lich durch Boten 2,10 Mk., durch die 2,20 Rm. einschl. 0,40 Rm. Postgebühren, zuzügl. 0,42 Rm. Bestellgeld. Schriftleitung und Geschäftsstelle in Ahaus: van=Delden=Str. 8. Telegr.Adresse: Kreiszeitung Ahaus i. W Fernruf Nr. 450. Postschließfach 65 Postsches=Konto: Hannover 22 739. Verlag: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., 57. Jahrgang. Geschäftsstelle in Gronau: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Adolf=Hitler=Straße 86, Fernsprecher Nr. 260. Bankkonten: Kreis= und Stadtsparkasse Ahaus, Gewerbebank Ahaus, Städt. Sparkasse Gronau i. W. und Gronauer Volksbank. Anzeigenpreis für sämtliche Zeno=Zeitungen 10 Pfa. bei 22 Millimeter Breite, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus 3 Pfa. Nachlaß nach Preisliste. 47000 Hektar werden Kulturland. llelioration des hunte=Gebietes.— Besichtigungsfahrt des Oberpräsidenten Lutze. Ein gewaltiges Projekt. DNB Diepholz, 8. März. Der Oberpräsident der Provinz Hannover, Stabschef dutze, unternimmt z. Zt. eine größere Besichtigungsvon durch den Norden der Provinz, um sich über die vordinglichsten Probleme zu unterrichten. Die Bereisung Jrohm ihren Anfang in Diepholz, wo der Oberpräsident in Gegenwart von Vertretern der beiden Regieungspräsidenten Hannover und Osnabrück am Dienstag Vorarbeiten zu dem großzügigen Projekt der Duemner=Hunte=Regulierung besichtigte. Im Sitzungssaal des Landratsgebäudes von Diepholz grüßte Regierungspräsident Diels=Hannover den Vberpräsidenten Lutze und gab einen geschichtlichen Ueberich über den Plan der Bedeichung des Duemmer=Sees der Wasserregulierung in der Hunte=Niederung. Imzr wiederkehrende Naturkatastrophen in Form riesiger leberschwemmungen machten jeden Fortschritt der Landwvölkerung zunichte. Die überragende Bedeutung des großen Meliorationssojektes, dessen Beginn erst der Schaffenskraft des DritReiches vorbehalten blieb und das jetzt in Angriff aommen und in fünf Jahren zum Abschluß gebracht meden soll, ergibt sich daraus, daß von dem vor Ueberschwemmungen geschützten Ackerland 51 000 Zentner Roggen geerntet werden können. die jährlichen Mehrerträge des geschützten Grünlandes werden über 51 Millionen Liter Milch oder 38 Millionen Pfund Butter betragen. Wenn man die Mehrerträge auf die gewonnene Gesamtfläche umrechnet, würden damit 21 000 Hektar Neuland geschaffen werden. Staatsminister Pauly von der oldenburgischen Staatsregierung hob die Bedeutung des Werkes hervor. Es handele sich um ein Gebiet im Gesamtumfange von 47000 ha, das also größer sei als die Pontinischen Sümpfe und jetzt in Kulturland umgewandelt werden soll. Der preußische Regierungs= und Baurat Jenner vom sulturbauamt Hannover gab nähere Erläuterungen zu dem Projekt. Die Kosten für die Wasserregulierung etragen rund 9 Millionen Mark, die zu 90 v. H. vom 1000 als deutsches Schicksalsjahr." der österreichische Bundesminister Glaise=Horstenau über den deutschen Weg Oesterreichs. : Stuttgart, 7. März. Im überfüllten und mit den Wappen der österreichihen Bundesländer geschmückten Kuppelsaal des Stuttgarter Kunstgebäudes sprach am Montagabend auf Einladung des Deutschen Auslandsinstituts der österreichische Jundesminister Dr. Glaise=Horstenau über„Das 1000 als deutsches Schicksalsjahr“. Er erklärte zu nachst, nicht als Politiker, sondern als Historiker zu spregen. Dennoch habe sein scheinbar weit abliegendes zahlreiche Beziehungen zur Gegenwart, da sich werde, wie sehr im deutschen Ostraum das Antlitz neleuropas seine wichtigsten und entscheidenden Züge en um das Jahr 1000 unserer Zeitrechnung erhalten sabe. Der Redner begann seine Ausführungen über das deutsche Geschehen im Osten mit der Darstellung der Besedlung des heutigen westlichen Deutsch=Oesterreich durch de Bayern, schilderte den ersten avarisch-slawischen Ansurm, den Einbruch der Magyaren bis zu dem Augenblick, Otto I. die Eindringlinge im Jahre 955 auf dem sechfeld entscheidend aufs Haupt schlug. Er zeigte, wie q von nun an das schicksalhafte Bild des Jahres 1000 von der Landkarte abhebt. Versuche, die nördlichen und wilchen Kolonisationsgebiete zu einem geschlossenen seutschen Oesterreich zusammenzuführen, mißlangen immer dieder. Nachdem der Bundesminister das Kartenbild ans dem Jahre 1000 mit dem nach dem Zusammenbruch 1918 verglichen hatte, schloß er seinen außerordentlich netessanten Vortrag mit den mit stürmischem Beifall ugenommenen Ausführungen: „das klein gewordene, als Strandgut der Katastrophe Feungebliebene Oesterreich ragt als rein deutsches zund wieder tief in den von fremden Staaten erfüllten vonauraum hinein. Es kann nur in naher Anlehnung an das große von Adolf Hitler zu neuem Glanz emporFuhrte Deutsche Reich politisch, kulturell und wirtschaftgedeihen, in einer nahen Anlehnung, die zu erreichen zu festigen eben erst wieder zu Berchtesgade, die gahter der beiden Staaten bekundet haben. Dieses Seterreich fühlt sich bei allem staatlichen Eigenleben als dertiges und aufgabenreiches Glied jenes großen dlsdeutschen Reiches, das über alle Grenzen hinweg in demeinsamkeit von Blut und Boden, von Kultur und deis begründet und verbürgt ist.“ on einem Schlußwort dankte Oberbürgermeister Dr. Sbelin dem Bundesminister für seine interessanten gungen. Er schloß die gewaltige Kundgebung für iendeutschen Gedanken mit einem Siegheil auf den das mit dem gemeinsamen Gesang der Nationalgymnen bekräftigt wurde. Reiche übernommen werden. Weiterhin sind dann noch erhebliche Kosten— 30— Millionen— erforderlich, um die Flächen, die durch die dauernden Ueberschwemmungen völlig versauert sind, in wertvolle Pflanzenfuttergelände zu verwandeln. Oberpräsident Lutze stellte nunmehr die offizielle Gründung des Hunte=Wasserverbandes fest und dankte allen Beteiligten, die das Projekt wieder aufgegriffen, vorwärts getrieben und zum Abschluß gebracht haben. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß mit den Landesgrenzen und sonstigen Widerständen in echt nationalsozialistischer Tatkraft aufgeräumt wurde, damit auch hier wieder ein Werk vollbracht werde nicht nur zum Besten der engeren Heimat, sondern auch durch die für alle Zukunft geschaffene Verbreiterung der Ernährungsgrundlage zum Segen für die Provinz Hannover und damit für das ganze deutsche Vaterland. Kurzer Aufenthalt von Ribbentrops in London. DNB Berlin, 8. März. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop begibt sich heute abend mit dem fahrplanmäßigen Zuge zu einem kurzen Aufenthaltnach London. Jagodas angebliche Mordbefehle an den Arzt Lewin. Wie zunächst Krestinski erklärt auch der frühere SPU=Chef, in der Voruntersuchung die Unwahrheit gesagt zu haben. Patienten, die mit ärztlicher Hilfe beschleunigt starben. Moskau, 8. Mär Die Montagabendsitzung im Moskauer Theaterprozeß stand weiter im Zeichen energischen Widerstandes Bucharins gegen die Bezichtigungen des Staatsanwaltes. Während die Ankläger größtes Interesse bezeigten, gemäß der Anklageschrift die terroristische antibolschewistische Tätigkeit der Todeskandidaten bereits im Jahre 1918 beginnen zu lassen, ließ sich Bucharin nicht erschüttern. Vier Stunden lang entrollte die Gerichtsverhandlung ein eigenartiges Bilt, der Cliquenkämpfe zwischen„linken“ und„rechten“ Kommunisten, die in den ersten Jahren nach der bolschewistischen Revolution hin= und hergingen. Bucharin verlangte dann, einige Fragen an die Zeugen stellen zu dürfen. Bereits seine erste Frage brachte aber die lebhafte Mißbilligung des Gerichts hervor, denn er legte damit den Finger auf eine wunde Stelle der Parteigeschichte. Der Vorsitzende wies seine Frage als nicht zum Prozeß gehörend zurück. Darauf antwortete Bucharin bissig:„Und was hat der gegenwärtige Prozeß mit den Angelegenheiten der linken Kommunisten aus dem Jahre 1918 zu tun?“ Auch die weiteren Fragen Bucharins, die sich auf die damaligen Machtkämpfe bezogen, lehnte das Gericht ab. Nun ließ der Sowjetanwalt weitere„Zeugen“ aufmarschieren, darunter den ehemaligen Vizepräsidenten der Moskauer Tscheka. Manzew, sowie den ehemaligen Sowjetgesandten in Stockholm. Ossinski. Alle diese Zeugen befinden sich seit langer Zeit in Haft. Obwohl die in Frage stehenden Vorgänge 20 Jahre zurückliegen, wollten sich sämtliche„Zeugen“ genau an alle Einzelheiten ihrer Gespräche mit Bucharin erinnern können. Alle waren sich darin einig, daß Bucharin im Jahre 1918 eine Verschwörung gegen Lenin und Stalin sowie Swerdlow angezettelt habe mit dem Ziel, diese zu ermorden. Der ehemalige Tscheka=Häuptling Manzew erwies sich dabei als ein besonders brauchbarer Zeuge. Auf Bucharin aber machten die Aussagen dieser Zeugen keinen Eindruck; er bestritt ihre Behauptungen, daß er Lenin damals nach dem Leben getrachtet habe, ganz kategorisch. Mit der Dienstag=Verhandlung begann ein neuer Abschnitt des Prozesses, der Komplex Jagoda. Zuerst wurde der frühere Oberarzt des Moskauer KremlKrankenhauses, Lewin(!), vernommen. Lewin war seit Jahren behandelnder Arzt bei fast allen Sowjetgewaltigen. So ist es nicht verwunderlich, daß auch seine Bekanntschaft mit Jagoda schon aus dem Jahre 1920 datiert. Er begann seine Aussagen schon mit charakteristischen Einzelheiten. Er fand es selbstverständlich, daß der allgewaltige GPU=Chef ihm, seinem Leibarzt, besondere„Aufmerksamkeiten“ zuteil werden ließ, so z. B. ihm wertvolle Geschenke, ein wohleingerichtetes Landhaus, französische Weine, zollfreie Einfuhr ausländischer Waren usw. zur Verfügung stellte, ja, ihm sogar mehrmals die Erlaubnis für Auslandsreisen erwirkte.„Für Jagoda waren dies alles ja Kleinigkeiten“, bemerkte der Angeklagte hierzu. Lewin ist ferner seinen Aussagen zufolge bei Gorki als Hausarzt aus= und eingegangen, insbesondere seit Gorki sich von 1932 ab ständig in der Sowjetunion aufhielt. In der Villæ Gorkis unweit Moskaus traf Lewin oft mit Jagoda zusammen, der dort ein häufiger Gast gewesen sei. Im Jahre 1932 habe Jagoda ihm, Lewin, den ersten verbrecherischen Auftrag gegeben, den Sohn Gorkis, Matim Peschkow, aus dem Wege zu schaffen. Als der entsetzte Arzt seinen allgewaltigen Auftraggeber nach den Gründen fragte, habe dieser nur geantwortet, Gorkis Sohn sei ein unnützer Mensch, ein Alkoholiker. Er könne der Stellung seines Vaters nur schaden. Sie wissen, ich trage die Verantwortung für das Leben der leitenden Männer und Regierungsmitglieder“, so habe Jagoda zu Lewin gesagt.„Ich habe Veranlassung, Ihnen diesen Vorschlag zu unterbreiten. Beachten Sie im übrigen, daß bei Nichterfüllung meines Auftrages Sie selbst und Ihre Familie sich in große Gefahr begeben.“ Auf diese furchtbare Drohung hin will Lewin versprochen haben, den Tod des Peschkow herbeizuführen. Der zweite Mordauftrag Jagodas habe sich auf Menschinski, Jagodas Vorgänger in der Leitung der GPU, bezogen, der zu dieser Zeit schon ein todkranker Mann gewesen sei. Jagoda habe, so gestand Lewin jetzt, ihn rufen lassen und zu ihm gesagt: „Menschinski ist bereits ein lebendiger Leichnam. Es ist besser, sein Ende zu beschleunigen. Uebernehmen Sie das.“ Lewin will darauf geantwortet haben, daß Menschinski seiner Ansicht nach noch unbestimmte Zeit um sein Leben kämpfen könne. Darauf habe Jagoda lediglich bemerkt:„Es ist notwendig, Menschinski umzubringen“. Lewin habe dann darauf hingewiesen, daß es ihm notwendig erscheine, auch den Hausarzt Menschinskis, den Angeklagten Kasakow, in das Komplott einzubeziehen. Jagoda habe darauf ihm, Lewin, den Auftrag gegeben, Kasakow zu bearbeiten und diesen nach kurzer Zeit auch selbst ins Gebet genommen. Der. Angeklagte Kasakow, daraufhin vom Staatsanwalt aufgerufen,„bestätigt“, daß Jagoda ihn im Jahre 1933 zu sich zitiert und mit den gräßlichsten Drohungen zur Teilnahme an der Beseitigung Menschinskis gezwungen habe.„Völlig terrorisiert“ sei er — Kasakow— darauf eingegangen. Nunmehr kann der Staatsanwalt nicht mehr umhin, Jagoda selbst zu befragen. Da geschieht das Unerwartete: Jagoda, aufgefordert, die Aussagen Lewins und Kasakows zu bestätigen, antwortet mit leiser Stimme:„Ich habe den Arzt Kasakow überhaupt zum ersten Male auf der Anklagebank während dieses Prozesses gesehen! Auch an Lewin habe ich niemals die von ihm erwähnten Aufträge gegeben. Ich bekenne mich zwar schuldig, die Beseitigung Kuibyschews und Gorkis in die Wege geleitet zu haben, aber mit dem Tod des Sohnes Gorkis und Menschinskis habe ich nicht das Geringste zu tun.“ Die Erklärung Jagodas ruft allgemein die größte Bestürzung hervor. Aufgeregt schnellt der Staatsanwalt von seinem Stuhl und richtet an Jagoda die Frage: „Haben Sie nicht in der Voruntersuchung ganz andere Aussagen abgegeben?“ Darauf antwortet Jagoda:„Ja, in der Voruntersuchung habe ich die Unwahrheit gesprochen, aber jetzt spreche ich die Wahrheit“. Wyschinski verliest darauf aus den Akten der Voruntersuchung die entsprechenden, damals von Jagoda abgelegten„Geständnisse“ und fragt Jagoda erneut: „Warum haben Sie während der Voruntersuchung die Unwahrheit gesprochen?“ Nach langer Pause antwortet Jagoda, Wyschinski mit dem Blick eines verwundeten Tieres fixierend:„Ich ersuche den Bürger Staatsanwalt, mir die Antwort auf diese Frage zu erlassen.“ Noch einmal mobilisiert jetzt Wyschinski die übrigen„Angeklagten“, so Lewin, Kasakow, Maximow, Krjutschkow, die bereitwillig ihre Aussagen zur Belastung Jagodas wiederholen. Dazu bemerkt Jagoda nur noch monoton:„Lewin lügt, Kasakow lügt, Krjutschkow lügt!“ Nach diesem dramatischen Zwischenfall wird Lewin aufgefordert, seine Aussagen fortzusetzen. Im Jahre 1934 habe, so fährt er fort, Jagoda ihm den dritten Mordauftrag gegeben, diesmal Gorki selbst und das Mitglied des Politbüros Kuibyschew betreffend. Er will dem zunächst widerstrebt haben. Darauf habe Jagoda ihm die„Lage“, die ein solches Vorgehen notwendig mache, folgendermaßen erklärt: In der bolschewistischen Partei bestohe die größte Unzufriedenheit mit der Parteileitung. Ueberall im Lande hätten sich starke Oppositionsgruppen gebildet. Um diese Strömung zu unterstützen, müsse man einige Persönlichkeiten aus dem Wege schaffen, und zwar müsse man, um alles Aufsehen zu vermeiden, mit solchen Persönlichkeiten beginnen, von denen man bereits wisse, daß sie krank seien, wie Gorki. der tuberkulös, und Kuibyschew, der schwer herzleidend sei. Jagoda habe dabei von einer„historischen Notwendigkeit“ gesprochen und im Falle Gorki noch hinzugefügt, daß dieser beseitigt werden müsse, (Fortsetzung von der 1. Seite.) Deutschland und die Weltwirtschaft. Zur Leipziger Rede des Reichswirtschaftsministers, (Von unserer Berliner Schriftleitung.) E. R. Berlin, 7. März. Es war zum ersten Mal nach Antritt seines hohen Amtes, daß Reichswirtschaftsminister Funk vor einem Weltforum über die Wirtschaftspolitik des Deutschen Reiches sprach, und darum ist es selbstverständlich, daß mit den Zehntausenden, die gestern der Eröffnung der Leipziger Messe beiwohnten, Millionen und Abermillionen von Menschen im In= und Ausland seine Ausführungen mit Spannung erwartet und verfolgt haben. Das Interesse galt sowohl dem Träger des Amtes als auch der Person, denn längst hat Walther Funk sich als Wirtschaftspolitiker höchsten Grades einen internatonalen Namen gemacht. Keiner hat so beharrlich, so scharfsinnig und so leidenschaftlich die Versailler Machtpolitik als die Wurzel alles wirtschaftlichen Elends in der ganzen Welt, als die Ursache nicht nur der deutschen, sondern auch der allgemeinen Krise angeprangert, Deutschlands Diskriminierung als Verbrechen am Lebensrecht der Menschheit, vor allem natürlich am Lebensrecht des deutschen Volkes, gekennzeichnet und Deutschlands Recht und Pflicht zur Loslösung aus den noch vorhandenen oder noch nachwirkenden Verstrickungen des Versailler Diktats angekündigt. In diesen Feststellungen, Anklagen und Ankündigungen gipfelt auch die gedankentiefe und von nationalem Stolz durchglühte gestrige Rede, in der der Minister die deutsche Wirtschaftsgestaltung in Beziehung zur Weltwirtschaft setzte. Deutschland verlangt als gleichberechtigter Partner den Anteil an der Weltwirtschaft. der ihm nach seiner Größe und Volksmenge, nach seinen Anstrengungen und Leistungen gebührt. Es verlangt ihn nicht nur seiner Ehre und Würde und seiner Lebensnotwendigkeiten wegen, sondern auch zur Wiederherstellung des wirtschaftlichen Weltfriedens, der so nötig wie der politische ist. Wenn Deutschland den Weg des Vierjahresplanes beschritten hat, so ist es woyl von dem Zwang getrieben worden, seinen Bedarf an Rohstoffen soweit irgend möglich aus Eigenem zu decken, da ihm die Deckung aus den Schätzen der Welt erschwert und verwehrt ist. Aber der Vierjahresplan hat auch seine weltwirtschaftliche Bedeutung, indem er Deutschland mit seinen 70 Millionen Verbrauchern zu einem krisenfesten Partner am Weltmarkt macht, der der Welthandelsförderung besser dienen kann als die Staaten, die von Währungs= und Wirtschaftskrisen geschüttelt werden und vergeblich versuchen, die Brüche und Risse mit veralteten, nicht mehr haltbaren Methoden zu verkitten. Das Problem der Schuldentilgung und das Kolonialproblem stellt Minister Funk blar als die letzten Rudimente aus der Epoche des politischen und wirtschaftlichen Zerstörungswahnsinns heraus. Schonungslos bezichtigt er das Ausland, daß es durch gewissenlose Kreditgewährung unter gleichzeitiger Ausbeutung Deutschland in die Verelendung getrieben hat, unter der es nun selbst auch leidet. Deutschland will das Problem mit vollem Einsatz seiner wirtschaftlichen Kräfte lösen, aber es verlangt den gleichen Einsatz von den andern. Und wie die Schuldenregulierungsfrage ist auch die Kolonialfrage eine Frage der nationalen Ehre. Wirtschaftlich gesehen, ist uns nicht mit der uns so beredt angebotenen„Offenen Tür“ gedient, weil, wie der Minister geistreich formulierte, sie uns wieder zugeschlagen werden könnte; wir brauchen neue Produktionsgrundlagen in eigenem, unantastbarem Besitz. Wir verlangen die Rückgabe der Kolonien, aber auch mit den Argumenten der Ehre und Würde; sie sind uns nicht nur aus wirtschaftlichen Erwägungen genommen, sondern der Raub ist offen als entehrende Strafe bezeichnet worden. So deutlich und so scharf ist das Ausland wohl noch nie an seine Schuld erinnert worden. Und doch geschah es nicht, um es zu reizen oder zu beschämen, sondern um es sich auf seine Verantwortung für den politischen und wirtschaftlichen Frieden der Welt besinnen zu lassen. Inzwischen geht Deutschland, das unter nationalsozialistischer Führung allein aus eigener Kraft bergan geschritten ist, seinen Weg in gesundem Selbstvertrauen weiter. Denn, so ließ der Minister seine Rede ausklingen, und so klingt es in jeder deutschen Seele nach. Deutschland kann nur durch Deutschland groß und stark werden. Schwere Erdbeben in Son Salvador. DNB San Salvador, 8. März. In den letzten Tagen ist die Stadt Ahuachapan von einem schweren Erdbeben und Unwettern heimgesucht worden. Zahlreiche Häuser, darunter auch das Krankenhaus der Stadt, sind eingestürzt. Eine große Zahl von Einwohnern ist durch die einstürzenden Hauswände verletzt worden. Ueber 200 Schiffseinheiten vor dem Führer. Das Programm der großen Flottenparade im Golf von Neapel. DNB Rom. 8. März. Ueber die große Flottenparade zu Ehren des Führers im Golf von Neapel wurde am Montagabend durch die Agentur Stefani eine Reihe von interessanten Einzelheiten veröffentlicht. Demzufolge nehmen an der Parade über 200 Schiffseinheiten teil, darunter die zwei umgebauten 25 000Tonnen=Linienschiffe„Cavour“ und„Cesare“ sowie 90 U=Boote. Der Führer wird zusammen mit dem Duce an Bord des Admiralsschiffes„Cavour“ die Parade abnehmen. Der erste Teil der Parade spielt sich im Hafen von Neapel ab, wo das gesamte erste Geschwader in geschlossener Formation den Führer erwartet. Nach den vorgeschriebenen Ehrenbezeugungen wird das Geschwader geschlossen den Hafen verlassen. Der zweite Teil zerfällt in eine Reihe von Kampfhandlungen, die unter Teilnahme der gesamten U=Bootflottille des zweiten Geschwaders unter weitgehender Einnebelung ihrer Formationen und unter starkem Einsatz von Bombengeschwadern bis auf die Höhe der Insel Ischia durchgeführt werden. So werden U=Boot= und Torpedoangriffe’auf die beiden Linienschiffe„Cavour“ und„Cesare“ stattfinden. In einer weiteren Phase werden Scharfschießübungen auf das funkentelegraphisch gelenkte Zielschiff „San Marco“ ausgeführt. Später wird auf der Höhe der Insel Ischia ein Durchbruchsmanöver einer Torpedobootsflottille durchgeführt, anschließend werden die Linienschiffe von Fluggeschwadern mit Bomben und Lufttorpedos aus geringster Höhe angegriffen werden. Ein gewaltiges Schauspiel wird die Schlußphase bilden, während der sich sämtliche Einheiten der beiden Geschwader fächerartig vom Fuße des Vesuvs bis hinüber nach den Posilippo verteilen und in vollem Flaggenschmuck auf einer Front von über 10 km Anker legen. An dieser Front werden alsdann die geschlossenen U=Bootformationen vorbeifahren, während gleichzeitig die Schnellboote mit größter Geschwindigkeit im ganzen Hafen ausschwärmen und die Flugzeuge noch einmal über dem Golf erscheinen. Abends werden die Kriegsschiffe festlich illuminiert werden und den ganzen Golf mit dem Spiel ihrer gewaltigen Scheinwerfer beleben. Jagodas angebliche Mordbefehle an den Arzt Lewin. (Fortsetzung auf der 2. Seite) da er der Regierung und Stalin persönlich aufrichtig ergeben sei und eine ungeheure Autorität innerhalb und außerhalb der Sowjetunion besitze. Als Helfershelfer habe Jagoda Lewin auf die Aerzte Pletnjow und Winogradow hingewiesen(letzterer ist während der Voruntersuchung„gestorben“, befindet sich also nicht unter den „Angeklagten" des gegenwärtigen Prozesses) sowie auf den Sekretär Gorkis, Kasakow und den Privatsekretär Kuibyschews, Maximow. Jagoda, vom Staatsanwalt erneut befragt,„bestätigt" für diese beiden Fälle den von Lewin angeführten Sachverhalt. Im folgenden gibt Lewin im einzelnen an, auf welche Weise die genannten Aerzte den Tod der vier Opfer herbeiführten. Peschkow sei im angeheiterten Zustand dazu gebracht worden, sich eine Lungenentzündung zu holen(!). Lewin, Pletneow und Kasakow hätten ihn dann systematisch mit einer Fülle falscher Medikamente, die die Herztätigkeit des Kranken übermäßig anregten, zu Tode kuriert. An dieser Stelle ersucht Jagoda das Gericht, an Lewin eine Frage stellen zu dürfen, was ihm aber strikt abgelehnt wird. Menschinski, so fährt Lewin fort, hätte vor allem Kasakow und Pletneow auf dem Gewissen, die durch entsprechende Arzneien eine Angina Pectoris des bereits Schwerkranken hervorgerufen hätten. In ähnlicher Weise sei auch Kuibyschew von den vier Aerzten zu Tode behandelt worden, indem sie ihm neben anderem heftige Bewegung statt Bettruhe verordneten und durch ungeheure Mengen von Medikamenten dabei nachhalfen. Gorki hat man gleichfalls veranlaßt, sich trotz seiner schwer kranken Lunge übermäßig viel zu bewegen. Bei einem Grippeanfall hätten ihm die„Angeklagten" dann täglich 40 Kampferspritzen und die stärksten das Herz angreifenden Medikamente verabreicht. An den Folgen dieser Behandlung sei auch Gorki gestorben. Nach kurzer Unterbrechung der Sitzung versammelte sich das Publikum wieder im Saal. Man wartete jetzt jedoch über eine Stunde auf die Wiederaufnahme der Verhandlung. Erst nachdem der Stellvertretende GPU=Kommissar Sokowski, aus den Räumen kommend, in denen man die„Angeklagten“ während der Pause vermutete, wieder im Saal erschienen war, konnte die Sitzung begonnen werden. Jagoda erhob sich zuerst und stellte mit leiser Stimme die Frage, ob der Angeklagte Lewin bereit sei, mitzuteilen, welche und wieviele Personen er im Laufe seiner „Praxis“ behandelt habe. Offenbar verfolgte Jagoda damit einen bestimmten Zweck— man ließ ihn aber nun nicht mehr zu Worte kommen. Lewin lieferte noch einige kurze Nachträge zu seinen bisherigen Erklärungen, darauf stellten die zwei anwesenden Verteidiger noch einige Fragen(lediglich die Aerzte hatten, wie erinnerlich, um einen Verteidiger nachgesucht). Lewin„gestand" weiter, daß auch Jenukidse ihm bei einer Zusammenkunft im Jahre 1934 die Aufträge Jagodas bestätigt habe. Desgleichen sei der Direktor des Kreml=Krankenhauses, Chodorowski, „im Bilde“ gewesen. Lewin beendete seine„Geständnisse“ mit dem Hinweis auf den furchtbaren Zwang, unter dem er gehandelt habe.„Jagoda bedrohte mich, ich mußte gehorchen. Ich bin ein Arzt, ich verstehe nichts von aller Politik. Jagoda war in meinen Augen der allmächtige Mann. Er drohte, mich und meine Familie zu vernichten. Ich selbst bin ein alter Mann, ich hätte mein eigenes Leben geopfert. Aber ich hänge an meinen Kindern und an meiner Familie. So bin ich auf die Befehle Jagodas eingegangen.“ Selbst Leon Blum bekommt das Grausen, Die Moskauer Ausfagen als wahrheitswidrig von ihm erkannt. Trotzdem klebt er am Sowjetpakt. (!) Paris, 8. März. Am heutigen Dienstag beschäftigt sich der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Frankreichs und ehemalige Ministerpräsident, Léon Blum, im marxistischen„Populaire“ mit dem Moskauer Prozeß. Aus seinen Ausführungen geht hervor, daß ihm tagelang vor Entsetzen vor den Moskauer Vorgängen die Sprache weggeblieben ist. Heute aber hält er sich nur mit Mühe davor zurück, wie er selbst bekennen muß,„seine Entrüstung laut in die Welt hinauszuschreien“. Wenn er nicht so sehr schon in der kommunistischen Zwangsjacke steckte, würde er sicherlich noch deutlicher werden. So aber bemerkt er, sich gewisser(9 TI Nt M lililinn. ni Darauf wurde die Sitzung bis zum Abend unterbrochen. Die Weiterverhandlung verspricht angesichts der rätselhaften Haltung Jagodas nicht weniger dramatisch zu werden. maßen vor den kommunistischen Volksfrontgenossen in Frankreich entschuldigend, unter Anspielung auf gewisse Vorwürfe von dieser Seite:„Warum will man uns zwingen zu einer Wahl zwischen einem gefährlichen Wort und einem schändlichen Stillschweigen?“ Im einzelnen sagt Léon Blum, welche Bedeutung man den verschiedenen Aussagen in Moskau auch beimessen möge, so stehe doch fest, daß Männer, die vor einigen Monaten noch zu den größten der sowjetischen Geschichte zählten, Taten zugegeben haben, wie sie die Vernunft zu glauben sträube, und die sich ebenso wie in den vorherWettlauf um Korallenriffe. Amerikanische Inselannektion im Stillen Ozean. § Newyork, 8. März. Nach einer Mitteilung des Innenministeriums in Washington ist heute das Küstenwachtschiff„Taney" von Honolulu aus in See gegangen, um die Inseln Canton und Enderbury der Phoenix=Inselgruppefür die Vereinigten Staaten in Besitz zu neymen. Die„Taney“ wird voraussichtlich Ende dieser Woche die Inseln erreichen. An Bord befinden sich mehrere USA=Bürger, die auf den Inseln ihren dauernden Wohnsitz aufschlagen wollen, sowie zahlreiches Baumaterial für die Errichtung von Häusern. Die Aussendung des Küstenwachtschiffes„Taney“ zur Annektion der Inseln Canton und Enderbury entspricht einem dieser Tage gefaßten Beschluß der amerikanischen Regierung, dem Verhandlungen mit London um das Besitzrecht der Inseln vorangegangen waren. Denn die aus zehn niedrigen und kaum bewachsenen, zumeist unInseln 1823 entdeckt und 1889 für die britische Besitz genommen, um ihre reichen Guanolager auszubeuten. Nach deren Erschöpfung haben sie die Inseln wieder aufgegeben, allerdings nicht das Besitzrecht darauf. Und es heißt, daß sie auch jetzt außer den zwei genannten im englischen Besitz bleiben. Die Phoenixinseln liegen auf halbem Wege zwischen Hawai und den Fidschi=Inseln, die selbst wiederum von Australien und Neuseeland um etwas mehr als diese Strecke entfernt sind. Die Amerikaner sind bekanntlich dabei, ein System von Stützpunkten im Stillen Ozean auszubauen, das, wie sie sagen, ihre„Verteidigungslinie“ möglichst weit und ohne allzu große Lücken vom amerikanischen Kontinent weg nach dem asiatischen Festland hin verlegen soll. In diesem System werden auch die Inseln Canton und Enderbury eine Rolle spielen. Obwohl noch keine bestimmte Aeußerung über ihre Verwendung gemacht wurde, nimmt man doch allgemein an, daß die Vereinigten Staaten Funkstationen und später vielleicht auch Flugplätze auf ihnen anlegen wollen. Die amerikanischen Bürger, die sich jetzt an Bord der„Taney“ auf der Fahrt dorthin befinden, dürften also vermutlich weniger Kolonisten als Bauleute für die in Aussicht genommenen Anlagen sein. Im übrigen spricht man in politischen Kreisen Washingtons bereits davon, daß die Vereinigten Staaten in nächster Zeit auch Ansprüche auf andere Inseln im südlichen Pazifik anmelden wollten. Man hört ferner, daß die Amerikaner auch die von dem Polarforscher Byrd entdeckten Südpolargebiete im Umfang von 450 000 Quadratmeilen als Besitz beanspruchen. gegangenen Prozessen an einer tatsächlichen mater riellen Unmöglichkeit stoßen. Er, Blum, habwohl das Recht, zu behaupten, daß die Wahrheite widrigkeit dieser Aussagen zumindest moralisch erwiesen sei. Unter Bezugnahme auf die verschiedenen Dementis, die von einzelnen Personen besonders in Frankreich, den Aussagen Krestinskis entgegengesetzt werden, erklärt Blum, er zögere keinen Augenblick, bei diesen verschiedenartigen Erklärungen den Dementis allein Glauben zu schenken Er halte sich nur mit Mühe davor zurück, seine Entrüstung laut in die Welt hinauszuschreien. In der gleichen Nummer des„Populaire“, aber an anderer Stelle, gibt Léon Blum erneut seiner„Betrübnis und Entsetzen“ über den Moskauer Prozes Ausdruck. Wie sein marxistischer Gesinnungsgenosse in Belgien, Vandervelde, so glaubt er trotz der Moskauer Vorgänge, die Sowjets noch als europäische Friedenshüter im Zusammenhang mit dem französisch=sowjetrussischen Pakt hinstellen zu müssen. Diesen Pakt hält er als„eine der Voraussetzungen für das europäfschGleichgewicht“. Gerade weil er, so sagt Léon Blum in dieser Hinsicht eine sehr entschlossene Ueberzeugung ausspreche, betrübe und entsetze ihn der Moskauer Prozeß Er biete Material zu Kampagnen gegen den französischsowjetischen Pakt und rufe in den englischen und amerikanischen Demokratien eine neue Abstandnahme von dem Gedanken einer Annäherung an die Sowjets hervor, seine W ichtig Elden n Langschn Dafür Alommen sie einerseit im K sim früher „ihn beschi daß er an s kalen M Das ist e regnet es und al für ein wieder g Der Führer empfing den ehemaligen Präsidenten Hoover. DNB Berlin. 8. März. Der Führer und Reichskanzler empfing heute der gestern auf seiner Europareise in Berlin eingetroffenen ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Dr. Herbert Hoover, der von dem amerikanischen Botschafter in Berlin, Mister Wilson, begleitet wurde. e Luft, erl. Daß Nahrun seuchten y dem Nor an gefroren die Langs. vn Niststätt erstem Na it und do= den Wi die Schne sondern rere Tage Dann zie Amerikaner und Neuseeländer gelandet. § Washington, 8. März. Der Streit um die Südseeinseln Canton und Enderbury hat zu einer Art Wettlauf zwischen den Amerikanern und Neuseeländern, denen die britische Regierung die Auseinandersetzung mit den Vereinigten Staaten überlassen hat, entwickelt. Die Siedler aus Hawai, die auf einem amerikanischen Regierungsdampfer aufgebrochen waren, um die beiden kleinen Koralleneilande für die Vereinigten Staaten tatsächlich in Besitz zu nehmen, sind bereits auf Canton und Enderbury gelandet und haben Wasser und Nahrungsmittel für sechs Monate erhalten. Inzwischen sind aber auch einige Neuseeländer erschienen, die sich ehenfalls auf den Inseln ansiedeln wollen. Staatssekretär Hull erklärte zu diesen Vorgängen am Dienstag, daß die britische Regierung den amerikanischen Standpunkt kenne. Ueber die Möglichkeiten einer Einigung wolle er jedoch nichts voraussagen. Beitritt Regyptens zum Nahost-Pakt? Rüschtü Aras fährt nach Kairo.— Paktstaatenkonferenz in Kabul. Nach dem Abschluß der Balkanpakt=Konferenz in Ankara sind, wie aus Istanbul verlautet, neue Reiseplane des türkischen Außenministers Rüschtü Aras bekannt geworden. Zunächst werde Rüschtü Aras sich nach Kairo begeben, um dort über einen eventuellen Beitritt Aegyptens zum Vorderasiatischen Pakt Verhanolungen zu führen. Sie werden zunächst noch vorbereitenden Charakter tragen, gewinnen aber in diesem Augenblic an Bedeutung angesichts des zweiten Reiseziels des türkischen Außenministers, der im Anschluß an seinen Aufenthalt in Kairo der afghanischen Hauptstadt Kabul zu Teilnahme an einer Konferenz der Nahost=Paktstaaten einen Besuch abstatten wird. Dieser Konferenz, die außer den Außenministern der Türkei und Afghanistans auch die des Irak und Iran vertreten sehen wird, will Rüschtü Aras offenbar über den Stand seiner Sondierungen in Aegypten Bericht erstatten Es verlautet übrigens noch, daß in Istanbul Vorbesprechungen zwischen der Türkei, dem Irak und Iran geführt worden sein sollen, in deren Verlaufe die Möglichkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen die Wühlarbeit der Komintern erwogen wurde. Von türkischer Seite sind diese Vorbesprechungen in Abrede gestellt worden, gleichwohl behauptet sich die Vermutung über eine Abwehraktion gegen die Komintern, und es wird in diesem Zusammenhang in die Argumentation der Hinweis auf die Tatsache einbezogen, daß die erste Tagung der NahostPaktstaaten in Afghanistan stattfindet. Afghanistap, so wird dazu erklärt, befinde sich in einer besonderen Abwehrstellung gegen seinen nördlichen Nachbarn, nämlich gegen die Sowjetunion, und es liege also auf der Hand, daß man in Kabul auch dieses Thema besprechen werde, um so mehr, als sich in der letzten Zeit eine gesteigerte Aktivität der Komintern in den Paktländern gezeigt hat urme nicht im hörbar ist Vortrag Freil anstag, 21 mittelbar cheitig m htelze. W sicherhei nd die La Leider mi mnge Paare Ursachen t anstellen, ehe die ag einsetzten verwandel ner Paare 6schlechte Durchzug a bis vier der da la sind sie au Das istf Jahres, i zubringen. Bäume b h wenn je Lihie Wind Fichte dann ges n frohen nnnsheil, so Natur. T (Mütt 230—4 und zwa Juhil an Jos. Ro silbernes 09 vonAlfons v Szibulko Copyright by J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart. 56) Der Cellist wischte sich mit dem Tuche Hals und Nacken und schnaufte:„Nicht einen Schritt geh ich mehr!" Auch als der andere auseinandersetzte, daß es bis zum Dorfe keine Viertelmeile mehr sei und dort Schatten und Labung winkte, wiederholte er mit der Hartnäckigkeit des Willenlosen:„Nicht einen Schritt! Und mit dem Brummbaß gleich gar nicht.“ Der Lange drohte ihm lachend mit dem Finger:„Na, was hab ich gesagt, Wimmer? Wer hat's denn mitnehmen wollen, das Violoncell?“ Und das stimmte auch. Wohl hatte Matthias Wimmer zu seiner Verwunderung feststellen müssen, daß sein Freund Aloisius Brand diesmal mit Bedacht wie ein Mann handelte, der weiß, was er will. Als hätte er sich vorgenommen, alle Wirrnisse doch noch selber zu einem guten Ende zu führen, und als wäre durch die Bedrohung seines restlichen Glücks, das ihm mit der Lisl geblieben, eine heimliche Kraft erwacht, die ihn von einem härteren Ahnen her bis dahin schlummernd im Blute gelegen. Am Abend vor der Abreise war es aber dann doch wieder ein Rückfall in seine sonst allzu nachgiebige Wesensart, als Wimmer die Pässe zeigte, die ihnen der Hofkriegsrat ausgestellt hatte, und besorgt hinzufügte: er bei „Durch die eigenen Linien kommen wir also. Aber de. den Preußen werden die Wische nichts gelten. Was machen wir, wanns uns nicht durchlassen, Wimmer?“ Erst hatte der Regenschori selber bedenklich den Kopf gewiegt, dann aber in einem plötzlichen Einfall gemeint: „Weißt was, Brand? Du nimmst deine Flöten mit, und ich meinen Brummbaß. Ein Musikant kommt überall durch, selbst bei den Preußen. Schon mein alter Lehrer, der Domkantor hat allweil gesagt:„Wimmer, hat er g'sagt,„mit der Geigen unterm Arm wirst überall warm!“ Aloisius Brand hatte zwar gefürchtet, daß vor allem das Violoncell zu einer Last werden könnte, weil sie doch mit der Post nur bis Kremsir fahren könnten, und es daher leicht möglich wäre, daß sie von dort bis ins preußische Hauptquartier zu Fuß laufen müßten. Aber Matthias Wimmer lachte ihn aus:„Zu Fuß? Mit einer Flöten und einem Violoncell? Ein jeder Bauernwagen nimmt uns mit. Weil die Leut froh sind, wann ihnen wer was vorspielt und gar umasonst... Solange sie mit Post fuhren, ging es noch an. Wiewohl schon in Wien der Postillon maulte, weil Wagen und Dach ohnehin schon gerappelt voll seien, und erst ein ansehnliches Trinkgeld bewirkte, daß der Brummbaß doch noch hinten an der Kutsche über Ersatzrad und Haferoch hinten an der che über Ersatze sack geschnallt werden durfte. Aber in Kremsier begann dann das Kreuz. Als Brand den kaiserlichen Postmeister höflich fragte, wie sie nun weiter nach Schmirschitz kämen, hob der kaum die rotgesoffene Nase vom Stehpult und den muffelnden Papieren und schnauzte höhnisch: „Zu Fuß!“ Aber Wimmers Laune störte das nicht. Zwar brummte er wütend:„Saugrobes Mannsbild," draußen auf der Straße aber sagte er lachend zu Brand:„Deswegen fahren wir doch wie die Generale ins preußische Hauptquartier ein!“ Danach sah es einstweilen freilich nicht aus. Wohl hatte sie am Vormittage, als Straßenstaub und sengende Sonne sie immer gründlicher aus ehrbaren Bürgersleuten in Brüder der Landstraße verwandelt hatten, etliche vom Markt heimkehrende Bauernwagen eingeholt. Als sie sie aber anriefen, ob sie nicht mitfahren könnten, hatten deren Lenker nur die Peitschen knallen lassen und waren eilig davongefahren. Entgegen Wimmers Meinung schienen sie durchaus nicht darauf aus zu sein, daß ihnen einer was vorspiele und gar noch umsonst. Dieses rätselhafte Verhalten vermochte sich Wimmer und Brand erst zu erklären, als ein Bauer sich umwandte, ihnen mit der Peitsche drohte und zornig rief:„Hendlfanger, verfluchte!“ Woraus sie ersahen, daß die Volksmeinung sie an diesem Tage den Fahrenden, Seiltänzern und Zigeunern zugesellte, vor denen man die Türen und Fenster zu ebener Erde verschloß. Indessen war es Mittag geworden, und Aloisius Brand schilderte, vor dem Schotterhaufen stehend und auf das zerfließende Mannsbild niederblickend, vergeblich alle Freuden des nahen Dorfes in den verlockendsten Farben. Matthias Wimmer bewegte nur müde den „Wundgelaufene Füß hab ich, schwitzen tu ich wie kopf. ein Roß— nicht einen Schritt geh ich mehr!“ Worauf Brand das Gescheiteste tat, was er tun konnte, das Violoncell ergriff, es am Tragriemen auf den Rücken schwenkte und weiter durch den Straßenstaub trabte. In der richtigen Voraussicht, daß der Regenschori allein auf dem Schotterhaufen nicht bleiben werde. Als sie dann vor der Dorfschenke im kühlen Schatten einer großen Kastanie saßen, wurde ihnen noch einmal vor Augen geführt, daß man sie zu den Walzbrüdern zählte und nicht einmal zu den ehrlichen. Die Wirtin, der sie auftrugen, vor allem Wein und Wasser zu bringen, schielte mißtrauisch nach dem an der Hauswand lehnenden Cello, legte die offene Hand auf den Tisch und forderte hart:„Erst wird zahlt!“ Brand warf ihr großspurig ein Silberstück hin. Da verschwand sie, in ihrer Würde gekränkt. Woraus wieder einmal hervorging, daß man es den Menschen nicht recht machen kann. Nach dem Essen streckte der Regenschori die Beine behaglich von sich und versank, an die Hausmauer gelehnt, in Schlummer und Schnarchen. Aloisius Brand aber starrte nachdenklich in das grüne Flimmern und Weben der großen Kastanie, durch deren Blätter die Sonnenpfeile schossen und die goldenen Kringel niederfielen auf die Platte des Tisches, auf Boden und Bank. Sein Herz war voll Sorge. Was wohl mit der Lisl sein werde? Ob er sie überhaupt fände? Und vor allem, was er tun solle, wenn sie von ihrem Leutnant nicht ließe. Kaum, daß eine. Stunde vergangen war, rüttelte er Wimmer aus seinem Schlummer und meinte, daß sie nun wieder aufbrechen müßten, wollten sie heute noch nach Schmirschitz kommen. Der Regenschori aber blinzelte schlaftrunken, gähnte:„Brand, wannst mich erschlagst— ich kann nicht mehr,“ barg den Kopf in die Arme und schlief weiter. Eben wollte ihn der Kerzelmacher zum zweitenmal und diesmal kraftvoller wecken, als ein Wagen herankam. Ein Soldat kutschierte. Ein zweiter saß neben ihm. Das Fuhrwerk, das Säcke und Stroh geladen hatte, hielt an den Stufen vor der Kastanie. Die Soldaten stiegen ab. Einer blieb bei den Pferden und begann sie zu füttern. Der andere kam die Treppe herauf. Es mußten Preußen sein. Kaiserliche Uniformen waren das nicht. Der Soldat sah sich um. Vor der Schenke standen nur zwei Tische. An dem einen schnarchte der Wimmer und saß Brand, auf dem andern schlief ein zerzauster Gockel mit seinem Hühnervolk. Der Soldat trat an Brands Tisch heran, tippte mit dem Zeigefinger an seinen Hut, setzte sich und rief:„Einen Doppelkrug Wein!" Dann warf er seinen Dreispitz auf die Bank, lehnte sich zurüch, deutete auf den Brummbaß und fragte:„Fahrende Musici, die Messieurs? Wie? Schon was verdient heute! Als Brand belustigt verneinte, meinte er gönnerhaft „Könnt mir dann was vorspielen. Und mitsaufen dürst ihr auch." Die Wirtin brachte den Wein. War es der Duft des Weines oder die fröhlich polternde Stimme des Soldaten: Matthias Wimmer den Kopf, gähnte mit Genuß und richtete sich aufMorjen!“ lachte der Soldat, drehte sich um und rief zu Straße hinunter:„Raufkommen, Müller!“ Dann schenti er die Gläser voll. Eine Weile dauerte es noch, bis der Regenschori begriff, daß es ein preußischer Soldat sei. Als er aber völlig erwachte und den Fouragewagen unten Straße bemerkte, beschloß er, diese Gunst des Schichals zu nützen. Kaum, daß der ihm gegenübersitzende Soloa zum erstenmal das Glas abgesetzt hatte, fragte Wimmer. „Weiß der Herr Soldat vielleicht...“ „Wachtmeister bin ik!“ „Also weiß der Herr Wachtmeister viellet t, wo ma da ein Fuhrwerk nach Schmirschitz bekommt?“ Brand schmunzelte. Der Wachtmeister fragte erstallm, „Nach Schmirschitz? Dort ist doch des Königs Quartie. Wollt ihr denn dort hin?“ Matthias Wimmer trank, stellte sein Glas hin, 9u Brand einen Tritt gegen das Bein und sagte:„Ja, wessens, Herr Wachtmeister, die Zeiten sind schlecht, bei Bauern is nix zu holen. Da haben wir uns halt dacht, daß vielleicht bei den Soldaten ein G'schäft gene, könnt. Meinens nicht?“ Der Wachtmeister nickte. Das leuchtete ihm ein. an getanzt hätte er wieder einmal für sein Leben gern. Schmirschitz gab es zwar einen Wirtsgarten, Mädel u einen passablen Wein. Aber auf Tänze verstanden die Feldmusiken nicht. Er fragte:„Zum Tanz ausspt len könnt ihr doch wohl?" „Freilich! Jø doch unser G'schäft,“ lachte Brand. Der Wachtmeister wischte sich mit dem über den Schnauzbart:„Na, dann braucht ihr doch ten Fuhrwerk. Da könnt ihr doch gleich mit uns ( Reife i deutschen aus Ort gratulie ( Neuer Nunster beste eseine M J. bei de Am 15. Hof „Stei e Aufführu Er stieß den andern Soldaten in die Seite: meinste, Müller? Getanzt hast wohl auch schon nicht?" Wimmer sah Brand an und blinzelte. Haue nicht recht gehabt: Ein Musikant kommt überall (Fortsetzung folgt.) Mittwoch, 9. März 1938 enmatehabe hrheitsumindest mahme aur 1 Personen, tinskis entere keinen Foklärungen chenken seine Entaber an liner„deruer Prozeß ysgenose in Moskauer Friedenssisch=sowjetakt hält er europäische 1 Blum, in ugung auster Prozeß. französischund amerite von dem ervor. naligen 3. März. heute den getroffenen aaten von n amerika1, begleitet zum tstaatentenz in Ane Reiseü Aras bes sich nach uellen Beierhanolunbereitenden Augenblich 3 des türkien AufentKabul zur Paktstaaten nistern der Ivan verr über den yt erstatten. bul Vorbed Iran gedus der Stadt Ahaus Oculi, da kommen sie seine Wildart wird von der deutschen Jägerwelt so üchtig erwartet und so freudig begrüßt, wie die aus Elden nach dem Norden zurückkehrende Waldschnepfe, Langschnäblige“, wie sie in Jägerkreisen genannt Dafür zeugte auch der uralte Waidspruch:„Oculi, smmen sie usw.“ Er trifft in den seltensten Fällen zu, einerseits ist der Sonntag Oculi eine bewegliche im Kirchenjahr, die sich verschiebt, je nachdem früher oder später fällt. Und andererseits ist auch zg der Schnepfe von Witterungseinflüssen abhängig, beschleunigen oder verzögern. Nur eines ist daß er in den Vorfrühling fällt, der in Deutschnoch andauert, wenn auch die Tagundnachtgleiche talendermäßig den Beginn des Frühlings veret hat. das ist eine merkwürdige Zeit! Manchmal stürmt regnet es, ja, manchmal friert es noch tüchtig in der und am Tage gibt es Schneeschauer, die den Bofür ein paar Stunden mit weißer Decke verhüllen, nieder gibt es Tage mit warmem Sonnenschein und „Luft, so lau und lind, wie ein richtiges„Mai". Daß ein Vogel, der darauf angewiesen ist, sich Nahrung mit dem langen, weichen Schnabel aus seuchten Boden zu erbohren, zu„wurmen", nicht dem Norden vordringen kann, wenn die Erde noch gefroren ist, liegt auf der Hand. Aber so leicht läßt die Langschnäblige nicht abschrecken. Der Drang, nach Niststätten zu gelangen, ist so groß, daß sie, nur von istem Nahrungsmangel gezwungen, manchmal zurückund dorthin zieht, wo sie ihren Unterhalt findet. den Witterungsverhältnissen erklärt es sich auch, die Schnepfe nicht in einem Zuge Deutschland übersondern öfter Rast macht, und an manchen Stellen ere Tage verweilt. Jann zieht sie am Abend balzend in gaukelndem ybeflug umher, bis sie mit Einbruch der Dunkelheit Wurmen“ auf den Boden einfällt. Ihr Balzlaut Lücht aus einem sanften„Quorr, Quorr“, dem meistens, nicht immer ein scharfes„Prixt“ folgt, das weithörbar ist, und dem Jäger ihr Herannahen verkündet. -Gemeinschaft„Kraft durch Freude" Vortrag mit Lichtbildern von Kapitänleutnant a. D. Freiherr von Buttlar=Brandenfels abre im Zeppelin gegen den Feind“ anstag, 20 Uhr im Jugendheim. Eintritt 30 Pfg. Zühlarbeit Seite sind en, gleichAbwehriesem Zus auf die r Nahostnistap, so deren Ab„nämlich der Hand, en werde, gesteigerte zeigt hat mittelbar vor dem Eintreffen der Schnepfe oder scheitig mit ihr erscheinen die Singdrossel und die htelze. Wenn der Jäger diese wahrnimmt, kann er Sicherheit darauf rechnen, daß noch an demselben Ind die Langschnäblige ziehen wird. Leider müssen wir mit der Tatsache rechnen, daß nur ige Paare bei uns bleiben, um hier zu brüten. Ueber Ursachen dieser Erscheinung kann man nur Vermutunanstellen, denn sie ist bereits festgestellt worden, nehe die Bodenmeliorationen in dem heutigen Umneinsetzten, die alle Moore und Brüche in Kunstwieverwandeln. Vielleicht läßt sich das Hierbleiben einer Paare durch die Legenot erklären, in die manche, hschlechte Witterung zurückgehaltene Schnepfe gerät. Durchzug durch Deutschland erfolgt durchschnittlich in bis vier Wochen, wie auch der Jägerspruch behaupder da lautet:„Lätare, das ist das Wahre, Judika, ind sie auch noch da, Palmarum, Tralarum“. das ist für jeden deutschen Jäger die schönste Zeit Jahres, in der er keinen Abend versäumt, im Walde ubringen. Wenn es stürmt, und der Wind rauh über Bäume braust, dann zieht die Schnepfe schnell und h wenn jedoch an einem Tage mit Sonnenschein der iie Wind zum Abend einschläft, wenn von der Spitze Fichte die Drossel ihr kunstvolles Liedchen ertönen dann genießt der Waidmann nicht nur die Freuden frohen Erwartung auf ein beglückendes Waidmsheil, sondern auch die Schönheiten der erwachenNatur. Das ist die Poesie de deutschen Jägerlebens. (Mütterberatung. Am Mittwoch, 9. März findet 230—4 Uhr die Mütterberatung im Gesundheitsamt ut und zwar kostenlos. Jubiläum. Am heutigen Tage feiert Herr Kan Jos. Rotz, ein Sohn der Stadt Ahaus, in Hamborn silbernes Priesterjubiläum. Geldstrafe wegen Schlachtsteuerhinterziehung. Vom Coesfelder Schöffengericht wurde der Metzgerter E. aus Ahaus wegen Schlachtsteuerhinterziehung gestrigen Vormittagssitzung zu 800 RM. Geldse verurteilt. Wegen Beihilfe erhielt der MetzgergeH. 100 RM. Geldstrafe. Die beiden Urteile sind Reifeprüfung. Am Gymnasium in Umformung t deutschen Oberschule zu Borken bestand Aloys Heuaus Ortwick seine Reifeprüfung mit gutem Erfolg. gratulieren. Neuer Meister. Vor der Handwerkskammer zu nter bestand Bernhard Frankemölle von seine Meisterprüfung im Schneiderhandwerk. Er ist bei der Firma H. Diekmeyer in Ibbenbüren bewo man erstaunt! Quartier, hin, gab t. bei den halt Gesäft gehen ein. Und gern. In Tädel und inden sich z aufspierand. andrücken doch kein fahren. . on lange Hatte et all durch. folgt.) 13. März 1938 findet um 20 Uhr im Lokale Hofzumahaus, Wüllen, das Theaterstück Steine am Lebenswege 99 Eintritt 50 Pfg. Von unserer Feuerwehrkapelle. In diesem Jahre die hiesige Freiwillige Feuerwehrkapelle auf ein Bestehen zurückblicken. Am vergangenen SonnNahmittag hatten sich daher die Mitglieder der Kazu einer Besprechung im Vereinslokal Horst einZehn Jahre Arbeit, zehn Jahre Einsatzbereitmt liegen hinter der Kapelle und wie es im Leben so 0 sauren Wochen sollen frohe Feste folgen. So mer auch hier beschlossen, ein Jubelfest zu veranstalten, e Mai in einem großen Festzelt vonstatten gehen De Kapelle selbst wird an beiden Tagen ihr Köninter Beweis stellen und mit verstärktem Orchester aden Festtagen mit guten Konzertstücken aufwarand abends das Tanzbein kräftig geschwungen werann, sei nur nebenbei bemerkt. Gronauer Stadt-Rundschau Luftschutz und innere Widerstandskraft des Volkes Kundgebung der Gemeindegruppe Gronau im RLB. Ze) In Verbindung mit der Partei veranstaltete der Reichsluftschutzbund, Gemeindegruppe Gronau. am Montag eine Kundgebung in der Tonhalle. Da Ueckermann eröffnete die Versammlung und tonte in seiner Ansprache, daß die Partei entschlossen sei, die wichtige Arbeit des Luftschutzbundes jederzeit drücklich zu fördern und zu unterstützen. Der keinen geringeren als Hermann Göring damit beauftragt, dem RLB. sein Ziel zu setzen. Jeder muß die Gefahren kennen, die uns im Falle eines Krieges drohen, jeder muß aber auch wissen, wie außerordentlich wertvoll und unentbehrlich die Arbeit des Luftschutzes ist, dessen Aufgabe es ist, deutsches Leben, deutsches Gut und deutschen Boden zu schützen. Dann sprach Na Nieske, Münster, über das Thema: „Luftschutz und Volksseele“ In fesselnder Weise wußte er darzulegen, welche Wirkungen der totale Krieg der Zukunft auf die Menschen haben wird. Die Hauptwirkung wird sich gegen die Seele der Bevölkerung richten, gegen ihre innere Widerstandskraft. Die wichtigste Aufgabe des RLB. ist es, schon im Frieden diese innere Widerstandskraft zu festigen. Wie denkt der deutsche Mensch über Luftschutz, und was muß man bei Luftgefahr beachten? Diese beiden Fragen behandelte dann der Redner in eindringlicher und oft humorvoller Weise. Es wurde den Zuhörern klar: Luftschutzbereitschaft ist eine bittere und harte Notwendigkeit. Bei allen Gelegenheiten muß dieser Gedanke immer wieder dem deutschen Menschen klar gemacht werden, damit wir im Falle eines Krieges gerüstet sind gegen Furcht und Panik. Mit Fatalismus kommen wir nicht weiter, sondern es heißt für jeden Einzelnen: Hemdsärmel hoch! und mitgeholfen! Keiner darf abseits stehen und denken: Das geht mich nichts an! Jeder gehört vor allem hinein in den Reichsluftschutzbund! Der russische Luftschutzbund hat im vorigen Jahre 123 Millionen Goldrubel aufgebracht!! Jeder Russe zahlt dort 9,50 Goldrubel jährlich, wobei der RLB. nur 10 Pfennig im Monat als Beitrag erhebt. Der größte Teil der Luftschutzleute arbeitet ehrenamtlich; die Beträge reichen kaum aus, um das notwendige Ausbildungsmaterial zu beschaffen. Der Luftschutz ist auch nicht eine reine„Kriegsorganisation“, wie man wohl bisweilen hört, sondern er leistet auch wertvolle Arbeit für den Frieden. In den für„Erste Hilfe“ hat schon mancher viele nützriche Dinge gelernt. Die Schulung in der Brandbekämpfung hat zur Folge gehabt, daß die Schadenersatzfälle um 30% zurückgegangen sind! Die letzte Entrümpelung in Münster brachte 8900 kg Eisen, 1300 kg andere Metalle, 3200 kg Lumpen, 15 Bettstellen mit Matrazen, 11 Kinderwagen usw., d. h.: wertvolles Altmaterial und viele brauchbare Dinge für die NSV.— Der totale Krieg erfordert ein Geschlecht, das wehrhaft und hart ist, das ausharrt und seine Pflicht tut; diesen Wehrsinn, diese Tugend der Bereitschaft im Volke zu wecken und zu pflegen, ist die große Aufgabe des RLB. Dann wird es dem Gegner nicht gelingen, mit„rollenden Dauerangriffen“ die Widerstandskraft des Volkes, die Nerven der Bevölkerung zu zermürben! Durch persönliches Beispiel, durch soldatische Haltung, die Ausdruck einer geraden, ehrlichen Gesinnung ist, durch rechte Kameradschaft muß eine Gemeinschaft aufgerichtet werden in unserem Volke, die sich auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden weiß. Wir müsfen lernen, über unsern engen Kreis hinauszuschauen auf das Ganze, auf unser Vaterland! Der Führer der Gemeindegruppe, Math. van Delden. dankte dem Redner in seinem Schlußwort und mahnte zu ernster Weiterarbeit. Deuische Arbeitsfront „Kraft durch Freude“ Veranstaltungskalender Sonderzug zum Besuch der Deutschen Architekturund Kunst=Handwerk=Ausstellung, sowie des Deutschen Museums in München. K.F. 122/38 vom 7. bis 11. April 1938 nach München. Gesamtpreis RM. 23,10; Nur=Fahrpreis einschl. Eintrittskarten RM. 16,80. Abfahrt am 7. 4. 38 ca. 23 Uhr ab Münster, Rückfahrt am 10. 4. 38 ca. 20 Uhr ab München. Anmeldungen bei allen K.d.F.=Dienststellen. det haben, können zum gleichen Zeitpunkt diesen Betraz entrichten, ohne den eine Teilnahme an den Wiederholungsübungen ausgeschlossen ist und. damit gleichzeitig die Berechtigung zum Tragen des SA=Sportabzeichens. Diese Bekanntmachungen gelten für alle Angehörigen der SA, NSKK, NSFK sowie alle anderen Träger des SA=Sportabzeichens mit Ausnahme Angehörige der SS und der Deutschen Polizei mit Ausnahme der Feuerlöschpolizei. Meldezeiten und Zahlungstermine: 9. 3. 38 20—21 Uhr 10. 3. 38 20—21 Uhr 11. 3. 38 20—21 Uhr 12. 3. 38 16—18 Uhr An diesen Tagen können sich auch Interessenten für die Bildung neuer Sportabzeichengemeinschaften melden. Bedingungen über den Erwerb' des SA=Sportabzeichens können auf der Dienststelle des SA=Sturm 11/255 zu den angegebenen Zeiten eingesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, daß weitere Veröffentlichungen über die Wiederholungsübung in der Presse rechtzeitig erscheinen und muß jeder Träger des Sportabzeichens in den nächsten Tagen und Wochen hierauf sein besonderes Augenmerk richten. Der Führer des SA=Sturm 11/255: m. d. F. b. Tiggers, Sturmführer. Freispruch im Volksverratsprozeß Pieper Mangels völlig ausreichender Beweise Gronau, den 9. März 1938. Der zweite Tag des Devisen= und Steuerhinterziehungsprozesses Pieper (Gronau) vor dem Sondergericht Dortmund, das anläßlich dieses Prozesses im Amtsgericht Gronau tagte, brachte zunächst die wichtige Zeugenaussage des Seniorchefs der Firma G. v. D.& Co., Dr. Hendrik van Delden, bei der der Angeklagte 47 Jahre tätig war und eine große Vertrauensstellung genoß. Der Zeuge Dr. H. v. D. schilderte zunächst die Art seiner(des Zeugen) beruflichen Tätigkeit, die bis zum Tode seines Bruders M. v. D. im Jahre 1930 sich hauptsächlich auf das technische, weniger auf das kaufmännische Gebiet erstreckt habe, fodaß er über die Art der Baumwollabfallverkäufe bis dahin kaum orientiert gewesen sei. Den Angeklagten schildert der Zeuge als einen zuverlässigen, einfachen und sparsamen Mann, dem er stets großes Vertrauen entgegengebracht habe. Er(der Zeuge) wisse wohl, daß jener die Verkaufsverhandlungen in Abfallverkäufen eingeleitet habe, doch sei ihm von sogenannten„Retourprovisionen“ bis 1930 nichts bekannt gewesen; auch erinnere er sich nicht, daß sein verstorbener Bruder davon gesprochen habe, auch nicht, daß der Abfallkäufer Frankenhuis in Enschede die im Prozeß mehrmals erwähnten Blankoquittungen erwähnt habe, gegen die diese Provisionen gezahlt worden seien. Er, der Zeuge, und ebenso die beiden folgenden Zeugen Gerrit van Delden und Buchhalter Stavenhagen halten es gerade für irrsinnig und absurd, daß der verstorbene Mitinhaber Mathieu van Delden sich irgendwie an den von Frankenhuis gezahlten Provisionen beteiligt haben könne, was auch jedem kaufmännischen und ehrlichen Grundsatz widersprochen hätte. Die Aussage des zweiten Zeugen, Gerrit van Delden, ist ebenso wie die des vorherigen insofern belastend für den Angeklagten, als daraus hervorgeht, daß Pieper gegen seine fristlose Entlassung bei der Firma nichts unternommen hat, obschon er seine Unschuld immer wieder beteuerte und ein halbes Jahr lang Zeit gehabt hat, gegen die nach seiner Auffassung ungerechtfertigte Entlassung Schritte zu unternehmen. Da die Verfehlung des Angeklagten vor Beginn seiner(des Zeugen) Tätigkeit liege, könne er über die dunkle Provisionsangelegenheit schwerlich etwas bestimmtes sagen, da die Sache ihm erst aus Besprechungen mit den Vertretern der Finanzbehörde in letzter Zeit zu Ohren gekommen sei. Auf der gleichen Linie bewegen sich die Aussagen des Buchhalters Stavenhagen. Dieser macht noch wichtige und für den Angeklagten belastende Bekundungen über Bucheintragungen. Der Zeuge Wegkamp wurde kurz vernommen in Lagerbuchungsangelegenheiten. Der Antrag des Staatsanwalts: Nach Schluß der Zeugenvernehmung nahm Staatsanwalt Räcken das Wort zu einer eingehenden Begründung des Strafantrages. Der Vertreter der Anklage hielt das Ergebnis der Ermittelungen voll aufrecht; er hielt den Angeklagten der ihm zur Last gelegten Verbrechen und Vergehen für überführt und beantragte folgende Strafzumessungen: Wegen Verbrechens gegen das Gesetz gegen den Verrat der deutschen Volkswirtschaft, unter Zubilligung milderner Umstände: 1 Jahr, 4 Monate Zuchthaus; Wegen Devisenvergehens: 6 Monate Gefängnis und 20000 R M. Geldstrafe; Wegen Steuerhinterziehung 5000 R M. Geldstrafe, Zusammen gezogen auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahr, 6 Monate Zuchthaus, 25000 R M. Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. Der Vertreter der Devisenstelle des Landesfinanzamtes als Nebenkläger beantragte aus dem gleichen Grunde 2 Jahre Zuchthaus und 30000 Geldstrafe. Die Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Rosen(Düsseldorf) und Rechtsanwalt Leggemann(Gronau) plädierten beide auf Freispruch. Sie befaßten sich in längeren Ausführungen noch einmal mit dem ganzen Fragenkomplex und hielten eine Schuld des Angeklagten im Sinne der Anklage für sehr zweifelhaft. Das Urteil, das gegen 18,30 Uhr ausgesprochen wurde, lautet auf Freispruch. In der Urteilsbegründung hieß es u. a., daß schwerwiegende Gründe gegen, doch auch manche für den Angeklagten anzuführen seien. Es sei bedauerlich, daß nicht klares Licht in die Angelegenheit gedrungen sei, weil 2 Männer, die als Hauptzeugen hätten auftreten können, nicht mehr unter den Lebenden weilten, besonders der verstorbene Fabrikant Mathieu van Delden. Die Rettung habe der Angeklagte gesucht in Bezugnahme auf den Letztgenannten, dessen Andenken aber keineswegs irgendwie befleckt worden sei. Irgendwo sei ein Loch in der ganzen ungeklärten Angelegenheit und ebenso zweifellos, daß hinter den Kulissen gespielt worden sei. Auch stehe fest, daß der Angeklagte in bezug auf die Devisenanzeigepflicht nicht voll seine Pflicht getan habe. Es fehle aber etwas, den Angeklagten restlos überführen zu können und deshalb habe das Sondergericht auf Freispruch mangels völlig ausreichender Beweise erkannt. Da es bei Sondergerichtsurteilen keine Berufung und Revision gibt, ist das Urteil damit rechtskräftig. * )!( Heute Mütterberatung in dem unteren rechten Raum des Museums. Die Mütterberatung findet in diesem Monat in dem Raum des Städt. Fürsorgeamtes (Museum— Alte Kirche) statt, und zwar Mittwochs— nicht Donnerstags— von 15 bis 16 Uhr. Die nächste Mütterberatungsstunde ist also am heutigen Mittwoch, dem 9. 3. 38. Gefolgschaft 2/145 herhören! Die ganze Gefolgschaft tritt am Mittwoch, dem 9. März 1938, um 7,45 Uhr am HJ=Heim in tadelloser Uniform an. Es ist selbstverständlich, daß alles zur Stelle ist, aber pünktlich. HJ=Chor herhören! Der gesamte Chor tritt am Donnerstag, 10. März 1938, um 8 Uhr am HJ=Heim an. Da die Angelegenheit sehr dringend ist, muß alles restlos zur Stelle sein. 5A.-Sportabzeichenträger in Gronau nebst Bauerschaften Am 27. März 1938 findet in Gronau i. W. die erste Wiederholungsübung für das SA.=Sportabzeichen statt. Sie besteht aus einem 15 km=Marsch ohne Gepäck mit verschiedenen Einlagen aus der Uebungsgruppe III des SA=Sportabzeichens und Einlagen heimatkundlicher und weltanschaulicher Art. Die Uebung findet in der Zeit zwischen 9 und 17 Uhr statt. Warmes Essen ist vorbereitet und für jeden Teilnehmer kostenlos. Der SA=Sturm 11/255, dem die Durchführung und die Organisation der Wiederholungsübungen übertragen sind, weist noch auf die Veröffentlichung der von der SA=Standarte 255 an alle Sportabzeichenträger gerichteten Pressenotiz hin, die vor einigen Tagen in der örtlichen Presse erschien. Sportabzeichenträger, die sich noch nicht gemeldet haben, können dies letztmalig noch bis zum 18. März 1938 nachholen und mit dem Leistungsbuch und Besitzzeugnis gleichzeitig 0.50 Mark entrichten für die Ausstellung der SA=Sporturkunde. Alle anderen, die sich bereits gemel* Eper Lokal-Nachrichten Aus dem Schützenverein Gerdingseite, Am Sonntag, dem 6. März ds. Is. hatte der Vorstand des Schützenvereins Gerdingseite, Füchte und Storkerhook seine Mitglieder zu einer Versammlung eingeladn, um über das diesjährige Schützenfest zu beschließen. Zu dieser Versammlung, die in dem Lokale des Wirts Anton Albers in Epe stattfand, waren die Mitglieder des Schützenvereins restlos erschienen. Der Vorsitzende des Vereine, Herr Klümper, eröffnete die Versammlung mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer. Nach Bekanntgabe der Kassenlage dankte der Vorsitzende des Vereins dem Kassierer für seine geleistete Arbeit im verflossenem Jahre und erteilte ihm Entlastung. Hierauf erfolgte die Neuwahl des Offizierkorps. Das alte Offizierkorps wurde einstimmig wiedergewählt. Nach Beendigung der Wahl wurde das diesjährige Schützenfest verhandelt. Da der Schützenverein in diesem Jahre auf sein 350jähriges Bestehen zurückblicken kann, wurde beschlossen, das Schützenfest am zweiten Pfingsttage zu feiern. Mit dieser Feier soll zu gleicher Zeit die Weihe der neuen Fahne stattfinden, die bereits in Auftrag gegeben ist und in wenigen Wochen geliefert wird. Nach einer kurzen Ansprache durch den Vorsitzenden an die Vereinsmitglieder war die Versammlung geschlossen. Im Anschluß hieran fand ein Kameradschaftsabend der Schützenbrüder statt. : 80 Jahre alt. Am Donnerstag, dem 10. ds. Mts., wird Herr Wilhelm Schultewert, Epe, Füchte, 80 Jahre alt. Dem greisen Geburtstagskind unsere herzlichsten Glückwünsche und für seinen Lebensabend das Allerbeste. 4 heek Untersuchung der Schulanfänger. Der Schulleiter der Volksschule in Heek gibt bekannt, daß die zu Östern neu aufzunehmenden Kinder vorerst vom Kreisarzt untersucht werden. Diese Untersuchung findet am Donnerstag, dem 17. März im Lehrerzimmer um 8,30 Uhr statt. Nach dem Gesetz über die Schulpflicht in Preußen vom 15. 12, 1927 werden diejenigen Kinder zu Östern schulpflichtig, die in der Zeit vom 1. 7. 31 bis einschließlich 30. 6. 32 geboren sind. Kinder, die in der Zeit vom 1. 7. 32 bis 1. 10. 32 geboren sind, können auf Antrag des Erziehungsberechtigten zu Beginn des neuen Schuljahres ebenfalls in die Schule aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderliche körperliche und geistige Reife besitzen * Rinterm Grensplahl. Frauenmord im holländischen Grenzgebiet. In Tilburg, im niederländisch=deutschen Grenzgebiet, wurde ein mysteriöser Mord verübt, dem die 19 Jahre alte A. W. Reijnderf zum Opfer fiel. Das Mädchen wurde mit einer tödlichen Herzwunde, die durch einen Messerstich verursacht worden ist, sterbend in der Nähe der elterlichen Wohnung angetroffen. Die Untersuchung blieb bisher ergebnislos. Münsterland: Dr. Fritz Rediger, beide in Münster i. W. Stellvertreter Hauptschriftleiters und verantwortlich für Politik, Unterhaltung und W deutschland: Hermann Diebold, Gelsenkirchen=Buer für Handel und Spo Dr. Anton Henkel, Dortmund: für münsterländischen Sport: Rudolf Ochs lnecht, Münster, Berliner Vertreter: Dr. Ernst Rauschenplat, Berlin den Zeno=Anzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster. Stua: Zeno G. m. b. H., Münster i. Westf. Zur Zeit gültiger Anzeigen=Tarif für die Zeno=Gesamtauflage Nr. 9 vom 10. 12. 95. den Kreis Ahaus Nr. 9 vom 25, 8. 36 Verlagsleiter Bernh. Bentink Gror ntwortl. Schriftleitung für den lokalen Teil: Franz Beckering, Aha für den lokalen Anzeigenteil: Bernh. Bentink, Gronau Durchschnittsauflage II. 1938: Zeno=Zeitung über insgesamt 410 Coesseld üb. 530. üiber 1800.— Milmener Zeitung, Dülnen über 200. Halterner Zeitung, Haltern über 1700.— Kreiszeitung Ahaus über 3600. Rheine über 4800.— Emsländische Tag über 1090.— Neuer Emsbote Warendorf üt ne Kagsb. att-ctrPüber 1/00.— Voltsblatt, Bocholt über(6 Volkszeitung, Emsdetten über 2000.— Volkszeitung. Dorsten über 18 Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Verstorbenen danken wir herzlich. Frau Adelheid Grote und Kinder Gronau. im März 1938. Statt Karten. Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Tode unserer guten Mutter sprechen wir auf diesem Wege allen unseren besten Dank aus. Geschwister Busch. Gronau. im März 1938. Morgen abend 20 Uhr in der Tonhalle(Lilienfeld) Gronau v9 Vortrag von Freiherr von Butilar-Brandenfels: 4 Jahre im Zeppelin gegen den Feind“ Eintrittskarten zu 30 Pfg. bei Lensing, Schievink, Prill und Determann. In Gronau Grundstück mit Wohnhaus Straße der SA 6—8(Nähe Enscheder Str.) 18X15 qm groß, ist ganz oder geteilt zu verkaufen. Joh's. Roßkamp Dampfwäscherei Straße der SA 23 Vom Reichsnährstand anerkannte Pflanzkartoffeln: Böhms Ackersegen, gelbfl. und krebsfest, Erdgold, gelbfl. und krebsfest pro Ztr. 4,50 M. frei Haus und gelbfl. Speisekartoffeln zum Festpreise bietet an Heinr. Hewing Epe am Berge, Tel. 90 Fast neuer Kinderwagen billig zu verkaufen Gronau Viktor=Lutze=Str. 134 (früher Vereinsstr.) zugelaufen. Zu erfragen in der Gesch. d. Ztg. in Gronau. Leupin-Creme u. Seife seit 25 Jahren bewährt bei Pickel autjucken-Ekie Gesichtsausschlag, Wundseln usw. Ahaus: Adler=Drogerie Hoogen Gronau: Westf.=Drog. H. Boldhaus Epe: Med.=Drog. G. Nacke. Zeitung Den geehrten Bewohnern von Ahaus und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß ich mich in Ahaus, Markt 6 als Hebammenschwester niedergelassen habe. Stegerhoff Grupe, Naturkundliches Wanderbuch. Pflanzen-, Tierleben, Park und Gewässer, Wald u. Landstraße, gbd. Wünsche-Schorler, Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands... gbd. Schmeit-Fitschen, Flora von Deutschland, ein Hilfsbuch zum Bestimmen der für Deutschland wildwachsenden und häufig angebauten Pflanzen RM 4.70 RM 3.60 Rosch, Was fliegt denn da? Die Vogelwelt Mitteleuropas im Bild.. Rosch, Was blüht denn da? 600 Gräser, Blumen, Sträucher, Bäume. Rosch, Was find ich da? Pilze, Beeren, Wildgemüse.. Floericke, Der deutsche Wald u. seine Vögel.(64 farbige Vogelbilder)... Krappelin, Exkursionsflora für Nordund Mitteldeutschland,... gbd. RM 4.50 RM 3.— RM 2.50 RM 2.50 RM 1.50 RM 5.— RM 5.— RM 1.45 Kitschen, Gehölzflora. Bestimmen der in Deutschland wildwachsenden u. angepflanzten Bäume u. Sträucher, gbd. Schreiber, kleiner Atlas. Stein- und Beerensorten Getreide-, Wiesen- u. Weidegräser Band 1/2 je Kriechtiere und Lurche. Weberschiffchenbücherei: Giftpflanzen unserer Heimat. 24 Pflanzentafeln, RM 0.90 RM 1.13 RM 1.13 Bäume des deutschen Waldes.(Abb. der wilden Stämme, Stauden und Buntgräser)...... RM 0.90 GEBRUDER LENSING H 241 7 3.80 50 in Ahaus: Westf.=Drog.! in Epe: Drog. Rochol in Gronau: Drogerie J. Bron in Wüllen: Drog. Lütkenhaus .50 Hansen Inseriert in der Heimatzeitung! Der Ehrenpunkt. Reichswirtschaftsminister Funk hat in seiner Ansprache auf der Leipziger Messe ein Fragengebiet in das helle Licht der Weltöffentlichkeit gehoben, das von uns je länger je mehr als des deutschen Prestiges unwürdig empfunden werden muß. Es handelt sich um die Bewertung deutscher Staatsanleihen im Auslande und um den Zinsfuß, den wir dafür zu zaylen haben.„Die staatlich garantierten deutschen Auslandsanleihen haben heute einen Kursstand und einen Zinsfuß, der für das nationalsozialistische Deutschland unwürdig ist und seinem Prestige Schaden zufügen muß." Unsere politische und wirtschaftliche Geltung in der Welt, unsere innere Festigkeit und unsere wirtschaftliche Blüte vertragen es nicht, daß man die Anleihen des deutschen Staates so bewertet, als ob es Anleihen des kranken Mannes am Bosporus wären. Sie vertragen es ebensowenig, daß man uns dafür immer noch Zinsen von 7½ v. H. abnimmt, während diese Länder selbst für ähnliche Anleihen in ihrem eigenen Lande nur 4 v. H. oder gar weniger bezahlen. Staatsanleihen zu 7 v. H. Es handelt sich bei den von Minister Funk gemeinten Anleihen vornehmlich um die sogenannte YoungAnleihe und die Dawes=Anleihe. Die 800 Millionen der Dawes=Anleihe wurden uns 1924 vom Auslande aufgedrängt, wir hatten angeblich Gold nötig, um uns wieder eine sichere Währung aufzubauen. Von den 800 Millionen haben wir überhaupt nur etwa 700 Millionen bekommen, der Rest floß von vornherein als Provision in die Taschen der Herren Morgan. Zudem wurden wir noch verpflichtet, dafür 7 v. H. Zinsen zu zahlen. Die Anleihe ist im Laufe der Jahre bisauf 311,9 Millionen RM Ende Dezember 1937 getibgt worden, allerdings konnten Tilgungsbeträge in Höhe von 71,5 Millionen RM aus Devisengründen nicht ins Ausland transferiert werden. Die Anleihebesitzer sind über eine größere Anzahl von Ländern verstreut. Es gibt Anleihebesitzer in England, in Amerika, in Frankreich, in der Schweiz, in Schweden usw. Dort wird die Anleihe an den Börsen gehandelt. Während nun die eigenen Anleihen der betreffenden Länder, auch die anderer fremder Länder, eine normale Bewertung erfahren, wird die Dawes=Anleihe erheblich unter ihrem eigentlichen Wert gehandelt. Man zahlt nur die Hälfte und noch weniger dafür. Die Kurse sind in den einzelnen Ländern verschieden, sie richten sich unter anderem auch danach, welche Abmachungen zwischen Deutschland und dem betreffenden Lande über die Uebertragung der Zinsen in die fremde Währung getroffen wurden. Aehnlich wie bei der Dawes=Anleihe, liegt es bei der Young=Anleihe, von der in der Welt Ende Dezember noch 748,9 Millionen RM umliefen. Sie ist mit 5½ v. H. verzinsbar, ihr Kurs schwankt ebenfalls von Land zu Land, liegt aber in jedem Falle weit unter der Hälfte des nominellen Wertes der Anleihe. An deutschen Staatsanleihen laufen dann unter ähnlichen Umständen noch die 6prozentige KreugerAnleihe um, von der noch etwa 300 Millionen zu tilgen sind, und die sogenannten FundingBonds, die wir seit einigen Jahren anstelle von Zinsen ausländischen Gläubigern aushändigen. Wir legen keinerlei Wert darauf— Minister Funk hat das noch einmal mit aller Deutlichkeit ausgesprochen— vom Auslande neue Staatsanleihen zu bekommen. Aber wir wünschen, daß dem Zustande ein Ende gemacht wird, daß das deutsche Ansehen ständig im Auslande durch Unterbewertung unserer Anleihen geschädigt wird und daß dafür von uns Zinsen verlangt werden, die schon früher zu hoch waren, in einer Zeit „des billigen Geldes“ aber erst recht als überholt, ja als schädlich angesehen werden müssen. Wir wünschen nicht, daß unser politischer Kredit täglich aufs Neue an den Börsen infrage gestellt wird. Unsere ehrliche Reichsmark. Aehnliche Feststellungen, wie man sie für die Bewertung deutscher Staatsanleihen zu machen hat, sind vielfach auch für die Bewertung der deutschen Reichsmart zu machen. Auch unsere Mark wird in einer Anzahl von Ländern nicht ihrem Werte entsprechend gewertet. Auch dieser Wert, sagte Minister Funk, muß wie alle deutschen Werte neu bewertet werden. Es geht also nicht an, daß wir auf die Dauer zusehen, daß man zwar in Rumänien für die Mark eigentlich 55 Lei zahlen müßte, in Wirklichkeit aber nur 40 Lei zahlt. Es hat sich bei einigen Ländern, die in Deutschland aus ihrem Handelsverkehr Verrechnungsguthaben unterhalten, im Laufe der Zeit die Gepflogenheit herausgebildet, diese Guthaben mit Abschlägen zu handeln, also die Mark unterzubewerten. Auch für Sperrmark und Registermark, also für Guthaben, die Ausländer in Deutschland haben, die aber gesperrt sind und nur für bestimmte Zwecke verwendet werden können, wird oft nur ein Bruchteil des Wertes gezahlt, wenn ihr Besitzer sie verkauft. Dieses Heruntersprechen der deutschen Mark schädigt unser Ansehen ebensosehr wie die Unterbewertung von Anleihen. Wir wünschen in Zukunft diese Diskriminierung unseres Ansehens und unserer Geltung, unserer Anleihewerte wie unserer Währung zu beseitigen, denn sie ist unverträglich mit einem Staate, der eine solide und feste Grundlage hat, der ebenso zahlungsfähig wie zahlungswillig ist. Es liegt ein schreiender Widerspruch darin, daß wir, die wir fast als einzige nicht abgewertet haben, als einzige unsere Sparer nicht enträuscht und den Wert und die Kaufkraft unserer Mark stabil gehalten haben, von anderen, dje abgewertet und entwertet haben, eine Minderbewertung unserer Markentgegennehmen sollen! Die Reichsmark müßte„die feinste Valuta“ der Welt sein, wenn es mit vernünftigen Dingen zuginge. Stattdessen muß sie sich immer noch Diskriminierungen gefallen lassen. Das ist ein unwürdiger Zustand, den wir baldigst zu ändern wünschen. Kolonien und Devisen. Wie die Beseitigung des geschilderten Zustandes anzufassen ist, ist eine technische sowohl wie eine politische Frage. Man könnte sich vorstellen, daß die mit einem überhöhten Zins ausgestatteten Anleihen in eine neue Anleihe mit niedrigem Zinsfuß umgetauscht und dabei die Form der Zahlung der Zinsen festgelegt würde. Dazu bedarf es natürlich der Mithilfe der Gläubiger, die sich dieser Aufgabe aber um so weniger entziehen sollten, als ja gerade in angelsächsischen Ländern die „Politik des billigen Geldes" zum hervorragenden Grundsatz der Wirtschaftspolitik erhoben worden ist. Abgesehen von den technischen Ueberlegungen, die anzustellen sind, handelt es sich aber darum, die deutsche Devisendecke zu verbreitern. Es sollte allmählich auch bei unseren ausländischen Gläubigern klar geworden sein, daß sie sich selbst am besten dienen, wenn sie dafür sorgen, daß wir möglichst viel Devisen zur Verfügung haben. Je mehr wir davon haben, desto mehr Aussicht besteht, daß wir auch mehr für Zinsen und Tilgung der ausländischen Anleihen aufwenden können. Um aber unsere knappe Devisendecke zu verbessern, brauchen wir in erster Linie Kolonien. Minister Funk hat darauf hingewiesen, daß Deutschland schon in der ersten Zeit nach Rückgabe der Kolonien mit einer jährlichen Devisenersparnis von 200 Millionen RM rechnen könne und daß sich diese Summe im Laufe der Jahre auf 500 bis 600 Millionen RM erhöhen würde. Das ist mehr, als wir heute an Zinsen für unsere sämtlichen Auslandsschulden, für die Staatsanleihen sowohl wie für die privaten langfristigen und kurzfristigen Anleihen und Kredite zu zahlen haben. Das Ausland könnte sich selbst also keinen besseren Gefallen tun, als uns durch Rückgabe der Kolonien in die Lage zu versetzen, die Anleihen regelmäßig zu bedienen. N. Wd. Land für Kleingärten und Kleinsiedlungen. DNB Berlin, 8. März. Um Kleingartenland im erfreulichen Ausmaß beschaffen zu können und die Landbeschaffung für Kleinsiedlungen zu erleichtern, ist vom Reichsarbeitsminister und dem Reichsminister der Finanzen am 26. Februar 1938 eine Verordnung zur Aenderung der Vorschriften über Kleinsiedlungen und Kleingärten in der Notverordnung vom 6. Oktober 1931 erlassen worden. Bisher konnte Land zur Errichtung von Kleingärten nur für Erwerbslose enteignet werden. Die Notwendigkeit eines Wegfalles dieser Einschränkung ergab sich aus der Wirtschaftsbelebung von selbst. Die Beschaffung von Kleingartenland ist nunmehr allgemein erleichtert worden, damit der sich immer stärker beDie Mitarbeit der deutschen Volksgruppe in Polen. „Die Front der ordnungsliebenden Elemente gegen den Bolschewismus" DNB Warschau, 8. März. In der Sitzung des Senats am Montag, der auch die Regierung mit Ministerpräsident Skladkowski an der Spitze beiwohnten, nahmen die beiden Vertreter der deutschen Volksgruppe in Polen das Wort. Senator Hasbach erklärte, daß die deutsche Volksgruppe eine starke Regierung im Lande bejahe, ganz besonders auch angesichts der bedrohlichen Gewitterzeichen, die auch in Polen aufziehen. Der kommunistische Mord an dem katholischen Geistlichen in Lubon bei Posen sei ein Mahnmal, das deutlich zeige, wo der Feind stehe. Es könne hier nur eine Front gegen diesen Feind geben, die Front der staats= und ordnungsliebenden Elemente, ohne Rücksicht auf ihre nationale Zugehörigkeit. Was den Notenaustausch vom 5. November v. J. zwischen Deutschland und Polen bezüglich der Behandlung der beiderseitigen Minderheiten betrifft, so erklärte der Senator, daß der deutschen Volksgruppe in Polen diese freiwillige Erklärung der polnischen Regierung viel wertvoller sei, als die bisher vorhandenen Bindungen. Senator Hasbach richtete die dringende Bitte an die Regierung, dafür Sorge zu tragen, daß der Wille der Zentralregierung im Sinne der Minderheitenerklärungen sich bis in die letzte Amtsstube hinein durchsetzt. Weiter erklärte er, daß er, um die positive Einstellung der deutschen Volksgruppe zum Ausdruck zu bringen, für den Haushalt stimmen werde, mit Ausnahme des Landwirtschaftsministeriums, auf dessen Agrarreformpolitik er noch besonders zurückkommen werde. Auf die Behandlung der deutschen Volksgruppe ging Senator Wiesner ein. Die Deutschen in Polen seien von dem wirtschaftlichen Aufschwung leider ausgeschlossen worden. Die Arbeiterentlassungen in der ostoberschlesischen Industrie gingen weiter vonstatten. Deutschen wurden die für die Ausübung ihres Berufes notwendigen Konzessionen ohne irgendwelche Begründung entzogen. Polnische Verbände riefen zum Boykott gegen die Deutschen auf und deutschen Handwerkern und Kaufleuten werde die Ausübung ihres Berufes ständig erschwert. Die neuen Agrarreformlisten enthielten in den Westgebieten mehr als 60 v. H. deutsche Besitzer mit einem Gesamtausmaß von 40 ha Land. Das deutsche Schulwesen sei auf ein Niveau herabgedrückt worden, das in keiner Weise den kulturellen Bedürfnissen der Deutschen entspreche. Zum Schluß gab der deutsche Senator ein neues Bekenntnis zur Mitarbeit am Aufbau des Staates ab. Er erhob die Forderung, die deutsche Volksgruppe nicht gewaltsam von dem Aufbauwerk auszuschließen, sondern sie in diese Arbeit einzuschalten und ihr das Recht zu leben nicht strittig zu machen. Die deutsche Volksgruppe stehe grundsätzlich auf der Seite derjenigen, die die Zerstörung der Gesellschaftsordnung auf das schärfste bekämpfen. Die Deutschen in Polen seien bereit, an der Verständigung zwischen den beiden Nationen nach Kräften mitzuarbeiten. Was im großen durch das Verständigungswerk des Marschalls Pilsudski und des Führers und Reichskanzlers möglich war, müsse auch im kleinen gelingen. Unter sache üb mit ein isters Reichlich groß geraten.(Scherl) Dieser Riese, ein Isländer, ist hier bei einem Bremer Schneider zur Anprobe, die— wie man sieht— immerhin einige Schwierigkeiten bereitet denn der Gast aus dem Norden, der in Kürze mit einem Schausteller eine Reise durch Deutschland unternimmt, ist 2,43 Meter groß. Für seinen Anzue benötigt der Schneider— so wird uns zu dem Bilde mitgeteilt— neun Meter Stoff, d. h. soviel wie für den normal großen Mann für drei Anzüge ausreicht. Scheint das nicht doch etwas viel? er Prem unschläge er nach Eckst itik, so Grob tigite An zwei Zi r. 2.W wir in ng abhä reidigung vierte 3 digung vo Lon den m vier 3i ältig abt MnI Chamberla ssien, die Als n habe man rüstung si 1500 Mil würden. merkbar machende Mangel an neuem Kleingartenland behoben und Ersatzland für die Kleingartenanlagen beschafft werden kann, deren Räumung sich infolge dringender Bauaufgaben nicht vermeiden läßt. Weiter ist bestimmt worden, daß auch bereits kleingärtnerisch genuttes Land, das die Eigentümer anderen Zwecken zuführen wollen, gegen angemessene Entschädigung enteignet werden kann, um es dauernder kleingärinerischer Nutzung zu erhalten. Die Finanzierung der Landbeschaffung für Kleinsiedlungen und Kleingärten wird dadurch erleichtert, daß die Enteignungsentschädigung in wiederkehrenden Leistungen gewährt, also allmählich getilgt werden kann, wenn hierdurch die Durchführung des Unternehmens erleichtert und die Lage der Entschädigungsberechtigten nicht unbillig erschwert wird. Der Reichsminister kann in diesen Fällen mit Zustimmung des Reichsministers der Finanzen die Reichsbürgschaft für die Zahlung der wiederkehrenden Leistungen übernehmen. sprechen, hängen w heit sager furzer Ze teichen müsse sidh hreitu Chamberla ieren Anstr serung der unser W eute, den morgen meine hung in 2 Er werden Rege Kauflust auf der Leipziger Messe. Unt Das Ausland interessiert sich für die neuen Werlstoffe. Leipzig, 8. März. Der dritte Messetag der Leipziger Messe stand, ebenso wie die Vortage, im Zeichen guten Besuches undreger Bedarfsdeckung. Es ist zu bemerken, daß sehr viele Aussteller auf der Messe geblieben sind, die sich nicht nur mit Orientierungen begnügen, sondern auch Aufträge erteilen. Es handelt sich vielfach um Großeinkäufer, die hauptsächlich in Geschenkartikeln disponieren Das Geschäft auf der Technischen Messe war entsprechend Unter den beGronau di gegen de d Pie bronau be Volksver Vermögen erausländ dem guten Besuch gut und führte bei einer Reihe von(sändischer Muastlfarferman an hotrachtliman IMahitotaorunnen ändiche Ausstellerfirmen zu beträchtlichen Umsatzsteigerungen Sehr viel Anklang finden die Fabrikateausneuen Werkstoffen. Es besteht der allgemeine Eindruck, da die nächsten Messetage noch eine weitere Steigerung des Geschäfts bringen werden. Vor allem hat sich die Aufassung durchgesetzt, daß das Ausland weiter auf der Messe bleiben wird, da die deutschen Werkstoffe mehr und mehr interessieren. Fronkreichs Kriegskasse. 15 Milliarden Rüstungsausgaben in einem Jahre. Auf der Suche nach neuen Krediten. liändischen ausländi der Höh biter lautet Die ganze (!) Paris, 8. März. Nach Schluß einer Ministerratssitzung am Dienstag verlaß Unterstaatssekretär Laurens vor Pressevertretern eine amtliche Mitteilung. Darin heißt es u. a., daß Ministerpräsident Chautemps seinen Kollegen über die Schaffung der autonomen Landesverteidigungskasse, deren Einrichtung vergangene Woche vom Parlament beschlossen wurde und die dem Zwece dient, die Heereskredite einer rechnerischen Sonderverwaltung zu überweisen, und über die nachsten Kreditoperationen berichtet habe, die diese Kasse durchführen werden. Die Stunde sei gekommen, wo die neue Einrichtung ihre Arbeit beginnen müsse. Finanzminister Marchandeau habe darauf hingewiesen, daß die außerordentlichen Rüstungsausgaven, die sich für die beiden ersten Monate 1938 auf 3.150 Milliarden Franken belaufen, für das gesamte Haushaltsjahr einen Aufwand von über 19 Milliarden notwendig machen. Dazu komme, duh das Schatzamt für die zivilen Ausgaben ebenfalls bedertende Lasten zu übernehmen habe. Von Ministerpräsident Chautemps sei sodann die tische Seite des Problems behandelt worden. Der gefüllt mit n, der seit a beschäfti Verkäufe 1 ische Firme sich zum en daß er zwischeni gede(Hol nen äußerst nnte„Re ver suchte er se mit seine Wegen 6 Vernehmu Der Nach zugen der be das U In dem annow, lal seines N Filiner Schö gendes Urt der Angek lichung ei leue in To 2000 Uns ctbeitreibu Jogen tret Freiheitsst g dieser schweren Aufgaben notwend gen Mittel zu verlangen. Maus, drei Der Kabinettsrat habe demzufolge beschlossen, daß von“ 2000 und der Regierung am nächsten Donnerstag eine in der Kammer und im Senat abgegeben werde und buh die Zustimmung des Parlaments für die verschiedenen in der Erklärung enthaltenen Vorschläge verlangt werden soll. Die Regierung, so heißt es zum Schluß in der amlichen Mitteilung, sei entschlossen, die notwendigen Aktionsmittel, ohne die die Durchführung der von beschlossenen nationalen Wiederaufrüstung unmöglich sel würde, zu erreichen und vor dem Parlament auf ivolle Verantwortlichkeit hinzuweisen. die frü Gör Massenflucht nationaler Spanier aus dem borschen schen Katalonien. Havas berichtet aus Hendaye, daß ges reiche Spanier aus dem noch unter bolschewistischer Nerschaft stehenden Katalonien flüchten und sich über Henday nach Nationalspanien begeben. Französisches Flugzeug in Indien abgestürzt. Bei Aub habad ist am Montag ein Flugzeug der Air öxan abgestürzt. Die drei französischen Fluggäste, zwei ner und eine Frau, sowie die vier Mann starke Besatz kamen ums Leben. Leipzig Aidenten 6 e den Eins Vierjahr re. 5 dem Leip Be er lt. Jahre Damit Mittwoch, den 9. März Nr. 66 beilage vertrauen zu Chamberlains Politik. Steigerung des riesigen Aufrüstungsvoranschlags Großbritanniens im Unterhaus angekündigt. meute Absage an Genf. (Scherl) bei einem wie man n bereitet;jalti Kürze mit eutschland nen Anzug s zu dem h. soviel ei Anzüge was viel? IIIIINMIINE ingartenland nanlagen beinfolge drinPeiter ist beerisch genuzcken zuführen hädigung er kleingärtür Kleinsiedytert, daß die n Leistungen 1, wenn hierleichtert und icht unbillig diesen. Fällen Finanzen die derkehrenden £ London, 8. März. Unterhaus begann am Montag die Ausnge über die englische Verteidigung, nit einer eingehenden Erklärung des Premiersers Chamberlain zur englischen Aufrüstung an. zer Premierminister erwähnte u. a., daß er die neuen enschläge gemeinsam mit Inskip und dem Schatzzer nach sorgfältigsten Erwägungen aufgestellt habe. Eckstein unserer Verteidigungssstik, so führte er weiter aus,„muß die Sicherroßbritanniens sein. Unsere erste und zigste Anstrengung muß sich daher in erster Linie wei Ziele richten: 1. Wir müssen dieses Land n: 2. Wir müssen die Handelsrouten erhalten, von wir in unserer Lebensmittel= und Rohstoffvering abhängen." Die dritte Aufgabe bestehe in der eidigung der britischen Besitzungen in Uebersee. nierte Ziel müsse in der Zusammenarbeit der Verdiuung von Gebieten irgendeines Verbündeten been den man vielleicht im Kriegsfalle haben werde. vier Ziele habe man daher in ihrer Bedeutung ültig abwägen müssen. Chamberlain behandelte sodann die Frage der iten, die durch das Aufrüstungsprogramm entstehen. Als man mit der Aufrüstung begonnen habe, abe man angenommen, daß die Kosten für die Aufzüstung sich in fünf Jahren auf nicht weniger als 500 Millionen Pfund(18 Milliarden RM) stellen würden. Es sei zu früh, jetzt bereits über eine ewaige weitere Vermehrung der Ausgaben zu wrechen, da dies von den künftigen Umständen abhängen werde. Eines könne man jedoch mit Sicherheit sagen, daß die 1,5 Milliarden, die man vor furzer Zeit ins Auge gefaßt habe, nunmehr unzuzeichend sein würden. Er befürchte, das Haus müsse sich auf eine beträchtliche Ueberschreitung dieser Summe gefaßt machen. shamberlain erklärte hierauf,„obwohl wir mit ren Anstrengungen nicht aufhören werden, um eine serung der Lage zu erreichen, sollte man doch wissen, unser Wunsch nach Frieden nicht die Bereitschaft ute, den Frieden für heute auf Kosten des Friedens morgen zu erkaufen. Es ist weder mein Wunsch meine Absicht, mich auf geschäftelhuberische Einhung in Angelegenheiten anderer Völker einzulassen. werden jedoch von Zeit zu Zeit, wie das unsere Pflicht ist, unsere Stimme zu Gunsten einer friedlichen Erörterung und zu Gunsten friedlicher Verhandlungen an Stelle der Anwendung von Gewalt oder Drohung mit Gewalt erheben.“ Chamberlann wandte sich dann gegen die Rüstungspolitik der Labourparty, die bekanntlich das Programm der Regierung ablehnt. Die Genfer Liga sei heute verstümmelt und lahm. Diejenigen, die wie er ihr Bestes täten, um einen wirklichen Bund der Völker aufzubauen, dienten ihr besser als diejenigen, die ihr in ihrem gegenwärtigen Zustand Aufgaben zumuteten, die offensichtlich ihre Stärke überstiegen. Nach einem Hinweis auf die„ungeheuren Fortschritte,“ die bereits bei dem Wiederaufbau der britischen Streitkräfte erzielt worden seien, erklärte der Premierminister, er wünsche, daß Großbritannien stark sei, weil er glaube, daß darin die größte Hoffnung für den Frieden liege. Chamberlain fuhr dann wörtlich fort:„Weil ich nicht die Ansichten der Opposition teile, die wünscht, daß wir in Spanien die Partei derjenigen ergreifen, die sie begünstigt, wirft sie mir vor, daß ich eine Vorliebe für die„Diktatoren“ habe. Ich habe mit einer Welt zu tun, in der„Diktatoren“ vorhanden sind. Ich habe aber kein Interesse an anderen Regierungssystemen, es sei denn, daß diese auf andere Länder zurückwirken sollten.“ Das Unterhaus schloß die von Chamberlain mit dieser Erklärung eingeleitete Aussprache über die Aufrüstung ab mit Annahme des von der Regierung geforderten Vertrauensvotums mit 347 gegen 133 Stimmen. Keine Rückgabe Gibraltars an Nationalspanien gefordert. £ London, 7. März. Auf Anfrage bestätigte der englische Premierminister am Montag noch einmal im Unterhaus, daß die Gerüchte über eine angebliche Rede Queipo de Llanos, in der die Rückgabe Gibraltars verlangt werde, unrichtig seien. Auf mehrere Anfragen der Opposition, die zum Ausdruck bringen wollten, daß die Feststellung des Premierministers nicht zutreffe, erklärte dieser, seinen Ausführungen liege ein Bericht des britischen Vizekonsuls in La Linea zugrunde, der persönlich anwesend gewesen sei, als Queipo de Llano die fragliche Rede gehalten habe. der Unter Anklage des Verbrechens gegen uen 8. März stand, ebenso Besuches zu bemerken, ben sind, die sondern auch um Großeindisponieren. entsprechen Reihe von steigerungen. tusneuen Eindruck, igerung des sich die Ausiter auf der fe mehr und tem Jahre. en. 8. März. n Dienstag severtretern u. a., daj n über die sverteigene dem Zwede nderverwaleditopedurchführen zue Einrichdas Volksverratsgesetz. be= Gronau. 8. März. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Eckhardt, mund, begann am Montag im Amtsgerichtsgebäude bronau die Verhandlung des Sondergerichtes Dortgegen den 63jährigen nicht vorbestraften Kaufmann o Pieper aus Gronau, dem zur Last gelegt wird, bronau bezw. Ahaus und in Holland die ihm nach Volksverratsgesetz obliegende Pflicht der Anzeige Vermögensstücken und Devisen im Werte von 64 000 ländischen Gulden nicht rechtzeitig erfüllt zu haben, er ausländische Zahlungsmittel bezw. Forderungen in esändischer Währung im Werte von wenigstens 64 000 ändischen Gulden der Reichsbank nicht angeboten und ausländische Zahlungsmittel in nicht mehr festzuender Höhe ohne Genehmigung verfügt zu haben. dier lautet die Anklage noch auf Steuerhinterziehung. Die ganze Vormittagsverhandlung am Montag war füllt mit der Vernehmung des Angeklagn, der seit 47 Jahren bei einer Gronauer Textilgroßbeschäftigt war. In der Beweisaufnahme nahmen Verkäufe von Baumwollabfällen an holländische und iche Firmen einen breiten Raum ein. Der Angeklagte sch zum Nachteil seiner Firma dadurch bereichert ten daß er als Angestellter auf Grund von Abmachunzwischen ihm und der jüdischen Firma Frankenhuis, iede(Holland), hochwertige Baumwollabfälle zu äußerst niedrigen Preis vermittelte und dafür sosannte„Retourprovisionen“ erhielt. Der Angeklagte er suchte sich damit zu entlasten, daß ein verstorbener Ainhaber seiner Firma von diesen Geschäften gewußt mit seiner Verkaufstätigkeit einverstanden gewesen Degen Gefährdung der Staatsinteressen wurde bei Vernehmung von Finanzbeamten, die in der Voreruchung tätig waren, die Oeffentlichkeit ausgeHossen. Der Nachmittag brachte die Vernehmung von drei sugen der beiden Mitinhaber und des Hauptbuchhalters hingewiegsaus1938 auf 3 gesamte iber 15 nme, das Urteil im Ossietzky=Prozeß. Berlin, 7. März. sen den 51jährigen Dr. Kurt on dem Prozeß gegen dannow, der den K. von Ossietzky um den größten es Nobelpreises gebracht hatte, verkündete das anner Schöffengericht nach dreitägiger Verhandlung e Urteil. Der Mi der Angeklagte Wannow ist der fortgesetzten Erung hin Fucung einer Devisengenehmigung, der fortgesetzten Erfül in Tateinheit mit Unterschlagung sowie der fortwondi sen Untreue in einem weiteren Falle schuldig und zu einer Gesamtstrafe von zwei Jahren Zucht5, drei Jahren Ehrverlust und Geldstrafen von Dah vur 2000 und 5000 RM. verurteilt, an deren Stelle im rklarung secbeitreibungsfalle Gefängnisstrafen von 10, 20 und treten. Die erlittene Schutzhaft wird voll auf greiheitsstrafen angerechnet. und chiedenen ngt werder amtwendigen von ihr glich sein auf ihre schewit. daß zahl= er Herr= Hendaye France zi MänZesatzung frühjahrsmesse im Dienst des Vierjahresplanes. Göring an das Leipziger Meßamt. DNB Berlin. 8. März. Leipziger Meßamt hat am Montag dem Ministerwist denten Generalfeldmarschall Göring telegraphisch gags ze den Einsatz der Frühjahrsmesse für die Aufgaben resplanes Bericht erstattet. Generalfeldet Voring hat in folgendem Telegramm geantSepziger Meßamt danke ich für seinen teleBericht, aus dem ich mit Genugtuung enter do die Frühjahrsmesse die Erfolge des stesplanes klar und überzeugend herauserfüllt diese große internationale Messe gabe, den neuen Qualitätserzeugnissen, Spitzender genannten Textilfirma. Diese Aussagen waren durchweg belastend für den Angeklagten. Nach Schluß der Zeugenvernehmung begründete der Staatsanwalt seinen Strafantrag, der dahin lautete: Wegen Verbrechens gegen das Gesetz gegen den Verrat der deutschen Volkswirtschaft ein Jahr und vier Monate Zuchthaus; wegen Devisenvergehens sechs Monate Gefängnis und 20000 Rm. Geldstrafe, wegen Steuerhinterziehung 5000 Rm. Geldstrafe zusammengezogen auf eine Gesamtstrafe von 1 Jahrund 6 Monaten Zuchihaus und 25000 Rm. Geldstrafe. Der Vertreter der Devisenstelle des Landesfinanzamtes Münster beantragte als Nebenbläger 2 Jahre Zuchthaus und 30000 Rm. Geldstrafe. Die beiden Verteidiger plädierten auf Freispruch, da sie eine Schuld des Angeklagten im Sinne der Anklage für sehr zweifelhaft hielten. Gegen Abend verkündete das Gericht den Urteilsspruch, der auf Freispruch lautete. In der Urteilsbegründung heißt es u. a., daß schwierwiegende Gründe gegen, daß auch manche für den Angeklagten anzuführen seien. Es sei bedauerlich, daß in die ganze Angelegenheit kein klares Licht gedrungen sei, weil zwei Männer, die als Hauptzeugen hätten auftreten können, nicht mehr unter den Lebenden weilten, besonders der verstorbene Fabrikant Matthieu van Delden. Die Rettung habe der Angeklagte gesucht, indem er sich auf den Verstorbenen berief, dessen Andenken aber keineswegs irgendwie befleckt worden sei. Irgendwie sei ein Loch in der ganzen Angelegenheit und ebenso sei es zweifellos, daß hinter den Kulissen gespielt worden sei. Das Gericht stellte auch fest, daß der Angeklagte in bezug auf die Devisenanzeigepflicht gesündigt habe. Aber es fehle etwas, um den Angeklagten restlos zu überführen. Und deshalb habe das Sondergericht mangels ausreichender Beweise auf Freispruch erkennen müssen. leistungen höchst entwickelter Technik und Chemie immer größere Absatzmärkte zu erschließen. Ich bin überzeugt, daß diese einzigartige Schau allen Besuchern aus dem In= und Auslande einen unvergeßlichen Eindruck vermittelt von der aufbauenden, schöpferischen Friedensarbeit des deutschen Volkes und seinem unbeugsamen Willen, sich unter nationalsozialistischer Führung allen Schwierigkeiten zum Trotz durch höchste Leistung und entschlossenen Einsatz aller Kräfte den Weg zu weiterem Aufstieg zu erkämpfen. Ich spreche dem Leipziger Meßamt meine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus, erwidere die mir übersandten Grüße und wünsche der Frühjahrsmesse guten Erfolg.“ hinrichtung eines Mörders. DNB Berlin, 8. März. Am 8. März ist der am 15. Mai 1900 geborene Fritz Kunert hingerichtet worden, der am 14. Oktober 1937 vom Schwurgericht in Frankfurt/Oder wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Kunert hatte in der Nacht zum 6. Mai 1937 auf dem Gut Hohentannen(Kreis Öststernberg) die erst 15½ jährige Erna Nowicki mit der Axt erschlagen, weil sie es abgelehnt hatte, die Beziehungen zu ihm fortzusetzen. Stabsführer Lauterbacher bei General Franco. Von Lissabon traf Stabsführer Hartmann Lauterbacher am Montag in Burgos ein. In Begleitung des deutschen Botschafters von Stohrer suchte er sofort nach seiner Ankunft den spanischen Staatschef General Franco auf, der sich längere Zeit mit dem Stabsführer unterhielt Der Führer beglückwünscht General Heitz. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem Präsidenten des Reichskriegsgerichtes; General der Artillerie Heitz, anläßlich des 40 jährigen Gedenktages seines Diensteintritts telegraphisch seine Glückwünsche. vurde gehoire. ch Ihnen kann an werden! Berlin, den 9. Februar 1938 Ein Möbelstück soll nicht nur schön aussenen— es soll auch solide gearbeitet sein und dem Besitzer ein Menschenalter hindurch Freude machen— das ist mein Geschäftsgrundsatz. Ebenso sage ich mir beim Rauchen: Es soll nicht nur gut schmecken, es muß auch gut bekommen. Deshalb ist nach mancherlei Versuchen die nikotinarme„Astra“ meine Leib- und Magen Cigarette geworden. Die vereinigt das Angenehme mit dem Nützlichen in vollendeter Form. Sie schmeckt mir besonders gut ündsie bekommt mir ausgezeichnet. Möbelfabrikant Berlin O 34, Grünberger Straße 54 ... und welcher Fall sind Sie? Auch Ihnen wird die Astra" helfen! Sie schmeckt so gut, daß man kaum glauben will, sie sei nikotinarm. Und doch ist ein Nikotingehalt von weniger als 1% beglaubigt.— Die„Astra" ist eine echte Kyriazi, vollmundig im Aroma und von hoher Bekömmlichkeit. Ihre Nikotinarmut ist eine gewachsene Eigenschaft der Tabakblätter, die zur Herstellung derAstra" Verwendung finden. Kein künstlicher Nikotin Aus Münster und dem Münsterland. Ausgezeichneter Besuch der Rotbuntversteigerung. Der Siegerbulle brachte 6000 RM. e Münster, 8. März. Einen solchen Besuch, wie ihn die am Dienstag in der Münsterlandhalle abgehaltene 87. Zuchtviehversteigerung des Westfälischen Rinderstammbuchs der Rotbuntzüchter aufzuweisen hatte, hat man für eine Veranstaltung dieser Art nach dem allgemeinen Urteil seit langen Jahren nicht mehr erlebt. Samtliche Eintrittskarten waren ausverkauft, alle Kataloge vergriffen, auch nicht ein Plätzchen mehr in der Halle für die Zuschauer aufzutreiben, die bis in die höchsten Spanten hinein die Plätze des großen Langovals füllten. Am Montag wurden bereits die aufgetriebenen Bullen durch das Köramt Westfalen gesichtet und bei dieser Gelegenheit 203 Bullen gerort und damit zur Versteigerung zugelassen, und zwar 13 der Wertklasse 1, 42 der Wertklasse 2 und 148 der Wertklasse 3. Außerdem wurden 78 Rinder zur Versteigerung aufgetrieben. Bei der am Dienstag vormittag vorgenommenen Prämtie, rung wurden insgesamt 53 Bullen wie auch 15 Zuchtund Gebrauchsrinder prämiiert, und zwar von den jüngsten Bullen 10, von den zweitjüngsten 13, von den älteren 16 und von den mehr als 16 Monate alten Bullen 14, Vergeben wurden an die Bullen 12 erste Preise. 19 zweite und 22 dritte Preise, außerdem eine Anzahl Anerkennungen, ferner je fünf Preise an die Rinder und Kühe. Sieger wurde der aus der„Waldemar"—„Waschbär“=Linie hervorgegangene„Wasserfal!“ aus der Zucht von Theodor Budde=Lohmann in Nottuln, der in der Versteigerung für den stattlichen Preis von 6000 Reichsmark in die Hände seines neuen Besitzers Überging. Im einzelnen bot die Bild: Prämiierung folgendes Klasse 1: Bullen, 12 bis 13 Monate alt; la=Preis „Wergolf“. Bes. Alfred Bögel=Windmeyer, Alstedde bei Ibbenbüren: 1b„Jorgo", Bes. Theodor Borgmann, Albersloh; 1e„Weltmann“, Bel. Franz Budde=Schürmann, Nottuln: 2a„Rotschild“, Bes. Heinrich Borgmann, Walstedde(Kr. Lüdinghausen): 2b„Waldelar", Bes. Gerhard Engbring, Sellen bei Burgsteinsurt; 2c„Janus“, Bes. Albert Schürmann, Daldrup bei Dülmen; 3a „Henko", Bes. Josef Hunkemöller, Neuwarendorf bei Warendorf: 3h„Robinson“, Bes. Felix Tebhe, Albachten; 3c„Rosetter“, Bes. Wilhelm Nachtigall, Roxel; 3d„Max", Bes. Ww. Leewe, Recke. Klasse 2: Bullen, 13 bis 14 Monate alt: la=Preis und Siegerpreis„Wassersall“, Bes. Theodor Budde=Lohmann. Nottuln: 1b„Walker", Bes. Gerhard Schaphaus, Laggenbeck: 1c„Welfe“, Bes. Franz BuddeSchürmann, Nottuln: 1d„Lodex", Bes. Hermann Hanhoff=Harmann, Freckenhorst: 2a„Walter“, Bes. Theodor Budde=Lohmann, Nottuln: 2b„Leopard“, Bes. Josef Breloh=Höchst, Freckenhorst: 2c„Werhold“, Bes. Josef Bögel=Freude, Laggenbeck; 2d„Radau“, Bes. Gerhard Heuking, Listruy bei Emsbüren; 3a„Waldmann", Bes. Heinrich Reher, Bösensell; 3b„Herkules“, Bes. Josef Breloh=Höchst, Freckenhorst: 3c„Herbold“, Bes. Aloys Schockemöhle, Gut Geeste bei Lingen; 3d „Markgraf“, Bes. Hermann Grove, Twenhusen bei Recke; 3e.„Waldspecht", Bes. Gerhard Lefert. Quantwick bei Ahaus. land". Bes. Paul Niehues, Neuenkirchen bei Rheine: Ja„Rino", Bes. Martin Drerup, Sutrum=Harum bei Rheine: 3b„Wolf“, Bes. Heinrich Scheiper=Köster, Hollich bei Burgsteinsurt; 3c„Lord“, Bes. Johannes Frandrup=Leusmann, Tilbeck bei Havixbeck; 3d „Walnuß", Bes. Alex Schulze Zumkley, Bösensell; 3e „Werner“, Bes. Heinrich Werdeling, Sellen bei Burgsteinfurt. Klasse 5: Zucht= und Gebrauchsrinder: 1a=Preis „Lore“, Bes. Wilhelm Oberste=Hollenberg, Hambüren bei Velte. Kr. Tecklenburg; 1b„Burga“. Bes. Franz Berkemeier, Recke: 1c„Rosalia“, Bes. Alfons Hövel=Windmeyer, Alstedde bei Ibbenbüren; 1d„Jura", Bes. Heinrich Thier. Holtwick; 1e„Barelli", Bes. Wilhelm ObersteSollenberg, Sambüren; 2a„Jplande", Bes, Alfons Bögel=Windmeyer, Alstedde bei Ibbenbüren; 2b„Angelika". Bes. Josef Budde, Stevern bei Nottuln; 2c „Soalchen“, Bes. Jo.ef Woltermann, Everswinkel; 2d„Molli", Bes. Josef Waltermann. Everswinkel: 22„Selma“, Bes. Heinrich Hassels, Lütkenhoff, Wessum bei Ahaus: Sa„Senta“, Bes. Felix Budde=Borgert, Stockum bei Nottuln; 3b„Resina", Bes. Ww. Schmäing=Temming, Quantwick bei Ahaus: 3c„Zilli“, Bel. Bernhard Gerdemann, Everswinkel: 3d „Galda“, Bes. Bernhard Wanning, Coerde bei Kinderhaus; 3e„Hanni", Bes. Johannes Knüfting, Borkenwirthe bei Borken. Sonderkörung und Prämiierung der Zuchtschweine. Der Landesverband westfälischer Schweinezüchter hielt zu gleicher Zeit in den Räumlichkeiten des Westfälischen Zuchtviehmarktes seine 37. Versteigerung von Zuchtschweinen ab, zu der 148 Eber und 42 Sauen, insgesamt also 190 Tiere, aufgetrieben waren. Von den Ebern wurden in der am Montag nachmittag durch das Köramt Westfalen vorgenommenen Körung 30 Tiere nicht gekört und von den übrigen 118, die damit auch zur Versteigerung zugelassen waren, den drei Wertklassen zugeteilt: 3 der Wertklasse 1, 18 der Wertklasse 2 und 97. der Wertklasse 3. Von den drei der Wertklasse 1 zugeteilten Ebern stammten die beiden ersten aus der Zucht von Bernbard Gausepohl aus Milte, der dritte aus der von Paul Brüning=Sudhoff in Amelsbüren. Von den 42 Sauen wurden 9 prämiiert, und zwar 4 mit ersten, 3 mit zweiten und 2 mit dritten Preisen. Die Besitzer der prämiierten Sauen waren: 1a= und 1b=Preis Bernh. Lepping in Hoxfeld bei Borken, 1c= und 1d=Preis Bernhard Weddeling=Gerding in Gemenkrückling bei Ramsdorf. 2aPreis= Lepping in Horfeld, 2b=Preis Weddeling=Gerding in Gemenkrückling, 2c=Preis G. SchmiemannAhaus in Recke, Za=Preis Bernhard Schulze Bertelsbeck in Stockum bei Coesfeld, 3b=Preis Bernhard Gausepohl in Milie. Die Versteigerung. Bei außergewöhnlich starkem Besuch nahm die Versteigerung einen flotten Verlauf. Von den 118 gekörten Ebern wurden 116 verkauft, die beiden übrigen Tiere konnten wegen Lahmens nicht untergebracht werden. Von den 42 aufgetriebenen Sauen blieben nur drei unverkauft, die in der Trächtigkeit zu weit zurück waren. Die besten Eber und Sauen wurden nach Sachsen verkauft, ebenso gingen mehrere erstklassige Sauen nach Württemberg. Die Preislage war sowohl für Züchter als auch für Käufer befriedigend. Zeugen widerrufen ihre Aussagen. te Fries wird durch den Bruder seiner Frau erheblich belastet. -r. Münster, 8. März. Die Vernehmung der zahlreichen Zeugen in dem Verfahren gegen den Angeklagten te Fries wurde am Dienstag vormittag fortgesetzt. Der Bruder Johann und der Bruder Rudolf des Angeklagten wollen nicht genau wissen, warum te Fries zur Tschechoslowakei fuhr. Das wissen aber beide, daß Frau te Fries mehrfach Aeußerungen getan hat, die darauf schließen ließen, daß sie sich das Leben nehmen wollte. Daß sie tot sei, wollen auch beide nicht glauben, sie sind vielmehr der Ansicht, daß sie sich in der Tschechoslowakei aufhalte. Es kommt dann eine Meinungsverschiedenheit über die Kleidung der Vermißten auf. Die Brüder wollen es nicht genau wissen, dafür aber sagt die Angeklagte Anna Berning, daß die Vermißte überhaupt kein blaues Kleid mit weißen Tupfen gehabt habe, wie es in den Suchmeldungen immer wieder angegeben werde. Von besonderer Bedeutung war dann die Vernehmung einer anderen Gruppe von Zeugen, die bisher im Vor blichonde Aus Klasse 3: Bullen, 14 bis 16 Monate alt: la=Preis „Wanderfalk“. Bes. Heinrich Buxtrup, Buxtrup bei Nottuln; 15„Lorbeer“, Bes. Hermann Hanhoff=Harmann, Freckenhorst: 2a„Herrscher“, Bes, Heinrich Tegelkemper, Freckenhorst: 26„Leonardo", Bes. Josef Breloh=Höchst, Freckenhorst: 2c„Kurgast". Bes, Ww. Gerhard Möhlmann, Mettingen: 2d„Horst“, Bes, Anton Schulze Walgern, Freckenhorst: 2e„Held“, Bes. Josef Hungemöller, Neuwarendorf bei Warendorf: 2f„Leo“, Bes. Josef Bögel=Freude, Laggenbeck; 3a„Kamerad", Bes. Josef Feldmann, Hegerort bei Holtwick; 3b„Genau“. Bes. Friedrich Wieligmann, Sennlich bei Westerkappeln; 3c„Wal“, Bes. Heinrich Leiverding, Beerlage bei Billerbeck; 3d„Lord“, Bes. Heinrich Hörnemann, Tungerloh=Pröbsting bei Gescher: 3e„Held“. Bes. Anton Uphoff=Kuhlage, Vinnenberg bei Milte: 3f„Rubin“, Bes. Franz Schulze Berninghoff, Catenhorn bei Rheine; 3g„Lork“, Bes. Heinrich Leusing, Hohenholte; 3h„Nero", Bes. Ww. Möhlmann, Mettingen. Klasse 4: Bullen, über 16 Monate alt: la=Preis „Wanfried", Bel. Alex Schulze Zumkley, Bösensell; 1b „Albendstern“, Bes. Josef Feldmann, Hegerort bei Holtwick; 1e„Wallo“, Bes. Anton Sendes=Hüls, Bösensell; 2a„Hero“, Bes. Heinrich Stadtbäumer, Gelmer bei Münster: 2b„Justus“, Bes. Josef Waltermann. Everswinkel; 2c„Raudi“, Bes. Gerbard Heuking, Listrup bei Emsbüren; 2d„Walbert“, Bes. Gerhard Engbring, Sellen bei Burgsteinfurt; 2e„Waldberg“. Bes. Ww. Deitert, Holich bei Burgsteinfurt; 2f„Roverfahren erheblich belastende Aussagen gemacht hatten. Am meisten wurde te Fries durch die Aussagen der Frau seines Bruders Alfred belastet, die in den Akten immer wieder als die glaubwürdigste Zeugin dargestellt wurde. Sie gibt an daß te Fries in die Tschechoslowakei gefahren sei, weil er Angst vor seinem Berufungstermin hatte und weil er fürchtete daß seine Frauihnerheblich belasten könnte. Die entscheidenden Aussagen aber hatte die Zeugin über den Abend des 10. September gemacht, da te Fries in ihre Wohnung kam, um etwas zu essen zu bekommen. Bei dieser Gelegenheit habe sie ihn nach seiner Fraugefragt, er habe die Frage abgetan und gesagt:„Die hab'ichs gegeben, die sagt nichts meyr!“ Diese ungemein wichtige Aussage wird heute zur völligen Ueberraschung des Gerichts als unwahr hingestellt. Obwohl sie diese Worte bei allen Vernehmungen der Kriminalpolizei aufrecht hielt, obwohl sie dabei blieb, als sie te Fries gegenübergestellt wurde, leugnet sie heute ab. Die Worte seien ihr unter Druck und Droyung von den vernehmenden Beamten abgezwungen worden. Trotz aller Vorhaltungen bleibt sie heute dabei, daß bei diesem Zusammentreffen mit te Fries von der Frau überhaupt nicht die Rede gewesen sei. Das gleiche bekundet auch ihr Mann, der ebenfalls grobe Anschuldigungen gegen die Polizei vorbringt. Die gleichen Rückzieher macht auch die Braut des Bruders Willi, die heute auch nichts mehr davon wissen will, daß über die verschwundene Frau te Fries gesprochen wurde. Auch sie erklärt ihre früheren Aussagen damit, daß sie unter Druck gesetzt worden sei. Ihr Bräutigam geht sogar so weit, seine Schwester auf der Anklagebank als Lügnerin hinzustellen. Die Braut des Bruders Willi muß allerdings zugeben, daß sie einmal zu ihrem Bräutigam gesagt hat, als sie von ihm geschlagen worden war, daß man es mit ihr nicht somachen könne wie mit der„schwarzen Marie“. Heute deutet sie diese Worte dahin, daß sie damit sagen wollte, sie könne tun und lassen, was sie wollte, ihr habe kein Ehemann etwas zu verbieten. Der Staatsanwalt hält ihr vor, daß sie in den letzten Tagen bei Bekannten in Ahlen herumgegangen sei und gefragt habe, was sie denn nun als Zeugin sagen solle, wenn sie nämlich die Wahrheit sage, dann ginge es ihr genau so wie der„schwarzen Marie“. Diese Vorhaltung weist die Zeugin aber ganz entschieden zurück, worauf ihr der Staatsanwalt sagt, daß er ihr die Zeugen für diese Vorgänge gegenüberstellen werde. Während so die Mitglieder der Familie des Angeklagten alle belastenden Aussagen zurückziehen, belastet der Bruder der Vermißten Frau te Fries den Angeklagten ganz erheblich. te Fries sei aus Angst vor dem Berufungstermin in die Tschechoslowakei geflohen. Ueber das Verhältnis der Eheleute befragt, erklärt er, daß te Fries seiner Frau sehr getraut habe, er sei aber sehr ettersüchtig gewesen und habe einmal geäußert, er wolle lieber im Zuchthaus enden, ehe er zuließe, daß seine Frau ihn hinterginge. Vor seiner Abreise in die Tschechoslowakei soll er dann noch gesagt haben, wenn er erführe, daß seine Frau mit anderen Männern herumlaufe, dann käme er heimlich nach Ahlen zurück und drebe ihr den Hals um. Weil ta Fries dies gesagt habe, habe seine Schwester immer in Angst vor einer plötzlichen Rückkehr gelebt, denn sie habe ja ein Verhältnis gehabt. Der Zeuge hat seine Schwester zum letzten Male am Abend des fraglichen 8. September gesehen. Sie habe ein blaues Kleid mit weißen Tupfen und keine Strümpfe getragen(so wird die Vermißte ja auch in den Suchmeldungen geschildert). Daß seine Schwester Selbstmord begangen habe, glaube er nicht, denn dazu habe sievielzuaern gelebt. Er glaube, daß sie tot sei, penn wenn sie noch lebte, würde sie schon längst Verbindung mit ihrer Mutter, an der sie sehr hing, aufgenommen haben. Der Zeuge hat am Morgen des 9. September der Mutter des Angeklagten die Kleider seiner Schwester ausgehändigt, da sie ihm sagte, der Mann seiner Schwester sei wieder da und Marie sei bei ihm. Er habe geglaubt, seine Schwester sei bei ihrem Mann und sei dann mit ihm fortgegangen. Anders habe er sich das Abholen der letzten Möbel nicht erklären können. Die brachte dann den Fortgang der Zeugenvernehmung. Aus dem Gau Westfalen-Nord, X Anerkennung für die Ski=Mannschaft fälischen SA. Im 12=Klm.=Patrouillenlauf 8 kam— wie schon berichtet— die Mannschaft der fälischen SA bei den NS=Winterkampfspielen in bei 55 teilnehmenden Mannschaften auf den 7. Rn einem Schreiben an SA=Obergruppenführer Schrat spricht SA=Obergruppenführer Kühme vom Haunn Kampfspiele bei der Obersten SA=Führung der schaft der SA=Gruppe Westfalen für ihre gute seine besondere Anerkennung aus Seistug *( 6s taut te deut X Bann 13 siegte beim Fernschießwettkampf de. 59 Bei dem Fernschießwettkampf des Gebietes Westfaf Reiterr dem die Mannschaften aller 33 westfälischen teilnahmen, errana der Bann 13(Münsterd du Wanderpreis des Gebietsführers. Den MTAL CT Mannschaften der und 3. Platz belegten die Mannschaften (Hamm) und 251(Gelsenkirchen). * X Intendant Winkelnkemper sprach im Münsterland Der Intendant des Reichssenders Köln, Gauamtzlese Toni Winkelnkemper, sprach in Ibbenbüren truv. Emsdetten und Rheine in Kundgebune der NSDAP. 70 X Die Coesfelder Frauen an der Arbeit. Im felder SA=Heim kamen die Ortsfrauenschaftsleiterlnen Ortsschulungsleiterinnen und Kassiererinnen des S. ahe M ne vor si und zu grigen Ar den, flacher Siehtse schr erreid d größer dlich wir h Zigare Jawohl, Sie rauc rarren de Coesfeld der NS=Frauenschaft zu einer Ganztagsschifm zusammen, an der auch die Abteilungs Sachbearbeiterinnen der Gaufrauen falen=Nord teilnahmen. ter schweren Beschuldigunge gegen die vernehmenden 8eamten zurückgezogen hatte, in aller Ruhe und Bestimmt heit ihre Aussagen wiederholt habe. Das Gefühl daß sie irgendwie unter Druck stand, habe er keine Minute gehabt. Noch entscheidender war die Vernehmung des Kriminalassistenten Kubfwenn, der hauptsächlich die ganzen Erhebungen angestellt hat. Es könne niemals die Rede dvon sein, daß er die Zeugen, vor allem nich Alfred Berning, unter Druck gesetzt habe. Geradebei dieser Zeugin habe man das meiste Ver ständnis gefunden und am wenigsten Daf gehabt. Sie habe ihre Aeußerungen ganzauslig gemacht und habe ganz bestimmt vor allem die fraglichAeußerung wiedergegeben, die te Fries gemacht haben soll:„Die hab' ichs gegeben, die sagt nichts mehr!" De Zeugin wird dem Kriminalbeamten dann gegenübergstelt; anfangs bleibt sie bei ihren Angaben, auf ganzh stimmt gestellte Fragen räumt sie dannaberiln daß nicht dieser Beamte es gewesen se, obwohl sie am Vormittag immer nur diesen Beamtena den„Quäler“ bezeichnet hatte. Damit warend unglaublichen Beschuldigungen der Zeygin zusammengebrochen. umzeugs e im Sch es beg. Bei vorg st, das ha dr Rittmei nchten. Er mme!" D Gebäud hie jaulte sich schräge nwahrlost die Ehefteu)puten. De Naum. Die irgends Nenschennäl schließen, mite es sch vorden war üter seinen sostierunger Als er Pstolentasch „Was gil Herr R. drüben Der Ritt nidenklich Sie war in den wichtigsten Aussagen einiger Zeugen das Gegenstück zu der Morgenverhandlung. Eine Reihe von Zeugen konnte keine wesentlich neuen Angaben machen. Wichtig war die Vernehmung des Amtsgerichtsrates, der die ersten richterlichen Vernehmungen getätigt hat. Er bekundete, daß z. B, die Ehefrau des Alfred Berning, die in der Vormittagssitzung ihre Aussagen unDer Zeuge gibt dann noch ein Bild über den Feigang der ganzen Vernehmungen, te Fries habe begrüdete Angst vor seiner Frau gehabt, denn sieha mehrfach mit Anzeigen georoyt, wenner Vorhaltungen über ihren schlechten Lebenswandel macte. Kmnonendon Es soll dann in diesem Zusammenhang auch einmaldisst war g Aeußerung gefallen sein, der müsse man einmal den Mund stopfen, damit sie nichts mehr sagen konne. Bei Beginn der Vernehmungen hab sich die Polizei einem regelrechten Komplottggenübergesehen. Niemand habe überhaupt wissen wollen daß te Fries im September 1936 in Ahlen gewesen Und als diese Lüge erkannt war, stritt man allgemeine daß er bei diesem Aufenthalt seine Frau getroffen heh! Das Leue Im Verlaufe der weiteren Zeugenvernehmung kon Uhr, a zur Sprache, wie gleich am Morgen nach dem Verschum#es Rüttel den der Frau te Fries die Mutter und Schwester des UeFüt und eigeklagten in der Wohnung der Verschwundenen erschlenn und die Sach enabholten. Auf Befragen habe die caat, Fraute Friessei von ihrem Mannn einem Autoavgeholt und zur Tschechoslowale bracht worden, sie komme nicht wieder, Sie sehe satze durch lotdem we dt hinten kommen Simidete er tuf den Fuß Sie lausch as der Du Gegen Abend wurde dann die Verhandlung auf Mitt woch vormittag Ahlen ein Lo vertagt. Am Mittwoch findet dann altermin statt. l= Neubeckum, 8. März. Großfeuer auf einn Bauernhof. Auf einem in der Nähe von Neubeckum legenen Bauernhof entstand aus bisher noch nicht gelsch ter Ursache ein großes Schavenseuer. Der brach in einer Scheune aus und breitete sich so schn aus, daß er schon bald auf den Kuhstall und eine weisee Scheune übergriff. Unter großer Mühe gelang es Vieh in Sicherheit zu bringen. Desgleichen wurd möglich, 150 Zentner Getreide vor dem Verbrennen retten, während etwa 200 Zentner Heu und eine gies Menge Stroh sowie viele Ackergeräte den Flammen Opfer fielen. Als Ursache der Feuersbrunst nimmt entweder Brandstiftung oder Fahrlä keit an, da das Feuer in dem Teil einer Scheune stand, in dem sich weder Lichtleitungen noch irgend ein Feuerstelle befanden. Wohl aber fand man einen son geworfenen Zigarettenstummel. Sie sind igte. Er Somme der 1 so ein§ larin spukte siont im A enmal mun Er lag st ngeschlafen Pstole und uten einC Es gelan Fahrläf fen Scheung eng wes Knarre Tür zu Programm des Reichssenders Köln e mußte E lichem Gequi der Rittmei Donnerstag 10. März 6,00: 6,10 6,30 7,00: 7,15: 8,00: 8,10: 8,30 9,30: 9.45: 10,00 Musikalische Leitung: 10,30: 11,45: 12,00: Das Kleine Orchester 3,00: 13,15: 14,00 4,15 15,00: 15,30 15,45 15,50 16,00: 18,00 18,30 18.50 Morgenlied— Wetterbericht für den Bauern. Von Stuttgart: Leibesübungen. Von Leipzig: Frühkonzert. Das Kleine Orchester (Leitung: Johannes Berthold). Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. Fortsetzung des Frühkonzerts. Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt Ellen Derenbach: Frauenturnen. Von Königsberg: Ohne Sorgen jeder Morgen. Kapelle Erich Börschel. Sonatine D=dur von Max Reger. Solistin: Ilse Mühlen(Klavier). Nachrichten. Volksliedsingen: Liederfolge 26. Herbert Napierski. Sondepause. Bauer, merk' auf. Von Frankfurt: Mittagskonzert. unter Franz Hauck. Nachrichten— Glückwünsche. Von Frankfurt, Konzertforts. Das seher Landesorchester(Fr. Cuje), das Kleine Orchester(Fr. Hauck). Nachrichten. Bunte Musik. Karla Hanf(Alt), Nora Ehlert(Vipline), Karl Delseit(Klavier). Musik und Jägerei. Eine unterhaltsame Plauderei. Das Recht des Alltags. Gaugerichts=Vorsitzender Utendörser spricht. Wirtschaftsmeldungen. Buchbesprechung. Nachmittagskonzert. Unterhaltungs=Orchester unter H. Hagestedt. Anny Richter, Sopran. Volk erzählt, Gustav Halm: Zwei plattdeutsche Volksmärchen. Zum 150. Geburtstag des Dichters Eichendorff (Sprecher: Dr. Friedrich Castelle). Aus einem alten Liederschrein. Wunder der Tierwelt. Ein Gespräch zwischen Paul Eipper, Dr. Kurt Kramer und Hermann Probst. Momentaufnahme. Das Rhein=Mainische 19,00 19,10 20,00 22,00: 22,20 22,35 Nachrichten. Zur Unterhaltung und zum Tanz spielen die Kapellen: Barnabas v. Géczy— Georg Freundorfer— Robert Gaden— Wilfried Krüger— Adalbert Lutter und Hans Busch(Industrie=Schallplatten), Wir schlagen eine Brücke. Eine Folge musikalischer und literarischer Darbietungen in Gemeinschaft mit der Deutschen Arbeitsfront(NSG„Kraft durch Freude"). 6. Abend: Schumann— Pfitzner. Ausführende: Kölner Rundfunkorchester, Rundfunkchor, Collegium musicum der Universität Köln, Ewald Kaldeweier(Baß=Bariton), Käte Russart(Sopran), Mariatheres Henderichs(Alt), Heinz Matthei(Tenor), Dr. Ludw. Wüllner(Sprecher). (Leitung: Generalmusikdirektor Rud. Schulz=Dornburg). Nachrichten. Wir lernen Italienisch. Manuskript Dr. M. W. Esser. Von Stuttgart: Volks= und Unterhaltungsmusik. reitag 11. März 6,00: 6.10: 6.30: SchutzErnst 7,00 7.15 8,00 8.10 8,30 Mün9,30 0,45 10,00 10,30 10,45 11,45 12.00 18,00 Morgenlied— Wetterbericht für den Bauern. Von Stuttgart: Leibesübungen, Von Danzig: Frühkonzert. Musikkorps der polizei der Freien Stadt Danzig(Leitung: Stieberitz). Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. Fortsetzung des Frühkonzerts. Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt Ellen Derenbach: Frauenturnen. Von München: Froher Klang zur Arbeitspause. chener Rundfunkschrammeln, Fritz Mühlhölzl(Zither). Lehrfrauen bilden den hauswirtschaftlichen Nachwuchs aus. Nachrichten. Von Leipzig: Hering und Walfisch. Hörfolge von Gerhard Niese. Von Stuttgart: Durch harte Zucht zum olympischen Sieg. Gespräch mit Ruderer Strauß. Sendepause. Bauer, merk auf. Auf fremden Höfen lernt man besser! Die Werkpause bei der Gewerkschaft„Alte Haase", in Sprockhövel, Kapelle der SA=Standarte 99. Nachrichten— Glückwünsche. 13,15: 14,00; 14,15: 15,00 15.30: 15,45 16,00 18,30; 18.50 19,00 19.10 20,00 21,00 22,00: 22,15 23,10: Mittagskonzert, Neua deutsche Unterhaltungsmusik. (Aufnahmen). Nachrichten. Leichte Kost. Das Unterhaltungs=Sextett. Reinhard Fritzsche, Flöte, Hermann Herloff, Klavier. Jungen am Himmel. Karl Maria Krings bespricht Bücher Motor= und Segelflug und andere Bücher für die Jugend. Unsere Kolonien: Porini— im Busch. Auch ein Kapitel„Deutsch=Ostafrika". Wirtschaftsmeldungen. Blasmusik. Gaumusikzug 21 des Reichsarbeitsdienstes unter Obermusikzugführer Jos. Warwas. Der Erzähler. Heinrich Zillich: Die Ehre des Kutschers Daniel. Rundfunkarbeitsgemeinschaft der Staatlichen Hochschule für Musik, Köln: Musik rheinischer Komponisten. Dornröschen. Sang und Sage um ein deutsches Volksmärchen. Sport beim BOM. Momentaufnahme. Nachrichten. Gute Laune. Buntes Unterhaltungskonzert, Lotte Luckwald(Sopran), Erwin Hartung(Tenor), die Sechs Frohen Sänger, das Heitere Instrumentalquartett: Willi Jansen(Akkordeon), Hermann Arzig(Akkordeon), Willi Beuster(Baß), Edmund Engels(Gitarre), Kölner Rundfunkorchester unter Lep Eysoldt. Zehn Minuten. Keine Zeit— Zeit genug. Eine vergnügliche Stunde mit Menschen mit und ohne Zeit von Paul Schaaf, Musik von Leo Justinus Kauffmann(Spielleitung: Wilhelm Wahl). Nachrichten. Beliebte Operettenmelodien(Industrieschallplatten und Aufnahmen). Viva, viva la musica. Nachrichten— Morgenlied— Morgenrus. ortsetzung Sonnabend 12. März 6.00 Morgenlied— Wetterbericht für den Bauern. 6.10: Von Stuttgart: Leibesühungen. 6,30: Von Berlin: Frühkonzert. Käpelle Ferdy Kauffman 10.0 Fortsetzung des Frühkonzerts. Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt. Ellen Derenbach: Frauenturnen. Morgenmusik(Industrie=Schallpl. und Aufnahmen), Nachrichten, Von Hamburg: Dardanellen— Gallipolt, Ein mesblatt aus der Geschichte der alten Kriegsmarine. Edith Pott: Fröhliches Spiel für unsere Kleinsten, Sendepause. Bauer, merk' auf— Förderung der Hühnerhaltung. Von Breslau; Mittagskonzert des Rundfunkorcheten (Leitung: Gerh. Ewald Rischka). Mitwirkend: Kur Hattwig, Klavier. Nachrichten— Glückwünsche. Von Breslau: Konzertfortsetzung. Bunte Musik. Ausführende: Arthur Roth(Lers Wolfgang Berger(Pioline), Konrad Kleesisch(Cell. Erich Rummel(Klavier), Martin H. Steintrng (Begleitung). ar 21,00: Jungmädel singen und erzählen von guten Freyschen Wirtschaftsmeldungen. Bunte Melodien. Zusammengestellt von Heinz hoppl. Mitwirkende: Edith Haimbach=Rego(Sopran) Welfing(Tenor), Otto Matthies(Posaune), Vries(Zither). Gruppenmusikzug 219 des Reichsarbendienstes. Musikzugführer Paul Gründler, das un haltungsorchester unter Hermann Hagestedt. Was bringt der Reichssender Köln in der kommen Woche? Quartett=Musik. Ausführende: Das Bresser=Makten Jan Bresser(1. Violine), Eugen Sachse(2. C. G. Körner(Vipla), Karl Klein(Diolincello), Bresser Streichquartett F=moll. Dvorak: Streichquartett beo Momentaufnahms. Nachrichten. Feier des Stapellaufs des zweiten KoF=Schiffeder Howaldt=Werft in Hamburg,n Eine vergnügliche Stunde mit Johann Straup sage: Ernst Petermann. Nachrichten. Zwischenmusik(Schallplatten). Von Berlin: Nachtmusik, Kapelle Erich und Kapelle Hans Raue Nr. 66 Nord. schaft der wel. Au. Klasse schaft der d en in Gen. SGran. vom Haupthnt ing der Man beilage Mittwoch, den 9. Mürz-1938 Spuk in Polen. Von e gute Wescen. Glntes. der Ban m Münsterlag Gauomtssale benbüren, Och, beit, Im Cae der Sättel anztagsschuf leiterinnen tsleitung W rnehmenden 8eund Bestimmtas Gefühl stand, habe ung des Krimidie ganzen Erlg die Rede daicht die Ehofrau Geradebei meiste Vernigsten Da anzaussic em die fraglice gemacht haben ts mehr!" Die n gegenübere n. auf ganz anaberiln, ewesen se en Beamten al t worende n der ZeiKurt Krispien. 6s taute schon seit Tagen. Ganz Rußland schien ein eiger, graubrauner Strumpf zu sein, der das weitvernte deutsche Militär zu verschlingen drohte. Den beiReitern auf der Straße nach Koslowaroda spritzte zähe Morast bis an die Ohren. Der eine von ihnen u vor sich am Sattelknauf eine Karte befestigt, warf und zu einen Blick darauf und versuchte, sich nach den unigen Anhaltspunkten zu orientieren, die es in der n flachen Landschaft gab. Sieht so aus, als ob wir unser Regiment heute nicht erreichen“, bemerkte er verstimmt. Er war bedeugrößer und älter als sein Begleiter, der fast noch dlich wirkte in seiner Fähnrichsuniform.„Haben Sie h Zigaretten, Hanstein?“ Jawohl, Herr Rittmeister.“ Sie rauchten schweigend. Eine Zeitlang war nur das zu hören, das leise Klirren des zumzeugs und das regelmäßige Aufplatschen der Pferdezie im Schlamm des Weges. Ein kalter, dünner Regen es begann zu dämmern. Bei vorgeschrittener Dunkelheit kamen sie an ein GeDan das halb verfallen und verlassen am Wege lag, und Rittmeister beschloß, auf alle Fälle hier zu überchten. Er sprang ab.„Bleiben Sie bei den Pferden, hustein“, befahl er,„und warten Sie, bis ich wiederme!" Damit zog er die Pistole und machte sich daran, Gebäude zu durchsuchen. Er fand es menschenleer. Im jaulte ein vergessener Hund, und eine graue Katze zich schrägen Blickes durch die Diele. Alles sah äußerst zwahrlost aus, Mauerwerk und Fenster zeigten Schußsuten. Der Rittmeister prüfte sorgfältig Raum für Naum. Die Untersuchung dauerte ziemlich lange, aber zigends war auch nur das leiseste Anzeichen von enschennähe zu entdecken, ja, nach dem dichten Staub schließen, der überall auf allen Gegenständen lag, nite es schon lange her sein, seit das Gehöft verlassen vorden war. Es schien, in raschem Vormarsch überrannt, üter seiner abseitigen Lage wegen auch für kleinere lostierungen nicht geeignet gewesen zu sein. Als er zurückkam, sah er den Fähnrich, Hand an der östolentasche, überrascht zusammenfahren. „Was gibts denn, Hanstein?“ Herr Rittmeister standen doch in diesem Augenblick uch drüben am Fenster! Und dann war da ein Geräusch.“ der Rittmeister rieb sich das stachelige Kinn und sah über den habe begrürnsiehae t, wenn er ndenklich umher. Weit unten im Süden brummte leis zwandel magte. Kmonendonner. Es mochte irgendwo bei Kowno sein. ruch einmal d snst war alles still. nanei tichts mehr ehmungen habomplottgt wissen wollen, len gewesen it n allgemein a getroffen heb rehmung komm dem hwester des rdenen erschlenn abe die Mutier m Mannm echoslowalerauf einn Neubeckum och nicht gellen er. Der Bron sich so schnel nd eine weiten gelang es, d chen wurde Verbrennen och irgend ein an einen „Sie sehen Gespenster, Hanstein. Da streicht nur eine sahe durch das Haus. Nicht eine Spur von Menschen. lotdem werden wir in dem abgesonderten Gebäude hinten übernachten und abwechselnd Wache halten. kommen Sie, die Pferde müssen in den Stall!“ Das Leuchtzifferblatt seiner Armbanduhr zeigte genau ei Uhr, als der Fähnrich den Rittmeister durch ein lies Rütteln am Arm weckte. Er habe ein Scharren gesitt und ein Schlürfen wie von vorsichtigen Fußtritten, ndete er mit gedämpfter Stimme und deutete dabei uden Fußboden:„Hier gerade unter uns!“ Sie lauschten. Des Rittmeisters braunes Gesicht grinste us der Dunkelheit mit weißen Zähnen. aulf Min. Sie sind ein Kind, Hanstein“, war alles, was er dann finder dam igte. Er vachte an Verdun, an Flandern, an die comme.. Ein Fahnenjunber, frisch aus der Heimat als nsatz der kannte so etwas noch nicht, der wußte nicht, so ein Haus in Russisch=Polen, und wenn es noch so terin spukte, ein Sanatorium war, gemessen an der giont im Westen.„Schlafen Sie! Ich bin jetzt doch schon enmal munter und mache Ihre Wache mit.“ Er lag still und starrte an die Decke, bis er an den gelmäßigen Atemzügen erkannte, daß der Fähnrich ngeschlafen war. Dann erhob er sich vorsichtig, griff zur und eine gef bole und schlich nach der Tür. Er hatte gleichfalls Flammen unuten ein Geräusch gehört. hrläf 5 gelang ihm, auf seinem Wege die Treppe hinab z Scheung ens wes Knarren zu vermeiden, aber als er im Untergeschoß * Tür zu öffnen versuchte, ergaben sich Schwierigkeiten. ei mußte Gewalt anwenden, bis sich endlich mit erhebGequietsch die Tür drei Hand breit aufziehen ließ. Rittmeister murmelte gedämpft einen langen, kunstol verzierten Kavalleristenfluch und schob sich seitlich Zeurch den Spalt in den Raum hinein. Es war eine versommte Finsternis, irgend etwas zu erkennen, ganz unnoglich. Die Fenster hatte man, fehlenden Glases wemit groben Brettern zugenagelt, und des Rittsters Taschenlampe steckte mit ausgebrannter Batterie seiner Satteltasche. lange stand er unbeweglich, hoffend, daß sich die ugen an die Dunkelheit gewöhnen und schließlich doch ous erkennen würden. Allein, das spärliche Licht, das ach die Bretterritzen schimmerte, genügte nicht. Hole er, dicker Staub dämpfte seine Schritte, mit vorgeins Ungewisse hinein. Es war ein scheuß6s Gefühl. Er spürte, daß er sich nicht allein im bewegte, er hatte das Empfinden, jeden Augena mit dem Pistolenlauf gegen einen Menschenleib zu hen und wußte ganz genau, daß er in diesem Falle deberlegung abgedrückt hätte. Es wäre wie eine eihung aus schwerem Bann gewesen. Auf gut Glück de Dunkelheit zu schießen war unmöglich, weil er im zandungsfeuer selber ein zu gutes Ziel für einen raschen ub abgegeben hätte. Zuwerven glaubte er vor sich, e sich und neben sich ein feines, leichtes Gleiten im tand zu hören, dann stand er still und lauschte doppelt ufnahmen). Ein Ruh. segsmarine. kleinsten, terhaltung. funkorchester kend: 6. Steinkrüger renden. nF seinz Hoppl. ran) Hu une). Sans Reichsarbeitsdas Unter kommenden e C (3. Violine). 1o). Bresser. Schiffes 00 rauh. gu 9 dumpfige stickige Geruch der unbeee Stube legte sich ihm drückend auf die Brust. Er deutlich, wie sich der Fähnrich oben seufzend auf en Lager von Pferdedecken wälzte, er hörte den Nachtzr, um das Haus streichen und vernahm ein dumpfes rgen, das er sich eine Zeitlang nicht zu deuten wußte, et merkte, daß dies sein eigener Herzschlag war. Der dbraußen im Hof winselte leise und zog geräuschvoll iernd die Luft durch die Nase. Jeder Zoll ein König. Zum 50. Jahrestag des Todes Kaiser Wilhelms I. ein„schwarzer Freitag“ war der 9. März 1888, in dessen Morgenstunden die Aerzte, die seit ein paar Tagen um den„alten Kaiser“ wegen einer Erkältungskrankheit bemüht waren, den Schlußbericht ausgaben:„Kaiser Wilhelm ist heute vormittags 8 Uhr 20 Minuten sanft und schmerzlos verschieden“. Eine schwere, dunkle Stimmung legte sich auf ganz Deutschland, nicht bloße Trauer, vielmehr die Ahnung einer nationalen Heimsuchung. Das immer noch junge Reich war von dunklem Gewölk umlagert, seit Ende 1887 war zum ersten Male die Gefahr einer Bedrohung von Ost und West deutlich sichtbar geworden. Wie ernst die Lage war, hatte die Reichstagsrede des Kanzlers am 6. Februar 1888 dem ganzen Volke zum Bewußtsein gebracht. Wie hätte man das große Triumvirat, unter dessen Führung die Nation zur Weltgeltung aufgestiegen war, Kaiser Wilhelm, Bismarck und Moltke, gerade jetzt nötig gehabt! Wer sollte nun den leeren Platz ausfüllen? Der Thronfolger hatte Linderung für sein Leiden in San Remo suchen müssen, und als er die Todesbotschaft erhalten, mußte er einen Arzt fragen, ob er die Reise nach Berlin wagen dürfe. Zwar wurde der ärztliche Befund, der gerade in den ersten Tagen des Monats März höchst bedenklich, gewesen war, noch geheim gehalten, die Oeffentlichkeit neigte aber seit Monaten zu einer pessimistischen Auffassung der Krankheit des Kronprinzen; sie ahnte, daß er nicht lange, sicher aber als kranker Mann regieren werde. Prinz Wilhelm, der nunmehrige Kronprinz, schien noch reichlich jung und unerfahren, er war auch zu unbekannt, als daß sich ihm das allgemeine Vertrauen hätte zuwenden können. Seltsam, die gleichen Gedanken und Sorgen hatten die letzten Tage des sterbenden Kaisers beunruhigt. Er phantasierte von Frankreich und Rußland, seufzte in der Nacht unter Tränen:„Mein Sohn, mein armer Sohn!“, gab dem Enkel Ermahnungen, sich der russischen Freundschaft nur ja zu versichern, wollte vom Kanzler das Versprechen haben, daß er seine Nachfolger nicht im Stiche lassen werden. Er wußte, was auch den politischen Urteilsfähigen im Land nicht verborgen geblieben war, daß tiefgehende Meinungsverschiedenheiten zwischen Kronprinz Friedrich Wilhelm und Bismarck obwalteten, und daß das Kronprinzenpaar argwöhnte, der Kanzler warte auf den Tod des Sohnes, weil er seine Politik besser mit dem Enkel fortführen zu können hoffe. Das deutsche Volk hatte für seine ahnungsvolle Trauer aber noch einen Grund, an den der Sterbende in seiner schlichten Selbstlosigkeit nicht dachte. Es hatte das Gefühl, der„alte Kaiser“ könne überhaupt nicht ersetzt werden, an ihm verliere Deutschland eine einmalige Erscheinung, ein Geschenk der Vorsehung. Das Wesen seiner Persönlichkeit war Ursache eines unbegrenzten Vertrauens, so tief darin verwurzelt, daß es undenkbar schien, zu einem neuen Kaiser in das gleiche Verhältnis zu treten. Dies unbedingte Vertrauen, diese Liebe muß man schon sagen, erfüllt alle, vom Reichskanzlet bis zu jedem Schulknaben, der in Tränen ausbrach, weil der alte Kaiser gestorben war. Die Eigenart, das Geheimnis der Persönlichkeit Wilhelms I. zu kennzeichnen, ist wohl keiner befähigter und würdiger als Bismarck selbst, der das 32. Kapitel seiner „Gedanken und Erinnerungen“ seinem„kaiserlichen Herrn“ widmet. Er sagt da, daß Prinz Wilhelm, bevor er für seinen Bruder, König Friedrich Wilhelm IV., der, erkrankt an Paralyse, regierungsunfähig geworden war, 1857 die Regentschaft übernehmen mußte, rein militärisch erzogen und politisch ganz unerfahren war. Diesen Mangel hat er selbst so lebhaft empfunden, daß er keine Arbeit Tag und Nacht scheute, um demselben abzuhelfen. Wenn er„Staatsgeschäfte erledigte“, so arbeitete er wirklich, mit vollem Ernst und voller Gewissenhaftigkeit. Er las alle Eingänge, nicht nur die, welche ihn anzogen, studierte die Verträge und Gesetze, um sich ein selbständiges Urteil zu bilden. Dabei kam ihm„ein ungewöhnliches Maß von klarem, durch Erlerntes weder unterstützten noch beeinträchtigten gesunden Menschenverstandes zu Statten.“ Das Tun und Lassen des Regenten, Königs und Kaisers beherrschte ein starkes Pflicht= und Verantwortungsgefühl.„Wenn er überzeugt war, daß Pflicht und Ehre, oder eines von beiden, ihm geboten, einen Weg zu betreten, so ging er ihn ohne Rücksicht auf die Gefahren, denen er ausgesetzt sein konnte, in der Politik ebenso wie auf dem Schlachtfelde. Einzuschüchtern war er nicht.“ Die Eitelkeit, die bei Monarchen ein Ansporn zu Taten sein kann, lag Kaiser Wilhelm fern. Berechtigte Kritik der Mit= und Nachwelt war ihm durchaus nicht gleichgültig, doch brachten ihn Lob und Tadel nie aus dem Gleichgewicht.„Niemand hätte gewagt, ihm eine platte Schmeichelei zu sagen. In dem Gefühl königlicher Würde würde er gedacht haben: wenn einer das Recht hätte, mich ins Gesicht zu loben, so hätte er auch das Recht, mich ins Gesicht zu tadeln. Beides gab er nicht zu.„Diese echte, unantastbare Würde“ hatten schließlich die Achtung auch seiner Gegner erzwungen, und der König selbst war durch sein hohes persönliches Ehrgefühl zu einer gerechten Beurteilung der beiderseitigen Situation befähigt. Das Gefühl der Gerechtigkeit nicht bloß seinen Freunden und Dienern gegenüber, sondern auch im Kampfe mit seinen Gegnern, beherrschte ihn. Er war ein Gentleman ins Königliche übersetzt, ein Edelmann im besten Sinne des Wortes, der sich durch keine Versuchung der ihm zufallenden Machtvollkommenheiten von dem Satz noblesse oblige(Adel verpflichtet) dispensiert fühlte: sein Verhalten in der inneren wie in der äußeren Politik war den Grundsätzen des Kavaliers alter Schule und des normalen preußischen Offiziersgefühls jederzeit untergeordnet.„Nach einer augenblicklichen Erregung fand er sich schnell wieder“ und blieb dabei jeder Zoll ein König, und zwar ein gerechter und wohlwollender König. Seine Redlichkeit und Lauterkeit machten ihm leicht, was sonst Regenten und Ministern viel Mühe verursacht: andere zu erwärmen und zu überzeugen. Seine Kundgebungen und Briefe hatten„immer etwas Gewinnendes, oft Begeisterndes. Sie berührten angenehm durch die Wärme seines Gefühls und die Sicherheit, die aus ihnen sprach, daß er Treue nicht nur verlangte, sondern auch gewährte.“ Seine königliche Großmut und sein Gerechtigkeitssinn ließen Eifersucht nicht aufkommen.„Er hatte das königliche Gefühl, daß es nicht nur vertrug, sondern sich gehoben fühlte durch den Gedänken, einen angesehenen und mamtigen Diener zu haben. Er war zu vornehm für das Am 9. März 1888 schloß Wilhelm I., Deutscher Kaiser und König von Preußen, im Alter von 91 Jahren die Augen.(Scherl-M.) Gefühl eines Edelmannes, der keinen reichen und unabhängigen Bauern im Dorfe vertragen kann.“ Bismarck selber empfindet es offenbar als königlich groß, daß sein Monarch nicht fürchtete, durch den„allmächtigen Kanzler“ in den Schatten gestellt zu werden. Und die Nachwelt sieht das geschichtliche Verdienst Kaiser Wilhelms I. darin, daß er allen Einflüsterungen und Widerständen zum Trotz dem Genie des Reichsgründers zur schöpferischen Entfaltung verholfen hat. Wilhelm I. wurde am 22. März 1797 als zweiter Sohn König Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise geboren. Am 27. Februar 1814 empfing er auf dem Schlachtfelde von Bar sur Aube die Feuertaufe und das Eiserne Kreuz. Sein Interesse galt fortan der preußischen Armee, zu deren Führer er in der Zeit bis 1848 heranwuchs. Erfreute er sich bis dahin größerer Beliebtheit als sein Bruder Friedrich Wilhelm, der 1840 den Thron bestieg, so mußte er im März 1848 wegen seines Protestes gegen die Kapitulation des Königs vor den Revolutionären im Interesse der Sicherheit des Königshauses Aufenthalt in England nehmen. Er wurde als der„Kartätschenprinz“ verschrien. Nach seiner Thronbesteigung galt seine besondere Sorge der Armee, deren Kopfzahl hinter der Zahl der stark zugenommenen Bevölkerung um 35 Prozent zurückgeblieben war. Die liberale Mehrheit des preußischen Landtags lehnte aber jede Heeresvermehrung ab. So kam es zum Konflikt zwischen König und Parlament. Die innenpolitische Lage spitzte sich scharf zu. Da betraute der König auf Drängen des Kriegsministers von Roon Otto von Bismarck, den preußischen Gesandten in Paris, mit der Leitung der Staatsgeschäfte. Das war die schon oben unterstrichene entscheidendste Tat in der Regierungszeit Wilhelms I., in die im übrigen bekanntlich als bemerkenswerteste geschichtliche Ereignisse die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71, die Kaiserproklamation von Versailles und damit der Beginn des Zweiten Reiches mit den Anfängen des gewaltigen wirtschaftlichen Aufstiegs Deutschlands fielen. Der österreichische Bundesminister Dr. Glaise-Horstenau hielt am Montagabend in Stuttgart einen Vortrag über das Thema„Das Jahr 1000 als deutsches Schicksalsjahr“. Anläßlich dieses Besuches fand auf dem Rathaus ein Empfang statt, bei dem sich, wie unser Bild zeigt, der Minister in das Goldene Buch der Stadt Stuttgart eintrug. Rechts der Oberbürgermeister von Stuttgart Dr. Strölin.(Scherl.) In einer naheliegenden Gedankenverbindung lächelte der Rittmeister aufatmend vor sich hin. Hund und Katze.. Natürlich, nur die Katze konnte es sein, was hier im Hause spukte. Erst später fiel ihm ein, daß er doch wohl das Leuchten ihrer Augen in der Finsternis hätte erkennen müssen. Für jetzt genügte ihm die dürftige Erklärung völlig. Gleichwohl verließ er den Raum so vorsichtig wie möglich und vermied es, sich im hellen Spalt der Tür länger zu zeigen, als zum Durchschlüpfen unbedingt erforderlich war. Er klopfte den Staub von der Uniform und stieg bedächtig die Treppe hinauf. „Herr Rittmeister—?“ Der Fähnrich, erwacht und unruhig geworden, sah ihm gespannt entgegen. „Ich war unten, Hanstein. Wollte sehen, was da spukt. Es ist nichts. Schlafen Sie, bis ich Sie wecke, Hanstein.“ Ohne Störung verlief der Rest der Nacht. * Am frühen Morgen, der Fähnrich führte gerade die Pferde gesattelt in den Hof, stand der Rittmeister mit gerunzelten Brauen vor der halb offenen Tür des Erdgeschosses ihres Nachtquartiers. Er schien etwas besonderes bemerkt zu haben. „Geben Sie mir mal Ihren Karabiner, Hanstein“, sagte er und stieß mit dem Kolben die Bretter aus den Fensterhöhlen, so daß genügend Licht den Raum erhellte. Er musterte ihn mit schnellem Blick und pfiff leise durch die Zähne. Neugierig starrte der Fähnrich über seine Schultern. Was er da sah, trieb ihm das Blut beschleunigt durch die Adern: Zwei Spuren liefen durch den dicken Staub, kreuz und quer, sich gegenseitig an mehr als einer Stelle überschneidend und zertretend: die schmalen Sporenstiefel des Rittmeisters, ganz deutlich zu erkennen, und die Abdrücke von riesengroßen, nackten Männerfüßen... Mit seiner gewohnten, nachdenklichen Geste rieb der Rittmeister sein stacheliges Kinn. Dann lachte er burz auf.—— „Da hab ich, ohne es zu wissen, nächtlicherweile Blindekuh gespielt. Schade, daß wir keine Zeit haben, die ganze Bude abzubrennen. Aber wir haben Wichtigeres zu tun. Kommen Sie, Hanstein.“ Sie gingen zu den Pferden. „Aufgesessen—!“ kommandierte der Rittmeister, als ob er sich an der Spitze seiner Schwadron befand, und „Terra— ab—!“ Der Regen hatte aufgehört. Lebhafter, als am Tage zuvor brummelte der Atem der Front im Süden, und die rasche Bewegung in der kalten Morgenluft wusch Unbehagen, Spuk und einen Rest von Grauen in wenigen Minuten von ihnen ab. Uebel im Enkalyptuswald. Von Klara Heberstock=Delonge. Eine seltsame Erscheinung in Südamerika sind die Nebeltage. Ich habe sie selbst erlebt in der Zeit von Mai bis September, also im eigentlichen südamerikanischen Winter. Vom Winter in unserem Sinne kann man dort nicht sprechen. Es ist wohl empfindlich kalt, besonders für den verwöhnten Südländer, der keine Heizung in der Wohnung hat. Aber Schnee ist etwas, was die meisten Menschen dort nicht kennen. Sollte die kalte Jahreszeit wirklich einmal ein Schneegestöber bescheren, als abwechslungsvolle Spielerei, so stürzt jung und alt auf die Straße, um dieses seltsame Naturwunder zu bestaunen. 100 Photo-Apparate knipsen, um eine Schneelandschaft auf die Platte zu bringen. Leider schmilzt die schimmernde Herrlichkeit nur allzu schnell wieder dahin. Auch die Blumen verschwinden nicht ganz im Winter. Man findet Wiesen voll von Veilchen und Gänseblümchen in den Anlagen und Gärten der Stadt. Von Zeit zu Zeit herrscht Nebel, der tagelang alles in undurchdringliche Schleier hüllt. Wie eine dichte, weiße Mauer, die fast greifvar erscheint, steht der Nebel vor dem Fenster. Es herrscht eine eigentümliche Stimmung. Man fühlt sich dem Dasein mit seinen festen Umrissen entrückt. Alle Laute, klingen fern und schwach. Alle Konturen sind verschwommen. Die Luft ist so feucht, daß sich das Wasser an den Wänden niederschlägt und in kleinen Rinnsalen zu Boden tröpfelt. Jedes Haus ist abgeschlossen von aller Welt, durch die undurchdringliche Nebelwand, die ein seltsame Helligkeit verbreitet und alle Geräusche dämpft. Es ist reizvoll, durch die Nebellandschaft zu wandern. Schattenhaft zeichnen sich die Linien der Häuser und Bäume ab. Ein fahler, weißer, runder Fleck hoch über den Wipfeln deutet die Sonne an, die nicht die Kraft hat, die dichten Nebelmassen zu durchdringen. Würziger, stark aromatischer Duft weht uns entgegen. Er kommt aus dem Eukalyptuswald und erfüllt die schwere, feuchte Luft ringsum. Wir atmen in vollen Zügen diesen würzigen, heilkräftigen Geruch und nähern uns immer mehr dem Bereich der Eukalyptusbäume. Hoch und schlank sind ihre Stämme und die kräftigen Zweige tragen lange, schmale, lanzenförmige Blätter, die ihr wundervolles Aroma ausstreuen. Die Nebelschwaden hängen in ihren Kronen wie graue Schleier und schlingen sich von Baum zu Baum in phantastischen Formen. Wie eine Traumlandschaft wirkt der nebelumsponnene Wald. Alles erscheint unwirklich, geheimnisvoll. Alle Konturen lösen sich auf und zerfließen schattenhaft. Nur der starke Duft, den wir spüren, beweist uns, das lebende Bäume atmen. Wir sind eingehüllt von den schweren Nebelmassen, die alle Geräusche verschlingen. Nur selten wird die lautlose Stille in dem Wäldchen unterbrochen, durch den Flügelschlag oder den Ruf eines Vogels, der von Baum zu Baum fliegt. Eine feierliche Stille überkommt uns, wie wir sie in der Kirche empfinden, wenn Weihrauchwolken aufsteigen. Schweres Eisenbahnunglück in Rotspanien. (!) Paris, 8. März. Nach einer Havas=Meldung aus Barcelona ereignete sich in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag— wie erst jetzt bekannt wird— auf der Strecke zwischen Lerida und Tarragona ein schweres Eisenbahnunglück. Ein Schnellzug stieß mit einem Güterzug zusammen, wobei 30 Personen getötet und 168 mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Handel und Wirtschaft. Berliner Börse. X Berlin, 8. März. Aktien überwiegend schwächer, Renten kaum verändert. — Wider Erwarten setzten die Aktienmärkte heute bei überwiegend niedrigeren Kursen ein. Das war weniger auf verstärktes Angebot als vielmehr auf völlig fehlende Aufnahmeneigung des Publikums zurückzuführen. Das in kleinen Beträgen anfallende Material stammte, wie bereits im Verlauf der gestrigen Börse vorwiegend aus den sogenannten Auswandererkreisen, zum Teil sollen auch Abgaben für Rechnung von Sperrmarkkonten vorgenommen worden sein, Bei der Beurteilung der gegenwärtigen Marktlage darf im übrigen nicht außer acht gelassen werden, daß der bevorstehende Steuertermin des 10. März erhöhte Anforderungen an den Geldmarkt stellt und aus diesem Grunde vielleicht schon heute Liquiditätsverkäufe erfolgen. Grundsätzlich bleibt es aber bei dem Zustand, der schon die Börsen der letzten Woche kennzeichnete, daß nämlich Umsätze von wenigen tausend Reichsmark die Kursgestaltung maßgebend zu beeinflussen vermögen. Märkte. Schlachtviehmarkt in Recklinghausen. X Recklinghausen, 8. März. Auftrieb: Ochsen 9, Bullen 20, Kühe 96, Färsen 17, Kälber 353, Schweine 659. Marktverlauf: alle Gattungen zugeteilt. Es kosteten: Ochsen: a) 42—45, 6) 37—41, c) bis 36, d) bis 29; Bullen: a) 40—43, b) 35—39, c) bis 34, d) bis 27; Kühe: a) 43, b) 34—39, c) bis 33, d) bis 25; Färsen: a) 41—44, b) 36—40, c) 35, d) 28; Kälber: a) 58—63, b) 51—57, c) 39—48, d) bis 38; Schweine: a) 55—56, b1) 54—55, 62) 53—54, c) 51—52, d) 49, e) 49, f) 49, g1) 53, g2) 51. Cloppenburger Pferde= und Schweinemarkt. + Cloppenburg, 7. März. Auftrieb 198 Pferde, 190 Schweine. Es kosteten: beste Pferde 1100 bis 1300 Rm., gute Arbeitspferde 700 bis 1000 Rm., ältere Arbeitspferde 350 bis 500 Rm., 1—3jährige Arbeitspferde 600 bis 900 Rm., Füllen 350 bis 450 Rm. Handel mittelmäßig. Ferkel: von 5—6 Wochen 15 bis 18 Rm., 6—8 Wochen 18—21 Rm., 8—10 Wochen 21—25 Rm. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Handel gut. Essener Schlachtviehmarkt. Essen, 8. März. Auftrieb: Ochsen 167, Bullen 114, Kühe 499, Färsen 56, Kälber 1051, Schafe 17, Schweine 2716. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe mittel. Es kosteten: Ochsen: a) 45, b) 38 bis 41, c) 35—38; Bullen: a) 43, b) 39, c) 34; Kühe: a) 43, 6) 36—39, c) 28—33, d) 22—25; Färsen: a) 44, b) 40, c) 33—35; Kälber: Doppellender 70, a) 63, b) 57, c) 48, d) 38; Stallmasthammel: 50; mittlere Schafe: 40 bis 43; Schweine: a) 56, b1) 55, 62) 54, c) 52, d) 49, e) 49, f) 49, g1) 53, g2) 51. Altenessener Schweinemarkt. Altenessen, 8. März. Auftrieb: Ferbel 661, Läuferschweine 600. Es bosteten: Ferkel: unter 6 Wochen alt 19 N. 6—8 Wochen alt 21—26 A, 8—12 Wochen alt 21 bis 33 A; Läuferschweine: 3—4 Monate alt 33—42 M, 4—6 Monate alt 42—58 A; größere entsprechend höher. Marktverlauf langsam. Sämtliche Tiere sind gegen Maul= und Klauenseuche schutzgeimpft. Duisburger Schlachtviehmarkt. Duisburg, 8. März. Auftrieb: Ochsen 85, Bullen 80, Kühe 464, Färsen 64, Kälber 1378, Schafe 125, Schweine 2550. Marktverlauf: Rinder, Schafe, Schweine zugeteilt, Kälber lebhaft. Es kosteten: Ochsen: a) 45, b) 41; Bullen: a) 43, b) 39, c) 34; Kühe: a) 43, 6) 38—39, c) 30—33, d) 25; Färsen: a) 44, 6) 40, c) 35; Kälber: a) 60—63, 6) 54—57, c) 44—48, d) 35—38; Lämmer und Hammel: al) —, a2)—, 61) 48—50, b2) 48—50, c) 40—42, d) 40—42, Schafe: a) 33—37, b) 25—30, c) 25—30; Schweine: a) 56,50, b1) 55,50, b2) 54,50, c) 52, d) 49,50, e)—, f)—, g1) 53,50, g2) 51,50. Düsseldorfer Schlachtviehmarkt. Düsseldorf, 8. März. Auftrieb: Ochsen 125, Bullen 51, Kühe 232, Färsen 59, Kälber 892, Schafe 626, Schweine 2218. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe flott. Es kosteten: Ochsen: a) 43—45, b) 39—41, c) 36; Bullen: a) 43, b) 39, c) 34; Kühe: a) 41—43, b) 36—39, c) 30—33, d) 20—25; Färsen: a) 42— 44, b) 38—40, c) 33—35, d) 28; Kälber: Doppellender 70—78, a) 60—63, b) 54—57, c) 46—48, d) 25—38; Stallmastlämmer: 48—52; Schafe: 42; Schweine: a) 56,5, b1) 55,5 b2) 54,5, c) 52,5, d) 49,5, e) 49,5, f) 49,5, g1) 53,5, g2) 51,5. Kölner Schlachtviehmarkt. X Köln, 8. März. Auftrieb: Ochsen 250, Bullen 136, Kühe 695, Färsen 139, Kälber 1104, Schafe 353, Schweine 1864. Marktverlauf: Rinder zugeteilt, Ausstichtiere über Notiz; Schafe belebt; Schweine und Kälber zugeteilt. Es kosteten: Ochsen: a) 45, b) 41, c) 35—36, d) 27—29; Bullen: a) 42—45, b) 37—39, c) 30—33, d) 23—25; Färsen: a) 44, b) 40, c) 35; Kälber: a) 63, b) 57, c) 48, d) 35—38; Weidemasthammel: 52; Schafe: 42; Schweine: a) 56,5, b1) 55,5, b2) 54,5, c) 52,5, d) 49,5, e)—, f) g1) 53,5, g2) 51,5. Berliner Schlachtviehmarkt. 9 Berlin, 8. März. Auftrieb: Ochsen 127, Bullen 265, Kühe 1238, Färsen 162, Kälber 4236, Schafe 4142, Schweine 16 207, Ziegen 17. Marktverlauf: Rinder zugeteilt, Ausstichtiere über. Notiz; Kälber, Schafe und Schweine verteilt. Es kosteten: Ochsen: a) 43, b) 39, c) 34, d) 27; Bullen: a) 41, b) 37, c) 32, d) 25; Kühe: a) 41, 6) 37, c) 31, d) 20—23; Färsen: a) 42, b) 38, c) 33, d) 26; Kälber: Doppellender 70—78, a) 63, b) 57, c) 48, d) 30—38; Lämmer und Hammel: a) 50, 6) 46 bis 50, c) 40—43, d) 30—39; Schafe: a) 40, b) 35—40, c) 25—30; Schweine: a) 54, 61) 53, b2) 52, c) 50, d) 47, e) bis 47, f)—, g1) 51, 92) bis 49, Altschneider bis 51, Eber bis 40. Berliner Getreidegroßmarkt: vom 8. März 1938 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77, frei Berlin.... 212 Preisgebiet VI 1 VII I VIII I IX 1 X I XII I XIV ges. Erzeugerpr. 200.00 201.00 202.00 203.00 204.00 206.00 208.00 Roggen märk., Durchschnittsqualität: 69/71, frei Berlin.... 194 PreisgebietV VI VII VIIIXIXIIXIII ges. Erzeugerpr. 182.00 183.00 184.00 185.00 188.00 189.00 190.00 Futtergerste 59/60V VI 1 VII I VIII I IX ges. Erzeugerpreis, Preisgebiet 168.00 169.00 171.00 174.00 176.00 Industriegerste(Sommergerste) frei Berlin— ab märk. Station— Futterhafer märk., Durchschnittsqualität 46/49 Preisgebiet IV 1 VII X 1 XI XIII I XIV ges. Erzeugerpr. 160.00 164.00 166.00 170.00 172.00 174.00 Weizenmehl, Type 812(Vollmehl) V 1 V VI V IX X 1XII IXIV 28.80 28.80 28.80 28.80 28.80 29.10 29.10 29.10 29.50 29.80 10% Auslandsweizen— 1.50 Mk. Aufgeld.— 20% Auslandsweizen— 3.00 Mk. Aufgeld. Roggenmehl, Type 1150, Preisgeblet Berliner amtliche Notierung für RauhiuteBerlin, den 8. März 19 21.10 .10 Weizenkleie, Preisgebiet V VII 11.15 11.20 11.30 11.35 Roggenkleie, Preisgebiet 10.10 10.15 10.20 9.95 Kleine Erbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken VI 21.65 vII 11.40 VII 21.80 VIII 11.50 VIVII 10.40 10.45 VIII 21.90 IX 11.55 VIII 10.10 XIXII 22.25 22.35 1760 .70 XIII 22.45 XIV 11.85 XI 10.30 XI 10.40 XIII 10.45 Drahtgepr. Roggenstroh(Quadratballen). Drahtgepr. Weizenstroh(Quadratballen). Drahtgepr. Hoferstroh(Quadratballen) Drahtgepr. Gerstenstroh(Quadratballen) Roggen-Langstroh(2 mal mit Stroh geb.) Roggen-Langstroh(mit Bindfaden geb.) Bindfadengepreßtes Roggenstroh „ Weizenstroh Häcksel. Handelsübl. Heu, gesund u. trock., nicht über 30% Besatz m. minderwert. Gräs.— Gutes Heu, desgl. nicht über 10% Besatz Luzerne, lose... Thymotee, lose... Kleeheu. lose.*. R* s Mielitz-Heu, lose(Warthe):.. s» lose(Havel) a s»»». Drahtgepr. Heu 2.90 2.70 4.86 3.60 5.00 6.20 6.30 5.90 3.50 2.90 60 Pfg. Uber Nocz. Bremen: Brief 11.10 10.96 10.39 10.54 10.80 10.90 Baumwolle 8. 3. Geld 10.95 10.20 10.37 10.52 10.77 10.87 Loco Jan. März Mai Juli Okt. Dez. Liverpool: Baumwolle 8. 3. 7. 3. bez. 10.96 10.25 10.37 10.54 10.78 10.88 7. 3. Brief 11.06 10.95 10.37 10.51 10.78 10.89 Geld 10.93 10.35 10.50 10.77 10.88 bez. 10.94 10.28 10.38 10.51 10.77 10.88 Livernool: Ostind. Baun 3. 31 Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember März Mai Juli Oktober Dezember Januar 1939 1939 1958 1939 1939 1939 5.12 5.15 5.16 4.93 4.94 4.98 4.99 5.05 5.07 5.09 5.11 5.12 5.13 5.17 5.19 5.20 5.21 5.22 5.19 5.20 4.96 4.97 5.01 5.03 5.08 5.09 5.12 5.13 5.14 5.17 5.22 5.24 5.25 5.27 5.28 1940— Tagesimport—— Notierungen f. Sakellaridis u. Upper F.G.F. Upp. 6.07 5.91 5.96 5.99 5.99 6.05 6.05 6.13 Loco Broach. F. G.(GoodSt.) Roller Gin. Pj.(GoodSt.) Centr.Pr.O.) Nr. 1 St.Sup. Beng. F. G Beng. Sup. New Orleans: Baumwolle 8. 3. 9.29 9.32 Loco Januar März Mai Juli Oktober Dezember 9.19—20 9.19-20 9.24 9.29—31 9.31 New Yorker Baumwollku Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 9.04 9.05 9.06 9.08 9.10—11 9.13 9.16 9.20 9.20 9.20 7. 3. 9.079.08 9.109.13 9.17 50. Der Erziehr 1938 at ters tag Kai in den lichkeit von 1 wird u Des nächst o eines n wurde Dieses waltete einmal hatte, meiner hob das Kran zu vert raden hatte sie betr. In 1000 R ständnis Das Ur einem Die Gel ten als 9.3 92 Geschätzte Totalzufuhren 1 Baumwollzufuhr in Atl. Häfen Baumwollzufuhr in Golf-Hälen 20 Zufuhren in Pacific-Häfen Export nach England Export a. d. übrig. Kontinent Export nach Japan und China Fracht nach Liverpool. Bewerbungen auf Chlflre-Hnzeigen kelne Orlginal-Zeugnisse beilügen. Zaugnis-Abschriften, Lichtbilder usw. müssen auf der Rückseite Namen und Anschrlit des Bewerbers tragen. Metzgerei=Haushalt wird ein katholisches 2552 Mädchen gesucht, welches Liebe zu Kindern jat. Dortselbst Lehrmädchen für Metzgerei gesucht, Offerten unt. A B 14 an die Münsterl. Volkszeitung. Rheine. IE Suche zu Östern nach Bocholt Stud.Assessorin (Lat. u. Englisch), vormittags zum Unterrichten eines kranken Jungen, nachmittags zur Beaufsichtigung der Hausaufgaben, Sexta bis Quarta. 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Suche zum 1. 4. kath. 2563 Ackerknecht der gut mit Pferden umgehen kann. Lohn und gute Behandlung zugesich. Bauer Brocks=Thier, Welte über Dülmen. Landwirtssohn nicht unter 17 J., auf mittl. Hof 3. 1. 4. oder 1. 5. b. Familienanschl. und hohem Lohn gesucht.(2575 B. Grotthoff, Rorup, Kreis Coesfeld, Holsterbrink, Lost die deno-Zeitung Für mein Eisenwaren- u. Maschinengeschäft suche ich sofort(2576 1 jung. Mann 1 Lehrling mit mittl. Reife. Joh. Wittrock, Maschinen, Eisenwaren, Aschendorf/Ems. Tel. 71. Suche zu sofort oder möglichst bald guten 2539 Molker (12 Kühe). Näh. Bauer Meinert, Emsdetten (Westf.). Telephon 490. Schwerkriegsbeschäd. sucht sofort od. zum 1. April für eine Landwirtschaft von 40 Morgen eine solide kath. die alle Arbeiten selbständig verrichten kann. Lohn 50—60 Rm. und Familienanschluß. Angeb. unt. WR232 an die Borkener Zeitung, Borken I Verkäuferin, 19 J. alt, bisher in der Manufakturwarenbranche tätig gewesen, such neuen Wirkungskreis bei freier Statton. 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Todestag Kaiser Wilhelms I. Der Reichs= und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat mit Erlaß vom 2. März 1938 angeordnet, daß gemäß dem Wunsche des Führers und Reichskanzlers am 50jährigen Todestag Kaiser Wilhelms I.(9.3. 1938) bei der Wehrmacht, in den Behörden und in den Schulen der Persönsichkeit des Gründers des Deutschen Reiches von 1871 in angemessener Weise gedacht wird und das Weitere unverzüglich zu veranlassen ist. Allzu großzügig. / Münster, 8. März. Der Angeklagte Arthur Ka. aus Ahlen war zunächst als Hilfsarbeiter bei den Arbeiten zur Abteufung eines neuen Schachtes in Ahlen beschäftigt. Dann aber wurde ihm die Kasse der Belegschaft anvertraut. Dieses Vertrauen rechtfertigte er aber nicht. Er verwaltete sie allzu großzügig. Nachdem er sich selbst erst enmal durch einen tiefen Griff bereichert hatte, schädigte er seine Arbeitskameraden in ganz gemeiner Weise. Er fälschte Vorschußscheine und hob dann den Vorschuß ab. Ebenso machte er es mit Krankenscheinen. Um aber seine Machenschaften z vertuschen, schrieb er seinen Arbeitskameraden mehr Schichten an als sie verfahren hatten, so daß die Betroffenen gar nicht merkten, daß sie betrogen worden waren, Insgesamt hat Ka, so einen Betrag von annähernd 1000 Rm. unterschlagen. Wegen seines freimütigen Geständnisses ließ das Gericht noch einmal Milde walten. Das Urteil leutete auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und eine Geldstrafe von 300 Rm. Die Geldstrafe und sechs Monate der Gefängnisstrafe gelten als durch die Untersuchungshaft verbüßt. Zwei Lehrlinge verpulverten 1000 Mark. Eine feine Spritzfahrt ins Allgäu. X Bad Oeynhausen, 8. März. Wie seinerzeit berichtet, flohen Mitte Februar zuel Lehrlinge einer Oeynhausener Firma, die 1500 Mark bei einer Bank einzahlen sollten. Die beiden sind jetzt in Sonthofen(Allgäu) fengenommen worden. 209 RM hatten sie noch bei sich, sie haben also in nicht ganz drei Wochen über 1000 RMverbraucht. Doch nun ist das großartige Herrenleben zu Ende— das dicke Ende folgt nach. Rätselhafter Sturz aus dem Auto. Wer waren die vier in der graubeigen Limousine? (e) Essen, 8. März. In den frühen Morgenstunden des Samstag gegen Uhr wurde auf der Meisenburger Chaussee in der Nähe der Wirtschaft Meisenburg eine 28jährige Frau mit Kopfverletzungen aufgefunden. ach den Angaben der Verletzten will sie von vier ihr unbekannten Männern in einer graubeigen Limousine von der Moltkestraße in Essen bis zum Fundort auf der Meisenburger Straße mitgenommen und dort aus dem Wagen gefallen sein. Bei dem Sturz aus dem Wagen hat sie sich Kopfverletzungen und Hautabschürfungen am Körper zugezogen. An die Insassen des Personenautos geht die dringende Aufforderung, sich unverzüglichst bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Der Radfayrer, der die Verletzte auffand und ihr Hilfe leistete, wird ebenfalls gebeten, seine Anschrift der Polizei mitzuteilen. Ebenso werden alle Volksgenossen. die irgendwelche Wahrnehmungen gemacht haben, auch wenn sie noch so geringfügig erscheinen mögen, gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Spitze nah und fern Falschmünzerbande in Boppard, 8. März. In letzter Zeit tauchten in Boppard mehrfach falche Zwei= und Fünfmarkstücke auf. Der hiesigen Polizei ist es nun gelungen, die Hersteller und Verbreiter des Falschgeldes zu ermitteln. Es handelt sich um fünf Personen, die sämtlich in haft genommen und inzwischen dem Amtsgericht Koblenz vorgeführt wurden. Nachdem der Haupttäter ein beständnis abgelegt hatte, konnte auch die in der Nähe der Kamper Fähre gelegene Falschmünzerwerkstatt ausgehoben werden. Die Werkzeuge, die zur verstellung des Falschgeldes dienten, wurden sichergestellt, kannte die Nürnberger Gesetze. Aber er übertrat sie.— Drei Jahre Zuchthaus. X Köln, 8. März. Der 30jährige, wegen Unterschlagung schon vorbestrafte Volljude Isidor Kantoff, lernte in einem Tanzlokal eine Arierin kennen, der er sich als Willi Kaiser vorstellte. Der sträfliche Verkehr im Dezember 1936 und Januar 1937 blieb nicht ohne Folgen. Da aber Kantoff weder seinen richtigen Namen noch seine Arbeitsstätte und seine Wohnung jemals angegeben hatte, konnte die sich Mutter fühlende Geliebte auch mit polizeiliche Hilfe zunächst ihren„Verehrer" nicht auffinden. Wegen der an den Tag gelegten gemeinen Gesinnung und des Geständnisses des Angeklagten, daß ihm die Nürnberger Gesetze bekannt gewesen seien, ging die 4. Große Strafkammer Köln in ihrem Urteil über den staatsanwaltschaftlichen Antrag hinaus und sprach eine Zuchthausstrafe von drei Jahren und dreijährigem Ehrverlust aus. ir= Warendorf, 8. März, Porsicht bei der Wäschemangel! Wieviel Vorsichtsmaßregeln die Hausfrau auch bei der großen Wäsche beobachten muß, ließ hier ein ungewöhnlicher Zwischenfall erkennen. Beim Hantieren mit Wäschestücken geriet ein Mädel mit der Hand in die elektrische Wäschemangel. Der Schwung zwangte den Arm bis zum Ellbogengelenk durch die zusammengepreßten Gummiwalzen. Infolge Klemmung des Mechanismus dauerte es unglücklicherweise eine Zeitlang, ehe man die Walzen abtrennen und das Mädel aus seiner Folter befreien konnte. Die starke Einklemmung machte die Ueberweisung der Verunglückten ins Krankenhaus nötig. A Reckenfeld, 8. März. Radfahrer im Nebel angefahren und getötet. Als sich der 57jährige Holzarbeiter Wilhelm Tiemann in der Nacht zum Sonntag gegen 23 Uhr bei dichtem Nebel in Gemeinschaft mit seinen Söhnen und seinem Schwiegersohne auf dem Seimwege nach Reckenfeld befand und alle auf der Straße zwischen Kinderhaus und Sprakel auf Fahrrädern fuhren, wurde Tiemann als der zuletzt fahrende von einem Personenwagen aus Greven angefahren und mehrere Meter weit fortgeschleudert. Er bkieb tot liegen. Seine Leiche wurde zur Krankenhausleichenhalle nach Greven gebracht. Der Tribüneneinsturz in Lommersum. Die Verteidiger beantragen Freisprechung. C Bonn, 8. März. Im Prozeß wegen des Tribüneneinsturzes in Lommersum begannen am Dienstag die Plädoyers der Verteidiger der Angeklagten. Den Angeklagten Stied vertreten die Rechtsanwälte Dr. Beck und Bartels aus Köln. Rechtsanwalt Dr. Beck hielt die Anschuldigungen gegen Stieb wegen Betrugs gegenüber der Wehrmacht und der NS=Gemeinschaft„Kraft der Freude" für nicht erwiesen. Stiel habe sich den Auftrag zum Tribünenbau nicht durch die drei Bedingungen, daß ein Fachmann die Tribünen bauen solle, die Tribünen in Wahn unabhängig von den Lommersumer Tribünen errichtet werden müßten und die Versicherung eine Million Reichsmark betragen solle, erschbichen. Diese Bedingungen seien Stiel gegenüber nur in der Vorbesprechung erwähnt worden. Die Ursache des Unglücks sei auch nicht auf eine überhastete und unsachgemäße Bauausführung der Tribüne, wie auch nicht auf die Abweichungen des Baues von der eingereichten Zeichnung zurückzuführen gewesen. Professor Pirbet von der Technischen Hochschule in Aachen habe als Sachverständiger nachgewiesen, daß die eingestürzte Tribüne A ein Opfer der Tücke des weichen Bodens geworden sei, in dem sich die Stützen der Tribünen gesenkt hatten. Ferner set auch nicht erwiesen, daß das Unglück hätte vermieden werden können, wenn die von dem Angeklagten Raths Heute Eröffnung der Westdeutschen Fachschau 1938 für das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe. Deutschland soll das gastlichste Land werden. festgestellten Abweichungen der Bauausführung von der Zeichnung nicht vorgelegen hätten. Rechtsanwalt Bartels befaßte sich vor allem mit der Frage der in den Vorbesprechungen aufgeworfenen Bedingungen über den Tribünenbau, denen er das schriftliche Abkommen gegenüberstellte, in dem von diesen Bedingungen nicht die Rede war. Die Mängel am Bauwerk stellte er gegenüber der Hauptursache im Nachgeben des Bodens als nur unerhebliche Mitursache des Einsturzes hin. Beide Verteidiger beantragten Freisprechung des Angeklagten Stiel. Ebenso beantragte Rechtsanwalt SchumacherKöln Freisprechung des von ihm vertretenen Angeklagten Rechtsanwalt Clementz=Köln, der den Angeklagten Schumacher II vertritt, schilderte Schumacher II als beantragte Freisprechung. Am Mittwoch werden die drei Verteidiger der Angeklagten Rix und Raths das Wort ergreifen. Gewinnauszug 5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II X Düsseldorf, 9. März. Vom 9. bis 20. März wird Düsseldorf im Zeichen der Westdeutschen Fachschau für das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe stehen. Diese Peranstaltung darf mit Recht von sich sagen, die Fachschaudes Jahres zu sein. Sie ist die größe und interessanteste bisher gezeigte Fachschau des Gewerbes. Die Vielseitigkeit des gewerblichen Wirkens, die wesentliche volkswirtschaftliche Leistung, die Schlüsselstellung, die das Gewerbe in der Wirtschaft einnimmt, die Stellung des Gewerbes im nationalen und internationalen Fremdenverkehr: alles das sind Dinge, die die hohe Bedeutung und Sendung eines Standes wiedergeben, der in sinnvoller Gemeinschaftsarbeit sich die Aufgabe gestellt hat, Deutschland zum gastlichsten Land zu machen. Während der Ausstellungszeit finden nicht weniger als vier bedeutsame Sondertagungen und außerdem der große Rheinisch=Westfälische Gaststättentag statt, der am 17. März abgehalten wird und gleichzeitig den Höhepunkt der Veranstaltungen der Wirtschaftsgruppe im Rahmen der Fachschau bildet. Damit rückt Düsseldorf für einige Zeit in den Mittelpunkt der fachlichen und wirtschaftspolitischen Arbeit der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe ganz Deutschlands, in der heute — wie der Leiter der Unterabteilung Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Düsseldorf, Fritz Wagner, gelegentlich eines Presseempfanges mitteilte— nicht weniger als 800000 Volksgenossen in 250000 Betrieben zu gemeinsamer Arbeit zum Wohle ihrer Gäste zusammenwirken. Der deutsche Westen spielt selbstverständlich im Rahmen des Ganzen eine besonders bedeutsame Molle. Etwa ein el sämtliche fallen jahr 1937/38 den Gesamtumsatz im Gaststättengewerbe auf über 5 Milliarden RM. Damit marschiert es umsatzmäßig an vierter Stelle noch vor der Schwerindustrie. Deutlicher kann die große Bedeutung des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes im deutschen Wirtschaftsleben garnicht charakterisiert werden. Daß gerade auch das Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe im Kampf um die Erringung der Nahrungsine besoiders beheursame ARolle. Eiwa Ein Fünftel sämtlicher Mitglieder der Wirtschaftsgruppe entallen auf den Westen. Man schätzt für das Rechnungsfreiheit große und wichtige Aufgaben zu erfüllen hat, ist allgemein bekannt. Sämtliche acht großen Ausstellungshallen am Ehrenhof sind von der Ausstellung belegt. In diesen Hallen ist das gesamte neuzeitliche Aufgabengebiet des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes nach kulturgeschichtlichen, wirtschaftlichen und berufsständischen Gesichtspunkten ausstellungsmäßig behandelt. Im Anschluß an den schlicht aber eindrucksvoll gestalteten Ehrenraum betritt man sogleich Halle 1, in der sich die Ausstellung der„Gesellschaft für Gewerbeförderung des deutschen Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes“ befindet. In bunten Großbildern sehen wir tausend Jahre deutsches Gastgewerbe. Weiter werden in dieser Halle die ganze Organisation und die Aufgaben des Gewerbes im Vierjahresplan wie überhaupt Bedeutung und Umfang des Gewerbes übersichtlich dargestellt. Die Halle 2 wird zweifellos ein Hauptanztehungspunkt für älle Besucher werden. Sie enthält eine von über 40 großen Firmen beschickte Kochtunstschau die mit ihren Gerichten täglich wechseln wird und so den Besuchern ein anschauliches Bild deutscher Küchenkunst vermitteln wird. Weiterhin finden wir hier anschließend den Ausstellungsteil„Der gedeckte Tisch“ in seiner Vielfarbenpracht und Mannigfaltigkeit. Halle 3 ist der Unterhaltung, der Kameradschäftlichkeit und Geselligkeit gewidmet. Sie ist die Halle der Kegelbahnen. In Form einer Sportwoche werden auf diesen Bahnen täglich spannende sportliche Wettkämpfe ausgetragen. Im gleichen Raum finden wir Firmen, die Spielautomaten, Billards und sonstige auf die Unterhaltsamkeit, Geselligkeit und Kameradschaftlichkeit abzielende Bedarfsartikel ausstellen. In Halle 5, der größten, befindet sich die Wirtschaftsschau aller einschlägigen Firmen, die mit dem Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe in irgendeiner Beziehung stehen. In Halle 6 sind Bekleidung und Wäsche für den Gaststätten= und Hotelbedarf vertreten. In den beiden Hallen 7 und 8 findet die in Halle 5 begonnene Wirtschaftsschau leistungsfähiger Firmen ihre Fortsetzung. Der Rundgang zeigt inhaltlich eine imposante Leistungs= und Arbeitsschau des Gaststätten= und Beherbergungsgewerbes, die aufklärend und belehrend, weaweisend und anschaulich die hohe wirtschaftliche und bulturelle Bedeutung eines Gewerbes tennzeichnet, das in seiner Art und Struktur einen unentbehrlichen und nicht hinwegzudenkenden Faktor in der deutschen Volkswirtschaft darstellt, 24. Ziehungstag 7. März 1938 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 17147 6 Gewinne zu 3000 RM. 300740 331869 870576 16 Gewinne zu 2000 RM. 176893 249128 264845 292428 300382 304409 305599 916912 62 Gewinne zu 1000 RM. 4633 4663 22146 86072 58071 78691 109232 110722 133767 145672 49680 151781 161299 163060 177845 187686 223198 239897 244885 246733 297872 322744 357036 388877 395377 92 Gewinne zu 500 RM. 4603 11582 15068 83752 39851 42643 64000 66463 68684 78694 B0514 97924 107753 110236 11351 124007 177741 181016 190040 191624 194486 214342 219806 231681 238986 257241 257683 270200 297311 298772 307362 310338 311291 312048 317674 324647 336090. 336963 352800 361399 369031 375420 381776 392710 166 wewinne zu 300 RM. 2368 6976 9065 11881 15922 16179 18042 20657 27119 28449 32855 34296 39555 42603 51044 51045 51638 58526 63664 69753 70371 73445 74127 81064 97739 99339 99918 112882 116067 123277 124011 152088 161783 167096 173756 175726 175743 191371 194134 197890 201312 202772 204328 206752 213066 213514 217636 224823 232817 235028 236815 241951 246991 248141 250316 256568 259774 261375 267782 269947 275623 280316 281540 294355 294988 295341 301646 303632 309560 910167 314799 322261 822927 350656 354010 865124 965791 96726 382481 386778 393149 398705 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden 2 Gewinne zu 10000 RM. 29879 2 Gewinne zu 5000 RM, 6 Gewinne zu 3000 RM. 10 Gewinne zu 2000 RM. 303725 315012 38 Gewinne zu 1000 RM. 3462 79990 93817 109318 116472 65731 194299 218192 227491 247059 294928 326448 390252 96 Gewinne zu 500 RM. 19267 45203 55022 66287 74595 76344 90302 01993 120555 145367 154522 155781 66656 208284 239884 286887 344495 gezogen 242513 83044 88809 179055 195818 13000 138649 230051 37572 61814 189690 230725 279494 329266 38090 126 6 32384 87269 99381 40275 182279 220803 270819 301304 325213 343118 164412 94604 234879 284417 336849 392892 168915 211568 255311 313610 362355 1 177137 217521 258737 315356 372834 222670 290100 23917 140518 238667 44971 101769 160011 184209 222334 278262 316233 379942 ewinne zu 300 RM. 6176 10298 39188 50422 70622 81707 87686 88193 89924 95007 95613 101607 105218 107020 109188 142078 143569 163979 163782 184128 205207 205657 212168 222343 227184 248138 250329 272890 273434 279993 285809 301976 308513 310425 813039 326451 328379 334876 341413 353390 354682 367923 898703 13646 134257 171668 213505 258458 300396 913254 342898 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 4 zu je 20000, 18 zu je 10000, 28 zu je 5000, 64 zu je 3000, 242 zu se 2000, 472 zu je 1000, 822 zu je 500, 1714 zu je 300, Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim. Hochdruckabbau. Vorhersage für Mittwoch: Nach leichtem Nachtfrost in den Morgenstunden dunstig, örtlich auch Rebel, tagsüber aufkommende zunehmende Bewölkung, im ganzen noch freundlich und trocken, mild. Vorhersage für Donnerstag: Frische Westbis Nordwestwinde und meist stärkere Bewölkung, nicht niederschlagssicher, leichte Abkühlung. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig. 1 Vom Papyrer und Papiermacher. Von Werner Lenz. „Ich brauch Hadern zu meiner Mül Dran treibt mirs Rad deß wassers viel Daß mir die zschnitn Hadern melt(mahlt) Das Zeug wirt in wasser einquelt Drauß mach ich Pogn(Bogen) auff de filtz bring (Wringe)/ Durch preß das wasser darauß zwing Denn henck ichs auff/ laß drucken(trocken) wern Schneeweiß und glatt/ so hat mans gern“. Diese Verse schrieb der Nürnberger Handwerker und Neistersinger Hans Sachs, und Nürnbera kann sich ühmen, die erste deutsche Papiermühle beessen zu haben. Ulman Stromer erbaute sie 1389. Das Papier trägt seinen Namen zu Unrecht. Das altgyptische Verfahren, Schreibblätter aus dem Stengelerk der Nilstaude„Cyperus papyrus" herzustellen, ist sar sehr alt, aber die jüngere— zweifellos aus China „ammende— Erfindung kennt andere Werkstoffe und inen anderen Anfertigungsvorgang. Die Kunst des Paiermachens kam über Turkestan, Arabien und Italien ach Deutschland. Mit Erfindung der Buchdruckerkunst durde der Papierbedarf gewaltig gesteigert. Erst 1843 elang es dem Techniker Friedrich Gottlob Keller aus dainichen, statt Lumpen und Hadern, Pflanzenoffe zu Papier zu verarbeiten. Die Erfinung dieses„Holzschliffes“ verbilligte und vervielfachte ie Papiererzeugung außerordentlich. Nur noch ein Brucheil des Papiers wird heute aus Hadern hergestellt. Involge weiterer technischer Verbesserungen können heute ie Altpapiersammlungen einen großen Teil des Rohbkoffes zur Anfertigung von Neupapier und Pappe iefern. Es gibt Schreib=, Zeichen=, Druck= und Packpapier, ugleich verschiedene Sorten Pappe und Seidenpapier, ußerdem„Sicherheitspapier,“ d. i. Papier mit Fasern, Färbung und Wasserzeichen gegen Fälschung von Urkunlen, Geldscheinen usw. Sodann fertigt der Papiermacher vasserdichte, unverbrennbare und medizinische Papiere lin. Die Industrie sowie der Photofreund verlangen chenische Papiere— Lackmuspapiere usw.— sowie lichtmpfindliche Papiere. Tritt auch die Hader heute ganz zurück, so mag doch in Bericht aus der Zeit des Soldatenkönigs, als man fast ausschließlich Lumpen verwendete, hier Interesse finden, da er zugleich knapp, aber anschaulich auf das Zunfteben unseres Handwerksmeisters eingeht: „Es ist gewiß, daß das Papier sehr viel Mühe und Arbeit kostet, bis es zu seiner Vollkommenheit gebracht verde, indem ein jeder Bogen zwey und dreyßig mal durch die Hand gehen muß, ehe er zum Schreiben kan gerauchet werden. Die Papiermacher müssen ihre Kunst nit vier Jahren und vierzehn Tagen erlernen, und wenn nan einen Jungen zum Gesellen machet, so wird den Meistern und Gesellen ein Schmauß gegeben, welches sie einen„Lehrbraten“ nennen. Wenn ein Geselle den Meister um Arbeit anspricht und vierzehn Tage bey demelben gearbeitet hat, so wird ihm ein gewisser Becher oder Kanne mit Biere oder Weine zum Austrincken überteichet, der„der Willkommen“ oder„das Geschencke“ heißt; und wenn ein Geselle Abschied nimmt oder solchen von dem Meister bekömmt, so nennen sie es„Feyerabend“. Es ist auch dieses als etwas lobenswürdiges bey den Papiermachern anzuführen, daß sie unter ihren Kunstverwandten dermaßen scharff über Ehre und Ehrbarkeit halten, daß wenn einer unter ihnen sich durch Diebstahl oder anders Verbrechen an seinen Ehren so verwahrloset, sie solchen nicht mehr in ihrer Zunft dulten, auch nimmermehr wieder darin aufnehmen“. Die Stellung des Papiers im deutschen Volkstum ist nicht unbedeutend. Man sagt„Papier ist geduldig“,„Papier spricht, wenn die Menschen schweigen“, und man beeilt sich deshalb, manche wichtige Verabreduna„zu Papier zu bringen“, um sie„schwarz auf weiß“ zu besitzen. Etwas„in bös Papier einwickeln“ bedeutet, jemandem eine Forderung oder einen Tadel auf grobe Weise kundtun, und ein Mensch, der sich in irgend einer Tätigkeit noch nicht hat bewähren können, ist„ein unbeschriebenes Blatt“. Zum Schluß sei noch ein Bericht aus dem Juni 1718 erwähnt:„Zu Paris tragen die Dames bey dieser Sommerzeit Kleider von indianischem Papier(Seidenpapier aus Bambus!), welche aber nicht länger als einen halben Tag halten. Es mag allerdings dieser Art Kleidung bey heißer Sommerzeit dem Frauenzimmer eine gar angenehme Art von Wedeln geben, nur daß sie, wegen allzu kurtzer Dauer dem Beutel etwas beschwerlich fallen dürfte. Doch wer weiß, ob nicht ein Mittel auszufinden, diesen papierenen Zeug etwas haltbarer zu machen!“ Tiere und Menschen in den Tropen. Von Walter Ziersch. Es sieht nur schrecklich aus. Das interessanteste Tier auf den Galapagos ist die Meereidechse, die vollkommen harmlos und ungiftig ist, aber so grauenvoll aussieht, daß sich nicht einmal die Haie an das sonst kugelrund gefressene Tier heranwagen. Auf einer Autofahrt durch die Insel Ceylon hatten wir den Dreiklang einer alten Kultur, einer paradiesisch schönen Landschaft und einer hochstehenden, sympathischen Bevölkerung in uns aufgenommen. Besonders die Singalesen, die urarische Herrenkaste, langköpfig und schmalhüftig, zeigten natürliche Anmut, sicheren Anstand und eine auf ein reiches Innenleben weisende Gemütsgediegenheit. Symptomatisch war, wie sich die Menschen zu den Tieren stellten und damit umgingen. Am Endpunkt unserer Fahrt in Amaradhapura erlebten wir besondere Steigerungen dieser durch religiöse Anschauungen und seelischer Verbundenheit verstärkten Tierliebe.— Amaradhapura war 500 vor Christi Geburt ein gewaltiges Kulturzentrum der indischen Welt und wohl die bedeutendste und reichste Kultstätte des Buddhismus. Heute ist es ein großes Dorf, die Ruinen der von Tamulen und Malabaren eroberten und zerstörten Stadt wurden größtenteils vom Urwald verschlungen. Durch Ausgrabungen wurden zahlreiche Kunstdenkmäler der goldenen Zeit freigelegt, besonders interessant sind die aus dem Dschungel herausragenden Dagobas, pyramidenartige Bauten, von ansehnlicher Höhe über buddhistischen Reliquien. Um eine der ältesten und künstlerisch wertvollsten, die Ruwanella Dagoba zu besuchen, machten wir uns, der tropischen Hitze wegen um vier Uhr morgens auf. Solange wir die Landstraße benutzen konnten, fuhren wir mit einem Bollocear, einer zweirädrigen, ungefederten Karre, die mit einem munteren Zebu=Oechslein bespannt war. Auf dem abzweigenden schmalen Waldpfad, der zur Dagoba hinführte, ging es mit Rickschah's weiter, kleinen einsitzigen Wägelchen, die bekanntlich von Kulis gezogen werden. Wie ein Droschkengaul trabte mein Rickschahkuli zwischen der Scherendeichsel, nur an besonders unwegsamen Stellen unterstützt von halbwüchsigen Jungens, die im übrigen nebenherliefen. Es war ein bezaubernd schöner Frühmorgen im einsamen, endlosen Urwald. Tausendstimmig erscholl das Vogelkonzert vingsum, durchbrochen von geheimnisvollen Geräuschen aus der Tiefe des Forstes. Deutlich vernehmbar aus der Ferne klang das Trompeten wilder Elefanten. Allerlei Getier huschte über den Weg. Eidechsen in allen Größen, flinke Gecko's, Mugoratten und Schlangen aller Art. Ein junger Leopard sprang aus der grünen Kulisse einen Augenblick, und war im Nu wieder verschwunden im Dickicht. Die Tiere des Waldes, selbst die größten, meiden den Menschen, nur die Vögel in ihren bunten Tropengefiedern ließen uns nahekommen. Ein prachtvoller großer Vogel mit dunkelroter Brust schwang sich von einem mächtigen Brotfruchtbaum, gerade über uns und rauschte hinauf in den strahlend blauen Aether. Ein feines Gesumme von vielen großen und kleinen Insekten begleitet die Fahrt, wenn es on ein scharfes hohes Tönen nahe dem Ohr überging, mußte man acht geben, denn dann war ein geflügelter Blutsauger gewillt, sich zum Einstechen niederzulassen. Das konnte unangenehm werden. Drum kam die kurze Pfeife mit dem scharfen navy cut nicht aus dem Mund— Tabakrauchen ist in den Tropen eine Pflicht!— Nach einer- etwa halbstündigen Fahrt wurden plötzlich zwischen den Zweigen einer Wegbiegung farbige Gewänder sichtbar. Mitten auf dem schmalen Pfade, mitten im Dschungel saßen Eingeborene, nach ihrer Art auf den Hacken hockend, scheinbar in gemütlichem Palaver. Frauen und Kinder waren dabei... Mein Boy hielt an und wies nach vorne. Aus seinem Pidgin=Englisch sprang immer wieder das singhalesische Wort„naga“ hervor. Naga heißt Schlange. Ich stellte mich auf und sah eine große Kobra— giftige Brillenschlange— mitten auf dem Hochzeitsgerüchte um Greta Garbo. Weg, höchstens zehn Schritte weit. Kniehoch aufgerichtet, mit ausgebreitetem Schild, so daß die Brillenzeichnung deutlich zu sehen war, stand sie in Angriffsstellung, heftig züngelnd und mit dem häßlichen Kopf wütend nach allen Seiten fahrend. Offenbar hatte sie Eier oder Junge in der Nähe. An einem Vorbeikommen war nicht zu denken, die Gefahr gebissen zu werden war zu groß. Und einen Weg zu bahnen für die Rickschahs, durch das mit Ranken und Schlingpflanzen zu einer festen Wand verklammerte Unterholz war zeitraubend, fast unmöglich. Gewalt durfte nicht angewandt werden, denn die Kobra ist für die Buddhisten heilig. Wir hielten unentschlossen. Trotz der frühen Stunde machte sich die Treibhausluft des Dschungels stark bemerkbar, und ich schob nachdenklich den Tropenhut zurück. Und— Hilfe kam schneller als wir erwartet hatten. Zwei Buddhapriester, die wohl auf Wildwechseln den Wald durchquert hatten, standen plötzlich unter uns. Zwei imponierende Gestalten, beide jung und schlank, hochgewachsen und mit einer Hautfapbe wie nachgedunkeltes Elfenbein: offenbar beide singhalesischer Abkunft.— Den schwefelgelben Sarong trugen sie mit Würde, sie waren bartlos, das Haupthaar war ganz kurz, wie rasiert: in den Händen hielten sie runde gelbe Fächer (Schirme) aus Palmenblättern, so erschienen die scharfgeschnittenen Züge besonders ausdrucksvoll. Vor meiner Frau und mir machten sie tiefen Salaam, aber ohne ins servile auszuarten, im Gegenteil, der Aelteste hatte Bewegungen, wie wir sie uns bei einem römischen Senator denken würden. Und nun geschah das Ueberraschende. Nach einigen kurzen, von bezeichnenden Worten begleitenden Gesten zu den Kulis bewegte sich der ältere Priester auf die wütende Kobra zu, langsam Schritt für Schritt, aber ohne sich durch die heftiger ausschlagende Schlange beirren zu lassen. Die Arme hatte er zur Schulterhöhe erhoben, und mit den Händen machte er besänftigende Bewegungen, die er mit einem beschwörenden Sing=Sang begleitete. So schreitt er weiter, mit größter Selbstverständlichkeit näher und näher heran an das giftige Reptil, als ob er sich der tödlichen Gefahr nicht bewußt wäre. Denn ein Riß in seine nackten Beine und es wäre aus gewesen... Keine Rettung mehr.— Atemlos, gebannt standen meine Frau und ich da, unfähig einzugreifen, ratlos, wie versteinert — vielleicht wären wir nicht so ruhig geblieben, wenn wir nicht bei den anderen Zuschauern, bei allen Ruhe und Gleichmut gesehen hätten. Auch bei dem anderen Priester nicht die geringste Unruhe. Und nun so sahen wir das Wunder: wie die Schlange immer ruhiger wurde je näher der Priester kam, und wie sie den Kopf sendte, mehr und mehr... Als er nur noch einen Schritt entfernt war von ihr, berührte ihr Kopf fast den Boden und langsam, ohne Hast bewegte sie sich in gleichmäßigen Windungen vom Platze und verschwand im Dschungel. Still und bescheiden, aber mit Haltung ging der Priester seines Weges weiter, gefolgt von seinem Gefährten. Auch nicht mit der kleinsten Bewegung betonte er, daß hier eine Leistung auf Leben und Tod vollbracht war. Und auch von den Zuschauern blieb nur bei uns eine besondere Ergriffenheit. Als wir dann bei den beiden Buddhisten vorbeifuhren und es mir den Hut doch tiefer und ehrfürchtiger als sonst herunterzog, traf mich ein erstaunter Blick, dem fast ein wenig Abwehr beigemischt war. Was war denn geschehen? Zwei Geschöpfe Gottes waren sich begegnet. Auf der Dagoba klang das Erlebnis dann in einem anderen Spiel um das Tier scherzhaft aus. Zwei kleine Singhalesen, Hänsel und Gretel in Braun, hatten uns geführt, bis wir oben auf einem kleinen Plateau über den hohen Bäumen ankamen. Hier hatte der Heilige, dessen In den letzten Tagen häuften sich wieder Gerüchte, nach denen sich die Filmschauspielerin Greta Garbo, die sich gegenwärtig in Capri aufhält, mit dem Dirigenten Stokowski verheiratet habe oder verheiraten werde.(Scherl-M.) Gebeine unten ruhten, sein Leben verträumt, in Erkenntnis Buddhas, des Göttlichen. Unsere kleinen Führer hatten unterwegs immer das eine Wort, das wie money“ klang, geplappert. Jetzt klatschten sie in die Hände: Da wurde es lebendig in den Kronen und Zweigen der in sich ruhenden Baumriesen unter uns. Und zwanzig.— ja dreißig— hundert Affen kamen zum Vorschein! Sie blickten zu uns herauf, mit komischen Grimmassen, schütAffe trat in Abwehr oder wandte sich zur Flucht. Arme Affen. Jetzt wurde uns auch klar, daß unsere kindlichen Führer„Monkey“ nicht„money“ geplappert hatten. Oder hatten sie beide Begriffe in einem Wort vereinigt?— Es wurde ein tierverbundener Tag. Um fünf Uhr, nach Beendigung der Tropensiesta, fuhren wir zu einem buddhistischen Felsentempel. Ein alter Priester betreute uns und segnete uns, je mehr Rupien, umsomehr Segen mit viel Befächern. Dann führte er uns zum Tempelteich, worin alte Baumstämme lagen. Der Alte raspelte knarrende Beschwörungen: da wurden die Baumstämme lebendig und kamen herangeschwommen als zehn Krokodile. Die Tempelk zahmen, heiligen Tempelkrokodile. War das eine nung, auch im häßlichen, ungefügen Tiere das Geschöpf Gottes zu ehren? Kobra und Krokodil—— Aber der Tag war noch nicht zu Ende und die Spiele mit Tieren auch nicht. Trotzdem die Tropendämmerung schon aufzog, bestand unser Kutscher darauf, uns noch zum„Vater der Schlangen“ zu fahren. Wir dachten wieder an einen Tempel mit heiligen Schlangen und waren sehr erstaunt, als wir mitten im Dorf, bei einer der schmutzigsten und ramponiertesten Hütten abgesetzt wurden. die inmitten eines von zwei zersausten, kümmerlichen Palmen beschatteten Hofes lag. Eine Tamule, einäugig, mit schütterem Bart und grauem Haupthaar, öffnete die Tür. Ein beschmutzter, zerrissener Schurz von undefinierbarer Farbe, war seine ganze Kleidung. Auf dem Hof war es fast dunkel. Fässer und Kisten standen herum. einen furchtbaren Gestank verbreitend. Wir wollten weggehen, aber der Tamule hielt uns unter fortwährenden Verbeugungen und krächzendem Gerede in„Pigeon=Englisch“ fest. Wieder hörte ich immer wieder„Naga“ heraus,„very fein naga.“ Plötzlich war Licht da. Eine trübbrennende Oelfunzel. Der Alte schlug von der ersten Kiste einen alten Lumpen zurück, und leuchtete: unter einem Gitter ringelten sich zischend und züngelnd zehn. zwölf„Tick Palonga's“, die gefährlichsten Giftschlangen Ceylons hoch, wütend gegen das Gitter stoßend. Die dreieckigen Köpfe fuhren böse herum: bei dem rötlichen Licht der Oelfunzel war es ein grauenerregender Anblick. Auch in den anderen Kisten und Fässern wurde es nun lebendig, und es war ein Zischen und Fauchen auf dem Hofe, als ob ein Dampfkessel undicht geworden wäre. Der schlimmste Anblick war ein Nest von ganz jungen Vipern, Tierchen, kaum so groß wie Bleistifte, und trotzdem trug jedes den sicheren Tod in sich. Und unter all dem Giftgewürm„der Vater der Schlangen“, der für sie sorgte, wie andere Züchter für junge Hunde oder Schafe. Ich dachte an den Buddhapriester und wie er zu der wütenden Kobra gesprochen hatte. So hatten wir doch keinen allzuschlechten Abschluß des Tages. * In dem am vergangenen Samstag veröffentlichten Aufsatz von Adolf Bahne über die Wirkung des roten Tuches auf die Tierwelt ist der in südamerikanischen Strömen lebende gefährliche Raubfisch Piraya als„Sägesalamander" verdeutscht worden. Hierbei lag im Manuskript ein Schreibfehler vor; es mußte statt Sägesalamander— Sägesalmler heißen. Orkan an der norwegischen Küste. Sturmfahrt des Kreuzers„Köln“ )( Oslo, 8. März. Am Sonntag und Montag hat an der Nordwestküste Norwegens schweres Sturmwetter geherrscht, das auch der Kreuzer„Köln“ zu bestehen hatte. Der Kreuzer wurde an den Brückenaufbauten leicht beschädigt. Die Maschinenanlage und das Schiff selbst aber blieben vollständig intakt und waren zu jeder Zeit voll manövrierfähig. Der Kreuzer hat den Hafen von Christiansund vorübergehend angelaufen. Bei dem schweren Wetter hatte ein Mann an Bord Verletzungen erlitten. Um ihn röntgen zu lassen, ist der Kreuzer in den Hafen eingelaufen. Der Sturm hat auch an Land schweren Schaden angerichtet. Vor allem der Küstenstrich von Drontheim bis südlich von Christiansund ist von dem Orkan heimgesucht worden. Der Fischerort Surnadalsöre mit etwa 25 bis 30 Häusern, darunter mehreren industriellen Betrieben, geriet durch den Sturm in Brand und brannte völlig nieder. 160 Menschen sind obdachlos geworden. Eine drei bis vier Meter hohe Springflut vernichtete auch mehrere Häuser in einem anderen Fischerort und riß eine ganze Scheune mit sich. Auch viele Schiffe sind durch den Sturm schwer beschädigt worden und man nimmt an, daß zahlreiche Fischer, die keine Funkanlage an Bord hatten, umgekommen sind. E/SCHNEE UND FRIDOLIN Roman von Jl Aifschniea. Copyright by Verlag Knorr& Hirth, GmbH., München. 33) Wie kommt Hennegauer eigentlich dazu, sich derartig gegen mich zu benehmen, dachte Trude, und bemerkte gar nicht, daß ihre Erbitterung im genauen Verhältnis zu der Menge des Weines stand, den sie so nach und nach hinabtrank, ohne es recht zu merken, denn es waren immer aufmerksame Augen da, die sahen, wenn ihr Glas leer war, und eifrige Hände, die es wieder füllten. Hatte er nicht allen Grund, recht nett zu ihr zu sein? Konnte er sich nicht denken, daß sie ganz genau das Paket gesehen hatte, das er so heimlich den Berg hinahbrachte? Man hatte jetzt sehr dafür zu sorgen, daß man in keinerlei Verdacht kam. Im Zimmer entstand eine Unruhe, ein paar kleine Buben hatten sich die Ueberkleider der Großen geholt und angezogen, sie sahen in den alten, viel zu weiten Trachten wunderlich genug und rührend zugleich aus. Einer der Buben sprang vor Trude hin, salutierte und sagte:„Ich grüß auch schön, Frau Gräfin.“ Alle lachten, Trude mit, nur Fridolin Hennegauer, der allein in einer Ecke stand, machte ein spöttisches Gesicht. Trude sah dieses Gesicht, sie stand auf und ging zu ihm. „Warum grinsen Sie über mich?“ fragte sie. „Ich könnte ja auch über Sie weinen, wenn Ihnen das lieber ist,“ schlug Fridolin vor. „Sie sollten doch jede Gelegenheit wahrnehmen, um sich gut mit mir zu stellen,“ fand das Mädchen. „Sie wissen es also schon. Gut, ich werde alles bezahlen.“ Trude starrte ihn an. Er war also doch der Dieb, er war Kleptomane, lieber Gott, sie hätte das nie gedacht, trotz des geheimnisvollen Paketes. Dieser junge Mann, der so unglaublich gesund zu sein schien, man könnte beinahe sagen, zu gesund.„Sie geben es also zu?“ fragte sie schwach. „Es ist am besten. Dann ist gleich der Zahn mit der Wurzel heraus. Es hätte ja doch nicht mehr lange gedauert, bis alles ans Licht gekommen wäre. Zu Leute wußten es.“ „Und was wird nun werden?“ „Nichts wird werden. Das ist eben das Schlimme.“ Das verstand sie nicht recht, aber er wußte ja sicherlich, was er meinte, und sie ging die Sache ja nun nichts mehr an.„Ich kann wohl sagen,“ bemerkte sie nach einer kurzen Pause,„daß mich das etwas schmerzt.“ „Das wird ein Irrtum sein,“ erwiderte er trotzig. „Was geht's den Mond an, wenn ihn die Hunde anbellen? Ich wohne ja in der Kleinen Pension.“ Sie überhörte das, ihre Gedanken waren mit anderen Dingen beschäftigt.„Also Sie zeichnen für alles verantwortlich,“ sagte sie, immer noch verwundert. Er verwahrte sich.„Nein, nicht für alles. Der Sanfte Heinrich bin ich nicht gewesen.“ Sie nickte.„Und der hat sicherlich das Brillanthalsband.“ „Meinetwegen“, sagte er gleichgültig. Dann sah er sie zornig an.„Haben Sie mich nun genug gepeinigt?“ fragte er.„Begreifen Sie denn nicht, wie schrecklich das für mich ist, Ihnen so gegenüberzustehen?“ Trude drehte sich wortlos um und ging aus dem Zimmer. Draußen stand eine ganz schmale Mondsichel über einem Gebirge aus Zucker, ja, wirklich, es machte mit seinem Geglitzer den Eindruck. Trude erschien plötzlich alles unwirklich und verzerrt, es war ein Märchenland, in das sie gekommen war, und daher kam es wohl auch, daß die Menschen, die sie da traf, weise Zauberer oder unberechenbare Kobolde waren. Mit einem. Male erschien ihr der ganze Fastnachttrubel dadrinnen spukhaft wie ein Gnomenfest oder dergleichen. Sie schlich in den Raum, in dem die Garderobe aufbewahrt wurde, holte ihren Pullover und ihre Segeltuchjacke, den Rucksack und ihre Skier. Hinter einen breiten Holzstoß geduckt, zog sie die Stiefel an, schnallte die Skier fest und machte sich, immer sorgfältig die Schatten suchend, auf den Weg nach dem Berg. Sie würde ihn schon finden, sie mußte ja hinkommen, wenn sie immer höher stieg, und ein ganz klein wenig Licht gab ja auch die schmale Mondsichel. Nach ungefähr einer Viertelstunde hielt sie an und sah sich um. Ja, es war wunderbar, nachts durch die Berge zu fahren, Hennegauer hatte schon recht mit seiner fixen Idee. Da unten tanzte er, war es nicht wirklich eine Art Tanz auf einem Vulkan? Sie sah hinab ins Tal, wo das erleuchtete Haldenhaus stand, winzig klein, nichts weiter als ein Lichtpünktchen in einer unendlichen Finsternis. Plötzlich horchte sie auf, es spielte jemand auf der Gitarre, die anderen sangen dazu. Vielleicht war es wieder Fridolin, der spielte. Er konnte ja alles, wie es schien. Es war eine schwermütige Weise, natürlich, jetzt war man da schon auf dem Punkt angelangt, wo man sentimental wurde. Das Lied klang klar und wehmütig zu ihr herauf, wahrscheinlich hatten sie unten die Fenster offen. „Mei Mutter mag mi net, Und kein Schatz hab i net, Oh, warum stirb i net? Was fang i an?“ Er hätte eine Mutter haben müssen! dachte Trude, schlückte ein paarmal heftig und machte sich dann wieder auf dem Weg nach dem hohen Berg. Es war eine traumhafte Wanderung, ein Schreiten und Gleiten durch allen Zauber eines Feenreiches. Es machte auch nichts aus, daß der schmale Mond nach kurzer Zeit bereits unterging, die Sterne gaben ja etwas Licht, und der Schnee leuchtete, als käme schon die Morgendämmerung, als sei man im Land der hellen Nächte. Es gab auch keine Widerstände zu überwinden, glatt und gleichmäßig stieg der Hang an, von gelegentlichen kleinen Senkungen unterbrochen, die wunderbare Gelegenheit zu hübschen Abfahrten gaben. Natürlich erkannte sie die Gegend nicht genau wieder, das war ja auch nicht möglich, sie hatte ja jetzt die entgegengesetzte Richtung wie heute mittag, da sieht's immer ganz anders aus, und zudem war es jetzt Nacht, das veränderte auch alles. Jedenfalls kam sie hier bergauf, das war sicher. Eine kleine ebene, vorspringende Platte lud zum Ausguck ein, drüben mußte das Rheintal sein, samt Kaiserstuhl und Vogesen. Ob etwas zu sehen war? Vielleicht die Lichter der Dörfer vom Kaiserstuhl? Einmal hatte sie sogar Lichter am Vogesenhang bemerken können, damals, nach dem langen Regen, als es plötzlich so kalt und klar geworden war. Sie trat an den Rand des Vorsprungs und blickte hinab. Wirklich, da flimmerten die Lichter in der großen, mattleuchtenden Weiße! Es war so schön, so atemberaubend schön, daß man fast das Gefühl hatte, als sänke man sanft hinab, schwebte hinunter zu diesen stillen, beglückenden Lichtern. Ja, sank sie nicht wirklich hinab? Sie schaute sich um, wollte zurücktreten. Aber es war zu spät. Das Schneebrett, auf dem sie stand, hatte sich gelöst, es glitt unaufhaltsam mit ihr einen steilen Abhang hinab, unten warf sie es hin und legte sich weiß, kühl und stäubend über sie. Als es Trude gelungen war, sich aus dem Schneeberg, den sie bei sich eine Lawine nannte, zu befreien, sah sie in dem matten Licht der Sterne und des Schnees, daß sie in ein Schneeloch gefallen war, dessen Wände an allen Seiten sechs und mehr Meter hoch aufragten, und aus dem sie mit eigener Kraft keinesfalls mehr hinaus konnte. 14. Das erste Empfinden, das sie erfüllte, war das einer empörten Enttäuschung. Also so behandelte sie das Gebirge, dem sie so viel Zugeständnisse gemacht hatte und dessen winterliche Schönheit sie so willig anerkannte, ungeachtet ihrer vorgefaßten Abneigung gegen einen Winterurlaub auf einem hohen Berg. Hatte sie nicht vollkommen recht gehabt mit ihrem Vorurteil? Da war sie auf dem angenehmsten Wege mit dem stolz erlernten Grätschschritt sanft hinaufwärts gegangen, und nun öffnete sich einfach die Erde und schluckte sie ein. Und wenn es auf das Gebirge ankam, dann konnte sie hier sitzen und erfrieren oder verhungern, der Berg würde nicht das geringste für ihre Rettung tun, nein, gewiß nicht! Mit einer Art Ingrimm schätzte sie nochmals die Wände rundum ab. Die eine war vielleicht ein Meter niedriger— nicht viel, aber manchmal ist schon ein Zentimeter ungemein wertvoll in einer solchen Lage! Sie prüfte die Länge ihrer Skier, die Höhe ihrer Stöcke — ja, wenn man Skier und Stöcke immer übereinander türmen könnte, dann wäre es eine Kleinigkeit, hinauf zu turnen. Aber man konnte nicht. Sie schob sich langsam auf den Skiern hin und her, das beste Mittel, um nicht in den Schnee einzusinken, der unter ihr noch eine beträchtliche Tiefe aufweisen mußte. Auf freiem Gelände laa er anderthalb Meter hoch, trotz aller Anstrengungen des Windes, ihn fortzupusten. Hier in dem Loch konnte er gut das Doppelte messen. (Fortsetzung folgt).