wegen eines konstantinopel erlauf seines ttos in Athen. Fischer, gab ) auf griechii der unfreirch Schwierigt worden sei. echische Schildräber an den den habe man i eineinviertel ige Athosberg Euböa wurde i Attika und urchaus herzle Persönlich638 ange3. erklärte der d. Goltz, die sbehörden als ngesehen. Aus tus habe man e also unmögbringen, das alen Anarchisinträge als Die Meinerzhagener Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= u. Festtage. Bezugspreis monatlich 1,65 Reichsmark. Preis der Einzelnummer 10 Reichspfennige. Bestellungen werden jederzeit von der Geschäftsstelle u. den Postanstalten entgegengenommen. Telegr.=Adresse: Zeitung Meinerzhagen. Verantwortlicher Schriftleiter Max Kämper, Meinerzhagen. i. W. Grlejenfte Lageszeltung in Meinerzhagen und Amgegens Anzeiger Amtlicher Fernsprecher Amt Meinerzhagen Nr. 542 105 Herausgabe, Druck und Verlag von Walther Kämper, Meinerzhagen, Hauptstraße 42 Postscheckkonto: Dortmund 11452— Schließfach 29 Im Falle höherer Gewalt, Streik oder Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf eine Entschädigung Nummer 250 Freitag, den 24. Oktober 1930 FRTR Anzeigenpreise: Für 1 Millimeterhöhe in Spaltenbreite von 35 Millimeter in Meinerzhagen 8 Reichspfennige, Familien-Anzeigen und Stellengesuche 5 Reichspfennige, Anzeigen von auswärts 10 Reichspfennige, Anzeigen von Behörden und Finanzanzeigen 10 Reichspfennige, Reklame 40 Reichspfennige. Zahlbar sofort, Redaktion u. Geschäftsstelle Hauptstr. 42 20. Jahrgang Die Zohl der Toten in Alsdorf: 255. Noch keine Erklärung für die Arsache des Anglücks. zend. solck sei nichts k sei in dem chieden, als es ins Ausland nüsse wohl die ehmen gewesen verden, es sei offbesitzes eine g beantragte ich wegen erilien? chaft. in Berlin Die Kampfn48 Stunden rungssieg bei r Grenze von Vormarsch in November verden normalen et Nr. 18257, imte, ist außer raffäre. arest hat die ng genommen neinen Sicher einen höheren i Namen noc umfangreiche Citer 3-Briefe Karten h schlichte bis sführung auf vorcuspapieren, Bütten d=Briefe liefen billigst——Ither Kämpet agen, Hauptstraf. h ahrhe Kaufmann m und die nic eit überflüge And immer noch neue Opfer in Alsdorf. Oben: Immer neue Bahren werden aus der Unglückszeche getragen. Unten links: Sie entrannen dem schrecklichen Sterben. Drei Bergarbeiter, die von den Sanitätsmannschaften aus dem Wilhelmschacht gerettet wurden. Rechts: Die ersten Särge sind schon aufgebahrt, wieviele werden noch folgen? Das Rätsel — Alsdorf, 24. Oktober. P. G. Vor wenigen Wochen fuhr ich durch die Nacht nach Hausdorf, in das Neuroder Kohlenrevier. Noch sehe ich die vom Entsetzen verzerrten Gesichter der Toten vor mir. Und nun schon wieder eine neue Katastrophe. Drei Flugstunden nach der Abfahrt von Berlin tauchen die Fördertürme des Ruhrgebietes auf, sichtet man Hochöfen, um die flackernde Lohe steht, verrußte Straßen, Abraumhalden, von Unkraut überwuchert, und Schienenstränge kreuz und quer. Der Rhein! In der Ferne grüßen die Türme der Kaiserstadt Aachen, und drüben sieht man die Alsdorfer Gruben. Am Flughafen wartet ein Auto. Schemenhaft im sinkenden Abend geistern Gebäude vorüber, zucken Lichter auf und verglühen. Von Alsdorf her kommen in ununterbrochener Folge Kraftwagen, Krankenautos und Feuerwehrzüge. Dann ist man in Alsdorf, in dessen Mitte sich die Schachtanlagen der Grube Anna ausbreiten. Spitzhacken klirren, Schutt wird abgefahren. Und wieder die furchtbaren Bilder, weinende Frauen, verstörte Kinder und Männer, die der Schmerz stumpf gemacht hat. Zum 50. Male müssen die Geretteten erzählen, wie es zuging. Aber weiß man überhaupt, wie es zugegangen ist? Zweimal hat der Unfallausschuß mit einem großen Stab von Sachverständigen die Grube befahren, viele Stunden lang hat man geforscht und Versuche angestellt, und doch ist noch vieles dunkel. Die einzelnen Sachverständigen widersprechen einander, und die Arbeiter wiederum sind anderer Ansicht als die Fachleute. Ob man die Ursache dieser zweitgrößten Katastrophe in der Statistik der deutschen Grubenunglücke jemals wird aufklären können? Auf alle Fälle werden noch Tage vergehen, bis die Aufräumungsarbeiten soweit fortgeschritten sind, daß man an die Unglücksstelle heran rann. Für die Annahme einer Sprengstoffentzündung bestehen keine Anhaltspunkte mehr. Sämtliche drei Sprengstofflager sind intakt, außerdem ist in einem Lager die Tür nach innen eingedrückt worden, was dartut, daß die Wirkung von außen her erfolgt sein muß. von Alsdorf. Was nun die Behauptung betrifft, vielleicht habe Sprengstoff über Tage gelagert, erklären Verwaltung und Arbeiterschaft einmütig, über Tage könne Sprengstoff überhaupt nicht gelagert werden. Nicht minder entschieden versichern sie— der Sprengstoffherausgeber befindet sich allerdings unter den Toten— daß der letzte Sprengstoff, nämlich 2000 Kilogramm Dynamit und 3000 Kilogramm Wetterdetonit, am Donnerstag vergangener Woche geliefert und noch am gleichen Tage in die unterirdischen Lager geschafft worden ist. Worin ist nun die Lösung des Rätsels zu erblicken? Erörtert werden im Augenblick zwei Möglichkeiten. Einmal vermutet man den Katastrophenherd über Tage. In der Nähe des Verwaltungsgebäudes sollen 150 Liter Benzin zum Füllen der Benzinlampen gelagert haben. Unterstellt man die Explosion dieser Benzinmenge als möglich, dann hätte diese Benzinmenge zwar Kraft genug gehabt, um das Verwaltungsgebäude und den Förderturm in Trümmer zu legen, niemals aber würde eine Benzinexplosion über Tage auch noch Sohlen von etwa 500 Meter Tiefe vernichten können. Nun sind aber die verheerendsten Wirkungen unter Tage zu verzeichnen, wie ja auch die Toten in der Mehrzahl aus den tieferen Stollen heraufgeholt worden sind. Da in der Erde eine Sprengstoffentzündung nicht stattgefunden hat, wird man nun einwenden, habe sich vielleicht eine Schlagwetterexplosion ereignet. Die Vertreter dieser Ansicht denken sich den Hergang der Katastrophe so, daß zunächst eine Schlagwetterexplosion eingetreten sei, wobei der gewaltige Luftdruck von unten über Tage das Faß Benzin zertrümmert und nun über der Erde eine zweite, nämlich die Benzinexplosion, ausgelöst habe, die dann den Einsturz des Förderturms und des Verwaltungsgebäudes nach sich gezogen habe. Der Schacht sei durch den Stoß von unten luftleer geworden, und nun sei durch die Benzinexplosion ein Rückschlag der Flammen nach unten erfolgt. Aber auch mit diesen Mutmaßungen kommt man der Löfung des Rätsels nicht näher. Denn nun erhebt sich wieder die Frage, wodurch die Schlagwetter entzundet worden sind. Als sicher kann man lediglich annehmen, daß der Herd der Explosion am Schacht gelegen haben muß, denn von hier ging die Gewalt der Explosion nach oben und in die Schläge hinein. Zu erwähnen sei noch, daß die Arbeiter mehr an eine Schlagwetterexplosion— von denen das Wurmrevier bisher eigentlich nicht betroffen worden ist— glauben. Sie verweisen darauf, daß öfters die Wirkungen einer solchen Explosion an ihrem Herd selbst verhältnismäßig gering sind und sich erst auf weitere Entfernungen auswirken. der Stätte des Grauens. Die Ursache der Katastrophe von Alsdorf immer noch nicht geklärt. In einer Auslassung des Unfallausschusses der Grubensicherheitskommission des Oberbergamtes Bonn über die vermutlichen Ursachen der Alsdorfer Grubenkatastrophe heißt es u. a.: Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt. Fest steht, daß die Sprengstofflager auf sämtlichen Stollen der Grube in Ordnung sind. Die zunächst angenommene Explosion eines Sprengstofflagers scheidet somit als Ursache des Unglücks aus. Soweit weiter festgestellt werden konnte, ist auch an dem Unglückstage kein Sprengstofftransport in die Grube hinein erfolgt. Bei der Befahrung der Grube sind bisher Anzeichen einer Kohlenstaubexplosion unter Tage nicht ermittelt worden. unter Trümmern. Zur Unglücksstelle nach Alsdorf hat eine wahre Völkerwanderung eingesetzt. Weltstadtverkehr, auf den Straßen ein wüstes Gedränge, das nicht verebben will. Vor dem Eingang zur Unglückszeche stauen sich immer noch Hunderte, die teils aus begreiflicher Neugier, teils in banger Sorge auf Nachrichten warten. Zwischen Steingeröll und Schutt ragen Mauerstücke empor, hier noch ein Fensterbogen, dort ein Pfeiler des Waschraumes. Im Verwaltungsgebäude sieht man noch hier und da eine Bürolampe unversehrt an der Decke hängen; ein großes Glasfenster ist wie durch ein Wunder ebenfalls unbeschädigt geblieben. Der Förderturm ist vollkommen in sich zusammengeknickt und auf das Verwaltungsgebäude gefallen. Unter den trostlosen Schutthaufen liegen die noch nicht geborgenen Toten der Verwaltung. Auf den umliegenden Halden stehen Scharen von Menschen, während Stein um Stein beiseite geschafft wird. Flugzeuge kreisen in der Luft, um Aufnahmen zu machen. Gerettete erzählen, ein Knappe sei auf der 460=Meter=Sohle wahnsinnig geworden und mit dem Kopf gegen die Stollenbalken gerannt. Entgegen der Behauptung, das Sprengstofflager der 360=Meter=Sohle sei unbeschädigt, sollen Bergungsmannschaften gesagt haben, daß man an das Lager gar nicht herankommen könne, da alles verschüttet sei. Die Belegschaft ist immer noch der Ansicht, daß es sich um eine Sprengstoffexplosion handle, da eine Schlagwetterkatastrophe nicht einen solchen Druck nach oben hätte ausüben können. Ein junger Bergmann erzählt, er sei an dem Unglücksmorgen eben von der Markenkontrolle gekommen und habe zur Fördermaschine gehen wollen, als alles zusammenbrach. Er sei besinnungslos zur Seite geschleudert worden. Zwei Mann von der 460=Meter=Sohle sind durch den Schacht Anna II, dem Unglücksschacht, hochgeklettert, bis sie sich bemerkbar machen konnten. Man ließ Seile hinunter und zog sie herauf. Es ist immer noch unmöglich, in den Schacht hinabzusteigen, da die Rolle des Förderturmes und das zusammengebrochene Gestein den Schachteingang vollkommen verschüttet haben. Stück für Stück muß das Eisenwerk auseinandergeschweißt und das Gestein entfernt werden. Die zerstörte Markenbude. Die Uebersicht über die Anzahl der im unterirdischen Betrieb am Unglückstage beschäftigten Arbeiter erlitt durch die völlige Zerstörung der sogenannten Markenbude neben dem Verwaltungsgebäude, in der die Kontrolle der Beleaschaftsmitalieder erfolgt, große Beamtenschaft und Staat. Kundgebung des Deutschen Beamtenbundes./ Reichs innenminister Wirth über die Regierungsmaßnahmen — Berlin, 24. Oktober. Im Rahmen seines 7. Bundestags veranstaltete der Deutsche Beamtenbund in Berlin eine große Kundebung, zu der sich Vertreter der Reichs= und der preuischen Staatsregierung sowie der Parlamente, der Reichsbahn und des Internationalen Arbeitsamtes eingefunden hatten. In seiner Begrüßungsansprache verwies Präsident Flügel auf die Bereitschaft der Beamten, mitzuhelfen, um die große Wirtschaftsnot zu überwinden. Der Deutsche Beamtenbund sei willens, alles zu tun, was in seinen Kräften stehe, um den deutschen Staat vor jedem Versuch einer gewaltsamen Aenderung seines verfassungs= und gesetzmäßigen Zustandes zu schützen. Die Grüße des Reichstags und des Preußischen Landtags überbrachte Reichstagspräsident Löbe. Redner erklärte, die Beamten könnten die Not des Volkes mittragen, wenn drei Bedingungen erfüllt seien: keine Ausnahmebehandlung, Gerechtigkeit in der Abstufung der zugemuteten Opfer und Schutz der Bedürftigsten, also der untersten Schichten des Beamtentums. Reichsinnenminister Dr. Wirth sprach über das Thema: Das deutsche Berufsbeamtentum im Volksstaat der Gegenwart. U. a. führte er aus: Die Regierung hält am Berufsbeamtentum fest und sieyt wie ihre Vorgängerinnen in ihm ihre Hauptstütze und einen treuen Verbündeten, auf dessen Hilfe bauend, sie die schwere Aufgabe auf sich genommen hat, Deutschland aus den Nöten und Bedrängnissen der Gegenwart, deren Gefahren sie am allerwenigsten verkennt, herauszuführen. Ich hoffe und vertraue, daß die Beamtenschaft im Glauben an diesen Standpunkt der Regierung festhält. Gewiß, der Beamtenschaft wird in dieser Zeit viel, reichlich viel, zugemutet, was schmerzlich in ihre Interessen eingreift. Aber wahrlich, die Regierung hätte sich zu solchen Maßnahmen nicht entschlossen, wenn sie eine andere Möglichkeit zur Rettung der Lage gesehen hätte. Wo die Gesamtheit in ihren Lebensbedingungen erschüttert wird, kann nicht ein einzelner Berufsstand unberührt davon bleiben, am wenigsten der Beamtenstand, der am stärksten in der Gesamtheit wurzelt und dessen Mitglieder durch den Eintritt in ihn sich dazu bekannt haben, den ehren-, aber auch entsagungsvollen Dienst an der Gesamtheit auf sich zu nehmen. Im einzelnen auf Beamtenfragen eingehend, versprach Dr. Wirth dann die Einbringung einer Reihe von Beamtengesetzen, darunter das Beamtenvertretungsgesetz, das allgemeine Beamtengesetz und die Reichsdienststrafordnung. Wichtig sei ferner die Regelung der Laufbahn=Richtlinien. Zum Schluß seiner Rede sprach Minister Wirth unter Zurückweisung der Angriffe auf das Berufsbeamtentum den Beamten die Anerkennung der Reichsregierung aus, da sich das Berufsbeamtentum trotz aller Anfeindungen noch keinen Augenblick von dem Weg ruhiger Pflichtersullung habe abbringen lassen. Bundesvorsitzender Flügel dankte dem Minister für die Anerkennung und bedauerte, daß der Minister diese Erklärung nicht schon früher abgegeben habe. Wenn die Beamtenschaft bereit sei, auch Opfer zu bringen, so müsse sie doch verlangen, daß auch die Allgemeinheit Opfer brinat. Daß das Notprogramm der Regierung viele nicht heranziehe, die bessergestellt seien als die Beamten, empfinde die Beamtenschaft als sozial ungerecht. Verzögerungen. Auch der Markenmeister wurde getoter. Man fand unter den Trümmern die von ihm geführte Liste, die jedoch nur einige Namen enthielt, da der Meister bei der Eintragung vom Tode überrascht wurde. Weitere Beileidskundgebungen. Der großbritannische Botschafter in Berlin, Sir Horace Rumbold, stattete dem Reichspräsidenten einen Besuch ab und sprach ihm im persönlichen Auftrage des Königs von England dessen Beileid zu der Grubenkatastrophe in Alsdorf aus. Reichspräsident v. Hindenburg dat den Botschafter, dem König seinen herzlichen Dank für diese Anteilnahme zu übermitteln. Weitere Beileidskundgebungen erfolgten u. a. von folgenden Persönlichkeiten und Organisationen. Ministerpräsident Dr. Held, den Gesandten von Dänemark, der Schweiz, der Tschechei, von Finnland und von Dänemark, den Präsidenten des ungarischen arlaments, verschiedenen Bergarbeiterverbänden, tadt= und Provinzialausschüssen, dem KyffhäuserBund.— Auch zahlreiche Geldspenden sind bereits bei den öffentlichen Sammelstellen eingegangen Die letzte Die Beisetzung der Opfer wird am Sonnabendvormittag stattfinden. Die Leichen, die in den früheren Salzlagern sowie in alten Waschkauen und in der Kokerei aufgebahrt liegen, werden jetzt in die schwarzpolierten und mit silbernen Beschlägen versehenen Särge gebettet. Die Totenhalle ist mit frischem Tannengrün geschmückt. Sanitäter halten die Trauerwacht. Räumungsarbeiten gehen nur langsam vorwärts. Auch am dritten Tage hält die bekümmerte und beklommene Stimmung in Alsdorf an. Mehr oder weniger erregt unterhält man sich über die bisher immer noch in vollkommenem Dunkel liegende Ursache der Katastrophe. Durch Anschlag wurde bekannt gemacht, daß die Leute der unterirdischen Beleaschaft von Originalroman von Anny von Panhuys. 66. Fortsetzung Nachdruck verboten Lene atmete auf, daß ihre noue Herrin, für die sie große Verehrung empfand, nicht besonders schwer verwundet war. Sie berichtete:„Ich war einkaufen gegangen, die Gräfin und das Kind befanden sich allein in der Wohnung. Inzwischen muß aber jemand gekommen sein. Als ich die Korridortür aufgeschlossen hatte und eben eintreten wollte, raste eine dunkle Gestalt so stürmisch an mir vorbei, daß ich vor lauter Schrecken gar nicht erkennen konnte, wie sie aussah. Und weil ich die Gräfin am Boden liegend fand, dachte ich nicht daran, um Hilfe zu rufen oder dieser Person nachzurennen." „Hast du gesehen, wer bei deiner Mama gewesen ist?“ fragte der Arzt die Kleine. Lonny trug für gewöhnlich einen ziemlich langen Mantel und einen Filzhut mit Rand, wie ihn die Herren zu tragen pflegen. Klein=Lotti, die an die sehr kurzen Röcke der meisten Damen gewöhnt war und an ihre kleinen Hüte, antwortete dem Arzt:„Es war ein Mann, aber ich kenne ihn nicht.“ Lene versuchte sich zu erinnern. „Ja,“ sagte sie bestätigend,„es war ein Mann. Ein fremder Mann. Jung schien er mir. Er trug Ueberzieher und weichen Filzhut." Die Doktorsfrau brachte das Verbandzeug. Elisabeth erwachte aus ihrer leichten Ohnmacht. Sie hörte, noch halb von Schleiern der Bewußtlosigkeit umfangen, die Angaben des Kindes und die des Mädchens. Ihm fiel mit einem Male klar ein, was geschehen war und sie dachte, es war gut so, daß niemand die Wahrheit des Geschehenen ahnte. Es wäre häßlich gewesen, wenn jetzt der Name Wolfgangs mit einer Liebesaffäre zusammengebracht worden wäre, die, wie sie jetzt wußte, seinen Tod verschuldet hatte. Anna 11 zum Teil wieder beschäftigt werden können. Sie erhielten die Weisung, sich auf Grube Anna II vor Beginn der Schicht bei der Markenkontrolle zu melden. Die Aufräumungsarbeiten gehen nur langsam vorwärts. Einer der beiden zuletzt Geretteten wurde in einer Sackgasse der Grube Anna III gefunden. Wahrscheinlich ist er aus dem Schacht Anna III dorthin geflüchtet und konnte dann nicht mehr weiter. Es ist nun noch mit der Möglichkeit zu rechnen, daß noch weitere Leichen auf der Grubensohle liegen! Von den Toten konnten bisher nur wenige identisiziert werden. Man ist jetzt dabei, die unglücklichen Opfer, soweit sie erkannt sind, einzusargen. Insgesamt sind bis zum dritten Tage 251 Bergleute tot geborgen worden. Den Angehörigen der Grubenopfer wurde jetzt erstmals der Zutritt zu den Leichenhallen gestattet. Die Absperrungen sind weiter rückwärts verlegt worden, da sich der Bevölkerung eine gewisse Erregung bemächtigt hat. Auf den Straßen sieht man sehr viele weinende Frauen und Mädchen. Das Rätsel von Alsberg. Am Donnerstag abend waren von den Toten der Grube Anna 235 geborgen. Darunter befinden sich 16 Bergleute, die im Krankenhause ihren Verletzungen erlegen sind. Im Krankenhause liegen zur Zeit noch 92 Verletzte. Die Zahl der Toten, die noch unter den Trümmern liegen, dürfte gering sein. Ein Toter wurde am Nachmittag noch unter den Trümmern des Verwaltungsgebäudes gefunden. Das kleine Benzinlager über Tage wurde unversehrt gefunden. Auch die Benzoltankwagen der Benzollokomotiven unter Tage sind unbeschädigt. Dadurch wird die Ursache der Katastrophe noch rätselhafter. Die Annahme, daß durch eine Erplosion des Als sie der Arzt, nachdem er sie über ihren Zustand völlig beruhigt, nach dem Täter befragte, erwiderte sie: „Ich habe keine Vermutung, wer der Mensch war. Er hatte eine Aktenmappe unter dem Arm und ich dachte eigentlich, er sammele für einen wohltätigen Zweck. Es spielte sich auch alles so überaus schnell ab,“ Eine halbe Stunde später saß ein Kommissar am Lager der gut Verbundenen und Gebetteten und stellte ihr allerlei Fragen. Der Arzt hatte natürlich Anzeige gemacht. Elisabeth wiederholte ihm, was sie schon dem Arzt erklärt, und da auch das Mädchen und Klein=Lotti von einem Manne redeten, verfiel niemand auf die Idee, bei dem Attentat an eine Frau zu denken. Man nahm an, wenn das Mädchen nicht gerade zurückgekommen wäre, hätte die unbekannte, messerbewaffnete Hand Elisabeth wahrscheinlich übel zugerichtet. Das Brotmesser bot keinerlei Anhaltspunkte. Es war eines von der Sorte, wie man sie in Berlin sicher in vielen Familien fand. Aber wiederum geschah, was Elisabeth so brennend gern vermieden hätte: die Zeitungen beschäftigten sich mit ihr. Die Nachtausgabe eines vielgelesenen Blattes brachte die erste Nachricht unter der fettgedruckten sensationellen Ueberschrift: „Geheimnisvoller Ueberfall in der Dämmerstunde auf die Modekönigin von Berlin, die jetzige Gräfin Zuckschwerdt. Die Gräfin erhielt eine Schulterverwundung mit einem Brotmesser. Der Täter, ein junger Mann in Paletot und Filzhut, ist entkommen.“ Am nächsten Morgen erschien schon Emma Winter, ganz aufgelöst vor Aufregung. Sie fing vor Freude an zu weinen, als sie hörte, es war nichts Schlimmes passiert. Auch ihr vertraute Elisabeth nicht an, daß sie wußte, wer ihr die Verletzung beigebracht. Niemand durfte die Wahrheit erfahren. Frau Weilert kam im Taxi angefahren und atmete hörbar auf, nachdem sie sich überzeugt, Elisabeth war mit einer unbedeutenden Fleischwunde davongekommen. Benzollagers eine Kohlenstauberplosion hervorgernfen sein könnte, wird dadurch jedenfalls hinfällig. Von Kommunisten wurden am Donnerstag Flugblätter verteilt, die zu einem eintägigen Streik am Sonnabend— dem Begräbnistage— auffordern. Das britische Gemeinwesen keine Einheit. Eine aufsehenerregende Erklärung des südafrikanischen Gesandten. Der südafrikanische Gesandte in Washington, Louw, erklärte in einer Rede vor amerikanischen Geschäftsleuten, in Amerika bestehe ein beträchtliches Mißverständnis über die verfassungsmäßige Beziehung zwischen Großbritannien und den Dominien. Das Britische Reich sei in keiner Weise eine internationale und politische Einheit. Südafrika unterschreibe eine solche Doktrin nicht, denn, so führte er weiter aus, wir sind der Ansicht, daß dies dem Sinne des Berichts vom Jahre 1926 entgegengesetzt ist. Das britische Gemeinwesen ist nicht eine internationale Gesamtheit oder Einheit, die fähig Die Kein Einspruch des Reichsrats. Der Reichsrat hielt am Donnerstag eine öffentliche Sitzung ab, die durch eine Trauerkundgebung für die Opfer von Alsberg eingeleitet wurde. In längerer Ansprache brachte der Reichsinnenminister Dr. Wirth das Beileid des Reichsrats zum Ausdruck. Die Mitglieder hatten sich während dieser Kundgebung von ihren Plätzen erhoben. Der Reichsrat stimmte dann den vom Reichstag angenommenen Gesetzentwürfen über die Schuldentilgung und zur Durchführung der Entschädigung auf Grund des deutsch=polnischen Liquidationsabkommens endgültig zu, ebenso der Ergänzung zum Handelsabkommen mit Finnland. Auch bezüglich der vom Reichstag beschlossenen Amnestie wurde gegen die Stimmen der Provinzen Hessen=Nassau und Sachsen von der Einlegung eines Einspruchs abgesehen. Weiter stimmte der Reichsrat einer ganzen Reihe kleinerer Vorlagen zu. Am Schluß der Sitzung bat der Vertreter der Provinz Schleswig=Holstein, von Schifferer, namens der preußischen Reichsratsbevollmächtigten die Reichsregierung, baldmöglichst das von der Reichsregierung seinerzeit gegebene Versprechen zu erfüllen, wonach der Auswärtige Ausschuß des Reichsrats einberufen werden soll, wenn die politische Lage es erfordert. Die Voraussetzungen für die Einberufung des Ausschusses seien jetzt gegeben, zumal sich die Reichsregierung auch im Auswärtigen Ausschuß des Reichstags über die schwebenden außenpolitischen Fragen verbreitet habe. In Beantwortung dieser Bitte wurde mitgeteilt, daß die Einberufung des Auswärtigen Ausschusses des Reichsrats für die nächste Woche beabsichtiat sei. ist, als solche zu handeln, und die Tatsache, daß diese Staaten einen gemeinsamen Souverän haben, macht sie nicht zu einer internationalen Einheit. Louw fügte hinzu, die letzten Spuren der britischen Regierungskontrolle seien weggefegt worden, und schloß: Ich erwarte vollauf, daß die britische Reichskonferenz während ihrer augenblicklichen Tagung in befriedigender Weise weitere Punkte regeln wird, über die Zweifel oder Meinungsverschiedenheiten bestanden haben mögen. Neberschwemmungen in Mexiko.— 25 Todesopfer. — Mexiko, 24. Oktober. Infolge heftiger Regengüsse, die in der ersten Hälfte dieser Woche im Territorium Nayarit in Mexiko niedergegangen sind, sind die Flüsse dort über die Ufer getreten. Das Hochwasser überschwemmte die Stadt Tuxpan, in der 25 Personen ertrunken sind, und die Städte Bayona, San Felipe und Cerrobola. Mehrere tausend Stück Vieh sind in den Fluten ertrunken. Die Ernte ist auf weiten Strecken vernichtet. „Sie sind eigentlich eine unglaublich interessante Person," lächelte sie,„die Sensation heftet sich ja förmlich an Ihre Fersen! Wie schade, daß Sie nicht mehr Mannequin sind." Sie schlug sich auf den Mund. „Verzeihung, Frau Gräfin, ich werde mich bessern.“ Ein Telegramm rief am nächsten Morgen Robert Tann nach Berlin. In den Morgenblättern, die er im Zug gelesen, nod nicht wissend, weshalb er zu der Tochter kommen sollte, weil man sie heute daheim erwartete, war er auf die Neuigkeit gestoßen. Er las immer wieder, daß seine Liesel gestern in der Dämmerstunde von einem Unbekannten überfallen worden war. Er las auch, die Wunde wäre harmlos und unbedeutend, aber das beruhigte ihn wenig. Tobende Angst war in ihm. Der Unbekannte war bestimmt in Liesels Wohnung gedrungen, um einen Mord zu begehen, und ehe man seiner nicht habhaft werden würde, mußte man ständig in Sorge sein, er könnte seinen Ueberfall wiederholen. Und vielleicht hatte er ein zweites Mal mehr Erfolg. Wer aber haßte sein schönes Kind so sehr, um ihm nach dem Leben zu trachten? Er erreichte in ganz toller Erregung Elisabeths Wohnung. Das Mädchen beruhigte ihn gleich nach besten Kräften. „Machen Sie sich nur keine Sorge, Herr Tann, die Frau Gräfin hat wirklich nur eine unbedeutende Fleischwunde erhalten. Sie hat nicht einmal Fieber bekommen und fast die ganze Nacht geschlafen. Sie weiß nicht, daß ich depeschiert habe. Aber ich hielt es für besser, Sie zu rufen." Robert Tann lobte:„Sie haben durchaus richtig gehandelt.“ Elisabeth lag im Bett und das Kind saß bei ihr. Sie blickten ihm mit klaren Augen entgegen. (Fortsetzung folgt.) Aus W Die Wetterla Während im Oster machen sich vom zwischen denenf heiterung mit Tur land war es gest deckt, nur im Ni Osten hatte Rege Die Temperaturen sehr verschieden. Himmel Hannoven Grad. Der Kahle und 2 Grad. Wetteraussich wölkungsabnahme etwas wärmer. 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(=) Nur Kug Minister für Lan über entstanden, o sowie des Schusse Rehwild in§ 4 vom 16. 12. 192 deshalb darauf! der Absicht der botsvorschrift unt mit Schrot, Poste (*) Kirchenst fälliggewordenen und Gehaltsempfe zwangsweise Ein(*) In Ergä Oberpräsident vo Polizeiverordnung Polizeistunde für dürfen Schankwi Trinkhallen vor zelnen Ausnahme heres Oeffnen ge Alkohol, weder in werden. Dieses gens bleibt auch ein früheres Oeff hörde gestattet wi (*) Meinerzl Amtes, Zimmer abgegeben, das b war. (*) Meinerzh tag, den 31. Ok ein Festgottesdier ihren Lehrern te (*) Valbert, Mergell in Echt den Gemeindebezi aufsichtsbehörde (*) Valbert, 26. Oktober, beab seinen diesjährige der Wettergott, e rige Meinung: die beiden letzten und über den E über Vestenberggemeinsam Kaffe Erinnerungen an in diesem Jahre Der Abmarsch ei i hervorgernhinfällig. nerstag Flugen Streik am fordern. ie Einheit. dafrikanischen ington, Louw, yen Geschäftsiches Mißverhung zwischen Britische Reich und politische olche Doktrin sind der Ann Jahre 1926 vesen ist nicht heit, die fähig räftig. g eine öffentindgebung für In längerer er Dr. Wirth uck. Die Mitidgebung von vom Reichstag die Schuldenchädigung auf onsabkommens m Handelsabbeschlossenen er Provinzen nlegung eines ganzen Reihe Vertreter der erer, namens n die Reichseichsregierung n, wonach der erufen werden ert. Die Vors Ausschusses eichsregierung richstags über jen verbreitet rde mitgeteilt, lusschusses des ichtiat sei. che, daß diese haben, macht t. der britischen en, und schloß: leichskonferenz n befriedigener die Zweifel haben mögen. 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Die Temperaturen sind im allgemeinen gesunken, örtlich aber sehr verschieden. Die tiefste Temperatur meldet bei heiterem Himmel Hannover mit 2 Grad, die höchste Borkum mit 12 Grad. Der Kahle Asten hatte mäßigen Südwestwind, Nebel und 2 Grad. Wetteraussichten: Nach Regenfällen vorübergehend Bewölkungsabnahme und stellenweise Dunst und Nebel wieder etwas wärmer. Gedenktafel für den 23. Oktober. 1825* Der Komponist Johann Strauß(Sohn) in Wien(† 1899)— 1827* Der Chemiker Marcellin Berthelot in Paris(† 1907)— 1838* Der Komponist George Bizet in Paris(† 1875)— 1865* Der Maler Walter Leistikow in Bromberg(† 1908). Sonne: Aufgang 6,40, Untergang 16,48. Mond: Aufgang 11,27, Untergang 18,19. Gedenktafel für den 26. Oktober. 1757* Der Staatsmann Friedrich Karl Freiherr vom und zum Stein in Nassau(† 1831)— 1800* Graf Helmuth von Moltke in Parchim(† 1891)— 1828 † Der Landwirt Albrecht Thaer in Möglin(* 1752) Sonne: Aufgang 6,41, Untergang 16,46 Mond: Aufgang 12,34, Untergang 19,7 * Genügsamkeit. Wahre Genügsamkeit ist eine innere Freiheit von den Dingen dieser Erde. Sie macht zufrieden und dankbar, und sie macht wahrhaftig, indem sie alles, was nach bloßem Schein aussieht, meiden läßt. Sie ist eine Quelle des wahren, stillen Glücks für uns und andere. Schon die Jugend wollen wir zur Genügsamkeit anleiten. Jetzt meint mancher, er erweise seinen Kindern das Beste, wenn er ihnen möglichst alle Wünsche erfüllt. Er selbst hat gearbeitet, sich abgemüht, und ist einsach gewesen und geblieben, den Kindern sollen Schwierigkeiten und Entsagungen erspart bleiben. Leicht zieht man damit ein genußsüchtiges, träges, nie zufriedenes Geschlecht heran. Sonnenschein soll hinein in die Jugend unserer Kinder, aber nicht bengalisches Licht, das nach kurzem Glänzen wieder der Nacht Platz macht. Wir wollen sie lehren, sich an der Natur zu erfreuen,, aber davor bewahren, zu meinen, daß erst bei weiten Reisen und großen Geldausgaben Freude möglich sei. Sie sollen an uns erkennen, daß in treuer Pflichterfüllung und Hingabe für edle Ziele mehr Befriedigung liegt, als in der Genußsucht, in der Selbstüberwindung mehr Heldentum, als in der Nachgiebigkeit gegen sich selber, im Dienen mehr Wert als darin, daß man sich bedienen lasse, in gediegener Einfachheit mehr Vornehmheit, als in aufdringlichem Prunk, in der Anspruchslosigkeit mehr Freiheit, als in der Begehrlichkeit. Aber vergessen wir bei solcher Erziehung nicht, daß mehr als alle Worte das Beispiel ausmacht, und daß auf dem Boden schlichten, ernsten Glaubens die Blume solcher Genügsamkeit am sichersten und schönsten wächst! (=) Nur Kugelschuß für Rot=, Dam= und Rehwild. Der Minister für Landwirtschaft schreibt: Es sind Zweifel darüber entstanden, ob das Verbot des Schrot= und Postenschusses sowie des Schusses mit gehacktem Blei auf Rot=, Dam= und Rehwild in§ 4 der Tier= und Pflanzenschutzverordnung vom 16. 12. 1929 auch für den Fangschuß gilt. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß nach dem Wortlaut und der Absicht der Verordnung auch der Fangschuß der Verbotsvorschrift unterliegt, daß also auch der Fangschuß nicht mit Schrot, Posten oder gehacktem Blei gegeben werden darf. (=) Kirchensteuer. Im Anzeigenteil werden die bisher fälliggewordenen Teilbeträge der Kirchensteuer der Lohnund Gehaltsempfänger angemahnt. Ab 1. November erfolgt zwangsweise Einziehung. (=) In Ergänzung des neuen Gaststättengesetzes hat der Oberpräsident von Westfalen unter dem 9. 9. 1930 eine Polizeiverordnung erlassen, in der nunmehr auch die FrühPolizeistunde für die Provinz Westfalen geregelt ist. Danach dürfen Schankwirtschaften aller Art, Speiseanstalten und Trinkhallen vor 7 Uhr morgens nicht öffnen. Nur in einzelnen Ausnahmefällen kann die Ortspolizeibehörde ein früheres Oeffnen gestatten. Vor 8 Uhr morgens darf keinerlei Alkohol, weder im Ausschank noch im Kleinhandel verabfolgt werden. Dieses Verbot der Alkoholabgabe vor 8 Uhr morgens bleibt auch für diejenigen Betriebe bestehen, denen ein früheres Oeffnen ausnahmsweise von der Ortspolizeibehörde gestattet worden ist. (=) Meinerzhagen, 23. Okt. Auf dem Fundbüro des Amtes, Zimmer 2, wurde ein Schlüsselbund mit 5 Schlüssel abgegeben, das bei der Wirtschaft Rehorst gefunden worden war. (=) Meinerzhagen, 24. Okt. Am Reformationstage, Freitag, den 31. Oktober, findet in der Kirche um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst statt, an dem auch die Schulkinder mit ihren Lehrern teilnehmen. (=) Valbert, 24. Okt. Dem Staatl. Hilfsförster Ernst Mergell in Echternhagen sind jagdpolizeiliche Befugnisse in den Gemeindebezirken Valbert und Herscheid durch die Jagdaufsichtsbehörde übertragen worden. (=) Valbert, 24. Okt. Am kommenden Sonntag, dem 26. Oktober, beabsichtigt der Männergesangverein„Westfalia“ seinen diesjährigen Herbstausflug zu machen, soforn Pluvius, der Wettergott, es nicht anders bestimmt und seine diesjährige Meinung:„Kein Tag ohne Regen" ändert. Während die beiden letzten gemeinsamen Spaziergänge ins Listertal und über den Ebbekamm führten, soll es in diesem Jahre über Vestenberg—Häuschermühle zum Hardenberg gehen, wo gemeinsam Kaffee getrunken werden soll. Die vielen frohen Erinnerungen an die früheren Sängerausflüge werden auch in diesem Jahre eine recht zahlreiche Schar zusammenführen. Der Abmarsch erfolgt um 2 Uhr vom Vereinslokal„Hültekanne". Alle passiven Mitglieder und Sangesfreunde mit ihren Tamen werden zur Teilnahme an dem Ausflug, der bei gutem Wetter sicherlich ein paar frohe Stunden bringen wird, eingeladen. (=) Kierspe, 24. Okt. Ein Schulreformationsgottesdienst ist in der Kirche, Freitag, den 31. Oktober, morgens 10 Uhr, für alle Schulen der Gemeinde geplant. Näheres wird noch bekanntgegeben. Vielleicht findet auch noch nach dem Gottesdienste an der„Luther=Eiche“ auf dem Kirchplatze vor der Kirche eine Ansprache seitens der Herren Lehrer statt. Kinderchor und Musikvereinigung wollen bei der Feier mitwirken.— Das Unkraut beim Gräberreinigen wird immer noch trotz der Warnungstafeln an ungerechten Stellen ab geworfen. Schutt ist eben nur an den dafür bestimmten Plätzen auf dem Friedhofe abzuladen. Es sollte doch der Ort, da unsere Toten ruhen, in guter und sauberer Ordnung gehalten werden. Der Friedhofswärter hat sonst mehrfache, unnütze Arbeit zu tun, um den Friedhof in gutem Zustande zu erhalten. Kierspe=Bhf., 21. Okt. Ihren 80. Geburtstag feiert heute Ww. Reinecker zu Neuebrücke. Die Hochbetagte, die ihren Lebensabend bei ihren Angehörigen, der Familie Herm. Wehberg, verbringt, erfreut sich einer verhältnismäßig guten körperlichen und geistigen Rüstigkeit. Wir entbieten dem Geburtstagskind unsere besten Wünsche. Westdeutschland. Halver, 23. Okt. Wieder zwei Motorradunfälle. Der Motorradfahrer M. von Glörfeld kam nachts, mit einem Freunde auf dem Soziussitz, von Radevormwald. Bei dem nebligen Wetter fuhr er mit großer Wucht gegen einen Baum, so daß er einen Schädelbruch und auch sonstige Verletzungen davontrug und in das Radevormwalder Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Der Beifahrer erlitt nur geringere Verletzungen. Das Motorrad wurde stark beschädigt.— Bei Eintritt der Dunkelheit wurde auf der Berlinerstraße beim Hohenzollernpark eine Frau von einem Motorradfahrer, der einem schweren Lastwagen ausweichen mußte, angefahren, so daß beide zu Fall kamen. Sanitätsrat Dr. Schulze=Kump, in dessen Wohnung die Frau geschafft wurde, konnte zum Glück keine ernsthaften Verletzungen feststellen, auch der Fahrer hat solche nicht davongetragen. Plettenberg, 23. Okt. Tödlich überfahren. Als abends 7 Uhr der Invalide Fritz Ante gegenüber den städtischen Häusern an der Bahnhofstraße die Straße überqueren wollte, wurde er von dem Auto des B., das von Eiringhausen heranfuhr, angefahren und auf den Bürgersteig geworfen. Er erlitt einen Unterschenkelbruch, Rippenbruch und eine Lungenverletzung. Der Wagenlenker brachte den Verunglückten ins ev. Krankenhaus, wo er inzwischen starb. Hagen, 23. Okt. Das Starkstromunglück am Hengsteysee. Das Starkstromunglück am Hengsteysee bei Hagen vollzog sich nach Angaben der Schulkinder folgendermaßen: Die Schulmädchen machten mit ihrer Lehrerin von Herdecke aus einen Ausflug nach dem Stausee bei Hengstey. Von hieraus sollte es weiter nach der Hohensyburg gehen. Unterwegs lag auf dem Strandweg ein Ende einer gerissenen Hochspannung. Noch ehe die Lehrerin die Kinder warnen konnte, nicht anzufassen, hatte eine achtjährige Schülerin schon zugefaßt. Die Lehrerin sprang sofort hinzu und suchte das Kind wegzureißen. Damit war ihr der Tod besiegelt. Durch das Erfassen der Hand des getöteten Kindes wurde auch die Lehrerin durch den Starkstrom sofort getötet. Das Unglück war das Werk einer Sekunde. Wuppertal, 23. Okt. Die Nase abgebissen. Zwei Männer gerieten in der Mittelstraße in Barmen aus Eifersucht in Streit. Die beiden Kavaliere, beide im Alter von etwa 40 bis 45 Jahre, sagten sich die üblichen Liebenswürdigkeiten, bis es einem einfiel, seinem Nebenbuhler einen tüchtigen Denkzettel zu verabreichen. Um etwas Originelles und in seinem Wettberwerb um die Frau Entscheidendes zu tun, biß er ihm die Nase ab. Die heißumstrittene Frau wird wohl an diesem Manne kein Gefallen mehr haben. Köln, 23. Okt. Der Ueberfall auf den Kassenboten aufgeklärt. Am vorletzten Montag wurde der Kassenbote der Kölner Messe= und Ausstellungs=G. m. b. H. von zwei unbekannten Männern überfallen und ein Geldbetrag von 8600 RM geraubt. Die Täter entkamen. Jetzt ist es gelungen, sie in Bielefeld, wohin sie geflohen waren, zu stellen. 5000 RM trugen sie noch in einem Mantel eingenäht bei sich. Es handelt sich um zwei junge Burschen aus Köln=Ehrenfeld, die arbeitslos waren und einige Abende vor der Tat mit dem Kassenboten gezecht und bei dieser Gelegenheit die Verhältnisse ausgekundschaftet hatten. Düsseldorf, 23. Okt. Kürten=Untersuchung vor dem Abschluß. Ueber den Stand der Mordsache Kürten wird bekannt, daß die Untersuchung in ällernächster Zeit abgeschlossen werden kann. Im Anschluß daran wird Kürten auf seinen Geisteszustand untersucht werden. Alle Gerüchte über einen körperlichen oder geistigen Zusammenbruch Kürtens sind, wie bereits früher erwähnt, unzutreffend. Öhne sonderliche Erregung beobachtet er, wie sich sein Schicksal vollendet. Seine Frau hat die Scheidung beantragt, dem Verlangen dieser schwergeprüften Frau dürfte seitens der Behörden keine Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, wird die Hauptverhandlung gegen Kürten im Februar eröffnet werden. In den dem Geisteskranken Staußberg zu Unrecht zugeschriebenen Mordtaten werden die Ermittlungen der Düsseldorfer Kriminalpolizei fortgesetzt, namentlich nach der Richtung hin, ob Kürten auch der Mord an der Prostituierten Emma Groß zugeschrieben werden soll. Bisher bestreitet Kürten diese Mordtat energisch. Bei der Anklageerhebung dürfte eine Reihe geklärter Fälle ausscheiden. Diese Taten fallen bei der Berechnung des Strafmaßes bei der Schwere seiner anderen Verbrechen kaum ins Gewicht. * Münster i. W. Der Forschungsreisende Filchner hielt hier einen gut besuchten Vortrag über seine Tibet=Expedition. Er machte zum Schluß seiner Ausführungen die Mitteilung, daß er den sehr ansehnlichen Reinertrag dieser Veranstaltung für die Opfer der Bergwerkskatastrophe in Alsdorf stifte. Er hoffe, daß andere diesem Beispiel folgen würden. * Tortmund. Im Altersheim am Krückenweg kam es zu einer wüsten Messerstecherei. Ein Invalide, Insasse des Heims, suchte sich schon seit längerer einer dort untergebrachten Witwe zu nähern. Diese wies jedoch alle Annäherungsversuche eneraisch ab. Darüber In den Packungen der SALEM AUSLESE Zigaretten finden Sie künstlerisch ausgeführte Bilder der Flaggen Europas. geriet oer Invalde derart in Wut, daß er ein Taschenmesser zog und auf die Angebetete losstach. Diese brach, durch fünf Messerstiche in Kopf und Brust getroffen, zusammen. Als zwei weitere Insassen des Heimes der Frau zu Hilfe eilten, wurden sie ebenfalls von dem Wüterich mit dem Messer bearbeitet. Der Täter versuchte sich dann die Pulsader zu öffnen. * Dortmund. Das Schwurgericht verurteilte den 23 Jahre alten Bauarbeiter Ziolkowski wegen Körperverletzung mit Todeserfolg zu 2½ Jahren Gefängnis. Der Angeklagte hatte bei einem Wirtshausstreit dem Schlosser Hertjen einen Stich in den Leib versetzt. An den Folgen der schweren Verletzung starb Hertjen nach kurzer Zeit. * Bochum. An der Ecke Herner= und Johannesstraße wurde ein 5 Jahre altes Mädchen von einem holländischen Lieferwagen überfahren und auf der Stelle getötet. * Bochum. Das Erweiterte Schöffengericht verurteilte in einem fünftägigen Betrugsprozeß den früheren Anwaltsgehilfen Neumann, gegen den Anklage wegen Betruges in 95 Fällen erhoben war, wegen vollendeten und versuchten Betruges, wie auch wegen Diebstahls, zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus. Seine Geliebte, die Ehefrau Maria Schulz, wurde zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Angeklagten hatten in geradezu gemeingefährlicher und schwindelhafter Weise eine außerordentlich große Zahl von Versandfirmen durch betrügerische Bestellungen erheblich geschädigt. Kirchliche Nachrichten Evangel. Gemeinde Meinerzhagen. 19. Sonntag nach Trinitatis. 10.30 Uhr Hauptgottesdienst, Kollekte für die Berliner Stadtmission, 1.30 Uhr Kindergottesdienst, 3 Uhr Zusammenkunft der konfirmierten Knaben im Unterrichtszimmer. Dienstag 8 Uhr Jungmädchenkreis. Mittwoch 8.30 Uhr Bibelstunde in der kleinen Schule. Freitag 9.30 Uhr Reformationsfeier. 8.30 Uhr Vorbereitung zum Kindergottesdienst. Freie evangel. Gemeinde Vollmestraße. Sonntagmorgen 9.30 Uhr und nachmittags 2.30 Uhr Kreis=Konferenz Kierspe=Bhf., 1.30 Uhr Sonntagsschule. Dienstag 8.30 Uhr Jugendbund. Donnerstag 8.30 Uhr Gebetsstunde. Sonntag 8.30 Uhr Posaunenchor. Evang. Gemeinde Kierspe. Kierspe: Sonntag 8.30 Uhr Kindergottesdienst; 10.30 Uhr Hauptgottesdienst. Dienstag 8.30 Uhr Jungmädchenbund. Freitag 8.30 Uhr Gemischter Kirchenchor. Kierspe=Bahnhof. Sonntag 9 Uhr Gottesdienst; 4 Uhr Bibelstunde. Dienstag 8.30 Uhr Gemischter Kirchenchor. Mittwoch 8.30 Uhr Jungmädchenbund. Freitag 8.30 Uhr Frauenhilfe. Posaunenchor Kierspe: Montag 8.30 Uhr. Posaunenchor Vollme: Dienstag 8.30 Uhr. Rundfunk-Programm. 8.00: 8.30: 9.00: 9.05: 10.15: 11.00: orgen 13.00: Mittagskonzert. 14.30: 14.50: 15.25: 15.45: 16.05: Zwei 16.30 26. Oktober. der Stadtkirche in Unna. — Glocken vom Großen Michel. Religionslehrer Heider. Sonntag. 7.00: Choralblasen vom Turm 7.15: Hamburger Hafenkonzert. Morgenkonzert. Esperanto für Anfänger. Geläut von St. Gereon, Köln. Katholische Morgenfeier. Redner: Besuch am Krankenbett. Bühne und Volk. Eine Werbung für das Deutsche Theater. Morgenfeier der Städtischen Bühnen, Köln. a9s unkliteratur. ertigkeitsübungen für Kurzschriftler. rof. Dr. Unger: Musikalische Arbeitsgemeinschaft. rivatdozent Dr. Frost: Die Landwirtschaft in Belgien. aurenz Kiesgen: Et Allersiele— Latäänche— Noch nit— Erzählungen in Kölner Mundart. Vesperkonzert. Der bayerische Wald. Univ.=Prof. Dr. Wrede: Vom 18.00: Dr. Groth: 18.25: Der rheinische Lebensbaum Volkslied. 18.45: Eine Stunde Kurzweil. 19.25: Heinrich Mann„Flug", aus Sache“. 19.50: Sportvorbericht. 20.00: Ansage zur folgenden Uebertragung. 20.05: Opernhaus Düsseldorf: Der Fliegende Holländer. Romantische dem Roman:„Die große Oper in drei Aufzüg Anschl.: Nachtmusik und en von Tanz. Richard Wagner. isabha Wir haben noch nie so billig Herren Ulster und Paletof in unserer bekannt besten Verarbeilung u. den neuesten Stoffe fast durchweg in K’seiden broher Verkaul Beglon Sanstagl auch Sountagbls abends geöllaet958.-68.-86.-98.-118.Basse& Cie. büdenscheid fulter anbieten können. das zuverlässige Fachgeschäff für Fahripergütu gute Herren- u. Knabenkleidung. Hausfrauen, prütet unsere Preise und Gualitäten! 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