1 Das sek das Ergelwis, iges. Man erwarte allge= deines Tages als Gatten Raubtierwärter heiraten dann der richtige Mann. der kleine, vergnugte Mr. owen sind ein Kinderspiel gi Mr. Harpam. gi:„Wissen Sie was, ze Marjorie Clifford ist Kitschfilm! Hundertfünf= ppeal und all solche abso was fliegt doch ein derein! Und wer es Strafe in die Ortskasse, . und damit geschieht ihm seine Tochter besser er= er hoch im Bogen versagt mner sonstigen Verdienste. u Gold gepflastert ware, chtig nehmen. Mir kann vonieren, und ich schlage Clifford— oder wie sie zur Tagesordnung über.“ bestätigt Mr. Harpam aus seinem Whistuglas; te Bemerkung von Män. die Zischblut in den von was dran, daß die den kleinen Hexen zum enug Beispiele. amp Marjorie wohl keidwir sicher davor. von Haberland. atlich gang schon sein", an träumerisch. simpelt, viel Whisky gedie drei Herren feit= ettschwere erreicht haben n Behausungen zurückns Haberland von Lord rbeitern vongestollt und wird es ernst mit der darüber als Haberland. r lästige Gedanken, und ädchenkopf wird in den er auch zu Hanz Haber= nchmal unerwartet vor m Beispiel, als er bei des Werkes. Mr. Hull, nd Hulls blonde schwe= nden, vergnügten, raubaberland den Gedanken es sein, wenn ich mit der wenn er in seinem onsbuch sitzt, nach seibei denkt: Wie— wenn Liß Snips Cordula her= ihm ganz warm ums 5 Enirs spitznasig und hi und schweigend seine (Fortsetzung folgt.) pf vellangen! "Schaumpon 18 Ptg. ond" 27 Pto traße eingebogen und us, in dem Mit langen Schritten den alten Hotels.„Du zum Fischen binaus! en. Federigo. sagte sie. Sie sab. daß im Poit= n. Jmmer nahm sie er es anscheinend ver= unbezwingbare Sehn= eine Nachricht aus der partete sie auf Briefe. m die Post. Er griff die Briefe an Signor b sie. daß die Schreib einem unbestimmten anz auf und itzig Schreibmaschinen= s waren doch all die an seine Untertaner Nichts war abge= iten? chte nach. konnte keine te, als sollte sie eine b fehlten die Stufen. benteuer, das sie er= schön, es war haßlich jesem Vieter Groben= rauen, das schon vor= mert hatte, reckte sich wie ein Untier. das ner wach: Wag würde te dieser Grobendonk schine und begann an versprochen. Du wür= irgend etwas käme. bin ich in dieser Lage. ch fürchte. keiner mei= en. denn 26 bekomme die ich an Euch stelle. glauben, daß dieser ist, aber dielleicht Tropenleuten oft der n seinem Schreibtisch mit Ordres für seine die er alle nicht ab= rscheint er mir sehr folgt.) Volks=Seitung Ausgabe A für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 66. Jahrgang Bochumer Volkszeitung D.9000p.010: monanic R01 1.15 eder haldmonallic am 1.00 einfl Botenledn semtauflage 6 Dig., Ausgabe A 6 Ofg. Ausgabe B N Pfe Ausgabe C 1 Big. Texianzeigen: Ausgabe A 60 Vfo. unsgaben B und C 28 Pfa. ke mm.— Cültig: Preisliste 8 Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr.[2-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 18—14, Bernruf 647 44. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Giktor=Lutze=Ste. 18. Hernruf 2090, Postscheckkonto Essen 1950; Efsen=Steele, falenstr. 802, Fernr. 582 30, Postscheckkonte Dortmund 193 80; Wattenscheid, Freiheitstr. 15, Hernr. 1876, Bostscheckk Dortm 30430 Druck und Berlaa: Schürmann& Klagges. Bochum Nr. 2833 1937 Gewaltige Leistungen a Hauptamtsleiter Hilgenfeldt vor Diplomatie und Presse Berlin, 2. Dez.(Drahtb.) Das Außenpolitische Amt der NSDAP. setzte am Donnerstag die Reihe seiner Empfangsabende für Diplomatie und Presse im Hotel Adlon mit einem Vortrag des Reichsbeauftragten für das Winterhilfswerk, Hauptamtsleiter Hilgenseldt, über „Neue Wege nationalsozialistischer Volkwoblfahrtepflege“ fort. Der Chef des Amtes, Reichsleiter Rosenberg, würdigte in seiner Begrüßungsansprache Hauptamtsleiter Hilgenfeldt als den Mann, der das großte soziale Hilfswerk der Weltgeschichte organisiert und es immer gewaltiger und frucht= barer für das deutsche Volk ausgestaltet habe. Dann nahm Hauptamtsleiter Hilgenfeldt das Wort. Der Redner begann mit der Erinnerung an Punkt 21 des Programms der NSDAP: „Der Staat hat für die Hebung der Volksgesundbeit zu sorgen durch den Schutz der Mutter und des Kindes". Diese Aufgabe habe der Führer in seinem Buch„Mein Kampf“ als Erfüllung alles beldischen eutia gekennzeichnet. Bei der Machtübernahme hätten wir in Deutschland eine Säuglingssterblichkeit von 7,9 v. H. gehabt und der Gesamtverlust in dem Zeitraum von 1919 bis 1935, also in 17 Jahren, betrage nicht weniger als 1810 n0 Kinder Diese Kinder seien nur dadurch gestorben, daß die Mütter nicht wußten, wie sie die Kinder richtig ernähren und pflegen sollten. Der Kampf, der hald nach der Machtübernahme durch die NSW und den Reichsmütterdienst aufgenommen wurde, zeige heute bereits den Erfolg, daß die Sänglingssterblichkeit im Reichsdurchschnitt auf 6,59 v. H. zurückgegangen ist und dem deutschen Volke 140000 Jungen und Mädel erhalten geblieben sind. Weiter müsse dafür gesorgt werden, daß die Kinder, die geboren werden, nun nicht als belastete Menschen durch das Leben gehen. Hunderttausende von Kindern überständen wohl das Martyrium einer falschen Pflege, trügen aber ein gantes Leben lang die Folgen der Rachitis, eines labilen Nervensystems, der Zahnkaries oder anderer Mangelkrankheiten mit sich. Ein sehr hober Prozentsatz— in manchen Reichsgebieten fast ein Drittel der Männer und Frauen— seien mit Mangelkrankheiten belastet, die unbedingt vermeidbar wären. Hier habe der Reichsmütterdienst im Deutschen Frauenwerk eine so gewaltige Aufgabe, wie sie schöner und größer und verantwortungsvoller nicht sein könne. In seinen 194 Mütterschulen und mit seinen 1750 Wanderlehrerinnen wirke der Reichsmütterdienst auf die deutschen Frauen ein, durch hauswirtschaftliche, durch erzieherische und durch pflegerische Kurse. Vom Jahre 1935 bis zum Juli 1937 wurden vom Reichsmütterdienst in 63000 Kursen 245000 Mütter geschult und bereitgemacht für ihre große Aufgabe, das Blut zu schützen. Von größter Wichtigkeit ist die genügende und richtige Ernährung. Dieser Aufgabe dienten einmal die Kinderspeisungen, von denen in den Jahren 1936=37 49 478 837 durchgeführt wurden. Es sei klar, daß die nationalsozialistische Wohlfahrtspflege ihren besonderen Einsatz dort machen müsse, wo die Not am großten sei. So wurden in erster Linie die Gebiete der Bayerischen Ostmark, der Rhön und Schlesien vorgenommen. Bisber seien von der NSV. 2246 neue NS.Schwesternstationen errichtet, in 1 275 330 Sprechstundenbesuchen und 7 200 907 Hausbesuchen insgesamt 2 407 148 Personen von der NS.=Schwesternschaft betreut worden. Es sei ein neuer Weg, denn die Schwesternstationen der NS.=Volkswohlfahrt seien eingerichtet, um Mutter und Kind zu helfen. Die erzieherische und wohlfahrtspflegerische Arbeit an Mutter und Kind sei die Voraussetzung für jeden Erfolg im Leben und für das Glück der Familie. Hilgenfeldt teilte mit, daß im Notstandsgebiet der Bayerischen Ostmark im Laufe von drei Jahren insgesamt 110 Bauten errichtet werden, die im Dienste der Gesundheitsführung der Bevölkerung stehen sollen. Zum Schluß verwies er auf das Tuberkulose=Hilfswerk der NS.=Vollswohlfahrt, das die Lücke der Sozialversicherungen, schließe. Die Einweisungen, die Ende 1935 rund 1500 betrugen, seien im Oktober 1937 auf 14000 gestiegen. Die neuen Wege, die die nationalsozialistische Volkswohlfahrtspflege einschlage, seien nach der Erkenntnis ausgerichtet, daß Geschichte nicht in Tagen und Jahren gemacht werden kann, daß sie Aufgabearbeit von Generationen ist. Jede Generation wird weiterleben in den Werken, die sie hinterlassen hat. Nicht aus der Schau der Gebundenheit eines Lebens, sondern der Schau der Ewigkeit des Volkes erhält nationalsozialistische Volkswohlfahrtspflege ihre Aufgaben.“ Die Ausführungen wurden von der zahlreichen Zuhörerschaft mit starkem Beifall und tiefem Verständnis aufgenommen, das auch in der anschließenden geselligen Unterhaltung der in= und ausländischen Teilnehmer lebhaft zum Ausdruck kam. Ein Wort an die französische Jugend! „Gegenseitiges Sichkennenlernen genügt!" „Die Jugend der beste Botschafter der Welt“ DNB. Berlin, 2. Dez.(Drahtb.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, der in Frankreich anlaßlich eines privaten Besuches eine sehr herzliche Aufnahme fand, setzt in seiner Zeitschrift„Wille und Macht“ die von Camille Chautemps begonnene deutsch=französische Zwiesprache fort. In seinen Ausführungen heißt es u. a.: Die Annäherung unserer beiden Völker ist eine europäische Aufgabe von so zwingender Notwendigkeit, daß die Jugend keine Zeit zu verlieren hat, um an ihrer Lösung zu arbeiten. Die Worte des Führers und jener eindrucksvolle Aufruf, den der französische Ministerpräsident Camille Chautemps an unsere Jugend richtete, ermuntern uns junge Deutsche, diese Erkenntnis zu verwirklichen. Wenn ich schon vor meiner Reise nach Frankreich bereit und entschlossen war, alles zu tun, um die junge Generation Deutschlands mit der französischen Jugend in Kontakt zu bringen und für diesen Entschluß in meinem Vaterlande die herzliche Zustimmung aller Bevölkerungskreise, vor allem aber die meiner Kampfgefährten in der Führung der NSDAP. gefunden habe, so bin ich glücklich, in Paris nicht nur nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil lebhaft ermutigt worden zu sein. Ich habe unter den Franzosen, mit denen ich gesprochen habe, so viel Aufgeschlossenheit für den Gedanken einer Annäherung der, Jugend gefunden, wie ich sie, offen gesagt, kaum vermutete. Die Jugend hat das Recht, vielleicht sogar die Pflicht, gleichsam außerhalb der großen Politik, sich mit ihresgleichen über geographische Grenzen und politische Schranken binweg zu unterhalten Sie hat nach einem Wort Adolf Hitlers ihre eigene Solidarität. Die deutsche Jugend, die in einer vom Auslande so häufig mißverstandenen und dem fremden Beobachter oft unbegreiflich erscheinenden Selbständigkeit aufwächst, soll nach dem Willen des Führers der deutschen Nation ihr eigenes Jugendleben führen, den Regungen ihres Herzens gehorchen und frei und ungezwungen sowohl ihr Dasein im Innern des Reiches gestalten als auch ihr Verhältnis zu den Jugendgemeinschaften der anderen Völker. Es entspricht dem Wesen und Gesetz unserer Jugendorganisation, wenn sie im Verkehr mit anderen Nationen nichts anderes zu gewinnen sucht als die Kenntnis des fremden Volkstums. Sie hofft, in diesem ihren Streben von allen anderen erzieherischen Kräften in der Welt verstanden zu werden. Die deutsche Jugend hat sich jenem Bildungsideal verschrieben, das in Goethe seine ewige und für die ganze Kulturwelt gültige Verkörperung gefunden hat. Nichts entspricht so sehr diesem erzieherischen Ideal als die ständige Bemühung, das Blickfeld des einzelnen zu weiten und ihn in eine harmonische Beziehung zu seiner Umwelt treten zu lassen. Der Besuch fremder Länder ist nach Erlangung der Kenntnis des eigenen Landes das wertvollste erzieherische Element. Die Jugend ist der beste Botschafter der Welt, sie ist unbefangen, freimütig und ohne den leidlichen Argwohn, von dem die Diplomaten oft nicht zu heilen sind, weil er gewissermaßen ihre Berufskrankheit ist. Allerdings darf hinter dem Austausch der Jugend keine propagandistische Absicht stehen Dies würde von vornherein alles verderben. Der einzige Programmpunkt eines von den Nationen organisierten Verkehrs ihrer Jugenden untereinander lautet: Gegenseitiges Sichkennenlernen! Das genügt. Die Mißverständnisse zwischen den Völkern beruhen in den meisten Fällen darauf, daß sie sich nie kennengelernt haben. Ich sehe es nun als meine Aufgabe an, zwischen der deutschen und französischen Jugend ein Gespräch zustande zu bringen, das von deutscher Seite nicht in schönen Aeußerungen von mir bestehen soll, sondern in vielen persönlichen Unterhaltungen tausender junger Deutscher mit ebenso vielen Franzosen. Wir werden die ersten Tausend dieser französischen Jugend mit der größten Herzlichkeit im Jahre 1938 auf deutschem Boden will kommen heißen. Sie sollen die Schönheit unserer Landschaft und unserer Städte in sich aufnehmen und mit dem deutschen Volk Fühlung gewinnen. Wenn dann deutsche Jugend nach Frankreich fährt, werden viele Bekanntschaften und Freundschaften erneuert werden, die auf der ersten Reise mit jener Unbeschwertheit und seelischen Bereitschaft geknüpft wurden, die der jugendliche Mensch als eine der schönsten Gaben der Natur in sich trägt. Expreß Poranny meldet: 150 Jahre Australien Von der Strafkolonie zum aussichtsreichsten Dominion Der Lordsiegelbewahrer der britischen Krone, Lord de la Warr, schickt sich an, als Abgesandter des Königs und der Regierung nach Australien zu reisen, um an der im Januar beainnenden 150-Jahrfeier des Commonwealth, die drei Wochen dauern wird, teilzunehmen. Australien hat erst im Jahre 1934 ein 100Jahresjubiläum gefeiert Je nachdem, wohin man den Anfangspunkt der Entwicklung dieses jüngsten Erdteils, der für viele Briten als das aussichtsreichste Dominion gilt, verlegt, kann man vom Oktober 1834 ausgehen, in dem ein Schafzüchter Edward Henty, der mit seinen sieben Söhnen aus Kent in England ausgewandert war, an der Küste Südoft=Ausstraliens landete und im heutigen Staate Viktoria die erste dauernde Niederlassung begründete, oder vom Februar 1788. Damals landete der erste Gouverneur der künftigen britischen Besitzung Australiens, Arthur Philipp. mit 750 Sträflingen in der Botany-Bai und legte dort den Grund zu einer neuen Strafkolonie. Dieses Datum ist es, daß jetzt der 150Jahrfeier zugrunde gelegt wird. So wenig jubiläumswert die Landung von Sträflingen auf australischem Boden auch sein mag, so beginnt mit diesem Tage doch das aktive britische Interesse an der Kolonie, nicht zuletzt dadurch ausgelöst, daß England kurz vorher durch den Abfall der Vereinigten Staaten von Amerika seinen gewaltigen Kolonialbesitz in den nordamerikanischen Neuenglandstaaten verloren hatte. Uebrigens herricht ein Datenstreit auch schon über die Entdeckung des jüngsten Erdteils. Wahrscheinlich ist er schon 1525 oder 1526 von Portugiesen betreten worden, die mit ihrem, nach Celebes steuernden Schiff durch allerhand Unglücksfälle auf das bis dahin unbekannte australische Festland, anscheinend an der äußersten Nordspitze, verschlagen wurden. Aber diese Entdeckung ist nicht ganz mit Sicherheit festzustellen. Als offizielles Jahr der Entdeckung gilt 1605. Damals geriet Willem Jan'zoon, der im Dienst der holländisch-ostindischen Handelsgesellschaft die Ausdehnung Reuquineas feststellen sollte, im CarpentariaGolf auf das australische Festland. In den folgenden Jahrzehnten sind dann holländische Schiffe auf der Fahrt von Kapland nach den Molukken wiederholt an der Westküste gelandet. Holländer maren es auch, die 1642 Tasmanien entdeckten und 1644 die Nordwestküste berührten. Sie galt ihnen aber als so ungastlich, daß man 125 Jahre lang von den Entdeckungen keinen Gebrauch machte. An der Ostkuste Australiens landete 1770 Cook. Aber in das Innere des Erdteils wagte man sich zunächst überhaupt nicht. Es ist knapp 125 Jahre her, daß drei Engländer, Wentworth, Blaxland und Lawson, die unwegsamen Blauen Berge überschrtten und 1813 die westlich von diesen gelegenen Flüsse und Ebenen zu erforschen begannen. Das südliche Küstenland und die Seeregion sind erst 1839 erschlossen worden und an die genaue Aufnahme der Küstenlinie des Erdteils ging man erst in den Jahren 1837 bis 1842 heran. Aber es hat bis 1865 gedauert, bis weite bis dahm unbehannt gebliebene Strecken des Erdteils überhaupt von Europäern erkundet wurden und noch heute kann man in den Berichten, die gelegentlich dem britischen Parlament von Beamten des Kolonialdienstes vorgelegt werden, auf Bemerbungen stoßen, die Giftmordversuch an Blücher! Sieben Angestellte der Transsibirischen Eisenbahn verhaftel und erschossen DNB. Warschau, 2. Dez.(Drahtb.) Einer Meldung des„Expreß Poranny“ aus Moskau zufolge wurden unlängst sieben Angestellte der transsibirischen Eisenbahn Moskau—Wladiwostok erschossen, und zwar zwei Schaffner, der Koch und sein Gehilfe sowie drei Kellner des Speisewagens. Die Erschossenen sollen einen Giftmordanschlag auf den Chef der Roten Armee im Fernen Osten, Marschall Blücher, und seine Umgebung versucht haben. Der„Expreß Poranny“ berichtet dazu folgende Vorgeschichte: Nach der Einnahme des Mittagessens im Speisewagen des Zuges, in dem Marschall Blücher reiste, seien plötzlich mehrere Personen erkrankt. Dier höhere Offiziere seien gestorben, während zwei nach längerer Krankheit gerettet werden konnten. Bei den übrigen Personen seien die Vergitfungserscheinungen leichter Natur gewesen. Marschall Blücher selbst habe an dem Mittagessen zufällig nicht teilgenommen. Man habe sofort eine Untersuchung vorgenommen, konnte aber nicht finden, worauf die Vergiftung zurückzuführen sei. Jedenfalls habe man das gesamte Personal des Wagens zum Tode verurteilt und auch erschoffen „Expreß Poranny“ erinnert daran, daß seiner Zeit der oberste Chef der mongolischen Volksrepublik, Demid, ebenfalls in einem Speisewagen vergiftet worden sei. erhennen lassen, duß immer noch Gebiete vorhanden sind, in die Europäer zum ersten Male vordringen. Australien wurde von der britischen Regierung zunächst, wie schon erwähnt, als Strafkolonie benutzt. Die Besiedlung erfolgte dann in der Hauptsache durch Arbeiter, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das anbrechende Zeitalter der Maschine in England zu Tausenden biotles wurden und sich in dem neuen Erdteil eine neue Existenz suchten. Der Mann, dessen Tatkmaft die Entstehung des Staates=Viktoria zu verdanken ist, war Batemann. ein Schafzüchter von der Insel Tasmanien, dem die Verhältnisse auf dieser Insel zu klein geworden waren. Er ging mit einer Anzahl Gleicha=innter im Frühjahr 1835 auf eigene Faust in das Innere des Kontinents, nahm mit den Eingeborenen Fühlung und erwarb von ihnen gegen Geschenne, wie Dechen. Messer, Spiegel, Glasperlen, Streitärte, Lebensmittel usw. und für die Zusicherung eines fährlichen Tributs ein riesiges Landgebiet von 600 000 acres. Das sind etwas 240 000 Hektar. An einer Stelle am ParraFluß, die Batemann besonders gefiel, beschloß er mit seinen Gefährten, ein Dorf anzulegen. Dort liegt heute die Stadt Melbourne. Andere Abenteurer folgten ihm. Zunächst hatte Batemann mit dem britischen Gouverneur Schwierigkeiten, der leine Erwerbungen nicht anerkennen wollte. Nur die Befürchtung, daß Frankreich in Südost=Australien Fuß sassen könnte, führte schließlich zu einer Einigung. Australien wurde bis dahin immer noch als englische Sträflingskolonie benutzt. Den neuen Ansiedlern, zu denen weitere aus Europa kamen, war dieser Zuzug höchst unerwünscht. Als 1851 wieder ein englisches Sträflingsschiff Melbourne anlaufen wollte, wurde es an der Landung gehindert. Damit hörte die Deportation von Strafgefangenen nach Australien allmählich auf. Mitte des 19. Jahrhunderts lockten die Goldfunde eine Menge neuer Einwanderer an. Bis 1900 bestanden die einzelnen australischen Kolonien zulammenhanglos nebenesander. Erst unter dem Einfluß der imperialistischen Strömung gelangte die von Sir Henty Parbes geführte Einheitsbewegung zum Siege. Am 9. Juli 1900 wurde die Bundesverfassung als britisches Reichsgesetz verkündet und am 1. Januar 1901 trat das Commonwealth of Australia ins Leben, das die sechs Gliedstaaten NeuSüdwales, Viktoria, Queensland, Süd=Australien, West=Australien und Tasmanten zu einem Bundesstaat im Rahmen des britischen Reiches vereinigte. Nur Neuseeland hielt sich fern. Das Commonwěalth hat Dominionsstatut. Australien ist ungefähr so groß wie Europa. Seine Bevölkerung erreicht aber nicht 7 Millionen Menschen, d. h. etwa so viel, wie Oesterreich. Die Bevölkerungszunahme ist gering, da scharfe Einwanderungsbestimmungen den Zuzug fernhalten. Namentlih gegen die Einwanderung Farbiger ist ein unübersteiglicher Wall aufgerichtet. Im übrigen ist die starke Beschränkung der Einwanderung Ausdruck des Einflusses, den die Arbeitergewerkschaften auf die Regierung ausüben. Es war ihnen gelungen, eine Politik durchzusetzen, die auch die fremde Wareneinfuhr durch hohe Zölle vom Lande fernhielt und die Löhne stark in die Höhe trieb. Jede Konkurrenz fremder Arbeits= kräfte hätte diese reichlich egoistische sozialistische Politik gefährdet. Eine Weile lang galt Australien geradezu als das Arbeiterparadies. Das ist es heute allerdings nicht mehr. Die große Wirtschaftskrisis hat auch an den Küsten dieses Erdteils nicht Halt gemacht, der in seinem wirtschaftlichen Wohlstand ganz und gar von den Ervorterträgnissen seiner Schafzucht und daneben vom Weizenbau abhängig ist. Der Export ging zurück. Die Lasten, die auf der Produktion liegen, sind durch die zum Nutzen der Arbeiter geschaffenen Sozialeinrichtungen sehr hoch. Infolgedessen wirkte sich die Wirtschaftsdepression doppelt scharf aus. 62 Prozent aller Australier leben in den Städten. Die Depressionserscheinungen trafen sie besonders hart. Die Industrie, die vielfach künstlich hochgezüchtet war, erlebte die schwerste Krisis. Die Arbeitsmöglichkeiten, die der weite, zum großen Teil noch unerschlossene Erdteil bietet, konnten aber dank der monopolistischen Einwanderungspolitik nicht ausChristian Kauch Zu seinem 80. Todestage— 8. Dezember 1857. Von Prof. Dr. Ernst Friedrichs. Berlin als Kunststadt ist neueren Datums; was es an Kunstschätzen aus früheren Zeiten birgt, ist geliehenes Gut. Sein erster selbstät diger Baumeister großen Stils ist Schlüter gewesen; seine Werke gehoren noch dem 17. und dem Anfang des 18. Jahrhunderts an. Aber er steht sozusagen allein auf weiter Flur. Zur Blüte gelangt die Kunststadt Berlin erst mit dem neuen Leben, das Deutschland nach den Befreiungskriegen durchloderte, mit Schinkel, dem Schöpfer des Alten Museums und des Königlichen Schauspielhauses, und ein paar anderen. Und mit der Baukunst hält gleichen Schritt die Bildnerkunst, deren Hauptvertreter Schadow und sein Hauptschüler Christian Rauch sind. Rauch wird selbst von den Franzosen der großte Bildhauer seiner Zeit genannt, und mit zwei seiner Bildwerhe, seinem ersten, dem Marmorgrabmal der Königin Luise im Mausoleum zu Charlottenburg, und leinem letzten, dem Denkmal Friedrichs des Großen unter den Linden, hat er sich selber Denkmäler für ewige Zeiten geschaffen. Es sind seinem ersten Werbe schon mancherlei tüchtige Versuche vorangegangen, so tüchtig, daß sie die Aufmerksamkeit eines Thorwaldsen und eines Canova erregten. Seine Gedanken hatten immer bei der Königin Luise verweilt, und schon 1803, als er noch Kammerdiener des Königs war, hatte er eine Büste von ihr modelliert. Noch andere Versuche hatten ihr gegolten, bis ihn unmittelbar nach dem Tode der Königin der König zu diesem Grabmal ermunterte. Es hat dann 1815 im Mausoleum zu Charlottenburg seine Aufstellung gefunden. Was an diesem Bildwerk fesselt, ist außer der Gewandung, dem weiten, klassisch gesalteten Tuche, die Ruhe des genußt werden. In einem Lande, das durch seine natürlichen Schätze und Hilfskräfte auf einem Quadratkilometer gut rund 60 Menschen ernähren könnte, lebt heute nur einer auf den Quadratkilometer. Die Räume des Erdteils schreien geradezu nach Menschen. In Australien, wo man dieses Mißverhältnis natürlich kennt, ohne dech den Entschluß aufbringen zu können, eimas zu seiner Besserung zu tun, hat man die Befürchtung, daß das Land eine starke Anziehungskraft auf gewisse übervölkerte asiatische Staaten ausüben könnte, und das drückt sich in seiner weltpolitischen Haltung aus, zumal die Fragen des Stillen Ozeans durch gewisse Ereignisse in der letzten Zeit stark in den Vordergrund rüchten. einen Jahre waren nur fünf evangelische Ger liche in der Sowjetunion übrig geblieben: Pastor Streck in Moskau. Pastor Vogel in Odessa die beiden genannten Pastoren Reichart und der lettische Pastor Miklas in Leninaad, die inzwischen sämtlich verhaftet ode verbannt worden sind. Sie alle waren Deutschstämmige sowjet russischer Staatkangehörigkeit. Auf dem ganzen Gebiet der Sowietunion kann also heute keine protestantische Taufe. Ebeschließung oder Beerdigung mehr abgehalten werden „Ernst der Lage unverändert“ Das Befinden Ludendorffs. DNB München. 2. Det.(Drabtb.) Ueber das Befinden des Generals Ludendorff wurde non Prof. Kielleutbner am Donnerstag rüh fol= gende Mitteilung ausgegeben: „Nacht rubig verlaufen. Ernst der Lage unverändert.“ Uebernahme des Reichswirtschaftsministeriums durch Ministerpräsident Hermann Göring DNB. Berlin, 2. Dez.(Drahtb.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring übernahm in diesen Tagen die Leitung des Reichs= und preußischen Wirtschaftsministeriums. Staatssekretär Posse begrüßte den Ministervräsident im Namen der Mitarbeiter des Ministeriums, die stolz darauf seien, daß sie eingereiht würden in die von Generaloberst Göring betreuten Aemter. In einer Wir wollen uns bemuhen, unser Volk in der Gemeinschaft des Opferns zu erziehen. In haben unzählige Menschen sehr viele schwerere Opier zu bringen. Sie nehmen diese freiwillig auf sich. Andere wieder mulsen solche Cpier bringen! Sie werden von ihnen gefordert. A.unanständig würde der gelten, der sich diesem Opfer entgiehen wollte. Aus der Rede des Bührers zur be3 E6B. 1937/38. Französische Betrachtungen zum Besuch Delbos' in Polen Vier Tage Aufenthalt mn Warschau- Empfänge beim Staatspräsidenten, dem Generalissimus und dem Außenminister DNB. Paris, 2. Dez.(Drahtb.) Vor der Abreise des französischen Außenministers nach Polen und den Ländern der Kleinen Entente betont man in Paris u. a., daß Frankreich wie England in ihrem Wunsche nach einer allgemeinen Entspannung zu jeder Aussprache mit Deutschland und Jtalien bereit seien. Sie beabsichtigten auch nicht, von Deutschland und Italien den Verzicht auf die Grundsätze ihrer Politik zu verlangen. Nach englischer und französischer Ansicht„sei es nicht unmöglich, zwischen den gegensätzlichen Auffassungen Brücken zu schlagen, um im realpolitischen Geiste zu der in Eurova einmütig erwünschten Entspannung zu gelangen". Der Beteuerung des deutschen Rechtsanspruches auf Kolonialbesitz hätten die beiden Mächte keine brutale Weigerung entgegensetzen wollen, aber sie hätten erklärt, dieses Problem„nicht als einzelnes" ins Auge fassen zu können. Frankreich und England setzten im übrigen ihre Aufrüstung fort, wünschten aber eine möglichst baldige Ein Milissoldat packt aus Verständigung über die Begrenzung der Ausgaben für Rüstungszwecke. Die Polnische Telegraphen=Agentur veröffentlicht setzt das amtliche Programm für den Aufenthalt des französischen Außenministers in Polen, der am 3. Dezember erwartet wird. Delbos wird während seines viertägigen Aufenthaltes vom polnischen Staatspräsidenten empfangen werden. Er wird ferner Marschall RydzSmigly, den Ministervräsidenten und den Außenminister besuchen. Weiter ist ein Frühstück auf dem Schloß, ein Essen und ein Empfang beim volnischen Außenminister vorgesehen. Delbos wird sich von Warschau aus nach Krakau begeben, wo er das Andenken Marschall Pilsudskis an seiner Grabstätte auf dem Wawel ehren wird. Minister Delbos ist bei seiner Reise von dem Chef seines Kabinetts, Rochat, und dessen Vertreter, Berard, begleitet. 100000 Morde in 7 Monaten! Allein in Madrid!- Ein Pfund Salz als Nahrung für eine vierköpfige Familie DNB. Paris. 2. Dez.(Drahtb.) Der„Jour“ veröffentlicht eine Unterredung seines Mitarbeiters mit einem jungen Spanier, der aus Madrid nach Frankreich geflohen ist. Nach diesem Bericht vertreten heute bereits 90 v. H. der Bevölkerung von Madrid die Sache des Generals Franco. Viele von ihnen seien früher noch Marxisten gewesen, hätten sich aber unter dem Druck der roten Zwangsherrschaft nationalen Idealen zugewandt. In Madrid herrsche allgemein Hunger. Eine vierköpfige Familie erhalte z. B. als einzige Nahrung an einem Tag ein Pfund Salz, an einem anderen Tage 200 Gr. Zucker, manchmal 1 Pfd. Bohnen. Grundsätzlich solle zwar jede Person taglich 50 Gr. Brot erhalten, doch in Wirklichkeit gäbe es überhaupt nichts. Offiziell bekommt die rote Soldateska als einzige Nahrung für einen Tag 24 Schoten zugeteilt. Nur die Internationale Brigade sei gut ernährt. Sie setze sich zu einem großen Teil aus Franzosen zusammen, während ihre militärischen und politischen Anführer Sowjetrussen seien. Diese letzteren seien es gewesen, die die Valenciabolschewisten zur Uebersiedlung nach Barcelona veranlaßt hätten, um einer Volkserhebung in Katalonien auf diese Weise vorzubeugen. In Madrid allein seien wahrend der ersten sieben Monate des spanischen Bürgerkriege62 000 zugestandene und etwa 40 000 bis 50 0n0 noch nicht zugestandene politische Morde von roter Seite verübt worden. Ein Milizsoldat habe ihm voller Stolz erklärt, daß er allein beretts 81 Mordtaten seit Ausbruch des Bürgerkrieges auf dem Gewissen habe. Von einer Versorgung der Stadt mit landwirtschaftlichen Erzeugnisen könne kast nicht mehr die Rede sein. Schon vor einem Jahr hatten die Milizsoldaten samtliche Ernten in der weiteren Umgebung der Stadt gestohlen. Seitber weigerten sich die Bauern, überhaupt noch neue Aussaaten vorzunehmen. Die beiden letzten Geistlichen verhaftel Deutschstämmige Pastoren in der Hand der GPU. DNB. Moskau, 1. Dez.(Drahtb.) Aus Leningrad wird gemeldet, daß die beiden letzten evangelischen Geistlichen in der Sowjetunion, die deutschen Pastoren Reichart, Vater und Sohn, dort von der GPII. verhaftet worden sind. Wahrend bis zur bolschewistischen Revolution auf dem heutigen Gebiet der Sowjetunion(also unter Ausschließung Polens, der baltischen Staaten und Finnlands) 192 evangelische Pfarer im Amt waren, ist heute für die etwa 1¼ Millionen zählende protestantische Bevölkerung der Sowjetunion(darunter sind ungefähr 1.2 Millionen Deutschstämmige) kein einziger protestantischer (Heistlicher mehr vorhanden. Nicht nur die protestantischen Deutschen, sondern auch ihre lettischen, eirnischen und finnischen Glaubensgenossen haben ihre sämtlichen Pfarrer versoren. Bereits vor kurzen Ansprache wies Hermann Göring dann u. a. darauf hin, daß man in den nächsten 6 Wochen bis zur Uebernahme des Ministeriums durch Reichswirtschaftsminister Funk am 15. Januar alle Maßnahmen treffen müßte, um eine Zusammenarbeit aller an der Durchführung des Vier= jahresplanes beteiligten Stellen zu erreichen. Er stattete weiter Dr. Schacht für seinen unerhörten Arheitseinsatz seinen Dank ab und betonte, daß der Wechsel keine Kursänderung bedeute. Zum Schluß appellierte er an die Arbeiter, Angestellten und Beamten des Ministeriums, in treuer Pflichterfüllung dem Werke des Führers zu dienen. Meister, Gesellen und Lehrlinge treten an 62 000 Betriebsappelle 218 Auftakt zum Berniswettkampf alleg schaffenden Deutschen. TNB. Bersin. 2. Des(Drahtb.) Im gangen Reich finden am 13. Dezember Betriebsappelle statt unter der Parole„Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen“. Rund 62 000 Betricbe beginnen schlagartig ihre Teilnabme am Reichtberufswettkampf mit diesem Auftakt. Meister, Facharbeiter, Gesellen und Lehrlinge gehen am 13 Dezember an ihr Tagewerk, beseelt von der Einsanbereitschaft, die das ganze schaffende Deutschland erfassen wird. Freiwillige zum Arbeilsdienst der weiblichen Jugend Zum 1. Januar noch Pläte verfügbar. DNB Beelin. 2 Dez.(Drabtb) Die Zahl der freiwilligen Meldungen für den Arbeitedienst für die weibliche Ingend zum 1. April 1938 ist schon jetzt so groß. daß in kurzer Zeit alle verfügverklärten Gesichts, aus dem die Ermüdung gewichen ist und in das schon ein anderes Dalein hineinleuchtet. An dem Denkmal Friedrichs des Großen ist nicht bloß der große Preußenkönig bewundernswert, der in Dreispitz und Mantel zu Pferde als der Schlachten= lender und Sieger erscheint, sondern ebenso großartig sind auf dem hohen, reichgegliederten Sochel alle seine großen Helfer im Kriege und ebenso im Frieden. Dieser letzte Gedanke ist das Ziel von Rauchs ganzem Leben gewesen; er will die hervorragenden Menschen seiner Zeit, die Heeresführer wie die geistigen Größen, und zwar die, die seinem Vaterland gedient und genützt haben, durch seine Bildeverhe verewigen. Der junge Anfänger hat mit der Romantik begonnen; 1802 hat er einen schlafenden Endymion ausgestellt; bald aber wird aus ihm der Realist, der über dem Realismus jedoch nicht das Stil= und Schönheitsgefühl vergißt. So sind denn all die großen Gestalten entstanden Der König, die Königin in vielen Ausführungen, die Erzbilder Yorks, Gneisenaus, Blüchers, die Marmorstandbilder Schatnhorsts und Bülows in Berlin. Von Berlin drang sein Ruf in die weite Welt, er hat den Kailer Alexander, den damaligen Großfürsten Rikolaus, den König von Dänemark, die Polenkönige nachgebildet, ferner die geistigen Größen Deutschlands: Hardenberg, Goethe, Kant, Schleiermacher, Zacharias Werner und Raphnel Mengs. Nicht vergessen seien auch seine sechs kolossalen Marmorsiegesgöttinnen für die Walhalla in Regensburg. Christian Rauch hat den größten Teil seines Lebens, abgelehen von Studienreisen nach Italien, in Berlin zugebracht, ohne äußerliche, hohe Würden. Er war in Arollen geboren und ist während einer Kur in Dresden, 80 Jahre alt, am 3. Dezember 1857 gestorben. Für Berlin ist er noch in anderer Beziehung von greßer Bedeutung geworden: er hat hier eine große. weithin wirkende Bildhauerschule gegründet, die noch heute in seinem Geiste fortarbeitet. Ein Standardwerk der Vorgeschichtsferschung Der Landeshauptmann der Rheinproving teilt mit. Nachdem unlängst nach jahrzehntelanger Arbeit der letzte Band der vom Reich getragenen Publikation des römischen Grenzwallen„me8“, der im Kampf des Germanentums mit der römischen Weltmacht eine so entscheidende Rolle gespielt hat, der Oeffentlichkeit vorgelegt worden ist, hat die Römisch=Germanische Kommission in Frankfurt als Zweigstelle des Archaeologischen Instituts des Deutschen Reiches, einer Anregung von Landesmt Dr. Apffelstaedt folgend, ein neues bedeutsames Werk in Angriff genommen, und zwar die Heraus= gabe eines Gesamtwerkes über die vor= und frühgeschichtlichen Ringwallburgen in West= und Süddeutschland. Auf einer kurzlich in Frankfurt abgehaltenen Besprechung der führenden Vorgeschichto= forscher Weitsalens, des Rheinlandes, Kurhessens, Rassaus und Württemberg— Bayern u. Baden hatten schriftlich ihre volle Mitarbeit zugesichert— wurde die Planung dieses Werkes in allen Einzelheiten festgelegt. Das Gelamtwerk zerfällt in zwei Teile, von denen der erste jede Wallanlage nach dem Stande der Forschung beim Abschluß der Aufnahme widergibt, während der zweite Teil Zug um Zug das Ergebnis der großen, in Gang befindlichen oder in Zukunft vot sich gehenden Ausgrabungen nach Abschluß ihrer Untersuchungen laufend bringen wird. Die einzelnen Abteilungen erscheinen unabhängig voneinander, sede für sich nach Suand und Fortschreiten der Bestandeaufnahme in den einzelnen Provinzen und Ländern in Lieferung von je 10 Ringwällen, mit deren Herausgabe bei der Vielfältigkeit des erarbeiteten Materials unverzüglich begonnen wird. Von entscheidender Bedeutung ist die Einheitlichkeit der Planung fur iis gelamte Werk, derzufolge die Be= standeaufnahme eines jeden Ringwalles umfaßt: Ausschnitt der Lage aus dem Meßtischblatt, Vermessungeplan des Ringmalles, Photographie der Anlage aus der Luft und von der Erde aus, die behannt gewor= denen Funde, ein knapper Tert, der die Tatbestände registriert und die vollständige Angabe der Literatur. Festgelegt wurde üiberdies die Einheitlichkeit der Auf= nahme im Gelände im Maßstabe 1: 500 und eine einheitliche Umzeichnung der Pläne der Geländeaufnahmen zu Publikationszwechen im Maßstabe 1: 2000, die bei der Römtsch=Germanischen Kommitsion in Frankfurt als Trägerin des Unternehmens mit eigenen Kräften vorgenommen wird, die auch die Zuverlässigkeit der Arbeiten durch eigens dazu eingesetzte Fachkräfte überwachen wird. Mit der Herausgase dieses Standardwerkes der Vorgeschichtsforschung über eines der wichtigiten Gebiete, das in seinem Umfang und seiner erakten Durchführung in anderen Teilen des Reiches seither noch keine Parallele aufzuweilen hat, ist im Zuge der außerordentlich gesteigerten Forschungstätigkeit ein weiterer überaus wichtiger Abschmitt in Angriff ge= nommen. Hauptschriffetter: Rotep0 9 c01es, Pedur Stellvertreier des Hauptichestietters: B.ter 00.ffer0. Gerantwornich: Bür den poiniiden, kultuereinischen und de Unterdeltungsten: Joteph 600.r Bocum: Mr den 1okaien Leil der Ausgade Sochum für 8h=ater. Musik und Aunft: Beier G211.6 ocun 0 Umschau und Verbreitungsgediet der Ausgade Bodum: Georg Milbeim Nrale, Sochum: für den lokaten Lenl der NusHaitingen und Essen=Gieele: Dr. Jolepd K10Ner0. Essen=Sieele; für Sport. Handel und den lokaten Tell Mattenscheid: Berdinand Julius Candeleld. Bochum: 0e den Bilderdienn die einzeinen Abiellungeiener-#cr den Angeigentenl Nochum Pan Pe... Sochun: M. den Angeigentenl Hattingen& Gieele: ONv Pecer Hatingen: 0r den Anzeigentell Waitenschei: Hermann*010.. n- fur sen in Preseline Ne 8 güttig- Gerlag und Truck: Schdrmann 4 Riaggeß, Pochum— 097Ader 11 400 von Ruegade 4 atic zeitung Nochum 7600 Ausgabe B: Belfsgettung f0r 6 Rube/ Cieeler Zeilung über 2600. Ausgabe C1 Wattenscheid übes 1100). 1. Bellage der Volks-Zeitung g den 8. Dezember 10 Nummer 283— Seite 5 Bochumer Tageschronik Man merke Freitag, den 8. Dezember Sonnenaufgang 8,19 Uhr,=untergang 16,19 Uhr. Mondaufgang 8.42 Uhr,=untergang 16.45 Uhr. Mond in Erdferne und Südwende.— Neumond 031 Uhr. 2.—3. Dezember: Ringförmige Sonnenfinsternis, in Mitteleuropa unsichtbar 181 Der Hygieniker Max v. Pettenkofer in Lichtenheim geboren(gestorben 1901) 187 Der Bildhauer Christian Daniel Rauch in Dresden geboren(gestorben 1777) 190 Der Mechaniker Karl Zeiß, Gründer der Zeiß=Werke, in Jena gestorben(geb. 1816) 1933 Erwin Bauer, Pflanzenzüchtungs= und Rasseforscher, in Müncheberg i.d. Mark gestorben(geboren 1875) bekenninis zur Volksgemeinschaft NSG. De-„Tag der nationalen Solidarität“ ist der sichtbare Ausdruck für die deutsche Volksgemeinschaft. An diesem Tag werden wiederum die führenden Männer aus Partei und Staat mit der Sammelbüchse in der Hand an die Opferbereitschaft der Bevölkerung appellieren, um durch das Opfer des einen Not bei dem anderen lindern zu können. Alle Volksgenossen, vor allem alle Politischen Leiter müssen auch in diesem Jahr nach leien Kräften dazu beitragen, daß dieser Tag der astomeinschaft wieder den Höbepunkt im Winterbilfswerk des deutschen Volkes bildet. Mit der Größe des Opfers wachst die Größe und Stärke des Volkes. Der„Tag der nationalen Solidarität“ wird auch in diesem Jahr im Gau Westfalen=Süd eine große einsatzbereite Helferschar und opferfreudige Volksgenossen finden Bochum. 1. Dezember Vetter, Stellvertretender Gauleiter. hohes Alter Gestern feierte in geistiger und körperlicher Frische Polizeisekretär i. R. Theodor Klein, Hattingerstraße 770, seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar war 25 Jahre lang als Polizeibeamter in unserer Gemeinde tätig und ist seit 1925 pensioniert; er ist überall geachtet und beliebt. Wir wünschen ihm noch einen sonnigen Lebensabend in Gesundheit und Zufriedenheit. Erstes Wunschkonzert für das wýw Am 18. Dezember im Reichssender Köln. NSG. Am 18. Dezember fuhrt der Reichssender Koln das erste große Wunschkonzert zugunsten des Winterhilfswerkes durch. Alle Volksgenossen können sich an diesem Wunschkonzert beteiligen, wenn sie einen Betrag an den Reichssender Köln senden und gleichzeitig ihre musikalischen Wünsche aufgeben. Alle Beträge sind an die Reichsrundfunkges. m. b. H., Reichssender Köln, Postscheckkonto 105 010, mit dem Zulatz„Wunschkonzert“ bis zum 4. Dezember 1937 zu überweisen. Jeder Wunsch nach einem behannten und beliebten Musikstück geht in Erfüllung! Jeder Volkegenosse hilft durch tatkräftige Unterstützung dieses Wunschkonzertes wieder dem Winterhilfswerk. Billiges Feit von Januar bis März Konsummargarine auch für Prinatkrankenhäuser Die von der Reichsregierung zur Verbilligung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung und zur Sicherung des Bezugs von Konsummargarine getroffenen Maßnahmen werden für die Monate Januar, Februar und März 198 im bisherigen Umfang fortgeführt. Gewisse Erleichterungen sind noch für diejenigen Berechtigten verfügt worden, die nach Empfang und Abgabe der Berechtigungsscheine etwa auswärts Arbeit annehmen. Eine Stückelung ermöglicht dann die reibungslose Weiterbetreuung. Ferner bekommen nunmehr auch bestimmte private Krankenanstalten Konsummargarine, nämlich, soweit sie überwiegend Sozialversicherte oder Unterstützungsempfänger aufnehmen. Neuer Pfarrer von St. Marien. Als Nachfolger des bekanntlich am 1. Dezember aus gesundbeitlichen Gründen aus seinem Amte ausgeschiedenen Pfarrers eimhardt ist der bisherige Stadtvikar Josepb Riekes aus Dortmund berufen worden Der neue Plarrer stammt aus Bracht, wo er am 91. Mai 1890 geboren wurde. Am 3. April 1914 wurde er zum Priester geweiht und wirkte seitdem ununterbrochen in Dortmund, zuerst als Kaplan an St. Anna unter dem damaligen Pfarrer, jetzigen Weibbischof Antonius Baumann und seit 1917 als Caritasdirektor und Stadtvikar. Gleichzeitig leitete er auch das Kirchenblatt des Dekanates Vortmund. Die Installation als Pfarrer hat am Mittwoch im Generalvikariat in Paderborn stattgeunden. die Einführung in St. Marien wird voraussichtlich Mitte Januar erfolgen Radfahrer erlitt einen Schädelbruch. Gegen 17,20 Uhr wurde auf der Essener Straße, in der Nähe der Zeche Engelsburg, ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren. Der Radfahrer erlite einen Schädelbruch. Er wurde dem Bergmannsheil zugeführt. Der Personenkraftwagen wunde leicht, das Fahrrad stark beschadigt, Einbrecher am Werk Mehrere Trinkhallen erbrochen- Beim Opferstock-Plündern ertappt Losgerissen und entkommen In der Nacht wurden in Bochum=Hamme verschiedene Einbrüche begangen. Man versuchte auf dem Darpering eine Trinkhalle zu erbrechen. Hier wurde der Täter von einem Bahnkeamten gestört und konnte unerkannt entkommen. Weiter hat derselbe Täter die Trinkhalle an der Ecke Dorstener Straße und Richardstraße erbrochen und hier Tabakwaren und andere Sachen eingepackt. Das Paket versteckte er in dem Gebüsch auf dem Hindenburgplatz, wo es von einem Volksgenossen gefunden wurde. Es konnte dem Geschä digten wieder zurückgegeben werden. Derselbe Täter wurde am gleichen Tage gegen 6,10 Uhr in der Herz=Jesu=Kirche dabei erwischt, als er versuchte, die Opferstöcke zu erbrechen. Es gelang ihm hier, sich loszureißen und zu entkommen. Das Fahrrad, das er am Abend vorher in BochHordel von der Straße entwendet hatte, ließ er auf dem Kirchplatz zuruck. Es konnte dem Eigentümer zurückgegeben werden. Beschreibung des Täters: 20—22 Jahre alt, ungefahr 1,70 Meter groß, schlank, langes nach hinten gekämmtes dunkeltlondes Haar, trug eine graue Schlägermütze, eine Fliege(Schlips) und grauen Anzug, braune Lederbandschuhe Es ist nicht ausgeschlossen, daß dieser Täter auch den Trinkhalleneinbruch in Bochum, gegenüber der Herberge zur Heimat, in der Nacht vom 15. zum 20. November 1937 begangen hat. Hier ließ der Täter ein Taschenmesser mit brauner Hornschale zurück. Wer kann zu dem Taschenmesser, zu der Beschreibung des Täters einen Verdacht äußern? Wer kann sonst über den Täter Angaben machen? Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 30, Zimmer 210. Fahrraddiebstahl. Gestohlen wurde aus dem Hausslur der evang. Schule in der Riemker Straße ein Herrenfahrrad, Marke„Walküre“, Nummer unbekannt. Von Zeugen wurde ein älterer Mann mit Vollbart auf der Dorstener Straße und Mäter auf der Castroper Straße beobachtet, wie er zwei Fahrräder mit sich führte. Eins dieser Räder wurde als das Rad erkannt, welches aus dem Flur der vorgenannten Schule gestohlen worden ist. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 215. Einbruchsdiebstahl. In der Nacht wude in eine Werkstatt im Hause Hauptstraße 185 in B.=Langendreer eingebrochen. Von einem Motorrad wurden ein Sattel ein Vergaser, ein Steuerungsdämpfer und eine Radkette abmontiert und entwendet. Wer kann zu dem Diebstahl zweckdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet das 6. Kriminalkommissariat in B.=Langendreer, Amtshaus, Zimmer 22 Automatendieb auf frischer Tat ertappt und fesigenommen. In der Nacht zum 1. Dezember 1937 wurde wieder ein Mann festgenommen, der den Lebensmittelautomaten in der Bongardstraße ausplün= derte. In kurzer Zeit war es der zweite Täter, der gestellt werden konnte. Der Antomat wird in Zukunft scharf bewacht, so daß alle Diebe, die diesen Automaten zu berauben versuchen, gefaßt werden. Gegen einen Straßenmast. Gegen 1,30 Uhr befuhr ein Mann mit einem Personenkraftwagen die Engelsburger Straße in Richtung Eppendorf. Vor dem Hause Engelsburger Straße 130 wollte der Fahrer einem auf der Straße fahrenden Radfahrer ausweichen, hierbei geriet der Wagen ins Schleudern und stieß gegen einen Straßenbahnmast. Der Wagen wurde so stark beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte. Der Straßenbahnmast wurde gleichfalls stark beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Oben links Kieferngruppe auf sandigem Grund, rechts Moorlandschaft; Unsere Bildaufnahmen Ein Veilchen, das noch im Verborgenen blüht ist der Bochumer Leo Winkelmann. Es zeugt für seine Bescheidenheit und sein ehrliches Ringen, daß er sich vorerst noch mit dem Aquarell abgibt, in welcher Malgattung von ihm neun Bilder auf der Ausstellung Bochumer Künstler in der städtischen Gemäldegalerie zurzeit zu sehen sind. Das Aquarell hat bekanntlich der zähflüssigen Oelfarbe die beweglichere Technik voraus. Die naß-in=naß fließenden Wasserfarben zwingen schon zu einem schnellen Malen. So sind Aquarelle meist der Ausfluß eines spontanen Empfindens, der Maler hat nicht viel Zeit, wie beim Oel immer wieder zu retuschieren und zu verfeinern. Als Ausdruck dieses spontanen Temperaments läßt daher gerade das Aquarell sichere Schlüsse auf die Individualität und die Handschrift des Malers zu. In dieser Hinsicht kann man von Winkelmann sagen, daß er eine höchst individuelle Handschrift schreibt, die sich in letzter Zeit außergewöhnlich verbessert hat. Als Thema hat er sich hier die Moor= und Heidelandschaft genommen die zeigt. daß sie bei aller Dumpfbeit und Stumpfheit doch ganz interessante charakteristische Züge trägt, die bei Winkelmann im flüchtigen Zusammenklang reizvoller Farben, im Beleuchtungsmoment und in der Bewegung der farbigen Linien lebendig geworden sind. Seine Landschaftekunst ist von einer charaktervollen Herbheit und manchmal von einer dumpftonigen Schwere. Alle die hier gezeigten Bilder sind sehr sein gezeichnet und sehr stimmungsvoll. Gespenstige Schatten geistern um seinen„Schafstall im Moor" und wie verkrampfte Hände ragen die Aeste.„Regen im Moor, ist düster, fast trostlos, windgepeitscht steht die Natur dem Wetter preisgegeben. Der „Heidebüge!“ ist auf festem Landgrund aufgebaut. Kraftvoll behaupten sich die„Kieferngruppe“ auf sandigem Grund, wie Wächter des Waldes in den Himmel ragend. Sehr einfach gemalt ist der„peidetümpel“ mit seinen zarten Gräsern. Der„Heideweg“ ist ganz schmissig bingeworfen, bei dem auch das krüppelige Strauch werk liebevoll bebandelt ist. Unheimlich und drohend wirkt die„Moorlandschaft“ mit dem armen Kotten in der Mitte. Ohne jede Effektbascherei; ehrlich gemalt ist auch das„Moor nach dem Bran)“, bei dem die braune Farbe ins Schwarze zerfließt, so daß der Vordergrund wie eine schwelende, verkohlte Masse wirkt, wanrend in der Ferne scharf kontrastierend die Sonne über dem Land liegt. Trotz aller Dumpfheit des Motivs entbehren die Bilder doch nicht eines Gefühls, eines intimen Reizes. Hier ist ein Mensch. der die Natur erwandert und erabnt und sie mit neuen Augen entdeckt. Diese Moorlandschaft hat ihre eigene Stimmung. Sie wirkt wie ein aufkommender Abend, bei dem der Schein der Dinge allmählich auslöscht, alle Formen einfach werden, die Dinge sich zu großen Massen verbrüdern. Das Binnenleben aller Körper, das in der Sonne sich entfaltet hat, verflacht sich in dem Düsten der unten links Heidetümpel, rechts Heideweg. SK-Fotos: Herker Moordämmerung und erscheint im verschärften Umriß aufgestaut. Da verliert sich das Kleine an das Große, das Besondere ans Allgemeine. Die Blumen der Flur, tagsüber ein buntes Tausendfach, verschwistern sich mit den anderen Gräsern zur Gleichheit, ja der ganze Gräserbestand ist schon belanglos geworden, nur die gestreckte Flur wirkt als Ganzes, auch sie nicht mehr als die übrigen großen Elemente der dämmernden Landschaft. Fern jeder lichten Schönheit sind die Dinge in diese Moorlandschaften ihrer wahren Armseligkeit überlassen. Es ist ein unbestimmter, formloser Schein, der über diesen Landschaften liegt und im Beschauer einen leisen Akkord von Analogien auslöst. Es ist, als ob die Natur beladen sei. unter einem Druck stehe, dafür aber auch um so ernster und beftiger aus der Enge heraustrete Der Bildprospekt scheint voll gesogen zu sein von der bestimmten und zufälligen Stunde des Geschehens, die Natur ist bis ins Versteckte, ja sogar Schreckhafte bloßgelegt. Sicher will Winkelmann selbst nicht diese Bilder als fertige Kunstwerke angesprochen haben. Seine Bescheidenheit wird sie sicher nur als Vorarbeiten anseben, aus denen uns aber ein starkes Talent spricht und in denen seine künstlerische Gesinnung und sein ursprüngliches Farbenempfinden sich mit spontanem Temperament offenbaren. Wir sind gespannt, wie er sie zu eigenem Gebrauch für Oelgemälde, deren sachlich liebevolle Durchbildung zäher Fleiß wohl bewältigen dürfte, ausnutzen wird. Peter Schiffers. Appell an die herzen Auf zur Groschenschlacht auf allen Straßen! NSG) Zum vierten Mal wird nun ganz Deutschand am 4. Dezember den„Tag der nationalen Solidarität“ begehen. Der„Tag der nationalen Solidarität“ hat sich im Leben des deutschen Volkes bereits seinen Platz erobert, den ihm niemand mehr streitig machen wird. Das Klapnern der vielen Sammelbüchsen wird diesen Tag einleiten, und die Melodie der Groschen wird den Appell an unsere Herzen näherbringen.— An diesem Tag wird das Millionenheer der freiwilligen unbekannten Helfer des WHW abgelöst von den leitenden Männern aus Partei und Staat, Wirtschaft und Kunst, Presse und Rundfunk. An diesem Tage werden alle, die sonst durch Amt und Beruf verhindert sind, mit der Sammelbüchse auf die Straßen, in die Gaststätten, Lichtsvielhäuser und Theater gehen, um sich für das große soziale Werk der Volksgemeinschaft einzusetzen. An diesem Tage sammelt sich die ganze Stoßkraft des deutschen Volkes zu einem Großangriff auf alle deutschen Herzen. Wir sind gewiß, daß auch in allen Städten und auf dem Lande im Gau Westfalen=Süd ein namhafter Betrag für das Winterhiffswerk herauskommen wird und daß sich somit der Gedanke einer wahrhaften nationalen Solidarität durchgesetzt hat. Bekämpfung des Gesteinsstaubes Studienfahrt nach Holland. NSG. Einer der größten und heimtückischsten Feinde unserer Bergmänner ist der Gesteinsstaub, die Urlache langwieriger, schwerer und oft tödlich verlaufender Krankheiten von vielen Hunderten. Obwohl Das Grubenunglück auf Mont Cenis vor Gericht Der Weltermann und der Grubensteiger wegen fahrlässiger Tötung zu je einem Jahr Gefängnis verurkeilt Einer für Alle, Alle für Einen! Denket daran am„Tag der nationalen Solidarität“. auf dem Gebiete seiner Bekämpfung in der letzten Zeit von allen beteiligten Stellen mit größter Energie gearbeitet und auch durch Einführung neuer und verbesserter Bekämpfungsmaßnahmen und Schutzvorrichtungen ein großer Schritt vorwärts getan wurde, ist es bis setzt immer noch nicht gelungen, dieses Problem restlos zu lösen. Um sich nun über den Stand der Bekämpfungsmaßnahmen im Ausland zu unterrichten, hat sich Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Padbera mit einigen Mitarbeitern und dem Parteigenossen Dr. Hebestreit vom Amt für Volksgesundheit zu einem Besuch nach Holland begeben. Auf den holländischen Zechen sollen die dort in Anwendung stehenden Staubbekämpfungseinrichtungen, vor allen Dingen die Betreuung der holländischen Bergarbeiter durch Betriebsärzte studiert werden. Neuer Lehrgang in der Reichsschulungsburg Erwitte. NSG. Am Mittwoch wurde ein neuer Lehrgang eröffnet, der 253 Ortsgruppenleiter aus allen Gauen Deutschlands in der Reichsschulungsburg zusammenführt. Der Lehrgang wird sich wieder über die Dauer von 20 Tagen erstrecken. Es sind auch für diesen dritten Lehrgana der Ortsgruppenleiter wieder eine Reibe von Gastvorträgen führender Männer der Bewegung vorgesehen. NSG. Keine Anrechnung von Zusatzrente auf die Frontzulage. Die Frontzulage bleibt bei einer Gewährung einer Zusatzrente für Kriegsopfer unberücksichtigt. Geht die Ehefrau eines Beschädigten als Lohnempfängerin einem Erwerb nach, so kann in begründeten Fällen die Hauptfürsorgestelle zulassen, daß der Verdienst der Ehefrau bis zum halben Betrag der Einkommensberechnung unberücksichtigt bleibt. Ein begründeter Fall wird 2. B. dann gegeten sein, wenn durch Berufs= oder Schulausbildung von Kindern kesondere Ausgaben erwachsen. Der Dichter hans Zöberlein kommt am Mittwoch, 8. Dezember, nach Bochum Die NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Kreis Bochum, hat für die Kulturringe 1 und 2 den Dichter der Bewegung, Hans Zöberlein, verpflichtet. Der Dichterabend findet am Mittwoch, 8. Dezember, 20 Uhr, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus statt. Karten sind im Freiverkauf durch die Verkaufsstelle AdF, Kortumstraße 62, zu haben. Soto: Pridataufnahme Hans Zöberlein wurde in Nürnberg als Sohn eines Schusters, als das dritte von sieben Kindern, am 1. September 1896 geboren. Zeine Lehrer wollIn der Frübe des 4. Oktober, kurz vor Beendigung der Nachtschicht, entstand im Flöz Mathias eine Schlawetter=Erplosion, die sechs Tote und sieben Verletzte forderte. Die Große Strafkammer des Landgerichtes Bochum hatte sich in zweitägiger Verhandlung mit der Vorgeschichte dieses Grubenunglücks zu befassen und zu prüfen, ob die in dem betreffenden Revier Beschäftigten Wettermann Franz Martin aus Herne und Grubensteiger Thiele durch Außerachtlassung der pflichtmäßigen Vorkehrungen und Maßnahmen sich, wie es in der Anklage heißt, der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht haben. In der umfangreichen Anklageschrift wird festgestellt, daß bereits in der ersten Hälfte der Nacht einige Bergleute auffällige Veränderungen in der Wetterführung bemerkt hätten. Gegen 2.45 Uhr stellte der Wettermann Martin beim Ableuchten in dem nicht fortgeführten Kopfort des Strebs loz Mathias Schlagwetter— angeblich 2.5—3 Prozent— fest. Martin hat sofort seine Lampe gelöscht und sie erst wieder gezündet, als er sich im frischen Wetterstrom befand. Er hat darauf dem Grubensteiger Thiele Mitteilung gemacht, was Thiele aber bestreitet. Thiele hat darauf die Strecke abgeleuchtet, allerdings zunächst ohne Erfolg da die Lampe nicht zündete. Die Anklage behauptet nun, daß aus weiteren mißlungenen Ableuchtungsversuchen des Thiele zwischen 42—0 Uhr bervorgegangen sei, daß in der Kippstrecke Flöz Mathias 1 bis zur Teilsohe hochproientiges Schlaawetter gestanden habe. Gegen 5 Uhr begab sich Thiele zum Anschlag des Stapels 6. um sich nach dem Verbleiben des Martin zu erkundigen. Dort soll ihm mitgeteilt worden sein. Martin habe erklärt, es sei alles in Ordnung. Das will Thiele veranlaßt haben, an der Wetterkontrolltafel, die sich an der Einmündung der Kippstrecke# öz Mathias 1 in den Teilsoblenauerschlag befindet von dem Wort„unrein“, das Martin dorthingeschrieben hatte die Silbe„un“ auszuwischen. Inzwischen war Martin nach Befahrung seines Reviers um 510 Uhr wieder zum oberen Anschlag des Stapels 6 Sohle bis Teilsohle angelangt. Dort ist er mit kurzgeschraubter Flamme seiner Wetterlampe durch den Teilsoblenauerschlag in der Richtung nach Flöz Anna gefahren. Die Anklag= folgert daraus, daß Martin darauf gefaßt gewesen ist schon im Cuerschleg Schlagwetter zu finden. Diese Vermutung habe sich auch als richtig erwiesen, da dem Martin ungefähr an der Absweigung der Kivvstrec= Flöz vlötzlich die Flamme in den Korb geschlagen sei. Er habe die Lampe sokort zurückgesngen. Da diese Stelle etma 60 Meter weit von der Einmündung der Kinvstrecke Flör Mathias 1 wecbegt an der Martin schon um 330 Nhr Schlaawetter festgestellt hatte. bätte. wie die Anklage annimmt. die Schlawetteransammlung einen außerordentlich aroßen Umfana angenommen. Kurz darauf kuhr Martin über Tage aus wo er kurz nach 52 Uhr hem Reyiersteiger seine Feststellungen meldete Ale die am Anschlag des Stavels beschäftigten Schicht machen“ wollten, erkolate gegen 5.25 Uhr die Ernlosion. Die Ursoche der Schlagwetter konnte einwenderei nicht geklärt werden. Die Anklage wirft nun dem Angeklagten Thiele vor. daß er, als ihm Martin Schlagwetter gemeldet batte. die in der Strecke arbeitenden Beralente aus dem Gefahrenbereich nicht entfernt habe, was ausdrücklich in§ 150 der Bergvolizeiverordnung vom 1. Januar 1911 vorgeschrieben ist. Ebenso hätte er die im Streb beschäftigten Hauer zurückziehen müssen, als er festgestellt habe, daß die ten stets, daß er studiere, wozu jedoch sein Vater kein Geld hatte. Zwar hätte er umsonst Geistlicher studieren können, zu diesem Beruf verspürte er aber gar keine Lust. Nach der Entlassung aus der Volksschule erlernte er als Maurer und Steinhauer in seiner Heimatstadt Nürnberg ein Handwerk. das seinen Jugendträumen eine handfeste Grundlage gab; sein heimlicher Wunsch war nämlich damals, ein großer Baumeister zu werden. Aber da kam der Krieg dazwischen. Bis zu seiner Einberufung im 19. Lebensjahr arbeitete er noch als Maurergeselle in seiner Heimatstadt. Im Herbst 1915 kam er ins Feld und im Frübjahr 1916 wurde er zum erstenmal bei Verdun schwer verwundet. Den Krieg machte er bis zum Ende mit. Nach dem Kriege besuchte er die Bauschule, unterbrach aber das Studium eine Zeitlang, um mit dem Freikorps Epp gegen die Räterepublik in München zu marschieren. Vom Freikorps weg schloß er sich der völkischen Bewegung an und kam dabei bald zur NSDAP. und zur SA., denen er seitdem ununterbrochen angehört. Das hatte natürlich zur bitteren Folge, daß er ungefähr zehn Jahre lang allerhand Schwankungen im Berufsleben durchmachen mußte: vom selbständigen Architekten bis wieder berab zum Maurer und wieder hinauf zum Architekten, je nach den volitischen Unwettern. in denen er gerade stand. Wenn er so zwischenhinein auf lange Monate arbeits os gewar. fand er neben der Politik. die jeden alten Kämpfer neben seinem Broterwerb immer hauptamtlich“ in Anspruch nahm. Gelegenheit seine Kriegserinnerungen aufzuschreiben. Acht Jahre cquerte es, bis er damit fertig war. 1931 Kriegsbuch„Glaube an Deutschland“ 1933 erhielt er für dieses Werk den Dichterpreis er Dwor München. Nach einem Abschnitt aus diesem Buch wurde 1933 ein Film gedrebt, der als rrabs 1911 uber die ganze Welt gegangen n. Ein zweiter Fiim„Um das Menschenrecht“ kolgte. Ein neues Buch von Hans Zöberlein.„Der Bekehl des Gewissens“, erschien Ende des Jahres Fortsetzungsband zu„Der Glaube an Deutschland". Wetterführung nicht in Ordnung war, da nach dem schon genannten Paragraphen der Bergverordnung die zuständige Aufsichtsperson verpflichtet sei, für sofortige Raumung der Betriebspunkte zu sorgen, wenn sich die Beschaffenheit der Wetter in bedenklicher Weise verschlechtert habe oder eine Stör erhebliche Störung ng in der Wetterführung eintrete. Ueber diese Vorschrift habe sich Thiele einfach hinweggesetzt. Es sei auch nicht anzunehmen, daß die Wetterführung gegen 4 Uhr wieder normal gewesen sei. Thiele habe daher besonders vorsichtig sein müssen deswegen, weil seine Lampe versagte. Er hätte sich sofort eine Wetterlampe beschaffen mussen, um sich personlich über die wirklichen Verhältnisse zu unterrichten. Auch hätte er aus dem Versagen der Lampe darauf schließen müssen, daß erhebliche Schlaqwetter im Ort standen. Häkte Thiele gleich um 3 Uhr die Bergleute aus den bedrohten Gebieten zurückgezogen, wären Menschen durch die Explosion nicht zu Schaden gekommen. Was den Angeklagten Martin anbetreffe, bätte er, als er um 5,10 Uhr am Eingange der Kippstrecke und im Teilsohlenquerschlag gleich hinter Flöz Hugo starke Schlagwetter feststellte, kein Mittel unversucht lassen dürfen, um die gefährdeten Personen so schnell wie möglich von der ihnen drohenden Gefahr in Kenntnis zu setzen. Dazu sei er in erster Linie durch die Bestimmung des§ 306 der Bergpolizeiverordnung vom 1. Jan. 1911 verpflichtet gewesen, die besage, daß jeder, der eine drohende Gefahr für Personen oder das Bergwerk bemerkt, verpflichtet ist, hiervon unverzüglich die gefährdeten Personen in Kenntnis zu setzen und der nächst erreichbaren Aufsichtsperson Anzeige zu machen. Dieser Verpflichtung habe M. um so eher nachkommen müssen, als er als Wettermann gerade auf Ansammlungen von Schlagwettern oder Störungen in der Wetterführung achten mußte. Eine besondere Fahrlässigkeit sei darin zu erblicken, daß Martin nicht einmal den Versuch gemacht habe, Alarm zu schlagen, wozu er ebenfalls verpflichtet gewesen sei. Vielmehr habe er sich damit begnügt, nach Uebertage zu fahren, obwohl er hätte wissen müssen, und auch gewußt habe, daß die Schlaqwetter jeden Augenblick erpledieren konnten. Die Behauptungen der Anklage wurden in der Beweisaufnahme, zu der 30 Zeugen und Sachverständige, darunter auch die verletzten Bergleute geladen waren, im einzelnen begründet. Staatsanwalt Molgedei würdigte dann in seiner Anklagerede die Feststellungen der Beweis aufnahme und kam zu dem Ergebnis. daß beide Angeklagten im Sinne der Anklage fahrlässig gehandelt haben Bei„Mont=Cenis“ handele es sich um eine schlagwetterreiche Zeche, was beiden Angeklagten bekannt gewesen ist. Martin habe vor Ort und bald auch in der Strecke eine starke Ansammlung von Wettern festgestellt. Bei der gegen 5 Uhr aufgetretenen bedrohlichen Lage hätte Martin von sich aus handeln und die Leute von der Gefahr in Kenntnis setzen müssen. Er hatte nicht nur die Pflicht der Meldung seinem Vorgesetzten gegenüber, auch gegenüber den Arbeitern, damit sich diese rechtzeitig außer Gefahr bringen konnten.— Strafmildernd bei Thiele wirke sich aus, daß er sich unter Einsatz seines Lebens an den Rettungsarbeiten beteiligt habe, während Martin der Gefahr aus dem Wege gegangen sei. Der Staatsanwalt b=antragte gegen Martin 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und gegen Thiele ein Jahr Gefänanis. Es ergriffen nun die Verteidiger der Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Dörpinghaus und Koppenber das Wort zu längeren Ausführungen. Sie kamen zu dem Schluß, daß die Angeklagten die ihnen vorgeschriebenen Berufspflichten erfüllt und Puccinis„Bohème“ Auch Mittwochabend bewies Puccinis„0ohöme" erneut ihre starke Anziehungskraft. Wie man es beim Schauspiel kaum erlebt, so besetzt war das Haus, das beifallsfreudig mitging. Schon im vorigen Jahre erlebten die Kölner mit dieser Oper in Bochum ganz große Erfolge Die Kölner sind in der glücklichen Lage, eine doppelte gleichwertige Garnitur an Opernkräften stellen zu können. So hatten sie auch diesmal eine Umstellung vorgenommen. Außer den drei Hauptdarstellern waren die übrigen Rollen mit anderen Kräften besetzt. Käthe Russard spielte wieder die Mimi, die durch ihre seine stille Art und ihr Leid verbergende Scheu bezauberte und durch ihren wundervollen Sopran, der auch in der Höhenlage voll und rein erklingt, einen bestrickenden Reis ausübte. Von erschütternder Wirkung war die Sterbeszene, die durch ihre echte und packende Realistik die weiblichen Zuschauer zur Rührung brachte. Ihr Partner war Johannes Schocke, der mit seinem klangvollen lyrischen Tenor alle gesanglichen Forderungen erfüllte. In sicherer Charakteristik ihrer Partien rundeten Horst Enler als Siegfried Tappolet als Collin und Josef Stecken als Schaunard das DachstubenQuartett ab, allerdings war das Zusammenspiel im ersten Akt nicht so flüssig wie im vorigen Jahre, was wohl auf den jungen Darsteller Enler zurückzuführen war der noch nicht die Bühnensicherheit besitzt wie seine routinierteren Kollegen. Eine munter agierende und mit keckem Uebermut zeichnende Musette war Else Beitb die ebenfalls stimmlich und darstellerisch zu überzeugen wußte. Hubert Mertens verkörperte diesmal den Hausherrn Bernard gewandt und sicher. Hans Salomon bot die echte Tuve eines Lebemanns. Die Bühnenbilder von Erich Metzoldt erfreuten wieder durch ihre p'astische Bilbhaftigkeit und mit der malerischen Zeichnung gemütvoller Bohemestimmung.— Eugen Bodart am, Dirigentenpult war ein feinfinniger Denter der Partitur und ließ das Orchester in blutvollen Puccini=Klängen schweigen. Durch seine fesselnde demgemäß von der gegen sie erhobenen Anklagfreizusprechen seien. Nach eingehender Beratung kam die Strafkammer zu dem Entschluß. daß beide Angeklagten sich im Sinne der An klage durch Fahrlässigkeit in der Beachtung ihrer Beruiopflichten schuldig gemacht haben und in dieser bewiesenen Fahrlässigkeit für den Ausgang der Schlaawetterervlosion verantwortlich seien, Für beide Angeklagten verhängte das Gericht eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr. Der Vorsitzende gab eine eingehende Begründung des Urteiles, bei welchem er den Ausführungen des Staatsanwaltes zustimmte. Er würdigte nacheinander die Feststellungen des Prozesses über den Absauf der Vorgänge in der Unglücksnacht. Merkwürdig bleibe daß Thiele bei der zweiten Begegnung mit Martin in der Nacht nichts über das Nichtfunktionieren seiner Lampe beim Ableuchten der Strecke gesagt und Martin wieder nicht über den Befund seiner Lampe bei Begehung der Streckerwähnt habe. Zu dieser Zeit bätten ganz bedrohliche Wetteransammlungen in der Strecke und vor Ort angestanden. Nach dieser Wahrnehmung bätten unbedingt die Leute aus ihren Betriebspunkten genommen werden müssen. Dazu bestand die Möglichkeit auch noch gegen 5 Uhr, da die Erplosion sich 20 bis 25Minuten später ereignete Es sei bis zu den Leuten nur ein Weg von 1 bes 2 Minuten gewesen. Diese Pflicht bestand auch unter Einsatz des Lebens. Hier könne man sich nicht auf einen Notstand berufen. Hier mußte gehandest werden, einmal in Anssthung der Berufspsicht, dann auch aus dem Gefühl der Komeradschaft. Der Befund des Martin von 2½ Prozent Wetteransammlung hätte zum entscheidenden Handeln führen müssen. Nach der zweiten Begegnung seien aan bedrobsiche Ansammlunggen von Wettern sestgestellt. Zwingend sei hier die Benachrichtigung der Leute gegeben gewesen, was man fahrlässig unterlassen habe. Martin bate in seinem Verhalten grob pflichtwidrig gebandelt. 2½ Prozent Wetteransammlung stelle schon eine aana erbebliche Ansammlung dar. Die neue Beravolzeverordnung verlange schon bei 1 Prozent schlageder Wetter eine sofortige Benachrichtigung der Leute. Thiese habe mit der Gefahr rechen wüssen daß die ihm mitoeteilte erbehlig örtliche Ansammlung von Wettern sich über die Strecke ausdehnen könnte wie es auch eingetreten sei. Wenn es nicht üblich sei, bei 2½ Prozent Wetteransammlung, die 9ente aus den Betriebspunkten zu nehmen. ko setzte diese Maßnahme voraus, daß es märiich Wetter Cofort beseitigen zu könen. Da deses aber nicht eintrat, so bestand, auch bei etwaiger persönlicher Ungewßheit, für Thiese die Verpichtung. den bebroblichen Punkt an räumen. B Tiele bebe ds Geriche Rrafneldernd bewertet daß er nach Eintritt der Ervlosion alles oetan brt. um die Leute zu retten. Er habe so das Verdienst. beß mancher ber Verlehten peit bem deben ei. aoph fehe d e. richt des erhelten ete hcht der getandelt babe. we ein Soldat, der in der Stynde der Selehr feinen natten perlaste. De e G die Ren r p An. in Anfetzun der Steshäbe gleich behandet XSG) Tagung der Elektratechniker in Dortmund. Verband deutscher Elektrotechniker— Gan Nuhr=Lippe bält am 8. Dezember im Hotel Lindenhof zu Dortmund die Hauptversammlung ab. Für die Kinder der Gefolgschaft, Alljährlich bereitet die Firma Gehr. Eickhoff den Kindern ihrer Gefolgschaftsmitglieder ein= besondere Freude. indem sie diese an einer Vorstellung eines Weihnachtsmärchens im hiesigen Stadttheater teilnehmen läßt. In diesem Jahre findet die geschlossene Vorstellung am Samstag, dem 18. Dezemker, statt. Gezeigt wird das Weibnachtsmärchen„Rumpelstilschen“. NSG. Gebt ausländische Kleinmünzen dem Winterhilfswerk. Das Winterhilfswerk fordert alle Volksgenossen auf, am Tag der nationalen Solidarität" die in vielen Haushaltungen herumliegenden ausländischen Kleinmünzen ebenfalls in die Sammelbüchsen des Winterhilfswerkes zu stecken Klangwirkung zwang es die Zuhörer in seinen Bann. Auch die Chöre unter Peter Hammers Leitung wurden ihrer keineswegs leichten Aufgabs gerecht, so daß die Aufführung wie aus einem Guß war und die Zuschauer zu dankbarem und anerkennendem Beifall verpflichtete. Peter Schiffers * Morgen: alleinige Uraufführung Am 4. Dezember findet die bereits seit einiger Zeit angekündigte Uraufführung der„Afrikanischen Hochzei"" von E. Paetzmann in Anwesenheit des Autors statt. Dieser Uraufführung wird in der Theaterwelt mit besonderem Interesse entgegengesehen da der junge Antor bisher noch nie auf einer Bühne zu Wort gekommen ist. Zahlreiche weitere Bühnen haben nach der Bochumer Uraufführung das Werk bereits angenommen. Die Spielleitung der morgigen Aufführung liegt in den Händen von Curt Bartz. In den Hauptrollen: Hidde Ebert, Alfred Schieske, Curt Bartz. Wilb Grimm, Ernst Holznagel. Heute Gerhart Hauptmanns Glasbüttenmärchen„Und Pippa tanat“(Vormiete A und freier Verkauf). 250 Veranstallungen der GauFilmstelle RSG. Die Gaufilmstelle Westfalen=Süd leistet auf dem von ihr betreuten Gehiet der Feierabendgestaltung vorbildliche Arbeit. Der starke Besuch und die Anzahl der von ihr durchgeführten Filmperanstaltungen beweisen, daß ihre Darbietungen einem allge= meinen Bedürfnie entsprechen. Auch das Ergehnie des vergangenen Monats ist recht günstig. Im Oktober konnten 178 Veranstaltungen für Erwachsene und 80 Schulfilmveranstaltungen durchgeführt werden. Jugendfilmstunden wurden im Monat November insgelamt 22 abgehalten. Alle Veranstaltungen waren gut besucht. Im Monat Dezember wird als Hauptfilm gezeigt„Stärber als Paragraphen". Gohr Tragödie eines Tiefseetauchers Der Dampfer„Helimoore Castle“ der Australian Shippine Corp. war in der Torcesstraße bei der Ausfahrt aus dem Papuagolf in die Arafuasee auf ein Korallenriff aufgelaufen und saß nun etwa 80 Meter unter Wasser zwischen Korallenhänken eingeklemmt. Die„Helimoore Castle“ war ein kleines Schiff, aber ihre Ladung war wohl die wertvollste, die im Indischen Ozean jemals in den letzten zehn Juhren gesunken. Schätze im Werte von 18 Millioner lagen in der Tiefe. Die Bergungsmänner des„Artiglio II“, die den Auftrag erhielten, den Schatz zu heben, hätten reiche Männer werden können, wenn es ihnen gelungen wäre, in as Wrack zu gelangen. Ausgerüstet mit den neuesten Apparaten, den besten Tauchergeräten, Unterwasserschneidebrennern, gingen die Männer an diese Arbeit. Die„Artiglio“ konnte wegen der möglichen Gefährdung durch Abtrift und Schraubenbewegung nicht so dicht an das Wrack heran gehen. So ließ man die Taucherplätte schwimmend zu Wosser und verankerte sie oberhalb des Wrachs. In dem klaren, durchsichtigen Wasser maren alle Einzelheiten des Schiffes von oben zu lehen und die Arbeiten des Tauchers genau zu verfolgen. Auch konnte man auf diese Weise jeden Angriff eines Haies von oben abzuwehren versuchen. Langlam und vorsichtig ließ sich Diego Varenza, der beste Taucher der Bergungsfirma, hinuntergleiten. Schwankend stieg er über die Aufbauten des Schiffes. Hin und wieder glitt er auf dem mit Tang bewachsenen Schiftsboden aus. Das Wrack selbst bewegte sich immerfort. In stetem Auf und Ab tollte es in der Unterwasserströmung. Tagelang schon laß Varenza unten auf dem Schiff und schweißte einen Eingang. Endlich hatte er es geschafft, ein größeres Loch gab ihm die Möglichkeit, in den Schiffsraum hineinzusteigen. Aber da begannen neue Schwierigkeiten für ihn. Die Ladung hatte sich durch das Umlegen des Dampfers verkehrt gestaut und versperrte mun den Durchstieg durch den Maschinenraum. Und von dort wiederum nach den Mittschiffsbauten. Stück für Stück mußte der unerschrockene Mann Ballen und Kisten beiseiteschaffen, aufstapeln und festtrimmen. Eine Arbeit, die durch die Unförmigkeit des Taucherpanzers nrk behindert und durch das schwankende Schiff zudem fast unausführbar war. Trotzdem sollten leine Bemühungen nicht ohne Erfolg bleiben. Es war Varenza gelungen, in die Messe der Offiziere einzudringen. Von dort mußte er sich, den Schiffsplänen nach, einen Weg zur Kafüte des Kapitäns bahnen. Durch die Tür ging das nicht, sie war durch dahinterliegende Gegenstände vollkommen verklemmt, also mußte wieder der Schneideapporat her und ein Loch in die Zwischenwand geschnitten werden. Lorenzo Giani, der Freund Varenzas, beobachtete von oben das Einstiegsloch und horchte auf jeden Laut, der aus dem Fernsprecher des Tauchers zu ihm drang. Deutlich hörte er die schweren Atemzüge des arbeitenden Mannes. Er wollte ihm zurufen, doch heraufzukommen, sich auszuruhen. Da ftagte Varenza, ob er von oben feststellen könne, ob sich das Wrack bewege. Rein, Giani konnte nichts feststellen, aber er bat den Freund dringend, heraufzukommen. Varenza lehnte ab. Gespannt richtete Giani seine ganze Aufmerklamkeit auf das Wrack. Mein Gott! Diego mußte recht gehabt haben! Das Schiff bewegte sich mehr als sonst und es sah aus, als neige es sich langsam, ganz langlam der Innenseite des Korallenriffes zu. Lorenzo Giani verlor für einen Augenblicke die ruhige Ueberlegung Aber er durfte den Freund nicht durch eine Alarmnachricht erschrechen. Nichts war für einen Taucher gefährlicher. So zwang er seine Stimme zur größten Ruhe und sagte, Varenza lei nun lange genug unten geblieben und er möchte setzt heraufkommen. Varenza blieb hartnäckig. Er sagte, er habe setzt das Safe soweit, daß er in wenigen Augenblicken an das Gold herankönne. Lorenzo Giani erstarrte. Mit ihm sahen die anderen Taucher auf der Plätte in die Tiefe, wie die „Helimoore Castle“ sich langsam, aber immer mehr auf die Seite legte. Es mußte ein geringer Anlaß genügen, sie aus ihrem Gleichgewicht zu bringen. Selbst das Aufholen des Tauchers, ja schon sein Ausgang reichte hin, das Schwergewicht zu verlagern. Ein eisiger Schrechen erfaßte die Männer, sie waren sich der Gefahr bewußt, in der ihr Kamerad schwebte und wußten doch, daß sie ihn nicht retten konnten, wenn ihn nicht ein glücklicher Zufall am Leben ließ. Aufgeregt kam jetzt die Stimme Varenzas durch das Telefon:„Ich hab es! Ich hab es! Jungens, das Landhaus von Portofino!“ Das waren die letzten Worte des Tauchers Diego Varenzas, der immer davon geträumt hatte, mit seiner jungen Frau ein kleines Häuschen im wunderschönen Portofino bei Genua zu besitzen. Dann legte sich die„Helimoore Castle“ endgültig auf Backbord und in einer Wolke aufgewühlten Sandes verschwanden Schiff und Taucher unretthar. in Marokko Von Dr. Leonore Kühn=Frobenins. Zwischen Casablanca, der stattlichen modernen Hafenstadt von Franzosisch=Marotko, und Rabat, der alten feingebildeten Eingeborenenstadt, mit einem prachtvollen Zinnenschloß und dem kunstreichen Hassanturm, dehnt sich eine flache, ziemlich öde Landschaft des Atlantischen Czean aus. Kamelherden weiden friedlich im meist unbebauten Gelände; dazwischen durschneiden die grünsaftigen schluchtartigen Bachtäler belebend die eintönige Steppe, die sich nur langsam landeinwärte schon zum Vorland des Atlasgebirges, dem sog. Tell=Atlas(Hügelatlas) erhebt. Abex einzeln und in Gruppen ragen dort seltsame spitze Kegelhutten in die glastlare Luft auf— richtige Eingeborenenhütten, oft dicht neben modernen Autotankstellen und den sehr schmuck und sauber gehaltenen Stationsgebäuden der Bahn Casablanca— Rabat. Denn die französische Regierung läßt sich die Repräsentation ihrer Landesverwaltung etwas kosten— das merkt man überall— im großartigen Hafen von Casablanca wie im prunkvollen Bahnhof von Rabat mit dem ins Europäische übersetzten orientalischen Baustil errichtet und mit bunten Majolikaplatten verziert. Mir erschienen die Regelhüttendörfer aber interessanter, und so ließ ich mich von einem der großen Autobusse, die von Casablanca aus die Hauptlandstraße befahren, an einer Stelle mitten im Lande einfach aussetzen, um im Wandern nach eignem Belieben die interessantesten dieser Eingeborenenhütten photographieren zu können und etwas mehr von den Bewohnern des Landes kennen zu lernen, als man sonst, als wohlbehütete Normalreisende zu sehen bekommt. Bald, nahe dem kleinen Ort Fedalah an der Küste, stieß ich denn auch auf ein umfängliches Eingeborenendorf, ein regelrechter riefiger„Regerkraal“, wie er sonst mehr im Innern Afrikas vorkommt, d. h. eine große, mit Lehm und Flechtwerk eingezäunte Siedlung von unzähligen Kegelhütten mit Stroh und Binsen gedeckt. Alles sieht recht ruppig und struppig aus mit dem Gemisch von Lehm, Flechtwerk und auch verrosteten Blechstücken(von Benzinkanistern) an den Mauern der Gehöfte, denen die großen Rhizinusstauden mit ihren gefächerten Blättern nur spärlichen Schatten geben. Was die Eingeborenen anbetraf, so waren es meist solche von arabischem und berberischem Typus, nur einzelne breitmäulige kohlschwarze Neger dazwischen. Die Frauen, in ihren schwerfälligen weißen Gewändern, verhüllten sich bei der Annäherung der Fremden noch mehr das Gesicht und flohen in die schützende Umzäunung. Einzelne ließen sich zwar durch kleine Geschenke— ich opferte Spiegelchen, blanke Puderdose und Eau de Cologne— anscheinend bewegen, dem Photographenapparat zu trotzen, verloren aber meist im letzten Augenblick doch den Mut und verdeckten ihr Gesicht oder zogen sich durch die niedrigen Pforten rasch in die Höfe zurück. Umso kecker und neugeriger waren die halbwüchsigen Jungen, die ihre runden blankpolierten Köpfe mit lachenden großen Augen sogar mehr als erwünscht bei jeder Aufnahme vordrängten. Die Männer, in würdigen Turbanen und meist recht verlottertem Umhang— ein hemdartiges Gewand mit Aermel und Kapuze,„Tobe“ genannt— nahmen gelassen dag Schicksal des Photographiertwerdens auf sich. Eine Gruppe von Frauen aber in phantastisch bunten, gestreiften Gewändern,— viel orange und gelb Forschung und Schulung in einem der modernsten milchwirtschaftlichen Institute DeutschlandNaa Milchmirtschaftliche Institut in Oranienburg bei Berlin ist eines der ältesten und auch modernsten in Deutschland. Die Hauptaufgaben diesen An Schulung und Aufklärung sowie Quolitätskontrolle und Forschung. Das Ziel der Arbeit ist es, quontitativ hobere und dieses Instituts sind Schulung und usig eden Ginte siebt man die bakteriologische Mischprüfung im Laboratorium und al im Anstitnt(Pressebild=Zentrale=M) Riesen=Saurier aus der Urweltzeit Nach jahrelanger mübevoller Arbeit haben die Wissenschaftler des Museums für Naturkunde in Berlin das Skelett eines gigantischen Urwelttieres. eines Brachio=Sauriers, wieder zusammengefügt. Die Einzelfunde der Riesenechse stammen aus Deutschlands ehemaliger Kolonie Deutsch=Ostafrika. Das Skelett ist 12 Meter hoch und 22 Meter lang. Das Tier dürfte ein„Lebendgewicht“ von 800 Zentner gehabt haben.(Scherl Bilderdienst=M) qualitativ bessere Leistungen in der Milchwirksuuft zu rrpron. n rechts zukünftige Molkereimeister bei der praktischen Arbeit im Institut. dabei— dazu erstaunlich kunstvoller Silberschmuck an Hals, Ohren und Armen, war beherzter, und bald unterschied ich auch unter ihnen verschiedene Typen und konnte, mit einiger Mühe und Geduld, durch ein Gemisch von Französisch. Spanisch(da Casablanca früher spanisch war) und der internationalen Zeichensprache, auch von ihnen„Name und Art“ feststellen. Sie schienen in einer nahen Fabrik zu arbeiten, soviel ich verstand und gerieten bald in lebhafte und heitere„Konversation" mit der ihnen interessanten Fremden. Jenes intelligente hübsche Mädchen, mit der gelblichen Hautfarbe und den lustig blitzenden Augen war Fatme, ein„Schilluchmadchen“(Schljucha, sagten die anderen erklärend), jene magere ernste Frau mit dem wunderbar rassig geschnittenen Gesicht und den kaffeebraunen Armen, an denen die Silberspangen und bunten Perlen blitzten, bezeichnete sich dagegen stolz als„Arab“, sie trug ein dunkelblaues gesticktes Gewand zum reichen Silberschmuck und hatte sehr interessante altertümliche Tätowierungen auf Kinn und Stirn ein Kreuz mit Geweih darunter— wie übrigens mit anderem Muster auch das Schilluchmädchen. Bald kam noch zu der Frauengruppe ein „fliegender Händler“ mit seinem Pferde hinzu und war offenbar schwer enttäuscht, daß ich mich nicht für seine minderwertigen europäischen Frottiertücher winzigen Formats interessierte. Allesamt, Frauen, Jungen und Handelsmann wurden gekaipst, und sie boffen vielleicht noch heute auf ein„Porträt“— wie die unzähligen Kinder, die stets, für jedes einzelne ganz apart. ein Riesenbild ihrer wichtigen Persönlichkeit von jedem photographierenden Fremden erwarten! Durch die afrikanische, wunderbar trockene, leichte Hitze, die vom Meere her dort stets noch von einer erfrischenden Brise gekühlt wird, bin ich dann noch lange Stunden durch das helle weite Land gepilgert, durch wundervoll süß. wie parfümiert duftende, gelb und sammetbraune Blütenstauden und durch ein Meer von zierlichen lila Blütenrispen, die sich wie Immortellen auch im trockenen Zustand farbig erbalten— eine afrikanische Art der Statice— längs der Landstraße gen Casablanca zu. Bis mich dann irgend ein Autobus wieder aufnahm, der gerade des Wegekam— immer gestopft voll von Eingeborenen Europäer erhalten den Ehrenplatz neben dem Schofför. Die Frauen von Fedalah in Marokko aber sind mir durch diesen Spaziergang ein lebhafter Eindruck geblieben. Denn wer an den Menschen nur wie an einer Staffage der Landschaft auf Reisen vorbeizieht, lernt nie die Seele eines Landes kennen Was wäre Weihnacht onne das herliche Knüsner-Gebäck von Mütten gebacken nach bewähnt Dh. Oetken-Rezenten mit Vn. Oetkers Backnülven, Gackin! IITT TETFTE A4249 ROMAN VTHEA MALTEN (12. Fortsetzung.) Es ist ein reiches, interessantes Arbeitsfeld, das sich Hans Haberland bietet. Es hilft ihm über die Enttäuschung hinweg, nicht zum Bahnbau in irgendein wildes Land geschickt zu werden. Das Tibetprojekt ist ins Stocken gekommen. Zu viele Schwierigkeiten ergeben sich durch die Widerstände der tibetanischen Nachthaber gegen das Eindringen der Europäer und ihrer Zivilisation in das heilige Land.„Kann mir nur imponieren, aber schade ist es doch!“ brummt Hans Haberland. Doch tröstet ex sich mit dem Gedanken, daß er nun endlich Gelegenheit haben wird, eristhaft an einer Konstruktion einer Lotomotive zu arbeiten, die einen neuen, bisher nicht erreichten Schnelligkeitsrekord aufstellen soll und über die ihm in jener Nacht auf dem Schiff ein Licht aufgegangen ist. Zunächst muß er sich gründlich einarbeiten, muß etwas leisten, Clifford beweisen, wer er ist. Hans Haberland hat genug gesundes Selbstvertrauen, um an seinem Erfolg nicht zu zweifeln. Der Briefwechsel mit Cordula bedeutet ihm viel. Sie erzählen sich alles. Schließlich hat sich HanHaberland daran gewöhnt, bei allem, was geschieht und was ihn interessiert, zu denken: Dag muß ich Cordula schreiben! Auch hat er stets eine Menge Fragen an sie zu richten, denn er will über alles. was in den Haberlandwerken vorgeht, unterrichtet sein. Und Cordula erfüllt ihre Pflicht als Berichterstatterin auf das gewissenhafteste. Auch sie halt an dem kameradschaftlichen Ton fest, den Haberland angeschlagen hat. und stets sind ihre Briefe frisch und mutig. Oft muß er lachen über ihre drolligen Schilderungen, immer freut er sich über die Klarheit, mit der sie sich auszudrücken weiß. Nur daß zwischen den Zeilen die Sehnsucht herauszulesen ist— eine stille. bange Frage— das zu erkennen, sträubt er sia, darüber liest er hinweg. Er kann jetzt keine Seelenkämpfe brauchen. Sie ist ein lieber, tapferer Kamerad, an den er mit warmem Herzen denkt, sein Mitarbeiter und Mitkämpfer, den er drüben in der Heimat braucht. Die Zeit vergeht. Die Zeit fliegt. Hans Haberland bemerkt eines Tages, daß in Elmswoodpark die Blätter an den Bäumen gelb werden Der echt englische Herbstregen hat eingesetzt Man muß im Gummimantel und mit Gummischuhen durch die riesigen Fabrikhöfe stapfen wenn man nicht bis auf die Haut durchnäßt werden will. „Verdammtes englischeg Klima!“ brummt Hans Haberland.„Ist ebenso scheußlich wie die englischen Koßen!“ Aber im Grunde sicht es ihn wenig an. Es macht ihm nur Spaß, ein bißchen zu knurren, schon aus Kameradschaftlichkeit, denn die andern knurren auch Er fühlt sich wohl hier, er ist gern hier. Mit den Kollegen stebt er sich ausgezeichnet. Im Anfang wollten sie ihm ein bißchen am Zeuge flicken, ihn von hober Warte fühlen lassen, daß er ja„nur“ ein Ausländer, noch dazu ein Deutscher, sei. Aber das hat er ihnen bald abgewöhnt. Sein überlegenes Können hat ihm Ansehen verschafft, und nicht wenig hat dazu beigetragen, daß er mit seiner Kraft und Gewandtheit sich auch beim Fußball und Cricket behauptet, und nicht nur das, sondern daß er auch hier eine überlegene Meisterschaft entwickelt. Er hat sich einen hübschen, schnittigen Sportwagen angeschafft, mit dem er ab und zu am Wochenende an die See oder nach London braust. Wenn er ein paar Wochen wie ein Besessener gearbeitet hat, überfällt ihn plötzlich das Verlangen. andere Kulissen zu sehen", wie er sich ausdrückt. Dann tobt er sich zwei Tage gründlich aus, trinkt fürchterlich viel, schmeißt mit dem Geld um sich und kehrt zufrieden. aber auch sehr ernüchtert an die Arbeit zurück. Zuweilen auch packt ihn das Verlangen nach Natur. Dann läßt er alles stehen und liegen und läuft einen ganzen Tag durch Heide und Wald, unbekümmert darum, ob es mitten in der Arbeitszeit ist oder nicht. Es ist wie der Ausbruch eines wilden, unbändigen Freiheitsdranges in ihm, den er weder unterdrücken kann noch will. Danach scheint seine Arbeitskraft jedesmal verdoppelt, sein Gehirn zur äußersten Leistung fäbig. Es kommt ihm nicht darauf an, vierundzwanzig Stunden ohne Unterbrechung zu arbeiten. Das ist ein Mann nach Cliffords Herzen. Sie haben beide das gleiche Arbeitstempo, die gleiche Schnelligkeit des Gedankns. Der Eisenbahnmagnat ist der korrekten Bedientenseelen um sich herum längst müde. Es macht ihm Spaß, daß Hans Haberland einen Widerspruch wagt daß er bockbeinig und eigensinnig auf seinen Ideen besteht, vor allem aber, daß er ein„Herr“ ist, ein real Gentleman, trotz gelegentlicher Grobheit und Dickköpfigkeit. Sie kommen glänzend miteinander aus, die beiden. Es gebt alles so glatt, daß Hanz Haberland Ursache hätte, sich vor dem Neid der Götter zu grauen, wenn ihm das Grauen nicht ein unbekannter Begriff gewesen wäre. * Heute ist ein Sturmtag erster Ordnung. Sturm außen und innen. Hang Haberland hat sich wütend über eine Anordnung Cliffords geärgert, die er als falsch erkannt und die er kurzerhand über den Haufen geworfen hat. Darauf wind er vor seinen hoben Chef zitiert und bekommt einen ganz gehörigen Rüfjel. Es kommt Clifford nicht darauf an. seine Angestellten wie dumme Schuljungen abzukanzeln, wenn er schlechter Laune ist oder wenn er Grund zur Unzufriedenheit zu haben glaubt. Bisher hat Hans Haberland ihn noch nicht von dieser Seite kennengelernt, sondern ist von Clifford stets mit ausgesuchter Hoflichkeit, fast ließe sich sagen Freundschaftlichkeit. behandelt worden. Nun lernt er zum ersten Mal kennen, daß es auch anders sein kann, und ist tief entrüstet. Eine Antwort schwebt ihm auf der Zunge, die das Ende ihrer geschaftlichen wie freundschaftlichen Beziehungen bedeutet hätte, aber er unterdrückt sie; nicht aus Angst um seine Stellung, sondern weil Clifford der einzige Mensch auf der Welt ist, der ihm imponiert. Es ist weder dessen Geld noch dessen Nacht, sondern die Persönlichkeit dieseg Mannes, die dem deutschen Ingenieur Achtung, ja sogar Bewunderung einflößt. Also halt Haberland den Mund, wenn es ihm auch schwerfällt. Auch draußen stürmt es. Die Bäume biegen sich, und das bunte Herbstlaub wird von den Aesten und Zweigen gefetzt. Das ist gerade das richtige Wetter für Hans Haberlands Stimmung. Da er sich vor seinem Chef hat beherrschen müssen, fühlt ex nun das dringende Bedürfnis, sich auszutoben. Er überlegt einen Augenblick, ob er mit seinem Wagen einen Ausfall in die Umgegend machen soll, verwirft dann aber den Gedanken. Nein, ihm ist danach zumute, seine Beine zu gebrauchen. Er reißt Mütze und Wettermantel vom Haken und sauft ab. Gleich hinter den Frabrikanlagen beginnt die Heide. Dorthin lenkt Hans Haberland seine Schritte. Der Sturm wirft sich ihm entgegen, daß er mit ihm kämpfen muß. Das ist ihm gerade recht. In den Lüften saust es und braust es. Graue Wolkenfetzen fliegen am Himmel und lassen ab und zu ein Stückchen Blau oder sogar Der Mann aus der Südsee Roman von Friedrich Freksa, 22. Fortsetzung. Das Leben, das wir hier in Brioni führen, ist ein Leben, so wie du es nur in den großen Gesellschaftefilmen siehst: bunt, glanzvoll, üppig! Aber in den Filmen siehst Du nicht die Rückseite. Ich hätte mir nie träumen lassen, daß das große Leben so schlecht und grausam ist. Jeden Tag muß ich an das Wort denken:„Wir Wilden sind bessere Menschen“", und mit den Wilden meine ich unsere Mädels und Jungens vom Alexanderplatz. Ach. Fritz. Du weißt nicht, wie mir zumute ist! Es ist mir gegangen wie in einem Traum, in den alles schön beginnt, und plötzlich verzerren sich die Gesichter zu gräßlichen Masken, olles ist böse und unbormherzig. Und dabei frage ich mich; kannst Du mir belfen? Der Onkel hat Anspruch auf mich, eigentlich hat er mir nur Gutes getan. Aber ich spüre doch, daß irgend etwas Schreckliches dahintersteckt. Aber vielleicht sage ich nur Narrheiten! Ich bin vielleicht diesem Erleben noch nicht gewachsen, bin vielleicht noch zu unerfahren, ober ich wollte doch das Unbekannte erleben, wollte es ergreifen! Ob. Fritz. wenn wir uns nur einmal sprechen könnten, ein einziges Mal! Aber vielleicht könnte ich es Dir gar nicht lagen. so wie ich es jetzt schreibe! Fieberhaft hatte sie diese Sätze niedergetippt. nun brach sie ab. stund auf, ging auf der Loggia hin und her, schaute hinauf zu dem leuchtenden Sternenhimmel, hörte die Klänge der Musik. Nein dachte sie, das alles wieder verlassen müssen, wieder zurück in die Enge von Berlin? Sie las durch, was sie geschrieben hatte Nein. das konnte nicht hinausgeben. Was würde Frit von ihr denken? Er würde in ihr ein kleines. armes, bilfloses Mädchen sehen, das um Hilfe rief. Rein, das durtte nicht sein! Dazu schämte sie sich zu sehr, und sie nahm die Seiten, tat sie zusammen in die Schreibmappe. Das durfte nicht hinaus gehen! Sie durften in Berlin nicht erfohren, wie's um sie stand. Sie war auf einmal ganz müde und matt und schaute auf die Armbanduhr. Es war kurz vor elf. Sie streckte sich im Liegestuhl aus, büllte sich in ein Blaid, schaute auf zu den leuchtenden Sternen und begann zu träumen Da war's ihr, als sähe sie den blonden Heinrich mit ihrer Schwester Jenny am Kaffeetisch. Plötzlich stand Heinrich auf und begann zu trillern Das Trillern hielt an. Sie erwachte, stand auf, beugte sich weit über die Steinbrüstung der Loggia und sah unten eine winzige, winkende Gestalt, beleuchtet von der Bogenlampe: Es war der kleine Mai. Drüben an der Mole glänzten Lichter. Sie erkannte die schwarzen Umrisse von Booten über blinkendem Wasser. Die Tintenfischlänger machten sich fertig Schnell. schnell!“ klang es von unten schwach herauf. Da nahm sie ihren Stubl, lief zum Fahrstuhl. ließ ihn heraufkommen, trat ein. kuhr hinunter. Am Ausgang erwartete sie schon der kleine Mai. Sein gonzes Gesicht war Freude, als er sie erblickte „Wir fahren mit Giannino, das ist der Geschickteste von allen!“ rief er stolz. „Giannino“ klang es in Kristas Ohren, und sie dachte, das müßte ein ganz frischer, junger Istrianer sein. Aber siebe da. es war ein altes. bedächtiges Männchen mit einem Spitzbart, das die Signorino sehr höflich begrüßte und ihr einen Sitz mit Decke anwies Der kleine Mai setzte sich neben sie. Das Nachbarboot legte ab Giannino war an den Bug getreten und schüttelte die grelle Azetylenlampe, die an einem langen, vorspringenden, nach oben zum Halbkreis gebogenen Hoken hing. Krista gewahrte. daß das alte Männchen wie die Karikatur eines Piraten aussah, da es zu einem blauen Hemd und braunen Leinenhosen einen blutroten Schal um den Bauch geschlungen hatte.„Fehlt nur noch die Pistole!“ flüsterte sie dem kleinen Mai zu. der beglückt grinste. Aber nun sah sie, daß das Männchen einen gewaltigen, hälzernen Schaft, über zwei Meter lang. hervorholte, an dessen Ende sich drei eiserne Zinken beanden „Emilio. pronto!“(Emilio, fertig!) schrie das Männchen mit einer Energie, die keiner dem Alten zugetraut hatte, und hinten machte sich der Stand ruderer fertig, als eine wohltönende Baritonstimme dazwischen tief:„Warte einen Augenblick!“ Ein einen blassen Sonnenstrahl hindurchschimmern. Dann leuchtet plötzlich die bunte Landschaft auf. Aber es ist immer nur für Augenblicke, und gleich darauf sind Himmel und Erde wieder grau und lichtlos. Hans Haberland rennt, als bekäme er es bezahlt. Die Landschaft ist anders als in Deutschland. Umgatterte Weideflächen, mit einzelnen Baumgruppen bestanden, wechseln mit kleinen Wäldchen ab. Das Vieh ist um diese Jahreszeit in den Ställen. Oft versperrt eines der Gatter den Weg und Hanz Haberland muß hinüberklettern.„Nicht einmal einen ordentlichen, soliden Wald haben sie hierzulande!“ schimpft der einsame Wanderer, wenn er nach kurzer Zeit wieder die Bäume hinter sich hat und ihn der Sturm, der über die freien Flächen streicht, mit erneuter Gewalt angreift. Aber die Landschaft ist schön in ihrer milden herbstlichen Schwermut. Hans Haberland genießt sie mit einem grimmigen Behagen. Das Orgeln und Pfeifen des Sturmes hat ihn das herannahende Pferdegetrappel hinter seinem Rücken überhören lassen Nun braust es so dicht und plötzlich an ihm vorbei, daß er fast einen Schreck bekommt und unwillkürlich zur Seite springt. Die Windsbraut selbst scheint es zu sein, die auf wildem Hengst über die Heide rast. Doch nein! Die Windsbraut muß lange Locken und wehende Gewänder haben und was dort auf der Fuchsstute sitzt, ist ein schmaler, schlanker Knabe mit kurzem Haar im modischen Reitdreß. Nun wird ihm vom Sturm die Mütze vom Kopf gerissen und segelt in hohem Bogen davon. Mit erstaunlicher Gewandtheit zügelt der jugendliche Reiter das Pferd und wendet sich nach seiner Mütze um, die gerade vor Hans Haberlands Füße geweht ist. „Bringen Sie mir meine Mütze!“ ruft eine belle. befeblende Stimme. Hans Haberland, der diese Mütze bereits aufge= hoben und in der Hand bat. bleibt stehen. Seine scharfen Augen haben trotz der zwischen ihnen liegenden Entiernung das Gesicht erkannt, das ihm jetzt zugewandt ist— dieses kleine Gesicht mit den großen, überwachen Augen. Es ist von einer kurzen, well gen Mähne honiggelben Haares umaeben, in der jetzt der Wind wühlt. Also doch die Windsbraut und kein Knabe! Noch nie hat Hans Haberland solche Haarfarbe gesehen. Sie sticht seltsam ab gegen die durch. sichtig blasse Haut des kleinen Gesichtes und den dunklen Glanz der Augen „Nun— wirds bald?!“ klingt aufs neue die befehlende Stimme, und die Reitgerte in der Faust der Reiterin führt einen ungeduldigen Schlag durch die Luft. Langsam kommt Hans Haberland näber, die Mütze in der Hand. Es ist eine federleichte Mütze aus feinstem Wildleder, mit Seide gefüttert. Hang Haberland beeilt sich durchaus nicht und bleibt schließlich vor der Reiterin steben, die Hände mit dem Beutestück auf dem Rücken. „Sie haben wohl noch nicht gelernt, sich zu beeilen!“ klingt es jetzt, bereits recht zornig, zu ihm herab. „Und Sie haben wohl noch nicht gelernt, sich wie eine Lady zu benehmen", gibt er gelassen zurück. „Was fällt Ihnen ein! Wag unterstehen Sie sich!“ „Nur wer Anspruch auf Erziehung und Manieren machen kann, ist eine Lady und zu Erziehung und Manieren gehört, daß man„bitte“ sagt, wenn man etwas haben möchte.“ „Sie sind entweder ein Wahnfinniger oder ein Schulmeister!“ sagt die Reiterin mit mühsam unterdrückter Wut.„Ich bätte gute Lust. Sie meine Reitpeitsche fühlen zu lassen.“ „Tun Sie das nicht!“ rät Hans Haberland freundschaftlich. Seine schlechte Laune ist ganglich verschwunden.„Vielleicht bin ich ein Räuberhauptmann, der nach Ihrem Leben trachtet.“ „Ich habe keine Furcht!“ entgegnet sie mit einem trotzigen Auflachen.„Und Firebird ist rascher als Sie!" „Feuervogel! Ein hübscher Name!“ Damit klopft Hans Haberland der Fuchsstute, die unruhig hin und her tritt, besänftigend den seidenglatten Hals „Freut mich, daß er Ihren Beifall findet, Herr Herr im Abendanzug schwang sich in das Boot und rief:„Allora— pronto!"(Also sertia) „Diese Frechheit!" knurrte Federigo Kriita begriff seinen Aerger, als der Lichtschein auf den Herrn fiel, der es sich auf der Bank gegen über bequem machte: es war der Doktor Angerer, der höflich mit dem Kopie nickte und im übrigen in fließendem Italienisch mit Emilio und Giannino sprach. Krista entnahm seinen Worten. daß er mit den Beiden schon öfter zum Fang binausgefahren war. Ganz unbefangen zog er Krista ins Gespräch „Die Lampen sind neu“. erklärte er.„Im vorigen Jahre sind wir noch mit den uralten eisernen Sieben hinausgefahren, in denen die glühenden Kohlen lagen, die durch ihren Glanz das Wasser durchleuchteten. Kommen Sie vorsichtig nach vorn. Signorina und schauen Sie, wie weit der Blick in die Tiefe dringt.— Sie wissen vom Boden, wie durchsichtig unsere Adria ist.“ Es war allerdings ein seltsames Bild. das der scharfe grelle Scheinkegel im Wasser aufschloß. Da stiegen die alten bewachsenen Felsen empor. Fische drängten berzu. äugten in den Glanz. S#sterne waren erkennbar, die eilig fortwanderten.„Da. ein Taschenkrebs, sehen Sie den Burschen!“ rief Angerer, und Krista gewahrte das seitlich schreitende Ungeheuerchen, das so groß schien wie ein kleiner Kinderkopf. Sie waren bis zum Hafeneingang gerudert. Da auf einmal reckte sich Giannino. Krista erariff erregt die Hand Federigos und drückte sie Federigo drückte sie wieder, aber sie achtete darauf nicht. Sie sab nur. wie die Stoßstange scharf in das glashelle Wasser hinabstieß Irgend etwas quoll auf, und im Augenblick war das ganze Wasser verdunkelt durch eine schwärzliche Trübung „Hat ihn! Hat ihn!“ rief Angerer und danach: „Bravo. Giannino. Bravo!" Der Standruderer hielt inne. Giannino zog die Stange ein und zeigte dieses Bündel Weichtier. Es war wie ein Fäßchen von dem aus ein Bündel grüner Arme in alle Windrichtungen ariff Was macht man mit diesem Wesen?“ fragte Krista Giannino hatte verstanden. Er drehte sich um: „Smecken bene. Signorino! Smecken bene!“ Wenn Sie's wünschen“, rief Angerer,„lade ich Sie sehr gern zu einem Gericht Frutti di mare ein Darunter befinden sich auch ein paar Tintenkisch beine“ Krista schauderte.„Smecken bene. smecken bene!“ rief jetzt auch Emilio von hinten auffordernd. Räuberhauptmann! Aber wollen Sie mir jetzk endlich meine Mütze geben?“ „Sobald Sie„bitte“ gesagt haben, Lady Clifford!“ „Sie wissen, wer ich bin!“ ruft die Reiterin überraschi. „Ich habe es von Anfang an gewußt“, lautet Hanz Haberlands vergnügte Antwort Einen Augenblick bleibt sie still. Dann sagt sie: „Dag ist ja eigentlich nicht so erstaunlich. Mich kennt hier jeder. Aber da Sie noch nicht lange hier sind, dachte ich. Sie hatten mich nicht erkannt.“ „Sieh mal an! Dann wissen Sie also auch, wer ich bin!“ „Natürlich! Sie sind der deutsche Bar! Dad hat Sie mir neulich gezeigt, als wir an Ihnen vorbei= fuhren. Er hat mir auch schon viel von Ihnen erzahlt. Aber daß Sie so unverschämt sind, hat er mir nicht gesagt.“ „Ach, ich bedauere aufrichtig, daß dieser besonderhervorstechende Charakterzug meines Weieng Ihrem Herrn Vater verborgen geblieben ist Ich hoffe. Sie werden ihn darüber aufklären. Lady Clifford.“ „Das werde ich allerdings! Besonders, wenn ich jetzt nicht sofort meine Mütze bekomme!“ „Sie kennen die Bedingung!“ „Ah— hol Sie der Teufel!“ „Das sagt eine Lady nicht!“ „Sie sind doch ein Schulmeister!“ ruft sie wütend. „Ich sage nicht„bitte". Behalten Sie die Mütze Damit gibt sie Firebird so plötzlich die Sporen, daß die Fuchsstute einen Satz macht und wie aus der Pistole geschossen davonstiebt. Hans Haberland sieht Pferd und Reiterin lachend nach. Nun ist auch der letzte Rest seiner schlechten Laune verflogen, und ver. gnügt vor sich hin pfeifend, setzt er in bedeutend gemäßigterer Gangart als vorber seinen Weg fort. Kleine Kröte! Wenn sie glaubt, ihm zu imponieren, bloß weil sie Cliffords Tochter ist, dann trrt sie sich. Außerdem weiß er ganz genau, daß sie sich nicht ber hrem Vater über ihn beschweren wird. Dafür hat er ein seines Gefühl, wenn er sich auch jetzt keine Rechenschaft darüber ablegt, worauf sich das Gefühl begründet. Er ist in einem landlichen Wirishaus am und kehrt erst nach Dunkelwerden in seine Jung gesellenwohnung zurück. Auf dem niedrigen runden Tisch vor dem Kamin liegt ein großer Brief, den je= mand persönlich abgegeben haben muß, denn es ist keine Marke darauf. Er öffnet den Umschlag und findet eine Einladung zum Diner in Elmswod=Castle darin. Donnerwetter! Hans Haberland ist sehr überrascht. Dem Alten scheint der Anranzer leid zu tun. Einen Augenblick überlegt er, ob er sich mit einem stichhaltigen Grund entschuldigen lassen soll. Unsinn! Das sahe nach kindischem Trotz aus. Seit seinem er= sten Besuch ist Hans Haberland nicht wieder im Schloß gewesen, und er ist inzwischen weit genug in die Gepflogenheiten des Werkes und seines Besitzers eingedrungen, um das Ungewöhnliche dieser Einladung richtig einzuschätzen Er muß sich mit seinem Anzug beeilen, um zur angegebenen Zeit pünktlich zur Stelle zu sein. Hant Haberland ist nicht eitel, aber als er im Frack sein Spiegelbild einer kritischen Musterung unterzieht, hat er das angenehme Bewußtsein, daß er sich auch in einem englischen Tudorschloß unter englischen Lords sehen lassen kann, ohne Deutschland Schande au machen. Mr. Bray kommt herein und ist eitel Bewunderung.„Donnerwetter, old man! Allerband Achtung! Es sollte mich nicht wundern, wenn das kleine Raub= tier doch Appetit auf Sie bekäme!“ „Es dürfte sich an dem Bissen den Magen verderben (Fortsetzung folgt.) Ein Volk in Not— ein Volk von Brüdern Cpiere auch Du am„Tag der nationalen Solidarität". „In der Tat“. bestätigte Angerer,„mit Manonnaise ist es eine der besten Sachen, die man am südlichen Meere essen kann““ Federigo laate nichto Krista fühlte nur. das er ihre Hand festbielt und streichelte, als wolle er sie vor irgend etwas bewahren. Indessen hatte Giannino zweimal bereits wieder seine Stange in der gasblauen See versinken lassen, einmal ohne Erfolg, beim zweitenmal ober hatte er auf einen Schlag zwei kleine Tintensilche erwischt Es war eine herrliche Nacht. Ein warmer Wind von Süden wehte. Die Lichter von Falano leuchteten berüber, bei Pola sächerten Scheinwerker am Himmel gegen das schwarze Dunkel der Bäume erschienen die weißen Badeterrassen von Saluga Federigo versuchte, seinen Arm um die Hüften Kristas zu legen: sie ergriff sanft, aber bestimmt seine Hand und legte sie wieder zurück Ich glaube. Federigo“, rief Angerer,„diese junge Dame braucht keinerlet Stünze, sie ist sehr selbständig und weiß was sie will““ „Ich wollte nur verhindern, dah der Schal nan würde!“ entschuldigte sich der kleine Mai. Ich sehe. Sie haben sich im letzten Jahre zum Kanalier entwickelt““ kam es von Angerer zurück Krista merkte. dan Federigo wütend war. aber er vermochte nichts zu lagen. Jent brachte der Wind die Töne der Tanzkapelle berüber, sie spielte: La Paloma Und plönlich sangen vier oder fünf der Schiffer mit Hören Sie.“ sagte Angerer,„das ist italienische Leichtigkeit, das liebe ich!“ Nach zwei Stunden etwa kehrten die Boote zurück zur Mole. Hier standen Hotelgäste neben den Musikern in ihren weißen Hemden und schwarzen Hofen und den beiden Carabinieri Sie kragten nach dem Ergebnis des Fanges. Stolz hoben die Fischer ihre Beul= empor, zum Graulen von ein paar jungen Mädchen, die entsetzt zurückfuhren Jederigo sprang auf die Mole, holf Krista hinaus. Angerer kam nach er verbeugte sich vor Krista und sagte Ich danke Ihnen für Ihr Opfer!“ Nun gewiß es war doch ein Opfer. daß Sie meine Gesellschaft ertragen mußten.“ Und er küßte ihr die Hand und gina Ein unverschämter Mensch““ saate Federigo Ganz unverschämt!“ (Fortsetzung folgt) England siegte nur knapp über die Tschechoslowakei In England fand am Mittwochnachmittag der Fußballkampf zwischen der englischen und tschechischen Mannschaft statt, dem man mit groter Erwartung entgegensah. Unser Bild zeigt den tschechischen Torwart F. Planicka beim letzten Trainina auf dem Tottenham Sportplatz von London, durch dessen großes Können die tschechische Niederlage von 4:5 so knapp blieb.(Scherl Bilderdienst=M) hungaria spielt in Düsseldorf Die berühmte ungarische Fußballmannschaft von Hungaria Budapest wird am 12. Dezember in Düsseldorf ein Gastspiel gegen eine Kombination von Turu und VfL Dusseldorf=Benrath geben. Hungaria steht auch in diesem Jahre wieder mit an der Spitze der ungarischen Liga und hat augenblicklich mit nur einem Punkt Rückstand hinter der führenden Elf von Ferencvaros mit dem stattlichen Torverhältnis von 49:13 aus elf Spielen den zweiten Platz inne. Dag ursprünglich für den 12. Dezember angesetzte Meisterschaftsspiel Turu— Benrath wird verlegt. Das Hungariaspiel findet auf dem Turuplatz statt. MI5A Leipzig siegte in Stuttgart Am Donnerstag stellte sich der Deutsche Handballmeister, MTSA Leipzig, in seinem zweiten Spiel auf der Suddeutschlandreise in Stuttgart gegen eine Wehrmachtmannschaft vor. Rund 3000 Zuschauer er lebten einen spannenden Kampf, der schließlich mit einem knappen 10:9-Siege der Meisterelf endete.— Die Leipziger hatten bereits zu Beginn sechs Tore vorgelegt, aber bis zum Wechsel konnte die Wehrmacht noch bis auf 8:6 herankommen.— Auch in der zweiten Hälfte hielten die Leipziger ständig das Spiel in der Hand, und gewannen schließlich ganz knapp. 4 Tenniskämpfe gegen Australien Auf ihrer mit schönen Erfolgen in Japaa eingeleiteten Weltreise tragen die deutschen Tennismeister Gottfried von Cramm und Henner Henkel auch dier Länderkämpfe Deutschland— Australien aus. Das Programm sieht wie folgt aus: 17.—19. 12.: Erster Landerkampf in Brisbane; 27.—29. 12.: Zweiter Länderkampf in Sydney; 7.—9. 1. 88: Dritter Länderkampf in Melbourne; 22.—29. 1.: Australische Meisterschaften in Adelaide; 11.—13. 2.: Vierter Länderkampf in Perth. Zwei 100 000-Mark-Kennen Braunes Band und Deutschey Derby Der deutsche Rennsport wird auch in den kommenden Jahren wieder glanzvolle Hohepunkte aufzuweisen haben, die 100 000-Mark=Rennen werden in Zukunft nicht mehr zu den Seltenheiten gehören. Für 1938 wurde erneut das Braune Band von Deutschland, das am 81. Juli schon zum funften Male in MünchenRiem gelaufen wird, in dieser Preishöhe ausgeschrieben und sollte als eine der wertvollsten deutschen Prüfungen wieder das Ziel der großen ausländischen Ställe sein.— Gleichzeitig wird die Ausschreibung für das Deutsche Derby 1939 veröffentlicht, das gleichfalls wieder mit 100 000 Mark ausgestattet ist. Rennen zu Autenil 1. R.: 1. Kumelle(Maubert), 2. Islette, 3. Horus 2. Sieg 119, Platz 26, 18, 80:10. Ferner: Vienstu. Kermor, Bambou, Lancier 8 Lauzun 2. 2. R.: 1. El Syba(Rochet), 2. Merlot, 8. Grand Bal. Sieg 45, Platz 21, 87. 89:10. Ferner: Les Bossons, Sultanas Guard, Tolede, Kefalino 2. Prince d'Ecouen. 8 R.: 1. Premier Avril(Dunn), 2. Mezzanine, 8. Smaragda. Sieg 21:10, Platz 15, 26:10. Ferner: Serene. Recaldia, Rosetrio. 4. R.: 1. Le Regent 2(Dubus), 2. Rhombe, 8. Swan Song. Siea 28. Platz 16, 46, 18:10. Ferner: Temerite, Sagar Flirtinette, Le Sirocco, Klad, Nymph, Vienx Colombier. 5. R.: 1. Bois Chabot(Dubus). 2. Port de Reine, 8. Adrien. Sieg 87, Platz 17, 45. 18:10. Ferner: Anca, Patrician, Kaba Kaba, Rose Reine, Buzzard, Beau Tegebreux, Poisson d'Avril. 6. R.: 1. Rochy Conde(Dunn), 2. Clitandre, 8. Mon Cher. Sieg 26, Platz 12. 14. 18:10. Ferner: Le Florentin. Blue Bell 3. Revendi, Rol Mage 2. Ensorceleur 2. 30000 HJ-Skiwarte gesucht Beginn einer gewaltigen Breitenarbeit im Skisport— Erfassung aller HJ=Einheiten Auf dem Kreuzeck haben sich 40 Sportwarte der 5J. die fast durchwegs bereits 5J Skiwarte, Fachamtslehrwarte oder Berussskilehrer sind, zu einem achttägigen Lehrgang versammelt, der unter der Leitung von Bannführer Sonderer steht. Die technische Leitung hat der Reichssportlehrer Friedel Pfeifer, womit eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen 5J und DRL gewährleistet ist. Der Lehrgang dient drei wesentlichen Aufgaben der Kampfrichterausbildung für die Reichswintersportkämpfe der Hitlerjugend, der Ausbildung von 5JSkiwarten(die Teilnehmer des Lehrgangs werden zum größten Teil die Berechtigung zur Ausbildung und Bestätigung von HJ=Skiwarten erbalten) und schließlich der Ausbildung für Organisatoren von Jugendwettkämpfen. Die Lehrgangsteilnehmer übernehmen die Verpflichtung, noch in diesem Winter je 30 5JSkiwarte auszubilden, so daß für den nächsten Winter bereits 1200 5J Skiwarte zur Verfügung stehen. Der sich anschließende Mädelkursus mit 25 Teilnehmerinnen wird in seiner weiteren Arbeit rund 750 Skiwartinnen ausbilden. Die Besten der Teilnehmer werden nach entsprechender Lebrtätigkeit zu Beginn des nächsten Winters erneut zu einem Kursus einbernsen. Von den rund 400 Lehrwarten und Lehrwortinnen hat dann jeder wieder je 30 neue Skiwarte auszubilden, so daß Ende des Winters 108=39 eine Zahl von 12 000 HJ Skiwarten zur Verfügung steht. Im übernächsten Jahr kann dann die Zahl der Skiwarte erreicht werden, die notwendig ist. um jede Gefolgschaft und jedes Fähnlein(heute 30000) und die entsprechenden Gliederungen des BOM mit ie einem Skiwart zu versehen. Ueber den Aufbau der Jugendarbeit äußerte sich Bannführer Sonderer. der Reichsjugendfachwart für Skilauf in der Reichsjugendführung und im Fachamt Skilauf, wie folgt:„In jedem Gebiet der 5J ist ein Sachbearbeiter für Skilauf eingesetzt, der gleichzeitig Gaujugendfachwart für Skilauf im Fachamt Skilauf ist. Diesem unterstehen die Sachbearbeiter der Banne, die in Personalunion das Amt der Kreisjugendfachwarte für Skilauf versehen. Ihrer Arbeit unterstehen die Skiwarte der Gefolgschaften und Fähnlein, die wiederum die Vereinsjugendsachwarte für Skilauf sind. Durch diese Gliederung ist restlose Zusammenarbeit zwischen 5J und DRL gewährleistet. Der gleiche Aufbau der Träger der Lehrarbeit ist für die weibliche Jugend in Angriff genommen. Die Einsetzung der Fachbearbeiter erfolgt übri gens auch in den Gebieten, in denen dem Skilauf bisher wenig oder gar keine Möglichkeiten gegeben waren. Hier soll die Arbeit des JugendherbergsVerbandes weiterhellen, der in Zukunft vor allem die Schaffung von Unterkunftsstätten in Skigebieten mit besonderer Aufmerksamkeit vorsehen wird. Die grone Heerschau dieses Winters werden die Reichswintersportkämpe der Hitleriugend vom 21 Januar bis 6. Februar in Garmisch Partenkirchen sein, an denen 1200 Jungen und Mädel aus ganz Deutschland teilnehmen werden. Dabei wird die HI selbst den gesamten Kampfrichterapparat stellen. und das wird alles in allem gesehen, eine gewaltige Leistung darstellen.“ Neue Wehrmacht-Meisterschaften Neue Titelkämpfe in zahlreichen Sportarten. Neben der militärisch-körperlichen Ertüchtigung ihrer Angehörigen stellt die Wehrmacht mehr und mehr die rein sportliche in den Vordergrund und legt auch auf die Steigerung der Spitzenleistung immer größeren Wert. Aus diesem Grunde ist für das Ausbildungsjahr 1938 das Meisterschaftsprogramm erweitert worden. Zu den seit langem ausgetragenen Titelkampfen im Skisport, Tennis und Modernen Fünfkampf, die durch die 1. Heeres= und Marinemeisterschaften im Kraftfahrgeländesport bereits in diesem Jahre eine Bereicherung erfuhren, gesellen sich künftig noch die Meisterschaften in der Leichtathletik, im Schwimmen, Boxea und Turnen hinzu. Um für die Entscheidungen eine sorgfältige Auslese zu treffen, finden Korps= und Divisionswettkämpfe statt, deren Beste zu den Wehrmachtmeisterschaften zugelassen werden. Die Wehrmacht=Skimeisterschaften finden vom 5. bis 18. Februar in Neustadt im Schwarzwald im Rahmen der Deutschen Meisterschaften statt. Am 27.#ebruar bis 8. Marz sind in Garmisch=Partenkirchen Sonderwettbewerbe für Wehrmachtsangehörige vorgesehen.— Die genauen Termine für die Tikelkämefe in der Leichtathletik. im Schwimmen, Boren, Turnen und Modernen Fünfkampf liegen noch nicht fest; in Aussicht genommen sind die Tage vom 8. bis 10. Juli. — Die Austragungsorte hierfür werden noch befehlen. Die besten Tennisspieler ermitteln ihre Meister im August wieder in Berlin.— Die Heeresmeisterschaften im Kraftfahrgeländesport werden beibehalten. hasselberg fährt mit Schorn Elf Paære im Kölner Stundenrennen. Wie schon mitgeteilt, wird die sportliche Karte des„Großen Winterpreises der Flieger“ am Samstagabend in der Kölner Rheinlandhalle mit Amateurrennen ausgefüllt: U. a. gibt es ein StundenMannschaftsfahren, dessen Besetzung wie folgt lautet: Hasselberg=Schorn(Bochum=Köln), KropmansMatosiak(Holland, Berlin). Mertens= Kurzawa (Dortmund). Aepmanns=Langhoff(Krefeld=Bielefeld). Kinnle=Metzmacher(Köln). Kleinsorg=Kneller (Köln=Bonn). Kropp=Bungarten(Aachen=Hürth), Breuer=Schneider, Nordbeck Emonts. Obst=Bronold und Felder=Heinrichs(alle Köln). Diese Fahrer bestreiten dazu noch ein Fliegerrennen, für das auch der Kölner Harn gemeldet hat. Zwei Ehrenpreise des Führers Der Führer und Reichskanzler hat für den im Rahmen des offiziellen Internationalen Reitturniers im Jonuar 1938 in Berlin zum Austrag gelangenden„Preis der Nationen“ einen Ehrenpreis ge stiftet, dessen Herstellung dem Berliner Goldschmied Professor Lettré übertragen worden ist. Ferner stiftete der Führer und Reichskanzler für den im Sommer 1938 in Aachen stattsindenden „Preis der Nationen“ einen Wanderpreis, mit dessen Anfertigung der Kölner Goldschmied Professor Berthold betraut wurde. hennes Keiorde anerkannt Der Internationale Motorrad=Sportverband hat die 12 Weltrekorde, die Ernst Henne am 28. Nov. mit der 500-cem=BMW-Maschine auf der Frankfurten Reichsautobahn aufstellte, mit folgenden Leistungen anerkannt: 1 Klm. fl. Start: 279,503 Klm=Std.; 1 Meile fl. Start: 272,282; 5 Klm. fl. Start: 270,270; 5 Meilen fl. Start: 258,229 Klm.=Std.— Diese Leistungen bedeuten Weltrekorde in den Klassen bis 500, 750 und 1000 ccm. Bivianne Hultén beim Berufssport Schwedens größte Eiskunstläuferin Vivianne Hultén hat in Newyork einen Vertrag erhalten und tritt in einer der zahlreichen Eisrevuen auf.— Schwere geschäftliche Verluste ihres Vaters haben sie aber bewogen, jetzt schon zum Berufssport überzutreten. Die Kameradschaft eines Volkes überwindet jede Not! Beherzige es am„Tag der nationalen Solidarität“. Sportnotizen Generalsekretär Willi Schirmer, der in den letzten Jahren die Verbandsgeschäfte des Teutschen Radfahrer=Verbandes führte und den DRV auch bei internationalen Verhandlungen vertrat, scheidet am 1. Januar aus seiner Stellung aus Dortmundg Eishockeyspieler in Holland siegreich Um den Nordwest=Europapokal der Eishockeyspielex standen sich im Haag die Mannschaften von den Haag und Dortmund gegenüber. Die Dortmunder siegten 3:1(0:1, 2:0, 1:0). Torschützen waren: Becker, Ring und Schwinghammer für Dortmund und Mooney für den Haag. Titelkampf Eder— Wouters in Berlin? Es sind Verhandlungen im Gange, die darauf hinzielen, einen Titelkampf zwischen dem belgischen Weltergewichts=Europameister Felix Wouters und unserem Meister Gustav Eder am 14. Januar in Berlin zustandezubringen. Die beiden Meister trafen schon einmal in Berlin zusammen. Damals siegte Eder in der neunten Runde durch k.o. Anton Seelog will wieder laufen. Anton Seelos, der zusammen mit Friedl Pfeiffer unsere Abfahrtsläufer auf die Otympischen Spiele vorbereitete, will sich in diesem Winter an Wettbewerben beteiligen. Zur Zeit trainiert er zusammen mit Weltmeister Emil Allais in St. Gervais die Franzosen. Bochumer Schlachwiehmarkt. Bochum, 1. Dez. Auftrieb: Rinder 271, darunter Ochsen 18, Bullen 44. Kühe 170. Fürsen 39; Kälber 322. Schafe 18, Schweine 3591. Preise: Ochsen a) 45, b) 41: Bullen a) 43, b) 39, c) 84; Kühe a) 49, b) 39. c) 38, d) 25; Färsen a) 44, b) 40, c) 85, d) 28; Kälber a) 59—63, b) 51—57, c) 42—48, d) 30—88; Schweine a. bl, b2 je 53.50. e) 52 50, d) 4950, e) 49.50, g1) 53,50, 92) 51.50.— Marktverlauf: Rinder u. Schweine zugeteilt, Kälber langsam Westdeutsche Um= und Ausschau Leichtgläubigkeit ausgenutzt und ausgebeutet Hohe Zuchthausstrafen in Hellseherprozeh Münster. Das Schwurgericht Münster, das gegen die Hellseberin Frau Wolf aus Hörstel seit sechs Tagen verbandelt, verkündete nach zweistündiger Beratung folgendes Urteil: Die Strafen werden festgesetzt: gegen Frau Wolf wegen Anstiftung zum Meineid in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Betrug auf eine Gesamtstrafe von fünf Jahren Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren und dauernde Aberkennung der Eidesfähigkeit; gegen den Angeklagten Ebemann Wolf wegen Meineids in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Betrug auf eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren; gegen den Angeklagten Pleie wegen Meineids und Anstiftung zum Meineid in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Betrug auf eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren, ferner auf Ehrverlust für die Dauer von fünf Jahren und dauernde Aberkennung der Eidesfähigkeit; gegen den Angeklagten Ruve wegen Meineids unter Berücksichtigung mildernder Umstände auf ein Jahr Gefängnis und gegen den Angeklagten Siemer wegen Meineids auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr.— Die Untersuchungshaft wird allen Verurteilten angerechnet. Das Schwurgericht betonte, daß dieser Prozeß ein grauenhaftes Bild von den betrügerischen Machenschaften der„Hellseherin" und ihrer Helfer gezeichnet habe Mit einer geradezu unglaublichen gemeinen Hinterhältigkeit sei hier durch Gaukelei und Zauber die Leichtgläubigkeit onderer Leute ausgenutzt und ausgebeutet worden. Das Gericht kennzeichnete die abgeurteilten Straftaten als besonders verwerflich. Ebenso fand es aber auch ernste Worte für die sabllosen abergläubigen Menschen. die der Gauklerin ins Garn gegangen seien. Das Gericht begründete dann im einzelnen die Höhe der Strafen, die wegen der Schwere des Verbrechens ausgesprochen werden mußte. Kleine Provinzchronik Die Flucht vor dem Tode Recklinghausen. Auf dem Recklingbäuser Schlacht hof riß sich am Dienstag ein Rind, das von zwei Viehwärtern zur Schlachtbank ge ührt werden sollte, los. übersprang ein Eisengitter, lief auf den Bahn körper. um dann, als eine Lokomotive sich näherte, auf den Fahrradweg zu flüchten. Ein gerade vorbeikommender Radfahrer landete unsanft im Stra ßengraben. Die Bemühungen, das sich wie wild ge bärende Tier einzufangen, scheiterten vorerst. bis das Rind auf einer Weide Zuflucht gesucht hatte. wo es von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Bilderfälscher gefaßt Köln. Wegen Fälschung von Gemälden, die als Originalgemälde ausgegeben wurden, und anderen Betrügereien wurden von der Kölner Kriminalpolizei ein 55 und ein 59 Jahre alter Mann aus Köln festgenommen. Bisher wurden 22 Bilder sicherge stellt, von denen acht gefälscht waren, während bei den übrigen 14 die Echtheit noch zweifelhaft ist. Die Ermittlungen sind noch in vollem Gange. Ein Stück Stahl durchschlug die Halsschlagader Oberhausen. Auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Hugo in Sterkrade war ein Montageschlosser zusammen mit einem sweiten Arbeiter mit dem Abmontieren eines Wasserbochbehälters beschäftigt. Beim Abschlagen der Nietenköpfe an dem eisernen Wasserkessel hielt der Schlosser mit einer Schneidezange einen Meißel auf die Nietenköpfe, während der andere Arbeiter mit einem Vorschlaghammer zuschlug. Bei einem ungenau geführten Schlag brach von der Kante der Schlagfläche des Hammers ein Stückchen Stahl ab, das dem Schlosser gegen den Hals flog und die rechte Halsschlagader durch trennte. Noch am gleichen Tage storb der Verunglückte infolge Verblutung im Krankenbaus GGeschichtliche Funde Koblenz. Im Distrikt am„Alten Pfädchen“, wo schon vor längerer Zeit eine alte Begräbnisstätte freigelegt wurde, sind neuerdings wieder Gräber gekunden worden, die eine Anzahl Urnen und Teller sowie auch Waffen enthielten. Die Funde sind in einer Tiefe von 25 Zentim ter unter der Erdoberfläche gemacht worden. Es handelt sich offenbar um eine Begräbnisstätte aus der Zeit von 500 v. Chr. Kurz berichtel Dusseldorf. Am 1. Dezember wurde der 97 000. Besucher in der Josef Goebbels Jugendherberge gezählt, und schon in den nächsten Tagen ist der 100 000. Besucher zu erwarten. Es ist zum ersten Mal im Reich und damit in der Welt. daß eine Jugendherberge 100 000 Uebernachtungen in einem Jahr zählen konnte. Lippitadt. In der letzten Zeit wurden von einer Weide an der Wiedenbrücker Landstraße mehrere schwarzbunte Rinder gestohlen. Es laßt sich mit Sicherheit annehmen, daß für den Diebstahl ein Lastkraftwagen mit einem Anbänger eingesetzt wurde. Die Spuren weisen nach Rheda und Gütersloh. Oonabrück. In Rülle riß ein 14jähriges Kind die Kanne mit kochend heißem Kalee, die von der Mutter auf eine Bank neben den Ofen gestellt worden war. während sie den Tisch deckte. herab. Der Inhalt ergos sich über das Kind. Innerbalb weniger Stunden star5 es an den schmeren Brandwunden NSG. Leistungslohn und Berufsjahre. Ist die Lohnhöhe in einer Tarifordnung auf Berufsjahre abgestellt,'o sind bei ihrer Berechnung nur solche Jahre mitzuzählen, während deren der Lohnempfänger in dem Beruf wirklich tätig war. Entscheidend ist also nicht die bloße Berufezugehörigkeit, sondern Berufetätigkeit. Nur diese Auslegung entspricht dem Leistungsprinzip. Geschäftliches (Außer Verantwortung der Schriftleitung.) heurige Ausgabe enthält eine Beilage der Fa. Althoff. Essen, auf die besondersh ME LESAEE. 77 1 Forderungen, die nicht verjähren Was müssen Kaufleute und Handwerker im Dezember beachten? Am Ende jeden Jahres, also am 31. Dezember, Am 12 Uhr nachts, laufen regelmaßig de sogenannten kurzen Verjährungsfristen ab; das und diesenigen, die sich auf die Forderungen der Kaufleute, Favrikanten, Handwerker, Gastwirte, ferner der Anwälte, Notare. Aerzte und einer Anzahl anderer Personen beziehen. Die kurzen Versahrung.en betragen 2 Jahre, gerechnet vom Jahre ileo Entstehens an: Ist also eine Forderung wahrend des Jahres 1935 entstanden, so verjährt sie wenn sie zu der kurzfristigen Gruppe gehört. am 31. Dezember 1937. Mahnungen, die die Kaufeute und alle Gewerbetreibenden in regelmäßigen Terminen an die säumigen Kunden zu senden pflegen, unterbrechen die Verjährung nicht. Wird mithin eine wiederholt angemahnte Forderung aus dem Jahre 1935 nicht bis zum 31. Dezemter 1937 bezahlt, so ist sie rechtlich mit einem Mangel behaftet: sie ist verjährt und der Schuldner kann ihr, wenn er belangt wird, die„Einrede de, Verjährung“ entgegensetzen, woraufhin der Richter die Klage abweisen muß. Die Forderung ist dann verloren, der Gläubiger ist lediglich auf den guten Willen des Schuldners zur Bezahlung angewiesen, einen Rechtszwang gibt es gegenüber dem Einwand der Verjährung nicht. Es gilt also, im Dezember die aus dem Jahre 1935 stammenden Forderungen nicht nur durch Mahnung, sondern im Rechtswege geltend zu machen; dazu genügt die Beantragung eines Zahlungsbefehls, oder auch die Einreichung einer Klage. Zahlungsbefehl und Klage erübrigen sich aber dann, wenn es dem Gläubiger gelingt, vom Schuldner eine Anerkennung der Forderung zu erlangen. Die Anerkennung einer Forderung unterbricht den Verjährungslauf. so daß mit dem Tage der Anerkennung, oder kesser mit dem Jahre, in dem die Anerkennung der Schuld seitens des Schuldners erfolgt, eine neue Verjährungsfrist beginnt, und zwar bei den kurzfristig verjährenden Forderungen wieder eine solche von zwei Jah ren. Wird also vom Schuldner am 31. Dezember 1937 oder im Laufe des Derember eine Aner kennung der Schuld Forderung erst am 31. daß als Anerkennung Schuld abgegeben, so verjährt die Forderung erst am 31. Dezember 1939. Wichtig ist, auch die Bitte um weitere Stundung angesehen wird: in der Stundungsbitte liegt die Erklärung des Schuldners, die Schuld an sich nicht bestreiten zu wollen Natürlich ist der Gläubiger mit der Anerkennung der Schuld seitens des Schuldners noch nicht im Besitz des Geldes; aber die Anerkennung befreit den Gläubiger von der Gefahr des Rechtsverlustes durch Verjährung, zunächst wieder um mindestens zwei volle Jahre. Wie der Schuldner, wenn der Gläubiger nicht etwa doch auf jeden Fall klagen oder Zaylungsbefehl beantragen will, zur Anerkennung zu bewegen ist, mutz von Fall zu Fall überlegt werden. Als Schusdanerkennung wird regelmäßig auch die Leistung von Abzahlungen auf die Schuld, sowie die Entrichtung vereinbarter Ratenzahlungen bei Abzahlungskaufen ange sehen. Wer also langfristig auf Abzahlung verkauft hat, braucht während des Laufes der Abzahlungen, wenn diese geleistet werden, keine Verjährung zu befürchten. Aber auch nicht vereinkarte Abzahlungen unterbrechen die Verjährung, weil mit ihnen eine Anerkennung der Schuld ausgedrückt wird; ebenso wie die Anzahlung auf die Schuld wirkt die Zinszahlung und die Sicherheitsleistung(Pfandbestellung) als Unterbrechung der Verjährung. Liegt bereits ein vollstreckbares Urteil oder ein anderer vollstreckbarer Titel über den Anspruch vor, so gilt nicht mehr die ursprüngliche kurze Verjährungsfrist, sondern die Verjährung tritt erst nach Ablauf von 30 Jahren seit der Rechtskraft des Urteils ein. Jede einzelne Vollstreckungshandlung unterbricht zudem die Verjährungsfrist. so daß solche Ansprüche, über die vollstreckbare Urkunden vorliegen, praktisch unverjahrbar gemacht werden können, wenn der Gläubiger in regelmäßigen, wenn auch weit auseinander liegenden Abständen die Vollstreckung vornimmt oder versucht. Sie geschieht durch einen Auftrag an den Gerichtsvollzieher oder durch Antrag auf Pfändung und Ueberweisung eines Vermögensrechtes des Schuldners. Dieser Antrag ist an das Amtsgericht zu richten. Es gibt auch Forderungen und Rechte, die überhaupt unverjährbar sind; sie spielen im Verkehr keine großere Rolle; unverjahrbar sind z. B. Patentrechte, Urheverrechte und ähnliche „Persönlichkeitsrechte"; wohl aber verjährt ein Anrecht, das aus der Verletzung des Urheverrechts oder eines Patentrechts entsteht. Ferner sind auch diese an sich nicht verfahrbaren Rechte durch Gesetz zeitlich begrenzt. Unverjährbar ist ferner daEigentumsrecht, das grundsatzlich nicht durch ablauf verändert oder beeinträchtigt wird; des weiteren sind alle aus dem Familienrecht folgenden persönlichen Rechte, wie das Vertretungsrecht des Vaters und hilfsweise der Mutter, das nießungsrecht des Ehemannes am eingebrachten Gut der Ehefrau, die aus dem Familienverhaltnie folgenden Unterhalt=ansprüche, unverfahrbar. Für die gewerbliche Praxis von Bedeutung ist schließlich. daß auch die grundbuchlich gesicherten Ansprüche unverjahrbar sind, so z. B. im Grundouch eingetragene Hypotyetenforderungen. Laßt also ein Kaufmann sich fur seine Forderung eine Hypothek auf dem Grundsruck des Schuldners eintragen, so braucht er eine Verjahrung seiner Kapitalforderung nicht zu befürchten. Sind aber Zinsen fur die Forderung ausbedungen, so verfahrt der seweilige fällige Zinsbetrag nach Ablauf von vier vollen Kalenderjahren, also am Schluß des vierten vollen Jahres nach der Entstehung der Zinsforderung, bei Forderungen, die z. B. im Jahre 193 entstanden, d. h. fallig geworden sind, am 31. Dezember 1937 Bemerkt sei noch, daß das Gesetz eine Anzahl von Verjährungsfristen kennt, die noch kürzer sind, als die sogenannte kurze Verjährungsfrist von zwei Jahren. Die kürzeste derartige Frist ist die von sechs Wochen(§ 400 BGB.); innerhalb dieser Frist verjahren Ansprüche auf Wandlung (Rückgängigmachung) oder Schadenersatz wegen „Hauptmängel“ bei Viehverkäufen. Eine in der Praxis häufge Kurzfrist von sechs Monaten gilt für die Versahrung von Ansprüchen auf Wandlung oder Minderung sowie Schadenersatz wegen Mangels einer zugesicherten Eigenschaft beim Verkauf beweglicher Sachen, es sei denn, daß der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen hat; in diesem Falle tritt die regelmäßige langfristige Verjährung von 30 Jahren ein. Kurze Verjährungsfristen gibt es außerdem noch im Mietrecht sowie nach einzelnen handelsrechtlichen Bestimmungen. Von der Verjährung wohl zu unterscheiden ist die sogenannte An schlußfrist: nach Ablauf einer im Gesetz bestimmten Anschlußfrist erlischt das Recht ohne weiteres, was der Richter im Streitfalle von Amts wegen, auch ohne daß der Schuldner es einwendet, zu berücksichtigen hat. Auch die Vorschriften über Unterbrechung der Verjährung— durch Anertenntnis u. dal— finden auf die Anschlußfristen und deren Ablanf grundsatzlich keine Anwendung. Als bekanntete Anschlußfristen seien genannt die Fristen von einem Jahr für die Anfechtung von Willenserklärungen, wegen Drohung und Zwanges; ferner das Erlöschen des Pfandrechtes des Vermieters an den aus der Wohnung des Mieters fortgeschafften Sachen; das Erlöschen des Rechtes erfolgt nach Ablauf eines Monats, nachdem der Vermieter von der Entfernung der Sachen Kenntnis erlangt hat 5 561 Abs. 2 B62.) Bedienungsgeld in Familenbetrieben Eine Feststellung der„Hotelnachrichten“. Jn den„Deutschen Hotelnachrichten" wird festgestellt, daß die Auffassung unrichtig sei, es dürfe kein Bedienungsgeld erhoben werden, wenn keine Angestellten beschäftigt seien. Das Bedienungsgeld mulle in Beherbergungsbetrieben stets erhoben werden, da sich der Inhaber sonst strafbar mache. Ob die Bedienung durch Angestellte, fremde Personen oder Familienangehörige erfolge, sei gleichgültig. Wenn Familienangebörige statt einer fremden Person arbeiteten, so bätten sie ebenfalls Anspruch auf Lohn und daber Anspruch auf Entlohnung aus dem Bedienungsgeld. Da war nicht der Ofen verstopft! Neulich war große Aufregung bei Fiebigs im Hause. Dichte Rauch= und Qualmwolken drangen aus der Wohnung von Nickels. Man glaubte schon, die ganze Wohnung stünde in Flammen. Zum Glück stellte sich aber heraus, daß nur der Ofen verstopft war. Frau Nickel hatte nämlich einen ganzen Korb voll Papieg verbrennen wollen, und so war denn das Ungluck geschehen und das ganze Haus derqualmt. Einer beruhigte nun immer den anderen mit dem Satz:„Es ist nur der Ofen verstopft!“ Und die meisten gaben sich mit dieser Erklärung zufrieden. Aaber Kurt Bunge, der Hauswart, das hörte, meinte ex ganz rubig:„Nein, bei Nickels war nicht nur der Ofen verstopft!“—„Was denn sonst noch?“ wollte man wissen.„Na, die Ohren oder der Verstand, denn beute weiß doch jeder, daß man Pavier nicht verbrennen, sondern sammeln und dem Altwarenbändler zuführen soll!“ Blinden-Verein Dochum l. Vors.: Klavierstimmer Winkler, Bochum, Herner Str. 21, Ruf 635 18. Es wird gebeten, nachstehende Handwerker mit Aufträgen zu bedenken: Korb= und Stuhlflechter: A. Fucken, Altenbochum, Altenbochumer Straße 78, Tel. Nr. 654 27 Jos. Havazinski, Auf dem Dablacker 40, Konrad Obach. Altenbochum, Zeche Karoline 824. Stuhlflechter: Karl Gottschalk, Bochum. Kronpringenstraße 1. Paga Bochum. Elsaßzstr. 17, Frl. Schulte, Bochum, Meterstr. 9. Lischewikt, Harpen, Grüner Weg 11, Frl. Deiß. Von=der=Recke=Straße 1000 (Maschinenstrickertn). Bürstenmacher: Hoffmann. Weitmar, Hattinger Str. 1980 Handarbeiterinnen: Frl Keller, Bochum. Hellweg 39. Berkanfstelle: Vertrieb von Blindenarbeiten aller Art Herner Str. 21. Tel. 635 18 Guie Anzeigen Handwerksmeister, Olr tät's auch nichts schaden, wenn Du Deln„Klelngeld spartest. Bedenke— hler eln Groschen- da ein Groschen—. Im Laufe von Jahren werden das Summen, die Du mal nôtig gebrauchen kannst. Denke Immer daran und vergiß das nie Städtische Sparkasse RUNDFUNK Freitag, 3. Dezember 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 6.10: Leibesübungen. 62: Frübkonzert. Kapelle der Schutzwolizei, Leitung: Musikdirektor Ernst Stieberitz. 700: Nachrichten: anschließend: Morgenkled— Morgenruf. 8.00: Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.2: Froher Klang zur Arbeitsponse. Es wielen die Münchener Funkschrammeln. Hans Kerrel : Alsons Tiefenboek(Klavier). 92: Wissen Sie, daß Einkaufen eine Kunst ist? und noch andere Betrachtungen 9S: Nachrichten. 10 m: Emil von Bebring. Ein Kämpfer gegen den Tod. Hörspiel von Arfred Prugel. GGesunder Körver— gefunder Gefs. Täg1i6 500 Meter boch. Ein Einblick in die Arbeit eines Wetterfliegers. 10.66: Sendepause. 11 46: Bauer, merk auf. 12.00: Mittagekonzert. Es spielt das Kleine Funkorchester des Reichssenders Saarbrücken unter Leitung von Edmund Kasper. 1. Adua. Marsch(D. Olivieris. 2. Der fröhliche Wald, Cuvertüre M. Leuschner). A An der schönen grünen Narenta, Walzer(K. Komzak). 4. Melodien aus„Zigennerliebe“(Fr. Lehar). 6. Liebedlegende(G. Becce). 6. Am Brunnen vor dem Tore(Stolzenwald). 7. Volkstanze W. Noack). 8. Romange(A. Davidoffs. 9. Es kützt der Wind die Rosen, Intermeizo(K. Biumel. 10. Schwälmer Hochzeit, Marsch H. Mainser). 13.00: Nachrichten— Glückwünsche. 6.16: Fortsetzung des Mittagskonzerts. 11. Ein Kunstlersekt(R. Czernik). 12. Wenn die Geige zu einem Cello soricht 18. Ranzato). 13. Czardas Nr. 8(G. de Michelis. 14. Tanz der Derwische Bendir). 16. Holz auf Holz(J. Rixnerl. W. Fn einem rumänischen Tscharda, Esene(H. Mietznerl. 17. Der Wirbelwind. Konzertwalzer(T. Matheio). 16. Frosch=Ballade(H. Sandauerl 10. Sizilianisches Ständchen(G. Winkler). 2. Manuela(Fr. lpiel). 21. Marich der Matrosen(G. Larsen). 14.00: Nachrichten 14 16: Zur Unterbaltung. Es solekt das Unterhaltungsertett. Reinbard Friysche 18 bte); 0dmund Kirst(Klavierl. 1. Schelmenlledchen(G. de Michells. 8. Arabesken(6. Mahrs. 8. Tanz unter der Dorflinde(C. Reinecke). 4 a) Schmetterling C. Köblerl; b) Walzer(H. Ungerl. 6. a) Liebesgetändel(M. Schwartz); b) Czardad Nr. 1(0. Michiels). 6. Capricce Nr. 24(Paganini=Callmados) 7. Gedicht(Piebial. 8. Die Muhle(A. Denten s. Malger(A. Schmidt=Elseyl. 40. Beuerngalepr 16 in: Lendepaufe. 15. 45: Wirtschaftsmeldungen. Sowsetrußland— das endlose Getängnis. Dr. Adolf Höfel bespricht neue Bücher: 1. 8 Solonewitich:„Die Verlorenen“. 2. Tbeoder Kröger Brest=Litowik“. 8. Aaricola:„Das endlose Geänanis“. 4. A. Janecke:„Wolgabeutsches Schic16.16: Leichte Kammermustk. Ausfuhrende: Otto Sturm(Violine); Ludwig Dauner(Viola); Hand Schumacher(Klavier). 1. Andante und Rllegretto siziliano für Bioline und Klavier(C. Ph. C. Bach). 2. Mennett für Violine und Viola MA. Brunil. 8. Kleine Stücke für Klavier(J. Handns. — Das Honigtröpferl, eine Erzählung von Anna Hilaria von Eckhel.— 4. Andante für Bioline und Viola(W. A. Mozartl. 5. Allegro moderato für Bioline und Klavier(C. Ph. E.=Bachl. 17.00: Die Brücke über die Ave. Eine Erzählung von Friedrich Michael. 17.16: Unterhaltungskonzert. Es solelt das Kölner Rundiunkorchester unter Leitung von Leo Enfoldt. Solisten: Elfriede Dickob und Walter Wielsch an zwei Flügeln.— Darin: Wien wörtlich Gedichte von Josef Weinheber. Sprecher: Dr. Erich Fortner.(Aufnahme). 18.30: Momentanfnabme. N 00: Nachrichten. 19.10: Alte und neue Tanzmustk. Ausgeführt vom Kleinen Orchester des Reichssenders Frankurt unter Leitung von Franz Hauck. 20.00: Adventfeier in Scheibenbera(Eragebirge). Anfnahme vom Reichssender Letpaia). 2100: Zehn Minnten 71.10: Alte Musik. Madrigale deutscher, englischer und italienischer Meister. Aus Uhrende: Die Bönner Madrigal=Bereinigung, Leitung: Budwig Böckeler: Erika Schütte(Cembelo). 2.0: Nachrichten. 2 20—240: Nachtmuck. Samstag, 4. Dezember 600: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. a in wetbebubungen 6.20: Fruhkonzert. Kapelle Erich Schneibewind. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Norgenruf. 8.00: Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Franenturnen. 8.20: Musik am Morgen. Es spielt das Kteine Fankorchester des Reichssenders Saarbrücken unter Leitung von Sömrund Kasoer 9.20: Zwischenmustk. Mitwirkende: Reinhard Fritzsche iste); Erich Rummel(Klavierl. Ponorole(H. Wiltberger). 96: Nachrichten. 10.00: In Sachen Jahn. Der Oofergang eines großen Deutschen. Von Hand Roeper. 10.2: Sdich Pott: Fröhliches Sotel für untere Kleinnten. 14.00: Sendepause. 1.40: Marktberichte des Reichsnahrsande— Bauer. merk auf. 12.00: Mittagstongert. Das Kleine Orchester bes Reichssenders Königsberg, Leitung: Eugen Wilcken. l. Rotkappchen, Onvertüre(R. Hanel). 8. Gonoliera Fr. Ries). 8. Rumpelstilschen(B. Terksen). 4. Der Liebe Freud. der Liebe Leid(E. Wilcken). b. Mazurka(Pogolerow). A. Klänge der Bußta P Millerl. 7. In einem Puppenhaus(J. Engelmann). L. zeituns on pe Sehrmn Leinlener urteilen Gebrauchte Möbel! Herde 10, 30u 45.4. Zimmer=Werkstattblen n.— an. Tauerbrandof.25.4 Nahmaschine 15 n. 15.4 Küchenschrante v. 10 AA an. Auch Bufett 65 u. 95 A. Lische v. 5— an. Minichlete 25 A Ledersofa 20 A. Kleiderschränke von 15 an, Metalldeiten m. Aufl. v. 25 A an. Kinder= dett 7 K. Bettgen m. Patentrahm.» 13 A Mobellager und Schreinerel Bochum Rottstraße 844, gegenüber SlorlaKino, Eingang Toreinfahrt. Gold u. Silber kauft Marienstreße 14 Gen Berlin 38607 Prakt. Weinnachts Fast neuer Teutich. Bellskaublanger f. mittler. Haush. für 25 zu verkauf Ang. u. B. J. 994 a. d. Gesch. d. Bta Gedr. Piano an laufen Off. u. B. C. 999 a. b. Gesch. b. 8ie Schäferhund zu derk Bechun Paerholzsraße 22. PELIt Kürsohnere Wollt Wer nimmt, der bleibt dabei! Fleißzig., kinderliet für landw. Hausdalt bel gutem Lobn für sof. ges Frau Werner Gevendehl, Wone d. Anschlag. Kleine Preise für Kleine Anzeigen Bochums Heimatgeschichte die Antänge des Kohlenbergbaus, die Entwickelung vom kleinen Landstädtchen zur größten Kohlenstadt Europes Uew. sind la dom Bochumer Heimatbuch eingehend behandelt. Bishersind 3 Bände erschienen. Band 2 lat restlos vorgritten. nur noch Band 1 und 3 sind vorrâtig. Elnzelband Mk. 1.80; beide Binde zusammen Mk. 2.50 Zu bezlehen durch den Buchhandel und die Geschäftsstelle der Volks-Zeltung Steto hilft diese„le1»*“° hier— Suchst Du eine Stellung Die— Ob als Kaufmann, Ingenteur— Als Vertreter in Likör— In welchem Fach, das bleibt sich gleich Die„Klein=“ ist an Stellen reich— Sie brachte, denke stets daran— Schnell Hilfe schon so manchem Mann. Die„Kleine Anzeige" in der Volks=Zeitung roß Bochum meldet... Bochum-Hamme Hohes Alter. Ihren 76. Geburtstag konnte in diesen Tagen die Witwe Ernestine Magoth begehen. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrer Platz auf dem freien Grlände neben der Wirtschaft van de Pavert auf dem Castroper Hellweg gefunden hat. Der zweite Gang um die Gerther Keglermeisterschaft. Auch in diesem Jahre wieder liefern sich die Spitzenlegler im Gerther Reglerverband einen erbitterten Kampf um die Meisterwürde. Durch daplötzliche Ableben des mehrfachen Meisters und langjährigen Sportwarts Ernst Cassina ist die Frage nach dem neuen Gerther Meister wieder offener denn je geworden. Mit den besten Aussichten geht in diesem Jahre Hubert Couturier in den Kampf, der schon seit Jahren unter den sechs besten Aeglern des Gerther Verbandes vertreten war und auch besonders auf auswärtigen Bahnen die konstanteste Form gezeigt hat. Aber auch Wilhelm Sibve, Erust Borgmann und Willi Braukhoff haben noch die Möglichkeit, durch gute Starts in den nächsten Gängen sich eine bessere Position zu verschaffen. Bei dem zweiten Gang. der auf der Bahn Blome durchgeführt wurde, erzielten Conturier 520, Wegmann 503, Braukhoff 489. W. Sibbe 499. Borgmann 482 und A. Sibbe 465 Holz. In der Gesamtwertung nach 200 Krgeln kührt Couturier mit 1017 Holz. Es folgen Braukhoff. 996 Holz. W. Sibbe. 972 Holz. E. Borgmann, 955 Holg, Wegmann 943 Holz und A. Sibbe. 935 Holg(Pa.) Bochum-Altenbochun Preisschießen des Schützenvereins„Jägerlust“ Der Schützenverein„Jägersust“ veranstaltete am letzten Sonntag im Vereinsheim Dietrich Wabl, Buselobstraße, ein Vereinspreisschießen. Der Schütze Paul Sablotny erzielte mit 33 Ringen den ersten Preis. Den zweiten Preis errang mit der gleichen Ringzahl Günther Wahl vor dem Schützen Otto Bahl Rudolf Dzeia und Rudolf Kurtowitz mit je 32 Ringen Bochum-Laer Silberne Hochzeit. Morgen können die Eheleute Maurer Karl Henn und Frau Maria, geb. Ehm. Laerfeldstraße 80, im Kreise ihrer Familie ihre silberne Hochzeit festlich begehen Gluckauf zur goldenen! Versammlung der Deutschen Arbeitsfront. Die Ortswaltung Laer der Deutschen Arkeitsfront wartet am kommenden Sonntag, dem 5. Dezemher. 10 Uhr vormittags, mit einer großen Versammlung auf, die im Saale des Wirtes Küpper, früher Möller, stattfinden wird. Im Mittelvunkt der Versammlung wird der Vortrag des Pa. Becker stehen, der über das Thema„Für dich geschiehts“ sprechen wird. Unbenunte Zechenanschlußbahn verschwindet. Die Zechenanschlußbahn von Julius Philipp, die seit zwei Jahren unbenutzt daliegt, wird nunmehr dem Abbruch verfallen. Diese Anschlußbabn zweigt von der Reichsbahngüterstrecke Laer—Weitmar etwa in Höhe der Steinkuhlstraße ab. Dadurch wird wieder wertlos gewordenes Gleismatertal gewonnen und nunmehr eine anderweitige nutzbringende Verwendung finden. Bornemanns Sträßchen gesperrt. Der Durchgengsweg zwischen der Wittener Straße und der Schattbachstraße, das sogenannte„Bornemanns Sträbcher“, ist an seinem unteren Teil gesperrt. de an der Bahnbrücke der Gitterstrecke der Reichsbahn Umbauarbeiten vorgenommen werden. Die Sperrung gilt auch für den Fußgängerverkehr. Bochum-Ouerenburg Bochum-Werne 11/67. wohnhaft. geh Tochter Schreiber, am Löbkerring Auch unseren Glückwunsch! Bochum-Hordel Die Rente verloren. Der Invalide P. verlor auf dem Wege von der Post zum Woynungsbüro der Zechen Hannover und Hannibal seine Rente, die ihm gerade ausgezahlt worden war. Es handelt sich um 50 Mark, von denen P. einen Teil als Miete entrichten wollte. Aufklärungsabend im Hordeler Saalbau. Nachdem die beiden Aufklarungsabende, mit denen die Ortsgruppe Hordel ihre Winterarbeit in diesem Jahr eröffnet hat, bei der Bevölkerung so viel Antlang gefunden haben, werden die Hordeler Volksgenossen für Samstag wieder zu einer großen Kundgebung in den Hordeler Saalbau eingeladen. Es spricht dort der bekannte Reichsstoßtruppredner Bürgermeister Zuchold, Bad Pyrmont Bochum-Gerthe Elternabend. Ter ursprünglich für Sonnabend, den 4. Dezember, vorgesehene Elternabend der Jungmadelgruppe 32 und 33, auf den wir in der Donnerstag=Ausgabe hinwiesen, findet bereits hente. Freitag, abends um 20 Uhr, im Saale Kalthoff statt. Errichtung des Weihnachtsbaumes. Wie schon im vergangenen Jahr, so hat die Stadtverwaltung auch in diesem Jahre wieder im Ortsteil Gerthe einen großen Weihnachtsbaum errichtet, der seinen Ebrenpflicht eines Jeden ist es im Gedenten der Volksgemeinschaft nich durch Almosen, sondern durch eigeneOpfer die Not der Volksgenossen lindern zu helfen. Bekenne auch Du Dich am l. Dezember, dem„Tag der nationalen Solidarität", zu dieser Ehrenpflicht. ulgsche e die Eltern zu Ausspracheabend der HJ.=Gefolgschaft Die HJ. der Gefolgschaft 11/67 hatte einem Eltern=Ausspracheabend in das Werner Jugendheim eingeladen. Der Abend wurde mit einer schlichten Feier eingeleitet, in der den Eltern die Aufgaben der HJ. dargelegt wurden. Nach der Begrüßung hielt Gefolgschaftsführer Albert einen kurzen Vortrag über die Winterarbeit in der HJ. Anschließend erläuterte Sozialwart Schlierenkemper die Landdienstaktion der HJ. Dann sprach Ortsgruppenleiter Müller zur Elternschaft. Damit war der offizielle Teil erledigt. Eine lebhafte Aussprache mit den Eltern schloß sich an.(ik.) Bochum-Weilmar 70 Parteianwärter wurden Dienstag in einer Versammlung der Ortsgruppe bei Brune verpflichtet. Nach dem Fahneneinmarsch und einer kurzen Ansprache des Ortsgruppenpropagandaleiters Trappe hielt der Ortsgruppenleiter Bald eine kernige Ansprache, in der er den Parteianwärtern ihre Aufgaben und Pflichten in der Partei darstellte. Zum Abschluß sprach der Auslanddeutsche Josef Hieß über den VDA. und die Bedeutung seiner Arbeit. Kraft durch Freude“ kommt nach Weitmar. Die NS.=G.„Kraft durch Freude“ beaksichtigt, in der Ortsgruppe Weitmar in den Monaten Januar, Februar, März und April 1938 je eine bunte Veranstaltung mit viel Freude und Lachen aufzuziehen. Um es jedem Volksgenossen zu ermöglichen, an diesen 4 Veranstaltungen teilzunehmen. ist der Preis auf 2 RM. in 14tägigen Raten von 0.25 RM. festgesetzt. Die erste Zahlung müßte im Dezember erfolgen. Wie groß wäre die Freude der Familienangehörigen, zum Weibnachtsfeste eine Dauerkarte für die 4 Veranstaltungen zu erhalten. Auskunft bei sämtlichen Amtswaltern und Warten sowie in der Geschäftsstelle der Deutschen Artritsfront, Blankensteiner Straße 19. Bochum-Linden-Dahlhausen Goldene Hochzeit. Am morgigen Tage können die Eheleute Friedrich Bohlmeier und Frau A., geb. Kreft, Dr.=C.=Otto=Straße 25, in voller Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Jubelbräutigam wurde am 6. November 1867 zu Bünde(Kreis Herford) geboren und kam im Alter von 14 Jahren nach hier, wo er Zeit seines Lebens als Bergknappe auf den hiesigen Schachtanlagen tätig war. Mit seiner Ehefrau, eine gebürtige Lindenerin, schloßz er am 4. Dezember 1887 den Bund des Lebens. Der Ehe entsprossen 7 Kinder, von denen noch fünf, vier Söhne und eine Tochter, leben. Mit den Kindern werden 5 Enkelkinder sowie zahlreiche Freunde und Bekannte dem Jubelpaar ihre Glückwünsche darbringen. Auch wir wünschen ibnen zu ihrem Ehrentage viel Glück und Segen. Hohes Alter. Am gestrigen Tage feierte der Invalide Johann Wiilverger, hier, Dr.=C.= Otto=Straße 48, seinen 75. Geburtstag. Unsern Glückwunsch!(f.) Der Weihnachtsbaum ist da. Seit einigen Tagen hat im hiesigen Ortsteil die Weihnachtswerbung begonnen. Aber noch fehlte der traditionelle Weihnachtsbaum. Gestern nun hat ihn die Stadtverwaltung aufstellen lassen. Allabendlich wird er zur Freude von jung und alt im Lich terglanz auf dem hiesigen Marktplatz erstrablen.(f.) Anpküber vom Rad gestürzt. Der auf der Hasenwinklerstraße wohnende Eugen Sch. befuhr gestern die Hattinger Straße, um zu seiner Arbeitsstelle nach Bochum zu kommen. Er geriet zu nahe an den Bordstein, stürzte von seinem Rad und verletzte sich sohr schwer. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Bochum-Stiepel Die Ausgabe der Margarine=Zusatzscheine an Wohlfahrtsunterstützungsempfänger und Minderbemittelte, deren Fürsorgerichtsatz nicht wesentlich überschritten wird, erfolgt in der Verwaltungsstelle Stiepel, Zimmer 2, am Montag, dem 6., und Dienstag, dem 7. Dezember, vormittags von 9—11 Uhr. Volksgenossen, welche bereits Zusatzscheine bei der letzten Ausgabe erhalten haben, kommen nicht in Betracht. Unterstützungsausweis, Stempelkarte und Einkommensnachweise sind vorzulegen is anseren Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel Neue Betriebssportgemeinschaften. Die Vorarbeiten zur Gründung neuer Betriebssportgemeinschaften sind in den letzten Wochen tatkräftig gefördert worden. In mehreren Betrieben wird der Sportbetrieb am 1. 1. 1938 aufgenommen. In Wanne Eickel bestehen jetzt bereits fast zwei Dutzend Betriebssportgemeinschaften, die zusammen über 2700 Volksgenossen in ihren verschiedenen Abteilungen zählen. Der Gauschulungswalteg Dr. Lebrecht sprach am Dienstag in einer gut besuchten Versammlung der Ortsgruppe Wanne=Süd der DAF über aktuelle politische Fragen, wobei er einen besonders breiten Raum seiner Ausführungen dem Kolonialproblem widmete. Es sah schlimmer aus. Mittwochnachmittag wurde die Feuerwehr zur Mozartstraße gerufen. Holz, das im Backofen gelagert wurde, war in Brand geraten. Da der Wohnungsinhaber nicht anwesend war, holten die Nachbarn die Feuerwehr, die den Brand natürlich schnell löschte. Dag Fest ihrer silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Fördermaschinist i. R. August Reber, Kurfürstenstraße. Glück auf zur goldenen! Gelsenkirchen l5jahriger als Einschleichdieb. Von der Kriminalpolizei wurde ein 15jähriger Bursche festgenommen, der sich zu später Stunde in eine Wohnung eingeschlichen hatte, um dort Diebstähle auszuführen. U. a. betätigte er sich auch als Lumpensammler, um bei dieser Gelegenheit den Hausfrauen Geld zu stehlen. Auch gab er an, vom Winterhilfswerk zu kommen, um Kartoffeln und Kohlen zu liefern. In einigen Fällen sind ihm größere Geldbeträge gegeben worden. Es wird angenommen, daß der Bursche noch weitere Straftaten ausgeführt hat, die noch nicht zur Kenntnis der Kriminalpolizei gelangt sind. herne Ang Furchtvor Strefe hal sich ein Lehrling im Lagerraum einer Firma in selbstmörderischer Absicht einen Kopfschuß beigebracht. An den Folgen der schweren Verletzung ist er im Krankenhaus gestorben. Die SA=Standarte 457 hat seit dem 1. Dezember neue Geschaftsräume, und zwar im Sparkassengebäude am Adolf=Hitler=Platz Auch in Herne Senkung des Fehlbetrages. Aus dem Finanzbericht, den Bürgermeister Meyerhoff in der letzten Sitzung der Herner Ratsherren gab, ging hervor. daß sich auch in Herne die Finanzlage im letzten Halbjahr erbeblich gebessert hat. Sehr stark ist im Haushaltsplan der Aufwand für die Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge zurückgegangen. Seit dem 1. 4. 1987 ist bis zum 1. 10. 1937 die Zahl der Parteien um 50.6 Prozent zurückgegangen. Dadurch ist der Haushaltsplan um 307 000 Mark entlastet worden. Die Entlastung würde noch spürbarer sein, wenn nach dem 1. 4. 87 die Reichswohlfahrtshilfe nicht fortgefallen wäre. Dadurch hat die Stadt eine Mindereinnahme von 150000 Mark gebabt. Auch bei den anderen Posten des Haushaltes sind zum Teil erbebliche Einsparungen und Verbesserungen eingetreten, so daß man mit einer wesentlichen Senkung des verVier Gemeinschaftswerk Festliche Stunde in der Stadthalle zu Hagen-Anerkennung durch den stellvertr. Gauleiier Better Den Kriminalfilm„Stärker als Paragraphen“ zeigt Samstag die Gaufilmstelle Westfalen=Süd im Laale Hahne=Menke auf der Buschenstraße. Vorverkauf snd Karten bei allen politischen Leitern zu erwerber RSG. In der festlich ausgestalteten Stadthalle hatten sich anläßlich des vierten Jahrestages der NS-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ die vom Gauobmann der Deutschen Acbeitsfront geladenen Gäste und zahlreiche Volksgenossen eingefunden, denen zunächst die Darbietungen des Städtischen Orchesters Hagen unter der Leitung von Musikdirek= tor Herwig einen hochwertigen künstlerischen Genuß vermittelten. Gauwart Breidenbach verlas zu Beginn den Aufruf des Gauobmanns Stein zu dem bedeutsamen Jahrestag, in dem es u. a. heißt, daß alle Arbeiten der NS-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“, wie hulturelle Freizeitgestaltung, Reisen, Wandern und Urlaub, Schönheit der Arbeit, Volkebildung, Sport, um nur einige zu nennen, die höchsten Ausdrücke sozialistischen Wollens und deutscher Lebensbejahung sind. Zwar stehen wir erst in den Anfängen unseres Werkes, der Weg aber wird erfolgreich weiterbeschritten. Auch beim Antritt in das fünfte Jahr unserer Arbeit soll uns alle das verpflichtende Wort begleiten: Alles für unseren Führer und das ewige Reich aller Deutschen Im Anschluß daran gab der Gauwart die marhanten Tatlachen des letzten Berichts wieder, der kürzlich veröffentlicht worden ist. Hier überzeugten Zahlen, die man bei der Gründung dieser Gemeinschaft nicht für möglich gehalten hätte. In besonderer Weise rief der Gaumart dazu auf, das heimatliche Sauerland mehr noch als bisher zu erschließen und echte Heimatliebe zu erwecken, wie andererseite in steigendem Maße Dienst an der deutschen Kultur geleistet werden solle. Stellv. Gauleiter Better erinnerte an die„Gaben", die ein vergangenes System dem Volk zu spenden hatte: Rot, Elend und Sorge. Fünf Jahre nationalsozialistische Arbeit habe alle gesunden Kräfte des Volkes zu starkem Leben erweckt, und in der RSGemeinschaft„Kraft durch Freude“ wurden Wunschträume langer Jahrzehnte zu einer herrlichen Wirklichkeit. Der schaffende deutsche Mensch nimmt an den Segnungen von Kunst und Kultur lebendigen Anteil, und es geht einem das Herz auf, wenn man heute die Menschen bei KoF=Veranstaltungen sieht. Ungeheuer ist das Maß unserer Zukunftsabeit, ungeheuer aber auch die Kraft, die aus echter und reiner Freude erwächst und uns die Aufgaben der Zukunft meistern hilft. Der stellvertretende Gauleiter schloß mit der Versicherung, daß er stets aufs beste mit der NS=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ zusammengearbeitet habe und im Gau Westfalen=Süd immer erkannt habe, daß diese Gemeinschaft wahrhaftig zu einem Begriff des Erfolges und zum Besitz der deutschen Herzen geworden sei. 2000 in DAF.-Schulung Betrieboführer und Vertrauensratsmitglieder aus „Eisen und Metall“. NSG. Die Gaubetriebegemeinschaft„Eisen und Metall" im Gau Westfalen=Süd führt zurzeit eine große Schulung von Betriebsführern und Vertrauensmismitgliedern durch. Am 27. November begann im Werscharferienlager Föchkinghausen bei Bestwig eine einen längeren Zeitraum umfassende Schulung mit dem Zwech, Betriebsführer und Vertrauensratsmitglieder auf die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Zusammenhänge nach der Weltanschauung des Führers auszurichten und sie auf ihre Arbeit im neuen Jahr vorzubereiten. Die Schlung, an der 2000 Betriebsführer und Vertrauensratomitglieder teilnehmen und die sich in zweitägigen Kursen bis zum 16. Januar 1938 erstrecht, wurde am Samstag von Gaubetriebsgemeinschaftewalter Blebach eröffnet. anschlagten Fehlbetrages rechnen darf. Allerdings ist die Besserung immer noch nicht so, daß die Stadt jetzt schon vollig auf Reichs= und Staatsbeihilfen verzichten könnte. Ueber Presse und Schule sprach in einer Versammlung des Kreisabschnittes Herne des NSLB Pg. Woebina. Nachdem er zunächst die tiefgreifenden Veränderungen in der deutschen Presse dargestellt hatte wies er auf ihre Mittlerfunktion zwischen Führung und Volk im nationalsozialistitchen Staate hin. Zum Schluß forderte er auf, daß die Schulen sich in größerem Umfange der Zeitung als Unterrichtsstoff bedienen sollten. Essen Um eine zertrümmerte Mandollne spielte sich vor dem Essener Schwurzericht eine Neineidsverhandlung ab. Angeklagt war die 17 Jahre alte Paula Schund, die von ihrem eigenen Sohn auf die Anklagebank gebracht worden war. Und dieser leibliche Sohni ist auch derjenige gewesen, der den Streit um da6 Muiikinstrument heraufbeschworen hatte. Aus irgendeinem Anlaß entstand seiner Zeit zuischen der Angekligten und ihren beiden Söhnen ein Streit. Der eine der beiden Söhne verlangte die Herausgabe der Mandoline, die er von seinem Freund geliehen hatte. Die Angeklagte will nunmehr das Instrument durch das Fenster auf den Hof geworfen haben, daß sie es abex zertrümmert habe, bestritt sie entschieden und behauptete, daß ihr Bekennt Euch zur Volksgemeinschaft am„Tag der nationalen Solidarität“. Sohn dieselbe selbst entzweigeschlagen habe, eine Aussage, die sie vor dem Amtsgericht beschwor. Der Sohn wiederum behauptete, daß seine Mutter, und nicht er die Mandoline zerstört habe und darum schadenersatzpflichtig sei. Und weil seine Mutter das Gegenteil beschworen hatte, erstattete der Sohn die Strafanzeige wegen Meineids. Vor dem Schwurgericht bestritt die Angeklagte, eine falsche Aussage beschworen zu haben. Sie habe die Mando. line nicht zertrümmert. Staatsanwalt und Schwurgericht folgten aber den Bekundungen der Zeugen, die das Gegenteil behaupteten. Das Schwurgericht verurteilte die Angeklagte schließlich wegen Meineide zu einem Jahr Zuchthaus, zur dauernden Eidesunfähigkeit, drei Jahren Ehrverlust und erließ Hafthefehl. Im Januar gehl's los! Wieder zahlreiche Reiterschein=Prülungen Bereich der SA=Gruppe Westialen. Die SA Gruppe Westfalen hat in diesen Tagen mit den Vorbereitungen für die ReiterscheinPrüfung 1938 begonnen. Damit jeder Bewerber für den Reiterschein über die Bedingungen für den Erwerb des Reiterscheines unterrichtet ist, tut jeder gut, die in diesen Tagen in der Presse erscheinenden Artikel auszuschneiden und aufzubewahren. Die Prüfungen im Bereich der SA=Gruppe Westsalen beginnen am 15. Januar 1938. Im Bereich der Gruppe werden etwa 60 Prüfungen abgebalten, die durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für die SA Gruppe Westfalen. Gruppenreiter übrer SA Standartenführer Scheunemann, obgenommen werden. Jungreiter und Jungbauern! Wer von Euch seine Dienstpflicht beim Heer als Reiter oder Fahrer erfüllen will wer von Euch bei einer reitenden oder fahrenden Truppe dienen will, bedorf hierzu des Reiterscheins, den zu erwerben jedem durch die SA=Gruppe Westfalen Gelegenheit gegeben ist. Die Kameradschaft ebem. Angehöriger des 1. Armeckorps hielt im Vereinsheim W. Lotz. Königstraße, ihren Monatsappell ab. Nach Begrüßung der Kameraden durch den 1. Kameradschaftsführer gedachte dieser zunächst der Toten des Flugzeugun glücks in Belgien und der verunglückten Knappen der„Königin Luisen Grube“ in Schlesien und widmete ihnen einen ehrenden Nachrus. Die geschäft lichen Angelegenbeiten wurden glatt erledigt. Der Kameradschaftsführer kam nochmals auf das Stiftungsfest. welches am 13. November stattgefunden hat. zurück und dankte ollen Kameraden, die zur Verschönerung des Festes beigetragen haben. Der nächste Monatsappell findet des Weibnachtsfestes wegen am Samstag. dem 18. Desember 1937, abendum 19 Uhr statt. Anschließend nohmen die Kameraden an einem Bolzenschießen teil. Die Kameradschaft Westwacht ehem. 137er Bochum hielt im Verginsheim Hasselkuß ihre Monatsversamm= lung ab. Nachdem der geschäftliche Teil erledigt und die Parole vom Kameradschaftsführer Simon bekannt gegeben war, wurde eingehend das Programm der diesjährigen Weibnachtsfeier besprochen. Die Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung, sowie Ehrung der Jubilare, findet in altbergebrachter kraditioneller Weise am Sonntag, dem 19. Dezember im großen Saale des Kameraden Ph. Bischoff, Alleestraße. statt. Am 5. Dezember kann auf dem Schießstand Kerlemeier auf Ebreinadeln geschossen werden Nach Ab. wicklung der Tagesordnung hielt ein Volzenschießen die Kameraden noch recht lange gemütlich gusammen, EL. mi Oes Seclen-Hochamt lst am Sonnabend, dem 4. Deromber, um 8.30 Uhr in der Propaleikleche. Die Beerdigung findat um 10 Uhaendan aus sat Wwe. Cemens vorm Walde verw. Große-Fahrwick gen. Vogt, Auguste geb. Bente Im Alter von 76 Jahren. Um stille Tellnahme bitten: darum ESSEN, Adoll Huler Swr. 39 DORTMUND, Ostenhellwog 34 Ma War Mr50 Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Altenbochum, d. I. Dez. 1937 Wiltener Straße 249 Die Beerdigung findet am Samstag. dem 4. Dezember 1937, morgens 9.30 Uhr. von Ecke Freigrafendamm und Liebfrauenstraße aus statt. Das Seelenamt ist vorher 8 30 Uhr in der Liebfrauenkirche zu Altenbochum. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese Lum Feste das Beste! Moderne Meider a0 20. Am Gute Mantel 9b 40. am Schöne Morgenrôche ab 8. Am Blusen und Rocke.. ab 8.- Am Bochum, Kortumstr. 58 Viethaus, Franz Jankort, Bochum Herner Btr. 88, Tel. 64 Kohlenhandel und Lutotransporte Die vorbildliche Haar- u. Hautpllege f0r die Dame for den Herrn 3 Bornh. Neueinführung! Sumatra Sandblatt-Krone Hochoin — miid. Die Zigerre Borning Marttplatr 10 Pf. 18 M. 20 P1. Zigarren-Klöpper Bechum, Bongardetrane 26 direhl neber dom Autom.ton Schreibmaschinen Trautmann. Vlktoriastr.73 Die Zeitung in bedeutend mehr wert l. 11.!.n. Kauft bei unsern Inserenten! Am Mittwoch hat der Herr ôber Leben und Tod unser langjähriges Mitglled Herrn Hubert Schulte zu sich in die Ewigkelt abberufen. Der Verstorbene gehörte selt dem 22. Februar 1925 unserer Korporation an. In den letzten 3 Jahren war er stellvertretender Vorsitzender. Er nahm an allen Angelegenhelten der Gemeinde regen Antell. Wir danken ihm dafôr und werden fôr selne Seelenruhe beten. Bochum-Linden, den 2. Dezember 1937 Der Kirchenvorstand Ostermann. Pfarrer Moderne religiöse Kunstgegenstände sue Oberammergau und Münchener Werketätten aind wertvolle Fostgeschonke. Schen Sie sleh unverbindlich unser großes Lager er. Könetler-Krippen in großer Auswehl. Sohrelbwar.n Goldtdllhalt.r Eigene Reparstur- Werkalat Bochum, Bongerdstraße&(am Rathaus) Hellweg Und Brabenstr.-Eche und Pieperstr. 3(Ehrenteld) Mütter= und Eli abeth-Verein Liebfrauen Altenbochum. Unser liebes Mitalled. Wit Damens und Herren-Jrisiersalons Schönheitapslege Collettenortibel Spes. Douerwellen. Jerben Blondieren. Dasserwellen Mallagen Darfômerie Bader Altons Bunse Königealle dem Par Kronnrinrenstrane 3 Anzeigen n der in allen Kreisen eingebürgerten Volke-Zeitung haben Auguste vormWelde geb Bente ist gestorden. Das Seelenamt ist Samstag morgen 8.30 Uhr in der Liebfrauen=Kirche zu Altenbochum, die Beerdigung ist 9.30 Uhr vom Freigra= fendamm aus. Um gahlreiche Beteiligung bittet Der Vorktand Freibanh Bochum Bleischverkanf Samstag, d. 4 12 8%, vorm. v. 7,80 Uhr ab(Anf.=Nr 901). Schlachthofverwal tung Bochum. damilienl 2achrichten inden im Anzelgentell unserer Oettung. dem behannten Nesmate u. damilienblan im mitleren Ruhrqebiet. die gewünschie Beachtung. L Das leckere Nikolausgebäck Heinrich Kruse BAckerel— Konditore dert aut dem Gebertison nicht fehlon Königstraße 24 Wiemelna iser U. Wasserstr.-Eche u. An der Maarbrücke 13, RU1 618 0 Bäckerel u. Konditorei Theodor Klagges Bochum. Rottstraße 8 Filiale: Brôderstr. 30, Ruf 619 66 Mrot im Steinoten gebacken Heinr. Wieseotte Eduord Stegmann Bäckerel und Konditoret Wittoner Strabe 283 Fernrul 612 62 Bcheret, Heleg 24 R G10 Brot im Steinolen gebachen. Zu Miholaue la Spekulatius, Plefterndese Honigkuchen Caté Hausmann Alleestraße 20, Rul 626 18 Joh.Sinnebrink Bäckerel und Kondltorel Gußetahletraße 29 Henriettenstrane 2a II. 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Die Ein im amtlic In China ner... Jst kein Krieg? diplomatische zu glauben, Schüssen, die wechselt werd Es ist vie Jahrhunderte schen Akt täten herbeig Als am 8 nennen— e Arieg erklärt der Staatssek genstunden 31 mitzutetlen. breche, und e Pasie erhalte der deutsche von der fran dern.— Diese dipl schicksalsichwe Kriegszustand letzten 80 J. durchaus nic wie man sich beweist eine lischen Beziel sich, daß der weg und der beide ihre tie non welthisto vermochten un Nur einme geschichte hat fahren. Das Ausbruch de ges Der Uel artig vonstatt Kriegserklaru eingeleitet we Erst seit d des ist mit Gepflogenheit Verfahren de seine guten G wurde es zun Der chinesisch „friedensmas nische Geschäft vermich tionenlen mit einer lo mit dem Gin sein, gleichbed Kleine Tageschronit Ihre Majestät die Königin Wilbelmina der Niederlande hat dem Oberbürgermeister der Hansestadt Köln. Dr. Schmidt. für seine Ver dienste im Vondel=Jahr das Kommandeurkreuz des Ordens von Oronje=Nassau verlieben. Die Auszeichnung wurde durch Generalkonsul Scheibler und Konsul Nieuwkamp im Auftrag des königlichniederländischen Gesandten in Berlin im Kölner Rathaus feierlich überreicht. * Die polnischen Studenten der Lemberger Universitat erklärten sich auf einer Kundgebung dazu entschlossen, den Kampf um die Absonderung der Jnden in den Hör, und Uebungssälen bis zum Siege fortzusetzen. Wenn ihre Forderungen nicht berücksichtigt würden, dann würden sie das Gebäude der Technischen Hochschule besetzen, es bis zur Erfüllung ihrer Forderungen nicht räumen und selbstverständlich allen Juden den Eintritt verwehren. * Die militärgerichtliche Untersuchung gegen die schweizerischen Kommunisten wegen der Werbetätigkeit für Rotspanien wird mit großer Strenge fortgeführt. Am Montagnachmittag wurde in Biel der kommunistische Stadtrat Nolfeneaer von der Bundespolizei verhaftet. In seiner Wohnung sowie bei verschiedenen anderen Kommunisten wurden Haussuchungen vorgenommen. Der Führer der englischen Opposition, Attlee. bat am Mittwochabend die ongekündigte Reise nach Sowietspanien angetreten. In seiner Begleitung befinden sich der Abgeordnete der Lobour=Party Noel Baker und Miß Allen Wilkinsin. * Die französische Regierung veranstaltete am Mittwoch abeny für die Teilnehmer on der zweiten Tagung des Ständigen Internationalen Ausschusses der ebemaligen Frontkämpfer ein Schlußbankett. in dessen Verlauf u. a. auch Reichskriegsopferführer Oberlindober das Wort ergriff. * Im Heeresausschuß der Kammer berichtete Kriegsminister Daladier über die ungebeuren Rüstungen Frankreichs die nach seinen Angaben allein im Jahre 1937 4.2 Milliarden Franken beansprucht haben. Vor dem Kriegsmarineausschuß erstattete der Marineminister Cam. vinchi über die Durchführung des Flottenbauprogramms Bericht. * Die„Epoque“ veröffentlicht den Wortlaut eines vertraulichen Rundschreibens der links eingestellten „Vereinigung der renublikanischen Reserveolfiziere“ in Frankreich, in dem für den Eintritt in die sowietspanischen Milisbaufen geworben wird. aren Plätze besetzt sind. Dagegen können zum 1. Januor 1938 noch einige freiwillige Meldun gen berücksichtigt werden. Die Meldungen siny umgehend auf den bei allen Polizeirevieren erhältlichen Meldeformularen bei den Meldestellen der Bezirksleitungen einzureichen. Zum ersten Male werden die An, und Rückreisekosten für die Fahrten zwischen Heimatort und Lager innerbalb der Heimatbezirke vom Reichsarbeitodienst getragen. Gleiches gilt bei einem dienstlich erforderlichen Austausch zwischen den Bezirken des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Deutsch-japanischer Jugendauslausch Gebietsfuhrer Schulze von Prinz Chichibu empfangen. DNB Tokio, 2. Dez.(Ostasiendienst des DNB.) Prinz Cbichibu empfing am Mittwoch den von der Reichssugend ührung nach Japan entsandten Gebietsführer Schul ze. Der Prinz erkundigte sich nach vielen Einzelheiten der Hitlerfugend und bemerkie dabel. daß zum gegenseitigen Verständnis der beiden Länder besonders ein gutes Einvernehmen der Jugend Japans und Deutschlands beitragen würde. Prins Chichibu begrüßte sodann den Plan eines Jugendoustausches, worauf Gebietsführer Schulze versicherte, daß er sich mit allen Kräften der Förderung der Beziehungen zwischen der Jugend Deutschlands und Japans widmen werde. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß im Haushalt des japanischen Kultusministeriums für 1938 100 000 Den für den Jngendanstausch mit Deutschland vorgesehen sind. Starkes Vertrauensvotum für das Kabinett Janson DNB Brüssel, 2. Dez.(Drabtb.) Die belgische Kammer hat am Donnerstag die große politische Aussprache über die Regierungserklärung abgeschlossen. Bei der Schlußobstimmung über das Vertrauensvotum wurden 129 Stimmen für und 32 Stimmen gegen die Regierung abgegeben, vier Abgeordnete hoben sich der Stimme enthalten. Zwei Milliarden-Anleihe in Frankreich geplant DNB. Paris, 1. Dez.(Drahtb.) Das Schatzamt will demnächst eine Anleibe auflegen, deren sich auf rund zwei Milliarden Franken belaufen soll. Die Schatzbonds, die zu einem Nennwert von 1000 Francs für 85 Francs mit fünfprozentiger Verzinsung ausgegeben werden sollen, werden eine Laufzeit von drei, sechs bzw neun Jahren haben. Die Einzelheiten sollen am Donnerstag im amtlichen Gesetzblatt veröffentlicht werden Maschinengewehre und Granaten liegen auf der Straße DNB. Paris, 2. Dez.(Drahtb.) Die merkwürdigen Waffenfunde auf offener Straße gehen weiter. Im Departement Puy=de=Dome sind 2 Maschinengewehre im gebrauchsfertigen Zustand, im Departement Nord in der Nähe eines Baches ein ebenfalls gut erhaltenes Maschinengewehr gefunden worden. In Versailles fand man auf der Straße ein Paket mit 96 Revolverpatronen. In Toulouse sind 30 Granaten auf der Straße aufgefunden worden. Endlich hat man in den Ueberresten eines im Oktober d. J. niedergebrannten Hauses in Riberac in Südwest=Frankreich die verkohlten Reste von vier Maschinengewehren gefunden. In einer Garage sind 1278 Schuß Munition beschlagnahmt worden. Die Tranung Geschiedener und die Kirche von Eng'and In der Kirchenversammlung der Kirche von England(anglikanische Kirche) wurde der Antrag von Lord Huabes Cecil abgelehnt, wonach die Kirche Schritte zur Herbeiführung eines gesetzlichen Verbotes ergreifen sollte, geschiedene Personen zu Lebzeiten ihres ersten Ehepartners gemäß dem Gebetbuch(dem offiziellen Gottesdienstbuch, das noch aus der Zeit Heinrichs VIII. und der Elisobeth stammt) wieder zu trauen. Die Versammlung nahm einen Gegenantrag an. wonuch die Versammlung sich darauf beschränkt, sich mit der von der Konvokation geäußerten Meinung einverstanden zu erklären, daß die Benützung des Gebetbuches für solche Trauungen unzulässig sei. Lord Hughes meinte, daß es nicht dem individuellen Geistlichen überlassen bleiben dürfe, ob er trauen wolle oder nicht.„Ich halte es für einen ernsten Skandal“. so sagte er,„der den Eindruck macht, als ob die Kirche von England in einer wirklichen moralischen Frage wegen ihrer engen Verbindung mit dem Staate impotent wäre. Wenn wir nicht ein Gesetz verlangen, so wird das so aufgefaßt werden, als bätten wir Furcht vor dem Unterhause.“ Der Erzbischok von Canterburo sagte dagegen. daß das Parlament kaum einer solchen Lösung der Kirche nachkommen werde und daß es dann zu einem sehr unangenehmen Zusammenstoß zwischen Kirche und Parlament kommen werde. Einen solchen Zusammenstoß würde er nur riskieren, wenn es sich um eine große Rechtsfrage oder einen wichtigen Grundsatz bandle. Das sei aber hier nicht der Fall. Es sei besser, die zvenigen Geistlichen, die einen solchen Fall zu trauen beabsichtigen, in ihrer wenig beneidenswerten Isolierung zu belassen. Die Frage hat bei der Tiauung des Herzogs von Windlor in Frankreich eine Rolle gespielt. Als in diesem Sommer das Scheidungsre'ormgesetz im Oberhaus verabschiedet wurde, enthielten sich die Großwürdenträger der Kirche der Stimme Wir hören aus Paris: Kennen Sie Herzog Pozzo di Borgo? Der Herzog Pozzo di Borgo, der jetzt in Paris im Zusammenhang mit der Cagoulard=Affäre verhaftet wurde, ist einer der reichsten Männer Frankreichs. Er ist ein Nachkomme von Carlo Andrea Pozzo di Borgo, einem der erbittertsten Feinde Napoleons I.— Dieser Vorfahr wurde im Jahre 1764 in Alata, einige Kilometer von Asaccio, dem Geburtsort Napoleons, entfernt, geboren. In seiner Jugend war er mit der Familie Bonaparte eng befreundet. Als er dann später zum Chef der Zivilverwaltung von Korsika gewählt wurde, brach er mit den Bonapartes. Von 1794 bis 1796 während des englischen Protektorats über die Insel Korsika, war er Präsident des Staatsrats. Napoleon vertrieb ihn von Korsika. Er ging dann zunächst nach Wien und trat später in den russischen divlomatischen Dienst ein. Er war der ständige Begleiter des Zaren Alexander I., der damals einem gewissen mystischen Liberalismus huldigte. Als Alexander sich dann einer gleich mystischen reaktionären Politik zuwandte, fiel Pozzo di Borgo in Ungnade. Der gegenwärtige Herzog Pozzo di Borgo würde mit seinem Hinneigen zur äußersten Rechten seine Vorfahren bitter enttäuscht haben. Metternich bezeichnete diesen einst als eine„Koriphae des Liberalismus". Der Herzog Pozzo di Borgo ist übrigens mit einer Amerikanerin verheiratet, dar Tochter eines Bergwerkingenieurs in Newyork. Er ist unter seinen korsikanischen Landsleuten in Paris sehr vovnlär. Zur Zeit ist er Vorsitzender eines Ausschusses, der die Errichtung eines Denkmals für Jean Cesar Graziani, den korsikanischen General, der die französischen Truppen in Italien während des Weltkrieges kommandierte, betreibt. Sein Name wurde in der Oeffentlichkeit zuerst bekannt, als er sich mit Oberst de la Rocaue entzweite und eine Reihe von Prozessen die Folge davon war. „Cocktail Cagoulard“. Man sagt sonst immer, in Frankreich ende schließlich alles in einem„Chanson“. Heute trifft das nicht mehr ganz zu. Man könnte ebenso gut sagen, alles findet seinen Niederschlag in einem Cocktail. Und so wird denn in den Pariser Bars heute als letzte Erfindung der Mirer ein„Cocktail Cagoulard" angeboten. Er wird in einem irisierenden Glase serviert und ist von seltsam grauer Farbe, die nicht gerade Vertrauen einflößt. Nach der Zusammensetzung befragt, gibt der Barkeeper nur ganz allgemeine Auskunft und so geht unter der Gilde der Nachtschwärmer das Gerücht, einer, der einen„Cocktail Cagoulard“ auf einen Zug austrank, sei davon knock out geschlagen worden. Man nimmt die angebliche Cagoulard=Verschwörung also in Paris nicht allzu tragisch. Sonst würde die Sache nicht schen in die Sphäre der Mitternachtswitze abgeglitten sein. ann ist ein Kries„erselärt”? Seltsame diplomatische Wortspiele Gesandtenschicksale „Ich bilte um meine Pässe“— Abenleuerliche In China rollt seit Monaten der Kanonendonner... Ist es eigentlich ein Krieg? Ist es noch kein Krieg? Wird es überhaupt ein„Krieg“ im diplomatischen Sinne? Jedenfalls ist es ein Irrtum. zu glauben, daß ein Krieg bereits mit den ersten Schüssen, die zwischen den seindlichen Heeren gewechselt werden,„vollendete Tatsache“ wäre. Es ist vielmehr so, daß der Kriegszustand seit Jahrhunderten zuerst durch einen biplomatischen Akt gemaß streng traditionellen Formalitäten herbeigeführt werden muß. Als am 8. August 1914— um ein Beispiel zu nennen— das Deutsche Reich an Frankreich den Arieg erklärte, geschah dies in der Form daß sich der Staatssekretär von Jagow in den frühen Morgenstunden zum französischen Botschafter begab, um mitzuteilen, daß Deutschland die Beziehungen abbreche, und er, der Botschafter, am Nachmittag die Pasie erhalten werde. Zur gleichen Stunde wurde der deutsche Geschäftsträger in Paris angewiesen. von der französischen Regierung die Passe zu fordern.— Diese diplomatische Formalität vollziebt den schicksalsschweren Schritt vom Frieden in den Kriegszustand. Sie wurde bei fast allen Kriegen der letzten 300 Jahre streng eingehalten. Daß es dabet durchaus nicht immer so förmlich zugebt. wie man sich das Wesen der Diplomatie vorstellt, beweist eine Episode beim Abbruch der deutsch=englischen Beziehungen im August 1914. Man erzählt lich, daß der deutsche Reichskanzler Bethmann=Hollweg und der britische Botschafter Exzellenz Goschen beibe ihre tiefe Ergriffenheit in diesem Augenblick von welthistorischer Tragweite nicht zu meistern vermochten und voreinander in Tränen ausbrachen. Nur einmal in den Kriegen der jüngsten Weltgeschichte hat dieser Brauch eine Abwandlung erfahren. Das war zu Anfang des Jahrbunderts beim Ausbruch des russisch=japenischen Krieges. Der Ueberfall auf Port Artbur ging so schlag artig vonstatten, daß der diplomatische Akt der Friegserklärung von Tokio erst am nächsten Tag eingeleitet werden konnte. Erst seit dem Besteben des Völkerbundes ist mit dieser ungeschriebenen diplomatischen chepflogenheit gebrochen worden. Das neuartige Verfahren des„Krieges ohne Kriegserklärung“ hat seine guten Gründe. Im chinesisch=sapanischen Kriege wurde es zum ersten Mal ganz bewußt angewendet. Der chinesische Gesandte in Tokto blieb genau so „friebensmaßig“ auf seinem Posten wie der sapaGGeschäftsträger bei der chinesischen Regierung. Man vermied es auf sapanischer Seite, den konventionellen Schritt der Abberufung zu tun, da dies mil einer formellen Kriegserklärung und damit mit dem Eingestandnis, der angreisende Teil zu sein, gleichbedeutend gewesen wäre. Die chinesische Regierung ihrerseits, die sich angegriffen fühlte, nahm ebenso wenig Veranlassung, ihren Geschäftsträger aus Tokto zurückzurufen, da sie damit nur Japans Behauptung bestätigt hätte. China sei der angreisende Störenfried. Japan hat mit diesem politischen Schachzug sein Ziel erreicht und es dem Völkerbund unmöglich gemacht, am Ratstisch einwandfret den Angreifer festzustellen: denn es lag ja noch„diplomatischer Friedenszustand“ vor. Als die Muhlen des Völkerbundes dann nach Jahr und Tag einigermaßen zu Ende gemahlen hatten und man Javan als den Angreifer zu bezeichnen wagte, war der Krieg im Fernen Osten längst gemaß Japans Interessen entschieden. Das Ende vom Lied war der Austritt Japans aus dem Völkerbund: die neugeschaffene Situation in Asten blieb dadurch unberührt. Das gleiche Bild ergab sich beim Ausbruch des Abessinienkonflikts. Man erinnert sich. daß der italienische Gesandte Baron Vinci ostentativ und— völkerrechtlich gesehen—„friedensmäßig“ auf seinem Posten in Addis Abeba blieb. Aus genau den gleichen Gründen wie seinerzeit die chinesische Regierung unternahm auch Abessinien zunächst nichts gegen diesen unwirklichen„Friedenszustand“, bevor nicht der Völkerbund gesprochen hatte. Dann allerdings kam es zu dem aufsehenerregenden Zwischenfall, der mit der gewaltsamen Ausweisung Baron Vincis endete. Inzwischen hatte auch der abessinische Geschäftstrager in Nom„die Pässe gefordert“. Diese Wendung hat ihren bistorischen Ursprung daher, daß jeder Botschafter oder Gesandte seinen Paß, den seiner Gattin und des Personals bei Amtsantritt dem zuständigen Ministerium des Auswärtigen übergab und vor Ausbruch der Feindseligkeiten dann zurückforderte— oder im umgekehrten Fall von der kriegserklärenden Regierung zugestellt erhielt. Aus dieser Gepflogenheit entwikkelte sich übrigens die Redensart„jemanden den Laufpaß geben“. Die Abreise der Diplomatie im Kriegsfall wurde jederzeit gemäß dem konventionellen Brauch internationaler Höflichkeit unterstützt und erleichtert Ludwig XIV. ging nach seiner Kriegserklärung an die Niederlande sogar soweit, daß er dem niederländischen Gesandten wahrend der ganzen Reise höchste militärische Ehren erwies und unterwegs jeden Stadtkommandanten zur persönlichen Verfügung des Holländers befahl. Dagegen verfuhr man im Orient mit einem Gesandten, dessen Staat Krieg erklärt hatte, weniger förmlich und aufmerksam. Der türkische Sultan ließ noch bis zum Ende des 18 Jahrhunderts nach einer Kriegserklärung jeden Gesandten im Schloß der Sieben Tore gefangensetzen. Mauch einer mußte dort mehrere Jahre zubringen, andere verließen dieses seltsame Schloß nicht mehr lebend. Als 1646 der kretische Krieg ausbrach. ließ der Sultan den französischen Gesandten an seinem Hofe kurzerhand in einen der übelsten Kerker wersen und an ihm die entehrende Strafe der Bastonnade, das sind Stockhiebe auf die bloßen Fußsohlen, vollzieben. Noch grausamer ging der Bey von Algier mit dem französischen Konsul Levacher um. Der Franzose wurde ungeachtet aller Proteste und Hinweise auf die auch im Kriegsfalle Unantnstbarkeit seiner Person vor eine Kanone gebunden und buchstäblich in Stücke geschossen. KLLEINIGKEIITIEN AUS ALLERR WIELT Mehr Füchle als Hasen. Eine traurige Feststellung müssen die Jäger des württembergischen Kreises Balingen in diesem Jahre machen: In ihrem Jagdgebiet gibt es heuer mehr Füchse als Hasen, sodaß nicht nur für die Jagd ein schwerer Ausfall zu verzeichnen ist, sondern auch den Bauern dieses Gebietes durch die andauerden Räubereien des Rotfrackes große Verluste unter dem Geflügel zugefügt werden. Auch das Schwarzwild richtet in diesem Kreis großen Schaden an Man hofft, daß man bei dem ersten Schneefall den Schwarzkitteln zu Leibe gehen kann, da sie setzt noch schwer auffindbar sind. Der„Fels von Hohenzoller“ gestorben. In Ostrach ist vor kurzem der 68jährige Landwirt Kern gestorben, der in Südwestdeutschland als der„Fels von Hohenzollern“ überall bekannt war. Kern war in der Lage, einen Stein, der brei Zentner wog, mit der rechten Hand zu heben. Mit dem Nacken hob er sogar einen sieben Zentner schweren Stein hoch. Gab man ihm eine Eisenstange, die mehrere Zentner wog, dann führte er mit ihr Hantierungen aus wie der Soldat mit seinem Gewehr. Eine Braut— stürzt in die Ehe. Gut fing eine junge Ehe in Rottenbura am Neckar an. Als das junge Brautpaar sich auf den Weg in die Kirche machte, stürzte die Braut auf der Stiege und kullerte die ganzen Treppen hinab. Dabei brach sie einen Arm. Ein Arzt legte einen Notverband an. sodaß die Trauung doch stattfinden konnte. Ein ganz kurioser Bahnhof. Der Bahnhof Siebratshosen im Allgäu ist ein besonderes Kuriosum. Er heißt Bahnhof Siebratshofen, liegt in Seltmanns, das zur Gemeinde Weitnau. früher zur Pfarrei Kleinweiler gehört. Ein Hirsch, den man vier Jahre lang jagte. Am Wasserfallberg bei Reit im Winkel war einem Forstmann das Jagdglück besonders bold. Er konnte einen Vierzehnender=Brunfthirsch abschießen, wie man ihn seit Jahrzehnten in der Gegend von Reit nicht mehr erlegt hatte. Sein Geweih war nicht weniger als siebzig Zentimeter hoch. Der Hirsch hatte ein Gewicht von 220 Pfund. Seit vier Jahren streifte dieser Hirsch in der Gegend umher, doch niemals hatte man ihn vor die Flinte bekommen können. Nun hat den Hochgeweihten die Kugel des Jägers erreicht Diebe sorgen für Reklame. In ein Photogeschäft in Angsbura wurde dieser Tage ein nächtlicher Einbruch verübt. Diebe schlugen die Scheibe des Schaufensters ein und langten durch ein kreisrundes Loch wertvolle Photoapparate heraus. Der Eigner des Geschäftes ließ keine neue Schaufensterscheibe einnen. sondern beließ das Loch in der Scheibe das er nur durch eine andere Glasplatte hinter der ersten Scheibe verdecken ließ. Und auf dieser hinteren Glasplatte konnte man lesen, als neueste Reklame, welche die Diebe veranlaßt hatten:„Hier wurde eingebrochen! Sehen Sie, so beliebt sind meine Apparate.“ Diese Reklame war gewiß sehr originell, konnte aber nicht verhindern, daß fünf Nächte später ein zweiter Einbruch versucht wurde, bei dem die Einbrecher aber keinen Erfolg hatten, da sie im geeigneten Augenblick gestört wurden. hinrichtung eines Mörders und Brandstifters DB Berlin. 2. Dez.(Drahtb.) Am 2. Dezember ist der am 28. Juni 1891 gedorene Emil Subrbeer aus Güstow hingerichtet worden, der am 2. Juni 1937 vom Schwurgericht in Schwerin wegen Mordes in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung zum Tode und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt vorden war. Suhrbeer hat im Fehruar 1937 eine Mfährige schwachsinnige Fkau durch Anlegung eines Brandes getötet, um die En deckung eines an der Ermordeten versuchten Sittlichkeitoverbrechens zu verhindern. Abkühlung Bericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülbeim vom 2. Dezember. Vorbersage für Freitag: Bei kräftigen sudostlichen Winden wechselnde, meist stärkere Bewölkung und immer noch nicht ganz regenfrei, noch mild Für Samolag: Bei Winddrebung auf Ost be wölkt bie bedeckt mit einzelnen Schauern. später als Schnee. Temperaturen wie am Vortage. Nachtfrost zum Sonntag. Weiterentwicklung: Kalt mit einzelnen Schne Verlängert Das erfolgreichste Lustspiel des Jahres DER MUSTERGATTE Dleses Lustsplel hat ganz Bochum In helle Begelsterung versetzt— auch Sle werden begelstert seln— darum kommen Sie bald Von der Welt des Artisten, von seinem täglichen Kampt um die Leistung, von den„großen Nummern“. die allabendlich die Zuschauer zu frenetischen Belfallsstörmen hinreißen, aber auch von den menschlichen Hintergrönden und Konflikten, die diese schillernd-bunte Welt bewegen, erzâhlt der neue Tobis-Fllm Manege Attila Hörbiger und Albert Matterstock als „Arlen Brothers“. die weltberühmte TrapezNummer. In einem orregenden Zirkusfilm. Ihre Partnerin ist Anneliese Uhlia. das„Mädchen im Todesschlitten“. eine neue Darstellerin des deutschen Films, die mit diesem Film das Publlkum erobern wird. Im Belprogramm: Kulturfilm: Zwischen Land und Meer. Lustsplel: GlUck muß man haben Wochenschau Sonntaa. Elnlaß 1.30 Uhr, Antang 2 Uhr. große Famillenvorstellung mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Willy Forst „Ein blonder Traum“ Lostige und spannende Ereignisse mit GUSTI HUBER• GUSTI WOLF ANTON EDTHOFER« HANS MOSER THEO LINGEN• WERNER FINCK lek Und Dor Gloria-palast BUCH NACH EINER NOVELLE VON ALEXANDER TURMAVER KARL PETER CILLMANN MUSIKALISCHE LEITUNG! PAUL HOHN no. VolksreltungEin Re sen Lewand 9 Fernruf 66776— Bochum, Rottstraße 29 FUm-Kur von der THEOLING E N ale Lehramtskandidat etittet A fruhr und Ver wirrung. Ein Film(Or humorvolle Menschen— oine Parade von Ubermötigen, zappeinden Mädchenbeinen. Antang täglich 3.30 Uhr. 7 Uhr und 8 Uhr Sonntag ab 11 Uhr geöftnet für Jugendliche und Erwachsene UER-TONHHILE Lichtspicihaus Mom.. Dienstag. 7. Des. Der neue märchentontilm Freitag, B. Deg. 20—22.30 Uhr Bormiete A 8 Und Pippa tanzt Glashüttenmärchen von G. Hauptmann Samstag. 4. Dez 20—22 Uhr Bormiete B 8 Alleinige Urauftuhrung Atrikanische Nochzeit Schausplel von E. Paetzmann MI BOCHUM fllern macht ebern Kindern eine Weihnachtsvortreude u. schickt oder begleitet Sie in dieses schône Programm. Sonntag. 5. Dez. 18 Uhr Außer Vormiete Rumpelstilzchen 20—22.30 Ubr Blauer Ring 4 Coriolan von W. Sdakespeare peuloTHEATER Bochum-Weitmar Marthe Eagerin Das Hoikonzert HANNES STELZER/ ELSE ELIER OTTO WERNICKE/ EOUARO von WINIERSTEIN/ WILLY SCHUR 4. 0.1 Grotrien Stelnweg, lbech Roth à Juntue. HAMMER (Ein Mann kam nicht nach Hause)= Ein zündendes Großlustspiel, in= dem unverwüstlicher Humor una— echter Mutterwitz triumphieren.— In der großen Lustsplelbesetzung:= Hermann Speelmans Carsta Löck, Gônther Lôders. Margit= Symo, Rudolf Platte. Paul Westermeler,= Werner Fink. Flltta von Uhl. Wer einmal recht von Herzen lachen will—= der muß sich dieses Lustsplel ansehen.— m Bolprogramm: Der Kulturflim„Bauernstand“= Das Kurzlustsplel„Heiratsantrag“ und die neue Wochenschau Täglich 3.20 Uhr, 5.40 Uhr, 8.00 Uhr WELI-LICHI Bochum, am Bahnhof= Mmmmmmm e Abgeschlossene mansarden wohnung (3 Räume) im Stadtparkviertel zu vermieten. Ang. u. B. K. 995 a. d. Gesch. d. Zta BENJAMINO GIGLI alt Ceraldine Katt u. a Senstag? Uhr Kindervorftellung Mnige gebrauchte Pianos volle andig durchrepariart, ge rantiert wurm- u mottanfret, preiswert abaugeben Teilah Private Verlangen Sse vaver bindliches Angebet voa Piano-Fabr Roth& Junius Hagen, Bahnhofstraße 20 Privatdetektiv 0. Qun1ng. Kriminal=Wachtmeister D., Bochum. Graf=Engelbert=Ste. 87 Ermitilungen, Beobachtungen an allen Bläyen der Welt. Langlährige eigene braktische Erfahrungen. Beste Reserengen. Streng verkraulich und diskrei — Telepbon 662 24.— Hans Söhnker de grobJunge singt:„Mein Verhängnis sind die Frauen.“ Anny Ondra plond,lachend, liebenswert, hat tausend Sprühteufelchen im Blut. Erika von Thellmann, Trude Hesterberg. Paul Heldemann, Hubert von Meyerinck Ein echter Söhnker-Ondra-Pilm. geladen mit Uebermut und Temperament, dazu eine spritzige, mitreißende Musik. Lichtspielhaus Antangszeiten 3.30. 8. 8 Uhr/ Marienstr. M4 Een Film mit erner dramatisch epannenden Handlung: Das Schrehsel zuerer junger Mensehen. die gegen ene haflerfüllee Umwert anbämpfen, um d. Schuld ihrer Väter ru rühnen. Gegen eine übermächtege Umwolt oetren ne rich mutig mitomander und furcinander em um ihrer Ehre und Liebe wllen In überneugender Weise stoll Brigitto Horney die unglüchliche Magd Regine und Hannes Stelser den topferen jungen Grafen Sehranden dar. Künstierisch u. staatspolr'isch werivoll TÄGLICH 3° 53 go0 Uhr SONNTAG ab 3 Uhr CAPITOL Zehlungebeding. Pianohaus Marks Vollzablung Pianohaus MARKS ech. Lcke Aater-Vilbein-8u, Mal505 75 4 IlammenGasherd m. Backof., sehr gut erb., billig zu derk. Bochum, Bülowstraße 32, part Umzug? Möbelwagen Scherpey Bochum Ryf 63344 03 Sonntan 1 Montag Dienstag nechmittage 2 Uhr der Mürchentilm Dornröschen Die Zeilungsanzeige, das besie Werbemitsel Musik-Blum Bochum, Kortumstraße 114 Fernrut 6730 Großes Lager in Accordeon. sowie anderer Musikinstrumente = Vellsahlung bie 10 Monste geetattet. sotort mitzunenmen 60 Pig. Foto-Drogerle Fischer Bochuen Jerve straße. Leke Rottatr. Ein Fest des Humors der Freude Musk und Schônheit ist dieses amisante Hotkonzert mit der wundervollen Martha Eogerth In weiteren Rollen sehen Sie „ANred Abel. Richter, Rudolf Platte LICHTSPIELE/ BOCHUM Martha Eggerth PaulHartmann Georg Alexander n Das Schloß 1n Jlandern Martha Eggerthe herr liche Stimme. Ein ergreifendes Schicksal u. die Schönheit eines alten Schlosses, das ist dieser Film. Beiprogramm 2 Spät-Vorstellungen Heute u. abends 10 30 Mutterschaft En herrlicher Fum Sonn- und Feiertags 10 unsere Geschaftsstelle zur Enigegennahme bringender Bemilien-Anzeigen von 11 1