Schonung der Von Sachkenlere Hausfür den Hausid in der Miandschälen. t. n Deutschland aft der Nachis hat sie sich ten Zweig der durch die Ernführung eines Edelpelztierurch eine jährg mit Preistung getragen akulschafe, Sile, Blaufüchse, „Zobel, Fischschilla, WaschRatten und =EdelpelztierNovember bis Die Meinerzhagener Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= u. Festtage. Bezugspreis monatlich 1,65 Reichsmark. Preis der Einzelnummer 10 Reichspfennige. Bestellungen werden jederzeit von der Geschäftsstelle u. den Postanstalten entgegengenommen. Telegr.=Adresse: Zeitung Meinerzhagen. Verantwortlicher Schriftleiter Mar Kämper, Meinerzhagen. i. W. Gelesenste Lageszeitung in Meinerzhagen und Amgegend Amtlicher Fernsprecher Amt Meinerzhagen Nr. 542 Postscheckkonto: Dortmund 11452— Schließfach 29 Anzeiger Herausgabe, Druck und Verlag von Walther Kämper, Meinerzhagen, Hauptstraße 42 Im Falle höherer Gewalt, Streik oder Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Anzeigenpreise: Für 1 Millimeterhöhe in Spaltenbreite von 35 Millimeter in Meinerzhagen 8 Reichspfennige, Familien=Anzeigen und Stellengesuche 5 Reichspfennige, Anzeigen von auswärts 10 Reichspfennige, Anzeigen von Behörden und Finanzanzeigen 10 Reichspfennige, Reklame 40 Reichspfennige. Zahlbar sofort. Redaktion u. Geschäftsstelle Hauptstr. 42 Nummer 267 Donnerstag, den 13. November 1930 20. Jahrgang Verstörkte Preissenkung. aber. jers wird fortlösen sich im ir vollen Wirnn man jetzt 4 DoppelzentObstbäume nstdünger und init oder auf er Kalidüngehosphorsäuredt, so werden ebe man dann Stickstoffgabe. entner Kainit lzentner 40er Thomasmehl. elzentner 40er r Kainit und vergesse auch ingen nicht, 3auf magerem ien 6—9 Doper eines PhosSparsamkeit Mitteln erforhare Gerät Ackerwirtschaft und der ausemten Vorderhinen geführt. ge Dinge ein. gestell. Es icherweise ver3 Geschirrzut verwendet Wäschekorb ußer Gebrauch g, da es aus l besteht, das ift. In gerintaglatten kann t werden, auf a Einsammeln das Gestell zu aucht auf die ten nur eine Es ist zwecktrich zu geben. hat der preuinen und Fornung für s und der virtschaftlichen neue PrüStudium vor, voranzugehen ist eine dreing umfaßt die GartengestalFachrichtungen verleiht den plomgärtner". Kabinettsausschuß für Preissenkung.— Eine Entschließung der rheinisch-westfälischen Metzger — Berlin, 13. November. In Anwesenheit des Reichsbankpräsidenten Dr. Luther beschäftigte sich das Reichskabinett unter dem Vorsitz des Reichskanzlers eingehend mit der Frage der Preis= und Arbeitspolitik. Es wurde beschlossen, die Senkung der Preise weiter energisch zu fördern. Zu diesem Zweck wurde ein Ausschuß eingesetzt, der in dauernder engster Zusammenarbeit mit den beteiligten Wirtschaftskreisen weitere Maßnahmen treffen soll. Mitglieder des Ausschusses sind dem Vernehmen nach Reichskanzler Dr. Brüning, Reichsfinanzminister Dr. Dietrich, Reichsarbeitsminister Stegerwald, Reichsernährungsminister Schiele, Staatssekretär Dr. Trendelenburg und der preußische Handelsminister Dr. Schreiber. Ueber diese Mitteilung hinaus erfahren wir von gut unterrichteter Seite, daß das Kabinett mit allen Mitteln die Preissenkungsaktion fortführen will. Vorerst stehe man noch am Anfang; mögen auch Schwierigkeiten vorhanden sein, so würden sie doch schrittweise überwunden werden. Praktische Erfolge hat die Reichsregierung in der Frage der Preissenkung bisher insoweit erzielt, als in Berlin die Brotpreise von den Bäckerinnungen um 8 v. H. ermäßigt worden sind und für Schweinefleisch eine Preisermäßigung um 5 v. H., für Milch eine solche im Ausmaße von 3 v. H. zugesagt worden ist. Allerdings wurde die psychologische Wirkung dieser Ermäßigungen dadurch wesentlich beeinträchtigt, daß die Brotfabriken später einen Rückzug antraten und damit mit ihren Leistungen hinter denen der Bäcker zurückbleiben. Höchst bedauerlich waren ferner die„Mißverständnisse“, die sich in Berlin beim Abbau der Preise für Schweinefleisch ergeben hatten. Denn bei allen diesen Maßnahmen handelt es sich nicht nur darum, ob das Brot in Berlin in Zukunft 4 oder 2 Pfennige weniger kosten wird, sondern es geht auch darum, ein gutes Beispiel zu geben, das fortwirkt und dem Gedanken des Preisabbaus im ganzen Lande Bahn bricht! Es wäre daher besser gewesen, wenn der Beginn der Preissenkung reibungsloser eingesetzt hätte. Hinsichtlich der Fortführung der Aktion ist zu sagen, daß, wenn auch Preiserhöhungen erfahrungsgemäß rascher Platz greifen, auch Preissenkungen von den Behörden beschleunigt werden können. So hat man z. B. in England einmal in verhältnismäßig kurzer Frist eine Senkung der Brotpreise bis zu 20 v. H. durchgesetzt, nämlich mit der Anwendung des drastischen Mittels der Bekanntgabe der Läden, die die Preise freiwillig herabgesetzt haben. Wenn aber die offizielle Preissenkung ihren Zweck voll erfüllen soll, dann muß man es mit den Konsequenzen dieser Politik sehr genau nehmen und auf der ganzen Linie die Produktionskosten verbilligen und die Kosten des Verwaltungsapparats herabsetzen. So vertrug es sich z. B. nicht mit dem schließlich doch schon seit längerer Zeit erörterten Gedanken des Preisabbaus, wenn hier und da die öffentlichen Tarife noch ein wenig heraufgesetzt und die Mieten durch eine Erhöhung der staatlichen Grundsteuer— so 3. B. in Preußen— um einige Prozente verteuert wurden. Man muß daher bei den weiteren Maßnahmen davon ausgehen, daß im Hinblick auf eine wirksame und allgemeine Senkung der Preise noch vieles getan werden muß. Da die Großhandelspreise und die Preise der Rohstoffe seit langem außerordentliche Rückgange erfahren haben, wird man im Interesse der Verringerung der Spanne zwischen den Groß= und Kleinhandelspreisen auch die Verkehrstarife nachprüfen und sie gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Pfennigrechnung senken müssen. In diese Richtung verweisen auch die dem Reichsverband der Deutschen Industrie zugegangenen Schreiben, in denen eine Senkung der Postgebühren gefordert wird. Wie man hört, will die Industrie bereits in den nächsten Tagen beim Reichspostministerium deswegen vorstellig werden. Eine weitere wichtige Aufgabe in der Verbilligung der Preise fällt der Hausfrau zu, die noch am besten die Preisgestaltung der nach Güte und Quantität im einzelnen sehr verschiedenen Lebensmittel überwachen kann. Welche Bedeutung gerade die Lebensmittelpreise für die Gesamtkosten der Lebenshaltung haben, ergibt sich daraus, daß nach den Erhebungen des Statistischen Reichsamts von dem Einkommen eines im Durchschnitt bezahlten Arbeitnehmers etwa 47,3 vom Hundert auf Lebens= und Genußmittel entfallen. Der Enderfolg aller Anstrengungen jedoch, die jetzt gemacht werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu steigern und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen, wird mit davon abhängen, ob es gelingen wird, eine Einheitsfront zu schaffen, in der sämtliche Kräfte nach einer Richtung ziehen. * Die Beschlüsse des Die über das Ergebnis der Kabinettssitzung herausgegebene Mitteilung hat folgenden Wortlaut: Das Reichskabinett beschäftigte sich unter Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning und unter Beteiligung des Reichsbankpräsidenten Dr. Luther mit Fragen der Preis= und Arbeitspolitik. Die weitere energische Förderung der auf eine umfassende Preissenkung gerichteten Tendenzen wurde einem Kabinettsausschuß anvertraut, der in dauernder engster Zusammenarbeit mit den beteiligten Wirtschaftskreisen stehen wird. Ferner wurden noch Fragen der Arbeitsstreckung, eines weiteren Schuljahres und der Zulassung von ausländischen Wanderarbeitern erörtert, über die noch Verhandlungen mit den Ländern geführt werden. Die Preissenkungsaktion. Bäckereien gegen Brotfabriken. Der Zweckverband der Berliner Bäckereien hat seine sämtlichen Mitglieder strikte angewiesen, den Brotpreis entsprechend den Vereinbarungen mit der Reichsregierung um vier Pfennig herabzusetzen. Der Beschluß des Bäckereiverbandes stellt eine offene Kampfansage an die Brotfabriken dar, die an einem Brotpreis von 48 Pfennig festhalten wollen. * Preisbildung für Obst und Gemüse. Bei einer Besprechung im Reichsernährungsministerium haben die Verbände des Handels, der Warenund Kaufhäuser, sowie die Konsumvereine ihre Bereitwilligkeit erklärt, keine Opfer zu scheuen, um die Preise auch für Obst und Gemüse zu senken. * Der Kartoffelkleinhandel wird in Berlin im allgemeinen für Speisetartoffeln bei Abgabe von 10 Pfund folgende Preise berechnen: für weiße Kartoffeln 23 Pfg., für rote und blaue — Genf, 13. November. Im Abrüstungsausschuß des Völkerbundes unterbreitete die deutsche Delegation einen Antrag auf Offenlegung des Rüstungsstandes aller Staaten. Die deutsche Forderung geht davon aus, daß die geplante Abrüstungskonferenz nur dann zu einem praktischen Ergebnis kommen kann, wenn zu Beginn der Konserenz genaue Angaben über die Rüstungen der einzelnen Länder, die eine Abrüstungskonvention schließen wollen, vorliegen. Die Ausarbeitung eines Konventionsentwurfs durch den Vorbereitenden Ausschuß genüge nicht. Der Londoner Flottenkonferenz hätten solche Angaben über die maritimen Rüstungen als Verhandlungsgrundlage vorgelegen. Während aber für die Flotten genaue und authentische Statistiken vorhanden seien, sei das bei den Landrüstungen nicht der Fall. Das militärische Jahrbuch des Völkerbundes sei unvollständig. Seine Angaben seien zum Teil vage und nicht immer zuverlässig. Der Vorbereitungsausschuß müsse an alle Regierungen, die auf der Konferenz vertreten sein werden, das Ersuchen richten, ihm genaue und einwandsreie Angaben über die Land- und Seerüstungen so rechtzeitig zu liefern, daß sie der Konferenz als Grundlage für ihre Arbeiten dienen können. Aufgabe der jetzigen Tagung sei es, ein Schema für diese Statistiken auszuarbeiten. rheinisch-westfälischen Metzger zur Preissenkung. Eine Entschließung in Essen. Essen, 13. Nov. Eine sehr stark besuchte Versammlung der Obermeister aller Fleischerinnungen des Bezirks Rheinland=Westfalen innerhalb des Deutschen Fleischerverbandes, die in der Essener Erholung abgehalten wurde, nahm Stelung zu der vom Fleischerverband beschlossenen Herabsetzung des Schweinefleischpreises um 5 Pfg. das Pfund. Der Bezirksvorsitzende Multhaup=Essen und mehrere Redner, unter ihnen der Reichstagsabgeordnete Schneidewind, wiesen nachdrücklich daraufhin, daß ein Preisabbau für Fleischerwaren in Rheinland und Westfalen längst erfolgt sei. In Essen z. B. habe der Kleinverkaufspreis für Schweinefleisch am 4. August 1930 127 Pfg. das Pfund betragen, am 10. November 1930 jedoch nur 105 Pf. Die Sprecher äußerten starke Entrüstung über die Hetze, die auf Grund völlig irriger Behauptungen(die fahrlässigerweise auch von Behörden verbreitet wurden) gegen das Fleischergewerbe betrieben werde. Die Lage des Fleischergewerbes sei nie so ungünstig gewesen als heute. Die Versammlung nahm folgende Entschließung an: Der Bezirksverein Rheinland=Westfalen im Deutschen Fleischerverband erkennt an, daß durch die Notlage großer Kreise der Bevölkerung eine Preissenkung erforderlich ist. Er hat von der Aktion des Verbandes Kenntnis genommen und betont, daß innerhalb des Bezirksvereins eine Preissenkung bereits erfolgt ist. Das rheinisch=westfälische Fleischergewerbe ist weiterhin bereit, bei sinkenden Viehpreisen die Fleischpreise zu senken, verlangt andererseits aber auch, daß die Regierung und die Gemeindeverwaltungen die Gebühren senken. Der Prinz von Wales fliegt mit Do X. — Calshot, 13. November. Der Prinz von Wales hat an einem Rundflug mit dem Do X teilgenommen. An Bord des Flugschiffes empfingen Dr. Dornier und Frau den Prinzen, dem auch der Kommandant des Do X, Kapitän Christiansen, vorgestellt wurde. Bald darauf startete das Flugschiff, unter dessen Passagieren sich Dr. Dornier und Frau sowie der Unterstaatssekretär für Luftfahrt in der früheren konservativen Regierung, Sir Philip Sassoon, befanden, zu einem halbstündigen Fluge und landete wieder glatt an seinem Ankerplatz. über das Kriegsmaterial. In Fortsetzung der Debatte über die Beschränkung des Kriegs= und Heeresmaterials kamen mit den Führern der japanischen, tschechischen, südslawischen Delegation zunächst die Gegner einer direkten Beschränkung des Materials zu Worte. In Uebereinstimmung mit der deutschen Delegation erklärte demgegenüber der Sprecher Schwedens, ein Abrüstungsvertrag, der außer den ausgebildeten Reserven auch noch das Kriegsmaterial außer Betracht lasse, sei völlig zwecklos! Aehnlich äußerten sich die Vertreter Rußlands, Norwegens und Hollands. Italien sekundiert Deutschland. Größte Sensation rief eine Erklärung des italienischen Delegationsführers General de Marinis hervor, mit der auch Italien sich dem deutschen Standpunkt angenähert hat, weit— wie man von italienischer Seite hört— die militärische Lage sich in den letzten Monaten zum Schaden Italiens entwickelt hat. General de Marinis befürwortete dementsprechend eine Herabsetzung des Rüstungsmaterials auf das niedrigste Maß. Ein Abrüstungsabkommen, das die Materialfrage nicht eindeutig in diesem Sinne löse oder das die gegenwärtig vorhandenen krassen Unterschiede im Rüstungsstand der einzelnen Mächte nicht in einigermaßen gerechter Weise beseitige, werde von Italien nicht unterzeichnet werden. 25 Pfg., für gelbe 30 Pfg. Von Deutschland wird gefordert Offenlegung der Rüstungen. Fortsetzung der Debatte Sochwasser=Fülfsoktion. Beratung der preußischen Maßnahmen im Landtag. — Berlin, den 12. November 1930. Nach den Beschlüssen des Aeltestenrats tritt im Preußischen Landtag am Freitag eine neue Unterbrechung der Plenarverhandlungen bis zum 10. Dezember ein. Vor der Vertagung soll noch am Donnerstag die Schlußabstimmung über die Steuergesetze erfolgen, ferner will man die Anträge über die pädagogischen Akademien und Landwirtschaftsfragen behandeln. In der Mittwoch=Sitzung des Landtags beantragten die Kommunisten die sofortige Veröffentlichung des geplanten Staatsvertrags mit den evangelischen Landeskirchen. Nachdem der Antrag der Ablehnung verfallen war, setzte das Haus nach Erledigung kleinerer Vorlagen die Beratung des Hilfsprogramms für die Hochwassergeschädigten fort. Das Hilfsaktionsprogramm sieht Maßnahmm zur Behebung der Not und Vorbeugungsmaßnahmen vor. Zur Behebung der Not sollen ausreichende Mittel zur Wiederherstellung von zerstörten oder beschädigten Hochwasserschutzbauten zur Verfügung gestellt werden. Die 1926/28 gewährten staatlichen Hochwasserkredite sollen in den erneut überschwemmten Gebieten niedergeschlagen, Notstandsaktionen überall dort eingeleitet werden, wo allgemeine Nöte bestehen, die von örtlicher Stelle aus nicht behoben werden können. Die Flußregulierungen sollen beschleunigt, auf die Reichsregierung soll dahin eingewirkt werden, daß der Regierungsbezirk Frankfurt a. O. und ganz Schlesien in die Östhilfe einbezogen werden. Ueber die Ausschußverhandlungen berichteten Abg. Metzenthien(D. Vp.) und Abg. v. Stünzner=Karbe(Dntl.). Ein Regierungsvertreter betonte, dem Oberpräsidenten von Breslau seien 60 000, dem Oberpräsidenten von Oppeln 30 000 Mark überwiesen worden. Das Staatsministerium werde auch Mittel für die Wiederherstellung der schwer beschädigten Wohnräume anweisen. Eine Beteiligung des Reiches an der Notstandsaktion sei zu erwägen. Wenn auch eine allgemeine Niederschlagung der alten Hochwasserkredite nicht erfolgen könne, so werde die Regierung doch auch diese Frage einer wohlwollenden Prüfung unterziehen. Abg. Simon=Neusalz(Soz.) verwies auf die vorbeugenden Maßnahmen der letzten Jahre und befürwortete sofortige Hilfsmaßnahmen. Abg. Wende=Winzig(Dntl.) erklärte, die andwirtschaft sei durch die diesjährigen Hochwasserschäden ganz besonders schwer betroffen, deshalb müßten die besonderen Fürsorgemaßnahmen in erster Linie der Landwirtschaft zugute kommen. Abg. Kreker(Ztr.) lenkte die Aufmerksamkeit gleichfalls auf die ungeheuren Verluste der Landwirtschaft hin. Die Aecker seien verschlammt, die Wiesen versandet. Die Hochwasserkatastrophe sei zum Teil auf Unterlassungen der Oderstrombauverwaltung zurückzuführen. Abg. Tunkel(Komm.) polemisierte gegen die Regierung. Abg. Pischke(D. Vp.) sprach der Reichswehr seinen Dank für ihren Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe aus und forderte Schutzmaßnahmen. Abg. Dr. Ponfick(Dt. Frakt.) betonte die Notwendigkeit möglichst rascher Hilfe unter möglichster Ausschaltung bürokratischer Engherzigkeit. Von den Zuschüssen werde wahrscheinlich sehr wenig zurückgezahli werden. Abg. Schmiljan(Dem.) schilderte die Wirkungen der Katastrophe, vor allem auch im Kreise Löwenberg. Abg. Leonhardt(Wirtschpart.) schilderte die Schäden die das Kleingewerbe durch das Hochwasser erlitten habe und forderte, daß Pommern in die Hilfsaktion einbezogen werde. Die Weiterberatung wurde zur Vornahme von Abstimmungen unterbrochen. Unter Ablehnung deutschnationaler Aenderungsanträge wurden die Durchführungsbestimmungen zur Gemeinde=Bier=, Getränke= und Bürgersteuer in zweiter Lesung angenommen und dazu ein Zentrumsantrag, der die Aufsichtsbehörde auch dann zur Anordnung der Einführung der neuen Steuern(mit Zustimmung der Beschlußbehörde) ermächtigt, wenn es das Ansteigen der Wohlfahrtslasten erforderlich macht. Die dritte Lesung dieser Steuervorlagen soll am Donnerstag erfolgen. Die Debatte dauerte bis nach 19 Uhr. Dann wurde das Ausschuß=Programm mit großer Mehrheit angenommen. Donnerstag 11 Uhr dritte Lesung der Gemeindegetränkesteuer: Anträge über die Pädagogischen Akademien, Landwirtschafts=Anträge. Modekönigin Originalroman von Anny von Panhuys. 82. Fortsetzung Nachdruck verboten Er brummte:„Unsereiner, der ein öffentliches Amt bekleidet, muß vorsichtig mit seinem guten Ruf umgehen. Ich möchte nicht mehr an einem Stammtisch teilnehmen, an dem Ehrabschneidereien gehandhabt werden und zu dem Leute gehören, die sich nicht schämen, jungen Damen flegelhaft zu begegnen. Ich war heute zum letzten Male hier.“ Ein Buchhändler erhob sich auch. „Man kommt sich doch etwas albern vor, mit Leuten zusammen zu sitzen, die als Erwachsene noch solche Entschuldigungsverschen aufsagen müssen. Ich ziehe es auch vor, mich hier nicht mehr sehen zu lassen.“ Jetzt standen gleich mehrere Herren auf. Sie blickten an Leonhard Mosbach vorbei. Zuletzt saß nur noch Bauunternehmer Jacobi Mosbach gegenüber. Er haßte ja eigentlich alles, was den Namen Tann trug, aber jetzt schien er nicht daran zu denken. Er rückte seinen Stuhl zurück. „Man boykottiert Sie, Mosbach, und da es mit Recht geschieht, will ich mich auc nach Hause begeben.“ Mit einem Male befand sich Leonhard Mosbach allein. Das Hinterzimmer des Restaurants, in dem die Stammtischrunde oft bis lange nach Mitternacht gezecht, war leer. Und dann stand der Wirt vor ihm, blickte ihn eigentümlich an. Mosbach, der sein ganzes bisheriges Leben hindurch viel zu unverschämt gewesen, um Verlegenheit zu kennen, empfand jetzt eine so starke Verlegenheit, daß sie ihm förmlich die Sprache verschlug. Trotzdem versuchte er zu lächeln, als er schwerfällig sagte: „Ich begreife nicht, weshalb die Herren heute alle fortlaufen, als wenn sie die Hausschlüssel vergessen hätten.“ Das Gesicht des Wirtes schien aus Stein geformt. „Ich rate Ihnen dringend, dem Beispiel der anderen Herren zu folgen. Ich bedauere außerordentlich, daß die HerMemel soll entdeutscht werden. Eröffnung des memelländischen Landtags. Der neugewählte memelländische Landtag ist Mittwochvormittag 10 Uhr zu seiner ersten Sitzung zusammengetreten. In seiner Eröffnungsansprache erklärte der Gouverneur u. a., von den autonomen Organen sei dem Memelstatut nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt worden. So wäre z. B. noch nicht ein Gesetz herausgegeben worden, welches die Verfassung und Zuständigkeit der Gerichte neu regelt. Von Beamten und Angestellten der öffentlichen Stellen würden noch nicht beide Amtssprachen beherrscht. Auch in den Schulen würde der litanischen Sprache noch nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Da eine große Anzahl der Lehrer wie Richter ebenfalls noch immer nicht die litauische Sprache beherrschten, müsse hier endlich Wandel geschaffen werden. Bei der Präsidentenwahl wurde ein Litauer zum zweiten Vizepräsidenten gewählt, und zwar mit 6 von 29 Stimmen bei 22 Enthaltungen. Schlußlicht für Reiter. In Amerika sollen auch die Reiter Schlußlichter tragen, um in den Abendstunden durch den Verkehr nicht gefährdet zu werden. Der Kampf im Neue Verhandlungen unter Vorsitz des Schlichters. Ueber die Arbeitszeit im Ruhrbergbau fanden am Mittwoch in Essen unter dem Vorsitz des Schlichters, Regierungsrats Brahm, neue Einigungsverhandlungen statt. Die Gewerkschaften beharrten auf ihrer Forderung nach einer Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde, eine Forderung, die der Zechenverband ablehnte. Es wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der aus je sechs Vertretern beider Parteien bestand. * Die Fachgruppe des Arbeitgeberbundes für die Metallindustrie in Herford und Minden hat die zur Zeit bestehenden Lohn= und Rahmentarife zum 31. Dezember d. J. gekündigt. ren gegangen sind, Sie aber ersuche ich darum, mein Lokal zu verlassen. Der Kellner hat Befehl, Ihnen weder Speisen noch Getränke zu verabfolgen, Herr Mosbach.“ Schon war er verschwunden und an seiner Stelle stand der Kellner vor Mosbach mit seinem Ueberzieher und seinem Hut. Die Sachlage war sehr deutlich. Mosbach erhob sich schwerfällig, ließ sich in den Ueberzieher helfen, wollte dem Kellner ein Trinkgeld geben. Die sonst stets so bereitwillig geöffnete Hand nahm das Trinkgeld nicht. Da schlich sich Leonhard Mosbach still und scheu aus seiner Stammtischkneipe, in der er bisher das große Wort geführt. Er konnte es sich nicht verhehlen, man hatte ihn hinausgeworfen, wenn es auch nicht mit Gewalt geschehen war. Mit diesem Ergebnis des heutigen Abends hatte er nicht gerechnet. In dieser Nacht schlief Mosbach nicht. Er wälzte seinen Körper im Bett herum und dachte, der heutige Abend konnte ihm geschäftlich sehr schaden. In der Beziehung lebte man hier in Krähwinkel. Auch Robert Tann fand keinen Schlaf in dieser Nacht. Er sann und sann, was sollte er tun, um der gefährlichen Entdeckung, die ihm jetzt so nahe gerückt war, zu entgehen. Es ging um sein ferneres Lebensglück, es ging um seine ganze Zukunft. Seine Frau hörte ihn leise stöhnen und fragte ihn ängstlich, was ihm fehle. Es würde doch nun wahrscheinlich alles, alles gut, Liesel würde endlich ihr Glück finden. Er raunte verzweifelt:„Ihr Glück ist mein Untergang!“ Die geängstigte Frau stand auf, setzte sich zu ihm auf den Bettrand, nahm den Kopf des Liegenden in beide Hände.“ „Du bist krank, Robert. Schon als Staufen bei dir gewesen, machtest du so seltsame Reden, es kann kein Sinn dahinter stecken." Die nächtliche Stille bedrängte ihn feindlich und er flüsterte erregt:„Es steckt sogar ein ganz furchtbarer Sinn hinter meinen Reden.“ Gehaltskürzung in zweiter Lesung bewilligt.— Keine Vorverlegung des Termins. Die Vereinigten Ausschüsse des Reichsrats begannen unter Vorsitz des Reichsfinanzministers Dr. Dietrich die zweite Lesung der Regierungsvorlagen zur Ausführung der Sanierung. Der Sitzung wohnte auch der bayrische Ministerpräsident Dr. Held bei. Anwesend waren ferner zahlreiche Minister der süddeutschen Staaten. Die Vorlage über die Kürzung der Beamten- und Nuhegehälter um sechs Prozent wurde wiederum angenommen, so daß dieses Gesetz nun an die Vollversammlung zur Beschlußfassung weitergegeben werden konnte. Anträge auf Vorverlegung des Termins der Gehaltskürzung vom 1. April auf den 1. Jannar 1931 wurden nicht gestellt. Die Ausschüsse wandten sich dann den übrigen Gesetzen zu. Was die Aussichten der Regierungsvorlagen im Reichstag betrifft, hört man erneut davon, daß das Reichskabinett gewillt ist, gegebenenfalls das Gesetzgebungswerk durch Notverordnung in Kraft zu setzen. Neuer„Hochverrats"prozeß. Gegen den Abgeordneten Graebe.— Eine haltlose Anklageschrift. — Bromberg, 13. November. Vor dem polnischen Bezirksgericht in Bromberg begann— kurz vor den Wahlen— ein Prozeß gegen den früheren deutschen Sejm=Abgeordneten Graebe. Die Anklage stützt sich auf die Tätigkeit Graebes in dem von den Polen widerrechtlich aufgelösten Deutschtumsbund zur Wahrung der Minderheitenrechte während der Jahre 1920 bis 1923. Sie lautet auf„Abschwächung bezw. Behinderung der Ausführung der polnischen Gesetze von 1920“, nach denen Eigentum und Vermögen derjenigen Deutschen in Polen eingezogen wurden, die nach dem Kriege für Deutschland optiert hatten, und weiter auf„Vorbereitung zum Hochverrat“. Die Haltlosigkeit der Anklage der polnischen Staatsanwaltschaft ist nach dem in Bromberg im April geführten Prozeß gegen die deutschen Jugendführer noch in frischer Erinnerung. Das angebliche Verbrechen des„Hochverrats" besteht darin, daß die Führer des Deutschtumsbundes, darunter auch Graebe, an ehemalige deutsche Kriegsteilnehmer die Kriegsdenkmünze des deutschen Kyffhäuser=Bundes verteilt hatten. Man darf gespannt sein, ob die Polen zum zweiten Male auf Grund dieser haltlosen Anklagen einen Führer des Deutschtums verurteilen werden. Aussetzung von Steinböcken. Im Berner Oberland sind in diesem Herbst wieder über 100 junge Steinböcke auf dem SchwarzmönchBerg ausgesetzt worden. Dem Aussterben dieser selten gewordenen Tiere soll dadurch vorgebeugt werden. Unser Bild zeigt das Hinaufbefördern der Steinböcke in Kisten. Sie flüsterte noch erregter zurück:„Dann mußt du ihn mir sagen, es ist deine Pflicht und Schuldigkeit. Ich bin deine Frau und der Mensch, der dich am liebsten hat auf der Welt. Das weißt du auch. Glaube mir, Robert, nichts gäbe es, was ich nicht verstehen und verzeihen könnte, wenn du es getan.“ Und in der Stille dieser Nacht vertraute Robert Tann der getreuesten Frau an, wie er eines Tages in die Heimat zurückgekommen, wie elend und vom Leben zermürbt. Er schonte sich nicht. Nun war ihm schon alles gleich. Und sie tat ihm sogar wohl, die Generalbeichte. Martha Tann fuhr ihm weder mit einem erstaunten, noch mit einem bösen oder tröstenden Wort in das lange Geständnis hinein. Sie nahm nur still seine Hände und der warme feste Verschluß, den ihre Finger darum legten, wirkte beruhigend auf den im Grund und Boden verstörten Mann. Als er geendet, sagte sie, als hätte er ihr irgendeine Selbstverständlichkeit erzählt:„Du hast nichts weiter getan, Robert, als was wahrscheinlich die meisten Menschen in deiner furchtbaren Lage getan hätten. Es ist alles menschlich durchaus verständlich und verzeihlich.“ Sie neigte den Oberkörper, legte ihre Wange an die seine.„Das Traurigste ist, daß du dich nun mit der Angst vor Entdeckung herumquälen mußt. Ich könnte es ertragen, die schlimmsten Geheimnisse mit dir zu teilen, aber ich ertrage es nicht, dich leiden zu sehen. Sei ruhig, Liebster, und laß mich nachdenken. Mir ist es, als müßte es einen Ausweg für dich aus dem Schweren geben.“ Sie saß nun wieder aufrecht, streichelte ihn wie ein Kind. „Weißt du, ich sehe schon ein wenig Helle. Ich glaube sicher, ich finde einen guten Rat für dich." „Es gibt keinen Ausweg, Martheken, zerbrich dir erst gar nicht den Kopf darüber. Es gibt keinen! Ich habe mein armes Hirn schon so durchwühlt, daß ich fast wahnsinnig davon geworden bin," gab er zurück. (Fortsetzung folgt.) Aus d Wit Ueber Westeur stiegen und hat de Ein Hochdruck von land und Nordwest weiter von dem vo seits ist über dem schienen. In Deu vielfach auch heite und 5 Grad, an d Kahle Asten meldet und 1 Grad Frost. Wetteraussichte einzelne Regenfälle Gedenkt1716 † Der in Hannover(* 1 Ritter von Feuerl 1825 † Der Schr in Bayreuth(* 1 Fr. Hegel in Berl Sonne: Al Mond: Un D Das Glück Liebe gewährleist den und Erstau größerem Maße haften Beobacht Pflichten. Zschokke bez lung:„Das Gol sätze als die Ha „Wir werde Geschichte zu seir einander glücklich aber wir müsse solange wir es der Segen Gotte lebst du für mi wollen nie vore ben, und selbst sogleich offenbare tritt und manch schmerzliche Folg Dann aber Sachen niemand offenbaren, daß oder sich zwische beide uns ganz Welt. Endlich wo werden und nich tun, denn aus man zuweilen Gerade gege voreinandergehei derer in ehelich verstoßen und e Menge von Wil legt. Zwischen Wahrheit herrsch ist auch kein Ve ha hält die Lieb (=) Meinerzha im Gildensaal st hiesigen Ortsgrup beschädigter, hat nommen. 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Ich glaube erbrich dir erst Ich habe mein fast wahnsinnig setzung folgt.) Wie wird das Wetter? Ueber Westeuropa ist der Luftdruck weiter stark ange stiegen und hat dort außergewöhnlich hohe Werte erreicht. Ein Hochdruck von über 780 mm Druck liegt über Südengland und Nordwestfrankreich. Im Nordosten wird das Tief weiter von dem vorrückenden Hochdruck verdrängt. Andererseits ist über dem Nordmeere ein neuer Tiefdruckwirbel erschienen. In Deutschland war es gestern morgen bewölkt, vielfach auch heiter. Die Temperaturen lagen zwischen 2 und 5 Grad, an den Küsten zwischen 5 und 8 Grad. Der Kahle Asten meldete starken Nordwestwind, bedeckten Himmel und 1 Grad Frost. Wetteraussichten: Vormittags neblig und dunstig, noch einzelne Regenfälle. Gedenktafel für den 14. November. 1716 † Der Philosoph Gottfried Wilhelm von Leibniz in Hannover(* 1646)— 1775* Der Kriminalist Anselm Ritter von Feuerbach in Hainichen bei Jena(† 1833)— 1825 † Der Schriftsteller Jean Paul(Friedrich Richter) in Bayreuth(* 1763)— 1831 † Der Philosoph G. W. Fr. Hegel in Berlin(* 1770). Sonne: Aufgang 7,15, Untergang 16,13. Mond: Untergang 14,10, Aufgang—. Glück der Das Glück der Ehe wird nicht allein durch die Liebe gewährleistet, was viele Ehepaare zu ihrem Schaden und Erstaunen erfahren. Es beruht in viel größerem Maße auf der Erkenntnis und gewissenhaften Beobachtung der gegenseitigen Rechte und Pflichten. Zschokke bezeichnet in seiner lehrreichen Erzählung:„Das Goldmacherdorf“ vor allem drei Grundsätze als die Hauptfundamente einer glücklichen Ehe. „Wir werden beide“, sagt Oswald, der Held der Geschichte zu seiner ihm eben vermählten Frau,„miteinander glücklich sein, solange wir leben auf Erden, aber wir müssen ein dreifaches Gelübde tun. Und solange wir es redlich halten, wird Eintracht und der Segen Gottes in unserer Ehe sein. Von heut an lebst du für mich, und ich lebe für dich; und wir wollen nie voreinander das geringste Geheimnis haben, und selbst wenn wir gefehlt haben, es einander sogleich offenbaren. Dadurch werden wir manchen Fehltritt und manches Mißverständnis verhüten, das oft schmerzliche Folgen haben kann. Dann aber wollen wir von unseren häuslichen Sachen niemandem, auch Vater und Mutter, etwas offenbaren, daß niemand in unsere Dinge reden könne oder sich zwischen uns dränge. Nur so gehören wir beide uns ganz an, als wären wir allein in der Welt. Endlich wollen wir niemals gegeneinander böse werden und nicht einmal zum Scherz miteinander böse tun, denn aus Neckerei wird oft Ernst, und was man zuweilen tut, daran gewöhnt man sich leicht.“ Gerade gegen die ersten beiden Punkte, das Nichtsvoreinandergeheimhalten und das Nichthineinziehen anderer in eheliche Angelegenheiten, wird am meisten verstoßen und es wird dadurch der Grund zu einer Menge von Widerwärtigkeiten und Streitigkeiten gelegt. Zwischen Ehegatten muß vollkommene, lautere Wahrheit herrschen, denn wo keine Wahrheit ist, da ist auch kein Vertrauen, und wo kein Vertrauen is, hält die Liebe nicht lange vor. 1h.— (=) Meinerzhagen, 13. Nov. Für das am Samstagabend im Gildensaal stattfindende Konzert, veranstaltet von der hiesigen Ortsgruppe des Reichsverbands Deutscher Kriegsbeschädigter, hat der Programmverkauf guten Fortgang genommen. Ueber das ausführende Orchester, Jugendorchester der Bochumer Ortsgruppe der Kriegsbeschädigten, schreiben die Iserlohner Zeitungen viel Gutes. Nach den Berichten gab das Orchester in einem Konzert am 1. November in Iserlohn unter einem taktsicheren Dirigenten eine vorzügliche Musik zum Besten. Die Wiedergabe einzelner Stücke war ganz vorzüglich und ohne Tadel, was bei den teils noch jungen Kräften schon etwas heißen will. Es ist also anzunehmen, daß das für Samstag vorgesehene Konzert allen Besuchern genußreiche Stunden vermitteln wird. Wir können den Besuch der Veranstaltung empfehlen und verweisen nochmals auf das heutige Inserat. (=) Meinerzhagen, 13. Nov. Als wichtige Neuerung gibt die Reichsbahndirektion Elberfeld ihr Programm für den Wintersportverkehr im Sauerland bekannt. In diesem Programm hat Willingen—Usseln besondere Berücksichtigung gefunden, weil der Verkehr nach dort in den letzten Jahren ständig zugenommen hat. Bisher wurden an die Wintersportzüge nach Winterberg einige Wagen nach Willingen— Usseln angehangen. Für die kommende Wintersportsaison werden außer für Winterberg auch für Willingen—Usseln besondere Wintersportzüge ab Düsseldorf—Wuppertal—Hagen bezw. ab Duisburg—Essen—Dortmund—Schwerte eingelegt. Im Interesse des Wintersports ist das zu begrüßen. Bedauerlich ist aver die Feststellung, daß die Reichsbahndirektion Elberfeld anscheinend für den Wintersportplatz Meinerzhagen nicht dieselben Folgerungen aus dem von Jahr zu Jahr steigenden Wintersportverkehr gezogen hat wie für Willingen—Usseln. Obwohl bei der hiesigen Station feststellbar sein wird, daß bei günstiger Schneelage der Zustrom an auswärtigen Wintersportlern in den letzten Jahren eine durchaus steigende Tendenz aufwies, hat man anscheinend den einzigen Sonderzug von Vohwinkel bezw. Marienheide nach hier ausfallen lassen. Dieser Sonderzug brachte im Anschluß an fahrplanmäßige Züge ab Düsseldorf, Wuppertal, Remscheid—Solingen usw. jedesmal hunderte von Sportlern nach hier und beförderte sie abends an ihre ebenfalls jahrplanmäßigen Züge zurück. Für den Ausfall des Sonderzuges lag jedenfalls nicht der geringste Anlaß vor, denn er war stets überfüllt. Dem hiesigen Verkehrsverein und der hiesigen Ortsgruppe des Skiklubs Sauerland liegt nun die Aufgabe ob, die Reichsbahndirektion zur Wiedereinlegung des Sonderzuges zu bewegen. Wir verkennen nicht, daß wir im fahrplanmäßigen Zugverkehr vielleicht besser gestellt sind als Winterberg und Willingen, aber der Sonderzug hat stets noch eine besonders große Anzahl von Wintersportlern nach hier gebracht, und deshalb müßte er auch für die kommende Wintersportsaison vorgesehen werden. (*) Valbert, 13. Nov. Am Dienstagnachmittag fand unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers Fernholz und im Beisein des Bürgermeisters Vedder eine Sitzung der Gemeindefalscher Fliegerkapitän. Hochstapler hält Festreden. Der Gendarmerie in Gmünd in Böhmen ist ein guter Fang gelungen. Sie verhaftete einen 26jährigen. aus Trautenau gebürtigen Johann Koula, der sich seit Monaten in der Uniform eines Fliegeroberleutnants in ganz Böhmen herumtrieb und eine Reihe von Gaunereien durchführte, die an das Unglaubliche grenzen. Koula, der wegen Betrügereien aus dem Staatsdienst entlassen worden war, hat nicht nur seine eigene Frau und seinen Schwiegervater betrogen und geschädigt, er hat sich auch mancherlei öffentliche Funktionen angemaßt, deren Durchführung ihm ebenso gelang. So hielt er am 6. Juli d. J. in Neu=Oetting gelegentlich der Enthüllung eines Denkmals für General Stephanik als Vertreter des Fliegerregiments Nr. 3 die Festrede und benutzte diese Gelegenheit dazu, sich auf Kosten eines dortigen Fabrikanten mit einer neucn Uniform auszustatten. Koula gab sich ferner als„Vertreter des Militärfluges um die Kleine Entente“ aus und erklärte, mit der Errichtung einer Funkstation für die militärische Berichterstattung betraut zu sein. Ter falsche Fliegerkapitän verschmähte es auch nicht, einfache Leute, wie Arbeiter oder Kellner, um ganz geringe Beträge zu prellen. In Gmünd wurde schließlich die Gendarmerie auf sein Treiben aufmerksam, naym ihn fest und lieferte ihn dem Kreisgericht in Budweis ein. * Münster i. Westf. Zum Nachfolger von Dr. Zöllner ist Superintendent Weirich(Barmen) als Generalsuperintendent für Westfalen gewählt wurden. Die Sverdrup=Inseln. Norwegisch=kanadisches Arktis=Abkommen. Die norwegische Regierung hat die Souveränität Kanadas über die nördlich von Kanada und nordwestlich von Grönland gelegenen sogenannten Sverdrup=Inseln anerkannt. Von norwegischer Seite wird erklärt, daß dieser Schritt keineswegs die Anerkennung des sogenannten Sektor=Prinzips bedeute, wonach den an die Polargebiete grenzenden Staaten die Souveränität über den durch die Nordküsten und den Nordpol bezeichneten Sektor zustehen würde. Die kanadische Regierung hat die Erklärung abgegeben, daß norwegische Anträge auf Jagd-, Fischereioder ähnliche Gerechtsame im Gebiet der Sverdrup=Inseln wohlwollende Behandlung finden werden. Sie hat außerdem dem norwegischen Forscher Kapitän Otto Sverdrup eine beträchtliche Summe gezahlt in Anerkennung seiner Verdienste, die er sich durch die Erforschung der großen arktischen Inseln Kanadas und die Entdeckung neuer Inseln, darunter Arel Heibergs Land, Amund Ringnes Land, Ellef Ringnes Land und Isachsen Land, im Laufe seiner Expedition 1898-1902 erworben hat. Ein Dr. Buntrock und Genossen vor Gericht. In Düsseldorf begann ein neuer IndustrieSpionageprozeß. Den Angeklagten, Chemiker und Redakteur Dr. Arthur Buntrock aus Berlin, Chemiker vertretung im Junkerhaus statt. In geheimer Sitzung verhandelte man Unterstützungs= und Steuersachen.— Einige Etatsüberschreitungen wurden nachträglich genehmigt.— Für die Ausführung der erforderlichen Arbeiten an der Straße Ihne— Breddershaus bewilligte man einen weiteren Betrag von 3000 RM.— Um die Erwerbslosen der Gemeinde in diesem Winter beschäftigen zu können, stellt die Vertretung 3000 RM bereit. Der Gemeindevorstand wurde bevollmächtigt, zusammen mit dem Bauamt das Weitere wegen Beschäftigung der einzelnen Arbeiter zu veranlassen. Die Höchstleistung des einzelnen Arbeiters soll den Betrag von 24—25 RM pro Woche nicht überschreiten.— Der Antrag W. Jungermann, Listerhof, auf Instandsetzung der Listerstraße wurde eingehend beraten. Die Vertretung erkennt den schlechten Zustand der Listerstraße von Krummenerl bis Häuschermühle an. Es ist der Gemeinde bei der großen finanziellen Belastung gegenwärtig nicht möglich, Mittel für die erforderlichen Arbeiten zur Verfügung zu stellen. Eine baldige Abstellung der Mängel ist dringend erforderlich.— Betr. des Wegebaues Mühlhofe=Hagen nahm die Vertretung Kenntnis von der Eingabe der Interessenten vom 10. 11. 1930. Sowie die Mittel vorhanden sind, soll der Weg ntesprechend den vorliegenden Plänen des Bauamts und unter Berücksichtigung der Wünsche der Anlieger ausgebaut werden.— Die Beschwerdesache W. Noelling, Valbert, betr. Bau der Wasserleitung wurde erneut als unbegründet zurückgewiesen. Das Ergebnis der Abstimmung in der Versammlung vom 9. 10. 30. wurde bekanntgegeben. Darnach hat der weitaus größte Teil der Hausbesitzer von Valbert sich für die Anlage der Wasserleitung ausgesprochen.— Die Mieten für die Wohnungen im alten Schulhause wurden festgesetzt. Den unteren Schulklassenraum vermietete man an die Firma A. u. C. Langemann bei gegenseitiger dreimonatiger Kündigung.— Den Antrag auf Anlage von Lampen in der Schulklasse Hardenberg wurde abgelehnt. m Kierspe=Bhf., 13. Nov. Der Marine=Verein„Obervolmetal“ hielt im Gasthof Fr. Weyland eine gutbesuchte Versammlung ab, die der Vorsitzende Diesel=Emden leitete. In Zukunft soll bei Beerdigung von Altveteranen ehrenhalbes eine Fahnenabordnung gestellt werden. Die Versammlungen finden für die Folge am ersten Samstag nach dem 15. eines Monats und zwar abends um 8 Uhr statt. Besondere Einladungen erfolgen nicht mehr. Von der Anschaffung einer Vereinsflagge nahm die Versammlung Kenntnis. Es wurde ein Fahnenfonds gebildet. Da viele Freunde und Gönner um Aufnahme in den Verein gebeten haben, beschloß man, die Aufnahme fördernder Mitglieder in den Statuten festzulegen. Nach längerer Aussprache beschloß die Versammlung, etwa acht Tage nach Weihnachten eine schlichte Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung für die Mitglieder und ihre Familien zu veranstalten. Vielseitigen Wünschen entsprechend, sollen mehrere Erzählabende eingerichtet werden. Die erste Veranstaltung ist für den 13. Dezember, abends 8.30 Uhr im Hotel Plate, Kierspe, vorgesehen. Ein Teilnehmer der Emdenfahrt wird dort berichten. Westdeutschland. Lüdenscheid, 12. Nov. Kein Tschechenbier. Am Ende einer gutbesuchten Generalversammlung beschloß die „Concordia“ einstimmig, solange kein tschechisches Bier mehr auszuschenken, bis die Deutschenhetze in Prag und der Boykott deutscher Waren in der Tschechoslowakei eingestellt worden sind. Hohenlimburg, 12. Nov. Tod durch Starkstrom. Im Betriebe der Firma Metall= und Kaltwalzwerk A.=G. ist gestern morgen der jugendliche Arbeiter Klinger aus der Fährstraße beim Motorölen mit der elektrischen Leitung in Berührung gekommen. Erst nach einiger Zeit fand man ihn leblos am Boden liegen. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Sanitätskolonne brachte den Verunglückten ins Krankenhaus, wo die Wiederbelebungsversuche unter ärztlicher Aufsicht noch stundenlang fortgesetzt wurden, aber leider ohne Erfolg. Iserlohn, 12. Nov. Mit Maske und Pistole. In der Nacht zum 10. November leistete sich ein in Iserlohn wohnender 16jähriger Lehrling aus Menden ein kleines Räuberstückchen. Mit einer Pistole ausgerüstet, die er sich von Bekannten verschafft hatte, fuhr er nach Menden. Sein Besuch galt seinen Verwandten. Vor dem Hause wartete er, bis alles zu Bett gegangen war, um dann einzusteigen. Vorher hatte er sich eine Maske angelegt. Er drang in ein Schlafzimmer ein, in dem zwei alte Personen schliefen. Beim Durchsuchen der Behältnisse erwachte der Mann und rief den Eindringling an. Der Bursche gab keine Antwort, setzte vielmehr dem alten Mann die Pistole auf die Brust mit der Forderung:„Geld!“ Nachdem ihm der Mann zwei Geldscheine ausgehändigt hatte, entfernte sich der jugendliche Räuber. Er sollte sich aber nicht lange des Besitzes freuen. Schon in der Frühe des Montags ereilte ihn das Schicksal. Die Kriminalpolizei nahm ihn freundschaftlich in Obhut, da der Staat für solche Unternehmungen kein Verständnis hat. Der Täter wurde dem Amtsgericht zugeführt. Die Pistole und das Geld konnten sichergestellt werden. Dinslaken, 12. Nov. Eine Frau mit 844 Gallensteinen. Im hiesigen Krankenhaus konnte der Chefarzt bei einer 40jährigen Patientin nicht weniger als 844 Gallensteine entfernen. Die Patientin wird sich jetzt bestimmt erleichtert fühlen. Hilden, 12. Nov. Zu den Straßenkämpfen in Hilden. Zu dem Kampf zwischen Polizei und Kommunisten am Sonntagnachmittag in Hilden wird ergänzend gemeldet, daß bei den Haussuchungen in dem kommunistischen Versammlungslokal, sowie bei Leibesvisitationen bei Kommunisten eine Anzahl Messer, Schlagringe und auch Schußwaffen gefunden und beschlagnahmt wurden. Sieben Kommunisten befinden sich noch in Haft. Das im Krankenhaus befindliche schwerverletzte Frl. Ehlenbeck wurde am Montag zur Entfernung einer Kugel aus dem Kopf einer Operation unterzogen. Ihr Zustand ist immer noch ernst, während bei dem Polizeiinspektor Butz keine Lebensgefahr mehr besteht. Düsseldorf, 12. Nov. Deutsche Frontkämpfer betrogen. Zu dem Düsseldorfer Rechtsanwalt H. kam eines Tages ein ehemaliger Frontkämpfer, ein Schlosser, der ihm vorschlug, einen„Bund der Argonnen= und Champagnekämpfer" zu gründen. Präsident der beiden Vereinigungen wurde H., Geschäftsführer der erwähnte Schlosser. Es fehlte nicht an Zulauf und bald erhielt eine Hamburger Firma den Auftrag, Orden für die Argonnen= und Champagnekämpfer herzustellen. Auf einem besonderen Vordruck mußten die Vereinsmitglieder den Antrag auf Verleihung eines dieser Orden stellen. Sofern sie vorher sechs Mark für„Unkosten usw.“ erlegten, stand der Verleihung des Ordens nichts mehr im Wege. Von diesem Betrag erhielt die Hamburger Firma etwa 2 Mark, während der Rest— der„Vereinskasse“ zufloß. Das„Geschäft ging sehr gut. So wurden 5000 „Frontkämpfer“— allzu genau nahm man es mit der Prüfung dieser Eigenschaft nicht— zu„Ordensrittern" geschlagen. Für ihr Geld dursten sie dazu eine Besitzurkunde in Empfang nehmen, in der ihnen für die dem Vaterland geleisteten Dienste noch besonders gedankt wurde. Bücher wurden nicht geführt, denn die Abrechnung erledigte sich ja auf denkbar einfachstem Wege. Präsident und Geschäftsführer teilten sich brüderlich die„Vereinskasse". Schließlich fand sich doch jemand, der Anzeige bei der Staatsanwalt erstattete. Das Material, das bei der Untersuchung zutage kam, war so umfangreich und belastend, daß die beiden „Ordensherren“ verhaftet wurden. Koblenz, 12. Nov. Eine raffinierte Diebin gefaßt. In letzter Zeit wurden Juweliere in Koblenz und in der Umgebung von einer raffiniert arbeitenden Diebin wiederholt bestohlen, ohne daß die Diebstähle jeweils rechtzeitig bemerkt wurde. Die Diebin verstand es immer wieder, durch sicheres Auftreten bei den Juwelieren keinen Argwohn aufkommen zu lassen. Sie besuchte ein Geschäft nach dem anderen und ließ sich Goldwaren zum Aussuchen vorlegen. Im geeigneten Augenblick ließ sie wertvolle Damen=Armbanduhren verschwinden und verließ dann den Laden, da „ihr nichts zusagte". Die gestohlenen Uhren wurden dann entweder versetzt oder verkauft. Jetzt endlich gelang es der Koblenzer Kriminalpolizei, die raffinierte Diebin in Gestalt einer jungen Frau aus der Umgebung zu ermitteln, festzunehmen und zu überführen. Man vermutet, daß die Festgenommene noch mehr auf dem Kerbholz hat. Mayen, 12. Nov. Leichenfund in der Jauchegrube. Ein grausiger Fund wurde in einer Jauchegrube in Kaifenheim gemacht. Man fand in der Grube die Leiche einer Greisin, die seit einigen Tagen dort gelegen hat. Es handelt sich, wie festgestellt wurde, um eine 83jährige Einwohnerin aus Kaifenheim. Die alte Frau wurde seit einiger Zeit vermißt. Wie sie in die Jauchegrube geraten ist, steht noch nicht fest. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingeleitet. Otto List aus Offenbach am Main und Chemiker Dr. R. Jansen aus Darmstadt, wird zur Last gelegt, Fabrikationsverfahren der deutschen chemischen Industrie an das Ausland verraten bezw. verkauft zu haben. Bereits im Februar 1928 waren vom Schöffengericht Düsseldorf der Chemiker Guido Meisel aus Portsmouth(USA.) und zwei andere Chemiker aus Deutschland wegen im Auftrage des Auslandes vorenommener Erwerbung von Fabrikationsverfahren der utschen chemischen Industrie bestraft worden. In dem Verfahren gegen Meisel und Genossen hatte sich ergeben, daß auch Dr. Arthur Buntrock und seine beiden jetzigen Mitangeklagten dem Chemiker Meisel solche Fabrikationsverfahren geliefert hatten. Dr. Arthur Buntrock hatte sich aber der Einleitung eines Strafverfahrens durch die Flucht nach der Tschechoslowakei entzogen. Im März d. J. wurde er an der tschechoslowakischen Grenze verhaftet und nach Düsseldorf in Untersuchungshaft gebracht„so daß jetzt gegen ihn und seine Mittäter verhandelt werden kann. Zwischenfälle in der Berliner Aniversität. Räumung des Vorhofs durch Polizei.— Eine Erklärung des Rektors. In der Berliner Universität kam es im Anschluß an Auseinandersetzungen zwischen politisch rechts= und links stehenden Studenten zu Zusammenstößen zwischen Polizet und nationalsozialistischen Studenten. Ihren Höhepunkt erreichten die Zwischenfälle, als die Polizei mit dem Gummiknüppel in der Hand den Vorhof der Universität räumte. Es wurden mehrere Zwangsgestellungen vorgenommen, auch sollen aus einer Studentengruppe heraus zwei Schüsse gefallen sein. Der Rektor der Universität veröffentlicht eine Erklärung, nach der die Polizei von ihm nicht herbeigerufen worden ist. In Verhandlung mit dem Kommandeur Heimannsberg habe er erreicht, daß sich in Zukunft Polizeiorgane nicht mehr auf den Hof des Universitätsgebäudes begeben und sich auch nicht in der unmittelbaren Nähe der Eingänge aufhalten. Streichung der Kriegsschulden. Eine logische Folge der Widerlegung der Kriegsschuldlüge. In einem in einer amerikanischen Zeitung veröffentlichten Artikel sagt der bekannte Nationalökonom Irving Fisher folgendes: Die deutschen Reparationen sind ursprünglich aufgebaut gewesen auf der Theorie, daß Deutschland allein für den Krieg verantwortlich war. Die historische Forschung hat jedoch ergeben, daß nahezu alle Nationen, die am Kriege beteiligt waren, auch für den Krieg verantwortlich gemacht werden müssen. Da demnach tatsächlich fast alle Staaten, die am Kriege teilgenommen haben, auch für den Krieg verantwortlich sind, erscheint es nur in der Ordnung, wenn die gegenseitigen Schulden gestrichen werden. Eine allgemeine Schuldenstreichung würde, wenn sie ausgeführt werden könnte, den größten Antrieb zur wirtschaftlichen Erholung geben die die Welt so dringend benötigt. Delegiertentag der Landgemeinden. Teilnahme des Reichskanzlers an den Verhandlungen, Am 21. November tritt im Plenarsaal des Reichstags ein Delegiertentag der preußischen Landgemeinden zusammen. Nach einleitenden Ansprachen des Reichskanzlers Dr. Brüning, der dabei auch auf den Finanzund Wirtschaftsplan der Reichsregierung zurückkommen wird, und des preußischen Innenministers Severing werden Reichsernährungsminister Schiele über„Die Bedeutung des Landes für die Volksernährung", Reichsfinanzminister a. D. Dr. Hilferding über das Thema „Der Einfluß der Wirtschaftskrise auf die öffentlichen Finanzen“ und der Präsident des preußischen Landgemeindeverbandes Dr. Gereke über„Die Landgemeinden in Reich und Staat“ sprechen G38 bei Bordeaur gelandet. — Bordeaux, 13. November. Das deutsche Riesenflugzeug G 38 ist in Merignac bei Bordeaur gelandet. Es hatte 12 Passagiere an Bord. Seit seinem Abflug aus Deutschland hat G 38 bisher bereits 7500 Kilometer zurückgelegt. Für die uns in übereichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Silberhochzeit danken wir hiermit allen recht herzlich. Gottlieb Metz u. Frau Lina geb. Vahrst Meinerzhagen, im November 1930. D Am Sonntag, den 16. Nov. d. J. veranstaltet der Turnverein Valbert im Saale des Herrn Fr. W. Lück(Junkernhaus), Valbert seine diesjährige durch Konzert, Schauturnen der Männer-, Jugend- und Damenriegen u. theatral. Vorführungen. Anfang 4.30 Uhr nachmittags. Anschließend Ball. Zu zahlreichem Besuch ladet ein der Vorstand. Ehren= und passive Mitglieder sind herzlichst eingeladen. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Händlers und Kaufmanns Anton Alterauge in Valbert ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen— und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verweitbaren Vermögensstücke— sowie zur Anhörung der Gläubiger über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses— der Schlußtermin auf den 25. November 1930, vormittags 10.15 Uhr vor dem Amtsgericht hierselbst bestimmt. Meinerzhagen, den 7. November 1930. Das Amtsgericht. Holzverkauf. Am Samstag, den 15. November, nachmittags 3 Uhr soll am Viehweg bei der Claßen& Schröder' schen Fabrik der Bestand an Tannen, geeignet für Pfähle und Stangen öffentlich meistbietend verkauft werden. Die Tannen können an Ort und Stelle besichtigt werden. Meinerzhagen, den 13. November 1930. Der Gemeindevorsteher. Zwangspersteigerung. Am Samstaa, den 15. November, morgens 11 Uhr versteigere ich beim Wirt Plate, Kierspe 1 Sofa, 1 Büffet, nachmittags 2.15 Uhr beim Wirt Köster, Hunswinkel 1 Jagdgewehr. 1 Jagdhund, 1 Behälter Cel öffentlich meistbietend gegen bar. Meinerzhagen, den 13. November 1930. Wehage Obergerichtsvollzieher. Reichsverband Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener e. V., Ottsg. Meinerzhagen. Samstag, den 15. November 1930, abends 8 Uhr im Saale des Herrn E. Borlinghaus, Meinerzhagen KONZERT ausgeführt durch das Jugendorchester des Reichsverbandes Deutscher Kriegsbeschädigter Ortsgruppe Groß=Bochum. Der Eintritt kostet 1 RM einschl. Programm. Letzteres berechtigt zum Eintritt. Hiesige Erwerbslose zahlen bei Vorlegung des Ausweises die Hälfte. Programme sind bei den Mitgliedern der Ortsgruppe zu haben. Maggi's Würze hilft in der Küche sparen! Die dünnste Wassersuppe, schwache Fleischbrühe, Gemüse usw. erhalten augenblicklich kräftigen Wohlgeschmack durch Zusatz einiger Tropfen Maggi's Würze. Verlangen Sie ausdrücklich Maggi's Würze. Freiw. Feuerwehr Meinerzhagen. am Dienstag, den 18. November 1930, abends 830 im Lokale des Kameraden Fritz Rittinghaus. Tagesordnung: 1. Appell mit sämtlichen Ausrüstungs= und Kleidungstücken.(Sonntagsrock angezogen.) 2. Freilichtspiel, 3. Verschiedenes. Die aktiven Mitglieder haben unbedingt an der Versammlung teilzunehmen, damit der Zeugwart grundliegende Unterlagen für das Kammerbuch bekommt. Der Vorstand und das Kommando. nzeigen für sämtliche auswärtige Zeitungen vermittelt zu Originalpreisen Geschäftsstelle unserer Zeitung. 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