einer ausn war der traten die (3:1). Zwe lechtsaußen Rückstand, rte beäng. 1Tormann ke Abweyr des d einzigen die Gäste tel, wiesen e Schächen f. In der 3 der Gastte, wieder Flanke des i Minuten onnte eine egestreffer Erscheint täglich. Bezugspreis monatlich durch Boten 2,10 Mk., durch die Post 2,20 Rm. einschl. 0,40 Rm. Postgebühren, zuzügl. 0,42 Rm. Bestellgeld. Schriftleitung und Geschäftsstelle in Ahaus: van=Delden=Str. 8. Telegr.Adresse: Kreiszeitung Ahaus i. W Fernruf Nr. 450. Postschließfach 65. Postscheck=Konto: Hannover 22739 Verlag: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Zweigniederlassung Ahans 57. Jahrgang. Geschäftsstelle in Gronau: Gebr. Lensing, Verlagsanstalt K.=G., Adolf=Hitler=Straße 36, Fernsprecher Nr. 260. Bankkonten: Kreis= und Stadtsparkasse Ahaus, Gewerbebank Ahaus, Städt. Sparkasse Gronau i. W. und Gronauer Volksbank. Anzeigenpreis für sämtliche Zeno=Zeitungen 10 Pfg. bei 22 Millimeter Breite, für me Kreiszeitung für den Kreis Ahaus 3 Pfg. Nachlaß nach Preisliste. laufen Nummer 16 Jahrgang 1938 Deutsch-jugoslawische Friedensarbeit. 5:1(2:1). (1:4). (0:5). 2:2(2:0). f kamen * Harseomberg e Meistere doch die mehr vorben, den en. Vordas ihnen kel, ebenenberg en Kampf ten, aber as ist bei nächsten t wer für 25 4:10 31 3:11 32 3:11 :21 8(0:2). (1:2). politische Ergebnis des Besuches Stojadinowitschs in Berlin. Empfang beim Führer er glatte 3 Coesartie 4:0 t weitere tz fortzuagsgemäß Merdings ht. Mannmit 10 6:4 über DNB Berlin, 17. Januar. Der Führer und Reichskanzler empfing heute vormittag 11,30 Uhr den jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowitsch, der vom jugoslawischen Gesandten in Berlin, Cencar=Markowitsch, begleitet war, zu einer längeren politischen Aussprache an der auch Ministerpräsident Generaloberst Göring und Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath teilnahmen. Anschließend an diese Besprechung nahm der Führer und Reichskanzler die Vorstellung der Begleiter des jugoslawischen Ministerpräsidenten entgegen und begrüßte sodann die zurzeit in Berlin weilenden Vertreter der jugoslawischen Presse. Schon lange vor Eintreffen des jugoslawischen Ministerpräsidenten sammelten sich viele Hunderte von Volksgenossen in der Wilhelmstraße, um den Gast der Reichsregierung zu begrüßen. Eine verstärkte Ehrenwache des Wachregiments war zum Empfang des Ministerpräsidenten angetreten. Pünktlich um 11,30 Uhr traf Dr. Stojadinowitsch mit seiner Begleitung ein, nachdem sich kurz zuvor Reichsaußenminister Freiherr von Neurath und der deutsche Gesandte in Belgrad, von Heeren, zum Hause des Reichskanzlers begeben hatten. Die Ehrenwache präsentierte beim Eintreffen des jugoslawischen Ministerpräsidenten das Gewehr, Trommelwirbel klang auf, und mit stürmischer Begeisterung hieß die vielhundertköpfige Menge den Gast des neuen Deutschland willkommen. Kurz darauf fuhr auch der Wagen des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring vor, der ebenfalls freudig begrüßt wurde. Abendtafel beim Führer. BND Berlin, 17. Januar. Zu Ehren des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowitsch fand beim Führer und Reichskanzler heute eine Abendtafel statt, an der außer Exzellenz Stojadinowitsch und seiner Frau Gemahlin die Herren der Begleitung des Ministerpräsidenten und der jugoslawischen Gesandtschaft mit ihren Damen sowie die Reichsminister, Reichsleiter, Vertreter der Wehrmacht, des Staates, der Partei und der deutschen Wirtschaft teilnahmen. Gemeinsome deutsch-jugoslawische Verlautbarung. DNB Berlin, 17. Januar. Während seines Aufenthaltes in der Reichshauptstadt hatte der jugoslawische Ministerpräsident und Minister des Auswärtigen, Dr. Stojadinowitsch, mehrfache Unterhaltungen mit dem Reichsminister des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath. über alle Fragen, die die beiden Länder gemeinsam betreffen, sowie über Fragen der allgemeinen Politik. Ferner fanden eingehende Unterredungen mit Ministerpräsident Generaloberst Göring sowie mit einer Reihe anderer führender Männer von Staat und Partei statt. Der heutige Empfang durch den Führer und Reichskanzler schloß diese Gespräche ab und bot Gelegenheit zu eingehender vertrauensvoller Aussprache. Diese Gespräche, die in einer Atmosphäre aufrichtiger Freundschaft und vollen Verständnisses für die beiderseitigen politischen Auffassungen geführt wurden, bestätigten erneut, daß zwischen den beiden Ländern die Voraussetzungen für eine dauernde Freundschaft und eine dem Frieden Europas dienende Zusammenarveit auf allen Gebieten gegeben sind. Auf beiden Seiten kam der feste Wille zum Ausdruck, diese glückliche Entwicklung der deutsch-jugoslawischen Beziehungen auch in Zukunft in jeder Weise zu fördern, Festvorstellung im Deutschen Opernhaus. DNB Berlin, 17. Januar. Anläßlich der Anwesenheit des königlich-jugoslawischen Ministerpräsidenten und Ministers des Aeußern, Dr. Stojadinowitsch, hatte der Reichsaußenminister Freiherr von Neurath zu einer Festvorstellung in das Charlottenburger Deutsche Opernhaus geladen. In der ersten Reihe der Ehrenloge hatten der hohe Gast und seine Gatdin, Reichsaußenminister Freiherr von Neurath und der Hausherr des Charlottenburger Opernhauses, Reichsminister Dr. Goebhels, Platz genommen. Im Ersten Rang sah man Mitglieder der Reichsregierung und die höchsten Vertreter von Staat und Partei. Zurz Aufführung gelangte„Die Fledermaus" von Johann Strauß in der bekannten reizvollen Ausstattung mit zahlreichen Balletteinlagen des Deutschen OpernhausBalletts. Nach den mit großem Beifall aufgenommenen Darbietungen fand ein Abendessen in dem Foyer der Oper statt. Frühstück und Tee=Empfang beim jugoslawischen Gesandten. Berlin, 17. Januar. Der jugoslawische Gesandte in Berlin und Frau Cincar=Markowitsch gaben zu Ehren des jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stajadinowitsch und seiner Gattin in den Räumen der Gesandtschaft ein Frühstück, zu dem Ministerpräsident Generaloberst Göring, der Reichsaußenminister und Freifrau von Neurath, Reichsminister Dr. Lammers, die Staatssekretäre von Mackensen und Bohle, die Gesandten Freiherr von Weizsäcker, von Bülow=Schwante (0:4). (4:2). värts Niederau, die serviert jegsfrage diesmal r Sparta 3. Festvorstellung im Deutschen Opernhaus zu Ehren der jugoslawischen Gäste.(Scherl) Am Sonntagabend sahen der jugoslawische Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch, seine Gattin und die fierren der Begleitung in einer Festvorstellung des des Deutschen Opernhauses die Neuinszenerung der Fledermaus“ Auf unserem Bilde sieht man in der Grofen Loge des Deutschen Opernhauses(von links) Keichsjustizminister Dr. Gürtner, Reichsaußenminister von Neurath, Frau Stojadinowitsch, Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch, die Gattin des jugoslawischen Gesandten in Berlin, Frau Cincar-Markowitsch und Reichsminister Dr. Goebbels. In der zweiten Reihe(hinter dem Reichsaußtenminister) der Gesandte, Gesandter von Bülow-Schwante und(links hinter Dr. Stojadinowitsch) Staatssekretär Hanke. Die Feldzeichen der SA und SS eröffnen den Vorbeimarsch der Lippekämpfer vor Dr. Ley und Gäuleiter Dr. Meyer.(Aufnahme Rediger) und von Heeren sowie Oberst Bodenschatz mit ihren Gattinnen, Generalkonsul Neuhausen und andere mehr geladen waren. Montag nachmittag fand auf der jugoslawischen Gesandtschaft ein Tee=umpfang statt, zu dem zahlreiche führende Versönlichkeiten des geistigen und kulturellen Lebens und namhafte deutsche, jugoslawische und andere ausländische Pressevertreter erschienen waren. Ministerpräsident Stojadinowitsch unterhielt sich längere Zeit zwanglos mit den zahlreichen Gästen, unter denen man auch den Reichspressechef Dr. Dietrich, den Gesandten Aschmann, Ministerialrat Berndt und den Vortragenden Legationsrat Wolf bemerkte. Die jugoslawischen Journalisten im Haus der DNB Berlin, 17. Januar. Aus Anlaß des Staatsbesuches des jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch hatte der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse die den jugoslawischen Ministerpräsidenten begleitenden und die in Deutschland tätigen jugoslawischen Pressevertreter zu einem Empfang in das Haus der deutschen Presse geladen. Der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse, SA=Obergruppenführer Hauptmann a. D. Weiß, hieß die jugoslawischen Gäste im Kreise der Vertreter der deutschen Presse herzlich willkommen. Er hob dabei hervor, daß die deutschen Schriftleiter von jeher größten Wert auf die Pflege persönlicher und kameradschaftlicher Beziehungen gelegt haben. Der Direktor der„Avala“ und Pressechef der Regierungspartei, Milan Jovanowitsch, dankte herzlich und unterstrich, daß die freundschaftlichen, im Zeichen einer positiven Realpolitik stehenden Beziehungen zwischen Deutschland und Jugoslawien für jeden objektiv Denkenden geradezu eine Selbstverständlichkeit darstellten. Ein Echo aus Rom. A Rom, 17. Januar. Der Besuch des jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinowitsch in Berlin wird in der römischen Presse sehr ausführlich behandelt. In Karinhall, sei den Staatsmännern, wie„Popolo di Roma" betont, die beste Gelegenheit geboten worden, sämtliche wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Fragen, die die beiden Länder direkt betreffen, sowie alle Probleme einschließlich des Donauraumes, im Rahmen jenes Friedenswillens zu prüfen, der die beiden Regierungen beseelt und so deutlich in den Trinksprüchen zum Ausdruck gekommen sei. Die deutsch-jugoslawische Freundschaft bildet ein neues Element der europäischen Befriedung. Sehr eingehend werden ferner die deutschen Pressestimmen verzeichnet. Nunmehr Chautemps mit der Kabinettsbildung beauftragt. Blums Versuch, Kommunisten zu Ministern zu machen, am Widerstand der Volksfrontregierung ohne kommunistische Unterstützung geplant. (!) Paris, 17. Januar. Die Aufgabe der Neubildung des französischen Kabinetts liegt jetzt in den Händen des letzten Ministerpräsidenten Chautemps. Nach Bonnet ist zuvor noch der sozialdemokratische Parteiführer Leon BDum mit seinem Versuch gescheitert, die Volksfrontbasis zu erweitern und eine Regierung zu bilden, die von dem Abgeordneten Paul Reynaud. einem typischen Vertreter der Mitte, der bisher gegen die Regierung der Volksfront in Opposition stand, bis zu den Kommunisten reichen sollte. Hierzu erklärte Blum Sonntag abend Vertretern der Presse:„Ich unternehme etwas Schweres. Ich halte es unter den gegebenen Umständen für notwendig, nach innen den Eindruck des sozialen Friedens und nach außen den der nationalen Kraft zu gehen. Deshalb versuche ich eine Art politisches„Marignon=Abkommen“(Matignon=Abkommen wurden die ersten sozialen Gesetze der Volksfront=Aera genannt. Die Schriftleitung) zu verwirklichen. Ich möchte eine Art nationale Sammlungrings um die Volksfront zustande bringen, was praktisch auf den Wunsch hinausläuft, zu den Vertretern aller Volksfrontparteien Männer heranzuziehen, die bisher zur Opposition gehörten. Ich habe im Laufe des Abends mit Daladier, Paul Reynaud und den kommunistischen Abgeordneten Thorez und Duclos gesprochen, sowie mit Delbos und Chautemps und gedenke noch im Laufe der Nacht mit Albert Sarraut zu verhandeln.“ Reynaud machte in seiner Unterredung mit Blum den Eintritt in die von diesem ins Auge gefaßte Regierungskombination davon abhängig, daß die Ausweitung nach rechts sich bis zur Republikanischen Vereinigung/ des Abgeordneten Louis Marin erstrecke. Blum war jedoch nicht bereit, diesem Wunsche Paub Reynauds zu entsprechen. Damit war die Möglichkeit zur Einbeziehung dieses angesehenen Abgeordneten der Mitte in das Kabinett hinfällig geworden. Dagegen erhielt Blum von den beiden kommunistischen Abgeordneten Thorez und Duclos eine Zusage. Die Kommunisten erklärten sich bereit, an einer reinen Volksfrontregierung teilzunehmen, wie auch an einer„Regierung der nationalen Sammlung um die Volksfront." Sie machten zur Bedingung, daß eine solche Kombination das „Volksfront=Programm“ anwende, was nichts anderes hieß, als daß sie sich den kommunistischen Forderungen unterwürfe. In der Presse fand die Absicht Blums, die Kommunisten in die Regierung hereinzunehmen, scharfe Ablehnung, nicht nur in den Blättern der Rechten, sondern auch in der radikalsozialen„Republique“, die aus ihrer Gegnerschaft zum Kommunismus allerdings nie einen Hehl gemacht hat.„Soll dieser schlechte Scherz einer Beteiligung der Kommunisten an der französischen Regierung den Bankerott bringen?“, schrieb das Blatt heute früh.„Sollen die Sparer einem Kommunisten wie Thorez oder Duclos Vertrauen schenken? Soll man mit den Kommunisten, die in die Regierung eingeführt werden eine Kriegsgefahr mir einschmuggeln? Dann wäre es um die Annäherungsbestrebungen mit den Nachbarstaaten, besonders mit Deutschland, geschehen. Mit den guten Beziehungen zu den mitteleuropäischen Verbündeten wäre es aus, zumal diese schon wegen des französisch=sowjetrussischen Paktes beunruhigt sind. Aus wäre es auch mit dem engen Einvernehmen mit England. Auch die Nichteinmischungspolitik in Spanien wäre gefährdet.“ Am heutigen Vormittag sah Leon Blum ein, daß er nicht zum Ziele kommen würde. Er teilte das dem Prasidenten der Republik mit und erklärte Journalisten, die ihn über seine Absichten befragten, daß er auf eine Kabinettsbildung verzichtet habe.„Ich habe versucht", sagte er,„eine Kombination zu verwirklichen, die ich selbst als verwegen bezeichnet habe. Daß sie es auch tatsächlich war, ist daraus zu ersehen, daß sie nicht gegluckt ist. Ich habe darauf versucht, eine Kombination mit Beteiligung der Kommunisten zu verwirklichen. Ein gewisser Widerstand der-Radikalsozialen Partei aber gegenüber einer kommunistischen Beteiligung an der Regierung hat mir dies unmöglich gemacht und mich daher gezwungen, den Auftrag zurückzugeben.“ Als Blum sich verabschiedet hatte, wurde sofort Camille Chautemps vom Staatspräsidenten ins Elysee berufen, wo er um 11,30 Uhr eintraf. Beim Verlassen des Elysees erklärte er, daß er den Auftrag der Regierungsbildung angenommen habe. Im Verlauf seines Versuches, die Regierung zu bilden, so fügte Chautemps hinzu, habe Leon Blum den Gedanken verfolgt, die„Volksfront“ auf nationaler Grundlage zu erweitern. Er, Chautemps, wolle dem Parlament einen Kodex für den politischen Frieden unterbreiten. Eine Ueberstürzung der Dinge sei nicht notwendig, da er persönlich das Interimsministerium führe. Man müsse langsam vorgehen und gegen alle möglichen Stürme für die Zukunft eine solide Grundlage bauen. Es wird allgemein angenommen, daß Chautemps in der Kammer eine Mehrheit sucht, die sich aus den Volksfrontparteien ohne Kommunisten zusammensetzt. Dabei dürfte an die 156 Sozialdemokraten, die 111 Radikalsozialen, die 26 Abgeordneten der SozialistischRepublikanischen Union und die 24 Abgeordneten der unabhängigen Linken gedacht sein. Eine Unterstützung durch diese vier Gruppen würde der Regierung eine, wenn auch nur schwache Kammermehrheit bringen. Man weist in politischen Kreisen darauf hin, daß die Opposition dann in zwei Lager gespalten wäre und jedenfalls keinen geschlossen Block darstellen würde. Ein Volk in Front. WHW=Aufruf des Reichsaußenministers. Berlin, 17. Januar. Der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, erläßt in der NSK folgenden Aufruf für das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes: „Möge sich jeder deutsche Volksgenosse bewußt sein, daß das Ausland die Geschlossenheit und den Aufbauwillen des Deutschen Volkes wesentlich nach dem Erfolg des Winterhilfswerkes einschätzt. Jede Spende für das Winterhilfswerk wirbt zugleich für das deutsche Ansehen im Ausland.“ Alfred Huggenberger im Reich. DNB Berlin, 17. Januar. Zu Ehren des schweizerischen Dichters Alfred Huggenberger, der sich zurzeit auf einer Vortragsreise durch Deutschland befindet, fand in der Kameradschaft der deutschen Künstler ein Empfang statt, zu dem u. a. der schweizerische Gesandte in Berlin, Dr. Paul Dinichert, der Leiter der kulturpolitischen Abtellung des Auswärtigen Amtes, Gesandter Stieve, und der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Johst, erschienen waren. In einer kurzen Ansprache hieß der Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Hauptamtsleiter Hederich, den Dichter willkommen und übermittelte ihm die Grüße des Reichsministers für Volksaufblärung und Propaganda, Dr. Goebbels, Hauptamtsleiter Hederich brachte in herzlichen Worten zum Ausdruck, daß Alfred Huggenberger in seinen Werken die Werte des Bauerntums und des Bodens als einer Quelle nie versiegender Volkskraft zu bleibender Gestaltung gebracht habe, Die deutsche Sprache sei auch im Werke Alfred Huggenbergers das Band, durch das der Dichter mit seiner großen Lesergemeinde und dem deutschen Volk verknüpft sei. Im Anschluß an den Vortragsabend in Berlin wird Alfred Huggenberger in allen deutschen Gauen aus seinen Werken lesen. Der Kriegsmarine folgt die Handelsflotte. Von unserem römischen Korrespondenten. L. E. Rom, 14. Januar. Als Italien sich im Jahre 1935 für die Möglichkeit sich im Jahre 1935 für eines Feldzuges in Ostafrika vorbereitete, machte es sogleich eine Erfahrung. Sie fand ihre Folge darin, daß sich die italienischen Werften binnen einem Monat umstellen mußten, um eine ganze Reihe von Handelsschiffen für die Transporte nach Ostafrika umzubauen. Außer rund hundert Schiffen, die damals„angemustert“ wurden und z. T. eine bauliche Veränderung erfuhren, mußten im Ausland noch 140 000 Tonnen Schiffsraum gekauft werden. Immerhin handelte es sich dabei nur um eine technische Frage. In einem Augenblick, wo solche Uebersee=Transporte auch einmal eine militärische Bedeutung bekommen könnten und solche Transporte von der Kriegsmarine gesichert werden müßten, entsteht ein Problem, das die Zusammenarbeit beider Zweige, der Kriegs= und der Handelsmarine erfordern würde. Da es feststeht, daß in solchem Fall die Italiener die Form der Sicherung im Geleit wählen würden, so versteht es sich von selbst, daß schon im Frieden eine Flotte von Handelsschiffen vorhanden sein muß, die solchen Anforderungen entsprechen würde. Das Geleit erfordert Schiffe von bemerkenswerter und gleicher Geschwindigkeit, da das Geleit sich natürlich nach dem langsamsten der geleiteten Schiffe zu richten hätte. Hier eröffnet sich also ein Kapitel der modernen Wehrwirtschaftslehre, und zwar auf die See angewandt. Aus Triest wird nun gemeldet, daß im Zuge eines ersten Programms 44 Handelsschiffe mit insgesamt 250 000 Tonnen Schiffsraum auf den verschiedenen italienischen Werften auf Stapel gelegt werden. Auch der Umbau zweier größerer transatlantischer Dampfer ist vorgesehen. Es ist wohl anzunehmen, daß mit diesem an sich normalen Ausbau der italienischen Handelsflotte zugleich ein erster praktischer Schritt in Richtung der Wehrwirtschaft zur See gemacht wird. Kommunisten in Mexiko- überfallen katholischen Gottesdienst. In Veracruz stürmten 50 Jungkommunisten die Christuskirche und überfielen dort betende Katholiken. Die Kommunisten verletzten zwei Männer und eine Frau ganz erheblich. 25 Jahre Reichsversicherungsanstalt für Angestellte. Reichswinister Seldte überbringt die Glückwünsche der Reichsregierung. Der Nationalsozialismus hat die Altersversorgung restlos sichergestellt Berlin, 17. Januar. Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte beging am Montag die Feier ihres 25jährigen Bestehens. Vertreter von Staat und Partei sowie aller Zweige der Sozialversicherung hatten sich mit dem Präsidium und Gefolgschaftsmitgliedern zu einem schlichten Festakt versammelt, in dessen Verlauf auch Reichsarbeitsminister Seldte das Wort nahm. Der Leiter der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Präsident Grießmeyer, wies nach Begrüßungsworten darauf hin, daß die Angestelltenversicherung heute 4,4 Millionen Versicherte umfasse, 442 000 Rentner betreue und im abgelaufenen Jahre 271 Millionen Reichsmark für Renten und Erstattungen bezahlt habe. Schon im ersten Jahre nach der„Machtergreifung habe der Nationalsozialismus den Arbeitern und Angestellten die zuverlässige Sicherheit ihrer Altersversorgung versprochen, und nunmehr habe die Reichsregierung ihr damaliges Versprechen wahrgemacht, und die Sicherheit aller künftigen Rentenleistungenrestlos wieder hergestellt. Darüber hinaus habe das Gesetz vom 21. Dezember 1937 durch die endgültige Sanierung der Rentenversicherungen den Weg freigemacht für einen Leistungsausbau nach nationalsozialistischen Grundsätzen. Bei der grundsätzlichen Bereitschaft, zu gegebener Zeit auch an einen Ausbau der Rentenleistung zu denken, dürfe nicht vergessen werden, daß über der Sorge für den einzelnen die Sorge des Staates für die Gesamtheit des Volkes stehe. Nachdem der Leiter der Fachschaftsgruppe„Reichs versicherung“, Verwaltungsoberinspektor Beutler. dem Präsidenten der Anstalt die Glückwünsche der Gefolgschaft übermittelt hatte, führte Reichsarbeitsminister Seldte u. a. aus:„Dieses Zeitgeschehen hat auch die Reichsversicherungsanstalt schwer erschüttert. Daß sie trotzdem durch allen Zeitwandel hindurch ihre Versicherten mit unveränderter Fürsorge betreut hat, ist ein Verdienst all' der Männer und Frauen, die für die Angestelltenversicherung als Beamte, Angestellte oder Arbeiter hauptamtlich oder ehrenamtlich tätig geworden sind. Die Reichsversichevungsanstalt ist neben allen anderen Versicherungsträgern nunmehr berufen, an der Weiterentwicklung unserer Reichsversicherung mitzuarbeiten. Hierbei wird im Vordergrund stehen die Erhaltung, Pflege und Wiederherstellung der Gesunoheit des schaffenden Menschen. Die deutsche Sozialversicherung hat ihre Lebenskraft erneut erwiesen. Die Gesetzgebung der letzten vier Jahre habe ihr einen nie gekannten Auftrieb gegeben. Im Anschluß an die Ansprache von Reichsminister Seldte brachte der Leiter des Reichsversicherungsamtes, Präsident Dr. Schäffer, neben den Glückwünschen für die Jubilarin die Anerkennung und den Dank der Aufsichtsbehörde für die von sozialem Geist getragene Arbeit der Reichsversicherungsanstalt zum Ausdruck. Der Vorsitzende des Reichsverbandes deutscher Landesversicherungsanstalten, Landeshauptmann Kolbow, übermittelte die kameradschaftlichen Grüße der übrigen Träger der Sozialversicherung, während Reichsamtleiter Lencer die Glückwünsche der Reichsbetriebsgemeinschaft Banken und Versicherungen aussprach. Präsident Grießmeyer gab dann das nachstehende Telegramm an den Führer bekannt: „Leiter, Gefolgschaft und Beirat der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte feiern heute deren 25jähriges Bestehen. Sie danken Ihnen, mein Führer, im Namen von 4,5 Millionen Versicherten, Ihrer Angehörigen und ihrer Betriebsführer für die völlige Wiederherstellung der finanziellen Sicherheit künftiger Rentenleistungen und für den angebahnten Ausbau der Altersversorgung. Das Gesetz vom 21. Dezember 1937 war uns die schönste Jubiläumsgabe. Wir versprechen freudigen Einsatz und treue Pflichterfüllung in sozialer Arbeit für Volk und Vaterland.“ Der Führer und Reichskanzler hat darauf wie folgt geantwortet: „Dem Leiter, der Gefolgschaft und dem Beirat der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte danke ich für die Grüße von der 25=Jahr=Feier, die ich mit besten Wünschen für weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste der sozialen Wohlfahrt unseres Volkes erwidere.“ Die Feier schloß mit der Führerehrung und dem Gesang der Nationalhymnen. Verdrießliche Mienen in Paris Kommentare zum Besuch Stojadinowitschs in Berlin. Deutschlands Isolierung ein für alle mal vorbei. (!) Paris, 17. Januar. Die Pariser Presse verfolgt mit eifersüchtigem Interesse die Berliner Besprechungen Stojadinowitsch' und verwickelt sich dabei in erhebliche Widersprüche. Während fast alle Leitartikel beschwichtigend erklären, diese Besprechungen würden zu keinem wesentlichen Ergebnis führen, und sogar so tun, als ob der Empfang Stojadinowitschs in Berlin sehr kühl(!) gewesen sei, heißt es wenige Absätze weiter ebenfalls in allen Blättern: Diese Reise und diese Besprechungen Stojadinowitschs in Berlin seien ein Beweis für das sinkende Ansehen und Vertrauen, das Frankreich heute im Auslande und besonders in den kleineren Staaten genieße. So etwa lautet besonders die Ansicht Pertinax' im„Echo de Paris“. „Figaro“ erklärt, je stärker Frankreichs Ansehen in der Weltsinke, desto mehr vergrößere sich das deutsche Ansehen. Der Berliner Berichterstatter des„Journal“ stellt fest, es sei nicht abzuleugnen, daß die deutsche Diplomatie Erfolge davon getragen habe, deren Kosten ausschließlich von Frankreich getragen worden seien. Dem „Petit Journal“ zufolge habe bereits Delbos bei seiner Rundkeise in Bukarest und Belgrad ermessen können, wieviel Frankreich an Terrain verloren habe. In diesen beiden Städten zweifle man an der Sicherheit einer französischen Hilfeleistung... Im Gegensatz zu anderen ern hebt der Leitartikel der„Republique“ den besonders herzlichen Charakter des Berliner Empfangs für Stojadinowitsch hervor. 1924 habe sich Stresemann beklagt, daß er nie einen fremdländischen Außenminister in Berlin zu sehen bekomme. Damals seien alle nach Paris gelaufen, was man heute allerdings nicht mehr beaupten könne. Das„Journal“ stellt weiter fest, die Kleine Entente richtet sich nach der Achse Berlin—Rom aus. Deutschland nehme auf dem Balkan rasch den Platz ein, den Frankreich dort verloren habe.„Epoque" schreibt resigniert, während in Paris Ministerkrise herrsche, werde Stojadinowitsch in Berlin mit großen Ehren empfangen. Frankreich laufe Gefahr, einen Verbündeten nach dem anderen zu verlieren und unterstütze das selbst durch seine ewigen politischen Wirren.„Die Jugoslawen“, so erklärt die„Action Francaise“,„wenden sich wie die Rumänen und Polen von Frankreich ab, je mehr Frankreich dem zerstörenden Kommunismus hörig ist. Die französische Regierung scheine sich um diesen Zusammenbruch der Freundschaften und Bündnisse nicht zu kümmern. Der Wurm, der an Frankreichs Bündnissen nagt, ist nicht in Warschau, Bukarest oder Belgrad zu suchen, sondern in Paris." Deutsche Offiziersabordnung in Warschau. DNB Warschau, 17. Januar. Am Montagmorgen traf eine Abordnung deutscher Offiziere unter Führung des Kommandeurs der deutschen Kriegsakademie, General der Infanterie Liebmann, zu ihrem angekündigten Besuch in Warschau ein. Zu ihrer Begrüßung hatten sich auf dem Bahnhof eingefunden Major Ogorkiewicz, der der deutschen Militärmission als ständiger Begleiter zugeteilt worden ist, und zwei weitere Majore aus dem Kriegsministerium und Generalstab, von deutscher Seite der deutsche Militärattaché in Warschau, Oberst von Studnitz, sein Vertreter und Botschaftsrat von Wühlisch. Am Vormittaa legte General Liebmann am Grabe des unbekannten Soldaten in Anwesenheit des Warschauer Stadtkommandanten einen Kranz nieder und stattete anschließend dem Kriegsminister General Kasprzycki, dem Ersten Vizekriegsminister General Gluchowski und dem Beginn der englisch=irischen Besprechungen. Ein Zehnjahresplan für die Vereinigung Nord- und Südirlands? E London, 17. Januar. Die englischeirischen Besprechungen haben am Montagnachmittag um 3 Uhr nach einem Frühstück, das Ministerpräsident Chamberlain den irischen Ministern gab, in Downingstreet 10 begonnen. Von englischer Seite nahmen an den Besprechungen teil Ministerpräsident Chamberlain, Schatzkanzler Sir John Simon, Innenminister Sir Samuel Hoare und Dominionminister Malcolm MacDonald. Im Verlaufe des späten Nachmittags wurden noch der Verteidigungsminister Sir Thomas Inskip, der Handelsminister Stanley und der Landwirtschaftsminister Morrison zu den Besprechungen hinzugezogen. Von irischer Seite nahmen daran teil Ministerpräsident De Valera, Finanzminister MoEntee, Industrie= und Handelsminister Lemaß und Landwirtschaftsminister Richard Ryan. Während der ganzen Dauer der Verhandlungen, die sich bis zum Abend hinzogen, wartete eine große Menschenmenge in Downingstreet, ein Anzeichen dafür, welch lebhafte Anteilnahme die Verhandlungen bei der Londoner Bevölkerung finden. Im Anschluß an die Beratungen wurde ein amtliches Kommuniqué ausgegeben, daß lediglich besagt, daß unter Vorsitz des englischen Ministerpräsidenten eine Sitzung zwischen Vertretern der Regierung Eires und solchen der englischen Regierung abgehalten worden ist. Man habe dabei einen allgemeinen Ueberblick über die offenen Fragen der Beziehungen zwischen den beiden Ländern gewonnen. Die Sitzung wurde kurz nach ½7 Uhr englischer Zeit vertagt und wird Dienstag um 12 Uhr mittags fortgesetzt werden. Der irische Ministerpräsident de Valera erklärte vor dem Beginn der Beratungen einem Vertreter von„Preß Association“, bei den Verhandlungen müßten große Schwierigkeiten überwunden werden. Bei der irischen Abordnung bestehe jedoch der ernstliche Wunsch, den Grundstein für freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu legen. Er hoffe, daß in den Beratungen Fortschritte zu diesem Ziel hin gemacht würden. „Daily Telegraph“ erklärt, der irische Ministerpräsident beabsichtige einen 10=Jahresplan, der den Vorschlag eines Bundesparlaments, in dem Nordund Südirland vertreten seien, enthalte. Nach zehn Jahren würde dann ein Volksentscheid über die Frage der Teilung stattfinden. Aehnlich berichten auch die meisten anderen Blätter. Sicher sei, daß die irische Abordnung nicht erwarte, von Chamberlain eine sofortige und endgültige Zustimmung zu bekommen. Man könne demnach mit einer Art von Kompromiß rechnen, auf Grund dessen eine Einigung in Handels= und Verteidigungsfragen möglich sein würde. Chef des polnischen seinen Besuch ab. Generalstabes, General Stachiewiez, Das Staatstheater Berlin spielt in Elbing und anderen Städten. DNB Berlin, 17. Januar. Am 24. Januar findet in Elbing=Ostpreußen ein Gastspiel des preußischen Staatsschauspieds=Berlin statt, das durch die Zustimmung des preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Hermann Görina in großzügiger Weise sichergestellt wurde. Zur Aufführung gelangt Lessings„Emilia Galotti“ in der bekannten außerordentlich erfolgreichen Inszenierung des Generalintendanten Gustaf Gründgens. Außer Gründgens wirken in den Hauptrollen Käthe Dorsch, Marianne Hoppe, Hermine Körner, Günther Hadank, Friedrich ayßler, Wolfgang Liebeneiner und Bernhard Minetti mit. Aufführungen, Hiermit beginnt eine Reihe die vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda durchgeführt werden. Alle mitwirkenden Künstler haben sich ehrenhalber zur Verfügung gestellt, um auf diese Weise ihrer Dankbarkeit für die unvergleichliche Pflege des deutschen Theaterwesens im Dritten Reich Ausdruck zu verleihen. In der Folge werden sich auch andere Berliner Bühnen diesem bekennerischen Dank der deutschen Künstlerschaft anschließen, indem sie sich ebenfalls dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels für solche Gastspiele zur Verfügung stellen. Mit diesem erfolgreichen Einsatz wird den Theaterbesuchern der entfernteren Gaue Gelegenheit gegeben, die hervorragendsten schauspielerischen Kräfte Deutschlands, die sie bisher nur in Einzelgastspielen oder durch den Film und Funk kennengelernt haben, auf ihrer örtlichen Bühne zu erleben. fürst Ernst Hohenberg zerschlügt ein Hoheitszeichen des Reiches. Untersuchung durch die österreichische Regierung eingeleitet. DNB in Wien, 17/ Januar. Wie man jetzt erst erfährt, wurde am Sonntagabend Wien ein Anschlag gegen das Hoheitszeichen des Reiches ausgeführt. Plötzlich zertrümmerte ein Mann mit einem Stock ein am Hause der Generalvertretung der Deutschen Reichsbahn auf dem Getreidemarkt im ersten Wiener Bezirk angebrachtes Schild, das auch das Hoheitszeichen des Reiches trägt. Fußgänger hielten den Täter fest, bis die Polizei verständigt war und den Namen des Täters feststellen konnte. Das Ergebnis von Budapest on unserer Berliner Schriftleitun E. R. Berlin, 16. Januar Die Pariser Presse nennt das Ergebnis der itas nisch=ungarisch=österreichischen Besprechungen in Budan im Rahmen der römischen Protokolle, wie in dem Schlußcommuniqué zum Ausdruck kommt, macel und verrät damit ihre Unzufriedenheit. Das ist begrei lich: denn die gemeinsame Verlautbarung beweist, daß zi beiden Donaustaaten, die Frankreich ebenso wie die se MliIII Entente als Aktivposten in seine Rechnung gestellt hatals solche in seinem politischen Hauptbuch gestrichen den können. Frankreich figuriert in dem Communig Führend ohne Namensnennung unter den Staaten,„deren po Butarest e sche Tätigkeit auf reale Ziele des Friedens und auf e gahen die besseres Verstehen unter den Nationen„gerichtet ist“,wm Sonnta mit denen die drei Romprotokoll=Staaten zusammenzug. Der run beiten gewillt sind.“ In der Tat, reichlich mager, seinen. de französischen Augen gesehen. Stal Dieser magere Bissen ist obendrein mit einer Gy Parole der nitur umkränzt, die den Franzosen gewiß nicht besonn Rumäne verlockend erscheint. Daß die Regierungen in Wien allem durth Budapest die Regierung Francos als die legi time Regierung Spaniens formell anerkenne wollen, und daß sie diesen Entschluß einen tatsächlich sierender len. Rum ver Einfä. dauernden Beitrag zur Befriedung Guropas nennen, wird in nach in de ebenso peinlich empfunden werden wie die andere Antis gandes ges digung, daß sie sich vorbehalten, ihre Beziehunge gleicher zur Genser Entente, fälschlich noch immer Völtesschaft und bund genannt, einer Aenderung zu unterzi tes ne u in der Pre hen; daß diese Aenderung nicht eine Festigung, sonden mache, sei nur eine Lockerung oder gar Lösung sein kann, bed heit des V kaum der Betonung. Beide Punkte sind Frankreich sch wachse. Die an sich zuwider, denn sie bestätigen einen Mißerfolg nin vortr eigenen Politik; sie sind es aber erst recht, weil sie Rechte gleich ein Erfolg seiner Gegenspieler sind, nämlich d Staat eine Befestigung der Beziehungen der beide rechten Fozu Deutschland und It werden, um inneren Donaustaaten lien. Diese Befestigung wird ausdrücklich betont, Wien und Budapest in dem Communiqué„ihre Symp thie für die innige Zusammenarbeit mit den beiden ihn befreundeten Großmächten, die in der Achse Berlin—Ro Die neu verankert ist und ein neues Unterpfand des Friedens Menschen i rumani die Y Entw des Wiederaufbaues darstellt,“ besonders herausstelle Demgemäß bekennen sie auch erneut ihre eindeutige 2or Genfs. lehnung des Kommunismus; sie begrüßen d Heimscho Antikomintern=Pakt und versichern, daß sie die kommun stische Agitation in ihren Ländern mit allen Kräftenbkämpfen werden. Im besonderen hat die österre chische Regierung unter der Zustimmung der anden beiden auf das Zusammenwirken der röm schen Protokolle und des deutsch=östen reichischen Abkommens vom 11. Juli 193 in ihrer Politik hingewiesen, und Italien und Oesterreis erachten die baldige Verwirklichung der unge rischen Gleichberechtigung hinsichtlich der Au rüstung als notwendig. Das alles sind Punkte, die französische Presse vor gar nicht langer Zeit noch Wutausbrüchen gereizt hätte, heute aber geht sie mi einem spöttisch sein sollenden, aber nach einem betrübin 2/3) Verzicht klingenden„mageres Ergebnis“ darüber hinwe Benn Uns erscheint das Ergebnis keineswegs mager. Wissen entnehmen daraus mit Genugtuung, wie förderlich sich de strich Achse Berlin—Rom auch für den Ausgleich der Span schenk' esd nungen erwiesen hat, die früher unter den drei Staatn als daß es bestanden, und wie sehr diese Spannungen einem vert ei.0de traulichen Zusammengehen Platz gemacht haben. Wir be mir grüßen es auch, daß in dem Communiqué der weitere irgendwo 1 Entwicklung der ungarisch=rumänischen Beziehungen opt solchen Leb mistisch entgegengesehen wird. Zwar gehört diese nicht zu den eigentlichen Belangen der römischen Protg Co““ doc kolle, aber gerade darum ist ihre Erörterung interessan Sachen auf und bedeutsam, denn sie bestätigt, wie sehr schon de„Ja“, sa ganze Südostraum unter der Einwirkun besicht in der schlichtenden, ordnenden und aufbauenden Kräfte steht, die von der Achse BerlinRom unmittelbar oder mittelbar ausgehen. Dabei ergab sich, daß man es mit Fürst Ernst Hoher Feststellun mit den ni „Nein. vielleicht fi diesen Zukt „Kann „Wieso morgen kar ErnstHohenstehen ja berg zu tun hatte. Nach Feststellung seines Namen noch vier wurde er auf freiem Fuß belassen.erka Die deutsche Gesandtschaft hat, nachdem sie von den, seigen Vorfall erfuhr, sogleich im Bundeskanzleramt Proten, heulst du erhoben. mir bloß Die österreichische Regierung erwiderte, daß sie sofon nichts heeine Untersuchung der Angelegenheit eingeleite Nein habe. Der Vorfall werde unter voller Berücksichtigung irgendein des Umstandes, daß es sich um die Verletzung des Amtsn schildes einer reichsdeutschen amtlichen Stelle handel, Mamet geahndet werden. Fürst Ernst Hohenberg ist ein Sohn des in Serajew meninhaber im Jahre 1914 ermordeten österreichischen Thronfolgels weinr ou.1 Franz Ferdinand, dessen beide Söhne, da er morganatisch jawohl mit einer Herzogin von Hohenberg verheiratet war, den def Titel Herzog bezw. Fürst Hohenberg führen. diese Ding ordentlich „Gut g. war nicht1 Unterstaatssekretär Lloyd besichtigt deutsche Lufschutzeinrichtungen. Von Goͤring DNB Berlin, 17. Jan. Auf Einladung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wird in der Zeit 19. bis 22. Januar der Unterstaatssekretär des englischen Home=Office, Lloyd, in Begleitung des englischen Majors Frazer verschiedene deutsche Luftschun einrichtungen besichtigen. Der Unterstaatssekretat wird u. a. die Reichsanstalt für Luftschutz in Berlin sowi die Landesgruppen-Luftschutzschule des Reichsluftschut bundes in Löcknitz besuchen. Ihm werden ferner öffentlicht Sammelschutzräume der Stadt Berlin sowie anläßlich einet auf den Besichtigung des Reichsluftfahrtsministeriums die dort sprang. gen Schutzräume gezeigt werden. Ebenso wird dem eng lischen Unterstaatssekretär Gelegenheit gegeben werden„Sahe bei der Degea=A.=G. in Oranienburg Luftschutzeinrichtuneinche kennenzulernen. Schreibtisch orannte w „Nichts. „Aufschr „Hat ke Fred." „Merkw Ist dein F Kein „Wo ko „Was glaubst wo ben, jetzt, Statt gen Schüchtverbot in Bukarest, DNB Bukarest, 17. Januar. Wie„Porunca Vremii“ mitteilt, hat der Bukarester Oberbürgermeister das Schächten mit sofortiger Wirkung verboten. Auch auch Tschernowitz wird berichtet, daß dort das Verbot des Schächtengeplant sei. In Bessarabien wurde der Gebrauch der jiddischen Sprache von den Behörden untersagt. „Du bi Kram anstNicht, die Augen Auch T zu, wie die rundum ui raß. Nac Asche übriten Parkei Kampf gegen die Judenherrschaft in Rumänien. eitun 6. Januar is der italiin Budape l1e, wie n Erfüllung aller gerechten neden minderheitenforderungen" ettecerDNB Rom, 17. Januar. Communi Führende rumänische Persönlichkeiten haben den nach deren n. Bukarest entsandten Sonderberichterstattern des„Giorsen donnese d'Italia“ und des„Messaggero“ Erklärungen abgeund aufe geben, die die genannten Blätter in größter Aufmachung chtet ist“, un am Sonntag veröffentlichen. usammenzug.. Der rumänische Ministerpräsident Goga betont in mager, m seinem dem Direktor des halbamtlichen„Giornale d'Italia“ gewährten Interview, die neue Bewegung in Kunänien sei entschieden antikommunistisch. Die t einer En Varole der neuen Regierung laute: Rumänien den icht besonde Kumänen! Die völkische Einheit Rumäniens sei vor in Wienallem durch den unkontrollierbaren Zustrom nomadiien fierender jüdischer Volksmassen tiefgehend gestört worals die legiden. Rumänien habe in den letzten 20 Jahren neben nerkennlner Einfällen großer jüdischer Menschenmassen einen tatsächste, dauernden Zustrom jüdischer Elemente erlebt, die, von uind in meu den Naturschätzen des Landes angezogen, sich nach und du, nach in den Besitz der gesamten Produktionsmittel des ndere Ank gandes gesetzt haben. Ein solcher Zustand sei aber in ziehunge gleicher Weise für die nationale Sicherheit, die Wirtmmer Bön=sschaft und die geistige Verfassung des rumänischen Volkes unerwünscht. Die Herrschaft der Juden, die sich auch unterdi in der Presse, in der Literatur und im Film breitgung, sonden mache, sei so übermächtig geworden, daß die Unzufriedenkann, bed heit des Volkes mit diesem Zustand mit jedem Tag ankreich schr wachse. Die Feindschaft gegen die Juden sei in Rumänien Nißerkole kein doktrinärer Fremdenhaß, sondern der natürliche berfolg Ausdruck einer nationalen Abwehr. Rumänien erkenne weil sie die Rechte aller Minderheiten an, wolle jedoch dem nämlich Staat eine rein rumänische Grundlage geben. Die geer beid rechten Forderungen aller Minderheiten sollen erfüllt und 3. werden, um den Staat auf die sichere Basis eines und Stalinneren Friedens zu stellen. „Die deutsche Bevölkerung“, so führte der rumänische Ministerpräsident wärtlich aus,„wird die Möglichkeit einer freien kulturellen Entwicklung erhalten“. etont, inden ihre Sympbeiden ihne Berlin—Ro Die neuen aus allen Teilen Osteuropas zugeströmten Friedens u Menschen werde man dagegen nicht als einen Teil der rumänischen Bevölkerung anerkennen. Dabei fürchte er, herausstelle wie Goga betont, keinesweas die Drohung deutige Al Genfs. Genf habe vielmehr die Pflicht, für die begrüßen Heimschaffung dieser nach Rumänien gekommenen die kommun Kräften hosterre der anden er röm tsch=östen Juli 193 d Oesterre der unga ich der Aus unkte, die d Zeit noch geht sie mi m betrübten üüber hinweg „Ich habe gehört, wie er über Kunstgewerbe sprach. Wie er— Herrgott ja, über deine Arbeiten sprach.“ „Was sagte er über meine Arbeiten?“ „Das werde ich dir nicht wiederholen!“ erwiderte Aennchen entschlossen. „Diese Weigerung spricht Bände!“ Trude hockte auf dem Schreibtischstuhl, sie sah jetzt klein und hilflos aus. Ihre Augen starrten leer geradeaus. „Wir finden einen anderen und viel besseren Platz, Trude. Ich werde alles mobil machen, ich werde mir die Füße ablaufen— du sollst sehen, daß ich auch zu was gut bin, wenn du es auch nicht glaubst.“ Trude antwortete nicht. Vielleicht hörte sie Aennchens Versicherungen gar nicht. Sie sah in sich hinein, in ihr hartes, arbeitsreiches Leben, das seit bald einem JahrAußenpolitisch werde die neue Regierung, wie geynt von nichts anderem überglänzt war als von ihrer der rumänische Ministerpräsident abschließend hervorhob, Leidenschaft, die Seele der Dinge rundum sichtbar zu . machen. Sie dachte an ihre eigenen Zweifel und an das Glück der ersten wirklichen Anerkennung. Sie dachte an ihre Träume und Hoffnungen, die auch nicht durch den nKa Menschenmassen zu sorgen. Er, Goga, selbst werde dieses Problem in Genf zur Sprache bringen. Das Programm der neuen Regierung werde er erst in einigen Wochen bekanntgeben. Schon jetzt könne er darauf hinweisen, daß es insbesondere auf die Verwirklichung der nationalen Forderungen gerichtet sei und den Notwendigkeiten der breiten Masse Rechnung tragen werde. den Kreis der rumänischen Freundschaften erweitern, ohne dabei die bereits bestehenden Bündnisse und Freundschaftspakte tiefgehend zu ändern. Hinsichtlich Italien, für dessen Duce er stets die größte Bewunderung empfunden habe und auch heute empfinde, wolle er den früher bestehenden Freundschaftsvertrag wieder erneuern. „Giornale d'Italia“ veröffentlicht dann eine Stellungnahme des Staatsministers ohne Geschäftsbereich, Cuza, der sich ausschließlich mit der Judenfrage beschäftigt. Das jüdische Problem müsse energisch in Angriff genommen und ein für allemal gelöst werden. Die Juden sollten sich keinen Hoffnungen hingeben. Sie seien stets überall dort verjagt worden, wo sie die Nationen bis aufs letzte ausgesogen hatten. Rumänien könne es nicht vergessen, daß auch die kommunistische Bewegung in Rumänien ausschließlich jüdischen Ursprungs ist. Heute gebe es in Rumänien nur zwei Möglichkeiten: Ausweisung der Juden in gesetzlicher Form oder gewaltsame Vertreibung durch einen Volksaufstand. Madagaskar würde sich als Insel besonders gut zur Aufnahme ldischer Auswanderer eignen. Auf die Frage, was Rumänien tun würde, falls Genf intervenieren sollte, antwortete Cuza abschließend, Genf sei eine vom Judentum zur Beherrschung der Völker geschaffene Institution. Er persönlich betrachte die Genfer Einrichtung als eine Leiche, die noch ihrer feierlichen Bestattung harre. Als letztes Interview veröffentlicht der Direktor des „Giornale d'Italia“ Erklärungen des Leiters der Eisernen Garde, Codreanu, der zur Grundlage seines Erneuerungsprogrammes die Schaffung eines„neuen Menschen, eines verantwortungsbewußten Staatsbürgers“ macht. Auf außenpolitischem Gebiet sei er bereit, den Minderheiten alle Freiheiten zu gewähren; seine Haltung ihnen gegenüber werde sich nach ihrer Haltung gegenüber Rumänien richten. Im übrigen sei er gegen die Kleine Entente, gegen den Balkanbund und gegen Genf. Er erstrebe eine Orientierung auf die Achse Rom—Berlin. SCHNET UND ERIDOLIN Roman non Jil Aifschiea. 2/3) mager. „Wenn ich Geld hätte, würde ich dieses Tischchen kaufen“, sagte Aennchen. erlichsch„ch schenk' es dir." Trude Zumrain erhob sich, sie erlich sich d strich der Kleinen kurz durch die verwirrten Haare.„Ich der Spanschent es dir zur Hochzeit, Aennchen. Besser, du hast es, drei Staaten als daß es für ein paar elende Mark in den Besitz irgendeinem ver eines braven Spießers kommt.“ en Mirber. Sie zog das Mündchen in die Höhe.„Und nun machen en. Wir d wir Schluß. Der Mann namens Fred wird sicherlich schon der weiteren irgendwo lauern, solche Menschen tun das meistens in hungen opt solchen Lebenslagen. Morgen ist auch noch ein Tag, da diese Fran können wir weiter sehen. Villeicht—“, sie atmete tief schen net au„vielleicht hält sich die Werkstatt„Trude Zumrain schen Pror, g Co" doch noch, trotz des„Sunften Heinrich". Unsere g interessan Sachen auf der Kunstausstellung gehen reißend ab.“ „Ja“, sagte Aennchen und wandte nun ihrerseits ihr Gesicht in den Schatten.„Glaubst du aber, daß du damit den nötigen Mammon zusammenkriegst?“ „Nein. Aber eine Bombenreklame krieg' ich. Und vielleicht findet sich dann wirklich jemand, der mir auf diesen Zukunftswechsel etwas vorschießt.“ „Kann das— kann das morgen schon sein?“ „Wieso morgen?" fragt Trude verwundert.„Nein, morgen kann das natürlich noch nicht sein, die Sachen ist Hohen stehen ja erst seit vorgestern da. Aber sie bleiben ja les Namens noch vier Wochen lang ausgestellt, und wenn das mit dem Verkauf so weitergeht wie gestern und heute, te von den neigen meine Aktien um neunzig Prozent. Warum t Prote" heulst du denn nun schon wieder?“ r schon de twirkung aufbauBerlinaß sie sofort eingeleitet ücksichtigung des Amtsle handel, n Seraje et war, den n. sche Luft17. Jan. „Ich habe du wohl „Ich heul' ja gar nicht“, sagt Aennchen. mir bloß die Nase geputzt. Dagegen wirst nichts haben, denk' ich. „Nein, dagegen hab' ich nichts. Aber daß du da irgendein Schriftstück vom Schreibtisch nimmst und verschwinden läßt, dagegen hab' ich was. Her damit!“ „Womit her? Und überhaupt, dein Ton paßt mir schon gar nicht.“ Aennchen wandte ihr Gesicht der Firmeninhaberin zu.„Das laß ich mir nicht mehr gefallen, chronfolgen weißt du, und ich geh' jetzt, ich geh' jetzt auf der Stelle, norganansg jawohl, auf der Stelle!“, Aennchen riß Mütze und Manel aus dem Nebenraum, sie nahm sich gar nicht Zeit, diese Dinge anzuziehen, wirklich, sie schien ganz außerordentlich ärgerlich zu sein. „Gut gemacht!“ lobte Trude.„Die Szene brauchen war nicht noch einmal zu drehen. Aber streng dich nicht unnütz an. Was hast du in deiner niedlichen Patschhand zusammengeknüllt?" „Nichts. Und außerdem ist das ein Brief für mich.“ „Aufschrift zeigen.“ „Hat keine Aufschrift. Ist bloß ein Zettel. Von iftfahrt und Fred. r Zeit von„Merkwürdiger Zettel, in großem, gelbem Umschlag. öst dein Fred Magistratsbeamter?“ Hein, er ist Zahnarzt.“ „Wo kommt der große gelbe Umschlag her?“ Was fällt dir ein, mich so auszufragen? Du glaubst wohl, du kannst dir mir gegenüber alles erlauden, jetzt, wo du mich nicht mehr brauchst, was?“ Statt aller Antwort stürzte Trude sich unerwartet auf den Teilhaber, der schnell hinter den Schreibtisch sprang. „Rühr' mich nicht an, ich schrei um Hilfe!“ „Sähe dir ähnlich.“ Aennchen riß das Benzinfeuerzeug, das auf dem Schreibtisch lag, an sich, ein leises Knacken, das Ding brannte wirklich sofort, und sonst konnte man zehnmal mipsen! Es brannte und faßte das gelbe Kuvert, mit Arest, dem Aennchen sich in die Ecke geflüchtet hatte, zwischen ein Dutzend seidene Vorhänge. Januat.„Du bist toll!“, schrie Trude.„Du wirst den ganzen Bukareste Kram anstecken."“ sofor.„Nicht, wenn du mich in Ruhe läßt!“ ächzte Aennchen, )Tscherno die Augen starr auf das brennende Papier gerichtet. Schächten Auch Trude stand still und stumm da, so sahen sie beide du, wie die Flamme an dem Brief in die Höhe klomm, ihn kundum umklammerte und sich dann langsam in sein Herz fraß. Nach einer Minute war bloß noch ein Häuschen Asche übrig das stumpf und finster auf dem hellen, blanken Parkett lag. Dann bückte sich Trude und nahm die unversehrt gebliebene Ecke auf, an der Aennchen die Fackel gehalten hatte. Eine Weile studierte sie aufmerksam die Zeichen und Buchstaben, die noch leserlich waren.„Es ist ein Brief von der Ausstellungsleitung“, sagte sie langsam und sehr gelassen.„Ich ahnte so was. Also was stand darin?“ Aennchen schwieg. „Nun?“ fragte Trude. In ihre Augen kam ein fremdes Funkeln, der Teilhaber trat einen Schritt zurück. „Ich wollte es dir erst morgen sagen. Du hast heute schon genug Aufregung gehabt.“ „Ich bin Kummer gewöhnt. Los!“ „Der Ausstellungsleiter, Brand heißt er ja wohl— also Brand selbst findet es durchaus nicht richtig und bedauert es sehr, und ich glaube, er meint es ehrlich, er war furchtbar entzückt von deinen Sachen.“ „Von unseren Sachen. Aber dreh dich nicht herum wie eine Primaballerina, ich hab' doch kein Verständnis dafür. Was schreibt Brand?“ „Er meint ja auch, du würdest leicht eine andere Stelle finden, wo du deine Sachen ausstellen kannst, so apart und fesselnd, wie sie sind.“ „Also wir sollen unsere Sachen wieder nach Hause holen, er kann sie nicht brauchen. Warum?“ „Es ist nicht seine Schuld. Man hat ihn genötigt.“ „Wer hat ihn genötigt?“ „Die Künstler. Vor allem einer, ein Bildhauer.“ „So? Wie hat der Mann das gemacht?“ „Er hat die anderen aufgeputscht, und dann haben sie Einspruch gegen die Zulassung von Kunstgewerbe auf einer richtigen Kunstausstellung erhoben.“ „Dieser hirnrissige Idiot glaubt also, seine verkrüppelten Figuren seien so viel größere Kunstwerke als meine — als unsere Arbeiten?! Was ist das für ein Kerl, wie heißt er? Ich werde mit ihm reden. Lieber möchte ich ja, wie es so schön heißt, einen Besen fressen, aber es steht zuviel für uns auf dem Spiel.“ „Tus nicht, Trude!“ „Warum nicht?“ „Ich war heute in der Ausstellung, ich hab' gehört—“ Na?“ erlust ihres kleinen Kapitals auf der Bank Meyer Söhne zerstört worden waren— aber dieses, schien ihr, habe nun alles zerstört. Da kam so irgendein Bursche, der mit Hammer und Meißel an Steinen herumhämmerte, und beschimpfte alles, hatte bloß Sinn für seinen Kram. Und das schlimmste war, er drang durch, es gab niemand, der ihre Arbeit gegen ihn verteidigte, er blieb da mit seinen Steinen, sie aber mußte fortgehen mit den edlen Hölzern, den kostbaren Seiden, dem klaren Glas, dem sanften Ton. Und hinter ihr drein schmähte dieser Klotz, schmähte so laut, daß alle es hörten, und so kraß, daß man es ihr nicht wiedererzählen konnte. „Trude!“ rief Aennchen erschrocken.„Trude!“ Trude Zumrain saß zusammengesunken und müde, aus ihren Augen rannen große, schwere Tränen auf das verkohlte Stück Papier, das sie noch in der Hand hielt. II. „Sie müssen verreisen!“ sagte Sanitätsrat Goedicke und schaute mißbilligend in Trude Zumrains blasses Gesicht, in dem die dunklen Augen erschreckend groß standen. „Verreisen! Es ist doch Januar! Welcher normale Mensch verreist im Januar?“ „Viele!“ Der Sanitätsrat legte seine Instrumente fort.„Man könnte heute sagen: die meisten!“ „Narren!“ kennzeichnete Trude Zumrain diese Menschensorte ohne Umschweife. „Vielen Dank. Ich reise auch im Winter.“ Trude errötete.„Entschuldigen Sie, Herr Sanitätsrat. Ich habe nie etwas getaugt.“ „Ist entschuldigt. Aber zur Strafe müssen Sie diese Narrheit einmal mitmachen.“ „Wollen Sie mich nicht lieber gleich umbringen? Mir bekommt der Winter schon hier in der Stadt nicht.“ „Desto besser wird er Ihnen in den Bergen bekommen.“ „In den Bergen? Da liegt ja haufenweise Schnee!“ „Hoffentlich!“ „Was soll ich denn im Schnee in den Bergen?“ „Beispielsweise: Skifahren.“ „Kann ich nicht“, stellte Trude gelassen fest. „Läßt sich vor dem achtzigsten Jahr immer noch lernen, Und rodeln werden Sie sicher können?“ „Keinen Schimmer.“ „Macht nichts. Sie setzen sich auf den Schlitten, das übrige macht der Schlitten.“ „Und er wirft mich in einen Abgrund oder gegen einen Baum, und ich breche mir das Genick. Na, auch gut!“ „Sehen Sie. Uebrigens nehmen Sie sich zur Verhütung von Unglücksfällen jemand mit, der den Schlitten lenkt. „Habe niemand.“ „Findet sich dort. Besonders, wo Sie nach acht Tagen winterlicher Bergluft so bezaubernd aussehen werden—“ „Ich werde nicht. Denn ich werde nicht fahren.“ „Sie sind—“ „Ausgesprochener Winterfeind. Es gibt Sommermenschen und Wintermenschen. Ich bin ein Sommermensch. Im November beginne ich meinen seelischen Winterschlaf. Ich habe zu nichts Lust, mir graut schon, wenn ich aus dem Fenster sehe.“ „Ganz ausgezeichnet! Gerade solche Leute sind für den Winteraufenthalt in den Bergen wie geschaffen“, meinte der Sanitätsrat lachend. „Dann bedaure ich, meiner Bestimmung nicht entsprechen zu können.“ „Sie sind aber auch gar nicht eigensinnig!“ „Bin ich auch nicht. Man ist doch nicht eigensinnig, wenn man nicht etwas tun will, wovon man bestimmt weiß, daß es einem nicht bekommen wird! Jeder kennt sich selber am besten." „Das ist wohl ein Irrtum. Die Forderung der Alten, sich selbst zu kennen, galt immer als unerfüllbar.“ „Und dann habe ich kein Geld.“ „Jetzt kommen Sie wenigstens mit einem Grund. Ich kenne ja Ihre Verhältnisse nicht so genau— aber wenn es irgend möglich ist, sollten Sie unter allen Umständen die Mittel für die Winterreise flüssig machen. Nerven, die nicht beizeiten aufgefrischt werden, rächen sich manchmal ein ganzes Leben lang.“ Trude ging heim. Es wehte ein nasser, kalter Wind, sie zitterte in ihrem Mantel und fühlte sich tief erschöpft. Da sah sie ja wieder, wie übel ihr der Winter bekam! Ihr war fiebrig zumute, am liebsten hätte sie sich schon an den Straßenrand gesetzt und wäre eingeschlafen. An der Straßenbahnhaltestelle blieb sie stehen, es war doch besser, heimzufahren, wer weiß, ob sie den Weg bis zur Motzstraße schaffen würde. Wie lange es dauerte, bis der richtige Wagen kam! Vier Wagen anderer Linien waren schon vorbeigefahren; blödsinnig viele Gegenden gibt es in diesem riesigen Berlin! Kann man das eigentlich sagen: blödsinnig viele Gegenden? dachte sie unklar, lehnte sich an etwas an und döste vor sich hin. „Een Oogenblick, Frollein“, sagte eine Stimme neben ihr,„ick möchte jerne mal sehen, wie ick mir det ville Jeld da vadienen kan!“ englisch tschu aatssekreta Berlin sowi Pnelich. läßlich einer die dortio dem eng den werden, tzeinrichtunGroße Abendtafel im Hause des Reichspräsidenten zu Ehren des Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch. im Reichsaußenminister von Neurath und seine Gattin veranstalteten am Sonnabendabend Hause des Reichspräsidenten eine große Abendtafel zu Ehren des Königlich-Jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenministers Dr. Stojadinowitsch, an der zahlreiche hervorragende Persönlichkeiten teilnahmen. Unser Bild zeigt Reichsaußenminister von Neurath in Unterhaltung mit der Gattin des Ministerpräsidenten Dr. Stojadinowitsch.(Scherl-M.) Der Berliner Bildhauer Rudolf Agricola erhielt im Wettbewerb der Bildhauer und Architekten den Großen Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste für Bildhauer.(Scherl-M.) Verwirrt sah Trude auf, ein Bursche im blauen Arbeitskittel lächelte sie auffordernd und entschuldigend an, seine Augen suchten etwas, das hinter ihr zu sein schien. Sie blickte sich um. „Ick mein' bloß, Sie mechten mal'n bisken von det Plakat da wegjehn“, erläuterte der junge Mann,„von det Plakat da an de Litfaßsäule, mein ick.“ Ja so, sie lehnte ja an der Anschlagsäule, und der gute Bursche wollte da etwas lesen! Sie trat zurück, er lächelte freundlich und vertiefte sich in das Studium eines großen weißen Zettels. „Zehntausend Mark Belohnung!“ sagte er andächtig. „So'n Dutzend Banken legen den Zaster zusammen.“ Trude trat näher und studierte nun auch das Plakat. Ja, da waren 10000 Mark Belohnung ausgesetzt für den langgesuchten Bankeinbrecher Heinrich Schulze, in seinen Kreisen„Sanfter Heinrich“ genannt. Zehn Berliner Banken, geschädigte und ungeschädigte, hatten ihre Unterschrift unter dieses schöne Versprechen gesetzt. „Schönes Geld!“ sagte Trude. „Wenn man's bloß erst hätte!“ erwiderte der Bursche tiefsinnig und starrte mit zusammengezogenen Brauen auf das Bild des„Sanften Heinrich“. „Ja, sehen Sie ihn sich genau an!“ ermunterte Trude. „Wenn Sie ihn kriegen, bekommen Sie von mir noch einen Taler extra!“ „Soll'n Wort sein! Kann ick den Taler nich als Vorschuß kriegen?“ nach., Erschöpft sank Trude auf den Sitz. Sie war so müde. Das kam nicht bloß vom Winter, das kam von der Aufregung und all dem Kram. Bis zum Frühjahr würde es vielleicht noch gehen mit der„Kunstgewerblichen Werkstatt Trude Zumrains& Co.“, aber das war auch die äußerste Frist. Dann war es aus, wenn nicht ein Wunder geschah. Und Trude Zumrain glaubte nicht an Wunder. Der Lärm rundum betäubte sie. Trude schloß die Augen. Fast wäre sie in dem stumpfen Halbschlaf, der sie befallen hatte, zu weit gefahren, ganz im letzten Augenblick stieg sie noch aus; ihr Kleid verfing sich an einem Koffergriff, es gab ein Ruck. Der Rock war vom Saum aus 20 cm eingerissen. Nervös trat Trude fehl und knickte in den Knöcheln um. Ein Glück, daß sie nicht mehr weit zu gehen hatte, sie sah ja aus, als käme sie von einerRauferei. Auch Aennchen schien so etwas zu denken, als die Freundin bleich, zerzaust und hinkend zur Tür hereinkam. Es war ein Kunde im Laden, Aennchen lenkte seine Aufmerksamkeit auf das Majolikatischchen, vor dem es gerade stand, Trude kam fast unbemerkt in den kleinen Nebenraum, den sie das„Büro“ nannten. Aber auch hier war sie nicht geborgen; am Fenster stand ein junger Mann, der sich bei ihrem Eintritt umwandte. „O, entschuldigen Sie!“ sagte er.„Aennchen dachte nicht, daß Sie so schnell zurückkommen würden, sonst hätten wir Sie nicht mit meinem Anblick belästigt. Gestatten Sie: Richard.“ „Ist mir angenehm,“ sagte Trude ein wenig atemlos und sank auf einen Stuhl. Ist mir sehr angenehm, daß Aennchen ihren Fred hat laufen lassen. Sie war zu schade für so etwas. Nomen est omen. Was kann von einem Fred Gutes kommen? Richard klingt schon viel vernünftiger, und Sie sehen wirklich recht nett aus. Sie sind also der neue?“ „Nein," sagt der junge Mann bescheiden,„ich bir immer noch der alte, ich heiße Fred Richard, ja, ich kann es nicht ändern, wirklich, Fred Richard.“ „Dann in Gottes Namen,“ murmelte Trude- und schloß die Augen. „Ist Ihnen schlecht?“ fragte der junge Mann besorgt. „Jedenfalls ist mir nicht gerade ausnehmend gut.“ Trude sah wieder auf und bat um ein Glas Wasser. Der junge Mann namens Fred brachte es. Trude trank in großen Zügen, zwischendurch schaute sie über den Rand des Glases auf Fred Richard.„So, jetzt ist mir schon besser,“ sagte sie und stellte das Glas hin, das Fred sofort wieder an seinen Platz brachte. „Das elende Wetter und all die Aufregungen. Wollen Sie nicht lieber Platz nehmen. Herr Richard?“ Richard setzte sich.„Sie haben mir also meinen Vornamen verziehen,“ sagte er.„Schließlich heißen ja heute Tausende so." „Hunderttausende scheint mir. Das ist es eben. Sie selbst können ja schließlich nichts dafür. Aber wehe Ihnen, wenn Aennchen sich jemals über Sie zu beklagen haben sollte!“ Herr Richard hatte Trude während ihrer kleinen Rede angelegentlich angeschaut.„Ihnen fehlt ein Eckzahn,“ sagte er jetzt. Trude starrte ihn verblüfft an.—„Allerdings fehlt mir ein Eckzahn, schon seit einem halben Jahr.“ „Sie hätten den Zahn beizeiten in Ordnung bringen lassen sollen!“ sprach Herr Fred Richard tadelnd. „Was heißt in Ordnung bringen lassen?“ „Sagen wir mal: plombieren!“ „Ich bin doch kein Narr!“ „Wieso Narr? Ich zum Beispiel hätte Ihnen das garantiert schmerzlos gemacht.“ Trude sprang auf.„Guter Gott, ja! Sie sind ja Zahnarzt!“ „Nun, nun," sagte er beruhigend, auf eine Weise beruhigend, daß es Trude vorkam, als säße sie bereits in dem schauerlichen Marterstuhl. Unwillkürlich deckte sie die Hand über den Mund. „Aber ich fange ja noch nicht an!“ sagte Fred Richard lachend. „Das wollte ich Ihnen auch nicht geraten haben!“ „Waren Sie denn noch nie beim Zahnarzt?“ „Doch. In meiner Kindheit. Es war entsetzlich für beide Teile, oder eigentlich für alle drei. Denn mein armer Vater mußte das mit ansehen. Der Zahnarzt hat bestimmt heute noch einen steifen Finger, so habe ich. zugebissen.“ „Und würden Sie auch heute zubeißen?“ erkundigte sich Herr Richard belustigt. Unbedingt!“ „Dann will ich Sie lieber der Konkurrenz empfehlen. Aber daß Sie so weichlich sind!“ (Fortsetzung folgt.) Nr. 16 Dienstaa. 18. Januar 1938 Aus der Stadt Ahaus Ein Ahauser schreibt aus China Schlägt man heute die Zeitung auf, so liest man Nachrichten aus China. Wenn nun der Leser auch im lokalen Teil eine Notiz von China findet, so glaube er nicht, daß die hohe Politik sich in diese Spalte„verlaufen“ habe. Nein, was hier zu berichten ist, hat mit den politischen und militärischen Vorgängen in China nichts zu tun. Ein Sohn der Stadt Ahaus, der lange Jahre hier als Maurergeselle tätige B. Kottbus aus dem Kusenhook, fuhr im Herbst vorigen Jahres nach China, um dort in der Mission tätig zu sein. Er lebt in einer Gegend, die den kriegerischen Ereignissen fern genug liegt; denn China ist unermeßlich groß, an Fläche wohl etwa fünfzehnmal größer als das Deutsche Reich. Am Briefumschlag berühren die Stempel höchst merkmürdig, die nicht unsere in aller Welt geltenden Buchstaben und Zahlen zeigen, sondern die chinesische Bildersprache, die uns nicht nur völlig unverständlich ist, sondern auch seltsam rätselvoll anmutet und einiges vom Wesen dieses unergründlichen„Landes der Mitte“ verrät. Unser Landsmann schreibt, daß er sich„drüben“ tüchtig im Baufach betätige, was seine Ahauser Berufskollegen mit Intersse vernehmen werden. Er müsse da nicht nur mauern, sondern auch zimmern und sogar den Architekten„spielen“. Ja, was ein tüchtiger Ahauser Maurer ist, der kann schon was; daß der bei den Chinesen eine„Leuchte" des praktischen Bauwissens ist, kann man sich lebhaft vorstellen. Wir wollen hoffen, daß unser Landsmann auf der anderen Seite der Erdkugel beste Ahauser Handwerksarbeit leistet und verbreitet; das ist eine„Mission“, zu der ein jeder gern„ja“ sagt. Kottbus zieht von einem bekannten Ahauser Baufachmann brieflich Ratschläge über die bestmögliche Bauweise eines Erholungsheimes von 50 X 14 Metern Größe ein, dessen Flachdach begehbar sein soll. Der Befragte wird sein Licht nicht unter den Scheffel stellen und gern gute Räte über das große Wasser schicken, um auch seinerseits von Ahaus aus auf das Bauwesen der Chinesen befruchtend einzuwirken. Man sieht, es ergeben sich Möglichkeiten.. Freilich muß der Ahauser Fachmann gestehen, in bezug auf den Schutz der Wohnräume gegen die„drüben“ sommertags herrschenden Temperaturen von 40—45 Grad im Schatten keine hinreichenden Erfahrungen zu besitzen. Denn sowas gibt es ja in Ahaus und Umgebung nicht; Gott sei Dank, so darf man hinzufügen. Aus dem Turn- und Sportverein 1892 Ahaus Am Samstag feierte der Verein im Lokale Harpering einen Kameradschaftsabend. Der Abend wurde durch die Begrüßungsansprache des Vereinsführers Hintemann eingeleitet. Es folgte die Ehrung der Sieger des letzten Mannschaftskampfes in Borken. Es erhielten eine Siegerurkunde die Turner G. Gehsing, Joh. Effing, Jos. Gravemann, Willy Schmitz und Werner Triep. Den Bewerbern um das Reichssportabzeichen konnten ebenfalls an diesem Abend die Abzeichen übergeben werden. Es erhielten das Abzeichen in Silber die Bewerber Gerhard Gehsing und Otto Krüger, beide Tus Ahaus; das Abzeichen in Bronze die Bewerber Hermann Gravemann (Tus Ahaus), Franz Dekiff(ABC. 08 Ahaus) und die 4 Brüder Heinrich, Franz, Bernhard und Johannes Effing, sämtliche Tus Ahaus. Diese Ehrungen und auch die den neuverheirateten Mitgliedern des Vereins übergebenen Geschenke wurden freudig entgegen genommen und brachten die rechte Festesstimmung, die noch durch einen Phantasietanz, der von 2 Turnerinnen in netten Kostümen gezeigt wurde, vermehrt wurde. Eine Verlosung hübscher gestifteter Preise bildete den Abschluß des Abends und mit Tanz und Humor folgte der zweite Teil. Der Abend hat alles gehalten, was er versprach und wird allen Teilnehmern eine schöne Erinnerung sein. Parke mit Verstand Nicht umsonst enthält die neue StraßenverkehrsOrdnung besondere Bestimmungen über das Parken. Es ist selbstverständlich, daß man überall dort nicht parken darf, wo die Straße unübersichtlich ist, in Kurven, engen Durchlässen, wo man den übrigen Verkehr stört, selbst nicht für„5 Minuten“! Auch vor. Ein= und Ausfahrten darf ein Fahrzeug nicht aufgestellt werden. Außerdem sind für zwei Fälle bestimmte Vorschriften erlassen. Das sind Haltestellenschilder öffentlicher Verkehrsmittel und Straßenecken. Vor und hinter dem Haltestellenschild muß man je 10 Meter freilassen, also insgesamt 20 Meter. Dieser Raum ist notwendig, damit die Fußgänger Gelegenheit haben, ohne Gefährdung einund auszusteigen. Der Omnibus muß die Möglichkeit haben, rechts heranzufahren. Muß er in der Mitte der Straße halten, kann der fließende Verkehr nicht weiter und muß ebenfalls halten. Vor den Straßenecken ist ebenfalls ein Abstand von 10 Metern einzuhalten. Auch hier soll dem Fußgänger die Möglichkeit gegeben werden, die Straße zu überschreiten, dem Fahrer, zu sehen, ob und welcher Verkehr aus der Querstraße kommt. Allen nützen diese Bestimmungen, alle müssen sie genau einhalten! Voras. „Deutsche Zellwolle— ein Welterfolg“ Im Deutschen Vierjahresplan nimmt die Sorge für gute und ausreichende Kleidung einen wichtigen Platz ein. Es gilt, sich möglichst unabhängig zu machen von der Rohstoffeinfuhr aus fremden Ländern, die Devisen kostet und unter Spekulation und Ernteschwankungen zu leiden hat. Die Zellwolle— eine deutsche Erfindung— hilft, dieses Ziel zu erreichen. Das zur J. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft gehörende Werk Premnitz ist die Geburtsstätte und Wiege der Zellwolle. Denn dort wurde im Jahre 1920 die erste Zellwolle der Welt unter dem Namen„Vistra“ geschaffen. Die Wichtigkeit der Zellwolle für jeden einzelnen Volksgenossen veranlaßte die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel deshalb, einen Vortrag über das Thema „Deutsche Zellwolle— ein Welterfolg“ am 18. Januar 1938 um 20,30 Uhr in Münster im Auditorium Maximum der Universität abzuhalten. Der Referent ist Herr Erich Büchner von der Vistra=Abteilung der J. G. Farbenindustrie, Aktiengesellschaft Berlin. Er wird die Zellwolle, ihre Entstehung, Verwendung und Bedeutung erklären und an Hand einer kleinen, aber sehr sorgfältig zusammengestellten Schau diesen deutschen Rohstoff näher erläutern. Mit diesem Vortrag, der schon in vielen deutschen Städten mit Erfolg durchgeführt wurde, wird auf die alle interessierenden Fragen„Was ist Zellwolle",„Wie entsteht Zellwolle",„Wie ist Zellwolle",„Wozu dient Zellwolle“ erschöpfende Auskunft gegeben. Unterstützt Eure Heimatzeitungl Gronauer Stadt-Rundschau Aus der Bewegung Die für den 22. Januar 1938 angekündigte Kundgebung mit dem Reichsredner Pg. Rudolf Hieß wurde von der Gaupropagandaleitung aus technischen Gründen abgesagt. Die verkauften Eintrittskarten können nur auf der Geschäftsstelle der NSDAP. in Umtausch gebracht werden, sofern sie der Käufer nicht für eine später stattfindende Kundgebung behalten will. Wahrscheinlich spricht am Montag, dem 24. Januar 1938 der Stoßtrupp— Redner Pg. Friedemann, Hamburg, in Gronau. Näheres hierüber wird aber noch bekanntgegeben. Staffellauf der Marinekameradschaft Gronan Am Sonnabend, dem 15. Januar 1938 wurde die neue Marinekameradschaft Gronau im NS.=Deutschen Marinebund aus der Taufe gehoben. Der derzeitige Kameradschaftsführer Kissing begrüßte die in ansehnlicher Zahl erschienenen Kameraden und dankte dem stellvertretenden Gauführer von Westfalen im NSDAP., Kapitänleutnant a. D. d. R. Dietrich, Düsseldorf, für seinen Besuch. Nach einigen eröffnenden Ausführungen des Kameraden Kissing sprach Kamerad-Dietrich über die Geschichte des Bundes, seinen Aufgaben und Ziele Als Säule der Marine im großen Soldatenbund obliegen uns viele Aufgaben, die unbedingt gelöst werden müssen und schon zum großen Teil gelöst sind. Wir rechnen mit jedem Marinekameraden, damit wir die große vom Führer gewollte echte Soldatenkameradschaft pflegen können. Zum neuen Kameradschaftsführer wurde der Reichsbahnoberinspektor Schröter, Gronau, bestimmt. In seiner Hand wird das Schiff der Kameradschaft Gronau sicher und zielbewußt geführt werden. Wir wünschen der Kameradschaft Gronau nach dem Stapellauf gute Fahrt! )( Unsere alten Soldaten feierten Winterfest. Alljährlich um diese Zeit pflegt die Kriegerkameradschaft Eronau mit ihren zahlreichen Freunden und Gönnern in festlich=fröhlicher Gemeinschaft das Winterfest abzuhalten. Dem Ruf des Kameradschaftsführers waren am Samstagabend so viele gefolgt, daß die weiten Räume der Gaststätte R. Lilienfeld gerade Raum genug boten, um die froh gestimmte Menge aufzunehmen. Es wurde ein Programm geboten, das es in sich hatte; es gab viel stürmischen Applaus. Die Kapelle Wirtz spielte unermüdlich zum Tanze auf und sorgte dafür, daß man sowieso nicht viel zum Sitzen kam. Die groß angelegte Verlosung wurde dankbar begrüßt. Mancher Krieger konnte für wenige Pfennige ein Stück Wild mit nach Hause nehmen. Es war ein Abend unbeschwerter Heiterkeit, der allen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Eper Lokal-Nachrichten Anfland— auch unterwegs! „Der gute Ton in allen Lebenslagen“ ist für alle inständigen Menschen ungeschriebenes Lebensgesetz, in der Guten Stube wie auf der Straße. Selbst auf den Reichsautobahnen könnte man mit ungeschriebenen Antandsregeln auskommen, wenn nicht ein Aber dabei väre: Ein„Betriebsunfall“ des Anstandes innerhalb inserer vier Pfähle mag darin bestehen, daß man der Lischnachbarin ein Glas Bier aufs neue Blauseidene sießt oder jemand auf die Hühneraugen tritt: Peinlich richt wahr?— doch nicht besonders aufregend. Die Veretzung der Anstandsregeln im Straßengebrauch jedoch ann— und das ist der Unterschied— einem Dutzend Nenschen das Leben kosten, sie zu Krüppeln machen der an den Bettelstab bringen. Dem ist mit ungeschriedenen Höflichkeitsregeln nicht abzuhelfen, da muß ein sandfester„Knigge des Straßenverkehrs“ her: Die Strasenverkehrs=Ordnung. Wie diese uns jetzt vorliegt, ist sie ein Meisterstück er Verkehrserfahrung und=erziehung. Den Schüchteren, vom Großbetrieb der Straße Befangenen, nimmt sie n die Hand; dem Unbeholfenen vom flachen Lande, der m Strome des neuzeitlichen Motorverkehrs ratlos umerschwimmt, gibt sie Sicherheitsregeln, der seine Straenverkehrs=Ordnung im Kopf hat und sich danach richtet, ann innerhalb der Reichsgrenzen nicht viel zustoßen; enn sie lehrt ihn ja vor allem den„guten Ton“ und erst ann„alle Lebenslagen“. Dem leichtsinnigen Draufanger wir dem aulzu Unsicheren erteilt sie gelegentlich in paar Erziehungsklappse. Die Rücksichtslosen aber, ie Alkoholbesessenen, die Drauflosfahrer und Traumoandler— sie werden hart bestraft und von der Straße, om Steuer weggeholt, wenn ihnen anders der Anstand ticht beizubringen ist. Hm. Welras. Aus dem Vereinsleben. Nach langer Pause hatte der Schützenverein Gerdingseite, Füchte und Storkerhook seine Mitglieder am Sonntag zu dem traditionellen Winterfest eingeladen, das in dem festlich geschmückten Saale des Wirts Bernhard Ammertmann in Epe stattfand. Das schlechte Wetter konnte unsere wackeren Schützen von der Feier nicht zurückhalten und so fanden sich dann die Mitglieder des Vereins recht zahlreich mit ihren Angehörigen im Festlotal ein, sodaß der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Der Vorsitzende des Vereins begrüßte die Erschienenen und wünschte allen Teilnehmern einen recht frohen und gemütlichen Abend. Alsdann schickte man sich an, bei guter Tanzmusik das Tanzbein zu schwingn und schon bald kam die rechte Schützenstimmung auf, wie sie im Schützenverein Gerdingseite, Füchte und Storkerhook immer vorherrschend ist. Die Stimmung unter den Schützen stieg von Stunde zu Stunde und so feierte man als eine große Familie einen Winterball, der in bester Harmonie verlief. ):( Filmvorführung. Am Sonntag, dem 16. ds. Mts. wurde im Saale des Wirts Nacke ein Tobis=Film der Gaufilmstelle gezeigt. Außer der Hitler=Jugend, die sich zu diesem Film zahlreich eingefunden hatte, war noch eine Anzahl Mitglieder der Partei erschienen, sodaß der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Zuerst wurde ein Film von dem Neubau der Rheinbrücke bei Maxau gezeigt. Hiernach wurde ebenfalls ein kleiner Nebenfilm mit der Ueberschrift„Geburtstagsnacht in der Küchenzauberei“ gezeigt, der unter den Zuschauern große Heiterkeit auslöste. Dem folgte wieder ein Stück Filmstreifen von dem Reichsparteitag in Nürnberg. Nachdem dann eine Wochenschau vorgeführt wurde, lier der eigentliche Hauptfilm des Tages, nämlich:„Onkel essig. dieser Film fand unter den Zuschauern reichen Beifall. Unsere Alten. Am gestrigen Tage vollendete der Invalide Heinrich Voogd, Albertstraße 31, sein 85. Lebensjahr.— Am heutigen Tage vollendet Frau Witwe Pauline Bonitzke, Losserstraße 39, ihr 86. Lebensjahr. Der Bürgermeister, übermittelte der Jubilarin wie dem Jubila: Glückwunschschreiben. Auch wir gratulieren! Wer Unterstützungen vertrinkt, kann entmündigt werden. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat nach Mitteilung der„Blätter für praktische Trinkerhilfe“ bemerkenswerte Ausführungen gemacht über die Notwendigkeit, Nutznießer privater oder öffentlicher Unterstützungen, die diese Beträge vertrinken, zu entmündigen:„Die Frage, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für sie gegeben sind, muß vor allem nach den jetzigen Auffassungen über den Schutz der Allgemeinheit vor der Belastung durch minderwertige Volksgenossen beantwortet werden. Es muß jetzt für die Entmündigung wegen Trunksucht genügen, wenn ein öffentlich Unterstützter Mittel, die ihm irgendwie zufließen, in Alkohol anzulegen pflegt.“ Dies liest der bom. Am Dienstag, dem 18. Januar 1938. 8 Uhr Gruppenappell der Mädelgruppe 1/145(Stadtmitte) in der Turnhalle. Erscheinen aller Mädel ist Pflicht. Turnzeug ist mitzubringen. Die Führerin der Mädelgruppe 1/145. Spiel und Sport Vorwärts hatte Glück Vorwärts Gronau— BV. Rheine 2:1. Mit einem blauen Auge sind die Vorwärtsler in diesem Spiel so gerade vor einem Punktverlust vorbeigekommen, einem Punktverlust, der unbedingt das Abacken in den Abstiegsstrudel bedeutet hätte. Die Vorwärtsmannschaft trat in einer nicht zu verstehenden Aufstellung an, nämlich Hoppe stand im Sturm. Die dadurch bedingte Schwächung der Läuferreihe führte zum unnötigen ersten Tor für Rheine, welches bald das Spiel entschieden hätte. Ueberhaupt machte die Mannschaft in der ersten Halbzeit einen sehr unsicheren Eindruck. Von derartigen Experimenten hat man nun hoffentlich die Nase voll. Wenn auch für den Sturm der fünfte Mann noch nicht gefunden ist, Bokel fiel heute sowohl als Stürmer, wie auch als Läufer ebenso aus, wie seine Vorgänger, so soll man doch nie auf Kosten der Hintermannschaft eine Stärkung des Sturmes versuchen. Besonders Hoppe ist als linker Läufer nicht zu ersetzen, als Stürmer hat er uns nicht gefallen. Bei den Rheinern stach besonders der starke Kampfeseifer hervor. Sehr gut waren Torwart und Rechtsaußen. Den Vor(Nur für Mitteilungen an die Mitglieder Preis pro Millimeter Höhe 5 Pfennig) Kolpingsfamilie Ahaus. Heute abend 8,30 Uhr iw gendheim Versammlung; auch EhrenmitgliedAltkolping herzlich willkommen. Turn= und Sportverein 1892(Abteilung Turnerinne Heute abend pünktlich 8 Uhr beginnt die Turnsuerstmalig in der neuen Turnhalle. Star Nierspricht di Reichszuschüsse zur Besserung der Wohnverhältnisse Landarbeiter in den Grenzgebieten, Am4 Salzuflen der Staat ner beg des Gla Wille z schönste Fr Er feierte Um eine Besserung der Wohnungsverhältnisse die Erhaltung des Wohnraumes zu bewirken, hat Reichs= und Preußische Arbeitsminister Mittel zur Gges der X währung von Zuschüssen für Instandsetzungsarbeiten e in der reitgestellt.nach Da diese Maßnahmen namentlich minderbemittelt, Bevölkerungskreisen zugute kommen soll, hat sich NSV. bereit erklärt, aus ihren den einzelnen Gauen Verfügung stehenden Mitteln ebenfalls Beihilfen zu währen und zwar in Höhe von 20—30 Prozent der amtkosten. V Hauseigentümer, welche nicht in der Lage sind, Kosten für die Instandsetzung der Wohnung 100prozentz elbst zu tragen, wollen umgehend beim Landrat o zuständigen Bürgermeister, oder bei der Kreisamtsle tung der NSV. Gesuche um Gewährung von Reichsz chüssen zur Instandsetzung ihrer Wohnungen einreichen Kreiswaltung der DAF. in Stadtlohn i. W. wärtsleuten ist es gelungen, vorläufig wieder nach oben anzuschließen, es bedarf aber in der Zukunft einer einheitlicheren Arbeit, um ohne Gefahren diese Serie zu überstehen. Hauptschriftleiter: Dr. Ernst Buhla. Verantwortlich für Münster und de Münsterland: Dr. Fritz Rediger, beide in Münster i. W. Stellvertreter de Hauptschriftleiters und verantwortlich für Politik, Unterhaltung und We deutschland: Hermann Diebold, Gelsenkirchen=Buer; für Handel und Spon Dr. Anton Henkel. Dortmund; für münsterländischen Sport: Rudolf Ochsen lnecht, Münster, Berliner Vertreter: Dr. Ernst Rauschenplat; Berlin; f den Zeno=Anzeigenteil: Dr. Erich Altmeppen, Münster. Druck: Zeno G. m. b. H., Münster i. Westf. Zur Zeit gültiger Anzeigen=Tarif für die Zeno=Gesamtauflage Nr. 9 vom 10. 12. 35, für die Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nr. 9 vom 25. 8. 36 Verlag Gebr. Lensing, K.=G., Dortmund, Verlagsleiter Bernh. Bentink, Groyn Verantwortl. Schriftleitung für den lokalen Teil: Franz Beckering, Abas für den lokalen Anzeigenteil: Bernh. Bentink, Gronau Durchschnittsauflage XII. 1937: Zeno=Zeitung über insgesamt 4100 enthaltend: Ahlener Volkszeitung, Ahlen, über 3000.— Allgemeine Zeitn Coesfeld über 5300.— Borkener Zeitung, Borken über 3200.— Bürgenblatt Emmerich über 1800.— Dülmener Zeitung, Dülmen über 2000.Halterner Zeitung, Haltern über 1700.— Kreiszeitung Ahaus über 3600.Münsterländische Volkszeitung Rheine über 4800.— Emsländische Tagezeitung(Lingen) Rheine über 1050.— Neuer Emsbote Warendorf übe — Tageblatt Ochtrup über 1700.— Volksblatt, Bocholt über 66 — Volkszeitung. Emsdetten über 2000.— Volkszeitung Dorsten über 18 Denn diese Gauleiter den komn im Straßenverkehr!Das ist der Sinn der neuen Straßenverkehrs-Ordnung ler Adolf mußewi Unlerhalungslieratur! 5.40 J. Berens-Totenohl, Frau Magdlene, Roman RM 5.40 — Das schlafende Brot, Gedichte, RM 2.80 R. Boleslawski, Lanzen nieder, Roman aus dem Zusammenbruch der russischen Armee 1917 RM 4.80 J. M. Camenzind, Die Stimme des Berges Roman RM H. Carossa, Geheimnisse des reifen Lebens Erinnerungen RM 5.50 O. Duun, Der Gang durch die Nacht Roman RM 5.00 E. Dwinger, Und Gott schweigt? Erzählung RM 2.40 P. C. Ettighoffer, Moskau Compiégne Versailles, Erlebnisse eines deutschen Nachrichtenoffiziers..." RM 4.40 — Verdun, Roman.» RM 2.85 F. Franziss, Wir von der Somme, Roman RM 4.50 O. Gmelin, Der Ruf zum Reich, Die deutsche Tragödie in Italien.... RM 6.50 M. A. v. Godin, Die Ortlbäuerin, Roman RM 3.80 T. Gulbranssen, Das Erbe von Björndal Roman RM 6.50 Ad. v. Hatzfeld, Gedichte des Landes RM 3.60 — Positano, Bekenntnis einer Reise, RM 3.60 A. Herkommer, Der zerbrochene Ring Erzählung RM 3.40 H. Chr. Kaergel, Bergfreiheit, Landschaftsbeschreibungen. RM 2.85 H. Kruse, Der Gefallene ruft, Roman RM 5.50 E. Maass, Verdun, Roman.... RM 5.00 F. Mauriac, Natterngezücht, Roman RM 4.20 A. M. Miller, Klaus von der Flüe, Erzählung RM 3.50 A. Müller, Das östliche Fenster, Roman RM 4.20 R. C. Muschler, Die Unbekannte, Novelle RM 1.80 Blair Niles, Ein Herz und ein Jahrhundert Roman der Zeit, da Spanien eine neue Welt eroberte.... RM 6.00 A. Petto, Das verborgene Leben, Roman RM 3.80 E. Peyer, Der Weckruf, Roman.. RM 5.50 O. Rombach, Adrian der Tulpendieb Ein Schelmenroman RM 5.80 F. Rose, Die jungen Eulenrieds, Roman aus Thüringen RM 4.80 G. Schäfer, Kamp ums Brot, Roman einer Siedlung RM 4.50 A. Schäffer, Cara, Roman.... RM 6.00 P. A. Steinhoff, Heinrich der Löwe, Der Roman seines Jahrhunderts.. RM 7.20 Buchhandung Gebrüder Lensing Nohen Verdienst Zur gefl. Beachtung erzielen Leute jeden Standes in Stadt und Land d. Uebernahme meiner Vertretung. Mitster franko. Nud. Kläckner, Erbach Westerwald Anzeige st inter Nr. steht. Wenn unter einer Offerten unter an die Geschäftsstelle dürfen wir Ihnen den Namen des Auftraggebers nicht angeben. Fragen Sie deshalb nicht. Sie ersparen uns Arbeit und sich Zeit und Aerger Oeffentl. Rückständige Grundvermögensund Hauszinssteuer bis einschl. Monat Januar 1938 ist binnen 3 Tagen zu zahlen, andernfalls wird gebührenpflichtige Einziehung erfolgen. Für Beträge, die nach dem 15. Januar 1938 gezahlt werden, wird der gesetzliche Säumniszuschlag von 2 Proz. erhoben. Ahaus, den 15. Januar 1938. Die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde Beamter sucht zu sof. in Ahaus 4 ZimmerAngeb. unter As 112 an die Kreiszeitung in Ahaus. Aktentasche mit Lieferscheinbuch von Königsbrücke bis Bentheimer Str. verloren. Wiederbr. erh. Belohnung. Gronau Bentheimer Str. 96 bis 2 In Epe leere Zimmer an Einzelperson zu vermieten. Näheres Buchhandlung A. Niewerth, Epe. In Gronau Halbtagsmädchen gesucht. Zu erfragen in der Gesch. Ztg. Adolf=Hitler=Str. 36. d. Lest gute Bücher! Landwirte! 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Staatsrat Professor Börger in Salzuflen. r rhältnisse de ten. rhältnisse ken, hat d ittel zur 6 sarbeiten derbemittelte hat sich en Gauen hilfen zu ozent. der 6. lage sind, d100prozent, Landrat ode Kreisamtslei on Reichsz n einreichen DAF. Ahrn W. in Am gleichen Abend fanden sich auch Tausende Salzuflen zu einer eindrucksvollen Kundgebung ein, in der Staatsrat Prof. Börger, vom Kreisleiter Prüßner begrüßt, zu den Lippern über die sieghafte Kraft des Glaubens sprach, aus der der harte und unbeugsame Wille zur Leistung und zum Erfolge wachse und dessen schönste Frucht die unwandelbare Treue zum Führer sei. Er feierte den wieder erwachten und erstarkten Glauben des deutschen Volkes als die eigentliche Ursache des Sieges der Bewegung, aber auch als den letzten Grund für die in der ganzen Welt bewunderten Erfolge, die in der Zeit nach der Uebernahme errungen werden konnten. n1 ünster und de tellvertreter deltung und We idel und Spon Rudolf Ochsen lat: Berlin; f. ünster. mtauflage t 25. 8..36 Bentink. Groyn eckering, Ahas ronau gesamt 410 gemeine Zeitun )0.— Bürgen über 2000.— 1s über 3600.— ändische Tages Barendorf über cholt über 665 rsten über 180 rte! ndenste e der anwirte und ums spulver Ungezieler Maustieren. hlbefinden aschungen ehrl Erhältjerie Ahaus rie, Gronai Vor dem Vorbeimarsch. Gauleiter Dr. Meyer im Gespräch mit Dr. Ley und den kommandierenden Generälen v. Kluge und Halm. Denn diese Flamme des Glaubens, die durch den Trommler Adolf Hitler wachgerufen worden war, ist ewig und mußewig bleiben. Dieser Glaube an Deutschland darf niemals erkalten oder auch nur angezweifelt werden. In dem Augenblick bricht der einzelne und auch das ganze Volk zusammen; denn am Anfang aller Dinge steht der Glaube. An Hand zahlreicher Beispiele überzeugte Staatsrat Börger die gespannt lauschenden Frauen und Männer von dem gewaltigen Wandel, den die zielbewußte Außenpolitik der nationalsozialistischen Staatsführung u. a. auch in der Außenpolitik geschaffen habe. Als Bruder des Glaubens habe der nationalsozialistische Kämpfer mit unbeugsamem Willen das wahnsinnige Weltbild des Marxismus zerstört. Der Führer selbst sei der beste Gegenbeweis gegen die irrige Theorie des Kommunismus. So wie der Führer gedacht habe und denke, müsse heute jeder Volksgenosse zu denken versuchen— das sei der tiefe Sinn der nationalsozialistischen Revolution. Als Erkenntnis aus Glauben und Willen bezeichnete der Redner die Treue. Eindrucksvolle Beispiele und Vorbilder deutscher Treue kennzeichneten die Treue als Wesenszug des deutschen Menschen, der wieder mit Stolz empfinden müsse, ein Deutscher zu sein. große u pachten rbeten l Smizel rm. Kötter Frick=Str. 16 ende iinenten Mit eindringlichen Worten schilderte der Redner sodann die enge Verbundenheit zwischen Religion und Blut, die in seinem aufrichtigen Bekenntnis gipfelten: Wir glauben an Gott und daß seine Schöpsung einen Sinn hat. Diese Schöpfung offenbart sich uns Deutschen durch unser deutsches Volk. Ein göttlicher Teil ist das deutsche Volk, und der Herrgott uns die Aufgabe gestellt, dieses Volk zu erhalten. Diese Aufgabe sei nur zu erfüllen, wenn jedersich diesem Volke zugehörig fühle und in der Gemeinschaft seine Pflicht erfülle. Dabei muß die Achtung und Anerkennung jedes Menschen gleichen deutschen Blutes oberstes Gesetz sein, weil sich das große Werk nur dann erreichen lasse, wenn alle zusammenstehen. sing 6. Tel. 450 er- u. Rüchlur Klappe stkarte ist Das Bekenntnis des Redners zum Führer und seinem Werke schloß mit den begeisternden Worten: Wir müssen froh und glücklich sein und müssen uns jeden Tag freuen, von einer schweren geistigen und seelischen Krankheit befreit zu sein, müssen uns freuen, daß wir als gesunde Menschen Hand mit anlegen können an die große Aufgabe, die uns der Herrgott durch den Führer gestellt hat: Der Kampf für Freiheit und Brot! Das müssen wir täglich bedenken, dann hat das fünfte Erinnerungstreffen einen Sinn! Der Glaube an den Führer. Dr. Ley auf dem Erinnerungstreffen in Detmold. md= Detmold, 17. Januar. Gleichzeitig mit der Großkundgebung in der Flughalle I, in der Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach. fand eine Parallelkundgebung in der Halle II statt, in der ebenfalls Tausende von Volksgenossen versammelt waren. Nach kurzem Willkomm des stellvertretenden Gauleiters Stangier trat Dr. Ley an das Rednerpult. Der Reichsorganisationsleiter zeichnete ein Stimmungsbild der Kampfzeit und gab einen großen Ueberblick über das Werden der Grundlagen des Dritten Reiches. Er zeigte, wie der Führer weit vorausschauend den Kampf aufnahm und zum siegreichen Ende führte. unter überin der GeSolche Männer wie Adolf Hitler, sagte er zeugter Zustimmung aller, sind ganz selten schichte! Dr. Ley warf dann die Frage auf, was vor dem Krieg innerhalb von fünf Jahren an Großem geschehen sei. Es geschah überhaupt nichts sichtbar Aufbauendes, und nach dem Kriege geschah in einem solchen Zeitraum erst recht nichts. Dr. Ley führte dagegen die gewaltigen Großtaten des nationalsozialistischen deutschen Reiches auf volitischem, sozialpolitischem und kulturellem Gebiet auf. Begeisterter Beifall unterbrach den Redner oft dabei, als er in einfachen und geraden Worten aus dem Herzen und zum Herzen sprach. Dr. Ley kündete weitere soziale Maßnahmen für dieses Jahr an. Entscheidend sei, daß die Gemeinschaft von Staat und Partei dem einzelnen die Kraft gibt, seine Sorgen zu meistern. Die Schicksalsgemeinschaft des Volkes mit'seinem Fünrer bedeute alses. Es sei nicht das Verdienst der Kirche, sondern allein das Werk des Nationalsozialisten Adolf Hitler, daß dieses Volk wieder zurückgefunden habe zu seinem Gott. Das sei das größte, was in diesen 5 Jahren geschehen ist. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley schloß:„Der Führer glaubt und darum glaube auch ich. Wie der Führer an uns geglaubt hat, so glaube auch ich an den Führer.“ Volksschüdlinge vor Gericht. Scharfes Durchgreifen von Partei und Staat. Der Esch=Prozeß. DNB Düsseldorf, 17. Januar. Am Montagvormittag begann vor der Großen Strafkammer des Landgerichts zu Düsseldorf die Hauptverhandlung gegen eine Reihe von Volksschädlingen, und zwar den ehemaligen Steuerdirektor der Stadt Düsseldorf, Erich Esch, und 15 weitere Angeklagte, die im März vorigen Jahres festgenommen werden konnten. Die den Angeklagten zur Last gelegten Straftaten sind schwere Unregelmäßigkeiten im Amt, gemeinschaftliche aktive und passive Bestechung, Erpressung, Betrug und andere Verbrechen und Vergehen, ausgeführt in den Jahren 1928 bis 1933 und 1935 bis 1937. Nach den bisherigen Ermittlungen fielen den Gaunern rund 1 350 000 RM in die Hände, davon allein Erich Esch über eine Million RM, den Mitangeklagten Steuerinspektor i. R. Josef Gottschlich etwa 150 000 RM, Steuerberater Christian Stappen über 100 000 RM und Otto Schülbe rund 45 000 RM. Durch rücksichtsloses Zugreifen gelang es aber, eine Million Mark zu retten und dem Staat sicherzustellen. Die Anklageschrift umfaßt über 160 Druckseiten. 151 Zeugen und fünf Sachverständige kommen im Laufe des Prozesses, der sich über mehrere Wochen erstrecken wird, zur Vernehmung. Außer den bereits genannten Angeklagten befinden sich weiter Stadtinspektor Ernst Boeger. Dr. Ludwig Döhmen, die Ehefrau Paul Nacke und der kaufmännische Angestellte Walter Josef Esch in Untersuchungshaft. Die übrigen Angeklagten sind Wilhelm Ringel, Arthur Peter Emil Esch, Ernst Gottschalk, Julius Eick und Paul Marx sowie die Ehefrauen der drei Angeklagten Esch. * Dank der Pflichttreue zweier Parteigenossen der Stadtverwaltung und der Umsicht und Energie des Polizeipräsidenten SS=Obergruppenführer Weitzel gelang im März vorigen Jahres die Aufdeckung der Straftaten und die Verhäftung der Schuldigen. Sie hatten einmal in den Jahren 1928 bis 1933 und zum Teil auch später sich in Steuerangelegenheiten Bestechungsgelder geben lassen, Urkunden ihres Vorteils halber beseitigt, Gelder, die sie in amtlicher Eigenschaft erhalten hatten, unterschlagen und hierbei falsche Eintragungen in die Bücher gemacht. Zum andern hatten sie in gemeiner und verbrecherischer Weise bei sogenannten „Steuersündern“ Zwangsmaßnahmen durchgeführt bezw. angedroht, um sich; an den so herausgepreßten Beträgen persönlich zu bereichern. Die Opfer, gegen die sich die jeweilige Aktion richtete, wurden in geradezu unerhörter Weise erpreßt, bis sie ihre Schuld anerkanntn und als Sühne die herausgeforderten Beträge herausgaben. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere eine ganze Anzahl Düsseldorfer Aerzte betroffen. Esch hatte so das ihm von den amtlichen Stellen entgegengebrachte Vertrauen auf das Schändlichste mißbraucht. Durch ein raffiniertes Zusammenarbeiten mit seinen Helfershelfern, das regelmäßig außerhalb der Amtsräume stattfand, ist es möglich gewesen, daß das verbrecherische Treiben jahrelang fortgesetzt werden konnte. Der Stein kam dadurch ins Rollen, daß während der Abwesenheit des Esch grobe Unkorrektheiten in seinen Büchern festgestellt wurden, worauf der Oberbürgermeister ihn sofort aus seinem Urlaub in Oberbayern zurückrufen ließ. Partei, Regierung, Polizei und Stadtverwaltung bildeten sofort eine einheitliche starke Front und griffen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schnell durch, um diese Volksschädlinge, die sich als gemeine Schmarotzer am deutschen Volkskörper erwiesen hatten, ihrer verdienten Strafe zuzuführen und den Schaden für die Allgemeinheit auf ein denkbar geringes Maß zu beschränken, was auch weitgehend gelang. Inwieweit und in welcher Form sich die einzelnen Angeklagten an den Straftaten beteiligt haben, vor allem auch die mitangeklagten Firmenangestellten, denen aktive Bestechung bezw. Erlangung persönlicher Vorteile vorgeworfen wird, und in welchem Zusammenhang sich die mitangeklagten Verwandten des Hauptangeklagten Esch der Hehlerei, Urkundenfälschung und Begünstigung schuldig gemacht haben, wird die gerichtliche müssen. Hauptverhandlung ergeben Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Mankowski. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Dr. Steimer. Auch der Landgerichtspräsident wohnt der Verhandlung bei. Nach Feststellung der Personalien der Angeklagten, von denen übrigens Arthur Peter Emib Esch und die Ehefrauen der drei Angeklagten Esch auf Antrag vom Erscheinen befreit worden sind, wird der Eröffnungsbeschluß verlesen. Der Vorsitzende weist dann den Hauptangeklagten darauf hin, daß er auch als Gewohnheitsverbrecher bestraft werden könne, was der Oberstaatsanwalt dahin erweitert, daß auch Sicherheitsverwahrung angeordnet werden könne. Der Hauptangeklägte Erich Esch ist erst 34 Jahre alt und wurde Ende 1933 auf Vorschlag des Oberbürgermeisters zum Stadtsteuerdirektor ernannt. Als erstes wird nun der Fald„Henkel“ behandelt. Der Vorsitzende hält dem Hauptangeklagten Erich Esch vor, daß am 31. August 1936 kurz vor Büroschluß zwei Angestellte der Firma Henkel ihm, Erisch Esch, zwei versiegelte Pakete mit 600 000 RM. überbracht hätten, die er in der Eigenschaft als Stadtsteuerdirektor in Empfang genommen habe und fragt ihn, was er mit dem Gelde angefangen habe. Esch erklärt, daß er sich nach einer Nachrevision des Landesfinanzamts bei der Firma H. entschlossen habe, selbst auch noch eine Nachprüfung vorzunehmen, um festzustellen, ob auch etwas für die Gewerbesteuer abfalle. Diese Nachprüfung hätte ergeben, daß die Firma H. für die Jahre 1930, 1931, 1933 und 1934 rund 2,6 Millionen nachzuzahlen und für das Jahr 1932 600 000 RM. zurückzubekommen habe. Esch macht dann sehr undurchsichtige Angaben über die Verwendung des Geldes, wie sie beabsichtigt war. Er hatte bei der Stadt auch das Steuerkonto Henkels, das mit 2,6 Mill. RM. belastet worden war, die von der Firma als Vorauszahlung auf demnächst fällige Gewerbesteuer gezahlten zweimal 300 000 RM. gutschreiben lassen, wodurch das Steuerkonto Henkels fingiert ausgeglichen war. Die an ihn gezahlten 600 000 RM. wollte er angeblich einem städtischen Sonderkonto zuführen. Er wollte es dazu benutzen, um zunächst einmal Hilfskräfte für die Steuerbehörde ausbilden zu lassen. Er habe den Zweck verfolgt, den Ertrag der Bürgersteuer zugunsten der Stadt erheblich zu erhöhen. Von den 600 000 RM. nahm er aber zunächst für sich 8000 RM. Den Rest des Geldes übergab er seinem Bruder Walter Esch. Bei ihm wurde das Geld dann in einem Loch unter der Kellertreppe versteckt. Als der Vorsitzende dem Angeklagten vorhält, weshalb er die 600 000 RM. nicht quittiert habe, da er sich doch annahmeberechtigt gefühlt habe, erklärt Esch, daß er nicht quittungsberechtigt gewesen sei(!), eine Aussage, über die eine Heiterkeit im Saale nicht zu verbergen war. Bemerkenswert ist auch, daß Esch dem Oberbürgermeister über den Besitz der 600 000 RM. keine Mitteilung gemacht hatte. Von den 600 000 RM. wurden schließlich von der Polizei 471000 RM. beschlagnahmt und sichergestellt. Es wird dann der Angeklagte Stappen vernommen, der als Steuerberater von der Firma H. zugezogen worden war. Er erklärt, daß nach einer Besprechung eines leitenden Herrn der Firma H. mit Esch, an der er nicht teilgenommen hatte, ihm erklärt worden sei, daß die Firma außer den zwei Millionen RM. Gewerbesteuernachzahlung noch 600 000 RM. für einen städtischen Sonderfonds stiften wolle. Der Vorsitzende weist St. darauf hin, daß stets die Rede von 660 000 RM. gewesen sei. Es werde deshalb angenommen, daß St. 60 000 R M. als Honorar beansprucht habe. St. bestreitet das entschieden. Als dritter Angeklagter wurde nun der Bruder des Hauptangeklagten, Walter Esch, vernommen. Er sagt aus, daß er einmal von seinem Bruder 15 000 RM zum Bau eines Hauses als Darlehen bekommen habe. Weiter habe er einmal 25 000 und ein anderesmal 19 500 RM zum Ankauf von Wertpapieren von ihm bekommen. Auch wurde er beauftragt, einmal ein Sparkonto von 15 000 RM für seinen Bruder einzurichten. Walter Esch erklärt, daß er immer angenommen, habe, daß sein Bruder das Geld auf ehrliche Weise für seine häufig in Anspruch genommene Beratung verschiedener Firmen erworben habe. Auch bei den 592000 RM von der Firma H. habe er nicht an eine Unterschlagung seines Bruders gedacht. Der Vorsitzende hält Walter Esch seine Aussage aus der Voruntersuchung vor, wo er erklärt hat, daß er an eine strafbare Handlung seines Bruders geglaubt habe. Walter Esch gibt dann noch zu, daß er von dem Henkel=Geld im Auftrage seines Bruders Erich 130 000 RM Reichsanleihe gezeichnet habe. Hierauf werden die Protokolle der richterlichen Vernehmung der vom Erscheinen befreiten Frau Erich Esch, Arthur Esch, Ehefrau Arthur Esch und Frau Walter Esch verlesen. Sie schildern, wie nach der Verhaftung Erich Eschs das im Keller versteckt gehaltene Geld weggeschafft wurde, zu anderen Leuten gebracht und dann vergraben wurde. Frau Erich Esch bekundet, daß sie von den Straftaten ihres Mannes keine Kenntnis gehabt habe. Von den veruntreuten Geldern habe sie kaum etwas bekommen. Arthur Esch und seine Ehefrau gaben an, daß sie einige Sparkassenbücher von Walter Esch zur Aufbewahrung angenommen hätten. Die Verhandlung wurde dann auf Dienstag vormittag vertagt. Disziplinlosigkeiten auf amerikanischen Schiffen. Stewards agitieren für den Kommunismus. Ein Ausschußbericht enthüllt erschreckende § Washington, 17. Januar. Eine fast ungläubliche Schilderung chaotischer Zustände unter den Mannschaften der ameritanischen Handelsmarine enthält ein von den Senatsausschüssen für Handels= und für Arbeiterfragen ausgegebener Bericht. Die beiden Ausschüsse verhandeln zurzeit gemeinsam über eine Gesetzesvorlage zur Ergänzung des Handelsmarinegesetzes und über die Ermöglichung eines Ausbaues der USA=Handelsflotte. Der Bericht, dem„New York Times“ und„Herald Tribune“ mehrere Spalten widmen, bestätigt die früheren Meldungen über Disziplinlosigkeit. Er zeichnet auf Grund der Aussagen und eidesstattlichen Versicherungen von Schiffsoffizieren, Regierungsbeamten, Beamten der amerikanischen Konsulate sowie von Passagieren ein Bild der zusammengebrochenen Disziplin, von Gesetzesverletzungen und von herausforderndem Benehmen der Mannschaft gegenüber Offizieren und Fahrgästen. Einige Aussagen, so heißt es in dem Bericht, ließen sich überhaupt nicht wiedergeben. Der Ausschußbericht erklärt dann, falls nicht eine Besserung der Verhältnisse und eine angemessene Disziplin auf den amerikanischen Schiffen gewährleistet werde, könnten sich die beiden Ausschüsse nicht entschließen, die Empfehlungen der Bundesschiffahrtsbehörde für das Ausbauprogramm der Handelsflotte gutzuheißen. Von Einzelheiten sei aus dem Bericht folgendes hervorgehoben: Ein Bericht des amerikanischen Generalkonsulats in Schanghai vom Juli v. J. erklärt, die Beschwerden der Fahrgäste über das Verhalten der Stewards und anderer seien so zahlreich, daß sie bereits Fährgäste über vas 2 Besatzungsmitglieder eine Alltäglich eine Alltaglichkeit darstellten. Ein Bericht des Generalkonsulats in Neapel vom August v. J. sagt, der Mangel an Disziplin bei den Seeleuten und auf Schiffen, die Gewerkschaftsangehörige beschäftigen, verursache dauernde Schwierigkeiten. Der Ausschußbericht gibt dann auch Beschwerden von Fahrgasten wieder über Trunkenheit und pöbelhaftes Betragen von Besatzungsmitglievern der„President Hoover“ nach der Strandung des Schiffes in der Nähe von Formosa. Ein amerikanischer Schiffskapitän, der auf Geheimhaltung seines Namens bestand,„weil er sonst sicherlich eine Kugel in den Rücken bekäme“, sagte aus, die Disziplin auf den Schiffen sei in den letzten beiden Jahren vollia verschwunden. Er habe den Eindruck, daß die Gewerkschaften die Schiffahrt ruinieren wollten, um sie kontrollieren zu können. Die amerikanischen Schiffe seien von Gaunern, Dieben. Spielern, Rauschgifthändlern, Trunkenbolden und Racketeers aller Art überlaufen. Der Kapitän erklärte weiter, er habe Matrosen, die als Auslug kommandiert waren, so betrunken gesehen, daß man sie nicht vom Mast habe herunterhole; können. Andere Wachen hätten während ihrer Dienstzeit Zeitschriften gelesen. Auch habe er Leute am Steuer bezecht gesehen, daß sie das Rad in die verkehrte Richtung drehten und dadurch das Schiffinschwere Gefahrbrachten. Stewards hätten in den Speisesälen unter den Fahrgästen für den Kommunismus agitiert. Wie der Kapitän weiter aussagte, hat er auch Matrosen gesehen, die in den Laderäumen rauchten und die noch glimmenden Zigarettenstummel wegwarfen. dankt. DNB Berlin, 17. Januar. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat uns gebeten, allen, die seiner zum 45. Geburtstage so freundlich gedacht haben, seinen herzlichen Dant zu übermitteln. Kalinin Präsidiumsvorsteher. :: Moskau, 17. Januar. In der gemeinsamen Sitzung der beiden Kammern des Obersten Sowjets wurde Kalinin zum Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Rates der Sowjetunion gewählt. Er bleibt also das offizielle Staatsoberhaupt Sowjetrußlands. Die Führergruppe der Lippekämpfer mit dem stellv. Gauleiter Stangier und SA-Obergruppenführer Schramme. Blick in die Halle I während der RosenbergAufnahmen(4): Rediger. Bisher 300 000 Besucher in Schwarzenberg. Die Feierohmd=Schau in Schwarzenberg, die große Ausstellung erzgebirgischer Volkskunst. hat nach- wie vor einen ausgezeichneten Besuch aufzuweisen. Am Montag wurde der 300 000 Besucher gezählt.— Dieses Ergebnis ist als ein außerordentlicher Erfolg zu bezeichnen. Die Schau bleibt noch bis zum 20. Januar geöffnet. Roosevelts Mehrheit im Obersten Bundesgericht 6:3. Anstelle des zurückgetretenen Newdeal=feindlichen Bundesrichters Suterland ernannte Roosevelt den USA=Generalstaatsanwalt Stanley Reed zum Mitglied des Obersten Bundesgerichts. Nunmehr sind nur noch drei Richter im Amt, die grundsätzlich gegen die Newdeal=Reformen sind; die Mehrheit für Roosevelt beträgt 6:3. Von Nah vom 17. Januar. Hannover: Zwischen Horen und Kohlstaett tauendes Glatteis, Verkehr stellenweise behindert. Westfalen, Niederrhein, Mittel= und Oberrhein, Bergisches Land, Mosel, Hunsrück und Eifel: schnee= und eisfrei. Sauerland, Hochsauerland und Westerwald: Teils tauendes Glatteis, es ist gestreut. Die Weser wieder voll zu befahren. Minden, 17. Januar. Die Schneeschmelze und die starken Niederschläge der letzten Tage haben auf dem Flußlauf der oberen Weser einen überraschend hohen Wasserstand bewirkt. Die Pegelstände von Hann.=Münden bis Minden verzeichnen seit Mittwoch ein Ansteigen des Wasserspiegels von 51 bis 89 Zentimeter. Damit ist nach fast neun Monaten erstmalig wieder eine Vollschiffigkeit für den oberen Weser=Flußlauf von Bremen ab eingetreten. Der Reichsbahnverkehr im Dezember. Höchstleistungen im Direktionsbezirk Essen. RWD Essen, 17. Januar. Der Personenverkehr stand im Monat Dezember wie alljährlich im Zeichen des Weihnachtsfestes. Für den Weihnachtsverkehr wurden 781 Personensonderzüge gefahren, darunter 539 Vor= und Nachzüge zu den planmäßigen Zügen sowie 200 Züge für Militär= und 4 Züge für Arbeitsdiensturlauber. Die Gesamtzahl der im Dezember gefahrenenn Personen=Sonderzüge erhöht sich damit auf 980 Züge, denen 529 Sonderzüge im Dezember 1936 gegenüberstehen.— Im Güterverkehr ist die Zufuhr zum Bezirk Essen bei fast allen Güterarten sowohl gegen den Vormonat als auch gegen den gleichen Monat des Vorjahres gestiegen. Die gute Absatzlage im Ruhrbergbau hielt unvermindert an. Der Brennstoffversand auf dem Bahnwege war in den ersten zwei Monatsdritteln außerordentlich hoch und erreichte mit 28 236 Wagen zu 10 Tonnen den höchsten arbeitstäglichen Durchschnitt des Jahres 1937. Insgesamt wurden an Wagen der O=Gruppe gestellt für Brennstoffe 759 765 oder arbeitstäglich bei 26 Arbeitstagen 27 472 Wagen und für andere Güter 148065 oder arbeitstäglich 5666 Wagen zu 10 Tonnen. Gegenüber Dezember 1936 ist ein Mehr von 53913 oder arbeitstäglich von 1405 Wagen zu verzeichnen. Am 13. 12. überschritt die gesamte O=Wagenstellung mit 35 116 Wagen zu 10 Tonnen erstmalig seit 1929(Frostperiode) wieder die Zahl 35 000. Infolge erheblicher Besserung der Wagenlage war es, wie der Reichsbahnpressedienst meldet, möglich, den gesteigerten Anforderungen des Ruhrbezirks mit kaum nennenswerten Ausnahmen wieder in vollem Umfange zu entsprechen. Der Reichsjugendführer in Essen. Gauleiter Terboven und Landeshauptmann Haake mit dem Goldenen Ehrenzeichen der H3 ausgezeichnet. RWD Essen, 17. Januar. Im Rahmen einer Feierstunde empfing Gauleiter Oberpräsident Terboven am Sonntag vormittag in Anwesenheit zahlreicher führender Männer der Partei und des Staates den Reichsjugendführer Baldur von Schirach im Sitzungssaal des Thomae=Hauses, dem Sitz der Gauleitung Essen, und überreichte dem Reichsjugendführer als Ehrengabe eine kunstvoll gefertigte Kassette mit den Bildern der im Gau Essen und in der ganzen Rheinprovinz geschaffenen HI=Heime. Schon am Vortage hatte der Reichsjugendführer dem Gauleiter Terboven und dem Landeshauptmann Haake in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die Förderung der HI=Arbeit, insbesondere durch die großzügigen Maßnahmen zur Heimbeschaffung für die HitlerJugend in der Rheinprovinz das Goldene Ehrenzeichen der HI verliehen. In der Feierstunde am Sonntag vormittag machten Gauleiter Terboven und der Reichsjugendführer bemerkenswerte Ausführungen über Stand und Ziel der großen Heimbeschaffungsaktion für die HJ. Neuer k. Oberbürgermeister in Oberhaufen. X Oberhausen, 17. Januar. Mit der Berufung von Gauamtsleiter Dr. Friedrich an die Spitze der Stadtverwaltung Wuppertal und Fern. endet der bisherige Auftrag für Oberbürgermeister Gelbera als kom. Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Oberbürgermeister Gelberg wird unter einstweiliger Weiterführung seines Amtes als Oberbürgermeister der Stadt Neuß auf Vorschlag des Beauftragten der NSDAP des Kreises Oberhausen und mit Zustimmung des Gauleiters des Gaues Essen an die Spitze der Stadtverwaltung in Oberhausen treten. Er wird durch den Oberpräsidenten in Düsseldorf am Mittwoch, dem 19. Januar, 17 Uhr, in einer öffentlichen Ratsherrensitzung im Rathaus Oberhausen mit Ermächtigung des Reichs= und Preußischen Ministers des Innern zunächst kommissarisch in das Amt des Oberbürgermeisters eingeführt werden. Wilhelm Eberhard Gelberg ist Westfale. In Grevenbruc am 7. Dezember 1894 geboren, besuchte der junge Schüler nach der Volksschule daheim das Realgymnasium zu Hagen. Als Leutnant der Reserve nahm er beim 3. Garderegiment und späker beim 4. Thüringischen Inf.=Regt. 72 am Weltkrieg teil. Er erhielt die beiden Eisernen Kreuze. Am 10. Februar 1917 geriet Leutnant Gelberg in englische Gefangenschaft, in der er bis November 1919 blieb. Schon bald nach der Heimkehr aus der englischen Gefangenschaft wandte sich Eberhard Gelberg dem politischen Kampf zu. 1921 finden wir ihn unter den Gründern der Ortsgruppe Hagen der NSDAP. 1929 kam Gelberg in den Gau Düsseldorf, als er eine neue Stelle in der Rheinstadt antrat. 1931 übernahm er die Führung der Büdericher SA, im Jahre 1933 die der Stadt Neuß(jetzige Standarte 257). Als Standartenführer wurde er im Mai 1933 Polizeipräsident von Krefeld=Uerdingen. Diesen Posten legte er nieder, als er mit Wirkung ab 1. April 1934 zum Oberbürgermeister der Stadt Neuß eingesetzt wurde. Goldene Medaille für die niederrheinischen be= Emmerich, 17. Januar. Die von der Rheinischen Landesverwaltung auf der Weltausstellung zur Schau gestellte Bildersammlung von neu ausgebauten rheinischen Heimatmuseen erhielt die Goldene Medaille zuerkannt. In dieser Sammlung der rheinischen Museen war die Heimatschau der Stadt EmWeltausstellung in Ausgrabung des alten Ostia. Von unserem römischen Korrespondenten. L. P. Rom, 14. Januar. Auf dem römischen Kapttol ist soeben entschieden worden, daß im Zuge der Arbeiten für die römische Weltausstellung 1942 das antike Ostia ausgegraben werden soll. Was heutzutage an der Mündung des Tiber zu sehen ist, umfaßt nur einen Bruchteil der einst auf hundert Hektar Bodenfläche geschätzten Stadt. Die Weltausstellung würde damit zwischen der archäologischen Zone Roms und dem getreuen Abbild einer antiken römischen Stadt zu liegen kommen. Die Idee erscheint umso glücklicher als es sich bei dem alten Ostia um eine typische Kaufmannsstadt, eine Hansastadt der Antike, handelt. Wir sind es gewohnt, uns an dem Beispiel von Pompeji zu orientieren. Aber dieses Beispiel, so bezaubernd es sein mag, fälscht in gewissem Sinne unser Urteil. Denn Pompeji ist das Abbild einer Stadt der Lebensfreude und des heiteren Sinnengenusses(wovon es selbst oft recht indiskret erzählt), während Ostia ein von hartem, großzügigem Kaufmannsgeist aufgebautes Gemeinwesen ist. Dort Ladenstraßen, deren spielerisch mutwillige Malereien vom Luxus-großer Damen zeugen, Häuser, die von den Lebenskünsten reicher Junggesellen ausplaudern, hier Patrizierbauten, Speicher, Gasthöfe, überall Akzente einer mit Volldampf arbeitenden Landelszentrale. Ob die Stadt sehr„römisch“ war? Sie war sicher auch ein Vorposten des Orients, mit einer recht gemischten Bevölkerung. Eine Tatsache steht fest: Ostia ist noch zu Zeiten, wo es mit Rom abwärts ging, recht mobil gewesen. Woher man das weiß? Vor allem aus der Sprache, die die Stadt selbst führt, die ihre immer mehr ans Licht kommenden Reste verraten. Man ist bei diesen Ausmerich, die seit März 1937 im Rektor=Ferdinand=GoebelHaus untergebracht ist, mit fünf photographischen Großaufnahmen vertreten. Ausgang einer schlägerei. : M=Gladbach, 17. Januar. Einen schlimmen Ausgang nahm eine Schlägerei in einer Wirtschaft in Rheydt, an der zwei Männer aus M=Gladbach beteiligt waren. Sie waren vom Wirt zum Verlassen der Gaststätte aufgefordert worden. Im Verlauf der Auseinandersetzungen kam es zu schweren Tätlichkeiten, bei denen der 29jährige Hans Hennig vom Wirt mit einem Stuhlbein einen Schlag auf den Kopf erhielt. Er wurde so schwer verletzt, daß er im Krankenhaus gestorben ist. Die Polizei ist noch bemüht, den Vorgang im einzelnen aufzuklären. für asozialen Familienvater. Er ließ Frau und sechs Kinder hungern. :: Viersen, 17. Januar. Die Polizeiverwaltung Viersen mußte einen asoziälen Familienvater, den auf der Hammer Schanze wohnenden Peter Erkens, in Schutzhaft nehmen. Er ist längere Zeit erwerbslos gewesen und stand seit einiger Zeit wieder in Arbeit. Für seine Familie, insbesondere für die sechs unmündigen Kinder im Alter von neun Monaten bis neun Jahren, mußte schon meyrfach seitens der NSV eingeschritten werden, weil Erkens früher seine Unterstützung und heute seine Löhnung leichtfertig vertrank und die Frau und die Kinder buchstäblich hungern ließ. Die eingeleiteten Maßnahmen werden diesen„sauberen Burschen“ hoffentlich zur Vernunft bringen und manch anderem eine Warnung sein. + Köln, 17. Januar. Allenthalben hat das Hochwasser des Rheins und seiner Nebenflüsse den Höhepunkt erreicht und man kann die erfreuliche Beobachtung machen, daß die Hochwasserwelle verhältnismäßig rasch wieder verläuft. Der Pegelstand der Mosel in antikem Rahmen. grabungen auch auf eine Zahl von Marmorplatten gestoßen, die eine Art Stadtarchiv darstellen. Nun wäre das nichts Außergewöhnliches gewesen. Denn solche Tafeln sind als acta urbis in Rom und auch im ganzen Imperium bekannt gewesen. Sie waren Jahreskalender, die den Bürgern die wichtigsten zeitgenössischen Daten vor Augen führten. Sie befanden sich an Tempeln und Staatsgebäuden. Die Tafeln von Ostia aber haben ein besonderes Interesse. Sie erzählen nämlich von Ostia selbst. Sie erzählen z. B., wann die große Basilika von Ostia gebaut worden ist. So erfahren wir, daß der Bau im Jahre 152 gebaut wurde und daß sein Stifter ein gewisser M. Julius Severus gewesen ist. Er muß ein Millionär und ein Mäzen dazu gewesen sein,— nach den Ausmaßen des Baues zu schließen, Natürlich hat sich die Forschung sofort über diesen Mann hergemacht. Handelt es sich um den Schatzkanzler des Kaisers Antoninus Pius? Aber was hätte solch ein Mann in Ostia zu tun gehabt? Ganz Erfinderische wittern— für die damaligen Zeiten nichts Ungewöhnliches— intime Geschäftsbeziehungen zwischen den Kaufherren von Ostia und dem Herrn Schatzkanzler. Dann ware vielleicht die jüngst ausgegrabene Bar„zu den drei Philosophen“(mit vollständig erhaltenem Schanktisch) gar nicht so- philosophisch angehaucht, sondern der Treffpunkt scharf rechnender Kauflente von Ostia gewesen. Wo man hinblickt, überall gewinnt man den Eindruck, daß hier nicht Feste gefeiert, sondern hart gearbeitet wurde. Auch der dreistöckige Gasthof„Diana“ (mit Balkonen) verrät, daß zu einer Zeit, wo im allgemeinen das Gastrecht gebraucht wurde, hier schon ein richtiges Hotelgewerbe bestand. Die jetzt geplanten Ausgrabungen sollen den Zweck verfolgen, vor allem das städtische Zentrum von Ostia zu Tage zu fördern. In den Tagen der Weltausstellung soll in dem bereits festgelegten großen Theater gespielt werden. 0 vonAllfons v Czibulko R Copyright by J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart. 6) Graf Colloredo tritt ein. Elisabeth Brand sieht nicht mehr den ein wenig schadenfrohen, spöttischen Blick, mit dem ihn die Kaiserin empfängt. Nur deren Worte hört sie noch, als sie rückwärtsschreitend, an der Türe wieder zum Hofknicks zusammensinkt:„Den General Serbelloni!.. Einen Augenblick noch, Colloredo!! Erinner Er mich dran, daß ich dem Hadik sag, daß sein Leutnant, der Rabenau, noch über den Fosching in Wien bleiben darf. Hat's verdient, der Offizier!“ Als die Lisl aus dem Burgtor wieder hinaus in den Wintertag tritt und langsam über den jetzt von Flaneuren belebten Michaelerplatz geht, ist ihr zumut, als hätte ihr der Bader drüben am Schottentor gesagt, daß er den wehen Zahn nun doch nicht auszuziehen brauche. Die dunkle, reichgeschnitzte Tür im Portal der Michaelerkirche steht ofsen. Bettler lehnen am Tor. Elisabeth Brand wirft ein Geldstück in eine der flehend gehobenen Hände und tritt ein. Neben einer Bank am Altargitter sinkt sie zu einem kurzen Dankgebet in die Knie. Sie hat auch Ursache dazu. Weiß Gott! Hätt wahrhaftig auch anders ausgehen können, das mit dem Modeaffen! Als sie sich erhebt und durch das Dämmern des Kirchzenschiffes wieder dem fast schmerzenden Lichte des nun schneehellen Tages entgegeneilt, bemerkt sie nicht die hohe, schlanke Gestalt im Seitenschiff, die ihr vorsichtig folgt. Auch als die Wachszieherstochter wieder durch das Kirchentor tritt, hört sie es nicht, daß die Gestalt, über deren weißen Mantel jetzt die bunten Lichter eines Kirchenfensters spielen, sich langsam, auf den Zehenspitzen gehend, aus dem Schatten einer Säule löst. Auch als sie nun rascher über Kohlmarkt und Graben geht, sieht sie nicht den jungen Offizier, der seit einer Stunde schon am Burgportal wartete und ihr nun achtungsvoll folgt. Vorsichtig trägt er den Pallasch im Arm, damit dessen Schlagen und Klirren ihn nicht verrate. In dem weichen Schnee, aus dem die Sonnenfunken blitzen und sprühen, vermag sie auch nicht ihren Verfolger zu hören. Selbst die Augen der sonst so spottlustigen Kräutelweiber auf dem Graben, an der Pestsäule, achten nicht auf den Leutnant von Rabenau. Nur ein Schusterbub, der mit umgehängten Stiefeln vorübertrabt, merkt die süße Verfolgung, verzieht grinsend das Maul und pfeift ein freches Lied. Auf dem Stephansplatz schlägt dicht hinter dem Mädel ein Reiterpallasch an den Eckstein des Nachbarhauses. Elisabeth Brand hört es nicht mehr, weil schon die Ladentüre läutet und sie fröhlich trällernd die drei Stufen hinab in den Laden springt, wo sie der Vater lachend empfängt. Der Weinhändler Johann Kirndorfer aus Nußdorf am Kahlenberg zog die protzige, fast kugelrunde Golduhr aus der grünen, prall seinen Bauch umspannenden Weste. Dann warf er dem hinter ihm im Schlitten sitzenden Kutscher die Zügel zu. Einen Augenblick lang wartete er noch. Dann bletterte er schnaufend und schwerfällig vom Bock und blieb stehen. Er klopfte dem dampfenden Handpferd, einem schönen, nur etwas mageren Braunen, die Krupp und meinte:„Was hab ich g'sagt? Der Hantige macht sich. Vierzig Minuten haben wir von Nußdorf bis zur Stephanskirchen braucht. Schneller fahrt auch die Kaiserin sechsspännig nit.“ Er ging um den Schlitten herum und rief dem Kutscher zu:„Du wart'st hier, Joseph!“ „Schon recht, Euer Gnaden“, gab der Bursche zur Antwort und sprang aus dem Schlitten, um die Gäule zuzudecken. Der eisige Oststurm wirbelte ganze Windhosen von spitzigen Schneenadeln über den Platz. Johann Kirndorfer nickte und schob seine Körperfülle langsam gegen die kleine Ladentüre der Wachszieherei. Er war nicht nur dick und aufgedunsen und rot wie ein Truthahn. Er überragte auch um Haupteslänge die Vorübereilenden, die mit gesenkten Köpfen, mühsam, wie Schiffe im Sturm, gegen die um die Straßenecken heulenden Böen aufkreuzten. Schon nach wenigen Schritten blieb er schwitzend stehen. Er öffnete den dunkelblauen, mit zolldickem Bärenfell gefütterten Mantel und griff wieder in die grünsamtene Weste über seinem mächtigen Bauch. Mit Daumen und Zeigefinger holte er ein Geldstück hervor. Dann pfiff er. Sich umzudrehen, war ihm wohl zu beschwerlich. Der Kutscher lief seinem Herrn nach. Der reichte ihm das Geldstück:„Da! Fahr zum„Silbernen Schneck' nüber und trink was! Bei dem Sauwetter kannst da nit stehenbleiben. Stell d' Roß in Stall! Verstanden? Sagst, i komm nacha!“ Vielleicht hatte Kirndorfer Grund, guter Laune zu sein. Vielleicht war ihm auch wirklich nur eingefallen, daß er die nassen, dampfenden Pferde nicht im Schneesturm stehen lassen konnte. Der Bursche riß die Pelzhaube vom Schädel und sah drein, als wäre drüben im Dom, dessen graue Turmnadel sich wie ein zerfließender Schatten in der milchigen Weiße des Schneegewölks verlor, ein Mirakel geschehen. In den drei Jahren, die er nun schon dem reichen Nußdorfer Weinhändler diente, war es nur einmal vorgekommen, daß sein Herr ein Trinkgeld gab: am Hochzeitstage der ältesten Kirndorfertochter im vergangenen Jahr. Kopfschüttelnd und das Wunder nicht begreifend, sah er der wandelnden Fettmasse seines Herren nach, die, vorsichtig mit dem silberbeschlagenen Stocke vortastend, über die Stufen der Wachszieherei. in der Erde verschwand. Der Bursche zog die Decken von den Pferderücken, klemmte sie uns Kinn, legte sie zusammen, kletterte auf den Bock, ließ die Peitsche knallen und fuhr auf stäubenden Kufen davovn. „Grüß Gott, Vielgratterin!“ rief der Weinhändler laut, als er die klingelnde Türe hinter sich geschlossen hatte. Mit dem Handrücken wischte er sich pustend den Schweiß aus der roten, fettig glänzenden Stirn. Die Alte beugte ihr vertrocknetes, kantiges Altjungferngesicht aus dem Lehnsessel vor, kniff die Augen zusammen und versuchte, den Eingetretenen zu erkennen. Erst nach einer Weile gelang es ihr. Sie legte den Strickstrumpf vor sich auf den Ladentisch und stand ächzend auf:„Jessas, der Herr Kirndorfer! Gebens uns auch wieder einmal die Ehr? Seins es wirklich?“ „Ja freilich! Oder bin i so leicht zum Uebersehen. A Stecknadel bin i ja grad net...“ Er schnaufte vor Anstrengung. Trier betrug am Montagmorgen 3,11. Das demnach gegenüber dem Stand am Samstagmorg 1,18 m gefallen. Auch die Gebirgsflüss. Bäche der Eifel sind sehr stark zurückgegan. Der Rhein hat am Sonntag in Koblenz und e mit 4,49 bezw. 5,14 seinen Höchststand erreicht und stetig. Der Koblenzer Pegel wies am Montgome4,15 m auf und in Köln 4,80 m. Auf der Mo der Saar ist die nommen worden. Schiffahrt wieder auf Der Fahrer stand unter Alkohol. Ein Toter, zwei Schwerverletzte bei Verkehrsy = Koln, 17. Jann Ein schweres Verkehrsunglück trug sich i Nacht zum Samstag gegen /1.30 Uhr auf der Seite der Mülheimer Brücke zu. Ein mit; Personen besetzter Personenkraftwagen. der von Chemiker Dr. K. aus Leverkusen gesteuert kam plötzlich von der Fahrbahn ab, geriet auf Bürgersteig und prallte hier gegen einen delaber. Während K. nur leicht verletzt trugen zwei der Insassen erhebliche dritte, ein 70jähriger Mann aus Köln so Verletzungen davon, daß er kurz darauf starb der erhebliche Mengen Alkohol zu sich au men hatte, wurde festgenommen. Schö Geständnis am Grabe der Mutt Kreuzburger Feuersbrunst nach 13 Jahren a geklärt. — Kreuzburg(O. S.), im J Am 28. Juni 1925 brach in einem Hause des Anosto!“ in Kreuzburg, den man die„Zwölf Apostel“ nennt Feuer aus, dem acht dieser Häuser, die in der Mitt 16. Jahrhunderts von den Kreuzrittern erbaut wa und eine Sehenswürdigkeit Oberschlesiens waren Opfer fielen. Es war damals nicht möglich, die Ur des Brandes festzustellen. In den Flammen kamen drei Menschen um, und zwar die Ehefrau Blume und ihre beiden Töchter. Jetzt hat nun nach 13 der 21jährige Jude Martin Blument am Grabe seiner damals verbrannten Mutter se Bruder erklärt, daß er schuld an sen Feuersbrunst war. In einer Vernehmung die Kriminalpolizei bestätigte er dieses Geständnig wird jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen, weil ei Ausübung der Tat erst etwas über Jayre alr war. Die Polizei glaubt deshalb, sich durch dies Geständnis nur eine mildere Beurte einer anderen Straftat, in die er jetzt verwickelt ist schaffen wollte. Der junge Mensch besitzt einen üblen Ruf und auch sein Vater befindet“ Sittlichkeitsverbrechen im des Feuers erklärte er dadurch Brandes unter der Treppe seinen Roller suchte, Streichholz benutzte, das er wegwarf, als es brannte. Unter der Treppe lag aber ein pier, der wahrscheinlich in Brand geraten ist. 13 lang habe ihn nun das Gewissen gepeinigt, jetzt er es aber nicht mehr ertragen können. Ein g es geschne einmal 1 pflanzte dunklen§ weil jede Auf den dem Brie und Bau jedes ver den Schm die noch 1 gar zu le Last tief wieder. Auch Zweige si blicks mis wetter w Sie ist be verlassen, Garten h würde. Bildes ox andergesp man leide feuchten 6 brachen. Kampfe Mensch besitzt einen er befindet sich wegen ei Gefängnis. Die Entste durch, daß er am Tag Oft bh stecken, w man das man beim fortzusetze Spatengri Eisen hat man die da packt 1 selbstversti anders al über Win aber kann Gesamthei Geräte sch ist es auck jedes Ger wäscht die Rost am nügt schor Schuppen denn so si Nach 72 Stunden geborgen. DNB Erfurt, 16. Janua en 21 Uhr war der Stollen Th Am Donnerstag Manganerz=Grube bei Geraberg=Thüringer Rohstoff infolge der durch das plötzlich eingetretene TauRegenwetter starken Wasserzuflüsse zu Bruch gegenDadurch wurde der Bergmann Bernhard Send aus g in den hinteren Teil des Stollens eingeschlosse Sofort wurden die Rettungsarbeiten in Anwese doa Goralaschaftsführers und des A der Bergbehörden, des Gefolgschaftsführers und walters der DAF, Reichsbetriebsgemeinschaft Berz enommen. Nach 72stündigen Rettungsarbe aufgenommen. Nach 72stündigen Rettungsarbeiten Sonntag gelungen, den Eingeschlossen am lebend zuretten. Er blieb unverletzt und wurd fort in das Ilmenauer Krankenhaus gebracht, um dort zu erholen. Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim Vorübergehende Abkühlung. Vorhersage für Dienstag: Kühl, wechst t nur geringe Bewölkung, vorwiegend trocken, schs mäßige Winde um Nordwest leichter Nachtfrost. Vorhersage für Mittwoch: Wieder Bengszunahme und Niederschlagsneigung, keine wesen mperaturänderung, Westwind. Ueber das blaurote, vom Wein gezeichnete 6e rann immer noch der Schweiß. Schweratmend er seinen Mantel auf= und zuzuklappen, daß die Schneekrusten durch den Laden flogen. Dann knurm gutgelaunt:„A so a Sauwetter! Aber i bin do in zig Minuten von Nußdorf bis auf den Stephans g'fahren. Kann sich hören lassen, was?... Is der Be z'haus?" „Freilich, freilich! In der Werkstatt sitzt er, Brand. Gibt ja g'nug Arbeit im Fasching. Erst Wochen hat er fünfhundert Kerzen für die Kaiserin liefern müssen...“ beeilte sich die Alte zu erwidern bemühte sich, die schmutzigen Schneepatzen zu überse die auf Kerzen und Lebzelten klatschten. Johann dorfer war ein guter Kunde. Zu seinem Weine aßen Leute für ihr Leben gern die Lebzelten des Kerzelma von Sankt Stephan. Der Weinhändler zog den riesigen Pelzmantel „Und was macht die Lisl?“ Die Vielgratterien dachte zwar, daß es nicht ge hätte, wenn der protzige Kirndorfer„Demoiselle Br gesagt hätte. So gut kannte man einander schlieg auch wieder nicht. Aber, wie gesagt: die Theresien und Gulden des reichen Rußdorfer Weinkönigs auch was wert. Seufzend begann die Alte den Klatsch aufzuti den sie seit Tagen in alle Häuser und Läden des Vierund zu den Marktweibern trug:„A Kreuz is mit Lisl, Herr Kirndorfer. Wahrhaftig a Kreuz!. verwandelt is seit einer Wochen. Seufzt und flennt ganzen Tag. Und denkens Ihnen, nit amal's b hats ang'rührt am vorigen Sonntag!“ „Was S' nit sagen, Vielgratterin!“ Der Weinhän warf Pelz, Haube und Stock auf einen Haufen au Ladenpudel.„Was S' nit sagen!... No ja, dös man do bei die jungen Madeln.“ Er lachte „Aber dös werma glei haben, Vielgatterin!“ Mit dieser unklaren Bemerkung ließ er sie stehen, um den Tisch herum und öffnete die Werkstattür. Die Alte sah ihm kopfschüttelnd nach. Dann räusie giftig Kirndorfers Pelz, Haube und Stock von Ladenpudel, setzte sich leise aufstöhnend wieder in Ohrenstuhl, schob die Brille auf die Nase und kraeinen Pack abgegriffener, schmieriger Karten aus Schublade. Wie sie das in allen der Klärung tigen Lebenslagen so zu halten pflegte. Aloisius Brand hatte die Türe nicht gehört, wenl rade ein Lehrbub polternd und lärmend Holzscheie den Backofen schob. Der Wachsziehermeister schrat als plötzlich dicht hinter ihm ein kollerndesLachen ersund eine weinrauhe Stimme sagte:„Grüß di o Kerzlmacher!“ (Fortsetzung folats Wenn sind dieF Pflanzenl und uns turfremde wenn sie Strauch schließen Knospen 1 beachten 1 nun die stande bei Aeste und die Form unterscheid tigen Blä Bei man um die K des Zwei unter dem Nebenblät stens am stielgrund schuppte 1 unausgeb bei Arten Von einhnennen. tütenartig haben me sind die 5 Unter der Walnüsse, drei SchuRoßkastan Hainbuche Obstgehöl, Das a lung am ander geg Schrauber Kennzeichdenen die Blattfall auch durch und Blatt JIm Fr Ausläufer Im Herb fällen um Hühnern Schmutz g polte— Haben sie Faden zu reichbarer Auslauf und zwar wendet w und ähnl die man nstagmorgen gsflüsse ückgegan enz und k reicht und sa 1 Montaama. eder Aus Raus. Rol und Garten. auf Ilkohol. Verkehrsun n, 17. 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Schönheit und Gefahr durch Schneefall. Ein ganz anderes Gesicht zeigt uns der Garten, wenn es geschneit hat. Die kahlen Sträucher am Zaun sind auf einmal wieder undurchsichtig geworden, und junggepflanzte Bäume und Sträucher, die man sonst vor einem dunklen Hintergrund kaum erkennen kann, fallen jetzt auf, weil jedes Zweiglein einen feinen weißen Besatz trägt. Auf den Latten des Zaunes und auf seinen Pfosten, auf dem Briefkasten und den Nistkästen, auf den Wasserhähnen und Baumpfählen liegen weiße Kissen und Mützchen, und jedes verschonte Unkraut brüstet sich mit seinem glitzernden Schmuck. Von den hohen dürren Staudenstengeln, die noch nicht abgeschnitten wurden, damit die Beete nicht gor zu leer wirken, hat sich ein Teil unter der weißen Last tief gebeugt, und die Nadelhölzer erkennt man kaum wieder. Auch sie sehen schön aus, wie sie ihre beschwerten Zweige sinken lassen, aber in die Bewunderung des Anblicks mischt sich hier die Sorge, ob die Zweige im Tauwetter wieder ihre frühere Stellung einnehmen werden. Sie ist berechtigt, und man tut gut, sich nicht darauf zu verlassen, wenn man wertvolle Nadelhölzer in seinem Garten hat, deren Form durch den Schneedruck leiden würde. Man muß dann die Schönheit des winterlichen Bildes opfern und beizeiten den Schnee von den auseinandergespreizten Aesten abschütteln. Manchmal kommt man leider dazu zu spät, wenn über Nacht schwere Lasten feuchten Schnees gefallen sind, unter denen einzelne Aeste brachen. Kampf dem Verderb auch bei Gartengeräten. Oft bleibt der Spaten im Sommer tagelang im Boden stecken, wo man die Arbeit gerade unterbrach, oft muß man das Jätehäckchen zwischen den Beeten suchen, weil man beim Wegschaffen des Unkrautes meinte, die Arbeit fortzusetzen, und nichts daraus wurde. Darüber hat der Spatengriff durch Naßwerden Risse bekommen, und das Eisen hat sich mit Rost überzogen. Aber im Herbst, wenn man die Gartenarbeit für einige Monate ganz aufgibt, da packt man doch alle Geräte sorgfältig weg? Es sollte selbstverständlich sein, aber in der Praxis sieht es leider anders aus. Dann kann es vorkommen, daß ein Gerät über Winter im Freien völlig unbrauchbar wird. Das aber kann sich heute der einzelne nicht leisten, und für die Gesamtheit ist es untragbar. Aber damit, daß man seine Geräte schnell in eine Schuppenecke stellt oder gar wirft, ist es auch nicht getan. Das mindeste sollte sein, daß man jedes Gerät vorher von den Arbeitsspuren säubert. Man wäscht die Erde davon ab, trocknet es, und damit sich kein Rost am Eisen bilden kann, fettet man dieses ein. Es genügt schon das Abreiben mit einer Speckschwarte. Im Schuppen bewahrt man die Geräte am besten hängend auf, denn so sind sie der Feuchtigkeit am wenigsten ausgesetzt. Knospen im Winter. Wenn die Natur in Schnee und Eis erstarrt erscheint, sind die Knospen der Gehölze die deutlichsten Zeichen des Pflanzenlebens, das sich im Frühjahr von neuem regen und uns mit mannigfachen Gaben beschenken wird. Naturfremde Menschen äußern sich manchmal ganz überrascht, wenn sie im Januar oder Februar an einem Baum und Strauch kräftig entwickelte Knospen entdecken, und schließen daraus auf die Nähe des Frühlings. Aber die Knospen waren schon im Oktober da oder noch früher, nur beachten wir sie um diese Zeit gewöhnlich nicht. Wie sich nun die Bäume und Sträucher auch in blattlosem Zustande bei näherer Betrachtung durch die Stellung ihrer Aeste und Zweige, die sogenannte Tracht, ebenso wie durch die Form und Farbe der Rinde zum Teil auffallend unterscheiden, so erweisen sich auch die Knospen der bünftigen Blätter und Blüten als sehr vielgestaltige Gebilde. Bei manchen Gehölzarten gehört schon Uebung dazu. um die Knospen zu erkennen, da sie entweder im Gewebe des Zweiges verborgen sind wie bei der Gleditschie oder unter dem bleibenden Blattstielgrund oder bleibenden Nebenblättern sitzen. Bei den freien Knospen, die höchstens am Grunde durch das Kospenkissen oder den Blattstielgrund etwas verdeckt sind, unterscheiden wir beschuppte und nackte. Die nackten Knospen setzen sich aus unausgebildeten behaarten Blättchen zusammen, wie dies bei Arten der fremdländischen Hickorynuß sichtbar ist. Von einheimischen Gehölzen ist hier der Faulbaum zu nennen. Die richtig beschuppten Knospen sind entweder tütenartig von einer einzigen Schuppe umschlossen oder sie haben mehrere spiralartig gestellte Schuppen. Einschuppig sind die Knospen der Weiden, Magnolien und Platanen. Unter den mehrschuppigen Knospen haben die Erlen, die Walnüsse, die Linden und der Tulpenbaum nur zwei bis drei Schuppen, vielschuppig sind dagegen die Knospen der Roßkastanien, Pappeln, Ulmen, Ebereschen, Rot= und Hainbuchen wie auch der Kirschen, Birnen und anderer Obstgehölze, der Johannis= und Stachelbeeren. Das auffälligste Merkmal bei Knospen ist ihre Stellung am Zweige. Bei manchen Gehölzen stehen sie einander gegenüber, bei anderen bilden sie am Zweige eine Schraubenlinie. Am unscheinbarsten dagegen sind die Kennzeichen, die uns die Blattnarben, die Stellen, an denen die Blätter sitzen, liefern. Sie erscheinen nach dem Blattfall und sind von erstaunlicher Mannigfaltigkeit, auch durch die Spuren der Gefäßbündel, die vorher Zweig und Blatt verhanden. Kleintierzucht. Sparsame Grünfütterung. Im Frühjahr und Sommer ist es leicht, in beschränkten Ausläufen gehaltene Hühner mit Grünzeug zu versorgen. Im Herbst und Winter muß man sparsam mit allen Abfallen umgehen. Kohlblätter wirft man deshalb den Hühnern nicht einfach hin, weil dann viel davon in den Schmutz getreten wird und den Hühnermagen nicht erreicht. gehört, weil d Holzscheit ister schra. esLachen eip„Grüß di 6 etung sie noch Stiele, bindet man sie mit einem festen Faden zu einem Bündel zusammen und hängt sie in erreichbarer Höhe im Stall oder bei schönem Wetter im Auslauf auf. Dann bleiben nur noch die Stengel übrig, und zwar in sauberem Zustande, so daß diese noch verwendet werden können. Kleine Blattstücke, Spinatabfälle und ähnliches wirft man in die Streu des Scharraumes, die man sowieso sauber halten muß. Schmarotzer an Baumstämmen. Vernachlässigte Wunden ermöglichen die Ansiedlung. Im Wettersturm bricht mancher Baum zusammen oder büßt einen Teil seiner Krone ein, dem sein Besitzer noch eine lange Lebenszeit zutraute. Bei näherem Zusehen stellt sich heraus, daß Stamm und Aeste hohl und mit Moder gefüllt sind und diese Zerstörung das Werk von Schwämmen ist. Vor Jahren wurde dem Baum einmal ein starker Ast genommen, und die Wunde, die durch die Säge entstand, war zu groß, um schnell vom Rindenwall geschlossen zu werden. So bildeten sich Risse und Sprünge in dem bloßgelegten Holz, und Schnee= und Regenwasser sammelten sich darin, Fäulnis anbahnend. Allmählich wurde dadurch der Boden für das Gedeihen von Holzpilzen vorbereitet. Die sichtbaren Auswüchse, die wir als Baumschwämme bezeichnen, sind nur die Fruchtkörper jener Pilzarten, die im Holz leben und die Zellen des Baumes aufsaugen. Durchschneiden wir ein solches Gebilde, das gewöhnlich die Form eines Hufeisens oder einer Konsole hat, können wir zwei Schichten unterscheiden: eine Deckschicht, die vielfach mit steifen, borstigen Haaren besetzt ist, und eine darunter befindliche Fruchtschicht. Diese besteht meist aus dicht nebeneinanderstehenden Röhrchen. Danach heißen diese Pilze Löcherpilze im Gegensatz zu den Blätterpilzen, bei denen ein Stiel einen Hut trägt. Durch Sporen, die vom Winde fortgetragen werden, sorgt der Pilz für weitere Ansiedlungen. Diese Sporen vermögen jedoch in festes, unverletztes Holz nicht einzudringen, sie keimen nur auf offenen Wunden. Von diesen unangenehmen Pflanzenwesen sind vor allem die Porlinge zu nennen. Sie treten entweder in unförmigen krustenartigen, nur aus Poren bestehenden Massen auf oder bilden die bekannten Konsolen an den Stämmen. In Deutschland ist dieser Pilz in 80 verschiedenen Arten zu finden, und keine Baumart bleibt von ihm verschont. An Apfel= und Nußbäumen tritt der steifhaarige Löcherpilz oder Porling auf, der in wenigen Tagen eine bedeutende Größe erreicht und bald wieder abstirbt, wenn er seine Sporen erzeugt hat. An Süßkirschen und auch an Birnen kommt besonders häufig der schwefelgelbe Porling vor. Der unechte Feuerschwamm befällt alternde Sauerkirschbäume, Zwetschen und Birnen. Wenn der rehbraune Fruchtkörper erscheint, sind die Aeste und der Stamm meistens schon vollständig morsch, so daß nur noch eine dünne Splinthülle lebensfähig ist. In der Jugend weich und flockig, erhärten die Pilzkörper mit der Zeit zu einer festen Masse, wobei die Farbe in Schwarzbraun übergeht. Die durch ihn verursachte Zersetzung nennt man Weißfäule. Im Bilde sehen wir die Frucht eines echten Zunderschwammes an einer Buche und einen vom Eichenrindenpilz befallenen Eichenstamm. Das Auftreten der Baumschwämme kann man nur durch sorgfältige Wundbehandlung verhüten. Jede überflüssige Verletzung des Stammes und der Aeste ist zu vermeiden, vorhandene Wunden sind sorgfältig zu reinigen, auszuschneiden und mit Baumwachs oder Holzteer zu verstreichen. Große Wunden werden mit Lehm oder Holzteer ausgefüllt und mit Sackleinen verbunden. Mancher Baum erscheint äußerlich ganz gesund, aber untersucht man ein kleines Astloch genau, findet man im Stamm lauter vermodertes Holz. Er könnte noch lange Jahre Früchte bringen, wenn der Wundbehandlung rechtzeitig mehr Wert beigelegt worden wäre. Der familienwohuraum. Unser Interesse an kleinen und kleinsten Wohnräumen ist in dem Maße geschwunden, in dem unser Wille zur Familienvergrößerung, zum Kinderreichtum, erstarkt ist. Wer die Qual starker Raumbeschränkung aus eigener Wohnerfahrung kennengelernt hat, verzichtet lieber auf manchen neuzeitlichen Komfort um des Vorteils willen, sich in seinen vier Wänden freier bewegen zu können. Der Bewegungsraum des Menschen war errechnet worden, dieser Zwang mußte sich einmal rächen. Bei jeder eigenwilligen Regung eines Bewohners eckte er— im dem vorsorglich angebrachten Wandschutz=Behang harmonieren. Will man jedoch Möglichkeiten zur Uebernachtung schaffen— für Logierbesuch oder zum ständigen Gebrauch für ein Familienmitglied— so ist das Sofa mit Bettkasten unentbehrlich, das seitlich mit Rohrgeflecht versehen ist, damit tagsüber das darin aufbewahrte Bettzeug ausreichende Lüftung erhält. Die Verlegung der Hängelampe von der Zimmermitte hin zu diesem neugebildeten Mittelstück des Zimmers sollte keinesfalls, nicht aus Bequemlichkeit und nicht aus Der große Wohnraum, der die Familie zusammenschließt Entwurf: Reg.-Baum. Ernst Zinsser wörtlichen Sinne— schon an. Die kleinen Zimmervierecke erzwangen förmlich das Einkind, für Ausdehnung, für Heimbetätigung blieb kein Platz. Der Staat ist deshalb bemüht, Kleinwohnungen doch immerhin groß genug zu schaffen, daß darin getrost mit einem Zuwachs von drei und mehr Kindern gerechnet werden kann. Die Räume zum Schlafen können klein sein, große, eine ganze Schmalwand einnehmende Fenster, die nur von schmalen Gardinen eingerahmt sind, sorgen, daß dennoch hygienisch darin gelebt werden kann. Umso wichtiger ist der große Familienraum, der der ganzen Familie zur Verfügung steht, sie in starkem Maße zusammenschließt und Inbegriff häuslicher/ Gemütlichkeit und Verbundenheit sein sollte. Wie möbliert man einen solchen Raum am besten? Immer wieder sei darauf hingewiesen, daß viel Platz gewonnen wird, wenn der Tisch von der Zimmermitte an eine Wand, am besten in eine der Zimmerecken verlegt wird. Zwangsläufig wird bei einer solchen Anordnung ein Sofa notwendig, besser noch zwei, die in rechtem Winkel zueinander stehen. Sofas mit guter Polsterung sind nicht billig zwei nun gar schon beinahe luxuriös. Deshalb tut die gleichen Dienste die gepolsterte Sitzbank, noch einfacher eine Bank mit aufgelegten, mit waschbaren Bezügen versehenen Kissen, die in Art und Farben mit Scheu vor den Kosten, die gering sind, unterlassen werden. Erst diese kleine aber wesentliche Veränderung schafft die richtige Behaglichkeit, abgesehen davon, daß nur die direkt über dem Tisch angebrachte Lampe sich praktisch bewähren kann. Notwendig an ihr ist auch eine Zugvorrichtung zum Verstellen. Den Familienwohnraum schmückt außerdem das offene allen zugängliche Bücherregal, der ans helle Fenster gerückte Schreibplatz, ein vielleicht aus buntbemalten Kacheln zusammengesetzter gemütlicher Ofen, ein geeigneter Bodenbelag, eine Matte, Läufer, ein größerer Teppich. Läufer sind am billigsten, jedoch nicht auf die Dauer. Sie haben etwas Provisorisches, verrutschen leicht und halten nicht größere Beanspruchung aus. Deshalb erweist sich im Laufe der Jahre der dickere und größere Teppich doch als billiger. Ein übriges zur Harmonie im Raum tut eine gefällige Anordnung der Bilder an den Wänden— wir preisen die anspruchslose und anmutige Art des Reihenbildes, wie sie unsere Abbildung über dem Sofa zeigt,— und ein wohl erwogen Maß sorgfältig gewählten Hausrates, handwerklich durchgebildet, mehr zum Gebrauch als zur Zierde geschaffen und darum nicht weniger wirksam, und eine glückliche Farbenzusammenstellung, die ihren lebhaften Teil beiträgt zur Ermunterung und Beglückung der Familie. Ilse Deike. Im Winter ersetzen wir das Grünfutter hauptsächlich durch Knollengewächse. Für die Hühner eignen sich davon am besten die roten Pferdemöhren. Man kann sie ebenso wie Runkeln und Kohlrüben auf einen von unten durch ein Brett geschlagenen Nagel spießen, aber beim Picken der Hühner verlieren doch oft noch ganz ansehnliche Stücke den Halt und kollern in den Schmutz. Auch wenn man die in Stücke geschnittenen Knollen in Futtertröge legt, springen bei der eifrigen Bearbeitung immer Stücke heraus und gehen verloren. Am sparsamsten füttert man diese Rüben aus einem Netz von starkem Bindfaden, das man entweder selbst knüpft oder auch aus einer alten Hängematte oder sonstigem gebrauchten Netzwerk herstellt. Wird der Faden gefirnißt, so hält er auch im Freien längere Zeit. Mit einem Stück mappenartig zusammengebogenen Drahtgeflechts mit Maschen von 25 Millimetern Weite erreicht man den gleichen Zweck, doch kommt es hier mitunter vor, daß sich die Hühner beim eifrigen Zuhacken den Schnabel oder Kammansatz beschädigen. Die Strünke und gröberen Stengel kann man mit anderen Küchenabfällen wie Kartoffelschalen kochen, aber auch roh gut verwenden, wenn man sie fein zerkleinert. 26 Ddla. ke Wt SromFormen des Hühnerkammes. Ein merkwürdiges Hauptmerkmal des Haushuhns ist der Kamm, ein fleischiger, meist gezackter Auswuchs auf dem Kopfe, nach dem man die Haushühner geradezu Kammhühner genannt hat im Gegensatz zu den Trut= und Perlhühnern, den Pfauen und Fasanen. Durch die Züchtung hat sich der Kamm mannigfach gewandelt. Den einfachen oder Schwertkamm(Abb. 1) kennt jeder, denn viele Landhuhnschläge sind damit ausgestattet. Am höchsten und kräftigsten wird er bei den Minorka, den Andalusiern und Italienern. Bei den Hähnen erinnert er an ein Sägeblatt. Bei den Hennen mancher großkämmiger Rassen legt er sich als Schlotterkamm um. Als langer, geschlossener, niedriger, zahlreiche Spitzen aufweisender und sich hinten in einem ungezackten Ausläufer verjüngenden Kamm stellt sich der Rosenkamm (Abb. 2) dar. Bei den Hamburgern, den Totlegern, Le Mans, Dominikanern und Bantam steht dieser dornartige Ausläufer waagerecht oder leicht gehoben vom Kopfe ab, bei den Wyandotten, Reichshühnern; Rheinländern folgt er der Biegung des Kopfes. Erbsenkamm nennt man einen sozusagen verkürzten, dornlosen, schmalen Rosenkamm mit nur drei Reihen Perlzacken, wie er bei den Brahma und indischen Kämpfern vorkommt. Er erscheint auch an Nachkommen einfachkämmiger Hähne und wulstkämmiger Hennen. Den Wulstkamm(Abb. 3) treffen wir bei den Malayen, belgischen Kämpfern, Yokohama und Seidenhühnern. Er besteht aus einem ungegliederten, fleischiger und in seiner einfachsten Form niedrigen, flachen, zum Teil in der Mitte vertieften Gebilde. Eine uns höchst seltsam anmutende Kammform ist dann noch der Spitzenoder Hörnerkamm der La Flèches und Créves, aus zwei kräftigen, kegelförmigen, an der Stirn entspringenden und senkrecht nebeneinander aufsteigenden„Hörnern“ gebildet. Eine andere Einzelform weisen die Houdans mit ihrem Blätter= oder Schmetterlingskamm auf, zwei großen, aufrechtstehenden flachen, am Rande gezackten Blättern über der Schnabelwurzel. Gesundheitspflege. Herzklappenfehler kein absolutes Sporthindernis mehr. Wenn früher ein junger Mensch nach einer Infektionskrankheit, wie Diphtherie, Scharlach, Grippe oder Gelenkrheumatismus einen Herzklappenfehler zurückbehalten hatte, dann galt er im allgemeinen für den Rest seines Lebens als körperlich behindert. Namentlich untersagte man ihm die Ausübung jeglichen Sportes. Selbstverständlich wirkte es außerordentlich entmutigend auf einen solchen Kranken, wenn er neidisch die körperliche Betätigung seines Kameraden beobachten mußte, an denen er nicht teilnehmen durfte. Dieses Beiseitestehenmüssen erzeugte allmählich Minderwertigkeitsgefühle. Neuere Versuche haben diese Anschauung über den Haufen geworfen. Wenn ein solcher Klappenfehler mehrere Jahre keine nachsweisbaren Beschwerden mehr gemacht hat, wenn er, wie der Fachausdruck heißt, gut kompensiert ist, wird heute sogar ärztlicherseits empfohlen, langsam wieder die Körperübungen zu beginnen. Anfangs wird sogenannte passive Gymnastik getrieben, das heißt, die Uebungen werden von einem geübten Heilgymnastiker oder mit Uebungsapparaten an dem Kranken ausgeführt, natürlich unter steter ärztlicher Aufsicht. Ganz allmählich wird unter ständigem Training zu aktiver sportlicher Betätigung übergegangen. Hauswirtschaftliches. Hautpflege bei rauhem, feuchtem Wettes. An den rauhen, kalten Tagen wird die Haut häßlic und grau. Man muß deshalb mit Gesichtsmassage und Gesichtswasser etwas für ihre Auffrischung tun. Nach der täglichen Reinigung des Gesichts bestreicht man es mit einem zusammenziehenden Gesichtswasser und klopft dann mit den Fingerspitzen einen nährenden Hautcreme ein. Wenn man eine blanke Nase hat, kann man sie mit einer rohen Kartoffelscheibe bestreichen, die den Glanz entfernt. Essig, ein guter Freund im Haushalt. Leidet man an Husten und kann deshalb nachts nicht schlafen, so kann man den Hustenreiz vertreiben, indem man Essig nimmt, den man mit der gleichen Menge Honig vermischt hat.— Bei Quetschungen lindert ein kalter Essig=Umschlag die Schmerzen. Essig mit Salz gemischt ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für Kupfer, Messing und Silber, auch Tintenflecke von den Fingern kann man damit leicht entfernen. Mit Essigwasser kann man vergoldete Bilderrahmen abwaschen. Gekochter Fich wird weiß und fest, wenn man dem Kochwasser ein wenig Essig zusetzt. Ein Prechdachs in Amerika. Eine Entdeckungsreise nach USA von einem, der Millionär werden wollte. Von Peter Marius Zell. VI. Von Eiern, Kisten und Antiquitäten. Inzwischen hatte ich in New York einige Erfahrungen gesammelt. Nicht jede Erfahrung wirkt sich vorteilhaft aus. Bei mir kam es fast zu katastrophalen Folgen. Man sagte mir im allgemeinen: „Wenn Sie etwas in USA werden wollen, dann müssen Sie stets bereit sein, alles anzupacken, und wenn man Sie fragt, ob Sie dies oder jenes können, dann sagen Sie einfach immer„Ja“. Das andere wird sich finden.“ So fand sich die„Blaue Küche“, die einen Mann brauchte, der Kisten öffnen und in der übrigen Zeit dem Chefkoch an die Hand gehen konnte. Mir hatte das der freundliche junge Mann, der in dem Stellenvermittelungsbüro tätig war, so auseinandergesetzt, und ich hatte heftig„yes, yes“ gerufen, als er mich fragte, ob ich einige Küchenerfahrungen hatte. Die„Blaue Küche“ ist ein gutgehendes Restaurant und hat einige Dutzend Filialen. In der Hauptküche wird vorgekocht, die Speisen werden mit kleinen Autos in die einzelnen dazugehörigen Küchen gebracht und dort fertig gekocht. Der Chefkoch war Italiener. Er trug eine unendlich hohe Mütze und wog etwa runde drei Zentner. Er sah mich etwas schief an, sicher hatte er schon seine Erfahrungen auf andere Art gemacht. „Waren Sie schon einmal in einer Küche tätig?“, fragte er mich. Ich sah ihn fest und gerade aus meinen treuen Augen an. Ich hatte als kleiner Junge öfters bei meiner Mutter den Wasserhahn in der Küche unnützerweise aufgedreht. So konnte ich ihm mit aller Ehrlichkeit erklären: „Jawohl, Boß, ich war bereits vor Jahren in einer Küche tätig.“ „Hm.“ Er fuhr sich mit zwei Fingern zwischen den überquellenden Hals und seinem weißen sauberen Tuch, „dann gehen Sie in die Backstube und fassen Sie dort vorläufig mit an.“ Es wäre mir entschieden lieber gewesen, wenn ich mit dem Oeffnen der Kisten angefangen hätte. Ich zog einen weißen Kittel an und meldete mich in der Backstube. Es war aber keine Backstube, wie ich sie aus Deutschland kannte, sondern eine Küchenabteilung, in der Kartoffeln fertig gekocht, Eier und Omelettes zubereitet und Puddings hergestellt wurden. Mit den Eiern fing es an. Ich sollte, wie mir mein Chefkoch zurief, drei Spiegeleier machen. Man sollte meinen, daß das nicht weiter gefährlich ist. Aber wenn man keine Uebung darin hat... zuerst warf ich einmal die Kiste mit Eiern sorgfältig um und hatte auf diese ungewöhnliche Art bereits einen gewaltigen Eierbuchen fabriziert. Allerdings auf den Steinfließen der blauen Küche. Der Chefkoch war gutmütig. Er glaubte nämlich, daß mir das Pech nur im Anfang zustoßen könne. Aber ich belehrte ihn bald, daß ich das Pech fortlaufend entwickelte. Das erste Ei, das ich fachmännisch an einem Tellerrand aufschlug, spritzte mir ins Gesicht. Es war faul. Das heißt auch nur wieder in gewisser Hinsicht, denn andererseits lief es fleißig duftend mit riesiger Eile über meine blendend weiße Schürze. Der Chefboch warf mir einen Blitzblick zu, und ich flog bereits fast hinaus. Aber ich kam mir mit den gelben Streifen wie ein Jockey vor, der für seine Farben durchs Ziel geht und versuchte mein Glück mit den nächsten Eiern. Spiegeleier sollen ihr gelbes Innere getrennt von der weißlichen Substanz über der Flamme fest werden lassen. Bei mir lief das Eigelb mit dem Weiß immer gleich durcheinander Geistesgegenwärtig rührte ich mit einer Gabel darin herum, um nach Möglichkeit weiteres Einmischen zu verhindern Aber daraus wurde nun Rührei. Es ist merkwürdig, daß Gäste in einem Lokal darüber wütend werden können, wenn sie statt Spiegeleier— Rührei vorgesetzt bekommen. Es sind doch dieselben Eier. Nachdem dieser erste Versuch gründlich mißlungen war, versuchte ich einen anderen Auftrag zu erfüllen. Ich sollte weiche Eier herstellen. Obgleich sie unter meiner persönlichen Aufsicht zwanzig Minuten in kochendem Wasser herumwirbelten, wurden sie doch nicht weich. Im Gegenteil, die Eier erreichten eine seltene Härte, und da man bekannlich mit Messer und Gabel ißt und nicht Zange und Beil zu Zerkleinerungszwecken auf den Tisch gelegt bekommt, stand die Ungenießbarkeit dieser Eier einwandfrei fest. „Wenn Sie etwas anderes in meiner Küche anzufassen wagen, als die Kartoffeln, dann... er schwang seine mächtige Kelle drohend über meinem Haupte. Aber selbst Kartoffeln wollen mit gewisser Vorsicht behandelt werden. Ich fand in einer vergessenen Schieblade ein deutsches Kochbuch. Es war meine Rettung. So erfuhr ich, daß Kartoffeln zwanzig Minuten kochen müssen. Pünktlich mit der Stoppuhr in der Hand riß ich den Deckel vom Topfe und mußte mir einen Verband um die Finger öpfe legen lassen, weil ich vergessen hatte, daß Töpfe mit kochendem Inhalt heiß zu werden beginnen. Seitdem betrete ich nie mehr eine Küche, ohne zuerst nach einem Topfanfasser zu greifen. Der Chefkoch sah meinen Bemühungen um die weitere Zubereitung der Kartoffeln mit scheelen Blicken zu, aber ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich hatte mir alles genau durchdacht, und doch konnte ich das Unglück nicht abwenden. Ich beabsichtigte, das kochende Wasser über den Ausguß dergestalt abzugießen, daß die Erdäpfel innerlich des Topfes mittels angepreßem Deckel hätten verbleiben müssen. Ich hatte alles sorgfältig berechnet. Nur den heißen Dampf nicht. Der floß ich nicht nach unten ab, sondern nach oben und setzte das Verbrennungswerk in meinen beiden Handgelenken weiter fort. Ich fiel fast in Ohnmacht und die Kartoffeln in den Ausguß. Um sie zu retten und mich zu kühlen, drehte ich den Hahn auf. Als der kalte Strahl auf die heißen Kartoffeln zischte, kam es zu einer mächtigen Wolkenbildung in der Küche. Ich nebelte mich gewissermaßen ein und zog es vor, in den Schwaden die Flucht zu ergreifen. Mir kam eine Kartoffel nachgeflogen, und an meiner Schädeldecke entstand eine Schwellung, die leise Zweifel in mir aufkommen ließen, ob nun die Eier oder die Kartoffeln unter meiner Kochkunst den stärksten Härtegrad erreicht hatten. Ich weiß nur, daß die Kartoffel keinen allzu tiefen Eindruck hinterließen und kam bereits nach etlichen Stunden mit meinen Verbänden wieder in dem Stellenvermittlungsbüro an. Der Chef staunte und fragte mich, ob ich aus dem Krieg käme. „Nein“, sagte ich tief gekränkt,„aber aus der„Blauen Küche“, und ich werde Sie für den erlittenen Schaden verantwortlich machen.“ Nun ist drüben das Prozessieren kein reines Vergnügen, und manch' armer Teufel hat sich schon durch einen Schadenersatzprozeß, der kaum zu begründen war, gesund gemacht. Dem Chef genügte die Drohung. Er schickte mich an eine andere Arbeitsstelle. Dort konnte ich nach Herzenslust Kisten öffnen. Ich tat das auch unbefangen, weil keine Eier darin waren. Es waren antikel Möbel. Da ohnehin mehrere Ecken und Kanten fehlten, kam es nicht weiter darauf an wenn ich mit meinem Stemmeisen etwas zu tief in die Kiste eindrang. Und als ich die zwölf Kisten nach einigen Tagen in dem Lagerhaus gänzlich ausgepackt und aufgestellt hatte, sahen sie wirklich recht echt aus. Der Verkaufsmanager dieser Möbelabteilung kam und besichtigte das Lager. Er beklopfte das Holz, stellte Rokokosessel n einen Rokokosessel probeweise neben einen Renaissancetisch und sagte, er wolle solch eine Ecke im Schaufenster aufstellen. Dazu wählte er einen Biedermeierspiegel und eine Empirevitrine. „Ich sagte ihm:„Das geht nicht, Sie werfen ja die Jahrhunderte durcheinander.“ „Bei uns geht alles, was ich anordne“, brummte er,„und was verstehen Sie überhaupf davon!“ „Verzeihen Sie gütigst“, sagte ich,„Sie können ja machen, was Sie wollen, aber das gehört nicht zusammen.“ „Bei uns gehört der Sessel neben einen Tisch und daneben ein Sofa und darüber ein Spiegel. Was haben Sie dagegen einzuwenden?“ In diesem Augenblick kam der Prokurist dazu und tippte dem Verkaufsmanager auf die Schulter. Sie flüsterten miteinander. Dann sagte der mürrische Mann plötzlich freundlich zu mir: „Sie sollen doch recht haben, wie ich hörte. Sie können mit in den Laden kommen und die Aufstellung überwachen.“ Das war ein wesentlich interessanterer Posten. Ich hatte nämlich einmal Gelegenheit, meine europäische Bildung an den Mann zu bringen, und wenn der Amerikaner sieht, daß man etwas versteht, dann knausert er nicht. Ich bekam einen sehr anständigen Lohn für diese Arbeit. Außerdem wurde mir freigestellt, in dem großen Geschäft mit als Verkäufer tätig zu sein. Ich bekam mein Glockenzeichen und hatte unendliche Mühe, die Kundschaft zu verstehen. Aber— mein Ausländertum war ein Vorteil. Die Kundschaft glaubte, daß ich mit den Antiquitäten eben erst von drüben gekommen sei und nahm meine etwas komplizierte Aussprache als besondere Sensation gern mit in Kauf. Ich hatte Erfolg. Fast kein Kunde, den ich bediente, ging, ohne gekauft zu haben. Des abends hörte ich von der Empfangssekretärin, die den Verkauf überwachte, daß ich der einzige war, der keine Niete zu verzeichnen hatte. Die amerikanischen Kollegen fragten mich etwas eifersüchtig:„Wie machen Sie das?“ Ich zuckte die Achseln. Ich wußte es wirklich nicht, und doch wurde mir der Erfolg zum Verhängnis. Ich durfte als Besucher der USA gar keine Stellung annehmen und, während man sich sonst kaum um so etwas kümmerte, bekam ich in diesem Falle prompt eine Anzeige. Immerhin gibt es kein Meldewesen in USA, und man kann keinen verurteilen, den man nicht auffinden kann. Ich hatte aber inzwischen genug gelernt und beschlossen, als freier und selbständiger„Antiquitätenfachmann“ mein Geschäft zu machen. Der Zufall kam mir zu Hilfe. (Fortsetzung folgt.) Kanusport: 25. und 26. August in Todabashi und z. kawa. Moderner Fünf=Kampf: 25. bis 29. August, Fechten: 25. August bis 5. September im NatioGymnasium. Fußball: 26. August bis 7. September im M. Schrein=Stadion und an anderen Kampfplätzen. Turnen: 26. und 27. August im KishiGymnasium. Segeln: 27. August bis 2. September in Yokohamg Gewichtheben: 28. und 29. August in Kokugikan Schießen: 29. und 30. August auf den Murgvor ständen. Basketball: 29. August bis 7. September auf verse denen Plätzen. Schwimmen: 31. August bis 7. September im Me Schrein=Stadion. Boxen: 3. bis 7. September in Kokugikan. Rudern: 3. bis 6. September in Toda. Rad: 3., 4. und 6. September in Nakasendo. Reiten: 3. bis 8. September im Meiji=Schrein=Sta, und anderen Kampfplätzen. Handball: 3. bis 6. Sept. im Meiji=Schrein=Stadig Gauleit Märkte. Duisburger Getreidemarkt. X Duisburg, 17. Jan. Preise alle unverändert. Angebot von Brotgetreide hat sich noch weiter verstät Roggen ist jetzt auch aus den deutschen Ostprovinzen geboten. Futtergerste fehlt vollständig und auch Fuß mais wird jetzt wieder knapper. Der deutsche Maishfür die Zuteilung der Ware keinen Ersatz bringen, ddoch nur in geringeren Mengen käuflich ist. Fut hafer fehlt auch vollständig und die Pferdehalter wan auf Zuteilung. Das Mehlgeschäft ist sehr ruhig. Verteilung der Mühlenabfälle wird fortgesetzt. Turnen— Spiel-Sport. Geländelauf mit 2.5 Millionen Reichsberufswettkämpfern. Berlin, 17. Januar. Zu den Wettkampfaufgaben im Reichsberufswettkampf gehört auch der Sport. Soll das Leistungsergebnis im Wettkampf kein allseitiges sein, so ist die Funktionstätigkeit des Körpers mit einzubeziehen.„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“; darum die Totalität der Aufgabenstellung im Reichsberufswettkampf: Neben der fachlichen die weltanschauliche und die sportliche Aufgabe. Bewußt soll verhindert werden, daß sich einseitige Strebertypen in den Vordergrund drängen. Der sportliche Wettbewerb bei den Ortswettkämpfen ist festgesetzt für alle Teilnehmer des Reichsberufswettkampfes. Bei den Erwachsenen ist eine Altersgrenze vorgesehen. Frauen haben bis zu 25 Jahren, Männer bis zu 35 Jahren teilzunehmen. Die sportliche Leistung wird allgemein gewertet, nicht nach Punkten wie in den übrigen Fachgebieten. Es wird ein Gelädelauf durchgeführt, dessen Strecken je nach Leistugsklasse und Geschlecht 1000 bis 2000 m beträgt. Der Lauf wird veranstaltet in ganz Deutschland nach Abschluß der Wettkämpfe einheitlich am 27. Februar 1938 mit rund 2,5 Millionen Teilnehmern. Der 27. Februar wird ein sportliches Ereignis sein mit aktiven Teilnehmern in einer Zahl, wie sie bisher noch keine Sportveranstaltung der Welt aufzuweisen hatte. Westfalens Handballelf gegen Mittelrhein. Für den am 30. Januar in Aachen stattfindenden freundschaftlichen Kräftevergleich zwischen den Handballvertretungen der Gaue Mittelrhein und Westfalen hat das Land der Roten Erde folgende Elf aufgestellt, doch ist es noch fraglich, ob die beiden Eintracht=Spieler Höpfner und Lenfers mitmachen können. Die Dortmunder Eintracht wird nämlich am 30. Januar ein Meisterschaftsspiel durchführen müssen. Die westfälische Mannschaft: Schmitz (MSV Höxter) Pannhorst Knautz (DSC Hagen)(Hindenburg Minden) Fischer Höpfner Topp (Hindenbg. Minden)(Eintr. Dortmund)(Hindenbg. Minden) Berger Lenfers Röttger Helligrath Vogt (Holsterh.)(Eintr. Dtmd.)(Hindenbg. Minden)(Holsterh.) Olympiode Tokio 1940. Die Zeitfolge der Sommerspiele. Nachdem vor einigen Wochen bereits das Programm der Winter=Olympiade in Sappore veröffentlicht wurde, folgt nunmehr das der Sommerspiele in Tokio. Die feierliche Eröffnung geht am 24. August 1940— 16 Uhr — vonstatten. Tags darauf beginnen die Kämpfe in der Leichtathletik, im Ringen, Hockey, Kanusport, Modernen Fünfkampf und Fechten. Am 26. August setzen Fußball und Turnen ein, am 27. Segeln, am 28. Gewichtheben, am 29. Schießen und Basketball und am 31. das Schwimmen. Die restlichen Wettkämpfe: Boxen, Rudern, Rad, Reiten und Handball, werden ab 3. September ausgetragen. Am 8. September wird dann die Schlußfeier veranstaltet. Im einzelnen hat das Programm folgendes Aussehen: Leichtathletik: 25. August bis 1. Septemher im MeijiSchrein=Stadion. Ringen: 25. August bis 2. September im KokugikanRing. Hockey: 25. August bis 2. Sept. im Shiba=Stadion. Berliner Getreidegroßmarkt vom 17. Januar 1938 Weizen märk., Durchschnittsqualität: 75/77. frei Berlin Preisgebiet 1 VI 1 VII 1 VIII IX 1 X IXII 1 ges. Erzeugerpr. 200.00 201.00 202.00 203.00 204.00 206.00 Roggen märk., Durchschnittsqualität: 69/71, frei Berlin. PreisgebietV VI 1 VII VIII XI I XII ges. Erzeugerpr. 182.00 183.00 184.00 185.00 188.00 189.00 Futtergerste 59/60 VI 1 VII 1 VIII ges. Erzeugerpreis, Preisgebiet 167.00 168.00 170.00 173.00 Industriegerste(Sommergerste) frei Berlin— ab märk. Statin. Futterhafer märk., Durchschnittsqualität 46/49 Preisgebiet IV VII 1 X XI I XIII 1 ges. Erzeugerpr. 156.00 160.00 163.00 165.00 168.00 Weizenmehl, Type 812(Vollmehl) VVIIIXX IXIII 28.60 28.60 28.60 28.60 28.65 28.90 28.90 28.90 29.30 10% Auslandsweizen— 1.50 Mk. Aufgeld.— 20% Ausut weizen— 3.00 Mk. Aufgeld. Roggenmehl, Type 1150, Preisgebiet VIVIIIXIXII 21.10 21.10 21.45 21.55 21.65 21.80 21.90 22.25 22.35 Weizenkleie, Preisgebiet VVI VIII IX XXI 11.15 11.20 11.30 11.35 11.40 11.50 11.55 11.60 11.7 Roggenkleie, Preisgebiet I 1 IVV I VI 9.95 10.40 Lupinen, gelbe Seradella, alle Seradella, neue Leinkuchen 37%0 ab Hamburg frönußkuch. 50% Erdnußkuchenm. Trockenschnitzel Im Reichsstat die große sche Ki Einblick Volksgen Künstler lern der Zu Gäste ein künstlerise der die 2 fen des des Infa von Beet hardt Amtes fü Hilfswerl Künstlern bundenen Kräfte g Ausstellu aus de such und Nach gespielt Meyer Künstlern die Wich auf dief Kritiker konnte. diesem 5 Ankauf 3 Ere brachte e Gesang besichtigte Ein S 10.10 II 10.15 10.20 Viktorlaerbsen Kleine Erbsen Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupinen. blaue 34-38 33-35 24-26 26-29 23—24.5 26-28 16—17 VII 10.45 2 VIII 10.10 4—25 16.38 15.88 17.38 8.74 XIXII 10.30 10.40 Soyabohnenscht. 45% A. Hbg. 45% a. Stellio Kartoffelllocken Fabrikprels Kartoffelllocken Parit. Berlin Bremen: Baumwolle Livernool: XU ders her dem Res schießwett am Reid Gefolgsch wettkamp und Jun der westf 5J und Wettkam ausgescho 6. Februbeserzieh Im Gege schießwett freihändi angewand Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Januar März Mai Juli Oktober Dezember Tagesimport Notierungen f. Sakel laridis u. Upper F.G.F. 17. 1. Sak. 1939 1939 1939 1939 17. 1. 4.95 4.80 4.82 4.84 4.86 4.89 4.91 4.92 4.94 4.96 4.98 4.99 5.00 5.03 5.05 5.07 5.08 5.10 5.12 14. 1. 5.02 4.85 4.87 4.88 4.90 4.92 4.94 4.95 4.97 4.99 5.01 5.02 5.03 5.05 5.08 5.10 5.11 5.13 5.16 — Januar März Mai Juli September Öktober November Loco 8.41 8 5.99 5.99 6.01 6.01 6.02 6.02 6.30 New Orleans: Baumwoll 17. 1. 8.76 Loco Januar März Mai Juli Oktober Dezember 8.67 8.73 8.77 8.82-83 8.84-86 14.. 8.7 8.62-4 8.N 8.15 8.81 6.8 New Yorker Baumwollkus Loco Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 17. 1. 8.60 8.48 8.50—51 8.53 8.57 8.59 8.62 8.64 8.67 8.70 8.72 8.75 14.1. XT mehr all tem Kap des jung wirklichu Die der Deut deren Ar und polifen. In Bei der es selbsti 8.5 8.5 8.5 8.5 Kur 8.7 8.7 Geschätzte Totalzufuhren Baumwollzufuhr in Atl. Häfen Baumwollzufuhr in Golf-Häfen Zufuhren in Pacific-Häfen Export nach England Export a. d. übrig. Kontinent Export nach Japan und China Fracht nach Liverpool X( ständig. Kreis A bestehen Standor Bannfüh Jahre 1! E Auf mittl. Bauernhof wird z.1. Febr. oder auch später ein zuverlässiges Bewerbungen auf Chiffre-Hnzeigen kelne Orlginal-Zeugnisse beilügen. Zeugnis-Abschriften, Lichtbilder usw. müssen auf der Rückseite Namen und Hnschrift des Bewerbers tragen. für alle vorkomm. Arbeiten gesucht. Guter Lohn und gute Behandlung. Bauer Autermann. Post Hiddingsel, über Dülmen. Vraves, ordentliches Ehrliches, braves Mädchen ougeln kann, baldigst gesucht. Hoher Lohn u. gute Behandlung. Zeugnisse und Bewerb. unt. Z 19 an d. Dorstener Volkszeitung, Dorsten. 1429 bei hohem Lohn nach Norddeich, Bahnhofswirtschaft, gesucht. Angebote unter K 21 an die Kreiszeitung in Ahaus. Suche zum 1. 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Der Millimeterpreis beträgt bei gleichzeitigem Erscheinen in allen 14 Zeitungen 7 Pfennig. )( glieder. Zementi seinen Reichsm Reichsm )( einer 9 hausen, quell erste Be schen A vashi und z. ugust. im Natiop. 1 im Me lätzen. ishiFörderung deutscher Kunst. Hauleiter Dr. Meyer eröffnet eine Ausstellung Kokugitan Mur en Murayay er auf aber im kan. sendo. Schrein=Stad in Bielefeld. amd= Bielefeld, 17. Januar. Im Kunsthause zu Bielefeld eröffnete Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Meyer am Montag vormittas die große Ausstellung des„Hilfswerkes für deutKunst“. deren Aufgabe es ist, der Oeffentlichkeit Einblick in das künstlerische Schaffen zu geben. Den Volksgenossen sollen hier die Werke unserer bildenden Künstler nahegebracht und damit gleichzeitig den Künstlern der Verbauf ihrer Arbeiten erleichtert werden. Zu der Feierstunde hatten sich zahlreiche geladene Gäste eingefunden, u. a. auch der Reichsbeauftrage für Stadien fünstlerische Formgebung, Professor Hans Schweitzer, der die Ausstellung zusammengestellt hat. Nach Eintreffen des Gauleiters leitete ein Quartett des Musikkorps des Infanterieregiments Nr. 18 mit einem Musikstück von Beethoven die Feier ein. Gauamtsleiter Degenhardt als Vertreter des das Hilfswerk tragenden Amtes für Volkswohlfahrt erläuterte kurz den Sinn des Hilfswerkes. Der Zweck sei, den wirklich könnenden Künstlern die mit anderen Ausstellungen häufig verbundenen hohen Unkosten abzunehmen, damit sie ihre Kräfte ganz ihrer Kunst widmen können. Er bat, die Ausstellung, die etwa 200 Werke von Künstlern aus dem ganzen Reiche zeigt, durch regen Besuch und Käufe zu unterstützen. Nachdem das Quartett eine Komposition von Haydn gespielt hatte, unterstrich Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Meyer die Aufgaben, die das Dritte Reich sich den Künstlern und der Kunst gegenüber gesetzt hat. Er hob die Wichtigkeit künstlerischen Schaffens hervor und wies auf die frühere Zeit hin, wo häufig eine Klique jüdischer Kritiker den wahren Künstlern den Weg versperren konnte. Auch der Gauleiter bat, die gute Idee, die in diesem Hilfswerk zum Ausdruck komme, durch Besuch und Berlin. Ankauf zu fördern. X JXII 1 Er erblärte dann die Ausstellung für eröffnet und 4.00 206.00 brachte ein Sieg Heil auf den Führer aus. Nach dem Gesang des Deutschland= und des Horst=Wessel=Liedes besichtigten die Gäste die Ausstellung. Fernschießwettkampf der westfälischen H3. Ein Sonderwettkampf des Gebietes Westfalen. X Um den Leistungsgedanken im Schießsport besonders herauszustellen, führt das Gebiet Westfalen neben dem Reichsschießwettkampf zusätzlich noch einen Fernschießwettkampf für seine Einheiten durch. Während sich am Reichsschießwettkampf immer nur die Jungen einer Gefolgschaft beteiligen können, nehmen am Fernschießwettkampf jeweils die 20 besten Schützen eines Bannes und Jungbannes teil. An diesem Fernschießwettkampf der westfälischen HJ können u. a. auch die Führer der 5J und des Deutschen Jungvolks teilnehmen. Für diesen Wettkampf wird ein Wanderpreis ausgesetzt, der jährlich ausgeschossen wird. Der Wettkampf wird einheitlich am 6. Februar unter der Leitung der Stellenleiter für Leibeserziehung der Banne und Jungbanne durchgeführt. Im Gegensatz zum Reichsschießwettkampf wird beim Fernschießwettkampf die militärische Anschlagsart(d. h. liegend freihändig, kniend freihändig und stehend freihändig) angewandt. gibt Junghandwerkern eigene Existenz. Handwerkerstellen in Siedlungen. X Die Existensgründung des Junghandwerkers nicht mehr allein vom Vermögen der Eltern oder von ererbtem Kapital abhängig zu machen, sondern die Tüchtigkeit des jungen Menschen entscheiden zu lassen, bedeutet Verwirklichung des Sozialismus im Handwerk. Die Reichsdienststelle des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront hat es sich deshalb zur besonderen Aufgabe gemacht, Junghandwerkern, die sich fachlich und politisch bewährt haben, eine eigene Existenz zu schaffen. In allen Teilen des Reiches setzt diese Arbeit an. Bei der Uebersetzung des Handwerks in den Städten ist es selbstverständlich, daß hierbei in allererster Linie die t. berändert. veiter verstän stprovinzen 1d auch Fu sche Mais kbringen, de h ist. Futh ehalter wan hr ruhig. setzt. Bmark 3erlin 1 1 XII 3.00 185.00 VII VIII 70.00 175.60 b märk. Statios )0 XIII 168.00 X IXII 28.90 29.30 4 - 20% Auslut XIXIIII 22.25 22.35 2 XXII 1.60 11.70 XIXII 0.30 10.40 abohnenscht. 45% a. Hbg. 45% a. Sleltio rtoffelllocken Fabrikpreis rtoffelllocken Parit. Berlin 17. 1. 3.95 4.10 h. F. dSt.) Gin. dSt.) r.O.) Sup. G. up. Baumwolle 14. 87 8.62—8 8.7 8.15 -83 um wollkurs 1. 60 48 )—51 53 57 59 62 64 67 70 72 75 14. 1. Kurzmeldungen der Partei. fuhren.. Atl. Häfen Golf-Häfen e-Häfen ind. Kontinent und China 2 pool.. lität 21037. von Gau Westfalen=Nord eln preis= und Anfragen 529 an die ). Münster. Art eitigem fennig. X Der Kreis Wiedenbrück der NSDAP bleibt selbständig. Gauleiter Dr. Meyer hat angeordnet, daß der Kreis Wiedenbrück als selbständiger Kreis der NSDAP bestehen bleibt. * X Zehn neue HJ=Heime im Bann 158. Auf einem Standortappell der Bielefelder Hitlerjugend teilte der Bannführer mit, daß im Bereich des Bannes 158 im Jahre 1938 weitere zehn HI=Heime geschaffen würden. * X Die Reichsreferentin des BDM, Jutta Rüdiger, spricht im Reichssender Köln. Zu Beginn des neuen Arbeitsjahres wird die Reichsreferentin des BDM beim Reichsjugendführer, Jutta Rüdiger, am 21. Januar d. I. in der Zeit von 20,55, bis 21,10 Uhr im Reichssender Köln über die nationasozialistische Mädelarbeit sprechen. * X Als Kreisamtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt verabschiedet. In einer schlichten Feierstunde wurde der bisherige Kreisamtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt des Kreises Wiedenbrück. Pg. Steinriede. verabschiedet, um mit sofortiger Wirkung das Amt des Bürgermeisters der Stadt Lengerich zu übernehmen. X Neue Schießwarte der Hitlerjugend werden ausgebildet. In der zweiten Hälfte des Monats Januar findet in der Führerschule der Hitlerjugend ein Lehrgang für Schießsportwarte der westfälischen Luftsportgefolgschaften in Castrop=Rauxel statt. Das Ziel des Lehrganges ist, die jungen Schießsportwarte der Hitlerjugend soweit heranzubilden, daß sie die Prüfung für den amtlichen Schießwartausweis der Reichsjugendführung bestehen. * XEinrichtung einer Lehrwerkstätte. Im Leistungsrampf der deutschen Betriebe hat der Betriebsführer eines Sandsteinbruches im Kreise Schaumburg=Lippe eine Lehrwerkstätte errichtet, in der 45 Lehrlinge ausgebildet werden können. * X Zuschüsse für KdF=Reisen der Gefolgschaftsmitglieder. Ein Betrieb der RBG„Stein und Erde“, ein Jementwerk im Kreise Beckum, zahlt für KdF=Reisen seinen Gefolgschaftsmitgliedern einen Zuschuß von 30,— Reichsmark, der sich je nach der Familienstärke auf 80,— Reichsmark erhöhen kann. * X Im Dienste der Volksgesundheit und Hygiene. In einer Ratsherrensitzung in Werne, Kreis Lüdinghausen, wurde ein großzügiger Ausbau des Warmquellen=Solefreibades beschlossen. Der erste Bauabschnitt wird im Rahmen der gemeindepolitischen Arbeit des Jahres 1938 durchgeführt. großen nationalsosialistischen Siedlungen in Frage kommen. Eine entsprechende Vereinbarung über die Zusammenarbeit wurde Ende des abgelaufenen Jahres zwischen der Reichsdienststelle des Deutschen Handwerks und dem Reichsheimstättenamt getroffen. Die Gauheimstättenämter setzen das Deutsche Handwerk von jedem Siedlungsvorhaben in Kenntnis, das für Junghandwerker eine ausreichende Existenzgrundlage bieten könnte. Die in einer Siedlung notwendigen Handwerksbetriebe werden sodann von der Reichsdienststelle schlüsselfertig erstellt. Die Träger der Siedlungen erhalten einen Zwischenkredit in voller Höhe der nicht durch Hypotheken gedeckten Bausumme. Dieser Zwischenkredit wird auf den Junghandwerker, wenn er den Betrieb nach Fertigstellung übernimmt, übertragen. Nach einer gewissen Zeit wird der Handwerker Eigentümer des Grundstücks. Außerdem gibt das Deutsche Handwerk Betriebseinrichtungskredite. Bedingung für die Darlehnsgewährung ist, daß der Junghandwerker an den Berufsausbildungslehrgängen der DAF, an den Reichsberufswettkämpfen und an den Leistungswettkämpfen für Gesellen teilgenommen hat. Er soll außerdem verheiratet, mindestens 28 Jahre alt und noch nicht in Konkurs gewesen sein. Ferner muß er seine Meisterprüfung mit einem guten Ergebnis abgeschlossen haben. Aus Zweckmäßigkeitsgründen hat sich die Reichsdienststelle des Deutschen Handwerks auch bereit erklärt, die Ansetzung von Kleinhandelsbetrieben in den Siedlungen mit zu übernehmen. Hier werden solche Bewerber bevorzugt, die neben der politischen und fachlichen Zuverlässigkeit auch genügendes Eigenkapital mitbringen. Und nun nach Garmisch! Das Gebiet Westfalen der Hitlerjugend stellt 46 Wettkämpfer für den Reichsskiwettkampf der HJ. X Nachdem die Gebietsskimeisterschaften der HI in Winterberg die Ausscheidungen gebracht haben, steht nunmehr endgültig fest, daß das Gebiet Westfalen bei den Reichsskiwettkämpfen der Hitler=Jugend in GarmischPartenkirchen mit 46 Wettkampfteilnehmern vertreten sein wird. Die westfälischen Jungen werden sich in allen Disziplinen und Klassen beteiligen. Die Jungen, die unter der Betreuung ihres Mannschaftsführers, Bannführer Hülsmann, stehen, werden vom 23. Januar ab in einem Vorbereitungslager in Garmisch zusammengefaßt. Die Wettkämpfe in Garmisch finden statt in der Zeit vom 31. Januar bis zum 7. Februar. Skilehrgang des Köß=Sportamtes in den Alpen. X Vom 1.—4. Februar d. I. führt das Gausportamt der„Deutschen Arbeitsfront, NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Gau Westfalen=Nord, mehrere Skilehrgange in Oberbayern durch. Hier ist für alle Skifreunde die beste Gelegenheit gegeben, das herrliche Wunder der Bergwelt und schönste Sportkameradschaft durch den Ski zu erleben. Die Skilehrgänge finden zunächst in dem Bergdorf Aschau im Chiemgau statt. Gleichzeitig aber werden Skilehrgänge auf den nahe gelegenen Skihütten, und zwar auf dem hohen Hochries(nur für Fortgeschrittene), auf dem Berghaus St. Georg(Tatzelwurm, nur für Anfänger), auf der Rosengassenalm(Sudelfeld), Blocksteinhaus und der Polizeihütte(hinter Schliersee) durchgeführt. Anmeldungen bei jeder„Kraftdurch=Freude“=Dienststelle Westfalen=Nord. Die Heiratsbeihilfe der DAF. X Weibliche Mitglieder erhalten, wenn sie sich verheiraten und damit aus dem Arbeitsverhältnis und aus der Deutschen Arbeitsfront ausscheiden, eine einmalige Heiratsbeihilfe. Die Höhe der Heiratsbeiahilfe beträgt nach mindestens 36 Monatsvollbeiträgen 30 Rm. Dieser Betrag erhöht sich für je weitere 24 Monatsvollbeiträge um 10 Rm. bis zum Höchstbetrage von 150 Rm. Voraussetzung für die Gewährung der Heiratsbeihilfe ist, daß das Mitglied spätestens innerhalb drei Monaten nach erfolgter Eheschließung aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet und in dieser Zeit den Antrag stellt. Bei Antragstellung muß neben der Bescheinigung der Aufgabe des Arbeitsplatzes die standesamtliche Heiratsurbunde beigebracht werden. Heiratsbeihilfe wird nicht gewährt, wenn eine Aussteuerung auf Erwerbslosen(Arbeitslosen= oder Kranken=)unterstützung vorausgegangew ist. Der Arbeitseinsatz in Westfalen. Zahlreiche Neueinstellungen im Ruhrbergbau im Dezember. emd= Dortmund, 16. Januar. Wie der Präsident des Landesarbeitsamtes Westfalen mitteilt, hat das stärkere Auftreten von Frost= und Schneewetter während des Berichtsmonates im Bezirk des Landesarbeitsamtes Westfalen die Stillegung einer Anzahl Außenarbeiten notwendig gemacht. Die Zahl der Arbeitslosen, die im November noch um fast 800 verringert werden konnte, ist infolgedessen um 16 000 gestiegen, so daß am Jahresschluß in Westfalen und Lippe rund 47 000 Arbeitslose vorhanden waren. Bei der Erhöhung der Aritslosenzahl ist jedoch zu berücksichtigen, daß es sich bei um vorübergehende intritt einer milderen Auch ist der Umfang der Entlassung in den Außenberufen erheblich geringer als er in früheren Jahren bei gleichen Witterungsverhältnissen zu sein pflegte, weil die Mehrzahl der Unternehmer mit Rücksicht auf den bevorstehenden Facharbeitermangel von der Entlassung ihres fachlichen Stammpersonals ganz abgesehen haben. In den von Witterungseinflüssen weniger abhängigen Wirtschaftszweigen hat sich die bisherige günstige Entwicklung fortgesetzt. Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen stieg im Dezember um 9300, und zwar betrug die Zunahme bei den Unterstützten der Reichsanstalt 8700 und bei den anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen 600. Von den jetzt vorhandenen 28200 unterstützten Arbeitslosen entfallen 22 800, das sind 81 v. H. auf die Reichsanstalt und 5400, das sind 10 v. H. auf die Bezirksfürsorgeverbände. Bei den Saisonaußenberufen hat die ungünstige Witterung erstmalig zu einem stärkeren Nachlassen des Beschäftigungsgrades geführt, von dem besonders die Hochund Tiefbauarbeiten betroffen werden. Innerhalb der weniger saisonabhängigen Wirtschaftszweige, insbesondere beim Ruhrbergbau und der Eisenindustrie, konnte sich die bisherige Aufwärtsentwicklung fortsetzen. Der Ruhrbergbau stellte rund 1800 Bergarbeiter ein so daß die Gesamtbelegschaft des Ruhrbergbaues(einschließlich der rheinischen Zechen) 307800 beträgt. Damit hat der Bergbau seine Belegschaft im Laufe des Jahres 1937 um 47500, d. s. 18,3 v. H. erhoht. Von der Eiseindustrie wurden ebenfalls zahlreiche Einstellungen vorgenommen, wobei häufig an Stelle der nicht mehr verfügbaren Facharbeiter auf Hilfsarbeiter, die entsprechend angelernt werden sollen, zurückgegriffen wurde. Auch bei den Verbrauchsgüterindustrien ist die bisherige günstige Entwicklung noch nicht zum Stillstand gekommen. Das gilt insbesondere für die Möbelindustrie, die wegen des hohen Auftragsbestandes teilweise sogar Ueberzeitarbeit einführen mußte. In den Angestelltenberufen bestanden infolge des Weihnachtsgeschäftes immer noch zahlreiche schäftigungsmöglichkeiten für weibliche Verkaufskräfte. In einigen Bezirken konnte die Nachfrage nur dadurch gedeckt werden, daß verheiratete und berufsfremde Kräfte zugewiesen wurden. Münster und Münsterland. Verbrecherische Schmuggler. 4 Täter verhaftet. 2 weitere flüchtig. ett= Bocholt, 17. Januar. Es gibt immer noch gewissenlose Elemente, die Devisen zum Nachteil des deutschen Reiches in das Ausland schmuggeln. So sind in den letzten Tagen von der Zollfahndungsstelle Borken wieder vier Personen aus Bocholt und der Umgebung verhaftet worden, die eingestanden haben, seit Ende 1936 insgesamt rund 200 000 Mark Papiergeld gegen Silbergeld eingetauscht und dieses über die Grenze gebracht zu haben. Außer den bisher Verhafteten sind noch zwei weitere Täter beteiligt, von denen der eine schon seit längerer Zeit und der zweite seit einigen Tagen flüchtig sind. Die Schmuggler hatten sich für ihre verbrecherische Handlungsweise ein neues Rezept ersonnen. Die Lieferanten des Papiergeldes, das natürlich aus Holland stammt, setzten sich mit Kassenboten hiesiger Firmen in Verbindung, die dann das Papiergeld bei hiesigen Geldinstituten gegen Silbergeld einlösten, mit dem Bemerken, daß sie das Silbergeld für Löhnungszwecke benötigten. Die Kassenboten erhielten für ihre Tätigkeit natürlich einen gewissen Pro=Mille=Satz. Während es sich zunächst um kleinere Beträge handelte, die eingewechselt wurden, steigerten sich diese Beträge in der letzten Zeit auf etwa 6—7000 Mark wöchentlich. Es bedarf keiner Frage, daß die Täter, die sich so schwer und verbrecherisch an der deutschen Volkswirtschaft vergangen haben, die gerechte Strafe erhalten. Abtreiberin vor Gericht. er= Ahlen, 17. Januar. Wieder standen vor dem Schwurgericht nun Angeklagte, acht von ihnen aus Ahlen und eine Frau aus Münster, gegen die ebenftalls Anzeige wegen Abtreibung bezw. Beihilfe und Anstiftung zur Abtreibung erhoben war. Die Anklage warf zwar der Hauptangeklagten, Frau Maria Ottemeyer aus Ahlen, vor, daß sie sich für ihre verbrecherischen Handlungen Geld oder andere Zuwendungen habe geben lassen. Die Verhandlung jedoch konnte nicht den einwandfreien Beweis erbringen, daß sich Frau Ottemeyer der gewersmäßigen Abtreibung schuldig gemacht hat. Die Zuwendungen, die sie von einigen Mitangeklagten erhielt, waren nicht der Entgelt für die vorgenommene Abtreibung, sondern Leistungen aus Gefälligkeit oder anderen Beweggründen. Die Hauptangeklagte hat eine Abtreibung im Jahre 1929 an der Ehefrau Elisabeth Gr. vorgenommen. Es ließ sich jedoch nicht nachweisen, daß Frau Ottemeyer die Abtreibung gegen Entgelt vorgenommen hat, so daß es sich um eine einfache Abtreibung handelt, die aber dann verjährt ist und aus der Urteilsfindung ausscheidet. Für den zweiten Fall der Abtreibung an der Ehefrau Gr., zu der diese von ihrem Mann offenbar verleitet wurde, kommt die Amnestie in Frage, da die Straftat vor dem August 1934 liegt und auf eine höhere Strafe als auf sechs Monate nicht erkannt würde. Die Amnestie soll aber nicht auf die Hauptangeklagte angewandt werden, die leichtfertig jeder und jedem„Hilfe“ gewährte, der sie darum anging, und die ihre Straftat sogar bis in das Jahr 1937 fortsetzte. Beim Versuch einer Abtreibung ist es in einem anderen Falle geblieben, wo eine Frau aus Oelde Frau Ottemeyer in Anspruch nahm. Vollendete Abtreibung lag dagegen wieder bei einer Frau Po. aus Ahlen vor, bei der ihr Schwiegervater die Vermittlung übernommen hatte. Eine Angeklagte aus Münster hatte ebenfalls einen Versuch der Abtreibung an sich unternommen, wozu sie sich die Mittel durch ihre Schwester von Frau Ottemeyer besorgt hatte. Aber hier liegen die Dinge so, daß man größte Milde walten lassen konnte. Der Staatsanwalt beantragte selbst eine Einstellung des Verfahrens gegen die Frau und ihre Schwester auf Grund der Amnestie vom 23. April 1936. Das Urteil tragen wir in der morgigen Ausgabe nach. Verkehrsungluͤck. 75jähriger Mann überfahren und getötet. ob= Klein=Reken, 17. Januar. Heute mittag, kurz nach 1 Uhr, wurde auf der Straße Klein=Reken—Lavesum der 75jährige Hermann Heilken aus Klein=Reken von einem Personenwagen aus Münster erfaßt und auf der Stelle getötet. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Nach Entwahme einer Blutprobe wurde der Fahrer entlassen. * + Münster, 17. Jan. Wegen Veruntreuung festgenommen. Festgenommen wurde ein Mann, der bei einem hiesigen Unternehmen eine größere Summe Geldes veruntreut hatte. Er wurde dem hiesigen Amtsgericht vorgeführt und in Haft genommen.— Ebenso wurde der von der Kriminalpolizei in Münster steckbrieflich gesuchte Josef Lippmann, der aus einem hiesigen Krankenhaus entwichen war und sich seit dieser Zeit außerhalb der Stadt verborgen hielt, festgenommen. Der Dank des Gauleiters. X Allen denen, die zum Gelingen unseres Treffens beigetragen haben, danke ich von Herzen für ihre Einsatzbereitschaft und Treue. Der Gau Westfalen=Nord und das Land Lippe können mit berechtigtem Stolz auf die großartigen Kundgebungen in Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen blicken. Mit inniger Freude und Stolz hat uns vor allem das Gedenken des Führers erfüllt. Mit diesen großen Kundgebungen hat der Gau Westfalen=Nord das neue Kampfjahr 1938 würdigeröffnet. Heil Hitler! Alfred Meyer, Gauleiter und Reichsstatthalter. Lutze an den Gauleiter. Der Stabschef der SA, Viktor Lutze, sandte aus Anlaß des 5. Erinnerungstreffens in Lippe dem Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer folgendes Telegramm: „Lieber Parteigenosse Dr. Meyer! Die mir von 5. Erinnerungstreffen des großen Wahlsieges in Lippe übermittelten Grüße erwidere ich aufs herzlichste und bitte Sie, meine Grüße und Wünsche auch all denen zu übermitteln, deren Einsatz und Opfer vor fünf Jahren den herrlichen Erfolg ermöglichte. Heil Hitler! Viktor Lutze.“ Neue Handwerksmeister. In der Zeit vom 3. bis 8. Januar legten vor der Handwerkskammer zu Münster 28 Gesellen ihre Meisterprüfung ab. Davon bestanden 19 die Prüfung, und zwar 4 Bäcker, 2 Friseure, 3 Maurer, 7 Schuhmacher und 3 Tischler. Die Namen der neuen Meister sind u. a.: Bäcker: Heinrich Jungfermann und Richard Ochs in Ahlen; Wilhelm Emming in Bocholt; Heinrich Anneken in Ibbenbüren. Friseure: Ernst Rademacher in Bocholt. Maurer: Albert Brickwedde in Ibbenbüren. Schuhmacher: Herm. Plümer in Ahaus: Wilhelm Horsel in Ahlen; Hermann Rickmann in Borghorst; osef Löhrmann in Greven; Josef Henkel in Holsterhausen. Tischler: Heinrich Schönefeld in Warendorf. * A Münster, 16. Jan. Privatmusiklehrerprüfung in Münster und Dortmund. Nach Mitteilung des Oberpräsidenten, Abteilung für höheres Schulwesen, werden im kommenden Frühjahr in Westfalen zwei Privatmusiklehrerprüfungen abgehalten. Sie beginnen am 19. März in Münster und am 26. März in Dortmund. Meldungen dazu sind für die Prüfung in Münster spätestens bis zum 20. Februar, für die in Dortmnud spätestens bis zum 25. Februar bei der vorgenannten Stelle in Münster einzureichen. A Münster, 17. Jan. Bekannter westfälischer Heimatforscher 82 Jahre alt. In voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit konnte am 15. Januar der hier in einem Hause der Piusallee im Ruhestande lebende eremitierte Oberlehrer am Paulinischen Gymnasium, Professor Dr. Friedrich zur Bonsen, seinen 83. Geburtstag feiern. Von seinen zahlreichen heimatkundlichen Arbeiten haben namentlich die beiden Broschüren„Die Sage von der Völkerschlacht am Birkenbaum“(1903) und„Das zweite Gesich““(1908) berechtigtes Aufsehen erregt. Sein erstes Werk behandelte die Zisterzienserabtei Marienfeld als „Das Chronocon St. Mariae 1189—1422“. Seine altphilologischen Schulbücher haben viele Auflagen erlebt. A Münster, 16. Jan. In zwei Tagen 2,5 Milliarden Liter Wasser auf Münster. Endlich scheint es doch mit der unnatürlichen Dürre gründlich vorbei zu sein. Wer etwa mit der Bahn oder dem Auto die Gegend durchquert, sieht schon jetzt überall die Felder überschwemmt, wie ja auch aus allen Gegenden starke Ueberschwemmungen gemeldet werden. Welch ungeheure Wassermengen gleich in den beiden ersten Regentagen niedergegangen sind, darüber gibt eine Messung interessanten Aufschluß. Danach sind in den 48 Stunden von Mittwoch morgen bis Freitag morgen in Münster 35 Liter je Quadratmeter Boden gefallen. Das ist die Hälfte der Niederschlagsmengen, die normalerweise im ganzen Monat Januar in Münster zu erwarten sind. Zieht man dabei den Flächenraum des Stadtkreises Münster in Betracht, so ergibt das für die beiden ersten Regentage in Münster eine Niederschlagsmenge von 2,5 Milliarden Liter. + Warendorf, 16. Jan. Kreisschulrat Schmalohr beurlaubt. Der Kreisschulrat in Beckum, der auch vertretungsweise die Geschäfte der zur Zeit freien Kreisschulratstelle in Warendorf versieht, ist vom 17. Januar bis einschließlich 31. Januar 1938 beurlaubt. Seine Vertretung wird für den Kreis Beckum von dem Herrn Landrat in Beckum, und für den Kreis Warendorf von dem Herrn Landrat in Warendorf wahrgenommen. md= Ladbergen, 16. Jan Die dickste Buche Westfalens. Es ist wenig bekannt, daß sich in der benachbarten Bauerschaft Overbeck, unweit der Straße Tecklenburg—Ladbergen, die dickste Buche Westfalens auf dem Hofe des Bauern Ferlemann befindet. Drei bis vier Mann sind notwendig, um den Baum zu umspannen. Eine besondere Eigenart ist es, daß unmittelbar neben diesem Baume eine zweite Buche emporwächst, die aus der gleichen Wurzel zu wachsen scheint. A Borken, 17. Jan. Aus der Landesbauernschaft Westfalen. Ernannt wurde zum Kreishauptabteilungsleiter I der Kreisbauernschaft Borken der Jungbauer Gerhard Nienhaus=Legemann in Stenern b. Bocholt. md= Lingen, 14. Jan. Großtagung des Reichstreubundes des Emslandes in Lingen. Im Bereich des Wehrbezirkskommandos Lingen fand am Donnerstag abend im Niedersachsenhof Lingen eine große Tagung des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten e. V. statt. Der Bezirksverband Lingen, zu dem die Kameradschaften des Reichstreubundes aus den Emslandkreisen Lingen, Meppen, Aschendorf, Hümmling und Bentheim gehören, beabsichtigte durch diese Tagung, die Mitglieder aus berufenem Munde über den Zweck und die Aufgaben des Bundes aufklären zu lassen. Erschienen waren außer der Lingener Kameradschaft Abordnungen mit ihren Kameradschaftsführern sämtlicher Kameradschaften des Emslandes. Erschienen war auch Bundesgruppenführer Gene ral a. D. Kloebe, Münster. Pokalspiele im Westmünsterland. Der Obmann für Spielreihen, Kosten, gibt folgendes bekannt: Infolge' Wiederholung verschiedener Pokalspiele wird für den 23. Januar folgender Spielplan festgesetzt: Pokalspiele: Suderwich— Röllinghausen(Tost); Waltrop— Vorwärts(Lepper); Südstern— Scherlebeck (Golinski); Hochlar— Hochlarmark(Erdmer); Haltern 26— Hervest=Dorsten(Kohnen); Rhede— Weseke(Biermann); Borken— Raesfeld(Sievers); Suderwick— Olympia(Niehues); Drewer— Meckinghoven(Rüffel). Meisterschaftsspiele: Henrichenburg— Datteln(Kroll); Bopolt 1900— Tus Haltern(Godde). Die übrigen für den 23. Januar angesetzten Meisterschaftsspiele fallen aus und werden neu angesetzt. Dasselbe gilt auch für die zweiten Mannschaften der in Frage kommenden Vereine. Das Salzburger Wunder. Dier symphonische Sätze um Mozart. Allegro:— An jenem fröstelnden Januartage des Jahres 1756 konnten die vom nahen Untersberge herwehenden Flocken gar nicht anders, als im tändelnden Takte eines graziös=übermütigen Menuetts herniederzuspielen auf Salzburg, die versteckte, glockenreiche Stadt. Wie der Neugeborene wohl mit feinem, vorausbestimmtem Ohr hinauslauschen mochte auf das geklügelte Geläut der Ehernen, so hörte fünf Jahre später eine ganze Welt auf das melodienreiche Tongeläut eines Salzburger Wunderknaben. Nein, es waren keine falsche Nachrichten, die da besagten, daß es dort unten im Oesterreichischen einen Knaben gäbe, der, kaum fünf Jahre alt, mit virtuoser Fertigkeit selbstkomponierte Klavierstücke spielte. Wie der erzbischöflich salzburgische Vizekapellmeister Leopold Mozart zum ersten Male die ganze Genialität des kleinen„Wolferl“ erfuhr?— Da waren zwei Freunde des Mozartschen Hauses, Wentzl und Schachtner, gekommen, um einige neue Streichtrios durchzuspielen. Der kleine Wolfgang stand andächtig gabei, hörte und lauschte. Dann schlich er sich hinaus brachte seine Geige, die er vor kurzem geschenkt erhalten hatte und bat den Váter, die zweite Violine mitspielen zu dürfen. Natürlich wurde ihm diese närrische Bitte abgeschlagen, denn wohl hatte der Knabe schon erstaunliche musikalische Begabung bewiesen, wohl hatte er daraufhin auch eine Geige bekommen und war in den Anfangsgründen unterrichtet worden, aber er hatte doch auf dem Instrument bislang eben nur ein wenig darauf herumgespielt, noch keinen ernsten Unterricht erhalten. Da stand nun der kleine abgewesene Künstler, unaufhörlich rannen die Tränen, und immer wieder bat er:„Laßt's mich doch mitspielen auf meinem Geigerl!“ Endlich erweicht, sagte der Vater nun doch:„Geh, geig mit dem Herrn Schachtner mit, aber so leise, daß man dich nicht hört.“ Wolfgang Amadeus Mozart spielte mit. Nach einer Weile legte Schachtner still seine Geige beiseite. Sie war überflüssig geworden. Auch Leopold Mozart hörte auf zu spielen; jetzt traten ihm Tränen in die Augen.„Malefizbua! Malefizbua, du goldiger!“— So spielte der Fünfjährige auch die folgenden Trios hindurch mit. Leopold Mozart zog aus, der Welt dieses Wunder Gottes zu zeigen, zog von der Salzach zur Donau, von der Spree zur Themse, von der Seine zum Tiber, von Triumph zu Triumph. In Neapel mußte der Knabe während des Spiels den Ring vom Finger nehmen, da man diesem eine so wundergleiche Kraft zuschrieb, in Mailand rief der gefeierte, tonangebende Komponist Hasse aus:„Dieser Knabe da wird alle vergessen machen!“ und in London begeisterte sich Christian Bach, der große Sebastian Sohn:„Wahrlich, mancher Kapellmeister stirbt, ohne das zu wissen, was dieser Knabe jetzt schon weiß!“ — Mit dreizehn Jahren war Wolfgang Amadeus Mozart erzbischöflich salzburgischer Konzertmeister, mit vierzehn durch den vom Papst selbst überreichten Orden vom goldenen Sporn„Ritter“ Mozart. Andante:—„Ihre Hochfürstl. Gnaden, Hochwürdigster des Heil. Röm. Reichs, Fürst, gnädigster Landes=Fürst und Herr! Herr!... Unterthänigstes und gehorsamstes Bitten Wolfgang Amadeus Mozarts“.— Wie viele solcher Schreiben an die Fürsten und Großen! Und immer dieselbe Antwort: Es ist keine Stelle frei. Die Zeit des vergötterten Wunderknaben wor vorüber: des schaffenden und ringenden Künstlers Kampf mit dem Leben begann. Enttäuschung folgte auf Enttäuschung. Dieses Andante sprach von Sorgen und Leiden, von Kränkungen und Ränken, die sich immer wieder hemmend auftürmten, von einem rastlosen Suchen nach einem festen Boden unter den Füßen. Hatte man den Wunderknaben ehedem allerorts zugejubelt, dem nun auf steinigen Wegen erdenwallenden Künstler waren alle Türen verschlossen. Was war klingendes übrig geblieben von seinen bisherigen Kompositionen? Wohl erlebte die neue Oper „Entführung aus dem Serail“ fürfzehn Aufführungen in einem Jahre, aber„wenn ich für diese Aufführungen und Vervielfältigungen der Partituren auch bares Geld erhalten hätte, wäre ich noch glücklicher über den Erfolg.“ Und immer wieder, allem vorherrschenden Welschenkult zum Trotz, erneutes Ringen um eine deutsche Oper. „Wenn es auch Mühe kostet, ich halte es mit den Teutschen! Oder wäre es etwa eine Schande, wenn wir endlich einmal anfingen, teutsch zu denken, teutsch zu handeln, teutsch zu reden oder gar— teutsch zu singen!?“ Intrigen, die vornehmlich von seinem Todfeinde, dem Komponisten Salieri, ausgingen, machten diese Pläne vorerst zunichte. Derweilen mußte sich Mozart seinen Lebensunterhalt mit Konzertaufführungen und dem Komponieren kleiner, gerade irgendwo gebrauchter Musikstücke zu verdienen. Allen Schikanen und Kränkungen aber, die ihm von den Großen und Reichen fortgesetzt zuteil wurden, setzte er immer nur das eine Wort entgegen:„Das Herz adelt den Menschen.“ Das Scherzo:— War es ein Scherzo? Ein heiter gereiftes, anmutig=besinnliches Menuett? Als Mozart im Frühjahr 1786 in seinem roten Pelz und goldbordierten Hut auf der Bühne stand, um den Proben seines„Figaro“ beizuwohnen, fand die Begeistenung der Teilnehmer keine Grenzen.„Bravo! Bravo! Meister!“ riefen die Darsteller, die Musiker hörten auf zu spielen, klatschten, trommelten auf die Notenpulte; ein nicht enden wollendes:„Es lebe der große Mozart!“ ging durch den Raum. Die Aufführung war voller Triumph und... und kurze Zeit später wurde die Oper auf Beitreiben Salieris und seinen Anhänger vom Kaiser verboten. Mozart mußte seinen Verleger um ein paar Dukaten Vorschuß bitten. Prag war die Stadt des größten Erfolges. Als im Oktober 1787 die Aufführung des„Don Juan“, dessen Text von dem bekannten Librettisten Lorenzo da Ponte stammte, stattfand und mit ungeheurem Jubel aufgenommen wurde rief der Theaterdirektor„Es lebe Mozart! Es lebe da Ponte! Solange diese beiden leben, weiß man nichts vom Theaterelend!“ Allein schon in Wien hatte diese Oper keinen rechten Erfolg mehr.„Cosi fan tutte“ folgte, die„Zauberflöte“ fand keinen Anklag.. und Mozart tanzte sich mit seiner Frau, seinem„goldigen Constanzer!“, seinem„Bagatellerl“, im Zimmer warm, weil kein Geld zur Feuerung da war. Selbst seine Ernennung zum Kammerkompositeur Josephs II. bedeutete keine rechte Hilfe; für die 800. Gulden, die er damit bekam, hatte er nichts anderes zu tun, als leichte Tanzmusik zu schreiben. „Zu viel für das, was ich leiste; zu wenig für das, was ich leisten könnte!“ Finale:— Eine merkwürdige Bestellung. War da eines Tages ein Fremder bei Mozart erschienen, mit hagerem unbeweglich ernstem Gesicht, bekleidet mit düsterem Grau. Der hatte ihn gebeten, ein Requiem zu schreiben. An das Honorar, das er sogleich auf den Tisch legte, knüpfte er die Bedingung, daß man niemals versuchen möge, den Namen des Bestellers zu erfahren. Mozart, in argen Nöten lebend, nahm den sonderbaren Auftrag an. Aber das Bild jenes geheimnisvollen, oft mahnend wiederkehrenden Fremden wurde für die zerrütteten Nerven des mit noch nicht fünfunddreißig Jahren schon Kranken und Hinfälligen zu einer Schreckgestalt, die in Halluzinationen an allen Orten vor ihm auftauchte. Die aufreibende Arbeitshast, zu der er angetrieben wurde, untergrub seine schwache Gesundheit noch mehr. Zudem kam nun gar noch ein weiterer Auftrag hinzu: für die Böhmen eine Krönungsoper zu schreiben. Er begab sich nach Prag. In achtzehn Tagen war der„Titus“ geschrieben. Krank, müde, mutlos kam er nach Wien zurück. Abermals enttäuscht, denn der allzu eilig hingeschriebene „Titus“ war nur mäßig aufgenommen worden. Im Krankenbett liegend, arbeitete er mit letzter Anstrengung an dem geheimnisvollen Requiem.„Es ist meine Totenmesse! Ich weiß es!“ Am 4. Dezember 1791 hatte er dem Requiem noch ein weiteres Stück hinzugeschrieben. Einige Sänger weilten bei ihm, mit denen er die Fortsetzungen durchzuproben pflegte. Er selbst übernahm dabei die Altstimme. Bis zu den ersten Takten des Lacrimosa sang er, dann brach er plötzlich ab; Tränen traten in seine Augen... langsam schlug er die Partitur zu... An Mozarts Begräbnistage heulte der Wind eine schaurige Totenmesse. Furchtbares Schneetreiben herrschte Das kleine Trauergefolge, das hinter dem Sarge herschritt, wurde immer geringer; einer nach dem andern kehrte des schlechten Wetters wegen um. Und draußen, auf dem Friedhof, stand keiner weiter an seinem Grabe als der— Totengräber. Als Constanze, die krankheitshalber an dem Begräbnis nicht hatte teilnehmen können, später den Friedhof besuchte begab es sich, daß niemand wußte, wo Mozart begraben ist. Der alte Totengräber war fort, ver neue konnte keine Auskunft geben. Mozarts Grab ist nie bekanntgeworden. . Feste pusten! Mit vollen Lungen! Magda Schneider und Hans Söhnker gehen auf einen Scherz ein, den Paul Kemp mit ihnen macht. Er ist der Besitzer eines Geschäfts von Zauberartikeln— in dem Patria-Film der Tera Filmkunst„Musik für Dich. Photo: Parria/Terra. Verzauberte Wirklichkeit. Film=Musik- Musik-Film Der stumme Film brauchte die Musik, sie war für ihn so wichtig wie das Salz zur Suppe. Zuerst machte man sich's einfach. Zu Ballettszenen wurden das Menuett von Boccherini gespielt, zu einem sentimentalen Liebesgeflüster ohne Worte ein Stück aus der Mondscheinsonate, zu Begräbnissen der Trauermarsch von Chopin... Später wurde das Repertoire reicher, und schließlich wurde sogar eine eigene Musik zu stummen Filmen geschrieben. Der Tonfilm wies der Film=Musik ein großes Betätigungsfeld zu. Ob es sich um illustrative Musik handelte, ob um Schlager— immer lauter wurde die Forderung nach einer logisch und organisch mit dem Film verwachsenen Musik. Und nicht selten mußte die Musik der große Retter sein, der Helfer in der Not. Schwache Szenen wurden mit Musik untermalt, gesteigert, zum Leben erweckt, und besonders der Filmschluß schien nicht mehr anders als mit einem brausenden Fortissimo denbbar. Von der Film=Musik zum Musik=Film war nur ein Schritt. Am Ansang genügte es, Schlager auf Schlager folgen zu lassen. Glücklicherweise entscheidet aber das Publikum, ob ein Schlager wirklich ein Schlager wird, und so kam es, daß die als Schlager angekündigten Lieder oft recht bald in Vergessenheit gerieten. Der Musikfilm mußte sich erst als eine neue Kunstform heraus bilden. Filme mit opernhaftem Einschlag, Filme, die der Operette nahestanden, waren das Ergebnis, und schließlich kam das musikalische Filmlustspiel als etwas Neues hinzu. Das musikalische Filmlustspiel geht von der Absicht aus, alles dem Taktstock der Musik unterzuordnen, den jen eit gnisse, die den„Inhalt“ des Films bilden, können überhaupt nicht nach ihrer Existenzmöglichkeit im Bereich des realen Lebens untersucht werden, sie sind ohne Musik genau so undenkbar wie das Libretto einer Oper und einer Operette. Robert Stolz, der die Musik zu 47 Tonfilmen geschrieben hatte, ehe er seine Idee für den Patria=Film der Terra=Filmkunst,„Musik für Dich" verwirklichte, setzte sich hier das Ziel, diese neue Form des musikalischen Filmlustspiels in ganz klarer und entschiedener Form herauszubilden. Der Spielleiter Emo kam ihm dabei entgegen, und Darsteller wie Magda Schneider, Hans Söhnker und Paul Kemp gingen bereitwillig auf den neuen Filmstil ein. „Musik für Dich“ ist verzauberte Wirklichkeit, ist ganz Spiel und Heiterkeit, ist ein göttliches Gelächter über den Alltag. Was bringt das neue Jahr für den Kinobesucher? Der plastische Tonsilm ist da.— Dreidimensionales„Happy end" durch den Fernseher. Das Wunder des polarisierten Lichtes. In New=York wurden kürzlich Versuchsvorführungen mit einem neuen dreidimensionalen plastischen Farbentonfilm unternommen, der bereits herstellungsreif sein soll. Die Fachwelt sagt ihm in Verbindung mit dem Fernsehen eine große Zubunft vorausVom Stereoskop zum plastischen Film. Es war ein weiter Weg vom ersten primitiven Stummüber den Ton= und Farbenfilm zum plastischen Bildstreifen. Die Idee des Relieffilms ist zwar nicht neu, sondern im Prinzip bereits im Stereoskop, jenem optischen Gerät, das ein mit zwei im Augenabstand voneinander entfernten Objektiven aufgenommenes Doppelbild plastisch erscheinen läßt, vertreten. Praktisch verwirklicht werden konnte das Problem des plastischen Films jedoch erst mit dem gleichzeitig in Deutschland und Amerika erfundenen Polarisationsfilter. Dieser dient dazu, zwei Teilbildern bei der Aufnahme eine verschiedene Schwingungsebene zu geben. Die hierdurch optisch getrennten Bilder werden bei der Vorführung durch eine Spezialbrille jedem einzelnen Auge des Beschauers gesondert zugeleitet, wodurch dieselben Eindrücke entstehen, die man bei der Benutzung eines Stereoskops zu gewinnen pflegt. Beide Teilaufnahmen vereinigen sich somit zu einem einheitlichen Gesamtbild. In Paris gibt es bereits ein Kino, in dem regelmäßig plastische Filme gezeigt werden. Schon die Reklamebilder am Eingang und im Vorraum des Unternehmens sind hinter Stereoskopgläsern angebracht, damit sich jeder Besucher im voraus von ihrer reliefartigen Wirkung überzeugen kann. Zugleich mit der Eintrittskarte erhält dann der Zuschauer eine Farbenbrille, die nach Beendigung der Vorstellung sorgfältig gereinigt und hygienisch verpackt wird. Ein Blick in den vollbesetzten Zuschauerraum des„Cinema de Relief“, wie das Pariser Brillen=Kino heißt, bietet einen merkwürdigen, fast gespensterhaften Anblick. Da sitzen Männlein und Weiblein Kopf an Kopf, jedes mit einer dunklen Farbenbrille vor den Augen, deren eines Glas gelb, das andere jedoch blau ist. Man glaubt daher unwillkürlich, einer Versammlung Halbblinder beizuwohnen. Ein Höhepunkt der Illusion. Auch in Deutschland sind, bisher allerdings nur im Rahmen von Fachtagungen, bereits Relieffilme vorgeführt worden. Einer von ihnen, der besonders gut gelungen war, hatte Szenerien von Dresdener Plätzen und Parkanlagen zum Gegenstand. Mit bloßem Auge war auf der wie in jedem Kino verdunkelten Leinwand während der Vorführung nichts Besonderes zu bemerken. Sowie jedoch die Zuschauer die jedem von Ihnen ausgehändigte„Wunderbrille“ mit zwei farbigen Gläsern aufsetzten, durch die das polarisierte Licht erst zur Geltung kommt, hoben sich die Einzelheiten im Vordergrund deutlich von dem meist durch Häuser oder Parkanlagen verkörperten Hintergrund ab. Der Kamera sich nähernde Personen und Fahrzeuge wirkten dermaßen körperhaft, als ob sie den Zuschauern direkt aus der Leinwand entgegentreten wollten. Man denke sich nun dieses Bild in natürlichen Farben! Es wäre in diesem Falle ein Höhepunkt der Illusion erreicht, der schlechterdings nicht mehr zu überbieten ist. Auf die Dauer wird es natürlich nicht angehen, jedem Kinobesucher eine Farbenbrille zu ständigem Gebrauch in die Hand zu drücken. Man wird daher abwarten müssen, bis der Relief= im Verein mit dem Farbenfilm die Vollkommenheit des heutigen Tonfilms erreicht. Es hängt von der internationalen Filmproduktion, ihrem Unternehmungsgeist und Opferwillen ab, ob sie den plastischen Farbenfilm unternehmen will. Filmgenüsse durch die Nase. Der Farbentonfilm ist für seine„Vermählung“ mit dem Relieffilm bereits weitestgehend vorbereitet. Man hat erst vor kurzem auf diesem Gebiet ein neues Verfahren entwickelt, das auf dem Grundgedanken beruht, daß jede Farbe außer schwarz und weiß sich aus den drei Grundfarben rot, grün und blau durch Mischung gewinnen läßt. Es ist daher heute vor der Vorführung eines Farbenfilmes nicht einmal mehr ein buntes Laufband notwendig. Es genügt schon ein einfacher Schwarz=WeißFilm, dessen Bilder erst in der Projektion auf der Leinwand durch das Dazwischenschalten von Farbfiltern farbig erscheinen. Diese Farbfilter bestehen aus einer gewöhnlichen Glasscheibe mit drei waagerechten farbigen Streifen in Rot, Blau und Grün. So wie der Vorführer diese Scheibe in das Objektiv einschiebt, verwandekt sich der nüchternste Schwarz=Weiß=Film in ein buntes Farbenmärchen. Vom zartesten Rosa bis zum kräftigsten Dunkelrot, fast weißlichen Hellgelb bis zum Dunkelbraun und durchsichtigen Himmelblau bis zum Violett sind alle Farbenabstufungen zu erzielen. Was aber dann, fragt man sich, wenn der dreidimensionale Farbentonfilm wirklich erfunden ist? Welche Ueberraschungen kann uns die Technik auf diesem Gebiet in Zukunft noch bescheren? Zunächst werden wohl noch Jahre vergehen, bis sich der plastische Farbentonfilm überall durchgesetzt hat und auch im Fernsehen die ihm gebührende Stellung einnimmt. Später wird zu diesen Errungenschaften vielleicht noch der— Geruchsfüm kommen, der heute schon die Erfinder, beschäftigt wird dann abends im Kino oder zu Hause vor dem sehapparat nicht nur das Weltgeschehen in War Bild verfolgen, sondern auch den Pulverdampf Kriegsschauplatz im Fernen Osten oder die Tulpen in Holland— riechen können. Hochgebirgsfilme werden von würzigem Latschenduft und nahmen von kräftigem Salzwassergeruch begleitet „Ich habe heute einen guten Film gerochen“ man dann sagen, wenn man vom Kino nach Hause Numn Besi Teill Schönheit und Kunst. Die Tünzerin La Jana. La Jana— wenn dieser Name aufe dem Pron einer Revuebühne oder, neuerdings, im Personenp nis eines Films erscheint, dann leuchten unges Augenpaare heller auf. Denn diese Frau verzauben Ihre Schönheit ist einzigartig. Dennoch tut manKünstlerin bitter unrecht, wenn man sie nur als Frau würdigt und feiert, und La Jana selbst#, wenig traurig darüber, daß es geschieht. Sie willg gesehen und gewertet sein, und sie hat eine Apsdarauf. Sie ist Künstlerin, Tanzkünstlerin. Ihr Sinnen und Trachten zielt dahin, im Tanz ihr eiliches Ich zu erschließen. Der Tanz ist für sie nicht zweck, nicht die Möglichkeit, durch schöne Bewegungg wirken. Sie will mehr; sie sieht im Tanz die Wesen gemäße Form, sich auszudrücken. Je reicher ein Mensch innerlich ist, desto mehr wiser, sich anderen mitzuteilen, und eben darauf ist der der Tänzerin La Jana abgestellt. Immer andersi von einer neuen Seite will sie sich zeigen, und nicht ihr ist Schema und Schablone. Sie improvisiert gern oft, ganz aus dem Gefühl des Augenblicks, aus Stimmung oder auch aus einem Gedanken heraus sie plötzlich überfällt. Wie der Sänger seine ganzes in den Klang seiner Stimme, wie der Schauspiele in Mimik und Gesten legt, so legt La Jana die ihn den Tanz, in Gestalt und Form ihrer Bewegungen gerade damit wird sie selber zur Schauspielerin— daß es eines einzigen Wortes bedürfte. Der Tan ja gerade die Kunstform, die des Wortes am entraten kann. „Zum Tanzen geboren"— mit diesem drei könnte man ihr Leben umreißen. Mit acht Jahren die gebürtige Wienerin, in Frankfurt a. M., wohn früh verpflanzt wurde, im Kinderballett der Oper ferner Laufbahn begonnen. Die Kindheit verging ihr im Eincar=M ernden Wechsel zwischen Schule und Ballettstunde Oherst V erlernte in schwerem Drill das Handwerkliche des non Heer wie sie heute weiß— die unerläßliche Grundlagen weiteren Entwicklung bildet. Aber schon als Kindsie um eigenen Stil bemüht, und der Schule ebenz. ronnen, wurde sie, einzige unter vielen Mitbewen die innen, als Elevin für das Ballett der Frankfurter? 10w, nal verpflichtet. Mit sechzehn Jahren war sie flügge versuchte ihr Glück in der Welt. Dresden brache schließlich den ersten großen Erfolg; zwei Monate später wurd nach Berlin berufen. Von Stund an ging es rasch wärts und aufwärts. Sie hat im Auslande große umphe gefeiert, namentlich in den skandinavischen? dern und in London. In„Truxa“ erschien La Jana im Film. War dahin Hunderttausenden bekanntgeworden, so sahen rohr die jetzt Millionen. Und die Schar ihrer Verehrer wird terie, Pan ihren neuen Filmen,„Der Tiger von Eschnapur'n handlunge „Das indische Grabmal“, die Richard Eichberg füs ordentliche Tobis gedreht hat, ins Ungemessene steigen. Hier der deutsch scheint La Jana als indische Fürstin, die aus dem Frau baren Kre hause des Maharadscha entflieht, um mit einem gelie Mörser u Manne ihr Leben zu teilen. Es ist die Geschichte ein dem zusan großen Liebe, die durch den Opfertod der Frau in Partei ver Adelstitel empfängt. Es liegt im Wesen ihrer R das in Ge daß sie sich vorwiegend wieder im Tanz ausdrückn Göring ste eben in diesen Tänzen der Maharani hat sie sich— das Schief aller Wahrung der Schlichtheit— völlig der Stimm Leitung v hingegeben und ganz aus der Stimmung der Bei ei heraus ihre Bewegungsformen gebildet. wischen I. Es ist bemerkenswert, daß La Jana ganz aus horstes Da seelischen Empfindung heraus und nicht vom Mast Major Hu lischen her zu ihrer Kunst gekommen ist. Dennoch it„Horrido“ Musik untrennbar von ihrem Wesen. ihnen der Wer das Glück hat, La Jana persönlich zu begem amtlichen der findet in ihr einen unverbildeten Menschen von sundem, natürlichem Verstand und ungewöhnlicher Minist Dienstag im Reich des Che Schwante vorfüh Richthofen Mit g nisterpräsi der Fahr leichten un Verstärkt La Jana als Maharani in„Das indische Grabmal“.(Photo Tobis.) präsidente sprechunge und dem über die Reichu tag nachm Regierung aufklärun sein von Bei di darüber, Maße de hungen tehen, a1 Rechnu von große tausch d schen ihre wird. Ins beiderseiti slawischen oder Arti der beider Es wi politik be loyala beiden für die L und ihren beweist zu gemeinen Ein de Vom Selbstverständlich, daß sie gründlich scheid weiß über ihre Kunst und was mit ihr zusammes hängt! Die Künstlerin liebt ihr Heim über alles. Und es schön und behaglich zugleich. In ihrem Schreibzimmhängen köstliche altfranzösische Stiche und zwei wunde volle handkolorierte alte Weltkarten. Im Bücherschra stehen in alten schönen Ausgaben die Werke unsergroßen Dichter Im Winter ist es ihr HauptvergnügAntiquitätengeschäfte zu durchstöbern und nach Ding schüsse zu suchen, mit denen sie ihr Heim weiter ausgestalle kann. So ist das Leben dieser innerlich wie äußeru. harmonischen Natur ganz auf Schönheit eingesen we Schönheit, durch Empfindung beseelt und zur Kunst 9#. läutert. H. J.