An ra 9ich. lkrep. wen elnder sen, Sie ssamkeit t dagul 3 on große e ts besorgt am eiungen das Bismarck d ne behalten gangen egeben haben it unsma eint täglich. Bezugspreis monatlich durch Boten 2.10 Mk., durch die 2.20 Rm. einschl. 0.40 Rm. Postgebühren, zuzügl. 0.42 Rm. Bestellgeld. Schriftleitung und Geschäftsstelle in Ahaus: van=Delden=Str. 8. Telegr.Adresse: Kreiszeitung Ahaus t. W. Fernruf Nr. 450. Postschließfach 65. Postscheck=Konto: Hannover 22758. Kotann Verlag: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Zweigniederlassung Ahaus 57. Jahrgang. Gronau: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Adolf=Hitler=Straße 36, Nr. 260. Bankkonten: Kreis= und Stadtsparkasse Ahaus, Gewerbebank Ahaus, Städt. Sparkasse Gronau i. W. und Gronauer Volksbank. Anzeigenpreis für sämtliche Zeno=Zeitungen 10 Pfa. bei 22 Milltmeter Breite, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus 3 Pfg. Nachlaß nach Preisliste. mars lummer 309 vor, weil Hroßen Krie Freitag, den 1J. November 1938 Jahrgang 1938 heilige dürfen wirr intreten, un was wir dan worden. Da och nicht für worden. deutschland trauert um Pg vom Rath. „Tieferschüttert erreicht mich die Nachricht, daß nun doch ärztliche Kunst das Leben Ihres Mitarbeiters, des Gesandtschaftsrat I. Klasse, Ernst vom Rath, nicht mehr retten konnte. Ich übermittle Ihnen zu dem schweren Verlust, der uns alle durch diese jüdische ruchlose Mordtat gleichermaßen betrifft, meine tiefempfundene Anteilnahme. Göring." damals Großdeutsc Werk gel oen späteren ermöglicht, mals einenn sehen zu wen elde des Rinlen sind um hat, Er gab, in vorderster Linie stehend, mitten aus dem Einsatz für sein Vaterland sein hoffnungsvolles Leben."/ Storke Anteilnahme des Auslandes. Aufbahrung in der deutschen Botschaft. (!) Paris, 10. November. Bei der Gedenkfeier für die Gefallenen der Feldherrnhalle im Hause der deutschen Gemeinschaft in Paris, die gleichzeitig zu einer Trauerfeier für esandtschaftsrat vom Rath wurde, sprach Lanesgruppenleiter Gesandtschaftsrat Dr. Ehrich.„Ander sie wir de Jahre des neuen Märtyrers der Bewegung," so sagte er, Nar. Deuteld„neigen wir uns in Ehrfurcht vor seinem großen Opfer, vor seiner Mutter und vor seinem Vater. Wir erheben unser Haupt vor dem Führer, denn einer aus unseren Reihen en, die die a ist eingegangen in die Standarte Horst Wessel, Wir traseiner Re gen die Fahne weiter.“ jubelnde Das Deutschtum in Frankreich, so führte Dr. Ehrich invergleichllg weiter aus, sehe wie alle anständigen Franzosen mit Abfen hat, das r inbrünstig glauben, anh lasse des 5 Kampfes, sie wird Das iser Deutschl amberlah 8. November. zen sich mit Verteidigung politische Kon Ansicht, daß derungen nt der D als einstündie ber die deut scheu vor dieser Tat. braucht und werden auch in Zukunft diesem uns aufgenommen hat, aufrichtige und gute Wir haben unser Gastrecht nie mißdiesem La land, Gäste das sein. oll eine wissen, cha flöchtige onthät, die und leicht hen sollen? ttel müssen Verdonsten n. Desholb In Dosen, frisch vom letzten on seinen Mllionen. Selfix Dose J.40 2 wir uns aber wenden müssen mit aller Schärfe, die uns Nationalsozialisten eigen sein kann, das ist die Verleumdung, die immer wieder von unverantwortlichen Kreisen gegen alles, was nationalsozialistisch ist, gerichtet wird. Nicht wir haben den Boden dieses Landes mit Blut befleckt, sondern die anderen, die uns in den Augen des astlandes herabsetzen wollen. Wir wissen, daß nur aus der Hetze jener Kreise solche abscheuliche Tat geboren werden konnte.“ Anschließend sprach der deutsche Botschafter Graf Welczek und wies in bewegten Worten darauf hin, daß sich zu den Toten des 9. November 1923 bis heute ein neues Opfer, sein lieber Mitarbeiter, Gesandtschaftsrat vom Rath, gesellt habe. Jeden von uns, so sagte er, hätte die Kugel treffen können, er aber hat das Opfer auf sich genommen. Wir, die wir im Auslande das Reich vertreten, sind die Soldaten des Führers, die außerhalb der Grenzen für das deutsche Volk und Reich kämpfen. Auf diesem Feld zu fallen, ist ehrenvoll. Alle, die Gesandtschaftsrat vom Rath gekannt haben, rühmen seinen reinen Charakter und seine Aufrichtigkeit. Sein Opfer bedeutet für alle seine Mitarbeiter, die auch seine Freunde waren, einen unersetzlichen Verlust. In erschütterndem Mitgefühl penden wir uns den Eltern zu, die durch den Tod ihres ohnes dem deutschen Volk und Vaterland ein so schweres Opfer gebracht haben. Die Anwesenden gedachten durch Erheben von den Sitzen und mit dem Deutschen Gruß der 16 Blutzeugen von der Feldherrnhalle und des neuen Märtyrers der nationalsozialistischen Bewegung. Anschließend begab sich die deutsche Kolonie zur Klinik de l'Alma, um der sterblichen Hülle des Gesandtschaftsrats vom Rath das Geleit zur Botschaft zu geben. Es waren viele hundert deutsche Volksgenossen, die sich in tiefem Schweigen vor der Klinik versammelten. Als der mit der Hakenkreuzdienstflagge bedeckte Sarg aus dem großen Portal des Krankenhauses herausgetragen wurde, entboten die Mitglieder der reichsdeutschen Kolonie dem toten Kameraden den Deutschen Gruß, während die zahlreichen französischen Polizeibeamten die Hände grüßend an ihre Mützen legten Hinter dem Leichenwagen folgten der Botschafter des Deutschen Reiches, Graf von Welczek, der Landesgruppenleiter Gesandtschaftsrat Dr. Ehrich, das Personal der Botschaft und im langen Trauerzuge die deutschen Volksgenossen. Es war ein erschütterndes Bild, als der Traueruisstellen. g. W. Schingen, *C. Schilfelers, og. H. Boldhaus, he'sMad.-Drog. RekumerStr.44 RekumerStr. 2 Recklinghauser entral-Drog. -Drog.; Sadtne'a Mad.-Drog. d.-Drog. Cenrendort: Drog. Vor den den Trauerfeierlichb deutsche Botschaft ha zug sich durch die nächtlich stillen Straßen von Paris zur deutschen Botschaft bewegte, wo der Sarg in einem zu einer Kapelle ausgestalteten Saal aufgebahrt wurde. Die engeren Mitarbeiter des Verstorbenen halten die Totenwache. Die zweite Kugel bewirkte den Tod. (!) Paris, 10. November. keiten und der Ueberführung satte der französische Gerichtsarzt Dr. Paul im Beisein der vom Führer nach Paris entsandten deutschen Aerzte Professor Magnus und Dr. Brandt am Mittwochabend die Autopsie der Leiche des ermordeten Gesandtschaftsrats vom Rath in der Klinik „d'Alma“ vorgenommen. Beim Verlassen der Klinit erklärte der Gerichtsarzt:„Herr vom Rath ist von zwei Revolverkugeln des Kalibers 6.5 mm getroffen worden. Die erste Kugel ist in die Brust an der rechten Schulter eingedrungen. Diese Verletzung hat den Tod des deutschen Gesandtschaftsrates nicht hervorrufen können. Die zweite Kugel ist in die linke Seite eingedrungen und hat die Milz, den Brustkorb, die Bauchspeicheldrüse und das Zwerchfell durchschlagen. Diese Verletzung wares, die den Tod hervorgerufen hat.“ Die Anteilnahme Hermann Görings. Berlin, 10. November. Feldmarschall Göring hat an die Eltern des Gesandtschaftsrates Ernst vom Rath nachstehendes Telegramm gerichtet: „Zu dem schweren Verlust, welcher Sie durch den Tod Ihres Sohnes, der durch ruchlose Mörderhand fiel, betroffen hat, übermittle ich Ihnen meine tiefempfu Anteilnahme. Möge Ihnen das Bewußtsein, daß Ihr ndene Sohn in vorderster Linie stehend, mitten aus dem Einsatz für sein Vaterland sein hoffnungsvolles Leben geben mußte, Trost sein in schwerem Leid. Hermann Göring.“ Dem deutschen Botschafter in Paris sandte der Feldmarschall folgendes Telegramm: Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, hat an die Eltern des Gesandtschaftsrates vom Rath folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Tief erschüttert habe ich soeben die Nachricht von dem Ableben Ihres Sohnes erhalten. Ich bitte Sie, den Ausdruck meiner aufrichtigsten Teilnahme entgegenzunehmen und versichert zu sein, daß mit mir auch alle Angehörigen des Auswärtigen Dienstes Ihren Verlust aufs tiefste mitempfinden. Wir betrauern den Tod unseres Kameraden, der im Dienste für Führer und Volk einem feigen Verbrechen zum Opfer fiel.“ Das türkische Volk trauert um seinen Retter und Vater. heute in Ankara Wahl des neuen Staatspräsidenten der Türkei. Atatürk gestorben. DNB Istanbul, 10. November. Der türkische Staatspräsident ist am Donnerstag um 9.05 Uhr gestorben. Das Lebensende des Schöpfers der neuen Türkei. (:) Istanbul, 10. November. Die Nachricht vom Tode des Staatspräsidenten Atatürk verbreitete sich in der elften Vormittagsstunde in der Stadt mit Windeseile, nachdem auf dem Dach des Palastes Dolma Bagtsche die StanAufruf des Reichsministers Dr. Goebbels An die Bevölkerung! DNB Berlin, 10. November. Reichsminister Dr. Goebbels gibt bekannt: Die gerechte und verständliche Empörung des deutschen Volkes über den feigen jüdischen Meuchelmord an einem deutschen Diplomaten in Paris hat sich in der vergangenen Nacht in umfangreichem Maße Luft verschafft. In zahlreichen Städten und Orten des Reiches wurden Vergeltungsaktionen gegen jüdische Gebäude und Geschäfte vorgenommen. Es ergeht nunmehr an die gesamte Bevölkerung die strenge Aufforderung, von allen weiteren Demonstrationen und Aktionen gegen das Judentum, gleichgültig welcher Art, sofort abzusehen. Die endgültige Antwort auf das jüdische Attentat in Paris wird auf dem Wege der Gesetzgebung bezw. der Verordnung dem Judentum erteilt werden. Spontane judenfeindliche Kundgebungen. DNB Berlin, 10. November. Nach Bekanntwerden des Ablebens des durch feige jüdische Mörderhand niedergestreckten deutschen Diplomaten, Pg. vom Rath, haben sich im ganzen Reich spontane judenfeindliche Kundgebungen entwickelt. Die tiefe Empörung des deutschen Volkes machte sich dabei auch vielfach in starken antijüdischen Aktionen Luft. Waffenbesitz für Juden verboten. DNB München, 10. November. Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei hat folgende Anordnung erlassen: Personen, die nach den Nürnberger Gesetzen als Juden gelten, ist jeglicher Waffenbesitz verboten. Zuwiderhandelnde werden in Konzentrationslager übergeführt und auf die Dauer von 20 Jahren in Schutzhaft genommen. Der Siegesmarsch über den Könlglichen Platz. darte des Präsidenten auf halbmast gegangen war. Am 31. März dieses Jahres wurde zum ersten Mal in einer amtlichen Verlautbarung gemeldet, daß Atatürk erholungsbedürftig sei als Folge einer schweren Gripveerkrankung in den Monaten Januar und Februar. Nach Ablauf einer ärztlich vorgeschriebenen Weiden. Ulmen, den beim eräfligtem undpreis Zeo-Anigenteil teste Voritung. nkara zurückgereist heute vormittag im Sonderzug nach Ein ergreifender Höhepunkt des 9. November in München war die feierliche Totenehrung an der Ewigen Wache auf dem Königlichen Platz. Unser Bild zeigt den Siegesmarsch der Getreuen des Führers. Links neben Adolf Hitler erkennt man Hermann Göring und rechts von ihm Generaladmiral Dr. h. c. Raeder; im Hintergrund die Ehrentempel.(Scherl-M.) (Scherl-M.) Erholungspause von 1½ Monaten unternahm er im Mai eine Reise von Ankara nach Mersina, in das südliche türkische Grenzgebiet. Diese Reise wurde in Zusammenhang mit der damals gespannten Lage mit Syrien wegen des Sandschakstreites gebracht. Später allerdings wurde bekannt, daß diese Reise für die Gesundheit Atatürks nicht von Vorteil war. Er kehrte nach Istanbul zurück, wo er auf seiner Staatsjacht„Savarona“ Wohnung nahm, die gegenüber vom Palast von Dolma Bagtsche verankert wurde. Noch im Juni konnte Atatürk den rumänischen König Carol als Gast auf dieser Jacht empfangen. Dies war der letzte ausländische Besucher, der von Atatürk empfangen wurde. Seither beschränkte sich sein Verkehr nur noch auf die Kabinettsminister und seinen engeren Freundeskreis. Innerhalb der letzten sechs Monate wurde Atatürk zweimal von einem französischen Facharzt untersucht. Später wurden auch die deutschen Professoren Eppinger=Wien und Professor Bergmann aus Berlin zur Konsultation herangezogen. Dem ersten Hinweis auf die Schwere des chronischen Leberleidens des Republikpräsidenten folgte für die breitere Oeffentlichkeit eine Reihe von ärztlichen Bulletins, die am 17. Oktober begannen. Wunderbarerweise aber überwand die eiserne Natur und der unbeugsame Lebenswille des Kranken diese Krise, wenn auch von einer wirklichen Besserung nicht mehr die Rede sein konnte. Immerhin war Atatürk nach Ueberwindung der Krise wieder in der Lage, an dem Geschehen um ihn Anteil zu nehmen. So ließ er sich durch den Rundfunk über den Verlauf des 15. Republikfestes unterrichten, dem er zum ersten Male seit der Gründung der kemalistischen Republik nicht mehr persönlich beiwohnen konnte. Vor zwei Tagen trat in seinem Befinden ein plötzlicher Rückschlag ein, der nun zum Tode geführt hat. Sofort nach Bekanntwerden der Todesnachricht eilte in Istanbul die Bevölkerung auf Straßen und Plätze, und ein nicht endender Strom von Menschen ergoß sich über die Galate=Brücke von Stambul entlang dem Bosporus nach dem Palast von Dolma Bagtsche, wo die Menge in ehrfurchtsvollem Schweigen verharrte. In der Stadt selbst bildeten sich überall Gruppen. Den Zeitzungsverkäufern wurden die Extraausgaben aus den Händen gerissen. Viele Menschen, Frauen und Männer Laben Tränen in den Augen. Man hat das Gefühl, vor der unsagbaren, stillverhaltenen Trauer eines Volkes zu stehen, das nicht nur seinen größten Sohn, sondern seinen Retter und Vater verkoren hat. Alle öffentlichen und privaten Gebäude haben halbmast geflaggt. Gleichzeitig mit der Todesnachricht verbreitete die Regierung eine Kundgebung, in der die alsbaldige Neuwahl des Nachfolgers angekündigt wird, zu welchem Zweck am Freitag um 11 Uhrin Ankara die große Nationalversammlung zusammentritt. Ministerpräsident Celal Bayar ist bereits AAnt 36 mu ful Ne un zus hin Ju ein Ler ent S6 soll Ges die stre das und sehr niel kelt Bac bre klar Ite der Bac des Ane Hau uns Der Rön im man grur wer m Tra Win n ( dem täub rge Dort wird nach seinem Eintreffen voraussichtlich noch vor Mitternacht ein wichtiger Ministerrat stattfinden, der sich mit der Vorbereitung der morgigen Sitzung des Parlaments und der Neuwahl des Präsidenten der Republik befassen wird sowie mit der Festsetzung der Trauerfeierlichkeiten für Atatürk. Man nimmt an, daß die Ueberführung der Leiche am Sonntag oder Montag von Istanbul nach Ankara erfolgt, wo der Staatsakt der Totenfeier und der Beisetzung stattfinden wird. Donnerstag nachmittag erschien in Ankara das diplomatische Korps, darunter der deutsche Botschafter von Keiler, beim Außenminister Dr. Aras, um das Beileid zum Ableben Atatürks auszusprechen. Auf die Ansprache des Doyen der fremden Missionschefs antwortete der türkische Außenminister in Worten des Dankes für die Ante lnahme der fremden Diplomaten. Des führers Seileid zum Tode von Kemal Atatürk. Berlin, 10. November. Der Führer und Reichskanzler hat nach Eingang der Nachricht vom Ableben des Präsidenten der türkischen Republik Kemal Atatürk an den Präsidenten der Großen Nationalversammlung der türkischen Republik in Ankara folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „Tief bewegt spreche ich Eurer Exzellenz, der Großen Nationalversammlung und dem gesamten türkischen Volk mein und des deutschen Volkes schmerzlichstes Mitgefühl anläßlich des Hinscheldens Atatürks, des Präsidenten der türkischen Republik, aus. In ihm ist ein großer Soldat, ein genialer Staatsmann und eine geschichtliche Persönlichkeit dahingegangen. In der Errichtung des neuen türkischen Reiches hat sich Atatürk ein Denkmal gesetzt, dessen Bestand die Generationen überdauern wird. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler.“ Im Laufe des Nachmittags sprach der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers in der türkischen Botschaft vor, um dem türkischen Botschafter, Exzellenz Hamdi Arpag, das Beileid des Führers und Reichskanzlers zu dem schweren Verluste, der das türkische Volk durch den Tod des Staatspräsidenten Atatürk betroffen hat, zum Ausdruck zu bringen. Ferner hat der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop an den türkischen Außenminister Ruschdi Aras in Ankara das nachstehende Beileidstelegramm gesandt: „Euer Exzellenz bitte ich anläßlich des unersetzlichen Verlustes, den die türkische Republik durch das Hinscheiden ihres großen Begründers, seiner Exzellenz des Herrn Präsidenten Kemal Atatürk, erlitten hat, meiner und der deutschen Reichsregierung wärmste Anteilnahme versichert zu sein. Joachim von Ribbentrop, Reichsaußenminister.“ Als Zeichen der Trauer um das verstorbene Staatsoberhaupt der türkischen Republik haben die Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers, die Reichskanzlei, das Auswärtige Amt und der Reichstag ihre Dienstflaggen für heute und morgen auf halbmast gesetzt. Dr. Goebbels zur J0. Hörermillion. Trauerfeier für Gesandtschaftsrat vom Rath. Interne Trauerfeier in der deutschen Botschaft. Kranzniederlegungen am Sarge vom Rath. (!) Paris, 10. November. In dem in eine Kapelle umgestalteten Raum in der Zeutschen Botschaft hat am Donnerstag abend im Beisein der Eltern des verstorbenen Gesandtschaftsrates vom Rath eine interne Trauerfeier für die Mitglieder der deutschen Botschaft stattgefunden. Die Gehilfen des Militärattachès hielten in Uniform die Ehrenwache. Die Feier wurde umrahmt mit Vorträgen getragener Musik. Zunächst sprach der deutsche Borschafter, der die Mutter des Verstorbenen zum Katafalk führte. Er widmete in bewegten Worten seinem Mitarbeiter und Freund im Namen der deutschen Botschaft einen tiefempfundenen Nachruf. Der Landesgruppenleiter, Gesandtschaftsrat Dr. Ehrich, rief hierauf dem im Ausland gesallenen Parteigenossen und Kameraden im Namen der Deutschen in Frankreich, die sich in Ehrfurcht vor seinem großen Opfer und dem Schmerz seiner Eltern neigen, ebenfalls ein letztes Lebewohl zu. An dem Sarg des verstorbenen Gesandtschaftsrates vom Rath haben außer der deutschen Botschaft und der Landesgruppe die frärzösische Regierung und das französische Außenministeriam Kränze niederlegen lassen. Der talienische Geschäftsträger Pruna wird am 11. November nachmittags in Begleitung des italienischen Marineund des Luftattachés sowie in Begleitung von Vertretern des hiesigen Fascio im Auftrage Mussolinis einen Kranz an dem Sarg von Gesandtschaftsrat vom Rath niederlegen. Samstag offizielle Trauerfeier in Paris. DNB Paris, 10. November. Die offizielle Trauerfeier für Gesandtschaftsrat vom Rath wird unter Teilnahme der Regierung und des diplomatischen Korps am Sonnabend, dem 12. November, mittags um 12 Uhr, in der deutschen evangelischen Kirche in Paris(25. Rue Blanche) stattfinden. Von der Kirche aus wird dann der Sarg mit kleinem Trauergeleit zum Bahnhof befördert, von wo er nach Deutschland übergeführt wird. Untersuchung durch Irrenärzte. (!) Paris, 10. November. Der mit der Untersuchung des von dem Juden Grünspan begangenen feigen Attentats beauftragte Richter hat drei Irrenärzte beauftragt, den Geisteszustand des Täters zu prüfen. Bestürzung in der Presse. (!) Paris, 10. November. Alle Pariser Morgenzeitungen berichten ausführlich und mit bewegten Worten über die letzten Stunden des verstorbenen deutschen Gesandtschaftsrats vom Rath sowie über den nächtlichen Trauerzug, der die sterblichen Reste des Ermordeten von der Klinik zur deutschen Botschaft begleitete. In einem Schlußabsatz seines täglichen Leitartikels schreibt d'Ormesson im„Figaro“, der Tod des Herrn vom Rath habe in Paris eine tiefe Bestürzung verursacht.„Wir verneigen uns mit Achtung und Bedauern vor diesem unschuldigen Opfer der bis zum Verbrechen entfesselten Leidenschaften.“ Die radikalsoziale„Ere Nouvelle“, die sich in den letzten Tagen anläßlich der jüdischen Mordtat schon einmal mit sehr scharfen Worten gegen das Unwesen der jüdischen Emigranten in Frankreich ausgesprochen und in diesem Zusammenhang die Einführungsdes Numerus clausus in Frankreich verlangt hatte, erklärt in ihrem Leitartikel, der Tod des jungen deutschen Diplomaten, der zum Opfer eines Attentats geworden sei, rufe schmerzliche Empfindungen wach. Jetzt habe man genug davon. Es sei sehr schön und gut, daß Frankreich ein gastfreundliches Land sei, aber man wolle nicht, daß es ein Land des Abschaums der Menschheit sei. Dem internationalen Verbrechertum gegenüber dürfe man kein Mitleid haben. Das ganze Mitleid dürfe und werde nur diesem Opfer gelten, das man vergeblich am Leben zu erhalten versucht habe. Gleich nach dem Attentat hatten wir unserer Ansicht Ausdruck verliehen, der Tod des Herrn vom Rath kann diese Ansicht nicht ändern. Ganz im Gegenteil! Für unser Land und für die Großzügigkeit und das Wohlwollen Frankreichs ist nur eines schimpflich: Dieser Mord. SS=Vereidigung vor der Der Führer sprach zu seinen Männern. + München, 10. November. Den erhebenden Abschluß der Feierlichkeiten des 9. November bildete, wie alljährlich, um die Mitternachtsstunde die Vereidigung der SS=Anwärter durch Reichsführer SS Himmler in Anwesenheit des Führers. In tiefer Staffel von der Feldherrnhalle bis weit in die Ludwigsstraße hinein standen die 10 600 Männer der SS=Verfügungstruppe und der SS=Totenkopfverbände mit den nach München befohlenen Führern und Unterführern beim Schein der Fackeln angetreten. Gleichzeitig wurden in ihren Standorten im Reiche 40 000 SSAngehörige vereidigt. Mit dem Glockenschlag Mitternacht traf der Führer an der Feldherrnhalle ein und grüßte nach der Meldung durch Reichsführer SS von den Stufen der Feldherrnhalle die Truppe mit einem„Siegheil SSMänner!“ Nach dem Kommando„Helm av zum Gebet!“ nahm Reichsführer SS Himmler unter den Klängen des Liedes„Wir treten zum Beten“ die Vereidigung vor. Der Führer richtete dann an die vereidigten SSRekruten eine Ansprache, in der er, ausgehend von der Erinnerung an den Zusammenbruch vor 20 Jahren und an die Blutopfer der ersten Erhebung des Jahres 1923, die auf diesem Platz fielen, den Sinn und die Aufgabe der nationalsozialistischen Schutzstaffeln kennzeichnete. Der Führer betonte die besondere Bedeutung des Tages, an dem die jungen SS=Männer zum ersten Male ihren Eid im Großdeutschen Reich ablegten und wies auf die Verpflichtung hin, die ihnen daraus erwachse. Seine kurze und eindringliche Ansprache schloß der Führer mit den Worten: „In allem erwarte ich von Euch, daß Ihr den Spruch wahr macht, den Ihr zu tragen die Ehre habt: Eure Ehre muß immer und unter allen Umständen die Treue sein!" Das Staffellied erklang, und dann schritt der Führer durch die Reihen seiner SS=Männer, wobei er die SSGruppenführer Seyn=Inquart, Konrad Henlein und Dr. Kaltenbrunner mit Handschlag begrüßte. Besonders eindrucksvoll gestalteten sich die Feierstunden in Wien, wo die neun Kreise ihrer Helden gedachten: Den feierlichen Ausklang der Gedenkfeiern bildete die Vereidigung der Wiener SS=Männer auf den Führer um Mitternacht, an der auch zahlreiche führende Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht teilgenommen hatten. DNB Berlin, 10. November. Nach Bekanntwerden des hervorragenden Ergebnisses der Rundfunkteilnehmerzunahme im Monat Oktober, durch die im Altreich die zehnte Hörermillion überschritten wurde, hat Reichsamtsleiter Hans Kriegler, Präsident der Reichsrundfunkkammer, telegraphisch dem in München weilenden Reichsminister Dr. Goebbels folgende Meldung erstattet: „Ich melde Ihnen, daß am 1. November 1938 im Altreich die 10=Millionen=Grenze der Rundfunkteilnehmer mit 10 098 188 überschritten worden ist. Im Oktober 1938 ist der bisher höchste Monatszugang mit 343 511 neuen Rundfunkteilnehmer seit Bestehen des Rundfunks in Deutschland zu verzeichnen. Während wir sonst im Jahresduroschnit, einen Rundfunkteilnehmerzugang von rund einer Million neuer Rundfunkteilnehmer zu verzeichnen hatten, haben die Monate September und Oktober 1938 allein einen Zuwachs von mehr als einer halben Million, nämlich von 545 744 Rundfunkteilnehmern gebracht. Diese Rekordziffern sind in erster Linie dem von Ihnen bei Eröffnung der„15. großen deutschen Rundfunkausstellung 1938“ verkündeten„Deutschen Kleinempfänger 1938“ zu verdanken, von dem bis heute über 400 000 Stück auf dem deutschen Inlandsmarkt abgesetzt worden sind.“ Reichsminister Dr. Goebbels hat daraufhin wie folgt geantwortet: „Ihre Meldung von der Erreichung der ZehnMillionen=Grenze der Rundfunkteilnehmer allein im Altreich hat mich sehr erfreut. deutschen Rundfunk zu diesem * Die Langemarck=Feier auf dem Heldenfriedhof in Langemarck am Freitag, 11. November, 10 Uhr bis 10,45 Uhr, wird übernommen vom Deutschlandsender und den Reichssendern Breslau, Königsberg, Köln, München, Wien, Hamburg, Leipzig, Saarbrücken und dem Landessender Danzig. itetn mit 2011 Ich beglückwünsche den außerordentlichen Erfolg.“ am Neue Erfolge am Ebro=Bogen. DNB Bilbao, 10. November. Die nationalen Truppen haben am Ebro=Bogen ihren Mittwoch begonnenen Vormarsch am Nordhang des Perlas=Gebirges in Richtung Asco fortgesetzt und die Straße von Ventax=Camposines nach Asco erreicht. Einzelne rote Truppenverbände leisten hinhaltenden Widerstand, während ein großer Teil der Sowjetspanier bereits auf dem Rückzug über den Ebro begriffen ist, der jedoch dadurch sehr erschwert wird, da sämtliche noch im Besitz der Roten befindlichen Brücken zerstört sind. Der Rückzug erfolgt größtenteils auf Fähren. Die Säuberung des Ebro=Bogens vom Feind dürfte bald bevorstehen. An der Lerida=Front haben die Sowjetspanier Entlastungsangriffe am Segre=Fluß durchgeführt und große Verstärkungen an Menschen und Material in der Nacht zum Donnerstag vorgebracht. Am nördlichen Segre=Ufer kam es daher am Donnerstagvormittag zu heftigen Nahkämpfen, da dichter Nebel den Einsatz der nationalen Artillerie und Luftwaffe verhinderte. Im Mittelpunkt der Kämpfe stand der 8 Kilometer südlich der Hauptstraße Lerida—Saragossa am Segre=Ufer gelegene Ort Seros, der um die Mittagszeit von den In Erwartung der neu Notverordnungen. Daladier und Reynaud werden zum franzö Volk sprechen. Die Schüsse des jüdischen Mordbanditen in der deutschen Botschaft in Paris haben in ganz reich eine starke Beunruhigung ausgelöst, insofen lich, als sich mit einem Schlage die Unhaltbg, des Zustandes enthüllt, daß die Hauptstadt de des das Sammelbecken verbrecherischer Elemente: Während die Erörterungen darüber mit Leidenschaft geführt werden, lenkt auch ein andere tisches Ereignis die Aufmerksamkeit des ganzen auf sich: die letzten Vorbereitungen der Regiery den Erlaß der neuen Notverordnunge Ueberwindung der finanziellen und wirtschaf Schwierigkeiten Frankreichs. Am Wochenende,s es, werden diese Notverordnungen bekanntgegebe den, nachdem der Kabinettsrat unad anschließen Ministerrat damit befaßt worden sind. Unmittel hat, diese Beratungen wird sich eine Rundfunks en schließen, in der der Ministerpräsident Daladies glauben, der Finanzminister Reynaud einen Appellafranzösische Volk richten wollen, durch eine Da hat gangen. meint, was blind. Ur Leidenscha Pfeil, den schossen he Nun sucht ganz so al schlägt zu und wend feldzug h weniger griffenen schwere Arbeit der Regier gerade se Da ist plinierte Haltung die unterstützen. Einzelheiten über die Notverordnungstehra noch nicht hesannt emarden Augenolt bis zum Augenblick noch nicht bekannt geworden, Finanzministerium ebenso wie das Ministerprä ausdrücklich Wert darauf legen, über die Sanien pläne zunächst Stillschweigen zu bewahren. Die dieser Tatsache ergebenden Gerüchte über angeblich nungsverschiedenheiten zwischen Daladier und Re werden energisch dementiert. Vermutungen deute auf hin, daß u. a. eine Senkung des Zinsfi für Kredite in Frage kommen soll, ebenso wi neue Regelung der Kontingentierung der treideerzeugung. Zur Wiederherstellung Staatskredites wurden Ausgabenkürzungen dikaler Art auf dem Wege rigoroser Einsparung erwarten sein, auch glaubt man, daß hinsichtlich verhängnisvoll auswirkenden Vierzigstundenwoche nahmen weitgreifender Art verfügt werden. Nationaltruppen eingenommen werden konnte. gelang es dann später auch, den Feind aus der gebung von Seros zu verdrängen und wichtige Stell zu besetzen, wobei über 200 Gefangene gemacht Das italienische Rassengeset aber auch liegen. widerlege verloren, sind. De kommt d dem Gef wirkunge zu überr keiner ol Beweise geführt Der Verl die Wah können. Es m wohl me Motiven wird im griffen Wann d man lei schreiben Aber au mindeste Erfolge Durchgreifende Bestimmungen. Vom italienischen Ministerrat angenommen. A Rom, 10. November. auf Vorschlag des Duce in Der Ministerrat nahm seiner Eigenschaft als Innenminister das entscheidende Gesetz zur Verteidigung der italienischen Rasse an. Das Gesetz, das die Beschlüsse des Großen Rates des Faschismus gesetzlich verankert, bestimmt im wesentlichen: Die Ehe zwischen einem italienischen Staatsangehörigen arischer Rasse mit einer Person anderer Rasse ist verboten. Unbeschadet dieses Verbots bedarf die Eheschließung italienischer Saatsangehöriger mit Ausländern der vorherigen Zustimung des Innenministers. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Beamte der Zivil= und Militärverwaltung, der Organisationen der Faschistischen Partei oder der von ihr kontrollierten Organe der Provinzial= und Gemeindebehörde, der halbstaatlichen Gesellschaften, der Syndikate und der ihnen angeschlossenen Verbände können keine Ehe mit Ausländern eingehen. Kirchliche Ehen, die zwischen einem italienischen Staatsangehörigen arischer Rasse mit einer Person anderer Rasse geschlossen werden, können keine gesetzliche Gültigkeit erlangen. Geistliche, die solche Ehen schließen sollten, werden mit Geldstrafen belegt. Jüdischer Rasse ist bezw. wird als Angehöriger der jüdischen Rasse betrachtet, wer von zwei Elternteilen jüdischer Rasse abstammt, auch wenn diese einer anderen als der jüdischen Religion angehören; wer von Eltern stammt, von denen ein Teil jüdischer Rasse und der andere Der Dank des Führers an die deutsche Presse. Empfang im Führerbau. DNB München, 10. November. dem festen Willen beseelt sei, sich in ihrer den Führer von niemandem übertreffen zu Die Ostmark feierte zum ersten Mal den 9. November. Wien, 10. November. jang tehe I Abge 2 riel Zum ersten Mal konnte auch die Ostmark offen der Helden gedenken, die am 9. November 1923 durch ihren Tod das Fundament für Aufstieg und Sieg der Bewegung Adolf Hitlers legten. Die Ostmark verband damit das Gedenken an jene Toten, die für die Freiheit und die Heimkehr ihrer Heimat in das große Reich gefallen waren. Der Führer gab am Donnerstag im Führerbau zu München einen Abendempfang für die deutsche Presse, zu dem über 400 namhafte deutsche Journalisten und Verleger geladen waren. An der Spitze der Erschienenen sah man den Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels, den Präsidenten der Reichspressekammer Reichsleiter Amann sowie Reichsleiter Rosenberg und Staatssekretär Hanke. Reichspressechef Reichsleiter Dr. Dietrich, der die Männer der Presse im Auftrage des Führers zu diesem Abend geladen hatte, begrüßte in ihrem Namen den Führer und legte für die deutsche Presse ein Bekenntnis zum neuen Ethos der journalistischen Arbeit im nationalsozialistischen Deutschland ab. In fast einstündiger Rede sprach dann der Führer zu den Männern der großdeutschen Presse. Er gab einen Ueberblick über den Sinn des politischen Geschehens des Jahres und umriß die Erkenntnisse, die sich aus dem Ablauf der Ereignisse ergeben. Der Führer dankte der Presse für ihren Einsatz im Kampf um das Lebensrecht des deutschen Volkes. Er würdigte die Bedeutung dieses Einsatzes für die innere Geschlossenheit der deutschen Nation und sprach eingehend von dem gerade im nationalsozialistischen Deutschland vervielfachten politischen Gewicht des journalistischen Schaffens. Er kennzeichnete am Schluß seiner Rede die großen innen= und außenpolitischen Aufgaben, die der deutschen Presse auch fernerhin für Gegenwart und Zukunft gestellt sind. Namens der ganzen deutschen Presse dankte Reichspressechef Dr. Dietrich dem Führer für seine richtungweisenden Ausführungen und seine wundervollen Worte, die er für die deutsche Presse gefunden habe. Er sprach im Namen aller das Gelöbnis aus, daß die deutsche Presse von Arbeit für lassen. Der Führer verbrachte anschließend mit den Herren seiner Begleitung den Abend im Kreise seiner Gäste, wobei er Gelegenheit nahm, sich mit zahlreichen Journalisten über ihre Arbeit zu unterhalten. Der Führer im Hause Rudolf f DNB München, 10. November. In Anwesenheit des Führers fand am Donnerstag in engstem Familienkreis das Fest der Namensgebung für den Sohn des Stellvertreters des Führers statt, der den Namen Wolf Rüdiger erhielt, Zugleich mit Wolf Rüdiger Heß wurden einem kleinen Vetter, der am 30. Januar geboren ist, und dem Sohn eines früheren österreichischen Flüchtlings, der im Hause Heß als Fahrer tätig ist, ihre Namen gegeben. Teil Ausländer ist; wer von einer Mutter jüdischer und einem unbekannten Vater abstammt; wer von nischen Elternteilen abstammt, von denen nur ein Jude ist, aber der jüdischen Religion angehört oderi wie Mitglied einer jüdischen Gemeinschaft ist oder si Judentum bekannt hat. Als nicht der jüdischen Rasse angeh wird derjenige betrachtet, der von zwei italienische ternteilen abstammt, von denen nur einer jüdischer ist und sich bereits vor dem 1. Oktober 1938 zu eine der jüdischen Religion verschiedenen Religion bekam Die Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse muß in standesamtlichen Urkunden und auf allen behörd Ausweisen verzeichnet sein. Italienische Staatsangehörige je scher Rasse können nicht Militärdienst im Frieden Krieg leisten; das Amt eines Vormunds von Nicht ausüben; Inhaber oder Leiter von für die Lande teidigung wichtigen Betrieben sein oder von andere trieben, die mehr als 100 Angestellte beschäftigen. können sie in solchen Betrieben keine leitenden Stell bekleiden; Boden im Werte von über 5000 Lire Häuser, deren Steuerwert auf über 20 000 Lire schlagt sind, besitzen. Jüdischen Eltern können die Elternrechtei Kinder, die nicht der jüdischen Religion angehi abgesprochen werden, sofern sie diesen Kindern Erziehung zuteil werden lassen, die nicht den Prin der Religion der Kinder oder den nationalen Zielen sprechen. Juden können italienische Staatsan hörige arischer Rasse nicht als Die boten beschäftigen. Sie können keine Ans lung finden bei der staatlichen Zivil= und Militän waltung; der Faschistischen Partei und von ihr kor lierten Organisationen; Provinz= und Gemeindeven tungen, Fürsorge= und Wohlfahrtseinrichtungen allen jenen Unternehmungen, die stäatliche Beiträg halten; städtischen Werken; halbstaatlichen Verwal gen; Syndikaten; nationalen Stiftungen; den ös lichen Betieben, die einer staatlichen Kontrolle liegen; der Verwaltung von Banken von nationalen teresse und von privaten Versicherungsgesellschaften. Ausnahmebestimmungen können angem werden auf Angehörige von Familien von Gefall des Weltkrieges und der Kriege in Libyen, Aetiopien Spanien und der für die faschistische Revolution nen; auf jüdische Kriegsbeschädigte sowie Krieg gruß un Den ber 1923 Hofe des im treue Volkes fi Grenz Mittwoch Saal wa schlag be Musikdir nauer Melodie“ mahnte Pg. Lal Novembe Gescheher über die sich der Bühne ernst=stin Stunde! SA=Ober men der spiel un Namen falen-No zuletzt ge ten dral hand in vom starb im Vaterlai unser. G Toteneh hoven, 1 schluß si worte, vom 9. ben des Ergänzungswahlen zum Reichstag in den sudetendeutschen Gebieten. DNB Berlin, 10. November. Im Reichsgesetzblatt vom 10. November ist ein Führer=Erlaß über Ergänzungswahlen zum Großdeutschen Reichstag in den sudetendeutschen Gebieten erschienen. Diese Ergänzungswahlen, durch die den sudetendeutschen Volksgenossen eine Vertretung im Großdeutschen Reichstag eröffnet werden soll, sind auf Sonntag, den 4. Dezember 1938, festgesetzt. Aus der Zweckbestimmung dieser Ergänzungswahl ergibt sich, daß nur die sudetendeutschen Volksgenossen an der Ergänzungswahl teilnehmen. Die näheren Vorschriften über die Durchführung der Wahl werden in Kürze ergehen. willige dieser Feldzüge; Teilnehmer dieser Feldzüge zumindest das Kriegsverdienstkreuz erhatten haben; wundete der faschistischen Revolution; Angehörige Faschistischen Partei, sofern sie ihr 1919, 1920, 1921 1922 oder im zweiten Halbjahr 1924 beigetreten Fiume=Freiwillige und Juden mit außergewöhnlig Verdiensten. Ausländischen Juden ist es verboten, Königreich Italien, in Libyen oder in den ägäischen sitzungen festen Wohnsitz zu nehmen. Uebergangsbe mungen setzen u. a. fest, daß ausländische Juden, die nach dem 1. Januar 1919 in diesen Gebieten ns gelassen haben, sofern sie nicht vor dem 1. Oktober das 65. Lebensjahr überschritten hatten oder mit lienern verheiratet waren, bis spätestens 12. 1939 diese Gebiete verlassen haben m ferner, daß die italienischen Juden aus allen Pos zu denen sie in Zukunft nicht mehr zugelassen sind, nerhalb von drei Monaten auszusche haben, sowie schließlich, daß die nach dem 1. 1919 ausländischen Juden zuerkannte italieniStaatsbürgerschaft als aufgehoben trachtet wird. ung, gesch ührert men we genüber für ihr gangen Mitgl Die italienische Schule judenfrel A Rom, 10. Roven Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am Donnereinen Gesetzentwurf genehmigt, in dem dee zur Vernaung der Rasse im Schulwesen schon ergangenen BeHiernach wird gung der Rasse im mungen zusammengefaßt werden. Hernac stellt, daß Juden und jüdische Schüler von allen innerhalb der von Italienern besuchten Schulen Privatschulen angeschlossen sind. Es ist die Schaf jüdischer Volks= und Mittelschulen. sehen, bei denen vor allem jüdische Lehrer Anstellung wegung den sollen, die unter die Auspahmebestimmungense In Ortsgri mann, grupper nossen Stoßtri Pg. M organis mals d teilte e um in Führer hören. Bi truppeinem in der überna mal di er neus ngen. zum franzö Gronauer Stadt-Rundschau Gronan, den 11. November 1938. dbanditen 6r jaben in ganz Zur rechten Zeit. Hauptstadt Da hat einer aus Haß und Mißgunst eine Torheit beder Elemense dangen, Natürlich hat er im entscheidenden Augenblick gerüber mit zien meint, das Richtige zu tun. Der Haß macht nun einmal uch ein anders hlind. Uro es kann einer sehr klug sein; wenn er von des ganzen Leidenschaft getrieben wird, versagt jede Klugheit. Der N Pfeil, den er gegen einen vermeintlichen Gegner abgeschosfen hat, ist sehr hart auf ihn selbst zurückgesprungen. der Regieru rordnunge und wirtschaff Nun sucht er zu retten, was zu retten ist. Und es sieht Wochenende, bekanntgegeber lad anschließen Unmittelh ndfunksen nt Daladie n Appella en, durch eine it der Regiern ganz so aus, als ob er Oberwasser bekäme. Die Stimmung schlägt zu seinen Gunsten um, man steht auf seiner Seite und wendet sich nicht gegen den Fehler, den er gemacht hat, sondern gegen den, über den der Verleumdungsfeldzug herfällt. Da die Menschen meist recht gern das glauben, was gegen einen andern spricht, und viel weniger gern bereit sind, wohlwollend für einen Angegriffenen einzutreten, hat ja ein solcher Feldzug nicht gerade sehr selten Erfolg. Da ist ein Dritter, der sich die Sache recht ruhig ansteht und die Dinge sich entwickeln läßt. Dann kommt der Augenblick, in dem er zugreift. Jetzt liegen die Dinge aber auch so, daß eine ganze Menge Blößen offen zu Tage liegen. Unwahre Behauptungen lassen sich mit Beweisen widerlegen, hämische Bemerkungen haben ihre Stoßkraft verloren, weil sie durch Wiederholung stumpf geworden sind. Das ist der Augenblick, in dem er zugreift. Jetzt abter und t die scharfe Abwehr, die kräftige Abfuhr, die aus urungen deute dem Gefühl der Sicherheit und Wahrheit entspringende des Zinss wirkungsvolle Abwehr. Wohl sind einige Schwierigkeiten oll, ebenso wil z überwinden, denn die vorgebildete Meinung läßt keiner ohne weiteres fahren. Aber unter der Wucht der Beweise und unter der Klarheit des Angriffs, der jetzt geführt wird, bricht das ganze Lügengebäude zusammen. Der Verleumder steht isoliert, sein Feldzug ist mißlungen, die Wahrheit ist gerettet, der Haß hat nicht triumphieren können. Es mag vielleicht nicht immer so laufen, aber es wird wohl meist so sein. Auch in anderen Fällen mit anderen Motiven und mit anderen Voraussetzungen. Die Wirkung wird immer dann dieselbe sein, wenn der Augenblick ergriffen wurde zu einer Tat mit den richtigen Mitteln. Wann dieser richtige Augenblick schlägt? Nein, das kann man leider nicht in einem allgemein gültigen Rezept beschreiben. Darüber entscheidet ausschließlich der Erfolg. 1 Aber aus den Erfolgen kann man schließen und lernen, mindestens so viel wie aus den Niederlagen. Nur daß die Erfolge angenehmer zu sein pflegen. otverordnunger nt geworden, s Ministerprä er die Sanien ahren. Die sit über angebliche ierung der. ederherstellung nkürzungen er Einsparung ß hinsichtlich gstundenwoche werden. IIIIIIIIIIIINNNINE den konnte. Feind aus der wichtige Stelln ne gemacht we Den Toten des 9. November. Würdige Gedenkfeier in Gronau. Den deutschen Freiheitskämpfern, die am 9. November 1923 um 12,30 Uhr vor der Feldherrnhalle sowie im Hofe des ehemaligen Kriegsministeriums zu München im treuen Glauben an die Wiederauferstehung ihres Volkes fielen, galt, wie im ganzen Reiche, so auch in der Grenzstadt Gronau die würdige Gedenkstunde, die Mittwochabend in der üerfüllten Tonhalle stattfand. Der Saal war eindrucksvoll geschmückt. Dumpfer Trommelschlag begleitete den Einmarsch der Fahnen. Dann hob Musikdirektor Scheffer den Stab und das Gronauer Konzertorchester bot mit der„Elegischen Melodie“ Griegsche Musik, die zu Einkehr und Besinnung mahnte und die rechte Einstimmung zu der Feier schuf. Pg. Lachenicht las dann einen Abschnitt über den„9. November 23“, von einem Teilnehmer des historischen dutter jüdischer imt; wer von denen nur ein ingehört oderi haft ist oder asse angehi wei italienische einer jüdische r 1938 zu eine Religion bekam Rasse muß in allen behörd ehörige ji enst im Frieden inds von Nicht für die Lande der von anderer beschäftigen. leitenden Stellu 20 000 Lire v Geschehens eindrucksvoll geschrieben. Bei der Lesung über die Geschehnisse vor 15 Jahren in München teilte ternrechtei sich der Vorhang, das Saallicht verlosch und auf der eligion angeh. Bühne sah man ein Abbild der„Ewigen Wache“. Ein diesen Kinderng ernst=stimmungsvoller Ausdruck dieser symbolischen richt den Prin Stunde! Im Mittelpunkt stand die Totenehrung. tionalen Zielenf SA=Obersturmbannführer Offermann verlas die NaStaatsang men der ersten 16 Blutzeugen der Bewegung, deren Beiht als Die spiel uns dauernd voranleuchten soll. Er verlas auch die n keine Ann Namen der 8 Kameraden aus unserem Heimatgau Westil= und Militänz falen=Nord, die ihr Leben opferten für Deutschland. Und nd von ihr to zuletzt gab der Sprecher Kunde von der soeben verbreiteid Gemeinderen ten drahtlosen Nachricht, daß der durch jüdische Mörderinrichtungen hand in Paris schwer verletzte deutsche Botschaftsrat atliche Beiträgf vom Rath sein junges Leben aushauchte; auch er ttlichen Verwa= starb im Dienste für den Führer und unser gemeinsames ngen; den ö Vaterland. Allen diesen Toten gilt unser Gedenken und 1 Kontrolle unser Gelöbnis. Ernst und feierlich erklang nach dieser von nationalen Totenehrung die Egmont=Ouvertüre von L. van Beetsgesellschaften. hoven, vorgetragen durch das Konzertorchester. Zum können angen schluß sprach der Ortsgruppenleiter ter Balk Gedenkm von Gefall worte, die in der Erkenntnis gipfelten, daß die Schmach byen, Aetiopienz vom 9. November 1918 durch den Marsch und das SterRevolution Geit ben des 9. November 1923 ausgelöscht ist. Der Führersowie Krieg gruß und die Lieder der Deutschen beendeten die Kunddieser Feldzüge hatten haben, Angehörige 919, 1920, 1921 beigetreten außergewöhnle 5verboten n den ägäischen Uebergangsbelische Juden, die n Gebieten nie em 1. Oktober tten oder mit estens 12.M en haben m allen Pos zugelassen sind, auszuschel lach dem 1. te italieni ufgehoben Donnerr Vert en Bei= pred fe en St ulen Scho 2n gung, die uns an diesem 9. November 1918 so recht geschichtliche Größe und Wahrheit jener prophetischen führerworte inne werden ließ, daß einst die Zeit kommen werde,„da selbst die, die uns damals feindlich gegenüberstanden, in Ehrfurcht derer gedenken werden, die für ihr deutsches Volk den bitteren Weg des Todes gegangen sind.“ ten Brink-Kleidung ist die gute Fertigkleidung für die Dame, für den Herrn. Alle tragen sie gern. Mitglieder-Pflichtversammlung der Ortsgruppe Gronau=Ost. In der ersten MitgliedePflichtversammlung der Ortsgruppe Gronau=Ost, die im Saale des Pg. Bergmann, Gildehauser Str., stattfnd, begrüßte der Ortsgruppenleiter Pg. Molitor die erschienenen Parteigenossen und=genossinnen. Ganz besonders begrüßte er den Stoßtrupp=Redner, Pg. von Othegraven, Münster. d9. Molitor befaßte sich in seinen Ausführungen mit organisatorischen Fragen der Ortsgruppe und gab nochmals die Namen der Politischen Leiter bekannt. Weiter keilte er mit, daß die Vorbereitungen getroffen würden, um in einem Gemeinschaftsempfang die Rede unseres Führers aus dem Bürgerbräukeller in München zu Bis zur Uebertragung der Rede ergriff der Stoßrupp=Redner, Pg. Othegraven das Wort, der in nem kernigen Referat die Stellung der Parteigenossen n der Partei behandelte.„Wir haben in unserer Bejegung viele Parteigenossen, die erst nach der Machtübernahme zu uns gekommen sind. Nun hört man manchdie Redensart, das sind alles Maikäfer. Man muß bei dieser Redensart ohne weiteres annehmen, daß diese Parteigenossen nichts taugen. Ich möchte feststellen, daß es ganz gleich ist, wann der Parteigenosse zu uns gekommen ist, aber viel wichtiger ist, daß er seine Pflicht erfüllt. Nicht nur das Mitgliedsbuch, sondern die Arbeit in der Partei spielt eine Rolle. Viele tragen ihr Mitgliedsbuch in der Tasche mit der Absicht, durch die Partei etwas zu werden. Wieder andere bejahen den Führer, lehnen aber seine Mitarbeiter ab, oder bejahen Adolf Hitler und verneinen Alfred Rosenberg. Wir müssen verlangen, daß die Männer und Frauen, die in der Bewegung stehen, ihre Mitgliedsschaft bis in die letzte Konsequenz bejahen. Als Parteigenosse gilt es, Schwierigkeiten und Widerstände zu überwinden. Aber diese Schwierigkeiten und Widerstände müssen da sein, denn nur dann kann man erkennen, wer ein echter Parteigenosse ist.“ Mit diesen Ausführungen schloß der Redner seine kurze Rede und versprach, schon in aller Kürze in einer Groß=Kundgebung in der Ortsgruppe=Ost nochmals das Wort zu ergreifen. Im Anschluß hieran folgte die Uebertragung der Rede unseres Führers. Bürgermeister Pg. Köster zum 9. November Zum Gedenken der toten Helden vom 9. November 1923 hatte Bürgermeister Pg. Köster seine Gefolgschaftsmitglieder zu einem Appell zusammengerufen. Als Deutschland in Schmach und Schande lag, so führte der Bürgermeister aus, scharten sich in München um den Führer die besten Männer der Nation, um Deutschlands Schicksal zu wenden. Sie glaubten an diese Wendung und setzten dafür ihr Leben ein. Bürgermeister Köster gedachte der zwei Millionen gefallenen Helden des Weltkrieges und der vielen Mitkämpfer der Bewegung, denen das Braunhemd zum Totenhemd wurde. Sie alle kannten nur ein Ziel„Deutschland und nochmals Deutschland“. Der Bürgermeister stellte die toten Helden als leuchtendes Vorbild hin und mahnte seine Gefolgschaftsmitglieder, ihr ganzes Schaffen und Streben für die gleichen Ziele„Deutschland“ unterzuordnen. Die eindrucksvolle Gedächtnisfeier schloß mit dreifachem Sieg=Heil auf Führer und Vaterland. Zwei Innungsversammlungen in Ahaus Versammlung der Uhrmacherinnung Ahaus Am Montagnachmittag tagte im Bahnhofshotel Burlage die Uhrmacherinnung. Obermeister B. CostersGronau begrüßte die fast vollzählig erschienenen Berufskollegen und gedachte des vor einigen Wochen verstorbenen Kollegen Lübbering=Vreden. Dann wurden verschiedene Schreiben des Reichsinnungsverbandes bekanntgegeben, die sich mit Berufs= und Organisationsfragen befaßten. Geschäftsführer Dr. König berichtete über die neuen Maßnahmen bezüglich der Einstellung und Ausbildung der Lehrlinge und verwies die Lehrmeister auf die„Fachlichen Vorschriften“, die in keiner Lehrstelle fehlen dürfen. Der Appell an die Innungsmitglieder, in diesem Jahre die Zeichnung zur Adolf=Hitler=Spende zu verdoppeln, brachte sofort guten Erfolg. Alsdann sprach Kreishandwerkswalter Pg. Blanke über den Leistungswettbewerb, den Handwerkerwettkampf, und die Berufswettkämpfe der Lehrlinge und forderte die Anwesenden geschlossen zur Teilnahme auf. Auch machte er auf das neue Jugendschutzgesetz aufmerksam. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden noch Fragen der Buchführung, der Weihnachtswerbung, Betriebsfest, Goldankaufgenehmigung u. a. m. in lebhaftem Meinungsaustausch erördert. Tagung der Bäckerinnung Ahaus Die Bäcker des Kreises Ahaus waren am Dienstag nachmittag im Hotel zur Post versammelt. Obermeister Mensing=Ahaus eröffnete die Tagung und ehrte die verstorbenen Berusskollegen B. Bakenecker sen.=Epe und Heinrich Ibing=Ammeloe in der üblichen Weise. Die reichhaltige Tagesordnung brachte nach Bekanntgabe einiger Schreiben zunächst eine Besprechung der Mehleinlagerungspflicht, deren Erfüllung eine staatspolitische Notwendigkeit ist. Deshalb sollen Befreiungs anträge auch nur in dringenden Fällen berücksichtigt werden. Eine lebhafte Aussprache entspann sich dann über das Zugabeverbot. Trotz des eindeutigen gesetzlichen Verbotes, der Kundschaft Zugaben zum Brot zu geben, ist diese Unsitte in verschiedenen Bäckereien noch gang und gäbe. Auch die Kundschaft ist in einigen Bezirken noch ganz darauf eingestellt und erwartet die Gewährung von Zugaben als eine Selbstverständlichkeit. Besonders werden Zugaben bei Familienfeierlichkeiten und zu Weihnachten beansprucht, die dann teils offen, teils hintenherum gewährt werden. Um diese Unsitte endgültig auszurotten und dem Gesetz Achtung zu verschaffen, sind nunmehr seitens der Innung verschärfte Maßnahmen vorgesehen, die bei jedem Verstoß rücksichtslos zur Anwendung kommen sollen. Geschäftsführer Dr. König sprach dann über die neuen Bestimmungen bezüglich der Einstellung der Lehrlinge, über Adolf=HitlerSpende, Buchführung und Meisterprüfung. Auch wurden die neuen Anweisungen über die WHW=Lieferungen bekanntgegeben. Der Lehrlingswart der Innung, Bäcker meister Terbeck=Stadtlohn, gab einen Bericht über den Verlauf der Herbstgesellenprüfung und die in den nächsten Wochen stattfindenden Zwischenprüfungen. Nach Erledigung dieser laufenden Angelegenheiten nahm Bezirksinnungsmeister Karl Ewald Grobe=Dortmund das Wort zu einem einstündigen Vortrage über die Gesamtlage. Seine Ausführungen, getragen von einem lebensfrohen Idealismus und tiefer Vaterlandsliebe, fanden bei allen Zuhörern stärkste Aufmerksamkeit und freudigen Widerhall. Redner führte u. a. aus:„Wir müssen das Weltgeschehen von der hohen Warte der Pflichterfüllung dem Vaterland gegenüber betrachten und dürfen uns nicht den großen Blick von den Kleinigkeiten des Alltags verfangen lassen. Wir leben in dem Bewußtsein, Mitkämpfer und Mithelfer unseres großen Führers sein zu dürfen. Die Ketten sind zerrissen, unsere Toten im Weltkriege und der braunen Armee sind nicht umsonst gestorben, der ewige Gedanke des großen, geeinten deutschen Volkes ist Wirklichkeit geworden. Uns kann nur ein Gedanke bewegen: Dem Vaterlande zu dienen und zu helfen. Das Joch des internationalen Judentums ist für immer abgeschüttelt. Standesehre und Handwerkerstolz sollen uns beseelen. Der Führer hat zuerst den deutschen Bauer und den deutschen Arbeiter wieder aufgerichtet, Schritt für Schritt schreitet auch die Gesundung des Handwerks fort. Viele Maßnahmen sind zur Erhaltung und Erstarkung eines leistungsfähigen Handwerks getroffen worden, die sich zum Teil schon jetzt auswirken, zum Teil aber erst in späteren Jahren zur vollen Auswirkung kommen werden. Naturgemäß erfordert der Wiederaufbau Opfer. Aber da gibt es kein Wenn und Aber. auch wenn wir die Bedeutung und Notwendigkeit mancher Maßnahmen noch nicht erkennen. Ordnung muß sein. Wir wollen uns freudig zur Gemeinschaftsarbeit bekennen. In der Gemeinschaft ist Deutschland groß geworden, nichts ist der Einzelne.“ Redner ging dann auf einige Berufsfragen ein u. a. Konzessionierung der Betriebe, Zugabeverbot, Lehrlingswesen, Bäckerfachschule=Bochum, Buchführung, Entschuldungsaktion, Umsiedlung, Hausierhandel, Erholungsheime. Hefepfennig. Lebhaft wurde es begrüßt, daß demnächst auch wieder die beliebten Verbands= bezw. Bezirkstage durch die Bezirksstelle durchgeführt werden sollen. Zum Abschluß sprach Kreishandwerkswalter Pg. Blanke über die Vertretung des Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront. Er forderte zur verstärkten Teilnahme am diesjährigen Leistungswettbewerb, sowie an dem Handwerkerwettkampf auf. Der Obermeister schloß die Tagung mit der Führerehrung. Eper Lokal-Nachrichten Der 9. November in Epe Zu einer eindrucksvollen Feierstunde gestaltete sich die diesjährige Ehrung der Toten des 9. November. Die Parteigenossen, die Angehörigen der Gliederungen, sowie zahlreiche Volksgenossen hatten sich um 20 Uhr im Saale Meyer eingefunden. Gestaltet wurde die Gedenkfeier von unserem Jungvolk und der Hitler=Jugend unter Leitung von Pg. Richwin, unter Mitwirkung der Kriegerkameradschaftskapelle. Zu Beginn wurde das alte Kampflied der Bewegung „Als die goldne Abendsonne“ gesungen. In eindrucksvollen Gedichten und Lesungen, vorgetragen von Mitgliedern des Jungvolkes und der HJ., kam die Bedeutung der Novembertage von 1918 und 1923 zum Ausdruck. Nach dem Lied„Argonnerwald“ ergriff Pg. Richwin das Wort. In kurzen Umrissen brachte er die Geschehnisse von November 1918 in Erinnerung, Er erinnerte an den unermüdlichen Kampf des Führers um Deutschland und verwies mit Verachtung auf den feigen Wortbruch eines Kahr und seiner Genossen, der die Revolution am 9. November 1923 zum Scheitern brachte. Aber von diesem Schlag hat sich die Bewegung nicht nur schnell erholt, sondern sie ist dadurch auch fester und stärker geworden. Der unerschütterliche Glaube des Führers an sein Volk und der jahrelange Kampf um die Macht konnten schließlich nicht umsonst bleiben, Heute am 9. Nonember 1938 können wir mit Stolz auf die Erfolge des Führers, auf die Schaffung des Großdeutschen Reiches zurückblicken. Und alle diese Erfolge wurden erzielt, ohne daß noch einmal deutsches Blut fließen und deutsche Brüder ihr Leben opfern mußten. Die Totenehrung erfolgte durch Verlesung der Namen der ersten Blutzeugen der Bewegung, der am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle in München gefallenen 16 Kämpfer. Währenddessen erklang das Lied vom guten Kameraden. Dann aber erschallte das Lied „Nun laßt die Fahnen fliegen", das uns zum weiteren Kampf mahnt. Mit der vom Ortsgruppenleiter Bartels vorgenommenen Führerehrung und dem Singen der Nationallieder fand die eindrucksvolle Gedenkfeier ihren Abschluß. Heldengedenkfeier der Eper Knabenschule, Am Mittwochmorgen, dem 9. November, fand auf dem Schulplatz der Hermann=Löns=Schule in Epe eine Feier zu Ehren der Helden des 9. November statt. Die Knaben aller Klassen hatten dort unter der Fahne Aufstellung genommen. Rektor Drees sprach zu ihnen von der Bedeutung des 9. November, der dem Volke und der Bewegung zwar immer in schmerzlicher Erinnerung bleiben werde, wie aber die Helden des 9. November 1923 dennoch gesiegt hätten. Mit dem Liede an die Helden von der Feldherrnhalle aus vielhundert Knabenkehlen endete die Schulfeier. Dreden Ueberführung der Hitlerjugend in die 5A. Große Rede des SA=Standartenführers Pg. Jirka=Rheine Am Dienstagabend wurden im Rahmen einer denkwürdigen Feierstunde die nunmehr 18 Jahre alt gewordenen Hitlerjungen in die Reihen der braunen Kämpfer des Führers, in die SA eingegliedert. Zu dieser Feier war der Kleine'sche Saal sinnvoll geschmückt, als die Sturmfahne der SA und die Fahne der HI einmarschierten. Die SA=Männer mit den Kameraden der HI hatten auf der Bühne Aufstellung genommen und leiteten die Feierstunde mit einem gemeinsamen Lied ein. SprechPrüfe die Leistungen des Winterhilfswerkes und vergleiche Deine Leistungen für das WHWI— Hast Du Deine Oflicht erfüllt? chor und Prologe, auf den Sinn der Feier hinweisend, der Jugend Richtung gebend, wechselten in ihrer Folge. Sodann ergriff der Führer der SA=Standarte 255 Rheine, Pg. Jirka. das Wort und richtete an seine jungen Kameraden zu ihrem Eintritt in die Sturmabteilung der Bewegung zündende Worte. Die jungen SA=Männer legten sodann feierlich den Eid auf den Führer ab und wurden durch Handschlag vom Standartenführer verpflichtet auf diesen Schwur. Hierauf ergriff Pg. Jirka wiederum das Wort zu einer großen, bedeutungsvollen Rede. Er ging dabei aus von den Zeiten des Kampfes und schilderte den Geist, die Manneszucht, den Mut und den Opferwillen der Kämpfer der Bewegung, der SA. Unbeirrbar, trotz Verleumdung und Verachtung, trotz Terror und Tod seien die braunen Soldaten dem Führer gefolgt und Miterbauer des neuen Deutschland, des großdeutschen Reiches geworden. Das größte, was je in die Geschichte der Welt eingegangen ist, sei die Einigung des deutschen Volkes zu einer Gemeinschaft. Größte Männer aller Zeiten hatten dieses versucht, doch keiner brachte das fertig, was der Führer vollbracht hat. o Aus der Stadt Ahaus HJ zum Appell angetreten Kreisleiter Tewes bei der Ahauser HJ am 9. November. + Kurz nach der Feierstunde des 9. November in Ahaus, bei der Kreisleiter Tewes die Gedenkrede auf die Toten der Bewegung gehalten hatte, trat die gesamte HJ des Standortes Ahaus vor dem Saal Burbaum zum Appell an. Schneidig ausgerichtet standen unsere Hitlerjungen im Dunkel des Abends, um einen kurzen Appell entgegenzunehmen und von den Beförderungen Kenntnis zu nehmen. Gefolgschaftsführer Dopatka appellierte mit wenigen Worten an die HJ, rief nochmals der Jugend die Bedeutung des Tages in Erinnerung und wies darauf hin, daß auch im Standort Ahaus zahlreiche Beförderungen erfolgt seien. Diese Beförderungen— so führte er aus— spornen uns noch mehr an, in Zukunft unsere Pflicht zu erfüllen, um im Dienst an Volk und Reich, im Glauben an den Führer unsere Pflicht zu tun. Dann wurden die Namen der Beförderten verlesen. Durch den Gefolgschaftsführer Dopatka wurde den einzelnen Hitlerjungen die Urkunde ausgehändigt und zu dieser Beförderung der Glückwunsch ausgesprochen. Kreisleiter Tewes. der dem kurzen Appell beiwohnte und sich ein Bild von unserer HI machen konnte, sprach jedem einzelnen Hitlerjungen ebenfalls seinen Glückwunsch aus und verpflichtete jeden durch Handschlag zur weiteren restlosen Hingabe an die große Aufgabe. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer wurde dieser bedeutungsvoller Appell geschlossen. Nachstehend bringen wir die Namen: Am 9. November 1938 wurden befördert: Zum Oberscharführer: Gefolgschaftsgeldverwalter Wolters;zum Oberkameradschaftsführer Bernhard Preißner; zum Oberrottenführer Erich Bauer; zum Oberrottenführer Josef Wensing; zum Oberrottenführer Gerhard Stange; zu Rottenführern Willi Handtke, Hans Dieker. Dirk Busen, Hermann Hopp, Hermann Büning, Hubert Hamann, Herm. Letschert. Werner Feldhaus, Otto Pichot, Hans Luthen, Carl Daume, Bernh. Söbbe, Theo Fuchtmann, Bernh. Leppen, Karlheinz Droege. Gerechte und verständliche Empörung Der Meuchelmord an dem Gesandtschaftsrat vom Rath in Paris hat in Deutschland eine gerechte Empörung hervorgerufen, die in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag sich Luft verschaffte. In Gronau. Epe und Ahaus kam es zu Vergeltungsaktionen gegen jüdische Gebäude und Geschäfte, auch gegen Juden, bei denen Schaufensterscheiben zertrümmert wurden. Oktenstein Was brachte der Sonntag in Oktenstein? Die ganzen Veranstaltungen und Versammlungen sind auf dem Lande möglichst auf den Sonntag gelegt. Es ist dieses auch verständlich; die Bewohner haben des sonntags mehr Zeit als werktags, zum anderen suchen sie sich auch mal gern von den Sorgen des Alltags zu befreien. Um 1 Uhr tagte im Saale des Wirtes Bonato der Reichsbund der Kinderreichen. Als war der Kreisabschnittswart dieser Organisation erschienen. Der Kreisabschnittswart behandelte die Interessenfrage des Bundes der Kinderreichen. Um 4½ Uhr wurde im Saale Räckers von der Gaufilmstelle der beliebte Tonfilm„Urlaub auf Ehrenwort“ vorgeführt. Der Film findet in der letzten Zeit in unserer Gemeinde einen regen Zuspruch. Dieses konnte man daraus ersehen, daß morgens schon alle Vorverkaufskarten abgesetzt waren. Und der Erfolg war ein großer. Die Besucher waren restlos von dem Film begeistert. Da aus unserer Gemeinde mehrere junge Männer zum Wehrdienst müssen, war nach der Filmveranstaltung ein Filmball bezw. Rekrutenabschiedsball geplant. Die jungen Wehrmänner aus Ottenstein und nähere Umgebung hatten sich auch restlos zu dem Ball eingefunden. Zum letzten Mal wollten sie noch mit ihren Kameraden und Kameradinnen in feucht=fröhlicher Weise zusammen sein, denn in ein paar Tagen werden sie in verschiedene Garnisonen eingezogen, um dem Vaterlande 2 Jahre zu dienen und als echte deutsche Soldaten ausgebildet zu werden. Alles in allem war der vergangene Sonntag mal wieder ein Tag, an dem noch mancher gerne zurückdenkt. Legden Hohes Alter. Der Schreinermeister Hermann Horst von hier kann am 13. November seinen 80. Geburtstag in voller geistiger und körperliche Frische begehen. In seinem Berufe ist er täglich stets noch einige Stunden tätig. Wir wünschen dem Jubilar noch einen langen schönen Lebensabend. Vereinsanzeiger (Nur für Mitteilungen an die Mitglieder Preis pro Millimeter Höhe 5 Pfennig.) NSKOV, Kämeradschaft Ahaus. Unser Kamerad Egbringhoff ist gestorben. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 12. ds. Mts., vom Krankenhaus aus statt. Antreten um 8,15 Uhr bei Harpering. Dies liest die hJ. Hitler=Jugend Gronau. Am heutigen Freitag, dem 11. November 1938 tritt die gesamte Fliegerschar pünktlich um 19,45 Uhr am Staatsjugendheim an. Der Gefolgschaftsführer. Hauptschrittleiter und verantwortlich für Politik und kultureller Leben: Dr. Ernst Buhla Stellvertreter und verantwortlich für bruch und politische Nachrichten: Dr. Fritz Rediger, für politik: Feitz Pfeiffer, für Münsterland, Heimatsport, Rudolf Ochsenknecht, sämtlich in Münster, Für den Un teil und Westdeutschland: Herman Diehold, Gelsen für Handel und Sport: Dr. Anton Henkel, Dortm Schriftleitung: Hans-Joachim von Winterfeld, Berlin. Anzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster i. W. Dr Ten» GmbH., Münster i. W. Zur Zeit gültiger Anzeigen-Tarif für die Zeno-Gese vom 10. 12. 1935. ür die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nr. 9 Verlag Gebr. Lensing, KG, Dortmund, Verlagel. B. Verantwortl. Schriftl. für den lokalen Teil: Dr. Ahaus, für den lokalen Anzeigenteil: Bernh.F Durchschnittsauflage X. 1938: Zeno-Zeitung insg enthaltend: Ahlener Volkszeitung, Ahlen, über Zeitung, Coesfeld, über 5300:— Borkener Zei 3200;— Bürgerblatt, Emmerich, über 1800;— Dülmen, über 2000:— Haltener Zeitung, Ha Kreiszeitung, Ahaus, über 3600:— Münsterlär Rheine, über 4800;— Emsländische Tageszeitur über 1050:— Neuer Emsbote, Watendorf, übe Ochtrup, über 1700:— Volksblatt, Bocholt, ü zeitung, Emsdetten, über 2000;— Volkszeitung ConcordiaLichtspiele Abaus Freitag und Samstag 8.30 Uhr Kirmes-Sonntag ab 3 Uhr durchlaufend Der lustige Soldatenfilm Die Geschichte einer Fronikameradschaft von Karl Bunje dem Verfasser des „Etappenhase. Ein Film der die heiteren Erlebnisse schildert, die unseren heldenmütigen Frontkämpfern die Schwere und den Ernst des Krieges oftmals ertragen halfen. Kirmes-Montag 3.30 und 8.30 Uhr Ein Film voll atemraubender Spannung ApolloTheater Gronau Ab heute 20.15 Uhr Eine Gipfelleistung der Filmkunst Manuel Ein erschütterndes Erlebnis! Der Film ist ausgezeichnet mit dem Prädikat „Künstlerisch wertvoll“ Erstkl. Beiprogramm WalhallaTheater Gronau Ab heute 20.15 Uhr Die reizende Filmoperette nach der berühmten Musikkomödie von Ziehrer. Die Landstreicher Darsteller: Paul Hörbiger Lucie Englisch Rudoll Platte Greil Theimer Ein Stelldichein der großen Komiker. Erstkl. Beiprogramm Achten Sie bitte auf die Samstagsinserate Habe mich mn Epe als prakt. Zahnarzt niedergelassen. Dr. F. J. 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Zu jedem Film Grobles Beiprogramm Die W sserzufuhr für den Bezirk Enscheder Straße ab Ernsting bis zur Grenze, weiterhin die Straßen im Brook und Beckerhook wird heute in der Zeit von 22.30 bis 2 Uhr wegen Arbeiten am Wasserrohrnetz gesperrt. Gronau i.W., den 11. Nov. 1938. Der Bürgermeister Schellfisch, kopflos. 500 gr. 393 (im Anschnitt 3 Pfg. Aufschlag) Grüne Heringe... 14 kg 50 Eine Rausbibliothek lür wenig Geld! Jeder Band ist in Ganzleinen gebunden und kostet... nur Pig. Anzengruber, Dorfgänge. „„ Der Sternsteinhof. „„ Der Schandfleck. Bloem, Komödiantinnen. Bulwer, Die letzten Tage von Pompeji. Dill, Die Herweghs. v. Francois, Die letzte Reckenburgerin. Freytag, Ingo. „. Ingraban. „„ Das Nest der Zaunkönige. „„ Die Brüder vom deutschen Hause. „„Die Geschwister. „„ Aus einer kleinen Stadt. „„ Soll und Haben Bd. V/II. „„ Die verlorene Handschrift Bd. I/II. Gerstäcker, Die Regulatoren in Arkansas. „. Die Flußpiraten des Mississippi. Hauff, Lichtenstein. Immermann, Der Oberhof. 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Da er mit Ursula nun doch einmal durch den Norden und die strahlenbunte Welt nordischer Dichtung zusamnenhing, tauchte ihre Gestalt jetzt, da er sich wieder auf tiedersächsischer Erde befand, ganz in den Hauch des Mordens ein, dessen Geist Ivo besonders verwandt war. Aus den tiefen Herbstnebeln, aus den bunten Flammen ves Herbstlaubs bildeten sich ihm wieder die Bilder eines Jünglingstums, das sich ganz versenkte in die Hröße und zwingende Gewalt nordischer Dichtung, ja, das die germanischen Götter glühend liebte und glaubte! Aus den magischen Farben des Herbstes, dem Gejeimnis seiner Wandlung, tauchte ihm die Erinnerung in die Sage vom„Ring des Odin" auf, dem„Draupsir“, den weisheitgewaltige Zwerge dem Gott schmiebeten, diesem unendlich sich neu gebärdenden Ring, der zu jeder neunten Nacht acht neue, goldschwere, glänzende e tropfte. So spiegelten sich ihm viele Kreise seines Nur der Kreis Ada Vallendar schien ihm, war er gewesen,— kühl und keusch, unendlich fern, gendämmerung umronnen, war er ihm enticht vom goldenen Sonnenstrahl des Tages einer Jünglingsseele gleich, vom Gott seines rwachen zurückgenommen. Licht des Rheinlands schlug den Zauberan, und die starke, erdduftende Luft des ihn mit diesem Jünglingsbilde an. In n, die um die hohen, alten Bäume ten sich die magischen Kreise. ich kein Gott war,— er schien dennoch ines Zauberringes, der neue Ringe tig in die Stadt. Da war hauptsächlich und der Professor selbst. Aber Ivo allendar, vorläufig. Das junge Ehenach seiner Rückkehr ein erstes Stocktel beziehen und unterhielt außerdem sohnung in Berlin. Die Brilohwerke errichteten eine Abzweigung in der Umgegend von Berlin. Sie arbeiteten den neuen, erfolgreichen Typ ihrer Verkehrs= und Sportflugzeuge Thor 1 und Thor 2 für Regierungszwecke heraus. Für das nächste Olympiafliegen trat Hermann Briloh selbst ins Kampffeld. Ivo traf Bruno des öfteren. Für November stand die Uraufführung seines Dramas„Der Empörer“ bevor. Es hatte zum Inhalt den Kampf eines deutschen Häuptlings gegen die herrschende Gewalt, die den deutschen Boden schädigt. Er verbindet sich mit seinem grimmigsten persönlichen Feind aus dem gleichen geistigen Ziel, verliert an diesen das Weib, das ihm folgt, und steht zuletzt— vor der geltenden Welt— als Verlorener und Verräter da, ein Opfer seines persönlichen Gottes, den er als Gott des Vaterlandes erkennt. Bruno Vallendar gestand in seiner Dichtung dem Schicksal den Willen zu und gestaltete die sichtbare Schuld unlösbar. Im Januar sollte das Berliner Staatstheater Brunos Drama herausbringen. Jetzt, da Ivo Blut und Seele des Rheinlandes immer noch durchwogte, zitternd, der magnetischen Nadel gleich, ihn in jeder Fiber berührte, wurde ihm Vallendars Wesen noch begreiflicher, lebendiger, denn Bruno war ja der Herkunft seiner Eltern nach ein Rheinländer zu nennen. Es war übrigens außerordentlich schön und befruchtend, gemeinsam mit Bruno Beobachtungen, Unterschiede der Stammeseigenschaften festzustellen. Bruno nannte sich selbst eine gleichgewichtige Mischung von Rheinland und Niedersachsen. „Meine rheinische Nerve,“ denn davon wollen wir zunächst einmal sprechen,—„hat sich der westfälischen Luft und Art so verbunden, daß ich, wenn ich tiefer im einsamen Land leben würde, wahrscheinlich zweitgesichtig würde.“ „Obwohl ich im Kamp zwischen den Kornfeldern lebe, kann ich nicht einmal behaupten, Bruno, daß ich zweitgesichtig bin. Ich habe freilich durchaus die Anlage dazu,— aber, ich weiß nicht, aus welchem Grunde,— ich bekämpfe sie.“ Er fragte Bruno nach seinen Großeltern in Unkel und erwähnte den Namen Millendonck.„Ja, natürlich,“ sagte Bruno,„der Name ist mir aus meiner Kindheit sehr gut bekannt. Millendonck hatte in Unkel eine Fabrik. Diesen Onkel Millendonck kenne ich sehr gut. Ada und ich haben als Kinder mit ihm und seiner Schwester Edith im Garten unserer Großeltern gespielt. Er ist jetzt schon Direktor eines großen chemischen Werks, wie ich hörte. Ausgezeichnete Erscheinung. Der elegante Typ des fränkischen Rheinländers.“ „Genau so. Ja, das ist er," bestätigte Ivo. Die Briefe, die in dieser Zeit zwischen Ursula und Ivo gewechselt wurden, trugen in sich einen verborgenen, verschleierten, innigen Klang, der vor Ivos Rheinfahrt nicht in ihnen lebte. Ivo spürte sich mit Ursula tief, ja erdhaft verbunden. Wie eine jähe Blüte war diese Bindung aufgebrochen, die er nie erahnt hatte. Blut und Geist stellten ihn vor Rätsel, forderten und fragten. Dennoch stieg gerade aus der Erde seiner Heimat eine Mahnung auf. In den hohen, dunklen Wipfeln der Wälder geisterten die Nebel. Ivo sah eine große, starke und frohe Zukunft sich für ihn öffnen,— und wendete sich doch wieder ab. Er spürte jetzt schon eine Schuld ihr Haupt erheben. Aber dieses Erleben in Ursula mußte seinen bestimmten Ablauf nehmen. Es war hell und jung und beseligend, und die Erinnerung an sie glich einem Paradiesesgarten. Manchmal sah er den Blick des Vaters prüfend auf sich ruhen. Reinhold Raven spürte vielleicht irgend eine Aenderung im Wesen seines Sohnes. Es war wohl ganz gut, daß zu November sich Onkel und Tante Wilken mit Toni ansagten. Sie wollten gemeinsam mit Reinhold Raven die Familiengräber besuchen. Vor diesen Gestalten seines weiteren Familienkreises verhielt sich Ivo jetzt noch zurückhaltender, beobachtender, als früher. Er hätte freilich sich selbst gescholten, wenn er unbegründeten Hochmut an sich hätte feststellen können. Denn er hatte eine eingewachsene Hochachtung vor der schweren, bodenständigen, rein bäuerlichen Art. Er selbst stellte ja auch durch das Leben seiner Kindheit eine Mischung dar zwischen bäuerlichem Landwirt und städtischem Kaufmannstum. Als die breite, dunkle Wucht der Wilken aus der Kalesche stieg,— sie mochten gleich Reinhold Raven das Pferd als Zugtier nicht entbehren.— Autos gab es ja genug,— stand Ivo in der Tür des Gutshauses. Dieser Onkel Heinrich Wilken war ein echter Bauer. Er sah aus wie die Scholle selbst. Vor seinem knochigen, geröteten Gesicht, in dem hellblaue, scharfe Augen unter weißlichen Brauen standen, dachte man an den Pflug, an den schweren Schritt des Pflügers, man dachte an die Tenne und das Wirtschaftsgerät. Und er sah aus wie ein echter Rechner, der jeden Pfennig auf seinen Wert erkannte. Darum wollte er auch den Ravenhof mit seinem Besitz verbinden. Die Base Toni hatte sich aus Anlaß des Totensestes in Schwarz gekleidet. Sie trug ein schwarzes Sammelkleid, über dem ihr brandroter, flirrender Wuschelkopf auffallend und eigenartig stand. Das Dunkel ihrel Tracht zierte ein heller Spitzenkragen heraus, und ein alter Goldschmuck, der aus bäuerlichem Besitz stammt. Gewiß, der Vater hatte schon recht,— die Toni war ein war, Denn ben union sich schen echtes Mädchen der Erde zwischen Haarstrang und Wesen, Eigentlich hätte sie noch Tracht ti tragen sollen, denn ihr ganze Erscheinung forderte das Bauernmädchen. Flüchtig huschten durch Ivos Gedanken die Augen blicke des Sommers zwischen dem gelben, brennenden Korn. Damals kam Eckart gelaufen, den struppigen „Allerleirauh“ auf dem Arm.„Allerleirauh“,— und Tonis Kindermärchen, das sie zusammen lasen, aus dem Apfelspeicher oder im Stallwinkel hockend.„Aller leirauh“ war neben Lux ein tüchtiger Hofhund nocten. In der großen Wohndiele war der Tisch gedeckt. Fras Schulten besorgte das um keine Spur anders als Hilde. Man sprach über Familie, Ernteertrag und Geld. Tom wirkte erwachsener als früher. Es war ein gewisses wußtsein in ihrem Wesen, eine geradere, gefaßtere Hartung neben Ivo, die ihm auffiel. Sie wanderten durch die Felder zum Gechtruper Friedhof. Dort lagen die Familiengräber. Ivo und Toni trugen Kränze und legten sie an den Gräbern der gemeinsamen Großeltern, der Frau Reinhold Ravens und des Onkels Martin nieder. Lange hatte Ivo nicht mehr das Grab seiner Mutiel besucht. Schweigend stand er vor der stillen Stätte, auf der herbstliche Chrysanthemen blühten. Er sah den dunklen Scheitel der Mutter, das Licht ihrer Stirn, den Blick ihrer blauen Augen, deren Iris düner umrandet war. Dieser Blick, der alle paradiesische eeligkeit der Kindheit in sich trug, aus dem alle Fragen des Kindes sich beantworteten, der Blick, der war. w. die verschleierte Ackerweite des Landes selbst. Hilde, ja, sie ähnelte der Mutter. Sie würde solch eine Frau werden, wie die Mutter sie gewesen war. Aber der Geist der Murter führte Ivo auf Ursprung zurück. Es war, als ob das Gleichnis. sich in ihm gebildet hatte, der Ring des Odin, der Krei= des Erlebens, sich erneuern wolle,— als ob er Bahnen seines Lebens in seine Kraft geschlossen tragund vorbereite.(Fortsetzung folgt.) DNB Hamburg, 9. Nonember. Hamburger Schwurgericht verurteilte nach Verhandlung den Gattenmörder Wilh Dos tägiger Verhandlung Krause zum Tode. Krause hatte seine Frau im Mai dieses Jahres ermordet. Die Leiche zerschnitt er in kleme Stücke, die er ins Herrengrabenfleet warf. val riben alische kanone olzkauf! m 12. Nov. erde ich hineine Partie gegen bar 5, Ahaus tisin hreibmaschin nnt, evtl. Ansofort, son ucht. Gronan Küchengeräte hen cht zu sofor tung der Küche handlung A Ahaus elden=Str. in n unter As 446 in Ahaus. eachtung Anzeige steht. nter Nr. eschäftsstelle den Namen nicht angeben. b nicht. e uns Arbeit tund Aerger Beilage wir können wieder stolz sein. Vor 20 Jahren— in Moskau. Kon unserem Berliner Schriftleiter.) v. W. Berlin, 10. November. Jeder von uns, der vor 20 Jahren im Strudel der griegsereignisse stand, hat die Novembertage anders erlcht. Noch immer aber lasten die Stunden auf uns, da weite Reich auseinanderbrach und Deutschland, unbedie Waffen niederlegte. Wir saßen damals in Sowjetrußland, „ Moskau, im Generalkonsulat, das dem Generalsonsul Hauschild unterstand, nachdem Graf Mirbach erwordet worden war. Wir wußten, was gespielt wurde und kämpften gegen die Bestrebungen des Bolschewismus, deutschland in den Kreis der bolschewistischen Staaten einzubeziehen. Aber weder Hauschilds Warnungen noch die des Grafen v. d. Goltz, der damals Finnland von den Kommunisten gesäubert hatte, ließen das Auswärtige Amt die Gefahr erkennen, in der wir schwebten. Wir sonferierten mit Radek, und er sprach offen über die sowietrussischen Ziele. Radek wünschte ein sowjetrussischdeutsches Bündnis. Die bolschewistischen Heere beider Staaten sollten am Rhein gegen die Heere der Entente den letzten Kampf auskämpfen. Karl Radek. Er sah aus, wie ein entlassener Kriegsgesangener. Er trug mit Vorliebe Wickelgamaschen zu datenhosen und, darüber fallend, ein russisches Hemd, Rubaschka. Er hatte in Moskau sein Hauptquartier im Hotel Metropol aufgeschlagen und hauste in zwei nicht sehr sauberen Räumen gemeinsam mit einer Sekretärin, einem jüdischen Mädchen, dem er solches Vertrauen entgegenbrachte, daß es Regierungshandlungen selbständig vornehmen konnte. Wir glaubten damals in Moshau, wir seien in einem Narrenhaus. Noch s Kerenski am Ruder war, hatte es genügend Nahrungsmittel in der Hauptstadt gegeben. Nun waren wir im Generalkosulat auf Zufuhren angewiesen, auf Zufuhren— aus Deutschland. Während die Menschen aber hungerten, eierten die Bolschewisten! Sie hörten nicht lauf zu feiern. In den Tagen vor der Revoution in Deutschland war ganz Moskau gemückt. Die grellsten Farben schrien damals gegeneinder. Die Sowjetrussen hatten die Sträucher und Bäume ngestrichen, die kahl um den Platz vor dem Kreml standen. Rote, blaue, grüne Aeste standen eigenartig gegen den weißlichen Himmel, der voller Schneelasten hing. Die öffentlichen Gebäude waren mit Bildern verziert worden, kubistischen Gemälden, deren Sinn niemand verstand, oder auch mit historischen Darstellungen. Da stieg ein Jude aus einem von jüdischen Knechten gezogenen Kahn, und Männer standen um ihn herum, die aus uralten Schießprügeln Löcher in die Luft schossen. Wir ertundigten uns nach dem Sinn des Bildes. Der aussteigende Jude war kein Jude, sondern ein ehemaliger russischer Räuber, ein Verbrecher, der nun von den Bolschewiki zum Nationalheiligen gemacht worden war. Ueberall Girlanden und Bänder. Der Kreml umstellt mit Denkmälern„berühmter Revolutionäre“, einen Robespierre itte gerade ein französischer Kapitän enthüllt, aber am chsten Morgen schon lag Robespierre zertrümmert am oden. Man kann sich vorstellen, wie die Gipsbüsten im soskauer Schnee= und Regenmatsch nach wenigen Tagen ssahen. Und dann Rednertribünen— zur Benutzung teigegeben für alle eingeschworenen Bolschewisten. Aber die Männer, die da für den Kommunismus in tönenden Phrasen warben, hatten keine Zuhörer. Gewiß, Menschen waren auf dem Platz, arme, verängstigte Kreaturen, die scheu nach einem weißen Block schielten, in den sich ein großer roter Keil hineinschob, vorbildlich die Zerschmetterung weißer Garden durch rote Horden. Kein srohes, befreiendes Lachen lag auf den Gesichtern der Russen. Die Menge drängte sich hinüber zur iberischen Kapelle, Männer und Frauen bekreuzigten sich. Sie beteten, Gott möge die Herrschaft der Bolschewisten aufhören lassen. Gewiß, es gab auch unter den Russen Kommunisten. Es waren nicht viele, und die Juden, die nun ihre Herrschaft im alten Zarenreiche errichtet hatten, verließen sich nur auf lettische, tartarische und mongolische Luppen. Diese Zeilen sind nicht etwa heute niedergeMieben. Sie sind Manuskripten aus dem Jahre 1918 nommen. Sie sind Originalberichte einer verflossenen eit! Die Nachricht, daß das alte Reich zusammengebrochen war, traf die Deutschen im Generalkonsulat aufs schwerste. Denn sie wußten, sie saßen dort auf vorgeschobenem Posten. Seit Tagen waren die Kommunisten stech und frecher geworden. Die Beziehungen zur Sowjetunion waren abgebrochen. Die Deutschen stellten sich unter schwedischen Schutz. Sie hatten die schwedische Flagge gehißt. Die Roten holten diese Fahne herunter, um ihren Fetzen zu hissen. Eine Wache der Tscherewytscheika erschien. Die Deutschen waren in ihrem bebäude Gefangene. Die rote Regierung hatte die deutschen Automobile beschlagnahmen lassen. Für Beschlagnahme kann man auch Stehlen sagen. Wir waren bei den Schweden gewesen, um um einen schwedischen Wagen zu bitten. Wir kamen zurück. Kaum waren wir im Vortaum des Generalkonsulats, da bedrohte uns ein iüdischer Jüngling mit seiner Waffe. Eine Lettin, die die bunt zusammengewürfelten Soldaten befehligte, machte Anstalten, uns über den Haufen schießen zu lassen. Das beneralkonsulat war nicht mehr in deutscher Hand. Ein Hinweis auf Joffe, den sowjetrussischen Botschafter in Deulschland, beseitigte die nächste Gefahr. Aber die fühtenden Herren des deutschen Generalkonsulats wurden gesondert eingesperrt. Die anderen kamen in das Logierus und es war ein eigenartiges Lagern, Offiziere und Angestellte, baltische und Moskauer deutsche Danen und Mädchen, die im Dienst des Generalkonsulats searbeitet hatten, verteilten sich auf die einzelnen Stuben. Die goldene Internationale(auch diese Worte stammen aus jener Zeit) hatte zunächst gesiegt. Radek verlangte die Bildung eines deutschen Soldatentats. Aber merkwürdig, oder vielleicht auch nicht merkbürdig, es gab in Moskau keine deutschen „Soldaten, die diesen roten Spuk mitmachten, sie hatten schon zuviel von den„Segnungen de. Bolschewismus“ gesehen. So setzten die Sowjets selbst den Rat ein. An die Spitze stellten sie einen Mann, der Josef Böhm hieß, und der nun den Posten des Genecaltonsuls übernahm und wohl auch unter Hauschilds Namen mit dem Berliner Auswärtigen Amt telephonierte. Da es anscheinend kaum deutsche Bolschewisten sab, verschrieb der Kreml Ersatz, Wir waren über„unsete" Kommunisten sehr erstaunt. Es waren meistens volnische und österreichllsche Juden. Tschitscherin erschien damals täglig, im Gebäude. Er sprach sundenlang mit Berlin, redigierte Telegramme und leitete von Moskau aus die deutsche Re„volution. Wir kämpften um Hauschilds Leben. Der obengekannte Herr Böhm wollte den Generalkonsul nicht aus Nußzland herauslassen. Wir waren nicht sehr beliebt in Freitag, den 1. November 1938 Nr. 309 „Der Krieg ist zu Ende." Marschall Foch diktiert das Dokument des Hasses. der Waffenstillstand am J. November 1918. Von Kurt Winkler. Am Morgen des 11. November 1918 liegt fast über der ganzen Westfront von der Nordsee bis zu den Alpen dichter Nebel. In den aufgeweichten Morast fällt neuer Regen. Nicht weniger trostlos ist dieser Morgen wie so viele andere, die im Laufe von vier Jahren verflossen sind— aber er ist nicht hoffnungslos. Ueberall an der Front weiß man, daß seit dem Morzen des 8. November im Walde von Compiègne um den Waffenstillstand gerungen wird. Noch ist keine Waffenruhe und kein Friede. Noch brüllen die Kanonen, rattern die MG.s und dröhnen die Minen. Aber das schaurige Konzert verhallt ohne Eindruck über den Fronten. In den Löchern und Gräben fürchtet man diese stählerne Uebermacht nicht mehr, weil man an die Verhandlungen im Walde von Compiègne denkt und nicht glauben kann daß die Verhandlungen anders enden können als mit jenem Wort, das die Todessymphonie zum Schweigen bringen soll. Das große Schweigen. Im Armeehauptquartier stürzt gegen 10 Uhr der General in das Büro seines Stabes:„Es ist aus! Waffenstillstand um 12 Uhr!“ Noch immer marschieren Bataillone an die Front, um in die Schlacht geworfen zu werden. Autokolonnen würgen sich an den Marschierenden vorbei, um Munition zu holen, die nicht mehr gebraucht wird. Der eine, der im Wagen des Armeestabes den Weg durch die wassergefüllten Löcher der Straße nach vorn eilt, ruft das Wort zwischen die Kolonnen:„Es ist aus!“ Im Walde von Compiègne. Die Fahrt zum Stelldichein im Walde von Compiègne fängt für die deutsche Delegation nicht gerade glücklich an. Kurz hinter Spa hat das Auto Erzbergers eine Panne. Es vergehen Stunden, bis ein anderer Wagen herbeigeholt ist. So wartet der Adjutant der 11. Infanterie=Division, Rittmeister Schaube, mit dem Trompeter=Sergeanten Zebrowski in Fourmies vergeblich auf die Kraftwagen der Delegation. Um 3 Uhr nachmittags des 7. November sollen sie eintreffen; es ist abends 9 Uhr, als die Kolonne sich endlich nähert. Nach kurzer Begrüßung und Meldung nimmt Rittmeister Schaube mit dem Sergeanten im vordersten Wagen Platz und geleitet unter dem Signal des Trompeters die Delegierten durch die eiligst beseitigten Drahtverhaue bis in die vorderste Linie. Unheimlich ist hier die Ruhe, während in den Abschnitten rechts und links der Lärm des Kampfes tobt. Ein französischer Offizier mit einem Trompeter nimmt die Wagen in Empfang. Sie fahren bis zum Bahnhof von Tergnier, wo ein Sonderzug bereitsteht... Dann rollt der Zug langsam durch die Nacht, dem Walde von Compiègne zu. Dicht am Bahnhof Rethondes, auf den Gleisen für Eisenbahngeschütze, die noch wenige Stunden vorher ihre Granaten hinter die deutschen Linien gejagt haben, trifft er am Morgen des 8. November gegen 7 Uhr ein. Als die Dämmerung durch die dürren, entlaubten Zweige des Gehölzes bricht, sehen die Delegierten einen anderen Zug... Die Salonwagen des Quartiers des Marschalls Foch. Länger als vier Jahre brüllten die Kanonen, um Weltgeschichte zu machen, es war, als konnte das Rad durch nichts in Bewegung gebracht werden. Im Gehölz von L'Aigle rollt sie in wenigen Stunden wie ein tosender Strom. Der französische Offizier, der den Sonderzug empfängt, meldet sich den übernächtigten Delegierten höflich, aber betont kühl mit dem Bemerken, daß Marschall Foch sie ab 9 Uhr empfangen kann. Die Delegierten bitten, um diese Zeit empfangen zu werden. Um 9 Uhr stehen sie im Salonwagen des Marschalls. Die Regie des Gegners sorgt für Höhepunkte. Sie müssen hinter den Stühlen stehend warten, bis es Foch und dem englischen Admiral Sir Roßlyn Wemyß beliebt, einzutreten. Hart und haßerfüllt sind die Augen des Franzosen, kalt und hochmütig das Gesicht des Engländers. Steife Verbeugungen deuten eine Begrüßung an. General Weygand und Admiral Hope bitten um die Vollmachten der Deutschen. Mit Weygand ziehen und Wemyß zurück, um die Vollmachten zu prüfen. Noch immer stehen die deutschen Delegierten. Foch kehrt mit seinen Begleitern zurück und bittet erger, ihm die Mitglieder der Delegation vorzustellen: Staatssekretär Erzberger, Generalmajor von Winterfeldt, Bevollmächtigter Minister Graf Oberndorff, Kapitän zur See Vanselow. Hauptmann Geyer und Rittmeister von Helldorf. Foch nennt die Namen der Mitglieder der Delegierten der Alliierten. Man nimmt am Konferenztisch Platz. Foch fragt die deutschen Delegierten nach dem Zweck ihres Kommens. Jedes Wort, das er spricht, atmet Haß und Widerwillen. Erzberger antwortet, daß die deutsche Delegation gekommen sei, um die Vorschläge der Alliierten für einen Waffenstillstand entgegenzunehmen. Foch pariert, kaum daß er die äußeren Formen der Höflichkeit zu wahren sich bemüht, mit der Bemerkung, daß er keine Vorschläge zu machen habe. Erzberger hat das nicht erwartet, sein ewiges Lächeln weicht erschrockenem Erstaunen. Hatte er geglaubt, daß der Franzose den Repräsentanten des revolutionären Deutschland wie einen guten Freund empfangen werde? Graf Oberndorff versucht, die peinliche Situation zu retten. Verbindlich fragt er, wie der Marschall wünsche, daß man sich ausdrücken soll. Er bittet um die Bedingungen für den Waffenstillstand Foch wird nicht verbindlicher: er hat keine Bedingungen zu stellen. Als Erzberger nun die letzte Note Wilsons verliest und jenen Passus betont, wonach Foch ermächtigt sei, die Waffenstillstandsbedingungen bekanntzugeben, fährt Foch dazwischen, er sei zu dieser Bekanntgabe ermächtigt, sofern die deutschen Delegierten den Waffenstillstand verlangen. „Verlangen Sie den Waffenstillstand?" Die Stimme wird scharf und überheblich.„Wenn Sie ihn verlangen, so kann ich Ihnen die Bedingungen mitteilen, unter denen er erlangt werden kann.“ Die Deutschen müssen sich demütigen, diese Stunde hat Foch herbeigesehnt.„Wir verlangen den Waffenstillstand... Erzberger sagte es. Jetzt will Foch die Waffenstillstandsbedingungen mitteilen. Der Text ist lang. Es sollen erst die Hauptbedingungen verlesen werden. Auf einen Wink seines Marschalls erhebt sich General Weygand. Er hat Blätter in der Hand und liest vor Triumphierend sitzt Foch mit seiner Begleitung am Konferenztisch. Entsetzen erfaßt die deutschen Delegierten, sofern sie den General verstehen.. Was sie hören, klingt wie ein Todesurteil... Ein Diktat wird verlesen. Räumung von Belgien, Frankreich und Elsaß=Lothringen innerhalb von 14 Tagen und Räumung von Rußland und Polen... Räumung des linken Rheinufers und Schaffung einer neutralen Zone auf dem rechten Ufer.. Der General liest weiter, jeder Punkt wird durch Betonung unterstrichen: Ablieferung von 5000 Kanonen, 30 000 MG.s, 3000 Minenwerfern und 2000 Flugzeugen, außerdem 5000 Lokomotiven, 10 000 Eisenbahnwaggons und 10 000 Kraftwagen. Jetzt ist selbst Erzberger erschrocken. Weiter klingen mitleidlos die Worte des Generals: Unterhalt der feindlichen Besatzungstruppen durch Deutschland... Verzicht auf die Verträge von Brest=Litowsk und Bukarest... Bedingungslose Kapitulation von Deutsch=Ostafrika... Wie eine Mahnung geistert der Geist des tapferen Generals Lettow=Vorbeck durch den Salon... Abgabe von 100 U=Booten, acht leichten Kreuzern, sechs Linienschiffen; die übrigen Schiffe werden entwaffnet und in neutralen oder alliierten Häfen interniert... Die Hungerblockade bleibt bestehen; deutsche Schiffe dürfen weiter gekapert werden... Rückgabe der Kriegsgefangenen ohne Gegenseitigkeit. Der General ist noch nicht zu Ende, er verliest noch viele Klauseln jener Bedingungen, die im Kriegsrat der Alliierten am 4. November festgelegt worden sind, und gibt doch nur einen Auszug aus dem Text, der den deutDeutsche Frontsoldaten überschreiten die Kölner Rheinbrücke auf dem Rückmarsch. Die Offiziere tragen Waffen und Achselstücke, über den Kolonnen wehen die Farben Schwarz-Weiß-Rot; der Frontsoldat hat nichts mit den Meuterern zu tun. Innerhalb von 14 Tagen nach Unterzeichnung des Diktats mußten die deutschen Truppen die besetzten Westgebiete geräumt haben. Selbst die Alliierten hatten niemals gedacht, daß die harte Bedingung erfüllt werden könnte. Sie rechneten damit, daß sie einen erheblichen Teil des deutschen Westheeres würden„gefangennehmen“ können. Der deutsche Generalstab und das Heer machten einen Strich durch diese Rechnung— die Räumung erfolgte fristgerecht.(Aufnahme: Scherl-Archiv-M.) den bolschewistischen Kreisen, weil wir die eingeschworenen Feinde des Kommunismus waren und jede Moskauer Frechheit zu parieren wußten. Nach vielem Hin= und Hergerede, nach tagelangen Kämpfen, setzten wir bei Radek die Freigabe Hauschilds durch. Wir konnten— die meisten von uns in„standesgemäßen“ Viehwagen— die Rückkehr nach Deutschland, in unser armes, damals darniederliegendes Deutschland antreten. Und heute?— Novembertage sind für Deutschland Schicksalstage. Heute sehen wir nach München, wo der Führer die alten Kämpfer um sich versammelte und in einer seiner größten Reden dem Ausland zu erkennen gab, daß es in Deutschland keinen zweiten November 1918 mehr geben werde. Wir können wieder stolz auf Deutschland sein. Das danken wir dem Führer. schen Delegierten schriftlich zugestellt wird. Das bedeutet den völligen Zusammenbruch Deutschlands! Die Franzosen und Engländer wissen es, denn das ist ihr Ziel. Die deutschen Militärs erkennen die Folgen, vielleicht sogar Erzberger. Er findet sich zuerst und bittet um das Wort. Er versucht es mit der parlamentarischen Taktik und malt das Gespenst des Bolschewismus an die Wand, das auch die Alliierten bedrohe, sofern nicht die Auflösung der deutschen Front durch sofortige Waffenruhe verhindert werde. Foch antwortet höhnisch. Bolschewismus sei die Krankheit geschlagener Armeen: Westeuropa werde sich seiner erwehren. General von Winterfeldt bittet um das Wort. Er will den Eindruck der würdelosen Taktik von Erzberger verwischen und verliest eine kurze Erklärung. Unter Hinweis auf die nutzlosen Opfer bittet er im Namen der deutschen Regierung und der Obersten Heeresleitung um vorübergehende Einstellung der Feindseligkeiten. Frankreichs Marschall bleibt in dieser Stunde unerbittlich.„Die Einstellung der Feindseligkeiten kann nicht erfolgen, bevor der Waffenstillstand unterschrieben ist!" 72 Stunden haben die Deutschen Zeit. am 11. vember, 11 Uhr vormittags, französischer Zeit, muß das Diktat angenommen sein. Eine Verlängerung der Frist um 24 Stunden? Foch lehnt sie kategorisch ab. Es gibt kein Verhandeln, sondern nur ablehnen oder annehmen. Fach verläßt den Raum. Um 11.30 Uhr wird aus dem Walde von Compiègne ein Funkspruch gesendet. Das Telegramm teilt der Obersten Heeresleitung in knappen Worten das Diktat mit. Ein deutscher Kurier soll schnellstens den vollständigen Text nach Spa bringen. Berlin nimmt an. Rittmeister von Helldorf soll der Kurier sein. In rasender Fahrt geht es im Kraftwagen aus dem Walde von Compiègne zur Kampffront. Foch hat für schnelle Beförderung des Kuriers gesorgt, aber er hat die deutsche Oberste Heeresleitung nicht benachrichtigen lassen. Die deutschen Truppen haben keine Befehle. Der Rittmeister liegt in der vordersten französischen Stellung und versucht, die deutschen Kameraden zum Einstellen ihres Feuers zu veranlassen. Ihre MG.s schießen mit verbissener Wut. Stunde auf Stunde verrinnt! Es sind kostbare Stunden, die vielleicht über das Leben von Tausenden entscheiden. Nach fünf Stunden weiß der Rittmeister, daß er das Letzte einsetzen muß. Er springt auf und läuft durch das Niemandsland auf die deutschen Linien zu. Im schnell requirierten Auto geht es in rasender Fahrt nach Spa. Es ist der 9. November. Im Reich lodert die Flamme des Aufruhrs hoch. In Spaschlägt die Schicksalsstunde des Kaiserreiches. Telegramme übermitteln das Diktat nach Berlin. Die Regierung steht völlig im Banne der Revolte. Im Walde von Compiègne halten die deutschen Delegierten Besprechungen mit den Gehilfen des Franzosen und des Engländers. Diese Besprechungen, erklärt Weygand, bedeuten lediglich einen Meinungsaustausch, aber keine Verhandlungen; Fragen oder Bitten der Deutschen müssen schriftlich eingereicht werden. Die Deutschen lassen dem General Weygand am nächsten Tage schriftliche Bemerkungen zugehen.„Diese kommen auf das zurück, was sie am Abend vorher vorgebracht haben, ohne etwas Neues zu sagen, was der Meldung verlohnte“, berichtet Foch nach Versailles. Die Bemerkungen werden am 10. November schriftlich beantwortet. Gleichzeitig geht den deutschen Delegierten eine Note zu, in der auf den Ablauf der Frist verwiesen wird. Ein Funkspruch Hindenburgs fordert den Versuch, in neun Punkten Erleichterung der gegnerischen Forderungen zu erreichen; der Funkspruch schließt:„Gelingt Durchsetzung der Punkte nicht, so wäre trotzdem abzuschließen.“ Noch ist keine Antwort aus Berlin eingetroffen. Aber um ½11 Uhr nachts kommen zwei Funksprüche an.„Die deutsche Regierung nimmtdie Waffenstillstandsbedingungen an, die ihr am 8. November gestellt worden sind." Der Reichskanzler hat das Telegramm unterzeichnet, für seine Echtheit bürgt die auf den Namen folgende Kennummer 3084. Der andere Funkspruch enthält Anweisungen des Reichskanzlers an Erzberger, eine Erklärung zu Protokoll zu geben. Feuer lodern auf. Es ist früher Morgen des 11. November, als Erzberger durch den französischen Verbindungsoffizier dem General Weygand mitteilen läßt, daß die deutsche Delegation ur Verfügung stehe. Kurz ist der Weg durch den dunklen Pald bis zu dem hellerleuchteten Zuge des Gegners. Um 3.15 Uhr sitzen sie um den Tisch im Salonwagen Fochs. Triumph leuchtet in dem Gesicht des Marschalls, als er erklärt, daß der endgültige Text des Waffenstillstandes festgelegt werden soll. General Weygand verliest den neuen Text. Artikel für Artikel wird verlesen. Foch erlaubt sogar, daß jeder Artikel von den deutschen Delegierten besprochen wird. Nur eine Aenderung verhindert er mit harter Stimme. Lediglich bei den Maschinengewehren und Flugzeugen einigt man sich auf eine geringere Zahl. Nur zwei Stunden dauert diese Sitzung. Um 6.05 Uhr ist der Text nach dem Willen Fochs festgelegt. Damit die Feindseligkeiten möglichst früh eingestellt werden können, wird die letzte Seite des Diktates sofort handschriftlich niedergeschrieben. Foch unterzeichnet das Blatt. Wemyß folgt.. Die Namen der vier deutschen Delegierten werden auf das Dokument gesetzt. Als amtliche Zeit der Unterschriften wird 5 Uhr(französische Zeit) angenommen. Als der Zug der deutschen Delegierten um 12.30 Uhr das Gehölz L'Aigle im Walde von Compiègne verläßt, liegt seit 30 Minuten Totenstille über der Front. Auf 51 Monate verbissenen Ringens folgt das Wunder des Schweigens. Hauptmann Geyer soll im Flugzeug Texte und Karten nach Spa bringen. Um 1.30 Uhr verläßt die Maschine den Flugplatz Tergnier. Bald ist die Front erreicht. Sie bietet in ihrer Ruhe ein fremdartiges Bild. Soldaten streifen ohne Gewehr und Ausrüstung über die Felder. Sie scheinen sich verloren und unbehaglich zu fühlen. Feuer lodern unten auf, um die sich Menschen drängen. Aus dem Flugzeug sieht man das verwüstete Land. Hier und dort stehen Menschen vor ihren Stellungslöchern und starren den Gegner an... Hinter 1562 Tage übermenschlichen Ringens der Armeen ist der Schlußpunkt gesetzt. Aber zur gleichen Stunde beginnt der Krieg nach dem Kriege, der fast fünfmal so lange dauern wird, wie der Krieg der Waffen. Dann wird sich zeigen, daß das deutsche Volk ungeachtet aller Gewalt seine Freiheit und Einheit großartiger denn je wiedergewonnen hat; das Volk der 70 Millionen wird an den Leiden dieser zwei Jahrzehnte nicht zugrundegehen, sondern durch sie zu dem lebendigen Leben seiner Geschichte erwachen! Zur ersten KdF=Fahrt nach Griechenland gestartet. Dienstag nachmittag liefen in Venedig der„Dautsche“ und die„Sierra Cordoba“ zur Fahrt rund um Italien aus, während die„Oceana“ mit 700 Urlauberz aus den Gauen Weser=Ems und Westfalen die erste KdF=Fahrt nach Griechenland und Jugollawien antrat. Chamberlain beim Guildhall=Bankett. „ösolierungspolitik heute nicht mehr möglich." Erneute Würdigung der Münchener Vereinbarung. E London, 10. November. Der neue Lordmayor von London veranstaltete am Mittwochabend traditionsgemäß unter dem üblichen Prunk ein Bankett in der Londoner Guildhall: an dem, wie alljährlich, die höchsten Vertreter des Staates, der Regierung, des öffentlichen Lebens, sowie die diplomatischen Vertreter der ausländischen Mächte teilnahmen. Außenminister Lord Halifax erhob sein Glas zu Ehren der anwesenden ausländischen Botschafter und Gesandten. Halifax befaßte sich dann mit der Abreise verschiedener diplomatischer Vertreter aus London und erwähnte dabei auch den Reichsaußenminister von Ribbentrop.„Wir gratulieren Herrn von Ribbentrop“, so erklärte Lord Halifax. Im Namen des Diplomatischen Korps antwortete der Doyen. Traditionsgemäß erhob dann Ministerpräsident Chamberlain sein Glas auf den neuen Lordmayor. Chamberlain wurde von den Anwesenden mit einem minutenlangen Beifallsklatschen begrüßt. Er dankte für diesen besonders warmen Empfang und erklärte, er glaube zu wissen, warum die Begrüßung besonders herzlich gewesen sei. Seiner Ansicht nach habe sie zum Ausdruck gebracht, was er aus den Tausenden von Briefen gelesen habe, die ihm in den letzten Wochen zugegangen seien, nämlich den Geist Englands, der dafür dankbar sei, daß eine Bedrängnis vorbeigegangen sei, die so nahegekommen war, der aber auch bereit sei, jedem etwaigen Ruf des Landes zu folgen. Es entspreche der Ueberlieferung, fuhr Chamberlain fort, wenn der Ministerpräsident dem jährlichen Fest der Einführung des neuen Lordmayor einen Ueberblick über die außenpolitischen Fragen abgebe. Er bitte jedoch, sich auf ein begrenztes Gebiet beschränken zu dürfen, nämlich die Bedeutung der Ereignisse, die ihren Höhepunkt in München fanden. Viele hätten dem zugestimmt, was er versucht habe zu tun; andere seien jedoch der Ansicht, daß er etwas ganz anderes hätte tun sollen. Er wolle so klar und einfach sprechen wie nur möglich. Zunächst wolle er vor allem mit dem Gedanken aufräumen, daß es in München einen „Zusammenstoß zwischen verschiedenen Regierungssystemen“ gegeben habe, und daß das Ergebnis ein Sieg für die eine oder die andere Seite gewesen sei. Er gestehe offen, daß er jene Leute nicht verstehe, die den Wunsch hegten, für eine Niederlage des eigenen Landes Reklame zu machen. Er sei der Ansicht, daß, wenn man vernünftig sei — man auch feststellen werde, daß es eine der erfreulichsten Leistungen Münchens gewesen sei, gezeigt zu haben, daß vier Gronmächte mit verschiedenen Regierungssystemen fähig waren zu verhandeln und ohne Streitereien sich über die großen Linien eines Uebereinkommens über eines der gefährlichsten internationalen Probleme der Gegenwart zu einigen. Ermutige diese Tatsache nicht zu dem Glauben, daß es solchen Mächten möglich sein müßte, sich auch über andere Dinge zu einigen?(Starker Beifall.) Und zwar nicht nur sich zu einigen, um Katastrophen zu vermeiden, sondern auch um Glück und Wohlstand für ihre Völker durch unparteiische Hilfe zu schaffen. Bei einem Zusammentreffen wie in München, erklärte Chamberlain weiter, Fühlungnahmen statt, die gegebenenfänden persönliche falls von größtem Wert sein könnten. In den Tagen vor jenem Zeitpunkt, bei dem die meisten unserer Geschichts bücher begännen, sei es für eine Nation möglich gewesen, in Isolierung zu leben und ihre Zivilisation ohne Einmischung von außen her zu entwickeln. Heute aber müsse jeder Staat Rücksicht nehmen auf seine Nachbarn, und so lange man nicht lerne, mit ihnen zu leben, und so lange man nicht ein gewisses Verständnis für ihre Gedankenwelt findet, so lange werde man auch niemals wirkliche Fortschritte machen oder die Stabilität für sich selbst sicherstellen. Chamberlain bekannte sich dann zu den staatsrechtlichen Formen Englands und fuhr fort: Es scheint aber dem Geist der Demokratie völlig entgegengesetzt zu sein, zu versuchen, irgend einer anderen Nation das Recht abzusprechen, eine Regierungsform anzunehmen, die sie vorziehen mag. Der Premierminister wandte sich dann der Außenpolitik zu. Er erklärte, er müsse manche Dinge wiederholen, die breits eingehend dargelegt worden seien, weil gewisse Leute immer noch erklärten, das sei ihnen niemals gesagt worden. Als die vier bekannten Hauptpunkte der britischen Außenpolitik bezeichnete er dann: Beibehaltung des Friedens, England stark zu machen, die Industrie zu fördern und ständig die Lebensbedingungen des Volkes zu verbessern. Er wolle sich heute nur mit den beiden ersten Punkten befassen, betone aber, daß sie für die beiden anderen Punkte wesentlich seien. „Wenn Sie den Frieden wollen, dann müssen Sie etwas mehr tun, als sich hinzusetzen und auf ihn zu hoffen“. fuhr Chamberlain dann fort. Die Amerikaner hätten ein Sprichwort:„Geh' und hole es Dir!“(go getter.) Er wünsche, daß die Regierung bezüglich des Friedens nach diesem Sprichwort handele.“ Im Anschluß behandelte der Premierminister noch einmal die tschecho=slowakische Krise.„Ich möchte Ihnen eines klar machen“, sagte er dabei,„daß der Friede nicht mit Worten gerettet worden ist, nicht einmal mit Noten — er wurde gerettet durch die Tat.“ Denen, die an der Münchener Lösung etwas auszusetzen hätten, antwortete er:„Wir befaßten uns mit einer Lage, die von Kräften herstammte, die annähernd 20 Jahre vorher in Bewegung gesetzt worden sind. Der Chirurg, der sich mit einer alten Wunde befassen muß, muß schneller und tiefer schneiden als derjenige, der sich mit Anfangssymptomen befaßt. Ich empfinde nicht den Schatten eines Zweifels, daß das, was wir getan haben, richtig war. Ich weiß, daß wir damit den Dank der großen Mehrheit Europas und selbst der Welt verdient haben.“ Chamberlain kam dann auf die Unterredung mit dem Führer im Anschluß an die Münchener Zusammenkunft zu sprechen. Er sagte:„Ich möchte Ihnen die drei Paragraphen dieser Erklärung vorlesen, weil ich den Eindruck habe, daß sie selbst heute noch nicht genügend Beachtung gefunden haben." Er finde, daß es selbt ür den entschlossensten„Krieg=um=jeden=Preis=Mann“ chwer sein werde, an diesen Paragraphen etwas auszuetzen. Nachdem er die Münchener Erklärung vorgelesen hatte, fuhr Chamberlain fort:„Will irgendjemand diese Erklärung verdammen? Trotzdem gibt es noch Gemüter, die mit Mißtrauen so durchtränkt sind, daß sie selbst in einem solch untadeligen Dokument ein gewisses Nachlassen unserer Bande mit Frankreich sehen. Was für eine schwachsinnige Annahme ist es, sich dem Irrtum hinzugeben, daß Europa für immer in zwei entgegengesetzte Blocks geteilt und daß es unmöglich ist, Freundschaft mit dem einen zu schließen, ohne der Feind des anderen zu werden.“ Chamberlain kam dann auf das italienischenglische Abkommen zu sprechen. Das Abkommen trete bald in Kraft, und er vertraue darauf, daß es sich als ein weiterer Fortschritt auf dem Wege zu einer allgemeinen Befriedung Europas erweisen werde. Zum Schluß betonte Chamberlain, zwischen der britischen Versöhnungspolitik und der beschleunigten Aufrüstung bestehe wirklich kein innerer Widerspruch. Wenn wir letzten Endes mit dem Mißtrauen aufräumen könnten, und wenn wir in eine neue Zeit des Vertrauens eintreten, dann werden wir alle bereit sein, zusammen abzurüsten. Je eher diese Zeit kommt, um so besser ist es." Afrika, Land der Verheißung. (Von unserem ständigen Berichterstatter.) V. Glücklicher Start. Dr. Ho. Tripolis, 4. November. ist eine kleine in Grün gebettete arabiTarhuna ist eine tiem te arab sche Ortschaft, etwa 80 Kilometer südlich von Tripolis gelegen. 20 Kilometer weiter liegt das neue Siedlerdorf Breviglieri. In Tarhuna, das zur Provinz Misurata gehört, leben rund 3600 Menschen, darunter einige hundert Italiener. Der Ort ist ein wichtiger Karawanenknotenpunkt und mit Tripolis durch eine wundervolle Autostraße verbunden. Man stößt hier auf zahlreiche Altertümer aus römischer, christlicher und byzantinischer Zeit. Vor allem berühmt geworden aber ist Tarhuna durch eine Frau namens Brighenti, die 1915 bei den großen Araberaufständen an der Spitze des Regimentes ihres in Dienstgeschäften abwesenden Gatten nach heldenhafter Verteidigung fiel. Oberst Brighenti schoß sich, als er die Nachricht erfuhr, eine Kugel durch den Kopf. Beide sind heute in dem Mausoleum zu Tripolis, das zu Ehren der in Kolonialkriegen gefallenen Italiener errichtet wurde, beigesetzt. In Terhuna erinnert ein Denkmal auf dem Marktplatz an die heldenmütige Frau. Aber nicht hierüber wollten wir berichten, sondern über eine Fahrt nach Tarhuna und Breviglieri. Um es vorwegzunehmen: das neue Siedlerdorf gleicht, von wenigen architektonischen Abweichungen abgesehen, allen anderen Siedlungen, die wir bereits gesehen haben oder noch sehen werden. Was an dieser Fahrt aber besonders interessant war, ist die auf der Strecke deutlich erkennbare Art des Ringens mit der Wüste. Die Autostraße führt zwischen kilometerlang sich hinziehenden hochstämmiEualyptusbäumen von Tripolis bis nach Tarhuna gen hin. Rechts und links dehnen sich auf dem allmählich ansteigenden Gelände unübersehbare Wein= und Olivenfelder aus. Hin und wieder wird der Blick angezogen durch in der Ferne sich abzeichnende Sanddünen. Vor Jahren war auch die ganze Strecke, die wir heute bequem befahren, eine Wüste von Wanderdünen. Man hatte nun damit begonnen, das Wandern der Dünen durch eine rationelle Bepflanzung mit einer Art Strandgras zum Stehen zu bringen, dann wurde nach und nach durch Planierungsarbeiten eine für den Anbau geeignete Fläche geschaffen, diese vor den Wanderdünen wiederum durch geeignete Baum= und Buschwerkpflanzungen geschützt und so allmählich ein fruchtbares Gebiet erschlossen, das heute reichen Ertrag abwirft. Wenn man von Tarhuna weiter ostwärts fährt, wird der Unterschied zwischen dem, was geleistet ist, und dem, was die neuen Siedler leisten sollen und können, besonders augenfällig. Linkerhand weite grüne Flächen, rechterhand vorerst nur braune oder sandfarbige Erde, auf der in gewissen Abständen die Einzelsiedlungen mit ihren schmucken Fronten das einzig belebende Element bilden. Wie kann es hier nach drei bis vier Jahren aussehen? Wer die Begeisterung der Siedler miterlebt hat, die an der Enthüllung eines Reiterstandbildes Mussolinis in Tripolis teilnahmen, kann sich nicht des Eindrucks erwehren, daß sie der Aufforderung Balbos, Soldaten und Pioniere im altrömischen Sinne zu sein, nachkommen werden. Wir werden nun unsere Schritte ostwärts richten, der Cyrenaika zu, die klimatisch und bodenmäßig etwas ander Siedlungsmethoden erfordert. Aber auch dort soll die Behauptung von einer„Sandbüchse“ durch die bereits erzielten Ergebnisse Lügen gestraft werden. Wenn auch dort wie in Westlibyen der Mutterboden nicht Sand, sondern Löß ist, dann war das Unternehmen des faschistischen Italien ein glücklicher Start. müßten ausreichen. Er wiederhole, daß diDie britischen Streitbräfte Verteidigung des Empires. Angelegenheit des Aufrüstens ihm wenig zusage. E aber, daß dies nur eine zeitweilige Begi erscheinung des anderen Teiles Politik sei, der er alle seine Energien widmen re der Politik der Verständigung und des gu Willens. Die Ziele, die er beschrieben habe nicht in wenigen Monaten erreicht sein; sie erfon unermüdliche Geduld und lange Anstrengungen a berlain schloß mit einem Aufruf, vertrauensvoll zn Zukunft zu blicken. Einheitsfront in der Evangelisch Kirche gegen Volksschädlinge. DNB Berlin, 10. Novembe Am fest anderen Wieder oft, im Zei Begebenh Pang, der B stel, der Tré Schirmhei und Gaul woche, die nu wird, neben zu stellen ist als nur um Darauf ist al In feierl sinnung am lundgebung seitet, nachde ters Cerff jugendführun bietsführer neralleutn Die Tage höchster außenpolitischer Spannung hahe der evangelischen Kirche gewisse religiös-fangtsKreise benutzt, um unter dem Vorwand von Bitta diensten ihrer staatsfeindlichen Gesinnung Ausdris geben und zu versuchen, die Geschlossenheit der deust Volksgemeinschaft zu stören. Die sogenannte läufige Leitung der Deutschen. Evan lischen Kirche“, eine kirchen- und staatsrechtlich illegale Organisation, hatte zum 30. September „Bittgottesdienstordnung für alle chenregierungen und Bruderräte" empfcs die allerdings gegenstandslos wurde, weil an di Tage die Einigung von München bereits erfolgt war einmütiger Geschlossenheit haben sämtliche evan dierenden Ge lischen Kirchenregierungen Deutschlan hetern aus von den Deutschen Christen bis zu den Landesbisc meßmach Marahrens, Meiser, Wurm und Kühlewein, dem Reis leriugend kirchenminister mit ihrer Unterschrift versicherther eing sie„das Rundschreiben aus religiosen delt wurde. vaterländischen Gründen mißbilligen darin zum Ausdruck gekommene Haltung auf das schDe verurteilen und daß sie sich von den für diese Kundgeb Anschließend verantwortlichen Persönlichkeiten trennen.“ Der Re malige Erlä minister für die kirchlichen Angelegenheiten hat s dem er zuv unter Sperrung des gesamten Gehal Reichsjugend ein Disziplinarverfahren mit dem Ziele Verleihung Dienstentlassung gegen die Mitgliever der habe, daß e genannten„Vorläufigen Leitung Jugend sei, Deutschen Evangelischen Kirche" verg laßt. Diese Maßnahme ist später auf die Personeng gedehnt worden, die als verantwortlich für die sogenen ten Bruderräte verschiedener Landeskirchen zeich und sich in dieser Sache hinter die sogenannte läufige Kirchenleitung“ gestellt hatten. Auch für freiwillig Versicherte Wochen= und Familienwochenhift DNB Berlin, 10. Novembe Einen bevölkerungspolitisch bedeutsamen Erlaß Reichsarbeitsminister an die Träger der Krankenversit, rung herausgegeben. Nach den geltenden Vorschriften Reichsversicherungsordnung steht Wöchnerinnen, die zu wegen vorübergehender Dienstleistungen an sich verse rungsfrei sind, sich jedoch freiwillig versichert haben, Anspruch auf Wochenhilfe durch ihre Krankenkasse zu Anwendung dieses Grundsatzes konnten die freiwVersicherten bisher auch keine Familienwochenhilfef ihre Angehörigen beanspruchen. Der Reichsarbeitsminister erklärt nun, daß eine soz Regelung nicht dem durch den Nationalsozialismus her geführten völligen Wandel der bevölkerungspolitisce Auffassungen entspreche. Er habe keine Bedenken dagem Er ging aus. Kaum gewesen, als schaftsrates tief empört, lat des inte eine maßlos habe, so sei falle auf ditat gewesen den Sinn d regung er bereitwillig men. Die äußerlich dider Erreicht aber auch d wirklichen( lich sei kein Reiches. De der nationa auch hier w Einsam hab krankenkassen über die Regelleistungen him.. 8. o Koistungen mie 2 R hie Machon- und noch andere Leistungen, wie z. B. die Wochen- und Fa lienwochenhilfe als Mehrleistungen gewähren, und erse deshalb die Kassen, ihre Satzungen entsprechend nach prüfen und hiernach notwendige Aenderungen vornehmen. Falls zur Deckung der Ausgaben für die neuen Meleistungen etwa höhere Beiträge notwendig u sollten, so hat dafür der Reichskommissar für die Pu bildung bereits allgemein seine Zustimmung erteilt. im ein Freund das wirklich Der G Gau schon mit kulture die sonst ke Hitlerjugen sei darum, der Kultur Nach e dem Orch von Scharf Obergebiet Hitleriuger Gauleiters gerade Reichs ROMAN VON 7 ZEISSI6 4) „Aber Heinz, wozu von diesen alten Dingen sprechen.“ „Verzeih, Ev, ich wollte dich nicht kränken.— Hast du es denn ganz überwunden?“ „Glaubst du, Heinz, daß ich sonst hier wäre und die alte Freundschaft wieder aufgenommen hätte? Bedenke, wieviel Jahre dazwischen liegen. Und diese Jahre hatten Inhalt. Ich war zudem immer ein Gegenwartsmensch. Als ich aus Amerika zurückkam, sind mir Kurt und auch Maud sehr lieb und nett entgegengekommen, und ich war froh, gleich wieder unter Freunden zu sein— wenn ich auch während der zehn Jahre, die ich in Metropolitain war, nicht viel von euch allen gehört hatte.“ „Du hast eine fabelhafte Karriere gemacht, Eva— aber ganz berechtigt.“ „Nicht nur ich, Heinz. Wir alle, unsere ganze Clique von damals. Ich habe manchmal gedacht, daß es das Schicksal mit uns doch recht gut gemeint hat. Erinnerst du dich— wenn wir in der sogenannten„guten Stube“ in unserer Pension in der Rosenheimer Straße saßen und Pläne für die Zukunft machten? Sie sahen nicht viel anders aus als heute die Wirklichkeit. Nur, daß wir jung waren— gottvoll jung!“ „Das bist du noch heute, Ev. Ich allerdings mit meinem Bauch und meiner Glatze——“ „Siehst du, gerade daran merke ich, wieviel Zeit verflossen ist— auch über mich hinweg.“ „Für dich ist die Zeit still gestanden.“ „Heinzel, du bist ja direkt galant. Das kenne ich nicht von dir. Du hast früher immer so herrliche, derbe Wahrheiten gesagt.“ „Das tu ich auch jetzt———“ „Ullmann kommt!“ Maud wendete sich vom Fenster weg zu den andern in der Stube.„Endlich wird es etwas amüsanter werden.“ Eva erhob sich und trat neben Maud an das kleine Fenster und schaute dem Näherkommenden entgegen. „Arme Maud, hört der Regen noch nicht auf?“ Sie zog die Freundin leicht an sich.„Du sollst mal sehen, wie herrlich die Luft und die Berge nach dem Wetter sind— wie rein und klar.“ Da hörte man auch schon draußen im Flur die Stimme rBau Ullmanns, der mit der Bauernfrau, der das Häuschen gehörte, einige Worte wechselte— und dann das Abschütteln der nassen Kleider und seinen elastischen Schritt. Bald öffnete er die Tür mit einem freundlichen„Grüß Gott“ und überreichte den beiden Damen je eine Rose, die er, wie er sagte, aus der Sintflut gerettet habe. Maud seufzte auf.„Wenn wir in Ostende wären, könnte man bei solchem Wetter wenigstens irgendwo tanzen. In dem Nest hier ist ja absolut nichts los.“ „Sie sind ungerecht, schönste Frau." Ullmann setzte sich leicht auf die Tischkante.„Sie haben Ihre liebsten Freunde um sich und müßten von Herzen erfreut sein, ihnen so nahe zu sein. Ich wünsche mir nichts besseres, als mit Ihnen allen noch ein paar so nette Regentage recht gemütlich zu verbringen.“ „Gott soll uns bewahren!" tönte des Professors Stimme vom Schachbrett her. Er hatte bei Ullmanns Eintritt sein Spiel unterbrochen und war dem Gespräch gefolgt.„Der Himmel muß endlich ein Einsehen haben.“ „Die beiden Ehegatten in schönster Harmonie und mit denselben Wünschen, so ist's recht!“ Ullmann verbeugte sich nach dem Professor hin, der sich schon wieder chachb dem Schachbrett zugewendet hatte und nicht weiter auf den Bankier achtete, denn Winter sagte ihm gerade Schach an. Sporholm vertiefte sich in die Zeitungen, die Ullmann mitgebracht hatte. Er wollte eine davon an Eva abgeben, aber sie schüttelte den Kopf.„Ich habe in den Ferien stets einen Abscheu gegen Gedrucktes und rühre da nie eine Zeitung oder ein Buch an.“ „Aber doch wohl geschriebenes, gnädiges Fräulein?“ Ullmann hielt Eva einen Brief entgegen. Befremdet schaute ihn Eva an.„Haben Sie einen Brief für mich? Wieso?" Sie streckte die Hand aus. Ullmann barg die Hand mit dem Briefe hinter seinem Rücken.„Ich weiß nicht, ob Sie jetzt in der rechten Stimmung sein werden, um ihn zu lesen.“ Er wog den Brief auf seiner Hand. „Wenn der Brief an mich gerichtet ist, haben Sie kein Recht, mir ihn vorzuenthalten.“ Sie faßte rasch danach, las die Anschrift und errötete jäh.„O——!“ Ullmann stand auf.„Geben Sie mir den Brief zurück. Ich hätte Ihnen denselben jetzt nicht geben dürfen— nicht so— bitte——!“ Fest schaute ihn Eva an. Einen Augenblick standen die beiden Menschen Blick in Blick. Zögernd hob Eva die Hand mit dem Briefe— schon wollte Ullmann danach greifen, da versenkte ihn Eva in ihrem Brustausschnitt. In Ullmanns Augen blitzte es auf. Rasch nahm er Evas Hand und küßte sie. Sie wich einen Schritt zurück.„Ich bitte um Entschuldigung— ihr Blick flog über die Anwesenden, dann reckte sie sich auf.„Ich muß jetzt allein sein.“ Beschwingt ging sie zur Tür hinaus. Mit atemloser Spannung hatte Maud diesen Vorgang beachtet. Ihre Hand zuckte nach dem Arme Ullmanns, der Eva nachsah.„Was war das für ein Brief, Ullmann?“ Ein heiserer Ton war in ihrer Stimme. Er wendete sich zu ihr.„Ein Brief an Fräulein Illinger.“ „Das habe ich gesehen, ich bin ja nicht blind— aber — es war ein ganz besonderer Brief— „Möglich.“ Wieder schaute er nach der Tür, durch die Eva gegangen war. Eine Erregung war in ihm, die er verbergen wollte, aber die Frau an seiner Seite merkte sie gut. „Ullmann— was ist mit Ihnen— mit Eva— der Brief——.“ „Am besten gibt wohl Fräulein Illinger darüber Auskunft— ich darf es vorläufig nicht—— „Hallo, Winter!“ scholl in diesem Augenblick des Schriftstellers Stimme aus der Zeitung hervor.„Das wird dich interessieren. Der Mörder Salubeit, gegen den du plaidoyiert hast, ist heute hingerichtet worden.“ „Matt!“ Mit einem Zuge schlug Winters Turm den König des Professors, Dann lehnte sich der Staatsanwalt in seinem Stuhle zurück und blickte zu Heinz hinüber. „Na, endlich ist die Welt von diesem Scheusal befreit. Der Kerl hat uns viel Arbeit gemacht. Alle Indizien wiesen auf ihn und trotzdem leugnete er in unglaublich verstockter Art.“ Sporholm kam interessiert näher.„Das mußt du mir einmal ausführlich erzählen. Vielleicht kann ich es in einem meiner nächsten Romane verwenden.“ figuren fein säuberlich in den dafür bestimmten „Warum nicht? Das reizt mich schon lange einen recht verwickelten Fall aufbauen, in dem es kamöglich ist, den Täter zu fassen.“ Heinz Sporholm fals die Zeitung, die er noch immer in den Händen hielt sammen.„Ich habe mir schon früher allerhand Nogemacht." „Schließlich aber wird der Täter doch entdeckt. Heilaß ihn nicht entkommen, das schuldest du der Mitwel Winter erhob sich und schlug dem Freunde auf Schulter. „Wird denn jeder Täter entdeckt, Gisbert?“ „Jeder—?“ Der Staatsanwalt dehnte das Wort die Länge.„Jeder— nein! Aber doch die meist Manchmal weist auch alles auf ihn hin und tro gelingt es schwer, ihn zu überführen— wie im Falubeit.“ „Ich könnte mir denken—“ Sporholm zog ein kleinf land nach h IHAt harinon Judenfei Wie i „Willst du zur Abwechslung mal einen Kriminalroman schreiben, Heinz?“ Professor Triebelt legte die SchachNotizbuch aus seiner Westentasche und blätterte darin jüdischen „daß ein Mörder, der wirklich raffiniert vorgeht, niemschen entdeckt wird— er erwägt alle Für und Wider gen gehungen vorher—.“ „Das glauben die meisten, die überlegt mordena tung a sie es tun“, nickte Winter,„aber schließlich haben siede brechen eine Kleinigkeit übersehen, ein winziges Etwas, dasjüdische überführt." von Stun Der lustige Sporholm war jetzt gar nicht wieder erkennen. Wenn es sich um seine Schriftstellerei hef schen Neun delte, war er wie verwandelt. Niemand würde auch geglaubt haben, daß dieser dicke, immer vers Mensch solche ernsthaften Romane schrieb und seine guren und Gestalten psychologisch so tief ausschöpfte, faßte Winter an einem der Hirschhornknöpfe, die dest Jankerl zierten.„Wenn er überführt wird, hat er doch vorher nicht alles so genau bedacht. Wenn ich heu einen Mord begehen würde——.“ „Auf dem Papiere, Heinz!“ „Meinetwegen auch in Wirklichkeit— würde ich alles vom Standpunkte der Untersuchung aus überlege und damit allen Ueberraschungen von vornherein Spitze abbrechen. Eine Entdeckung ware unmöglich eben nichts übersehen würde.“ „Schließlich gesteht er dann selbst, wenn ihn das o wissen treibt“, warf Ullmann in die Debatte. „Nein. Der Mörder, wie ich ihn sehe, würde das metun. Eher sich selbst töten und das Geheimnis mit Grab nehmen." Maud stampfte plötzi mit dem Fuße und hielt die Ohren zu.„Muß egem denn dürchaus das Stimmung, was man noch hat, mit diesen schrecklich Reden von Mord und Mördern verdorben werden! (Fortsetzung folgt.) Bevölkeru enhörte Synagoge brannte. ein paar Häuser vo. noch in i den von neneinrick dem gesar sich in a gegen schen Ges ausgelief Rheinzündete andere T Coesfe Ochtru störung meldeten 3Würfél 9Pf. 1Stonge(6Würfel) 18 Pf. ter Die reits sta Karnev jetzt da Band“ Un chen s ole, daß die g zusage. Er ige Begi eiles s. n widmen und des ben habe n; sie erfong engungen. rauensvoll ingelisch der Jugend kulturelle Sendung. am festlichen Beginn der Kulturwoche in Münster. Würdig den anderen Kulturveranstaltungen des Gaues./ Die Eroͤffnungkundgebung. pf. Münster, 10. November. Wieder steht die Gauhauptstadt. wie schon so im Zeichen einer großen kulturellen gegebenheit. Wenn auch diesmal nur ein einziger enn, der Bann 13 der Sitlerjugend in Münn der Träger dieser Veranstaltung ist, so zeigt die 10 P. Schirmherrschaft des Reichsstatthalters 10. Novembeluns Gauleiters Dr. Meyer, daß diese Kultursannung hab woche, die nunmehr vom 10. bis 15. November andauern ligiös=fane wird, neben die großen Kulturveranstaltungen des Gaues von Bittenl u stellen ist und daß es sich hier doch um mehr handelt a9 a nur um eine kulturelle Begebenheit einer Stadt. Darauf ist auch das Programm der Woche abgestellt. In feierlicher Weise wurden die Tage ernsthafter Beinnung am Donnerstag mittag mit einer Eröffnungsundgebung in der festlich geschmückten Stadthalle eingeleitet, nachdem zuvor ein Empfang des Obergebietsfühters Cerff. des Chefs des Kulturamtes der Reichsjugendführung im Rathaus stattgefunden hatte. Neben Reichsstatthalter und Gauleiter Dr. Meyer. Obergehietsführer Cerff und Gebietsführer Langanke, beneralleutnant Glokke als Vertreter des Kommanung Ausdrut heit der deur jenannte en. Evor atsrechtlich September r alle äte" empjo weil an di erfolgt war) liche evan dierenden Generals, sah man eine große Zahl von Verdeutschlan tretern aus Partei, Staat und Wehrmacht. Bannführer t Landesbisc Meßmacher befaßte sich mit der Frage, warum die dein, dem Re Fleriugend Kulturarbeit betreibe, eine Frage, die dann enegermeister der Stabt Münster an die erjugen Nuturuert. eeier,.... Gruge, di da. Hitlerjugend statt. Auch hier wieder war Obergebietsersichert Zber eingehend durch Obergebietsführer Cerff behan= führer Cerff zugegen. Die Weihe und Uebergabe des ligiösenns delt wurde. Zwingers geschah im Rahmen einer stimmungsvollen zbillig delt wurde. Die Erziehung in der Hitlerjugend sei total. en auf das schärdiese Kundgel Anschließend gab dann Bannführer Meßmacher eine noch malige Erläuterung zu dem Programm der Tage. Nachdem er zuvor dem Gauleiter gedankt hatte, von dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach anläßlich der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der HI gesagt habe, daß er ein Vorbild der Erziehung der deutschen Jugend sei, sprach alsdann der Gauleiter selbst. Er ging von den denkwürdigen Tagen in München aus. Kaum seien diese einmaligen Stunden verklungen gewesen, als die Nachricht von dem Tode des Gesandtschaftsrates vom Rath bekannt geworden sei. Wir sind lief empört, so sagte der Gauleiter über diese neue Morddes internationalen Judentums. Wenn sich darüber eine maßlose Erregung des deutschen Volkes bemächtigt habe, so sei das zu verstehen. Die Verantwortung dafür rsichertefalle auf diejenigen, die die Urheber dieser feigen Mordtat gewesen seien. Der Gauleiter kam dann näher auf den Sinn dieser Kulturwoche zu sprechen, über deren Anregung er sich sehr gefrut habe. Darum habe er auch bereitwilligst die Schirmherrschaft dieser Tage übernommen. Die Schaffung des großdeutschen Reiches habe äußerlich die Erreichung eines Hauptzieles bedeutet. Mit der Erreichung dieser politischen Aufgabe trete nunmehr aber auch die Forderung, 80 Millionen Deutsche zu einer wirklichen Gemeinschaft zu formen, hinzu. Die Zahl nämlich sei kein Garant für den Bestand der Einheit des Reiches. Der Gauleiter ging dann näher auf das Wesen der nationalsoziglistischen Weltanschauung ein. Er erhob auch hier wieder die Forderung, daß jeder Deutsche ebenso zur Einsamkeit finden müsse wie er zur Gemeinschaft gesunden habe. Es habe sich bereits ein neuer Typ des Deutschen herausgebildet, der des Kämpfers und Helden, r tief im deutschen Wesen verwurzelt sei und der auch ein Freund der musischen Künste sei. Der Führer sei hier das wirkliche Ideal aller Deutschen. Der Gauleiter ging dann näher auf das kultutelle Leben des Gaues ein. Wir hätten im Gau schon ein starkes kulturelles Leben. Es seien viele mit kulturellen Dingen in Berührung gebracht worden, die sonst keine Möglichkeit dazu gehabt hätten. Auch die bitlerjugend sei hier besonders tatkräftig. Sein Wunsch sei darum, so schloß der Gauleiter, daß auch diese Tage der Kulturwoche ein voller Erfolg würden. Nach einem verbindenden Musikstück, ausgeführt von dem Orchester des Bannes 13 unter Leitung von Scharführer Teeve, sprach alsdann zum Abschluß Obergebietsführer Cerff über die Kulturarbeit der bitlerjugend. Auch er würdigte das hohe Verdienst des Gauleiters um die kulturelle Verpflichtung, wie sie gerade der Gau Westfalen=Nord unter der Leitung von Reichsstatthalter und Gauleiter Dr. Meyer auferlegt n." Der jetten hat en Gehall dem Ziele leder der eitung vere ie Personena für die eskirchen zeich sogenannte. schenhilf 10. Novembei ten Erlaß hatt Krankenverst, Vorschriften rinnen, die an sich ver ichert haben, ankenkasse zu n die freiw nwochenhilfes 1, daß eine sol zialismus her erungspolitie. Jedenken dage eistungen hinan ochen= und Far hren, und erse sprechend nachiderungen vor die neuen Melwendig weid r für die Pus nung erteilt. stimmten Kas on lange— in dem es ka Sporholm fall Händen hielt llerhand Nois entdeckt. Hein du der Mitwell Freunde auf isbert?“ nte das Wort ch die meist. n und tro — wie im Fal habe. Der Redner verwahrte sich dann entschieden dagegen, aus solchen Kulturveranstaltungen der Jugend nun etwas wie eine HI= oder SA=Kultur abzulesen, sondern es gebe nur eine große deutsche Kultur, der auch die Jugend zu dienen habe. Als ihren Beitrag hierzu habe sich die Jugend drei Aufgaben gestellt. Er nannte sie die Schaffung einer Kultur im Alltag und meinte darunter das Bekenntnis zur Kultur auch im Kleinen, im häuslichen Leben. Eine zweite Aufgabe sei die Anhaltung der Jugend zu einem rechten Verständnis gegenüber der Kunst. Die Jugend müsse erkennen, daß es auch innerhalb der Kunst Wertmaßstäbe gebe und daß man nicht Künstler aus Prinzip sein könne. Aber schließlich habe die Jugend dennoch, und das sei die dritte Forderung, sich um den künstlerischen Nachwuchs zu bemühen, sie selbst habe sich um sich selbst zu bemühen, und damit riß der Redner die ganze Arbeit auf, die hier auf kulturellem Gebiet innerhalb der Hitlerjugend geleistet wird. * Am Nachmittag fand dann die feierliche Uebergabe des neuen Kulturheimes der münsterischen Hitlerjugend durch den Oberbürgermeister der Stadt Münster Feier in dem neugeschaffenen Musikraum, in dem sich auch der Musikzug des Bannes 13 und der Fanfarenzug des Jungbannes vorstellten. Ueber dieses wirklich einzigartige Heim haben wir bereits eingehend berichtet. Eröffnung der Kulturwoche in der Stadthalle. In der Mitte von links nach rechts: Gauleiter Dr. Meyer, Obergebietsführer Cerff, Generalleutnant Glokke, Gebietsführer Langanke, Generalleutnant Heinrici, Vizepräsident Goedecke, Obergauführerin Käthe Schoneweg. Kulturarbeit der 57 im Spiegel einer Stadt. Inwiefern die Hitlerjugend im Rahmen einer Stadt ihre kulturelle Aufgabe anfassen kann, davon gab der Arbeitsbericht des Leiters der Kulturstelle des Bannes 13. Oberscharführer Ahlmer, in der Eröffnungskundgebung in der Stadthalle ein anschauliches Bild. Gemäß der Notwendigkeit, daß erst dort von einer fortschrittlichen kulturellen Linie gesprochen werden kann. wo an ihr der deutsche Junge und das deutsche Mädel Anteil haben, muß die Jugend ihre kulturelle Arbeit in einer Stadt unter zwei Möglichkeiten sehen: Entweder sie läßt es bei einer passiven Teilnahme an dem seit Jahrzehnten bestehenden starren System kultureller Veranstaltungen, wie sie etwa der Spielplan eines Theaters oder einer Konzertreihe darstellt, bewenden, oder sie sieht ihr Höchstes in dem Erwerb der inneren Berechtigung zur Teilnahme am Kulturleben einer Stadt durch Mitgestaltung und Aktivierung von der Jugend her. Was unter einer solchen Aktivierung verstanden ist, das sei an folgenden Zahlen dokumentiert. So umfaßt die Besuchergemeinde des Veranstaltungsringes der HJ in Münster, wobei darauf verwiesen sei, daß in Münster im Jahre 1936/37 zum ersten Mal im Reich überhaupt ein Veranstaltungsring der HJ in Angriff genommen wurde, allein beim Theater mit 47 geschlossenen Vorstellungen und über 37 000 Eintrittskarten eine Zahl, die in ein Verhältnis zu den Jahrgängen der Erwachsenen gestellt, ergibt, daß die Beteiligung der münsterischen Jugend am„Veranstaltungsring der HI“ 400 Prozent größer ist als die der Erwachsenen in der Stammsitzmiete des Theaters. Bemerkt sei noch, daß die Jugend des ländlichen Bereichs des Bannes 13 aus 6 verschiedenen Orten mit insgesamt 250 Jungen und Mädeln am Theaterring hier teilnimmt. Wie sehr es, so sagte der Redner, in der kulturellen Arbeit auf dem Lande auf die Pflege des bodenständigen Brauchtums und seiner Erhaltung im Dorf ankommt und wie sehr wir gerade dort in Heimabenden. Dorfgemeinschaftsabenden und Liederstunden dieses Brauchtum praktisch pflegen, so scheint es uns trotzdem notwendig, die guten Einflüsse der Stadt auch gerade hinsichtlich des Theaters dieser ländlichen Jugend nicht vorzuenthalten. Bereits im zweiten Jahr wurden dann die unter der Leitung des Herrn Generalmusikdirektors stehenden städtischen Konzerte in den„Veranstaltungsring der Hitler=Jugend“ aufgenommen. Auch hier wird beim Verhältnis der jahrgangsweisen Berechnung festgestellt, daß die Jugend die Erwachsenen mit 600 Prozent Mehrbeteiligung überragt. üIm Vortragsring, der dritten Reihe des Veranstaltungsringes, hat Münsters Hitlerjugend bislang 16 Vorträge von Dichtern und bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durchgeführt, zum Teil in Verbindung mit der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, zum Teil aber auch in geschlossenen Veranstaltungen der HJ. An diesen Abenden haben u. a. Heinrich Zillich, Wolfram Brockmeier, Friedrich Kayßler, Werner Deubel, Kurt Hielscher gesprochen. In diesem Jahre seien ein Abend mit Gerhard Schumann, Maria Kahle, Wolfram Brockmeier, Hans Zöberlein vorgesehen; ferner ein Hermann=Löns=Abend. Zugesagt für das kommende Jahr haben bereits die Dichter Hanns Johst, Herybert Menzel und Werner Beumelburg. Weiter zeigt sich die kulturelle Arbeit der Hitlerjugend in den Jugendfilmstunden, in Einführungsvorträgen zu den Aufführungen großer dramatischer und musikalischer Werke. Die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft, in der im engeren Kreise den Jungen und Mädeln die Möglichkeit einer persönlichen Aussprache mit dem Intendanten und den Künstlern des Theaters geboten wurde, setzte diesen Weg in die Tiefe fort und ist von nachhaltiger Wirkung für alle Beteiligten gewesen. Aus Münster und dem Münsterland Gerechte Empörung. Fortsgung und Steigerung der brsährigen bilden. De Feuerwerk in Kindeshand n zog ein kleim lätterte darin vorgeht, niemel nd Wider gen legt morden,d ich haben sie 3 Etwas, das llereihichen Runofu ürde 4 Bevölkerung vers e enhörte Men Synaanae nicht wiederhriftstellerei h ind würde immer und ausschöpfte. nöpfe, die deste dird, hat er ebi Wenn ich — würde ich mi ig aus überleges vornherein d re unmöglích enn ihn das 6 batte. würde das heimnis mit ße und hielt aus das bißchsiesen schrecklich den werden!" setzung folgt.) Judenfeindliche Kundgebungen im Münsterland. + Münster, 10. November. Wie im Reich, so kam es auch im ganzen Münsterland nach Bekanntwerden des Ablebens des durch feigen jüdischen Meuchelmord für Deutschland gefallenen deutschen Diplomaten zu zahlreichen judenfeindlichen Kundgebungen. Ueberall machte sich die Empökung über das niederträchtige Mordverbrechen von Paris in spontanen antitüdischen Demonstrationen Luft. Sie nahm von Stunde zu Stunde zu, je mehr die über den Deutschen Rundfunk verbreitete Meldung in den Kreisen der bekannt wurde. In Münster zog eine Menschemenge zur Promenade und zündete die Shnagoge an, die bis auf die Umfassungsmauern niederbrannte. Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als ein paar Schlauchleitungen zu legen und die benachbarten Hauser vor dem Uebergreifen des Feuers zu schützen. Die noch in jüdischen Händen befindlichen Geschafte wurden von der empörten Volksmasse einschließlich der Inneneinrichtung zerstört. Aehnliche Meldungen liegen aus dem gesamten Münsterland vor. Die Empörung steigerte sich in allen Orten zu erregten Kundgebungen gegen das Judentum. Auch hier waren die jüdischen Geschäfte dem gerechten Zorn der Menschenmengen ausgeliefert und wurden zerstört. In Borghorst, Kheine, Warendorf und Burgsteinfurt dundete man die Synagogen an oder zerstörte sie auf andere Weise. Ebenso trafen aus Borken, Bocholt, Coesfeld, Haltern, Dorsten, Emsdetten Ochtrup und Ahlen Meldungen ein, die die Zerstorung sämtlicher jüdischen Geschäfte und Synagogen meldeten. Sar der Provinzialhauptstadt in den Karneval. „Münster ut Rand un Band“. md= Münster, 10. Nov. Die münsterschen Karnevalisten beschäftigen sich bekeits stark mit den Vorbereitungen für den kommenden Karneval. In einer Sitzung des Bürgerausschusses wurde setzt das Motto festgelegt:„Münster ut Rand un Band“. Unter diesem aus den Kreisen der Karnevalisten herfestgelegten Satz sollen die Veranstaltungen der KarFortsetzung und Steigerung der vorjährige erste größere Veranstaltung findet bereits Am kommenden Samstag mit dem feierlichen Convivpum zur 404= Jahrfeier der Karnevalsgesellschaft die „Wiedertäufer am Buddenturm“ statt, der am Sonntag die Einholung der Morio von/ Kinderhaus folgt. In diesem Jahre ist auch eine grosße öffentliche Sitzung in der holländischen Stadt Enschede vorgesehen, für die die holländischen Karnevalsfreunde zum 21. Januar sich/ vorbereiten. An dieser Festsitzung beteiligen sich die großen münsterschen Karnevalsvereine, die Prinzengarde und die Stadtwache Bemerkenswerst ist noch, daß das diesjährige münstersche Karnevalslied„Jankummkiddel mi“ unter rund 400 Einsendungen vom Reichssender in Köln als Karnevalsschlager mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Es stammt von dem Hausdichter der Wiedertäufer Besrndt Lohaus. Nanien für Pferde. Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei hat angeordnet, daß bei/ der Jahrgangskennzeichnung der Dienstpferde der berittensen Ordnungspolizei nur Namensbezeichnungen deutschen, Ursprungs zu verwenden sind. Die Umbenennung der Diesstpferde, die einen im Widerspruch zu dieser Vorschrift stehenden Namen führen, ist sofort vorzunehmen. Wohnungsbau und Siedlung. Vortragsteihe der Forschungsstelle. emd= Münster, 9. November. Die Forschungestelle für Wohnungs= und Siedlungswesen an der Unisversität Münster, die unter der Leitung von Professor Dri. Berkenkopf steht, veranstaltet auch in diesem Wintfersemester ihre beliebte Vortragsreihe. Am 25. Novembelr, 18 Uhr, wird sie durch den Präsidenten des Reichsverbamdes des deutschen gemeinnützigen Wohnungswesens, Dri J. Brecht=Berlin, mit dem Thema „Die gemeimnützigen Wohnungsunternehmen in der Wohnungswirtschaft“ eröffnet. Der zweite(Vortrag findet am 13. Januar 1939, um 18 Uhr, statt; Oberregierungsrat Dr. Fischer=Dieskau-Berlin spricht über die Wohnungs= und Siedlungsprobleme der Ostmark. Den letzten Vortrag in diesem Semester hält ann 17. Februar der Generaldirektor der Provinzial-Feuersozietät, H. Querfeld=Münster über das Thema„Woshnungsbau und Feuerverhütung". Sämtliche Vorträge finden im Vortragsraum des Instituts für? Wirtschafts= und Sozialwissenschaften, Münster, Johannie=straße 9, statt. vernichtet Erntevorräte. + Everswinkel, 10. November. Am Mittwoch nachmittag, gegen 5 Uhr, entstand in dem Anwesen des Gastwirts Kortmann in der Mitte des Dorfes ein gefährlicher Brand. Es bestand große Gefahr für die angrenzenden Nachbarhäuser. Die Everswinkeler Feuerlöschpolizei griff den Brandherd, eine mit Heu und Stroh gefüllte Scheune, energisch an und konnte den Brand erfolgreich bekämpfen. Das Dach sowie die auf dem Boden lagernde Ernte an Heu und Stroh fiel jedoch den Flammen zum Opfer. Ein Glück war es, daß Windstille herrschte und die Flammen nicht auf die Nachbarhäuser überschlugen. Die Ursache ist in dem Spiel eines zehnjährigen Jungen mit bengalischen Streichhölzern zu suchen, die der Junge angezündet am Giebel hochwarf, wo einige Strohhalme Feuer fingen und so das Feuer entstehen ließen. * + Münster, 10. Nov. Von der Wasserbaudirektion. Versetzt sind: der Regierungsbaurat Kraft vom Neubauamt Datteln zum Wasserbauamt Rheine, Regierungsbauassessor Lenz vom Wasserbauamt Rheine zum Wasserbauamt Meppen und Regierungsbaurat Röhnisch vom Neubauamt I Münster nach Berlin zum Neubauamt Berlin=Teltow=Kanal. Bauassessor Boesten bei der Wasserbaudirektion ist in den Staatsdienst als Regierungsbauassessor übernommen und dem Neubauamt I Münster überwiesen. + Münster, 10. Nov. Empfindliche Strafen bei Preisüberschreitungen. Im Monat Oktober wurden von dem Polizeipräsidenten in Münster als Preisbehörde insgesamt 21 Ordnungsstrafen verhängt, und zwar: in 10 Fällen wegen Preiserhöhung bezw. Ueberschreitung der Verdienstspannen in 4 Fällen wegen Nichtbeschilderung bezw. Nichtanbringung von Verzeichnissen, in 7 Fällen wegen unerlaubter Mietserhöhung. + Ochtrup, 10. Nov. Dreijähriges Kind läuft vor ein Auto. Auf der Ochtruper Straße lief ein dreijähriges Kind, als es die Straße überqueren wollte, um zu den Spielkameraden zu gelangen, vor ein Auto aus Burgsteinfurt. Der Fahrer konnte das Unglück nicht mehr abwenden. Das Kind erlitt einen Oberschenkelbruch und innere Verletzungen. Der Fahrer brachte das Kind zum Krankenhaus. Aufnahme des Fernsprechdienstes. Für Ferngespräche zwischen dem Sudetenland und dem übrigen Reichsgebiet einschließlich der Ostmark und für Ferngespräche zwischen Orten innerhalb des Sudetenlandes werden, sobald solche Gesprächsverbindungen hergestellt werden können, die innerdeutschen Fernprechgebühren erhoben. Aus dem Gau Westfalen=Nord X Erste Hilfe durch die NKV. Als ein Kleinsiedler in Lage(Lippe) sein Hab und Gut durch ein Schadenfeuer verlor, nahm sich die Ortsamtsleitung der NSV der Familie sogleich an, brachte sie in einem zur Verfügung gestellten städtischen Haus unter und schaffte von hilfsbereiten Bürgern gespendete Hausgeräte usw. heran. So wurde einer obdachlos gewordenen Siedlerfamilie durch die Tatkraft der NSV schnellstens geholfen. X Steigende Benutzung der NKV=Kindergärten. Es zeugt von der steigenden Beliebtheit der Kindergärten der NSB, daß nunmehr in Detmold ein zweiter Kindergarten der Kindergruppe Detmold=Nord gegründet wurde. * X Lippes Jugendherbergen stark besucht. Es zeugt von der großen Beliebtheit der lippischen Jugendherbergen, daß u. a. die neue Jugendherberde auf dem Hiddeser Berg bei Detmold in der Zeit von Januar bis Ende Oktober d. J. 19 478 Uebernachtungen, das sind 2545 mehr als im Vorjahre, zu verzeichnen waren. * X Soldaten spielen für das WHW. Ein WHWKonzert des Musikkorps II/58 Minden in der Ortsgruppe Pr.=Oldendorf im Kreise Lübbecke erbrachte den stattlichen Betrag von 400 Rm. für die Winterhilfe. Oldendorf hat nur 1500 Einwohner, so daß der Erfolg noch höher zu werten ist. * X Kreis Lübbecke nahm Abschied von seinem Landrat, In einer weihevollen Feierstunde nahm die Vertreter der Regierung, der kommunalen Behörden des Kreises und die Vertreter der NSDAP Abschied von dem scheidenden Landrat, Pg. v. Borries, der nach 20jähriger Tätigkeit den Kreis Lübbecke verläßt, um die Landratsstelle im Kreise Gelsenkirchen zu übernehmen. X Maisbau für das WHW. Das Ergebnis der Maisernte der NSV des Kreises Herford übertrifft noch die Erwartungen. Es konnten 200 Zentner Mais geerntet und dem Ernährungshilfswerk für den Schweinemaststall zugeführt werden. Die DAF ehrte die Helden vom 9. November. amd= Münster, 9. November. Zu einer feierlichen Ehrung der vor der Feldherrnhalle in München gefallenen 16 Getreuen des Führers kamen am Mittwoch vormittag im würdig ausgestalteten Sitzungssaal des Landeshauses zu Münster die Gefolgschaften der Gauwaltung Westfalen=Nord der DAF und der Kreiswaltung Münster=Warendorf zusammen. Umrahmt war diese Feierstunde, in deren Mittelpunkt die Totenehrung und Ausführungen des Gauobmannes der DAF, Pg. Schürmann, standen, von Werken bekannter deutscher Dichter. In seiner Ansprache gab Gauobmann der DAF, Pg. Schürmann. einen Ueberblick über die Kampf= und Notjahre von 1918 bis 1923 und stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen das Vermächtnis, das die 16 Helden der Feldherrnhalle durch ihr Sterben der Nachwelt überliefert haben: im Glauben an Deutschlands Zukunft zu arbeiten und zu kämpfen und mit Vertrauen zu dem Werk unseres Führers aufzublicken. Mit dem Kampflied des Sturmführers Horst Wessel und der Führerehrung nahm die erhebende und eindrucksvolle Feierstunde ihren Abschluß. Ge'orderungen im X Aus Anlaß des 9. November wurden im Bereich der Motorgruppe Westfalen folgende Beförderungen ausgesprochen: Zum Sanitäts=Oberführer: Sanitäts=Standartenführer Kurt Starke, Bochum=Werne (Motorgruppe Westfalen); zum Staffelführer: Pa Wilhelm Münzer(Motorstandarte 64), Sturmhauptführer Ernst Nölle(Motorstandarte 67), Sturmhauptführer Alfred Sohl(III/M 67); zum Sturmhauptführer: Obersturmführer Franz Reermann(I/M 68). Obersturmführer Gustav Westerhoff(III/M 68); zum Obersturmführer: Sturmführer Peter Beyer(Motorgruppe Westfalen), Sturmführer Karl Braun(Motorstandarte 67), Sturmführer Heinrich Knacke(22/M 64), Sturmführer Erich Lohmann(Motorstandarte 67), Sturmführer Fritz Schrader(2/M 67); zum Sturmführer: Obertruppführer Heinrich Normann(2/M 64). Obetruppführer Willi Stach(9/M 66), Obertruppführer Clemens Kaiser(3/M 67), Obertruppführer Emil Fickermann(2/M 67), Obertruppführer Ewald Schlünder (16/M 69). Neuer D3=Beauftragter im Gebiet Westfalen. X Der Gebietsführer hat mit Wirkung vom 1. November 1938 den Bannführer Franz Ovens zum DIBeauftragten für das Gebiet Westfalen bestimmt. Bannführer Franz Ovens wurde am 16. Oktober 1914 in Franzburg, Vorpommern, geboren. Am 14. Februar 1932 trat er der HJ bei. Er führte nacheinander Kameradschaft, Schar, Gefolgschaft und Unterbann. Ende 1934 wurde er Standortführer in Rostock. Vom 1. Januar 1935 bis 1. April 1936 wurde ihm die Führung des Rannes 299, Güstrow=Malchin, übertragen. Anschließend kam er nach Magdeburg und wurde dort Standortführer. Bis zu seiner Berufung als DI=Beauftragter für das Gebiet Westfalen war er ab 1. Februar 1938 DZ=Beauftragter im Gebiet Nordmark. Leibesübung der Woche Nach ein konnten in schachtungs wurde eine schachtet. A eine schwa Knochen v auch ein U sind die a die bist biet ger geweihhacke daß die Fi fahren allr haften Bau Unterkiefer falen aus kannt ist. Um die Deutsche Handvall=Meisterschaft. 17 Gane im Spielbetrieh.— Wer wird Meister? Internationale Begegnungen. Zusammen mit Fußball= und Hockeyspielern haben auch die Vertreter des jüngsten deutschen Kampfspieles, die Handballer, ihre Punktespiele in den Gauen aufgenommen, deren Ziel über die Gaumeisterschaft hinaus die Deutsche Handballmeisterschaft ist. Einschließlich der Ostmark sind 17 Gaue im Spielbetrieb. Hinsichtlich der Meisterschaft ebenso wie der Spiele um den Adlerpreis bedarf es einer genauen Planung, um die Ausscheidungstreffen der einzelnen Gaue anzusetzen. Dieser Meisterschaftsspielplan der Handballer liegt nun vor. Man hat auch in diesem Jahr daran festgehalten, vier Gaugruppen zusammenzustellen, nur daß eine dieser Gruppen durch die Teilnahme der Östmark fünf Gaumannschaften zählt, während alle anderen unter vier Mannschaften den Gruppensieger ausspielen. Das Endspiel um die Deutsche Handballmeisterschaft ist auf den 2. Juli 1939 angesetzt worden. Nach Abschluß der Pflichtspiele in den Gauen und Feststellung der Gaumeister werden in den vier Gruppen folgende Mannschaften aufeinandertreffen: In der Gruppe 1 spielen Östpreußen, Pommern, Brandenburg, Schlesien und Sachsen; die Gruppe 2 setzt sich zusammen aus den Mannschaften der Gaue Mitte, Nordmark, Niedersachsen und Westfalen; der Niederrhein, der Mittelrhein, Hessen und Südwest spielen in der Gruppe 3, während die 4. Gruppe von Baden, Württemberg, Bayern und der Ostmark gebildet wird. Mit Ausnahme der Gruppe 1 werden kaum Schwierigkeiten bestehen, die Gruppensieger ordnungsgemäß bis zum 15. März festzustellen, dagegen muß sich die Gruppe 1 mit den fünf Mannschaften mächtig ranhalten, um nicht in große Terminnöte zu kommen. Sie wird nicht anders können, als auch in den Österund Pfingsttagen Pflichtspiele anzusetzen. Am 26. März beginnen die Vorrundenspiele in der Gruppe 3, die übrigen Gruppen beginnen am 16. April. Die Zwischenrunde ist für den 11. und 18. Juni angesetzt. Auch die Spiele der Gaumannschaften um den Adlerpreis des Reichssportführer bedürfen der Festlegung eines genauen Spielplanes. Hier ist die Schwierigkeit größer, die 17 Mannschaften ohne Benachteiligung einzuordnen. Man hat sich nun dahin geeinigt, daß jeweils immer zwei Gaumannschaften ein Ausscheidungsspiel bestreiten müssen, von denen der Unterliegende ausfällt. Das Ausscheidungsspiel bestreiten im kommenden Jahr die Gaue 1 und 2, also Ostpreußen und Pommern. In den folgenden Jahren haben dann immer die nächsten Gaue diese Ausscheidung auszuspielen. Das Ausscheidungsspiel wird am 5. Februar durchgeführt. Am 19. Februar folgt dann die Vorrunde, am 5. März die Zwischenrunde, am 19. März die Vorschlußrunde, und am 2. April das Endspiel der besten deutschen Gaumannschaften um den Adlerpreis. Für die Vorrunde am 19. Februar wurden folgende Paarungen angesetzt: Schlesien gegen Sieger der Ausscheidung Ostpreußen— Pommern, Nordmark— Brandenburg, Sachsen— Bayern, Westfalen— Mitte, Niederrhein— Niedersachsen, Baden— Mittelrhein, Südwest— Hessen und Württemberg— Ostmark. Die Teilnahme der Ostmark=Elf wird in dieser Spielzeit den Handballkämpfen einen besonderen Reiz geben. Auch eine Reihe internationaler Begegnungen stehen für das kommende Jahr auf dem Handballprogramm. Am 26. März wird in Deutschland gegen Schweden gespielt, und Anfang April gegen Ungarn. Außerdem sind Länderspiele gegen die Schweiz und gegen Dänemark geplant. Die Fußball-Gaue außer Westdeutschland. Hindenburg Allenstein 6 Masovia Lyck Masovia Lyck Gedania Danzig Polizei Danzig BuEV Danzig Samld.Prüssia Samld.=Kbg. VfB Königsberg Yorck Insterburg v. d. Glotz Tilsit Rasensport Pr.=Pgb. Pommern. Viktoria Stolp Germania Stolp Stettiner SC MTV Pommerensdorf Nordring Stettin Pfeil Lauenburg Greifswalder SC LSV Pütnitz Polizei Stettin Brandenburg: 6 3 3 7 4 1 66. Hertha=BSC Tennis-Borussia Wackex 04 Minerva Brandenburger Blauweiß 5 2 BSV 1892 6 1 Bewag 7 1 Friesen Cottbus 7 2 Union Oberschönewelde 6 2 Schlesien. Preußen Hindenburg 8 8 au 02 7 5 Vorw.=Nasensp. Gleiwitz 5 5 Sportfr. Klausberg Hertha Breslau Reichsb. Gleiwitz SV Klettendorf Breslau 06 1. FC Breslau Ratibor 03 41:12 18:11 15:5 17:12 18:26 14:23 12:20 5:15 8:20. 12:20 16:0 11:3 10:0 10:4 7:9 4:10 4:12 3:9 3:11 2:12 Sachsen. 12:2 10:0 10:4 7:7 7:9 7:9 6:4 4:8 3:11 2:14 . ani. Zwei Pe Der Engländer Gardner fuhr auf der Reichsautobahn 300 Stundenkilometer. Am Mittwoch begann der englische Automobil-Rekordfahrer Major E. Gardner auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Heidelberg seine Versuchsfahrten. Bei der ersten Kontrollfahrt ergab sich ein mittlerer Durchschnitt von 300,250 Stundenkilometer. Damit hat er seinen eigenen Klassenrekord weit übertroffen. Unser Bild zeigt Gardner auf der Strecke. Im Hintergrund die Luftschiffhalle Rhein-Main.(Scherl-M.) Nordhessen. Hessen Bad Hersfeld anau 93 VfB Groß=Auheim VfB Friedberg Dunlop Hanau Kassel 03 SV Kassel Kewa Wachenbuch. Sport Kassel Kurhessen Kassel 14:9 13:3 11:10 7:3 9:12 11:10 2:4 3:7 5:15 7:14 Südwest. FSV Frankfurt Eintracht Frankfurt Kickers Offenbach Wormatia Worms Reichsb.=Rotw. Frankf. Borussia Neuenkirchen TSG 61 Ludwigsh. FC 03 Pirmasens FV Saarbrücken SV Wiesbaden 15:6 23:12 13:9 12:9 14:11 18:10 12:20 7:18 10:19 6:16 10:2 10:6 10:6 10:6 9:5 8:8 6:10 5:11 4:10 4:12 Baden. VfR Mannheim 1. FC Pforzheim Waldhof=Mannheim VfL Neckarau Karlsruher FV Freiburger FC VfB Mühlburg FV Offenburg Phönix Karlsruhe SpVg Sandhofen 15:4 15:6 17:7 8:13 13:8 11:14 6:4 13:20 6:13 2:17 10:0 9:3 7:3 6:4 6:6 6:6 5:8 4:10 1:9 0:10 Württemberg. Auf der nete sich e führender fahrenden einem von Dortmu des Persor blick stand sassen konr Sie wurde Krankenha brannte v. ßeren Bra hatte das ohne diese VfB Stuttgart Stuttgarter Kickers Union Böckingen 1. SSV Ulm FV Ulm 94 Stuttgarter Sportklub FV Zuffenhausen SpVg Cannstatt SV Feuerbach 11:4 14:8 11:7 10:10 9:10 9:8 9:13 5:7 7:13 Bayern. FC Schweinfurt 05 Neumeyer(ASN) Schwaben Augsburg Spielpg. Fürth Jahn Regensburg 1. FC Nürnberg 1860 München FC Bayern München BC Arnsberg VfB Coburg 12:6 11:8 16:15 9:11 12:13 8:7 5:5 6:7 9:11 9:14 Dasi museum s. fahren. Es Textilindu bekannteste gebührend werden vo Provinzia rung verwaltun Ostmark. Wiener Sport=Club Wacker Wien Admira Wien Austria=Fiat Wien Rapid Wien Austria Wien Vienna Wien Grazer Sportklub Wacker W.=Neustadt Amateure Steyr 12:1 13:9 18:10 25:17 14:7 18:17 14:15 17:16 9:26 5:27 Unvors schweres der an de Einlegeöff der Trom Unglücklich auf der 6 der Pferderennen. Rennen zu Düsseldorf am 10. November. 1. R.: 1. Elfmeter(M. Schmidt), 2. Jessie, 3. Shannon Silver; ferner Zelina, Manoli. Toto 15, Pl. 12, 18. EW 40. 2. R.: 1. Mangold(Matystk), 2. Geländeritt, 3. totes Rennen zwischen Ilmenau und Prior. EW 80. 8. R.: 1. Master(Lommatzsch), 2. Gerro, 3. Staatspaladin; fernet, Dukaten, Esther, Flott, Eifelgold, Propaganda, Mainlein. Toto 26, Pl. 4. R.: 1. Levis, Guernika. Toto 19, Pl, 21, 16, 16, EW 138. 16, 13, 14. Panheros(M. Schmidt), 2. Brocken, 3. Elritzr Marienfels, Palastherold, Barsdorf, Pont Westfalens Kanntentagten... Dortmund, 10. November. Die Arbeitstagung vermittelte einen Einblick in das umfangreiche Sport=Programm, das der Gauobmann für Rennsport, Greve=Münster, in Vorbereitung hat. Wie Gaufachwart Hans Bückmann=Dortmund ausführte, Vor dem Melsterschaftskampf. Am 11. November kämpfen in Berlin Arno Kölblin(links) und Walter Neusel(rechts) um die Deutsche Meisterschaft im Schwergewicht. Unser Schnappschußt zeigt beide Boxer während des letzten Trainings. Vor Neusel sieht man seinen Boxkameraden Heuser, der ihn besuchte und für den Kampf Glück wünschte.(Schirner-M.) werden die kommenden Wintermonate ausschließlich im Zeichen einer intensiven Schulungs= und Lehrgangstätigkeit stehen. U. a. wird die Kanu=Jugend Westfalens, deren Betreuung durch den Gsebietsfachwart der HJ. Paul Gockel=Hamm(früher Paderborn), in den besten Händen liegt, mit einem sportllichen Lehrgang den Anfang machen. Auch ein Lehrgang Ffür Aktive, für den heute schon das allergrößte Interesse besteht, wird sich anschließen. Zwischendurch wird enn Lehrgang für Kampfrichter eingelegt. Die Lehrgängge werden aller Wahrscheinlichkeit nach am Haltener Skausee durchge ührt. Ein großer Gautag, an dern alle Vereinsführer teilnehmen müssen, findet in Vertbindung mit einer Siegerehrung am 8. Januar 1939 staltt. Hier werden der Gaufachwart sowie seine Mitarbeiter die Ziele und Aufgaben der kommenden Zeit beleuchte, und herausstellen. Die rege Betriebsamkeit im westfällischen Kanulager spiegelt sich auch in dem umfangreicheen Sportprogramm wider, dessen Termine zum größten Thil schon festliegen. Es beginnt mit dem Anpaddeln als Op#fertag des Kanusports für das WHW am 23. April. Gleich am 7. Mai steigt schon eine große Gau=Faltboot=Langstreckenregatta in Minden auf der Weser, und zwar züber eine Strecke von 15 km. Sie wird vom Wittekind=Kredis durchgeführt. Am 21. Mai ist eine Gau=Frühjahrs=Rergatta geplant, deren Austragungsort aber noch nicht feststeht. Der 4. Juni sieht die immer mehr Anklang findende GauPatrouillenfahrt vor, während der 18. Juni eine GauKurz= und Langstrecken=Regatta bringt. Was westfältsche Sportprogramm der Kanuten nähert sich, dann seinem Höhepunkt, dem 8./9. Juli, an dem die Saumeister über die kurze und lange Strecke ermittelt werden sollen. Die Gaumeisterschaftskämpfe werden in Herdeßce ausgetragen. Weitere Termine im Gau IX sind noch am 20. August die Gau=Stafette, am 17. September eine Her bst=Regatta und am 24. September das allgemeine Anpadßoeln. Zwischen diesen Terminen sind die größeren, außer alv des Gaues durchzuführenden Veranstaltungen eingestfreut. So die deutschen Kanu=Meisterschaften am 22./234. Juli, die westdeutsche Kurzstrecken=Regatta am 25. Junßi und die deutschen Vereinsmeisterschaften am 3. Sesptember. Zum k. Wanderwart des Gaues IX wurde Heinz Beckmöller=Hamm ernannt, der sich mit wbesonderer Liebe der Pflege des Wandersports in Westfale n widmen wird. 5. R.: 1. Erntedank(Frau Blume), 2. Castroper Hu 3. Spanda; ferner Blumengöttin, Bolero, Gamin, Selin Toto 16, Pl. 11, 12, 18, EW 28. 6. R.: 1. Thammo(Zachmann), 2. Maurize, 8. Fe spiel; ferner Staatsoper, Partitur, Feenland. Toto Pl. 12, 11, 11, EW 106. 7. R.: 1. Sandmann(v. d. Vlugt), 2. Musterknah, 3. totes Rennen zwischen Melle und Silvester. Toto 4 Pl. 15, 18, 8, 9, EW 584. Ferner Helmwiege, Wildfang Liebeswalzer, Fatima, Hausmarke, Asti, Hasarden, Markstein. 8. R.: 1. Garant(H. Schmidt), 2. Sarro, 3. Kurigalst frner Nostrus, Debatte, Xeranthemum, Stora. Toto 2 Pl. 14, 24, 14, EW 226. Vorhe licher Ric auflockeru sinkende Vorhe Wahrse Rennen zu Aeuteuil am 10. November. 1. R.: 1. Duke of Lancaster(Lollierau), 2. Trio Tt 3. Salva Rosa; ferner Dalagos, Maimou, Tip, Ski. Tos 500, Pl. 102, 22, 56. 2. R.: 1. Daidol(Pelat), 2. Nemours, 3. Mexole ferner Echidne, Princesse Maritza 2, Bellemoise, Iral, Diego 2, Berniquet, Cake, Hot Cake, Titan 2, La Billa derie, Pic Argente, Toto 46, Pl. 18, 16, 27. 3. R.: 1. Frere Victor(Bates), 2. Presses Toi, 3. Hut, ferner Castor, Flake, Les Bouleaux, Bonzo. Toto 18, 14, 25. 4. R.: 1. Kirdul(Rocht), 2. Meretrix, 3. Alteo; fem Pont Neuf, Bon Coeur, Royal Parth, Golf, OisesMouche, Tarzi. Toto 40, Pl. 15, 13, 23. 5. R.: 1. Oranger G.(Neel), 2. Rallye, 3. Bronzind, ferner Gaboulaß. Toto 83, Pl. 24, 20. 6. R.: 1. Bach Agha(Bates), 2. Le Pont de Dark; ferner, Appenzell, Linons, Carlo Balzani, 22, Pl. 12, 13. Unsere Voraussagen. Saint=Cloud: 1. Evianter— Contemplation, 2. Prine= de Paris— La Pretentaine, 3. Chuchoteur— Cing Adrh, 4. Pontormo— Estoccade, 5, Blaue Moon— 6. Los— Cheddad. Donald Budge Berufs=Tennisspielel. Donald Budge hat einen Vertrag unterschrieben, nach er innerhalb einer fünfmonatigen Schaukampfte durch Amerika 50 Spiele gegen Ellsworth Vinss auzutragen hat. Die Garantiesumme für Budge de läuft sich auf 75 000 Dollar. Ferner ist der Ameritane prozentual an den Einnahmen beteiligt, falls die Gur tie überschritten wird. 25 000 Dollar sind Budge oso 25 000 Dollar erhelr e. ausgehändigt worden, weitere 25 000 Bollar dac am 1. März 1939, und den Rest nach Beendigung deSchaukampfreise. Die erste Begegnung Budge— findet am 3. Januar 1939 in zu Newyork statt. kadison Square katl Loh Westfalens Boxer in Köln. 6. November) eine belgische Answan Ursprünglich sollte am Bußtag(16. November) rborstaffel Li Kölner Amateurboxstaffel mannschaft antreten. Die Bøgeg Westfalens Auswahl für diesen Termin gewonnen. Die Begegnung wurde verlegt Von Nah und Fern. neter. ler ReichsKontroller seinen m Hinter11:4 14:8 11:7 10:10 9:10 9:8 9:13 5:7 7:18 12:6 11:8 16:15 9:11 12:13 8:7 5:5 6:7 9:11 9:14 vorgeschichtliche Funde am Dortmunder Hafen. :: Dortmund, 10. November. Nach einer Mitteilung der städtischen Museumsdirektion tonnten im Hafengelände der Stadt Dortmund bei Ausschachtungsarbeiten wichtige Funde geborgen werden. Es wurde eine Baugrube bis zu fünf Meter Tiefe ausgeschachtet. Auf der Sohle zog sich quer durch den Graben eine schwarzbläuliche fette Schicht, in der Holzreste, Anochen von den ältesten Haustieren, Knochenreste wie auch ein Unterkiefer von Menschen lagen. Es sind die ältesten Funde menschlicher Kultur, die bisher auf dem Dortmunder Stadtgebiet gemacht wurden. Zwei durchbohrte Hirschgeweihhacken und mehrere bearbeitete Geweihreste zeigen, daß die Funde in die Zeit gehören, in der unsere Vorfahren allmählich vom Jäger= und Fischerdasein zu seßhaften Bauern wurden. Von besonderer Bedeutung ist der Unterkiefer von einem Menschen, da bisher aus Westfalen aus dieser Zeitperiode nur ein Menschenschädel bekannt ist. Benzintank eines explodiert. Zwei Personen schwer verletzt.— Personenwagen verbrannt. 1O Werl, 10. November. Auf der Reichsstraße zwischen Soest und Werl ereignete sich ein schwerer auf eigenartige Ursache zurückzuührender Verkehrsunfall. Von einem in Richtung Soest fahrenden Lastzuge löste sich der Anhänger. Er stieß mit einem von Soest kommenden in Richtung Werl fahrenden Dortmunder Personenwagen zusammen. Der Tank des Personenwagens explodierte und im nächsten Augenblick stand der Wagen in Flammen. Die beiden Insassen konnten aus dem brennenden Wagen befreit werden. Sie wurden mit schweren Verletzungen in das Soester Krankenhaus eingeliefert. Der Personenwagen verbrannte vollständig, auch der Lastzuganhänger trug größeren Brandschaden davon. Der Fahrer der Lastzuges hatte das Loslösen des Anhängers nicht bemerkt und fuhr ohne diesen weiter. Dr. Filchner vor der Gefolgschaft der Vereinigten Stahlwerke. X Düsseldorf, 10. November. Führer und Gefolgschaft der Hauptverwaltung der Vereinigten Stahlwerke in Düsseldorf hiebten in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft am 9. November im Apollo=Theater eine Gefolgschaftsversammlung ab. In einer einleitenden Ansprache würdigte Betriebsführer Dr. Helmut Pönsgen die Bedeutung dieses Novembertages als ewige Verpflichtung jedes Deutschen, sich alle Zeit vorbehaltlos für die Ehre und Größe der Nation einzusetzen. Eine Bedeutung erhielt der Appell durch einen Lichtbildervortrag Dr. Wilhelm Filchners, des bekannten Forschers und Trägers des Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft von 1937. In seiner schlichten Art vermittelte Dr. Filchner den aufmerksamen Zuhörern einen Einblick in die von Geheimnissen umwobene Welt Zentralasiens, wo er vor allem im Gebiet des Himalaja eingehende erdmagnetische Forschungen betrieben hat. Falscher Zollbeamter beschlagnahmte Devisen. Düsseldorf, 10. November. Die Große Strafkammer in Düsseldorf verurteilte den 32jährigen Wilhelm Schemuty wegen Betrugs im Rückfall, Amtsanmaßung, Urkundenfälschung und Erpressung zu einer Gesamtzuchthausstrafe von sechs Jahren, zu 1000 RM Geldstrafe und zu zehn Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet. Schemuth ist nicht weniger als sechzehnmal vorbestraft, darunter mit Zuchthaus. Er ist in verschiedenen Städten des Rheinlandes als falscher Zollbeamter aufgetreten, hatte holländische Autofahrer angehalten, ihnen Papiere vorg und die Devis Leute bei sich hatten, beschlagnahmt. Dieselben die die Dieselben Machenschaften trieb er holländischen Schiffern gegenüber. Dabei erbeutete er 1550 belgische Franken, 225 holländische Gulden und 893 Reichsmark. Das Geld hat er in leichtsinniger Gesellschaft restlos verjubelt. Mit 33 Jahren zum 23. Male vor dem :: Düsseldorf, 10. November. alte Wilhelm Jahre im Rückfalle vor dem Zum 23. Male hatte sich der 33 Klein aus Neuß wegen Betruges Schöffengericht in Düsseldorf zu verantworten. Der Angeklagte war zuletzt bei einer Krankenversicherung als Vertreter tätig. Unter dem Versprechen, Bombenleistungen in Krankheitsfällen zu gewähren, gelang es ihm, über 50 Arbeitskameraden in die Versicherung aufnehmen zu lassen. Als einige davon die Kasse in Anspruch nahmen, mußten sie feststellen, daß sie von Klein, dem es nur darauf ankam, die Provision einzustecken, hinters Licht geführt worden waren. Bei elf Personen kassierte er die Beiträge ein, die er angeblich an die Krankenversicherung abführen wollte. Das Geld in Höhe von 85 Mark unterschlug er jedoch. strafen verurteilte das Gerich der zahlreichen Vorst den Angeklagten zu zwei Jahren Zuchthaus, 100 RM Geldstrafe und zu fünf Jahren Ehrverlust. Außerdem wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet. Mehr Millionäre in England. Trotz riefiger Erbschaftssteuern Bildung neuer Großkapitalien.- Mcohol, Tabak, Zei tungen und Automobile bringen die Millionen. Die neuesten Statistiken beweisen, daß die Zahl der ffen ist. Millionäre in England wieder im Wachsen begrif Das ist um so erstaunlicher, als die beispiellos hohen die großen Hinhalbieren. So hat zum Beispiel vor Shisky=Magnat Lord Woolavington englise en Erbschaftssteuern saften fast hren der 12:1 13:9 18:10 25:17 14:7 18:17 14:15 17:16 9:26 5:27 111 0 Castroper Hus „Gamin, Selin. Naurize, 8. Fel nland. Toto 2. Musterknab, vester. Toto 4 wiege, Wildfang Isti, Hasardeu, ro, 3. Kurigalsu Stora. Toto 2 ovember. 1), 2. Trio Th Tip, Ski. To rs, 3. Meroley Ulemoise, Irak an 2, La Billa „27. sses Toi, 3. Hut o. Toto 18, P Ausbau des Rheydter Schloßmuseums. :: Rheydt, 10. November. Das im Rheydter Schloß untergebrachte Heimatbekanntesten Rheydter Spinner- und Weberfamilien ihre gebührende Berücksichtigung finden sollen. Die Pläne werden von der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Provinzialkonservator ausgearbeitet. Bei der Finanzierung hofft man auch auf die Mithilfe der Provinzialverwaltung. Von der :: Kochem, 10. November. Unvorsichtigkeit hatte in der Ortschaft Düngenheim ein schweres Unglück zur Folge. Ein 21jähriger Landwirt, der an der Dreschmaschine die Schutzvorrichtung über der Einlegeöffnung abgenommen hatte, wurde plötzlich von der Trommel erfaßt und in die Maschine gezogen. Der Unglückliche wurde so furchtbar zugerichtet, daß der Tod auf der Stelle eintrat. der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim. Freundliches Herbstwetter. Vorhersage für Freitag: Mäßige Winde aus südlicher Richtung, nach Morgennebel tagsüber Bewölkungsauflockerung, trocken und ziemlich mild, nachts stärker absinkende Temperaturen. Vorhersage für Samstag: Wenig verändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Freundlich. seinen Nachkommen sieben Millionen Pfund vererbt, von denen der Staat glatte drei Millionen einsteckte. Noch schlagender ist der Fall des Vermögens des Lord Cowdray, der 1927 starb und seinem Sohn vier Millionen vermachte. Anderthalb gingen hiervon in die Staatskasse. Sein Sohn starb bereits sechs Jahre nach seinem Vater und wieder strich der Staat 33 Prozent ein, so daß, nach nicht mehr als sechs Jahren, durch bloßen Steuerabzug kaum mehr als ein Drittel des Gesamtvermögens erhalten blieb. Diese zwei Beispiele beweisen, daß die englischen Großkapitale vor allem aus Handel und Industrie herrühren; denn wenn auch die beiden eben erwähnten Millionäre Adelstitel trugen, so erwarben sie diese erst bei Lebzeiten. Wer eigentlich Millionär ist, erfährt die Oeffentlichkeit meist nur, wenn das hinterlassene Erbe bekanntgegeben wird. Aber eine beträchtliche Anzahl von Millionären ist doch bekannt, und sie bestätigen die obige Feststellung. Aller Wahrscheinlichkeit nach gehören vom alten Hochadel nur noch die Herzöge von Norfolk und Westminster zu den Schwerreichen: und hierbei ist zu bemerken, daß selbst die Westminsters lediglich durch kluge Bodenspekulationen in den Besitz ihres heutigen Riesenvermögens gelangten. Die Ahnen des jetzigen Herzogs, die Grosvenors, erwarben einen umfangreichen Grundbesitz in der unmittelbaren Nachbarschaft des ursprünglichen London, der heute das wertvollste Terrain der englischen Hauptstadt ist. Im Innengebiet Londons sind mehr als drei Quadratkilometer Landbesitz. Die meisten anderen englischen Riesenvermögen stammen aus dem letzten Jahrhundert; oft sind sie sogar mit Industriezweigen verbunden, die selbst nicht älter sind. Vor allem ist da Lord Nuffield, der im Jahre 1900 eine bescheidene Radfahrwerkstatt in Oxford besaß und heute als Besitzer der Morris= und Wolseley=Automobilwerke über ein Vermögen von 20 Millionen Pfund verfügt. Im letzten Jahr hat er davon viele Millionen an Wohltätigkeits= und wissenschaftsfördernden Spenden verschenkt, aber es ist kein Geheimnis, daß er in der Zwischenzeit schon wieder mindestens ebnsoviel neu eingenommen hat.— Sein Rivale, Lord Austin, stammt aus ähnlich kleinen Verhältnissen und ist jetzt fast ebenso reich wie er. Sir David Yule ist ein Millionär, der sein Geld in Indien verdiente; er ist ein schottischer Kaufmannssohn. Seine Witwe, Lady Yule, wurde dadurch bekannt, daß sie ihre Luxusyacht„Nahlin“ dem damaligen König Eduard VIII. und Mrs. Simpson für ihre Mittelmeerfahrt lieh. Die Yacht ist jetzt zu verkaufen. Daß mit Alkohol Geld zu verdienen ist, hat nicht nur der schon erwähnte Lord Woolavington herausgefunden, sondern auch die Bierkönige Guineß, die„Stammväter“ der Neu=Aristokratenhäuser der Lord Lweagh und Lord Moyne sind.— Daß aber auch in geistiger Nahrung etwas zu verdienen ist, beweisen die berühmtberüchtigten englischen Presse=Lords. Auch ihre Vermögen rühren erst aus diesem Jahrhundert her. Lord Beaverbrook, Inhaber des„Daily Expreß“, hieß bis 1917 William Aitken. Er ist der Sohn eines presbyterischen Pfarrers aus Kanada. Nach erfolgreicher wirtschaftlicher Betätigung wurde er Begründer eines Zeitungskonzerns, der heute die höchste Auflageziffer der Welt mit über 2¼ Millionen Exemplaren am Tag hat. Lord Rothermere, mit Familiennamen Harmsworth, wetteifert mit ihm an Reichtum und Ansehen. Die Hauptzeitung seines Konzerns, die„Daily Mail“, wurde bereits unter seinem Bruder, dem Politiker Lord Northeliffe, groß.— Diese beiden Verleger gehören heute fraglos zu den Multimillionären. Der Film hat bisher in England mehr Vermögen gekostet als geschaffen. Nur der Schotte John Maxwell gehört unter den Filmindustriellen zu den Millionären, aber auch sein Reichtum stammt mehr oder weniger aus anderen Industriezweigen. Tabak verhalf der Familie Wills— Gold Flake Zigaretten— zu ihren Millionen. In den letzten Jahren starben vier Mitglieder der Familie, von denen jeder mehrere Millionen Pfund hinterließ. Sir Hugo Cunliff=Owen ist der Präsident der British American Company, und er gehört zur Millionärsklasse. Wie man siehtz haben fast alle Wirtschaftszweige ihre Vertreter in der Klasse der Millionäre. Wenn auch diese Reichtümer verhältnismäßig jungen Datums sind, so sind sie doch solid und fest fundiert. Ihre Grundlage war Arbeit, Unternehmungslust und ein geniales Erfassen der Erfordernisse der Zeit,— nur in den seltensten Fällen Spekulation. Handelsnachrichten. Berliner Börse. Berlin, 10. November. Aktien überwiegend schwächer, Renten gehalten.— An der stillen Verfassung des sehr stillen Wertpapiergeschäfts hat sich heute auch nichts geändert. Durch das fast völlige Fehlen der sogenannten zweiten Hand nahm der berufsmäßige Handel Glattstellungen erneut vor, die bei mangelnder Aufnahmeneigung auch der Banken zu einem erneuten Kursrückgang führten. Allerdings hielt diese sich meist im Rahmen von Prozentbruchteilen. Bei einer großen Zahl von Werten konnte eine Anfangsnotiz nicht vorgenommen werden, da nicht einmal die erforderlichen Mindestumsätze zustande kamen. Märkte. Dortmunder Getreidemarkt. X Dortmund, 10. Nov. Erzeugerfestpreise für die Preisgebiete der Provinz Westfalen. Weizen 75/77 ig vom 1.—30. 11. 38 W 18 207,—, W 16 205,—, W 13 202,— W 12 201,—, W 11 200,—; Roggen 70/72 kg vom 1.—30. 11. 38 R 18 191,—, R 16 189,—, R 15 187,.—, R 13 185,—, R 11 183,—; Futterhafer 46/49 kg vom 1.—30. 11 38 R 19 179,—, R 18 178,—, R 16 176,—, R 15 175,—, R 14 174,—, R 13 172,—; Futtergerste 59/60 kg vom 11.—30. 11. 38 G 14 180,.—, G 13 178,—, G 12 177,—, G 11 175,—, G 10 174,—. Mehl. Grundpreis für Weizen= und RogMetalle. Berlin, 10. Nov. Metalle. Aluminium 98=99 kg Bl. 133, Aluminium f. Walz. o. Dr. 137, Silber in Barren 900 t 36,60—39,60. London, 10. Nov. Metalle.(Anfangsnotierungen in E je Tonne) Kupfer Kassa 4613/16, 3 Monate 47½, Elektrolyt Kassa 53—53½, Zinn Kassa 213¾, 3 Monate 213¾, Preis im Osten 21911/18, Silber ruhig bei voraussichtlich nur kleiner Preisveränderung, Gold 146s 5½d. Berliner Getreidegroßmarkt vom 10. November 1938 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77, frei Berlin.. 207 Preisgebiet VI VII 1 VIII IX X XIIXIV ges. Erzeugerpr. 195.00 196.00 197.00 198.00 199.00 201.00 203.00 Roggen märk., Durchschnittsqualität: 70/72 frei Berlin... 189 PreisgebietVVI VII I VIII I XI XIIXIII ges. Erzeugerpr. 177.00 178.00 178.00 180.00 183.00 184.00 185.00 Futtergerste 59/60V VI I VII I VIII I IX ges. Erzeugerpreis, Preisgebiet 164.00 165.00 167.00 170.00 172.00 Industriegerste(Sommergerste) frei Berlin— ab märk. Station— Futterhafer märk., Durchschnittsqualität 46/49 Preisgebiet IV 1VII X XI 1 XIII I XIV ges Erzeugerpr. 160.00 164.00 167.00 169.00 172.00 174.00 Weizenmehl, Type 812(Vollmehl) I III V 1 VI 1 VII VIII 1 IX 1 X XII IXIV 28.85 28.85 28.85 28•85 28.60 28.85 28.85 28.85 29.25 29.55 Mit Zusatz von Maiismehl 30 Pfg. Abschlag. 10% Auslandsweizen— 1,50 Mk.- Aufgeld. 20% Auslandsweizen— 3.00 Mk. Aufgeld. Roggenmehl, Type 1150, Preisgebiet NVV VI 1 VII VIII XI XIIXIII 21.10 21.20 21.45 21.55 21.65 21.80 21.90 22.25 22.35 22.45 Weizenkleie, Preisgebiet V VIVI VIII IX X XII XIV 11.15 11.20 11.30 11.35 11.40 11.50 11.55 11.60 11.70 11.85 Roggenkleie, Preisgebiet I IVIVIVTVIVIIIXIIXIII XIII 10.10 10.15 10.20 9.95 10.40 10.45 10.10 10.30 10.40 10.45 Bremen: Baumwolle Brlef 10.34 9.48 9.58 9.60 9.66 9.68 9.49 10. 11. Loco Jan März Mai Juli Okt Dez. Juni Juli August September Oktober November Dezember Geld bez. 9.45 9.55 9.56 9.60 9.66 9.42 10. 71. 8.24 8.18—19 8.10 8.02 7.95—96 8.60 8.58 9.47 9.57 9.58 9.63 9.67 9.45 9. 11. Brief 10.36 9.46 9.56 9.59 9.65 9.70 9.46 9. 11. 8.17 8.10 8.02 7.95 7.88 8.53 8.51 Geld 9.41 9.53 9.57 9.62 9.66 9.42 bez. 9.43 9.54 9.58 9.63 9.68 9.44 New Yorker Baumwollkurse Loco Januar Februar März April Mai 10. 11. 9.18 8.50 8.50 8.50 8.40 8.30—31 9. 11. 9.06 8.43 8.43 8.44 8.34 8.24 Geschätzte Totalzufuhren— Baumwollzufuhr in Atl. Häfen 2000 Baumwollzufuhr in Golf-Häfen 12000 Zufuhren in Pacific-Häfen— Export nach England— Export n. d. übrig. Kontinent 8000 Export nach Japan u. China.— Fracht nach Liverpool.— Geschäftliches. (Außer Verantwortung der Schriftleitung.) Der Gesamtauflage der Zeno=Zeitungen liegt heute ein Werbeblatt der Defaka(Deutsches Familienkaufhaus), Münster, Ludgeristraße 93—109, bei, worauf wir besonders aufmerksam machen. 3. Alteo; „Golf, fer ye, 3. Bronzino ont de Pierre, à Balzani. Tot lation, 2. r— Cing Avri) koon— Romel, nisspielel. erschrieben, Schaukampfrel rth Vines aus für Budge be der Amerikane alls die Garand Budae sofor ollar Square Köln. November) zische Answahlrde verlegt 3 a aen? Es ist ein besonderes Verdienst der jüngsten Zeit, den Wert unserer einheimischen Heilpflanzen wieder richtig aufgezeigt zu haben. Damit haben alle die Präparate, die schon immer auf dieser Grundlage hergestellt wurden, in weiten Kreisen des deutschen Volkes wieder ganz besonders an Ansehen gewonnen. 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Lotfarle-Einnahmen und Lore-Verkaufsstellen, towle bel Sraasse30 Köln 60470 Stadt und Kreis Jhaus Freitag, 11. November Gronauer Volkszeitung/ Kreiszeitung für den Kreis Ahaus/ Eper Volksblatt Nr 309/ Jahrgang „Und Ihr habt doch gesiegt!" Würdige Feiern im Kreis Ahaus.— Kreisleiter Pg. Tewes ehrte die toten Helden. „hr Opfer, ihre Hingabe verpflichtet uns, dasselbe zu tun“— so sprach Kreisleiter Tewes als Schluß seiner Gedenkworte von den toten Helden der Bewegung zu uns in der Feierstunde in Ahaus, die in diesem Jahre im Mittelpunkt der Gedenkstunden für den Kreis Ahaus=Coesfeld stand. Im geschichtlichen Mittelpunkt steht dieser 9. November, an dem ein Staat unseres Vaterlandes sich trennen wollte vom Reich, um in seperatistischer Absicht sich loszulösen. Adolf Hitler aber wollte an diesem 9. November 1923 das Ungeheuerliche des Verrates vom Jahre 1917 und 1918 auslöschen, er wollte damals eines nur: das Großdeutsche Reich. An diesem 9. November 1938, an dem er mitsamt der ganzen Nation der Helden gedachte, konnte er ihrem Vermächtnis getreu die Erfüllung dieses Wollens verkünden. Der Marsch des Führers mit seinen Getreuen hat allen anderen Mächten in jenem Augenblick und für alle Zukunft die Möglichkeit zur Aufspaltung des Reiches genommen. Am 9. November ging das Gesetz des Handelns an Adolf Hitler über und blieb seitdem bei ihm. Es ist gut, wenn wir uns dieser Zusammenhänge erinnern. Der 9. November wurde in diesem Jahre zum ersten Mal als der höchste Feiertag der nationalsozialistischen Revolution begangen von der im Großdeutschen Reich geeinten Nation. Zum ersten Mal wissen wir alle, daß das Vermächtnis der 2 Millionen des Weltkrieges, der 16 Gefallenen an der Feldherrnhalle und der über 400 des Reiches, der Ostmark und des Sudetengaues nicht umsonst war, sondern seinen letzten Sinn erhalten hat. Die Saat— mit Herzblut getränkt— ist aufgegangen und hat ein Volk geeint und stark gemacht für die Zukunft, die zu gestalten an uns liegt. Denn dieser Tag ist nicht nur Erinnerung, ist nicht nur Ehrung der Toten, er ist heiliges und größtes Vermächtnis an die Gegenwart. Vermächtnis an uns und Verpflichtung für uns. Wenn wir in unseren Tagen und von dieser Zeit von der„Zeitenwende“ reden und schreiben, wenn wir— wie es auch Kreisleiter Tewes tat— von dem Sinn der Opfer und der Erfüllung oft und vielmals künden, dann ist uns bewußt, daß an diesem 9. November vor 15 Jahren die nationalsozialistische Bewegung die Tat zwar verloren, das deutsche Volk aber gewonnen hat. Und wenn vor drei Jahren die 16 Blutzeugen dieses 9. Novembers die„Ewige Wache“ bezogen, so war das nur das Symbol dieser Tat, war zugleich das Versprechen, daß einst alle unter diese„Ewige Wache“ gestellt werden würden. Was damals unter den Bajonetten von Seperatisten zersprengt wurde, ging nun auf. Wir haben die Erfüllung erlebt. Die Zeitwende begann in diesen und jenen Dingen sich anzuzeigen. Verzweifelt und niedergedrückt mag die Stimmung gewesen sein über den Tod der Kameraden und das Mißlingen dieser ersten Revolution, von einem Aufgeben des Kampfes konnte nicht die Rede sein. „Was die NSDAP— so schreibt Alfred Rosenbera in einem Aufsatz„Mit Adolf Hitler zur Feldherrnhalle“— zu beweisen hatte, hat sie bewiesen. Sie hat bewiesen, daß sie bereit war, mit ihrer gesamten Führerschaft, wenn notwendig, eine entscheidende Verantwortung zu tragen und sich auch den Gewehren der herrschenden Gegner zu stellen. Darum ist dieses Opfer und dieser Entschluß vom 8./9. November 1923 nicht vergebens gewesen, sondern bedeutete eine Tat des Mutes und begründete den Glauben und das Vertrauen aller aktiven Kämpfer Deutschlands auf den harten Willen des Führers. Alle Taktik der kommenden Jahre konnte mutig getragen werden, weil jeder von uns wußte— und weil die Nation es wußte,— daß wir die Prüfung eines ersten Entschlusses überstanden hatten und gewiß auch in der Zukunft nie mehr schwankend in unserem Kampfe werden würden. Das Opfer vom November 1923 wurde deshalb mit zu der Kraft, die unsere Kameraden im ganzen Reich— später auch in Oesterreich und im Sudetenland— in ihrem Ausharren bestärkte. So wurde der 8./9. November, damals der Tag der Niederlage, zugleich das Unterpfand des nationalsozialistischen Sieges“. Davon spricht der Kreisleiter. Er spricht von dem willenfesten Entschluß des Führers, das deutsche Volk aus tiefster Not emporreißen, weil es den eigenen Feind in den eigenen Reihen, von denen Napoleon Bonaparte einstmals schon zynisch gesprochen hat, nicht erkannte und sich zerfleischte. Er spricht von diesem Entschluß des Füh" rers und der Tat des 9. November. Das sind keine wehmütigen Worte der leeren Erinnerung, das sind keine Worte der Trauer und des Mitleids, sondern Worte, die uns zum Bewußtsein bringen, daß wir, das Du und ich und wir alle in diesem Augenblick erkennen müssen, daß die Zeit groß ist und jeden verlangt. Jeden deutschen Menschen! Maa er früher da oder dort gestanden sein. Mag er einstmals die Idee nicht erkannt haben, die Adolf Hitler predigte, die kurz damals lautete „Deutschland erwache!" Heute ist Deutschland erwacht! Heute ist Deutschland groß! Heute ruft dieses Deutschland, heute rufen die 2 Millionen toten Helden des Weltkrieges und die 16 Toten der„Ewigen Wache" jeden zur Tat, zur Einsatzbereitschaft und zur Mitarbeit. Die Namen der 16 Gefallenen stehen in schwarzen Lettern geschrieben. In feierlich-ernster Form ist der Saal Burbaum in Ahaus dieser Stunde gemäß hergerichtet. Zwei Pylonen brennen und sind Symbol der Foto: KZ.-Kleyboldi, ewigen Flamme, die diesen Toten zum Gedächtnis brennet. Sie mahnen! Sie rufen auf! Und über diesen Namen da steht das große Wort„Und ihr habt doch gesiegt“! Zahlreich sind die Formationen angetreten. Sie füllen den weiten Saal, auf den Emporen ist die HJ und der BDM, die Kriegerkameradschaft ist vertreten, die NS=Frauenschaft und viele Volksgenossen. Nachdem dann Kreisleiter Tewes in Begleitung vom Ortsgruppenleiter Vliex erschienen ist, ertönt das Kommando: Achtung. Die Fahnen marschieren ein. Dumpfer Trommelwirbel ertönt. Dann spielt die Musik— unter Leitung von A. van Nek— das Largo von Händel. Nun beginnt die Ehrung der Toten. Die Namen der 16 Gefallenen und die Namen der Gefallenen der Bewegung im Gau Westfalen=Nord werden vom Sturmführer Foit verlesen. Nach jedem Namen ertönt das„Hier“, ein dumpfer Trommelwirbel begleitet den Namen des Helden, die Musik spielt leise eine Paraphrase über das Horst=Wessel=Lied. Dann spricht der Kreisleiter. Als er geendet, als er den Sinn des Todes gedeutet hat und uns die Verpflichtung für uns und unser Tun mitgegeben hat, da wird das letzte Wort zum Bekenntnis an die Idee der Bewegung, zum Treuebekenntnis zum Führer, seiner Toten und der toten Helden des großen Krieges. In uns lebt es. Wir sind bereit! Wir wissen um den Geist dieser Stunde. In uns lebt der Glaube an dieses unser Volk und seine ewige Zukunft. Zu dem Glauben, der diese 16 toten Helden zum Marsch an die Feldherrnhalle rief, zu der Kraft ihrer Herzen, zu ihrer stolzen Haltung und heldischen Tat bekennen wir uns heute und empfinden dies Bekenntnis als die ernste persönliche Verpflichtung, in unserem Leben das Vermächtnis der Toten wachzuhalten. Wir wollen das Erbe unserer Toten getreulich verwalten und mehren. Ihr Geist wurde zum Geist des neuen Deutschland. Wir sind durch diesen Geist wieder stark geworden und werden darüber wachen, daß er unverfälscht unseren Kindern und Kindeskindern vermacht wird. Das Gelöbnis eines Dichters unserer Zeit an unseren Führer soll stets unser aller Gelöbnis sein: Wir wollen heiß und freudig davon singen, Was Du erschufst mit unbeugsamer Kraft, Wir wollen unser Leben dafür bringen, Daß nie das Blut zu gleicher Tat erschlafft. Die Fahnen wehten an diesem Tage auf vollmast. Das deutsche Volk feierte den größten Sieg in seiner Geschichte, den Sieg über Zwist und Hader, der uns den jahrtausende alten Traum verwirklichte: Großdeutschland! Das Vermächtnis der Toten erfüllt! Kreisleiter lewes gedenkt der Loten.- Feierstunde am 9. November mn Ahaus + Bei der Feierstunde zum 9. November in Ahaus, über die wir vorstehend ausführlich berichten und die durch die Gedenkworte des Kreisleiters Tewes von besonderer Bedeutung wurde, sprach der Kreisleiter von dem Opfer unserer Toten des Weltkrieges und der Bewegung, von dem Sinn dieser Opfertodes und der Verpflichtung für uns und unsere Gegenwart. Aus der Fülle der Gedanken geben wir nachstehend einige wieder. Als Napoleon Bonaparte, der unselige Geist der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts in der Verbannung auf St. Helena saß, schrieb er von den Deutschen die Volk, der im Beginn des 19. Jahrhunderts den Sieg des aufstehenden Volkes wieder zunichte machte. Ernst Moritz Arndt, der Rufer in schwerer deutscher Zeit, schrieb damals schon die Worte vom„Klügler“ von jenem Typ des deutschen Menschen, der immer nörgelt, der immer besser weiß, der durch Jahrhunderte hindurch das Zusammenkommen der deutschen Stämme verhindert hat. Einen Napoleon haben wir in jenen unseligen Zeiten abgeschüttelt. Der 13. Oktober, der Tag der Schlacht von Leipzig, wird immer ein Ruhmesblatt in der Geschichte des deutschen Volkes sein. Aber den eigenen Feind, von dem Napoleon schreiben konnte, den haben wir nicht töten können. Als nach 4½ Jahren erbitterten Kampfes gegen eine Welt von Feinden das Heer unbesiegt war, zermalmte dieser Feind des eigenen Volkes das letzte Wollen dieser Nation. Nörgler und Klügler waren am Werk gewesen, hatten Unfrieden gesät, hatten den Verfall im Innern vorbereitet und durch Verrat das Volk verkauft. Unser Heer erlag dem Verrat. 2 Millionen Männer aber hatten ihr Leben gelassen auf den Schlachtfeldern im Westen und Osten, in den Karpathen, in der Luft und auf den Meeren der Welt. Ihr Opfer und ihr Tod schien vergessen. Und dann eine Zeit, in der Nörgler und Klügler dies Volk führten und an den Abgrund brachten. Die Flamme des Unfriedens, des bolschewistischen Verrates loderte auf. So am Wasserturm in Essen. So am Rhein. So an der Ruhr. In Hamburg, in Mitteldeutschland. Freischaren erstanden und hemmten den veurschland. Jrerschaten esansenJn Lauf dieser Meuterer. Die aber, die die Verantwortung für das Volk in den Händen hatten, fielen den deutschen M sur das Bolr in den Zanden hatlen, ftelen 2en Männern in die Arme. Sie zertraten den Willen echter und ehrlicher deutscher Patrioten. Juden fanden in jenen Jahren die große Chance. Sie beuteten das Volk aus, auf dem Präsidentenstuhl des Reiches aber saß ein Mann, der mit anderen zusammen dem Abgrund immer näher trieb, die alles taten, was dieses Volk tiefer an den Abgrund brachte.„Im Namen der Parteien", im Namen der Religion“,„im Namen eines abgedankten Monarchen“, das waren Losungsworte jener Tage. dieses Volk, seine Ehre, seine Freiheit, seine Zukunft und sein nacktes Leben ging. Da lag in jenen Tagen im Lazarett zu Pasewalk ein unbekannter deutscher Soldat. Er faßte den Entschluß, Politiker zu werden. Er predigte die Gemeinschft des Volkes und predigte von dem Guten im deutschen Volke, predigte gegen all das, was das Gemeinsame dieses Volkes beeinträchtigen konnte. Sein Wort wurde zuerst nicht gehört. Aber das Wort wurde lauter. Menschen kamen zu ihm, glaubten ihm, folgten und verschrieben sich ihm. Sie glaubten daran, dies Volk in eine größere und bessere Zukunft führen zu können. Der Marsch am 9. November war der Marsch in die Freiheit. Das Jahr 1938 hat die Vollendung gebracht. Unter dem Zeichen des Hakenkreuzes marschierten die Männer um Hitler, unter dem Zeichen, das unsere Vorfahren hoch gehalten haben. Mit Blut wurde die Fahne der Freiheit an diesen 9. Nov. getränkt, mit dem Blut derer, die sich einsetzten in dem unerschütterlichen Glauben. Die Widersacher errangen die Macht. Aber der Kampf ging weiter, weil der Glaube an den Führer und seine Idee, an das Volk und den Herrgott in diesen Menschen lebte. Der Kampf ging weiter mit dem Ruf „Deutschland erwache!", ein Ruf, der verächtlich gemacht wurde, aber immer lauter und lauter wurde. Denn aus dem Opfer der 2 Millionen und dem Opfer der 16 Gefallenen erstand doch die Stunde, da Deutschland frei wurde. Das verpflichtet uns! Was taten wir? In dieser Stunde haben wir die eigene Verpflichtung, uns zu besinnen, uns zu prüfen, wo wir standen. Einst wird an uns die Frage gerichtet werden: wo standest Du? Dann müssen wir offenen Auges sagen können: in jenen Tagen konnte der Führer, konnte mein Volk sich restlos auf mich verlassen. Diese Pflicht haben wir dem Volk und unserem Herrgott gegenüber, der in seiner Vorsehung uns in dieses Volk hineingeboren hat. Wir müssen sagen können: ich war ein Stück dieses Volkes. Der Kampf ist nicht zu Ende. Er dauert und das Vermächtnis der 2 Millionen und der 16 Helden währt solange, bis wir den Feind in uns selbst, in unserem Volke erschlagen haben, damit wir groß, stark, anständig und ehrlich werden. In diesem Geist geloben wir den toten Helden, bei ihnen und ihren Taten zu sein, von ihrem Glauben zu leben und uns immer hochzureißen. Für Deutschland, für unser Volk, für den Führer und unseren Herrgott. Wenn wir die Fahne derd Freiheit, die Fahne mit dem Symbol der aufgehenden Sonne grüßen, dann grüßen wir die Toten, wir grüßen die Blutfahne, die von diesem Blut und diesem Geist den Standartenfahnen und den Sturmfahnen weitergegeben hat. Wenn wir die Fahnen grüßen, dann grüßen wir diese unsere Toten. Sie erinnert uns an die Opfer und die restlose verpflichtet uns, dasselbe zu tun. In dieser Stund es uns Pflicht, dieser zu gedenken, den Führer zu und in diesem Geiste zu arbeiten. Die nationalen Lieder schließen sich an: Dann die Feierstunde vom stellv. Ortsgruppenleiter V geschlossen. Numn Durch Wir gedachten der Toter Gedenkfeier des 9. November in Heek. Im Saale Schulte fand in Heek die Feierstunde statt. Die Gedenken der Gefallenen des 9. Nov. statt. Die Büh bestand aus einem leuchtend rotem großen Fahnen in dessen Mitte in frischem Grün die Büste des Führstand. Wohl nie war in Heek eine Feierstunde so besucht wie an diesem Abend. Die Partei mit all isGliederungen und ein großer Teil der Bevölken nahm an dieser Feierstunde teil. Die Hitlerjugend zu Beginn des Abends das Lied von den 16 Gefalle der Feldherrenhalle zu München. Es folgten Worte Einzelsprecher und Lieder von der HI vorgetragen. Un dumpfen Trommelwirbel las ein SA=Mann die Nander 16 Gefallenen der Feldherrenhalle und die Nauder Kämpfer des Gaues Westfalen=Nord vor, die Leben für Führer und Vaterland ließen. Beim vom guten Kameraden senkten sich die Fahnen undal Anwesenden gedachten in einigen Minuten des Schr gens dieser tapferen Männer. Dann ergriff Pg. 5 deegen das Wort und sprach über das Schicksal des de schen Volkes, er begann bei der Zeit des Korsen Na leon, ging zum großen vierjährigen Völkerringen i und schilderte die Zustände von 1918, die sich den heikehrenden Kriegern 1918 im eigenen Vaterland zeig Der Redner erzählte von dem Ueberfall an der herrenhalle in München und sagte dann, daß wiral dem Herrgott immer zu danken hätten, der uns Deutschlands schwerster Zeit unsern Führer Adolf Hith sandte. Die Toten der Bewegung seien nicht umse gefallen, immer wieder könnten wir mit Stolz sage „Und Ihr habt doch gesiegt!“ Ortsgruppenl ter Reckers brachte ein dreifaches Sieg=Heil auf d Führer aus, in das die Menge begeistert einstimm Mit dem Singen der Nationalhymnen und dem Aumarsch der Fahnen fand diese denkwürdige Feierstun ihren Abschluß. schen Ern minister udent Volk. Paris sei deutsche 2 die jüdi bewußter, einen We Deutschlat Führer Europas Und n Presse un mitgliede vergeblich die Juder tem Maße Mord. das schurt hanglosen und pl samtkamp Deutschen Doch gegen all das dei ehedem, d Wir ke tungswill Vom Opfer zum Sieg brecherisch Vodkke Stärke u Der 9. November in Legden. Zu der Feier des 9. November hatte das Dorf scho vom frühen Morgen an reichen Flaggenschmuck angelegt Um 20 Uhr versammelten sich die Formationen der 6 SS, NSKK, HJ und Jungvolk auf dem Marktplatz, un mit den politischen Leitern den Gedächtnismarsch zu Kriegerdenkmal anzutreten. Brennende Fackeln flankien ten den Zug. Am Kriegerdenkmal hielt die SA und 6 mit geschultertem Gewehr die Ehrenwache. Das Denkma selbst war von Pechfackeln hell erleuchtet. Die anman schierenden Formationen nahmen vor dem Denkmal Anstellung. Ortsschulungsleiter und Truppführer der e Pg. Weber hielt hierauf die Gedächtnisansprache, Un ter dem gedämpften Klang der Trommel wurden di Namen der gefallenen Helden vor der Feldherrnhall vorgelesen. Anschließend sang dann der Männergesang verein„Liedertafel“. Die offizielle Feierstunde wal hiermit beendet. Die Formationen rückten alsdann zum Saale Dapper, woselbst die Ueberführung von 7 Hitlen jungen in die SA, SS und NSKK stattfand. Der 6e folgschaftsführer der HI, Hans Barenbrock. verab schiedete sich in einer kernigen Ansprache von seinen HJ=Mitgliedern. Die Aufnahme in die SA und die feier liche Verpflichtung nahm Truppführer Pg. Weber von während für die SS der örtl. Führer der SS, Po Nacken, die Verpflichtung und Aufnahme der 2 Es Anwärter vornahm. Mit dem Absingen der nationalen Lieder und einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führet wurde die feierliche Aufnahme in die SA und SS geschlossen. darum ist Parasiten niederschiSchüssen schmettert dentumi aller We meinsamk Boden. D Grund Es wi Plünderu bruch ein das Niel Deutschlan gemach sehen 1 wenn ma gen über und Volk organisier Daß d Feuergar hörigen§ zen Jude Erfüllung des Opfers Der 9. November in Ottenstein. Wie überall im ganzen Reichsgebiet, so hatte auch Ottenstein zu dem Tage des Gedenkens der Gefallenen des Dritten Reiches ein festliches Gewand angelegt. Von jedem Haus flatterte die Fahne des Dritten Reiches Die Bewohner wußten, daß sie dieses dem Führer und seiner Bewegung schuldig waren. Abends hatten sich die Einwohner des Dorfes beim Gastwirt Räckers einge) funden, um ihre Treue zu dem Führer zu bekunden. einer schlichten Gedenkstunde, die durch Gesang und loge der DI verschönert wurde, gedachte Pg. Gloerfeld der 16 Toten und 400 Kämpfer, die für Deurschlands Aufstieg gefallen sind. Wenn auch am 9. November 1923, so führte der Redner aus, der Siegesmarsch durch die Kugel der verräterischen bayerischen Regierung unterbrochen wurde, so stieg aber die NSDAP nach dem Verbot mit neuer Kraft empor. Der Ortsgruppenleiter dankte und schloß in der üblichen Weise die Gedenstunde. stellungen men die! in den& wider leglich, w nale di kes get antisemit sich weite Rechten Nen."“3 wort auf und das und Wal Judenpro selbst zu dr. 6 Reiche nachmitte Länder. ausführl maßlosen gewissen an die 9 und wah zu berich m/e Im Reichsberufswettkampf Der Berlin o auf so vereinigen sich Pioniere einer der Mo sozialistischen Leistungsgemeinschaf Antritt Dr. Robert LeiMeldet Euch zum Reichsberufswettkampf!