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Wer gewann die Winterschlacht Ueberragendste militärische und menschliche Leistungen unserer Truppen Ungeheure Verluste der Sowjets— Moskau:„Abschluß der Winterkämpfe Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung rd. Berlin, 4. April. In eine seit langer Zeit nicht mehr spürbare Ruhe an der Ostfront dringen plötzlich laute Rufe der Bolschewisten, die in einer umfangreichen Meldung ihren Komplizen über See den„Abschluß der Winterschlacht" bekanntgeben. Die Meldung kommt etwas spät und nicht ganz begründet, denn wenn es nach den Wünschen der Sowjets gegangen wäre, dann wäre die Winterschlacht nicht vor vier Wochen zu Ende gegangen, sondern sie würde noch andauern. Außerdem würden die Stellungen nicht am Don verlaufen, sondern viel weiter westlich. In Wirklichkeit haben nicht die Bolschewisten die Winterschlacht im Osten beendet, sondern die deutsche Truppenführung hielt die bolschewistische Offensive dort auf, wo es ihr im Hinblick auf Nachschubverbindungen und aus strategischen Gründen geboten erschien. Dies liegt Wochen zurück, und seither bleiben alle bolschewistischen Versuche, die Winterschlacht noch einmal in Gang zu bringen, troß der Massen opfer an Sowjetsoldaten und Panzer= und Flugzeugmaterial völlig vergeblich. Wenn nunmehr seitens der Bolschewisten verkündet wurde, daß sie „Schlub gemacht" haben, dann nehmen wir dies als Eingeständnis zur Kenttnis, daß sie nunmehr endgültig auf die Erreichung ihrer utopischen Angriffsziele verzichten mußten. Naturgemäß entsteht die Frage: Wer hat nun die Winterschlacht im Osten eigentlich gewonnen? Zu Beginn der bolschewistischen Offensive standen die deutschen Truppen bei Woronesch, verbündete Truppen, insbesondere rumänische und italienische Divisionen, hielten das Westufer des Don besetzt, die 6. Armee hatte Stalingrad erobert, südlich davon waren Späh= und Stoßtrupps in die Kalmückensteppe eingedrungen, und zur Hälfte gehörte uns der Nordrand des Kaukasus. Heute reicht die Frontlinie von der Nordspitze des Asowschen Meeres von Taganrog bis Leningrad in allgemeiner Nordsüdrichtung. Ein flüchtiger Blick auf die Karte könnte deshalb den Eindrück aufkommen lassen, als hätten die Bolschewisten— wie sie behaupten— große Erfolge errungen. Wenn man sich jedoch das esamtgeschehen dieses ganzen Östkrieges einmal vergegenwärtigt, dann muß man zu dem Schluß kommen, daß die Bolschewisten im Grunde genommen sich noch in genau derselben schwierigen Situation befinden wie zu Beginn ihrer Winteroffensive; ja, man kann sogar die Vermutung aussprechen, daß die Gesamtlage der Bolschewisten in diesem Winter noch schlimmer geworden ist. Nachdem die deutschen Truppen einen großen Teil des euronäischen Territoriums der Sowjetunion besetzt hatten, wurde die militärische Lage und auch die Versorgungslage der Bolschewisten so schwierig, daß sie versuchen mußten, mit einer gewaltigen Großoffensive, hinter der schon das Gespenst der Verzweiflung grinste, das Blatt dieses Krieges schnellstens zu wenden. Es blieb ihnen hierfür nicht etwa die Zeit zu genauester Vorbereitung. sondern sie kannten nur das Gesetz der Massen, dem sie sich physisch und psychisch unterworfen Mit mehr als 50 Nachtjagdsiegen ist Eichenlaubträger Major Lent zur Zeit Deutschlands erfolgreichster Naghtjäger. PK-Aufn.: Kriegsberichter Doelfs(Sch.) haben. Ihr Hauptstoß richtete sich gegen die Stellungen längs des Don mit einem vorläufigen Ziel am Asowschen Meer mit der strategischen Absicht, die gesamten Kaukasustruppen von ihren rückwärtigen Verbindungen abzuschneiden und durch spätere, weiter nördlich zu unternehmende Offensivstöße die Ukraine zu überrennen, so daß damit der gesamte Südflügel der deutschen Ostfront zum Einsturz kam, Wäre diese Zielsetzung gelungen, dann wäre der deutschen Östfront in der Tat eine Niederlage bereitet worden, wenngleich auch selbst in diesem für Deutschland ungünstigsten Falle eine kriegsentscheidende Wendung wohl kaum die unmittelbare Folge gewesen wäre. Alles das, was sich als Folgeerscheinung des bolschewistischen Einbruches an der Donfront im Verlaufe dieses Winters ereignete, ist sowohl strategisch gesehen als auch als Einzelleistung jeden deutschen Ostkämpfers eine gewaltige Tat, die, obwohl es auf den ersten Blick nicht den Anschein haben mag, zu den überragendsten militärischen und menschlichen Leistungen der Kriegsgeschichte überhaupt gezählt werden wird. Die deutsche Truppenführung bewahrte völlige Ruhe und stellte den bolschewistischen Stoßarmeen zum Zwecke der Verzögerung der Sowietoffensive Kampfgruppen entgegen, die, klein an Zahl, sich manchmal aus rückwärtigen Stäben, Trossen oder Nachschubtruppen zusammensetzten. Diese Kampfgruppen, die mitunter aus Soldaten bestanden, denen der Fronteinsatz ungewoynt war. haben dennoch in zäher Unbeugsamkeit die bolschewistische Offensive so verlangsamt. daß ein Rückzug der Kaukasustruppen in aller Ruhe und Ordnung vor sich gehen und daß das gesamte Material geborgen werden konnte. Man konnte sogar gestatten, daß sich Zehntausende von Landeseinwohnern dem deutschen Rückmarsch anschlossen. Selbstverständlich geschah die Rücknahme der Kaukasustruppen ohne jeden Feinddruck. Die weitere Entwicklung der Winterschlacht hat die Maßnahmen der deutschen Truppenführung vollauf gerechtfertigt, und so gelang es unter dem Schutz des heldenmütigen Ausharrens der 6. Armee in Stalin11 grad. das Hauptziel der Sowjetoffensive zunichte zu machen. Inzwischen haben die Sowjets das von uns freigegebene Gelände wieder besetzt. Erfahrungsgemäß sind Ländereien, über die zweimal der Krieg hinweggebraust ist. für lange Zeit wenig brauchbar, so daß der Wiederbesitz für die Bolschewisten kaum als ein Gewinn angesprochen werden kann. Aber selbst wenn man den Bolschewisten zugesteht, daß sie nunmehr so und so viele Ortschaften oder vielmehr das, was früher Ortschaften gewesen sind, zurückgewonnen haben, bleibt immer noch die Frage offen: Was haben die Bolschewisten mit ihrer Winteroffensive eigentlich erreicht? Die deutsche Wehrmacht steht nach wie vor tief im Herzen des europäischen Rußland und hält die wichtigsten Nahrungsmittel= und Rohstoffgebiete in der Ukraine und im Donezgebiet unter ihrer Kontrolle. Dafür haben die Bolschewisten Angriffsarmeen eingebüßt, die im weiteren Verlauf dieses Krieges sowohl menschen- als auch materialmäßig überhaupt nicht mehr ersetzt werden können. Es ist den Sowiets nicht gelungen, eine entscheidende Wendung an der Östfront herbeizuführen. Von einer sich irgendwie abzeichnenden von ihnen erzwungenen Kriegsentscheidung kann überhaupt keine Rede sein. Die sowietische Mitteilung, daß ihre Winteroffensive jetzt ihr Ende erreicht hat, ist also in Wirklichkeit das Eingeständnis, daß diese Offensive nicht weitergeführt werden kann und daß die militärische Kraft der Bolschewisten nicht ausreicht, um eine Wendung zugunsten unserer Feindmächte herbeizuführen. Bei unseren anglo-amerikanischen Gegnern wird deshalb die sowjetische Mitteilung kaum Freude auslösen, weil sie unzweifelhaft die Forderung in sich birgt, daß nunmehr sie an der Reihe seien. Daß mit der Mitteilung über den Abbruch der mißglückten bolschewistischen Winteroffensive gleichzeitig politische Folgeerscheinungen verbunden sein können, sei nur am Rande bemerkt. Im übrigen nimmt Deutschland die bolschewistische Mitteilung ebenfalls als Aufforderung zur Kenntnis. Jetzt sind wir am Zuge. Karl Sedlatzek Am Sonnabend eröffnete Gauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Mever in Münster die Große Kunstausstellung 1943. Wir sehen im Bilde den Gauleiter in Begleitung des Stellv. Gauleiters von Westfalen-Süd Vetter und des Befehlshabers der Ordnungspolizei Generalmajor Schümann bei dem Rundgang durch die Ausstellungsräume. Autnahme: Hülsbusch Hinter allen Feinden steht der Jude Von August Prüßner Der Kampf um die Wiedergeburt des Reiches Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach in München München, 3. April. Am Sonnabend sprach Reichsleiter Alfred Rosenberg auf einer Massenkundgebung im alten Kampflokal der Hauptstadt der Bewegung, im Zirkus Marsfeld. Nach einleitenden Worten des Gauleiters Giesler nahm Reichsleiter Rosenberg das Wort. Einleitend von dem Beginn des Kampfes der Bewegung um die Macht und des Kampfes gegen die Schande von Versailles, wies der Reichsleiter nach, daß durch den Sieg des Führers der Untergang des Deutschen Reiches verhindert wurde, der unrettbar gekommen wäre, wenn Demokratie, Judentum und Marxismus als willige Werkzeuge der äußeren Feinde noch weiter regiert hätten. Nun stehen wir der gleichen Koalition wie früher gegenüber, jetzt aber im weltpolitischen Maßstabe. Der Weltkapitalismus, zusammengeballt in der Newyorker Wallstreet und der Londoner City, auf der einen Seite, und der alles zerstörende Weltbolschewismus auf der anderen Seite, beide wiederum geführt vom Judentum. Reichsleiter Rosenberg schilderte dann das Entstehen der großen Verbrecherzentralen in Newyork, die sich als Partei-Zentrum der demokratischen Partei getarnt hätten, jene Gangstertypen der Politik, welche die Haupteinpeitscher der USA=Wahlen waren und heute die USA-Bevölkerung gegen Europa hetzen. Gegen diese Mächte und gegen den Bolschewismus wächst in Deutschland ein steigender Haß, zugleich aber wächst angesichts der einmaligen Größe dieses Kampfes auch der Glaube an das Reich zu einer Macht heran, wie sie früher noch nicht bestanden hat. Aus diesem Glauben holt sich die nationalsozialistische Bewegung die gleiche Kraft wie aus der Erinnerung der eigenen Kampfzeit. Die nationalsozialistische Bewegung fühlt sich als Erfüllerin aller jener Kämpfe, die alle einmal um Deutschland, um den heiligen Boden Deutschlands geführt wurden. Aus dieser Einheit heraus ist es nicht ganz richtig, von einem Ersten, Zweiten oder Dritten Reich zu reden, sondern nur von einem einzigen Deutschen Reich, das durch manchen Gestaltenwandel hindurch doch immer der eine Wille des deutschen Volkes gewesen ist. Wenn wir so Volk und Reich von heute anschauen, dann werden die Großen der Vergangenheit erst recht nicht als rein geschichtliche Gestalten, sondern als unmittelbare Mitkämpfer auch in unserer Gegenwart für die gemeinsame Zukunft verstanden werden. Der große Schatz eines kämpferischen und schöpferischen Willens der Vergangenheit tritt hinzu zu den Energien unserer Tage und beflügelt den Willen unserer Revolution, der großen Vergangenheit und der noch größeren Zukunft würdig zu sein. Das Schicksal hat in diesen Jahren gesprochen. Wir bejahen dieses Gesamtschicksal, wie wir die ersten Kämpfe der nationalsozialistischen Bewegung um die innere Freiheit bejaht haben. Wir wissen, daß die Brücken hinter uns abgebrochen sind, wir wissen, dan wir in der entscheidenden Stunde der deuischen Geschichte stehen, wir wissen aber auch, daß noch nie bewußter und mit härterer Hand die Fahnen des Reiches vorwärts getragen wurden, und wir wissen schließlich, daß der Sieg des Reiches in dem inneren Beschluß der Herzen von 80 Millionen Deutschen begründet liegt,— daß keine Macht der Welt dieser Wiedergeburt Deutschlands und des Reiches zum Heil Europas mehr zu verhindern vermag. Holländische Freiwillige für die Oftfront Haag, 3. April. 600 junge Niederländer, die sich als Freiwillige für die Ostfront gemeldet haben, wurden Donnerstag in Anwesenheit des Leiters der NSB, Dipl.=Ing. Mussert, und des 4-Gruppenführers Generalleutnant Rauter, m Haag feierlich verabschiedet. Sonnabend erfolgte m Utrecht die Verabschiedung von weiteren 600 Mannern. Hierbei handelt es sich um Mitglieder der Wehrabteilung der niederländischen nationalsozialistischen Bewegung. Das internationale Judentum ist in diesem Krieg längst als Kriegsanstifter und Kriegsausweiter erkannt und entlarvt worden. Es wäre jedoch falsch, wollte man sich Illusionen darüber hingeben, daß mit dieser Erkenntnis allein schon der Kampf entschieden worden sei. Im Gegenteil. Je länger der Krieg dauert, um so frecher erheben die Juden ihr Haupt. Man braucht dabei nur an die Auslassungen zu erinnern, die von den Juden in London, Washington oder Moskau gegen das nationalsozialistische Deutschland vom Stapel gelassen werden, um zu sehen, mit welch grimmigem Vernichtungswillen das Judentum immer wieder von sich reden macht. Von der Sterilisierung aller Deutschen bis zum Raub aller Kinder und von der Zerstückelung Deutschlands bis zum Strafgericht, von der Aufstellung von Schwarzen Listen bis zur völligen Ausrottung aller Deutschen ist es ein gerader Weg, der von den Schmarotzern beschritten wird. Sie warten darauf, daß Deutschland schwach wird, um dann ihr Schreckensregiment in Deutschland äufrichten zu können. Aber sie irren sich, denn das, was sie der Welt bisher prophezeit haben, ist nicht in Erfüllung gegangen. Weder die Ankündigungen über den Zusammenbruch der deutschen Front im Osten, noch die sonstigen großen Invasionspläne in Europa haben sich bewahrheitet. Wer die Juden kennt, weiß, daß sie allzu gern triumphieren, wenn sie nur die kleinste Chance erblicken. Auch jetzt haben sie wieder einmal zu früh frohlockt und in ihrem Uebereifer schon ihre grotesken„Nachkriegspläne" bekanntgegeben, die wir uns für alle Zeiten merken müssen, damit am Tage der Abrechnung die Quittung überreicht werden kann. Wir brauchen dabei keine Schwarzen Listen aufzustellen, wie sie es machen, sondern wir wissen, daß Jude eben Jude ist und keinerlei Schonung und Gnade verdient. Europa muß nach dem Siege von den jüdischen Elementen gefäubert werden, damit es ohne Störung in langen Friedensjahren die Aufbauarbeiten vornehmen kann, die durchgeführt werden müssen. Es ist gut, daß auch in den besetzten Ländern allmählich erkannt wird, daß die Juden es waren, die das Unglück heraufbeschworen. So schreitet die Ausscheidung des jüdischen Elements in den Niederlanden immer weiter voran. Eine wichtige Etappe dieser Entwicklung ist eine neue Anordnung des Generalkommissars für das SicherDie Schwerter für Generaloberst Model Fünf neue Eichenlaubträger dem Führerhauptquartier, hatte England im ganzen 618000 Gefallene bzw. auf mit 66 Einwohner einen Toten. Das zahlenmäßig gleichstarke Frankreich jedoch 1365 000 Tote, was einem Verhältnis von einem Gefallenen auf 28 Einwohner entfestgestellt wird, haben die Ans 3. April. Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generaloberst Model. Oberbefehlshaber einer Armee. Der Führer sandte an Generaloberst Model folgendes Telegramm:„Im Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 28. Soldaten der Deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler“. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer an Generaloberst Ritter von Greim, Befehlshaber eines Luftwaffenkommandos. Der Führer sandte an Generaloberst Ritter von Greim folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes Soldaten der DeutEcht jüdische Wunschträume verleihe ich Ihnen als 216. Sotvar schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz nnunnnnnnnununnnnnnnnna, des Eisernen Krenzes. Adolf Sitler". Aus dem Führerhauptquarkier, 3. April. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Elsernen Kreuzes an: = Generalleulnant Karl-Heinz von Scheele, Kommerhin findet die USA-Zeitung„Herald Tri- mandierender General eines Armeekorps, als 217.. an bune" doch noch ein Haar in der Suppe. Sie- Hauptmann Heinrich Schüler, Bataillonskommanmeint nämlich:„Sehr viel hängt bei der Durch-- deur in einem Grenabierregimenl, als 218 an führung dieses Planes davon ab, ob die U-Boot Hauptmann Helmut Hudel, AbleilungskommanGefahr beseitigt werden kann". deur in einem Panzerregiment, als 219. an Nun. wir dürfen dem Blatt, das bereits Un 44-Standartenführer Hinrich Schuldf. Kommanter den Linden in Berlin zur Siegesparade deur einer-Brigade, als 220. Soldaten der deutschen aufruft, erklären: Die U-Boot Gefahr wird Wehrmachl. bleiben. Sie wird sogar noch größer werden, Der Führer sandte an die Ausgezeichnelen nachals sie bisher schon warlndan der Ostfront z stehendes Telegramm:„In dankbarer Wü In London und Washington hat die Tatsache, daß die mit so großem Pomp und mit noch viel größeren Hoffnungen gestartete interoffensive" nunmehr von Moskau als beendet angegehen wird, sicherlich gemischte Gefühle ausgelost. Die Erwartungen, die daran geknpftund den Hilfsvlkern der schon in allen Farben ausgemaltwurden, haben sich nicht erfullt Weder ist die deutsche Front zerschlagen, noch hat Moskau die weitgesteckten Ziele erreicht. Das hindert aber die jud'schen Gazetten in Newyork nicht daran, zur Ablenkung von diesen Tatsächen dem Volke neue Illusionen vorzugaukeln. Mit typisch jüdischer Frechheit schreibt NewyorkHerald Tribune", daß die Allerten"-Parade Unter den Linden in Berlin unvermeidlich stattfinden werde. Das judische Blatt vergißt dabei aber, den Lesern zu sagen, dal ja auch die Briten ihre Wasche schon an der Siegfried-Linie trocknen wollten. Aber dieser Traufelbchstb ins Wasser und anstatt ihre Wäsche zu trocknen, holten sich die Briten-bei Dünkirchen nasse Kleider. Imspricht. Wie weiter festge Engländer diesen Krieg bisher auf derselben Weise geführt, nämlich meist auf Kosten ihrer Verbündeten, die einen unverhältnismäßig hohen Blutzoll Lopfern mußten. So betragen die australischen Verluste 60 000 Mann bei einer Effektivstärke von 420 000 Soldaten. Die kanadischen Verluste sind nach den letzten englischen Meldungen auf etwas mehr als 56000 Gefallene gestiegen, die südafrikanischen Kontingente verloren etwa 68000 Tote. Unverhältnismäßig hoch sind auch die Verluste bei den in dem kleinen Neuseeland aufgestellten Truppenkontingenten, die 16 000 Mann verloren haben. der Wallstreet und der City, also die Juden plutokratischer Prägung, mit dem jüdischen Bolschewismus Arm in Arm. Und ob wir Roosevelt, Churchill oder Stalin nennen, sie sind alle gleich judenhörig und empfangen ihre Weisungen aus der jüdischen Weltzentrale. Daß dabei die Juden ein recht gutes Geschäft am Kriege machen, versteht sich von selbst. So meldet in diesen Tagen die Zeitschrift„American Magazine", daß die Kriegsgewinne der großen USA=Industrieunternehmen ständig zunehmen.) General Motors, die im Jahre 1941 einen Reingewinn von 163,7 Millionen Dollar hatten, verzeichnen 1942 einen solchen von 201,5 Millionen Dollar. Die Schenley Distillere Corporation hatte in sechs Monaten bis einschließlich Februar 1943 einen Reingewinn von 5,2 Millionen Dollar verbucht, gegenüber 3,5 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Man sieht also, der Krieg ist ein lohnendes Geschäft für die jüdischen Aktionäre geworden. Aber auch sonst häufen sich die Meldungen über das schamlose Treiben der Juden in den Feindstaaten. So arganisierten die Juden in Schottland einen ausgedehnten Schwarzhandel, der selbst in der Bevölkerung eine spürbare antisemitische Stimmung ausgelöst hat, wie „News Chronicle" berichtet. Und wenn dieses judenfreundliche Blatt das schon zugibt, dann scheint etwas Wahres daran zu sein. Aus Lissabon liegt ebenfalls eine Meldung vor, wonach große Mengen von Liebesgaben des amerikanischen Roten Kreuzes für englische Notstandsgebiete unterschlagen und auf den Schwarzen Markt abgeschoben wurden. Hauptbeteiligte an diesen umfangreichen Schiebungen sind Mister King und sein Assistent Davy, beides waschechte Juden, und die Mitbeteiligten sollen sich ebenfalls vorwiegend aus jüdischen Rassegenossen zusammensetzen. Kein Wunder, wenn ein Vortragsredner, der kürzlich eine Vortragstour durch England unternahm, dem Mitarbeiter des„Nem Statesman and Nation" gegenüber feststellte, daß er überall in der Bevölkerung antisemitische Tendenzen vorgefunden habe und daß der Antisemitismus sich wie eine„Seuche" in England ausbreite. Deswegen fordert Sowjetkräftegruppe im Sumpfgelände vernichtet Geringe Kampfhandlungen in Tunesien Und an der Ostfront 2 stehendes Telegramm:„In dankbarer Würdigung Ihres wird ebenfalls die Zeit kommen, in der der 2 heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseWind wieder vom Westen weht. Der jüdische z res Volkes verleihe ich Ihnen das Eichenlaub zum RilWunsch, wieder das Zepter über Deutschland= terkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hiller. starben für England daß die„Siegesparade Unter den Linden" nicht- rd. Paris, 4. April. Da die Franzosen von üllen vom jüdischen Willen diktiert wird, sondern britischen Bundesgenossen am nachdrücklichsten belehrt allein von der Schlagkraft unserer Wehrmacht. worden sind, auf welche Weise England Krieg führt, Und daß diese nicht nur erhalten bleibt, son- beginnt sich in weiten Kreisen Frankreichs die Erkenmdern in einem gewaltigen Ausmaß verstärkt nis durchzusetzen, daß England immer andere Völker für wird. dafur burgt der Wille und Einsatz des sich bluten läßt. ganzen deutschen Volkes. Die Juden ienseits Aus diesem Grunde veröffentlicht die Agentur Interdes Kanals werden das noch früh genug er- France eine Untersuchung über die Verluste der Verfanren. Angnet Pröfinerbündeten der Engländer in diesem Krieg. Im Weltkrieg Aus dem Führerhauptquartier, April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südlich des Ilmensees wurde ein Angriffsunternehmen trotz großer Geländeschwierigkeiten erfolgreich durchgeführt. In knietiefem Schlamm und brusthohem Wasser erkämpften unsere Truppen ihr Angriffsziel, drängten eine feindliche Kräftegruppe in ein Sumpfgelände und vernichtete sie. Der Feind verlor: 1225 Tote und 370 Gefangene, 26 Panzer, 25 Geschütze, 66 Flammenwerfer, 14 Granatwerfer, 92 Maschinengewehre wurden vernichtet oder erbeutet. Südlich des Ladogasees wiederholte der Gegner seine vergeblichen Angriffe mit schwächeren Kräften als an den Vortagen. An der übrigen Ostfront herrschte Ruhe. Auch von der tunesischen Front wird nur geringe Kampftätigkeit gemeldet. Eigene Angriffsunternehmungen beseitigten mehrere an den Vortagen entstandene Einbruchsstellen. Der Feind erlitt hierbei empfindliche Verluste. In der vergangenen Nacht griffen deutsche Kampfflugzenge ein feindliches Geleit vor der Briten-U-Boot versenkt nordafrikanischen Küste an und erzielten Treffer auf zwei großen Handelsschiffen. Im Mittelmeer versenkten deutsche Unterseebootjäger ein britisches Unterseeboot und beschädigten ein zweites und ein Schnellboot so schwer, daß auch mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Ritterkreuz für einen Münsteraner Berlin: 3. April. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritlerkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauplmann Stolle, Siaffelkapitän in einem Jagdgeschwader. Hauptmann Bruno Stolle, als Sohn eines Stadtinspektors am 13. April 1915 in Münster 1. Westf. geboren, ist ein hervorragender Jagdflieger, der in schweren Luftkämpfen an der Kanalküste 29 Liftsiege errang. Dancben bewährte er sich als vorbildlicher Verbandsführer. Auch in der Bekämpfung englischer U=BoatJäger bewies er höchste Einsatzbereitschaft. Ferner verlleh der Führer das Ritterkveuz des Eisernen Kreuzes an Unteroffizier Heinr. Hendricks, Panzerführer in einem Panzerregiment. heitswesen, wonach vom 10. April ab Juden der Aufenthalt in nicht weniger als acht der elf niederländischen Provinzen verboten ist. Lediglich der Westen des Landes— die Provinzen Nordholland, Südholland und Utrecht— wird einstweilen von dieser Maßnahme nicht berührt. Es kann aber kein Zweifel darüber bestehen, daß auch hier das Judentum binnen absehbarer Zeit ausgespielt haben wird. Die betroffenen Juden haben sich sämtlich in einem Sammellager zu melden, worauf sie nach und nach, wie schon viele ihrer Rassegenossen, zum Arbeitseinsatz in den Ostgebieten abgeschoben werden. Andere Länder haben bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen und überall in den verbündeten Staaten ist der jüdische Einfluß so gut wie ausgeschaltet. Blicken wir dagegen auf die Feindstaaten, dann erkennen wir immer deutlicher, daß die Juden ihren Kampf noch nicht aufgegeben haben. Wir sehen die jüdischen Bankhäuser Alle Kraft dem Kampf Aller Wille dem Sieg 4. April 1943 Westfälische Tageszeitung Nummer 93 „News Chronicle“, daß alles aufgeboten werden müsse, um gegen das Anwachsen dieser antisemitischen Einstellung in der Bevölkerung Front zu machen, solange dazu noch Zeit sei. Wir verzeichnen diese Auslassungen lediglich deshalb, um an ihnen zu zeigen, wie die Juden überall am Kriege verdienen wollen. Dabei wäre es falsch, wollte man daraus den Schluß ziehen, das englische Volk hätte die Schuld der Juden bereits erkannt. In Großbritannien ist der Einfluß der Juden noch gewaltig. Im englischen Unterhaus sitzen folgende Juden: James de Rothschild, Hore=Belisha, Sir Percy Harris, Sir Isidore Salmon, Marcus Samuel, Emanuel Shinwell, Silverman, E. A. Strauß, Louis Silkin, Mr. Herbert. Im Oberhaus begegnen wir folgenden erlauchten jüdischen Namen: Lord Reading, Lord Melchett, Lord Rothschild, Lord Samuel of Mount Carmel, Lord Duveen, Lord Southwood, Lord Swaythling, Lord Cranborne, Lord Roseberry, Lord Cholmondeley und andere. Was nun die Juden in der britischen Presse anlangt, so befinden sich der Berry=Konzern, der Southwood=Konzern und die Daily=Mirror=Gruppe, die Illustrated London Newspaper und viele Provinzzeitungen in jüdischer Hand. Wenn es nicht Juden sind, wie der emigrierte Jude Stephan Lorent, der die„Picture Post“ herausgibt, so arbeiten jüdische Redakteure in den Zeitungen. Jüdische Redakteure schreiben den„Daily Herald“, redigieren den„Daily Telegraph“ und sind maßgebend in allen Nachrichtenagenturen(Mr. Frederik Kuh von der United Preß und andere.) Aber auch die britische Verwaltung ist jüdisch infiziert und durchsetzt. Der Chef der britischen Zivilverwaltung ist ein Jude— Sir Raleigh Cohen— der gegenwärtige Lordmayor von London ist ebenfalls Jude. Ebenso findet man unter den englischen Bürgermeistern zahllose Juden. Am stärksten aber ist der jüdische Einfluß in der englischen Wirtschaft. Die Familien Rothschild, Sassoon, Mond, de Pas, Ellerman, Instone, Samuel, Schuster, Cadoorie, Burton, Montague, Stern und Lewis find die„bekanntesten“ Dynastien auf diesem Gebiet. Ihnen gehören die Oelindustrie, die Banken, die Kleiderindustrie und das Versicherungsgewerbe. Bekanntlich begnügen sich aber die Juden bei ihren Wirtsvölkern nicht nur mit der Besetzung der Schlüsselstellungen in der Wirtschaft und in der Politik, sie durchsäuern auch das gesamte Film= und Theaterwesen. Daher nimmt es nicht wunder, daß auch das britische Filmtheater verjudet ist. British Gaumont ist ein jüdischer Konzern, Sir Alexander Korda ist ein Jude. Es gibt kaum ein Filmtheater in England und kein gewöhnliches Theater, das nicht in jüdischen Händen ist, von der jüdischen Kunst und dem jüdischen Kunsthandel Lord Duveens und den Kunstwerken Epsteins ganz zu schweigen. Wohin man also blickt sind es die Juden, die die Schlüsselstellungen inne haben. Und wie in England, so ist es— vielleicht noch ausgeprägter— in den USA und der Sowjetunion. Gegen diese internationale Judenbande sind die jungen Völker zum Kampf angetreten. Gegen sie müssen die stärksten Kräfte mobilisiert werden, damit das Unheil abgewendet wird. Die Welt wird nicht eher Ruhe und Frieden haben, bis dieser Kampf endgültig entschieden ist. Irland schafft eigene Handelsslotte Lissabon, 3. April. Für Irland hat dieser Krieg wenigstens ein Gutes, schreibt die Dubliner Wochenzeitschrift„Irish Catholic". Man schaffe allmählich, wenn auch mit sehr viel Mühe, eine eigene Handelsflotte, so daß man in Zukunft sich auch in dieser Hinsicht von der Gnade Englands unabhängig mache. Irland sei von jeher ein Land der Seefahrer, wenn sich auch in jüngster Zeit die Seefahrt auf den Fischfang beschränkte. Doch verfüge man über genügend Seeleute, mit denen man die ständig wachsende Handelsflotte bemannen könne. Die große Wende im Osten Neue Divisionen treten neben die müden Kämpfer des Winters— Angriff löst die Erstarrung (PK=Sonderbericht.) Eines Tages waren sie da: Die neuen Truppen. Wir standen vor der äußersten Zerreißprobe. Weiter durften wir nicht mehr zurückgehen. Auf jedem, ob Stabsoffizier oder Grenadier, lastete die Not dieser Stunde. Die abgekämpften Divisionen hatten sich immer wieder in einer günstigen Stellung festgekrallt und den Angriffsspitzen des Gegners empfindliche Verluste zugefügt. Es war ihnen gelungen, die Angriffslawine der Ueberzahl bolschewistischer Divisionen, die mit satanischer Wut angriffen, zu verlangsamen und teilweise aufzuhalten. Nun waren aber auch sie, die seit Monaten mit einem um das dreißig= bis vierzigfache überlegenen Gegner fochten, restlos abgekämpft. Die Bataillone waren nur noch verbitterte kleine Haufen, die nur noch ihre Soldatenehre und ihr Stolz aufrechterhielt. Doch nun waren sie wirklich da, die neuen Truppen, mit denen die große Wende einziehen würde. Wie glückliche Kinder standen wir 4 rollte nach vorne mit neuartiger Ausrüstung, mit neuen Panzern, neue Panzerregimenter tauchten auf, neue Grenadierdivisionen. Das waren wieder Soldaten, wie es die Alten auch einmal gewesen waren, mit Wagen ohne Beulen und Schrammen und von Splittern durchsiebten Kotflügeln. Gefechtstrosse zogen vorüber mit schweren deutschen Pferden. Kleine Trecks von PanjeFahrzeugen, die russische Freiwillige lenkten, weil auch die letzten deutschen Troßfahrer in die Grabenstärken eingetreten waren. Es gab neue Waffen zu bewundern, neue Gleiskettenfahrzeuge. Wir rannten alle an die Rollbahn, standen da und freuten uns wie Buben, wenn Soldaten mit klingendem Spiel vorbeiziehen. Wir stellten mehr oder weniger dämliche Fragen, und die„Neuen“ vergaßen nicht, ein bißchen mit ihrem neuen Glanz zu prahlen. Wir achteten nicht einmal des Schlammwassers, das uns überspülte. Die Front festigte sich rasch, die Bolschewisten hatten schon prahlend dem Auslande im Rundfunk die bevorstehende Eroberung von Dnjepropetrowsk angekündigt, die endgültige Einschließung und Vernichtung der deutschen Kaukasus= und Donez=Armeen. Nun war es damit vorbei. Sie konnten sich nicht mehr wie bisher durch die Lücken in der Front in unseren Rücken schleichen. Es hieß für sie, sich wieder ehrlich schlagen. Sie mußten eilig ihre Spitzen zurückziehen, um sie nicht zu verlieren. Es gelang uns schon in dem ersten Stadium des neuen Aufmarsches eine Reihe nicht unbedeutender Umfassungen. Das zahlenmäßige Stärkeverhältnis wirkte auf uns nicht mehr so erdrückend, weil es mit Hilfe der neuen schnellen Truppen durch unsere operative Ueberlegenheit ausgeglichen werden konnte. Wir greifen wieder an! Dann kam der große Tag. Wir griffen wieder an. Am Vortage machten Panzer vorsichtige Erkundungsvorstöße. Die Bolschewisten hielten nicht. Sie zogen sich fluchtartig aus ihren Schneestellungen in die Dörfer zurück. Als unsere Panzer sich wieder absetzten, besetzten sie mit starken Kompanien— die sie augenscheinlich mit aufgegriffenen Zivilisten ältesten und jüngsten Datums aufgefüllt hatten— ihre Stellungen von neuem. Dabei verrieten sie jedoch unserem vorgeschobenen Beobachter den genauen Verlauf ihrer Hauptkampflinie. Am Abend nahmen die Sowjets unseren Dorfrand unter das Feuer ihrer Geschütze. Das Ergebnis ihrer Munitionsverschwendung war mager. Es lagen nur dünne Sicherungen von uns vorn. Die Nacht kam frostklar, tief und blau. Es fror wieder stark. Der Schlammschnee der Wege erstarrte zu bizarren Eisbildungen, die unter unseren Stiefeln erklirrten. Die bayerischen und badischen Grenadiere saßen in ihren Löchern oder Quartieren und sprachen vom nächsten Tage und der Schlacht des letzten Tages. Es war eine alte sturmerprobte Division, die nun völlig neuwertig und neuartig ausgerüstet angesetzt wurde. Die Nacht durch schliefen wir schon im Schneeanzug, das Sturmgepäck unter dem Kopf. Ich kann nicht sagen, daß wir schlecht schliefen. Die Zeiten waren vorbei, wo man am Morgen mit den Bolschewisten im Rücken auf den eigenen Rückzugsstraßen rechnen durfte. Der Morgen war diesig und dunstig. Einige vorgeschobene Beobachter begannen sich einzuschließen. Wir wußten jeder, was nun gleich kommen mußte. Man hätte noch gern nach dem Gang in die Bereitstellung eine Zigarette geraucht, aber es ging alles so ungewohnt rasch wie auf dem Uebungsplatz in Friedenszeiten. Man war solche exerziermäßige Exaktheit gar nicht mehr gewohnt. Man hatte sich aus der Not der Lage und den Rückzugsgefechten schon so an die Notlösungen und an das Improvisieren gewöhnt. Der alte wilde Rausch des Sturmes Auf einmal heulen die schweren Werfer los. Es gibt kein Geräusch, das brutaler eine Schlacht einleiten kann. Ihr satanisches Heulen ist mit nichts vergleichbar. Die, Einschläge der Artillerie hören sich damit verglichen wie ein höfliches Anpochen beim Gegner an. In den Ohren der Grenadière sind sie die beste Musik. Der Bataillonsführer, im Frieden Sportlehrer in Sonthofen, ein Baum von einem Mann, der erste Kamerad seines letzten Grenadiers, steht auf der Ausfallstraße. Er stößt die geballte Faust in den dunstigen Himmel. Motoren brüllen auf. Gleisketten rasseln, erregendes klirrendes Gehämmer, das den Grenadier, der hinter seinem MG im Schnee liegt, zum Sturmlauf hochreißt. Die Panzer kommen! Was dann geschieht, ist der alte wilde Rausch des Sturmes, in dem Angst und Grauen, die auch in dem Herzen des tapfersten Grenadiers in einem Winkel nisten, untergeben als waren sie nichts. Das ist die Stunde des Grenadiers! Es geht mit keuchender Hast über die schwarzen Schollen, die überall durch die dünne Schneedecke stoßen, über das nackte, deckungslose Gelände dem Dorf auf der Höhe entgegen, in dem sich die Bolschewisten eingenistet Dardanellen für die Sowjets Man will den Bolschewisten das überlassen, was sie wollen rd Berlin, 4. April. Die Sowjets haben ihre Forderungen in Washington und London angemeldet und auch zugestanden erhalten. In den USA und in England beginnt nun die Agitation für Stalins Wünsche. Die„Times" machte den Auftakt, als sie das Recht der kleinen Staaten Osteuropas auf Neutralität als überholt erklärte. Es folgle die amerikanische Zeilschrift„Time“, die den Sowjels eisfreie Ostseehäfen und den Zutriit zum Bosporus zubilligte. Jetzi fährt, man schwereres Geschütz auf. Der frühere USA-Botschafter in Moskau, Davies, versicherte den Bolschewisten, daß die USA sich nicht einmischen würden, wenn Moskau die Kontrolle der Meerengen verlange. Die Benutzung der Dardanellen, die der Seeweg der Sowjelunion zu den Welimeeren wären, sei allein eine Angelegenheit Moskaus. Die Schlüssel zu den Meerengen wären den Sowjels auszuhändigen. Seit die Osmanen den Bosporus besetzten, kämpft noch jeder türkische Staat für den Schutz der Dardanellen gegen russische Einmischung. Die Türken haben den Kaukasus und die Krim verloren. Sie sind immer im Kampf gegen Rußland von der Donaumündung abgedrängt worden, unveränderlich blieben ihre Anliegerrechte an den Dardanellen. Wie die Neutralität der kleinen Staaten, so soll die türkische Souveränität am Bosporus, wenn es nach Davies geht, künftig ein überholter Standpunkt sein. Wir glauben, daß die USA niemals derartige Rechte an einer Meerenge aufgeben würden, die von beiden Seiten von ihrem eigenen Land umschlossen wäre, aber weder Südosteuropa noch der Nahe Osten scheint Washington je der Mühe einer ernsten Würdigung wert. Nur zur vollen Einmischung war man immer bereit, wie schon die Intrigen des USA=Beobachters auf der Dardanellenkonferenz von Montroe bewiesen hatten. Die Gründe für die Haltung der Amerikaner sind naheliegend. Sie stimmen außerdem mit den britischen Ansichten überein, zu deren Wortführer sich der Unterhausabgeordnete Hamilton Carr im„Spectator“ macht... Den Sowjets müsse man überlassen, welche Grenzen, Sicherheiten und Vorfelder sie sich verschaffen, ist sein Standpunkt. Da aber Moskau noch stets die Dardanellen als ein südwestliches Vorfeld angesehen hat, kann man sich unschwer errechnen, zu welchen Machtverschiebungen es am Bosporus käme, wenn die Sowjets ihre Pläne verwirklichen könnten. England wird ihnen an den Dardanellen nicht mehr in den Arm fallen, wie es das früher getan hat; diese Zeiten müssen als überholt gelten. Nach der Devise „Wenn ich falle, sollen alle anderen auch straucheln", hat England jedes auch nur scheinbare positive Interesse am europäischen Festland verloren. Im Schatten der Ignoranten aus USA würde Britannien den beutegierigen Sowjets, um sie kampfbereit zu erhalten, bedenkenlos auch jene Seestraße zur Verfügung stellen, die in freier Benutzung durch den Kreml alsbald die bolschewistische Seuche in den Mittelmeerraum einschleppte. haben. Die ersten Schneestellungen werden überrannt als wären sie nichts. Die Panzer verhalten einen Augenblick auf ihrer Höhe. Die Perlenschnüre ihrer Leuchtspurgarben überschneiden sich und halten in dem Haufen der Bolschewisten, die in ihre Stellungen eilen wollten, furchtbare Ernte. Erste Gefangene torkeln mit erhobenen Armen stolpernd und in Angst zusammenzuckend vorbei. Die Bayern räumen auf Die widerlichen tückischen schweren Granatwerfer der Sowjets beginnen zu arbeiten. Die ersten Kameraden wirft es in den Schnee, aber jetzt nur weiter. Auf unserem Fuße folgen die Sanitäter. Der Sturm ist jetzt alles. Auf dieser freien Fläche dürfen wir nicht liegen bleiben. Das weiß auch der letzte Rekrut, der hier seinen ersten Angriff läuft. Da sind schon die ersten Hütten, eine Pakstellung. Eine 7,6=Pak der Bolschewisten kam nicht mehr zum Feuern. Da liegt auch der erste verwundete bolschewistische Gefangene, der blitzschnell, plötzlich einem Gruppenführer mit seiner Pistole in den Rückenschießt. Unter den Hieben eines Gewehrkolbens endet er. Der alte grausame Krieg: Die Bayern kennen diese Methode schon vom Vorjahr. Sie wissen sie auch zu beantworten. Blut um Blut! Sie räumen mit Handgranaten und Maschinenpistolen zwischen den Häusern auf. Stunden verrinnen als wären sie Minuten. Die alten Meister im Vorstürmen Manchmal nimmt man für kurze Augenblicke Deckung in einer Grube, hinter einem Schneehaufen, hinter einer Hauswand, unterläuft einen Feuerschlag der Artillerie, kämpft sich verbissen Kilometer um Kilometer vor. Einmal ist man dann müde und stumpf und doch gleich wieder hellwach. wenn irgendwoher Feuer kommt. Es ist der alte deutsche Krieg. Der Angriffskrieg! Unser Krieg mit seiner Härte, seinem Stolz und seiner unsagbar disziplinierten Kraft. Die alte Meisterschaft ist am Werke. Die ganze Front greift an. Links von uns arbeitet sich 4 vor. Wenn man jetzt an den Angriffstag zurückdenkt, auch an seine Bitterkeiten, an dies Mittags= und Nachmittagsstunden mit der Verwundetensuche und dem gehaßtesten Schrei, der über den Schlachtfeldern bängt:„Sanitäter!" Dann ist man trotz allem so gelöst und dankbar und beschenkt. Die große Wende ist gekommen. Es geht wieder vorwärts. Kriegsberichter Willi Hönig Stettin wurde 700 Jahre alt Stiftungen der Stadtverwaltung für verschiedene Zwecke Stettin, 3. April. Die See= und Soldatenstadt Stettin, die Gauhauptstadt Pommerns, mit dem größten Hafen der Ostsee und dem drittgrößten Deutschlands, konnte am 3. April auf ein 700jähriges Bestehen zurückblicken. Im Jahre 1243 verlieh an diesem Tage der Herzog Arnim I. der Stadt Stettin das Magdeburgische Stadtrecht und schenkte ihr ein Gebiet von 8000 Morgen Stadt= und Weideland. Seit dieser Zeit hat Stettin eine an Erlebnissen wie an schweren Schicksalen reiche Geschichte aufzuweisen. Um nur einige Etappen zu nennen, verbündete sich im Dreißigjährigen Krieg der letzte Pommernherzog mit Gustav Adolf. 1677 belagerte der Große Kurfürst die Stadt fünf Monate lang uno zerstörte sie gründlich. 1720 erfolgte die Eingliederung in den preußischen Staat durch Friedrich Wilhelm I.; 1806 wurde die Stadt kampflos an die Franzosen übergeben. Unter Friedrich dem Großen hatte eine durchgreifende Neuordnung der kaufmännischen Ein= und Ausfuhrrechte, der Ausbau des Hafens und der Wasserstraße zur Ostsee stattgefunden. Die heutige 700=Jahrfeier wurde natürlich der Zeit entsprechend kriegsmäßig in erster Linie durch kulturelle Veranstaltungen begangen, die den geistigen und seelischen Kräften neuen Auftrieb gaben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Festakt in Form einer feierlichen Ratsherrnsitzung im festlich geschmückten Sitzungssaal des Rathauses unter Führung des Gauleiters Oberpräsidenten Schwede=Coburg, zu dem zahlreiche Ehrengäste erschienen waren. In seiner Festrede teilte Oberbürgermeister Dr. Faber einige bedeutsame Beschlüsse der Stadtverwaltung mit, darunter die Schaffung einer zusätzlichen Alters= und Hinterbliebenenversorgung für die nichtbeamteten Gefolgschaftsmitglieder der Stadt. Dafür sind zusätzlich 475 000 RM bewilligt worden. Ferner wurde zum Gedächtnis des großen Balladenkomponisten Karl Löwe, der 46 Jahre lang städtischer Musikdirektor in Stettin war, eine KarlLöwe=Plakette gestiftet, die hauptsächlich Kindern der Stadt, die als Künstler ihrer Vaterstadt Ehre gemacht haben, verliehen werden soll. Zur Förderung eines tüchtigen Handwerkernachwuchses wurde schließlich für den Gau Pommern eine alte Stiftung erneuert und dazu ein Betrag von 300000 RM zur Verfügung gestellt. große Dr. v. L. Rom, 4. April. Bei dem Versuch, die britisch-amerikanischen Nachschubschwierigkeiten in Algerien mit all ihren bitteren Auswirkungen für die Bevölkerung zu bemänteln, begegnete dem Sprecher der britischen Marine in Algier das Mißgeschick, der Wahrheit allzu nayezukommen. In seinem Eifer, die starken Schwierigkeiten zu entschuldigen, ließ er sich zu der Erklärung hinreißen:„England unterliegt gegenwärtig den größten Schwierigkeiten in der Bemannung der Transportschiffe." Er ergänzte dieses Geständnis mit den Worten:„Die U=Boote sind ein wahrer Alpdruck für die Besatzungen. Kein Matrose, und sei er noch so arm, will sich unter britischer und amerikanischer Flagge einschiffen, weil die Vorstellung, daß es sich um Todesfahrten handelt, aulzu geläufig ist." im Gau 1140 247.02 RM bei der 7. und letzten „Reichsstraßensammlung Einen stolzen Abschluß seiner Reichsstraßensammlungen kann der Gau Westfalen=Nord mit 1140 247,02 RM melden, die bei der 7. und damit letzten Straßensammlung gespendet wurden. Damit hat die Bevölkerung unseres Gaues bis zum Schluß ihre Einsatzfreudigkeit und ihren Willen zum totalen Krieg bewiesen, wie das schon in den vorhergegangenen stetig ansteigenden Ergebnissen der WHW=Sammlungen hervortrat. Frontverbesserungen in Tunesien Rom, 3. April. Der ilalienische Wehrmachtbericht vom Sonnabend hat folgenden Worklaut: In Tunesien war die Tätigkeit gestern weniger intensiv. Mit geglückten örtlichen Ang#iffen haben wir unsere Stellungen an einzelnen Stellen der Front verbessert und Gefangene gemacht. Die Luftwaffe der Achsenmächte bombardierte Ansammlungen von Kraftfahrzeugen und Artilleriestellungen und vernichtele im Luftkampf zwei Spitfire. Zwei weitere feindliche Flug. zeuge wurden durch die Flak zum Absturz gebracht. Deutsche Flugzeuge griffen einen Geleitzug im westlichen Mittelmeer an und torpedierten zwei Handelsschiffe. Eines davon von 8000 BRT. Ein feindlicher Flugzeugverband versuchte am gestrigen Nachmittag einen Angriff auf Neapel, der jedoch dank dem prompten Eingreifen unserer Jäger, die zwei viermotorige Flugzeuge abschosfen, mißglückte. Einige auf Ortschaften Siziliens und in der Provinz Salerno abgeworfene Bomben hatten einige Verletzte zur Folge. Von den Operationen der letzten Tage sind zwei unserer Flugzeuge nicht zurückgekehrt. Luftschlacht über der Russell=Insel Tokio, 3. April. Das Kaiserliche Hauptquartier gab laut Domei am Sonnabendmittag bekannt, daß japanische Marineflugzeuge, die eine feindliche Flugzeugformation über der Russell=Insel trafen, 47 Flugzeuge in der darauffolgenden Luftschlacht abschossen. Der Text des Berichtes lautet:„Japanische Marineflugzeuge, die am 1. April auf einem Flug nach der Russell=Insel(Salomonen=Gruppe) begriffen waren, schössen in Luftkämpfen 47 feindliche Flugzenge ab. Unsere Verluste belaufen sich auf nenn Flugzeuge, die entweder sich selbst auf die feindlichen Ziele stürzten oder nicht zu ihren Stützpunkten zurückkehrten“. Japans Presse zur Tokio, 3. April. Anläßlich der mandschurischen Reise General Tojos unterstreicht die japanische Presse die Verbundenheit Mandschukuos mit Japan und hebt hervor, daß dies der erste Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Mandschukuo sei. Von jeher, so führen die japanischen Blätter weiter aus, habe General Tojo ein starkes Interesse am Aufbau Mandschukuos bekundet. Lange Jahre sei Ministerpräsident Tojo als Leiter der mandschurischen Militärpolizei und als Generalstabschef der Kwantung=Armee aktiv am Aufbau Mandschukuos beteiligt gewesen. Dank der tatkräftigen Unterstützung des japanischen Ministerpräsidenten konnte der erste mandschurische Fünfjahresplan erfolgreich durchgeführt werden. Zur Zeit stehe Mandschukuo im zweiten Jahre des zweiten Fünfjahresplanes, der besonders auf den wirtschaftlichen Beitrag zum Großostasienkrieg abgestellt sei. Politik in Kürze Die gesamte Sofloter Morgenpresse bringt an hervorragender Stelle die Meldung über den Besuch König Boris' beim Führer und auch die Bilder der beiden Staatsoberhäupier. Eine in Tunesien kämpfende Flakdivision hat in ihrem Einsatz auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz über 1000 Panzerkampfwagen abgeschossen und 378 Flugzeuge zum Absturz gebracht. Generaladmiral Carls und Generaladmiral Böhm konnten am 1. April 1943 auf eine 40jährige Dienstzeit in der Kriegsmarine zurückblicken. Die bulgarisch-rumänischen Verhandlungen zur Klärung aller sich aus der Rückgliederung der Süddobrudscha an Bulgarien ergebenden Fragen sind abgeschlossen worden und haben zu einer vollen Verständigung geführt. Das Buch des Duce„Ich spreche mit Bruno“ wird auch in spanischer Sprache erhältlich sein. Das Buch wird mit einem Vorwort des spanischen Generals Moscardo erscheinen. Ein von Ministerpräsident Quisling erlassenes Gesetz führt die weibliche Arbeilsdienstpflicht in Norwegen ein. General Lin In Feng, der Chef des Stabes des militärischen Rates der Nanking-Regierung, starb Freitag abend nach kurzer Krankheit im Alter von 57 Jahren. Nach Berichlen aus Sydney haben bei den Kämpfen auf Neuguinea 3000 auftralische Soldaten den Tod gefunden. Die Säuberungsaktionen der japanischen Expeditionsarmee in China befinden sich in beiden Kampfabschnilten am Unterlauf des Vangtse und im Honan-Ge. biet in vollem Gange. Der Feind ließ bei diesen Operationen 2100 Tote auf dem Schlachtfelde zurück. Im Oberhaug erklärte Lord Faringdon nach aus Cypern eingetroffenen Nachrichten, auf der Insel sei es zu Unruhen gekommen und„sogar separatistische Bestrebungen sind im Gange". Sie hätten starke Besorgnis ausgelöst. Der französische Generalresident in Tunis, Admiral Esteva, besichtigte das erste Truppenkontingent der vor kurzem in Tunis gebildeten französischen FreiwilligenLegion. Die Burg von Algier, die sogenannte Kasbah, worde kürzlich ebenso wie viele andere Gebäude der algerischen Hauptstadt von Kommunisten beschmiert. Auch am spanischen Konsulat prangte vorübergehend die Aufschrift: „Hoch die Sowjets“. Trotzdem wurden von den AngloAmerikanern weitere 21 Kommunisten aus dem Gefängnis befreit. Lauf„Messaggero“ trafen am 2. April drei weitere schwer beschädigte Schiffe in Gibraltar ein, die auf den dortigen Werften repariert werden sollen. Es handelt sich um einen Zerstörer und zwei Transporter. Verlag: Westfälische Tageszeltung G. m. b. H., Münster(Westf.) Verlagsdirektor: Erlch Frintrop(z. Z. im Felde), i. V. W. Wittenberg, Bielefeld Hauptschriftleiter: Dr. Anton Eickhoff (z. Z. im Felde). i V. Hauptschriftleiter August Prüßner, Stellvertretender Hauptschriftleiter: Karl Kuhl(z. Z. in Detmold). Druck: Aschendorffsche Buchdruckerel, Münster (Westf.). Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Die Leute von der„Saskia“ Ein Roman aus Japan/ Von Wilh. Scheider (9. Fortsetzung.) Ich fuhr damals von Singapore nach Japan. Und wieder vergingen Jahre, bis ich Edmund Bell abermals zu Gesicht bekam. Es war im Februar 1937, als ich ihn plötzlich auf dem Weg zur Börse in Hamburg an mir vorübergehen sah. Ich rief ihn an, wir gingen ein Stück Weges miteinander, und schließlich versprach er mir, mich in meiner Wohnung zu besuchen. Er kam auch am Abend, und es war ganz interessant, seinem Geplauder zu lauschen. Er erzählte von allen Weltgegenden, wo er sich herumgetrieben hatte. Er befand sich immer noch auf Reisen. Seine Symphonie habe er in Philadelyhia aufführen lassen, es sei aber ein Mißerfolg gewesen. Er wolle nichts mehr mit Amerika zu tun haben. Er male und zeichne jetzt wieder, aber in ganz anderer Art als früher. Sein Leben vertiefe sich immer mehr. Nächstens würde er ein Buch herausgeben, die Schilderung seiner Erfahrungen und seiner Reisen. Er verspreche sich einen Sensationserfolg. Er war heiter und guter Dinge, es war wirklich ein sehr erfreulicher Abend.— Seitdem sah ich ihn nicht wieder, ich hörte auch nichts mehr von ihm.“ Jürgen war mit seiner Erzählung zu Ende. Es war jetzt fast dunkel im Raum. „Merkwürdig“, sagte Dori,„das hätten Sie mir doch gleich erzählen können. Ich glaube, Sie sind ein Mensch, den man immer ganz besonders bitten muß." In diesem Augenblick erschienen die Mägde mit dem Essen. Herr Bansui folgte. Er entschuldigte sich, knipste das Licht an und verneigte sich mehrere Male, um seine ganz besondere Hochachtung zu bezeugen. Dann war Jürgen wieder mit Dori allein. Vor jedem stand ein Lacktischchen mit den Speisen. Sie begannen zu essen Nach einer Weile sagte Jürgen:„Ueber einen der Saskia"-Leute wissen Sie also schon etwas mehr Schwierig wird es allerdings sein, die Leute überhaupt zu finden. Wenn Sie auch wirklich das Haus und die Gegend in Japan entdecken, wo die Schiffsgesellschaft sich damals aufhielt, so ist es kaum denkbar, daß Sie die Leute dort augenblicklich antreffen." „Herr Sixt... Sie können mich nicht mutlos machen!“ Das will ich auch nicht. Ich möchte Sie nur auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen." „Ich liebe aber Schwierigkeiten. Gerade das reizt mich ja. Ich liebe das Spannende, das Abgründige. Ich bin nicht nur zu meiner langen Reise aufgebrochen, um remdes Land, sondern auch, um Menschen kennenzulernen, um die es sich lohnt. Es lockt mich, in Abgründe zu schauen— ich kenne kein Schwindelgefühl. Und hier wittere ich ganz besonders interessante Dinge.“ Jürgen aß achtlos weiter von den Speisen, die ihm nicht schmeckten. Er dachte darüber nach, was sie eben gesagt hatte. Es gefiel thm. Und wie sie es gesagt hatte, in diesem warmen, erregten Ton! Sie war ein wundervolles Geschöpf, und eigentlich mußte er seinem Schicksal dankbar sein, daß es ihm vergönnt war, einige Stunden mit diesem Mädchen zu verleben. Sie war auch sehr hübsch mit ihrem braunen Gesicht und den grozen, grauen Augen... Nach einer Pause begannen sie wieder zu plaudern. Sie sprachen über die Japaner.„Die Japaner", lächelte Dori,„sind alle so diskret und feinfühlend. Es gelingt einem fast nie, sie auszuforschen. Aber heute nachmittag, als Sie fort waren, ist mir doch etwas gelungen, und das muß ich Ihnen beichten. Ich unterhielt mich mit Kameko=San, der Schwiegertochter Bansuis. Sie ist wirklich reizend, gelt? Und sie spricht recht gut Deutsch, mit meinem Japanischen ist es ja nicht weit her. So hatten wir gar keine Schwierigkeiten, es ging alles so leicht. Aber bitte, was ich Ihnen jetzt sage... Sie dürfen nicht böse darüber sein!" Jürgen erschrak. Er begriff sofort. Hatte ihm die kleine Kameko nicht gestern abend während der Begrüßung gesagt, daß sie sich ngch genau an seinen Aufenthalt vor drei Jahren erinnere? Und wenn Dori mit ihr gesprochen hatte, dann war es möglich, daß sie nunmehr um Manja wußte...„Ich verstehe", sagte Jürgen,„Sie holten Auskunft über mich ein." „Nun sind Sie mir wirklich böse." „Durchaus nicht. Von Leuten, die von einer verrückten Idee besessen sind, kann man ja nichts anderes erwarten.“ „Ich schäme mich." „Schauspielern können Sie natürlich auch. Was hörten Sie von Kameko?" „Daß Sie eine Frau haben, sogar eine sehr schöne." Sie blickte auf seine Hände. Er trug keinen Ring. „Hm", jagte er,„weiter?" Kameko zeigte mir ein Bio.“ „Was für ein Bild?“ „Ein Photo Ihrer Frau. Ich meine, ein Bild, das Ihre Frau darstellt. Erinnern Sie sich nicht? Kameko machte damals mehrere Aufnahmen. Sie hatte eine Kamera von ihrem Mann bekommen und sie knipste damit wild in der Gegend umher."—„Richtig, das hatte ich vergessen. Jetzt erinnere ich mich daran."—„Sie waren damals auf der Hochzeitsreise..."—„Allerdings."— Dori stocherte lächelnd in den Speisen herum. Es war ihr sichtlich unangenehm, ihm in die Augen zu blicken. Indes kreisten Jürgens Gedanken fieberhaft um einen Punkt: war es ein gutes, scharfes Photo, das Kameko von Manja gemacht hatte? Er erinnerte sich nicht, es damals gesehen zu haben. War das Bild wirklich geglückt, so mußte Dori die Aehnlichkeit zwischen Manja und der Frau auf dem Gruppenbild, das sie ihm gezeigt hatte, bemerkt haben... Sollte er sie auf die Probe stellen? Nein. Wenn es sich wirklich so verhielt — und es schien sich so zu vehalten, die Art und Weise, wie Dori sich benahm, deutete darauf hin—, dann würde sie sich schon selbst verraten. Sie waren mit dem Essen fertig, gingen hinunter und schlenderten über die einsame Promenade. Hoch über dem dunklen Meer stand der Sichelmond. Es war ein milder Frühlingsabend. Dori trug zu ihren hellen Flanellhosen eine ziegelrote Jacke. Das blonde Haar fiel ihr in einer weichen Welle in den Nacken, sie hatte ein rotes Tuch darüber geschlagen. Jürgen bewunderte ihre gute Haltung und ihren freien, schönen Gang. Er sagte: „Ich habe mich entschlossen, schon morgen nach Tokio zuruczufahren." Sie blieb stehen:„Wirklich? Sie wollten doch einige Tage bleiben. Halten Sie sich noch in Tokio auf?"„Nein, ich nehme in Yokohama den nächsten Dampfer." Sie gingen weiter und sprachen über die Schiffsrouten. Plötzlich sagte Dori:„Wenn Sie morgen schon abreisen, dann müssen Sie mir heute abend von Ihrer Frau erzählen. Sie ist wirklich sehr schön." Der Tonfall war gezwungen und unnatürlich. Sie war im Begriff, endlich auf ihr Ziel loszugehen. Und weil Jürgen es fühlte, schwieg er. Sie kamen an einer Straßenlaterne vorüber.„Einen Moment", sagte Dori. Sie blieb stehen und öffnete ihre Handtasche. Sie holte zwei Photos hervor, nahm das eine in die linke, das andere in die rechte Hand und hielt beide nebenejnander unter das Licht der Laterne. Es war die Gruppenaufnahme und das vor drei Jahren von Kameko aufgenammene Bild.„Ich weiß", sagte Jürgen, und seine Stimme klang hart und etwas ironisch,„auf beiden ist meine Frau. Sie haben es also entdeckt. Ich kann mir vorstellen, daß Sie jetzt eine ganze Menge wissen wollen." Dori errötete jäh.„Nein", antwortete sie erregt,„Sie brauchen es mir nicht zu sagen. Ich sehe es ja, wie Sie sich quälen. Ich will Sie nicht peinigen, es war nicht recht von mir. Ich bin zu weit gegangen, verzeihen Sie mir!“ Sie gingen auf das Hotel zu. dessen beleuchtete Fenster man aus der Ferne herüberblinken sah. Keiner sagte ein Wort. Sie kamen an dem hölzernen Pavillon vorüber, der im Wasser stand. Jürgen begann sich Vorwürfe zu machen. Hatte er nicht eben allzu hart mit ihr gesprochen? War es nicht verständlich, daß sie von ihm eine Auskunft haben wollte, um sich Klarheit zu verschaffen? Er trat dicht an sie heran und sprach leise auf sie ein:„Sie sollen es wissen. Ich lebe von meiner Frau getrennt. Damit haben Sie des Rätsels Lösung. Ich weiß nicht, wo sie sich aufhält, schon seit zwei Jahren weiß ich es nicht mehr. Sie können sich vorstellen, daß es mich etwas angriff, als Sie plötzlich das Gruppenbild zeigten." „Ich danke Ihnen", antwortete sie demütig.„Sie sind mir nicht mehr böse?"—„Ich war es nie.“— Ihr Blick glänzte.„Ich will auch bestimmt keine Fragen mehr stellen." Er lächelte:„Das halten Sie nicht aus. Und deshalb sage ich Ihnen freiwillig, was da noch zu sagen ist. Ich lebte sehr glücklich mit meiner Frau, ich war fest davon überzeugt, daß sie mich innig liebte. Und trotzdem verschwand sie eines Tages aus meinem Leben, als wäre sie niemals mit mir verbunden gewesen. Ich dachte oft an die Warnung eines guten Freundes, der seit langen Jahren in Ostasien lebt. Er hat recht, man sollte keine Frau heiraten, deren Herkunft dunkel ist. Meine Frau ist sehr schön, aber es ist die Schönheit der Mischblütigen, eine verwirrende, rätselhafte Schönheit. Man ist dieser Frauen nie sicher, sie unterstehen Einflüssen, die wir nicht bekämpfen können, weil sie uns fremd sind. Sie verließ mich, sie folgte irgendeinem Ruf aus der Ferne. Und in diesen zwei Jahren, in denen ich nichts mehr von ihr hörte, konnte ich es nicht ermitteln, wessen Ruf sie gefolgt war. Erst seit heute weiß ich es. Ich verdanke es den Aufnahmen, die Sie mir zeigten." „Edmund Bell?“ „Ja. Es war im April 1937, als sie mich verließ. Im Februar hatte uns Bell besucht. Aber die beiden täuschten mich. Sie taten so, als waren sie einander ganz fremd, als hätten sie sich vorher nie gesehen. Trotzdem kannten sie sich von früher." Indessen hatten sie den Gasthof erreicht. Sie gingen durch den Garten auf das Haus zu. Vor dem blühenden kleinen Kirschbaum blieben sie beide stehen. Zartrosa leuchtete das Blütenbündel im Schein der Laterne. Sie betrachteten es lächelnd.„Wie schön!" sagte Dori leise.—„Ja, es ist reizend." Sie standen eine ganze Weile. Sie konnten sich nicht losreißen von dem Anblick des blühenden Bäumchens. Plötzlich sagte Dori:„Ich bin überzeugt, daß Sie Ihre Frau heute noch lieben." „Sie sind ein wunderliches Geschöpf.“ „Ich weiß, eine aufdringliche Närrin. Aber Narren soll man immer gute Antwort geben." Er Flächelte. „Also meinetwegen, Sie sollen es wissen: ich bin nunmehr entschlossen, mich auch formell von meiner Frau zu trennen. Das muß Ihnen genügen." Sie gingen weiter. Am Portal entledigten sie sich ihrer Schuhe. Sie stiegen zur Galerie empor. Im Hause schlief schon alles. Türen und Fenster waren geschlossen. Vor ihrer Tür reichte ihm Dori die Hand.„Wann brechen Sie morgen auf?"—„Ich weißbes noch nicht!"—„Gule Nacht. Ich danke Ihnen für diesen Tag."—„Gute Nacht!" (Fortsetzung folgt.) Heitere In einer Dorfschule stellt der Lehrer eine etwas schwierige Frage. „Nun“, sagt er, als ihm keiner antwortet,„wer ist denn der Gescheiteste von euch?" Da ruft ein Junge:„Der Gottlieb Krüger, der kann mit den Ohren wackeln." Lustige Blätter Vati ist auf Urlaub gekommen. Sein Sprößling fragt und fragt und läßt sich erzählen und untersucht eingehend Tornister und Uniform und Seitengewehr. Aber ganz zufrieden scheint er doch noch immer nicht zu sein. Denn schließlich fragt er nach einigen Tagen:„Sag mal, Vati, wann lauste dir denn nu eigentlich?" Grüne Post „Seitdem du verheiratet bist, fehlt dir kein Knopf mehr, haft keine Flecken im Anzug, trägst immer gut gebügelte Hosen. So eine Frau ist doch was wert." „Ja, weißt du, das Knopfannähen, Fleckentfernen und Hosenbügeln hat mir meine Frau gleich in den ersten Tagen beigebracht." Lustige Blätter r 93 ten hsstrahenNord mit n damit n. Damit im Schluß zum totan vorherissen der nachtbericht n weniger haben wir Front ver. waffe der von Kraftnichtele im liche Flug. bracht. g im westHandelsam gestrider jedoch t, die zwei e. Einige z Salerno zur Folge. sind zwei n ExpediKampfabHonan-Ge. diesen Opezurück. nach aus Insel sei es stische Beke Besorg5, Admiral ni der vor reiwilligenbah, wýrde algerischen ich am spaAufschrift: den Anglom Gefängrei weitere die auf den Es handelt r. ster(Westf.) elde), i. V. on Elekhofl ust Prüßner, (z. Z. in rel, Münster, 1940 gültig. 4. April 1943 Westfälische Tageszeitung Nummer 93 Saukulturpreis für Carl Busch Sauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Meyer eröffnet die Große Kunstausstellung 1943 Am Sonnabend eröffnete Gauleiter und Oberpräsident Dr. Alfred Mever in Anweseneit zant icher Gäsi aus Parte., Wehrmacht, Staat und Wirtschaft sowie aus dem kulturellen Leben des Gaues Westfalen-Nord die Große Kunstausstellung 1943. In seir Gaul iter mit, daß er den diesjährigen Gaukulturpreis dem Maler Carl Busch aus Münster verliehen habe. Der Eröffnungsakt, den Landeskulturwalter Uranowski mit kurzen Begrüßungsworten einleitete, fand im großen Saal des Schlosses statt, in dessen Räumen auch die Ausstellung untergebracht ist. Die Fejerstunde war von musikalischen Darbietungen des Münsterischen Streichquartetts umrahmt. Landeskulturwalter Uranowski begrüßte in seiner Ansprache den Befehlshaber im Wehrkreis VI, General der Infanterie Gbokke, und den Befehlshaber im Luftgau VI, General der Flakartillerie Schmidt. Einen herzlichen Willkommensgruß entbot er dem stellv. Gauleiter von Westfalen=Süd, Veiter. Er dankte allen an der Ausstellung Beteiligten und wies darauf hin, daß von rund 600 eingesandten Arbeiten 317 ausgestellt werden konnten. Gauleiter Dr. Meyer gedachte in seiner Ansprache zunächst der Künstler, die ihr Leben für Deutschlands Seit Jahren steht er in der ersten Reihe unserer Begabungen. Mit unausgesetztem Fleiß und erstaunlicher Schaffenskraft hat er sich zu seiner heutigen Meisterschaft emporgeärbeitet. Es ist ein achtunggebietendes=Gesamtschaffen, das der Künstler heute aufzuweisen hat. Sein Ruf als Maler der münsterländischen Landschaft, als Porträtmaler und neuerdings als Kriegsmaler ist weit über die Grenzen Westfalens hinausgedrungen. Der Künstler hat durch seine vielbeachteen Werke dazu beigetragen, das Ansehen der westfälischen Malerei im Reich wesentlich zu erhöhen." Der Insel auptquar1 bekannt, feindliche el trafen, uftschlacht Japanische nem Flug e) begriffeindliche 1sich auf auf die ten Stützise schurischen sche Presse und hebt japanischen Von jeher, habe GeMandschusident Tojo 1 und als aktin am nk der tatnisterpräsifjahresplan tehe Manfjahresplaeitrag zum Alfred Kitzig. Ahlen:„Bauer mit Pferd" Zukunft dahingegeben haben: der Bildhauer Hagemeister und Petershof sowie der Malerin Hanni Spanke.„Wer die Lande gesehen hat", so fuhr er fort,„über die die Kriegsfurie raste, weiß, wie dankbar wir dem Führer und seiner Wehrmacht sein müssen, daß sie uns die Schrecken des Krieges von deutscher Erde ferngehalten haben. Zwar leiden wir im Westen unter Luftangriffen eines zerstörungswütigen Feindes, zwar sinken herrliche Kulturdenkmäler in Schutt und Asche, aber wir leben in Freiheit und können in Freiheit schaffen. Die Seele unieres Volkes kann durch Bombenwürfe nicht getroffen und zerstört werden." Der Gauleiter wies dann darauf hin, daß die zerstörten herrlichen Kunstwerke zwar nicht zu ersetzen seien, aber entscheidend bleibe, daß der Quell des Blutes unseres Volkes nicht verschüttet und vergiftet werde, denn der Genius des Deutschen schaffe immer wieder Neues. Dann wandte sich der Gauleiter an die Künstler, die durch ihr Schaffen Zeugnis für die Schöpferkraft des Volkes ablegten. Es sei notwendig, ja kriegswichtig, daß die Forderung unserer Zeit auch jetzt gerade im Kunstwerk an die Nation herantrete:„Der Heroismus und das Opfer der Front kann uns nicht oft genug vor Augen gestellt werden. Das Heldentum der Heimat, der Einsatz der deutschen Frau oder unserer Jugend muß immer wieder zum Vorwurf des Gestaltens gemacht werden, um im Kunstwerk erziehend und anspornend zu wirken." Nicht zuletzt aus diesen Gründen sowie aus der Freude über die Erfolge der westfälischen Künstler in den großen Ausstellungen in München sei auch diese neue Schau zustandegetömmen. Sie solle den Beginn einer aktiven Pflege und Förderung aller bildenden Künste bilden. Der Gauleiter erinnerte an die Stiftung des Gaukulturpreises anläßlich der Zehnjahrfeier des Gaues Westfalen=Nord und stellte noch einmal die Aufgabe dieses Preises heraus, durch den schöpferische Kräfte anerkannt und geehrt werden sollen. Da die Gaukulturwoche in diesem Jahre aufgeschoben werden mußte, habe er sich entschlossen, den Preis für die bildende Kunst abzuzweigen und ihn jetzt bei der Eröffnung der Kunstausstellung zu verleihen. Dann fuhr der Gauleiter fort: „Den Gaukulturpreis des Jahres 1943 verleihe ich hiermit dem Maler Carl Busch. Foto: Hülsbusch(3) Gauleiter verlas dann die Verleihungsurkunde, in der es U. a. heißt: „Den Gaukulturpreis des Jahres 1943 verleihe ich dem Maler Carl Busch aus Münster, der mit der ganzen Erlebnistiefe und Darstellungskraft seiner reichen künstlerischen Begabung einen wesentlichen Beitrag zum malerischen Schaffen unserer Gegenwart geleistet hat und nach fruchtbaren Schaffensjahren in Westfalen als Kriegsmaler an der afrikanischen und russischen Front Bilder geschaffen hal, in denen mit dokumentarischer Gültigkeit das gewaltige Kriegsgeschehen unserer Zeit gestaltet ist.“ Der Gauleiter schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die besonderen Aufgaben der Kunst im Kriege, die„ein Kraftquell der Nation in unserem gewaltigen Schicksalskampf sein muß". Sie solle den Frontsoldaten und Soldaten der Arbeit deutsches Wesen und deutsche Art, deutsche Größe und deutsche Sehnsucht vor Augen führen, um höchste Kräfte und letzte Einsatzbereitschaft für Deutschland zu wecken. Dann erklärte der Gauleiter die Ausstellung für eröffnet. Anläßlich der 250=Jahr=Feier der Akademie der Bildenden Künste in Wien hielt Reichsleiter Baldur von Schrrach eine Ansprache an die Kunstschaffenden, in der er u. a. sagte:„Die Kunst ist nicht das, was wir sehen, sondern das, was wir schauen, nicht das, was ist, sondern das was bleibt!“ Wenn wir diesen Maßstab an die Werke des Preisträgers Carl Busch legen, so dürfen wir sagen, daß er sich in seinen Arbeiten als Kriegsmaler davor hütete, nur die äußere Wirklichkeit abzuschildern. Ihm kam es vielmehr dgrauf an, durch das Medium der Farbe und die Kunst der Komposition die innere Wahrheit des Krieges darzustellen. Er folgte damit dem Gesetz der großen Maler, die in der Farbe und den Licht, in der Verteilung und Beherrschung dieser beiden Faktoren das eigentliche künstlerische Element gesehen haben. Daß ein Bild einen klaren und festen Aufbau haben muß und die Komposition ein wesentlicher Teil des Schaffensprozesses ist, darf als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Carl Busch, dessen Werke den Hauptsaal der umfassenden Schau einnehmen, erweist sich in seinen Arbeiten als Kriegsmaler wieder als ein ungemein temperamentvoller und ursprünglicher Künstler. Er hat sich als wirklicher Gestalter des kämpferischen Geschehens erwiesen, dessen Werke bleibende Dokumente zur Geschichte des deutschen Freiheitskampfes sind. Ob es sich nun um die malerische Ausbeute aus dem Osten oder aus Afrika handelt, immer spüren wir in den dramatisch gerafften Bildern den glühenden Atem des Krieges. Ueber die Afrika=Bilder ist seinerzeit schon berichtet worden. Jetzt steht der östliche Kriegsschauplatz im Vordergrunde. Ob Busch auf einem großformatigen Gemälde in dunklem Gelb=Braun den Strom der rückflutenden bolschewistischen Gefangenen mit erregendem kompositorischen Vermögen malt oder die versunkene Idylle eines alten Schlosses aus der Zarenzeit festhält, ob er eine Straße in Dnjepropetrowst wiedergibt oder eine Szene des unmittelbaren Kampfes schildert, immer spüren wir sein malerisches Können, das sich jetzt an den Motiven des Krieges groß entzündet hat. Daß der Künstler auch ein Porträtist von hohem Rang ist, bezeugen die beiden ausgestellten Bildnisse. Es mögen hier noch einige Daten aus dem Leben des Künstlers interessieren. Am 27. Juni 1905 in Münster geboren, war Busch einige Jahre Bühnenbildner am Theater der Stadt und folgte dann seiner inneren Berufung als freischaffender Maler. Nach Jahren harten Ringens um seine künstlerische Ausdrucksform, die von wirtschaftlichen Sorgen nicht frei waren, folgte die Anerkennung: 1931 der Dürerpreis der Stadt Nürnberg. 1933 der Jahrespreis„Jung=Westfalen“ des Westfälischen Kunstvereins, 1937 der Corneliuspreis der Düsseldorfer Akademie, 1939 der Kunstpreis der Stadt Düsseldorf und 1942 der erste Kuljurpreis der DAF. Gau Westfalen=Nord, anläßlich der Ausstellung „Volk der Arbeit“. Die Preise fielen ihm nicht in den Schoß. Hinter der nüchternen Aufzählung der Auszeichnungen steht eine Unsumme von Arbeit, Fleiß und Können. Schon vor dem Kriege war Busch einer der bekanntesten westfälischen Maler, jedoch erst in den letzten beiden Jahren, seitdem er Soldat ist, gewann er sein heutiges Format. Daß er auch als Soldat zeitweise künstlerisch tätig sein konnte, verdanken wir dem großen Verständnis des Befehlshabers im Luftgau VI, General der Flakartillerie Schmidt, der als Gründer und Schirmherr der Ausstellung„Kunst der Front" unter anderen auch Busch den Auftrag gab, an einzelnen Fronten das Bild des Krieges zu malen. Nicht nur in den Werken von Carl Busch, sondern in der gesamten Schau prägt sich das Antlitz des Krieges aus. Drei Künstler, die für Deutschlands Größe gefallen sind, haben einen Ehrenplatz erhalten, Es sind dies die Bildhauer Hagemeister=Bielefeld und Petershof=Münster sowie die Graphikerin Hanni Spanke. Die beiden ersten gehörten zu dem begabtesten bildhauerischen Nachwuchs Westfalens, ja Hagemeister war— wie seine auf dieser Seite wiedergegebene Akt=Figur beweist— bereits in das Stadium der Reife eingetreten. Petershof bezeugt sein großes Talent mit dem lebensvollen Porträt von Prof. B. Daß mit Hanni Spanke eine ider größten Hoffnungen unserer westfälischen Graphik dahingegangen ist, haben wir schon anläßlich ihres tragischen Todes festgestellt. Ihre leichte, sichere Hand, die intuitiv die Formen ertastete, spüren wir noch aus den sieben meisterlichen Blättern des Nachlasses, die uns wie die Werke Carl Busch. Münster:„Nahkampf" der obengenannten Bildhauer mit dem Gefühl der Ehrfurcht erfüllen. Immer stärker machen sich auch bei den Malern und Graphikern, von denen viele bei der Wehrmacht stehen, Motive des Krieges bemerkbar. Sei es, daß Alfred Kitzig als Zeichner beim RAD einen Kaukasier mit Gespann mit meisterlichem Griffel gestaltet oder daß ein stimmungsvoller und anerkannter Landschafter wie Westerfröhlke=Gütersloh, dessen Bleistift=Zeichnungen immer wieder durch ihre lapidare Kunst bestechen, sich erfolgreich an das Porträt eines verwundeten Soldaten wagt. Auch Leonhard Pieper, der kürzlich mit dem Graphik=Preis„JungWestfaler“ ausgezeichnet wurde ist mit einigen seiner arbigen Zeichnungen, die in Kampfpausen entstanden ind, vertreten. Josef Arens, der Männer und Wafen der neuen deutschen Wehrmacht so überzeugend darstellte und dafür mit Ernst Bacmeister den ersten Gaukulturpreis von Westfalen=Nord erhielt, überrascht uns diesmal mit Steinzeichnungen aus den Betrieben des Bochumer Vereins, die seine exakte, von einem künstlerischen Instinkt geleitete Arbeitsweise verraten. Den größten Teil der Ausstellung, auf der 73 Künstler vertreten sind, nehmen die Maler in Anspruch. Hier ist an der Spitze Hans Schmitz=Wiedenbrück zu nennen, dessen Pastellstudien aus dem Alltag des Soldaten höchste Könnerschaft verraten. Von den münsterischen Malern, deren Eigenart gelegentlich der letzten Ausstellung der Künstlergemeinschaft „Schanze" ausführlich gewürdigt wurde, ist Ernst Hase mit einer farbig delikaten Emslandschaft, Wilhelm Göttina mit stimmungsvollen Aquarellen, Ernst Hermanns mit einem großen Gemälde„Landwirtschaft und Industrie“, Bernard Bröter mit einem feinabgetönten Erntebild, Hans Kraft mit zart und innig empfundenen münsterländischen Landschaften, Franz Homoet mit seinen niederdeutschen„Fischerbooten“ vertreten. Josef Wedewers Winterhild atmet die Stille und Ruhe des Seins, Theo Junglas zeigt„Angelmodde" und Blumenstücke und Wilhelm . . . Werner Hagemeister. Bielefeld:„Männlicher Akt” Palmes erweist sich als lebenswarmer Porträtist, heimatlicher Menschen. Von den jüngeren Künstlern prägen sich stärker der eigenwillige Stil von Vincenz Pieper mit feinen dunkel verhangenen Landschaften und die von Licht und Farbe strahlenden Bilder Ludwig Chastinets ein. Bernard Peppinghege hat ein Motiv aus dem Kriege„Flieger in Seenot" groß verarbeitet, Wolf von Ponickau zeigt stimmungsgesättigte Aquarelle. Im Gau Westfalen=Nord ist Wiedenbrück eine bekannte„Maler=Ecke". W. Repke zeigt ein kraftvoll gemaltes Bild mit Bäuerinnen. Heinrich Repke läßt auf seinen Blumenstilleben eine ganze Farbensymphonie erklingen. Hugo Mumme zeigt seine erzählerfreudigen Landschaften, während Clemens Wieschebrink mit einem farbig fein abgestimmten Frauenporträt vertreten ist. Wilfried Nagel hat eine impressionistisch beeinflußte Stadtansicht„Brücke" beigesteuert. Wilhelm Binroth erfreut mit einem sicher erfaßten Mädchenporträt. Von Otto Kolbe sieht man farbige Blumenstücke, Walter Steinecke erweist sich mit seinem Marsch durch die Schneewüste als empfindsamer Aquarellist. Anton Imkamp hat den im Kampf für Führer und Reich gefallenen SA=Obergruppenführer Schramme lebenswahr porträtiert, Richard Sprick bezeugt mit der Darstellung einer gebirgigen Landschaft sein zügiges Maltemperament, J. WesselZumloh ist mit einer Reihe qualitätvoller Landschaften anwesend, während Wilhelm Wessel Motive aus dem afrikanischen Wüstenkrieg eindrucksvoll verarbeitet hat. Von den Graphikern ist neben den schon genannten an erster Stelle Hans Pape mit meisterlichen Illustrationen zu einer Erzählung Moritz Jahns zu nennen. Die niederdeutsche Art des Dichters findet hier eine kongeniale Ergänzung. Ernst Bahns ausgezeichnete Graphik, von der wir heute seinen„Westfälischen Hof im Winter“ nennen, ist hier oft hervorgehoben worden. Waldemär Mallek überrascht mit einer originellen Holzschnittfolge, die in sehr eigenwilliger und gekonnter Weise Szenen aus dem Kriegsgeschehen im Osten darstellt, Wenn auch die Plastiker nur mit einer relativ kleinen Schau vertreten sind, so setzt sie sich doch aus erlesenen Werken zusammen. Die münsterischen Bildhauer Albert Mazzotti, Paul Waldow und Herman Kissenkoetter sind in der Hauptsache mit Porräts vertreten, die ihre charakteristische Handschrift zeigen. Daneben einige jüngere Talente wie Hilde Schürk=Frisch, die den letzten Plastikpreis„JungWestfalen“ erhielt, und Elli Grützner, die auch als Malerin vertreten ist. Eine freudige Ueberraschung ist Lilly Hummel=König, die entzückende Tierplastiken beigesteuert hat. Sie sind in der ganzen Auffassung so eigenständig und haben einen so schönen Humor, daß man sie zum Schönsten der ganzen Ausstellung rechnen darf. Es war nicht unsere Absicht, alle Künstler und ihre Werke zu würdigen. Wir wollten nur einige wesentliche Züge in der Ausstellung aufspüren und die Kunstfreunde darauf hinweisen. Die Schau, die in den neuen Ausstellungsräumen des Schlosses vortrefflich aufgebaut ist, enthält noch viel Schönes, was hier nicht genannt werden konnte. Insgesamt ist sie ein charakteristischer und charaktervoller Querschnitt durch das gesamte Kunstschaffen unseres Gaues. Das wird ein Besuch jedem Liebhaber offenbar machen. Er wird sich auch an den ansprechenden Räumen freuen, die der nordwestfälischen Künstlerschaft endlich im eigenen Gau eine einfache und doch würdige Ausstellungsstätte geben. Als kriegsbedingte Lösung ist sie ohne Schädigung der alten repräsentativen Schloßräume, die der Gauleiter und der Befehlshaber im Wehrkreis VI für die Künstler zur Verfügung stellten, mit sparsamstem Aufwand zustande gekommen. Möge der ersten Ausstellung darin ein voller Erfolg beschieden sein! Wilhelm Vernekohl Otto von Bismarck und Reichsgründer Von Dr. Hermann Kesting. Detmold Narren lächelte. sin nuner Frau gingen Schuhe. ief schon or ihrer hen Sie „Gute „Gute folgt.) eine etwas et,„wer ist r, der kann Blätter Patriae inserviendo consumor— in dieser Lebensmaxime Otto v. Bismarcks erneuerte sich der kategorische Pflichtbegriff Friedrichs des Großen, der sich als den ersten Diener des Staates betrachtet hatte. Es ist bezeichnend für die deutsche Staatsethik, daß sie das Dienen für Staat und Volk als höchste Forderung aufstellte. Der Große Kurfürst und Friedrich der Einzige. Stein und Bismarck fühlten sich als Beauftragte des Staates. Otto Bismarck vernahm den durch das Jahrhundert gehenden Ruf nach dem Reich. Denn das Reich ist nicht nur konkrete staatliche Form wie das „Empire", oder die„Republique Française", sondern auch Idee, Seele politisches und kulturelles Sendungsbewußtsein. Tief ergriffen von dem Mythos des ewigen Reiches und seiner praktischen Notwendigkeit hob Otto v. Bismarck das Reich aus der Sehnsucht und dem Kampf der Vergangenheit in die Wirklichkeit seiner Zeit. Gerade bei Bismarck erkennen wir, daß sich Realpolitik und Idealismus nicht ausschließen. Nicht nur die Konzeption des Zieles und Aufrichtung eines politischen Systems ist etwas geistig Schöpferisches, auch der Glaube, ohne den keine große Leistung möglich ist, gehört zu den wesentlichsten ideellen Seelenkräften. Eine der Wirklichkeit dienende Staatskunst erkennt, wieviel von dem Ziel unter den gegebenen Verhältnissen durchführbar und auf welchem Wege oder mit welchen Mitteln es erreichbar ist. Diese Synthese zwischen dem Anteil von Ideal und Wirklichkeit ist auch im Lebenswerk Bismarcks wirksam. Bismarck kam im Anfang seiner politischen Laufbahn als Gesandter nach Frankfurt mit der Anschauung, daß Preußen im Interesse der gesamtdeutschen Belange mit Oesterreich gehen müsse Die achtjährige Arbeit am Bundestag vermittelt ihm die Erfahrungen, daß Oesterreich bei seinen vielen Nationalitäten nichtdeutsche Wege gehen müsse und daß die deutschvölkische Ausrichtung eines neuen Reiches nur ohne Oesterreich möglich sei, weil lte mit Oesterreich durch die slawischen, tschechischen ungarischen, rumänischen Nationalitäten, die eine besondere Berücksichtigung verlangten, eine zu starke Belastung erfahre. Der Blick für die wirklichen Machtverhältnisse brachte ihn ferner zu der Erkenntnis, daß Oesterreich nicht freiwillig auf den Führungsanspruch in Deutschland verzichten würde. Da er, in der Krise des Staates zum Ministerpräsidenten berufen, den Krieg als Voraussetzung für das Ausscheiden Oesterreichs und die Gründung des Reiches sah, mußte er ihn als verantwortlicher Staatsmann entschlossen vorbereiten. War die Aufrüstung durch den Reichsgründer Heinrich Vorbedingung für die Befreiung und Sicherung des Reiches, so bei Bismarck die starke Vermehrung des Heeres durch die Heeresreform. König und Kanzler führten sie autoritativ gegen das Parlament, das wohl in Theorien und Doktrinen redete, aber nicht handelte. mit Erfolg durch. Der Krieg gegen Dänemark war die Generalprobe für die Heeresreform, die Auseinandersetzung mit Oesterreich die erste Stufe der Einigung, denn in Nikolsburg mußte Oesterreich sein Einverständnis zur Neugestaltung Deutschlands durch Preußen geben. Zugleich aber kam es Bismarck in höchster Verantwortung vor dem gesamtdeutschen Schicksal, in weitester Vorausschau und staatsmännischer Klugheit darauf an, keine Verstimmung, die nur den Wünschen der auswärtigen Gegner Vorschub geleistet hätte, zu hinterlassen. Den inneren Frieden erreichte er durch die Indemnitätsvorlage, in der die Regierung zugab, nicht verfassungsmäßig gehandelt zu haben, während das Parlament einräumte, daß die Regierung in einer Zwangslage gewesen sei. Die Schonung Oesterreichs, das an Preußen keinerlei Gebiete abzutreten brauchte, setzte er in schärfstem Kampf gegen Krone. Generalität und Volksstimmung durch, die den Sieg dem Gegner gegenüber auch politisch in Landabtretungen ausnutzen wollten. Diese weise Bescheidung und Schonung des Gegners im Hinblick auf das spätere Bündnis war aus großdeutscher Verpflichtung ein Meisterwerk kluger Realpolitik. Dabei nahm er doch die politischen Notwendigkeiten des preußischen Großstaates entschieden wahr durch die Angliederung von Hannover, Hessen=Kassel und Schleswig=Holstein und erreichte mit der Raumeinheit zwischen den östlichen und westlichen Gebieten und der damit verbundenen Machtausweitung die wesentlichste Grundlage der Führungskraft Preußens für das Reich. Eine zweite Phase kluger Realpolitik auf dem Wege zur Reichsgründung lag in der Vorbereitung der Auseinandersetzung mit Frankreich. Die französische Politik verlangte als Ausgleich für die Gebietserweiterungen und Machterhöhung Preußens eine territoriale Entschädigung. Die erste Forderung, die Frankreich mit der Rheinpfalz und mit dem Saargebiet stellte, war für Bismarck ein geeignetes Mittel, die süddeutschen Staaten in Schutzund Trutzbündnissen mit Preußen zu verbinden, dadurch, daß er die Ansprüche Frankreichs auf diese süddeutschen Gebiete bekanntgab. Die weitere Entschädigungsforderung Frankreichs, die sich auf Belgien und Luxemburg bezog, bot Bismarck eine günstige Handhabe, das Mißtrauen Englands in die Politik Frankreichs zu wecken und damit Frankreich, für den Krieg gegen die deutschen Stämme zu isolieren. Zu dem Zwecke machte er das von Napoleon eingeleitete Bündnis zwischen Frankreich, Oesterreich und Italien durch Neutralitätsabkommen mit Rußland und England unwirksam. Den Anlaß zum Kriege bildete die spanische Thronkandidatur eines Hohenzollern, die Bismarck, erfaßt von der Möglichkeit einer Erweiterung der deutschen Machtstellung an der französischen Westgrenze, mit Leidenschaft aufgriff. Die vorzeitige und ungeschickte Veröffentlichung dieses großen Planes weckte in Frankreich, das auch nach dem Verzicht des Prinzen auf den Thron durch den französischen Botschafter Benedetti in Ems von König Wilhelm Garantien gegen eine Wiederaufnahme dieses Projektes verlangte, ihn von dem Ansinnen Benedettis benachrichtigten Depesche setzte er als Redaktor weltgeschichtden Depesche setzte er als Redaktor weltgeschichtlicher Entscheidungen die französische Anmaßung und die beabsichtigte deutsche Demütigung der Oeffentlichkeit gegenüber ins rechte Licht. Die Wirkung der Emser Depesche war ungeheuer. Alle süddeutschen Staaten schlossen sich der Mobilmachung des Norddeutschen Bundes an. Das Große war erreicht. Die gemeinsame Gefahr gegen den alten Gegner an der Westgrenze bewirkte die deutsche Einigung. Nach dieser glänzenden diplomatischen Vorbereitung des Krieges vollendete das deutsche Schwert die Niederzwingung Frankreichs. In der ersten Phase seiner politischen Tätigkeit hatte Bismarck die Voraussetzungen für die deutsche Einigung geschaffen. Die dritte vollendete das Reich. Was es für eine Riesenarbeit war, welches Maß von Taktgefühl es erforderte, die deutschen Fürsten. darunter so selbstbewußte, empfindliche und partikularistische wie Bayern und Sachsen, zur Anerkennung der preußischen Führung und Einfügung in das neue Reich zu bringen, kann nur der ermessen, der die durch Jahrhunderte gefestigte und eifersüchtig behauptete Souveränität der deutschen Fürsten kennt. Es bedeutet daher ein psychologisches Meisterwerk Bismarcks, daß er diese Stammesinteressen in ein deutsches Reichsempfinden hob und sogar den König von Bayern dahin brachte, seinem alten Rivalen, dem König von Preußen, die Kaiserkrone anzubieten. Damit wurde durch den König von Bayern die neue deutsche Reichsgründung eingeleitet, wie die Berufung des ersten Reichsgründers Heinrich durch seinen bisherigen Gegner. Wir müssen dabei auch die Haltung der Fürsten anerkennen, daß sie endlich einmal in der deutschen Geschichte durch Ueberwindung ihrer individualistischen Interessen die deutschen Belange so weit gesehen und anerkannt haben, daß sie einen aus ihrer Mitte zur Führung des Reiches, berufen haben. Nachdem so in unendlich schwierigen Verhandlungen die Reichsgründung gesichert war. machte die praktische Kletnarbeit in der Durchführung ebenso grotze Schwierigkeiten. Unter ihnen sei nur die schwere Meinungsverschiedenheit um die Titelfrage erwähnt, aus der sich zwischen Kaiser und Kanzler ein ernstes Zerwürfnis entwickelte: um die territorial ausgerichtete Bezeichnung: Kaiser von Deutschland, wie König Wilhelm es wünschte, oder die mehr personell ausgerichtete Bezeichnung Deutscher Kaiser. Auch hier setzte Bismarck seinen von höherer politischer Einsicht getragenen Standpunkt durch. Mit der Ausrufung des Kaisers am 18. Januar 1871 in Versailles stand das Deutsche Reich, das Heinrich der Sachse 900 Jahre vorher geschaffen hatte, wieder in Geschlossenheit und Festigkeit als Kern in der Mitte Eurovas. Die letzte große Aufgabe Bismarcks diente der Sicherung des gegründeten Reiches durch ein kunstKleine Rundschau Der Entdecker des Influenza-Bazillus. In Bad Landeck im Riesengebirge vollendete Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Richard Pfeiffer in geistiger und körperlicher Frische sein 85. Lebensjahr. Professor Dr. Pfeiffer ist ein Schüler Robert Kochs. 1890 entdeckte er den Influenza=Bazillus. Der Maler Hans Zimmermann gestorben. In seiner Vaterstadt Remscheid starb im Alter von 31 Jahren der Maler Hans Zimmermann, der sich durch feine bergischen Industrie= und Landschaftsbilder auf den großen Ausstellungen der letzten Jahre im Haus der Deutschen Kunst zu München, in Berlin, Oslo und Wuppertal einen geachteten Namen geschaffen hatte. Friedrich Beihgcs Mysterium„Kopernikus" ist von den Königsberger Städtischen Bühnen zur Uraufführung angenommen worden. Das neue Werk schließ Bethges Trilogie„Preußische Rebellion" ab. Die Uraufführung ist für den 24. Mai, den 400. Todestage des großen Astronomen in Aussicht genommen. Deulsche Bühne gastiert in Odessa. Das Landestheater der deutschen Volksgruppe in Rumänien gibt in Odessa ein Gastspiel, das neben anderen Werken auch Schillers„Kabale und Liebe" und Kleists„Der zeibrochene Krug“ vermitteln wird. Das Odessaer Deutschtum sieht damit nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder deutsches Theater. Triumphaler Erfolg Giesekings in Florenz. Walter Gieseking spielte in Florenz Beethovens G=dur=Klavierkonzert, das von jeher eine seiner Glanzleistungen darstellte. In Carlo Zecchi hatte er einen Dirigenten, der seinen künstlerischen Absichten auf das nachdrücklichst folgte. Enthusiastischer Beifall für Gieseking, der sich immer wieder an den Flügel setzen mußte. volles System von Bündnissen mit den europäischer Mächten. Damit wuchs der zweite Reichsgründer in die europäische Aufgabe. Schon Bismarck strebte. wie heute der Führer und der Duce, aus dem Partikularismus und dem ewigen Kriegshader der europäischen Staaten untereinander zum Zusammenschluß und zur Einheit des Kontinents. Bismarcks politisches Genie legte, seiner Zeit vorauseilend, den Keim zu einem neuen Europa, das heute erst im dynamischen Werden ist. Die Dame wird geopfert Erzählung von A. Maxsein Der Schloßherr traf den Fremden, der seit einigen Tagen in der Landschaft einiges Aufsehen erregte, wie er die schönste Sicht auf Park und Schloß malte. Ob er das Bild haben könne, meinte der hochragende, blonde Graf im grünen Jägeranzug, eine Frage, die der um einen halben Kopf kleinere, dunkelhaarige, im Gesicht gebräunte Fremde lächelnd abwog mit der Bemerkung, er sei gar kein Maler, wenn es auch den Anschein habe. Finde jedoch der Herr Graf, den er wohl vor sich habe, Gefallen an diesem Bild, so ware er gern bereit, es ihm zu überlassen als kleine Entschädigung, daß er unangemeldet und darum um so auffälliger seit einiger Zeit das schöne Schloß umschleiche. Er werde das Anerbieten, erwiderte der Schloßherr, zu schätzen wissen, obgleich er nicht ohne Gegengabe ein so schönes Bild seines Herrschaftssitzes annehmen könne. „Wenn ich es abtrete, so nur, um Ihnen eine Freude zu machen", entgegnete der Fremde, ebenso liebenswürdig wie bestimmt, was der Graf hinwiederum mit einer Einladung für den gleichen Abend quittierte.—„Ich freue mich, Ihnen dieses Aquarell, das ohnehin noch nicht ginz fertig ist, persönlich überbringen zu dürfen." Im Schlosse hatte sich eine glanzvolle Gesellschaft versammelt, und der Fremde durchschritt mit seinem Bilde ein Spalier von adeligen Herren und Damen. Er fiel durch sein südliches Aussehen stark auf, und als eine ältere korpulente Dame ihn mit großem Temperament übereilig als Italiener ansprach antwortete der Fremde mit einigen flott gesprochenen italienischen Sätzen sehr gewandt, worauf die gleichsam Berauschte das Lied anstimmte:„Wenn um die Piazetta der Abendwind weht". Da hatte sich das Interesse sehr schnell ihm zugewandt, und das Thema bei Tisch drehte sich vornehmlich um seine Person. Selbst seine Versicherung, daß er aus dem Süden des Reiches stamme, vermochte den italienischen Nimbus den die dicke Baronesse ihm verliehen hatte, nicht blasser zu machen, zumal die Herren das Thema wissenschaftlich zu sondieren begannen und sich vor allem über norddeutsche Gründlichkeit, Klarheit des logischen Denkens und über südliche Phantasie mehr im Sinne von Phantasterei ausließen, wie es schon allein im Schachspiel zu bemerken sei. Diese Bemerkung hatte sich ein Rechtsanwalt erlaubt, der, wie sich alsbald herausstellte, in diesem Kreis als Meister des königlichen Spiels galt. Diese Bemerkung des Rechtsanwalts griff der Fremde auf. Wie er betonte, beruhe das Schachspiel mehr auf Phantasie als auf mathematischem Denken, eine Feststellung, die jedoch den lauten Widerspruch aller Anwesenden fand, wobei der Rechtsanwalt die Frage stellte, ob er überhaupt Schach spiele, was von dem Fremden mit einem stillen Lächeln und einigem Kopfwiegen bejaht wurde. Also soll die Partie entscheiden! Der Schachtisch stand in der Mitte des großen Raumes, und es fügte sich, daß der Fremde nicht in der Lage war, eine Partei auf seine Seite zu ziehen. Alle saßen oder standen hinter dem Rechtsanwalt, während er völlige Rückenfreiheit hatte, und er hätte einsam seine Meinung verföchten, wäre nicht im letzten Augenblick die Tochter des Hauses, die junge Gräfin, mit artiger Bemerkung, daß sie den fremden Gast, der ihren Besitz so vorzüglich gemalt habe, nicht allein dem gewaltigen Ansturm überlassen wolle, zu ihm getreten, eine höfliche Geste, die der Fremde mit der gleichen Liebenswürdigkeit, die ihn den ganzen Abend ausgezeichnet hatte, erwiderte, während der Rechtsanwalt ein hartes„Nanu" seinem fragenden Blick auf das schöne Gesicht der jungen Dame beifügte. Der Fremde scharte aus dunklen, blauen Augen lächelnd auf seine große Gegnerschaft, wählte und erhielt„schwarz". Der Rechtsanwalt begann mit festem Zugriff. Der Fremde rührte nur zaghaft die Figuren und setzte sie leicht auf. Der Mann des Rechts spielte ein wohlgeordnetes Spiel,„streng nach Buch", wie es in Schachkreisen heißt, fehlerlos bis weit in die Entwicklung hinein; der Fremde schien sich seiner Sache nicht sicher und kam alsbald ins Gedränge. Ja, man gab sein Spiel bereits verloren, als der Gegner schon über zwei Mehrbauern verfügte und im Begriff war, einen Läufer zu gewinnen. „Sie können Ihren Gast nicht mehr schützen". wandte sich der Rechtsanwalt zu der Tochter des Grafen, die so nahe dem Fremden zugeneigt war, als spielte sie mit ihm gemeinsam. Plötzlich machte der Fremde einen energischen Zug und schlug mit der Dame einen Bauern am Königsflügel. Man schaute sich fragend an. Der König mußte die Dame schlagen, ein Damenopfer, dessen Sinn nicht ersichtlich schien, und als das Spiel ohne bemerkenswerte Anderung weiterging, meinte man mit leiser Anspielung zur jungen Gräfin gewandt:„Sehen Sie, so wird Ihre gastliche Hilfe gelohnt! Der Herr opfert Sie ohne weiteres.“ „Allerdings“, fuhr der Fremde fart,„am zu gewinnen!“ Und nach wenigen Zügen war der Rechtsanwalt zum größten Erstaunen aller matt. Man hatte sich kaum von der Verblüffung erholt. als der Fremde seinen König zur Hand nahm, die geopferte Dame ergriff, um in feinem Spiel den König eine Verbeugung vor seiner Dame ausführen zu lassen; und zu der Tochter des Grafen gewandt, verbeugte er sich und dankte für das Vertrauen, das sie in ihn gesetzt habe. Leben und Spiel haben gleiche geheimnisvolle Wege, und wer am tiefsten schaut, gewinnt Spiel und Leben. Für diese Erfahrung durfte am anderen Tag der Rechtsanwalt dem Schicksal danken, als er den Fremden abreisen sah, dem nach einiger Zeit die Tochter des Grafen folgte. Auf seine erstaunte Frage und sein vernehmliches„Nanu, wohin?" antwortete sie mit verschmitztem Lächeln:„Nach Süddeutschland“. Auftrag der ewigen Wache Schicksal, wer trotzte dir nicht, vor deinen Auftrag gestellt, Wer hinge nicht fragend an deinem verschlossene Mund, Da dein Befehl ihn dunkel und kalt überfällt Und alle Tiefen des Lebens dem blühenden Erdengrund Aufrauschend entströmen zum weiten Meere der Welt? Doch nur die Opfernden dürfen die ehernen Male Und Türme des Lebens in die Jahrtausende bauen, Denn nur die Opfernden werden wenn sie das fahle Antlitz des Todes, still sich vollendend, schauen, Als Sieger einst stehn vor der leuchtenden Flammenschale. Denn das Gesetz, unter dem stets die Opfer gescheh'n, Weiht zu Unsterblichen alle einsamen Helden, Da auf der Treue Befehl, wenn die leuchtenden Flammen weh'n, Die Heere der Toten zur ewigen Wacht sich melden, Um, schweigende Posten, an den Grenzen der Erde zu steh'n. So werden zum Schicksal, die sich in ihm verlieren, Und werden Gesetz, nach dem sich das Leben entfache, Da späteste Zeiten den Ruf von der Grenze noch spüren Im stummen Befehl und Auftrag der ewigen Wache: Wir werden für euch die Trommeln der Treue rühren! Wolfgang Jünemann genössischen Bericht. Das westfälische Reiter=Regiment, in dessen Reihen der Bruder eines der Erschossenen stand. mußte darauf an den Leichen vorbeidefilieren. Das abschreckende Beispiel sollte demonstriert werden. Die Antwort ließ nicht auf sich warten: In der nächsten Nacht entflohen neunzig Mann, darunter der Bruder des Erschossenen, Nacht für Nacht wiederbolten sich die Ueberläufe, bis das Regiment abrückte. Genau einen Monat später, am 13. August 1813, brachte von Bülow dem Marschall Oudinet bei Großbeeren eine schwere Niederlage bei. In der Völkerschlacht bei Leipzig(16.—19. Oktober 1813), kam die endgültige Abrechnung. Napoleon hatte in Deutschland ausgespielt. Seit 1845 erhebt sich unweit der Stadt Kottbus „Das Grabmal der Erschossenen“. wie es im Volksmunde heißt. Am Monument, das in Form eines Kreuzes auf einem Steinsockel vor den Grabhügeln steht, lesen wir noch heute: „Rubestätte der unter französischer Herrschaft am 16. Juli 1813 erschossenen Krieger aus Westfalen: Mocke, Mencke. Korsick, Westphal, Breemer. Liebe zum Vaterland war ihr Tod! Und schmücken Euch auch keine Ruhmeshallen, Für Deutschlands Freiheit seid auch Ihr gefallen!“ Deutsches Blut rebelliert Hiftorische Erzählung von Benno H. N. Sander Nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges 1806/07 ließ Napoleon verkünden:„Der preußische Name soll aus der Reihe der Völker gänzlich ausgelöscht werden“. Nach seinem Willen sollten rheinische und westfälische Truppen bei der Vollziehung dieser„Auslöschung“ Hilfe leisten. Freiwillige gegen Preußen fanden sich jedoch nicht. Da schritt Napoleon zur gewaltsamen Rekruten=Aushebung. Zu Beginn des deutschen Befreiungskrieges standen Deutsche gegen Deutsche. Aber die zum Dienst für den Korsen Gepreßten sträubten sich, zwangsweise gegen die eigenen Volksgenossen kämpfen zu müssen. So verschwanden bei einem am 8. März 1813 in Marsch gesetzten westfälischen Reiter=Regiment in den ersten Tagen 95 Rekruten, um sich dem französischen Joch zu entziehen. Am 2. Mai errang Napoleon bei Großgörschen einen sehr zweifelhaften Sieg über die Verbündeten, und auch die Schlacht bei Bautzen(20./21. Mai) kostete ihm 20000 Mann. Er begrüßte daher den Waffenstillstand, den Oesterreich vermittelt hatte. Um diese Zeit lag das der Armee des Marschalls Oudinot zugeteilte westfälische Reiter=Regiment in der Niederlausitz, in Kottbus und Umgegend. Die Bürger der Stadt taten alles, um den deutschen Sotdaten die Flucht zu den Preußen zu ermöglichen. die in der Nähe von Beeskow lagerten. Ueber zwanzig Reiter hatten sich denn auch bald mit Sack und Pack davongemacht. Die Schwadronschefs mußten bei fast jedem Morgenappell feststellen, daß Angehörige ihrer Einheiten den Weg zu den Preutzen genommen hatten. Am 12. Juli loderten Biwakfeuer vor den Stadttoren. Die schweren Schritte der Wachen Der Kanonenschuß Ein Histörchen um Prinz Sugen Don Sduard Franz Die Schlacht bei Belgrad war geschlagen und die Festung im Sturm erobert. Nach Abschluß des Passarowitzer Friedens kehrte Prinz Eugen nach Wien zurück und bekleidete nun die vornehmste Stelle unter den Ratgebern des Kaisers. Dieser rasche Aufstieg wurde dem Feldherrn viel geneidet und mißgönnt. Und als gar die Wiener mit ehrlicher Begeisterung das Lied vom„Prinz Eugenius, dem edlen Ritter" zu singen begannen, suchten ihn seine Feinde am Hofe, deren er wie jeder große Mann genug hatte, mit allerlei kleinlichen Mitteln zu verletzen und herabzusetzen. So lud ihn eines Tages eine vornehme Gesellschaft zu einer Spazierfahrt ein, an der sich eine beträchtliche Unzahl Grafen und Exzellenzen beteiligte. Sie alle wollten dabei sein, um den Sieger von Belgrad einmal zittern zu sehen. Ein„findiger Kopf" hatte nämlich den Plan ausgeheckt, gerade in dem Augenblick in dem der Prinz ein Glas Wein an die Lippen setzen würde, in unmittelbarer Nähe ein Geschütz abfeuern zu lassen. Man erwartete, sich köstlich zu amüsieren, wenn der große Feldherr erschrocken sein Glas fallen lassen und entsetzt um sich blicken würde. Es war alles gut vorbereitet. Hinter einem nahen Gebüsch standen zwei Artilleristen bereit, beim verabredeten Zeichen ihre Kanone zur Entladung zu bringen. Der Gastgeber, ein Graf W., erhob sein Glas und sagte, während er sich dem Prinzen zuwandte:„Meine Herren, lassen Sie uns dies Glas leeren auf das Wohl unseres glorreichen Siegers!“ Im nächsten Augenblick dröhnte ein Kanonenschuß an aller Ohren, daß selbst die Eingeweihten ein leichtes Erschrecken nicht verhindern konnten Nur Prinz Eugen stand unbirrt an seinem Platz und leerte unter den neugierigen Blicken der Anwesenden sein Glas, von dessen Inhalt er keinen Tropfen verschüttet hatte. „Sind Eure Durchlaucht denn gar nicht erschrocken?" fragte der Gastgeber erstaunt.„Wir hatten es mit unserem kleinen Scherz zu erreichen gehofft." Der Prinz lächelte spöttisch.„So etwas wirft einen alten, Krieger wie mich nicht gleich um, lieber Graf. Aber gestatten Sie mir, meine Herren, daß ich Ihnen gratuliere!“ „Uns gratulieren? Wozu?" „Dazu, daß Sie sich heute, ganz im Gegensatz zu sonst, einmal nicht weit vom Schuß befunden haben!“ Sin neues Buch von Srnest Claes Von dem flämischen Erzähler Ernest Claes, der — ein Freund Felix Timmerlans'— in dessen Gefolge sich in Deutschland eine beachtliche Stellung schuf, ist soeben das neueste Werk in deutscher Uebersetzung beim Inselverlag in Leipzig erschienen— von Bruno Loets vorbildlich betreut!—, das den schlichten Titel „Jugend" trägt. Fstr dieses Buch hat Claes vor einiger Zeit den flämischen Staatspreis erhalten, der alle drei Jahre verliehen wird. Es schildert humorvoll und weise des Dichters eigene Jugend— doch diese Tatsache allein macht den hohen Wert des Buches nich aus sondern wertvoll wird es vor allem deshalb, weil es beiläufig eine kleine Kultur= und Volkskunde bietet. die uns so vieles am flämischen Wesen weit verständlicher macht, als es sonst die dichterischen Erzeugnisse vermögen. Reizvoll ist auch, wie Claes seine erste Begegnung mit den Büchern von Conscience beschreibt — und dabei wiederum nicht nur das eigene Erlebnis in den Vordergrund spielt, sondern die große Bedeutung aufweist, die der Klassiker des flämischen Getsromans für die Erweckung und Entwicklung des flämischen Selbstbewußtseins besitzt. Nicht nur diFreunde des Dichters Ernest Claes dürfen an diesem wichtigen Buch nicht unachtsam vorübergehen, sondern auch alle anderen, die sich der flämischen Sache verbunden fühlen. Franz Hammer Die Botenfrau Sin Bericht aus unseren Tagen von Adolf Sidens klangen durch die Lagerruhe. Nur in einem Zelt des Zuges von Lehsten wurde leise gewispert. Aus einem Nachbarzelt waren soeben drei Kameraden eingetroffen; sieben deutsche Reiter, mit Gewalt in die französische Uniform gezwungen, wollten heute nacht zu den Preußen überlaufen. Alles war vorbereitet, es galt nur noch, unbemerkt aus dem Lager herauszukommen. Vorsichtig schlichen die Sieben zu den Pferden, führten die Tiere in den nahen Wald, saßen auf und ritten in die Nacht hinein, bis der Morgen graute. Aber bei Tagesanbruch stellten sie fest, daß sie anscheinend einen großen Bogen beschrieben hatten, denn sie waren noch im Moor, aus dem sie nach ihrer Berechnung längst heraus sein mußten. Während fünf absaßen und überlegten, ritten zwei weiter, um Genaueres zu erkunden. Mittlerweise war im Biwak, die Abwesenheit der Sieben festgestellt worden Leutnant von Lehsten mußte das Fehlen vier seiner besten Leute melden. Gleichzeitig wurde bekannt, daß in der gleichen Nacht von der Nachbarschwadron drei Reiter verschwunden waren. Der Leutnant erhielt den Auftrag, sich sofort mit dem französischen Adjutanten d'Elêne an die Verfolgung zu machen. Eine französische Reiter=Abteilung wurde beiden zur Unterstützung nachgesandt. Die frischen Pferdespuren waren bald gefunden. Leutnant von Lehsten, dessen Herz ebenfalls bei den Preußen war, versuchte, den Franzosen von der Fährte abzulenken, als er in der Ferne, im dichten Erlenbusch, Pferde erkannte. Er dirigierte den nachgesandten Reitertrupp falsch und schützte eine Verletzung seines Pferdes vor, um die Suchaktion zu verzögern und den anscheinend noch ahnungslosen Kameraden einen Vorsprung zu sichern; denn er war noch immer der Meinung, daß ihnen die Flucht gelingen würde. Die sieben Reiter waren sich gerade einig geworden, welchen Weg sie einschlagen wollten als französische Kommandos an ihre Ohren drangen. Sie stürzten sofort zu ihren Pferden. Zu spät. Sie waren auf allen Seiten von französischen Jägern umstellt. Widerstand wäre sinnlos gewesen. Also ergaben sie sich in ihr Schicksal. Als Gefangene führte man sie nach Kottbus zurück. Ein Kriegsgericht verurteilte sie auf Verlangen des Marschalls Oudinet zum Tode. Die Verurteilten, die Chevauxlegers Karl Mocke aus Kalt=Eben, Heinrich Mencke aus Goldbeck, die Husaren Franz Korsick aus Marburg. Johann Westphal aus Rüdenburgen und Andreas Breemer aus Saldorf, erwarteten gefaßt den Tod. Am 16. Juli, bei Tagesanbruch, rückte die französische Brigade unter dem kommandierenden General Wolf zur Richtstätte aus. In der Sielower Hütung nahmen sie in Hufeisenform Aufstellung. Nach Verlesung des Urteils wurden die fünf vor ihre offenen Gräber gestellt. Das Verbinden der Augen lehnten sie ab. Beim Trommelwirbel brachen die aufrechten deutschen Männer mit dem Ruf„Es lebe unser Vaterland!“ unter den Kugeln aus zwanzig französischen Gewehren zusammen. „Mit Tränen in den Augen brachte General Wolf der Disziplin das Opfer“, heißt es in einem zeitDer Betrieb war geschlossen worden im Zuge kriegswirtschaftlicher Maßnahmen, wie sie der Einsatz aller Kräfte erfordert. Am letzten Tag, nachdem die Abwicklungs= und Ueberleitungsgeschäfte erledigt waren, hatte der Betriebsführer, der tags darauf wieder zur Wehrmacht einrückte, noch einmal die Belegschaft zu einem Kameradschaftsabend versammelt, dem letzten, bis nach siegreich beendetem Kriege auch dieser Betrieb zu neuem Schaffen die Tore öffnen würde. Man lebte in einer gesegneten Landschaft unseres Vaterlandes, so standen vor den Männern und Frauen, die hier zum Abschiednehmen zusammengekommen waren, die Gläser mit Wein und Schorle. Sie erinnerten sich dabei vergangener Zeiten, und der Betriebsführer sowohl wie der Obmann fanden schöne und gute Worte in einem Augenblick, dessen Bedeutung von niemand verkannt oder unterschätzt wurde, denn es war ja für keinen leicht, einen vertrauten und liebgewonnenen Arbeitsplatz zu verlassen und aus einer Kameradschaft auszuscheiden, die in langen Jahren gewachsen uno zusammengeschweißt war. Aber die beiden Männer, die nun zu ihren Leuten sprachen, wußten, wie sie auch heute den Weg nicht nur zu den Ohren, sondern auch zu den Herzen jener fanden, die in ihnen stets das beste Beispiel des Betriebes gesehen hatten. Nach ihren Ansprachen war es eine Weile stumm in der Versammlung, die sich der getroffenen Entscheidung bewußt war. Einer der Sprecher hatte das Wort von der Heimat des Betriebes gebraucht, die man nun aufgebe, um der größeren Heimat des Vaterlandes zu dienen, wie es der Soldat an der Front unter Einsatz seines Lebens tue. Das hatten alle verstanden, und sie sollten es unmittelbar darauf ganz unerwartet, doch drum um so eindringlicher, an einem Beispiel erfahren, an das niemand, nicht einmal die so vorsorgliche Geschäftsleitung, gedacht hatte. Denn es erhob sich hinten in der Ecke des Saales Frau Huber, die zwar die meisten vom Ansehen her kannten, weil sie seit langem die Botengänge des Hauses erledigte, von der jedoch kaum jemand etwas Näheres wußte. „Ich bin jetzt dreiundsechzig, liebe Arbeitskameraden", so begann sie,„und als ich vor vierzehn Tagen davon hörte, daß die Firma geschlossen werden soll, bei der ich fast fünfzig Jahre geschafft habe, gab es mir einen Stich, und ich habe bittere Tränen geweint; denn ich bin eine alte Frau, da fällt es einem schwer, sich plötzlich umzustellen oder mit den harten Notwendigkeiten abzufinden, wie es der Chef eben erklärt hat. Aber dann habe ich mich, als der erste Schreck vorüber war, gefaßt und an meine beiden Jungen gedacht, die im Osten stehen, und ich habe mir gesagt, es muß wohl so sein und wird schon seine Richtigkeit haben. Ich habe mich auch erinnert, daß ich im Weltkrieg drei Jahre lang als Straßenbahnschaffnerin durch unsere schöne Stadt gefahren bin und wie mir dieser Dienst über die schwere Zeit hinweggeholfen hat, damals, als mein Mann bei Verdun gefallen ist und mich mit den kleinen Kindern allein zurückließ. So bin ich denn gestern zum Postdirektor gegangen und habe ihm gesagt: Ich bin zwar ein altes Stück, Herr Direktor, aber Botengänge sind mir nichts Neues, wie wäre es, wenn Sie mich als Briefträgerin einstellen würden, damit ich noch etwas schaffen kann? Ich kenne ja die Stadt wie keine zweite, und eine Tasche weiß ich auch zu tragen. Der Herr hat mich zunächst etwas erstaunt angeschaut, aber dann hat er gemeint: Na, Frau Huber, dann wollen wir es halt einmal mit Ihnen versuchen. Am Ersten können Sie bei uns anfangen, wir haben da ein Revier, das nicht besonders groß ist, und Sie brauchen auch nicht zu viele Treppen zu steigen.— Gewitz, ihr dürft es mir glauben, daß ich lieber hier geblieben wäre, aber ich gehe morgen auch gern zur Post, und wenn ihr nächstens die alte Huber mit der Brieftasche laufen seht, so wird sie sich freuen, Gutes von euch zu hören." Es war ein ergriffenes Schweigen ringsum gewesen, solange die Frau in ihrer einfachen, ein wenig unbeholfenen Art sprach. Als sie sich aber nun stillund fast beschämt wieder auf ihren Platz setzte, da rauschte lautes Händeklatschen und Bravorufen durch den Saal, das zu jubelndem Beifall anschwoll, als der Betriebsführer den großen Blumenstrauß nahm, den ihm vorhin die Belegschaft zum Abschied überreicht hatte, und ihn Frau Huber in die Arme drückte. Geschichten von berühmten Leuten Erzählt von Hans Bethge Friedrich der Große Ein Offizier der friderizianischen Armee erhielt in der Schlacht bei Hochkirch eine Wunde im Gesicht. Er tat sich viel auf seine Verwegenheit zugute und hoffte im Hinblick auf seine Verwundung eine Auszeichnung zu bekommen. Friedrich, der davon erfuhr und genar wußte, daß der Mann keineswegs tapfer war, tat die Sache ab, indem er sagte: „Es ist seine eigene Schuld, daß er verwunde wurde. Warum war er so töricht, auf der Flucht nach rückwärts zu blicken!“ Ronssean Diderot besuchte eines Tages Roussean in dem idyllischen Montmorency bei Paris. Sie gingen zusammen spazieren, und als sie an den See gelangten sagte Rousseau: „Wenn Sie wüßten, wie oft ich schon versucht war, in diesem Wasser mein Leben zu enden!“ „Warum haben Sie es nicht getan?" fragte DideKousseau ärgerte sich über die Herzlostgkeit der Frage und antwortete: „Ja, denken Sie, immer wenn ich die Hand ins Wasser steckte, fand ich es für meinen Körper zu kühl. Die beiden klugen Männer lächelten sich an. Hufeland Als der große Arzt Hufeland dem Tode nahe war, äußerte er in Anwesenheit mehrerer Kollegen: „Meine Herren, wenn ich sterbe, lasse ich drei ganz und gar bedeutende Arzte zurück.“ Die Anwesenden baten ihn inständig, sie zu nennen, denn jeder glaubte, daß er unter den Bevorzugten sei. „Die drei", sagte Hufeland lächelnd,„heißen: Wasser, Gymnastik und Diät“. Hür woch 1955 O brauchen Akten, Geschäftspapiere, kaufmännisches Schriftgut usw. nach der neven Verordnung über die Abkörzung der Aufbewahrungsfristen verwahrt werden! 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Migetti-Beilage darf nur 2 Minuten kochen und muß bei kleiner Flamme 3 Minuten heiß quellen. Dann bleibt Migetti körnig und nährstoffreich. Migetti die näbrstarkeVollkost: 1 v d h 9 E Heirat— Einheirat für Damen u. Herren.Eheanbahnung Frau E. Kalthoff, Essen. Horst-WesselStraße 56. Ruf 4 13 21. 4 sparsam verwenden! 8V611 Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nummer 93 ner 93 est Claes st Claes, der dessen Gefolge llung schuf, ist bersetzung beim Bruno Loets hlichten Titel hat Claes vor erhalten, der dert humorvoll — doch diese Buches nicht 1 deshalb, weil lkskunde bietet, weit verständsen Erzeugnisse aes seine erste ience beschreibt ngene Erlebnis große Bedeulämischen Genwicklung des icht nur di. fen an diesem gehen, sondern Sache verbunanz Hammer en elndem Beifall oßen Blumenchaft zum Aber in die Arme Leuten mee erhielt in. im Gesicht. Er ute und hoffte Auszeichnung ihr und genar r war, tat die er verwunde er Flucht nach eau in dem sie gingen zuSee gelangten, versucht war. fragte Dide. rzlosigkeit der die Hand ins n Körper zu sich an. ode nahe war, legen: ich drei ganz sie zu nennen, evorzugten sei. „heißen: Was1936 4 iplere, nach e Abfristen erden ch die 1943 Kreisstadt Ahaus Ausgabe der Kohlenkarten. Auf die Bekanntmachung des Bürgermeisters im Anzeigenteil dieser, Ausgabe betr. Ausgabe von Kohlenkarten wird zur Beachtung hingewiesen. Vom Leben und Sterben. Das Ahauser Standesamt beurkundete im Monat März 14 Geburten (8 Jungen und 6 Mädchen). Es wurden 4 Ehen geschlossen und 7 Sterbefälle verzeichnet; bei den Todesfällen liegen die erreichten Lebensalter zwischen 86 und 32 Jahren. Lungenfürsorge=Sprechstunde fällt aus. Wegen der bevorstehenden Pockenimpfung fällt die Lungenfürsorge=Sprechstunde im Gesundheitsamt Ahaus am Montag, dem 5. 4., und 12. 4. aus. Die nächste Sprechstunde ist am Montag, 19. April. 20 Rm. Belohnung für Namhaftmachung der Baumfrevler Die Ahauser Stadtverwaltung hat im Laufe der letzten Monate an verschiedenen Stellen in der Umgebung mehrere hundert Linden. Birken und Pappeln anpflanzen lassen. Eine Maßnahme, die jeder Natur= und Heimatfreund im Interesse der Belebung des Landschaftsbildes begrüßt. Umso bedauerlicher ist das verwerfliche Tun jener Halbwüchsigen, die die löbliche Arbeit der Stadtbehörde sabotieren, indem sie die jungen Bäumchen beschädigen, abbrechen oder ihrer Stützpfähle berauben. Wir haben diese sinnlosen Taten vor einigen Tagen an dieser Stelle bereits entsprechend gebrandmarkt und um die Mithilfe der Bevölkerung zur Ermittlung der Täter gebeten. Die Ahauser Stadtverwaltung hat nunmehr eine Belohnung von 20.— Reichsmark für diejenigen Volksgenossen angesetzt, die ihr die Baumfrevler so namhaft machen, daß diese zur Veranwortung gezogen und kraft des Gesetzes bestraft werden können. Es wird nochmals um die Mithilfe der Bevölkerung„ebeten, damit der sinnlosen Zerstörungswut Einhalt geboten wird. Abführung der Cohnsteuer erleichtert Der Reichsminister der Finanzen hat zur Entlastung der Arbeitgeber, der Banken, der Post und der Finanzkassen durch Erlaß vom 28. März 1943 me Fristen für die Abführung der soner neu geregelt. Der Arbeitgeber hat danach ab 1. April 1943 die Lohnsteuer abzuführen: 1. Jährlich(spätestens am zehnten Tag nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres), wenn die einbehaltene Lohnsteuer im letzten vorangegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich weniger als zwei Reichsmark betragen hat; 2. vierteljährlich(spätestens am zehnten Tage nach Ablauf eines jeden Kalendervierteljahres), wenn die einbehaltene Lohnsteuer im letzten vorangegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich mindestens zwei Reichsmark, aber weniger als 300 Reichsmark betragen hat; 3. monatlich(spätestens am zehnten Tag nach Ablauf eines jeden Kalendermonats), wenn die einbehaltene Lohnsteuer im letzten vorangegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich mindestens 300 Reichsmark(bis her 100. Reichsmark) betragen hat. Es haben danach viele Arbeitgeber, die nur einen Arbeitnehmer oder nur wenige Arbeitnehmer beschäftigen(insbesondere Haushaltsvorstände, Landwirte und Handwerksmeister), die Lohnsteuer nicht nur vierteljährlich, sondern nur noch jährlich abzuführen. Und es haben viele Mittelbetriebe die Lohnsteuer nicht mehr monatlich, sondern nur noch vierteljährlich abzuführen. Kriegsstürme über dem Bauernhof Der Bauer in den Kriegen vergangener Tage Der totale Krieg, der das ganze deutsche Volk erfaßt, hat vor dem Bauernhof nicht halt gemacht. Sein bestes Blut hat er für die Front abgeben müssen, und auf der älteren und jüngeren Generation lastet die schwere Verpflichtung, Brot für das ganze deutsche Volk zu schaffen. Brandgeschwärzte Ruinen deutscher Bauernhöfe zeigen, daß auch diese Stätte friedlicher Arbeit vor den englischen Fliegern nicht sicher ist. Der Bauer hat seine vollgemessene Kriegslast zu tragen. So ist es heute, so war es allezeit. Als die Deutschen noch ein reines Bauernvolk waren, war der freie Bauer Träger der völkischen Wehrkraft. Im Heerbann schlug er unter dem erwählten Herzog die Schlachten seines Volkes als rüstiger Fußkämpfer, wie heute unsere Grenadiere, während die Reiter als Berufskrieger und Gefolgsleute des Adels nicht den Ausschlag gaben. Jede Sippe zog unter ihrem Familienhaupt geschlossen in den Kampf, und durch Einsatz wird häufig eine ganze Familie Opfer des Krieges geworden sein. Für Ausrüstung und Verpflegung hatte jeder selbst zu sorgen, während die berittenen Gefolgsleute auf Kosten ihres Führers lebten. Lange Kriege bedeuteten darum den Ruin des wehrpflichtigen Freibauern. Als in den unruhigen Zeiten des Mittelalters Krieg und Fehde immer zunahmen, war die Heeresfolge des freien Bauern einfach nicht mehr tragbar und hätte Hungersnot für das Land bedeutet. Darum wurde der Freibauer zu ihr nicht mehr aufgeboten, sondern Kriege jenseits der Landesgrenze focht das Heer der berittenen Gefolgsleute aus. Schon in den Kriegen Karls des Großen kämpften fränkische Berufskrieger gegen sächsische Bauern. Nur zur Landesfolge, zur Verteidigung der Heimat, rief man noch den Heerbann, und später blieb dem Bauern nur die Gerichtsfolge, d. h. der Kampf gegen Uebeltäter und Friedensbrecher im Lande selbst. In den Fehdezeiten suchte man die brotspendende Arbeit der Bauern noch weiter dadurch zu schützen, daß man ihn unter einen besonderen„Frieden“ stellte. Der schaffende Bauer genoß wie Geistliche und Frauen eigenen Schutz und durfte nicht angegriffen oder belästigt werden. Dieser Schutz bezog sich aber nur auf seine Person, nicht auf seinen Hof. Diese Ausnahmestellung, von der man gutes erwartete, bekam dem Bauern schlecht. Der Bauer, des Waffenrechtes bar, sank als Stand immer tiefer, während die waffentragenden Knechte im Ansehen stiegen und zum niederen Adel oder Dienstadel wurden. Mit Ausnahme der Herren von Bentheim=Steinfurt gehörten dazu alle Vorfahren des münsterländischen Adels. Der nicht wehrhafte Bauer wurde verachtet und er war gut genug, sich immer neue Lasten aufpacken zu lassen. Wer denkt da nicht an das wehrlose und abgerüstete Deutschland nach dem verlorenen Weltkriege! Der entwaffnete Bauer lebte aber nicht etwa im Frieden. Zur Kriegslieferung, Schanzarbeit und Spanndienst wurde er von Freund und Feind herangezogen, und sein Heim wurde von den kriegsführenden Rittern genau so bedroht wie heute von den englischen Fliegern. Der mittelalterliche Bauer war aber kein gutmütiges Schaf, das sich geduldig scheren ließ. Wenn er auch nicht mehr heerespflichtig war, verstand er es doch, sich zu wehren und zu schützen. Seine germanischen Vorfahren hatten im Sumpf als Landesfesten ihre Fliehburgen gehabt, und bei einem größeren Einfall fand auch er hier Zuflucht mit seiner besten Habe, besonders mit seinem Vieh. Hofnamen wie Borgmann oder Fallbrügge erinnern noch heute daran, daß dem nahegelegenen Hof die Aufsicht über die Burg oblag. Wo alte Fluchtburgen fehlten, wurden die Kirchhöfe dazu eingerichtet, und hier im Schatten des Heiligtums kämpfte der Bauer für die Familie. Häufig wurden ganze Gemeinden mit einer Landwehr umgeben. Doppelte Wälle und Gräben umgaben den Bezirk. Die Wälle waren mit Gesträsich und Dornen dicht bepflanzt und für den Fesnd undurchdringlich. Die Landwehr konnte nicht mit Verteidigern besetzt werden wie eine Stadtmauer, sondern Alarmzeichen der Wächter riefen die Bauern an die bedrohte Stelle, wo sich der Feind mit der Axt einen Weg bahnen wollte. Die Wege, welche durch die Landwehr führten, wurden in der Stunde der Gefahr mit einem schweren Schlagbaum(Heck) verschlossen, dazu noch aufgegraben und mit Dornen verrammelt. Dafür hatte der Heckmann, Hecking oder Bäumer zu sorgen. Den Durchbruch an einer einzelnen Stelle wußten die Verteidiger zu verhindern. (Schluß folgt.) Rund um die Kreisstadt Wessum Aus Familie und Sippe Das Standesamt Wessum verzeichnete vom 1. bis 31. März sieben Geburten(4 Knaben und 3 Mädchen) und vier Todesfälle. In der gleichen Be richtszeit schloß ein Paar den Bund fürs Leben. Aus der NS=Kriegerkameradschaft Auch die Kriegerkameradschaft Wessum ließ es sich nicht nehmen, ihren Beitrag für das KriegsWinterhilfswerk zu leisten. Das von der Kameradschaft abgehaltene Opferschießen erbrachte einen Reinertrag von 30,— RM., der dem KWHW über wiesen wurde. Ottenstein Jeder muß ein Opfer bringen! Der wahre Sozialismus ist die Lehre von der härtesten Pflichterfüllung. An dieses Wort des Führers soll jeder Ottersteiner am heutigen Sonntag bei der letzten Sammlung für das KWHW. denken. Zur Pflichterfüllung gehört ein wirkliches Opfer und nicht nur eine Spende. Darum soll heute jeder Ottensteiner das Doppelte gegenüber den früheren Sammeltagen geben. Solche„Stromersparnis“ ist vom Uebel In den letzten Tagen wurden Klagen laut, daß Kinder steinbeschwerte Papierschlangen in elektrische Leitungsdrähte werfen. Durch diesen Unsug wird nicht nur das Dorfbild verschandelt, sondern infolge Naßwerdens der mehrmals um die elektrischen Leitungen gedrehten Papierschlangen Aus dem Kreise Ahaus-Coesfeld Stadtlohn Erste Abschlußprüfung der Haushaltsschule. An der am 21. 3. 43 von der Schulaufsichtsbehörde genehmigten neuen öffentlichen Haushaltungsschule unterzogen sich nun in einer erstmaligen Abschlußprüfung 13 Schülerinnen der schriftlichen, mündlichen und praktilchen Prüfung. 4 erhielten das Gesamturteil„gut“, 6„befriedigend" und 3„ausreichend“. Den Vorsitz bei der Prüfung führte der Direktor der Kreisberufsschule Ahaus. Als Vertreter der Schulaufsichtsbehörde war die Fachvorsteherin Frau Baumhöver aus Burgsteinfurt anwesend. Coesfeld Die Schule gedenkt eines Helden. Wie schon früher gemeldet, fand Major Theodor Hestermann, Coesfelds erster Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, im Kampf gegen den Bolschewismus an der Spitze des von ihm geführten Bataillons den Heldentod. Eine schlichte Ehrung des geAm Eichenbaum 1 Von Frieda Peltz aar eilage ? Natürlich die Flamme Migerti-Beiund breiig. i 2 Minuten einer Flamtellen. Dann nd nährstoffkeVollkost: TE parsam erwendenl Eva und ihr Soldat hatten sich verabredet. Heute abend an der großen Eiche wollte er auf sie warten— und dann wollten sie hinausgehen, in diesen kurzen Tagen, über die sammetweichen, dunkelnden Felder bis zur Mühle, unter deren Dach man behütet stand, während der Duft von Aeckern und Wiese herüberquoll. Nie sind die Tage und Stunden kürzer als im Krieg, wenn zwei zusammen sind, die sich liebhaben, so unendlich lang sie auch werden können, wenn das vorbei ist— und das Lauern vorne wieder anhebt... w. Das aber liegt weit, wenn der Soldat auf Urlaub ist. Dann ist nur Eva und der Tag— und der Sonnenschein— und wenn er untersinkt wieder Eva, die nun an der großen Eiche steht und Tagsüber hat sie zu schaffen gehabt, wenn auch all ihre Gedanken immer bei Karl sind, denn es ist Freude in aller Arbeit, wenn solch ein Abend beVom Kirchturm schlägt es die neunte Stunde. Nun muß er gleich kommen. Immer neu schlägt ihr Herz. wenn ein Vogel im Gebüsch auffährt. Es vergeht eine Zeit, die voll nagender Unruhe ist. Warum kommt er nicht—? Wieder schlägt es vom Turm. Es ist ein bitterer Klang. Eva geht vor dem Baume auf und ab. Saft, der Dam Stamm herabläuft, glänzt noch am Abend. Drüben— an der Baumgruppe— bewegt sich etwas, es kommt jemand— das ist Karl! Eva das Herz auf. Aber sie wird es ihm sagen, daß Warten für sie ein schlimmes „Karl“, sagt sie, als er näher ist,„es ist nicht hübsch von dir, mich warten zu lassen!" „Da sollten Sie mal nach vorne mitkommen, Fräulein, dann würde Ihnen aufgehen, was Warten ist“, sagt— der Soldat. „Enschuldigen Sie, ich wartete auf jemand anders“ „Das habe ich gemerkt. Fräulein, aber machen Sie sich nichts draus. Wenn Sie mir gestatten, helfe ich Ihnen ein bißchen warten. Karl wird schon kommen. Eva wird trotzig.„Nein“, sagte sie,„kommen Sie! Ich warte nicht länger. Ja, kommen Sie nur wir gehen über die Felder— bis zur Mühle, es ist dort so schon— und wirklich gehen sie Das ist zuerst ganz unwirklich, recht etwas zu sagen, aber dann erzählt der Soldat von vorne, auch Lustiges, und Eva muß lachen, und der Soldat darf sie ein wenig an der Hand nehmen Herrlich ist es hier", sagt er, als sie bei der Mühle ankommen,„und so still—— „Ja, hier ist es immer so still... und hier sind Sie denn nun immer mit Karl hingegangen...“ Das hätte er nicht sagen sollen. „Mit Karl? Ach wo! Es gibt doch so viele nette Sie hat sich dabei mit dem Rücken ans Holz gelehnt und sieht über die dunklen, weichen Aecker Er steht daneben, und dann und wann geht sein Atem über sie hin, E. hört sich an, al hätte man sehr viel zu versäumen, und Eva spürt den Arm um ihren Hals nicht mehr wie ein Fremdes, sondern als müßte es so sein. Es ist so still draußen an der Mühle— Indessen geht Karl an der alten Eiche auf und ab. Natürlich war es ihm zu lange, aber sie wird gewiß wiederkommen. Sie weiß es ja, es sind nur noch wenige Tage... Warum kommt sie nicht? Ist sie krank? Oder— hat sie ihn nicht mehr lieb?— Ach, wenn man so allein steht, kommen einem hundert Gedanken. Er mag nicht mehr schlafen gehen. Er geht die Wiesen entlang— und ganz von selbst den Weg zur Mühle— und findet Eva— und den anderen... „Laß dich nicht stören, Kamerad.“ Evas Gesicht brennt auf. Karl ist gekommen! Der andere—? Ach, es war nur Trotz, nur Groll, nur Bitterkeit von dem langen Warten. „Ein Kind ist überfahren“, sagt Karl,„ich habe mithelfen müssen. Ich dachte, du würdest auf mich warten, Eva.?“ „Ein Kind überfahren?— und ist ihm etwas geschehen?——?“ Der andere nagt an einem Grashalm. Ueber Evas Schulter sehen sie sich an— denken hinaus— denken weiter— und größer. Es ist alles nicht so wichtig. „Laß gut sein, Eva—“, die Kameraden reichen sich die Hand. Eva atmet auf, als der andere geht.„Es kommt manchmal so—“, sagt sie. Karl geht stumm neben ihr. Er denkt hinaus. Manchmal war es schlimm da vorne— aber manchmal ist es auch wunderbar... Es kann sich einer auf den anderen verlassen... Warten? Das ist dort kein Schicksal. Aber hier— hier im Kleinen — da kann es eines sein. „Lieb habe ich doch nur dich", sagt Eva und meint und fühlt es auch so. Er nimmt behutsam ihre Hand, die sie unter seinen Arm geschoben hat.„Ich glaube dir das, Eva, aber— man will es doch auch spüren— nicht?— Sie legt die Hände um seinen Nacken und will ihn küssen. „Laß nur, Eva— es geht nun nicht. Uns wächst da draußen ein neues Herz, das empfindsam ist wie Gras, weil es nach außen wie Granit sein muß. Mit solchem Herzen kann man kein Kinderspiel machen, Eva. Da muß alles klar sein, so— oder so, wie wir es draußen gelernt haben.“ Sie fängt zu weinen an.„Du hast mich nicht mehr lieb. darum hast du mich warten lassen!“ Er sieht stumm über die Wiesen. Dort hinten—? Ach, ja, das ist die Mühle. Wie weit es heute aussieht. Draußen würde solch eine Mühle nicht lange stehen— Ueberhaupt draußen—, da gehört man jetzt hin! Man verstand all dies Kleine so schlecht, das sich hier wichtig tat.„Du mußt mir Zeit lassen, Eva— ich werde dir schreiben—“, und damit ging er. Eva lauschte seinem Schritt. Sie fühlte bei einem jeden: es ist vorbei. Sie hat nicht warten können... sie hat auch nicht an ihn geglaubt— und der alte Eichbaum hat es offenbar gemacht... Ob er wohl jemals wiederkehrt— von da Norner Das wird sie immer denken— alle Tage— alle Tage— und vielleicht wäscht das alles einmal aus. Tränen laufen über den alten Stamm, mischen sich mit dem Saft seiner jungen Zweige und tropfen in die Erde, aber sie ändern nichts an dem, das geschah... fallenen Majors und Bataillonskommandeurs Theodor Hestermann, des erfolgreichen Lehrers der Coesfelder Jugend, des nimmermüden Heimatforschers und Heimatfreundes veranstaltete die Schule in der Aula der Aufbauschule. Der schlichte Raum, der den jungen Lehrerstudenten oft zu festlichen Feierstunden mit seinen Mitschülern und Lehrern vereinte, der Zeuge war von Anerkennungen und Prämien, die fleißigen, talentvollen Schülern des damaligen Lehrerseminars zuteil wurden, war nun zum letzten Male für ihn mit der Reichskriegsflagge geschmückt, auf der der mit Lorbeer umkränzte Stahlhelm und der Degen des Soldaten und Offiziers ruhten. Die durch ernstes Wort und tragende Musik umrahmte Stunde bedeutete eine würdige Ehrung für den gefallenen Lehrer. Dülmen 4 Jubiläen bei Laumann. Die Verlagsanstalt und Druckerei Laumann stand am 1. April 1943 im Zeichen von Jubilarfeiern. Waren es doch zugleich 4 Angestellte, die an diesem Tage auf langjährige Arbeitsverhältnisse zurückblicken konnten. So beging die Belegschaft das 50. Arbeitsjubiläum des Buchhalters Franz Born, das 40jährige Jubiläum der Verwalters Josef Gervelhörster vom Rohbogenmmmamm Verdunkeln! Wir verdunkeln heute von 20,07 Uhr bis morgen früh 6,58 Uhr. mmn lager, das 25jährige Jubiläum des Abteilungsleiters Alf. Hahne von der Falzerei und Hefterei und schließlich das 25jährige Jubiläum des Buchbinders Heinrich Lewe. hinter dem Grenzpfahl Empörung über englischen Zynismus Holländische Blätter berichten mit Abscheu über den brutalen Zynismus der Engländer, die kürzlich am hellichten Tage ein Schulgebäude im Städtchen Briell angriffen und völlig zerstörten. Dabei kamen viele holländische Kinder ums Leben. Kurze Zeit darauf haben die englischen Flieger Schokoladepackungen mit einem„Gruß an die niederländischen Kinder“ abgeworfen! Die Schokolade befand sich übrigens, wie„Haarlemsche Courant“ feststellt, in völlig verdorbenem Zustand. Das Blatt meint weiter, daß dieses teuflische Spiel der Engländer, die erst niederländische Kinder töten und verstümmeln, um sie nachher mit verdorbener Schokolade zu traktieren, der Unterwelt ein lautes Gelächter abzwingen werde. Hier habe wieder mal englischer: Sadismus Triumphe gefeiert. Das „Ochtendblad“(Den Haag) stellt fest, daß jeder Mensch über die in Briell gezeigte Haltung der Engländer Abscheu an den Tag legen müsse. Giftmordprozeß in Arnheim Vor der Rechtsbank in Arnheim findet ein Prozeßgegen eine 43jährige Frau aus dem Dorfe Velgdriel und ihren 39jährigen Liebhaber statt. Beide sind angeklagt, den Ehemann der Frau vergistet zu haben. Im Laufe der Verhandlung legte die Frau ein volles Geständnis ab. Sie habe ihren Ehemann auf Betreiben ihres Liebhabers durch vergiftete Pfannkuchen ums Leben gebracht. Der Liebhaber leugnete dagegen jede Schuld. Der Staatsanwalt bezeichnete den Liebhaber als geistigen Urheber des Mordanschlages und beantragte gegen ihn lebenslängliche Gefängnisstrafe. Die Frau, die den Einflüßen des Mannes hörig gewesen sei, wurde vom Staatsanwalt als weniger schuldig bezeichnet. Der Antrag lautete daher auf 12 Jahre Gefängnis. Das Urteil folgt. Maßnahmen gegen Juden in den Niederlanden Nach einer Verfügung des Generalkommissars für das Sicherheitswesen,=Gruppenführers und Generalleutnants der Polizei Rauter, ist es den Juden in den Niederlanden ab 10. April dieses Jahres untersagt, sich weiter in acht niederländischen Provinzen aufzuholten, und zwar in den Provinzen Friesland, Drente, Groningen, Oberijssel, Gelderland, Limburg, Nordbrabant und Zeeland. Die Juden, die in diesen Provinzen wohnen, werden in einem Lager bei Wught untergebracht. Juden, die mit Ariern verheiratet sind, sind von dieser Verfügung ausgenommen. Im Zusammenhang mit dieser Verlautbarung wird von ämtlicher Seite mitgeteilt, daß in den letzten Monaten eine Anzahl Niederländer in ein Konzentrationslager übergeführt worden seien, weil sie Juden in Widerspruch mit den bestehenden Vorschriften Unterkunft gewährt haben und weil sie Vermögen von Juden aufbewahrt hatten. wurde auch mehreren Ottensteiner Familien durch Kurzschluß das Licht genommen. Für diese Art „Stromersparnis“ haben wir nun allerdings kein Verständnis. Gerade jetzt im Kriege, wo es an Fachkräften zur Wiederherstellung solcher Schäden mangelt, sollten die Eltern und Erzieher die Kinder dahin belehen, von diesem Treiben abzulassen. Im übrigen sind für jeden Schaden, der durch Kinder verursacht wird, die Eltern haftbar. Wüllen Wieder reges Leben auf dem Sportplatz Mehrere Monate lag der hiesige Sportplatz verlassen da, keine sportliche Betätigung wurde dort mehr ausgeführt. Die HI=Einheit mußte schon während der Bannmeisterschaftsspiele ihre Mannschaften wegen personeller Schwierigkeiten zurückziehen. Um nun dem Nachbardorf Wessum, das seit einigen Wochen den Fußballbetrieb wieder aufgenommen hat, in sportlicher Hinsicht nicht nachzustehen, hat die HI=Einheit Wüllen neue Jugendfußballmannschaften auf den Plan gebracht. Nachdem wieder einige alten Kämpen mitwirken, die den jungen Nachwuchs für den Fußballsport begeistern, herrscht jetzt Abend für Abend wieder reger Betrieb auf dem Sportplatz. Es ist zu erwarten, daß in wenigen Wochen in Wüllen wieder das runde Leder in Freundschaftsspielen und später bei den Bannmeisterschaftsspielen rollen wird. Die Wüllener Jungens werden sich auf ihre sportliche Tradition besinnen und den künftig antretenden Gegnern manche harte Nuß zu knacken geben. Alstätte Genossenschaftstagungen Nachdem bereits vor 4 Wochen die Viehverwertungs= und Zuchtgenossenschaften ihre Generalversammlungen abgehalten haben, werden am kommenden Dienstag, 5 Uhr nachm. beginnend, die Sparund Darlehnskasse, Bezugs= und Absatz=Genossenschaft und Molkereigenossenschaft Alstätte in der Generalversammlung Rechenschaft über die Tätigkeit im verflossenen Geschäftsjahr ablegen. Wir werden hierauf demnächst noch zurückkommen. Nienborg Aus dem Sportleben Die Nienborger A=Jugend hatte Spielklub Union Wessum zu Gast. Schon gleich zu Beginn des Spieles zeigten unsere Jungens ihr besseres Können. Sie wurden jedoch vom Schußpech verfolgt und konnten bis zur Halbzeit nur einen Treffer anbringen. Bald nach Seitenwechsel schoß Nienborg zum zweitenmal ein; darauf erzielte WesSoldaten, die siedeln wollen Alle siedlungswilligen Kriegsteilnehmer werden erfaßt Der Führer hat mit seiner Wehrmacht die unerträgliche deutsche Raumenge gesprengt. Große Sjedlungsräume sind dem deutschen Volk wiedergewonnen worden. Nach dem Willen des Führers erhalten die Kriegsteilnehmer bei der Erschließung und Besiedlung der neuen eingegliederten Gebiete den Vorrang. Der Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, der Reichsführer 4. Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums, und der Reichswirtschaftsminister haben bereits vor längerer Zeit besondere Anordnungen getroffen, durch die die Belange der Frontsoldaten, die ihre eigenen Interessen in der Heimat zur Zeit. nicht wahrnehmen können, sichergestellt sind. Während des Krieges können vorläufig nur die aus der Wehrmacht entlassenen Versehrten zur Ansiedlung kommen. Die Wehrmacht führt nach einer Vereinbarung mit der Parteikanzlei und dem Reichsführer ½ Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums, die Erfassung. Zuführung und Betreuung aller siedlungswilligen Kriegsteiknehmer nach einheitlichen Grundsätzen durch. Hierzu hat das Oberkommando der Wehrmacht nunmehr im Einvernehmen mit der Parteikanzlei und dem Reichsführer 4, Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums, nähere Bestimmungen erlassen. Die im Sonderdruck erschienenen Bestimmungen können von Wehrmachtangshörigen, bei ihren Einheiten angefordert werden. Außerdem sind die Bestimmungen bei der Firma Miktler und Sohn, Buchdruckerei, Berlin SW. 68, Kochstr. 68=71, käuflich zu erwerben. Kurz berichtet— schneil gelefen Papierkragen weiter punktfrei. Die Fachgruppe Bekleidung, Textil und Leder stellt klar, daß Papierkragen aus Papiermasse nach wre vor punktfrei sind. Papierkragen mit Stoffüberzug dürfen laut Ausnahmegenehmigung der Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete ebenfalls punktfrei geliefert und an die Verbraucher abgegeben werden. Verhütet Schäden am Saatgut. Wiederholt haben wir auf die Vorschrift hingewiesen, daß Federvieh in der jetzigen Bestellungszeit so zu halten, daß es in fremden Gärten und auf fremden Feldern keinen Schaden anrichten kann. In einem Ahauser Garten hackten Tauben das Saatgut eines größeren Erbsenbeetes völlig aus. Es ist daher notwendig, die Eigentümer von Federvieh nochmals ernstlich an ihre Pflicht zu erinnern. Sollten sie die Mahnung nicht beherzigen, so haben sie mit Bestrafung zu rechnen. mn sum das Ehrentor. Dann wurde der Spielverlauf nur noch von der Jugend des VfL. Nienborg bestimmt. Als der Schlußpfiff ertönte, hatte Nienborg das Treffen mit 7:1 gewonnen. Asbeck Heute Ortsgruppenappell Wir erinnern an den am heutigen Sonntag um 16 Uhr im Lokale Enseling stattfindenden Appell der Ortsgruppe Asbeck der NSDAP. Die Parteigenossen und Walter und Warte erscheinen dazu vollzählig. Schöppingen Ländliche Berufsschulen Das neue Schuljahr der ländlichen Berufsschulen Schöppingen und Eggerode begann am Dienstag, dem 30. ds. Mts. Die regelmäßige Teilnahme aller Schüler wird erwartet. Zuschauer gibt es nicht mehr Im Luftschutzdienst hat jeder mitzuhelfen Die Anordnungen die der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe zur Ergänzung bei Luftangriffen erlassen hät, sind mehr oder weniger jedem deutschen Volksgenossen aus dem Herzen gesprochen. Es war wohl in den eltensten Fällen die Absicht der Drückebergerei vorhanden, wenn Nachbarn und Passanten nach einem Luftangriff vor einem brennenden Hause standen, um aus alter lieber Friedensgewohnheit den neugierigen Zuschauer zu spielen. Die meisten grifen ohnehin schon zu, und bei pielen anderen fehlte es nur des Anstoßes, der Aufforderung. Es gab hier gewisse Hemmungen, die nun durch die Verordnung ausgeschaltet werden sollen. Schon vor einiger Zeit war in den luftgefährdeten Gebieten die Heranziehung jedes einzelnen Volksgenossen zum Selbst durch eine allgemeine Heranziehung der ganzen Bevolterung ersetzt worden. In Kursusunterweisungen wurden alle Volksgenossen mit der Bekämptung von Brandbomben und Feuerschäden vertraut gemacht. Nun wird kraft Ersetzer diese allgemeine Heranziehung auf das ganze Reich ausgedehnt. Nur körperliche Gebrechen oder dringende Berufspflichten können von dieser Einsatzpflicht befreien. Und was das Wichtigste ist: Diese Einsatzpflicht wird im Falle der Gefahr für jeden wirksam, ganz gleich an welcher Stelle. Jeder Polizeibeamte, jeder Luftschutzwart, jeder Selbstschutztruppführer, jeder Führer von Luftschutz= oder Landluftschutzgemeinschaften, ebenso ihre Vertreter und die Amtsträger des Reichsluftschutzbundes, sie alle haben jetzt das Recht, auch alle in der Nähe einer Schadenstelle sich aufhaltenden und nicht anderweitig eingesetzten Personen zum Luftschutzdienst einzuteilen und einzusetzen. Die Befehlsgewalt des Luftschutzwarts wird über seine engere Hausgemeinschaft hinaus auf die Straße erweitert. Familien-Anzeigen Noch in tiefer Trauer um unsere liebe Mutter, traf uns die unfaßbare Nachricht, daß nun auch mein innigstgeliebter, unvergeplicher Mann, der treusorgende Vater meines Söhnchens, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe, Vetter, der Vermessungs-Techniker Obergelr. Bernh. Vortkamp Inh. d. Ostmedaille u.a. Ausz. am Ilmensee am 21. 2. 43 nach 5-jähriger, überaus glückl. Ehe, 31-jährig, den Heldentod fand. In treuester Pflichtersüllung folgte er seinem am 11. 11, 41 gefallenen Bruder Reinhold. Namens aller Angehörigen: Aenne Vortkamp geb. Dôme u. Söhnchen Bernd-Reinhold Ahaus. im Felde den 2.4.43.— Levitenamt Donnerstag, 8. 4., um 8.30 Uhr.— Mit den Angehörigen trauert das Katasteramt, Ahaus. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger leilnahme an unserem großen Schmerz beim Heldentode unseres innigstgeliebten Sohnes und Bruders Wilhelmn sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank.— SechswochenSeelenamt Mittwoch, 7.4., um 7 Uhr. Familie Anton Busch. Wessum In unserem tiefen Schmerz' bei dem Heldentode meines lieben Mannes, meines Kindes treusorgenden Vaters, unseren guten Sohnes haben wir die herzliche Beweise der Teilnahme wohltuend empfunden. Im Namen aller Angehörigen danken wir herzlichst.— Gedächtnismesse Dienstag, 6. 4., um 7.15 Uhr. Frau Grete Thesing und €Sonaeg aerny Sla. Mllen, die durch herzliche Teilnahme beim Heldentode meines unvergeßlichen Mannes, unseres guten Vaters, meines lieben Sohnes mitfühlend unser gedachten, sagen wir unseren tiefempfundenen Dank.— Sechswochen-Seelenamt Mittwoch, 7.4., um 7.15 Uhr. Fau Szymanski u. Kinder, Ahaus. Stellenangebote Junges Mädchen von 15 bis 17 Jahren für leichte Haus- und Gartenarbeit nach Wessum gesucht. Ausk. WTZ. Ahaus, Tel. 516. Hausgehillin für halbe Tage gesucht. Frau Jacobs, Ahaus, van-Delden-Str. 13. Halbtagsmädchen für bürgerl. Haushalt für Haus- und Gartenarbeit gesucht. Angebote unter F 198 an die WIZ. Amtliches Ahaus. Bekanntmadung. Ab Montag, S. 4. 43, findet die Ausgabe der Kohlenkarten für die Stadt Ahaus im Rathaus, Zimmer 7, wie folgt statt: Montag, 5. 4. 43, für die Kunden des Kohlenhändlers Kestermann, Dienstag. 6. 4. 43, für die Kunden des Kohlenhändlers Lefering. Mittwoch, 7. 4. 43, für die Kunden der Kohlenhändler Stange u. Vöcking. Die Ausgabe der Kohlenkarten erfolgt während der Dienststunden vormittags von 8—12 Uhr für die Buchstaben A—L einschl., nachmittags von 15—18 Uhr für den Rest. Da über den Empfang Quittung zu leisten ist, können Kinder unter 10 Jahren nicht abgefertigt werden. Ahaus, den 3. April 1943.— Der Bürgermeister: Ridder. Suche zu sofort ehrliche, zuverl. Puthille für 2 Tage in der Woche. Frau J. Bley, geb. Winkelmann, Ahaus, Gesundheitsamt. Stellengesuche Bauerntochter sucht zum 1. oder 15. Mai Stelle als Hausgehillin. Angebote unter F 197 an die WIZ. Vermischtes Kleine Schreibmaschine für 2 Lage in der Woche zu leihen gesucht. Auskunft WIZ. Die Beleidigung. die ich gegen Frl. KätheBüning ausgespr. habe, nehme ich hiermit als unwahr zuruck. RosaRose, Ahaus. 9. Deutsche Reichslotterie. Ziehungsbeginn der 1. Klasse am 16. Aptil 1943.— Lospreise für: 1/ ¼4 ½2 1/1 Los pro Kl. 3,- 6,- 12,- 24,- RM. Lose in allen Abschnitten vorrätig. Hollweg, Rheine i. Westf. Staatliche Lotterie-Einnahme. Ämtliche Verkaufsstellen: in Gronau: Eduard Hesse sen., Friseur, Adolf=Hilter-Str. 4. In Epe: Wilhelm Tenbrüggen, Friseur, Adolf-Hitler-Str. Geschäftsempfehlungen Lehrlingskleidung. Schlosseranzüge, Malermäntel, Malerjacken, Maurerjacken, Bäckerjacken, Konditorjacken, Arbeitsmäntel in weiß, grau, oliv-grün und braun, Friseurmäntel, Arbeitshosen in Pilot, Cord u. Wypcord, Kammgarnhosen, Schlachterschürzen in Leinen, blaue Arbeitsschürzen LextilhausHaverkamp, Ahaus Verkäufe Tragendes Rind, rotbunt, mit guter Abstammung, zu verkaufen. Auskunft WIZ. Ruf 516. Famillen-Nachrichten VGeburten: Uwe. Martha Foerster geb. Stöver, z. Z. Privat A.-v.Droste-HülshofAllee 26, Dr. med. Richard Foerster, Stabsarzt in einem Res.Lazarett, Münster, d. 29. 3. 43. Christel. Eti Schmidt geb. Peltzer, z. Z. Hemer bei Iserlohn. Amts krankenhaus. Privatstation, Dr. med. Kurt Schmidt, Hemer, Res.Lazarett, 31. 3. 1943. Sabine Bärbel. Toni Altfeld geb. Machtans. z. Z. Danzig, Privatklinik. Dr. med. Paul Altfeld, Gràudenz, z. Z. Danzig. Hindenburgallee 44, den 26. 3. 43. Verlobungen: Annemarie Kemper, Robert Badde, Obergefr., Coesfeld. z. Z. Borghorst. z. Z. Wehrmacht, 4. April 1943. Erika Stockey, Amtsgerichtsrat Fritz Mittorp. z. Z. Leutnant u. Komp.-Chef im Felde, Münster Westf.), Staufenstr. 57, Dechaneistraße 12, im April 1943. Kein Empfang. Elisabeth Wagner, Peter Stirl, Uffz. i. e. Gren.-Regt, z. Z. Wehrmacht. Berlin-Lichterfelde, Kommandantenstr. 1 A, Münster i. W., Coppenrathsweg 4 Vermählungen Ober-Gefr. TAeo Niemann, z. Z. in Urlaub. Karola Niemann geb. HeBling, Burgsteinfurt, An der Mohen Schule 17, den 4. April 43. Ernst Weidemaier, Uffz. i. e. Pz.Jg.-Ausb.-Abll, Margot Weidemaier geb. Kaup, Heidelberg-Leimen, Luisenstr. 15, z. Z. Gemen, Krs. Borken, z. Z. Urlaub. Münster(Westf.), Hansaring 31, 3. 4. 43. Für Glückwünsche danken: Anläßl. der Geburt eines Kindes: Mary Heiden gel Brand. Bernd Heiden, z. Z. Wehrmacht, Münster, Mecklenburger Straße 15. Anläßlich ihrer Verlobung: Maria Hülskötter, Hermann Große Hokamp, Ostbevern. Irmgard Moendt, Münster(Westf.), Krumme Str. 25, Willy Schürenkrämer, Düsseldorf, Oberbilker Allee 50a. z. Z. im Felde. Mia Topp, Hugo Stumpe, Emsbüren i. H., Hopsten(Westf.). Hildegard Rengers, Ofbergefr. Walter Plaga, Emsdetten, OberhausenSterkrade, z. Z. im Felde. Anläßlich ihrer Vermählung: Anton Schlees, Maria Schlees geb. Homann, Horstmar, Bez. Münster. Joseph Scheuß, Ida Scheuß geb. Janning, Allenberge, z. Z. i. Felde. Christian Butscheid, Gerta Butscheid geb. Österholt, Köln-Lindenthal. Johann Overmann u, Frau Toni geb. Neve, Albersloh. Willi Kolter, Gretel Kolter geb. Ringkamp. Horstmar. Bernhard Vehoff und Frau Thea geb. Kurlemann, Laggenbeck. Wilhelm Schemmann. Änne Schemmann geb. Aulke, LüdinghausenWestrup. Heinz Schulte und Frau Hildegard geb. Böckenholt, Münster(Westf.). Heinz-Werner Rohling und Fran Martha geb. Edelhoff, Münster (Westf.). AegidiistraBe 30. Nach Golles hl. Willen starb im Osten am 17. 2. unser geliebder Sohn; Bruder, Vetter, mein innigstgeliebter Bräutigam Obgefr. Martin Heidemann folge einer Erkrankung. In reuer Pflichterfüllung gab er sein junges Leben im Alter von ast 24 Jahren im Kampf für Deutschlands Größe und Freiheit dahin. Er war unsere Freude und Hoffnung. Auf einem Ehrenfriedhof wurde er am 18. 2. mit militär. Ehren zur letzten Ruhe gebettet. In tiefer Trauer: Familie Gustav Heidemann, Hertha Meyer als Braut und Anverwandte. Münster i. W., Johanniterstr. 18, 2. 4. 1943.— Gedächtnisfeier Sonntag, 11. April, 17 Uhr in der Erlöserkirche. lach Goteshl Willen starb in vorbildlicher Pflichterfüllung den Heldentod mein innigstgeliebter Mann, unserer Kinder guter Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder. Schwager und Onkel, Sportlehrer Martin Eiling Uffz. u. ROA. i. e. Inf.-Regt., Inh. d. EK 2 kurz vor Vollendung seines 40. Lebensjahres. Am Morgen des 25. 2. traf ihn bei einem Abwehrkampf in Sowjet-Rußland die tödliche Kugel. Im Namen der Angehörigen: Maria Eiling geb. Philips. z.Z. Gronau(Westf.), Eper Str. 5, 29. März 1943.— Seelenamt in Gronau 6. 4., 8.45(10) Uhr, in Rheine in der Dionysius-Pfarrkirche 9. 4., 7.45 Uhr. Unsagbaren Schmerz bereitete uns die Nachricht, daß nach Gottes Willen unser lieber, ältester Sohn, unser guter Bruder, Neffe u. Vetter August Rüschenschulte Obgefr. I. e. Inf.-Regt., Inh., d. EK 2, d. Inf.-Sturmabz., d. Verwund.-Abz. u. d. Ostmed. am 2. Mänz 1943 im Alter von 22 Jahren den Heldentod starb. Er opferte sein hoffnungsvolles Leben in treuer Pflichterfüllung für sein Vaterland, Wir beugen uns dem Ratschluß Gottes in der Hoffmung auf ein Wiedersehen im Jenseits. Um ein Gebet bittet in tiefer Trauer: Familie Anton Rüschenschulte. Velsen b. Warendorf, 1. 4. 43. Seelenamt Mittwoch. 7. 4., 8.30 Uhr Alte Pfarrkirche Warendorf. Gott der Allmächtige forderte von uns ein schweres Opfer. Am 18. 3. fiel am Ilmensee im Alter von 33 Jahren mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager u. Onkel, mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam Josef Kühler Obgefr. i. e. Pion.-Abt., Inh. d. Verwund.-Abz. u. d. Ostmed. Ein lieber, froher und lebensbejahender Mensch starb als einsatzfreudiger Soldat den Opferlod fur die Heimat. In liefem Schmerz: Josef Kühler u. Kinder, Anne Overberg als Braut, DRKSchwester im Osten. Minster, Dahlweg 17, im Osten, 31. 3. 1943. Levitenamt Mittwoch, 7. 4., 9(10) Uhr Josefs-Kirche. Hammer Str. Demütig nehmen wir den Raischluß Gottes an, der meinen geliebten Mann, unsern Vater. Sohn, Schwiegersohn. Bruder, Schwager, Onke und Neffen Josef Meyknecht Gefr. i. e. Pionier-Batl., Träger d. Verwund.-Abz. in Silber ieder heimgehen lieB Er starb im Aller von 35 Jahren an den Folgen einer schweren Verwun dung am 27. 3, als dritter seiner Brüder, die im Osten blieben. Frau Klärchen Meyknecht geb. Straukamp und Kinder und Anverwandte. Nottuln. Coesfeld. Greven im März 1943.— Seelenämter zu Nottuln am 5. 4. und 7. 4. in St. Lamberti zu Coesfeld. Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes hl. Willen fiel am 15. Januar bei den Kämpfen am mittleren Don mein innigstgeliebter, einziger Sohn, unser lieb. Neffe u. Vetter Gren. Konrad Schürhoff im Alter von 19 Jahren. Möge Gott ibm für seinen Opfertod die Krone des ewigen Lebens geben. In tiefer Trauer: Frau Wilhelm Schürhoff, Gertrudis geb. Overhage. Metelen, Bez. Münster, 30. März 1943.— Levitenamt Mittwoch, 7. April, 8 Uhr zu Metelen. Es traf uns hart u. schwer die Nachricht, daß mein lieber. hoffnungsvoll. Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter, mein geliebter Bräutigam Obgefr. Anton Wallkötter Inh. d. EK 2, Verwund.-Abz., Krimschildes u. d. Ostmed. als tapferer Soldat am 12. März im blühenden Alter von 32 Jahren am Ladogasee den Heldentod gestorben ist. Wir werden ihn nie vergessen und bitten um ein Gebet für den lieben Gefallenen In tiefer Frauer: Bernhard Wallkötter und Geschwister, Maria Gausepohl als Braut. Nottuln-Stevern, im Felde, Münster, Hamburger Straße 19, 12. März 1943. Levitenamt 7. April zu Nottuln 9 Uhr. + Gott erlöste am Freitag morgen durch einen sanften Tod meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Theresia Meister geb. Plagemann von ihrem schweren Leiden Sie starb. verschen mit den Tröstungen unserer Kirche, im 85. Lebensjahre. Franz Meister u. Angehörige. Münster, Dortmunder Straßé 27. Angelodde, Brackwede, Magdeburg.— Beerdigung Montag, 5. April, 16.30 Uhr von der Leichenhalle des Zentralfriedhofs. Seelenamt am gleichen Tage 9 10½) Uhr in d. Elisabethkirche (Dortmunder Straße). Für die aufrichtige Anteilnahme beim Tode meiner teuren Galtin und unserer lieben Mutter Frau Wilhelm Möllerarnd sagen wir hierdurch allen herzlich, Dank. — Sechswochen-Seelenamt Mittwoch. 7. April, 7.45 Uhr in der Propsteikirche. Famliie Möllerarnd, Billerbeck. + Nach längerem Leiden verschied plötzlich und unerwartet am Freitag abend meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Änne Koch geb. Steffens im Alter von 59 Jahren. Ihr Leben war Liebe und Sorge für die Ihren. Unsere Trauer ist groß. Hermann Koch, Rb.-Oberinspektor, Anneliese Mühleneisen geb. Koch, Marianne Koch, Assess.(jur.), Kriemhilde Koch, Ingeborg Koch, stud. rer. pol., Georg Mühleneisen, Rechtsanw. u. Not., Ute Mühleneisen als Enkel. Handorf, Haus Nr. 95, 2. 4. 43.— Beerdigung in Münster Dienstag, 6. 4., 12 Uhr Trauerhalle Zentralfriedhof. Seelenamt am gleichen Tage 9 Uhr in der Pfarrkirche zu Handorf. Allen, die durch herzliche Teilnahme beim Tode unserer lieb. Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester mitfühlend unserer gedachten, sagen wir herzlichen Dank.— Sechswochen-Seelenamt Mittwoch. 7. 4., 9¼ Uhr in der Ceberwasserkirche zu Münster. Familie Gröninger-Niehues. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heldentode meines lieben, unvergeBl. Mannes u. Vaters, meines guten Sohnes Hubert sprechen wir hiermit unsern herzl. Dank aus. Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 6. 4., 8½ Uhr in Ascheberg. Familie Hub. Klaverkamp. + Nach Gottes hl. Willen starb heute nachmittag 3 Uhr unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. Josef Lohmann Anna geb. Böcker Sie starb nach kurzem schweren Leiden, vorbereitet durch ein frommes Leben und gestärkt durch den öfteren Empfang der Sakramente, im 75. Lebensjahr. Um ein Gebet für die liebe Verstorbene bitten im Namen der trauernden Angehörigen: Josef Lohmann und Frau Johanna geb. Everding. Wolbeck, 1. April 1943.— Beerdigung Dienstag, 6. 4., 9 Uhr v. d. Kirche; anschl. Seelenamt. Für die aufrichtige Anteilnahme beim Tode unserer lieben Tochter u. Schwester Else sprechen wir hiermit allen unsern herzl. Dank aus.— SechswochenSeelenamt Dienstag. 6. April, zu Albachten. Familie Keller. Innigen Dank für die vielen Beweise gütiger Anteilnahme beim Hinscheiden unserer geliebten Mutter.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 6. April. 9(evtl. 10) Uhr St.-Ludgeri-Kirche. Maria Teeke und Josef Teeke, Münster. Vir etliellen die frautige Nachricht, daß mein lieber: hoffnungsvoller Sohn, unser guter Bruder. Schwager, Onkel. Neffe und Vetter, mein innigstgeliebter Bräutigam Obgefr. Ewald Ahlers Funker i. e. Artl.-Regt., Inh. d. EK 2, Ostmed., u. Verw.-Abz. am 7 3. 43 im Aller von 24 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen am Ilmensee den Heldentod fand. Kameraden bettelen ihn auf einem Heldenfriedhof zur letzten Ruhe. Um stille Teilnahme und ein Gebet bitten: Die trauernde Mutter. Geschwister und Anverwandte, Maria Kösters als Braut. Borghorst, im Felde, Horstmar, Berlin. Neustettin.— Levitenamt Dienstag, 6. April, 8.45 Uhr. Immer hoffend auf ein frohesWiedersehen, erhieltenwir die traurige Sachrichl. daß am 25, 2. mein lieber jünkster, Sohn, unser guter Bruder. Schwager. Onkel, Neffe und Vetter Ferdinand Thüer Gefr. i. e Panzer-Pion-Batl. den Heldentod im Osten gestorben ist. Im blühenden Alter von 20 Jahren gab er in soldatischer Phlichterfüllung sein junges, hoffunolles Leen in die Hände seines Schöpfers zurück Um stille Teilnahme und ein Ge bet für d. lb. Gefallenen bitten: Famille Wwe. Maria Thüer gof. Grofle awer nebst Angehörigen. Barkum-Hôvel 1, den- 1, 4. 1943. Levitenamt Mittwoch, 7. April, 10 Uh zu Hövel. lart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, jüngster Sohn, Bruder, Schwager, Onkel, Enkel, Neffe und Vetter Alois Berkemeier Soldat i. e. Inf.-Regt. den Heldentod gestorben ist. Er fiel am 27. Februar 43 in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide, für das Vaterland. Wir werden ihn nie vergessen und bitten um ein stilles Gebet. In tiefer Trauer: Famllie Wilhelm Berkemeier. Lette, 25. 3. 43.— Seelenamt 5. April, 9 Uhr zu Lette. lait jed, besond, Anneige. Wir erhielten die schmerzliche Nachricht. daß mein innigstgeliebter Galte, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Obgefr. Felix Strotmann am 30. Januar im Alter von 28 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen um Woronesch den Heldentod erlitten hat. Er wird uns unvergessen bleiben. In tiefer Trauer: Frau Gerda Strotmann geb. Müßgens, Frau Elisab. Strotmann als Mutter, Famil. Müßgens. die Geschwister sowie die übrigen Anverwandten. Gleuel b. Köln. Burbacher Straße 18, d. 26. Marz 1943:— Exequien Montag, 5 4., 9 Uhr Pfarrkirche zu- Darfeld. Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Sohn, unser guter Bruder. Neffe und Vetter Georg Bertling Melder i. e. Gren.-Regt. m Alter von 19½ Jahren bei den Kämpfen südl. des Ladogasees an 21. 3. 43 den Heldentod starb. Er starh im gläubigen Vertrauen auf Gott in treuer Pflichterfüllung. Wir bitten um ein Gebet für den lb. Gefallenen. Frau Wwe. Gertrud Bertling geb. Richters. Willy Bertling Gertrud Bertling. Wessum, d. 3 3.43. Feierl. Seclenamt Mittwoch,7. April, um 9 Uhr. Am Sonntag, dem 28. 3. d. J., muste unsere liebe, kleine Ute wieder von uns scheiden, Nur drei Wochen war sie unser gan zes Glück 44 Oberstarmführer Karl Böhmichen und Frau Traude geb. llein. St. Georgen a. d. Gusen b. Linz a, d. Donau, Am Berg 146. + Nach Gottes hl. Willen ist meine liebe Frau, unsere immer sorgende Mutter, unsere gute Schwiegermutter, Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Clara Breul geb. Bröskamp verw. Steltenkamp Inh. a. Ehrenkreuzes d. dtsch. Mutter in Gold von uns gegangen. Sie starb nach einem gottesfürchtigen Leben, gestärkt mit den Tröstungen unserer Kirche, im 60. Lebensjahre. Ruhig und kampflos ging sie zur großen Ruhe. In tiefer Trauer: Familie Breul-Steltenkámp. Altenberge, d. 2. April 1943.— Beerdigung Dienstag, 6. April, 8¼ Uhr v. Krankenhause: anschl. Seelenamt. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme beim Tode meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und Bruders sagen wir allen herzlichen Dank.— Sechswochen-Seelenamt 5. April, 6¼ Uhr zu Altenberge. Frau Gertrud Töns geb. Dauwe nebst Kindern und Angehörigen. Für die liebevolle Anteilnahme an dem Verlust, der uns durch den Heldentod meines lieben Sohnes und guten Bruders, meines geliebten Bräutigams Leo Lauhoff getroffen hat, sagen wir hiermit allen herzlichen Dank. Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 6. April, zu Everswinkel. Famliie Wwe. Anton Lauhoff, Bernhardine Bühne als Braut. + Vach Gotles hl. Willen entschlief heute morg. 2 Uhr mein lieber Bruder, unser guten Schwager, Onkel u. Velter Kaspar Schütteldreier nach kurzer schwerer Krankheit. versehen mit den Trôstungen unserer Kirche, im 49. Lebensjahre sanft und ruhig im Herrn. Er starb nach einem Leben der Arbeit, voll Liebe und Sorge für die Seinen. Um stille Teilnahme und ein Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Drensteinfurt, Ascheberg, den 2. 4. 1943.— Beerdigung Dienstag. 6. April, 9 Uhr v. d. Kirche aus; anschl. Seelenamt. Dem Herrn über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, gestern 18.30 Uhr meinen lieben Mann unsern guten, treusorgenden Vater. Schwiegervaler, Großvater und Urgroßvater Bernard Erdbrügge im Alter von 84 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb, vorbereitet und versehen mit den Sterbesakramenten, ergeben im Herrn. Um ein Gebet für den lb. Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Dülmen u. Haltern. 3. 4. 1943. Beerdigung Dienstag, 6. April, 8¼ Uhr von der Kreuzkapelle; anschl. feierliches Seelenamt in St. Viktor. + Nach Gotes hl. Willen enlsenlief heute 13 Uhr-meine innigstgeliebte Frau, meines Kindes treubesorgte Mutter. unsere liebe, unvergeßl. Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karl von der Halben Anni geb. Potthoff Sie starb nach kurzem schweren Leiden, versehen mit den Sterbesakramenten, im 29. Lebensjahre. Wir bitten um ein Gebet. Im Namen der trauernden Angehörigen: Feldw. Karl von der Halben u. Söhnchen Karl-Heinz, Famille Heinrich Potthofl, Familie Wwe, von der Halben. Beuthen, Ottmarsbochoh, 2. April-43. Beerdigung Mittwoch, 7. 4. 9½ Uhr vom Krankenhause zu Ottmarsbocholt. Allen, die durch herzliche Teilnahme beim Heldentod unseres einzigen Sohnes, meines lieben Bruders Bernhard mitfühlend unser gedachten, sagen wir unsern fiefempfundenen Dank. Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 6. 4. 7,15 Uhr zu Wolbeck. Familie Heinr. Spitthöver. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes und Bruders Heinrich sprechen wir allen unsern herzlichen Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt 6. April, 6.30 Uhr zu Ramsdorf. Familie Aloys Rotthues. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme beim Tode meiner lieben Frau, meiner guten Mutter sprechen wir unsern tiefempfund. Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 6. April, 8.45(evtl. 10) Uhr in der Ueberwasser-Pfarrkirche. Johann Bürger, Willi Bürgèr, Münster, Steinfurter Str. 23. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Tode unserer lieben Tochter und Schwester Maria sprechen wir allen unseren herzlichen Dank aus. Sechswochen, Seelenamt Donnerstag, 8. 4. 6.30 Uhr in der Basilika in Rheine. Familie Bernhard Schürmann, Rheine, Osnabrücker Str. 14. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Tode meiner lieben Frau u. unserer guten Mutter sagen wir allen unseren herzlich. Dank.— SechswochenSeelenamt Dienstag, 6. April, ½7 Uhr zu Altenberge. Heinrich Lengerich und Kinder. Der Fliegertod meines Sohnes hat uns so viele Beweise von Liebe. Treue und Mitgefühl gebracht, daß wir bitten, allen auf diesem Wege für ihre herzliche Anteilnahme danken zu dürfen. Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 6. 4., 9¼ Uhr in der Ueberwasserkirche. Frau Erna Schlieker, Walter Schlieker, Münster. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme beim Heldentode unseres guten Sohnes und lieben Bruders, Neffen u. Vetters Franz Börger sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 6. April. 815 Uhrin der Herz-Jesu-Kirche. Familie Hub. Börger, Emsdetten. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an unserem großen Schmerz beim Heldentode unseres lieben, einzigen, unvergeBlich. Sohnes u. Bruders Heinrich sagen wir allen herzl. Dank.—.Sechswochen-Seelenamt Mittwoch, 7. April, 73 Uhr zu Rinkerode. Familie August Grünebaum und Angehörige. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres Vaters sprechen wir unsern aufrichtigen Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt 7. April, 7.45 Uhr in der Antoniuskirche zuMnster. Familie Kortländer, Münster-Gremmendorf. In unserem tiefen Schmerz bei dem Heldentode meines lieben Mannes, meines Kindes treusorgenden Vaters, unseres guten Sohne haben wir die herzl. Beweise der Teilnahme wohltuend empfunden. Im Namen all. An gehör, danken wir herzl.— Gedachtismesse Dienstag, 6. Apr. 7.15 Uhr. Frau Grete Thesing u. Söhnchen Gerd. Ahaus. Für die innige Anteilnahme beim Tode meines liebenMannes herzlich, Dank. SechswochenSeclenamt Mittwoch,7. April. 7.15 Uhr. Im Namen der Angehörigen, Ida Pruß geh. Temming. Hopsten. Für die vielen Beweise herxlicher Teilnahme beim Heimgange meiner lieben Frau, meiner guten, treusorgend. Mutter, Schwiegermutter u. Großmutter sprechen wir allen, die unser tröstend gedachten, unseren tiefempfundenen Dank aus. Wilhelm Bergander, Familie Kiehn, Warendorf. Für das mitfühlende Gedenken und die liebevolle Anteilnahme an de mschmerzlichen Verlust, der uns durch den Heldentod unseres innigstgeliebten Sohnes und Bruders Hermann getroffen hat. sprechen wir allen unsern tiefgefühlt. Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Mittwoch, 7. April. 8¼ Uhr. Famille Herm. Nacke. Senden. Für die uns bewiesene herzliche Anteilnahme beim Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders sprechen wir hiermit unsern Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 6. 4., 6.30 Uhr in der Pfarrkirche zu Metelen. Familie Johann Merz. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtig. Teilnahme anläßlich des Heldentodes unsères lieben, unvergeßl. Solines Karl sprechen wir allen unseren tiefempfund. Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Mittwoch, 7. April,7.15(evtl.8.15) Uhr zu Nienberge. Familie Bernhard Beuse. r die aufrichtige und herzliche Teilnabne heim Heldenfode unseres lieben Sohnes und Bruders Heinz sprechen wu hiermit uuseren herz). Dank aus. Sechswoch.-Seelenamt Miltwoch, 7 April, 8.10 Uhr Hl.-KreuzKirche zu Münster Famllie Josef Wehbring, Münster. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Tode meines litb. Mannes. unseres guten Vaters'und. Sohnes sagen wir auch im Namen alleranderen Angehörigen herzlichen Dank. Familie Litmeier, Nienborg. Stellenangebote Ihr Kleiderberater stellt sofort männl. und weibl. Lehrlinge für den Vérkauf und das Büro ein. Ihr Kleiderberater FeldmeyerZapp, Münster, Salz-Ecke Klosterstraße. Nähmaschinenmechaniker für größeren Betrieb gesucht. Angeb. unter A 5429 an die WTZ. Tücht. Bäcker- und Konditorlehrling für sof. od. später ges. Kost und Logis im Hause. Albert Kordt, Bäckerei, Konditorei. Selm-Beifang. Hollerith-Tabellierer(in) als Gruppenführer(in) von großem Industriewerk für bald gesucht. Bedingung sind ausreich. prakt. Erfahrungen in der Bedienung. Ueberwachung und Instandsetz. von Tabellier-und Sortiermasch. u. die Befähig. zur Ueberwach. u. Einarbeit. unterstellt. Arbeitskräfte. Bewerb. sind mit übl. Unterlagen und Angabe der Kennziffer 7/155 d unter A 5399 zu richten an die WTZ. Wachmänner. 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O 531WII Hausgehilfin sof.od. sp. ges. Burgholz.Mstr.. Neubrückenstraße 33. Telef: 2 66 11. An alle Kraftfahrzeughalter u. Garagenbesitzer. Auf GGrund des Reichsleistungsgesetzes§ 3 sind vonallen Kraftfahrzeughaltern. händlern und Garagenbesitzern (gesetzlichen Vertretern oder Angehörigen) bei denen Kraftfahrzeuge und Anhänger untergestellt sind.nachstehend aufgeführte Kraftfahrzenge zu melden: a) Sämtliche Kraftfahrzeuge u. Anhänger, fabrikneu od. gebraucht, die nicht zum Verkehr zugelassen sind, d. h. mit einem amtlichen Kennzeichen nicht versehen sind. b) Kraftfahrzeuge mit WH- WLund WM-Kennzeichen, die im Besitz von Kraftfahrzeughaltern od. bei Garagenbesitzern abgestellt sind. c) Meldepflichtig sind Lastkraftwagen, Zugmaschinen, Kraftomnibusse. Personenkraftwagen, Lastkraftwagenanhänger, Elektrokarren und Krafträder(letztere über 345 com). d) Die Meldungen sind an die Wehrersatzinspektion Münster unter Angabe von Fabrikat, Baujahr, Typ. gefahrenen Kilometern, Sitzzahl, bereift od. unbereift, Standort der Kraftfahrzeuge, Motor-Nummerund Fahrgestell-Nummer bis zum 22. 4. 1943 zu richten. e) Von der Abgabe der Meldungen sind befreit: 1. Kraftfahrzeugherstellerwerke. 2. Kraftfahrzeuge bei Händlern, die/ für den Verkauf im Inland nicht freigegeben sind. Münster(Westf.). den 1. April 1943. Wehrersatzinspektion Münster, Gruppe K. Betrifft: Sonderzuteilung von Trinkbranntwein(Spirituosen). Die AusgabedesTrinkbranntweins erfolgt ab 5. April 1943 nach Maßgabe derBelieferung der Kleinverteiler. Bezugsberechtigt sind mit Ausnahme der Juden, Polen. Zigeuner. Ausländer. die über die Wochenkarten für ausländische Zivilarbeiter versorgt werden. Kriegs- und Zivilgefangene. Insassen von 4rrenanstalten.Besserungsanstalten usw. alle Verbraucher über 18 Jahré; die zum Bezug der Nährmittelkarten in der 48. Zuteilungsperiode berechligt sind. sowie die gleichgestellten Gemeinschaftsverpfgten soweitsie nicht Formationen(Wehrmacht usw.undGemeinschaftsagern angehören. die bisher laufende Spirituosenzuteilungen erhielten. Urlauber der Wehrmachl. der Schutzgliederungen. der Organisation Todtusw aus den besetzten Gebieten sind bezugsherechtigt wenn der Urlaubsaufenthalt in der 48.Zuteilungsperiode wenigstens eine Woche beträgt. Zum Bezuge berechtigen für Bezugsberechtigte, die gemäß der Bekanntmachung vom 16. 3. 1943 eme Vorbestellung vornehmen mußten,dieabgestempelten Stammabschnitte der Nährmittelkarten 17 bei dem zuständigen Kleinverteiler fûr Bezugsberechtigte. die dieseVorbestellung nichit vornelmen kounten, besoudere Bezugsausweise, die von den Ernährungsämtern bzw. Gemeinnaftseinrichtungen ausgegeben werden, und zwar bei solchen Kleinverteilern: die von den Ernährungsämterh besonders bestimmt sind. und die die Ausgabe von Trinkbranntwein ohne Vorbestellung durch Aushang bekanntzumachen haben. Sämtliche Bezugsausweise ha ben bis zum 31 5. 1913 GûltigPerf. Kôchin f. keit. Die zuständigen GemeinHotel-Rest. zumsehaftseinrichlungen erhalten fur bald Eintr. ges. das Aufsichis- und VerwallungsAug A 526 personalud fr diensassen an die WTZber 8 Jahre auf Antradieerforderlichę Anzahl von Bezugsausweisen über 0.7 Liter, Trinkbranntwein ohne Vorbestellung“. die listenmäßig gegen Empfangsbescheinigung a. d. Bezugsberechtigten auszugeben sind, die am 5. 4. 43 der Gemeinschaftsverpflegung angehôren und nicht vorbestellt haben oder nicht bereits uber andere Bezugsausweise für Trinkbranntwein verfügen. Insassen von Krankenanstalten, Heilanstalten sowie ähnlichen Einrichtungen sind die Bezugsausweise jedoch erst bei der Entlassung auszuhändigen, wenn diese innerhalb der 48. Zuteilungsperiode. d. h. in der Zeit vom 5. 4. bis 2. 5. 1943 erfolgt. Über die Ausgabe der Bezugsausweise rechnen die Gemeinschaftseinrichtungen bis spätestens 8. 5. 1943 mit dem zuständigen Ernährungsamt ab. Die Kleinverteiler haben nach Abschluß der Ausgabe bis spätestens z 10. 6. 43 in der üblichen Weise die belieferten Bezugsausweise getrennt nach Stammabschnitten und anderen Bezugsausweisen zu je 100 Stück gebündell b. Ernähungsamt geg. Empfangsbescheinigung abzurechnen. Über etwaige Restbestände bei den Kleinverteilern verfügen die Ernährungsämter bestimmungsgemäß. Verstöße gegen diese Anordnungen werden nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung verfolgt. Kleinverteiler, die sich bei der Ausgabe und der Abrechnung als unzuverlässig erweisen haben außerdem den Ausschluß von weiteren Zuteilungen zu gewärtigen. Münster. den 29. März. 1943 Der Oberpräsidentder Provinz WestfalenLandesernährungsamt Abt. B. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht. Münster, den 1. April 1943. Der Oberbürgermeister: Stadternährungsamt Abt. B. Der Landrat d. Landkreises Münster-Land: Kreisernährungsamt Abt. B. Der Landratdes Landkreises Tecklenburg: Kreisernährungsamt Abt. B. Der Landratdes Landkreises Ludinghausen: Kreisernährungsamt Abt. B. Stadthotel Freudiger Die gute Kleinkunstbühne Vom 2. bis 15. April: Die Große Revue„Freude für dich". in Szene gesetzt von Werner Knuth Vortragskünstler,Revue-Regisseur u. Dichter-Komponist am Flügel. 7 Orlowas ein Ballett in phantasievoller Schönheit. Walter Geyer der Operetten-Komiker. Tobby Boho der exzentr. Steper u. Springer. M.& W. Landmann Parodie auf Tänze, Schlag. usw. Wie die beiden Kleinon parodieren, müssen Sie sehen. Sie lachen herzlich. Finale„Freude für dich“ täglich 20 Uhr abends. Mittwochs, Samstags u. Sonntags Nachmittags-Vorstellungen. Zuverläss.. solid. Mädchen f. gut bürgerl. Haush. ein. ält. Herrt ges. Näh Mstr.. Erphostr. 24. Hausgehilfin. tücht.nicht u. 20 J.f. Berlin. Hausli. ges. Mit allen häuslich. Arbeit. vertraut. Kochkenntn, erwünscht. kinderliebend. Arnold Kinkel. Berlin-Steglitz. Buggestraße 6. Betr. Eierverteilung. In der 48. Zuteilungsperiode vom 5. 4. 43 bis 2. 5. 43 werden auf den Bestellschein 48-der Reichseierkarte auf die Abschnittea und b für jedenVersorgungsberechtigten je zwei Eier ausgegeben. Die Ausgabe erfolt nach Magab de Belieferung der Kleinverteiler im Laufe der Zuteilungsperiode. Münster. 29. März 1943. Der Oberpräsident d. Provinz Westf.: Landesernährungsamt Abt. B. Vorstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht. Minster. den 1. April1943. Der Oberbürgermeister, Stadternährungsamt. Abt. B. Der Landrat des Landkreises Munster. Kreisernahrungsamt.Abt. B.Der Landrat des Laudkreises Tecklenburg: Kreisernährungsamt Abt. B. Der Landrat des Landkreises Steinfurt: Kreisernährungsamt Abt. B. Der Landrat des Landkreises Lüdinghausen: Kreisernährungsamt Abt. B Amtsgericht Münster(Westf.). 2. 4. 1943. B. 630: Siedlungsgésellschaft„Rote Erde", Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Münster Westf.): Der Prov.-Oberveywaltungsrat Dr. Vincke in Münster ist fur die Dauer der Behinderung des Geschäftsführers Dr. Grohs zum alleinigen Geschäftsführer bestellt. Kaiserhof Münster Im April das Attraktionsorchester Josef Zimmer 13 Solisten Adi Zichung 1. Klasse 16. u. 17. April 9. Deutsche 1200000 Lose, 480000 Gew., 3 Prämien in 5 Klassen. Gesamtgewinn über RM 102 Millionen Höchstgewinne(S 2, III des Planes) af3/3 Millionen uf2/12 Millionen f 1/AMIIIOnRM 3Prim.aui500000 3Gev. 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