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Nach der großen Proklamation des Führers im zeichstage, die vor dem Forum der ganzen Welt herzhaft ud erfrischend eine Frage von wesentlicher, ja vielleicht gar in vieler Beziehung entscheidender Bedeutung für FIM Zusammenleben und Zusammenwirben der Völker agepackt und aufgeworfen hat, die Pressefrage, aben sich, durch diesen Anruf geweckt, auch in anderen Staaten ernsthafte, einsichtige und von der Notwendigeit des Friedens überzeugte Männer zum Wort gemeldt die die Forderung des Führers für ihr eigenes Land und Volk unterstrichen haben. Es ist eine Frage in fluß getommen, die man als einen Kardinalpunkt in den Beziehungen der Staaten und Völker untereininder bezeichnen kann und muß. Ob die Welt durch das tiglich geschriebene Wort, das sich an Abermillionen Nenschen richtet und wendet, vergiftet und entzweit wird, ob Lüge und Verleumdung über die Menschen ausgeschütet werden, ob Greuelmeldungen das wahre Gesicht und Ethos eines Staates und Volkes entstellen und verzerien ob die Kriegspsychose künstlich und gerissen gezüchtet wird oder ob alle Kraft eingesetzt wird, die große Kulmraufgabe und Sendung Europas zu friedlicher Arbeit und zum Zusammenstehen von den einzelnen Nationen aus als verantwortungsbewußte Aufgabe zu sehen und zu pflegen, Dienst an der Nation und von ihr aus an der Kultur der Menschheit, ihrem Fortschritt und iher Zivilisation zu leisten und zu üben: das ist alles eine Pressefrage. Nun hat Dr. Dietrich, der Reichspressechef, der as Problem Presse schon auf dem Nürnberger Parteitag /dr Arbeit scharf herausgestellt und unlängst die bekannte Broschüre„Weltpresse ohne Maske“ herausgeeben hat, einen neuen Vorstoß unternommen, einen Vorsoß zum internationalen Pressefrieden. As ist wahrlich ein Ziel, aufs innigste zu wünschen. Er stdabei von dem Charakter der neuen deutschen Presse asgegangen. Befreit von der Verquickung von Geschäft wischenstaatlichen Bindungen und Einflüssen, aufgebaut af dem sittlichen Grundsatz und Ethos der persönlichen Verantwortung gegenüber der Gesamtheit und dem gemeinen Wohl, herausfließend aus der Arbeit für die geeinte Nation, als„täglicher Mahner der Nation“, als Schule des politischen Denkens“, als im Volk verwur(zeltes„Glied der Gemeinschaft“ steht sie im Dienst der deutschen Volksgemeinschaft und ihrer im Nationalsozialismus grundgelegten Aufgabe und Idee. Aus freier Verantwortung für diese deutsche Volksgemeinschaft unabläsig zu wirken, das ist iene echte, innerlich begründete biessefreiheit, der die andere, jene zuchtlose und zügellose gegenübersteht und mit der sich auseinanderzusetzen ein immer stärkeres Gebot der Stunde wird für alle, die es um und mit Europas Zukunft ernst und gut meinen. Und darum auch der Appell des deutschen Reichspressechefs vor den Diplomaten und Bothaftern der ausländischen Staaten, die zu dem Empsangsabend des Außenpolitischen Amtes der NSDAP geladen waren, ein Appell, von dem man hoffen und wünschen muß, daß den Worten die Taten folgen. * Dr. Dietrich hat darauf verweisen können, daß fühtende Persönlichkeiten des Auslandes die Notwendigkeiten auf diesem Gebiete erkannt haben und daß sie mit den deutschen Auffassungen und Gedankengängen weitestgehend übereinstimmen. Wenn dem so ist, dann gibt es in den nicht autoritär fundamentierten Ländern leider über immer noch sehr viele andere, die für die Berufung der Presse zu politischer Aufbauarbeit und internationaser Achtung und Verständigung nur ein geringes oder gar tein Verständnis haben. Das sind jene, denen die falsche irige„Pressefreiheit“ im Kopfe spukt, jene ganze libetalistische Ideologie der hemmungslosen Ungebundenheit, die teine inneren höheren Verpflichtungen im Sinne des danzen anerkennen will und die ein Bestandteil des schrankenlosen Individualismus ist; ganz abgesehen von den destruktiven Elementen, die bewußt zerstörend und zertuttend wirten wollen. An die Gutgesinnten der Welt lichtet Dr. Dietrich seine eindringlich mahnenden Worte dum Pressefrieden, den die Völker brauchen. Er kann cbei auf die erfolgreichen Vereinbarunden hinweisen, die zwischen Deutschland und underen Staaren— wir nennen Italien, Polen, dugoslavien und Oesterreich— auch in der Arbeit der Presse setroffen worden sind und die ausgehen von dem Grundsatz der Achtung voreinander und der Anerkennung der voltischen Eigenart und der Leistungen. So wie der bührer das europäische Gesicht dadurch umgestaltet, daß er tuhn neue Wege neuer Methoden in den zweiseitigen abmachungen auf Grund persönlicher Fühlungnahmen and Aussprachen beschreitet, so zeigt Dr. Dietrich den weg für den internationalen Pressefrieden, der nicht mit der Geste„Utopie“ abgetan werden kann und darf, ebensalls in der Vereinbarung von Land zu Land, und er tennzeichnet den entschlossenen Willen zu dieser Methode Ndurch, daß er sagt:„die deutsche Pressepolitik, wird diesen Weg der Nichtangriffspakte und Pressevereinbatungen von Land zu Land weiterhin verfolgen nach Maßder politischen und pressepolitischen Möglichkeiten, die sich dafür bieten.“ Die Welt ist von neuem in einer bedeutungsvollen Frage angerufen. Sie möge nun das ihrige dazu tun, eine Forderung zu verwirklichen, die eine Voraussetzung für den Frieden und neben der politischen Notwendigkeit auch ein Gesetz der Sauberkeit, der Fairneß und der Noblesse ist. Erforderlich ist, daß auch die Presse des Auslandes sich politisch, geistig und seelisch aufbaut auf den Grundsätzen eines sittlichen Ethos und einer moralischen Verantwortung, daß sie von einer gesunden nationalen Würde getragen wird, und daß sie den Blick auf das Ganze richtet. Erforderlich ist, daß die Presse des Auslandes entschlossen ist, die Verleumdung, die Lüge, die bewußte Fälschung, die Verunglimpfung und Ehrabschneidung restlos auszurotten. Auch das ist eine Angelegenheit der ehrenhaften Haltung, die in der hohen Wertschätzung und Würde der eigenen Natiot die Würde der andern Nation anerkennt und achtet. E. B. Chautemps im Kampf mit der Linken. Sozialdemokratischer Widerstand gegen das Ermächtigungsgesetz. Ein Artikel Leon Blums. (!) Paris, 9. März. Seit dem gestrigen Kabinettsrat sind in Paris Gerüchte von einer bevorstehenden Umbildungder französischen Reaieruna im Umlauf. Die bekanntgewordene Absicht der Regierung, am Donnerstag von der Kammer und dem Senat eine Sonderermächtigung für neue Maßnahmen zur Gesundung der Finangzen und Sicherung des sozialen Friedens zu fordern, und zu diesem Zweck notfalls die Vertrauensfrage zu stellen, hat diesen Gerüchten neue Nahrung gegeben. Ministerpräsident Chautemps soll im Verlaufe des Kabinettsrats, bevor er ein Ermächtigungsgesetz in finanziellen und in sozialen Fragen anregte, erklärt haben, er sei bereit, zurückzutreten und die Regierung einem Kabinett zu überlassen, das aus angesehenen politischen Persönlichkeiten, wie z. B. den ehemaligen Ministerpräsidenten, gebildet werde. Der Kabinettsrat sei aber auf diesen Vorschlag nicht eingegangen. Er habe es für besser erachtet, durch eine Kammerdebatte das Parlament zu veranlassen, zu den von der Regierung vorzuschlagenden Maßnahmen selbst Stellung zu nehmen. Sollte sich schon am Mittwoch im Verlauf der Verhandlungen mit den Parteiführern herausstellen, daß nicht nur die Kommunisten, sondern auch die Sozialdemokraten dem Ministerpräsidenten Chautemps das erwünschte Ermächtigungsgesetz nicht bewilligen wollen, dann würde Chautemps die Feststellung treffen, daß seine, Regierungsmehrheit zerbrochen ist und unverzüglich den Rücktritt des Gesamtkabinetts erklären, ohne die für Donnerstag erwartete Kammeraussprache abzuwarten. Ein Ermächtigungsgesetz ist in französischen parlamentarischen Kreisen nicht beliebt. Zwar sind die Radikalsozialen bereit, dem Volksfrontkabinett, das unter der Führung eines der ihren steht, alles zu bewilligen, was es nur fordern möchte, jedoch haben die Sozialdemotraten trotz ihrer Zugehörigkeit zur Volksfrontmehrheit keine Lust, gerade einem Volksfrontkabinett, das nicht unter ihrer, sondern unter radikalsozialer Führung steht, durch Bewilligung eines Ermächtigungsgesetzes große Handlungsfreiheit zu geben, die die Regierung ja auch auf dem Gebiet der Arbeitsgesetzgebung benutzen könnte. Mit einem gewissen vorwurfsvollen Ton gegen Chautemps erklärt Leon Blum im„Populaire": „Wir waren gerade durch die Annahme des Gesetzes über das neue Arbeitsrecht aus den parlamentarischen Schwierigkeiten heraus, und nun steht uns eine neue Krise bevor. Wie ist es dazu gekommen? Die autonome Kasse für die Landesverteidigung soll eine Anleihe decken, und damit diese große Rüstungsanleihe ein voller Erfolg auf dem Markte wird, sollen entsprechende politische und finanzielle Voraussetzungen geschaffen werden, die die Anleihefreudigkeit des Publikums erhöhen. Zu dem Zweck kündigt das gestern vollkommen unerwartet gekommene Kommuniqué des Ministerrats an, daß die Regierung als Gegenleistung für diesen Kredit eine Reihe von finanziellen Sparmaßnahmen plane, daß die Regierung in Zukunft die Hände frei erhalten werde, damit sie die Schaffung einer Atmosphäre der nationalen Einheit vorbereite, und daß die Arbeit zu einem höheren Erträgnis geführt werden müsse.“ Leon Blum sucht nun im einzelnen, was hinter diesen Redewendungen stehen könnte. So kommt er naturgemäß zu der Ueberzeugung, daß sich diese Einsparungsmaßnahmen gegen gewisse sozialpolitische Forderungen richten, insbesondere gegen die Altersversorgung von Arbeitern. Hinter der Redensart von der Erhöhung der Produktion könnte der Anschlag auf die 40=Stundenwoche stehen, und hinter der Redensart von der nationalen Einheit und der Entlastung der Regierung könnten die Regierungsvollmachten stehen. Man braucht nicht weiter darauf hinzuweisen, daß den Linksparteien der Volksfront natürlich alle diese Forderungen unerträglich erscheinen. Und so verlautet über die erste Beratung der sozialdemokratischen Kammergruppe, daß die Sozialdemokraten unter den gegenwärtigen Umständen keine Sondervollmachten bewilligen wollen; d. h. sie wollen ein solches Gesetz nicht einer Regierung zugestehen, in der sie nicht vertreten sind. Dagegen sollen die Sozialdemokraten grundsätzlich bereit sein, einem Ermächtigungsgesetz zuzustimmen, wenn eine neue Regierung unter dem Vorsitz eines Sozialdemorraten gebildet wird oder wenn Sozialdemokraten unter Bedingungen, die der Parteivorstand festzusetzen hätte, in eine Regierung eintreten würden. Die Kommunistische Partei hat am Mittwoch eine Presseverlautbarung ausgegeben, in der u. a. betont wird, daß die Lösung der augenblicklichen politischen Schwierigkeiten im wesentlichen in der Bildung einer Regierung bestehen würde, die„ein getreues Abbild der Zusammensetzung der Volksfront darstellen würde“. Warum Vollmachten? Die Defizitlawine soll gestopft werden. (!) Paris, 9. März. Ministerpräsident Chautemps trat heute vor Pressevertretern gewissen tendenziösen Kombinationen über die Lage des Kabinetts, entgegen. Er erklärte, seine Regierung würde an sich im Parlament eine Mehrheit wie früher finden, wenn sie nicht gewisse neue Forderungen, die seiner Meinung nach unerläßlich sind, stellt. „Man wird fragen können“, fuhr er fort,„welche Gründe ich denn habe, um Sondervollmachten zu verlangen und die Existenz eines Kabinetts aufs Spiel zu setzen, das nicht gefährdet ist. Es handelt sich aber für mich um eine einfache Frage des gesunden Menschenverstandes und der Anständigkeit. Frankreich ist verpflichtet, beträchtliche Sonderkredite für die Bedürfnisse seiner Sicherheit einzusetzen und hat sich entschlossen, eine autonome Kasse zu betrauen, diese Summe zu beschaffen und diese beim öffentlichen Sparertum zu erreichen zu versuchen. Es scheint mir elementar, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Erfolg einer derartigen Anleihe zu sichern, der für das Ansehen und die Sicherheit des Landes ein eklatanter sein muß, aber zugleich auch den Anleihezeichnern alle Garantien zu bieten. Die einzige Art und Weise, ihnen die Gewißheit zu verschaffen, daß die Fonds der autonomen Kasse allein für die Bedürfnisse der Landesverteidigung eingesetzt werden, ist, sich in die Lage zu versetzen, sich die für andere Aufgaben des Schatzamtes notwendigen Summen leicht zu beschaffen.“ Somit werde notwendigerweise das allgemeine und schwerwiegende Problem des Schatzamtes aufgerollt. Noch vor kurzem hätten Leon Blum und Paul Reynaud erklärt, daß ein großes Land nicht lange leben könne, indem es jedes Jahr für 30 bis 35 Milliarden Anleihen aufnimmt, deren Zinsen jährlich das Defizit des Haushalts um zwei Milliarden erhöhen. Schließlich würde man keinen Anleihegeber mehr finden, „Es ist“, so fuhr Chautemps fort,„daher unerläßlich, den Mut zu haben, entschlossen an die Lösung dieses Problems heranzugehen. Dies würde das Verdienst meiner Regierung sein, selbst unter der Gefahr ihrer Existenz dieses Problem gestellt zu haben, um es in voller Uebereinstimmung mit dem Parlament zu lösen. Es wird nichtsdestoweniger unvermeidlich sein, und zwar auf Grund des umfassenden Charakters der zu ergreifenden Beschlüsse, eine Uebertragung von Vollmachten zu erhalten, so wie schon zu wiederholten Malen derartige Vollmachten früheren Regierungen bewilligt worden sind.“ Chautemps versicherte dann, daß er die bisherigen Sozialreformen nicht beeinträchtigen wolle. Er habe nur verlangt, daß man der Regierung überlassen möge, die Opportunität der Einbringung jeder kostspieligen Vorlage zu beurteilen. Hinsichtlich der 40=Stunden=Woche habe er nur die Durchführung der Empfehlungen des Untersuchungsausschusses für die Wirtschaftsproduktion mit dem Ziele einer elastischeren Gestaltung der Arbeitsorganisation gemäß den bestehenden Gesetzen verlangt. Eine ausbaufühige Freundschaft. Dr. Stojadinowitsch über das Verhältnis zu Deutschland. DNB Belgrad, 9. März. Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch hielt am Mittwoch in der Skupschtina eine grundlegende Rede über die jugoslawische Außenpolitik und zeigte hierbei die drei Grundsätze seiner erfolgreichen Arbeit auf: 1. wolle Jugoslawien an der Erhaltung des europäischen Friedens mitarbeiten, 2. wolle es alte Freundschaften bewahren und 3. neue Freundschaften gewinnen. Zum ersten Grundsatz bemerkte er, daß Jugoslawien vermeide, sich an irgendwelchen Blockbildungen zu beteiligen. In seinen Ausführungen zum zweiten Punkt bekräftigte er das Verhältnis zu Frankreich. Die freundschaftlichen Beziehungen zu Großbritannien wie die Zusammenarbeit im Rahmen der Kleinen Entente und des Balkanbundes wurden von ihm weiterhin gestreift. Zu Punkt 3, der Gewinnung neuer Freundschaften, erläuterte er zunächst das Verhältnis zu Deutschland. Wörtlich führte Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch dabei aus:„Die Beziehungen mit dem Deutschen Reich haben sich immer mehr vertieft und belebt. Der Besuch, den im Mai vorigen Jahres der deutsche Reichsaußenminister in Belgrad abstattete, war ein Zeichen der Aufmerksamkeit sowie ein Beweis der guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und unserem Königreich. Mein Aufenthalt in Deutschland im Januar dieses Jahres galt der Erwiderung dieses Besuches. Dabei wurde mir, wie Ihnen allen bekannt ist, ein festlicher Empfang bereitet. Die begeisterte Begrüßung durch das ganze deutsche Volk galt zugleich unserem Land und Volk. Diese Kundgebungen waren vom Geist herzlicher Freundschaft durchwoben. All' dies festigte unsere Ueberzeugung, daß die guten und freundschaftlichen Beziehungen mit dem großen und aufsteigenden Deutschen Reich auf allen Gebieten bei vollkommener Achtung der beiderseitigen politischen Anschauungen sich noch weiter entwickeln können.“ Diese Ausführungen über das Verhältnis zu Deutschland wurden von der großen Mehrheit des Hauses mit starkem Beifall aufgenommen. Ministerpräsident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch ging dann auf das Verhältnis zu Italien ein. Er erklärte, daß die bestehenden Mißverständnisse durch das Belgrader Abkommen vom 23. März 1937 bereinigt worden seien und eine neue Periode in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten begonnen habe. Abschließend gab Stojadinowitsch einen Ausblick auf die von ihm vertretene Politik. Er betonte besonders die Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen und erklärte weiter, Jugoslawien werde sich nur um solche Probleme kümmern, die seine Interessen direkt berührten. Zum Schluß erhoben sich die Abgeordneten von ihren Sitzen und bereiteten dem Ministerpräsidenten stürmische Kundgebungen. Reichsaußenminister von Ribbentrop in London. DNB London, 9. März. Der Reichsminister des Aeußern von Ribbentrop traf mit seiner Frau am Mittwochnachmittag in London zu dem angekündigten Abschiedsbesuch ein. Der deutsche Geschäftsträger Gesandter Woermann hatte sich zu seiner Begrüßung in Dover eingefunden. In London wurde der Minister von den Mitgliedern der deutschen Botschaft, dem Landesgruppenleiter Karlowa und zahlreichen Angehörigen der deutschen Kolonie am Bahnhof empfangen. U. a. hatte sich zur Begrüßung des Reichsaußenministers auch der österreichische Gesandte in London, Baron Franckenstein, am Bahnhof eingefunden. Am Nachmittag gaben Herr und Frau von Ribbentrop in der deutschen Botschaft einen Abschiedsempfang für die Deutschen Londons. Belgiens Ministerpräsident droht mit Rücktritt. DNB Brüssel, 9. März. In der belgischen Kammer kam es am Mittwoch zu einem schweren Zammenstoß zwischen der Regierung und der Rechten, in dessen Verlauf der Ministerpräsident mit dem Rücktritt drohte und die Vertrauensfrage stellte. Ministerpräsident Janson wurde von mehreren Abgeordneten der zum Regierungsblock gehörenden katholischen Rechten scharf angegriffen. Der katholische Abgeordnete Philippart warf der Regierung in einer Interpellation die Besetzung wichtiger Verwaltungsämter mit Marxisten vor. Er bedauerte es. daß mit der Aufnahme der sozialdemokratischen Partei in die Regierung ein„Abrutschen nach links“ eingetreten sei. Philippart kritisierte insbesondere die Ernennung des früheren radikalen sozialdemokratischen Abgeordneten und Gewerkschaftsführers Renier zum Direktor der belgischen Sparkasse. Der Fraktionsführer des rechten Flügels, Carton de Wiart, unterstützte die Interpellation und erklärte, daß Renier, der in der Vergangenheit marpistische Streiks, Attentate und revolutionäre Versuche organisiert habe, völlig ungeeignet für diesen Posten sei. Auf diesem Kurs könne die Rechte der Regierung nicht mehr folgen. Diese Erklärung wurde dauernd von lauten Zwischenrufen der marxistischen Abgeordneten unterbrochen. Ministerpräsident Janson erwiderte, daß er sich voll und ganz hinter Renier stelle. Er sagte dann: „Ich habe genug. Ich stelle die Vertrauensfrage. Entweder nehmen Sie meine Wahl an oder ich werde zurucktreten.“ Er fügte hinzu, daß die Leitung einer aus drei Parteien bestehenden Regierung außerordentlich schwierig sei und Zugeständnisse erfordere. Die Rexistenpartei brachte eine Tagesordnung ein, in der die Ernennung Reniers ebenfalls abgelehnt wird. Die Abstimmung über die von Janson gestellte Vertrauensfrage findet am Donnerstag statt. Der Zwischenfall in der Kammer ist kennzeichnend für die scharfe Kritik, die von seiten der Rechtsparteien an gewissen Maßnahmen der Regierung Janson und insbesondere an der Durchsetzung des Verwaltungsapparates mit Marxisten geübt wird. In diesen Zusammenhang gehören auch die scharfen Angriffe gegen die Finanzpolitik. ) 1 1 125 Jahre Eisernes Kreuž. Am 10. März jährt sich zum 125. Male der Stiftungstag des Eisernen Kreuzes, der volkstümlichsten deutschen Kriegsauszeichnung. In Breslau, wo Preußens Erhebung 1813 ihren Anfang nahm, finden vom 10. bis 13. März Erinnerungsfeiern statt, die durch die Anwesenheit führender Persönlichkeiten der deutschen Wehrmacht und Vertreter der Reichsregierung das Interesse der ganzen deutschen Oeffentlichkeit finden werden. Durch den Aufruf„An mein Volk“, den König Friedrich Wilhelm III. am 17. März 1813' von Breslau aus erließ, und durch die gleichzeitig verfügte Bildung freiwilliger Jägerbataillone nahm vor 125 Jahren die preußisch=deutsche Erhebung von Breslau, von Schlesien aus gegen den Bedrücker Napoleon ihren Anfang. Wie ein Mann eilte Preußens Jugend zu den Fahnen; selbst ergraute Männer folgten dem Ruf des Königs. Auch die Zivilbevölkerung begriff die Größe der Stunde und wurde von lohender Begeisterung erfaßt: Geld. Juwelen, Metall und sogar Frauenhaar wurden dem Vaterland geopfert, um mit dem Erlös zur Ausbildung der neu aufzustellenden Truppen mit beizutragen. Starken Anklang fand das Beispiel eines Stettiner Goldschmiedemeisters, der eiserne Trauringe anfertigte und diese für die abgelieferten goldenen zur Verfügung stellte. Ein Jahrhundert und ein Jahr später erlebte man die gleiche Begeisterung: auch 1914 eilte alt und jung freiwillig zu den Waffen, wieder gaben deutsche Frauen und Männer ihr Letztes her und wurden Trauringe und goldene Uhrketten gegen schlichte eiserne Ringe und Ketten eingetauscht, die mit ihren Sprüchen„Gold gab ich für Eisen“ oder„Gold gab ich zur Wehr, Eisen nahm ich zur Ehr“ die Erinnerung an dieses Opfer wachhielten. Dieser 1813 ins Volk getragene Gedanke einer„eisernen Zeit“ bestimmte Friedrich Wilhelm III. dazu, für militärische und zivile Verdienste in dem kommenden Kriege eine Auszeichnung zu stiften, die aus Eisen hergestellt war und die Form des Kreuzes tragen sollte, denn den deutschen Ritter des Mittelalters geleitete auch das Kreuz. Der Bildhauer Schinkel gestaltete nach einer Skizze des Königs das Eiserne Kreuz in seiner seither gültigen Form mit dem schmalen silbernen Rand. Die Königliche Eisengießerei in Gleiwitz war die Stätte, wo die ersten Muster hergestellt wurden, die die Billigung des Königs fanden. Noch heute wird die Kunstgießerei in Gleiwitz pietätvoll erhalten, obwohl rings umher moderne Werkbauten an die Stelle der von Friedrich dem Großen gegründeten Gießerei getreten sind. Am 10. März 1813 erließ Friedrich Wilhelm III. im Schloß zu Breslau jene denkwürdige Stiftungsurkunde, in der das Eiserne Kreuz in zwei Klassen und einem Großkreuz zur Verleihung für Verdienste im Kriege bestimmt wurde. Während die 1 Klasse nicht ohne die 2. Klasse vergeben werden sollte, erhielt das Großkreuz„für eine gewonnene, entscheidende Schlacht, nach welcher der Feind seine Position verlassen muß, desgleichen für die Wegnahme einer bedeutenden Festung, für die anhaltende Verteidigung einer Festung, die nicht in feindliche Hände fällt, der Kommandierende“ ausschließlich. Wie sparsam gerade mit dem Großkreuz umgegangen wurde, beweist die Tatsache, daß es im Verlaufe der Befreiungskriege nur fünfmal, im deutsch=französischen Kriege nur siebenmal verliehen wurde, und im Weltkriege trugen es außer dem Kaiser nur Hindenburg, Ludendorff, Mackensen und Leopold von Bayern. In Berlin, der Hauptstadt Preußens, wurde am 19. Juli 1870 die Stiftung des Kreuzes von König Wilhelm I. erneuert, als nach der Zusammenkunft in Ems dem Gesandten Benedetti die Pässe zugestellt worden waren und die Kriegserklärung folgte. Ebenso trägt die Urkunde, mit der Wilhelm II. am 5. August 1914 die Stiftung des Kreuzes erneuerte, neben der Unterschrift den Namen der Reichshauptstadt. Der vierte Ort, der zu der bekanntesten preußischdeutschen Kriegsauszeichnung in engster Beziehung steht, ist das landschaftlich schön gelegene Schloß Hohenzieritz. 12 Klm. von der mecklenburgischen Landeshauptstadt Neustrelitz entfernt. Hier ist am 19. Juli 1810 die Gemahlin König Friedrich Wilhelms III., die Strelitzer Prinzessin und spätere Königin Luise, gestorben. März 1813— also drei Jahre nach ihrem Tode—, wurde die Stiftungsurkunde in Breslau unterzeichnet. Auf den Tag ein Jahr später, am 10. März 1814, erhielt der zweite Sohn des Königs und der Verstorbenen, Prinz Wilhelm, der nachmalige Kaiser, das Eiserne Kreuz 2. Klasse für sein tapferes Verhalten in dem Gefecht bei Bar sur Aube. Und schließlich ließ, wie erst vor kurzem angestellte Nachforschungen einwandfrei bestätigten, der König das erste Eiserne Kreuz, das er getragen hat, in dem Sockel eines Denkmals, das die Büste, der Königin Luise trägt und in der Stille des Schloßgartens von Hohenzieritz unter einem offenen Tempel errichtet wurde, einmauern. Wenig bekannt ist, daß auch eine Frau das Eiserne Kreuz für militärische Verdienste erhalten hat: die Kriegsfreiwillige Auguste Friederike Krüger, die 1813 unter dem Namen Lübeck in das Heer eintrat und sogar zum Unteroffizier befördert wurde. Für ihr Verhalten in dem Gefecht bei Laon erhielt sie SO. 39-310 Jahnstein große Gefahr! Jahnstein kann sogar die gesündesten Jähne lockern und oft zum Ausfall bringen. Deshalb Kampf dem gefährlichen Jahnstein! Regelmäßiges Jähneputzen mit Solidox entfernt allmählich den Jahnstein, verhindert seine Neubildung. Blendendweiß, fest und gesund bleiben Ihre kostbaren Jähnel Nur Solidox Zahnpasta enthält in Deutschland Sulforizin- Oleat nach Dr. Bräunlich gegen Zahnstein. 1814 die 2. Klasse des Eisernen Kreuzes am schwarzweißen Bande. Auf dem stillen Friedhof des kurmärkischen Städtchens Templin findet man ihr Grab. Für Blücher, der bereits Inhaber aller Klassen des Eisernen Kreuzes war, wurde nach der Schlacht bei Belle Alliance eine besondere Form des Ordens angefertigt, ein auf goldenem Stern aufgelegtes Eisernes Kreuz, die unter dem Namen„Blücherstern“ in die Geschichte Geschichte eingegangen ist. Nur einmal wurde es in den 125 Jahren seither wieder verliehen: im Frühjahr 1918 erhielt es Generalfeldmarschall v. Hindenburg für die Durchführung der Frühjahrsoffensive. Insgesamt ist das Eiserne Kreuz in der Zeit der Befreiungskriege 635 mal in der 1. und 15 470 mal in der 2. Klasse verliehen worden. Im deutsch=französischen Kriege erhielten 1319 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die 1. Klasse, 43 242 die 2. Klasse am schwarzweißen Bande und 4002 Personen die am weiß=schwarzen Bande der Nichtkämpfer. Im Weltkrieg 1914/18 erfolgten rund 218 000 Verleihungen der 1. Klasse, rund 5 196 000 der 2. Klases am schwarz=weißen und 13000 am weißschwarzen Bande. Dabei muß man sich vor Augen halten, daß 1870/71 etwa die dreifache Truppenzahl der Freiwilligen von 1813 im Felde stand, während in den Jahren 1914/18 insgesamt 25 Millionen Soldaten der verbündeten Heere zu den Waffen gerufen worden sind □ Gerüchte um Woroschilow. Auch er bei Stalin in Ungnade? DNB Warschau, 9. März. In der polnischen Presse tauchen in letzter Zeit fortgesetzt Meldungen auf, die wissen wollen, daß auch Marschall Woroschilow bei Stalin in Ungnade gefallen sei. vonAlfons v Szibulko 22 Copyright by J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart. 57) Der Wachtmeister hob sein Glas und achtmeister hob sein Glas stieß mit den beiden an. Dann beugte er sich über den Tisch und tippte Wimmer an den Magen:„Aber spielen müßt ihr, Kerle, daß dem Kleinen sein Bauch da platzt!“ Er rief wieder nach Wein. Lumpen ließ er sich nicht. Immer wieder füllte er die Gläser, strich sich den Schnauzbart, schwätzte und rühmte das Soldatenleben. Der kleine Regenschori sah ihn mißtrauisch an. Allerlei Geschichten fielen ihm ein. Am Ende war das ein Werber, der ihn zur Feldmusik pressen wollte. Aber dann beruhigte er sich wieder. Unter das preußische Grenadiermaß würde er schon nicht fallen. Als der dritte Doppelkrug Wein zu Ende war, erhob sich der Wachtmeister, warf ein Geldstück auf den Tisch und sagte, sie müßten nun fahren. Er ging die Stufen hinab, kletterte auf den Fouragewagen, wies Wimmer und Brand zwei der hochgetürmten Strohbündel als Sitze an, griff nach Zügel und Peitsche und schnalzte. Die Gäule zogen an. Der Wagen ratterte zum Dorfe hinaus. Der viele Wein und die Freude darüber, daß seine Prophezeiung sich doch noch erfüllte und statt seines Schusters Rappen zwei preußische Eisenschimmel ihn nach Schmirschitz entführten, versetzten den Regenschori wieder in die ihm angeborene Laune. Er begann, das zwischen seinen Beinen liegende Violoncell von seiner Umhüllung zu befreien, sah den Kerzelmacher an, der ihm gegenüber auf einem Strohturme saß, und lachte:„Brand wie wär's? Fuhrlohn muß sein!“ Als nach einer Weile die brummenden Töne des Cellos und die süßen der Flöte lustig erklangen, wandte der Schnauzbart den Schädel und nickte:„Das nenn ich mal spielen!“ Dann schlug er mit der Peitsche fröhlich den Takt. hren sie streichend und flötend von all Zwei Stunden später ins Hauptquartier ein. Indes von allen Seiten, aus Höfen, Häusern und Gassen die Soldaten gelaufen kamen, um sich die musikalische Fuhre zu besehen, stieß Wimmer den Ellbogen in die Rippen des Brand und hob zwickernd den Kopf:„Na, wer hat recht behalten? Als wie ein General.“ * Heute greifen nun angesehene Blätter wie die„Gazeta Polska“ eine Meldung der ATE=Agentur auf, wonach die Tage Woroschilows gezahlt seien. Im Falle eines Rückschrittes werde er, so werde berichtet, bestenfalls einen der weniger verantwortlichen Posten in der Roten Armee übernehmen. Sein Nachfolger in der Leitung des Kriegskommissariats der Sowjetunion werde Fedko sein. Der gewaltige Vertrauensverlust Woroschilows sei darauf zurückzuführen, daß in den Reihen der Armee immer neue Oppositionszellen gegen Stalin aufgedeckt würden. Die Meldung besagt dann weiter, daß in einem Regiment der Leningrader Garnison ein in der russischen Emigrantenpresse erschienener Aufsatz General Denikins durch Flugblätter verbreitet worden sei. In diesem Artikel werde u. a. gesagt, daß nur die Rote Armee Stalin stürzen könne. Steuererhöhung in Holland Jährlich zehn Millionen Gulden für Rüstungszwecke. Nr. 67 DNB Amsterdam, 9. März. Die niederländische Regierung hat einen Gesetzentwurf eingebracht, nach dem zur teilweisen Deckung der Rüstungsausgaben die Zuschläge für Einkommenstever um 10 v. H. erhöht werden sollen. Der gleiche Entwurf sieht eine bedeutende Erhöhung der Tantiemen= und Dividendensteuer vor. Aus diesen Steuererhöhungen sollen jährlich 10 Millionen Gulden für Rüstungszwecke bereitgestellt werden. Regierungsumbildung in Ungarn. steile Wegstück ein, das hinauf zu den Zeltgassen führte. Der Wagen aber, in dem nun auch der Leutnant saß, rollte, den Hügel in weitem Bogen umfahrend, im Abendschein über die Wiesen zur Wiener Heerstraße, von der etliche hundert Schritt weiter, an einem Bildstock vorbei, eine schmale, von Obstbäumen gesäumte Allee neben der Parkmauer des. Schlosses zum Ortseingang abzweigte. Noch ehe Leutnant von Leskow mit seiner Feldwache aufgebrochen war, hatte er sich schon entschlossen, die Demoiselle nicht in das Lager zu bringen, sondern geradewegs in den Gasthof von Schmirschitz. Denn er hatte bedacht, daß, wenn er mit seinem schönen und seltsamen Beutestück in den Zeltgassen erschiene, das ganze Lager in solchen Aufruhr geriete, daß das alte Rauhbein von einem Lagerkommandanten am Ende die unschuldige Ursache dieser Störung der ihm anvertrauten Disziplin auf burzem Wege an die Luft, das heißt zum nächsten Das neue Kabinett Daranyi. Eine Maßnahme im Zuge des neuen Aufbauprogrammes. A Budapest, 9. März. In der Ministerratssitzung vom Mittwoch ist eine teilweise Umbildung der ungarischen Regierung beschlossen worden. Der Ministerrat, der in den späten Nachmittagsstunden zusammentrat, unterbrach seine Verhandlungen gegen 18 Uhr. Ministerpräsident Daranyi begab sich zum Reichsverweser und überreichte ihm den Rücktritt der Regierung, der jedoch nur einen rein formellen Charakter trägt. Der Reichsverweser hat unverzüglich den Ministerpräsidenten Daranyi zum Ministerpräsidenten der neuen Regierung ernannt. Die Umbildung der Regierung steht im Zusammenhang mit dem von Ministerpräsident Daranyi am 5. ds. Mts. in seiner in Raab gehaltenen Rede bekanntgegebenen Aufbauprogramm der Regierung. Zu der Kabinettsumbildung wird eine amtliche Mitteilung verbreitet, in der es heißt: In der am Mittwochnachmittag abgehaltenen Ministerratssitzung vertrat Ministerpräsident Daranyi die Auffassung, die Regierung möge noch vor der Unterbreitung der Gesetzesentwürfe über die Durchführung des neuen Aufbauprogramms von einer Milliarde Pengö dem Reichsverweser ihre Demission anbieten. Da sich der Ministerrat einstimmig dieser Auffassung anschloß, begab sich Ministerpräsident Daranyi sofort zum Reichsverweser, der den Rücktritt des Kabinetts annahm und den Ministerpräsidenten Daranyi zum Ministerpräsidenten des neuen Kabinetts ernannte mit der gleichzeitigen Aufforderung, ihm seine Vorschläge zur Bildung des neuen Kabinetts zu unterbreiten. In dem von Ministerpräsident Daranyi umgebildeten Kabinett haben Außenminister von Kanya, Honvedminister Röder, Innenminister Szell, Unterrichtsminister Homan und Industrieminister Bornemisca ihre Portefeuille behalten. Neu eingetreten in die Regierung sind als Ackerbauminister der bisherige Staatssekretär im Ackerbauministerium Dr. F. Marschall, als Justizminister der bisherige Staatssekretär im Justizministerium Mikecz; als Finanzminister der bisherige Präsident des Bodenkreditinstitutes Abgeordneter Remenyi=Schneller und als Minister ohne Portefeuille der Präsident der Nationalbank Umridy. Zum Staatssekretär im Ackerbauministerium ist Abgeordneter Graf Michael Teleki, im Justizministerium der Abgeordnete Martin Lanyi ernannt worden. Die Betrauung des Präsidenten der Nationalbank, Umridy, als Minister ohne Portefeuille erfolgte zum Zweck einer einheitlichen Leitung der Wirtschaftspolitik des Landes. Oberst Beck in Zweite Unterredung mit Graf Ciano. DNB Rom, 9. März. Der polnische Außenminister Beck ist am Mittwochnachmittag vom italienischen Außenminister Graf Ciano zu einer zweiten längeren Unterredung im Palazzo Chigi empfangen worden. Kurz vorher hatte der polnische Außenminister die italienische und die polnische Presse gemeinsam empfangen. Gerüchte von einer Meuterei der Kreml-Brigade. £ London, 9. März. Aus Warschau bringt„Daily Mail“ eine aufsehenerregende Meldung über neue revolutionäre Umtriebe in Sowjetrußland. Zwei Obersten und ein Major der Kreml=Brigade seien unter dem Verdacht verhaftet worden, daß sie die gesamte Brigade zu einem Anschlag gegen Stalin überreden wollten. Weiter meldet man, daß Marschall Blücher möglicherweise veranlaßt worden sei, gegen Moskau zu marschieren, um die Ordnung nach dem Chaos wiederherzustellen, das durch den jetzigen Prozeß verursacht worden sei. Mehrere„treue“ Regimenter der GPU seien aber daraufhin von Leningrad nach Moskau in aller Eile entsandt worden, und man erwarte, daß es aufs neue wieder zahlreiche Verhaf tungen geben würden. Protestaustritte aus der Labour-Partei. E London, 9. März. österreichischen Vorposten befördern könnte. In Schmirschitz aber hatte der General nichts zu befehlen. Die Ordnung im Dorfe unterstand dem mit Herrn von Leskow befreundeten Kommandanten der Stabsschwadron, von dem wohl auch die Erlaubnis für die Bequartierung der Demoiselle leichter zu erreichen war als von dem schnauzenden Raubein im Lager. Auch würde das Fräulein im Dorfe noch am ehesten dem lästigen Anstarren und Gegaffe entgehen. So war es wirklich da und dort nur eine kleine Gruppe von Offizieren oder Mannschaften, die den Schwadronswagen der Puttkamerhusaren erstaunt nachsah, als er um die Schloßmauer um den Marktplatz einbog. Zu Leskows Verwunderung herrschte auf dem Platze, der sonst in so respektvoller Stille vor den Fenstern des Königs lag, daß man das Schreiten der Posten und das Plätschern des Dorfbrunnens zu hören vermochte, heute ein lärmendes Treiben. Sogar Tanzmusik klang drüben vom Gasthause her, aus der das leise Wehen des Abendwindes einstweilen freilich nur das Gebrumm einer Kniegeige hob. Leutnant von Leskow lachte und deutete nach dem Violakasten auf dem Sitze Mit einem leisen Aufschrei griff die Lisl nach dem Arme des Leutnant:„Jessas, der Wimmer! Und wußte wohl selber noch nicht, worüber sie erstaunter sein solle; daß Wimmer in Schmirschitz war oder der Regenschori von Sankt Stephan die Tanzmusik spielte. * gegenüber dem Fräulein:„Bekommt die Demoiselle da Die Dächer und Häuser des Marktplatzes von Schmirschitz verdämmerten schon in die Schatten des Abends. Nur auf dem kleinen Uhrturm des Schlosses und die höchsten Zelte des Lagers warf aus goldgeränderten Wolken die Sonne noch einen flammenden Schein, als der von Herrn von Leskow, einem Wachtmeister und zwölf Husaren geleitete Schwadronswagen wit der schönen EliFräuler nicht ordentlich Lust? Ich könnt's verstehen. Geige spielt der kleine Leskow nämlich och. Nicht mal so schlecht. Uebrigens so vergnügt geht es bei uns sonst nicht zu. Aber der König scheint nicht in Schmirschitz zu sein. Da haben die Mäuse wohl Kirchtag.“ Er warf einen Blick über den Brückenbogen, der sich über einen Wassergraben zum Schlosse schwang. Die beiden Grenadiere am loßtor fehlten. Der Wirtsgarten, vor dem der Wagen hielt, war bis zum letzten Platze mit Soldaten gefüllt. Selbst an dem Zaune und auf den Bäumen saßen noch welche. Der Leutnant bot der Demoiselle den Arm, weil sie den Garten durchqueren mußten, um zur Türe des Gasthofes zu kommen. Die Musik spielte. Auf einem freien Platze zwischen den Tischen tanzten und sprangen Soldaten mit Schmirschitzer Mädeln oder auch miteinander, weil es an Weibsleuten fehlte. Herr von Leskow drängte sich mit zwischen Tangplatz und Tischen durch. der Demoiselle Unter dem schwarzgrünen Laubwerk der Kastanien war kel. Nu es schon dunkel. Nur da und dort hob ein Windlicht ein Gesicht aus dem Schatten. Auch über dem Podium neben der Gasthoftüre, auf dem die Musikanten— ein Geiger, ein Cellist und ein Flötenspieler— hinter ihren lten saßen, huschte, lange Schatten auf die Hausmauer werfend, hin und wieder ein flackernder Schein. Gerade als der Leutnant und die Demoiselle dem Wirbel der Tanzenden glücklich entronnen waren und zwischen den Tischen der Türe zustrebten, fiel das volle Licht einer Ampel auf den rundlichen Schädel des Cellisten, der, das Notenblatt wendend, über blitzende P seinem Pulte hervorsah. litzende Brillengläser hinter (Fortsetzung folgt.) Oange(6Würfel) 182o 3 Würsel 94 der le Am sag des nals all Winters aufs verwirkli zusamme über deln. An große Ge auch die des letzte denken, d ser Opfer Ein vollbring topfsonnt ein Opf Nachdem bereits vor acht Tagen Lord Arnold, Oberhausmitglied und maßgebende Persönlichkeit der Labour Party, aus der Partei ausgetreten war, hat gestern auch Lord Sunderson die marxistische Partei verlassen. Als Begründung führte er an, er sei mit der Außenpolitik der Labour Party nicht einverstanden, denn sie stelle eine Kriegsvorbereitung im Namen der kollektiven Sicherheit dar und sei somit eine Bedrohung des Weltfriedens. Lord Sunderson, der in der englischen Marxistenpartei eine führende Rolle gespielt hat, ist bereits 1936 wegen des Sanktionskrieges gegen Italien, den er verurteilte, aus dem Vollzugsausschuß der Partei ausgeschieden. General von Epp ehrt die Gefallenen Italiens, General Ritter von Epp hat am Mittwoch am Grab des unbekannten Soldaten und am Ehrenmal der gefallenen Faschisten mit dem Hakenkreuz geschmückte Lorbeerkränze niedergelegt. Am Donnerstagnachmittag wird Reichsstatthalter General Ritter von Epp als Reichsleiter der deutschen Kolonialgesellschaft im faschistischen Institut für Italienisch=Afrika einen Vortrag halten. Der Laufe de aus der sen auf d Seekenbei häuschen dorf Wü tiv des Sandg braucht n mal die len lassen gerade di hinzu, da genommen mal, das geht. Pri oberen lämmt p. benskamp gruppe d ber Seinen Jähzorn hatte Aloisius Brand diesmal zu uneiner Mein recht gefürchtet. Mit seiner Meinung hatte er nicht recht gehabt, daß es geratener wäre, Wimmer wäre dabei, wenn er seine Tochter wiedersähe. Denn dieses Wiedersehen war ohne Trübung und Vorwurf verlaufen. Mag sein, weil Brand bei der ersten Begrüßung gar nicht Zeit hatte, seinen Zorn zum Ausbruch kommen zu lassen, da er doch mit dem Regenschori und dem Schullehrer von Schmirschitz gleich wieder zum Tanz aufspielen mußte. Vielleicht, weil Brands nur selten beständige Wut mit den fröhlichen Weisen des Spiels diesmal noch flüchtiger als sonst zu den Sternen entschwebte. Vielleicht auch nur einfach deshalb, weil er, als Lisl ihm so ploßlich in den Armen lag, froh war, sie wieder zu haben, und die Freude darüber alles andere aus seinem Herzen verdrängte. Die Sorgen kamen erst wieder, als seine Tochter schon am nächsten Morgen darauf bestand, nun nicht einfach nach Wien zurückzukehren, sondern zu dritt zum Herzog von Braunschweig zu fahren. Warum sie das wolle, obgleich der Leutnant von Rabenau wieder gesund war, erfuhr Brand erst nach Tagen. An einem Vormittage, als er mit ihr in der Allee zwischen dem Schlosse Under Wiener Heerstraße auf= und niederging, erzählte ihm die Lisl, wie alles gekommen sei, warum sie den Kirndorfer nicht nehmen und vom Leutnant nicht lassen wolle, und was sie den Herzog von Braunschweig zu bitten gedenke. Als sie geendet hatte, blieb er stehen, schüttelte sorgenvoll den Kopf und zog sie an sich:„r, was wird die Kaiserin sagen?“ Aber dann strich er doch bis zum Abend allein über die Wiesen und Felder und dachte nach, wie er es zuwege bringen sollte, der Lisl die Erlaubnis zu erwirken, Braunschweiger Herzog zu fahren. Denn auch dem Leuinant von Leskow schien das nicht zu gelingen. Daß ohne Erlaubnis des Königs Fremde die Schweidnitz nicht betreten durften, hatte sich Lestow gleich gedacht. Aber er hatte nicht geglaubt, schwer sein werde, auch nur darum anzusuchen. war es ihm nicht einmal gelungen, einen der Adjutanten des Königs zu sprechen. Das Schmirschitzer Schloß leer. Selbst die Stabsschwadron war ausgerückt. land März. Gesetzentckung der mensteuer Erhöhung us diesen n. Gulden Nr. 67 Donnerstag, 10. März 1938 folgt.) des neuen ngö dem sich der loß, begab sverweser, den Mienten des igen Aufdes neuen gebildeten „Honvednterrichtsemisca Ackerbaurbauminir der bisMikecz; 2 Bodenhneller sident der m ist Abinisterium rden. ionalbank, olgte zum aftspolitik VerhafMärz. old, Oberer Labour estern auch verlassen. Außenden, denn Namen der eine BeMarxistenreits 1936 ner verrtei ausItaliens. Grab des gefallenen beerkränze dReichszleiter der nstitut für nach dem Ind wußte sein solle: egenschori tal zu unnicht recht äre dabei, Wiederifen. Mag gar nicht zu lassen, Schullehrer aufspielen dige Wut mal noch Vielleicht 1 so plötzu haben, m Herzen e Tochter icht einfach m Herzog wolle, oound war, ormittage, jlosse und erzählte m sie den icht lassen chweig zu er stehen, ich:„Lisl, lein über es zuwege rken, zum dem Leute Festung h Leskow daß es Bisher djutanten chloß wat . Aus der Stadt Ahaus Einkopf-Sonntag 15. März 1938 Am 13. März findet der letzte Eintopfsonntag des Winterhilfswerkes 1937/38 statt. Es heißt nochnals alle Kräfte sammeln, um damit die letzte Not des Minters zu besiegen. Im Eintopf wird immer wieder nig Neue der Gedanke der Volksgemeinschaft erlebt und verwirklicht. An diesem Tage müssen wir wieder alle usammenstehen und uns unserer Verpflichtung gegenber der Volksgemeinschaft bewußt sein und danach hanDie Schule als deutscher Kulturförderer Kreistagung des AS.-Lehrerbundes Me deln. An diesem Tage wollen wir beweisen, daß wir eine 1 goße Gemeinschaft sind, in der die Not des Einzelnen auch die Not der Gesamtheit und dadurch das Schicksal des letzten Volksgenossen ist. Wir müssen immer daran denken, daß wir ohne die Gemeinschaft ja nichts sind. Unser Opfer muß mithelfen zum Sieg über die Not. Ein ganzes Volk folgt dem Ruf seines Führers und vollbringt eine sozialistische Tat. Auch der letzte Eintopfsonntag des Winterhilfswerkes muß für uns wieder en Opfertag sein. Ein neues Heimalbild Der Coesfelder Holzschnitzer Everz hat uns im Laufe der Jahre eine ganze Anzahl von schönen Bildern aus der engeren Heimat beschwert. Es sei nur hingewiesen auf das viel begehrte Bild vom Ahauser Schloß, vom Seekenberg mit der dicken Linde, dem Ferié'schen Gartenhäuschen und dem Bauerngehöft Kerkhoff im Nachbardorf Wüllen. Nun hat Everz sich einem weiteren Motiv des Wüllener Landes zugewandt und zwar der Sandgrube in Barle. Daß diese ihn anlockte, braucht nicht weiter zu verwundern, denn jeder, der einmal die Grube und ihre Umgebung hat auf sich einwirlen lassen können, war von dem eigenwilligen Charakter gerade dieses Landschaftsausschnittes entzückt. Kam noch hinzu, daß„Wennings Möll“ in den Hintergrund mitaufgenommen werden konnte, jenes technische Kulturdenkmal, das zur Zeit seiner Wiederherstellung entgegengeht. Prächtig, wie der Künstler die Kieferngruppen am oberen Rande der Sandgrube hingeworfen hat, überkämmt von Wetterstürmen, rauh, hart, gestählt im Lebenskampfe. Man ist beinahe versucht, an die Kieferngruppe des Galgenhügels bei Coesfeld zu denken, die Mit einem eindrucksvollen inneren Erlebnis voll Gestaltungskraft und Tiefe, wie es einem wahren Erzieher eigen sein muß, nahm die Kreistagung des NS=Lehrerbundes gestern vormittag in der Tonhalle Burbaum ihren Auftakt. Den Vorwurf dazu gab die HansSchemm=Gedächtnisfeier, die aufs neue den Beweis erbringen sollte, wie eng sich die Erzieherschaft dem Begründer Reichsbundes der deutschen Lehrerschaft verbunden und verpflichtet fühlt. Im Mittelpunkt der Feier standen die Ansprache des Pg. Schulrat Lobbe und musikalische Darbietungen. Schulrat Lobbe wies in seiner Gedächtnisrede nach, wie Schemm, der große Meister der Sprache und Seelenkenner, sich bei seinem ganzen Wirken habe leiten lassen von den Grundfesten der Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe. Sein Glaube an die Sendung der deutschen Volksgemeinschaft habe ihn alle Schwierigkeiten fast spielerisch überwinden lassen. Die Liebe, die das persönliche Ich preisgab zu Gunsten des Du, weckte in ihm den Feuereifer, den die Lehrerschaft immer wieder bewundern wird. Und die feste Hoffnung, daß er seine Arbeit auf starken Pfeilern errichtete, ließ ihn im Kreise seiner engeren Freunde auf dem Sterbebette den Ausspruch tun:„Haltet einander die Treue, wie ich euch die Treue gehalten habe, dann werde ich immer mitten unter euch sein“. Hans Schemms Ausspruch:„Ich möchte so gern dem Führer helfen!“ müsse Leitstern für die Lebensaufgabe eines jeden Erziehers sein. Musikalische Darbietungen unterstützten die Weckung der Herzen zur tiefsinnlichen Betrachtung des großen Toten, sie zeigten aber auch, wie sehr die Lehrerschaft des Kreises Ahaus sich berufen fühlt, die Werke großer Meister gottbegnadeter Tonkunst in den Dienst einer Feierstunde überhaupt zu stellen. Da stellte sich der bekannte Liederkomponist Schubert mit seiner Es=dur=Variation vor, der in den Lehrern Mohr und Richwin würdige Interpreten fand. Schubert'sche Klangwelt, eben und ausgeglichen, Klippen und scharfe Kurven vermeidend, durchwirkt von sonndurchglühter Lebensbejahung, klopfte bei den Zuhörern nicht vergebens um Einlaß an. Erhebende Gedanken brachten auch die Lesungen, von denen wir den Beitrag des Pg. Griffig besonders hervorheben. Packend und ergreifend wirkte die Hinweisung auf das Ableben des Hitlerjungen, der beim Betreten des Sterbezimmers durch den Führer als letzten Gruß das Wort„Heil!“ von seinen brechenden Lippen entschweben ließ. Mit dem Lied von dem guten Kameraden klang die Gedächtnisstunde aus, Die Arbeitstagung begann dann mit einem Musikvortrag durch die Lehrer Bracksiek und Wichelhaus. Ihr Versuch, den Gästen die Sonate von Haydn näherzubringen, gelang meisterhaft. Klavier und Eeige begegneten sich auf das vorteilhafteste in der Ausmalung des Tonsetzers. Die andächtig Lauschenden schritten im Geiste mitten hinein in den deutschen Lebensfrühling, den der Führer nach langer Dunkelheit dem deutschen Volke bescherte. Ueber nationalsozialistische Kulturpolitik sprach dann Pg. Schulrat Lobbe. Redner ging davon aus, daß der Nationalsozialismus nichts weiter sei als die Synthese der beiden Anthithesen Zivilisation und Kultur. Ausgehend von der Weltauffassung des Mittelmeerlandes, die keine Ferne kenne wegen des ewigblauen Himmels, wo alles mehr oder weniger offen zutage liege wegen der klaren Sicht, zeichnete er die Geisteshaltung der nordischen Völker, denen zufolge des gänzlich anders gearteten Klimas das Fernweh eigen sei, das stetige Ringen mit sich selbst, das Suchen nach dem deutschen Mythos, ohne sich verstandesmäßig zu binden. Redner nahm auch Gelegenheit, die Begriffe von Zivilisation und Kultur klar zu umreißen. Beide seien notwendig und beide gut und in den Dienst der Menschheit zu stellen. Aber während die Zivilisation lediglich etwas Technisches verkörpere, zeige sich die Kultur eines Volkes erst darin, wie es sich zu all den Errungenschaften der Technik seelisch und geistig einstelle. Hier erst käme der Kulturwille zum Ausdruck. Die Erzieherschaft müsse sich darüber klar werden, und es sei eine ungeheuer ernst zu nehmende Frage unseres Jahrhunderts, ob in der Lage sei und dazu gewillt, dem jungen deutschen Menschen in seinem Suchen nach dem Schöpfungsideal Wegweiser und Führer zu sein. Nach einem Geigenvortrag von Hartwig erhielt Mcitet, Strupp, Münster, das Wort zu seinem der„Haus, Heim und Mensch“. Redner sich bei seinen Ausführungen nicht auf das enland, sondern bemühte sich, durch die Herausstellung von Gegensätzen zwischen Stammeslandschaften des deutschen Südens und Nordens den Gedanken näher zu bringen, daß eine Landschaft gewissermaßen an der Formung der Wesensart eines Menschen beiträgt. In buntem Fluge ließ er an Hand von einer großen Fülle von Lichtbildern Häuser, Mühlen, Stuben, Zimmerecken, Geräte, Menschen und Trachten erstehen, immer hindeutend auf die Notwendigkeit, heimatgebundenes Bauen und Lebensweise überhaupt zu pflegen. Andere Bilder zeigten grobe Verirrungen aus der vergangenen Systemzeit, die nicht nur auf dem Gebiete der Kunst viel gesündigt habe, sondern auch auf dem Gebiete des Handwerks. Sein Appell zum Schlusse gipfelte in dem Gedanken, die Lehrerschaft möge sich freudig bereit erklären, ihre Mitwirkung zu leihen überall dort, wo sich diese als notwendig erweise. Die Leitung der Tagung lag in den Händen Pg. Rektor Ameis, Stadtlohn, der, wie der Schulrat zwischendurch verschiedene geschäftliche Mitteilungen machte hinsichtlich des Bezuges des„Deutschen Erziehers“, der kommenden Reichstagung in Köln und der Einschaltung der Presse. Ueber die Nachmittagstagung werden wir in der nächsten Ausgabe berichten. dann Vortr beschr Niedek ebenfalls Wind und Wetter durch viele Jahre hindurch ausgesetzt waren. Aber das Wesentliche ist Everz schließlich doch die Grube selbst mit ihren Abstufungen, die sowohl nach der Tiefe als auch nach der Breite hin sichtbar werden.— Das Bild ist in der Buchhandlung Kleyboldt ausgestellt.—r. Der bisherige Kreisleiter von Gladbeck wird Schulrat in Coesfeld. Am Samstag nahm Gauleiter Dr. Meyer in Buer die ehrenvolle Verabschiedung des bisherigen Kreisleiters von Gelsenkirchen, Buer, Gladbeck und Bottrop vor und gab dabei bekannt, daß der bisherige Kreisleiter von Eladbeck, Gustav Bockermann, das Amt des Schulrats in Coesfeld übernehmen werde. Damit ist das durch das Ableben- von Pg. Schulrat Fiedler vor einem Jahre freigewordene und inzwischen vertretungsweise von Schulrat Preising=Borken verwaltete Amt neu besetzt worden. Verantwortlichkeit in der Sporkführung Führertagung des DRL. im Kreis Westmünsterlaund Zu einer grogen Jahrestagung hatte der Kreisführer des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen die Mitglieder des Kreisführerstabes und die Führer, Dietwarte, Jugendwarte, technischen Leiter und Führerinnen der Frauen und Mädel der Vereine nach Borken eingeladen. um Sonnabend trafen sich bereits die engsten Mitarbeiter des Kreisführers in einer Besprechung über die Arbeit der nächsten Monate. Am Sonntag konnte Kreisführer Ridder=Coesfeld etwa 80 Führer und Führerinnen, welche aus den verschiedenen Kreisen(Ahaus, Coesfeld, Borken, Bocolt) erschienen waren, begrüßen. Er wies daraufhin, suß es die 1. Tagung dieser Art nach der Schaffung des Kreises Westmünsterlandes sei und gab seiner Freude gute Beteiligung Ausdruck. Er begrüßte dann noch besonders den Kreisschützenführer Bornhagen(Born). In seinen einstündigen Ausführungen kam der Kteisführer dann besonders auf das Führerkorps des MNL. zu sprechen. Er wies daraufhin, daß die Zahl der Mitglieder und die erwachsenen Aufgaben immer größer wurden. Pflicht eines jeden sei es daher, die notwendigen Führer auszusuchen und zu formen. Dem DRL. sei die utsche Zugend, also kostbarstes Gut, anvertraut. Nur e Besten seien daher gut genug, hier Führer zu sein. Nan müsse jede Gelegenheit benützen, um sich auszubilden und fortzubilden. Durch Schrifttum, Lehrgänge, Fühtetturse müsse jeder versuchen, Können zu bekommen. Bei Jugend wirke nur das gute Beispiel. Weiter kam Kreisführer Ridder auf die ZusammenAdeit mit den Gliederungen der Partei zu sprechen. Nur Weihliche Zusammenarbeit garantiere den Erfolg. Der Leichsbund für Leibesübungen, so sagte er in seinen Shlußworten, habe die Aufgabe, durch den Sport seinen el zur Erreichung der großen deutschen Volksgemeinhaft beizutragen. Alle anwesenden Führer bat er, zu der kommenden Arbeit Glaube, Liebe, Hoffnung und Einsatbereitschaft mitzubringen. Nachdem Kreisdiet Krane, Coesfeld, in der Dietminute auf das Werden des 3. Reiches kurz einging, ungen alle gemeinsam das Lied:„Lasset im Winde...“ ann sprach der Kreissportwart Wienecke, Gronau, die Stellung des Kreissportwartes und wies daraufdaß dieser das Recht zum Eingriff bei allen Sporttten hat. Der Kreissportwart habe die Stellung im 3 welcher der technische Leiter im Verein habe. Er dann im einzelnen auf die große Lehrgangsarbeit Jahres ein und gab Daten für neue Kurse, eche, im Kreisgebiet stattfinden, an. Die Lehrgänge en in erster Linie den Zweck, den Vereinen gute wdungsleiter zu bringen. Von den Vereinen müsse datärkste Beschickung der Lehrgänge erwartet werden. dum Schluß sprach er über Breslauvorbereitung und ahme. Die Kreisfrauenwartin Schroer, Dülsprach über Lehrgangsarbeit. Sie kam dann noch ha. Einheitskleidung zu sprechen. Alle Vereinsführer ste, darauf zu achten, daß alle Mitglieder auch Mitglied des BDM. bezw. der IM. seien. Kretsdietwart Krane, Coesfeld, bat die Vereinsdürft, ihn in seiner schweren Arbeit zu unterstützen. Es in Zukunft keinen Verein mehr geben, der keinen habe. Dietwart heiße nichts anderes als wart, Volkswart. Er wies dann darauf hin, daß nicht Sinn und Zweck der heutigen Tagung sei, die Art seiner Tätigkeit und die der Vereinsdietwarte im einzelnen klar zu legen. In einer in aller Kürze stattfindenden Dietwartetagung werde den Vereinsdietwarten alles Notwendige gesagt werden. Nachdem das Pflichtlied für Breslau:„In den Ostwind... abgesungen war, konnte der Kreisführer die inzwischen erschienenen Vertreter des Landrates in Borken und des DRL=Gaues(Gauamtmann Becker) sowie den KS=Stellenleiter der HI, UtB. Schwalm begrüßen. Zur Jugendarbeit sprach dann der Kreisjugendwart Edlinger, Bocholt. Er wies darauf hin, daß die Jugendarbeit im DRL. im nationalsozialistischen Sinne gesehen werden müsse. Eine Tuchfühlung mit der HJ. müsse dauernd sein. Er ging dann noch im einzelnen auf HIAusweise, Spieltermine, Uniform usw. ein. Er bat im besonderen alle Uebungsleiter, nur noch diejenigen Jugendlichen zu den Wettkämpfen zuzulassen, welche Mitglied der HI seien. Die Vereinsführer bat er dann noch, der HI bereitwilligst Uebungsplätze, Geräte usw. zur Verfügung zu stellen. Ferner empfahl er die Beschaffung der neu erschienenen Zeitschrift„Sport der Jugend“. Der Kreisführer gab dann den einzelnen Fachwarten Gelegenheit, zu den einzelnen Vereinsführern, Uebungsleitern usw. einmal direkt zu sprechen. Fachwart für Turnen, Wienecke, Gronau, nahm auf seine Erklärungen als Kreissportwart Bezug und wies besonders noch auf die Veranstaltungen in Breslau hin. Lankamp, Rheine, erklärte, daß der Handballbetrieb leider nicht so sei, wie man es sich wünschen müsse. Besonders Jugendund Frauenmannschaften fehlen fast vollständig. Er bat alle Vereinsführer um tatkräftige Unterstützung, damit der Handball auch im Kreise Westmünsterland die Note erhalte, die er verdiene Auch Kreisfachwart für Leichtathletik Ricke, Coesfeld, beklagte sich über die mangelnde Beteiligung der Vereine. Er wies darauf hin, daß die Leichtathleten, welche meistens auch Fußballer, Handballer usw. seien, zwar gewisse Schwierigkeiten zu überwinden hätten. Trotzdem müsse der Betrieb ein stärkerer werden, allein schon deshalb, weil sie die beste Vorbereitung für jede andere Sportart sei. R. gab sodann noch genaue Angaben über die kommende Sommerarbeit. Für Fußballwesen sprachen Ochse, Burgsteinfurt, und Laupichler. Datteln. Kursusarbeit, Klasseneinteilung und Breslaufahrt waren Mittelpunkt der Ausführungen. Fachwart für Schwimmen, Große=Wiele, Bocholt, wies noch darauf hin, daß unbedingt mehr Vereine sich für das Schwimmen bekennen müßten. Besonders gelte dies für Orte mit Winterbädern. Die Veranstaltung von Schimmlehrgängen lohne sich nur dann, wenn auch eine gewisse Beteiligung erreicht werde. Nach diesen Ausführungen sprach der Kreisführer allen Mitarbeitern seinen Dank aus für die geleistete Arbeit und bat, auch weiterhin nicht zu ermüden in der Arbeit, welche für die körperliche Ertüchtigung unserer Jugend unbedingt erforderlich sei. Nach einem gemeinsamen Mittagessen trafen sich dann die Sportler nochmals, um zunächst aus dem Munde des Gauamtmannes Becker, Dortmund, Ausführungen grundsätzlicher Art über Sinn und Wesen des Reichsbundes zu hören. Gauamtmann Becker berührte in diesem Zusammenhang brennende Fragen, deren Beantwortung die Anwesenden mit Spannung erwarteten. Eper Lokal-Nachrichten Epe gedenkt der Gefallenen Am Sonntag, dem 13. März 1938 findet eine Heldengedenkfeier der Ortsgruppe Epe des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. Gefallenenehrung an den Gedächtnismalen: 9,15 Uhr Antreten der Formationen vor der Wirtschaft Meyer, dann Abmarsch zur Kranzniederlegung an beiden Ehrenmalen. Marschordnung: 1. Musikkapelle, 2. Fahnen der Bewegung. 3. Uebrige Fahnen. 4. Kranzträger. 5. Vertreter des Kriegergräberfürsorgeverbandes, Ortsgruppenleiter der NSDAP, Standortführer der SA, Kameradschaftsführer der NSKOV. 6. SA und NSDAP. 7. SA=Reserve. 8. SAReiter. 9. NSFK. 10. Politische Leiter. 11. HitlerJugend. 12. Deutsches Jungvolk. 13. Deutsche Arbeitsfront. 14. NSKOV. 15. Kyffhäuser=Kameradschaft. 16. Freiw. Feuerwehr. 17. Freiw. Sanitätskolonne. 18. Sonstige Vereine. Heldengedenkfeier im Saale der Wirtschaft Meyer: 1. 11,15 Uhr Einmarsch der Fahnen. 2. Begrüßung durch den Ortsgruppenleiter der Kriegsgräberfürsorge. 3. Gedicht der HJ. 4. Lied des Männergesangvereins. 5. Gedenkrede. 6. Lied des Männergesangvereins. 7. Sieg=Heil. Nationalhymnen. Im Anschluß Kranzniederlegung an den Soldatengräbern unseres Friedhofes. Es dürfte für die Bevölkerung selbstverständliche Pflicht sein, durch Trauerbeflaggung die gefallenen Söhne unserer Gemeinde zu ehren. Die Ortsgruppe Epe der nsdAp. veranstaltet Montag, den 14. 3., 20 Uhr im Saale Meyer eine große öffentliche Versammlung. Der hier allseits bekannte Gauredner Pg. Reimpell=Münster wird in dieser Kundgebung sprechen. Alle Formationen und Eliederungen der Partei werden auf diese Versammlung mit dem Ersuchen hingewiesen, geschlossen teilzunehmen und sich für recht zahlreichen Besuch einzusetzen. Sämtliche Volksgenossen werden zu dieser öffentlichen Versammlung herzlichst eingeladen. Ottenstein Reichsbund der Kinderreichen, Am Sonntag nachm, fand eine vom Kreisabschnittswart Pg. Erning einberufene Versammlung vom RDK. statt. Der Kreiswart Fuchtmann war auch erschienen und konnte feststellen, daß sämtliche Mitglieder anwesend waren. Der Kreiswart gab Auskunft über die Gesetzgebungen der Kinderbeihilfe. Ueber die Bedeutung und Erlangung der erbgesunden Kinderreichen wurde u. a. auch mitgeteilt, daß das Ehrenbuch nur erbgesunde Eltern bekommen können, die dem ROK. angeschlossen sind und somit ein Ehrenbuch ist über die Vollwertigkeit und Erbgesundheit. Verschiedene erbgesunde Kinderreiche traten dem ROK. bei. Die Versammlung wurde mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer geschlossen. Der Bürgermeister der Stadt Ahaus zum Opferbuch: Auch in diesem Jahre soll das WHW. seinen Abschluß durch das Opferbuch finden. Ich bin gewiß, daß die Einwohnerschaft von Ahaus ihren so oft bewährten Opfersinn auch bei der Einzeichnung in das Opferbuch an den Tag legen und ein Zeugnis echter Volksgemeinschaft ablegen wird. Bürgermeister. Ridder, Der Ortsgruppenleiter von Gronau zum Opferbuch: Das Opferbuch hat seinen Weg in die Ortsgruppen angetreten. Nicht durch Worte, sondern durch Taten bekennt sich der Nationalsozialist zum Führer und seinem Werk. Wir können stolz darauf sein, durch unsere Opfer dem Führer am Aufbauwerk helfen zu dürfen. Für unsere Nachkommen sollen die Opferblätter Zeugnis ablegen von dem Opfergeist ihrer Ahnen, von dem Bekenntnis zum Führer und von der Schicksalsverbundenheit des deutschen Volkes. Alles für den Führer! Alles für Deutschland! ter Balk, Ortsgruppenleiter der NSDAP. Aus der Stadt Gronau ):( Das neue örtliche Fernsprechverzeichnis wird in diesen Tagen jedem Gronauer Fernsprechteilnehmer durch den Briefträger zugestellt. Für jeden Hausanschluß stellt die Post ein Freiexemplar zur Verfügung. Weitere Exemplare sind zum Preise von 30 Pfg. je Stück bei Gebrüder Lensing, Adolf=HitlerStraße 36, erhältlich. )!( Flegelei und Sachbeschädigung. Ein Rowdy hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag hier in der Stadt sein Unwesen getrieben. Er beschädigte ein Treppengeländer an einem Hause an der Enscheder Straße, eine Reklametafel einer Wirtschaft der Adolf=Hitler=Str., einen Senkschachtdeckel auf der Gildehauser Straße, die nördliche Fußgängerschranke an der Gildehauser Str. und die Hausklingel an einem Privathause. Der Verdacht richtet sich gegen einen Mann aus Münster. Hoffentlich gelingt es, ihn zu überführen, damit er seiner Bestrafung zugeführt werden kann. Polizeiliches. Wegen Mittellosigkeit abgeschoben von Holland wurde Ludwig A. aus Hannover. Bezahlung des Musterungstages. Die Bezahlung des„Musterungstages“ wurde in den Arbeitsausschüssen aller Wirtschaftszweige beraten und als eine Selbstverständlichkeit angesehen. Auf Empfehlung der Arbeitsausschüsse verpflichteten sich z. B. in Württemberg fast alle Betriebe, den Musterungstag zu bezahlen und in Östpreußen erhielten bereits über 12 000 Gefolgschaftsmitglieder den Musterungstag bezahlt. )( Vorbildliche Maßnahme einer Stadtverwaltung. Mit Genehmigung des Bürgermeisters wird das Standesamt der benachbarten Kreisstadt Burgsteinfurt in diesem Jahre erstmalig an die Ostern zur Entlassung kommenden Schüler und Schülerinnen sämtlicher Burgsteinfurter Schulen unentgeltlich Ahnenpässe austeilen, in denen die Eintragungen bis zu den Großeltern bereits vorgenommen sind. Diese Ahnenpässe werden den jungen ins Leben tretenden Menschen bei den Entlassungsfeiern der Schulen überreicht werden. Damit beschreitet die Stadtverwaltung einen neuen, vorbildlich zu nennenden Weg zur Förderung der Ahnenforschung, der in unserem nationalsozialistischen Deutschland eine besondere Bedeutung zukommt. Laut ministeriellen Erlasses ist der Ahnenpaß ein Dokument von besonderer Bedeutung, das heute immer wieder benötigt wird. Spiel und Sport Um den Tschammerpokal Am Sonntag: Borussia Rheine— F. C. Gronau 09. Der Deldenseniorplatz in Gronau wird am Sonntag einen Großkampf erleben, wurden doch die beiden obigen Mannschaften für die 1. Zwischenrunde um den Tschammer=Pokal gepaart. Das für den F. C. Gronau 09 nach Emsdetten angesetzte Meisterschaftsspiel fällt demnach aus. In der Sonnabendausgabe werden wir auf den wichtigen Pokalkampf noch ausführlich zurückkommen. Gronauer Boxsport Alstätte Reichsbund der Kinderreichen. Am Sonntag fand eine Versammlung vom Reichsbund der Kinderreichen statt. Der Kreiswart Fuchtmann hielt einen Vortrag über die Kinderbeihilfe seit der Machtübernahme durch den Führer, Anderseits wurden die Kinderreichen darauf aufmerksam gemacht über die Pflichten, die die Kinderreichen auch dem Staat gegenüber zu erfüllen haben und jetzt nicht abseits am Wege stehen, sondern jeder auf seinem Posten, wo er steht, sich einzusetzen hat, um das große Werk des Führers zu vollenden. 18 neue Mitglieder traten wieder dem Reichsbund bei. Auf verschiedene Anfragen gab der Kreiswart die nötige Aufklärung. Neuanmeldungen nimmt der Kreisabschnittswart Nienhaus entgegen. V. F. F.„Schmeling" Wanne=Eickel Spitzenreiter. Stand der Mannschaftsmeisterschaft im Gau Westfalen. V. F.F.„Schmeling" Wanne=Eickel 4 4 0 0 8:0 Boxclub Altena 1926 3 3 0 0 6:0 B.S.K. 1919 Bochum 3 2 1 0 5:1 V.f.L. Marathon Dortmund 4 1 2 1 4:4 Boxfreunde 31 Körne 4 2 0 2 4:4 D.S. C. Hagen 2 0 1 1 1:3 B.S.G. Hüttenv. Dortmund 3 0 1 2 1:5 Baxsport Iserlohn 3 0 1 2 1:5 Dortmunder Boxsport 20 4 0 0 4 0:8 (ausgeschieden) Die jetzt eingeführten Mannschaften um den Gaumeistertitel haben bei den Boxanhängern, ein ganz besonderes Interesse ausgelöst. Der hiesige Boxsportverein Siegfried“ wäre bestimmt würdig, sich unter den Be werbern um den stolzen Titel zu befinden. Leider ist es dem hiesigen Verein z. Zt. nicht möglich, denn es müssen sämtliche Gewichtsklassen besetzt werden, und hier fehlen die Kämpfer im Fliegen= und Schwergewicht. Aber auch im Klubkampf kann man die Stärke einer Mannschaft überprüfen. Der Boxsportverein„Siegfried“, bekannt durch seine Forsche, hat sich zu seinem ersten Kampf in diesem Jahre gleich den besten heraus gesucht. Am kommenden Samstag startet der Spitzenführer im Gronauer Schützenhof. „Schmeling“ Wanne=Eickel ist der Stammverein des weltbekannten Boxers Walter Neusel und der einzige Amateurverein Deutschlands unter dem Protektorat von Max Schmeling. Seit einigen Jahren stark im Anstieg, brachte der Verein auch den mehrfachen Gaumeister Pries 1 heraus. (Weiterer Bericht in der Samstagausgabe.) den Sguangesgengen Dr. Srich anepen Munter. de den plages seunearag. U. 1938: Zeuo=Zeitung über insgesamt 41000 enthaltend: Ahlener Vollszeitung, Uhlen, über 3000.— Angemeine Zeitung blat Emmerich über 180. Jn6 doten Aher 920.— alerer n ternloung Dulmen über 2000.— e e dein ereiszeitung Ahaus über 3600.— nng ngen) geset uner 1050.94 2400. Tageblan Otrup Warendorf über — Voltszeitung. Emsdetten über 2000.— Volkszeitung. Darten über 1800. 11 Erstes Gruppenspiel zur„Deutschen". fortungs Start gegen Vorwärts Rasensport Gleiwitz. die Kursisten besonders im Sturm nach der Pause stark enttäuschten. Ueberdies wurden zwei Treffer von Wirsching(Eintracht Frankfurt) gegeben. Erst am letzten Sonntag sicherte sich Fortuna Düsseldorf durch ihren Sieg gegen Rot=Weiß Oberhausen die Meisterschaft im Gau Niederrhein, und schon acht Tage später greift der Niederrhein in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft ein: Fortuna spielt im ersten Gruppenspiel in Gleiwitz gegen den schlesischen Meister Vorwärts=Rasensport Gleiwitz. Der schlesische Meister hat sich in diesem Jahr den Titel wieder mit großer Sicherheit geholt. Wohl war die Elf zunächst etwas im Rückstand, kam dann aber groß in Schwung und wurde in diesem Jahr als erster Verein Gæumeister. Gewiß gehören die Gleiwitzer nicht zur ausgesprochenen deutschen Spitzenklasse, aber durch ihren großen Kampfgeist haben sie schon achtbare Gefechte um die Deutsche Meisterschaft geliefert. Erinnert sei nur an ihr vorzügliches Abschneiden vor zwei Jahren. Hier wurden die Gleiwitzer erst in der Vorschlußrunde durch Fortuna Düsseldorf in Dresden mit 1:3 aus dem Rennen geworfen. Die Düsseldorfer kennen also ihren Gegner vom kommenden Sonntag. Es liegt klar auf der Hand, daß die Rheinländer technisch geschulter und gerade in den nervenaufreibenden Endkämpfen erfahrener sind. Kommen die Düsseldorfer schnell in richtigen Schwung und findet sich besonders der Sturm zu einheitlichen Aktionen zusammen, dann dürften die Schlesier trotz allen Eifers nicht standhalten können. Den Fortuna=Sturm wird der junge Broich führen, ein vielversprechender Spieler, der gerade in Duisburg erst einen Kursus unter den besten deutschen Nachwuchskräften mitgemacht hat. Er scheint bestens geeignet, dank seiner klugen Technik Zusammenhang in den Fortuna=Sturm zu bringen, für dessen Durchschlagskraft in erster Linie die Außenstürmer, nicht zuletzt auch Pickartz zu sorgen haben. Heibach, der etwas übermüdet scheint, wird nicht mitspielen. Fortuna darf ihren Gegner nicht unterschätzen. Die große Kampfenergie der Schlesier kann recht gefährlich werden. Immerhin bilden Janes und Bender eine sichere Abwehr, die schon einen heftigen Ansturm überstehen kann. Für Fortuna sind die Aussichten, Gruppensieger zu werden, recht günstig, denn auch den Meistern von Sachsen und Württemberg dürften die Düsseldorfer überlegen sein. Ein Erfolg gegen Gleiwitz würde diesen Hoffnungen eine nützliche Grundlage geben. Der entscheidende Kampf im Gau Mittelrhein zwischen Alemannia Aachen und SV Beuel verspricht ein Großereignis zu werden, das in Aachen großen Anklang finden wird. Favoriten sind natürlich die Aachener, die schon mit einem Punkt die Meisterschaft sicher hätten. Die Beueler sind aber technisch sehr gut geschult und kämpfen mit großem Einsatz, so daß sie bestimmt eine gleichwertige Partie liefern werden. Zwei Nachhutgefechte bringt der Gau Niederrhein. Turu Düsseldorf hat zuhause gegen den SSV Wuppertal recht gute Aussichten, zumal die Düsseldorfer gegen Schwarz=Weiß Essen mit einer guten Leistung aufwarteten. Auch der VfL Benrath dürfte gegen Duisburg 99, das gegen BV Altenessen nur eine schwache Leistung zeigte, zum Erfolg kommen. Im Gau Westfalen trifft der Deutsche Meister Schalke 04 in seinem letzten Spiel auf den augenblicklichen Tabellenzweiten Westfalia Herne, gegen den die Knappen siegreich bleiben werden, auch wenn sie bereits am Samstag im Gesellschaftsspiel gegen ETB Schwarz=Weiß Essen antreten. Borussia Dortmund dürfte gegen die SpVg Röhlinghausen zu einem knappen Erfolg kommen. Lehrspiel in Duisburg. Duisburg, 9. März. Am Mittwoch nachmittag standen sich in Krefeld eine Stadtelf und eine aus Teilnehmern am Duisburger Fußball=Lehrgang bestehende Mannschaft gegenüber. Die Krefelder Vertretung verstand sich ausgezeichnet, während und Gärtner(Lorch) nicht gegel Bereits nach acht Minuten ging Krefeld durch den Union=Mittelstürmer Zohren in Führung, doch glichen die Kursisten unmittelbar darauf durch Rosenbauer(Burgkuhnstedt) aus. Im zweiten Abschnitt, in dem der Sturm des Nationalspieler=Nachwuchses umgestellt wurde, entschied ein weiteres Tor von Zohren den Kampf zu Gunsten der Krefelder. Eine besondere Erwähnung verdienen die Leistungen von Schulz(Arminia Hannover) in der Verteidigung und Wirsching im Sturm. Die Arbeiten für die Olympischen Spiele 1940 in vollem Gange. Kairo, 8. März. Den alarmiernden Auslandsnachrichten, die sich gegen die Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio aussprechen, trat Professor Kano, der Führer der japanischen Olympia=Delegation, die zur Teilnahme am Olympischen Kongreß schon seit einigen Tagen in Kairo weilt, scharf entgegen. Professor Kano erklärte Pressevertretern gegenüber, daß an der Austragung der 12. Olympischen Spiele 1940 in Tokio keine Zweifel mehr bestehen könnten. Das gesamte japanische Volk mit seinen rund 80"Millionen Einwohnern warte auf den Tag, an dem es zeigen könne, was Nippon auf diesem Gebiete zu leisten imstande sei. Alle Kräfte des Kaiserreiches arbeiteten daran, die Spiele zu einem riesigen Erfolg zu machen. Die notwendigen Mittel seien längst von der Regierung für die Vorbereitung bewilligt und die Arbeiten im vollen Gange. Prof. Kano gav zum Schluß seiner Ausführungen bekannt, daß der Konflikt mit China nicht das mindeste mit den Spielen zu tun habe und absolut keine Gefahr bedeute, zumal der Krieg sich mitten in chinesischem Gebiet abspiele. Straßenmeister der Berufsfahrer. Am den Industrie=Leistungspreis. in Die Straßenmeisterschaft der Berufsfahrer wird diesem Jahre wieder in drei Läufen nach Punktwertung entschieden. Als Meisterschaftsläufe gelten der Straßenpreis des Saarlandes am 17. April, die Harz=Rundfahrt am 29. Mai und der Sachsenpreis am 28. August. Für die ersten 25 Fahrer gelangen in jedem dieser Wettbewerbe Punkte zur Verteilung, uno zwar für den Sieger 25, den Nächstfolgenden 24 usw., so daß der Letzte einen Punkt erhält. Gleichzeitig wird wieder um den IndustrieLeistungspreis des Reichssportführers gekämpft, für den in drei besonderen Rennen nach der obigen Formel die drei besten Fahrer jeder Fabrikmannschaft gewertet werden. Maßgebend sind„Rund um Frankfurt“ am 10. April,„Rund um Dortmund“ am 24. April und der Straßenpreis von Oberschlesien am 21. August. Verteidiger des Wanderpreises sind die Elite Diamant=Werke in Chemnitz. Aston Villa gegen Preston Norhend heung im Cup. Die Auslosung der Vorschlußrunde zum Fußballpokal am 26. März hatte folgendes Sieger englischen Ergebnis: Platz von Sheffield United: Aston Villa— Northend. drefon Platz von Blackburn Rovers: Sunderland— aus Huddersfield Town— York City. Aston Villa hat kein glückliches Los gezogen. Es bal aber den besonderen Reiz, daß sich die Vorjahrsspezialinen Sunderland und Preston Nordhend abermals für das Endspiel qualifizieren können. 1937 siegte Sunderland mit 3:1. Bei den vier Spielen um den Eintritt in die Vorschlußrunde am letzten Samstag gab es wieder neue Zuschauer, rekorde: 75000 bei Aston Villa— Manchester Cit 73 000 bei Tottenham— Sunderland, 38 000 bei Brentford— Preston Northend und 28 000 bei York City Huddersfield Town. Der Niederrhein sucht seine Gaumeister. In Meiderich: Endkämpfe der Amateurboxer. agooa!Hat zäl Sowjetmat den kor Vohlfahr Ja y der Ar en, stille n den An or der nu sobten In den Vorschlußrunden in Düsseldorf und Wuppertal wurden in durchweg harten Gefechten die Besten unter den niederrheinischen Amateurboxern ermittelt, die nun am Samstagabend in Meiderich in der Endrunde um die Gaumeisterschaft vom Niederrhein kämpfen. In den zahlreichen Kämpfen wurde ordentlich gesiebt. Man darf also annehmen, daß die Besten sich in Meiderich treffen. Die Paarungen lauten: Fliegen: Palussek(Post Duisburg)— Becker(Huppertaler BC). Bantam: Spannagel(Wuppertaler BC)— Taczkowski (Wettkampfgemeinschaft Hütte Ruhrort=Meiderich). Hindenburg Minden oder Eintracht Dortmund? Das Ereignis im Handball ist am Sonntag das abermalige Zusammentreffen zwischen dem vielfachen Gaumeister Hindenburg Minden und der Dortmunder Eintracht. Mit zwei Punkten liegen die Dortmunder an der Spitze, und wäre nicht die überraschende Niederlage in Spenge hinzugekommen, hätten die Dortmunder in dieser Spielzeit mit Sicherheit die Mindener Pionierelf abgelöst. Nun muß erst der sonntägliche Rückkampf entscheiden, den beide Mannschaften in stärkster Besetzung bestreiten. So treten die Dortmunder die Fahrt zur Weser mit Daume; Höpfner, Kortzikowski; Bramkamp, Pluskat, Feldmann; Voß, Lenfers, Heß, Heilmann, Gockel an, während sich der MSV Hindenburg Minden auf Sander; Bandholz, Küter; Fischer, Knautz, Topp; Möller, Helligrath, Röttger, Strack, Roß 2 stützt. In beiden Einheiten stehen also zahlreiche bekannte Namen. Im Hinspiel trugen die Eintrachtler einen knappen 7:6=Erfolg davon, der in erster Linie dank besterer Leistungen vor dem Wechsel errungen wurde. Zum Schluß kamen die Pioniere noch recht gefahrdrohend auf. Außerdem büßten die Soldaten in Gevelsberg und Holsterhausen, also ausgerechnet bei den spielstarken Neulingen, die Punkte ein, so daß insgesamt das Verlustkonto mit sechs Punkten belastet ist. Demgegenüber zogen die Dortmunder nur in Münster und Spenge den kürzeren, so daß sie im Augenblick über einen relativen Vorsprung von zwei Punkten verfügen, da die Mindener die Rückspiele gegen Gevelsberg und Spenge noch ausstehen haben. Der Verteidiger der Gaumeisterwürde muß also gewinnen, wenn er noch eine entscheidende Auseinandersetzung auf neutralem Gelände erzwingen will, während für die Dortmunder bereits ein Unentschieden die Meisterschaft bedeuten würde. Durch Bandholz und Helligrath haben die Soldaten inzwischen eine wesentliche Verstärkung erfahren, und vielleicht sind die Mindener zurzeit besser in Fahrt, als vor zwei Jahren bei Erringung des deutschen Meistertitels. Damit ist die Schwere der Aufgabe, die den Eintrachtlern bevorsteht, zur Genüge gekennzeichnet. Trotzdem ist sie nicht unlösbar, obwohl den Pionieren gerade zu Hause von jeher kaum beizukommen war. Außerdem stehen noch zwei Meisterschaftsspiele auf dem Tagesprogramm. Westfalia Somborn erwartet TuS Holsterhausen und möchte gern beide Punkte behalten, um die drohende Abstiegsgefahr noch aus eigener Kraft zu bannen. Trotz des Platzvorteils glauben wir aber kaum an einen Erfolg der Dortmunder Vorstädter. Die gefährliche Reise nach Spenge muß der DSC Hagen antreten. Verlieren die Hagener, die in ihrer Form stark zurückgegangen sind, auch diesen Kampf, muß man für die DSCer sehr schwarz sehen. Sie haben dann nur noch die Chance, daß Westfalia Somborn auch noch das letzte Spiel gegen den MSV Münster zu Hause verliert. Es spielen: MSV Hindenburg Minden— Eintracht Dortmund. Westfalia Somborn— TuS Holsterhausen." TV Spenge— DSC Hagen. den Stalir schrieb Feder: Scholten(Heros Ruhrort)— Dohrmann(Polizei Wuppertal). Leicht: Heese(Post Düsseldorf)— Putzkat(Wuppertaler BC). Welter: Ahlbach(Punching Meiderich)— Herchenbach Iu heutige (Wuppertaler BC). Mittel: Wege(Düsseldorf)— Geeven(TuS Aster— weni che nissars für sich den ungeh n allerdi mehr wi Mr lagen). Halbschwer: Börsken(Mülheimer FK)— Scholl (Wuppertaler BC). Schwer: Runge(Wuppertaler BC)— In der Wiesche (DSC Düsseldorf). riuchung stag aben löschten 1 loch bevor Der frühere Essener Palussek erscheint im Fliegen= Fuch devo gewicht als der technisch bessere Boxer, der gegen Becker,#ritet, wird der kampflos in die Entscheidung kam, sicher siegen müßte, Zört. Bei Allerdings weiß Becker geschickt zu decken.— Wenig#dunkle voraussagen kann man dagegen zum Kampf im Bantam Futen des gewicht. Taczkowoski zeichnete sich in den letzten Kämpfen Lin gefriste durch seine beherzte Kampfesweise und seine wuchtige Schlagkraft aus, so daß er die größere Erfahrung von UneKreat Spannagel leicht wettmachen kann.— Scholten wird im Fündnisse. Federgewichtskampf dem Wuppertaler Dohrmann durch Augen Ja seine Rechtsauslage große Schwierigkeiten machen. Schol imnisse, u ten, der Reichssieger der SA, hat gute Aussichten, den Forgen." Titel zu gewinnen, auch wenn seine Schlagkraft manch Seit 1931 mal zu wünschen übrig läßt.— Einen schönen Kampf##erungen g darf man im Leichtgewicht erwarten. Hier hat der Düsseldorfer Heese zwar alle Vorteile auf seiner Seite, arins ang aber der gut veranlagte und technisch sehr sauber boxende Wuppertaler Putzkat dürfte ihm herzhaften Widerstand leisten.— Im Weltergewicht geht es um das Erbe des Düsseldorfers Knoth, der inzwischen Berufssportler geworden ist. Ahlbach hat im Vorschlußrundenkampf in Düsseldorf gegen Clages 2 unverdient gewonnen. Seine Leistungen müssen schon wesentlich besser sein, will ei gegen den ausgezeichneten Herchenbach bestehen. Betont der Wuppertaler von vornherein den Angriff, dürfte ihm der Titel nicht zu nehmen sein.— Wege hatte es in den bisherigen Kämpfen nicht auzu schwer. Auch Geeven dürfte im Kampf um die Mittelgewichtsmeisterschaft kein da sich der Part ler für ve Ruinfi In den erbeizufül hinter ihm der Opposi nil Bulan jalle des! nserviert. gleichwertiger Gegner sein. Wegos Schwinger sind, wenn u angehöre sie einigermaßen sicher kommen, sehr gefährlich.— Der leben ihm de Mülheimer Börsken zeigte in Düsseldorf überraschenden Tucha Fertigkeiten und eine harte Schlagkraft, so daß man gegen Scholl schon einen gleichwertigen Kampf zutrauen kann.— Besonderes Interesse beansprucht das Schweigewichtstreffen, in dem Meister Runge in dem Düsseldorfer In der Wiesche auf einen kampfeifrigen Gegner trifft, der gewiß nicht die Erfahrung Runges fürchtet Immerhin ist an einem Sieg des technisch klar überlegenen Meisters nicht zu zweifeln. heute frische Seefische in guter altbekannter Qualität eingelegte Heringe abgezogen 3 St. 209 Grüne Heringe Konning's kaffee jeden Tag frisch nur bei Scharl Mhaus Heute große Sendung frische Seefische Fischfilet, Bückinge und eingel. Heringe Lüdeling Ahaus Gronau sofort oder zum 1. April gesucht. Zu erfragen in der Gesch. d. Ztg. Ad.=Hitler=Str. 36, Tel. 260 Guterhaltenes Klavier gegen Leichtmotorrad zu tauschen gesucht. 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Es hat yrsspezialisten tals für das Sunderland die Vorschlug. le Zuschauerichester 0 bei BrentHork City ister. hrmann(Poat(WupperHerchenbach (TuS Aster— Scholl n der Wiesche woda wieder voll„geständig". DNB Moskau, 9. März. da!— Diesen Namen nennen mit unversöhn„Haß zähneknirschend die großen und kleinen Feinde Sowjetmacht.— Dieser Name verjagt die Gefahr, zerden konterrevolutionären Terror, schützt die öffentNohlfahrt, behütet den friedlichen Schlaf der Sower. Jagoda! Diesen Namen sprechen mit einem der Anerkennung alle diejenigen aus, die den veren stillen Mann mit der Falte zwischen den Brauen en den Arbeiter von ungeheurer Energie, den Orgader nur wenige seinesgleichen im Lande zählt, den nobten Bolschewiken vom alten Schrot und den hervoragenden Schüler Lenins Stalins." schrieb die„Prawda“ vom 27. November 1936, als Höll=Chef Rang und prächtige Uniform des Generalsars für Staatssicherheit verliehen wurden. Heute sich das Oberste Militärgericht der Sowjetunion den ungeheuerlichsten Verbrechen desselben Mannes, n allerdings, wenigstens äußerlich, der alte Jagoda nehr wiederzuerkennen ist. z hervorragende Schüler Lenins und Stalins steht nor Verbrecher vor der Gerichtsschranke neurigen Abendsitzung des Moskauer Prozesses. ag morgen versuchte er— zur Bestürzung des Ge— wenigstens einen Teil seiner während der Vornuchung abgegebenen„Geständnisse“ zu bestreiten. ag abend machte er wieder denselben Eindruck des „öschten lebendigen Kadavers, wie seit dem Beginn Prozesses. im Fliegengegen Becker, siegen müßte. Wenig „Ich war eine Kreatur Jagodas!“ bevor das Gericht zur Vernehmung Jagodas zitet, wird dessen früherer Privatsekretär Bulanow ört. Bei Bulanow handelt es sich offensichtlich um im Bantan= Luen des allmächtigen GPU=Chefs ein unbekanntes tzten Kämpfen liin gefristet hat und von diesem zu allen möglichen ine wuchtige utzigen Aufträgen verwandt worden ist.„Ich war rfahrung von#ne Kreatur Ja dunkle Eristenz, die während vieler Jahre im godas“, so beginnt Bulanow seine Ich hatte mich daran gewöhnt, alles mit Jagodas zu sehen. Er hatte vor mir keine zimnisse, und seine Verbrechen hat er vor mir nicht dorgen." eit 1931 will Bulanow von Jagoda verfängliche zerungen gehört haben, ja sogar die Andeutung, daß wa sich der illegalen Oppositionsgruppe Rykows und atins angeschlossen habe. Die Politik der bolschePartei, so habe Jagoda schon damals gesagt, mer für verderblich, da sie das Land zum direkRuin führe. rfahrung von lten wird im rmann durch nachen. Scholussichten, den gkraft manchjönen Kampf er hat der seiner Seite, tuber boxende a Widerstand das Erbe des ortler geworipf in Düsel=gerbeizuführen nnen. Seine ii stoh sein, will e hen. Betont In dem Bestreben, einen gewaltsamen Umsturz habe Jagoda sich selbst— mit dem inter ihm stehenden GPU=Apparat— für eine Säule Opposition gehalten. Für sich habe Jagoda, so ni Bulanow von ihm mehrfach gehört haben, im jalle des Putsches die Rolle des Ministerpräsidenten nserviert. leben ihm sollten Temski und Rykow dem„Kabier sind, wenn angehören. Die Rolle des Staatspräsidenten sei, ff, dürfte ihm tte es in den Auch Geeven sterschaft kein rlich.— Det Bänen der Verschwörer zufolge, Jenukidse zugedacht überraschenden Tuchatschewski sollte Kriegsminister werden. Die daß man ihn#oge Stalins als Generalsekretär der bolschewistischen mpf zutrauen#e hätte Bucharin übernehmen sollen, wobei Jagoda das Schwei leinen Hehl daraus gemacht habe, daß das Amt dem Düselbeneralsekretärs der Partei unter seinem Regime viel eigen Gegnet kuger einflußreich sein sollte als bisher. iges fürchtelher unterbrach der Staatsanwalt die„Geständh tlar über Bulanows mit der Frage, ob überhaupt das„neue lime" eine Art Faschismus hätte darstellen sollen. mow erwiderte auf dieses Stichwort, damit der Sowitation ein neues Thema liefernd, mit dem ominöSatz:„Jagodas Benehmen wies darauf hnern d zur gesl in Ahaus, As GPU=Chef und Mitglied des Verschwörerblocks mner Person habe Jagoda, so erklärte Bulanow weijahrelang seine schützende Hand über die Opposition ten. Es sei ihm gelungen, die Untersuchung trotzund anderer Umtriebe zu unterdrücken. Darin ne ihn insbesondere der frühere und vermutlich längst iosene Chef der geheimpolitischen Abteilung der GPU loltschanow unterstützt. Zwar hätten Jagoda und seine Helfershelfer in der 6PU=Leitung den Sinowjew=Prozeß(im Somner 1936) nicht mehr umgehen können, aber Jagoda sabe selbst noch während des Prozesses die Angeklagten so bearbeitet, daß sie nicht allzu viel gestanden hätten. Indere Abteilungschefs der GPU, so z. B. die Komue für Staatssicherheit Pauker und Wolowitsch, hätinter Deckung Jagodas ungestört Spionagedienst verAs im Frühjahr 1936 der damalige Personalchef des netalkomitees der bolschewistischen Partei Jeschow vor dem Abgang Jagodas aus der GPU zur Kon105m2 der Angelegenheiten der ersten verhafteten Tron2.20 den in die GPU delegiert worden sei, habe Jagoda 195m 250 Mrt Gefahr gewittert. Jagoda, der die Spur bereits erfolgten Attentats gegen Kirow nicht mehr Folle 10° habe verwischen können, habe damals Bulanow den Naction 15Fstragerteilt. Jeschowzu vergiften. Nach Porton 197nr Enffernung aus der GPU habe Jagoda seinen früDortion 20 Setretär noch weiter gedrängt, das Attentat zum oinengogreichen Abschluß zu führen. Aber der Angeklagte tnow will nicht mehr dazu gekommen sein. auch die in der Vormittagssitzung zur Sprache gekomAnschläge gegen das Leben Gorkis, Menschinskis, ehschews und Peschkows bestätigt Bulanow natürlich dlen Einzelheiten. isch! 0gr.229 Vr. 159 Nr. 139 Jagodas Geständnisse. der gespanntesten Aufmerksamkeit des Saales Woatauf Jagoda selbst ins Verhör genommen. In eihen der Zuschauer bemerkt man jetzt einige der sen GPU-Funktionäre, darunter auch wieder den etreter Jeschows. Sakowski. Jagoda bringt mit Stimme, jetzt wieder bis ins Letzte„gestanseine Aussagen vor. Man kann im Laufe seiner n ung, oie sachlich wenig Neues hervorbringt, Tendenz beobachten, daß Jagoda doch in IHnneiigeinie nur als Urheber politischer und nicht rein largen 65er Verbrechen erscheinen will, die er im Auftrage NVerschwörerblocks" ausgeübt zu haben vorgibt. Seine Paworertätigkeit datiert Jagoda aus dem Jahre 1928. erdose 55 tons feik" Beginn, di ganze Tätigke, des oradeonsolocs" sei dadurch überhaupt erst möglich aste St.10e, daß er sich mit seinem Apparat zur Verfügung ondFent habe. 1931 und 1932, in der Hauptsache durch seine rtionen 29 Lndung mit dem erschossenen Jenukidse, sei auch er, übrigen Verschwörer, zu illegalen„Gewaltmetho"Kampfe gegen die Regierung übergegangen. Man damals keine Hoffnung mehr auf eine Aufstandssung der Massen, wie sie in der ersten Zeit der oisierung noch möglich erschien, setzen können. om Gegensatz zu den unverbesserlichen„Swätzern“, der Art der meisten Oppositionsvertreter, die nach vor an dem„Unsinn“ der Vorbereitung eines Massenaufstandes festhielten, habe er, zusammen mit Jenukidse, die Frage der„Palastrevolution“ auf die Tagesordnung gesetzt. Man habe die KremlWache gewinnen und durch einen raschen Handstreich die Regierung überrumpeln, verhaften und beseitigen wollen. Warum dieser— im Laufe des Prozesses bereits mehrfach erwähnte— Plan nicht gelang, weiß freilich auch Jagoda nicht zu sagen. Was seine landesverräterische Tätigkeit anbelangt, so habe diese darin bestanden, daß er. Jagoda, im GPUApparatselbst Spione geduldet habe, darunter seine nächsten Mitarbeiter Pauker, Medwedjew, inezki. Wolowitsch, Saporochez und andere. Einzelne Angaben darüber verspricht Jagoda für die geheime Gerichtssitzung. Auch mit dem vielgenannten Sowjetbotschafter Karachan will Jagoda eine Zusammenkunft im Jahre 1935 gehabt haben. Mit wem Karachan verhandelt hat, will Jagoda gleichfalls in der geheimen Gerichtssitzung bekanntgeben! Im Unterschied zur Vormittagssitzung gibt Jagoda nunmehr auch seine terroristische Tätigkeit, die die bekannten„Morde“ nach sich gezogen habe, jetzt in vollem Umfange zu. Im besonderen weiß er noch Einzelheiten anzugeben über das Attentat gegen Kirow. Die Anregung dazu sei von Jenukidse ausgegangen. Jagoda will sich anfänglich gegen das Attentat gesträubt haben. Er habe auch eine schwere Kompromittierung seiner Stellung dabei befürchtet. Auch die phantastische, bereits von Bulanow vorgebrachte Bezichtigung, daß Jagoda an Trotzki bedeutende Geldsummen aus dem GPU=Fonds(vier= bis fünfmal je 20 000 Dollar) weitergeleitet habe, nimmt Jagoda bereitwillig auf sich. Dabei hätten ihn seine Stellvertreter Agranow und der Chef der Finanzabteilung der GPU, Mironow, unterstützt. Nur die Anschuldigung der aktiven Spionagetätigkeit weist Jagoda mit einem leisen Aufflackern einer letzten Widerstandskraft für seine eigene Person zurück. „Wenn ich Spion gewesen ware“, so bemerkt er vielsagend,„o hätten Dutzende von auswärtigen Staaten ihre Nachrichtendienste auflösen können!" Damit ist das Verhör Jagodas beendet. Das Gericht geht noch zur Vernehmung des Angeklagten Krjutschkow über, der bereitwilligst seine Mittäterschaft an der Beseitigung Gorkis und dessen Sohnes Peschkow eingesteht. Darauf wird die Sitzung bis Mittwoch vormittag unterbrochen. Freitag oder Sam Urteilsverkündung. DNB Moskau, 9. März. In der Morgensitzung des Moskauer Schauprozesses sollen am Mittwoch zunächst die Aussagen der übrigen angeklagten Aerzte das„Verbrechen“ Jadhoas vollends abrunden. Als erster tritt der Herzspezialist Professor Pljetnow ans Mikrophon. Auch er behauptet zui beteiligen. Fur den Fall der Weigerung habe ihm Jagoda gedroht, Beweise für„antisowjetische Tätigkeit“ Pljetnows beizubringen. Auf die Frage des Staatsanwalts gibt der Angeklagte offen zu,„antisowjetisch“ eingestellt gewesen zu sein, was ihn aber keineswegs dazu veranlaßt habe, auf Jagodas Plan einzugehen. Pljetnow läßt weiter erkennen, daß im Falle Gorki und Kuibyschew von den behandelnden Aerzten nicht etwa Gifte oder qualitativ und quantitativ unzulässige Medikamente angewendet worden seien, sondern ein falsches, in den einzelnen Fällen„unpassendes“ Heilverfahren. Wyschinski will ferner wissen, weshalb der Angeklagte Jagodas„Mordpläne“ nicht angezeigt habe. Pljetnow entgegnet darauf:„Wem sollte ich sie anzeigen? Jagoda selbst war doch der allmächtige und allwissende GPU=Kommissar!“ Als Pljetnow von seiner„40jährigen- fleckenlosen medizinischen Tätigkeit“ spricht, unterbricht ihn der Staatsanwalt, indem er an eine Skandalgeschichte erinnert, der zufolge Pljetnow sich im vorigen Jahr an einer Patientin vergangen haben soll. In diesem Punkte bleibt Pljetnow jedoch fest und erklärt, er habe schon damals in einer geheimen Gerichtssitzung diesen Vorfall bestritten und halte auch jetzt daran fest.(Man versteht nunmehr die damalige Angelegenheit, die Pljetnow in der öffentlichen Meinung kompromittierte!) Datauf wird der Angeklagte Kasakow vernommen, der eher den Eindruck eines Varieté= und Zauberkünstlers erweckt als den eines Arztes. Er versucht ganz im Sinne des Staatsanwalts, Jagoda weiter zu bezichtigen. Er will aus„gemeiner Furcht“ vor dem allmächtigen Jagoda den Tod Menschinskis durch Heilpräparate eigener Erfindung beschleunigt haben, die er„Lysate“ nennt, und deren Wirkung er noch jetzt lebhaft verteidigt. Als letzter Angeklagter wird Maximow vernommen, dessen kurze Aussagen den wichtigsten Teil des Schauprozesses, nämlich das Verhör der Angeklagten, abschließen. Maximow spielt nur eine bescheidene Rolle in der Reihe der„Verschwörer“. Er behauptet, daß Yenikidse ihm 1932 die Stellung als Privatsekretär bei Kuibyschew vermittelt habe. In der Folge will Maximow von Yenikidse und Jagoda den Auftrag erhalten haben, bei dem Anschlag auf Kuibyschew mitzuwirken, indem er das von den Aerzten vorgeschlagene falsche Heilverfahren bei den Kranken unterstützte, sowie jeweils bei den akuten Anfällen des Herzleidens Kuibyschews die ärztliche„Hilfe““ hinauszögerte. Hierauf wird die medizinische„Expertise“ über die hat nur noch eine Frage an Rosengolz zu richten. mit der der Hauptabschnitt des Theaterprozesses einen komischen Abschluß findet. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Rosengolz sei nämlich in der hinteren Tasche einer Hose ein Blatt Papier gefunden worden, das in Form eines Gebetes und aneinandergereihter Bibelsprüche usw. eine Art Talisman darstellte. Rosengolz äußert hierzu, daß seine Frau ihm einmal diesen„Talisman“ zugesteckt habe, welchem er jedoch keinerlei Bedeutung beigelegt hätte. Da Wyschinski keine Fragen mehr zu stellen hat, ist das Verhör der Angeklagten beendet. Der Gerichtsvorsitzende kündigt darauf an, daß die nächsten Sitzungen des Gerichtes geheim seien, also hinter verschlossenen Türen stattfinden. Die nächste Sitzung, die bereits das Plädoyer des Staatsanwaltes bringen dürfte, wird für Donnerstag erwartet. Danach dürfte sich der weitere Verlauf des Schauprozesses etwa folgendermaßen abspielen: Am Donnerstag sprechen die Anwälte der Angeklagten, am Freitagvormittag kann mit dem Schlußwort gerechnet werden und frühestens Freitag nachmittag oder Sonnabend mit der Verkündung des Urteils. Echlein5 garantiert 1. Garantie: Ausgewogenes Vollformat Je besser eine Zigarette schmeckt, desto intensiver und länger möchte man sie genießen. Eine solche Zigarette ist Eckstein Nr. 5- dick und rund- deshalb wird sie in ausgewogenem Vollformat geliefert. Aus dem Gau Westfalen=Nord. Kurzmeldungen der Partei. X Weitere Vorträge vor den Kreiskassenleitern. Im Verlauf der Arbeitstagung der Kreiskassenleiter des Gaues Westfalen=Nord in der Kreisschule in Wiedenbrück sprachen Gaupresseamtsleiter Dr. Schröder über den Aufbau des pressepolitischen Apparates im Gau WestfalenNord und der bisherige Gauorganisationsleiter Reineking über organisatorische Fragen. Y X Arbeitstagung der Kreisamtsleiter im NS2B, Am Samstag, dem 12. März, findet um 16,30 Uhr im Hotel Waßmann in Münster eine Arbeitstagung aller Kreisamtsleiter des Amtes für Erzieher im Gau Westfalen=Nord statt, an der auch die Geschäftsführer und die Organisationsleiter des NSLB teilnehmen. Die Arbeitstagung dient der organisatorischen Vorbereitung des Reichsaufmarsches der deutschen Erzieher in Köln, der im August d. J. stattfindet. X Würdige Erziehungsstätten in Rheine. Die Stadt Rheine wird im Laufe des nächsten Rechnungsjahres eine achtklassige und vierklassige Volksschule bauen, die allen Anforderungen, die man heute an eine deutsche Volksschule stellen muß, gerecht wird. Auch die schon bestehenden Volbsschulgebäude werden gründlich überholt und zu würdigen Erziehungsstätten der deutschen Jugend ausgebaut. * X Arbeitstagung der DAF in Ahlen. In Ahlen fand eine Kreisschulungstagung der DAF des Kreises Beckum statt, die mit einer Versammlung der Ortsgruppe Ahlen der NSDAP verbunden war. * X Auch die Betriebsführer nehmen teil. Am 12. und 13. März findet in Bielefeld eine Tagung des Amtes für Volksgesundheit statt, zu der auch sämtliche Betriebsführer aus den Kreisen Bielefeld=Halle, Herford, Wiedenbrück und Lippe eingeladen sind. Eröffnet wird die Tagung mit einer Großkundgebung der DAF und des NSDAerztebundes am Samstag, 17 Uhr, im Haus der Deutschen Handwerks, Papenmarkt 11. Das Hauptreferat wird der stellvertretende Reichsärzteführer, Dr. Bartels, München, über die Ziele und praktischen Aufgaben des Amtes für Volksgesundheit halten. X 660 Jungen und Mädel kommen ins Landjahr. Aus Gelsenkirchen werden in diesem Jahre 660 Jungen und Mädel in das Landjahr kommen. X Arbeitstagung der DAF in Ibbenbüren. Die Abteilungsleiter und Fachabteilungsleiter der DAß im Kreise Tecklenburg fanden sich in Ibbenbüren zu einer Arbeitstagung zusammen, in der Kreisobmann Jacobus über die organisatorischen Veränderungen in der DAF sprach und die Leiter der neuen Hauptarbeitsgebiete vorstellte. Aus der Arbeit der AS-Frauenschaft Eine Arbeitsbesprechung der Gaufrauenschaftsleitung. X Münster, 9. März. Im Hause der Gaufrauenschaftsleitung fand unter Leitung der Gaufrauenschaftsleiterin Pgn. Polster die monatliche große Gaustab=Besprechung mit den Gauabteilungsleiterinnen und Sachbearbeiterinnen statt, der ein weltanschaulicher Vortrag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gaufrauenschaftsleiterin vorausging Die Gauschulungsleiterin sprach zum Thema Freimauerei. Aus einer Tagung in Berlin zurückkommend, konnte die Abteilungsleiterin 4 im Reichskolonialbund berichten, daß bisher in ihrer Arbeit bestehende Schwierigkeiten durch ein Abkommen der Reichsfrauenführerin mit Ritter v. Epp. dem Bundesführer des RKB, nunmehr aus dem Wege geräumt sind und die Zusammenarbeit klar liegt. Ebenso ist es mit der Frauengruppe des VDA. In der Arbeit des Reichsmütterdienstes ist neu, daß dieser mit seinen Kursen in die Betriebe hineingehen und in Zusammenarbeit mit dem Frauenamt der DAF auch hier Erfolge erzielen wird. Von Wichtigkeit ist weiter, daß nach einem Abkommen mit dem Stabschef der SA nun auch die Bräute der SA=Männer die Kurse des Reichsmütterdienstes besuchen werden Gaukindergruppenleiterin berichtete von dem Lehrgang der Gaukindergruppenleiterinnen des Reiches in der Reichsschule Coburg, in dem die Notwendigkeit der Kindergruppen eindringlich vor Augen gestellt wurde und auch auf unseren Gau Anwendung finden wird. Mit Aussprachen über die Arbeitsgebiete der Abteilungen Volks= und Hauswirtschaft, Presse, Propaganda, Kultur, Erziehung, Schulung, Jugendgruppen und Hilfsdienst Arbeitsbesprechung nach dem Sieg Heil auf den Führer geschlossen. Erste Hilfe im Bergbau. X Datteln, 9. März. Auf der Zeche Emscher=Lippe in Datteln erfolgte im Nahmen eines Betriebsappells die Eröffnung der Schadenverhütungswoche„Erste Hilfe im Bergbau“ im Gau Westfalen=Nord, Einleitend wies der Betriebsführer, Bergassessor Cloos, darauf hin, daß es das Verdienst der Deutschen Arbeitsfront sei, eine erfolgreiche Schadenverhütungsaktion begründet zu haben. In den letzten Jahren sei eine stetige Senkung der Zahl von Verletzungen und tödlichen Unfällen zu verzeichnen gewesen. Der erste Bergrat Waßmann zeigte dann in seinem Vortrag die Möglichkeit auf, durch Erfindungen und Verbesserungen, mit denen sich alle Bergmänner in den Mußestunden beschäftigten, noch stärker alle Unfallmöglichkeiten auszuschalten. Gauobmann Schürmann betonte in seiner Rede, daß jeder Volksgenosse weiterhin dafür seinen Mann stehen müsse, wenn es gelte, die Freude an der Arbeit zu steigern und die Gesundheit zu fördern. Die Schadenverhütungswoche habe den Zweck, immer wieder von neuem zum Kampf gegen die Unfälle aufzurufen. Im Rahmen der Unfallverhütungswoche besuchte auch eine Abordnung von Pressevertretern aus dem ganzen Reich verschiedene Zechen, um der Oeffentlichkeit ein anschauliches Bild über die Notwendigkeit eines besonders sorgfältigen Unfallschutzes im Bergbau zu geben. Kreistreffen Recklinghausen 1938 in Waltrop. tr. Recklinghausen, 9. März. Auf einer Sitzung der Ortsgruppenleiter des Kreises Recklinghausen unter Vorsitz von Kreisleiter Pg. Plagemann wurde beschlossen, das diesjährige Kreistreffen im Monat Mai in Waltrop stattfinden zu lassen. Arbeitsdienstführer in Münster. + Münster, 9. März. Auf einer Fahrt durch das Münsterland besuchten gestern nachmittag 57 Führer des Reichsarbeitsdiestes von der Reichsschule des Reichsarbeitsdeinstes Potsdam auch die Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler unserer Stadt. Im historischen Friedenssaal von 1648 begrüßte der Geschäftsführer des Verkehrsvereins die Führer des Arbeitsdienstes und hieß sie im Namen der Stadt Münster herzlichst willkommen. In kurzen Worten schilderte er ihnen die Entwicklung der Landeshauptstadt und hob besonders die großen Ereignisse hervor, die Münster unauslöschlich in die Geschichte eingetragen haben. Im Anschluß an die kurze Begrüßungsfeier, die durch den flackernden Kerzenschein einen würdigen Rahmen erhielt, fand ein Rundgang durch den Friedenssaal und durch die anliegenden Räume statt. Mit einer Fülle von Eindrücken, die von der geschichtlichen Größe Münsters sprechen, verließen die Führer des Arbeitsdienstes die historische Stätte. Münster und Münsterland. + Münster, 9. März. Die Niederdeutsche Bühne in Münster ist bestrebt, durch ihren Spielplan im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Freunden des plattdeutschen Theaterspiels einen Einblick in das reiche dramatische Schaffen des gesamten niederdeutschen Raumes zu vermitteln. Die einheimische Spielschar stellt in ihrer nächsten Erstaufführung am Donnerstag in den Kammerspielen einen in Münster noch unbekannten Autor vor: Jep Andersen, der mit seiner Komödie„Dat Kunzert in Dippelshagen“ zu Beginn dieser Spielzeit bei der Hamburger Uraufführung einen ungewöhnlichen Erfolg erzielte. Das stille, trotzdem sehr bühnenwirksame Werk erweist deutlich, daß die Mundart im Sprechstück auch die Forderungen des Kammerspiels zu erfüllen vermag. md= Münster, 9. März. Trunkenbolde aus dem Zuge heraus verhaftet. Einige Männer, die mit Straßenarbeiten bei Hemelingen beschäftigt waren, bezechten sich nach der Lohnzahlung reichlich und ließen ihre Arbeit im Stich. Von Sebaldsbrück aus fuhren sie nach Bremen, um sich von dort aus mit einem Schnellzuge nach ihrer westlichen Heimat zu begeben. Sie nachmen noch eine gefüllte Schnapsflasche mit in den Zug, leerten sie und warfen sie aus dem Fenster. Die Flasche flog mit aller Wucht einem kleinen Jungen an den Kopf, wodurch der Knabe einen Schädelbruch erlitt und in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. In Münster wurden die Täter aus dem Zuge heraus verhaftet und dann nach Verden gebracht. emd- Ibbenbüren, 9. März. Eine Berg=Vorschule. Um dem bergmännischen Steigernachwuchs die nötige Schulung zu geben, wurde hier eine Berg=Vorschule eingerichtet. In einem täglich drei Stunden dauernden Unterricht werden die Schüler auf den Besuch der Bergschule vorbereitet. Die Schüler können erst ihre tägliche Schicht verfahren und dann an dem Unterricht teilnehmen. ob= Borken, 9. Märs. Amtmann Rutenfranz gestorben. Im Alter von 87 Jahren starb hier Amtmann i. R. Rutenfranz, der von' 1901 bis 1924 das Amt Marbeck=Raesfeld leitete und vorher Amtmann in Rhede und Ostbevern war. Er erwarb sich große Verdienste um das Straßenbäu= und Schulwesen und stand bei der Bevölkerung wegen seiner Pflichttreue, seines Fleißes und seiner Sparsamkeit in hohem Ansehen. —tt Bocholt, 9. März. Vom Fuhrwerk tödlich überfahren. Der 53 Jahre alte Anton W. aus Burlo bei Bocholt wurde in der Nähe seines Hofes von einem mit Kunstdünger beladenen Fuhrwerk überfahren. Dabei gingen ihm die Räder über den Oberkörper, so daß ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. An den erlittenen schweren Verletzungen ist W. kurze Zeit darauf gestorben, —tt Bocholt, 9. März. Böser Ausgang eines Streites. Auf dem Büro einer hiesigen Firma geriet ein Lehrling mit dem aus Coesfeld stammenden Bürogehilfen Paul Schultz in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzungen versetzte der Lehrling dem Gehilfen mit einem Taschenmesser, das er zufäblig in der Hand gehabt haben will. einen Stich in den Hals. Der Getroffene erlitt einen außerordentlich starken Blutverlust und mußte in bedenklichen Zustande ins Krankenhaus gebracht werden. Der Lehrling wurde festgenommen und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. =l= Ahlen, 9. März. Im Gefängnis erhängt aufgefunden. Ein junges Mädchen von auswärts, das im Gerichtsgefängnis in Ahlen in Untersuchungshaft war, wurde erhängt aufgefunden. 1= Ahlen, 9. März. Eine Leiche in der Werse. Am Mittwoch abend fand man am Ufer der Werse bei Das zweite„Schiff ohne Klassen". Am Samstag Stapellauf des neuen Köß=Riesen. Das zweite 25000 Tonnen große Schiff, das die Deutsche Arbeitsfront für die Reisen der NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ baut, ist bereit zum Stapellauf. Es setzt die mit dem„Wilhelm Gustloff“ begonnene Reihe von eigenen KdF=Schiffsbauten fort und ist das zweite „Schiff ohne Klassen“, das es auf der Welt gibt. Von den sonst im internationalen Schiffsverkehr üblichen Bauten unterscheidet es sich in mannigfaltiger Hinsicht. Da keine Frachten mitgenommen werden, konnte auf zahlreiche Decksaufbauten verzichtet werden, so daß das Schiff nach seiner Fertigstellung nach außen einen monumentalen, glatten Eindruck machen wird. Durch die volle Ausnützung wird eine Gesamtdecksfläche von rund 5000 Quadratmeter erreicht, ein Ausmaß, das wiederum neu in der Geschichte des Schiffsbaues ist und bisher nur vom„Wilhelm Gustloff“ verwirklicht wurde. Wieder Zwei= und Vierbettkabinen. Die Richtlinien der Deutschen Arbeitsfront in bezug auf die Unterbringung der Mannschaften wurden zu einer idealen Lösung gebracht. Außer den Gemeinschaftsräumen werden die 400 Mann Besatzung des zweiten KdF=Schiffes in genau so guten, geräumigen und geschmackvollen Kabinen untergebracht. Die Kabinen— für Passagiere und Mannschaften gehen sämtlich nach außen, sie haben eine bequeme Wohnecke mit Tisch, Sofa und Sesseln; fließendes warmes und kaltes Wasser steht zur Verfügung. Die Raumaufteilung ist dabei so großzügig, wie sie bei einem privaten Schiffsbau nie durchgeführt werden kann. Es können im ganzen rund 1500 Urlauber untergebracht werden, die in Kabinen zu zwei und vier Betten schlafen. Insgesamt sind 314 Zweibettkabinen und 214 Vierbettkabinen vorgesehen, dazu kommen noch Wohnräume für besondere Zwecke. Noch ein Deck mehr als der„Wilhelm Gustloff“. Fünf durchlaufende Stahldecks durchziehen das Schiff, darüber erheben sich das Promenadendeck, das Bootsdeck, das Sonnen= oder Sportdeck, die untere und die obere Kommandobrücke. Das Schiff hat somit ein Deck mehr als der„Wilhelm Gustloff“, Bei einer größten Länge von 203,60 Meter hat das Schiff eine größte Breite von 24 Meter und eine Seitenhöhe von 20,70 Meter bis zum Promenadendeck. Die Kommandobrücke wird sich fast 22 Meter über dem Wasser befinden, wenn das Schiff voll ausgerüstet und betriebsfertig seine Reise antritt. Die Höhe vom Kiel bis zur Mastspitze beträgt 55 Meter. An Speisesälen und Gesellschaftsräumen sind vorgesehen: zwei Speisesäle auf dem A=Deck mit dazwischenliegenden Küchen und Wirtschaftsräumen. Die Säle sind geräumig genug, daß alle KdF=Urlauber in zwei Abteilungen ihre Mahlzeiten einnehmen können. Weiter stehen den Gästen zur Verfügung: ein Wintergarten auf dem Promenadendeck, zwei kleinere Lauben auf Boots= und Sonnendeck, eine große Laube auf dem Promenadendeck hinten mit Durchbau nach dem Bootsdeck, eine Halle mit Bühne auf dem Promenadendeck vorn(mit Durchbau nach dem darüber liegenden Café) und ferner eine mit zahlreichen Geräten ausgerüstete Svorthalle auf dem Sonnendeck. Fahrstuhl vom Sonnendeck zum Schwimmbad. Ein Personenfahrstuhl fährt vom Sonnendeck bis hinunter zum F=Deck, wo sich vorn ein Schwimmbad mit Dusch= und Umkleideräumen befindet. Das Bootsdeck vorn und das Promenadendeck erhalten ringsum Schiebefenster. Hinter der mit vielen Fenstern verglasten Außenwand des Promenadendecks befindet sich eine etwa 4 Meter breite Promenade, die um das ganze Deck herumläuft und von jeder Stelle aus vollkommen freie Aussicht gewährt. Die Länge eines Spazierganges dreimal um diese Promenade beträgt rund 1 Kilometer. Das Sonnen= oder Sportdeck sowie, ein Teil des Boots= und Promenadendecks sind offen. Das Sonnendeck ist über 1000 Quadratmeter groß und wird durch keine Aufbauten und sonstige Einrichtungen unterbrochen. Der Antrieb des Schiffes erfolgt auf dieselelektrischem Wege. Die Maschinenanlage besteht aus 6 Dieseldrehstromgeneratoren und 2 Synchronpropellermotoren. Die Maschinenleistung von etwa 10 000 WPS wird dem Schiff eine Geschwindigkeit von 15½ Seemeilen in der Stunde geben(= 29 Klm). Im Innern sind verschiedene Verkaufsläden für Gebrauchsgegenstände, Frisiersolons usw. Für die Zwecke der KdF=Bordreiseleitung ist ein besonderes Büro eingebaut, das allen unterwegs auftretenden Beanspruchungen gewachsen ist. 40 Badezimmer, 100 Brauseabteilungen. Ferner stehen den Fahrgästen zwei Aerzte und ein Zahnarzt mit Wartezimmern, Sprechzimmerm, Untersuchungs=, Behandlungs= und Krankenräumen zur Verfügung. An sanitären Einrichtungen sind im ganzen 40 Badezimmer, 100 Brauesabteilungen vorhanden. Die wichtigste Sicherheitskonstruktion für das ganze Schiff liegt in der Unterteilung des Schiffskörpers in zehn wasserdichte Abteilungen durch neun wasser= bezw. öldichte Querschotte. Ein durchlaufender Doppelboden sichert den Schiffskörper im Falle von Beschädigungen bei einer Grundberührung. Im Bereich der Wohndecks ist das Schiff noch durch feuerfeste Längs= und Querwände und Türen weitgehend gegen Ausbreitung entstehender Brände geschützt, die Treppenhäuser sind durch den Einbau feuerfesten Materials gesichert. Besonders hervorzuheben ist noch die Schlingerdämpfungsanlage, die dazu dienen soll, die Bewegungen des Schiffes zu mildern. Ertragsgüte und Versorgungssicherheit beim Obstbau. Kleinobstbau=, Gaumschulerzeugnisse und Gemüseversorgung in der Erzeugungsschlacht. Auf dem Gebiete des deutschen Obstbaues ist die Erzeugungsschlacht in der ganzen Breite im Gange, wobei heute, nachdem Leistungsfähigkeit und Entwicklungsmöglichkeit dieses Gebietes bereits bewiesen sind, die Bestrebungen nach einer höheren Ertragsgüte und Ertragssicherheit binausgehen. Auf dem Gebiet des Erwerbsobstbaues sind in den Jahren 1933 bis 1937 allein 2820000 Bäume mit Staatsbeihilfen gepflanzt worden. Weitere 30 v. H. dürften aus eigener Initiative gepflanzt sein. Unberücksichtigt sind hierbei aber alle Obstbaumpflanzungen, die im Zuge der Stadtauflockerung von Kleingärtnern, Kleinsiedlern und Eigenheimbesitzern gepflanzt sind. Damit ist eine gewisse Sättigung des Bedarfes erfolgt. Das Schwergewicht der Erzeugungsschlacht muß nun verstärkt auf die ordnungsmäßige Pflege des gesamten Baumbestandes ausgerichtet werden, wobei das neugeschaffene Pflanzenschutzgesetz erfreuliche Hilfe leisten wird. Es liegen im übrigen genügend gute Erfahrungen und Erfolge im systematischen Pflanzenschutz vor, die erkennen lassen, daß nicht nur eine Steigerung der Ertragsmenge und=güte, sondern auch der Ertragssicherheit zu erreichen ist. Die in den letzten Jahren durchgeführte„Entrümpelungsaktion“ in überalterten und kranken Baumbeständen ist in den Hauptanbaugebieten im wesentlichen durchgeführt. Stark im Gange ist noch die Umpfropfaktion, obwohl im Zuge der Sortenverringerung in den Jahren 1933 bis 1937 schon rund 234 000 Bäume mit 4 340 000 Pfropfköpfen umveredelt sind. Dabei ist zu bemerken, daß im Kleingartenbau die Sortenvereinfachung nicht ohne weiteres erwünscht ist, daß hier vielmehr die Vielgestaltigkeit des Anbaues nach Obstart und=sorte im Selbstversorgungsgedanken vorherrscht. Die gesetzliche Bindung der Qualitätsvorschriften für Baumschulerzeugnisse, die Einführung des„Markenetiketts“ sowie die mit der Anerkennung der Markenfähigbeit verbundene regelmäßige Ueberprüfung der Baumschulen hat auch hier zu einer qualitativen Bereinigung geführt, so daß die Anweisung ergehen konnte, die bisherige 2. Qualität von Obstbäumen nicht mehr für den Verkehr zuzulassen. Dieser Arbeit folgt nunmehr die Ordnung auf dem Gebiet der Obstunterlagen, die für die künftige Entwicklung des dem Qualitätsobstanbau dienenden Niederstammobstanbaues besonders wichtig ist. Als weitere Aufgabe steht die Bereinigung des Sortimentumfanges für alle Baumschulgehölze in Vorbereitung. Auf dem Gebiete des Gemüsebaues, wo übrigens eine Umlagerung des Anbaues von der Großlandwirtschaft in die Kleinlandwirtschaft vor sich geht und insbesondere der Konservengemüsebau stärker betont wird, mußte bei der Grundlage allen Anbaues, beim Saatgut, angepackt werden, das aber bedeutet Sortenprüfung und damit verbunden Ernte= wie auch Qualitätssicherung. Somit sind die Grundlagen für den Ausbau planmäßiger Züchterarbeiten geschaffen. ipsFür Erzeuger und Verbraucher Brotgetreide und Mehl. In der Ablieferung von Roggen machte sich eine we tere Abschwächung bemerkbar. Die Mühlen sind auch unterschiedlich, gut eingedeckt. In Weizen in ebenfalls mengenmäßig ein Rückgang in der Abljefernein. Die an den Markt kommenden Partien wund seitens der Mühlen glatt aufgenommen. Der Ind striegetreidemarkt lag vollkommen ruhig. e“ lich zu Beginn der Woche wurden noch einige Kontratiabgewickelt, da die Kauf= und Lieferfrist mit ultimo r. bruar abgelaufen ist. Futtergetreide wies über der Vorwoche keine wesentliche Veränderung Der Bedarf in Futtergerste und Futterhafer übersies auch in der Berichtswoche wiederum die zur Verfians stehenden Mengen. Besonders starkes Kaufinteresse bestand für Hafer. Das Pflichtangebot für Wehrmachthaieist mit dem 1. 3. 1938 in Fortfall gekommen. Der Mehlmarkt blieb weiterhin ohne nennenswerte Umsätze. Den geringen Unterbringungsmöglichtei, ten stand die starke Abgabeneigung der Mühlen gegenüber. Es bleibt abzuwarten, ob durch die Herabsetzung der Vermahlungsquoten für März auf 5 und 6 eine Entlastung auf dem Mehlmarkt eintreten wird Die Versorgungslage in Futtermitteln war ziemlich ausgeglichen. Der Bedarf in Kleie und Fr termehl hielt an. Das gleiche gilt für Oelbuchen und auch für Fischmehl. Mischsutter hatte ruhigeres Geschäf Die Rauhfutterversorgung war immer noch unbefriedigend. Die Beschaffung von Stroh war nach wivor schwierig. Auch die Anlieferungen von Heu vermehrten sich nicht. Milch und Milcherzeugnisse. Nach den Meldungen der Berichtsmolkereien ist die Trinkmilchanlieferung gestiegen. Der Trnkmilchverbrauch ist leicht gefallen. Die Buttererzeugung ist leicht gestiegen. Die Versorgung erfolgte im Rahmen der gesetzlichen Einschränkungen. Die Kauflust war stark. Die Lage auf dem Käsemarkt war durchweg unverändert ruhig. 40prozentiger Holländer Käse war schwierig abzusetzen. 45prozentiger Holländer Käse war stark verlangt. Der Absat von Weichkäse war etwas geringer. Der Absatz von Quark war noch befriedigend. Eier. Die Versorgungslage ist infolge der steigenden Eigenerzeugung sowie durch Bereitstellung größerer Partien aus den Nachbargebieten und erhöhte Zufuhren an ausländischen Frischeiern wesentlich besser geworden. Mit erhöhtem Bedarf muß auch weiterhin gerechnet werden. Kartoffeln. Die Umsatztätigkeit am Speisekartoffelmarkt war leicht anziehend. Zufuhren erfolgten aus Rheinland, Hannover, teilweise auch aus Hessen=Nassau(Saarpfalz) Die langsam steigende Umsatztätigkeit dürfte weiterhin anhalten. Die Marktlage für Futterkartoffeln war unverändert ruhig. Zufuhren konnten nur in sehr geringem Umfange festgestellt werden. Die Lage am Pflanzkartoffelmarkt zeigt eine zunehmende Belebung, insbesondere kann diese beim Umsatz von Saat=Frühkartoffeln festgestellt werden. Für späte Sorten ist bei sehr starkem Angebot die Marktstimmung völlig ruhig. Die kommende Woche dürfte weiterhin eine geringe Belebung des Speisekartoffelmarktes mit sich bringen, ebenso steht gesteigerte Umsatztätigkeit am Pflanzkartosfelmarkt zu erwarten. Futterkartoffeln sind weiterhin bei starkem Angebot im Absatz schleppend. Ort und Obst und Gemüse. Da die Apfesinenzufuhren mengenmazig gegenüber der Vorwoche zurückblieben, machte sich weiterhin ein verstärkter Verbrauch von Tafeläpfeln bemerkbar. Bei festen Preisen lichten sich die Läger sehr Die Aussichten sind weiterhin gut. Normale Zufuhren von Bananen hatten bei festen Preisen flotten gang. In Zitronen konnte dagegen der schleppendVerkauf die großen Ueberstände nicht beseitigen. Infolge mangelhafter Zufuhren konnte auch in dieser Woche bei einzelnen Gemüsearten eine Bedarfsdeckung nicht erreicht werden. Lediglich in Weißkohl verblieben Ueberstände, da die Kauflust nur begrenzt war, e konnte jedoch eine stärkere Zufuhr festgestellt werden. 9 kleinen Anfuhren von Rotkohl und Wirsing reich ten nicht zur Bedarfsdeckung. Der Umsatz war sehr flon Ende der Woche waren die Anlieferungen in Grunkohl bei ziemlich guter Kaufneigung normal, während Anfang der Woche kleine Ueberstände verblieben. Seh guten Abgang hatten Möhren 1. Qualität bein kleiner Anfuhr. Rote Beete hatten guten Verkauf, die Anfuhren waren ebenfalls nur klein. In Sellerie Porree und Suppengrün waren nur kleine zufuhren bei gutem Absatz festzustellen. Steckrüben reichen zur Bedarfsdeckung aus, auch dieshatten guten Abgang. Die Blumenkohlanlieferunge wurden gut verkauft bei knapper Anfuhr. Ebenfans waren Kopfsalat und Endivien gut gefrag., wöhrend auch hier nur eine geringe Anlieferung vorhanden war. Der Bedarf in Zwiebeln konnte auch in dieser Woche nicht im entferntesten gedeckt werden. el sich et ndschaft, de eidene, abe en und sch der Baaus der ir der West der fürs ing weit: die beo ht abgeha. Hweiz" zu f Rubberts Mühle einen Koffer und einen Hut. Mühlenbesitzer, dem der Fund verdächtig vorkam, bentach richtigte die Polizei. Beim Absuchen der Werse konn dann die Leiche eines 25 Jahre alten Mannes aus ringen gelandet werden. Es wird angenommen, Selbstmord vorliegt. emd= Greven, 9. März. Ein guter Fang. Bei einer in Lengerich durchgeführten Verkehrskontrolle gelang der Polizei ein guter Fang. Als sie das Fayrbeug en Grevener Schlachtermeisters angehalten hatte durchsuchte, fand sie darin Schweine- und Rindfleisch Werte von rund 600 Rm. Da der Metzger nicht im sitze des für derartige Zukäufe notwendigen Zutascheines war, wurde das Fleisch in einem Kählschran eines hiesigen Schlachtermeisters sichergestellt. Der K und der Verkäufer haben eine entsprechende Strafe Ein schw Es mag derlassen bl singen. genart der ein gewidm den Namen sulscher Ausl ait den schön warten. Das Schwurgericht in =l- Ahlen, 9. März. Das Schwurgericht Münster traf am Mittwoch mor gen, gegen 10,30 Uhr, in Ahlen ein. Durch eine ei hende und mehrere Stunden in Anspruch nehmenee sichtigung der verschiedenen Oertlichkeiten versuchte ein Bild über die rätselhaften Vorgänge, zu machen, sich in Ahlen in den Tagen um den 8. September 1o abgespielt haben. Der Angeklagte te Fries, wie auch se mitangeklagte Halbschwester Anna Berning mußzten den einzelnen Stellen die Führung übernehmen. die Bekundungen der Zeugen wurde noch einmal d samtbild aufgerollt, wie es vor dem Gericht und den schworenen im Gerichtssaal in Münster deutlich ge war. Die Verhandlung gegen te Fries wird am Donntag vormittag in Münster mit der Vernehmung Zeugen fortgesetzt. Gutterhändler verurteilt tr. Dorsten, 9. Ein hiesiger Butterhändler, der seit mehreren ren Butter mit einem Wassergehalt von 34 or kaufte, hatte sich vor dem Einzelrichter zu veranteden Das Ergebnis der Prüfung von über einem Behnt Butter ergab diesen hohen Wassergehalt. Dos verurteilte den Butterhändler zu 3 Monaten angnis, 200 Rm. Geldstrafe, Veröffentlichund Urteils, Tragung der Verfahrensunkosten und 2 der Untersuchungskosten, die 250 Rm. betragen. raucher sich eine weiIind, wenn Meceun Der Jnhn. rühig. Ledig. ge Kontrate t ultimo Fe. wies gegennderung auf überstieg finteresse behne nennensigsmöglichteiühlen gegenHerabsetzung id 6 Prozent ten wird. tteln war e und Fut. Delbuchen und eres Geschaft. mer noch undar nach wie Heu vermehrreien ist die Der Trinkestiegen. Die en Einschränje auf dem uhig. 40prosetzen. 45proDer Absatz tz von Quart enden Eigenerer Partien yren an ausden. Mit ert werden. ffelmarkt 3 Rheinland, (Saarpfalz), weiterhin anITeln war in sehr gearkt zeigt n diese beim werden. Für e Marktstimeine geringe sich bringen, Pflanzkartosid weiterhin mengenmaßzig e sich weiteripfeln beLäger sehr. rle Zufuhren flotten Ab r schleppende igen. ruch in dieser edarfsdeckung ohl verblieenzt war, es werden. Die csing reichar sehr flotl in Grünnal, während lieben. Seht ität bei nu ten Verkaul, Sellerie. r bleine ZuInfuhren von us, auch diesanlieferungen Ebenfalls gefragt, wähg vorhanden ruch in dieser Aus Zeit und Leben AUMBERGER SANDSTEIN Ort und Stelle werden die gebrochenen Steine von geübten Steinmetzen verarbeitet. Im Vordergrund Maßwerk-Steine für einen Kirchenbau. er sich ein wenig umgeschaut hat in der westfälischen udchaft, der kennt das an Umfang und Erhebung bedene, aber mit sonnigen Höhen, lauschigen Waldesen und schattigen Talsenken lieblich bedachte Hügelder Baumberge, die zwischen Münster und Coesdaus der weiten Bucht des Tieflandes steigen. Zwar der Westerather Berg zwischen Billerbeck und Havixder für sich in Anspruch nehmen kann, die höchste Erng weit und breit zu sein, nur 186 Meter, aber das die begeisterten Verehrer dieser idyllischen Gefilde n abgehalten, sie stolz als ihre„Münsterländische Hweiz" zu feiern. der Hügel zieren. Die heimische Sprachforschung hält die mit langem„o“ zu sprechende Bezeichnung„Bomberge“ für eine Zusammenziehung altdeutscher Wörter, danach handelt es sich um einen dem Bo—odin, dem Schutzgott des Baues, der Heimstätte, geweihten Berg. Die Geologen weisen die Entstehung des Gesteins der Baumberge aus den Ablagerungen des Kreidemeeres nach, und zwar treten hier die Schichten der sog. Mukronatenkreide zutage. Die Ablagerungen der im Meerwasser enthaltenen Sandkörnchen und Tonpartikelchen sowie insbesondere der zerriebenen kalthaltigen Schalen von Muscheltieren verfestigten sich, nachdem das Kreidemeer infolge eingeBesuch in einem münsterländischen Steinbruch logischen Wissenschaft war der Baumberger Sandstein berühmt und begehrt in den Bauhütten der deutschen Dombaumeister und in den Werkstätten unserer Bildhauer. Seine weiche, bildsame Beschaffenheit macht ihn zu einem gestaltungswilligen Material in der Hand des Bildhauers und schon im 10. Jahrhundert benutzten deutsche Baumeister diesen Werkstein aus dem Münsterland. Steinmetzarbeiten an den Abteikirchen in Essen und Werden gehören zu den ältesten Denkmälern. Um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert entstanden aus ihm die ersten uns bekannten Skulpturen, nämlich die Reliefs an der Westwand des Münsterischen Domumganges und nur kurze Zeit später schufen deutsche Bildhauer aus gleichem Material die fein gestalteten Apostelfiguren im Paradies und die Evangelisten in der Vierung des Münsterischen Domes. Wie in Münster und an den Kirchenbauten des damals aufblühenden Coesfeld, so wurde der„Baumberger“ bald auch weit über die Grenzen des engeren Bezirks hinaus mit großer Vorliebe verwandt. In den Niederlanden, am Niederrhein, in den hanseatischen Städten des deutschen Nordens, ja bis nach Ostpreußen schleppte man die Steine aus den Brüchen der Baumberge, um sie hauptsächlich für feinere Bildwerke zu verwenden. Auch heute noch sind die Steinbrüche des Münsterlandes in regem Betrieb. Eine stattliche Zahl alter Steinmetz=Familien mit Knechten und Lehrlingen ist heute wie damals tätig, um die mächtigen Steinblöcke aus den Brüchen hervorzuholen und an Ort und Stelle dem Wunsch der Auftraggeber entsprechend zu verarbeiten. Die altüberkommene Sachkenntnis der baumberger Steinmetzen ist mit den verschiedenen Schichten und Lagen der Hausteinbänke vertraut, die im Gegensatz zum wilden Gestein als„zahme Steine“ bezeichnet werden. Da gibt es Schichten, die vorwiegend als„Polstein“(für Pfeiler und Stützen) geeignet sind, andere, höher gelagerte Bänke, sog.„Lappen“, sind für zierliches Maßwerk, Gurtungen und Gewölbe von altersher begehrt, während der weniger balkhaltige„Flies“, die oberste der abbauwürdigen Bänke, sich des geringeren Kalkgehaltes wegen als Außenbaustein sowie für Flurplatten besonders eignet. Das Losbrechen der Blöcke geschieht noch ganz wie in früheren Zeiten. Eine Reihe Löcher wird hintereinander in den Stein getrieben, in diese werden Holz= oder Eisenkeile eingesetzt und so stark weiter getrieben, bis der von den Keillinien begrenzte Block von der oft bis zu fünf Meter dicken Bank abspaltet. Die gelösten Blöcke werden mit Ketten und Drahtseilen auf untergelegten Rollen auf den Arbeitsplatz geschleift. Bei großen Blökken bedient sich der Steinmetz einer göpelartigen Winde, die von einem Pferd in kreisende Bewegung gesetzt wird. Auf dem Arbeitsplatz des Steinbruches werden die in Hut. Der rkam, benachWerse konnte tes aus Herommen, dan Ein schwerer Block wird auf Rollen aus dem Bruch geschleift. g. Bei einer e gelang de rzeug hatte und lindfleisch in wicht im BeZukauss Kühlschranz Der Käust Strafe zu er9. März. ittwoch moreine einse ehmende suchte es o machen, de tember 1990 die auch seint mußten hmen. Dut mal das 6. und den Oe. lich geworden am ung 9. Märt ehreren Ja ono. Doe Verih aten igen. es mag einer Wanderung zur schönen Sommerszeit derlassen bleiben, das Loblied dieses Landschaftsidylls singen. Heute soll unser Interesse einer besonderen gnart der Baumberge, nämlich ihrem prächtigen Sandgewidmet sein. Doch zuvor ein kurzes Wort über Namen dieses kleinen Stückgebirges, der leicht zu cher Auslegung verleitet:„Baumberge“, hat nichts an den schönen Bäumen zu tun, die ringsum den Kranz Mit Kunstbildhauer bei der Erneuerung alter Baumberger Bildwerke am Schloß in Ahaus. tretener Veränderungen der Erdoberfläche zu einer Art Binnensee geworden und allmählich ausgetrocknet war, im Laufe der folgenden Jahrtausende zu festem Gestein, das in den Brüchen der Baumberge zutage tritt und wegen seiner interessanten geologischen Funde(Ammoniten, Belemniten usw.) oftmals das Aufsehen der Wissenschaftler hervorgerufen und geologische Berühmtheit erlangt hat. Doch schon Jahrhunderte vor den Anfängen einer geoDrahtseil und Winde wurden diese Steine aus dem Bruch geschleift. Turnen-Spiel— Sport. Die deutsche Mannschaft gegen Ungarn. Der Fußball=Länderkampf am 20. März in Nürnberg gegen Ungarn scheint ein Schlager ersten Ranges zu werden. Die deutsche Stamm=Mannschaft wurde aufgestellt. Der Anwärter auf den Titel Fifa=Weltmeister, Ungarn, trifft also auf folgende Mannschaft: Jakob (Jahn Regensburg) Janes Münzenberg (Fortuna Düsseldorf)(Alemannia Aachen) Kupfer Goldbrunner Kitzinger (Schweinfurt)(Bayery München)(Schweinfurt) Lehner Gellesch Siffling Szepan Urban (Schw. Augsbg.)(Schalke 04)(SV Waldhof)=(beide Schalke 04) Ersatz: Buchloh=Hertha=BSC oder Sonnrein=Hanau, ferner Billmann, Uebelein und Friedel(alle Nürnberg). Die Ungarn treffen also auf die gleiche deutsche Mannschaft, die gegen Dänemark und Norwegen spielte. Als Schiedsrichter fungiert John Langenus=Belgien. ... und gegen Luxemburg in Wuppertal. Am gleichen Tage steigt in Wuppertal auch der 6. Länderkampf gegen Luxemburg. Zu diesem Treffen wurde folgende Nachwuchsmannschaft aufgestellt: Klodt (Schalke 04) Schulz Dittgens (Arminia Hannover)(Bor. M.=Gladbach) Müller Sold Schädler (Sandhofen)(Saarbrücken)(Ulmer FB) Winkler Lenz Berndt Gauchel (S.W.Essen)(Bor. Dortm.)(T.B. Berlin)(Neuendorf)(W. Worms) Falls Tennis=Borussia Berlin Gaumeister von Brandenburg wird, soll Hänel von BC Hartha den Angriff führen. Ist aber auch dieser wegen der Meisterschaftsspiele seines Vereins unabkömmlich, wird Seitz von Kornwestheim eingesetzt. Ersatzspieler sind: Jürissen und Günther von Rot=Weiß Oberhausen, Müller=St. Pauli Hamburg und BergSchalke 04. Westdeutsche Straßenrennen 1938. Der Terminkalender des deutschen Radsports für 1938 sieht für Westdeutschland folgende Straßenrennen vor: 27. März: Bochum— Münster— Bochum. 18. April: Neuß— Aachen— Neuß. 24. April: Rund um Dortmund. 8. Mai: Hermann Eiting=Gedächtnisfahrt Bocholt. 15. Mai: Großer Preis der Reichsgartenschau Essen. 22. Mai: Berlin— Köln. 29. Mai: Großer Straßenpreis von Fröndenberg=Ruhr. 6. Juni: Großer Straßenpreis von Spexard=Westfalen. 19. Juni: Hermann Eckert=Gedächtnisfahrt Düsseldorf, triepreis v Handels= und Industriepreis vom Volmetal. 26. Juni: Großer Straßenpreis von Gießen, Großer Rechtsrheinischer Straßenpreis Köln. 24. Juli: Gustav Bastert=Preis Heepen. 31. Juli: Quer durchs Bergische Land Köln. 14. August: Großer Preis=Durex Bielefeld. 28. August: Paul Mülhoff=Gedenken Krefeld, Großer Straßenpreis Datteln. 4. September: Großer Straßenpreis von Aplerbeck. 11. September: Großer Straßenpreis Roemryken Berge. Lohmann hinter Grolimond senior. Der deutsche Steher=Weltmeister Walter LohmannBochum, der bisher hinter Meinhold gefahren ist, hat für die kommende Rennzeit den Schweizer Schrittmacher Grolimond senior verpflichtet. Die neue Verbindung startet bereits am 19. März bei den Stuttgarter Hallenradrennen. Handel und Wirtschaft. für März und April. Die Pressestelle der Regierung Münster teilt mit: Durch den 3. Nachtrag vom 28. Februar 1938 zu der Verordnung über die Speisekartoffelpreise der Ernte 1937 in der Provinz Westfalen vom 11. September 1937 hat der Oberpräsident die Preise für Speisekartoffeln für die Monate März und April 1938 wie folgt festgesetzt: a) Die Erzeugerfestpreise für Speisekartoffeln betragen je 50 Klg. frachtfrei Empfangsstation für die Monate März und April 1938 für weiße, rote und blaue Sorten 2,85 Rm., für gelbe Sorten 3.15 Rm., für Nierenkartoffeln 4,15 Rm. Bei Abholung ab Hof dürfen diese Preise bis zu 0.15 Rm. je 50 Klg. unterschritten werden. Der Versandleiter hat eine Festspanne von 0,20 Rm. je 50 Klg. in Rechnung zu setzen, die weder über- noch unterschritten werden darf. b) Es werden folgende Verbraucherhöchstpreise festgesetzt: I. 1. Bei Abgabe durch Empfangsverteiler an den Verbraucher ab Waggon oder ab Lager: für weiße, rote und blaue Sorten je 50 Klg. 3,35 Rm. für gelbe Sorten je 50 Klg. 3,65 Rm. 2. Bei Abgabe durch den Empfangsverteiler oder den Kleinhändler frei Keller des Verbrauchers: für weiße, rote und blaue Sorten je 50 Klg. 3,65 Rm. für gelbe Sorten je 50 Klg. 3,95 Rm. 3. Bei unmittelbarer Belieferung des Verbrauchers frei Keller durch den Erzeuger darf der Erzeuger als Abgeltung seiner sämtlichen Unkosten für Verladung, Transport usw. einen Zuschlag zu den in§ 1 Abs. 1 genannten Erzeugerfestpreisen bis zu 0,35 Rm. je 50 Klg. erheben. Folgender Preis darf auf keinen Fall überschritten werden: für weiße, rote und blaue Sorten je 50 Klg. 3,20 Rm. für gelbe Sorten je 50 Klg. 3,50 Rm. II. Beim Auspfunden durch den Kleinhändler: für weiße, rote und blaue Sorten je 5 Klg. 0,43 Rm. für gelbe Sorten je 5 Klg. 0,46 Rm. Bei Nierenkartoffeln kann zu den vorstehend für gelbe Kartoffeln festgesetzten Höchstpreisen ein Zuschlag bis zu 1.— Rm. je 50 Klg. erhoben werden. Diese Verbraucherhöchstpreise dürfen nicht überschritten, wohl aber unterschritten werden. für Düngekalk. ZdR. Von der Landesfachschaft der Getreide=Futterund Düngemittelverteiler im Getreidewirtschaftsverband Westfalen wird zu der in Folge 4 des Wochenblattes der Landesbauernschaft Westfalen vom 22. 1. 1938 erschiene Pressenotiz betreffend Festpreise für Düngekalk ergänzend noch auf folgendes hingewiesen: Die in der Preisliste genannten Preise verstehen sich für 10 Tonnen frachtfrei aller Reichsbahnstationen im Gebiet der Landesbauernschaft Westfalen beim Bezuge voller Wagenladungen von 15 Tonnen unter Zugrundelegung der gegenwärtigen Fracht. Wird die Ladefähigkeit des 15=Tonnen=Wagens nicht voll ausgenutzt, so trägt der Empfänger die Mehrkosten. Nebengebühren und etwaige Zuschläge gehen zu Lasten des Empfängers. Die Kosten für Papiersäcke betragen bei gemahlenem Branntkalk und Feinkalkmergel: Kohlensaurer Kalk je 10 Tonnen 24.— Rm., bei Löschkalk je 10 Tonnen 30,— Reichsmark. Bei Lieferungen in lagerfähigen Papiersäcken wird ein Aufschlag von 5.— Rm. je 10 Tonnen berechnet. Märkte. Dortmunder Zucht= und Faselviehmarkt. X Dortmund, 9. März. Auftrieb: Großvieh 559, Fertel 132, Läufer 27, Kälber 27. Es kosteten; frischmelke Kühe: je nach Qualität 310—530 A: Rinder: 275—410 K. Der Handel in Großvieh war in guten Tieren mittel, sonst ruhig, kleiner Ueberstand. Am Schweinemarkt war der Handel langsam. Es kosteten: Ferkel: 5—6 Wochen alt 20 M. 6—8 Wochen alt 21—24 M, 8—10 Wochen alt 25—30 N. 10—12 Wochen alt 30—35 A; Läuferschweine: über 3—4 Monate alt 36—46 N. 4—5 Monate alt 47 Berliner Getreidegroßmarkt vom 9. März 1938 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77, frei Berlin 212 Preisgebiet VI I VII I VIII I IX X I XII I XIV ges. Erzeugerpr 200.00 201.00 202.00 203.00 204.00 206.00 208.00 Roggen märk., Durchschnittsqualität: 69/71, frei Berlin. 194 PreisgebietV 1 VI 1 VII I VIII I XI I XII I XIII ges Erzeugerpr 182.00 183.00 184.00 185.00 188.00 189.00 190.00 Futtergerste 59/60 ges Erzeugerpreis, Preiegeblet Industriegerste(Sommergerste) frei Berlin— ab märk. Station— Futterhafer märk., Durchschnittsqualität 46/49 Preisgebiet IV VII X XI 1 XIII 1 XIV Erzeugerpr 160.00 164.00 166.00 170.00 172.00 174.00 V VI 1 VII I VIII I IX 168.00 169.00 171.00174.001176.00 ges. Erzeugerpr Weizenmehl. 1ype 812(Vollmehl) VII 28.80 I I V 1 VI 28.80 28.80 28.80 28.80 10% Auslandsweizen— 1.50 Mk. weizen— 3 00 Mk. Aufgeld. Roggenmehl, VIII 29.10 1X 29.10 XII 29.50 XIV 29.80 Aufgeld.— 20% Auslands21.10 .10 150, Preisgebiet p 21.80 Ne1V 21.45 21.55 21.65 lsge VVI IVII VIII 21.90 XIIXII 22.25 22.35 XIn 22.45 Weizenkleie, II 1 in 11.15 11.20 Preisgebiet V1VII 11.30 11.35 VII 11.40 VIII 11.50 IX 11.55 XII 11.70 XIV 11.85 Roggenklele, Preisgebiet HIV 1 V 10.10 10.15 10.20 9.95 VI 10.40 VII I VIII 10.45 10.10 x1 10.30 XII IXIII 10.40 10.45 bis 60““ über 5 Monate alt 61—75 A. Dar Markt findet am 16. März statt. Osnabrücker Zucht= und Nutzviehmarkt. Osnabrück, 9. März. Auftrieb: Schweine 584 F. vieh 77. Es kosteten: frischmelke Kühe: a) 42 380—420, c) 340—380, d) 250—300; tragende Hi 320—440, 6) 280—320, c) 200—270,) 170 6—8 Wochen alt 21—25 N. 8—13 Wochen alt Läuferschweine 30—38 N. Ausgesuchte Ferkel über N.“ Schweine je Pfund Lebendgewicht: 0,80—1,07.. verlauf: Rindvieh in guten Tieren gut, sonst„. Schweine mittel. Der nächste Markt findet am 13 statt. Metalle. Berlin, 9. März. Elektrolytkupfer(Wirebars) sn. A für 100 kg netto cif Hamburg, Bremen oder dam. Aluminium 98=99 ög Bl. 133, Aluminium i M.“ o Dr. 137, Silber in Barren 900 t 38,90—41.90 London, 9. März. Metalle.(Anfangsnotierungn Kupfer Kassa 3915/16, 3 Monate 403/16, Elektrolpt der 44,— bis 44½, Zinn Kassa 186,—, 3 Monate 186.— Nrl. im Osten 187%. Silber ruhig, bei nur kleinen Re schwankungen.—(Zweite Notierung) Kupfer Kassa 30u 3 Monate 40½, Zinn Kassa 1857, 3 Monate 185 Gewinnauszug 5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verbofen Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II In Reichsmark für 100 kg ab Station: 15.58 15.98 Bremen: Baumwolle Livernool: Ostind. Baumw. 7. 3. 4.13 4.35 4.40 3.53 5.83 Liverpool: Baumwolle 9. 3. 8. 3. Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember März Mai Juli Oktober Dezember Januar 1939 1939 1958 1939 1939 1939 1940 5.09 5.18 5.19 4.96 4.98 5.02 5.05 5.08 5.10 5.12 5.14 5.15 5.16 5.20 5.22 5.24 5.25 5.27 5.12 5.15 5.16 4.93 4.94 4.98 4.99 5.05 5.07 5.09 5.11 5.12 5.13 5.17 5.19 5.20 5.21 5.22 agesimport Notierungen f. Sakel u.U laridis Januar März Mai Juli September Oktober November Loco Sak pper F.G.F. 3. Upp. 6.11 5.94 6.00 6.04 6.04 6.09 6.08 6.06 8.50 New Orleans: Baumwolle Loco anuar lärz Mai Juli Oktober Dezember 9. 3. 9.32 9.35 9.21 9.22 9.26 9.32 9.34 8. 3. 9.29 9.32 9.19-20 9.19-20 9.24 9.29—31 9.31 New Yorker Baumwollkurse Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Geschätzte 9. 3. 9.17 9.24 9.07 9.08 9.10 9.11 9.13-14 9.16 9.19 9.22 9.22 9.23 Totalzufuhren 8. 3. 9.12 9.22 9.04 9.05 9.06 9.08 9.10—11 9.13 9.16 9.20 9.20 9.20 Baumwollzufuhr in Atl. Häfen Baumwollzufuhr in Golf-Häfen Zufuhren in Pacific-Häfen Export nach England Export a. d. übrig. Kontinent Export nach Japan und China Fracht nach Liverpool 200 6000 25. Ziehungstag 8. März 1938 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 351442 4 Gewinne zu 3000 RM. 330048 330265 30 Gewinne zu 2000 RM. 19440 84077 134581 205010 266079 271943 274663 277862 301953 307515 310242 310568 323359 358295 383909 52 Gewinne zu 1000 RM. 12395 32334 59970 88004 70740 86819 90882 122625 127135 128000 135749 196230 199514 202122 226935 253880 267952 297902 303689 313964 316973 319429 327273 369306 387275 388723 86 Gewinne zu 500 RM. 311 4160 12633 20823 21559 39815 64783 67696 83845 106652 132791 146976 152543 154607 158014 176588 189759 191123 197004 215321 233380 233516 234107 243009 248612 250357 258363 273985 283430 286418 297881 306685 310699 315967 323701 339402 341548 347478 357120 362998 363198 387323 393201 162 Gewinne zu 300 RM. 5930 5972 13151 13383 15805 20248 20489 20716 25737 26424 51948 58300 70569 77916 78693 90840 105987 107335 111464 111851 136249 140628 146401 149709 153592 155225 156021 156986 171527 18568 192065 204673 205248 205396 214579 214698 219843 221367 221844 226771 239235 245279 246138 250828 257404 259363 262623 267892 276274 278139 278502 280117 285433 286244 289185 304063 304251 310838 311438 311601 312681 314461 326783 330334 332663 334837 337932 352454 364848 365701 371823 372361 372856, 377058 379899 382587 387156 392201 393092 395595 397798 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 4 Gewinne zu 10000 RM. 16437. 211922 2 Gewinne zu 5000 RM. 32549 4 Gewinne zu 3000 RM. 80834 114457 14 Gewinne zu 2000 RM. 122947 159476 220770 262190 327164 346500 357005 38 Gewinne zu 1000 RM. 2110 10121 40693 57361 70420 75357 80265 121062 122783 195887 212127 266521 267761 275637 330455 333911 337547 348132 396840 82 Gewinne zu 500 RM. 9761 15363 17978 21902 26330 32538 34459 36055 43864 53759 61226 96157 123448 130905 147111 150843 152934 158066 162185 167280 168173 168922 169469 171351 178630 179811 250185 256606 265340 273245 5622 276746 291101 299038 312654 848737 350902 351007 868811 370124 889845 154 Gewinne zu 300 RM. 234 3536 9140 14259 14341 14529 16372 16749 21073 25443 26394 80508 34697 36229 43614 45758 48861 48864 49716 57089 58847 60975 63382 68369 69277 71744 78665 80543 93665 93828 97305 98212 102516 118364 118746 135601 137316 143713 149172 149279 155991 170505 172180 173488 174394 178276 189623 196909 204029 206389 222583 223067 228124 229168 231505 271846 273069 286819 288144 299401 302558 305956 316649 322041 327280 339719 344737 360538 373534 375615 383090 384154 385370 390633 395000 398098 398746 4000 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 4 zu je 20000, 12 zu se 10000, 26 zu se 5000, 56 zu je 3000, 198 zu se 2000, 832 zu je 1000, 654 zu se 500, 1398 zu se 300 31266 Gewinne zu je 150 RM. IEIE Bewerbungen auf Chiffro-Hnzelgen kelne Orlginal-Zeugnisse beifügén. Zaugnis-Abschrliten, Lichtbilder usw. müssen auf der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen. II Suche für bald eine schlichte, nicht zu junge 2556 Verkäuferin die auch leichte Hausarbeit übernimmt, für Lebensmittelgeschäft auf dem Lande. Angebote mit Gehaltsangabe unter Nr. 2556 an d. Al Verw. der Zeno, Münster, Unz. für sofort oder später nach Burgsteinfurt gesucht. 2606 Offerten unter RO an den Zeitungsverlag Lechte, Emsdetten(Westf.). Für frauenlosen Lehrerhausb.(1 K.) auf dem Lande eine tücht., kinderl. A nicht unter 40 Jahren, sofort gesucht Angebote unter Nr. 2780 Angebote unter Nr. Volksblatt. Bocholt. an das 2614 Für Metzgerei=Haushalt wird ein katholisches 2552 gesucht, welches Liebe zu Kindern hat. Dortselbst Lehrmädchen für Metzgerei gesucht. Offerten unt. AB 14 an die Münsterl. Volkszeitung. Rheine. 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Rohrleitungen aus Hartporzellan. Ein Gebiet soll nun herausgegriffen werden, das ganz ühnliche Ueberraschungen bringt wie das Glas: die deutsche Werkstofforschung und die technische Praxis haben inzwischen auch das altbekannte Porzellan zu einem technischen Werkstoff gemacht, der aus rein deutschen Rohstoffen uneingeschränkt zur Verfügung steht. Man bedauerte es nicht nur im Haushalt, sondern vor allem auch in der Nahrungsmittel= und chemischen Industrie, daß die meisten Metallrohrleitungen entweder nicht beständig genug oder zu teuer waren. Man verwendete sie jedoch so lange, weil man nichts Besseres an ihre Stelle zu setzen vermochte. Wenn jetzt das Hartporzellan mit ihnen in aussichtsreichen Wettbewerb tritt, so ist das deutscher Forschungsarbeit zu danken, die die physikalischen Eigenschaften des bisher gebräuchlichen Porzellans wesentlich verbesserte. Dieses Hartporzellan zeichnet sich durch besondere Festigkeit aus, durch Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einwirkung aller üblicherweise vorkommenden Flüssigkeiten und durch Unempfindlichkeit gegen Wärmeschwankungen. Es verträgt Temperaturstürze bis zu 150 Grad Celsius. Mit diesem Werkstoff allein war es jedoch nicht getan. Es kam nicht minder darauf an, ein Werkzeug zu finden, das ein Rohr aus Hartporzellan auch schnell und sicher auf die passende Länge zuschneidet. Man untersuchte deshalb die Festigkeitsgrade und konstruierte dementsprechend eine Schneidezange, die das Rohr gleichzeitig auf Druck und Verdrehung beansprucht und dadurch sauber und glatt trennt. Außerdem erfand man druckfeste Schraubverbindungen, bei denen elastische Dichtungsringe fest gegen den Stoß zweier zu verbindenden Rohre gepreßt werden. Wenn man heute Hartporzellan in der Küche(verwendbar auf der offenen Flamme) oder in Werkstätten der chemischen Industrie sieht, wo die Hartporzellan=Rohrleitungen mit ihrer wundervoll glasierten Oberfläche einen besonders guten Eindruck machen, dann ahnt man nicht mehr, daß hier in zäher Arbeit, beseelt von dem Willen, deutsche Rohstoffe auszuwerten und damit deutschen Menschen Arbeit und Brot zu geben, viel Kopfzerbrechen nötig war, bis dieses Erzeugnis gebrauchsfertig geliefert werden konnte. Ein Telephonhörer— ein Arbeitsgang. Die richtige Wahl der Werkstoffe und die geschickte Ausnutzung ihrer Eigenschaften unterwirft die Gebrauchsgegenstände unseres täglichen Lebens immer neuen Wandlungen. Immer geht Hand in Hand mit einer neuentdeckten Eigenschaft eines Werkstoffes auch irgendwie eine Veränderung, die wir zwar— wenn sie uns fertig vorgesetzt wird— gelegentlich als„Fortschritt der Technik“ betrachten, die wir aber meist als selbstverständlich hinnehmen, ohne uns darüber erst große Gedanken zu machen. Wir freuen uns höchstens dann ganz besonders, wenn uns irgendein altbekannter Gebrauchsgegenstand jetzt in viel gefälligerer Form, viel zweckmäßiger gestaltet, wieder begegnet. Die Aelteren kennen noch die seltsamen Gebilde, die man Telephon nannte. Ursprünglich hing dieser gewaltige Kasten an der Wand, der Hörer war eben nur zum Hören bestimmt. Als er dann an einem Handgriff Hörmuschel und Sprechtrichter vereinigte, da war dieses noch recht unhandliche Gerät reichlich schwer. Daß wir heute den chöngeschwungenen Hörer spielend leicht ans Ohr heben und so bequem in die Kugel hineinsprechen können, das hat zwar seinen wichtigsten Grund in der Entwicklung der Fernsprechtechnik als Ergebnis neuer Erkenntnisse der Elektrizität, aber die Form des Hörers ist doch eine Sache für sich. Hier brachten die gepreßten Kunstharzstoffe überraschend neue Möglichkeiten, so daß heute ein so schöner Telephonhörer aus Preßstoff in einem einzigen Arbeitsgang ohne jeden Abfall gebrauchsfertig hergestellt wird, wobei gleichzeitig die Drähte und metallenen Kontaktstellen mit eingepreßt werden. Die Theorie um das Kunstharz. Wie kam man auf den„Preßstoff“ Kunstharz? Man wußte, daß die Natur in Jahrmillionen aus dem Baumharz den Bernstein geschaffen hatte, der ganz hervortagende chemisch=physikalische Eigenschaften besitzt. Sollte es also nicht möglich sein, ein ähnliches, härtefähiges Erzeugnis auf chemischem Wege im abgekürzten Verfahren herzustellen? Waren nicht auch die riesigen Steinkohlenlager aus Urwäldern in der Tertiärzeit entstanden wie damals Bernstein aus Baumharz? Aus Steinkohle wird seit langem Koks, Gas, Ammoniak, Leicht= und Schweröl, Benzin und Benzol, Teer und Lech gewonnen. Wer kennt nicht diesen weitverästelten umbaum, eben den Stammbaum der modernen Chemie! Verfolgen wir ihn weiter, so stehen am Ende der Reihe die Phenole(Karbolsäure C.Hs OH). Fügt man Formaldehyd hinzu, und zwar unter Verwendung von Ammoniak als Katalysator, dann bekommt man in einem Hitzverfahren Harz. Als Adolf von Baeyer sich(1872) zum ersten Male mit dieser Theorie befaßte, da ahnte er nicht, daß heute in aller Welt Kunstharzfabriken stehen würden, nachdem es dem Holländer Leo Hendrik Bakeland gelungen war, diesen Werkstoff in Amerika in die Technik unter dem Namen„Bakelite" einzuführen. Dieser neuzeitliche Preßstoff erhielt immer mehr Bedeutung, zumal die Herstellungsverfahren immer noch verbessert und durch verschiedene Zusammensetzungen weitere Abarten für besonders gelagerte Verwendungszwecke geschaffen werden. Diese Erzeugnisse nennen wir dann heute„Preßstoffe“. Klippen der Praxis. Mit der Karbolsäure verbindet sich uns die Vorstellung:„Es riecht nach Krankenhaus“. In gewissen Werktäumen der Preßstoffabriken ist dieser Geruch tausendfach verstärkt, die Kleider der dort arbeitenden Menschen sind unlöslich damit durchtränkt. Zunächst brodelt die bernsteinfarbene wogende Masse in riesigen Kesseln bei 100 Grad Celsius und wird maschinell ständig gerührt. Hier geht es um Sekunden. Die Stoppuhr bestimmt den Zeitpunkt, an dem dieser zähflüssigen Masse der Auslauf auf lange Bleche freigegeben wird, wo sie langsam erkaltet. Bliebe dieser„Sirup“ auch nur einen Augenblick zu lange auf dem Feuer, dann würde ein nicht mehr lösbarer, lavaähnlicher, poröser, völlig unbrauchbarer Stoff entstehen. Eine gefährliche Klippe für die Praxis, wenn es um Tausende von Kilogramm geht! Das Roherzeugnis auf den Blechen wandert in Mühlen, wird zerschlagen und zermahlen; dann beginnt die Preßmischung entsprechend dem besonderen Zweck des zu schaffenden Materials, und dann wird diese neue Masse gewalzt, abermals zerschlagen und wieder ausgemahlen. Dieses feine Pulver endlich ist der preßstoffähige Rohstoff, aus dem man alle endgültigen Formen gestalten kann, ohne daß dabei noch Abfall entsteht. Im Wettbewerb mit Metallen. Die Preßstoffe haben sich in eine unendliche Zahl von täglichen Gebrauchsgegenständen(Aschbecher, Wochenendgeschirr, Schraubdeckel für Flaschen und Tuben, Schalter, Gehäuse für Rundfunkempfänger usw.) Eingang verschafft. Daß es aber möglich sein würde, sie für fast alle Zweige der gewerblichen Erzeugung anzuwenden, überrascht selbst heute noch den Fachmann= Denn je nach der usammensetzung und Verarbeitung erhalten sie die verschiedensten Güteeigenschaften. So haben sich die härtbaren Preßstoffe sogar im Maschinenbau bewährt. Durch Forschungs= und Ingenieuerarbeit neuester Zeit ist ihre Zu und Festigkeit so weit gesteigert worden, daß sie den Wettbewerb selbst mit Metallen aufnehmen können, und zwar jetzt schon nicht mehr bei Handrädern, sondern sogar schon bei hochbeanspruchten Zahnrädern. Eine der neuesten und in der technischen Welt am meisten beachtete Anwendungsmöglichkeit sind die Maschinengleitlager. Ganz bestimmte Preßstoffe haben sich als Werkstoffe für Lagerschalen, in denen sich die Maschinenwellen drehen, gerade unter besonders rauhen Arbeitsbedingungen bewährt. Es hat sich eine überraschende Ueberlegenheit gegenüber den aus althergebrachter Ueberlieferung verwandten Metallen ergeben; dafür ein Beispiel: In Walzwerken hielten Walzenlager aus Preßstoff über sechsunddreißigmal solange wie solche aus Hartblei und zehn= bis zwanzigmal solange wie Lager aus Bronze oder Rotguß. Es kommt hinzu, daß diese neuen Lager nur mit Wasser geruhlt zu werden brauchen; man spart also auch Walzenfett. Und schließlich vermag man auch noch die Drehzahl der Walzen zu erhöhen, so daß eine fühlbare Leistungssteigerung der Anlagen erreicht werden kann. Und da sage noch einer, Preßstoff sei ein„Ersatzstoff! War denn das elektrische Licht etwa ein„Ersatzstoff" für die lieblich schwelende Petroleumlampe? Es soll ja heute noch Leute geben, die vor dem Strom Angst haben. Warten wir noch ein paar Jahre, und man wird weitere Ueberraschungen erleben können. Heute schon steht jedenfalls fest, daß der deutsche Maschinenbau in diesen Preßstoffen eine ganze Reihe wertvoller heimischer Werkstoffe besitzt, aus denen er Erzeugnisse mit besten technischen Eigenschaften hervorbringt. Noch aber sind eben die Preßstoffe nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt. Tag für Tag arbeiten deutsche Wissenschaftler und Ingenieure daran, sie immer weiter zu verbessern und immer vielseitiger für alle Zwecke der Erzeugung verwendbar zu machen. Und dabei sind die Erzeugungsvorgänge selbst so mannigfaltig, daß Tausende deutsche Volksgenossen dadurch Arbeit haben und immer wieder finden werden. (Fortsetzung folgt. Von Nah und Fern. in Die im Reichsgesundheitsamt nach den Berichten der beamteten Tierärzte zusammengestellte Uebersicht über den Tierseuchenstand am 1. März zeigt für die Gebiete Osnabrück, Münster, Minden folgendes Bild: Regierungsbezirk Osnabrück: Maul= und Klauenseuche: 8 Kreise(Aschendorf=Hümmling, Bersenbrück, Grafschaft Bentheim. Lingen, Melle, Meppen, Osnabrück, Wittlage), 85 Gemeinden, 151 Gehöfte; davon neu 24 Gemeinden, 85 Gehöfte. Regierungsbezirk Münster: Maul= und Klauenseuche: 13 Kreise(Ahaus, Beckum, Borken, BottropStadt. Coesfeld, Gelsenkirchen=Buer=Stadt, GladbeckStadt, Lüdinghausen, Münster, Recklinghausen, Steinfurt. Tecklenbura. Warendorf). 98 Gemeinden, 245 Gehöfte; davon neu 15 Gemeinden, 139 Gehöfte. Regierungsbezirk Minden: Maul= und Klauenseuche: 10 Kreise(Bielefeld, Büren, Halle, Herford, Höxter, Lübbecke, Minden, Paderborn, Warburg, Wiedenbrück), 61 Gemeinden, 115 Gehöfte; davon neue 25 Gemeinden, 73 Gehöfte. sich an einem Schulkind. X Gütersloh, 9. März. Ein entsetzliches Verbrechen trug sich im benachbarten St. Vit zu. Ein neunjähriges Mädchen, das eine Strecke von einer halben Stunde zur Schule zurückzulegen hatte, wurde von einem unbekannten Mann in ein Dickicht geschleppt, wo sich der Wüstling in der gemeinsten Weise an dem Kind verging. Als die Tat nach einigen Stunden durch die Mitteilung des Kindes ruchbar wurde, alarmierte man die Polizei, der es dank der Personenbeschreibung des Täters durch das Kind gelang, den Verbrecher zu verhaften. Der in Haft befindliche Sittlichkeitsverbrecher stammt aus Rheda und ist wegen ähnlicher Delikte schon früher bestraft worden. Arzt als„vöterlicher Drei Jahre Zuchthaus und Berufsverbot wegen Rassenschande. :: Bielefeld, 8. März. Die Große Strafkammer in Bielefeld verurteilte den jüdischen Arzt Dr. med. Robert Nußbaum aus Minden wegen teils versuchter, teils vollendeter Rassenschande zu drei Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust und untersagte ihm für die Höchstdauer von fünf Jahren die Berufsausübung. Der Angeklagte, der 1923 in Minden als Stadtfürsorgearzt angestellt worden war, schied aber schon Ende 1924 aus den Diensten der Stadt aus, da er sich in erotischer Absicht den Schwestern des Säuglingsheims genähert haben soll. Er eröffnete in Minden eine Privatprapis. Seit 1934 bis zu seiner Festnahme im Sommer 1937 behandelte der Angeklagte eine junge Patientin aus dem Landkreis Minden, die ihm, da sie Vollwaise war und zu dem Arzt Vertrauen gefaßt hatte, bald ihre seelischen und insbesondere sexuellen Nöte anvertraute. Schon 1934 kam es zu unzweideutigen Handlungen. Die Bedenken des im übrigen gut beleumundeten Mädchens zerstreute Nußbaum, indem er sich als„väterlicher Freund“ hinstellte. Auch nach Erlaß der Nürnberger Gesetze hatte der Angeklagte die Frechheit, mit der Patientin unsittliche Dinge in der Sprechstunde zu treiben. 9 in Essen. Amstellung der Wasserzuführung erhöhte den Druck. (*) Essen, 9. März. In der Nacht zum Mittwoch kam es an verschiedenen Stellen der Essener Innenstadt zu Wasserrohrbrüchen, die infolge der Umstellung der Wasserzuführung von dem durch Reparaturarbeiten außer Betrieb gesetzten Wasserturm auf dem Steeler Berg auf den Erdbehälter in Bredeney eingetreten sind. Durch diese Umstellung wurde der Wasserdruck in einer ganzen Anzahl Straßen um etwa zwei bis drei Atmosphären erhöht, wodurch sich dann Rohrbrüche nicht vermeiden ließen. Das Städtische Wasserwerk hatte Vorsorge getroffen, daß an den Rohrbruchstellen sofort Instandsetzungsarbeiten durchgeführt wurden. Zu diesem Zweck war in der Nacht zum Mittwoch das gesamte verfügbare Personal eingesetzt. * tr= Marl, 9. März. Verkehrsunglück gefühnt. Das schwere Verkehrsunglück, das sich am 23. Januar auf der Straße Marl= Dorsten ereignete und dem ein iunges Menschenleben zum Opfer fiel, erhielt jetzt sein gerichtliches Nachspiel. Vor der Essener Großen Strafkammer hatte sich die Haustochter B. zu verantworten. Der Staatsanwalt bejahte die Schuldfrage der Autofahrerin. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten, die aber in eine Geldstrafe von 500 Rm. umgewandelt wurde. Zunehmende Arbeitslosigkeit unter den Deutschen in Polen. Entlassungen auch nach den Minderheitenerklärungen. DNB Warschau, 9. März. Die Arbeitslosigkeit unter den Deutschen in Polen behandelte am Dienstag der deutsche Senator Wiesner in der Senatssitzung, die auch den Haushalt des Ministeriums für soziale Fürsorge behandelte. Er wies darauf hin, daß während der 15 Jahre, in denen Schlesien unter dem Schutz der Genfer Konvention gestanden habe, die deutschen Arbeiter und Angestellten systematisch entlassen worden seien, und daß dieser Prozeß auch nach Ablauf der Konvention andauere. Leider habe an dieser Tatsache auch die Minderheitenerklärung vom 5. November nichts geändert. Obwohl im Jahre 1937 die Zahl der beschäftigten Bergarbeiter in Ostoberschlesien von 44 500 auf 53 600 und die in der Eisen= und Hüttenindustrie von 23 400 auf 26 600 gestiegen sei, also Tausende von Arbeitern neu eingestellt worden seien, habe man gleichzeitig Hunderte von deutschen Arbeitern aus ihren Arbeitsstätten entlassen. An Hand einzelner Beispiele wies Senator Wiesner nach, daß diese Entlssungen auch nach den Minderheitenerklärungen andauerten, obwohl darin ausdrücklich betont werde, daß jeder das Recht auf seinen Arbeitsplatz besitze und daß niemandem aus seinem Bekenntnis zu seinem Deutschtum ein Schaden erwachsen dürfe. Bei den entlassenen Deutschen handele es sich nicht nur um bewährte Facharbeiter, sondern auch in vielen Fällen um Familienväter von sechs, sieben, acht, ja sogar zehn Kindern. Daß einzig und allein ihr Bekenntnis zum Deutschtum Grund für die Entlassung sei, gehe u. a. aus der Tatsache hervor, daß einzelne von ihnen durch Mittelsmänner aufgefordert worden seien, ihre Kinder aus der deutschen Schule zu nehmen, andernfalls sie ihre Arbeit verlieren würden. Wo man dieser Aufforderung nicht Folge geleistet habe, sei nach kurzer Zeit die Entlassung erfolgt. 72 v. H. der Mitglieder der Gewerkschaft deutscher Angestellter, die 12 000 Mitglieder habe, seien heute arbeitslos, und in anderen deutschen Organisationen reiche der Hundertsatz sogar an 80 heran. Den deutschen Angestellten gehe es nicht besser als den Arbeitern. In den Jahren 1934 bis 1937 seien insgesamt 1248 Mitglieder der Gewerkschaft deutscher Angestellter entlassen worden. Völlig trostlos sei es um die schulentlassene deutsche Jugend bestellt, die keine Lehrstellen bekommen könnte, einfach weil sie eine deutsche Schule besucht hätte. Heute gebe es etwa 14—16 000 deutsche Jungen und Mädel im Alter von 15 bis 18 Jahren, die seit ihrem Austritt aus der Schule keine systematische Arbeitsschulung erfahren haben. Man müsse sich der Gefahren, die sich aus diesem Zustand ergäben, bewußt sein. Die deutsche Volksgruppe sei nicht gewillt, ruhig zuzusehen, wie ihre deutsche Jugend verkomme und verhungere und einer trostlosen Zukunft entgegengehe, sondern sie verlange von allen Stellen des Staates, daß nicht leere Versprechungen mehr gegeben würden, sondern daß geholfen werde. Die Deutschen wollten kein Privileg und keine Sonderstellung, sondern nur das gleiche Recht auf Arbeit und Brot wie alle anderen Bewohner des Staates. Stabsführer Lauterbacher in Bilbao. Stabsführer Hartmann Lauterbacher traf am Dienstag in Begleitung des Landesführers der spanischen Falangejugend, José Maria Gutierrez, in Bilbao ein. Nach Besichtigung der Hochofenwerke, die den neuen Wirtschaftswillen Nationalspaniens am deutlichsten versinnbildlichen, fand ein Empfang durch die Leitung der Falangejugend Bilbaos statt. Die militärähnlichen Organisationen in Aegypten aufgelöst. Alle militärähnlichen ägyptischen Organisationen sind am Mittwoch durch königliches Dekret endgültig aufgelöst worden. Da die Blauhemden bereits in die Wafdische Organisation eingegliedert wurden, hat dieses Verbot in erster Linie die Grünhemden betroffen, die jedoch als Partei des jungen Aegyptens weiter bestehen werden. Trauerbeflaggung am Heldengedenktag. DNB. Berlin, 9. März. Aus Anlaß des Heldengedenktages fordert der Reichsminister für Volksaufblärung und Propaganda die Bevölkerung auf, am Sonntag, 13. März 1938, Trauerbeflaggung zu setzen. Der 50. Todestag Kaiser Wilhelmsl. Generaloberst von Brauchitsch legt den Kranz des Führers nieder. DNB Berlin, 9. März. Aus Anlaß des 50. Todestages Kaiser Wilhelms I., des Begründers des Zweiten Reiches, wurden am Mittwochvormittag im Charlottenburger Mausoleum, der letzten Ruhestätte Kaiser Wilhelms des Großen, zahlreiche Kränze niedergelegt. Die junge deutsche Wehrmacht gedachte des alten Kaisers in besonders würdevollem Rahmen. Um die Mittagsstunde marschierte eine Ehrenkompagnie des Wachregiments mit Musik= und Spielmannszug auf. Am Eingang zur Gruft hielten Offiziere die Ehrenwache. Kurz nach 12 Uhr erschien Generaloberst von Brauchitsch in Begleitung von General Beck, General Fromm und General von Witzleben mit einem großen prachtvollen Kranz des Führers. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden begab sich Generaloberst von Brauchitsch mit seiner Begleitung zur Gruft und legte dort in stillem Gedenken den Kranz des Führers nieder, der auf seiner Schleife die Worte:„Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht“ trägt. Wechsel in der Berliner Gesandtschaft Rumäniens. Der Führer empfing Staatssekretär Comnen in Abschiedsaudienz. DNB Berlin, 9. März. Der Führer und Reichskanzler empfing heute den zum Staatssekretär des Bukarester Außenministeriums ernannten bisherigen Königlich=Rumänischen Gesandten in Berlin, Comnen, zur Verabschiedung.(Zu seinem Nachfolger ist der rumänische Gesandte in Brüssel, Radu Diuvara, ernannt worden.) Abschiedsessen für Staatssekretär Comnen. DNB Berlin, 9. März. Für den bisherigen Königlich=Rumänischen Gesandten, jetzigen Staatssekretär im rumänischen Außenministerium, und Frau Comnen, veranstalteten der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und Frau von Mackensen gestern abend ein Abschiedsessen, an dem auch der Präsident des Geheimen Kabinettsrates und Freifrau von Neurath sowie der Königlich=Rumänische Geschäftsträger und Frau Brabetzianu teilnahmen. Hoover bei der Vereinigung Carl Schurz. Berlin, 9. März. Die Vereinigung Carl Schurz veranstaltete am Dienstag zu Ehren ihres Gastes, des früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Herbert Hoover, im Carl=Schurz=Haus einen Empfang, an dem ferner der amerikanische Botschafter Hugh R. Wilson, Reichsbankpräsident Dr. Schacht und zahlreiche führende Vertreter von deutschen Partei= und Staatsdienststellen teilnahmen. Reichsbankpräsident Dr. Schacht begrüßte den früheren amerikanischen Staatspräsidenten Herbert Hoover als eine ihm seit langem aus sachlicher Zusammenarbeit auf den verschiedensten Gebieten bekannte Persönlichkeit. Er erinnerte insbesondere daran, daß sich Hoover als Präsident der Vereinigten Staaten im Jahre 1931 während der allgemeinen Wirtschaftskrise entschlossen habe, entscheidende Schritte zu unternehmen, um endlich die Weltwirtschaft von den Folgen des Krieges zu befreien und den Weg zu einer internationalen Verständigung zu bahnen. Hieraus sei die unter dem Namen„Hoover=Moratorium“ bekannte Aktion entstanden, die in ihren Auswirkungen zu dem Lausanner Abkommen von 1932 und damit zum Ende der Reparationen führte. Präsident Hoover dankte für den herzlichen Empfang, den ihm die Vereinigung Carl Schurz bereitet habe. Ausgehend von seinem Interesse für die technischen Errungenschaften, habe er schon frühzeitig eine große Bewunderung für die führende Rolle erhalten, die die deutsche technische Wissenschaft seit 500 Jahren innehabe. Es habe seiner Auffassung von der Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit entsprochen, wenn er sich mit allen seinen Kräften für die Wiederherstellung der durch den Krieg unterbrochenen internationalen Beziehungen eingesetzt habe. Hoover brachte anschließend seine Bereitwilligkeit zum Ausdruck, mit der Vereinigung Carl Schurz auf dem Gebiete der Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika jederzeit nach besten Kräften zusammenzuarbeiten. Der Stand der Arbeitslosigkeit in England. Die Zahl der Arbeitslosen in England betrug am 14. Februar 1810 421. Die Ziffer stellt sich um 238000 höher als Mitte Februar des vergangenen Jahres. Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim. Vorwiegend bedeckt. Das bekannte Hochdruckgebiet verlagert sich westwärts und hat nicht mehr den ausschließlichen Einfluß auf das Wetter des Festlandes. Feuchten Meeresluftmassen ist der Weg frei, über unser Gebiet hinwegzuziehen. Sie verursachen bewölktes bis bedecktes zu Niederschlägen neigendes Wetter. Vorhersage für Donnerstag: Frische Winde um West, meist stärker bewölkt bis bedeckt, leichte Niederschläge, etwas kühler. Vorhersage für Freitag: Frische Winde aus West bis Nord=Nordwest, meist stärker bewölkt, noch nicht niederschlagssicher, geringe Abkühlung. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig. 1.78 grob. die Besa. ecds 2 t. Wolaen Ingoigentel Wie sorgst Du beizeiten für Weib und Kind, wenn sie nicht reiche Erben sind?„Durch eine Lebensversicherung." Großkreis Nhaus-Toesfeld. Gauleiter Dr. Meyer verabschiedet heute die bisherigen Kreisleiter von Loesfeld und Rhaus. Bedeutungsvolle Feierstunde in der Stadthalle zu Coesfeld. Vor einer historischen Stunde. te Coesfeld, 10. März 1938. In den Analen der parteipolitischen Geschichte der Kreise Ahaus und Coesfeld wird der heutige Tag als ein Wendepunkt besonderen Ausmaßes bezeichnet werden. Im Gau Westfalen=Nord sind durch die Organisationsänderung an Stelle von bisher 30 Kreisen 18 Großkreise getreten. Die Zusammenlegung von mehreren Kleinkreisen ermöglicht es— und das waren die Erwägungen, die zu dieser neuen Parteiorganisation geführt haben— auf dem politischen Gebiete starke Kräfte zu bilden, weiter eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land herbeizuführen, auf wirtschaftlichem Gebiete alles in die Wege zu leiten, was ausgleichend und fördernd für eine große Gemeinschaft getan werden kann, und das mit einer weit größeren Dynamik, als das bisher in den Kleinkreisen möglich war, und nicht zuletzt auch kulturvolitisch mit gesteigerten Mitteln und Kräften die Kunst an das Volk und das Volk an die Kunst zu bringen. 1 Für die Kreise Ahaus und Coesfeld, die auf diesen Gebieten immer ein gemeinschaftliches eigenständiges Leben führten, wird deshalb die Neuorganisation keine einschneidende und das parteipolitische Leben nach außen hin merklich ändernde Bedeutung ausüben, da die Struktur dieser beiden Kreise eine Zusammenlegung ihrer Führung organisch möglich macht; denn neben den übergeordneten gemeinsamen parteipolitischen Zielen und Grundlagen sind hier sowohl die in der Mentualität der Bevölkerung als auch im Wirtschaftlichen und Kulturpolitischen begründeten Verhältnisse im Großen und Ganzen gleichgelagert. Diese Gegebenheiten hat der Gauleiter als Voraussetzung für die Zusammenlegung der Kreise Ahaus und Toesfeld zugrundegelegt. Wenn als Leiter des Großkreises Ahaus und Coesfeld der bisherige Kreisleiter von Warendorf, Pg. Lorenz Tewes, bestimmt wurde, so ist in ihm die Garantie gegeben, daß er die Geschicke seines Wirkungsbereiches mit einem Wissen um die Voraussetzunzen des Großkreises leiten wird. Die scheidenden Hoheitsträger der Kreise Ahaus und Coesfeld begleiten die dankbaren Wünsche der Parteigenossen und all derer, denen sie n den Jahren ihrer Tätigkeit politische Führer, Berater ind Freunde waren. Kreisleiter Lorenz Tewes. Am vergangenen Freitag verabschiedete Gauleiter Dr. Meyer im Rathaussaal zu Münster u. a. den bisherigen Kreisleiter Pg. Lorenz Tewes, Warendorf, dem er die Führung des Kreises Ahaus=Coesfeld übertrug, indem er ausführte: Kreisleiter Tewes war vor die Aufgabe gestellt, Dienst in der Partei zu tun oder im Kommunaldienst zu bleiben. Ihrem dringlichen Wunsch, so sagte der Gauleiter, in Diensten der Partei zu bleiben, habe ich entsprochen und habe Ihnen daher die Führung des Kreises Ahaus=Coesfeld übertragen. Gauleiter Dr. Meyer nannte einige Daten aus dem Leben des Kreisleiters Tewes und dankte ihm für die treue, erfolgreiche Arbeit. Kreisleiter Lorenz Tewes, der bisher den Kreis Warendorf der NSDAP leitete, wurde am 12. Dezember 1898 in Gelsenkirchen geboren. Sofort bei Ausbruch des Weltkrieges meldete sich Parteigenosse Tewes als Kriegsfreiwilliger und wurde, obwohl er damals erst 15 Jahre alt war, bereits Anfang Oktober 1914 bei der Reitenden Abteilung des Feld=Artillerie=Regiments Nr. 8 eingestellt. Während des Krieges wurde Parteigenosse Tewes mehrfach verwundet. Im Februar 1919 schied er, nachdem er bereits am 1. August 1918 zum Leutnant befördert war, aus dem Heeresdienst als 30% kriegsbeschädigt aus. Das Jahr 1921 sah ihn als Freikorpskämpfer in Schlesien, hier wurde er mit dem Schlesischen Adler ausgezeichnet. 1923 beteiligte er sich aktiv am Abwehrkampf im Ruhrgebiet. Anschließend brachte er sein Studium zum Abschluß 1 Der neue Hoheitsträger des Großkreises Ahaus=Coesfeld, Pg. Lorenz Tewes. Ehrenvolle Verabschiedung- Feierliche Einführung Politische, wirtschaftliche und kulturpolitische Gründe haben eine Organisationsumänderung im Gau Westfalen=Nord bedingt, die auch auf die Kreise Ahaus und Coesfeld von einschneidender Bedeutung sein werden. Eine labile Parteiorganisation erforderte in den beiden Kreisgebieten, wie im ganzen Gau, eine Verschiebung, beziehungsweise Aenderung der personellen Führung. Für die politischen Kreise Ahaus und Coesfeld wirkte sich dieser Umbruch dahin aus, daß als Leiter des Großkreises Ahaus=Coesfeld der bisherige Kreisleiter von Warendorf, Pg. Lorenz Tewes, vom Gauleiter bestimmt wurde. Der bisherige Kreisleiter des Kreises Ahaus, Pg. Blanke, wird sich als 1. Beigeordneter der Stadt Rheine wichtigen kommunalpolitischen Aufgaben widmen, für die er neben seiner parteipolitischen Organisations= und Führungstätigkeit als langjähriger Bürgermeister der Stadt Stadtlohn eine reiche praktische Erfahrung gesammelt hat. Kreisleiter Pg. Julius Bielefeld. der Hoheitsträger des Kreises Coesfeld, ist mit der politischen Führung des Kreises Lüdinghausen beauftragt worden. Im Zuge der Neuorganisation verdient besondere Erwähnung die Beauftragung des bisherigen Kreisleiters von Gladbeck, Pg. Gustav Bockermann, mit dem Amte des Schulrats in Coesfeld. Die feierliche Einführung des neuen Kreisleiters Tewes und die ehrenvolle Verabschiedung der bisherigen Kreisleiter Blanke und Bielefeld wird heute nachmittag Gauleiter Dr. Meyer um 15 Uhr in der Coesfelder Stadthalle vornehmen. und wurde 1925 Diplom=Ingenieur. Später war er bis 1931 Abteilungsleiter bei der Eisen= und Stahlindustrie in Essen. Der nationalsozialistischen Bewegung gehörte Parteigenosse Tewes schon vor der Machtübernahme an. Vom 1. April 1932 bis zum 30. September 1932 betätigte er sich in der Gauorganisationsleitung des Gaues WestfalenNord. Anschließend gehörte er bis zum Oktober 1933 der Kreisleitung Gelsenkirchen der NSDAP an, bis er am 10. Oktober des gleichen Jahres durch das Vertrauen des Gauleiters zum Kreisleiter des Kreises Gelsenkirchen ernannt wurde. Seit 1934 leitet Kreisleiter Tewes den Kreis Warendorf der NSDAP. Gleichzeitig versah er in Warendorf das Amt eines ehrenamtlichen Bürgermeisters. Kreisleiter Tewes hatte sich in den vier Jahren seiner Warendorfer Tätigkeit bestens in die ländlichen Verhältnisse eingelebt und eingefühlt, wie er auch stets bestrebt gewesen ist, zu allen Orten und zur ganzen Bevölkerung seines Gebietes die engsten Beziehungen zu pflegen. Ueberall uno zu jeder Zeit wußte er das richtige Wort zu finden, Brücken zu schlagen und ausgleichend zu wirken, wie er auch Energie und Milde in sich vereinigte. So bringt auch der Kreis Ahaus=Coesfeld seiner Führung das vollste Vertrauen entgegen, dessen er sich bei der Gauleitung und in den Kreisen seines bisherigen Wirkens erfreut. * Kreisleiter Blonke. Durch die Neuorganisation der Kreisführungen im Gau Westfalen=Nord ist der bisherige Hoheitsträger des Kreises Ahaus und Bürgermeister der Stadt Stadtlohn, Der bisherige Hoheitsträger des Kreises Ahaus, Pg. Blanke. Pg. Blanke mit dem Amte des I. Beigeordneten der Stadt Rheine beauftragt worden. Seit dem Jahre 1931 Ortsgruppenleiter von Stadtlohn und als solcher ein Vorkämpfer der Idee auf einem der schwierigsten Posten, seit dem 1. April 1934 Kreisleiter des Kreises Ahaus und als Bürgermeister von Stadtlohn hat er sich in steter weltanschaulicher, politischer und organisatorischer Arbeit den Ruf eines unentwegten Soldaten Adolf Hitlers, eines weitsichtigen Lenkers der parteipolitischen Entwicklung und geschulten Kommunalpolitikers erworben, der ihn im Kreise Ahaus die treue Gefolgschaft aller Aufbaukräfte, die er weitschauend zusammenzufassen wußte, sicherte. Der verdienstvolle Kämpfer des Weltkrieges und nimmermüde Streiter für die nationalsozialistische Idee hinterläßt bei seinem bevorstehenden Amtsantritt in der Emsstadt in dem Kreise Ahaus einen aufgeschlossenen Boden für die Ziele der Bewegung und übergibt dem neuen Hoheitsträger ein Kreisgebiet, das in langen Jahren schwersten Vorbereitungskampfes erstritten wurde und in der letzten Vergangenheit bewiesen hat, daß seine Menschen geschlossen unter der Standarte des Führers und seiner Bewegung stehen, ein Grenzland, dessen Nöte und Tugenden einen Menschenschlag gemeißelt haben, der aus hartem Stein, aber treuen Herzens gewachsen ist und der seine Pflicht den Forderungen der großen Gegenwart gegenüber stets zu tun bereit ist. * Kreisleiter Julius Bielefeld. Pg. Julius Bielefeld wurde gevoren am 2. Oktober 1905 zu Dülmen als Sohn des verstorbenen Justizinspektors Ludwig Bielefeld. Kreisleiter Bielefeld mit der politischen Führung des Kreises Lüdinghausen beauftragt. Photos(3): Archiv. Der Vater des Kreisleiters war in Dülmen eine bekannte Persönlichkeit und machte sich einen Namen durch seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Heimatgeschichte Dülmens. In jahrzehnter langer Tätigkeit erforschte Ludwig Bielefeld die historischen Quellen und veröffentlichte sie in einer stattlichen Reihe von Bänden. Seine Ergebnisse faßte er auch zusammen in der Zeitschrift„Heimatblätter“, die er im Auftrage des Heimatvereins Dülmen herausgab. Nach dem üblichen Schulbesuch schlug Julius Bielefeld zunächst die Laufbahn bei der Justizverwaltung ein und ging dann zur Zollverwaltung über. Sein Bruder Ludwig fiel auf dem Felde der Ehre, sein Bruder Franz ist heute SA=Oberführer in Hamm. Die Mutter des Kreisleiters hat in den Kampfjahren der Bewegung, als ihre beiden Söhne Franz und Julius in der SA die Straße vom Terror befreiten, viel an mütterlichen Sorgen auszustehen gehabt, stand aber ihren Söhnen mit Verständnis und Mut zur Seite. Anläßlich der Feier des 10 jährigen Bestehens der NSDAP in Dülmen übersandte ihr der Führer und Reichskanzler sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift, und Gauleiter Dr. Meyer überreichte ihr ein ehrendes Diplom. Der Name Bielefeld ist für die NSDAP des ganzen Münsterlandes, vor allem des westlichen Münsterlandes zu einem Begriffe geworden. Von Dülmen aus, das Julius Bielefeld später mit geschichtlicher Berechtigung zum Sitze seines Hoheitsgebietes als Kreisleiter machte, wurde die Fackel der Bewegung in das Münsterland hinausgetragen. Franz und Julius Bielefeld waren die Führer der aktiven Gruppe, die sich in dem damals wesentlich anders eingestellten Dülmen, zusammenscharrte und von hier aus die Ideen des Führers im Kreise Coesfeld und in den benachbarten Kreisen verbreitete. Bereits 1923 gehörte Julius Bielefeld mit seinem Bruder dem Westfalenbunde an und beteiligte sich an der Niederwerfung des roten Mobs. 1924 schloß sich der heutige Kreisleiter dem Völkisch=Sozialen Block an, der damaligen Dachorganisation der verbotenen NSDAP. Nach der Aufhebung des Verbotes der Der neue Schulrat in Coesfeld, Pg. Bockermann. der bisherige Kreisleiter von Gladbeck. Mater: Gladb. Volksztg. tag der vergangenen Woche in Buer den bisherigen Kreisleiter von Gladbeck, Pg. Gustav Bockermann, ehrenvoll verabschiedete und ihm das Amt des Schulrats in mener SA unter Bielefeld legte eine Unerschrockenheit an den Tag, durch die sie weit in das Münsterland und in das Industriegebiet hinein bekannt und gefürchtet wurde; sie war die kampferprobteste SA des MünManner des Fähters in Beorangnis waren ober hie Unterstützung der SA Bielefelds benötigten. Auf den Parteitagen der NSDAP war Julius Bielefeld seit 1926 vertreten. 1929 weilte er bereits mit 16 Kämpfern aus seiner Dülmener Ortsgruppe in Nürnberg, um sich die innere Kraft zum unentwegten Einsatz für den Kampf des Führers zu holen. Pg. Julius Bielefeld war von Anfang an als Politischer Leiter tätig. Zuerst als Ortsgruppenleiter der NSDAP in Dülmen, die unter ihm im April 1934 das 10 jährige Bestehen begehen konnte, im gleichen Monat berief ihn der Gauleiter zum Hoheitsträger der NSDAp des Kreises Coesfeld. Er hat an allen Aufmärschen des Ruhrgebietes und des westlichen Münsterlandes teilgeAm Sonn Reichska auf des sehmen. Durch Stapella weltweit neuten en F einem fü Deutschla Woh vordring Dieser St kropas tägl er die Bl. tems, zu den Tat e Die SA ehrte die Verdienste ihres alten Mitkämpfers vor kurzem mit der Ernennung des Kreisleiters Bielefeld zum SA=Sturmhauptführer. Kreisleiter Bielefeld ist auch Mitbegründer der 53 und Träger des HI=Ehrenzeichens. Unter der Leitung von Pg. Julius Bielefeld erfuhr die NSDAP des Kreises Coesfeld in den letzten 4 Jahren den Ausbau ihrer inneren Geschlossenheit und ihrer organisatorischen Gestaltung. Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Gestaltung des Kreises wurde von ihm wesentlich beeinflußt und gefördert. Pg. Julius Bielefeld hinterläßt seinem Nachfolger einen Kreis, der in Ordnung ist, und er darf mit Stolz auf sein geschaffenes Werk zurückblicken. Durch die Umorganisation im gesamten Gaugebiet erfolgt nunmehr die Betreuung Bielefelds als Kreisleiter mit dem benachbarten Kreise Lüdinghausen, wo er heute abend nach dem Akte in Coesfeld vom Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer in sein neues Amt eingeführt wird. Der Führ 11.30 Uhr von Reich iigen führe wird. auf dem und der Fü Stadt zu usch von Howaldt. itung und wwohnen w Der Sta für 13.05 mden nebe ag mit de nen, insge wesend sei trienden S. e Brauch, zieht, win der Tatsa ljakt vorn ihr getat nieben. 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