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Die großen Zeiten in der politischen und kulturellen Entwicklung der Völker haben noch immer zum sichtbaren Ausdruck ihrer Geisteshaltung in Monumentalbauten gedrängt, die Jahrhunderte, zum Teil sogar Jahrtausende überdauert haben. Die Zahl dieser großen Bauten und Planungen ist heute schon so groß, daß es schwer ist, über dieses ganze ungeheure Bauschaffen auch nur annähernd einen Ueberblick zu gewinnen. Diesen Ueberblick gibt nun aber nach dem Willen des Führers Adolf Hitler die am Sonnabend, dem 22. Januar, beginnende große Winterausstellung im Hause der Deutschen Kunst. Betanntlich sollen in jedem Jahr in diesem deutschen Kunsttempel zwei große Ausstellungen veranstaltet werden, im Sommer jeweils die Große Deutsche Kunstausstellung, die über den Stand der deutschen Malerei, Plastik und braphik Rechenschaft geben soll, und im Winter eine indere große Schau, die die angewandte Kunst die Architektur zu Worte kommen läßt. Es handelt sich bei der Ersten Deutschen Architektur= und Kunsthandwerksausstellung um eine großartige, bedeutungsvolle und richtunggebende Schau der heutigen baukünstlerischen Entwicklung und der Schaffensfreudigkeit unseres deutschen Kunsthandwerks. Direktor Kolb vom Haus der Deutschen Kunst nahm bei einer von der Reichspressestelle der NSDAP veranlaßten Führung durch ihn und durch Professor Gall Gelegenheit, gerade das zu unterstreichen und darauf hinzuweisen, daß mit der Eröffnung dieser Ausstellung ein Auftakt gegeben werde zu einem Ausstellungserlebnis, wie es München und vielleicht ganz Deutschland seit langen Jahren nicht mehr gehabt haben. Schon ein erster Rundgang überwältigt nicht nur durch die Fülle des Geschauten, sondern auch durch die Großartigkeit der einzelnen Bauschöpfungen und Bauplanungen. Die Bauten in der Hauptstadt der Bewegung. Das schon ungezählten Tausenden von deutschen Volksgenossen vertraute Bild des Königlichen Platzes in Nünchen wird an einem großen Modell im ersten Raum in seiner Gesamtwirkurr Darstellung gebracht. Im zweiten Saal steht das Modell des Straßenzuges der Prinzregentenstraße, in der das Haus der Deutschen Kunst und das Dienstgebäude des Luftkreiskommandos die beherrschenden Bauten bilden. In diesem Saal wie auch in allen anderen ergänzen photographische Großaufnahmen und Vergrößerungen einzelner Bauteile oder von besonders schönen Innentäumen der Führer=Bauten, der Reichskanzlei usw. den schon durch die Modelle allein vermittelten Eindruck. Zeugnisse nationalsozialistischen Tatwillens. Von dem gewaltigen Tatwillen der NSG„Kraft durch Freude" zeugen in dieser Ausstellung ein Modell des KoF=Dampfers„Wilhelm Gustloff“ und Querschnitte durch dieses Schiff sowie das Modell des geplanten riesigen KoF=Seebades Rügen.In welchem Umfange das Dritte Reich für das Wohl seiner Jugend und damit auch für seine Zukunft sorgt, (ertennen wir an den Modellen und Bildern einer Anzahl in Führerschulen, von Bauten für die HJ und von Zügendherbergen. Hier ist zwar ein verhältnismäßig kleiner, aber sehr aufschlußreicher Ausschnitt aus dem ungeheuren Programm von 52 000 Bauten für 5J und Bd M gegeben. Dazwischen ein Blick auf das ebenfalls in erster Reihe der deutschen Jugend gewidmete Reichssportfeld. Daß die Straßen des Führers auch die Architektur befrüchten und zu neuen, dem Charakter der Reichsautodähnen entsprechenden genialen Lösungen anregen, davon geben ein klares Bild die Modelle und Großaufnahmen einzelner Hochbauten. Es folgt dann eine Abteilung, die den Neubauten der Reichspost, der Reichsbahn und der Reichsbank gewidmet ist. Die Reichsparteitagbauten. Die ganze Welt steht alljährlich unter dem Eindruck für sie in seiner Größe vielfach unfaßbaren Erlebens des Reichsparteitages in Nürnberg. Auch wer dieses große Erlebnis noch nicht gehabt hat, der wird ehrfurchtsergriffen in dem großen Saal verweilen, der die Modelle der im Entstehen begriffenen Großbauten des Reichsparteitages enthält. Der Soldat wird mit größten Interesse in der Aussellung erkennen, wie schön und zugleich großzügig die wehrmacht heute baut. Wie eine architektonische Apotheose des nationalHialistischen Kulturwillens erscheinen am Schluß des Rnoganges die großen Modelle der Ordensburgen ogelsang und Sonthofen. Veredelung unserer Lebensformen. ach dem Großartigen und Gewaltigen in den architlönischen Schöpfungen kommt dann in dem schönen Licht der Räume des Obergeschosses das Haronische der Heimgestaltung des einzelnen menschen in der Kunsthandwerksausstellung gar Geltung. Nicht umsonst erfreut sich das Kunsthandwerk seit der Machtübernahme wieder allseitiger Förderung und zielbewußter Berücksichtigung. Bei einem Rundgang durch diese Ausstellung unter der Führung von Ministerialrat Poeverlein konnte man sich überzeugen, daß das deutsche Kunsthandwerk den ihm gestellten Aufgaben gewachsen ist und gelernt hat, eine künstlerische und gleichzeitig dem Volk verständliche Sprache zu sprechen. Spitzenleistungen aller Zweige Kunsthandwerks aus allen Teilen des Reiches bilden die Bestände der Ausstellung. Man sieht Möbel in Verbindung mit allen Zutaten, die einen Raum erst wohnlich machen, Wandbehänge, Stoffbahnen, Teppiche, Keramiken, Gold= und Silberschmiedearbeiten usw., alles nach Entwürfen erster Meister, darunter auch Paul Ludwig Troost. Auch der österreichischen Handwerkskunst ist ein eigener Raum vorbehalten. Drohungen Molotows an Frankreich. Krasser Moskaus in mme rIe- Ausfälle auch gegen Japan und Mandschukuo. Der Pakt Paris-Moskau als Druckmittel. DNB Moskau, 20. Januar. Wie bereits kurz gemeldet, hat Molotow, der Vorsitzende des neugebildeten Volkskommissarenrates, in seiner Rede vor dem Obersten Rat der Sowjetunion die Tätigkeit des Außenkommissariats kritisiert. Aus dem jetzt veröffentlichten Wortlaut seiner Rede tritt die Tendenz dieser„Kritik“ sehr deutlich hervor: Moskau verschärft seine Interventionspolitik zu Gunsten seiner weltrevolutionären Ziele. Besonders kraß zeigte sich das an der Stelle der Rede, an der sich Molotow mit den Beziehungen der Sowjetunion zu Frankreich beschäftigte. Hier griff Molotow zu erpresserischen Drohungen, wie sie von sowjetamtlicher Seite diesem Land gegenüber in dieser Offenheit und Schärfe wohl noch nie gebraucht wurden und die eine nackte Einmischung in innerfranzösische Verhältnisse darstellen. Als Ausgangspunkt seiner Drohungen wählte Molotow das Thema der in Frankreich lebenden russischen Emigranten, die er„Terroristen und Diversanten“ titulierte. Trotz des Bestehens freundschaftlicher Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Frankreich, so sagte Molotow, fänden diese„Terroristen“ bis heute auf französischem Gebiet Zuflucht und befaßten sich„offen vor den Augen und unter dem Schutz französischer Behörden mit feindseligen, antisowjetischen Aktionen.“„Man kann“, so fuhr er fort,„dies nicht mit dem Asylrecht für Ausländer rechtfertigen. Es fragt sich, wem diese Anspornung aller Art Verbrecher russischer und auch nichtrussischer Abstammung dient, die sich auf französischem Gebiet mit sowjetfeindlichen terroristischen Aktionen befassen und offen ihre verbrecherischen Akte gegen Sowjetpersönlichkeiten und gegen Sowjetorgane vorbereiten. Weshalb spornt man in Frankreich diese Leute so sehr an und wie entspricht das dem freundschaftlichen sowjetrussisch=französischen Pakt. Mit dieser Frage wird sich unser Volkskommissariat für auswärtige Angelegenheiten beschäftigen müssen. Der Rat der Volkskommissare wird dem Außenkommissariat entsprechende Weisungen geben.“ Dieser letzte Satz Molotows paßt ganz zu der bereits von einigen französischen Blättern gebrachten Meldung, daß kürzlich schon das sowjetrussische Außenkommissariat dem französischen Botschafter in Moskau eine Art Ultimatum gestellt habe, wobei auch hier der Beistandspakt Paris— Moskau als Druckmittel gedient habe. Molotow hat in seiner Rede neben dem Ausfall gegen Frankreich auch Drochungen an die Adresse Japans und Mandschukuos gerichtet. Hier war der Anlaß die Tatsache, daß ein sowjetrussisches Flugzeug, das sich— wie sich Molotow ausdrückte—„verirrte und zufällig auf mandschurischem Gebiet landete", seit einem Monat von mandschurischen Behörden zurückgehalten wird.„Die Sowjetregierung“, so sagte Molotow,„hatte sich gezwungen gesehen, am 16. Januar eine an die japanische Regierung gerichtete Protestnote gegen die unzulässige und gesetzwidrige Handlungsweise japanisch=mandschurischer Behörden abzusenden. In dieser Note, so fuhr Molotow fort, bestehen wir kategorisch auf die sofortige Freilassung der zurückgehaltenen Sowjetrussen und die Rückgabe des Flugzeuges, wobei wir die japanische Regierung warnen, uns nicht zu zwingen, den Weg von Repressalien zu beschreiten“ Die Hochzeit des Königs von Aegypten. Ein nationaler Festtag in Kairo. :: Kairo, 20. Januar. Schon in den frühesten Morgenstunden des Donnerstag, dem Hochzeitstag des Königs Faruk, stauten sich in den Straßen Kairos festlich gestimmte Volksmassen in ihren Feiertagsgewändern. Der Andrang war besonders groß in der Nähe des Kubbeh=Palastes, in dem die Eheschließung stattfand. König Faruk I. (Associated-Preß-M.) Um 10,45 Uhr versammelten sich in dem geschlossenen Saal des Palastes die Spitzen der islamischen Geistlichkeit, der Brautvater mit seinen Zeugen, und der König mit seinen Trauzeugen, dem königlichen Kabinettschef Ali Maher sowie dem langjährigen Oberhofmeister Sulfikar Pascha. In Abwesenheit der Braut wurde die Heiratsurkunde, die eine Spezifizierung der Morgengabe und der Mitgift enthält, verlesen. Darauf ergriff der König die Hand des Brautvaters und bejahte die Frage des Geistlichen, ob er bereit sei, dessen Tochter zu ehelichen. Nach dem Ja=Wort des Brautvaters unterschrieben der König, der Brautvater und die Zeugen die Urkunde, wodurch nach dem Gesetz des Islams die Ehe als rechtskräftig anzusehen ist. Um 11 Uhr wurde durch Fanfarenklänge und 101 Salutschüsse der Bevölkerung die vollzogene Ehe bekanntgegeben. Die junge 16½ jähvige Königin wurde erst am Nachmittag durch eine Tante des Königs im Hofwagen aus ihrer elterlichen Wohnung in Heliopolis abgeholt. Der König ist 18 Jahre alt. Die Uebersiedelung der jungen Königin aus dem Elternhause in den königlichen Palast erfolgte der Ueberlieferung gemäß in aller Stille. Dem Schwiegervater des Königs wurden bei der Fahrt durch die Stadt lebhafte Kundgebungen bereitet. In den Hauptstraßen ist der Kraftwagenverkehr völlig unterbunden. Sie sind mit Fußgängern und Reitern überfüllt, die ihre Anteilnahme an dem festlichen Ereignis durch Rufe und Abgabe von Freudeschüssen Ausdruck geben. Besonders stark ist der Andrang auf den öffentlichen Plätzen. Hier sind große Verpflegungszelte aufgestellt, in denen bereits an Zehntausende von Feiernden Freimahlzeiten verabreicht wurden. Das Hochzeitsgeschenk des Führers. DNB Berlin, 20. Januar. Der Führer und Reichskanzler hat Seiner Majestät König Faruk von Aegypten aus Anlaß seiner heute stattfindenden Vermählung drahtlich herzliche Glückwünsche übermittelt und ihm ein viersitziges Mercedes=Benz=Sport=Cabriolet Hochzeitsgeschenk gemacht. zum Hochstimmung in den Straßen Kairos DNB Kairo, 20. Januar. Das Volksgedränge in den Hauptstraßen und auf den Plätzen Kairos ist unbeschreiblich. Die von außerhalb herbeigeströmten Mengen vertreiben sich die Zeit mit Musik, Tanz und sonstigen Volksbelustigungen. Eselswagen, Reiter, Kamelreiter, schreiende Straßenhändler, dazu Umzüge der Pfadfinder und des Militärs, das alles überdröhnt von dem Donner der Salutschüsse, machen die Straßen zu einem wildbewegten Bild. Bei Beginn der Dämmerung stauen sich die Volksmengen an den Nilufern und erwarten das Riesenfeuerwerk. das auf großen Holzflößen inmitten es Nils abgebrannt wird. Ganz Kairo ist märchenhaft erleuchtet. Die Moscheen und die öffentlichen Gebäude bilden ein einziges Lichtmeer. Mit dem Führer für Deutschland. Die 1000 Versammlungen im Gau WestfalenNord. Der Gau Westfalen=Nord tritt den Marsch in einen neuen Propagandafeldzug an. Mit der Parole:„Ein Volk erkämpft sich die Freiheit“ werden die führenden Männer aus dem Gau und zahlreiche Reichsredner der Bewegung in das Volk hineingehen, um ihm von neuem die Ziele aufzuzeigen, die das neue Deutschland Adolf Hitlers sich gesteckt hat, und ihm die Aufgaben und die Arbeit klarzulegen, die der Nationalsozialismus für Deutschland und das deutsche Volk, für alle seine Menschen geleistet hat und noch leisten wird und will. Die Bewegung wird Rechenschaft ablegen über ihr Schaffen und ihr Werken und sie wird sich wieder in persönlichem An= und Aufruf der Bauern und der Arbeiter, der Hand= und Kopfarbeiter und aller Wirtschafts= und Berufsgruppen in Verbindung setzen mit jedem deutschen Volksgenossen. Sie wird an ihrer aller Willen appellieren, das Werk des Führers zu verstehen und zu begreifen und mit erneutem Eifer und erneuter Anstrengung und Tatkraft sich dafür einzusetzen, daß es bis zum Letzten verwirklicht wird. Der Führer braucht die Mitarbeit des ganzen Volkes, und keiner wird und darf sich entziehen, sie ihm bereitwillig zu geben. Denn alles, was geschieht und getan wird, ist einzig und allein um Deutschlands Kraft, Stärke, Freiheit und Größe willen. Diese große Propagandawelle der NSDAP wird vom 23. bis 29. Januar dauern und sie wird den gansen Gau von der Stadt bis in das kleinste Dorf erfassen. Als Auftakt veröffentlicht der„Gaupressedienst“ einen kurzen Artikel, der Aufschluß gibt über die Aufgabe, die sich diese„1000 Versammlungen“ gestellt haben. Der „Gaupressedienst“ schreibt: „Tausend Versammlungen im Gau Westfalen=Nord“, so heißt es auf den Plakaten, die in diesen Tagen in den Städten und Dörfern unseres Gaues von den Litfaß=Säulen und Anschlagstafeln leuchten. Die zweite große Versammlungswelle dieses Winters hat damit eingesetzt und Abend für Abend sprechen wieder die Redner der Partei in den Versammlungssälen. Zahlreiche Reichs=, Gau= und Kreisredner, an ihrer Spitze Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer. der am 23. Januar in Ahlen und am 29. Januar in Stukenbrock im Kreise Paderborn das Wort ergreift, werden unter der Devise„Ein Volk erkämpft sich die Freiheit“ Rechenschaft über die Ziele und die Arbeiten des nationalsozialistischen Deutschland ablegen. Es ist über die Frage, ob Versammlungen notwendig sind oder nicht, schon soviel diskutiert worden, daß es allmählich überflüssig geworden ist, sie immer und immer wieder zu beantworten. Der weitaus überwiegende Teil unserer nordwestfälischen Volksgenossen weiß heute, das beweist der starke Besuch der Versammlungen im ersten Abschnitt des Winterfeldzuges, daß er in den Versammlungen der nationalsozialistischen Bewegung neue Kraft gewinnt für die Alltagsarbeit. Unsere Volksgenossen nehmen gern die Gelegenheit wahr, sich durch die bewährten Propagandisten der Bewegung mit den politischen Forderungen der Stunde vertraut zu machen. Sie haben durch den guten Besuch von den vom Oktober bis Dezember im Gau Westfalen=Nord durchgeführten Versammlungen gezeigt, daß sie die nötige Aufgeschlossenheit für die Fragen des politischen Lebens besitzen. Es hat sich erwiesen, daß die Zeiten, in denen sich jeder in seinen vier Wänden oder in seinem Spezialfach für die Welt abkapselte und dadurch den Blick für die großen Zusammenhänge des Lebens verlor, in Deutschland der Vergangenheit angehören. Nur hoffnungslos verbohrte Ideologen, gedankenlose Schwätzer und weltfremde Schlafmützen stellen sich heute noch abseits. So ruft die Partei wieder die Volksgenossen auf. Bis in das letzte Dorf kommen ihre Redner und werden den schaffenden Menschen den Weg weisen, wie jeder an seinem Platz an dem großen Werk des Führers mitarbeiten kann. Jede Versammlung, die in diesen Tagen im Gau Westfalen=Nord stattfindet, bildet einen wichtigen Beitrag, das deutsche Volk zu einem Block zusammenzuschmieden, auf den sich der Führer und seine Männer stützen können, um das Aufbauwerk im Innern zu vollenden und die berechtigten Ansprüche der Nation vor der Welt zu vertreten. Gauleiter Dr. Meyer zu den Divisionskommandeuren der Wehrmacht. X Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer sprach am 19. Januar im Reichskriegsministerium in Berlin im Rahmen des 2. Nationalpolitischen Lahrganges der Wehrmacht zu den Divisionskommandeuren und Lehrern der Kriegsschulen und Kriegsakademien der drei Wehrmachtsteile über das Thema„Die Aufgaben eines Gauleiters und Reichsstatthalters“. Die Ausführungen des Gauleiters wurden mit großem Beifall aufgenommen Richtiges und Falsches über die Zellwolle. lägen, daß eine Garantie für die Waschbarkeit überhaupt kriegsminister und Generalfeldmarschall v. Blomberg wea.nmmoa?rnam 1 nicht übernommen werde, also auch bei sachgemäßem mit seiner Schwester, Fräulein Emma v. Blomberg Ein Kundfunkvortrag über den deutschen Spinnstoff. Berlin, 21. Januar. Der Leiter des Amtes für deutsche Roh= und Werkstoffe, Präsident Kehrl, der in den letzten drei Jahren die Großproduktion in Zellwolle ausbaute, nahm am Donnerstag Gelegenheit, um in einem Vortrag im Deutschlandsender den falschen und oft unsinnigen Ansichten über den deutschen Spinnstoff, die Zellwolle, entgegenzutreten. Er widerlegte zunächst den weitvetbreiteten Irrtum, daß es sich bei der Zellwolle um eine Art Noterfindung unserer Chemiker handele, die erst gemacht worden sei, als die bisher verwendeten Naturrohstoffe nicht mehr in gewohntem Umfange eingeführt werden konnten. Die grundlegenden Erfindungen, die zur Herstellung dieser Faser führten, seien bereits im vorigen Jahrhundert gemacht und eine Zellwolle ähnliche Faser bereits am Ende des Krieges hergestellt worden. Seitdem sei in beinahe 20 Jahren unermüdlich an der Vervollständigung der Verfahren und der Verbesserung des Erzeugnisses erfolgreich gearbeitet worden. Wenn Zellwolle— früher bekannt unter der Phantasiefabrikmarke„Vistra“— bisher nicht in so großem Umfange erzeugt worden sei, so habe das nicht etwa an mangelnder Qualität, sondern im wesentlichen am Preise gelegen, denn die Zellwolle habe in den kleinen Mengen, in denen sie früher erzeugt worden sei, wesentlich mehr gekostet als die Naturrohstoffe. Erst als die Regierung vor drei Jahren beschlossen habe, die Produktionsmenge so gewaltig auszudehnen, sei durch die damit stark verbilligte Erzeugung ein Preis ermöglicht worden, der unter dem der Wolle und nicht viel über dem der Baumwolle liege. Gegenüber den Naturrohstoffen habe die chemisch hergestellte Faser den Vorteil, daß für beinahe jeden bestimmten Verwendungszweck eine besondere Zeuwolle entwickelt werden könne. Es gebe oder werde bald geben Zellwollesorten für Wäsche und für Trikotagen, für Damenkleiderstoffe und für Möbelstoffe oder Vorhänge, für Herrenanzüge oder Mäntel und wieder ganz andere für Teppiche. Mit einigen Zahlen zeigte der Vortragende die Rolle auf, die die Zellwolle in der deutschen Bekleidungswirtschaft heute schon spiele. Im Jahre 1934 seien etwa acht Millionen Kilo Zellwolle erzeugt worden, wovon schon damals ein großer Teil exportiert worden sei. Die heutige Leistunasfähigkeit der Zellwolle=Industrie betrage 150 Millionen Kilo im Jahre, das entspreche etwa einem Drittel unseres früheren Bedarfs an Wolle und Baumwolle und etwa einem für die entsprechende Einfuhr benötigten Devisenbetrage von 250 Millionen RM. Diese entweder in Mischung mit Baumwolle oder Wolle, oder rein verarbeiteten Erzeugnisse hätten sich fast alle hervorragend bewährt. Das beweist allein die Tatsache, daß seit mehr als zehn Jahren Zellwolle=Erzeugnisse gekauft, getragen und immer wieder nachverlangt würden. Erst als das Rohstoffprogramm der Regierung proklamiert worden sei, habe eine Art„Rohstoffpsychose“ eingesetzt. Viele hatten vielleicht Angst, es könne sich um ähnliche Ersatzstoffe handeln, wie wir sie im Weltkrieg kennengelernt haben. Nur wenige wissen, Abschließend nahm Präsident Kehrl zu den Gerüchten Stellung, Zellwolle vertrage das Kochen nicht. Das sei natürlich vollkommener Unsinn. Alle Ware, die oft und viel gewaschen werden müsse, wie z. B. Gebrauchstischwäsche, Bettwäsche usw. könne gekocht werden, ohne daß sie Schaden leide. Es sei zwar richtig, daß Zellwolle im nassen Zustande ebenso haltbar sei wie Wolle, aber nicht— oder vielmehr noch nicht— ebenso haltbar wie Baumwolle. Solange das noch der Fall sei, dürfen stark in der Wäsche strapazierte Stoffe nur mit so viel Zellwolle hergestellt werden, daß irgendeine Verminderung der Warenqualität ausgeschlossen sei. Kein Einzelhändler, der von einem zuverlässigen Fabrikanten kauft, braucht Befürchtungen in dieser Hinsicht zu haben. Und wenn kürzlich durch den Reichsausschuß für volkswirtschaftliche Aufklärung Waschvorschriften herausgegeben worden seien, so hätten sie mit Rohstoffen überhaupt, oder Zellwolle im besonderen, nicht zu tun. Sie seien vielmehr unter dem Motto herausgegeben worden:„Kampf dem Verderb!“ Es soll dafür gesorgt werden, daß alle Wäschestücke, auch die aus Baumwolle oder Leinen, so vernünftig und schonend behandelt würden, wie es nach Art der Qualität notwendig sei. Wenn trotzdem angeblich bei Wäsche hier oder da Zettel beiWaschen nicht, so sei das nur ein Beweis dafür, daßder betreffende Fabrikant sich jeder Verantwortung entziehen wolle, die er normalerweise für sein Erzeugnis zu übernehmen habe. Zum Schluß fordert der Redner die Hörer auf, sich nicht an dem dummen Geschwätz und der Verbreitung sensationeller Märchen, die von Böswilligen erfunden werden, um Beunruhigung zu verbreiten, zu beteiligen. Kein guter Deutscher sollte über ein Produkt schlecht reden, das eine Glanzleistung unserer Chemie und unserer Technik darstellt, das eine Ursache des Stolzes für jeden Deutschen sein kann, und das den Beweis für deutsche Fähigkeit und deutsche Erfindungsgabe in immer zunehmendem Maße in der ganzen Welt erbringen wird, ein Produkt, das sogar auf der Pariser Weltausstellung mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde und dem heute schon Millionen deutscher Arbeiter ein ausreichendes Einkommen verdanken, die ohne die deutsche Zellwolle zu unerträglicher Kurzarbeit gezwungen wären, Jeder, ob Verbraucher, Verkäufer oder Fabrikant sollte seine Ehre daran setzen, mitzuarbeiten an der Verbreitung eines Rohstoffes, der einen wesentlichen Anteil hat an der Erringung der deutschen Rohstoff=Freiheit. Die Schlacht bei Teruel. Neue nationale Erfolge. DNB Salamanca, 20. Januar. daß Zellwolle in ungeheuer steigendem Maße im Auslande zur Aufnahme kommt, selbst in einem Lande wie Amerika, das in Baumwolle erstickt, und in dem trotzdem die Einfuhr an Zellwolle sich seit dem Jahre 1934 verhundertfacht hat. Die Aufnahme der Verarbeitung dieses Materials in großem Umfange mußte aus rein wirtschaftlichen Gründen in einem Tempo vorangetrieben werden, das unsere Textilindustrie aus früheren Jahren nicht gewohnt war. Manchen Textilbetrieben kam die Entwicklung etwas zu plötzlich, so daß vielleicht nicht alle Erzeugnisse, die auf dem Markt erschienen sind, den berechtigten Ansprüchen des Käufers immer genügt hätten. Das liegt dann aber meist nicht an der Zellwolle, denn nur der allerkleinste Teil von Beschwerden oder Bemängelungen hat in der Zellwolle selbst seine Ursache. Ehe Zellwolle in so großem Umfange hergestellt und in die Verarbeitung gebracht wurde, sind Tausende und aber Tausende von Versuchen unternommen worden, um die Gewißheit zu geben, daß dem Verbraucher ein Produkt geliefert wird, das allen berechtigten Ansprüchen genügt. Für jeden bedeutet die Zellwolle in Zurunft: Bessere und billigere Stoffe. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, daß die Zellwolle auf vielen Verwendungsgebieten rein verarbeiteter Wolle und Baumwolle qualitativ überlegen ist und Farben und Effekte ermöglicht, die früher nicht hätten erzielt werden können. Selbstverständliche Voraussetzung ist natürlich, daß die Stoffe sachgemäß hergestellt worden sind. Allen Verarbeitern sei eingeschärft worden, daß sie für die Waré, die sie herstellen, genau so verantwortlich sind und verantwortlich gemacht werden, wie irgendwann in früheren Zeiten. Es werde nicht zugelassen, daß der gute deutsche Rohstoff diskreditiert wird durch einige wenige Fabrikanten, die Ausreden für eigene Untüchtigkeit oder man gelnde satz zu steigern, die häufig minderwertiger herstellen, brauchswert zulässig ist. Gewissenhaftigkeit such steigern, die Waren le jen, oder die, um ihren Umeichter und loser, und damit als das für den GeWie der nationale Heeresbericht meldet, haben die nationalen Truppen in der Schlacht um Teruel neue große Erfolge errungen. In den Abschnitten Pedriza und Losilla haben die Bolschewisten Angriffe unternommen, die von den Nationalen blutig abgeschlagen wurden. Bei Losilla wurden die zurückflutenden Bolschewisten, die beim Angriff auch Tanks verwendet hatten, bis zum Alframba=Fluß verfolgt. Auch an anderen Punkten ist die nationale Angriffsfront bis zu diesem Fluß vorgeschoben worden. Unter den mehreren hundert bolschewistischen Gefangenen befindet sich auch der Kommandant der Muleton=Stellung. Das von den Nationalen erbeutete Kriegsmaterial ist sehr zahlreich. Die nationalen Flieger unterstützten weiterhin die Angriffe der nationalen Infanterie, sie versprengten bolschewistische Truppenansammlungen und brachten den Sowjetspaniern hohe Verluste bei. Der Frontberichterstatter des nationalen Hauptquartiers meldet ergänzend, daß die nationalen Truppen nach dem Zusammenbruch des bolschewistischen Gegenangriffs im Muleton=Gebiet den Gegner bis nach Casa Miguel verfolgten und diesen Ort besetzten. Bei Casa Miguel wurden 50 Bolschewisten getötet und 50 gefangengenommen. Unter den wichtigen Stellungen, die am rechten Ufer des Alfambra=Flusses von den nationalen Truppen genommen wurden, befindet sich auch die Höhe 1000. Die Bahnlinie von Sagunto nach dem Minengebiet Ojas Negros liegt in einer Ausdehnung von mehreren Kilometern unter nationalem. Feuer. In diesem Abschnitt erbeuteten die Truppen Francos zwei sowjetrussische Tanks und machten 40 Gefangene. Weiter südlich besetzten sie den Gutshof Chantre Masia, wo die Bolschewisten eine Batterie in Stellung gebracht hatten. Schließlich worden. ist auch der Flecken San Simon genommen Der Vormarsch geht weiter. DNB Salamanca, 20. Januar. Der vierte Tag der neuen nationalen Gegenoffensive vor Teruel brachte den Soldaten Francos, die in einem etwa 15 Kilometer breiten Gürtel mit Erfolg kämpften, zahlreiche Verbesserungen ihrer Stellungen. Die Truppen besetzten während ihres Vorrückens die Ortschaft Torajada, die am Ufer des Alfambra=Flusses, acht Kilometer nordöstlich von Treuel, liegt. Das Dorf war von den Bolschewisten bei ihrem Abzug völlig verwüstet worden. Weiter erreichten die nationalen Truppen die Stellungen am nördlichen Stadtrand, die nur 800 Meter von der Santa BarbaraPosition der Bolschewisten entfernt sind. Den ganzen Tag bombardierten die nationalen Flieger die Mansuecho=Stellung, die in der Nähe von Teruel liegt und als stärkste bolschewistische Sicherung gegen einen nationalen Durchbruch in das Hinterland gilt. Angriffe des Gegners im Abschnitt von Muleton sind gescheitert, seine Verluste außerordentlich groß. Die nationale Kriegsbeute der letzten Tage enthält u. a. 200 dem Gegner abgenommene Maschinengewehre. Die Gefangenen sagen aus, daß in den Ortschaften hinter der Front Tausende von Verwundeten untergebracht sind und zum Teil in Kirchen, die in Lazarette umgewandelt wurden, auf den Abtransport warten. Die Rücknahme der Verwundeten stößt infolge des Benzinmangels auf zahlreiche Schwierigkeiten. Wie es heißt, sind einige Autos mit Verletzten auf dem Wege nach Valencia auf der Straße liegen geblieben. In Teruel selbst sind zahlreiche Feuerherde sichtbar, die darauf hindeuten, daß die Bolschewisten in der Stadt Sprengungen vorgenommen haben. Aufgaben und Aussichten des Honsakanals. Hansakanal, Staatlichen Vorarbeitsamt Det bezeicht Reichswasserstraßenverwaltung Sinne des Vierjahresplanes anerkannt. Durch die Ausnet „der schon seit längerer Zeit von dem in Verden a. A. als bauwürworden war, wurde jetzt auch von der als dringlicher Bau im führung seines nördlichen Teils von der Weser bis zum Hamburger Hafen geht endlich ein seit Jahrhunderten in ähnlicher Form propagierter Plan in Erfüllung. Daß früher solchen Planungen hauptsächlich der Gedanke einer Verbindung des Rheines und seiner Einflußgebiete mit der deutschen Nordseeküste zugrunde lag, ist verständlich weil einmal die Rheinmündungen nicht in deutschem Besitz waren, und weil ferner in dem eisenbahnlosen Zeitalter nur an eine Wasserverbindung gedacht werden konnte, wenn ein Verkehrsweg auf billige Weise einen umfangreichen Verkehr schaffen und befriedigen sollte. Zweifellos spielte dabei auch die Erwägung eine Rolle, dulch die Querverbindung unserer Flüsse auf die einfachste Weise ein Verkehrsnetz mit stark erweiterter Betätigungsmöglichkeit schaffen zu können. Dafür, daß nun im Zeitalter der Eisenbahn und der hochentwickelten Verkehrstechnik erneut die frühere Planung des Kanalprojektes aufgegriffen und zur Ausführung freigegeben wurde, sprechen manche überzeugende Gründe. Das rheinisch-westfälische Industriegebiet hat sich in dem engen Raum an der Ruhr in Der künftige Luftschiffverkehr Die deutsche Luftschiffahrt Angelegenheit des nationalen Ansehens. :: Frankfurt=Main, 20. Januar. Am Mittwochabend hielt Oberst Breithaupt vom Reichsluftfahrtministerium in der Frankfurter G sellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft ein und Ge. einen Vortrag über die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Luftschiffverkehrs neben dem Flugzeug und dem Dampfer unter besonderer Berücksichtigung einer Verwenvung des Heliumgases. Der Vortragende kam zunächst auf die Katastrophe des Luftschiffes„Hindenburg“ zu sprechen und wies auf das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen Untersuchung der Kommission zur Feststellung der Katastrophenursache hin. Bis zur Katastrophe von Lakehurst sei in keinem deutschen Verkehrsluftschiff ein Passagier ums Leben gekommen oder auch nur verletzt worden. Es sei daher auch nicht verwunderlich, wenn das„Hindenburg“=Unglück den Entschluß-zum Weiterbauen nicht erschüttern konnte. Er habe vielmehr das klare „Dennoch“ des Reichsministers der Luftfahrt unterstrichen, der damit seinen Willen zur Fortführung des Luftschiffverkehrs mit Helium als Traggas bekundet habe. Nun gehe der LZ 130 seiner Vollendung entgegen, und LZ 131 sei bereits in Auftrag gegeben worden. Auf dem Frankfurter Luftschiffhafen werde eine zweite Verkehrshalle im laufenden Jahr fertiggestellt sein. Auf die Frage der Verwendung des Helium=Gases eingehend, verwarf der Redner die ursprüngliche Absicht, mit einem mit Wasserstoff gefüllten Luftschiff nach Lakehurst zu fahren, das Gas dort abzusaugen und durch Helium zu ersetzen. Das verbiete sich ans grundsätzlichen Erwägungen. Das Helium müsse vom Erzeugungsort in Texas auf dem LandSeewege in eigens hierzu hergestellten Stahlflaschen nach Frankfurt=Main befördert werden. Sobald diese Möglichkeit geschaffen sei, werde der Luftschiffverkehr wieder aufgenommen werden. Das Luftschiff erreiche zwar nicht die Geschwindigkeit der Flugzeuge. Die Grenze seiner Geschwindigkeit liege heute etwa bei 150 bis 160 Stundenkilometern. Doch seien die Annehmlichkeiten der Reise, und vor allem das Verschontbleiben von der Seekrankheit ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Oberst Breithaupt zog dann einen Vergleich zwischen dem Schnelldampfer und dem Luftschiff und untersuchie die wirtschaftlichen Erfolgsmöglichkeiten beider Verkehrsarten. Er kam dabei zu dem Schluß, daß bei geschickter Abstimmung der Tarife und Fahrzeiten sowohl der Dampfer wie auch das Luftschiff aus der Verkehrsentwicklung Nutzen ziehen würden. Abschließend ging Oberst Breithaupt auf grundsätzliche Fragen des Luftschiffbetriebes unter besonderer Verwendung von Helium ein. In Zukunft könne der Luftschiffverkehr nur mit Helium durchgeführt werden. Es müsse daher mit allen Mitteln versucht werden, Helium auch in europäischen Erdgasquellen zu erschließen. Gelinge es ferner, den Gestehungspreis des Heliums auf ein wirtschaftlich tragbares Maß zu senken, so werde der Anreiz für eine Inbetriebnahme von Luftschiffen auch in anderen Ländern steigen. Für Deutschland sei der Luftschiffverkehr eine Angelegenheit des nationalen Ansehens geworden. Die Aussicht auf Rentabilität aber werde immer die notwendige Voraussetzung für jedes auf privatwirtschaftlicher Grundlage arbeitenden Verkehrsunternehmens bleiben. Deshalb müsse eine Verbilligung der Betriebskosten vor allem durch Herabsetzung des Heliumpreises, durch Schaffung, eines ökonomisch arbeitenden Ballastgewinners und einer Vorwärmungsanlage sowie durch Verfeinerung der Fahrtechnik angestrebt werden. der Nähe des Rheines zu seiner gewaltigen Größe entwickelt, aber es hat weder mit seiner Kohle noch mit seinen industriellen Erzeugnissen für die deutschen Tore zum Welthandel an der Nord= und Ostsee die Bedeutung gewinnen können, die heute mehr denn je erwünscht ist. Die eigene Kohle konnte nicht so billig zur Küste geliefert werden, wie die englische. Ohne die Bedeutung des Rheines als Verkehrsstraße für das Industriegebiet nennenswert zu beeinträchtigen, soll der Hansakanal dazu dienen, den Verbrauch an eigener Kohle in den deutschen Seehäfen zu steigern und die Exportwaren auf den Auslandsmärkten konkurrenzfähiger zu machen. Die Eisenbahn ist hierfür wegen der Umschlagsverhältnisse im Hamburger Hafen nicht so gut geeignet wie der Kanal. Außerdem ist der Kanal dazu bestimmt, dezentralisierend zu wirken, indem er den Anliegern günstigen Verkehrsanschluß bietet und die zwischen dem Industriegebiet und der Nordseeküste liegenden bisher ungenutzten Landflächen mit einer Größe von etwa 60 000 Hektar wirtschaftlich zu erschließen. Das Industriegebiet besitzt noch keinen Schiffahrtsweg zur Küste, der den neuzeitlichen Ansprüchen genügt. Der Küstenkanal ist nur für das 600=Tonnen=Schiff gebaut. Der Dortmund—Ems=Kanal befindet sich für das 1500=Tonnen=Schiff erst im Ausbau. Der Umwea Mittéllandkanal— Weser kommt erst als vollschiffige Wasserstraße in Frage, wenn in etwa vier Jahren das Kanalstück zwischen Ems und Weser für das 1000=Tonnen=Schiff fertiggestellt, die Weserkanalisierung vollendet und der erste Teil des Hansakanals zwischen Weser und Hamburger Hafen gebaut sein wird. Man darf daher hoffen, daß auch das südliche Stück des Hansakanals möglichst in nicht ferner Zeit in Angriff genommen wird, damit der kürzeste und deshalb billigste Weg von unserer Industrie zu unseren Seehäfen den Verkehr neu stärken kann. Wenn die recht gute Wirtschaftlichkeit des Hansakanals auch für das 1000=Tonnen=Schiff berechnet ist, so darf sie bei einem Ansteigen des deutschen Verkehrsumfangs in dem bisherigen Maße und nach voller Auswirkung des Vierjahresplanes auch wohl für das 1500Tonnen=Schiff erwartet werden. Fernand de Brinon in Berlin. DNB Berlin. 20. Januar. ist Fernand de aris in Berlin ein. Der bekannte französische Brinon traf heute vormittag aus Sein Gastgeber, Reichsjugendführer Baldur von Schirach begrüßte ihn auf dem Bahnhof Friedrichstraße aufs herzlichste. Unter den Klängen der Marseillaise und des Deutschlandliødes, gespielt von einer HI=Kapelle, schritt Fernand de Brinon eine Ehrenformation der Hitlerjugend ab. Am Mittag gab Rei Reichsminister Dr. Frank für Fernand de Brinon und Baldur von Schirach in den Räumen der Akademie für Deutsches Recht ein Essen, an dem auch Reichsjustizminister Dr. Gürtner und der französische Geschäftsträger Botschaftsrat Lamarle teilnahmen. Der zur Zeit in Berlin weilende Vizepräsident des Comité Francaise=Allemagne, Fernand de Brinon, wurde am Donnerstagnachmittag vom Ministerpräsidenten Generaloberst Göring empfangen. Beisetzung der Mutter des Reichskriegsministers. !! Eberswalde, 20. Januar. Unter großer Beteiligung wurde am Donnerstagnachmittag die Mutter des Reichskriegsministers, Frau Emma v. Blomberg, auf dem Waldfriedhof von Eberswalde beigesetzt. Der Beerdigung ging eine Trauerfeier in der evangelischen St. Maria=MagdalenenKirche voraus, wo der Sarg aufgebahrt war. Reichsund mit seiner Gattin und seinen Kindern erschienen. Unteden zahlreichen Trauergästen sah man auch die Ober befehlshaber des Heeres und der Kriegsmarine, und al Vertreter des Oberbefehlshabers der Luftwaffe dienstlich in Berlin festgehalten war, den StaatssekretsSS=Gruppenführer Körner und den Adjutanten deOberbefehlshabers der Luftwaffe, Major Conrath. Nach der Feier in der Kirche erfolgte die Ueberführung der Toten zum Friedhof. Wehrmacht und Schujugend bildeten in den Straßen Spalier. Am legte Obergruppenführer Brückner im Auftrage de Führers einen herrlichen Kranz nieder. Das geich tat für den Stellvertreter des Führers ReichsamtsleitLeitgen. Auch die Reichsminister Dr. Goebbels Di Kerrl und Funk hatten Kränze gesandt. Rust, Nach ne Deutschl pischen O 10000 s im rhe hier eine 0 ländergrup im ganzen „Von Anfang bis Ende frei erfunden. französische Botschaft in Berlin dementiert eine Hetzmeldung. DNB Berlin, 20. Januar. Die bei der französischen Kabinettsbildung aufgetretenen Schwierigkeiten hatte United Preß zur Ausgabe folgender gegen Deutschland gerichteter Hetzmeldung benutzt: Der französische Botschafter in Berlin hat seiner Regie. rung berichtet, daß Deutschland einen neuen Schlag wie die seinerzeitige Besetzung des Rheinlandes vorbereitet Unterrichtete Stellen in Paris sagten, der Bericht des Botschafters sei sehr ernst gewesen und sei bekannt gewor den, kurz nachdem Chautemps endlich ein neues Kabj gebildet hatte.— Die„Washington Post“ bringt ve Meldung unter der Uebexschrift:„Frankreich befürchtet neuen Grenzstreich der Nazis“. Wie die französische Botschaft in Berlin dazu mitteilt, ist sie ermächtigt, amtlich zu erklären, daß dies Sensationsmeldung von Anfang bis Ende frei erfunden ist. Die im peitaus 9 Ungarn ge i gebiete sin die Städte unter der vertreten; Anzahl Kroaten. Etwa i angelockt d wischen 5 n Laufe ter entspi ntwicklun fürst Hohenberg entschuldigt sich bei Botschafter von Papen. rung ihren rung jug Ruhrgebie Die sozi im Ruhro mit der 9 alle Hände falsti Slor Ruhrgebie Deutschlan sammenbri Hol zu DNB Wien, 20. Januar. 17 Uhr erschien Fürst Ernst Am Donnerstag um enberg bei Botschafter von Papen, um ihm itten, der Reichsregierung sein tiefes Bedauern über den Vorfall der Zertrümmerung eines Hoheitsschildes des Reiches zum Ausdruck zu bringen r fügte dieser Erklärung hinzu, der Vorfall habe keinerlei Demonstration gegen das nationalsozialistischDeutschland beinhalten wollen. Diese Mitteilung ist u die Reichsregierung weitergeleitet worden. Eine grundsätzlich wichtige Entscheidung. Verurteilung eines österreichischen Nationalsozialisten. DNB Wien, 20. Januar. tzungszei slawen nic von Nordvermögend über die verfügten, Kriege me fragen erf trafttreten schriften H zeichneten tischen schen Arbe beitern in inländische dieser Art Jugoslawe dieses So leuchtet ei ziger und inzwischen Jugoslawe Eine grundsätzlich wichtige Entscheidung bezüglich der Auswirkung der nach dem Juli=Abkommen erlassenen Amnestie hat das Kreisgericht der steiermärkischen Stadt fällt Das Leoben gefällt. Mehrere Nationalsozialisten waren dort wegen politischer Betätigung angeklagt, die bereits vor dem 11. Jul 1936 erfolgt war. Die Verteidigung vertrat den Standpunkt, daß in dem Nachtragsübereinkommen zum Staatsvertraa vom 11. Juli zwischen Deutschland und Oesterreich dieses sich verpflichtet hätte, alle Delikte wegen nationalsozialistischer Betätigung zu amnestieren. Gericht müsse daher die Angeklagten freisprechen. Das Gericht holte nun ein Gutachten des Bundeskanzleramtes ein, in dem erklärt wurde, daß eine allgemeine Amnestie nicht vereinbart worden sei, sondern daß sich die österreichische Regierung nur verpflichtet hätte, Amnestierungen in einzelnen jeweils gesondert zu überprüfenden Fällen zu gewähren. Der Hauptangeklagt wurde daraufhin zu sechs Monaten Arrest verurtetlt. Mehrere andere Beklagte wurden mangels an Beweisen freigesprochen. de Valera verließ London. Die englisch-irischen Verhandlungen vertagt. E London, 20. Januar. Der erste Abschnitt der englisch-irischen Besprechungen wurde am Mittwochabend abgeschlossen. Die weiteren Verhandlungen sind auf vier bis sechs Wochen vertagt worden. In der Zwischenzeit würden Sach verständige der beiden Länder Finanz- und Handelsfragen prüfen. Irlands Ministerpräsident d Valera verließ am Donnerstag London, nachdem er am Abend vorher noch eine einstündige Unterredung mit dem Dominionminister MacDonald hatte. Die„Times“ erklärt, man wisse jetzt, daß beidSeiten die Wiederaufnahme der Verhandlungen einem baldmöglichen Zeitpunkt wünschten, und Den Alter der„Westf chenin? hohen Alt zeiten, di Ruhrgebie etwas gefe diesen Fest Kenner J. Die„2 zwanzig I erstandene hundert I kämpft ha den Nacht Im übrige Die„Alte Seite Tag die Söhne der Slowe funden, so dem Ranz Vaterland Mutterspr Die in reges 2 sprache, H werden. den heuti in Deutsch zu das tpuni allein sei ein gutes Vorzeichen für die Zukunft. Wenn man die gesteckten Ziele erreichen könne, so werde dieein Erfolg sein, der die englisch=irische Freundschaft fördern und auch einen günstigen Einfluß auf die Beziehungen der Irländer unter sich haben würde „Daily Telegraph“ hebt hervor, daß die am Mittwoch abgeschlossenen Besprechungen in einer Atmosphäre des Optimismus vertagt worden seien. Es sei anzunehmen, daß man die Verhandlungen erst wieder aufnehmen würde, wenn die Erregung über die nordirischen Wahlen sich gelegt habe. „Daily Mail" hält an ihrem alten Standpunkt ses und bleibt auch am Donnerstag dabei, daß die be sprechungen in einer Sackgasse geendigt hätten In englischen Regierungskreisen sei man enttäuscht darüber, daß in der Frage der Verteidigung noch keine Einigung erzielt worden sei. § 2o 5) Und se die den 9 und trat dem alter Er trug sich nicht in das Gästebuch von Buckingham ein. DNB London, 20. Januar. Die„Irish Independence“ verzeichnet die Tatsache, daß de Valera von dem üblichen Brauch der Ministerpräsidenten der Dominien, bei Besuchen in London sich in das Gästebuch des Buckingham=Palastes einzutragen, keine Anwendung gemacht habe. In Dublin wurde von Regierungsseite dazu erklärt, daß des Valeras Stellung von der anderer Ministerpräsidenten des britischen Weltreiches verschieden e, da er seit Inkrafttreten der neuen Verfassung Irlands Kanzler und Souverän eines unabhanhängigen Staates sei. Das Parlament von Alster aufgelöst. DNB London, 20. Januar. Die Auflösungsverordnung für das Varlament von Ulster wurde am Mittwoch nach einer Sitzung des Geheimen Staatsrates vom Gouverneut Nordirlands unterzeichnet. „Ich 1 rain und Der a zogenes( tut nichts mit nachd Trude sie war n hinausseh Fenster v. and kalt. Bergen se sich wirkl sich irgen Pension e etholen! „Viell alte Herr „Für Ta teresse." Er spi zelnen W lich wår „Dank schrift. bunden g nis, und ermüdet „Oh!" wieder n Blomberg ud schienen. Untauch die Ober. marine, und a. Luftwaffe, der Adjutanten deConrath. Igte die Uebernacht und Schulr. Am Gro uftrage des r. Das glei Reichsamtsleite Goebbels, Rus de frei n dementiert 20. Januar. ldung aufgetreß zur Ausgabe Hetzmeldung be40000 Jugoslawen im Ruhrgebiet. Die„Westfalski Slowenci". Nach neuesten amtlichen Unterlagen sind im Westen deutschland., im Bereich des Königlich=JugoslaZüchen Generalkonsulats Düsseldorf insgesamt rund ooo jugoslawische Staatsbürger anlig. Diese 40 000 Jugoslawen wohnen fast ausnahmsim rheinisch=westfälischen Industriegebiet und stellen eine der stärksten und zugleich auch wichtigsten Aussöndergruppen im ganzen Reichsgebiet dar. Nirgendwo ganzen Reich lebt eine ähnlich große Zahl von jugosowischen Staatsbürgern. die im Ruhrgebiet lebenden Jugoslawen stammen zum weitaus größten Teil aus dem bis 1918 zu OesterreichUngarn gehorenden Slowenien, und zwar aus dem zetigen Save=Banat; die hauptsächlichsten Herkunftschiete sind das Bergbaugebiet von Trbovlje(Trifal), Städte und Dörfer von Ober= und Unterkrain, Unterseiermark usw. Die übrigen jugoslawischen Stämme sind inter den westdeutschen Jugoslawen erheblich seltener ertreten; immerhin gibt es auch im Ruhrgebiet eine Serben, Serbisch=Mazedonier, Bosniaken und Kroaten. Etwa in den Jahren 1884—1886 kamen die ersten Einaus dem jetzigen Jugoslawien ins Ruhrgebiet, ngelockt durch den gewaltigen bergbaulichen Aufschwung wischen Hamm und Duisburg. Es handelt sich fast ausum Arbeitskräfte, die im Bergbau unterkamen. ang wischen hließlich In Laufe der Zeit wurden die jugoslawischen Einwandeentsprechend der weiterschreitenden bergbaulichen ter kreich befürchtet rlin dazu mitaren, daß diese frei 3 Ende gt sich bei den. 20. Januar. en Fürst Ernft pen, um ihm tiefes Bemmerung eines ick zu bringen Vorfall habe onalsozialistische tteilung ist w n. vichtige National„20. Januar. g bezüglich der men erlassenen tärkischen Stadt t wegen politior dem 11. Juli rat den Standn zum Staatsnd und OesterDelikte wegen testieren. Das drechen. 1 des Bundesdaß eine allgeei, sondern daß epflichtet hätte, indert zu überhauptangeklagte Arrest verurden mangels at seiner Regieuen Schlag wie des vorbereitet der Bericht des neue Kohimnasig. Vor etwa dreißig Jahren fand die Hauptzuwandeost' bringt s.. ung ihren Abschluß. Die Zahl der Zu= und Rückwandeung jugoslawischer Staatsangehöriger zwischen dem Ruhrgebiet und Jugoslawien hält sich seitdem die Waage. Die soziale Lage der Jugoslawen war nach dem Kriege im Ruhrgebiet nicht gerade rosig. Ihr Vaterland hatte mit der Neuordnung und dem Neuaufbau des Staates alle Hände voll zu tun, sodaß es sich kaum um die„Westfalski Slowenci"— so nennt man in Jugoslawien die im Ruhrgebiet wohnenden Jugoslawen— bekümmern konnte. Deutschland selbst mußte durch die Zeit des eigenen Zuammenbruches gehen, wozu für den Westen noch die Beatzungszeit kam. Da im übrigen die Ruhrgebiet=Jugolawen nicht(wie etwa ihre in den Vereinigten Staaten von Nordamerika lebenden Landsleute) über besonders vermögende Männer aus den eigenen Reihen und damit über die Möglichkeit einer gegenseitigen sozialen Hilfe verfügten, machten sie in den ersten Jahren nach dem Kriege manche Ungelegenheiten durch. All diese Sozialfragen erfuhren eine entscheidende Klärung mit dem Intrafttreten des am 1. November 1929 mit den Unterschriften Hindenburgs und König Alexanders I. unterzeichneten deutsch-jugoslawischen sozialpolitischen Gegenseitigkeitsvertrages der deutschen Arbeitern in Jugoslawien und jugoslawischen Arbeitern in Deutschland soziale Gleichberechtigung mit den inländischen Arbeitern sicherte. Es war der erste Vertrag dieser Art zwischen zwei Ländern; er hat in den nachfolgenden Jahren vielfach Schule gemacht. Die Zahl Jugoslawen, die sich im Ruhrgebiet seit Jahren im Genuß dieses Sozialvertrages befinden, ist nicht gering; das leuchtet ein, wenn man daran denkt, daß die in den achtziger und neunziger Jahren eingewanderten Jugoslawen inzwischen längst im Invalidenalter stehen. Und unsere Jugoslawen werden alt! Die Zahl der Siebzig= und Achtzigjährigen unter ihnen ist verhältnismäßig groß. Den Altersrekord unter ihnen hält als eine Art Ahnfrau der„Westfalski Slowenci“ ein 93jähriges Mütterchen in Brambauer. Ebenso bemerkenswert wie die hohen Alterszahlen ist die Menge der goldenen Hochzeiten, die bereits in der jugoslawischen Kolonie des rgebiets gefeiert worden sind. Wenn übrigens so etwas gefeiert wird, dann auch gleich gründlich! Und bei diesen Festen herrscht die gleiche Fröhlichkeit, wie sie jeder Kenner Jugoslawiens in ihrem Heimatlande selbst erlebt. Die„Westfalski Slowenci“ lieben ihr vor nun fast zwanzig Jahren aus den Trümmern des Weltkrieges auferstandenes Vaterland, um das ihre Vorfahren fünfhundert Jahre hindurch unter unermeßlichen Opfern gekämpft haben, über alles; diese Liebe gab ihnen auch in den Nachkriegs=Notjahren die Kraft zum Nichtverzagen. Im übrigen fühlen sie sich im„Kohlenpott“ wie zu Hause. Die„Alten“ haben mit den deutschen Kumpels Seite an Seite Tag für Tag im Pütt gearbeitet; nun stehen schon die Söhne auf dem gleichen Platz. Die zweite Generation der Slowenen hat natürlich auch ihre Slowenerinnen gefunden, sodaß nun auch schon die dritte Generation mit dem Ranzen in die Schule wandert. Liebe zu Heimat und Vaterland sorgen dafür, daß auch diese Kinder ihre Muttersprache lernen. Die im Ruhrgebiet lebenden Jugoslawen führen ein reges Verbandsleben, innerhalb dessen Heimatsprache, Heimatlied und Heimatbrauchtum eifrig gepflegt werden. Vor 15 Jahren gründete Pavel Bolha in Buer den heutigen Jugoslawischen Nationalen Zentralverband in Deutschland e. V., der seit einigen Jahren seinen Sitz in Essen hat. Diesem Verband angegliedert ist ein Jugoslawischer Nationaler Frauenzentralverband unter Führung von Frau Korent(Buer). Unter Führung von Josef Linditsch(Meerbeck) steht der auf konfessioneller Grundlage stehende Jugoslawische Nationale und Katholische Zentralverband. Der feste organisatorische Zusammenschluß der im Ruhrgebiet lebenden Jugoslawen hat es seit einigen Jahren möglich gemacht, alljährlich größere Sonderfahrten aus dem Ruhrgebiet nach Jugoslawien zu unternehmen. Im vorigen Sommer führten die genannten Verbände diese Feriensonderfahrt zum erstenmal gemeinschaftlich durch; auch eine große Zahl von deutschen Ferienreisenden nahm daran teil. Künftig sollen diese Jugoslawien=Züge aus dem Ruhrgebiet in dieser Weise allsommerlich im August durchgeführt werden(ähnlich den bekannten Ostpreußen= und Saar=Sonderzügen). Dieser„rege Zugverkehr“ zwischen dem Ruhrgebiet und Jugoslwavien ist im übrigen eines der vielen Beispiele dafür, wie aus der jugoslawischen Ruhrlandkolonie selbst heraus immer neue Beiträge zur Vertiefung der deutschjugoslawischen Freundschaftsbeziehungen geliefert werden. In der Erkenntnis des Wertes unmittelbarer Verbindung von Volk zu Volk wird die persönliche und menschliche Fühlungnahme auf dem Gebiet ich verdient gerade in diesen Tagen die Tatsache herausgestellt zu werden, daß aus der jugoslawischen Kolonie des Ruhrgebiets heraus 1933 wohl zum erstenmal von in Deutschland lebenden Ausländern die Stimme erhoben wurde gegen die im Ausland getriebene Greuelpropaganda gegen das nationalsozialistische Deutschland. Auf einer Nationalfeier des unter Leitung von Pavel Bolha(Essen) stehenden Jugoslawischen Nationalen Zentralverbandes, die im Sommer 1933 im Vest Recklinghausen stattfand, wurden durch den Tagungsleiter vor aller Oeffentlichkeit die Greuelmärchen über angebliche Ausländerverfolgungen entschieden zurückgewiesen unter gleichzeitiger, freimütiger Bekundung ehrlicher Sympathien mit dem neuen Deutschland. Der Vollständigkeit halber sei in diesem Zusammenhang vermerkt, daß die oben erwähnten, amtlich anerkannten jugoslawischen Verbände des Ruhrgebietes auch satzungsmäßig ihre Mitglieder auf die Pflege der guten Beziehungen zum deutschen Gastlande und damit auf eine positive Haltung gegenüber dem neuen Reiche Adolf Hitlers verpflichtet haben. Schon oft war in den letzten Jahren gerade das Ruhrgebiet Besuchsziel bedeutender jugoslawischer Persönlichkeiten. Die Reihe dieser Besuche hat nun ihre Krönung durch den Besuch des jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch in jenem westdeutschen Landstrich erfahren, in dem die meisten der in Deutschland lebenden Jugoslawen Brot und Arbeit gefunden haben. Tolle Betrugsoffüre in Paris. Gauner mißbrauchte Offiziersuniform, inspizierte Truppenteile, verlieh Orden und fälschte Formulare der Bank von Frankreich. ondon. n vertagt. 20. Januar. Besprechungen Die weiteren chs Wochen würden Sac=und Hanerpräsident de nachdem er am edung mit dem t. daß beide andlungen zu n, und das ukunft. Wenn so werde dies e Freundschaft auf die Bevürde. am Mittwoch tmosphäre i anzunehmen, er aufnehmen rischen Wahlen Das Ende einer„hoffnungsvollen Karriere". DNB Paris, 20. Januar. In Paris hat man einen fünfmal wegen Betruges vorbestraften Mann verhaftet, der sich in der widerrechtlich erworbenen Uniformeines Majors unglaubliche Dreistigkeiten erlaubte. Es handelt sich um einen 40 Jahre alten aus Paris gebürtigen Mann, der sich auf noch nicht geklärte Weise echte Vordrucke von Offiziersausweispapieren sowie Briefpapier mit dem Aufdruck des Kriegsministeriums zu beschaffen gewußt hatte. Mit Hilfe dieser falschen Papiere und angetan mit einer schönen Uniform betätigte sich dieser„Artillerieoffizier(der während seiner betrügerischen Offizierslaufbahn zuerst als Hauptmann aufgetreten war und sich nach geraumer Zeit dann selbst zum Major beförderte) in Paris und Umgebung. Er trug mehrere Orden und Ehrenzeichen zur Uniform und trat sehr bestimmt auf, besichtigte alte Forts um Paris, deren militärische Bedeutung sich zumeist auf die eines Munitionsdepots beschränkte, ließ sich Meldung erstatten, kostete die Suppe, machte sich anheischig, Leute, die an ihn herantraten, die Versetzung zu anderen Truppenteilen zu ermöglichen, nahm sogar in einem Falle vor einer angetretenen Gendarmerieabteilung die Verleihung des Ordens der Ehrenlegion an einen Vorortsbürgermeister vor. Bei einer„Dienstreise“ nach Fontainebleau erwies sich dieser„Major vom Generalstab“ als Artilleriespezialist, eschütze, ein Kalibers, die denn er ordnete an, daß zwei Ge Langrohrgeschütz und eine Kanone kleineren er anscheinend nicht recht in Ordnung befand, an die französische Kanonenfabrik Creuzot zwecks Einschmelzung zurückgeschickt werden sollten. Der falsche Major verfehlte es auch nicht, sich stets in den Dienstbüchern der von ihm besichtigten Truppen und Gendarmerieabteilungen einzutragen. Seine Empfehlungen für Beförderungen und Versetzungen sollen sogar zum Teil tatsächlich geglückt sein. Aufgefallen ist der falsche Major schließlich nur, weil er zu leutselig allzu oft ein Glas Rotwein am Ausschank kleiner Wirtschaften nahm. Man brachte ihn schließlich zum Polizeikommissariat, wo er selbstverständlich mit großen Gesten den Entrüsteten spielte, bis sich herausstellte, daß der Stempel auf dem echten Offiziersausweisformular, das er mit seinem Majorbild geschmückt hatte, nur aus dem Abdruck eines alten 10=Centimesstückes bestand. Auch telefonische Nachfragen bei den Pariser Militärbehörden zeigten, daß es einen Major des betreffenden Namens in diesem Befehlsbereich gar nicht gab. So bequemte sich denn der Betrüger zu einem Geständnis, und eine hoffnungsvolle Karriere war zu Ende. Eine Haussuchung in seiner Wohnung brachte übrigens noch Druckschriften und Formulare der Bank von Frankreich zutage, auf denen sich der„Herr Major“ selbst 845 000 Franken„avelwies". Auf Grund dieser „Unterlagen“ hatte er dann vertrauensselige Leute angepumpt. Immerhin scheint seine Tätigkeit ihm erlaubt zu haben, eine Freundin zu unterhalten, die man bei derHaussuchung in seiner Wohnung vorfand. Ein großer Tag des deutschen Films. Araufführung der Spitzenfilme„Arlaub auf Ehrenwort“ und„Flieger, Funker und Pioniere“. DNB Berlin, 20. Januar. Mittwoch' abend fand im Ufa=Palast am Zoo die festliche Uraufführung zweier neuer Filme statt, die zu den besten gezählt werden müssen, die die deutsche Filmindustrie bisher hervorgebracht hat. Der große Ufa=Tonfilm„Urlaub auf Ehrenwort“ unter der Spielleitung von Karl Ritter, der mit den höchsten Prädikaten„Staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll!“ ausgezeichnet worden ist, spielt in den letzten Wochen des Weltkrieges, als Saboteure und Deserteure bereits die deutschen Städte überschwemmen, als der Bolschewismus schon das Land verseucht. Der Gemeinschaftsgeist einer Truppe, das Gefühl der Kameradschaft, der Appell an Pflicht und Ehre des Soldaten, die sittliche Idee triumphieren noch einmal über alle Anfechtungen, denen die Mannschaften einer Kompagnie während eines kurzen Aufenthaltes in Berlin ausgesetzt sind. Der gewaltig packende Film wurde mit ungewöhnlich starkem Beifall aufgenommen. Im Vorprogramm erlebt auch der Ufa=Kulturfilm „Flieger, Funker und schnitt Pioniere“, ein Quernitt aus dem Aufbau der deutschen Luftwaffe, der in Zusammenarbeit mit dem Reichsluftfahrtministerium gedreht wurde, seine Uraufführung. Auch dieser wurde zu einem machtvollen Erfolg. Dieser Film, der die Prädikate„Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll“ erhalten hat, zeigt den täglichen harten und strengen Dienst der drei Gattungen der Luftwaffe sowie große Flugzeug= und Flakübungen. Der festlichen Vorführung wohnten zahlreiche Ehrengäste mit Reichsminister Dr. Goebbels an der Spitze bei. Man sah ferner Reichspressechef Dr. Dietrich, Staatssekretär Hanke, Polizeipräsident Graf Helldorf, Reichskulturwalter Hinkel, Emil Jannings sowie viele hohe Vertreter der Partei, der drei Wehrmachtsteile, der Reichs= und Staatsbehörden u. a. Vor dem Theater hatte sich eine dichte Menschenmenge angesammelt, die Dr. Goebbels bei seinem Erscheinen lebhaft begrüßte. Dr. Goebbels ehrt Regisseur Ritter. DNB Berlin, 20. Januar. Reichsminister Dr. Goebbels ließ Regisseur Karl Ritter sein Bild mit folgender Widmung überreichen:„Dem Regisseur Karl Ritter in dandbarer Anerkennung seiner vorbildlichen Pionierarbeit für den Mit seinem Baby heimgekehrt. Dieser Tage kehrte ein britischer Truppentransporter aus Indien nach England zurück. Dieser Sergeant trug höchst persönlich seinen zwei Monate alten Sohn in einem Körbchen von Bord an Land, nachdem das Schiff in Southampton angelegt hatte.(Scherl-M.) deutschen Film anläßlich des großen Erfolges seines Filmes„Urlaub auf Ehrenwort“. Die Gastspielreise des Preußischen Staatstheaters. Berlin, 20. Januar. Die Gastspielreise des Preußischen Staatstheaters, die am 24. Januar im Stadttheater Elbing mit der Aufführung von„Emilia Galotti“ in der bekannten Berliner Besetzung beginnt, wird ihre Fortsetzung in Oberschlesien finden. Am 30. Januar gastiert das Staatliche Schauspielhaus mit demselben Stück im Stadttheater Beuthen und am 31. Januar im Stadttheater Kattowitz in Polen. Nachener Lope=de=Dega=Uraufführung. unbekannte Geliebte". Kurz nachdem das Frankfurter Schauspielhaus die Komödie„Wenn Frauen keine Augen hätten" von Lope de Vega in Hans Schlegels Nachdichtung uraufgeführt hat, brachte auch das Aachener Stadttheater mit dem ebenfalls von Schlegel übersetzten Lustspiel„Die unbekannte Geliebte“ einen weiteren Beitrag zu der in jüngKenner und verständnisvolle Uebersetzer seiner Komödien, will ihm, dem lange als schablonenhaftem„Vielschreiber“ Unterschätztem, sogar den sonst Calderon vorbehaltenen Ehrentitel eines„spanischen Shakespeare“ zusprechen. Hier zwischen der früheren Unterschätzung und der als Reaktion sich ankündigenden Ueberbewertung das richtige Maß zu finden, dazu konnten die Erkenntnisse der Aachener Uraufführung manches beitragen. Gegenüber der lebensumfassenden Weite der Shakespeare=Komödien und der seelisch und sittlich vertiefteren Dramatik Calderons erscheint Lope doch begrenzter. Er ist Erztheatraliker; darin liegt bei ihm Eigenart, Stärke, Bedeutung und auch die heute noch unmittelbar wirksame Lebendigkeit, zugleich aber auch seine Grenzen. Auch das Lustspiel von der „unbekannten Geliebten“, das durch Schlegel eine sprachschöne Nachdichtung erfahren hat, lebt, wie die meisten Werke Lopes, in erster Linie vom komödiantischen Element des Theaterspiels, in dem sich dieser Zauberkünstler des Theaters als Dichter offenbart, und in seiner immer neu sich entzündenden Phantasie als das„Wunder der Natur“, als das ihn Cervantes schon pries. Die von Dr. Hannes Razum inszenierte Aachener Uraufführung ließ das Spiel auf der von Pilowski lustig bebauten Drehbühne, die im Sinne des altspanischen freudige Anerkennung und viel Beifall. Dr. Wolfgang Steinecke. 2 13e13233 NE-SCHNEE UND ERIDOLIN 8 Roman von Jl Müfschied. Copyright by Verlag Knorr& Hirth GmbH., München. Standpunkt fes daß die! ndigt hätten. an enttäuscht digung noch ch von 20. Januar. die Tatsache, der Ministern London sich n-Palastes icht habe. dazu erklärt, erer Ministerverschieden ei, ssung Irlands unabhänjelöst. 20. Januar. rdas Paroch nach einer Gouverneur 5) Und so stieß sie mit dem Ellbogen an eine ältere Dame, die den Nebenplatz innehatte und eben aufstehen wollte, und trat auch noch, als sie sich verwirrt entschuldigte, dem alten Herrn gegenüber auf den Fuß. „Ich bitte um Verzeihung,“ stammelte Trude Zumrain und ließ sich in ihre Ecke sinken. Der alte Herr glättete sein ein wenig schmerzverzegenes Gesicht und lächelte sie freundlich an.„Oh, es tut nichts!“ sagte er und betrachtete das junge Mädchen mit nachdenklichem Interesse. Trude nahm eine Zeitung und begann zu lesen. Aber sie war nicht recht bei der Sache, sie mußte immer wieder Ainaussehen in den lustigen Flockentanz, der vor dem Fenster vorbeiwirbelte. Das ganze Land war weiß, weiß kalt. Wie schrecklich würde es erst oben in den Bergen sein! Was war sie doch für eine Närrin, daß sie ich wirklich zu der Fahrt hatte bewegen lassen, anstatt ich irgendwo in Berlin in einer behaglichen kleinen Pension einzumieten und mit Nichtstun und Lesen sich zu erholen! „Vielleicht ziehen Sie eine Zeitschrift vor?“ fragte der alte Herr von gegenüber und reichte ihr eine Illustrierte. nan Tageszeitungen haben junge Damen ja kein InEr sprach langsam, mit deutlicher Betonung der einzelnen Worte und etwas fremdem Akzent. Wahrscheinlich war er Ausländer. „Danke!“ sagte Trude mechanisch und nahm die Zeitschrift. Dann fiel ihr ein, daß sie wohl zu kurz angedunden gewesen war gegenüber so freundlicher Besorgnis, und sie fügte hinzu:„Das Lesen während der Fahrt ermüdet mich immer ein wenig." „Oh!" sagte der alte Herr bedauernd und schaute sie wieder mit nachdenklicher Aufmerksamkeit an. Trude schloß ein wenig ärgerlich fest den Mund. Sicher hate der sich auch wieder über ihre Zahnlücke gewundert. Sollten sich doch alle wundern! „Habe ich Sie gekränkt?" fragte der alte Herr besorgt. Sie sehen mit einem Male so zornig aus!“ Trude lächelte, sie tat es mit geschlossenen Lippen, das gab ihrem Gesicht einen merkwürdigen starren Zug. „Durchaus nicht," sagte sie,„ich bin überhaupt nicht leicht zu kränken.“ Der alte Herr sah aus, als hätte er in dieser Hinsicht seine Zweifel, aber er war ein kluger und erfahrener alter Herr, er hielt es für besser, diese Zweifel nicht zu äußern.„Ich wollte auch, ich wäre erst da, sagte er, um anzudeuten, daß er Trudes Gereiztheit beim Ausblick auf eine lange Reise wohl begreife. „Und ich wollte, ich käme gar nicht an!“ fuhr es Trude heraus. Dann biß sie sich ärgerlich auf die Zunge. Sie kannte diesen Menschen doch gar nicht Der alte Herr beachtete auch ihren Ausruf nicht, wahrscheinlich hatte er ihren Aerger darüber bemerkt — ein taktvoller und angenehmer alter Herr, und ein guter Beobachter dazu. Er nickte ihr nur freundlich zu und lehnte sich dann in seine Ecke zurück. Trude erhob sich und ging in den Speisewagen. Sie war weder hungrig noch durstig, Gott bewahre, Aennchen hatte sie ja morgens richtig gemästet! Aber sicher würde es sie beruhigen, in den behaglichen Sesseln zu sitzen, mit irgend etwas Gutem vor sich, und sie hatte ja richtig schwören müssen, sich nichts zu versagen. Nach Aennchens Behauptung war ja genug Geld da. Nach mir die Sintflut!“ murmelte Trude und bestellte einen leichten Wein. Langsam trinkend dachte sie nach und schaute in das Schneetreiben neben sich. Eigentlich war es doch ganz eigenartig, was sie da vorhatte, den Winter auf einem hohen Berg, einem der höchsten im Schwarzwald zu verbringen. Wenn es auch scheußlich werden würde, es würde doch etwas sein, was sie noch nie erlebt hatte, und das war schon etwas. Trude trank und dachte nach, und je mehr sie trank und nachdachte, um so wahrscheinlicher schien es ihr, daß die Aufgabe eines Erlebnisses in der Hauptsache darin bestehe, neu zu sein. Als sie nach einer Stunde wieder auf ihren Eckplatz zurückkam— auch das was Freds Verdienst, er hatte beizeiten einen Eckplatz für sie besorgt— lag der alte Herr gegenüber leicht in seinen Sitz zurückgelehnt und schien zu schlafen. Nachdenklich musterte Trude jetzt ihrerseits sein Gesicht. Es war nichts Auffallendes daran, es war gepflegt und von einer ruhigen Heiterkeit. Höchstens hätte man sagen können, der Zug von Güte, der um die Mundwinkel lag, hebe es ein wenig aus der Masse heraus. Auch Trude lehnte sich zurück und schloß die Augen. Wirklich schlief sie ein wenig ein. Die Aufregungen wirkten noch sehr nach, ihre Nerven hielten nicht mehr stand, dazu kam noch der Wein. Es schien ihr im Halbschlaf, als fröre sie etwas, durch das Fenster kam Zugwind, aber dann wurde ihr plötzlich warm und behaglich, und sie sank tiefer in Schlaf. Erst in Halle wachte sie wieder auf. Das erste, was sie sah, war der freundlich auf sie gerichtete Blick des alten Herrn, das zweite die Decke, die man über ihre Knie und über die Fensterfugen gelegt hatte, wo sie wahrhaft meisterlich befestigt war. „Oh!" sagte sie halb erschreckt, halb mit einem warmen dankbaren Gefühl, und errötete ein wenig. „Haben Sie gut geschlafen?“ erkundigte sich der alte Herr lächelnd. „Sehr gut, danke. Wie liebenswürdig von Ihnen!“ Sie deutete auf die Decke. Der alte Herr lachte, es klang ordentlich jung, wenn auch ein bißchen heiser.„Einem alten Mann wie mir kann nichts Schöneres widerfahren, als wenn er eine schöne junge Dame betreuen darf!" sagte er.„Sie könnten ganz gut meine Tochter sein, und ich habe keine Tochter.“ Er nahm eine prächtige Orange aus einer Tüte, zerteilte sie ungemein zierlich, so daß sie wie eine aufblühende Rose auf ihrer Schale lag und reichte sie Trude.„Selbst mitgebracht von da, wo sie wachsen!“ sagte er. Trude sah sehnsüchtig aus und wog die schöne Frucht vorsichtig auf der Handfläche.„Dort ist es sicherlich schön warm jetzt!“ „Ziemlich. Darum freu' ich mich auch so auf den Winter hier.“ „Kann sich ein Mensch auf den Winter freuen?“ „Er kann. Wenn er sein halbes Leben nicht weit vom Aequator zugebracht hat, kann er das ausgezeichnet.“ „Von so weit kommen Sie her?“ „Aus Nord=Australien, jawohl.“ „Ach!“ sagte Trude und ließ die Apfelsine sinken. „Aber die ist doch nicht aus Australien?“ „Nein, die ist aus Süditalien.“ „Da möchte ich jetzt gerne sein!" sagte Trude träumerisch. „Vielleicht würden Sie schrecklich enttäuscht sein.“ „Sicherlich wäre es schöner als da, wo ich hinfahre.“ „Wo fahren Sie denn hin?“ „In den Schwarzwald. Auf einen gräulich hohen Berg. Das heißt, er ist vielleicht gar nicht so gräulich hoch, bloß mir kommt es so vor, weil ich im Winter dort wohnen soll." „Warum tun Sie es, wenn es Ihnen so schrecklich ist?“ „Alle Leute sagen, es sei gut für mich. Meiner Nerven wegen, wissen Sie. Ich habe nämlich schlechte Nerven, und das ist etwas Widerliches.“ „Das kann wohl sehr widerlich sein,“ bestätigte der alte Herr ernst,„dennoch bin ich Ihren Nerven dankbar. Sie bescheren mir eine angenehme Reisegesellschaft.“ „Wie selbstsüchtig doch alle Leute sind," seufzte Trude. „Besonders wenn sie alt werden! Das ist unser Vorrecht, eines von den wenigen, die wir Alten haben, sonst wären wir ja ganz verloren der Jugend gegenüber.“ Trude nahm ein Stück Orange, es schmeckte sehr gut. „Vielleicht darf man auch fragen, wohin Sie fahren? Das ist sicherlich viel interessanter als mein Reiseziel.“ „Warum soll das interessanter sein?“ „Weil ich bloß aus Berlin komme. Wohin kann ich schon groß fahren? Auf einen kalten Berg! Aber jemand, der aus Australien kommt, muß doch ein ganz besonderes Ziel haben.“ „Es sind, wie Sie vielleicht wissen, auch Leute aus Berlin schon nach ganz beachtlichen Gegenden gekommen." Der alte Herr lachte herzlich.„Uebrigens habe ich dasselbe Reiseziel wie Sie.“ „Sie fahren auch in den Schwarzwald?“ „Ja, ich will wieder einmal einen richtigen deutschen Winter haben, das ist der Grund, weshalb ich herübergekommen bin. Seit vierzig Jahren habe ich überhaupt keinen Winter mehr gehabt. So lange bin ich nämlich aus Deutschland fort.“ Trude sah ihren Reisegefährten fragend an. „Sie sind also vor vierzig Jahren ausgewandert und in Australien reich geworden? So was gibt es wirklich noch?“ „Was den Reichtum betrifft, so langt es für mich," meinte der alte Herr lächelnd und sah Trude prüfend an.„Reichtum scheint Ihnen etwas besonders Schönes zu sein, wie?“ (Fortsetzung folgt.) Greifen Sie zul Groul Nr. 19 Au Denn diese Gelegenheit dürfen Sie nicht versäumen. Unser Spezial-Damen-,Herren- und Kinder-Konfektions-Schaufenster wird Sie mehr überzeugen als viele Worte. Darübe Stoßt Die Glieder sammlung 9 benfalls hi Sie werden mit solch einem ordentlich gearbeiteten Mantel für so wenig Geld wie immer gut bedient und zufrieden sein. Die beliebte und volkstümliche Einkaufsstätte, in der Sie gut und freundlich bedient werden. Gronau Heute abend 9 Uhr entschlief sanft und ruhig im Herrn, nach öfterem Empfang der hl. Sterbesakramente unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Metzgermeister Hermann Zurhorst Er starb an Altersschwäche im 80. Lebensjahre. Sein Leben war nur Liebe und Sorge für die Seinen. Wir bitten um ein stilles Gebet für die Seele des lieben Verstorbenen. Klara Zurloh geb. Zurhorst Lisbeth Rotz geb. Zurhorst Franziska Brinckwirth geb. Zurhorst Franz Zurloh Hermann Rotz Heinrich Brinckwirth und 11 Enkelkinder Ochtrup, Ahaus, Wessum, Rheine, den 18. Januar 1938. Die Beerdigung, zu der freundlichst eingeladen wird, findet statt am Samstag, dem 22. Januar. Morgens 8.20 Uhr Abgang vom Sterbehause Weinerstr. 26 zur Pfarrkirche, woselbst um 8.30 Uhr ein feierl. Seelenamt stattfindet, Anschließend die Ueberführung zum Friedhof. Concordialichtspiele8 Ahaus Freitag und Samstag 8.30 Uhr Sonntag, 3.30 u. 8.30 Uhr Ein Spitzenfilm der Ufa Lida Baarova Maih. Wiehmann Die Zeitung bringt dir die Welt ins Haus! Ein Film voller ungewöhnlicher Eindrücke und Ereignisse, die das tragische Idyll einer Liebe zwischen einer Französin und einem Deutschen während des Weltkrieges umschließen. In eindrucksvollen Bildern enthüllt er die Tragik, die Spannung und die Reinheit dieses einzigartigen Erlebens der Liebe. Im Vorprogramm u. a. der preisgekrönte UfaKulturfilm Röntgenstrahleu Ein Wunder der Tonfilmtechnik. Aelteres (Stute) zu kaufen gesucht. Niehues, Gronau Fürstenbusch 10 Städt. Freibank, Gronau Freitag und Samstag ab 14 Uhr Verkauf v.rischem Rindfleisc). Frucht=Weine frisch eingetroffen. Ltr. lose Ltr. lose Wermutwein-.80 Johannisbeer=.90 Stachelbeer 1.Erdbeer. 1,20 Rubin 1,20 Brombeer. 1,20 Drost- Schloßplatz Gronau Um den vielen Musikliebhabern, die bei der ersten Veranstaltung des Stoßtr Grupe, Naturkundliches Wanderbuch. Pflanzen-, Tierleben, Park und Gewässer, Wald ü. Landstraße, gbd. Wünsche-Schorler, Die verbreitetsten Pflanzen Deutschlands... gbd. Schmeit-Fitschen, Flora von Deutschland, ein Hilfsbuch zum Bestimmen der für Deutschland wildwachsenden und häufig angebauten Pflanzen Rosch, Was fliegt denn da? Die Vogelwelt Mitteleuropas im Bild.. Rosch, Was blüht denn da? 600 Gräser, Blumen, Sträucher, Bäume. Rosch, Was find ich da? Pilze, Beeren, Wildgemüse Floericke, Der deutsche Wald u. seine Vögel.(64 farbige Vogelbilder)... Krappelin, Exkursionsflora für Nordund Mitteldeutschland,... gbd. Kitschen, Gehölzflora. Bestimmen der in Deutschland wildwachsenden u. angepflanzten Bäume u. Sträucher, gbd. Schreiber, kleiner Atlas. Stein- und Beerensorten.... Getreide-, Wiesen- u. Weidegräser Band 1/2 je Kriechtiere und Lurche.»»» Weberschiffchenbücherei: Giftpflanzen unserer Heimat. 24 Pflanzentafeln, RM 5.— RM 1.45 RM 1.15 RM 1.13 Bäume des deutschen Waldes.(Abb. der wilden Stämme, Stauden und Buntgräser) RM 0.90 RM 0.90 GEBRUDER LENSING Paul=Lincke=Abend keinen Einlaß finden konnten, Gelegenheit zum Besuch zu geben, findet am Sonntag, dem 23.1 Jan. 1938, abends 8 Uhr eine Wiederholung im Jugendheim statt. Anschließend Tanz bis 1 Uhr Eintritt 50%. Karten im Vorverkauf im Zigarrengesch. Machers. Num. Plätze nur im Vorverkauf.60%(Tel. Machers 260). Es wird nur eine beschränkte Anzahl Karten ausgegeben u. deshalb d. rechtzeit. Beschaffung der Karten dringend empfohlen. Ahauser Streichorchester, geb. 8. kämpfer Vom Unter men, findet 23. Januar Coesfeld eir und Sportle münsterland Westmünster der am Sapünktlich in Führerinner Sie 1.Monats-Pckg. 1 RM. G 14.Wochen-Pekg. 3 RM. mit praktisch-eleg. Taschendose. Zu haben: Hirsch-Apotheke Jos. Hopmann Drog. Wilh. Hansen. am Markt Drog. W. Schöning, Ad.-Hitler-Str. 4 In einem kath. Pfarrha des Nordmünsterlandes wird ei braves und fähiges Mädchen zum 1. oder 15. Febr. gesucht Offerten unter O. 6 an d. Gesch d. Ztg. in Ahaus. Münsterländer Heimakkalender 1938 F. Der Cli neisterschaft steund ists. zeigt. Wie nauer auf e den die AhTreffer muß am Ende 8 eine solche? den letzten( man von v Sache sein, überrumpeln Spiel zustan gute Techni Auch di der gut zu eindeutig 4: res Ergebni Nier Herausgegeben vom Heimatgebiet Münsterlandi Westfälischen Heimatbund. Preis 90 Pfg. Vorrätig in der Buchhandlung Gebrüder Lensing Gronau, Adolf=Hitler=Str. 36 Ihrem Vieh droht Gefahr! Schützen Sie es! Am So findet in A Kreisappell Ahaus statt. triebsführer, Deutschen A deutsamen obmann Die De durch die g Gerade jetzt ist es besonders wichtig, gesundes Vieh durch richtige Stalldesinfektion wirksam vor Ansteckung zu schützen.„Lysol“ hat sich seit Jahren in der Landwirtschaft bewährt. 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Allerdings wird sich Sharp in der Kür gegen den Weltmeister doch nicht voll behaupten können, so daß sein Titel wohl kaum in Gefahr gerät. Der junge Oesterreicher Herbert Alward muß als ernster Anwärter auf den dritten Platz bezeichnet werden; seine Haltung und Beschwinglichkeit im Lauf waren vorbildlich. Von den zwei deutschen Vertretern erwies sich Günther Lorenz als recht sicher. Horst Faber dagegen hatte keinen seiner besten Tage. Nach Beedigung der Pflicht ergab sich folgender Stand: 1. Graham Sharp=England 2. Felix Kaspar=Oesterreich 3. Herbert Alward=Oesterreich 4. und 5. Edie Rada=Oesterreich und Elemer von Tertak=Ungarn 6. Freddy Tomlins=England 7. Günther Lorenz=Deutschland 8. Horst Faber=Deutschland 9. Per Cock=Clausen=Dänemark 1112,2 Punkte, 1109,6 Punkte, 1056,6 Punkte, 1016,8 Punkte, 1010,2 Punkte, 1004,3 Punkte, 995,0 Punkte, 938,2 Punkte. Endrunde im Eishockey. Die Vorrunde der Deutschen Eishockeymeisterschaft ergab die erwarteten Siege. Bei den am Freitag beginnenden Deutschen Meisterschaften in Garmisch=Partenkirchen werden sich die besten Mannschaften gegenüberstehen. Die Teilnehmer stehen mit dem Berliner SC, dem EV Füssen, der Düsseldorfer EHG und dem SC RRießersee fest, während der Rastenburger SV, Blauweiß Dresden, Altonaer SC und Brandenburg Berlin ausgeschaltet wurden. Im zweiten Kampf der Nürnberger Gruppe schlug der EV Füssen erwartungsgemäß Blauweiß Dresden mit 4:1 (1:0, 1:0, 2;1). Wiedemann, Kühn(2) und Holderiech schossen für Füssen die Tore, während Pfundtner für Dresden den Ehrentreffer einsandte. Die Tabelle der Nürnberger Gruppe: Berliner SC 2 2 0 0 EV Füssen 2 2 0 0 Rastenburger EV 2 0 P 2 Blauweiß Dresden 2 0 0 2 12:2 7:2 3:6 1:13 Die nächsten Im Radsport geht es an diesem Wochenende recht lebhaft zu. Bereits am Sonnabend steigen mehrere Veranstaltungen. Die Deutschlandhalle in Berlin führt ihren zweiten Renntag mit einem Treffen Deutschland— Ausland durch. Bei den Stehern treten Schön=Wiesbaden und Stach=Berlin gegen den Belgier Meuleman und den Franzosen Lemoine an. Im Omnium stehen sich Hoffmann— Ehmer—Merkens und Kaers—Battesini—Pecqueux gegenüber.— In der Stuttgarter Stadthalle steigt am gleichen Tage ein Länderkampf der Steher Deutschland— Schweiz. Metze=Dortmund und Ifland=Düsseldorf nehmen die deutschen Interesse gegen H. Suter und Wanzenried wahr.— Mannschaftsrennen finden am Samstag in Antwerpen und Brüssel statt. Antwerpen sieht u. a. van Schyndel—van den Broeck, Pijnenburg—Wals, Girard—Goujon, de Kuzsscher—de Neef, Ronsse—Huys und Verreycken—Declerog am Start, während für Brüssel Slaats—Pellenaers, Ignat—Diot, Guimbretière— Giorgetti, Buyssee—Billiet, de Bruycker—de Caluwé, Jan van Kempen—Defoordt, Vroomen—Vermeiren und„acht weitere Paare verpflichtet wurden. Kopenhagen ist am Freitag und Sonntag Schauplatz deutsch=dänischer Amateurkämpfe, an denen Meister Hasselberg=Bochum, Schorn, Metzmacher, beide Köln, K. Walther=Ludwigshafen, Purann und Schulz, beide Berlin, sowie die Dänen H. C. Nielsen, A. W. Pedersen, Jacobsen, Brask, Gené u. a. m. teilnehmen.— Paris bietet am Sonntag einen großen Fliegerkampf mit deutscher Beteiligung. Richter=Köln tritt u. a. gegen Weltmeister Scherens=Belgien, die Franzosen Gérardin und Georget sowie den Italiener Martinetti an. Die Dauerrennen werden von Paillard, Krauß, Severgnini, Sérès und Letourneur bestritten. Die Streitmacht von Alfa Romeo und Maserati. Mit Nuvolari und Varzi. Im italienischen Rennsport ist nun ebenfalls alleklar zum ersten Start. Nach der Umwandlung der deria Ferrai in die zu den Alfa Romeo=Werken gehören Gemeinschaft„Alfa Romeo=Rennsport“ wurden jetzt ebense wie für Maserati die Fahrerverpflichtungen getätigt Alfa Romeo hat wieder die vier erprobten Könner, Tazi Ruvolari, G. Farina, Tadini und Pintacuda zur Berfügung, während bei Maserati Achille Varzi die aus Gra Trossi, Cortese, Marazza und dem italienischen Meiste, Rocco bestehende Streitmacht anführen wird. Maserat wird schon in den nächsten Wochen„mit den Prüfungfahrten beginnen. Die 1,5 l=Wagen sind nahezu und von den neuen Grand Prix=Wagen wird gemelde, daß sich die Motoren bereits auf dem Prüfstand befinden Es handelt sich dabei um einen Dreiliter mit Kompresson der Varzi anvertraut werden soll. In Paris ist jetzt das am Tor von St. Cloud erbaun und gedeckte Städtische Stadion auf den Namen des De gründers der modernen Olympischen Spiele Piere Coubertin getauft worden. Gronauer Volkszeitung Kreiszeitung für den Kreis Rhaus Volksblutt Nr. 19 Freitag, 21. Januar 1938 ind Aus der Stadt Ahaus Krieg oder Frieden in Europa! Ogrüber spricht am Montag, dem 24. 1. 1938 im gle Burbaum, 20 Uhr, der Stoßtruppredner Pg. Koch aus Altona=Elbe. die Gliederungen der Partei nehmen an dieser Versonmlung geschlossen teil. Die Ahauser Bevölkerung, die benfalls herzlich eingeladen ist, wird in Massen erscheinen. Vertrauen des Käufers— Leistung des Verkäufers Vor dem Winterschlußverkauf ein. er ersten nd zum Besuch Ihr eine garrengesch. 60%(Tel. nzahl Karng der Karichorchester. kath. Pfarrhause landes wird ein jes chen Febr. gesucht O. 6 an d. Gesch. Stoßtruppredner Pg. Willi Koch, Altona/Elbe geb. 8. 3. 96, selbständiger Kaufmann, Freikorpskämpfer in Oberschlesien, seit 1931 Gauredner, Pg.=Mitgliedsnummer 304 574. oce Vom Beichsbund für Leibesübungen Unter Leitung der Kreisfrauenwartin Schroer, Dülnen, findet am Samstag, dem 22. und Sonntag, dem 2 Januar 1938 in der Turnhalle der Aufbauschule in Coesfeld eine Schulung der Führerinnen der Turnerinnen und Sportlerinnen der DRL.=Vereine des Kreises Westmünsterland statt. Sämtliche DRL.=Vereine des Kreises Westmünsterland entsenden zu diesem Schulungslehrgang, der am Samstag, dem 22. Januar 1938, um 19,30 Uhr pünktlich in der Aufbauschule in Coesfeld beginnt, ihre Führerinnen usw. Aus dem Ahauser Ballspiel=C'ub 08 F. C. 09 Gronau— ABC. 08 Ahaus. Der Club muß am kommenden Sonntag das Retourneisterschaftsspiel in Gronau austragen. Jedem Sportsteund ist somit die Wichtigkeit des Spieles schon angezeigt. Wie wird sich nun der ABC. 08 gegen die Gronauer auf eigenem Platze halten? Im ersten Gang wurden die Ahauser böse überfahren, nicht weniger als 8 Tieffer mußten sie sich gefallen lassen, sodaß die Gronauer am Ende 8:4 gewonnen hatten. Wir glauben kaum an eine solche Wiederholung, da die Ahauser Mannschaft in den letzten Spielen ganz gutes Können gezeigt hat. Wird man von vornherein mit dem nötigen Ernst bei der Sache sein, vor allem sich nicht in den ersten Anfängen überrumpeln lassen, so sollte ein schön ausgeglichenes Spiel zustandekommen, zumal beide Mannschaften über gute Techniker verfügen. Auch die Reservemannschaft hat etwas wieder gut zu machen, im ersten Gang unterlag man ganz eindeutig 4:0; es sollte auch hier möglich sein, ein anderes Ergebnis zu erzielen. 1938 Hiezsbricht di ünsterland im S 90 Pfg. Lensing es lesVieh vor AnJahren erlässig haftlich Lösung nur ca. ackung! Pfg. theken en Am Sonnabend, dem 22. Januar ds. Is., 15,30 Uhr findet in Ahaus im Saale Burbaum der diesjährige Kreisappell der Deutschen Arbeitsfront des Kreises Ahaus statt. Es ergeht auch an dieser Stelle an alle Betriebsführer, Vertrauensmänner und Amtswalter der Deutschen Arbeitsfront die Aufforderung, an dieser bedeutsamen Tagung teilzunehmen. Es spricht der Gauobmann Vg. Schürmann, M. d. R., Münster. Die Deutsche Arbeitsfront des Kreises Ahaus wird durch die geschlossene Teilnahme ihres Führerkorps am Sonnabend unter Beweis stellen, daß sie auch im Jahre 1938 gewillt ist, im Sinne des Führers mitzuarbeiten. V 5-Gemeinschaft, Kraft durch Freude Heute(Freitagabend) 20 Uhr spricht im Jugendheim Ahaus der ehem. russische Gen.-Ltn. Sakharow zum Thema der rote Panslawismus als europäischer Lenker Eintritt 20 Pfg. Broßveranstaltung der 5J. im Bann 145 Grenzland Am 20. Februar tritt die HJ. des Kreises Ahaus mit einer Großveranstaltung auf den Plan, der so recht die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft unserer Jungens zeigen wird. Der Tag steht unter dem Motto:„Tag der 2. Was soll da nun geschehen? Es wird an diesem Sonntag ein Leistungsmarsch über die Strecke von 20 km, der durch die Ortschaften Wüllen, Ottenstein und Wessum geht, durchgeführt. Mit den Vorarbeiten ist bereits seit längerer Zeit degonnen worden, um diesen Großkampftag einwandfrei ale durchführen zu können. An Kampfrichtern, AbsperrmannSeh schaften, Meldefahrern und Sanitätern gelangen allein rke gehörend dei über 100 Mann zum Einsatz. Kameradschaftlich en 9enenvelt aller daran heteiligten Vormationen wird der ngen getätigt. Könner, Tazio cuda zur zi die aus Graf nischen Meistet stellen, vorgesehen. Entfernungsschätzen, Keulenzielwurf, Ueberbringen wird gemeldet za eldung, Schießen und Nehmen einer Hinderniswi. gemetde dahn sind ein Teil der geforderten Leistungen. Am Abend tritt das bereits bekannte Orchester und Dauerrennen ni. Sérès und Romeo ird. Maserati den Prüfungs nahezu fertis det über 100 Mann zum Einsatz. Kameraoschäftliche Anarbeit aller daran beteiligten Formationen wird den Erfolg sichern. Der Wettbewerb wird als Mannschaftsleistung bebertet. Ueber 20 Kampfmannschaften, die aus einem Führer und 12 Mann bestehen, gehen über die Strecke. anterwegs sind schwere Prüfungen und Wettbewerbe, die die allergrößten Anforderungen an unsere Jungen fstand befinden rit Kompressot, Cloud erbaut lamen des ele Piere der große Chor des Bannes 145 in Aktion und gestaltet den großen Elternabend mit Musik und Gesang aus. Innerhalb des Abends werden dann die Siegermannschaften mit Preisen ausgezeichnet. Wie wir hören, werden von auswarts allerhand Besucher in Ahaus eintreffen, die sehen wollen, do ihre Mannschaft als Sieger durchs Ziel geht. Die Pressestelle der Gefolgschaft 6 wird Gelegenset nehmen, die Vertreter der Heimatpresse zu einer Beschrigungsfahrt über die Kampfstrecke führen. Weitere Einzelheiten folgen. Ausverkäufe, Schlußverkäufe, Saisonschlußverkäufe und ähnliche Veranstaltungen haben schon von jeher einen faszinierenden Eindruck auf die Käuferschaft, insbesondere deren weiblichen Teil, gemacht. Die größte Anziehungskraft aber besitzt der Inventurverkauf, heute Winterschlußverkauf genannt, der zu Beginn eines jeden Jahres von Warenhäusern, Kaufhäusern und Spezialgeschäften veranstaltet wird. So billig wie im Winterschlußverkauf man nämlich niemals— sagen die Hausfrauen und Propagandachefs der großen Geschäftshäuser — und übertreiben damit nicht einmal, denn dieser Verkauf bedeutet Räumung sämtlicher Lager zu verbilligten Preisen— wer wollte da nicht zufassen?! Jedoch gilt es und gab es von jeher Käufer, die dieser Angelegenheit sehr mißtrauisch gegenüberstanden. Sie kaufen zu allen Zeiten des Jahres, nur jetzt nicht, weil sie befürchten, für zwar billiges Geld eine minderwertige Ware zu erhalten, die sie sonst nie kaufen würden. Man munkelt in diesen Kreisen der Käuferschaft auch davon, daß die großen Warenhäuser eigens Waren in schlechterer Qualität herstellen ließen, und somit das Publikum täuschten. Kurz und gut, man glaubt, während dieses Schlußverkaufs schlechter bedient zu werden, als im normalen Verkauf und meidet deshalb in dieser Zeit die Geschäfte. Haben solche Skeptiker nun tatsächlich recht und sollte man einer klugen Hausfrau nicht davon abraten, in den kommenden Tagen besonders viel zu kaufen? Ja und nein! Die Skeptiker haben zum Teil schon recht, insbesondere wenn sie sich auf die Inventurverkäufe der früheren Jahre beziehen. Noch vor fünf Jahren wurden die Inventurverkäufe in einer Form durchgeführt, wie sie eines anständigen Geschäftsmannes unwürdig sind. Man fertigte damals tatsächlich minderwertige Inventurware an und verkaufte ungeahnte Mengen davon als Restbestände von bester Qualität. Zwar waren solche Machenschaften schon damals gesetzlich verboten, jedoch kümmerte man sich darum herzlich wenig und betrog die Käufer um ihr gutes Geld. Im Jahre 1934 ist man dann erstmalig darangegangen, solche Unsitten energisch zu unterbinden und die Inventur wieder zu dem zu machen, was sie tatsächlich sein soll. Heute bestehen also keinerlei Bedenken mehr, während der Inventur zu kaufen; man muß sich nur darüber klar sein, welche Waren in das Inventurgeschäft gelangen, denn alles und jedes ist während dieser Tage und Wochen auch nicht billiger zu haben. Weshalb wird schließlich überhaupt eine Inventur veranstaltet und gesetzlich für alle Geschäfte, ob groß, ob klein, im Reich einheitlich festgelegt? Jeder Geschäftsmann macht während des Jahres die Erfahrung, daß gewisse Artikel schneller und andere wieder langsamer„umschlagen“, d. h. kürzere oder längere Zeit am Lager liegen bleiben, ehe sie verkauft werden. Manche werdn sogar wider Erwarten überhaupt nicht verkauft, obwohl sie qualitativ in keiner Weise zu beanstanden sind. Nun ist aber für die Rentabilität eines Geschäftes Voraussetzung, daß das Warenlager in seiner Gesamtheit von Zeit zu Zeit umgeschlagen wird, weil sonst die Lagerkosten zu hoch würden. Deshalb ist jeder Kaufmann darauf angewiesen, daß sein Lager einmal im Jahr vollständig geräumt wird; der Staat gibt nun während des Winterschlußverkaufs, der regelmäßig am letzten Montag im Januar beginnt, dazu Gelegenheit und die verbilligten Preise tun ein übriges dazu. Trotz der billigen Preise aber kommt der Geschäftsmann auf sein Kosten, weil— wie bereits erwähnt, die Lagerkosten noch höher sein würden, als der Verdienstausfall. Darin liegt das ganze Geheimnis der verbilligten Preise begründet, und es ist somit ersichtlich, daß der Käufer keine Angst mehr davor zu haben braucht, alte Ladenhüte zu erwerben oder sonst übervorteilt zu werden. Die Angst vor minderwertigen Qualitäten während des Winterschlußverkaufes ist außerdem heute völlig unbegründet, denn erfahrungsgemäß bleiben während des Jahres nicht die billigen Artikel liegen, vielmehr die teureren, die über der Durchschnittsqualität liegen. So erwartet man in Geschäftskreisen mit Recht ein lebhaftes Geschäft wie überhaupt auch in den vorangegangenen Jahren das Vertrauen der Käufer sich durch vermehrte Kauftätigkeit gegenüber früheren Jahren offenbarte. H. H. Aus der Stadt Gronau Oeffenkliche Kundgebung der RsdAp. Im Rahmen der Propagandawelle spricht am Moutag, dem 24. Januar 1938, um 20,30 Uhr in der Tonhalle der Stoßtruppredner Pg. Friedemann, Hamburg. in einer öffentlichen Kundgebung der NSDAP. Ortsgruppe Gronau. Der Unkostenbeitrag beträgt nur RM. 0,20. Karten im Vorverkauf sind zu haben: in der Geschäftsstelle der NSDAP. Ortsgruppe Gronau; in der Agentur des„Münsterischen Anzeigers“(Zigarrenhaus Brill); in den Buchhandlungen Lensing und Schievink; im Zigarrenhaus Determann; bei Lilienfeld; bei den Zellen= und Blockleitern der NSDAP. Drei Jahre Großer Befähigungsnachweis Die Kreishandwerkerschaft Coesfeld teilt mit: Wer in einem verantwortlichen Beruf„auf die Menschheit losgelassen wird“, der soll vorher beweisen, daß er die Kunden sachgemäß bedienen kann. Wer ins selbständige Handwerk kommt, der soll auch etwas können, damit er nicht„die ganze Innung blamiert“. Wer aber das Seinige kann und weiß, dem soll der Weg zu dem ebenso schönen wie schweren Beruf des selbständigen Handwerksmeisters offenstehen. Das sind die Grundgedanken des Großen Befähigungsnachweises, den schon das Handwerkerparkament von 1848 gefordert hat und den jetzt der nationalsozialistische Staat verwirklichte. Die Grundgedanken bedeuten für die Praxis: straffe, klare, gerechte, aber zugleich auch verständnisvolle, weitherzige, auf das Wohl des Volksganzen gerichtete Handhabung. In diesem Sinne hat der Reichsstand des deutschen Handwerks die Folgerungen gezogen. Er hat die Meisterprüfungsausschüsse neu besetzt und die Meisterprüfungsbestimmungen mit seinen fachlichen Vorschriften neu geordnet. Für 94% des Handwerks sind die neuen, einheitlichen, fest umrissenen Prüfungsbedingungen bereits in Kraft. Daß tatsächlich überall in den 131 Handwerksberufen und den 59 Kammerbezirken genau im Sinne und Geist der fachlichen Vorschriften geprüft wird: das im Laufe der nächsten Jahre in unermüdlicher Kleinarbeit zu erreichen, ist die Führung des Reichsstandes fest entschlossen. Und daß das Handwerk diese Linie bejaht, beweist die sprunghafte Zunahme der Meisterprüfungen von jährlich 25 000 auf 60 000 von 1932:33 bis 1935:36 und das weitere Verbleiben des Zustroms auf dieser Höhe, bis wieder hier und da die Welle der Prüfungen von neuem ansteigt, weil bis Ende 1939 ein Teil der bisherigen Betriebsführer ohne Meistertitel— vielleicht 10 bis 20 Prozent der gesamten Betriebsführer— die Meisterprüfung nachholen oder in die Gefolgschaft zurückkehren muß. Auf die fachlichen Vorschriften für die Meisterprüfung folgen— auf den hierfür sorgsam vom Reichsstand erarbeiteten Grundlagen— die fachlichen Vorschriften für das Lehrlingswesen. Und noch ein anderes Werk ist in Arbeit: die Vorschläge des Reichsstandes für die Neufassung des sogenannten Gewerbeverzeichnisses. Das bedeutet die Umreißung derjenigen Berufe, für die tatsächlich der Große Befähigungsnachweis gefordert werden muß. Zu fordern ist er für 131 handwerkliche Vollberufe und die 241 Spezialhandwerksberufe, für die man auf Grund der Vorarbeiten für die fachlichen Vorschriften ein klares Berufsbild gewonnen hat. Es gilt auch für einen Teil der handwerklichen Teiltätigkeiten, für einen anderen aber nicht; denn es wäre eine unbillige Härte, z. B. von einem Mann, der weiter nichts tut als Dächer teeren, die Meisterprüfung des handwerklichen Vollberufes des Dachdeckers zu verlangen. Der Große Befähigungsnachweis hat sich bewährt; das läßt sich schon nach der kurzen Zeitspanne von 3 Jahren einwandfrei feststellen.„Das Handwerk hat nach rie vor die Aufgabe, dieses Geschenk des nationalsozialistischen Gesetzgebers durch veranwortungsbewußten Gebrauch immer wieder von neuem zu verdienen und zu sichern. Vereinsanzeiger Der Heimatverein Gronau zieht in den nächsten Tagen die Jahresbeiträge für 1937/38 in Höhe von 2,50 M ein. Der Verein ist körperschaftliches Mitglied der Kulturgemeinschaft in der NSG.,„Kraft durch Freude“, zu deren Veranstaltungen jedes Mitglied des Heimatvereins 1 Heftchen Eintrittskarten unentgeltlich erhält. Weitere Karten für Familienangehörige sind gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten zu ermäßigten Preisen jeweils an der Abendkasse erhältlich(auch für Sonderveranstaltungen). Der Heimatverein bietet außerdem im Sommer zwei der beliebten billigen Heimatfahrten(für alle Mitglieder und deren Angehörigen). M.=G.=V.„Sängerlust", Ahaus. Heute abend Jahreshauptversammlung beim Sangesbruder Georg Möllers. Erscheinen ist Pflicht. Wüllen Aus dem Turnverein Wüllen Am Sonntag hatte der hiesige Turnverein einen Werbe= und Familienabend, der als sehr gut bewerter werden kann. Als um 7,30 Uhr bei einem schneidigen Marsch die 55 Schüler= und 20 Altersturner einmarschierten, war der Saal überfüllt und eine Anzahl mußte sich mit einem Stehplatz begnügen. Nach Begrüßungsworten des Vereinsführers wickelte sich ein reichhaltiges Programm ab, wobei besonders die Uebungen der Kleinsten starken Beifall auslösten. Die Altersriege zeigte ebenfalls gute Leistungen und man konnte feststellen, daß sie im letzten Jahr vorwärts gekommen war. Nach Abwickelung des Programms spielte die Wüllener Stimmungskapelle zum Tanz auf und die Turngemeinde blieb im gemütlichen Kreise noch ein paar Stunden zusammen. Klein Köln rüstet allmählich zum Karneval Den Auftakt für die diesjährigen Sitzungen gab am Sonntag der Spörgenend. Aus dieser Nachbarschaft wird auch der Prinz hervorgehen, der dann für diese Zeit das Zepter über die Narrengemeinde Klein=Köln schwingen wird. Schon aus der Sitzung am Sonntag war zu entnehmen, daß die jahrzehntelange Tradition des Wüllener Karneval auch in diesem Jahre in alter Frische fortgesetzt wird. Alt und jung wird sich wieder in treuer Untergebenheit unter die Herrschaft Sr. Tollität stellen und der Karnevalsschlager wird sich immer auf's neue bestätigen: Solange up de Hörste(Marktplatz) de olle Pumpe steht Solange öwwer de Strote de olle Mestkoor geht Solange wi noch drinket usse Gläsken schone ut, Solange geht Faslowend ut Wüllen nich herut. !(Vorher gücken. Grundregel der neuen Straßenverkehrsordnung, die ab 4 Januar 1938 in Kraft ist, ist es, daß sich jeder so verhält, daß er den Verkehr nicht gefährden kann und keinen anderen schädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt. Wenn man sich nach dieser Grundregel verhält, dann ist auch die Anbringung von privaten Hinweiszeichen zur Kenntlichmachung von Grundstückseinund=ausfahrten unnötig. Die neue Straßenverkehrsordnung verbietet sie deshalb. Es hat sich jeder Fahrzeugführer so zu verhalten, daß er bei Einfahrten und Ausfahrten dieser Art den Verkehr nicht gefährden kann. Also: langsames und vorsichtiges Ein= und Ausbiegen in und aus Grundstücken— und vorher gucken, ob man nicht einen andern behindert oder gar gefährdet! Zum ersten Male in Deutschland: Jede Woche ein Wirtefeiertag. Die Mitglieder der Wirtschaftsgruppe Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe in der Reichsbauernstadt Goslar haben die Einführung eines sog. „Wirtefeiertages“ beschlossen, der den Angehörigen dieses Gewerbes von nun an jede Woche einen freien Tag geben soll. Schon von dieser Woche an werden die Gastwirte Goslars abwechselnd an einem Tage ihre Gaststätten geschlossen halten. Goslar führt als erste deutsche Stadt diesen Wochenruhetag ein. Eper Lokal-Nachrichten Mutterschulung. Zu dem am Dienstag, dem 25. 1. 1938 beginnenden Mütterschulungskursus in Säuglingspflege werden im Laufe der Woche noch Anmeldungen entgegengenommen. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß die Mitgliedschaft zu irgendeinem Verband zur Teilnahme am Kursus nicht erforderlich ist. Mädel über 20 Jahren und Frauen und Mütter sind herzlich willkommen. Die Anmeldungen werden entgegengenommen von der Frauenschaftsleiterin Frau Striewski und der Fürsorgeschwester Malchen Gerling. ):( Noch einmal gut gegangen. Dienstag ereignete sich an der Ecke Hermann=Göring/Herbert=Norkus=Straße ein Verkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen kam aus der Herbert=Norkus=Straße und bog in die HermannGöring=Straße Richtung Nienborg ein. Ein aus dieser Richtung kommender Motorradfahrer hatte keine Möglichkeit mehr, an dem Kraftwagen vorbeizufahren, da dieser die Straße fast ganz versperrte und stieß direkt mit diesem zusammen. Ein schwerer Unfall wurde nur dadurch verhindert, daß beide in dem Augenblick, da sie einander ansichtig wurden, ihre Fahrzeuge bremsten und somit mit bereits ziemlich herabgeminderter Geschwindigkeit aneinander stießen. Außer einem leicht verbeulten Kotflügel und dem ausgestandenen Schrecken lief diesmal die Sache noch glimpflich ab. Dreden Ein ehemaliger russischer General=Leutnant spricht. Am Samstag, dem 22. Januar 1938, abends um 8 Uhr, spricht der ehemalige russische General=Leutnant Sakharow in der Turnhalle zu Vreden. Der Eintrittspreis beträgt nur 20 Pfg. Karten sind auf der Dienststelle der Deutschen Arbeitsfront Vreden, Klarissenhagen, und bei den Kd.F.=Betriebswarten zu haben. General=Leutnant Kostantin W. Sakharow ist alter Soldat, war im alten russischen Heer schon vor dem Weltkrieg im Generalstab und erwarb die höchsten Orden des zaristischen Rußlandes. Den Bolschewisten sagte er gleich bei Beginn der Revolution den Kampf an und war der Mann, wie eine bekannte russische Dichterin schrieb, der einzige, der den Bolschewisten Respekt einflößte. Dieser General=Leutnant spricht nun morgen abend in der Turnhalle. Wir alle wollen ihn hören und uns erzählen lassen, wie es in Rußland war und ist. Also auf am morgigen Abend zur Turnhalle. Stoßtruppredner Pg. Hans Friedemann, geb. 19. 5. 06 in Hamburg. Parteigenosse seit 1928 mit der Mitgliedsnummer 162712, studierte Jura, mußte jedoch in der Kampfzeit sein Studium unterbrechen und als Kraftwagenfahrer sein Brot verdienen. Pg. Friedemann ist z. Zt. selbständiger Kaufmann. Als Redner der Partei wirkt er seit 1930. Verbeabend des Reichsbundes für Leibesübungen 16. Deutsches Turn= und Sportfest Breslau 1938. Auch die Mitglieder des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen treffen ihre Vorbereitungen. Die Tage des 16. Deutschen Turn= und Sportfestes in Breslau rücken immer näher. Es gilt, diesem Turnund Sportfest als Feier des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen im Dritten Reich eine glanzvolle Durchführung wie nie zuvor zu sichern. Das kann nur geschehen durch hochstehende turnerische und sportliche Leistungen bei den einzelnen Festveranstaltungen und durch einen überwältigenden Besuch seitens der Turner und Sportler und der an den deutschen Leibesübungen interessierten Volksgenossen. Das 16. Deutsche Turn= und Sportfest ist bekanntlich vom Führer befohlen worden und damit die Zusicherung jeder denkbaren Unterstützung durch Reich und Partei gefunden. Um die gesamten Türner und Sportler und die interessierten Volksgenossen über die Bedeutung des Festes aufzuklären und die Schönheiten einer Schlesienfahrt schon jetzt zu zeigen, hat man bereits mit einer nachdrücklichen und wirkungsvollen Filmpropaganda eingesetzt. Der Werbeabend für Gronau findet am 24. Januar 1938, abends um 20,15 Uhr in der Tonhalle Lilienfeld statt. Er bringt nach einem einleitenden Vortrage des Redners aus Breslau einen Tonfilm, der die schöne, alte Feststadt Breslau in ihrer näheren Umgebung und die an Naturschönheiten reichen Gebirgslandschaften Schlesiens zeigten. Die Filme sind sämtlich als volksbildend anerkannt worden und werden nicht nur bei den Mitgliedern des DRL., sondern auch in allen Kreisen starken Anklang finden. Es werden daher nicht nur die Turner und Sportler, sondern alle Kreise unserer Stadt zum Besuch des Werbeabends aufgefordert. Vorerhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme 1938 Durch Reichsgesetz vom 4. Oktober 1937 ist die Bodenbenutzungserhebung 1938 in Verbindung mit der Volks=, Berufs= und Betriebszählung im Mai 1938 angeordnet worden. Dazu ist es nötig, die Landwirtschaftund Erwerbsgartenbaubetriebe zu ermitteln und ihre selbstbewirtschafteten Gesamtfläche im Rahmen einer Vorerhebung festzustellen. Dadurch wird den Betriebsinhabern die Ausfüllung ihrer Fragebogen bei der großen Zählung im Mai 1938 erleichtert. Für jeden Grundeigentümer und jeden Betriebsinhaber mit einer Bodenfläche von einem halben Hektar und mehr werden von der Stadtverwaltung eine Grundkarte und eine Betriebskarte ausgefüllt. Für Inhaber von Erwerbsgartenbaubetrieben, die weniger als einen halben Hektar bewirtschaften, aber ihre Erzeugnisse vorwiegend verkaufen, wird ebenfalls eine Grundkarte und eine Betriebskarte ausgestellt. Grundeigentümer und Betriebsinhaber sind nach dem oben angeführten Reichsgesetz verpflichtet, die Angaben zu machen. Wer falsche Flächenangaben macht oder die Angaben verweigert, hat die im§ 6 des Gesetzes angedrohte Strafe zu gewährtigen. Alle an der Erhebung beteiligten Personen sind gesetzlich verpflichtet, das Amtsgeheimnis zu wahren. Die Angaben werden nur zu volkswirtschaftlichen und statistischen Zwecken benutzt. Die amtliche Landwirtschaftsstatistik bildet die Grundlage für alle Maßnahmen zur Förderung der Landwirtschaft. HJ.=Orchester. Am Samstag, dem 22. Zanuar, tritt das Orchester um 14,15 Uhr am Bahnhof zur Fahrt nach Ahaus an. Es ist notwendig, daß alle pünktlich und in tadelloser Uniform zur Stelle ist. Hauptschristleiter: Dr. Ernst Buhla. Verantwortlich für Münster und das Münsterland: Dr. Fritz Rediger, beide in Münster i. W. Stellvertreter des Hauptschriftleiters und verantwortlich für Politik, Unterhaltung und Westdeutschland: Hermann Diebold, Gelsenkirchen=Büer; für Handel und Sport: Dr. Anton Henkel. Dortmund: für münsterländischen Sport: Rudolf Ochsenlnecht, Münster, Berliner Vertreter: Dr. Ernst Rauschenplat. Berlin; für den Zeno=Anzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster. Druck: Zeno G. m. b. H., Münster i. Westf. Zur Zeit gültiger Anzeigen=Tarif für die Zeno=Gesamtauflage Nr. 9 vom 10. 12. 35. für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nr. 9 vom 25. 8. 36 Verlag Gebr. Lensing, 9.=G., Dortmund, Verlagsleiter Bernh. Bentink Gronau Verantwortl. Schriftleitung für den lokalen Teil: ranz Beckering, Ahaus, für den lokalen Anzeigenteil: Bernh. Bentink. Gronau Durchschnittsauflage XII. 1937: Zeno=Zeitung über insgesamt 41000 enthaltend: Ahlener Vollszeitung, Ahlen, über 3000.— Al gemeine Zeitung Coesfeld über 5300.— Borkener Zeitung, Borken über 3200.— Bürgerblatt Emmerich über 1800.— Dülmener Zeitung, Dülmen über 2000.— Halterner Zeitung, Hallern über 1700.— Kreiszeitung Ahaus über 3600.— Münsterländische Volkszeitung Rheine über 4800.— Emsländische Tageszeitung(Lingen) Rheine über 1050.— Neuer Emsbote Warendorf über 2400.— Tageblatt Ochtrup über 1700.— Volksblatt. Bocholt über 6650. — Volkszeitung. Emsdetten über 2000.— Volkszeitung, Dorsten über 1880, Von Nah Die Heimat im Rundfunk. Der Kiepenkerl packt aus. X„Ehret die Kriegspferde! Während des Weltkrieges standen im deutschen Heer etwa 1¼ Millionen Pferde. Rund 400000 fielen den feindlichen Geschossen zum Opfer, 558 000 Pferde starben an Krankheiten und Ueberanstrengungen. Wer im Kriege war, weiß, was diese braven Pferde geleistet haben, wie sie ihr Letztes hergaben und welche Kameradschaft zwischen Roß und Mann bestanden hat. In der„Kiepenkerl“=Veranstaltung am Sontag, 23. Januar, von 14.30 bis 15 Uhr, bringt der Reichssender Köln eine Schilderung„Kriegspferde— Kriegskameraden“, die zeigt, wie die Kriegspferde von ehemals heute betreut werden. Werkpause beim Kumpel. Am 28. Januar, von 14,15 bis 15 Uhr, wird der Reichssender Köln seine„Werkpause beim Kumpel“ übertragen. Die Zeit ist bedingt durch den Schichtwechsel des Bergmanns, der überall in der Zeit von 14 bis 14,15 Uhr liegt. Da die Werkpause nach Möglichkeit alle schaffenden Menschen erfassen will und soll, und darüber hinaus zwei Drittel der gesamten Bergbau=Belegschaft des Deutschen Reiches im Sendebezirk liegt, wird also der Reichsseder Köln in Zukunft allmonatlich einmal. und zwar Freitags von 14,15 bis 15 Uhr, die Werkpause beim Kumpel“ senden. Die Uebertragung erfolgt am 28. 1. 38 von der Zeche Friedrich der Große“ in Herne i. W. Am Anfang dieser Werkpause beim Kumpel“ steht eine Ansprache des Intendanten des Reichssenders Köln, Gauamtsleiter Dr. T. Winkelnkemper. Sonderzüge zu Karneval. Bis 60 Prozent ermäßigte Sonntagsfahrkarten. + Münster, 20. Januar. In Besprechungen zwischen Vertretern der Reichsbahndirektion und dem Verkehrsverein Münster wurden die Fahrpläne für den diesjährigen Rosenmontagsverkehr nach Münster festgelegt. Grundsätzlich wurde den Anträgen des Verkehrsvereins auf Bewilligung einer 60prozentigen Fahrpreisermäßigung entsprochen. Gegenüber den letzten Jahren werden folgende wesentliche Aenderungen eintreten: Der Sonderzug aus Osnabrück wird 11,03 Uhr den Abgangsbahnhof verlassen. Sonderzug ab Coesfeld 11,40 Uhr, Ankunft in Münster gegen 12,40 Uhr. Sonderzug ab Gelsenkirchen 11,40 Uhr ab Gelsenkirchen Hbf. Die Städte Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Buer und Herten haben damit sowohl auf der Hin= als auch auf der Rückfahrt Anschluß an den Sonderzug in Recklinghausen Hbf. Der Sonderzug von Hamm wird verlängert ab Soest, wo er 12 Uhr abfährt und Anschluß aus Richtung Lippstadt—Paderborn aufnimmt. In Hamm hat dieser Sonderzug Anschluß von Unna. Die Sonderzüge aus Richtund Gronau, Bentheim— Rheine, Warendorf. Dortmund und von Hiltrup bleiben auf der Hinfahrt im großen und ganzen im vorjährigen Plan bestehen. Für die Rückfahrt ist die Abfahrt des Sonderzuges nach Dortmund, von 21,30 Uhr auf 0,30 Uhr ab Münster Hbf. verlegt worden. Der Sonderzug nach Hamm—Soest wird erst um 23,37 Uhr Münster verlassen. Neben den Sonderzugen der Reichsbahn verkehren auch auf den Linien der Landesbahn Karneval=Sonderzüge mit 60 Prozent Fahrpreisermäßigung. Auch am Karneval=Sonntag(27. Februar) werden in diesem Jahre erstmalig die Sonderzüge in Münster eintreffen. Die Gültigkeit der Sonntagsrückfahrkarten ist für die Haupt=Karnevalstage auf vier Tage verlängert worden. Sie gelten zur Hinfahrt ab Samstag, 26. Februar, 12 Uhr, bis Montag, 28. Februar, 15 Uhr. Zur Rückfahrt gelten diese Fahrkarten bis Dienstag, 1. März, 12 Uhr(Antritt der Rückreise). Der erste Theatersonderzug aus Holland. Auftakt zu weiteren Theaterbesuchen. md= Münster, 20. Januar. Nach langer Pause werden am 19. Februar wieder zum ersten Male holländische Gäste aus den benachbarten Niederlanden nach Münster kommen, um der Vorstellung des„Zarewitsch" im Stadttheater beizuwohnen. Der erste Theatersonderzug, mit dem die Holländer pach Münster kommen, wird der Anfang zu weiteren derfahrten zu den bulturellen Veranstaltungen in Münster für die Zukunft sein. In Erkenntnis der Bedeutung dieser Verkehrsströmungen hat sich auch die Deutsche Reichsbahn in den Plan eingeschalund Fern. tet. Mit eindrucksvollen Werbeplakaten und mehr als 10000 Prospekten wird wochenlang in allen größeren Städten Hollands zum Besuch der Stadt Münster, des Stadttheaters und des münsterischen Karnevals eingeladen. Beim ersten Sonderzug wird mit einem Besuch von 400—500 Personen gerechnet. Betrug am Volksgut. tr= Dorsten, 20. Januar. Die Butterverteilungsstelle des K. in Dorsten wurde durch Anordnung des Landrates des Kreises Recklinghausen geschlossen. K. stand in dem Verdacht, die ihm zugeteilte Butter zu verwässern und dadurch zu strecken. Durch die hiesige Polizei wurde im Einvernehmen mit dem chemischen Untersuchungsamt eine Probe der zum Verkauf stehenden Butter genommen, und die Untersuchung ergab, daß die Butter bis zu 30 Prozent gewässert war. Der Landrat hat die sofortige Schließung der Butterverteilungsstelle angeordnet. K. wird sich demnächst vor dem Richter wegen seines Betruges am Volksgut zu verantworten haben. am 5. und 6. Februar in Arnsberg. X Am 5. und 6. Februar findet in Arnsberg (Schützenhalle, kleiner Saal) eine Arbeitstagung des Westfälischen Heimatbundes statt. Die Tagung beginnt am Samstag, 5. Februar, 16,30 Uhr. Es werden am Samstag sprechen: Landeshauptmann Kolbow, Organisationsleiter Zepter, Hauptfachstellenleiter Dr. Schulte, Geschäftsführer Dr. Runte. Nach dem Abendessen: Kameradschaftsabend in der Schützenhalle, kleiner Saal. Am Sonntag liegt der Tagung folgende Tagesordnung zugrunde: 10 Uhr Ansprache des Herrn Oberpräsidenten Frhr. v. Lüning zur westfälischen Familienforschung, 10,30 Uhr Dr. Boramann: Das ländliche Recht Westfalens als Quelle der Heimatkunde, 11,30 Uhr Dr. Hövel: Westfälische Bürgerbücher, 12,15 Uhr Aussprache über Fragen der Heimatpflege, Mittagpause. 15 Uhr Dr. Hucke: Vorgeschichte und Volkskunst (mit Lichtbildern), 15,50 Uhr Aussprache. Tagungsende gegen 17 Uhr. Den Tagungsteilnehmern, die am Samstag bereits in den frühen Nachmittagsstunden in Arnsberg eintreffen, wird dringend empohlen, vor Beginn der Tagung das Sauerländer Heimatmuseum und die Altstadt zu besichtigen. Durch elektrischen Strom getötet. :: Bad Oeynhausen, 20. Januar. Der 21jährige Fuhrmann Hermann Wiehe, der in einer Melberger Ziegelei beschäftigt war, wurde ein Opfer des elektrischen Stromes. Er hatte eine Fuhre Steine auf das Gelände der Weserhütte transportiert und war im Begriff, einen zweiten Wagen nachzuholen. Beim Aufsteigen auf das Pferd geviet er mit der Hand an eine unter Strom stehende Leitung. Die hinzueilenden Arbeitskameraden konnten den jungen Mann, der erst vor kurzem aus dem Arbeitsdienst entlassen worden war, nur noch als Leiche bergen. Fortuna traf den )( Essen, 20. Januar. Am Mittwochvormittag erschein bei der Polizei der gluckliche Besitzer des Loses, auf das beim Essener Polizei=Volksfest eine neue Opel=Limousine gefallen ist. Es handelt sich um den Kriegsbeschädigten Ernst Haase aus Essen=Haarzopf, der seinerzeit als Eisenbahner in Elsaß=Lothringen beschäftigt war und dort als Deutscher ausgewiesen wurde. Er ist gerade dabei, sich unter größeren Schwierigkeiten eine neue Existenz zu schaffen. Da Haase den Kraftwagen veräußern will, kommt ihm der Gewinn sehr zustatten. Diesmal hat Fortuna sicherlich den Richtigen getroffen. In diesem Falle war Fürsorgeerziehung nötig Das Wohl des Kindes ausschlaggebend. :: Köln, 20. Januar. Eine Mutter von 14 Kindern hatte Beschwerde dagegen eingelegt, daß eine 13jährige Tochter, die ihr im Haushalt mit noch neun schulpflichtigen Geschwistern eine Stütze war, der Fürsorgeerziehung überwiesen werden sollte. Die Beschwerde wurde vom Landgericht zurückgewiesen mit der Begründung, daß sich auf Grund der angestellten Ermittlungen sehr betrübliche Zustände im Elternhaus herausgestellt hätten. Obwohl die Parteistellen und auch der Bund der Kinderreichen sich der Familie angenommen und sie auch finanziell unterstützt hätten, fehle es dem Haushalt an allem. Das rühre ganz besonders daher, daß der Vater von diesen Geldern viel vertrinke. Die Mutter verstehe nicht zu wirtschaften und beaufsichtige ihre Kinder ungenügend. Die hier infrage kommende Tochter habe sich bis spät in die Nacht hinein herumgetrieben, sei oft mit Jungen zu sehen gewesen und habe es durch ihren Verkehr mit Männern, wofür sie sich auch mitunter bezahlen ließ, soweit gebracht, daß sie bereits Mutter wurde. Die Jugendliche könne deshalb nur durch Unterbringung in Fürsorge noch zu einem ordentlichen, für die Volksgemeinschaft brauchbaren Menschen erzogen werden. Wenn die Mutter gegen die Anordnung des Vormundschaftsgerichts Beschwerde einlegte, so habe sie dies nur getan, um sich in ihrem Haushalt von der Tochter helfen zu lassen. Ein solcher Wunsch der Eltern müsse aber hinter dem Wohl des Kindes zurücktreten. Amfangreiche Veruntreuungen in einer Kölner Firma. X Köln, Die Kriminalpolizei konnte Betrieb, in dem Wäscheartikel hergestellt werden, große Unregelmaßigkeiten aufdecken. Nicht allein wurden in der Fabrik selbst größere Posten Waren gestohlen, sondern auch umfangreiche Veruntreuungen, auch Dritten gegenüber, begangen. Mehrere Personen, darunter die Inhaber der Firma, sowie mehrere Angesteilte wurden festgenommen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Es gibt noch Wildkatzen in der Eifel. X Adenau, 20. Januar. Gelegentlich einer Drückjagd auf Füchse im Jagdrevier Adenau stöberten die an der Jagd beteiligten Hunde eine Wildkatze auf. Nach längerem Kampfe, bei dem die Hunde zum Teil erheblich verletzt wurden, gelang es, die Katze zur Strecke zu bringen. Die Wildkatze gehört zu den Raubtieren, die in den Eifeljagden in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen 20. Januar. in einem Kölner Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim, Noch keine Wetterbesserung. Starker Druckanstieg auf der Rückseite der gro über Innenpolen liegenden Störung ließ das Atlant. hoch wieder auf dem Festlande an Raum gewinnen, 3. diesem Bereich kam es bei südwestlicher Luftströmung„ nebelig-trübem Wetter. Da die Großwetterlage. maritime Luftzufuhr weiterhin aufrechterhält, das unbeständige meist nicht niederschlagsfreie fort. Vorhersage für Freitag: Mäßige südwestlig Winde, dabei meist bedeckt und trübe, leichte Nie, schläge, mild. sind. Heute kommt sie nur noch vereinzelt ne Hinsichtlich des Schadens, den sie in den Niederwaldbe, ständen anrichtet, neigt man vielfach zu Uebertreibunge Es darf nicht vergessen werden, daß sie als eifrign Mäusejäger und„Gesundheitspolizis auch wertvolle Dienste, namentlich im Interesse der wirtschaft, leisten. Es wäre daher— das ist eine in Jägerkreisen allgemein vertretene Ansicht— schade wen diese Raubtierart gänzlich aussterben würde. tr= Hervest=Dorsten, 20. Jan. Werkskapelle in Hervest Dorsten. Die Leitung der hiesigen Zeche Fürst Lepold hat die Gründung einer Werkskapelle in Angrif genommen. Die Werkskapelle soll sofort gegründet werden. Als Vertrauensmann wurde der Ortsgruppenleite der NSDAP, Pg. Berke, bestimmt. Die letzten Ausscheidungen für die Winterkampfspiele der Hitler=Jugend. X Am Samstag, dem 22. Januar, findet in der Westfalenhalle in Dortmund um 20,15 Uhr das erste Eissportfest der westfälischen Hitlei jugend statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung weiden zugleich die Ausscheidungskämpfe für die Winter kampfspiele der HI in Garmisch=Partenkirchen ausge) tragen. Die Ausscheidungskämpfe umfassen den Eikunstlauf der 5J. BOM. DI und IM, den Eisschneilauf für die HI und Eishockeyspiele der HJ. Das Raß menprogramm dieser Veranstaltung sieht u. a. noch hi moristische Einlagen und ein Schaulaufen bekannter kunstläuferinnen vor. Wer steigt in der Gauliga Ein rundes halbes Dutzend von den zehn Mitgliedern der Gauliga ist zur Stunde noch mit argen Sorgen belastet. Die schneidigen Attacken des SV Rotthausen, für den niemand mehr etwas gegeben hätte, in den letzten Spielen zwingen zur Aufmerksamkeit. So ist in letzter Stunde doch noch so etwas wie ein gesteigertes Mitgehen mit den Dingen eingekehrt. Die berühmte Abstiegsfrage ist in aller Munde. Und niemand kann sagen, wen das böse Los nun über kurz oder lang treffen wird. Alle rechnen sich noch eine letzte Chance aus, selbst der SV Rotthausen... Die Spiele am Sonntag haben allesamt ihre Bedeutung. Es geht nun um mehr als nur zwei Punkte. Schalke 04— Arminia Marten. Ein„kleiner Neuling" beim Deutschen Doppelmeister! Eigentlich wäre eine Unterhaltung über das Ende einer solchen Kraftprobe müßig. Aber eine solche Wertung wäre grundfalsch. Wir erinnern uns noch des Hinspiels, in dem dieser Neuling so frei war, dem Deutschen Meister frank die Stirn zu bieten, und Schalke kam nach den Bombensiegen zuvor über ein 3:1 nicht hinaus. Damals hatte die Arminia die Punkte nicht einmal so nötig wie zur Stunde. Jetzt steht das zwingende Aus dahinter. Man kann sich vorstellen, daß Marten in der Glückauf=Kampfbahn auf Biegen und Brechen kämpfen wird. Germania Bochum— SV Rotthausen. Nach dem Siege über Hüsten arbeitet in Rotthausen wieder fieberhaft der Rechenstift. Noch sechs Spiele, fünf Siege— es könnte reichen. Wer will dem Tabellenletzten er win dem Tabellenletzten den Optimismus versagen? Er ist sogar recht ernsthaft zu beachten, denn die Elf hat trotz aller Nackenschläge nicht den Kopf hängen lassen und wirklich mit einem Mut sondergleichen gekämpft. Und sie hofft unverdrossen weiter. Nun kommt der Kampf gegen die Germanen, eines jener Spiele, die unbedingt gewonnen werden müssen, wenn es noch einmal gut gehen soll. Wir sind davon überzeugt, daß die Germania das 4:0 aus dem Hinspiel nicht wiede holen wird, denn Rotthausen wird sich mit solchem Einat schlagen, daß vielleicht wieder eine Unberraschung fäll ist. SpVg Röhlinghausen— SV Höntrop. Kampf wird auch hier Trumpf sein. Dem SV Höntiy lassen seine 14 Minuspunkte keine Ruhe, und er will nu endlich die Sorgen abschütteln. Der wackere Neuling h mit seiner feinen ersten Serie das berühmte Abstieggespenst von vornherein gebannt. Er kann getrost den Ende entgegensehen. Allerdings wird er schon das Temp der Rothosen, die die erste Auseinandersetzung 1:2 verloren, wohl oder übel mithalten müssen, wenn die Punlt nicht mit zum Hellweg gehen sollen... Borussia Dortmund— SpVg Herten. In den letzten Spielen hat sich bei den Borussen de Ausfall des Halbrechten Lukasiewicz bemerkbar gemacht Ist er auch am Sonntag gegen Herne nicht dabei, dam haben die Hertener keine schlechten Aussichten, auch in Rückspiel die Punkte zu holen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei sorgfältiger Deckung von Lenz der Borussen Sturm kaum zur Geltung kommt. Hertens Mittelläufe Niederhausen dürfte wohl die Aufgabe erhalten, Lenz bewachen. SuS 09 Hüsten— Westfalia Herne. Nun ist auch eine solch kernfeste Elf wie die aus der sauerländischen Bergen aus allen Fugen. Zehn Gutvunkt aus zwölf Spielen besagen alles. Und wenn nicht alletrügt, geht es Hüsten„an den Kragen". Die E hat noch verflixt schwere Prüfungen vor sich— bitte: Schalke, am Hellweg bei Höntrop, in Bochum und in Rölinghausen! Was das für eine ausgesprochene„HeimMannschaft" in der augenblicklichen Lage heißt, brauch wohl nicht groß und breit auseinandergesetzt zu werden. Und obendrein kommt nun am Sonntag aus Herne diWestfalia. Sie siegte seinerzeit mit 4:0, wird es jetzt viel leicht ein bißchen gnädiger machen, aber immerhin die Punkte mitnehmen. Der j nowit mit dem lichen Ta Essen unt wirtschaft abzustatte staltunge stadt des Stojadin stehende nes indu druck gen deutschen der im ne denen Wi Jn B. witsch, de sich u. a. Narco vischen C des Mini sandte in Nilitärat u Fau Zur B leiter und bürgermei gruppenfü Reihe wei eingefund Düsseldorf stände der tenen j Fahnen rungschef Landsleut präsidente jugoslawis Nach k Stojadino slawischen schen„Ziv Kraftwage Kruppin den St nahm, hat melt, die In der der Fried. Krupp, D mit seiner Mitglieder kommen. Hand eine gebiets ein wicklungsg wobei er der wirtsch vom Führten stellen. die großen zwungeni unabhängi habe die Renn-V aus eisena winnen, d werden kan Herr v. zialen Ein schaftsmitg wesen und jeher ein 1 gemeinschaf Beziehunge Jugoslawie bedeutsame Plänen un aot Gtefan onAUons v Czibulko 7r. Copyright by J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart. 9) Johann Kirndorfer schwätzte weiter:„Passens auf, Herr Wimmer das ist ein Weinderl! Ein Wein mögens doch? Wenigstens hab i so was läuten g'hört. Na ja, nom Geigenspiel'n allein habens ja die roten Nasen nit...“ Er lachte gutmütig.„Und jetzt hörens zu!" Er war in einer Laune, in der er am liebsten ganz Wien zusammengetrommelt hätte, um zu verkünden, daß sein Franzl die Kerzelmacher=Lisl heiraten werde. Er wartete nur, bis der Pächter den Wein gebracht und sich beleidigt wieder verzogen hatte. Dann legte er los. Umständlich berichtete er dem kleinen Regenschori sein Glück. Wieder zählte er alle Vorzüge seines Buben auf. Er unterstrich sie noch. Er wiederholte auch die Summe, die sein Sohn mitbekommen sollte: Fünfzigtausend Gulden! Das war wieder sein Schlußeffekt. Er trank sein Glas leer, schnaufte und fragte stolz:„Na, was sagens jetzt, Herr Regenschori?“ Matthias Wimmer war nicht so leicht zu überrumpeln. Er mußte daran denken, wie vor einer Woche die Elisabeth Brand geseufzt hatte, weil die große Liebe nicht kam. Er zweifelte daran, daß bei einem Mädel wie die Lisl der junge Kirndorfer diese große Liebe zu sein vermöchte. Auch die fünfzigtausend Gulden des Weinprotzen trübten nicht seinen Blick. Fragend schielte er nach seinem Freunde Brand. Als dessen Gesichtsausdruck keine Antwort gab, kratzte er sich unschlüssig den roten Haarkranz und antwortete tastend und vorsichtig:„Ja, was soll ich jetzt dazu sagen?... Da werden wir halt die List fragen müssen, obs mag.. Brand sah auf. Eine Blutwelle schoß ihm ins Gesicht. Wahrhaftig, daran hatte er in seiner Verwirrung bisher nicht gedacht, was seine Lisl wohl dazu sagen würde! Der Handschlag, den er dem Kirndorfer gegehen, begann ihm in der Seele zu brennen. Aber er sagte nichts. Der Weinhändler warf einen raschen, erstaunten Blick auf den Wachsziehermeister, dessen Erschrecken er wohl bemerkt haben mochte, und meinte fast hart:„A braves Kind tut, was sein Vater will!“ „Schon, schon, Herr Kirndorfer“, sagte der Regenschori begütigend.„Aber schauens: die Lisl und Ihr Franzl kennen sich ja kaumJohann Kirndorfer knurte böse:„Nit kennen? Haben doch erst auf Leopoldi in Klosterneuburg beim Faßlrutschen mitammen tanzt...“ Er übersah boshaft das leergetrunkene Glas des Regenschori. „Freilich, freilich... Aber glaubens, Herr Kirndorfer, daß das langt, wenn zwei miteinand durchs ganze lange Leben tanzen sollen... Und wissens, das Geld allein macht's halt auch nicht...“ „Mit Ihnen kann man nit reden!" brummte der Weinhändler.„Sie machen mir ja den Brand noch ganz konfus." Er tätschelte die Hand des Wachsziehermeisters, der schweigend vor sich hinstarrte. Dann zog er die Uhr. Man sah es hm an: der Regenschori hatte ihm die Laune verdorben.„Was schon sieben? Da muß ich heim! Bei derer ägyptischen Finsternis brauch i a g'schlagene Stund bis nach Nußdorf naus.“ Er rief nach dem Pächter. Als der alte Rieger erschien, befahl er:„Der Joseph soll einspannen, aber gleich!“ Dann redeten die drei in der Kavalierstube des„Silbernen Schneck“ nicht mehr viel. Brand und Kirndorfer sahen vor sich hin. Der Regenschori in der Mitte, der sich nun selbst noch das Glas vollgeschenkt, trank langsam, genießerisch und schielte über seine Brille bald nach dem Weinhändler, bald nach dem Kerzelmacher. Vor allem über die Seelenverfassung seines Freundes Aloisius Brand war er sich nicht recht im Klaren. Doch witterte er Unheil. Als ihm das Schweigen zu lange dauerte, meinte er mit leisem Spott:„Mir scheint's, ein Engel fliegt durch d' Stuben. „Is auch g'scheiter, Sie reden nix mehr!“ fauchte der Weinhändler und erhob sich schwerfällig, weil der Pächter in die Stube trat und meldete, daß eingespannt sei. Als Johann Kirndorfer schon auf dem Kutschbock saß, den schweren Pelzsack über die Beine zog, den Mantelkragen hochschlug und nach Peitsche und Zügel griff, meinte er wieder versöhnlicher:„Brand, ich hab mir denkt, zu Östern könnt Hochzeit sein...“ Er tippte mit dem Zeigefinger an die Riesenhaube aus Bärenfell. So eine kleine Spur Verachtung für die Fretter lag nun doch darin. Die Pferde zogen an. Der Schlitten verschwand stäubend und klingenld in der Gassenschlucht gegen das Schottentor. Es hatte zu wehen aufgehört. Ruhig fielen die Flocken.„Machen wir noch einen Umweg, Brand?“ ragte der Regenschori. Er wußte, daß Aloisius Brand diesen Freundschaftsdienst jetzt brauchte. Der Wachszieher nickte. Die Aussicht, daß er jetzt reden durfte, tat ihm wohl. Aber dann schwieg er doch. Er schämte sich vor seinem Freund. Er fürchtete, Matthias Wimmer könnte glauben, er habe aus Habgier gehandelt. Aber hätte er nein sagen sollen? Einen solchen Freier fand die Lisl kein zweites Mal. Und es war auch Zeit, daß sie unter die Haube kam. Seit einer Woche war ohnehin nichts mit ihr anzufangen. Vor seinen Augen tanzte die Zahl 50 000 wie ein Lottogewinn. Die beiden waren jetzt an der Burg, auf dem Michaelerplatz. Der Widerschein der hellerleuchteten Fenster schimmerte im Schnee. Wie um abzulenken, meinte Aloisius Brand:„Ob der Anderl wohl die Körb mit den Lebzelten noch rechtzeitig in die Hofkuchel tragen hat? Das wär so a G'schicht! Und auf die Lisl is auch kein rechter Verlaß mehr. Wie verhext is seit einer Wochen.“ Dann aber fragte er unvermittelt:„Was soll ich tun, Wimmer?“ Der kleine Regenschori blieb stehen. Er nahm den Meister an einem Knopf seines Pelzes und sagte:„Viel Geld is schon, Brand. Aber in den Ehestand soll man seine Kinder halt nit zwingen." Brand seufzte und nickte. Dann gingen sie weiter. Tanzweisen vom Feste der Kaiserin erklangen hinter den lichterstrahlenden Fenstern der Burg. Das Singen und Locken von Geigen und Flöten schwebte aus dem dunklen Gemäuer in das leise Sausen des eisigen Winds. Die beiden Grenadiere am Burgtor schlugen frierend mit den Armen und beugten sich spähend vor, ob nicht am Ende eine Ronde oder sonst ein Vorgesetzter sie bei ihrem vorschriftswidrigen Tun entdeckte. Aus der Wachstub erscholl lautes Gelächter. Als die beiden Spaziergänger am Burgtor vorbes kamen, blieb der Regenschori zum zweitenmal stehen wandte den Kopf, fragte behutsam, teilnehmend:„Gelif du hast ja g'sagt, Brand?“ Der Wachszieher senkte seufzend den Kopf. „Das ist freilich schlimm“, meinte Matthias Wimmet und ging weiter. Wieder mußte er an die große denken, nach der die Elisabeth Brand sich sehnte. So fein das zwei daß es seh gelangte. nicht oh stellungsbel Sachver unangenehr zu erstell Der Urlaub des Leutnants von Rabenau wurde kein ungetrübte Freude. Der Krieg in Böhmen und Mähre und Schlesien ging schon ins zweite Jahr. Prag um Kolin, Leuthen auch waren geschlagen, wo, Gott seis geklagt, alle Kühnheit und alle Meriten nichts hattens helfen wollen gegen die Kriegskunst des Potsdamer K9 nigs und den Leichtsinn des Lothringers. Dem hatte di Kaiserin nun glücklich das Handwerk gelegt. Wenne ums Reich ging, mußte auch ein Schwager Maria resias dran glauben. Aber die Soldaten schmolzen dahn wie der Schnee in der Sonne. Ueber vierzigtausen Mann hatte Leuthen allein gekostet. In den schlechten Winterquartieren gabs Seuchen und Krankheiten. Sogu der Garnison in Wien fehlte es manchmal an Offizieren So zog man von Zeit zu Zeit auch die Beurlaubten zum Wachdienst heran. Hätten lieber die Nacht durchtanzt oder sonst in Freuden verbracht, die Leutnants, statt Ronde zu gehen eisigen Schneesturm. In den böhmischen und schlesischen Dörfern gab es der Mädel nicht genug für die Leutnander Kaiserin. Das nannte man dann Urlaub! Aber was war da tun? Maul halten und weiterdienen! Wie es bei den Soldaten gewesen. Das war zu Wien nschanders als in Potsdam. War nur ein Glück, daß es Hauptleute der Wach kompagnien gab, die gutmütig ein Auge zudrückten oder zwei, wenn einer der Jungen gleich drei oder vier Stun den auf Ronde blieb und nicht in die Wachtstube kam Hatte es ja auch verdient die junge Brut, daß man che hier in Wien durch die Finger sah. Auch der Hauptmann Falkenstein, der heute mit dritten Kompagnie des Regiments Bärenklau die Burg wache hatte, verstand sich drauf, die Augen zu schließen Wiewohl er doch sonst im Dienst wild wie ein Satan war. Aber er kannte den Krieg. Nur den Winter über war er nach Wien kommandiert. Er wußte, daß solche Eskapaden den Leutnants zu gönnen waren. Eben hatte er die Posten revidiert in der Burg. er wieder die Wachtstube am Burgportal betrat, schmiy er der wartenden Ordonnanz ärgerlich den beschnetten Dreispitz zu. (Fortsetzung folgt.) stellen eine ben Dr. 2 15. August Willi! Ich Conti-Y warmehr oder Vertreter d das Gutach träftig faßt und neues Gute liche Au mir Vorwü Ich möchte geranmache Reyers neleyers pe Aus ein gug geht Peyersche Schreiben wie er, sonst einem schärfere ju dann an mel rau gefa halten zu b einer alte wahrscheinl waren, bis drachte. Hastrichs 1 So kam dem Juden den-Anf am Mittwo tete es dan Arteil noch hatte die e blasseste Kollettivart Müller die tt in-Mühein, Beilage Freitag, den 21. Jonuar 1938 Nr. 19 erung. eite der großen ieß das Atlanti, m gewinnen. Luftströmung„ oßwetterlage de chterhält, dauen hlagsfreie W. Stojadinowitsch in den Krupp=Werken. herzlicher Empfang in Essen. läßige südwestlig e. leichte Nieden, X Essen, 20. Januar. Ministerpräsident Dr. Stojadiereinzelt vor en Niederwaldbe. Uebertreibungen sie als eifrige seitspolizis nteresse der Lan. das ist eine i t— schade wen urde. kapelle in Hervest he Fürst Leo. apelle in Angrif t gegründet werOrtsgruppenleite die Winterigend. findet in der 20,15 Uhr das schen Hitlen ranstaltung werfür die Winternkirchen ausge fassen den Eiden EisschnellHJ. Das Raht u. a. noch hu n bekannter Eipiel nicht wiedeit solchem Einsat erraschung fäl Höntrop. dem SV Höntry und er will nu kere Neuling ha rühmte Abstiegann getrost schon das Temprsetzung 1:2 verwenn die Punlt Herten. en Borussen der nerkbar gemacht icht dabei, dan ssichten, auch in sich nämlich ge nz der Borussen ns Mittelläufe rhalten, Lenz Herne. wie die aus der Zehn Gutpunkt venn nicht alleen". Die El sich— bitte: in um und in Röprochene„Heime heißt, braucht setzt zu werden. aus Herne dibird es jetzt vielimmerhin we Der jugoslawische Mer zamitsch traf am Donnerstagmorgen kurz nach 9 Uhr mit dem Sonderzug in Essen ein, um nach den festsichen Tagen des Staatsbesuches in der Reichshauptstadt Esen und dem rheinisch=westfälischen Industriegebiet, dem mirtschaftlichen Kraftzentrum Deutschlands, einen Besuch chustatten. Nach den offiziellen Empfängen und Veranstaltungen, die zu Ehren des hohen Gastes in der Hauptstadt des Reiches stattfanden, wird Ministerpräsident Stojadinowitsch nun das in friedlicher Aufbauarbeit stehende Deutschland an den eindrucksvollsten Stätten seiindustriellen Schaffens kennenlernen und einen Einduck gewinnen von dem kraftvollen Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft. Sein erster Besuch in Essen galt der im neubegründeten Reich Adolf Hitlers wiedererstandenen Waffenschmiede des Reiches. In Begleitung des Ministerpräsidenten Stojadinowitsch, der mit seiner Gattin dem Zuge entstieg, befanden sich u. a. der jugoslawische Gesandte in Berlin, Cincar Narcowic, der Militärattaché der Berliner jugoslazischen Gesandtschaft, Oberst Veric, der Kabinettschef des Ministerpräsidenten, Dr. Protic, der deutsche Gesandte in Belgrad, von Heeren, und der deutsche Nilitärattaché in Belgrad, Generalmajor von Fabre u Faur. Zur Begrüßung des Gastes hatten sich mit dem Gauseiter und Oberpräsidenten Terboven und dem Oberbürgermeister der Stadt Essen, Dillgardt, SS=Obergruppenführer Weitzel, Gaustabsleiter Fischer und eine Reihe weiterer führender Männer aus Partei und Staat eingefunden. Auch der jugoslawische Generalkonsul in Düsseldorf, Duschan Pantitsch, und die Vereinsvorstände der im Ruhrgebiet bekanntlich sehr stark vertretenen jugoslawischen Kolonie waren mit Fahnenabordnungen erschienen, um dem Regierungschef ihres Vaterlandes den Willkommensgruß seiner Landsleute zu entbieten. Gleichzeitig mit dem Ministerpräsidenten waren am Donnerstagvormittag auch 16 jugoslawische Journalisten in Essen eingetroffen. Nach kurzer Begrüßung verließen Ministerpräsident Stojadinowitsch und die Damen und Herren seiner jugoslawischen und deutschen Begleitung unter den stürmischen„Zivio“=Rufen seiner Landsleute den Bahnsteig. In Kraftwagen begaben sich die Gäste sodann zu den Krupp=Werken. Auf dem Bahnhofsvorplatz und in den Straßen, durch die die Wagenkolonne ihren Weg nahm, hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge versammelt, die den Freund Deutschlands freudig begrüßte. In der Ehrenhalle des Hauptverwaltungsgebäudes der Fried. Krupp AG in Essen hieß der Chef des Hauses Krupp, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, mit seiner Frau, seinen beiden ältesten Söhnen und den Mitgliedern des Direktoriums die Gäste herzlich willkommen. In knappen Zügen gab Herr von Bohlen an Hand einer Karte des rheinisch=westfälischen Industriegebiets einen Ueberblick über die Gründung und Entwicklungsgeschichte des weltumspannenden Unternehmens, wobei er auch die besonderen Aufgaben erwähnte, die der wirtschaftliche Wiederaufstieg Deutschlands und der vom Führer verkündete Vierjahresplan den Krupp=Werlen stellen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die großen Anstrengungen, die Deutschland zu machen gezwungen ist, um auch in der Eisenerzfrage weitgehend unabhängig vom Ausland zu werden. Aus diesem Grunde habe die Firma Krupp ein neues Verfahren, das sog. Renn=Verfahren, ausgearbeitet und entwickelt, um aus eisenarmen Erzen ein fast reines Roheisen zu gewinnen, das dann in den Stahlöfen weiterverarbeitet werden kann. Herr von Bohlen schilderte kurz die vielfältigen sozialen Einrichtungen der Krupp=Werke für ihre Gefolgschaftsmitglieder, das großzügige Wohn= und Siedlungswesen und die geistig=kulturellen Bestrebungen, die seit jeher ein besonderes Kennzeichen der Kruppschen Werksgemeinschaft waren. Er gedachte schließlich der guten Beziehungen, die die Firma Krupp mit dem befreundeten Jugoslawien verbinden und die noch in letzter Zeit einen bedeutsamen Ausdruck in der Schaffung des nach den Plänen und unter Leitung des Krupp=Grusonwerks erbauten jugoslawischen Walzwerks in Zenica fanden. In der Hoffnung, daß dieses Werk sich zum Segen der jugoslawischen Industrie entwickeln und deutscher Arbeit und der Firma Krupp Ehre machen möge, überreichte Dr. Krupp von Bohlen und Halbach dem Ministerpräsidenten Stojadinowitsch einen aus jugoslawischem Eisenerz gefertigten Brieföffner als Angebinde mit dem Wunsch für die weiterhin glückliche Aufwärtsentwicklung seines Vaterlandes. Anschließend Werke statt. fand eine Besichtigung der KruppBesichtigung der Hydrier=Werk A=G Scholven. X Essen. 20. Januar. Im Anschluß an die Besichtigung der Krupp=Werke durch den Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch trafen die Teilnehmer mit ihren Damen, die inzwischen eine Fahrt durch die Stadt Essen und die Kruppschen Wohnsiedlungen unternommen hatten, auf der Villa Hügel zu kurzer Rast wieder zusammen. Anschließend ging die Fahrt des Ministerpräsidenten und seiner Begleitung, bei der sich als Mitglieder des deutschen Ehrendienstes auch Oberst Bodenschatz als Vertreter von Generaloberst Göring und der Chef des Protokolls v. Bülow=Schwante befanden, weiter nach Gelsenkirchen=Buer. wo eins der bedeutsamsten Werke der Steinkohleverflüssigung, die Hydrierwerk A. G. Scholven, besichtigt wurde. Immer wieder durchfuhr man in den Straßen Essens und Gelsenkirchens=Buers, obwohl keinerlei Bekanntgabe erfolgt war, ein vielfach dichtes Spalier von Menschen, die den jugoslawischen Ministerpräsidenten und seine Begleiter herzlich begrüßten. Vor dem Werk hatten sich mit einer großen Menschenmenge wiederum Abordnungen der jugoslawischen Heimatverbände des Ruhrgebietes mit ihren Fahnen eingefunden. Mit lebhaften Zivio=(Heil) Rufen empfingen die Ruhrland=Jugoslawen, die gerade in diesem Teil des nördlichen Ruhrgebietes in besonders großer Zahl leben, den Ministerpräsidenten ihres Heimatlandes. Herzlich begrüßte Dr. Stojadinowitsch seine Landsleute und immer wieder mußte er, freudig bewegt, die ihm entgegengestreckten Hände drücken. Am Eingang des Werkes begrüßte Generaldirektor Tengelmann den Gast. Mit lebhaftem Interesse folgte der Ministerpräsident sodann im Sitzungssaal dem einleitenden Vortrag von Direktor Dr. Jost über das Wesen der Kohleverflüssigung, über die Entwicklung und den Aufbau des Werkes und seine Bedeutung im Rahmen der Aufgaben, die in der Erfüllung des Vierjahresplanes dem deutschen Bergbau gestellt sind. Der Vortrag und die anschließende Besichtigung des Werkes vermittelten den Gästen einen interessanten Einblick in den Produktionsgang und in die tatkräftigen und erfolgreichen Bemühungen Deutschlands, sich durch die modernen Hydrierverfahren aus Kohle und Wasserstoff einen Treibstoff zu schaffen, der an Qualität und Klopffestigkeit dem Naturbenzin schon heute nichts nachsteht, und der es ihm ermöglicht, sich weitgehend in der Treibstoffrage vom Ausland unabhängig zu machen. Nach Beendigung der Besichtigung wurde die Reise nach Düsseldorf fortgesetzt. Ueber Düsseldorf nach München. :: Düsseldorf. 20. Januar. Zu Ehren des jugoslawischen Ministerpräsidenten und Ministers des Aeußern Dr. Stojadinowitsch und seiner Gattin veranstaltete Regierungspräsident Schmid in Düsseldorf einen Tee=Empfana im Parkhotel und im Anschluß daran im Residenz=Theater eine Sondervorführung des auf der Pariser Weltausstellung ausgezeichneten Films„Der Mustergatte“. Um 21 Uhr trat Ministerpräsident Stojadinowitsch die Weiterfahrt nach München an. der Koblenzer Besatzungsschüden=Prozeß Unangenehme Ueberraschung: Das zweite Gutachten genügte nicht. Hastrich unterscheidet„neue" von :: Koblenz. 20. Januar. So fein John, Müller, Meyer und Hastrich das zweite Gutachten„ausgearbeitet“ hatten, soes sehr gut„filtriert“ an die Feststellungsbehörde gelangte.— die entscheidende Instanz fiel nicht ohne weiteres darauf herein. Die Feststellungsbehörde gab vielmehr die Angelegenheit an den Sachverständigen Hastrich zurück, der nun die unangenehme Aufgabe hatte, ein neues Gutachten zu erstellen. Das war die Bombe. die offensichtlich zunächst eine Panik anrichtete. Darüber gibt ein Schreiden Dr. Müllers an seinen Freund Gatzweiler vom au wurde lem 15. August 1930 Aufschluß. Es heißt darin u. a.: Lieber en und Mährs, Willi! Ich höre, daß Du in Urlaub bist. Gestern war hr. Prag un Conti=Meyer(Koblenz) mit Herrn I.(John) hier. wo, Gott sei Beide waren mehr als aufgeregt. Das Dir bekannte i nichts hatterf Gutachten von Hastrich ist von der Feststellungsbehörde mehr oder weniger zurückgewiesen worden, ebenso vom der Wachstub Burgtor vorbe eitenmal stehen tehmend:„Gel Kopf. tthias Wimmer die große Liebsehnte. legt. Wenn e er Maria Theschmolzen dahin vierzigtausen i den schlechten kheiten. Soga lan Offizieren eurlaubten zum Potsdamer No ney. Wder weniger zubungewiesen worben, ebenso vom Dem hatte din Vertreter des Reichs; beide sind jetzt der Auffassung, daß vas Gutachten ja auch alle alten bereits rechtskräftig ab gegoltenen Schäden Meyers umfaßt und verlangen von Hastrich, daß er entweder ein neues Gutachten erstattet oder sein altes durch zusätzliche Ausführungen erhartet. Meyer machte mir Vorwürfe, sodaß ich ihn beinahe hinausgeklebt hätte. möchte mich deshalb nicht ohne weiteres an die Sache Kranmachen und frage bei Dir an, ob ich Dir die Akten Neyers per Eilboten zuschicken kann. sonst in Freude zu gehen im und schlesischen die Leutnaniwas war da z Wie es alleze u Wien nic tte der Wachzudrückten odet der vier StunBachtstube kan. daß man ihr heute mit lau die Burg= n zu wie ein n Winter ßte, daß solche en. er Burg. Al betrat, schmig den beschneiten ung folgt.) Aus einem Brief, der acht Tage später an Gatzweiler geht hervor, daß Gatzweiler bereit war, die Leyersche Sache wieder zu übernehmen. In diesem Schreiben spricht Müller davon, daß er noch nicht wisse, die er„operieren" solle,„mit den Wanzen oder sonst einem Dreh“, schlägt aber vor, für Hastrich jetzt noch schärfere juristische Formulierungen zu machen, sodaß dann an dem neu zu erstattenden Gutachten nichts mehr auszusetzen wäre. Müller ist sicherlich nicht darauf gefaßt gewesen, diese belastenden Briefe vorgesalten zu bekommen, denn man fand diese Schriftstücke in einer alten Kiste im Keller Müllers, sodaß sie dahrscheinlich vollkommen in Vergessenheit geraten at"e Staatsanwaltschaft sie ans Tageslicht Hastrichs teilweise Vaterschaft am dritten Gutachten. 50 kam das dritte Gutachten Hastrichs zustande, das dem Juden Meyer 65 000 Mark Besatzungsschäen. Ansprüche zuvilligte. Das Gutachten wurde n Mittwoch von der Kammer vorgelesen. Hastrich leiie es damit ein, daß er das Reichswirtschaftsgerichtsatteil„noch einmal genau durchstudiert“ habe. Natürlich die Feststellungsbebörde auch in diesem Fall nicht dlasseste Ahnung, daß das Gutachten eine geschickte Rinabeit war, bei der vermutlich wieder John und aller die Hand im Spiele hatten. Als wesentlichster Punkt wird darin die„große Fruchtbarkeit der Wanzen“ bezeichnet, die sich aufs neue im Conti=Hotel breit gemacht hätten, nachdem Meyer im Oktober 1924 zum erstenmal entschädigt worden war. Der Vorsitzende kann sich die Aeußerung nicht verkneifen, daß dieses dritte Gutachten„einfach wunderbar“ den Nachweis erbringe, daß nach Oktober 1924 die bösen Wanzen restlos vernichtet waren und sie nachher ganz neu von der Besatzung eingeschleppt wurden. Aber so„ehrend“ auch dieses dritte Gutachten für die Geistesschärfe seines Verfassers ist, niemand will so recht der geistige Vater gewesen sein. Daß so großer Wert auf„neue" Wanzen gelegt wurde, ist verständlich, denn eine Entschädigung wäre infrage gestellt worden, wenn die später aufgetretenen Wanzen etwa Nachkommen ihrer Vorfahren von vor 1924 gewesen wären. Hastrich, der aus der Haft vorgeführt wird, bekennt sich als Zeuge zu einer teilweisen Vaterschaft über dieses dritte Gutachten. Conti=Meyer geht mit 40 000 Mark durchs Ziel. Als markanter Posten ist wie im zweiten auch im dritten Gutachten angeführt, daß sage und schreibe acht Zimmereinrichtungen von der Besatzung demoliert wurden und nach und nach ganz verschwunden seien. Daß Meyer das Verschwinden dieser Einrichtungen nicht sofort oder früher bemerkt habe als 1929, klingt recht sonderbar, wird aber verständlicher, wenn man bedenkt daß nur noch sogenannte„verdeckte“ Schäden vergütet wurden, Schäden also, die nicht sofort feststellbar waren. Dieses Beispiel illustriert anschaulich, daß man bestrebt war, das Gutachten unter allen Umständen so abzufassen, daß es allen Erfordernissen der Reichswirtschaftsgerichts=Richtlinien entsprach. Wenn es dem Laien nicht klar sein sollte, wie man die neuen von den alten Wanzen unterschied, so höre man Hastrich:„Ich habe das unzweifelhaft an den Spuren festgestellt, die die Wanzen zurückgelassen haben. Es waren neue Spuren.“ Nun weiß man nicht, ob die neuen Wanzenspuren nicht von alten Wanzen vezw. deren„Nachkommen“ herrühren. Das Gutachten Nummer 3 war derart gut, daß die Feststellungsbehörde Meyer nun 65411 Mark zusprach. Noch einige Hindernisse, und das gute Ende: Meyer bekommt für Sachschäden 40 000 Mark. Doch jetzt erhob das Reichswirtschaftsgericht bezw. der Vertreter des Reichs Einspruch mit dem Bemerken, daß in Bezug auf die Ungeklärtheit der Grenze zwischen alten und neuen Schäden, deren Nachweis nach keiner Richtung genau geführt werden könne, der Sachverständige Hastrich das Wohlwollen zugunsten des Geschädigten Meyer doch etwas überspannt habe. Dr. Müller nahm wieder Stellung und führte in einem Brief an das Reichswirtschaftsgericht besonders an, daß ja der tüchtige und allbewährte Sachverständige Hastrich das Gutachten erstattet habe. Dr. Müller und Meyers Sohn Marcel, der Referendar war, fuhren nach Berlin, und der Termin vor dem Reichswirtschaftsgericht endete schließlich damit, daß Meyer statt 65000 nur 40 000 Mart für Sachschaden bekam. Die indirekten Schäden(Geschäftsausfall, Reklamekosten usw.), die Meyer auf über 100000 Mark veranschlagte werden nächste Woche besprochen. Auf die 40 000 Mark ließ man sich für die verstrichenen Jahre noch 2500 Mark Zinsen geben. Die Verteidiger des Angeblagten Müller erklärten noch daß, nachdem schon damals eine ungeklärte Lage bestand, heute unmöglich der Nachweis zu führen sei, daß die 40 000 Mark für Meyer mit falschen Unterlagen und unter unrechtmäßiger Beeinflussung des Reichswirtschaftsgerichts erlangt worden seien. Staatsanwaltschaftsrat Arnold erwiderte, daß es ja gerade die Beteiligten waren, die die Sachlage möglichst zu verwirren und unklar zu gestalten versuchten, damit sie dann im Trüben fischen konnten.— Die nächste Verhandlung ist am Freitag. Der Esch=Prozeß. DNB Düsseldorf, 20. Januar. Nachdem an den ersten beiden Tagen im Prozeß gegen den ehemaligen Steuerdirektor der Stadt Düsseldorf, Erich Esch, der schwerste Fall, eine Unterschlagung von 600 000 RM durch Esch, verhandelt worden war, kam am dritten Verhandlungstage ein Fall zur Verhandlung, in dem Esch und dem Mitangeklagten Stappen vorgeworfen wird. 42000 RM Bestechungsgelder angenommen zu haben. Auch in diesem Fall wurde von einer Düsseldorfer Firma nach Revision eine Gewerbesteuernachzahlung von 106 000 RM gefordert. Nachdem dieser Betrag von der Firma gezahlt worden war, kündete Esch das Steuerstrafverfahren an und drohte mit einer Steuerstrafe von über eine Million RM. Nach vergeblichen Versuchen der Firma, eine erhebliche Ermäßigung dieser Strafe zu erreichen, schaltete sich auch hier wiederum der angeklagte Steuerberater Stappen ein und machte schließlich der Firma unter Bezugnahme auf Esch den Vorschlag, mit einer Zahlung von 50000 RMdie Sache aus der Welt zu schaffen. Die Firma nahm diesen Vorschlag natürlich mit großer Befriedigung an und zahlte vorschlagsgemäß 5000 RM Steuerstrafe an das Städtische Einziehungsamt, 3000 RM an eine Organisation und 42000 RM in Barschecks an Stappen.(!) Das Steuerstrafverfahren wurde daraufhin niedergeschlagen. Stappen will von den 42000 RM an Esch 15 000 RM gezahlt haben, was dieser allerdings bestreitet. Der als Zeuge vernommene Leiter der Düsseldorfer Firma wurde gemäß Gerichtsbeschluß wegen Verdachts der aktiven Bestechung nicht vereidigt und Esch darauf hingewiesen, daß er in diesem Falle sowohl wegen Betruges als auch wegen einfacher und schwerer passiver Bestechung und Stappen wegen aktiver Bestechung bestraft werden könne. Es wurde nun der Fall einer anderen großen Firma behandelt. Diese Firma war zu einer Nachtragszahlung von 98 000 RM Steuern veranlagt worden. Da sie diese Veranlagung als völlig unberechtigt erachtete, erhob sie Einspruch. Im Laufe der Verhandlungen hatte Esch dem Prokuristen der Firma Befangenheit vorgeworfen. Sie suchte darauf nach einem in Steuersachen erfahrenen Mann, der als Vermittler auftreten sollte. Als solcher wurde dann von dem Angeklagten Boeger nach Rücksprache mit Esch der Angeklagte Stappen vorgeschlagen. Er verlangte von der Firma 30 000 RM Honorar, erhielt aber nur 5000 RM. Im Laufe der Verhandlungen wurde der Firma nahegelegt, sie solle für den Neubau des Rathauses eine gewisse Summe spenden. Die Angeklagten Esch, Boeger und Stappen behaupteten, daß sie hier ganz korrekt gehandelt hätten. Der als Zeuge vernommene Prokurist der Firma erklärt, daß er vor Erledigung der Steuerangelegenheit die Bewilligung der Spende für den Rathausneubau abgelehnt und eine Spende von 50 000 RM erst viel später, als die Steuersache längst erledigt war, bewilligt habe. Die Verhandlungen werden am Freitag weitergeführt. Im Fluge einen Motor verloren. Panik in einem belgischen Verkehrsflugzeug. + Brüssel, 20. Januar. Ein außergewöhnlicher Zwischenfall, der wie durch ein Wunder ohne ernste Folgen verlief, ereignete sich am Mittwoch auf der Flugstrecke Brüssel— Antwerpen. Ein mit mehreren Fahrgästen besetztes dreimotoriges belgisches Verkehrsflugzeug verlor plötzlich während des Fluges einen Motor. Der Fahrgäste bemächtigte sich einer Panik, als sie sahen, wie sich Motor vom Flugzeug löste und zur Erde herabstürzte. Die Maschine geriet zwar stark ins Schwanken, es gelang aber dem Piloten, mit Hilfe der zwei übrigen Motore ohne Schaden an sein Ziel zu gelangen. Ein Frechdachs in Amerika. Entdeckungsreise nach uSA von einem, der Millionär werden wollte. Von Peter Marius Zell. VII. Mein Tag von Damaskus" Als ich die Entdeckung gemacht hatte, daß man in den Vereinigten Staaten eine Vorliebe für Antiquitäten hat, die ich auch teile, konnte man mich nur schwerlich einladen, ohne daß ich nicht auf Antiquitäten zu sprechen kam. Durch Bekanntschaften und Empfehlungen wurde ich hierhin und dorthin gerufen. Ich hatte mir die Vertretung eines großen Lagers zugelegt, d. h. ich konnte mitnehmen, was ich wollte. Kirchliche Gewänder, Bilder, Leuchter, Schnitzereien— und wenn ganze Einrichtungen verlangt wurden, sandte man das hin, was ich aussuchte. Der Ueberpreis, den ich erzielte, gehörte mir. Das Geschäft ging ganz glatt. Freilich,„reich“ werden konnte ich auf diese Weise auch nicht. Aber ich kam herum. Das war mir die Hauptsache. Die Amerikaner sind gastfrei, und wenn man einmal eingeführt ist, dann kann man seinen Kreis ziemlich weit ausdehnen. Nur eins ist schwer: in die Kreise der Hochfinanz einzudringen. Sie leben zwar teilweise mitten in New York(wenn sie nicht auf ihrem Landsitz Golf spielen oder auf einer Yacht über die Meere kreuzen), aber man kann doch an sie herankommen. Eine schier überwindliche Wand trennt sie von den Mittel oder gar mäßig Begüterten. Hier kam der Zufall zu Ich hatte von einer Dame, die Antiquitäten durch mich erworben hatte, eine Einladung zum Tee bekommen. Ich ging hin und war nicht wenig erstaunt, eine überaus lustige Gesellschaft bei ihr zu finden und— eine pomphaft anmutende Umgebung. Ich sah kein Stück von meinen Sachen. Dafür aber eine Reihe wertvoller Bilder. Ich irrte mich nicht. Da hingen echte Gemälde: Rembrandt, van Dyke, Rubens, Franz Hals waren vertreten. Ich ließ mir den Tee reichen und wurde mit etwas kritischen Augen von den anderen Gästen betrachtet. Ich machte mir nichts daraus, und als man nach den Klängen einer kleinen Jazzkapelle, die im Musikzimmer untergebracht war, zu tanzen begann, forderte ich irgendeine junge Dame auf und hopste mit ihr fröhlich über das Parkett. Sie trug reichlich viel Brillanten an den Händen und um den Hals, aber sonst gefiel sie mir ganz gut. Im Laufe des Tanzes frage ich beifällig: „Wo ist denn eigentlich unsere Gastgeberin? Ich habe sie noch gar nicht gesehen.“ Meine Tänzerin sah mich mit Augen an, als ob sie mich für verrückt hielte. Dann sagte sie: „Aber dort sitz doch Frau Astor!“ (Es war nicht der Name Astor, aber ich wähle ihn jetzt, um seine Wirkung zu beschreiben, denn der Name, der genannt wurde; hatte einen ebenso weltbekannten Klang wie eben derjenige dieser alten Familie). Jetzt war die Reihe des Erstaunens an mich gekommen. „Frau Astor?“, fragte ich verblüfft zurück. Ich sah in die bezeichnete Richtung und entdeckte eine ältere Dame mit schneeweißem Bubikopf. Sie war natürlich nicht die Dame, bei der ich eingeladen war.„Das muß ein Irrtum sein, ich denke Frau Jenkins ist hier die Dame des Hauses..?“ „Jenkins? Ich kenne die Dame gar nicht," sagte meine Tänzerin ebenso erschrocken wie ich. „Na“, sagte ich,“ aber ich bin doch zum Tee bei Frau Jenkins eingeladen.“ „Aber hier gibt es keine Frau Jenkins. Sie sind hier bei Frau Astor.“ Ich ließ meine Tänzerin mitten im Tanze fahren, holte die Einladung aus der Tasche. Wir lasen beide, und dann stellte sich heraus, daß ich bei der Nennung der Adresse einen Fehler gemacht hatte. Ich hatte mich um einige Häuserblocks geirrt. Das konnte der Taxichauffeur nicht wissen. Als ich vorfuhr, hatte ich meine Karte abgegeben und war so selbstsicher vorwärtsgeschritten, daß dem empfangenden Hausmeister gar keine Zweifel gekommen waren. Früher hatte man mir das zweifelhafte Kompliment gemacht, daß ich ein Parkettschlittschuhläufer sei. Das soll bedeuten, daß ich auf dem glatten Boden der Gesellschaft ziemlich behende bin. In diesem Augenblick aber wurde mir doch etwas merkwürdig zu Mute, und wenn ich nicht irre, schoß mir eine heiße Welle über mein herzlich dummes Gesicht. Dann aber war ich entschlossen, dem Zufall nicht die Tür vor der Nase zuzuwerfen. Ich hätte,— ich glaube, daß es die meisten anderen getan hätten—, mich verdrücken können. So reichte ich aber meiner Tänzerin den Arm und schritt quer durch die Tanzenden auf die Dame mit schneeweißem Bubikopf zu. Ich habe niemals in einem Gesicht ein so gütiges, ein so einnehmendes Lächeln gesehen. Es wäre häßlich von mir, wollte ich sagen, daß es die Maske der gesellschaftlichen Umgangsformen war. So kann nur eine Frau lächeln, die durch das Leben geläutert ist, der nichts mehr fremd ist, die vieles durchschaut. Ich kann ihr kein besseres Kompliment heute noch nachträglich machen, als wenn ich sage: mir war es, als stände ich vor meiner Mutter. Ganz unwillkürlich beugte ich mich über ihre Hand und küßte sie eine Sekunde länger, als wie man den zeremoniellen Handkuß gewohnt ist(der drüben wie bei den Engländern nicht beliebt ist). Dann sagte ich: „Sie werden es gütigst verzeihen? Ein Irrtum führte mich in Ihr Haus. Ich bin sehr unglücklich, eine Stunde unter Ihrem Dache geweilt zu haben.“ Die Damen, mit denen sie sich unterhielt, setzten die Tassen vom Munde ab. „Aber nehmen Sie ein wenig Platz. Ich hoffe, Sie unterhalten sich gut bei uns. Das ist doch die Hauptsache.“ Ich verbeugte mich stumm und wollte gehen. Ich durfte nicht. Diese Frau konnte befehlen. Und da es mit meinem Englisch immer noch nicht so gut bestellt war, daß ich alle Feinheiten des Gesprächs beherrschte, sie aber wiederum das Deutsche nur brockenweise sprach, nahmen wir die französische Sprache zu Hilfe. Diese, in drei Sprachen geführte Unterhaltung, wurde ausschlaggebend für meinen amerikanischen Aufenthalt, und wenn ich an die letzten Folgen hiervon wiederum denke, dann auch ausschlaggebend für mein ganzes Leben. Einen Augenblick oder eine endlose Spanne Zeit, so etwas kann man nicht nach der Uhr bemessen, war es, als wenn ich mit dieser klugen alten Frau allein sei. Die übrigen Damen unterhielten sich miteinander oder warfen wohl hier und da ein Wort in unsere Unterhaltung und meine Tänzerin tanzte bereits wieder in den Armen eines gutaussehenden jungen Mannes. Die Unterredung packte mich an meiner seelisch empfindlichsten Stelle. Ich fühlte mich bis in alle Winkel durchschaut und auch in den fernen Ecken des eigenen Ichs durchleuchtet, die mir selbst nie recht klar geworden waren. Die alte Frau nahm mich geistig wie eine Mutter in die Arme und suchte mir zu helfen. Sie löschte mit leisen und gütigen Händen das Irrlicht in mir aus, das in mir geisterte und mich über die Welt trieb. Sie nahm mir die Unrast, das Unbeständige, das nutzlose Suchen und gab mir Ziel und Richtung. Den Dialog wiederzugeben, ist zwecklos, zumal er in drei Sprachen geführt wurde. Der Inhalt aber blieb klar und deutlich für alle Zeiten in meiner Erinnerung. Sich erkennen und mit der Heimat verbunden, den Weg verfolgen, der sich aus dem eigenen Können ergibt das ist die Erlösung aus den Wirren, den Zweifeln Man kann nicht nur immer an der Oberfläche plätschern. Man kann sich nicht von seinem Vaterland lösen und irgendwo anders sein Glück suchen und nach dem Zufallserfolg jagen. Er bliebe, selbst wenn er aus dem Füllhorn der Fortuna käme, ohne den inneren Reichtum, der uns allein nützt.— Wohl gibt es Pioniere ihres Vaterlandes im Ausland. Aber nur dann, wenn sie ihrem Vaterland treu bleiben und die guten Eigenschaften des Landes so stark, so unangefochten in sich tragen, daß sie dieselben übertragen können. Steuben war ein guter echter Deutscher. Er blieb hier, was er drüben war, ein preußischer General. Dadurch wurde er groß und diente dem deutschen und dem amerikanischen Volk. Wer im Ausland etwas werden will, muß stark im eigenen Vaterland sein, und wer im Ausland es weiter bringen will, der muß ein Gesandter seines Landes im besten Sinne des Wortes werden. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Was erwartete ich von den Vereinigten Staaten, der ich nichts in Deutschland war? Wie konnte ich auf Zufall und Glück vertrauen, der unfähig war,(wenn sie beide gekommen wären) sie auch zu halten?! Und nur das Leben als einen Witz zu betrachten?!— nur mit lebensuntüchtiger Formengewandheit sich über alles hinwegzusetzen und den Tyll Eulenspiegel oder den Don Quichotte machen?!— dafür schien mir mein Leben plötzlich zu schade. Bei mir stand es plötzlich festZurück nach Deutschland! Aus sich seisst etwas werden und dann, wenn dann noch die große Sehnsucht geblieben ist, die Weiten unserer herrlichen Welt zu durchforschen oder dem Erleben auf fremden Kontinenten nachzugehen, dann los, wenn die innere Festigkeit erworben ist. Freilich, ich packte nicht gleich meine Koffer. Ich mußte ja noch erst einmal meinen Tribut zahlen, und mein Geld, das ich sorgsam gehütet hatte, auch noch auf echt banale Weise loswerden— damit ich nicht nur mit theoretischer, sondern auch mit praktischer Erkenntnis gesegnet war, Dazu verhalf mir meine schöne Tänzerin, die es so einrichtete, daß ich sie nach Haus bringen mußte. Sie lud mich zu ihren Eltern ein, und als sie die tiefe Ergriffenheit spürte, die ich nach der Unterhaltung empfand, verstand sie es ausgerechnet, Vorteil daraus zu schlagen. (Fortsetzung folgt) Handel und Wirtschaft, Tätigkeit von Inkasso-Instituten. Es besteht Veranlassung, die rechtsuchende Bevölkerung darauf hinzuweisen, daß den Inkasso=Instituten Vereinbarungen mit Kunden, nach welchen diese Pauschalvergütungen— insbesondere Jahres=, Abonnements= oder Mitgliedsbeiträge, Unkostenpauschalen oder dergl.— zu entrichten haben, untersagt sind. Die Inkasso=Institute sind im übrigen nur zur außergerichtlichen Forderungseinziehung(Inkasso) berechtigt. Die gerichtliche Geltendmachung von Forderungen im Auftrage, Dritter(gerichtliches Mahnverfahren, ErAmtliche Devisenkurse. Berlin, den 20. Januar 1938 Telegraphische Auszahlung ägypt. Pfd Argentinien 1 Pap.-Peso Belgien Brasilien Bulgarien Dänemark Danzig England Estland Finnland Frankreich 100 Belge Milreis 100 Leva 100 Kronen 100 Gulden Pfund 100 estn Kr 100 fnn M 100 Fres Griechenland 100 Drach Holland 100 Gulden Iran Island Italien Japan Jugoslawien 100 Rials 100 Isl. Kr 100 Lire 1 Yen 100 Dinar Kanada 1 kanad. Doll Lettland Litauen Norwegen Oesterreich Polen Portugal Rumänien Schweden Schweiz Spanien 100 Lats 100 Litas 100 Kronen 100 Schill 100 Zloty 100 Escudo 100 Lei 100 Kronen 100 Franken 100 Peseten Tschechoslowhkei 100 K. Türkei 1 türk. Pfd. Ungarn 100 Pengö Uruguay 1 Gold-Peso V.St. v.Amerika 1 Doll Brief 20. 1. 12.74 0.731 42.10 0.141 3.053 55.52 47.10 12.44 68.27 5.495 8.368 2.357 138.62 15.45 55.63 13.11 0.725 5.706 2.487 49.20 42.02 62.49 49.05 47.10 11.29 64.09 57.47 14.51 8.729 1.982 1.291 2.487 wirku usw.) behalten. ng von ist den Pfändungs= und Ueberweisungsbeschlüssen Rechtsanwälten und Rechtsbeiständen vorCrefelder Mühlenwerke A.=G. Der Abschluß vom 30. Juni 1937 weist bei 0,03(0,03) Mill. RM Abschreibungen sowie nach Zuweisung von 17 000 RM zum Delkrederefonds einschließlich Vortrag einen Reingewinn von 55 945(53 478) RM aus, woraus wieder 4% Dividende verteilt und 25 945 RM vorgetragen werden. Berliner Tendenz: Aktien nicht voll behauptet, Renten ruhig.— Entgegen den vorbörslich gehegten Erwartungen lagen die Aktienmärkte am Börsenbeginn eher etwas schwächer, obwohl unter dem Eindruck des ausgezeichneten Anleiheerfolges ein freundlicher Grundton durchaus nicht zu verkennen ist. Die Einbußen waren in der Hauptsache auf Abgaben für Rechnung von Sperrmarkkonten zurückzuführen, die bei bescheidener Kaufneigung vielfach nur bei weichenden Kursen Unterkunft fanden. Sonderbewegungen, die gestern den Verkehr maßgeblich beeinflußten, waren heute nicht zu verzeichnen. Eine Beruhigung ist insbesondere bei AEG eingetreten, die widerstandsfähig blieben. Märkte. Dortmunder Pferdemarkt. Dortmund, 20. Jan. Auftrieb: 708 Pferde und 6 Wagen aller Art. Es wurden bezahlt für: Kaltblüter: a) 1200—1400, b) 750—900, c) 300—550, d) 750—950, e) 500—700; Warmblüter: a) 1000—1200, 6) 600—700, c) 300—500: Kreuzungen: a) 950—1100, 6) 500—700, c) 200 bis 400. Einzelne ausgesuchte Tiere wurden über Noviz bezahlt. Nächster Markt am 3. Februar. Frankfurter Schlachtviehmarkt. X Frankfurt, 20. Jan. Auftrieb: Ochsen 200. Bullen 105, Kühe 330, Färsen 126, Kälber 389, Schafe 42, Schweine 273. Marktverlauf: alle Gattungen zugeteilt. Es kosteten: Ochsen: a) 43—45, b) 37—41, c) 36; Bullen: a) 41—43, b) 38—39; Kühe: a) 40—43, 6) 86—39, c) 28—33, d) 21 bis 25; Färsen: a) 43—44, b) 39—40, c) 35; Kälber: a) 63—65, 6) 57—59, c) 44—50, d) 33—40; Lämmer und Suche z. 1. März oder später 1600 2 Mädchen nicht unter 18 J., zum Melken und für Feldarbeiten. Bauer Peter Horstmann. Sendenhorst, Bez. Münster. Hammel: al)—, a2)—, 61)—, 62) 46, c) 40—44, d) 34—39; Schafe: a) 40—42, b) 35—38, c) 20—32; Schweine: a) 56,50, 51) 55,50, 62) 54,50, c) 52,50, d) 49,50 e)—, f)—, g1) 53,50, g2) 51,50. Osnabrücker Groß= und Kleinviehmarkt. X Osnabrück, 20. Jan. Auftrieb: Großvieh 11, davon Ochsen 4. Bullen 17, Kühe 91, Rinder 19, ferner Kälber 174, Schweine 556, Schafe 23. Marktverlauf: alle Gattungen zugeteilt. Es kosteten: Bullen: a) 39—41, 6) 35 bis 36; Kühe: a) 39—41, b) 33—37, c) 26—31; Färsen: a) 40—42, b) 36—38, c) 28—33; Kälber: a) 60—63. 6) 53—57, c) 40—48. d) 32—35; Schweine: a) 54,50, 61) 53,50, 62) 52,50, c) 50,50, d) 47,50, e)—, f)—, g1) 51,50. Nächster Markt am 27. Januar. Dortmunder Getreidemarkt. Roggen 69=71 kg: R 18 196,—, 16 194,—, 15 192,—, 13 190,—, 11 188,—; Futterhafer 46=49 kg: H 19 175,—, 18 Berliner Getreidegroßmarkt vom 20. Januar 1938 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77. frei Berlin... 212 PreisgebletVIVIIVIII 1 IX X I XII IXIV ges Erzeugerpr 200.00 201.00 202.00 203.00 204.00 206.00 208.00 Ruggen märk., Durchschnittsqualität: 69/71, frei Berlin. 194 PreisgebietV VI VII VIII XI I XII I XIII ges Erzeugerpr 182.00 183.00 184.00 185.00 188.00 189.00 190.00 Futtergerste 59/60V VI 1 VII 1 VIII I IX ges Erzeugerpreis, Prelsgebiet 167.00 168.00 170.00 173.00 175.00 Industriegerste(Sommergerstel frei Berlin— ab märk. Station— Futterhafer märk., Durchschnittsqualität 46/49 Preisgebiet IV VII 1 X XI XIII I XIV ges Erzengerpr. 156.00 160.00 163.00 165.00 168.00 170.00 Weizenmehl, lype 812(Vollmebl) VV IX X 1XII IXIV 28.B0 28.60 28.60 28.60 28.65 28.90 28.90 28.90 29.30 29.60 10% Auslandsweizen— 1.50 Mk. Aufgeld.— 20% Auslandsweizen— 3 00 Mk. Aufgeld Roggenmehl, lype 1150, Preisgebiet VVVI VI VIII XIXII IXIII 21.45 21.55 21.65 21.80 21.90 22.25 22.35 22.45 174,—, 16 172,—, 15, 171,—, 14 170,—, 13 168,—;&y, tergerste 59=60 kg: G 14 183,—, 13 181,—, 12 180,— 178,—, 10 177,—, Mehl. Grundpreise für Weizen, und Roggenmehl, Weizen= und Roggenkleie. Die Zuschläge bezw. Handelsspannen errechnen sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Weizenmehl Type 812(Vollmehl) un 50 Pfg. Frachtausgleich: W18 29,40, 16 29,40, 13 2865 12 28,65, 9 28,65; Roggenmehl Type 1150 und 50 Frachtausgleich: R 18 23.15, 16 23,—, 15 22,95, 13 220 11 22,55; Weizenkleie: W 18 12,05, 16 11,95, 13 117 12 11,70, 9 11,55; Roggenkleie: R 18 10,80, 16 10,70, 15 10,55, 13 10,45, 11 10,30. Metalle. Berlin. 20. Jan. Elektrolytkupfer(Wirebars) 6150 RM für 100 ka netto cif Hamburg, Bremen oder Rotter, dam. Aluminium 98=99 kg Bl. 133, Aluminium f. Walo. Dr. 137, Silber in Barren 900 t 39,50—42,50. Bremen: Baumwolle 20. 1. Loco Jan. März Mai Juli Okt. Dez. Brief Geldbez 10.34 6.84 9.76 9.96 10.15 10.42 10.52 Briet 10.28 9.6 9.77 9.76 9.76 9.68 9.96 9.95 9.96 9.87 10.16 10.14 10. 15 10.09 10 10.43 10.4110.42 10.35/10 10.52 10.51 10.52 10.45 10. Liverpool: Baumwolle 20. 1. 19. 1. 1 21.10 21.10 Weizenkleie. 1 1 I 11.15 11.20 Roggenkleie. 1 10.10 10.15 Viktorlaerbsen Kleine Erbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupinen, blaue Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Januar März Mai Juli Oktober Dezember 4.91 4.79 4.82 4.84 4.87 4.90 4.91 4.93 4.95 4.97 5.00 5.01 5.02 5.05 5.07 5.09 Preisgebiet VVII 11.30 11.35 Prelegebiet V1V 10.20 9.95 VII 11.40 VIII 11.50 1X 11.55 34-38 33-35 24-26 28-29 23—24.5 26-28 16—17 VIV 10.40 10 Lupinen, gelbe Seradella, alle Seradella, neue Leinkuchen 37% ab Hamburg tronußkuch. 50% Erdnußkuchenm. Trockenschnitzel 160 10.30 XII 11.70 XII 10.40 16.38 15.88 17.38 8.74 Soyabonnenschr. 45% B. Hbg. 45% a. Stellin Kartoffelflocken Fabrikpreis Kartoffelllocken Parit. Berlin XIV 11.85 XIII 10.45 15.58 15.88 1939 1939 1939 1939 5.10 5.13 5.15 Tagesimport—— Notierungen f. Sakellaridis u. Upper F.G.F. 20.. 1. 4.80 4.13 4.75 4.77 4.79 4.82 4.84 4.86 4.88 4.90 4.92 4.93 4.94 4.97 4.99 5.01 5.02 5.04 5.06 Liverpool: Ostind. 19. 1. 20. 1. Celd bez. Loco Broach. F. G.(GoodSt) 8.65„ Roller Gin. 9.67 Pj.(GoodSt.) 9.86., Centr.Pr.O.) 10.08 Nr. 1 St.Sup 10,33.. Beng. F. G. 10.43„ Beng. Sup. New Orleans: Baumwolle 20. 1. 19. 1. 8.76 8.73 3.95 4.10 4.25 3.60 3.90 19, 1. 3.2 4.07 4.2 3.57 Loco Januar Mürz Mai Juli Oktober Dezember 8.66 8.72 8.76 8.84—85 8.87 8.63 B.69 8.73 8.82 8.83-85 New Yorker Baumwollkurse Januar März Mai Juli September Oktober November Loco Sak. 8.43 6.10 6.0 6.01 6.02 6.02 6.03 6.03 6.28 20. 1. 8.62 8.50 8.52 8.55 8.58—59 8.61 8.64—65 8.67 8.71 8.73 8.75 8.77 Totalzufuhren Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Geschätzte Baumwollzufuhr in Atl. Häfen— Baumwollzufuhr in Golf-Häfen 1300 19. 1. 8.47 8.49 8.52 8.35 8.57 8.60 8.63 8.66 8.68 8.70 8.72 Zufuhren Export nach Export a. d Export nach Fracht nach Pacific-Häfen England 600 übrig. Kontinent 10000 Japan und China— Liverpoo.— Gott der Herr nahm heute abend, 9¼ Uhr, meinen geliebten Mann, unsern guten, treusorgenden Vater, Bruder, Schwager und Onkel, den 60 Facharzt Dr. med. Adolf Tecklenborg zu sich in die Ewigkeit. Er starb, versehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche, im Alter von 59 Jahren, an den Folgen eines Unglücksfalles, der ihn auf dem Wege zu seinen Kranken ereilte. In tiefer Trauer: Else Tecklenborg, geb. Rive Rolf Tecklenborg, cand. med. Gisela Tecklenborg Doris Tecklenborg Josef Tecklenborg, Pfarrer Münster(Westf.), Sendenhorst, Köln, den 19. Januar 1938. Windthorststraße 20. Die Beerdigung erfolgt vom Trauerhause am Samstag, den 22. Januar 1938, nachmittags 4 Uhr. Das Levitenamt ist am Samstag morgen, 9 Uhr, in der Lambertipfarrkirche. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Ueberflüssiger Fettansatz? Ungenügende Verdauung? Unreines Blut? Schlechte Darmtätigkeit? Keine Energle? Schlallos? Unlustig? usw. usw. usw. Dann einmal eine Tasse Warum? Nehmen Sie doch Amol! Es hat sich bei Rheuma. Ischias Kopf= und Nervenschmerzen, Migräne, Magen= und Darmbeschn den, Erkältung und Grippe seit Jahrzehnten bewährt!— An 90 Rpfg. in allen Apotheken und D werImol Aluenkräuter-Teg 1 Karmeltergelt ab 80 Rpfg. in allen Avotheken und Drogerien. St. Bernhard"hilft und beleb Mit lodam Schluck dieses Toos wirken 30RaBerew. Mit jedem Schluck dieses Tees wirken 30 verschledene bewährte Heilkräuter auf Innere Organe ein. Originalpaket— etwa 50 Tassen Inhalt— zu 1.— Rm. erhältlich in Apotheken und Drogerien. 350 „Zeno-Zeitung“ Dein Heimatblatt! Zu März wird für eine bürgerl. Wirtschaft in Dülmen ein tücht. kath. Mädchen das Gelegenheit hat, sich im Kochen weiter auszubilden, gesucht. Es handelt sich um Vertrauensstelle m. familiärer Behandlung. Näheres od. Off. unt. HW31 an Dülmener Ztg., Dülmen Drogramm zum Suche sofort kath. Mäöchen mit Kochkenntniss. Angebote an Freifrau Spies v. Büllesheim. Trier a. d. Mosel, Bergstraße 19 a. Junges kath. Mädchen als Anlernmädchen für Haushalt gesucht. 610 Deubener, Bielefeld, Mittelstraße 61. Sofort od. später kath. 601 Anstreicherlehrling gesucht. Heinr. Musiolik, Malermeister, Breden i. Westf. Erfolge nur durch Werbung Für die aufrichtige Teilnahme beim Hinscheiden meiner unvergeßlichen lieben Frau, unserer guten Mutter, sprechen wir hiermit von Herzen unseren Dank aus. Heinrich Schmidt und Kinder Bocholt, im Januar 1938. 604 Gesucht wird zum 1. 2. 38 ein lediger Melkergehilfe Dortselbst zum 1. 3. 38 ein 606 Mädchen unter 18 J., für Küche, Haus und Gartenarbeit. Gut Marienheide, Ochtrup i. W. Suche für meine Bäckerei u. Konditorei zu Östern einen 617 Lehrling Stephan Drees, Warendorf. Kirchstraße 13. Telephon 450. Bewerbungen auf Chiffre-Hnzelgen kelne Orlginal-Zeugnisse bellügen. Zeugnis-Abschrilten, Lichtbilder usw. müssen aut der Rückselte Namen und Anschrilt des Bewerbers tragen. LL Zum baldigen Eintritt ein einfaches Fräulein zur Stütze der Hausfrau gesucht. Selbiges muß selbständig u. perfekt m Kochen und Einmachen sein und die Hausfrau vertreten können, wie auch zeitweilig in der Wirtschaft mit ätig sein. Angenehme Dauerstellg Huter Lohn und gute Behandlung. Offert. unt. Z 26 an die Dorstener Volkszeitung, Dorsten i. W. 1548 Für mein Manufaktur= u. Damenkonfektionsgeschäft in einem lebhaften Industrieort des Münsterlandes suche ich für sofort od. später eine tüchtige, erfahr. kath. Verkäuferin nicht unter 25 Jahren. Dieselbe muß auch mit dem Verkauf der Konfektion und Gardinen vertraut sein. Schriftl. Angeb. mit Bild, Zeugnissen und Gehaltsansprüchen bei freier Station im Hause unter Nr. 602 an die Anzeigen=Verw. der Zeno, Münster. 602 Suche für meine Damenschneiderei eine tüchtige erste Kraft Heinr. Thiemann Manufakturwar., Sendenhorst. Bez. Münster. Fernruf 185. Gesucht wird von Lehrerin in Münster zu sofort oder 1. Februar erfahrenes kath. 456 Angebote mit Lohnansprüchen unter A B 134 an die Borkener Zeitung, Borken i. W. Suche zum 15. Februar ein tüchtiges. ehrliches kath. 603 Mädchen nicht unter 20 Jahren, für alle vorkommenden Hausarbeiten. Frau Jos. Streuff, Restaurant „Zur Post". Rees a. Rb. Frücher Bäckergeselle und Brotkutscher in Kreisstadt gesucht. Angebote unt. E W 23 an d. Neuen Emsboten, Warendorf. Gärtnergehilfe katholisch, sofort oder später, und ein schulentlassen. Junge zum 1. 4. für Gemüsegärtnerei ges Frisse, Münster i. W., Piusallee 77. 618 Für eine größere Baustelle in Ahaus suche ich möglichst zu sofort einen zuverlässigen, erfahrenen 605 Maurerpolier Hermann Borgers, Baugeschäft, Ochtrup i. Westf. Lehrling nicht unter 16 Jahren, mit guter Schulbildung, für Manufaktur und Konfektion, bei freier Station und Wohnung, zum 1. April 1938 gesucht Angebote unter 611 an die AnzeigenVerwaltung der Zeno, Münster. Zuverl. Person für dort. Gebiet als Bezirksleiter. gesucht. Hoh. Dauerverd. Beruf gl. (Kostenfreie Einführung.) 616 Gehring& Co., Komm.=Ges., Unkel/Rhein 3280. Suche zum 1. März oder 1. April Knecht Guter Lohn und gute Behandlung zugesichert. 613 Schulze Wermeling, Welte über Dülmen t. Westf. Ich suche zum 1. 4. Stellung als Erstknechtoder Siühe des prinzipals. Befinde mich seit 8 Jahren in mein. jetzigen Stellung. Josef Janning, p. Adr. Bauer Cl. Preckel, Leaden. Wehr 66 FamilienAnzeigen finden beim ermäßigtem Grundpreis im Zeno-Anzeigenteil weiteste Ver breitung. Fest der Presse am 22. Januar um 2050 Uhr in den künstlerisch ausgestatteten Räumen der Stadthalle zu Münster(Westf.) * 23 Minuten Johann Strauß gespielt vom Städtischen Orchester unter Generalmusikdirektor. Hans Rosbaud: Ouvertüre zur Operette„Die Fledermaus— Kaiserwalzer— Pizzicato Polka Perpetuum mobile(ein musikalischer Scherz)— Radetzki-Marsch, Es tanzt Manuela del Rio unter Mitwirkung der Solisten J. Alfonso(Klavier) u. J. Roca(Guitarre): Danse du Feu, Klavier/ Solo J. Alfonso— Serenata, Manuela del Rio— Alegrias, Guitarre/ Solo J. Roca— Tango, Manuela del Rio— Diva Navatra, Klavier/ Solo J. Alfonso— Seguidillas, Manuela del Rio Leo Eysoldt mitseinen 22 Solisten vom Reichssender Köln spielt zum Tanz auf: Ja, das Temp'rament aus der Operetie„Maske in Blau"(Foxtrot)— Komm mit nach Madeira aus der Operette„Lady Hamilton"(Foxtrot»— Auf der kleinen Violine(Tango1— Zuerst sagst Du ja und dann sagst Du nein(Foxtroi)— Wenn ich vergnügt bin, muß ich singen(Foxtrot»— Ich tanz mit Dir in den Himmel hinein (Sieben Öhrfeigen)(Engl. Waltz»— Ballsirenen aus der Operette„Lustige Witwe"(Walzer»— Rhythmus der Freude(Foxtrot)— Der Wind hat mir ein Lied erzählt(La Habanera)(Tango»— Sassa aus der Operette„Maske in Blau"(Kubanischer Tanz»— Ein zärtliches Lied aus dem Film„Wenn Frauen schweigen"(Engl. Waltz:— Weine nicht, bricht eine schöne Frau Dir das Herz aus dem Tonfilm„Zauber der Bohèm“(Foxtrot»— Die Juliska aus Budapest aus der Operette„Maske in Bla“(Foxtrot) Um Mitternacht tanzen Mascha Lidolt und das Ballett des Theaters der Stadt Münster. Kleinigkeiten am Rande Sämtliche Räume der Stadthalle sind vom Bühnenbildner Hamann(Stadttheater Münster) festlich ausgestaitet. In den Nebenräumen spielen drei weitere Kapellen zum Tanz aur.— Als Überraschung wird eine entzückende Damenspende gereichi.— Plätze werden gegen eine Gebühr von 30 Pfg. vom Verkehrsverein Münster reserviert— Einlaßkarten zum Preise von RM 10.— für Herren u. RM 5.— für Damen sind bei den örtlichen Zeitungen oder vom Verkehrsverein in Münster anzufordern.— Don einer Tombola wurde Abstand genommen. Fettleiblgkeit? „Grün kreis-Entfettungstabletten“ nehmen! Seit Jahrzehnten gebraucht und bewährt. Rein pilanzlich ungi tig, chemikalienfrei. Stärke 1 Rm. 1.50, Stärke II(die Stärkere) Rm. 2.Nur zu haben im 349 Retormhaus E. Klefimann, Münster i. W., Salzstrafle 47 Telephon 20133. Versand! Tragende Kühe und Rinder, Ferkel und Läuferschweine kauft 615 Eberhard Schlingschröder, Viehhandlung, Coesfeld, Walkenbrückenstraße 22. Ruf 261. die beste Reklame ist und bleibt das deitungs=Inserat! Aus dem Gau Westfalen=Nord. Lipper Erinnerungstreffen. Großer Widerhall in der deutschen Presse. X Das 5. Erinnerungstreffen in Lippe, dessen Höhepunkt die Großkundgebungen mit Reichsminister Dr. Frick, Staatsrat Börger, Reichsleiter Alfred Rosenberg und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley bildeten, hat in der Presse des Deutschen Reiches und darüber hinaus in zahlreichen Zeitungen des Auslandes einen lebhaften Widerhall gefunden. Ausnahmslos wird in den Kommentaren der deutschen Zeitungen zum Ausdruck gebracht, daß das Lipperland stolz darauf sein kann, daß hier die große Durchbruchsschlacht geschlagen wurde, die dem Führer den Weg zur Macht ebnete. Welch große Bedeutung die führenden Männer des nationalsozialistischen Deutschland dieser entscheidenden Wahl des Jonuar 1933 beilegen, ging auch aus den zahlreichen Telegrammen hervor, die sie, an der Spitze der Führer und die Reichsleiter der NSDAP, zum Erinnerungstreffen an Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Meyer sandten. Unter diesen Telegrammen, die wir zum großen Teil bereits veröffentlichten, befand sich auch das folgende Telegramm des Reichsführers SS, Himmler: „Zum 5. Erinnerungstreffen in Lippe, bei dem ich leider nicht anwesend sein kann, übersende ich in Erinnerung an diesen schönsten Abschnitt unserer Kampfzeit Ihnen und den Parteigenossen in Lippe meine herzlichsten Grüße. Heil Hitler! Ihr Himmler.“ 86000 kämpfen um die beste Leistung. Großer Erfolg des RBWK im Gau Westfalen=Nord. md= Münster, 20. Januar. Der Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen hat auch im Gau Westfalen=Nord einen großen Erfolg aufzuweisen. Während sich im vergangenen Jahre rund 60 000 Jugendliche am Berufswettkampf beteiligten, sind es jetzt über 86 000 schaffende Menschen, die sich zur Teilnahme verpflichtet haben. Hier stellen insbesondere die Jugendlichen mit 72100 Teilnehmern das stärkste Kontingent, während die Erwachsenen mit 14100 Berufswettkämpfern nicht so stark in Erscheinung treten. Nicht nur, daß sich bei den Erwachsenen viele ältere Volksgenossen einer freiwilligen Leistungsprüfung unterziehen, beteilligen sich auch eine ganze Reihe von Betrieben geschlossen am Berufswettkampf 1938, gleichgültig, ob es sich um kleinere, mittlere oder Großbetriebe handelt. Bemerkenswert ist, daß der Industriekreis Recklinghausen mit rund 8500 Teilnehmern, darunter 1200 Erwachsenen, die stärkste Beteiligung aufzuweisen hat. Die Gauhauptstadt Münster steht mit rund 8000 Teilnehmern und der überhaupt stärksten Beteiligung von 2500 Erwachsenen allerdings nur wenig nach. Der Kreis Bielefeld ist mit einer Teilnehmerzahl von 7000 Teilnehmern gut vertreten. Auch Gelsenkirchen mit 6000 Wettstreitern zeigt eine recht gute Beteiligung. Aus den ländlichen Kreisen ist der Kreis Steinfurt erwähnenswert, der mit 4600 Anmeldungen eine Verdoppelung des Vorjahresergebnisses berichten kann. Münster und Münsterland. + Münster, 20. Jan. Seinen schweren Verletzungen erlegen. Der am Donnerstag voriger Woche am Servatiiplatz so schwer verunglückte Facharzt Dr. Adolf Tecklenborg, dessen Befinden schon seit einigen Tagen zu ernsten Besorgnissen Anlaß gab, ist am Mittwoch abend seinen schweren inneren Verletzungen erlegen. Der Familie des in Münster hochgeschätzten Arztes bringt man allseitig herzliche Teilnahme entgegen. + Münster, 20. Jan. Mit KdF zum Länderspiel nach Köln. Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, Alter Steinweg 36/39, veranstaltet zu dem am 6. Februar in Köln stattfindenden Länderkampf Deutschland— Schweiz eine Autobusfahrt, um auch den sportbegeisterten Volksgenossen aus dem Münsterland die Teilnahme an diesem sportlichen Ereignis zu ermöglichen. A Münster, 20. Jan. Zwei Darlehnsschwindler festgenommen. Eine hier wohnende Hausangestellte wurde von unbekannter Seite telephonisch um ein Darlehen für eine ihr bekannte Familie gebeten. Auf ihre Zusage hin erschienen bei ihr zwei Unbekannte, um das Geld abzuholen. Die Hausangestellte aber hatte das getan, was in solchen Fällen das einzig richtige ist: sie hatte die Polizei verständigt, so daß einer der Schwindler sogleich festgenommen werden konnte. Am folgenden Tage gelang es dann, auch den zweiten mit Beschlag zu belegen. Beide wurden dann dem Amtsgericht zugeführt, das die Haft über sie verhängte. Münster, 20. Jan. Immer noch vermißt. Ueber den Aufenthalt des seit dem 11. Januar als vermißt gemeldeten Kreisstraßenbaumeisters Otto Aue aus Münster hat sich bislang nichts feststellen lassen. Sachdienliche Mitteilungen sind der Kriminalpolizei bisher nicht gemacht. Es ergeht daher nochmals die dringende Bitte, bei der Ermittlung des Vermißten mitzuwirken und etwaige Angaben sofort der Kriminalpolizei Münster mitzuteilen. + Münster, 20. Jan. Diebische Hausangestellte. Vorläufig festgenommen wurde eine Hausangestellte aus Münster, die in zwei Fällen Gelddiebstähle zum Nachteil ihrer Dienstgeber ausgeführt hatte. =hö= Ostbevern, 20. Jan. Noch am gleichen Abend gestorben. Der bei einem Motorradunfall am Dienstag im Dorf Ostbevern verunglückte 23 Jahre alte Theodor Welp ist nunmehr seinen schweren Verletzungenerlegen. amd= Dorsten, 20. Jan. Schüler bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Bei einem Verkehrsunfall, der sich zwischen einem Radfahrer und einem Personenauto im benachbarten Holsterhausen zutrug, wurde der Schüler K. schwer verletzt. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, außerdem trug er einen Kniescheibenbruch, Bruch des Nasenbeins und Bruch der beiden Oberschenkel davon. Er liegt sehr schwer darnieder. el= Heessen, 20. Jan.„Der alte Dessauer“ auf der Heessener Freilichtbühne. Die Heessener Freilichtbihne bringt in diesem Sommer das überaus erfolgreiche Lustspiel„Der alte Dessauer“. Untertitel:„Wie die Alten sungen“, zur Aufführung. Das im Jahre 1894 im Königlichen Schauspielhaus zu Berlin mit großem Erfolg gestartete Bühnenstück dürfte auf der Heessener Waldbühne besonders wirksam sein. md= Nordhorn, 20. Jan. Das Glück im Stall des Bauern. In der benachbarten Bauerschaft Halle warf eine dem Bauern Oldehinkel gehörende Sau in einem Wurf nicht weniger als 20 Biggen, die man allesamt am Leben zu erhalten hofft. Eine Kuh des gleichen Bauern gebar am selben Tage nicht weniger als drei gesunde Kälber. md= Nordhorn, 20. Jan. Seltsame Selbstmordkandidatin. Großes Aufsehen erregte hier ein 25jähriges Mädchen, das sich nach einer Auseinandersetzung von der Arbeitsstelle entfernte und sich mit dem Fahrrad zum Nordhorn=Almelo=Kanal begab, dort das Rad an einen Baum stellte, ihre Brille dabeilegte und sich dann ins Wasser stürzte. Da sich der Vorfall am hellichten Tage abspielte, wurde das Gebahren der „Selbstmordkandidatin“ auch sofort beobachtet. Eim Gastwirt sprang ihr nach und brachte sie wohlbehalten ans Ufer und dann anschließend zum Krankenhaus. md= Hasbergen, 20. Jan. Tödlicher Unglücksfall im Tagebau einer Zeche. Ein tödlicher Unglücksfall ereignete sich auf dem Tagebau der Zeche Hügel in Osnabrück. Ein Wagen, der sich auf dem Bremsberg befand, riß sich los, weil die Seilfaust, die das Halteseil mit dem Wagen verbindet, aus bisher nicht ermittelter Ursache brach. Der Wagen lief den Bremsberg hinab. Der Bergarbeiter Friedrich Scharnhorst aus Hasbergen suchte dem Wagen auszuweichen, wurde jedoch am Hinterkopf gefaßt und tödlich verletzt. Der Verunglückte hinterläßt Frau und ein Kind. Die Rote=Kreuz=Schwester. Die Schwester muß mitten im Leben stehen. X Die Schwesternschaften des Deutschen Roten Kreuerausgebilund Krieg bereitzustellen, zugleich aber auch steht die DRKSchwester für den zivilen, behördlichen Luftschutz, den amtlichen Sanitätsdienst bei besonderen Notständen, sowie für die Mitarbeit an der Volksgesundheit zur Verfügung. Außerdem arbeitet die DRK=Schwester verantwortlich mit an der Ausbildung der weiblichen Hilfskräfte für den gesamten Bereitschaftsdienst. Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ruft das Deutsche Rote Kreuz deutsche Mädel und Frauen, die be1938- das Jahr des Radfahrwegebaues. Jetzt 2000 Kilometer neue Radfahrwege. „Das Radfahrwegenetz im Reich lückenlos zu vollenden, ist eine Aufgabe, der keine geringere Bedeutung zukommt, als der Bau der Reichsautobahn.“ Hermann Göring. Zweitausend Kilometer weit ziehen sich nun die weißen Bänder der Straßen Adolf Hitlers durch deutsches Land. Hier zeigt sich die Leistung des Straßenbaus im nationalsosialistischen Reich für das eigene Volk und die Welt in gigantischer Größe. Aber das Gesamtwerk ist mit dem Bau der Reichsautobahn bei weitem nicht erschöpft. Das Straßenbauprogramm der Reichsregietung umfaßt den Neubau von 7000 Kilometer Reichsautobahnen, den Ausbau von rund 40000 Killometer Reichsstraßen und setzt sich mit Nachdruck für den Ausbau und die Neuanlage von insgesamt rund 40000 Kilometer Radsahrwege ein. Eine soziale Der Radfahrwegebau hat durch die Reichsgemeinschaft für Radfahrwegebau einen starken und zusammenfassenden Auftrieb erhalten. In dieser Reichsgemeinschaft, der auch alle zuständigen Ministerien aktiv fördernd angehören, wird auch die mitreißende Kraft der Deutschen Arbeitsfront wirksam sein. Die Gemeinschaft wird von Dr. Nlose, dem Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft „Stein und Erde“ in der DAF, geführt. Er erblärte in einer Unterredung einem Mitarbeiter der„Deutschen Arbeits=Korrespondenz“, daß die Dienststellen der Reichsgemeinschaft für Radfahrwegebau gebildet worden sind. Die Arbeit der Reichsgemeinschaft hat Dr. Klose unter das Wort gestellt:„Dem Auto die Reichsautobahn! Dann aber auch: Dem Fahrrad den Radweg!“ Im neuen Jahr geht es groß los. Im weiteren Verlauf der Unterredung wies Dr. Klose auf die großen Förderer des Radfahrwegebaus hin. Er schildert, wie Dr. Ley die Deutsche Arbeitsfront eingespannt hat, um an der Verwirklichung eines umfassenden Radfahrwegenetzes in ablen deutschen Gauen den stärksten Anteil zu nehmen. Er nannte Generaloberst Hermann Göring und betonte, daß der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt. es als eine soziale Pflicht erklärt hat, für Radfahrwege zu sorgen. Die Millionen radfahrenden Volksgenossen sollen beim Straßenbau des deutschen Reiches nicht zu kurz rommen. Nachdem wir im Reich ietzt rund 8000 Kilometer Radfahrwege haben, werden 1938: 2000 Kilometer nach genau ausgearbeitetem Plan erbaut werden. Mit Beginn des neuen Jahres gehen die Arbeiten überall in großem Ausmaße los. Radfahrwege und Leistungskampf. Die Radfahrwege sollen nicht als kümmerliche „Nebengleise“ der Hauptstraßen erstehen, sondern schöne, breite Fahrwege darstellen, die einmal den Anforderungen für den Berufsweg erfüllen, und zum anderen die Möglichkeit zur Erholungsfahrt durch die schlönsten Gebiete der deutschen Heimat geben. Auch der Aardfahrweg soll„Kraft durch Freude" schenken. Die Sputsche Arbeitsfront erwartet, daß die Betriebsführer der größeren Betriebe die Fürsorgepflicht auch auf den enfahrtweg der Gefolgschaft ausdehnen. Die Forderung sach einem geeigneten Radweg wird für die größeren etriebe auch im Leistungskampf erhoben werden. ie Gemeinden müssen mithelfen. Für gute Radwege an den Reichsstraßen sorgt Dr. t. Inden Gemeinden muß zusätzlich eine große Selbsthilfeaktion aller interessierten Kreise einsetzen. Träger bleibt die Gemeinde oder der Gemeindeverband“, wobei die in Frage kommenden Betriebe mit einzuschalten sind. Es ist Gemeindepflicht, den Bedarf an Radfahrwegen zu erkennen und für die Schaffung eines ausreichenden Netzes Sorge zu tragen. Die Planungen erfolgen gauweise, und zwar so, daß überall von Gau zu Gau der richtige Anschluß gegeben ist. Es sind bereits Möglichkeiten geschaffen worden, um auch die wenigen noch finanzschwachen Gemeinden mit in den großen Plan einschalten zu können. Eine Umfrage hat ergeben, daß die großen Städte schon vielfach große Radfahrwegeprojekte fertig vorliegen haben. Die Gauleiter, viele Regierungspräsidenten, Oberpräsidenten und Oberbürgermeister haben bereits ihr großes Interesse an der Aktivierung des Radfahrwegebaues bekundet. Motorisierung und Fahrrad. Auch die als Ausdruck unseres Lebenswillens ungeheuer fortschreitende Motorisierung spricht nicht gegen die Schaffung von Radfahrwegen, sondern läßt die Lösung dieser Aufgabe nur noch dringlicher erscheinen. Die Unfallziffern sprechen da eine harte, nicht zu überhörende Sprache: in jedem Jahr werden im Deutschen Reich rund 90000 radfahrende Volksgenossen durch Verkehrsunfälle heimgesucht. 2300 dieser Unfälle verlaufen tödlich. Eine traurige Bilanz, die leider auch in dem eben beendeten Jahr nicht besser geworden ist. Es sind heute 17 Millionen Deutsche, die das Rad als billiges Verkehrsmittel bei der Anfahrt zur Arbeit oder zur Erholung benutzen. Für sie wird und muß im Wegebau besonders vorgesorgt werden. reit sind, ihre Kräfte diesem hohen vaterländischen Dienst zur Verfügung zu stellen sternschaft. Roten=Kreuz=Schwester ist die chulung ziehung zur Wehrmachtsschwester, die als helfende Kameradin dem Soldaten zur Seite steht, fähig und bereit zur Pflege und zum letzten Einsatz im Kriege. Das Mutterhaus des Deutschen Roten Kreuzes ist die Gemeinschaft, die seiner Schwesternbildung und=erziehung zugrunde liegt. Es arbeitet bewußt mit an der Neugestaltung Deutschlands durch Adolf Hitler, und jede einzelne Mutterhaus will eine Pflegestätte und Keimzelle nationalsozialistischen Glaubens und Wollens sein. Das Mutterhaus ist Heimat und Erziehung für den jungen Menschen. Ehre und Ansehen des Deutschen Roten Kreuzes sind von jeder Schwester zu wahren. So ist das Mutterhaus eine Gemeinschaft froher, tätiger Menschen. Es ist bestrebt, seine Schwestern gesund und arbeitsfreudig zu erhalten durch Gymnastik und Sport. Es fordert, daß sie mitten im Leben stehen und teilnehmen am Erleben der Zeit, weil die Schwester nur dann eine wirklich verstehende Helferin des Kranken sein kann. Im Mutterhaus wächst die junge Schwester in die große Gemeinschaft der Schwestern hinein, aus ihr gewinnt sie Kraft für ihre aufopferungsvolle Arbeit, Vertiefung der Berufsauffassung, und in ihr findet sie Ruhe und Erholung. Alleinstehende können ihre Freizeit in eigenen Erholungsheimen des DRK verbringen. Eine der wichtigsten Aufgaben der DRK=Mutterhäuser ist die, die Schwestern von der Sorge für das tägliche Leben und des Alters über die reichsgesetzlichen Vorschriften hinaus sicherzustellen. Die vielseitige Ausbildung der DRK=Schwester wird hauptsächlich im Krankenhaus und Lazarett durchgeführt. Während der zweijährigen Lehrzeit und Ausbildung in der allgemeinen Krankenpflege wird die Schülerin in die mannigfaltigen Arbeitsgebiete der DRK=Schwestern hineingeführt. Die Spezialausbildung im Kriegssanitätsdienst vermittelt ihr die notwendigen Kenntnisse für die Sonderaufgaben der Rot=Kreuz=Schwester. Wer als DRK=Schwester in Zeiten des Krieges allen Nöten und Aufgaben gewachsen sein will, der muß sich in Friedenszeiten vielseitig vorbereiten und durchbilden. So muß die DRK=Schwester über eine vielseitige Ausbildung verfügen. Bei Neigung und Eignung besteht die Möglichkeit zur zusätzlichen Ausbildung in folgenden Spezialgebieten: Operationssaal, Narkose, Röntgen, Laboratorium, Apotheke, Gymnastik, Massage, Wirtschaftsbetrieb, Hauptküche, Diätküche, Hebammendienst, Wochen= und Säuglingspflege. Zu der umfassenden Ausbildung der DRK=Schwester kommt die Schulung für die besonderen Anforderungen der Wehrmacht hinzu. Damit werden hohe Ansprüche an die charakterlichen Eignungen und an die straffe Erziehung der jungen Schwester gestellt, die das Deutsche Rote Kreuz in seinen Mutterhäusern gewährleistet. Albert Holthuis †. Das Leben eines Soldaten Adolf Hitlers. X Wie bereits kurz berichtet, ist der Gauhauptstellenleiter und Gaubetriebsgemeinschaftswalter der RBG „Holz“, Parteigenosse Albert Holthuis, am 18. Januar nach kurzer schwerer Krankheit im 40. Lebensjahre gestorben. Parteigenosse Holthuis wurde am 11. Dezember 1898 zu Leer in Ostfriesland geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und der Oberrealschule in Hannover verließ er die Obersekunda der Anstalt und erhielt 1917 die infanteristische Ausbildung in der 1. Matrosen=Division Kiel und später in der Seeflieger=Abteilung Holtenau als Seeflieger=Beobachter. Nach dem Krieg meldete er sich sofort freiwillig zur Eisernen Division in Windau(Kurland) und erlebte dort die Schrecken der bolschewistischen Herrschaft. Nach mehrfacher Gefangennahme und verwegener Flucht versah er weiterhin seinen Dienst bei der Militär=Kriminalpolizei und erhielt für seine Verdienste neben dem Frontkämpfer=Ehrenkreuz das Baltenkreus und das Verwundetenehrenzeichen. Schon früh setzte sich Albert Holthuis für die Ziele der Bewegung ein und war bereits vor seinem Eintritt in die NSDAP ein vorbildlicher und stets einsatzbereiter SA=Kamerad, der schon 1931 als Truppführer und später als Obersturmführer mit der Führung des Nachrichtensturmes der Brigade 65 in Detmold beauftragt, mit Treue und Hingabe seine Pflicht erfüllte und zugleich das verantwortungsvolle Amt eines ersten Beisitzers des Kreisgerichtes der NSDAP, Detmold, versah. Als ihn die Lippische Landesregierung 1933 als Verbandskreisleiter des Deutschen Holzarbeiterverbandes für Detmold, Paderborn, Büren vorschlug, sicherte er sich bald darauf durch vorbildliche und umsichtige Arbeit das Vertrauen des Gauobmanns, der ihn am 1. Oktober 1934 zum Gaubetriebsgemeinschaftswalter für„Hols“ ernannte. Mit Zielbewußtsein und steter Verantwortung meisterte Alber Holthuis auch hier die schwierigen Aufgaben. Er diente unter großen Opfern und mit dem Einsatz seiner ganzen Kräfte der Bewegung. Mit ihm ging ein aufrechter Kämpfer Adolf Hitlers aus unseren Reihen. Mein Schatz ist bei der Polizei. —r Münster, 20. Janugr. Seit drei Jahren kam auf den Hof eines Bauern in der Nähe von Lüdinghausen eine Frau, die aushalf, wo eben die Arbeit drängte. Es war eine ordentliche Frau, die wacker zupacken konnte und sich auch sonst ganz anstellig zeigte. Besonders die Tochter Hedwig hatte Zutrauen zu der Aushelferin, und zwischen beiden bestand das beste Verhältnis. Eines Tages nun erzählte die Frau der Hedwig, daß es wohl bald an der Zeit sei, zu heiraten. Das wollte Hedwig auch wohl, aber...„Darüber mach Dir nur keine Sorgen, meinte die Freundin, ich hab einen Sohn, ein Prachtberl, der steht in Dortmund bei der Schutzpolizei, der wäre so etwas für Dich!“ Und Hedwig war nicht abgeneigt. Auf Vermittlung der Frau entwickelte sich dann auch ein Briefwechsel, der zu allen schönen Hoffnungen berechtigten Anlaß gab. Doch eines Tages fuhr das Schicksal mit grausamer Hand in dieses aufblühende Idyll. Es traf ein schwarz umränderter Brief ein, in dem die kurze Mitteilung stand, daß der junge Schupomann im Dienst erschossen worden sei. Hedwig weinte sich die Aeuglein rot und ging nach einigen Tagen zu ihrer Freundin, der Mutter des Toten. Gemeinsam gedachte man des teuren Sohnes und Freundes. Gut vierzehn Tage waren nach dem Tode ins Land gegangen, da traf Hedwig ihre Freundin in Dortmund. Man ging gemeinsam in stummer Trauer zum Grabe auf den Friedhof und gedachte des Toten. Aber dann faßte der Alltag mit seiner Arbeit wieder zu und die Zeit milderte den herbsten Schmerz. Eines Tages traf wieder ein Brieflein ein. Wieder war es von Dortmund und wieder war es ein Schupomann. Diesmal nannte er sich Merten. Er war ein Freund des Toten und wußte manches zu erzählen aus dem Leben seines Freundes und über sein tragisches Ende. Hedwig antwortete, und bald entwickelte sich ein lebhafter Briefwechsel. in dem aber immer weniger die Rede von dem Toten, desto mehr aber von den Lebenden war. Bis dann schließlich nur noch etwas von Hedwig und Fritz und ihrer Liebe zueinander darin zu lesen stand. Hedwig äußerte den begreiflichen Wunsch, Fritz möchte doch mal kommen. Und Fritz kamauch. Voll Glück und Seligkeit schlossen sich beide in die Arme, und man ging miteinander spazieren. Ins Haus zu den Eltern wollte Fritz aber nicht, dazu hatte er beine Zeit und anscheinend auch wenig Lust. Mit der Zeit wurde das Verhältnis der beiden immer inniger. Für Hedwig aber kamen bittere Stunden. Aus dem schüchtern und scheu liebenden Verehrer war auf die Dauer ein böser Mann geworden, der Hedwig mit Anträgen verfolgte, die zu erfüllen sie nicht gewillt war. Fritz aber machte ihr heftige Vorwürfe wegen ihrer Kaltblütigkeit und Kühle. Ja, er drohte, sich ein Leid anzutun, wenn sie sich nicht ändere. Aber das solle sie nur wissen, ehe er selbst Schluß mache, müsse sie vorausgehen. Und dabei zeigte er in unmißverständlicher Weise seinen Dienstrevolver. Aber Hedwig tat doch nicht ganz so, wie ihr Bräutigam es wünschte. Und Merten ging. Aber nach wenigen Tagen kam die mütterliche Freundin wieder einmal auf den Hof zur Aushilfe und erzählte der erschauernden Gedwig, was Schreckliches sich ereignet habe. Der Merten, der arme Junge, habe sich ihr Verhalten so zu Herzen genommen. Er sei ganz durcheinander gewesen. Er habe sogar einen Selbstmordversuch unternommen. Glücklicherweise sei aber nichts passiert, er sei nur am Kopf verwundet. Hedwig machte sich nun doch bittere Vorwürfe, und als nach vier Wochen Merten mit stark verbundenem Kopf und bleich im Gesicht wieder zu Besuch kam, nahm sie ihn wieder auf. Aber wieder mußte sie sich gegen seine unvermindert heftigen Anträge wehren. Sie beichtete schließlich ihrem Vater und bat ihn, doch dafür sorgen zu wollen, daß Merten das Verlöbnis endgültig aufgebe. Der Vater aber ging zunächst einmal zur Regierung nach Münster und zog Erkundigungen über seinen zukünftigen Schwiegersohn ein. Und die Antwort? Alles war Schwindel! Einen Schupomann Merten gab es nicht, ebensowenig wie einen Schupobeamten, der in Dortmund im Dienst erschossen worden sein soll. Was aber gab es denn? Es gab eine 45 Jahre alte und verheiratete Frau Babette Koller, die diese ganze Komödie inszeniert hatte, um die Tochter des Bauern, bei dem sie in Diensten stand, für ihre gleichgeschlechtliche Veranlagung mißbrauchen zu können. Babette Koller hatte der Tochter den Sohn vorgelogen, sie hatte selbst den Todesbrief geschrieben, sie hatte wehmütig und traurig den Beileidsbesuch der Hedwig entgegengenommen, sie hat sich dann irgendwie Kleidungsstücke besorgt, die einer Schutzpolizeiuniform ähnlich sahen, sie war als Freund des Toten, der nie existiert hatte, auf den Hof gekommen, sie hat dann einen neuen Briefwechsel mit Hedwig eingeleitet, sie hat als Schupomann Merten Besuche auf dem Hofe des Bauern gemacht, sie hat sich mit Hedwig heimlich verlobt und sie hat Hedwig fortgesetzt mit ihren unsittlichen Anträgen belästigt. Ja, als Hedwig des Treibens überdrüssig war, markierte sie einen Selbstmordversuch und erschien mit dick verbundenem Kopf bei Hedwig. Das war denn doch zu viel. Babette mußte zur Polizei, die begreifliches Interesse für ihr Treiben hatte und genauere Auskunft wünschte. Babette aber war nicht so ohne weiteres bereit, diese Auskunft zu geben. Jedenfalls gab sie zunächst einmal einen falschen Namen an. Aber dahinter kam man sehr schnell und alles weitere folgte, wie es folgen mußte. Und jetzt stand Babette als Angeklagte vor dem Richter in Münster, der ihr die lange Anklageschrift vorlas, in der es hieß, daß sie die Hedwig beleidigt habe, daß sie sich des Vergehens gegen das Schußwaffengesetz und der Bedrohung schuldig gemacht habe, daß sie eine einer inländischen Uniform ähnliche Tracht getragen habe, daß sie einen folschen Namen angab und schließlich, daß ihr Treiben grober Unfug war. Ja, Babette trieb den Unfug sogar soweit, daß sie sich mit Hedwig noch nach ihrer ersten Vernehmung in Dortmund zu einem Rendezvous traf, wobei sie natürlich wieder als Polizeibeamter Merten auftrat. Und von all dem hat Hedwig nichts gemerkt. Ueber ein Jahr lang nicht! Kopfschüttelnd fragte sie der Vorsitzende:„Haben Sie denn wirklich nichts gemerkt. Ist Ihnen die Aehnlichkeit denn gar nicht aufgefallen?“ Hedwig weiß selbst nicht wie alles kam. Die Aehnlichkeit ist ihr allerdings aufgefallen, aber Fritz wußte ja eine gute und durchaus mögliche Erklärung dafür. Hatte er doch gesagt, daß seine Mutter und Frau Koller Kusinen seien und daß daher die Aehnlichkeit käme und daß deshalb Frau Koller auch stets so gut über Fritz orientiert war und daß Fritz von Frau Koller alles Wissenswerte wußte. Und für die hohe weibliche Stimme hatte Frit auch eine Erklätung. Er sei früher einmal overiert worden und dadurch sei seine Stimme so verändert. Alles fand seine Erklärung. Niemand argwöhnte etwas. Weder Hedwig noch ihre Eltern. Ja, das Vertrauen ging sogar soweit, daß Fritz auch weiterhin in der Familie blieb, als man ihn eines Nachts dabei geschnappt hatte, wie er aus einer Milchkanne Milch stahl und mitnehmen wollte. Erst die Erkundigungen des Vaters bei der Regierung und das energische Durchgreifen des zuständigen Gendarmeriehauptwachtmeisters machte dem schändlichen Treiben der Frau Koller ein Ende, die durch ihr durchtriebenes Spiel den guten Rufeiner ehrbaren Familie untergrub und einem jungen Mädchen in der übelsten Weise mitspielte, nur um ihrer gemeinen Neigung frönen zu können. Vor dem Richter versuchte die Angeklagte sogar, die klaren und unzweifelhaft wahren Aussagen der Hedwig abzuleugnen und abzustreiten. Für ihr freches Benehmen hatte das Gericht aber keinerlei Verständnis. Es verurteilte die Angeklagte gemäß dem Antrag des Staatsanwaltes zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten. Außerdem wurde sofortiger Haftbefehl erlassen, weil Frau Koller auch in der letzten Zeit noch immer wieder in Männerkleidern in der Nähe des Hofes gesehen wurde, wo sie offensichtlich den Versuch gemacht hat, sich wieder der Hedwig zu nähern. Erst zum Schluß sah die Verurteilte ein, wie gemein sie sich benommen und was sie eigentlich verübt hat. Sie nahm das Urteill an. Die Dia Triumphalis in Rom. Die Straße, über die der Führer in die Hauptstadt Italiens einziehen wird. Rings um das Kapitol. Von unserem römischen Korrespondenten. L. E. Rom, im Januar. Nach Rom gelangt man auch nicht anders als nach anderen Weltstädten. Nicht alle erspähen den Augenblick, wo sie schon aus weiter Entfernung die Kuppel der Peterskirche wie eine riesige Glocke über dem Dunst der Ebene schweben sehen können. Nüchtern wie auch überall sonst umkreisen die Eisenbahnlinien die Stadt und münden schließlich in einen breiten Strom von Geleisen ein. Das ist auch nicht anders gewesen, als der. Duce nach Berlin kam,— es wäre nicht anders gewesen, wenn die Reichshauptstadt nicht auf den guten Gedanken gekommen wäre, den Zug bereits in einer Vorortstation Nun hat Rom, wie gesagt, eine Triumphstraße. Man könnte sie stadtlandschaftlich mit dem Namen„Rings um das Kapitol“ benennen. Sie führt über die antiken Stätten Roms. die mit ihren imposanten Bauresten die Wände der Triumphstraße bilden. Ihr Reiz besteht vor allem darin, daß diese Ruinen teils in Straßenhöhe, teils auf den Hügeln liegen, woraus sich gleichzeitig ein zauberhaftes Panorama ergibt. Glanzpunkte dieser Straße, die in einem Viereck um die Hügel des Palatin und des Kapitol läuft, sind der mittelalterliche Palazzo Venezia, das weltberühmte Colosseum und der erst im Laufe der letzten Jahre freigelegte Circus Maximus. Im ersten Teil dieser Straße, der Via dell' Impero, erblickt man zur Linken die riesenhaften Reste der Kaiserforen, zur Rechten die des älteren republikanischen Forums. Die ungeheuerLinks: Beim Heraustreten aus dem Empfangsgebäude: erster Blick auf antike Stadtmauer und Cestius-Pyramide.— Rechts: Via dei Trionfi mit Bogen des Constantin und Colosseum: Hier wird die Parade-Aufstellung der Garnison Roms stattfinden. anzuhalten und einen Straßenzug für den Einzug zu wählen, der die Stadt des Besuchs gleich ins beste Licht rückte. Diese Straße war in Berlin in der riesigen Arterie gegeben, die geradlinig das Havelufer mit dem Brandenburger Tor und der Straße Unter den Linden verbindet. Kein Wunder, daß die italienischen Herren im Gefolge des Duce sich die Frage vorgelegt haben:„Wie machen wir das in Rom beim Gegenbesuch des deutschen Führers?“ Rom hat zwar auch lichen Gewölbe der Konstantinsbgsilika reißen den Beschauer zur Bewunderung der unerhörten technischen Fähigkeiten der Römer im Wölben gewaltiger Räume hin. In dem zweiten Straßenteil, der Via dei Trionfi, führt die Straße neben dem Koloß des Amphitheaters durch den Triumpfbogen des Konstantin hindurch, um schließlich im dritten Teil in eine auf den Aventin=Hügel hinaufführende Höhenstraße einzumünden. Sie eröffnet einen herrlichen Rundblick, der in einem einzigen Bilde die Ruinen der Kaiserpaläste ein repräsentatives Empfangsgebäude errichtet werden und beim Austritt aus dem Empfangsgebäude wird der Blick auf einen weiten Platz fallen, der in glücklicher Gliederung in einen zweiten kleineren Platz übergehen wird— die Gegenseite bilden die alten cypressengeschmückten Stadtmauern— um mit einer breiten „Adolf=Hitler=Allee“ schließlich in die erwähnte Ausfallstraße einzumünden und so Anschluß an die Triumphstraßen Roms zu gewinnen. Diese ganz aus Neuem geschaffene und für den besonderen Zweck des feierlichen Einzugs fremder Staatshäupter gedachte Straße, wird natürlich auch für ihre festliche Ausschmückung den Architekten und Künstlern ein weites Ideenfeld bieten. Und so darf wohl schon heute angenommen werden, daß der Einzug des Führers in Rom zu einem einzigartigen Ereignis auch in der Stadtgeschichte Roms werden wird. 1 1 *2 9999 Munitionsfund aus dem Weltkrieg in Transjordanien. Auch 20 000 türkische Goldpfunde entdeckt. 1 . Wie die arabische Presse aus Amman berichtet, wurde an der Hauptstraße Jerusalem—Amman auf transjordanischem Gebiet und in der Nähe einer die jedem Reisenden bekannten, seit dem Weltkrieg dort lagernden großen deutschen Feldhaubitze einige Kisten gefunden, die deutscher und türkischer Herkunft sind. Sie enthielten Munition. In zwei von ihnen fand man je 10 000 türkische Goldpfund, zusammen etwa 400 000 Mark. Frau und vier Kinder ermordet. DNB Preßburg, 20. Januar. In der Via dell’ Impero mit den Ruinen der alten Kaiserforen und mit mittelalterlichen Türmen und Loggien werden die Truppen vorbeimarschieren. eine Triumphstraße, von der jeder, der noch nicht in Rom war, schon gehört hat. Aber sie steht nicht in Verbindung mit der Umgebung der Stadt, ist also nicht direkt von einem Außenbahnhof her zu erreichen. Die Strecke vom heutigen Hauptbahnhof zum Königsschloß des Quirinals ist zu kurz, um die Entfaltung großer Kundgebungen zu ermöglichen und führt zudem durch eine recht reizlose und moderne Geschäftsstraße mit allen Merkmalen der siebziger Jahre. Die Aussicht auf die dem Bahnhof gegenüber liegenden mächtigen Ruinen der Diocletiansthermen ist zwar sehr suggestiv, bildet aber leider nur einen glänzenden Auftakt, dem dann nichts mehr folgt. auf dem Palatin, alle Hügel Roms, die Peterskuppel und auch die Berglandschaft der Umgebung Roms umfaßt. Seit Jahren schon spielen sich alle feierlichen Veranstaltungen des faschistischen Regimes in diesem Rahmen ab. Nichts lag also näher, als diesen einzigartigen Straßenzug in Verbindung zu setzen mit einem Außenpunkte der Stadt, ohne dabei häßliche Vorstädte durchschreiten zu müssen. Teilweise besteht ein solcher Zusammenhang schon in der gleichfalls neuen breiten Straße, die als Autostraße nach dem Lido von Rom, der Meeresfrische der Römer hinausführt. Aber sie hat schwache Punkte, und es fehlte ihr bisher ein rechter Ansatzpunkt, wo ein In der Nacht zum Mittwoch hat sich in dem Dorfe Risnovce eine, furchtbare Familientragödie abgespielt. Der dort ansässige Imrich Kubovic ermordete seine Ehefrau und tötete dann seine vier Kinder. Nach der grauenhaften Tat verübte Kubovic Selbstmord. Der Beweggrund der Bluttat soll Verzweiflung über Zwistigkeiten mit der Verwandtschaft sein. Er rettete 162 deutsche Matrosen. DNB London, 19. Januar. In Southsea starb im Alter von 48 Jahren der englische Fregattenkapitän Ohlenschlager, der sich im Weltkrieg dadurch ausgezeichnet hatte, daß er unter Einsatz seines Schiffes 162 Ueberlebende des vor den Dardanellen versenkten deutschen Kreuzers„Breslau“ rettete. Der damalige Leutnant war ohne Zögern in ein Minenfeld hineingefahren, um die im Wasser Treibenden zu bergen. Öhlenschlager erhielt seinerzeit für diese tapfere Tat einen hohen Orden. A Das Bild links zeigt den Rahmen der Via dell' Imperò mit dem Blick auf das Forum des Augustus.— Rechts: der Palazzo Venezia, der Amtssitz des Duce, mit dem großen Platz, wo die„Reichsstraße“ mündet; der Platz ist zugleich die Stätte der großen Kundgebungen.(Photos(5): Emmerich) Ein eigensinniger Raucher. Von Kaspar Kitt. fremdes Staatsoberhaupt feierlich hätte empfangen und sogleich einen mächtigen Eindruck von dem Stadtbild hätte erhalten können. Die Aufmerksamkeit richtete sich alsbald auf das antike Tor von Ostia(Porta Ostiense), deren wuchtiges Mauerwerk flankiert ist von einem langen und noch trefflich erhaltenen Stück der antiken Stadtmauer. Die gleichfalls in diesem Rahmen gelegene eigenartige Pyramide des Cestius, die ägyptischen Grabmälern nachgeahmte Grabstätte en miniature eines Römers, erhöht die Reize dieses Bildes. Ringsum gibt es glücklicherweise noch viel unbebautes Gelände. Dort befindet sich auch eine kleine Vorortstation der um Rom laufenden Gürtelbahn. Und so hat man sich denn entschieden, an diesem südwestlichen Punkt der Stadt das Problem der Einzugsstraße anzupacken. Es wird an Stelle des kleinen alten Bahnhofs Menschen und Zeitgenossen, Männer und Frauen werden den(weiland noch) Junggesellen und Diplomingenieur Johannes Zerrwinkel nicht verstehen, falls sie Nichtraucher sind. Sie werden entrüstet den Kopf schütteln und meckern:„Dieser Johannes ist ein Sklave seiner Leidenschaft!“ Echte Raucher aber werden sein Tun hegreiflich finden und mit der Milde, die das Verstehen erzeugt, entschuldigen. Nach dieser Vorrede begleiten wir unseren Rauchfreund Johannes Z. in einer stürmischen Januarnacht nach Hause. Die Turmuhr erzählt uns, daß zwei Stunden nach Mitternacht gegeben sind. Johannes bewohnt eine nette kleine abgeschlossene Zweizimmerwohnung. Wir sehen, wie er sich in seinem Heim auf ein Liegesofa wirft, wie er in die Brusttasche greift, den Zigarrenbehälter erwischt und öffnet. Auf dem Antlitz des Rauchbegierigen malt sich nun tiefste Bestürzung, ja Entsetzen. Der Zigarrenkoffer ist leer! Ganz leer! Nur ein paar braune Krumen fallen zu Boden. Johannes schnaubt durch die Nase, er ist gereizt! Sein Gaumen, sein Auge, seine Nase befehlen kategorisch:„Johannes Z.! Du mußt unbedingt und sofort eine Zigarre rauchen! Du wirst nicht einschlafen können! Du wirst blutige Träume haben! Du mußt rauchen, Johannes Z.!“ Johännes weiß, daß er diesem Befehl gehorchen muß. Aber wie soll er ihn ausführen? Er kann doch nicht um zwei Uhr in der Nacht irgend einen Rauchgenossen im Hause aus den Federn klopfen und um eine Stange Tabak bitten? Gaumen, Auge, Nase sagen:„Rauchen mußt du! Wie du es bewerkstelligst, ist deine Sache, Johannes!“ Johannes schnellt plötzlich mit einem Juchzer vom Liegesofa auf. Vor einem halben Jahr hat Onkel Eduard bei einem Besuch gönnerhaft eine Zigarre zurückgelassen. Johannes hat sie nicht geraucht, er verachtet die Onkelzigarren aus tiefstem Raucherherzen. Aber jetzt? In höchster Not? Unser Rauchfreund stürzt zum Schreibtisch. Sie ist da! Die braune, duftende, verlockende Zigarre. Zwar knistert sie ein wenig und das Deckblatt muß geleimt werden. Aber was macht das? Johannes greift frohlockend in die Tasche und zieht ein Zündholz schächtelchen hervor. Legt sich kocker und bequem auf das weiche Sofa, stößt das Schächtelchen auf und tut einen wilden Schrei. Die Zündholzschachtel ist leer! Ganz leer! Nicht ein einziges Stäbchen! Kein braunes Köpfchen! Leer! Ausgebrannt! Ausverkauft! Gaumen, Auge und Nase sagen: „Johannes, warum rauchst du nicht? Du hast doch eine Zigarre! Beeil dich doch!“ Johannes Z. schnaubt gereizt. Der leere Zündholzbehälter knallt gegen die Decke. Wir wollen nicht übertreiben und sagen, seine Augen wären blutunterlaufen vor Grimm und Wut. Aber funkeln tun sie, wahrhaftig. Und jeder echte Raucher wird solches begreifen. Sie funkeln wie die Augen eines Tigers, dem das Beutestück, sagen wir ein Känguruh, davon gehüpft ist. Johannes erhebt sich seufzend, geht zum Kleiderschrank, zieht drei Mäntel, vier Anzüge, eine schwarze Trauer= und eine gelbe Tennishose hervor und wühlt in allen Taschen nach einem Streichholz. Plötzlich tut unser Freund einen Juchzer. In der linken Westentasche seines Cutaways sitzt ein Streichhölzchen— ein richtiges, gebrauchsfertiges Streichhölzchen. Johannes schiebt schmunzelnd die Zigarre vom Onkel Eduard zwischen die Lippen, hebt das schnöde behandelte Schächtelchen vom Boden auf, reibt das Zündhölzchen an. Knack! Ssst! Peng! Der braune Kopf des einzigen, unschätzbar wertvollen Streichhölzchens trennt sich glatt vom Rumpf, fliegt, einen feurigen Bogen beschreibend durch die Luft, landet auf dem Teppich, brennt ein qualmendes Loch in den guten Gegenstand und stirbt. „Ha——!" sagt Johannes.„Ha——!!“ Weiter nichts! Jeder echte Raucher wird sich ausmalen können, mit welcher Schärfe der bitter betrogene Raucher Johannes dieses„Ha!“ gegen die Wände donnert! Johannes ist vernichtet. Die Schachtel und der geknickte Rumpf des Zündholzes werden zerstampft. Auge, Nase und Gaumen aber protestieren:„Johannes— du mußt rauchen! Warum rauchst du eigentlich immer noch nicht?“ Johannes knirscht mit den Zähnen. Stülpt sich Hut auf und rennt auf die Straße. Er pirscht einher wie ein Jäger im Feld. Die Turmuhr erzählt klar und mitleidlos: Vier Uhr! Endlich erspäht Johannes Z. ein Glühwürmchen—— ein Mann wandelt durch den nachtdunklen Morgen und raucht! Johannes fiebert vor Erregung. Es ist erreicht! Zähigkeit siegt immer! Er zieht nun höflich den Hut und sagt:„Etwas Feuer bitte sehr!“ Kaum aber hat er das Wort gesprochen, als ihn wahrlich übel vor Grimm und Wut wird. Der fremd Rauchgenosse hält bereitwillig seinen Glimmstengel hin und meint:„Streichhölzer hab ich leider selbst nicht! Johannes wühlt zum letztenmal sämtliche Taschen durd und stammelt:„Heißen Dank! Aber ich habe mein Zigarre daheim liegen lassen!“ Gegen halber fünf in der Frühe sagt Herr Wehmeyer der eine Treppe höher wohnt, zu seiner Gattin:„Nun hör doch bloß, Lieschen—— der Ingenieur da unter uns —— wie der tobt und brüllt! Entweder hat der Zahnschmerzen oder er ist verrückt geworden———!“ Ueber 70 Tote beim Brandunglück in St. Hyaneinthe. DNB Newyork, 20. Jan Der Brand des Knabenkonvikts vom„Heiligen He zen“ in St. Hyancinthe(Quebec) hat bisher 14 Todesopfer gefordert. Außerdem liegen noch 25 Ver letzte, teilweise mit schweren Brandwunden, im Hospital vier von ihnen, die aus dem vierten Stock gesprungen waren, liegen im Sterben. Unter deneisbedecktein verkohlten Trümmern des abgebrannten Kon viktes sind noch die Leichen von 25 Opfern be graben. Da 30 Grad Kälte herrschen, schreiten die Ber gungsarbeiten nur langsam vorwärts. fort dus Die§ scher Zei sammen. nach Erö Regie Die worden, deren Do Um sie sten fi aus der Chautem zwischen über die teil einan rigkeit, sten Ford Die Ana das Pro französisch gangenhe oder auf Die 2 tischen I nach bluRegime! habe die der repul sches nack heute ihr nehmen, daß der Regierun und sie 1 werfen. geger län repul Unal gara um schl der! liche beun zusetz USA=Marine bestellt 58 neue Bomber. Das amerikanische Marineministerium bestellte bei der United Aircraft Corporation 58 Bombenflugzeuge im Gesamtwert von 3,5 Millionen Dollar.