Erscheint täglich. Bezugspreis monatlich durch Boten 2.10 Mk., durch die Post 2,20 Rm. einschl. 0,40 Rm. Postgebühren, zuzugl. 0,42 Rm. Bestellgeld. Schriftleitung und Geschäftsstelle in Ahaus: van=Delden=Str. 8. Telegr.Adresse: Kreiszeitung Ahaus i. W Fernruf Nr. 450. Postschließfach 65. Postscheck=Konto: Hannover 22739. Verlag: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Zweigniederlassung 57. Jahrgang. Geschäftsstelle in Gronau: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Adolf=Hitler=Straße 36, Fernsprecher Nr. 260. Bankkonten: Kreis= und Stadtsparkasse Ahaus, Gewerbebank Ahaus. Städt. Sparkasse Gronau i. W. und Gronauer Volksbank. Anzeigenpreis für sämtliche Zeno=Zeitungen 10 Pfg. bei 22 Millimeter Breite, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus 3 Pfg. Nachlaß nach Preisliste. llummer 85 Montag, den 28. Mürz 1938 Jahrgang 1938 Feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe. Freudige Anerkennung der Leistungen der nationalsozialistischen Bewegung. Bekenntnis zum Deutschen Reich DNB Wien, 27. März. Die österreichischen Bischöfe haben eine feierliche Erklärung erlassen, In der sie aus innerster Ueberzeugung und mit freiem Willen anläßlich der großen geschichtlichen Ereignisse in Deutschösterreich erklären, daß sie die leistungen der nationalsozlallstischen Bewegung treudig anerkennen und Ihr Wirken mit den besten Segenswünschen beglelten. Die Bischöfe bekennen sichausdrücklich als Deutsche zum Deutschen Reich und fordern dieses Bekenntnis von allen gläubigen Christen. Die feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe wurde dem Beauftragten des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter Bürckel, mit folgendem Schreiben Übersandt: Der Erzbischof von Wien Wien, am 18. März 1938. Sehr geehrter Herr Gaulelter! Belgeschlossene Erklärung der Bischöfe übersende ich hiermit. Sie ersehen daraus, daß wir Bischöte freiwillig und ohne Zwang unsere nationale Pflicht erfüllt haben. Ich weiß, daß dieser Erklärung eine gute Zusammenarbeit folgen wird. Mit dem Ausdruck ausgezeichneter Hochachtung und HellHitler! Th. Kard. Innitzer Eb. Der lelerlichen Erklärung Ist folgendes Vorwort vorgesetzt worden: Vorwort zur Erklärung der Bischöfe In Sachen der Volksabstimmung. Nach elngehenden Beratungen haben wir Bischöfe von Oesterreich angesichts der geschichtlichen Stunden, die Oesterreichs Volk-erlebt und Im Bewußtsein, daß In unseren Tagen die tausendjährige Sehnsucht unseres Volkes nach Einigung in oinem großen Reich der Deutschen Ihre Erfüllung findet, uns entschlossen, nachfolgenden Aufruf an alle unsere Gläublgen zu richten. Wir können das um so unbesorgter tun, als uns der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich, Gauleiter Bürckel, die aufrichtige Linie seiner Polltik bekanntgab, die unter dem Motto stehen soll„Gebet Gott, was Gottes Ist und dem Kalser, was des Kaisers Ist.“ Die feierliche Erklärung hat folgenden Wortlaut: Feierliche Erklärung! Aus innerster Ueberzeugung und mit freiem Willen erklären wir unterzeichneten Bischöfe der österreichischen Kirchenprovinz anläßlich der großen geschichtlichen Geschehnisse in Deutsch-Oesterreich: Wir erkennen freudig an, daß die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozialpolitik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat undleistet. Wir sind auch der Ueberzeugung, daß durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde. Die Bischöfe begleiten dieses Wirken für die Zukunft mit ihren besten Segenswünschen und werden auch die Gläubigen in diesem Sinne ermahnen. Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständliche nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zubekennen, und wir erwarten auch von allen gläubigen Christen, daß sie wissen, was sie Ihrem Volke schuldig sind. Wien, am 18. März 1938. S. Waitz H. Hefter F. Eb. F. B. Th. Kard. Innitzer Eb. Pawlikowski F. B. Johannes Maria Gföllner Michael Memelauer *4 Wien, am 21. März 1938. Für die Wiener Kirchenprovinz: Th. Kard. Innitzer Eb. Für die Salzburger Kirchenprovinz: S. Waitz Fürst-Erzbischof Mit Freude und aufrichtiger Genugtuung nimmt das ganze deutsche Volk von dieser Erklärung Kenntnis. Sie ist geeignet, einen Schlußstrich unter die Vergangenheit zu ziehen. Sie beweist, daß in dieser für das ganze deutsche Volk und seine Zukunft so ereignisreichen Zeit auch die katholische Kirche den Weg zum neuen Staat finden will. Der Nationalsozialismus, der das unverrückbare Ziel der Einigung aller Deutschen verfolgt, wird glücklich sein, auch auf diesem Gebiet den Hader und damit die Zerrissenheit unseres Volkes beenden zu können. So wird vielleicht zum ersten Mal in unserer Geschichte am 10. April 1938 die ganze deutsche Volksgemeinschaft ohne Rücksicht auf Stämme, Länder, Klassen und Konfessionen geschlossen zur Wahlurne treten und vorbehaltlos ihr, „Ja" aussprechen. Von allen Kanzeln verlesen. DNB Wien, 27. März. Die feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe zur Volksabstimmung am 10. April ist heute im gesamten bisherigen österreichischen Staatsgebiet von allen Kanzeln zur Verlesung gebracht worden. Deutsche Truppen helfen österreichischen Kleinbauern. Wien, 27. März. Während überall auf den Feldern die Arbeit großenteils schon erledigt war, standen allein in Voesendorf 15 Kleinbauern untätig umher mit verhärmten und verbitterten Gesichtern. Sie konnten nicht ackern und säen und das kleine Stück Land bestellen, das ihnen die Not der vergangenen Jahre noch übriggelassen hatte. Kein Pferd stand mehr in ihren Stallungen, die zum Teil schon seit Kriegsende verödet waren. Bisher mußten sie immer warten, bis die größeren Bauern mit ihrer Feldbestellung fertig waren und ihnen gegen Bezahlung Pferde ausliehen. Es war kaum einer unter ihnen, der die notwendige Summe hätte aufbringen können. So manches Feld war deshalb schon jahrelang nicht gepflügt werden. Hier griffen nun auf Bitten des Bürgermeisters die im Ort einquartierten Artilleristen helfend ein. Seit dem 19. März ziehen täglich fünfzehn Zweiergespanne der Abteilung hinaus aufs Feld, ein Soldat führt die Zügel und hinter dem Pflug geht mit hoffnungsvoll leuchtendem Gesicht der Kleinbauer, dem diese unerwartete Hilfe noch immer wie ein Wunder erscheint. So helfen deutsche Soldaten mit zur Linderung der Not und verankern im Herzen der Bevölkerung den Glauben an eine bessere Zukunft im Reich. Das Wiederaufbauprogramm für Oesterreich. festlicher Einzug Görings in Wien. Wien, 26. März. Generalfeldmarschall Göring hatte noch lange nicht Wiener Boden betreten, als schon dichtgedrängt die Wiener an den Straßenzügen standen, die er nach seinem feierlichen Empfang auf der Reichsbrücke passieren wollte. Auf der Reichsbrücke hatten sich zum Empfang eingefunden Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart mit den Mitgliedern der Regierung, Gauleiter Bürckel mit seinem Stabe, der Bürgermeister von Wien, Dr.=Ing. Neubacher, mit den führenden Männern der Stadtverwaltung, der Chef der Sicherheitspolizei SS=Obergruppenführer Heydrich, General der Infanterie Kraus, der Beauftragte des Generalfeldmarschalls für die Durchführung des Vierjahresplanes in Oesterreich, Staatssekretär Keppler, weiter Staatssekretär Generalforstmeister Alpers, Präsident Syrup, Gauleiter Wagner und zahlreiche weitere führende Männer der Partei und ihrer Gliederungen. Wenige Minuten nach 12 Uhr brauste ein wahrer Jubelsturm auf. Die Ehrenhundertschaft der Sicherheitspolizei leistete die Ehrenbezeugung: Hermann Göring war an der Reichsbrücke eingetroffen. Nachdem er seinen blumengeschmückten Wagen verlassen hatte, trat Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart auf ihn zu, um den Willkommensgruß im Namen des Landes Oesterreich darzubringen. Der Generalfeldmarschall erwiderte, daß dieser Augenblick für ihn einer der glücklichsten und stolzesten seines Lebens sei. Er sei glücklich, daß er kommen ne, um dem österreichischen Volk aus Deutschland Großes und Gutes und Schönes zu bringen. Er wisse aber, daß auch Deutschland ein Land mit herrlichen, mit schönen und guten deutschen Menschen bekommen habe. Auf der Weiterfahrt in die innere Stadt brauste dem Generalfeldmarschall ein Jubel der Begeisterung entgegen, der in seiner Wucht an die ersten Tage des Umbruches in Wien erinnerte. Männer und Frauen, alt und jung, grüßten Hermann Göring mit nicht endenwollenden Heilrufen. Der Generalfeldmarschall, im Wagen stehend, dankte immer wieder, den Marschallstab erebend, für die begeisterten Huldigungen. Unvorstellbar das Gedränge am Schwarzenberg=Platz. Die Absperrmannschaften mußten immer wieder aufs neue verstärkt werden, um die Massen einigermaßen zurückhalten zu können, die aus den anliegenden Straßen fortgesetzt nachströmten, um den Generalfeldmarschall begrüßen zu können. Rings um den Platz standen die Formationen der Luftwaffe, des Heeres, sämtlicher Gliederungen der Bewegung und der Polizei. Nach dem Abschreiten der Front begab sich der Generalfeldmarschall nicht sogleich ins Hotel, sondern ging immer wieder grüßend an den Mauern der begeisterten Menschenmassen entlang. Der Feldmarschall zu den Wienern. Wien, 26. März. Seitdem Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring den Boden des Landes Oesterreich betreten hat, sind die schon in Berlin von ihm aufgenommenen Verhandlungen über den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes in verstärktem Maße fortgesetzt worden. Göring hat bereits in Wels und dann auf der Dampferfahrt von Linz her mit zahlreichen Männern der österreichischen Wirtschaft Besprechungen gehabt, an denen auch die ihn selbst begleitenden Persönlichkeiten großen Anteil haben. Diese Besprechungen werden nicht nur in Wien, sondern in den nächsten Tagen auch in den wichtigsten Industrieorten weiter fortgesetzt. Die Bevölkerung Oesterreichs, insbesondere auch diejenige Wiens, hat den Generalfesdmarschall überaus stürmisch und freudig begrüßt und ihm während des ganzen heutigen Tages die herzlichsten Kundgebungen bereitet. Man weiß heute bereits in Oesterreich, was Hermann Göring für das Reich bedeutet, was er innerhalb des Vierjahresplanes geschaffen hat. Mit größter Spannung hatte Wiens Bevölkerung die heutige erste große Kundgebung erwartet, auf der Hermann Göring sprach. Es war nicht leicht, einen Raum zu finden, der die Massen fassen konnte. Man mußte in Eile die Nordwestbahnhofshalle herrichten, die vor Jahrzehnten einmal tatsächlich eine Bahnhofshalle war und die im Aussehen und in ihren Ausmaßen fast genau dem Lehrter Bahnhof entspricht. Auch diese Halle hat schon eine nationalsozialistische Tradition, denn hier fand zuletzt vor etwa fünf Jahren eine große nationalsozialistische Kundgebung statt. Seitdem lag sie verödet, aber nachdem die Bewegung auch in Oesterreich gesiegt hat, nachdem die Wiedervereinigung dieses deutschen Landes mit dem Reich erfolgt ist, findet hier die größte Kundgebung statt, die Wien je erlebt hat. Vor der Halle erwarteten Zehntausende von Menschen den Ministerpräsidenten. Die Halle selbst, die etwa 20 000 Menschen faßt, war bereits wenige Augenblicke, nachdem die Tore geöffnet wurden, überfüllt. Um 19 Uhr betrat Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring im hellen Licht der Bogenlampen und Scheinwerfer im einfachen Braunhemd die Halle. Ihm folgten die Vertreter des Staates, der Partei, der Wehrmacht und der Wirtschaft, die ihn bereits seit seiner Abreise nach Wien begleiten, ferner Reichsstatthalter Dr. SeyßInquart mit den Ministern der österreichischen Landesregierung, Gauleiter Bürckel, die Bürgermeister von Wien, die hier stationierten Generale des Heeres und der Luftwaffe sowie die Führer der Gliederungen der Bewegung in Oesterreich. Minutenlang hallte der Jubel durch die Halle, und lange dauerte es, bis der Generalfeldmarschall durch die begeisterte Menge hindurch den langen Weg durch die Halle zurücklegen konnte. Die Fahnen der SA und der übrigen Parteigliederungen marschierten ein. Gauleiter Bürckel begrüßte Göring als den getreuen Eckehard des Führers, und dann bestieg Göring selbst die Rednertribüne. Da flammte die Freude und die Begeisterung der Zehntausende aufs neue auf. Es schien fast kein Ende mit den Sieg=Heil=Rufen und der tosenden Begeisterung zu nehmen, die immer wieder während der ganzen zweiundeineinhalbstündiger Rede aufflammten. Es war wohl die größte und eindrucksvollste Rede, die Göring bisher gehalten hat. Man kennt aus vielen großen Erlebnissen und von zahlreichen Riesenveranstaltungen her die enge und herzliche Verbundenheit, die zwischen dem Ministerpräsidenten und dem deutschen Volk besteht. Wien ist eine neue Bestätigung dafür. Mit dankbaren Zurufen quittierten 20 000 Menschen die Versicherung Görings, daß er nicht nur seelisch immer tief für Oesterreich gefühlt habe, sondern auch schon seit langem praktische Arbeit für Oesterreich leistete, mit dem er sich seit frühester Jugend verbunden fühle. Dank zollte die Menge auch für die anerkennenden Worte, die der Ministerpräsident der Arbeit der nationalsozialistischen Vertrauensmänner in Oesterreich, des jetzigen Reichsstatthalters, Dr. Seyß=Inquart, und allen anderen widmete. Ein neuer Beifallsorkan setzte ein, als Göring schilderte, wie die deutschen Truppen überall in Oesterreich als Brüder umtost und umrauscht von dem Jubel eines befreiten Volkes einzogen, als er von dem unerhörten Triumphzug des Führers durch österreichisches Land h. Neuer Jubel unterstrich seine Worte:„Oesterreich sprach. Neuer Jubel unterstrich ist deutsch und bleibt deutsch bis in alle Ewigkeit.“ listen für ihre unsagbare Anständigkeit ihren Ge gegenüber. Orkanartig brauste der Beifall durch Halle, als er erklärte: nern die „Habsburg und Legitimismus sind ein für allemal vorbei!" Und als der Generalfeldmarschall seine große Rede mit den Worten schloß:„Es gibt kein österreichisches Schicksal mehr, es gibt nur noch ein deutsches.“ Die stürmische, nicht endenwollende Zustimmung gab einen herrlichen und überzeugenden Beweis für die zur Tat gewordene deutsche Volksgemeinschaft, für die Ewigkeit des großen und einigen Deutschen Reiches. Mit leidenschaftlichen, zu Herzen gehenden Worten schilderte Göring weiter, wie der Führer das Reich aus Elend, Verzweiflung und Arbeitslosigkeit emporgeführt habe, wie er aus dem geknechteten deutschen Volk wieder eine ehrliebende, stolze, wehrhafte und freie Nation machte, wie Deutschland dank der nationalsozialistischen Wirtschaftsordnung krisenfest geworden sei, wie das künstlerische Leben in Deutschland zu neuer, herrlicher Blüte gelangte und wie das gigantische Winterhilfswerk des deutschen Volkes jeden Volksgenossen vor Not schützt. Was aus Deutschland innerhalb von fünf Jahren geworden sei, hätten jetzt gerade in den letzten Tagen Tausende von Oesterreichern selbst gesehen. Den Segen des inneren Friedens, den Segen von Arbeit und Leistung werde das ganze österreichische Land in Kürze wahrnehmen. Kurz streifte der Ministerpräsident die außenpolitischen Fragen. Erneuter Jubel unterstrich seine Feststellung, daß die Verträge von Versailles und St. Germain zerrissen seien, daß aber die Wiederherstellung der deutschen Wehrfreiheit niemals hätte erfolgen können ohne die schwarzen und braunen Bataillone, daß die deutschen Truppen niemals als Befreier in Oesterreich hätten begrüßt werden können, wenn nicht die nationalsozialistischen Feldzeichen als Siegeszeichen über Deutschland aufgegangen wären. Im Kampf gegen die bolschewistische Weltanschauung sei Deutschland durch den Nationalsozialismus gerettet worden. So sei das herrliche Reich der Deutschen, daß große Deutsche Reich erstanden, so sei die Befreiung des deutschen Volkes in den österreichischen Gauen gekommen. Die Oesterreicher haben vor wenigen Tagen bei dem triumphalen Empfang des Führers und heute bei dieser denkwürdigen Kundgebung bewiesen, daß sie auf dem Wege mitgehen wollten, den der Führer dem deutschen Volk gewiesen habe. Die Männer und Frauen der deutschen Ostmark werden an das gewaltige Arbeits= und Wirtschaftsprogramm, das Göring heute abend verkündete, mit Energie und Tatkraft, mit Anspannung aller Kräfte herangehen. Es war ein ungeheuer großes und umfassendes Programm, das der Ministerpräsident entwickelte. Es enthielt eine außerordentlich große Anzahl von Einzelheiten riesiger Projekte und Sofortmaßnahmen. Den Gefühlen, die die ganze Versammlung beseelte, gab Gauleiter Bürckel mit bewegten Worten Ausdruck. Er selbst, so erklärte er, sei in der kurzen Zeit seiner Arbeit in Oesterreich fast selbst ein Oesterreicher geworden.— Bürckel hätte mit vielen Worten der Stimmung der Massen niemals besser Ausdruck geben können, als mit der burzen und knappen Feststellung:„Hermann, wir schaffenes!“ Wohl niemals ist aus inbrünstigerem Herzen die deutsche Nationalhymne gesungen worden als am Schluß dieser herrlichen, mitreißenden Kundgebung. Als dann Hermann Göring die Riesenhalle verließ und im Kraftwagen die Rückfahrt antrat, standen wieder Tausende und aber Tausende auf den Straßen. Durch ein Spalier jubelnder, begeisterter Menschen ging die Fahrt. Und vor dem Hotel Imperial drängten und schoben sich die Massen, die dem Generalfeldmarschall noch einmal in nicht endenwollenden Heibrufen ihre aufrichtige Liebe und ihren tiefen, innigen Dank zum Ausdruck brachten für das, was er ihnen heute verkündet hatte. Der Führer in Leipzig. Gewaltige Jubelkundgebung im Sachsenland. Es war ein mitreißender, überwältigender Augenblick, als Göring all diese Projekte aufzählte, die nun in Angriff genommen werden sollen, als er die Verordnung zur wirtschaftlichen Wiederbelebung Oesterreichs verlas und im Anschluß daran auch noch die neuen großen sozialen Maßnahmen bekanntgab. Es sind damit wirklich alle Voraussetzungen geschaffen, um der deutschen Ostmark einen freudigen und hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu gestatten. Kein Mensch, der diese Rede gehört hat, kann an den Worten Görings zweifeln, daß in wenigen Wochen kein Facharbeiter mehr arbeitslos sein wird, daß in Kürze Oesterreich nicht nur ein freies, sondern auch ein glückliches Land sein wird. Neuer stürmischer Beifall unterstrich Görings Worte, daß Wien wieder eine deutsche Stadt werden wird, die als Hauptstadt der Ostmark Deutschlands große Aufgaben auf dem Gebiete der Kultur und der Wirtschaft hat, daß man aber auf beiden Gebieten beine Juden gebrauchen könne, und daß er als Beauftragter für den Vierjahres+ Leipzig, 26. März. Schon lange vor Beginn der Führerkundgebung füllten rund 28000 Menschen in gespannter Erwartung die weite Halle 7 des Messegeländes, in der der Führer sprach. Punkt 20 Uhr war der Einmarsch der Fahnen beendet. Kurz vorher war Reichsminister Frank eingetroffen, der die Grüße der Menge erwiderte. Dann eröffnete unter atemloser Spannung Kreisleiter Wettengel die Kundgebung und kündete unter lautem Beifall als Redner den Reichsleiter der Deutschen Rechtsfront, Reichsminister Frank, an. Während draußen in der Halle und auf den Anfahrtsstraßen die Menschenmassen schon der Rede des Reichsleiters und Reichsministers Dr. Frank lauschten, erschollen vor dem Hotel Hauffe immer noch die Rufe nach dem Führer. Als der Führer die Hotelhalle verließ, brachen tosende Jubelstürme los, und nun begann eine unbeschreiblich schöne Fahrt des Führers durch die nächtlichen, leuchtenden Straßen Leipzigs. 3½ km ist der Anfahrtsweg lang. Diese 3½ km standen hinter doppelten Absperrungslinien dichtgedrängt in 10. 15, 20 Reihen bis an die Häusermauern Menschen. In langsamer Fahrt näherte sich der Führer dem Ausstellungsgelände. Nachdem Reichsminister Frank geschlossen hatte und der Beifall verrauscht war, betrat der Führer unter ohrenbetäubendem Jubel die Halle. Endlich hatte sich die Menge nach minutenlangen Kundgebungen beruhigt. Gauleiter Mutschmann drückte dann im Namen des Sachsenlandes die unendliche Dankbarkeit für die letzte Großtat des Führers aus." Er feierte den persönlichen Einsatz und die überraschende Schlagkraft, die Oesterreich vor der Judendiktatur und dem Schicksal Spaniens bewahrten. Er sprach davon, wie der Führer in seiner Heimat als Retter gefeiert wurde. Dann bat der Gauleiter den Führer, das Wort zu nehmen. Der Führer spricht. plan Auftrag gegeben habe, die sachgemäße Umleitung jüdischer Wirtschaftsbetriebe in die deutsche Wirtschaft nach Recht und Gesetz durchzuführen. Neue stürmische Zustimmung begleitete die AusfühGörings, al rungen lismus Gorings. als er erklärte, daß der Nationalsoziaseinen schweren und erfolgreichen Kampf niemals ohne tiefen Glauben an Gott hätte durchführen können, daß der Nationalsozialismus nicht kirchenfeindlich sei, daß er der Kirche den Schutz gebe, den sie beanspruchen würde, daß aber die Kirche sich auf die Dinge beschränken müsse, die sie wirklich angehen. Das ganze Herz Görings sprach aus den versöhnenden Worten, die Göring für die früheren Gegner des Nationalsozialismus fand und aus dem Dank für die bewundernswerte Haltung der österreichischen NationalsoziaDonnernd rollte der Beifall auf, als der Führer vor die Mikrophone trat. Leipzig, die Stadt der deutschen Bücher, die Stadt der großen deutschen Messe, so sagte er, könne gar nicht anders denken als großdeutsch. Der große Kampf dieser Woche gelte der Sehnsucht einer Nation, die bisher hinter anderen Völkern zurückgestanden sei.„Was für andere als selbstverständlich galt, mußte für uns spät erworben werden. Wir sind im Begriff, dieses Problem zu lösen.“ Dann zeigte der Führer auf, wie am Ende des Krieges die Phrase vom Selbstbestimmungsrecht der Völker verkündet wurde und gleichzeitig die Vergewaltigung des deutschen Volkes begann. Das wehrlose deutsche Volk sei mit Füßen getreten worden. Der Führer spann dann den Gedanken weiter aus und verband ihn mit der zwanzigjährigen Leidensgeschichte des deutschen Volkes in Oesterreich und im Reich. Weiter zeichnete der Führer den Weg, wie man nach dem Sieg des Nationalsozialismus Oesterreich jenseits aller geschichtlichen Voraussetzungen von der Seite des Reiches wegstoßen wollte. Trotzdem, so unterstrich der Führer mit innerer Bewegung, seien die Herzen der 6,5 Millionen in Oesterreich mit den Herzen der 68 Millionen gleichgeschlagen. So seien die Grenzen zur Lächerlichkeit geworden. Der Führer lehnte es ab, noch im einzelnen die wirtschaftlichen und die anderen Gründe für das unaufhaltsame Absinken des unnatürlich getrennten Volksteiles in Oesterreich anzuführen. Er stellte nur den Unterschied in der Regierungsmethode heraus: im Reich die wirtschaftlichen Mittel und Möglichkeiten eines großen Volkes konzentriert angesetzt— in Oesterreich machtlose Absplitterung. Deutschland, so rief der Führer, baut die Riesenbrücke in Hamburg, nicht die Stadt Hamburg! Ebenso stellte der Führer die Leipziger Messe als Werk Gesamtdeutschlands heraus. Die Autostraße Bayerns sei das Ergebnis der zusammengeballten Kraft einer ganzen Nation, die an einer einzigen Stelle zum Einsatz komme. „Wir haben durch diesen geschlossenen Einsatz unter einer Führung das ganze Reichsgebiet in Ordnung gebracht. Vier Jahre später soll man sehen, was wir geleistet haben!(Brausender Beifall.) Hinter dem einzelnen stehen die Möglichkeiten eines großen Volkes— das steigert die Unternehmungslust, steigert Wagemut und Verantwortungsfreudigkeit, führt zu Leistungen!“ Als Adolf Hitler dann davon sprach, daß der Führer der Geschlossenheit der Nation zu großen Taten bedarf, unterstrich das Volk das stürmisch in Dankbarkeit und restloser Anerkennung. Erschüttert schwieg alles bei der Schilderung des Volkstodes in einem Staat, wo das anders war, wo die Kinder zu fehlen begannen und damit der Antrieb zur Leistungsfähigkeit fehlte. Denn das, so hob der Führer hervor, sei der letzte Sinn des Aufstieges: „Die Sorge für die, die danach kommen. Volk ohne Erben schafft nicht mehr!“ Der Führer gab dann einen Ueberblick über den Kampf der Braunhemden um die Macht hier und drüben. Schweigend blickt die Menge hoch, als der Führer vom und der Bestimmung des einst aus leich gekommenen Knaben von Braunau „Ich habe nichts anderes gedacht, als dieses Reich nach seinem Zusammenbruch wieder groß und stark und mächtig zu machen— aber ich habe auch niemals meine Heimat vergessen und die Stunde herbeigesehnt, wo ich diese Heimat ins Reich zurückbringen konnte.“ (Minutenlange Beifallskundgebungen.) Und nun gab der Führer Rechenschaft von seinen Versuchen, mit eindringlichen Vorstellungen das irregeleitete System Schuschnigg noch einmal auf den richtigen Weg zu bringen. Empörung wurde laut in der Halle, als der Führer die letzten Winkelzüge, ja die Zuflucht Schuschniggs zur Gewalt erläuterte; das Volk aber habe um Hilfe gerufen durch eine neue Regierung: Dr. Ernst Rauschenplat Uns erreicht heute die traurige Nachricht, daß unser Berliner Schriftleiter Dr. Rauschenplat nach einer kurzen und schweren Krankheit gestorben ist. mußte sich einer Operation unterziehen. Er hat die Genesung nicht wiedergefunden. Der Tod hat einen Berufskameraden aus der Arbeit herausgerissen und aus unserer Mitte genommen, der tief innerlich verbunden war mit der publizistischen Aufgabe, die ihm Lebensberuf gewesen ist. Dienst am Wohle des Ganzen und der Gemeinschaft und Dienst an der Zeitung, das waren seine Leitsterne, nach denen er immer zu handeln trachtete aus hoher ethischer Berufsauffassung, aus verantwortungsfreudigem Pflichtgefühl und reinem Streben und Wollen. Er war ausgezeichnet durch eine vornehme Gesinnung, einen festen Charakter und eine gewinnende Bescheidenheit. Wenn auch erst seit knapp einem Jahre für uns in Berlin tätig, haben wir seine Kameradschaft und seinen Arbeitseinsatz besonders schätzen gelernt und hochgeachtet. Wir verlieren in ihm einen treuen Mitarbeiter und guten Kameraden, dessen Gedächtnis wir dankbar und anerkennend bewahren werden. „Und ich habe geholfen; in drei Tagen hat ein Ideal einen Staat erfüllt!"—„Der 12. März sollte der Tag des Betruges sein, er wurde der Tag der Befreiung!“ Und glücklich sprach der Führer von der Vorsehung, die ihn berufen hat, nun ein Wunder zu gestalten. Die Schönheit seiner Heimat, die Treue der von ihm neugewonnenen Brüder schilderte der Führer bewegt.„In dieser Zeit“, so schloß er hierbei,„konnten wir es spüren, daß der Segen des Herrn mit uns war und nicht mit unseren Feinden!“ Die Bestätigung der geschichtlichen Tat werde nun gefordert werden in dem Glauben, daß eine solche geschichtliche Entwicklung der Zustimmung des gesamten Volkes bedürfe: „Das deutsche Volk soll bestätigen, daß ich in seinem chlan Auftrag handelte! Deshalb rufe ich ganz Deutschland auf; Ich will, daß nun zum erstenmal in seiner Geschichte das große Deutschland gemeinsam einen staatspolitischen Akt vollzieht“ Bevor der Führer seine Rede schloß, wies er noch einmal hin auf den Reichstag, den das größere Deutschland nun zu seinem Nutz und Frommen haben werde: einen nationalsozialistischen Reichstag. Der Führer endete mit dem Appell an das Sachsenland:„Es ist für mich selbstverständlich,“ rief Adolf Hitler aus,„daß am Abend des 10. April mir gemeldet wird:„Hinter mir steht Sachsen!“ Den Sinn des nun orkanartig donnernden Schlußbeifalls faßte Gauleiter Mutschmann zusammen. Die Masse in der Halle fiel ein in seinen Ruf:„Ein Reich, ein Volk, ein Führer! Die Erzeugungsschlacht kümpft für Deutschland. Das Bekenntnis des Landvolkes zu Adolf hitler. DNB Korbach(Waldeck), 27. März. Das Waldecker Land hatte seinen großen Tag. In Korbach standen unter freiem Himmel die Tausende und aber Tausende kurhessischer Bauern, um den Reichsbauernführer über das Bekenntnis des Landvolkes zu Adolf Hitler zu hören. Die Schaffung des Großdeuten Reiches hat seine begeisternde Wirkung bis auf den letzten Hof einsamster Landgegenden ausgestrahlt. Niemals hat man im Landvolk solche Stürme der Begeisterung erlebt, als Reichsminister Darré den Weg Deutschlands unter Adolf Hitler bis zum Reiche aller Deutsch schilderte. Mit Stolz, so führte der Minister aus, darf heute das deutsche Landvolk auf seine Leistungen zurückblicken. Trotz landw itschen Der Reichsbauernführer wies, von herzlichem Beifall unterbrochen, darauf hin, daß die Leistungen des Landvolks in der Erzeugungsschlacht ein Beitrag des Dankes an den Führer sein sollen. Die Erfolge des umfassenden Einsatzes der gesamten deutschen Landwirtschaft für die Brotfreiheit der Nation hat uns trotz aller Schwieriakeiten das Ringen um die Nahrungsfreiheit bisher erfolgreich meistern lassen. einer starken Inanspruchnahme landwirtschaftlicher fläche für allgemeine Zwecke und einer wachsenden Bevölkerung wieder vollbeschäftigter Esser sei es möglich gewesen, die Selbstversorgung unseres Volkes von 75 v. H. auf 81 v. H/zu steigern. Die Arbeit des Landvolkes habe uns die Enge des deutschen Lebensraumes erleichtern helfen. 1.4 Milliarden RM hat die Landwirtschaft für Betriebsmittel zur Leistungssteigerung mehr ausgegeben, als wenn die Betriebsausgaben auf dem Stand des Jahres 1932 stehen geblieben wären. Seit der Machtübernahme hat sich der Verbrauch an Düngemitteln allein um 45 bis 65 v. H. erhöht. Heute hat das deutsche Volk seinen Brotkorb, den vor Adolf Hitler der Jude und internationale Mächte bestimmten, wieder in die eigenen Hände genommen. Der Reichsbauernführer betonte, daß eine neue Gesinnung immer das unmöglich Scheinende in Deutschland möglich machte. Die Führung des deutschen Landvolkes habe nicht deshalb ihre Erfolge gehabt, weil sie etwa bessere Wirtschaftler seien, sondern weil sie Nationalsozialisten sind, Niemals habe der Führer dem deutschen Volke goldene Berge versprochen, aber das, was er versprochen habe, habe er mehr als gehalten. Das deutsche Landvolk werde am 10. April dem Führer mit einem einstimmigen Ja seinen Dank abstatten. 16 Copyright Union Deutsche Verlagsgesellschaft Stuttgart. 14) Siebentes Kapitel. gerüstet, trotzen. Oktober stand das Lorensensche Haus fertig, n Herbststürmen und dem Winterschnee zu Die weißgetünchten Hauswände mit ihrem erten Balkenwerk protzten in Sauberkeit, und das Strohdach leuchtete wie eine goldene Decke. Die Birkenhagener hatten es beim Landrat durchgesetzt, daß Lorensen wieder ein Strohdach haben durfte, weil es sich ja um keinen Neubau handelte, sondern nur um die Herstellung der alten Form. Noch umgürteten das Haus die Spuren der Bautätigkeit, Haufen übriggebliebener Mauersteine, Kalk, Mörtel, kleine Hügel von Kies und Sand. Aber die Familie hielt trotzdem ihren Einzug, froh, wieder auf eigenem Grund wirtschaften zu dürfen. Mit dem Ankauf von neuem Hausrat konnten sie warten, die Nachbarkolonisten halfen aus. Der eine schenkte Federkissen und Decken für die Wandbetten, ein anderer Stühle, die er entbehren konnte, ein dritter einen Schrank, einen Tisch, andere Kochgeschirr, ein Spinnrad, eine Lampe. Das wenige gerettete Vieh hielt Einzug in die Stände hinter den Holzstäben der Diele, Ferkel und Hühner wurden zahlreich zugesteuert. „Wirst dir schwer tun, Nachbar," sagte Brinkmeier zu Lorensen,„um man bloß ein paar Stück Großvieh wieder einzustellen. Da mußt das Geld von der Feuerversicherung gut zu Rat halten un hast nix übrig für solchen Krimskram von Möbels.“ Ein wenig kahl, aber doch gemütlich, wirkte die Ausstattung der Räume mit den nachbarlichen Freundschaftsgaben durch Malles geschickte Aufstellung. Hennings Augen leuchteten bei dem Anblick. „Hast ein banniges Geschick, Malle. Bist ein staatsche Wirtschafterin, weißt aus wenig viel zu machen. Da wird mein Vadder seine helle Freud an haben. Lorensen war sehr ernst, als er über die Schwelle seines neu erstandenen Hauses schritt. Nachbar Puvogel raunte dem alten Brinkmeier zu: „Orntlich zusammengesackt is Nachbar Lorensen, hält sich, als ob er ein swere Last auf'f Buckel drüg. Ueber das Schadenfeuer in sein Haus kann er nich wegkommen.“ Und Brinkmeier nickte. „Jo— verännert is er. Hab nich vermeint, daß es ihn so mitnehmen würd." Lorensen ging langsam durch Flet und Stube und sah wenig um sich. Aber auf der Diele blieb er immer wieder stehen vor den leeren Ständen, in denen seine besten Kühe ihre Heimat gehabt hatten wo er ihnen, wie oft, die Stirnen gekrault hatte. Er sagte kein Wort. Jean, der Knecht, wollte in seinen Augen einen feuchten Schimmer bemerkt haben. Aber das glaubte ihm niemand: Bauer Lorensen flennte nicht. Heimat. Sie aber würde nun das Leben leben, das die Birkenhagener Deerns gelebt hatten seit mehr als zweihundert Jahren, in Beschränkung, in Enge, in immer gleichmäßig verlaufendem Schaffen, bis sie endlich ausruhten in ihren Grabstätten auf dem Grasdorfer Kirchhof. Und dankbar mußte sie sein, daß ihr kein schlimmeres Los geworden war, als dies Leben zu leben an des wackeren Hennings Seite. Wahrhaftig, sie begann fast, ihn zu lieben, den treuen, ehrlichen Gesellen. Gut waren die Dinge, wie sie waren Um drei Uhr rückten die Geladenen ein. Zwischen den Tassen auf den schneeweißen Tischdecken prangten große Schüsseln, hoch beladen mit Butterkuchen. Im Verein mit ihrer künftigen Schwägerin Alheid hatte Malle die Kuchen in Brinkmeiers Ofen gebacken Weitbauchige Kaffeekannen waren auf jedem Tisch aufgestellt. In einem Winkel neben den Pferdeständen lockten ein paar Fäßchen im Haus gebrauten Bieres, die Brinkmeiers gestiftet hatten, und einige Flaschen Kirschschnaps. Brintmeiers als Pfund und Beweis jar ous nis beider Höfe mit dieser Verbindung. Puvogels borgten die feinen Decken und Brinkmeiers die bunten Tassen zu dem Fest. Und Malle deckte mit gutem Geschmack die Tische auf Flet und Diele— viele Tische. Fast ganz Birkenhagen war geladen. Wie hätte man einen der fleißigen Helfer in der Not ausschließen können von dem greucenee te e die Borbe reitungen. Eine ruhige Zufriedenheit lag über ihrem Gemüt, wie die Eisdecke über einem wilden Strom. Was gewesen war, war gewesen: der Rausch, das heiße Empfinden und der qualvolle Schluß. Ein Traum, eine Verirrung. Vorbei— vorbei. Der Gefährte ihrer Torheit war frei, schwamm zur Zeit wohl längst auf hoher See, war vielleicht bereits gelandet und würde sich sicher seinen Weg brechen in eine Welt, die nicht durch unübersteigliche Mauern Mensch vom Mensch schied wie seine Fröhlich schwoll das Geplauder an, es gab viel zu erzählen, die letzten Wochen waren ungewöhnlich ereignisreich gewesen. Eng gedrängt saßen auf den Bänken und Stühlen die Gäste. Nur ein Platz wurde leer gehalten, der Platz für den Haussohn, den jungen Karl Lorensen. Sein Urlaub war ihm knapp bemessen worden, und der Weg zur Heimatkolonie war weit. Aber kommen wollte er bestimmt zum Ehrentage der Schwester. Das Brautpaar saß Seite an Seite. Ab und an drückte Henwing unter dem Tisch Malles Hand. Ab und an tastete er mit der anderen in seine Westentasche, wo die Ringe steckten, die er vor Wochen zur Verlobungsfeier in Scharmbeck besorgt hatte Er sprach wenig, nur seine Augen leuchteten in verhaltenem Glück. Vater Brinkmeier saß in breiter Behaglichkeit am oberen Tischende der Brauttafel. Das Geschick hatte es allzeit gut mit ihm gemeint, und er war überzeugt, daß die Schwiegertochter, die sein Henning ihm ins Haus brachte, einen Treffer mehr im Glücksspiel seines Lebens bedeutete. Bei Lorensen wechselte fieberhafte Heiterkeit mit scheuer Versunkenheit. Die Nachbarn hatten recht: er war nicht mehr der Alte. Immer wieder mußte er hinter sich schauen und rings um sich, wie in Angst vor etwas Schlimmen, das auf ihn lauere. Er pflegte zu sagen, er fühle die kommenden Gewitter voraus. An diesem Oktobertage spürte er ein Gewitter. Der Kaffee war getrunken, die Tassen weggeräumt. Jehann und Rieke füllten aus den Bierfässern die Steinkrüge und setzten sie vor die Gäste auf den Tisch. Vater Brinkmeier erhob sich, um den Verspruch seines Sohnes laut zu verkünden, und Henning zog erwartungsvoll die Ringe aus seiner Tasche. Da wurde die Flettür aufgerissen und Karl Lorensen, in Lebhaft, freudig wurd Malle schenkte ihm die Tasse voll von warmgehaltenem Kaffee und füllte ihm den Teller mit Kuchen. Er griff zu, hungrig von seiner langen Wanderung. „Ja, und wißt ihr schon das Neueste? Der Jan Puttfarken, der unser Haus in Brand gesteckt hat— der is dot!“ Voll Ueberraschung und Aufregung drangen die Gäste in ihn, bestürmten ihn mit Fragen. „Tot?— Ja, wie denn? Die Landjäger hatten ihn nicht auffinden können. Verschwunden war er. Wie denn konnte man wissen, daß er tot sei?“ Karl Lorensen hatte die Nachricht erst heute erfahren. Sie hatte Aufsehen erregt bei den Verdener Behörden. Aber Tatsache war's. Puttfarken war tot. Die Kaffeekanne, die Malle in der Hand hielt, schwankte so sehr, daß sie sie auf den Tisch setzen mußte. „Seine Leiche ist angetrieben in Vegesack,“ erzählte Karl.„Noch gar nicht lang soll sie im Wasser gelegen haben. Weiß der Kuckuck, wo der slaue Fuchs sich all die Kann sein, meinen die der Soldat, trat ein. Lebhaft, freudig wurde er begrüßt. Als der Nachmittag hauptstadt? Langank dur von Sc zr Stadt u zung im Ga zur Wohnun Am Abe geisterte Jug Dur von Sch Nünster erö Kreisleiters em die Ver achte, von jalen Fr den Füh hlechter kön das wir he dem Herz er erscheine Nann der i mit seir mn Berli laum der Die überw tes de mäßig ben hi große nend In kurz eifte der her ausl hehen geger olle Abrech Len nicht hekt soll Anit Genugtu ohl in der Nach der leutschland ut, richtete lwpell, die En vor de könne. so wet und R unsere H eschichte des lahrzehnten /ries Baldur Vortung. er Juge ing der sie binte en Weg le. Un nnenen gro Veranty eschichte geg Antei das Drit usten Großd m. ideallose ahre die in ge Jugend e vergessen, and noch en habe. tganisie Nach seit n über die wiehung schi fer und he bitlerius seich niemal lich eine Ju elitten hat, Wir h Oesterr lerjuge mehr teilt ge Jugend Teil m nd man mu ze Stimmun von der Ver berse schreibt ner prophet Bunder ersch 37 an den auf den Fersen war, und daß er bei dem Versuch ins Wasser gefallen und ertrunken is.“ „Aber wie konnte man wissen, daß die angetriebene Leiche die von Puttfarken war?“ wollten die Hörer wissen.„An was hat man ihn denn erkennen können?" „An seinem Gesicht nich," erklärte Karl.„Das war nich zu erkennen. Da muß woll die Schraube von dem Schiff drüber gegangen sein, auf das er sich einschmuggeln wollte. An seinen Papieren auch nicht. Er hat nix bei sich gehabt, keinen Brief, keinen Taufschein, auch keine Geldtasche und kein Geld, nich mal'ne Uhr. Aber der Steckbrief, der hat aufs Haar auf ihn gepaßt. Hört mal zu." Er zog ein zerknittertes Blatt Papier aus der Tasche und las daraus vor:„Alter: zirka vierundzwanzig Jahre. Anzug: feste schwarze Lederschuhe, graue Wollsocken, bräunliche Hose aus Baumwollsamt, braune Jacke mit Hornknöpfen. All dies könnte auf einen anderen auch passen, gewiß. Was aber den Ausschlag gegeben hat, das war die Tätowierung auf seinem rechten Oberarm: ein springendes Pferd und darunter die Buchstaben: J. P. Diese Tätowierung war im Steckbrief als besonderes Merkmal angegeben. Un daß so'n absonderliches Kennzeichen noch ein anderer auf der Haut getragen haben sollte, dazu die Buchstaben I. P.— das is woll ausgeschlossen.“ Ja, das sah die ganze Versammlung ein Vor diesem Bösewicht brauchte Lorensen keine Bange mehr zu haben. Allgemein war die Befriedigung über solch Ende des Brandstifters. Als ein Beweis für Gottes Gerechtigkeit wurde es aufgefaßt. (Fortsetzung folgt) Wenn d zieherische Al und erste ommen nich enden Jung as ganze de niennen, Und es erfüll tiösen Dankb das dieser I. wischen Wir daß en ist, der und di in jene des Gl gend 1n vollzog keiner Volkes as neue LUNNS Seifenpulver herrliche lauge, gute Schaumkraft, schnell-löslich ganz gleich, ob in kaltem oder warmen Wasser angesetzt und dabei so ergiebig und billia im Gebrauch. em ag. ttis ste hn Sie en. en. t, te. lte en die die es och ns ne ter 90 ar m n dei ne der rt de cke en en 21 6e rls errais Unsere Entscheidung unsere Zukunft Baldur von Schirach eröffnete den Wahlkampf in Münster.— Die Jugend empfing begeistert ihren Reichsjugendführer. "Münster, 27. März. Als der Reichsjugendführer Baldur von Schirach am Nachmittag des Samstag an der Stadtgrenze der Gausauptstadt Münster eintraf, wo er von Gebietsführer danganke begrüßt und empfangen wurde, konnte Balzur von Schirach durch ein Spalier begeisterter Jugend zr Stadt und zum Gauhaus fahren. Nach kurzer Begrüna im Gauhaus begab sich der Reichsjugendführer dann zr Wohnung des Gauleiters. Am Abend führte ihn wiederum sein Weg durch beeisterte Jugend zur Halle Münsterland, wo Balur von Schirach die Kundgebungen des Wahlkampfes in Künster eröffnete. Nach herzlichen Begrüßungsworten des greisleiters Mierig sprach der Reichsjugendführer, um die Versammlung stürmische Ovationen darnachte, von den mitreißenden Tagen der natioalen Freude und des himmelstürmenden Glaubens den Führer und sein großes Werk. Erst spätere Gehlechter könnten mit ihrem Verstande das begreifen, as wir heute nur aus starkem und glühenem Herzen erfühlen könnten. Wie ein Wunz erscheine es, wenn man sich vergegenwärtige, daß ein Nann der österreichischen Heimat von München us mit seiner Bewegung Deutschland erobert und dann mn Berlin aus das ewige Reich der Deutschen, den aum der Besten vieler Jahrhunderte, gebaut habe. Die Kluft der Stämme habe der Führer dadurch überwunden, daß er allen Menschen deutschen Blutes das stolze und sichere Bewußtsein der blutsmäßigen und völkischen Zusammengehörigkeit gegeben habe. Und dieses Bewußtsein habe dann das große Werk, vor dem heute wir und die Welt staunend stehen, werden und erstehen lassen. In kurzen und unmißverständlichen Ausführungen eiste der Reichstugendführer die Haltung manher ausländischer Blätter dem deutschen Gejehen gegenüber, und er schloß seine kühle und humorolle Abrechnung mit den stolzen Worten: Wir wollen nicht, daß sie uns lieben, aber Repekt sollen sie vor uns haben und er konnte Ant Genugtuung hinzufügen, daß dieser Respekt ja heute hl in der ganzen Welt vorhanden sei. Nach der Zeichnung des gewaltigen Aufschwunges, den lutschland unter der Führung Adolf Hitlers genommen ut, richtete der Reichsjugendführer an seine Zuhörer den ppell, die Entscheidung des 10. April so zu fällen, daß sie vor der Ewigkeit der deutschen Geschichte bestehen könne. Denn so wie diese Entscheidung ausfalle, so werde das Gesicht der Zukunft unseres Volkes und Reiches sein. unsere Hand sei es gegeben, zu bestimmen, wie die schichte des großen deutschen Reiches in den nächsten ührzehnten und Jahrhunderten verlaufen werde. Dabei es Baldur von Schirach auf die große Verantvortung aller Wähler und Wählerinnen der Jugend gegenüber hin. Die Entscheiuung der Erwachsenen werde der Jugend, se hinter ihnen stehe und auf sie schaue, en Weg eröffnen, den sie einst gehen se. Und daß dieser Weg die Fortführung des benenen großen Werkes sein müsse, das sage einem jeden Verantwortungsbewußtsein dieser Jugend und der eschichte gegenüber. Der Reichsjugendführer zeigte dann mAnteil der deurschen Jugend am Kampf das Dritte Reich und am Aufbau des neuen und siegusten Großdeutschland auf. Dabei stellte er der entnervideallosen und führerlosen Jugend der früheren re die in sich gefestigte, verantwortungs- und tatfreuge Jugend des neuen Reiches gegenüber. Man dürfe evergessen, daß es vor wenigen Jahren in Deutschand noch 2 Millionen Jugendliche gegeen habe, die in der Gottlosenbewegung tganisiert gewesen seien. Nach seinen klaren und grundsätzlichen Ausführunn über die Erfolge der nationalsozialistischen Jugendwiehung schilderte der Reichsjugendführer die heroischen der und heldenhaften Leiden der österreichischen bitleriugend, die den Kampf um das großdeutsche leich niemals aufgegeben hätte.„Wir haben in Oesteruich eine Jugend, die unter der unsäglichsten Verfolgung elitten hat, die man sich vorstellen kann. Wir haben in der Zeit des Kampfes um DeutschOesterreich 40 000 Jugendliche in der dortigen Hitlerjugend gehabt, von denen sast alle Führer zu mehr oder weniger schweren Kerkerstrafen verurteilt gewesen sind. Aber nicht nur die männlichen Jugendführer, auch die Jugendführerinnen sind zum Teil mit jahrelangen Kerkerstrafen belegt worden. Uind man muß sich vorstellen, was es heißt, wenn in dieStimmung des Terrors und der Verfolgung, ja fast von der Verzweiflung ein Junge an den Führer ein paar serse schreibt, die heute, da das vollzogen ist, was er in ner prophetischen Vision uns vor Augen stellt, wie ein lunder erscheint. Dieser Junge, der schreibt Weihnachten an den Führer: So wollen wir dich einst begrüßen in unserem lieben Heimatland. Wohin du kommst, wird dir zu Füßen ein Blumenteppich ausgespannt. Und an den Fenstern, an den Gängen, werden die bunten Kränze hängen. Und höher oben auf den Türmen, da sollst du deine Fahnen sehen: ganz fleckenlos, trotz allen Stürmen, werden sie hoch im Winde wehen und werden weithin sieghaft leuchten und manches blanke Auge feuchten, das ganze Land wird widerhallen von unserem namenlosen Glück, das Deutschlandlied wird froh erschallen und jede Miene, jeder Blick, wird dir die gleiche Botschaft geben: Oesterreich ist dein mit Leib und Leben! Wenn die nationalsozialistische Bewegung für ihre zieherische Arbeit einen Rechenschaftsbericht erstatten al und erstatten muß, dann braucht sie im Grunde gekommen nichts anderes zu tun, als die Verse dieses kämpenden Jungen dem deutschen Volke zu übermitteln und as ganze deutsche Volk: es wird einmütig und begeistert tiennen, daß endlich in unsere Jugend der Geist eingekehrt ist, der für alle Zukunft den Bestand und die Größe und die Herrlichkeit des Reiches verbürgt. Denn in jener Zeit der Verfolgung eine solche Botschaft des Glaubens zu richten an die Führung der Jugend im Reiche, das ist schon ein Beweis für eine vollzogene charakterliche Erziehung, wie sie von keiner anderen erzieherischen Einrichtung unseres Volkes vollbracht worden ist. es erfüllt uns mit einer— ich möchte sagen— relisiosen Dankbarkeit, wenn wir uns vorstellen, daß das, das dieser Junge als Vision uns dargestellt hat, nun inwischen Wirklichkeit geworden ist. Ich habe das große Glück gehabt, mit meinen eigenen lugen diesen Blumenteppich zu sehen, den das deutschsierreichische Volk seinem Führer gestreut hat und ich Abe die feuchten, blanken Augen der Jugend gesehen und de Fahnen auf den Türmen und die Kränze an den Fensern und Gängen, als der Führer durch Oesterreich fuhr, Arch diese Straßen und Plätze der Dörfer, Flecken und großen Städte, da brauste ihm aus der Jugend dieses schonen Landes ein Jubel entgegen, wie er unvorstellbar ist, wie er im Verlaufe unserer langen Geschichte noch keinem Führer des deutschen Volkes in solcher Kraft entgegenschallte. Und man wußte, es ist dies nicht nur eine Begeisterung der Stunde, denn die Menschen, die dort dem Führer entgegenjubelten, die hatten 1 nun durch ihre Begeisterung in schweren Jahren der Verfolgung und des Terrors erhärtet und bewiesen und hatten gezeigt, daß sie nicht weich und nicht müde und nicht schlapp sind, sondern sie hatten dem Deutschen Reiche und Führer gezeigt, daß sie zu den Treuesten und Tapfersten der deutschen Nation gehören. Und dieses Land, das wir uns da erobert haben, das mochte ich im Namen dieser Jugend geloben, wird niemals wieder preisgegeben und dieses Land werden wir niemals wieder opfern. Als der Führer auf der Rampe der Hofburg in Wien stand und wie er herabsah auf die Hunderttausende von Menschen, die da unten standen, da ist wohl jedem von uns, der das miterleben durfte, zum Bewußtsein gekommen: Diesen Mann hat uns Gott gesandt und unsere Bewegung und unser Reich und unsere Fahne hat Gott vor aller Welt sichtbar gesegnet! In diesem ungeheuren— ich möchte wieder sagen— religiösen Erlebnis jener Stunde, da hat wohl jeder für sich den heiligen Schwur abgelegt. alles daran zu setzen, um dieses Führers würdig zu sein und es ist dies ja auch eigentlich das Bekenntnis, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, daß der Führer nach seinem Aufruf an Euch von Euch verlangt. Denn es geht ja bei dieser Wahl darum, daß wir vor der Ewigkeit unserer Geschichte nun endlich einmal einmütig beweisen, daß wir ein einziges Volk von Brüdern sind. Wie Sie in dieser historischen Stunde der Wahl entscheiden, so vollzieht sich die Entwicklung der deutschen Geschichte. Wählen Sie so, daß sie nicht nur vor der zeitlichen Gegenwart, sondern auch vor der Ewigkeit bestehen können! Wählen Sie, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen in jenem Bekenntnis, das uns in Oesterreich aus Millionen Kehlen immer wieder aufbrausend und mitreißend entgegenklang: Ein Volk, ein Reich, ein Führer! Baldur von Schirach in Osnabrück. emd= Osnabrück, 27. März. Samstag mittag traf der Reichsjugendführer Baldur von Schirich. von Wilhelmshaven kommend, auf seiner Fahrt nach Münster in Osnabrück ein, wo er auf dem alten Marktplatz zu einer vieltausendköpfigen dicht gedrängt stehenden Menge eine kurze Ansprache hielt. Neben der Jugend waren ungefähr 9000 Arbeitskameraden aus den Osnabrücker Betrieben erschienen. Auf seiner Fahrt durch die Stadt wurde Baldur von Schirach von der Osnabrücker Jugend, die von der Stadtgrenze an ein dichtes Spalier gebildet hatte, ein jubelnEmpfang bereitet. Von Straße zu Stra eisterte die begeisterten Kundgebungen der setzten sich Hakenkreuzfähnchen schwingenden Jugend fort. Im Friedenssaal des alten Rathauses, der durch Kerzenschein feierlich erleuchtet war. wurde Baldur von Schirach von Oberbürgermeister Dr. Gärtner willkommen geheißen, nachdem Kreisleiter Munzer schon an der Stadtgrenze die Grüße der Stadt entboten hatte, die sich freue, den Reichsjugendführer in ihren Mauern begrüßen zu können. Nachdem der Reichsjugendführer sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, sprach er von der Freitreppe des Rathauses aus, der in einem schnell geschaffenen Festschmuck prangte, zur Osnabrücker Bevölkerung. Wenn ich Euch heute, so sagte Baldur von Schirach, so vor mir stehen sehe, Kopf an Kopf, dann erinnert mich das an das Bild der gewaltigen Kundgebungen vor wenigen Tagen in Wien, wo das befreite Volk der Ostmark dem Führer seine Dankbarkeit entgegenjubelte. Wo wir auch stehen, an verantwortlicher Stelle im Staate oder ob wirals Pimpf oder Jungmädel hinter der Fahne des Führers marschieren, oder als Arbeitskamerad im Betriebe: ganz gleich, wo wir sind, wir alle sind tief bewegt und ergriffen in dem Gefühl, daß wir nun zusammengehören als ein großes 75-Millionenvolk und die schönsten Stunden der Geschichte durch die gewaltige Tat des Führers miterleben dürfen. Der Reichsjugendführer betonte, daß dieses Volk heute zusammenstehe in einer echt sozialistischen Gemmeinschaft. Er ließ seine kurze Ansprache ausklingen in einem begeisternden Appell an die Osnabrücker Bevölkerung, am 10. April ihre Pflicht zu tun für ein Reich, ein Volk und einen Führer. Das Sieg Heil und die Lieder der Nation brausten wie ein heiliges Gelöbnis über den historischen Platz. Als der Reichsjugendführer nach dieser kurzen, aber eindrucksvollen Kundgebung Osnabruck zur Weiterfahrt nach Münster verließ, bereiteten ihm die Jugend und die Bevölkerung wiederum begeisterte Kundgebungen. Errichtung der Deutschen Filmakademie. Erlaß des FührersDNB Berlin, 26. März. wird folgender Erlaß des FühIm Reichsge rers veröffentlicht: § 1. Zur Sicherung der Fortentwickelung des Filmwesens, insbesondere der Filmkunst im Geiste des Nationalsozialismus, wird die„Deutsche Filmakademie mit dem Arbeitsinstitut für Kulturfilmschaffen“ als Anstalt des Reiches errichtet. § 2. Die Deutsche Filmakademie untersteht der Aufsicht des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda. § 3. An der Spitze der Deutschen Filmakademie steht ein Präsident. Dieser wird von mir auf Vorschlag des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda ernannt. § 4. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda gibt der Deutschen Filmakademie eine Satzung. Der Reichsjugendführer schreitet mit Gauleiter Dr. Meyer die Front der Pimpfe vor dem Gauhaus ab. Die Mädel und Jungmädel Münsters begrüßen den Reichsjugendführer auf dem Prinzipalmarkt. Aufnahmen(2): Bildstelle Gebiet Westfalen Stabschef Lutze im Westmünsterland. Besichtigung der deutsch-österreichischen SA. tt- Bocholt, 27. März. Stabschef Lutze traf am Sonntag nachmittag in Dorsten ein, wo er die östereichischen SA=Kameraden des Hilfswerlagers Nordwest besichtigte. Stabschef Lutze nahm in Dorsten den schneidigen Vorbeimarsch der Politischen Leiter, der SA und SS ab, die gerade zu einem Propagandamarsch angetreten waren. Von Dorsten aus fuhr Stabchef Lutze, in dessen Begleitung SA=Obergruppenführer Schramme, Brigadeführer Vogel und zahlreiche höhere SA=Führer waren, nach Borken, wo er gegen 15,30 Uhr eintraf. Die Bevölkerung bereitete ihm einen herzlichen Empfang. Nachdem junge Mädchen ihm Blumen überreicht hatten, schritt Stabschef Lutze nach Meldung des Obersturmführers Harbs die Front des Sturmbannes II/8 ab. Von Borken aus fuhr Stabschef Lutze dann nach Bocholt weiter, wo er an der Grenze der Stadt von Vertretern der Stadt und der Partei begrüßt wurde. Durch ein dichtes Spalier begeisterter Menschen fuhr Stabschef Lutze dann zur Stadtmitte und von da zum Hilfswerklager Nordwest, wo die österreichische Legion in Stärke von über 3000 Mann angetreten war. Der Stabschef richtete eine kurze Ansprache an die österreichischen SA=Kameraden und sprach zu ihnen von der Heimkehr ihrer Heimat ins große deutsche Reich. Dabei teilte er den SA=Männern mit, daß die gesamte österreichische Legion am kommenden Samstag in Wien einmarschieren werde. Nach kurzem Aufenthalt verließ Stabschef Lutze dann das Lager und trat mit seiner Begleitung die Rückreise an. Generalfeldmarschall Göring ehrt die Gefallenen des Weltkrieges. E Wien, 26. März. Der Heldenplatz in Wien lag in strahlendem Sonnenchein, als der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generaleldmarschall Göring, am Sonntagvormittag zur Ehrung der im Weltkrieg gefallenen deutschösterreichischen Soldaten am Heldendenkmal erschien. Jubelrufe der spalierbildenden Bevölkerung kündeten das Nahen des Generalfeldmarschalls an. Die im offenen Viereck angetretenen Ehrenformationen des Heeres, der Luftwaffe und des NS=Fliegerkorps präsentierten. Der Stadtkommandant erstattete Meldung. Während die Musikkorps das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied spielten, begrüßte der Generalfeldmarschall die Vertreter des Staates und der Partei mit dem Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart, Minister Glaise=Horstenau, Reichssportführer von Tschammer und Osten, SS=Brigadeführer Minister Hueber, Bürgermeister Dr. Neubacher an der Spitze. Ferner begrüßte der Generalfeldmarschall das Offizierskorps, u. a. den General der Kavallerie von Weichs, den Kommandeur der Luftstreitkräfte in Oesterreich, Generalmajor Wolff. Feldmarschall=Leutnant Haselmayr, Generalmajor Löhr und Oberst Angelis. In der Begleitung des Generalfeldmarschalls befanden sich u. a. der Oberkommandierende der VIII. Armee, Generaloberst von Bock, der Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalleutnant Stumpff, Staatssekretär Körner und Gauleiter Bürckel. Generalfeldmarschall Göring schritt sodann unter den Klängen der Präsentiermärsche die Front der Ehrenformationen ab. Während sich nun Generalfeldmarschall Göring zur Kranzniederlegung in die Krypta des Heldenmals begab, spielte das Musikkorps das Lied vom guten Kameraden. Den Abschluß der würdigen Feier bildete ein Vorbeimarsch der Ehrenformationen. Unter den jubelnden Siegheilrufen der Menge begab sich der Generalfeldmarschall dann, im Wagen stehend und nach allen Seiten grüßend, in das Hotel zurück. S6 Die gute Kunst gehört m's ganze Volk. KoF=Fabrikausstellung des Amtes Feierabend in Bockum=Hövel.- Maler und Graphiker aus Westfalen=Nord stellen aus. Lgch. Bockum=Hövel, 28. März. Die gute Kunst, die bildende Kunst soll nicht nur für einen Teil, für die bemittelte Schicht des Volkes sein, sondern der Führer sagte, daß die Kunst ins ganze Volk hineingetragen werden müsse. So sollte sie vor allem auch an den kleinen Mann, die Arbeiterschaft und den Kumpel, herangetragen werden. Und seit 1933 bemüht sich die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ mit bestem Erfolg, die breitesten Volksschichten durch künstlerisch wertvolle und gediegene Fabrikausstellungen für die gute und bildende Kunst zu gewinnen. So konnten in diesen fünf Jahren im ganzen Reichsgebiet rund 1350 durchgeführt werden. Seit Ende September vorigen Jahres haben im Gau WestfalenNord 11 dieser Fabrikausstellungen stattgefunden und erfreulicherweise mit ausgezeichnetem Erfolg. Die 11 Ausstellungen waren von insgesamt 27 000 Volksgenossen besucht. Diese gewaltige Zahl spricht nicht nur für sich, sondern bezeigt die Richtigkeit des von der KdF, Amt für bildende Kunst, aufgegriffenen Planes, auf diese Weise Erziehungsarbeit am Volke zu leisten. Und erfahrungsgemäß kommt das größte Interesse für die Wanderfabrikausstellungen von der Bergmannschaft. Die starke Interessiertheit hat die KdF veranlaßt, mit einer zweiten Ausstellung zu beginnen, so daß im nordwestfälischen Gaugebiet in Zukunft zwei nebeneinander laufen. Die erste ist zur Zeit in Gronau, die zweite Serie wurde Samstag im Rahmen einer besonderen Veranstaltung in Bockum=Hövel im evangelischen Gemeindehaus eröffnet. Der KdF=Gaureferent für bildende Kunst im Gau Westfalen=Nord, Pg. Dr. Dietrich, Münster, vermittelte den Vertretern der Presse in einer Vorbesprechung die Ziele und Absichten der Ausstellungen und erzahlte Einzelheiten aus den Erfahrungen: die KdF mit ihren kulurvermittelnden Plänen auf diesen Ausstellungen gemacht hat. Ziel ist, zunächst alle Betriebe mit über 1000 Mann Belegschaften zu erfassen. Aber nicht allein der Industriebevölkerung soll die bildende Kunst vermittelt werden, sondern gerade auch der Landbevölkerung soll sie nähergebracht werden. Dies könne und dürfe nicht durch Aufklärungsvorträge gelehrten, von der breiten Volksschicht kaum oder gar nicht verstandenen Inhaltes geschehen. Das beste Mittel dazu sei der Anschauungsunterricht am Bilde selbst. das ein Künstler. der auch jeweils verantwortlich ist für diese Fabrikausstellungen, bie in diesem Falle der Maler Pg. Ebersbach, dem Besucher in seiner Entstehung, Technik und künstlerischen Wirkung erklärt. Wenn so die Kunst in der Praxis„zum Volke“ spricht, gewinnt es eine ganz andere und vor allem richtige Vorstellung und Kenntnis von der wirklich guten Kunst und lehnt in Zukunft von selbst die minderwertigen billigen„Kunst“=Werke einstiger Zeiten, wie wir sie noch als goldgerahmte Engelreigen und sonstige„Kunstschöpfungen“ kennen. Die von der Kdir=Gauwaltung Münster durchgeführte Organisation ist ausgezeichnet. Die technische Art der Ausstellung hat durch Aufstellung von Preßstoffwänden, die in Eisenrahmen eingelassen sind, eine beachtliche und sehr praktische Neuerung erfahren. Erfreulich ist auch, daß die Betriebe für diese Wanderausstellungen sehr großes Verständnis und Entgegenkommen zeigen und der KdF durch Uebernahme der Transportund Raumkosten bedeutende Erleichterungen schaffen, die auch dankbar anerkannt werden, denn der Besuch ist für jedermann kostenlos. Diese 2. Serie der KdF=Fabrikausstellung des Gau Westfalen=Nord, die zur Zeit 12 Tage in Bockum=Hövel steht, die im Mai dieses Jahres in Ahlen und Heessen und in der Zeit vom 24. bis 30. April anläßlich der Kreiskulturwoche des Kreises in Beckum und Neubeckum zu sehen sein wird, zeigt 84 Gemälde und Graphiken von 17 nordwestfälischen Künstlern. Sehr packende Darstelllungen aus unserer engeren Heimat sieht man von Waldemar Malleck, Münster, fesselnd sind Josef Arens' Gelsenkirchener Steindrucke, lebensechte Bilder von der Wehrmacht. Leo Burgholz, Münster, bringt eine zarte Silberstift=Landschaft. Ausgezeichnet sind Bernh. Brökers, Münster, farbige Blumenbilder. Unter den 17 Malern und Graphikern präsentieren sich natürlich noch eine Reihe andere, deren Werke durch diesen kleinen Ausschnitt nicht geschmälert sein soll. sen kleinen Ausschnitt nicht geschmälert sein soll. Sehr wirkungsvol ist auch der Farbholzschnitt, den Rudolf Esser, Bocholt, ausgestellt hatte. Fred Ebbing, Münster, bringt reich ausgestaltete Kohlezeichnungen. Außerordentlich gefällt das Oelgemälde von Wilhelm Palmes, Greven,„Ems im Vorfrühling“. Die Ausstellung wird ihren Zweck, erzieherisch und aufklärend in der gesamten Bevölkerung zu wirken, nicht verfehlen. Schon an den beiden ersten Tagen war ein ausgezeichneter Besuch festzustellen. Damit wird sich bewahrheiten, was der Führer sagte, daß nämlich die gute Kunst dem ganzen Volke gehört. * In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen und der Direktion der Zeche Radbod fand in Bockum=Hövel. die feierliche Eröffnung statt. Von Nah und Fern. Neue Handwerksmeister. Vot dem Prüfungsausschuß der Handwerkskammer zu Münster haben seit unserer letzten Mitteilung wieder 20 Handwerksgesellen ihre Meisterprüfung abgelegt, und zwar waren es 4 Bäcker, 2 Friseure, 4 Maler, 4 Maurer, 5 Putzmacherinnen und 1 Tischler. Die Namen der neuen Meister sind u. a.: Bäcker: Friedrich Morbusch in Greven: Willibald Blaßhöfer in Stadtlohn. Friseur: Anna Haverkamp in Rheine. Maler: Theodor Lamm in Haltern; August Thalmann in Riesenbeck. Maurer: Josef Mesum in Dülmen. Putzmacherinnen: Maria Hunke in Ahlen: Antonia Woste in Emsdetten: Anna Blome in Ochtrup. „Künstler aus dem Ruhrgebiet.“ Gauleiter Dr. Meyer eröffnet die Kunstausstellung im Landesmuseum. w= Münster, 27. März. Zur Eröffnung der Ausstellung„Künstler aus dem Ruhrgebiet“, die erste Veranstaltung im Rahmen der mit Rücksicht auf die Volksabstimmung am 10. April auf einige wenige künstlerische Veranstaltungen beschränkten Gaukulturwoche 1938, hatte sich ein festlich gestimmter Kreis im Lichthof des Landesmuseums in Münster zusammengefunden, darunter die Spitzen des Staates, der Partei und der Wehrmacht. Die Eröffnung wurde durch Reichsstatthalter und Gauleiter Dr. Meyer selbst vorgenommen. In seiner Ansprache führte er u. a. aus, daß die Gaukulturwoche 1938, die nach ihrem ursprünglichen Programm beurteilt ein bedeutendes kulturelles Ereignis für den Gau Westfalen=Nord geworden wäre, nur wenige Veranstaltungen noch aufweise, weil der Wahlkampf alle Kräfte anspanne. Aber auch diese kleinen Ausschnitte hätten ihre Bedeutung. So freue er sich ganz besonders darüber, daß die Künstler aus dem Ruhrgebiet einmal in Münster ausstellten und daß dadurch das Bild ihrer Heimat, die die Herzkammer des Gaues sei, und das Bild der harten Arbeit, die im Ruhrgebiet geleistet werde, veranschaulicht werden könne und anderen Volksgenossen zugänglich würde. Es sei eine glückliche Idee die Arbeiten der Künstler aus verschiedenen Landschaften auszutauschen, weil dadurch der Blick über die engste Heimat hinaus geweitet werde. Sein Wunsch sei, daß die Ausstellung von möglichst vielen Volksgenossen besucht werden möge.— Im Anschluß an die Feierstunde fand ein Rundgang durch die Ausstellung statt. Sie ist in den Räumen des Hauses Rothenburg eingerichtet und umfaßt Plastik, Malerei und Graphik. Insgesamt sind 50 Künstler mit 154 Arbeiten vertreten. Am Samstag abend fand im Stadttheater die Festaufführung der romantischen Oper„Tannhäuser“ von Richard Wagner statt. Durch die Verpflichtung des Tenors Torsten Ralf von der Dresdener Staatsoper für die Titelpartie, durch eine besonders prächtige Ausstattung und nicht zuletzt durch den hingebungsvollen Eifer aller Mitwirkenden nahm der Abend einen glänzenden Verlauf. Lebensgefährlicher Sturz vom Gerüst Bei Anstreicherarbeiten verunglückt. l= Ahlen, 27. März. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in Ahlen. Bei Anstreicherarbeiten verlor der 22 Jahre alte Anstreichergehilfe Wilhelm Wilk auf einem mehrere Meter hohen Gerüst, das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Der Sturz hatte verhängnisvolle Folgen. Mit schweren Verletzungen schaffte man den jungen Mann in das Krankenhaus, wo der Arzt einen schweren Wirbelsäulenbruch feststellte, der das Leben des Verunglückten ernsthaft gefahrdet erscheinen läßt, Nur wenn keine Komplikationen eintreten, dürfte Wilk mit dem Leben davonkommen. Eine Bitte des Reichstreuhänders Hahn zur reibungslosen Abwicklung des Geschäftsverkehrs. Essen, 26. März. Der Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaft gebiet Westfalen, Hahn, bittet, im Verkehr mit seiner Dienststelle folgendes zu beachten: 1. Täglich gehen in großer Zahl Schreiben ein, die nicht an den„Reichstreuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen“ gerichtet sind, sondern an den Reichstreuhänder oder einzelne Mitarbeiter perfönlich. Es wurde bereits mehrfach darum gebeten, keine solche Privatanschriften zu wählen, da solche Briefe bei Abwesenheit des Adressaten liegen blieben bezw. auf Urlaub nachgeschickt werden müssen. Es können also erhebliche Verzögerungen eintreten. Ich bitte deshalb, Schreiben nur an die— Dienststelle— zu richten. 2. Aus jedem Schreiben an den Reichstreuhänder muß ersichtlich sein, welchem Gewerbezweig die betreffende Firma bezw. der Briefschreiber angehört. Die Feststellung des zuständigen Sachgebiets verursacht oft erhebliche Schwierigkeiten, insbesondere bei kleineren Firmen. /3. Bei Antwortschreiben an die Dienststelle des Reichstreuhänders wird gebeten, das in der linken oberen Ecke der von meiner Dienststelle ausgehenden Schreiben angegebene Aktenzeichen wieder zu verwenden. Der Dienstbetrieb wird sonst wesentlich erschwert und es treten ebenfalls Verzögerungen ein. 4. Weiter bitte ich wiederholt, in meiner Dienststelle nicht unangemeldet zu Besuchen zu erscheinen, da es immer wieder vorkommt, daß die Herren, die der Besucher sprechen will, an diesem Tage gerade auswärts sind. Ebenso bitte ich, bei Ankündigung von Besuchen stets anzugeben, was besprochen werden soll, damit die Unterredung vorbereitet werden kann. 5. In letzter Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß sich Führer der Betriebe oder auch Vertrauensrats= bezw. Gefolgschaftsmitglieder bei Besprechungen, um ihre eigene Ansicht zu stützen, auf Auskünfte meiner Dienststelle bezogen haben, ohne daß von hier aus irgendwie eine Aeußerung vorlag. Ein solches Verfahren ist unangebracht. Ich empfehle deshalb, daß, wenn auf eine Meinungsäußerung des Reichstreuhänders Bezug genommen wird, die schriftliche Vorlage dieser Auskunft oder dieses Hinweises verlangt wird. Starke Schneeschauer in der Adenau, 26. März. Die Eifellandschaft, die seit über drei Wochen in hellstem Sonnenschein erstrahlte, deckt wieder das weiße Kleid des Winters. In der Nacht zum Samstag trat ein plötzlicher Witterungsumschwung ein. Im Gebiet der Hocheifel gingen starke Schneeschauer nieder. Bei starken böigen Winden war das Schneetreiben zeitweilig so stark, daß der Verkehr behindert wurde. Schwerer Zusammenstoß zweier Lastzüge. zü Brügge, 26. März. In der gefährlichen Kurve in Stephansohl auf der Reichsstraße 54 ereignete sich am Freitagnachmittag ein schwerer Unfall. Ein Lastzug mit zwei Anhängern aus Koblenz geriet mit einem Lastzug aus Dortmund zusammen. Der zweite Anhänger erfaßte den Wagen und drückte ihn vollkommen zusammen. Der Fahrer flog auf die Straße und war sofort tot, während der Beifahrer schwer verletzt wurde. Lastwagen sauft den Abhang hinunter. Ein Toter, ein Schwerverletzter. zu Hagen, 26. März. Freitag nachmmittag gegen 14 Uhr ereignete sich in der Dammkurve, in einem Teil der Selbecke, ein schweres Verkehrsunglück. Ein Lastkraftwagen aus Iserlohn, der von der Zurstraße herunterkam, raste über die Straßenkurve hinaus und stürzte den Abhang hinunter, überschlug sich mehrere Male und blieb vollständig zertrümmert liegen. Der Fahrer des Wagens konnte sich durch Abspringen retten erlitt aber einen Schädelbruch, der Beifahrer wurde auf der Stelle getötet. + Münster, 27. März. Von der Regierung. Landrat z. D. Herold aus Arnsberg ist zum 1. April 1938 an die Regierung Münster versetzt worden. emd= Heessen, 27. März. Kind ertrunken. Der zehnjährige Ewald Stroetmann, der am Donnerstag nachmittag mit mehreren Kindern in der Nähe des Mühlenkolks spielte, fiel, als er mit einer Harke einen Ball aus dem Kolk fischen wollte, in den Mühlenkolk und ertranf Trotz sofortigen Absuchens des Mühlenkolks konnte bis Freitag abend die Leiche des Ertrunkenen noch nicht gefunden werden. 15 Jahre Zuchthaus und Sicherheitsverwahrung gegen Esch beantragt. Hohe Strafanträge für die übrigen Beteiligten. Düsseldorf,, 26. März. Der Prozeß gegen den ehemaligen Steuerdirektor der Stadt Düsseldorf, Erich Esch, und 15 weitere Angeklagte erreichte am Samstag nach zehnwöchiger Verhandlungsdauer mit den Plädoyers der Staatsanwaltschaft seinen Höhepunkt. Als erster ergriff unter starker Spannung der Prozeßteilnahmer und höchstem Interesse der Volksgenossen im dicht besetzten Zuhörerraum Oberstaatsanwalt Dr. Steimer das Wort zur allgemeinen Würdigung der Prozeßmaterie. Einleitend führte er aus, daß man am Ende eines Strafprozesses stehe, der weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus Aufsehen erregt habe, und zwar nicht so sehr wegen der Veruntreuung großer Summen, sondern vor allem— das stimme besonders ernst— weil das Verfahren gezeigt habe, daß auch Beamte ihre Stellung aus krassestem Eigennutz mißbraucht hätten, und weil auch sonst Zustände offenkundig geworden seien, die man nach Art und Ausmaß für unmöglich gehalten habe. Nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung könne man die 16 Angeklagten nach dem Grad der Intensität ihres verbrecherischen Willens in vier Gruppen einteilen: Großschieber: Esch, Schülbe, Stappen und Gottschlich; Eschs Trabanten: Döhmen, Walter Esch, Boeger, Frau Nacke und Ringel; Eschs Verwandten: Frau Erich Esch, Frau Walter Esch, Arthur Esch und Frau Arthur Esch, die als„Nutznießer“ oder„Schmarotzer“ bezeichnet werden können, die nach der Aufdeckung Esch der Verfolgung entziehen und die Beute retten wollten; und schließlich die drei„Steuersünder“: Gottschalk, Eick und Marx, Werksprokuristen, die widerstandslos auf Eschs Schiebungen eingingen, um ihren Firmen Steuervorteile zu verschaffen. Oberstaatsanwalt Dr. Steimer wandte sich dann gegen die gewissenlosen Schwätzer und Nörgler, die vom Beginn des„Falles Esch“ an falsche Gerüchte und Kombinationen in die Welt gesetzt und aus Einzelvergehen sinnlose und gefährliche Verallgemeinerungen hergeileitet hätten. Diese Brunnenvergifter aber hätten eine bittere Enttäuschung erlebt. Sowohl von allen beteiligten Behörden wie auch von allen Parteistellen sei von der ersten Minute nach der Aufdeckung der Straftaten an mit der größten Tatkraft eingegriffen worden. Die Frage, die immer wieder in der Oeffentlichkeit auftauchte, warum nicht mehr Personen angeklagt seien— sogenannte„Steuersünder“— beantwortete der Oberstaatsanwalt dahin, daß bei Abschluß der Voruntersuchung gegen einzelne Nichtangeklagte lediglich nicht ausreichende Verdachtsmomente bestanden hätten. Man habe erst den Verlauf der Hauptverwandlung abwarten wollen, um möglicherweise noch die fehlenden Unterlagen zum Vorgehen gegen weitere Verdächtige zu gewinnen. Darüber hinaus— betonte der Oberstaatsanwalt— sei er ermächtigt, zu erklären, daß die Steuerfahndungsstelle inzwischen nicht müßig gewesen sei, sondern im Zusammenhang mit dem Verfahren Esch bis heute im Steuernachverfahren— ohne Strafen— vier bis fünf Millionen RM hereingeholt habe.(!) Dazu sei weiter zu sagen, daß die Staatsanwaltschaft der Auffassung sei, daß man sicherlich viele Fälle überhaupt nicht kenne, in denen Esch und andere mit Steuersündern in Verbindung getreten seien, um Vorteile für sich herauszuschlagen. Auch nach dieser Richtung gingen natürlich die Ermittlungen weiter und hätten bereits zu einem teilweisen Erfolg geführt. Mit tiefem Abscheu— führte der Oberstaatsanwalt weiter aus— müsse man feststellen, daß unter den Angeklagten Beamte sind, die die Ehre des deutschen Beamten, der Partei und das Ansehen der Stadt gewissenlos jahrelang in den Dreck gezogen hätten, Schmutzfinke, die das Wort von der„verschworenen Gemeinschaft“ heuchlerisch im Munde führten, während sie sich die Taschen mit Bestechungsgeldern füllten. Deshalb sei schärfstes Vorgehen in aller Oeffentlichkeit ein Gebot der Notwendigkeit. Möglich gewesen seien die unerhörten Vorgänge nur deshalb, weil sich charakterlose Beamte im Verein mit geldgierigen Zutreibern, unterstützt von geldhungrigen Trabanten, mit gewissenlosen, gleichfalls auf krassen Eigennutz eingestellten Steuersündern unbemerkt zusammenfanden. Die deutsche Beamtenschaft— so bemerkte der Oberstaatsanwalt mit erhobener Stimme— dürfe mit derartigen charakterlosen Menschen nicht in einem Atem genannt werden. Die Verhandlung habe mit voller Klarheit ergeben, daß diese kümmerlichen, pflichtvergessenen Menschen in Düsseldorf nur in verschwindender Zahl und nur an einer bestimmten Stelle zu finden waren. Jede Verallgemeinerung in dieser Hinsicht wäre frivol. Auch die deutschen Kaufleute und Aerzte, insbesondere den Düsseldorfer Industriellen und Kaufmann— betonte der Oberstaatsanwalt—, nehme er öffentlich gegen jede Verallgemeinerung in Schutz. Sollte sich der Nachweis einer mangelnden Aufsichtspflicht oder fehlerhafter Auswahl bei früheren Vorgesetzten Eschs ergeben, so werde auch in dieser Hinsicht in allen Ecken von oben bis unten mit eisernem Besen gekehrt weren. Erleichtert worden sei Esch sein Treiben durch den Mangel jeden Widerstandes auf seiten der Steuerzahler. Es sei als eigennütziger, schmutziger Volksverrat zu bezeichnen, wenn diese schweren Geldverdiener dem Staat, der ihnen ihren Verdienst erst ermöglichte, die Mittel nicht geben wollten, mit denen er den Aufbau weiterführen will. Es sei hohe Zeit, daß solche Einstellung, für die das Volk kein Verständnis habe, aufhöre und einer neuen Steuerfreudigkeit Platz mache. In personeller Hinsicht habe die Hauptverhandlung mit aller Deutlichkeit die altpreußische, vom Nationalsozialismus nachdrücklichst vertretene Auffassung bestätigt, daß als Beamte nur Menschen von erprobter charakterlicher Zuverlässigkeit und mit fachlichem Wissen verwendet werden können. Mit erhobener Stimme schloß der Oberstaatsanwalt: „Wir werden gegen die Hauptangeklagten schwere StraDie Strafanträge: hondelsnachrichten. New Orleans Baumwolle. New Orleans, 26. März. Loco 895, Januar 898, März 901, Mai 885, Juli 891, Oktober 895, Dez. 897. Tendenz: stetig. Newyorker Baumwollkurse. Newyork, 26. März. Loco 878, Januar 888, Februar 888, März 889, April 869, Mai 872—73, Juni 875, Juli 879—80, August 881, Sept. 882, Oktober 883, November 85, Dezember 887. Zufuhren in Golfhäfen 4000, Export nach dem übrigen Kontinent 10 000. Tendenz: stetig. Altenessener Schweinemarkt. Altenessen, 26. März. Auftrieb 1834 Ferkel, 600 Läuferschweine, zusammen 2434. Es kosteten im Großhandel: Ferkel unter 6 Wochen 19 RM, 6—9 Wochen alte 20—26 RM. 8—12 Wochen alte 26—34 RM, Läuferschweine: 3—4 Monate alte 34—44 RM, 4—6 Monate alte 44—60 RM. Marktverlauf: langsam. Sämtliche Tiere sind gegen Maul= und Klauenseuche schutzgeimpft. nze nt Erhöhter Umsatz durch ein Zeitungs-Inserat! Bekanntmachung. Zur reibungslosen Durchführung der am 10. April 1938 stattfindenden Reichstagswahl werden alle Volksgenossen, welche in letzter Zeit innerhalb der Gemeinde Epe umgezogen sind und ihren Umzug bisher beim Einwohnermeldeamt nicht gemeldet haben, aufgefordert, ihre Meldungspflicht bis zum 30. März 1938 nachzuholen. Gleichzeitig weise ich darauf hin, daß auch die neu zugezogenen Personen umgehend ihrer Anmeldungspflicht nachzukommen haben. Epei. W., den 25. März 1938. Der Bürgermeister: Reinbrecht. fen beantragen, weil wir ihre Schuld gegenüber der Volksgemeinschaft für besonders groß und eine fühlbare Sühne für unbedingt notwendig halten. Uns leitet dabei der Gedanke, daß wir so dem Recht und der Volksgemeinschaft am besten dienen. Gegen den Hauptangeklagten Erich Esch beantragte der Staatsanwalt dann wegen passiver Bestechung. Urkundenvernichtung, Betrugs, Erpressung, versuchter Erpressung und Untreue in 22 Einzelstrafen von rund 80 Jahren Zuchtnaus aus denen eine Gesamtzuchthausstrafe von 15 Jahren zu bilden ist ferner 11100 RM Geldstrafe, 10 Jahre Ehrverlust und, da Esch ein gemeingefährlicher Berufsverbrecher ist, die Sicherungsverwahrung. Die weiteren Anträge lauteten gegen: Schülbe wegen Erpressung, Urkundenfälschung, passiver Bestechung in neun Fällen eine Gesamtzuchthausstrafe von 10 Jahren, zehn Jahre Ehrverlust und 10 000 RM Geldstrafe. Döhmen wegen Erpressung, Beihilfe zur Erpressung, versuchter Erpressung, Betruges und Untreue in sieben Fällen eine Gesamtstrafe von fünf Jahren Gefängnis, 100 RM Geldstrafe, fünf Jahre Ehrverlust, fünf Jahre Berufsausübungsverbot als Steuerberater und Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter. Gottschlich wegen passiver Bestechung eine Gesamtzuchthausstrafe von fünf Jahren, zehn Jahre Ehrverlust und fünf Jahre Berufsverbot. Stappen wegen Betruges in sieben Fällen sieben Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und fünf Jahre Berufsverbot. Boeger wegen Erpressung und Anwendung von Zwangsmitteln 13 Monate Zuchthaus uno drei Jahre Ehrverlust. Ringel wegen Erpressung in Tateinheit mit Mißbrauch seiner Amtsgewalt zwei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Prokuristen Gottschalk, Eick und Marx wegen aktiver Bestechung 18 Monate Gefängnis und drei Jahre Ehrverlust bezw. neun Monate bezw. ein Jahr Gefängnis. Frau Nacke wegen Betruges in zwei Fällen ein Jahr Gefängnis und fünf Jahre Berufsverbot als Steuerberaterin. Walter Esch wegen Hehlerei, Beygünstigung und Beihilfe drei Jahre Gefängnis. Ehefrauen Walter und Erich Esch wegen Begünstigung je sechs Monate Gefängnis. Gegen die Eheleute Arthur Esch wurde Freispruch beantragt. Außerdem wurde bei den Hauptangeklagten Erich Esch und Schülbe beantragt, die Untersuchungshaft nicht anzurechnen. Die Verhandlung wurde dann auf Montagvormittag vertagt. An diesem Tage beginnen die Plädoyers der Verteidiger. Nun sind nister ermit ntracht nächsten E großen po nächster Z am 3. Ap in DeutsWahl Sp 24. Apri so daß e etwas in In der Gi n. In Stet erburg ge 0:0, nach en Tor des Stettin: Vereine ttiner SE sick Insterb utracht Fra imburgerS In der G o Düsseldo und zwar nin Gleiw en mit 3:0 Gruppe b t Gleiwitz eden 2:2( Vereine mn Düss Hartha w. RS G. Stuttgar Hauptschriftleiter Dr. Ernst Buhla. Verantwortlich für Münster und das Münsterland: Dr. Fritz Rediger, beide in Münster i. W. Stellvertreter des Hauptschriftleiters und verantwortlich für Politik, Unterhaltung und Westdeutschland: Hermann Diebold, Gelsenkirchen-Buer; für Handel und Sport: Dr. Anton Henkel in Dortmund; für münsterländischen Sport: Rudolf Ochsenknecht, Münster; Berliner Vertreter: Dr. Ernst Rauschenplat, Berlin; für den Zeno-Anzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster i. W. Druck und Verlag: Zeno GmbH., Münster i. W. Zur Zeit gültiger Anzeigen-Tarif für die Zeno-Gesamtauflage Nr. 9 vom 10. 12. 1935. Durchschnittsauflage II. 1938: Zeno-Zeitung insgesamt über 41 000, enthaltend Ahlener Volkszeitung, Ahlen, über 3000;— Allgemeine Zeitung, Coesfeld, über 5300;— Borkener Zeitung, Borken, über 3200;— Bürgerblatt, Emmerich, über 1800;— Dülmener Zeitung, Dülmen, über 2000;— Halterner Zeitung, Haltern, über 1700;— Kreiszeitung, Ahaus, über 3600;— Münsterländische Volkszeitung, Rheine, über 4800;— Emsländische Tageszeitung, (Lingen), Rheine, über 1050;— Neuer Emsbote, Warendorf, über 2400;— Tageblatt, Ochtrup, über 1700;— Volksblatt, Bocholt, über 6650;— Volkszeitung, Emsdetten, über 2000;— Volkszeitung, Dorsten, über 1800. Das Spie u gehört u die Beg ut in Düss im auch d hatten ge ng zu be inlich, alle ingenen Si geschlage eiderer.d annschaft, heren Wur deutsche den frühe #it 6:4 und altet wur uppenspiel sößter Anst erlassen m Das Spie ste Hälfte rhüter, urmreihen drei Tref fußb Höhepunkt ports in Oe 9 große F sigen die Au lese Begegnu annschaft w (For Kupfe (Schweinf Lehner lugsburg)( Ersatzleute ünchen) und s Kampfes nachühlenIl aus trank. e bis ht geNärz enz. kuar Juli nber port Läudel: —26 ine: —60 egen ich ef, pterelon rt: er: eick 1er ch, ag. ag. 1g, anns00. der lbare dabei meinragte UrErrund mtist, und, berhung, saus0 000 prese in Gefünf und licher amtrlust ieben ahre von drei Mißaus arx nus ein ein als und egen FreiFrich icht ttag der Montag 28. März, Um die Ermittlung der 4 Gruppensieger. Sieben Gruppenspiele. Nun sind auch die noch fehlenden beiden Gruppenzister ermittelt. Der Hamburger Sportverein und ntracht Frankfurt werden als neue Gaumeister nächsten Gang in die Geschehnisse eingreifen.— Durch großen politischen Ereignisse wird das Programm nächster Zeit wohl noch eine Aenderung erfahren, „am 3. April eine Reihe deutscher Auswahlmannschafin Deutsch=Oesterreich spielt, am 10. April wegen Wahl Spielruhe herrscht und am 17. April Östern ist. 124. April findet der Länderkampf gegen Portugal it, so daß die Schlußkämpfe durch diese großen Ereige etwas im Schatten stehen werden. In der Gruvve 1 sah das Programm nur ein Spiel n In Stettin standen sich der Stettiner SC und Yorck erburg gegenüber. Bei der Pause hieß das Ergebnis 0:0, nach dem Wechsel kamen die Stettiner zum einzn Tor des Tages und sicherten sich damit den Sieg. Stettin: Stettiner SC— Yorck Insterburg 1:0. Vereine ttiner SE uick Insterburg Futracht Frankfurt burger SV Sp. gew. un. 0 0 0 0 verl. Tore 1:0 0:1 0:0 0:0 Pkt. 2:0 0:2 0:0 0:0 In der Gruvve 2 trug der Niederrheinmeister Foro Düsseldorf in seiner Heimatstadt das zweite Spiel und zwar war der VfB Stuttgart der Gegner. Genau in Gleiwitz blieben die Fortunen über die Süddeuten mit 3:0(3:0) erfolgreich. Das zweite Spiel in dieGruppe bestritten BC Hartha und Vorwärts=Rasent Gleiwitz. Die Mannschaften trennten sich unenteden 2:2(1:1). Vereine Sp. gew. un. verl. Tore Pkt. muna Düsseldorf 2 2 0 0 6:0 4:0 Hartha 2 0 2 0 3:3 2:2 w. RS Gleiwitz 2 0 1 1 2:5 1:3 8 Stuttgart 2 0 1 1 1:4 1:3 Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf— VfB Stuttgart 3:0. Hartha: BC Hartha— Vorwärts Rasensp. Gleiwitz 2:2. In der Gruppe 3 empfing der Berliner SV 92 den Deutschmeister FC Schalke 04, bei dem Urban, Kalwitzki und Schweißfurth ersetzt waren. Unentschieden 1:1 war das Ergebnis. In Mannheim feierte der VfR Mannheim über SV 05 Dessau einen hohen 6:1(2:0)=Sieg. und gezögert, sondern abgegeben und geschossen. Insgesamt war die Leistung der Düsseldorfer besser als die des Gegners, der Sieg daher verdient. Fortuna Düsseldorf bleibt nach dem gezeigten Spiel zu beachten. VfB Stuttgart war schnell im Lauf und in der Ballabgabe. Bei der guten Düsseldorfer Hinterreihe war es natürlich schwer, zum Erfolg zu kommen. In der Verteidigung fiel der alte Kämpe Seybold angenehm auf, sein Nebenmann Richter stand ihm nicht viel nach. Weniger geschickt arbeitete der Torwart, der durch besseres Stellungsspiel zwei Tore hätte verhindern können. Im Sturm gefielen Koch, Schäfer, Bökle, während die Außenstürmer etwas abfielen, vor allem nicht Platz hielten. In der Gruppe 4 gab es am Sonntag zwei Siege. Der 1. FC Nürnberg fertigte Alemannia Aachen mit 4:2 (2:0) ab, und Hannover 96 bezwang den FC 93 Hanau mit 1:0(0:0). Nürnberg: 1. FC Nürnberg— Alemannia Aachen 4:2. Hannover: Hannover 96— FC 93 Hanau 1:0. Der Spielplan für den 3. April: Gruppe 1: Yorck Insterburg— Eintracht Frankfurt; Schiedsrichter Peters=Berlin. Hamburger SV— Stettiner SC, HSV=Platz; Schiedsrichter Steinwachs=Osnabrück. Gruppe 2: Berliner SV 92— VfR Mannheim, Poststadion; Schiedsrichter Meißner=Schweidnitz. Gruppe 3: VfB Stuttgart— Vorwärts Rasensport Gleiwitz, VfB=Platz; Schiedsrichter Wacker=Niefern. Gruppe 4: Hannover 96— 1. FC Nürnberg, Stadion; Schiedsrichter Raspel=Düsseldorf. fortuna Düsseldorf- DfS Stuttgart 3:0 Den Fortunen auch der zweite Wurf gelungen. Düsseldorf, 27. März.(Eig. Bericht) Das Spiel des Westens, bei dem sich alles, was zum m gehört und sich„orientieren“ wollte, zusammenfand, u die Begegnung Fortuna Düsseldorf gegen VfB Stuttut in Düsseldorf. Den Fortunen ging es nicht nur daim, auch das zweite Gruppenspiel siegreich zu gestalten, itten gegen die Stuttgarter auch noch eine alte Rechung zu begleichen. Im vergangenen Jahr wurden sie simlich, allerdings nach einem in Pforzheim vorausgeingenen Spiel, in Stuttgart von den Bewegungsspielern geschlagen. Die Stuttgarter dagegen, von Loni eiderer, dem früheren Mittelstürmer der Nationalannschaft, gut geführt, hatten und haben keinen sehnheren Wunsch, als in den diesjährigen Endkämpfen um deutsche Meisterschaft dem Ziele näher zu kommen als den früheren Jahren, da sie von den Schalkern einmal üt 6:4 und dann mit 4:2 aus dem Wettbewerb ausgealtet wurden. Diesmal trafen sie gleich im zweiten stuppenspiel auf einen starken Gegner, dem sie trotz loßter Anstrengungen und guter Leistungen den Sieg derlassen mußten. Das Spiel war sehr schnell und abwechslungsreich. Die ste Hälfte stand im Zeichen weiter Abschläge beider thüter, so sehr wurden diese von den beiderseitigen Nurmreihen beschäftigt. Daß in diesem Abschnitt Fortuna drei Treffern kam, war das Pech der Stuttgarter, Hoch Fußvall=Länderelf für Wien. Höhepunkt und Abschluß der Werbeaktion des deutschen ports in Oesterreich bildet am Sonntag, dem 3. April, 9 große Fußballspiel einer reichsdeutschen Länderelf gen die Auswahl=Mannschaft von Alt=Oesterreich. Für lese Begegnung im Wiener Stadion ist die reichsdeutsche sannschaft wie folgt aufgestellt worden: Jakob (Jahn Regensburg) Janes Münzenberg (Fortuna Düsseld.)(Alemannia Aachen) Kupfer Goldbrunner Kitzinger (Schweinfurt)(Bayern München)(Schweinfurt) Lehner Siffling Berndt Kuzorra Fath Augsburg)(Waldhof)(Berlin)(Schalke 04)(Worms) Ersatzleute sind: Sonnrein(Hanau), Streitle(Bayern Künchen) und Gauchel(TuS Neuendorf). Schiedsrichter Kampfes ist Alfred Birlem=Berlin. im Bogen kam der Ball beim ersten und dritten Tor von Kobierski bezw. Czaika getreten; der Torhüter lief ihm entgegen, verpaßte den Ball, der dann hinter ihm ins Netz glitt bezw. von Pickartz mit dem Kopf eingelenkt wurde. Das zweite Tor fiel kurz vor dem dritten nach einem Gedränge durch Pickartz, der entschlossen schoß. Die Stuttgarter hatten weniger Glück mit ihren Schüssen, hatten aber auch eine stärkere Abwehr gegen sich. Wie oft rettete Pesch im Tor durch Fausten zur Ecke, er ließ einfach nichts durch. Und vor ihm standen zwei gute Verteidiger, die Bender wesentlich unterstützte. Sehr gut in der Abwehr, aber auch im Aufbau, war der rechte Läufer Mehl, der sich selbst übertraf. Auch Czaika stand seinen Mann. Erfrischend war das Stürmerspiel, besonders des linken Flügels Kobierski=Pickartz. Da sah man wieder einmal Flankenläufe, Flankenwechsel und Schußfreudigkeit. Da wurde nicht lange mit dem Ball„gefummelt“ Bei Fortuna spielte Broich Mittelstürmer und Czaika für den verletzten Zwolanowski in der Läuferreihe. Janes stand wieder in der Abwehr und gab— besonders nach der Halbzeit— der Hintermannschaft wieder festen Halt. Die Stuttgarter beunruhigten die Düsseldorfer Hintermannschaft gleich durch ein fixes Abspiel. Blitzschnell wanderte der Ball von Mann zu Mann. Mit einem solchen Spiel hätten die Gäste zu Erfolgen kommen müssen, wenn sie steiler durchgespielt hätten. Statt dessen wurden sie vor dem Tor immer breiter in der Kombination und bei den zum Dribbeln neigenden Außenstürmern blieb das Leder häufig stecken. Fortuna kam zunächst gegen die sehr ballsichere Stuttgarter Abwehr noch nicht auf. Immerhin hatten die Düsseldorfer bessere Torgelegenheiten als die Stuttgärter, denen kein vernünftiger Torschuß gelingen wollte. Ueberraschend griff in der 23. Minute der Stuttgarter Torwart Schnaitmann an einem gut plazierten, aber bei richtigem Stellungsspiel haltbaren Weitschuß Kobierskis vorbei, so daß Fortuna 1:1 führte. Schönen, aber unfruchtbaren Stuttgarter Gegenangriffen folgte sieben Minuten später das zweite Tor für Fortuna. Broich hatte einen Schuß Mehls veplängert, der Ball sprang von einem Stuttgarter Fuß ab, doch Pickartz war zur Stelle und lenkte das Leder ein. ZweiMinuten später war der Kampf entschieden. Wieder folgte ein hoher Ball— diesmal von Czaika— aufs Stuttgarter Tor. Ehe Schnaitmann das Leder fassen konnte, streifte er den Kopf von Pickartz, der es an ihm vorbei ins Tor lenkte. Fortuna war nun gut im Zug. Schnaitmann hielt einen schönen Schuß Kobierskis, Wigold zielte vom Elmeterpunkt knapp daneben und Broich war einmal nicht geistesgegenwärtig genug um eine gute Chance gegenüber Richter auszunützen. Nach der Pause überließ Fartuna den Stuttgartern, die die ganze Mannschaft nach vorn warfen, den Angriff, um das Ergebnis zu halten. Fortunas Abwehr war etwas überlastet, aber Janes, Bender und Mehl arbeiteten gut und Pesch hielt einige gefährliche Schüsse. Fünf Ecken holte Stuttgart auf, so daß das Verhältnis zum Schluß 6: lautete. Zuschauer: 12000, darunter auf der Ehrentribüne Gauleiter Staatsrat Florian und Reichstrainer Herberger. Die zur Zeit als Gast in Düsseldorf weilenden Deutschösterreicher hatten sich sehr zahlreich eingefunden. BC Harinn- Vorw. Gloiwitz 2:2 Hartha, 27. März. Die Schlesier waren zwar technisch unterlegen, verstanden es aber, durch ihr wendiges, durchbruchartiges Angriffsspiel, immer gefährlich zu werden und die beiden sächsischen Führungstreffer jeweils aufzuholen. Auf beiden Seiten waren die Hintermannschaften am stärksten. Hartha zeigte nach der Pause ein recht gefälliges Spiel, wirkte aber im Sturm häufig hilflos und brachte sich dadurch um den durchaus möglichen Sieg. Nach verteiltem Spiel ging Hartha in der 20. Minute durch Reuter, der einen Handelfmeter verwandelte, in Führung. Sieben Minuten vor der Pause glückte dem Gleiwitzer Halbrechten Pischzek der Ausgleich. Kurz vor dem Wechsel wurde Harthas linker Läufer Gelbke verletzt und schied aus, während der Gleiwitzer Mittelstürmer Kostella mit Platzverweis bestraft wurde. In der 57. Minute Hindenburg Minden— Eintracht Dortmund 8:3. Der Dortmunder Torwart Daume ist gegen einen scharfen Schuß machtlos und muß den Ball passieren lassen. Photo: Tiefensee Aufruf des Reichssportführers. „An alle Kameraden und Kameradinnen im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen. An alle leibestüchtigen Männer und Frauen Großdeutschlands! Mit unvergleichlicher menschlicher Größe und mit schöpferischem Genius hat der Führer vollendet, was der Traum und das Sehnen von Millionen war. Er hat Großdeutschland geschaffen in den weltgeschichtlichen Stunden, die wir alle erleben durften. Er hat die deutsche Ostmark für immer heimgeholt ins Reich der Deutschen, er hat wahrgemacht, was Friedrich Ludwig Jahn seherisch erahnt hat. Und jetzt wendet sich der Führer an uns, an sein Volk. Am 10. April wird dieses Volk Bekenntnis ablegen vor der ganzen Welt und vor der Geschichte dafür, daß wirklich wahr ist und daß alle verstanden haben, was Millionen in diesen Tagen gerufen haben: Ein Volk, ein Reich, ein Führer! Die Millionen deutscher Frauen und Männer, die im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen fest vereinigt sind zu einem Block und Stoßtrupp der Leibestüchtigen, haben durch diese jüngste Großtat des Führers neuen Zustrom von Kameraden und Kameradinnen aus der deutschen Ostmark erhalten. Alle stehen wir nun gemeinsam in den Marschkolonnen der Volksgemeinschaft. Am 10. April werden alle Turner und Sportler in der gewaltigen Heersäule derer marschieren, die dem Führer in dieser weltgeschichtlichen Stunde die Treue beweisen. Dem deutschen Sport ist vom Führer ein Platz an der Sonne geschaffen worden, wie es in keinem Lande der Erde auch nur annähernd geschehen ist. Danken wir ihm damit, daß wir alle unsere Kräfte einsetzen im Verein mit den Willensträgern der nationalsozialistischen Idee. Wir wollen und werden beweisen, daß wir würdig sind, deutsche Turner und Sportler und Nationalsozialisten zu heißen. gez. von Tschammer, Reichssportführer.“ hieß es dann durch den Linksaußen Kapitän 2:1 für den Sachsenmeister. Fünf Minuten vor Schluß führte einer der zahlreichen Vorstöße der Gleiwitzer aus einem Gedränge heraus dann zum Ausgleich. Zuschauer: 5000. * Stettiner SE- Yorck Insterburg 1:0 Stettin, 27. März. Die Pommern waren im Feldspiel leicht überlegen, hatten auch— vor allem in der zweiten Halbzeit— technisch ein klares Uebergewicht, kamen aber nur zu einem allerdings verdienten 1:0(0:0), da Insterburg eine sehr energische und sichere Abwehr zur Stelle hatte. Vor der Pause hatte der SSC bereits in der 20. Minute einen wegen unfairen Spiels verhängten Elfmeter ausgelassen. So fiel erst in der 54. Minute das Siegtor. Eine weite Vorlage von Wagner nahm der Linksaußen Bonsack geschickt an und verwandelte mit unhaltbarem Schuß. * Sthalke 04- Berliner SV 1:1 Berlin, 27. März. Der schnelle Kampf hatte Würze und brachte die frierenden Zuschauer bald in Stimmung. Das frische und unbekümmerte Spiel der Berliner ließ nicht zu, daß der große Gegner wie sonst schnell Tritt fassen konnte. In der 16. Minute übernahm der BSV sogar die Führung. Hewerer und Tiefel standen ungedeckt, und der Halblinke konnte unhaltbar einsenden. Schalke war dem Ausgleich nahe, als Sobansky eine unverantwortliche Ballrückgabe riskierte. In der 30. Minute war aber dennoch der Gleichstand erreicht. Pörtgen wurde im Strafraum von Drähn regelwidrig gelegt. Der aufmerksame Schiedsrichter Kreymberg=Wesermünde entschied Elfmeter und Pörtgen selbst verwandelt den Ball zum 1:1. Dem verteilten Spielverlaluf gab der 2:2=Eckenstand bis zur Pause am besten wieder. Nach der Pause gab es nur je sieben Eckbälle. Die Berliner wiesen auch in dieser Zeit noch einen starken Zug nach vorn auf, bei dem Berner die beste Torgelegenheit vergab. Bei Schalke hatte Szepan das Pech, einen Kopfball kurz vor Schluß knapp vorbeizusetzen. Die Mannschaften spielten in folgender Aufstellung: Schalke: Klodt; Sontow, Bornemann; Gellesch, Ti bulski, Berg; Hinz, Szepan, Pörtgen, Kuzorra, Mecke. BSV 92: Holzhaus; Drähn, Simon 1; Sobanski, Appel, Simon 2; Ballendat, Morokutti, Tiefel, Hewerer, Berner. Zwar mußte Schalke die beiden Außenstürmer Urhan und Kalwitzki und"den tüchtigen Schweißfurth ersetzen. Es nutzte nichts, daß Szepan an allen gefährdeten Stellen auftauchte und seine Kameraden als leuchtendes Beispiel überragte. Der Ersatz auf den Flügeln war zu schwach. Der aufmerksam bewachte Pörtgen konnte sich niemals bis zum letzten einsetzen, und das gleiche traf auf Kuzorra zu. In der Läuferreihe fiel Tibulski auf, der seiner Rolle als dritter Verteidiger ausgezeichnet gerecht wurde. In der Abwehr arbeitete Sontow wirkungsvoller als Bornemann dem aber ebenso wie Klodt im Tor kaum ein schwerer Fehler unterlief. Der Berliner Sportverein wich von seinem fein ausgeklügelten Deckungsschema nicht ab. Dazu kamen ein gutes Stellungsspiel und der aufopfernde Einsatz der gesamten Mannschaft, was alles zusammen dem Deutschen Meister schwer zu schaffen machte. Ein Lob verdient der Mittelläufer Hans Appel und beide Außenstürmer, auf die das ganze Spiel zugeschnitten war. Zuschauer: 35 000. Mannheim- SB Dessau 6:1 Mannheim, 27. März. Der Mannheimer Sturm war schnell und schußfreudig, vor allem Spindler und der junge Röhr traten hervor. In der Abwehr gefielen der Mittelläufer Kamenzien und der Torwart Edelmann. Dessau verlor etwas zu hoch, mit 2 Toren Unterschied wäre der Spielverlauf richtiger wiedergegeben worden, da die Mitteldeutschen im Feldspiel fast ebenbürtig waren. Ausgesprochen schwach wirkten nur die Dessauer Stürmer, die selbst mit den besten Torgelegenheiten nichts anzufangen, wußten. Poppenberg und der eifrige rechte Flügel Paul und Schmeißer waren die Besten der Mitteldeutschen.— Be reits nach vier Minuten verwandelte Rohr einen Freistoß zum 1:0. Zwei Minuten später hieß es durch Striebinger, der einen Freistoß einköpfte, schon 2:0. Bei verteiltem Feldspiel geht es mit diesem Stand in die Pause. Die Dessauer kamen nach dem Wechsel zunächst recht gut ins Spiel und verringerten in der 45. Minute durch Schmeißer auf 2:1. Einen 20 m=Strafstoß Spindlers führte in der 62. Minute jedoch zum 3:1 für Mannheim. In der 71. Minute glückte es Spindler, den Vorsprung auf 4:1 auszubauen. Vier Minuten später sorgte Lutz nach einem Alleingang für das fünfte Tor, und in der 85. Minute verhalf ein Selbsttor des linken Dessauer Verteidigers Henze den Badensern zum letzten und 6. Treffer. 1. Fe Nürnberg- Alemannia Aachen 4:2 Nürnberg, 27. März. Die Bayern waren auf dem durch Regen schwer gewordenen Boden in bester Spiellaune und führten bereits mit 4:0, ehe die Aachener zu zwei Gegentoren kamen. Die Bayern hatten einen wirklich guten Tag. Bei den Aachenern gefiel vor allem Münzenberg als Mittelläufer. Ausgesprochen schwach wirkte dagegen das Aachener Stürmerspiel. Nürnberg ging durch einen schönen Kopfball Friedels in der 20. Minute in Führung. Eine Minute vor der Pause erhöhte Gußner auf 2:0. Die gleichen Spieler waren es, die nach dem Wechsel in der 65. und 79. Minute durch zwei weitere Treffer den„Club“ mit 4:0 in Führung bringen. Jetzt nahmen die„Club“=Verteidiger das Spiel etwas zu leicht. Die Folge davon war, daß die Leute vom Mittelrhein in der 82. Minute aus einem Gedränge heraus durch Kölling und vier Minuten vor Schluß im Anschluß an einen Strafstoß durch Schnitzler zu ihren zwei Gegentoren kamen. Hannover 96- Hanau 93 1:0 Hannover, 27. März. Der Niedersachsenmeister hatte auf eigenem Platze im Felde leichte Vorteile, errang aber nur einen äußerst knappen und auch glücklichen 1:0=Sieg. Das einzige Tor des Tages fiel in der Mitte der zweiten Halbzeit durch den Halbrechen Pähler. Sonnrein hatte bei der Abwehr Pech, da er ausrutschte und den Ball über seine Hände gleiten ließ. Hanau 93 drängte im letzten Drittel mächtig, der nicht allzu schußsichere Sturm fand aber in der Niedersachsen=Abwehr, in der Deike 2 für seinen verletzten Bruder den Posten des Mittelläufers einnahm, seinen Meister. Zuschauer: 7000. fußboll im Reich. Westfalen: SpVg Röhlinghausen— Köln Sülz 07(GS) 4:2. TuS Bergkamen 09— SV Höntrop(GS) 2:6. Niederrhein: Schwarz=Weiß Essen— Kickers Stuttgart(GS) 2:2. Mittelrhein: VfR Köln— PfL Benrath 2:0. VfL 99 Köln— SSV Wuppertal 3:1. Kölner BC— MSV Köln 2:2. Bonner FV— Hamborn 07 4:1. Siegkreis. Daaden— Herdorf 4:0. Wissen— H.=Roßbach 3:1. Mudersbach— Brachbach 3:4. Nordhessen: BC Sport Kassel— Hessen Hersfeld 4:2. Sachsen: SC Limbach— Guts Muts Dresden 0:0. VfB Leipzig— Fortuna Leipzig 5:1. Polizei SV Chemnin— BC Augsburg(G.=Sp.) 6:3. SC Planitz— Dresdner SC(G.=Sp.) 2:2. VfB Glauchau— BC Augsburg(G.=Sp.) 2:2. Union Zella Mehlis— FV 05 Schweinfurt 0:5. Mitte: Merseburg 99— VfL 96 Halle 1:1. SC Erfurt— SpVg Erfurt 0:0. Cricket Vikt. Magdeburg— Tura Leipzig(G.=Sp.) 1:3. Nordmark: Hamburger SV— Phönix Lübeck 4:0. Borussia Harburg— Eimsbüttel Hamburg 1:2. Holstein Kiel— Viktoria Hamburo(G.-Sp.) 2:5. Komet Hamburg— Algermissen 1911(G.=Sp.) 5:5. Niedersachsen: Linden 07— VfB Peine 2:7. Eintracht Braunschweig— Arminia Hannover 1:2. Germ. Wolfenbüttel— Westf. Herne(G.=Sp.) ausgef. ASV Blumenthal— FC St. Pauli Hambg.(G.=Sp.) 0:4. Südwest: FC Saarbrücken— Eintracht Frankfurt a. M. 2:4. FK Pirmasens— SpVg Sandhofen(GS) 3:2 abgebr. VfB Friedberg— FSV Frankfurt a. M. 1:9. Baden: Freiburger FC— SV Waldhof 0:2. FV Kehl— Phönix Karlsruhe 0:2. Württemberg: Sportfreunde Stuttgart— Sportfreunde Eßlingen 3:3. Stuttgarter SC— FV 94 Ulm 0:1. VfR Schwenningen— Union Böckingen 2:5. 1. SSV Ulm— Kickers Offenbach(GS) 2:2. Bayern: Bayern München— 1860 München 2:2. Schwaben Augsburg— Wormatia Worms(GS) 1:1. SpVg Fürth— Borussia Neunkirchen(GS) 3:1. Deutsch=Oesterreich: Florisdorf— Wacker Wien 3:2. Vienna— Sportklub 0:1. FC Wien— Favoritner AC 2:3. Austria— Simmerig 3:2. Ravid— Admira 1:2. Rugby-Sieg gegen Frankreich. Frankfurt, 27. März. Nach zwölf Niederlagen durch Frankreich gelang am Sonntag wiederum ein Sieg über die spielstarken Franzosen, der seit 1927 nicht mehr gelingen wollte. Mit 3:0(3:0) blieb Deutschland in der 14. Begegnung über Frankreich siegreich. Isenberg(Volkssport Hannover) setzte in der elften Minute einen Freitritt von der 23=mLinie zwischen die Stangen. Während die deutsche Fünfzehn in der vorgesehenen Aufstellung antrat, mußte Frankreich Lefort und Clarac anstelle von Arotca und Cognel einsetzen. Nach der pünktlich um 15 Uhr vorgenommenen Wahl der beiden Mannschaftsführer Dr. Loos(Heidelberg) und Desclaux(Perpignan) und dem Austausch der Wimpel setzten die Franzosen sofort ihre Dreiviertels zum Angriff ein, der aber sicher abgestoppt wurde. Aber schon nach wenigen Minuten übernahm die deutsche Mannschaft das Spielgeschehen und blieb bis zum Schluß tonangebend. Der Kampf spielte sich fast ständig in der Hälfte der Franzosen, teilweise sogar im Lager der Gäste ab. Dr. Loos als Gedrängehalb war in ausgezeichneter Form so daß unsere Fünfzehn immer in Fluß blieb. Bereits in der elften Minute erhielt Deutschland an der 23=m=Linie einen Freitritt zugesprochen, der von Isenberg durch die Stangen gesetzt wurde. Deutschland führte mit 3:0. Bis zur Pause hatten die Deutschen etwas mehr vom Spiel; Frankreich konnte nur ganz selten gefährlich werden. Durch den Erfolg angefeuert, blieb unsere Mannschaft zunächst auch nach der Pause überlegen. Dann aber machten sich die Franzosen frei und drängten zeitweise beängstigend. Mit letztem Einsatz gelang es aber unserer Vertretung, Erfolge der Gäste zu verhindern, wenn auch manchmal das Glück auf unserer Seite war. Deutscher Handballsieg in Wien. Oesterreich verliert 8:14 Wien, 27. März. Im Wiener Stadion siegte unsere DRL=Vertretung über die Mannschaft der Sportkameraden Oesterreichs mit 14:8(3:5) vor nahezu 15 000 Zuschauern, unter denen als Ehrengäste Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart, Gauleiter Bürckel, Minister Dr. Huber, Gruppenführer drich, Dr. Rainer, Graf Schulenburg, Bürgermeister Dr. Neubacher u. a. m. Während der Pause begrüßte Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart die Spieler und wies darauf hin, daß sich zwei Mannschaften aus dem Reich gegenüberstehen, ein Symbol der Verschmelzung, die sich jetzt vor aller Welt vollziehen wird. Als Dr. SeyßInquart dann den Reichssportführer vorstellte und ihn bat, den österreichischen Sport in den Reichsbund aufzunehmen, gab es bei den Tausenden stürmische Zustimmung. Nach einer überaus herzlichen Begrüßung der beiden Mannschaften hatte sich Oesterreichs Mannschaft rasch gefunden und auch sofort durch Schmelzer vier Tore vorgelegt, ehe die durch die Reise etwas ermüdete deutsche Elf ins Spiel kam. Der Breslauer Mittelstürmer Ortmann setzte aber seine Mitspieler immer wieder richtig ein, und sicher reifte der deutsche Erfolg heran, der bis zum Schlußpfiff mit 14:8 recht deutlich ausfiel, obwohl Oesterreich bis zur Pause durch einen weiteren Treffer von Schmalzer mit 5:3 die klare Führung hatte. Der wurfgewaltige deutsche Innensturm stellte aber Paar im österreichischen Tor vor eine schwere Aufgabe. Für Deutschland hatten Theilig(5), Klingler(5). Ortmann(2), Buchholz und Zimmermann die Tore erzielt. Oesterreichs Erfolge warfen Schmalzer(5), Bistritzki, Kreci, der für Willy in der zweiten Halbzeit Linksaußen spielte, und Schubert. Hindenburg Minden wieder Handballmeister. DSC Hagen steigt ab. Das Entscheidungstreffen zwischen dem MSV Hindenburg Minden und der Dortmunder Eintracht in Hamm brachte dem Titelverteidiger wiederum die Meisterwürde. Mit 8:3 setzten sich die Mindener Pioniere in einem äußerst harten Spiel durch, das leider durch den Hagener Schiedsrichter Lange recht ungeschickt geleitet wurde. Die Mindener Elf ist im Augenblick wieder sehr spielstark und dürfte auch in den Spielen um die Deutsche Meisterschaft eine gute Rolle spielen. In Somborn fiel gleichzeitig die Entscheidung, welche Mannschaft die Bielefelder Arminen auf dem Wege in die Bezirksklasse begleitet. Das Schicksal trifft nunmehr den DSC Hagen, da es Westfalia Somborn gelang, dem MSV Münster mit 14:12 das Nachsehen zu geben. Die Soldaten führten zwar anfangs mit 3:0 und lagen auch später in Front, aber nach einem 7:7 beim Wechsel ging der Platzverein mächtig aus sich heraus und erreichte noch den nicht unverdienten Enderfolg. Die Ergebnisse: M3V Hindenburg Minden— Eintracht Dortmund 8:3 Westfalia Somborn— MSV Münster 14:12. Die Schlußtabelle: MSV Hindenbueg Minden 18 15 0 TV Eintracht Dortmund 18 15 0 Sportring Gevelsberg TuS Holsterhausen MSV Münster TV Spenge FC Schalke 04 Westfalia Somborn DSC Hagen Arminia Bielefeld 18 12 0 189:82 132:63 165:118 118:134 121:139 131:131 121:154 121:178 109:133 66:141 30:6 30:6 24:12 18:18 18:18 16:20 14:22 14:22 13:23 3:33 hindenburg Minden gegen Eintracht Dortmund 8:3 Hamm, 27. März. Der Platz der ehemals in Westfalen führenden Hammer Spielvereinigung war nach langer Zeit mal wieder die Stätte eines sportlichen Großereignisses, denn das Entscheidungsspiel im Handball zwischen Hindenburg Minden und Eintracht Dortmund hatte immerhin 5000 Zuschauer angelockt. Besonders zahlreich vertreten waren die Mindener Soldaten, um ihrer Mannschaft, allerdings zum Teil mit wenig angenehmen, wohl für Kirmesveranstaltungen, aber nicht für Sportkämpfe passenden Geräuschinstrumenten als„Rückendeckung“ zu dienen. Aber auch aus Dortmund waren zahlreiche Schlachtenbummler erschienen, sodaß tatsächlich eine Art„Endspielstimmung“ festzustellen war. Außerordentlich zu bedauern war, daß der von vornherein zu erwartenden harten Auseinandersetzung ein Schiedsrichter vorstand, der seiner Aufgabe nicht gewachsen war. Es unterlief ihm nicht nur in der zweiten Hälfte eine krasse Fehlentscheidung, indem er Tor gab, nachdem er vorher deutlich abgepfiffen hatte, sondern schaffte auch durch kleinliche, meist gegen Eintracht zu Unrecht gefällte Entscheidungen eine verständliche Nervosität unter Publikum und Spieler, worunter das Spiel natürlich sehr litt. Die Mindener Pioniere, die mit einem neuen Torwart, Bannert, der noch am letzten Sonntag für MSV Münster gespielt hatte, antraten, haben dank ihrer großen Schnelligkeit und blendenden Kondition verdient, wenn auch etwas zu hoch gewonnen. Der überragende Mann war Röttger, der sich allerdings wenig in der Gewalt hatte und durch einige Mätzchen unangenehm auffiel. Eintracht war durch das Fehlen des Mittelläufers Pluskat zu einer Umstellung gezwungen, die sich nicht bewährte, da Sievert als Mittelstürmer zu langsam war, das Zusammenspiel hemmte und zudem keine Initiative zum Toremachen zeigte. Am wendigsten erwies sich der Linksaußen Gockel, der auch zwei schöne Tore warf. Daume hielt besonders in der ersten Hälfte ganz ausgezeichnet und trägt an der Niederlage keine Schuld. Der Spielverlauf. Die Mindener gingen mit großer Frische ins Spiel und hatten vom Beginn an klare Vorteile, während Eintracht zu sehr das Innenspiel pflegte, anstatt durch schnelle Flügelangriffe das Spiel in die Breite zu ziehen. Nach sechs Minuten führte der dritte Freiwurf für Minden durch Röttger zum ersten Tor, wie überhaupt die steten Freiwurfszenen vor dem Eintracht=Tor bei der Wurfkraft der Mindener Stürmer eine Menge gefährlicher Gelegenheiten heraufbeschworen. In der 10. Minute erhöhte Röttger, wiederum durch Freiwurf, auf 2:0, und wenige Minuten später ließ Helligrath, als er sich der Bewachung durch Kortzikowski entzogen hatte, das dritte Tor folgen. Gockel brachte die Eintrachtler durch einen famosen Wurf auf 3:1 heran, aber noch drei erfolgreiche Würfe Röttgers und ein weiteres Gegentor von Gockel ließen die Mindener bis zum Wechsel mit 6:2 in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit holte Lenfers zuerst einen Treffer auf, dann nahm aber die krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die durch Roß II zum 7:3 führte, den Dortmundern jeden Mut. Zum Schluß war Minden noch einmal durch Strack erfolgreich. Dortmund 95 Frauen=Handballmeister Vorwärts Gronau verdient 1:3. Dortmund, 27. März. Der Elf des Dortmunder DSC 95 glückte in diesem Jahre wieder ein verdienter Erfolg über Vorwärts Gronau, was die Erringung des westfälischen Meistertitels im Frauen=Handball bedeutete. Das Treffen in der Kampfbahn„Rote Erde“ war eine sehr temperamentvoll durchgeführte Angelegenheit, bei der es mitunter nicht ohne Härte abging. Die Dortmunderinnen waren aber technisch besser und hatten vor allen Dingen in ihrer Mittelläuferin Volkhausen einen guten Rückhalt, die auch die beiden ersten Treffer erzielte, obwohl die Gronauer Abwehr im allgemeinen gut auf dem Posten war. Das erste Tor fiel bereits nach zehn Minuten, dem sich erst kurz vor dem Wechsel der zweite Treffer trotz einer starken Feldüberlegenheit der 95erinnen anreihte. Im zweiten Abschnitt erzielten die Gäste zunächst durch die Halbrechte Tomm einen Gegentreffer, der aber der einzige bleiben sollte. Kurz vor Schluß stellte die Dortmunder Elf durch ein schönes Tor von Frl. Markert den alten Abstand wieder her. Die Aufstellung der siegreichen Dortmunder Elf: Trautmann; Rasche, Schumacher; Bergmann, Volkhausen, Bonstein; Wünnemann, Markert, Wenker, Glubka, Borutta. Coubertins Herz in Olympia. Athen, 27. März. Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Samstag das Herz des Barons Pierre de Coubertin in dem 1927 errichteten Erinnerungsmal am Altar Olympias feierlich beigesetzt und damit der Wunsch des Erneuerers der Olympischen Spiele erfüllt. Kronprinz Paul von Griechenland trug die aus grünem Marmor bestehende Urne zum Erinnerungsmal, wo sie eingesegnet und im Beisein der Mitglieder des JOK beigesetzt wurde. Das Internationale Olympische Tomitee hatte das wegen der Nationalfeier im Flaggenschmuck prangende Athen am Freitag nachmittag in einem aus deutschen Keichssportführer in Wien. Erst Volksabstimmung— dann Eingliederung Am gestrigen Sonntag setzte in ganz Oesterreich diWerbung des deutschen Sports ein, die sich über die Woche fortsetzen wird. Bei der Ankunft des Reichsspor führers auf dem Wiener Westbahnhof am Sonntagyon, mittag waren Abordnungen der Turner und Sportse aufmarschiert. Reichsstatthalter Dr. Seyß=Inquart den mit der Führung des Sports in Oesterreich beauftragte Dr. Rainer und zahlreiche Vertreter aus Staat. Partef Stadt und Sport waren zur Begrüßung erschienen. Nas einem Empfang des Reichssportführers durch Gauleiter Bürckel wohnte der deutsche Sportführer der Kranznjeder legung durch Generalfeldmarschall Göring im Ehrennal bei. Heranziehung der Berufssportler. Vor den Vertretern der Sportpresse sprach der Reichsportführer über die Richtlinien für die Umgestaltung in österreichischen Sport. Ausdrücklich betonte von Tschammer und Osten, daß allen Gelegenheit gegeben werde an dem großen Werk des Führers mitzuarbeiten. Erst müisse aber das österreichische Volk vor der Welt durch die Vostsabstimmung beweisen, daß es gewillt ist, sich zu Deutschland zu bekennen. Dann erst könne sich die Eingliederung vollziehen. Bei diesem Aufgehen in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen wird nicht überstürzt vorgegangen, sondern stetig und unter Berücksichtigung der beson deren Verhältnisse die Arbeit aufgenommen. Keiner dürfglauben, daß die Berufsspieler einfach auf die Straße gesetzt werden. Sie sollen dem Sport erhalten und in den DRL zurückgeführt werden. Vor allem Die mit 32 Kämpfe. In fünf über die geschalte Sportrir und Vik Herford konnten men, dater wird Erschwer ermittel in die n im Fußballsport wird diese Spielzeit noch unter den jetzigen Bedingungen beendet. Dann werden die wertvollen Kräfte dem Amateursport wieder eingegliedert und sogar zur Mitwirkung in der Nationalmannschaft bereitgehalten. Nachdrücklich betonte der Reichssportführer, daß es keinen Unterschied mehr zwischen Turnern und Sportlern gibt. Welthandballturnier wieder in Wien. Nach einigen werbenden Worten für das Deutsche Turn= und Sportfest in Breslau machte der Reichssportführer bekannt, daß er beim Internationalen Verband die Rückverlegung des Feldhandball=Weltturniers nach Wiene beantragt habe, das Oesterreich ursprünglich zur Ausrichtung übertragen war, aus finanziellen Gründen aber Deutschland überlassen wurde. Als erste soziale Hilfe wurden 150 Kinder österreichischer Sportler zu einem Ferienaufenthalt nach der Jahn=Stadt Freyburg a. d. Unstrut eingeladen, und auch sonstige Zuwendungen in Aussicht gestellt. Der Reichssportführer schloß mit dem Wunsch auf verständnisvolle Zusammenarbeir die den Grundstein zum sportlichen Wiederaufstieg des österreichischen Sportes bilden muß. Wagen bestehenden Sonderzug der Peloponnes=Eisenbahn verlassen, und war am Abend auf dem Bahnhof Olympias angelangt. Am Samstag hatte dann Olympia seinen großen Tag. Aus der näheren Umgebung waren die Einwohner in der Stadt eingetroffen, die in einem blauweißen Flaggenmeer schwamm, das verschiedentlich durch fremde Flaggen, besonders aber durch das Hakenkreuzy banner, eine bunte Belebung erhielt. Das ErinnerungsMal stand bisher am Aufgang zum Museum, wurde jetzt aber der heiligen Altis nähergebracht und am Eingang zum Ruinenfeld aufgestellt. Wie verlautet, soll es später in noch engere Verbindung zum alten Olympia gebracht werden. Vormittags wurde die Urne langsam durch das von griechischen Pfadfindern gebildete Spalier zum Festplatz gebracht, wo Hofmarschall Mercatti sie nach kurzer Ansprache an Kronprinz Paul von Griechenland übergab, Kultusminister Georgakopulos würdigte Weg, Wert und Wirken des Verstorbenen. Eine Botschaft der Witwe des Erneuerer der Olympischen Spiele wurde verlesen und dann sprach Graf Baillet=Latour im Namen des J00 Worte des Scheidens an Coubertin. Ein griechischer Metropolit segnete im Beisein von vier Geistlichen das Herz ein, und dann wurde die Urne im Erinnerungsmal beigesetzt. Der feierlichen Zeremonie wohnten deutscherseits Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg Dr. Ritter von Halt und Dr. Carl Diem bei. Auch Werner Klingenbera. der deutsche Berater des japanischen Organisationskomitees, war anwesend. Im Anschluß daran besuchte Kronprinz Paul den Ort der Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts unter Führung des Archäologen Kunze und sprach sich lobend über die gesamten Einrichtungen sowie über das bisher Erreichte aus. Das Opferschießen fällt aus. Wegen der alle Kräfte in Anspruch nehmenden Vorbereitungen zur Reichstagswahl muß der Deutsche Schützenverband von der alljährlichen Veranstaltung seines Opferschießens, das diesmal für den 3. April angesetzt war, Abstand nehmen. Dies ist um so bedauerlicher, alt bei den früheren Opferschießen dem Winterhilfswer jedesmal ein Betrag von rund 400 000 Mark zur Verfügung gestellt werden konnte. Der für den 10. April angesetzte Städtekampf der Kleinkaliberschützen ist auf den 24. April verlegt worden, In Wien trugen Fußballmannschaften der deutschen Wehrmacht Wettspiele gegen österreichische Vereine aus. Die Elf des IR 63 Ingolstadt schlug die der ersten Liga angehörende Mannschaft von Schwarz=Rot mit (1:0). Dagegen mußte sich die Mannschaft des IR Nürnberg von Simmering mit 0:4(0:0) geschlat bekennen. Der amerikanische Sechstagefahrer Mac Namara, der sich in der letzten Zeit als Arbeiter auf amerikanischen Radrennbahnen betätigte, ist jetzt in Chikago schwer krankt. Er mußte sich einer Magenoperation unterziehen Sochum- Münster- Bochum siegt vor Wevelsieb. Bochum, 27. März. Die neue Straßenrennzeit im Westen wurde am Sonntag bei naßkaltem Wetter mit der traditionellen Fernrt Bochum—Münster—Bochum(181,6 km) eingeleitet. 18 A=Fahrer standen am Start, Lange Zeit tat sich nichts, dem Rennen fehlte die Spannung. Keiner wollte etwas wagen und erst die Stärke der Mitbewerber erforschen. Nur hin und wieder brachte mal ein schneller Antritt etwas Leben. Immerhin wurde schon Münster sichtbar, ehe die mit fünf Minuten Vorgabe bedachte B=Klasse eingeholt war. Nun machte sich Kurt Riemann aus Bielefeld, ein B=Fahrer, sehr um die Führung verdient. Er machte sich aus dem Rudel der 32 Mann bei Haltern auf und davon, wurde aber schnell wieder eingeholt. 15 Kilometer vor dem Ziel, in Buer, hielt Walter Ketels seine Zeit für gebommen. Mit kräftigem Spurt machte er sich frei, fuhr noch erstaunlich frisch und schaffte es mit über einer Minute Vorsprung schließlich allein. Hinter ihm wurde dann von dem Rudel im Endspurt der Kampf um die Plätze entschieden. Neben den 20 Mann der B=Klasse stritten noch 85 Fahrer der Klasse C und vier Altets fahrer um den Sieg. Ein Massensturz vor dem Zie. in Buer— brachte die C=Klasse noch etwas durcheinandel. Henning=Dortmund siegte im Spurt vor SiebrasseBielefeld und dem kurz hinterherjagenden Rudel. Ergebnis: A= und B=Klasse: 1. Ketels=Bielefeld 5:01:45, Wevelsieb=Velbert 5:03, 3. Becker=Hörde, 4. Jagodzinst Hemer, 5 Diebrock=Bielefeld, 6. Schelter=Iserlohn, Pütter=Siegmar=Schönau(zweiter A=Fahrer), 8. Bisse Dortmund, 9. Heiduck=Dortmund, 10. Erven=Köln dichtauf). C=Klasse: 1. Henning=Dortmund 5:19:30, 2. rasse=Bielefeld(dichtauf), 3. Pardon=Recklinghausen 5220 4. Halfmann==Dortmund, 5. Otto Müller=Münster, Baukmann=Dortmund, 7. Klöß=Dortmund, 8. MehleGelsenkirchen, 9. Heuser=Dortmund, 10. Bergmann=Bochum (alle dichtauf). Altersklasse: 1. Nitzke=Gelsenkirchen 5.29, 2. Doderau=Erle. Die In geht es Bochol zum letzt lich dem er auch Meister zeigte sic und übe Halbzeit Für Gruppe heute ir Jahre gi Rotweiß ten, lieg beendete schaften. den Ma müssen. Ein wo sich Seite ze Halte dieser sc Haltern konnte t der Tab Dre bellenlet ter den geführt wendige „Punkte mehr in zum let OlympiTus Ha BV Bo BV Ma Haltern S16 SC Bo Rotweif Tus Bo Der schlagen mußte begnüg nehmer ermitte Wehrm Jn Danker zum Er gute zt hier di Sein Zustand ist sehr schlecht, so daß man an seinem Aus kommen zweifelt. De derum aus 1 öffnen Ge Rhei lage in auf des linghän ten Ho daß di geordnlinghan Vi amS spielen gar nilen die unter Ueberr die lei Leichtsi nunger aus de zeit ge Recklin MSV RheinSC 2 derung. terreich dir die gans SonntagvordSportler iquart den beauftragte tat Parte nen. Nach Gauleiter ranzniederEhrenmal der Reich taltuna im on Tschan. werde, an Erst müsse die Voltszu Deutschgliederung jen Reichsvorgegander besoneiner dürfStraße geind in den unter den tateursport ng in der ich betonte sied mehr n. 5 Deutsche leichssporterband die nach Wiene zur Aus nden aber iale Hilfe zu einem a. d. Unn in Ausem Wunsch Grundstein hen SporZweite Zwischenrunde in den Pokalspielen Die zweite Zwischenrunde im Tschammer=Pokal brachte mit 32 Spielen recht guten Sport und vielfach harte Kömpfe. Die Kreisvertreter hielten sich durchweg gut. In fünf Treffen blieben die Kreismannschaften Sieger über die Vertreter aus der Bezirksklasse. Unter den ausgeschalteten Bezirksvereinen finden wir SC Dahlhausen, Sportring Gevelsberg und SuL Herford neben Unna 08 und Viktoria Recklinghausen. Sehr tapfer schlug sich Union Herford gegen Arminia Bielefeld. Die Arminen konnten erst in der Verlängerung zu einem Tor kommen, das den knappen Sieg bedeutete. Für die Kreisvertreser wird natürlich der nächste Pokolsonntag eine bedeutende Erschwerung der Aufgabe sein, da mit den am Sonntag ermittelten Teilnehmern recht kampfstarke Mannschaften in die nächste Runde gehen. Die Ergebnisse: Münster 08— BV Rheine 0:3. SpVg Beckum— TuS Hiltrup 6:3. Borussia Rheine— Vorwärts Gronau 1:0. VfB Bottrop— SuS Hüls 1:3. Viktoria Recklinghausen— Datteln 2:4. Sportfreunde Gladbeck— Südstern Herten 2:1. Delog Rotthausen— Westfalia Schalke 7:0. Union Gelsenkirchen— Erin Castrop 11 5:2. TB Eickel— Gelsenguß Gelsenkirchen 3:4. Arminia Bielefeld— Union Herford 1:0 n. Verl. SpVg Gütersloh— Salzuflen 2:1. SuS Herford— Eintracht Sieker 0:3. SC Oelde— VfB Bielefeld 3:2 n. Verl. Borussia Lippstadt— Beverungen 2:0. VfL Geseke— Elsen 8:0. Unna 08— TuS Neheim 2:7. VfR Soest— VfL Altenbögge 2:6. TuS Meschede— MSV Arnsberg 0:5. Hemer 08— SC Menden 10 2:5. TuS Eiringhausen— Letmathe 98 5:1. VfL Schwerte— Sportbund Werdohl 2:1 n. Verl. SV Klafeld=Geisweid— Sportfreunde Siegen 0:2. VfB Weidenan— RSV Eiserfeld 2:0 abgebr. VfL Wetter— Sportring Gevelsberg 4:1. TuS Eppenhausen— TuS Milspe 2:8. SC Dahlhausen— Winz=Baak 1:2 n. Verl. Reichsbahn Bochum— Polizei Bochum 1:5. Preußen Bochum— Viktoria Herne 5:1. Sportgem. Wattenscheid— BV 12 Gelsenkirchen 8:1. Castrop 02— MBV Linden 8:0. Sportgemeinschaft Mengede— Lindenhorst 6:1. FC. Merkur Dortmund— Alemannia Dortmund 1:6. * Meisterschaftsspiel: Paderborn 08— SpVg Schildesche 3:2. Fußball im Westmünsterland. Nachhutgefechte auf allen Plätzen. Bocholt sichert sich.- Hervest=Dorsten überrennt Haltern 20. Eisenbahn Olympias sia seinen n die Einnem blautlich durch jatenkreuz Roerng vurde jetzt 1 Eingang es später a gebracht das von t Festplatz urzer An= übergab. Wert und Witwe des lesen und n des 300 griechischer lichen das rungsmal deutscherenburge bei. Auch ater des send. Im Ort der Instituts prach sich über das 5. den VorDeutsche ung seines angesetzt licher, als wilfswer zur Vermpf der t worden, 4 Bocholt, 27. März. In der 1. Kreisklasse des Westmünsterlandes geht es dem Ende zu. Der Meister steht in Olympia Bocholt schon seit langem fest. Heute trat der Meister zum letzten Kampfe an. Der Tabellenletzte konnte natürlich dem Tabellenersten nicht viel entgegensetzen, wenn er auch versuchte, durch Härte das hereinzuholen, was der Meister an spielerischem Können voraus hatte. Olympia zeigte sich als sicherer und verdienter Meister der Klasse und überwand den Gegner namentlich in der zweiten Halbzeit spielend. Für den Fall, daß doch zwei Mannschaften aus der Gruppe absteigen müssen, hat sich der SC Bocholt 26 heute in„Sicherheit gebracht. Genau wie im vorigen Jahre glückte die Sicherung auch erst im vorletzten Spiel. Rotweiß Dorsten, die heute das letzte Spiel absolvierten, liegt nun mit Tus Borken, das ebenfalls die Serie beendete, am Schluß der Tabelle. Kommen zwei Mannschaften für den Abstieg in Frage, dann werden diese beiden Mannschaften den Weg zur zweiten Klasse antreten müssen. Sonst muß ihn Tus Borken allein gehen. Ein schönes Treffen gab es in Hervest=Dorsten, wo sich die Platzmannschaft wieder einmal von der besten Seite zeigte und die sehr enttäuschenden Gäste von altern 26 glatt niederrannte. Allerdings bringt dieser schöne Sieg dem SuS Hervest=Dorsten wenig ein. Haltern liegt noch immer zu günstig. Hervest=Dorsten konnte den Gegner nur auf dem Spielfeld, nicht aber in der Tabelle überwinden. Drei Mannschaften, der Meister und die beiden Tabellenletzten, sind jetzt mit den Punktespielen fertig. Unter den übrigen wird der Kampf um die Plätze weiter geführt werden. Es wird schon schwer halten, die notwendigen Punkte einzubringen, denn die so beliebten „Punktelieferanten“ von dem Ende der Tabelle sind nicht mehr im Spiel. Der Kampf wird also weitergehen bis SC Bocholt 26— Rotweiß Dorsten 3:1(1:1). Der Sieg der Bocholter ist durchaus verdient. Bocholt war während des ganzen Spieles leicht im Vorteil. Allerdings ging überraschend Dorsten um die Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Nach mehrfachen vergeblichen Bemühungen glückte Bocholt dann kurz vor der Pause durch den Linksaußen der Ausgleich. Aber schon wenige Minuten nach Wiederbeginn war die Führung Bocholts durch den Mittelstürmer erkämpft und dann wurde Bocholt immer mehr überlegen. Allerdings wußte die zahlreiche Hintermannschaft der Dorstener die Situation immer wieder zu retten. Doch in der 30. Minute konnte Been das dritte Tor erzielen und damit den Sieg sicherstellen. Tus Borken— Olympia Bocholt 1:4(1:1). Borken brachte zu Beginn des Spieles eine Härte an, die leider von Olympia zeitweise aufgenommen wurde. Der Borkener Mittelstürmer wurde verletzt und mußte vorübergehend ausscheiden. Um die Mitte der Halbzeit geht Bocholt dann in Führung, aber kurz vor der Pause kann Borken den Ausgleich herstellen. Die zweite Halbzeit steht dann ganz im Zeichen des Meisters, der Borken immer mehr zurückdrängt. In regelmäßigen Abständen folgen drei weitere Tore, die den Sieg bringen. SuS Hervest=Dorsten— Haltern 26 5:0(3:0). Die Platzmannschaft war in hervorragender Form, während die Gäste sehr enttäuschten. Schon vom Anstoß weg fällt das erste Tor durch den Rechtsaußen. Um die Mitte der Halbzeit folgt das zweite Tor, das der Mittelstürmer Muthlik anbringen kann. Etwas später wird ein Elfmeter gegeben, der zum dritten Tor verwandelt werden kann. Nach der Pause ist Hervest=Dorsten auch weiterhin überlegen. In der 19. Minute ist durch den Halbrechten das vierte und gegen Spielende durch den Linksaußen das fünfte Tor fällig. BV Bocholt 1900 Res.— Adler Weseke 4:3(3:2). Schon in den ersten Minuten fallen durch den Bocholter Mittelstürmer zwei Tore, dann aber gleicht Weseke aus. Das erste Gegentor trat der Halblinke und das zweite der Mittelstürmer. Kurz vor der Pause aber geht Bocholt wieder in Führung. Nach dem Wechsel folgt zunächst wieder der Ausgleich und dann zum Schluß die abermalige und endgültige Führung der Bocholter. RTV Recklinghausen=Ost— SuS Drewer 2:3(1:2). Um den Aufstieg zur Handball=Gauliga. utschen Vereine der ersten mit 6: S IR 91 Bclagen sara, der banischen hwer erterziehen. tem Auf m. AltersZiel einandel. el. 01:45, 2. odzinskielohn, 8. Bille iln(alle 2. Siebsen 5.2 ister, 6. 2. Mo Favoriten büßen Punkte ein. Der TV Eiche Dankersen wurde in Jöllenbeck geschlagen, und die Elf des Dortmudner Hüttenvereins mußte sich beim Post=SV Hagen mit einem Unentschieden begnügen. Am Sonntag wurde nun auch der letzte Teilnehmer an diesen Gruppenspielen im MSV Höxter ermittelt, so daß nun insgesamt drei Mannschaften der Wehrmacht beteiligt sind. In der Gruppe A kam der favorisierte TV Eiche Dankersen beim TV Einigkeit Jöllenbeck nicht zum Erfolg. Der Platzverein hatte vor allen Dingen eine gute zweite Halbzeit und siegte mit 9:6. Damit ist auch hier die Lage wieder völlig offen. Recklinghausen übernimmt die Spitze. + Münster, 27. März. Der dritte Spielsonntag sah in der Gruppe B wiederum alle vier Mannschaften im Kampf um die so überaus wertvollen Punkte, die den Weg in die Gauliga eröffnen sollen. Gegen Preußen Hamm mußte nun auch Rheine 09 am heutigen Sonntag seine erste Niederlage in den Kauf nehmen. Die Mannschaft fällt dadurch auf den dritten Tabellenplatz zurück und muß den Recklinghäusern, die nunmehr als einziger Verein ungeschlagen sind, die Spitze der Tabelle überlassen. Die Aussichten Rheines sind aber damit noch keineswegs erschöpft, da Hamm bereits ein Spiel mehr ausgetragen hat, so daß die 09er relativ auf den zweiten Tabellenplatz eingeordnet werden können. Im übrigen wird auch Recklinghausen nicht ganz ungerupft davonkommen. Völlig ohne Aussichten hängt der SC Münster 08 am Schluß, dessen Mannschaft gegenüber den Gruppenspielen, die in blendender Form durchgeführt wurden, gar nicht wieder zu erkennen ist. Für den Aufstieg spielen die Münsteraner zwar keine Rolle mehr, aber sie sind unter allen Umständen der Verein, der für die nötigen Ueberraschungen schon eines Tages sorgen wird. Ihn auf die leichte Schulter nehmen zu wollen, wäre frevelhafter Leichtsinn, der sehr leicht zu unangenehmen Begleiterscheinungen in der Tabelle führen könnte. Wer die Mannschaft aus den Gruppenspielen kennt, wird diese Tatsache jederzeit gern unterstreichen. Man lasse sich daher warnen! Recklinghausen=Ost 2 2 0 0 11:8 4:0 MSV Preußen Hamm 3 2 0 1 19:15 4:2 Rheine 09 2 1 0 1 18:11 2:2 SC Münster 08 3 0 0 3 16:30 0:6 Ergebnisse: Münster 08— TV Recklinghausen=Ost 4:6(3:3). Rheine 09— Preußen Hamm 3:6(1:4). Der noch ungeschlagene Dortmunder Hüttenverein mußte sich nach seinen Siegen über Schalke und Hattingen beim Post=SV Hagen mit einem 8:8 zufrieden geben. Die Dortmunder eroberten wohl bis zum Wechsel eine 5:3=Führung, doch glichen die im Sturm sehr starken Hagener Postsportler später noch aus. Schalke 96 ist bereits gänzlich zurückgefallen. Diesmal zogen die Schalker im Treffen gegen VfTuBV Hatrangen mit 3:7 den kürzeren. In der Gruppe C bleibt also neben dem Dortmunder Hüttenverein der Post=SV Hagen besonders zu beachten. Hüttenv. Dortmund 3 2 1 0 31:21 5:1 Postsport Hagen 3 2 1 0 24:16 5:1 TuBV Hattingen 3 1 0 2 22:25 2:4 Schalke 96 3 0 0 3 9:24 0:6 Postsportverein Hagen— Hüttenverein Dortmund 8:8. Schalke 96— TuBV Hattingen 3:7. In der Gruppe D spielt der vorjährige Gauligist Sportbund Werdohl doch nicht die Rolle, die man gedacht hatte. Trotz des eigenen Platzes wurden die Werdohler vom Reichsbahn=SV Hagen mit 8:5 bezwungen. Der TV„Auf den Hütten“ Weidenau und der MSV Arnsberg lieferten sich einen durchaus gleichwertigen Kampf, der mit einem 7:7 Unentschieden endete. Beide Mannschaften bleiben damit Anwärter auf den ersten Platz. Arnsbera 09 3 2 1 0 25:18 5:1 VfB Weidenau 3 2 1 0 25:21 5:1 Reichsbahn=SV Hagen 3 1 0 2 22:24 2:4 Sportbund Werdohl 3 0 0 3 16:25 0:5 Westfülisches Jugend-Hockeyturnier. Dortmund. 27. März. Auf dem Mendeplatz kam das Hockeyturnier der besten westfälischen Jugendmannschaften mit zwei Bann=Ausscheidungen für die Gebietsmeisterschaft in der vorgesehenen Weise zum Austrag. Preußen Münster hatte es recht schwer, die Elf des TC Gelsenkirchen mit 4:3 zu bezwingen. Es war vielleicht das spannendste Spiel des Tages, das die guten technischen Fertigkeiten der jungen Münsteraner erkennen ließ. Im zweiten Treffen holte Münster 08 über Union Hamm einen verhältnismäßig leichten 9:0=Erfolg heraus. In den anschließenden weiteren Spielen zeigte sich die Elf von Preußen Münster noch einmal von der besten Seite, indem sie auch den HC Iserlohn mit 4:0 überlegen abfertigte. Erheblich schwerer hatte es Münster 08 mit Gelsenkirchen 74. Die gleichwertigen Mannschaften trennten sich mit einem 1:1. Zu Siegen langte es noch für die SG Rheine über Union Hamm und für den TC Osnabrück über HC Iserlohn, während der Dortmunder Hüttenverein gleich zweimal, gegen Osnabrück und Rheine, unentschieden spielte. Als technisch beste Mannschaft wurde später Preußen Münster durch Sportdirektor Schäfer ausgezeichnet, der einen Gutschein zur Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen überreichte.— Das Endspiel um die Gebietsmeisterschaft werden in Münster Preußen Münster und Münster 08 bestreiten. Die Ergebnisse: Bann 13(Preußen Münster)— Bann 251(TC Gelsenkirchen) 4:3; Bann 131(Union Hamm)— Bann 13(Münster 08) 0:9; Bann 130(Hüttenverein Dortmund)— Bann 78(TC Osnabrück) 1:1; Bann 205(SG Rheine)— Bann 131(Union Hamm) 3:0; Bann 130(Hüttenverein Dortmund)— Bann 205(SG Rheine) 0:0; Bann 78(TC Osnabrück)— Bann 136(HC Iserlohn) 3:0; Bann 13(Preußen Münster)— Bann 136 (HC Iserlohn) 4:0; Bann 251(TC Gelsenkirchen)— Bann 13(Münster 08) 1:1. Gute Zeiten beim HJ.-Schwimmen Niederrhein und Westfalen erfolgreich. Im Sportforumbad auf dem Reichssportfeld wurden die Reichsprüfungskämpfe der HI=Schwimmer durchgeführt. Es gab auf der ganzen Linie spannende Kämpfe, vor allem aber auch ausgezeichnete Zeiten. Die Gebiete Ruhr=Niederrhein und Westfalen schnitten ganz vorzüglich ab. Im Brustschwimmen gab es einen Doppelsieg von Köhne, Gebiet Mittelelbe, der die 100 m in 1:11.2 vor Höhle=Westfalen in 1:13.2 uno Rogalski=Ostland in 1:13,8 gewann und auch über 200 m in 2:48.3 vor Koch=Westfalen in 2:49,7 die beste Zeit schwamm. Im Kraulschwimmen entschädigte sich Höhle=Westfalen durch einen Sieg über 100 m in 1:02.4 über Müller=Berlin(1:02,9) udn Fiedler=Sachsen(1:05,4). Ueber 200 m siegte BirrBerlin vor Brettschneider=Sachsen, für die beide 2:18,5 gestoppt wurden, durch Zielrichterspruch jedoch die Entscheidung fiel. Zu gleicher Zeit kamen auch in der 4 mal 100 m Kraulstaffel in 4:10.1 die Mannschaften der Gebiete Berlin und Sachsen ein. Die 100 m Rücken gewann Schröder=Niederrhein in 1:12.5 vor Rundmund=Nordsee, der in 1:13,3 anschlug. Westfalen stellte in Ernst auch den Sieger im Springen. Meisterschaften des Deutschen Radfahrer=Verbandes. „Falke" Altena Sieger im Radball Klasse B. Am Sonntag fanden in Schwerte in der Gaststätte „Im Reiche des Wassers“ die Meisterschaften des Deutschen Radfahrer=Verbandes statt. Mit der Durchführung dieser Veranstaltung war der Rad=Sport=Club Schwerte beauftragt. Es ist das erste Mal, daß in Schwerte eine Gaumeisterschaft ausgetragen wird. Die einzelnen Kämpfe wickelten sich vor einem gut besuchten Hause reibungslos ab. Auch der Bezirksführer WendeFröndenberg vom DRL war zugegen. Bei Empfang dieser Meldung wurde im Radball Klasse A als voraussichtlicher Sieger Iserlohnerheide 1. Mannschaft angenommen. Ergebnisse: Radball Klasse B:„Falke“ Altena 5 P., 2.„Zugoogel" Gevelsberg 5 P.,(das bessere Torverhältnis enthied), 3.„Wanderlust“ Lippstadt 2 P., 4.„Torpedo“ Bottrop 0 P. Radball Jugendklasse: 1.„Pfeil" 07 Ierlohnerheide 10 P., 2.„Falke" Altena 8 P., 3.„Wanderlust“ Methler 6 P., 4.„Teutoburg“ Steinhagen 4 P., 5.„Tempo Herne 2 P., 6.„Torpedo“ Bottrop 0 P. Schulreigen Klasse B: 1. Radfahrer=Verein„Tempo# Herne 193,8 P., 2.„Wanderlust“ Methler 182,1 P Schulreigen der Jugendklasse: 1. Radfahrerverein „All-Heil Viktoria“ Kaiserau 199,7 P., 2.„Wanderlust Methler 196,8 P., 3.„Pfeil“ Bochum 189,3 P. Einer=Kunstfahren Klasse A: 1. Mackenroth(„Pfeil“ 07 Iserlohnerheide), 2. Kölsch(Schwerte) startete außer Konkurrenz. Zweier=Kunstfahren Klasse A: 1. singhage 215,3 P., 3. Hinkelmann-I Club Schwerte). Einer=Kunstfahren Iugendklasse: 1. Pfennigheuer, Methler. Zweier=Kunstfahren Jugendklasse: Gebrüder Borka. seier=Kunstsahten Klasse a. 1. Schayne ge 215,3 P., 2. Kohsmann=Armatage 196,8 P. kelmann=Jarobi 192,4 P.(sämtlich vom Rad=SportDeutsche Kingermeisterschaften. Dessau. 27. März. Ließ der Besuch bei den Deutschen Meisterschaften der Ringer im griechisch=römischen: Stil zuerst etwas zu wünschen übrig, so hatten sich am Samstagabend in Dessau etwa 700 Zuschauer eingefunden die den Begegnungen mit Spannung folgten. Als einziger Teilnehmer der drei schweren Gewichtsblassen behauptete sich Meister Werner Seelenbinver=Berlin ohne Fehlerpunkte, kam er doch in allen bisherigen Kämpfen zu Fallsiegen. Im Mittelgewicht, vierte Runde, sind ausgeschieden: Schedler, Krauskopf und Köstner, im Hawbschwergewicht, dritte Runde: Kliesmann und im Schwergewicht, dritte Runde: Kötter und Staiger. Der Sonntagmittag diente zur weiteren Förderung der Titelkämpfe, bei denen Seelenbinder wiederum zu einem entscheidenden Siege kam. Hier sind ausgeschieden im Mittelgewicht, fünfte Runde: Schröder, Hoffmann und Röttger, im Halbschwer, vierte Runde: Reck, im Schwergewicht, vierte Runde: Lägerle. Liebern=Dortmund wurde Die endgültige Entscheidung bei den Titelkämpfen der deutschen Amateur=Ringer fiel in Dessau im Schwergewicht. Meister wurde Fritz Müller=Bamberg, der seinen letzten Kampf gegen Feldw. Siebert=Mainz allerdings nur mit 2:1 nach Punkten gewann. Den zweiten Platz belegte Liebern=Dortmund durch einen Fallsteg in vier Minuten über Deeg=Zella Mehlis. Der Schlußstand: 1. Fritz Müller=Bamberg, 2. Liebern=Dortmund, 3. Siebert=Mainz, 4. Deeg=Zella Mehlis. Seelenbinder und Schweikert ebenfalls Meister. Zwei Berliner holten sich bei den Schlußkämpfen in Dessau die Meistertitel. Werner Seelenbinder wurde im Halbschwergewicht mit nur zwei Fehlerpunkten Deutscher Meister. Ueber den Nürnberger Engelhardt kam der Berliner zwar nur zu einem einstimmigen Punktsieg. Hinter Seelenbinder belegte Feldwebel Ehret vor Rager(Stuttgart), Engelhardt(Nürnberg) und Böhmer( Bad Reichenhall) den zweiten Platz. Im Mittelgewicht siegte Schweikert über den Stuttgarter Hilgert nach 6:30 Minuen enscheidend und ka müber Lindner(Hof) und Obermaat Laudin(Wilhelmshaven) zu einstimmigen Punktsiegen. Durch seinen Sieg über Lindner wurde Laudin Zweiter vor Hilgert (Stuttgart) und Lindner. Die neuen Ringermeister 1930.—— Damit sind die Titelkämpfe der Deutschen Meisterschaft beendet. Es stehen folgende Meister fest: Bantam: Ferdinand Schmitz=Köln. Feder: Heini Schwartzkopf=Koblenz. Leicht: Heinrich Nettesheim=Köln. Welter: Fritz Schäfer=Ludwigshafen. Mittel: Ludwig Schweikert=Berlin. Halbschwer: Werner Seelenbinder=Berlin. Schwer: Fritz Müller=Bamberg. Pferderennen. Rennen zu Mülheim=Duisburg am 27. März. 1. R.: 1. Sankt Märgen(H. Schmidt), 2. Risiko, 3. Heidgraf; ferner: Norne, Luftibus, Gnu, Friederike. Toto Sieg 52, Platz 15, 15, 13. EW: 290. 2. R.: 1. Denar(Hochstein), 2. Heroine, 3. Sextus; ferner: Golf, Pfalzburg. Toto Sieg 24, Platz 15, 14. EW: 38. 3. R.: 1. Charolus(Knoche), 2. Aiwan. 3. Sheila; ferner: Seeräuber, Saarfreund, Ostgote. Toto Sieg 46, Platz 12, 11. EW: 140. 4. R.: 1. Kurzer Kopf(Kreienbring), 2. Coueraß, 3. Segelflug; ferner: Enthusiast, Johannes M, Horaz, Cologna. Toto Siea 43, Platz 17, 14, 17. EW: 120. 5. R.: 1. Agnat(Hochstein), 2. Limperich, 3. Frauenfreund; ferner: Janiculus, Kuburuz. Toto Sieg 25, Platz 12, 12. EW: 42. 6. R.: 1. Panheros(M. Schmidt), 2. Xerxes, 3. Sarafan; ferner: Perlfischer, Feuereifer, Augur. Toto Sieg 24, Platz 14, 14, 17. EW: 90. 7. R.: 1. Laufpaß(Lommatzsch), 2. Kohinor, 3. Fohre, 4 Frigga; ferner: Blumengöttin, Gladius, Silvester, Mohamed, Orchilles, Musterknabe, Wernigerode. Toto Siea 22, Platz 15 25, 25, 25. EW: 264. Rennen zu Berlin=Strausberg am 27. März. 1. R.: 1. Gralsbotin(Prigge), 2. Spitzmaus, 3. Moldau; ferner Eitel, Königsliebe, Toto 38, Pl. 15, 15, EW 104. 2. R.: 1. Horrido(Ahr), 2. Herero, 3. Perlstab. Toto 34, EW 52. 3. R.: 1. Hut ab(O. Schmidt), 2. Lachtaube, 3. Christine; ferner Juist, Kriegsflamme, Augit. Toto 26, Pl. 15, 17, EW 100. 4. R.: 1. Arminienne(Unterholzer), 2. Palladio, 3. Fensterparade; ferner Leuthen, Arabba, Burzierde, Vale. Toto 27, Pl. 11, 15, 12, EW 164. 5. R. 1. Kagischkes Miami(Huguenin), 2. Einschlag, 3. Eisblume, 4. Königskerze, ferner Bolivia, Twist, Präsent, Ledinchen, Hausorden, Heimatfreude, Toto S. 152, Pl. 18, 42, 15, 16, EW. 2004. 6. R. 1. Bamms Balilla(Unterholzer), 2. Lobenswert. 3. Heinerle, ferner Zarenkind, Galeopsis, Ancona, Lachendes Leben, Pamela, Hagelschlag, Toto S. 48, Pl. 16, 22, 15, EW. 520. 7. R. 1. Solms Auftakt(Osw. Müller), 2. Paxheim, 3. Jan van Eyk, 4. Petrarca, ferner Altgesell, Parhelios, Trara, Gueß again, Fatinelli, Rhein, Abendstern, Favors Prinz, Yverdon, Toto S. 92, Pl. 17, 18, 25, EW. 692. Trabrennen in Recklinghausen am 27. März. 1. R.: 1. Constantia(C. Forthmann), 2. Christoph, 3. Bergstein; ferner: Pauli W., Peter Byng, Tosca, von Hünefeld, Guy Albert(o. W.). Ri: 2—1, Zeit: 1:34, Toto Siea 15 ir. 54, Platz 11, 15, 12. 2. R.: 1. Feinsliebchen(W. Dahl), 2. Rheinstolz, 3. Deutscher Vater; ferner: Estländer, Matador, Daisy, Amalie, Mogenlied(als 3. durchs Ziel galoppiert). Ri: 1—17., Zeit 1:30,6. Toto Siea 21 it. 42, Platz 14, 18, 31. 3. R.: 1. Lydia(E. Jung), 2. Rheinmädel. 3. Ausbund; ferner: Herzblatt(angehalten), Via von Welte, Milanka. Ri: 1¼—½, Zeit 1:34,6, Toto Sieg 10, it. 20, Platz 11, 11, 11. . Frisch, froh und lebensfreudig— das ist unsere Jugend. Die sportliche Ertüchtigung der weiblichen Jugend hat einen neuen Menschenschlag hervorgebracht, Mädchen, deren Schönheit und natürliche Anmut jeden entzückt.(Scherl-Bilderdienst-M.) 1 Fußball im Nordmünsterland. TG Dulmen bereitet sich auf den Endkampf vor. Dülmen hat Gronau 09 im Torverhältnis überholt. Gronau 09 stolpert in Riesenbeck./ Ahaus baut den dritten Platz aus. + Münster, 27. März. Die Entscheidung in der 1. Kreisklasse Nordmünsterland reift heran. Es geht in einem erbitterten Wettlauf dem Ende zu. Die beiden Tabellenführer belauern sich Sonntag für Sonntag und jeder ist bestrebt, den jeweiligen Sonntag zum Entscheidungstag zu machen. Aber das glückte bisher nie, und ist auch noch nicht geglückt. TSG Dülmen, immer noch an der Spitze der Tabelle, bucht seit Sonntagen hohe Ergebnisse. Das höchste wird heute gemeldet, Ibbenbüren wurde mit 9:2 geschlagen. Damit hat TSG Dülmen endlich das eine Ziel ihrer Wünsche erreicht, Gronau 09 ist im Torverhältnis überflügelt. TSG Dülmen hat jetzt ein besseres Torverhältnis als Gronau 09. Und das kann bei der Endentscheidung von ausschlaggebender Wichtigkeit sein. Aber Gronau 09 ist relativ immer noch ie bessere Mannschaft. Bis zum heutigen Sonntag betrug der Vorsprung drei Punkte, heute aber verringerte sich der Vorsprung um einen Punkt; denn Gronau 09 konnte auf dem gefährlichen Platz in Riesenibeck nicht gewinnen. Es blieb bei einer Punkteteilung, die ntürlich den Grenzlern sehr ungelegen kommt, denn sie fördert nur die Konkurrenten aus Dülmen. Gronau 09 brauchte jetzt nur noch ein Spiel zu verlieren und die Punktegleichheit mit Dülmen wäte da, und dann entscheidet das Torverhältnis, und da hat Dülmen ja vorgearbeitet. Auf den Ausgang dieses Duells kann man wirklich gespannt sein. Noch sind die Chancen nicht einseitig und das Glück steht noch in der Mitte zwischen beiden Konkurrenten. Die übrigen Spiele der Tabelle brachten interessante Platzkämpfe. So konnte ABC Ahaus- durch einen knappen Sieg in Emsdetten sich den dritten Platz festigen. Ob es aber gelingen wird, den dritten Platz doch zum guten Schluß zu behalten, muß als sehr fraglich erscheinen. Wenn Stadtlohn heute auch gegen VfL Rheine nur einen Punkt eroberte, so hat Stadtlohn doch immer noch so viele Reserven, daß es zu einem Kampf um den dritten Tabellenplatz gerüstet antreten kann. Das wäre für Ahaus der einzige zu fürchtende Gegner und Konkurrent. Die anderen Mannschaften sind in ihren Minuskonten bereits stärker belastet als Ahaus, so daß Ahaus wohl kaum noch die Möglichkeit hat, unter den vierten Platz herunterzukommen. TSG Dülmen 16 12 1 Gronau 09 ABC Ahaus Tus Stadtlohn VfL Rheine Teuto Riesenbeck SV Emsdetten SV Ibbenbüren Gronau 21/24 VfL Epe Teuto Riesenbeck 57:28 52:27 38:36 40:26 38:42 23:28 26:28 24:36 28:51 22:46 25:7 23:5 19:15 17:11 17:17 15:17 15:19 15:19 8:26 8:26 Gronau 09 3:3(2:1). Die Platzherren legten ein sehr schnelles Spiel vor, das den Gegner überraschte und unversehens ins Hintertreffen brachte. Schon nach 5 Minuten war Riesenbeck durch den Linksaußen in Führung gegangen. Nach 20 Minuten hieß es durch den Rechtsaußen bereits 2:0. Dann aber setzte sich Gronau stärker zur Wehr und kurz vor der Pause gelang es dem Halblinken, ein Tor aufzuholen. Aber zum Ausgleich langte es nicht mehr. Mit diesem Vorsprung konnte Riesenbeck die zweite Hälfte des Spieles gesichert aufnehmen. Nach 10 Minuten vergrößerte der Mittelstürmer die Führung sogar auf 3:1. Da aber setzte der Siegeswille der Gäste ein und nach weiteren 10 Minuten waren sie um ein Tor herangekommen. Allerdings kann dieses Tor nicht der Leistung der Gäste zugeschrieben werden, denn Riesenbecks rechter Läufer hatte Pech und lenkte den Ball ins eigene Tor. 10 Minuten vor Schluß kam Gronau dann durch den Mittelstürmer, der eine rechte Ecke einköpfen konnte, zum Ausgleich. Concordia Gronau— VfL Epe 5:1(3:0). Epe versuchte zu Beginn der zweiten Halbzeit, den in ganz famoser Form kämpfenden Gronauern Widerstand zu leisten, aber Epe hatte wenig Glück mit seinen Unternehmungen, so daß der hohe Sieg den Gronauern blieb. Gronau konnte durch den Mittelstürmer, den Halblinken und Linksaußen und nach der Pause durch den Rechtsaußen und Halbrechten bis auf 5:0 davonziehen. Erst in der 22. Minute nach der Pause kam Epe durch den Halblinken zum Ehrentreffer. kaum noch wenden kann, es sei denn, deren alles drüber und drunter geht. Sportfr. Gellendorf Preußen Borghorst Preußen Rheine Bor. Emsdetten Grünweiß Bevergern Union Burgsteinfurt Sportfr. Burgsteinfurt VfR Lengerich SV Wilmsberg SV Mettingen Sportfr. Burgsteinfurt daß bei den an(3:o). Preußen Borghorst 3:3 Schon nach drei Spielminuten sah es um Borghorst sehr böse aus. Burgsteinfurt war schon in der zweiten durch den Rechtsaußen und in der dritten Minute durch den Mittelstürmer in Führung gegangen. Dann setzte sich Borghorst stark zur Wehr, aber Burgsteinfurt kam in der 20. Minute auch noch zum dritten Treffer. Mit diesem halben Sieg ging es in die Pause. Nach der Pause aber besann sich Preußen Borghorst und nach fünf Minuten wurde durch den Mittelstürmer das erste, in der 20. Minute durch den Linksaußen das zweite und burz vor Schluß schließlich noch durch den Mittelstürmer das dritte Tor aufgeholt, so daß wenigstens ein Punkt gerettet wurde. Sportfr. Gellendorf— Bor. Emsdetten 2:0(1:0). In der ersten Viertelstunde mußte sich Emsdetten nur mit zehn Mann gegen den in sehr guter Form spielenden Tabellenführer wehren. Aber die Emsdettener ließen sich nicht bange machen. Erst zehn Minuten vor Schluß kam Gellendorf zum Führungstreffer durch einen Handelfmeter, der vom Linksaußen verwandelt wurde. Nach der Pause wurde die erste Viertelstunde mit einem zweiten Treffer für Gellendorf abgeschlossen. Ein Weitschuß des Halblinken aus 20 Meter Entfernung landete unhaltbar im Tor Emsdettens. Zu weiteren Erfolgen dam der Tabellenführer aber nicht mehr. SV Mettingen— Breußen Rheine 4:2(1:2). Preußen Rheine ging ganz erwartungsgemäß mit zwei Toren in Führung, dem die Mettinger nur eines entgegensetzen konnten. Aber nach der Pause drängte Mettingen den Gast immer weiter zurück und erkämpfte sich durch drei weitere Tore einen überraschenden Sieg. VfR Lengerich— Grünweiß Bevergern 1:3(1:1). Rasensport Coesfeld kommt'um den zweiten Platz. Der Tabellenführer und bereits feststehende Meister Blauweiß Ochtrup stellte durch einen eindrucksvollen 10:0=Sieg über Ottenstein erneut unter Beweis, daß die beste Mannschaft Meister wurde. Aber hinter dem Meister da tobt der Kampf um die besten Plätze. Coesfeld hatte sich den zweiten Platz erkämpft und glaubte ihn völlig sicher. Aber eine augenblickliche Schwächeperiode in der Mannschaft machte den schönen Erfolg zunichte. Am vorigen Sonntag erfolgte der erste Einbruch in die Stellung, die heute erschüttert wurde und verloren ging. Rasensport Coesfeld mußte sich dem Tus Gescher beugen, während der Konkurrent Vreden mit einem haushohen Sieg über Legden den Anspruch auf den zweiten Platz durchsetzte. Gleichzeitig hat Vreden durch den hohen Sieg für ein gutes Torwerhältnis gesorgt, so daß bei der Punktegleichheit der beiden Konkurrenten Vreden doch immer noch das bessere Ende behält. Wenn Rasensport Coesfeld nicht das letzte im Endspurt einsetzt, dann kann es sogar noch passieren, daß auch der dritte Tabellenplatz abgetreten werden muß. Denn durch Punktegleichheit liegt der heutige Bezwinger von Rasensport an der vierten Stelle auf der Lauer. Gescher steht punktegleich mit Coesfeld, tritt nur zurück, weil das Torverhältnis um ein geringes schlechter ist. Aber Gescher hat eine Mannschaft, die diesen„Schönheitsfehler“ wohl beseitigen kann. Die drei Plätze hinter dem Meister sind also noch lange nicht endgültig verteilt. Auch Vreden kann noch im Ziel stolpern. Am Ende der Tabelle ging heute alles„programmgemäß“: Alle drei Schlußmannschaften lieferten den anderen die Punkte. Reichsbahn Coesfeld kann sowieso nichts mehr retten. Und ob noch eine zweite Mannschaft absteigen muß, ist sehr fraglich, da die Gruppe ja nur neun Mannschaften hat. Blauweiß Ochtrup VfL Vreden Rasensport Coresfeld Tus Gescher FC Metelen SV Südlohn SV Legden FC Ottenstein Reichsbahn Coesfeld Tus Gescher— Rasensport Coesfeld 2:1(1:1). Coesfeld setzte sich verzweifelt gegen den Platzherrn zur Wehr, da eine leichte Ueberlegenheit der Gescher Mannschaft nicht zu verkennen war. In der 30. Minute fiel endlich die Entscheidung in dem spannenden Kampf, als Coesfeld durch den Mittelstürmer in Führung gehen konnte. Aber fünf Minuten vor der Pause wurde diese Führung vom gegnerischen Mittelstürmer wieder eingeholt. Schon in der 15. Minute nach dem Wechsel fiel dann die endgültige Entscheidung. Gescher konnte durch den Halbrechten, der eine Ecke direkt verwandelte, den Sieg erkämpfen. Reichsbahn Coesfeld— SV Südlohn 1:7(0:4). VfL Vreden— SS Legden 10:2(4:1) FC Ottenstein— Blauweiß Ochtrup 0:10(0:4). Kreisklassen Münster. Fortuna Ahlen hatte die Schußstiefel an. Ausgezeichnetes Spiel Neubeckums. Am Sonntag wird der Meister ermittelt. + Münster, 27. März. In der 1. Kreisklasse geht es nun auch mit Macht dem Ende entgegen. Drei Spiele fanden heute in der Wertungsskala Berücksichtigung, so daß nur noch vier Treffen übrig bleiben, um den Schlußstrich unter die diesjährige Meisterschaftssaison ziehen zu können. Westfalia Ahlen zog es im letzten Spiel vor, auf SV Emsdetten— ABC Ahaus 1:2(0:1). Gleich zu Anfang kann der Mittelstürmer Kölker mit 1:0 in Führung gehen. In der 25. Minute nach der Pause erhält Emsdetten dann einen Strafelfmeter zugesprochen, der vom rechten Verteidiger zum Ausgleich verwandelt Etwa 10 Minuten später bekommt Emsdetten nochwird. mals einen Strafelfmeter, der aber vom rechten Vertei diger nicht verwandelt werden konnte, so daß damit der Sieg der Emsdettener entschwand, weil Ahaus drei Minuten vor Schluß noch zu einem Tor kam, das Sieg und Punkte einbrachte. VfL Rheine— Tus Stadtlohn 4:4(3:2). In der ersten Minute kommt ein Ball vors Tor, der vom Rheiner Torwart unter die Latte gefaustet wird, so daß Stadtlohn in Führung gehen konnte. Aber schon 10 Minuten später konnte der Rechtsaußen durch einen Kopfball ausgleichen. Aber nochmals reißt Rheine die Führung an sich, mit der es dann in die Pause geht. Lange wogt nach dem Wechsel der Kampf hin und her. Stadtlohn wehrt sich verzweifelt, aber trotz der fünf Mann Ersatz, die in. ihren Reihen stehen, schaffen die Stadtlohner wiederum in der 25. Minute den Ausgleich. Ja sie erkämpfen sich sogar 15 Minuten vor Schluß die knappe Führung, die aber fast mit dem Schlußpfiff durch ein Tor des Rheiner Mittelstürmers verloren geht, so daß die Partie unentschieden ausging. TSG Dülmen— SV Ibbenbüren 9:2(4:2). Ibbenbüren hatte gerade in den letzten Spielen Beweise genug abgelegt, daß die Mannschaft gut und eifrig ist. Auch heute war sie besonders eifrig auf dem Posten. Aber gegen die Mannschaft der Blaugelben war kein Kraut gewachsen. Der ganze Sturm wurde so geschickt und kämpferisch eingesetzt, daß er einfach alles überrannte. Zu Beginn des Kampfes konnte Ibbenbüren sogar zweimal noch die Führung der Platzherren wieder ausgleichen, dann aber wurden sie von Dülmen glatt niedergerannt. eine Fahrt zum münsterschen Postsportverein zu verzichten, um sich nicht mit einem finanziellen Risiko zu belasten. Auf diese Weise kam Post Münster zum guten Schluß noch billig in den Besitz zweier Punkte, die das Punktekonto nach der positiven Seite erheblich aufbesserten, so daß der drittletzte Tabellenplatz auf alle Fälle gehalten werden und am Ende noch mit einem besseren z vertauscht werden kann, wenn Fortuna Ahlen seine beiden letzten Spiele noch verlieren sollte. Im Augenblick ist jedoch daran wohl kaum zu denken. Jedenfalls war Fortuna Ahlen in seinem heutigen Spiel gegen Reichsbahn in einer Form, die zu großen Taten Hoffnungen gibt und in Greven doch einigermaßen Kopfschmerzen verursachen sollte, da man ja ausgerechnet gegen Fortuna Ahlen am nächsten Sonntag in dem entscheidenden Spiel antreten soll, das den Meister der 1. Kreisklasse endgültig ermitteln soll. Es zeigte sich, daß der Fortunensturm seine hesten Schußstiefel aus alter Zeit hervorgeholt und angezogen hatte und mit einem Spielchen aufwartete, daß den Münsteranern Hören und Sehen verging. Und wenn man dazu feststellen muß, daß die Reichsbahner gar nicht einmal schlecht spielten und im Felde ein recht ansprechende Partie lieferten, so läßt diese Tatsache die augenblickliche Form der Fortunen in noch besserem Licht erstrahlen. Greven dürfte somit hinlänglich gewarnt sein und wird schon mit allerschwerstem Geschütz am nächsten Sonntag in Ahlen auffahren müssen, um siegreich zu bleiben. Ansonsten heißt der Meister mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Tus Hiltrup. Das dritte Spiel des Tages fand auf der Platzanlage der münsterschen Turner statt und führte Jahn Münster mit Tus Neubeckum zusammen. Obwohl bei den Turnern wieder Redemann mitwirkte und die gesammte Mannschaft ein recht ansprechendes und gefährliches Angriffsspiel vorführte, gelang kein Sieg gegen den äußerst spielstarken Gast. Bei Halbzeit sah es sogar danach aus, als sollte der Gast aus Neubeckum einem sicheren Sieg zusteuern, aber schließlich gelang den Gastgebern doch das ausgleichende Tor. ten Abschnitt kommen die Münsteraner mit dem Wind besser zur Geltung und erzielten schließlich durch ihren Mittelstürmer Ontrup den verdienten Ausgleichstreffer. Fortuna Ahlen— Reichsbahn Münster 6:0(1:0). Fortuna Ahlen hatte sich eine feine Taktik für diesen Meisterschaftskampf zurechtgelegt, die sich am Schluß als ausgezeichnet erweisen sollte und einen verdienten Sieg der Platzelf sicherstellen half. Man studierte, nachdem das Führungstor vorgelegt war, eifrig den Gegner, um ihn dann im zweiten und letzten Spielabschnitt völlig an die Wand zu drücken. Fünf Tore, eines noch schöner als das andere, waren das sichtbare Zeichen einer mit Erfolg angewandten Taktik und ausgezeichneten Kombinationsspieles. Seinen ersten Treffer im ersten Abschnitt ließ der Rechtsaußen Ahlens schon kurz nach der Pause den zweiten Treffer folgen. Dann erhöhte der Mittelläufer auf 3:0. Für die beiden nächsten Tore sorgte der ausgezeichnet aufgelegte Halblinke und für den sechsten und letzten Treffer, der das halbe Dutzend voll machte, zeichnete wiederum der Rechtsaußen verantwortlich, der sich mit seinen drei Treffern als der erfolgreichste Schütze dieses Spieles in die Trefferliste eintragen konnte, Germania macht Drensteinfurt zum Meister. In der 2. Kreisklasse Münster wurde am heutigen Sonntag nun endlich der Meister der 2, Kreisklasse wie erwartet in BV Drensteinfurt ermittelt Die münsterschen Soldaten müssen somit ihre Hoffnung. Meister werden zu können, für dieses Jahr zurückstellen. Sollte die Mannschaft in der jetzigen Zusammenstellung zusammenbleiben, muß man ihnen für das nächste Jahr große Aussichten einräumen. Sehr schön war es von Germania Münster nun gerade nicht, ihren Kameraden aus der Kaserne die Aussichten von vornherein dadurch zu nehmen, daß man einfach auf das letzte Spiel gegen den Meister verzichtete. Das sollte übrigens von der Sportbehörde unter allen Umständen verhindert werden. Wie leicht wird durch eine solche Spielauffassung— abgesehen davon, daß in BV Drensteinfurt ein würdiger und verdienter Meister gefunden wurde— eine Mannschaft zum Meister„bestimmt“, die es unter Umständen nicht einmal verdient hat. BV Drensteinfurt MSV Münster Germania Münster SC Dyckburg Ems Westbevern Westfalia Kinderhaus SC Uppenberg Luftwaffen=SV Rasensport Reckenfelb BV Drensteinfurt— Germania Münster(ausgef.). SC Dyckburg— MSV Münster 1:4(0:2). Ems Westbevern— SC Uppenberg 2:2(1:0). Harsewinkel brach ab. In der 2. Kreisklasse Warendorf gab es am heutigen Sonntag, nachdem man in friedfertiger Eintracht und echter Sportkameradschaft vor kurzem wieder einen geordneten Spielbetrieb aufgenommen hatte, sehr zum Leidwesen der Zuschauer, die für eine derartige Auffassung nicht das rechte Verständnis aufzubringen vermochten, in Vorhelm nach langer Zeit wieder einen Spielabbruch. Eine Viertelstunde vor Schluß brach Harsewinkel, das sich bei dem überaus harten Spiel des Gastgebers vom Schiedsrichter benachteiligt fühlte, den Kampf ab. Wenn wir auch durchaus kein Verständnis für Roheiten auf dem Fußballplatz aufbringen können, so müssen wir doch andererseits bedauern, daß ein Spielabbruch heute noch möglich ist. Es liegt nicht an uns, zu untersuchen, ob der Schiedsrichter tatsächlich ein glatter Versager war oder ob der Spielabbruch Harsewinkels nicht gerechtfertigt war. Als bedauerlich ist und bleibt eben die Tatsache bestehen, daß ein Spielabbruch stattfand, den man durch kameradschaftliches Verständnis und sportliches Verhalten auf jeden Fall stets und immer verhindern kann. Die übrigen Spiele brachten die erwarteten Ergebnisse. So hatte Sassenberg gegen Germania Stromberg kaum eine Chance, dem Spiel eine Wendung zu geben und besiegelte sein Schichsal durch einen letztmaligen Verlust beider Punkte. SuS Ennigerloh TV Sendenhorst Germania Stromberg Tus Harsewinkel Tus Freckenhorst Westfalia Vorhelm VfL Sassenberg SV Beckum Res. Germania Stromberg— VfL Sassenberg 3:1(2:1). Westfalia Vorhelm— Tus Harsewinkel(beim Stande von 2:1 für Vorhelm abgebrochen). SuS Ennigerloh— SV Beckum Res. 10:0. Pokalspiele im Emsland. Nordhorn ausgeschaltet. In der heutigen 2. Zwischenrunde der TschammerPokalspiele gab es eine große Ueberraschung in Nordhorn, wo der Tabellenführer der Bezirksklasse von Schwarz=Weiß Osnabrück mit einem denkbar knappen Ergebnis von der weiteren Teilnahme an den Pokalspielen ausgeschaltet wurde. Desgleichen blieb auch Osnabrück 08 gegen Spielverein Osnabrück 16 auf der Strecke und unterlag knapp mit 1:0. Der SC Haste schaffte es auf eigenem Platz gegen seinen Nachbarn ebenfalls nur recht knapp und schob sich durch diesen Sieg eine Runde weiter. Ergebnisse: SC Haste— Rapid Osnabrück 2:1. SV Osnabrück 16— SV. Osnabrück 08 1:0. Sparta Nordhorn— Schwarz=Weiß Osnabrück 1:2, Um den Tschammer-Pokal. Rheine will es Oelde schaltet Vf6 Gielefeld aus. Borussia Rheine mit Glück weiter im Rennen/ Vorwärts hatte Pech. SV Mettingen meldet sich. In der Grupve A interessiert die Entscheidung um den Abstieg, die immer noch nicht gefallen ist und die durch die heutigen Spiele eher noch unklarer geworden ist. Darän hat vor allem heute der SV Mettingen mitgewirkt, dadurch nämlich, daß er den Tabellendritten Preußen Rheine geschlagen: auf die Heimreise schickte. Jetzt liegen die Dinge am Tabellenende so, daß Mettingen mit 8 und Wilmsberg mit 9 Gutpunkten das Schlußlicht bilden. Wilmsberg wird es nicht allzu schwer haben, aus dieser gefährlichen Gegend zu entwischen, aber Sportfreunde Burgsteinfurt konnten heute nur zum Gewinn eines Punktes kommen und Lengerich mußte sogar beide Punkte abgeben. Wenn Mettingen nun weiterhin solche Ueberraschungen serviert wie heute, dann kann man wirklich noch nicht wissen, wer nun absteigen wird. Aber wenn man sich die Stärkeverhältnisse einmal genau ansieht, dann möchte man doch schon dazu neigen, daß auch dieser Sieg Mettingens Schicksal SC Greven 09 Tus Hiltrup Jahn Münster Tus Neubeckum Westfalia Ahlen SC Oelde Fortuna Ahlen Post Münster Reichsbahn Münster SV Warendorf Post Münster— Jahn Münster Westfalia Ahlen(ausgefallen). — Tus Neubeckum 2:2(1:2). Das Spiel der Gäste war ungekünstelt und lediglich auf den Erfolg abgestellt. Mit dem Wind vermögen sie im ersten Abschnitt sogar leicht zu drängen und im Feldspiel klare Vorteile zu behaupten. Nach 23 Minuten sorgte der Mittelstürmer für den Führungstreffer. Dann kommt Münster durch seinen Rechtsaußen Tennie zum Ausgleich. Aber noch vor dem Pausenwechsel liegt der Gast abermals mit einem schönen Schuß in Front, als der Linksaußen plötzlich durch ist, zur Mitte kurvt und ohne zu zögern schießt. Einen Elfmeter, der kurz darauf den Turnern zugesprochen wird, knallt der Halblinke gegen die Latte, der Nachschuß verfehlt das Ziel. Im zwei+ Münster, 27. März. Mit recht interessanten und reizvollen Paarungen ging das Rennen um den Tschammerpokal am heutigen Sonntag weiter. Bombige Ueberraschungen waren das Ergebnis dieser recht eigenartigen und geradezu den Mut des Unterlegenen herausfordernden Zusammenstellungen in der 2. Zwischenrunde. So kommt aus Oelde die wohl größte Ueberraschung des Tages, nach der der VfB Bielefeld sich dem Kreisklassenvertreter der 1. münsterschen Kreisklasse in der Verlängerung knapp und nicht einmal ganz unverdient beugen mußte. Dagegen wurde der andere Kreisklassenvertreter, Tus Hiltrup, von dem Bezirksligisten der ostwestfälischen Bezirksklasse, SV Beckum, ausgeschaltet und sicher niedergerungen. Münster 08 hatte noch keinen geeigneten Sturm zur Stelle und gegen den gut aufgelegten Ballspielverein Rheine glatt das Nachsehen, der zu einem recht eindrucksvollen Siege in Münster kam. Recht unglücklich gestaltete sich der Kampf für Vorwärts Gronau, die in Rheine gegen Boruslia anzutreten hatten und mit dem denkbar knappsten Ergebnis aus dem Rennen geworfen wurden. Somit sind aus dem Münsterland wiederum zwei Bezirksligisten und ein Kreisklassenvertreter ausgeschieden. Münster 08— BV Rheine 1:3(1:2). In dem überaus hart durchgeführten Kampf hatten die Münsteraner trotz ihrer Platzvorteile nichts zu bestellen. Ihr Sturm fand sich in der neuen Aufstellung ebenfalls nicht zurecht, und es zeigte sich, daß in dieser Form von den Münsteranern keine besonderen Leistungen mehr zu erwarten sind. Dagegen boten die Rheiner Gäste recht annehmbare Leistungen und hatten im Sturm ein ausgezeichnet aufeinander eingespieltés Angriffsquintett zur Stelle, das stets für die nötige Beunruhigung im münsterischen Strafraum sorgte. Nach dem ersten Erfolg des Halbrechten, der eine Flanke des Linksaußen verwandelte, wehrte der münsterische Torwart so ab, daß sich dem Rheiner Mittelstürmer eine geeignete Chance bot, das Ergebnis zu erhöhen. Das wurde dann auch prompt ausgeführt. Den letzten Treffer erzielte wiederum auf eine Flanke des Linksaußen der Mittelstürmer. SV Beckum— Tus Hiltrup 6:3(3:1). Tus Hiltrup war zwar sehr eifrig, hatte aber dem technisch weitaus versierterem Spiel der Platzelf lediglich ein gutes Spiel seiner Stürmerreihe gegenüberzustellen, die es aber allein auch nicht schaffen konnte. Bereits bei der Pause stand der Sieg des Gastgebers mit aller Deutlichkeit fest. Vorwärts Gronau 1:0(1:0). wiederum den bereits traditionellen knappen Ausgang in den jeweiligen hart umkämpften Begegnungen dieser beiden Mannschaften. Vorwärts Gronau hatte viel Pech mit seinen Lattenschüssen und hätte zum mindesten ein Unentschieden verdient gehabt. So aber kam Borussia zu einem knappen Sieg, als eine Minute vor der Pause Beckmann auf eine Flanke von Watermann hin erfolgreich war. Ein Sieg der Grenzler lag jedenfalls sehr nahe und hätte keineswegs scht. Borussia Rheine Dieser Kampf brachte überiSC Oelde— VfB Bielefeld 3:2 n. V. 2:2(1:2). Technisch hatten natürlich die Bielefelder ihrem Gegner alles voraus, aber ausschlaggebend war in diesem Falle, und das nicht einmal so ganz unverdient, der ausgezeichnete Kampfgeist der Gastgeber, die in keiner Sekunde der 90 Spielminuten von ihrem Eifer abließen und die ansonst fehlenden Voraussetzungen zu einem Siege eben durch ihren erhöhten Einsatz wieder ausglichen. Dem Führungstreffer der Bielefelder folgte schon bald der Ausgleich durch den Oelder Rechtsaußen. Wiederum legte der Gast den Führungstreffer vor, der Mitte der der zweiten Halbzeit durch den Oelder Rechtsaußen wiederum wettgemacht wurde. Mit diesem Ergebnis trennte man sich nach Schluß der regulären Svielzeit. In der Verlängerung trat dann in der 5. Minute der Oelder Halbrechte das vielbejubelte und entscheidende SiegtorVfB Bottrop— SuS Hüls 1:3(1:2). summe ehesti Montag ertretern rung von bestandsdan impfung de Wir habbis her sandsdai Mill weiterhi nonatlick en daß Tö berheiratung wrden kann den de u Bekämpf Weist erhalten ausbildu 4 wirtschaf wesen is beträge fünf Ja des 30. Volksger er bis oder F. tätig ge richtende daß aus wird. Bei diese Ailitärdiens sachte Un ußer Betra ustreckt sich chefrau. De indlichen§ beschenk aud sammt. Der Erla ur Bekämpf für La die im Verwan Ehestand infolge gestellt 1 Die Zahl ind im Ado den fünf Ja Ehen mel gegangenen dörfer vom den vier Ja boren wor hältnisse unt die Anfang 460 0 das ist dem den Die erhUnter der heute lebet Burgdörfen glichen mi Landin Eheschli veisen Es ist Eltern die berbeiführ den: tungspoli gepaßt wo bereits zu von Ja ten, daß einem 1 werden Wir g. 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