A Die Meinerzhagener Zeitung erscheint läglich mit Ausnahme der Sonn= u. Festtage. Bezugspreis monatlich 1,30 Reichsmark. Preis der Einzelnummer 10 Reichspfennige. Bestellungen werden jederzeit von der Geschäftsstelle u. den Postanstalten entgegengenommen. Telegr.=Adresse: Zeitung Meinerzhagen. Verantwortl. Schriftleiter: Walther Kämper, Meinerzhagen t. W. Gelesenste Tageszeitung in Meinerzhagen und Amgegend Amtlicher Fernsprecher Amt Meinerzhagen Nr. 242 Anzeiger Herausgabe, Druck und Verlag von Walther Kämper, Meinerzhagen, Hauptstraße 42 Im Falle höherer Gewalt, Streik oder Betriebsstörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Anzeigenpreise: Für 1 Millimeter Höhe in Spaltenbreite von 35 Millimeter in Meinerzhagen 6 Reichspfennige, Familien=Anzeigen und Stellengesuche 5 Reichspfennige, Anzeigen von auswärts 8 Reichspfennige, Anzeigen von Behörden und Finanzanzeigen 10 Reichspfennige, Reklame 40 Reichspfennige. Zahlbarsofort. Redaktion Geschäftsstelle Hauptstr. 42 Nummer 160 Dienstag, den 12. Juli 1927 16. Jahrgang Neue Scheingründe gegen die Rheinlandräumung. Im sächsischen Anwettergebiet wurden bisher nach amtlicher Feststellung 145 Tote gezählt.— Der Reichspostminister hat dem Verwaltungsrat die neue Gebührenvorlage zugehen lassen.— Auf den irischen Postminister wurde ein Attentat verübt. Der Minister ist den Verletzungen erlegen.— In Köln fand der Prozeß gegen den falschen Prinzen statt. Was geht in Rußland vor? Der Kampf Stalins gegen Trotzki—Sinowjew. Sowjetrußland, die europäische Sphinx, gibt wieder einmal Rätsel auf, die für den Außenstehenden schwer oder gar nicht zu lösen sind. Und dennoch zerbricht sich ganz Europa darüber den Kopf, was wohl die sowjetrussischen Machthaber veranlaßt haben mag, wieder zu dem System des Kriegskommunismus mit den täglichen Massenhinrichtungen überzugehen. Die Meinungen darüber sind verschieden, laufen aber doch alle in der Richtung, daß sich die Moskauer bedroht fühlen, und, um sich an der Macht zu halten, wahllos alles an die Wand stellen, was in den Verdacht kommt, ihnen die Herrschaft streitig machen zu wollen. Es fragt sich nun zunächst, in welchem Lager wohl die Gegner der regierenden kommunistischen Gruppe zu suchen sind. Daß noch immer sogenannte„Weiße“ an der Arbeit sind, um Rußland von der bolschewistischen Herrschaft zu befreien, mag richtig sein. Sie stellen aber vorläufig nur ein kleines Häuflein dar, das dem Bolschewismus noch nicht gefährlich werden kann. Vorläufig wenigstens. Die mächtigen Feinde der unter Stalins Führung stehenden Mitte sind auf den äußersten Flügeln der Russischen Kommunistischen Partei zu suchen. Sie gruppieren sich um Trotzki und Sinowjew. Von diesen beiden geht auch der Kampf der Opposition gegen das Zentrum der Partei aus. Dennoch hat es Stalin bisher nicht gewagt, die Führer der Opposition festzusetzen. Er fürchtet mit Recht, daß das vielleicht das Ende des Bolschewismus überhaupt sein könnte, weil ein aktives Vorgehen gegen diese beiden Männer einen Bürgerkrieg auslösen könnte, den dritte nicht unausgenützt vorübergehen lassen würden. Der Grund für die Unzufriedenheit der Opposition liegt kurz gesagt darin, daß sie der herrschenden Gruppe vorwirft, sie neige kapitalistischen Gedankengängen zu, wolle mit dem europäischen Kapitalismus zusammenarbeiten und die Interessen des russischen Proletariats opfern. Sie sind also für einen gemäßigten Kurs nicht zu haben, sondern wollen rücksichtslos die bolschewistische Revolution vorwärts treiben. Wie weit ihnen das gelingt, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, daß im Lande eine nicht unerhebliche Unzufriedenheit namentlich in der bäuerlichen Bevölkerung herrscht. Sie hat durch den Umsturz erreicht, was sie wollte, sie ist in den Besitz von Grund und Voden gekommen, muß aber von Jahr zu Jahr in steigendem Maße feststellen, daß die Sowjetbürokratie immer größere Ansprüche stellt, die sie in Form drückendster Steuern oder Naturalabgaben zu befriedigen hat. Hinzu tritt das Mißverhältnis zwischen den künstlich niedrig gehaltenen Preisen für landwirtschaftliche Produkte und den übersteigerten Preisen für industrielle Erzeugnisse. Die Klagen der Bauern sind alt, sie waren zeitweise so stark, daß man in Moskau mit offener Rebellion rechnete. Revolten sind wohl auch hier und dort vorgekommen, aber stets mit grausamer Gewalt unterdrückt worden. Das konnte um so leichter geschehen, als man zur Niederschlagung derartiger lokaler Aufstände bewaffnetes städtisches Proletariat gebrauchte, das sich auch infolge der durch eine entsprechende Propaganda vertieften Gegensätze zwischen Stadt und Land bereit fand, gegen den Landmann vorzugehen. Daß von außen her versucht wird, die Schwierigkeiten der Moskauer Machthaber zu vergrößern, darf wohl als sicher angenommen werden. Gerade die Ukraine liefert hierfür ein gutes Beispiel. Sie ist auch in der Tat ein einziger Gefahrenherd. Hier spielen sich die meisten Attentate ab, hier werden die meisten„Banden“ mit militärischen Machtmitteln niedergekämpft, hier sind Einzelhinrichtungen längst durch Massenerschießungen abgelöst. Das Wüten der militärisch aufgezogenen und mit weitestgehenden Vollmachten ausgerüsteten Polizei scheint aber eher das Gegenteil von dem erreicht zu haben, was sie beabsichtigte. Vor allem hat die nationale Bewegung, der Zug zur Loslösung von der Sowjetunion an Boden gewonnen. Bis jetzt ist es aber nock nicht gelungen, die Häupter dieser Bewegung zu fassen, so daß die Ukraine vielleicht eines Tages doch noch einen ernsten Aufstand ihrer Bevölkerung gegen die Moskauer Regierung erleben wird. Wie die Dinge auch liegen mögen, ernst sind sie für die Moskauer Regierung auf alle Fälle. Dabei sieht es aber noch so aus, als kennt Moskau die verschiedenen revolutionären Strömungen nicht genau. Die Massenhinrichtungen werden wahllos vorgenommen, ihr Leben verlieren eigent lich die Mitläufer, während die Akteure im Hintergrunde bleiben. Daß ein guter Teil von ihnen im Auslande sitzt geht aus unvorsichtigen Aeußerungn der englischen Presse hervor. Erst dieser Tage ist hier die Frage gestellt worden ob die Sowjetunion schon sturmreif sei, und ob es nicht angebracht erscheine, die gegen Moskau gerichtete Bewegung auszubauen, zu zentralisieren, die Aufstände zu gleicher Zeit an verschiedenen Stellen der Union aufflammen zu lassen, die Bahnen zu zerstören und damit die Machtmittel der Sowjetunion zu verzetteln oder zu lähmen. Es wird vorläufig noch eine Weile in Rußland so weitergehen wie bisher. Aber dann wird der Tag doch kommen, an dem die Feinde der herrschenden Schicht zum entscheidenden Schlage ausholen. Und dieser Tag wird von der wirtschaftlichen Lage des Sowjetstaates bestimmt, die immer unhaltbarer wird, da der Abbruch der englisch=russischen Beziehungen zu einem hörbaren Abrücken auch anderer Staten geführt hat. Ohne ausländisches Kapital ist Rußland aber hilflos, es muß ohne fremde Hilfe wieder in ein wirtschaftliches Chaos zurücksinken Neue Scheingründe Frankreichs gegen die Rheinlandräumung. Paris macht sich die Verleumdungen des belgischen Kriegsministers zunutze. Nachdem nunmehr die an der Besichtigung der geschleiften Ostbefestigungen beteiligten fremden Militärattachés haben zugeben müssen, daß von Befestigungen an der deutschen Östgrenze keine Rede mehr sein kann, und das Deutschland auch in dieser Hinsicht seinen Abrüstungsverpflichtungen voll und ganz nachgekommen sei, wäre eigentlich auch der letzte Vorwand für die ehemals feindlichen Staaten für sofortige Räumung des Rheinlandes hinfällig. Bekanntlich begegnete man in Frankreich der deutschen Forderung nach der Rheinlandräumung stets mit der Antwort daß wir unsere Abrüstungsbedingungen noch nicht erfüllt hätten, bevor auch der letzte Betonunterstand an der deutschen Östgrenze gesprengt sei. Jetzt ist diese Forderung erfüllt und damit der Zeitpunkt für die Alliierten gekommen, ihrerseits ihren Verpflichtungen nachzukommen. Wir haben jetzt ein Recht darauf, zu fordern, daß den Besatzungstruppen im Rheinlande der Befehl zum Rückzug erteilt wird. Unsere Erwartung wird auch von einem Teil der englischen Presse bestätigt, die offen zugeben muß, daß Deutschland nunmehr nach Erfüllung aller Entwaffnungsverpflichtung aus dem Versailler Vertrage auf die Räumung des Rheinlandes Anspruch habe, da ihm eine Verkürzung der Besatzungsfristen für diesen Fall zugesichert war. Die Londoner„Westminster Gazette“ sieht den jetzigen Zeitpunkt als günstig an, die Daweskasse zu entlasten, wozu der Wegfall der Besatzungskosten bei der Rheinlandräumung einen willkommenen Anlaß biete. Wer bisher noch an den französischen Versöhnungswillen geglaubt hat, den belehrt die neue Hetze der französischen Presse gegen die zugesicherte und uns mit Recht zustehende Räumung der Rheinlande eines Besseren. Gewiß müssen auch einige Pariser Blätter gestehen, daß der Zurückziehung der Besetzungstruppen aus dem Rheinlande nun eigentlich nichts mehr im Wege stünde, aber diese Stimmen der Vernunft sind, wie fast immer in Frankreich, in der Minderheit. Es erhebt sich vielmehr ein neues Kriegsgeschrei unter Vorantritt der maßgebenden Presseorgane in Paris. Und zwar benutzt man die Verleumdungen des belgischen Kriegsministers Brouqueville dazu, um sich neue Vorwände für das weitere Hinausschieben der Rheinlandräumung zu schaffen. Bekanntlich wollte Belgiens Kriegsminister entdeckt haben, daß Deutschland durch ein eigenes Ausbildungssystem der Reichswehrangehörigen imstande sei, Millionen in kürzester Zeit unter Waffen zu stellen. Die deutsche Regierung unterließ es nicht, sofort diese völlig unbegründete Behauptung des belgischen Ministers zurückzuweisen und leitete in Brüssel die erforderlichen diplomatischen Schritte ein. Man konnte also in Berlin glauben, daß damit die böswilligen Anschuldigungen von belgischer Seite erledigt würden. Jetzt müssen wir es erleben, daß die französische Presse sich dieser Anschuldigung des belgischen Ministers für eine neue Hetze gegen Deutschland zunutze macht. In französischen nationalistischen und militärischen Kreisen erwartet man nach den Erklärungen Brouquevilles über die angeblichen vorzeitigen Entlassungen aus der Reichswehr, daß sich das belgische Mitglied der Botschafterkonferenz gegen die Ausstellung einer Bestätigung an Deutschland, daß es seine Abrüstungsverpflichtungen entsprechend dem Versailler Vertrag erfüllt habe, widersetzen werde. Damit würde ein neues Hindernis gegen eine Verminderung der rheinischen Besatzungstruppen und die vorzeitige Rheinlandräumung geschaffen Die Vollsitzung der Seeabrüstungskonferenz vertagt. Auf Antrag der englischen Delegation. QGenf. Die zweite Vollsitzung der Seeabrüstungskonferenz ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Das Sekretariat der Konferenz begründet die Vertagung mit der Ermordung des irländischen Ministers. Tatsächlich geht die Vertagung auf den Wunsch der englischen Delegation zurück. Lord Bridgeman hat bei dem Präsidenten der Konferenz die Vertagung der Sitzung beantragt, war jedoch hierbei auf Widerstand der amerikanischen Delegation gestoßen, die die Verantwortung für eine Vertagung der Sitzung auf unbestimmte Zeit nicht übernehmen wollte. Erst nach Zustimmung der japanischen Delegation wurde beschlossen, die Sitzung auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Attentat auf den irischen Justizminister Der Minister den Verletzungen erlegen.— Die Täter entkommen. P London. Auf den irischen Justizminister O'Higgins wurde in Dublin ein Attentat verübt. O'Higgins, der drei Schüsse in den Leib und einen in den Kopf erhalten hat, ist seinen Verletzungen erlegen. Ueber die Gründe des Attentats ist bisher nichts bekannt. Die Attentäter konnten in dem Auto entkommen. Die Polizei hat sofort umfangreiche Nachforschungen angestellt und an den Ausgängen der Stadt besondere Beobachtungsstationen eingerichtet. Der ermordete Minister war für die Einführung der Todesstrafe für alle Personen, bei denen Feuerwaffen gefunden werden. Wenige Tage nach der Einführung des Gesetzes waren 47 Personen hingerichtet worden. O'Higgins war ziemlich allgemein als der starke Mann der Freistaatregierung betrachtet worden. Eine neue Gebührenvorlage des Reichspostministers. Amtlich wird gemeldet: Das Reichspostministerium hat dem Beschluß des Verwaltungsrates der deutschen Reichspost entsprechend nunmehr nach Abschluß der Verhandlungen im Haushaltsausschuß des Reichstages eine neue Gebührenvorlage fertiggestellt und dem Verwaltungsrat zugehen lassen. In der Vorlage sind die Wünsche des Reichstages und des Arbeitsausschusses des Verwaltungsrats nach Möglichkeit berücksichtigt worden. Im wesentlichen sollen folgende Erhöhungen vorgenommen werden: Der Fernbrief von 10 auf 15 Pf., der Ortsbrief von 5 auf 8 Pf. Hierdurch wird die Grundlage für alle anderen Postgebühren gegeben. Warenproben, Drucksachen, Päckchen usw. werden im gleichen Verhältnis erhöht. Abrundungen auf ganze Pfennige sind vorgesehen. Desgleichen will die Reichspost gewisse Vereinfachungen durchführen. Hierbei ist z. B. an die Hausbriefkasten gedacht. In Häusern, in denen Hausbriefkästen eingerichtet sind, soll mit der Einlegung in die Kästen die Pflicht der Post erfüllt sein. Bisher bestand ein verschiedener Preis für Voll- und Teildrucksachen. Voll- und Teildrucksachen sollen von jetzt av vereinigt werden. Der frühere Preis betrug 3 und 5 Pfennige. Von nun ab soll ein einheitlicher Preis von 5 Pfennigen erhoben werden, mit der Ausnahme, daß Drucksachen in Form einfacher Karten 3 Pfennig kosten werden. Man erwartet dadurch für die Arbeiten der Post eine Erleichterung des Drucksachenverkehrs. Der Verräter Oberschlesiens besucht General le Rond sieht„wirtschaftliche Fortschritte" unter der Polenherrschaft. ° Kattowitz. Nach längerem Aufenthalt in Warschau, der nach Mitteilung der polnischen Presse amtlichen Charakter hatte, traf General le Rond, der frühere Vorsitzende der interalliierten Astimmungskommission, in Kattowitz ein. Der General wurde von dem Vizewoiwoden und den Spitzen des Militärs empfangen. Danach unternahm er mit dem Woiwoden eine Rundfahrt durch oas Industriegebiet, wobei er seiner Freude über die großen kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritte des Landes unter polnischer Herrschaft(?) und olie Herzrinsel trete f. en zuittwoch rt, daß vonzuüßt behulb nich en sei rteil he en die te G1 auf 9 Ang ihre trafe gege er Mona ngshaft al de, der sech atte, wur der Beschlf lassene Ha g von ein mninsgesa is hättest lends as weißt g dagewe mein lie aber ich Grobian, nuse un vollen: sie, Selt hast ist, wür es jetzt llein de Itelier lleicht 1 zutage 3 einen können, ere hing id desha penden. abei nhilde te (Fort Ausdruck gab und dazu aufforderte, in dieser Arbeit fortzufahren. Ferner nahm der General als Aufsichtsratsmitglied der Skarboferm an einer Aufsichtsatssitzung dieser Gesellschaft teil. Das Mittagessen nahm er bei Korfanty ein. an erfährt hier zum ersten Male, daß der frühere Präüdent der interalliierten Kommission für seine pflichtwidrige Unterstützung der polnischen Ansprüche auf Oberschlesien und der polnischen Aufstände mit einem Aufsichtsratsposten in der für hundert Jahre den Franzosen übertragenen Gesellschaft Skarboferm belohnt worden ist, die die früheren preußischen Staatsgruben ausbeutet. Die von General le Rond begutachteten wirtschaftlichen Fortschritte bestehen darin, daß die Steinkohlengruben nur vier Tage in der Woche arbeiten und daß es in Ostoberschlesien, wie niemals zuvor, 50000 registrierte Arbeitslose gibt, von denen 20 000 nicht einen Groschen Unterstützung erhalten. Daß jetzt in Oberschlesien und nicht nur zur Zeit der Herrschaft le Ronds Deutsche, sondern auch Polen totgeschlagen worden, davon dürfte Korfanty den General ausreichend unterrichtet haben. Reichshilfe für das sächsische Anweitergebiet. 1 Million Reichsmark zur Linderung der dringendsten Not. Im Auftrage der Reichsregierung hat Reichsfinanzminister Dr. Köhler der sächsischen Regierung eine Million Reichsmark außerplanmäßig zur Linderung der dringendsten Nöte in dem vom Unwetter so schwer betroffenen sächsischen Gebiet zur Verfügung gestellt. Diese Summe soll zunächst einmal als erste Hilfeleistung Verwendung finden. Aus dem Unwettergebiet selber sind auch bis heute abschließende Meldungen über den Umfang der Unwetterkatastrophe noch nicht zu erhalten gewesen. Nach den aus den einzelnen Ortschaften gemeldeten Ziffern sind bis Montag mittag 145 Tote geborgenf worden; die Zahl der Vermißten schwankt zwischen 30 und 50 Personen. Auch die Reichsbahnverwaltung hat bisher über das Ausmaß der Zerstörungen auf den betroffenen vier Nebenbahnstrecken noch keinen Bericht erhalten. Ungezählte Kräfte sind tätig, zunächst die neben dem Müglitztal laufende Strecke nach Weesenstein wieder aufzubauen. Diese Arbeiten sind außerordentlich nötig, weil erst dann auch eine Instandsetzung der zerstörten Straßen und Brücken in Angriff genommen werden kann. Die Schreckensstunden im Müglitztal. Die Bewohner des Müglitztales sind ein rasches Steigen ihres Flüßchens gewohnt und wissen, daß es in verhältnismäßig kurzer Zeit viel Wasser zur Elbe leiten kann. Aus diesem Grunde trat keine besondere Befürchtung und Aengstlichkeit ein. Wie üblich wurde der Wasserstand am Brückenpegel abgelesen. Gegen einhalbeins Uhr nachts waren die Ufermauern noch nicht überspült. Gegen ein Uhr nachts aber setzte ein Donnern, Toben und Krachen ein. Eine rasende Flut ergoß sich höher und höher. Von Sekunde zu Sekunde wurde die Situation ernster, aber noch niemand ahnte, daß eine Katastrophe hereinbrechen sollte, die das, was die Talbewohner vor fast genau 30 Jahren erlebt haben, weit in den Schatten stellte. Die Telephonverbindung mit Dresden und Pirna war unmöglich, so daß man keine Hilfe von auswärts erhalten konnte. Mit rasender Geschwindigkeit stieg das Wasser. Plötzlich erlosch das elektrische Licht. Ueberall tiefstes Dunkel. Sprunghaft erreichten die Fluten eine Höhe, die man niemals für möglich gehalten hatte. Vor den Wohnhäusern stauen sich Balken, Maste, Pfosten, Bretter und Bäume. Jetzt ein furchtbares Krachen; eine eiserne Brücke ist hinweggespült worden. Immer höher stiegen die Fluten, erreichten bereits eine Höhe von zwei Metern, brachen in die höhergelegenen Häuser ein, unterspülten hier alles und jagten die Bewohner aus ihren Betten, die kaum das nackte Leben retten konnten. Ein Eisenbahnwagen, der ohne Rädergestell in den Güterschuppen auf dem Bahnhof BurghardtswaldMaxen lag, ist von den Fluten etwa 1000 Meter weit fortgespült worden. Grauenhaft ist die Verwüstung. den bemitleidenswerten Opfern! Die sächsische Regierung hat an alle Bewohner Sachsens einen Aufruf zu einer großen privaten Hilfsaktion im ganzen Freistaate Sachsen ergehen lassen. Die gesamte Bewohnerschaft wird dringend gebeten, freiwillige Gaben zu spenden, die alle sächsischen Banken, Spar= und Girokassen der Gemeinden entgegennehmen. Eine Hilfszentrale ist im sächsischen Arbeits= und Wohlfahrtsministerium errichtet worden. Die sächsische Staatsregierung spricht die Hoffnung aus, daß alle Volksgenossen wie ein Mann zusammenstehen werden, um den bemitleidenswerten Opfern helfend die Hand zu reichen. Der Aufruf schließt mit den Worten:„Es gilt jetzt die Ta:" Gebe ein jeder, soviel wie er kann! Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe! Auch die kleinste des Unbemittelten hilft die schwere Not lindern.“ Im Unwettergebiet Sachsens. Die Hauptstraße von Gottleuba, durch die jetzt ein reißender Strom fließt. Reiters Heimkehr. Die Ueberführung der Leiche des Prinzen Friedrich Sigismund nach Nikolassee. Lange Kolonnen von Vereinen warten stumm, um den toten prinzlichen Reiter die letzte Ehre zu erweisen. Vor dem nüchternen Backsteinbau des Vabelsberger Güterschuppens stehen sie. Offiziere in Uniform, auch der Kronprinz in der schwarzen Uniform seiner Leibhusaren, die auch sein toter Vetter in Ehren trug, und andere prinzliche Söhne. Bei ihnen steht auch ein forscher Schweizer Kavallerie=Oberstleutnant, der als Vertreter seiner Armee dem Toten das ritterliche Geleit in die Heimat gab. Unter den Wartenden zwe tiefverschleierte Frauen. Die Mutter und die Gattin des toten Reiters. Unter dem Flackern der Fackeln von Wehrleuten der Babelsberger Feuerwehr getragen, schwankt langsam der Sarc heraus, bedeckt mit der Flagge des Landes, für dessen Ehre der Tote stritt. Langsam wallt der endlose Zug durch das Dunkel der Sommernacht. Dumpf läuten die Glocken. Vor der Kapelle von Nikolskoe halten die Kolonnen, die Trommeln rasseln und unter dem Liede vom guten Kameraden verschwindet der Sarg in der Kirchentür. Ungezählte Kränze decken ihn, und wie ein Erzbild hält davor ein Offizier mit gezogenem Degen die Totenwacht. Der Stand der deutsch=französischen Handelsvertragsverhandlungen. Berlin. Die deutsch=französischen Handelsvertragsverhandlungen werden in Berlin mit gemäßigtem Optimismus verfolgt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die ursprüngliche Absicht, bis zum 15. d. M. zum Abschluß zu gelangen, verwirklicht werden kann. Verhandelt wird übrigens, wie im Segensatz zu anderen Meldungen gesagt werden kann, über einen vorläufiaen Vertraa über ein Jahr. Sensationelle Verhaftung in Köln. Köln. Der Hochstapler und Aktendieb Ludwig Oertel, genannt von Egloffstein, dessen Steckbrief seit Monaten in allen Lichtspieltheatern Deutschlands gezeigt wird und auf dessen Auffinden eine namhafte Belohnung ausgesetzt worden war, ist hier von dem Berliner Bankdetektiv Martin Knopf in einem Luxushotel verhaftet worden. Egloffstein, der von dem Detektir aufgefordert wurde, ihm auf die Polizei zu folgen, versetzte dem Verfolger einen wuchtigen Schlag von hinten auf den Schädel, so daß er betäubt zusammensank. Nachdem er sich erholt hatte, nahm er die Verfolgung Oertel=Egloffsteins, der auf ein fahrendes Auto gesprungen war, auf und konnte ihn in dem Vorort Sülz stellen. Es kam zwischen den Gegnern zu einem erbitterten Ringkampf. Der Detektiv gab in höchster Not aus der Signalpfeife einen Pfiff. Die Polizeibeamten eilten herbei und es gelang ihnen, OertelEgloffstein zu überwältigen. 60. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Nein! entgegnete sie bestimmt. „Dennoch trotz aller Vernunftsgründe komme ich nicht darüber—!-— Verstehen Sie Große, Gütige das nicht?“ „Ich verstehe es wohl! Doch es ist Selbstquälerei, Herr Doktor! Und wäre es wirklich so— aber es nicht so-sollte dieses eine Menschenleben nicht aufgewogen werden durch die vielen anderen, die Sie gerettet haben? Legen Sie beides in die Wagschale des ewigen Richters— ruhig können Sie das Urteil erwarten!“ sagte sie mit ihrer warmen, gütigen Stimme.„Sie wissen es, es war nur ein unglücklicher Zufall! Das eigene Gewissen ist ein gar strenger Richter und Mahner—— klagt es Sie an und verurteilt es Sie?“ „Nein, Elisabeth, weil ich— Gott weiß es— frei von Schuld bin— aber dennoch bin ich ein fried= und freudloser Mann geworden, von Unruhe und von Vorwürfen gequält—“ Sie sah ihm an, daß er litt. Er war sehr mager g worden; das Haar war ganz grau, gespannt und hag mit einem bitteren Zug um den Mund und das Gesicht. „Niemand klagt Sie an; niemand macht Ihnen Vo wure— warum also die Selbstquälerei, Herr Doktoi Vielleicht hätten Sie besser getan zu Hause zu bleiben, a statt auf Reisen zu gehen!“ „Möglich, daß es richtiger gewesen wäre, doch da war noch etwas anderes, was mich fortgetrieben——“ er schwieg und blickte finster grübelnd vor sich hin. Elisabeth wartete auf seine Erklärung. Plötzlich hob er den Kopf und sie durchdringend ansehend, sagte er— „Elisabeth, Sie hatten mir einmal eine Frage nicht beantvortet— heute wiederhole ich sie in der Hoffnung endlich erwähnte meine Mutter einen Brief, den ich finden und daraus ersehen würde, daß— daß meine Frau es mit der Wahrheit nicht genau genommen—! Kannten Sie den Inhalt des Briefes?“ „Ja, Herr Doktor——“ entgegnete sie ohne Zögern. wo ist der Brief geblieben, und was war sein Inhalt? Es hat mich sehr gequält, daß ich es nicht erfahren konnte." „Herr Doktor, Frau Ulla ist nicht mehr! Warum wollen Sie sich damit den Sinn beschweren—“ Eigensinnig beharrte er—„Elisabeth ich kann sonst nicht ruhig werden——“ „Herr Doktor, Frau Ulla ist in diesem Falle sehr zu entschuldigen und zu begreifen—“ sagte Elisabeth nach einigem Zögern,„sie hatte in bezug auf ihre Eltern nicht ganz die Wahrheit gesagt— die Eltern waren nicht so— angesehene Leute, wie sie erzählt hatte! Dies hatte Ihre Frau Mutter erfahren— sie wollte es Ihnen sagen, womit ich nicht einverstanden war! Ich hatte darum diesen Brief vernichtet—“ „Kann ich das glauben, Elisabeth?“ „Ja, Herr Doktor— der betreffende Brief enthielt nichts anderes. Ich denke, wir sprechen nun nicht mehr darüber. Da Frau Ulla nicht die ganze Sympathie der Frau Rat hatte, ist es erklärlich, daß Frau Rat jene kleine Geheimnistuerei von Frau Ulla tragischer als nötig nahm.“ Elisabeth war froh, daß sie ihm ruhig ins Auge sehen konnte, das jener Brief nicht das enthalten, was Werner vielleicht gefürchtet hatte- nichts von Untreue, wie er nach Willi Sturms Erzählung vielleicht nachträglich gefürchtet! Belastender konnte das auch nicht sein als das, was er in Ullas Hinterlassenschaft gefunden— die klarsten Beweise ihrer Untreue— wertvolle Schmucksachen, die er ihr nicht geschenkt— und Briefe—— einen hatte er nur zu lesen brauchen und er wußte genug— daß sie die Ehe gebrochen und mit einer Lüge auf den Lippen den Tod gefunden, wie kaltlächelnd sie ihm geschworen— er hörte noch ihre triumphierenden Worte:„Mein Leben setzt' ich Politische Hindenburg im Berliner 3oo. Der Reichspräsiden besuchte am Montag im Zoo seine Zebras, die ihm vom Kaiser von Abessinien zum Geschenk gemacht worden sind. Bei dieser Gelegenheit überreicht ihm ein Fräulein Nelly Kutzke aus Verlin einen großen Strauß Rosen. Der alte Herr war sehr bewegt, wei dieser Strauß überraschend kam, und bedankte sich vielmals Diesem Schauspiel wohnten die ganzen Zoobesucher bei. Admiral Koch ertrunken. Am Sonnabend abend ist Admiral Koch aus Hannover in Niendorf an der Ostsee bein Baden ertrunken. Der Admiral ist von seiner Teilnahme an der Skagerrakschlacht und anderen Seeschlachten des Weltkrieges bekannt. Ein deutscher Resident in der politischen Landes verwaltung. Wie eine Korrespondenz erfährt, wurde der Vorstand der ersten Abteilung des Prager deutschen Landesschulrats Ministerialrat Dr. Voos=Waldeck, zum Residenten der rolitischen Landesverwaltung in Prag ernannt. Die politische Landesverwaltung wird von einem Präsidenten geleitet, dem zwei Vizepräsidenten und vier Residenten zur Seite stehen. Die Aufgabe und der Wirkungskreis eines Residenten entspricht dem eines Residenten entspricht dem eines Sektionschefs im Ministerium. Die Reichsarbeitsgemeinschaft der Aufwertungs, Geschädigten= und Mieterorganisationen hat nach dem endgültigen Scheitern ihres Versuchs, ihren„Gesetzentwurf zur Wiederherstellung des Volksvermögens“ zum Volksentscheid zu stellen, beschlossen, die von ihr bereits im Januar vorigen Jahres ins Leben gerufene„Reichspartei für Volksrechte und Aufwertung“ nunmehr mit allen verfügbaren Kräften und Mitteln auszubauen, um auf dem Wege über eine politische Machtentfaltung für die Erreichung ihrer Ziele weiterzukämpfen. Ein Wahrzeichen der Deutschen in Amerika. Die Steuben=Gesellschaft in New Vork beabsichtigt ein 44 Stockwerle hohes Gebäude errichten zu lassen, das als„Deutsch=Amerikanisches Monument“ ein Wahrzeichen für die Bedeutung eines der führenden Bevölkerungselemente Amerikas werden soll. Kundgebung der Liquidationsgeschädigten. Der Hilfsbund der Elsaß==Lothringer im Reich und die Interessenvertretung der Liquidationsgeschädigten hatten sich am Sonntag zu einer Protestversammlung in Frankfurt a. M. zusammengefunden. Eine Entschließung wurde angenommen, die dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler, dem Finanz= und Reichswirtschaftsministerium sowie den süddeutschen Regierungen zugeleitet werden soll. In der Entschließung wird schärfster Protest gegen die abermalige Verschleppung der endgültigen, gerechten Regelung der Entschädigungsansprüche erhoben. Gebührenfreie Ein= und Ausfuhrwaren der Tschechoslowakei. In einer in den Blättern veröffentlichten Bekanntmachung des Handelsministeriums wird bestimmt, daß vom 12. Juli dieses Jahres ab bei einer Reihe namentlich angeführter Waren, soweit sie noch dem Bewilligungsverfahren unterliegen, die Bewilligung zur Ein= oder Ausfuhr gebührenfrei erteilt wird. Unter den Einfuhrwaren befinden sich u. a. Obst, Butter, Asphalt, Spitzen, verschiedene Papierwaren, verschiedene technische Artikel, Maschinen, Motorräder, optische Gegenstände, optische Bedarfsartikel usw., unter den Ausfuhrwaren Melasse, Gerste, Hafer usw. Ein französischer Grenzpfahl„italianisiert". Wie aus Grenoble berichtet wird, ist in den französischen Alpen ein Grenzpfahl, der die französischen Farben trug, mit den italienischen Farben übermalt worden. Der Täter wird gesucht. Tagungen des In= und Auslandes. Bundestag des Bundes deutscher Krankenkassenbeamten und=angestellten. Am Sonntag begann die sechste ordentliche Bundestagung des Bundes deutscher Krankenkassenbeamten und-angestellten in Liegnitz. Nach den Vorträgen wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen:„Die in Liegnitz tagende Bundesversammlung, von über 200 Vertretern aus allen Teilen Deutschlands beschickt, fordert vom Deutschen Beamtenbund stärkste Vertretung seiner Interessen bei Aufstellung der Vorschläge für das zu schaffende allgemeine Beamtenrecht. Der Bundestag beauftragt die Bundesleitung, dem Deutschen Beamtenbund umgehend das geeignete Material zur Verfügung zu stellen.“ Kundgebung des westfälisch=lippischen Handwerks. Eine bedeutsame Kundgebung des westfälisch-lippischen Handwerks fand als Abschluß der Bundestagung des westfälsch-lippischen Handwerks in Lemgo statt. Nach einer Eröffnungsansprache des Bundesvorsitzenden Feuerbaum(Dortmund) sprachen der Reichskommissar für Handwerk und Kleingewerbe, Ministerialdirektor Dr. Reichardt, sowie Abgeordnete der deutschnationalen Volkspartei, der Deutschen Volkspartei, des Zentrums, der Demokratischen Partei und der Wirtschaftlichen Vereinigung. Ministerialdirektor Dr. Reichardt hielt einen Vortrag über die Tagesfragen des deutschen Handwerks. Nachträglich überlief ihn ein Grausen. Wie wenig hatte er doch seine Frau erkannt— dieses schillernde, undurchdringliche Wesen. Der Instinkt der Mutter war richtig gewesen. In einem versiegelten Päckchen hatte er Gerhard Lezius die Briefe und Schmucksachen wieder zugestellt, ohne ein weiteres Wort. Nachträglich Rechenschaft von Dr. Lezius zu verlangen, hätte nur einen Skandal hervorgerufen und das Andenken der Toten, die doch seinen Namen getragen, herabgesetzt. Gleich darauf hatte Gerhard Lezius eine längere Geschäftsreise ins Ausland angetreten. Unmöglich war es für Werner, noch in den Räumezu leben, in denen ihn alles an Ulla erinnern mußte er verließ die Stadt, ohne ein genaues Reiseziel zu habe— nur fort, um zur inneren Ruhe zu kommen!—— „Wo ist eigentlich Karlo?“ fragte Elisabeth mit einen. Anflug von Verlegenheit— wo blieb er nur so lange! Da steckte er den Kopf zur Tür herein—„Elisabeth. an alles hast du gedacht— nur nicht an etwas Trinkbares — oder meinst du, Kind, wir seien mit Tee zufrieden?“ Elisabeth nahm ihm die Flaschen ab, die er in der Hand trug. Sie lächelte.„Hast du dich aber geplagt! Und gleich vier Flaschen Bier auf einmal? Wir sind doch nur drei Personen, die Rechnung stimmt nicht ganz.“ „Ach so, du willst auch eine?“ Mit Absicht war Karlo ja länger ausgeblieben, um dem Freunde Zeit zu gönnen, sich mit Elisabeth auszusprechen! Beim Abendessen führte diesmal Karlo das Wort: er hatte viel Liebes und Gutes zu berichten von der Braut, und gern hörte Werner ihm zu. Er fühlte sich seit Karlos Verlobung ganz schuldbefreit dem Freunde gegenüber! Still saß Elisabeth dabei, und es schien Werner eine Stunde der früheren Traulichkeit zurückgezaubert, in der man so oft zu dritt beieinander gesessen. Wäre er nicht so ein verblendeter Tor gewesen, so hätte er längst das weiblichste, gütigste Wesen sein eigen nennen können und sich dadurch ein dauerndes Glück gesichert und nun war ihm das in alle Ewiakeit verloren! chIu folat jau. r Reichspräsiden ihm vom Kaiser sind. Bei dieser Kutzke aus Verlir sehr bewegt, wei kte sich vielmals her bei. nabend abend ist der Ostsee bein Teilnahme an der s Weltkrieges betischen Landeswurde der Vorn Landesschulrats esidenten der rolipolitische Landest, dem zwei Vizeen. Die Aufgabe spricht dem eines m Ministerium. Aufwertungs=, i hat nach dem Gesetzentwurf zur Volksentscheid zu ar vorigen Jahres und Aufwertung“ itteln auszubauen, entfaltung für die Amerika. Die ein 44 Stockwerle sch=Amerikanisches eines der führenII. hädigten. 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Krankenkassenbegann die sechste her KrankenkassenVorträgen wurde :„Die in Liegnitz rtretern aus allen chen Beamtenbund ung der Vorschläge Der Bundestag Beamtenbund umzu stellen." en Handwerks. ppischen Handwerks sch=lippischen Handprache des Bundesachen der ReichsMinisterialdnete der deutschtei, des Zentrums, lichen Vereinigung. n Vortrag über die Vie wenig hatte ernde, undurchter war richtig Gerhard Lezius stellt, ohne ein s zu verlangen, d das Andenken en, herabgesetzt. ngere Geschäftsn den Räumen inern mußte— iseziel zu habe.. ten!—— beth mit einen. tur so lange! 1—„Elisabeth. was Trinkbares e zufrieden?“ er in der Hand geplagt! Und ir sind doch nur ganz.“ blieben, um dem h auszusprechen! das Wort: er von der Braut, sich seit Karlos e gegenüber! en Werner eine ezaubert, in der gewesen, so hätte in eigen nennen blück gesichert— erloren! Stadt und Land. Jubiläen und Gedenktage. 13. Juli. 1862 Johannes Cotta(Ps. Lucius Aurunculeius), Vortragsmeister und Oberspielleiter in Weinböhla, in Verlin geb. 1767 Der Tiroler Freiheitskämpfer Josef Speckbacher in Reim bei Hall geb. 1897 versucht der Italiener Marconi, der seit zwei Jahren Versuche über Funkentelegraphie anstellte, eine telegraphische drahtlose Uebertragung auf 7,5 Kilometer im Hafen von Spezia. Dieses war die Grundlage, auf welcher unsere Funkentelegraphie aufgebaut wurde. Sonne und Mond. 13, 7. Sonne A. 3.54 v., U. 8.16 n. Mond A. 7.34 n., U. 2.12 n. aller Welt. Wetterbericht. Das Tiefdruckgebiet hat sich weiter ostwärts nach Polen verlagert, reicht aber noch in Ausläufern westlich nach dem Süden Großbritanniens, während im Westen Großbritanniens ein Hochdruckgebiet liegt. Heute früh herrschte in Deutschland bei 16—21 Grad Wärme wolkiges und vereinzelt regnerisches Wetter. Wetteraussichten bis Donnerstag: Wolkig mit Regenschauern, etwas kühler. Meinerzhagen, 12. Juli. Gestern tagte zum erstenmal die von der Gemeindevertretung gewählte Kommission gemeinsam mit dem Vorstand des Turnvereins, um die ersten Vorbereitungen für den geplanten Turnhallenbau zu besprechen. Damit ist diese dringende Angelegenheit wenigstens in Angriff genommen, wenn auch noch manche Tagung, Besprechung und Verhandlung nötig sein wird, bevor betr. des Baues positive Ergebnisse vorliegen. Meinerzhagen, 12. Juli. Der MGV.„Eintracht"=Winzenberg nahm am vergangenen Sonntag an dem Gesangwettstreit in Horchheim bei Koblenz teil. Der Verein sang in der 2. Landklasse und erzielte bei schärfster Konkurrenz den 4. Klassen= und 4. Ehrenpreis. Der wackeren Sängerschar und ihrem Dirigenten „Gut Sang!" * Meinerzhagen, 12. Juli. Hinaus in die Ferne treibt es in dieser Jahreszeit jeden, der es an Zeit und Geldbeutel irgend verantworten kann. Das Sinnen und Sehnen jedes Menschen geht grundsätzlich nach einer anderen Gegend als derjenigen, in der er sich gerade befindet. Wald und Wasser, Wiesen oder Berge locken in gleichem Maße, sofern sie nur weit entfernt sind. Es liegt ein merkwürdiger Zauber im Reisen. Wie manche Gegend durchfährt man im dahineilenden Zuge, bei deren vorüberhuschendem Bilde man das Empfinden hat:„Hier möchtest du aussteigen und bleiben!“ Würden Zeit und Umstände es ermöglichen, diesem Verlangen nachzugeben, so wäre man vielleicht schon nach kurzem Aufenthalt bitter enttäuscht. Denn es sind meistens nur die flüchtigen Augenblicksreize, die die stärksten Eindrücke hinterlassen, später sorgt die Gewohnheit für ein baldiges Abstumpfen. Wer dagegen mit den gleichen suchenden Augen in der näheren Umgebung seines eigenen Heimatortes herumgeht, der wird auch dort soviel bisher me geahnte Schönheiten entdecken, daß er die Sehnsucht in die Ferne hinaus bald wieder vergißt. Gewiß: Meer und Berge sind dem im Flachlande Heimischen ständige Ziele seiner ungestillten Sehnsucht. Aber auch das bescheidenste Dorf, der kleinste Erdenwinkel können soviel an Poesie und bescheidener aber an zutraulicher Schönheit bergen, daß man auch in solchem verlorenen Winkel zufrieden und glücklich sein und alles um sich herum vergessen lann. Kierspe=Bhf., 12. Juli. Glück im Unglück hatte ein jugendlicher Radfahrer, der gestern die steile Hauptstraße im schnellen Tempo hinabfuhr. Als er nahe der Eisenbahnunterführung war, stieß er mit einem Auto, das die Windfuhrstraße hinauffuhr, zusammen. Zum großen Glück kam er mit einem kleinen Schrecken und einigen Hautabschürfungen davon. Täglich beobachtet man, daß Radfahrer in sausendem Tempo die Hauptstraße hinunterfahren. Es kann nicht dringend genug gewarnt werden, Vorsicht zu üben. Westfalen-Rheinland. Dortmund, 11. Juli. Der Schornsteinneubau weicht aus dem Lot. Der Neubau der großen Zentralkokerei, der vor einigen Wochen für die in Derne und Nachbarschaft liegenden Zechen der Harpener Bergbau=A.-G. begonnen worden ist und einen 80 Meter hohen Kamin erhalten soll, hat plötzlich eingestellt werden müssen, weil der Kamin aus dem Lot gewichen ist. Der Untergrund der großen Anlage besteht aus Eließsand, weshalb schon ein gewaltiger Zementblock als Fundament geschaffen worden ist. Trotzdem hat der Fließsand sich störend bemerkbar gemacht. Man ist gespannt, ob die Störung endgültig behoben werden kann. Unna, 11. Juli. Der Straßenbahnbau Unna -Heeren beschlossen. In der Gesellschaftsversammung der Straßenbahn Unna—Kamen—Werne, die im Beriebsgebäude der Kleinbahn in Kamen stattfand, ist beschlossen worden, die Straßenbahnlinie Unna—Heeren—Werne zu bauen. Die in der Vorkriegszeit projektierte Linie durch die Kolonie, an der Zechenbahn entlang, ist aus praktischen Erwägungen fallen gelassen worden. Die neue Linie soll durch die Augusta=Allee, Parkstraße auf die neue Siedung in der Alten Heide laufen und von dort nach HeerenWerwe durchgeführt werden. Der Anschluß nach Altenbögge vird später zur Ausführung kommen. Die Finanzierung der neuen Linie geht in der Weise vor sich, daß die interessieren Städte und Gemeinden, Kreis und Provinz sich anteilnäßig an den Kosten beteiligen, während die Kleinbahn=Geellschaft eine Anleihe aufnehmen wird. In der gleichen Sitzung wurde besprochen und beschlossen, eine Straßenahnlinie nach Kaiserau, die die Ortschaften Methler und Westick erschließen soll, von Kamen aus u bauen. Gladbeck, 11. Juli. Ein Duell ohne Zeugen. Der Bergmann Sarkowski aus der Braucker Straße wurde in der Morgenfrühe auf der Gladbecker Straße in Horst in der Nähe des Bahnhofs Horst=Nord mit schweren Verletzungen, u. a. einer gefährlichen Stichwunde unterhalb des linken Auges aufgefunden und sofort ns Horster Krankenhaus eingeliefert. Bald darauf wurde dort der gleichfalls in der Braucker Straße wohnende Bergnann Conrad eingeliefert, ebenfalls mit schweren Stichverletzungen. Die beiden waren auf dem Nachhausewege auf Gladbecker Gebiet aneinandergeraten und hatten sich gegenseitig ohne Zeugen derart mit Messern pearbeitet, daß sie von Glück sagen können, wenn sie mit dem Leben davonkommen. Zeugen des nächtlichen Duells sind nicht vorhanden. Gladbeck, 11. Juli. Zu einer schweren Schläjerei kam es in den frühen Morgenstunden zwischen Bewohnern eines Hauses in der Breukerstraße. Man bearbeitete sich nach einer voraufgegangenen Auseinandersetzung mit Messern und einem Seitenaewehr, so daß auf Die Leichen der verunglückten Berliner Ruderer in der Mürit geborgen. Die beiden Leichen der am 29. Juni bei einer plötzlich aufkommenden Bö der Müritz zum Opfer gefallenen Ruderer des Berliner Ruder=Clubs Hellas wurden am Sonntag von Anglern an dem Ufer des Ludorfer Steinhorns aufjefunden und der Gendarmerie übergeben. Die beiden Verunglückten, der 20jährige Student der Hochschule für Leibesübungen Hellnut Schmidt und der 18jährige Kaufmannslehrling Rolf Grünewald wurden noch am Voltener Kanal beim Abkochen gewarnt, nicht auf die Müritz hinauszufahren. Sie quittierten die gutgemeinte Warnung mit den scherzenden Worten:„Dann haben wir etzt unsere Henkersmahlzeit bereitet.“ Die jungen Leute ahnten richt, wie bald dieser Spott zur bitteren Wahrheit werden würde. Eigenartiger Versicherungsbetrug. Auf recht eigenirtige Weise wollten der Spezialarzt Dr. Krug und der Flieger Knopf aus Halle zu Geld kommen. Sie hatten ein Geschäft gegründet, das Hunde nach Amerika ausführte. Die Hunde wurden zum doppelten Betrage, zu dem sie gekauft worden waren, verichert. Unterwegs starben die Tiere. Wie festgestellt wurde, ist hnen von den beiden Geschäftsbesitzern kurz vor der Verfrachtung chleichendes Gift eingegeben worden. Das Gericht verurteilte beide Angeklagte für diesen recht eigentümlichen Versicherungsbetrug zu neun Monaten Gefängnis. Ueber die Flitterwochen seiner 14tägigen Ehe war ein in Stolpe angestellter Hotelkellner so enttäuscht, daß er Selbstnord beging. Auf der Fahrt nach Helmdorf erschoß er sich in einem Abteil dritter Klasse. beiden Seiten erhebliche Verletzungen vorkamen, sogar einer der Beteiligten in das Krantenhaus geschafft werden nußte. Bottrop, 11. Juli. Untersuchung eines Todesturzes auf der Treppe. Hier fiel der 77 Jahre alte Invalide G. die Treppeherunter. Er trug so schwere Verletzungen davon, daß er kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starb. Er soll sich vor seinem Tode geäuzert haben, von einem anderen Insassen des Hauses abichtlich die Treppe hinuntergestoßen worden zu ein. Daraufhin hat die Kriminalpolizei eine Untersuchung eingeleitet. Vottrop, 11. Juli. Wenn die Mutter auf den kinderwagen nicht aufpaßt. Ein schwerer Unfall reignete sich morgens in der Hochstraße an der alten Apotheke. Line Mutter hatte den Kinderwagen mit ihren zwei Kindern darin auf den Bürgersteig gestellt, um Einkäufe in der Apotheke zu machen. Hierbei kam der Wagen ins Rollen, ein Kind stürzte heraus und zog sich schwere Verletzunjen am Kopfe zu. Dorsten, 11. Juli. Massensturz auf der Land“ße. Auf der Provinzialstraße ereignete sich ein folgenschwerer Zusammenstoß. Der Besitzer eines Kleinautos un ternahm mit seinen kleinen Söhnen eine Autofahrt. Unterwegs wollten die Jungen die Plätze wechseln. Das Aute hielt, und als ein Junge ausgestiegen war, kam in demselben Augenblick aus der entgegengesetzten Richtung eine Gruppe Rennfahrer angefahren. Der erste Fahrer fuhr den Knaven an und stürzte. Auch die folgenden Fahrer vermochten nicht mehr zu bremsen. Im Nu wälzte sich ein Wirrwarr von Menschen und Rädern am Boden. Nur zwei Rennfahrer konnten sich wieder erheben. Die übrigen blieben mehr oder weniger schwer verletzt am Voden liegen. Das Auto schaffte die Schwerverletzten zum Krankenhaus. Dorsten, 11. Juli. Eifersucht und Messer. Ir der Augusta=Straße in Hervest=Dorsten hat abends ein junger Mann ein bei seiner Mutter wohnendes junges Mädhen um eine Unterredung gebeten und es zu diesem Zwecke aus der Wohnung bitten lassen. Das junge Mädchen leitete dem Wunsche Folge; als es auf die Straße trat, griff der junge Mann es sofort mit einem Brotmesser an und brachte ihm eine Anzahl Messerstiche in die Brust vei. Das schwerverletzte Mädchen wurde sofort zum Krankenhause nach Dorsten geschafft. Der Täter wurde noch ir der Nacht verhaftet, ist aber, da Fluchtverdacht nich vorliegt, entlassen worden. Schwelm, 11. Juli. Ein neuer Superintendent. Die Kreissynode Schwelm hatte auf ihrer Tagung i. a. auch einen neren Superintendenten zu wählen. Präes D. Kockelke, der seit Neubegründung der Schwelmer Synode, d. i. seit dem Jahre 1903, Superintendent war, ertlärte, daß er zum 1. Oktober sein Amt niederlegen volle. Mit 24 gegen 16 Stimmen(für Pastor SchloemannHevelsberg) wurde Pastor Sassenberg zum Superintendenten gewählt. D. Kockelke schloß, innerlich tief bewegt, die etzte von ihm geleitete Synode. Die Kreissynode Schwelm hat seiner selbstlosen, unermüdlichen Arbeit viel zu verdanken. Hagen, 11. Juli. Leichenfund in der Ennepe. Nachmittags wurde an der Weidestraße(Wehringhausen), in der Nähe der Akkumulatorenfabrik, eine Kindesleiche aus der Ennepe gelandet. Die Leiche ist männlichen Gechlechts. Sie war in ein Leinentuch eingewickelt und der kopf ragte aus dem kleinen Bündel hervor. Nähere Einzelheiten, die zur Ermittelung der unnatürlichen Mutter ühren können, sind noch nicht bekannt. Arnsberg, 11. Juli. Der Vorstand der Landvirtschaftskammer für die Provinz Westfaen trat diesmal auf dem neu eingerichteten Versuchsgute Oreisborn im Kreise Arnsberg zusammen, besichtigte die Einrichtungen des Gutes eingehend und hielt dann eine Sitzung ab. Von den darin gefaßten Beschlüssen mögen die foljenden erwähnt sein: Die zur Verfügung stehenden Beihilen für die fünf landwirtschaftlichen Hauptvereine werden auf die einzelnen Vereine nach Maßgabe der hnen angeschlossenen Kreisvereine verteilt. Bezüglich der Verwendung der Beihilfe für Ziegenzucht wurde beschlossen, dem Verband der Ziegenzuchtvereine einen nochnaligen Zuschuß zu Ausstellungszwecken zu geben und die Mittel hauptsächlich für Abhaltung von Stallschauen, zur Vergebung von Prämien usw. zu verwenden. Auch der Bockjaltung soll ein größerer Betrag zugewandt werden. Die Bestimmungen über die Anerkennung der Geflügelzuchtbetriebe erhielten eine Abänderung durch Veschränkung der anzuerkennenden Rassen. Auch sollen sie vorchreiben, daß die Leistungskontrolle durch Fallnester ausjeübt wird. Des weiteren wurde die Einrichtung einer Geflügellehranstalt mit Leistungsprüfungen in Ausicht genommen. Der Reifensteiner Verband hat in Birkeldach(Kreis Wittgenstein) eine wirtschaftliche Frauenschule errichtet. Der Vorstand der Landwirtschaftskammer nahm hiervon zustimmend Kenntnis und verhandelte über die Möglichkeiten der Unterstützung dieses Unternehmens. Für die erste Prüfuna von Landwirten an der Absturz eines Flugzeugs beim Gewitter. Ein Flugzeug, das am Sonnabend von Verlin nach Schneidemühl fliegen wollte, um am Flugtag teilzunehmen, wurde bei Schönlanke (Grenzmark) durch das Gewitter zu Boden geworfen. Die Maschine überschlug sich, und der Propeller wurde zertrümmert. Nachdem ein neuer Propeller aus Verlin geholt worden war, flog die Maschine nach Schneidemühl weiter. Großfeuer auf einem Brikettlager des BruckdorferNietlebener Bergbauvereins. Auf dem Gelände der Grube „Alwiner Verein“ des Bruckdorfer=Nietlebener Bergbauvereins (Halle) entstand ein Großfeuer. Auf noch nicht aufgeklärte Weise ist ein großer Brikettverladeschuppen in Brand geraten. Das Feuer konnte nach mehrstündiger Tätigkeit der Feuerwehren zum Stehen gebracht werden. Es gelang, einen Teil des wertvollen Schuppeninhalts vor der Vernichtung zu bewahren. Schweres Kraftwagenunglück. Am Sonntag vormittag stürzte ein mit 17 Personen besetzter Lastkraftwagen aus Göppingen, der zum Ebni=See fahren wollte, an der letzten Kurve vor dem Ebni=See infolge Versagens der Bremse eine Böschung hinunter. Dabei wurde ein Mädchen getötet; vier Personen wurden schwer und acht leichter verletzt. Die Untersuchung des Eisenbahnunglücks an der Harzquerbahn durch die Aufsichtsbehörden hat ergeben, daß von der zuständigen Direktion der Privatbahn alle nötigen Maßnahmen getroffen worden waren, die für eine Verjütung eines Unglücks in Frage kamen. Die Ermittlungen werden noch fortgeführt. Universität Münster stiftete der Vorstand der Landwirtschaftskammer eine goldene Uhr. Sie soll dem Kandidalen zuerkannt werden, der bei diesem Termin das beste Prüfungszeugnis erhält. Hamm, 11. Juli. Auf die Hörner genommen. Bei der in Wadersloh abgehaltenen Tierschau ereignete sich ein schwerer Unfall. Ein Landwirt aus Oelde war damit beschäftigt, einem Bullen den Ring durch die Nase zu ziehen. Plöblich griff das Tier den Landwirt an nahm ihn auf die Hörner und schleuderte ihn in weitem Begen zur Erde. Der Mann erlag bald darauf seinen schweren Verletzungen. Außerdem wurden noch zwei weitere Personen durch wildgewordene Pferde verletzt. Paderborn, 11. Juli. Der Mörder Otte hat jetzt ein Geständnis abgelegt. Bekanntlich waren zur Festtellung der Identität des Mädchenmörders Männer)aare, die man bei dem Opfer vorgefunden hatte, und Haare des Otte einem Sachverständigen in Berlin übersandt vorden, die jetzt als von der gleichen Person herrührend festgestellt wurden. Außerdem wurde ein Messer in dem Besitz des Verdächtigen als das erkannt, mit dem der Mord begangen wurde. Nachdem Otte noch abends geleugnet hatte, legte er am anderen Morgen unter der Wucht der Beweise vor dem Untersuchungsrichter ein umfassendes Geständnis ab. Danach hat er den Mord ohne Mithilfe einer zweiten Person ausgeführt. Osnabrück, 11. Juli. Eigenartiges Erlebnis. Zwei junge Leute, die sich des Nachts mit ihren Rädern auf dem Heimwege von Neunkirchen befanden, hatten unterwegs ein Erlebnis, das für sie gewiß immer unvergeßlich sein wird. Sie wurden plötzlich von einem heftigen Gewitter überrascht. Ein Bauernhaus, in dem noch Licht brannte, sollte als Zuflucht dienen. Man klopfte bescheiden an und bat um Untertunft. Dies wurde barsch abgelehnt. So blieb den jungen Leuten nichts anderes übrig, als unter einem der nächsten Bäume Schutz zu suchen. Doch kaum hatten sie sich 100 Meter von dem Hause entfernt, als ein Blitz niederfuhr, das Haus traf und im Augenblick in Flammen setzte. Bielefeld, 11. Juli. Eine elektrische Bahn Bünde—Vielefeld. Seit einiger Zeit sind Bestrebungen im Gange, eine elektrische Bahnverbindung über Enger nach Vielofeld zu schaffen. Die städtischen Körperschaften in Bünde haben bereits dazu Stellung genommen und sich zustimmend ausgesprochen. Der Landkreis Bielefeld und die Direttion der Kleinbahn wollen das Projekt nach Kräften fördern. Von der Durchführung des Projekts haben nicht nur die von der Bahn berührten Ortschaften des Kreises Herford und des Landkreises Bielefeld, sondern auch die Stadt Bielefeld erhebliche Vorteile, die sich in ihrer letzten Auswirkung heute noch nicht voraussehen assen. Bielefeld, 11. Juli. Ein furchtbares Unglück ereignete sich in der Nacht an der Bahnüberführung in Steinhagen. Der Lagerhalter Franke fuhr mit seinem Schwiegervater August Homann in einem Opelwagen von Quelle nach Steinhagen. An der Stelle, wo die Bahnlinie die Straße Quelle=Steinhagen kreuzt, wurde der Wagen von dem Güterzug, der um diese Zeit die Station Quelle durchfährt, erfaßt und etwa 350 Meter fortgeschleift. In einer Entfernung von elwa 150 Meter wurde Franke aus dem Wagen geschleudert. Er stürzte an dem Perron der Bahnhofsanlagen nieder und flog noch 10 Meter weit fort. Homani wurde nach einer Todesfahrt von 300 Meter beiseite geschleudert und blieb total verstümmelt liegen. Die beiden Verletzten haben komplizierte Schädelbrüche davongetragen. Franke liegt sehr schwer darnieder, während sein Schwiegervater noch in der gleichen Nacht gestorben ist. Elberfeld, 11. Juli. Todessturz im Gebirge. Beim Photographieren in der Umgebung der Franz=SennHütte im Stubaier Gebirgszug stürzte die Studentin der Medizin, Hildegard Michels von hier, ab und konnte nur tot geborgen werden. Sie studierte an der Innsbrucker Universität. Elberfeld, 11. Juli. Beim Fensterputzen aus dem 4. Stockgefallen. Beim Fensterputzen im vierten Stockwerk des Hauses Opphoff 4 bekam das 26jährige alleinstehende Fräulein Kreuzer das Uebergewicht, stürzte in den Hof und starb bald darauf an den erlittenen Verletzungen. Elten, 11. Juli. Ein großer Bauernhof durch eingeäschert. Bei dem außerordentlichen schweren Gewitter, das hier an der deutsch-holländischen Grenze zwischen Cleve und Emmerich niederging, schlug ein Blitzstrahl in den großen Bauernhof des Gutspächters Christian Lensen in Vabberich, dicht an der Grenze bei Elten Der Hof brannte in kurzer Zeit mit Stallungen und Wohn gebäude und sämtlichem Inventar vollständig nieder. Die Bewohner retteten nur das nackte Leben. Das Viel war auf der Weide. Mülheim, 11. Juli. Zwei Selbstmorde. In einem Hause in der Uhlandstraße hat ein 70 Jahre alter Mann durch Gasvergiftung seinem Leben ein Ende gemacht. Auf dem Heißener Friedhof erhängte sich ein FriedFeuer en zuittwoc rt, daß vonzuhultze, nichf: en sei rteil e 8. ent auf 9 Ang g hre Koste trafe gege er Mona agshaft, al de, der seq jatte, wur der lassene Ha von ein u insgeso s hättest lends weweißt g dagewes mein lie aber ich Grobian, iuse un est du de vollen? so schle sie, elt hast ist, egott, da es jetztl llein de Itelier lleicht 1 zutage 3 einen glisches können, rte der ere hine d desho denden. abei ahilde le Kil (For hofsgärtner. Die Gründe, die die beiden in den Tod ge trieben haben, stehen noch nicht fest. Nahrungssorgen scheiner es indes nicht gewesen zu sein. Duisburg, 11. Juli. Ein Kahn durchgebrochen. Vormittags gegen 10 Uhr brach im Kaiserhafen der Kahn „Anna Theodora“ infolge ungleicher Beladung durch Durch einen in der Nähe weilenden Schlepper konnte der Kahn jedoch noch rechtzeitig an die Ladestelle gebracht werden, sodaß mit der Entladung schleunigst begonnen werden konnte. Das 930 Tonnen große Schiff kann nur im Dock repariert werden. Leichlingen, 11. Juli. Feuergefecht mit Einbrechern. Die Oberlandjägerei Leichlingen erhielt aus Köln Bescheid, daß von Köln drei zweifelhafte Personen, wahrscheinlich in Leichlingen oder Umgegend, Raubzüge ausführen würden. Landjäger Jansen ging die Straßen Leichlingens ab, erhielt aber plötzlich aus dem Hinterhalt an der Brückenstraße Feuer. Die Verbrecher flüchteten, würden abex von dem hinzukommenden Oberlandjäger Proll gestellt. Aus einer Entfernung von etwa acht Meter forderte Oberlandjäger Proll die Verbrecher guf, sich zu ergeben. Diese kamen seiner Aufforberung nicht näch, sondern einer der Burschen zog einen Revolver und schoß auf den Beamten. Daraufhin zog dieser seine Pistole und schoß ebenfalls. Einer der Verbrecher, ein gewisser Baltes aus Köln, erhielt einen Oberschenkelschuß und blieb sofort liegen. Ein zweiter muß, wie aus Blutspuren zu deuten ist, eventalls verletzt worden sein, konnte aber mit dem dritten in der Richtung Langenfeld entfliehen Die Verfolgung wurde in Gemeinschaft mit der Landjägerei und Polizei in Langenfeld aufgenommen. In Langenfeld wurde ein zweiter Verbrecher erwischt; es soll sich um einen früheren Schupobeamten aus Düsseldorf handeln, der jetzt in Langenfeld wohnt. Wissen, 11. Juli. Tödlicher Unfall eines Jägers. In Büchel kam ein Jäger, der Kaufmann Forst aus Köln, auf tragische Weise ums Leben. Auf dem Hinweg glitt er auf der Straßenböschung aus und kam zu Fall. Als er das Gewehr, das ihm entglitten war, an sich ziehen wollte, löste sich ein Schuß, der dem Jäger in die Schläfe ging und seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Greven, 11. Juli. Der Tod in der Ems. Nachts gegen 2 Uhr wurden auf der Emsbrücke bei Schönerflieht anhaltende Hilferufe aus dem Wasser gehört. Bei näheren Nachforschungen sah man den Metzgermeister H. Greiling von hier im Wasser treiben. Die sofort eingeleiteten Rettungsversuche hatten keinen Erfolg. Köln, 11. Juli. Kardinal Dr. Schulte genesen. Erzbischof Kardinal Dr. Schulte ist nach langer Krankheit genesen und nach Köln zurückgekehrt. Er hatte sich zuletzt in einem Kloster an der Möhnetalsperre aufgehalten. Der Kardinal ist zu seiner weiteren Erholung nach Bayern gefahren. Köln, 11. Juli. Römerspuren. In der Nähe des Neumarktes fand man bei Ausschachtungsarbeiten Fundamente eines altrömischen Tempels. Aus den zutage geförderten Mauerresten und Gefäßstücken glaubt man den Schluß ziehen zu können, daß es sich um Kultstätten des Sonnengottes Mithras handelt. Köln, 11. Juli. Massenunglück in einer Braunkohlengrube. Im Abraumbetrieb der Braunkohlengrube„Luise“ bei Brüggen=Erft schlug ein Kippwagen um. Ein 31jähriger Arbeiter aus der Pfalz trug eine schwere Verletzung an der Wirbelsäule sowie Beinund Armbrüche davon. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Zwei andere Arbeiter erlitten schwere Verletzungen am Kopfe und Beinbrüche. Vier weitere Arbeiter erlitten Beinverletzungen. Waldbröl, 11. Juli. Ein Rohling. In Bröl schlug ein roher Knecht seinem am Wege weidenden Pferde dermaßen die Sense gegen den Bauch, daß die Eingeweide hervortraten. Das sich in Schmerzen windende Tier iberließ er seinem Schicksal und lief davon. Vorübergehende Leute veranlaßten die Notschlachtung. Es gelang, den Rohling festzunehmen. Ahrweiler, 11. Juli. Schwerbestrafte Jagdfrevler. Zwei wegen Jagdvergehens wiederholt vorbestrafte hiesige Arbeiter trieben dadurch fortgesetzt schwere Wilddiebereien, daß sie in Schlingen eine Anzahl Rehe und Rehböcke erbeuteten. Bei einer Haussuchung fand die Polizei größe Mengen Wildbret. Das Gericht verhängte gegen einen der Angeklagten 1 Jahr Gefängnis bei sofortiger Verhaftung und(“ ung unter Polizeiaufsicht Der Mitangeklagte erhielt 5 Monate Gefänanis. Koblenz, 11. Juli. Ueber den Stand der Reben zu Anfang Juli wird berichtet: Für die Entwicklung der Reben war die Witterung bisher nicht günstig, weil es in sämtlichen Weinbaugebieten während des ganzen Frühjahrs zu kalt und meist auch zu naß gewesen ist. Die Blüte hat im allgemeinen recht zögernd begonnen und is erst jetzt überall im Gange. Ueber tierische und pflanzliche Schädlinge wiro wenig geklagt, jedenfalls, wei die kühle Witterung ihr Auftreten verhinderte, aber auck wohl deshalb, weil mit Abwehrmitteln(Beizungen nicht gespart worden ist. Der Stand der Reben wird von den Ortsvorstehern der Weingemeinden nach den Noter 1: sehr gut; 2: gut; 3: mittel; 4: gering; 5: sehr gering, zumeist schlechter als im Vormonat, begutachtet. Der Staatsdurch schnitt ist von 2,6 zu Anfang Juni auf 2,8 zu Anfang Jul zurückgegangen. Koblenz, 11. Juli. Kein Brückengeld auf der Pfaffendorfer Eisenbahnbrücke. Die Reichsbahndirektion Köln macht darauf aufmerksam, daß die gesetzlichen Bestimmungen über den Wegfall des Brückengeldes auf die Pfaffendorfer Brücke bei Koblenz nicht anwendbar sind, da diese Brücke eine Privatbrücke der Deutschen Reichsbahn=Gesellschaft ist und infolgedessen nicht unter das Gesetz fällt. Trotzdem wird die Reichsbahnverwaltung ab 1. Juli 1927 bis auf weiteres keine Abgaben von Kraftfahrzeugen mehr erheben. Diese Maßnahme erfolgt jedoch nur gegen jederzeitigen Widerruf. Die Wiedereinführung der Abgaben liegt durchaus im Bereiche der Möglichkeit, da der Reichsbahnverwaltung die Erhaltung der keinen Eisenbahnzwecken dienenden Brücke für den Straßenverkehr nicht zugemutet werden kann, ohne daß sie für die hohen Verwaltungskosten, die infolge der starken Abnutzung durch den Kraftwagenverkehr verursacht werden, entschädigt wird. Domela=Prozeß. Köln. Vor dem erweiterten Schöffengericht begann unter starkem Andrang von Publikum und Presse der Prozeß gegen den falschen Hohenzollernprinzen Harry Domela. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Neuwinger, die Anklage wird von Staatsanwalt Hoppe vertreten. Domela begrüßt beim Eintreten des Verteidigers diesen mit lächelnder Miene. Der Vorsitzende teilt mit, daß das Zeichnen im Saal verboten sei. Als Zeugen sind geladen der Spediteur KreibichKöln und der Polizeirat Putzig. Gegen die Vernehmung des letzteren protestiert der Verteidiger, da die Ladung dieses Zeugen der Verteidigung nicht mitgeteilt worden sei. Es kommt darüber zu einer Kontroverse zwischen dem Vorsitzenden und der Verteidigung, die dadurch beendet wird, daß der Staatsanwalt auf die Vernehmung des Zeugen Putzig verzichtet. Die Eröffnungsbeschlüsse beziehen sich auf sechs Betrugsfälle. In Köln fühlt sich ein Spediteur geschädigt, von dem der Angeklagte unter falschen Vorspiegelungen 30 Mark geborgt hat. Dann kommt der gegen den Besitzer des Schloßhotels in Gotha verübte Betrug, ferner Betrügereien gegen Heidelberger Korpsstudenten. Schließlich stehen zur Anklage Betrugsfälle in Verliner und Dresdener Hotels. Der Angeklagte schildert auf Fragen des Vorsitzenden seinen Lebenslauf. Er ist 1904 als Sohn eines Gutsbesitzers deutscher Abstammung in Lettland geboren. Während des Krieges wurde er in ein russisches Kinderheim in Riga gebracht. Er besuchte dann die Schule der deutschen Okkupationsverwaltung und beteiligte sich schließlich als Fünfzehnjähriger an der Abwehrorganisation, die zur Vertreibung der Volschewisten führte. Mit 19 Jahren kam er mit den Baltikumern nach Deutschland. Domela schildert weiter, daß es ihm in einem Flüchtlingslager sehr schlecht gegangen sei. Auch als Page einer Baronin von Hochberg sei er schlecht behandelt worden. Er habe etwa drei bis vier Mark im Monat bei freier Station erhalten. Da er zum Servieren nicht geeignet war, sei er entlassen worden. Kurz vor seiner Entlassung habe er ein paar Löffel gestohlen, weshalb die Baronin Strafantrag gegen ihn gestellt habe. Danach sei er zweieinhalb Jahre auf dem Lande und in Fabriken tätig gewesen. Schließlich sei er nach Verlin gekommen, wo es ihm sehr schlecht gegangen sei. Eine Stellung bei einem Schriftsteller habe er bald wieder aufgegeben, da er sich schon an das Vagabundenleben gewöhnt hatte. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er sich zu Höherem geboren fühle, erwiderte Domela, daß er einen ihm an Bildung weit überlegenen Menschen kennengelernt habe, der einen sehr großen Einfluß auf ihn ausübte. 9 Monate Gefängnis für Domela beantragt. Im Domela=Prozeß beantragte der Staatsanwalt, den Angeklagten zu einer Gesamtstrafe von neun Monaten Gefängnis unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft zu verurteilen. Es werden fünf Einzelfragen des Betruges aufrechterhalten, welche einzeln mit der Mindeststrafe von zwei Monaten geahndet werden sollen, und die zu einer Strafe von neun Monaten zusammengezogen werden sollen Urteil: Der Angeklagte wird unter Freisprechung in den übrigen Fällen wegen Betruges im Rückfall in vier Betrugsfällen zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wiro voll anaerechnet. Die Kosten des Verfahrens trägt, soweit Freisprechung erfolgt ist, die Staatskasse, im übrigen der Angeklagte. Ein Reichsbahninspektor unterschlägt 58 000 Vor dem Großen erweiterten Schöffengericht in Breslau hat sich heute ein Breslauer Reichsbahninspektor unter der Anklage zu verantworten, in seinem Amte im Zeitraum von zwei Jahren 58000 Mark unterschlagen zu haben. Der Angeklagte namens Johann Jurjans, 46 Jahre alt und noch nicht vorbestraft, befindet sich bereits eine ungewöhnlich lange Zeit, nämlich seit Dezember 1925, in Untersuchungshaft. Er hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, es aber dann widerrufen. Bei den Betrügereien zum Schaden der Reichsbahn hatte er vier Helfershelfer, alles Lieferanten der Reichsbahn, zwei Holzkaufleute, ein Ingenieur und ein Vertreter. Sie sind der Mittäterschaft angeklagt. Jurjans verwaltete ein Materialienlager, das die notwendigen Ersatzteile für die Reparatur beschädigter Güterwagen beschaffen mußte. Er hat den Lieferanten stets weit höhere Beträge angewiesen und dann das Plus mit ihnen geteilt. Die erschwindelten Gelder verpraßte er und verausgabte sie auf Vergnügungsreisen. Mitunter ließ er an seine Helfershelfer Lieferungen bezahlen, die überhaupt nicht ausgeführt waren. Neue englische Vorschläge in Genf. Genf. Die englische Delegation auf der Seeabrüstungskonferenz hat aus London Instruktionen über einen neuen Vorschlag erhalten, die sie der Konferenz für die Weiterführung der Verhandlungen unterbreiten soll. Die neuen englischen Vorschläge sollen im großen auf eine Beschränkung des Flottenbauprogramms der drei an der Konferenz beteiligten Seemächte bis zu der ieuen Washingtoner Abrüstungskonferenz von 1931 hinauslaufen, auf der dann endgültig gemeinsam mit Frankreich und Italien die Beschränkungen der Flottenrüstungen festgelegt werden sollen. Mord und Selbstmord in Halle a. d. Saale. Am Sonntag tötete ein Dachdeckermeister nach einem kurzen Wortwechsel mit seiner Ehefrau diese durch einen Schuß in die Schläfe. Darauf richtete er die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich gleichfalls tödlich. Die Ursache zu dem Mord und Selbstmord soll in Familienstreitigkeiten liegen. Schwere Unwetter auch im Rochlitzer Bezirk. Dresden. Auch im Bereich der Amtshauptmannschaft Nochliz sind schwere Unwetter niedergegangen, die besonders in den Gemeinden Hartmannsdorf, Göppersdors, Vorsdorf und Heiersdorf umfangreichen Sachschaden angerichtet haben. Am Sonntag hat sich ein Vertreter der Staatsregierung in das vom Unglück betroffene Gebiet begeben, um Unterlagen für eine auch hier geplante Hilfsaktion zu erhalten. mul gewaschen 511 mal wurde ein Leinensfück mit Persil gewaschen unter fachamtlicher Aufsichf!—Das gewaschene Stück wurde auf seine Festigkeit Unfersucht, und es ergab sich im Hinblick cuf ein so offmoliges Woschen ein gußergewöhnlich gunsriges&rgebnis für die Schonung des Gewebes! Gibt es einen besseren Beweis für die hochwertige Beschaffenheit eines Woschmittels? Denken sie: 511mal gewaschen! Das entspricht bei regelmässigem vierwöchentlichem Waschen einer Gebrauchsdauer von mehreren Jahrzehnten! Der Verein unternimml auf vielseitigen Wunsch am 31. Juli eine Rheinfour nach Königswinter. Die verehrten Ehren- und passiven Mitglieder nebst ihren Familienangehörigen sind hierzu herzlich ein geladen Der Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt beträgt RM. 4—, für Kinder die Hä'fte. Abfahr morgens gegen 6 Uhr (genaue Zeit wird noch bekanntgegeben). Ab heute liegen im Vereinslokal, sowie beim Friseur Müller Listen zum Einzeichnen offen. Die Entragungen miissen bis Samstag, den 16. ds. Mis, abends 9½ Uhr getaligt sein, da die Fahrkarten bis Sonntog, den 17. ds. Mls. bestellt sein müssen. Einzeichnung in die Liste verpflichtel zur Abnahme der Fahrkarte. Spätere Anmeldungen können nicht be rücksichligt werden. Der Vorstand Suche ein sauberes Mädchen nicht unter 18 Jahren, welches auch Inferesse am Kochen haf. Frau Wilh. Rüggeberg Lüdenscheid Knapperstraße 489. 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