ter nik ung bei de hann Sand 2. Klasse aus 1Fronteins ann mit de wertern aus ollendete ße 82, ihr 8 elte der Juhi Heimatzeitun auch fernethi Volksbücherei Lesezeiten dl Die Ausgab Freitags un hrgänge in de derbeginn win 2n 5. Zuteilungs ung. Jugend m, Erwachsen en Einzelhänd AUSGABE hm dieses ergänge mach llen im Rüensch nützlich zu ihlen aus jene rstädtchen war. en Gattin ens willkommen jubilar seinen en Kindern in Nach Gronau n hier ist sem Leid von achnit Boden und für die Seinen dem Gronauer Zesundheit und n bisher schon ner dringlichigen zugeführ adurch erreich hl von Hausisherigen Arin anderen dem lasse sio ein werde mu er vordringlich nd zu befriedsätzliche Kräit rs das PflichtEntlastung der bliche Auswei Ausstattungdem 1. Januar könne, werdt sung ch die HJer gsämter. Diese der zahlreichn forderlich. Fü 1oder der J jetzt ab bei de die Kartenster ausgehänd. nsmittelversor abzugeben. Di Jugendliche en Abgabe der eil: H. Schierin kit gällungsfach und bar wie kenbeize 3 hen. Befol-, tgemähen utzung der ANA mittel. D" ugspreis: 2,20 RM monatl. einschl. Zustellungsgebühr. Unter Streifband Ponozuschlog. Bei Postbezug 2,20 RM sinschl. 21 Rpf. Postzeitungsgebühr, gl. 42 Rpf. Bestellgeld. Postscheckk. Dortmund 21000. Die Westf. Tageszeitung ersch. 7X wöchentl. morgens. Varlgg Westf. Tageszeitung G. m. b.H. Mönster(Westf.), Prinzipolmorket 13/14 Colseiner. 13. fomsprochar 2423 GESCHAFTSSTELLEN Heuprgeschäftsstelle Münster L. W. Prinzipolmarkt 13/14, Fernsprecher Ahous: von-Delden-Straße 6, Nr. 516; Ahlen: AdolfAN777 5Gronauer Nachrichten ierslschulstraße 14, Fernspre- AMTL. ORGAN DES GAUES WESTFALEN-NORD ERNSDAP UND SAMTLICHERBEHORDEN EINZELPREIS 10 Rpł. cherNr. 3247;Borken: Kapuzinergasse 4, Fernsprecher Nr.121, Borghorst: Emsdettener Straße 6, Fernspr. Nr. 222, Surgsteinfurti Wilhelmsplotz 2, Fernsprecher Nr. 342; Coesfeld: Hindenburgplatz 9, Fernsprecher Nr. 394, Dülmeni Adolf-Hifler-Stroßo 55, Fornsprecher Nr. 633, Emsdetton: Mönztorctr. I. Fornspr. Nr. 3761 Greveni Mönsterstr. I, Fernspe. Nr. 225: Gronou: Adolf-Hitier-Str. 36. Fermpr. Nr. 260, lobenbörens Hermann-Göring-Str. 4, Fernspr. Nr. 343; Lengerich: AdolfHltler-Plotz II, Fernspr. Nr. 516; Lödinghausen: Morkt, Ferspr. Nr. 338, Ochtrup: Bohnhofstr. 18, Fernspr. Nr. 305; Rheine: Bahnhofstr. 2,Fernspr. Nr. 2352; Warendorf: Oststr. 24, Fernspr. Nr. 577; Warne: Markt 8, Fernspe. Ne. 249 92. Jahrgang Freitag, den 28. Oktober 1943 Nummer 290 Gadoglio=Verrat nach beiden Seiten Die sensationelle Geschichte der Verrätereien des Hauses Savoyen Berlin, 21. Okt. Der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht aus Aufzeichnungen des OKW die Geschichte des Verrats des Hauses Savoyen und der BadoglioClique an Deutschland. Gleichzeitig werden die Machenschaften dieser Verräter entlarvi, die dahin gingen, sich zur Deckung ihrer eigenen Interessen nach der deuischen Seite hin zu sichern. Der VB schreibt:„Die nunmehr auch äußerlich durch die„Kriegserklärung der Badoglio=Deserteure an das Großdeutsche Reich vollendete Verräterei ist der geeignete Zeitpunkt, die Geschichte dieses Verrats in seiner Gesamtheit und seinen Einzelheiten zu enthüllen. Aus den Aufzeichnungen, Aktenunterlagen und Tagebuchnotizen, die darüber vorliegen, ergibt sich ein zusammenhängendes Bild von geradezu erschütternder Dramatik dieses ungeheuerlichen Treuebruches, der jemals an einem Volk und seinem Verbündeten begangen wurde. Als am 25. Juli der Duce durch den hochverräterischen Anschlag des Hauses Savoyen mit König Viktor Emanuel und dem Kronprinzen Umberto an der Spitze hinterlistig überfallen und seiner Freiheit beraubt wurde, da war es der deutschen Führung bereits klar, daß die italienische Hofgesellschaft und ihre feige Generalsclique nicht nur den Faschismus beseitigen wollten, sondern sich nach alter savoyischer Tradition wieder einmal im letzten Augenblick auf die Seite des vermeintlichen Siegers zu werfen gedachten, wenn sie auch dabei Ehre und Ansehen der Nation in den Schmutz traten. Die Spannung, die zwischen dem Faschismus und einem Teil der Führung der italienischen Wehrmacht bestand, war für viele, die die Lage in Italien zu beurteilen hatten, schon seit langem ein feststehender Begriff. Es war auch kein Geheimnis, daß das italienische Königshaus diese Spannung bewußt förderte. Die Opposition des Königshauses und der reaktionären Kreise, die sich vor allem den sozialen Tendenzen des Faschismus entgegenstellten, begann schon unmittelbar nach der Nachtübernahme des Faschismus. Immerhin hielt sie sich so lange im Verborgenen, als das geeinte Italien zu Größe und Ansehen emporstieg. Daß sie in der Stunde der schwersten nationalen Gefahr dem Mann, dem dieser Aufstieg zu verdanken ist, in den Rücken fiel, um die Existenz ihres Volkes gegen den eigenen Vorteil auszuspielen, prägt ihrem verbrecherischen Tun für alle Zeiten den Spiegel unauslöschlicher Schande auf. Schon bei Ausbruch dieses Krieges war den dynastisch-reaktionären Kreisen klar geworden, daß der Duce dem gegebenen Wort die Treue halten werde. Deshalb sollte er beseitigt werden. Ja, es wurde sogar in diesem Kreise damals schon von der Nachfolgerschaft gesprochen und der Name Grandi genannt. Es ist derselbe Dino Grandi, der sich dann auch tatsächlich zum Verkzeug des Verrats am Duce mißbrauchen ließ. Nach dem Eintritt Italiens in den Krieg lebte die unterdische Wühlarbeit der Opposition gegen den Duce und seine Achsenpolitik mit verstärkten Kräften auf. Am 4. April 1941 tauchte ein weiterer Name bei einer bemerkenswerten Begebenheit auf. Es ist der Name Badoglio, dessen Sohn als italienischer Generalkonsul in Tanger bei einer Veranstaltung von dem englischen Generalkonsul mit„teurer Kollege" angeredet. wurde und mit den Vertretern des Landes, mit dem Italien in einem Krieg auf Gedeih und Verderb liegt, ebenso wie der italienische Militärattaché Vinciguerra einen Händedruck austauschte. Im Oktober des gleichen Jahres bezeichnete der italienische Marineattaché in Budapest, Kapitänleutnänt Graf Ponza di San Martino, das Bündnis zwischen Deutschland und Italien als unnatürlich und erklärte:„Wir werden uns sehr bald mit den Engländern gegen Deutschland wenden“. Im Januar 1943 wurde Generaloberst Graf Cavallero der Chef des italienischen Generalstabes der Wehrmacht, durch den Chef des Generalstabes des Heeres, General Ambrosio, ersetzt, der Antifaschist war und zur hofkamarilla gehörte. Damit war an die Spitze der talienischen Wehrmacht ein Mann getreten, der die Zersetzungsarbeit in der italienischen Wehrmacht nicht nur duldete, sondern ihr sogar Vorschub leistete. Auch er gehörte zu jenem korrupten Teil der italienischen Generalität, der sich niemals damit abfinden konnte, daß der Faschismus das Salon=Soldatentum der Vergangenheit in ein opfervolles Frontsoldatentum umzuwandeln bestrebt war. Vielleicht hätte die Tatsache, daß ein Mann wie Ambrosio an die Spitze der italienischen Wehrmacht berufen wurde und damit seine Gesinnungsgenossen an die wichtigen Stellen setzen konnte, wie es auch geschehen ist, noch nicht einmal ausgereicht, die Wehrmacht in die Hand der Verräter zu bringen, wenn ihnen nicht der Umstand zustatten gekommen wäre, daß zwischen dem Offizierkorps und den Soldaten eine tiefe Kluft aufgerissen war, die der Faschismus nicht zu überbrücken vermocht hatte. Der italienische Soldat ist anspruchslos und bescheiden, leicht zu begeistern, willig und unter entschlossener Führung auch tapfer, wie es einzelne Divisionen bei den Kämpfen gegen den gemeinsamen Feind bewiesen haben. Ueberail, wo sie in deutsche Verbände eingegliedert waren, oder unter deutscher Führung kämpften, zeigten sie vielfach gute, ja ausgezeichnete soldatische Leistungen, gab es zahlreiche Beweise wirklicher Tapferkeit. Der italienische Soldat litt selbst am meisten unter der uninteressierten und antifaschistischen Führung durch seine Offiziere, die sich kaum um sein Wohl und Wehe kümmerten, sondern verantwortungsscheu, unentschlossen und ohne Energie ausschließlich auf das eigene Wohlergehen und die eigene Sicherheit bedacht waren. So kämpften sie, nicht angeführt vom Hauche der faschistischen Erneuerungsbewegung und ihren Idealen, nur mit halbem Herzen, verließen sich strategisch, technisch, wirtschaftlich, moralisch völlig auf den Verbündeten, und ihre ständige Redensart war:„Die Deutschen werden es schon schaffen". Aus diesem Versagen der Führung heraus muß auch das vielfache Versagen der italienischen Truppen verstanden werden, das den Verrätern ihr Spiel so erleichtert hat. Aus den Akten des Oberkommandos der Wehrmacht und aus den sorgfältigen Aufzeichnungen in den Tagebüchern geht die fast atemberaubende Entwicklung dieses systematischen Verrats hervor, der bis in die kleinsten Einzelheiten vorbereitet und gewollt war. Sie vermitteln aber auch die Erkenntnis, daß die zahlreichen Symptome dieses Treuebruches der deutschen Kriegführung nicht verborgen geblieben sind, die mit bewundernswürdiger Kühle und Sachlichkeit die gegebenen Konsequenzen zog, ohne sich durch scheinheilige Versprechungen, Schwüre und Ehrenwörter beirren zu lassen. Wie sie 2½ Jahre lang mit Rücksicht auf die eigenen nationalen Interessen über Schwäche und Schuld des Verbündeten geschwiegen hatte, so machte sie zu dem von ihr durchschauten verräterischen Doppelpiel gule Miene. Die deutsche Führung schlug erst zu, als sich die Veträter ihres gelungenen Schurkenstreiches freuen zu können glaubten. Dann allerdings mit einer blitzartigen Fortsetzung auf der 2. Seite Von Die Bilanz des Verrats Theoder Schule Anhaltend schwere Kämpfe bei Krementschug Durchbruchsversuche zwischen Kiew und Tschernigow gescheitert Berlin, 21. Okt. Die schweren Kämpfe südöstlich Krementschug ließen am sechsten Tage vorübergehend etwas nach, da die Bolschewisten auf Grund ihrer schweren Verluste zu Umgruppierungen gezwungen sind. Sie nutzten den 20. Oktober zu örtlichen Angriffen bis zu Regimentsstärke aus. Ihre Vorstöße richteten sich in erster Linie gegen die Abriegelungen nördlich und südlich des Einbruchsraumes. Sie scheiterten aber am hartnäckigen Widerstand unserer seit fast einer Woche in ununterbrochenen Kämpfen stehenden Infanterie= und Panzerdivisionen. Ostpreußische Grenadiere wiesen feindliche Angriffe im Gegenstoß ab, andere Verbände fingen in hin= und herwogenden Kämpfen bolschewistische Kräfte auf oder warfen eingebrochene Stoßabteilungen im Gegenangriff zurück, während Panzerkampfgruppen des Heeres und der Waffen= vorbrechende feindliche Panzerrudel unter Abschuß mehrerer T 34 zum Abdrehen zwangen. In den ersten fünf Kampftagen haben unsere Truppen nach bisherigen Meldungen 176 Sowietpanzer vernichtet. Auch an den übrigen Fronten im südlichen und mittleren Abschnitt hat sich am 20. Oktober das Bild der Kämpfe gegenüber dem Vortage kaum verändert. Bei Melitovol und südlich Saporoshie setzten die Bolschewisten ihre Angriffe mit starker Artillerie und reger Schlachtfliegerunterstützung, wenn auch mit geringeren Infanteriekräften, fort. Die Vorstöße blieben erfolglos und scheiterten im Abwehrfeuer oder im Gegenstoß. Nördlich Tscherkassy und südöstlich Kiew. wo der Feind nachträglichen Meldungen zufolge am 12. und 13. Oktober im Bereich eines deutschen Panzerkorps 202 Panzerkampfwagen verlor. führten die Sowjets zahlreiche zusammenhanglose Teilangriffe in Bataillons= bis Regimentsstärke, ohne sich gegenüber unseren Truppen durchsetzen zu können. Durch Gegenstöße wurde eine am Vortage entstandene Einbruchsstelle beseitigt und von eingedrungenen Bolschewisten gesäubert. Nördlich Kiew erneuerte der Feind seine schweren Angriffe in Richtung auf die Stadt. Lange wogten die erbitterten Kämpfe hin und her, bis die eigenen Stellungen nach Rückeroberung einer zäh verteidigten Ortschaft wieder fest in unserer Hand und einzelne durchgebrochene feindliche Panzer im Nahkampf vernichtet waren. Weiter nördlich entwickelten sich an der Pripjet=Mündung aus erfolgreichen deutschen Vorstößen zur Stellungsverbesserung neue örtliche Kämpfe. Lebhaftere Kampftätigkeit wird aus dem Raum nordwestlich Smolensk gemeldet. Hier griffen die Bolschewisten mit Teilen zweter Schützendivisionen und einer Schützenbrigade nach starker Feuervorbereitung durch Granatwerfer, Batterien und Salvengeschütze den ganzen Vormittag über an, um den Eckpfeiler einer älteren Einbruchsstelle einzudrücken. Der Vorstoß brach aber in erbitterten Nahkämpfen blutig zusammen. Im Laufe des Nachmittags griffen Jäger und Sturmgeschütze zur Bereinigung des gesamten etwa drei Kilometer breiten Einbruchsraums an, vernichteten die eingedrungenen, sich verzweifelt zur Wehr setzenden Bolschewisten und stellten die ursprüngliche Hauptkampflinie wieder her. In der Nacht zum 21. Oktober setzten unsere Kampfflieger ihre Störangriffe gegen die sowjetischen Nachschubverbindungen fort. Jäger kämpften bei Tag und Nacht den Luftraum über den angegriffenen Zielen frei und schossen in Luftkämpfen bei nur vier eigenen Ausfällen 74 bolschewistische Flugzeuge ab. Flaktreffer brachten drei weitere feindliche Flugzeuge zum Absturz. „Lieber mit zehn Mördern als mit einem Verräter am Tisch sitzen“, sagt ein altes korsikanisches Sprichwort. Aus ihm spricht die grenzenlose Verachtung für den Menschen, der seine Sache entweder für Geld oder aus Feigheit verrät. Verräter werden üblicherweise, wenn man sie erwischt, gehängt. Im Lager unserer Feinde aber bezahlt man sie, benutzt man sie, um sie dann selbst zu betrügen. Und auch mit der Bezahlung hapert es. Sie erfolgt stets nur solange, wie man den Verräter und seine Lumperei noch notwendig hat. Ist der Verrat erfolgt und braucht man ihn nicht mehr, dann pflegt die Belohnung auszubleiben.„Treason doesn't pay“ — Verrat zahlt sich nicht aus— wie eine britische Provinzzeitung kürzlich in einer Betrachtung über Badoglio und Viktor Emanuel schrieb. Eigentlich sollte Badoglio und sein Monarch jener bösartige alte Gnom, der im Laufe seiner langen Regierungszeit schon alle und jeden ver raten hat, aus früheren Erfahrungen gelernt haben Der italienische Zaunkönig ist ja kein Anfänger mehr im Verratsgewerbe. Nachdem er 1915 den Dreibund verraten hatte, weil man ihm in Paris und London außerordentlich verlockende Verspre chungen gemacht hatte, mußte er auf der Friedens konferenz in Paris erfahren, daß die Alliierten in ihrem Siegesrausch gar nicht daran dachten Italiens Wünsche zu erfüllen, sondern nur auf die eigene Bereicherung aus waren und das Königreich Viktor Emanuels zu einem Staat machten, der materiell und ideologisch völlig von den Westmäch ten abhängig war und nur ein geduldetes Dasein im Schatten der britischen Schiffsgeschütze führen durfte. Der Verräter gibt sich eben gerade durch seine Tat in die Hand dessen, der ihn benutzt. Hat dieser dann das gewünschte Ziel erreicht, besteht keinerlei Notwendigkeit mehr, sich für den Verräter in besondere Unkosten zu stürzen. Die Geschichte des Verrats Badoglios beweist das erneut. England und Amerika pressen Badoglio=Italien aus wie einen feuch ten Schwamm. Der König und sein famoser Mini ster müssen dabei Hilfsstellung leisten, haben aber lediglich die Aussicht, binnen wenigen Monaten irgendwo im Dunkel zu verschwinden, wenn es nicht noch schlimmer kommt. Nach Badoglios Putsch nahm man die ersten, noch etwas schüchternen Sendboten des Verrats, die aus dem Quirinal nach Lissabon kamen, im Lager der Westmächte mit offenen Armen auf und versprach ihnen goldene Berge. Der Gimpelfang gelang. Nachdem dann die Verhandlungen fortgeschritten waren und sich Badoglio restlos kompromittiert hatte, als man in London durch ein bloßes kurzes Reuter=Kommuniqué die römische Clique in die Luft sprengen konnte, begann man mit Drohungen und setzte Badoglio Daumenschrauben an. Er mußte„on the dotted line“ auf der vorgeschriebenen Linie unterschreiben, wie man sich in England ausdrückt, d. h. praktisch einen Blankoscheck geben. Nun war die Bahn frei. Schritt für Schritt in immer schnellerem Tempo glitt das Verräterpaar die schiefe Ebene hinab und endete bei der Kriegserklärung. 25000 Inder verhungert Hungerkatastrophe in Indien nimmt bedrohliche Ausmaße an Siockholm, 21. Okt. Die Hungersnot in Ben= lung, daß Kranke in Indien nicht wünschen, daß man galen wird, nach einer Meldung aus Kalkutta, die„Nya sie von der Cholera heilte, weil ihnen dann nichts anhinter den Kulissen der Moskauer Konferenz Debatten um das heikle Thema der zweiten Front Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Dr. H. G. Berlin, 22. Okt. Die schwedische Zeitung Aftontidningen", nennt die Dreimächtekonferenz in Moskau, auf der inzwischen von Eden, Hull und Molotow die ersten Trinksprüche gewechselt worden sind, eine„russische Konferenz“. Sie finde nach sowjetischen Bedingungen statt und die Sowjets seien entschlossen, ihre Expansionswünsche zu befriedigen,„ohne jemand zu fragen". Obwohl in Moskau beschlossen worden ist, keine Zerichte über den Verlauf der Tagung vor dem Ende der Konferenz auszugeben, sondern„alle Informationen, de sich angeblich auf Meldungen aus privater Quelle bgründen, von vornherein als Mutmaßung hingestellt verden müssen", stellt die englische und amerikanische Presse Kombinationen am laufenden Band an, wobei de Frage der 2. Front eine besonders große Rolle spielt, der Tat, so gering das Interesse der Sowjets ist, über Grenzfragen zu debattieren, so groß sind andererseits die Anstrengungen Englands und Amerikas, gerade in diesen Tagen nachzuweisen, daß sie bisher militärisch alles in ihrer Macht Stehende getan haben. Man behauptet daher, nicht nur die Sowjets hätten große Blutopfer gebracht, sondern auch die Engländer und Amerikaner, die schließlich auch Italien„aus dem Krieg herausgeboxt“ hätten. Sensationell hat in deser Hinsicht eine Rede des südafrikanischen Feldmarpalls Smuts gewirkt, der behauptete, daß die Allierten den Generalangriff auf Europa erst im nächsten Jehr beginnen würden. Nach Exchange Telegraph muß dese Aeußerung„als Antwort an alle diejenigen aufsesatzt werden, die auf einen früheren Beginn der Invasion im Westen drängen". Vermutlich ist diese leußerung von Smuts rechtzeitig zu Beginn der Noskauer Konferenz arrangiert worden, um den Sowjets emen Wink mit dem Zaunpfahl zu geben. In englischen kesen weist man jedenfalls nach wir vor darauf hin, ein erfolgreicher Angriff gegen Deutschland Kräfte efordere, die die Alliierten anscheinend nicht vor dem nachsten Jahr zur Verfügung haben. Hiergegen läuft die sowjetische Presse seit langem scon Sturm. Auch die Kommunisten in England als Vertrauensmänner Stalins Churchill zu, Passwität zum Beispiel„Daily Worker“, die offizielle Kommunistenzeitung m London, heftig angreift. Der Generalsekretär der kommunistischen Partei in Großbritannien, Harry Pollitt, also der direkte Beauftragte Stalins, spricht jetzt im„Daily Worker“ bereits davon, daß die bisherige„Sektionsstrategie" durch eine„Einheitsstrategie" ersetzt werden müsse. Mit anderen Worten also, die Sowjets versuchen jetzt ihre Verbündeten mit allen Mitteln zu einem stärkeren militärischen Einsatz zu bringen und erstreben die sogenannte Koordinierung, also die Gleichschaltung der gesamten Kriegführung der Alliierten unter sowjetischer Leitung an. Wie weit schon die Briten und Amerikaner diesen wachsenden sowjetischen Einflüssen und Führungsansprüchen unterlegen sind, geht auch noch aus einer anderen interessanten Tatsache hervor. Man weiß, welch große propagandistische Waffe die Londoner Exilregierungen in Händen der brit. Agitatoren geworden sind. Es sitzen da die Schattenkönige aus Jugoslawien, Norwegen, Griechenland, Hollanc und die Ministrpräsidenten ohne Parlament aus Polen, Prag und anderen Ländern schon seit langem in der engl. Hauptstadt. Sie alle halten von Zeit zu Zeit„Befreiungsansprachen" an ihre Völker, die sie selbst in der Stunde der Gefahr feige verlassen haben. Von Zeit zu Zeit wurde auch eine gemeinsame Sitzung dieser lebenden politischen Leichname veranstaltet. Jedenfalls machten die Briten mit diesem politischen Zirkus bisher große Reklame. Nun aber, nachdem sich die politischen und territorialen Forderungen der Sowjets immer stärker in den Vordergrund schieben, die sich auch auf die Länder mancher dieser Exilregierungen erstrecken, gibt England die Schattenregierungen immer mehr preis— sie werden für Churchill politischer Ballast. Auch hier erfüllt sich das Wort, daß englische Versprechungen nur so lange einen Wert haben, als die Briten selbst davon einen Gewinn verbuchen können. So werden die Briten also die Henker der von ihnen selbst ins Leben gerufenen und ausgehaltenen Exilregierungen in London. Man erinnere sich des Todes von Sikorski, der vom englischen Geheimdienst in dem Augenblick abgeknallt wurde, als er hinderlich zwischen London und Moskau stand. Die Freundschaft der Bolschewisten ist also den Engländern heute mehr wert als alles übrige. Dagligt Allehanda" aus London berichtet, voraussichtlich mehr Opfer fordern als die große Hungersnot im Jahre 1876. In den letzten Wochen sind etwa 25 000 Menschen an Hunger gestorben, damals waren es insgesamt 30 000. Epidemien wie Cholera, Malaria und Typhus wüten furchtbar in Kalkutta. Die Hungerkatastrophe in Indien hat selbst die britischen Lords in Unruhe versetzt. Im Oberhaus kam es zu einer langen Debatte, die erneut bewies, daß die britische Regierung, obwohl sie seit langem die Ernährungsschwierigkeiten kannte, nichts unternommen habe, um ihnen zu begegnen. Der Labour=Abgeordnete Earl of Huntingdon machte im Verlauf der Aussprache die erschütternde Mitteimmmn Der Reichsmarschall an Nowotny Berlin, 21. Okt. Der Reichsmarschall sandte anläßlich der Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten an Hauptmann Walter Nowotny, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader und Sieger in 250 Luftkämpfen, folgendes Glückwunschtelegramm: „Lieber Nowotny! Sie haben in einem Siegeslauf ohnegleichen Kampferfolge errungen wie kein Jagdderes als der langsame Hungertod übrigbliebe. Lord= Hailey sah die Ursache für die Hungerkatastrophe in Indien bei dem Schiebertum und der Hamsterei, mußte aber zugeben, daß die britische Regierung diese durch kraftvolle Maßnahmen hätte verhindern können. Lord Strabolgi hatte wenigstens den Mut, zuzugeben, daß, beträchtliche Lebensmittelmengen aus Indien für die Truppenversorgung im mittleren Osten fortgeschafft wurden. Diese Feststellung wollte er aber beileibe nicht als Anklage aufgefaßt wissen, sondern er nannte sie mehr diplomatisch einen„unglücklichen Umstand". Unterstaatssekretär Lord Munster versuchte mit allen Mitteln, die britische Regierung zu verteidigen, wobei er den traurigen Mut hatte, die Hungersnot„eine interne Angelegenheit der indischen Regierung“ zu nennen uno zu behaupten, für England sei diese Katastrophe lediglich eine Frage der Zurverfügungstellung von Schiffsraum. Indienminister Amery entschlüpfte bei der Beantwortung zahlreicher Fragen das Geständnis, daß die Hamsterei und Preistreiberei durch die Besitzer der großen Pflanzungen betrieben werden, die sich ihrerseits wieder, wie aus anderen Berichten hervorging, in den Klauen jüdischer Geldverleiher befinden. Es ist also wieder einmal das jüdische Finanzkapital, das aus der bitteren Not eines Volkes ein schmutziges Geschäft macht. Badoglio und Viktor Emanuel hatten sich zu dieser Kriegserklärung förmlich gedrängt. Das Haus Savoyen ist stets freigebig mit dem Blute seines Volkes gewesen, wenn es etwas zu erraffen hoffte. Diesmal ging es um die Existenz der Krone. Und die Krone war diesen Ueberbleibseln aus dem 18. Jahrhundert stets wichtiger als Volk und Land. Die Krone mußte erhalten bleiben— wenn nicht von Gottes Gnaden wie im 18. oder von Volkes Gnaden wie im 19. Jahrhundert, dann eben von Gnaden Wallstreets und der City. Viktor Emanuel hatte sehr bald nach seiner Flucht aus Rom gemerkt, daß die Volksstimmung in England und Amerika zwar den Bruch zwischen Italien und Deutschland begrüßte, aber keinerlei Interesse an der Erhaltung der italieni schen Monarchie zeigte, ja, dem Badoglio=Regime sogar mit größtem Mißtrauen gegenüberstand. Die italienischen Emigranten in Newyork regten sich und machten gegen die Marschallsclique mobil. In Washington bereitete sich der ehemalige von Mussolini verabschiedete Außenminister Graf Sforza darauf vor, das Erbe Badoglios anzutreten. Sforza, der seit 20 Jahren Italien nicht mehr gesehen hat, besitzt einflußreiche Freunde in London und Washington. Er bewegt sich ideologisch völlig in den Gedankengängen Wallstreets und der City, und er scheint den großen Geldmächten „sicherer“ als der Marschall, der soeben seinem treuesten Bundesgenossen den Dolch in den Rücken zu stoßen versucht. London und Washington spiel ten deswegen Sforza immer stärker gegen Badoglio aus. Fast täglich veröffentlichten englische und amerikanische Zeitungen und Nachrichtenbüros Interviews mit Sforza, in denen dieser seiner antimonarchischen Haltung unverblümt Ausdruck gab. Das Spiel gelang restlos. Viktor Emanuel und sein Marschall drängten sich zur Kriegserklärung, weil sie sich damit eine neue Gnadenfrist zu erkaufen gedachten. Aber auch das ist nicht gelungen. Badoglio hatte gehofft, die Kriegserklärung werde ihm mit einigen Zugeständnissen bezahlt werden, die seine schwache Stellung etwas befestigten. In London und Washington hat man gar nicht daran gedacht. Nichts ist geschehen. Die Westmächte erkennen Badoglio und Viktor Emanuel nicht als verbündete Regierung an, sondern nur als„mitkriegführende". Badoglio und der König dürfen ihre Landsleute für England und Amerika bluten und sterben lassen, aber sie erhalten keinerlei Anteil an den Früchten. Weiterhin: Die Waffenstillstandsbedingungen werden nicht erleichtert. Es wird auch keinerlei Versprechen für die Zukunft gegeben. 24 Stunden nach der Kriegserklärung betonte man in London, daß von einer auch nur teilweisen Rückgabe des ehemaligen italienischen Kolonialbesitzes in Nordafrika nicht die Rede sein könne. Die italienischen Kriegsgefangenen bleiben in England und Amerika, wo man ihre Arbeitskraft in der Landwirtschaft und im Bergbau dringend braucht. Nicht einmal seine engsten Mitarbeiter hat Badoglio retten können. Die Generale Roatta und Ambrosio mußten aus dem Kabinett verschwinden, weil gegen sie ein internationales Gerichtsverfahren wegen Kriegsverbrechen vorbereitet wird. Die Angeklagtenliste für diese kommenden Schauprozesse gegen Italiener wird weiter vervollkommnet. Es ist möglich, daß Badoglio selbst eines Tages auf ihr erscheint. Haile Selassi fordert seinen Kopf. Im englischen Unterhaus aber erklärte Minister Law. der Eden während seiner Abwesenheit als Außenminister vertritt, kühl und kalt vor aller Welt, der König von Italien habe verschiedene Verträge als„Kaiser von Aethiopien“ unterschrieben. England und Amerika stünden auf dem Standpunkt, daß der König keinerlei Recht habe. diesen Titel zu führen. Viktor Emanuel und Badoglio entschuldigten sich daraufhin in aller Form für dieses„bedauerliche Versehen einer untergeordneten Kanzleikraft“ und versprachen, in Zukunft den beanstandeten Titel wegzulassen. So endete der Kaisertraum eines Unzulänglichen. Im übrigen regiert das Mißtrauen die Stunde! Im englisch=amerikanischen Hauptquartier traut man den Badoglio=Anhängern nicht über den Weg. Die englischen und amerikanischen Kriegsberichterstatter bei der 5. und 8. Armee erzählen sehr anschaulich, wie„überrascht und verwirrt“ der einfache Soldat gewesen sei, als plötzlich hohe italienische Offiziere ihm auf die Schulter klopften und sich als Bundesgenossen bezeichneten. Sie hätten der italienischen Führung zwar nach den Erfahrungen auf Sizilien nicht viel zugetraut. um so skeptischer beurteilten sie jetzt die militärischen Qualitäten dieser merkwürdigen neuen„Bundesgenossen“. Nach den Erfahrungen, die sie unterdessen beispielsweise auf der Insel Kos mit den Italienern machen mußten, kann man es ihnen nicht verdenken, wenn ihnen dieser neue Bundesgenosse nicht geheuer erscheint. Jedenfalls hat man sich beeilt die italienische Truppen im Badoglio=Lager sofort dem alleinigen Neue sowjetische Durchbruchsversuche gescheitert U-Boote versenkten 54 000 BRT- 18 Bomber abgeschossen PK-Aufn.: Kriegsberichter Kröner(Wb) flieger vor Ihnen. Mit der Verleihung der Brillanten zum Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes hat Ihr heldenhafter Einsatz in vielen hundert Luftkämpfen höchste Anerkennung durch den Führer gefunden. Voll Stolz beglückwünsche ich Sie, mein junger Kamerad, zu dieser nur dem Tapfersten der Tapferen bestimmten Auszeichnung. Mit meiner Luftwaffe sieht in Ihnen das ganze deutsche Volk das stolze Beispiel fanatischen Siegeswillens.“ Aus dem Führerhaupiquartier, 21. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Einbruchsraum südöstlich Kremenischug führten die Sowseis gestern vorübergehend nur örtliche Angriffe, mit denen sie die Einbruchsstelle nach den Seiten zu erweitern versuchten. In stellenweise erbitterten Kämpfen wurden diese Angriffe abgewiesen. An der Front zwischen Kiew und Tschernigow setzte der Feind seine starken, mit jeweils mehreren Divisionen unternommenen Durchbruchsversuche fort. Während nördlich Kiew alle Angriffe blutig scheiterten, sind die Kämpfe nordwestlich Tschernigow noch im Gange. Von der übrigen Ostfront werden nur aus den Abschnitten von Melitopol, Gomel und südwestlich Welikije-Luki lebhaftere örtliche Kämpfe gemeldet. Kördlich Kiew zeichnete sich die Kampfgruppe der 323. Infanterie-Division unter Oberst Latz durch hervorragende Haltung und Kampfleistung in Angriff und Abwehr besonders aus. An der süditalienischen Front kam es gestern zu keinen größeren Kampfhandlungen. Feindliche Vorstöße bei Campobasso und an der Küstenstraße nordwestlich Termoli wurden abgewiesen. Feindliche Flugzeuge drangen am gestrigen Tage sowie in der vergangenen Nacht unter Wolkenschutz in das Reichsgebiet ein und warfen Bomben auf einige Orie, darunfer kleine Landgemeinden. Es entstanden geringe Personenverluste und Gebäudeschäden. Luftverleidigungskräfte brachten 16 viermotorige britischnordamerikanische Bomber und zwei Jäger zum Absturz. kommen kann. Die deutsche Luftwaffe führte in der Nacht zum 21. Oktober einen starken Angriff gegen das Hafengebiet von Hull durch und belegte außerdem Einzelziele im Stadtgebiet von London und an der südenglischen Küste mit Bomben. Ein deutsches Flugzeug ging verloren. Deutsche Unterseebooite versenkten aus dem britisch-nordamerikanischen Nachschubverkehr im Mittelmeer sieben Schiffe mit 54 000 BRT und beschädigten ein weiteres durch Torpedotreffer schwer. * wtz. Die U=Boot=Erfolge im Mittelmeerraum verdienen deshalb besondere Beachtung, weil sie unter ungewöhnlich schweren Kampfbedingungen erzielt worden sind. Im allgemeinen waren die Schwierigkeiten im Mittelmeer schon immer sehr groß. Sie sind aber dadurch, daß die Anglo=Amerikaner bei der U=Bootbekämpfung sich verschiedener Luftstützpunkte bedienen können, noch viel schwerer geworden, da diese Stützpunkte den Feinden früher nicht zur Verfügung standen. Um so höher ist der neue Erfolg unserer U=Boote zu bewerten, die noch dazu unter ungünstigen Angriffsbedingungen, das heißt bei glatter See und gutem Wetter erzielt wurden. Da die Versenkungen aus stark gesicherten Nachschubgeleitzügen vor der nordafrikanischen Küste und in den, italienischen Seegebieten erfolgten, erhöht sich der Wert der U=Boot=Erfolge auch noch dadurch, daß dieser Nachschub heute auf dem Meeresgrund liegt und an der süditalienischen Front nicht zum Einsatz 22. Oktober 1943 Bestfälische Tageszeitung Nummer 290 28. Ok Oberbesehl Eisenhowers zu unterstellen und ihnen englische und amerikanische Offiziere zu geben. Ueber die beste Art der Verwendung dieser italienischen Truppen ist man sich noch nicht klar. Daß ihr Kampfwert überaus gering ist, weiß man. Man scheint sie nicht einmal in der Etappe verwenden zu wollen; denn man verlangte als neuestes Zugeständnis von Badoglio, daß die italienischen Truppen„auch außerhalb Italiens“ eingesetzt werden könnten. d. h. daß sie eine Art „Fremdenlegion" für die Engländer in den gefährlichsten und ungesündesten Gegenden der Erde darstellen werden. Badoglio hat sich selbstverständlich beeilt, diese Einwilligung zu geben. Auf jeden Fall gedenken England und Amerika, den Italienern im Badoglio=Lager, ob groß oder klein, nichts zu ersparen. Die Londoner Times“ lassen daran wirklich keinen Zweifel. Das Blatt erklärt, in der Umgebung Badoglios habe es viele Italiener gegeben, die auf dem Standpunkt standen, nach der Kapitulation seien sie aus dem Kriege heraus und brauchten in Zukunft nur noch zuzuschauen, wie Briten und Amerikaner auf der Apenninen=Halbinsel kämpften. Diese Auffassung wird von dem Spitzenorgan der englischen Presse als völlig illusionär bezeichnet. Man solle sich in Italien keiner Täuschung hingeben, die Kapitulation und die Kriegserklärung Italiens an Deutschland genügten noch längst nicht. Italien müsse sich nunmehr durch Blut und Arbeit „bewähren“. Der„Sunday Expreß“ drückt den gleichen Gedanken Füirzor und brutaler neid leros Stelle trat, war hierfür der schlagende Begleichen Gedanken kürzer und brutaler aus, indem weis: General Ambrosio, ein willfähriges Werkzeug der königlichen Verräter. Er war bisher Chef er schreibt:„Jetzt sollen die Italiener leiden und schuften wie Galeerensklaven“. Es ist sehr bezeichnend, daß das vorläufig letzte Zugeständnis Badoglios, nämlich die Erlaubnis zur Verwendung italienischer Truppen außerhalb Italiens, ausgerechnet am gleichen Tage erfolgte, da sein Rivale, der Emigrant Graf Sforza. in Algier eintraf, um von dort, falls die letzten amerikanischen Berichte den Tatsachen entsprechen, nach Süditalien zu gehen, wo„entscheidende Besprechungen über die Zukunft Italiens“ stattfinden sollen. Es ist manchmal wirklich schwer, keine Satire zu schreiben. Denn wenn Sforza, Badoglio und Viktor Emanuel einander treffen, werden drei zusammen über 230 Jahre alte macht= und geldgierige Männer zusammensitzen, die physisch mit einem Fuße im Grabe stehen und politisch schon längst tot sind. Badoglio und der König seit dem 25. Juli und Sforza schon seit 20 Jahren. Und dieses Greisenkollegium will über Italiens Zukunft sprechen. will das Schicksal von Millionen junger Menschen bestimmen! Vom englischen Standpunkt aus liegt natürlich ein klarer Sinn in dieser blutigen Tragikomödie. England hat stets an der Spitze ihm höriger Länder gern Greise oder Schuljungen gehabt, nur wirkliche Männer werden stets sorgsam ausgeschaltet. Schuljungen haben noch nicht die Kraft, sich zu wehren. Greise nicht mehr. Das Ideal aber sind Greise, die gleichzeitig Verräter wurden, sich auf Gedeih und Verderben ausgeliefert und dies, wie im Fall Badoglio und Viktor Emanuel, auch noch schriftlich ausdrücklich bestätigt haben. Durch sie kann man ein Land bis zum Weißbluten ausbeuten. Sie kann man leicht verschwinden lassen, wenn man sie nicht mehr benötigt oder wenn sie politisch untragbar werden. Man versteht, was damit gemeint ist. Die Spuren Sikorskis, Feisals und anderer gehen alle in eine Richtung. Im Hintergrund der italienischen Szene steht schweigend schon der Henker des Secret Service und wartet auf sein Stichwort. Nein wirklich: Verrat zahlt sich nicht aus! Der schamlose Verrat in Kroatien Fortsetzung von der 1. Seite Wucht und Härte, die das in Mongten und Jahren gesponnene Netz des Verrates in zweimal 24 Stunden zerriß. Die Briten und Amerikaner aber, die mit Hilfe ehrloser Verräter, die sie verachten, zu einem billigen Triumph au konnnen hofften, haben in derselben knappen Zeitspanne einsehen müssen, daß ihnen die Früchte des Verrates aus der Hand geschlagen wurden. An Hand der dokumentarischen Unterlagen des OKW. die erfennen lassen, wie sich aus vielen scheinbar unwesentlichen Anzeichen allmählich der Hintergrund des veihrecherischen Treibens aufhellte und die die Urheber des zweifachen Verrats in das Licht rückten, bringen wir in folgendem die Geschichte dieses beispiellasen Treubruches in einer zusammenhängenden Darstellung. Mit dem Sturz des Generalstabschefs der italienischen Wehrmacht, Generaloberst Graf Cavallero, in den ersten Februartagen des Jahres 1943 trat zum ersten Male jene Kamarilla offen in Erscheinung, die, hinter den Falten des Königsmantels verborgen, nicht allein gegen den Faschismus. sondern auch gegen das Bündnis mit dem Deutschen Reich agitierte. Der Mann, der an Cavaldynastisch-reaktionären Kreise geraten sollte. Die gleiche Politik wurde im übrigen auch gegen Bulgarien und Griechenland betrieben und so die deutschen Bemühungen um ein gutes Einvernehmen mit dem befreundeten Bulgarien und eine Konsolidierung der Verhältnisse in Griechenland hintertrieben. so ungeheuerlich das klingen mag, mit den Bandlten an einen Tisch setzten, um über deren freien Abzug zu verhandeln. Diese ganzen Unterstützungsaktionen Roattas für die Banden segelten unter dem Schlagwort„Kampf gegen den Kommunismus“. Mit ihm versuchte er, die deutschen Kommandostellen zu täuschen. Die ersten gemeinsamen Aktionen gegen die kommunistischen Banden des Moskau für den Partisanenkrieg geschulten Tito bedes Generalstabes des italienischen Heeres gewesen und hatte in dieser Stellung seinem Amtsvorgänger manch schwere Sorgen bereitet, denn er versuchte immer und immer wieder. Notwendigkeiten und Maßnahmen der gemeinsamen Kriegführung zu sabotieren. Neben den afrikanischen Operationen machte sich dies in erster Linie auf dem Balkan geltend. Hier waren nämlich inzwischen Zustände eingerissen, die ernsten Ueberlegungen und Bedenken Raum geben mußten. Nicht daß man die serbischen und kommunistischen Banden in ihrer Tätigkeit auf dem Balkan überschätzte, nein: gefährlich aber war es, wie sich die italienischen Kommandostellen in Kroatien zu diesem Problem stellten. Verantwortlich für die italienische Wehrmacht zeichnete in diesem Raum der Oberbefehlshaber der 2. italienischen Armee, General Mario Roatta. Als italienischer Militärattaché in Berlin hatte Roatta Deutschland und die deutsche Wehrmacht gut kennengelernt. Aber er stand nach Geisteshaltung und Veranlagung dem Bündnis mit Deutschland noch beiweitem feindlicher gegenüber als sein unmittelbarer Vorgesetzter in Rom. General Ambrosio. Sein Aeußeres war das eines jüdischen Rechtsanwalts. Was besonders an ihm auffiel, war sein semitisches Gehabe, die rabulistische Dialektik und die verlogene Wendigkeit, mit der er in Verhandlungen seine Kontrahenten zu täuschen und sich selbst vor jeder versönlichen Verantwortung frei zu halten suchte. Roatta entwickelte sich dabei immer mehr zum Typ jener politischen Hochstapler, die auf beiden Schultern tragen, um ungehemmt von jeder Rücksicht auf Anstand und Ehre möglichst große persönliche Voxteile zu ergaunern. Schon im Jahre 1942, also mehr als 1½ Jahre vor dem Staatsstreich, wurde es immer offenbarer, daß er eine ausgesprochen verräterische Politik betrieb. die darauf abzielte, die Konsolidierung des kroatischen Staates zu unterbinden, der durch eine savoyische Krondiktatur unter den Einfluß der Roattas ständiger Verrat Noch zu Zeilen Cavalleros bekrieb Roatta offenen Verrat an dem Verbündeten, indem er im Einvernehmen mit Ambrosio die serbischen Celniks, jene Banden, die läglich und stündlich deutsche Formatio en al dem Hinterhalt anfielen, bewaffnele und sie mit italienischen Lebensmitteln unterstützte. Forderte das deuische Oberkommando die Entwaffnung der Ceiniks, so gestand dies zwar Generaloberst Cavallero im besten Glauben und dem völligen Einvernehmen mit dem Duce zu, aber General Ambrosio als Generalstabschef des Heeres ebenso wie General Roatta sabotierten diese Befehle rundweg. Mehr noch: Die Cetniks wurden von ihm systematisch gegen die Deutschen unterstützt. Gemeinsame Operationen wurden entweder von Ambrosio hinauszuzögern versucht, oder aber von den Italienern dadurch vereitelt, daß ganze Gebietsstreifen, die von den Italienern besetzt wären, geräumt und den Cetniks überlassen wurden Roatta gab dem mit ihm verhandelnden deutschen Beehlshaber unumwunden zu, daß er„die auf italienischer Seite eingesetzten etwa 19 000 Cetniks für eigene Sicherungsaufgaben nicht entbehren könne", was ihn anderereits nicht hinderte, wüste Ausschreitungen seiner Truppe gegen die serbische Bevölkerung zu dulden. Soweit solche Vorfälle den deutschen Dienststellen zur Kenntnis kamen, chritten sie, denen ausschließlich an einer Befriedung des Raumes lag, selbst gegen Roatta und seinen Stab ein, so daß wenigstens die ärgsten Ausschreitungen verhindert werden konnten. Mit den Banditen an einem Tisch Die ersten dramalischen Höhepunkte erlebte diese Entwicklung, als italienische Generale bei den Operationen deutscher Verbände gegen die Banden im Februar 1943 die Unterstützung des deuischen Bundesgenossen ablehnten und sich ilalienische Generale, Untergebene Roaltas, Neue Beweise für Moskaus Jean Herbette erkannte bereits 1937 die Weltgefahr Berlin. 21. Okt. Die Archivkommission des Auswärtigen Amtes hat im Rahmen ihrer Publikationen über die Entstehung des Krieges von 1939 ein neues Dokumentenwerk unter dem Titel„Ein französischer Diplomat über die bolschewistische Gefahr" veröffentlicht. Es enthält 28 bisher unveröffentlichte Berichte des französischen Botschafters in Moskau, Jean Herbelle, aus den Jahren 1927 bis 1931, die aus den von den deulschen Truppen in Frankreich erbeutelen Akten stammen. Herbette— dessen Darlegungen um so bedeutsamer sind, als er gegenüber dem nationalsozialistischen Deutschland als unverdächtiger Zeuge gelten kann— trat seinen Moskauer Posten mit der Absicht an, eine engere Annäherung zwischen Frankreich und der Sowjetunion anzubahnen. Sehr bald erkannte er indes die wahren Ziele der Gewaltherrscher im Kreml und hörte von nun an nicht mehr auf, seiner Regierung diese Ziele darzulegen, um vor der ungeheuren Gefahr zu warnen, die sie für die ganze zivilisierte Menschheit bedeutete. Unter Hinweis auf ein Wort Stalins zum zehnten Jahrestage der Roten Armee, wonach diese Armee„die Armee der Weltrevolution“ ist, führte Herbette am 6. März 1928 aus:„Die Rüstungen der UdSSR und ihr Abrüstungsentwurf sind nur zwei verschiedene Formen ein und desselben revolutionären Bemühens. Wenn die UdSSR ihre Armee verstärkt, so geschieht das, um den Parteigängern des Auslandes, die die kommunistische Internationale gegen ihre Regierungen zu treiben hofft,„Mut zu geben“. Wenn die Sowjet regierung eine Abrüstungskonvention vorschlägt, so tut sie dies, um in allen Ländern unter dem Vorwande einer Friedenspropaganda und Friedensüberwachung ein System der Sowjets einzuführen, die von einem internationalen Sowjet geleitet werden. Diese Politik einer beschleunigten Weltrevolution betrachtet den Krieg als ein pflichtmäßiges und vielleicht unentbehrliches Werk zeug." Im Mai 1938 behandelt Herbette eingehend das Buch eines bolschewistischen Militärschriftstellers, aus dem klar hervorgeht,„daß in den sowjetischen Militärkreisen die Lehre vom Angriff als Grundgesetz angenommen ist. Das ganze Buch", so sagt Herbette weiter, „beruht offenkundig auf dem Gedanken, daß man angreifen und die gegnerischen Kräfte im Herzen ihres eigenen Landes vernichten müsse". Schon im März 1928 hatte Herbette erfahren, daß der Generalstab der Sowjets für den Fall eines Krieges„die Lehre von der größtmöglichsten Machtentfaltung in nur einer Richtung vertritt" und diese Richtung„scheint diejenige nach Grodno sein zu sollen, um so schnell wie möglich deut sches Gebiet berühren zu können“. Herbette weist ferner mit großer Eindringlichkeit auf das Zusammenspiel zwischen Sowjetregierung und Komintern hin. Ende November 1928 schreibt er seiner Regierung:„Das kommunistische Regime lebt in der Erwartung und Vorbereitung des Krieges... Die Sowjetunion kann auch Bündnisse mit„bürgerlichen Staaten abschließen... In den Staaten, die auf seiten der Sowjetunion kämpfen, werden die Kommunisten für den Krieg sein, sie werden aber versuchen, die Führung des Krieges zu übernehmen und bei dieser Gelegenheit sogar die Regierungen zu stürzen, die mit der Sowjetunion verbündet sind." Herbettes Warnungen verhallten in Paris ungehört. Frankreich vollzog die Annäherung an die Sowjetunion, die zu dem verhängnisvollen Bündnis von 1935 führte Unabhängig hiervon behalten die früheren Erkenntnisse des französischen Diplomaten ihren vollen Wert als eine überzeugende Bestätigung für den von der Sowjetunion an Europa schon immer begangenen Verrat. wiesen aber, daß Roatta auch hier zum Verrat entschlossen war. Wie weit bei Roalia dabei der Gedanke milspielte, damit seine persönlichen Untaten zu decken, kann dahingestellt bleiben. Er halte den Führern der italienischen Verbände befohlen, die Operationen nicht zu den mit den deutschen Kommandostellen vereinbarten Zeilpunkten zu erreichen und gab so den Aufständischen die Möglichkeit, zu entweichen, sich an anderer Stelle festzusetzen und in ihrer Organisation zu vervollkommnen. Obendrein hatte Roatta noch die Stirn, die Eingliederung der kroatischen Verbände in die italienischen Divisionen zu fordern, um so alle Gegenkräfte auszuschalten. Ihm lag also ganz unverkennbar daran, nicht nur die Festigung des jungen kroatischen Staatswesens zu hintertreiben und im Interesse der dynastisch-reaktionären Kreise zu Fall zu bringen, sondern bereits zu diesem Zeitpunkt eine Basis für einen anglo=amerikanischen Landekopf an der Adria zu schaffen. Es entsprach vollkommen der Tendenz dieses llalienischen Armeeführets, wenn er bei den Verhandlungen mit deutschen Generalen immer wieder darauf anspielie, daß es doch wohl das beste sei, ihm den Oberbefehl über die Gesamtoperationen im Raum von Kroutien, Monienegto und Albanien zu übertragen. Hälte sich das deuische Oberkommando, das die Schliche dieses ehrgeizigen, kaltblütigen und rücksichtslosen Gegenspielers seht wohl durchschaute, auf diese Forderung eingelassen, so wären Kroatien und Monienegro von Bunden überschwemmt worden. Engländer und Amecikaner aber hälten Roatla auf Grund der bisherigen Erfahrungen mil allen Mitteln in die Hände gearbeitet, um die Adriaküste für eine Feindlandung bereitzumachen. An der Situation auf dem Balkan änderte sich nichts, als General Roatta mit der Berufung seines Freundes Ambrosio zum Chef des Generalstabes der Wehrmacht den Balkan verließ und den Oberbefehl über die 6 italienische Armee auf Sizilien übernahm. (Weitere Veröffentlichungen folgen.) Englands heuchlerische Palästina=Politik Eine interessante Dokumentensammlung über die Briten Berlin, 21. Okt. Das„Deutsche auslandwissenschaftliche Institut" veröffentlicht unter dem Titel„Die britische Palästinapolitik" eine Dokumentensammlung, die das britische Intrigenspiel, beginnend mit der BalfourDeklaration von 1917 und den britischen Versprechungen an König Hussein vom Hedschas bis zur Antwort des obersten arabischen Komitees auf das britische Palästna=Weißbuch von 1939 beleuchtet. Die Dokumente, von dem jungen arabischen Wissenschaftlicher Mamun al Hamui sorgfältig aus englischen und arabischen Quellen zusammengetragen, bringen, wie der Großmufti von Palästina Amin al Hussain in seinem Vorwort zur Sammlung betont, eine „Darstellung des Freiheitskampfes der Palästina=Araber gegen den englisch-jüdischen Imperialismus und bieten so einen wichtigen Ausschnitt aus dem Kampfe des gesamtarabischen Volkes um seine völlige Freiheit und Unabhängigkeit“. Gerade in einer Zett, in der die englische Agitation die Frage der„Arabischen Einheit" sich erneut besonders angelegen sein läßt und Großbritannien seine Politik den Arabern und den arabischen Einzelländern gegenüber als von jeher aufrichtig und gradlinig hinzustellen bemüht ist, gewinnen die Dokumente zur britischen Palästinapolitik höchst aktuelles Gewicht, weil sie die Hinterhältigkeit einer Politik aufzeigen in der die arabische Frage lediglich als agitatorisches Aushängeschild eine Rolle spielt. Die vom englischen Außenminister Eden Anfang dieses Jahres aufgestellte Behauptung, es sei jetzt an der Zeit, daß die Araber die Erledigung ihrer Angelegenheiten in ihre Hand nehmen, erweist sich ebenso wie die verschiedenartigen von London lancierten arabischen Konföderationspläne als bloßes agitatorisches Manöver, mit dem Großbritannien seinen schwindenden Einfluß im Nahen Osten zu retten sucht. Die Rolle des Judentums, das von diesem Spiel zum Schaden der Araber wiederum profitieren will, ist aus der Dokumentensammlung ebenfalls ersichtlich. Wie schon vor 25 Jahren bemüht es sich, die englische Nahost=Politik für seine eigenen Belange ebensosehr auszunutzen wie es dies im Rahmen der britischen Europapolitik mißverstanden hat. Unter Englands Knute ep Sofia, 21. Okt. Palästinensische Behörden haben neue scharfe Maßnahmen gegen alle arabischen Dörfer ergriffen, die den Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Produkte an die jüdischen Versorgungsinspektoren verweigerten. Jedem Dorf wurde eine Naturalstrafe auferlegt. Es müssen große Mengen Eier, Großvieh und Geflügel binnen 24 Stunden abgeliefert werden, daneben werden ihnen die Zucker= und Reisrationen für die nächsten sechs Monate entzogen. Das arabische Blatt „Al Difas" veröffentlichte daraufhin Protesttelegramme der Araber gegen diese drakonischen Maßnahmen. Wenn noch Madrid, 21. Okt.„Wenn der Krieg im nächsten Jahr noch andauert, dann ist die Wiederwahl Roosevelts zum Präsidenten der USA gesichert." Diese Feststellung trifft der Washingtoner Korrespondent Aladren, der sich mit dem bereits in den USA begonnenen Wahlkampf der republikanischen Partei beschäftigt und u. a. erklärt, die Republikaner hätten nur Aussicht, Roosevelt zu stürzen, wenn sich ein nahes Kriegsende abzeichne. auf London und Hull Berlin, 21. Okt. Deutsche Kampfflugzeuge stießen in der Nacht zum 21. Oktober, wie der Wehrmachtbericht vom Donnerstag meldete, gegen die ostenglische Hafenstadt Hull vor. Unsere Flieger griffen besondere Ziele im Hafengebiet von Hull zum Teil im steilen Gleitflug an. Schwere Spreng= und Brandbomben trafen die Hafen= und Dockanlagen an der Humbermündung, in denen Brände und Zerstörungen verursacht wurden. In der gleichen Nacht bekämpften andere deutsche Kampfflugzeuge Ziele im Stadtgebiet von London. Es wurden mehrere Brände nach den Bombeneinschlägen beobachtet.1 Konzentrischer Angriff Berlin, 21. Okt. Die in der Nacht zum 21. in breiter Front in das nord= und mitteldeutsche eingeflogenen britischen Bomber konnten infolge der Abwehrmaßnahmen der deutschen Luftverteidigung nich den geplanten konzentrischen Angriff ausführen, mußten die über weiten Teilen Deutschlands herrschendSchlechtwetterfront überfliegen und dies mußte meist in großen Höhen erfolgen. Nachtjagdverbände und Sperrfeuer der Flakbatterien zwangen die Briten, sich in keinere Bombergruppen aufzuteilen. Aus ihnen wurden nach neueren, jedoch noch nicht endgültigen Feststellungen insgesamt 18 viermotorige Flugzeuge herausgeschossen. Zusammen mit weiteren acht nordamerikanischen Bombern, die am frühen Nachmittag des 20. Oktober über westdeutschem Gebiet vernichtet wurden, erhöht sich die im Wehrmachtbericht gemeldete Zahl von 16 abgeschossenen viermotorigen britisch=nordamerikanischen Flugzeugen auf insgesamt 26 Bomber und zwei Jagdflugzeuge. Es ist durchaus möglich, daß sich diese Abschußziffer noch weiter erhöht. Durch die weiträumige Verteilung dieses britischen Nachtangriffs sind die Feststellungen der Abstürze sehr erschwert. Zur Zeit sind hierzu Such kommandos unterwegs, deren Meldungen noch nicht eingegangen sind. neue Ritterkreuzträger Führerhaupiquarkier, 21. Okl. Der Füh. rer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes anMajor Guldo von Wartenberg, Führer eines Panzergrenadier-Regimenis; Hauptmann Wolfgang Wiedemann. Kommandeur einer Panzeraufklärungsabteilung; Oberfeldwebel Anton Bayer, Zugführer in einem Grenadier-Regiment; Haupimann Mi. chael, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader. Hauptmann Hermann Michael kehrte von seinem 2 Feindflug nicht zurück. westfalt we. Aus d Ritterkreuz des KBK für General Wolf Berlin, 21. Okt. DersFührer hat dem General der Flieger Wolff, Kommandierendem General und Befehlshaber in einem Luftgau, das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes verliehen. General Wolff hat sich großes Verdienst um die Luftverteidigung in seinem Befehlsbereich erworben. Staliens Anschluß an Mussolini ep. Mailand, 21. Okt. Der Generalsekretär der Katholischen Aktion, der die organisierten Katholiken ganz Italiens angehören, hat an alle Mitglieder des Verbandes ein Rundschreiben gerichtet mit der Auffor derung, dem republikanisch-faschistischen Staat loyal zu dienen. Diese, im„Corriere della Sera" enthaltene Mitteilung ist von weittragender Bedeutung, weil sie den Anschluß der italienischen Katholiken an die republikanisch-faschistische Bewegung bedeutet. Propogandafeldzug in Sizilien ep Madrid, 21. Okt. Sizilien wird zur Zeit mitenglischem separatistischem Propagandamaterial überschüttet. In Schriften und Flugblättern wird darauf hingewiesen, daß Sizilien in der Geschichte bis auf kurze Unterbrechungen ein selbständiger Staat gewesen sei. Als verantwortlich zeichnet für den Inhalt dieses Propagandamaterials das, sogenannte„Nationalsizilianisch Komitee", hinter dem man englischen Einfluß vermutel. Politik in Kürze Der Führer hat dem ordentlichen Prof. em. Geheimen Regierungsrat Dr.=Ing. e. h. Ludwig Klein in Hannover aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der Fördertechnik und bei der Konstruktion künstlicher Gliedmaßen, sowie seiner Tätigkeit als schöpferischer Ingenieur die Goethe=Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Duce empfing am Mittwoch in seinem Hauptquartier den Oberbesehlshaber der faschistischen Miliz, Generalleutnant Renato Rieci. Marschall Graziani hat zum Generalstabschef der republikanisch=faschistischen Armee General Gambara ernannt. Der neue Generalstabschef ist 1890 geboren. Er nahm am Weltkrieg 1914/18 und am abessinischen Feldzug teil und zeichnete sich während des spanischen Bürgerkrieges aus. Nach einer Unterbrechung von fünfeinhalb Monaten ist Donnerstag das ungarische Abgeordnetenhaus zusammengetreten. Flottenadmiral Sir Duldey Pound ist Donnerstag in London gestorben. Nach einer Reutermeldung nimmt an der Dreimächtekonferenz in Moskau der frühere Sowjetbotschafter in den USA, der Jude Litwinow Finkelstein, aktiv teil. Japanische Marineflugzeuge griffen abermals Finschhafen an. Das japanische Parlament wird vom 25. bis 28. Oktober zu seiner 88. Sitzung zusammentreten. „Daily Herald" berichtet aus Algier, daß man dort die Sowjetunion als die Macht erachte, die am willigsten sei, das Prestige des Algierausschusses zu heben, während die Engländer und vor allem die Amerikaner in dieser Angelegenheit sehr in den Hintergrund gespielt würden, Die japanischen Behörden übergaben am Mittwochin Schanghai 52 britische und nordamerikanische Firmen sowie einige Schulen nud Missionsinstitute, die seit Ausbruch des Krieges im Pazifik beschlagnahmt waren, der national=chinesischen Verwaltung. Direk Chaimanam, der bisherige thailändische Botschafter in Tokio, der vor kurzem aus Gesundheitsrüchsichten aus Japan zurückkehrte, wurde zum thailändischen Außenminister ernannt. Exchange meldet, Außenminister Eden habe, bevor er nach Moskau weiterreiste, in Kairo vier Tage lang mit König Faruk, den Emigrantenkönigen von Griechenland und Serbien, sowie dem Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte im Nahen Osten Besprechungen abgehalten Die Orga im Kriege al und Markto führt worde erschwerten wichtigster schaft, die 1 gaben erhalt Arbeitsgebie Der Krei tisch der Leit auch der Ta dieses Amt scheinwesen Kontingentie oilung der sch. Sie leg stimmte Abl feln, Vieh, 9 Waren und zugeleitet w scheine für d Polizei. 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Loharte ist Universitätsprofessor für Physik und wurde im Jahr1936 mit dem argentinischen wissenschaftlichen Preis augezeichnet. Der diplomatische Mitarbeiter des„Daily Telegraph“ berichtet, daß Kanada am 19. Oktober erstmalig, unabhängig vom Mutterland, seinen Namen unter den Vertrag zur Verlängerung des Leih= und Pachtabkommens gesetzt habe. Dies sei ein Schritt zur weiteren Selbstandigkeit dieser Dominions. Das feste Haus /en friesischen Sage Von Eitel Kaper Daß es, um die ganz großen Dinge in dieser Welt zu meistern, mehr auf einen hellen Verstand und ein tüchtiges Herz ankommt als auf Tüftelei und Verschlagenheit, das kündet uns eine alte friesische Sage. Da lebte einmal im fetten, reichen Küstenland ein mächtiger, junger Fürst, dem seine Väter ein Erbe hinterlassen hatten, das auch dem kräftigsten Ehrgeiz genügen mußte. Die Aecker trugen vielfältige Frucht, die Fischerei blühte, und die Schiffe brachten köstliche Schätze heim, so oft sie in den heimatlichen Häfen ankerten. Wohlbestellt waren die Deiche seit Menschengedenken, und wenn sich etwa irgendwo Feinde zu einem Anschlag verbanden, dann war das bäuerliche Aufgebot so zahlreich und wohlgerüstet, daß den anderen ihre finsteren Pläne vergingen, ehe sich die Heere noch zu einer Schlacht getroffen hatten. Kluge und gewissenhafte Ratgeber waren die größte Stütze des Fürsten und wurden mit Ehren reich bedacht. Dem jungen Fürsten aber genügte das alles nicht. Es gab da ringsum noch kleine Herrlichkeiten, die seit jeher im besten Frieden mit den Nachbarn gelebt hatten und deren Selbständigkeit dem neuen Herrscher wenig gefiel. Er entließ sogleich die Ratgeber seiner Väter und umgab sich mit unruhigen, verschlagenen Köpfen, die ihm täglich versicherten, er werde noch einmal der Herr der Welt werden, und es könne ihm gar nicht fehlen, wenn er nur recht keck und herausfordernd auftrete und die Unerschöpflichkeit seiner vollen Schatzkammern preise. Bei Strafe verbot er also den Nachbarn, nach alter Gewohnheit ihr Fleisch, ihre Milch und ihr Gemüse nach gewohnter Weise nach entfernten Plätzen zu liefern. „Ich werde euch Geld geben aus meiner Schatzkammer", so sagte der Fürst, und seine heimlichen Sendboten fanden Törichte genug, die dem Gleißen der Dukaten und Goldfüchse erlagen. Jene aber, die darauf hinwiesen, daß es ihnen ja gar nicht um das zörichte und willenlose Metall, sondern um die Kunden ginge für ihre Güter, wurden als alte Narren und rückständige Geizhälse verschrien. Ein anderer Geist erwachte im Lande des Fürsten. Er brauchte nun alles Geld für seine Beutezüge und für seine ehrgeizigen Freunde und Berater. War einst jede Angelegenheit offen und vor allem Volk geschlichtet und besprochen worden, so wies das der neue Fürst zurück. Er wurde zum Feind und Verächter der Menen, und er verzehrte sich nächstens an seinen Träumen von neuer Macht. Pläne wurden ausgedacht, um die Nachbarn zu verderben und ihre Burgen zu schleifen. Und weil nur Schönredner und Schmeichler ihr Glück am Hofe machten, so stahlen sich die Redlichen davon. Noch immer stand in Hollersum die feste Wehrburg der Seegrafen, denen seit undenklichen Zeiten nur eine schmale, dem Meere abgewonnene Scholle, wohl aber eine treue und feste Gefolgschaft gehörte. Auf diese Seeburg hatte es der Fürst vor allem abgesehen. Man beschloß also hinter sorglich bewachten Türen, in der Maske eines Freundschaftsbesuches den alten Seegrafen zu überwältigen. Unter Festkleidern sollten die Freunde des Fürsten ihre Waffen mitbringen und dann auf ein Stichwort des Herrn ihre Stunde nützen. Mit bösem Lächeln saß der bleiche junge Fürst dem Seegrafen gegenüber an der Festtafel und ließ es an beziehungsreichen Wortspielen nicht fehlen. Daß er die Quadermauern dieser Burg nicht nehmen könne ohne Verrat und Wortbruch, wußte er wöhl, und so sah er voller Befriedigung auf die nur schlecht getarnten Gefährten, die auch beim Gastmahl kaum die Hand von den Schwertern ließen. Der Seegraf war ruhig und fröhlich wie immer; nichts schien er zu ahnen. Treuherzig brachten die Bedienten die Schüsseln und Krüge, und der Graf entschuldigte sich, daß er bei diesem plötzlichen Besuch nichts anderes zu bieten habe, als derbe einfache Kost. Es ging auf Mitternacht, als der Fürst plötzlich aufsprang und seinen bunten Mantel zur Seite warf. „Ruuse, muuse, elk to sienen Huse"—„Ratte und Maus, paß jeder auf sein Haus", rief er. Als aber nun die anderen aufspringen wollten, da war der Seegraf chneller bei der Hand. Das Feuer sprang aus seinen Augen, als er nun mit der Rechten winkte und plötzlich seine Freundesschar in schwersten Waffen hereindrang. „Ruuse— muuse", donnerte er den Verdutzten entzegen,„ja, ich wußte wohl, wen ich aufnahm. Euer Vater hätte mich unbewaffnet gefunden, bei euch nahm ich mich in acht Eure Reisigen sind längst entwaffnet. Wer sich von euch rührt, ist des Todes. Und nun mögt ihr gehen, Herr Fürst, ich brauche euch nicht mehr. Mein Haus steht feste, das habt ihr gesehen. Schauet nun auf euer eigenes." Es wird berichtet, daß der Fürst wie das schlechte Gewissen davonstob. Als er aber nach Hause kam, da hatte sich sein unterjochtes und betrogenes Volk gegen ihn erhoben. Die, denen er die Obhut seines Landes anvertraut hatte, waren mit Schimpf geflohen, und er selbst fand nirgends Beistand mehr. Seit jenem Teaber denkt der Friese an diese Sage, wenn irgendwo in der Welt ein böser, habgieriger Mann seine dunklen Pläne spinnt.„Ruuse, muuse" sagt er dann und wird überall verstanden, wo man die Weisheit der deutschen Sage versteht. Bühne wurde Rekordreisender Zum zehnjährigen Bestehen des Westfälischen Landestheaters Es gibt nicht viele Leute in Westfalen, die unsere Landschaft in dem Umfange„erfahren" haben wie die Mitwirkenden des Westfälischen Landestheaters, das mit dieser Spielzeit das Jubiläum seines zehnjährigen Bestehens feiern kann. Gewiß, man weiß, daß ein Wandertheater von Abend zu Abend, von Ort zu Ort, von Bühne zu Bühne rollt, daß insbesondere das Westfälische Landestheater unter seinem Intendanten Dr. Franz Hoß zur Zeit in etwa 60 Städten und Gemeinden der Provinz spielt. Aber welch eine organisatorische, technische und werkliche Arbeit neben dem Künstlerischen sich in diesem neuzeitlichen Begriff„Wandertheater" zusammenschart, das wird klar, wenn man hört, daß das Schauspielpersonal des Westfälischen Landestheaiers im Raume dieser zehn Jahre seit 1933 rund 278 750 Kilometer Eisenbahnfahrten zurückgelegt hat. Wer auch hier schnell einmal ein Jubiläumsbild in Zahlen erfassen will, der möge sich vor Augen führen, daß das Westfälische Landestheater bei durchschnittlich 250 Aufführungen im Jahr und angesichts einer üblichen Besucherzahl von 500 Köpfen je Aufführung alljährlich rund 1 250 000 Besucher vor seiner Bühnenrampe sah. In zehn Jahren schart sich diese Zuschauerschaft zur respektablen Ziffer von 12 500 000 Besuchern zusammen. Schillers„Kabale und Liebe" erlebte 68 Aufführungen, ein zeitgenössisch ernstes Bühnenwerk, wie Burtes „Katte" 88 Spielabende, eine klassische Komödie wie Lessings„Minna von Barnhelm“ ging 66mal über die Wanderbühne. Eine ganze Heerfolge von Inszenierungen stand im Namen Goethes, Kleists und Hebbels, Shakespeares und Molières, oder stellte Werke des zeitgenössischen Theaters in sinnvollen Folgen von Spielzeit zu Spielzeit heraus, wobei weder die klassische Komödie der Spanier fehlte noch die neuere deutsche Komödie. Zu Werken wie„Donna Diana",„Dame Kobold" und„Don Gil“ gesellten sich Gerhart Hauptmanns„Biberpelz", Götts„Schwarzkünstler", Bahrs „Konzert", Rindoms„Heilsame Flucht" und das neuzeitliche Lustspiel wie etwa„Die Karriere des Hofrats Stolpe". In zahlreichen Beispielen charakterisierte sich das gegenwärtige Volksstück, wie denn das Westsälische Landestheater, seiner besonderen Aufgabe getreu, gerade auch das volkstümliche Bühnengut immer wieder ins Szenenlicht rief, um nur an die Lustspiele Hinrichs oder an„Straßenmusik", an„Gustav Kilian“ an das Zirkusstück„Die große Nummer" zu erinnern. Wieviel Freude haben bekannte Unterhaltungsstücke(„Der Etappenhase",„Der verkaufte Großvater",„Die Prinzipalin".„Trockenkursus",„Scampolo",„Ein ganzer sterl“,„Die vier Gesellen") an all den zahlreichen Spielorten gespendet!. Wer auf solche Weise einen Querschnitt durch das nunmehr zehnjährige Wirken des Westfälischen Landesheaters zieht und vollends auch die erschwerten Jahre der kriegszeitlichen Gastspiele mit ihren mancherlei technischen und personellen Schwierigkeiten berücksichtigt, dem stellt sich der Begriff des westfälischen Theaterjubiläums zugleich als ein Leistungsausweis dar, der allen Mitwirkenden des Landestheaters gilt. Dr. W. Kleine Rundschau Lyrik-Preig für Oskar Wöhrle. Der elsässische Dich ter Oskar Wöhrle erhielt den im Jahr 1943 für Eyr bestimmten Förderungspreis des Bundes für Dichtung am Oberrhein durch den Bundesleiter des Deutschen Scheffelbundes im Reichswerk Buch und Volk zuge sprochen. Oskar Wöhrle ist durch zahlreiche Gedicht bände bekanntgeworden, besonders„Die Schiltighen. Ernte" hat weite Verbreitung gefunden. Er ist der Verfasser viel gesungener Soldatenlieder. Neuer Roman von Maria Grengg. Im Wiener Verlag erscheint demnächst ein neuer Roman von Maria Grengg„Der Lebensbaum" mit Birded Verfasserin, die auch eine begabte Zeichnerin ist. der bewegten Zeit Prinz Eugens und seiner totee torischen Tätigkeit im Südosten über die Tage M Theresias und der Einfälle Napoleons ins Donaulan bis in die unmittelbare Gegenwart heraus geht Dichterin durch die Jahrhunderte den Spuren Schicksalen zweiter Sippen nach, die durch mehrere Ger schlechter die Sehnsucht einer ungestillten Liebe fornt gen, bis die Lebensströme meinandermünden. Ein Buch Hohlbaums über den Luftierror. das literarische Schaffen hat sich bereits dem Lustl zugewandt. So schrieb Robert Hohlbaum der einem Jahr in Duisburg wirkte, aus dem Erle einer Bombennacht ein Buch„Front der Herzen dem die Folgen britischer Zerstörungswut und die hei denhafte Haltung von Frauen und Kindern geschi wird. Goelheg Gespräche mit Eckermann in portug In der Lissaboner Verlagsbuchhandlung tin erscheint unter Mitwirkung von Antonio Ferr Leiter des portugiesischen Propagandaamts, dle übersetzung von Goethes Gesprächen mit Eckerman portugiesischer Sprache. Herausgeber ist der 2 der Staatsbibliothek von Evora, Dr. Luis Silveno Karl Böhms große Dirigentenerfolge in Der deutsche Dirigent Karl Böhm von der Oper konnte als Gastdirigent eines Orchesters in zwei Stockholmer Konzerten vor kauftem Hause einen glänzenden Erfolg buchen. Erfolg ist um so bemerdenswerter, als er zun Male in Stockholm den Dirigentenstab führte. De Ro 21. Oktoher itsche Gebiet infolge der digung nicht Uhren. Sie herrschende ßte meist in und Sperrsich in kleien wurden feststellungen geschossen. nerikanischen 20. Oktober erhöht sich on 16 abgenischen Flug. ei JagdflugAbschußziffer Verteilung ellungen der ierzu Such och nicht einger Der Füß. Kreuzes an ührer eines Wolfgang anzerausklä. yer, Zug. imann Mi. hwader. 1seinem 28. cal Wols General der ral und Beenkren, des Wolff hat gung in seisekretär der n Katholiken itglieder des der Aufforaat loyal zu " enthaltene weil sie den die republisilien Zeit mitengal überschütarauf hingeauf kurze Unesen sei. Als ieses Propaaalsizilianisch luß vermutel. Was die Kreisbauernschaft leistet Aus dem Aufgabenkreis dieses wichtigen Organs des Reichsnährstandes Die Organisation des Reichsnährstandes hat sich im Kriege aufs höchste bewährt. Erzeugungsschlacht und Marktordnung sind mit ihrer Hilfe durchgeführt worden und werden weiterhin, auch unter erschwerten Bedingungen, aufrechterhalten. Mit an nichtigster Stelle steht hierbei die Kreisbauernshaft, die in den Kriegsjahren viele neue Aufgaben erhalten hat, ohne daß ihr ursprüngliches Arbeitsgebiet eingeschränkt worden wäre. Der Kreisbauernführer ist beispielsweise praksisch der Leiter des Ernährungsamtes, wenn auch der Landrat ebenfalls bestimmte Kräfte für dieses Amt abgezweigt hat und u. a. das Bezugscheinwesen leitet. Die Kreisbauernschaft hat die Kontingentierung. Erfassung, Lenkung und Verhilung der bewirtschafteten Nahrungsmittel unter Sie legt also den einzelnen Gemeinden bestimmte Ablieferungsmengen an Getreide, Kartofseln. Vieh. Milcherzeugnissen usw. auf, erfaßt diese Naren und sorgt dafür, daß sie den Verbrauchern zugeleitet werden. Daneben hat sie alle Bezugscheine für die Formationen— Wehrmacht, ¼ und Polizei, RAD— und die Bezugscheine für die Großhändler auszustellen. Von ihr beauftragte Brüfer kontrollieren laufend die Unterlagen, nach denen die Bezugscheine ausgegeben werden. Die Kontingeniiernn.— Um eine besonders schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe herauszugreifen— wurde durch die Einfühung der Hofkarte wesentlich erleichtert. Die Hoffarten sämtlicher Betriebe des Kreises werden, nach bemeinden geordnet, auf der Kreisbauernschaft zusammengestellt. Sie sind mit ihrem genauen Verzeichnis des lebenden und toten Inventars, der flächen= und anbaumäßigen Aufgliederung des einzelnen Betriebes ein getreues Spiegelbild seiner Leistungsmöglichkeiten. Die wirkliche Leistung gibt die Marktleistungskarte wieder, die zum Vergleich herangezogen werden kann und die obendrein eine sichere Beurteilung über die Wirtschaftshaft der Betriebsleiter ermöglicht. Sie wird nach den Schlußscheinen zusammengestellt, die der Bauer nach der Ablieferung seiner Erzeugnisse erhält und die er der Kreisbauernschaft einzusenden hat. Bleiben die Leistungen eines Hofes hinter den Fordeungen zurück und kann der Bauer nachweisen, daß dies durch bestimmte äußere Umstände verursacht wurde, so bekommt er vielleicht im nächsten Jahr eine geringere Auflage. Zuvor aber werden die atsächlichen Verhältnisse durch eine Hofbegehungstommission überprüft. Ihr gehören drei Ortsbauernführer an, die bei ihrer Aufgabe von dem für den fraglichen Hof zuständigen Ortsbauernfühter unterstützt werden. Hofkarte und Marktleistungskarte werden aber auch dann herangezogen, wenn sich die Kreisbauernschaft für die Freistellung eines Bauern oder Landwirts vom Dienst bei der Wehrmacht einsetzen soll. Uebrigens müssen die freigestellten Männer sich verpflichten, die Leitung anderer Höfe mit zu übernehmen, denen jetzt im Kriege der Betriebsleiter fehlt. Ebenso muß die Kreisbauernschaft die UK=Stellung von Mitgliedern aus der Ernährungswirtschaft prüfen und befürworten, so die Freistellung von Bäckern. Fleischern, Müllern, von Vieh= und Getreidekaufleuten oder Futtermittelhändlern, von Inhabern von Lebensmittelgeschäften oder Betrieben der Lebensmittelindustrie. Zum Gelingen der Kriegserzeugungsschlacht ist aber nicht nur der verantwortliche Betriebsleiter näsig, sondern es müssen auch genügend Arbeitskäfte, Maschinen und Betriebsmittel aller Art vorhanden sein, Hier ist es der KreisgefolgArbeitsamt, den Arbeitseinsatz im Kreise lenkt und die Landarbeiter betreut. Ebenso ist die Beschaffung von Treckern. Maschinen und Geräten, der Einsatz von Dämpfkolonnen, die Bewirtschaftung von Geschirrleder und Treibriemen Sache der Kreisbauernschaft. Auf Grund des Reichsleistungsgesetzes werden von ihr auch die Pferde bewirtschaftet, an denen zur Zeit erheblicher Mängel ist. Die Kreisbauernschaft schlägt die Betriebe vor, die ein oder mehrere Pferde abgeben können, ohne in ihrer Leistung nachzulassen. Der Landrat beschlagnahmt die Pferde, und die Kreisbauernschaft verteilt sie an die bedürftigen Betriebe. Je nach Leistung— Marktleistungskarte!— werden auch Handelsdünger und Saatgut verteilt. Besonders berücksichtigt werden bei all diesen Beschaffungsfragen natürlich die bombengeschädigten Betriebe. Die Kreisbauernschaft bescheinigt hier dem einzelnen Betrieb seinen Bedarf, so daß er auf dem schnellsten Wege von der Landesbauernschaft alles das an Vieh, Maschinen usw. zugeteilt bekommt, was zur Weiterbewirtschaftung nötig ist. Die Landesbauernschaft selber hat natürlich von allem ebenfalls nur ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung, so daß die Befürwortung der Kreisbauernschaft schwer wiegt. Das Reichserbhofgesetz verpflichtet den Kreisbauernführer zur Unterstützung der Anerbengerichte. Hier muß er sein Urteil abgeben etwa über die Bauernfähigkeit eines Anerben, wenn sie bestritten wird, über die Pachtangelegenheiten oder Dinge des Grundstücksverkehrs. Da der Führererlaß den Verkehr mit landwirtschaftlich genutzten Grundstücken für die Dauer des Krieges auf die notwendigsten Fälle beschränkt, muß jeder derartige Vertrag dem Kreisbauernführer vorgelegt werden, gegen dessen Entscheidung es kein Einspruchsrecht gibt. Ein anderes weites Arbeitsfeld für die Kreisbauernschaft ist die Bäuerliche Berufsertüchtigung und Nachwuchsgewinnung, der sie sich mit der NSDAP zusammen widmet. Das Berufsertüchtigungswerk ist zur Zeit noch im Aufbau begriffen, erfordert aber gerade darum besonders viel Initiative. Noch immer nicht ist der gesamte Aufgabenkreis der Kreisbauernschaft abgeschritten. Aber im Rahmen eines einzigen Aufsatzes läßt sich die Arbeit dieses wichtigen Organs des Reichsnährstandes überhaupt nicht erfassen. Es sei nur noch kurz auf die Pflichten hingewiesen, die Ortsbauernführer, Kreisjugendberufswarte usw. zu ernennen und verdiente Bauern und Landarbeiter für Auszeichnungen und Ehrungen vorzuschlagen— sicherlich eine der schönsten und dankbarsten Aufgaben, die die Kreisbauernschaft zu erfüllen hat. Meudon— sein Bois und sein Observatorium F. Scharnke Alte Eiche als Glockenbaum Hohe Patenschaft für eine Dorfglocke Glocken haben ihre Geschichte. Manche läuten durch Jahrhunderte hoch vom Turm über Stadt und Land. Die Glocke des kleinen Dorfes Laar im Lande Widukinds(Landkreis Herford) ist kein Methusalem unter den Glocken. Ihre Geschichte ist aber aus anderem Grunde merk= und denkwürdig. Seit 65 Jahren ruft ihre eherne Stimme— nicht etwa vom Kirchturm, sondern aus dem knorrigen Geäst einer alten Eiche. Das bescheidene Dörfchen hat einmal in seiner Geschichte eine gewaltige Bauernkundgebung erlebt. Im Jahre 1863 weilte der Kriegsminister von Roon, in Laar und sprach hier vor 10 000 Versammelten, um sie für die Bismarcksche Politik und insbesondere für die Bewilligung der Gesetzesvorlagen zur geplanten Heeresreform durch das Parlament zu gewinnen. Die aufrechten Ravensberger jubelten dem Kriegsminister zu. An die denkwürdige Kundgebung erinnert noch heute der „Roon=Stein" vor dem Dorfe. Die Laarer Dörfler waren aber auch gewitzig genug, sich des hohen Gastes von damals zu erinnern, als sie eine Reihe von Jahren später arg in der Patsche saßen. Sie hatten 1875 ihre erste Kirche gebaut. Jahrelang hatten die Bewohner Scherflein zu Scherflein gelegt und so den bescheidenen Bau ermöglicht und auch eine Orgel beschafft. Nun fehlte aber noch eine Bitt=, Bet= und Dankglocke. Sich des historischen Besuches des Grafen von Roon erinnernd, schrieben sie an diesen und baten um seine Unterstützung. Roon andererseits hatte die Huldigung und den Treuschwur der Ravensberger nicht vergessen. Ende 1877 traf aus dem Kriegsministerium die Nachricht ein, daß„der Gemeinde Laar bei Herford zur Herstellung einer Glocke für die Kapelle daselbst von der zu den Erztafeln des Denkmals auf dem Marienberge bei Brandenburg nicht verwendeten französischen Geschützbronze ein Acht=Zentimeter=Kanonenrohr im Gewicht von sechs Zentner überlassen werden wurde...“ Die Laarer waren hocherfreut. Sie ließen von einer Glockengießerei in Gütersloh aus dem Geschützrohr das Geläut gießen, und da es dem schlichheißt, im nahe der Kirche stehenden alten Eichbaum befestigt. Vorher hatte man sich bei Graf von Roon für die Spende bedankt und gebeten, daß seine Gattin die Patenschaft übernehmen möchte. Nach der Gräfin Roon wurde die Glocke„Anna“ genannt und am 15. September 1878 eingeweiht. Durch 65 Jahre ruft die„Roon=Glocke“ nun aus der alten Eiche und erzählt von ihrer gewiß seltsamen Geschichte. ck. Allgemeine Biehzählung am 3. schaftswart, der im Zusammenwirken mit dem ten Kirchlein an einem Glockenturm mangelte, MIC MIUTTTTNIA AA. k Maana m Malar wurde die„Roon=Glocke“, wie sie im Volksmund Am 3. Dezember 1943 findet auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft im gesamten Großdeutschen Reich die übliche allgemeine Viehzählung statt. Die Zählung ist für die Kriegsernährungswirtschaft und die Futterwirtschaft von größter Wichtigkeit. Die Viehhalter werden aufgefordert, sich so rechtzeitig über ihren Bestand an Groß= und Kleinvieh zu vergewissern, daß sie dem ehrenamtlichen Zähler am 6. Dezember genaue Auskunft über die Zahl, das Geschlecht, die Altersgruppen und die Verwendung der Tiere geben können. Die Zählarbeit muß dadurch beschleunigt, erleichtert und zuverlässig gemacht werden. Das Federvieh muß am Zähltag bis nach der Zählung eingesperrt werden. Die Viehhalter werden für die Angaben verantmortlich gemacht, ganz gleich, ob sie von ihnen selbst oder von Beauftragten gemacht und unterschrieben werden. Die Angaben werden von den Ernährungsämtern kurz nach der Zählung nachgeprüft. Die Nachprüfung erstreckt sich auch auf die Angaben über das Federvieh und die zahmen Kaninchen. Falsche Angaben werden unnachsichtlich bestraft. Es wird jedoch erwartet, daß die Viehhalter sich der kriegswirtschaftlichen Bedeutung der Zählung bewußt sind und zuverlässige Angaben machen, ohne daß von den gesetzlichen Strafbestimmungen Gebrauch gemacht werden muß. Einer der letzten sonnigen Spätsommertage lockt die Menschen mit unwiderstehlicher Gewalt hinaus aus Paris in die nähere Umgebung, die ohne auzu große Mühe zu erreichen ist. Es ist, als wollten die warmenden Strahlen, denen schon die Herbstmüdigkeit anzumerken ist, der sonntäglichen Menge noch einmal die Illusion des entschwundenen Sommers zurückgeben. Die leichten Nebel, die in der Morgenfrühe über der Stadt lagen, sind verschwunden, die Luft ist klar und die Sicht gut. Just das rechte Wetter, um der berühmten Terrasse von Meudon einen Besuch abzustatten. Man verläßt die überfüllte U=Bahn an der Station Pont=de=Sèvres und hat nach einigen Schritten die Seinebrücke erreicht, die den gleichen Namen trägt wie die U=Bahnstation. Hier schon hat das Auge einen Vorgeschmack der kommenden Genüsse. Zur Rechten breitet sich das liebliche Sèvres mit seiner bekannten Porzellanmanufaktur aus, die schon zweimal durch anglo-amerikanische Bombenangriffe schwer zu leiden hatte. Hier werden die schönen Porzellanteller und tassen und die kostbaren Sevres=Vasen hergestellt. Linker Hand führt der Weg zuerst eben und dann sanft ansteigend in Windungen hinauf nach Bellevue als erste Etappe zum eigentlichen Ziel. Saubere kleine Villen und Pavillons liegen verstreut am Wegsaum in der sonntäglichen Stille. Ueber der Gartenpforte haben sie die typischen kleinen Dächer, die nach beiden Seiten hin abfallen und lediglich zum Schmuck des Hauses dienen. Wieder andere sind efeuumrankt und lieblich anzuschauen in ihrem, naturgegebenen Kleid. Oben am Ende der Steige lädt ein Kirchlein zum Besuch ein, schmucklos und einfach in seiner Bauart und doch zieht es den Wanderer in seinen Bann. Feierliche Stille herrscht in dem kleinen Raum, dessen einziger Schmuck in einem buntfarbigen Rundfenster hinter dem Altar besteht. Eigentümlicherweise ist an der Wand eine größere Uhr angebracht, deren aufdringliches Ticken unangenehm in die Stille fällt. Sollte die Zeit nicht schweigen, wenn die Ewigkeit zu den Menschen spricht? Nach kurzer Einkehr rüstet man sich fürs Endziel. Eine breite Allee, flankbert von ehrwürdigen alten Bäumen, tut sich vor dem Wanderer auf. Man befindet sich hier schon in einer beträchtlichen Höhe, so daß sich die Aussicht auf das im Tale liegende Paris wirklich lohnt. Hier wartet eine weitere überraschung auf den Spaziergänger, es ist das Haus, in dem Richard Wagner vor etwa hundert Jahren gewohnt und gearbeitet hat. Unscheinbar und schlicht liegt diese Behausung etwas abseits von der Straße. Man merkt sich unwillkürlich die Hausnummer 27. Wäre rechts oben nicht eine einfache Plakette angebracht, die sagt, daß m diesem Hause im Jahre 1841 Richard Wagner an seinem „Fliegenden Holländer" arbeitete, würde diese historische Stätte der Aufmerksamkeit der Vorübergehenden entgehen. Am Ende der Allee ist die Terrasse von Meudon mit ihrem Observatorium. Die Aussicht auf Paris ist unbeschreiblich schön, immer weiter schweift der Blick von einem vertrauten Punkte zum anderen man erkennt den Lauf der Seine, die Kirche von Notre=Dame, den Triumphbogen, das Dach der Oper, die Basilika von Sacré=Coeur, ja ganz rechts sieht man den steilen Felfen des Zoos von Vincennes, auf dem sich bekanntlich die Affen des berühmten Zoologischen Gartens tummeln. Als Abschluß ist ein Besuch des Observatoriums unter Führung des freundlichen alten Aufsehers höchst interessant. Mit wenigen Worten erklärt dieser die Bedeutung der Anlage, zeigt dem Besucher zwei große Tafeln, auf denen sich Teilfotografien der Sonne befinden, mit Punkten und hellen und dunklen Stellen, die den Laien mit Staunen und Bewunderung für die Erfolge der Wissenschaft erfüllen. Eine breite Holztreppe führt hinauf in den größen Raum, in dem die wertvollen Beobachtungsinstrumente untergebracht sind. Das große Fernglas, die„Lunettes“, wiegt allein sieben Tonnen ein ehernes Ungetüm, das durch eine besondere Vorrichtung nach allen Seiten hin bewegt werden kann, zur besseren Beobachtung der Gestirne. Auf schmalen Eisentreppen geht es dann hinauf in die mächtige Kuppel des Observatoriums, von wo aus si“ dem Auge ein unvergeßlicher Blick, ein unbeschreiblich schönes Panorama bietet. Man erblickt nicht nur Paris in der Ferne, sondern auch den Mont Valérien mit seinem langgestreckten Fort, man erkennt Sèvres und Meudon mit dem dunklen Grün seines Waldes. Wie eine Landkarte liegt das Land ausgebreitet im Licht der langsam sinkenden Sonne. Nach wenigen Minuten ist man wieder unten angelangt, der alte Wärter schließt behutsam die Tür hinter den Besuchern. Wären seine Schützlinge kostbare Gemälde und Skulpturen, er könnte sie nicht sorgsamer behüten als die kalten ehernen Ungetüme des Observatoriums. Langsam nur entfernt man sich nach der mächtigen Kuppel zurückblickend auf der man noch vor wenigen Minuten stand. Wieder in den Lärm und das Getriebe der Großstadt zurückgekehrt, schweifen die Gedanken oft zurück m die Stille und Weltabgeschiedenheit der Terrasse von Meudon und ihres Observatoriums. Aus nah und fern ben, während ner in dieser pielt würden. 1 Mittwoch in tische Firmen die seit Ausit waren, der ändische Botsundheitsrüchkthailändischen Washington 0 000 Dollae ten. amon Loyarie rates. Loyarte rde im Jahr= en Preis aus Alle packten an! ehrt den Kumpel Nordwestfälische Jungen und Mädel helfen bei der Ernte im Gau.Mainfranken Nun liegen die Erntewochen hinter unsern landverschickten Jungen und Mädeln. Nicht nur die Sonne hatte es mehr als gut gemeint, auch bei der für unsere„Stadtkiten" ungewohnten Arbeit ging es heiß her. Aber dennoch haben unsere Jungen und Mädel durchgehalten und bewiesen, daß sie zur rechten Zeit anzupacken wissen. Nicht zuletzt war es unsern Kindern aber auch eine Freude auf diese Weise ihren Gastgebern einen kleinen Dank avzustatten für die gute Aufnahme, die sie bei ihnen fanden. Auch im Gau Mainfranken stehen genau wie bei uns in Westfalen die jungen Bauern an der Front. Da war es für die zurückbleibenden Bäuerinnen eine große Erleichterung, als von den KLV=Lagern plötzlich de Jungen und Mädel anmarschiert kamen und wie selbstverständlich halfen, den Segen der fruchlbaren mainfrönkischen Erde zu bergen. Tüchtig wurde geschafft und alle standen tapfer— auch wenn die Sonne noch so sehr brannte und ein shaltiges Plätzchen zum Ausruhen lockte— ihren Mann". Unser Jungen und Mädel setzten ihren besonderen Stolz darin durchzuhalten um jeden Preis. War es da verwunderlich, wenn ihnen bald der Ruf als fleißige Hilfskräfte voranging und sie auf allen Höfen, sie kamen, auf die sie kamen, freudig begrüßt wurden? Natürlich ließen es sich die mainfränkischen Bauern nicht nehmen, ihren kleinen Helfern gut aufzutischen und in den Arbeitspausen mundete unter freiem Himmel das Essen noch mal so gut. Daß da unsere Jungen und Mädel braungebrannt und blühend aussehen, versteht sich wohl von selbst. Selbstverständlich haben sie auch bei der Kartoffelernte wacker mitgeholfen. Aber auch die Gaben der Natur, die frei in Feld und Wald wachsen, haben unsere Buben und Mädel gesammelt. Genau wie in früheren Jahren hier in der Heimat zogen sie hinaus, Heilkräuter zu suchen, und ganze Säcke voll konnten sie an die Sammelstellen abliefern. Für viele war die Blaubeerernte etwas ganz Neues. Hier konnten alle so richtig einmal wieder ihren Sammeleifer zeigen. Natürlich kamen die Leckermäulchen auf ihre Kosten und von den geernteten Beeren gab es als Lohn dann einen herrlichen Blaubeerkuchen. Sicher werden auch diese Erntewochen sich bei unseren nordwestfälischen Jungen und Mädeln einreihen in die bunte Kette der Erlebnisse im schönen Gau Mainfranken. Die jeweilige Ueberreichung des Treuegeldes an verdiente alte Bergmänner gestaltet sich in sämtlichen Bergbaubezirken des Deutschen Reiches mehr und mehr zu einem schönen festlichen Brauch. Es ist nicht in erster Linie nur eine materielle Gabe, die dem Bergmann zuteil wird, sondern eher noch eine Auszeichnung für langjährige Treue bei der schweren Arbeit unter Tage. Nicht nur in den Kohlengruben, sondern auch im Erzbergbau bildet die Ueberreichung des Treuegeldes stets einen feierlichen Akt. So wurde jetzt in Meggen fünf Bergmännern in einer schlichten Feierstunde während eines Betriebsappells das Treuegeld in Höhe von 1000 bis 6000 Mark überreicht. Es waren bodenständige Bergmänner, die in den Dörfern des bergischen Sauerlandes neben ihrer bergbaulichen Arbeit oft einem kleinen Anwesen vorstehen und auch daheim für Brot und Nahrung sorgen. Im Kreise Emscher=Lippe haben jetzt 13 Bergmänner, die im Durchschnitt ie 37 Jahre im Bergbau tätig waren, Treuegelder zwischen 2000 und 9000 Mark. insgesamt 66 000 Mark, erhalten. Der Aelteste von ihnen war 49 Jahre ununterbrochen im Bergbau tätig. In voller Fahrt zusammengeprallt. Ein schwerer Straßenbahnzusammenstoß ereignete sich auf der Strecke Bechum—Hattingen. Zwei Straßenbahnzüge stießen in voller Fahrt zusammen. Beide Züge wurden zertrümmert. Der Fahrer des einen Zuges wurde getötet, zahlreiche Fahrgäste erlitten schwere Verletzungen. Zwei Erholungsheime für die Bäuerin. In der Zeit von Oktober bis April wurden von der NSV die in der Westmark gelegenen Erholungsheime Geilweilerhof und Emstein für die Erholung von Bäuerinnen, Landwirtsfrauen, Landarbeiterfrauen und Landarbeiterinnen zur Verfügung gestellt. Diese Maßnahme hat bereits im vergangenen Jahr ein erfreulich gutes Ergebnis gezeitigt. Ein Bussard trieb Schabernack. Ein Radfahrer, der der sich auf dem Weg von Reckendorf nach Baunach bei Mannheim befand, sah in der Luft über sich einen Bussard seine Kreise ziehen. Plötzlich stieß der Vogel herab und riß dem Radler seine Dienstmütz vom Kopf, die er dann auf eine Telephonstange setzte. Dann suchte der Bussard das Weite. 100jähriger Veteran von 1866 und 1871. In Neuerburg am Oberrhein konnte das älteste Ortsmitglied, der im Ruhestand lebende Revierförster Karl Bornemann, geboren in der früheren Provinz Posen, seinen 100. Geburtstag begehen. Karl Bornemann„der Kriegsteilnehmer der Feldzüge 1866 und 1870/71 ist, verfolgt das Zeitgeschehen noch mit starker Anteilnahme. In körperlicher und geistiger Frische schafft er noch rüstig mit. Dreizehnjähriger spielte„Bomber". In Münchenberysdorf(Kr. Gera) hatte ein dreizehnjähriger Schüler einen Sprengkörper, den er sich auf noch nicht geklärte Weise verschafft hatte, als„Bombe" in ein selbst gebasteltes Flugzeug einbauen wollen. Der Versuch hatte furchtbare Folgen. Durch die explodierende Ladung wurde der Junge getötet, sein Vater, der achtjährige Bruder und die zehnjährige Schwester schwer verletzt. Von der Familie blieb nur die Mutter, die im Augenblick der Explosion nicht im Zimmer war, ausgenommen. Durch Luftdruck und Sprengplitter wurde außerdem die Wohnungseinrichtung demoliert. Hamster greift einen Jungen an. Daß der Hamster unter Umständen ein sehr streitbarer Geselle sein kann, erlebte in Hohengöhren im Kreise Jerichow II ein Junge, dem eine Hamsterfamilie begegnete, die sich gerade in Maisbeständen gütlich getan hatte. Als die Hamstermutter sah, daß ihre Jungen in Gefahr kamen, setzte sie sich sprungbereit auf die Hinterbeine und ging fauchend zum Angriff gegen den Jungen vor. Doch zog die Hamsterfamilie bei diesem ungleichen Kampf den kürzeren. Die Untersteiermark lernt wieder deutsch. Während der serbischen Fremdherrschaft in der Untersteiermark wurde die deutsche Kultur und damit auch die deutsche Sprache planmäßig zurückgedrängt. So kam es, daß viele Untersteirer ihre Muttersprache verlernten. Es gehört daher zu den Hauptaufgaben bei der Rückdeutschung des steirischen Unterlndes, die Untersteirer wieder deutsch zu lehren. Diesem Zweck dienen vor allem die Sprachkurse des steirischen Heimatbundes. Untersteirer, die bei der Wiedererlernung ihrer Muttersprache besondere Fortschritte zeigen, werden dadurch belohnt, daß sie vom Reichspropagandaamt Steiermark zu einem Aufenthalt in die Gauhauptstadt Graz eingeladen werden. Als der Bauer zur Selbsthilfe griff Als in der Systemzeit die Bauern durch jüdische Wucherer und Geldverleiher oft zur Verzweiflung getrieben wurden, als viele Haus und Hof verlassen mußten, schlossen sich in Ostfriesland wie auch in Holstein die Bauern unter der schwarzen Fahne Florian Geyers zusammen. Statt einer messingnen Fahnenspitze trug die Fahne eine lange, scharf geschliffene Sense. Auf dem schwarzen Tuch sah man einen weißen Pflug und ein rotes Schwert, die Sinnbilder des wehrhaften Bauerntums, wie sie Hermann Löns im Wehrwolf gezeichnet hat. Ihr Anführer war der Bauer Geerd Ulferts Iderhoff von Groß=Sande, der mit einer großen Schar Getreuer und Gleichgesinnter auf die Höfe zog, wenn der Vollzugsbeamte kam oder wenn Versteigerungen der Höfe und des Viehs stattfinden sollten, weil der Bauer einfach nicht imstande war, Schulden oder Zinsen zu bezahlen. Mancher Hof wurde so gerettet, manche Viehherde konnte in Nacht und Nebel auf irgendwelchen abseits gelegenen Höf sichergestellt werden. Dieser Mann, der immer gläubig für den Führer und für ein starkes deutsches Bauerntum kämpfte, ist jetzt nach kurzer schwerer Krankheit im 75. Lebensjahr gestorben. Iderhoff mußte wegen dieser seiner Tätigkeit oft vor dem Richter erscheinen und machte deshalb auch oft Bekanntschaft mit den Gefängnissen. Der Rundfunk am Sonnabend Reich'sprogramm: 11.30—12 Uhr: Ueber Land und Meer.— 12.35—12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage.— 14.15—15 Uhr: Bekannte Kapellen spielen„Am laufenden Band“.— 15.30—16 Uhr: Frontberichte.— 16—18 Uhr: Bunter Samstag=Nachmittag.— 18—18.30 Uhr: Unterhaltung mit Hans Bund.— 18.30—19 Uhr: Der Zeitspiegel.— 19.15—19.30 Uhr: Frontberichte.— 20.20—22 Uhr: Gut gelaunte Musik.— 22.30—24 Uhr: Wochenausklang mit zahlreichen Orchestern und Solisten. Deutschlandsender: 17.10—18.30 Uhr: Sinfonische Musik von Dittersdorf, Mozart, Stamitz u. a.— 20.15—21 Uhr: Beschwingte Musik.— 21—22 Uhr: Schöne Melodien aus bekannten Opern. Verlag: Westfälische Tageszeitung G. m. b. H., Münster(Westl.). Verlagsdirektor: Ericb Frintrop(z Z im Felde), 1. V. W. Wittenberg, Biclefeld Hauptschriftleiter: Dr. Anton Elekhoff (z. Z. kommandiert), i. V. Hauptschriftleiter August Prüßner. Druck: Aschendorfische Buchdruckerel. Münster(Westi.) Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 1. Juli 1943 gültig. Der Feurige Gott Roman des Wiener Beethoven Von Heinrich Zerkaulen Fortsetzung) Nein, der Imperator findet keine Zeit, unangenehme Snese zu lesen. In Wirklichkeit, die freilich auf einer überhöhten dene ruht, steigt Moira— das Geschick über den Göt— auf für Napoleon Bonaparte. Sein festes Herz uht Moira unangetastet. Sein Wille bleibt ehern. Nur eine Augen eines pfeilschnellen Falken, der seine Beute unehlbar erkennt und mit rüttelnder- Gewißheit aus ellem Himmel schlägt— diese Augen verkappt Moira. Nicht jäh erlischt Bonapartes Stern. Doch trübt er sich unaufhörlich ein. Und verliert an Höhe. Und verliert tristallblauem Eisesglanz schneeiger Firne.„Sein uneles Flackern nimmt zu von Sonnenbahn zu Sonnenchn, durch Sommer und Winter eines streng bemessenen Lebens. Verhält es sich so? Es verhält sich so. Aus dem Herzen des Reiches Preußen heißt es— steigt die Siegfahne des ruchs. Die rechte Zeit ist erfüllt. Die rechte Tat en rechten Mann! Freiheit ist die glühende Lo9 des flammenden Willens eines Volkes von Helden. e der Weimarer hat sich ein Verslein zurechtgedacht, er sein schönes Haus am Frauenplan verläßt: Magst dem Schicksal widerstehen, Aber manchmal setzt es Schläge, Will's nicht aus dem Wege gehen, Ei, so geh du aus dem Wege! dieses Verslein, das Exzellenz begleitet in seio wagen wiederum ins Böhmische gen Teplitz, echoven diesmal allerdings nicht sein wird, das Hortelsans ind, au8 dunkler Gewalt? Soll der weite renr 2geschlagenem Kragen Exzellenz versen vor den Scharen marschierender freiwilliger Jäger bewsEndlich gelingt es nicht mehr. ele Begeisterter umringt den Wagen. Ein woe. heran.. Er präsentiert das Gewehr. Unter kein Soldat. Jener aber, strahlenden Getut es dennoch: das hüft nun Euer Exzellenz alles nichts, wir haben tannt und sehen es als das günstigste Zeichen an, bei unserem ersten Ausflug Deutschlands gefeiertem Dichter zu begegnen!“ Der Lärm verstummt. Die Jungen nehmen Aufstellung. Der Alte schlägt den Mantel zurück, darin er sich verkroch, um unerkannt zu bleiben. Er ist alt geworden, der Alte. Er war es vor einem Jahre schon, aber jetzt, im Kreise der Lützower, ist es mehr zu sehen. Durch viele Tore geht ein Mensch, bis die Wiese der blühenden Weisheit sich ihm öffnet. Alles Drängende ist durch Goethes Hel, geflossen. Die Lützower wissen es. Eingefangen in sein Werk zeugt jede Stunde der Bewegung und der Stille von den Welten seiner Gedanken. Verwandelt in Klarheit hat sich der Überschwang seiner Jugend, in Erkenntnis sein Feuer, in Schau sein Wissen. Falten zittern ihm um die Augen. Dann und wann schleppen schon müde die Lider über ihre dunklen Sterne. Aber die Kraftfülle spendenden Geistes entblüht immer machtvoller den makellosen Formen, in welche Goethe sein verborgenstes Wesen einströmt, unendlich nach Tiefe und Höhe. Nur die Schwächen seiner Menschlichkeit verbinden ihn noch dem Täglichen. Trotz aller Weltgewandtheit ist die unergründliche Einsamkeit Gesetz und Gott über ihm. Sein Blick trägt längst das Zeichen inwendiger Ferne aus der Erwähltheit, die sich wölbt über Sehnsucht und Erfüllung im Geist unseres ewigen Volkes. Der Alte steigt aus dem Wagen. Er berührt ein Gewehr, das sich ihm darreicht. Erschütterung zeichnet sein Gesicht, leise spricht sein Mund:„Wenn ihr jungen Vaterlandsbefreier meint, daß mein Segen für eure Waffen von Erfolg sein könnte, so sei er euch hiermit von ganzem Herzen erteilt!“ Verhält es sich so? Es verhält sich so. Die Gäule vor dem Wagen ziehen an. Der Jubel der Jungen, die marschieren, marschieren, umbraust noch lange das Ohr des Alten. Es umschwirrt ihn wie ferner Lerchenruf aus glühendem Tag. Die Jungen aber setzen den Namen Goethe gleich Deutschland. Und sie tun recht daran. Denn ein jeglicher messe nach dem Maß seiner inwendigen Ehrfurcht! Daß es zum Guten geschehe, dafür sorgt das Metxonom der flammenden Berufung. Verhält es sich so? Es verhält sich so. Und es lächelt der Feurige, daß Satanas ihn bestehlen will mit einem Messer der Zeit, M. M. genannt, von eines Menschen Hand gefertigt. So klein bleiben die Gekrönten Europas, die fürstlichen, königlichen und kaiserlichen Herren Vettern, daß sie sich des unfaßlich großen Sieges ihrer Heere über Napoleon nicht wert erweisen.„Der Kongreß tanzt. Es geht nicht vorwärts", schreibt der Fürst von Ligne, nachdem die siegreichen Kaisek von Österreich und von Rußland in der Schicksalsstadt Maria Theresias sich getroffen haben, dazu die Könige von Preußen, Dänemark, Bayern, Württemberg, umringt von Vertretern aller Staaten Europas. Zar Alexander, der Rätselvolle und Gesegnete, ist wieder ein Schwärmer und Frauenliebling geworden. Sein schönes Bild, in den Tagen ununterbrochener Feste veröffentlicht, trägt die verächtliche Unterschrift:„Er liebt für alle!" Kaiser Franz möchte das alte Europa wieder hergestellt wissen. Zar Alexander brennt darauf, ein neues Europa alsbald zu proklamieren. Und Gentz, die Feder Metternichs, des in die volle Sonne gerückten Staatskanzlers, vermerkt über seinen Herrn verzweifelt in sein Tagebuch:„Heute nachmittag zum Fürsten gerufen. Drei Stunden lang über affaires du coeur, nur über affaires du coeur geredet, anstatt über Europa!" Zur gleichen Zeit schreibt der Taube an Kanka:„.. alles ist Wahn! Freundschaft, Königreich, Kaisertum, alles nur Nebel, den jeder Windhauch vertreibt und anders gestaltet! Womit soll ich Ihnen in meiner Kunst dienen? Sprechen Sie, wollen Sie das Selbstgespräch eines geflüchteten Königs oder den Meineid eines Usurpators besungen haben?" Doch nicht nur die Weltgeschichte gefällt sich in der Groteske, in der tragikomischen Verkehrung von Ursache und Wirkung, von Opfer und Summe aus dessen Erfolg. Auch das Leben des einzelnen weist mehr oder weniger häufig Widersinnigkeiten von mancherlei Art auf. Waren die Beurteilungen der elementarischen Tonschöpfungen des Einsamen bisher fast immer zum Weinen, so beschert der Treppenwitz seiner Werkgeschichte ihm wenigstens einmal das bittersüße Lachen eines mit furiosem Erfolg Beschenkten, als dieser selbst einen solchen am wenigsten für sich in Anspruch nimmt. Schuld hat die Überbelichtung der besonderen Zeitumstände jener Tage. Der Nachgeborene rückt— billig genug aus dem Abstand— die Vergröberung jener äußeren Aufnahme sachte voll schuldiger Ehrfurcht in das mögliche Maß des harmonischen Wertes eines Teiles zum Ganzen. Nicht die Mondscheinsonate noch die Appassionata, weder die Eroica noch die gewaltige C=Moll, weder der Fidelio noch eine einzige der Leonoren=Ouvertüren, auch keines der Quartette, den Fürsten Lichnowsky und Rasumowsky gewidmet, haben des Meisters Tagesruhm aus dem Munde seiner Zeitgenossen zu begründen vermocht. Dies allein bleibt der Schlachtsinfonie vorbehalten auf Wellingtons Sieg bei Vittoria. Scheu blickt Ludwig van Beethoven auf das brausende Lob seines Namens in allen Gazetten. Ist es möglich? Fragt der äußere Glanz wahrhaftig nicht nach dem Wunden schlagenden Titanenkampf inwendigen Ringens? Muß eines Menschen Ringen mit Pauken und Drommeten sich dartun, um sichtbar und strahlend die flüchtige Krone des flüchtigen Tages auf seinem Haupte zu fühlen? Ja, senke dein Haupt, du großer Zorniger, denn die Kongreßstadt weiß keinen besseren Kompositeur in ihren Mauern für den ehrenvollen Auftrag einer Kantate zum Willkomm der erlauchten Herrschaften als dich, Ludwig van Beethoven. Verherrliche in Tönen die grausame Dichtung„Der glorreiche Augenblick"! Es winkt dafür die Auszeichnung durch das Ehrenbürgerdiplom der Stadt Wien! Aus Berlin wandert indes ein Brief Karl Friedrich Zelters nach Weimar in das Haus am Frauenplan: „Beethoven hat eine Schlachtensinfonie gemacht, woran man so taub werden kann, als er selbst ist. Nun wissen die Weiber auf ein Haar, wie es in einer Schlacht hergeht, wenn auch schon lange niemand mehr begreift, was Musik ist." Gut. Das ist die alte, gewohnte Gegnerschaft. Was aber sicht den gleichen Zelter an, anderntags bereits der Exzellenz eiligst zu berichten:„Gestern abend wurde die Beethovensche Schlachtsinfonie auf dem Theater wiederholt, und ich hörte sie aus der weitesten Ferne am Ende des Parterres, wo sie ohne alle betäubende Wirkung ist und mich ergriffen und erschüttert hat. Das Orchester arbeitet wie ein Schlachtgetümmel. Die Armeen scheinen handgemein zu werden. Sturmlaufen auf Karrees und dergleichen wachsen bis zum höchsten Punkte. Eine Armee weicht, die andere folgt, erst hitzig und nah, dann entfernt. Wie aus dem Boden, dumpf und geheimnisvoll, tönt traurig das Air de Marlborough, darauf Vittoria der Sieger, zuletzt ein komplettes, lebhaftes Siegesstück. Dies alles hängt wirklich gar gut aneinander. Gestern hat es mir ungemein Spaß gemacht. Auch war die Aufführung prächtig, wobei wohl auch zwanzig Violinen mehr nicht zuviel gewesen wären. Vivat Genius, und hol der Teufel alle Kritik!“ Recke dein Haupt, du großer Zorniger, denn es lobt dich dein Gegner! Nun, der Meister wird Zelters Tadel und Zelters Lob niemals zu Gesicht bekommen. Auch ist seine Selbsteinschätzung so wahrhaftig wie jegliche Note seines Schaffens. Des zum Zeichen lacht zwischen den Zeilen eines Briefchens an einen alten Freund ein verstecktes Lachen voller Humoren eigener Verspottung, dazu leiser Beschämung:„Allerliebster Hummel! Ich bitte Dich: dirigiere auch dieses Mal die Trommelfelle und Kanonaden mit Deinem trefflichen Kapellmeister= und Feldzeugherrenstab— tue es, ich bitte Dich. Falls ich Dich einmal kanonieren soll, stehe ich Dir mit Leib und Seel zu Dienst.“ Verhält es sich so? Es verhält sich so. Denn dieser, der die Schlachtsinfonie geschrieben hat, will damit dartun, daß er nicht abseits vom Geschehen lebt. Seit der Stunde, da Ludwig die Heimat am großen Stern verließ, ist der Kriegsgott im doppelten Sinne ihm nicht von der Seite gewichen. Kein Tag grüßt die neue Sonne, an dem nicht auch Beethoven bis in die Seele hinein mit seiner ganzen Mannheit gefordert ist. Die Walstatt seines Herzens unterscheidet sich wenig von der, darauf Wellington siegreich blieb. Entfesselte nicht immer wieder erschütternder Andrang den Kampfesmut gegen die eigenen Gebresten und überflutete tapfer das sehnsüchtige Lied der Klage um Glück— der Ungott der Rache über das Feürige Geschenk der Auserwähltheit eines Sterblichen hätte die Menschenkreatur Ludwig van Beethoven in ihren Leiden längst gefällt! Es gibt kein Werk im Schaffen des Meisters, darin nicht Heere des Zwiespaltes gegeneinander anrennen, bis das starke den Pfeil des Sieges nach oben schnellt, der Gottheit entgegen, welche die Allgewalt ist. Lerne es am handgreiflichen Beispiel der Schlachtsinfonie verstehen, oh Mensch, daß die Schlacht hinter der Schlacht den Ausschlag gibt. So oder so— wir werden alle als Soldaten geboren, um als Soldaten über uns selbst frei entscheiden.(Fortsetzung folgt) zu Konservenblech wird drumgesetzt, hat Rost das Ofenrohr zerfetzt. 7 22. Oktober 1943 Kreiszeitung für den Kreis Ahaus/ Gronauer Nachrichten Nummer 290US Kreisstadt Ahaus Anhaltender Weidegang. Auf den Weiden unseres Kreises Ahaus ist allgemein noch gutes und reichhaltiges Gras vorhanden, so daß der Weidegang des Milchund Jungbiehs noch anhält. Das begrüßt der Bauer, der im übrigen zur Zeit dabei ist, an vor Wind und Kälte möglichst geschützten Stellen die Rübenmieten anzulegen. Zu langgestreckten Haufen lagern hier die in diesem Herbst wieder gut geratenen Runkelrüben und Steckrüben, die im Winter ein kräftiges Milchviehfutter abgeben. Gans als Tabakliebhaberin. Wie mancher Volksgenosse hatte auch ein Almsicker Landwirt, der jetzigen allgemeinen Gepflogenheit folgend, eine Anzahl Tabakpflanzen in seinem Garten gesetzt und gehegt. In diesen Garten geriet eine seiner munteren Gänse. Sie vertilgte den größten Teil des Tabaks mit gutem Appetit. Es ist unbekannt, ob der Gänsemagen besondere Eignung zur Aufnahme frischen Tabaks besitzt, nur soviel wurde festgestellt, daß die Sorge des Geflügelhalters, die Gans könnte Schaden leiden, überflüssig war. Ihr ist nichts geschehen, im Gegenteil, sie scheint Geschmack an der Kost gefunden zu haben, weil sie immer wieder nach dem Garten hinstrebte und ganz energisch vom neuerlichen Einbruch in die Tabakkultur abgewehrt werien wußte. Nur 29 soziale Ehrengerichtsverfahren im Jahre 1942 Im Reichsarbeitsblatt wird der Tätigkeitsbericht der sozialen Ehrengerichte im Jahre 1942 veröffentlicht. Er bestätigt noch eindrucksvoller als in den Vorjahren, wie ungetrübt das Verhältnis zwischen Betriebsführer und Gefolgsleuten in den deutschen Betrieben ist. Denn es brauchten nur 29 Anträge auf Einleitung eines sozialen Ehrengerichtsverfahrens gegenüber 72 im Jahre 1940 und 66 im Jahre 1941 gestellt zu werden. Berücksichtigt man, daß es mehrere Millionen Betriebsführer, gibt. so ist das ein so geringer Satz, daß er in Prozenten nicht einmal ausgedrückt werden kann. Von den eingeleiteten Verfahren wurden 34 Personen, darunter zwei Frauen, betroffen. In 22 Fällen richteten sich die Ehrengerichtsverfahren gegen Betriebsführer, in 8 Fällen gegen Aufsichtspersonen und in 4 Fällen gegen sonstige Gefolgschaftsangehörige. Von den 22 Betriebsführern leiten 8 industrielle Betriebe, 4 handwerkliche und 4 landwirtschaftliche Betriebe. Im übrigen betreffen die Anträge zwei Einzelhandelsgeschäfte zwei Großhandelsmmmnn Wir verdunkeln: Von heute 18.00 Uhr bis morgen früh 6.29 Uhr mn und zwei Gastwirtsbetriebe. Die Anträge betrafen benso wie im Jahre 1941 fast ausschließlich(25 von 29 Fällen) Kränkung der Ehre von Gefolgsleuten. Es handelt sich teils um Beschimpfungen, teils auch um Mißhandlungen, teils um Angriffe gegen die Ehre weib, licher Gefolgschaftsmitglieder. In 6 Fällen richtete sich das unsoziale Verhalten gegen Lehrlinge und Jugendliche. Von den 29 Verfahren haben bisher 28 ihre Erledigung gefunden, und zwar 22 durch rechtskräftige Entscheidung, 5 durch Zurücknahme des Antrages und eines durch Tod. Vierzehnmal wurde eine Geldstrafe erkannt, je einmal wurden eine Warnung und ein Verweis erteilt. Zwei Personen wurde die Befähigung Führer des Betriebes zu sein aberkannt. In drei Fällen erfolgte Freispruch. Kinderbeihilfe bei Umquartierung Beihilfsberechtigten, die aus luftkriegsgefährdeten Gebieten in weniger gefährdete Gebiete umquartiert werden, erhalten die Kinderbeihilfe auch weiterhin durch das bisher zuständige Wohnsitzfinanzamt. Sie müssen ihre neue Anschrift unverzüglich dem Finanzamt, das die Kinderbeihilfe bisher gezahlt hat, anzeigen, damit eine Verzögerung bei der Auszahlung der Kinderbeihilfe nicht eintritt. Beihilfsberechtigte, die ihren Wohnsitz endgültig aus den luftkriegsgefährdeten Gebieten in weniger gefährdete Gebiete verlegen müssen das ebenfalls dem bisher zuständigen Wohnsitzfinanzamt mitteilen. Für die weitere Auszahlung der Kinderbeihilfe wird bei ihnen das Finanzamt des neuen Wohnsitzes zuständig. Kernstück der AS=Wohlfahrtspflege Arbeit an der deutschen Familie— Säuglingsschwester für Wüllen und Ottenstein Der Wille nationalsozialistischer Volksführung, jeden Keim, jede Anlage, jede verschüttete Möglichkeit zu gesunder Familienbildung zur Entwicklung zu bringen, ist ohne Grenzen und er bedarf der Frauen, die ihm in wahrhaft volkstümlichem Sinne helfen, die zahllosen Hilfsmaßnahmen, die Partei und Staat auf sozialem Gebiet geschaffen haben, im Volke wirksam werden zu lassen und sie jeweils an der richtigen Stelle zur Anwendung zu bringen. Zur Durchführung der gestellten Aufgaben hat die Kreisamtsleitung der NSV für die Ortsgruppen Wüllen und Ottenstein Schwester Erna Lömm als Säuglingsschwester eingesetzt. Der Schwerpunkt der Arbeit unserer Gemeindeund Säuglingsschwestern liegt in der krankenpflegerischen Tätigkeit in der Familie. Sie sind aber gleichzeitig mit eingesetzt in der nationalsozialistischen Volkspflege für die Betreuung von Mutter und Kind. Den Angehörigen das Bewußtsein zu geben, daß ihre Lieben sich nicht nur in sachverständiger Pflege befinden, sondern daß auch ihr sehnsüchtiger Wunsch, dem Kranken beizustehen, durch die Schwester zur Ausführung gelangt, bedeutet zahllosen, von Sorgen gepeinigten(Menschen über eine schwere Zeit hinweg Lebensmut und Schaffenskraft zu erhalten. Gegen eine Gefahr, die die schmerzlichsten und in ihrer Schwere gar nicht abzuschätzenden Opfer fordert, setzt sich die von neuem völkischen Lebenswillen erfüllte Gesundheitspflege mit aller Entschlossenheit zur Wehr. Das ist der unnötige Verlust kaum geborenen jun gen Lebens. Schwester Ernahat die Arbeit in den vorgenannten Ortsgruppen übernommen mit dem Ziel, daß die Gesundheit der Kinder sichergestellt und gefördert wird. In den Mütterberatungsstunden und bei den regelmäßigen Hausbesuchen steht Schwester Erna allen Müttern mit Rat und Tat zur Seite. Die Säuglingstursorge erstreckt sich auf die Beratung der Mütter über Ernährung, Kleidung und Pflege des Säuglings. Sollte eine nächtliche Betreuung des Kindes erforderlich sein, so steht Schwester Erna selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Schwester Erna ist in ihrer Wohnung Ahaus. Hovesaat, bei Familie Voit oder unter der Telefonnummer 501 Ahaus zu erreichen. Der Führer sagte einmal: „Menschen kommen und Menschen sterben, aber die Gemeinschaft, aus der sich immer wieder die Nation erneuert, sie soll ewig leben!“ „Die Mütter einer Nation sind die Quellen des ewigen Lebens. In ihren Kindern findet die Nation immer wieder ihre Erneuerung.“ Schutz gegen Winterkrankheiten Wasser und Licht die besten Abhärtungsmittel Sie bedrohen uns wieder, die sogenannten„Win. terkrankheiten“, wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Halsentzündung und so weiter, und wir fragen uns nach dem Universalmittel, das sie verhindern oder wenigstens schnell vertreiben kann. Wir haben es in Luft und Wasser, natürlich in der richtigen Anwendung. Vor allem erweist sich frische Luft als ein vorzügliches Vorbeugungsmittel gegen Erkältungen aller Art. Das tägliche Luftbad im durchlüfteten Zimmer, verbunden mit ein paar gymnastischen Uebungen und dem Bürsten des Körpers mit einer trockenen Hautbürste von den Füßen aufwärts, bewährt sich als ein ausgezeichnetes Mittel, die Widerstandskräfte gegen die Winterkrankheiten zu stärken. Auch tagsüber soll in den Zimmern— in Büroräumen wird noch oft genug gegen diese Regel gesündigt— das Fenster geöffnet werden, damit die verbrauchte Luft durch frische ersetzt wird. Einige Tiefatemzüge füllen die Lungen mit frischem Sauerstoff und mindern die Anfälligkeit. Menschen, die gegen Wasseranwendung als Abhärtungsmittel empfindlich sind, sollten sich der Luftbehandlung zuwenden, die oft besser vertragen wird. Das Körperbürsten stärkt vor allem die Hautfunktion und kräftigt den Blutkreislauf. Wer sich lieber an das Wasser hält, soll immer dessen eingedenk sein, daß kaltes Wasser nur auf einen warmen Körper gebracht werden darf. Ist der Körper kalt, darf man ihm nicht auch noch durch eine kalte Abreibung Blutwärme entziehen. Die beste Wasseranwendung wird immer das Wechselbad sein: erst heiß, dann kalt, ganz gleich ob es sich dabei um eine Ganzwaschung, eine Dusche oder Fußbäder handelt. Vor allem ist für warme Füße zu sorgen; enge Schuhe sind zu vermeiden. Aber das leidige Uebel der kalten Füße kann durch Wechselbäder und Massage— von den Zehen fußaufwärts— sehr oft wirksam und dauernd gebessert werden. Für diese Wechselfußbäder braucht man zwei Eimer mit 38 und 18 Grad warmem Wasser. Fünfzig Sekunden bleiben die Füße im warmen, fünf Sekunden im kalten Wasser. Warm beginnen, kalt aufhören und fünfmal wechseln ist die beste Methode der Anwendung. Beginnende Erkältungen kann man oft schnell durch ansteigende Teilbäder zum Verschwinden bringen. Je nach dem Körperteil, der sich im Wasser befindet, haben diese Bäder ihren Namen: Unterarm=, Bein=, Sitz= oder Halbbad. Das Verdem Kreis Ahaus=Coesfeld Wort zur Sparwoche 1943 In diesem harten Kriege muß auf vieles verzichtet werden, denn die Erhaltung und Stärkung der Rüstungskraft geht allem anderen vor. Nach dem Kriege sollen die vielen Wünsche ihre Erfüllung finden, die jetzt zurücktreten müssen. Um alsdann das Geld zu Verfügung zu haben, muß jeder Pfennig, der erübrigt werden kann, gespart werden. Aus Pfennigen, Groschen und Markbeträgen wird schließlich ein Vermögen. So sehen die Sparer ihr Guthaben ständig wachsen, wozu allmählich auch die Zinsgutschriften beitragen. Wer spart, braucht niemals zu borgen, denn:„Borgen macht Sorgen!“ Wer spart, erhöht damit auch die deutsche Rüstungskraft und trägt zum Endsieg bei. Ersparnisse sollen aber nicht zu Hause aufbewahrt werden, wo sie gar zu leicht dem Verlust ausgesetzt sind. Spargelder gehören auf ein Sparkonto oder können in Schuldverschreibungen, z. B. in Reichswerten, angelegt werden. Entscheidend ist daß ein jeder spart. Die Sparwoch. vom 23. bis' 30. Oktober ruft jeden Deutschen zum Sparen auf. Wer noch abseits stand, möge sich jetzt zum Svaren entschließen. Folge ein jeder dem Rufe der Sparwoche: Nun erst recht sparen! Wüllen. Die angesetzte Kundgebung im Lokale Temme mußte aus technischen Gründen verschoben werden. Sie wird in Kürze stattfinden. Wir werden rechtzeitig darauf hinweisen. Nienborg. Vom Jugendsport. Vor zahlreichen Zuschauern trugen die Jugendmannschaften von Nienborg und Epe hier ein Bannwettspiel aus. Epe ging nach halbstündiger Spieldauer in Führung. Ein den Nienborgern zugesprochener Elfmeter wurde vom Eper Torwart gehalten. Nach Seitenwechsel waren die Hiesigen tonangebend, hatten aber vorm Tor Schußpech. Die Gäste dagegen vermochten den Vorsprung auf 2:0 zu erhöhen. Dann aber schossen unsere Stürmer in der letzten Viertelstunde zwei Tore und gingen mit einem 2:2-Ergebnis ehrenvoll aus dem Treffen hervor. Vreden. Für besondere Tapferkeit. Der Unteroffizier Josef Gerwer aus Vreden wurde im Osten für besondere Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Eggerode. Neue Leitung im NSV=Kindergarten. Fräulein Irmgard Ott aus Ascheberg, die bis jetzt am NSV=Kindergarten Ellewick bei Vreden tätig war, wurde von der Kreisamtsleitung Ahaus mit der Leitung des hiesigen NSV=Kindergartens betraut. Mögen Eltern und Kinder der neuen Tante Irmgard in gleichem Maße Liebe und Vertrauen entgegenbringen wie der scheidenden Tante Grete, die hier fast ein Jahr erfolgreich wirkte. Grete Sommer aus Coesfeld stellte sich dem Deutschen Roten Kren, zur Verfügung. Stadtlohn. Kauft am Tage! Jetzt, bei Eintritt der früheren Dunkelheit, geht an die Käuferschaft die dringende Bitte, möglichst bei Tageslicht die Einkäufe zu tätigen. Man hilft so Strom sparen, und das liegt im vaterländischen Interesse. Die Geschäftswelt braucht viel später Licht zu machen, wenn man gerade in den Stunden der beginnenden Dunkelheit die Geschäfte meidet. Auf die Gesamtheit umgerechnet, wird so eine gewaltige Menge Strom gespart. Stadtlohn. Setzt die Graber instand! Noch immer muß man bei einem Gang über unseren Friedhof die betrübliche Feststellung machen, daß an vielen Gräbern auch nicht das Notwendigste instandgesetzt ist. Es ist verständlich, daß die Friedhofsverwaltung über diese Nachlässigkeit recht verärgert ist, zumal sie sich alle erdenkliche Mühe gibt zur schönen Gestaltung. Es ergeht daher das dringende Ersuchen, die Grabstätten nunmehr unverweilt in Ordnung zu bringen. Coesfeld. Stadtbaurat Wolters 75 Jahre alt. Der einem alteingesessenen Coesfelder Bürgergeschlecht entstammende Stadtbaurat a. D. Hermann Wolters zu Coesfeld vollendete am 20. Oktober 1943 das 75. Lebensjahr. Stadtbaurat Wolters erfreut sich in seiner Vaterstadt des besten Ansehens. Rund 36 Jahre, nämlich von 1900 bis 1936, leitete dieser schöpferische Baumeister und umsichtige Verwaltungsbeamte das Stadtbauamt. Vor seiner Tätigkeit in der Stadt Coesfeld stand Stadtbaurat Wolters als Regierungsbaumeister in Diensten des Staates. Billerbeck. Vorsicht beim Verkauf von Zuchttieren! Unsere Kaninchen= und auch Hühnerzüchter müssen beim Verkauf von hochwertigen Zuchttieren eine gewisse Vorsicht walten lassen. Die Nachfragen nach Kleintieren ist heute naturgemäß sehr stark. Schlachttiere sind aber kaum käuflich zu erwerben. Nun ist es in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß hochwertige Zuchttiere, die zum Verkauf angeboten wurden, von gewissenlosen Zeugenossen, bei denen es auf das Geld nicht ankommt, gekauft werden, um dann schnellstens abgeschlachtet zu werden. Eine solche Handlungsweise ist nicht nur zu verwerfen, weil es sich hier um Spitzentiere handelt, sondern auch strafbar. Solche Tiere dürfen nur zu Zuchtzwecken verwendet werden. Für Schlachttiere sind zudem besondere Stoppreise festgesetzt, die in gar keinem Verhättnis zu dem der Zuchttiere stehen. fahren ist folgendes: körperwarmes Wasser(37 Grad C) bringt man in entsprechender Wanne durch langsames Nachgießen heißen Wassers im Verlauf von etwa einer Viertelstunde auf 42—45 Grad. je nachdem es vertragen wird. Die Badezeit darf höchstens 30 Minuten dauern. Die nicht im Wasser befindlichen Körperteile müssen mit Wolldecken gut zugedeckt sein, damit kein Wärmeverlust stattfindet. Nach dem Bad nur leicht abtrocknen und in ein gewärmtes Laken gewickelt im Bett„nachdünsten“. Nach etwa einer Stunde den Körper mit einer wechselwarmen Ganzwaschung erfrischen. Diese Teilbäder sind ein vorzügliches Mittel, im Entstehen begriffene Erkältungskrankheiten zu bekämpfen. Was macht die Zuckersparkasse? Im letzten Jahre meinten viele Hausfrauen, daß es infolge des Verlangens nach süßen Speisen schwierig geworden sei, eine Zuckersparkasse anzulegen. Durch den bevorstehenden Sondervorgriff auf Zucker wird es aber doch wieder möglich gemacht, den Grunustock zu einer Zuckersparkasse zu schaffen. Warum sollen wir den Schaffende sammeln, Schaffende Zucker auf Vorgriff kaufen, die Einmachzeit ist ja vor= Schuffende summelsi, über? Diese Frage ist von vielen Hausfrauen gestellt worden. Die frühere Verteilung der großen Zuckerlage in die Haushalte ist als Vorsichtsmaßnahme anzusehen. Bei irgendwelchen Störungen hat die Hausfrau die ihr zustehenden Zuckermengen schon im Haushalt und kann ohne Unterbrechung darüber laufend verfügen. Was wird, wenn durch Bombenschaden der auf Sondervorrat bezogene Zucker vernichtet ist? Wird der Nachweis des Verlustes einwandfrei geführt, stehen dem Verbraucher die für den laufenden Versorgungsabschnitt zustehenden Zuckermengen zu und werden ihm durch Aushändigung der entsprechenden Karten zuerkannt. Am ratsamsten ist es, die Hausfrau wiegt die eingekauften Mengen zunächst für die einzelnen Zuteilungsperioden auseinander und gibt die Mengen in entsprechende Behälter, wie Büchsen oder leere Einmachgläser, die sie mit Aufschriften versieht. Von diesen eingeteilten Mengen kann eine kleine Menge, vielleicht ei Fünftel, sofort abgenommen und gesondert in ein Glas, die Zuckersparkasse gegeben werden. Es muß nun, ungeachtet der aufbewahrten Vorräte, weiter sparsamst mit dem Zucker umgegangen werden. Der tägliche Kaffee oder Teee werden möglichst schon im ganzen in der Kanne leicht gesüßt auf den Tisch gebracht. In einem Haushalt mit Kindern kann man ebenfalls, trotz oft gegenteiliger Meinung vieler Mütter, Zucker sparsamst einteilen, wenn Breie und Suppen für die Kleinen nur leicht gesüßt auf den Tisch kommen. Kriegsentgegenkommen der Finanzämter bei der Buchführung Nach einer Mitteilung werden die Finanzämter in ihren Anforderungen an die Gestaltung der Buchführung zum Zwecke der sachlichen Arbeitserleichterung für die Betriebe während des Kreges ein gewisses Entgegenkommen bekunden. An sich muß die Buchführung förmlich in Ordnung und sachlich richtig sein. Förmliche Mängel besagen jedoch nicht, daß die Buchführung auch sachliche Unrichtigkeiten enthält. Die Reichsfinanzverwaltung wird eine Buchführung wegen förmlicher Mängel während des Krieges nur dann als Besteuerungsgrundlage ablehnen, wenn die förmlichen Mängel erheblich sind oder wenn sie die Vermutung zulassen, daß die Buchführung auch sachliche Unrichtigkeiten enthält. Jede Nichtverbuchung einer Betriebspermögensveränderung oder auch nur Betriebsvermögensumschichtung, jeder Fehler in der übertragung und jeder Fehler in der Jahresabschlußbilanz oder im Bestandsverzeichnis stellt seine sachliche Unrichtigkeit dar. Die Finanzämter werden während des Krieges eine Buchführung, die sachliche Unrichtigkeiten enthält, als Besteuerungsgrundlage nur ablehnen, wenn 1. die festgestellten sachlichen Unrichtigkeiten nicht ohne Schwierigkeit zu beseitigen sind oder wenn 2. die Vermutung besteht, daß außer den festgestellten weitere sachliche Unrichtigkeiten enthalten sind oder wenn 3. geeignet Merkmale von vornherein keinen Zweifel darüber lassen, daß die Buchführung sachliche Unrichtigkeiten enthält. Annahme von Mangelware Die Pflicht des Gewerbetreibenden zur gerechten Verteilung Nach einer Entscheidung des Landgerichts Guben ist die Annahme von Mangelware durch einen Gewerbetreibenden auch dann strafbar, wenn sie auch ohne Beziehung auf ein bestimmtes Geschäft gegeben wird, um damit eine zukünftige Bevorzugung zu erreichen. Zu dieser Entscheidung führte folgender Fall: Der Angeklagte betrieb ein Schuhgeschäft: Bei einer am 11. März 1943 in seiner Wohnung durchgeführten Haussuchung wurden etwa neun Kilogramm Speck, drei Dauerwürste von einem Kilogramm und 133 Eier in einem Abstellraum neben der Küche gefunden. Der Angeklagte hatte diese und andere inzwischen verbrauchte Lebensmittel, wie Butter und Mehl, einmal auch eine Brotkarte, von seiner Landkundschaft erhalten. Die Kunden, die ihm Lebensmittel bringen wollten, gingen meist zunächst durch den Laden in seine Wohnung und wurden, nachdem sie dort ihre Ware abgeliefert hatten, von dem Angeklagten oder einer Angestellten bedient. Zum Teil brachten sie auch etwas, wenn sie nicht gleichzeitig Schuhe kaufen wollten. Daß diese Kunden vom Angeklagten irgendwie bevorzugt wurden, konnte nicht festgestellt werden. Die Strafbarkeit des Verhaltens des Kaufmannes begründet das Reichsgericht wie folgt: Der Angeklagte hat durch die Annahme von Lebensmitteln fortgesetzt gegen Paragraph la der Kriegswirtschaftsverordnung verstoßen. Denn nicht nur das ausdrückliche Fordern einer Gegenleistung für eine Bevorzugung, sondern auch die Annahme verknappter Waren, deren Hingabe in der erkennbaren Erwartung geschieht, ist strafbar, selbst wen nder Kaufmann den Käufer gar nicht bevorzugen will. Eine Beziehung zu einem bestimmten Geschäft ist also nicht erforderlich. Gleich dem Beamten hat auch der Gewerbetreibende die Pflicht,„seinen Willen zu gerechter Verteilung der Waren und damit zu einwandfreier Erfüllung seiner Berufspflichten nach außen zweifelsfrei zu dokumentieren"(Rietzsch=Peren=Schneider, Das Strafrecht der Verbrauchsregelung„S. 251). Auch für ihn gelten deshalb die für die Beamtenbestechung entwickelten strengen Grundsätze. Daß die Landkundschaft Eier, Speck und andere begehrte Lebensmittel nicht aus reiner Freundschaft den Geschäftsleuten ins Haus bringt, sondern in der Erwartung dafür eine Gegenleistung zu erhaltn, bedarf keines Zweifels. Der Angeklagte wie jeder Geschäftsmann weiß das natürlich. Münsterländische Chronik Münster. 181. Milchviehversteigerung. Die Westf. Pronzial=Viehverwertungsgenossenschaft eGmbH, Münster, hielt am Donnerstag, dem 20. Oktober 1943, in Münster eine Milchviehversteigerung ab. Auf dieser Versteigerung kamen ca. 180 hochtragende und frischmelke Kühe und Rinder von guter Qualität zum Auftrieb, die vorher amtstierärztlich untersucht waren. Ochtrup. Zu einem Großbrande wurde die Feuerwehr Ochtrup alarmiert. Es handelte sich um ein Feuer, das im Laumannschen Anwesen auf Meteler Gebiet ausgebrochen war.„Die Meteler Wehr griff bald ein, aber der großen Ausdehnung des Feuers wegen wurde es notwendig, die schwere Löschgruppe der Ochtruper Wehr einzusetzen. In dreistündiger angestrengter Arbeit gelang es, die Kornscheune und den Schweinestall zu retten. Obbenbüren. Jugendlicher Ausreißer. Ein vierähriger Junge aus der Bahnhofstraße bekam von einem Bekannten eine Fahrkarte zum Spielen geschenkt. Unternehmungslustig ging der Vierjährige zum Bahnhof und bestieg einen Zug in Richtung Rheine. In Hörstel verließ der Kleine den Zug. An der Sperre fiel der Junge einem Bahnbeamten auf. Durch die NSV konnte der Kleine wieder zu seiner Mutter zurückgebracht werden. Wieder einmal sammelt die Deutsche Arbele im Rahmen des Kriegs-Winterhilfswerkes 194 Wiederum wird das kommende Ergebnis bisherigen Ergebnisse unsern plutokratisch-bolscheschen Feinden beweisen, daß Front und H schlossen zum Endkampf für Führer, Volk und n. land angetreten ist. So wie die deutsche Wehrmacht in sallen ta Europas das geliebte Vaterland schützt, so wollenunsern Männern, Söhnen und Brüdern durch mi. Opfer bekunden, daß trotz Terror Heimat und 3uunverbrüchlich zusammenhält. e Trage auch Du, deutscher Volksgenosse, iy Reichsstraßensammlung des Kriegs-Winterhisfen1943/44 mit Deinem Opfer dazu bei und beweise 1 Du zu noch größeren Opfern bereit bist, bis gültige Sieg an unsern Fahnen geheftet ist. Es lebe der Führer! Heil Hitler! V. Kreisobmann der DAF, der RSDAP. Tewes, Kreisleiter der NSDAP, Bereichsleiter Stenda, Gronauer Chronik Ehrung einer kinderreichen Familie. Den EheleuBenedikt Mayer, Enscheder Straße 159, wurde. das 7. lebend geborene Kind die Ehrengabe der Ste Gronau im Werte von 100 Reichsmark nebst eieGlückwunschschreiben des Bürgermeisters überreicht. Beflaggung nur bei besonderem Aufruf. Ensime chend der seit Kriegsbeginn bereits geübten Ho habung ist jetzt durch eine Verordnung des Reitinnenministers klargestellt worden, daß während Krieges an den regelmäßigen allgemeinen Beflaggunetagen die allgemeine Beflaggung unterbleibt, we dazu nicht besonders aufgerufen wird. Feind unserer Obstbäume. In unseren Gänherrscht rege Tätigkeit. Erfreulich ist zu beobach daß die Obstzüchter die Aepfelbäume durch Anleuvon Leimringen schützen. Eine gute Ernte wird Mühe lohnen. Immer rechts gehen! Wenn sich jeder darwöhnt, bei anbrechender Dunkelheit rechts zu geh können schmerzhafte Zusammenstöße, wie vorgesen abend in der Innenstadt, vermieden werden. Keine Schlachtfeite auf Urlauberkarte. Auf Margarineabschnitte der Urlauberkarte kann auc Verhältnis 5:4 Speiseöl bezogen werden. Die frü vorgesehene Bezugsmöglichkeit von Speck und Schme ist dagegen weggefallen. Die Fleischereibetriebe deshalb nicht berechtigt, jetzt noch auf Margariabschnitte der Urlauberkarte Schlachtfette abzugeben Wichtig für alle Handwerker! Die Gauwirtschatz kammer Westfalen=Nord, Abteilung Handwerk(Hudelskammer), ist von jetzt ab unter der Ansch „Münster(Westf.), Aegidiikirchplatz 3“ zu erreich Vorläufiger Telephonanschluß: Münster 22992(d Kahmann). Die Kasse der Kreishandwerkerschaft u die Lehrlingsrolle sind in dem Gebäude der Lewerkstatt für das Baugewerbe, Maximilianstraße 1. untergebracht. Reisebeihilfen für siedlungswillige Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekan daß siedlungswillige Kriegsteilnehmer, die zur E haftmachung in den wiedergewonnenen Siedlungstis men kommen, aus Anlaß der hiermit in Zusammenhan stehenden Reisen Beihilfe erhalten können, uno zu für die Hin= und Rückfahrt zur Besichtigung, für d Zureise zur übernahme eines ausgewählten Objek wie für die Hin= und Rückreise zur Ausführung der übr. siedlung. Für die Reisen muß die Zustimmung Wehrmachtdienststelle vorliegen. Für die Antragstelug ist bei Besichtigungsreisen der für den Wohnort Antragstellers zuständige Wehrmachtfürsorgeoffist maßgebend, für die übrigen Reisen der für das Anselungsgebiet zuständige Siedlungsreferent. Wenn Mitreise der Ehefrau von diesen für erforderlich gchten wird, so können auch für die Ehefrau die gleiche Beihilfen gewährt werden. In der Ruͤbenernte Einsäuerung von Zuckerrübenblatt— Verwertung wirtschaftlichen Futters Die zusätzliche Futterbeschaffung durch den Zwischenfruchtbau, die damit verbundene Ertragssteigerung der nachfolgenden Kulturen und die Ausweitung des Hausruchtanbaues haben die Futtergrundlage erheblich verbreitert. Der Herbst bringt in den landwirtschaftlichen Betrieben mit starkem Zuckerrübenanbau einen reichlichen Futteranfall in Form von Rübenblatt; aber auch in den Betrieben, die Futterrüben anbauen, fallen bei der Ernte erhebliche Mengen Rübenblatt an. Der Futterwert des Rübenblattes wird nicht selten unterschätzt Nach Professor Dr. Kellner erhalten Zuckerrübenblätter 1,4 Prozent verdauliches Eiweiß und einen Stärkewert je Doppelzentner von 7,2 kg. Eine Durchschnittsernte von 250 dz/ha Rübenblatt liefert somit 3,5 dz verdauliches Eiweiß und 18 dz Stärkewert. Doch nicht#allein produzieren, sondern haushälterisch mit dem erzeugten Futter umgehen, einen im Sommer 6zw. im Herbst anfallenden Ueberschuß für die Winterfütterung aufheben, ist eine Forderung der Zeit. Das frische Rübenkraut soll nur so lange gefüttert werden, als es wirklich noch frisch ist. Mit Zuckerrübenblättern bei entsprechender Zugabe von Trockenfutter kann man Milchvieh ohne Kraftfutter zur höchsten Leistung bringen, worauf auch bereits das günstige Eiweiß=Stärkeverhältnis hinweist. Faulende und mit Erde beschmutzte Blätter wirken nachteilig auf die Verdauungsorgane und erzeugen Durchfall, worunter die Ausnutzung des gansen Futters leidet. Größere Mengen Rübenblätter wird man zweckmäßig einsäuern. Auf jeden Fall stellen engesäuerte Rübenblätter ein verhältnismäßig eiweißre ches und hochverdauliches Futter dar, das zwar dWert von Klee nicht erreicht, sich aber für Milchon sehr gut eignet, in Verbindung mit kleinen Gaben 9 kuchen, die bei der Ausweitung des Ölfruchtanbauesgrößeren Mengen anfallen, die vielfach kohlehydran chen aber eiweißarmen Futterrationen für Milchkühe Winter verbessert und so in hohem Maße zur Ergelung der Intensität der Milchwirtschaft beiträgt. Verantwortl. Schriftleiter für den heimatl. Teil: H. Schienn Familien-Nachrichten Rudolf. Unsere Renate hat ihr Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude: Frau Elisabeth Blömers geb. Treffer, Karl Blömers. z. Z/ Wehrmacht. Gronau i. W., 17. 10. 43. Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Bernard Oergel. Thresi Oergel geb. Roereger. Burgsteinfurt i. W., Bagnostr., 23. 10. 1943. Für die uns anläßl. unserer Verlobyng erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Berta Zierdt. z. Z. Nordhausen(Harz). Alfons Rohlmann. Ltn. d. R., z. Z. im Felde. Für die Aufmerksamkeiten und Glückwünschę zu unserer goldenen Hochzeit danken wir allen recht herzlichst. Alfons Raus, Frau Raus geb. Möllers, Leer i.W. Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeitn anläßlich unserer Silberhochzeit sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Ludwig Schwoerer und Frau. Ahaus. Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Tode unseres lieben Verstorbenen danken wir allen herzlich. Frau Albert Kasprowiak und Kinder, Gronau. Statt besonderer Anzeige. Am 14. 10. 43 starb nach einer schweren Krankheit, die er sich im Felde zugezogen hatte, mein lieber, sunvergeßlicher Mann, der beste, treusorgende Vater meiner beiden Kinder, mein lieber, einziger Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter Uffz. Heinrich Schomacker Zugführer i. e. Artl.-Sturmabt. im Alter von fast 30 Jahren. Sein Leben war ausgefüllt mit Liebe und Sorge für die Seinen. Nach fünfjähriger glücklicher Ehe ging er für immer von uns. Um ein Gedenken im Gebete bitten in tiefer Trauer: Frau Elisabeth Schomacker geb. Schürbüscher und alle Angehörigen. Dolberg über Ahlen, Dorf 37, 16. Okt. 1943.— Beerdigung hat am Dienstag, 19. Okt., 9 Uhr mit anschl. Seelenamt stattgefunden. Für die vielen Beweise tröstender Anteilnahme beim Heldentode meines lieben Mannes, meines Kindes treusorgenden Vaters, meines guten Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers u. Onkels sagen wir allen herzlichen Dank. Im Namen aller Angehörigen: Angehörigen: Frau Wwe. Elis. Becker geb. Hüsing u. Söhnchen Heinz. Ahaus. Nach Gottes hl. Willen entschlief nach einem religiösen Leben mein lieber Mann, unker guter Vater und Onkel Landesoberinspektor Heinrich Schlickau In tiefer Trauer: Anna Schlickau geb. Poschmann und Kinder. Gronau(Westf.). Münster, Berlin, Hamburg, Dortmund, Siegen, den 19. Okt. 1943.— Lev.Seelenamt findet statt Samstag, 23. Okt., 9.30 Uhr in der Pfarrkirche zu Gronau. Lichtspiel-Theater Amtliches Gronau: Privatschlachtungen. Ab 25: Okt. 1943 Privatschlachlungen nur Montags. Gronau i. W.. d. 20. 10. 1943. Die Schlachthofverwaltung. Zugausfall am Sonntag. d. 24. 10. 43. auf der Strecke SoestBelecke. Am 24. 10. 43 wird der Streckenabschnitt Allagen-Sichtigvor-Belecke von 8 bis 18(vielleicht auch bis. 20) Uhr gesperrt. Personenzüge verkehren in dieser Zeit nur zwischen Soest und Allagen und zwischen Belecke und Brilon-Stadt. Reisende aus Richtung Soest nach Belecke. Warstein. Rüthen. Scharfenberg. Brilon-Stadt müssen über Lippstadt fahren. Direktion der Westfäl. Landeseisenbahn. Apollo- Theater Gronau. Täglich 19.30 bis einschl. Mittwoch, Samstags auch 16 Uhr, Sonntags 14.30, 17 u. 19.30 Uhr„Der ewige Klang“. Ein Terra-Film mit Olga Tschechowa, Elfriede Datzig. Rudolf Prack. E. W. Borchert, O. E." Hasse. Georg Vogelsang, Regie: Günther Rittau— Was der zauberhafte Klang einer Meistergeige zu vollbringen vermag, schildert in packender Handlung dieser stark dramatische Film, dessen Geschehen, in wundervollen Bildern gestaltet, zugleich eine stimmungsvolle Deutung in der Musik Franz Grothes findet.— Jugendl, ab 14 Jahren haben zu den Nachmittagsvorstellungen Zutritt. Bei Fliegeralarm in den Abendvorstellungen wird nach der Entwarnung weitergespielt, wenn der Alarm bis 22 Uhreoder früher zu Ende ist. 10 Min. nach der Entwarnung beginnt die Vorstellung. Walhalla-Theater Gronau. Täglich 19 30 Uhr bis einschl. Montag. Jetzt auch jeden Samstag 16 Uhr u. 19.30 Uhr. Sonntags 14.30, 17 u. 19.30 Uhr. Ein neuer großer Wien-Film steht im Mittelpunkt der Betrachtungen:„Wien 1910“. In der dichterischen Deutung Gerhard Menzels und von einer faszinierenden Spannung erfüllt, ballt der Film die Ereignisse von nur drei Tagen zusammen— und Wirken des größten Bürgermeisters, den Wien je besaß, das Leben Dr. Karl Luegers. Rudolf Forster als Lueger, Heinrich George als Ritter von Schönerer u. Lil Dagover in der Rolle der Jugendfreundin Luegers, stehen an der Spitze eines großen Ensembles.— Deutsche Wochenschau und Kulturfilm.— Jugendliche ab 14 Jahren zugelassen(Samstagund Sonntagnachmittag).— Bei Fliegeralarm in den. Abendvorstellungen wird nach der Entwarnung weitergespielt, wenn der Alarm bis 22 Uhr oder früher beendigt ist. 10 Min. nach der Entwarnung beginnt die Vorstellung. Veranstaltungen In d. Traberzentrale d. Westens, Gelsenkirchen. finden auch am kommenden Sonntag, 24. Okt. 43, wiederum die volkstümlichen u. interessanten Trabrennen statt. Sie erreichen vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen die Trabrennbahn mit der Linie 17. Beginn der Rennen um 13 Uhr. 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