Volks=Zeitung Ausgabe für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 63. Jahrgang Bochumer Volkszeitung Fortes in fide! Ronatsdezugsor. einschl. Zustellgedudr f. Ausgade A RM 2.15.VITTAP RSedafsstellen: Bochum. Mühlenstraßze 12.14. Hernruf 947 40. für Ausgade B u. OKM 2.—. Die Behinderung der LeesennoIA BRZAcheckono Dortmund 6146; Hattinge rechtfertigt keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugspreises. Fernruf 2095, Anzeigenpreise: Gesamtauflage 6 Plg, Ausgabe A 6 Pfa., Aus= verhunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Steele=Hattingen und Wattenschein ener wtr. 4. Fernr. 582 50, posswraronso Torim gabe B 3½ Pfg., Ausgabe O 8 Pfg., Textanzeigen: Ausgabe A Waltenscheld. Freiheitstr. 15 Fern 1876, P 40 Pig., Ausgaben B u. O 25 Pfg. se mm. Gültig: Preteliste 4. Geschäftsltelle und Redaktion: Bochum. Mlühlenstraße 12-14/ Fernruf 64746-64748 reuc und Verlag: Märkische Vereinsdruckerel Noch Bochumer Stadtanzeiger Nr. 302 Mon ag, den 31. Dezember(Silvester) 1934 Mit Gott ins neue Jahr 1935! Im Namen des Herrn Gedanken zum Jahreswechsel von J. M. Hasler. Im Strome der Ewigkeit ist das alte Jahr dahingeschwunden. Unwiederruflich! Mit allem. was es uns bereitet hatte an Freud und Leid, an Glück und Mißgeschick, an Liebe und Haß an Hoffnung und Enttäuschung! Mit gemischten Gefühlen, welche das Herz schwer machen und langen Blicken schauen wir ihm nach. Manch liebe und manche wehe Erinnerung an das eine oder andere frohe oder trübe Ereignis, das im bunten Wechsel des Jahresablaufs an die Seele griff. taucht wie aus einem Nebelschleier vor dem sinnenden Auge auf und grüßt und winkt herüber zu einem letzten, Abschied nehmenden Lebewohl. Erinnern schweift zurück und zieht eine Bilanz, und ov wir wollen oder nicht: der letzte Tag des Jahres präsentiert uns die Rechnung mit Sol und Haben über einen Abschnitt unseres Lebens, der mit dem alten Jahre dahingegangen ist. Aber nicht, um auf Nimmerwiedersehen gleich falls zu verschwinden im Strome der Zeiten, denn was wir aus dem Jahre gemacht haben für uns das bleibt für die Ewigkeit! Jeder Jahresabschluß bringt uns einen Schritt dieser Ewigkeit näher! Für manchen mag dieser Schritt nur ein kleiner, kaum wahrnehmbarer sein, für manchen, vielleicht sogar für viele, die meisten aus uns wird er zu einem unendlich großen, je nachdem der Herrgött in seiner Weisheit des Lebens Grenze gezogen hat! An keinem Tage des Jahres wird uns das so zum Bewußtsein wie am letzten, der ein Tag des Abschiednehmens ist. Unsere Armseligkeit und Schwäche steigt an diesem Tage in ihrer ganzen erschreckenden Größe vor das geistige Auge unserer Erkenntnis. Was sind wir denn in diesem Jahre gewesen? Was anders und mehr als armselige, winzige Rädchen in dem großen Wunderwerk, das der Herrgott in den Weltenplan eingefügt hat, und das unaufhörlich läuft und uns mitlaufen läßt nach seinem Willen und solange es ihm gefällt! Wir, die Herren der Schöpfung, die sich so unendlich wichtig vorkommen und vermeinen, es gebe wischen Himmel und Erde nichts, was wir nicht mit unserem Verstande zu durchdringen oder mit unserem Geist und unserer Kraft zu bändigen und zu meistern imstande wären, wir stehen ohnmächtig, müssen es geschehen lassen, daß das Jahr uns einfach wegläuft, vermögen nicht, auch nur einen einzigen Tag, ja, nicht einmal ein einziges Ereignis, das uns vielleicht besonders lieb und wert gewesen ist, zurückzurufen oder neu erstehen zu lassen! Doch nein! In einem, wenigstens in einem Punkte hatten und haben wir es in der Hand, willensmäßig in das Geschehen einzugreifen, nämlich in dem der uns gesetzt ist auf unserem Wege in unserer Seele Ewigkeit! In dem was bestehen muß vor unserem Schöpfer, vor dem, der unsichtbar über uns waltet, der uns jeden Tag und jedes Jahr schenkt, der unser Leben in seiner allmächtigen Vaterhand hält und darüber einst von uns Rechenschaft fordern wird!„Redde rationem!“ So wird es einstmals an unser Ohr klingen!„Gib Rechenschaft!“ Ueber jedes Jahr, das Dir beschert ward, über jeden Tag, über jede Stunde, die Dir im Ablauf Deiner Jahre beschieden gewesen ist! „Redde rationem!“. So klingt's auch in dem Läuten der Silvesterglocken, wenn sie zum Jahresschlußgottesdienst rufen, klingt's aus dem Tedeum, das aus dankbarem Herzen in den Gotteshäusern aufsteigt zum Herrn der Jahre und Zeiten, klingt's auch in dem letzten Schlag der Uhr, der das alte Jahr in die Ewigkeit und das neue ins Werden ruft! Klingt's nicht auch so— wenn wir nur recht zuhören wollen— in unserer Seele, die mit ihrem Sinnen viel stärker auf die Ewigkeit eingestellt ist als unser mit allen Fasern am Diesseits haftender Körper? Redde rationem!“. Was war das alte Jahr für Dich und für mich? Wenn jetzt jemand vor uns hinträte und an uns die Frage richtete: Bist du nun glücklich und zufrieden gewesen mit dem, was das alte Jahr Dir gebracht hat und mit dem, was Du selbst aus inm zu machen verstanden hast?“ was würden wir ihm antworten müssen? Gibt es wohl einen einzigen in unserer Mitte, der diese Frage froh bejahen würde? Nein! Und warum nicht? Nun, weil wir Glück und Zufriedenheit immer nur abmessen nach dem Grade des Wohlbefindens unseres irdischen Menschentums! Und wann könnte dies je vollkommen sein? Haben wi nicht immer Wünsche und Sehnsüchte, für die es keine oder nur ganz selten einmal Erfüllung gibt? Und wenn es sie gäbe, wären dann nicht wieder neue da, die uns nicht zur Ruhe und zur rechten Zufriedenheit kommen ließen? Wir Menschen sind viel zu erdgebunden, um uns über den Kreis, in dem unser Sinnen und Trachten sich bewegt, herausheben zu können, und solange wir es bleiben, werden wir auch dem, was die Erde uns zu bieten hat oder was uns auf ihr zum Hoffen und Streben anreizt, verhaftet bleiben. Wenn unsere Ureltern nicht einmal im Paradiese mit jenem Lose, das uns als das beneidenswerteste erscheinen muß, zufrieden gewesen sind, wenn sie, die alles hatten, was ihr Herz begehren und was ein Menschenleben ganz auszufüllen vermochte, über einen Apfel zu Fall gekommen sind, wie sollten wir, die in hartem Kampfe und unter Sorgen und Mühen unseres leiblichen Lebens Notdurft der Erde schwer abringen müssen, jemals mit dem, was uns beschieden ist, zufrieden sein können? Es ist überhaupt etwas Eigenes um Zufriedenheit und Glück! Ein jeder stellt die Frage danach anders und gibt sich die Antwort darauf, die ihm versönlich gefällt! Und doch gibt es eigentlich nur eine Frage und auch nur eine Antwort darauf. Die trefflichste Formulierung hat St. Augustin gegeben:„Unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in Gott!“ Das ist der letzte und tiefste Sinn alles Lebens, daß es sich hinwende auf seinen Ursprung, auf Gott, von dem es ausgegangen ist und zu dem es zurückkehren muß. Und wenn ein Gedanke mahnender und packender am Jahreswechsel vor die Seele tritt, dann ist es der:„Was hast Du, was habe ich getan, um unser Leben mit seinem Handeln und Tun im abgelaufenen Jahre auf den Schöpfer einzustellen?" Fällt die Antwort auf diese Frage befriedigend aus, dann entfällt die Antwort auch auf die andere nach dem Zufrieden= und Glücklich=gewesen=sein! Wenn das Leben eingestellt war auf den Herrgott, wenn die Seele neben dem Leib nicht verkümmerte, sondern lebte aus dem und in dem, der ihr ureigenstes Leben ist, dann kommen Zufrieden= und Glücklich sein aus unserem Innern heraus ganz von selbst. Im lauten Lärmen des geschäftigen Alltags, in dem bunten Auf und Ab des Jahresablaufs, der ungezählte Ereignisse und Bilder kaleidoskopartig und ohne daß wir sie recht zu erfassen oder ganz in uns aufzunehmen vermögen, an uns vorüberziehen läßt, nehmen wir uns leider nicht die dazu, auf den tiefsten Sinn unseres Seins Bedacht zu haben. Erst wenn das Jahr vorbeigerauscht ist und der letzte Glockenschlag der Uhr vom nahen Kirchturme ein neues ankündet, horchen wir auf! Oder ist's anders? Hand auf's Herz! Lassen wir es im neuen Jahre wenigstens anders werden! Es sollte an sich nicht schwer sein, denn es kommt ja nur auf das rechte Beginnen an! Unsere Vorfahren hatten einen feinen Sinn dafür. Für sie begann das neue Jahr mit einem Augenblick der Besinnung, des Stilleseins und des Sichhinwendens zu Gott! Kaum war der letzte Glockenschlag verhallt, dann zeichneten sie sich auf Stirn und Mund und Brust das Zeichen des Kreuzes, während ihre Lippen das Gebet sprachen, das schon über dem ersten Augenblick ihres irdischen Daseins stand:„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!“ Und dann wünschten sie sich Glück und feierten des neuen Jahres Beginn! Im Laufe der Zeiten sind wir von dieser tieffrommen Sitte leider abgekommen! Nicht zu unserem Nutzen! Beschämend gesteht es uns die geistige Oede und Leere in unserem Innern ein! Weil wir nie mit Gott begannen, hat er uns gefehlt, wo wir ihn brauchten— und wir brauchen ihn ja zu allem, denn ohne ihn vermögen wir nichts, ohne ihn sind wir nur schwache Kreatur! Wir müssen Gott mit in den Anfang unseres Jahres nehmen, damit er uns an jedem Tage da und nahe ist,— müssen beginnen, wie unsere Vorfahren begonnen haben, das hält und bleibt dann das Jahr über! Solch Beginnen hilft auch hinweg über das, was dunkel und geheimnisvoll vor der Schwelle des neuen Jahres liegt und auf unsere Lippen die bange Frage drängt:„Was mag mir das neue Jahr bereiten, was wird es bringen, was an Lohn für mich in seinem Schoße bergen?“ Wenn über uns und unserem Handeln Gott steht, was hätten wir wohl zu besorgen? Stammt nicht von Ihm das tröstliche Wort:„Fürchte Dich nicht, ich bin bei Dir und ich habe die Welt überwunden!" Was also könnte uns passieren, wenn Er bei uns ist, was bliebe uns— an Ihn gelehnt— zu fürchten übrig? Wird nicht Er auch uns überwinden helfen, was vielleicht im Laufe des Jahres Schweres an uns herantreten maa? Der feinsinnige Malerpoet Mathäus Schiestl hat uns ein wunderschönes Gemälde geschenkt, das wir als Motto über unsere Neujahrsbetrachtung setzen möchten. Im Hintergrunde die wuchtige Domfassade mit ihrer himmelanstrebenden Gotik, die Pforte des Gotteshauses, durch die wir alle schreiten müssen. Davor die leiden Gestalten, das blumensammelnde Kind und die holde Frau im Gewande der Unschuld, mit der Lilie, dem Symbolum der Reinheit, in den zarten Händen. Das Ganze eine eindringliche Predigt: Alles für Gott, der Dom, die Menschen, die Blumen, alles für Gott! Sursumcordal Himmelan die Herzen! Könnte es wohl einen passenderen Leitspruch über dem Erstlingstag eines neuen Jahres geben, wie dieses mahnende Sursum corda!? Es ist unsere Bestimmung, unser Ziel, unserer Seele ewige Sehnsucht dieses Himmelan, und der anbrechende Neujahrsmorgen ruft es uns zu, daß wir ihm wieder einen Schritt näher gerückt sind und jeden Tag, den uns das neue Jahr bescheren wird, einen weiteren Schritt ihm näher kommen werden! Unser Daseinssinn hat ja keine Erfüllung hier auf Erden, wir sind nur in die Welt hineingeboren. um uns hier den rechten Weg zu bereiten zu dem Fernziel, das hoher liegt, über den Sternen, wohin der himmelanragende Dom weist! Und alles, was wir hier auf Erden tun, was wir im neuen Jahr zu erfüllen haben als Pflicht, als Opfer, als Dienst, es soll nach unserer ewigen Bestimmung nur ein Sammeln von Blumen sein für die Ewigkeit! Sursum corda! So mahnts in dem ersten Klang der Glocken am Neujahrsmorgen! Himmelan mit uns! Heraus aus unserer Erdgebundenheit, heraus aus dem kleinen und kleinlichen Alltagskram, der uns ablenkt von unserem eigentlichen und einzigen Ziel! Mit der rechten Gesinnung, wie sie der Künstler in sein Bild gelegt hat, laßt uns in das neue Jahr treten! Den Blick und das Herz himmelan gerichtet! Im Namen Gottes, der uns dieses neue Jahr wieder schenkt! Wie unsere Vorfahren es uns gelehrt! Dann wird auch der Segen, den wir für jeden Tag brauchen, auch für die kleinste Mühe, die uns aufgelegt werden wird. über uns sein und über unserem Tun. In diesem Sinne wünschen wir allen, die diese Zeilen lesen, ein gottgesegnetes neues Jahr! Sursum cordal Mathäus Schiestl. Neujahrserlasse an Reichswehr und Marine An die Wehrmacht! Zum Neuen Jahre übermittele ich allen Angehorigen der Wehrmacht meine Glückwünsche. Ich verbinde mit ihnen meinen Dank und meine Anerkennung für die in treuer vorbildlicher Pflichterfüllung geleistete Arbeit des vergangenen Jahres. Unser Dienst soll auch in Zukunft nur ein Ziel kennen: Deutschlands Wiederaufstieg in einem Frieden der Gleichberechtigung, der Ehre und gesicherten Freiheit. Berlin, den 31. Dezember 1031. Der Führer und Reichskanzler: Adolf Hitler. An die Wehrmacht! Allen Angehörigen der Wehrmacht meine besten Wünsche für das Neue Jahr Vorwärts mit den alten Soldatentugenden im Sinne des neuen Reiches! Der Preußische Ministerpräsident Reichsminister der Luftfahrt und General der Infanterie Hermann Göring hat an die ihm unterstellten Ministerien und Behörden die nachstehenden Neujahrsaufrufe gerichtet: An alle Kameraden der Luftfahrt! Ich wünsche der gesamten deutschen Luftfahrt ein frohes neues Jahr, In stolzer Freude blicke ich am Schluß dieses Jahres auf die geleistete Arbeit im Dienste der Luftgeltung unseres Vaterlandes zurück. Mein Dank hierfür gilt allen Angehörigen der deutschen Luftfahrt In ehrfürchtiger Trauer gedenke ich unserer Flieger, die für das Vaterland ihr Leben ließen. Aameraden, Großes ist geleistet, noch Gröeres wird der Führer von uns forern. Ihm folgen wir stets in Treue. Heil Hitler! Hermann Göring. An die Beamten, Angestellten und Arbeiter der preußischen Verwaltung. Das zweite Jahr der nationalsozialistischen Re volution, ein Jahr harter und unermüdlicher Aufbauarbeit liegt hinter uns. Die preußische Beamtenschaft hat, wie ich es von ihr gefordert und erwartet habe, in vorbildlicher Pflichtauffassung und unerschütterlicher Disziplin die ihr gestellten Aufgaben, die vornehmlich der Festigung des Reiches galten, erfüllt. Dafür spreche ich ihr meinen Dank und meine Anerkennung aus Dieser Dank gilt insbesondere dem unbekannten Mitarbeiter, der. ob Arbeiter, Angestellter oder Beamter, auf dem ihm vom Führer angewiesenen Platze in restloser und freudiger Hingabe für Volk und Staat sein Teil zum Ganzen beigetragen hat. So gelten meine besten Neujahrswünsche jedem Einzelnen. Das neue Jahr bringt neue Aufgaben. Ich bin gewiß, daß die preußischen Beamten, Angeellten und Arbeiter in echter nationalsozialiBerlin, den 31. Dezember 1934. von Blomberg, Generaloberst, Reichswehrminister. An das Reichsheer! Dank und Anerkennung für die Leistung im vergangenen, beste Wünsche für die Arbeit im kommenden Jahr! Wir wollen uns des Vertrauens unseres Oberbefehlshabers würdig zeigen. Der Chef der Heeresleitung: Frhr. von Fritsch, General der Artillerie. An die Reichsmarine! Der Reichsmarine und allen ihren Angehörigen wünsche ich für das kommende Jahr erfolgreiche Fortführung ihrer Arbeit zum Besten unseres Vaterlandes im Sinne unseres Führers! Berlin, den 31. Dezember 1931. Raeder, Admiral, Dr. h. c., Chef der Marineleitung. stischer Gesinnung und in unauslöschlicher Treue zum Führer und Reichskanzler sie meistern werden Heil Hitler! Hermann Göring. An die Bramten des Geheimen Staatspolizeiamtes. Am Jahreswechsel ist es mir ein Bedürfpis, allen meinen Mitarbeitern des Geheimen Staatspolizeiamtes meine Grüße und meine besten Wünsche für das neue Jahr zu über mitteln. Das Jahr 1934 hat ganz besonders an die Geheime Staatspolizei harte Anforderungen gestellt. Ohne Rücksicht auf die eigene Person habt Ihr in einem entsagungsvollen Leben in unermüdlicher Arbeit bei Tag und bei Nacht Herz und Kraft für Führer, Volk und Staat eingesetzt. So ist Euer Schaffen und Wirken zum EhrenVer ist rechtmäßiger Empfänger? Um einen Einschreibebrief, der„an die Betriebs gemeinschaft“ eines größeren Werkes adressiert war. entspann sich vor kurzem eine Auseinandersetzung, die auch die Frage der politischen Leitung des Betriebes berührte.„Der Einschreibebrief wurde nämlich," so berichtet das„Dertiner Tageblatt“,„auf Anordnung des zustandigen Postamts dem Betriebsführer des Werkes ausgehändigt. Darauf legte der Betriebswalter Beschwerde bei der Reichspost direktion ein, ohne jedoch damit durchzudringen. Ein erneuter Einspruch des Betriebswalters führte nunmehr aus, daß der Organisationsplan der Deut schen Arbeitsfront wörtlich besage:„Alle im Betriebe tätigen Menschen werden zusammengefaßt in der Betriebsgemeinschaft, die unter Führung der NZ.=Bedienst am Volksgenossen und am Reich geworden Als berufliche Hüter des Staates wollen wir auch im neuen Jahr wachsam und gerecht. stolz auf das Vertrauen unseres Führers und mit der inneren Freude an der Arbeit, die erst den Erfolg garantiert, der Sicherheit und Erneuerung unseres herrlichen Dritten Reiches und damit der Wohlfahrt aller Volksgenossen unermüdlich dienen. Heil Hitler! Hermann Göring. An die Kameraden der preußischen Landespolizei. Im abgelaufenen Jahr hat die preußische Landespolizei in unbeirrbarer Treue zum Führer und in vorbildlicher Volksverbundenheit ihre Pflicht erfüllt, Hierfür spreche ich allen Offi zieren und Wachtmeistern der Landespolizei meinen Dank und meine besondere Anerkennung aus. Ich übermittle zum Jahreswechsel allen Kame raden meine besten Wünsche für ein erfolgreiches neues Jahr in der Erwartung, daß jeder Einzelne, welche Aufgabe ihm auch zufällt, in unwandelbarer Liebe und Treue zum Führer und in restloser Hingabe an Volk und Staat seine ganze Kraft am Wiederaufbau des Vaterlandes einsetzen wird. Ehre und Kameradschaft. Dilziplin und Tapferkeit und ein unbeugsamer Wille zum Sieg sollen auch 1935 die Richtschnur unseres Lebens und Handelns sein.— Heil Hitler! Hermann Göring. Nikolaiew und Genossen erschossen. Moskau, 31. Dezember.(Drahtb.) Wie die Telegraphenagentur der Sowjetunion bekannt gibt. hat das Militarkollegium des Obersten Gerichtes der Sowietunion in dem Verfahren gegen Nikolajew und seine 13 Mitangeklagten dahin entschieden, daß alle 14 Angeklaaten des Ver gehens gegen# 58 Punkt 8 und 11 des Kriminalgesetzbuches der Sowietunion für schuldig befunden worden sind. Sie wurden zur Höchststrafe— Tod durch Ersmießen— verurteilt. Das Ur teil ist bereits vollstreckt worden. Das Eigentum der Angeklagten fällt dem Staat zu. triebszelle oder NS.=Hagostelle steht." Der Betriebswalter folgerte aus dieser Fassung, daß der Betriebsführer als Mitglied der Betriebsgemeinschaft politisch dem Betriebswalter unterstellt sei. Infolgedessen sei der Betriebswalter, und nicht der Betriebsführer, empfangsberechtigt für Postsendun gen, die an die Betriebsgemeinschaft gerichtet sind. Die zuständige Reichspostdirektion unterbreitete jetzt die Angelegenheit dem Reichspostministerium. Daraufhin wurde folgendes verfügt: „Der Anordnung der Reichspostdirektion, daß ein Einschreibebrief„An die Betriebsgemeinschaft", dem Leiter des Betriebes auszuhändigen sei, wird zugestimmt, da unter Betriebsgemeinschaft nur die Zusammenfassung aller Beteiligten auf der wirt schaftlichen Grundlage des Unternehmens verstanden werden kann.“ Jungt das Jahr mit Opfern an, dann wird es mit begen enden. Wenn eine Nation sich auf sich selbst besinnt, dann muß sie sozialistisch sein. Nur der jeste Zusammenschluß, nur die gemeiname Tat kann die Not bannen.„Hilf Dir seibst, dann hilft Dir Gott“. Das Wort ist nicht nur den Einzelnen gesagt, sondern vor allem den Völkern. Wir haben uns gegenseitig geholfen. in dem Willen, uns selbst zu helfen. Das Winterhilfswerk ist Soalalismus der Tat. Hunger und Frost sind den Notleidenden durch unsere gemeinsame Anstrengung fern gehalten worden. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben aber wir müssen weiterkämpfen. Auch in den nächsten Monaten darf niemand hungern und frieren. Der halbe Winter ist besiegt, die andere Hälfte droht noch. Wir werden es schaffen! Mit harten Arbeiterfäusten ist der Nationalsozialismus an das Werk der Winterhilfe herangegangen und wie Arbeitskameraden haben wir einander zugerufen:„Alle anpacken!— Hau— ruck"“ Die erste Etappe ist vorbei. am 1. Janur beginnt die zweite Angriffswelle. Wer mitkämpft. trägt am Neuiahrstag die Spitzenresette des Winterhilfswerkes. Winterhilfswerk des Deutschen Volles Schwere Bluttat eines Vetrunkenen DNB Oppeln, 29. Dez. Eine schwere Bluttat ereignete sich hier in der Nacht zum Samstag. Auf der Falkenbergerstraße wollte der Kriegsinvalide Grön dem Betrunkenen Walter König behilflich sein. König schlug ohne irgendeine Veranlassung mit einem stumpfen Gegenstand auf den Invaliden ein, bis dieser blutüberströmt zusammenbrach Der auf der anderen Straßenseite wohnende Fleischer Joseph Ledwig bemerkte den Vorfall und eilte dem Grötz zu Hilse. König zog ein großes feststehendes Messer und stach auf Ledwig ein. Ledwig erhielt u. a einen Stich ins Herz, der seinen sofortigen Tod zur Folge halte. Der Kriegsinvalide Grötz hat schwere Schädelverletzungen davongetragen. König wurde verhaftet. Tragischer Tod eines jungen Mannes M.=Gladbach, 29. Dez. Ein tragischer Vorfall spielte sich hier in einem Hause an der Regentenstraße ab Ein hier wohnender 22jähriger junger Mann hatte sich schon seit einiger Zeit über Katzen geärgert, die auf dem Hof durch ihr lautes Schreien störten. Als er mit einigen Freunden Skat spielte und er wieder die Katzen hörte, wollte er mit einem Tesching die Katzen erschießen und begab sich auf den Hof. Kurze Zeit darauf kam er bleich zurück und stürzte, ohne noch ein Wort reden zu können, tot zusammen. Wie man bei der sofortigen Untersuchung feststellte, hatte er einen Herzschuß. Man vermutet, daß sich beim Hantieren mit der Waffe ein Schuß plötzlich gelöst und den jungen Mann so unglücklich getroffen hat. Zur Klärung des Vorfalls hat die Polizei Ermittelungen aufgenommen. Flüchliger Rechtsanwalt verhaftet Aachen, 29. De,. Wie der Aachener Staatsanwalt schaft aus Trier gemeldet wurde, konnte dort am Freitag der seit einem Jahr steckbrieflich verfolgte frühere lachener Rechtsanwalt Dr. Joseph Heinen festgenommen werden. Heinen, gegen den ein Verfahren wegen Betruges, Untreue und Unterschlagung schwebt, konnte ich vor mehr als Jahresfrist über die Grenze retten. Ein Besuch in Deutschland wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Neujahrsaufrufe des Ministerpräsidenten Ein Brief „an die Betriebsgemeinschaft“ (25. Fortsetzung.) Brief nun werde ich eingedenk des Wortes: schreibe wie du sprichst, dann schreibst du schön!... zu Ende führen. Was in diesem Falle heißt, ich werde so an Sie schreiben, wie ich in Gedanken zu Ihnen spreche Liebes Kind! Ich habe Deine Mutter gekannt, daß mir noch nach mehr als zwei Jahrzehnten jeder Zug ihres Gesichtes im Gedächtnis ist. Und als ich Dich neulich zufällig im Kassenraum der Deutschen Natio nal=Bank sah. erschrak ich bis ins Innerste. Vielleicht erinnerst Du Dich, wenn ich Dir ins Gedächtnis rufe, daß ich Dich fragte, ob Du Herrn Kistenmacher spre hen willst. was Du verneintest Ich habe mich dann bei dem Kassierer so ganz nebenbei nach Deinem Namen erkundigt und weitere Ermittlungen anstellen lassen. „Ja Du bist... ich hatte nicht den leisesten Zweifel gehegt... die Tochter jener Frau, die... ich vertraue es Dir an. die mir einst alles bedeutete. die ich geliebt habe. Es mag Dich ein wenig merkwürdig anmuten... dieses Geständnis eines Dir fremden Mannes, der an der Schwelle des Alters stehr. Ueberhaupt, Ihr Jungen denkt beutzutage woh ein wenig anders über die Liebe. Ihr spürt bei die sem Wort vielleicht den so arg verpönten Beigeschma der Sentimentalität und lächelt erhaben. Aber wenn Du... und das hoffe ich von Herzen ... die echte Tochter Deiner Mutter bist, wirst Du mich verstehen. Nein, es ist keine Phrase, ich habe sie geliebt. Sonst wäre ich wohl nicht Junggeselle geblieben. Sieh. mein Kind. diese Liebe ist es auch, die mir den Gedanken eingab, mich mit Dir in Verbindung zu setzen Ich möchte Dich so gern wiedersehen. Mit Dir sprechen. Dich näher kennen lernen, wenn möglich, ein wenig um mich haben. Oh, ich will Dir keineswege lästig werden, befürchte das nicht. Du bist die Tochter jener Frau, und das bedeutet für mich soviel. als seiest Du auch mein Kind. Ich stehe Dir immer zur Verfügung. Mein Gott. Du bist noch so jung, vielleicht kommt einmal die Zeit, da Du einen Rat brauchst. eine Hilfe. Vielleicht bist Du selbst schon verliebt, möglicherweise hakt Du Deine Sorgen und Deine Nöte, mit denen Du allein nicht fertig werden kannft Denke daran, daß ich immer für Dich da bin, und daß ich für die Tochter meiner Jugendliebe alles, was in meiner Macht steht, zu tun bereit bin. Ich würde Dir gern eine Zusammenkunft vorschlagen oder Dich einfach bitten, mich zu besuchen. Aber ich kann. trotz der Aufrichtigkeit meiner Gefühle, denen ich schlecht und recht Ausdrun„a geben versuchte. von Dir nicht ohne weiteres Vertrauen verlangen. Deshalb überlasse ich es Dir, den Zeitpunkt und Ort zu mählen, an dem wir uns begegnen können. Gehe mit Dir zu Rate. Doch wenn wir uns— ich noffe, daß es sehr bald sein wird— gegenübertreten, wollen wir es nicht als Fremde tun, sondern als Vertraute, in dem Bewußtsein, daß wir durch Deine Mutter einander verbunden sind. Das, mein Kind, das wollte und das mußte ich Dir sagen. Wenn wir uns sehen werden... nein, auch bereits in Gedanken nenne mich so, wie ich Dich jetzt grüße: Onkel Robert.“ Marianne las den Brief einmal, sie las ihn zweimal, las ihn Wort für Wort, wie, um ihn zu durchdringen. Da schrieb ein Mann, daß er ihre Mutter geliebt. daß sie ihm alles bedeutet habe, schrieb per Du und nannte sich Onkel Robert. Marianne starrte mit gefalteter Stien vor sich hin Sie vermochte sich im ersten Augenblick nicht darüber klar zu werden, ob ihr das nur verwunderlich war der auch ein wenig peinlich. Die Mutter.. Sie hatte sie nicht gekannt. Es existierte auch nur eine einzige Photographie von ihr, ein kleines Amateurbild. Marianne hatte das Bild nur wenige Male in dem Familienalbum gesehen, das der Vater unter Verschluß hielt. Der Vater war so eigenartig. Er hatte fast nie die Mutter erwähnt. Als Kind hatte sich Marianne keine Gedanken darüber gemacht; später glaubte sie daß der Vater eine alte Wunde nicht aufreißen wollte daß er der Gattin Tod nie hatte überwinden können Nun schrieb ein anderer Mann, daß er die Mutter geliebt habe. Hatte Vater es gewußt? Lag hier der Schlüssel zu Vaters verschlossenem Wesen, seiner Eigenart?. Hatte er sie. Marianne, vielleicht deshalb so streng erzogen? Sie erinnerte sich nicht se ein zärtliches Vort von ihm gehört zu haben. Wenn sie nie Liebe ir den Vater eripfunden lediglich einen mit Be= ommenheit gepaarten Respekt. und froh war, aus dem Hause zu kommen. schrieb sie es diesem, seinem Wesen zu So saß Marianne lange und unbeweglich von Gedanken eingesponnen. Ihr ward allmählich seltsam wehmütig, aber angenehm und ruhig zumute. Und dann las sie den Brief noch einmal. Und da sprach er sie in seiner ungekünstelten Offenheit an, so vertraut und herzlich, daß ihre Augen langsam blank von Tränen wurden. Was mochte die Mutter durchlebt und durchlitten hoben! Ob sie ihn so heiß geliebt hat, wie er sie, dachte Marianne. Jede Zeile des Briefes atmet die große die einzige Liebe eines Mannes. Warum haben sie sich nicht bekommen, die zwei? Was trennte sie? Ach müßig. darüber nachzugrübeln. Es kann soviel verschiedene Gründe dafür geben Oft liegt es nur an einer Kleinigkeit, nicht wahr? Vielleicht bist Du selbst schon verliebt, schrieb er als ob er in einem solchen Fall auf besseres Verständnis rechnen könnte. Gleich dahinter stand der Satz „Möglicherweise hast Du Deine Sorgen und Deine Nöte. mit denen Du allein nicht fertig werden kannst.“ War dies ein zufälliger Zusammenhang oder lag ein tieferer Sinn darin verborgen? Marianne atmete schwer. Ihre Brust ging auf und nieder, und der Brief zitterte in ihrer Hand. Es schien ihr, als verstünde sie in diesem Augenblick ihr ganzes Leben. Sie war nicht glücklich... nein, nein, da war irgend etwas, was fehlte. Obwohl sie gesund war, ihren Beruf hatte und Herbert, den sie bestimmt glaubte zu lieben. Ja, liebe ich ihn denn wirklich? flüsterte Marianne zusammengeduckt und blickte mit erschrockenen Augen vor sich auf den Boden. Aber ja, natürlich! gab sie sich hastig Antwort. mit einem Eifer, der zu stark war. um echt zu sein. Sie fühlte es wohl. Sie erhob sich erregt, von einer inneren Macht actrieben. In Mariannes Herzen brannte jah der Wunsch dem Briefschreiber. dem Onkel Pahert. wie er sic nannte, ohne Zaudern gegenüberzutreten und ihn nach vielem zu fragen. Es war zwar schon acht, aber was tat das? Er wohnte nur zehn Minuten von hier. das Haus würde noch offen sein... Ob er sehr überrascht sein wird. wenn sie plötzlich vor ihm stand? Marianne zog hastig ihre Kostümfacke über, stülpte ihre Kappe über das Blondbaar und machte sich auf den Weg Aus dem nachbarlichen Hausflur loste sich eine Gestalt und folgte ihr. XXVI. Düsseldorfer Straße 12. Hochherrschaftliches Haus Erste Etage. Messinaschild: Robert Nierendorf. Marianne drückt auf den Klingelknopf. Eine kleine Weile veraebt. Eine Dame öffnet die Tür. „Guten Abend“, wunschf Marianne.„In Herr Nierendorf zu sprechen? Ich heiße Marianne Hauenstein.“ Die Dame verfärbt sich plötzlich und starrt mit blicklos geweiteten Augen, als sähe sie ein Gespenft vor sich. Was hat sie nur? denkt Marianne und verspürt eine leise Beklemmung. Doch schon im nachsten Augenblick stürzt Nierendorf auf die Diele. „Marianne, Mädel, du. Mit ausgestreckten Händen geht er ihr entgegen und zieht sie an dem versteint dastehenden Fräulein Caroline vorbei ins Zimmer. „Marianne!“ Nierendorfs Stimme zittert bewegt. Er hält Marianne noch immer an den Händen gefaßt, betrachtet sie von Kopf bis Fuß, dreht sie um ihre eigene Achse unter dem Lampenlicht herum, als müsse er sich nochmals vergewissern, daß sie es wirk lich sei. „Daß du gekommen bist...“ Marianne nickt. Sie vermag kein Wort über die Lippen zu bringen. „So sprich doch, sag doch einen Ton“, lacht er. „Ja“, sagt sie gehorsam,„da bin ich.“ Und sie spaht mit großen fragenden Augen in die seinen, die warm und gütig leuchten... späht in sein Antlitz, das den Ausdruck natürlicher Offenheit und Herzlichkeit zeigt. Ganz plötzlich durchflutet Marianne ein dunkles Gefuhl kindlicher Liebe und Inbrunst... eine nie empfundene, im Tefsten wurzelnde Verbundenheit Ihrer momentanen Reanna nachgebend, schmiegt sich Marianne leicht an Nierendorfs Brust und schlingt die Arme um seinen Hals.„Onkel Robert!“ Er verharrt reaunaslos. Ueberwältigt. Nur sein Herz arbeitet. Er spurt es im Halse. Großer Gott, wie es arbeitet. Es schlägt nicht, es hämmert. Aus der dunklen Grube der Vergangenheit taucht eine ganz ähnliche Szene auf... Behutsam streicht Nierendorf Mariannes Haar.— In dieser Stellung findet sie Herbert. * Herbert ist Marianne nachgeschlichen. Er sieht sie in das Haus Düsseldorfer Straße zwölf treten. Er wiederholt mehrmals die Adresse, die ihm merkwürdig bekannt vorkommt. Wo hat er sie nur gebört? Es konnte erst vor ganz kurzer Zeit gewesen sein. Bei welcher Gelegenheit war das doch gleich. Richtig! Der kleine Mann, der ihn beobachtete, nannte als seinen Auftraaaeber: Robert Nierendorf. Tusseldorfer Straße zwölt Herbert war wie vor den Kopf gestoßen. Also nicht Juttas Gatte?... Mariannes Liebhaber! Wie ovon einem elektrischen Schlag bis ins Mark rctroffen, sind seine Glieder gleichsam starr. Dabei hat er das Gefuhl, als fiele er rasend schnell und fenkrecht ins Grundlose. (Fortsetzung Opfern an, egen enden. sich selbst besinnt, Nur der feste Zuime Tat kann die nn hilft Dir Gott“. izelnen gesagt, son1. Wir haben uns dem Willen. uns erhilsswerk ist Hunger und Frost re gemeinsame AnDer Erfolg ist ssen weiterkämpfen. darf niemand r halbe Winter ist noch. Wir werden fäusten ist der Nak der Winterhilfe tskameraden hahen inpacen!— Hau— vorbei. am 1. Jaffswelle. Wer mitdie Spitzenrosette o Deutschen Volkes 4935 utat kenen schwere Bluttat erSamstag. Auf der liegsinvalide Grön ehilflich sein. König ung mit einem fden Invalimt zusammenbrach wohnende Fleischer fall und eilte dem großes feststehendes Ledwig erhielt u. a inen sofortigen riegsinvalide Grötz songetragen. König ngen Mannes scher Vorfall spielte Regentenstraße ab ger Mann hatte sich n geargert, die preien störten. Als ielte und er wieder einem Tesching die uf den Hof. Kurze und stürzte, ohne ot zusammen. Wie ing feststellte, hatte Itet, daß sich beim plötzlich gelöst und getroffen hat. Zur lizei Ermittelungen ilt verhaftet ener Staatsanwalt innte dort am Freich verfolgte frühere Heinen festgenomin Verfahren wegen ung schwebt, konnte die Grenze retten. ihm jetzt zum Ver= ch und starrt mit de sie ein Gespenft inne und verspürt blick stürzt Nierent er ihr entgegen tehenden Fräulein bewegt. Er hält änden gefaßt, beteht sie um ihre licht herum, als 1, daß sie es wirkin Wort über die Ton“. lacht er. din ich.“ Und sie in die seinen, die ht in sein Antlitz, heit und Herzlichanne ein dunkles inst... eine nie de Verbundenheit. chgebend, schmiegt dorfs Brust und „Onkel Robert!“ vältigt. Nur sein se. Großer Gott, 8 hämmert. Aus nheit taucht eine triannes Haar.— bert. lichen. Er sleht aße zwölf treten. se, die ihm merkat er sie nur ge= rzer Zeit gewesen war das doch tann, der ihn beraaaeber: Robert gestoßen. Mariannes Liebag bis ins Mart am starr. Dabei schnell und senkFortsetzung folgt . ny V ur einige Stunden noch und wieder werden die Neufahrsglocken den Jahreswechsel einlauten. Dann wird wieder ein vielstimmiges Singen und Klingen durch den Industrieraum anheben und der Ton der GGlocken aus Kortums Stadt wird sich verbinden mit dem Klang von St. Gertrudis zu Wattenscheid und St. Laurentius in Steele und seine Wellen weitertragen über Hattingen hinaus zu den Ruhrbergen hin zu einem eindrucksvollen Lied der Silvesternacht. Und wird mitten hineindröhnen in den Trubel luftig feiernder Menschen, die vergessen mochten, was ihnen das alte Jahr angetan hat. Waren sie in der Weihnacht Freudenbringer und Künder froher Botschaft, so werden sie heute Mahner und Troster sein. Mahner, daß wir, ob wir wollen oder nicht, den ungewissen Sprung in eine noch ungewissere Zukunft tun müssen. Tröster aber, daß wir mannhaft und voll Gottvertrauen auch dem neuen Jahr entgegengehen. Mit fester Hand wollen wir unser Schicksal meistern, aufrecht und kraftbewußt, wissend, daß der Lenker aller Geschicke uns nichto Unmögliches aufbürdet.- Jn diesem Vertrauen wollen wir den Sprung über die Jahresschwelle tun, dem scheidenden Jahr ein übermütiges„Hau ab“ zurufend, das neue mit einem festen Handdruck begrüßend. ( (o)e2 . 5 Lveo PHAUSA 1 3 1o. 0. ) & 2. vogosb. VERES AUAen IINNANHEN. ORFITI VE NHOESNE BECHHEENIEEAR EREEWIEE 10.34 Ein Jahresrückblick in Bildern und Text Was im Jahre 1933 so hoffnungsfroh begonnen wurde, setzte das Jahr 1934 weiter fort. Es war wie ein neuer Frühling, der auf allen Gebieten anbrach. Wenn auch der Stadtsackel keine Entlastung erfuhr, das Defizit durch die Belastung der Wohlfahrtsfürsorge immer höher anschwoll, auch eine Steuersenkung bei den Gemeindezuschlagen nicht in Frage ka wurde doch durch die zahlreichen Arbeitereinstellungen in allen Betrieben unserer Stadt die Kauskraft gefestigt, wurde die Wirtschaft weiter angekurbelt, erlebten wir auf allen Get so etwas wie eine Wiedergeburt zu neuem Aufstieg. So haben wir allen Grund, dem scheidenden Jahr ein dankbares Erinnern zu bewahren und an der Schwelle des neuen mit und neuem Hoffen dem Jahre 1935 entgegenzusehen. Lichtgruß von unserem Kathauslurm. Wer stünde beiseite Als schwächlicher Wicht? Wir holen die Freude, Die Kraft uns durch Licht! Wieder stehen wir vor einem neuen Jahr mit geheimem Schauer. Wieder wendet sich der Blick nach dem scheidenden zurück. Was haft du geleistet. scheidendes Jahr 1931? Ach richtig: Du weisest auf die Menschen hin, denen du an 365 Tagen Zeit und Gelegenheit zum öffentlichen Schaffen in allen Bereichen, des Kommunalen, des Sozialen, dee Kulturellen gegeben hast. So wäre denn die Bilanz des Jahres ein Rechenschaftsbericht der in das öffentliche Leben gestellten Menschen nicht nur. sondern der Volksgenossen im allgemeinen. Wir wollen als Beobachter der Zeitgeschehnisse versuchen, an Stelle des einen oder anderen, der Oeffentlichkeit Verantwortlichen einen als Rohbilanz zu nOtenden allgemeinen Aufriß dieses Rechenschaftsberichtes niederzuschreiben, der ohne„eckig“ sein zu wollen, wahr sein möchte. Die Finanzen Bochums. Wenn auch das kommunale Verwaltungsjahr, das gewöhnlich vom 1. April bis zum 31. März reicht, nicht mit dem bürgerlichen Jahr zusammenfällt, so ist es doch üblich, bei der Jahreswende der wichtigsten kommunalpolitischen Ereignisse zu gedenken. Erfreulicherwelse kann festgestellt werden, daß das Jahr 1934 den im Jahre 1033 begonnenen Aufstieg fortsetzte. Um sich den Unterschied zwischen dem, was war und was ist, klar zu machen, muß man den Blick noch einmal zurückwenden in das Jahr 1932, das für die Kommunalpolitik den Tiefstand brachte, von dem es kein Abgleiten mehr gab. Damals waren wir gezwungen, von Notjahren und gedrosseltem Etat zu schreiben, von unerhörter Einschränkung der Selbstverwaltung, bis das Jahr 1933 dann endlich ein großes Ab stoppen auf der ganzen Linie brachte. Zwar is die Finanznot der Kommunen, so auch Bochums, durch die einseitige Belastung der Städte durch das System der ausgesteuerten Erwerbslosen noch so drückend, daß von einer Ausbalanzierung des Etats keine Rede sein kann. Diesem System ist zuzuschreiben, daß trotz der Senkung der Arbeitslosenziffer, die gegen 1939 rund ein Drittel ausmacht, für den Stadtsäckel eine Entlastung nicht eingetreten ist. So hatte Bochum gegen 1930 einen Gesamtausfall von über 20 Millionen Mark, der sich einerseits aus 10,6 Millionen Mehrausgaben für die Erwerbslosen und andererseits aus 9.9 Millionen Mindereinnahmen an Steuern zusammensetzt. Ohne die Mehrausgabe für Erwerbslose hätte Bochum sein Defizit in diesem Jahre restlos decken können. Im März wurde der Etat verabschiedet. Er sah über 34 Millionen laufende Ausgaben vor, außerdem über 13 Millionen für Wohlfahrtslasten. Er schloß in Ausgaben und Einnahmen mit 34 089 940 Mk. Im Laufe des Jahres gelang es dann der Verwaltung, durch voraussichtliche Mehreinnahmen und verminderte Ausgaben eine weitere Senkung herbeizuführen, so daß der Finanzbericht aus der Ratssitzung vom 14. Dezember einen Gesamtfehlbetrag von 25 795 130 Mk. ausweist. Nach wie vor bleibt die Erwerbslosenfürsorge jedoch die Hauptsorge der Verwaltung, die so groß ist, daß vorläufig noch nicht übersehen werden kann, wie eine finanzielle Sanierung möglich sein wird. Nur ein Trost bleibt uns: den übrigen Städten geht es auch nicht besser, aber Bochum hat die wenigsten Schulden. Eine finanzielle Erleichterung für den Stadtsäckel brachte das Jahr 1934 also nicht. Aus diesem Grunde war auch eine Steuersenkung einfach nicht durchführbar. Bochum war leider gezwungen, zur Erreichung des Ausgleichs die schläge zu den Gemeindesteuern in der Höhe des Vorjahres zu erheben. Die aus wirtschaftlichen Gründen dringend erwünschte Steuersenkung wird nur dann möglich sein, wenn mit der Steuerreform ein gerechter Lastenausgleich eintreten wird. Sowieso schon hat sich die durch den Reichsverteilungsschlüssel herbeigeführte einseitige Belastung zum Schaden der von ihr betroffenen Städte ausgewrkt. So mußten auch in Bochum Unterhaltungsarbeiten im Straßenbau und an stäctischen Gebäuden, so dringend notwendig sind, erneut zuruckgestellt werden. Auch mußten die Ausgaben für die übrigen wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben sowie für Kultureinrichtungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Dennoch ist der Ausblick für das kommende Jaor gunstig. Man kann die Hoffnung begen, daß den Industriestädten eine gerechtere Behandlung bei den Steuerüberweisungen zuteil werden wird, nachdem das Reich einmal die Steuerreform d Angriff genommen hat. Reform der Stadtverwaltung Als wichtigstes Ereignis auf kommunalpolitischem Gebiete ist das neue Gemeindeverfassungsrecht zu nennen, das mit dem l. Januar 1934 in Kraft trat. Damit erhielt das Steinsche Selbstverwaltungswerk seine Umformung und Anpassung an das nationalsozialistische Programm. Sie schuf zugleich mit der Unterscheidung zwischen Einwohnern und Bürgern einer Gemeinde die glücklichen Voraussetzungen zur Bildung traditionellen Bürgersinns, der besonders den Industriegroßstädten mit ihrer Bevölkerungsstuuktur nottat. Wer seit dem 1. Juli 1933 ununterbrochen in der Gemeinde Nicht jammern, nicht grauen: Wir sorgen uns nicht, Wir hoffen, vertrauen Und grüßen das Licht! Nicht zögern nicht zagen Mit bangem Gesicht: Wir schaffen, wir wagen Und wirken im Licht! wohnte und 25 Jahre alt war, darf sich Bürger nennen. Wer nachher zuzog kann das Bürger recht erst nach einjähriger Einwohnerschaft gewinnen. Am 1. April trat darn an die Stelle der Stadtverordnetenversammlung der Gemeinderat. In einer Sitzung vom 16. März setzte der vorläufige Gemeinderat von Bochum die Zahl der Gemeinderäte auf 24 fest. Die neuen Gemeinderäte sind bekanntlich Bürger von besonderen Verdiensten und Qualitäten. Außer ihnen können auch fachlich besonders geeignete Bürger als Beiräte in den Gemeinderat berufen werden. Die Dezernenten erhielten statt der Bezeichnung„Beigeordneter“ den Namen„Stadtrat", während der Finanzdezernen.„.mmerer“ heißt. Oberbürgermeister, zweiter Bürgermeister und Kämmerer werden vom Minister des Innern berufen. die übrigen Stadträte vom Regierungspräsidenten, und zwar auf jeweils 12 Jahre. Beschlüsse haben die Gemeinderäte nicht zu fassen, sie haben lediglich den Oberbürgermeister zu beraten. In den Städten erhalten die Gemeinderäte die Bezeichnung„Ratsberren", genau wie früher in der Blütezeit der Städte die Vertreter der Bürgerschaft genannt wurden Obschon die Gemeinderatssitzungen auch für offentlich erklärt werden können, sind bisher in Bochum diese Sitzungen geheim gewesen. Zweimal kam der neue Gemeinderat bisher in Bochum zusammen: einmal am 12. Oktober, wo er sich mit B Beratungspunkten zu beschäftigen batte, und dann am 14 Dezember, um den Finanzbericht der Verwaltung entgegenzunehmen. Ankurbelung der Wirkschaft. Von größtem Erfola waren auch in diesem Jahre die Bemühungen, die private Wirtschaft weiter in Gang zu bringen und damit der Arbeitslosigkeit zu steuern. Richts kennzeichnet diesen Erfolg besser als oine 3a6k War schon die Zahl der In froher Gemeine Lu jeder die Pflicht, Ein jeder das Seine Und alles wird licht! Wohlfahrts=Erwerbslosen im Verlauf des Rechnungsjahres 1933 um 43 Prozent gesunken, so ging sie im letzten Halbjahr noch um weitere 21 Prozent zurück. So wenig dieser Rückgang eine finanzielle Entlastung für den Stadtsäckel bedeutete, um so stärker war die Melehung. die durch ihn das wirtschaftliche Leben unserer Stadt erfuhr. In allen größeren Betrieben erfolgten Neu=Einstellungen. Daß die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sich auf die Kaufkraft unserer Bevölkerung günstig auswirken mußten, dürfte jedem Einsichtigen klar sein. Ihre Festigung erwies sich augenscheinlich beim diesjährigen Weibnachtseinkauf, der sich über alles Erwarten gut anließ. Erwies sich aber auch beim diesjährigen Winterbilfswerk. das in großzügiger Weise im Herbst wieder eingeleitet wurde und in Bochum Sammelergebnisse brachte, die die vorjährigen überschritten. Die Erfolge. an denen auch die katholische Karitas großen Anteil hat. waren bisher so, daß in Bochum wirklich keiner zu frieren und zu bungern brauchte. Vertiefung des religiösen Lebens. Ueberaus fruchtbar war das scheidende Jahr für das religiöse Leben unserer Großstadt. Hatte schon das Jahr 1933 neuen Auftrieb und Fortschritt gebracht, so war 1934 für das katholische Leben geradezu mitreißend. Erlebten wir doch in diesem Jahre glänzende Kundgebungen katholischer Treue. katholischen Glaubens, katholischer Opferbereitschaft. Zwar riß der Tod schon in den ersten Tagen des neuen Jahres in die Reihe der katholischen Führer eine ichmerzliche Lücke: Ehrendomberr, Propstdechant Dr. Dr. Fröbling aina am 4. Januar von uns. Sein Oberhirte selbst gab ihm die ebsolutio ad tumbam und das letzte Ehrengeleit. In mehrfachen größeren Veranstaltungen marschierte die katholische Ingend auf. um durch die zahlenmäßige Stärke schon nach außen bin einen Beweis ihrer Anbänglichkeit und Treue zu geben. Den Höhepunkt bildete daCbristkönigstest am 28. Oktober im Meinolphusheilidtum. Bochums Christusjugend war da und zeigte, daß in ihren Seelen jugendlich=stark die Ströme der heiligmachenden Gnade pulsieren. Innerhalb der Vereine wurde fleißig an der Weiterbildung der jungen Menschen gearbeitet. Zu Maria aber, dem Ideal der Frau, wallfahrten in diesem Jahre tausende und abertausende Junafrauen und Frauen Bochums. Glücklich eine Familie. ein Land und ein Volk. dessen Mütter und Jungfrauen sich zu einem Ideal wie Maria, der Gottesmutter, bekennen. Denn wer sich zur Gottesmutter bekennt, der bekennt sich zu einem Leben der Reinheit, bekennt sich gleichzeitig zur Demut und zum Dienst an der Familie und damit am Volke, wer sich zur Gottesmutter bekennt, der wird zum Segen und Vorbild für seine Nachkommen. War es nicht. als ob in die em Jahre die Gottesmutter in Bochum besonders verehrt worden ist! Denn schier endlos war die Wallfahrt, die im Laufe des Jahres zur Muttergottes in den einzelnen Gotteshäusern und vor allem sich nach Stiepel bewegte. Gerade auf den Schultern der Frau liegt eine große Aufgabe. ja noch mehr— auf ihren Schultern ruht die Zukunft des Reiches Gottes und des Volkes. Ihr ist von Gott die große Erziehungsaufgabe gegeben. Sie hat ihre Kinder einmal zu Gott und zum anderen für den Staat zu erziehen. Daß unsere katholischen Mütter diese schwere Aufgabe erkannt haben, bewies ihre Teilnahme an den Wallfahrten. Denn wer könnte in dieser großen Erziehungsaufausgabe ein leuchtenderes Vorbild sein als die Mutter des Heilandes! Eine Mutter, die ihre ganze Erziehungsarbeit von Maria und damit von Gott aus orientiert muß zum Segen für eine Familie und ein Volk werden. Aber auch die katholischen Jungmänner und Männer standen nicht zuruck. wenn die Kirche sie rief, wenn es galt. für Christus zu zeugen. Wir erinnern nur an die Prozessionen, an ihre Wallfahrten, an die große Kundgebung. in der Weihbischof Baumann zu ihnen sprach. Bekennertreu traten sie an, um von neuem das Gelühde abzulegen. im Heerbann Christi zu streiten. Auch hier zeigte die überaus starke Beteiligung, wie tief die Christus=König=Idee bereits im Volke wurzelt. Fürwahr. 1931 war ein Jahr des Heils. ein Jahr katholischer Aktion, ein Jahr der Bekenntnistreue für das ewige Königtum Christi. Sie fand ihre äußere Belohnung durch den mehrmaligen Besuch des Oberhirten unserer Erzdiözese. Und welcher Segen ging aus von der Spendung der hl. Firmung durch den H. Weihbischof Baumann, der seine Anwesenheit in Bochum zu einer zündenden Aufmunterung der kath. Frauen= und Männerwelt benutzte! Bei dieser Gelegenheit sei auch des Bischofes Roß gedacht, der aus Japan berüberkam und im Januar in der Prov steikirche über die Missionsarbeit sprach. Und waren das nicht erhebende Veranstaltungen, als in dem Redemptoristenkloster nach einer Woche stark besuchter Exerzitien 4000 Männer zum Tische des Herrn gingen, als die Bochumer Geistlichkeit zu einer Dank= und Sühnefeier in der Propsteikirche versammelt war als 20 000 Männer nach Stiepel zogen. als 10 000 Jungfrauen zur Mutter des Herrn wallfahrten, als das Marientriduum in Stiepel 25 000 Mütter mit ihren Kindern vereint sah! Aber auch auf das Gesamtkulturleben unserer Stadt strahlte katholische Kulturarveit aus. die vor allem der Katholischen Aktion zu danken ist. Wir denken da an die Ausstellung für katholische Kunst in Kirche und Haus. die rund 23 000 Besucher sah. an die Schulungsarbeit, welche der Borromäusverein ge rade in diesem Jahre leistete, an die Schulung der Führer des katholischen Jungmännervervandes, an den Schulungs= und Delegiertentag der Arbeitervereine, an die Diözesantagung der Borromäusvereine, an das Dekanatsfest der Kirchenchöre, an die Aufführungen der Wienkoppgemeinde, die über den Stadtkreis hinaus bis tief ins Industrieland binein Interesse fanden, an die rührige Tätigkeit innerhalb der Kolpingsfamilie, an die vielen Einkebrtage. an den Schulungstag der Arbeiteringend. an die Schulungs= und Erziehungsarbeit innerhalb des K K V. Constantia“. und wir denken da nicht zuletzt an die gedankentiefen Vorträge, die anläßlich der religiösen Ausstellung abgehalten wurden, und an den Vortragszyklus des Eugenikers Professors Dr. Muckermann im Februar. Bester Ausdruck dieses tiefen religiösen Lebens in unserer Stadt ist die Verschönerung verschiedener Gotteshäuser, die durch Erneuerungsarbeiten ein schönes, neues Innengewand erhielten. Außerdem wurden die beiden Kirchen ChristKönig und St. Anna=West konsekriert und erhielt letztere ein prachtiges Glockengeläut. Groß war auch die Zahl der Inbiläen katholischer Vereine. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle sie alle noch einmal namentlich aufzuführen. Wenn das neue Jahr so wird. wie das scheidende, dann werden wir zufrieden sein und auch 1835 gern einen dankbewegten Neßsolog schretben. Feligiöse Nebenstehend: Eucharistische Feierstunde auf dem Wienkopp. Erste Reihe: St. Martin zieht durch die Christkönigsgemeinde, Dr. Stahl spricht auf der Schulungstagung der Borromäusvereine, der H. H. Erzbischof in Begleitung von Propstdechant Peters auf dem Wege zur Propstei Mittlere Reihe: Nfarrer Schiller von der Herz=Jesu=Kirche wird in sein Amt eingeführt, der H. H. Erzbischof besucht die Ausstellung für kath. Kunst, Pfarrvikar Schech beim Abwaschen der neuen Glocken von Anna=West. Untere Reihe: Die Christkönigsfeier der kath. Jugend in St. Meinolphus, der H. H. Weihbischof Baumann konsekriert die Kirche St. Anna=West, Ausschnitt aus der Aufführung auf dem Wienkopp. 3 Zum Jahreswechsel Fritz Waschul Ecke Rott- u. Kortumstrabe neben Caté Hackert Wünschen allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! mmmmn Unsern verehrten Gästen zum Jahreswechsel die Hermann Arztu.Frau Restaurant„Haus Düppe Bochum, Albertstraße anmmmmmn Mnmnn Herzlich. Glückwunsch zum neuen Jahr! Fritz Velten und Frau Restaurant, Brückstraße 3 Allen Gusten, Freunden Bekannten ein frohes neues Jahr Restaurant„Keglerheim Alleestraße 115 Prosit Neujahr vanscht Freunden und Bekannten Westfalenhaus Haus der Stände Willy Pielken u. Frau mmmmnmmn Allen Gästen und Bekannten, dem Stammtisch„Fidele Brüder“, dem Musikzirkel Bochum sowie dem Bezirks- und Ortsgruppenleiter der N. S. K. O. V. wünscht ein fröhliches neues Jahr Fritz Glasewald und Frau Restaurant Malteserstraße 13. Mnn um Bestaurant„Lur Waldesruh“ B.-Weitmar Breukerholz 8 Zum Jahreswechsel meinen werten Güsten die herzl. Glück und Segenswünsche Heinr. Borgböhmer und Frau Neute große Sivesterteler Am Neujahrstage Konzert Allen meinen Gästen, Freunden u. Bekannten ein gesegnetes Neujahr Große Silvesterfeier W. Leist. Große Beckstr. Gaststätte J. Klein Hellweg 26(Neumarkt) Wünsche meinenverehrten Gästen und Freunden ein trohes neues ahr! Silvester-Feier abends 7 Uhr Neujahrstag ab 5 Uhr Konzert Allen Gästen u. Bekannten wünscht ein fröhliches neues Jahr H. Grewel und Frau Restaurant. Zum Jügerhet Wiemelhauser Straße 10. Ab& Uhr abende Zilvester-Beier Restaurant Bornewasser Bochum, Klosterstrase! Silvester- und Kapelle Schäler, am Jass der bekannte Bariton Hermann Brandt. Unseren werten Güsten. Freunden und Beka anten frobet nenes Jahr Fritz Mintert ana Fra. Meinen werten Gästen zum Jahreswechse herzlichen Glückwunsch Rest. Wilh. Wegener Drusenbergstr. 78 Allen unsern werten Gästen, Freunden und Bekannten wunschen wir ein recht frohes Neujahr! Bernhard Felderhoff u. Frau Restaurant, Ecke Wittener Straße und Weilenbrink Die Zwei von derKortumstraße 2 wünschen ihren verehrten Geschäftsfreunden ein herzliches„enaur zum neuen Jahre Foto-Niggemeyer/ Lederwaren Paul Köllermann Allen unseren Gästen, Freunden und Bekannten ein fröhliches neues Jahr! Paul Elbracht und Frau Silvesterfeier Allen unseren werten Gästen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr Wilhelm Schulte u. Frau Marienplatz Bernecker Hof Meinen verehrten Gästen und Freunden rum Jahreswechsel die herzl. Glück- u.Segenswünsche Wirtschaft Seler Inh. Wilh. Kersten Bochum, Wiemelhauser Straße 423 Telefon 81902 Prosit Neujahr! Allenmeinen Gästen. Freunden u. Bekannten viel Glück und Segen Hellmuth Vocke Wiemelhauser Straße Ecke Wasserstraße Allen Gästen ein frohes neues Jahr wünscht Gaststätte Fritz Arndt essemer- und Maxstraßen-Ecke Meinen lieben Gästen, Freunden u. Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Elück- u. Segenswünsche Wilhelm Rost B.-Stiepel, Roomersheide 15 Allen Gästen ein frohes Neujahr! Robert Simon und Frau Wohlfahrt- u. Berneckerstr.-Ecke Meinen verehrten Güsten und Freunden zum Jahreswechsel die nerzl.Glück-u.Segenwünsche Gaststätte Ferd. Schmidt Bochum-Wiemelhausen Brenscheder Str. 40 Ruf 81130 Gesellschafts-Zimmer mit Piano. Emptehle zu Silvester Spirtrne zu billigen Preisen. Meinen werten Gästen baststätte Jos. henke „Zum Bierbrauer“ Bochum-Dahlhausen Allen Freunden u Ciônnern dies selte und jenseits des Jordans ein rones neues Jahr! wir auf unsere große Silvesterfeier B.-Dehihausen Lewackerstraße 220 Lin trohes neues Jahr wünecht allen Gäster Freunden u. Bekannten Wilh. Relnders Gaststätte Burgkeller Ein frohes neues Jahr wünscht allen Kunden Schröder& Baum Tapeten, Linoleum, Teppiche, Sto1fe Bochum, Kortumstraße 50, gegenôber der Reichsbank Feinbächerei Carl Gockel Ruf 64203 Bochum, Alleestraße 95 wünscht seiner verehrten Kundschaft ein Frobes neuas Jahr Zum Feste empfehle: gefüllte Berliner, Neusahrshörnchen sowie meine sonstigen anerkannt guten Backwaren. Torten in allen Ausführungen. Bestellungen erbitte rechtzeitig. Den Gästen des Stammhauses Köhler eln fröhllches neues Jahr Glück und Segen zum neuen Jahre wünschen allen Güsten und Bekannten Wilh, Piwitt u. Mutti Bochum, Wittener Struße 1.2 Meiner verehrten Kundschaft ein fröhliches neues Jahr Café Schipper Brückstraße 15 Empfehle zum Silvester meine aBerl.Ballen u. Neujahrskuch. Unseren lieben Gästen, Freunden Bekannten zum Jahreswechsel ein glückliches neues Jahr Heinrich Althoff u. Frau Café Althoff Prosit Neujahr! Brot- und Backwaren nur vom Besten, Kuchen, Torten zu allen Festen, Schokoladen, Marzipan Preist auch im neuen Jahre an Konditorel J.Röckinghausen Gr. Beckstr. 31 Telefon 69323 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr wünscht allen werten Kunden und Freunden Joseph Thiele sen. Feinbäckerei u. Konditorei Bochum. Wittelsbacherstraße 7 Zum Jahreswechsel meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche Bernhard Menne Feinbäckerei und Konditore Oskar-Hoffmann-Straße 30 u. 98 Yorkstraße 45 Unserer verehrten Kundschatt ein frohes neues Jahr Ed. Wickenburg Wittener Straße Meinen werten Kunden ein glückliches Neujahr! Metzgerei Theodor Schulte Bochum-Wiemelhauser Brenscheder Straße 50 Filiale Wasserstr. 211a Meinen werten Kunden Nießing& Timmermann Elektrizitäts-G. m. b. H. Bochum, Wiemelhauser Straße 15 Allen unsern Geschäftsfreunden zum Jahreswechsel die herzl. Glück- und Segenswünsche. Wir wünschen unsern verehrten Geschäftsfreunden im neuen Jahre Glüch und Ersolgl Märkische Dereinsdruckerei Schürmann aKlagges Der Silvesterabend im gemütlichen Heim durch Bohlmanss Teppiche Läuferstolfe, Tapeten Allen meinen werten Kunden die besten Wünsche für das Jahr 1935 Carl Bohlmann, Bochum nur Kortumstr. 107 Fernruf 69826 Unserer geehrten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzl. Glückwünsche. Gebrüder Limpinsel Bochum, Marlenstraße 29 Telephon 632 22 Meiner verehrten Kundschaft um Jahreswechsel die herzlichsten Glückund Segenswünsche Möbel-Gelhaus Brückstr. 47, Toreingang Allen meinen werten Lesern und Bekannten wünscht ein glückliches neues Jahr! Buchhandlung und Leihbüchere Kurt Jaekel, Rosenstraße 5 Meiner werten Kunschaft von Bochum und Umgegend zum Jahreswechsel die allerherzl. Glückwünsche Möbelhaus Spiekermann Bochum, Rottstraße 65 und 57 Ecke Roonstraße Die besten Wünsche zum Jahreswechsel entbietet Buchhandlung Brockmeyer Bochum. 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Mmnn miimnn Ein frohes neues Jahr wünscht Rottstraße Nähe Kortumstraße Mmajantutn Mmmmn 3. Beilage der Volks-Zeitung Montag, den 81. Dezember 194 Nummer 802— Seite 13 Treu den alten Idealen in das neue Jahr. Generalversammlung des kathol. Beamtenvereins. In der Bürgergesellschaft hielt der kath. Beamtenverein gestern seine ordentliche Generalversammlung ab, die wieder einmal mehr den Beweis erbrachte, daß, wie das materielle, so auch das ideelle Fundament des Vereins unerschüttert ist und daß seine Arbeit, die die Schaffung des katholischen und deutschen, pflichttreuen Beamten zum Ziel hat, auch heute noch notwendig ist zum Wohl des ganzen Volkes. In seiner kurzen Begrüßungsansprache gedachte der Vorsitzende Ganteför zunächst des verstorbenen Vereinsmitgliedes Laverino, der bis zum letzten Tage treu und gewissenhaft seinen Dienst tat und der als ein hehres Vorbild echten Beamtentums im Verein ein unvergessenes Andenken haben wird. Er gab dann dem Schriftführer Völker das Wort zum Jahresbericht, in dem sich eine ungemein vielseitige und reichhaltige Vereinsarbeit während des ver flossenen Jahres widerspiegelt. In der Vertie fung des Glaubens, in der Förderung der Be rufsauffassung, der Allgemeinbildung, in der Pflege des Kunstverständnisses, der Kameradschaft und der Geselligkeit hat der Verein in mancherlei Veranstaltungen Vorbildliches geleistet. Es würde zu weit führen, die Veranstaltungen im einzelnen aufzuführen. Von Interesse dürften noch einige Angaben über die Mitgliederbewegung sein. Sie zeigt auch im vergangenen Jahre eine steigende Tendenz; denn den 24 Austritten stehen 25 Neuaufnahmen gegenüber. Augenblicklich zählt der Verein 403 Mitglieder. Dex Kassierer Schenkelberg erstattete darauf den Kassenbericht, der bei 31 Mk. Einnahmen und bei 305 Mk. Ausgaben einen Bestand von 277 Mk. aufweist. Die Kassenprüfer Schütte und Linnhoff beantragten die Entlastung für den Kassenführer, der seit 10 Jahren bereits die Kassengeschäfte des Vereins ohne Tadel führt, die auch einstimmig erteilt wurde, wie auch der Jahresbericht zu Beanstandungen keine Ver anlassung gab. Die satzungsgemaß ausscheidenden Angehörigen des Vorstandes Völker, Bangen, Philipps, Melges wurden einstimmig für ihre früheren Aemter wiedergewählt. Für Verlängerter Straßenbahnverkehr am Silvesterabend. Am diesjährigen Silvesterabend werden auf den Straßenbahnlinien folgende Spätwagen eingelegt: Ab Bochum=Hbf. 1,30 Uhr in der Richtung nach Herne=Hbf., Hattingen=Post, Castrop=Rauxel, Stiepel=Frische, Wanne=Eickel Ab Bochum=Hbf. 2,25 Uhr in der Richtung Generalversammlung des Bochumer Kriegerund Landwehrvereins. den verstorbenen Wirtz wurde Niggemeyer für das Amt eines Beisitzers gewählt. Rechnungs prüfer für das kommende Jahr werden Linnhoff und Rüsing sein. In seiner aufrüttelnden Ansprache schilderte der geistliche Präses des Vereins, Religionslehrer Dr. Reinold, die Ideale der Beamtenbewegung. Mit einem Sieg=Heil auf den Führer, dem die Mannes=, Heerbanns= und Gefolgschaftstreue gelte, schloß er seine kurze Ansprache, ohne dabei der Saarländer zu vergessen, über deren künftiges Schicksal die Abstimmung am 13. Januar in knapp zwei Wochen entscheiden soll. Dem Verein ist eine Sterbekasse angegliedert, die anschließend ihre Generalversammlung abhielt. Der Schriftführer Völker erstattet wieder Jahresbericht, aus dem besonders bemerkenswert ist, daß die Sterbekasse 229 Mitglieder zählt und daß durch einen Abschluß mit der Provinziallebensversicherung in Münster bei einem monatlichen Beitrag von 60 Pfennigen jedem Mitglied im Todesfalle eine Summe von 150 Mk. ausgezahlt wird. Die Kassenverhältnisse sind besonders infolge des Abschlusses mit der oben genannten Versicherungsgesellschaft gut. Bei 2216 Mk. Einnahmen, denen 2585 Mk. Ausgaben gegenüberstehen, beträgt der Kassenbestand 1843 Mark. Die Prüfung der Kasse durch die Herren Hammerschmidt und Philipps hatte zu Beanstandungen keinen Anlaß gegeben. Die beantragte Entlastung wurde auch hier ebenfalls einstimmig erteilt, wie die Abwicklung der verschiedenen Punkte überhaupt mit einer überraschenden Präzision und Schnelligkeit vor sich ging und beredt Zeugnis ablegte von dem freundschaftlich-kameradschaftlichen Verhältnis, das im Beamtenverein herrscht. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß der Verein am kommenden Sonntag seine Weihnachtsfeier begeht, bei der 200 Kinder vom Nikolaus beschert werden, und daß im Maimonat eine künstlerisch ausgestaltete Marienfeier stattfindet, die die bekannte Sprecherin Hannah Huth aus Köln veranstaltet. nach Gelsenkirchen. Ab Bochum=Rathaus 1,30 Uhr in der Richtung nach Eppendorf=Denkmal, Langendreer=Hbf., Witten=Markt, Höntrop. Die Rückfahrt nach Bochum erfolgt: ab HerneBhf. 2 Uhr; ab Hattingen=Post 2,05 Uhr; ab Stiepel=Frische 2,10 Uhr; ab Wanne=Eickel=Hof. 2,10 Uhr; ab Eppendorf=Denkmal 1,45 Uhr; ab Langendreer=Bhf. 2,05 Uhr; ab Witten=Markt 2,15 Uhr; ab Höntrop 1,45 Uhr; ab Gelsenkirchen 1,30 Uhr. Geliebte Diözesanen! Sonntag, den 13. Januar 1935, wird im Saargebiet die Volksabstimmung stattfinden über die Frage, ob dieses deutsche Land und seine Bewohner in der durch den Versailler Gewalt frieden aufgezwungenen Trennung vom Deutschen Reiche verbleiben sollen oder nicht. Der für die Zukunft unseres Vaterlandes so folgenschweren Entscheibung, die in einigen Tagen an der Saar fallen wird, kann kein wahrhaft Deutscher gleichgültig gegenüberstehen. Als deutsche Katholiken sind wir verpflichtet, für die Größe, die Wohlfahrt und den Frieden unseres Vaterlandes uns einzusetzen. Unsere wirksamste Hilfe ist das Gebet. Deshalb verordnen wir, daß am genannten Sonntag in allen Kirchen nach dem allgemeinen Gebet drei Vaterunser und Ave Maria mit den Gläubigen gebetet werden, um einen für unser deutsches Volk segensreichen Ausgang der Saarabstimmung zu erflehen Paderborn, den 28. Dezember 1934. Die Bischöfe der Paderborner Kirchenprovinz: * Caspar, Erzbischof von Paderborn. * Josef Damian, Bischof von Fulda. * Josef Godehard, Bischof von Hildesheim. Silvester und Neujahr im Zeichen der Spitzenrosette. Die unermüdlichen Helfer im Kampf gegen Hunger und Kälte bieten in diesen Tagen auf den offentlichen Straßen und Plätzen, in den Kinos und Gaststätten das Winterhilfsabzeichen für Januar zum Kauf an. Bei den Heimarbeitern des Vogtlandes herrschte in den letzten Monaten emsige Tätigkeit, um die Spitzenrosetten herzustellen. Diese Volksgenossen, die jahrelang ohne Erwerb und Brot gewesen sind, haben durch diese Hilfsmaßnahme die Freude am Dasein wiedergewonnen. Wie die Helfer des Winterhilfswerks den Vertrieb der Spitzenrosetten als Pflichterfüllung im Dienste der Winterhilfe betrachten, müssen auch alle Volksgenossen bereit sein, das Abzeichen abzunehmen. Es darf nicht vorkommen, was immer wieder beobachtet werden kann, daß Volksgenossen achtlos an ihnen vorübergehen. Insbesondere darf wohl erwartet werden, daß bei den Silvesterfeiern kein Teilnehmer vorhanden ist, der nicht die Spitzenrosette des Winterhilfswerks trägt. Wer an Festlichkeiten und Vergnügungen teilnimmt, hat sicherlich den geringen Betrag von 20 Rpf. für die geschmackvolle Spitzenrosette übrig. Darum trägt jeder Deutsche am Silvester= und Neujahrstage das Januar=Abzeichen des Winterhilfswerks und bekundet dadurch, daß er sich auch im Jahre 1935 in die Kampffront gegen Not und Elend einreiht. Stadttheater Für den Silvesterabend und für Neujahr bereitet das Stadttheater seinen Freunden ein paar Stunden unübertrefflichen Frohfinns. Wie in jedem Jahr wartet auch diesmal Viktor Ahlers mit einer Neuheit auf, die die Stimmung fur die Mitternachtsstunde aufo beste vorbgreitet. Es ist der musikalische Schwank „Frischer Wind aus Kanada“ von Müller und Walter, in dem zur Hauptsache folgende Darsteller zu verzeichnen sind: die Damen Kuhlmann und Thiesfeld, die Herren Galbierg, Mayenknecht, Schieske und Schneider. Der„Frische Wind“, der sich an allen Bühnen, die ihn brachten, Beisall über Beifall einbolte, wird auch hier seine Wirkung nicht verfehlen. Die Erstaufführung hier geht außerbalb jeder Vormiete von 20 Uhr bis gegen 22.30 Uhr vor lich.— Neujahr wird nachmittags von 15,30 bis 17,45 Uhr wiederum das Märchenspiel„Peterchens Mondfahrt“ aufgeführt, außer Vormiete und zu den kleinen Preisen von 0,25—1,20 Mk. Die Außer=Vormiete=Vorstellung am Neujahrdabend(von 20 Uhr bis gegen 22.45 Uhr, man achte auf die Aufführungsgeit!) eine der beliebtesten Operetteninsgenierungen der letzten Zeit:„Wiener Blut“ don Nobann Strauß. * Neufahr Konzert des Städtischen Orchesters Bochum im Parkhaus. Unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann veranstaltet das Stadtische Orchester am Neufahrstage, nachmittags 4 Uhr beginnend, in den Parkbaussälen ein Unterbaltungskonzert. Programm: Triumph=Marsch aus der Ober „Aida“ von Verdi; Fest=Ouvertüre über deutsche Lieder von E. Lassen;„Auf Glückes Wogen“, Walzer von Waldteufel; Fantasie aus der Oper„Cavalleria rusticana“ von Mascaani; Ouvertüre zur Ope= rette„Die Fledermaus“ von Joh. Strauß; Fantasie aus der Operette„Die„Czardasfürstin“ von Kalman;„Ballsirenen=Walzer“ aus der Overette„Die luitige Witwe“ von Lébar; Powourri aus der Operette„Der Bettelstudent“ von Millöcker; Fahrt ins Neue Jahr“, Galopp von Faust.— Ein Sintrittsgeld wird nicht erhoben. -g. Im evangelischen Vereinshaus hielt der Bochumer Krieger= und Landwehrverein am Sonntagvormittag seine Generalversammlung mit Ehrung der Jubilare ab. Der Saal war aus diesem Anlaß festlich geschmückt. Nach dem Einmarsch der Fahnen ergriff der Vereinsführer Berina das Wort zur Begrützung. Er hieß insbesondere die Ehrengäste, den Landesfuhrer Böhmken=Dortmund, den Kommandeur der Schutzpolizei Oberstleutnant Sontowski, die Altveteranen Rosendahl, Breiten, Dreesen, Brauer, Neuert, die Ehrenmitglieder Justizrat Mummenhoff, von Oepen und Westermann sowie Direktor Klemmer=Saarbrücken herzlich willkommen und eröffnete die Versammlung mit einem Sieg=Heil. Der Vereinsführer machte dann einige Bekanntgaben. So beabsichtigt der Kyffhäuserbund, mit Genehmigung des Führers Adoif Hitler, die Errichtung eines Hindenburgdenkmals. Die Totenehrung für die Gefallenen des Weltkrieges findet am Sonntag Reminiscere(17. Marz) statt. Der Westfälische Abgeordnetentag 1935 findet in Bochum statt. Sehr günstig lautete die Mitteilung über die Entwicklung der Wohlfahrkskasse. Der Voranschlag für das Jahr 1935 wurde auf 19 000 RM mit einem Monatsbeitrag von 1,20 festgesetzt. Das Sterbegeld beträgt wieder 200 R für den Mann und 100 RMM für die Frau. Es folgte sodann von dem Vereinsführer die Ernennung des Beirats, und zwar als stellv. Vereinsführer Reichsbahnrat Sell; Leiter des Bezirks 1 Rechtsanwalt Pean, Bezirk 2 Rektor Dobke, Bezirk 8 Ing. Naumann; als Schriftführer Ziegler; Kassenwart Zernikow; Schießwart Förster; Fechtwart Wunderlich; Rechnungsprüfer Hosfeld, Bühlmann und Rüther. Nach der Neuaufnahme von Mitgliedern er nate in feierlicher Weise die Uebergabe der don der Schießgruppe des Bochumer Krieger= und Landwehrvereins errungenen Schießpreise des Kyffhäuserbundes, die der Landesführer Böhmken vornahm. Er tran kaus den Pokalen den Ehrentrunk auf das Wohl der siegreichen Mannschaft. Den besten Schützen der beiden Gruppen überreichte er dann noch eine Buchgabe für den Landesverband Westfalen. Mit dem Wunsch auf ein weiteres Gedeihen und Blühen des Vereins klangen seine Ausführungen in einem Hurra auf den Verein aus. Der Vereinsführer Berina dankte für die Ehrung und versicherte, daß der Verein fleißig weiter arbeiten werde, um auch im kommenden Jahre ehrenvoll die Wanderpreise zu verteidigen. Justigrat Mummenhoff dankte den Kameraden der Schießgruppe für ihr ehrenvolles Abschneiden namens der Vereinsmitglieder. Herzliche Worte fand der Vereinsführer bei der Bescherung der Altveteranen, denen er eine Geldspende überreichen konnte. Zum Schluß des offiziellen Teiles nahm der Vereinsführer die Ehrung der Jubilare vor, denen er den Dank für die gebaltene Treue aussprach. Es wurden geehrt für 50jahrige Mitgliedschaft August Mobring und Karl Schepp; für 40jahrige Mitgliedschaft Friedrich Bovenschulte, August Dilewski, Dr. Goertz. Otto Klein, Johann Preißel, Friedr. Platzek, Franz Scholz, Heinrich Weber, Hermann Heringlake und 17 Mitglieder für 2ahrige Mitgliedschaft. Nachdem Direktor Klammer=Saarbrücken einen mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag„Land und Leute an der Saar einst und jetzt“ gehalten hatte, wurde beschlossen, dem Führer Adolf Hitler und dem Bundesführer Oberst a. D. Reinbard ein Begrüßungstelegramm zu übermitteln. Begeistert stimmten die Anwesenden in das SiegHeil auf den Führer Adolf Hitler und das deutsche Vaterland ein. Mit dem Gesang der beiden Hymnen nahm die Feier einen eindrucksvollen Ausklang. Die As-Volkswohlfahrt zum Jahreswechsel. Der erste Abschnitt des Winterhilfswerkes 1934/85 liegt hinter uns. Durch vorbildlichen Opfersinn und Gemeinschaftswillen ist es gelungen, die ärgste Not von unseren Hilfsbedürftigen fernzuhalten und ihnen auch eine bescheidene Weihnachtsfreude zu bereiten. Dank gebührt allen Volksgenossen, die durch Verzicht und Selbstüberwindung Opfer gebracht und damit ihre nationalsozialistische Gesinnung durch die Tat bewiesen haben. Dank aber auch den vielen namenlosen Helfern und Helferinnen, die uneigennützig in stiller Pflichterfüllung zum bisherigen Gelingen der Aufgaben der NS=Volkswohlfahrt beigetragen haben. Noch ist Notzeit, die in einer Industriegroßstadt wie Bochum besonders spürbar ist. Es gebt daher auch zum Jahreswechsel keinen Stillstand in der Arbeit der NW. In den nächsten Monaten müssen alle Kräfte angespannt werden, um das Winterbilfswerk zum erfolgreichen Abschluß zu bringen. Es folgt dann wieder das Hilfewerk„Mutter und Kind“, das durch seine Familienfürsorge und bevölkerungspolitischen Aufgaben sowohl wirtschaftliche Not als auch die durch die leidvollen Kriegs= und Nachkriegsjahre entstandenen und drohenden gesundheitlichen Schäden beseitigen und verhüten will. Jeder Volksgenosse muß daher auch in Zukunft das Gefühl und das Verständnis dafür haben, was die Volksgemeinschaft von ihm fordern muß und darf. Darum ein glückliches neues Jahr im Geiste nationalsogialistischer tatbereiter Hingabe und Pflichterfüllung und in dem völkischen Bewußtsein: Dentschland für Dich— Du für Deutschland! Claas. Kreikamtsleiter der NSV. „Summa cum laude". Der Zahnarzt Ferdinand Schäfer, Sohn der Witwe Carl Schäfer, Bochum, Castroper Str. 143, promovierte an der Universität Greifswald zum Dr. med. dent, mit dem Prädikat„summa cum laude". :: Aus den Reichsberufsgruppen der Angestellten in der TAF. Die Berufsgemeinschaft der Techniker teilt uns mit, daß aus organisatorischen Gründen der für den 3. Januar 1935 vorgesehene Vortrag des Dr. Bär„Die deutschen mineralischen Rohstoffe“ auf den 10. 1. 35 verschoben ist. Der Vortrag„Probleme der deutschen Gaswirtschaft"(9. 1, 35) muß aus den gleichen Gründen verlegt werden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben Die nächste Ausgabe unserer Zeitung erscheini am Mittwoch, den A. Sanitar zur gewohnten Zelt. Die für diese Nummer bestimmten Anzeigen erbitten wir bis heute 18 Uhr. Dringende Familien=Anzeigen können noch am Neujahrstag von 11 bis 12.30 Uhr in unserer Geschäfts stelle oder telefonisch(Ruf 647 46) aufgegeben werden. Der Berlag Deutsche Heilige der Woche. Am 1. Januar. Der hl. Wilhelm wurde aus hochadeligem deutschen Geschlechte in Italien geboren und war Patenkind der heiligen Kaiserin Adelheid. Ale Abt von St. Benignus zu Dijon entfaltete er eine weitreichende Tätigkeit in der Erneuerung des Klosterlebens. Er starb am 1. Januar 1031.— Am 2. Januar. Der hl. Adelhard(auch Alard) war ein Vetter Karls des Großen, Abt von Corbie und Stifter des Klosters Korvei an der Weser(822). Der hl. Odilo war Abt von Cluni, ein Freund Kaiser Heinrichs II. und der Aebte Richard von Verdun, Wilhelm von Hirschau und Poppo. Er starb am 31. Dezember 1048.— 710r Pfarrer Dr. Mantel nahm Abschied vö. Am gestrigen Sonnlag nahm Pfarrer Dr. Mantel Abschied von seiner Gemeinde, die ganz in diesem Zeichen stand. Von einer weltlichen Abschiedsfeier hatte man auf seinen Wunsch Abstand genommen. Dafür jedoch verabschiedete sich Pfarrer Dr. Mantel in allen Predigten. Die große Beteiligung der Pfarrangehörigen an dem letzten Gottesdienst in der hiesigen Pfarrkirche um 7 Uhr gab der tiefen Verbundenheit mit ihrem Seelenhirten sichtbaren Ausdruck. In seiner Abschiedspredigt sagte Pfarrer Dr. Mantel u. a., daß er heute zum letzten Male hier im Gotteshause auf der Kanzel stehe und Gottes Wort verkünde. Morgen werde er seinem künftigen Wirkungskreise zustreben. Die Gemeinde Gerthe werde er aber nie vergessen. In allen Gebeten und hl. Messen werde er stets der Lebenden und Abgestorbenen gedenken bis zu seinem Tode. Aber auch die Pfarrangehörigen möchten seiner im Gebet gedenken. Unvergeßlich wird es allen bleiben, als Pfarrer Dr. Mantel zum letzten Male seiner Pfarrgemeinde B.=Gerthe den priesterlichen Segen vom weihnachtlich geschmückten Altare erteilte. Nach dem Hochamte hatten sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes versammelt, um sich von ihrem Pfarrer zu verabschieden. Im Laufe der ersten Woche des neuen Jahres wind Pfarrer Dr. Mantel nun in Hövelhof bei Paderborn seine neue Stelle antreten. Dem scheidenden Pfarrer spricht die St. Elisabethgemeinde auch an dieser Stelle den aufrichtigen Dank aus für alle Sorgen, Mühen und Gebete, die er der Gemeinde gewiomet hat. Dankbar wird sich St. Elisabeth seiner auch erinnern, wenn er sich in seinem neuen Wirkungskreise befindet. Beim Ableufen verunglückt. Kr. Hartes Geschick traf gestern vormittag die Familie des Grubengesteinshauers Emil Fr. aus dem Werner Hellweg, der auf der Schachtanlage Mansfelb bei der Abteufung beschaftigt war. Fr. wurde auf der Arbeitsstelle am Sumpfgrund des neuen Schachtes von einem niedergehenden Rammer derart unglücklich getroffen, daß er mit einem Wirbelsäulenbruch und schweren inneren Verletzungen besinnungslos zusammenbrach. Im Bergmannsheil erlag er in den gestrigen Vormittagsstunden den schweren Verletzungen. Zwischen Bürgersteig und Straße. Auf der Herner Straße, vor dem Hause Nr. 107, wurde ein Personenkraftwagen von einem Motorrad angefahren. Der Motorradfahrer erlitt einleichte Verletzung an der Nase und Hautabschürfungen an der linken Hand. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt. Am gleichen Tage wurde auf der Straße„Am Lohberg“ ein vierjähriger Junge von einem Radfahrer angefahren. Das Kind zog sich leichtere Verletzungen zu, Auf der Ecke Wiemelhauser= und Querenburger Straße stießen zwei Radfahrre zusammen. Beide Fahrer kamen zu Fall. Beide Fahrräder wurden erheblich beschädigt Die Diebeszunft bei der Arbeit. Auf dem Schlachthof in Bochum wurde einem Metzgergesellen, der für seinen Vater daselbst Gelder einkassierte, eine braune Geldbörse mit etwa 450 RM gestohlen. Die Geldbörse war mit Reißverschluß versehen. Das Geld bestand aus Fünfzig= und Zwanzigmarkscheinen und Silbergeld. Im Laufe des Tages wurden aus einer nicht verschlossenen Baubude an der Zeche Hannibal in Bochum ein braungrauer Gabardinemantel und eine hellblaue Jacke entwendet In der Nacht sind einem Einwohner der Eiberger Straße in B.=Dahlhausen aus dem verschlossenen Stall 3 Hühner und 1 Hahn entwendet worden In den letzten Nächten vor Weihnachten wurden einem Bauer der Nöckerstraße in B.=Linden durch Einsteigen in den Hühnerstall insgesamt 19 Huhner(Rhodeländer und Leaborn) entwende Doppelprimiz in zwei Pfarrkirchen. Die eine in St. Ankonius- die andere in 5t. Meinolphus. Hohe Freude herrschte gestern in der Pfarrei St. Antonius: ein Soyn dieser Gemeinde, der Herr Wilhelm Schausten, feierte sein erstes heiliges Meßopfer. Er ist der Sohn des Invaliden Wilhelm Schausten aus der Antonius=Gemeinde, um besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Vochum. Seine theologischen Studien machte er in Padergesanges und des vom Chor gesungenen Liedes„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ wurde der Primiziant in feierlichem Zuge wieder zum Pfarrhaus geleitet. Die Feier wurde beschlossen mit einer Fuge von Krebs, die W. Harzheim jr. auf der Orgel vortrug.— Nachmittags um 4 Uhr hielt der Primiziait eine Dankandacht mit Tedeum und Segen. Moge dem Neupriester ein langes, segensreiches Wirken beschieden sein! Dr. B. Gotiesdienstordnung stein von der Herz=Jesu=Pfarre in Hamme ein feierliches Hochamt zelebrierte. Als Presbyter=Assistens fungierte Vikar Lohoff. Die Responsorien wie auch die„Missa jubilaei solemnis“ fang der Kirchenchor unter der Leitung von Studienrat Hoischen in gewohnter Meisterschaft. In seiner Predigt knüpfte Pfarrer Meier im Anschluß an das Sonntagsevangelium an die Weissagung des greisen Simeon. Wie sie für das Leben des Messias zugetroffen sei und immer noch zutreffe, so habe sie auch für den Priester, den amtlichen Stellvertreter und darum in besonders hohem Maße Nachfolger Jesu Christi, ihre Gültigkeit. Auch der Priester ist gesetzt zum Falle oder zur Auferstehung der ihm anvertrauten Gemeinde und Priester und Volk müssen sich darum im inständigen und innigen Gebet vereinen, damit der Priester durch Gottes Gnade und Neufestsetzung des Ortslohnes. Das Oberversicherungsamt in Dortmund hat am 29, November 1934 für den Bezirk des Versicherungsamtes Bochum den Ortslohn(d. i. das ortsübliche Tagesentgelt gewöhnlicher Tagearbeiter) vom 1. Januar 1935 ab wie folgt neu festgesetzt: männlich unter 16 Jahren 1,20 RM, 16—21 Jahre 2,40 RM, über 21 Jahre 3,45 RM, weiblich unter 16 Jahren 0.90 RM. 16—21 Jahre 1.65 RM, über 21 Jahre 2.55 RM. Beistand, immer sich seiner hohen Aufgabe bewußt, mit allen seinen Kräften für das Gottesreich auf Erden im Weinberge Gottes arbeiten kann. Gottes reicher Segen und seine besondere Gnade möge den Neupriester in sein künftiges Arbeitsgebiet und sein ganzes Leben hindurch begleiten. Der Predigt folgte der Primizsegen und das Christkönigslied, das gemeinsam von der Versammlung der Gläubigen gesungen als ein mächtiger Schwur zu Christus und ein Bekenntnis und Gelöbnis der Treue zu seinen Stellvertretern, den Priestern, aufklang. Auch die Ehrengarde gab dem Neupriester auf dem Wege vom Pastorat zur Kirche das Geleite und im Verein mit den übrigen Fahnenabordnungen, mit den vielen Meßdienern gab sie dem Chor, das zudem noch im Lichter zweier kerzenübersäter schlanker Tannenbäume erstrahlte, ein feierlich-festliches Gepräge. )( Verlängerung der Krippenausstellung in Altenbochum. Bekanntlich veranstaltet der Jungmännerverein von St. Liebfrauen in Altenbochum eine Krippen= und Bastelausstellung, über die wir vor einigen Tagen bereits berichtet haben. Der Andrang der Besucher ist so stark gewesen, daß man sich entschlossen hat, sie bis zum Neufahrstage den Besuchern zugänglich zu machen. Der Besuch dieser Ausstellung, die wirklich hochwertige und ausgezeichnete Gegenstände zeigt, ist zu empfehlen. born, Münster und Osnabrück. Vom Bischof von Osnabrück wurde er am 22. Dezember 1934 zum Priester geweiht. Zahlreiche Mitglieder der Gemeinde hatten sich schon erhebliche Zeit vor Beginn des Primizamtes in der Kirche versammelt, um der erhabenen Feier beizuwohnen. Gegen 8,45 Uhr begaben sich der hochw. Klerus der Antoniuspfarre und eine Reihe anderer Priester, unter Vorantritt von Chorknaben, gefolgt von den Vertretern der kirchlichen Vereine, in feierlichem Aufzug aus der Kirche zum Pfarrhaus, von wo der Primiziant abgeholt wurde. Es waren die Repräsentationen des Arbeitervereins, des Jungmännervereins, des Kirchenchores, der Sturmschar, der Jungschar und der Ehrengarde. Festlich war der Weg von dort bis zur Kirche mit Fahnen und Wimpeln geschmückt. Auch die Häuser in der Nähe hatten Flaggenschmuck angelegt. Als der Primiziant die Kirche betrat, sang die Gemeinde feierlich das Lied„Komm, Schopfer, Geist, kehr bei uns ein“. Der hochw. Neupriester zelebrierte unter Assistenz von Pfarrer Simon ein Levitenamt, als Diakon fungierte Stadtvikar Schniet, als Subdiakon Vikar Kemper. Der Kirchenchor sang unter Nikolaus Harzheim's Direktion eine Messe für Soli,(gemischten) Chor und Orchester von Otto Nicolai in der Bearbeitung von Marcug Koch. Man hatte mit Ausnahme der Pauken die ursprüngliche Orchesterbesetzung beibehalten: Streichquintett, je zwei Klarinetten, Fagotte, Hörner und Trompeten. Dazu der 60—70 Stimmen umfassende Chor, so ergab sich eine imposante Klangfülle. Die Originalität und Anmut der Melodik sowie der reizende Farbenreichtum lassen sofort die Hand des Meisters erkennen. Die Messe stellte an die Mitwirkenden recht erhebliche Anforderungen, die indes unter der erfahrenen und feinsinnigen Leitung des Dirigenten bis auf wenige Geringfügigkeiten glänzend überwunden wurden. Das warm empfundene, flehende Kyrie bleibt noch ohne Trompeten, die aber bei dem lebhaften, so reiche Pracht entfaltenden Gloria den Glanz des musikalischen Ausdrucks steigern helfen. Von besonderer Innigkeit und Wärme ist hier u. a. die Solo=Stelle „Qui, tollis peccata...“. Das Kredo ist bei ansprechendstem melodischem Fluß dem Inhalt bis ins einzelne angepaßt und steigert sich am Schluß zu einer grandiosen Fuge. Zur Opferung erklang das festliche„Transeamus“ von Schnabel in gleicher Besetzung. Dem jubelnden, schwungvollen„Sanktus“ folgt ein zartes, beseligend anmutendes Vorspiel zum „Benediktus“, das mit sanfter Innigkeit erklingt, eine der schönsten Partien der Messe. Den Schluß bildet ein demutig bittendes Agnus Dei mit wunderoollen Klangwirkungen. Kehren wir nun nach diesem kurzen Seitenblick auf die musikalische Seite zu den gottesdienstlichen Handlungen zurück. Die Festpredigt hielt Pfarrvitar ckhardt von der Dreifaltigkeitskirche. Er schilderte zunachst in markigen, begeisterten Worten, welche Freude es für die Angehörigen des Primizianten und die ganze Antonius=Gemeinde sei, daß aus ihrer Mitte wieder ein Arbeiter für den Weinberg des Herrn gewonnen sei. Dann ging er zur Würde und Erhabenheit des Priesterstandes über und legte klar, wie der Priester an dem ewigen Priestertum des Sohnes Gottes teilnehme. Damit opfert der Priester in und mit Christus, mit ihm aufs innigste vereinigt. Darum sagt er bei der hl. Wandlung nicht „Das ist der Leib, das ist das Blut Christi, sondern er sagt:„Das in mein Leib, das ist mein Biut“. In unendlicher Liebe stieg der Sohn Gottes zur Erde berab und nann. von Maria, der reinsten Jungfrau, cie Menschheit an; ebenso steigt er in jeder heiligen Messe vom Himmel zur Erde herab und weilt unter uns in der Gestalt des Brotes.— Die Kirche ist der mystische Leib Christi. Ueber diesen hat der gottliche Heiland dem Priester die Sorge übertragen. Dieser muß sie betreuen und jederzeit für sie eintreten, auch in den Zeiten der Not und Verfolgung. Und dann wandte sich Pfarrvikar Eckhardt trostend und aufmunternd an den Primizianten. Gott habe ihn aus Gnade zum Priestertum berufen, und Gott moge ihm beständig die Enade geben, sein hobes Amt würdig zu verwalten. Nach Schluß der Primizmesse erteilte der Neupriester seinen Angehörigen und der Gemeinde den Primizsegen. Unter Klangen feierlichen GemeindeVor kaum einem halben Jahre haben drei Söhne der Pfarrei vom heiligen Meinolph in ihrer Pfarrkirche ihr Primizopfer dargebracht. Gestern riefen die Glocken die Gläubigen der Meinolphusgemeinde wiederum ins Gotteshaus zu einer Primizfeier des Neupriesters Stangier, der vor einigen Wochen im hohen Dom zu Osnabrück vom Bischof die Priesterweihe empfangen hatte. Kurz nach 9 Uhr wurde der Neopresbyter im feierlichen Zuge, geleitet von Meßdienern, Engelchen, der Ehrengarde und von den Fahnenabordnungen der verschiedenen kirchlichen Vereine und einer Fahnendeputation der„Unitas“, der der Primiziant während seiner Studienzeit in Münster angehört hatte, zur Kirche geführt, wo er am Hochaltar, nachdem das„Veni Creator“ verklungen war, assistiert von den Vikaren Kleffmann aus Dortm.=Höchste und KappenMontag, 31. Dezember 1934(Silvester).— Katholische Kirchengemeinden. Propstei. Silvester: 7,45 Uhr Hochamt zum Dank für die Gaben des verflossenen Jahres für die Pfarrgemeinde. Abends 8 Uhr Dankandacht mit Predigt, Aussetzung, Tedeum und Segen.— Neujahr: 6 Uhr hl. Messe. 6,45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 7,45 Uhr bl. Messe mit Predigt. 9 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Levitenhochamt. 11,16 Uhr hl. Messe mit Predigt. 6 Uhr Krippenfeier, Andacht und Segen. Christkönig(Franziskanerkloster). Silvester: B.30 Uhr Dankandacht für alle Wobltaten de flossenen Jahres. 20 Uhr feierliche Jahresschlußandacht mit Predigt unter Mitwirkung des Kirchenchors. Neujahr: 6 Uhr erste bl. Messe ohne Predigt. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,15 Uhr Kindermesse mit Predigt. 9,30 Levitenamt mit Festpredigt. 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. 17 Uhr Krippenandacht mit Predigt. Hl. Kreuz. Silvester: 8 Uhr Andacht mit Predigt, Tedeum und Segen. Neujahr: 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8.30 Uhr bl. Messe mit Predigt. 10.30 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Andacht. St. Marien. Silvester: 20 Uhr feierliche Jahresschle andacht mit Predigt, Tedeum und Segen. Um 12 Uhr ist feierliche Glockenläuten aus Anlaß des Jahreswechsels.— Neujahr: 6 Uhr erste bl. Messe. 7.15 Uhr Fruhmesse. 8.30 Uhr dritte bl. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr feierliches Hochamt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 2,30 Uhr Dankandacht und Segen. St. Josef. Silvester: 20 Uhr Andacht mit Prediat.— Neujahr: Die hl. Messen sind wie am Sonntag. 2.30 Uhr Dankandacht. Mariahilf(Klosterkirche). Silvester: 8 Uhr bl. Segensmesse. Abends 8 Uhr Segensandacht zu Ehren des hl. Gerard.— Neujahr: Der Gottesdienst ist wie an Sonntagen. St. Antonius. Silvester: 8.20 Uhr Gemeinschaftsmesse mit den Schulkindern. Abends 8 Uhr ist Andacht mit Predigt.— Neujahr: Gottesdienst ist wie an Sonntagen. St. Meinolphus. Silvester: Abende 8 Uhr ist Dankandacht mit Tedeum und Predigt.— Neujahr: Die bl. Messen sind wie Sonntags. St. Johannes, Boch.=Wiemelhausen. Neujahr: Gottesdienst wie an Sonntagen. Herz=Jesu, Boch.=Hamme. Silvester: Abends 8 Uhr Jahresschlußandacht mit Predigt und Segen. Neujahr: Morgens 6.30 Uhr bl. Messe. 8 Uhr bl. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. 2.30 Uhr Andachl. Dreifaltigkeit. Neujahr: 7 Uhr hl. Messe. Um 8 Uhr hl. Messe. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr ist Festandacht St. Franziskus, Boch.=Riemke. Silvester: Um 5 Uhr Andacht mit Predigt, Tedeum und Segen.— Neujahr: Gottesdienst wie an Sonntagen. 2.30 Uhr Andacht. 8 Uhr Taufen. Herz=Jesu, Bochum=Hordel. Neujahr: 6,30 Uhr erste bl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr Andacht. Dienstag, den 1. Januar 1935(Nenjahr). St. Franziskus, Boch.=Weitmar. Silvester: Abends 8 Uhr Andacht.— Neujahr: 6,30 Frühmesse. 7,30 Uhr zweite hl. Messe mit Predigt. 8,45 Uhr Hochamt mit Predigt. 10 Uhr Schulmesse mit Kinderpredigt. 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. 230 Uhr Vesper. 3 Uhr Taufen. St. Theresien, W.=Eppendorf. Silvester 20 Uhr hl. Messe für †† Eheleute Heinr. Schlüter. Abends 8 Uhr Jahresschlußandacht mit Predigt.— Neujahr: 7,30 Uhr Frühmesse zu Ehren des bl. Antonius. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Kinderandacht. 5 Uhr Andacht mit Predigt. St. Anna. Boch.=West. Silvester: 8 Uhr abends Dankandacht mit Predigt, Tedeum und Segen.— Neujahr: 7,30 Uhr hl. Messe mit Gesang und Predigt. 9 Uhr Kindermesse mit Gesang und Predigt. 10,16 Uhr Hochamt mit Gesang und Predigt. 2.30 Uhr Festandacht mit Segen. St. Liborius, Boch.=Grumme. Neujahr: 7 Uhr bl. Messe. 8,30 Ubr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Vesper. Liebfrauen, B.=Altenbochum. Neujahr: Die bl. Messen sind wie an den Sonntagen. 14,30 Uhr ist Dankandacht mit Segen. Liebfrauen, Boch.=Linden. Silvester 20 Uhr ist Andacht zum Jahresschluß.— Neujahr: Der Gottesdienst ist wie an den Sonntagen. St. Engelbert, Boch.=Dahlhausen. Neujahr: 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2 Uhr Taufen. 2.30 Uhr Dankandacht. St. Marien, Boch.=Stiepel. Neujahr: 7.35 Uhr Frühmesse 10 Uhr Hochamt 15 Uhr Andacht zum Namen Fronleichnam B.=Laer. Neujahr: 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Dank= und Bittandacht. St. Marien, Boch.=Langendreer. Neujahr: Um 7 Uhr bl. Messe. 8.30 Uhr bl. Messe mit Predigt. 10.15 Uhr Hochamt. 2.30 Uhr ist Andacht. St. Bonifatius, Boch.=Langendreer. Neujahr: 6.20 Uhr bl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Prediat. 2.30 Uhr Andacht. derz=Jesu, Boch.=Werne. Neujahr: 6.45 Uhr erste bl. Messe. 8.15 Uhr zweite bl. Messe mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr ist feierliche Vesper. St. Elisabeth, Boch.=Gerthe. Silvester: 20 Uhr Andacht mit Predigt. Ol. Geist, Boch.=Harpen. Neujabr: 7.30 Uhr ist Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2.30 Uhr Dankandacht. St. Josef, Boch.=Hiltrop. Neujabr: 7.30 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt. 2.30 Uhr feierliche Dankandacht. St. Marien, W.=Eickel. Neujahr 7 Uhr dl. Messe m. Predigt. 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9.30 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. St. Josef, W.=Eickel. Neujahr: 7 Uhr bl. Messe. Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Laurentius, W.=Eickel. Neujahr: 5.30 hl. Messe. 6.30 Uhr hl. Messe mit poln. Gesang 7,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8,15 Uhr hl. Messe mit Predigt. 9.15 Uhr Schulmesse mit Predigt. 10,15 Uhr Hochamt mit Predigt. 11.80 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Barbara, W.=Eickel. Neujahr: 6,30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9 Uhr hl. Messe. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. Herz=Jesu, W.=Eickel. Neujahr: 6,30 Uhr stil. hl. M. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. St. Franziskus, W.=Eickel. Neujahr: 7 Uhr bl. M. mit Predigt. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. 10,30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. St. Michael, Wanne=Eickel. Neujahr: Gottesdienst wie an den Sonntagen. Nachmittags 14,30 Uhr Dankandacht. St. Magdalenen, W.=Höntrop. Neujahr Gottesdienst wie an den Sonntagen. Evangelische Kirchengemeinden. Bochum=Altstadt. Christuskirche. Silvester: Abends 8 Uhr: Liz Schmidt.— Neujahr: 9.45 Uhr Liz. Schmidt. Friedenskirche. Silvester: Abends 8: Klose. Neujahr; 9.20: Hardt; KGD 11,30: Winnacker. Lutherkirche: Silvester: Abends 8: Hardt. Neujahr: 9.45: Liz. Lotz. Pauluskirche. Silvester: Abends 8: Henrici.— Neujahr: 9.30: Winnacker, mit Vorbereitung und Feier des heiligen Abendmahls. Krankenhauskapelle. 9,30; Dr. Ehrenberg. Johanneskirche: 9: masurischer Gottesdienst mit Abendmahlsfeier, Schneider. Hamme. Silvester: Abends 8: Silvestergottesdienst in der Kirche, Simon.— Naujahr: Hauptgottesdienst in der Kirche 9.45: Bach. Hauptgottesdienst in Wegescheid 0,45: Kraemer. Hiltrov. Silvester: 20: Gottesdienst(Frauenchor), Fortmann.— Neujahr 9,30; Gottesdienst, Fortmann, auch für größere Kinder, desgleichen mit Taufen innerhalb des Gottesdienstes(vor versammelter Gemeinde) nach besonderer Anmeldung. Hofstede=Riemke. Silvester abends 8: Silvestergottesdienst, Pitsch.— Neujahr 10: Festgottesdienst. Mübge. Dahlhausen. Silvester 8: Jahresschlußfeier, Neuhaus; anschl. Beichte und Abendmahlsfeier— Neujahr 9.30: Eiselen. Stiepel. Silvester abends 6: Jahresschlußfeier, Gottesdienst und Abendmahl im Lutherhaus, Husemeher; abends 6: Jahresschlußfeier, Gottesdienst und Abendmahl in der Kirche, Lohmeyer; 7: liturgische Jahresschlußfeier in Buchbolz, Pälmer.— Neujahr 9.30: Gottesdienst im Lutherhaus, Husemener. 11 ND; 10; Gottesdienst in der Kirche, Lobmener; 11,15: KGD; 10: Gottesdienst in Buchbolz, Pälmer. Wiemelhausen. Melauchthonkirche. Silveiter abends 8: Jahreeschlußgottesdienst, Dr. Klein.— Neujahr kein Fruhgottesdienst. 10: Engelbert. o Wünbch ieder, Brautist oin gemôtliches, aigenes Helm zu besitzen. Schöne, gediegene Möbel birgt meine große Ausstellung, wonn Sie nach Herzenslust unter mehreren hundert Zimmern wählen können. Bitte besuchen Sie uns unverbindlich. UHLANDSTR. 8 NAHE BROCKSTA Die Spitzengruppe der Bezirksliga gesprengt. Wessalig, TrS. Bechum, MBV. Linden und Witten 92 hielten ihre Positionen.- Dahlhausen geschlagen. In der 1. Kreisklasse wieder Punktgewinne der Favoriten.- Keine Klärung in den unteren Klassen. Der Start der Gruppe Bochum in die zweite Serie ließ eine Sprengung der Spitzen gruppe, in der acht Vereine dicht zusammenlagen, erwarten. Von diesen acht Vereinen blieb nur die Hälfte siegreich, und diese, Westfalia Bochum, die überraschend hoch gegen die Preußen gewann, der TuS., der mit dem V/B Gerthe große Mühe hatte. der MBV. Linden und Witten 92 hielten ihre Position, Witten konnte sie sogar verbessern. Von den restlichen vier Mannschaften hielt sich Schwelm noch, aber der SC. Dahlhausen, der überraschend in Gevelsberg verlor, der STV. Werne und Preußen Bochum haben augenblicklich kaum noch eine Chance, entscheidend einzugreifen. Witten 07 und Gevelsberg buchten schöne Punktgewinne, wodurch Gevelsberg vom letzten auf den drittletzten Platz kommt. Gruppe Bochum: Sportr. Gevelsberg'— SC. Dahlhausen 3:1, Witten 07— FC. Schwelm 1:1, Westfalia Bochum— V. Preußen 07 Bochum 5:1, TuS. Milspe— Witten 92 1:3, MBV. Linden— STV. Werne 4:2, VsB. Gerthe— TuS. Bochum 0:1, Die Tabelle. Gruppe Dortmund: TuVB. Mengede— Castrop 02 4:2, Schwarz=Gelb Unna— Union Haspe 2:1, Borussia Dortmund— Alemannia Dortmund 1:0, Hagen 72— Unna 08 3:2, Arminia Marten— BC. Bövinghausen 0:1, Wetter 1910— BV. Brambauer 4:2. Gruppe Gelsenkirchen: VfB. Bottrop— TB. Eickel 1:2, Gelsenkirchen 07— Erle 08 0:4, Horst=Emscher— Schwarz=Gelb Gladbeck 3:1. Buer=Hassel— VfF. Gelsenkirchen 7:0, SpVg. Röhlinghausen— Union Gelsenkirchen 3:1, Olympia Bocholt— SV. Rotthausen 2:0. In der 1. Kreisklasse behaupten sich die Favoriten der Gruppe A, Phönix und Sodingen, die nächsten Verfolger, Riemke, Börnig und Germania Herne spielten nur unentschieden, so daß sie jetzt für die Meisterschaft nicht mehr in Betracht kommen. In Grupve B wechselte die Führung wieder. Die TG. B.=Ehrenfeld spielte in Weitmar nur unentschieden, wodurch die siegreich gebliebene SpGem. 09=30 Wattenscheid wieder die Führung übernahm. Auch hier werden nur diese beiden Mannschaften das Ende unter sich ausmachen. Gruppe A: Teutonia Riemke— BV. Herne=Süd 1:1, Germania Herne— VfB. Börnig 3:3, Rasensport Herne— SpSp. Gerthe 1:1, Wanne 11— Phönix Bochum 1:4, SuT. Harpen— BC. Hordel ausgefallen, SpV. Sodingen 12— Preußen Wanne 4:2. Die Tabelle. Union Günnigfeld— SC. Altenbochum 4:0, Rheinelbe Leithe— Concordia Bochum 2:0, LFC. Laer— Langendreer 04 5:6, BV. Langendreer 07— Sp. Gem. 09=30 Wattenscheid 0:4, Westfalia Weitmar— TG. Bochum=Ehrenfeld 2:2, SpVg. 19 Wattenscheid— TuS. 26 Altenboch. 7:1. Die Tabelle. Recht hoch ging es in der 2. Kreisklasse ber. Die Favoriten Stiepel und Reichsbahn erzwangen keine Entscheidung, Wattenscheid=Ost und Rasensport Bochum, die beiden nächsten, lieferten sich einen solch harten Kampf, daß das Ende vorzeitig kam. Der Schiedsrichter brach wegen bedauerlicher Vorkommnisse das Spiel ab, und jetzt haben die Instanzen wieder einmal das Wort. Gruppe B: Reichsbahn=TuS. Bochum— SpSp. Stiepel 04 2:2 SC Werne 19— Fortung Bochum 4:1, SpFr. Wattenscheid=Ost— Rasensp. Bochum 1:1 abgebr., Polizei=SV. Bochum— Kaltehardt 2:1 In der 3. Kreisklasse wurde der Spitzenreiter Bochumer Verein, der durch Wegzug einige seiner besten Spieler verloren hat, abermals geschlagen. Aber die drei zur Meisterschaft nötigen Punkte werden die Lehrlinge in den kommenden fünf Spielen wohl noch einheimsen. Auch der Tabellenletzte, Querenburg, meldet endlich einmal einen Sieg. Gruppe A: BV. Gerthe=Hiltrop— Turnklub 89=92 Wanne 125, Union Wanne— BfL. Herne 1:1. Gruppe B: Germania Querenburg— TuS. Bruchstr.=Lgdr 522. To. Bochumer Verein— Preußen 11 Bochum 1:5, Borussia Bochum— SV. Kortum Bochum ausgef., Post=SV. Bochum— Schwarz=Weiß Bochum 1:3, TSVg. Laer 87— SpV. Constantin Boch. 1:2. An Neujahrsspielen ist nur ein Spiel bekannt geworden, und zwar der Kampf SV. Höntrop— MBV. Linden, zu dem die Höntroper mit dem jetzt spielberechtigten Stürmer Sylla antreten Ein schöner Erfolg der Germania Der Tabellendritte 95C Hagen unterlag ihr 1:3. Germania Bochum— DSC Hagen 3:1(2:0). Gemäß dem besseren Abschneiden der Hagener in der ersten Serie hatte man in Bochum gegen die Germania einen knappen Sieg des DSC Hagen erwartet, zumal die Germanen in den letzen Freundschaftsspielen nur mäßige Stürmerleistungen geboten hatten. Aber als es jetzt wieder um Punkte ging. da stellte sich eine andere Germania vor, die zwar alle Schwächen im Sturm noch nicht abstellen konnte, aber dafür mit einer spielerischen Gesamtleistung aufwartete die trotz Ergänzung verschiedener Posten durch jüngere Spieler an die beste Form der ersten Serie anknüpfte. Die größere spielerische Reife und das auf frischen Angriff eingestellte Spiel gaben den Bochumern im Felde gegenüber den stark defensiv spielenden Gästen ein klares Plus, und so war es nur eine Frage der Zeit, wie lange die dadurch mehr und mehr beschäftigte Deckung Hagens diesen Angriffen standhalten würde. Um so besser konnte Germanias Läuferreihe in den Gang der Geschehnisse eingreifen und dem eigenen Sturm einen großen Rückhalt bieten. Und das besorgten die Läufer, die ja den besten Mannschaftsteil bei der Germania ab, geben, auch gründlich. Jedenfalls bestimmte der Platzverein das Tempo des Spiels und den Gang der Handlungen, der Gegner aber war nur in wenigen Phasen des Kampfes in der Lage, sein Spiel zu spielen und das Bochumer Tor ernstlich zu gefährden. Die 2000 Zuschauer waren zumeist erstannt über das starre Schema des Gästespiels, man hatte von dem Tabellendritten eine bessere Leistung und vor allem ein energisches Angriffsspiel erwartet. So aber blieb es nicht aus, daß der Gast auch mit seinen drei frischgebackenen Repräsentativen recht sang= und klanglos einging. Hagen war in der bokannten Aufstellung erschienen, die Germanen dagegen hatten wieder einen von der älteren Generation, Grigutsch, gegen Schneider ausgewechselt und Bida auf halblinks gestellt. Die eben gekennzeichnete Spielweise Hagens ließ die Hintermannschaft die Hauptlast des Kampfes tragen. So fand Engel immer wieder Gelegenheit, einzugreifen, und oft genug verriet er den Klassetorwart. Die durch den repräsentativen Mittelläufer Volmer verstärkte Verteidigung wehrte zwar viel ab, ohne indessen mehr als Durchschnitt zu zeigen, und das gilt auch für die Außenläufer. Die Verbindung zum Sturm hielt der Halblinke Hemmerich aufrecht. Die übrigen Stürmer waren zwar schnell, aber auch ohne größere Schußkraft, und so hatte der gegenerische Tormann kaum einen Kernschuß zu halten. Der Sieger hat den Erfolg in erster Linie seiner Läuferreihe zu verdanken, die technisch und taktisch eines ihrer besten Spiele lieferte. Alle drei sind in einem Atemzuge zu nennen, und doch überragte der Mittelläufer noch seine Nebenleute. Der nicht sonderlich stark beschäftigte Torwart Lasarski 2 war sehr sicher. In der Verteidigung überragte der routinierte Trawny. Sein Nebenmann Fischer assistierte ihm ausgezeichnet. Germanias Sturm hat in dem Brecher Philipp den Torschützen, auf den das Spiel zu sehr abgestimmt ist, was zur Gefahr werden kann. Nun, diesmal traf Philipp trotz sorgfältigster Bewachuing durch Volmer zweimal ins Schwarze. Bida war besonders gut aufgelegt, durch seine Dribblings und Tricks brachte er die gegnerische Deckung oft in Not. Kalinka ist technisch gut, aber noch etwas zu weich und zu unentschlossen. Schnell, aber zumeist ohne Effekt war das Spiel der Außenstürmer. Nach klarer Ueberlegenheit der Platzleute fiel der erste Treffer etwa 20 Minuten nach Spielbeginn. Einen zweimal abgewehrten Ball nahm Philipp auf und schoß ihn ins leere Tor. Zwischendurch wurde Hagen nur bei einem nergischen Vorstoß gefährlich, sonst gaben auch weiterhin die Germanen den Ton an, und in der Schlußminute der ersten Spielzeit verbuchte Philipp das zweite Tor, er 3og nämlich eine Prachtvorlage seines Mitelläufers über den Kapf des herauslaufenden Hagener Torwarts ins Netz. Auch nach dem Wechsel bestimmten zumeist die Bochumer den Gang des Geschehens, Hagen hatte Glück bei manchem Torschuß. Ein Handspiel Volmers ergab Mitte der Spielzeit einen Strafstoß, den Germanias Mittelläufer, der Spezialist für solche Angelegenheit, durch die Mauer der Hagener in die Torecke schickte. Nun ging Volmer in den Sturm mit dem Ergebnis, daß er acht Minuten vor Schluß eine Ecke erzwang und diese hann auch selbst einköpfte.— Schiedsrichter Vollmer(Hamm) war nicht kleinlich. 5:1 für Westfalia Bochum im Lokaltreffen über die Ver. Preußen 07. Aber nur 1:0 für den Tus. Westfalia— Ber. Preußen 07 Bochum 5:1(4:0). Auch das Rückspiel sah die Westfalen glatt in Front. Sie sicherten sich den Sieg auf Grund ihrer weitaus besseren Gesamtleistung, während die Preußen sehr enttäuschten. Die Platzleute hatten in ihrer Mannschaft kaum eine schwache Stelle. In der Verteidigung war an Stelle von Faßbender der bisher in der Läuferreihe spielende Mischock getreten, der gemeinsam mit Schmidt eine sichere Verteidigung bidete. Der Torwart Westfalias wurde vor keine große Aufgabe gestellt. Sehr gut besetzt war die Läuferreihe mit Cezorra—Zielasko—Distelrath 2. Der Mittelläufer zeigte ein gutes Aufbauspiel, denn das planlose Spiel des gegnerischen Sturms machte ihm die Abwehr recht leicht. Dabei wurde er von seinen beiden Außenleuten gut unterstützt. Das Zusammenspiel mit dem Sturm war ebenfalls vorzüglich. Die stärkste Waffe hatten aber die Westfalen in ihrem schnellen Sturm. Lediglich der Linksaußen fiel zeitweilig gegenüber seine Mitspieler ab. Distelrath war wieder der Reißer. In der ersten Halbzeit diktierten die Platzleute stets den Kampf, aber in der zweiten Spielhälfte ließen sie stark nach. Die Gästemannschaft enttäuschte auf der ganzen Linie. Sie spielte ohne jeglichen Zusammenhang. Die Verteidigung hat zwar einen befreienden Schlag, ist aber bei einem wendigen Gegner doch zu schwerfallig. Die Läuferreibe, sonst Preußens Stärke, spielte recht schwach. Meinhardt zog es vor, sich ständig mit dem Unparteiischen zu unterhalten, statt sich mehr dem Spiel zu widmen. Auch Kamelski erreichte nicht seine sonstigen Leistungen, während der rechte Läufer die schwächste Stelle der Mannschaft bildete. Im Sturm svielte O. Szepanek wieder einmal Rechtsaußen, verstand sich aber nicht mit dem Halbrechten. Glatz in der Mitte hat schon bessere Leistungen gezeigt. Vergeblich mühte sich Sterna als Halblinker ab, System in das Angriffsspiel seiner Mannschaft zu bringen, er wurde von seinem Linksaußen recht gut unterstützt. In der Ausnutzung der sich bietenden Torgelegenheiten waren die Weitfalen viel entschlossener, bei mehr Ueberlegung im Preußenangriff hätte die eine oder andere gute Torchance zu Gegentreffern ausgenutzt werden können. Die Gastreber spielten mit Wind und Sonne im Rücken. Ihre flüssigere Srielweise sicherte ihnen eine Feldübergelegenheit. Bereits nach wenigen Minuten verhalf Preußens rechter Läufer dem Gegner zum billigen Führungstreffer, als er dicht vor dem Tor einen hohen Eall ins Tor lenkte, den auch Preußens Torwart nicht mehr erreichen konnte. Im Anschluß an eine abgewehrte Ecke setzte dann wenig später der Halbrechte der Westfalen das Leder zum zweiten Male ins Preußentor. Die Gegenangriffe der Gäste waren ohne Erfolg und scheiterten meistenteils an der Abwehr der Westfalen. Ein schöner Alleingang von Distelrath brachte den dritten Treffer und ein Elfmeterball stellte dann das 4.0-Halbzeitergebnis für Westfalia ber. Schon kurg nach dem Anstoß hieß es gar 5:0. Der Kampf nahm nun an Härte zu. Preußen hielt das Spiel offener, aber bis auf einen Elfmeterhall, den Glatz verwandelte, langte es nicht weiter zu Toren, obwohl im Laufe der zweiten Halbzeit gute Torgelegenheiten ausgearbeitet wurden. Der Schiedsrichter bot die schwächste Leistung auf dem Spielfelde, nicht nur, daß er Unsvortlichkeiten auf beiden Seiten durchgeben ließ, er benachteiligte die Mannschaften durch falsche Entscheidungen, war jedenfalls für solch ein Lokaltreifen ungeeignet. VfB Gerthe— TuS Bochum 0:1(0:1). Daß der Achtungserfolg der Gerther gegen den Tabellenführer Westfalia kein Zufall war, bewiesen die Gerther gestern gegen den TuS. Der sehr knappe Sieg der Bochumer ist auf Grund ihrer besseren Gesamtleistung wohl verdient, aber bei etwas mehr Entschlossenheit hätten die Gerther einen anderen Spielausgang herbeiführen können. Ihre beiden Außenstürmer fielen von der sonst eifrigen Mannschaft merkbar ab Der TuS war dagegen auf allen Posten gut besetzt. Besonders aber die Verteidigung fiel durch ihre gute Arbeit auf. Daß beide Mannschaften einen Handelfer nicht auszuwerten verstanden, dürfte nur selten vorkommen. Bei völlig verteiltem Spiel boten sich auf beiden Seiten schöne Torgelegenheiten, aber die Hintermannschaften retteten stets. Er schien schon so. als ob die erste Hälfte lorlos auslaufen würde als wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff Gerthes rechter Verteidiger den Ball nicht weit genug fortschaffte und Menski unhaltbar einsandte. Die zweite Halbzeit begann mit einer Drangperiode des Gastgebers. Bei einem Bochumer Vorstoß gab es im Gerther Strafraum Hand und Gerthes Schicksal schien besiegelt. Wisnewski im Gerther Tor konnte jedoch den von Gockel schwach geschossenen Ball meistern. Mit neuem Mut leiteten die Gerther ihre Angriffe ein. Ihnen bot sich auch die Ausgleichsmöglichkeit, als der Schiedsrichter einen Handelfer gegen den TuS. verhängte, aber auch Schmidtkes schwacher Schuß wurde eine Beute von Kuskowitz. Für die Folge wickelte sich das Spiel hauptsächlich in Bochums Hälfte ab, während der TuS. mit schnellen Vorstößen gefährlich blieb Auch Linden gewann. MBV. Linden— STV. Werne 4:2 1:2). Wenn man geglaubt hatte, den MBV. auf Grund der letzthin in Gesellschaftsspielen gezeigten Leistungen in dem ersten Meisterschaftsspiel der 2. Serie klar in Front zu sehen, wurde man wieder einmal schwer enttäuscht. Es zeigte sich in diesem Spiel mit aller Deutlichkeit, daß Linden ausgesprochene Kampfmannschaften, wie es die des STV. Werne ist, nicht liegen und daß die Lindener in solchen Spielen immer ihre liebe Mühe und Not haben, um als Sieger hervorzugehen. So war es auch dieses Mal. Linden spielte zwar den technisch feineren und ausgeprägteren Fußball, erreichte aber damit nicht viel bei den Gästen, die flink und energisch eingriffen und Lindens Kombinationszüge störten und zerstörten. Obwohl die Werner in ihrer Sturmreihe drei Ersatzleute— für Jähn und die Gebrüder Kaspar— hatten, legten sie mit dem Anstoß gleich energisch los, und schon in der 4. Minute erzielten sie ihr erstes Tor, als der Lindener Torwart einen Ball nur schwach abwehrte und ein Läufer aus dem Hinterhalt einsandte. Es dauerte dann noch einige Minuten, bis endlich Linden sich mit der Spielweise der Werner etwas vertraut gemacht hatte. Eine Flanke von Wolf schoß Erdmann zum Ausgleichstreffer ein. Der MV. hatte weiterhin etwas mehr vom Spiel, aber auch Werne war nicht müßig. Als in der 41. Minute der linke Läufer Lindens einen vom Torwart verpaßten Ball von der Torlinie wegbefördern wollte, muß er ihn nach Ansicht des Schiedsrichters wohl mit der Hand berührt haben. Den dafür gegebenen Elfmeter verwandelte Karca 2 sicher. Zu Beginn der 2. Halbzeit war Linden gleich im Angriff. Eine Serie von Schüssen auf Wernes Tor in der 4. Minute brachte als Erfolg nur eine Ecke, die aber auch erfolglos bieb. In der 12. Minute wurde Lindens rechter Läufer Stratmann im Strafraum von zwei Werner hart genommen, so daß er zu Fall kam. Den dafür verhängten Elfmeter schoß Jezierski zum Ausgleichstreffer ein. Drei Minuten später verpaßte Wernes linker Verteidiger einen Ball. Wolf gab ihn zur Mitte, wo Mann bereit stand und das 3. Tor besorgte. Der bis dahin beste Werner Spieler Karcz mußte noch vor Wiederanstoß nach einem Zuruf an den Schiedsrichter den Platz verlassen. Trotzdem gaben die Gäste das Spiel noch nicht verloren. Sie leiteten noch verschiedene gefährliche Angriffe ein, die Lindens Hintermannschaft zum Einsatz ihres ganzen Könnens zwangen. Erst das 4. Tor Lindens in der 27. Minute, durch Erdmann erzielt, entschied das Spiel. Der Kaiserhof wieder in Betrieb. Es hatte eine ganze Anzahl Monate gedauert, der Kaiserhof, dieses altrenommierte Hotel und Restaurant, das ein gutes Stück Bochumer verkörpert, so weit war, daß er in völlig neuem Gowande seine Pforten wieder öffnen konnte. Zwar wurde ein Teil dieses Hauses, das schon gut bekannt gewordene Automaten=Restaurant, schon vor etlichen Wochen eröffnet. Vom ersten Tage an bestand es seine Cxistenzprobe und bewies dem Pächter, wie recht er mit seiner völligen Umänderung hatte. Denn seit dem Eröffnungstage herrscht in diesem Restaurant ein Geschäftsbetrieb, wie ihn sich mancher Wirt wünschen möchte. Samstag nun wurde auch der eigentliche Hotelbetrieb und die Gaststätte des ältesten Bochumer Gasthauses eröffnet. Die Außenfassade dieses umgebauten Hauses haben wir ja schon seit Monaten studieren können. Zunächst wurde bekanntlich die Vorderfront um mehr als einen Meter zurückversetzt, um dem hier tagaus tagein brandenden Verkehr mehr Raum zu schaffen. Schon diese Rückverlegung stellte an die Bauleute eine Aufgabe, die nicht leicht zu lösen war, die aber trotz aller Schwierigkeiten zur vollsten Zufriedenheit aller bewältigt wurde. Die Symmetrie des Straßenbildeg wurde durch Höherziehung gewahrt. Aus Muschelkalk mit Tufsteingesimsen wurde eine Außenfront geschaffen, die als schmuck und vornehm angesprochen werden kann und diese altbekannte Gaststätte schon äußerlich bestens repräsentiert. Durch Tieferlegung der Keller kamen die früheren Stufen in Fortfall. Sehr glücklich auch wurde die Frage der Aufteilung des Parterregeschosses gelöst. Das Antomaten=Restaurant wurde mit seinen Eingangstüren und Fenstern noch weiter zurückverlegt, während beide Seiten durch vorspringende Geviert flankiert werden. Der Vorteil besteht darin, daß der Straßenverkehr, auf den hier vor allem Rücksicht genommen werden mußte, bei allem Gedränge sich doch auf dem Bürgersteig ungehindert vollziehen kann. Hotel und Hotelrestaurant haben einen vom Automaten gesonderten Eingang erhalten, wie das ja auch nicht anders denkbar war. Das Restaurant ist vollkommen modernisiert. Jeder Eintretende ist überrascht durch die hellen, vornehmen Wandtönungen, die durch einige ausgewählte Gemälde besonderg belebt werden. Dem Eingang gegenüber liegt das Büffet, gediegen aufgemacht. Die Beleuchtung bieten keizenbesetzte Leuchter von künstlerischer Eigenart. In einer gemütlichen Ecke steht der runde Stammtisch mit Sesseln, von dem aus Eingang und Büffet nicht sichtbar sind, so daß man ungestört sich der Gemütlichkeit hingeben kann. Braune Holztäfelung an den Wänden strömt Behaglichkeit und Wärme aus. Eine neuzeitliche Ventilationsanlage sorgt für ausreichende Belüftung. Mustergültig sind auch die Toiletten=Anlagen. Besondere bauliche Schwierigkeiten bereitete natürlich auch die obere Raumaufteilung. Aber auch hier hat der Fachmann eine glückliche Hand gehabt. Zu diesem Zwecke hat man ein geräumiges Treppenhaus eingebaut, das neuzeitlichen Ansprüchen entspricht und den Logisgast sympathisch berührt. Die Treppe mündet in zwei Säle, die ebenfalls eine moderne Innenausstattung erfahren haben. Der eine ist viereckig, groß und geräumig und dürfte 200 bis 20 Personen fassen, der andere schließt sich an, ist für etwa 50 Personen berechnet und als kleines Versammlungszimmer gedacht. Beide können durch eine Harmonikatür räumlich getrennt werden. Hier sind es die schmucken Fensterdekorationen und die eigenartigen Leuchter, die neben der hellen Wandtönung diesen Gasträumen ein ganz besonderes und behagliches Gepräge geben. Ganz abseits von diesen Sälen liegen die Einzelzimmer, die ebenfalls modernisiert worden sind. Zurzeit stehen 22 Betten zur Verfügung. Auf derselben Etage, aber völlig abgesondert, liegen die Küchenräume, die besonders groß sind, da sie den anspruchsvollen Betrieb des Automatenrestaurants mitzubewältigen haben. Die Logiszimmer entbehren natürlich nicht den neuzeitlichen Komfort. Sie haben fließendes Wasser und Telefon, eine maderne Heizungsanlage sorgt für die nötigen Temperaturen im ganzen Haus. Sämtliche Bau= und Ausstattungsarbeiten sind von Bochumer Firmen ausgeführt. Sie haben aus dem alten Bau eine modetne Gaststätte gemacht, die jeder Großstadt Ehre macht. Es ist die beste Reklame für sie. Keiner, der den alten Mniserhof noch in Erinnerug hat, wird dieses neue Haus wiederkennen, so ghendlich ist die Umgestaltung vor sich gegangen. Für Bochum aber bedeutet der neue Kaiserhof eine wertvolle Bereicherung, die umso bedeutungsvoller ist, als dieses Haus mitten im Stadtzentrum gelegen ist. Mögen die Hoffnungen, de Inhaber und Pächter an dieses Haus geknüpft haben, restlos in Erfüllung dehe Deulsches Fußball=Panorama Bombensiege er letzte Sonnlaa des Jahres brachte: Ueberraschungen am Niederrhein und in Baden der Gaumeister von Schlesien und Sachsen Fürih schaffie es erneui Gau Ostpreußen: BfB. Königeberg: BUE. Danzig Tilsiter SC.: SV. Insterburg Rasensp. Preußen Königsberg: Gedania Danzig York Insterburg: Rastenburger Se Hindenburg Allenstein: Masovia Lych Gau Pommern: uswahlspiel Ost: Westpommern Gau Brandenburg: Tennis Borussia: Minerva 93 Blau=Weiß: Spandauer SW. Hertha=BSC.: V/B. Pankom Union Oberschöneweide: Viktoria 80 1. FC. Guben: Berliner SV. 92 Gau Schlesien: Beuthen 00: SC. Schlesien Haynau Vorw. Rasensp. Gleiwitz: SC. Vorw. Breslau Deichsel Hindenburg: Ratibor 03 Breslauer FV. 06: SC. Hertha Breslau Breslauer Spog. 02: FC. Preußen Hindenburg Rau Sachsen: Dreodner SC.: Wacher Leipzig BfB. Leipzig: Sportfreunde 01 Dresden SC. Planitz: Polizei Chemnitz BfB. Glauchau: SuBC. Plauen au Mitte: Viktoria 96 Magdeburg: Steinach 08 Wacher Halle: Spog. Erfurt SC. Erfurt: Merseburg 90 BfL. Bitterseld: 1. SC. Jena Gau Nordmark: Gauspiel Nordmark: Sudwest Polizei Lübech: St. Pauli Hamburg Borussia Kiel: Holstein Kiel Gau Niedersachsen: Hannover W: Eintracht Braunschweig Bremer SV.: Arminia Hannover (6 Hildesheim: Borussia Harburg Biktoria Wilhelmburg: 1911 Algermissen Komet Bremen: Werder Bremen Gau Westsalen: Westfalia Herne: SuS Hüsten 00 Union: Viktoria Rechlinghausen Germania Bochum: DSC. Hagen Gau Niederrhein: B[L. Benrath: Rot=Weiß Oberhausen Homberger SV.: Fortuna Düsseldorf Ahendter SV.: TSV. Duisburg 99 03 AfL. Preußen Krefeld: Borussia Gladbach 21 FV. 08 Duisburg: Schwarz=Weiß Essen 2:1 Gau Mittelrhein: VfR. Köln: Sülz 07 6:1 Westmark Trier: CfR. Köln 1:1 Kölner SC. 99: Mulheimer SV. 2:1 FC. Idar: Eintracht Trier 3:0 Blau=Weiß Köln: Bonner FV. 6.0 Gau Nordhessen: FC. Hanau 93: Sport Kassel Borussia Fulda: Germania Fulda 2:0 Kurhessen Kasse!: Hessen Hersfeld 3:1 Gau Südwest: Union Niederrad: FSV. Frankfurt 1:1 Gau Baden: VfB. Muhlburg: SV. Waldhof Mannheim 2:1 FC. Pforzheim: VfL. Necharau Mannheim 08: Phönix Karlsruhe Germania Karlsdorf: Karlsruher FC. 1:1 Gau Württemberg: SV. Feuerbach: SSV. Ulm 1:3 Gau Bayern: ASV. Nürnberg: Spog. Fürth 0:1 Augeburger BC.: München 1860 1:0 Spog. Weiden: Jahn Regensbburg 1:1 Fußball im Ausland Belgien: Racing Gent: Racing Mecheln 0:0 C. Mecheln: Union St. Gilloise 2:2 Daring Brüssel: Standard Lüttich 1:3 White Star AC.: TSV. Lyra 1:0 Liersche SK.: Belgica Edeghem 4:3 FC. Antwerpen: Beerschot Berchem Sport: CS. Brügge 21 Frankreich: Raeing Straßburg: Excelsior Roubaix 1:1 Red Star 01 Paris: SC. Sete 3.4 SO. Monpellier: SC. Nimes 0:3 FC. Sochaux: AS. Cannes 4:2 FC. Mühlhausen: FC. Fives Lille 1:0 Olympique Lille: Stade Rennes 3:1 FC. Antibes: Olympique Marseille 1:7 Olympique Alesie: Racing Paris 7:2 Schweiz: Concordia Basel: FC. Biel 2:3 Nordstern Basel: Lausanne Sports 2:2 Young Fellows Zürich: FC. Chaux de Fonds 3:0 Etoile Carouge: Servette Genf 1:2 Joung Boys Bern: Graßhoppers Zürich C. Lugano. FC. Vasel JC. Kreuzlingen: SC. Stuttgart(Ges.) Italien: AS. Rom: Stuttgarter Kichers Genua 93: FC. Bern— FC. Mailand: Hungaria Budapest abgebr. 1:1 8:3 Handball=Querschnitt GGau Pommern: Preußen Stettin: Stargander Tschft. KTV. Stettin: TV. Grabow 61 Gau Brandenburg: Polizei Cottbus: Polizei Berlin=Spandau Gau Sachsen: Sportfr. 01 Dresden Leipzig Tgd. Pirna: TuB. Werdau Spog. Leipzig: TV. Beierfeld ATV. Leipzig=Schöneseld: TV. Chemnitz Gau Mitte: Junkers Dessau: Polizei Magdeburg TV. Magdeburg=Neustadt: VfB. 96 Halle Polizei Halle: Tschaft. Gera=Zwötzen Gau Niedersachsen: Limmer 1910: MTV. Braunschweig Tkl. Hannover: VSK. Bremen Germania List: 96 Hannover (Gau Westsalen: WfL. Hagen: Hindenburg Minden Schalhe 04: Polizei Bielefeld Polizei Dortmund: DSC. Hagen TuS. Eilpe: Arminia Bielefeld Gau Mittelrhein: TV. Siegburg=Mülldorf: VfR. Koln Mülheimer SV.: TV. Algenrodt 4:5 TV. Niederpleis: TV. Köln=Kilk TV. Obermendig: TV. Koblenz Gau Südwest: Pfalz Ludwigshafen: Tgs. Offenbach SV. 98 Darmstadt: TV. Friesenheim TSV. Herrnsheim: VfR. Schwanheim TV. Haßloch: BfR. Kaiserslautern SV. Wiesbaden: Polizei Darmstadt Gau Baden: SV. Waldhof: Tschft. Beiertheim FC. 08 Mannheim: BfR. Mannheim TV. Ettlingen: Phönix Mannheim 7:2 4.27 3:5 6 4 11:7 4•4 10:4 6.6 9:16 11:5 17:6 4:5 6.12 95 abgebr. 4:4 14•4 4:3 11:6 6:5 10:4 2:3 17:5 1:7 6:7 Um die Hallen=Tennis=Meisterschaft Olympia=Ausscheidungen in Westsalen Weitere Meldungen für Bremen. Für die internationalen deutschen Hallen=TennisMeisterschaften vom 21.—27. Januar in Bremen liegen folgende weiteren Meldungen vor: Marcel Bernard, Adamoff, Martin Legey, Lesueur alle( Frankreich), Orlandini(Rom), Frl. Manzutto(Triest), Kurt Oestberg und K. Schröder(beide Schweden), Marie Louise HornWiesbaden, Frl. Carnatz(Berlin), Fr. Goldschmidt (Berlin), Frau Schneider=Peitz(Berlin), Frl. Ullstein (Leipzig), Frl. Heitmann(Hamburg). Es ist anzunehmen, daß die Teilnehmerzahl aus dem Ausland noch eine Steigerung erfährt. v. Cramm in St. Moritz Auf den Molace-Plätzen in St. Moritz wird vom 3.—10. Januar 1935 das kraditionelle Winterhallentenmisturnier ausgetragen. Auch diesmal geben sich einige der besten europäischen Spieler und Spielerinnen dort ein Stelldichein. Bei den Herren dürften Gottfried v. Cramm. Heinrich Henkel, Artens, Palmieri, Ellmer, Andrews, Gentien und Marcel Bernard die bekanntesten Teilnehmer sein, bei den Damen die Französinnen Adamoff und Gallay sowie die Engländerinnen Jngram, und XMey Wer zahli das meiste Geld? Max Schmeling: Steve Hamas doch in USA? In einer Presse=Konferenz erklärte Johnstone, der boxsportliche Leiter des Neuyorher Madison Square Garden, daß seine Gesellschaft für das kommende Frühjahr große Pläne habe. Man plane zwei Ausscheidungskämpfe: Carnera: Lasky und Schmeling: Hamas Die Sieger dieser beiden Kämpfe sollten im März oder April gegenübergestellt werden, sodaß der Gewinner im Juni gegen Baer antreten könne Demgegenüber steht die Behauptung von Walter Rothenburg, daß er Schmeling und Hamas vertraglich für einen Kampf in Deutschland verpflichtet habe. Entscheidend wird auch in diesem Falle wohl wieder die Frage sein, wer von beiden— der Garden oder Walter Rothenburg— das meiste Geld zahlen kann. Baer schlug Levinsky k. o. Jn Chicago standen sich der Weltmeister im Schwer= gewicht, Max Baer, und King Lewinsky, den Neusel im März bieses unres nach Punkten bestegen konnte, gegemider. Das Treffen, dem etwa 12 000 Juschauer beiwohnten, ging nicht über die Runden, denn in der zweiten erlag der Fischhändler aus Chicago einem rech= ten Kinnbahen. Die Juschauer waren von diesem schnellen Ende sichtlich enttäuscht, hieß es doch, daß der Weltmeister immer erst von der vierten oder fünften Runde an richtig in Schwung komme. Gleich in der ersten Runde trieb Baer seinen Geg= ner in die Seile, wo er ihm im Nahkampf stark zu= setzte. Lewinsky vertewdigte sich kapfer, doch war schon jetzt zu erben, daß er dem Weltmeister heineswegs gewachsen war. Jn der zweiten Runde gab es in der Mitte des Ringes einen überaus scharfen Schlagwech sel. Lewineko flog auf einen schweren Körpertreffer obermals in die Seile und sank in die Knie. Kaum wieder hochgekommen, sing ihn Baer mit einem rechten Haben auf das Kinn ab und zwang ihn damit für die Zeit zu Boden. Vor Beginn des Kampfes herrschte einigermaßen Verwirrung darüber, ob der Kampf als Mesterschaftstreffen zu gelten habe oder nicht. Durch das schnelle Ende wurde die Frage abeer gegenstandeles. Der Gau Westsalen setzt am kommenden Samstag die Ausscheidungen seiner Amateurboxer für die Olympischen Spiele mit der Zwischenrunde fort. Schauplatz der Kämpfe ist der Bochumer Schützenhof, der sicherlich einen sehr guten Besuch aufzuweisen haben wird, denn die Kämpfe versprechen recht viel. Es boren: Fliegergewicht: Strangseld=Herten: Saßkowoki=Dortmund; Kaiser=Gladbeck: Röttger=Laer; Bantamgewicht: Seiffert=Bochum: Wiedemann=Dortmund; Federgewicht: Disselbeck=Polizei Bochum: Gestädt=BSK. 19 Bochum: Leichtgewicht: Jakubowski=Bünde: Nöcher=Rechlinghausen; Koch=BSK. 19 Bochum: Manczyk=Punching Bochum; Plewa=Schalke: Aßmann=Gladbeck: KaislerBochum: Liedert=Gladbeck; Weltergewicht: RadomskiSchalke: Musial=Recklinghausen; Ostkamp=BSK. 19 Bochum: Thiemann=Punching Bochum: Mittelgewicht. Schneider=Laer“: Richter=Herne; Halbschwergewicht: Münzer=Lütgendortmund: Bartkowiak=Recklinghausen. Ruch Bismarckhütte überrascht in München München 1:0 geschlagen. Die polnischen Fußballer von Ruch Bismarchhütte hatten wohl selbst nicht damit gerechnte, daß sie gegen die Münchener Bayern zum Erfolg kommen würden. Die Bayern hatten vor kurzer Frist bei dem polnischen Fußballmeister zu Gast geweilt und konnten im Rahmen eines Fußballturniers den Sieger stellen. Auch in der Münchener Begegnung lagen die Süddeutschen stets im Angriff. Das Siegtor der Polen wurde Sekunden vor dem Halbzeitpfiff von dem freistehenden Mittelstürmer Peterek-Bismarchhütte erzielk. Unter den Zuschauern— rund 10 000 Menschen— beme kte man auch den polnischen Generalkonsul u. a. Noack hieß der Schützenkönig Nordmark schlug Südwest mit 5: 4- Noack schoß alle Tore für den Norden Verdienk gewonnen Am letzten Sonntag im alten Jahr standen sich vor 12000 Interessenten am Rothenbaum in Hamburg die Repräsentativmannschaften der Gaue Nordmark und Südwest gegenüber. In Repräsentativkämpfen bestatigt es sich setzt immer wieder, daß der Süden in seiner Spielstärke den anderen Gauen gegenüber stark eingebüßt hat. Nach der letzten Niederlage gegen Berlin mußte der Kampfspielsieger auch vom Norden eine Niederlage binnehmen, die diesmal 4:5(2:4) lautete. Der Norden ging bestens gerüstet in den Kampf und lieferte ein sehr gutes Spiel, das bei der Pause schon 4:2 zu seinen Gunsten lautete. Nach dem Wechsel kamen zwar die Süddeutschen stark auf, konnten aber die eisern verteidigende Hintermannschaft des Nordens nicht bis zum Siege überwinden. Hervorgehoben muh noch werden, daß der schußgewaltige Halblinke Noach für sämtliche fünf Treffer verantwortlich zeichnete. Der Spielverlauf in der angekündigten Aufstellung erschienen beide Mannschaften auf dem Felde, das im herrlichsten Sonnenschemn lag. Es waren daher alle Vorb.ingungen für einen guten Kampf gegeben, der dann auch prompt eintraf, wenn man auch in Hamburg von den Leistungen der Süddeutschen in eiwa entläuscht wat. Der Norden bat sich schnell gefunden, und es waren haum drei Minuten vergangen, da hatte Noack einen Eckball schon zur 1:0-Führung für den Norden verwandelt. Der Süden kam jetzt mehr ins Spiel, die Kombinationen waren aber so durchsichtig, daß die Nordmarkspieler, die im übrigen das W.System anwandten, vorerst alle Angriffe scheitern ließen. Trohdem im weiteren Verlauf der Norden wieder bedeutend mehr vom Spiel hatte, ham der Süden nach einem Fehler des linken gegnerischen Verteidigers zum Ausgleich. Dies geschab in der 22. Minute durch den Halbrechten. Aber nur kurge Zeit währte die Freude des Südens. Gleich vom Anstoß weg zogen die norddeutschen Stürmer dem geonerischen Heiligtum zu. Nach Kombi= nation zwischen Panse und Noach erzielte Noack auch schon den zweiten Treffer. Nochmals erzleit der Sül den den Ausgleich, aber dann kommen die Hanseaten durch Noach zum 3:2-Stand, und fünf Minuten später s es der gleiche Schütze. der auf 4:2 erböht und damit den Pausonstand herstellt. Wohl gad es hüben we drüben noch Angriffe und gefährliche Momente vor beiden Toren, zählbare Erfolge gab es aber nicht mehr. Der Süden hatte im ersten Spielabschnitt anscheinend eingesehen, daß seine eingeschlagene Spieltaktik nicht die richtige sei, denn nach dem Wechsel zog er Hergert als dritten Verteidiger zurück. Diese Maßnahme erwies sich dann auch als richtig, denn nun konnte der Sturm der Hanseaten nicht mehr so gefährlich werden. Lediglich noch ein Tor war den Hanseaten durch Noack vergönnt. Der Süden raffte sich nun zu einer Energieleistung auf, und unter der umsichtigen Führung des Mittelstürmers Conen rollte Angriff auf Angriff gegen das Tor des Nordens an. Fath verrin= gerte den Abstand auf 3:5. und nach wenigen Minuten schoß Conens Vereinskamerad Fuchs den vierten Treffer für den Südwesten. Man erwartete jede Minute den Ausgleich. hatte sich aber mit der hervorragend kämpfenden Nordmark=Deckung verrechnet, die trotz arger Verlegenheit sich nicht mehr bezwingen ließ. So klang der Kampf mit dem knappen aber verdienten Sieg der Nordmärker von 5:4 aus. Kurze Kritik Benraih siegt— Fortuna verlierk Ueberraschungen in der NiederrheinGauliga. Am letzten Sonntag des alten Jahres, der bis auf den SB Hamborn 07 in der Niederrhein=Gaulige noch einmal alle Mannschaften auf den Plan rief, ging es nicht ohne Ueberraschungen ab. Der Tabellenführer und „Herbstmeister“ BfL Benrath behauptete seine Spitzenstellung durch einen knappen und glücklichen 2:1(1:0) Zieg über Rot=Weiß Oberhausen. Den Benrathern glückte erst einige Sekunden vor Schluß der Siegeotreffer, nachdem ihr Sturm vorher immer wieder an der ganz vorzüglichen Abwehr des Neulings scheiterte. Da sich die Düsseldorfer Fortung in Homberg vom Spielverein mit 2:0(1:0) schlagen ließ, haben die Benrather nunmehr einen Vorsprung von drei Punkten vor ihrem alten Rivalen, der für den Ausgang der Meisterschaft entscheidend sein kann. Noch ist aber für die Fortung nichts verloren, zumal das Rüichkspiel zwischen Benrath und Fortung noch aussteht. Neben Oberhausen, da snoch ganz günstig im Rennen lag, haben nun auch die Gladbacher Borussen die letzte Hoffnung auf ein evtl. Eingreifen in die Meisterschaftsfrage aufgeben müssen, da sie sich in Krefeld von den Preußen mit 2:1(1:0) schlagen ließen. Für Krefeld sind die beiden Punkte sehr wertvoll, doch ist die Abstiegsgefahr noch nicht gebannt. Das gilt auch für den 1SV Duisburg 99, der mit 3:0(1:0) in Rheydt zu einem beachtlichen Siege kam. Dagegen dürfte der Rheydter Spielverein nach dieser erneuten Niederlage kaum noch zu retten sein. Duisburger FB E machte die Oberhausener Niederlage des Vorsonntage durch den knappen und etwas glücklichen 2:1(0:0) Sieg über Schwarz=Weiß Essen einigermaßen wett. Für Essen wird die Lage nun wieder bedrohlicher. Zwei Freundschaftsspiele vervollständigten daHagen fällt weiter zurück SuS Hüsten 09 an die zweite Stelle gerüchkt. Am letzten Sonntag im alten Jahr wurde die zweite Serie der Meisterschaftsspiele im Gau Westfalen in Angriff genommen. Das Programm wies diesmal nur drei Begegnungen auf und so wurden insgesamt sechs Punkte verteilt. Das Wetter war für die Zuschauer als auch für die Spieler wieder äußerst günstig, so daß die Punktespiele unter einwandfreien Verhältnissen unter Dach und Fach gebracht werden konnten. Von den drei Meisterschaftstreffen interessierte in erster Linie der Kampf Germania Bochum gegen DSC Hagen. Die Bochumer waren in jeder Beziehung den Hagenern weit überlegen und sicherten sich die Punkte durch einen sicheren 8:1=Sieg, nachdem die Platzherren bei der Pause schon mit 2:0 in Führung gelegen hatten. Die Bochumer Germanen rücken durch diesen Sieg an die vierte Stelle hinter SV Höntrop.— Westfalia Herne mußte sich auf eigenem Platz gegen SuS Hüsten 09 mit 1:2 beugen. Für die Südwestfalen ist dieser Sieg von großer Bedeutung, denn sie haben sich setzt den zweiten Tabellenplatz erkämpft.— Das Lokalderby in Recklinghausen zwischen Union und Viktoria endete mit einem 2:0 der Jonier. Beide Rechlinghäuser Vereine werden an dem Abstieg nicht vorbeikommen. Der deutsche Meister FC Schalke 04 weilte bei Spiel und Sport Barmen und überfuhr diese auch ohne Czepan und Rothardt mit 9:1(4:1).— Der SV Hontrop stellte sich bei der Favoritenmannschaft der Gruppe Minden, Arminia Bielefeld, vor und kehrte mit einem 3:1(2:1) Sieg heim. An erster Stelle muß beim Norden Noach genannt werden. der, wie schan gesagt, alle fünf Treffer für sich buchte. Geradezu meisterhaft war sein Spiel, das auch in erster Linie für den Sieg seiner Mannschaft den Ausschlag gab. Die übrigen zehn Spieler waren dennoch nicht schlecht, sie taten vollauf ihre Pflicht, einen Versager gab es nicht. Neben der linken Sturmseite Poliß-Noach wären noch besonders die beiden Außenläufer Rhode und Glode hervorzuheben. Trotzdem es der Süden nach dem Wechsel fertig brachte, die Trefferspanne wesentlich zu verringern, konnte der Sturm in seinen Leistungen nicht befriedi= gen. Conen beging den Febler, sich zu sehn in Einzelaktionen zu ergeben. Als er nach dem Wechsel ein wirklicher Führer des Angriffs wurde, da lief er zu großer Form auf. Der produktivste Stürmer war Fath. neben ihm wäre noch Fuchs zu erwähnen. Im Lauf gefiel Gramlich(Eintracht Frankfurt) am besten. wäh= rend Stubb und Klett als Verleidiger einen sehr schlech= len Tag hatten. Hergert als Mittelläufer mußte sich zu viel mit der Jerstörung beschäftigen, worunter nafürlich der Aufban des Spiels litt. HC. Mailand siegt in Kandersteg. Der Sportklub Forsthausstraße Frankfurt a M. und der HC. Mailand bestritten am Samstag das Endspiel um den Kandersteg=Pohal. Nach ziemlich ausgeglichenen Leistungen endele der Kampf mit dem hnap= pen 4.2(1:1, 1:0, 2:1) Sieg der Italiene Meiner verehrten Kundschaft, die mir auch im neuen Geschäft Kortum straße 100 ihre Treue und Anhänglichkeit bewiesen hat, sage ich herzlichen Dank, und wünsche allen für das kommende Jahr 1935 viel Glück und Segen! MauuutnbuunarutiEHUNI ( Allen Geschäftsfreunden und Bekannten wünsche ich ein glücklich frohes Neues Jahr 1935 Möbelhaus W. Borgmann, Boch., Brückstr. 59-63 Zum Jahreswechsel wünsch' ich Allen, daß ihnen die Schuhe von uns gefallen! Schuhhaus Hildebrandt Meiner werten Kundschaft wünsche ich ein glückliches neues Jahr Färberei. Otto Jork, Bochum Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr ... 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Bochum-Grumme: Buchhandlung Weber, Eintrachtstraße 6. Ober=Dahlhausen: Hans Gräwe, Kassenbergerstraße 43. Ganz oben: Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß bei seiner Ansprache in der Straßenbahnhalle. Erste Reihe: Eröffnung der Ausstellung„Deutsche Woche— Braune Messe“, Kostprobe bei den Maischützen, Polizeigeneral Daluege besucht unseren Oberbürgermeister. Zweite Reihe: Bochumer Mais von den Barmherzigen Brüdern gezogen, Begräbnis der Opfer der Herner Schlagwetterexplosion, eine Gruppe im Festzuge anläßlich des Erntedankfestes. Untere Reihe: Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Gewerbehygiene, Sonderschau der Gewerbeschule, Empfang des Fliegerkapitäns Schulz=Dornburg. Nebenstehend: Dr. Ley bei der Besichtigung der Zeche Constantin 6=7, rechts: Gruppenführer Schramme besucht die Anlernwerkstätten in der Bessemerstraße, . Altentate, die auf dem Chrysanthemen fest verübl werden sollten für eilige Leser Bei dem Brand eines Wohnhauses in Warschau wurden insgesamt 17 Bewohnere schwer verlett. Fünf hatten beim Herausspringen aus dem Fenster schwere Verleuungen erlitten, während 12 mit lebensgefährlichen Brandwunden ins Krankenhaus gebracht werden musten. Im Figaro warnt Wadimir d'Ormesson vor über triebenen Hoffnungen auf sofortige Auswirkungen der Romreise Lavals. Man könne wohl von einer französisch italienischen Annaherung eine wesentliche Besserung der gegenwärtigen politischen Lage erwar ten, aber man dürfe keine Umwälzungen erhoffen. An amtlicher Stelle in Washington wird erklärt, dase die an der Saarabstimmung teilnehmenden ameri kanischen Bürger ihr Bürgerrecht nicht verlieren. Ein solcher Verlust würde nur dann eintreten, wenn sie zwei Jahre lang in Europa bleiben oder einer fremden Regierung den Treueid leisten. Der ehemalige spanische Ministerpräsident Azana, der im Zusammenhang mit den revolutionären Ereignissen in Spanien vor einigen Monaten verhaftet worden war, ist am Freitag wieder freigelassen worden. Der Reichssender Stuttgart führt bis zur Abstimmung am 15. Januar als Pausenzeichen die ersten Takte des Saarliedes. Die Deutsche Reichspost gewährt den abstimmungsberechtigten Saarländern, wenn sie auf dem flachen Lande wohnen und auf der Reise zur Abstimmung bis zur Eisenbahn die Kraftposten benutzen, für die Hin= und Rückreise freie Fahrt mit der Kraftpost. Die Regierungskommission des Saargebietes hat im Einvernehmen mit der Abstimmungskommission an geordnet, daß bei der Ankunft von Extrazügen mit Abstimmungsberechtigten keine Empfangsfeierlich keiten stattfinden dürfen. Das polnische Innenministerium hat sechs in deutscher Sprache erscheinenden Emigrantenblättern das Debit für Polen entzogen. Die Regierungskommission des Saargebietes hat die marxistisch=separatistische„Deutsche Freiheit“ auf eine Woche verboten. Neujahrsaufruf des Treuhänders der Arbeit An alle Betriebsführer, Vertrauensmänner und Gefolgschaftsmitglieder im Wirtschaftsgebiet Westfalen! Ende dieses Jahres ist das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit acht Monate in Kraft. Ueberblicke ich die in meiner Treuhänderdienststelle gesammelten Erfahrungen, so kann ich immer wieder mit Freuden feststellen, daß die übergroße Menge aller in den Betrieben Tätigen miteinander in echter Betriebsgemeinschaft arbeitet. Wo Meinungs verschiedenheiten auftreten, werden sie unter den Be teiligten selbst in Ordnung gebracht. So muß es überall werden. In anderen Betrieben kommt es noch von beiden Seiten zu Ungeschicklichkeiten, man traut sich gegenseitig noch nicht so recht. Hier muß mit Jahresschluß ein dicher Strich unter das Vergangene gezogen werden und dann im neuen Jahre vorwärts zur wahren Betriebsverbundenheit. Es haben sich aber schon„Stammgäste“ im Treuhänderbüro eingestellt, die wegen jeden Kleinkram eine außerbetriebliche Hilfsstellung gebrauchen. Das muß anders werden, wenn man mich nicht zwin gen will. in solchen Fällen scharf durchzugreifen. Auch wegen irgendwelchen kleinen Streitereien sofort die Hilfe der DAF anzurufen, entspricht nicht dem Grund gedanken des Gesetzes, daß betriebliche Dinge zunächst zwischen den unmittelbar Beteiligten im Betriebe geardnet merden müssen. Vermittlung durch Dienststellen der DAF und Eingriffe des Treuhänders sollen nur erfolgen, wenn man wirklich trotz ernsten Bemü hens den Weg zueinander nicht findet. Das aber muß die Ausnahme sein. Da täglich immer wieder Briefe und Eingaben an das Treuhänderbüro gelangen, die alle mäglichen Dinge betreffen, benutze ich die Gelegenheit, nochmals darauf hinzuweisen, daß die Behandlung von Einzelstreitiakeiten nicht Aufgabe des Treuhänders der Arbeit, sondern der Rechtsberatungsstelle der DAF ist. Ebenso ist eines aufrechten Mannes unwürdig, haltlose Behauptungen, Verdächtigungen und persönliche Angriffe gegen einen Beschuldigten zur Stützung von Eingaben an den Teuhänder zu verwenden. Eine knappe sachliche Darstellung des wahren Sachverhalts erleichtert die Bearbeitung und wirkt mehr als seitenlanges Aufzählen längst vergessener und neu aufgewärmter Gerüchte und Vermutungen. Auch solche Ercheinungen müssen verschwinden. Daß anonyme Schreiben in den Papierkorb wandern, ist eine Selbstverständlichkeit. Und nun wünsche ich zum Jahreswechsel allen in den Betrieben meines Wirtschaftsgebietes Schaffenden, vom Betriebsführer bis zum letzten Lehrling und vom höchsten Angestellten bis zur letzten Hilfsarbeiterin ein glüchliches. frohes und gesundes neues Jahr. Möge der Geist echter Betriebsgemeinschaft weiter wachsen, der Wille zu wahrer Volksgemeinschaft immer mehr Gemeingut aller werden, umso leichter wird es auch wirtschaftlich aufwärts gehen. Unser Reichskanzler schafft dazu politisch die Voraussetzungen und leuchtet allen voran als Führer seines Volkes und bester Kamerad aller Schaffenden! Heil Hitler Hahn, Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Westfalen. Neujahrsgrußwechsel zwischen dem Führer und dem Papst DNB Berlin, 29. Dez. Der deutsche Botschafter heim Heiligen Stuhl, von Bergen, hat Seiner Heiligheit dem Papst herzliche Neujahregrüße des Führers und Reichskanzlerg ausgesprochen. Papst Pius XI. hat den Botschafter gebeten, dem Führer und Reichsnanzler mitzuteilen, daß er für seine Glückwünsche aufrichtig danke und sie wärmstens erwidere. Sonderspende der Eisenbahner zu Weihnachten Berlin, 29. Dez. Das Personal der Deutschen Reichsbahn hat, wie das ND3 meldet, zu Weihnachten für das Winterhilfswerk eine Sonderspende in von 500 000 Mark zur Verfügung gesteilt. Verhaftungen in Japan DNB Tokio. 29. Dez. Der Polizei ist es gelungen, ein auf dem Chrnsanthemensest von einer Terroristengruppe geplantes Attentat auf führende Persönlichkeiten aufzudecken. Der Anschlag ist damals durch die Verschiebung des Festes vercitelt worden. Ansprache des päpstlichen Nunlius DNB. Paris, 29. Dez. Der Präsident der Ne publik hat am Samstag in Gegenwart von Außen minister Laval das diplomatische Korps empfangen, das ihm seine Neujahrswünsche entbot. Im Namen des diplomatischen Korps sprach der Donen Nuntius Maglione. Er führte u. a. aus: Unsere Regierungen wissen wie die Ihrige, daß die Welt heute weniger denn je ohne innere Ruhe und internationalen Frieden nicht die sehr schwere mo ralische und materielle Krise wird überwinden können, die sie durchmacht. Sie sind daher fest ent schlossen, alles einzusetzen, um in lonaler und brüderlicher Zusammenarbeit das politische Gesichtsfeld zu klären und so den Weg zu Abkommen zu ebnen, von denen die so ersehnte Wiederbelebung der DNB. Saarbrücken, 28. Dez. Hatte schon die Be weisaufnahme des Freitag Herrn Nicklaus moralisch vollig erledigt, so waren die Pladoyers der drei ver teidigenden Rechtsanwälte für ihn erst recht nieder schmetternd. Das große Pladoyer von Prosessor Friedrich Grimm Essen gestaltete sich zu einer über ragenden Auseinandersetzung mit dem Begriff des Separatismus und zu einer rücksichtslosen Abrechnung mit den aktiven Vorkämpfern dieser Idee, zu denen im vorliegenden Falle, vor aller Welt bewiesen, ein hoher saarländischer Beamter, der Eisenbahnpräsident Nicklaus, zu rechnen ist. Wir Rheinlander, so fuhrte Professor Grimm aus, sind nach den Erfahrungen einer Jahrhunderte alten Geschichte, die sich in den letzten 15 Jahren noch einmal mit einer unerhörten Wucht und Eindringlichkeit vor unseren Augen vollzog, gewohnt, dieses Problem, dessen ganze Tragik wir empfinden, ohne Haß gegen das französische Volk zu betrachten. Wir identifizieren die Träger dieser Politik nicht mit dem französischen Volk. Wir wissen, daß heute Millionen von Franzosen über diese Frage, die das Kernstuck des deutsch-französischen Problems über haupt bilde, genau so denken wie wir, daß Millionen von Franzosen darauf warten, daß die jetzige Aus einandersetzung eine entscheidende Klärung dieser Frage herbeiführt und die Unterlage dafür schafft, daß diese unselige Politik Richelieus endlich über wunden werde. Zwischen dem Separatismus am Rhein und den gleichen Bestrebungen an der Saar bestand von vorn herein ein inniger Zusammenhang. Beide Bestre bungen haben die gleiche Wurzel, den gleichen Ursprung: Versailles und die unselige RichelienPolitik, die in Versailles in der Person von Clemenceau und Tardien neu erstand. Die Absplitterungsbestrebungen an der Saar bekamen erst eine Sondereristenz, als nach dem Ruhrkampf und der Rheinlandräumung der rheinische Separatismus erledigt war. Damals haben die Gutgesinnten in beiden Ländern versucht, zusam men mit der Rheinlandräumung auch die Saarfrage zu regeln. Die französische Absplitterungspropaganda in Paris, die bis dahin geschwiegen hatte, regte sich plötzlich nach der großen Umwälzung in Deutschland, als die Emigranten ins Saarland kamen, wieder. Man schöpfte neue Hoffnung. Ein unmittelbarer An schluß an Frankreich kam auch jetzt noch nicht in Frage. Aber man konnte das Ziel vielleicht in Etapven erreichen. Die Etappe, die man mit Hilfe der Emigranten für 1935 propagieren wollte, war der Status quo. Der Status quo ist heute die französische Lösung. Wenn der Stants quo käme, so würde Deutschland seine Souveränität über das Saargebiet antomatisch verlieren. Die heutigen Status quo=Propagandisten in Paris und im Saargebiet wissen ganz genau, daß die deutschen Bewohner des Saargebietes die Trennung von Deutschland nicht wollen. Sie suchen daher die Saarbewohner durch die Behauptung von der Möglichkeit einer zweiten Abstimmung zu beruhigen. Sie geben zwar zu, daß das Saarland durch den Status quo zunächst einGeldstrafen 198 Saarbrüchen. 29. Dez. In dem Prozeß um den Separatismus des Eisenbahnpräsidenten Nichlaus wurde am Samstagnachmittag das Urteil gegen den angeklagten Wirtschaftsberater Tr. Savelkoule und zwei mitangeklagte Redakteure gefällt. Dr. Sa velkouls wurde wegen Beleidigung und übler Nachrede in seinem Artikel zu 4000 Franken Geld strafe verurteilt, der Redahteur Weber zu 2000 Franken Geldstrafe, der Redakteur Spindler zu 1000 Franken Geldstrafe. Die Anklage wegen Ver leumdung war fallen gelassen worden. Die Terrorgruppe besteht aus sieben Personen, darunter eine Frau, die sich„Radikalnationalisten“ nennen und die angeblich eine nationale Revolution aegen den Liberalismus und den Kapitalismus entfesseln wollten. Geplant war, den Prinzen Sainfi, den Siegelbewahrer Makino. den Finanzminister Takahaschi sowie die Großkapitalisten Mitsui und Iwasakt zu ermorden. Die Polizei beschlagnahmte Sprengstofse, Pistolen und Dolche bei den Terroristen. wirtschaftlichen Betätigung und des Warenaustau sches abhängt, die die Vorbedingungen des Lebens der Welt sind. In seiner Erwiderung sagte Präsident Lebrun: Nie war es notwendiger, auf internationalem Gebiet eine Politik der Annäherung und Eintracht zu verfolgen, die die Völker fordern, die schon so schwer durch eine beispiellos dastehende Wirtschaftskrise betroffen sind. Die Weisheit der Regierungen, die Wirksamkeit der eingeführten Verfahren zur Beilegung internationaler Streitigkeiten haben es ermöglicht, den Formeln der Entspannung und Gerechtiakeit Geltung zu verschaffen. Es hängt von den Staatsmännern, in die die Nationen ihr Vertrauen gesetzt haben, ab, auf diesem friedlichen Wege zu bleiben und in unermüdlichem Bemühen die Lösung der ernsten Probleme zu suchen, die auf pokitischem und wirtschaftlichem Gebiet auftreten. mal von Deutschland getrennt würde. Aber sie sagen, das ist nicht so schlimm, wir kommen später doch noch einmal zurück zu Deutschland. Dabei sagen die Propagandisten in Frankreich ihren Landsleuten ganz offen, wohin die Reise gehen soll: „Im Falle eines Status quo bleibt die wirtschaftliche Verbindung mit Frankreich. Wir bleiben Eigentümer der Gruben. Der wirtschaftlichen Verbindung würde die politische Angliederung folgen. Die Annerion des Saarlandes ist heute noch das letzte Ziel.“ Die Bebauptung von der zweiten Abstimmung ist eine juristische Unmöglichkeit, und die leeren politischen Versprechungen, die man in Genf gemacht hat, sind juristisch und politisch wertlos. Sie sind nur geeignet, Verwirrung zu stiften und der antideutschen Status quo= Propaganda Waffen zu geben. Professor Grimm kam sodann eingehend auf die gegen Dr. Savelkouls erhobene Anklage zu sprechen, und führte aus, daß der Angeklagte durchaus in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe. Professor Grimm wies sodann eingehend nach, daß Nicklaus als beurlaubter deut cher Beamter entsprechend dem Badener Uebereinkommen von 1925 die Treuepflicht gegenüber Deutschland zu beobachten hatte. Diese Pflicht des deutschen Beamten stehe in keinem Gegensatz zu den Pflichten des Volkerbundsbeam ten. Diese Pflichten deckten sich im Gegenteil, da der Völkerbund im Saargebiet nur die Stellung eines Treuhänders inne habe. Zum Schluß seines Pladoyers verwahrte sich Professor Grimm gegen die Unterstellung, daß Deutschland die eingegangenen Garantieverpflichtungen nicht halten wolle. Die Bestimmung über die freie, geheime und un beeinflußte Stimmabgabe gebe auch den Deutschen des Saargebietes nochmals das Recht, ihre Lands leute über die Verblendung und Schädlichkeit der gegen Deutschland gerichteten Status quo Propa ganda aufzuklären und ihre in der Auswirkung dem Separatismus völlig gleichen Ziele, die zum Verlust des Saargebietes für Deutschland führen müssen. Ebenso eindeutig und eindringlich, wie die Gesinnung des Herrn Nicklaus durch das ausgehängte Schild in der Wechselstube„Mark annahme verweigert“ plakatiert würde, plakatierten die heutigen Verhandlungen den Separatis mus als die ehrenrührige Handlungs weise eines Deutschen und als pflicht widriges Verhalten eines Völkerbunds= und beur laubten deutschen Beamten. Der Fall Nicklaus bot die Gelegenheit, 18 Tage vor der Endentscheidung aufzuzeigen, wie dieser Begriff„Separatismus“ für jeden einzelnen und in den Augen der Saar bevölkerung und der ganzen Welt betrachtet wer den muß. Die objektiv und sachlich geführten Ge richtsverhandlungen des heutigen Tages ließen es zu, die für diesen Einzelfall unumgänglichen Feststellungen grundsätzlicher Natur zu treffen. In der Urteilsbegründung stellte der Oberste Abstimmungsgerichtshof als nicht erwiesen hin, ob Eisenbahnpräsident Nicklaus seine Neutralitätspflicht verletzt hat. Die Motive des von Dr. Savelkouls verfaßten Artikels seien nicht maßgebend, sondern lediglich, was der Leser daraus gelesen habe. Der Oberste Abstimmungsgerichtshof gesteht jedoch Dr. Savelkouls durchaus das Recht der sachlichen Kritik an seinem politischen Gegner und über dessen„gefährliches und unpassendes Verhalten“ zu, macht jedoch geltend, daß die gebotenen Grenzen überschritten seien und daher Bestrafung wegen Beleidigung und übler Nachrede erfolgen musse. Eine Gefängnisstrafe sei jedoch nicht erforderlich. Der Gesichtspunkt der Wah Ein Tabernakel erbrochen Die hundertjährige Monstranz mit der hl. Hostie geraubt Nürnberg, 29. Dez. Die Bayrische Volkszeitung schreibt: Die so erhebend verlaufenen Weihnachtsfeierlichkeiten endeten in Fürth in einem grellen Mißion; als am Donnerstagmorgen um 7 Uhr in der Pfarrkirche zu U. L. Frau die Kerzen aufflackerten und Geistlicher Rat Stadtpfarrer Knapp zum heiligen Amt den Tabernakel aufschließen wollte, da war die Wohnung des Heilandes leer. Die Flügeltüren standen ofsen, die Monstranz mit der hl. Hostie war gestohlen. Dampfer„Washingion“ vorübergehend festgeraten DNB. Hamburg, 29. Dez. Der der United States Lines gehörende Passagierdampfer Washington(24 28 Bruttoregistertonnen) ist am Freitagabend in der Nähe des Elbe=Feuerschiffes„Elbe 2“ in dichtem Nebel festgeraten. Das Schiff konnte mit aufkommender Flut ohne Schlepperhilfe wieder freikommen. Die „Washington“ befindet sich auf der Reise von Hamburg nach Neuyork. Drohender Aussland in der Liller Bekleidungsindustrie DNB Paris, 29. Dez. In der Liller Bekleidungsindustrie ist es zu einem Arbeitskonflikt gekommen. Infolge des Geschäftsrückganges hat der Arbeitgeberverband gekündigt und eine Herabsetzung der Löhne für die Arbeiter um 12 Prozent und für Zuschneider um 10 Prozent angenommen sowie die bisher bezahlten jährlichen Urlaubstage gestrichen und die Arbeitszeit geändert. Die Arbeitnehmer der nordfranzösischen Bekleidungsindustrie haben nach einer vergeblichen Fühlungnahme mit den Arbeitgebern in einer Versammlung in der Nacht zum Samstag den Streik beschlossen. der am 2. Januar beginnen soll. Die Vermittlungsbemühungen zur Verhinderung des Ausbruchs eines Ausstandes gehen aber inzwischen weiter. Am Watzmann ködlich abgestürzt DNB. Berchtesgaden, 29. Dez. Der Geograph der Nangaparbaterpedition, der Münchener Studienassessor Walter Maschl, ist am Freitag bei einem Versuch, trotz eines starken Schneesturmes die drei Watzmannspitzen zu überqueren, abgestürzt. Am Hohen Stieg glitt er auf einer Eisenplatte aus und stürzte etwa 50 Meter in die Tiefe. Schwer verletzt wurde er von dem Hausmeister des Watz mannhauses und seinen Kameraden zu Tal und ins Krankenhaus gebracht. Am Samstagmorgen ist er seinen Verletzungen erlegen. Der Verunglückte war 32 Jahre alt. Große paraguayanische Offensive im Gran Chaco La Paz. 29. Dez. Nach einer amtlichen Verlautbarung ist der Kampf im Gran=Chaco-Gebiet von neuem in einer Stärke entbrannt, daß man mit einer entscheidenden Entwicklung des ganzen Krieges rechnen kann. Bolivianische Berichte besagen, daß 30000 Paragnayaner einen allgemeinen Angriff bei Villamontes unternommen hätten, der jedoch von bolivianischen Truppen aufgehalten worden sei. Die Kämpfe dauerten mit unverminderter Schärfe fort. Die österreichische Wehrgesetznovelle veröffentlicht DNB Wien, 29. Dez. Das Bundesgesetzblatt veröffentlicht die Wehrgesetznovelle, die außer den bereits bekannten Bestimmungen über die Entpolitisierung der Wehrmacht und die Schaffung einer Kameradschaft der Angehörigen der bewaffneten Macht noch folgende bemerkenswerten Bestimmungen enthält: Den Oberbefehl über die bewaffnete Macht führt der Bundespräsident. Unter dem Bundespräsidenten als Oberbefehlshaber übt der Bundesminister für Landesverteidigung— das ist augenblicklich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg— die Befehlgewalt aus und verfügt über die bewaffnete Macht. In die Wehrmacht dürfen nur vaterlandstreue Oesterreicher aufgenommen werden, die einen Eid auf Oesterreich als ihr unabhängiges deutsches Vaterland ablegen müssen. rung berechtigter Interessen könne nicht als mildernder Umstand zugezogen werden. Zu der Urteilsverkündung des Obersten Abstimmungsgerichtshofes ist festzustellen, daß das Urteil ansich für diesen, Prozeß weniger maßgebend ist als der gesamte Prozeßverlauf. Der moralisch Verurteilte bleibt nach wie vor der Nebenkläger, Eisenbahnpräsident Nicklaus, wenn auch die sogenannten Angeklagten zu Geldstrafen formaljuristisch verurteilt wurden. Interessant ist, daß die Anklage auf Verleumdung fallen gelassen wurde. Hierdurch ist erwiesen, daß der Wahrheitsbeweis für die Behauptungen Dr. Savelkouls zumindest in einigen Punkten uneingestanden erbracht wurde. Bemerkenswert ist ferner die Feststellung in der Urteilsbegründung, daß Nicklaus zu den politischen Gegnern des Angeklagten Dr. Savelkouls zählt. Hierdurch hat also der Oberste Abstimmungsgerichtshof selbst festgestellt daß Nicklaus unter die Separatisten zu zählen ist Den Anhängern des Status quo wurde seitens des Obersten Abstimmungsgerichtshofes nicht der Gefallen getan, sie von dem ehrenrührigen Vorwurf des Separatismus freizusprechen. Hauptschriftleiter: Joseph M. Hasler, Bochum; Stellvertreter: Peter Schiffers. Nochum: verantwortlich für Politik und Feutlleton: Joleph M Hasler;'ür den lokalen Teil Bochum und Westdeutschland: Veter Schifters; für den lokalen Teil Hattingen und Essen=Steele: Ferdinand Julius Landefeld in Bochum: für den lokalen Teil Wattenscheid: Ferdinand Julius Landefeld in Bochum:#ür Theater und Musik: Dr. Eduard Brenkschulte in Bochum: für Handel und Sport: Ferdinand Julius Pandetelb. Nochum: Anr den Anzeigenteil Bochum: Karl Lenze, Nochum: für den Anzeigentenl Hattingen: Elln Becker. Hattingen, für den Mar Klein. E=Sreele: für den Anzetaentetl Wattenscheib: Hermann Lüther Wattenscherd Verlag und Druck Märkische Vereinsdruckerei Bochum T.=A XI 34 18 700 davon Ausgabe A Westtälische Volkszeitung Bochum Ausgabe B Volkszeitung für Ennepe=Ruhr=Steeler Zeitung 8141; Ausgabe C: Morgenzeitung Wattenscheid 1650 Das diplomalische Korps beim französischen Staatspräsidenten Wirkungsvolle Abrechnung mit den Separatisten Die große Rede des Prof. Grimm vor dem Saar=Abstimmungsgericht Das Urteil von Saarbrücken Bochum, Bongardstr. 11, Ruf 629 61 Tonhallen-Betriebe 0 Varieté große Silvesterfeier mit vollem Programm Gaststätte gemütliche Silvesterfeler Tanz— Varieté-Einlagen Überraschungen Diele Silvesterfeier Stimmung— Humor Mitternachtskabarett Varieté vom 1. bis 15. Januar das neus Attraktions-Programm Täglich 20 Uhr. Sonn- und Feiertag 16 und 20 Uhr 10 Sterne am Varietéhimmel U. a. Gastspiel 3 Wiesinger die weltberühmt. Straßenmusikanten The Great Hawkins Die große Dressurnummer Mia Beste Deutschlands einzigste Parodiatin am Flügel Dazu das große Weltstadtprogramm e Bochum, Kortumstraße 101 n Heute große sowie Abschiedsubend der bellebten Kapelle Else Schüler Ab 1. Januar lören sie Hans Kosberg mit semen Stimmungskanonen. .. Unseren verehrten Gästen, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche. Rob. Lorenz u. Frau. SchlegelBräu-Hotelboch. ho Telefon 68688 Tischbestellungen rechtzeitig erbeten Allen Freunden und Bekannten frohes und glückliches neues Jahr! W. Bechstein. yarry Wolff Gienerberatung Rechtsbüro, Boch. Mühlenstr. 16 Nähe Rathaus Lelephon 614 64 Tinssan-Becü Tischbes ellungen trühzeitig erbeten unter Nr. 67366 Allen Freunden und Bekannten ein frohes und glückliches neues Jahr! Darkschlößchen Haus Bendmann Drosit Neujant Silvastorfoier mit Konzort Tischbestellungen erbeten unt. Telet 622 Café Industrie Bochurn MiMi Großesilvesterfeier mit Tanz und Ueberraschungen Bahnhofs-Hotel Das gemütliche Kaftee der Bochumer. Zum Tanz spielt Willi Schön mit seinen Künstlern. Tischbestellung trühzeltig erbeten M Rut e 8 s e 2 Mirmnn Allen unsern Gasten und Bekannten ein fröhlisches neues Jahr& Familie Albert Senft. Restaurant„Zur Waldesruh“ (Weltkämper) Straßenbuhnlin. III. B u. 9, Tel. 616 29, Waldring 23 ekanntes Famillen- und Austlugslokal Neuzeitl. eingerichtete Gesellschattszimmer und Saal. Vorrüglicher Kattee mit Bauernstuten pp. Out deptl. Blere und Weine Tasiich: Unterhaltungsmusik Unsern werten Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein frohes neues Jahr! Wilhelm Meisterburg und Frau Muine-Bienn nechum Wo gehen wir Silvester hin? nach Restaurant,Zum Sportplatz Heinr. Ohligschläger, Hattinger Str. 103 a Stimmungskapelle Meinen werten CAsten herzl. Glfokwune h zum neuen Jahr Union-Palast Gaststätte Die gemütliche Silvesterteier unter dem Motto: 5 Stunden Kölner Karneva Stimmung- Tanz- Humor Große Ueberraschungen Neujahr abends 6 Uhr Stimmungs-Konzert Gasthaus Wagener-Weitmar Karl-Friedrich-Straße Sonntags ab 5 Uhr V A M 2 Mo7Ch. Silvester-Feier Stimmmung- Tanz Dienstag ab 5 Uhr V A M 2 Wiener Tanz- u.Stimmungskapelle mit dem Akkordion-Solisten A. Mertens. Allen Gästen zum Jahreswechsel Prasii Neujahr! Kestaurant„Lum Kihan" Bochum, Hattinger Straße 64 Telefon 60060 Unsern lieben Gästen, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel herzlichen Glückwunsch Kilian Schreiber u. Frau. Neujane und Konzert und lanz Hunscheidt- Drusenbergstr.-Eck Silvester-Feier Unsern werten Gästen z. Jahreswechsel herzliche Glückwunsche Unser erster Gang in Bochum Rictkötter Urdeutsches Bierlokal Sros.Beckstrase 7 schon seit über 300 Jahren. Ein gutes, neues Jahr! 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