Jahrgang. Nr. 87. Dienstag, den 19. April 1887. 3 Uhr. 1, wohlmenten guter, ber 24 levoller n heiligr Clerus d Führer stors und pfer der Eickel lan. Lehrerverein. d6 Uhr: sammlung. 2265 hs=Gesuch er, katholischer Religion, Bergmann, wünschi älteren kathol. Dame Jahren zu verheirathen. ittwen sind nicht ausStrengste Verschwiegen esichert. 2269 iter verschlossenen Cour Aufschrift„Heirathsnt entgegen dr. Ahlemeier, ttenscheid, Südstraße s bursche gesucht. 2267 der Exped. d. er, unverheiratheter eichergehülfe de Beschäftigung bei H. Jansen jr., Naler und Anstreicher, Friedrichstr. 15. Mehrere teurgehülfen rt dauernde Beschäf2250 ann Schröder, ur in Langendreer. lemmingerstraße. ein zuverlässiger leerteeot läheres in der Expede Madchen, leidermachen zu hen, werden auf sor Brückstraße 10 ttenscheid thol. Mädchen Jahren findet Stelle j. Dienstmädchel Westfälische Volkszeitung. Fertes in Ade. Das Abonnement für die an Wochentagen täglich erscheinende„Westf. Volksztg." nebst„Sonntagsfreude" beträgt bei der Expedition pro Quartal 3 A direct in's Haus bestellt, durch die Post ebenfalls 2.A, mit Bestellges 2 A 40 J. Expedition und Anzeigen=Annahme: Allee= und Humboldtstraßen=Ecke.— Inserate 12* pro 1spaltige Petitzeile. Reclame 40- Annoncen bis zu 2 AA nur gegen Vorausbezahlung. Verantwortlicher Redacteur: I. Fusanael— Druck und Verlag der Actiengesellschaft„Märkische Vereinsdruckerei" in Bochum. Ein afrikanischer Argonautenzug. * Henry Stanley ist, so schreibt die Wiener„Neue Freie Presse", ohne Zweifel einer der merkwürdigsten Menschen unseres Jahrhunderts. Mit einem eiserren Willen verbindet einen Körper von Stahl, der allen schädlichen Einflüssen des central-afrikanischen Klimas trotzt, und das Glück begünstigt ihn bei jeder Unternehmung. Was er auch beginnen mag, es gelingt, und dieser einfache Privatmann, der aus den Reihen der amerikanischen Journalistik hervorging, hat gleich einem Feldherrn oder Staatsmanne seinen Namen in die Zeitgeschichte eingeschrieben. Er hat den todtgeglaubten Livingstone aufgefunden, hat Afrika seiner ganzen Breite nach unter ungeheuren Mühsalen durchzogen, den oberen Lauf des gewaltigen Congostromes festgestellt und den Congostaat gegründet. Die Geographie und die Völkerkunde danken ihm vielfache Bereicherung, und unter allen Afrika=Reisenden hatte er den größten und sichtbarsten Erfolg. Zahlreiche Forschergenossen, die nicht so wie er vom Schicksal begünstigt waren, gelen in den letzten Jahren auf afrikanischem Boden als Opfer der Wissenschaft; sie hatten vielleicht ebenso viel Muth und Ausdauer als Stanley, aber die Früchte ihrer Anstrengungen gingen theilweise oder ganz durch ihren Tod verworen. Stanley selbst scheint gefeit; ihm konnten bisher weder die bösartigen Fieber noch die Waffen der Eingebornen eiwas anhaben, und immer wieder kehrt er zu dem geheimnißvollen Erdtheil zurück, in welchem er seinen Ruhm errungen. Soeben ist er wieder an der Mündung des Congostromes angekommen und bereitet sich zu dem verwegensten und abenteuerlichsten Unternehmen vor, welches er bisher gewagt. Er will den Gouverneur der egyptischen Aequatorial=Provinz, Emin Bey, befreien, der seit Jahren von aller Welt abgeschnitten in Lado die Fahne des Vicekönigs gegen die sudanesischen Rebellen vertheidigte. Ob er sich dort noch behauptet, ob er überhaupt noch lebt, ist keineswegs sicher; aber man glaubt es voraussetzen zu dürfen. Stanley hat sich aufgemacht, um ihm Hilfe zu bringen, und die Expedition in großem Style angelegt. Der kühne Reisende begab sich von London durch den Suez=Canal nach Zanzibar und warb dort mit Hilfe seines alten Bekannten Tippo=Tip, der ihm 1877 als Führer gedient, eine Schaar von achthundert Mann an. Mit dieser schiffte er sich ein, fuhr um das Cap der guten Hoffnung herum und an der Westküste Afrikas herauf bis zur Congs=Mündung, wo er sich eben befindet. Von da will er auf dem Flusse bis Vivi stromaufwärts fahren, dort, wo die Stromschnellen beginnen, den Landweg bis Leopoldsville einschlagen und von Leopoldsville wieder auf dem Strome bis zu den Stanley=Fällen hinaufschiffen, hier den Fluß verlassen und durch die bis jetzt fast völlig unbekannten Landstrecken bis zum See Albert-Nyanza vordrirgen, um von dort dem Bahr=el=Gebel entlang gegen Norden zu marschiren und Lado zu erreichen. Es ist eine Route, vor der gewöhnlichen Menschen schaudert, wenn sie dieselbe auf der Karte verfolgen und die vielen leeren Flecken und Fragezeichen bemerken, welche deutlich darthun, wie unerforscht ein großer Theil des ungeheuren Weges ist, den Stanley zurückzulegen denkt. Handelt es sich bei seiner neuesten Expedition wirklich nur um den edlen Zweck, dem verschollenen Gouverneur von Lado Hülfe zu bringen, und nebenbei unsere Kenntnisse jener afrikanischen Landstriche zu vermehren? Vielfach, namentlich in Paris, wird dies stark bezweifelt. Man meint dort— vielleicht nicht mit Unrecht— die Engländer würden nicht große Geldsummen beigesteuert, nicht Waffen und Munition für das ganze kleine Corps geliefert haben, wenn durch dessen märchenhaften Marsch auf Lado nicht auch ein politisches Ziel, und zwar ein den Engländern erwünschtes Ziel angestrebt würde. Man behauptet, die Befreiung Emin Beys sei nur ein Vorwand und in Wahrheit erfolge die Expedition im Interesse Englands und Egyptens, sie sei dazu bestimmt, die sudanesischen Rebellen von Suden her, gleichsam im Rücken anzugreifen. Ob diese Vermuthung begründet ist, läßt sich vorläufig nicht entscheiden. Die geringe Zahl von Streitern, welche Stanley begleitet, scheint dagegen zu sprechen, denn mit achthundert Mann, auch wenn sie noch so gut bewaffnet sind, kann man im Sudan nicht viel ausrichten. Die Engländer wissen dies aus mancher bitteren Erfahrung am besten. Allein es fragt sich, wie viel Leute zu der Expedition stoßen werden, wenn sie einmal von den Stanley Fällen nach Nordosten aufbricht. Sie bewegt sich dann durch ein Gebiet, wo Tippo=Tip als mächtiger Mann gilt, auf dessen Ruf Tausende zu den Waffen greifen. Wer ist Tippo=Tip? Um es in zwei Worten zu sagen: Elfenbein= und Sclavenhändler. Allein er ist auch noch etwas Anderes, er ist eine große Persönlichkeit, eine Art von afrikanischem Condottiere. Stanley schreibt von ihm Folgendes: „Er hat das kleine Vermögen, welches er im Schweiße seines Angesichts erworben, in Gewehren und Munition angelegt Abenteuerlustige Araber haben zu seiner Fahne geschworen, und er ist in der Gegend zwischen den Stanley=Fällen und dem Tanganyika=See ein König ohne Krone gewo den. Er gebietet über Tausende von Kriegern, die gegen Mühen und Gefahren abgehärtet sind. Hätte ich ihn bei schlechter Laune gefunden, so wäre es mein Plan gewesen, mich so weit als wöglich von der Sphäre seines Einflusses entfernt zu halten, denn dann wäre die Munition, welche ich für Emin Bey mit mir führe, im Besitze dieses Mannes eine ungeheure Gefahr für unsern Congostaat geworden. Ich weiß nicht, ob Tippo=Tip oder der König von Uganda als Feind mehr zu fürchten wäre. Er ist. um Alles zu sagen, der Ziber Pascha des Congo.“ Um diesen wichtigen Mann zu gewinnen, hat Stanley ein altes, einfaches Mittel angewendet: er hat ihn zum Befehlshaber der Station bei den Stanley-Fällen ernannt. Tippo=Tip steht also gegenwärtig im Dienste des Congostaates und bezieht für die Aufgabe, künftig die Niederlassung an den Stanley Fällen, die wegen wiederholter Angriffe der Araber verlassen und zerstört war, gegen sie und die Eingeborenen zu vertheidigen, einen festen Gehalt, den ihm der englische Consul in Zanzibar monatlich anzuweisen hat. In dem Vertrage, den Stanley mit ihm abschloß, befindet sich die kostbare Clausel, daß Tippo=Tip fortan weder persönlich noch durch seine Untergebenen„unterhalb der Fälle" Sklavenhandel treiben dürfe. Eine echt britische Heuchelei. Der Schein ist gerettet, und Tippo=Tip kann oberhalb der Fälle, in seinem eigentlichen Marktgebiete, nach wie vor dem Sklavenhandel obliegen. Man sieht: ob Stanley sich auf die Hilfeleistung für Emin Bey beschränken will oder größere militärisch-politische Pläne hat— sein Erfolg hängt in jedem Falle von dem guten Willen und der Ehrlichkeit eines Sclavenhändlers ab. Darin liegt das eigentliche Wagniß Stanley's. Der Posten eines Befehlshabers an den Stanley=Fällen und der damit verbundene Gehalt mag dem halbwilden Gefährten des englischen Reisenden ganz angenehm sein, aber kann man ihm auch unbedingt vertrauen? Stanley ist völlig in die Hände des Mannes gegeben, den er selbst als einen ungekrönten König bezeichnet. Die achthundert Zanzibariten gehorchen Tipoo=Tip blindlings, und wenn es diesem beliebt, so geht der ganze große Munitions=Transport, den Stanley nach Lado bringen will, in seinen Besitz über. Ist der Posten an den Stanley=Fällen, den nach der Gründung der Station im Jahre 1883 ein ehemaliger schwedischer Lieutenant befehligte, wirklich so verlockend, um einen Mann gegen alle Versuchung zu schützen, dem Tausende freiwillig Heerfolge leisten? TippoTip ist ein echter Araber und daher wahrscheinlich gleich den meisten Söhnen seines Volkes ebenso schlau als kühn. Es könnte sich ereignen, daß er Stanley nur benützte, um seine eigene Macht zu erweitern, eine Art Herrschaft für sich zu begründen, daß er, sobald die Expedition östlich vom Congo in die Region der großen Seen eindringt, die Maske abwürfe. Stanley muß allerdings den Mann, dem er sich anvertraut, genau zu kennen glauben, er muß innerlich davon überzeugt sein, daß Tippo=Tip keinen Verrath begehen wird. Dennoch ist der Zug, zu dem er sich jetzt anschickt, unter allen seinen bisherigen Abenteuern das gefährlichste, und wenn ihm sein gewohntes Glück auch diesmal treu bleibt, wenn es ihm gelingt, mit heiler Haut die egyptische Aequatorial=Provinz zu erreichen— da wird er nicht nur bewundert werden, sondern in die Reihe jener seltenen Menschen eintreten, um deren Haupt sich auch in unserem nüchternen Jahrhundert der Kranz der Mythe schlingt. Was er jetzt beginnt, ist ein echter Argonautenzug. Deutsches Reich. ( Berlin, 17. April. Uebermorgen werden die parlamentarischen Körperschaften Preußens und des Reiches wieder in Action treten. Es beginnt damit für den Landtag wie für den Reichstag der wichtigere Abschnitt ihrer diesjährigen Thätigkeit. Im Hause der Abgeordneten werden die Geschäfte trotz ihrer weittragenden Bedeutung voraussichtlich einen glatten Verlauf nehmen. Ganz besonders gilt dies von der kirchenpolitischen Vorlage, nachdem darüber ein volles Einverständniß zwischen dem apostolischen Stuhle und der preußischen Regierung erzielt worden ist und die Fraction der Freiconservativen in Folge dessen sich entschlossen hat, für dieses Abkommen gleichfalls einzutreten. An dieser günstigen Lage der kirchenpolitischen Frage kann es absolut nichts ändern, daß der „provisorische Vorstand des evangelischen Bundes zur Wahrung der protestantischen Interessen" in letzter Stunde noch einen Kriegsruf an seine„evangelischen Glaubensgenossen" hat ergehen lassen. Glücklicherweise hängt die Entscheidung über die Kirchenvorlage nicht von den sogen. aufgeklärten Protestanten ab, denen das wahre Christenthum, im Grunde geDie Söhne des Waffenschmieds.*) Original-Roman von E. Heinrichs. 1. Capitel. Der alte Longfield. Ein herrlicher, sonniger Septembermorgen hatte seine goldenen Pforten geöffnet und den warmen belebenden Strahl auch in die krummen Straßen und engen, düsteren Gassen der mittelalterlichen Stadt X. gesendet.— Die Geschäftsleute der Straße, Brodträger, Milchverkäufer, Zeitungsboten und so weiter eilten ihrem beschwer lichen Gewerbe nach, hier und da wurden die Verkaufsläden geöff net, gähnende Lehrlinge und Hausknechte sichtbar und Morgengrüße, auch wohl Witzworte hüben und drüben gewechselt. Vor einem uralten verfallenen Hause, das über dem Eingange die Jahreszahl 1503 trug und an der einen Seite von dem kleinen, hier äußerst schmalen Flusse, an der anderen von einer der schönen eleganten Promenaden begrenzt wurde, welche auf den ehemaligen Festungswällen angelegt waren, standen in dieser frühen Morgenstunde mehrere Männer und Frauen in lebhafter Unterhaltung. Drüben wurde in diesem Augenblick der Material=Laden geöffnet. Der Krämer, ein kleiner, behäbiger Mann, trat vor die Hausthür.„Was ist denn los, Leute?" fragte er neugierig hinüber. „Guten Morgen, Herr Remmers!" rief die Milchfrau, eilig zu dem Krämer sich begebend.„Denken Sie nur, der alte, verrückte Engländer läßt uns alle wie die Narren hier warten. Auch die Zeitung, wonach er sonst wie ein Hamster schnappt, liegt noch unter der Thüre auf der Schwelle,— der Bäckerjunge wartet, ich stehe hier schon an die zehn Minuten und hab' den alten Löwenhammer schon viermal niederfallen lassen, während der Brodjunge förmlich getrommelt hat. Aber ich sage—" „Ja, dann wird der alte Longfield krank sein," unterbrach Herr Remmers die redselige Milchfrau. „Gott, das könnte ja möglich sein," meinte sie betreten;„nein, so was, daran nicht zu denken!" „Christel!" wandte sich der Krämer an den neugierig horchen*) Nachdruck verboten. Uebersetzungsrecht vorbebalten den Hausknecht,„bist doch früh schon draußen gewesen, um das Trottoir zu fegen, hast den Herrn Longfield nicht gesehen?" „Nein, Herr Remmers," versetzte Christel,„hab' mich selbst schon darüber gewundert, weil der Alte immer der Erste beim Fegen gewesen ist." „Du meine Güte," rief die Milchfrau dazwischen,„was der geizige Mensch mit seinem vielen Gelde wohl anfängt, da er keinem anderen einen Pfennig gönnt und sogar die Straße selber fegt. Ein Wunder, daß er sich Milch und Brod und noch gar eine Zeitung hält!"— Der behäbige Krämer nickte nachdenklich.„Ja, der Geiz ist, glaube ich, schon mehr eine Krankheit," sagte er langsam,„weil der Mensch auch sich selber nichts gönnt. Weiß freilich nicht, ob der alte Mann so reich ist, wie man sagt!— Er ist ein sonderbarer Kauz, ein Menschenfeind, der sich ängstlich abschließt und keine Seele in's Haus läßt.— Na, es muß doch etwas mit ihm passirt sein." Die Milchfrau setzte die Milch für den Alten beim Krämer ab und fuhr weiter, auch der Bäckerjunge mußte vorwärts, so schwer es seiner Neugierde auch wurde. Mittlerweile hatten sich noch mehr Menschen angesammelt und der Krämer soeben beschlossen, nach der Polizei zu schicken, als ein Beamter derselben zufällig durch die Straße kam und von dem auffälligen Thatbestand in Kenntniß gesetzt wurde. „Hm, der alte Longfield wird krank sein," meinte der PolizeiSergeant ebenfalls,„ich werde die Sache berichten,— geht nur ruhig Eurer Wege, damit keine Verkehrsstörung und kein unnöthiger Zusammenlauf entsteht." Er ging eiligst nach dem Haupt=Bureau, während die Geschäftsleute sich entfernten, um den Bummlern und der müssigen Neugier Naum zu geben. Endlich erschienen mehrere höhere Polizeibeamte, denen ein Schlosser mit seinen Werkzeugen folgte. Der Klopfer an der Thür wurde eine Zeit lang vergebrich in Bewegung gesetzt und sodann dem Schlosser die Oeffnung des Hauses überlassen. Die neugierige Men e drängte nach, um mit den Beamten in die soeben geöffnete Thür zu gelangen; doch mußte sie vor dem energischen„Halt!" der Schutzleute, welche am Eingang Posto ge faßt hatten, zurückweichen und des Räthsels Lösung draußen geduldig erwarten. „Hier drinnen aber ist's fürchterlich!" sprach der Polizeirach leise zu dem neben ihm befindlichen Commissar, als sie sich mit dem Sergeanten und einem Protokollschreiber auf dem Flur des im Volksmund arg verrufenen Hauses befanden und die Thür sich wieder hinter ihnen geschlossen hatte, „In der That!" versetzte der Commissar, dessen schwarze, durchdringend scharfe Augen im Halbdunkel jeden Winkel zu durchforschen schienen.„Haben Sie Licht bei sich, Hamke?" „Zu Befehl Herr Commissar!" Der Sergeant zog eine kleine Blendlaterne aus seiner Tasche und zündete das Licht an „Es ist ein fremdes Terrain!" nickte der Commissar, die Laterne ergreifend und aufmerksam umherleuchtend. „Welche Atmosphäre!" hustete der Rath, mühsam athmend; „ich wette, daß hier niemals gelüftet worden ist." „Bewahre!" lachte Hamke.„Der alte Longfield liebt ebenso wenig Luft wie die Menschen, er verkehrt nur durch ein hölzerner Schiebfenster, das er in der Hausthür hat anbringen lassen, mit der Außenwelt. Alles wird draußen abgefertigt. Bitte, fallen Sie hier nicht, Herr Rath!" Ein großer Kehrichthaufen versperrte beinahe den Weg zu einer Thür, welche nur angelehnt war. Sie traten in einen ziemlich großen Raum, welcher jetzt offenbar als Rumpel= und Gerüstkammer benutzt wurde und einen pestilenzialischen Geruch enthielt. „Die Treppe hinauf,— er wohnt also oben," sagte der Commissar, sich schüttelnd, obwohl sein Blick Alles aufgefaßt hatte. „Wie kann ein Mensch in dieser Pesthöhle leben?" bemerkte der Rath, förmlich zurücktaumelnd,„mich soll's nicht wundern, wenn wir ihn todt auf seinem Lager finden." Der Commissar stieg schweigend die morsche, schneckenförmige Treppe hinauf, deren Geländer von einer dicken Schmutzlage überzogen war, während die ausgetretenen Stufen sicherlich seit langen Jahren keinen Besen, geschweige denn ein Scheuertuch gesehen hatten. (Fortsetzung folgt.) nommen, doch nur ein Greuel ist. Immerhin aber bleibt doch beachtenswerth, daß gerade diese Leute, deren erstes und letztes Wort„Toleranz" ist, gerade jetzt, da es sich darum handelt, gegen die katholische Minderheit gerecht zu sein, mit vollen Backen Unterdrückung predigen. Den katholischen Mitbürgern durch Rückgabe genommener Rechte eine gleichberechtigte Stellung einräumen, heißt in den Augen jener unduldsamen Heißsporne die römische Macht stärken, den kirchlichen Frieden bedrohen. Ist denn aber wirklich in Preußen der kirchliche Frieden jemals durch die Katholiken gestört worden? Sind es nicht im Gegentheil die sogen. Culturpauker, welche zum Kriege gegen die katholische Kirche aufgereizt haben und welche auch jetzt den Frieden nicht wollen, indem sie auf das Hartnäckigste sich dem Vorhaben widersetzen, das an den Katholiken begangene Unrecht einigermaßen wieder gut zu machen? Man faselt von einer Unterwerfung unter Rom, von einem Preis geben staatlicher Hoheitsrechte! Wer verlangt denn eine solche Unterwerfung und welche Hoheitsrechte sind es denn, die geopfert werden sollen? Fürst Bismarck selbst hat es ohne allen Rückhalt ausgesprochen, daß weder von dem Einen wie von dem Anderen die Rede sein könne, daß die Hoheitsrechte des Staates auch von den Maigesetzen gewahrt seien. Und wenn die Kirche des„evangelischen Bundes" sich so stark wähnt, daß ihr die Zukunft gehört, woher dann die Angst vor dem katholischen Ordenswesen und vor den katholischen Priester=Seminaren? Nichts beleuchtet greller den grenzenlosen Haß dieser Art von Evangelischen gegen alles katholische Wesen, als die Thatsache, daß ihnen sogar die von aller Proselytenmacherei sich fern haltenden krankenpflegenden Orden ein Dorn im Auge sind. Ginge es nach den Wünschen dieser „aufgeklärten" Protestanten, dann müßten auch die barm herzigen Brüder und Schwestern aus dem Lande getrieben werden. Und da wagen es so verfolgungssüchtige Leute gar noch, den katholischen Einrichtungen vorzuwerfen, daß in ihnen die Jugend zum Glaubenshaß angehalten werde! Aus allem dem ersieht man immer von Neuem wieder, wie schwer es für die Katholiken hält, mit den sogen. liberalen Protestanten auszukommen. Wenn also die Nationalliberalen und Freifinnigen durchaus gegen das neue Kirchengesetz stimmen wollen, so wissen wir jetzt, aus welchen Gründen das geschieht. Eben deshalb wird das Centrum seine Freunde anderswo suchen müssen. Die Frage ist nur, ob der leitende Staatsmann seine Politik so einrichten wird, daß das Centrum ihm ohne Be denken folgen kann. Was über die neuen Ansprüche der Militär=Verwaltung und über die neuen Steuer=Projecte verlautet, klingt keineswegs erbaulich; 134 Millionen für militärische Zwecke neben den finanziellen Verlegenheiten des preußischen Staates sind für die Volksvertretung eine harte Nuß. Als Deckungsmittel hat man bekanntlich außer einer veränderten Zuckersteuer eine Erhöhung der Branntweinsteuer in Aussicht genommen. Seltsamerweise schaut die letztere noch das Tageslicht, während man wegen einer Reform der Zuckersteuer noch gar nicht einmal über die ersten Vorarbeiten hinaus sein soll. * Beim Oberlandesgerichte zu Köln ist eine auch weitere Kreise interessirende Rechtsfrage nunmehr zum endgültigen Austrag gekommen. Der Thatbestand ist nach der„Köln. Volksztg." folgender. Ein zur Gemeinde Cörrenzig gehöriger Knabe, im Besitze der zu seinem Fortkommen nöthigen Kenntnisse, wurde im Alter von dreizehn Jahren neun Monaten durch den dortigen Pfarrer und Localschulinspector aus der Schule entlassen. Indeß wurde die Entlassung des noch nicht vierzehn Jahre alten Schülers von Seiten des Bürgermeisters zu Cörrenzig als nicht geschehen betrachtet, das Entlassungszeugniß eingezogen und dadurch ein für den Knaben schon abgeschlossener Lehrcontract vereitelt. Das Amts= und Schöffengericht zu Erkelenz erklärte jedoch Entlassung gegenüber der Cabinetsordre vom 14. Mai 1825 wie in Hinsicht auf die Bestimmungen des Schulaufsichtsgesetzes für rechtsverbindlich. Diese Auffassung wurde durch Urtheil des königlichen Landgerichtes zu Aachen bestätigt. In Folge der daraufhin wegen der rechtswidrigen Schädigung der Existenz des Knaben gegen den Bürgermeister angestrengten Klage wurde dieser kostenfällig zum Ersatz des geforderten Schadens verurtheilt. Die hiergegen eingelegte Berufung ist durch die jetzt ergangene Entscheidung des Oberlandesgerichtes verworfen, und der Bürgermeister auch zur Tragung der Kosten der verschiedenen Instanzen verurtheilt worden. * In einer Versammlung des nationalliberalen Bezirks vereins Schwetzingen am Donnerstag hat der national liberale Abgeordnete für Mannheim. Diffene, interessante Enthüllungen über die Stellung der nationalliberalen Parter zur Tabaksteuerfrage gemacht. Er habe, so erzählte er, den Gedanken einer Erhöhung der Tabaksteuer in Berlin sehr staik vertreten gefunden. Und als in einer geschlossenen Fraktionssitzung der Nationalliberalen die einzelnen Steuerprojecte durchgenommen worden seien, da habe man neben dem Branntwein und dem Zucker den Tabak in erster Linie genannt. Da habe er(Herr Diffené vertritt einen Tabak bauenden Wahlkreis) seine Fractionsgenossen aufklären müssen, erst müsse der Zucker und Branntwein mit dem Tabak gleich hoch besteuert werden, dann dürfe man den Tabak wiederum höher besteuern. Herr Dffené theilte alsdann mit, daß die Frage der Erhöhung des Zolls auf den ausländischen Tabak in einer„freien Vereinigung“ von Reichstagsabgeordneten, zu der auch Scipio und Dr. Buhl gehörten, einer näheren Erörterung unterzogen worden sei Er habe dort verschiedene Formen der Contingentirung für den inländischen Tabakbau vorgeschlagen, um eine Ueberproduction zu verhindern im Fall einer Erhöhung des Tabakzols. Diese Contingentirung aber sei von der nationalliberalen Partei als mit ihren Grundsätzen und Rechtsanschauungen nicht vereinbar abgewiesen worden. Mit Rücksicht auf die obwaltende Stimmung rieth Herr Diffené den Tabakbauern, wenigstens für jetzt von einer Petition um Erhöhung des Tabakzolls an den Reichstag abzusehen, um die Aufmerksamkeit des Fiskus, der jetzt wie ein hungriger Wolf nach Sieuerobjecten suche, nicht auf den Tabak zu lenken und so vom Regen in die Traufe zu kommen. Er sei ja nicht gegen eine kleine Erhöhung des Tabakzolls, doch müsse das richtige Maß getroffen werden und hierzu sei der jetzige Augenblick wahrlich nicht anaernun— Herr Diffené als Vertreter eines Tabak bauenden Wahlkreises hat alle Ur'ache, sich gegen eine höhere Besteuerung des Tabaks im Allgemeinen zu wehren. Aus seiner Darstellung aber wird man entnehmen, daß auch hinsichtlich der Tabaksteuerfrage auf die National liberalen kein Verlaß mehr ist, wenn erst die neue Brannt weinsteuer und Zuckersteuer angenommen sein werden. * Es darf jetzt als feststehend angesehen werden, daß der Reichstaa in nächster Zeit mit Vorlagen für Elsaß=Lothringen befaßt werden wird, obschon in dem jetzigen Re gierungssystem eine grundlegende Veränderung nicht zu er warten ist; bezügliche Vorlagen sind indessen zur Zeit in der Vorbereitung begriffen. Es verlautet übrigens, daß der bis herige Unterstaatssectair in Elsaß=Lothringen, Herr v. Mayin nicht zu ferner Zeit eine anderweitige Verwendung im Reichs= oder Staatsdienst finden würde. *Die elsaß=lothringische Regierung will aus den Reichs landen einen zweiten Reichstagsabgeordneten, den Vertreter von Mülhausen, Herrn Lalance, ausweisen. Nach de „Metzer Zeitung" soll sich Herr Lalance sofort nach Schluß des Reichstages vor der Strafkammer zu Mülhausen wegen seines Wahlaufrufes verantworten; vom Ausgange der Unter suchung dürfte die Frage abhängen, ob ihm der Aufenthalt länger noch gestattet werden kann.— Nach der„Straßb Post" hat die Generaldirection der Reichseisenbahnen in Elsaß=Lothringen nicht nur verschiedenen Bahn ärzten gekündigt, welche in„franzosenfreundlichem" Sinne agitirt hatten, sondern auch die ihr unterstellten Verwaltungen angewiesen, diejenigen Lieferanten und Handwerker, welche bei den letzten Reichstagswahlen zu Gunsten der Protestcandi daten gewirkt haben, zu bezeichnen, damit denselben für die Folge keinerlei Lieferungen bezw. Arbeiten übertragen werden Auch erzählt man von verschiedenen eingeborenen Eisenbabn beamten, gegen welche jetzt auch unnachsichtlich eingeschritten werden soll. Frankreich. * Die„Post" schreibt: Ueber den Hokuspokus, welcher mit den Melinitbomben von Seiten der Franzosen getrieben wurde und lebhaft an die Geschichten erinnerte, mit denen man Kinder gruselig macht, haben wir schon vor Mo naten gespottet. Die Melinitbomben hatten nach unseren Be richten die bedenkliche Eigenschaft, der Bedienungsmannschaft gefährlicher zu werden, als einem etwaigen Feinde. Das „Journal de Belfort" bestätigt nunmehr unsere Ansicht, daß dieselben sich als durchaus unverwendbar erwiesen haben, so daß man die vorräthigen Melinitbomben wieder erstören mußte. Nach der„Deutschen Heeres=Zeitung berichtet nämlich dieses Blatt, daß sich die Militärbehörde von Belfort veranlaßt sah, am Nachmittag des 24. März die mit Melinit geladenen, älteren 22 Centimeter=Granaten zerstören zu lassen, da man chemische Veränderungen derselben und dann neue Unglücksfälle besorgte. Diese Bomben=Hinrichtung and auf freiem Felde vorwärts des Waldes von Pérouse tatt. Die Verurtheilten wurden am Abend vorher auf den lichtplatz gebracht, dort steckte man Jedem einen Draht in den Mund, gab ihm dann etwas Electricität zu schlucken und aus war's mit der ganzen Herrlichkeit.— Also die hat schon vor Monaten über die Milinitbomben gespottet! Wie war es denn aber vor den Wahlen zum Reichs tage? Hat da nicht die„Post" alle Notizen der officiösen Presse über den Ankauf von Aether, Pikrin 2c. zur Fabrika tion jener Bomben ernsthaft nachgedruckt, ohne ein Wort des Zweifels oder gar des Spottes zu äußern? Damals hat die „Post" mit dazu geholfen, die deutschen Wähler gruselig zu machen. Jetzt weiß sie nichts mehr davon. England. * Das am verflossenen Dienstag wieder zusammengetretene Unterhaus hat sofort die zwuite Lesung der irischen Zwangs vorlage wieder aufgenommen. Aus der vorgestrigen Debatte ist eine Rede des Colonien=Ministers Holland hervorzuheben, worin derselbe erklärte, daß die Regierung mit der Bill zu stehen oder zu fallen gedenke; sie glaube indeß, das Land sei mit ihr. Sollte jedoch die Emscheidung anders ausfallen, werde sie mit Freuden zurücktreten. Die Agitation für und gegen die Zvangs=Bill wirft mittlerweile immer höhere Wogen. Erzbischof Croke und die katholische Geistlichkeit seiner Diöcese haben einen Protest gegen die Vorlage unterzeichnet. Der protestantische Home-Rule Verein in Dublin hat in einem Meeting, bei welchem ein Brief Gladstone's zur Verlesung gelangte, in einer Resolution erklärt, daß keine Zwangsacte das irische Volk abhalten werde, weiter für Selbstregierung zu kämpfen. Endlich haben mehrere Liberale, dem Londoner Beispiele Gladstone's folgend, an die„North Eastern Daily Gazette" Schreiben gerichtet, um die Grubenarbeiter von Midd lesborough zu einer großartigen Kundgebung gegen die Bill zu veranlassen. Unter den öffenilichen Kundgebungen für die Vorlage ist Chamberlain's Rede in Air(Schottland) zu ver zeichnen. Der Führer der unionistischen Radicalen stellte sich darin gänzlich auf den Standpunkt der Tory Regierung, er klärte die Zwanas Bill für unumgänglich nothwendig, die Landvorlage für hochherzig und griff die mit den Parnelliten in dieser Frage verbündeten Gladstoneaner auf das heftigste an. Türkei und Nachbarstaaten. *Aus Konstantinopel wird der„Nat. Zig." geschrieben: Ob die vielbesprochene, mehrfach angekündigte Zirkulardepesche der Pforte, in welcher diese die Mächte zur Namhaftmachung eines Candidaten für den bulgarischen Thron aufzufordern beabsichtigte, vom Stapel gelassen werden wird oder nicht, kann im Grunde der politischen Welt ziemlich gleichgiltig sein, denn ein praktisches Resultat wäre wohl, wenn sich nicht Rußland etwa auch sonst zur endlichen Namhaftmachung eines Candidaten entschließt, von diesem Schritte nicht zu erwarten. Interessanter ist die Thatsache, daß seit zwei Wochen die Nachrichten über die Absendung oder Nichtabsendung dieses Rundschreibens täglich wechseln, woraus an und für sich schon ersichtlich ist, daß sich im Palais bezüglich dieser Angelegenheit ein förmlicher Kampf der Einflüsse entsponnen hat, so zwar, daß der Erledigung dieser Frage mit größerer Spannung entgegenge sehen wird, als die Sache, um die es zu thun ist, sonst rechtfertigen würde. Es handelt sich darum, ob der Einfluß des Herrn Melidow oder jener Sir William Whites im Palais Oberwasser behalten werde. Daß aber die Rivalität Englands und Rußlands betreffend die Beeinflussung der Pforte sich verschärft hat, hängt mit viel wichtigeren Dingen zusammen, als der Frage, ob die Pforte ein Rundschreiben vom Stapel lassen werde oder nicht. Man wird durch diese Rivalität daran erinnert, daß man den Zusammenhang zwischen der Orientangelegenheit und den englisch=russischen Streitfragen in Mittelasien keinen Augenblick außer Acht lassen dürfe, besonders mit Rücksicht auf die bezüglich Aegyptens zwischen England und der Pforte schwevenden Verhandlungen, die ja in letzter Lnie kein anderes Ziel haben, als die Sicherung des Weges nach Indien, wofur England der Verständigung mit der Pforte uver Aegypten bedarf. Gerade dies ist es aber, weshalb sich Rußland bemüßigt glaubt, einen Hochdruck auf die Pforte auszuüben, um diese von England abzuziehen. Bisher war Herr von Nelidow in dieser Richtung wenig glücklich, und es begreift sich, daß die Pforte, wenn sie gleich mit England noch nicht handelseinig geworden, in Erwägung zieht, daß, selbst wenn die zu erwerbende Freundschaft Nußlands so echtfarbig ware, wie sie dies in Wirklichkeit nicht ist und nicht sein wird, Rutzland jetzt ein ziemlich isolirter Staat ist, während England der italienisch=deutsch=österreichischen Allianz nahe steht und eine türksch-englische Verständigung für die Pforte möglicherweise die Brücke zum Anschlusse an die erwähnte Allianz bilden könnte. Der Kampf um die Absendung oder Nichtabsendung des erwähnten Rundschreibens ist also nur ein Spiegelbild der Verbältnisse. Aber wenn auch, was sehr wahrscheinlich ist, die Absendung des Rundschreibens unterbleiben sollte, so wird man hierin noch keineswegs ein Zeichen erblicken dürfen, daß der Einfluß Rußlands gesiegt und daß sich die Pforte diesem wieder in die Arme werfe. Provinzielle und vermischte Nachrichten * Bochum, 19. April. Z4 dem Festessen, welches zu Ehren des aus underer Mitte scheidenden Herrn Pfarrers Klagges Sonntag Nachmittag 4 Uhr im großen Saale der Gesellschaft„Verein“ veranstaltet worden war, hatten sich gegen 200 Herren aus allen Ständen eingefnden Dasselbe nahm einen in jeder Beziehung befriedigenden Verlauf und bewies auf's Neue, eine wie grotze Liebe und Verehrung Herr Pfarrer Klagges in Bochum genießt. Herr Pfarrer Kosters brachte den ersten Toast aus, der natürlich dem Gefeierten galt. In warmen, offenbar dem tiefsten Herzen entquillenden Worten schilderte Redner die großen Verdienste, die sich der neue Herr Pfarrer in zweiund zwanzigjähriger unermüdlicher Thätig keit um die katholische Gemeinde Bochum erworben. In beredter Weise that Herr Pfarrer Kösters dar, einen wie großen Verlust die katholische Gemeinde durch den Weggang des Herrn Klagges erleidet und wie schwer auch der hiesige Clerus durch den Verlust eines so geschätzten Confraters betroffen wird. Herr Pfarrer Klagges suchte in seiner bescheidenen Weise die auf ihn gehäuften Lobsprüche abzulehnen, indem er das Verdienst für das, was er etwa geleistet habe, den glänzenden Vorbildern, die er in Bochum vor Augen gehabt, insbesondete dem Herrn Dechant Ekel und dem Herrn Rector Cumpernatz zuschrieb Bei aller Vereyrung für die genannten Herren dürfte übrigens dieser Versuch als mißglückt bezeichnet werden. Herr Pastor Klagges muß die Verantwortung fur das, was er als Seelsorger geleistet, auf die eigenen Schultern nehmen; die Katholiken Bochum's nehmen hierfür keinerlei Stellvertreter an. Dies nebenbei! Herr Klagges schloß seine Rede mit einem von der Festversammlung begeistert aufgenommenen Hoch auf Papst und Kuser, den beiden hervorragendsten Männern der Erde. Herr Kampmann toastete auf den Herrn Bischof von Paderborn, Herr B. Laarmann auf die Eintracht in der katholischen Gemeinde. In späterer Stunde hielten die Herren Vicar Kaup und Gymnasial=Oberlehrer Balkenhol launige Anreden, welche stellenweise große Heiterkeit der Versammlung und nicht gerude ernstzemeinte Remonstrationen des Geierten hervorriefen. Ganz besondere Erwähnung verdien einige von Herrn Lehrer Täpper gedichtete Lieder, welche mit großer Begeisterung gesungen wurden. Gegen ½9 Uhr brachte der von Herrn Pfarrer Klagges gestiftete Marienchor seinem scheidenden Präses von einem Nebensaale aus ein Ständchen, wobei einige für die Gelegenheit glücklich ausgewählte Lieder unter der bewährten Leitung des Herrn Lehrers Meyer in excktester Weise zur Aufführung gelangten. Es mag noch beigefugt werden, daß die Küche des Herrn Schulte auch diesmal ihren guten Ruf vollauf bewährte und daß den vortrefflichen Weinen der Gesellschaft„Verein“ alle Ehre angethan wurde. Referent verließ mit den„solidere" Herren das Fest gegen /311 Uhr, da aber um diese Zeit der Saal noch sehr gefüllt war, darf mun annehmen, daß es noch ziemlich lange gedauert hat. Gestern Mittag 2 Urr 15 Mmn. fuhr Herr Rector Klagges, egleitet von vielen Herren geistlichen und weltlichen Standes, vom hiesigen Berg.=Märk. Bahnhofe nach Letmathe ab. Auf dem Bahnhofe hatte sich ine unabsehbare Menschenmenge eingefunden, welche dem scheidenden Seelorger noch eine stürmische Ovation brachte. r. In der Sitzung des Schiedsgerichts für die Sect. II der Knappschaftsberuf genossenschaft vom 15. April cr. kamen folgende Fälle zur Verhandlung. Ja der Berufungssache des Bergmanns Joh. Sitinghoff zu Rellinghausen wurde die Einholung weiterer Gutachten beschlossen. Die Berufungen der Bergleute Hrch. Steden zu Hordel, Hrch. Berenberg zu Aplerbeck, Hrch. Holthoff zu Altendorf wurden auf Grund der ärztlichen Atteste zurückzewisen. Dem Bergmann H. Kieffmann zu Wiemelausen, welchem vom 15. Jan. ab die Rente entzogen war, weil die vollständige E werbsfahlgkeit wieder eingetreten sei, wurde auf Grund eines neuen Attestes eine Rente von 50% zuerkannt. Der Bergm. Joh. Beine zu Huttrop, haite für die Monate Febr. und März von der Section keine Rente erhalten. Das Schiedsgericht bewilligte auf Grund eines euen Attestes für diese zwei Monate noch eine Rente von 33½%. Dem Bergm. Anton Frinken zu Rüttenscheid, welcher am 11. April v. J. auf der Ziche„Langenbrahm“ durch Abspringen eines Stahlstückchens das linke Auge verloren hatte, wurde für die Zeit der ärztlichen Behandlung statt ein Drittel Rente die volle Rente bewilligt. Die Ww. Höcker zu Beckrath erhielt die gesetzliche Rente von 20%. Für das übernommene Stiefkind war jedoch keine Rente festgesetzt. Die Ww. verlangte auch für dieses Knd Rente. Da j edoch das Unfallgesetz derartigen Kindern keine Rente gewährt, so mußte die Frau zurückgewiesen werden.— Bergm. Ludwig Striebeck verlor am 22. Jan. d. J. auf line" durch einen Unglücksfall seinen 16 Jahre alten Sohn und beanspruchte nun die Rente für Hinterbliebene mit der Behauptung, daß der jetzt noch vorhandene Sohn, welcher nur 1 M. 70 Pf. verdiene und er mit seinem Einkommen von monatlich 30 M. die aus 6 Köpfen bestehende Familie nicht ernähren könne. Nach eingehender Prüfung der Sachlage konnte das Schiedsgericht hier den Fall des„einzigen" Ernährers nicht anerkennen und erfolgte daher die Zurückweisung der Berufung. Die Ehefrau Rademacher zu Stuckeroth verlor am 13. Dez. auf der Zeche„Minister Stein" ihren ältesten Sohn und beanspruchte ebenfalls die Rente für Hinterbliebene unter der Begründung, daß der Getödtete ihr Haupternährer gewesen sei. Ihr Mann sei geisteskrank und bedürfte der Pflege, ihre Tochter sei krank und tiessinnig, ihr jetzt noch vorhandener Sohn sei ebenfalls kränklich und verdiene nur 2 M. wovon sie ihre Bedürfnisse nicht alle bestreiten könne. Das Schiedsgericht konnte auf Grund des vorhandenen Materials eine Rente nicht bewilligen und beschloß eine weitere Prüfung der ganzen Sachlasse.. 1 —r. In der Montagssitzung des Schiedsgerichts für die Sect. II der Knappschaftsberufsgenossenschaft mußten von 10 zur Verhandlung angesetzten Fällen 8 zurückgewiesen werden, in einem Falle wurde die Rente auf Antrag des Berufenden zuerkannt und in einer weiteren Sache die Einholung eines oberärztlichen Gutachtens beschlossen. Der Bergmann rch. Schüler zu Altenbochum welcher auf der Zeche„Friederike" eine rechtseitige Schulterverletzung erlitten, bezog eine Rente von 33½ pCt. Sch. verlangte eine solche von 75 pCt., da er früher 4 M. 22. Pig. verdient habe und jtzt nur als Wagenschmierer pro Schicht 1 M. 90 Pfg. erhalte. Es erfolgte Zurückweisung.— Der Bergm. Aug. Dzimbowskt zu ltenessen eilitt am 24. Sept. 1886 auf der Zeche„Kölner Bergwerksverein" eine Brustverletzung. D. verlangt von der 1. Wöche an ente, er mußte jedoch zurückgewiesen werden, weil nach ärztlichem Gutachten die jetzige Arbeitsunfähigkeit keine Folge der Verletzung sei. Der Bergm. Joh. Hemsteeg aus Schonebeck bezog aus Anlaß seines am Nov.mber 1885 auf der Zeche„Ver. Bonifacius" erlittenen Ober schenkelbruches eine Rente von 80 pCt. Erwerbsverminderung. H. volle Rente, da er ohne Stock noch nicht gehen könne, auch sein Leiden schlicht geheilt sei. Es erfolgte ebenfalls Zurückweisung.— Domin. Geriak aus Bochum, welcher am 3. Im. v. J. au“ b „Prinz von Preußen“ eine Brustquetschung erlitten, beantragte der Entziehung der Rente an eine weitere Rente. Er wurde der ärztlichen Gutachten zurückgewiesen. Ebenso der Bergm auf Grund Wilh. Ho ( gräbe aus Niederst auf der Zeche„Baar Rente von 00 pCt. er Berufungssache de Einholung eines ober Johonn Krämer aus Sellerbeck“ einen Bri von der Section festge 20. Jan zuerkannt.— gesetzliche Rente, validengelde von habe den ganzen Verdi Das Schiedsgericht ko= Fall des„einzigen weisung der Berufung hausen verlor am Sohn und beantragte aus der Knappschaft1 nur hin, um Steuern, folgte Zurückweisung 1— Aus dem 7. ländischen Frauenverei Bestand aus dem Vor an Ausgaben M. 311 mit einem Bestande v der oben angeführten einer Aufführung un die Stadt Bochum e Zweigverein, welcher haltung einer Kinderb wünschen wir das be m— Bei der an bei Wirth Imberg st= Arbeitervereine, Wori= in diesem Jahre das hier in Bochum zu da der Bochumer Ve= Mutterverein betracht + Weitmar, hier 91 Kinder die er Zuge aus der Schule woselbst kurz darauf mein Taufbund imme zum Herzen gehende Thräne zerdrückte un zurückdachte.— Bei daß unser Herr Pfar Priester das mühevol hoffen, daß demselber Herne. em neuen Luftschach tein der Steiger S sachthauer eine sol Wattensch Gertrudis=Pfarrkirche Nädchen, das erhebe Neckendor kam der Sohn des Z dem Wirth Brückma Kutschwagen des Dr. * Dahlhauf Bahnwärter Steller einem ca. 50 Meter Wärterbude geschleud werthe wurde sofort Hoffnung auf Erhalt t. Dortmund latholischen Gemeind 1 Castrop, verwalter Herrn Ca= des Herrn gefül selbst, dem nun auch Camen zugegangen 2. Mai cr. antreten. K Bruch, 1 Vereinslocale beim! ab. Außer der gew dem am künftigen 6 Herrn Funke stattfin Nachmittag spielte si schwere Folgen habaus Düsseldorf war und ging mit seinen ihm sein kleines, un Chaussee kam eine das Kind jedoch nich niedergerannt, wodu welche der hinzugezo ist es aber ein unvKind zu überfahren. ein Haidebrand, wo es zuletzt sich in der desselben ist bis jetz t Aus West storpff'sche Gemaldbesuchten Bad ortes öffentlich versteigert alten niederländische wird in nächster Ze den Kosten von 38 heigetragen.— Tit Mangel an Theilna Gemeinde=Feuerweh Bürger nach der w 15 d. M. feierte d beschäftigte Schriftse genannter Buchdruch ises Jubiläu serneren Lebensweg in den betheiligten neuerdings in vielen welche durch Jahres Fonds zur Deckung weg einer ansehnlich gemeldet, daß in der dem Lippe'schen mit wurden, welche dem sanal verwandt w Mittwoch mit der? ener Frau aus Ki. gefunden und durd welche sich als Verl nd mit tiefem Da lohn verzichtete, da J1 Langend Stickhuster yeiten begleitet.— er eines Reisen Koffer wurde am von dem werthvoll *(Ueber Pettenkofer mussen. Wenn wi sobalo wir in ein deutende Verdunstu Wolle durchnäßt he seiner Verdunstung Sieden erhitzen ode zültig manche Men sich sträuben, wenn zalte entsprechenden Menge Eis verwen wenn sie e nenhang zwischen chen Streitfragen cht lassen dürfe, ptens idlungen, die ja 5 die Sicherung r Verständigung ade dies ist es einen Hochdruck land abzuziehen. Richtung wenig wenn sie gleich a, in Erwägung eundschaft Ruß= klichkeit nicht ist isolirter Staat österreichischen Verständigung m Anschlusse an npf um die AbRundschreibens se. Aber wenn ung des Rundrinnoch keines= influ Rußlands er in die Arme ichten. ches zu Ehren des es Sonntag Nacherein" veranstaltet änden eingefnden. Zerlauf und bewies Pfarrer Klagges in 1ersten Toast aus, nbar dem tiefsten ßen Verdienste, die ermüdlicher Thätig Jn beredter Weise lust die katholische det und wie schwer chätzten Confraters seiner bescheidenen em er das Verdienst orbildern, die er in chant Ekel und dem für die genannten bezeichnet werden. was er als Seel= atholiken Bochum's Herr Klagges schloß ifgenommenen Hoch an der Erde. Herr aderborn, Herr B. einde. In späterer nnasial=Oberlehrer große Heiterkeit der trationen des Ge= rdien einige von roßer Begeisterung in Pfarrer Klagges einem Nebensaale ücklich ausgewählte eyer in ex cktester gt werden, daß die vollauf bewährte Verein" alle Ehre ren das Fest gegen r gefüllt war, darf t. Rector Klagges, ndes, vom hiesigen ahnhofe hatte sich in scheidenden Seel= Sect. II der Knappde Fälle zur Versoy. Sitinghoff zu 1 beschlossen. Die Hrch. Berenberg zu rund der ärztlichen nn zu Wiemelogen war, weil die wurde auf Grund Der Bergm. Joh. irz von der Section auf Grund eines on 33½%. Dem am 11. April v. nes Stahlstückchens ärztlichen Behand= Die Ww. Höcker r das übernommene Bw. verlangte auch derartigen Kindern werden.— Der fder Zeche„Caro= n und beanspruchte ing, daß der jetzt erdiene und er mit Köpfen bestehende fung der Sachlage gen" Ernährers der Berufung.— 3. Dez. auf der uchte ebenfalls die der Getödtete ihr und bedürfte der noch vorhandener povon sie ihre Bekonnte auf Grund und beschloß eine s für die Sect. II Verhandlung anwurde die Rente veiteren Sache die Der Bergmann „Friederike" eine von 33½ pCt. M. 22. Pfg. vercht 1 M. 90 Pfg. ig. Dzimbowski za che„Kölner Bergder 1. Woche an h ärztlichem Gut= rletzung sei. Der Anlaß seines am erlittenen Ober= ung. H. verlangte auch sein Leiden 1.— Der Bergm. J. auf der Zeche itragte vom Tage vurde auf Grund ergm Wilh. Ho 16 aus Riederstüter, welcher aus Anlaß seiner am 3. Dn 1835 auf der Zeche„Baaker Mulde" erlittenen Berbrennung des Gesichts eine Ante von 50 pCt. erhielt und statt deren ganze Rente beantragte.— J: der Berufungssache des Bergm. Wilh. Voß zu Braubauerschaft wurde die Emholung eines oberärzllichen Gutachtens beschlossen.— Der Bergmann Johonn Krämer aus Fulerum, welcher am 20. August auf der 3 llerbeck“ einen Bruch des rechten Ellenbogens erlitten. erhielt statt der von der Section festgesetzten Rente von 25 pCt. die volle Rente 5is zum 20. Jan zuerkannt.— Der Vater des am 20. December auf der Eintracht Tiesbau“ verunglückten Hermann Dätermann beanspruchte die assetzliche Rente, da er in sehr hohem Alter stände und außer seinem Jn palidengelde von 210 M. jährlich weiter kein Enkommen habe. Sein Soyn dabe den ganzen Verdienst abgegeben und sei somt Haupternährer gewesen Daa Schiedsgericht konnte nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß hier der Fall des einzigen“ Ernährers vorliege und folgte somit die Zurück weisung der Berufung.— Der Bergm. August Lübling zu Holsterhausen verlor am 11. Aug. v. J auf der Zche„Shamrock" seinen Sohn und beantragte die Rente für Ascendenten. Er selbst beziehe nur aus der Knappschaft monatlich 54 M. und reichten die anderen Einkügfte nur hin, um Steuern, Zinsen u. s. w. decken zu kömnen. Auch hier erfolgte Zurückweisung, da der Fall der„einzigen" Ernährers nicht vorlag Aus dem Rechnungsbericht des hiesigen Zweizvereins vom„Vater= ländischen Frauenverein" pro 1986 heben wir hervor, daß derselbe an 1 Bestand aus dem Vorjahre M. 1593 71 Pf., an Einnahmen M. 4299,70 Pf an Ausgaben M. 3114,26 Pf. aufweist, und demnach am 31. Dec. 1006 mit einem Bestande von M. 2779,15 Pf. abschließt. Der großte Theil der oben angeführten Einnahme war mit M. 2174,51 Pf. aus dem Ertrage einer Aufführung und des Weihnachtsbazars hervorg gangen; ferner hat die Stadt Bochum einen Zuschuß von M. 900 geleistet. Dem hirsigen Zweigverein, welcher durch directe Unterstützungen verschiedener Art, Unter= haltung einer Kinderbewahranstalt und einer Nähschule sehr segensreich wirkt, wünschen wir das beste fernere Gedeihen. m— Bei der am Sonntag den 17. d. M. im hiesigen Vereinslocale bei Wirth Imberg stattgefundenen Präses=Conserenz der christlich-socialen Arbeitervereine, worin 14 Vereine vertreten waren, wurde u. A. beschlossen, in diesem Jahre das erste Verbandsfest und zwar am 2 8. August d. I hier in Bochum zu feiern. Die Wahl fiel aus dem Grunde auf Bochum, da der Bochumer Verein zuerst gegründet worden und daher gleichsam als Mutterverein betrachtet wird. + Weitmar, 17. April. Heute, am weißen Sonntage, empfingen hier 91 Kinder die erste hl. Communion. Dieselben wurden in feierlichem Zuge aus der Schule abgeholt und in die festlich geschmückte Kirche geleitet, woselbst kurz darauf aus den jugendlichen Kehlen helltönend:„Fest soll mein Taufbund immer steh'n“ erscholl. Herr Pfarrer Strunk hielt eine zum Herzen gehende Ansprache, wobei mancher gereifte Mann eine stille Thräne zerdrückte und an diesen Tag als den glücklichsten seines Lebens zurückdachte.— Bei dieser Gelegenheit wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß unser Herr Pfarrer Strunk beinahe fünfundzwanzig Jahre als einziger Priester das mühevolle Amt in unserer Gemeinde versieht und wollen wir hoffen, daß demselben bald eine jüngere Stütze beigegeben werde. Herne, 16. April. Gestern Mittag gegen 12 Uhr erlitten auf m neuen Luftschacht der Zeche„Barrillon“ durch einen niederstürzenden tem der Steiger S. eine erhebliche Verletzung der linken Seite und ein achthauer eine solche des Schienbeins. Wattenscheid. 17. April. Heute feierten in der hiesigen„St. Gertrudis=Pfarrkirche“ 368 Kinder und zwar gerade 184 Knab.n und 184 Nädchen, das erhebende Fest ihrer ersten hl. Communion. Neckendorf, 17. April. Gestern Nachmittag gegen 5½ Uhr kam der Sohn des Zinngießers Z. von hier, auf der Bochumerstraße zwischen dem Wirth Brückmann und dem Bäckermeister Westermann, unter den Kutschwagen des Dr. Lindemann aus Gelsenkirchen. * Dahlhausen, 17. April. Gestern Abend 7 Uhr wurden dem Bahnwärter Steller hierselbst durch einen schweren Stein, welcher aus einem ca. 50 Meter entfernten Steinbruch bei einem Sprengschuß in die Wärterbude geschleudert wurde, beide Beine zerschmettert. Der Bedauernswerthe wurde sofort in das St. Josephs=Hospital geschaff: und soll wenig Hoffnung auf Erhaltung des Lebens vorhanden sein. t. Dortmund, 17. April. Heute empfingen 757 Kinder unserer katholischen Gemeinde die erste hl. Communion. X Castrop, 17. April. Heute wurten hierselbst durch undern Pfarrverwalter Herrn Caplan Keveloh 162 Kinder zum ersten ale zum Tische des Herrn geführt.— Der hochwürdige Herr Vicar Ziegeweidt hierselbst, dem nun auch die bischöfliche Berufung zum Pfarrer der Gemeinde Camen zugegangen ist, wird voraussichtlich sein neues Hirtenamt am 2. Mai cr. antreten. KBruch, 18. April. Der hiesige Turnverein hielt gestern im Vereinslocale beim Wirth Schlüter seine monatliche General=Versammlung ab. Außer der gewöhnlichen Tagesordnung wurde noch beschlossen, sich an dem am künftigen Sonntag, d. 23. dss., in Herne im Locale des Wirths Herrn Funke stattfindenden Gau=Vorturnerfest zu betheiligen.— Gestern Nachmittag spielte sich hier auf der Chaussee eine Scin ab, die leicht schwere Folgen haben konnte. Ein Wachtmeister vom 5. Ulanen=Regiment aus Düsseldorf war mit seiner Familie hier bei Verwandten auf Besuch und ging mit seinem Schwager in eine naheliegende Wirthschaft, wohin ihm sein kleines, ungefähr 4 bis 5 Juore altes Söhnchen folgte. Auf der Chaussee kam eine Kutsche aus Herne herangejagt, glücklicherweise kam das Kind jedoch nicht unter die Räder, sondern wurde von einem Pferde niedergerannt, wodurch dasselbe eine Wunde über einem Auge davontrug, welche der hinzugezogene Arzt nicht für lebensgefährlich erklärte; immerhin ist es aber ein unverzeihlicher Leichtsinn, auf einer so breiten Straße ein Kind zu überfahren.— Gestern gegen Mittag entstand auf der Hillerhaidein Haidebrand, wodurch eine große Fläche vom Feuer verzehrt wurde, bis es zuletzt sich in den Sümpfen von selber loschte. Ueber die Entstehung desselben ist bis jetzt nichts bekannt. „ t Aus Westfalen, 18. April. Die bekannte Gräflich von Sierporpff'sche Gemäldegallerie, bisher eine Hauptsehenswürdigkeit des vielbesuchten Bad ortes Dribura, wrd am 19. und 20. d. M. zu Berlin öffentlich versteigert. Die Sammlung besteht aus 157, größtentheils von allen niederländischen Meistern herrührenden Gemälden.— In Ochtrup wird in nächster Zeit ein stattliches Kriegerdenkmal errichtet und haben zu den Kosten von 3800 M. die dortige Firma Gebrüder Laurenz 2000 M. delgetragen.— Die Freiwillige Feuerwehr in Dülmen löst sich wegen Mangel an Theilnahme auf und wird der Magistrat an deren Stelle eine Semeinde=Feuerwehr einrichten, in welche einzutreten jeder arbeitsfähige Durger nach der westfälischen Feuerpolizeiordnung verpflichtet ist.— Am 193. M. feierte der in der Coppenrath'schen Buchdruckerei in Münster beschäftigte Schriftsetzer J. Erdtmann, welcher am 15. Aprl 1837 in genannter Buchdruckerei in die Lehre trat, in aller Stille sein 50jä ... Juoiläum. Die besten Wünsche begleiten ihn auf seinem en Lebenswege.— Das Interesse für den Dortmund=Ems-Canal ist den betheiligten Kreisen und Gemeinden äußerst rege und bilden sich neerdings in vielen von der geplanten Linie berührten Orten Localvereine, welche durch Jahresbeiträge von 2—3 Mark für jedes Mitglied einen ersten gonds zur Deckung der Grunderwerbskosten schaffen wollen und sich durchweg einer ansehnlichen Mitgliederzahl erfreuen.— Von Herford wird gemeldet, daß in der vorigen Woche von der dortigen Station 927 Ziezler aus em Sppe'schen mit einem Extrazuge in das Hamburger Gebet befördert urden, welche dem Vernehmen nach für die Vorarbeiten zum Noro=Ostseenal verwandt werden sollen.— In Werl wurde am vergangenen doch mit der Rohriegung für die Wasserleitung begonnen.— Von det. grau aus Kirchhörde wurde kürzlich ein Portemonnaie mit 40 M. welche und durch die Polizelbehörde bald nachher einer Bergmannefrau, und m als Verliererin meldete, übergeben. Letztere nahm freud strahlend lohnit tiefem Dant= gegen die ebrliche Finderin, welche auf den Finderverzichtete, das Vermißte, den Arbeitslohn ihres Mannes, in Empfang. der hungenoreerholz tritt seit einiger Zeit unter den Kindern heien Stlahusten in heftigem Grade auf, vielfach von anderen Krank Koter deglener.— In Wattenscheid wurde in voriger Woche der Letzte Vallen urd Telegratawe. *München 18 orn. Der Jastizminister v. Fänstle ist an einem Herzschlage gestorben. Er gehörte dem Cabinet Lutz seit 21. August 1871 an. Die deutsche Geschichte vor allem seine Verdierste um den Anschinß Bayerns an die leitsjustizgesetz zebung anzuerkennen, an deren Ausarbeitung er hervorragend betheiligt war. *Wien, 18. April. Nach bestimmten Meldungen diplomanscher Kreise über die Wiederbesetzung des päpstliche. Staatssecretariats ist bisber keinerlei Entscheidung getroffen, auch noch kein Angebot gemacht worden. Der Papst durfte die Entscherdung bis zum nächsten Consistorium, Mitte Mai, vertagen, wo Vannutelli und Rampolla, zwischen denen das Gerücht die Entschlietzung des Papites schwanten latzt, n Rom ihre Cardinalshüte empfangen. Ebenso unbestimmt ist die Entsendung Mocennis nach Wien. Allerdings ist Mo cenni hier persona grata und dank seinem 13jährigen Auf enthalt auch der deutschen Sprache mächtig Die Erfolge haben sie gegen alle Anfeindungen geschützt. Werrer a. d. Ruhr. Ew. Wohlgeboren! In der Erw derung Ihres Geehrten theile ich Ihnen ergebenn mit, daß meine Frau Apotheker N. Brandt's Schweizerpillen angewendet hat gegen Magenleiden(Druck in der Gegend des Magens, nach jeder Mahlzeit). Nich verhältnißmäßig kurzem Gebrauch von Schweizerpillen teat Linderung der Schmerzen ein und fühlt sich meine Frau jetzt Gott sei Duank ganz wohl. Auch bei mi selbst ist die Wirkung eine sehr vortheilhafte daturch, daß die Schreizervillen den Appetit reisen und Stuhlgang in höchst gelinder Weise regern. Nach meinen Erfahrungen kinn ich R. Brandt's Schweizerp Un durchaus zum Gebrauche empfehlen. Hochachtungeroll A. Prollius. Apotheker N Brandt's Schweizerp llen sind Schachtel M. 1 in den Apotheken erhälllic, doch achte man auf das weiße Kreuz in rohem Grunde mit dem Namenszug N. Brandts. Schwedische 10 Thaler=Loose von 1860. Die nächste Ziehung findet am 1. Mai statt. Gegen den Coursverlust von ca. 25 Mark pro Stück bei der Ausloosung übernimmt das Bankhaus Carl Neuburger, Berlin, Französische Straße 13, die Versicherung für eine Pramie von 2 Mark pro Stück II Geffentlicher Hank! Für die vielen, mich tief ehrenden Beweise der Anhänglichkeit, welche mir gelegentlich meiner Berufung auf die Pfarrstelle von Letmathe zu Theil geworden sind, spreche ich an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank aus. Zugleich sage ich den zahlreichen mir befreundeten Familien, welchen ich, durch die Ordnung meiner Angelegen heiten zu sehr in Anspruch genommen, einen Abschiedsbesuch nicht machen konnte, auf diesem Wege herzliches Lebewohl, indem ich zugleich bitte, mir ein freundliches Andenken zu bewahren und meiner im Gebete zu gedenken. Bochum, 18. April 1887. 2299 W. Klagges, Pfarrer. Photographien des Herrn e.e eines Reisenden aus dem Hausflur des Hotels gestohlen. Der leere sser wurde am andera Morgen von Arbeitern auf dem Felde gefunden, n dem werthvollen Inhalt und den Dieben hat man jedoch keine Spur cueber die Wirkung nasser Füße) hat Prosessor Dr tenkoser Betrachtungen angestellt, die zur größten Vorsicht mahnen mussen. Wenn wir uns im Freien nasse Füße zugezogen haben, so begimt, sobald wir in ein warmes Zimmer mit trock ner Laft kommen, eine bedeutende Verdunstung. Wenn man an der Fußbelleidung nur drei Loty olle durchnäßt hat, so erfordert das Wasser darin so vul Wärme zu seiner Verdunstung, daß mon damit ½ Pfund Wasser vom Null=Grad zum Sieden erhitzen oder mehr als ½ Pfund Eis schmelzen könnte. So gleichzultig manche Menschen gegen durchnäßte Füße sind, so sehr würden sie seral ben, wenn man ihre Füße zum Erhitzen einer der Verdunstun,ssalte entsprechenden Menge Wasser oder zum Schmelzen einer entsprechenden verwenden wollte, und doch thun sie im Grunde ganz das lche, wenn sie ein Wechseln der Fußbekleidung verschmähen Heute Nachmittag ½3 Uhr verschied in Folge eines Schlaganfalles, wohlversehen mit den hl. Sterbesacramenten, der hochwürdige Herr Pfarrer Hachmann, Präses unseres Vereins. Der Verstorben= hegte stets ein warmes und opfer reudiges Interesse für die Pflege des kirchlichen Gesanges. Wir widmen daher allen Cäclianern diese Trauernachricht und bitten dieselben, sowie die hochwürdige Geistlichkeit, der Seele des Dahingeschiedenen im Gebete zu gedenken. Eickel, den 17. April 1837. Der Cacilien=Verein. sind zu haben bei 2240 Jos. Te Niersen, Bahnhofstraße 34a, und Küster Disselmeyer, Marienftraß2. wird gewarnt Wattenscheid. Enpfehle: Katholische Gesang= u. Gebetdücher, Geschäftsdücher, alle Sorten Schulbücher, Gratulationskarten, reich verzierte Briefvogen, Visitenkarten, Todtenzettel mit und ohne Bilder, Trauervriefbogen u. Couverts, Photographie=Albums, Schreib=Albums, Schreibmappen, Schreibzeuge, sowie Kurz=. Galanterie= u. Kinder=SpielWaaren rc. rc. 1172 Friedrich Ahlemeier, Buchbandlung und Buchbinderei, Südstr. 3.2 gegenüber der katholischen Kirche. Im Namen des Königs! In der Strafsache gegen den Unternehmer Johann Wagener hier wegen Beleidigung hat das Königliche Schöffengericht zu Bochum in der Sitzung vom 4 März, 1887, an welcher Theil genommen haben: 1. Amtsrichter Freye als Vorsitzender, 2. Ingenicur Wasum, 3. Kaufmann Tegeler als Schö en, Gerichts=Assessor Kehl als Beamter der Staatsarwaltschaft, Baberich, els Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Angeklagte, Unternebmer Johann Wagener hier, gevoren am 21. December 1851 zu Bochum, Landgerichtsbezirk Essen, katholisch, ist der öffentlichen Beleidigung, Vergehen gegen §§ 185 200 St.=G.=B., schuldig und wird deshalb mit einer Geldstrafe von dreißia Mark, im Unvermögensfall mit sechs Tagen G fängniß bestraft. Dem Beleidigten, Polizeisergeanten Waterkamp. wird zugleich das Recht zugesprochen, den entscheidenden Theil dieses Urtheils binnen vier Wochen nach mitgetheilter Rechtskraft desselben, nach seiner Wahl entweder im„Märkischen Sprecher“ oder in der„Westfälischen Volkszeitung“ auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen und zwar einmal. Die Kosten fallen dem Angeschuldigten zur Last. Die Rchtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urtheils beschenigt. Bochum, den 25. März 1887. (L. 8) Amtsgerichts=Secretär. An den Polizei=Sergeanten Herrn Waterkamp zu Grumme. Damen= und KinderSchürzen, Kinder=Kleidchen, Rüschen u. Bördchen empfehlen stets in größter Aus= wahl zu außergewöhnlich billigen Preisen 873 J.& F. Biergans,? Bochum, Kortumstraße 20, 0 Bekanntmachung. Die Gemeinde Wiemelhausen Armenhanses beabsichtigt zum Bau eines passendes Grundstück von etwa 2 Morgen anzukaufen Offerten werden bis zum 30. d. M. in Amtsbureau, Allcestraße 40 hierselbst entgegengenommen. Bochum, den 15. April 1887. 2287 Der Ehren=Amtmann Schragmüller. Jedes Toos nur 1 Marll. Erlle Schneidemühler Pferdemarkt- Lotterie Genehmigt f. d. ganze preuß. Monarchie. Ziehung am 3. Mai 1897. 1. Hauptgewinn: 1 eorpl. Equipage nit 4 Pserden von 10,000 M. ferner G.winne: 4000, 3000, 1500 M. 2c. 1824 Gewinne: W. v. 50500 M. Loos 1 M., 11 Lcoe 10 N. Mark. 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Mittwoch Abend 9½ Uhr: Versammlung Vincenz=Verein. Marien=Conferenz. Mittwoch Abend 9½ Uhr: Versammlung. Bekanntmachung. Die Militair=Anwärter 1. Heinrich Wiechmann, 2. August Müller, 3. Anton Karsch, 4. Friedrich Jaeger sind von uns als Polizeisergeanten angenommen und vereidigt worden. Bochum, den 16. April 1887. Der Magistrat: 2286 Bollmann. 1 Pfd. reinschm. geb. Java=Kaffee ohne Bruch, Ballenweise 1 Mk. pr. Pfd. empfiehlt Herm. Kaiser, 1902 Bongardstraße 24. Consum in la. Naturbutter, Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Rathschlusse ist am gestrigen Tage unser geliebter hochw. Herr Pfarrer Johannes Hachmann allen Sorten Käse, Fleischwaaren rc. Alles in bester Qualität und äußerst billig. Schreibhefte. 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Pfarre Eickel unter seiner rastlosen Thätigkeit und Leitung ist grösstentheils sein Werk; für sie lebte er, liit und starb er; daher ist die grosse und allseitige Trauer in der Gemeinde eine wohlberechtigte. Indem wir schmerzerfüllt diese Traueranzeige machen, bitten wir, der lieben Seele unseres unvergesslichen Pfarrers im Gebste zu gedenken. Eickel, d. 18. April 1887. Der Kirchenvorstand und die kirchl. Gemeindevertretung. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, den 21. d. Mts., nach Beendigung des, um ½10 Uhr Requiems. beginnenden 2288 Herzlichen in Dank Allen, welche zum Bau eines Kirchleins in Herbede einen Beitrag einzusenden die Güte hatten Ich muß aber noch um weitere milde Gaben inständigst bitten. Joh. Wächter, Missionspriester Wilh. Mummelthey, Bochum, empfiehlt sein großes Lager in Gesang= und Gebeträcheru und garantirt für doppelle Haltbarkeit der sogenannten Fabrikbande, weil nur Voll=, nicht Spaltleder gebraucht und sämmtliche Bücher mit verzinntem Stahldraht geheftet werden Für Dem katholischen Publikum werden folgende vorzügliche Gebetbücher aus dem Verlage von A. Riffarth in M. Gladbach empfohlen: a) Für Kinder: Katholischer Gottesbieust, Blüthen der Andacht, Schutzengel, Kind Mariä, Greis dem Allerhöchsten, Gott ist die Liebe, Die betende Anschumd, Wachet und betet. So sollet Jhr — sone Ihr beien, Blüthen a. b. Paradtess der Kleche, Gebeie der heiligen, Vergißmeinnicht, Geheiligter Lag. Sterne n. Blumen, reliöser Gedichte v. Z. Tr bige Bücher sind in allen Handlungen, welche Gebetbücher führen, in den verschiedensten Einbänden zu haben. Sammlung) Maria von der immerwähren. Traberi, Maria, mein Gnadenstera(Wall(Piarrer.§ fahrtsbuch), Die ewige Anbetung, von Pros. Dr.) Eucharistische Liebesblumen, Ammelötöne,(Kaulen.) Muttergottesrosen. Gtern der Gnabe, d) Speiell für Herren: Genskörnlein, l. altdent. Ausstattung.) Kern aller Gebete, in niebl. Tome à Kompio, übersetzt v. Paterl Kleinstes Vergißmeinnicht. Fermat, daslacher. Ewige Anbetung(Verl=Ausgabe). Passionsbüchlein von Pater hab=) g) Mit grober Schrift: liarsgeheimniß, flacher,( Her herr ist mein Schild und Licht Gelobt sei Jesus Christus.(mittelgr. Schrift), e) Speciell für Frauen: heiliges herr *.*. Ebenso ist das in Breslau von Nr. Windthorst allen frauen und Mädchen warm empfohlene, im Verlage von A. Riffarth erschienene„Häusliche Gluckein mr Eine Mark in allen Buhhandlungen zu ur1a n. Risfarth zu verlangen. Verehrliche Käufer werden gebeten, nur die Ausgaben von 257 Größtes Lager in trockenen Eichen=, Eschen=, Nußbaum=, Aborn=, Birnbaum=, Kirschaum= und Buchen=Bohlen und Brettern in allen Stärken und zu den billigsten Preisen in der Holzhandlung von 5374 A. 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Mog, S. des Buchbinders Max Engelmann, Unt. Spitzberg 3. Anna, T. des Fabrikers Simon Becker, Avolfstr. 42 Hermine, T. des Bäckermeisters Jos Bodenhausen, Dorstenerstr. 88. Do rothea, T. des Schlossers Heinric Schlabach, Grabenstr. 57. Ernestine T. des Stations=Ass stenten Hermann Kemper, Querstr. 1. Aufgebote. Fahriker Jos Korcl mann u. Miria Schrick, be de Bochun Fabriker Joh. Mann und Mar Schraub beide Bochum. Sterbefalle. Wilhelm, 7 J. alt S. des Fabr. Ernk Vaupel, Molil. markt 19. Wwe. Elisabeth geb. Diste, 55 J. 10 M. alt, Grand kuhle 21. Steiger Diedrich Mestei 59 J 5 M. alt, Alleesir. 108. Fer dinand, 4 J. alt, S. des Bergmanns Kaßtroperstr. Aaue Ainera Ehrwürdiger 8 Aus Deinem erkannt, daß Dir der Stand der kat am Herzen liegt. an; denn dieser so entspricht der hältnissen, unter w Wir hinwiederum Dir auf die Frag Antwort ertheilen, Apostolische Stuhl katholischen Angel Gesetz=Entwurf de Cardinäle der hl. Schon seit de Wir viel und ern beschlossen, wie die alles zu versuchen die friedliche Ruh verschaffen. Diese Ausdruck gebracht Kaiser, und an de Schreiben an D Erzbisthum. Deshalb began langwierigen Sor fassen, als Wir d der Katholiken en besserung einer D. der Weg zur Be weiterhin folgte, mehren als zu sch zum Theil bemüh und wenn auch n liken zu erreichen festgestellt, wodur ein, wie bedeutun des Römischen P in den vielfachen Apostolische Stul Bischöfen und d wonach Wir mit seitigung der lang mehrerer Diöceser großer bischöfliche Gewal der Ausübung d Schon seit einem eröffnet, und dem Osnabrück einge 2) Die Si Orig Oben befand si Gang entlang lief; zu einer dunkel gef den ersten Druck d Der Commissa lich großen, langen weil die kleinen, 1 waren. Er schritt, plötzlich mit einem „Na, was gibt „Schauen Sie Stimme. „Großer Gott Beide Herren Kattun überzogenes grauem struppigen zusammengekrümmt schienen wild und Schlage sich auszus denen Lappen gefli= starrte. 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