Hauptfesttag, findet nachmittags vor dem alten Rathaus der offizielle Empfang und die Ueberreichung des Ehrenbürgerbriefes an den Ministerpräsidenten statt. Emmerich wird an diesem Tage im Zeichen einer Bauern= und NSBO=Kundgebung stehen, zu der auch der Reichsbauernführer und Ernährungsminister Darré sowie 60 000 Teilnehmer nach Emmerich kommen werden. Zuvor wird Ministerprasident Göring auch Dinslaken einen Besuch abstatten, um dort ebenfalls die Ehrenbürgerurkunde in Empfang zu nehmen. Sie wollte mit ihren vier Kindern in den Tod gehen Rauhreif in der Eifel Adenan, 16. Mai. Die vergangene Nacht brachte im Gebiet der Hohen Acht einen Temperaturrückgang bis zu 2 Grad unter Null. Heute morgen wiesen größere Gebietsteile, besonders die Höhen und Schluchten, die dem scharfen Ostwind ausgesetzt waren, starken Rauhreif auf. Soweit die Obstblüte sich in voller Entfaltung befindet, dürfte der Frost die Blüten vernichtet haben. Zum Glück ist jedoch der Hauptteil der Obstblüte vorbei. Die jungen Fruchtansätze haben sich gegen die Kälte als widerstandsfähig erwiesen. Immerhin scheint der durch den Frost entstandene Schaden recht bedeutend zu sein. Wuppertal, 17. Mai. Vor dem Wuppertaler Schwurgericht hatte sich am Dienstag die 30jährige Nathe V. unter der Anklage des Mordes und des Mordversuches zu verantworten. Die Verhand lung entrollte ein erschutterndes Bild des unglücklichen Lebens eines Madchens, das schon in jungen Jahren einem gewissenlosen Verführer in die Hände fiel, zwei Kindern das Leben schenkte und später nochmals Mutter zweier Kinder wurde. Zuletzt wohnte sie mit einer verheirateten Schweiter in einem kleinen Hinterhaus. Während einer Auseinandersetzung drohte ihr nes Tages der Schwager, dafür zu sorgen, daß die Kinder in Fürsorgeerziehung gebracht würden. Dies nahm sich die Unglückliche so zu Herzen, daß sie beschloß, mit ihren vier Kindern aus dem Leben zu scheiden. Als die Kinder zu Bett gebracht waren, drehte sie den Gashahn auf und legte sich dann neben ihren Kindern nieder. Durch das Weinen des dreijährigen Jungen wurde die Verzweifelte wieder geweckt. Als sie sich vergeblich bemüht hatte, das Kind zu beruhigen, damit ihre Verwandten nicht aufmerksam wurden, steckte sie ihm ein Wolljäckchen als Knebel in den Mund. Sie hielt den Jungen solange fest, bis er sich nicht mehr die rührte. Das ausströmende Gas hatte jedoch beabsichtigte Wirkung nicht hervorgerufen. Am andern Morgen gab die Unglückliche ihren Verwandten, als diese Einlaß in die Wohnung verlangten, zu verstehen, daß sie nur Polizeibeamten Einlaß gewahre. Die Polizeibeamten sorgten für die Unterbringung der noch Lebenszeichen von sich gebenden Kinder ins Krankenhaus. Bei dem dreijährigen Knaben war bereits der Tod durch Ersticken eingetreten. Vor dem Schwurgericht gab die Angeklagte ihre Tat zu. Eingehend berichtete eine mutterliche Freundin der Angeklagten über Jeren Lebensweg und die unglücklichen Verhaltnisse im Elternhaus. Das Gericht verurteilte die Angeklagte wegen Totschlags in einem Falle und versuchten Totschlags in drei Fallen zu einer Gesamtitrase von drei Jahren Gefananis.— Der Staatsanwalt hatte eine Zuchthausstrefe von sechs Jahren beantragt. Jn der Urteilsbegrundung wurde u. a. betont, daß die vom Schicksal so bart geschlagene Angeklagte in weitestem Maße menschliches Mitgefühl verdiene. Man könne aber weder ihr noch anderen Eltern das Recht zugestehen, über das Leben ihrer Kinder in solcher Werse zu entscheiden. Frau als Brandstifterin Sterbefälle, die sich nicht ereigneten WL Koblenz, 16. Mai. Vor dem hiesigen Schwurgericht hatte sich eine 35jährige Ehefrau aus Niederdreis wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Versicherungsbetrugs zu verantworten. Das Gericht verhängte eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren und erkannte auf fünf Jahre Ehrverlust. Die Angeklagte und ihre Geschwilter hatten Häuser geerbt und wohnten in geringer Entfernung voneinander. Um nun die Geschwister auszahlen zu können, kam die Angeklagte auf den Gedanken, ein Haus in Brand zu setzen. Die Brandentschädigung wollte sie zum Auszahlen benutzen. In den Nachmittagsstunden des 19. Veruntreuungen bei einer Sterbekasse vor Gericht— Zuchthausstrafen März war die Angeklagte in ihre Scheune gegangen und warf kurz entschlossen glühende Kohlen auf das dort lagernde Stroh. Scheune und ein Teil des Hauses fielen den Flammen zum Opfer. Wie sich später herausstellte, war die Tare für das Haus mit 6000 Mark weit über den wirklichen Wert angegeben. Schon am 20. März wurde die Angeklagte verhaftet. In der Verhandlung wurde die Brandstifterin überführt und nach der Verurteilung sofort in Gewahrsam genommen. Essen, 16. Mai. Die Essener Große Strafkammer verurteilte nach 2tägiger Verhandlung den Buch druckereibesitzer Peter Senft und den Invaliden Röhnen wegen gemeinschaftlicher fortgesetzter Un treue in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung zu einer Zuchthausstrafe von je 3 Jahren und einer Geldstrafe von je 100 Mark, sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Die Untersuchungshaft wurde den Angeklagten nicht angerechnet. Der mitangeklagte Pensionär Gottlob wurde mangels Beweise freigesprochen.— Die Angeklagten hatten als Vor standsmitglieder des Vereins für Sterbehilfe Essen=Nord in den Jahren 1030 bis 1933 etwa 3100 Mark an Kassengeldern in der Form unterschlagen, daß sie fingierte Auszahlungen an Hin terbliebene angeblich gestorbener Personen ausge zahlt hatten. Nach Feststellungen des Buchsachver ständigen wurden W derartige Fälle aufgedeckt. Handgranatenwerfer Schulze weint vor Gericht In der Sandgrube verschüttet und erstickt Kreuznach, 16. Mai. Ein 44jähriger Arbeiter war in einer Sandgrube bei Wallhausen mit Ausgrabungen beschäftigt, als plötzlich eine Sandwand nachgab und den Arbeiter unter sich begrub. Bevor noch Hilfe geleistet war, erstickte der Arbeiter, der Frau und drei unmündige Kinder hinterlassen hat. Er widerruft sein Geständnis Drastische Strafe Mainz, 16. Mai. Der„Landespressedienst des Deutschen Nachrichtenbüros“ teilt unter der Ueber schrift„Drastische Strafe für eine Miesmacherin“ folgendes mit:„Gegen eine Miesmacherin, die in einem kleinen Landort unweit von Mainz die Nach richt verbreitete:„Es werde niemals besser werden.“ wurde folgende Strafe verhängt: Sie muß sich drei Wochen lang täglich auf der Bürgermeisterei mel den und folgenden Ausspruch tun:„Es ist schon besser geworden und wird noch besser werden“ Die ses Mittel dürfte seine Wirkung nicht verfehlen.“ Die Regelung des Arbeitseinsatzes Zuzugsperre für Berlin DNB. Berlin. 16. Mai. Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits losenversicherung, Geheimer Regierungsrat Dr Syrup, gab am Mittwoch erläuternde Ausführungen zu dem am Dienstag von der Reichsregierung beschlossenen Gesetz zur Regelung des Arbeitseinsatzes. Diese Anordnung beschränkt keine der als Kaufmann, Handwerker oder im freien Berufe Tätigen, wohl abr Arbeiter und Angestellte. Sie erfaßt nicht nur Personen, die bisher außerhalb des als Absperrgebiet bezeichneten Bezirks als Arbeiter oder Angestellte tätig waren, sondern auch Per sonen, die selbständige Gewerbetreibende, Bauern, Pensionsempfänger usw. waren und nunmehr unter Aufgabe ihrer Wirtschaftsselbständigkeit als Arbeit nehmer eingestellt werden sollen. Entscheidend ist also ihre Einstellung als Arbeiter und Angestellte, nicht ihre frühere wirtschaftliche Betätigung. Zu den Arbeitern und Angestellten in diesem Sinne gehören auch Lehrlinge, Hausgewerbetreibende, Himarbeiter und Hausangestellte. Es sollen nur solche Personen von der Anordnung betroffen werden, deren Jahreseinkommen den Betrag von 30 Mark nicht übersteigt, so daß also leitende An gestellte, besonders qualifizierte Facharbeiter usw., von der Zustimmungspflicht ausgenommen werden. Bei Berlin wird der eigentliche Sperrbezirk auf den Bezirk der Stadtgemeinde Berlin bearenzt. Jedoch ist in der Anordnung bestimmt, daß eine Zu stimmung zur Anstellung im Stadtbezirk Berlin nicht für Personen erforderlich ist, die beim Inkrafttreten der Anordnung ihren Wohnsitz in den Nachbar gemeinden, die genau bezeichnet werden, hatten. Eine weitere Anordnung soll für die kommende Zeit dem Abzug landwirtschaftlicher Arbeitskräfte in die besonders in Betracht kommenden nichtlandwirt schaftlichen Betriebe und Berufe Einhalt gebieten Die Anordnung erstreckt sich auf männliche und weib liche Personen, die in der Landwirtschaft als landwirtschaftliche Arbeiter, sändliches Gesinde. Wander arbeiter, Melker oder als Familienangehörige des Unternehmers(Bauern, Landwirts) beschaftigt sind bezw. innerhalb der letzten drei Jahre vor Inkraft treten dieser Vnordnung wenigstens 52 Wochen be iftiat waren. Berlin, 16. Mai. Heute vormittag begann vor dem Berliner Sondergericht im großen Schwurgerichtssaal der Prozeß gegen den 31jahrigen Kommunisten Erwin Schulze, der beschuldigt wird, am 21. März Unter den Linden aus einem Dachraum eine Handgranate auf die Straße geworfen zu haben. Gleich zu Beginn der Verhandlung fragte der Vorsitzende den Angeklagten, ob er die Handgranate ge worfen habe. Der Angeklagte antwortete mit„Ja“ und„Jawohl“. Der Angeklagte begann anschließend mit der Schilderung seines Lebenslaufes. Er habe zuerst Mechaniker oder Motorenschlosser werden wollen, aber die Lehrstellen bätten ihm nicht behaat. Er childerte dann, wie er auf die Wanderschaft gegan gen und schließlich in Konstanz in eine Minenwerfer kompaanie der Reichswehr eingetreten sei. Er habe 1½ Jahre gedient, will aber niemals Uebungen mit scharfen Handgranaten mitgemacht haben. Bei einer Kraftfahrerabteilung in Jüterbog, zu der er sich bat versetzen lassen, sei er unerheblich dreimal mit Mittelarrest bestraft worden. Im Juni 1923 sei er von der Strafkammer in Potsdam wegen Ungehorsams, tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten und unerlaubter Entfernung vom Heere zu 1½ Jahren Ge fananis verurteilt worden. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst habe er geheiratet. Er habe zwei Kinder. Zufallig habe er eine Arbeit als Maler bekommen. Auf der Arbeitsstelle habe er ein Mitglied des Rot=Front kämpferbundes kennen gelernt. Uebungen und Auf märsche habe er sich einige Male angesehen, ohne sich jedoch aktiv daran zu beteiligen. Vorsitzender: Dann sind Sie aber der KT beigetreten. Haben Sie sich dort besonders betätigt? Anaekl.: Ich habe für die KPD Zettel ausgetra gen, Plakate gemalt und geklebt. Häufig habe ich Versammlungen besucht. Auf eine Frage des Vorsitzenden, ob er nicht ac sagt habe,„wir wollen ein SA=Lokal stürmen“, will sich der Angeklagte daran nicht erinnern. Im Jahre 1932 sei er aus der Partei ausgetreten wegen Unter schlagungen, die dort vorgekommen seien. Er habe sich dann für eine„national-kommunistische Bewe gung“ interessiert. Ueber den Umschwung in Deutsch land habe er sich keine Gedanken gemacht, da er das Programm der Nationalsozialisten gar nicht gekannt habe. Bevor der Vorsitzende zur Erörterung des Tatbe standes überging, ermahnte er den Angeklagten noch mals dringend, die Wahrheit zu sagen. Schulze erklarte, daß er für seine Firma Renovierungsarbeiten im Hause Unter den Linden 76 ausgeführt habe. Zur Zeit der Tat habe er die Jalousien des Dachraumee in dem Hause gestrichen. Der Angeklagte, der bisher alle Fragen flüssig und klar beantwortet hatte, beaann nun vor jeder Antwort lange zu über legen. Als er erwahnte, daß er den Boden des Hauses durchstöbert und dort Bücher und Zeitungen gefunden hätte, fragte der Vorsitzende den Angeklagten, ob er dabei noch etwas anderes gefunden habe. Der Ange klagte schwieg minutenlang. Auch auf den Hinweis des Vorsitzenden. daß er die Handgranate dort irgend wo gefunden haben musse, wenn er selbst zugebe, sie herabgeschleudert zu haben, gab Schulze keine Ant wort. Vorsitzender: Es scheint mir fast, als ob Sie doch mit irgendeiner Wahrheit hinter dem Berge balten als ob Sie noch etwas zu erklären haben, was Sie bisher nicht gesagt haben. Nach langem Schweigen brach der Angeklagte plon lich in Tränen aus. Er rief mit lanter Stimme „Das ist die Wahrheit, das ich es nicht getan habe. Bestrafen Sie mich nur für meinen Schwindel. Die Handgranate habe ich nicht geworfen. Es war nur eine Angstlüge von mir. Jent liege ich drin. Keiner glaubt mir. Wenn ich die Handgranate geworfen hätte, würde ich es zugeben. Ich bin in eine Sache verwickelt worden, mit der ich gar nichts zu tun habe.“ Der Vorsitzende wies den Angeklagten jetzt sehr ernst und eindringlich darauf hin, das er doch sechs Geständnisse abgelegt und dabei Einzelheiten angegeben habe, die niemand wissen könne als diejenige Person, die die Handgranate geworfen hätte. Auch zu Beginn der heutigen Verhandlung habe er doch ohne jede Beeinflussung ein klares Geständnis abgelegt, ebenso wie seinerzeit vor der Polizei und dem Untersuchungsrichter. Der Angeklagte erwiderte darauf nur, daß er während der Arbeit eine Detonation gehört habe und zunächst geglaubt habe, eine Flasche sei geplatzt. Als er auf die Straße hinuntergeeilt sei, habe er die Polizei stehen sehen. Trotz eindringlichen Ermah nungen blieb der Angeklagte bei dem Widerruf seines Geständnisses und schwieg weiterhin Nach kurzer Unterbrechung der Verbandlung fragte der Vorsitzende den Angeklagten, der sich inzwischen mit seinem Verteidiger beraten hat: „Nun, Schulze, was sagen Sie setzt?“ Der Angeklagte schwieg. Sein Verteidiger gab hierauf die Erklärung ab, daß es ihm nicht gelungen sei, aus dem Angeklagten eine eindentige Erklärung herauszubekommen. Vorsitzender:„Ich habe das Gefühl, als wenn das Geständnis zwar stimmt. der Angeklagte setzt nur Angst davor hat. die Einzelheiten der Tat zu schildern.“ Darauf wird die Vernehmung des Angeklagten abgeschlossen und die Beweisaufnahme nimmt ihren Anfang. Zunächst wird nach der Eidesbelehrung der 79 Zeugen der 54 Jahre alte Kaufmann Oliver vernommen, der am 21. März in einer Tare die Erplosionsstelle passierte. In mehreren auslandischen Zeitungen ist seinerzeit die Behauptung aufgestellt worden, daß diesem Zeugen der Anschlag gegolten hätte, der im Zusammenhang mit dem Verbot des Filme „Katbarina die Große“ in Deutschland gegen ihn verubt worden sei. Oliver ist Mitalied des Aufsichtsrates des Filmtheaters„Capitol“. Der Zeuge er klärte unter seinem Eid, daß er diesen Berichten gänzlich fernstebe und sich nicht erklären konne, wie sie entstanden seien. Sodann werden die bei der Erplosion verletzten zwei Zeugen gehört. Der Zeuge Chauffeur Haape, der die Droschke, in der Oliver saß, steuerte, horte plotzlich einen großen Knall vorseinem Wagen und bemerkte, als er ausstieg, daß er leicht verletzt worden war. Die Verletzung des nachsten Zeugen Krausch, der als Fußgänger die Linden überschritt, war etwas schwerer. Nach seiner Ansicht muß die Handgranate aus großer Hohe geschleudert worden sein. Es tritt sodann eine Pause ein. Nach der Mittagspause im Prozeß wegen des Handaranatenwurfes Unter den Linden wird der Zeuge Willi Noack vernommen, der als Jalousien bauer zusammen mit dem Angeklagten Schulze in dem gleichen Raume gearbeitet hat. Als die Erplo sion ertönte, so sagt der Zeuge aus, habe er sich surchtbarerschrocken und gedacht, eine Sauerstoffflasche sei erpoldiert. Er habe sich zur Wand umgedreht, soviel er sich erinnern könne, habe Schulze hinter ihm gestanden. Ob Schulze an ihm vorbei zum Fenster und wieder zurückgelaufen sei, könne er nicht sagen. Der Zeuge bekundet weiter, daß Schulze die Trep ven hinuntergelaufen sei, um festzustellen, was passiert sei. Nach einiger Zeit sei er zuruckgekommen Zum 28. Todestage des bekannten Deut amerikaners Carl Schurz hielt die Carl Schur Vereinigung in ihrem neuen Haus, da be dieser Gelegenheit geweiht wurde, eine Gedent feier ab. Der amerikanische Geschäftsträger Joh Campbell White bei seiner Ansprache. und habe erzahlt, auf der Straße stande ein bescha digtes Auto und er nehme an, daß der Benzintank erplodiert sei. Es werden dann eine Reihe von An vernommen, die übereinstimmend aussagen, daß die Handgranate aus der Dachluke des den Linden 76, in der Schulze arbeitete, geworfen worden ist. Kirchliches Eine spontane Volksverehrung des Gesellenvaters Adolf Kolping hat eingesetzt. Das wird immer deutlicher sichtbat bei den sich mehrenden Wallfahrten, die Sonntag um Sonntag zur Minoritenkirche in Köln, in der Grabstatte des Gesellenvaters sich befindet, binzie hen. Allein in der ersten Majhalfte haben an Wallfahrer am Kolpingsgrad geweilt. Ware doch am 6. Mai 1931, just am 85. Grundungstag de Kolner Kolpinasfamilie, 400 Kolpingsfünger, jungt und alte, aus der Kolpingssamilie der Diözese Trier nach Koln gekommen— mit vier Sonderzugen und vielen Omnibussen.— Zweimal war seierliches Pil geramt in der Mioritenkirche. Am Chrisiihimmelfahrtstag weilten vier Pilgergruppen etwa 8# No. pingssohne aus der westsalischen Kolpingssamilie an des Gesellenvaters Grab. Dazu kamen noch einige bundert Wallfahrer aus rheinischen Orten und cin Pilgergemeinschaft von Kolpingssohnen aus Necha ulm. Die Kolpingsfamilie der Diözese Limbura war am veraangenen Sonntaa, 13. Mai 1934. mil Pilgern, unter denen sich diesmal auch viele Frauen befanden, nach Koln ackommen, die zweite geschibr sene Diozesanwallfahrt. Im Stadtbild Kolns M. die Pilgergruppen, die ein Abzeichen mit dem 2e der Minoritenkirche tragen, schon eine gewohnte er= scheinung. Welcher Hochachtung sich Adolf Kolping erfreut, geht aus der Tatsache hervor, daß Wallsabre aus dem Auslande nach Köln kommen. Tie Ersten waren am Sonntaa, dem 13. Mai 1471. Noln aus Luxemburg. Sie wurden nach dem Emp fang durch den Generalpräses des Katholischen sellenvereins in besonderer Weise von dem stadtto nischen Verkehrsamt betreut. Das Petitionsbuch für die Seligsprechung des esellenvaters wird immer umfangreicher. Es inl in diesem Zusammenhang mit besonderer Freude dar auf hinzuweisen, daß die Zahl der bohen Bittsteller auch stetia wachst. Wir nennen hier Zeine Eminens den hochwürdigsten Herrn Kardinal Faulhaber do Munchen und die hochwürdigsten Herren Bischord Clemens Auaust von Münster, Josef Damian von Fulda und Peter von Meißen. ie der Reichsfuhrung der Deutschen Kolpingsamilie mitgeteilt wird, hat auch der Herr Vizekanz ler von Papen sich an Seine Eminenz, den hochwurdigsten Herrn Kardinal Schulte gewandt und der Miite und dem Wunsch Ausdruck verlieben, daß der Celiasprechungsprozeß für Adolf Kolping gefördert werden moge Ernennungen zum Päpstl. Ehrenkämmerer wir Mai. Papst Pius XI. hat. wie dem Kirchlichen Anzeiger für die Diözese Aachen entnehmen, dem Pfarrer l. R. Joseph Gisbers. zun letzt Pfarrer in Beeck. z. Zt. wohnhaft im Marien hospital zu Düsseldorf, zum Päpstlichen Geheimkammerer ernannt Ferner sind Studienrat Prof. Dr. Josef ohr am Gymnasium zu M Gladbach undeie l. R Prof Fritzen am Gymnasium zu Viersen Papstlichen Ehrenkammerer ernannt wordeNaritas=Sam Sammlerinnen 6 wirkung an der Karit 2am Abzeichen wurde und eine Einnahme1 dann einsetzende Summe um über unsere Gemeinde mit ein recht schöner Erfe ho. 25 Jahre Hei der Heinrichstraße Schulgebäude, welches kann auf ein ses System ist das alt im Jahre 1871 gegr Lehrer Enke. Die einer Klasse eröffnet ten zunächt Wirtsche von der Schulgemein der Nahe des Friedl wurde 1872 seiner Be 1882 wurde eine zwe Wer Johren, als ei lerung erfolgte. mus richtet werden. welche erbaut wurde. Das zwang dazu, daß norichtet wurde und zwa Smchl dieses als a Garvener Straße die Epitem ist beute in d Jhre 1909 erbauten straße untergebracht. ustern das Töchterch Landwehr, das einen Viebfutter auf einen zusab. Es stürzte in sich schwere Schn blagader verkett ins Krankenhaus th. Neuer Bikar für den an die Boch Religionslehrer beru t auf höheren Ruf lar Wilbelm Bög sellsorgerliche siarrei begonnen. Bewelsburg bei Bü ar Vikar Böger sch der katholischen männ u seinem neuen W nünsche t Jahresversar der über 1600 Mitg nerverein hielt um suchte diesjährige nrftsführer Brin dis abgelaufene Jal Verein 55 Mitglied des Vereins berichtet nahmen beliefen sich n auf 26 1e zeichnen ist, das auf Sterbekasse im Beric in diesem Jahre sin! eben. Drei davo an den Rhein und d und im September. amtmann Goubec einsführer. Beim Ablal n Arbeiter auf de lich, daß ihm ein sch auf die Füße fiel. Notverbandes dem a. Straßeninsta Holfterhausen bei à defekt gewordenerS werden die Resser=, standgesetzt. a Mangelhafte Man schreibt uns: hinsichtlich der Posti men. Alle Ostsend Jahreshauptverf Groß=Bochum, Bezir reshauptversammlun schaftlichen Angelege Leiter des Mieterv über die Bedeutur neuen Staat. Mit a macherei und die gegen die Aufbauar gierung. Der Bun Sitz Dresden. ist regierung vom 2. oraanisation für die schaft anerkannt gemeinschaft einget genau, wie die Ha Interessen der Haus treten. Vor allem Grundsatz der nati beit und Brot Jehnke schloß si fürwortete noch ein schuß zwischen Mie besitzerverein, damit geben auf diesem 1 Gantagung des für das Schut. u Reicheverband für Gautagung fand in um 10 Uhr vom 0 Bochum=Weitmar, e Groß=Bochum meldel... Bochum-Gerthe. ho Karitas=Sammlung. Zahlreiche Sammler und Sammlerinnen hatten sich bereitwilligst zur Mitwirkung an der Karitas=Sammlung gemeldet. Ueber Abzeichen wurden in unserem Stadlleil verkauft und eine Einnahme von rd. 230 Mark erzielt. Die dann einsetzende Haussammlung erhöhte diese Zumme um über 270 Mark auf rund 500 Mark. Für uniere Gemeinde mit annähernd 4500 Seelen gewiß ein recht schöner Erfolg! hö. 25 Jahre Heinrichsschule B.=Gerthe. Das an der Heinrichstraße im Stadtteil Gertbe gelegene Schulgebäude, welches im Jahre 10009 erbaut wurde, kann auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses System ist das älteste im alten Gerthe. Es wurde im Jahre 1871 gegründet Der erste Lehrer war Lehrer Enke. Die Schule ist im Oktober 1871 mit einer Klasse eröffnet worden. Als Schulräume dienten zunächt Wirtschaftsräume in der Ecksee. Das von der Schulgemeinde errichtete Schulgebäude in der Nähe des Friedhofs an der Hawpener Straße wurde 1872 seiner Bestimmung übergeben. Im Jahre Wer Johren, als eine starke Zunahme der Bevölkerung erfolgte, mußte ein neues Schulgebäude errichtet werden, welches neben dem alten Schulbause erbaut wurde. Das Anwachen der Schulkinderzahl mang dazu, daß noch ein drittes Schulbius eingerichtet wurde und zwar an der jetzigen Klüsenerstraße. Zmchl dieses als auch die beiden Schulen an der darvener Straße dienen jetzt Wohnzwecken. Das Eystem ist beute in dem nunmehr vor 25 Jahren im Jhre 10009 erbauten Schulgebäude an der Heinrichstraße untergebracht. gr. Jn nie 2ant, gefallen. Böse zu Schaden kanstern das Töchterchen Thea Wi. aus der Hiltroper Landwehr, das einem Nachbarn beim Schneiden von Viebfutter auf einem Wiesengelände am Gpsenberg zusab. Es stürzte in eine dort liegende Sense und g sich schwere Schnittwunden zu. wobei die Hauptblagader verkettt wurde. Notverbunden mußte ins Krankenhaus transportiert werden. Bochum-Hordel. th. Neuer Bikar an Herz=Jesn. Als Nachfolger für den an die Bochumer Mödchenberufsschulen als keligionslehrer berufenen Vikar Münstermann t auf höheren Ruf Vrkar Böger bestellt worden. Wilhelm Böger hat mit dem gestrigen Tage de sellsorgerliche Tätigkeit an der Herz=JesuCarrei begonnen. Sein letzter Wirkungskreis war Bewelsburg bei Büren. Auch in Bochum-Weitmar ar Vikar Böger schon tätig. Ihm ist die Leitung der katholischen männlichen Jugendvereine anvertraut. In seinem neuen Wirkungskreise die besten Segenswünsche th. Beim Fußballspielen das Bein gebrochen. Am Dienstag kam es auf dem Spielplatze an der Berthastraße beim Fußballspielen zu einem bedauerlichen Unglücksfall. Im Eifer des Spieles stießen zwei Spieler so heftig aneinander, daß der 21 Jahre alte ohann Jagorzik aus der Neuflönstraße einen Beinbruch davontrug. Der Verletzte wurde dem katholischen Krankenhause Eickel überwiesen. Bochum-Langendreer. Verkehrsunfall. Gegen 15,10 Uhr wurde auf der Hauptstraße in Bochum=Langendreer in Höhe des Hauses 211 ein Lastkraftwagen von einem Personen. kraftwagen angefahren und leicht beschädigt. Ein die Unfallstelle passierender Radfahrer wurde von dem Personenkraftwagen gestreift und erlitt leichte Verletzungen am linken Bein. Er konnte seinen Weg Armbanduhr gefunden. Abzuholen bei der Verwaltungsitelle Langendreer, Zimmer 3. Bochum-Werne rk. 25jahriges Jubiläum. Das 2jährige Dienstund Ortsjubiläum kann heute Lehrer Johannes Eusten feiern. Am 15. Mai 1909 legte Herr Eusten seine Lehrerprüfung ab und am 17. Mai übernahm er die neuerrichtete einklassige kath. Schule an der Vorgmannstraße. Im Jahre 1914 zog er als Kriegsfreiwilliger ins Feld und kämpfte bis 1915 für Volk und Vaterland an der Westfront. 1916 wurde Herr Eusten von der Stadt Bochum reklamiert und übernahm wieder die Schule an der Borgmannstraße. Von 1917—1918 war er in Lüttich an der deutschen Auslandsschule als Lehrer tätig. Im Jahre 1918 bezog er wieder seinen Posten an der kath. Schule auf der Kreta. Die ganze Gemeinde gratuliert herzlichst und wünscht dem Jubilar, daß unser Herrgott ihn noch recht lange gesund erbält, damit er auch noch die dritte Generation unterrichten und erziehen kann. Aleinfeuer. Gegen 2.50 Uhr brannte eine Baubude der Reichseisenbahn an der Wittekindbrücke in Pochum=Werne ab. Personen sind nicht verletzt worden. Die Brandursache ist nicht bekannt. Das Feuer wurde von der Berufsfeuerwehr gelöscht. Bochum-Linden-Dahlhausen. f. Hohes Alter. Am beutigen Tage beacht in körperlicher und geistiger Frische Witwer Karl Paßmann von bier. Arstraße 35, seinen 80. Geburtstag Herr Paßmann verbringt seine alten Tage schon viele Jahre im Sankt Josephs=Hospital. Wir wünschen dem greisen Geburtstagskinde noch einen recht sonnigen Lebensabend. f. Feuer=Alarm. Am gestrigen Tage um 12,16 Uhr ertönte die Brandsirene der Lindener Feuerwehr. In den Lagerräumen des Kolonialwarenhändlers Fritz Kollmann, Hattingerstraße, war Feuer ausgebrochen. Durch rechtzeitiges Eingreifen konnte das Feuer eingedämmt werden. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. ns unserem Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel. b. Jahresversammlung dee der über 1600 Mitglieder zählende hiesige Eisenbahwerein hielt im Vereinslokal Schulte seine gutsuchte diesjährige Jahresversammlung ab. Gehiftsführer Brinker erstattete den Bericht über 1s abgelaufene Jahr. Durch den Tod wurden dem Verein 55 Mitglieder entrissen. Der Schatzmeister des Vereins berichtete über die Kassenlage. Die Einahmen beliefen sich auferd 23000.— Mark. die Ausiben auf 26 1e0.— Mark, so daß ein Defizit zu ve hnen ist. das auf die starke Inanspruchnahme der Sterbekasse im Berichtsjahre zurückzuführen ist. Auch in diesem Jahre sind wieder Gesellschaftsfahrten vordesehen. Drei davon geben im kommenden Mona an den Rhein und drei weitere Fahrten am 23. Mat und im September, nach Schalksmühle. Reichsbabnamtmann Gonbeaud bleibt auch weiterhin Vereinsführer. # Beim Abladen von Eisenteilen verunglückte nArbeiter auf der Dorstenerstraße dadurch erbeblich, daß ihm ein schweres Eisenstück aus den Händen auf die Füße fiel. Er mußte nach Anlegung eines Ntotverbandes dem Krankenhause zugeführt werden. a. Straßeninstandsetzungen. Z. Zt. nt ma.n volsterhausen bei der Instandsetzung einer Reibe defekt gewordener Straßendecken.— Im Dannenkamp werden die Resser=, Busch= Neu= und Bruchtraße instandgesetzt. a Mangelhafte Postverbindung nach Bochum an schreibt uns: Die Klagen aus der Bürgerschaft himsichtlich der Postverbindung wollen nicht verstummen. Alle Ostsendungen geben erst den umständ lichen Weg über Dortmund. Die Schaffung einer direkten Postverbindung nach Bochum wäre wünschenswert und bedeutet die Erfüllung eines berechtigten Wunsches. Heute gebt nur einmal am Tage ein Postauto nach Bochum. Auch der Telefonverkehr mit Bochum geht über das Beizrksamt, so daß man für ein Gespräch tagsüber 30 Pfg. und abends 20 Pig. bezahlen muß. Das ist kostspielig und zeitraubend. Auch hier wäre eine Verbesserung wünschenswert, zumal mancherlei Berührungspunkte mit Bochum vorhanden sind und wir auf der anderen Seite mit Gelsenkirchen und Herne ja auch im Ortsverkehr telefonteren können. fr. Ein schwerer Verkehrsunfall. Auf der Dorneburgerstraße fuhr gestern ein Personenwagen durch eine abgesperrte Straßenbaustelle und sauste mit den Vorderrädern in die Kanalisation. Dabei wurde der Fahrzeuglenker W. gegen die Wagendecke geschleudert und erlitt Verletzungen der Schädeldecke, so daß er zum Arzt gebracht werden mußte. Waktenscheid. Angefahren. Gegen 19,15 Uhr wurde auf der Sommerdellenstraße eine 8 Jahre alte Schülerin von einem Radfahrer angefahren. Das Kind erlitt eine 1 Gesicht und Prellungen am Körper. Ein Arzt leistete die erste Hilfe und ordnete die Ueberführung in das kath. Krankenhaus an. Lebensgefahr besteht nicht. Wilten. Vermistter zurückgekehrt. Der seit dem 37. April 104 vermißte Hilfsarbeiter Peter Dehn aus Witten=Annen ist zu seinen Angehörigen zurückgekehrt. Veranstaltungen und Vereine. Jahreshauptversammlung. Der Mieterverein ß=Bochum, Bezirk Weitmar=Mitte, hielt seine Jahhauptversammlung ab. Nach Erledigung der ftlichen Angelegenheiten sprach der stellvertretende ter des Mietervereins Groß=Bochum Va. Götz, r die Bedeutung der Mieterorganisationen im en Staat. Mit aller Schärfe geißelte er die Miescerei und die sich breit machenden Treibereien en die Aufbauarbeit der nationalsozialistischen Rerung. Der Bund Deutscher Mietervereine e. V., Dresden, ist durch die Verfügung der Reicheserung vom 2. Oktober 1W 2.8 alleinige anisation für die Interessen der deutschen Mieterft anerkannt worden und in die Volksleinschaft eingetreten. Die Mietervereine sollen au. wie die Haus. und Grundbesitzervereine die eressen der Hausbesitzer vertreten, die der Mieter veren. Vor allem kleinlichen Tagesgezänk steht der indsatz der nationalsozialistischen Regierung: Arund Brot für unser Volk. Der Vertreter hnke schloß sich den Ausfuhrungen an und bewortete noch einen freiwilligen Schlichtungsauszitschen Mieterverein und Haus= und Grundververein, damit Streitigkeiten, die sich immer eren, auf diesem Wege beseitigt werden können. Gantagung des Gaues Westfalen der Fachschaft das Schutz, und Dienstgebrauchshundwesen im cheverband für das deutsche Hundewesen. Die utagung fand in Bochum statt. Die Tagung wurde 10 Uhr vom Gauobmann Pg. Lienenlücke, hum=Weitmar, eröffnet. Fast sämtliche Fachgruppen Westfalens hatten ihre Vertreter entsandt. Der Gauebmann hielt einen Vortrag über den Zusammenschluß der großen Rasse= u. Gebrauchshundverbände im Reichsverb. für das deutsche Hundewesen. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß der Zusammenschluß endlich gekommen sei. In Verlauf seines Vortrages gab er die genauen Richtlinien der Fachschaft für das Schutz= und Dienstgebrauchsbundwesen, welche von dem Reichsobmann und Fachschaftsführer Wilhelm Schommegtz=Düsseldorf gefuhrt wird, bekannt. Die diesjährige Gauprüfung für den Gau Westfalen findet in Bochum statt, und wurde dieselbe eingehend besprochen. Zum Schlusse gab der Gauchmann seine Mitarbeiter, die er in den Gauführerrat berufen habe, bekannt. Stellvertretender Gauobmann Kriminaldirektor Momberg=Recklinghausen, Gaupropagandawart Otto Henze= Lünen=Horstmar, Gaudressunpart Willi Patt=Wattenscheid und Gaukassenwart Heinrich Vesper=N.-Holthausen bei Hattingen. Schünenailde Bochum Ehrenfeld. Beim Eröffnungsschießen zeigte sich dieses Jahr. daß die Uebungen auf dem selbt errichteten Kleinkaltberstand, die im Winter durchgeführt wurden, reiche Früchte tragen haben. So wurden am Sonntag überraschend gute Resultate erizelt. Als die besten Schützen über 0 Rinze sind folgende genannt: Die Schützenbrüder Paul Fey und Reitemeier 36 Ringe, Heinrich Fey sen. 35 Ringe. Wachsmund, Zywitz und Heinrich Fey jur. 34 Ringe. Aug. Klute und Paul Fey sur. 33 Ringe. Rährling. Hinzmann und Reichard 22 Ringe. Herbert Schmalhorst, Sander und Schulg 30 Ringe. Die anderen Schützen liegen nicht erheblich unter 30 Ringen. Verein Kameraden deutscher Kolonialtruppen e. B. Bochum und Umg. Der Pflichtabend war äußerst zahlreich besucht. Zunächst folgte eine Berichterstattung über die Anwesenheit des Bundesführers Oberst Reinhard und die Gefallenenehrung am 5. und 6. Mai. Die Frühjahrstagung des Kolonialkriegerbundes, Bezirk Rheinland und Westfalen, findet am 2. und 8. Juni in W.=Elberfeld statt. Als Bevollmächigte des Vereins nehmen an derselben teil die Kameraden Knoop, Wehmeier, Franken, Walter und Mann. Die Weihe der Petersflagge, für die dem Bunde angeschlossenen Vereine wird daselbst von dem Mitglied des Präsidiums, Oberstleutnant von Boemken, vorgenommen. Da nach den letzten Bestimmungen der Schutztruppenhut als Vereinshut endgültig anerkannt worden ist, haben sich die Kameraden, die noch nicht im Besitze eines solchen sind, sofort einen Hut zu beschaffen. Der Sommerausflug wurde für den Monat Juli festgelegt und soll in derselben Weise und mit demselben Ziele durchgeführt werden, wie im vergangenen Jahre. Ueber die Vorarbeiten für die Durchführung der Reichskolonialkundgebung am 1. Juli erfolgte eine vorläufige Bekanntgabe der bis dahin geplanten Bestimmungen. Danach findet die Kundzehung nicht im Stadion, sondern auf dem Schützenhofe statt. Als Leiter der Schützengruppe wurde Kamerad Warnat und als Fechtmeister Kamerad Koch bestimmt. Dem Kameraden Oberleutnant d. L. a. D. Hermann Wehmeier wurde in Anerkennung seiner treuen Dienste als langjähriger Kassenführer des Vereins des Kriegervereins=Ehrenkreuz 2. Klasse verliehen, das demselben vom Vereinsführer Kameraden Knoop mit. einer herzlichen Ansprache überreicht wurde. Ein gemütliches Beisammensein ließ den erfolgreich verlaufenen Komeradschaftsabend ausklingen. Verein ehem. 135er Bochum. In der sehr gut besuchten Monatsversammlung am vergangenen Sonntag gedachte der Vereinsführer zunächst des Geburtstages des Volkskanzlers Adolf Hitler und des Tages der nationalen Arbeit. Er berichtete dann über die laufenden Vereinsangelegenheiten, besonders über die SA.=Reserve 2, den Korps=Appell des Haeselerbundes und die Sterbekasse des Bundes. Das nächste Scharfschießen findet im„Monat Juni statt, die diesjährige Wiedersehensfeier der alten 135er in Düsseldorf anfangs August. )( Frohe Wiedersehensfeier. Am 5.—7. Mai fand in der auf eine tausendjährige Geschichte zurückblickenden einstmaligen Reichsstadt Gelnhausen die erste Wiedersehensfeier der ehemaligen Angehörigen des Res Inf. Regt. 441 statt, zu der auch die Bochumer 3A-Standarte 441 eingeladen und durch ihren Standartenführer Witz vertreten war.— Schützengraben= und SA=Kameradschaft feierten hier mit der ganzen Bevölkerung dieser alten Barbarossastadt ein Fest im Geiste echter deutscher Volksgemeinschaft. Die Stadtverwaltung, an ihrer Spitze der unermüdliche Bürgermeister und alte Kämpfer der Bewegung. Kreuter, bereitete ihren Gästen einen so angenehmen Aufenthalt, daß allen das Scheiden schwer wurde. Es wird keinem Volksgenossen leid tun, einmal seinen Ferienweg nach dieser im romantischen Kinzigtal eingeschlossenen türmereichen Stadt mit den Ruinen der mittela terlichen Kaiserpfalz des mächtigen Staufenkaisers Rotbart und ihren Solquellen zu lenken. Sternfahrt der reisenden Kaufleute. Um die Kameradschaftlichkeit und den Gemeinschaftssinn auch über den Rahmen der einzelnen Gruppe hinaus zu fördern, ruft der Bund reisender Kaufleute seine Mitglieder alljährlich am Himmelfahrtstage zu Sternfahrten auf. Dir Gruppen vom Niederrhein und aus Westfalen trafen sich in diesem Jahre im Ruhrbof Witten=Bommern. Das Ziel der Fahrt war schon von weiten durch ein Transparent sichtbar. Im festlich geschmückten Saale konnte der Bezirksvorsteher des zahl begrüßen. Für die Stadt Witten entbot Stadtrat Zimmermann den Willkommensgruß. Der Bezirksleiter der Deutschen Angestelltenschaft Pa. Saroeder-Düsseldorf, bob die Bedeutung und die Aufgaben der reisenden Kaufleute auf wirtschaftlichem und politischem Gebiete hervor. Seine Ansprache klang aus in der Aufforderung, mitzuarbeiten an dem Werk des Führers und an einem neuen glücklichen Deutschland. Zur Ausgestaltung des musikalischen Teiles der Veranstaltung hatte sich der Lobeda=Chor Wuppertal=Ronsdorf zur Verfügung gestellt, der für seine Darbietungen wohlverdienten Beifall erntete. Dem Fahrtteilnehmer mit der weitesten Fahrt wurde traditionsgemäß die Bundesplakette überreicht. Ein Preiskegeln für Damen und Herren und ein Tänzchen hielt die Teilnehmer bis zur Abfahrt in harmonischer Weise zusammen. Der Rerierungsbeauftragte gibt bekannt. An die Fachverbände, Turn- und Spertvereine des Gaues IX. 1. Um einem großen Teil der westfälischen Turner und Sportler die Teilnahme als Zuschauer an den Deutschen Kampfspielen in Nürnberg zu ermöglichen(21. bis 20. Juli 1W34) und da der Reichesportführer wünscht, daß gerade die Turn= und Sportjugend aller deutschen Gaue in Nürnberg Zeuge der Deutschen Kampfspiele sein soll, plant die Gaugeschäftsstelle 9 Dortmund bei genügender Beteiligung bis zu 60 Prazent verbilligte Fahrten mit Sonderzugen von allen größeren Bahnhofen Westfalens nach Nürnberg. Für die Teilnehmer der übrigen Stationen werden Anschlußkarten mit der gleichen Ermäßigung ausgestellt. Ich ersuche alle Fachverbände und Vereine, sich nachdrücklicht für die erfolgreiche Beschickung der Kampfspiele einzusetzen. Darüber hinaus müssen von den Verbänden alle Maßnahmen ergriffen werden, die für eine umfangreiche Teilnahme der Mitglieder der Turn= und Sportvereine und namentlich deren Jugend als Zuschauer zu den Kampfspielen notwendig sind. Anmeldung zur Fahrt nach Nürnberg sind bis zum 25. 6. 1934 über die Bezirksführer an die Gaugeschäftsstelle 9 Dortmund zu richten. 2. Die Vertrauensleute des Reichssportführers haben mit Lichtbild versehene, vom Gaubeauftragten ausgestellte Ausweise erbalten, die sie zu freiem Eintritt zu allen sportlichen Veranstaltungen ihres Bezirks berechtigen. Zur Durchführung der von mir erlassenen Kontrollmaßnahmen erhalten auch solche Werbewarte von Vereinen den Ausweis, die sich in ihrer Tätoigkeit besonders verdient gemacht haben. Fachverbände und Vereine haben den Inhabern dieser Ausweise kostenlosen Zutritt zu allen sportlichen Veranstaltungen zu gewähren und werden nochmals angewiesen, ihnen in ihrer Tätigkeit jegliche Untertützung zuteil werden zu lassen. Ich weise darauf hin, daß die Vereinsführer in den Bezirken von den Gauführern den Bezirksbeauftragten vorschlagen und von diesen bestätigt werden. Bei Meinungsverschiedenheiten entscheidet der Gaubeauftragte. Absetzungen von Vereinsführern erPfingstneranste"ungen der Turn= und Svortvereine des Kreises Bochum, die in unserer Samstagsvorschau berücksichtigt werden sollen, sind unserer Redaktion schriftlich bis heute abend zu melden, ebenso Spiele, die Bochumer Bereine auswärts austragen. folgen durch den Gauführer nach Rücksprache mit dem Gaubeauftragten. 4. Es besteht Veranlassung zu dem Hinweis, daß von den Fachverbänden im Interesse einer einheitlichen Sportführung etwaige Eingaben an Reichsspitzenbehörden stets über den Reichssportführer, an Landesbehörden über die Beauftragten zu leiten sind. Das gleiche gilt auch für grundsätzliche Verhandlungen der Fachverbände mit Reichsorganisationen außerhalb des Sports. 5. Bei Ausschluß von Mitgliedern aus den Turnund Sportvereinen, die gleichzeitig einer Organisation der NSDAP.(SA. SS usw.) angehören, ist mir sofort Meldung zu machen. gez. Schäfer, Sturmbannführer. Beauftragter des Reichssportführers für den Gau 9 Westfalen. Tabellen. 3. Kreisklasse. Gruppe B: Schwimmen in Gelsenkirchen. Gelfenkirchen vor Barmen und Bochums Damen. Städtischen Hindenburgbad zu Gelsenkirchen stiegen am Dienstag abend zwei hochinteressante Klubkampfe vor recht gutem Besuch. Bei den Herren trafen Poseidon=04 Gelsenkirchen und die Schwimmportfreunde Barmen zusammen. Die Gelsenkirchener landeten einen feinen Sieg und ließen Barmen in der Gesamtwertung mit 876.4:810,2 Punkten hinter sich. Die Ergebnisse: 6mal 100-Meter=Kraul: 1. Gelsenkirchen 6:52, 2. Barmen 6:58,8. 4mal 100 Meter Rücken: 1. Gelsenkirchen 5:24, 2. Barmen 5:45,5. 4mal 200 Meter Brust: 1. Barmen 11:53.9, 2. Gelsenkirchen 11:56.8 Lagenstaffel(100, 200, 100 Meter): 1. Gelsenkirchen 5:17,8, 2. Barmen 5:37,8. Kraul=Schwellstaffel(100, 200, 200, 100 Meter): 1. Gelsenkirchen 7:00.8, 2. Barmen 7:144. Wasserball: Barmen— Gelsenkirchen 13:2(8:1). Im zweiten Klubkampf besiegte der Gelsenkirchener Damen=SV. den Damen=SV. Bochum mit 4:0. Die Ergchnisse: 10mal 50 Meter Brust: 1. Gelsenkirchen 8:01.4, 2. Bochum 8:05. Braststaffel über 50, 100, 200, 100 und 50 Meter: 1. Gelsenkirchen 8:48.8, 2. Bochum 8:52.1. Bei den Kämpfen der Jugendlichen besiegte Poseidon Gelsenkirchen den Namensvetter aus Wanne mit 4:2. Der Goek-Wandertag der 97. Der Himmelfahrtstag, der große Wandertag der D. T., sah auch in diesem Jahre eine große Schar von Vochumer Turnern und Turnerinnen bei freher Wanderbetätigung. Fast alle heimischen Turwwereine waren unterwegs; die einen wanderten geschlossen. die anderen in Abteilungen. Die größte Beteiligung wiesen der Tv. Bochum 48 mit 230, der Tv. Brenschede mit 150 und der Tv. Friesen 87 mit 92 Turnern und Turnerinnen auf. HRDDEL Berlin still Die Vorse setzte bei stillem Geschaft überwiegend freundlich ein. Die Depositenkassenkundschaft hatte vereinzelt Kauforders erteilt, doch handelte es sich in der Hauptsache um Rückkäufe und Deckungen der Kulisse, die über einen weiter zuversichtlichen Verlauf der Transferbesprechungen informiert sein wollte. Wenn auch die Unternehmungslust anfangs angesichts der bevorstehenden mehrtägigen Unterbrechung durch die Pfingstfeiertage sehr klein war, so konnte sich doch nach den ersten Kursen, als neue Publikumsorders eintrafen, eine kleine Belebung durchsetzen, von der fast alle Märkte profitieren konnien, so daß die anfangs überwiegend freundliche Stimmung im Verlauf einer allgemeinen Befestigung Platz machte. Das Hauptgeschäft entwickelte sich in Neubesitzanleihe, die mit 171/ nach 16,35 eröffnete, und im Verlauf auf 17,40 anziehen konnte. Von den übrigen Nenten waren die Vereinigte Stahlobligationen im Hinblick auf das Urteil im Krupp=Obligations=Prozeß weitere 7 hoher. Späte Reichsschuldbuchforderungen ge= wannen ½ Prozent, Altbesitz waren behauptet. Am Aktienmarkt waren Montanwerte etwa 1/ Prozent befestigt. Mansfeld gaben 1¼ Prozent nach. Auch Braunkohlenwerte lagen überwiegend fester, während Kaliwerte bei kleinsten Umsätzen zu den ersten Kursen etwas schwacher lagen. Chemische Werte waren unter Führung von Farben, die ½ Prozent gewannen, befestigt. Auch am Elektroaktienmarkt überwogen die Besserungen. Lediglich Siemens und Schuckert waren 1 Prozent schwächer Maschinenaktien gewannen bis 1 Prozent. Textilwerte lagen uneinheitlich. Bremer Wollkämmerei konnten sich um.. erholen, dagegen verloren Stöhr 1½. Wasserwerkswerte lagen schwächer. Verkehrs= und Schiffahrtsaktien wurden bis ½ Prozent höher bezahlt. Bankaktien lagen geschäftslos. Reichsbank kamen ¼ Prozent höher zur Notiz. Nach den ersten Kursen waren weitere Besserungen von etwa ½ Prozent zu verzeichnen. Am Auslandsrentenmarkt lagen ungarische Renten bis auf die 13er und die Goldrente fest, Anatolier zogen von 29¾ auf 30 an. Blankotagesgeld für erste Adressen erforderte unverändert bis 4½ Prozent. Am Valutenmarkt war der Dollar mit 2,50 und das Pfund etwas schwächer 12.7 zu hören. Essen treundlich Die Essener Montanbörse eröffnete in freundlicher Haltung bei festeren Kursen. Von fortlaufend notierten Werten waren im Handel Gelsenberg plus 1, Mannesmann minus ½ Prozent, Phönir minus ½, Rheinstahl minus ½, Vereinigte Stahl, Salzdetfurth, Feldmühle und NWE. plus 3, Wintershall plus ½ Prozent. Von festverzinslichen Werten hatten Neubesitzanleihe regen Umsatz bei steigenden Kursen. Zu Beginn war bereits ein Nutzen von 77½ Pfg., der sich im Verlauf um weitere 60 Pig. ausdehnen konnte. Der Kohlen= Braunkohlen= und Kali=Kurenmarkt lag bei unveränderten Kursen still und hatte lediglich Umsätze in Deutschland aufzuweisen. Von Braunkohlenaktien hatten Brannkohle Zukunft einiges Geschäft auf ½ Prozent erhöhter Basis. Von sonstigen Aktien wurden Buettner Werke, Kabel Rhendt und Westfalia Dinnendahl zu letzten Preisen umgesetzt. Von Kaliaktien mußten sich Hallesche Salz einen Abschlag von 2 Prozent gefallen lassen, blieben aver gesucht. Der Verlauf brachte eher kleine Kursabbröckelungen. Die Börse schloß zu den höchsten Tageskurien. Schwankende Kurse(die eingeklammerten Kurse sind Kassakurse): Aschersleben 109½6(109¾6), Feldmühle 93(92¾G), Gelsenkirchen 615(02), Th. Goldschmidt 62½G(62 G), Harpener 89¾G(89½G), HoeschAbln=Neuessen 726—72(72¼ G), Klöcknerwerke 68¾G (61½ G), Mannesmann 63—69½(63), Phönir 48—48¼ Reichsbahn BA. 100¼(109¼), Reichsbank (13¼G), Rhein. Braunkohlen 2196(217½ G), RWE. 9 (9yj. Rheinstahl 90%(90¼G), Salzdetfurth 142(144½ Gl. Ver. Stahlwerke 412—41%(41½B), Westeregeln 100½G(110G), Wintershall 9756(97), Altbesitz 9540 (95½), Neubesitz 17½—17,30—17,65—17,80—17.75(17%, 6 Proz. Krupp 98½ G(92½), 6 Proz, Stahlver. 71½ (71G). Devisen-Kurse (in Reichsmark) 100 Tokto 100 Molland 100 Dänemark 100 Schweden 100 Norwegen 100 Finnland 100 Schweiz Argentinien 100 D.-Oesterreich 100 Tschecho-Slov. 10 Spanten. 1 Amerika 100 Belglen 1 England 100 Frankreich 100 Itallen 110 Brasillen 100 Danzis 100 Warschaa Geld-Brief 16. 5. 0.756 169.53 56 99 65.63 64.14 5.644 81.20 0.583 17.20 10.425 34.27 2.500 58.46 12.765 16.50 21.20 0.211 81.58 47.23 0.758 169.87 57.11 65.97 64.26 5.6 6 81 36 0 587 47.30 10.445 34.33 2.506 58.58 12.795 16.54 21.32 0.213 81.74 47.33 Geld-Brief 15. 5 0.756 169.53 57.04 65 88 64.19 5.644 81.12 0.583 47.20 10.42 34.27 2.01 58 46 12.17 16.50 21.29 0.211 81.58 47.21 0.15 169.87 57.16 66.02 64.31 5.656 81.78 9.207 47.30 10 44 34.33 2.:07 58.58 12.80 16. 54 21.33 0.213 81.74 47.3 3.6 2.5 25 2.5 3.5 4 55 2 6 5 3.5 Warenberichte Berliner Großmarkt für Getreide und Futtermittel Verlin= 16. Mai. Die Absatzlage im Getreibeverkehr Amtliche Notierungen in RM für 1000 kg: Mark. Weizen(80 kg) waggonfrei Berlin—. gesetzl. Erzeugerpreis ab Station: Preisgebiet W 2 188, W 8 191. W4 193; gesetzl. Mühleneinkaufspreis ab Station: Preisgebiet W 2 194, W 3 197, W 4 199; Märk. Roggen bahnfret Berlin 166, gesetzl. Erzeugerpreis ab Station: Preisgebiet R 2 157, R 8 160, R 4 162; gesetzl. Mühlenrinkaufspreis ab Station: Preisgebiet R 2 108. R 8 166. R 4 168; Braugerste frei Berlin 172—176. dito ab märk. Station 168—167, Sommergerste. mittlerer Art und Güte. frei Berlin 166—171, ab märk. Station 157 bis 162. Märk. Haser frei Berlin 171—176, ab Station 162 bis 167. Feinste Qualitäten über Notiz.— Preise in für 100 kg zuzüglich 0.50 RM Frachtausgleich: Weizenmehl. Grundtype 790. Preisgebiet W 2 26.25. W 8 2,70. W 4 27, mit 15 Prozent Auslandsweizen 0.75 RM Aufgeld, mit 30 Prozent 1.50 RM Aufgeld; Weizennachmehl 14: Roggenmehl= Grundtnpe 815. Preisgebiet R 2 22.50. R 8 22,96, R 4 28.25; Weizenkleie 11.75. Weigengrieskleie(Bollmehl plus 0.75 RM). Roggenkleie 114. Roggengrieskleie(Bollmehl plus 0.76 RM). Biktoriaerbsen 20—22. Kleine Erbsen 14—17, Futtererbsen 9.50—11, Peluschken 8—8.25. Ackerbohnen 8,10—8.90, Wicken—. Lupinen, blaue 5,85—6,35. dito gelbe 7.50—8.30, Seradella. nue 7.75—8.75, Trockenschnitzel. Parität Berlin 5.15—5.20. Ertrahiertes Soyabohnenschrot 46 Prozent ab Hamburg 4.65, dito ab Stettin 4.60, Kartoffelflocken. Parität waggonfrei Stolp ab Verladestation 7. dito Parität Berlin 7.30, Mischintter 7,75 inkl. Monopol= guschlag.— Allgemeine Tendenz: ruhig. Hamburger Warenmarkt Hamburg= 16. Mai. Brasilkafsee. Markt= und Preislage unverandert. Zentralamerikanischer Kafsee. Marktund Preislage wie zuletzt. Reis. Der Ostenmarkt liegt sehr fest. Am Platze besteht normales Abzugsgeschäft auf unverandertem Preisnivean. Kakao. Marktlage ruhig. Preise wie zuletzt. Auslandszucker. Effektivmarkt ruhig. abwartend. geschäftslos. Terminmarkt ruhig, abwartend. ülienfrüchte. Othenashis sind wieder besser gefragt. Abschlüsse kamen auf Basis von 21 RM zustande. Auch Mittelbohnen liegen fester. Für Chilebohnen zeigte sich bei 20 RM Interesse. Für die übrigen Artikel ergaben sich keine Preisveränderungen. Heu und Stroh. Tendenz ruhig, Preise unverändert. GHewürze. Die Marktlage in Pfefser hat sich nicht geändert. Das Geschäft ist allerdings ziemlich ruhig, großere Umsätze werden nicht getätigt. Preise bewegten sich auf letzter Basio. Schmalz: Tendenz stetig. Preise unverändert. American Steamlard transito ab Kai 14, Pure Lard verschiedene Standardmarken raffn. per vier Kisten a 25 kg netto transito ab Kai 16.50—17 Dollar, Hamburger Schmalz in Dritteltonnen Marke Kreuz verzollt ab Zollstationen 154 RM für 50 kg. Baumwollmärkte Hamburg, 16. Mai. Tendenz stetig. Middling Universal loko 18,20(18,15) Dollarcents. Bremen, 16. Mai. Middling Universal Standard 28 mm) loko 18,19(13,16) Dollarcents. Kölner Warenbörse(Häute und Felle Köln, 16. Mai. Es notierten: Großviehhäute, Ochsen, Kühe, Rinder, Bullen bis 29 Pfund Klasse 1—, Klasse 2 0,22—0.24; dto. von 30—49 Pfund Klasse 1 0,26—0,88, Klasse 2 0,22—0,80; Ochsen, Kuhe, Rinder von 50—60 Pund Klasse 1 0.28—0,40, Klasse 2 0,23—0,34, dio. 70 Pfund und mehr Klasse 1 0.20—0.88, Klasse 2 0.23—0,34; Bullen von 50—79 Pfund Klasse 1 0,20—0,31, Klasse 2 0,20—0.26, dto. von 80 Pfund und mehr Klasse 1 0,20 bis 0.26, Klasse 2 0,17—0,23; Fresserfälle 0,27 0,29, Kalbselle 0,28—0,40je Pfund Frischgewicht; Roßhaute, gesalzen bis 219 cm lang 8,50—6, dio, von 220 cm aufwärts 7.50 bis 10.50. Tendenz: Die Marktlage ist unverändert. Kölner Warenbörse(Leder Köln, 16. Mai. Es notierten in Mark für 1 Kilo: Eichenlohg. Rhein. Sohlleder in Halften 8,05—3,40, dto. n Kernstücken 4,30—5,25: Zahm=Vacheleder in Halften 2,10—2,70, dto. in Kernstücken 8,15—5,00; Wild=Bache leder in Hälften 1,85—2.40, dto. in Kernstücken 2.35 bis 1,15; Wild=Vachehälse 1.80—2.50; Wild=Vacheseiten 1.20 bis 1,55; Blankleder in Halften, braun 2,80—5,40; Spalte lohgar, lissiert in Kernstücken 1,70—2,70; Riemenlederkernstücke, kurzgeschnittene 3,50—5.40; Vachetten, gewöhnliche Sorten 5—10,30 je Quadratmeter. Besondere Qualitätsleder in Zahm= und Wildvacheleder brachten bis 10 Prozent mehr.— Tendenz: Zu den bisherigen Preisen wird flott gekauft, der Geldeingang laßt jedoch zu wünschen übrig. Großmarkt für den Nährstand zu Krefeld Krefeld, 16. Mai. Weizen, rhein. 77=78 Kilo W 10 20.10, Roggen, rhein. 72 Kilo R 8 17. Handelspreis frei Krefeld 17.60. Hafér, rhein. ab rhein. Station 17.50 bis 17,75; ab Krefeld=Hafen, Uerdingen, Köln, Neuß, Düsseldorf, Duisburg, Wesel oder Emmerich bzw. ab Mühle oder Fabrik: Futtergerste 17,50—18,50, Weizenmehl Type 790) für W 10 26,90. dto. mit 15 Prozent Austauschweizen 27,65, dio. mit 30 Prozent Austauschweizen 28,40, Roggenmehl(Type 815) für R 8 25,05, Roggenschrot(Type 1800) für R 8 21,06, Weizenkleie, seine 10,25, dto. mittelgrob 10,76, dto. grob 11, Weizengrießkleie Bollmehl) 12, Weizennachmehl 14.50, Roggenkleie, seine 10,50, Roggengrießkleie(Bollmehl) 11,50, Roggennachmehl 13.50, Weizen ausl. 24—24,90, kleiner Mais 19.50, grober Mais 18,80, Rapskuchen 14,75—15, Kokoskuchen 16,25—16,90, Leinkuchen 16.30—16.50, Beinkuchenmehl 37 Prozent 16,80—17, Palmkernkuchen 14—14,50, Palmkernschrot 14—14,26, Erdnußkuchenmehl 54 Prozent 16.25, Soyabohnenschrot 46 Prozent 15,20—15,50, Zuckerschnitzel 11.60—12; ab rhein. Station: Stroh 0,80—0.90, Wiesenhen 6,50, Luzernehen 9,60. Viehmärkte Dortmund, 16. Mai. Zum heutigen Zucht= und Faselviehmarkt wurden aufgetrieben: 630 Stück Großvieh, 191 Schweine. 62 Kalber. Der Handel in guten Tieren mittel. sonst langsam. Preise: Hochtragende und frischmelkende Kuhe 1. Sorte 340—880 Mk., 2. Sorte 300—830 Mk., 8. Sorte 250—290 Mk., Rinder 150—290 Mk., beste Tiere über Notiz bezahlt. Sämtliches zum Markt aufgetriebene Vieh ist gegen Maul= und Klauenseuche geimpft.— Am Schweinemarkt war der Handel langsam. Es wur den bezahlt für: 6—8 Wochen alte Ferkel 14—17 Mk., 8—10 Wochen alte 18—23 Mk., 10—12 Wochen alte 25— Mk.— Der nächste Markt findet am 21. Mai 1884 statt. Besserer Abschluß bei Harpen Die Harpener Bergbau AG., Dortmund, weist für 1938 einen Betriebsertrag von 40,04 Mill. Mk. gegen 47,55 Mill. Mk. im V. aus. Bei 7,11 Mill. Mk. Abschrei= bungen verbleibt ein Reingewinn von 4148 30 2 381 05) Mk., von dem nach Abzweigung von 250 000 Mk. zur Errichtung eines Beamten= und Arbeiter=Unterstützungssonds 4 198 308(1. V. der gesamte Reingewinn der gesetzlichen Rücklage zugeführt werden, die laut Verordnung vom 6, Oktober 1061 zunächst auf 10 Pro zent des AK., also auf 9,03 Mill. Mrk. aufgefüllt werden muß. Mit der diesjährigen Zuweisung wird die gesetz liche Rücklage schon den Betrag von 7,74 Mill. Mk. erreichen.— Nach dem politischen Umschwung sei eine Belebung auch in der Kohlenwirtschaft deutlich festzustellen: man bürfe annehmen, daß sie im laufenden Jahre weitere Fortschritte machen werde. Die Jahresförderung von Harpen lag 1983 um 4 Prozent über der des Vorjahres und stieg auf 4,8 Mill. Tonnen. Die Förderung des Vorjahres in Höhe von 4.6 Mill. Tonnen war aller dings die niedrigste seit 1899, Kokberzeugung und Brikettherstellung blieben um 0,8 Prozent hinter der des Jahres 1932 zurück. Der Gesamtabsatz in Kohlen, Koks und Briketts überschritt den des Vorjahres um 4.5 Prozent, und der Koksabsatz zeigte eine Zunahme um 6.7 Prozent. Die Belegschaft wurde um 300 Personen, also 4 Prozent erhöht. Pongs Spinnerei und Weberei AG. i. L., M.Gladbach Die GV. in der 442 500 AK vertreten waren. genebmigte den bekannten Abschluß für das Geschaftsfahr 1983.— Ueber den Stand der Liquidation wurde mitge teilt. daß die Verhandlungen wegen Verkaufs der Obenkirchener Liegenschaften kurz vor dem Abschluß stünden und lediglich nur der formellen Bestätigung bedürfen. Dieser Verkauf sei erst möglich geworden durch das Entgegenkommen des Großgläubigers. Der Preis liege zwar unter dem Einheitswert, sei jedoch hoher als der Buchwert. Es werde dadurch möglich. die Kreditoren bis auf unwesentliche Betrage zu tilgen. Es sei aber auch heute noch nicht zu sagen, ob und in welcher Hohe eine Liquidationsquote an die Aktionäre zur Ausschul tung kommen könne. Vor der Bilanzsitzung der Commerz= und Privatbank A-G. Berlin Die Bank beruft ihre Bilanzsitzung auf den 26. Mat ein. Dem Vernehmen nach hat die Bank im verflossenen Geschaftsfahr recht zufriedenstellend gearbeitet. Sie wird den Betriebsgewinn des Jahres ebenso wie den erheblichen Gewinn aus dem Rückkauf ihrer Dollar=Notes und einen Teil ihrer offenen Reserven benutzen, um eine Generalbereinigung der Aktiven ihrer Bilang vorzunehmen. Antwerpener Kammzugnotierungen Zahlen in Klammern die Preise vom 15. Mai. Es notierten in pence je lb. netto: Mai 80(30,25), Juni 75(30), Juli 30(90,87), August 30,25(80,02), September 30,50(30,87), Oktober 30,76(31), November 20.07 31,12), Dezember 30.87(81,12). Tendenz stetig(ruhig). Umlatz 870 000(215 000 In belg. Franken erforderten je Kilo: Mai 30,50 81), Juni 30.50(31), Juli 30,75(81). August 31(31,25), September 81(31,50), Oktober 31,25(81,50). November 81.50(32), Dezember 81,50(82). Tendenz stetig(ruhig), Umsatz 132 700(88 200). SPORI Counly Derby siegt in Düsseldorf Die deutsche Elf unterliegt in einem dramatischen Kampf Jetzt kommt Dorimund Die Engländer waren besser 1:0! 15000 Zuschauer hatten sich am Mittwochnachmittag im Düsseldorfer Rheinstadion eingefunden, um zu erleben, wie die berühmte englische Profimann schaft von Derby County von der deutschen Auswahl in Grund und Boden gespielt werde. Es kam anders. Gründlich und überzeugend. Das knappe 1:0=Ergebnis erzählt nichts von einem dramatischen Spielverlauf, in der die Enaländer eine wirklich zu beneidende Klasse an den Tag legten, während die deutsche Elf nie recht im Bilde war. Der DFB. hatte folgende Mannschaft aufgestellt, die in letzter Stunde geandert worden war: Kreß: Haringer, Schwarz: Janes, Szepan, Streb; Albrecht, Hohmann, Siffling, Noack, Kobierski. Die englische Aufstellung lautete: Kirby: Udall, Collibs; Nicholas, Barker, Keen: Wildman, Hann, Bowers, Ranage, Randale. Das Spiel Die Briten spielten in den ersten zehn Minuten zurückhaltend und warteten ab. Der deutsche Sturm trug leichte, schöne Angriffe vor, so daß man die besten Erchartungen hegen konnte. Haringer, Ssepan und Schwarz stellten sich in einer Linie auf die Mittellinie und hofften offenbar, hier ihr Standquartier aufschlagen zu können. Aber es kam anders. Die Engländer amen allmählich ins Spiel und übernahmen bald da Kommando. Die Verteidiger mußten zurück und oft rettend eingreifen. Bald merkte man, daß Derby County in schußfreudiger Stimmung war. Die Engländer trugen zahlreiche Angriffe nach vorn und bedrohten das Heiligtum von Willi Kreß, der einen unsicheren Eindruck machte und in seinen alten Fehler verfiel, das Tor zu weit zu verlassen. In der 17. Minute fiel dann der einzige Treffer des Tages. Der rechte englische Flügel mit Bowers, Hann und Wildman trug eine weite Kombination vor, die Szepan zerstören wollte. Der Schalker brachte den Angriff zum Stoppen, machte dann aber den Fehler, den Ball über Wildman hinweg zu Schwarz zu geben. Der Hamburger war unvorbereitet und kam nicht rechtzeitig genug an das Leder. Der hinzuspringende Hann nahm den Ball auf, während Kreß aus dem Tor gelaufen kam. und zepan. Die beiden Engländer spielten sich geschickt zu Wildman schoß von rechts unbehindert ein. Szepan, der inzwischen zurück ins Tor gelaufen war, wollte den Ball halten, konnte ihn aber nicht mehr erreichen. Nun war der„Bart ab“. Die Engländer liefen zu einer Form auf, die nicht übertroffen werden konnte. Sie brillierten vor allem durch ihr Kopfspiel, das die Zuschauer in Begeisterung versetzte. Die deutsche Elf hatte überhaupt nichts mehr zu bestellen und mußte sich darauf beschränken, die englischen Stürmer ohne Erfolg im Lauf zu begleiten. Lediglich Haringer und Schwarz waren auf dem Posten und zerstörten erbittert, was zu zerstören war. Ein wenig Glück war auch dabei und so kam es, daß die Briten kein zweites Tor schossen. Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild kaum Diejenigen, die gehofft hatten, daß die deutsche Mannschaft nun mehr in Tempo käme, sahen sich gründlich getäuscht. Die Engländer spielten nach wie vor ihre dominierende Rolle und beherrschten souverän das Im deutschen Sturm konnten lediglich Albrecht und Hohmann einige Kombinationen vortragen, die allerdings an der famosen County=Verteidigung scheiterten. In der 30. Minute hatte Hohmann die Ausgleichschance. Er hatte sich schön durchgespielt und stand frei vor dem gegnerischen Tor. Er schoß zu schwach dem britischen Torhüter direkt in die Hände Die Kritik Die englische Mannschaft hatte eigentlich keinen schwachen Punkt. Sie war in allen Reihen hervorragend besetzt und erwies sich als eine Mannschaft, wie man sie sich schon in Frankfurt und Köln gewünscht hätte. Die Briten waren nun mit der deutschen Taktik vertraut genug, um sich darauf einstellen zu können. Vor allem aber begeisterten sie durch ihr fabelhaft präzises Kopfspiel sowie durch die enorme Schnelligkeit. Sie waren immer eine Sekunde eher am Ball als die Deutschen und kombinierten nach Gefallen. Zur deutschen Mannschaft! Die beiden Verteidiger Haringer und Schwarz erwiesen sich als erstklassig und stellten ihre Mitspieler in den Schatten. Belonders der Hamburger Schwarz war als Beck für den englischen Angriff der richtige Mann. Er soielte mit ganzem Körperein'atz, ohne unkair zu sein. aber auch Haringer erwies sich besonders nach dem Wechsel wieder als Verteldiger von Format. Krek im Tar mar nicht a Er hat viel von Jeiner früneren heit verloren. Vor allem aber läuft er immer nac zu viel aus dem Tor und muß dann turchteren 1 nen, wenn ein schneller Angriff kommt um rechten wieder„zu Hause“ zu sein. Janes als rechter au= fer war zu pflegmatisch. Dem linken Läufer Streb fehlt noch die nötige Spielerfahrung. Und Szepan in der Mitte hatte als dritter Verteidiger gute Momente, konnte aber im Ganzen genommen keineswegs überzeugen. Im Sturm war Hohmann der weitaus Beste. Albrecht hatte wenig zu bestellen. Siffling kam als Mittelstürmer mehrere Male seinen Verpflichtungen nach und schoß auf das Tor, leider aber darüber Der linke Flügel fiel gänzlich ab. Noack fehlte offenbar der gewohnte Nebenmann Pollitz, und Kobierst war nie im Bilde.— Man wollte mit drei Mittel stürmern experimentieren und hat nur zwei verwandt Der Versuch mißglückte, aber im umgekehrten Sinne Hohmann als Halbrechter spielte recht ordentlich, werend Siffling in der Mitte nicht so gut wie Cons war, der vielleicht besser abgeschnitten hätte. Die deutsche Elf für Dortmund Derby County in stärkster Besetzung Zu dem am Freitag, 18 Uhr, im Dortmunder Sto dion Rote Erde zum Austrag kommenden vierten urd letzten Lehrspiel gegen Derby County, das die Enc länder mit ihren Internationalen Crooks und Cooper erstmals in stärkster Besetzung bestreiten werden.h der DFB folgende Elf nominiert: Kreß (Dresdener SC Haringer Busch (Bayern München(Duisburg 20 Janes Szepan Zielinski (Fort. Düsseldorf)(Schalke 04)(Union Hamb Lehner Hohmann Conen Siffling (Augsburg)(Benrath)(Saarbr.)(SB Waldhof Kobiersh (Fortung Düsseld Es handelt sich also mit Ausnahme des linken Ber teidigers und linken Läufers um die gleiche Elf. d bereito in Düsseldorf zum dritten Kampf gegen Engländer bestimmt war. Entscheidet das Los in Italien? Die Frage nach der Entscheidung eines Spiell im Rahmen der Fußball=Weltmeisterschaft für den Jel daß es bei Schluß der regulären Spielzeit unentsch den ist, hat das Komitee für die Weltmeisterschaft dahin entschieden, daß dann zunachst eine Spielverlänge rung von 2X15 Minuten stattsindet. Erst wenn auch die Verlängerung keine Entscheidung bringt, wird ein Wiederholungsspiel angesetzt. Bleibt auch dieses un entschieden, so fallt die Entscheidung durch das Los Jedoch ist eine Sonderregelung für das Endspier um die Weltmeisterschaft 1934 getroffen worden. Fur dieses Spiel ist auch eine weitere Wiederholung möglich. Sollte— was allerdings sehr unwahrscheinlich ist— auch nach drei Endrundenspielen noch kein Sieger ermittelt sein, so würde in diesem Falle gleicher Spielstärke beiden Endspielteilnehmern der Weltmeistertitel zugesprochen werden. Joe Jakobs verhaftel Mar Schmelings Betreuer, der Amerikaner Jakobs, ist an der spanisch-französischen Grenze verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, 2000 fur die Steuer bestimmte Dollar, unterschlagen zu haben. Jakobs befand sich gerade auf der Rückreise von Barcelona nach Paris. Nahere Mitteilungen über diesen reichlich mysteriösen Fall fehlen zur Stunde noch Mittwoch=Renntag in Mülheim 1. Rennen: 1. Nuschy(M. Schmidt); 2. Helmwiege 3. Languste. Ferner: Fantasia, Steinbruch, Pertllo, Rheinlandmädel, Hecht, Treuer Husar, Sazoson. 35, Platz 15, 45, 14. 2. Rennen: 1. Ziska(Franz Broda): 2. Frischling. 3. Fortis. Ferner: Jan von Werth. Porto Flip, Sern. Stilet. Mary. Sieg 30, Platz 15, 50, 20. 3. Rennen: 1. Famasino(A. Lommatzsch); 2. Die Lupine: 3. Husar. Ferner: Gräfin Mariza, Releda Titanic. Sieg 13. Platz 11, 17 4. Rennen: 1. Ober stolz: 3. Musterknabe. Nebukadnejar, Roselli, Platz 18, 13, 17 5. Rennen: 1. Rodrigo(H. Müschen): 2. Dreiläufer. 3 Sonny Boy. Ferner: Problem, Platz 13, 19. 6. Rennen: 1. Cornet(K. Buge); 2. Pfennigkomm= schnell; 3. Pieta. Ferner: Ordensschwester, Blachbert Schloßfrau, Ballonpost, Letzter Sioux, Berna, Spier= hahn. Sieg 110. Platz 35, 29. 50. 7. Rennen: 1. Glanz(H. Wenzel): 2. Selim: Sisikon und 3. Losung. Ferner: Feldscher, Fernpa Schatzfinder. Sieg 30, Platz 16, 30, 10, 9. 8. Rennen: 1. Ostermann(W. Teßmann) 9. Rennen: 1. H. Zimmermanng Rosenrot Rennen in Le Tremblay 1. Rennen: 1. Valrosa(C. H. Semblat); 2. Bionta, 3. Tragopan. Ferner: Carpillon, Toast. Kaor. Monica 2, Wanika. Djedi. Sieg 25, Platz 13. 2. 1 2. Rennen: 1. Care a Liqueuro(C. Bouillon): Jce: 8. Gay Abeß. Ferner: Xuanloe, Hadba Caridia, La Pitchi Grise, Torpille 2, Lacune, Ehauha. Kalina. Sieg 54, Platz 24. 84, 113. 3. Rennen: 1. Royal(L. Bosch): 2. Egry: 8 ronce. Ferner: Grizzly Bear. Kars, Aquichante, Canathos. Tertullien, Le Preshntere, Biche Noire. 7 siria. Caennaise, Gabardine. Sieg 134, Pl. 41. 4. 4. Rennen: 1. Priok(G. Bridgeland): 2 Ring: 8. Chou Rose. Ferner: Emissaire, Santa Margareta. Pepino, Rochetta, Verdure 2. Saccade, Er= stole. Sieg 117, Platz 85, 23, 18. 5. Rennen: 1. Eleuthere(A. Lavialle); 2 3. Serrano. Ferner: Navigateur, L'Arbre Marbore 3. Golder, Memories. Amalek, Charman Banstar. Sieg 58, Platz 21, 28, 18. 6. Rennen: 1. Totret(P. Villecourt); 2. Teddos Double; 3. Lord Esser. Ferner: Foridor, Orislamme 2, Dusk. Siea 26, Platz 15, 15. 7. Rennen: 1. Parthian(N. Pelat): 2. Roitelet 2. Maord. Ferner: Poppy, Pibrock, Farol, Dillenle. Mine d'Or 2 Le Grand Soleil, Cle d’Or. Plat 29, 60, 27. ag 11, 17. bersteiger(M. Braun); 2. Hage e. Ferner: Leutvogt. Mauler, li, Schwerthieb. Paulchen. Die Leite Verwallunge. Prof. Dr. Naendrup Der Führer des Verwaltungsakademie Reichskanzlei Pa D eine verbindliche waltungsakade das für die deutsch gung schon seit End bestehende Führerpri Die Leiter der Vern Deutschland sind Plätzen im Reich ern gen sind entsprechen! Besprechungen mitd Beamten, mit dem! eng verbunden ist. Bei der großen1 alademien für die Z tenschaft sind als nei gewählt worden, die daß das nationaljoz unverfalscht den Gei stimmt. Daß die L land die Sached ihrer eigensten Ang wohl am besten die Pg. Neef, der Leit Obersten Leitung der bundes der Deutsche der größten deutsch Berlin übernommer Leiter der übrigen 2 staltigkeit ihrer Herl sich in den Verwalt nationalsozialistischer Ueberlieferung deuts und wirklichkeitsnah gemeinsamer Arbeit kennt daß künftig a der Gauleiter der P präsident und Gaul Gauwarten des Rei professor neben dem und treuen Anhänge verbundenen Beamt Andres=Kiel), der S bürgermeister arbeit Verwaltungsakademi ten Leben des neuer ner Anschauung. wa sie bieten die Gewä Sinne einer volksve aber immer auch de lichkeit. Inzwischen haben zu den neuen E Jahl der gemeldeten nêher ungeahntes I ten der Verwaltung eine wichtige Neug Durch Initiativede Reichsbundes der Nürnbera eine akademie entstan mester weit über 100 st ein neues wichtig chulbewegung gewor Auch die abseits Beamtenhochschulen Zeit die letzten Zwe tungsakademien kon der nationalsozialist richtig; er trägt die selber. Zum Leiter der verbandes Deutse Staatssekretär in mers den Rektor Universität o. Pro ernannt. nret im Tar mar nicht a früneren Eleaanz und m aber läuft er immer noch no muß dann fürchterlich ren= Angriff kommt um rechteing sein. Janes als h. Dem linken Läufer Streb vielerfahrung. Und Szepan in Verteidiger gute MoHanzen genommen keineswegs war Hohmann der weitaus nig zu bestellen. Siffling kam ere Male seinen Verpflichtundas Tor. leider aber darüber änzlich ab. 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Egry: 8 Mar. Karo. Aquichante, Caintere. Biche Nolre. Sieg 134. Pl. 41. 45. 40. Bridgeland): 2 Emissaire, Santa Mar= erdure 2, Saccade, Ens18. (A. Lavialle); 2. Chiste: teur. L'Arbre Broye. Le les. Amalek, Charmant 28. 18. Villecourt); 2 r: Foridor, Oriflamme 2, k. Pelat): 2. Roitelet 2: Pibroch, Farol, Dillenie. til, Cle d’Or. Siea 6, Die Leiter der deulschen Perwallungaatademien ernannt! Prof. Dr. Naendrup Leiter der Westfälischen V. Der Führer des Reichsverbandes Deutscher Verwaltungsakademien, Staatssekretär in der Reichskanzlei Pa Dr. Lammers hat kürzlich eine verbindliche Satzung für alle Verwaltungsarademien erlassen und damit das für die deutsche Verwaltungsakadewiebewegung schon seit Ende vorigen Jahres tatsächlich bestehende Führerprinzip auch förmlich festgelegt. Die Leiter der Verwaltungsakademien des neuen Deutschland sind jetzt von ihm an fast allen Pläyen im Reich ernannt worden Vorausgegangen sind entsprechend der Satzung der Akademien Besprechungen mit dem Reichsbund der Deutschen Beamten, mit dem die Beamtenhochschulbewegung eng verbunden ist. Bei der großen Bedeutung der Verwaltungsakademien für die Formung der deutschen Beamtenschaft sind als neue Leiter nur Persönlich'eiten gewahlt worden, die die volle Gewähr dafür bieten, daß das nationalsozialistische Ideengut echt und unverfalscht den Geist der Beamtenbochschulen bestimmt. Daß die Beamtenbewegung in Deutschland die Sache der Verwaltungsakademien zu ihrer eigensten Angelegenheit gemacht hat, zeigt wohl am besten die Tatsache daß Regierungsrat Pg. Neef, der Leiter des Amtes für Beamte der Obersten Leitung der PO. und Führer des Reichsbundes der Deutschen Beamten, selbst die Leitung der größten deutschen Verwaltungsakademie in Berlin übernommen hat. Die Betrachtung der Leiter der übrigen Akademien zeigt in der Vielgestaltigkeit ihrer Herkunft in deutlicher Weise, wie sich in den Verwaltungsakademien die Kräfte der nationalsozialistischen Bewegung mit der besten Ueberlieferung deutschen Beamtentums und volksund wirklichkeitsnaher deutscher Wissenschaft zu gemeinsamer Arbeit vereinigt haben. Man erkennt. daß künftig an den Verwaltungsakademien der Gauleiter der PO. und Oberprasident(Oberpräsident und Gauleiter Koch=Königsberg) neben Gauwarten des Reichsbundes, der Universitätsprofessor neben dem alten Kämpfer Adolf Hitlers und treuen Anhänger des Gedankens einer vorksverbundenen Beamtenhochschule(Steuerinspektor Andres=Kiel), der Staatssekretär neben dem Oberbürgermeister arbeitet. Alle künftigen Leiter von Verwaltungsakademien stehen mitten im strömenten Leben des neuen Reiches, sie wissen aus eigener Anschauung, was die Beamten brauchen, und sie bieten die Gewähr für ernsthafte Arbeit im Einne einer volksverbundenen, wirklichkeitsnahen, aber immer auch deutsch=gründlichen Wissenschaftlichkeit. Inzwischen haben meist die Anmeldungen zu den neuen Semestern begonnen. Die Jahl der gemeldeten Hörer zeigt, daß ein neues, nöher ungeahntes Interesse an den Veranstaltungen der Verwaltungsakademien erwach: ist Sogar eine wichtige Neugründung ist zu verzeichnen. Durch Initiative des Gaues Mitteliranken des Reichsbundes der Deutschen Beamten ist in Nürnbera eine neue Verwaltungsakademie entstanden, die bereits im ersten Semester weit über 1000 Hörer gewonnen hat. Damit ist ein neues wichtiges Gebiet der Beamtenhochchulbewegung gewonnen worden. uch die abseits Stehenden strömen jetzt in die Beamtenhochschulen und es ist sicher, daß in kurzer Zeit die letzten Zweifelnden noch in die Verwaltungsakademien kommen werden. Der Gedanke der nationalsozialistischen Hochschulbewegung ist richtig; er trägt die Gewähr seines Sieges in sich selber. Zum Leiter der Westfälischen Verwaltungsakavemie hat der Führer des Reichsverbandes Deutscher Verwaltungsakademien, Staatssekretär in der Reichskanzlei Dr. Lammers den Rektor der Westfälischen WilhelmsUniversität o. Professor Dr. H. Naendrup ernannt. Instandhallung von Gebäuden und Beseitigung von Mängeln. Man schreibt uns: Es gibt immer noch viele Haus= und Grundstückseigentümer, die nicht zu wissen scheinen, daß sie ihr Anwesen in ordnungsmäßigem Zustande erhalten müssen, auch ohne von einer Behörde erst besonders auf die einzelnen Fehler hingewielen zu werden. Eigentlich müßte es jedem Hauseigentümer ohne weiteres geläufig sein, die Straßenseite seines Hanles in jedem Jahre gründlich zu untersuchen, ob keine lo'en Stuckverzierungen, Gesims= und Putzteile vorhanden sind, damit nicht eines Tages Teile herunterfallen und vorübergehende Personen verletzen können. Die Ursache solcher Schäden ist meistens das Regenwasser, das infolge mangelhaften Anstrichs oder infolge von schadhaften Dachrinnen und Abfallrohren den Putz zerstört und das Mauerwerk durchseuchtet. Der Hauseigentümer würde daher gut daran tun. an Regentagen zu beobachten, wo seine Rinne oder das Abfallrohr tropft— an manchen Hausern klatscht das Regenwasser wie mit Eimern ausgegossen aus den Dachrinnen oder den schadhaften und verstopiten Abfallrohren auf die Bürgersteige. Auf dem Dach müssen die Dachdeckungen auf chadhafte Ziegel, Schiefer. Zinkabdeckungen oder Löcher in der Dachpappe nachgesehen werden, denn durch das Eindringen von Regenwasser kann auf die Dauer erheblicher Schaden entstehen. Auch die Schornsteinköpfe. Zinkverzierungen und dergleichen auf Dachhäuschen und Giebellpitzen müssen bei dieser Gelegenheit unterucht werden, ob sie noch gut und haltbar sind. Eiferne Verankerungen von Giebeln oder hohen Schornsteinen sind nachzusehen. ob sie nicht durchgerostet sind, der Rost ist mit der Stahlbürste zu entfernen und alljährlich ein neuer rostschünender Anstrich anzubringen. Dies gilt auch für eiserne Schornsteinaufsäne, Schornsteinschieber und für sonitige Teile aus Eisen oder Blech auf dem Dach und für Balkongitter und die Träger für Blumenkästen. Die eisernen Roste der Kellerschachtabdeckun gen im Bürgersteig lassen häufig ein mangelhaftes Verantwortungsbewußtsein des Hauseigentümers erkennen, der sich nicht darum kümmert, ob durch das Hervorragen oder Tieferliegen krumme oder schiefe Lage seiner Kellerroste und Kohleneinwurfdeckel Personen zu Schaden kommen können. Im Innern des Hauses müssen die Schornsteine in brauchbarem Zustande erhalten werden. Durchgerostete oder lose Reinigungsschieber sind zu erneuern und im Mauerwerk dicht zu befestigen. damit die Schornsteine gut ziehen. Durchgerostete Rauchrohre in Waschküchen sind zu erneuern Diese und die Schornsteinschieber könnten durch regelmäßig zu wiederholenden Anstrich mit Eisenlack eine Verlängerung ihrer Lebensdauer erfahren. Verstopfte Schornsteine müssen geöffnet werden. Die vom Schornsteinfeger dem Hauseigentümer oder Verwalter gemeldeten Mängel an Schornsteinen und Feuerungen müssen innerhalb der vom Schornsteinfeger gestellten Frist abgestellt sein. Die Beseitigung vorstehender Mängel wird in den meisten Fällen dadurch vernachlässigt, daß der Hausbesitzer sich der stillen Hoffnung hingibt, gegen Unfälle und sonstige Beschädigungen durch seine Haitpflichtversicherung gedeckt zu sein. Bei dieser Einstellung laufen die Hausbesitzer Gefahr, daß die Haitpflichtversicherung die Deckung der entstandenen Schäden ablehnt und außerdem seitens der Geschädigten eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung zu erwarten ist. Andererseits ist auch zu berücksichtigen, daß die Wohnungsinhaber durch die Vernachlässigung irgendwelcher Schäden, durch das Feuchtwerden von Wohnungen usw. an ihrer Gesundheit Schaden erleiden. Letzteres liegt gewiß nicht im volkswirtschaftlichen Interesse. Allein aus diesem Grunde besteht für die Hausbesitzer die moralische Pflicht, Schäden dieser Art auf schnellstem Wege zu beseitigen. Andererseits führt das Eindringen von Feuchtigkeit zur Bildung von Schwamm und Holzsäule, zu deren Beseitigung in den meisten Fällen das Vielfache von den Kosten aufzubringen ist. die zur Behebung der Schäden im richtigen Moment ausgereicht hätten. Schützl Euch gegen die Gefahren aus der Luft! Obltn. a. D. Feuchter. Die Dunkelheit ist schon hereingebrochen. Aber die Stadt merkt wenig davon, denn noch ist volle Geschäftszeit. Erleuchtete Schaufenster, Straßenbeleuchtung, die Scheinwerfer der Autos und die Lichter der übrigen Verkehrsmittel legen Lichtschimmer über die ganze Stadt. Wie alle Tage spielt sich das Leben und Treiben in seiner vielgestaltigen Geschäftigkeit ab. Da plötzlich heulen Sirenen, schrillen Fabrikpfeifen, läuten Glocken Sturm:„Flieger=Alarm!!!“ Im Nu ändert sich das Bild. Alle Lichter in den Häusern„Geschäften und Fabriken erlöschen, auch die Straßenbeleuchtung wird abgestellt, bis auf wenige, schwache, nach oben gut abgeschirmte Lampen an den wichtigsten Verkehrspunkten Alle Fahrzeuge halten und loschen die Lichter. Jeder verläßt die Straße und begibt sich in den nächsten öffentlichen Schutzraum, der durch Wegweiser und gut gegen Sicht von oben abgedeckte Lampen leicht auffindbar gemacht ist. In tiefster Dunkelheit und fast wie ausgestorben liegt die große Stadt da, in der noch vor einer Viertelstunde regstes Leben pulsierte. Aber alles Leben ist nicht von der Straße verschwunden. Während die Bevölkerung in den Schutzräumen und Häusern ist, beziehen die Feuerwehr, die Angehörigen des Sicherheits= und Hilfsdienstes, der Entgiftungstrupps und die sonstigen Helfer des zivilen Luftschutzes die für den Alarmfall vorgesebenen Posten. Und in den Industriewerken und großen Betrieben steht der ausgebildete Werkluftschetz einsatzbereit. Scheinwerfer tasten mit ihren Strahlenbündeln den dunklen Nachthimmel ab. Die unheimliche Stille, die dem gewohnten Brausen der Großstadt folgt und über der Stadt liegt, wird zerrissen von dem plötzlich einsetzenden Feuer der Flak=Batterien rn der Flu und dem Rattern flugabwehr=Maschinengewehre. Bald ist die Luft erfüllt von dem Dröhnen der Motore der angreifenden Bombenflugzeuge und der zu Gegenwehr aufgestiegenen Jagdmaschinen. Ein Zukunftsbild von einem Bombenangriff? Nein! Eine Luftschutzübung wie sie in allen Ländern, die über eigene Luftwaffen und unbeschränkte Erdabwehrmittel verfügen, des öfteren stattfindet. Solche Uebungen sind immer wieder ein Erlebnis für die Bevölkerung und haben etwas besonders Gutes an sich: Der dem Ernstfall angepaßte Einsatz aller Abwehrmittel und vor allem der übungsmäßig erfolgende Angriff von wirklichen Bombenflugzeugen geben sehr anschauliche Bilder der Luftgefahr; sie erwecken lebhaftes Interesse und weisen viel eindringlicher auf die überragende Bedeutung von Schutzmaßnahmen hin, als es uns in Deutschland möglich ist, da wir weder Kriegsflugzeuge, noch genügend Erdabwehrmittel besitzen dürfen, um überhaupt eine derartige Uebung durchführen zu können. Wir müssen auf die Propagandawirkung unserer Uebungen verzichten und unentwegt bemüht sein, durch zielbewußte, nie erlahmende Aufklärungsarbeit unser Volk auf die Bedeutung des Luftschutzes immer wieder hinzuweisen. Gerade für uns Deutsche, die wir keine Abwehrmittel besitzen, sind Luftschutzübungen und alles was mit dem zivilen Luftschutz zusammenhängt, von größter Wichtigkeit. Wir arbeiten„ohne Sensation“, aber zielbewußt und unter Ausnutzung aller Möglichkeiten, die uns das Diktat von Versailles gelassen hat Viele entsagungsvolle Arbeit spielt sich ab, ohne daß der größte Teil unseres Volkes bisher einen richtigen Begriff davon hat. Wer weiß a B. von der organisatorischen Arbeit, die der Flugmelde= und Luftschutzwarndienst erfordert, bevor er so eingespielt ist, daß alles reibungslos ineinander greift? Wer weiß die mühselige Auswahl und Schulung der Luftschutzhauswarte richtig einzuschätzen, wer kennt die tausendfältige Kleinarbeit, die der Aufbau des Sicherheits= und Hilfsdienstes erfordert? Das Ergebnis dieser vielgestaltigen Vorarbeit wird in unseren Luftschutzübungen erprobt. An diesen Uebungen nehmen zwar keine Flugzeuge teil; Artillerie und Maschinengewehre zur Abwehr stehen uns nicht zur Verfügung. Alles ist bei uns nur darauf gerichtet, einen möglichit vollkommenen Schutz für die Zivilbevölkerung zu entwickeln uno zu gewährleisten. Wenn unsere Uebungen also auch nüchtern erscheinen, so werden sie doch in der Bevölkerung ein deutliches Bild von dem wirklichen Ernst der Luftgefahr geben und beweisen, wie besonders notwendig der zivile Luftschutz für unser deutsches Volk ist. Eine Schwindlergenie. + Ein Schwindlergenie in der Person des Kaufmanns Gr. von hier hatte vor der Großen Strafkammer eine Gastrolle zu geben. Die Anklageschrift zählte nicht weniger als 14 Betrugsfälle auf. Er unterhielt zeitweilig hier ein Eiergeschäft, verstand es aber unter den erdenklichsten Mitteln, Bekannte und Fremde zu hintergehen. Unter allerhand Einwänden verstand er es meisterhaft, Geldbeträge zu bekommen, die er„vergaß“ wieder zurückzuzahlen, weil er eben von Anfang an nicht wollte, vielmehr planvoll auf Betrug ausging Einmal war sein Vater gestorben, oder es lag seine Mutter im Krankenhause, dann hatte er angeblich einen Autounfall erlitten oder mußte eiligst seine Braut besuchen oder hatte ein angefahrenes Kind zum Auto zu transportieren; wie auch immer seine schwindlerischen Einwände waren, er fand immer Gutgläubige, die ihm die erbetenen Summen vorstreckten. Vor Gericht gab er nur die Fälle zu, in denen er glatt von vornherein als Betrüger entlarvt war. Das Gericht verurteilte ihn wegen fortgesetzten Betruges zu 18 Monaten Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 2 Jahre Gefängnis beantragt. * Nach dem Antrag des Staatsanwaltes sollte der elfmal vorbestrafte schwere Einbrecher W. in Sicherungsverwahrung genommen werden. Ein bewegtes Leben hat dieser Mann hinter sich. Der Staatsanwalt kennzeichnete ihn mit Recht als einen gemeingefährlichen Gewohnheitsverbrecher ohne jegliche Hemmung, für den nur ein einziges Besserungsmittel, die Sicherungsverwahrung, übrig bleibe. Der gleichen Auffassung war auch die Strafkammer, die gegen ihn die Sicherungsverwahrung aussprach. Stodttheater Bochum. Donnerstag: Keine Vorstellung. Freitag: Vormiete B.„Venus in Seide“. die modernste Operette des diesjährigen heiteren Musik Spielplans. Samstag: Erstaufführung„Web' dem. der liebt!“ für die Vormiete C und freien Verkauf. Die beiden Pfingsttage sind besonders bedacht: Der Sonntag bringt die Bauernkomödie„Das Schweineschlachten“ von August Hinrichs zu kleinsten Preisen und außer Vormiete. Der Pfingstmontag:„Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“. romantische Oper von Richard Wagner. Auch diese Vorstellung. die von 19—22.45 Uhr läuft, steht außer Vormiete. Melanchthon=Chor Bochum. Heute Donnerstag, 20.30 Uhr, singt der Melanchthon=Chor im Ernst=Moritz=Arndthause Früblingslieder. Solistisch wirken mit Martha Heyde Sopran Frühlingslieder von Strauß und Schubert), Kammermusiker Emil Wellershaus, Violine, Kammermusiker Ernst Eigen, Cello, Musikdirektor Willy Mehrmann. Klavier. (Trio von Beethoven und Satz von Hugo Kaun.) Eintrittspreis 80 Pfg. :: Verband Deutsche Frauenkultur, Ortegruppe Bochum. Der„Verband Deutsche Frauenkultur“, angeschlossen dem„Deutschen Frauenwerk“, tagt vom 5.—9. Juni in Frankfurt a. O. Den Haupt= vortrag:„Frau und Volk“ hat die Führerin des Deutschen Frauenwerks, Frau Gertrud Scholtz=Klink übernommen. Das Programm der Tagung ist äußerst reichhaltig und wird jedem Interessenten auf der hiesigen Ortsgruppe gern bekannt gegeben. 17 /Mit VIMI geht's viel leichter! Genau so hartnäckig wie auf Töpfen und Pfannen haftet der Schmutz an Holzgeräten oder in den Rillen der Tischplatten. Natürlich kann man ihn durch hartnäckiges Reiben entfernen, aber das geht auf Kosten der Kräfte und der Gegenstände. Denn gewöhnliche Putzmittel bestehen aus groben Bestandteilen, die, unter körperlicher Anstrengung der Hausfrau, den Grobes Scheuermittel feucht, 40 mal vergr. Die apitsigen und groben Mineralaplitier rarwche Kroin Schmuts nur fortkratzen. Vim dagegen besteht nicht nur aus feinen Mineralien, sondern auch aus einer schmutzlösenden Substanz. So erklärt sich seine doppelte Wirkung: der Schmutz wird aufgeweicht und dann durch leichtes Reiben völlig entfernt. Vim ist gleich gut für feines und für grobes Putzen. Vim kratzt nie. Vim erleichtert Ihnen die Arbeit. 44 Vjeurht, 40 mal vergr. Schmutslösende Substans umhulli die foinon Minoralteilchen: Vim bratat nieht. DOPPELT WIRKSAM SUNIICHT CES. A.G. MANNHEIM-BERLIN Städtische Gemäldegalerie. Die Städtische Gemäldegalerie hat seit Beginn dieser Woche eine neue Ausstellung eröffnet. Dr. Reiches tief und weit ausgreifender Vortrag hob vor allem den Stand der Malerei in der Jetztzeit bervor und berührte dann die geschichtliche Bedeutung und Stellung derjenigen Richtung, der die z. Zt. ausgestellten Werke angehören. Marinetti's„Futuristisches Manifest“ stellt eine ganz radikale Forderung auf: Alles Alte soll beseitigt werden, alle Tradition verschwinden. Die Kunst soll von vorn wieder anfangen. Man würde aber unendlich viel verlieren, wollte man alle Tradition ablehnen. Die moderne heroische, den Ceist des Faschismus atmende Malerei wäre ohne Tradition gar nicht möglich.— Ein Blick in die Geschichte zeigt uns, daß der unirdischen, mehr uniformierenden Malerei des späten Mittelalters naturgemäß auch eine Reaktion von individualistischen Triebkräften folgte, wodurch dann jene mehr der Natur zugewendete Kunstperiode entstand, an deren Ende wir jetzt stehen. Der Impressionismus ist die letzte Konsequenz derselben. Dieser hat der Natur viele Geheimnisse entrissen, z. B. die wirkungsvolle Darstellung der Atmosphäre. Gegen ihn aber reagiert schließlich der Geist, er will mehr als die Natur, betont inhaltlich stark die inneren seelischen Werte, technisch die klare Linie und reine Farbe. All diesen Forderungen liegt ein antinaturalistisches Prinzip zugrunde.„Von der Natur zum Heroismus", das ist die Parole. Nach diesen Anzeichen steben wir an der Wende eines neuen Zeitalters. Die Mittel der jetzt beendeten Periode sind erschöpft, die Zeit sucht neue Grenzen des Ausdrucks. Der Umschwung von der mittelalterlichen zu der neuzeitlichen(zunächst Renaissance=) Malerei ist nicht weniger groß als derjenige von der jetzt vergangenen zur kommenden Periode. Die damalige neue Kunft aber fand weniger Widerspruch als die heutige, denn die Maler stellten(und die Plastiker) noch nicht für die Oeffentlichkeit aus, sondern arbeiteten auf Bestellung(Kirchenmalerei, Porträts usw.). Gerade vom Bildnis ist damals die stärkste Entwicklung ausgegangen. Der Futurismus verkennt, wie oben schon gesagt, den Wert aller Tradition und lehnt diese ab. Aber sie ist doch ein notwendiges Band der verschiedenen Epochen; die älteren Maler der Jetztzeit sieben noch auf den Schultern des Impressionismus. Bis zu dieser Richtung war es noch vervönt, den Pinselstrich im Bild sehen zu lassen, die Linie galt noch. Der Impressionismus aber wollte die vorübergebenden Stimmungen in der Natur auf der Leinwand feithalten, was natürlich nur durch Schnellarbeit moglich war; das Ineinanderfließen der Farben galt als nicht mehr nötig. Alles wird von der Natur abgemalt. nichts konstruiert, nur für guten Ausschnitt gesorgt.(Dieser bedingt dann die Komposition des Bildes, die Symmetrie seines Inhaltes.) Professor Richard Pietzsch=München, der jetzt hier ausgestellt hat, gehört der Münchener Schule an. Im Kunstbetrieb der letzten Jahrzehnte ist es eine häufige Erscheinung, daß die Maler zu besonderen Motiven immer wieder zurückkehren. So ist Pietzsch z. B. Maler des Isartales: Farbe, landschaftliche Eigenart(z. B. Gebirgszüge) und Farbenklang sind festgelegt, man betrachte u. a. nur das stumpfe Grün Aber er verrät auch einen weiteren Blick(z. B.„Ein nordisches Marchen im Atelier). Pietzsch's Grundton ist herb; das Prinzip der Naturtreue zwingt ihn z. B., den Schnee in seinen verschiedenen Farbenerscheinungen, schmutziggelb und blau, festzuhalten. Aber die Eigenart des Künstlers ist, wenn sie auch in der großen Tradition wurzelt, doch so ausgeprägt, daß man sie immerhin als eine starke Individualität bezeichnen kann. Auch Eugen Kampf stebt noch im Bereich der Tradition. Er verwendet ebenfalls nur wenig Motive, die er aber immer geschickt zu variieren versteht. Seine Landschaften sind ernst, melancholisch. Solche Motive zogen ihn nach Flandern, dort fand er altehrwürdige Kirchen, Strohdächer, Pappeln, Wolkenspiel, immer die rubige Landschaft. Da auch Kampf sehr viel auf Bestellung arbeitete, so sind seine äußerst zahlreichen Schöpfungen nicht alle gleichwertig. Guter Abgang(Verkauf) der Gemälde spricht aber noch lange nicht für gute Qualitat. Zu den Neuen, die sich nicht mehr traditionell binden, gehört Ulrich Lemah-Düsseldorf. Anf den ersten Blick sieht man, daß seine Farben und Umrisse ihren Eigenwert betonen, daß sie aufgebellter, aufgelockerter und in der Einteilung großflächiger sind. Der Künstler steht der Natur viel kühner und unbekümmerter gegenüber als die Immpressionisten, ihm kommt es in erster Linie auf den beherrschenden Ausdruck der Idee an. Freilich ist auch er von Vertretern früherer Richtungen nicht unbeeinflußt geblieben, u. a. von Cézanne und van Gogb * Nun noch ein flüchtiger Blick auf einige Gemälde. In den unteren Salen finden wir Werke von Prof. Richard Pietzsch. Man muß diese Kunitwerte aus einer gewissen Entfernung betrachten. erst dann zeigen sich restlos ihre Vorzüge. Pietzsch ist besonders darin glücklich, seinen Landschaftsstücken einen Zug ins Große und einen weiten, imposanten Hintergrund zu geben. Von der Naturtreue weicht er niemals ab, er bält unbedingt an ihr fest. Damit schränkt sich die Auswahl der Farben von selbit etwas ein, aber durch die virtuos abgestimmte Tönung derselben erzielt der Künstler immer eine vollendete Harmonie derselben. Man betrachte z. B. die Stücke„Frühling Isarleite“,„Hinterbrühl bei München",„Moor am Gaisacher Berg“,„Letzte Sonne in der Eng(Tirol)“. Auf letzterem Stück fügt sich der Baumstumpf freilich nicht gut in das Ganze ein. Von kraftvollster Raumtiefe ist dagegen die„Primizfeier zu Gaisach“. Hier wie auf zahlreichen anderen Landschaftsstücken sind die Objekte von wahrhaft körperlicher Greifbarkeit. Das Gleiche ist auch vom„Ersten Schnee in München“ zu sagen. Der„Wasserfall in Tirol“ mutet etwas leblos an. Aver Pietzsch ist auch ein Meister koloristischer Vielseitigkeit. Der„Strauß im grünen Krug“ mit seinen besonders reizvoll zusammengestellten Farben ist ein glanzender Beweis dafür. Das„Nordische Märchen in meinem Atelier“ mag in der Wirklichkeit recht märchenhaft ausgesehen haben, im Bild wirkt es doch zu bunt und zu regellos, obwohl eine äußerliche Summetrie bei genauerem Zusehen nicht verborgen bleiben kann. Aber es fehlt eben der innere, der geistene Mittelpunkt. Reizvolle, farblich wunderbar abgestimmte Idylle sind„Alt=Tölg“ und Frühlingsmarkt zu Tölz". Noch manches ansehnliche Stück wäre zu nennen. Anheimelnde Traulichkeit und Wärme, beschauliche Stille und in vielen Fällen auch ein Zug von Melancholie sprechen aus den Bildern von Professor Eugen Kampf. Sie gemahnen in dieser Hinsicht an die alten Holländer. Die abendliche Dämmerung und der bewolkte Himmel, die der Künstler mit Vorliebe für seine Landschaften wahlt, lassen die Farben immer gedämpft erscheinen. Ein ureigenster nimpt“ ist u. a. das grone Landschaftsstück „Geböft“. Was ließe sich bei eingehender kritischer Würdigung nicht alles darüber sagen! Wir weisen terner hin auf„Sluis“, das„Dorf am Abend“, das„Dorf“, die„Landschaft“, den„Kanal bei Nieu„Torf“ lim kleinen Raum), das Dorf „Kirchenbach(Eifel)“, die„Nacht“, das„Dorf mit Müble“. Stimmungsgesättigte Stücke sind auch der „Kanal“ und„Zuriksee“. Imposant wirkt der„Hafen von Nieuport“ mit der Wasserfläche im Vordergrund. Nicht so gut getroffen ist die„Kampf“=Stimmung im „Dorf 1918“. Die Stücke variieren fast alle das gleiche Motiv, freilich mit vollendeter Meisterschaft. Ulrich Leman liebt den hell= und grellfarbigen Süden, dessen Leuchtkraft er in seinen Aquarellen am kräftigsten zum Ausdruck bringt. Wir heben hervor „Capri=piccola marina", die Häusergruppe„El Arenal=Mallorca“,„Abend in Seller=Puerto“. Echt südliche Sonnigkeit verraten das grandiose Stück „Haus am Meer“ und die idyllische Szene„Häuser in Deja“(Mallorca). An van Gogh erinnert in seiner Baumgestaltung der„Olwenwald von Mallorca“. In den Porträts dominiert das scharf ausgepragte Auge, aus dem der psychische Habitus widerstehlich bervortritt. Aus dem Blick des„Pfirsich. verkäufers in Soller“ schauen Leidenschaftlichkeit. Energie und Verschlaabenheit, die auch zur Rachsucht fahig ist. Auch der Citronenhändler(Mallorca) läßt einen Zug von Verschlagenheit erkennen.„Conde Minas“ verrät einen mehr objektiven, rubezeren klug beobachtenden Sinn. Tr „Weh' dea, der liebt!“ Erstaufführung am kommenden Samstag. Am Pfingst=Samstag bringt das Stadttbeater die Premiere des letzten Lustipiels Fedor von Zobeltitz'„Web dem. der liebt!“, der dieses heitere Kunitwerk wenige Zeit vor seinem Tode schrieb.— Ein schneidiger junger Kapitanleutnani, der schon ein halbes Jahr nicht daheim gewesen ist benünt einen Hafenurlaub. um Wei= eine Nacht in die Arme seiner kleinen Frau zu eilen. Von den Zufällen dieser Nacht bis zu der Entrüstung der lieben Bekannten. als die Frau Kapitänleutnant eines Tages Mutter von gelunden Zwillingen wird, alle Verwirrungen, die nur eine Komödie aufbieten kann, setzt der witzige Plauderer Fedor von Zobeltitz seinen Zuhörern vor Das Stück hatte bei seiner Uraufführung am Dresdner Staatstheater einen glänzenden Erfolg Die Bochumer Spielleitung hat Viktor Ablers. Die Hauptdarsteller sind: Heinrich. Koch=Bauer. Thiesfeld. Bart. Bittern, Galbierz und Mayenknecht Deuksche Bühne. Wir möchten die Mitglied Serie A davon in Kenntnis setze in Seide“ von Robert 2 23. Mai. für die Nummer 401 bis Ende u Donnerstag, 24. Mai, für die Nummern 1 Am 2. Pfingsttag findet für die Mitgliede Serien eine Wahlvorstellung„Tannhäuse Richard Wagner statt. Karten sind ab Freit Mai, in der Geschäftsstelle erhältlich. Deutsche Jugendbühne Für die Gruppe 1 findet am Sonntag, um 16 Uhr eine weitere Pflichtvorstellung statt geführt wird das Lustspiel„Charlena Ta Wir möchten noch einmal darauf aufm machen, daß die Vertrauensleute und die mitglieder der DIB ihre Karten in der stelle der Deutschen Bühne, Bochum. Lue 1. Obergeschoß, abholen müssen. Der Karten: beginnt heute. Kennzeichen: Der Name MAGGI und die gelb-rote Packung Für die Pfingsttage! deutsch. Mörzen auch in Flaschen und Selbstschenlern. Bestellungen baldigst erbeten. Schlegel=Scharpenseel=Brauerei ( pfingst Rheinfahrten auf großen Schiffen, mit Musik und la Restauration an Bord. Plingstsonntag, den 20. Mal 1934 Arnheim Mola) mKönigswinter RM. 3.50. 7 20 ab Ruhrort, 7,40 Rh. 3.30. Samstagabend 2200 H-ab Ruhrort. 22 30 ab Werthauserab Hamborn, 840 ab Wesel. Fähre. Rückkehr Sonntag gegen Rückkehr gegen 22 30 Uhr. 21.00 Uhr. Kinder unter 14 Jahren halbe Fahrpreise. Prospekte u. Fahrkarten bei den Verkehrsvereinen. Reisebüros u bei der Reedere! Cebr. Luven, Duisburg-Ruhrort, Tel. 443 21 E Gefest-Bohnerwachs und Wochsbeize coawvose colDose ca2Dose 2m-.40 Rm.-.45 Rm.140 Thompson-Werke GM.BH DüsseldorfWir bitten beim Einkauf und bei Vergebung von Aufträgen in erster Linie die Inserenten unserer Zeitung zu berücksichtigen Biin Zeitugasen zeige vermittelt Angebot und frage bei allen degenheiten. IIII III Eröffne am Donnerstag, den 17. ds. Mts. im Hause Kortumstr. 27 mein Spezlalgeschäft in Gardlnen /Läuter/ Teppichen Dekorations- und Möbelstoffen Polstermöbel/ Decken Hugo Besselmann, Bochum Kortumstraße 27 Telefon 69986 n Sladitheaier Bochum Donnerstag, 17. 5. Keine Vorstellung Freitag, 18. Mal 20—28 Uhr Vormiete B 28 Venus in Seide Sperette in 3 Akten von Robert Stolg Samstag, 19. Mal 20—22.30 Uhr Vormiete 28 Zum ersten Male! Weh' dem, der liebl Lustspiel von Jedor von Zobelliy Opel, Türkopp, Triumpb. Mauer. Billige Räder schon für 32 Mk. Motorräder Triumph Kongreß 360 com nur 795 M1. 200 com nur 648.— Mr. eigene Fahrschule Radio alle Reparaturen alle Marken zu Orig.=Listenpreisen H. Scherzeck Bochum, Wiemelhauser Stratze 90 Wer regelmähig insertert, erweist seiner Kundscha“ die ihr gebührende Aufmerksamkeit. Preise für Verlobungs- und VermählungsAnzeigen: 5spaltig 60 m/m RM. 12.50 Anzeigen dieser Art für die Pfingst=Ausgabe erbitten wir bis Freitag 18 Uhr für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Die Ke ( Die Staatsführung die Fahigkeit, die imme bunden ist, vernichten der anderen Seite stedh aussetzungen entscheiden eines Tage bühende Wirtsch Volk mehrhat. Natürlich wird u Nation die Wirtschaft Tas, was wir als heute auf morgen zu bört vor allem Gedi überall und zu allen Staatsführung muß zur Kenntnis nehmen beseitigt wird. Desweg an den Gesamtleistung samtwert eines Volke Leistungen wie das un Auch die kleineen b undgluckselige Kranke, was außerhalb ihres sich gehe. Das sind 1 thuthmus ihrer Zeit n Volksführung können haben gelernt, daß 2 alles ist, und daß alles den Mut besitzt, e nehmen und une marschiert. Ich möchte daher de front wunschen, daß il itglieder niemals den was kommen will. W. der bat die starkste Kraft albt. Und wir können einem Blick auf unsert auf den deutschen Arbe Wenn wir den deuts erobern, dann werden m fur das neue Deutschlan Ich bin daher der Ueber sront einst ein Pfeil genannt werden wird. Bauerntum, auf der trschaft. Wenn wi m mehr erobern und wreten, werden wirde sen und für alle Zukur tien hat wieder Boden de steht vor sich wiede tien wird heute von ei erlaßt, der sie nun beale daß er eines Tages unse bieinfuhren wird. Vir alle, die wir ein beien, wissen, daß das len kann. Kriege zu inner sein, das Volk in zu machen. Wir kei di 6 deshalb können wir un Sklaven erniedrigen la mals der Frieden gebro land wird niemals sich seine Nechte preisgeben. opsern. Fanatisch wiro es se Belt verteidigen und änbersten. Wie werd brechen, aber niemand standolos unterwersen sturmische Heilruse.) Einheitliche der deutf DNB. Berlin, 16. M. anderfolgenden Erlasse d Reichskanzlers ist nunme Wissenschaft, Erziehung gestaltet. Das bedeutsan prasidenten ist darin zu Personalunion in der L den Preußens und des fahrzehntelanger Arbeit des preußischen Kultusm Ministerium seit der serische völkische Aufban beborde zugute kommt. Der Erlaß des Reic chsministerium einen in dem ihm die Hauptzu von Wissenschaft und H gung überhaupt zugesüh Damit ist endlich, er die Möglichkeit el lionalerziehung send von der Volksschul Prinzip gesichert. Ein Entwicklung der Reichsr Die Betätigungsmö durch die Schalfung des nicht lediglich auf das schrankt sein; es ist viel des Reichsministers Reichsgesetzgebung alle ter Kultusmini heranzuziehen, Stammestum der Heln len Erfahrungen dem nutzbar zu machen. Das preußische waltungsrechtlich geger ministerium zunächst a bestehen bleiben. Das schaft, Erziehung und zusammenbanglos übe ministerium schweben, dung, die durch die ministers Rust als Chef it, weiter vertiesen. Die Kin,lerrede Verordnung gegen Preissleigerungen Die Staatsführung wird weder die Initiative d. h. die Fahigkeit, die immer mit der Persönlichkeit ver hunden ist, vernichten lassen, noch die Kraft, die in der anderen Seite steckt, nocher die Lebensvor aussetzungen entscheiden dürfen, wenn sie nicht will, daß eines Tages eine sogenannte bübende Wirtschaft kein gesundes Volk mehrhat. Natürlich wird nur die gesamte Kraft einer Nation die Wirtschaft beschützen und verteidigen. Das, was wir als Ziele sehen, ist aber nicht von heute auf morgen zu erreichen, sondern dazu gehört vor allem Geduld und Zeit. Es wird überall und zu allen Zeiten Rückfälle geben. Eine Ziga'sführung muß solche Begleiterscheinungen zur Kenntnis nehmen und sorgen, daß der Fehler beseitigt wird. Deswegen darf man nicht verzagen an den Gesamtleistungen, am wenigsten am Ge samtwert eines Volkes mit den geschichtlichen Leistungen wie das unserige. Auch die kleineen berufsmaßigen Nöraler seien undgluckselige Kranke, blind und taub für alles, was außerhalb ihres beschränkten Horizonts vor sich gehe. Das sind Menschen, die den Marsch thuthmus ihrer Zeit nicht verstehen. Staats= und Volksführung können sie nicht beeinflussen. Wir haben gelernt, daß Beharrlichkeit und Ausdauer alles ist, und daß alles darauf ankommt, daß man den Mut besitzt, ein Ziel ins Auge zu nehmen und unentwegt darauf los marschiert. Ich möchte daher der großen deutschen Arbeits sronz wunschen, daß ihre Führung und alle ihre Auglieder niemals den Glauben verlieren, komme, was kommen will. Wer Glauben im Herzen hat, der hat die starkste Kraft der Welt, die es überhaupt aibt. Und wir können diesen Glauben haben, mit einem Blick auf unser deutsches Volk und besonders auf den deutschen Arbeiter. Wenn wir den deutschen Arbeiter für den Staat erobern, dann werden wir ihn auch behalten als das fur das neue Deutschland unzerstörbare Fundament. Ich bin daher der Ueberzeugung, daß unsere Arbeits= stont einst ein Pfeiler des neuen Reiches genannt werden wird. Auf der einen Seite das auerntum. auf der anderen die Handarbeiterschaft. Wenn wir diese beiden immer mehr m mehr erobern und ihre berechtigten Ansprüche deeten, werden wir den neuen Staat gründen für sen und für alle Zukunft. Die große deutsche Na tin hat wieder Boden unter den Fußen gewonnen. Die steht vor sich wieder ein Ziel. Die ganze Na= tien wird heute von einem neuen Marschrhythmus ersaßt, der sie nun begleitet und von dem wir wissen, daß er eines Tages unser Voll in glücklichere Zeiten bieinfuhren wird. Wir alle, die wir einst den Krieg kennen gelernt beer wissen, daß das Ziel unserer Politik nicht len kann. Kriege zu führen. Unser Ziel wird ner sein. das Volk in seiner Lebenshaltung glückzu machen. Wir kennen daher gar keine andere Palt* als die des friedlichen Aufbaues. Aber ceshalb können wir unser Volk auch niemals zum S'lapen erniedrigen lassen. Von uns wird niemals der Frieden gebrochen. aber das neue Deutsch= land wird niemals sich selbst unterwerken, niemals sene Nechte preisgeben, niemals von seinem Boden oplern. Franatisch wird es seine Lebensrechte auf dieser Welt verteidigen und dafür einstehen bis zum aufersten. Wie werden niemals den Frieden brechen, aber niemand soll glauben, uns widerstandolos unterwersen zu können.(Anhaltende sturmische Heilruse.) Einheitliche Nationalerziehung der deutschen Jugend DB. Berlin, 16. Mai. Durch die beiden aufein anderfolgenden Erlasse des Reichspräsidenten und des bleichskanzlers ist nunmehr das Reichsministerium für senschaft, Erziehung und Volksbildung im Rohbau gestaltet. Das bedeutsame an dem Erlaß des Reichsprasidenten ist darin zu sehen, daß durch die festgelegte versonalunion in der Leitung der ErziehungsbehörPreußens und des Reiches der umsangreiche, in fahrzehntelanger Arbeit angehäufte Erfahrungsschatz breußischen Kultusministeriums und die in diesem Keinisterium seit der Machtergreifung geleistete schöpserische völkische Aufbauarbeit der neuen Reichs beborde zugute kommt. er Erlaß des Reichskanzlers gibt dem neuen hsministerium einen lebensnotwendigen Inhalt, dem ihm die Hauptzustandigkeiten auf dem Gebiete von Wissenschaft und Hochschule, Schule und Erziedung überhaupt zugeführt werden. Jamit ist endlich, erstmalig in unserer Geschichte, de Möglichkeit einer einheitlichen Na ionalerziehung der gesamten deutschen Jusend von der Volksschule bis zum Akademiker im Frinzip gesichert. Ein bedeutsamer Schritt in der Entwicklung der Reichsreform! 3ie Betätigungsmöglichkeit der Länder wird durch die Schaffung des neuen Reichsministeriums lediglich auf das Gebiet der Ausführung beschrankt sein; es ist vielmehr der ausdrückliche Wille des Reichsministers Rust, bei der kommenden reichsgesetzgebung alle schöpferischen Kräfte er Kultusministerten der Länder taniualehen, um die dort in engerem Stammestum der Heimat und Landschaft gesammelFrlahrungen dem Gesamtwerke uneingeschrankt nutzbar zu machen. breußische Kultusministerium wird verwallungsrechtlich gegenüber dem Reichsunterrichts Mimisterium zunächst als selbstandige Landerbehörde clehen bleiben. Das Reichsministerium für WissenErzlehung und Volksbildung wird aber nicht Mammendanglos über dem preußzischen Kultnszunisterium schweben, sondern die organische Verbin die durch die Personalunion des Reichsiniers Rust als Chef beider Behorden vorgezeichnet ist. weiter vertiefen. Schärfste Maßnahmen angedroht DNB. Berlin, 16. Mai. Die von der Reichsregierung auch im laufenden Jahre fortgesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben der Wirtschaft erhebliche Aufträge zugeführt und eine weitere erkreuliche Belebung herbeigegeführt. Diesen wirtschaftlichen Auftrieh versuchen leider einige Unternehmer zu einer ungerechtfertigten Gewinnsteigerung auszunutzen Die Reichsreglerung ist entschlossen, dem ganz entschieden entgegenzutreten. Es geht nicht an die Unternehmer aus den zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bereitgestellten Mitteln besondere Vorteile ziehen zu lassen und dadurch die Wirksamkeit dieser Mittel zu beeinträchtigen. Eine Steigerung der Verdienstpanne ist auch um so weniger notwendig, als infolge der Wirtschaftsbelebung der Umsatz steigt. hierdurch die Unkosten verringert werden und dadurch eine in vielen Fällen sicher notwendige Erlosaufbesserung auch ohne Preissteigerung von selber eintreten wird. In Ergänzung der bereits in den letzten Wochen ergriffenen Maßnahmen hat daher der Reichswirtschaftsminkster eine Verordnung gegen Preissteigerungen erlassen. Sie hat folgenden Inhalt: Für lebenswichtige Gegenstände des täglichen Bedarfs und lebenswichtige Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs dürfen bis auf weiteres ohne Einwilligung der zuständigen Preisüberwachungsstelle von Verbänden oder anderen Zusammenschlüssen keine Mindestpreise, Mindestverarbeitungsspannen, Mindesthandelsspannen, Hochstnachlasse oder Mindestzuschläge für den inländischen Geschäftsverkehr verabredet, festgestellt oder empfohlen werden. Soweit solche Verabredungen, Festsetzungen oder Empfehlungen bereits bestehen, dürfen sie ohne Einwilligung der Preisüberwachungsstelle nicht zum Nachteil der Abnehmer verändert werden. Von dieser Bestimmung werden u. a. auch Baustoffe und Bauleistungen betroffen. Soweit bisher Behörden auf Grund der Verordnung vom 8. Dezember 1931 Mindestpreise festgesetzt haben, werden diese aufgehoben. Die Bestimmungen der Verordnung beziehen sich dagegen nicht auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und Leistungen, auf setzungen in Durchführung des Gesetzes zur Bekämpfung der Notlage der Binnenschiffahrt und des Kulturkammergesetzes, Preisüberwachungsstellen sind für örtlich begrenzte Preisregelungen die Regierungspräsidenten, in den übrigen Ländern die obersten Landesbehörden. Die sonstigen Preisregelungen zu bearbeiten, hat sich der Reichswirtschaftsminister selbst vorbehalten. Gleichzeitig mit dieser Verordnung hat der Reichswirtschaftsminister ein Rundschreiben an die Preisüberwachungsstellen gerichtet, in dem er diese ersucht, ihre ganze Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß die Preise nicht erdöht werden. Er hat ihnen zur Bekämpfung von Preissteigerungen nicht nur durch Verbände, sondern auch seitens einzelner Unternehmer noch weitere Befugnisse übertragen. Bei Feststellung ungerechtfertigter Preissteigerungen werden nicht nur Verbände aufgelöft werden, sondern der Reichswirtschaftsminister wird auch notfalls die Schließung von Betrieben anordnen und gegen die Schuldigen mit den schärfften Maßnahmen vorgehen. Die Rellung französischer Militärflieger durch Deuische Eine französische Darstellung DNB. Paris, 16. Mai. Havas meldet über die Rettung der Besatzung des franzosischen Militarflugzeuges durch den deutschen Dampfer„Dresden": Der deutsche Dampfer„Dresden“ hatte Rettungsbooteausgesetzt und einem dieser Boote war es gelungen, die Insassen des Wasserflugzeuges aufzunehmen, aber die„Dresden“ konnte infolge des hohen Wellenganges das Rettungsboot nicht wieder an Bord nehmen, und dieses wurde abgetrieben. Um 0.45 Uhr sichtete der franzosische Schlepper„Pingonin“, der von Boulogne ausgesandt worden war, das Rettungsboot. Es gelang dem Steuermann, durch ein gewandtes Manöver die Insassen des Bootes zu übernehmen, nachdem es sich zunächst als unmöglich erwiesen hatte, das Boot ins Schlepptau zu bringen. In dem Boot be fanden sich außer den französischen Fliegern fünf deutsche Matrosen. Erst um 1.45 Uhr konnte der „Pingonin“ auch das Boot bergen. Das Wasserflugzeug ist wahrscheinlich untergegangen und zwar in belgischen Gewässern, etwa dreißig Meilen vor Dünkirchen in gleicher Entfernung von den Feuerschiffen Nordhinder und Südhinder. Wie der Bitterfelder Ballon verunglückte Die Insassen durch Sauerstoffmangel eingeschlafen? „Bartsch von Sigsseld“— Pionie Die Geschichte des Pionierpläne der Wissenschaft renze sollte der Die letzte Hoffnung, daß die umsichtigen und vor der Luft feststellen. Bis zur sichtigen deutschen Ballonfahrer, die am Montag in Stratosphäre, also bis 10 000 Meter Höhe Bitterseld aufgestiegen und dann verschollen waren, Ballon gelangen. sich auf irgendeine Weise retten würden, ist zunichte Welche letzte Ursache den Ballon zum Absturz geworden. In Rußland, nicht weit von der lettischen brachte, wird man vielleicht niemals ermittel Grenze, bei der Ortschaft Sebelch, hat man die Ballonhülle gefunden, die sich schlaff über die Gondel mit einem der Toten ausbreitete. Dieser Tote ist der Beobachter Masuch, während der Führer, Dr.Ing. Schrenk, 15 Kilometer von der Unglücksstelle entUm eine Hoffnung ist auch die deutsche Wissenschaft des Abstürzes herrschte. Man muß immerhin berücksich. ärmer geworden. Sie hatte in den beiden Verunglück= tigen, daß der Ballon nicht für eine Dauerfahrt einten die tatkräftigsten und tüchtigsten Pioniere ausge gerichtet war, bei der man wenig Ballast mitnimmt, sandt, um die Rätsel in hohen Luftschichten zu erfor= sondern um eine Höhenfahrt, bei der aller Balschen. Die wissenschaftliche Leitung der Ballonfahrten last ziemlich zeitig verbraucht wird. Der mitgeführte hatte Professor Kohlschütter(Potsdam), der schon Sauerstoff kann nur für vier Stunden gereicht brachte, wird man vielleicht niemals ermitteln können. Man ist darauf angewiesen, die Meßinstrumente, die man aus der Gondel geborgen hat, zu kontrollieren und aus deren Aufzeichnungen vielleicht einige Aufschlüsse zu gewinnen. Fest steht jedenfalls, daß die Witterungsverhaltnisse in Sebesch denkbar waren und ein starker Nordsturm während 1914 von Bitterfeld aus eine Fahrt in die Substratosphäre unternommen hatte. Den beiden verunglückten Luftfahrern stand unser bester und größter Freiballon, der„Bartsch von Sigsfeld“, zur Verfügung, der mit seinen 9500 Kubikmetern zur Zeit seiner Erbauung vor jeben Jahren der größte Ballon der Welt war. Sein Name ist allen Luftschiffern stets ein Vorbild gewesen. Hauptmann Hans Bartsch von Sigsfeld vom Luftschifferbataillon verunglückte im Jahre 1902 bet einer Landung mit seinem Freiballon nahe der belgischen Meeresküste. Dort wurde seinerzeit ein Denkmal für ihn errichtet, außerdem steht eines auf dem Tegeler Schießplatz in Berlin. Der verunglückte Ballon, der jenen bedeutungsvollen Namen trug, sollte hauptsächlich dazu dienen, die immer noch ratselhafte Höhenstrahlung zu erforschen. Dr.Ing. Schrenk und der Meteorologe Masuch sollten die vertikale Verteilung dieser Strahlung beim gen, am die Weichen 30. Banon ahrr. nach wontnn Aufstieg messen, außerdem die Wirkung der Strahlen zu bringen, von wo aus sie im Flugzeug nach Deutschauf die in feinster Verteilung auftretenden Edelgase land übergeführt werden. Halbverhungerler rettet zwei Kinder Nach der Tat verhaftet— Die gulherzigen Polizeibeamten Als Belohnung— Arbeit wel Kinder Der Vierkeljahresbericht der Saarkommission Tendenziöse Forderungen des französischen Mitgliedes DNB Genf, 15. Mai. Die Regierungskommission des Saargebietes hat am Dienstag ihren 57. Vierteljahrsbericht über die Lage des Saargebietes veröffentlicht. Die Berichte sind dem französischen Mitglied der Saar=Regierung, Morize, zu farbing gewesen. Er hat noch einen Sonderbericht angefertigt, in dem er die Unparteilichkeit der Gerichte bezweifelt und behauptet, daß viele Bewohner des Saargebietes, vor allem Franzosen, durch partetische Richter zu leiden gehabt hätten. Aus diesem Grunde schlägt Herr Morize die Bildung von aus neutralen Richtern zusammengesetzten Gerichten vor, denen alle politischen Fälle zu überweisen wären. Diesen Schlußfolgerungen widersprechen die übrigen Mitglieder der Regierungskommission in einer zweiten Anlage zum Hauptbericht. Die Schaffung von besonderen Gerichten für politische Vergehen wird abgelehnt, dafür aber ein Gerichtshof gefordert, der sich mit allen Zwischenfallen befassen soll, die mit der Abstimmung selbst zusammenhängen. Das saarlandische Mitglied der Regierungskommission wendet sich schließlich in einer dritten Anlage noch einmal beson ders gegen den französischen Vorschlag, der sich schon deshalb verbiete, weil er dem Friedensvertrag widerspreche. Großer Wassermangel im Kreise Bunzlau DNB. Bunzlau(Schlesien), 16. Mai. Im hiesigen Kreise herrscht großer Wassermangel. Die Brunnen sind entweder schon ausgetrocknet oder sie sangen an zu versiegen, so daß sie kaum noch soviel Wasser hergeben, wie zu Trink= und Kochzwecken notwendig ist. Das zum Trinken des Viehes, zum Waschen und Begießen der Gärten erforderliche Wasser muß oft weither aus Flußläufen und Teichen geholt werden. Doch auch hier beginnt sich die Schwierigkeit noch dadurch zu erhohen, daß die Teiche ebenfalls anfangen auszutrocknen. Kredit und Wirtschaft im neuen Deutschland Der Jahresbericht des Verbandes der Vereine Kreditreform zeigt, welche erweiterten Aufgaben ihm seine Mitarbeit am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft gestellt hat. Mit seinem seit mehr als einem halben Jahrhundert befolgten und bewährten Grundsatz, seine Mitglieder vor schädlichem Kreditgeben zu bewahren und die vorhandenen Kreditmittel in die richtigen Kanäle zu leiten, hat er sich ganz von selber in den neuen Staat eingeordnet, der das deutsche Wirtschaftsleben wieder auf Geschaftsehrlichkeit und einen gesunden Unternehmersinn zu gründen begonnen hat. Mit der Besserung der wirtschaftlichen Lage in fast allen Branchen hat die Auskunftstätigkeit insofern eine Verschiebung erfahren, als die Erkundigungen sich heute mehr und mehr darauf konzentrieren, positive Momente, die eine aufsteigende Entwicklung erkennen lassen, zusammenzufassen und kritisch zu würdigen. Aus der Uebersicht über die Ereignisse des letzten schicksalsreichen Geschäftsjahres klingt immer wieder die Mahnung heraus, den Kreditnehmer wie den Kreditgeber zu der Auffassung zu erziehen, daß es als eine Schande gelten muß, den Gläubiger nicht zu bezahlen. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, bilden auch Gläubiger und Schuldner eine Einheit. Da sie aufs enaste aufeinander angewiesen sind, muß beiden, damit sie beide leben und wieder emporkommen können, gleichmäßig Schutz und Hilfe zuteil werden. Da kein Teil des Volksvermögens mehr durch schädliches Kreditgeben verloren gehen darf, richtet der Verband an die Behörden die bringende Bitte, die Einsichtnahme in die Grundbücher, Manifestantenlisten und in die vorhandenen Register nicht durch Gebühren zu erschweren. Die Fachverbände der Branchen werden gebeten, ihr Kreditersahrungsmaterial allgemein zugänglich zu machen und den Banken wird nahegelegt, die Wechselprotestlisten dem Auskunftsverkehr nicht mehr vorzuenthalten. Nachdem die Aktienrechtsnovlle die Pflichtprüfung auf alle Aktiengesellschaften ausgedehnt hat, wird empfohlen, das Pflichtprüfungsrecht auch auf die Gesellschaften mit beschränkter Haftpflicht zu übertragen. Die Niederrhein=Sieben probl in Barmen haben. Der Ballon muß also schon in Deutschland führerlos dahingetrieben sein. Unter dem Sauerstoffmangel können die Insassen eingeschlasen sein. Unter diesen Umständen hatten sie nicht mehr die Möglichkeit, die Gasauslaßklappe bzw. die zugehörige Leine zu bedienen. Die deutschen Luftfahrer haben in diesen Dingen eine große Erfahrung, so daß eine seh Zur Erprobung für die immer näher rückenden lerhafte Bedienung wohl nicht in Frage kommt. Es Kampfspiele und Europameisterschaften in Magdeburg wäre höchstens denkbar, daß die Ballonfahrer nicht werden im Gau Niederrhein die Prüfungen am mehr die Kraft gehabt haben, die Gasauslaßklappe zu Pfingstsamstag in Barmen fortgesetzt. Die Gau=Wasseröffnen. Ein sehr starkes Gasablassen ist dann notwen llwahlieben, die gegen eine erverselder und dig, wenn der stark erwärmte Ballon aus einer war ohne Zwischenpause spielen men Höhenschicht in eine kältere Zone gelangt. Viel= hat folgendes Aussehen: Klingenburg(Duisburg 98), leicht wird hier die Kommission, die der Deutsche Luft(SS Barmen) Sepper darmen. sportverband nach Sebesch gesandt hat, nähere Auf= Meyer(SSF Barmen), Mähler(Düsseldorf 09), Len sportverband nach Sebesch gesandt hat, nähere Aufklärung bringen können. Von Moskau ist ein russisches Flugzeug aufgestiegen, um die Leichen der Ballonfahrer nach Moskau London. 10. Mai. Zwölf Stunden lang hatte der arbeitolole Lastwagen=Chauffeur John Armsby nichte gegessen. Sein Magen rebellierte, immer wieder flacherte es ihm vor den Augen. Und er mußte sich dann an eine Hauswand oder an einen Laternenpfahl stützen, um nicht umzufallen. Hin und wieder setzte er sich auf eine Bank. Die Füße wollten auch nicht mehr so recht vorwärte. Wo sollte er auch hin. Er hatte ja hein Heim. Plötzlich sah er Menschen an sich vorüber laufen. Er hörte vom Wasser her Rufe. Eine Frau schrie unausgesetzt:„Oh. rettet sie, rettet sie!"— Da wußte er, es war jemand ins Wasser gestürzt. Mit einem Mal spürte er, wie dag Blut durch Arme und Belne jagte. Es hielt ihn nicht mehr auf der Bank Er konnte schwimmen und er mutzte hin, retten, wenn es noch etwas zu retten gab. Mit wenigen Sprungen war er bel der Penge, die sich über das Gitter beugte. Er sah zu öpfe aus dem Wasser ragen. Sah, daß die Kinder sich nicht mehr lange halten würden. Schnell warf er seine Jache ab, sprang die Stufen der Treppe zum Wasser hinunter. Mit weitem Sprung tauchte er in die Themse. Wenige Stöße, und er hatte einen der beiden Knaben erreicht. Er konnte das Kind beim Kragen erfassen und zog es so zum Ufer. Hier nahmen ihm hilfreiche Hände den vollständig erschöpften Knaben ab. Dann warf er sich noch einmal zurück ins kalte Wasser. Das andere Kind mußte noch gerettet werden. Doch er konnte den bie vor hurzem über dem Wasser sichtbaren Kop nicht mehr finden. Die am Ufer Stehenden zeigten ihm, wo der Knabe untergegangen war. Er schwamm zu der Stelle hin und tauchte zweimal. Da endlich hatte er den Ertrinhanden erwischt. Gerade hatte er das Kind an die Oberfläche ge kitsch(Aachen 06), Linnhoff(SSF Barmen). Auswechselspieler sind: Jäger(SS# Barmen), Sternberger und Hilker 2(Duisburg 98) und Aubel(Düsseldorf 09). bracht, als sich dessen Arme um seinen Nachen schlangen und ihn zu erwürgen drohten. Es entspann sich ein Kampf zwischen Retter und Ertrinkenden. Schließlich aber hatte Armoby den Jungen in der richtigen Lage und schwamm nun mit ihm zum Ufer. Dort erwartete ihn ein Polizeibeamter, der seine Personalien aufnehmen wollte, wegen der Belohnung, die vielleicht zu erwarten war. Aber der mutige Arbeitolose hatte keine Papiere. Sie waren ihm wenige Tage vorher gestohlen worden, während er auf einer Bank im Hnde=Parh schlief. Da mußte ihn der Polizist za seinem Bedauern mit auf die Polizeiwache nehmen. Es tat ihm ja leid, aber seine Pflicht verlangte es so. Plötzlich brach der Retter, der nun Verhafteter war. vor dem Polizisten zusammen. Sein Magen meldete lich wieder. Die Arme und Beine waren wieder so schwach wie vorher geworden. Er wurde nun in ein Auto geladen und so nach dem Polizelamt transportiert, mo man bald heraus hatte, daß man einen Halbverhungerten vor sich hatte. Dem war natürlich leicht abzuhelfen. Während der mutige Arbeitolose vor dem Etnapf saßz und seinen armen geplagten Magen füllte meldete der Offizier der Pollzeiwache den Fall seiner vorgesetzten Behörde. Und nun wird John Armoby sicher eine Stellung als Polizeisahrer bekommen. STATT KARTEN Die glückliche Geburf unserer UTE zelgen in dankbarer Freude an Walter Kleinert und Frau Utfa, geb. von Oepen RATIBOR OS., den 15. Mai 1034 Schulstrabe 10 Mülter= und Flisabethverein Beerdigung unseres teueren Mitgliedes, Witwe Jarbara Sehneider Oberscheidtstr. 11, ist am Samstag, dem 19. Mat, margens 9 Uhr, von der Kirche, darauf das Seelenamt. m zahlreiche Teilnahme bitten Die Vorstande. Pfingst-Angebot Holl. Käse 40%.. ¼ Psa. 19 Ply. Edamer Häse 40%. ¼ Pta. 19 Ply. lils. Näse 45. ½ pla. 21 Plg. Allg. Schweiz Kase. pra. 28 Ply. Camembert-Emmenthaler, Bergsteiger, Allerei-Käse billigst. Bochumer Krieger= u.Candw.Verein(1. Bezirk) gek. Schinken 97. ... ¼ Pfd. L Pig. Lieder Fronleichnams-Prozession Stück 10 Ptg. Sammelbestellungen billiger. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Zu beziehen durch unsere sämtlichen Zeitungsboten und die Geschäftsstelle Himbeersyrup. lose. Ptd. 52 Ply. Himbeersyrup, in Fl. 75. 55, 45 Ply litronenmost, lose. ¼ Ltr. 29 Ply Litronenmost in Fl... es. 50 Ply. Orangeade Flasche.. 50 Plg. Für die Plingstbowie Apfelwein in Flaschen 48 Ply. 80 Plg ohne 0l.... 1.20 trobeeren in Dosen.. 95, 56 Ply. Aprikosen ¼/ Dose 1.00 Piirsiche 1 Dose 1.00 Moselwein ta Panchen. Plockwurst.. 1 Pta. 24 Ply. Cervelatwurst... ¼ Pfa. 33 Ply Würstchen i. Dos. 3 Paar 60 Piy. 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In den Berichten der fr über die Saarverhand tarker Optimismus Petit Parisien“ soll d uternationalen Poli niegelt werden. Lu Erzbischöfe von Can ul der Heilsarmee so Kirchen veröff übrustungsfrage, in d Lerpflichtung gegenüb Fin Kustenwachtschiff ha in der Nähe der tesschiet worden seien. Aufopfernde Straßburg. 17. Mai. Fater Wintz aus der Geist, wurde 1929 im 7 Senegal selbst aus beimat zurück, um dor langer Isolierung von Freunden und Bekannte genesen. Jetzt wurde d nachrichtigt, daß der See der Antilleninsel La D seine Bitte hin wurde an die Stelle des Verstor 50000 Mark na und nach B Berlin. 17. M ziehung der Preußischsieln Hauptgewinn in die Losnummer 118 726: Abteilung in Viertellosen ten in Achtellosen in Ber Mark bei O. Nurnberg, 17 vormittag wurden im zucherschen Braue aufgeschweißten Geldschr barunter Mark in gevundelten 20- Markschei Eisberge gefähr Boston, 17. M. berichtet, karo Banks in der Na als 74 große E wurden unter de Cisberge und gro 2 beobachtet. 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