Wurzelen, Sarer Bank 1 fanger„Kukn Erdenn Stückrabischen sicht tiefWein. schisch ist ein Was= um das Sonnenlied um enn die ein Erscheint täglich. Bezugspreis monatlich durch Boten 2,10 Mk., durch die Post 2,20 Rm. einschl. 0,40 Rm. Postgebühren, zuzügl. 0,42 Rm. Bestellgeld. Schriftleitung und Geschäftsstelle in Ahaus: van=Delden=Str. 8. Telegr.Adresse: Kreiszeitung Ahaus i. W Fernruf Nr. 450. Postschließfach 65 Postscheck=Konto: Hannover 22739 Verlag: Gebe. Leufing, Verlagsanstalt K.=G., Zweigniederlassung Ahaus 57. Jahrgang. Geschäftsstelle in Gronau: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Adolf=Hitler=Straße 36, Fernsprecher Nr. 260. Bankkonten: Kreis= und Stadtsparkasse Ahaus, Gewerbebank Ahaus, Städt. Sparkasse Gronau i. W. und Gronauer Volksbank. Anzeigenpreis für sämtliche Zeno=Zeitungen 10 Pfg. bei 22 Millimeter Breite, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus 3 Pfg. Nachlaß nach Preisliste. ngal. u Pesaro ei Paris alt, als arbier er 1815 Cesarini, aters in zu kombergeben yssini die musikadrei Aufres 1815 Probenollte der geliefert ligt, doch ifführunSertragsfür alle t neues an scheirbehörde. Opernas Sujet ick:„Le Diese et Jahre urde der rls zweig aufgeSerk eine ten des lien der Rossini, 5 Opernweitere tels. Er ello mit, ebrachten e keinesilen dem Und er seater zu m künstpfehlung n. Rosfür ihn größter Ein ganzes Dorf soll niedergemetzelt werden. Blutige Zusammenstöße bei Falkenau.— Kommunisten und Polizei mit Panzervagen gegen Sudetendeutsche.— Verzweifelte Gegenwehr gegen rasende Bestien. se da er rnfreude inte daß in tgere chgeführ. erfasser em„sehr ung entnpfinden ißer sich. ömischen ten Pre= nmöglich Freunde bend der urde er t. Die 5pektakel nlärm, twas zu die am h einige gesonnen rabends er. Mag üter ein nd günnächsten er Wohlichen sich von begaben, terten erlorene in Werk o, wenn ini hat r aufgeZahlreiche Tote. DNB Karlsbad, 14. September. In dem Ort Habersbirk bei Falkenau an der er ist es am Dienstag und Mittwoch zu außevordentblutigen Vorgängen gekommen, die nach tschechischen und englischen Meldungen eine große Anzahl von esopfern gefordert haben sollen. Da die Verindungen mit Falkenau unterbrochen sind, war es bisder unmöglich, die genaue Zahl der Opfer festzustellen. Die tschechische Gendarmeriewache des rein deutschen Ortes hatte es schon seit Wochen unter der Anführung des tschechischen Gendarmen Bartosch ein blutiges Terrorregiment aufgerichtet. Nacht für Nacht wurden zahlreiche Sudetendeutsche aus ihren Häusern in das Gendarmeriegebäude geschleppt und dort brutal mißhandelt und geprugelt. Die Bevölkerung war völlig eingeschüchtert, und es war ihr allmählich unnöglich geworden, überhaupt noch in der Dunkelheit die häuser zu verlassen. Als am Dienstag die Bevölkerung des Ortes mit Frauen und Kinder nach der Führerrede, von einem schweren Druck erleichtert, einen Freudenumzug veranstaltete, wurde sie von bewaffneten Kommunisten. die mit Gendarmerieautos aus Zwodau nach Habersbirk geschafft worden waren, angegriffen. Die Menge setzte sich zur Wehr und zwang die Kommunisten zum Rückzug. Die Gendarmen, die den Vorfällen untätig zugesehen satten, zogen sich daraufhin ebenfalls in das Gendarmeriegebäude zurück. Als der Umzug in der Höhe des Gendarmeriegebäudes angelangt war, fiel in dem Haus ein Schuß, gleich darauf prasselten ganze Salven von Gewehrkugeln mitten in die Bevölkerung. Dabei wurde eine Reihe von Sudetendeutschen, darunter auch Frauen, verletzt. Die empörte Bevölkerung stürmte nunmehr die Gendarmeriewache, wobei mehrere Gendarmen verletzt und der Gendarm Bartosch im Kampfe getötet wurde. Aussagen der verwundeten Gendarmen ergaben, daß Bartosch seinen Oberwachtmeister, einen Slowaken, der sich seinem Treiben schon seit Wochen widersetzt hatte, wegen der Verweigerung des Schießbefehls in Gegenwart seiner Kameraden niedergeschossen und dann das bignal zu der allgemeinen Schießerei gegeben hatte. Der slowakische Oberwachtmeister war sofort tot. Da kurz darauf erneut mit Lastkraftwagen tschehischekommunistischer Pöbel in den Ort haberbsbirk einzudringen versuchte, bemächtigte sich die bevölkerung der in der Gendarmeriestation lagernden Vaffen, um sich gegen die weitere Terrorisierung zur Wehr zu setzen. Die Kommunisten zogen daraufhin ab. Am Mittwoch wurde Habersbirk von tschechischen Polizei= und Militärkräften mit Panzerwagen eingeschlossen und aus größerer Entfernung von verschiedenen Seiten der Ort unter Maschinengewehrfeuer genommen. Die Sudetendeutschen erwiderten daraufhin das Feuer. Bei den sich entspinnenden Kämpfen sind nach noch nicht bestätigten Meldungen bisher auf tschechischer Seite etwa 15, auf detendeutscher Seite bereits über 30 ersonen getötet worden. In den Abendstunden dauerten die Kämpfe noch an. Die Bevölkerung ist völlig verzweifelt, da sie von außen keine Hilfe bekommen kann und die Führer der tschechischen Polizeikräfte die Drohung ausgesprochen haben, daß die gesamte Bevölkerung von Habersbirk bis auf den letzten Mann niedergemacht werden würde.(!) button Pratt erneut das Ziel eines tschechischen Schützen. Sein Flugzeug von Tschechenkugeln getroffen. London, 14. September. Wie der Prager Sonderkorrespondent der„Times“ meldet, ist das Flugzeug des britischen Beobachters Major sution-Pratt, als dieser von Eger nach Prag zuruckflog, über tschechischem Gebiet beshossen worden. Eine Kugel hat dabei die Aktentasche Sutton=Pratts getroffen. Er selbst wurde nicht verletzt. Von zuständiger englischer Stelle liegt über diesen vorfall, der aufs neue die Skrupellosigkeit des tschechischen vorgehens beweist, noch keine Mitteilung vor. Der Bevölkerung der ganzen Umgebung von Falkenau hat sich auf Grund dieser Vorgänge eine ungeheure Erregung bemächtigt. Dieser Bericht, der von sudetendeutscher Seite stammt, wird von zahlreichen Augenzeugen ausdrücklich bestatigt und auch von mehreren ausländischen Nachrichtenbüros liegen entsprechende Meldungen vor. Von tschechischer Seite werden die blutigen Vorfälle am Mittwoch mit dreister Stirn glatt abgeleugnet. Man behauptet einfach, es handele sich um die Zusammenstöße vom Dienstag, bei denen es bekanntlich ebenfalls mehrere Tote gegeben hat. Es hat den Anschein, als ob Prag mik derartigen Taschenspielerkunststücken die schwere Blutschuld von sich abwälzen will, in die es sich immer mehr verstrickt. Chamberlain heute beim Führer. DNB Berlin, 14. September. Der britische Premierminister Neville Chamberlain hat heute dem Führer und Reichskanzler durch Vermittlung des britischen Botschafters in Berlin folgende Mitteilung zugehen lassen: Hinblick auf die zunehmend kritische Lage schlage ich vor, sofort zu Ihnen herüber zu kommen, um zu versuchen, eine friedliche Lösung zu finden. Ich schlage vor, auf dem Luftwege zu kommen und bin morgen zur Abreise bereit. Teilen Sie Er bitte den frühesten Zeitpunkt mit, zu dem Sie mich empfangen können, und geben Sie mir den Ort der Zusammenkunft an. Ich wäre für eine sehr baldige Antwort dankbar. gez. Neville Chamberlain Der Führer und Reichskanzler hat auf die vorstehende Mitteilung geantwortet, daß er gern bereit sei, sich mit dem britischen Premierminister am 15. d. M. zu treffen. Herr Neville Chamberlain wird dementsprechend, morgen, Donnerstagnachmittag, auf dem Obersalzberg erwartet Nur noch Selbstbestimmungsrecht Karlsbader Programm als Verhandlungsbasis überholt. Der Entschluß Henleins. DNB Asch, 14. September. Konrad Henlein hat am Dienstag mit der Verhandlungsdelegation die Lage geprüft. Es wurde festgestellt, daß mit Rücksicht auf die Vorfälle der letzten 48 Stunden, und da die Forderungen, die die SdP stellte, nicht erfüllt wurden, die Voraussetzungen für eine weitere Fortführung der Verhandlungen im Sinne des bisherigen Auftrages nicht mehr gegeben seien. Konrad Henlein hat deshalb die Delegation ihres Auftrages entbunden und dem Abgeordneten Kundt, Abgeordneten Dr. Peters, Abgeordneten Dr. Rosche, Dr. Sebekovsky und Dr. Schicketanz für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit gedankt. Die Prager Regierung ist allein verantwortlich. Schuld an der Zerschlagung der Verhandlungen. DNB Prag, 14. September. Von führender sudetendeutscher Seite wird mitgeteilt: Im Anschluß an die Antwort des Ministerpräsidenten auf die Aufforderung der Sudetendeutschen Partei hatte Ministerpräsident Dr. Hodza privat dem Abgeordneten Karl Hermann Frank gegenüber die Forderungen der SdP als vernünftig und erfullbar bezeichnet, jedoch hinzugefügt, er müsse in Prag mit ihm verhandeln. Trotz dieser Aeußerung des Vorsitzenden der Regierung hielt es die tschemo=slowakische Regierung nicht für notwendig, dem in Asch auf eine Aeußerung der Regierung wartenden Politischen Ausschuß der SdP überhaupt nur eine Antwort auf ihre Forderungen zu geven. Konrad Henlein sah sich angesichts dieser Tatsache gezwungen, die von ihm ernannte Verhandlungsdelegation von ihrem Auftrag zu entbinden und festzustellen, daß für weitere Verhandlungen keine Möglichkeiten gegeben sind. Um 18.30 Uhr verständigte Ashton Gwatkins die Kanzlei Konrad Henleins in Asch und teilte sein Ersuchen mit, von Konrad Henbein empfangen zu werden. Ashton Gwatkins traf in Begleitung der beiden Mitglieder der Kommission Peto und Henderson um 1.30 Uhr nachts in Asch ein. In der Kanzlei Konrad Henleins wurden die Herren auftragsgemäß von Abgeordneten Ingenieur Künzel, Dr. Ernst Tscherne und Dr. Walter Brand erwartet und ihnen mitgeteilt, daß Konrad Henlein zurzeit unterwegs sei, während sein Stellvertreter Kar" Hermann Frank in Eger zu einer Unterredung zur Verfügung stehe. Die Herren der Mission Lord Runcimans wurden von dem Kommuniqué in Kenntnis gesetzt, daß die Enthebung der SdP=Delegation durch Konrad Henlein mitteilt und begründet. Die Herren der Mission Lord Runcimans fuhren daraufhin nach Eger. wo um 2.10 Uhr nachts ein Gespräch mit Abgeordneten Karl Hermann Frank stattfand, bei welchem dieser nochmals die Notwendigkeit der Forderungen der Parteiführung begründete und die Verantwortlichkeit der tscheco- lowakischen Regierung dafür herausstellte, daß durch die Nichtbeantwortung der Forderungen die Verhandlungsgrundlage endgültig zerschlagen sei. Abgeordneter Karl Hermann Frank erklärte sich auf neuerliches Ersuchen Ashton Gwatkins bereit, eine Unterredung mit Konrad Henlein im Laufe des Vormittags zu vermitteln. Diese Unterredung fand Mittwoch um 11.45 Uhr in Asch statt. Bei dieser waren außer Konrad Henlein und den Herren der Mission Lord Runcimans, Gwatkin, Peto und Henderson, die Abgeordneten Karl Hermann Frank und Ingenieur Franz Künzel anwesend. Konrad Henlein kennzeichnete unter Hinweis auf die ständig wachsende Zahlder Todesopfer und die brutalen Maßnahmen gegen die Sudetendeutschen die Entwicklung der Lage in den letzten Stunden und gab nunmehr selbst den Mitgliedern der Mission Lord Runcimans bekannt, daß er die Verhandlungsdelegation ihres Auftrages entbunden habe, weil die durch das Verhalten der Regierung allein verschuldeten Ereignisse im sudetendeutschen Gebiet jede Verhandlungsgrundlage zerstört haben. Konrad Henlein erklärte jedoch, daß eine tatsächliche und sofortige Verwirklichung der Forderungen der Partei immer noch die Möglichkeit geben würde, in Verhandlungen mit der Regierung einzutreten, wobei jedoch keinesfalls die Karlsbader acht Punkte die Grundlage abgeben könnten, sondern dem Selbstbestimmungsrecht des Sudetendeutschtums Rechnung getragen werden müsse. Konrad Henlein dankte den Vertretern der Mission Lord Runcimans für ihre Arbeit, deren Ziel die Regelung der Nationalitätenverhältnisse gewesen ist und begründet abschließend die Schuld der tschechoslowakischen Regierung daran, daß auch die Arbeit dieser Mission erfolglos bleiben mußte. Die Kanzlei des parlamentarischen Klubs der Abgeordneten und Senatoren der Sudetendeutschen Partei und Karpatho=Deutschen Partei bleibe in Tätigkeit. Der Vorsitzende des parlamentarischen Klubs, Abgeordneter Kundt, ist zur Erteilung der notwendigen Weisungen in Prag eingetroffen. Ferner weilen in Prag der Abgeordnete Dr. Gustav Peters und der Prager Senator Rektor Dr. Braß sowie schließlich der in Prag wohnhafte Rechtsanwalt Dr. Hans Neuwirth. Die Schweiz als Vorbild? Der nachstehende Aufsatz weist durch die Darstellung des staatlichen und volklichen Gefüges der Schweiz nach, daß der Plan einer„Helvetisierung“ der Tschecho=Slowakei überhaupt nicht möglich ist, da die Grundvoraussetzung, daß die Völker zusammenleben wollen, und viele andere Bedingungen zu einer solchen Lösung fehlen. Dr. Rbst. Genf, 14. Septbr. Die Schweiz feiert in diesen Tagen ihr 90jähriges Bestehen als Bundesstaat; diese Zeitspanne mag überraschend kurz erscheinen, denn die Schweiz ist für die staatsrechtliche Theorie das Urbild des Bundesstaates überhaupt, und zwar eines Bundesstaates, der sich unter besonders komplizierten geschichtlichen und Volkstumsverhältnissen gebildet und behauptet hat. Deshalb wird auch gerade in diesen Tagen in vielen Kreisen, ob sie nun an einer Lösung des tschecho=slowakischen Problems oder im Gegenteil an seiner Vernebelung interessiert sind, eine Befolgung des schweizerischen Vorbildes durch Einführung einer Kantonalverfassung, also eine Helvetisierung des Nationalitätenstaates an der Moldau, empfohlen. Um aber nicht in den Fehler einer schematischen Gegenüberstellung mit andersgearteten Verhältnissen zu verfallen, darf man das schweizerische Föderationssystem, wie es seit 1848 in seinen Grundzügen und seit der Verfassungsrevision von 1874 in seiner gegenwärtigen Gestalt besteht, nicht als ein fertiges Rezevt betrachten. Nur wenn man der vergangenen Entwicklung nachgeht, wird man die Bedeutung mancher Grundsätze, die in der heutigen Schweizer Verfassung als selbstverständlich nicht einmal mehr ausgesprochen werden und die doch fundamental sind, erkennen. Es wird sich dabei ergeben, daß ein Vergleich mit den heutigen Nationalitätenstaaten, namentlich mit der Tschecho=Slowakei, geradezu unmöglich ist, weil in den entscheidenden Punkten jede Gemeinsamkeit der Worte und Begriffe fehlt. Das erklätt auch die Desorientierung, mit der die schweizerische Oeffentlichkeit trotz aller Reportagen der nach Prag geeilten Journalisten dem tschecho=slowakischen Problem gegenübersteht: man glaubt, zwischen der inneren und äußeren Lage der Tschecho=Slowakei und derjenigen der Schweiz eine weitgehende Aehnlichkeit vorzufinden und nimmt mit der Gutgläubigkeit des unverbildeten Gerechtigkeitssinnes als selbstverständlich an, daß die tschechische Regierung, selbst wenn die Verfassung noch keine ausdrücklichen Bestimmungen enthalten sallte, für das Nebeneinander verschiedensprachiger Bevölkerungsteile ungefähr die gleichen Verwaltungsgrundsätze befolge, wie sie hier traditionell sind. Man kann sich hier eben einfach nicht vorstellen, daß in einem mitteleuropäischen Lande, das die jüngste und reifste Frucht der Demokratie sein will, die Verschiedenheit von Sprache und Kultur der Bevölkerung etwas anderes ist als eine natürliche Gegebenheit, der die Verfassung und die Verwaltung im Sinne strikter Gleichberechtigung sorgsam Rechnung tragen. Es ist dem schweizerischen Denken völlig fremd, daß die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kulturkreis, in den die staatlichen Grenzen hineinragen, zum Anlaß von Zurücksetzungen, Schikanen und Verfolgungen werden kann. Die Schweiz verdankt dem schwäbisch-alemannischen Volkstum ihre Entstehung und ihre Behauptung in den Stürmen der Jahrhunderte. Die alten Eidgenossen haben bald nach Westen und Süden über das eigene Volkstum hinausgegriffen, aber es ist heute nur noch eine historische Erinnerung, daß die Berner am Genfer See und die Urkantone am Tessin„Untertanenländer“ mit burgundischer oder Mailändischer Bevölkerung besaßen. Sie dachten übrigens auch damals nicht daran, diese Untertanen zu entnationalisieren. Der Bundesvertrag von 1815 kannte schon nicht mehr die historischen Unterschiede zwischen den 13 alten Orten, den Verbündeten, Zugewandten und Untertanen. Es gab nur noch gleichberechtigte, souveräne Kantone als Glieder des neuen Staatenbundes. Diese Gleichberechtigung ist auch der Ausgangspunkt der heute geltenden Verfassung, deren erster Artikel bestimmt:„Die durch den gegenwärtigen Bund vereinigten Völkerschaften der 22 souveränen Kantone... bilden in ihrer Gesamtheit die Schweizerische Eidgenossenschaft.“ Der föderalistische Staatsaufbau hat also der Schweiz von Anfang an eine territoriale Grundlage ihrer sprachlichen und kulturellen Vielgestaltigkeit gegeben. Ihre wahre Bedeutung gewinnt diese Abgrenzung und Anerkennung der Sprachgebiete aber erst durch die tägliche Praxis des öffentlichen und auch des privaten Lebens. Die vielsprachige Schweiz ist in Wirklichkeit einsprachig, nämlich jeweils in einem gegebenen Gebiet, wo jeder, so gut er kann, sich dem herrschenden Milieu anpaßt und wo auch die Eidgenossenschaft als solche in den ihr vorbehaltenen Verwaltungszweigen, wie Post, Eisenbahn und Zoll(die Ausführung der Militärgesetze ist sowieso Sache der kantonalen Behörden), die Sprache des betreffenden Landesteiles spricht, wenn sie auch die beiden anderen versteht. Es bedarf zu diesem Zweck keiner eingehenden Regelung, wie sie in anderen mehrsprachigen Ländern besteht und, vom Publikum oder den Behörden schikanös gehandhabt, erst recht zu ständigen Reibungen und Zwischenfällen führt. Auch kennt man hier keine prozentuale Kontingentierung der Beamten nach ihrer sprachlichen Zugehörigkeit; die Bundesbehörden sind sich bewußt, daß diese Frage sehr heikel ist und ebenso viel Takt wie Gerechtigkeitsgefühl verlangt. Man weiß in der Schweiz, besonders gut in den historisch denkenden konservativen Kreisen, namentlich aber in den welschen Kantonen, daß— so eigenartig es im Ausland klingen mag— die Einheit der Eidgenossenschaft mit dem Föderalismus steht und fällt, nämlich deshalb, weil jede weitere Zentralisierung, die sich etwa auch auf die kantonalen Kompetenzen hinsichtlich der Polizeigewalt, der Gerichtsorganisation und des Unterrichtswesens erstrecken oder ihre finanzielle Eigenständigkeit untergraben würde, sofort das schaffen würde, was man hier nicht kennt und nicht kennen will: nationale Minderheiten, d. h. Bevölkerungsteile, die sich in ihrer selbständigen Volkstumsentwicklung von einer herrschenden Mehrheit unterdrückt oder bedroht sehen. Die Anerkennung des Räteromanischen als vierter Landessprache war in diesem Zusammenhang ein neues einmütiges Bekenntnis des Schweizer Volkes zur Achtung regionaler Eigenarten, während umgekehrt die Abstimmung vom 3. Juli über die Vereinheitlichung des Strafrechts allgemein als Belastungsprobe empfunden wurde, weil das neue Strafgesetzbuch im wesentlichen von der liberalistischen alten deutschen Theorie beeinflußt ist. Wie weit sonst die Rücksichtnahme auf die anderssprachigen Kantone in Bern bei der Vorbereitung von Gesetzentwürfen geübt wird, ergibt sich übrigens daraus, daß der französische Text eines Bundesgesetzes jeweils von einer eigenen Kommission kompetenter Parlamentarier und Spezialisten ausgearbeitet wird, also schon in der Form eine Verkörperung der eigenen Rechtstradition und nicht etwa nur die Uebersetzung eines deutschen Originals sein soll. Obwohl dem Schweizer im allgemeinen das Kritisieren an den eigenen Einrichtungen und Behörden Herzenssache ist, und er deshalb mit einiger Verwunderung feststellt,, daß die Verhältnisse seines Landes draußen als vorbildlich betrachtet werden, kann man es unter den gegebenen Verhältnissen verstehen, daß ein Schweizer Journalist, der sich in der Tschecho=Slowakei umgesehen hatte, dieser Tage seinem Blatt berichtet:„Das seit hundert und mehr Jahren eingeübte Zusammenleben der drei Stämme in der Schweiz erscheint von hier(Prag) aus gesehen als ein Idyll.“ Die Begleiter Chamberlains. DNB London. 14. September. Der britische Premierminister Chamberlain wird Donnerstagfrüh 8,30 Uhr von London starten und gegen 13 Uhr in München eintreffen. Er wird dann mit der Bahn nach Berchtesgaden fahren. Auf seinem Flug nach Deutschland wird Premierminister Chamberlain von Sir Horace Wilson begleitet, dem langjährigen Wirtschaftsberater der britischen Regierung. Sir Horace Wilson gehört zu den engsten Mitarbeitern und Beratern des Ministerpräsidenten und als solcher hat er auch in der tschechischen Frage bereits mehrfach beratend gewirkt. Ferner befindet sich in Begleitung des Premierministers William Strang, der Leiter der mitteleuropäischen Abteilung im englischen Außenamt. Strang hat kürzlich Berlin, Prag und Paris besucht, um mit den dortigen britischen Vertretern die Fühlung aufzunehmen. Premierminister Chamberlain wird mit dem Fluge nach Deutschland den ersten Flug seines Lebens machen. Ueber 2½ Millionen Fahrgäste. Gigantische Leistung der Reichsbahn am Reichsparteitag. DNB Nürnberg, 13. September. tion Leistungen teitages Großdeutschlands. Danach wurden im Antransport insgesamt 692 Sonderzüge mit 561400 Personen gefahren, im Abtransport sind es 632 Sonderzüge. Insgesamt wurden also 1324 Vollsonderzüge gegen 1213 im Vorjahre gefahren. Die größte Leistung der Bahnhöfe ist am 13. und 14. September den beiden Haupttagen des Abtransportes der Sonderzüge, festzustellen. Die Leersonderzüge fuhren teilweise bis zu 330 km von Nürnberg entfernt zu ihrem neuen Bestimmungs= oder Unterstellbahnhof. Die gesamte Mehrleistung für den Personenverkehr anläßlich des Reichsparteitages beträgt hierdurch 2710 rfah Die Kämpfe an der Ebrofront. Die Blutschuld der Tschechen wächst. 16 Tote und über 200 verletzte Sudetendeutsche. DNB Eger, 14. September. Der tschecho=slowakische Rundfunk hat am Mittwochabend eine Erklärung zu den schweren Zwischenfällen ausgegeben, in der er behauptet, daß bisher 23 Todesopfer zu verzeichnen seien, davon 13 Tschechen und 10 Sudetendeutsche. Ferner seien 75 Personen verletzt worden, davon nur 14 Sudetendeutsche. Von sudetendeutscher Seite wird dazu erklärt,, daß es sich hier um eine gerissene und geradezu empörende Fälschung handele, indem von tschechischer Seite eine ganze Reihe von Mitgliedern der Sudetendeutschen Partei, die erschossen worden seien, einfach als Tschechen reklamiert würden, weil sie tschechische Namen trugen. Es sei aber bekannt, daß im Gebiet der Tschecho=Slowakei der Name selbst keinen Rückschluß auf die Nationalität zulasse und es eine Fülle u. a. auch von führenden Tschechen gebe, die rein deutsche Namen tragen. In Wirklichkeit habe das Sudetendeutschtum ohne die Vorfälle von Habersbirk bereits 16 Tote zu verzeichnen, während auf Seiten der Tschechen bisher sieben Tote zu verzeichnen seien, von denen zwei von tschechischen Kugeln getötet worden seien, während bei fünf Toten die Todesursache ungeklärt sei. Im übrigen müsse noch einmal ausdrücklich festgestellt werden, daß die Bevölkerung infolge der strengen Waffenbestimmungen gar nicht im Besitz von Waffen sein konnte und nur in den Orten sich in Besitz von Waffen gesetzt hat, wo als Akt der Notwehr nach schweren Terroraktionen der Gendarmerie die Gendarmerie=Stationen von der empörten Bevölkerung besetzt worden seien. Die Zahl der Verletzten auf sudetendeutscher Seite betrüge über 200, von denen ein großer Teil sehr schwer, zum Teil lebensgefährlich verletzt worden sei. Die Terrorisierung der Bevölkerung insbesondere einer Reihe von Grenzorten halte an. Wieder zwei Tote in Eger. Hauptbüro der Sudetendeutschen Partei von Polizei besetzt.— Blutige Ausschreitungen. DNB Eger, 14. September. In Eger kam es am Mittwochabend erneut zu schweren Zusammenstößen. Tschechische Staatspolizei versuchte unter Einsatz von Panzerwagen im Hotel Victoria, wo sich z. Zt. der Hauptsitz der Sudetendeutschen Partei befindet, eine Hausourchsuchung vorzunehmen, um nun auch die rechtliche Tätigkeit der Sudetendeutschen Partei lahmzulegen und das gesamte Sudetendeutschtum führerlos zu machen. Da zu befürchten war, daß durch Beschlagnahme der Mitgliederlisten Zehntausende von Sudetendeutschen dem stärksten Terror der Polizei ausgesetzt werden würden, widersetzte sich die Hauswache zunächst dem Eindringen der Polizei. Die Polizei eröffnete dann das Feuer auf das Gebäude. Dabei wurde durch einen Querschläger ein tschechischer Polizist getötet. Die Polizei drang dann in das Haus ein und besetzte alle Räume. Sie nahm auch eine Durchsuchung nach Waffen vor, bei der lediglich ein altes Jagdgewehr gefunden wurde. Den Angestellten der Hauptleitung der Sudetendeutschen Partei ist seitens der Parteileitung der Waffenbesitz und die Mitnahme von Waffen in das Büro schon seit einiger Zeit untersagt gewesen, so daß sich keinerlei Waffen im Hause befinden konnten. Anschließend drang die Polizei auch unter Anwendung von Gewaltmitteln in das Hotel Welzel gegenüber dem Hauptbahnhof ein, wo sich ebenfalls Büros der Sudetendeutschen Partei befinden. Sie feuerte ohne Grund in die Räume hinein und tötete dabei einen Mitarbeiter der Sudetendeutschen Partei. In den Abendstunden waren die Büros der Sudetendeutschen Partei immer noch von Polizei besetzt. Somit ist jede Tätigkeit der Partei lahmgelegt. Sie wollen weiter morden! Tschechen=Presse hetzt zu neuen Bluttaten. DNB Prag, 14. September. nehmer nach Nürnberg gegenüber rund 480 000 im Vorjahre. Die Zahl der Zuschauer hat also um rund 50 v. H. gegenüber 1937 zugenommen. Insgesamt hat somit die Reichsbahn rund 1270 000 Personen nach Nürnberg gebracht, was gegenüber 1937 mit 1063 000 eine Steigerung von rund 20 v. H. bedeutet. Da alle diese Personen auch wieder mit der Reichsbahn nach Hause gefahren werden mußten, verdoppelt sich diese Zahl auf 2540 000 Teilnehmer. Die Reichsbahn hat somit über 2½ Millionen Fahrgäste befördert. Aus der deutschen Ostmark konnten zum ersten Male offiziell 62000 deutsche Volksgenossen an einem Reichsparteitag teilnehmen. Sie wurden in 67 Sonderzügen befördert. Für die Bequemlichkeit der Reisenden und Reichsparteitagsgäste hatte die Reichsbahn weitgehend gesorgt. Sie hatte ihre sogenannten„Fliegenden Hotels“, bestehend aus Speise=, Schlaf= und Salonwagen der Mitropa, vermehrt. Auf den Bahnhöfen Nürnberg=Nord, NürnbergSüd, Nürnberg=Schweinau und Hauptgüterbahnhof waren sogenannte Mitropadörfer eingerichtet, die in ihrem festlichen Schmuck, ausgestattet mit Badeanlagen und Kaffeegärten, eine angenehme Aufenthaltsmöglichkeit boten. DNB Bilbao, 14. September. An der Ebrofront haben die Nationalen, wie der Heeresbericht meldet, wichtige Stellungen der Bolschewisten nach heftigem Kampf erovert. Die Roten verloren viele Tote und mehrere hundert Gefangene. Luftkampf wurden zwei feindliche Jäger abgeschossen. In der Nacht zum 11. September bewarfen nationale Bomber die militärischen Ziele von Almeria und in der Nacht zum 12. September den Flughafen Sämtliche Prager Tschechenblätter— vom marxistischen bis zum rechtsradikalen Flügel— versuchen, für die blutigen Vorfälle im sudetendeutschen Gebiet Gott und die Welt, nur nicht die tschechische Verantwortungslosigkeit, Roheit und Dummheit verantwortlich zu machen. Selbstverständlich wollen die tschechischen Blätter es auf keinen Fall wahr haben, daß die Sudetendeutschen Blutopfer auf das Schuldkonto der brutalen und hemmungslosen tschechischen StaatspolizeiBesatzungen fällt. Die vornehmlich an die Adresse des Auslandes gerichteten scheinheiligen und lügnexischen Behauptungen der tschechischen Presse, daß der provokatorische Einsatz bewaffneter Kräfte gegen die friedlich demonstrierenden Sudetendeutschen und die Verhängung des Standrechtes im Interesse der Staatssicherheit notwendig gewesen seien, erscheinen sofort im richtigen Licht, wenn die tschechischen Blätter sich— an ihre Leser gewandt— mit diesen amtlichen Terrormaßnahmen offen brüsten und diabolisch lächelnd erklären, diese Schienaktion Prags habe die Autorität der Regierung gestärkt. Angesichts der langen Reihe gemordeter Sudetendeutscher hat man(„Pravu Lidu“) noch die Stirn, zu erklären, der gegenwärtige Zustand„müsse und werde durch die jetzigen Maßnahmen energisch und rücksichtslos liquidiert werden“. Mit anderen Worten, man hat die feste Absicht, die zügellosen Attentate der tschechischen Soldateska auf das Sudetendeutschtum fortzusetzen. Standrecht in zwölf Bezirken. DNB Prag, 14. September. Amtlich wurde verlautbart, daß das Standrecht auch auf die Bezirke Graslitz und Joachimsthal ausgedehnt wurde. Damit ist das Standrecht nun über folgende Bezirke verhängt: Eger, Graslitz, Neudeck, Joachimsthal, Falkenau, Elbogen, Karlsbad, Kaaden, Preßnitz, Krumau, Tachau und Bischofteinitz. Kurzfristige Gestellungsbefehle für Sudetendeutsche. DNB Eger, 14. September. Im sudetendeutschen Gebiet haben viele Tausende von Sudetendeutschen heute vom tschechischen Militär auf wenige Stunden befristete Gestellungsbefehle erhalten. Wie dazu berichtet wird, leisten die Sudetendeutschen den an sie ergangenen Einrückungsbefehlen der tschechischen Regierung keine Folge. Schon 3000 Sudetendeutsche nach Deutschland geflüchtet. Schwaberbach von tschechischem Militär eingeschlossen. DNB Klingenthal(Erzgebirge), 14. September. Der größte Teil der Bevölkerung des sudetendeutschen Ortes Schwaberbach, das unmittelbar an der Grenze liegt, ist heute vor anrückenden tschechischen Militär über die Grenze auf reichsdeutsches Gebiet gefluchtet und befindet sich in SachsenbergGeorgenthal. Am Dienstag hat bekanntlich in Schwaberbach vor dem Zollamt Gendarmerie von der Arbeit heimkehrende Arbeiter beschossen. Dabei wurde ein Zollbeamter durch eine verirrte Kugel getötet. Bei der Erwiderung des Feuers durch die Zolwache erhielt ein Gendarm einen tödlichen Schuß. Der Vorfall hat dazu geführt, daß tschechische Polizei und tschechisches Militär den Ort von drei Seiten eingeschlossen und angekündigt haben, daß die Bevölkerung mit Tränengas ausgeräuchert werden würde. Daraufhin sind die meisten Familien auf deutsches Gebiet geflüchtet. DNB Budapest, 14. September. DNB Asch, 14. September. Prat de Lobregat, Dabei wurde ein Benzinlager getroffen und in Brand gesteckt; auch einige Flugzeughallen wurden zerstört. Weitere Bombenangriffe galten den wichtigen Etappenplätzen der Bolschewisten in San Baudilla und Villanueva de Campa. Keine Sowjettruppen durch Rumänien Moskaus Druck auf Bukarest ohne Erfolg. A Rom, 14. September. Nach Nachrichten aus bester Quelle hat, wie„Agenzia Stefani“ aus Bukarest erfahrt, König Carol eine personliche Botschaft an Benesch gerichtet, die in Uebereinstimmung mit den Ideen für eine friedliche Lösung der tschecho=slowakischen Frage stehe. Außerdem habe König Carol aus eigener Initiative AußenSelbstbestimmung. Die ganze Welt fordert sie. All das, was die„Times“ und andere Blätter noch gestern als„an den Haaren herbeigezogene Beschuldigungen“ glaubte, hinstellen zu müssen, hat in den letzten 48 Stunden durch die furchtbaren und himmelschreienden Ereignisse in der Tschecho=Slowakei eine Bestätigung funden, die so stark ist, daß niemand mehr die Unerträglichkeit der chaotischen Zustände leugnen und die Forderung nach schnellster und gründlichster Lösung beiseite schieben kann. Und der einzige, weil natürliche Ausweg ist die vom Führer unahdingbar geforderte Zubilligung des Rechtes auf Selbstbestimmung. Diese Erkenntnis aus der großen Schlußrede des Führers und aus der blutigen Antwort, die Prag darauf erteilte, verbreitet und vertieft sich immer stärker in der Welt. Die gesamte Weltpresse greift die Forderung des Führers auf und stellt Erfüllung als Pflicht und Verpflichtung zur Erhaltung des europäischen Friedens hin. Selbst die„Times“, die eine volle Kehrtwendung vollzogen hat, muß die Forderung als gerecht und vernünftig anerkennen. Sie mahnt Prag sogar, sie nicht Donner 9 Bis End minister Comnen gebeten, den Vorsitz in der Genfer Liga nicht anzunehmen, um so mehr, als der auf den Außenminister ausgeübte Druck von sowjetrussischer Seite ausgeht. Weiterhin sei Außenminister Comnen, auf den in seinen Besprechungen mit Litwinow und Bonnet ein starker Druck ausgeübt worden sei, um den Transport sowjetrussischer Truppen und sowjetrussischen Kriegsmaterials durch Rumänien zu gestatten und von Bukarest auch mitgeteilt worden, daß sich Rumäniens Haltung nicht ändere, und daß derartige Forderungen absolut nicht angenommen werden können. Rumänien, so erkläre man in Bukarest, bleibe in dieser Frage der von König Carol eingeschlagenen Linie unbedingt treu, und Der Kaufmann und wir haben den Erdal=Preis gesenkt. Dadurch ist jetzt noch bessere, tägliche Erdal=Schuhpflege möglich. Bessere Schuhpflege bedeutet aber Schuhe sparen. denn gut gepflegte Schuhe halten länger und bleiben länger schön. Die Normaldose Erdal kostet jetzt 20 Pfg. farbig 25 Pfg.(5694 In Breitenbach, einem sudetendeutschen Dorf, das in der Nähe der deutschen Grenze bei Johanngeorgenstadt liegt, ist es am Dienstag ebenfalls zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Bevölkerung gekommen, bei denen die Polizei schließlich den Ort verlassen mußte. Als sie heute mit großer Verstärkung zurückkam und sofort eine wilde Schießerei eroffnete, flüchtete fast die gesamte Bevölkerung auf deutsches Gebiet. Nach den bisherigen Meldungen schätzt man die Zahl der nach Reichsdeutschland übergetretenen Sudetendeutschen auf insgesamt etwa 3000. Die Prager Sowjetgesandtschaft hinter den tschechischen Scharfmachern In ungarischen Kreisen, die über die Verhältnisse in Prag im allgemeinen gut unterrichtet zu sein pflegen, wird die Spärlichkeit des Nachrichtenflusses aus Prag auf eine gewisse Unsicherheit der dortigen Lage zurückgeführt. Man glaubt zu wissen, daß an Prager maßgebenden Stellen hinsichtlich der Zweckmäßigkeit der gegen die Sudetendeutschen ergriffenen Maßnahmen keineswegs Einigkeit herrsche. In Kreisen der Aararpartei verweise man darauf, daß nach der letzten Rede des deutschen Reichskanzlers zum mindesten alles hätte vermieden werden müssen, was im Ausland als eine Provokation der Sudetendeutschen und darüber hinaus des Reiches aufgefaßt werden müsse. Eine andere Richtung jedoch, der übrigens der Staatspräsident selbst sowie maßgebende Militärs angehören, sei der Meinung gewesen, daß es jetzt darauf ankomme, die Sudetendeutschen einzuschüchtern und unter Druck zu setzen, gleichgültig, welche Mittel hierbei verwendet werden müßten. Diese Kreise seien entschlossen, das Selbstbestimmunasrecht der Nationalitäten des tschechoslowakischen Staates um jeden Preis, sei es auch der eines europäischen Krieges, zu verweigern. Dieser Standpunkt werde von der sowjetrussischen Gesandtschaft in Prag mit Nachdruck unterstützt. zu ignorieren, um den Weg zu einer ruhigen Entwicklung freizumachen. Weit über das Eingeständnts der „Times“ geht„Daily Mail“ hinaus, der das Recht der Selbstbestimmung als wesentlichen Teil der Demokratie und das natürliche Recht eines jeden Volkes erklärt. Auch die französische Presse, die ja zum größten Teil früher als die englische den Führer richtig verstanden hatte, stützt die Forderung nach Kräften Wenn Frankreich den Frieden wolle, könne es sich der Forderung, die zu den heiligsten Prinzipie des französischen Volkes gehöre, nicht verschließen. Die gleiche Eindringlichkeit der Sprache und Darstellung findet man in der schweizerischen Presse, die wie„Le Suisse“ beschwörende Mahnungen an Prag richtet, die Sudetendeutschen freizugeben, die keine Tschechen werden und auch nicht länger im tschechischen Zwangsstaat bleiben wollten. Einmütig, geschlossen und mit nachdrücklichster Betonung steht die Presse des befreundeten Italien hinter den Forderungen des Führers und fü die Lebensrechte der Sudetendeutschen. Die Phase der Karlsbader Forderungen, die übrigens dem Programm entsprächen, mit dem Benesch sich vor 20 Jahren die Gründung des tschecho=slowakischen Staates erschwindelte, sei vorüber. Einzige Lösung biete nur noch die Freigabe des Sudetenlandes aus dem Tschechenstaat. Schlage man diesen Ausweg aus, bleibe nur noch das Chaos. Die ungarische Presse stellt nachdrücklichst die alleinige Verantwortlichkeit Prags für jede nunmehr eintretende Entwicklung fest. Das Echo der Führerrede und der Schüsse im Sudetenland ist von solcher Einmütigkeit in der gesamten Weltpresse, wie man es sonst nur feststellen konnte, wenn es sich darum handelte, gegen Deutschland zu agieren. Recht und Wahrheit brechen sich Bahn. Es liegt nun bei den verantwortlichen Staatsmännern Europas und vor allem Prags, aus dieser geschlossenen Front der Weltmeinung die Konsequenzen zu ziehen, die allein Europa den Frieden bewahren, einem gequälten und terrorisierten Volke zu dem natürlichen Rechte verhelfen, über sein Schicksal selbst zu bestimmen und sein Leben seiner Art und seinen völkischen Gesetzen entsprechend zu stalten.—r. Jn oder und werksbet als Gese und der war ein Werkstat fremdes den vorl 18. Jani jähigung lichen P Verordni Betrieb Handwer bestimmu schließen, fes sind. 1835 H Nach seiters d die Grac durch ir April 49 in der? Handwer ger Han! terschaft handwerl deshandn werkskan gibt es 1 triebe od 15 Kreis des Kan Ab 10 Das Zahl der werkersch Handwer Handwer müssen b weit sie In Meisterpr 1936/37 gen gege v. H. im jahl der 67965;d abgelegt. zugenomn 1936/37: rückzufüh machende legen mül eröfften jahlreiche die diese nachzuhol betrug di 1737; da Zunahme Meisterti das heiße Ablehnung der sowjetrussischen Forderung. Diese Linie sei bereits vor einigen Tagen von dem Vertreter der Agentur Stefani von der für die rumänische Außenpolitik verantwortlichen Stelle bestätigt worden. Der rumänische Ministerrat ist für Mittwochabend 22 Uhr einberufen worden. die Wahrheit wird geknebelt. Prager Anweisung an die sudetendeutschen Presse. Der englische Geschäftstrüger bei Graf Ciano. Die„Ascher Zeitung“ vom 13. September 1938, die in ihrem Kopf den Vermerk„Nach der Beschlagnahme zweite Auflage“ trägt, bringt unter der Ueberschrift„Die Liste der Zwischenfälle“ u. a. folgende interessante Feststellung: „Die gesamte sudetendeutsche Presse, auch die„Ascher Zeitung“, erhielt gestern eine polizeiliche Verständigung, daß Berichte über Zwischenfälle nicht in auffallender Weise, nicht an erster Stelle und nur im amtlichen Wortlaut verlautbart werden dürfen. Es hat daher keinen Zweck, über alle Zwischenfälle ausführlich und auf Grund der uns vorliegenden Augenzeugenschilderungen zu berichten, da das Ergebnis ja doch nur weiße Flecken wären. Wir müssen uns daher mit der zahlenAufzählung der uns zum Teil durch amtliche Berichte bekanntgewordenen Zwischenfälle begnügen“. Die sudetendeutsche Frage. DNB Rom, 14. September. Der englische Geschäftsträger ist am Mittwochabend vom italienischen Außenministet empfangen worden. Die Unterredung, die auf englischen Wunsch erfolgte und etwa eine halbe Stunde dauerte, galt— wie allgemein angenommen wird— der sudetendeutschen Frage. Der handwert die Dure des Han geführt, zeitig nachtswe für da nur geri Jahr we Kreishan führung sondere Gestaltun gen. In wird die den Reit lungsvoll nachts daß die und Du= lichkeit e Bui Sudetendeutsche Abgeordnete vor dem Standgericht. DNB Karlsbad. 14. September. Nach Mitteilung von amtlicher tschechischer Seite sind eine Reihe von sudetendeutschen Abgeordneten und Amtswaltern von der tschechischen Staatspolizei festgenommen und dem Standgericht überstellt worden, das gegen sie auf Grund der Ausnahmegesetze vorgehen werde. Von sudetendeutscher Seite verlautet dazu, daß sich unter den Verhafteten auch der Abgeordnete Künzel befinde, der versucht habe, in Görkau im westböhmischen Braunkohlenrevier zu vermitteln und von der Staatspolizei, der an der Beruhigung der Bevölkerung nichts lag, rücksichtslos festgenomme. Da die Standgerichtsbestimmungen sehr scharf sind, destehen für das Schicksal der sudetendeutschen Führer die schlimmsten Befürchtungen. Prager Ministerkomitee diskutierte. DNB Prag, 14. September. Am Mittwoch fand um 18.15 Uhr eine Sitzung politischen Ministerkomitees statt, das unter dem Vorsih des Ministerpräsidenten Dr. Milan Hodza alle nahmen zur„Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung diskutierte. Mit knüpft is würdigke . lamp1 Samstag gleich eis Schönhei gleich di bedeuten und an Finanzai aue steinfurt einmal nen Ton Und dan mag es Fensterle Märchen o gemäc ten. M ohne Zu ner Gest diese Hä bezeugen Breden der Pfle früh auf den Hai henso a Münster vurgplat trühere Spätsom wegrage land. U ne Beschuli den letzten lschreienden geUnerträgd die Foring beiseite l natürer unabna des ißrede des Brag darauf irker in der t die Fortellt ihre tung zur in. Selbst dung vollund ver, sie nicht eis gesenkt. 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Das Handwerk wurde als Geschäft sehr oft von Handwerksfremden betrieben und dementsprechend ausgebeutet. Das Ueberbleibsel war ein gering geachtetes Handwerkertum, das sich als Werkstattbetrieb von Tag zu Tag gegen ein handwerksfremdes Unternehmen durchrang. Die Verordnung über den vorläufigen Aufbau des Deutschen Handwerks vom 1d. Januar 1935 brachte dem Handwerk den großen Befähigungsnachweis und erfüllte somit in ihren wesentlichen Punkten jahrelange Bestrebungen. Nach dieser Verordnung kann ein Handwerk nur als selbständiger Betrieb von einem Meister ausgeübt werden, der in die Handwerksrolle eingetragen ist. Nach den Uebergangsbestimmungen sind im Jahre 1939 alle die Betriebe zu schließen, deren Inhaber nicht im Besitz des Meisterbriefes sind. 1835 Handwerksbetriebe in der Kreishandwerkerschaft Ahaus. Nach den Angaben des Werkes des Organisationsleiters des Reichsstandes des Deutschen Handwerks über die Hrganisation des Deutschen Handwerks, das soeben durch einen ersten Nachtrag nach dem Stand vom 1. April 1938 eine wertvolle Ergänzung erfahren hat, sind in der Kreishandwerkerschaft Ahaus 1835 selbständige Handwerker zusammengefaßt(Betriebsführer selbständiger Handwerksbetriebe). Der Bezirk der Kreishandwerkerschaft Ahaus umfaßt den Kreis Ahaus. Die Kreishandwerkerschaft Ahaus gehört organisatorisch zum Landeshandwerksmeisterbezirk Westfalen und zum Handwerkskammerbezirk Münster. Im Handwerkskammerbezirk Münster gibt es nach der gleichen Erhebung 28 878 Handwerksbetriebe oder 18,1 auf 1000 Einwohner. 350 Innungen und 15 Kreishandwerkerschaften fassen den Handwerkerstand des Kammerbezirks Münster zusammen. Ab 1939: 1835 Handwerksmeister in der Kreishandwerkerschaft Ahaus. Das Organisationsbuch des Handwerks nennt die Zahl der selbständigen Handwerker in der Kreishandwerkerschaft Ahaus, also die Betriebsführer selbständiger Handwerksbetriebe. Diejenigen dieser selbständigen Handwerker, die bisher den Meistertitel nicht besitzen, müssen bis Ende 1939 die Meisterprüfung nachholen, soweit sie nach 1900 geboren sind. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der Meisterprüfungen von besonderem Interesse. Im Jahre 1936/37 hat die Zahl der handwerklichen Meisterprüfungen gegenüber dem letzten Systemjahr 1932 um 656,6 v. H. im Reichsdurchschnitt zugenommen. Die Gesamtjahl der Meisterprüfungen betrug im Jahre 1936/37: 67965; davon wurden mit Erfolg 58 666 oder 86,3 v. H. abgelegt. Die Zahl der Meisterprüfungen hat erheblich zugenommen. Sie betrug im Reich 1932/33: 26 490 und 1936/37: 67 965. Diese Zunahme ist einmal darauf zurückzuführen, daß grundsätzlich alle sich selbständig nachenden Handwerker zunächst die Meisterprüfung ablegen müssen, bevor sie einen eigenen Handwerksbetrieb eröffuen können. Zum anderen unterziehen sich laufend zahlreiche selbständige Handwerker der Meisterprüfung, die diese auf Grund der Verordnung bis Ende 1939 nachzuholen haben. Im Handwerkskammerbezirk Münster betrug die Zahl der Meisterprüfungen im Jahre 1936/37: 1737; das bedeutet gegenüber dem Jahre 1932/33 eine Zunahme von 182,0 v. H. Diese Zahlen zeigen, daß der Meistertitel wieder ein erstrebenswertes Ziel darstellt. Rechtzeitige und sachverständige Werbung Handwerk wirbt zu Weihnachten. Der Reichsstand des deutschen Handwerks hat den handwerklichen Dienststellen umfangreiche Richtlinien für die Durchführung der diesjährigen Weihnachtswerbung des Handwerks zugeleitet. In den Leitsätzen wird ausgeführt, es dürfte als erwiesen gelten, daß eine rechtzeitige und sachverständig aufgezogene Weihnachtswerbung in jedem Falle ein guter Erfolg für das Handwerk werden müsse, selbst dann, wenn nur geringe Mittel zur Verfügung ständen. In diesem Jahr werden die Werbewarte bei den Innungen und Kreishandwerkerschaften für die Vorbereitung u. Durchführung der Weihnachtswerbung eingeschaltet. Ihre besondere Aufgabe ist auch die Verbesserung und wirksame Gestaltung der handwerklichen Schaufenster und Auslagen. In Verbindung mit der Pflege des Schaufensters wird die Werbestelle in fachlicher Zusammenarbeit mit den Reichsinnungsverbanden Entwürfe für eine wirlungsvolle Gestaltung der handwerklichen Weihnachtsanzeige entwickeln. Der Reichsstand regt an, daß die handwerklichen Dienststellen für die Vlanung und Durchführung der Weibnachtswerbung nach Mögschkeit einen tüchtigen Werbefachmann heranziehen. Burgsteinfurt, einmal anders gesehen Wanderfahrt in eitel Lust und Wonne. Mit dem Namen Burgsteinfurt unzertrennlich verknüpft ist der Begriff Bagno, fast so, als ob die Sehenswürdigkeiten der benachbarten Kreisstadt darin gipfelten oder gar damit abgeschlossen seien. Dem ist aber nicht Der 3. Jahrgang der Schule Bernsmannsmp hat auf seiner Wanderfahrt am vergangenen Samstag die Stadt auf andere Weise erlebt. Er nahm gleich einen ganzen Tag in Anspruch, um von den vielen Schönheiten des alten„Stenwert“ zu machen. Da war gleich di: Bahnhofstraße, so ganz anders als die gleichbedeutende in Ahaus! Aufgelockert, in buntem Wechsel an keine Schnur genommen. Da grüßte das neue ginanzamt mit seinem Edelputz und rotem Hohlplannendach aus Ton. Ueberhaupt die alten Dächer in Burgsteinfurt! So farbenfreudig und bewegt sind sie nicht einmal in Rothenburg. Eine köstliche Patina von braunen Tönen mischt sich hier zu einem flammenden Akkord. und dann die vielen schmalen Gäßchen, wohl ein Dutzend Jag es sein, mit gepflegten Hauswänden und blanken gensterlein, als ob hier in allen Winkeln und Ecken das archen wohnte. Und tatsächlich geht hier das Leben gemächlich und geruhsam vor sich wie vor Jahrhunderten. Man muß sich schon einordnen. Und man tut es ohne Zwang. Man ist ja mitten drin in steingewordener Geschichte. Zwei, drei Jahrhunderte lang stehen diese Häuser da. Schmucke Inschriften und Jahreszahlen seheugen es. Große Feuerbrünste, wie sie Ahaus oder dreden aufsuchten, haben die Stadt verschont, die unter der Pflege des Fürstenhauses wirtschaftlich und kulturell seuh aufblühte. Gar stolz nehmen sich die Bauzeugen an den Hauptstraßen aus. Diese ragenden Giebel könnten censo gut in Hildesheim stehen, in Osnabrück oder in Munster. Man sehe sich nur die Fronten am Hindenrurgplatz an! Ein Kleinod ganz erlesener Art ist die Lühere Hohe Schule. Wie ihre geschwungenen Türme im Spatsommerglanz über die spitzgiebeligen Dächer hinsegragen, das ist gewiß einmalig im ganzen Münsterto. Und nicht zuletzt die beiden Wassermühlen an der Gronauer Volkszeitung/ Kreiszeitung für den Kreis Ahaus/ Eper Volksblatt Aa. Sie haben es ebenso in sich. Vom Schloß gar nicht zu reden, sein Lob ist oft genug erklungen, gewiß mit gutem Recht. Und das neue Burgsteinfurt? Es kann sich sehen lassen. Man muß nur einmal, von Kotthoffs Hügel kommend, wo sich die Jugend so herrlich zu tummeln vermag, in Richtung der Brauerei Rohlinck wandern. Die villenartigen Häuser, die bald die Straße säumen, verraten einen guten Geschmack. Natürlich erging sich die Ahauser Jugend auch im Bagno und berauschte sich an den herrlichen Bäumen, die wie Riesen dastehen. Doch etwas Aehnliches findet sie schließlich ja auch in den Ahauser Bröcken.—r. Keine faulen Ausreden! Verkehrssicher fahren— erste Pflicht des Kraftfahrers. Es liegt in der Natur der Sache, daß der Verkehrssünder, der einen Verkehrsunfall verursacht hat, nach Entschuldigungen seines Verhaltens angelt. Alle Entschuldigungen verlieren jedoch ihre rechtliche Wirkung, wenn es dem Kraftfahrer möglich gewesen wäre, den Unfall durch verkehrssicheres Verhalten zu verhindern! Ein Kraftfahrer, der mit dertig abgenutzten Hinterreifen fährt, daß sein Wagen auf regennasser Straße ins Schleudern gerät und dadurch einen Verkehrsunfall verursacht, kann mit der Ausrede, daß er die Reifen nur infolge der Materialknappheit weiter benutzt habe, kein Gehör finden. Das Reichsgericht sagt hierzu: Der stark abgenutzte Zustand der Hinterreifen bedeute eine Gefahr für den Verkehr. Ob die Weiterbenutzung abgefahrener Reifen zulässig ist, richtet sich nach den jeweiligen Umständen und ist Tatfrage. Hier ist die Zulässigkeit im Hinblick auf das am Unfalltage herrschende Wetter rechtlich zutreffend verneint worden. Wollte der beklagte Kraftfahrer auf die Weiterverwendung der bei Regenwetter untauglichen Reifen nicht überhaupt verzichten, so mußte er anhalten, so lange Regenwetter die Fahrsicherheit gefährdete. Gewiß ist es Pflicht, bei etwaiger Materialknappheit mit dem Material sparsam umzugehen, die sparsamste Materialausnutzung aber hat ihre Grenze in der Verkehrssicherheit. Kleine Stadtnotizen Unser Freibad wird geschlossen. Wenn aus das„Badewetter“ in diesem Jahr nicht so ideal war, wie man es sich gewünscht hatte und wie es von den echten und rechten Wasserratten erwartet wurde, so kann unser Freibad doch auf eine gute„BadeSaison“ zurückblicken. Oft war es, besonders während der heißen Tage, die einzige Labsal und eine Rettung gegen die unendlich große Hitze. Die Zahl der Besucher war gut und hat sich auch in diesem Jahr die Zahl der Freunde vergrößert. Nunmehr schließt das Freibad seine Pforten. Wie aus einer in der heutigen Nummer unserer Zeitung veröffentlichten Anzeige ersichtlich, wird der Badebetrieb geschlossen. Nunmehr freuen wir uns auf das nächste Jahr und hoffen, daß das Jahr 1939 ein besseres Badejahr wird, als es das Badejahr 1938 war. Dreden Bauernversammlung in Breden Am Sonntag, wie wir schon berichtet haben, kamen die Bauern zusammen. Zunächst ergriff Landwirtschaftsrat Jansen das Wort zu einem langen Referat über verschiedene wichtige landwirtschaftliche Fragen, so sprach er über die Hofkarten, die Fütterung der Tiere. über Saatgutwechsel und den Dienst am Pferd. Vom 17.—22. 10. werden hier in Vreden Vortragsabende über den Dienst am Pferd stattfinden, in denen richtige Fütterung, Behandlung usw. behandelt werden so. Weiter sprach Redner über die Verteilung von Futtermitteln. Wie schon in einer früheren Bauernzusammenkunft erörtert wurde, werden die Futtermittel nach einem festliegenden Verteilungsschlüssel an die einzelnen Bauern abgeliefert. Dann über Steuerermäßigung, kranke Rüben, Beihilfen und über den Kartoffelkäfer. Am Freitagabend 8 Uhr findet ein Vortrag über Gefahr und Bekämpfung des Kartoffelkäfers statt, der dringend empfohlen wurde. Landwirtschaftsrat Jansen sprach kurz über den bereits in Westdeutschland aufgefundenen Kartoffelkäfer und ermahnte die Bauern, die Sache sehr ernst zu nehmen. Gerade jetzt bei der Kartoffelernte muß jede kleinste Wahrnehmung sofort gemeldet werden. Besser ist, so sagte zur allgemeinen Heiterkeit der Sprecher, ihr zeigt uns einmal mehr eine Larve eines Marienkäferchens, als daß ihr irgendwelche zweifelhaften Feststellungen achtlos behandelt. Der ausführliche Vortrag über Milchkontrolle wurde mit großem Beifall aufgenommen. Ortsbauernführer Niehues sprach den Dank für die Ausführungen aus und gab das Wort dem Geschäftsführer der bäuerlichen Bezugs= und Absatzgenossenschaft. Herrn Vogelpohl, der bekannt gab, daß Ende dieser und Anfang nächster Woche die Flachsabnahme erfolgen soll, deren genauer Termin jedoch noch bekanntgegeben werden soll. Vom 15.—30. September sollen die WHW=Kartoffeln verladen werden. Einiges Wichtige gab er über die Maisverteilung und Kraftfuttermittelverteilung bekannt. Reinigung der Flußläufe. Die Flußläufe innerhalb des Stadtgebietes Vreden sind nach der Polizeiverordnung über die Schau und Unterhaltung der Wasserläufe des Kreises Ahaus vom 14. Juli 1933 behufs Erhaltung der Vorflut instand zu setzen(räumen).§ 6 dieser Verordnung bestimmt, daß die Herbstinstandsetzung, deren Endtermin auf den 27. September festgesetzt ist, sich auf das Auskrauten(Abschneiden und Entfernung des im Wasser und auf den Böschungen gewachsenen Unkrautes und Grases und außerdem auf das Auswerfen des angeschwemmten Sandes und Schlammes, das Alstechen der Ufer zur Wiederherstellung der normalen Breite und Tiefe, das Entfernen der Anlandungen sowie aller sonstigen Vorfluthindernisse, also auf die gesamten Unterhaltsarbeiten zu erstrecken hat.) Alle Unterhaltspflichtigen werden auf die Bestimmungen der Polizeiverordnung wie oben genannt, aufmerksam gemacht und wird erwartet, daß die erforderlichen Unterhaltsarbeiten bis zum Endtermin durchgeführt sind. Bei etwaigen Zuwiderhandlungen haben die Die Aufgaben des Schießwartes Das gehl unsere Schützen an! Jeder Verein des Deutschen Schützenverbandes hat einen Schießwart, dessen Aufgabe es ist, junge Schützen heranzubilden und das sportliche Schießen zu fördern. Diese Schießwarte werden auf Schießschulen besonders ausgebildet. Um allen Schützen nun mal einen Einblick in das ausgedehnte Arbeitsfeld dieser ausgebildeten Schießwarte, die ja letzten Endes die sportlichen Garanten des Deutschen Schützenverbandes sind, zu geben, wollen wir uns, um alles der Reihe nach durchgeben zu können, ein Bild vor Augen führen und zwar: Irgend jemand kommt in einen schießsporttreibenden Verein. Wie muß der Schießwart diesen Laien betreuen? Grundbedingung für die Arbeit als Schießwart ist die Kameradschaft. Auf die Kameradschaft bauen wir unsere Arbeit und unseren Sport auf. Mann zu Mann, Kamerad zu Kamerad, einer für alle, alle für einen. Wo soll das hinführen, wenn wir in einer Kampfmannschaft einen Quertreiber haben, der ein Kameradschaftsgefühl nicht kennt. Er würde uns die ganze Mannschaft über den Haufen werfen, und der Erfolg blieb aus. Also mit anderen Worten gesagt, unsere Arbeit hätte keinen Erfolg. Aber was sind wir anders in unserem deutschen Schießsport als eine große Mannschaft, die gegen die gesamte Konkurrenz der Welt anzukämpfen hat. Und das ist unser Ziel. Also ist die Kameradschaft die Vorbedingung für unsere Arbeit. Jetzt zurück zu unserem Laien, der schießen lernen will. Nehmen wir an, er hat die richtige Kameradschaft gefunden und das Interesse zum Schießsport ist in ihm erwacht. Die erste Aufgabe des Schießwarts ist es nun, ihm klar zu machen, was überhaupt Schießen ist, also den Begriff des Schießens zu erklären. In einem Satz gesagt: Schießen ist die Fortbewegung eines Gegenstandes durch Muskelkraft oder Mechanismus, Damit sind wir schon zu dem Punkt gekommen, wo der Schießwart dem Anfänger einen Vortrag halten muß über die Geschichte des Schießens; im Altertum durch Muskelkraft, und wie sich dann später das Fortbewegen eines Gegenstandes durch Mechanismus entwickelt, zum Gewehr. Die erste Waffe, die der Anfänger wohl in der Hand bekommt, ist die Kleinkaliberbüchse Deutsches Sportmodell. Es ist nun eine besondere Aufgabe des Schießwarts, diese Büchse dem Anfänger in ihren einzelnen Teilen genauestens zu erklären. Es ist dieses wohl eine der wichtigsten Aufgaben des Schießwarts. Man stellt leider heute immer und immer wieder fest, daß es Schützen gibt, die den Mechanismus ihrer Büchse nicht kennen, folglich ein Versagen nicht beheben oder noch nicht einmal ihr Korn oder Visier verstellen können. So etwas darf in Zukunft nicht mehr vorkommen. Dafür sollen die Schießwarte in erster Linie sorgen. Nachdem der Anfänger dieses nun alles kennt, beginnt man mit den Zielübungen. Zu diesem Zweck bedient man sich des Zielgartens und des Dreieckzielens. Das sind wohl die wichtigsten Uebungen. Somit sind wir so weit, daß das eigentliche Schießen beginnt. Vorerst muß der Gegenstand, womit man schließt, noch erklärt werden. die Patrone. Die Patrone setzt sich zusammen aus der Hülse, dem Pulver und dem Geschoß. Also ist es zu erklären: 1. Der Werdegang der Hülse. 2. Die Geschichte und die Arten des Pulpers, 3. Der Werdegang des Geschosses. Nachdem das geschehen ist, kann man noch kurg auf das Ziel eingehen, die Scheibe. Der Schießwart ist nun so weit, daß er mit dem jungen Schützen den Stand betreten kann. Vor jedem Schießen ist es auch Aufgabe des Schießwarts, sich von der Sicherheit der Stände zu überzeugen. Man kann sich zum Beispiel ganz gut vorstellen, daß durch Einflüsse der Witterung an den Unterständen Schäden auftreten und der im Unterstand befindliche Anzeiger dadurch Gefahr läuft, verletzt zu werden. Und wer ist der Verantwortliche dafür? Der Schießleiter, der Schießwart. Also auch da größte Vorsicht. Selbstverständlich ist es, daß vor Beginn jeden Schießens die übliche Verwarnung ausgesprochen wird. Tut der Schießwart das nicht so hat er seiner Pflicht nicht genügt, und alles, was passiert, fällt auf ihn zurück. Genau so selbstverständlich ist es auch, daß er über jedes Schießen, über jeden Schützen und über jeden abgegebenen Schuß genau Buch führt. Der Schießwart muß an Hand dieses Buches zu jeder Zeit in der Lage sein, Rechenschaft über seine Arbeit ablegen zu können. Der Anfänger gibt nun die ersten Schüsse ab. Am besten liegend aufgelegt oder am Anschußtisch. Dabei achtet der Schießwart auf die Fehler, besonders auf die Zielfehler. Er bedient sich dabei am besten eines Zielspiegels. Auch ist beim Schießen am besten die Gelegenheit gegeben, die Ballistik oder die Lehre=vom Schuß zu erklären. Nimmt man jetzt an, der Schütze schießt schon längere Zeit und will sich jetzt selbst eine Waffe zulegen, dann kommt die Zeit, wo er über das Waffengesetz unterrichtet wird. Beim Training hat nun der Schütze die verschiedenen Anschlagsarten kennen gelernt und der Schießwart hat nun die Hauptarbeit„Das Lehren des Schießens“ beendet. Der zweite Teil der Arbeit des Schießwarts ist eine allgemeine Arbeit, die jedem Schützen, ob Anfänger oder Kampfschütze zu Gute kommt. Da ist zunächst das Abhalten von Pflichtschießen. Pflichtschießen müssen abgehalten werden, um die Schützen ihre Pflichtübungen schießen zu lassen. Diese Pflichtübungen werden in die vom Deutschen Schützenverband herausgegebenen Mitglieder= und Schießbücher eingetragen, die im Besitz eines jeden aktiven Schützen des Verbandes sein müssen. In diesen Büchern finden wir die Beitrags= und Versicherungsmarken und in vier Klassen eingeteilt die Leistungen des Schützen. Diese Bücher zu prüfen und die Leistungen einzutragen ist eine der Hauptaufgaben deSchießwartes. Denn von der Ordnung der Bücher ist die Teilnahme an Wettkämpfen abhängig. Als nächstes kommt das Kapitel Wettkämpse, Meisterschaftskämpfe. Wettkämpfe soll jeder Schießwart vereinbaren und durchführen. Sie beleben den Sport und fördern das Interesse am Schießsport. An Meisterschaftskämpfen haben wir: Die Vereinsmeisterschaft, die Unterkreismeisterschaft, die Kreismeisterschaft, die Gaumeisterschaft und die Deutsche Meisterschaft. Die Vereinsmeisterschaft führt der Schießwart durch. Alle übrigen Meisterschaften werden von den zuständigen Stellen des Deutschen Schützenbundes durchgeführt, wozu die Schießwarte als Unparteiische einberufen werden. Es muß das Bestreben eines jeden Schießwarts sein, Meisterschaftskämpfe, Fernwettkämpfe usw. mit einer großen Anzahl von Einzelschützen und Mannschaften bestreiten zu können. Denn jeder Schießwart trägt ein wichtiges Amt, eine große Verantwortung, im Sinne unseres Deutschen Schützenverbandes zu arbeiten und im Sinne des Dritten Reiches wehrfähige Leute heranzubilden. Unterhaltspflichtigen strenge Strafverfolgung zu gewärtigen. Mütterberatung. Am Montag, dem 19. September 1938 findet nachmittags von 2,30—4 Uhr in Vreden, Rathaus Zimmer 12, die Mütterberatung statt, und am Mittwoch den 21. September in Ottenstein von 2,30—4 Uhr im Schwesternhaus. Die Beratung ist kostenlos. Versammlung der Kinderreichen. Am Sonntag fand eine Versammlung des Bundes der Kinderreichen statt, in der der neue Kreiswart des Großkreises Ahaus=Coesfeld das Wort ergriff. Der Redner kam zuerst zu dem Ehrenbuch der deutschen Familie. Er sprach über den Sinn und Wert des vom Reich geschaffenen Ehrenbuches, das nur reinrassigen, erbgesunden kinderreichen deutschen Familien ausgestellt werden kann und diese hierdurch in den Genuß weitgehendster Vergünstigungen bringt. Leider gibt es in Vreden noch viele Kinderreiche die nicht einmal Mitglied ihres Bundes sind. Hoffen wir, daß auch diese den Anschluß bald finden mögen. Weiterhin sprach Pg. Steinen über die Sorge des Bundes für seine Mitglieder und wies dabei auf das Siedlungswesen hin, das, großzügig in Angriff genommen ist. Zahlreiche Interessenten, die die Versammlung besucht hatten, ließen sich gleich in den Burd aufnehmen. Anmeldungen, wie Beantragung zur Ausstellung des Ehrenbuches beim Kreisabschnittwart Pennekamp, Vreden, Twicklerkamp. heek Erfolgreiche NSV=Arbeit in der Ortsgruppe Heek. In Heek ist die NSV rege tätig. Neben einem vorzüglichen Anbau auf brachliegendem Boden von Mais, konnten jetzt aus der Aehrensammlung etwa 5 Zentner Getreide erzielt werden. 45 Pflegestellen wurden für Ferienkinder geworben und mit Hilfe der Frauenschaft 235 Büchsen mit Gemüse für das WHW eingekocht. Die NSV=Mitgliederzahl hat sich in den letzten Wochen um mehr als das doppelte erhöht. HJ=Dienstbefehl für Nienborg=Heek und Ahle. Der Dienst für die gesamte HJ Nienborg=Heek beginnt am Freitag, dem 16. September. Das Ersch mache ich für jeden Hitlerj im Nienb 8 Uhr am HJ=Heim inen ungen zur Pflicht. Treffpunkt org. Heil Hitler! Der Standortführer: Ev. Reckers. Aus den Nachbarkreisen Radsahrerin wurde überfallen. Am 25. Juli ds Is. gegen 9,30 Uhr ist auf der Landstraße Ochtrup—Wettringen in der Nähe des St. Josefshauses bei Wettringen eine Radfahrerin von einer 20 Jahre alten Person, die dort Feldarbeiten verrichtete, überfallen worden. Die Person hat versucht, an der Radfahrerin ein Verbrechen zu verüben. Das Mädchen ist fortgefahren, ohne der Polizei Anzeige zu erstatten. Die überfallene Radfahrerin wird gebeten, den Vorfall bei der Rheiner Kriminalpolizei zu melden, damit der Unhold seine verdiente Strafe bekommt. Die Angaben werden vertraulich behandelt. 100 Jahre Sparkassengesetzgebung. Die Sparkassen, die in ihren Ursprüngen bis fast in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreichen, können in diesem Jahre ein seltenes Jubiläum begehen: das hundertjährige Bestehen des ersten deutschen Sparkassengesetzes. Dieses Gesetz wurde in einer Zeit erlassen, als es allein in Preußen bereits 85 Sparkassen gab. Die Unterstützungen der NSDAP. In einem Runderlaß des Reichsinnenministers und des Reichsarbeitsministers wird angeordnet, daß Unterstützungen der Hilfskasse der NSDAP, die aus Anlaß einer Gesundheitsschädigung oder des Todes im ehrenamtlichen Dienste der Partei gewährt werden, bei der Prüfung der fürsorgerechtlichen Hilfsbedürftigkeit außer Ansatz bleiben. Das gleiche gilt für Unterstützungen der Dienststellen der NSDAP., die aus den obengenannten Anlässen gewährt werden. Sühnegelder an die NSV. Gemäß einem Erlaß des Reichsinnenministers sollen künftighin die aus Anlaß von Beleidigungen gegen Polizeibeamte gezahlten Buß= und Sühnegelder nicht mehr Wohlfahrtseinrichtungen der Beamtenschaft, sondern solchen Zwecken zugeführt werden, die der Volksgesamtheit zugugte kommen, d. h. dem Winterhilfswerk oder der NSV. Dies liest der Bom. Mädelgruppe 6/145 Ahaus. Am Donnerstag, dem 15. 9. 1938, nachmittags 3 Uhr, tritt der gesamte BOM. am Schlageterplatz in sauberer Dienstkleidung an. Trauerflor ist anzulegen. Lehrherren und Betriebsführer! Anläßlich der Beerdigung unseres Kameraden, Sturmführer Theo Bielefeld. bitte ich die Kameraden der HJ und des DI am Donnerstagnachmittag, von 13 bis 17 Uhr zu beurlauben. Der Führer des Bannes 145: Hans Höpfner, Bannführer der HJ. Hauptschrittleiter und verantwortlich für Politik und kulturelles Leben: Dr. Ernst Buhla, Stellvertreter und verantwortlich für Umbruch und politische Nachrichten: Dr. Fritz Rediger, für Heimatpolitik: Fritz Pfeiffer, für Münsterland, Heimatsport und Bildt Rudolf Öchsenknecht, sämtlich in Münster. Für den Unterhaltungsteil und Westdeutschland: Herman Diebold, Gelsenkirchen-Buer, für Handel und Sport: Dr. Anton Henkel, Dortmund, Berliner Schriftleitung: Hans-Joachim von Winterfeld, Berlin, für den ZenoAnzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster i. W. Druck Zeno GmhH., Münster i. W. Zur Zeit gültiger Anzeigen-Tarif für die Zeno-Gesamtauflage Nr 9 vom 10. 12. 1935, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nr. 9 vom 25. 8. 36. Verlag Gebr. Lensing. KG, Dortmund, Verlagsl. B. Bentink. Gronau. Verantwortl. Schriftf. für den lokalen Teil: Dr. Erich Traumann, Ahaus, für den lokalen Anzeigenteil: Bernh. Bentink. Gronau. Durchschnittsauflage VII. 1938: Zeno-Zeitung insgesamt über 41 000, enthaltend: Ahlener Volkszeitung, Ahlen, über 3000:— Allgemeine Zeitung, Coesfeld, über 5300;— Borkener Zeitung, Borken, über 3200;— Bürgerblatt, Emmerich, über 1800;— Dülmener Zeitung. Dülmen, über 2000;— Haltener Zeitung, Haltern, über 1700:— Kreiszeitung, Ahaus, über 3600;— Münsterländische Volkszeitung. Rheine, über 4800;— Emsländische Tageszeitung,(Lingen), Rheine. über 1050:— Neuer Emsbote, Warendorf, über 2400:— Tageblatt, Ochtrup, über 1700:— Volkablatt, Bocholt. über 6650:— Volkazeitung, Emsdetten, über 2000;— Volkszeitung. Dorsten, über 1800. 1 ROMAN VON DOHANN F. EHRHARD 22) weit, so sehr auf sich und sein Werk eingestellt, daß sein Di Stolz weitere Demütigungen nicht mehr ertrüge as in letzter Zeit weiß er genau; sein Selbstbewußtsein gewaltig gewachsen. Aber Angelika setzt ihm zu. Und schließlich nur um sie nicht immer und bei jedem ihrer Wünsche abzuweisen, gibt Wendelin nach. Als er mit den beiden Lehrbuben an die Bäume kommt, die der Schwertfegerschen Familie zugeteilt sind, ist ringsum schon fröhlicher Lesebetrieb. An vielen Bäumen stehen Leitern, Buben hocken in dem Geäst, pflücken und schütteln, Aepfel und Laub fallen herunter zur Erde. Dabei wird auf die Bäume nicht viel Rücksicht genommen. Aeste knacken und brechen ab, und das Weiß der Bruchstellen leuchtet zwischen dem überflechteten Netzwerk der Rinde. Unten aber stehen die Eigner der Bäume, sammeln das Obst in große Körbe, lachen und witzeln, und wenn einer einem guten Freund eine besondere Freude dessen Genuß sich einem alle Gesichtsmuskeln zusammendessen Genuß sich einem alle Gesichtsmuskeln zusammenziehen. Beim Anblick Wendelins werden die Bürger stutzig. Einen Augenblick lang stockt ihre Fröhlichkeit. Da kommt eben zur guten Stunde der alte Bruckner des Weges. Er begrüßt den jungen Glockengießer mit so lauter Herzlichkeit, daß die anderen nicht anders handeln können; auch sie begrüßen nun Wendelin als einen der ihren. Damit wäre also das Peinliche wohl abgewandt, und lauten Lustigkeit ringsum nicht wenn sich Wendelin der einfügen kann, so ist das seine eigene Schuld. Er findet eben noch keinen Anschluß an diese Menschen, und seine Gedanken sind pausenlos in der Hütte und bei seinem Werk. Wohl lockern sich auch in seinem Herz manche Saiten und klingen beim Anblick der herbstlichen Saftigkeit und der goldenen strahlenden Sonne, aber alles das ist gewissermaßen außerhalb des geschlossenen Fensters, das Wendelin aus einer ihm in den letzten schweren Monaten eingewachsenen Menschenschen noch nicht zu öffnen wagt. Körbe und Säcke füllen sich. Sie werden auf bereitstehende Karren verladen, die Alleen entvölkern sich, und die geplünderten Bäume stehen nun da wie Vögel in der Mauser. Michel zieht, Wolfgang schiebt, Wendelin geht langsam nebenher. Und gerade an diesem Abend muß es sich fügen, daß Britta des Weges kommt. Wendelin spürt einen leisen Stich in der Brust. Er ist dem Mädchen etwas gram, weil es ihn in einer wirklich schweren Zeit gerade dann im Stich gelassen hatte, als er sich ihm besonders verbunden fühlte. Aber das verfliegt gar schnell, er freut sich dieses Anblicks und entsinnt sich der vielen Guttaten, die er von diesem Menschen erfahren hatte. Und als sie ihm nahe ist, empfindet er nur mehr Freude über den Anblick Brittas, und er geht ihr mit ausgestreckten Händen entgegen. Heute darf er das tun, ohne den Ruf des Mädchens zu schädigen. Britta kann sich diesem herzlichen Gruß nicht entziehen, sie nimmt die gereichten Hände, aber sie ist entsetzlich verlegen. Wolfgang, zu dem sie scheu hinüberschielt, schiebt mit hochrotem Kopf so heftig den Karren, daß er den Michel an der Deichsel fast überrannt. Er schaut geflissentlich an Britta vorbei und wünscht sich Gott weiß wohin. Wendelin sagt: „Ich habe Sie sehr lange nicht gesehen, Fräulein Britta. Und seitdem hat sich so vieles verändert.“ Britta sucht verlegen nach Worten. „Sie brauchen sich nicht um eine Entschuldigung zu bemühen. Ich weiß es ja, es war damals nicht leicht, sich zu mir zu bekennen.“ „Nein, sagen Sie das nicht, Herr Schwertfeger! Gerade das dürfen Sie nicht sagen. Das war nicht der Grund, weshalb ich Sie nicht mehr sah. Das war er bestimmt nicht.“ „Gab es denn überhaupt einen anderen?“ forscht Wendelin erstaunt. Da errötet das Mädchen und weiß keinen Ausweg. Wenn mir doch Wolfgang hülfe!' denkt sie bei sich, aber von dem ist in diesem Augenblick nichts zu erhoffen. Der schiebt verbissen an seinem Karren und schaut nicht nach rechts noch nach links. Wendelin ergeht es nicht anders als den meisten Männern in Frauendingen. So bald sie auf das Mutmaßen angewiesen sind, tippen sie auf das Verkehrte und für sich selbst Günstigste. Er entsinnt sich deutlich des letzten Zusammenseins mit Britta, wieder fühlt er ihre Nähe, und nun glaubt er es plötzlich zu wissen, weshalb sie sich ihm entzogen hatte. Das war natürlich nichts anderes als die bei einem solch jungen Menschen nur zu verständliche Scheu, sich zu verlieren. Das schmeichelt ihm und tut ihm wohl, und nun forscht er nicht weiter. Aber sein Blick wird anders, er wird um eine kaum merkbare Schattierung herrischer und herrlicher. Britta bemerkt dies gar wohl. Sie vermag es nicht mehr zu ertragen, und mit einem hastigen Gruß eilt sie von dannen. Wendelin schaut ihr kopfschüttelnd nach. Dann wendet er sich wieder der Fuhre zu, an der Wolfgang noch immer voller Verbissenheit schiebt. „Du kennst doch Fräulein Haslinger auch,“ sagt Wendelin mit einemmal,„warum hast du sie denn nicht begrüßt? Seid ihr böse miteinander?“ Das gibt dem Jungen den Rest. So kann das nicht mehr weitergehen! Er hält plötzlich inne mit dem Schieben, schaut Wendelin mit einem Blicke an, in dem sich Trotz mit Ergebenheit und Freundschaft mischt, und sagt: „Ich muß Sie nachher unter vier Augen sprechen, Herr Schwertfeger.“ „Mich? Warum? Was ist denn los? Ist das denn so dringend, daß es noch heute sein muß?“ „Ja, ich muß Sie sprechen.“ „Na, schön,“ meint Wendelin gutgelaunt,„dann muß ich eben die Schablone für die Außenseite der großen Glocke später machen.“ Sie kommen nach Hause. Angelika erwartet sie vor der Tür. „Das ist ja mehr, als wir erwarteten,“ sagt sie mit einem Blick auf die reich gefüllten Körbe,„damit kann man den Jahresbedarf einer Essigfabrik befriedigen. Aber nun wirst du Hunger haben, Wendelin. Und die Buben auch. Drinnen in der Stube ist für euch gedeckt!“ Wendelin weiß nicht recht, was er nun machen soll, da er doch dem Wolfgang eine Unterredung unter vier Augen zugesagt hat. Er schaut fragend auf den Jungen, den die Einladung gar nicht beglückt. Aber dann sieht Angelika den Wendelin mit einem so bittenden Blick an, daß er sich nicht mehr entziehen kann und annimmt. Sie gehen ins Speisezimmer. Auf mächtigen Platten warten gewaltige Würste. Auch Angelika setzt sich zu den Dreien. Sie spricht nicht viel, aber in ihrem Gesicht malt sich Zufriedenheit. Es ist dies das erstemal, das Wendelin an ihrem Tisch ißt. Sie versucht, die Tafel so lange wie möglich auszudehnen, aber sie hat wenig Glück damit. Kaum ist die Mahlzeit beendet, da schaut Wendelin zu Wolfgang hinüber und fragt: „Also, Wolfgang, wollen wir?“ Sehr zum Mißvergnügen Michels springt Wolfgang sogleich auf. Angelika ist sichtlich enttäuscht. Wendelin entschuldigt sich bei ihr. „Du mußt schon verzeihen,“ sagt er,„aber ich habe mit dem Jungen noch einiges zu besprechen. Und dann die Arbeit. Es ist noch manches zu tun, damit morgen keine Stockung eintritt." „Ja, die Arbeit!“ antwortet Angelika etwas bitter und spürt wieder, wie schon manches Mal, Haß in sich aufsteigen gegen jene Glocken, die eines Mannes ganzes Leben auszufüllen scheinen. Inzwischen ist draußen Nacht geworden. Zwischen den Häusern kauert das Dunkel. Ein paar Sterne schwimmen vor mondlichtgeäderten Wolken. Nur wenige Menschen sind unterwegs. Aus manchem Fenster dringt Licht, aus einzelnen Wirtschaften gedämpfter Gesang. Wendelin wartet darauf, daß der Junge beginnen möge. Er erkennt, daß ihm das Sprechen schwer fällt, und darum läßt er ihm Zeit und drängt ihn nicht. Er hat ein unklares Gefühl, daß die Unterhaltung um Britta gehen wird, und das erfüllt auch ihn mit leiser Spannung und Unruhe. Während sie schweigend so ihres Weges gehen, während es in der Brust des Jungen heftig kämpft, ruft sich Wendelin Brittas Bild erneut vor sein geistiges Auge. Das Mädchen steht zum Greifen klar vor ihm. Er entsinnt sich aller Begegnungen mit ihr, aller Gespräche. Er ist durch diese Gedanken seltsam warm angerührt. Aber sein Herz schlägt darum nicht schneller. Und noch während sich seine Gedanken mit Britta befassen, verschwimmt ihr Bild, und deutlicher, einprägsamer, heftiger denn je zeigt sich ihm das Angelikas. Und nun schlägt sein Herz beschleunigt. Er hätte vielleicht doch nicht so abweisend sein sollen in der letzten Zeit, wirft er sich vor. Und er erschrickt, als er plötzlich neben sich Wolfgangs Stimme hört, dessen Gegenwart er für Augenblicke völlig vergessen hatte. „Sie sind immer so gut zu mir, Herr Schwertfeger,“ sagt der Junge. Wendelin wehrt ab. „Unsinn! Nicht mehr und nicht weniger, als du es verdienst.“ „Aber ich verdiene es doch gar nicht!“ klagt sich Wolfgang an. Wendelin lächelt. „Wer hat dir denn das vorgemacht?“ fragt er. Und nun preßt der Junge ganz ohne Ueberlegung heraus: „Ich liebe doch auch die Britta.“ Auch die Britta! Einen Augenblick lang überlegt Wendelin, was es für eine Bewandtnis haben mochte, daß der Junge solches zu ihm sagte. Woher nahm er denn sein Wissen? „Liebe ich sie überhaupt?" fragt er sich selbst und weiß keine Antwort. Dann wendet er sich wieder dem Jungen zu. „Und Britta?“ forscht er. „Das ist's ja eben, Herr Schwertfeger, und wir machen uns beide deswegen so heftige Vorwürfe!“ Einen ganz feinen Stich spürt Wendelin nun, da er dies hört, doch. Das Lächeln um seinen Mund gefriert plötzlich.„Ach so!' denkt er sich, und„Ich Narr!' denkt er sich des weiteren. Und dann wundert er sich doch, wie wenig tief der Schmerz über diese Enttäuschung in ihm sitzt. Dann sieht er Wolfgangs beinahe verzweifelten Blick auf sich gerichtet und weiß, daß er in dieser Sache, gleichgültig, wie sie ihn auch treffen möge, über seinen eigenen Gefühlen zu stehen habe. Das Lächeln taut wieder auf, es wird locker und leicht und wie von Güte gekräuselt, als er sagt: „Wer sagt dir denn überhaupt, daß ich die Britta liebe, du vorlauter Bengel?!“ „Aber Sie sind doch selbst—“ „Gar nichts bin ich, verstehst du? Und das ist alles, was du mir zu sagen hattest? Deshalb hältst du mich von meiner Arbeit ab?“ Wolfgangs Gesicht strahlt. Wie schwer, ja, wie verhängnisvoll hatte er sich diese Beichte gedacht, wie sehr hatte er um die Freundschaft mit diesem Manne gebangt, wie sehr hatte er für seine Zukunft gefürchtet! Und nun war das alles überhaupt gar nichts. Zentnerschwer fällt's von seinem Herzen. „Dann sind Sie also nicht böse auf mich?“ „Warum soll ich denn böse sein? Zu solchen Dummheiten fehlt mir wirklich die Zeit. Nun aber— kehrt marsch!“ Sie gehen nach Hause. Je näher sie der Hütte kommen, desto rascher wird Wendelins Gang. Er hat heute nacht noch viel zu arbeiten. Es treibt ihn förmlich dazu. Wieder hört er in sich das Geläute, das nun bald zum Laut erlöst sein wird. Wie schön, wie voll, wie erhebend das klingt! Und fort sind in diesem Augenblick alle Gedanken um Britta und um Angelika, und fremd sind ihm alle Sorgen, wie sie der Bub da neben ihm mit sich herumträgt. Wolfgang geht still, als ahne er, was Wendelin bewegt, nebenher. Vor dem Tor verabschiedet er sich zaghaft. „Nun,“ sagt Wendelin zu ihm,„so sei schon glücklich mit deiner Britta, und mach kein so dummes Gesicht!“ Dann sitzt er vor dem Zeichentisch, die Stunden fliegen der Morgen blaut schon, als er, müde und zufrieden mit der getanen Arbeit und mit sich selbst, zu kurzem Schlaf in das neben ihm stehende Bett sinkt. 28. Die Tage fliehen. Draußen strahlt die Herbstsonne, gelbe Kastanienblätter liegen auf allen Wegen, die Bäume stehen kahl und kalt. Manchmal heult der Sturm, oft peitscht der Regen gegen die Fenster. Die Waage des Jahres neigt sich tiefer und tiefer, aber das Werk wächst. Wendelins Zuversicht ist unerschütterlich, sein Glaube an das Gelingen felsenhart. Wer mit ihm zu tun hat, steht in seinem Bann. Die Arbeiter, die Lehrbuben, ja, auch Angelika. An manchen Tagen findet sogar der alte Gröber den Weg in die Werkstatt und seine stille, mummelnde Freude an dem mitreißenden Arbeitstempo. Die Form ist gut abgedreht, die spärlichen Inschriften sind angebracht; aus gesiebtem Ziegelmehl, geschlemmten grünem Leim und Kälberhaaren wird der Zierlehm in gekochtem Bier dünn angerührt und sauber aufgetragen, Dann kommt noch der Bau des Mantels, der Guß dei Krone. Angelika hält sich viel in der Werkstatt auf. Sie bittet Wendelin, der über der Arbeit selbst das Essen vergessen würde, häufig zu sich an den Tisch. Wendelin widerstrebt anfangs, gewöhnt sich aber rasch an die kurzen Stunden in Gesellschaft Angelikas. Und schließlich ist es so weit, daß er es schmerzlich entbehrt, wenn Angelika aus Tgendeinem Grunde verhindert ist, ihn zu rufen. Noch aber ist der Strom, der sich zwischen die beiden drängte, nicht überbrückt. Das liegt zum Teil auch an Angelika, deren sprödes Wesen ihr nicht gestattet, ihr offenes Herz zu zeigen und jene Gefühle zu verraten, die ihr jede Ruhe rauben, vor denen sie sich selbst fürchtet. Und auch Wendelin nähert sich ihr nicht. Er hat kein gutes Wort für sie, nichts, was ihr ein Entgegenkommen erleichtern könnte, er sitzt da und redet von nichts anderem als von seinen Glocken und von ihrem Bau und dem erhofften Klang, der ihn, je mehr sich das Wert der Vollendung nähert, selbst durch die Träume verfolgt. Angelika hört zu. Sie sitzt aufrecht und meist schweigend da, ist scheuer denn je zuvor und hegt zuweilen einen fast erschreckenden Haß gegen jene Glocken, denen Wendelin so hingegeben ist, daß er darüber das Leben und jede Lebensfreude zu vergessen scheint. Und dann, nach weiteren Wochen, ist das Werk vollendet. Die Grube ist voll eingedämmt, der Guß kann beginnen. Angelika berät sich mit Wendelin wegen der Gäste, die geladen werden sollen. Aber Wendelin widersetzt sich Er will nichts wissen von Gästen, er wünscht kein Schauspiel zu geben, das nur schön und vielleicht etwas geheimnisvoll erscheint, aber im Grunde doch nichts zeigt. Der Guß sei eine Werksangelegenheit, meint er, wie jede andere auch, er wünsche und brauche dabei keine Zaungäste, Angelika macht ihn darauf aufmerksam, daß dies seit jeher so geübt worden sei, daß die Arbeiter es erhofften, denn der Pfarrer pflege sich bei dieser Gelegenheit durch eine freundliche Gabe erkenntlich zu zeigen. (Fortsetzung folgt.) Am M neuen Lus 6raf 3 Dazu en kleine Brandenst sahrtminis Edener Luftschiff, altes Spi soll das n des Grafe für das al tend bewä Währe pelin" biDr. Ecken 4Luft, als Svegt, vor. 9 Nachde Werft sich 740 Uhr Haltetaue, Das hilfswerk„Motter und kind“ ist die Gemeinschaftsaufgabe des ganzen deutschen Volkes. Durch deine Mitgliedschoft in dee Das Das neue Leppelin“ Das neue zu seir Nachruf In Ausübung seines Dienstes starb den Fliegertod am 11. September der Flieger Theo Bielefeld Die Luftwaffengruppe 2 verliert in ihm einen tüchtigen Soldaten und lieben Kameraden und wird sein Andenken stets in Ehren halten. Der Chei des Generalstabes der Luftwaffengr. 2 von Wuehlisch, Oberst d. Gen. St. Wurstglöck'l E. Pathe Gronau Bentheimer Straße Heute, Donnerstag sowie Samstag ab 8 Uhr Konzert mit Tanzeinlagen Kapelle Forstheim—Eichholz Stimmung— Humor Trauringe in allen Preisl. Seit 1881 Kemper 2po Das bekannte Fachgeschäft für Uhren, Schmuck und Bestecke Hotel zur Post Ahaus (Harpering) Samstag, 17. 9. abends ab 8 Uhr Rekruten-Abschiedsleier Gute Tanzkapelle/ Gepflegte Getränke Junge Ehepaare bitten wir, den vom Standesbeamten bei der Eheschließung ausgehändigten Zeitungsgutschein in unserer Geschäftsstelle abzugeben. Unser Blatt wird dann auf die Dauer eines Monats kostenlos geliefert. Kreiszeitung für den Kreis wie Briefbogen Rechnungen Quittungen Postkarten Umschläge Flugzettel Preislisten Plakate usw. usw. liefert preiswert u. in erstklassiger Ausführung die Buchdruckerei Lensing Ahaus-Gronau Schöne herbstNeuheiten die gewiß auch Ihren Beifall finden werden haben wir jetz am Lager. Kommen Sie zu uns. Wir zeigen Ihnen gern alles Neue. De Wer Heimatfreund sein will liest die Heimatzeitung und zeigt seine Anhänglichkeit auch dadurch, daß er alle Familienanzeigen in der„Nreiszeitung“ veröffentlicht. NS-Reichskriegerbund Kriegerkameradschaft Ahaus Zur Teilnahme an der Beerdigung des Fliegersoldaten Theo Bielefeld treten die Kameraden am Donnerstag, dem 15. 9. um 15.30 Uhr bei Harpering an, die Schießgruppe ¼Stunde früher. Der Kameradschaftsführer. Bekanntmachung Das städt. Freibad wird am Samstag, dem 17. ds. Mts. geschlossen. Ahaus, den 14. Sept. 1938. Der Bürgermeister Ridder In Alstätte (Küche mit 5 Zimmern) zum Okt. 38 zu vermieten. Angebote unter As 1410 an die Kreiszeitung in Ahaus. 1. Kammerjäger Lobinat kommt wieder und vertilgt Ratten, Mäuse, Wanzen, Schwaben usw. Bestellungen erbitte nur unter Lobinat an diese Zeitung. Spezialität Wanzenchwabenbekämpfung. Laufjunge für vormittags gesucht. Bäckerei Schlamann Gronau Heute frische Grützwurst Metzgerei Wolter Gronau, Ad.=Hitler=Str. 5 Junger, kaufmännischer Angestellter sucht zum 1. Oktober in Gronau Zimmer mit voller Pension. Ang. unter 1515 an die Gesch. Lest gute Bücher! Tanzschule Neue Kurse am 17. Sept. im Hotel zur Post (Harpering) Ahaus am 30. Sept. in der Tonhalle (Lilienfeld) Gronau Anmeldungen nimmt entgegen Janzlehrer W. Gödde, Dortmund, Liebigst. fall der 2 Westen, w Bord befi Luftschiffe Dürr, sow Nach amtl. Unterlagen In dem Entschuldungsverfahren des Gärtners Engbert Koolwaay, Gronau i. W., Kaiserstiege 39, wird der Entschuldungsplan vom 7. Sept. 1938 bestätigt. Das Verfahren wird aufgehoben. Rheine i.W., den 10. Sept. 1938. Der Leiter des Entschuldungsamtes. Frisch-Fisch: Schellfisch o. Kopf. 500 gr. 42* Cabliau o. Kopf„ 500 gr. 32% Filet vom Cabliau 500 gr. 43 (im Anschnitt 3 Pfg. Aufschlag) Bei ei Eckener a gegenüber des Lufts messer 41 bitmeter, Man kan Konstrukt länge der Gesamtlä Kilometen 55 Milli einem un Lackanstri fläche der Quadratn gelangt n Labyrintl merkt mo fassen un Roheßlbückinge Geräuch. Seelachs 125 gr. 89 125 gr. 129 Delikateß-Sauerkraut. 500 gr. 16% Gelbe Erbsen- Grüne Erbsen- Linsen (alles in versiegelten Packungen) M Bine en bestimm völlig u gänzlich und sch le erhebend ick alle Geid sind ihm 1 mit sich beilage Donnerstag, Jo. September 1938 Nr. 252 endelin beer sich on glücklich Gesicht!" den fliegen, frieden mit zem Schlaf stanienblätn kahl und der Regen tigt sich tieein Glaube Bann. Die Gröber den nde Freude Inschriften schlemmtem Zierlehm in aufgetragen. der Guß der Sie bittet n vergessen widerstrebt en Stunden es so weit, aus Lgenddie beiden ren sprödes zeigen und rauben, vor Er hat kein egenkommen nichts andeau und dem rk der Vollolgt. neist schweiveilen einen nen Wendeen und jede Werk volluß kann ber Gäste, die dersetzt sich. kein Schauvas geheimzeigt. Der vie jede anZaungäste, aß dies seit s erhofften, enheit du Das neue Luftschiff„Graf Zeppelin". Die Taufe des 22 130. DNB Friedrichshafen, 14. September. Am Mittwoch früh um 7.15 Uhr fand die Taufe des neuen Luftschiffes L3 130 statt. Es erhielt den Namen Graf Zeppelin“. Dazu hatte sich in der Halle neben der Gefolgschaft ein kleiner Kreis geladener Gäste, darunter Graf von Brandenstein=Zeppelin und der Luftschiffreferent im Luftsahrtministerium, Oberst Breithaupt, eingefunden. Dr. Ecener hielt eine kürze Ansprache. Es sei Sitte, jedem Auftschiff, bevor es aufsteige, einen Namen zu geben. Ein altes Sprichwort laute:„Nomen est omen“. Deshalb soll das neue Luftschiff im Jahre des 100. Geburtstages des Grafen Zeppelin dessen Namen erhalten als Ersatz für das alte Luftschiff„Graf Zeppelin“, das sich so glänend bewährt habe. Während dann die Hülle, die den Namen„Graf Zep9r. 4Lu we Luft, gt, vor. Luftschiff sich Nachdem sodann die Besatzung von 35 Mann von der Perft sich an Bord begeben hatte, wurde das Luftschiff 40 Uhr zum Osttor hinausgezogen. 7.52 Uhr fielen die Haltetaue, und langsam stieg das Schiff unter dem Beiin 1en der 168. Das Traggas wird in sechzehn einzelnen Gaszellen mitgeführt. Sie bestehen aus einem besonders hergestellten gasdichten Stoff. Vierzehn Zellen sind mit Ueberdruckventilen versehen, die in einem senkrechten, gleichzeitig der Entlüftung dienenden Luftschacht ausmünden. Die Gesamtfläche des verarbeiteten Zellenstoffes wird mit 57 000 Quadratmeter angegeben. Die Fahrgastraume sind wie beim„Hindenburg“, in den eigentlichen Schiffskörper eingebaut. Mannschafts= und Speiseräume sind von vornehmer Gediegenheit und verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen. Der mittschiffs erhöht liegende Speisesaal ist in grauem und lindgrünem Ton gehalten und mit bequemen Ledersofas ausgestattet. Die neuartige Anordnung der 20 Kabinen, die für 40 Fahrgäste bestimmt sind, ermöglichte es, dem größten Teil der Schlafkammern durch Außenfenster unmittelbar das Tageslicht zuzuführen. Alle Schlafräume sind mit elektrischem Licht und fließendem Wasser ausgestattet. Neu ist auch, daß sie nicht mehr Nummern, sondern die Namen deutscher Städte tragen, die mit dem Zeppelingedanken irgendwie verbunden sind. Zum Antrieb des Luftschiffes werden vier Daimler=Benz=Motore von je 850 PS Dauerleistung(1200 PS Hilfsleistung) benutzt. Die größte Geschwindigkeit des Schiffes beläuft sich auf 135 Stundenkilometer, die durchschnittliche Marschgeschwindigkeit auf 125 Stundenkilometer. Eine Neuerung ist auch der Einbau von Ballastwassergewinnern. Durch sie wird aus den Abgasen der Motoren Wasser niedergeschlagen, das als Ballast zum Ersatz des Gewichts des verbrauchten Brennstoffs dient. Diese Neuerung trägt wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit des Fahrbetriebes bei. Die erste Werkstättenfahrt. DNB München, 14. September. Das neue Luftschiff„Graf Zeppelin“, das auf seiner ersten Werkstättenfahrt gegen 13.30 Uhr über Nürnberg erreicht, über dem es in 150 Meter Höhe eine große Schleife zog und etwa 20 Minuten kreuzte. Die Bevölkerung verfolgte mit Bewunderung, Ueberraschung und Freude das majestätische Schauspiel. Ueberall fiel das geringe Motorengeräusch des„Graf Zeppelin“ auf, das im Lärm des Großstadtverkehrs fast unterging. In Friedrichshafen gelandet. DNB Friedrichshafen, 14. September. Das neue Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist am Mittwoch, 16.40 Uhr, von seiner ersten Werkstättenfahrt über Friedrichshafen zurückgekehrt und ist um 17.30 Uhr auf dem Flugplatz Löwental glatt gelandet. ile zur Post Tonhalle Liebigst. Gärtners erstiege 39, 5ept. 1938 ben. ngsamtes. Das neue Luftschiff„Graf Zeppelin". Das neue Luftschiff LZ. 130, das den Namen„Graf leppelin“ erhielt, in der Bauhalle in Friedrichshafen. Das neue Luftschiff ist unter Führung Dr. Eckeners zu seiner ersten Fahrt gestartet.(Weltbild-M.) fall der Anwesenden empor. Es nahm Richtung gegen Westen, wo es alsbald im Morgendunst verschwand. An Bord befinden sich Dr. Eckener, der die Führung des Luftschiffes übernommen hat, ferner Chefkonstrukteur Dr. Dürr, sowie 71 Mann. X Bei einer Besichtigung durch die Presse wies Dr. Ecener auf die hauptsächlichen Neuerungen des LZ 130 gegenüber dem Luftschiff„Hindenburg“ hin. Die Länge des Luftschiffes beträgt 245 Meter, sein größter Durchnesser 41,2 Meter. Der Gasinhalt beträgt 200 000 Kubitmeter, die Gesamttragkraft rund 200 000 Kilogramm. Man kann sich einen Begriff von den Ausmaßen der Konstruktion machen, wenn man erfährt, daß die Gesamtlänge der Gerippeträger etwa 22 Kilometer umfaßt, die besamtlänge des verwendeten Stahldrahtes etwa 135 Kilometer und die Zahl der verbrauchten Nieten etwa 55 Millionen. Die Außenhaut des Schiffes besteht aus einem unzerreißbaren Stoffgewebe, das durch mehrere Lackanstriche wetterfest gemacht worden ist. Die Gesamtläche der Außenhaut mißt nicht weniger als rund 28 000 Quadratmeter. Ueber den ziemlich schmalen Laufsteg gelangt man in das Innere des Schiffes. Inmitten eines Labyrinths von Drähten und Drahtverspannungen bemerkt man große Wassertonnen, die je etwa 2500 Liter fassen und hauptsächlich zum Ballastausgleich dienen. Deutsch=mandschurischer Warenaustausch bedeutend erhöht. Berlin, 14. September. Die Verhandlungen über ein neues deutsch=mandschurisches Wirtschaftsabkommen, die mit der Regierung Mandschukuo durch den deutschen Geschäftsträger in Hsinking geführt worden sind, sind nunmehr abgeschloessn. Die Unterzeichnung des neuen Abkommens erfolgte am Dienstag in Hsinking durch den Chef des mandschurischen Außenamtes und den deutschen Geschäftsträger. Das neue Abkommen über den Waren= und Zahlungsverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Mandschukuo tritt rückwirkend vom 1. 6. d. J. in Kraft und läuft bis zum 31. 5. 1940. Die wichtigsten Punkte des neuen Abkommens sind die folgenden: 1. Die in dem alten Abkommen enthaltene Verpflichtung der deutschen Regierung, die Einfuhr mandschu rische von die Ber Einfuhr deutscher Erzeugnisse nach Mandschukuo bis zum Gesamtwert von 25 Millionen Yüan(gleich 18 Millionen RM) innerhalb eines Jahres zuzulassen, bleibt auch in dem neuen Abkommen erhalten. 2. Darüber hinaus wird ein beträchtlicher zusätzbicher Warenaustausch im Verhältnis 1:1 vereinbart. 3. Um den zusätzlichen Warenaustausch zu erleichtern, gibt ein deutsches Bankenkonsortium Vorschüsse an die Yokohama Specie=Bank in Hamburg. 4. Beide Staaten lassen bis zu einem festgesetzten Betrag die Einfuhr nicht unbedingt notwendiger Waren zu, für die andernfalls Einfuhr= und Devisengenehmigungen nicht erteilt werden würden. Durch das neue Abkommen wird der deutsch=mandschurische Warenaustausch bedeutend erhoht. Das Abkommen ist ein Beweis der Stetigkeit der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten und ihres Willens, ihre gemeinsame Politik gegen die Dritte Internationale in die Tat umzusetzen. Die beiden vertragschließenden Regierungen sind davon überzeugt, daß nach Ablauf des gegenwärtigen Abkommens für 1940 der Abschluß eines neuen Abkommens möglich sein wird, das zu einer noch engeren Verflechtung der wirtschaftlichen Interessen der beiden Staaten führt. Dresden on SN 109 209 259 174 30 309 Breslau C0 Sentz Ralibor O Haltowitz. Gebiete des eu t dediere u . deutscien Vulkstums in derischechos. Grenzede scechsoe Schauptötze der letzten biutigen Zwischenfälle. traufena PRAU Mähr. Braunau Sebu Beriuesgaden MaRstab 50 100 150 Eine Lüge widerlegt. dne englische Zeitschrift behauptete als Antwort auf die Rede des Führers, der das Recht der Selbstteétimmung für die Sudetendeutschen forderte, daß eine Volksabstimmung e aschechosion ollig unsinnig sei, da die deutsche Volksgruppe nicht über geschlossene Siedlungsräume verruge un sänzlich verstreut unter Tschechen wohne. Wie obige Volkstumskarte beweist, ist diese Lüge nd sennell zu widerlegen. Das weiß die englische Zeitung auch, aber sie wili ja rege ERNTEN 34 BIS 36+ MUSTERCIGARETTEN+ MISCHUNGSNUMMER R 6 OIM Diese Cigaretten werden in den Fablkaisaagen unseres technischen Stammwerkes in Hamburg Bahrenfeldnac völlig neuen Methoden hergestellt. Der ungewöhnlich zarte und reine Charakter dieser Mischung beruht darauf, daß sämtliche Tabake zweimal Mundstück hergestellt D O Akl Oie Cigaretten si methoden, die zug) Beschaffenheitskontrolle beim Eintreffen der Tabake im Hamburger Freihafenlager. Jede Zwischenlösung heute unmöglich. Stalien voll und ganz hinter Deutschlands Forderungen. Die Achse Kom-Berlin in festester Wirksamkeit. A Rom, 14. September. Die gesamte italienische Presse unterstreicht am Mittwoch die Notwendigkeit des Selbstbestimmungsrechtes der Sudetendeutschen und tritt klar für die Loslösung der Sudetendeutschen vomübrigentschechoslowakischen Staatsgebilde ein, dem sie, wie am Dienstag die„Informazione Diplomatica" betont hatte; bereits vollkommen fremd geworden seien. „wressuggero“ stellt die Nichtigkeit der bisherigen Prager Vorschläge fest, die überhaupt nur da klar seien, wo sie die sudetendeutschen Forderungen zurückwiesen und sonst nichts Konkretes oder Genaues enthielten. Bei Abrechnung der Minderheiten mit der Prager Regierung, die sich durch keinerlei Ausflüchte aus der Mißachtung und Verletzung feierlicher Verpflichtungen herausreden könne, stiegen die ungeheuren Lügen an den Tag, die am Beginn des tschecho=slowakischen Staates stünden und auf ihm wie ein unauslöschlicher Schandfleck lasten. Es sei geradezu lächerlich, daß ein solcher Staat sich den Anspruch anmäße, für das Gleichgewicht in Europa ein unerläßlicher und unersetzlicher Faktor zu sein. Der„Corriere della Sera“ erklärt, die faschistische Regierung habe der Rede Adolf Hitlers und dementsprechend auch der internationalen Lage die einzigmögliche Interpretation gegeben. Es sei eine Tatsache, daß das Hinauszögern und die Ausflüchte Prags eine endgültige Lösung der sudetendeutschen Minderheitenfrage durch Gewährung des Selbstbestimmungsrechtes notwendig gemacht habe. Dieses Recht sei den großen und den kleinen Demokratien immer so teuer gewesen, wenn es sich um ihre eigenen Interessen handelte. Die faschistische Regierung könne mit dem Führer nureiner Meinung sein, daß jede Zwischenlösung des suvetendeutschen Problems heute illusorisch ware. Anordnungen, die vielleicht gestern noch möglich gewesen wären, würden heute schon zu nichts mehr dienen. Bei dem Versuch, Zeit zu gewinnen, habe Herr Benesch unvorsichtigerweise die Phase der Vortage verstreichen lassen. Jetzt könne nur noch ein entschlossener chirurgischer Eingriff zur Heilung führen, um so besser, wenn dieser Eingriff von der Prager Regierung unverzüglich vorgenommen würde. Allenfalls könnte sich die Lage mit Windeseile verschlechtern. Der Belagerungszustand in den sudetendeutschen Gebieten und eine Reihe von blutigen Vorfällen, bei denen Angehörige der Sudetendeutschen Partei den Tod fanden, seien die Folgen der Unfähigkeit der Prager Regierung, bemerkt die„Srumpa“ und fährt fort, der politische und moralische Zusammenbruch der Politik des Herrn Benesch sei mehr als fortgeschritten. Die Künstlichkeit dieses Gefüges enthülle sich jeden Tag klarer. Die Völker erheben sich, und es werde keine Gewalt geben, die den Sieg der Vernunft verhindern könne. Dieses Bild der Tschecho=Slowakei sollten sich die Regierungen in London und Paris freimütig vor Augen halten mit der gleichen Aufrichtigkeit, mit der Hitler zur Welt gesprochen habe. Aber die Brutalität von versessenen tschechischen Polizeibütteln setze man der öffentlichen Meinung als herausfordernde Zwischenfälle der deutschen Bevölkerung vor. Man berichte nicht von Grenzüberschreitungen der tschechischen Truppen, sondern spreche einzig und allein von der militärischen Tätigkeit der Deutschen, denen man unter allen Umständen Kriegsvorbereitungen unterstellen möchte. Gegen einen solchen Alarmzustand sei die Rede Adolf Hitlers wie ein einziger Sonnenstrahl in der Finsternis einer geDiplomatie, die unfähig sei, Stunde zu begreifen und zu lösen, die erschwätzigen Probleme der schienen. Heute sei Selbstbestimmung, die die Demokratien einstmals selbst als höchste Gerechtigkeit predigten, der gesetzmäßige Ausweg, den Deutschland fordere und den die Sudetendeutschen der Welt weisen möchten. Niemand könne ihnen dieses Recht streitig machen, es sei denn, man mache den vergeblichen Versuch, die Straße der Gerechtigkeit zu versperren. Unklarheiten seien nicht mehr möglich, stellt„Gazzetta del Popolo“ fest. Die scharfe Kritik Adolf Hitlers habe mitten ins Ziel getroffen. Die Achse Rom Berlin erweise sich in vollster und festester Wirksamkeit als ein einziger Block von Völkern. die in den entscheidenden Stunden die dunklen umstürzenden Kräfte erkennen und ihnen ihre Macht, Entschlossenheit und die Gleichheit ihrer Ideale entgegensetzen. Von Rom aus sei eine neue ernste Mahnung und Verurteilung der Politik des Herrn Benesch erteilt worden. Der„Tevere“ schreibt, die Tschecho=Slowakei werde an der gleichen Erbsünde sterben, aus der sie geboren wurde. Die demokratische Lüge habe sie erzeugt und durchsetzt, und die gleiche Lüge werde sie wieder auseinanderreißen. Amtliche polnische Feststellungen. Warschau, 13. September. polnischer Seite wird zu bemerkt: der gestrigen Rede des Fuhrers folgendes 1. Die Rede des Kanzlers, die die internationale Lage klar darstellte unterrichtet über den Willen Deutschlands zur Erhaltung des Friedens und zu Volksabstimmung gerecht und vernünftig. Die englische Presse diskutiert lebhaft die Möglichkeiten der sudetendeutschen Selbst bestimmung. Was Versailles versäumt hat, muß nachgeholt werden £ London, 14. September. Die Blätter verfolgen mit größter Aufmerksamkeit die Geschicke der Sudetendeutschen. Obzwar man überall versucht, Henlein zu kritisieren und die zugunsten der Sudetendeutschen gesenkte Waagschale wieder durch Parteinahme für die Tschechen mit deren Waagschale auszugleichen, ist man sich fast allgemein darüber einig, daß es den Sudetendeutschen ermöglicht werden muß, ihr Schicksal zum ersten Mal selbst zu bestimmen. Die„Times“ scheut sich allerdings zunächst nicht, u. a. die unglaubliche Behauptung aufzustellen, daß ebensoviel Tschechen wie Deutsche getötet worden seien, ja vielleicht mehr Tschechen(!!!). Dann aber gibt das Blatt zu, Adolf Hitlers Forderung auf Selbstbestimmung sei grundsätzlich gerecht und vernünftig. Sie sei die einzige Basis, auf Grund deren Europa in diesem Zeitalter des Nationalsozialismus hoffen dürfe, Friede und Sicherheit zu haben. Aus diesem Grunde würde es schwächlich und irreführend im voraus irgendeine Lösung abzulehnen, die mit sein, diesem Grundsatz vereinbar sei oder sich aus ihm ergebe. Die Weltmeinung werde, kurz gesagt, den Appell für die Selbstbestimmung weder ablehnen noch ausschließen, und der tschechische Staat sei der letzte, der es sich leisten könne, ihn zu ignorieren. Verhandlungen zwischen den Hauptmächten könnten jenes beispiellose Ziel einer Vertragsrevision erreichen und eine ruhige Entwicklung Europas sichern. Hitlers Erklärung in Nürnberg habe den Verhandlungen in Prag keinerlei Hindernis in den Weg gelegt. Das Blatt verlangt dann eine neue Formulierung der sudetendeutschen Forderungen und zählt anschließend die Einwände auf, die seines Erachtens gegen eine Volksabstimmung zu machen seien. Sie habe an der Saar gut funktioniert. Wer solle nun die oberste Kontrolle im sudetendeutschen Gebiet übernehmen; wer könne einen Waffenstillstand nach innen und außen garantieren? Das direkte und unmittelbare Interesse Deutschlands an der Entwicklung Osteuropas sei offensichtlich— fährt die„Times“ fort. Die britische Politik bestehe nicht darin, daß sie natürliche Prozesse, die sich in diesem Gebiet abspielten, vereiteln wolle. „Daily Telegraph“ schreibt ebenfalls, nichts weniger als eine Volksabstimmung werde nunmehr der Lage entsprechen. „Daily Mail“ erklärt zunächst, sowohl die Tschechen wie die Sudetendeutschen hätten eine ungeheure Verantwortung. Das Blatt stellt dabei fest, die tschechische Regierung habe die Pflicht, sich aller provokatorischen Erklärungen und Maßnahmen zu enthalten. Hitler habe in seiner Rede keineswegs die Sudetendeutschen zur Gewalt aufgerufen. Die ganze Welt befasse sich mit Hitlers Wort von der Selbstbestimmung für die 3,5 Millionen Sudetendeutschen. Eine Forderung auf Plebiszit sei derart, daß keine Demokratie versagen könnte, ihr Folge zu geben. Selbstbestimmung, das Recht jedes Volkes, seine eigene Regierungsform zu wählen, sei im Wesen demokratisch. Das Blatt weist dann darauf hin, wo überall bereits durch Volksabstimmungen wichtige Entscheidungen in angrenzenden Gebieten Deutschlands herbeigeführt worden seien. In Versailles habe man gerade bei der TschechoSlowakei, als diese künstlich geschaffen worden sei, die Völker nicht befragt. Man habe sie, ob sie es wollten oder nicht, in den neuen willkürlich zusammengesetzten Staat hineingeworfen mit der zweifelhaften Sicherheit eines Minderheitenvertrages, der, wie die Ereignisse zeigten, nicht löyal ausgelegt worden sei. Jede Forderung auf ein Plebiszit oder jeder andere Plan, der die Minderheiten in den Stand setze, über ihre eigenen Rechte zu befinden, sollte von den Kanzleien auf das stärkste beachtet werden. Annahme des Grundsatzes der Selbstbestimmungsformel sollte eilig von den Mächten erörtert werden. Sehr ausführlich berichten die Londoner Blätter über die gestrigen Zwischenfälle im sudetendeutschen Gebiet. An der Art der Aufmächung der Meldungen sieht man jedoch deutlich, für welche Partei die Zeitungen eingestellt sind. So scheut sich„Daily Expreß“ nicht, einen Sonderkorrespondenten zu Worte kommen zu lassen, der die Dinge einfach auf den Kopf stellt, indem er von dem „Versuch der Entfesselung einer Henlein=Revolution“ faselt, ohne auch nur mit einem Wort die brutalen tschechischen Gewalttaten zu erwähnen. seiner Stabilisierung mit einer Annahme nämlich der Tschecho=Slowatea. alles von der Regelung der sudetendeutschen Frage abhängig gemacht wurde. 2. Die Rede unterstreichtdie Bedeutungdes Ablommens mit Polen aus dem Jahre 1934 füdie Sache des Friedens. Durch dieses Abkommen ist Posen in das System der Stabilisierung der deutschen Grenzen als ein grundsätzliches Element für den Frieden einheschlossen worden. Diese Auffassung wurde in Polen wit voller Anerkennung aufgenommen. 3. Die kategorische Herausstellung des Interesses Deutschlands an dem sudeten, deutschen Problem war in der gegenwärtigen Lage keine Ueberraschung. 4. Die Rede des Kanzlers schließt eine von den inneren Aenderungen in der Tschecho=Slowakei abhängige friedliche Regelung der sudetendeutschen In Frage nicht aus. 5. Die Hervorhebung des Grundsatzes der Selbstbestimmung für die Sudetendeutschen erfolgte vom Kanzler im Geiste der Verständigung Wir w Wer tschen werden wi den Gesich Zwei Meinungen in Paris für Bereinigung. £ London, 14. September. morgen aus Paris u. a., in der hienen; il die 2 werden wi Naschinen inSchwun Wir war aller Kame Schnurrba Reuter meldet heute französischen Hauptstadt gebe es zwei Meinungen keischender im Hinblick auf die Richtung, die der Druck von Parisenar der und London nehmen werden. Erstens glaube man, daß Großbritannien und Frankreich zur Rettung des Frie Ffrob ansut dens Prag beschwören würden, ein Plebiszitmen lernt anzuneymen; zweitens, daß die westlichen Mächte alle in ihrer Kraft liegenden Mittel anwenden würden um die Sudetendeutschen zur Weiterführung der Verhandlungen zu bewegen. Auch das sudetendeutsche Arbeitsamt in Prag geschlossen. DNB Prag, 14. September, Zu der gemeldeten Einstellung des sudetendeutschen Tagblattes„Die Zeit“ wird aus Kreisen der Sudetendeutschen Partei darauf hingewiesen, daß die Brutale Knebelung dieses Sprachrohrs der Bewegung, das in der letzten Zeit mit immer größeren Zensurlücken erscheine mußte, eine Einwirkung auf die Bevölkerung fast völli unmöglich gemacht hatte. Somit habe man. sich ent schlossen, von einer Weiterführung des Blattes, das sein publizistische Aufgabe unter diesen Umständen nicht mehr erfüllen konnte, abzusehen. Auch das sudetendeutsche Arbeitsamt der Sd P in Prag hat seine Tore unter dem Druck der Verhältnisse geschlossen. Sämtliche Amtswalter und Mitarbeiter sind in die sudetendeutsche Heimat abgereist. Beim auch die E imalten ner und " Ein grauenhaftes Verbrechen fand seine Sühne. DNB Berlin, 14. September, noch manch den vot Knack an buß senkt, Dreher, ur Ohr im K nommen! Aber b Schwungra ir ruhig, ird nicht sie let möchte, das Sand aus Hilfsarbeit nennen, w wirklichen Wir ha Barth, der die Rohei poltern las er Am 14. September 1938 ist der am 30. Oktober 1909 geborene Isidor Salzberger hingerichtet worden, der laut Urteil des Schwurgerichts bei dem Landgericht München I vom 29. Juli d. J. zum Tode verurtellt worden ist. Salzberger hat in der Nacht vom 2 zum eende 3. Juli ds. Irs. in München an der 26 Jahre alten Ehs Augen klei und rausch hochauf die der heiße rau Wilhelmine Trini in bestialischer Weise ein Sittichkeitsverbrechen verübt und anschließend, um die Zeuain des Verbrechens zu beseitigen, sein schwerverletztes Opfer durch Faustschläge ermordet. Wie das DNB dazu ergänzend mitteilt, ist die von Salzberger gegen das Urtefl des Schwurgerichtes eingelegte Revision vom Reichsgericht durch Urteil vom 30. August verworfen worden. Das grauenhafte Sexualverbrechen ist somit bereits nach knapp zwei Monaten rechtskräftig abgeurteilt worden und hat schon zwei Wochen später seine gerechte Sühne gefunden. Diese schnelle Sühne des Verbrechens entspricht dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß die Strafe der Tat auf dem Fuße folgt. ROMAN VON KARL HORN Copyright by Pressedienst der Franckh’schen Verlagshandlung Stuttgart. 15) Dieser Halunke, dieser Ferigo! Die Art zu reden, die er sich da herausnimmt! Diese Frechheit! Man sollte den ganzen Kram schon deswegen hinschmeißen, weil man sich solche Frechheiten einfach nicht gefallen lassen kann. Man liefert sich diesem Menschen aus, wenn man ein Geschäft mit ihm macht. Alle Vollmachten! Großartig! Verlangt einfach alle Vollmachten! Andererseits.... Andererseits natürlich muß Brinckmann zugeben, daß ihm da unter Umständen ein großes Geschäft durch die Lappen geht. Er hat die Möglichkeit, Neukirch auf eine bequeme und lohnende Weise loszuwerden. Soll er sich aus lauter Eitelkeit das Geschäft verderben? Wie denn, wenn der Konzern nun wirklich kommt und aus lauter Angst vor der neuen Konkurrenz eine Summe bietet? Dann wäre es ein ganz großes Geschäft, ein Bombengeschäft geradezu. Und dieser Ferigo, das muß man ihm lassen, der wäre dann der richtige Mann am Platze. Vor Ferigo muß man sich in acht nehmen.... Unter dem Mokkakännchen knistert das vergessene Telegramm. Brinckmann zieht es nicht unter dem Kännchen hervor, nein derlei tut er nicht. Aber niemand kann ihm verbieten, den Kopf etwas nach dem Telegramm zu drehen. Ja, das Telegramm ist aus Amsterdam. Es ist da die Rede von einem Objekt. Es handelt sich um zwölftausend englische Pfund. Man hat ein Angebot gemacht, es wird nun angefragt, ob der Kauf stattfinden soll oder nicht. Jedenfalls versteht es Brinckmann so. Ferigo kommt zurück. Ein neuer Ferigo. Ein strahlender, verbindlicher, Ferigo, weiß Gott, ob er da eben in der Telefonzelle das große Geschäft mit Amsterdam abgeschlossen hat. Dieser Ferigo gibt zwölftausend englische Pfund hin, und hat strahlende Laune, was mag er da verdient haben. „Lieber Brinckmann“, sagt er, ja, er sagt lieber Brinckmann,„du mußt entschuldigen, ich glaube, ich bin da eben etwas heftiger geworden, als ich wollte, und als die ganze Sache wert ist. Ich hoffe, du nimmst es mir mehr davon. sein, daß wir die Du nicht weiter übel. Reden wir nicht scheinst ja ohnehin ganz zufrieden zu Sache wieder abgeblasen haben.“ „Abgeblasen?", fragt William Brinckmann.„Wieso abgeblasen? Dann hast du mich mißverstanden. Ich wollte die Sache mitmachen, selbstverständlich.“ Ferigo ist maßlos überrascht. Er sagt:„Zu den Bedingungen, die ich dir nannte?“ Da lächelt William Brinckmann ein saures Lächeln. Aber er macht keine Einwände mehr. „Um es kurz zu wiederholen“, stellt Ferigo fest,„das Grundstück wird mit neunzigtausend Pfund angesetzt. Du steuerst dreißigtausend Mark Betriebskapital bei. Die dreißigtausend Mark Betriebskapital erste Rate von zehntausend ist in vier Wochen fällig. Eine Stunde später entdeckt der Kellner unter dem Mokkakännchen die Depesche. Er liest den Text und sagt:„Junge, Junge.“ Er zeigt die Depesche dem Oberkellner und sagt: „Sehen Sie mal. Zwölftausend englische Pfund. Allerhand, wie?“ Der Oberkellner zeigt die Depesche dem Inhaber vom Reichsadler und sagt:„Das sind noch Geschäfte. Da geht es gleich um zwölftausend englische Pfund.“ Der Wirt sagt bloß:„Jaja, diese Amerikaner“, dann bringt er das Telegramm persönlich Herrn Ferigo auf's Zimmer. Am Abend erzählt der Wirt den Herren aus der Neukircher Prominenz daß es noch immer Leute gebe, die mit einem Schlage über zwölftausend englische Pfund disponieren. Wie zum Beispiel dieser Herr Ferigo, der bekanntermaßen seit längerer Zeit im Reichsadler wohnt und offenbar sehr zu seiner Zufriedenheit. Am anderen Morgen weiß es dieser und jener in Neukirch, daß der Reichtum des reichen Ferigo vermutlich noch weit über das hinausgeht, was man bisher für möglich gehalten hat ber niemand in Neukirch außer Ferigo allein kennt den Absender dieser Depesche. Niemand außer Ferigo weiß, daß er den Pförtner ikti Möbius mit genauen Instruktionen nach Amsterdam schickte, von wo er einige Anrufe und das Telegramm zu liefern hatte. Uebrigens kam der rote Radler im Laufe des Abends noch einmal zu Ferigo. Diesmal war es ein Telegramm aus Westerland. Es enthielt die Mitteilung, daß Renate soeben dort eingetroffen sei. Sie nannte auch das Hotel. VII. In Neukirch geschehen seit einigen Tagen erstaunliche Dinge. Vor der Eisenpforte von Brinckmann versammeln sich jeden Morgen zehn, zwölf Mann. Punkt sieben erscheint dann der Pförtner Möbi Ueber Nacht sind neue Scheiben andere za eschieht so etwas bloß aus Schönheitssinn! fnien sie 1 ann der Pförtner Möbius. Er klimpert mit einem Schlüsselbund über die Straße, öffnet das Eisentor und läßt die Leute ein. Es ist die erste Kolonne, die in dem Werk Beschäftigung fand, vorerst freilich mit reinen Aufräumungsarbeiten. Möbius selber hält sich dann in der Nähe des Tores auf. Er hat seit kurzem eine neue Pförtneruniform, blau und mit zwei Reihen blanker Knöpfe. Er hat nichts weiter zu tun. Er liest Zeitung, oder er geht auf und ab oder spricht mit den Handwerkern, die im Laufe des Tages kommen. Es ist ein Leben, das ihm gut gefällt Handwerker aller Art sind jetzt in dem Werk tätig, Meister, Gesellen und Lehrlinge. Es ist ein Kommen und Gehen, Baumaterial wird angefahren. Fuhrwerke mit Schutt und Gerümpel fahren durch's Tor hinaus Die Leute, die vorbeikommen, bleiben stehen und sehen sich das alles an. Ab und zu hält sogar ein Autofahrer. Schließlich ist es ja auch ein Ereignis, wenn eine Fabrik, die so lange stillstand, ihre Pforten wieder aufmacht. Den ganzen Tag über sind kleine Gruppen Neugieriger und Nichtstuer am Tor versammelt. Diesem und jenem wird es dann zu langweilig und er geht weiter. Aber die Gruppe erganzt sich immer wieder und stirbt nicht aus. Hundertmal haben die Leute Möbius gefragt, was denn das nun eigentlich bedeutet, dies Großreinemachen wie verrückt. Hundertmal hat er geheimnisvoll geantwortet:„Wir wollen mal sehen, Herr Nachbar, wie?“ „Macht Brinckmann wieder auf?“ „Ich darf keine Auskunft geben“, sagt Möbius. „Dann stimmt es also“, sagen die Leute. Möbius geht auf und ab vor der Versammlung, es ein Leben, das ihm gut gefallt:„Bin ich die DirerEs ist nichts aus ihm herauszuholen. Aber daß hier etwas vor sich geht, das ist klar. Wird eine alte Fabrik etwa zum bloßen Vergnügen aufgeäumt? Der lange Schuppen mit seinen zerbrochenen ensterscheiben war schon immer ein Schandmal für den ganzen Straßenzu eingesetzt. Bald darauf haben die Leute Gewißheit. Eines Tages hält vor dem Hause Marktplatz 3 ein Möbelwagen. Es werden Büromöbel ausgeladen,Regale, Schreibtische, Stühle, eine ganze Klubsesselgarnitur, Lampen mit grünen Schirmen, und das alles ist funkelnagelneu. Am gleichen Tage erscheinen zwei Handwerler, die „Näher und der M brummen 1 Auf dem Former ni im bricht der nich hinei Brust zersp fliege 1 nich, denn Stimmen Am gleichen Tage erscheinen zwei Handwerler, vie auf einem kleinen Rollwagen eine schwarze Marmortafel bei sich führen. Sie bohren vier Löcher in die Mauer des Hauses Marktplatz 3 und bringen dann die Tafel an. Auf der Tafel steht mit goldenen Buchstaben: Neukircher Sprengstoff=Werke, Direktion, In diesem Büro gibt es plötzlich auch ein gewises Fräulein Fiebig, Fräulein Lilli Fiebig aus Neukirch, Sie ist nicht übermäßig hoch gewachsen, dieses Fräulein Fiebig. Sie ist schon eher eine kleine, dicke Person. Sie ist nicht übermäßig flink und intelligent, sie ist schon eher etwas bedächtig und dumm. Aber es geschehen Zeichen und Wunder. Acht werbungen lagen Herrn Ferigo vor, darunter einlae Damen von langjähriger stenotypischer Erfahrung, grosser Gewandtheit und mit erstklassigen Zeugnissen Aber nein, Herr Ferigo hat diese kleine, siebzehnjährige Lilli Fiebig engagiert, die damit die erste Stellung ihres Levenbekommen hat und selber nicht genau weiß, warum.— nun schon einige Tage. Lill aus, die ihr der Chef gibl. mein Gesi „Wo h. ich sage ih am weißer zug haben einander, hierbleiber gießen. meine Sch Wasser au die Kanne den schille N Das Büro existiert n siebig führt die Arbeiten Sie richtet Lohnlisten ein, sie füllt Formulare aus macht kleine Besorgungen und meldet Besuche an. Zum Beispiel überbringt sie ihrem Chef soeben eine Karte, die ihr ein untersetzter Herr von etwa piers Jahren mit der Bemerkung gab, er sei bereits tellhnisch angemeldet. Auf der Karte steht: Wilhelm Jäger, Lokalschriftleiter des Neukircher Anzeigers. Herr Jäger nimmt vor Ferigos Schreibtisch legt Notiz und Bleistift bereit, und kommt dann gleich zur Sache. „Entschuldigen Sie", unterbricht ihn Ferigo,„Sle rauchen eine Zigarette?" „Nein, danke.“ „Aber Zigarren? Leicht, schwarz, mittel?" „Sehr liebenswürdig, bin Nichtraucher.“ Ferigo ist von bestrickender Liebenswürdigkeit.„Sagen Sie mir, Herr Jäger, dann sind Sie wohl der Jäger, der jeden Sonntag diese netten Wochenplaudereien für den Anzeiger schreibt.“ „Die sind von mir“, sagt Wilhelm Jäger bescheiden, aber man sieht ihm an, daß er diese Bemerkung nicht gering schätzt. (Fortsetzung folgt) die MAGGIS Würze und achten Sie genau darauf, daß Ihr Fläschchen aus der großen MAGGl-Originalflasche gefüllt wird. In dieser darf nach dem Gesetz nichts anderes feilgehalten werden als MAGGFWURZE „MAGG!“ ist nicht eine allgemeine Bezeichnung für Suppenwürze, sondern die gesetzlich mehrfach geschützte Fabrikmarke für alle MAGGI-Produkte.— Achten Sie auch auf die typische Form der Flasche und auf die gelb-roten Etiketten. Man n Welt. Un Südameri den sehr g ausschneid auchne in den le stellt, die daß nich gleichen und Nord ganzen al beträchtlic waren, d dem deut dieser ner Die amer dann noch tenden Warun bekommen tetten dor zu endlos Die zuerst während gefähr so trocknet, rie war o gen Gebir besicht de ausgewack Stellen d wurde. Nach! Oberfläch Ausna Land in Auswakei. wo n Frage abzutungdes hre 1934 für nen chen Grenzen rieden einben Polen mit lung des nsudetenegenwärtigen ine von den kei abhängige atzes der deutschen erindigung Paris J. september. u. a., in der einungen ck von Paris übe man, daß ia des FriePlebiszit lichen Mächte iden würdey eiterfühegen. beitsamt Aus Zeit und Leben. September. setendeutschen der Sudetendie Brutale g, das in der en erscheine ig fast völlis an. sich ent tes, das sein n nicht mehr tsamt der m Druck der ter und Mitabgereist. en fand september. Oktober 1909 ichtet wordem Landgede verurteilt vom 2. zm te alten Ehise ein Sittum die Zeuwerverletztes ist die von richtes eingeUrteil vom afte Sexualdei Monaten chon zwei negefun1s entspricht e Strafe der eue Scheiben onheitssinn? sgeladen, Tlubsesselgardas alles ist dwerler, die Marmortafel die Mauer die Tafel an. staben: NeuDie Feuertaufe. Von Mario Heil de Brentani. Wir waren unser drei Lehrbuben in der Gießerei des hlten Werkes im Süden der Stadt. Zwei wollten Gießer werden wie die anderen mit den grauen Kamisolen und den Gesichtern, die selbst aus Formsand gemacht zu sein shienen; ich sollte— es ist nie etwas daraus geworden— auf die Technische Hochschule kommen und das gleiche werden wie Vater und Großvater, Fabriken bauen und Naschinen dareinstellen und die kleinen und großen Räder Schwung bringen, auf daß Arbeit werde. Wir waren Kameraden vom ersten Tage an, und unser aller Kamerad war ein westfälischer Hüne mit versengtem Schnurrbart und Armen wie die Greifer des alten beischenden Aufzugs draußen auf dem Fabrikhof. Das par der Former Herweg, der uns gleich am ersten Tage rob anfuhr—„damit ihr euch hier bescheiden zu benehnen lernt“, knurrte er und rollte die Augen dabei. Beim Herweg nahmen die großen Räderkästen und auch die Schwungräder ihren Anfang. Freilich, jeder im alten Werk hatte sein Teil daran gegeben, die ner und die Modellschreiner, und die Kernmacher, und noch mancher wird Hand daran legen: die Gußputzer, mit den vo feinen Gußstaub verdorbenen Lungen und der gnack an der großen Bohrmaschine, der die Löcher in den Euß senkt, als sei es weiches Tannenholz, und auch die Dreher, und die Leute mit dem Federhalter hinter dem Ohr im Kalkulationsbüro... Es ist nicht einer ausgenommen! Aber bei Herweg kommt es zur Welt, das große Schwungrad! Und weil wir's heute gießen werden, sind ir ruhig, der Herweg und seine drei Buben; denn heute bird nicht unser Spachtel die Form mit Graphit polieren, sie leuchtet wie Stahl, und man es nicht glauben daß doch alles nur flaumlockerer gelber und roter Sand aus dem feuchten Keller des kleinen, buckligen hilfsarbeiters ist, den sie seit zwei Jahrzehnten Nase nennen, wie den Zwerg im Märchenbuch, und dessen wirklichen Namen niemand recht kennt. Wir haben das dehnigste Eisen gemischt. Meister Barth, der Alte vom Schmelzofen, hat es nachgeprüft und die Roheisenbarren selbst in die lodrige Luke droben poltern lassen. Jetzt steht der Barth vor dem Spund, jetzt chlägt er den verkrusteten Lehmbrocken weg, und singend und rauschend prallt der weiße Fluß in den Tiegel, daß sochauf die Funken stieben und uns die Haare versengen. der heiße Atem des wilden Metalls steht wie eine zitunde Wolke über dem Tiegel, und wir machen die gen klein... „Näher ran!“ schreit der Barth in das Singen hinein, und der Mann oben im Maschinenaufzug läßt den Motor brummen und schickt den großen Tiegel hart an den Ofen. Auf dem aschigen Boden liegt eine Traggabel, die ein Former nicht weggeräumt hat. Sie steht dem Tiegel ein wenig im Wege, und ich packe sie an einem Ende— da bicht der Himmel auseinander, und die Sonne stürzt in nich hinein— ein brennender Schmerz will mir die Brust zerspalten, ich habe keinen Boden unter den Füßen, ich fliege weit ins All und von der Sonne weg, so deucht nich, denn es wird dunkel um mich. Dann schlagen laute Stimmen an mein Ohr, eine ruft meinen Namen, die andere zankt mit dem Gießmeister. Als ich aufwache, hien sie um mich, und ein alter Mann gießt Wasser in ktplatz 3 en mein Gesicht. „Wo hast Du's abgekriegt?“ fragt der Herwig, aber ich sage ihm, daß ich nur geblendet war, weil ich zu nahe am weißen Fluß stand. Das Loch auf dem blauen Anzug haben sie nicht gesehen, und ich beiße die Zähne aufeinander, daß mir die Kinnbacken weh tun. Ich will hierbleiben, will das große Schwungrad mit dem Herweg gießen... Ich bin nur ein kleiner Bub und stolz auf meine Schmerzen in der Arbeit. Wenn sie mir nicht nur Wasser auf den Leib gegossen hätten... Da nehme ich die Kanne mit dem Maschinenöl und gieße mir heimlich den schillernden Fluß ins Hemd hinein. Jetzt greift der Maschinenaufzug den mächtigen Tiegel, als sei er ein Trinkglas in der Hand eines Riesen, und fliegt mit ihm davon durch die große Halle, daß der brodelnde Atem wie eine Feuerfahne hinter ihm her flattert. Ueber der Form hält der Feuertopf: langsam sinkt er hinab und gierig neigt sich sein feuriges Maul über den Gußtrichter. Der Herweg ist zu Stein geworden in dem Feuerschein. Das Kamisol ist der goldene Panzer und die kleine Kappe der Helm. Als dann die Glutmassen in den Trichter fahren, blicken wir gespannt auf die Ausläufe. Aber noch starren sie uns tot an, da— aus dem einen dringt der dunkel gewordene Strom, da— aus dem zweiten und jetzt aus dem dritten— nur der vierte gähnt noch schwarz, obwohl der Strom schon zu versiegen beginnt. Auf dem steinernen Gesicht des Formers läuft ein Zucken, von der Stirn quer zum Kinn, und macht eine gequälte Grimasse daraus. Wir wissen wie er: bleibt der Auslauf kalt und tot, ist das Werk vertan— „Bist du nicht schon zu alt?“ fährt es dem Herweg durchs Hirn.„Vor einem halben Menschenalter hast du hier angefangen, dann warst du Soldat im Felde und hast statt Schwungräder zu gießen aus glühenden Rohren den Tod in den flandrischen Himmel gejagt.— Die werden jetzt einen Jungen an deinen Platz stellen und ihm dein Handwerkszeug in die Fäuste geben, sie werden dir ein schön bedrucktes Papier in die Hand drücken und dich bitten„doch gelegentlich einmal vorbeizukommen“, wie man es so mit Jubilaren tut.— Da wird das Gold des Panzers müde und blaß, und aus dem Helm wird wieder eine schmutzige Filzkappe... Da sperrt sich der Trichter dem Strome. Er ist satt, kann keinen Bissen mehr hinunterwürgen. Der Herweg fährt aus seinen schmerzenden Gedanken hoch und gibt dem Mann im Aufzug ein Zeichen. Da springen die Motoren mit hellen Stimmen an, und der Feuertopf sliegt, willenlos schaukelnd wie eine lebensleere Hülle zum Schmelzofen zurück. Der Herweg ist alt geworden in diesen Minuten. Müde zählt er die vollgelaufenen Ausläufe nach,— eins,— zwei— drei—— vier! Und dann noch einmal, als habe man ihn genarrt: Drei— vier! Du Bub!! Einer der Riesenmarschblocks, die auf der Zeppelinwiese bei der großen Parade am Führer vorübermarschierten.(Scherl-M.) Seine Stimme tönt wie ein tönender Amboß, und der mächtige Körper des Alten wachst empor... „Es lag an der zähen Mischung!“ sagt später der Barth. Schlag auf Schlag brechen sie mit den Vorschlaghämmern die zu Stein erstarrte Form auseinander und legen das Schwungrad frei. Als der Herweg mit einem Hammer daranschlägt, klingt eine glockenhelle Stimme uns entgegen. „Wir haben Feuertaufe gehabt heut!“ sagt der Herweg.„Du deine erste, Bub, und ich meine letzte...!“ ein gewisses Neukirch. dieses Fräudicke Person. igent, sie ist Frau Rat Zu ihrem 130. Die deutsche Literaturgeschichte kennt eine reiche Anzahl deutscher Dichtermütter, die sich durch ihr liebevolles Verständnis für ihren großen Sohn einen Namen gemacht haben. Keine von ihnen aber ist so tief in das Bewußtsein des Volkes eingegangen und in ihm lebendig erhalten geblieben wie Goethes Mutter. Der Name„Frau Rat“ oder„Mutter Aja“ ist uns auch heute noch eine Vorstellung von vertrautem Klang und von unverminderter Anziehungskraft. Das liegt nicht nur daran, daß ihr als der Mutter Goethes immer ein besonderer Rang zugekommen ist, sondern noch in weit stärkerem Maße an der selbständigen Originalität ihrer Persönlichkeit. Von ähnlichem Temperament wie ihre Landsmännin Lieselotte von der Pfalz hat sie sich genau wie sie in ihren Briefen ein so ursprüngliches und unverfälschtes Denkmal ihres Lebens, gesetzt, daß sie auch heute noch unter uns zu leben scheint ohne den Hauch des Fremden, der gewöhnlich den Aeußerungen vergangener Zeiten anzuhaften pflegt. Und obwohl sie immer wieder betont hat, daß„Daumenschrauben“ und Briefeschreiben„einerlei“ für sie sei, daß„ohne ein prißgen Tabak“ ihre Briefe schon gar„wie Stroh“ wären, merkt man ihnen die Anstrengung und den Zwang, unter dem sie geschrieben worden sind, nicht an. Denn sie spricht in ihnen genau so, wie sie mit den Menschen„schwätzen“ würde, wenn sie bei ihr sein könnten, ohne Rücksicht auf die Gesetze der Orthographie, der Grammatik oder des konventionellen Stils: ein echtes Frankfurtisch voll Anschaulichkeit und sprühender Einfälle, voll Humor und drastischer Derbheit. Ein Deutsch, dessen Schreiberin den Leuten nicht mur„aufs Maul“, sondern auch ins Herz gesehen hat. Das Leben, das sie führte, war das einer gewöhnlichen Frankfurter Bürgerfrau ihrer Zeit. Als Tochter des Acht unter einige rung, großer Aber nein, Lilli Fiebig hres Lebenwarum.— Tage. Lilli r Chef gibt. lare aus, sie che an. soeben eine twa ts telHnisch Als die Erdteile noch zusammenhingen. die Theorie der gleitenden Kontinente. Man nehme einen Atlas und blicke auf die Karte der Welt. Und dann sehe man sich genau die Ostküste von Sudamerika an und die Westküste von Afrika. Sie würtlschriftleiter btisch dann gleich erigo, „Sie keit.„Sagen der Jäger, dereien für bescheiden, rkung nicht ig folgt) den sehr gut ineinander passen, falls man die Kontinente ausscheiden und aneinanderfügen würde. Und das hat auch nen guten Grund. Die Geologen haben nämlich in den letzten zwanzig Jahren eine neue Theorie aufgestellt, die immer mehr an Boden gewinnt. Nämlich die, Platz. ß nicht Südamerika und Afrika einst Teile des gleichen Kontinents waren, sondern daß auch Europa und Nordamerika zusammengefügt waren, ja, daß die ganzen auf der Erde vorhandenen Landmassen vor verrächtlicher Zeit ein einziges großes Land daren, das am heutigen Südpol lag. Es war dem deutschen Geologen Alfred Wegener vorbehalten, dieser neuen Theorie zuerst eine feste Gestalt zu geven. amerikanischen Geologen Daly und Jaly haben sie dann noch erweitert. Es ist die Theorie der gleien Kontinente. Warum haben die Kontinente ihre heutige Gestalt detommen? Warum befinden sich die großen Gebirgstetten dort, wo sie heute sind? Diese beiden Fragen haben endlosen Diskussionen unter den Geologen geführt. die zuerst vertretene Theorie war, daß die Erdoberfläche, bahrend sie sich abkühlte und zusammenschrumpfte, unKjahr so wie die Haut eines Apfels, der, wenn er einwounet, faltig wird, Runzeln bekam. Diese schöne Theode war aber eher zu schön und einfach. Denn die riesigen Gebirgsketten stellen ja nicht nur„Runzeln" auf dem besicht der guten Mutter Erde dar, sondern sind richtig Asgewachsene Ausbeutlungen, die sich an bestimmten dellen der Erde befinden, dort wo diese„geschoben wurde. Nach der Theorie Wegeners war einstmals die ganze Serfläche unseres Erdballs mit Wasser bedeckt, mit zasnahme des Südpols, wo alles vorhandene dund in einem riesigen Kontinent vereinigt war. Südu amerika paßte mit Afrika zusammen, Nordamerika und Grönland bildeten mit Europa eine riesige Landmasse, während die Ostküste Afrikas zusammen mit Indien sich eng an Madagaskar anschloß. Australien und die jetzige Antarktis bildeten zusammen den Abschluß der riesigen Erdfläche. Diese große und einzige vorhandene Landmasse umgab den Südpol, der damals sich ungefähr dort befand, wo heute Kapstadt ist. Und dann begannen die Ereignisse ihren Lauf zu nehmen, Ereignisse, die sich über Hundertmillionen von Jahren erstreckten. Die Erde rotierte von Westen nach Osten. Durch diese Umdrehung wurde eine Zentrifugalkraft ausgelöst, als deren Folge alle jene Teile dieses riesigen Kontinents das Bestreben zeigten, vom Pol fort nach dem Aequator zuzustreben. Die Kontinente wurden auseinandergerissen. Amerika löste sich im westlichen Teil, Asien, Australien und Indien im östlichen. Indien erhielt dabei den größten„Stoß“, der zur Folge hatte, daß sich die riesigen Bergketten des Hymalaya emporquetschten. Die beiden heutigen amerikanischen Kontinente wurden westwärts verschoben. Nordamerika, das weiter vom Anker fort war. segelte schneller und zog Zentralamerika und Grönland hinter sich her. Südamerika floß majestätisch und schob die Andenbergkette auf seiner Westseite zusammen. Gibt es etwas, um diese Theorie zu bestätigen? Ja, natürlich. Denn, wenn die Erdteile einst alle zusammengehangen haben, dann müssen die verschiedenen geologischen Formationen der Kontinente vor ihrer Trennung identisch sein mit jenen, an die sie einstmals grenzten. Und dafür gibt es enorm viel Beweise. Der schönste Beweis für diese Theorie wird durch das Klima der früheren geologischen Perioden geliefert. Und hier ist durch Untersuchungen der Gesteinsschichtungen und Versteinerungen eine Identität der damals zusammenhängenden, heute so weit voneinander getrennten Kontinente durchaus erbracht. Dann, wenn derartige Bewegungen früher stattgefunden haben, so müssen sie auch heute noch stattfinden. Astronomische Beobachtungen haben das bestätigt, sie ergaben, daß Grönland immer noch nach Westen„gleitet und zwar mit einer Schnelligkeit von ungefähr zwanzig Meter pro Jahr. späteren Stadtschultheißen Textor gehörte sie den angesehenen Familien ihrer Vaterstadt an, und sie blieb diesem Kreis bis zu ihrem Tode so eng verbunden, daß sie niemals über die nächste Umgebung Frankfurts hinausgekommen ist. Sie heiratete mit siebzehn Jahren den kaiserlichen Rat Goethe, einen wesentlich älteren Mann von schwierigem, pedantischem Temperament, mit dem sie eine nicht gerade glückliche Ehe geführt hat. Drei Kinder starben in jungen Jahren, ihre Tochter Cornelia, ein Sorgenkind, ging als junge Frau früh dahin. Ihren Mann verlor sie schon 1782 nach einem langen und schweren Siechtum. Seitdem hat sie fast dreißig Jahre allein gelebt und auch die schweren Zeiten des Krieges, der Belagerung und der Einquartierung, die sich seit den 90er Jahren immer wiederholten, mit Mut und Humor ertragen. Dieses lange Leben voller Mühen und Schwierigkeiten hat sie mit der Unversiegbarkeit ihres glücklichen Temperaments und mit der mütterlichen Güte ihres Herzens gemeistert.„Ich bin keine Heldin, sondern halte... das Leben vor eine gar hübsche Sache“, hat sie einmal geschrieben. So hat sie sich niemals unterkriegen lassen und sich auch in den schwierigsten Situationen durch ihre große Lebenskunst im Gleichgewicht gehalten. Mitten im Trubel der Einquartierung freut sie sich an den leckeren Gerichten,„dem Eyerkäße“ und„den Ehlenlangen Krebsen“, die sie sich zu ihrem Mahl besorgt hatte. Sie war eine Meisterin der kleinen Feste und Feiern, die sie sich und anderen bereitete. Bis in ihr hohes Alter umgab sie eine Schar junger Menschen, mit denen sie fröhlich war und denen sie in ihrer heiteren Art Märchen und Geschichten erzählte. Man ging gern zur Frau Rat, weil sie jedem— wie sie selbst von sich sagte—,„ein freundlich Gesicht“ machte, weil sie jeden von seiner besten Seite ansah. Wie eine leibliche Mutter nahm sie all die vielen Menschen, die den Weg zu ihr fanden, auf: herzlich, gastlich, jedem das Seine gebend, die großen Freunde ihres Sohnes ebenso wie die Angehörigen des Frankfurter Bürgerkreises, wie die„Samstagsmädel“, die sich um sie sammelten. Und noch über ihren Tod hinaus dachte sie an das Wohl derer, die sie umgaben, wenn sie genau die Weinsorten und die Brezeln für ihr Begräbnis bestimmt. Mittelpunkt dieses liebevollen Daseins aber bleibt immer ihr Sohn, ihr„Hätschelhans". Wie sie in der Jugend verständnisvoll seine Schritte lenkt, wie sie die gütige Mittlerin zwischen des Sohnes vorwärtsstürmendem Wesen und der ernsten, schwierigen Art des Vaters wird, so bleibt sie auch dann, als der Sohn fern von ihr sein großes Leben aufbaut, die sorgende und verstehende Mutter. Weil sie ihn niemals nach einer bestimmten bürgerlichen Richtschnur leiten wollte, sondern ihn gewähren ließ und das Außerordentliche in ihm liebend verehrte, blieb er ihr jederzeit in gleichem Maße nah und vertraut. Goethe hat einmal von der„heiteren, liebevollen Gegenwart“ seiner Mutter gesprochen. Und heiter und liebevoll blieb sie ihm und den Seinen immer liebevoll verbunden, bis sie am 13. September 1808 in ihrem 79. Lebensjahr starb, wie sie gelebt hatte: einen ruhigen, beinahe fröhlichen und die Menschen noch einmal mit ihrer Liebe umfassenden Tod. Dr. Ruth Hildebrand. Filmuraufführung im Hafen von Neapel auf einem deutschen Dampfer A Rom, 14. September. Auf dem Flughafen„Littorio“ sind am Sonnabendnachmittag mit der von dem bekannten Pamirflieger Flugkapitän Untucht gesteuerten„Ju 90“ Vertreter des Filmwesens aus dem Reich, sowie Vertreter der deutschen Presse eingetroffen, die sich zu der am Sonntag gemeinsam von der Tobis und der Hapag auf der„Milwaukee“ im Hafen von Neapel veranstalteten Welturaufführung des Tobis Itala=Films„Unsere kleine Frau“ begaben. Bei dieser Veranstaltung waren u. a. auch Vittorio Mussolini, der Generaldirektor für das Filmwesen Freddi, Botschafter Paulucci di Calboli, ferner zahlreiche italienische Filmschaffende und neben den deutschen Pressevertretern auch Vertreter der in= und ausländischen Presse anwesend. An Bord der„Milwaukee“ gab Benjamino Gigli ein Konzert, das von deutschen und italienischen Sendern auch nach England und Ungarn übertragen wurde. Die Uraufführung auf dem deutschen Dampfer im einzigartigen Rahmen der herrlichen Landschaft Neapels hatte einen außerordentlich großen Erfolg. Angeschraubte Beinschienen. Menschen, die sich ein Bein brechen, brauchen in Zukunft nicht mehr wochenlang still im Bett zu liegen, falls die Versuche, die auf dem zurzeit in Pennsylvanien tagenden Kongreß des Vereins der amerikanischen Veterinäre geschildert wurden, auch bei Menschen Erfolg haben sollten. In einem Vortrag, den Dr. Otto Stade hielt, erläuterte er, wie Tiere, die ein Bein gebrochen hatten, dadurch, daß man Schienen, die man an das Bein klammerte, dann direkt in den Knochen schraubte, bereits 24 Stunden nach dem Bruch im Höchstfall 48 Stunden nachher wieder auf dem Bein laufen konten. Bisher bewährte sich dies neue Verfahren um Beinknochenbrüche zu heilen, ohne daß die Tier=Patienten am Laufen gehindert waren, in vierhundert Fällen, hauptsächlich bei Hunden und Pferden, in einem Fall sogar bei einem Reh. Man will die Versuche auch jetzt auf Menschen ausdehnen. Zigoretten ohne Papier. Die Zigarette ohne Papier ist erfunden. Die Erfinder sind ein ungarischer Dramatiker Istvan Tamas und ein Chemiker Dr. Joseph Györky. Ihnen ist es nach langen Jahren gelungen, eine Hülle für den Tabak zu finden, die vollkommen durchscheinend ist. keinen Geschmack hat und nur halb so dünn ist wie das feinste Zigarettenpavier. Die Erfindung hat natürlich eine Menge Vorteile: die Tabak=Sachverständigen und die Aerzte stellen in erster Linie einmal fest, daß der Geschmack des Tabaks nicht mehr durch das Papier beeinträchtigt werde. Außerdem wird behauptet, daß die meisten Schäden des Kehlkopfes bei chronischen Zigarettenrauchern durch das Papier hervorgerufen würden. Die Erfinder sind schon nach Amerika abgereist, wo man ihnen angeblich eine Million Dollar in bar und 5 Prozent Beteiligung an dem Umsatz einer großen amerikanischen Tabak=Gesellschaft angeboten hat. Das merkwürdige bei der ganzen Geschichte ist, daß die Idee von Tamas, dem Dramatiker, ausging, der übrigens selbst gar kein Raucher ist. Aber ihn ärgerte es, wenn seine Freunde in seiner Wohnung die halbgerauchten Zigaretten zurückließen, deren verkohltes Papier den bekannten„schönen Geruch“ verbreitete. In seinem Aerger entschloß er sich, diesem Geruch ein Ende zu machen. Er überlegte und probierte lange und zog schließlich einen Chemiker zu Rate, der ihm denn auch auf den richtigen Weg half. „Was muß ich tun, Herr Rechtsanwalt?" Bei einem bekannten französischen Rechtsanwalt liefsich eine Frau melden und bat dringend um eine Rücksprache. Der Rechtsanwalt war sehr freundlich und erkundigte sich, um was es sich handele. „Hören Sie, Herr Rechtsanwalt, ein böser Junge han mit einem Stein meine Fensterscheibe eingeworfen Was muß ich in dieser Angelegenheit tun?“ „Oh. das ist sehr einfach. Sie wenden sich an den Vater. Der Vater muß für den Schaden aufkommen und die Scheibe bezahlen!“ „Sehr schön, dann geben Sie mir bitte 50 Franken. Der Junge, der die Scheibe bei mir eingeworfen hat, war nämlich Ihr Sohn!“ Im Anschluß an diese Aeußerung streckte die Frau die Hand aus, um gleich das Geld entgegenzunehmen. Aber der Rechtsanwalt lächelte verbindlich und erwiderte: „Sie irren sich, Madame, ich muß Sie um 100 Franken bitten. Denn ein Rat eines Rechtsanwalts in dieser Form kann mit 150 Franken in Ansatz gebracht werden. Ziehen wir jene 50 Franken ab, dann sind Sie mir genau noch 100 Franken schuldig.“ Merkwürdige Versicherungen. Bei der Lloyds=Versicherung in London sind im Lauf der Zeit allerlei sehr merkwürdige Versicherungen abgeschlossen worden. So gab es Menschen, die sich dagegen versicherten, daß sie von einem Meteor getroffen wurden, während andere eine Versicherung gegen die Gefahr abschlossen, bei einer Theateraufführung vor Lachen zusterben. Tätowierte Zähne. In gewissen Teilen von Siam pflegen die Eingeborenen ihre Zähne zu tätowieren. Der Mann, der diese Tätowierungen ausführt, ritzt in die Email der Zähne allerlei Figuren, zum Beispiel flammende Herzen, worauf die Zähne mit einem Farbstoff eingerieben werden Gott Amor, oder auch den Namenszug der Geliebten, den, der sich in den Ritzen festsetzt. Zu Gast bei der westfälischen 53. Führer der rumänischen Staatsjugend„Straja Tarii" in Münster. Photo:[Zz), Ochsenknecht. Wie wir bereits in unserer gestrigen Ausgabe berichteten, trafen am Spätabend des Dienstag 8 Jugendführer der rumänischen Staatsjugend„Straja Tarii“, die in Stärke von 32 Mann auf Einladung des Reichsjugendführers am Reichsparteitag teilgenommen hatten, in Münster ein. Sie sind Gäste des Gebietes 9 der Hitlerjugend. Für den verhinderten Gebietsführer nahm Gefolgschaftsführer Hinnerks die ausländischen Jugendführer auf dem Hauptbahnhof in Empfang und geleitete sie zum Fürstenhof, wo die Gäste für mehrere Tage Aufenthalt nehmen werden, um von hier aus in 14tägigen Studienfahrten die Einrichtungen der westfälischen Hitlerjugend zu studieren. Am Mittwoch morgen fand eine Stadtbesichtigung statt. Der Nachmittag führte die Jugendführer durch das Münsterland zu einer Besichtigung der Wasserburgen. Für die folgenden Tage sind neben einem Besuch der westfälischen MarineHJ in Haltern Besichtigungen von Dienststellen, Jugendherbergen und Industriewerken vorgesehen. Ferner wird den Gästen Gelegenheit gegeben, Lehrlingsheime und andere soziale Einrichtungen unserer Hitlerjugend, sowie Schulung und Dienst kennen zu lernen. An einem der nächsten Tage wird der Gebietsführer Gustav Adolf Langanke die ausländischen Gäste empfangen. die Operette begann. Suppé’s„Boccacio“ im Theater der Gauhauptstadt. Münster, 14. September. Die Operette gehört von jeher zu den Lieblingserscheinungen des Bühnenwesens. Das setzt über die mangelnde Inhaltstiefe mancher Libretti hinweg. Wir kommen ja auch nicht in Konflikt, wenn wir einmal nicht etwas Gedankentiefes hören, sondern uns ganz dem offenen Genuß am Leichten, am Unterhaltsamen, am Berückenden und Farbenfrohen hingeben können. Schließlich jedoch hat aber die Wiener Operette(und sie ist doch die maßgeblichste Vertreterin der Operettenliteratur), das Verdienst, dem Begriff der Operette seine einmalige Bedeutung gegeben zu haben, in der auch das Gedankenlose schwand und in der die Operette Weltgeltung erlangte. Zu jener Schule der Wiener Operette gehört auch Franz von Suppé, dessen„Boccacio“ das Theater der Gauhauptstadt als zweite Einstudierung der neuen Spielzeit mit vielem Erfolg am Dienstag herausbrachte. Nach der Verfilmung des„Boccacio“ hat diese Operette, in der es manche geistreiche Einfälle gibt, die mit dem Bleistift des Historienzeichners gesehen sein könnten, ungemein an Popularität gewonnen. Alles, was wir immer wieder an einer Operette „schätzen, ihr spielerisches Moment, ihre Desavouierung von ernsten Konflikten und ihre Vorliebe für eine amourösheitere Szene, das kann man auch an Suppés Operetten feststellen. Und so erlebte man einen Abend heitersten Genusses, der ein neuer Baustein war für die kommende Theaterarbeit, deren letztes Ziel darauf abgestellt sein muß, den großen Aufgaben, die ein Theater der Gauhauptstadt innerhalb der kulturellen Aufgaben des Gaues hat, gerecht zu werden. In ihrem musikalischen Stil ist die Operette nicht an ein ganz bestimmtes Vorbild geknüpft, aber sie sucht doch das Kolorit der Zeit der Handlung in lauterste Töne umzuwandeln. Die Operette mutet wie eine große Pastellzeichnung an, in der esprithaft und einfallsreich, blitzartig aus einer übermütigen Fülle geschöpft wird. Darauf hatte es auch die regieliche Arbeit des Oberspielleiters der Operette, Fred Schulze=Holz, abgestellt, der vor allem mit der Stegreif=Komödie zum Schluß eine echte Operettenkomödie schuf, im Verein mit den bunten Tanzschöpfungen Mascha Lidolts, den übermütigen Chören Franz Brands, den in Farbensattigkeit schwelgenden Bühnenbildern Hans Hamanns und schließlich der charmanten musikalischen Führung Hanns Eckerles. Das Programm weist darüber hinaus eine große Zahl von Darstellern auf. In der Titelpartie lernten wir Karlheinz Kayser kennen. Mit großer Spiellaune verbindet er ein sympathisches Organ. Als zweite neuverpflichtete Solokraft dieses Abends beeindruckte Sonja Reschke. Ihr haftet viel natürlicher stimmlicher Charme an. Und schließlich Max Patschky, der ein großer Gewinn für die komischen Rollen zu werden verspricht. Sehr viel Anlage zur Komik besitzt auch Horst Müller, der zweite in dem Bunde der hintergangenen Ehemänner; ein äußerst lustiges Terzett, das Hans Feder=Feldern in glücklicher Weise abrundete. Weiterhin seien genannt: Ulla Lehmann, Helene Rott und Friedel Hardt, das Terzett der leichtfertigen Ehefrauen. Eine gewisse Sonderrolle besitzt die Partie des Pietro, die bei der Inszenierung dadurch noch sondertümlicher wirkte, daß man sie mit Harry Grünecke besetzt hatte. Er konnte wohl den größten Erfolg für sich buchen. Ein ganz besonderes Lob aber verdienen die Solokräfte der Tanzgruppe, Franziska Tona, Elisabeth Schmieke, Ossy Glöckner, Max Aust, Walter Baer, Heinz Tegeler, die nicht unwesentlich zu dem Naturell eines wirklichen Operettenerfolges, den dieser Abend trug, beisteuerten. Fritz Pfeiffer. Nun auch„Der Maulkorb“. Der im Film mit so übergroßem Erfolg gespielte „Maulkorb“ von Heinrich Spoerl kommt am Donnerstag, dem 15. September, 20 Uhr(Miete Do A 1) im Stadttheater heraus. Der neuverpflichtete Spielleiter Walter M. Holetzko stellt sich hier mit seiner ersten Regieleistung in Münster vor. Detmolder Grabbe=Tage. Die bedeutende Kulturveranstaltung des Gaues. + Münster, 14. Septbr. Wie bekannt, finden in der Zeit vom 13.—16. Oktober d. J. in Detmold unter der Schirmherrschaft des Herrn Reichsministers Dr. Goebbels die diesjährigen Grabbe=Tage statt. Gleichzeitig ist damit verbunden eine Tagung des Reichsbundes der deutschen FreilichtVolksschauspiele e. V. Die Hauptveranstaltungen dieser Tage sind; Die Bandelfeier am 13. Oktober, bei welcher der Reichsjugendführer und der Gauleiter sprechen. Gleich, zeitig findet eine Uraufführung des Chorwerkes von Dransmann statt. Die Festsitzung der Grabbe=Gesellschaft am 14. Oktober, auf der Prof. Schneider(Halle) sprechen wird, und Eröffnung der Tagung des Reichsbundes durch den Reichskulturwalter Moraller und Festaufführung „Hannibal“ vom Stadttheater Bochum, Inszenierung Intendant Dr. Saladin Schmidt. Die Eröffnung des Grabbe=Archivs und der Bandel=Ausstellung am 15. Ohtober in der lippischen Landesbibliothek. Tagung des Beirates der GrabheGesellschaft. Aufführung der Staufendramen„Barborossa“ und„Heinrich VI.“ durch das Stadttheater Münster, Inszenierung Intendant Erich Papst. Die Morgenfeier am 16. Oktober. Auf dieser sprechen der Reichsdramaturg Dr. Schloesser und der Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer, Heinrich George liest aus Grabbes Briefen und Werken. Musskalische Umrahmung stellt das Städtische Orchester Münster unter Leitung von Generalmusikdirektor Rosbaud Als Abschluß findet die Aufführung„Hermannsschlacht“ statt, ausgeführt von Stadttheater Bielefeld, Inszenierung Intendant Dr. Kruchen. Deutsche Mode auf Ei kehrsu Mittw zu. 3 prüfter beim 1 ersaf Tod Ve 3½ un kehr g Unfall so daß Kinder Kirmes Augen aber n Eine Schau Wiener Modelle in unserem Gau im Auftrage der dAf. Münster, 13. September. Die Gaufachabteilung„Das deutsche Handwerk“ in der DAF ist die Trägerin einer Modenschau, die zur Zeit von der Wiener Modegesellschaft unter der Führung ihres Leiters, Kommerzialrat Schlegel, auch in unserem Gau in den verschiedensten Städten gezeigt wird. Wer weiß, welche Bedeutung den Wiener Modeschöpfungen seit jeher zukommt, der mag sich das Interesse ausmalen, das diese Modenschauen finden. Man erlebt eine Fülle bunter Einfälle. Aber das ist nicht das Entscheidende. Nicht auf das Neue kommt es so sehr an, als auf den Charakter der Modeschöpfungen. Und der Leiter der Schau, der auch am Dienstag nachmittag bei der Vorführung in den Zooräumen in Münster eine äußerst zahlreiche und ebenso wißbegrierige Zuschauerschaft begrüßen konnte, hatte schon ganz recht, wenn er darauf verwies, daß wir es gar nicht nötig haben, im Auslande modische Anleihen zu machen. Wir wollen eine deutsche Mode, und die haben wir auch bereits. Bislang waren es nur die Zentralstellen im Altreich (so die Frankfurter Modezentrale), die die einheitliche Ausrichtung der deutschen Mode bezweckten. Nun ist als neuer Exponent die Stadt Wien hinzugetreten, die Stadt des traditionellen Moderufes. Und was für eines Rufes! Davon zeugten die vorgeführten Modelle. Nichts Extravagantes war da zu sehen. Gewiß, die neue Mode bringt manches Eigenwillige und noch nicht Dagewesene. Wir sind immer wieder überrascht, wie unerschöpflich die Phantasie unserer Modezeichner ist. Wie schon im vorigen Jahr, sind die Hauptaugenmerkmale wiederum auf die Details gelegt. An der eigentlichen Form und an dem Schnitt ist ja auch nicht viel zu ändern. Die Kleider werden auch in dieser Saison wiederum eng anliegend getragen. Aber der Blusenwurf ist hinzugekommen. Eine besonders reizvolle Neuheit. Ueber der eng geschnürten Taille wölbt sich das Kleid in dem Rückenteil zu einem blusigen Ueberwurf. Die Fachkreise sprechen darum von der neuen blusigen Linie. Man trägt in diesem Jahre das Kleid kürzer, aber nicht so kurz, daß man, wie bei den Pariler Modellen, von einem„Kniescheiben=Dekolleté“ sprechen könnte. 38—40 cm vom Boden, mehr darf es nicht sein. Bei den Komplets und den Kostümen hat der Rock eine kleine Umwandlung erfahren im Wiener Geschmack. Er weitet sich wieder ein wenig am Saum durch eingesetzte Keilteile, durch Falten oder durch ausgeschrägte, nach außen gebügelte Nähte. Pelz wird meist nur als Garnierung getragen. Wir sehen, es sind die Exterieurs, die sich dem neuen modischen Geschmack fügen mußten. Es sind die Revers und die senkrecht geschnittenen Taschen, der kostbare Gürtel, der von zwei Silberfüchsen gehalten wird. Und schließlich kommt noch als Letztes der Reifrock. Ob er viele Freundinnen finden wird? Es war eine bunte Skala farbenprächtiger Eindrücke, die man aus dem Gezeigten ablas. Aber was ebenso beeindruckte, das war der verblüffende Durchbruch deutscher Werkstoffe. Wir veröffentlichen im o ein solches aus deutschem Werkstoff verfertigtes Kles, das von den Wienern gezeigt wurde. Man sah mehrere dieser neuen Modelle, die die J. G. Farben auf der Leipziger Herbstmesse zeigten und die dort ein berechtigte Aufsehen erregten. Und die Hüte? Sie benutzen die Aufschlagfor, während sie nach vorn schirmartig wirken. Die Blusenmuster sind weiterhin in Diagonalmustern angebracht, nem Die K geschl blicklich sassen sie nur N gefunde wieder großen Jahre Wi sterium Unterre nach de hobende gilt, so allen marsch Festfrer in den Kostüm aus deutschem Werkstoff. I. G. Bildarchiv. ein gu einem Jedes Wasch fassende Festteil als frü Zieles Zeltlag Die ert Hameln diesmal befre der Fes weniger zahlreich allem i die Leis für 150 Zum S progran Recht farbenfrohe Kontraste, die im Schnitt ebenso kontrastieren.(Wenn sie beispielsweise vorn schürzenartig verlängert sind.) An dem Beifall, der jede Schöpfung empfing, konnte man erkennen, daß Wiener Mode heute mehr gesragt ist denn je, weil sie wieder die Verbindung zum Bodenständigen, zu einer wahrhaft deutschen Mode gefunden hat. pf. Wii mitteilt etwa 2 Bekle sche Bet Die Westf embe Seidenst teressier deutsche die sozi Den genosse kleidung gemeins richtung Kinder gedeihen haben geregelte Verdauung, sind gesund und widerstandsfähig und machen ihren Eltern Freudel Statt Karten. Wir geben unsere Vermählung bekannt Dr.Paul Blumentrath Zahnarzt Hilde Blumentrath geb. Schuster 17. September 1938 9387 Kemnath-Stadt/opt. Ellwangen(Jagst) Wttbg. Hotel„Schwarzer Adler“ FamilienAnzeigen finden beim ermäßigtem Grundpreis im Zeno-Anzeigenteil weiteste Verbreitung. Ingenleur-Schule Die moderne höhere Lehronstolt für alle technisch veronlagten Söhne. Maschinenbau, Elekfrotechn. Hoch-uTlefbau Eigene Lehrwerkstätten. Kostonlose Seratung. TAIIENT Für Geschäftshaushalt zuverlässiges Bewerbungen auf Chiffre-Anzeigen kelne Orlginal-Zeugnisse beifügen. Zeugnis-Abschriiten, Lichtbider usw. müssen auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragon. 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Ein schweres und in seinen Folgen furchtbares Vertehrsunglück ereignete sich in den Nachmittagsstunden des Mittwoch am Ausgang der Stadt Dülmen nach Haltern zu. Zwei junge Mädchen der vom Schicksal schwer geprüften Familie Wortmann aus Dülmen wurden heim Ueberqueren der Reichsstraße von einem Auto ersaßzt und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Vermutlich haben die Kinder, von denen das eine 3½ und das andere 9 Jahre alt war, nicht auf den Vertehr geachtet. Zudem war die Sicht durch einen an der Unfallstelle haltenden Kirmeswagen in etwa beschränkt. so daß der aus Richtung Dülmen kommende Wagen die Kinder erst bemerkte, als er schon ungefähr in Höhe des Kirmeswagens war. Der Fahrer versuchte im letzten Augenblick, noch seitlich auszuweichen, konnte das Unglück aber nicht mehr verhindern und geriet mit seinem Wagen gegen einen Straßenbaum. Die Kinder wurden vom Wagen erfaßt, mitgeschleift und so schwer verletzt, daß der Tod augenblicklich eintrat. Von Glück konnten noch die beiden Insassen des aus Dülmen stammenden Wagens sprechen, da sie nur leichter verletzt wurden. Die Vorbereitungen für das Erntedankfest. Ueber 150 000 Erntefestteilnehmer werden untergebracht. md= Bückeburg, 14. September. Nachdem der Reichsparteitag seinen Abschluß gefunden hat, tritt die Vorbereitung des Erntedankfestes wieder stärker in den Vordergrund. Das Fest wird im großen und ganzen das gleiche Gesicht wie das im letzten Jahre tragen. Wie Regierungsrat Braekow vom Reichsminiterium für Volksaufklärung und Propaganda in einer Unterredung mitteilte, wird die Programmgestaltung nach dem Grundsatz gehandhabt, daß es nicht nur eine erhobende Festfolge für den Staatsakt zusammenzustellen gilt, sondern daß auch jeder Erntedankfestbesucher nach allen Seiten hin bekreut wird. Quartier, An= und Abmarsch sollen keine Strapazen sein, die einen Teil der Festfreude wegnehmen. So wird eine dicke Strohschüttung in den Zelten den männlichen Besuchern für die Nacht ein gutes Lager bieten, während für die Frauen in einem besonderen Zelt mit eigenen Betten gesorgt ist. Jedes Zeltlager erhält eine nollständig ausreichende Wasch= und Trinkwasserversorgung und umfassende Abortanlagen. Der An= und Abmarsch der Festteilnehmer wird in diesem Jahre noch planmäßiger als früher durchgeführt werden. Zur Erreichung dieses Zieles ist die Einsetzung eines Kommandanten in jedem eltlager vorgesehen. Die genaue Zahl der Sonderzüge liegt noch nicht Zur Zeit sind etwa 192 Sonderzüge so gut wie geschert. Den größten Anteil als Zielbahnhof hat wieder Hameln mit 91 Sonderzügen. Bemerkenswert ist, daß diesmal zum ersten Male auch Sonderzüge aus der befreiten Ostmark eintreffen. Zur Unterbringung der Festteilnehmer dienen die großen Zeltlager. Nicht weniger Sorgfalt wird aber auch auf die Einrichtung der zahlreichen Massenquartiere in festen Gebäuden, vor allem in Schulen und Fabriken, gelegt. Insgesamt— und darin spiegelt sich wohl am besten die Leistung dieser großartigen Vorarbeit wider— wird für 150 000 Menschen Schlafgelegenheit geschaffen werden. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß das gesamte Rahmenprogramm wie auch im Vorjahre von der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ gestaltet wird. Franzosen X Bielefeld, 14. September. Wie das Fachamt„Gekleidung und Leder“ mitteilt, ist die Deutsche Arbeitsfront beauftragt worden, etwa 25 Herren aus der französischen Textil= und Bekleidungsidustrie durch Deutschland und deutsche Betriebe zu führen. Die französische Abordnung wird auch das Gaugebiet Westfalen=Nord besuchen und trifft am 23. Sepember in Bielefeld ein, wo die Herrenwäschefabriken Seidensticker besichtigt werden. Die französischen Gäste interessieren sich für die betrieblichen Einrichtungen der deutschen Bekleidungsindustrie und insbesondere auch für die sozialen Einrichtungen der deutschen Unternehmen. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront, Parteigenosse Schürmann, wird die französischen Textil= und Bekleidungsindustriellen in Bielefeld empfangen und ihnen gemeinsam mit dem Betriebsführer Seidensticker die Einrichtungen dieses Unternehmens zeigen. wollte der Post einen„Streich" spielen. Fein ausgeklügelter Trick mißlungen. : Bielefeld, 14. September. An einem Junitag dieses Jahres wurde die Telegrammaufnahme des Bielefelder Telegrafenamtes angeblich vom Postamt Brackwede angerufen. Ein Betrag von 428 RM sollte sofort telegrafisch an das PostHerford überwiesen und dort einem gewissen der sich in einem Herforder Hotel aufhalte, ausgezahlt werden. Kurze Zeit später meldete sich das Postamt Brackwede nochmals und erkundigte sich, ob der Auftrag ausgeführt sei. Es sei sehr dringend. Nach der Dienstvorschrift mußte sich aber das Telegrafenamt Bielefeld zunächst bei der auftraggebenden Postanstalt durch Kuckfrage überzeugen, ob die Sache in Ordnung ging. geschah auch in diesem Falle/ und da stellte sich herWetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim. X Essen, 14. September. Wechselnd bewölkt. Vorhersage für Donnerstag: Bei mäßigen nordlichen Winden wechselnd bewölkt, nur vereinzelt schwacher Regen, Temperaturen wenig verändert. Vorhersage für Freitag: Wenig verändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unverändert. aus, daß vom Brackweder Vostamt überhaupt kein Auftrag erteilt worden war. Später wurde der erst 22 Jahre alte G. W. aus Bielefeld als der Mann ermittelt, der den fingierten Auftrag an das Telegrafenamt durchgegeben hatte. Er mußte sich jetzt vor dem Schoffengericht verantworten und beteuerte, daß er kein Geld habe erschwindeln wollen. Er hatte nur vorgehabt, der Post einen Streich zu spielen. Das Gericht konnte das nicht glauben und erkannte wegen versuchten Betruges auf vier Wochen Gefängnis und 100 RM Geldstrafe. • Wesel, 14. September. An der Baggerstelle Bislicher Insel unterhalb von Wesel brach ein Rheinkahn von 1100 Tonnen Größe beim Beladen mit Kies durch. Glücklicherweise war der Bruch nicht vollständig, so daß die Besatzung sich und das Inventar noch in Sicherheit bringen konnte. Motorradfahrer fuhr gegen Lastkraftwagen. Ehepaar schwer verunglückt. :: Mörs, 14. September. Am Dienstagnachmittag fuhr der 32 Jahre alte Motorfahrer Kreude aus Mörs, der seine Ehefrau auf dem Sozius mit sich führte, auf der Römerstraße gegen einen Lastkraftwagen. Das Ehepaar wurde mit schweren Verletzungen dem Mörser Krankenhaus zugeführt, wo der Mann inzwischen gestorben ist. Auch der Zustand der Frau ist bedenklich. Reichsinnungstag der und Chirurgiemechaniker. Köln, 14. September. Am 23. und 24. September hält der Reichsinnungsverband der Orthopädiemechaniker, Bandagisten= und Chirurgiemechaniker, Sitz Berlin, seine Jahreshauptversammlung in Köln ab. Am ersten Tage werden die Obermeister aus dem ganzen Reich beraten, während am zweiten Tage die eigentliche Hauptversammlung folgt. Der Gesamttagung geht ein fünftägiger Lehrgang für die Frauen der Innungsmitalieder, die im Berufe tätig sind, voraus, dessen Leitung Professor Hackenbroch übernommen hat. Hausangestellte tot aufgefunden. )!( Köln, 14. September. Am vergangenen Samstag wurde eine 34 Jahre alte Hausangestellte in ihrem Zimmer tot aufgefunden. Die Obduktion der Leiche ergab, daß der Tod der Frau infolge eines verbotenen Eingriffs eingetreten ist. Zum Raubüberfall in Goslar. 20 000 RM Belohnung.— Die Täter vermutlich im Ruhrgebiet oder Rheinland. RWD Köln, 14. September. Die Kriminalpolizei teilt mit: Am 8. September 1938 wurden zwei Boten der Deutschen Bank in Goslar von zwei Männern unter Vorhaltung von Schußwaffen gezwungen, eine Aktentasche herauszugeben, in der sich 66 000 RM in Papiergeld befanden. Die Täter flüchteten in einem bereitstehenden Kraftwagen, an dessen Steuer ein Helfershelfer saß. Die im allgemeinen gutgekleideten Täter sind etwa 35 bis 40 Jahre alt und etwa 1,75 bis 1,80 m groß, der eine ist schlank, der andere kräftig. Der Kraftwagenfahrer ist etwa 30 Jahre alt, hat schmales, glattes Gesicht und eine auffallend große Nase. Der zur Tat benutzte Wagen ist eine hellgrüne Hansa=LloydLimousine. Der auf die Polizeinummer IX 182687 zugelassene Wagen trug bei der Tatausführung ein gefälschtes Polizeikennzeichen mit der Nummer B 14447 oder B 14747. Es wird vermutet, daß sich die Täter im Rheinland oder Ruhrgebiet aufhalten. Angaben erbittet die Kriminalpolizei. Durchleuchtung der Kühlhauseier. () Bonn, 14. September. Die Hauptvereinigung der deutschen Eierwirtschaft hat nunmehr eine neue Anordnung zur Sicherstellung der Lieferung einwandfreier Kühlhauseier während der Wintermonate herausgegeben. Sie lautet wie folgt: 1. Die Letztverteiler(Einzelhändler und ambulanten Eierhändler) sind verpflichte., nach gebracht werden. 2. Die Vorverteiler sind verpflichtet, die als ungenießbar ausgeschiedenen Eier dem Letztverteiler durch Rückvergütung des Einkaufspreises zu ersetzen. Die Rückvergütung des Einkaufspreises wird davon abhängig gemacht, daß der Letztverteiler den Ausfall innerhalb 48 Stunden, vom Tage der Uebernahme der Ware durch den Letztverteiler an gerechnet, beim Vorverteiler eintreffend, geltend macht. Bis zur Anerkennung der Ersatzansprüche durch den Vorverteiler sind ausgeschiedene Eier aufzubewahren. Der Vorverteiler ist verpflichtet, die ausgeschiedenen Eier zurückzunehmen und diese einer zweckentsprechenden Verwertung zuzuführen. 3. Vorverteiler, die neben Belieferung von Letztverteilern auch gewerbliche Verbraucher und private Verbraucher beliefern, unterliegen ebenfalls dem Absatz 1 dieser Anordnung. 4. Besondere Lieferbedingungen zwischen Vor= und Letztverteilern heben die Verpflichtungen aus dieser Anordnung nicht auf und sind ungültig, soweit sie dieser Anordnung entgegenstehen. 5. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung werden nach den Satzungen des Eierwirtschaftsverbandes Rheinland unbeschädet der weitergehenden Strafbefugnis der Hauptvereinigung der deutschen Eierwirtschaft geahndet. + Münster, 14. Sept. Hengsthauptkörung in Münster. Die diesjährige Hengsthauptkörung, verbunden mit einer Prämiierung und dem Ankauf durch die Preußische Gestütverwaltung findet in der Zeit vom 2. bis 5. November in Münster, Halle Münsterland, statt. Die Klassen der zweijährigen Hengste werden in diesem Jahr wiederum in zwei Altersklassen aufgeteilt, und zwar soll die eine Klasse alle vom 1. November 1935 bis 14. März 1936 geborenen Hengste und die andere Klasse die vom 15. März bis zum Schluß des Jahres geborenen Hengste umfassen. A Münster, 14. Sept. Prüfungen von Krankenkassenangestellten. Nach den von den Vorsitzenden der Prüfungsausschüsse für Krankenkassenangestellte bei den Oberversicherungsämtern in Münster und Dortmund amtlich festgestellten Ergehnissen der vor kurzem abgehaltenen Prüfungen haben sich in Münster insgesamt 41 Prüflinge der Angestelltenprüfung unterzogen. Von diesen haben 39 die Prüfung bestanden, nämlich 2 mit„gut“, 16 mit „befriedigend“ und 21 mit„ausreichend“. Zwei haben die Prüfung nicht bestanden. An diesen Prüfungen waren auch drei Angestellte von Innungskrankenkassen beteiligt, die sämtlich bestanden. Der Beförderungsprüfung unterzogen sich in Münster 16 Prüflinge. Fünf von ihnen bestanden die Prüfung nicht. w= Rheine, 14. Sept. Radfahrerin überfallen. Am 25. Juli dieses Jahres ist auf der Landstraße Ochtrup— Wettringen von einer etwa 20 Jahre alten Person, die dort auf dem Felde arbeitete, eine Radfahrerin überfallen worden. Da das Mädchen bei der Polizei keine Anzeige erstattete, wird die Ueberfallene gebeten, den Vorfall bei der Polizeibehörde zu melden. w= Rheine, 14. Sept. Regenbogen=Forellen im Dortmund—Ems=Kanal. Der Landesfischerei=Verband hat versuchsweise Regenbogen=Forellen in dem Dortmund—Ems=Kanal ausgesetzt, die mit einem Silberdraht und mit Perlen gekennzeichnet sind, um die Entwicklung der Fische kontrollieren zu können. Wer solche Fische fängt, muß sofort seinen Fang mit Angaben über Gewicht und Kennzeichen dem Landesfischerei=Verband für Westfalen und Lippe mitteilen. s= Burgsteinfurt, 14. Sept. Bei Anstreicherarbeiten aus großer Höhe abgestürzt. Bei Anstreicherarbeiten am Gymnasium stürzte der Gehilfe eines hiesigen Malermeisters in Höhe des dritten Stockwerkes in die Tiefe. Mit schweren Verletzungen mußte der Gehilfe in das Krankenhaus gebracht werden. Sein Zustand ist sehr ernst und gibt zu Besorgnissen Anlaß. md= Bentheim, 14. Sept. 10 000 Rm. im Straßengraben gefunden. Einen seltsamen Fund machte der im benachbarten Gildehaus stationierte Gendarmerie=Hauptwachtmeister Mucha. Im Grenzort Springbiel fand er in einem Straßengraben ein Paket, das die Summe von 10 000 Rm. in Hundert=Markscheinen enthielt. Die Nachforschungen nach einem„Verlierer“ haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt, so daß die Vermutung nicht von der Hand zu weisen ist, daß dieses Paket mit den Geldscheinen wahrscheinlich von irgend einem Devisenschieber dort versteckt oder auch verloren wurde. Handel und Wirtschaft. Dortmunder Getreidemarkt. Dortmund, 14. Sept. Erzeugerfestpreise für die Preisgebiete der Provinz Westfalen. Weizen 75=77 kg vom 1.—30. 9. 38 W 18 203,—, W 16 201.—, W 13 198,—, W 12 197,—, W 11 196—; Roggen 70=72 kg bis 30. 9. 38 R 18 187,—, R 16 185,—, R 15 183.—, R. 13 181,—, R 11 179; Futterhafer 46=49 kg vom 1. 9.—30. 9. 38 H 19 177,—, 5 18 176,—, H 16 174,—, 5 15 173,—, H 14 172,—, H 13 170,—; Futtergerste 59=60 kg v. 1.—30. 9. 38 G 14 177.—, G 13 175,—, G 12 174,—, G 11 172,—, G10 171,—. Mehl. Grundpreise für Weizen= und Roggenmehl, Weizen= und Berliner Getreidegroßmarkt vom 14. September 1933 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77, trei Berlin 205 PreisgebietV VIV 1 1 xI 1 X ges Erzeugerpr 191.00 192.00 193.00 194.00 195.00 197.00 199.0. Roggen märk., Durchschnittsqualität: 70/72 frei Berlin. 180 PreisgebietVVV 1X xn I xI ges. Erzeugerpr 173.00 174.00 175.00 176.00 179.00 180.00 181.0 Futtergerste 59/60 V 1 VII 1VIII 1 12 ges Erzeugerpreis, Preisgeblet 161.00 162.00 164.00 167.00 169.0 Industriegerste(Sommergerste) trei Berlin- ab märk Station Futterhafer märk., Durchschuittsqualität 46/49 Preisgebiet V X1 1 X ges Erzeugerpr. 158.00 162.00 165.00 167.00 170.0 Weizenmehl, lype 812(Vollmebl) V V V 1 1X 1 28.65 28.65 28.65 28.65 28.40 28.65 28.65 28.65 29.05 10% Auslandsweizen— 1,50 Mk Aufgeld. 20% Auslandsweizen- 5,00 Mk Aufgeld Roggenmehl, Type 1150, Preisgebiet NV VI 1 XI xn 21.10 21.10 21.45 21.55 21.65 21.80 21.90 22.25 22.35 Weizenkleie. Preisgeblet 1 V 1 VI viI VIn 11.15 11.20 11.30 11.35 11.40 11.50 Roggenkleie, Preisgebiet 1 N V V VII1 10.10 10.15 10.30 9.95 10.40 10.45 11.55 VIII 10.10 X 11.60 K1 10.30 1 11.70 XII 10.40 1/ 172.00 XIV 29.3 I 22.4 XIV 11.8. XII 10.45 Roggenkleie. Die Zuschläge bezw. Handelsspannen errechnen sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Weizenmehl Type 812(Vollmehl)+ 50 Pfg. Frachtausgleich vom 16. 8.—30, 9. 38 für Weizenmehl, dem gemäß Abschnitt 2, Ziff. 6, Abs. 1 Maisbackmehl(7 v. H.) beigemischt ist, ermäßigen sich die vorgenannten Preise um je 0,30 RM je 100 kg. W 18 29,15, W 16 39,15, W 13 29,15, W 12 nur Kreis Meschede 29,15, W 12 mit Ausnahme des Kreises Meschede 28,40, W 9 28,40; Roggenmehl Type 997 + 50 Pfg. Frachtausgleich ab 1. 7. 38 Roggen 18 23,15, R 16 23,—, R 15 22,95, R 13 22,75, R 11 22,55; Weizenkleie W 18 12,05, W 16 11,95 W 13 11,75, W 12 11,70, W 9 11,55; Roggenkleie R 18 10,80, R 16 10,70, R 15 10,55, R 13 10,45, R 11 10,30. Osnabrücker Zucht= und Nutzviehmarkt. Osnabrück, 14. Sept. Auftrieb: Rindvieh 146, Schweine 934. Marktverlauf: Rindvieh flotte Kühe gut, sonst mittel, Schweine mittel. Es kosteten: Kühe in Milch und tragende Kühe: a) 450—500, 6) 400—450, c) 350—400, d) 260—300; tragende Rinder: a) 360—450, b) 300—360, c) 240—300, d) 200—340; Schweine: 6—8 Wochen alt 17—20, 8—13 Wochen alt 20—29, Läuferschweine: 29—44. Schweine je Pfund Lebendgewicht 68—78. Nächster Markt am 21. September. New Yorker Baumwollkurse Jun Juli August septembet Oktober November Desember Loco Januar Februar März April Mai 14. 9 7.95 7.82-83 7.84 7.86-87 7.83 7.81 13. 9. 7.88 7.76 7.77 7.78-80 1.77 7.75-76 12. 9. 7.80 7.79 7.80 7.83 7.85 7.88- 89 13. 9. 7.75 7.76 7.73 1.76-77 7.78 7.80-81 Geschätzte Totalzufuhren— Baumwollzufuhr in Atl. Häfen 1000 Baumwollzufuhr in Golf-Häfen 15000 Zufuhren in Pacific-Häfen— Export nach England— Export n d übrig Kontineni 18000 Export nach Japan u. China— Fracht nach Liverpool— Spiel— Sport. der Gemeinschaft und Erfüllung! Gauführer Lorenz zum 30. Hammer Turn= und Spielfest. Kameraden! Kameradinnen! Gern gebe ich dem 36. Hammer Turn= und Spielfest einige Worte mit auf den Weg, nicht allein, daß ich als Wettkämpfer des öfteren auf diesem Fest unter und mit all den Getreuen die Tugend ritterlicher Kameradschaft erleben durfte, mehr noch, seine geschlossene und geballte Kraft, sein volksnaher Inhalt lassen nirgend anders im Land der Roten Erde das„Lied vom Leibe“ so tief und machtvoll klingen wie auf dem Hammer Treffen. Vor Wochen schenkte uns Breslau das Wesentliche unserer Arbeit in seiner bleibenden Gestalt und in seinem bleibenden Gehalt: Die deutsche Erde als Kampfbahn politischer deutscher Leibeserziehung und darin das ganze deutsche Volk:„Volk in Leibesübungen“. Darauf, so will wir scheinen, muß das Hammer Turn= und Spielfest in Zukunft eindeutig ausgerichtet und abgestimmt sein. Der Ruf„Volk in Leibesübungen“ ist über seine propagandistische Formulierung hinaus in praktischer Arbeit zu verwirklichen. Hamm aber ist nicht eines von vielen Turn= und Sportfesten. An den Ufern der Lippe kämpfen in den vielfältigsten Formen deutscher Leibesübungen der DRL in bester Kameradschaft mit den Formationen des Staates und der Partei. Jeder gibt das Seine zu diesem e Fest: Der eine die höchste Punktzahl, der andere bescheidener, doch jeder nach bestem Können. Aber immer wieder führt der Weg von der Leistung des Einzelnen zur Totalität der Kräfte— zur Gemeinschaft. Dieser Geist der Leistung in der großen Gemeinschaft der Hammer Festtage— ich sage es mit Stolz— ist nationalsozialistischer Geist. Kameraden! Kameradinnen! Wieviel Glück und Freude mögen heute die Herzen all der Unbekannten und Ungenannten durchströmen, die ein halbes Menschenalter hindurch das Hammer Turn= und Spielfest gestalteten und auf ihm kämpften. Die alten Fahnen und Zeichen konnten von Euch erhobenen Hauptes und makellos in die Ehrenhallen deutscher Leibesspielbewegung getragen werden. Ein größerer Bund ist geworoen, eine nationalsozialistische Gemeinschaft. Breslau gab ihr ein neues Banner. Unsere Fahne ist das Banner der nationalsozialistischen Bewegung! Unsere Fahne ist das Banner Adolf Hitlers! Denkt daran, wenn Ihr in Hamm kämpft und ringt, spielt und siegt. Ueber den Kampfstätten an der Lippe werden flattern die Fahnen der Einheit. Ihr, der Stoßtrupp„Volk in Leibesübungen“, folgt ihnen in selbstloser Hingabe, in treuer Dienstbarkeit zu Führer und Volk. 36. Hammer Turn= und Spielfest: Fest der Gemeinschaft und Erfüllung! Tretet mutig an zum Marsch in die Zukunft, denn„Wir sind heut' und morgen. Alles, was die Zeit erschafft, ist in uns verborgen, bildet unsere Kraft. Stürmen und Bauen, Kampf und Arbeit unentwegt, wird in uns zum Pfeiler, der die Zukunft trägt.“ Heil Hitler! Max Lorenz, SA=Brigadeführer, Gauführer des DRL. Gau IX Westfalen=Lippe. Lohmonn gewinnt die Revanche. Metze hatte Defekt. Bochum, 14. September. Die Meisterschaftsrevanche hatte der Bochumer Rennbahn einen ausgezeichneten Besuch verschafft, der mit 8000 Zusauern nicht zu hoch veranschlagt sein dürfte. Mit den beiden deutschen Meisterfahrern Metze und Lohmann und den Weltmeisterschaftskandidaten Wals=Holland und Canazza=Italien war ein ausgezeichnetes Feld zustande gekommen, das sich bei Scheinwerferbeleuchtung spannende Kämpfe lieferte. Im ersten Lauf siegte von der Spitze weg der schnellfüßige Holländer Wals, der seine Position zäh verteidigte. Lohmann endete 10 m zurück vor dem überraschend guten und kampfeslustigen Italiener. Erich Metze fiel gegen Schluß etwas ab, blieb aber als Vierter in einer Runde mit dem siegenden Wals. Der zweite Lauf über 50 km brachte zahlreiche Positionskämpfe. Metze hatte sich bald die Spitze vor Canazza erobert und diese trotz stürmischer Angriffe des sehr schnellen Bochumers Lohmann immer verteidigt, bis ihn ein Reifenschaden um eine Bahnlänge zurückwarf. Wals hatte bereits Terrain verloren, da er von Metze und Lohmann zum Platzen gebracht wurde. Canazza hielt sich auch hier wieder ganz vorzüglich und sicherte sich durch den zweiten Platz im zweiten Lauf auch im Gesamtergebnis den zweiten Platz hinter Lohmann vor Wals und dem durch Defekt zurückgeworfenen Metze. Ein Berufsflieger=Omnium wurde von Siebelhoff=Dortmund vor Kleinegrefe=Köln gewonnen. Eine schlechte Rolle spielte hier der Dortmunder Karl Goebel, der in allen Wettbewerben nicht über den letzten Platz hinaus kám. Divionne Hultén heiratet. Die besonders in Deutschland sehr geschätzte schwedischEiskunstläuferin Vivianne Hultén unterbricht im Oktober ihren Aufenthalt in USA, um in Stockholm ihren Lands mann Nils Tholand zu heiraten. Tholand besitzt in Newyork und Chicago Stahlwerke und gilt in seiner Heimat als Millionär. Vivianne Hultén wird sich nach ihrer Hochzeit als Filmschauspielerin versuchen, nachdem Proveaufnahmen günstige Ergebnisse gezeitigt haben sollen. Nicht gar so grausam kann das Schicksal walten, hilft man die Zukunft mitgestalten durch eine Lebensversicherung. Gronau, den 15. September 1938. Im September: Bestandsaufnahme im Obstgarten Wieviel Obstbäume gibt es im Kreis Ahaus?— Bei der letzten Obstbaumzählung umfaßte der Obstgarten des Kreises Ahaus 132 915 Obstbäume.— Vieviel werden es bei der Zählung 1938 sein? In diesen Tagen und Wochen erscheinen bei allen Obstzüchtern und Obstbaumbesitzern des Kreises Ahaus ehrenamtliche Zähler, um in Durchführung einer Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft die Zählung der Obstbäume und Obststräucher vorzunehmen. Man macht sich im allgemeinen keine richtige Vorstellung davon, welch einen gewaltigen Obstgarten die Grenzen des Kreises Ahaus umschließen. Bei der letzten Obstbaumzählung— 1934— ermittelte die amtliche Reichserhebung im Kreise Ahaus insgesamt 132 915 Obstbäume, davon waren 86393 ertragfähig, 38 314 noch nicht ertragfähig und 8208 abgängig. Als „ertragfähig“ gelten gesunde und wüchsige Bäume, die bereits regelmäßig Ernten erwarten lassen. Unter „noch nicht ertragfähig" sind junge Bäume zu verstehen, die noch keine Ernte bringen. Als„abgängige“ Bäume werden solche gezählt, deren Lebenskraft infolge Ueberalterung oder schwerer Erkrankung gebrochen ist, die aber der Besitzer unter Umständen noch mehrere Jahre stehen läßt. Apfelbäume an erster Stelle... Die Obstbaumzählung 1934— die letzte Reichserhebung— hat hinsichtlich der Zahl der einzelnen Arten von Obstbäumen im Kreise Ahaus folgendes Ergebnis gehab.: Apfelbäume 85 557 Birnenbäume 20 059 Süß= und Sauerkirschbäume 7169 Aprikosenbäume 86 Pfirsichbäume 3362 Pflaumen= und Zwetschgenbäume 16 364 Mirabellen= und Reineclaudenbäume 318 Warum Obstbaumzählung? Durch die in den letzten Jahren vorgenommenen Entrümpelungsaktionen im deutschen Obstbau und durch die in der gleichen Zeit vorgenommenen umfangreichen Neuanpflanzungen von Obstbäumen aller Art sind derartige Veränderungen im deutschen Obstbau vor sich gegangen, daß die Ergebnisse der letzten Ob tbaumzählung vom Jahre 1934 nicht mehr mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmen. Sie können also nicht mehr als genaue Unterlagen für die Bewertung der deutschen Obstbauverhältnisse und als Grundlage für die Obstertragsschätzungen angesehen werden. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat daher eine neue Obstbaumzählung für den September dieses Jahres angeordnet. Jeder Volksgenosse, besonders aber jeder Obstanbauer und jeder Obstbaumbesitzer muß es als seine Pflicht ansehen, sich entweder unmittelbar durch eigene Mitarbeit als Zähler zu beteiligen, oder mittelbar durch gewissenhafte Auskunftserteilung über den tatsächlichen Baumbestand die Zähler bei ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen. Das Obst ist ein wertvolles Nahrungsmittel. Außer dieser Tatsache zwingt uns unsere Handelsbilanz und die devisenpolitische Lage, alles zu tun, um die Obsteinfuhr einzuschränken. 1932 erreichte Deutschlands Obsteinfuhr aus dem Ausland den Wert von 126.3 Millionen RM., 1934 waren es 108,8 Millionen RM., 1937 immerhin noch 97.5 Millionen RM. Es ist unmöglich, weiterbin große Summen für Erzeugnisse ins Ausland zu bringen, die bei intensiver Arbeit im eigenen Land erzeugt werden können! Keine Stadtnachrichten Heimatverein Rheine kommt nach Gronau. Am Sonntag, dem 25. September, veranstaltet der Heimatverein Rheine seine diesjährige Herbstfahrt. Die Fahrt beginnt vom Marktplatz aus. Zunächst wird die Wasserburg Wellbergen besucht. In Langenhorst ist die alte Stiftskirche aus dem 13. Jahrhundert sehenswert. In Ochtrup soll eine Töpferei besichtigt werden. Ueber Gronau geht es nach Glanerbrück bis zur Reichsgrenze. Bei einem gemeinsamen Kaffee bei Verspohl und Schmeing ist das Leben und Treiben am Grenzübergang reizvoll zu beobachten. Dann geht es über Drieland, Bardel nach Gildehaus. Hier gewährt die Anhöhe einen prachtvollen Ausblick über die Brechtemulde und auf das nahe Bentaim. Heute Mütterberatung. Am Donnerstag, dem 15. 9. 1938, findet im Zeichensaal der Städt. Höheren Mädchenschule von 15—16 Uhr die Mütterberatung statt. 20 Kinder aus der Erholung zurück. In den letzten 4 Wochen weilten etwa 20 Gronauer Kinder zur Erholung in Ostpreußen, im Saargebiet, auf Sylt und in der Heimatprovinz Westfalen. Dank der Tätigkeit der NSV konnten sie herrliche Ferientage in unserem schönen Vaterlande verleben. Als die Kinder dieser Tage zurückkehrten und von den Eltern am Bahnhof empfangen wurden, merkte man bald, wie gut ihnen diese Ferien bekommen sind. Es gab viet, sehr viel zu erzählen. Erholt an Leib und Geist können diese Kinder wie so viele andere, die von der NSV in Erholung geschickt waren, wieder an ihre Schularbeit gehen. Es ist beglückend zu wissen, daß des Führers Reich seine besondere Sorge der Jugend angedeihen läßt. Ein 600=Gramm=Kartoffel. Im Garten unserer Abonnentin Frau Rud. Steffens, Michaelstr. 5, scheinen die Kartoffeln besonders gut gedeihen zu wollen. Zeigte sie uns doch gestern eine Kartoffel, die das respektable Gewicht von 600 Gramm aufwies. Wahrlich ein Prachtexemplar. Einlieferung! Durch die hiesige Kriminal=Polizei wurden wegen versuchten Grenzübertritts eingeliefert: 1. Schlosserlehrling Günter J. aus Bochum, 2. Dreherlehrling Helmut O. aus Bochum.— Ferner wurden eingeliefert Albert K. aus Sylde, weil er sich verdächtig machte, die Grenze an verbotener Stelle zu überschreiten. K. wird heute, gegen 9 Uhr von Zollbeamten wieder abgeholt und der Stapo vorgeführt. Enschede hat 90 000 Einwohner. Nachdem vor einigen Jahren die umliegenden Landgemeinden Enschede, darunter auch Lonneke=Glanerbrücke, der Stadt Enschede einverleibt wurden, ist die Einwohnerzahl Enschedes rapide gestiegen. Wie amtlich mitgeteilt wird, beträgt die Einwohnerzahl unserer direkt an das Gronauer Stadtgebiet stoßenden holländischen Nachbarstedt nunmehr 90 000. Kinderlähmung im Erlöschen. Die Kinderlähmung im nahen Holland gibt zu weiterer Beunruhigung keinen Anlaß, denn die Krankheit ist im Abnehmen begriffen. Enschede meldet allerdings noch 10 Fälle an Kinderlähmung. Trotzdem hofft man, die Schulen zum 15. ds. Mts. wieder öffnen zu können. Die deutsche Grenze bleibt für Kinder vorläufig geInerrt Ländliches Handwerk Schön ist es, wenn man Urlaub hat, in den Landstädten den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Man braucht nicht in ihre Werkstatt hineinzugehen. Denn ihre Werkstatt ist vielfach die Straße; da spielt sich der ganze Arbeitsvorgang ab. In einem geschützten Winkel hockt z. B. ein Korbmacher, um ihn her die Körbe, die er flicken will. Lange Ruten, sein Arbeitsmaterial, liegt im Bündel daneben. Er selber hat sein Pfeifchen im Mundwinkel und läßt sich bei der Korbmacherei nicht stören, denn stets hat er eine Schar von Zuschauern um sich. Meist belagert ihn die Schuljugend. Für sie ist es eine Tätigkeit, wenn er alle drei bis vier Wochen ihren Ort besucht eine Sensation, die bis zur letzten Weidenrute ausgekostet werden muß. Dann ist der Schmied da, der die Gäule auf der Straße beschlägt. Auch ihn umlagert gern bei seiner Arbeit die Schuljugend. Geht von ihr doch ein besonderer Reiz aus, denn er übt seine Handwerkskunst am lebenden Tier, am Pferd, das auch in fernster Zukunft auf dem Lande und bei der Landarbeit nicht zu entbehren sein wird. Bringt nun der Schmied das rotglüihende Eisen an den Huf des Tieres, so qualmt eine Rauchsäule auf, die ein Bild hervorzaubert, das von so malerischer Wirkung ist, wie ein Bild eines alten holländischen Meisters. Vielfach sind die Hufschmiede zugleich Wagenschmiede. Sie messen nicht nur dem Pferd neue Eisen an, sondern auch den Rädern neue Reifen. Das ist gar nicht so einfach, wie jeder Zuschauer sich bei der Arbeit überzeugen kann. Vor der Schmiede ruht das Rad auf etwa einen Meter hohen Holzblöcken, die im Kreise eingerammt sind. Mit einer Meßscheibe wird die Reifenweite ausgemessen. Dann probiert der Schmied den Reifen. Will der nicht passen, wandert er noch einmal in die Gluthitze unter dem Blasebalg. Nach mühevollen Anstrengungen sitzt der Reifen schließlich wie angegossen. Solange der Schmied draußen auf der Straße schafft, harren die Zuschauer aus. Ist der Schmied nun fertig, wandern die„Zaungäste der Arbeit“ ein Stück weiter zum nächsten Handwerksmeister, einem Leiternbauer, und schauen ihm zu, wie er Sprosse auf Sprosse einschlägt. Nachahmung empfohlen Betrunkene Verkehrssünder kommen an den Pranger. Auch in unserer Stadt gibt es Menschen, die durch ihre Trunkenheit den Verkehr gefährden, mögen es nun Fußgänger sein, Radfahrer oder gar Autofahrer. Die wirkungsvollste Bestrafung desjenigen, der auf diese Weise in der Trunkenheit den Verkehr gefährdet, hat neuerdings der Polizeipräsident von Magdeburg angeordnet. Die Veröffentlichung hat folgenden Wortlaut: „Mit Rücksicht auf die trotz aller Warnungen noch zunehmenden Verkehrsunfälle infolge von Trunkenheit muß zu drastischeren Mitteln gegriffen werden, um Menschenleben vor Unfällen infolge Leichtfertigkeit nach Möglichkeit zu bewahren. Von nun ab wird jeder, ganz gleich, ob Kraftfahrer oder Fußgänger, der infolge von Trunkenheit einen Verkehrsunfall verursacht, von der Kriminalpolizei bei Vernehmung fotografiert und sein Bild in Größe von 6X9 in einem an der Auskunftsstelle im Haupteingang des Dienstgebäudes anzubringenden Schaukasten zur öffentlichen Kenntnis gestellt mit vollem Namen, Geburtstag und Wohnort. Dasselbe gilt für diejenigen, die sich der Feststellung ihrer Personalien durch die Flucht entzogen haben.“ Wir dürfen überzeugt sein, daß diese Maßnahme so sehr gefürchtet wird, daß die Zahl der Unfälle, die durch Trunkenheit verursacht werden, erheblich zurückgehen Als Gronau 9000 Einwohner zählte Das Städt. Hallenbad: seine Enkstehung und seine Entwicklung Im Jahre 1910 wurde auf einem von den Eheleuten Dr. Jan van Delden gestifteten Grundstück an der damaligen Wasserstraße(jetzt Langemarckstr.) das Städt. Hallenbad mit einem Kostenaufwand von 200 000,— RM. errichtet. Gronau zählt damals etwa 9000 Einwohner. Es war immerhin ein Ereignis, wenn nicht gar ein Wagnis, in einer Industriestadt mit einer verhältnismäßig geringen Einwohnerzahl ein solches Unternehmen zu schaffen. Es ist noch nicht allzulange her, daß die Menschheit— also nicht nur die Gronauer— nicht allzu viel von der Nützlichkeit und Notwendigkeit des Badens und dazu noch eines Schwimmbades hielt. Das zeigte auch viele Jahre lang der Besuch des Hallenbades. Die Zahl der Badenden betrug 1910 24310 und 1937 71 000 Personen. Man mußte immer wieder mit Erstaunen feststellen, wie gering die Zahl derjenigen war, die nun von der geschaffenen herrlichen Badegelegenheit Gebrauch machte. Die Stadt mußte Jahr für Jahr erhebliche Zuschüsse leisten. Es ist noch in aller Erinnerung, daß noch nach dem Kriege oft im Gemeindeparlament über diese Frage lebhaft diskutiert wurde. Heute ist alles anders geworden. Ein städt. Freibad ist hinzugekommen. Durch Schaffung dieser Bademöglichkeiten wurde der Schwimmsport geweckt, was wesentlich zur Hebung der Volksgesundheit beigetragen hat. Mit der zunehmenden Einwohnerzahl und dem wachsenden Verständnis für die Notwendigkeit des Badens hat sich das Hallenbad viel Freunde geschaffen. 30 Auskleidezellen und ein gemeinsamer Auskleideraum sind vorhanden. Das Schwimmbassin enthält stets keimfreies Wasser. In dem Gebäude der Badeanstalt sind aber auch noch andere Bademöglichkeiten vorhanden, nämlich eine große Zahl von Wannen= und Brausebädern. Im Erdgeschoß sind die Wannen und Brausen für Frauen angelegt, im ersten Stockwerk die Wannenund Brausebäder für die Männer, sowie medizinische Bäder. Alle Bäder erfreuen sich eines starken Zuspruchs. Alles atmet Ordnung und Sauberkeit. Das Hallenbad erfüllt auf dem Gebiete des Schwimmsportes eine große und wichtige Aufgabe. Nicht nur, daß der Schwimmverein hier seine Uebungen abhält und dafür sorgt, daß der Schwimmsport Allgemeingut wird, sondern hier nehmen auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, sämtliche Schulen, verschiedene Gefolgschaften usw. Gelegenheit, den Schwimmsport zu fördern, und dadurch zur Förderung der Volksgesundheit beizutragen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft bildete im Laufe der Jahre etwa 300 Rettungsschwimmer aus. Die Ortsgruppe Gronau hat vorbildlich gearbeitet dank der vorzüglichen Badeanlage. Jeder kann in Gronau unentgeltlich schwimmen lernen. Das geeignete staatlich geprüfte Personal steht jeder Zeit zur Verfügung. So bildet unsere Warmwasserbadeanstalt seit Jahrzehnten, besonders aber in den letzten Jahren, einen wesentlichen Faktor in der Front derjenigen, die die körperliche Ertüchtigung und die Hebung der Volksgesundheit auf ihre Fahnen geschrieben haben. In dem gleichen Gebäude befindet sich eine modern eingerichtete Turnhalle.— Weitere Räume werden z. Zt. in Anspruch genommen von der Ortsgruppe der NSDAP sowie von der Volksbücherei. Gleich beim Eintritt in den kuppelförmigen Vorraum ist festzustellen, daß bei der Errichtung des Gebäudes Wert darauf gelegt wurde, den Besuchern der Badeanstalt ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Freundlicher Anstrich, frische saubere Fliesen! Für den Badenden ist in diesem Vorraum Sitzgelegenheit und Lektüre vorhanden. Früher durfte, wer wollte, das Fahrrad in den Vorraum stellen. Das ist anders geworden. Für die Fahrräder ist jetzt Abstellmöglichkeit an der Nord=Seite der Badeanstalt(Eingang Langemarckstraße) geschaffen worden. Der Bauer geht wieder hinter dem Pflug. Nach der Ernte die Neubestellung. Der Herbst rückt nun auch kalendermäßig immer näher. Unter großen Schwierigkeiten hat der Bauer die Früchte des Sommers von den Feldern in die Scheuer gebracht. Abgeerntet und leer stehen die Aecker; auf den Stoppelfeldern lassen die Buben ihre Windvögel in die Lüfte steigen. Doch das Stoppelfeld wird mehr und mehr ein unbekannter Begriff. Das Wort vom Herbstwind, der über die Stoppeln weht, hat fast keine Geltung mehr in um ihn als frisches Grünfutter hereinzuholen, dort, wo vor kurzem noch das Korn in Stiegen stand. Wird hier nach wenigen Wochen zum zweitenmal geerntet, so geht's auf andern Feldern schon wieder an die Neubestellung. Der Pflug geht wieder durchs Land. Die Stoppeln werden umgepflügt. Der Bauer bekommt keine Rast. Immer muß er sorgen, muß er pflügen, säen, ernten, um dann gleich wieder von neuem anzufangen. Der Ernte unseren Tagen, wo der Landmann nach modernen Gesichtspunkten seine Aecker bestellt, um dem Boden das zur Volksernährung nötige Lebensgut abzuringen. Kaum war das Korn gemäht, waren die Felder kahl, begannen sie aufs neue zu grünen. Im Boden keimte zwischen den Stoppeln als Zwischenfrucht schon der Futterklee und der steht schon wieder so, daß nun die Mäher mit der Sense einhergehen und Strich um Strich den Klee niederhauen, des Sommers folgt nun überall die Herbstbestellung, und die schönen idyllischen Bilder der Landbestellung wechseln wieder mal mit all den bunten Erntebildern der letzten Wochen. Ein ewiger Kreislauf ist es, dem der Bauer untersteht, ein Kreislauf der Pflicht gegenüber dem Leben des Einzelnen und gegenüber der Lebensgemeinschaft des ganzen Volkes. Photo: Tremonia(Tiefensee). Epe erhält ein Lichtspiel=Theater Ein großer Wunsch geht in Erfüllung. Schon bei dem überwiegenden Teil der Bewohner unserer Gemeinde besteht der Wunsch, einmal ein eigenes Lichtspiel=Theater zu besitzen. Wenn auch dieser Wunsch bisher nicht in Erfüllung gehen konnte, so ist immer noch kein Zeichen dafür, daß die Eper Bevölkerung für eine solche Sache kein Interesse zeigt. Da aber ein jeder weiß, daß man in Epe für einen guten Film recht großes Interesse hat, so hat sich auch ein Bauherr aus Ochtrup mit Namen Georg Clegg dazu gefunden in Epe ein Kino bauen zu lassen. Als Architekt wurdJos. Feldwisch=Drentrup aus Osnabrück vorgesehen, rend für die Erdarbeiten, Maurerarbeiten und für Eisenbeton Joh. Hinrichsen aus Epe beauftragt wurde Seit kurzer Zeit ist man nun dabei, diesen Bau in aller Kürze zum Stehen zu bringen. Während man vor einigen Tagen noch mit den Ausschachtungsarbeiten beschäftigt war, ragen jetzt schon die weißen Ziegelsteine der Grundmauern aus der Erde hervor. Wie verlautet soll das neu errichtete Lichtspiel=Haus ungefähr 400 plätze aufzuweisen haben und ungefähr Mitte Dezember fertiggestellt sein. Somithin geht ein großer Wunsch der Eper Bevölkerung in Erfüllung, und alle warten schon mit Sehnsucht auf die erste Vorführung im eigenen Kino. Jedem Eper ist somit Gelegenheit gegeben, sich an lang lsch veh Altersjubilar. Am heutigen Tage feiert der Rietmachermeister H. Niessing in Epe in voller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar wurde im Jahre 1858 in Epgeboren, wo er nach seiner Schulentlassung mit vierzehn Jahren das Handwerk als Rietmacher ergriff, daß er bis auf den heutigen Tag ausübt. Bei jung und alt ist der alte Herr infolge seines stets heiteren und freundlichen Wesens äußerst beliebt. Möge der Jubilar diesen Tag noch recht oft in Glück und Frohsinn erleben! Wir gratulieren! Maul= und Klauenseuche. Nachdem die Maul= und Klauenseuche im hiesigen Bezirk stark abgeflaut war, trat dieselbe erneut in der Bauerschaft Gerdingseite in Epe unter den Viehbeständen der Bauern Holter und Kötters auf. Im Anschluß hieran bringen wir nochmals in Erinnerung, fern zu halten sind. Aus verseuchten oder verdächtigen Gehöften sollen vor polizeilichem Einschreiten weder Klauenvieh fortgeschafft noch Milch ohne vorherige Abkochung oder sonstige ausreichende Erhitzung abgegeben werden. Besonders gefährlich ist das Betreten der Ställe oder sonstigen Standorten durch fremde Personen. Dies liest der vom. Bund Deutscher Mädel Gronau. Der Dienst der Mädelgruppe 1, 2 und 3/145 Gronau findet in dieser Woche nicht am Donnerstag, sondern am Freitag, dem 16. September, abends 8,15 Uhr BDM=Werk„Glaube und Schönheit" haben aule über BOM=Wert„Gläube und Schönhelt Die Führerin des Mädelringes 1/145: Bertha Radink, Mädelscharführerin, Aus 2 artei, d vor der§ Bezirksste von Mili Panzerwa gingen. Oyge sener1 Tanks eröffnet. 6 Kilome hören. N gestürn der Haup Schicksal zwei Gast reichen G gegenn vierteln E Bereit achten, Grenzl uni Ueber hische Ru Schuld ar abwälzen Ueber erschütter den die 2 um Eger und dort wie Auge von E vereid Ge Stadtlohn Bunter Nachmittag des Kaninchenzuchtvereins. Am Sonntagnachmittag hatten sich die Mitglieder des Stadtlohner Kaninchenzuchtvereins mit ihren Angehörigen zu einem bunten Nachmittag im nahegelegenen Almsick zusammengefunden. Sehr abwechslungsreich war das Programm. Den Höhepunkt bildete eine Verlosung. Zum Schluß ging man dann zum gemütlichen Teil über. Eine Tanzkapelle spielte auf und lustig drehte sich an und jung im Kreise. Urlaub innerhalb der Gefolgschaft 11/145 Stadtlohn beendet. Nach den Ferien begann am vorgestrigen T der der Dienst. Der Gefolgschaftsführer der 5J, Pau Wessendorf, hatte die Jungen zu einem Appell der Hilgenbergschule zusammengerufen. In den einze nen Standorten, so auch in Stadtlohn, werden die Ju gendfilmstunden, die gleichfalls zum Winterprogram gehören, wieder stattfinden. Der Gefolgschaftsführer ga dann bekannt, daß am kommenden Montag in Stadtloh die erste Jugendfilmstunde stattfinden wird. groß Weh Bahi ande rückt SdP der ges uni Mar der nied Zu de einen F der Sd nachts. Bew Häuse Opfer dieser 1 bar. D Bahnho mehrere vord fahre hafte In Amtsw D 10 inEger Uebe Augenz Vorgeh wehrlos Sche Zusamn mobile