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PostscheckLonto Dortmund 21000. Die Westf lageszeitung erscheint 7 mal wöchentNZEIGEN-PREIS fomilien- und private Gelegenheitsz 4 Pfg. Geschöftl. Gelegenheitssowie Geschöftsempt, im fortl. Cat 8 Pfa. Gesamtausg.: Familienanz. 10 Rpf., Privote Gelegenheitsanz. Rof., Geschöftl. Gelegenheitsanz. sowie Geschöfisempf. in fortl. Satz 30 Rof je Imm Höhe, 22mm breit. WerbeRondonz. 1,30 RM Imm hoch, 4ómm breut. Erföllungsorte Munster(Westt.) Postscheckkonto: Koin Nr. Verlog Westf. Togeszeitung G. m.b.H. Mönster(Westf.), Prinzipolmorkt 13/14 Houptschriftleitung: Münster(Westf.), Gollitzinstr. 13, Fernspracher 92. Jahrg. Nr. 16 Westfälische Tageszeitung mn Kreiszeitung Kreis Ahaus AMTL. ORGANDES GAUES WESTFALEN-NORD DERNSDAP. UND SAMTLICHERBEHORDEN GESCHAFTSSTELLEN Hauptgeschöftsstelle Münster(Westf.) Prinzipalmorkt 13/14, Fernsprecher 24231, Ahaus: von-Delden-Straße 6, ernsprecher Nr. 516; Ahleni Adolflitler-Straße 30, FernsprecherNr.777; 3ocholt: Reolschulstraße 14, Fernsorecher Nr.3247;Borken: Kapuzinergosse 4, Fernsprecher Nr. 121; Borghorst:Emsdettener Straße 6, Fernspr. Nr. 222, Burgsteinfurt: Lindenstraße 73, Fernsprecher Nr. 232; Coesfeld: Hindenburgplotz 9, Fernsprecher Nr. 394; Dölmen: Adolf-Hitler-Straße 55, Fernsprecher Nr. 633; Emsdetten: Münsterstr. 1, Fernspr. Nr. 3767 Greven: Münsterstr. I. Fernspr. Nr. 225; Gronaut Adolf-Hitler-Str. 36, Farnspr. Nr. 260; bbenbören: Hermann-Göring-Str. 4, Fernspr. Nr. 343: Lengericht AdolfHitler-Platz 11, Fernspr. Nr. 516; Lüdinghausen: Markt, Fernspr. Nr. 338; Ochtrupi Bahnhofstr. 18, Fernspr. Nr. 305; Rheine: Bahnhofstr. 2, Fernspr. Nr. 2352, Worendorf: Oststr.24, Fornspr. Nr. 577, Wernei Morkt 8, Farnspr. Nr. 249 Sonntag, den 17. Fanuar 1943 Einzelstück 10 Rpf. Es gibt für uns nur den Glauben an den Sieg Westfalen=Nord im Zeichen des 10. Jahrestages des Wahlsieges von Lippe— Machtvolle Kundgebungen im ganzen Lipperland mit Dr. Ley und den alten Mitkämpfern des Führers- Im Geist von Lippe zum Endsieg Detmold. 17. Jan.(Eig. Bericht.) Der gestrige Tag stand im Gau WestfalenNord im Zeichen des 10. Jahrestages des Wahlsieges von Lippe. Während Gauleiter Dr. Alfred Meyer nachmittags im Hotel Kaiserhof in Detmold auf einem Presseempfang die Bedeutung des Wahlsieges von Lippe nochmals unterstrich und die Lehren daraus für den jetzigen Kampf aufzeigte, konnte unser Gauleiter im Rathaus zu Detmold die Gäste aus Partei, Staat und Wehrmacht begrüßen, die nach Lippe geeilt waren. Der besondere Gruß des Gauleiters galt den alten Mitkämpfern aus dem lippischen Wahlkampf, die damals neben dem Führer im aktiven Einsatz in Lippe standen. In acht Großkundgebungen sprachen die Redner der Bewegung zu den lippischen Volksgenossen. Ueberall waren die Säle überfüllt, und in großangelegten Reden wiesen die Redner auf die Lehren hin, die aus dem Wahlkampf in Lippe für das heutige Ringen um Deutschlands Freiheit gezogen werden können. Im Mittelpunkt dieser großen Veranstaltungen stand die Massenkundgebung mit Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley im„Neuen Krug“ zu Detmold. Seine überzeugenden Ausführungen, die immer wieder vom Beifall der Massen unterbrochen wurden, waren ein glühendes Bekenntnis zum Führer und seinem Kampf um Deutschlands Freiheit. Der stolze Tag von Lippe ist vorüber. Er hat die Herzen der Menschen mit neuem Geist erfüllt. Er hat bewiesen— und das ist die Bilanz des diesjährigen Erinnerungstreffens—, daß das ganze Volk genau so zähe, fanatisch und kämpferisch, wie vor zehn Jahren die Partei in Lippe, sich für den Schicksalskampf des deutschen Volkes einsetzen wird, bis der Endsieg errungen ist. Daß dieser kommt, darüber kann es nach dem Erleben des gestrigen Tages keinen Zweifel geben. Der Reichsorganisationsleiter sprach dann von den Opfern dieses Krieges, deren Zahl Gott sei Dank heute weit unter der des Weltkrieges liege. Wo etwas im Werden sei, müßten Opfer gebracht werden. Es kommi, so sagte er, nicht darauf an, wieviel Opfer wir bringen, sondern es kommt auf die Haltung an, wie wir diese Opfer ertragen. Ich glaube daran, daß all diese Opfer, die dieser Krieg von uns fordert, nie so schwer sein werden, daß sie das Volk ins Mark treffen. Es wird einmal die Zeit kommen, wo der Schmerz vorbei ist, und dann wird übrig bleiben ein wundervoller Stolz, ein Opfer gebracht zu haben für die Nation. Wenn der einzelne Mensch nicht zerbricht, zerbricht auch die Nation nicht! In eindringlichen und lebendigen Worten gab Dr. Ley ein Bild von der ungeheuren Verantwortung und Arbeit des Führers. Der Führer ist nicht nur ein Staatsmann ein Feldherr und ein Genie, wie es keinen anderen gibt und je geben wird, sondern daß er dabei auch so absolut Mensch bleibt, ist das Große an ihm Auch die Opfer, die der einzelne bringen muß, sind auch für ihn das Allerschwerste. Für ihn ist dieser Krieg kein„reizender Krieg" und auch kein Spiel, wie für den Präsidenten Roosevelt. Für ihn ist der Krieg eine bittere Sache, eine Notwendigkeit der er nicht ausweichen kann. Wir kommen um diesen Kampf nicht herum, wir haben ihn weiß Gott nicht gewollt. Fortsetzung auf der 2. Seite Der Saal des Neuen Kruges in Detmold war schon lange vor Beginn der großen Kundgebung bis auf den letzten Platz besetzt. Ein Musikkorps der Wehrmacht verkürzte mit Märschen die Zeit, bis Reichsleiter Dr. Ley in Begleitung von Gauleiter Alfred Meyer erschien, von Fanfarenklängen des Jungvolks begrüßt. In seinen Eröffnungsworten wies Gauleiter Dr. Alfred Meyer darauf hin, wie vor zehn Jahren der Führer im Lande Lippe weilte. Das seien für den au die glücklichsten und schönsten Stunden gewesen. Des Führers Wort beim Erinnerungstreffen 1934 in Lemgo, daß Lippe die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei an die Macht gefuhrt habe, bleibe weiterhin bestehen. Lippe habe uns die Möglichkeit gegeben, all die vielen Aufgaben zu erfüllen. Die Männer, so führte der Gauleiter weiter aus, die damals hier im Lande Lippe gekämpft haben, haben ihre Grüße und Geleitworte für den heutigen Tag geschickt. Es ist ihnen nicht möglich, heute unter uns zu weilen. Um so mehr dürfen wir uns freuen, daß wir heute Dr. Ley bei uns haben. Der bei diesen Grußworten des Gauleiters einsetzende starke Beifall zeigte die Freude aller, Dr. Ley begrüßen zu können. Herzliche Worte des Willkommens fand der Gauleiter dann auch noch für die anwesenden Ver wundeten. Als nun Dr. Ley vor das Mikrophon trat, brauste ihm stürmischer Beifall entgegen. Mit seinen Ausführungen gab Dr. Ley ein eindringliches Bild von unserem heutigen Kampf und ging besonders auf die seelischen Kräfte ein, die in diesem Kampf eingesetzt werden müssen Gauleiter Dr. Alfred Meyer begrüßt Reichsorganisationsleiter Dr. Robert Ley im Rathaus zu Detmold. Aufn.: Hülsbusch(2) Heute ist allen deutschen Menschen, so sagte Dr. Ley, klar, um was es geht. Alles, was erreicht werden soll, verlangt Opfer, und jeder Mensch wird es irgendwie in seinem Leben erfahren müssen, daß nichts geschenkt wird, daß neben dem Glück und neben dem Segen auch das Opfer steht. Das Geschick ist absolut gerecht, und es ist immer nur die eine Frage, ob die Menschen die Haltung haben, in jeder Stunde das zu ertragen, was das Geschick ihnen sendet. Wir ertragen heute nichts mehr als Menschen vor uns auch ertragen haben. Wenn wir Deutschen das Glück haben, zur ersten Rasse der Menschen zu gehören, dann müssen wir auch die meisten Opfer bringen. Ein Negerstamm weiß nicht um die höheren Ideale. Aber wir deutschen Menschen greifen in den Himmel, wir können uns selbst eine Welt bauen, wir begreifen das Leben und den Weg des ewigen Werden und Vergehen. Es geht in diesem Kampf nicht um eine Provinz, um mehr Hochöfen oder Bergwerke, es geht letzten Endes darum, ob die Menschen in diesem Kampf wieder einen Schritt vorwarts kommen in der Erkenntnis. Weiter geht es darum, ob die Menschen es vermögen, der Natur mehr abzulauschen, um auf eine höhere Stufe zu kommen, ob sie versinken in Gemeinheit oder ob sie vorwarts schreiten, ob wir dem Schicksal als Meister entgegentreten oder als Knecht. Das ist die Frage, um die es auch in diesem Kriege geht. Stürmischer Beifall folgte den Worten, mit denen Dr. Ley auf den Führer hinwies, der die Kühnheit und den Mut gehabt hat einen Gegner nach dem anderen aus dem Felde zu schlagen, bis er auch den Drachen im Osten anpackte und schlug und ihn schlagenwird! Moskau wird fallen! Daran glauben wir! Der Kampf von Lippe lehrt uns, so betonte Dr. Ley weiter, daß es ein Kampf der Ueberzeugung und des Glaubens ist. Wenn wir auch die besseren Waffen haben,— aber die Waffen allein sind es denn vor der Waffe und dem Material steht der Mensch. Es muß jeder Deutsche von der heiligen Ueberzeugung unseres Rechts erfüllt sein und davon, daß dieser Kampf ein heiliger Kampf ist, nämlich ein Heil bringender. Wenn man siegt, ist es leicht, zu glauben, aber wenn eine Niederlage kommt, dann beweist es sich erst, wer glaubt! Als hier in Lippe der Kampf begann, scharten wir uns als Musketiere um den Feldherrn, griffen das Geschick von neuem an und meisterten es. Lippe ist der untrügliche Beweis dafür, daß, solange der Mensch kämpft und kämpfen will, er niemals untergeht. Und wer kämpft, der packt auch den Sieg. Nur die Feigheit drückt den Menschen nieder. Dr. Ley wies in seinen weiteren Ausführungen darauf hin, daß Lippe auch folgendes lehrt: Wenn wir den Krieg gewinnen wollen, müssen wir den Krieg total führen! Es muß jeder einsehen, daß er jeden Sonderwunsch beiseitelegen muß. Die Erfüllung aller Wünsche wird nach dem Siege viel größer sein. Damals konzentrierte sich die Partei vom Führer bis zum letzten Redner auf den Kampf in Lippe. Es gab einfach nichts anderes als nur diesen Wahlkampf hier im Lande. Und wir gewannen den Kampf! Dr. Ley während seiner mitreißenden Rede im„Neuen Krug" zu Detmold London bettelt um God rd Berlin, 17. Jan. Die Londoner City hat vor einiger Zeit die Südafrikanische Union aufgefordert, dem englischen Schatzamt eine Goldspende zu machen. Die stolzen Bankiers im Herzen des englischen Weltreichegehen betteln! kann man zu diesem Vorschlag nur sagen. Gegenliebe haben sie nicht gefunden, aber eine Auseinandersetzung hat sich aus diesem Anlaß ergeben, die einen Querschnitt durch das englische Gemü gibt. Der Vorschlag der Londoner City wurde von de„Financial News“ mit dem Beispiel Kanadas begrün det, das dem Schatzamt im vergangenen Jahre eine Milliarde Dollar zur Verfügung stellte. Wenn die Union von Südafrika nun zu gleichen Leistungen nich fähig sei, dann solle sie wenigstens„von ihrem Gold überfluß" etwas abgeben. Die„Cape Times" wuß darauf zu entgegnen, Südafrika könne sich einen solche Luxus nicht erlauben. Ein großer Teil de Bevölkerung stehe dem Krieg ablehnen gegenüber deshalb sei es zu allen Opfern, die ma schon bringe, nicht empfehlenswert, auch noch Gold zahlen. Bei der Ablehnung ist es geblieben. Der wah Grund für dieses Verhalten ist in dem Mißtrauend Dominion gegen die Fortdauer des englischen Empir in seiner jetzigen Gestalt zu suchen. Wer weiß, wie un wo das Empire sein künftiges Zentrum finden wi falls es nicht ganz auseinanderfällt. Lohnt es sich hei noch, London zu finanzieren? Umgekehrt hatte m es haben wollen, Spenden aus England für die Te nahme am. Krieg— und jetzt wünscht Churchill no eine Prämie. Freilich liegen die Verhältnisse in Kanada ander denn dieses Dominion hat mehr oder weniger offiz schon seinen neuen Rückhalt in den USA gefunde Kanada kauft sich durch seine Spenden von der Binduan London schrittweise los. Von den Bettlern, die aallen Teilen des Weltreiches Gaben zusammenkratze wird Kanada sich später nichts mehr sagen lassen. Sül afrika weiß dagegen noch nicht, wohin es sich wende soll und wer ihm Rückhalt bietet. Darum sitzte krämerisch auf seinen Goldbarren, auch wenn der bis herige Hauptankäufer, das Schatzamt in Washington jetzt mehr darauf aus ist, Kautschuk, Kupfer oder Butter zu kaufen. Im Gegensatz zu den Angebereien Roosevelts, die niemand mehr ernst nimmt, versichert seit einigen Wochen der wieder zu Worte kommende Rüstungsdiktator Nelson, daß er zahllose Schwierigkeiten in der Rüstungsindustrie erwarte. Er könne die Erzeugung von Kriegsmaterial nur steigern, wenn er die Gewait habe, den Bedarf an zivilen Gütern noch meyr einzuengen. Um Arbeiter für die Rüstungsfabriken zu bekommen, müßte man die Leute, die einen Hauptberuf n spricht Alfred England aktiviert seine Jntrigen in Kordafrika Vor einem Vorstoß Vansittarts im Oberhaus— Nordafrika soll bolschewisiert werden Von unserem ständigen Vertreter osch Bern, 17. Jan. Eine vorläufige Lösung der politischen Streitfragen in Nordafrika könne, so schreibt die zum britischen Außenminister Eden enge Beziehungen unterhaltende„Vorkshire Post“, nur unter Anschluß der Gaullisten erfolgen. Gleichzeitig wird dem„Newyork World Telegramm“ aus London gemeldet. England wolle de Gaulle und dessen„Nationales Komité" zu einer Art französischer Regierung in Nordafrika machen. Die USA seien aber, so fügt das Blatt hinzu, mit einer derartigen Lösung keineswegs einverstanden. Auch diese Beispiele zeigen, daß die Erklärung des englischen Ministers für Nordafrika, MacMillan, die Verwaltung Giraudsi provisorisch anerkennen zu wollen, nur als ein Manöver gedacht war, das es den Briten erlauben soll, die Fäden der Intrige in aller Ruhe neu zu ordnen. Die USA=Rundfunksprecherin Dorothee Thompson teilte mit, die englischen Vorwürfe gegen den USAAußenminister Hull stimmten weitestgehend. Tatsächlich zeige das amerikanische Außenministerium General de Gaulle deutlich die kalte Schulter,„obwohl er uns die größten Dienste geleistet hat". Die Sprecherin führte diese Abneigung Hulls gegen die Person de Gaulles„auf die von den Gaullisten unternommene üverfallsaktion auf die beiden französischen Atlantikinseln zurück. Diese Aktion war seinerzeit ohne vorausgegangene Befragung Washingtons von de Gaulle befohlen worden. Diese Respeklosigkeit hat man ihm in Washington bis heute nicht verziehen. Bei den Briten dürfte die gereizte Diskussion um Nordafrika in den nächsten Tagen allein schon dadurch neuen Auftrieb erhalten, daß Lord Vansittart im Oberhaus von der britischen Regierung eine Erklärung über die„offizielle Einstellung Englands zu de Gaulle" verlangen will. Der Chef der gaullistischen Nachrichtenagentur, Maillaud, der von de Gaulle als„Vorposten" nach Nordafrika geschickt worden war und dort auch mit Eisenhower und Giraud eine kurze Unterhaltung hatte, verlangte nach seiner Rückkehr in einem Artikel im„News Chronicle" eine dringende Säuberungsaktion in der ganzen Verwaltung Nordafrikas. Er beruft sich dabei auf die von Giraud gemachte Äußerung,„daß man die tiefgehenden Wirkungen der deutschen Propaganda in Nordafrika nicht im Handumdrehen beseitigen könnte". Britische Anbiederung an Stalin Im übrigen läuft die englische Aktivität in Nordafrika auf Hochtouren, wenn sie sich seit dem DarlanMord auch auf Agitationslärm beschränkt. Auf diesem Gebiet aber leisten sie allerhand. Der Sender Brazzaville wird nach einer Meldung aus Vichy nicht müde, immer wieder zu behaupten, Darlan sei nur körperlich tot, der„Darlanismus aberlebe und wirke sich zu Englands„Unheil" aus“. Welche Erbitterung hinter diesem agitatorischem Kampf steht, geht aus der Definition des Begriffes „Darlanismus" hervor. Nach Brazzaville war es nämlich der„Darlanismus", der England„sehr schwere Verluste" bei Mers=el=Kebir, bei Dakar, bei Casablanca, in Syrien und auf Madagaskar verursacht hat. Wenn nun i Das Eichenlaub für Generaloberst Paulus Aus dem Führerhauptquartier, 15. Jan. Der Führer verlieh am 15. Januar 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generaloverst Vaulus, Oberbefehlshaber einer Armee, und sandte an den Beliehenen folgendes Telegramm: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 178. Soldalen der deuischen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.(gez.) Adolf Hiller." Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleulnant Eduard Freiherr von Saß. Kommandeur eines Grenadierregiments, der sich bei der im OKW-Bericht mehrfach erwähnlen heldenmütigen Verleidigung von Welikije Luki durch entschlossene und persönliche Tapferkeit hervorragend auszeichnete, sowie an Oberst Dr. Wolff. Kommodore eines Kampfgeschwaders, und Oberleulnani Freger, Staffelführer in einer Kampfgruppe. gleichzeitig behauptet wird, dieser für England so„gefährliche Darlanismus" herrsche in Nord= und Westafrika, so kann angesichts der dortigen USA=Herrschaft nur gefolgert werden, Brazzaville wolle die Amerikaner für den früheren französischen Widerstand verantwortlich machen. Die Anbiederungsversuche de Gaulles bei Stalin dürften allerdings in Washington und Algier kaum Eindruck machen. Man will trotzdem anscheinend in London auf dieser Linie noch weiter gehen, denn wenn die Gerüchte, die in der britischen Hauptstadt umlaufen sollen, zutreffen, wiro zur Zeit sogar ein Besuch de Gaullesim Kreml vorbereitet. Da Roosevelt sich weigert, soll nun die Verbrüderung mit Stalin versucht werden. Wie aber könnte Stalin in Afrika eingreifen? Die Entsendung eines Vertreters Stalins nach Algier war in London schon einmal gefordert worden. Damals wurde dieser englische Wunsch von Eisenhower glatt abgelehnt, weil die Aktivität Moskaus in Nordafrika allzu ungelegen gekommen wäre. Verlust des Zerstörers„Wartridge“ zugegeben Berlin, 16. Jan. Die britische Admiralität gibt den Verlust des Zerstorers„Wärtrlüge zu. England verlor damit eines seiner modernsten Schiffe. Mit 1500 Tonnen zählte die„Wartridge" zu den größten Zerstörern der britischen Kriegsflotte. Sie lief 1941 vom Stapel, war außerordentlich stark bestückt und mit weiteren modernsten Einrichtungen versehen. Reichsminister, Reichsleiter Rosenberg, dem Ehrenbürger der Stadt Münster, gelten heute unsere besonderen Grüße und Wünsche. Der Reichsminister wird heute auf einer Großkundgebung der NSDAP in der münsterischen Stadthalle anläßlich des zehnten Jahrestages des Lippe-Wahlsieges sprechen. Wir machen alle Volksgenossen, die herzlich zu dieser Kundgebung eingeladen sind, darauf aufmerksam, daß die Versammlung mit Alfred Rosenberg nicht, wie ursprünglich vorgesehen, um 17 Uhr beginnt, sondern aus technischen Gründen bereits um 16.30 Uhr. Heldenmütiger Abwehrkampf im Naum von Stalingrad Ein leuchtendes Vorbild heroischen deutschen Soldatentums dem Führerhauptquartiek, Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Neue Entlarvung des ASA=Imperialismus Veröffentlichung des Rundschreibens Darlans am 25. November 1942 an die französischen Botschaften Von unserem ständigen Vertreter jh. Paris, 17. Jan. Die französische Botschaft in Madrid hat der Pariser Zeitschrift„de suis partout" die Fotokopie eines interessanten Dokumentes zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um ein Rundschreiben, das am 25. November vorigen Jahres von Algier aus auf radiotelegraphischem Wege an alle Botschäften und Gesandtschaften Frankreichs im Ausland gerichtet wurde. Der Inhalt ist bereits bekannt: Die ranzösischen Auslandsvertreter wurden aufgefordert, die Befehle Darlans in Algier auszuführen, weil dieser inzwischen das Amt des„Staatschefs" übernommen habe.(Es handelt sich hier bekanntlich um eine Fälschung der Verfassungsalte vom 17. 11., mit der Lavals Vollmachten erweitert wurden.) Ihre Aufgabe sei nun, o schließt das Schreiben, mit amerikanischen Truppen das französische Mutterland zu besetzen, wozu die Auslandsdiplomaten beizutragen hätten. Das Interessanteste an diesem Radiotelegramm, dessen Text in schlechtem Französisch abgefaßt wurde, ist nun vor allem die Unterschrift. Sie lautet:„From F. Darlan, signed Eisenhower". Die in englischer Sprache abgefaßte Unterschrift besagt also daß die Anweisung an die französischen Auslandsdiplomaten angeblich zwar von Darlan stamme, aber von Eisenhower unterzeichnet ist. Damit wird die Tatsache, daß Darlan und seine Komplizen nur erbärmliche Marionetten der Amerkaner sind, nicht einmal mehr verheimlicht. Abgesehen von der Unterschrift läßt auch die Redaktion des Textes deutlich erkennen, daß dieser Auftrag an die französischen Auslandsdiplomaten zuerst in englischer Sprache gegeben war und dann von einem Amerikaner schlecht ins Französische übersetzt worden ist. Wenn die amerikanische Komödie mit den französischen Emigranten in Nordafrika nicht so schon durchsichtig genug gewesen wäre, dann würde sie durch dieses nun veröffentlichte Dokument eindeutig entlarvt werden. Aus 16. Jan. bekannt: Im Süden der Ostfront setzte der Feind seine mit zahlenmäßig überlegenen Kräften geführten Angriffe fort, die unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen wurden. An der Schwarzmeerküste versenkte die Luftwaffe ein Räumboot der Sowjets und vernichtete Betriebsstoff= und Nachschublager. Im Raum von Stalingrad schlugen unsere Truppen, die dort seit Wochen im heldenmütigen Abwehrkampf gegen den von allen Seiten angreifenden Feind stehen, auch gestern starke Angriffe feindlicher Infanterie= und Panzerverbände unter großen Verlusten für die Bolschewisten ab. Führung und Truppe gaben damit wiederum ein leuchtendes Vorbild heroischen deutschen Soldatentums. Deutsche Stoßtrupps vernichteten im mittleren Frontabschnitt zahlreiche Kampfstände mit ihren Besatzungen. Die Kämpfe im Raum von Welikijé Luki dauern an. Südöstlich des Ilmensees nur örtliche Kampfhandlungen. Starke feindliche Angriffe südlich des Ladogasees wurden in erbitterten Kämpfen blutig abgewiesen und dem Gegner Gelände entrissen, das er am Vortage mit hohen Opfern erkauft hatte. In heftigen Luftkämpfen wurden gestern über der Ostfront 77 Sowjetflugzeuge abgeschosfen. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt. In Libyen versuchte die britische 8. Armee, die deutscheitalienische Panzerarmee von Süden her zu umfassen. In heftigen Kämpfen wurde die starte feindliche Panzergruppe unter Vernichtung von 35 Panzerkampfwagen abgewiesen. Feindliche Angriffe in Tunesien wurden zurückgeschlagen. In sofortigem Nachstoßen wurden die eigenen Stellungen weit vorgeschoben. Die deutsche und italienische Luftwafse griff in beiden Kampfräumen wirksam in die Kämpfe ein. Sie setzte die Bekämpfung der feindlichen Flugstützpunkte mit guter Wirkung fort. Bombenvolltreffer richteten in den Hafenanlagen von Bondiederum schwere Zerstörungen an. 12 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen, 8 am Boden zerstört. Ein deutsches Unterseeboot versenkte nordöstlich Benghafi aus einem Geleit von drei Dampfern und mehreren Bewachern zwei Schiffe mit zusammen 7000 BRT und zwei weitere von Zerstörern stark gesicherte Dampfer mit zusammen 12 000 BRT. Außerdem versenkten deutsche Seestreitkräfte im Mittelmeer den britischen Minensucher„Horatio“. Nach Tagesvorstößen weniger britischer Flugzeuge gegen das norddeutsche Küstengebiet führten einzelne britische Flugzeuge in der Nacht Störflüge über Westdeutschland durch. Es entstanden unbedeutende Schäden. Bei einem nächtlichen Luftangriff auf das westfranzösische Küstengebiet wurden drei, am Tage zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Nach Tagesangriffen schneller Kampfflugzeuge gegen Ziele an der englischen Südküste bekämpften deutsche Kampfflugzeuge bei Nacht kriegswichtige Anlagen mehrerer Städte Ostenglands. 17. Januar 1943 Westfälische Tageszeitung Nummer 16 in irgendeinem anderen Gewerbe haben, zwingen, in ihres Freizeit noch in die Fabrik zu gehen. Die Amerikaner sind stets groß in extremen Projekten gewesen. Der Vorschlag Nelsons, wie ihn die Londoner Abendzeitung„Star" wiedergibt, soll wohl den Engländern vormachen, daß die USA sich geradezu für England aufopfern. Ein Körnchen Wahrheit steckt jedoch auch darin, nämlich:-Die USA sind sich der eigenen Engpässe bewußt. Soviele Schieber profitieren an den Rüstungsaufträgen— mit allerhöchster Genehml gung. Besonders die Tätigkeit der„South Portland Shipbuildung u. Co.“ wächst sich zu einem Skandal ersten Ranges aus, nachdem einwandfrei erwiesen ist, daß kein Geringerer als der Admiral Land, der Cheß der Bundesschiffahrtsbehörde und Präsident des anglo=amerikanischen Tonnageamtes, mit dem Unternehmen eng„befreundet“ ist: Bestechungsgelder, Bankkredits unter falschen Voraussetzungen. Provisionen an große und kleine Hintermänner, staatliche Millionengarantien, aber Bauleistungen lediglich neun einfache Frachter in eineinhalb Jahren. Das ist gewiß kein Schnelligkeitsrekord. Doch läßt sich bei diesem Verfahren gut leben. Wie die amerikanische Zeitschrift „Time“ versichert, betragen die Gewinne der Gesellschaft 200 Prozent. Weit davon entfernt, die Leistungsfähigkeit der nordamerikanischen Rüstungsindustrie zu unterschätzen, muß doch die Schlußfolgerung berechtigt sein, daß mancherlei„faul im Staate Dänemark“ ist, ausgerechnet in der Schiffsbauindustrie, von deren Kapazität es abhängt, wie lange die Anglo=Amerikaner das Wettrennen mit den Verfenkungen aufrecht erhalten. Die„Schiffsraumschlacht“— das ist der Eindruck vieler neutraler Beobachter—„wird eines Tages den Krieg entscheiden.“ Das mag einsichtig klingen, denn den Krieg entscheiden der Wille und der Geist aller Kämpfer an der Front und in der Heimat. Bezeichnend sind derartige Formulierungen jedoch für die Tiefenwirkung der Schlacht, die unsere U=Boote liefern, denn mit jedem Tausend BRT verlieren die Gegner nicht nur ein Stück ihrer Handelsflotte, sondern auch ein Stück ihrer Gewaltherrschaft. aber ohne Churchill will nun doch vor dem Unterhaus sprechen Von unserem ständigen Vertreter rd. Stockholm, 11. Jan. Winston Churchill hat sich, in Abänderung seines bisherigen Vorsatzes zum Schweigen, nun doch zu dem Entschluß durchgerungen, bei der in Kürze tagenden neuen Sitzungsperiode im Unterhaus eine kurze Übersicht über die Kriegslage zu geben. Dem Londoner Redakteur des„Spenska Dagbladet“ zufolge, hält man aber eine Debatte über seine Außerungen nicht für wahrscheinlich. Außer dem Beveridge=Plan werden als wichtigster Programmpunkt der Parlamentsession die Regelung der„Stadt= und Landplanung“, als deren Chef Innenminister Morrison in Aussicht genommen ist, und die Schadenersatzfrage für Männer und Frauen, die durch den Krieg physische Schäden erlitten hätten, genannt. Französische Flieger flohen aus Afrika Paris. 15. Jan.„Paris Soir“ meldet aus Marseille, daß zwei englische Curtißmaschinen mit französischer Besatzung auf dem Flugplatz von Sete gelandet seien. Die französischen Flieger erklärten bei ihrer Ankunft, daß sie die Flucht unternommen hätten, um dem allgemeinen Militärdienst zu entgehen, zu dem sie durch die englisch-amerikanischen Besatzungsbehörden gezwungen werden sollten, Es gibt für uns nur den Glauben an den Sieg Fortsetzung ven der 1. Seite Jedes einzelne Opfer lastet schwer auf dem Führer, und das ist das Große, daß er trotzdem den Mut und die Kühnheit hat, diesen Kampf nicht nur zu wagen, sondern mit Härte und aller Energie zu Ende zu führen. Dr. Ley schilderte dann, wie der Führer Tag und Nacht arbeitet, wie seine Gedanken nie ruhen, sondern sich stets und dauernd mit all den vielen Fragen beschäftigen, die ihrer Lösung harren. Und am Schluß seiner Ausführungen forderte Dr. Ley zum pflichtbewußten Einsatz auf, appellierte an die Herzen und an die Kräfte, nicht nachzulassen in der Pflichterfüllung. Unter dröhnendem Beifall schallten seine Worte in den Saal: Es gibt für uns kein 1910, es gibt für uns nur den Glauben an den Sieg, kapiiulieren werden wir nicht, komme, was kommen mag! Em Ende stehl der Sieg! Wir überwinden die feindliche Welt, weil das Guie über das Häßliche und Böse siegen muß. Es dauerte lange, bis der Beifall sich gelegt hatte. Die Worte Dr. Leys hatten allen die Herzen weit geöffnet. Gauleiter Dr. Alfred Meyer dankte Dr. Ley für seine so festigenden Worte und brachte dann den Gruß an den Führer aus, der sieghaft durch den Saal brauste und hineinschwang in die Lieder der Nation. Paladin des Führers begrüßt batte, gab der begeisterten Zustimmung der Bevölkerung Ausdruck, als er ausrieft„Lippe und WestfalenNord stehen heute wie vor zehn Jahren hinter dem Führer und marschieren mit ihm, wohin es auch sei“.„Mit dem Führer zum Sieg“ sei heute wie damals die Parole Westfalen=Nords und Deutschlands. Generalkommissar Schmidt in Barntrup Staatssekretär Gutterer in Lage Hakenkreuz oder Sowjetstern, das sind heute wie vor zehn Jahren die zwei Möglichkeiten, die Staatssekretär Gutterer in seinen mitreißenden Ausführungen aufzeigte. In einem dramatischen Rückblick auf die Ereignisse vor zehn Jahren und einem aufrüttelnden Ausblick in die Zukunft zeigte er die Parallelen zwischen dem lippischen Wahlkampf und unserem heutigen Ringen auf. Wie 1933 das Jahr der innerpolitischen Entscheidungen gewesen sei, so werde sich nun der außenpolitische Kampf entscheiden. Wie sich damals das deutsche Volk um die zwei Pole Nationalsozialismus und Bolschewismus kristallisiert hätte, so werde auch heute der Kampf zwischen diesen beiden Gegnern ausgetragen. Und wenn vor zehn Jahren die Bolschewisierung des deutschen Volkes gedroht hätte, so stehe heute der Bestand aller europäischen Völker und ihrer Kulturen auf dem Spiel. Aber nicht nur die Zielsetzung, auch die Kampfmethoden seien im großen die gleichen wie heute. Was in Lippe zum Siege führte, seien die Mobilisierung der letzten Reserven, der hingebungsvolle Einsatz der gesamten Partei, die eisernen Nerven des Führers und seine barte Entschlossenheit zum Sieg gewesen. Wenn damals seine Parole:„Lippe muß ein Sieg werden!“ über dem Kampf gestanden hätte, so gelte dieses Muß heute nicht minder. Und wie damals der totale Einsatz aller erfolgt sei, so sei es das Gebot der Stunde, heute den totalen Krieg zu organisieren.„Es sind heute Anforderungen an uns als Volk gestellt, die jedem einzelnen von uns Pflichten auferlegen, die erfüllt werden müssen. Bei diesen Forderungen können wir keinen einzigen von uns ausschließen.“ Staatssekretär Gutterer, der diese Gedankengange in einem umfassenden Ueberblick über die gegenwärtige politische und militärische Lage darlegte. faßte seine Ausführungen in der Feststellung zusammen, daß Sieg oder Niederlage allein von uns abhänge. Da wir den Krieg gewinnen müßten. gelte es. alle Reserven zu mobilisieren. Lippe und der Führer aber seien uns Vorbild und Wegweiser. Gaupropagandaleiter Uranowski, der den Staatssekretär mit herzlichen Worten als treuen Im Deutschen Haus in Barntrup sprach der Generalkommissar in den Niederlanden, Hauptdienststellenleiter Fritz Schmidt, mit der mitreißenden, begeisternden Leidenschaft des alten Kämpfers, der sich dem Gau Westfalen=Nord besonders verbunden fühlt und heute mit an verantwortlichster Stelle bei der Neustaltung der europäischen Geschicke eingesetzt ist, über n Entscheidungskampf um die Neugestaltung Europas. Wie die Schlacht im Teutoburger Wald vor 2000 Jahren die Entscheidung für Jahrtausende brachte, so kämpft heute das gleiche Volk für ein großes Germanien, für ein neues Europa. Der slawische Menschenstrom sei zu allen Zeiten gegen dieses Europa gebrandet und immer wieder seien es die Germanen gewesen, die ihn eindämmten. Nun stehen wir wieder in einem Kampf gegen die Masse Mensch. Adolf Hitler sei vom Allmächtigen gesandt, um das Abendland zu verteidigen. Die Lipper fühlten eine besondere Verpflichtung als Menschen eines kerndeutschen Landes, die Volksgenossen mitzureißen in dem Kampf, in dem es um die germanische Rasse und um ganz Europa gehe. In diesem Kampf aber dürfe kein Opfer zu groß sein. Wir müßten uns immer wieder die Frage vorlegen: Was haben andere Generationen vor uns für die gleiche große Sache getan? Generalkommissar Schmidt würdigte dann die tapfere Haltung der Bevölkerung des Westens, die allen anderen als Vorbild diene. Nach einem überblick über die militärische Lage Deutschlands, wobei der Redner besonders auch den entscheidenden und stolzen Anteil der deutschen U=Boote an der Kriegführung herausstellte, sprach er abschließend über das große Ziel unseres Kampfes, unserem Volk und Europa die Existenzfreiheit zu sichern. Unter lebhaftem Beifall erklärte er zum Schluß:„Wir sind es satt, uns weiter als Bettler behandeln zu lassen. Wir holen uns das, was wir gebrauchen und was zu Europa gehört: Die Reichtümer des Ostens werden von uns erschlossen.“ die Front nicht an Waffen bekommt, das muß sie mit ihrem Blut bezahlen“. Der Redner nahm diese seine Worte zum Anlaß. an Hand nicht nur interessanter Beispiele, sondern auch aufschlußreichen Zahlenmaterials den Lippern eine klare Antwort auf die Frage zu geben: Arbeitet die Zeit für uns oder unsere Gegner? Und jeder, der dem Parteigenossen Meinberg in seinem einstündigen mitreißenden Vortrag folgte, zog aus diesen Darlegungen die richtige unumstößliche Schlußfolgerung, daß die Frage des Sieges der deutschen Waffen felsenHarte Erdkämpfe an der Eyrte=Fron Rom. 10. Jan. Der italienische Wehrmach bericht vom Sonnabend hat folgenden Wortlays An der Syrte-Front folgten den Unte nehmungen der Luftwaffe in den vergangene Tagen harte Erdkämpfe, in deren Verlauf die an greifenden britischen Einheiten in längeren harte Kämpfen abgewiesen wurden. 35 feindliche zer wurden zerstört. In Tunesien wurden von Panzerstreil kräften unterstützte feindliche Abteilungen nach lei haftem Treffen zur Umkehr gezwungen. In beiden Kampfabschnitten griff die italinische wie die deutsche Luftwaffe erfolgreich en Wichtige Punkte des Hinterlandes und Hafen anlagen wurden mit Bomben belegt, Kolonnen au dem Marsch und in Ruhe unter MG=Feuer genon, fest garantiert sei, wenn die Heimat in men und Verbände der feindlichen Luftwaffe ab t aon rt a der Unterstützung des Soldaten draußen, der deut schen Front, nicht nachlasse, sondern ihre Leistungen mit der gleichen Leidenschaft fortsetze oder gar noch verstärke. Der Friede sei um so näher, je bessere Waffen wir unseren Soldaten draußen geben und je mehr die Heimat ihre Pflicht auf allen Gebieten erfülle. Generalkommissar Kube in Blomberg Staatsrat Prof. Börger in Schoetmar In der Turnhalle zu Schoetmar sprach Staatsrat Professor Borger vor zahlreichen Zuhörern, deren überaus reicher und immer wieder aufflammender Beifall davon Zeugnis ablegte, daß er den richtigen Kontakt zu ihnen gefunden hatte und ihnen gewissermaßen aus dem Herzen sprach. Staatsrat Börger stellte an den Anfang seiner zündenden Rede Worte von Friedrich he, mit denen er prophetisch den jetzigen Krieg Unvergessen bleibt der Tag, an dem der Führer vor zehn Jahren in Blomberg gesprochen hat. In großer Zahl ist die Bevölkerung auch zum Erinnerungstreffen des Jahres 1943 in der Turnhalle zusammengekommen, wo Generalkommissar Kube in markanten Worten einen Rückblick auf die zehn Jahre seit dem lippischen Wahlsieg und der Machtübernahme hielt und die Parole für die Zukunft gab. Der lippische Wahlkampf, so führte er u. a. aus, sei ein Beispiel dafür, daß eine Teilentscheidung die Gesamtentscheidung hervorruft. Damals ging der Kampf gegen den Parteienwahnsinn, um Freiheit und Brot im Innern. Nie ist die deutsche Geschichte in einem so kurzen Zeitabschnitt über Jahrhunderte hinweggesprungen wie in den vergangenen zehn Jahren. Generalkommissar Kube zeichnete abschreckende Bilder von den vorgefundenen Zuständen in Weißruthenien und schilderte weiter, wie man nun von deutscher Seite bemüht ist, den Bewohnern das Leben wieder lebenswert zu gestalten. Europa, so betonte er mit Nachdruck, kann sich nicht gestatten, die Reichtümer im Osten dem Judentum zu überlassen. Wir wissen, daß unsere Feinde unsere Vernichtung wollen, deshalb müssen wir einen totalen Krieg führen. Kein Deutscher kann sich aus diesem deutschen Schicksalskampf heraushalten. Es geht um das Leben aller, um die Ehre, die Freiheit und Größe des Reiches. Hier ist uns Hermann der Cherusker Vorbild. Er siegte mit einer Minderheit, weil er den Glauben an die deutsche Kraft besaß. Zahlreich sind die Beispiele von Heldentum in unserer Geschichte. Wir wollen, so hob der Redner zum Schluß seiner mit stürmischem Beifall aufgenommenen Rede hervor, daß endlich Schluß gemacht wird mit allen Feinden Deutschlands, damit nicht in kurzer Zeit ein neuer Krieg entbrennt. gefangen. Drei feindliche Flugzeuge wurden von italie nischen, 13 von deutschen Jägern abgeschossen. Viel andere wurden am Boden in Brand gesetzt ode beschädigt. Einflüge auf Tripolis verursachten keine besonderen Schaden. Die eingeborene Bevölkerun hatte drei Tote und fünf Verletzte. Im Feuer de Abwehrartillerie stürzten zwei Bombenflugzeuge ab Auch auf die Insel Lampedusa und an Gela wurden einige Bomben abgeworfen. 3 Lampedusa und in Gela zerstörten die Flakbatterie je ein Flugzeug. Zwei unserer Flugzeuge sind vo Tageseinsatz nicht zurückgekehrt. In der Nacht zum 16. Januar wurde das vo Kapitänleutnant Saverio Marotta befehlig Torpedoboot„Perseo“, das als Geleitschutz fuh von drei großen feindlichen Zerstörern angegriffen Das italienische Torpedoboot stellte sich kühn zun Kampf und torpedierte einen der Angreifer. Mit Treffern und Feuer an Bord gelang es dem Tor pedoboot, an seinen Stützpunkt zurückzukehren. immn ten. Sodann zeigte Parteigenosse Faßbach an einzelnen Beispielen aus seinen Fronterlebnissen, daß die Leistun gen der deutschen Wehrmacht unvergleichlich sind un die Heimat sich immer wieder neu anstrengen muß um der Front würdig zu sein. Begeisterter Beifall dankte dem Redner. Dr. Glasmeier in Schwalenberg Am Fuße der Schwalenburg in der kleinen, run 1000 Einwohner zählenden Stadt Schwalenberg, Stalin mimt Religion Kinoaufnahmen religiöser Schaustellungen in Moskau Berlin. 10. Jan. Der Teufel in Moskau verliert die Scheu vor dem Weihwasser. Der Metropolitan=Bischof Sergius, den die Bolschewiken in die Verbannung abgeschoben hatten, ist seit einiger Zeit wieder in Gnaden in Moskau aufgenommen und damit beauftragt worden, für Stalin persönlich und für seine Umgebung im Kreml zu agitieren. Bischof Sergius hat sich niemals durch Charakterfestigkeit ausgezeichnet, jedenfalls zog er dem Martyrium, das sein Vorgänger, der Bischof Peter, erdulden mußte, vor, sich mit der GPU zu verständigen. So richtete er jetzt einen Aufruf an das Volk der Sowjetunion, in dem Stalin als der Gebenedeite und als der Gottgesandte bezeichnet wird, der berufen sei, die heilige sowjetische Erde zu retten und den Glauben wiederherzustellen. Frech wird nebenbei gelogen, daß die Deutschen in den von ihnen besetzten Gebieten alle Kirchen schlössen und die Heiligtümer vernichteten. Stalin hat diese Huldigung als ihm gebührend hingenommen. Er war bekanntlich, ehe er sich unter dem Spitznamen Kowa im Kaukasus dem Räuberhandwerk widmete. Zögling eines orthodoxen Priesterseminars. Er kennt sich also in Kirchenfragen aus, wenn er auch schon lange als Ehrenchef der von dem Juden Jaroslawsky=Gubelmann aufgezogenen Gottlosenbewegung und als Jünger Lenins den Gottesglauben abgeschworen hat und mit blutigem Eifer sich an Kirchenverfolgungen beteiligte und Tausende von Geistlichen hat abschlachten lassen. Die Konjunktur ist heute eine andere: um den britischen und USA=Heuchlern zu gefallen, wird heute in Moskau wieder„in Christentum“ gemacht. Und da die Juden das Geschäft am besten verstehen, steht Jude Kaganowitsch an der Spitze dieser angeblichen Regeneration. Zum großen Erstaunen der terrorisierten und gequälten Bewohner Moskaus erschienen kürzlich an den Türen der wenigen der bolschewistischen Zerstörung entgangenen Kirchen Aufrufe an die„Brüder und Schwestern", sich in den Kirchen zu sammeln. Hier und da folgten Menschen der Aufforderung, lauschten den Chorälen, zu denen Sänger aus der Oper herangezogen waren, schlugen wie vorgeschrieben das Kreuz, knieten vor dem Altar, vor dem Schauspieler, denen man lange Bärte angeklebt hatte, die Messe zelebrierten. Die Erklärung für dieses Gebaren erhielt die Gemeinde erst später. Es handelte sich nämlich um eine Filmaufnahme, die England und den Vereinigten Staaten Sand in die Augen streuen und von der religiösen Duldsamkeit der Sowjets überzeugen sollte. Der Jude Kaganowitsch geht aber noch weiter. Unter seinem Patronat werden Versammlungen abgehalten, die mit einem Gebet eröffnet werden. So wurde auf dem ElochowskyPlatz eine„Feldmesse“ abgehalten, bei der GPU=Agenten für Ordnung sorgten. Auch von dieser Veranstaltung wurde eine Filmaufnahme gemacht. Ob das USA=Volk von diesem Theater tatsächlich irgendwie beeindruckt werden und williger als bishe Stalin, dem Gebenedeiten, Waffen und Lebensmittel schicken wird? Mensch gegen das Untermenschentum, den Bolschewismus, mit Stalin an der Spitze und Roosevelt und Churchill als Helfer angetreten sei. Wir setzen ihnen, den gleichen Feinden, wie vor zehn Jahren, das Gesetz der Ehre und der Rasse entgegen und kämpfen für die Neuordnung in Europa. Als wir vor zehn Jahren, so führte Staatsrat Börger aus, den Wahlkampf in Lippe mit Adolf Hitler an der Spitze führten, wußten wir nicht, wann der Führer an die Macht kommt. Daß er aber an die Macht kommt, das war unser felsenfester Glaube und darnach handelten wir. Schneller als wir es alle glaubten, war dann die Stunde gekommen. Auch im jetzigen schweren Schicksalskampf= wissen wir nicht, wann uns der Sieg zufällt. Wir sehen aber trotzdem im Glauben an die Zukunft des Reiches und Volkes, im Glauben an unseren gerechten Kampf der Zukunft entgegen. Der Glaube an den Führer und das Reich macht uns hart und entschlossen. Er wird uns den Sieg für die Neuordnung in Europa bringen. SA-Gruppenführer Faßbach in Hohenhausen August Böke sprach eigenossen l Faßbach. Auch hier ergab Im Saale des ParteiSA=Gruppenführer Paul sich dasselbe Bild, wie bei den anderen Kundgebungen: Der Saal war überfüllt. Mit einem eindringlichen Appell wandte sich der SA=Gruppenführer an die Massen. Er schilderte den Einsatz der SA=Männer im lippischen Wahlkampf, die, mit ihren alten Fahrrädern aus dem Ruhrgebiet kommend, ihre harte Pflicht erfüll= nis zurückrief. im alten schmucken Rathaus, einem der schönsten werk=Rathäuser Deutschlands, hatten sich, wie vor zehn Jahren, in einem Zelt die Männer und Frauen zusammengefunden zur Erinnerung an den Tag, an dem der Führer zur Wahlschlacht sprach. Heute war es Mitkämpfer jener entscheidenden Tage, Reichsintendan Dr. Glasmeier, der das Erinnern an jene Tage ins Gedächtnis rief. Aus seinen persönlichen Erinnerungen dieser Zeit sowie aus der Schilderung des Kampfedes Nationalsozialismus überhaupt, zeichnet er ein Charakterbild des Führers als eines Menschen mi stahlhartem Willen, warmer Herzensbildung und tiefer Religissität. Er zeigte weiter auf, wie vom Land des Teutoburger Waldes die Befreiung Deutschlands im Innern ihren Ausgang nahm und dadurch das Hermannsdenkmal zum zweiten Male ein Symbol für die Freihei Germaniens wurde. Mit tiefer Bewegung lauschten die Zuhörer dem Redner, als er weiter den Aufbau im Innern, den revolutionären Geist der vergangenen zehn Jahre, den vor aller Welt bekundeten Friedenswillen des Führers und die Erkenntnis der großen Gefahr deWeltbolschewismus in zündenden Worten ins Gedächt470 Jahre Aniversität München Verleihung der Ehrendoktorwürde an Sven Hedin Staatsrat Meinberg in Salzuflen Staatsrat Meinberg. Sohn der Roten Erde aus Dortmund=Wasserkurl, als alter Kämpfer für die nationalsozialistische Idee aus den Wahlkämpfen der Jahre 1950, 1932 und 1933 bekannt, fand zehn Jahre nach dem entscheidenden lippischen Wahlsieg in der Einwohnerschaft des alten lippischen Bades Salzuften wieder eine begeisterte Zuhörerschaft. Das Kurhaus konnte allein rund 1200 Männern und Frauen Platz bieten, die den Parteigenossen Meinberg begrüßten. Staatsrat Meinberg wies einleitend auf den gigantischen Kampf des deutschen Volkes um seine Freiheit hin und hob hervor, daß er diese Veranstaltung zum Anlaß nehmen wolle, um über den Krieg und seine wirtschaftliche Grundlage zu sprechen. Er gab einen Hinweis auf die Kriegführung in vergangenen Jahrhunderten, in denen Söldnerheere kämpften, und stellte diese in einen Vergleich zu dem heutigen totalen Krieg, in dem jedes Glied der deutschen Volksgemeinschaft seine ganze Person für die erfolgreiche Durchfechtung dieses Kampfes und für den Sieg einsetzt. Spontan war die Zustimmung und die Erkenntnis der Zuhörer zu der Feststellung:„Was rd München, 10. Jan. Mit einem Festakt in der Aula beging am Sonnabend die Münchener Universität die Feier ihres 470jährigen Bestehens. Der Akt begann mit dem Einzug der Fakultäten in ihren verschiedenfarbigen Talaren, rot. blau und grün, dem der Einmarsch der Fahnen folgte. Der Rektor, Professor Dr. Wüst, begrüßte dann die zahlreichen Gäste. vor allem den greisen Forscher Sven Hedin, der in Begleitung seiner getreuen Schwester mit dem Berliner schwedischen Gesandten erschienen war. An der Spitze der Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehrmacht sah man Reichsminister Rust, Reichsschatzmeister Schwarz. Reichsleiter Fiehler, Reichsstatthalter Ritter von Epp sowie Direktoren und Präsidenten der Münchener Hochschulen und Akademien. Nach der Ehrung der Gefallenen entfaltete sodann der Rektor ein Bild der Arbeit und der Entwicklung der ehrwürdigen Münchener Hochschule. Mit 5755 Hörern und Gästen hat die Universität ihre Frequenz auch im Krieg erhöht und den Lehrkörper nicht unwesentlich erweitern können. An vielen sprechenden Beispielen legte der Rektor dar, wie die Universität nicht ein Leben neben dem Volke, sondern in unermüdlichem Einsatz und in entsagungsvoller Arbeit die Quellen unserer Kraft aufzeigt, um die durch den Krieg eintretenden Beschränkungen mit doppelter Energie auszugleichen. Mit der Ankündigung bedeutsamer wissenschaftlicher Neugründungen verband die Ansprache zum Schluß die Ehrung hervorragender Förderer und Träger des Münchener Universitätslebens. Danach verlieh der Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Professor Dr. Beurlen, die Ehrendoktorwürde an Dr. Sven Hedin. Der 50. Geburtstag Alfred Rosenbergs Berlin, 10. Jan. Aus Anlaß seines 50. Geburtstages sind Reichsleiter Reichsminister Alfred Rosenbera aus allen Teilen des Reiches, aus den besetzten Gebieten, von der Front und aus dem Auslande so ahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß er sich außertande sieht, sie alle zu beantworten. Reichsleiter Rosenberg bittet auf diesem Wege alle, die seiner gedacht haben, seinen besten Dank entgegenzunehmen. Keine Beflaggung ründungst am Reichsgründungstage Berlin, 10. Jan. Der Reichsminister des Innern und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda geben bekannt:„Die am Reichsgründungstag(18. Januar) übliche allgemeine Beflaggung unterbleibt in diesem Jahr.“ Mhete ein weni Kleid, ge Jch 6 ren, etwe konnte m nen. Di gem nic Zeit DDos als hätt einem K freilich jeden Fa Da ist das mich. A sehr alt. Kastens weißt di Man hö Schnitt1 Stoff sch etwas Nicht w Kastens sch, wor deine M her, du Man ha chen von trotzdem konnten stalt da„Ach noch led Sie kennen. Wunsch fraulich Frauen wissen, 1 auch ers im Lebe zu ihren denselbe auch sie der sie Denn d Kleid n einem! Großmu Frauen, Stoffes verschwe Rock bu die Gal einschnit schnitt h brauchte daß der ihr gar 36 rat vo forschen sich der unter à lächeln, einmal zu verb Schau ter in i ganz gewesen „Ja Spiegel das da dich so noch. ein darauf Musik vor lar schon v Nui die Lel und saMutter trug? „Et da nich um Me und lit handelt erlebt die Mi Kleid „Ic Uherha nen m men ti auch f. später als wi Lächel solle. Rausch Und de Märch Verlag: Westfälische Tageszeilung G. m. b. H., Münster(Westl.) Verlagsdirektor: Erich Frintrop(z Z. im Felde), 1. V. W Wittenberg, Bielefeld Hauntschriftleiter: Dr. Anton Eickhoff (2 Z im Felde), 1. V Hauptschriftleiter August Prüßner.V Stellvertretender Hauptschriftleiter: Karl Kuhl(z. Z. in Mutte Detmold). Druck: Aschendorfische Buchdruckerei, Münster (Westf.). Zur Zeit ist Preisliste Nr. 1 vom 1. Juli 1940 gültig. Nein - wir werden niemals sterben! Finnischer Roman von Mika Waltari Deutsche Übertragung: Ilse Meyer-Lüne. Coppright by Prometheus Verlag Dr. Eichacker, Gröbenzell. (3. Fortsetzung) Einige Bekannte kamen ihnen entgegen und grüßten. Der Vater zog feierlich und würdig vor allen den Hut, obwohl er sonst ein halblaut gebrummtes Wort oder eine Handbewegung an den, Mützenrand für ausreichend gehalten hatte. So wanderten sie durch die Stadt der Kaserne zu, und alle, die ihnen begegneten, sahen sie mit einem verstehenedn und wohlwollenden Ausdruck an. Und mit jedem Schritt fühlte sich Antero immer stolzer darüber, daß der Vater ihn begleitete, der Vater, der sonst nie mit ihm gegangen war, seit er ihn einmal in die Schule gebracht hatte, der nicht einmal seine Frau begleitete, als sie mit Annikki und dem Enkelkind aufs Land zog, um dort eine Freistatt zu suchen. Antero richtete den Kopf auf, und das Blut strömte ihm warm durch den Körper. Sein Vater, der alte Arbeiter, brachte ihn in der Stunde des Aufbruchs zum Kasernentor! Dieses allein löschte alle Mißverständnisse und bösen Worte und Reibereien zwisechn jung und alt aus, die im Laufe der Jahre Vater und Sohn entfremdet hatten. Während sie so dahingingen, räusperte sich der Vater mehrere Male. Es wurde ihm sichtlich schwer zu reden, er war nicht gewohnt, die Gedanken, die sein Innerstes erfüllten, in Worte zu kleiden. Und im gewöhnlich Leben hätte er es auch für ein Zeichen innerer Schwäche gehalten, so etwas zu sagen. Als aber die Kaserne in Sehweite kam und sie in eine leere Straße einbogen, die nach dem Kasernentor führte. agte er:„Vielleicht können wir hier noch ein bißchen tehen, ehe du hineingehst." So' blieben sie auf der herbstlichen Straße stehen und schauten sich an, und der Kopf des Vaters begann unter der Wucht der Gedanken zu zittern. Antero wartete, er haite eine Frage auf den Lippen, aber endlich konnte der Vater mit dem, was er sagen wollte, herauskommen:„Es ist gut, daß du dahin gehst. Wir wissen ja, was die Sowjets von uns fordern. Jetzt müssen alle, die es können, mithelfen. Ich habe in meinem Leben viel gehaßt, ich habe die Herren gehaßt und ich habe das Militär gehaßt, denn ich habe es immer mit dem Frieden gehalten. Aber das sind alles Dinge, die keinen anderen als uns selbst etwas angehen, wir wollten unsere Streitigkeiten selber erledigen und unsere Gesellschaft nach unserem eigenen Willen aufbauen." Das war die längste Rede, die der Vater je gehalten hatte, aber über den Inhalt hatte er in vielen bitteren Wochen nachgegrübelt, und jetzt mußte er ihn in Worte fassen. Und darum fuhr er fort, obwohl es ihm noch schwerer wurde:„Und wie du weißt, bin ich nicht gerade fromm und habe wohl den Namen des Teufels öfter im Munde geführt als den Gottes. Aber wenn deine Mutter hier wäre, würde sie dir sagen: Gott behüte dich, mein Junge! Jetzt ist sie nicht da, und darum sage ich dir: Gott behüte dich, mein Junge! Es ist nicht so leicht für mich, das zu sagen, ich bin es nicht gewohnt, aber du sollst doch wissen, daß dein Vater dich segnet, wenn du ausziehst.“ Der Vater streckte seine alte geäderte Hand aus, und Antero ergriff sie, während ein schmerzlich schönes Gefühl sein Herz erfüllte. Aber der Vater ließ seine Hand nicht los, sondern legte ihm behutsam seine andere auf die Schulter und schüttelte ihn etwas, während sein Kopf immer mehr zitterte. „Ich muß daran denken, wie du klein warst, Junge", sagte er und die Stimme blieb ihm fast in der Kehle stecken, aber er fuhr doch stotternd fort:„Einmal stießest du dich mit deinem Munde an einen Türpfosten, daß deine Lippe blutete, aber du weintest nicht. Daran muß ich jetzt denken.— Und nun mach dich auf den Weg!" Der Vater ließ seine Hand los und gab ihm einen kleinen Schlag auf die Schulter. Sie sahen einander nicht mehr an, als Antero weiterging. Ehe er aber in den Toreingang der Kaserne trat, blickte er sich um, und da sah er, daß sein Vater noch immer auf demselben Platze stand, ihm hilflos mit der Hand zuwinkte. Die Größe und Wehmut, die in allen Abschiedsstunden liegen, waren in einem Augenblick verschwunden. Man begann, Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände zu verteilen und die Männer in Gruppen und Züge zu ordnen. Es war ein einziges Durcheinander von bekannten und fremden Gesichtern, Händedrücken, Grüßen und Zurufen, aber alles ordnete sich unglaublich schnell. Die zweite Maschinengewehrgruppe des Zuges wurde dem Befehl des Reserve=Untersergeanten Antero Vaaja unterstellt. Der Führer des Zuges war ein Fähnrich der Reserve: Antero erinnerte sich, ihn als Schüler einer der unteren Klassen seiner Schule gesehen zu haben. Jetzt herrschte ein anderer Geist in der Kaserne als früher, als Antero zu Friedenszeiten seine Dienstpflicht erfüllte. Es war jetzt viel freier, fröhlicher und kameradschaftlicher. In aller Augen spiegelte sich dieselbe feste Entschlossenheit. Schneider, Maurer, Ladengehilfe, Kontorist, Schuhmacher, Pianist— jetzt handelte es sich nicht darum, was dieser oder jener im Zivilberuf war oder welche Stellung er im Leben hatte: jetzt kam es nur auf die Geschicklichkeit im Schießen, die Zähigkeit der Nerven und die Fähigkeit der Hände an, den empfindlichen Mechanismus des Maschinengewehrs zu behandeln. In dieser Schar von vielen hundert Mann gab es diesmal keinen einzigen, der etwas über den Durst getrunken hatte, wie es in Friedenszeiten vorkommen konnte. Alle waren dem Ruf mit klarem Kopf gefolgt, alle wollten ihren guten Willen zeigen. Im Dunkel der Nacht fuhren sie in den vollbesetzten Mannschaftswagen des langen Zuges aus der Stadt. In der Novembernacht sangen die Eisenbahnschienen unter den rüttelnden Wagen das Lied der Zukunft. Die eisernen Oefen strahlten Wärme aus, und in den Abteilen zog der Tabaksrauch seine blauen Ringe. Ueberall sprach man gedämpft von dem, was geschehen würde. Bis jemand ein Lied anstimmte, das von Abteil zu Abteil durch die rasselnde Nacht ging und jeden eingelnen Mann miiia „Hör unsern heil'gen Eid, Teueres Valerland, Nie soll dich die Gewalt Knechten mit fremder Hand, Dich schützen wir mit unserem Blut, Magst sicher ruhen, fest ist unser Mut." viele Mütter und In dieser Nacht gab es nicht Fräuen, die ruhig schliefen. Aber fern aus dem Herzen des fremden Riesenreiches schleuderte der Radiosender mächtige Wellen von Haß und Lüge über die Welt aus. So maßlos und dumm die Lügen auch waren, wurden dadurch doch viele Menschen von bösen Ahnungen erfüllt und sahen trübe in die Zukunft. Finnland wollte nichts anderes als den Frieden. Es war bereit, wenn auch mit Verbitterung, die herrlichen Inseln mit den tannenbestandenen Höhen, den stahlgrauen Felsen und den strahlenden Sandufern im blauen Finnischen Meerbusen herzugeben. Es war bereit, Gebiete der Karelischen Landengé abzutreten, die viele hundert Jahre von Finnen bebaut, die viele Male mit Blut eingelöst waren und die Gräber der Vorfahren zu einem heiligen Lande gemacht hatten. Aber alle Zugeständnisse und aller Friedenswille scheiterten an den unsinnigen Forderungen. Darauf einzugehen bedeutete, die Verteidigungskraft des kleinen Landes lahmlegen zu lassen und seine Selbständigkeit stufenweise aufzugeben. Auf diese Forderungen gab es nur eine einzige Antwort. Der Bevollmächtigte Finnlands fuhr aus Moskau zurück und hinterließ einen höflichen Brief, in dem er der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Verhandlungen in Zukunft zu einem Ergebnis führen möchten, das beide Partner befriedigte. Zu jener Zeit befand sich Anteros Regiment schon zu Uebungen irgendwo auf der Karelischen Landenge, und von dort schrieb er eines Tages an seine Frau. Der Brief war lange unterwegs, ehe er sie erreichte. Hier irgendwo, den 20. 11. 39. Liebe Annikki und liebes kleines Mädchen! Nun bin ich schon ein paar Wochen hier, ungefähr an derselben Stelle, wo ich im Sommer meinen Urlaub zubrachte. Wir haben unsere Arbeit von damals fortgesetzt, sobald die Uebungen uns Zeit dazu ließen. Ich habe es mit meinem Trupp richtig gut. Unser Zug ist nämlich in einem evakuierten Hof einquartiert. Wir haben auch eine Kuh, aber es war eine schreckliche Mühe, bis wir richng melken lernten. Wir sind ja alle aus der Stadt. Wir haben gehört, daß Tanner und Paasikivi aus Moskau abgefahren sind, aber seitdem haben wir nichts wieder gehört. Die Burschen fangen an, sich zu langweilen und möchten, daß etwas geschähe. Der Bolschewik versucht nach besten Kräften, uns zu reizen, etwas zu tun, was er uns zur Last legen könnte, aber die Disziplin ist bei uns unerschütterlich. Fast jeden Tag fliegen seine Aufklärer über unsere Linien, aber da wir den Befehl haben, ihn in keiner Weise zu reizen, so lassen wir ihn gewähren. Und die, welche am Flußufer Wache stehen, erzählen, daß die Bolschewiken nachts ans Ufer rudern, mit Wasser spritzen und schießen und lärmen, um die unsrigen zum Schießen zu verleiten. Und tagsüber geschieht es zuweilen, daß sie in großen Scharen auf die Grenze zustürzen und wie besessen schreien und brüllen. Da müssen unsere Jungen die Nerven im Zaum halten. Aber der Bolschewik wird keinen Vorwand finden. Wir wissen alle, warum wir hier sind. Und wenn nichts geschieht, muß er uns vielleicht trotz allem in Frieden lassen. Das ist ja das einzige, was wir wünschen. Es ist streng verboten, zu schießen. In der Nachbarkompanie ist es vorgekommen, daß einer von den Burschen einen Hasen im Walde entdeckte und der Versuchung nicht widerstehen konnte, sondern ihn durch einen Kopfschuß erlegte. Die Kameraden kriegten ihren Hasenbraten, aber der Schütze mußte sein Gewehr abliefern und kam in den Bunker, und das war ja nicht gerade angenehm für ihn. Jedenfalls ist es gut, zu wissen, daß er nicht der einzige unter uns ist, der einen flüchtigen Hasen mit dem Militärgewehr in den Kopf treffen kann.(Fortsetzung folgt.) )) Ein bekannter Lustspieldichter war einmal der Einladung eines befreundeten Musikers zu einem Konzert gefolgt, das dieser veranstaltete. Während der Vorträge mußte unser Dichter über die Bemerkung eines Nachbarn lachen. Sein Freund, der das vom Podium aus bemerkt hatte, stellte ihn deswegen nach dem Konzert zur Rede mit den Worten: „Ich fand es sehr ungehörig von dir, während meiner Darbietungen zu lachen! Hast du mich vielleicht schon einmal in einem deiner Lustspiele lachen gesehen?" Hans Joachim von Zieten, dem Sieger der Schlachten bei Leuten, Liegnitz und Torgau, wurde einmal das Pferd unter dem Leib weggeschossen Durch einen kühnen Sprung vermied er es, unter das Pferd zu kommen. Ein Offizier wollte ssich um ihn bemühen Zieten aver knurrte ihn an:„Laß Er diese Spielereien, habe Er die Gedanken lieber beim Feind! Ein Aufdringlicher meinte einmal zu Gottfried Schadow:„Mir kenn' Se nischt vormachen, ick bin een echta Baliner!“ „Ach", sagte Schadow bissig,„aha woll doch erst seit der Zeit, wo se dir in Breslau nich mehr ham wollten?" Ge Ende so er: auf B Lächel eines passend W Landst einmal lebens prang ich po Pelzko dem g nen E Wind Gesche klobige W viel, à ergrür Gottli lausch Frit busch Wand Enttän diesem auf, Niem seinen derkür dungs der h nach herau 1 er sich 17. Januar 1943. Westfälische Tageszeitung Nummer 16 den Unten ergangene auf die an ren harten liche Paranzerstreisn nach leh. die italte greich ein nd Hafen. lonnen au ner genom twaffe abvon itali ssen. Viel jesetzt ode ten keine evölkerun Feuer de gzeuge al und an orfen. 3 akbatterie e sind vor e das vo befehligt schutz fuhr ngegriffen kühn zun eifer. Mil dem Torkehren. Mimmimng in einzelnen die Leistunch sind un engen muß sterter Beieinen, run lenberg, insten Fach ie vor zehn tuen zusaman dem der par es ein chsintendan jene Tage Erinnerunes Kampfetet er ein enschen mi und tiefer 1 Land des nds im InHermannsdie Freihei auschten die bau im Ingenen zehn jedenswillen Gefahr dens GedächtDas Kleid des Glücks/ Von Erwin B. Ralnalter Meine Nichte Erika trat vor mich hin, drehte sich in wenig und sagte:„Schau her, ich habe ein neues Kleid, gefällt es dir?" Ich betrachtete das Kleid, es war aus einem schweren, etwas starren und glänzenden Stoff. Die Farbe konnte man als ein tiefes, stumpfes Stahlblau bezeichnen. Dieses Blau fiel mir auf, weil man es seit langem nicht mehr sah. Früher allerdings, in alter Zeit „Das Kleid ist hübsch", sagte ich,„aber mir ist, als hätte ich diese Farbe erst einmal gefunden, bei einem Kleid, das ich einmal kannte... das müßte freilich schon lange her sein. Sonderbar ist das auf jeden Fall.“ Da lachte mir Erika ins Gesicht.„So ganz neu ist das Kleid ja auch nicht. Das heißt, neu ist es für mich. Aber das Material ist alt, wahrscheinlich sogar sehr alt. Ich habe kürzlich in einem Winkel unseres Kastens ein altes Stück von Anno dazumal gefunden, weißt du mit Puffürmeln und vielen, vielen Rüschen. Man hätte daraus ein paar Kleider von heutigem Schnitt machen können. An manchen Stellen war der Stoff schon ein bißchen matt, aber da habe ich eben etwas darüber gesteppt. Nun merkt niemand etwas. Nicht wahr?"—„Ein altes Kleid im Winkel eines Kastens...“ wiederholte ich nachdenklich.„Nun weiß sch, worum es sich handelt. Dieses Kleid hat einmal deine Mutter getragen. Aber das ist ja nun schon lange her, du warst damals noch gar nicht auf der Well. Man hatte in jener Zeit eine Mode, über die ihr Mädchen von heute nur lachen würdet. Deine Mutter sah trotzdem reizend aus, und weite Armel und Rüschen konnten entzückend sein, wenn das Gesicht und die Gestalt dazu paßten." „Ach," sagte Erika,„da war meine Mutter wohl noch ledig?“ Sie war es, und damals lernte sie deinen Vater kennen. Sie wollte ihm gefallen, darum hatte sie den Wunsch, ein neues Kleid zu besitzen. Das ist ein recht fraulicher Wunsch, und um ihn zu erfüllen, werden Frauen oft sehr erfinderisch. Deine Mutter, mußt du wissen, war ein armes Mädchen, und dein Vater machte auch erst frühe schüchterne Versuche, sich seinen Platz im Leben zu erkämpfen. Wie also sollte deine Mutter zu ihrem Kleid kommen? Sie verfiel ungefähr auf denselben Einfall wie du: sie sah im Kasten nach, und auch sie fand eine alte Robe, die nicht ihr gehörte, von der sie aber ahnte, daß sich daraus viel machen ließe. Denn diese Robe sah noch ganz anders aus als das Kleid mit den Rüschen und Puffärmeln, das du aus einem Winkel hervorholtest. Denn zur Zeit deiner Großmutter— und sie war die erste in der Reihe der Frauen, deren Erfindungsreichtum der Anblick des Stoffes weckte— ging man mit dem Material vollends rderer und s. Danach lichen Fahrendoktor0. GeburtsdRosenen besetzten luslande so sich außereiter Rosendacht haben, 2 des Innern g und Prochsgrünine Beflagnster(Westl.) felde). 1. V. inton Eickhoff tust Prüßner. hl(z. Z. in rei, Münster li 1940 gültig. verschwenderisch um. Damals trug man dick auf, der Rock buchtete sich weit, man zog um ihn Volants wie die Galerien um einen Turm. Die Schere, die da hineinschnitt, versank im Uferlosen. Und deine Mutter schnitt hinein, sie holte aus dem Stoff heraus, was sie brauchte, und sah in ihrem neuen Kleid so hübsch aus, daß der Mann, den sie sich in den Kopf gesetzt hatte, ihr gar nicht mehr widerstehen konnte.“ „Ach, so alt ist das Kleid?" sagte Erika leise. Sie rat vor den hohen Spiegel hin und betrachtete sich forschend. Wie ein stählerner blanker Panzer schloß sich der Stoff um ihre junge biegsame Gestalt. Knapp unter den Knien hörte das Kleid auf. Ich mußte lächeln, wenn ich daran dachte, daß dieser selbe Stoff einmal einzig uno allein die Aufgabe gehabt hatte, alles zu verbergen, was er jetzt so fröhlich preisgab und zur Schau stellte. Wie in einer Glocke war die Großmutter in ihrer Robe gestanden, und auch die Mutter war ganz in den Wolken des Geheimnisses eingehüllt gewesen. „Ja, es ist alt," sagte ich, indem im Glas des Spiegel mein Blick ihren Augen begegnete.„Aber das darf dich nicht stören. Im Gegenteil, wenn ich dich so sehe, ist mir, als ob in diesem Kleide immer noch ein verstummter Herzschlag ginge. Augen scheinen darauf zu ruhen, die es einmal zärtlich betrachteten. Musik scheint aus den Falten hervorzuwehen, die sich vor langen Jahren darin einnistete. Dieses Kleid hal schon viel erlebt.“ Nun kam Erika zu mir zurück. Sie setzte sich auf die Lehne meines Sessels, sah neugierig zu mir auf und sagte:„Erzähl mir doch etwas. Wie war meine Mutter damals, als sie dieses Kleid zum ersten Male trug? Und wie war meine Großmutter?" „Erzählen?" Ich lächelte.„Zu erzählen gibt es da nicht viel, Erika, denn schließlich handelt es sich um Menschen, die jung waren und glühten und liebten und litten wie die Jugend aller Generationen, und es handelt sich um Gefühle, die immer wiederkehren. Was erlebt man, wenn man glücklich ist?"—„So waren die Mutter und die Großmutter glücklich, als sie dieses Kleid trugen?" fragte Erika. „Ich glaube wohl, daß sie es waren. Ich glaube überhaupt, daß man es ein Kleid des Glücks nennen muß. Die Jugend verweht und vergeht, es kommen trübe Stunden für jeden Menschen. Sie kamen auch für deine Mutter. Aber ich habe dieses Kleid später an deiner Mutter nie mehr gesehen. Es war, als wollte sie es nicht mehr tragen, damit das erste Lächeln deines Vaters, das daran hing, nicht verblassen solle. Sie hängte es in den Kasten, als der erste Rausch ihres Glückes vorbei war und der Alltag kam. Und da hing es, von von Erinnerungen und gelebten Märchen, bis du es fandest." „Und die Großmutter?“ „Von ihr weiß ich nicht so viel, wie von deiner Mutter. Denn man kennt seine Eltern nicht so gut wie seine Geschwister. Ich weiß nur, daß deine Großmutter wohl das Zeug in sich hatte, um glücklich zu ein. Sie war sehr schön und sie verstand die Kunst, das Leben so zu nehmen, wie es ist. Als sie starb, hatte sie noch ein letztes Lächeln um den Mund.“ Erika wurde sehr nachdenklich.„Alle sind tot," sagte sie,„die dieses Kleid bisher trugen.“ „Aber sie waren jung, sie waren froh, sie warenstürmisch, als sie es trugen. Ich meine, diese Jugend müßte in jeder Masche des Stoffgewebes geblieben sein. Dieses Glück müßte aus dem Kleid in den Körper überströmen, der es jetzt trägt. Siehst du. Erika, ein Kleid, das man sich irgendwo in einem Geschäft kauft, ist noch unpersönlich, es ist ein lebloses Ding, das Freude bereiten kann, das uns aber nichts zu erzählen vermag. Wenn du jedoch von mir weggehst und durch die Straßen hinschreitest, dann magst du dich erinnern, wie deine Mutter einmal durch diese selben Straßen daherkam. Vielleicht kam sie vom Tanz, vielleicht wehte noch die Musik um sie, und diese Musik wird für dich noch einmal klingen, sie wird dich begleiten, auch wenn du es nicht merkst. Zur Zeit deiner Großmutter freilich sahen diese Straßen anders aus, sie waren enger, und die Häuser daran waren schmäler. Auch das Kleid hatte ja damals eine andere Gestalt, und das Sonderbare ist, daß es eben doch dasselbe Kleid bleibt. Wenn du es also trägst, wirst du denselben Weg gehen wie deine Mütter und deine Großmutter, du wirst dasselbe erleben wie sie, du wirst lächeln, und weinen, und es wird schön sein, wenn, wie bei jenen beiden, schließlich das Lächeln siegt.“ Erika erhob sich, sie ging abermals zum Spiegel und besah ihr Abbild. Wieder schmiegte sich das Kleid wie ein schlanker stählerner Panzer um sie. Und nun war nichts mehr von Enttäuschung in ihrem Blick und Generalmajor Galland Gemälde von Leo Poeten in der Großen Deutschen Kunstausstellung, München. Foto: Weltbild nnnnmnn Wort, als sie abschließend sagte:„Das Kleid ist schön, nicht wahr? Ich freue mich darüber, und es soll allen gefallen." Beim Zahnarzt Don Adolf Sidens Wenn man seit langen Jahren ein= und denselben Zahnarzt aufsucht, so darf man das— über das Medizinische und Hygienische hinaus— beinahe schon als ein Zeichen gegenseitiger Sympathie werten. Und es ist so, obwohl es eine Lüge wäre, wollten wir verschweigen, daß wir vor seinem Bohrer insbesondere stets von neuem einen durchaus unmännlichen Bammel haben, wobei es nur einen billigen Trost bedeutet, daß selbst prominentere Patienten von □chem Mangel an Heroismus nicht unbedingt frei zu sein pflegen. Doch wie sich der Teufel inzwischen angeblich sogar an die Hölle gewöhnt haben soll, so ergeht es uns mit dem Zahnarzt: zwar sträuben wir uns immer wieder eine Zeitlang gegen seinen Marterstuhl, aber dann machen wir uns dennoch auf den Weg. Es hilft alles nichts, der Zahn schmerzt, die Backe ist angeschwollen, wir haben es(weil es besser schmeckt) zuerst mit Schnaps, nachher mit Kamillentee, heißen Säckchen und ähnlichen Ausflüchten versucht.. nichts hat genutzt, im Gegenteil: mittlerweile ist die Geschichte nur noch schlimmer und peinvoller geworden. Wir schlüpfen in den Mantel, stülpen den Hut auf den brummenden Schädel und ziehen ab in Richtung Zahnarzt. Das Wartezimmer(Gott sei Dank, es sind schon fünf Leidensgefährten vor uns da— eine gewisse Gnadenfrist also) erweist sich zunächst als eine Art von retardierendem Moment: manchmal lassen sogar die Schmerzen nach und man ist schon drauf und dran, wieder auszukneifen. Doch es was eine Täuschung leider. Dann beginnt man sich die Zeit zu vertreiben; alle Zahnärzte präsentieren auf Tischen und Bänkchen eine Fülle von Zeitschriften, erst blättert man oberflächlich drin herum und schaut bloß die Bilder an, aber nachher liest man auch die Kurzgeschichten oder populär=wissenschaftlichen Abhandlungen— so tut man etwas für seine Bildung(Aerzte und Friseure wirken in dieser Beziehung bahnbrechender als man gemeinhin anzunehmen pflegt). Und dann ist man dran, und es wiederholt sich zum sechstausendsiebenhundertachtundneunzigstenmal das Schauspiel des ängstlichen, nervösen und bibbernden Patienten, der jede Manipulation des Arztes mit verstörtem Blick verfolgt und zusammenzuckt, längst bevor sich dieser psychische und physische Kräfteaufwand überhaupt verlohnt. Man könnte hier einschalten, daß auch für den Zahnarzt diese sich täglich erneuernde Situation, so individuell sie vom Patienten erlebt(oder gemimt sein mag), nicht gerade ein Vergnügen, sondern einigermaßen zermürbend ist; aber ich habe mir sagen lassen, gute Zahnärzte hätten in der Regel Nerven aus Stacheldraht— ganz im Gegensatz also zu jenem anderen, höchst biestigen Nerv. den wir soeben einer komplizierten Behandlung aussetzen müssen... Es ist kein Geheimnis, daß es mitunter zu direkten Ringkämpfen zwischen Arzt und Patient kommt; freilich haben sich solche, ja wohl auch „neben der Sache liegenden“ Auseinandersetzungen noch stets als absolut unzweckmäßig erwiesen, vielmehr erfährt man immer wieder, daß selbst trotz anfänglichen Scheinerfolgen die letzte Runde für den Zahnarzt ist. Daß er dabei nicht nur den Patienten k. o. macht, sondern auch triumphierend unseren blutbesprenkelten Backenzahn in der erhobenen Rechten schwingt(wofür wir ihn dann auch noch dankbar anlächeln müssen), mag zu den Lichtseiten seines Berufes zählen, die wir ihm. wenn alles vorbei ist, gönnen wollen. Ueberhaupt pflegt ja die ängstliche Spannung nach überstandenem Schrecken häufig in laute und betonte Fröhlichkeit umzuschlagen.„Famos, wie Sie den Kerl gepackt haben“, sagen wir jetzt mit einem etwas krampfhaften Versuch, witzig zu werden;„das hätten wir also wieder einmal geschafft, nix für ungut, lieber Doktor, und. Sie wissen schon, auf nicht zu baldiges Wiedersehn!“ Die Helferin läßt uns zur Tür hinaus, und ihr monotones„Der Nächste, bitte!“ klingt uns nun, da es einem anderen gilt, beinahe wie Musik in den Ohren „Otto, Otto!" unbekannte Bismarck=Anekdote os. Cl. Lohr Der Reichskanzler=Fürst Otto von Bismarck huldigte mit großer Leidenschaft dem edlen Weidwerk. In seinen ausgedehnten Jagdgründen wäre es ihm aber unmöglich gewesen, zu Fuß das betreffende Revier zu erreichen. Er bediente sich daher im vorgerückten Alter einer leichten, einfachen Kalesche, die ihn jeweils an Ort und Stelle brachte. Eines Tages wollte Bismarck in das Revier nahe der Elbe bei Tangermünde fahren. Nicht gerade gut gelaunt, in Gedanken mit den Geschicken Europas beschäftigt, saß der Kanzler in dem wenig gefederten Wagen. An der Elbe mußte er warten, bis die Fähre sich löste, um den Jagdgast zu holen. Nach der Ueberfahrt über den Elbstrom ging die Fahrt weiter über das damals recht holprige Pflaster des Städtchens Tangermünde. Fast am Ende der Hauptstraße, in einem wackligen, kleinen Hause lag eine alte Frau am Fenster und besah sich den Tag. Warm schien ihr die Sonne in das greise, runzlige Gesicht. Da kam die Kalesche des Fürsten heran. Da wurden die Augen der Alten lebhaft. Kaum war der Wagen in Höhe ihres Häuschens angekommen, schrie sie aus Leibeskräften, um den Hufschlag der Pferde und das Rollen der Räder zu übertönen: „Otto— Otto!" Bismarck schreckte aus seinen Gedanken hoch. „Otto!“ rief die Alte wieder und winkte mit beiden Händen.„Otto, kümm und kiek di mal min Swien' an!" Sprach's und verschwand vom Fenster. Bismarck lachte und gab dem Kutscher das Zeichen zum Halten. Der Kanzler stieg gemächlich aus und eilte bergan, so schnell ihn die alten Knochen tragen wollten. Am Hoftor erwartete die Greisin ihn schon, führte ihn in den Schweinestall und unterhielt sich mit ihm über die stattlichen, nahrhaften Tiere. Er lobte die prächtigen Schweine, sprach mit ihr über das Futter, gab ihr gute Ratschläge und war wie ein Sohn zur Mutter. Nach geraumer Weile erst verabschiedete er sich von der Alten, bestieg seinen Wagen und versank wieder in die vielgestaltigen Möglichkeiten zur Entwicklung des Kontinentes. Und die alte ärmliche Frau, die den gewaltigsten Mann Europas mit seinem Vornamen rufen, ihm ihre rundlichen Schweinchen zeigen durfte? Das war niemand anders als seine Amme, die sich nicht um den Fürstenhut kümmerte und nur eines wußte,— daß der kleine Otto einst an ihrer Brust gelegen und sie ihm ihr Teil gegeben hatte, so daß er zu einem kräftigen, strammen Jungen und zu einem bedeutenden Manne aufwuchs. Und von solch einem Manne konnte man sich wohl schon einmal einen Ratschlag wegen der Schweinezucht erbitten. Der Spiegel aus Ohosaka Sine Seschichte von Sepp Peter Steinbach Vor langer, langer Zeit lebte in einem kleinen Dorfe, das weitab vom Lärm der Welt lag, der Bauer Sanuki mit seiner jungen Frau Fanajo und seinem lieblichen Töchterchen Mikako, der Sonne des Hauses aus Holz und Papierscheiben. Einmal nun wurde es notwendig, daß einer der Bauern nach Ohosaka ging. Da Sanuki als besonders klug galt, fiel die Wahl auf ihn. Schon der nächste Morgen sah ihn nach einem herzlichen Abschied von den Seinen seines Weges ziehen, der nicht nur weit, sondern auch beschwerlich war. Als endlich der Tag kam, da er zurückkehren mußte, stand Fanajo schon in der leuchtenden Frühe mit ihrem Töchterchen vor dem Hause aus Holz und Papierscheiben, das sie zu seinem Empfang mit Blütenzweigen geschmückt hatte. Gegen Mittag sah sie ihn den schmalen Pfad zwischen Reis und Wasser kommen. Oh, war das eine Freude, als sie sich wiederhatten, denn so stolz sie darauf gewesen, daß ihr Mann nach der fernen großen Stadt geschickt worden war, so gebangt hatte sie um ihn! Jetzt aber waren alle drei eine einzige Freude, die zu hellem Jubel wurde, als er ihr und Mikako die versprochenen Geschenke überreichte. Sie klatschten in die Hände vor Entzücken darüber. Als er beide so glücklich sah, zog er mit einem geheimnisvollen Lächeln ein blitzendes Ding hervor und gab es seiner Frau mit den Worten:„Ich habe dir noch etwas mitgebracht, etwas besonders Schönes, Sieh es dir genau an!“ Fanajo sah es an, sah strahlenden Gesichtes hinein und sah ein ebenso strahlendes Gesicht herausschauen: eines mit halbgeöffneten Lippen, glänzenden Augen und mondsicheligen Brauen darüber, die so nachtdunkel waren wie ihr Haar.„Oh!“ rief sie immer wieder, „welch ein Wunder ist das, welch ein Wunder!“ „Was siehst du?" fragte sie überglücklichen Herzens Sanuki. „Ich sehe eine hübsche Frau, die mich glücklich anlächelt und die Lippen bewegt, als ob sie spräche und..."„Oh!“ rief sie wieder,„wie seltsam, denselben blauen Kimono trägt wie ich.“ „Du einfältiges Weibchenf“, lächelte der Mann, stolz darauf, daß er Dinge wußte, von denen seine Frau keine Ahnung hatte,„was du siehst, ist dein eigenes Gesicht, und das Ding, das dich es sehen läßt, heißt man Spiegel.“ „Spiegel", lächelte Fanajo selig und freute sich noch mehr des so kostbaren Geschenkes, das in Ohosaka wohl jeder hätte, wie ihr Mann erzählle, hier aber nur sie. Die nächsten Wochen sahen sie immer wieder in das Wunderding schauen, das ihr das Hübschfein ihres Gesichtes zeigte, das sie vordem nie gesehen hatte. Eines Tages aber tat sie es in ein Kästchen, damit seine Kostbarkeit nicht durch häufigen Gebrauch vielleicht gar vermindert würde. Jahre waren seit Sanukis Reise vergangen. Mikako war zu einem lieblichen Mädchen erblüht, daß es selbst der berühmte Dichter Hada Kawakutsu gewiß mit einer Kirschenblüte verglichen hätte. Da Fanajo nicht wollte, daß es ob ihres Schönseins vielleicht gar der bösen Eitelkeit verfalle, war der Spiegel in dem Kästchen geblieben, in das sie ihn damals gelegt hatte. So war es gekommen, daß Mikako genau so einfach wie ihre Mutter war und nicht die geringste Ahnung davon hatte, daß es einen Spiegel gab, der ihr die Lieblichkeit ihres Gesichtes hätte zeigen können. Eines Tages stand plötzlich Leid in Sanukis Haus. Des Bauern Frau lag so schwer krank, daß der Tod schon nahe war. Mikako wollte ihn zwar mit aufopferungsvollster Pflege bannen, Fanajo wußte aber, daß sie ihm nicht zu entreißen war. Als sie die Stunde des Abschieds kommen fühlte, entnahm sie dem Käitchen den Spiegel und sagte zu ihrer Tochter:„Mikako, ich muß dich und deinen Vater allein lassen. Da hast du den Spiegel, den ich all die Jahre für diese Stunde aufbewahrt habe. Versprich mir, daß du, so ich nicht mehr bei euch sein werde, jeden Morgen und jeden Abend hineinsehen wirst, damit du mich darin erblickst und weißt, daß ich noch immer auf dich achtgebe." Mit Tränen in den Augen gab Mikako dieses Versprechen. Bald darauf starb die Mutter. Mikako wäre nicht Sanukis Tochter gewesen, wenn sie ihr Versprechen nicht gehalten hätte. Jeden Morgen und jeden Abend sah sie hinein und erblickte darin das liebliche Gesicht ihrer Mutter. Nicht das totenblasse ihrer letzten Tage, sondern das Freundlich lächelnde ihrer jungen Jahre. Diesem so geliebten Gesicht erzählte Mikako alles, was ihr Herz bewegte. Ihre größte Freude aber war und blieb, ihrer Mutter immer wieder sagen zu können:„Mutter, auch heute bin ich so gewesen, wie du mich wünschst.“ Als Sannki sie Morgen für Morgen und Abend für Abend in den Spiegel sehen sah und mit ihm reden hörte, fragte er sie einmal nach dem, Grund ihres etwas sonderbaren Benehmens.„Vater“, sagte Mikako,„ich licke früh und abends in den Spiegel, um meine Mutter darin zu sehen und mit ihr zu sprechen." Dann erzählte sie ihm von ihrem Versprechen und daß sie noch nie versäumt hätte, es zu erfüllen. Der Vater, den so viel Einfalt, Liebe und Treue rührten, konnte es nicht über sein Herz bringen, seiner Tochter zu sagen, daß ihr das Spiegelgesicht gehöre und durch die treue Liebe zur Mutter dem jungen Gesicht Fanajos von Tag zu Tag ähnlicher wurde. Rufe in die Zeit In die Mitte der Welt, auf den härtesten Stand, hat Gott dich gestellt, mein Vaterland. Und du hast nur die Wahl: Bist du zerrissen und schwach, spielen die Nachbarn Schach auf deinem Feld. Hämmerst du hart dich zu Stahl, bist du die Achse der Welt. Will Vesper Neues Schrifttum Deutsches Soldatentum der wehrgestigen Erzlehung Wir erleben den Beginn eines soldatischen Zeitalters. Die ganze Nation steht in Waffen; der Krieg hat Front und Heimat aufgerufen. Jeder ist durchdrungen vom wehrhaften Geiste; und wen will es da wundernehmen, daß die wehrgeistige Betreuung und Erziehung sich des ganzen Volkes annimmt? Unter den zuletzt erschienenen Büchern und Schriften, von denen einige hier besprochen werden sollen, nimmt die Abhandlung„Von Geist und Seele des Soldaten" von Generalleutnant Dr. h. c. von Rabenau(erschienen in der Reihe„Deutsche Wehrkraft“ im Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., Berlin) einen besonderen Platz ein. Ursprünglich ein Vortrag, spricht sie jetzt Tausende in Front und Heimat an und umreißt unser Bekenntnis zur Verteidigung unserer Kultur und zum Lebenswillen einer neuerwachten Nation. Der Verfasser hat eine Reihe geistiger und seelischer Probleme skizziert, die nicht begrenzt strategischer Natur stnd, sondern Allgemeingewicht haben. Er führt die Siege dieses Krieges auf geniale Führungskunst zurück, die hohe geistige Schulung voraussetzt und, wie in früheren Notzeiten, eine Geistesfülle und Seelengröße heraufbeschwört. Die Schrift enthält treffliche Gedanken, die dazu angetan sind, unser Volk im Hinweis auf seine Kulturleistungen und die Taten bedeutender Männer stolz und glücklich zu machen. Gerade in den letzten beiden Jahrhunderten hat der soldatische deutsche Volksgeist Persönlichkeiten hervorgebracht, die dem Feldherrngenie eines Prinzen Eugen oder Friedrichs des Großen ebenbürtig und würdig waren. Als die Zeit, politisch gesehen, absank, sind es Soldaten gewesen, die zielbewußt und unerbittlich den deutschen Volkscharakter wahrten und ihm eine neue Prägung verliehen. Ihnen setzt der General der Artillerie Friedrich von Cochenhausen in seinem neuen Buch„Soldatische Führer und Erzieher"(Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg) ein leuchtendes Denkmal. Er spricht vom kriegerischen Genius, der„den harmonischen Verein von Kräften des Verstandes, des Charakters und des Gemütes“ bildet und dem Geistigen der Kriegführung, in der die moralischen Größen eine weitaus wichtigere Rolle spielen als die materiellen, von Scharnhorst bis in unsere Tage unzertrenntlich verbunden ist. In feiner Darstellung weiß General von Cochenhausen die großen Soldaten in ihrem Leben und Wirken vorzustellen. Seine Aufsätze dringen in ihre tiefsten Bezirke ein und zeigen uns ihre überragende politische und militärische Bedeutung. Scharnhorsts Erneuerungswille, Gneisenaus Schaffenskraft als Generalstabschef Blüchers, Yorcks trotzige Vaterlandsliebe, Clausewitz' deutsches Bekenntnis, Moltkes Schlachtengenie, Schlieffens rastloses Planen, Hindenburgs, Seeckts und Conrad von Hoetzendorfs soldatisches Wirken werden in diesem Buche, das alle Leistungen objektiv abwägt, lebendig und verpflichten uns Heutigen zu gleicher hoher Gesinnung. Stolz und Tragik leuchten auf, Pflicht und Ehre bestimmen das Leben eines jeden einzelnen, dessen Denken und Handeln in der kämpsenden Wehrmacht des gegenwärtigen Krieges und ihrer Führung ihre Erfüllung findet. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, auch den Beitrag Westfalens an großen soldatischen Geschehnissen festzustellen. Eine vom Luftgaukommando VI(Wehrbetreuung) herausgegebene Schrift„Große Soldaten der Roten Erde"(Coppenrath=Verlag, Münter), deren Zusammenstellung Josef Bergenthal beorgte, gibt uns fünf Bildnisse besonders großer und verdienter deutscher Feldherren und Soldaten, die ihre westfälische Stammeszugehörigkeit nie verleugnet haben, auch nicht verleugnen konnten, da sie ihnen ja die Kraft für ihre Zielsetzung und Auswirkung gab. Armin der Cherusker, den uns Hjalmar Kutzleb sachlich, aber überzeugend vorstellt, ist der erste geniale Heerführer der Deutschen schlechthin; die Gestalt Widukinds, dem das Volk die Königswürde übertrug, wird von Wilhelm Weiß wesenhaft umrissen; Friedrich von Klocke entwirft ein anschauliches Bild Wolters von Plettenberg, des Deutschordensmeisters von Livland; Eberhard Strauß zeichnet den tollkühnen Reitergeneral Johann Sporck, der den herrlichsten Sieg über die Türken davontrug; und den Kanonengraf Wilhelm von Schaumburg=Lippe, der Scharnhorsts Lehrmeister und Freund gewesen ist, hat uns Hermann Löns trefflich in Erinnerung zurückgerufen, wenn er ihn als„einen der größten deutschen Männer, einen wahrhaften Fürsten, einen wirklichen Landesvater, einen Kriegshelden und ganz hohen Geist“ bezeichnet. Das Büchlein, das von dem bekannten münsterischen Graphiker Waldemar Mallek gediegen illustriert und ausgestattet wurde, verdient allgemeine Beachtung. Kari-Heinz Henkel e in großen wie besessen Jungen die dand finden. wenn nichts lin Frieden ünschen. Es er Nachbarnden Burder Vern ihn durch riegten ihren Gewehr abwar ja nicht es gut, zu st, der einen n den Kopf ung folgt.) n al der Eintem Konzert yter über die Freund, der hn deswegen en: hrend meiner cht schon einen?" Sieger der „wurde einssen Durch unter das sich um ihn Laß Er diese eim Feind!“ u Gottfried ichen, ick bin oll doch erst mehr ham Fröhlich hatt'ich mich genannt“ Wilhelm Busch' Lebenserkenntnis spiegelt sich in selnem„Schmetterling" Georg Irrgang würde sich mancher geschlagen am Ende einer solchen Irrfahrt durchs Leben nennen, nicht so er: den Namen Fritz Fröhlich legt er sich lächelnd auf Befragen zu, um damit auch schon in ein zweites Lächeln hinüberzugleiten, als ihm aus dem Kindermunde eines drolligen kleinen Freundes Peter prompt der passende Spitzname„Humpelfritze" angehängt wird. Was bringt er denn auch schon als unerkannter Landstreicher heim auf das väterliche Gehöft? Nicht einmal mehr seine zwei Beine, auf denen er einst lebensneugierig und zugleich so lebensselig davonsprang! Zu weit die Hose, zu lang der Flausrock, leidlich passabel nur die„mollige, wollige, etwas fettige Pelzkappe", die alle drei als„drittbeste Garnitur" aus dem geringen Nachlaß eines hochbetagt dahingegangenen Erdenbürgers stammen, so steht er bei nördlichem Wind und Schneegestöber vor seinem Elternhaus, ein Gescheiterter Fremdling und Bettler, gestüßzt auf zwei klobige hölzerne Krücken. Was weiß man denn noch groß von ihm? Nur so viel, daß er einst vom tückischen Muddeputz in den unergründlichen Grummelsee gezogen und„sein Sach dem Gottlieb und der Kathrin verschrieben" wurde. Er lauscht, sieht, schweigt— und nennt sich Fritz Fröhlich. Fritz Fröhlich: ein eigen Gefühl muß es für Wilhelm dusch gewesen sein, als er seinen Peter nach langer Wanderfahrt der Träume, Sehnsüchte und grausamen Enttäuschungen sich also nennen ließ. Stand nicht mit diesem neuen Namen zugleich auch ein anderer Mensch auf, die letzte Etappe seiner Erdenfahrt anzutreten? Niemand wußte von seinem Woher, niemand von seinem Wohin. Er entsann sich seiner spärlichen Schneiderkünste von einst, flickt bald dieses, bald jenes Kleidungsstück und erlebt schließlich das beseligende Wunder handwerklicher Sicherheit: er schuf„auch Neues nach eigener Maßnahme aus dem Vollen und Ganzen heraus". Wilhelm Busch mag versunken um sich und hinter sich geblickt— und dann gläcklich mit seinem Fritz Fröhlich gelächelt haben. Im Zalten Giebelstübchen richtete er sich eine Werkstatt ein", der Heimkehrer, im selben Stbchen, in dem er einst als Junge in„einem dicken Legendenbuch“ bis spät in die Nacht hinein gelesen und sich als„ein behaglicher Herr“ gefühlt hatte. Unerkannt, unbehelligt, abseits, still und nachsichtig, hingegeben nur dem Glück einer nicht ganz sinnlosen Arbeit, gestärkt vom Erdgeruch der Heimatscholle und getröstet vom Sternenglanz des Himmelsgewölbes, was könnte auf dieser Welt erstrebenswerter sein?„Jetzt sitz' ich da in sanfter Gelassenheit und flöte still vor mich hin, indem ich kurzweg annehme: Was im Kongreß aller Dinge beschlossen ist, das wird ja wohl auch zweckmäßig und heilsam sein." Dreiundsechzig Jahre war Wilhelm Busch, als er fein Prosabändchen„Der Schmetterling" aus seiner Werkstatt flattern ließ: noch war von Mechtshausen nichts zu ahnen, nichts vom entschlossen angepackten und nie bereuten Umzug ins dortige Pfarrhaus, in Wiedensahl verrann nun schon im zweiten Jahrzehnt stiller und stiller sein Leben. Lag nicht über dem Lebensabend seines Fritz Fföhlich ein schimmernder Abglanz seiner eigenen Altersjahre? Wie würde wohl die Welt das Bändchen aufnehmen, das zart, bunt, phantastisch und überraschend aufflatterte, genau wie der„reizende Schmetterling“, dem sein Held, der Peter, nachjagt, als gelte es, das große Glück des Lebens zu erhaschen? Die Welt, durch die nun schon im dreißigsten Jahre die Lauselümmels Max und Moritz rumorten und in immer neue Länder gelangten? Die beiläufige Aufnahme von„Eduards Traum", der als Gegenstück und Vorläufer vier Jahre zuvor herausgekommen war, dürfte den seit dem schwachen Echo seines Gedichtbändchens„Kritik des Herzens" ohnehin skeptischen Dichter nicht gerade optimistisch und erwartungsvoll gestimmt haben. Seltsam: vom„Schmetterling" muß Busch im engeren Kreise der Verwandtschaft noch weniger gesprochen haben, als von seinen anderen Werken, die ja den Neffen oft genug erst in den Auslagen der Buchläden zu Gesicht kommen mußten, um für sie existent zu werden. Wilhelm Busch liebt es bis zuletzt nicht, von seinen Büchern zu sprechen oder andere darüber reden zu hören. Als einmal auf einer Eisenbahnfahrt jemand sein Abteil mit Pröbchen aus seinem Busch=Band zu erheitern sich erfolgreich anschickte, stellte sich der scheue Wilhelm Busch entsetzt schlafend und nannte später„den Auftritt ekelhaft“. Und einem seiner drei Neffen, von denen nur noch der unermüdlich für das Werk des Onkels wirkende Otto Noeldeke in Bückeburg unter uns weilt, verwies er auf die Schlange, die sich ja auch unauffällig häute und sich nicht weiter um das einmal abgestreifte Kleid kümmere und ihn so mit kreatürlichem Beispiel über seine„Gleichgültigkeit" den eigenen Werken gegenüber hinwegtröste. Warum viele Worte machen? Wer die Briefe Busch' um 1895 herum durchforscht, dem Erscheinungsjahr des„Schmetterlings", um dort etwas Persönlicheres über dieses kleine Meisterwerk plastischer deutscher Prosa und eigenwilliger deutscher Spintisiererei zu finden, wird auf kaum mehr als einen Brief vom 15. Dezember 1894 stoßen, den Busch seinem Verleger Bassermann schrieb. Er scheint uns so charas eristisch einmal für den sehr zurückhaltenden und dabei doch heimlich gespannten Dichter Wilhelm Busch und zum anderen für seine Beziehungen zu seinem Verleger, daß er in vollem Umfang abgedruckt zu werden verdient: Lieber Bassermann! Es ist mir lieb, daß ich Dir hier mal wieder ein Manuskript vorlegen kann; ein Seitenstück zu „Eduards Traum", betitelt„Der Schmetterling“; die Illustrationen so gedacht, daß sie eng mit dem Text zusammengehen würden, ähnlich wie bei alten Drucken; die Querbildchen pon der Länge einer Zeile des„Eduard“.— Du bist jetzt und in nächster Zeit viel beschäftigt, aber ich dachte, du sähest das Ding doch gern gleich mal an, so wie's fertig geworden und schriebst mir das Nähere dann später. — Das wäre auch mir ganz recht, da ich einige kleine Ausflüge vorhabe, zu Verwandten und auch nach Ebergötzen, von denen ich Ende Januar oder Anfang Februar zurückzukehren gedenke. Mit herzlichem Gruß Dein alter Wilhelm Busch Mit diesem sachlich dringlichen, schmucklos einfachen Schreiben wird dem Verleger Bassermann eine Dichtung vorgelegt, die den Extrakt der Lebensgrübeleien Wilhelm Buschs enthält.„Faust der kleinen Leute" ist sie genannt worden! Nicht zu Unrecht, wie schon das flüchtige Studium dem Leser bestätigen wird. Einen phantastisch grotesken Schabernack treibt das Schicksal mit dem Peter, der an einem Sommersonntag auf Schmetterlingsfang geht— und nicht mehr in seine Heimat zurückfinden. Seltsame Begegnungen muß er überstehen, teuflische Verzauberungen, Trugbilder und Gaukeleien. Frauen, Gold, Spuk, Abenteuer, was tritt nicht alles auf seiner Jagd nach dem Glück an ihn heran? Und die Quintessenz? Ein Gestrandeter, Geschundener, Gehetzter kehrt einsam auf Krücken heim — und nennt sich nicht etwa resigniert Georg Irrgang, wie so mancher es in seiner Lage getan hätte, sondern skeptisch heiter: Fritz Fröhlich. Paul Otte Ein Dichter der stillen Einkehr Zum Tode von Rudolf Huch Ueber seinem Schriftstellerleben waltete ein Unheil. Seine Menschenschilderung und seine Gesellschaftskritik in den Romanen„Talion",„Hans, der Träumer", „Spiel am Ufer",„Familie Hellmann", um nur diese vier zu nennen, sein grotesker niedersächsischer Schelmenroman„Wilhelm Brinkmeyers Abent uer“ und gleich seine Anfangsschrift, die streitbare Broschüre„Mehr Goethe" schmeckten dem damaligen Lesepublikum nicht, zumal die Judenpresse ihn entweder schlecht machte oder totschwieg. Einige dieser Werke sind geradezu verramscht worden. So kann man sich nicht wundern, daß ein bitterer Unterton in seine Schriften hineinkam. Viele verwechselten ihn mit seinem Neffen Friedrich Huch, andern war er höchstens dem Namen nach bekannt als Bruder von Ricarda Huch. Aber der alte Wilhelm Raabe hat ihn sehr geschätzt, und heute hat Rudolf Huch einen festen Kreis von ausgewählten Lesern. Wer ihn näher kennenlernen will, sei auf seine drei Selbstbiographien, seine„Zwiegespräche", die Studie„Die Tragödie Bismarck" und die im vorigen Jahre erschienene Schrift„William Shakespeare" verwiesen. Musik und Philosophie waren ihm Trösterinnen in seinem bitteren Lebensgang. Nun ist er still hinübergegangen in das Reich der Schatten und es bleibt uns nur, ihm einen Dank nachzurufen für seine aufrechte Haltung, seinen nimmermüden Dienst an der deutschen Sprache und seine ganz aus Eigenem geschöpste Wegweisung zu Shakespeare, Goethe und Bismarck. Wilhelm Goßmann Darf Kohlenklau Erfolg haben, wenn er auf unsere Gedankenlosigkeit und— mit Verlaub zu sagen— Dummheit spekuliert? Nein, da protestieren wir ganz energisch. So wenig uns Kohlenklau im Hochsommer verleiten könnte zu heizen, kann er uns jetzt im Winter dazu kriegen, den— Kühlschrank in Betrieb zu lassen. In der Speisekammer, auf dem Balkon oder vor dem Küchenfenster ist Raum genug, um verderbliche Nahrungsmittel kühl aufzubewahren. Du und ich und wir alle haben die Devise„Erst denken, dann schalten!“ Wenn wir immer danach handeln, ist das Kohlenklau's Todesurteill Abheute also: Alle Kühlschränke ausschalten! Hier ist für ihn nichts mehr zu machen,— Paß auf, jetzi sucht er andre Sachen! 17. Januar 1943 WDestfalen-Nord und Nachbargaue Vor zehn Jahren in Schwalenberg Erlebnis aus dem Lipper Wahlkampf Aus der Vielzahl der Kundgebungen, die vor zehn Jahren in Lippe durchgeführt wurden, sei eine herausgegriffen, weil sie zum besonderen persönlichen Erlebnis wurde. Schwalenberg, jener idyllische Ort mit seiner alten Burg und bekannt durch die schönen Volkstrachten, ist das Ziel des Menschenstroms aus allen Dörfern und Ansiedlungen der Umgebung. Oben am Berg ist das Zelt aufgebaut, in dem die Versammlung stattfinden soll. Ein kaltfeuchter Januartag ist es. Nur mühsam gelangen wir auf den aufgeweichten Wegen nach oben, und als der Führer das bis auf den letzten Platz gefüllte Zelt betritt, da herrscht erwartungsvolles Schweigen. Wenn man die langen Reihen der Menschen ansieht, so sind es immer wieder Bauerngesichter, in sich gekehrte und verschlossene Menschen dieses herben Landes, die da kühl und prüfend auf den Mann sehen, der zu ihnen vom Deutschland der Zukunft sprechen will. Der Führer beginnt— schlicht, packend und voll jener Wahrhaftigkeit und innerén Wärme, die aus ehrlichster Ueberzeugung und tiefer Sorge für Volk und Land geboren ist. Ernst und kritisch sind die Gesichter seiner Zuhörer, und kein begeisterter Zuruf unterbricht seine Rede. Aber langsam beginnen sich die geschlossenen Gesichter zu wandeln. Hier und dort ein ernsthaftes, zustimmendes Nicken des Kopfes oder eine bedächtige Gebärde der Anerkennung. Gebannt folgen jetzt diese bäuerlichen Menschen den Ausführungen des Führers. Ein Aufblitzen der Augen verrät ihre Anteilnahme und Zustimmung zu dem Gesagten. Heller werden die Gesichter und immer mehr gehen sie mit dem Führer mit und folgen seinen klaren Worten und Beispielen. Was hat man ihnen nicht alles an Lügen über diesen Mann erzählen und vormachen wollen, unglaubliche Entstellungen und böse Hetze. Auch hier hat sich ihre kritische Einstellung bewiesen, nicht einfach vorurteilslos alles hinzunehmen, sondern sich selbst ein Urteil bilden zu wollen. Und das ist nun geschehen. Es ist so wunderbar, in diesen Gesichtern zu lesen, und wie ein Schwur leuchtet es in den Augen auf, die unverwandt und fest auf den Führer gerichtet sind, als wollten sie ihm nun ihre Treue versichern, denn sie spüren es in ihren Herzen, daß dieser Mann wirklich der Retter unseres Landes ist. Die Versammlung klingt aus, und ergriffen von dem hier Erlebten gehen wir in den Abend hinaus. Ja, nun wissen alle, warum sie gekommen sind, und spüren eine Dankbarkeit darüber, daß sie dabei sein konnten. Ahnten die Menschen, als sie am Wahltag ihre Stimme Adolf Hitler und seiner Bewegung gaben, von der historischen Bedeutung ihres Tuns? Mit Bad, Küche, Garten und Eine neue Schule für das kinderreichste Dorf Preußens Bochum. Das Amt Wenden im Kreise Olpe im Gau Westfalen=Süd kann sich rühmen, das kinderreichste Amt Preußens zu sein. Das kinderreichste Dorf in diesem Amte ist Hünsborn. Die alte Schule und ein gemieteter Saal entsprachen in keiner Weise mehr den Forderungen, die heute an eine Dorfschule gestellt werden. In vorbildlicher Weise wird nun das Schulproblem gelöst. Die vierklassige neue Schule wird lichte, geschmackvoll eingerichtete Schulsäle erhalten. Ohne große Mühe können zwei Schulräume zu einem Feierraum umgestaltet werden. Im Kellergeschoß befinden sich Brausebäder und eine moderne Kochküche. Im Obergeschoß wird ein großer Werkraum erstehen. An den Schulhof schließen sich der Sportplatz und der Schulgarten an. Auf dem Schulgelände werden auch die Lehrerwohnungen mit anschließendem Hausgarten errichtet werden. Der Obstbaumpflege und der Blumenzucht werden besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Schmuckvolle Bereicherung des Ehrenmals in Gladbeck Gladbeck. Zum Tag der Briefmarke 1941 gab die Deutsche Reichspost eine Marke heraus, auf der die Plastik des Kunstbildhauers Professor Bronisch=Berlin abgebildet war. Das Bild zeigte einen auf einem Stahlhelm ruhenden Kriegerkopf und am Uebergang des Kopfes zum schweren Sockel einen Eichenkranz. Die Stadt Gladbeck hat diese monumentale Plastik erworben und in dem großen Ehrenmal im Wittringerwald aufstellen lassen. Die Plastik, die aus Muschelkalk gehauen ist, soll zum Heldengedenktag durch den Gaukriegerführer hüllt werden. General von Cranach enthüllt werd Das war gehässig Bielefeld. Wegen Urkundenvernichtung hatte sich vor dem Bielefelder Amtsgericht eine Frau N. aus Herford zu verantworten. Sie hatte im Keller den noch gültigen Haushaltsausweis einer Mitbewohnerin gefunden. Da sie mit der Frau in Streit lebte, verbrannte sie das wertvolle Dokument. Vor Gericht will sie zwar glauben machen, der Name sei fast unleserlich gewesen und sie habe den Ausweis auch mehr aus Versehen mit anderem Brennmaterial in den Ofen gesteckt. Nachbarinnen hatte sie sich aber ganz anders, nämlich im Sinne der Anklage, geäußert. Das Amtsgericht erkannte für die häßliche Tat an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe auf 150 RM Geldstrafe. Selbstmord eines Mörders Samm. Eine furchtbare Bluttat, die sich am Freitag vergangener Woche in Hamm ereignete, wurde jetzt geklärt. Der des Mordes an seiner Ehefrau, die am vergangenen Freitag in ihrer Wohnung tot aufgefunden wurde, verdächtige Ehemann Alois Becker, der flüchtig war, wurde am Donnerstagmorgen in einer Gartenlaube tot aufgefunden. Becker hatte sich durch einen Kopfschuß getötet. Er gibt in einem hinterlassenen Brief den Mord an seiner Ehefrau zu und bittet in dem Brief seine Angehörigen um Verzeihung. Die Ermordete, die eine gute Ehefrau und treusorgende Mutter war. batte einen ausgezeichneten Ruf. Alterspensionäre wieder vor Kohle Dortmund. Um ihre Kriegsaufgaben erfüllen zu können, hat die Betriebsführung einer westfälischen Schachtanlage Alterspensionäre, die bisher mit Zimmerarbeiten beschäftigt waren, wieder in der Kohlengewinnung eingesetzt. Sie werden im „Streb für Alterspensionäre“ beschäftigt. Hierfür wurde ein Streb mit guten Verhältnissen und nicht zu harter Kohle ausgesucht, in dem die Männer mit leichten Abbauhämmern tätig sein können. Die Alterspensionäre arbeiten nür am Kohlenstoß; Bergestürzen, Kohlenladen und Holztransport wird von fremdländischen Arbeitskräften ausgeführt. Die erhoffte Leistung von 60 Prozent wurde von den Alterspensionären auch erreicht. Trotzdem fast alle älteren Bergmänner schon mehrere Jahre keine Kohlenhauerarbeit mehr geleistet hatten, sind sie dabei sehr zufrieden. Ein 62jähriger Alterspensionär sagte:„Solange der Krieg dauert, bleibe ich im Abbauhammer. Ich will doch auch am Sieg mithelfen.“ „Rosenvater" Gnau gestorben Wuppertal. Im Alter von 90 Jahren starb in der Rosenstadt Sangerhausen Prof. Ewald Gnau, ein gebürtiger Hückeswagener, der auch längere Zeit in Elberfeld als Oberlehrer wirkte, bis er nach Sangerhausen kam, wo er Gründer und Betreuer des weltberühmten Rosariums wurde, eines großen Versuchs= und Mustergartens für Rosenkultur. Neben seinem Schulamt versah er auch die Geschäftsleitung des Vereins der deutschen Rosenfreunde, ferner redigierte er die„Rosenzeitung“. Nun ist Gnau, der„Rosenvater“, aus frohem Schaffen still heimgegangen, aber sein Gedenken wird noch lange währen. 40 Jahre„Saufbähnle“ Koblenz. In diesem Jahr sind rund 40 Jahre vergangen, seitdem die Moseltalbahn, die vielen Reisenden aus allen deutschen Gauen auch unter dem Namen „Saufbähnle“ bekannt ist, in Betrieb genommen wurde. Eine in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Bernkastel aus betriebene Agitation führte zur Verwirklichung des Projektes einer Kleinbahn mit Normalspur, die in dem wegen seiner umfangreichen und wertvollen Weinbergsareale bekannten Gebiete seit ihrem Bestehen wertvolle Dienste geleistet und so manchem frohen Sommergast die Schönheit der Mosel und ihrer lieblichen Orte erschlossen hat. Spielende Kinder unter einen Autobus geraten Neunkirchen. Drei Mädchen im Alter von vier, fünf und sieben Jahren fuhren in schneller Fahrt mit einem Gefährt eine Straße entlang. An einer Einbiegung in eine Querstraße gerieten sie vor einen ihnen entgegenkommenden schweren Autobus. Zwei der Mädchen erlitten so schwere Verletzungen, daß sie kurz darauf verschieden, während das dritte in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. von Ladbergen Zeugen alten bäuerlichen Rechts noch heute im Gebrauch 1 Zu der Ankündigung von Reichsjustizminister Dr. Thierack, daß es in Zukunft wieder Dorf= und Stadtrichter geben werde, interessiert es, daß in Westfalen noch zahlreiche Zeugen uralter Rechtsprechung und Gerichtsbarkeit vorhanden sind, deren eingehende Erforschung jetzt vom Westfälischen Heimalbund in Angriff genommen wurde. Neben alten Gerichts= und Richtstätten Freistätten, Femelinden und Pranger, findet man in den Dörfern vor allem die sogenannten Verkündsteine, meistens platte Steinblöcke unter einem Baum. In alten Zeiten wurde von dieser Stelle aus Recht gesprochen, später dienten sie zur„Verkündigung“ der amtlichen Bekanntmachungen an die Dorfgemeinschaft. In den meisten Fällen ist ihre Bedeutung heute vergessen. Allein im Dorfe Ladbergen im Kreise Tecklenburg ist ein solcher Verkündstein oder„Affroepstein“ noch heute in Gebrauch. An jedem Sonntag, so bestätigt uns auf Anfrage der Bürgermeister der Gemeinde, versammeln sich an diesem uralten Stein die Volksgenossen aus dem Dorfe und aus den umliegenden Amgestaltung des Gerufungsverfahrens Weitere Vereinfachungen im Zivilrechtsverfahren Im Zuge der durch den Führererlaß vom 21. März 1942 angeordneten Vereinfachung der Rechtspflege hat der Reichsminister der Justiz Dr. Thierack nunmehr die Vierte Vereinfachungsverordnung vom 12. 1. 1943(RGBl. I S. 7) erlassen, die weitere Vereinfachungen der Zivilrechtspflege bringt. Vor allem erfährt das Berufungsverfahren eine Umgestaltung, die sowohl eine Vereinfachung als auch eine— seit langem erstrebte— Verbesserung darstellt: Das Nebeneinander der verschiedenen Fristen für die Einlegung der Berufung, für die Berufungsbegründung und für die Gebührenzahlung fällt weg; es gibt nur noch eine einheitliche Frist von einem Monat, in der die Berufung sowohl eingelegt als auch begründet sein muß, während die Gebührenzahlungsfrist überhaupt beseitigt ist. Im landgerichtlichen Verfahren erfolgen künftig die Ladungen und Zustellungen nicht mehr durch die Anwälte, sondern unmittelbar durch das Gericht, wodurch eine Abkürzung des Geschäftsgangs und eine Ersparnis an Schreibwerk und Postsendungen erzielt wird. Die weitere Beschwerde ist künftig nur noch von Fall zu Fall in Zwangsvollstreckungssachen zulässig, während sonst, soweit überhaupt, nur noch eine einmalige Beschwerde gegeben ist. Das Verfahren des Arrestes und der einstweiligen Verfügung ist dadurch vereinfacht, daß die Entscheidungen stets durch Beschluß ergehen und, soweit mündliche Verhandlung stattgefunden hat, nicht mehr anfechtbar sind, dafür aber durch das Prozeßgericht abgeändert werden können. Aus der Fülle sonstiger, mehr technischer Verfahrensvereinfachungen sei noch hervorgehoben, daß die Kostenfestsetzung, sofern es sich nicht um Versäumnis- oder Anerkenntnisurteile handelt, erst nach der Rechtskraft des Urteils betrieben werden kann. Schließlich sei noch bemerkt, daß über die Ablehnung eines Richters künftig der die Dienstaufsicht führende Präsident des Gerichts zu entscheiden haben wird. Der zweite Abschnitt der 4. Vereinfachungsverordnung trifft ähnliche Vorschriften für den Geltungsbereich der früheren österreichischen Zivilprozeßordnungen. Bauerschaften. Von dem„Affroepstein" herunter verliest dann der Polizeibeamte die amtlichen Bekannimachungen der Behörden, die Veröffentlichungen der Partei, des Ortsbauernführers usw. Was von diesem Stein amtlich verlesen oder„aff ropt" wird, hat die gleiche Rechtsgültigkeit wie eine in der Tagespresse veröffentlichte Bekanntmachung. Auch im Gerichts= und Rechtswesen spielte der Verkündstein von Ladbergen unlängst noch eine Rolle. Gegen Verleumder oder Beleidiger ergeht das Urteil, des Richters oder Schiedsmannes dahin, daß der Verurteilte den guten Ruf des verletzten Volksgenossen durch Abrufenlassen vom Stein wiederherstellen muß. So hat sich mit dem Verkündstein von Ladbergen ein Zeuge der letzten und einfachsten Form der Verkündung und Rechtsprechung, ein letzter Rest alten germanischen Bauernrechts bis auf unsere Tage erhalten.ck Zwei Geschwister beim Rodel erkrunken. Beim Rodeln fuhr ein 11jähriges Mädchen mit ihrem vierjährigen Brüderchen vom Schloßberg in Plathe auf den Regafluß. Dabei geriet der Schlitten unter das Eis. Die Kinder wurden von der starken Strömung sofort erfaßt und abgetrieben. Sie konnten nur als Leichen geborgen werden. In 25 Meter Höhe erhängt. In der Nähe von Eisleben hatte sich ein Lebensmüder mit bemerkenswerter Energie einen seltenen luftigen Standort für seinen Abschied von der Erde ausgesucht. Er war bis in den Wipfel einer 25 Meter hohen Buche geklettert und hatte sich dort mit seinen Hosenträgern erhängt. Die erst jetzt bemerkte Leiche mußte schon seit Monaten in der Buche hängen, war wahrscheinlich früher nur wegen des dichten Laubes nicht gesehen worden. Um sie zu bergen, mußte der Baum gefällt werden. Der Rundfunk am Sonntag Reichsprogramm: 9—10 Uhr: Unser Schatzkästlein mit Heidemarie Hatheyer und andere.— 10.15 bis 11 Uhr: Politische Sendung.— 14.30—15 Uhr: Mathias Wieman erzählt Märchen.— 15—16 Uhr: Unterhaltungskomponisten im Waffenrock.— 16—18 Uhr:„FeldpostRundfunk“.— 18—19 Uhr: Haydn. Mozart, Dirigent Eugen Jochum.— 19.30—20 Uhr: Sport und Musik.— 20.15—22 Uhr:„Die klingende Film=Illustrierte“. Deutschlandsender: 15.30—15.55 Uhr: Klassische Lied= und Klaviermusik.— 18—19 Uhr: Zeitgenössische Unterhaltungsmusik.— 20.15—21 Uhr: Schwanengesang von Schubert.— 21—22 Uhr: Strauß=Suppé=Millöcker. 17. J Perdu 1952 Uhr Zur We Arbeitnehm ter), die a spruch auf je einer wiesen, da nischen Gri das Kreise bereits aus werden vol Kreisab leiter Ten und Schult gruppen i der Glieder den heutig gen angeset 18 Uhr in Orisgru Münchhausen fliegt auf der Kanonenkugel. Anläßlich des 25jährigen Bestehens der Ufa führt, de wird zum erstenmal der Ufa-Film„Münchhausen” aufgeführt, dessen Titelrolle Hans Albers spielt. Es ist ein neuer Farbfilm, der die fantastischen Erlebnisse des berühmtesten o Lügenboldes in der Geschichte schildert. Scherl-Bilderdienst(Ufa) Unter Kanonenrohren geboren Am kom det um 20, gruppenapp Die Teilne und=genoss der Gliede nen Verbä in der DA sches Fraue Es spricht Freudiges Ereignis an Bord eines Hilfskreuzers eines Chinesenbabys PK.„Lllllicht aus!“ „Ruuuuuuu—he im Tschiff!" „Geister und Gespenster auf Stationen...!“ Der Zwischendeckwachhabende hatte die Bootmannsmaatenpfeife abgesetzt. Seine Rønde war vorbei. Bis auf die Blaulampen in halber Höhe der Schotten erloschen jetzt überall in den Mannschaftsdecks die Glühbirnen. Allein aus dem vergitterten Vorraum achtern drang noch strahlende Helligkeit, die ein großkariertes Muster auf die Khaki=Uniformen der Posten malte. Diese Helligkeit herrschte während der ganzen Nacht, denn der Niedergang hinter dem Gitter führte zu den Decks, die über hundert Gefangene bargen. Die Posten meldeten dem Leutnant die Wache. Ein Griff ans Schloß. Alles in Ordnung! „Auch mal zu den Indern ab und zu schauen, damit die Vögel nicht wieder auf den Bolzen kommen und im Steuerbord=M=Deck rauchen!“ „Jawoll. Ab und zu nach den Indern schauen!" Es war tatsächlich schon ein wenig unübersichtlich geworden, seit eines Tages der bewaffnete australische Fracht= und Passagierdampfer an die dreihundertvierzig Menschen von sich gegeben hatte. Und die Matrosen erinnerten sich noch haargenau, wie ihrem Ersten Offizier, als die Rettungsboote näher und näher kamen und auch Frauen und Kinder in ihnen erkannt wurden, buchstäblich die— Bordmütze hochging. Deutsche Soldaten kämpfen nicht gegen Frauen und Kinder. Wenn ein Hilfskreuzer dennoch auf solchen Besuch eingerichtet ist, so nur, weil Britanniens Untertanen regierungsseitig nicht daran gehindert werden, auf bewaffneten Dampfern— in diesem Fall sogar auf einem Frachter mit britischen Armeeversorgungsgütern für Indien— mitten durch die weiten Seeoperationsgebiete zu fahren. Denn wenn der Tommy behauptet— und er muß es des Prestiges und des Restes von Siegeszuversicht willen,— nach wie vor die uneingeschränkte Herrschaft auf den Meeren auszuüben und Sicherheit garantieren zu können, so vermag er natürlich schwerlich die Einschiffung von Zivilreisenden zu verbieten. So waren mit den Männern auch rund 40 Frauen und Kinder an Bord gekommen. Nach Weiß und Farbig getrennt, kamen sie in zwei Räumen unter. Die einen neben ihren Ehemännern. Die anderen in dem Heim für Bordurlauber, in dem noch bis zu diesem Tage deutsche Hilfskreuzermänner vom langen und harten Seedienst ausgespannt hatten. Auch hier stand ein Posten davor, weniger zur Bewachung als zur Entgegennahme irgendwelchen Anliegen. Heute abend, kurz vor„Licht aus!" hatte der Stabsarzt mit diesem Posten noch längere Zeit gesprochen. Bis an das Ende der langen Verkehrsgänge drang die Stille des nächtlich kreuzenden Schiffes das eintönige Tapptapp der auf= und abgehenden Posten. Hier und da leuchtete die Stablampe eines Rondegängers auf, wenn er den Verschluß der Hellegatts und Lasten kontrollierte oder seinen Weg unter den Riesentrauben der Hängemattenschläfer in tiefgebücktem Gang nahm, um vorzudringen bis in die entlegensten Winkel des Schiffes. Mitternacht war vorüber und mit ihr der Wachwechsel. Wenn es„Zur Ablösung weggetreten!" hieß, so rummste es vernehmlich von der Kehrtwendung der oben auf dem Bootsdeck angetretenen Soldaten. Das war wie eine Uhr. Der Geburtsort Beim L pannendes Kriminalsti Seit sie geschlagen hatte, waren wieder anderthaum einige Stunden verstrichen. da die Ge Da drang plötzlich ein leises Klopfen aus dMordaffare Urlauberheim. lienische Der Posten wußte, was anlag. storie Es war soweit! krice, deren Ein Läufer wahrschaute den Stabsarzt Sanitätsmaaten und die englische Stewardeß, die in 26jähriger Fahrenszeit nicht nur ein gutmül dragonerhaftes Wesen, sondern auch pflegerische Kenen, dodot nisse angeeignet hatte. Milteus u Für ein paar Minuten schien die tiefe, geheimnisvolsilm nräch Mitternachtsruhe des Schiffes verscheucht zu sein, wielerten wohl alles auf leisen Sohlen lief, wiewohl jetzt nicht ichte in militärisch laut gesprochen wurde...Mch Eine kleine vierundzwanzigjährige Frau wurde auder italien dem Heim heraus in das Schiffslazarett geführt. Dammerkenswer klappte das Schott dicht. Draußen leuchtete ein Transeichnung parent auf:„Operation! Zutritt verboten!" Und nos knapp zehn Minuten verzeichnete die Seekriegsgeschicht Hasma das Kuriosum, daß auf einem deutschen Kriegsschy“ mitten unter dem Feind ein neugeborenes Kind neben Wenn We einer glücklich lächelnden Mutter lag. Denn jetzt vernahmen die Wachposten das Greinen, das zögernet Plärren und schließlich das Vollhalsschreien des kleine Neue Mok-Kwok=Onn=Ah-Fong. ab ein in Das war ein winziger und schon in seiner ersten?" Stunde schwarzhaariger Chinamann, der das viele Lichzunde der ihn erblickenden Welt begrüßte und der einst eine deseimarpslemerkwürdigsten Geburtsurkunden vorzeigen kann. feststellung Behutsam wurde das gelbhäutige Etwas, fein säubers un lich in ein„Kriegsmarine"-Handtuch eingewickelt, in destee Wiege gebettet, die schon tags zuvor von der Meisterei an Bord gezimmert worden war. Die Stewardeß absrsteinheit i in Stellvertretung der noch vom Schiffsarzt umsorgtensige eines Mutter schaukelte sie als erste mit großer Hingabe und war anfangs ganz versunken in den Anblick des klitzeser niebert kleinen Erdenbürgers. bringend Droben starrten in die sternenfunkelnde Nacht Mündungen der Kanonenrohre. Eisen, Waffen. Lederveion Soldatenschritte, Gefechtsbereitschaft und angespanntester! Ausguck waren die Kennzeichen der kriegerischen Um stende welt, in die für einen Lidschlag lang die Natur ei onne.„ mildes, menschlich rührendes Wunder senkte. dar Am anderen Morgen, als mit der Dämmerung dersetesseto Dienstbetrieb voll anlief, war dies an Bord eine viel besprochene Begebenheit. Die jungen Soldaten, die adorsaut alles andere gefaßt waren, als auf ihrer schneidigen fahrt solches zu erleben, redeten etwas holperig indergarten aufmachen",„Schießen mit Schall sbgeworfer dämpfer", von„nassen Windeln auf dem Gefechtsstand" und von„Bierbuddeln mit Schnuller",— denn es war Eltern ja ihre soldatisch nur zu verständliche Sorge, wie man en immer nun wohl die volle unbehinderte Bewegungsfreiheit ihres aß alle mitten unter dem Feinde stehenden Schiffes wieder ornehmlidh herstellen könnte. euchtbomt Doch schon einige Tage später bemerkten sie, daß sieissen werl gegrübelt, ihr Kommandant aber längst gehandelt hatte et werde Unter viel Abschiedswinken, unter aufrichtigener Polize Dankesbezeugungen, ja sogar unter Freudentränen innme befi einem Ausbruch unverhohlener Rührung über die—uuf einem dank der verlogenen gegnerischen Agitation unerwartetener Fullun — Ritterlichkeit und Anständigkeit deutscher Soldaten,chen Flug verließen alle Gefangenen das Kriegsschiff und mit ihneuch die Ki auch Klein=Mok=Kwok=Onn=Ah=Fong sein gar so selt=Undete sic sames Storchennest. kinder im Kriegsberichter Heinz Tischer serbrennu ach kurzer Amtliches Im Bereich des Hauptversorgungsamts Westfalen werden z. 1. April 1943 Anwärter für die mittlere Beamtenlaufbahn eingestelit. Fur die Einstellung kommen bewährte Angestellte und Bewerber aus freien Berufen in Frage. Auch z Z. im Wehrdienst befindliche Bewerber können z. Vorbereitungsdienst zugelassen werden. Die Bewerber dürfen nicht über 41 Jahre alt sein. Sie miissen die im Deutschen Beamtengesetz geforderten Voraussetzungen erfüllen. insbesondere deutschblütiger Abstammung sein und die Gewähr dafür bieten, daß sie jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintreten. Einsatzbeschädigte des jetzigen Krieges. Inhaberg höchster Kriegsauszeichnungen sowie förderungswürdige Nationalsozialisten werden in erster Linie berücksichtigt. Bewerbungsgesuche sind an die Versorgungsämter Bielefeld. Dortmund. Gelsenkirchen. Münster u. Soestoder an den Unterzeichneten zu richten. Bei den genannten Dienststellen sind auch die Einstellungsbedingungen und weitere Einzelheiten über Ausbildung Besoldung und Anstellung zu erfahren. Miinster l.W.. 5. Jan. 1943. Der Direktor des Hauptversorgungsamts Westfalen in Münster Zum 1. April 43 Wohng.. 3 Zim. u. Küche mit Zubeh.. Nottuln od. Umg. ges. Ang. u. M W. 12 a. d. WTZ.-Agt. Nottuln(Elpers) Kriegerfrau mit kl. Kind sucht in Nordwalde möbl. Zimmer. mögl. m. Kochgelegenh. Ang. an d. Buchhdlg. A. Terbrüggen. Nordwalde. Kl. Wohnung od. 2 möbl. Zim. in der Umgebg. Münst. v. alleinsteh. Ehep. ges. Ang. u. A 3323 an die WTZ. Verkäufe Wochenendh.Platz a. d. Ems od. i. d. Nähe. mögl. in einem Waldgrundstück od. Wochenendhaus zu mieten ges. Ang. u. A 3322 a. d. WTZ, Wohnungstausch Wer bietet einer in Duisburg wohnhaften vierköpfigen Familie Wohngelegenheit in Umgebung von Münster. Ehemann ist als leitender Angestellter in Münster beschäftigt. Erwünscht sind fünf Räume mit üblichem Zubehör. Jetzige Wohnung mit gleicher Zimmerzahl sowię Bad u. Wohnmansarde in verkehrsgünstiger, aber ruhiger Lage kann gewünschten Falles in Tausch gegeben werden. 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Sonntag, den 17.1.43, Beginn 13 Uhr, 7 Rennen. Straßenbahn-Verb. L 17 ab Gelsenkirchen-Hbf. ca. 3 Min., ab Essen ca. 30 Min. Unterricht Für Fahrschülerin der V. Kl. Nachhilfestunden in Mathematik gesucht. Angeb. unter A 3285 an die WTZ. Wer bereitet einen Ostern von der Städtischen Handelsschule z. Entlassung stehenden Schüler zum Abitur vor? Angeb. erbet, unter A 3291 an die WTZ. Ingenieurschule Lage(Lippe). Die Ingenieurschule für alle technisch veranlagten Söhne, Fachrichtungen Maschinenbau(Autou. Flugzeugbau). Elektrotechnik. Lehrpläne kostenfrei. Wer erteilt Unterricht i. Ingenieurwissenschaften? Ang u. A 960 WTZ. Pachtung Haus auf dem Lande. m. Stallung, Hofraum u. groß. Garten. zu verpacht.. w. erwünscht, teilweise möbl. Anreb. u. A 837 a. die WTZ Immobilien Bootshaus a d. Werse zu kauf. ges. Ang. u. A 3305 WTZ. Vermischtes Frau mit 2 Kindern. 4 u. 5 J., sucht Landaufenthalt. Ang. u. A 863 WTZ ensgefahr Sie mu t die Ers bstand vo mit die el auf si send an ng ginge m Mark Zählen Sie zu den Glücklichen, die einen kleinen Sektvorrat besitzen, so verwahren Sie die pen troff Flaschen kühl und liegend. Als lif dann können Sie sie aufsparen fürF einen wirklich würdigen Anlaß. ppfe jusa KUPFERBERG GOIDI « Diegute uncselbstX Das rechte ennstliche Streben ist halbes Erreichen! soerie So soll auch unser aller Vorsatz für das neue Jahr sein: Beharlich sparen, noch eifriger sparen als bisher! Städtische Sparkasse Rheine 1. W. Kreissparkasse zu Burgsteinfurt mit Haupt-und Nebenzweigstellen Sparkasse des Amtes Emsdetten Sparkasse des Amtes Ochtrup Städt. Sparkasse zu Burgsteinfurt Gemeindesparkasse au Borghorst 16 17. Januar 1943 Kreiszeitung für den Kreis Ahaus Nümmer 1v ler Ufa Hans testen t(Ufa) sort ick über Ahaus Verdunkeln! Wir verdunkeln heute von 16.52 Uhr bis morgen früh 8,27 Uhr. Zur Weinverteilung auf Zulagekarten. Die Arbeitnehmer(Lang=, Schwer= und Schwerstarbeiter), die auf Erund von Zulagekerten Anspruch auf die jüngst angekündigte Verteilung von je einer Flasche Wein haben, seien darauf hingewiesen, daß sich diese Weinverteilung aus technischen Gründen noch etwas verzögert. Wie uns das Kreisernährungsamt mitteilt, behalten die bereits ausgegebenen Karten ihre Gültigkeit und werden voll beliefert. Kreisabschnittstagung der NSDAP. Kreisleiter Tewes hat für die politische Ausrichtung und Schulung seiner nächsten Mitarbeiter(Ortsgruppen= und Amtsleiter, Führer und Führerinnen der Gliederungen, Formationen und Verbände) für den heutigen Sonntag zwei Kreisabschnittstagungen angesetzt. Um 15 Uhr in Ahaus und um 18 Uhr in Stadtlohn. Orisgruppenappell in Ahaus-Ammeln Am kommenden Mittwoch, dem 20. Januar, findet um 20,15 Uhr im Saale Heisterborg ein Ortsgruppenappell der NSDAP. Ahaus=Ammeln statt. Die Teilnahme daran ist für alle Parteigenossen und=genossinnen sowie die Führer und Führerinnen der Gliederungen, Formationen und angeschlossenen Verbände Pflicht. Auch sämtliche Amtsträger in der DAF., der NSV., NS.=Frauenschaft/ Deutsches Frauenwerk usw. nehmen an dem Appell teil. Es spricht Kreisredner Wilh. Bkanke. „Mordsacke Cenci“ Beim Lesen des Titels ist man versucht, ein spannendes, mit modernen Mitteln arbeitendes Kriminalstück zu vermuten, und sieht sich plötzlich r anderthum einige Jahrhunderte zurückpersetzt in eine Zeit, da die Geschichte Italiens so häufig rätsalhafte n aus d Mordaffären aufzuweisen hatte. Dieser neue italienische Film schildert wie eine ergreifende Historie Liebesleid und Opfertod der schönen Beatrice, deren Vater, eine tyrannische Natur, auf unbaarzt geklärte Weise ermordet wird. Die zwingenden deß die Verdachtsmomente und ihr eigenes selbstloses Vereutmy halten lassen sie dem Justizirrtum zum Opfer falnten, bevor die Lösung des rätselhaften Falles mögemsich ist. In der Ausstattung des mittelalterlichen Milieus und seiner herrlichen Kostüme bietet der germntsdol ilm prächtige Augenweide und erhöht den Reiz aen, wider alten, nicht ohne Spannung geschilderten Gesetzt nichtsinte in der Carola Höhn die anmutige Beafrice verkörpert. Neben ihr zeigen in der Reihe wurde auder italienischen Darsteller einige Randfiguren beührt. Danserkenswerte Leistungen interessanter Charakterein Fralzeichnung.(Lichtspiele Ahaus) tegsgeschic heimatarbeit Dienst am Vaterland Kind neben Wenn Westfalen kein Plattdeutsch mehr hat, sind in jetzt ver wir keine Westfalen mehr.“ des kleinn Neue Impulse für die Heimatbewegung ab ein in Hagen abgehaltener Heimatgebietstag. seiner ernen großangelegtem Vortrag umriß Bundesleiter wele Licandeshauptmann Kolbow die Aufgaben der inst eine ddeimatpflege. Als vordringlich bezeichnete er: kann. feststellung und Aufnahme alter Bauernhöfe; Mitnnrbeit am Westfälischen Wörterbuch; Erfassung der ickelt in dPege= und Siedlungsgeschichte; Vorträgseinsatz, er Meisterm die Ergebnisse der Heimatforschung der Allgevardeß ave teinheit nutzbar zu machen. Wichtig sei die Anumforgtenage eines Häuserbuches mit Photos, das den Wanhingabe unel in der Baugesinnung festhalte. Dem Verfall des klitzeer niederdeutschen Mundart entgegenzuwirken, sei bringend geboten.„Wenn Westfalen kein Plattmdeutsch mehr hät, sind wir keine Westfalen mehr“. 2e betonte der Landeshauptmann, der unterstrich, daß gespanntenas Hochdeutsche allein nie die von Herzen komrischen Um nende und zu Herzen gehende Mundart ersetzen Natur önne.„In seiner Vielgliedrigkeit der Mundart var Westfalen immer ein Vollwerk gegen fremde beistesströme.“ Daher sei die Erhaltung und zierung de Fflege der altererbten Muttersprache als bestem ten, die au oltsgut wahre Volkstumsarbeit. schneidigen as holperig Vor 20 Jahren erfolgte der Ruhreinbruch Damalige Auswirkungen auf unsere engere Heimat Ahaus, den 17. Januar. In dieser Woche waren 20 Jahre seit dem Tage — 11. Januar 1923— verflossen, an dem die Franzosen ohne jede rechtliche Grundlage das Ruhrgebiet besetzten, um mit brutalen Machtmitteln deutsche Reparationsleistungen zu erzwingen. Ein mit moderner Waffentechnik ausgerüstetes Heer kam in ein wehrloses Land,„begleitet“ von einer 40köpfigen Ingenieurkommission. Zum ersten Male seit 110 Jahren betraten bewaffnete Franzosen westfälischen Boden und machten gegen eine friedliche Bevölkerung von ihren Waffen Gebrauch. Die fleißigen Menschen des Ruhrlandes und südwestlich. Münsterlandes standen in einem erbitterten Kampf des Willens und der Nerven gegen die Herrschaft der Sendlinge Poincarès. Eine starke Welle der Erregung und Entrüstung ging durch ganz Deutschland, das zu allem Inflationselend neues Leid und neue Schmach zu tragen bekam. Zum„Passiven Widerstand“ der Bevölkerung der betroffenen Gebiete erklärte der wie der leibhaftige Satan in Recklinghausen wütende Kommandeur der 47. französischen Infanteriedivision Laignelot:„Die Bevölkerung ist uns vollständig gleichgültig! Uns geht es gut, wir haben weiter nichts notwendig! Wenn sich/ die Bevölkerung nicht meinem Willen beugt, dann werde ich zu immer schärferen Maßnahmen greifen, bis sie mir aus der Hand frißt!“ Diese Maßnahmen ließen nicht lange auf sich warten. Zu hunderten wurden deutsche Eisenbahnerfumilien aus ihren Wohnungen vertrieben und ins unbesetzte Gebiet abgescheben. Unsere Kreisstadt Ahaus, durch die direkte Eisenbahnstrecke mit Lünen und Dortmund verbunden, bekam die Auswirkungen des Ruhreinbruchs auch unmittelbar zu spüren. Wenn auch die Pariser Pläne auf Ausdehnung der Besetzung auf Hamm. Münster und Osnabrück und damit wohl auch unser Heimatgebiet nicht ausgeführt wurden, so machte sich die Besetzung Dortmunds doch bald im westlichen und nördlichen Münsterlande bemerkbar. In den ersten Besatzungstagen blieben die Züge oft ganz aus. Später hatte jeder Zug der Strecke Dortmund-Ahaus—Gronau in Lünen langen Aufenthalt zur Paßkontrolle seitens der Franzosen. Im mmmnmnmmmmmnn Er zieht Vergleiche... Verlauf der Besetzung gab es oft wochenlange Einreisesperren, die jeden Verkehr unterbanden und manchen Reisenden unangenehm überraschten. In Ahaus wie in Gronau traf eine Abteilung Schupobeamter aus Recklinghausen ein, die hier während der größten Zeit der Ruhrbesetzung blieben und ihren Dienst taten. Aus allen Kreisen der Bevölkerung der Kreisstadt und des Kreises Ahaus kamen Spenden zusammen für die Opfer der französisch=belgischen Willkürherrschaft an Ruhr und Lippe. In einer Sitzung der Ahauser Stadtverordneten machte sich Bürgermeister Ridder zum Sprecher der Gefühlé unserer Ahauser Bevölkerung über die Schandtat des sogenannten Siegers und sagte unter lebhafter Zustimmung der Stadtväter u. a.:„Frankreich verkehrt das Recht zum Faustrecht.... An westfälischem Trotz aber soll französischer Uebermut zerschellen. Möge unser Volk aus den Tatsachen lernen, eine Einheit sein in gemeinsamer Front zur Abwehr!“ Diese Hoffnung aber wurde nicht erfüllt. Denn trotz aller Kundgebungen kam es on den zuständigen Stellen nicht zu entscheidenden Taten, weder im Großen noch im Kleinen. Eine schwache Regierung kapitulierte schließlich vor den Schwierigkeiten. Der Feind blieb im Land.— Infolge der Ruhrbesetzung war man in unserem Bezirk teils gezwungen, englische Kohlen zu kaufen, für die bei dem damaligen Stand der Währung fast unerschwingliche Beträge aufgewandt werden mußten. Bei allen schmerzlichen Erinnerungen an die Zeit vor 20 Jahren kommt einem doch die Erkenntnis, daß jene traurige Zeit dazu beigetragen hat, die nationalen und völkischen Kräfte des deutschen Volkes wieder zu wecken. Schlageters Opfertod riß den Blick des Einzelnen aus seiner kleinen ichsüchtigen Welt empor zur Gesamtheit des deutschen Schicksals und bereitete den Boden für die schwere, aber von Erfola gekrönte Erziehungsarbeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die unter Adolf Hitlers weitsichtiger Führung endlich nach langen schweren Jahren das deutsche Schicksal wendete. * Keine Nachfragen nach Ausführung der Ferngespräche. Das Reichspostministerium hat zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit des Ferndienstes und zur Erleichterung seiner glatten Abwicklung angeordnet, daß fortan nachträgliche Anfragen der Fernsprechteilnehmer nach der Ausführungszeit eines angemeldeten Ferngespräches nicht mehr entgegenzunehmen sind. Ferner sollen Wünsche nach Mitteilung der Gesprächsgebühr im Anschluß an ein Ferngespräch nur noch erfüllt werden, wenn sie bei der Anmeldung des Gesprächs vorgebrächt werden. Bei nachträglichen Anträgen wird den Anfragenden anheimgestellt, sich nach einer bestimmten Frist an die Fernsprechungsstelle zu wenden. Für Nägel gab's Lebensmittel Ein Diebes- und Hamsterlager in Gronau beschlagnahmt Warnt die Kinder! Feindgegenstände sind kein Spielzeug enn es warf Eltern und Erzieher müssen ihre Schutzbefohlee. wie man en immer wieder eindringlich darüber aufklären, reiheit ihres aß alle vom Feinde stammenden Gegenstände, fes wieder ornehmlich Blindgänger aller Art, Brandbomben, euchtbomben, Luftballons usw. unberührt gesie, daß sieissen werden und der Fund unverzuglich gemelandelt hatte et werden muß. Leider werden die Mahnungen aufrichtigener Polizei und des Reichsluftschutzbundes nicht entränen innmer befolgt, wie der nachstehende Vorfall zeigt: iber die—uf einem eingefriedigten Grundstück fanden Kinmerwartetener Füllungen von Leuchtbomben, die aus feindr Soldaten,chen Flugzeugen abgeworfen waren. Während id mit ihnench die Kinder mit dem Fund beschäftigten, entgar so selt=Undete sich die Magnesiummasse, wodurch sechs tinder im Alter von 6 bis 11 Jahren schwerste z Tischer serbrennungen erlitten. Zwei von ihnen starben ach kurzer Zeit und zwei andere schweben in Leinsgefahr. Eine überraschende und nicht alltägliche Aufklärung hat ein dreister Diebstahl gefunden, der im vergangenen Sommer vor einem Geschäft in der Adolf=Hitler=Straße in Gronau verübt worden war. Eine Frau stellte nach dem Verlassen des Geschäfts fest, daß ihr eine schwarze Einkaufstasche, die sie an ihrem Fahrrad angehängt hatte, von unbekannter Hand entwendet worden war. Von einer Anzeige sah die Bestohlene ab, sie wollte selbst die Ermittlungen nach dem Spitzbuben durchführen. Nach monatelangen Beobachtungen auf ihren Einkaufswegen wurde die Ausdauer der Frau auch tatsächlich belohnt. Sie sah in diesen Tagen die lang entbehrte Einkaufstasche in der Bahnhofstraße am Fahrrade des Spitzbuben. Ste brachte den Mann, es handelt sich wieder einmal um einen Holländer, zu unserer Kriminalpolizei, wo er als Dieb entlarpt wurde. Nun setzte die weitere Arbeit unserer Kriminalpolizei ein. deren Ermittlungen zu ganz überraschenden Ergebnissen führten und ein Diebes= und Hamsterlager aufdeckten, zu dessen Abtransport ein Wagen notwendig war. Der hier in der Losserstraße wohnhafte Holländer, der fast 25 Jahre in einem hiesigen Textilbetrieb beschäftigt war, hatte das in ihn gesetzte Vertrauen schmählich getäuscht und systematisch verknappte oder bezugsbeschränkte Waren wie Nägel, Leder, Gummikabel, Spinnpapier usw. aus dem Betrieb in größerem Umfange gestohlen. Diese Waren tauschte er zum Teil bei Bauern gegen Butter, Speck. Eier und Fett oder gegen andere Mangelwaren ein oder setzte sie zu Ueberpreisen ab. Die beschlagnahmten Lebensmittel und sonstigen rationierten Artikel wurden dem hiesigen Ernährungsamt zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt; die gestohlenen Waren wurden der Firma zurückerstattet. Die Strenge der Gesetze wird diesem Spitzbuben und Hamsterer gegenüber mit aller Härte angewandt werden. Denn solche Verbrecher richten sich gegen die Gesamtheit des deutschen Volkes, das durch die vom ganzen Volk übernommenen Verzichte und freiwillig getragenen Einschränkungen einen Anspruch darauf hat, daß niemand sich auf Kosten de" Gesamtheit bereichert. Wehrdienst formt zum rechten Mann Die biologische Aufgabe der Wehrmacht Zeichnung: Cerny Ja, das sind schon so Vergleiche dort im Sowjetparadies— In solch„häuslichem" Bereiche wird's dem stärksten Landser mies. Schaut er sich die triste Klause an und was darinnen haust, macht er erst mal eine Pause, weil's ihm ganz gehörig graust——— Nein, was ist das ein Gewimmel, ein Betrieb von Mensch und Tier und ein Düftchen!— lieber Himmel, selbst der strammste Grenadier fühlt sich da zunächst beklommen ob solch ungewohntem Miff— und er knurrt, noch ganz benommen: „Sozusagen Gasangriff Plötzlich steht er vor sich stehen Frau und Kind und Haus und Feld dort, wo Heimatlüfte wehen und wo alles wohlbestellt, Ja das ist ein ander Leben als wie hier am Wolgastrand— und es lohnt sich schon, zu streben kämpfend für das Vaterland! A, G. Nach den neueren Forschungen der Konstitutionsmedizin braucht die ungünstige Konstitution eines Menschen nicht mehr als unabänderliches Schicksal hingenommen zu werden, sondern kann durch geeignete Einflüsse, unter denen die Leibesübungen einen besonders wichtigen Platz einnehmen, zu einer vollwertigen umgeformt werden. Die ungeheure Bedeutung der neuen Erkenntnis, daß eine angeborene gehemmte Konstitution geändert werden kann, mag durch die Tatsache bewiesen werden, daß nach Angabe mahgebender Forscher bei etwa einem Drittel des Volkes mit einer entwicklungsgehemmten oder„unfertigen“ Konstitution zu rechnen ist. Es ist ohne weiteres klar, welche große Bedeutung diese Konstitutionstherapie heute für das Volk und ganz besonders für seine Wehrkraft hat. Nach den Feststellungen von Oberstarzt Dr. Paul Gerlach, Lüneburg, kamen die konstitutionsformenden Einflüsse der Leibesübungen vor dem jietzigen Krieg im deutschen Volke nur in sehr beschränktem Maße zur Auswirkung. So hatten von den neueingetretenen Rekruten eines Standortes nur 23 Prozent ernsthaft Sport getrieben, nach Erhebungen an anderen Orten war der Prozentsatz noch geringer. Somit ist der Dienst in der Wehrmacht, den jeder junge gesunde Deutsche durchmachen muß, der wesentlichste und stärkste Reiz, dem der bildungsfähige Körper des heranwachsenden Mannes angesetzt wird. Wie kräftig der Körper diesen Reiz beantwortet, beweisen die von Oberstarzt Dr. Paul Gerlach jetzt mitgeteilten Ergebnisse seiner Untersuchungen. 436 Soldaten verschiedener Waffengattungen wurden bei ihrer Einstellung sowie nach einer Dienstzeit von 3 und 6 Monaten durch Feststellung einer Reihe von Körpermaßen auf ihre Konstitution hin untersucht. Dabei wurden 275 Hoch=Schlankwüchsige und 161 Kurz=Breitwüchsige gesondert beobachtet und dabei festgestellt, daß die Hoch=Schlankwüchsigen ansetzen, während die Kurz=Breitwüchsigen sich abschleifen, so daß beide sich einer Mittellinie näherten. Die körperformende Wirkung des Heeresdienstes zeigte sich meist schon nach 3, spätestens aber nach 6 Monaten. Dabei erwies sich, daß in erster Linie der vielseitige Dienst bei der Infanterie, der marschierenden Truppe, den Körper des jungen Soldaten ge nau so formt wie die mannigfaltige Ausbildung des Sportbeflissenen zum Mehrkämpfer. Es entsteht, wie Oberstarzt Dr. Gerlach festgestellt hat, ein schlankwüchsig=muskulärer Typ, der sich als der brauchbarste Soldat erwiesen hat. So erfüllt die Wehrmacht die große biologische Aufgabe des Staates, durch den Entwicklungsreiz des militärischen Dienstes die männliche Jugend zur körperlichen und damit auch zur seelischen Vollreife zu führen. Verbilligte Ferngespräche Anmeldung ab 19 Uhr im Laufe des Tages! Die vor einigen Monaten vom Pressedienst und im Rundfunk bekanntgegebene: Aufforderung, die von 19 bis 8 Uhr zu ermäßigten Gebühren zugelassenen Ferngespräche bereits tagsüber anzumelden mit dem Hinweis auf Zurückstellung, ist leider wenig beachtet worden. Der außergewöhnlich starke Fernsprechverkehr in den Abendstunden von 19 bis 24 Uhr bedarf dringend der Entlastung. Aus diesem Grunde müssen die zwischen 19 und 24 Uhr zu ermäßigten Gebühren zu führenden Ferngespräche schon im Laufe des Tages bis spätestens 19 Uhr mit dem Hinweis: „Zurückzustellen bis 19 Uhr“ angemeldet werden. Ihre Ausführung erfolgt von 19 Uhr ab in der Reihenfolge der Anmeldung. Unabhängig von dieser Regelung werden die bis 19 Uhr ohne den Wunsch auf Zurückstellung angemeldeten Ferngespräche, die erst nach 19 Uhr zur Ausführung kommen und solche Gespräche, die bis 19 Uhr mit dem Wunsch der Zurückstellung für einen späteren nach 19 Uhr liegenden Zeitpunkt angemeldet werden, ebenfalls zu den ermäßigten Gebühren berechnet. Für Gespräche, die von 19 bis 24 Uhr angemeldet und ausgeführt werden wird die volle Gebühr berechnet. Sie werden außerdem unter Berücksichtigung der Rangordnung erst nach Erledigung der tagsüber angemeldeten und bis 19 Uhr zurückgestellten Ferngespräche abgewickelt. Für Ferngespräche von 0 bis 8 Uhr und für Gespräche im Schnelldienst verbleibt es bei der bisherigen Regelung. Rund um die Kreisstadt Wüllen Das Urteil eines Achtzigjährigen „Wer lange trug des Daseins schwere Bürde, und alt sein Haupt noch aufrecht trägt mit Würde, gibt dadurch Zeugnis, daß er seinem Leben von Jugend an den rechten Halt gegeben."— Diese Dichterworte treffen zu auf den Landwirt Josef Greving aus Sabstätte, der am heutigen Sonntag, 17. Januar, in körperlicher Gesundheit und geistiger Frische als Vater von sieben noch lebenden Söhnen und zwei Töchtern sowie Großvater von zwölf Enkelkindern sein 80. Wiegenfest begehen kann. Opa Greving ist ein rechter Soldatenvater, tragen doch vier seiner Jungen das graue Ehrenkleid im Dienste für Führer und Reich: 1 Hauptfeldwebel. 2 Unteroffiziere und 1 Obergefreiter. Davon nahm der älteste Sohn auch schon am ersten Weltkriege teil. Der betagte Altersjubilar sagte uns gestern, daß es im ersten Kriege und nachher in den schmachvollen deutschen Notjahren der Systemzeit, wo es noch keine Kinderbeihilfen für jeden deutschen kinderreichen Volksgenossen gab, für ihn und seine im vorigen Sommer verstorbene Frau nicht leicht gewesen, eine Familie mit einer zahlreichen Kinderschar(von 10 sind 3 gestorben) durchzubringen. Heute im Reiche Adolf Hitlers werde für die Kinderreichen als die Ehrenbürger des Staates gottseidank besser gesorgt. Diese objektive Feststellung eines lebenserfahrenen Achtzigjährigen kann man nur unterstreichen.— Wir wünschen dem betagten Geburtstagskind zum 80. Geburtstag alles Gute und einen noch langen gesegneten Lebensabend! Nienborg Mütterberatung in Nienborg und Heek Am kommenden Dienstag, 19. Januar, hält das Staatliche„Gesundheitsamt Ahaus wieder die Mütterberatung ab. In Heek findet diese in der Zeit von 14,30 bis 15,30 Uhr im Krankenhaus statt; in Nienbora von 15,30 bis 16 Uhr im Amtshaus. Unsere jungen Mütter werden im eigenen und im Interesse ihrer Kleinen von dieser kostenlosen Einrichtung gewiß rege Gebrauch machen. Heek Aus der Heeker Feuerwehr Am heutigen Sonntag sindet um 13,30 Uhr beim Kameraden Alfert eine Versammlung der Freiw. Feuerwehr statt. Wegen der Wichtigkeit der zu erledigenden Angelegenheiten wird erwartet, daß alle Männer der Wehr— auch die neu hinzugekommenen Reservemänner— pünktlich erscheinen. Ortsgruppenappell der NSDAP Am kammenden Montag, 18. Januar, spricht zu den Parteigenossen und=genossinnen unserer Ortsgruppe, Gauredner Hermann Fischer aus Epe. Für alle Parteigenossen und Parteigenossinnen, für die Politischen Leiter und Führerinnen der Gliederungen und angeschlossenen Verbände, sämtliche Walter und Warte der NS.=Frauenschaft, DAF., NSV. usw. ist es Pflicht an diesem Appell teilzunehmen. Sämtliche Amtsträger werden erwartet. Die Kundgebung beginnt um 20 Uhr im Lokale Wwe. Dirks. Die Blockwalter wollen dafür sorgen, daß die Parteigenossen in den einzelnen Blocks rechtzeitig von dieser Veranstaltung in Kenntnis gesetzt werden. Volksgenossen, kommt zum Opferschießen! Heute ist der letzte Sonntag, an dem die Kriegerkameradschaft das Opferschießen zu Gunsten des Winterhilfswerkes durchführt. Alle Kameraden, die sich noch nicht an dem Schießen beteiligt haben, finden heute letztmalig Gelegenheit dazu. Auch alle anderen Volksgenossen sind herzlich eingeladen. Mögen sich alle noch einmal recht lebhaft beteiligen, damit dem Winterhilfswerk auch diesmal wieder eine shöne Summe zur Verfügung gestellt werden kann. Daher: Auf zum Opferschießen im Lokale Dirks! Legden Meister ist, wer etwas kann... Vor der Prüfungskommission der Sandwerkskammer in Münster konnten in den letzten Tagen nicht weniger als drei junge Handwerker ihre Meisterprüfung mit gutem Erfolge ablegen. Es sind dies Josef Winkelhaus als Elektromeister, Heinrich Kleideiter als Schreinermeister und Heinrich Meß als Maurermeister. Den drei jungen strebsamen Meistern herzl. Glückwunsch! Alstätte Meisterprüsung im feldgrauen Kleid Uffz. Heinz Tenfelde von hier bestand vor der Handwerkskammer in Münster seine Meisterprüfung im Bäckerhandwerk mit guten Erfolg. Wir gratulieren! Fühlbarer Verlust Einem in Ahaus tätigen holländischen Textilarbeiter kam dieser Tage im Zuge zwischen Alstätte und Enschede durch Diebstahl eine Tasche mit Inhalt abhanden. Da es sich bei dem Inhalt um einen Wert von rund 600,— RM. handelte, ist der Verlust für den Betroffenen besonders schmerzlich. Die von Delden-Straße in Ahaus Ein Ausfalltor besonderer Art cselbse Sie muß schon etwas vorstellen, denn gleich zu eginn tritt sie mit dem Schlageter-Platz die Erscheinung, der sie sehr bald in gehörigen bstand von der Nachbarstraße bringt. Zwar hat mit diesem Platz, so mutet es an, nicht mehr so el auf sich wie einst, als noch die Händler feilsend an den ausgestellten Kisten und Kasten entng gingen und zweimal jährlich die Kirmes, m Markt herkommend über den Mühlenplatz, nceer ihren weniger lauten Ausklang suchte, Stiller en Sektvorrai es um den Platz geworden, und nur an Sonnfahren Sie die gen treffen sich hier im Angesichte der Anschlageaufsparen Me einige Kutschen und Chaisen und stecken die ürdigen Anlaß ppfe zusammen über den Wandel der Zeit, bis Pferdewiehern sie aus dem Sinnen herGGOLUsreißt. Der van=Delden=Straße jedoch hat das etter keinen Abbruch tun können. Sie liebt nicht niderlich das laute Gedröhn, Vielmehr liegt ihr ne artige Manierlichkeit. Das schuldet sie schon in großen Krankenhaus, das von hoher arte her auf sie herabschaut, seit der Neubau das le bescheidene Haus ins Hintertreffen gewiesen t. Wie ein stattliches Kurhaus spricht es sich an st seinen Erkern und Lauben hoch oben. Und nn die Wolken zur Dämmerstunde hohe Berge rtauschen, dann kommt es einem vor, als hätte in es gar nicht mit einer Erscheinung der Ebene tun, sondern vielmehr mit einem baulichen sdruck etwa der Bayrischen Alpen. des Schwarzdes oder der Schweiz, wo derlei Prunkhäuser Erhelungsstätten an die Steilhänge der Berge klebt erscheinen. Seit das Dach nun auch schützend n Wandelgang betreut, ist solche Vergleichsmögeit in noch größere Nähe gerückt. Auf solchen wohner kann die Straße schon stolz sein. 0Leben und Tod und menschliches Leid so et nebeneinander ihre Rechte fordern da vermmt auch das lustige Peitschengeknalle der uhrleute, deren schwere Frachten tagsüber mehrdaher kommen. Denn kein anderer Straßenals Auskönnstliche ilbes OETHE unser z für sein: en, friger isher! heine 1. W. steinfurt mit sigstellen msdetten chtrup irgsteinfurt Borghoret daher kommen. Denn tein anderer wirkt wie diese Verkehrslinie als utor des Güterbahnhofs. Ach. ein Liedchen sie singen von all den wertvollen Dingen, die über d. Strecke weiter stadteinwärts gebracht werden. Was braucht es da wunderzunehmen, daß in ihren Rücken tiefe Narben gezeichnet sind, wie in das Gesicht eines Schwerstarbeiters. Und zu dieser Gruppe gehörte die Linie wohl auch. Wer nur einen Hauch davon verspüren wollte, brauchte des Abends nur, wenn die nahe Jutefabrik ihre Lichter verlöschte, eine Atempause am oberen Ende zu verweilen, dann sah er, wie es plötzlich zu trrlichtern begann von Hunderten von Arbeitern, die ruhig und bedächtig und dicht gedrängt zu zweien oder dreien dem Stadtinnern zufuhren, um sich von hier aus strahlenartig in Richtung Legden, Wüllen, Wessum und Graes zu verlieren. Immer auf und nieder wippten die winzigen Lichtlein, lautlos, geisterhaft wie die Wüpplöcht über einsamen Moorsümpfen im Amtsvenn, bis die glatte Teerstraße sie aufnahm. Ja. in Friedenszeit war die Straße auch das Ausfallstor für die Werkleute der größten Lebensader der Kreisstadt. Handel und Wandel blühten auch unter den Anwohnern. Da dampften die frisch gebrochenen Brote, da roch es nach feinsten Ledersorten, da dufteten Mett und Schinken, oder man spürte den Atem der Farben, und dazwischen strahlten bunte Lampen und leuchteten freundliche Gegenstände auf, die die Zimmer der Menschen so wohnlich gestalteten. Und wie um die Bedeutung der Straße erst ins rechte Licht zu rücken, schwang sich die Post hoch empor zu einem ansehnlichen Dreistockbau und kettete tagaus, tagein große Scharen von Kunden an ihre Dienststellen, während aus den oberen Geschossen in heimlicher Weise die Verbindung mit der Welt gefunden wurde, in nimmermüder Hingabe dienstbarer Geister. Spätabends aber, wenn das Tagesgetriebe verstummte, drang bei bewegter Luft das feierliche Rauschen der Tannen des nahen Schloßparks durch die leise geöffneten Fenster ins Innere der Zimmer, daß die Gedanken wie auf Wolkenschiffen in fernes Traumland fuhren... Und so war es schon recht, daß ausgerechnet an dieser Straße die schönen Künste zu Worte kamen. Von hier aus nahm das heimatliche Schrifttum der begehrten Tageszeitung Form und Gestalt, von hier aus wirkte der Porträtmaler und Restaurateur Hans Kästner, und von der Tonhalle her an derselben Straße gingen jeden Winter Tausende von Menschen seelisch bereichert zu neuer Schaffenstätigkeit in Betriebe, Werkstätten und Büros, in Feld und Wald. An der Biegung der Straße, im Bereich der Sonderbrücke, dort, wo der Zipfel des ragenden Laubwaldes beherrschend in die Architektur des Straßenbildes eingriff. lauchteten ein paar Wohn häuser auf, die sich alle Mühe gaben, der Bevölkerung Empfinden für das Schöne zu läutern und zu vertiefen. Ein Genuß erlesener Art war es, seine Augen an den Schmuckkästchen zu weiden, deren Anlagen die Wasser des Heimatflüßchens gar lieblich in sich einspannen. Derlet Perlen einer edlen Baukunst waren bislang noch dünn gesät im Westmünsterland. Man mußte schon bis an den Coesfelder Berg gehen, wo in der Nähe des Freibades ähnliche vorbildliche Wohnungen aus der Erde wuchsen. Fragt man sich jedoch warum uns derartige Motive so sehr zusagen, so ist es die enge Anknüpfung des Geschaffenen an jene Bauformen, die von jeher typisch niedersächsisch=niederländisch waren. Jenseits der Sonderbrücke nimmt der Gewerbefleiß fast das ganze Tagesgeschehen für sich in Anspruch. Dort, wo zwei mächtige Kastanien ihre Riesenkronen weit ausladen, mischt sich in den Duft von frischem Sägemehl der Ruch nassen Holzes, und ganz am Ende„schaffen fleißige Hände an der Erstellung der winzigen Zündhölzer, die vor vielen, vielen Jahren den Feuerstein ablösten. Heinz Bügener. Achtet auf die Raumtemperatur! Die Raumtemperatur darf 18 Grad Celsius nicht übersteigen. In gewerblichen Räumen, in denen schwere körperliche Arbeit verrichtet wird, soll die Raumtemperatur entsprechend niedriger, etwa 12 Grad Celsius, betragen. Durch Anbringung von Wärmemessern ist die Einhaltung dieser Bestimmung zu sichern. Neben der richtigen Bedienung der Heizanlagen steht der Wärmeschutz in vorderster Linie der Ersparnismöglichkeiten. Anhaltende Heiratsfreudigkeit Trotz des verminderten Bestandes an heiratssähigen Männern war auch im September 1942 die Zahl der Eheschließungen recht hoch. Sie war mit 7.6 auf 1000 Einwohner höher als im September 1941 und 1940. Das sich in diesen Zahlen ausdrückende Vertrauen in die Zukunft unseres Volkes wird auch nach wie vor in den Zahlen der Geburten sichtbar. In den ersten neun Monaten 1942 wurden 952 916 Kinder geboren oder 15,6 je 1000 Einwohner. Dies ist zwar weniger als in den voraufgegangenen Kriegsjahken, die mit 19,2 bezw. 21,0 Geburten ie 1000 Einwohner die Friedenzahl von 20.6 sogar übertroffen bezw. nur kaum unterschritten hatten. Der Rückgang im Jahre 1942 ist die natürliche Folge der harten Kämpfe im Osten, die im Winter 1941/42 größere Beurlaubungen nicht zuließen. Aber noch immer liegt die Geburtenzahl erheblich über der Vergleichszahl für das dritte Kriegsjahr des Weltkrieges 1914—18. Damals betrug die Zahl der Geburten nur 13,9 je 1000 Einwohner. With. Zumhagen, Aenne Zumhagen, geb. Stadtmann, Vermählte. Sendenhorst, Adolf-Hitler-Straße 29, Ahaus, den 19. Januar 1943. Für die Beweise aufrichtigerTeilnahme beim Tode unserer lieben Schwester Franziska sagen wir allen unseren Dank.-Sechswochen-Seelenamt Mittwoch, 20. Januar, um 7,15 Uhr. Geschwister Kumbrink, Ahaus. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb im Dienste fürVolk u.Vaterland mein lieber, unvergesslicher Mann, unser guter, treusorgender Vater, lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager u. Onkel Meinrich Brüning Obergefr. in einer Flakabteilung im 29. Lebensjahre. Nach einem treusorgenden, frommen Leben starb er für uns alle. Môge er ruhen in Gottes Frieden! Um ein stilles Gebet bitten die trauerden Hinterbliebenenn, Epe, Ahaus, Leeste bei Bremen, 14.1.43. Beerdigung Dienstag, 19. I., um 8,30 Uhr vom Wilhelmshospital aus, ansclil, Scelenamt. Für die uns zu unserer Vermählung erwiesenen Glückwünsche dan ken wir herzlichst. Hoinz Thier u. Frau Käthe, geb. Nienhaus. Ahaus, z. Zt. im Felde. Verkäufe Prima Kuh, Ende März das 4. mal kalbend, evtl. Ziehkuh zu verkaufen. Auskunst W.I.Z. Stellenangebote Für einen ältefen Herrn in einem Einfamilienhaus mit Garten wird für sofort oder später eine erfahrene, ältere Haushälterin gesucht. Angebote unter F 141 an die W.I.Z. Mädchen gesucht. Auf einem größeren Bauernhofe im Kreise Ahaus wird sofort oder zum 1. 3. tücht. fleißiges Mädchen(nicht unter 18 Jahren) für alle vorkommenden Arbeiten bei vollem Familienanschluß gesucht. Lohn nach Uebereinkunft. Ang. unter F 142 an die WTZ. Kriegerfrau sucht zum baldigen Eintritt gutes, ehrliches Mädel, von 16— 18 Jahren, zur Mitversorgung des Haushalts und der beiden Kinder, da Frau selbst im Wirtschaftsbetrieb tätig sein muß. Angebote unter F 140 an die W.I.Z. Stellengesuche Suche Selle als Stütze, Haushälterin oder Köchin. Gute Zeugnisse vorhanden. Angebote unter R 562 an die W.I.Z. Kaufgesuche Backaromen-Gläser für 2 und und 3 cem Inhalt laufend jede Menge— nicht unter 1000 Stck.— zu kauf. gesucht. E.Völske, Berlin N4, Bernauerstraße 92. Backaromen zum Abfüllen geeignet, kauft jede Menge und jede Sorte: E. Völske, Berlin N4, Bernauerstraße 92. Verloren— Gefunden Goldene Armbanduhr auf dem Wege Ahler-Kapelle bis MarRtplatz Ahaus verloren. Gegen Belohnung abzugeben in der Geschäftsstelle der Zeitung in Ahaus, van-Delden-Str. 8 Tauschgesuche Tragende, schône Fuchsstute gegen junges Arbeitspferd zu tauschen gesucht. Auskunst W. J.Z. Inseriere in der WIZ. Famlllen-Nachrichten A U VGeburten: Gerrit. Ursula van Delden geb. Brandis, Nico van Delden, Gronau (Westf.). z. Z. Münster i. W., Privatklinik Dr. Wesener, Annette-v.Droste-Hülshoif-Allee. Hans Günter. Charlotte Schmidt geb. Bald, Pol.-Ob.-Wachtmeister Hans Schmidt, Coesfeld, z. Z. Vinzenz-Hospital, 16. Jan. 1943. Verlobungen: Amalie Neckenbürger, Hans Rurbank. Obergefr.. z. Z. Urlaub, Münster i. W., Schlachthausstr. 1, Lazarettstr. 19, 17. Januar 1943. Gertrud Otte, Hiltrup, Hammer Straße 154. Obergefr. Bernhard Dirks, Havixbęck, z. Z. im Felde, im Januar 1943. Maria Hense, Anton Leuhaff, Wolbeck, Kirchspiel 30, EversZ. Urla winkel, z. Jrlaub, 17. Jan. 43. Hilde Thier. Canl Edelbrock, z. Z. Urlaub. Nottuln. 17. Januar 1943. Anni Wöstenkölter, Willi Friepörtner. Dülmen. Billerbecker Straße 61, z. Z. in Urlaub, 17. 1. 43. Paula Iker. Heinz Hagernann, Nordwalde, Westerode 41, HerneSodingen, Mont-Genis-Straße 231, z. Z. Wehrmacht. Vermählungen: Fritz Thiel. Kunstmaler, Toni Thiel geh. Wessing, Bildhauerin, Münster, Wilhelmstraße 23, den 19. Januar 1943. Karl Auverkamp. Franziska Auverkamp geb. Hundorf, Olfen, Krs. Lüdinghausen, Nordstr. 97, Münster i. W., Heisstraße 40, im Januar 1943. Karl Seiling, Martha Seiling geb. Schulze Zurmussen, Ahlen, Everswinkel, 19. Januar 1943. Für Glückwünsche danken: Anläßlich ihrer Verlobung: Paula Beiker, Raestrup(Kreis Münster), Heinrich Dahlhoff, Altengeseke, z. Z. Wehrmacht. Wilma Watermann. Hans Hollkamp, Münster(Westf.), Wilhelmstraße 32, Grevener Str. 136, im Dezember 1942. Eva Fels. Josef Viskorf, Mänster (Westf.), Kinderhauser Straße 26, Emdener Straße 31. Gerta Sprakel. Dr. med. Franz Josef Mies. Rheine 1. Westf. Fine Lütje, Metelen, Simon Thomas, Bad Honnef a. Rh. Mia Lütje. Metelen, z. Z. Recklinghausen, Josef Schmidt, Recklinghausen. Käthe Arens-Sommersell. Dr. med. Friedrich Vieler, Sendenhorst, im Felde. Elisabeth Eßmann. Heinrich Füller. Agnes Harpes, Peter Schmitz. Tine Höwische, Willi OttoStricker, Ottmarsbocholt u. Ostbevern: Elli Kortenjann, August Engberding. Everswinkel u. z. Z. i. Felde. Elisabeth Köster, Bernhard Wulf, Hauenhorst b. Rheine. Margret Hölscher, Josef Schütte, Obergefr., Borghorst, z. Z. Wehrmacht. Agnes Pöhlker. Bernhard Telger, Schöppingen, Österwick. Elisabeth Kösters, Walther Gardian, Darfeld. Aenne Lehmkühler, Bernhard Erfmann. Nordwalde, z. Z. im Felde. Hilde Strotmann, Gerhard Mack, Neuenkirchen b. Rheine, Nordhorn i. Hann. Tine Berning. Anton Lepolt. Holthausen. z. Z. Billerbeck, Nottuln, z. Z. im Felde. Trudis Schemmelmann. WIIII Röttgermann, Ottmarsbocholt, Gimbte, z. Z. im Felde. Anläßlich ihrer Vermählung: Hans Pennig und Frau Gerda geb. Otterbein. Bernhard Kroos. Maria Kroos geb. Stienert, Hiltrup, Lüdinghausen. Gefr. Franz Kühnel, Maria Kühnel geb. Mester. z. Z. Urlaub, Sprakel. August Dickbertel u. Frau Josefa geb. Riesenbeck, Everswinkel, z. Z. Wehrmacht, Bockholt über Münster 2. Friedrich Floeder, Marliese Floeder geb. Kies, Burgsteinfurt. Adolf Notz und Frau Elfriede geb. Potthoff. Hans Lingner und Frau Irmlind geb. Lück. z. Z. Berlin-Wilmersdorf. Leutnant Hans Schreier u. Frau Gertha geb. Aulenkamp. Ochtrup u. z. Z. im Felde, 17. Jan. 1943. Bernhard Aupers und Frau Else geb. Reuter, Bocholt, Werderstraße 61. Theo Droste, Maria Droste geb. Köhne, Borghorst. Heinrich Schwering Hermann Bovenkerk Wir erhielten die traurige Nachricht, daß unser lieber, einziger Sohn, unser guter Enkel, Neffe und Vetter Rudolf Hüneke Uffz. i. e. mot. Inf.-Regt. Inh. des Verwundetenabz. am 20. 12. bei Welikije Luki den Heldentod fand. Im Westfeldzug verwundet, fiel er im Alter von 21 Jahren als vorbildlicher, tapferer Soldat im Glauben an Gott für sein Vaterland. Er war unser Glück und unsere Hoffnung. Im Namen der tieftrauernden Angehörigene Lorenz Hüneke u. Frau Clara geb. Potthoff. Münster, Langenstr. 42, 15. 1. 43. Levitenamt Dienstag, 19. Jan., 9 Uhr(10 Uhr) Hl.-Kreuz-Kirche. nacber hart iraf uns die Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter. der Uffz. u. Truppf. i. e. Inf.-Regt. Alfons Zurkuhlen Inh. d. E. K. 2. d. silb. Inf.Sturmabz. u. d. Ostmedaille am 3. Dez. bei Rschew im Alter von 29 Jahren gefallen ist. Er folgte seinem Bruder Heinrich nach 8 Monaten im Heldentode, Im Namen der trauernden Angehörigen: Frau Hanna Zurkuhlen reb. Nienau. Münster i. W., Gartenstr. 36 u. Warendorfer Str. 217, 15. Jan. 43.— Levitenamt Dienstag, 19. Jan., 9 Uhr (bzw. 10,30 Uhr) in der St.-MartiniKirche. Gott der Herr über Leben und Tod nahm uns unseren einzigen Sohn und Bruder Walter Pielke Gefreiter in einem Inf.-Regt. Er erlitt am 19. 12. in den schweren Abwehrkämpfen bei Rschew den Heldentod im Alter von 23 Jahren. Er starb im festen Glauben an seinen Erlöser. In tiefer Trauer: Fam. Josef Pielke, Rektor 1. R. Münster, Lahnstr. 27, 11. Jan. 43. Levitenamt Dienstag. 19. Jan., 9,15 Uhr in der Erphokirche. Schmerertlllt aieten wir die unfaßbare, traurige Nachricht, daß unser Innigstgeliebter, unvergeBlicher Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe u. Vetter Franz Schultejohann Grenadier in einem Gren.-Regt. am 26. 11. im Alter von 19 Jahren bei Toropez in treuer Pflichterfüllung den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Fam. Heinr. Schultejohann u. Angehörige. Hiltrup, im Felde, 9. Jan. 1943. Levitenhochamt 19. Jan., 9 Uhr (evtl. 10 Uhr) Pfarrkirche Hiltrup. Mit den Angehörigen trauern die Betriebsführer u. die Gefolgschaft der Firma Köchling u. Mussler, Münster, Friedensstraße 4. Nach Gottes Willen wurde nun auch unser zweiter, guter Sohn und lieber Bruder, Neffe und Vetter, der Grenadier Franz Ottenjann durch den Tod entrissen. Er fiel am 18. 12. bei den Kämpfen im Kaukasus, nachdem vor 5 Wochen sein Bruder Alfons dem Vaterland sein Leben geopfert hatte. Um ein Gebet bitten in tiefer Trauer: Familie Bernh. Ottenjann und Angehörige. Greven, Barkenstr. 55. z. Z. Laz., Lingen, 15. Jan. 1943. Levitenamt 19. Jan.. 9 Uhr. in der Pfarrkirche.— Mit der Familie trauern Betriebsführer u. Gefolgschaft d. Grevener Baumwollspinnerei" A.-G., Greven. Uie geben die traurige Nachricht, daß unser ältester, innigstgeliebter Sohn, unser guter Bruder, Neffe und Vetter, Obergrenadier Josef Budde in den bitteren Kämpfen im Osten am 15. Dez. im Alter von 21 Jahren den Heldentod gestorben ist. Um ein Gebet für den lieben Entschlafenen bittet: Familie Josef Budde. Nottuln-Stevern und Schöppingen, 11. Jan. 43.— Levitenamt Dienstag, 19. Jan., 9 Uhr zu Nottuln. chmertertilt geben wir die traurige Nachricht, daß nach Gottes hl. Willen am 13. Dez. im Östen unser einziger, geliebter Sohn, unser guter Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Josef Finkenbrink Gefr. i. e. Panz.-Jäg.-Abt. im blühenden Alter von 20 Jahren den Heldentod fand. Er opferte sein junges Leben als pflichtreuer Soldat, wofür ihm der Herr geben möge die Krone des ewigen Lebens. Wir bitten um ein stilles Gedenken für den teuren Verstorbenen. Hermann Finkenbrink u. Frau Anna geb. Thoms. Hedwig Finkenbrink, Hilde Finkenbrink. Darfeld, 11. Jan. 43.— Seelenamt am Dienstag, 19. Jan., 9 Uhr zu Darfeld. lart und zehwer fral uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber Bruder, Schwager und Neffe Alois Mensing Obergefr. in einem Inf.-Regt. Inh. des E. K. 2. Kl. am 4. Dez. im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen um Rschew den Heldentod fand. Er folgte seinem Bruder Walter, der auch den Heldentod starb. In tiefer Trauer: Friederike Ungru geb. Mensing, Hubert Mensing, Ludwig Mensing. Heinr. Ungru, Wwe. Al. Rave. Ramsdorf, im Felde.— Seelenamt Dienstag, 19. Jan., 9,15 Uhr in der Pfarrkirche. Unser leber, bofmaner voller Sohn, unser herzensguter Bruder. Schwager. Onkel, Neffe und Vetter, mein innigstgeliebter Bräutigam Willi Duffe Uffz. i. e. Panz.-Schütz.-Regt., Inh. d. E. K. 2 u. d. Inf.Sturmabzeichens hat am 15. 12. bei Stalingrad im blühenden Alter von 29 Jahren den Heldentod erlitten. Wir bitten, seiner im Gebete zu gedenken. In tiefem Schmerz: Fam. Feldmann-Duffe, Hedwig Hörsting als Braut. Wadersloh, 12. Jan. 43.— Levitenamt Dienstag, 19. Jan., 9 Uhr in der Pfarrkirche zu Wadersloh. + Es entschlief heute um 18 Uhr mein guter Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Strotkamp Er starb nach kurzer Krankheit, mit den Sakramenten versehen, im Alter von 59 Jahren. In tiefer Trauer: Katharina Strotkamp geb. Wilke nebst Angehörigen. Münster(Westf.), Rosenstr. 4, 14. Jan. 43.— Beerdigung am Dienstag. 19. Jan., 14,30 Uhr von der Leichenhalle des Zenralfriedhofes aus; Seelenamt 9.15 Uhr(10,30 Uhr) Liebfrauenkirche.— Mit den Angehörigen trauern Betriebsführer und Gefolgschaft der Fa. Wilhelm Hoeter. Für die vielen Beweise herzl. Anteilnahme anlä Blich des allzufrühen Heimganges meines unvergeßlichen Mannes Heinrich Diekmannshemke sage ich allen meinen tiefempfundenen Dank.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 19 Jan., 9 Uhr in d. Hl.-Geist-Kirche. Frau Maria Diekmannshemke geb. Warthorst, Münster. Suche kaufmännischen LehrUng mit guter Schulbildung für mein Kraftfutterwerk, Getreideund Mehlgroßhandlung z. 1. April 1943 u. für mein Kolonialwarengeschäft gewandtes Lehrmädchen. Hermann Tertilte. Warendorf in Westf., Fernruf 506. Suche zum 1. April einen Stellmacherlehrling. Karosseriebau k. erlernt werden. Kost u. Logis b. Meister. Wilhelm Hoppe, Altenberge, Hansell 19, Stellmacher u. Karosseriebau. Für Gutshauah. Bauerntochter, die KüchenHaus- und Gartenarb. versteht. als Stütze ges. 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Mein Hof ist der Deuzeit entsprechend eingerichtet. Trecker vorh. Albert Gr. Horstmann, Altenberge b. Münster, Entrup. Für großes Industriewerk in den Donau-Alpengauen werden gesucht: Betriebsbuchhalter, Lagerbuchhalter, Nachkulkulatoren für Weiterverarbeitungsbetriebe Stahlwerk. StahlgieBerei und Gesenkschmiede. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen erbeten unter„Industriewerk 280“ an Ala, Anzeigen-Ges., Linz/Donau. Sattler-, Polsterer- und Dekorateurlehrling mit guter Schulbildung zu April gesucht. Kost u. Wohnung bei Familienanschl. Stelle auch zu sofort oder später e. Gehilfen ein Heinr. Lüfkens, Polstermöbel u. Dekorationen, Stadtlohn(Westf.), Tel. 328. liefepechiitert ettielen wir die traurige Mitteilung. daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Grenadier Ignatz Rolfes Für die Dauer des Krieges werden für den Dienst des Kreises Zellerfeld(Oberharz) pensionierte Verwaltungsbeamte oder Verwaltungsangestellte ges., die in der Lage sein sollen, Verwaltungs- u. Kassenaufgaben des Kreises zu erledigen. Über die Vergütungen bleiben Vereinbarungen vorbehalten. Die Ruhestandsbeamten können als Widerrufsbeamte übernommen werden. Trennungsentschädigung wird in Aussicht gestellt. Gesuche mit handschriftlichem Lebenslauf sind umgehend bei mir einzureichen. Der Landrat des Kreises Zellerfeld. Clausthal-Zellerfeld(Oberharz). Zu dem am 1. April ds. Js, beginnenden Kursus an der Diätschule der Medizinischen Universitätsklinik in Münster i. W. zur Ausbildung von Diätassistentinnen können noch einige Schülerinnen angenommen werden. Anmeldungen und Anfragen über Aufnahmebedingungen sind zu richten an den Direktor der Med. Universitätsklinik in Münster in Westf. Kontoristin mit guten kaufm. Kenntnissen, die in der Lage ist, sich innerhalb kürzester Zeit in ein interess. Sachgebiet einzuarbeiten, von angesehenem Unternehmen in Münster zu mögl. baldigem Eintritt gesucht. Stenogr. u. Maschinenschreiben erwünscht. Ausfürl. Angebote mit Zeugnisabschr. unt. A 3203 an die WTZ. am 17. 12. im Raume von Rschew den Heldentod erlitt. Er opferte sein blühendes, junges Leben im Alter von 21 Jahren. Um ein stilles Gedenken bitten: Familie Clemens Rolfes. Recke, 11. Jan. 43.— Seelenamt Dienstag, 19. Jan., 9.15 Uhr in der Pfarrkirche zu Recke. Wegen Todesfall des Betriebsinhabers wird zu sof. ein tücht., gewissenh. Geschäftsführer ges, der ein mittl., Baugeschäft mit Barackenbau selbst. leiten kann. Angeb. unt. A 3294 an die WTZ. Niy ethielten die fraurige Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Gut eingeführter Provisionsvertreter zum Besuch der Kolonialwarengeschäfte für Münster und weitere Umgebung zur Mitnahme erstkl. bezugscheinpfl. Seifenerzeugnisse v. bestrenomm. Firma für sof. gesucht. Angeb. erb. unt. A 3290 an die WTZ. Stenotypistinnen, Kontoristinnen, erfahr. Lohnbuchhalterinnen, Karteiführerinnen von großer Berliner Firma, im Zentrum Berlins gelegen, baldmöglichst gesucht. Verpflegung durch Werkküche möglich. Bewerbungen mit Lichtbild, Zeugnisabschriften u. Lebenslauf erbet. unt. 42 11 13/80 durch die Annoncen-Expedition Hermann Heise. Berlin SW 68, Wilhelmstraße 107. Sekretärinnen und Stenotypistinner für großes Werk gesucht. Angeb. mit Lebenslauf u. Lichtbild unter„111/Kn“ an Ala, Wien I. Wollzeile 16. Tielerschitert erhiellen wir die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Mann, mein treusorgender Vater, unser lieber, einziger Sohn u. Bruder, Schwiegersohn u. Schwager Jesef Kockmann Obergefr. i. e. Inf.-Regt. am 11. Dez. im Osten im Alter von 31 Jahren in soldatischer Pflichterfüllung sein Leben für das Vaterland opferte. Wir gaben unser Bestes. In tiefer Trauer: Frau Margarete Kockmann geb. Brackmann u. Angehörige Borghorst. Metelen, Vechta 1. O. Levitenamt Montag, 18. Jan., 8.30 Uhr. Franz Könnig Gefr. in ein. Inf.-Regt., Inh. d. Sturm- und Verw.-Abz. bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 27. 11. im Alter von 22 Jahren den Heldentod fand: Er starb in treuester Pflichterfüllung für seine Heimat. In tiefer Trauer: Familie Johann Könnig nehst Angehörigen. Elte, Bevergern. Eldel(Holl.), 9. Jan. 43.— Seelenamt Montag, 18. Jan., in der Pfarrkirche zu Elte. Buchhalter(in) u. tücht. Bürokraft für Maschinenbuchhaltung zu sofort gesucht. Volksbank Warendorf e. G. m. b. H., Warendorf. 2 Oberkellner, versierter Fachmann, tücht. u. gewissenh. Mitarbeiter, zur Unterstützung des Chefs mittl. Hotels m. Restaurant für sof. od. später ges. Bewerbungen mit Aufgabe von Referenzen u. möglichst Bild unt. A 3287 an die WTZ. Für unsern Elnkauf suchen wir eine selbständige und gewandte Mitarbeiterin nach Dresden. Bewerberinnen, die bereits eine Tätigkeit im Einkauf nachweisen können, wollen bitte Bildbewerbungen mit Zeugnisabschr. richten unter G 313 an Ala, Dresden A 1. Gott der Allmächtige berief heute 15,30 Uhr unsern lieben Bruder, Schwager und Onkel Schweißer u. Rohrschlosser werden eingestellt für Fernmontagen. Ungelernte eingearbeitet u. ausgebildet. Angeb, unt. A 3297 an die WTZ. Bauer Theodor Bruns Nach Gottes hl. Willen entschlief heute nacht 0.30 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser guter, terusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel Allen, die an unserer tiefen Trauer und unserm bittern Schmerz bei dem Heldentode unseres zweiten, lieben Sohnes und Bruders Josef Anteil genommen haben, sagen wir tiefempfundenen Dank.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 19. Jan. 7,45 Uhr zu Amelsbüren. Familie Hermann Imkamp, Amelsbüren. nach längerem, schwerem Leiden, versehen mit den Sterbesakramenten, im Alter von 69 Jahren, sanft und ruhig im Herrn. Um ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen bitten: Die trauernden Angehörigen. Rorup. Coesfeld-Klinke, den 13. Jan. 1943.— Beerdigung zu Rorup Montag. 18. Jan., 9 Uhr vom Trauerhause aus; darauf Levitenamt. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme beim Tode unserer lieben Mutter sprechen wir unsern innigsten Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 19. Jan,7 Uhr in der Stiftskirche zu Freckenhorst. Geschwister Lenz. nach kurzer Krankheit zu sich in die Ewigkeit. Nach einem tiefgläubigen Leben und frühzeitig gestärkt durch die Gnadenmittel unserer Kirche, starb er ruhig und gottergeben im 74. Lebensjahre. Wir bitten. seiner im Gebete zu gedenken. Im Namen der trauernden Angehörigen; Familie Wilhelm Bruns. Rinkerode, Lünen. Münster, Aschęberg, 14. Jan. 43.— Beerdigung Dienstag, 19. Jan., 9 Uar vom Krankenhause aus; danach Seelenamt. Selbst., perf. Küchenchef oder Köchin(Mitarbeiter) für gutbürgerl. Restaurant bei festem Gehalt u. Umsatzbeteiligung zu sof. ges. Angebote erbitten F. HahnBetriebe, Oldenburg i. O. Wir suchen eine erstklassige Stenotypistin für das Sekretariat eines großen Verlagsunternehmens in Dresden. 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Gott nahm uns nach kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den Tröstungen unserer Kirche, heute. 11.15 Uhr, meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Großvater, Bruder. Schwager und Onkel. Landwirt Allen, die durch innige Teilnahme beim Heldentode unseres lieben Sohnes und Bruders mitfühlend unserer gedachten, sprechen wir unsern aufric'itigen Dank aus.— Sechswochen-See lenamt Dienstag, 19. Jan.. 7.45 Uhr in der Pfarrkirche zu Hohenholte. Familie Bernard Rape. Für die Beweise herzlicher Teilnahme zum Hinscheiden unseres Bruders August danken wir vielmals.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag. 19. Jan., 7,15 Uhr in der Überwasserkirche. Geschw. Hüging, Münster. Wachposten für besetzte Westgebiete bei Wehrmachtsverpflegung, Bekleidung und Unterkunft gesucht Iso" Hannover, Goethestrase 42 Im Obst- u. Gemüsebau durchEin Leben voll Sorge und Arbeit für die Seinen fand im 70. Jahre seinen Abschluß, Um ein Gebet bitten: Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Tode meines lieben Mannes und Sohnes, unseres suten Vaters dankenwir herzlich.— Sechswochen-Seelenamt Montag, 18. Jan 815 Uhrin der Pfarrkirche zu Stadtlohn. Frau Karl Stapper u. Kinder, Heinr. Stapper. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme beim Tode unserer lieben Mutter sprechen wir allen unsern tiefempfundenen Dank aus.— Sechswochen-Seelenamt Dienstag, 19. Jan., 7.45 Uhr in der Krankenhaus-Kapelle Albersloh. Geschwister Hecker. 1 aus erfahrener ält. Gärtner(auch verheiratet) für das Sauerland gesucht. Angeb. unt. DO 10 023 an Ala Anzeigen m. b. H., Dortmund. Gesucht wird für bald od. spät. für Dauerstellung je 1 Spinn- u. Webmeister. Evtl. würden wir aber auch heutige Untermeister, die sich für einen Meisterposten fähig zeigen, einstellen. Ausführl. Angeb. mit Lichtbild unt. L. 630 au die WTZ. Für die vielen Beweise herzl. Anteilnahme beim Tode meines lieben Mannes. unseres guten Vaters sprechen wir hiermit unsern innigen Dank aus.Wwe. Regina Gerd-Holling u. Kinder, Alverskirchen. Wir stellen zu Ostern ein: Lehrlinge für Kontor. Druckerei, Setzerei, Buchbinderei u. Klischeeanstalt weibl. Anlernlinge für Buchbinderei(Buchteilbinderin). Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster(Westf.), Gallitzinstraße 13. Tüchtige Köchin oder Koch zur selbst. Führung einer Hotel- u. Restaurantküche in Vertrauensposition für sof. od. später ges. Ausführl. Bewerbungen von nur guten Kräften unt. A 3289 an die WTZ. Büfett- u. Servierfräulein, tüchtig, zum 1. oder 15. Februar ges. Café Eilers. Bocholt, Neustr. 22, Fernruf 2261. Hausgehilfin, zuverl. u. kinderlieb, für Einfamilienhaushalt sof. oder später gesucht. W. Reising, Wuppertal-Barmen, Unterdenkmalstraße 11, Tel. 5 82 40. Für Einfamilienhaus in Hannover suche ich in Vertrauensu. Dauerstelle zu sofort od. spät. 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