Bochumer Volkszeitung Peu9Spre16! monatlich RM 1.15 oder haldmonallich NN 1.08 einschl Gotenlodn— Anzeigenpreite: 0.. samtauflage 6 Vig Ausgabe A 6 Big. Ausgabe B 3% Vig Ausgabe C 8 Vig Textanzeigen: Ausgabe A 40 Pia Ausgaben B und C 26 Pig se mm— Güttig: Preietise 2 Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen=Strele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 Bochumer Stadtanzeiger Geschäftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12—14, Fernruf 647 44. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Str. 12, Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950; Essen=Steele, Weltfalenstr. 302, Fernr. 582 30, Postscheckkonto Dortmund 193 86; Wattenscheid, Freiheitstr. 15, Fernr. 1876, Postscheckk Dortm.30430 Druck und Verlag: Schürmann& Klagges, Bochum Nr. 2633 Dienstag, den 9. November(Kath. n. Evg. Theodor) 1937 Am Vorabend des 9. November Der historische Appell in München Der Führer spricht zu seinen alten Mitkämpfern im Bürgerbränkeller DNB München, 8. Nov.(Drahtb.) Munchen ist wiederum gerüstet. Die Straßen, durch die der Zug der Alten Kämpfer seinen Weg nehmen wird und vor allem das Tor zur Stadt. der Hauptbahnbof, rufen die Bedeutung dieser Stunden sofort machtig ins Bewußtsein. Von den Gewölben der Bahnsteighalle hängen freischwebend riesige Flaggenbahnen herab. Beim Austritt aus dem Hauptbahnhof sieht man auf den öffentlichen Gebäuden bereits heute die Dienstflagge des Deutschen Reiches. Der Eingang zum Bürgerbräukeller, dessen Saal einfach das Hakenkreuz schmückt, ist wieder mit Tannengrün verkleidet, darüber in Gold ein riesiger Hoheitsadler. Hier, wo der Rosenheimer Berg sich zu den Ludwigsbrücken hinunterneigt, beginnt die lange Reibe der Pfeiler mit den Namen der Blutsopfer der Bewegung Hoch oben ruben die schwarzen Flammenschalen, Sinnbild des Cpfers, das das Leben eines jeden dieser von der bimabe für Führer und Vaterland erfüllten Kawpfer verzehrte. Ueberall in den Straßen des Zuges bietet sich das gleiche ermte, feierliche Bild: Links und rechts das dunkle Rot der Pfeiler mit den goldenen Namen aller Ermordeten der Bewegung, darüber in gleicher Farbe des Novemberrotes die mächtigen Fahnentücher mit den Opferkunen und dem Hakenkreuz. Der ebenfalls ganz in dieses tiefe, feierliche Rot gebüllte Odconplatz ruft von 16 Pylonen die Namen derer, die vor 14 Jahren ihre Treue zum Führer und ihre Liebe zu Deutschland mit dem Blute besiegelt haben. Vom Odconplatz ab wandelt sich die verbaltene farbe des Opfers in das leuchtende Rot des Sieges der Bewegung, der bei der blutigen Hingabe der 16 vom 9. November 192 seinen Ausgang nahm. Durch die ganze Brienner Straße bis zum Karolinenplatz und dann weiter am Braunen pause vorbei bis zum Königlichen Platz flattern dier über den Straßen die siegreichen Hakenkreuzfahnen. Die Erinnerungsfeier an das Geschehen des November 1923 begann am Vorabend des Jahrestages mit dem historischen Appell im Bürgerbräukeller. Las ist so und bleibt so, beute und immer! Dieses Treffen ist Jahr für Jahr ein Abend der alten Kameradschaft, der Fuhrer und Kämpfer des ersten Opferganges der Bewegung vereint. Ste sind hier versammelt und füllen den riesigen bis auf den letzten Winkel. Es gibt keine Kang= und keine Platzordnung. Im schlichten Braunhemd sitzen sie alle da. Viele von ibnen berleiden beute höchste Aemter in Partei und Staat. Neben ihnen zahllose unbekannte Parteigenossen, die heute wie ehedem ihre Pflicht mun einfache Blockwarte und SA.=Männer. WieTI andere im feldgrauen Rock. Soldaten und Offiziere der Wehrmacht und der Polizei. Und einzige Frau die Schwester Pia. Alle aber tragen sie an der rechten Brustseite den höchsten Orden der Partei, den Blutorden. leber dem Ganzen steht das lebendige Erlebals, die Erinnerung an Kampf und denen diese abendlichen Stunden mit dem Führer Tehoren, sind die ersten Bahnbrecher des neuen Deutschlands. Auf ihre Leiber waren vor 14 Jahfen die Gewehre der Reaktion gerichtet. Dieses Wissen ist ihr höchster Besitz Der gewaltige Saal ist— abgesehen von weniden Fahnen, die von den weiten Wänden herabdangen— schmucklos geblieben wie immer. Histokilche Stätten brauchen keine besondere Ausmuckung. Ihr unvergänglicher Schmuck ist die Erinnerung an das geschichtliche Ereignis. Um 20,10 Uhr klingt Marschmusik auf, das Stimmengewirr verstummt, die Männer erheben von den Plätzen und recken die Arme zum Gruß: die Blutfahne zieht ein, geweiht ist mit dem Blut der 16 vom 9. November 1923. Zwei Inhaber des Blutordens bemeiten den Fahnenträger Grimminger. 325 Uhr. Die Spannung hat ihren Höhedunkt erreicht. Sie wird gelöst von den ernen slungen des Badenweiler Marsches. Wieder dringen die Männer von den Sitzen emvor, wieser heben sich die Arme zum Deutschen Gruß und ehr bricht ein Sturm jubelnder Heilrufe los: Der Führer ist gekommen! schreitet mit seinen treuesten Begleitern on damals durch das Spalier der erhobenen Arme zu seinem Sitz vor der Blutfahne bei der Rednerkanzel. Nach allen Seiten dankt und grüßt der Führer. Immer wieder branden die Wogen des Jubels auf. Christian Weber tritf vor das Mikrophon und kündigt den Führer an. Der Führer spricht. Wieder brausen Heilrufe zum Führer empor, die minutenlang dauern und sich immer wieder erneuern. Erst nach geraumer Zeit kann der Führer sprechen. Andächtig und gespannt lauschen die Alten Kämpfer den Worten des Mannes, mit dem sie seit so vielen Jahren in einem wunderbaren Verhältnis der Kampfgemeinschaft und der Treue verbunden sind. Von einem Jahr auf das andere freuen sie sich ja gerade auf diese einzigartige Stunde, in der der Führer ihnen allein gehört und in der sie mit dem Führer beisammensitzen als seine getreuesten Weggenossen und Mitkämpfer. Und nie folgen sie seiner Rede mit größerer, innerer Anteilnahme als an diesem Abend, an dem sich Kampf und Opfer, Triumph und Sieg der nationalsozialistischen Bewegung so bedeutsam knüpfen. Ein merkwürdiger„Protest“! Fast nach jedem Satz donnern Heilrufe und Zustimmungskundgebungen durch den Saal, die manchmal schier nicht verstummen wollen. So wird auch diese zu den ersten der alten, kampfgewohnten Kameraden des Führers sprechende Rede ein Ereignis der im harten Ringen um Deutschlands Zukunft tausendfach bewährten Verbundenheit zwischen Adolf Hitler und den Männern, die schon in den ersten Jahren an seiner Seite gestanden sind. Und als der Führer schließt, da will die Begeisterung kein Ende finden. Die alten Kämpfer springen auf und ein wahrer Sturm des Jubels braust Adolf Hitler entgegen. Die Lieder der Nation sind in diesem Augenblick wie ein Schwur der Treue. Als sie verklungen sind, verläßt der Führer die historische Stätte. Nur langsam erreicht er den Ausgang, denn immer wieder muß er die sich ihm entgegenstreckenden Hände schütteln, muß grüßen und danken. Die Kundgebungen im Saal pflanzen sich fort auf die Straße. Stürmische Heilrufe folgen dem Führer auf der Fahrt durch die nächtliche Stadt. Der Sowjetbotschafter bei Ciano „Zur Kenntnis genommen!“ DB Rom, 8. Nov.(Drahtb.) Der sowjetrussische Botschafter hat am Montag den italienischen Außenminister aufgesucht, um im Namen seiner Regierung gegen den Beitritt Italiens Antikomintern=Abkommen zu protestieren. Die Ansicht der italienischen politischen Kreise geht dahin, Graf Ciano habe den Loptest mit dem Hinweis darauf zurückgewiesen, daß das Abkommen, das allen kriedliebenden Nation n offenstebt, gegen keinen Staat— also auch nicht gegen die Sowjetunion als solche— gerichtet sei. In den gleichen Kreisen wird das von englischer Seite verbreitete Gerücht, wonach die Rückkehr des italienischen Regierungschefs nach Rom mit dem sowjetrussischen Protest im Zusammenhang stehe, auf das entschiedenste dementiert. Der italienische Regierungschef ist an Bord seines von ihm selbst gesteuerten Flugzeuges von seinem Landsitz in Rocca della Caminate am Montag nachmittag in Rom eingetroffen. * Zum Protestschritt des sowjetrussischen Botschafters wird folgende amtliche Verlautbarung ausgegeben: „Der ialienische Außenminister Graf Ciano haf den sowjetrussischen Botschafter Stein empfangen, der ihm mitgeteilt hat, daß die Moskauer Regierung den Abschluß des Antikomintern=Abkommens als im Widerspruch stehend mit dem Abkommen von 1933 betrachte und die italienische Geste als nicht freundschaftlich gegenüber der Sowjetregierung ansehe. Graf Ciano haf von dieser Erklärung Kenntnis genommen.“ Ein glücklicher Fund der Pariser Polizei Die grüne Bibel der Frau Seoblin Ein Geheimcode im Johannes-Evangelium DNB Paris, 8. Nov.(Drahtb.) Die Pariser Kriminalpolizei scheint bei den Nachforschungen nach den verschwundenen Generälen Miller und Scoblin einen glucklichen Fund gemacht zu haben. Die bereits seit längerer Zeit verhaftete Frandes Generals Scoblin hatte immer wieder nach einer in Jerusalem gedruckten und in grünes Leder gebundenen Bibel gefragt, um sich in ihrer Zelle die Zeit mit dem Lesen der Heiligen Schrift zu vertreiben. Jede andere Bibel, die man ihr aus der Polizeibibliothek gab, schlug sie aus Ihr beharrlicher Wunsch nach dieser grünen Bibel aus Jerusalem kam den Kriminalbeamten jedoch verdächtig vor. Man sund das gewünschte Buch auf dem Schreibtisch in der Privatwohnung des Generals Scoblin. Bei einer eingehenden Untersuchung des Buches fiel einem der Beamten ein Zettel in die Hand, der eine chemische Formel enthielt und den Vermerk „Johannes=Enangelium, Seite 20“. Als man die betreffende Seite des Johannes Enangeliums mit der chemischen Essenz bearheitete, kam eine Geheimschrift zutage, die vermutlich der Eode gewesen ist, den Seoblin mahrscheinlich während seiner langjährigen Tätigkeit als GPlI.=Geheimagent benutt battr. Die zahlreichen unverfänglichen Briefe und Postkarten, die der Frau Scoblin aus allen möglichen Ländern Europas in das Gefängnis zugingen, dürften damit auch eiene nue Aufklärung finden. Auch der sehnliche Wunsch der„frommen“ Bibelleserin nach ihrer aus dem heiligen Lande stammenden Schrift wird verständlich, denn sie selbst war nicht in der Lage, die Bibelsprüche ihrer Freunde ohne den Schlüssel zu entziffern oder zu beantworten. Geldstrafen für de la Rocque DB Paris, 8. Nov.(Drahtb.) In dem Verleumdungsprozeß, den der Herzog Pozzo di Borgo, der früher führend in der Feuerkreuzler=Bewegung tätig war, gegen Oberst de la Rocque angestrengt hatte, erging Montag das Urteil. In dem Prozeß, der vor der Strafkammer von Lyon verhandelt wurde, spielte die Aussage des früheren Ministerpräsidenten Tardien eine Rolle, der erklärte, de la Rocque mit Staatsgeldern unterstützt zu haben. In dem Urteil wurde dela Rocque zu 200 Franken Geldstrafe, 00 Franken Schadenersatz an Pozzo di Borgo und zur Tragung der Prozeßkosten verurteilt. November- deutscher Schicksalsmonat November 1914... Der jubelnde, sieghafte Vormarsch des deutschen Heeres tief nach Frankzreich hinein ist abgebrochen. Das Schicksal hat eingegriffen. Es gilt, am rechten Flügel vom Erfolg zu retten, was noch zu retten ist. Herbststurm weht durch Flanderns weite Ebenen. Empfängt die Transportzüge jener Frewwilligenregimenter, die sich durch ihr Symbol gewordenes Sterben mit unauslöschlichen Lettern in die deutsche Geschichte eingetragen haben. Gestern noch fuhren sie über den Rhein, singend, jauchzend— für viele aber war es das letzte Erleben heiliger deutscher Erde. Mit Langemarck aber webte sich auch der Schicksalsfaden des größten Deutschen ein ins graue, blutige Tuch der deutschen Geschichte nach 1914: Adolf Hitler! Das war der Anfang von Deutschlands Erwachen. Das war der Beginn der heiligen Deutschen Revolution. * November 1918... Fast auf den Tag genau— vier bittere Jahre später nur— vernimmt ein gasblinder Soldat im Saal des zum Kriegslazarett verwandelten Pasewalker Schützenhauses die ungeheuerliche Kunde des Zusammenbruchs. Wie ein gütiges Geschick scheint es, daß der tapfere Soldat nicht mit eigenen Augen sehen kann, was sein prophetischer Blick geahnt. Jetzt aber zeigt sich erstmals in großem Format, nas soldatische Willensschulung an einem auserwählten Menschen schuf: Mitten im tiefsten Unglück wacht er auf. Mitten aus schwärzester Blindheit sieht er klarer als alle sehenden. Deutschen jener Tage, was notwendig. Und mit prophetischer Sicherheit entspring seinem Willen die Tat, die vierzehneinhalb Jahre später Deutschlands Rettung werden soll: „ch aber beschloß, Politiker zu werden." * November 1923... Fünf Jahre darauf aber— wieder auf den Tag genau— greift dieser Politiker erstmals ins deutsche Schicksalsrad. Wieder marschiert junge deutsche Mannschaft als letzte Rettung an eine verlorene Front Wieder haben sie auf den Lippen und im Herzen die Lieder vom Vaterland, das über allem steht. Und wieder marschiert mit ihnen— in vorderster Reihe— Adolf Hitler— erstmals„Der Führec Nie werden wir's vergessen, die wir dabei sein durften: Der Weg ins Bürgerbräu am Abend zuvor durch das strahlende, fahnenbunte, jubelnde München — gläubig wir alle, zuversichtlich und gewiß, daß nun ein Ende mit allem Elend, aller Not, daß vor uns nun ein neues, Drittes Reich... Dann kam die Nacht des schändlichen Vermats, des Schwankens, des Abfalls, die Nacht, in der sich entschied und bewies, wei künftig Führer sein sollte über Deutschland; die Nacht, in der der Mann sich vom Feigling schied, der Gläubige vom Zweifler, der Starke vom Schwächling. Die Nacht, in der der erste Eid auf Adolf Hitler und seine Fahne geschworen ward. Der graue Morgen kam. Und der letzte Entschluß, der letzte Einsatz: Der Marsch durchs herbstsonnenneblige München. Noch immer Jubel, aber mit belegter Stimme, noch immer Fahnen, aber schon mit unsichtbaren Trauerfloren. Genau neun Jahre sind es her, daß der Kriegefreiwillige Hitler bei Langemarck die Feuertaufe erhielt. Heute und hier gilt es mehr: Die Feuertaufe des deutschen Führers der Zukunft, die Schwertweihe der nationalsozialistischen Bewegung Die ersten Schüsse fallen. Der Zug spritzt auseinander. Mitten auf dem Damm ein kleiner Junge, blutig, weinend... Unvergeßlich der Führer: totenbleich auf einem Auto stehend: Unser Tag wird kommen! Drüben— zwischen Feldherrnhalle und Residenz, liegen die ersten Toten der Bewegung, liegt die Fahne, zur Blutfahne geweiht. Alles scheint zerstört. zerschmettert.. * Wir wissen heute, daß es anders kam. Wir wissen heute, daß das Blut von Langemarci der deutschen Jugend in schwärzester Zeit wio g.1 ruchtend Fanal in ihrem Glauben an ein besseres Deutschland vorangeleuchtet hat. Wir wissen heute, daß die Toten der Feldherrn= hille nicht umsonst fielen. Nonember— deutscher Schick alsmond: 1914— Feuertaufe und Ritterschlag der Zukunft 1918— Der Kelch ist geleert. Der Aufstieg beginnt. 1923— Aus Märtyrerblut steigt Glauben empor. 1933—„Und ihr habt doch gesiegt!“ Hermann Teske. das Danziger Amnestiegesetz einstimmig angenommen Zustimmung des Volkstages zum Staatsjugendgesetz und zum Verbot der Neugrundung von politischen Parteien. DNB Danzig. 8 Nov.(Drahtb.) Der Danziger Volkstag trat am Montag nachmittag zu einer bedeutsamen Tagung zusammen. Die Sitzung, der in der Diplomatenloge auch der deutsche Generalkonsul von Luckwald beiwohnte, beschäftigte sich zunächst mit dem Amnestiegesetz Das Gesetz stellt eine allgemeine umfassende Amnestie für politische Verfehlungen dar, die sich besonders auch zugunsten der Geistlichen beider Konfessionen auswirken wird, die in derartige Angelegenheiten verwickelt waren. Das Gesetz soll also eine allgemeine endgültige Befriedung der Danziger innerpolitischen Verhältnisse herbeiführen. Das Gesetz, dem auch die polnische Gruppe im Danziger Volkstag zustimmte, wurde in allen Leiungen einstimmig mit sämtlichen 72 Stimmen angenommen. Weiter befaßte sich der Volkstaa noch mit den beiden Verordnungen über die Bildung einer anßiger Staatsjugend, sowie über das Verbot der Neugründung von politischen Parteien in Danzig. Der Volkstag gab beiden Verordnungen mit einer weit über die Zweidrittelmehrheit hinausgehenden Stimmenzahl seine Zustimmung. Von 72 Abgeordneten stimmten 51 mit Ja. während A1 Abgeordnete sich der Stimme enthielten. Es muß betont werden, daß die Abgeordneten der ehemaligen Oppositionsparteien durch ihre Stimmenthaltung die Annahme dieses Antrages indirekt gefördert und damit zum Ausdruck gebracht haben, daß sie sich einer endgültigen Liquidierung des Vielparteiensystems in Danzig nicht widersetzen. Bildung einer Staatsjugend in Danzig DB Danzig, 8. Nov.(Drahtb.) Im Gesetzblatt für die Freie Stadt Danzig ist am Montag eine Verordnung über die Staatsjugend in Danzia erlassen worden. In der Verordnung heißt es: Göring vor der Führerschaft der NsdAp. „Die Partei und der Vierjahresplan" „Die Partei wird auch den Beweis für die Richtigkeit ihres wirtschaftlichen Denkens nicht schuldig bleiben!“ DNB. München. 8. Nov.(Drahtb.) Auf Einladung des Stellvertreters des Führers sprach, wie die NSK. meldet, Ministerpräsident Generaloverst Göring in seiner Eigenschaft als Beauftragter des Führers für die Durchführung des Vierjahresplanes vor der gesamten Führerschaft der NSDAP. über das Thema „Die Partei und der Bierjahresplan“ An dieser Führertagung nahmen teil neben sämtlichen Reichsleitern und Gauleitern die stellvertretenden Gauleiter, die Hauptamtsleiter, die Reichsamtsleiter, die Obergruvvenführer und Gruppenführer der SA., der SS., des des NSFK. und die Obergebiets= und Gebietsführer der Hitler=Jugend. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Rudolf Heß unterrichtete Ministerpräsident Generaloberst Göring in seinem aufschlußreichen mehrstündigen Vortrag das Führerkorps der Partei über alle aktuellen Fragen der Vierjahresplanarbeit, die nun nach einjährigem Schaffen im Vordergrund steht. Bei der Bewältigung dieser großen Aufgaben wird auch der Einsatz der gesamten Partei wieder von entscheidender Bedeutung sein. Seine Darlegungen wurden vom Führerkorps der Partei mit gespannter Aufmerksamkeit aufgenommen und immer wieder mit lebhaftem Beifall unterbrochen. Anschließend stellte Ministerpräsident Generaloberst Göring unter minutenlangen mungskundgebungen fest. daß der Nationalsozialismus den Beweis für die Richtigkeit seiner politischen Anschauungen erbracht habe und daß er auch den Beweis für die Richtigkeit seines mirtschaftlichen Denkens nicht schuldig bleiben werde. Rubolf Heß dankte dem Ministerpräsidenten für seine Ausführungen und brachte zum Ausdruck. daß der Parteigenosse Görina der Unterstützung der Führerschaft der NSDAP. bei der Durchführung seiner ihm vom Führer übertragenen schweren Aufgabe gewiß sein darf. Rudolf Heß schloß die für die Kundgebung nationalsozialistischer Wirtschaftsführung bedeutsame Tagung mit einem Sieg=Heil auf den Führer. Anschließend fand ein kameradschaftliches Beisammensein der Führerschaft im alten Rathaussaale statt. zem und Schönem untergebracht ist, wurde ausschließlich von nichtjüdischen Menschen erdacht und gestaltet. Daß das jüdische Volk sich in der Tat nicht schöpferisch aufbauend sondern zerstörend auswirkt, das haben neben Di. Otto Weininger auch noch viele andere geistige Führer der Judenheit offen bekannt." Julius Streicher zitierte in diesem Zusammenhang Selbstbekenntnisse von Kurt Muenzer, Moritz Goldstein, Theodor Herzl, Dr. Elias Jakob Cbeskel zwi Kloetzel und der füdischen Preßzentrale Zürich. Julius Streicher sagte weiter, es sei typisch füdisch, daß füdische Volksführer der Gegenwart angesichts solcher Selbstbekenntnisse es noch wagten, den Widerstand und den Kampf gegen die jüdische Kulturzersetzung als eine unmenschliche Sache kulturloser Menschen Die Ausstellung„Der ewige Jude“ „Ein Weltproblem allerersten Ranges!" Dr. Goebbels und Streicher auf der Eröffnungskundgebung in München dem Volk geg reiten. Die deutschstämmige Jugend der Freien Stadt Danzig wird zu einer Staatsjugend zusammengefaßt. Aufgabe der Staatsjugend ist die körperliche, geistige und siftliche Erziehung der Jugend zum Dienstam Volk u. zur Volksgemeinschaft. Die Füh= rung der Staatsjugend wird dem Staatsjugendführer übertragen. Staatsjugendführer ist der jeweilige Präsident des Senats der Freien Stadt Danzig. Die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Vorschriften erläßt der Senat der Freien Stadt Danzig. DNB. München, 8. Nov.(Drahtb.) Wie im vorigen Jahre am Vorabend des historischen 9. November die große antibolschewistische Schau in der Hauptstadt der Bewegung der Oeffentlichkeit übergeben wurde, so fand in diesem Jahre am 8. November die Eröffnung der großen Aufklärungsschau„Der ewige Jude" statt. Sie erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Kongreßsaal des Deutschen Museums, in dessen Bibliotheksbau auch diese Ausstellung untergebracht ist. Die Ausstellung wird die wichtige Aufgabe erfüllen, in die breitesten Massen des Volkes Aufklärung über die verderblichen Einflüsse des Weltjudentums auf das gesamte Leben eines Volkes und der Völker überhaupt zu tragen, und damit die unbedingte Notwendigkeit des kompromißlosen Kampfes gegen das Judentum in besonders eindrucksvoller und bis setzt noch nicht gezeigter Form beweisen. Kurz nach 15 Uhr war Reichsminister Dr. Goebbels in Begleitung des Gauleiters des Traditionsgaues, Staatminister Adolf Wagner, des Frankenführers Gauleiter Streicher und des stellvertretenden Gauleiters Nipvold vor dem Museumsgebäude vorgefahren. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der Reichsminister mit seiner Begleitung die Front der Ehrenstürme ab. Nach dem heroischen Kriegsmarsch aus„Rienzi“ trat stellvertretender Gauleiter Lipvold vor und meldete die Fertigstellung der von der Gauleitung München=Oberbayern und dem Reichsprovagandaamt dieses Gebietes in den letzten Wochen gemeinsam mit zahlreichen Archiven und Instituten aus dem ganzen Reich aufgebauten Ausstellung„Der Ewige Inde“, die eine neue Schulungsarbeit auf rassenpolitischem Gehiet im Traditionsgan beginne. Es sei zu wünschen, daß die Ausstellung, wenn sie durch München gegangen sei, genau so wie die große antibolschewistische Schau des vergangenen Jahres durch ganz Deutschland wandern und dem deutschen Volk zurufen werde: Deutsche, vergeßt über eurem täglichen Kampf niemals die Judenfrage! Dann gab der stellvertretende Gauleiter dem Frankenführer Streicher das Wort: „Als die Verkörverung der Sünde wider das Blut war die jüdische Mischrasse seit ihrem Bestehen dazu bestimmt, nicht schöpferisch aufbauend sich auszuwirken. Das füdische Volk war zu allen Zeiten ein Zerstörer des Guten gewesen. Daß der Jude nicht schöpferisch an den Werken der Menschheit Anteil hat, das bezeugt auch das Haus, in dem wir uns heute versammelt haben. Was im Deutschen Museum an Großem, Stolhinzustellen. Wir lebten in einer Zeit, in der sich an grauenhaften Ereianinen des Weltgeschehens vor unseren Augen erfülle, was nichtfüdische, in die Zukunft schauende Menschen schon seit Jahrhunderten provhezeit bätten: die Auflösung der Weltordnung durch das die Weltherrschaft erstrebende organisierte alljüdische Verbrechertum. Der Bolschewismus sei die brutalste Offenbarung dieses istdischen Weltherrschaftsverlangens. „Wer aber“, so fuhr der Gauleiter fort.„des Glaubens sein sollte, mit den Nürnberger Gesetzen sei die Erbaltung des deutschen Volkes schon für alle Zukunft gesichert, der kennt den Juden in seinem geschichtlichen Tun und nicht. Der Untergang der alten Kulturvölker Vorderasiens und Südeurovas mahnt die noch lebenden Völker der Gegenwart, wach zu bleiben und wach zu werden, ehe es zu spät ist Es wäre ein Unglück für das deutsche Volk, würden die nun nachfolgenden Generationen das ihnen von uns überlieferte Wissen wieder verlieren oder in seiner Bedeutung mißachten. Würde der Jude von innen oder außen her im deutschen Lande noch einmal zu Einfluß und Macht gelangen, dann wären die Helden an der Feldherrnballe umsonst gefallen und der Opfertod eines Horst Wessel und all der anderen, die in seinem Geiste kämpften und starben, würde ohne Sinn gewesen sein. Wenn das vom Führer verheißene tausendjäbrige Dritte Reich kein Traum bleiben soll, dann ist es unsere heilige Aufgabe, das Wissen vom jüdischen Weltfeind unablässig und immer wieder aufs neue predigen Ein deutsches Volk, dem das Wissen geworden ist, daß mit dem Volk der Christus=Mörder, das Unheil in die Welt kam, wird die kommenden Tage siegreich bestehen. Der Jude gelangte zum Ruf des Ewigseins durch eine bewußte Irreführung der Menschheit. Seit Jahrhunderten gebt er einber als wanderndes Geheimnis, ausgestattet mit dem Heiligenschein eines Heilbringers. Noch gibt es Völker, die an das Märchen von der göttlichen Sendung des jüdischen Volkes glauben und stolz darauf sind, demokratisch regiert zu werden. Für die Wissenden aber ist gerade die vielgepriesene Scheindemokratie westlicher Völker ein Gradmesser für die Macht, die der Jude in jenen kern bereits erlangt hat. Aber auch diesen Bökern wird der Ablauf des Weltgeschebens noch die Augen öffnen. Auch sie werden noch einmal in der Erkenntnis kommen, daß der Jude kein Heilbringer, daß er in der Tat ein Kind des Tenfels ist. Jubel und Händeklatschen begrüßten Reichsminister De. Goebbels als er an das Mikrophon trat, um mit einet kurzen Ansprache die Ausstellung zu eröffnen. Anknüpfend an die Ausführungen Julius Streichers, erinnerte er zunächst an die Zeit des Kambfes in Berlin und stellte dabei die eigenartige Gluck und die Piccinisten In einem bedeutenden musikgeschichtlichen Roman„Salieri und Mozart“(CottaVerlag, Stuttgart) zeigt der Wiener Musiter und Musikhistoriker Franz Farga das Ringen der absteigenden italienischen mit der aufsteigenden deutschen Musik. Mozarts erbitterter Feind war der italienische Opernkomponist Salieri, Glucks großer Gegner Piecini, der besonders in Paris große Anhängerschaft besaß. Gluck wurde nun vom Komttee der Großen Oper in Paris eingeladen, dort seine Oper„Iphigénie en Aulide“ aufzuführen. 1773 traf Gluck in Paris ein. Die Erwartung war aufs höchste gestiegen. Seit Monaten hatte man in Paris von nichts anderem gesprochen als von diesem Werke, das der Großen Oper einen neuen Glang und reiche Einnahmen bringen sollte. Am Tage der Premiere drängten sich die Schaulustigen bereits um elf Uhr vormittags an den Portalgittern. Der Ordnungsdienst t seinen Töchtern. Marie A nette machte Aufsehen durch ihre Toilette aus Silberbrokat, ihren wundervollen Schmuck und eine neue, sehr hohe Frisur, die der berühmte Leonard für sie erfunden hatte und die Tags darauf von allen eleganten Damen am Hofe nachgeahmt wurde. Man sah auch die Brüder des Dauphin mit ihren Frauen, die Herzogin von Chartres, die Prinzessin Lamballe. Unweit der königlichen Loge bewunderte man die Komtesse Dubarry, die in rote Seide gekleidet war und einen neuen Brillantschmuck trug, den ihr der König eine Woche vorher verehrt hatte und der dem Staatssackel auf eine Million Livres gekommen war. Der Erfolg der Oper war zwar am ersten Abend schon bedeutend, obgleich man beklagte, daß die Choreographie etwas vernachlässigt wurde und auch die Dekorationen nicht von jener Schönheit waren, an die Lully die Pariser gewöhnt hatte. Als aber Rousseau am nächsten Tag öffentlich erklärte, Gluck sei ein Genie und habe durch seine Vertonung bewiesen, daß die französische Sprache zum musikalischen Drama gecignet sei, stieg die begeisterung himmelhoch, und man konnte sich fortan an dieser Over nicht satthören. Gluck galt mit einem Schlag als der größte Komponist seiner Zeit. Der berühmte Male, Greuze erbat sich die Gunst. sein Bldnic en walen. Am sailles wurde Gluck über die Maßen gefeiert. Man pries Marie Antoinette, weil durch ihre Vermittlung Frankreich mit einem Meisterwerk beglückt wurde. Es war die letzte große Oper, die unter der Regierung Ludwigs X". triumphierte. Die Aufführungen mußten plötzlich unterbrochen werden, weil der König am 10. Mal 1774 an den schwarzen Blattern starb. Als die Große Oper nach einigen Monaten wiederum ihre Pforten öffnete, geschah es mit Glucks Meisterover, deren Chor„Chantons, eélebrons notre reine“ in Paris populär geworden war und bei jeder Aufführung wiederholt werden mußte. Einen noch größeren Sieg sollte Gluck erringen. als er am 2. August 1774 seinen„Orphens“, dessen Text von Moline ins Französische übertragen worden war. zur Aufführungg brachte. Gluck hatte einige tiefeinschneidende Aenderungen vornehmen müssen, wegen der Rolle des Orpheus, die in Wien von einem Kastraten gesungen wurde. In Frankreich aber hatte man von Kastraten nie etwas wissen wollen und verakscheute aus einem gesunden Gefühl beraus ihre Verwendung auf der Bühne. Die Rolle mußte deshalb einem Tenor anvertraut werden. Wenn Gluck bis dahin noch einige unversöhnliche Feinde unter den Partelgängern des Ramean gebabt hatte, so schlugen sie sich jetzt ganz auf seine Seite. Diese zweite Oper erzielte im ersten Jahr ohn= Unterbrechung fünfundvierzia Aufführungen, ein unerhörter Fall in den Annalen der Großen Cver. Auch der finanzielle Erfolg war für Mluck sehr bodentend Für jede seiner Overn hatte er zwanzigtansend Livres erhasten, außerdem zahlte die Pariser Over beträchtliche Tantiemen für sede Aufführung, die nach dem Vertrag ebenso an die Hinterkliebenen des Mußitera ausgefolgt werden mußten. Am Wiener Hof war man über die Erfolge Glucks, die ja auch einen Triumph für Marie Antoinette bedeuteten, so entzückt, daß Maria Thresia den Meister zum Hofkompositeur ernannte, mit einem Jahresgehal von sweitansend Gulden. Gluck kam im Frühjahr 1775 ruhmbedeckt nach Wien zurück. Er mußte jetzt die Pariser Erfolge durch neue Werke auf der Höhe erhalten. Aber das alte Singspiel„La Cythère assiégée“, das er zu einer Ballettover umschriek, erlebte in Parts nur zweiundzwanzig Vorstellungen. Dadurch faßte dort die italienische Partei wieder Mut. Die Leitung der Pariser Oper batte Gluck, als er Frankreich verließ. den Auftrag zur Vertonung der zwei berühmten Opernbücher von Quinanlt, nämlich Rolando" und„Armida“ gegeben. Diese Texte waren seinerzeit von Lully komponiert worden, und beide Opern hatten" sich in Paris beinahe hundert Jahre einer großen Beliebtheit erfreut Aber als Gluck bereits mit den Vorarbeiten für „Rolando“ beschäftigt war, erfuhr er von befreundeter Seite aus Paris, daß man, wohl auf Betreiben der Dubarry und ihrer Partei, auch an Niccola Piceini herangetreten war, um Quinausts Rolande“ in Musik zu setzen. Gluck ergrimmte darüber so heftig, daß er seine Entwürfe sogleich ins Feuer warf. Piceini galt damals als der fruchtbarste Komvonist seiner Epoche. Man hat ausgerechnet, daß er insgesamt einhundertdreiunddreißig Opern geschrieben hat, und viele davon waren vorzüglich, von eine= eigenartigen, leichtflüssigen Melodik, wenn auch die Instrumentation gar zu einförmig gehalten war Inzwischen war Gluck 1776 wieder nach Paris zurückgekehrt und batte seine„Alceste“ zur Aufführung gebracht. Die Premiere schien beinahe ein Mißerfolg. Die Piccinisten zischten wütend, das Publikum wurde mißtrauisch und verhielt sich ablehnend. Doch gelangte man nach einigen Wiederholungen zu einer anderen Meinung über dieses Meisterwerk, das in der Folge drethundertdreizehn Aufführungen erleben sollte! Das war vor allem Rousseaus Verdienst. der nicht müde wurde, die Schönheiten der„Alceste“ in zahlreichen, glänzend geschriebenen Aufsätzen zu rühmen, Für (Gluck setzten sich außerdem der Abbee Arnaud, der Publizist Suard und viele unter den Enzyklopädisten ein. Auch Voltaire war einer seiner eisrigsten Fürsprecher.—— Gluck kam 1777 zum drittenmal nach Paris und begann mit den Proben zu seiner„Armida“, die am 23. September in Szene aing. Auch diesmal hatte sich die Königin Marie Antoinette mit ihrem ganzen Einfluß für Gluck eingesetzt Der Hof wurde zur Aufführung befohlen, und der Erfolg war stürmisch. Und er bliek es auch, denn diese Oper entsprach in besonderer Weise der französischen Eigenart. Gluck selbst beteiligte sich in Paris an dem Kampf der beiden Musiklager und teilte sehr grobe Hiebe aus. Es ging ihm habel nur um das Prinziv. persönsich stand er mit Plecini auf dem besten Fuß und war bei den Proben für dessen Over Rolando“ eifrigst bemüht. Sänger und Orchester in Zucht zu balten da Piccini die Lanchssprach nicht verstand und keinen persönlichen Einfluß nehmen konnte. Am 17. Januar 1778 ging die Oper, über die Piccini noch in der Generalprobe gestöhnt hatte! Ab.. tutte va male... tutte!“, mit glänzen= dem Erfolg über die Bühne. Er war allerdinge nur von kurzer Dauer. Wenn man auch die scho= nen Arien rühmte, so klang das Orchester leer und dürftig. Die Oper verschwand bald darauf für immer aus dem Spielplan. Indes hatten die Piccinisten durch den anfänglichen Erfolg des„drolando“ neue Hoffnung geschöpft und setzten oi Fehde mit unverminderter Heftigkeit fort, obwohl Gluck nicht mehr in Paris weilte. Er schrieb Wien an seiner letzten Oper Sybigénie en Tauride" und fühlte sich dabei im Vollbesitz seiner schöpferischen Kraft. Als er im November 1710 nach Paris zurückkam, war die Partitur vollendet. Am 18. Mai des folgenden Ihres sollte der grene Meister den höchsten Triumph seiner Laufbahn erleten. Selbst die Gegner, stberwältigt von der reinen Schönheit des Werkes fubelten ihm zu. Der sonst so lannische enanksopädistische Kritiker Baron Grimm gestand in einem seiner Briefe:„War er Gesang. was wir hörten? Ich weiß es nicht, bierleicht war es etwas weit Besseres! Jedenfalls vergaß ich ganz die Oper... ich fand mich in einer griechischen Tragödie!"— Sechs Jahre hatten für Gluck genügt, um dee größten Erfolge zu erringen, die je einem deutschen Musiker in Parta bescheden waren. Er binterließ der Großen Oper fünf Meisterwerke, die in den Perlen des Repertoires wurden und ihr unneheur= Summen eintrugen. Schon Ludwia N0.. gab den Befehl Glucks Büste, von dem berübmten Bilbhauer Houdon aschaffen, in der Orer neben jene von LuUn und Ramegn zu Sellen. Mit kann jeder Deutsche auf dem Sockel von scluch kann jeder Deutsche auf dem Sockel von Standhird lesen:„Musas praehofnit srente Glucks Lebenswerk war vollbracht! Gauptichriffletter: Roterd Ha61er. Nochum Stellverkreter des Hauptschriftleiters: Oeter 601ff0r0. Gerantwornicht Für den politischen, kulturpelitischen und Unterbaltungstell: Josepd 69610r Bochum: 01 200 kalen Tell der Rusgabe Bochum. für Tbeater. . Hoom. Tur Toeaier. Kunst: Veier G#11r6 Pochum: für Umschau und Verbreitungsgebiet der Milbelm Nrufe, Pochum: für den lokalen Tell der gaben Hattingen und Essen=Steele: Dr. Josepd Esfen=Steele: für Sport, Handel und den lokalen à Wattenscheid: Ferdinand Julius Landefeld, ben Bilderdiennt die einzeinen Abiellungsiener den Anzeigentell Nochum: Narl Ven.. Anzeigentell Hauingen O Gieelet 80» Ne6e1. Sanr. esr den Angeigentesl Waitenscheid: Hermann P010e und Druck: Schürmann& Klaages, Pochum. e paron eaat zeilung Nochum 7900 Ausgade R: Roféaettuna für Ruhe/ Eieeler Zeilung üder 2600. Ausgabe C: Morgens Boch Dienstag Mondaufgang 12.38 Der Undeka Der am Sonntaa bei Blankenstein au Tote wurde als ein ermittelt. Der Tote war verbeiratet. Wieder meh Verkehrsunfalle. der Tenthoffstraße, Josephinenstraße,e Sturz trug er Verle Gegen 13,45 Uhr wea. in Höhe des wagen von einem 1 Nadfahrer erlitt ein einen Schadelbasisbr kenhaus Bergmanné Gegen 22.35 Uhr hobe des Hauses 51 aueren der Fahrba wagen angefahren. erschütterung, eine Appenauetschungen den Elisabethkranke Eegen 13,30 Uhr Bidumestraße, ein Lersonenkraftwagen. Beide Fahrze konnten aber ihre F. Am morgigen M lung Kampf dem schaft folgende ärztl 6 Uhr Chefarzt Saamer. 20 Uhr C dinghaufen Jungbuchhänd Für den Gau Essen und Düssell Sonntag ein Jungt Tagung beginnt vo ren: ist Dr. Walter chumer Stadtbücher Thema„Bücher zu Zu dieser Fachs vier Gauen sind an kommen Aepfel, Ae Wenn sie nicht verde in Suddentick iit in diesem Jahr groß. daß die V rage sind, die an Auch der Frischwer mi bislang nich Raumung vor Ein Damit diese 2 gegeben werden, frau und eines londere der Bache epfel zu Wochenmärkt wlien genügende Verbraucherpreis Die Aepfel eic werstellung und Anfel für den Fri milunltitu 7 tergebracht ist. wurde ausischen Menschen erdacht und dische Volk sich in der Tat auend sondern zerstörend ieben Di. Otto Weininandere geistige Führer der annt." Julius Streicher sammenhana Selbstbekenntuenzer, Moritz Goldz1, Dr. Elias Jakob enel und der füdischen Julius Streicher sagte weich. daß füdische Volksführer chts solcher Selbstbekenntden Widerstand und den che Kulturzersetzung liche Sache kulturloser enschen en in einer Zeit, in der sich anissen des Weltgeschehens fülle, was nichtfüdische. in Menschen schon seit Jahrhätten: die Auflösung der die Weltherrschaft erstredische Verbrechertum. Der brutalste Offenbarung dieschaftsverlangens. r der Gauleiter fort.„des mit den Nürnberger altung des deutschen Volkes t gesichert, der kennt den ichtlichen Tun und Lassen g der alten Kulturvölker eurovas mahnt die noch egenwart, wach zu werden, ehe es vat ist ir das deutsche Volk, würgenden Generationen das rte Wissen wieder verlieren ng mißachten. Würde der außen her im deutschen Einfluß und Macht gelanHelden an der Feldherrnund der Opfertod eines er anderen, die in seinem arben, würde ohne Sinn rer verheißene tausendjähTraum bleiben soll, dann lufgabe, das Wissen vom er wieder aufs neue zu digen das Wissen geworden ist, Christus=Mörder, kam, wird die kommenden Der Jude gelangte zum ch eine bewußte IrrefühSeit Jahrhunderten gebt 8 Geheimnis, ausgestattet eines Heilbringers. Noch a8 Märchen von der göttschen Volkes glauben und ratisch regiert zu werden. ist gerade die vielgeprieestlicher Völker ein Grade der Jude in jenen VölAber auch diesen Böl* Weltgeschebens noch die werden noch einmal in daß der Jude kein HeilTat ein Kind des Tenschen begrüßten Dr. Goebbele von trat, um mit einer lusstellung zu eröffnen. führungen Julius Streiist an die Zeit des Kampe dabei die eigenartige Penstag. den 9. November 193.. 1. Beilage der Volks-Zeitung Nr. 268— Seite 6 ralprobe gestöhnt hatte: tutte!", mit glänzenne. Er war allerdings tenn man auch die das Orchester leer und and bald darauf fur l. Indes hatten die glichen Erfolg des Dochöpft und setzten die Heftigkeit fort, obwobl weilte. Er schrieb in rsunigente en Tauei im Vollbesitz seiner im November 1778 die Partitur vollendet. Ihres sollte der greise ph seiner Laufbahn erütberwältigt von der 8. fubelten ihm zu. Der vistische Kritiker Baron ner Briefe:„War el weiß es nicht, vielsseres! Jedenfalls verich fand mich in einer Gluck genügt, um die die se einem deutschen n waren. Ex binterMeisterwerke die in wurden und ihr unne Son Ludwia e, von dem berübmten n. in der Orer neben zu seflen. Mit em Sockel von Gluck Firents!" Sester. Pechum Oeter C9ffer0. den, kulturpelitiichen und 9* Bochum: für den 1e n. f0r Förater. Mant ar. Nochum: M0r Mestdeutiche der Ausgabe Bochum: lokalen Tell der sei Dr. Josepd aner del und den Jotaien Fel 6 Candefeld. Bochum ten Abiellungsiener Cen.. Rochum: f0r den o0v..... Hermann 9 010 N. anitia agce. ppa a d. Ausgabe C: Morgengeilurs Bochumer Tageschromk Man merke Dienstag, den 9. November Sonnenaufgang 7.41 Sonnenuntergang 16.47 Mondaufgana 12.38 Monduntergang 21,49 1790 Napoleon Bonaparte stürzt das Direktorium und wird Erster Konsul. 1811 Konig Eduard VII. von Großbritannien in London geb.(gest 1910), 1848 Der Politiker Robert Blum in der Brigittenau bei Wien erschossen tacb. 18077). sols Ausrufung der Republik im Deutschen Reich; Abdankung Kaiser Wilhelm II. und sein Uebertritt über die niederländische Grenze. 192. Historischer Marsch Adolf Hitlers und seiner Getreuen zur Feldherrnhalle. 105 Ueberführung der sterblichen Ueberreste der 16 Blutzeugen der Bewegung nach München. der Tote- ein Bochumer Der Unbekannte identisiziert. Der am Sonntag in den frühen Morgenstunden bei Blankenstein auf den Schienen aufgesundene Tote wurde als ein gewisser Heinz L. aus Bochum ermittelt. Der Tote stand im 31. Lebensjahre und war verbeiratet. Wieder mehrere Verkehrsopfer Verkehrsunfalle. Gegen 13,15 Uhr stürzte auf der Tenthoffstraße, etwa 20 Meter nördlich der Josephinenstraße, ein Radfahrer. Durch den Eturz trug er Verletzungen am Hinterkopf davon. * Gegen 13,45 Uhr wurde auf dem Werner Hellwea. in Höhe des Hauses 7:, ein Personenkraftwagen von einem Radfahrer angefahren. Der Nadfahrer erlitt eine blutende Kopfverletzung und einen Schadelbasisbruch. Er wurde in das Krankenhaus Bergmannsheil eingeliefer“ * Gegen 22.35 Uhr wurde auf der Alleestraße, in hobe des Hauses 51, ein Fußgänger beim Ueberaueren der Fahrbahn von einem wagen angefahren. Er trug hierbei eine Gehirnerschütterung, eine Wunde am Hinterkopf und Apvenauetschungen davon. Der Verletzte wurde den Elisabethkrankenhaus zugeführt. * Gegen 13,30 Uhr erfolgte auf der Herner=, Ede Adumestraße, ein Zusammenstoß zwischen zwei Personenkraftwagen. Personen wurden nicht verebt. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt, konnten aber ihre Fahrt fortsetzen. Kampf dem Krebs! morgigen Mittwoch finden in der Ausstellung„Kampf dem Krebs“ in der Bürgergesellschaft folgende ärztliche Vorträge statt: Uhr Chefarzt Prof. Böhme, 18 Uhr Dr. Saamer. 20 Uhr Oberarzt Dr. Freiherr v. Lüdinghaufen lungbuchhändlertreffen in Bochum Für den Gau Westfalen=Nord und=Süd, ehen und Düsseldorf findet am kommenden Sonntag ein Jungbuchhändlertreffen statt. Die Lagung beginnt vormittags im Parkhaus, Refe= ren: ist Dr. Walter Rumpf, der Leiter der Bocumer Stadtbücherei Gesprochen wird über das Thema„Bücher zu Weihnachten 1937“. Zu dieser Fachschaftsveranstaltung aus den dier Gauen sind auch die Betriebsführer willtommen Aepfel, Aepfel, Aepfel... sie nicht verderben sollen, müssen sie gegessen werden. in Suddeutichland, besondere in Wurttemberg, mi in diesem Jahre der Anfall von Wirtschaftscbst so groß. daß die Verarbeitungsbetriebe nicht in der sind, die anfallenden Mengen unterzubringen. Aich der Frischverhauf an den Kauptverbrauchsplätzen mi bislang nicht ausgereicht. eine rechtzeitige Kaumung vor Eintritt des Frostes sicherzustellen. Imit diese Aepfel dem Verderb nicht preisdehehen werden, ist es die Pflicht einer jeden Hausund eines jeden Verarbeitungsbetriebes, insbeondere der Bachereien und Konditoreien, vornehmlich Aepfel zu kaufen. Die Kleinverteiler auf den Wochenmärkten und alle Einzelhandelsgeschäfte i lien genügende Mengen zum Verhauf bereit. Der Verhraucherpreis beträgt ca. 0.10 RM pro Pfund. Sie Aepfel eignen sich belonders zur MarmeladeErnellung und zum Einkochen. Außerdem ist der iprel für den Frischwerbrauch sehr zu empfehlen. Dienst bei der Stadtverwaltung. Die Dienststellen im Rathaus und in den Verwaltungsstellen sind aus Anlaß des Gedenktages der 920AP. heute nachmittag geschlossen. Die Städt. Schwimmund Badeanstalt ist av 13 Uhr geschlossen. Die Schließung umfaßt alle Abteilungen. Auch fällt der Uebungsbetrieb der Schwimmvereine aus. Heute geschlossen! Die Dienststelle der Kreisamtsleitung der NS.=Volkswohlfahrt bleibt am Dienstag, dem 9. d. M., für den Publikumverkehr geschlossen Silberne Hochzeit. Am Sonntag feierten die Eheleute Carl Weber, Bochum, Kortumstraße 115 wohnhaft, im Kreise ihrer Kinder ihre silberne Hochzeit. Glückauf zur goldenen! NSG. Parteigenosse aus Sudwestfalen zum Ministerialdirektor ernannt. Der Ministerialrat im Reichsforstamt und Preußischen Landesforstamt, Parchmann, wurde vom Führer und Reichskanzler zum Ministerialdirektor ernannt. Parteigenosse Parchmann stand bis 193 im Dienst des Fürsten von Wittgenstein zu Berleburg. Er war einer der ersten SA=Männer und später Kreisleiter im Kreis Wittgenstein. Wer kann Angaben machen? In der Nacht zum 30. Oktober wurde gegen 1 Uhr auf der Herner Straße, in Höhe Vidumestraße, ein Volksgenosse von zwei bisher unbekannten Tätern überfallen und durch vier Messerstiche in den Rücken und den Kopf erheblich verletzt. Der Verletzte flüchtete über die Vidumestraße zur Dorstener Straße in Richtung Bahnhof„Präsident". Vor der Flucht hatte er noch einen Hut eines der Täter von der Erde aufgehoben und mitgenommen. Mit dem Hut hat er das Blut abgewischt und ihn dann auf der Dorstener Straße, in der Nähe des Zigarrengeschäftes Stickeln, in einen Hauseingang geworfen. Anwohner und Passanten, die den Vorfall beobachtet oder den fortgeworfenen Hut gefunden baben, werden gebeten, dies der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 71, Telefon Gn., Nebenstelle 22., zu melden. Auf Wunsch werden die Mitteilungen vertraulich behandelt. Symbol des Sieges Zum 9. November NSG. Die Ewigkeit eines Volkes wird geboren aus dem selbstlosen Einsatz seiner Besten. Am 9 November 1923 färbten an der Münchener Feldherrnhalle sechzehn deutsche Helden das Pflaster mit ihrem Blute Sie fielen unter den Kugeln einer„nationalen Regierung“, weil sie für ihr Volk das Beste wollten. Ihr Blut war die fruchtbringende Saat des neuen Deutschlands, war Symbol des nationalsozialistischen Sieges. Im Leben der Völker sind die Sterbetage nationtreuer Menschen zunächst nur traurige Erinnerungen. Erinnerungen jedoch, die, je größer der zeitliche Abstand ist, befreit von allem Schmerzhaften, Dunklen und Schweren, allmählich Verklärung werden. Sie schlagen die Brücken zwischen der Welt, in der wir leben, und jener, in die wir alle einmal hinübergehen werden. So ragt der Tod auch in der Geschichte unserer Bewegung über das Alltägliche, Vergängliche hinaus. Er verbindet uns mit dem heiligen Ewigen und wird zugleich Sinnbild. Damit aber mahnt er uns auch an den Sinn des Lebens überhaupt, an die Erfüllung der erwählten oder erkannten Lebensaufgabe und stellt uns die Forderung des restlosen Einsatzes. Nicht nur dahinzuleben gilt es, sondern die vom Schicksal auferlegte Pflicht zu tun. Diejenigen aber, die in Erfüllung ihrer Pflicht ihr Leben lassen, die im Glauben an eine überpersönliche Idee einer großen Gemeinschaft, um der Erfüllung eines vaterländischen Ideals willen, ihr Herzblut opfern. wachsen damit über das Persönliche hinaus ins Völkische. Ihr Tod ist nicht mehr eine bloße Angelegenheit der Ihren, sondern des ganzen Volkes Des Volkes unumstößliche Pflicht bleibt es, immer wieder des freiwilligen Blutsopfers zu gedenken, das für seinen Erhalt, seine Zukunft, seinen Glauben, seine Freiheit und seine Ehre auf dem Altar der Vaterlandsliebe gebracht wurde. Am heutigen 9. November gedenkt unser Volk wieder des Opferganges der Toten der Bewegung und ihrer Auferstehung. Eröffnung der Schulungsarbeit beim Kreis Bochum der NSKOV. großen Saal der Verwaltungsakademie wurde in festlicher Weise der Schulungslehrgang der NSV. Kreis Bochum, eröffnet. In dem Lehrgang sollen die Amtswalter und Betreuerinnen der Hinterbliebenen über den beutigen Stand des Versorgungs= und Fürsorgerechts geschult werden, da nur dann eine vollwertige Betreuung der Mitglieder gegeben sein wird Der Kreis Bochum der NSKQW hat auf dem Gebiet der Betreuung seiner Mitglieder immer Vorbildliches geleistet. Er ist darüber hinaus bestrebt gewesen, den Kriegsopfern Stunden der Freude und der Erholung zu bereiten. Zu der Eröffnungsfeier hatten sich die Mitglieder der NSKQV in großer Anzahl eingefun„Dr. med. hiob Praetorius“ als westdeutsche Erstauffuhrung. Das Bochumer Stadttheater brachte am gestrigen Abend die Komödie„Dr. med. Hiob Praetorius von Curt Goetz in westdeuticher Erstauffülrung heraus. Von Viktor Ahlers geleitet, führte das Bochumer Ensemble die Aufführung zu einem großen Erfolg. Sprühender Witz und ein latirischer geistreicher Dialog riefen immer wieder neue Lachlalnen hervor. Diese Geschichte ohne Politik, neu erzählt ve Curt Goetz nach alten, aber guten Motiven, ront in 6 Bildern ab, die jedesmal mit einer knallenden Pointe enden. Gerade auf die Herausstellung dieses Effekts hatte die Inszenierung besonders geachtet. Die Komödie spielte sich im Rahmen eines gesellschaftlichen Miliens ab. in dessen Mittelpunkt Willi Busch als Sberlock Holmes und Dr. med. Hiob Practorius, Willi Schrorder als Dr. Watson und Prof. Dr. Nack standen, sowie Walter Kaltbeuner als Shunderson, der eine ganz großartige Cbarakterstudie bot. Nach jedem Bild gab es dankbaren Applaus, zum Schluß viele Vorhange; auch der Regisseur Viktor Ahlers mußte sich zeigen. Die Aufführung war zweifellos ein großer Erfolg. SK-Fotos: Herker den, die von dem Kreisamtsleiter Deuschle begrüßt wurden. Insbesondere hieß er den GauAbteilungsleiter Antoni als Vertreter des Gauamtsleiters Struckmann willkommen. Dieser hielt dann anschließend einen kurzen Vortrag über die Schulungsarbeit. Es sei notwendig, das in den Vorträgen Gehörte hinauszutragen bis zum letzten Mitglied. Die Kriegsopfer wurden früher vielfach als Rentenjäger hingestellt. Nach der Machtübernahme trat ein grundlegender Wandel ein und die Opfer der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen fanden wieder Anerkennung. Auf dem Gehiete des Versorgungs= und des Fürsorgerechts wurden zahlreiche Verbesserungen erzielt, die erhebliche finanzielle Leistungen seitens des Reiches erforderten. Es bestehe die berechtigte Hoffnung, daß demnächst mit weiteren Verbesserungen im Versorgungsrecht zu rechnen sei. Der Führer hat die Kriegsopfer als die Ehrenbürger des Staates bezeichnet, sie sollen sich dieser Auszeichnung würdig erweisen und in Treue zu dem Führer, ihrem einstigen Frontkameraden, steben. Kreisamtsleiter Deuschle würdigte in seiner Schlußansprache die geleistete Arbeit seiner Mitarbeiter im Kreis Bochum. Die schönste Belohnung für die geleistete Arbeit sei die Freude der Kriegsopfer. So werde der Kreis Bochum auch zum kommenden Weihnachtsfest wieder der Kriegereltern gedenken und ihnen zum Festtag eine Freude bereiten und auch ibnen zeigen, daß im Reiche Adolf Hitlers auch ihrer gedacht werde. Die Feierstunde klang aus mit einem Gedenken an die gefallenen Kameraden und dem Sieg=Heil auf den Führer. Arbeit und Gesundheit im Berabau Die Eröffnung der Gauausstellung auf Anfung nächsten Jahres verlegt. NSG Die für den 12. November d. J. angesetzte 6. Tagung der Arbeitskammer Westfalen=Süd muß, da der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Parteigenosse Dr. Robert Ley. verhindert ist verschoben werden. Die Eröffnung der Ausstellung„Arbeit und Gesundheit im Bergbau“ wird ebenfalls zurückgestellt. Die Ausstellung wird inzwischen weiter ausgestaltet entsprechend einer Anweisung des Amtes Soziale Selbstverwaltung, Parteigenossen Dr. Hupfauer, Berlin, damit sie auch in anderen deutschen Bergbaugebieten gezeigt werden kann. Außerdem findet eine Erweiterung der Ausstellung„Arbeit und Gesundheit im Bergbau“ dadurch statt, daß das Hauptamt für Volkswohlfahrt in der Reichsleitung der NSDAP noch Teile der augenblicklich in Hamburg laufenden Ausstellung „Ewiges Volk“ zur Verfügung stellt. NSG. Beförderung im Reichsarbeitsdienst. Der Führer und Reichskanzler hat den Oberarbeitsführer z. b. V. bei der Arbeitsgauleitung XX. Dortmund, Hans Zweiffel, zum Oberarbeitsführer befördert NSG.„Kraft durch Freude“. Für die Auffübrung„Jan und die Schwindlerin“ am Mittwoch im Stadttheater sind Karten zu ermäßigtem Preis bei der AdF=Vorverkaufsstelle, Kortumstraße 6, zu haben Schuhdiebstahl. In der Zeit von 19 bis 20 Uhr wurden im Hause Roomersheide Nr. 15 aus der im Erdgeschoß gelegenen Wohnung ein Paar schwarze Wildlederschuhe, Marke Salamander, Größe 37, entwendet. Auf den Schuhen war ein grauer schmaler Streifen aus Schlangenleder angebracht. Vor dem Hause wurden am anderen Morgen ein Paar schwarze, ausgetretene Damenschube gefunden, die wahrscheinlich vom Täter zurückgelassen worden sind. Vorn auf den Schuhen befindet sich eine Naht, die zur Schuhspitze führt, und eine Lederschleife. Die Schuhe sind ohne Riemen und Schnallen. Es ist anzunehmen, daß auch diese Schuhe aus einem Diebstahl stammen. Uerbessert die Febeitsplalz-Beleuchtung! Die meillen Tichtanlagen sind veraltet. Leuchtgeräte in Form flächer Teller, die nicht verhindern, daß das Licht der nackten Glühlampen dem Schaffenden OSRAM Kennzelchen derll Cerom-E. Lensen Pacins Die meisten Lichtanlagen sind veraltet. Leuchtgeräte in Form flächer Teller, die nicht verhindern, daß das Licht der nackten Glühlampen dem Schaffenden in die Augen geschleudert wird, findet man noch viel zu oft. Zu kleine Glühlampen, veraltete oder geschwärzte, werden immer noch verwendet. Dabei nutzen die Osram=D-Campen den elektrischen Strom viel besser aus. Fragen Sie den Glektrolicht=Fachmann wegen Verbesserung Ihrer Lichtanlagen unter Verwendung der mit doppeltgewendeltem Leuchtbraht ausgerüsteten OSRAM-E-LAMPEN ATI beförderungen in der 5A-Gruppe Westfalen NSG. Anläßlich des 14. Jahrestages des 9. November 1923 wurden in der SAl=Gruppe Westfalen folgende Beförderungen mit Wirkung vom 9. November 1937 ausgesprochen: Zum Obergruppenführer: Der Führer der S. Gruppe Westfalen, Gruppenfüherr Schramme, der Gauleiter des Gaues Westfalen=Süd, Gruppenführer Wagner. Zum Oberführer: Standartenführer Koch, Stab der SA=Gruppe Westfalen, Standartenführer Küper, Stab der SA=Gruppe Westfalen. Zum Standartenführer: Obersturmbannführer Scheunemann, Gruppenreiterführer im Stab der SA=Gruppe Westfalen. Zum Obersturmbannführer: Gauamtsleiter im Gau Westfalen=Nord Fritz Schmidt(Münster), Gauschatzmeister im Gau Westfalen=Nord August Mietz(Münster), Gauobmann der DAF im Gau Westfalen=Nord Ferdinand Schürmann(Münster). Sturmbannführer Lüth(Siegen), Stab der SA=Gruppe Westfalen, Sturmbannführer Emil Grothe, Stab der SA=Standarte 22 Ahlen), Sturmbannführer Harlos, Führer des Sturmbannes 1/189(Dortmund), Sturmbannführer Lachat, Führer des Sturmbannes II/15 (Bottrop). Zum San.=Obersturmbannführer: San.=Sturmbannführer Fleischhauer, 1. Arzt der SAStandarte 69(Höxter). Zum Sturmbannführer: Sturmhauptführer Oblendorf, Stab der SA=Brigade 66(Münster). Zum Sturmbannführer: Sturmhauptführer Roaaenkamp, Führer des Sturmbannes 1/22 (Ahlen), Sturmhauptführer Krüger, Führer des Sturmbannes II/471(Dülmen). Sturmhauptführer Becker, Führer des Sturmbannes II/132(Hagen). das BOM-Leistungsabzeichen NSG. Das praktische Ziel der Grundausbildung im Bund deutscher Mädel ist der Erwerb des BDM=Leistungsabzeichens. Die Bedingungen hierzu kann jedes gesunde Mädel erfüllen. Neben Lauf, Wurf, Sprung und Schwimmen soll das Mädel im Wandern, in der Kartenkunde und in der ersten Hilfe bei Unglücksfällen Erfahrung haben. Die vorhergehende ärztliche Untersuchung sichert auch hier vor Ueberanstrengung und Schädigung. Das Leistungsabzeichen ist Ansporn zur körperlichen Ertüchtigung; dadurch, daß es alle Mädel erwerben sollen, gibt es nicht nur die Gewähr für eine gesunde Mädelgeneration, sondern sichert darüber hinaus die Gesunderhaltung unseres Volkes. Vor allen Dingen aber gehört das Leistungsabzeichen zur Tracht einer BDM=Führerin; denn Führerin sein heißt nicht nur weltanschaulich schulen können, sondern auch praktisch vorleben. Aus diesem Gesichtspunkt heraus haben die Untergauund die Jungmädel=Untergauführerin angeordnet, daß alle Führerinnen noch in diesem Jahr das Leistungsabzeichen zu erwerben haben. „Freiwillige der Flieger- und Nachrichtentruppe“ Das Luftkreiskommando 4 Münster gibt bekannt: In Ergänzung der durch das Reichsluftfahrtministerium wiederholt in Presse und Rundfunk gegebenen Aufrufe wird veröffentlicht, daß infolge regen Zustromes an Freiwilligen die Einstellung bei der Flieger= und Luftnachrichtentruppe im Luftkreis 4 für das Frühjahr 1938 abgeschlossen ist. Es ist zu erwarten, daß bei dem zahlreichen Eingang von Gesuchen, die bereits für die Herbsteinstellung 1938 vorliegen, in kurzer Zeit die Annahme von Freiwilligen auch für den Herbst 1838 beendet sein wird. Als Abschlußmeldetermin ist endgültig der 5. Januar 1938 festgesetzt, weil die Freiwilligen der Geburtsfahrgänge 1915 und tünger vor der Einstellung, d. b. ab Tagung der westfälischen Provinzialräte Unter dem Vorsitz des Oberpräsidenten Freiherrn von Lüninck versammelten sich die westfälischen Provinzialräte im Landeshause zu Münster zu ihrer 7. Tagung. Im Mittelpunkt stand der Finanzbericht über das 1. Halbjahr 1937, den Landeshauptmann Kolbow erstattete und den er zu einem interessanten Ueberblick über die gesamte Arbeit der Provinzialverwaltung zu gestalten wußte. Aus diesem Bericht war zu entnehmen, daß die äußere Haushaltslage als nicht ungünstig zu bezeichnen ist. Größere Ersparnisse konnten bei den Landeshilfsbedürftigen durch ihre Vermittlung in Arbeit, sowie im Etat der Geisteskranken und der Heilanstalten erzielt werden. Für den Ausbau der Landstraßen l. O. wird zusätzlich ein Betrag von 260 000 RM bereitgestellt, um weitere dringliche Unterhaltungsmaßnahmen durchführen zu können. Von besonderer Bedeutung war die Mitteilung des Landeshauptmanns, daß die Provinz auf dem Gebiete der Fürsorgeerziehung ein eigenes Landesaufnahmeheim in Maria Lindenhof in Dorsten einrichtet, daß außer zu einer Verbilligung auch zu einer Vertiefung der Fürsorgeerziehung im nationalsozialistischen Geiste führen soll. Einen umfassenden Ueberblich gab der Landeshauptmann über die Gesundheitsfürsorge der Kinder, Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren und 1. April 1938 ihrer Arbeitsdienstpflicht noch genügen müssen Zur Vermeidung verspäteter Anmeldung und dadurch bedingter Ablehnung und Zurückstellung ergeht daher die Aufforderung zur baldigen Vorlage von Gesuchen an folgende Annahmestellen: a) Fliegertruppe: Flieger Ersatzabteilung Detmold. Flieger=Ersatzabteilung Quakenbrück. Flieger Ersatzabteilung Handorf bei Münster, b) Luftnachrichtentruppe: Luftnachrichten=Ers. Komp. Gütersloh Die Verpflichtung geht über 4½ oder 2 Jahre und kann bei belonderer Eignung auf 12 Jahre ausgedehnt werden. Die Einstellung erfolgt zunächst bei den FliegerErsatzabteilungen bezw. Luitnachrichten=Kompanien Gütersloh oder Münster Die Dienstzeit be den Flieger=Ersat avteilungen beträgt 6 Monate. Anschließend erfolgt Versetzung zu den Fliegertruppenteilen. Bevorzugt eingestellt werden die Angehörigen des NS Flieger=Korps und die sonstigen, im zivilen Flugwesen tätigen Personen. Ferner sind bevorzugt alle technisch vorgebildeten Freiwilligen(Motorenschlosser. Feinmechaniker). Menschenkenntnis im Dienste der Kundenbehandlung Ueber dieses interessante Thema spricht am morgigen Mittwoch der Verkaufspsychologe Cordt v. Klocke=Köln. Da der Vortrag infolge seines charakterkundlichen Inhalts völlig neutral ist, ist er für alle Branchen gleichbedeutend. Der Vortraa will eine systematische Uebersicht über die Grundzüge der Menschenkenntnis sowie eine allgemeine praktische Einführung in dieses Gebiet geben und wird durch ca. 50 instruktive Lichtbilder unterstützt. Da die praktische Menschenkenntnis der Schlüssel zur Verkaufskunst ist und damit die Grundlage für den Verkaufserfolg, so dürfte er wohl alle, die mit Verkauf und Kundschaft zu tun haben, besonders interessieren Zum Bannführer wurde befördert der Gaujugendwalter der DAF, Unterbannführer Karl Treeck. heute:„Fidelio“ Beethovens großes und unvergängliches Opernwerk, der„Fidelio“, gelangt heute wiederum nach großen Erfolg der vorigen Spielzeit zur Aufführung. Die Neueinrichtung der Kölner Oper unter der Spielleitung von Hans Schmid und unter musikalischer Leitung von Erich Riede, mit der ersten Besetzung des Kölner Ensembles, u. Ruth Jost=Arden, Else Veith, Werner Alsen, Anton Germann, Josef Janko, Peter Nohl und Siegfried Tappolet, wird auch dieses Jahr wieder ein besonders festlicher Anlaß für alle Opernfreunde sein. Die heutige Aufführung ist für den Weißen Rina angesetzt Nächste Gastspiele der Kölner Oper: Donnerstag, 11. November, Tanzabend(Vormiete A); Montag, 15. November, in neuer Insgenierung „Der Waffenschmied“(Blauer Ring). Ufa-Tonhalle Jelter Dieser großangelegte Kulturfilm begeisterte Sonntagmorgen eine große Zuschauergemeinde, vor deren Augen das heutige Italien in seinen monumentalen Werken, in seinem herrlichen Landschaftsbild, in seinen wundervollen Kunstwerken erstand. Mit der Kamera konnten die Besucher eine Reise machen, die ihnen unvergeßliche Eindrücke vermittelte und sie durch die bedeutendsten Städte des Imperiums führte, von Rom angefangen bis Venedig und Genua. Es war eine herrliche Bilderschau, in denen Italiens Reige eingeingen waren und die jeden, der sie sah, entzückte Lichtspielhaus Der gestiefelte Na Die beiden Märchennachmittage am Sonntag und gestern, der britte folgt heute, hatten einen starken Kinderbesuch zu verzeichnen. Mit leuchtenden Augen folgte man dem gestieselten Kater und ergötzte man sich über die lustigen Streiche der sieben Schwaben, die das helle Entzücken der Kinder hervorriefen. Gern und willig ließen sich die Kleinen in das Reich des deutichen Märchens füh ren, und selbst die Erwachsenen hatten ihre Freude und wurden durch das Lärmen und Lachen und Sichfreuen der Kinder unterhalten. Es waren recht nette und gemütliche Stunden. Wohltätigkeitsveranstaltung Der Theaterverein„Kornblume", der auch im vorigen Jahre sich hilfsbereit dem karitativen Zweck zur Verfügung stellte, brachte am vergangenen Sonntag im großen Saale des Vinzenzkinderheimes in der Klosterstraße 24 zugunsten dieser Anstalt das Theoterstück„Der Glockengußzu Breslau zur Aufführung. Das Spiel der Mitwirkenden war so lebendig und lebensecht, daß die zahlreichen Besucher in lautloser Stille verbarrten und der Vorführung mit gespanntem Interesse folgten. Zum Schlusse gaben sie ihre h starken BeitUnerkennung durch Beifall zu erkennen, für den sich die Spieler herzlich bedankten. Der Coyn für ihre Mitheschönste Lohn fü tsein, durch pre Mühen war jedoch das Beihre Tat das Liebeswerk gefördert wußt zu haben. Am kommenden Mittwoch, dem 10., und Sonntag, dem 14. Oktober, finden nun um 20 Uhr Viederbolungen dieses Schauspiels statt, deren Erlös Us dem Heim zugute kommt. Musica sacra Eine feierliche Stimmung lag über der Festandacht, die Sonntagnachmittag in der Christ=Königs=Kirche abgehalten wurde. Das eigenartige, ganz neuzeitlich aufgestellte Programm hatte viele Besucher herbeigerufen, so daß das Gotteshaus bis auf den letzten Platz besetzt war. Es sollte ein Einblick gegeben werden in die neuerdings beliebte Art der Choralmotetten und Choralkantaten. Bei der Choralmotetten ist an eine Variierung eines geistlichen Volksliedes gedacht, wobei oft mehrere Lieder dieser Art in kunstvoller Prägung miteinander verbunden werden. Anderes will die Choralkantate! Diese Kunstform— man könnte sie „Strophenvariation“ eines Kirchenliedes nennen— will unter Beachtung des wechselnden Inhaltes der Strophen auch die Gemeinde mit in den Gelang einbezieben. Dadurch daß man den GeKleinigkeiten! meindegesang als cantus firmus unterlegt, erreicht man eine geradezu ideale Chorgemeinschaft. Noch stehen wir zwar am Anfang dieser Entwicklung, von der wir aber Großes erwarten dürfen In die Durchführung des interessanten Programms hatten sich die Chore von Christ=König und Meinolphus geteilt. Beide Chöre sind stimmlich gut besetzt und zeigten in der dynamisch sein abgetönten Wiedergabe der einzelnen Darbietungen fleißige Vorarbeit vad sichere Führung. Schroeders„Beim letzten Abendmahle“ war der erste Versuch einer neuzeitlichen Choralmotette Sehr interessant war die Gegenüberstellung der beiden Motetten von Schroeder und Kraft, die beide gleiches Wollen dabei aber die Eigenart jedes Künstlers deutlich erkennen lassen. Lemachers Weihnachtsmotette„Vom Himmel hoch..." verarbeitet 5 Weihnachtslieder, um die volle weibnachtliche Stimmung aufleuchten zu lassen. Wismeyers Choralkantate, die sich durch geschlossene künstlerische Form besonders auszeichnete,„O Haupt voll Blut und Wunden“ sang der Meinolphuschor. Die 2. Strophe mit ihren erbebenden Klangbildungen wird jeden ergreifen. In den anderen Stropben wird die mitsingende Gemeinde durch wechselnde, feingefühlte Harmonik in die moderne religiöse Tonsprache eingeführt Diese Kantate hinterließ starke Wirkung. Den Höhepurkt bildete wohl die Kontate„Dich König loben wir“ von Schroeder. Alles, was zu einer Festkantate herangezogen werden kann, hat der Komponist verwandt: 4stimmigen Chor. Orgel, Bläser und Volksgesang. Die Steigerung ist am Schluß so gewaltig, daß sich kaum ein packenderer Jubelhymnus denken läßt. Der Christ=Königschor zeigte hier sein ganzes Können. Die Feierlichkeit der Stunde wurde noch gesteigert durch die Feiransprache, die P. Romanus hielt. Er schilderte der andächtig lauschenden Gemeinde das Leben und Schaffen des Gottesmusikanten Anton Bruckner und stellte ihn den Mitgliedern der Chöre als leuchtendes Beispiel gläubiger Treue und ungebrochener Liebe zur musica sacra vor die Seele. Mit dem Segen und der Choralkantate„Ein Haus voll Glorie“ die Jos. Petermann in klarer Herausarbeitung der Themen spielte, fand die Feierstunde ihr Ende, die allen Chören gewiß manche Anregung gegeben hat. Sonntage Mütter, die in engster und erfolgreicher Zusammenarbeit mit der HJ, der NSV, der Sozialversicherung und der Gemeinden durchgeführt wird. Die von der Provinz errichteten und belegten Heime sind in nationalsozialistischem Geiste ausgerichtet und haben auf ärztlichem und erzieherischem Gebiet schon Vorbildliches geleistet. Es wurden Mittel bewilligt für die Verlegung von Pfleglingen aus karitativen Anstalten. in denen sittliche Verfehlungen des Pflegepersonals vorgekommen sind. An der Sanierung einer Reihe von notleidenden Ruhrgebietsstädten und=Kreisen hat sich die Provinz mit beachtlichen Beträgen zulammen mit dem preußischen Staat beteiligt mit dem Erfolge, daß diese Städte und Kreise nunmehr als endgültig wieder gesundet angesehen werden. Ueber die noch schwebenden Fälle wurde Bericht erstattet. Die Provinzialräte nahmen zu den einzelnen Punkten der außerordentlich umsangreichen Tagesordnung mit Anregungen und Zustimmung lebhaft Stellung. Der Oberpräsident schloß die Tagung mit dem Hinweis darauf, daß die Provinz auf dem Wege der finanziellen Liquidierung früherer Sünden und Mißgeschicke schon weit fortschreiten konnte und daß diese Entwicklung gerade auch dem Wirtschaftsaufschwung zu verdanken sei, der von dem Führer und der Bewegung seinen Anstoß erhalten hat. Jed Opfertage NSG.„Im Haushalt gibt's keine Kleinigkeiten, mein liebes Kind“, pflegte meine Großmutter zu sagen, als ich sie um ein klein wenig Brot für meine Puppenküche bat. Aber dann band sie sich die große weiße Schürze um, und dann kochten wir beide die herrlichsten Gerichte, die sie mit vielen guten Ratschlägen wurzte. Wieviel leckere Speisen wußte sie allein aus Brotresten zu bereiten, die sie in einem weißen Beutel trocken und luftig aufbewahrte, damit sie nicht schimmelten. Auf einer großen Reibe wurde Schwarzbrot und Weißbrot getrennt gerieben, und aus dieser lockeren Masse entstanden dann warme und kalte Suppen, Speisen, Klöße und Torten nach alten Rezepten, die schon unseren Vorvätern herrlich geschmeckt hatten. Geriebenes Schwarzbrot streute sie uns auf die saure Milch am Abend, und sogar die Soßen pflegte sie mit geriebenem Brot zu verdicken. Wenn es uns gut schmeckte, so machte sie uns lächelnd auf den Wert dieser kleinen Brotreste aufmerksam, und ich höre noch, wie sie sagte:„Ja, wer die Brosamen nicht ehrt, der achtet auch die Brocken nicht und muß später sein Brot mit Tränen essen." Generalangriff auf den Salzhering Die Anlandungen an Salzberingen haben in diesem Jahr eine bisher unerreichte Hobe erreicht. Da heißt es. in den Lagern Plat zu schaffen, den Fischern und Gesellschaften Mut und Arbeit zu bringen und der deutschen Volkswirtschaft eine neue Entlastung in der Nahrungsmittelversorgung durch die Einschaltung von Salzberingsgerichten zu geben.— Gründe genug, daß sich die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk und die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverbütung unter der Parole„Kampf dem Verderb“ des Salz= herings annimmt. In einer gemeinsamen Besprechung zwischen diesen beiden Stellen, der Dö6 und der Wittschaftsgruppe Groß= und Einzelbandel wurde der Generalangriff auf den Salzbering festgelegt. Die Wirtschaft sorat, daß in jedem Einzelbandelsgeschäft im Lande Salzheringe zu bekommen sind. Die Abteilung Volkswirtschaft—Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk veranstaltet Salzheringskochkurse, verteilt Rezepte und Rezepthefte. klärt in ihren Schauen. Abenden und Beratungsstellen die Hausfrauen auf. In den Kursen des Reichsmütterdienstes, durch den Reichsnährstand, in den Betriebsabenden des Frauenamtes der DAF., in den Heimen der NSV., in den Schulen und Hausbaltungsschulen wird der Hering als billiges, vollwertiges Nahrungsmittel herausgestellt und werden Anregungen zu seiner vielseitigen Verwendung gegeben. Bereitwillig und schnell werden sich die Hausfrauen auch auf diese volkswirtschaftliche Forderung einstellen, und in vielen Familien wird der Salzbering im verschiedensten Gewand auf dem Mittags= oder Abendbrottisch erscheinen Filme, die Aufklärung bringen. Drei Filme, „Kampf um Brot“ und„Kampf dem Verderb“ und als Beiprogramm der Film„Flüchtlinge“ machen augenblicklich eine Reise durch das Gebiet der Landesbauernschaft Westfalen, dabei natürlich auch nach Bochum. Hier werden sie aufgeführt Mittwoch und am Donnerstag und zwar Mittwoch 20 Uhr in der Verwaltungsakademie, Donnerstag um 15.90 Uhr im Apollo und in der Wirtschaft Kreter in Weitmar. Karten halten die Ortsbauernführer im Vorverkauf swreit, außerdem können sie jeweils vor der Aufführung erstanden werden. Jamilienkundlicher Verein Groß Bochum. 8 der letzten Zusammenkunft wurden verschedene grundlegende Aenderungen innerhalb der Arbeitegemeinschaft vorgenommen. Die Arkeitsabende sind auf den zweiten Freitag eines jeden Monats verlegt. Sie finden künftig im Ratskeller— Kortumzimmer— statt; der nächste Abend ist am Freitag. dem 12. November, 20.15 Uhr. Freunde und Mitglieder der Gemeinschaft sind berzlich willkommen. Soweit Anschanungsmaterial vor= handen, wird gebeten, dieses mitzubringen. I. 4. werden Darstellungen über den Gang der Fannlienforschung von den einfachsten Anfängen pis zur vollendeten Familienchronik geboten. Gerechte Strafe für einen Voltsschädling + Die gegenwärtige Schwurgerichtsperiode am Landgericht Bochum hat bereits in mehreren Verhandlungen das überaus verderbliche Treiben kommunistisch-marxistisch eingestellter Vereine „Sexualreform", Kleinhaltung der Familie in Systemzeit grell beleuchtet in ihren furchtbaren Auswirtungen gegen den Bestand und das Wachetum des deutschen Volkes. Empfindliche und dabei der Abschreckung dienende Strafen wurden verhängt. Aber keine dieser Verhandlungen hat einen solch ernsten Einblick in das Treiben Systemblüten geboten, wie der Prozeß, am Montag hinter verschlossenen Türen abrollen mußte. Schaudern ergriff den Beobachter über die abgrundtiefe gemeine Gesinnung, die der Hauptangeklagte bei seinem gegen den Volksbestand ge richteten Treiben hat obwalten lassen. Es war höchste Zeit, daß diesen Vereinsgebilden und ihren Funktionären das Handwerk gründlich gelegt worden ist. Der Hauptangeklagte ist ein gewisser Jobann Notscheid, der seit dem Jahre 1920 lm Bezirke Der-Erkenschwick und darüber hinaus sein Treiben begann und es namentlich in den Jahren 1934 bis 1936 nach der Machtükernahme mit verdoppeltem Eifer aus seiner kommunistischen Einstellung heraus fortsetzte, bis er im Mai 1967 in Untersuchungshaft genommen wurde. Nicht We niger als 17 Fälle der vollendeten und versuchten gewerbsmäßigen Abtreibung warf ihm die Anklage vor, die auch in der Beweisaufnahme einem Aufgebot von zirka 30 Zeugen ihm nächgewiesen wurden. Man kann die traurigen Prl stellungen des Prozesses in ihrer abgrundtiefen Abscheulichteit gar nicht wiedergeben. Soviel man " dieser Mann aus dem schmutzigen sich eine dauernde Einnahmequelle zu machen versucht hat. Mit ihm war noch ein derer Funktionär des Vereing in der Person de Otto Ermel aus Recklinghausen der Beihrne angeklagt.der Staatsanwalt brandmarkte schärfsten Ausdrücken das gemeine und hoan volksschädigende Handeln des Hauptangeklagten. das in seiner Schamlosigkeit wohl einzig Wohl keiner der bisherigen Prozesse habe mit sosch krasser Deutlichkeit das gewissenlose Treiben der gekennzeichneten Vereinsgebilde aufgedeck wie dieser. Ex beantragte gegen Notscheid eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren und 10 Jahre Eo= verlust. Das Gericht verurteilte Notscheid Jahren 6 Monaten Zuchthaus und 10 Ehrverlust, den Mitangeklagten Ermel wegen Beibilie in einem Falle zu 6 Monaten Ein klein NSG. Lumpi. gefallt es auf der und kalt. ein Hu Hundewetter, denn den ehrlichsten 5 keine Katze. Wie Treppe hoch und1 an der Wohnungs Drinnen in de Feuerchen. Lumpi Viere von sich strec Oen. Gerade will schlosen da geht aus der nicht gesch Fell. Au. das tut u verblüfft, dann beg dicht ans Feuer le= die richtige Entfern an die Ofentür ro Heiztages genügt il Dabei ist er nur wir großen klugen nau, daß mit Fun oder Aschentür zu 1 beraus'allen kann. der in Ofennähe au baft gewordene baw erneuern oder decker so leicht brennbaren wurssvoll an. er ist Erfahrungsgemätz auch die Zeit bäuf Wodnungsbrand gebi denn„böbere Gewa könnten, treten im 1 verbrennt, gebört zu Vierjahresplanes: 5t Darum: Vor den Frennbare aus der N stellen, ob das Schut Nach dem Anbeisen sugsrohre genau beo Sommers irgendweld ben! Zeitweise unde Geschirrschränke, gebei werden— solche Ver racht sich meist bitter Krafffah NSG. Eine besond Straßen sowie Kurve Wegestellen ist erböbte eine selbstverständliche Besondere Vorsicht derer Wegebenutzer un zuwenden. Beim Uebe zu achten, daß damit e zu Ueberholende ein 3 seine Kenntnis von de Ueberholen eindeutig wenn der Fahrer einen vor dem zu Ueberholen gewinnen können Ein gleich bobes Me nungen mit Pferdegespa bolt werden müssen, anz fahrer bemerkt, daß Pfe nes Kraftfahrzengs unt Geschwindigkeit berabzuf von starkem Geräusch 1 forderlichenfalls anzubal Pferde Gelegenheit zu a in nehmen. zu beruhiger „NSG. Das N2JK. Gepackmarsch teil. Am in Dortmund der Vik SA.-Gruppe Westfalen, Ungehörigen der NS wilnehmen, statt. Zu liche Teilnehmer aus der amengeogen. „Mutter. „Hör' je luchen! Das tommt vom über ihr Ge Wenn das einer so schie Mach' persucht. Hast versuchen wir Wenn e aina Tages allem au Mutter“, blübend un opfage rtage Rezepthefte. klärt in nd Beratungsstellen die tursen des nährstand, in den Beimtes der DAF., in den 1Schulen und Haushalna als billiges, vollwerausgestellt und werden seitigen Verwendung gewerden sich die Haus= lkswirtschaftliche Fordeelen Familien wird der sten Gewand auf dem ch erscheinen bringen. Drei Fi.me, impf dem Verderb“ und mFlüchtlinge“ machen rch das Gebiet der Landabei natürlich auch den sie aufgeführt tag und zwar Mittwoch sakademie, Donnerstag und in der Wirtschaft en halten die Ortsbau= Freit, außerdem können rung erstanden werden. in Groß= Bochum Bei wurden verchedene ag eines jeden Monats ftig im Ratskeller r nächste Abend ist am r. 20.15 Uhr. Freunde einschaft sind herzlich chanungsmaterial vor8 mitzubringen. U. a. den Gang der Famfachsten Anfängen bis onik geboten einen Volks urgericepere en ts in mehreren verderbliche Treiben ugestellter Vereme der Familie in der n ihren and und das Wacht mpfindliche und o de Strafen wurden Verhandlungen hat 1 das Treiben dieser der Prozeßz, der sich enen Türen ab rollen Beobachter über die ina. die der Haupiden Volksbestand gea lassen. Es war isgebilden und ihren ründlich gelegt wo ch den een nnasien r. wune. deten und versuchnen warf ihm die un Beweisaufnahme brr 0 Zeugen ihm 1 de fraurigen Fern= ihrer abgrundtleten rgeben aus dem schmup T.. nene. an. 16. 8 Hauptangeklagten, wohl einzig dastene. gewissenlose egebilde aufgedeck gegen Notscheid er und 10 Jahre Goreilte Notscheid zu aue und 10 Jchren n Ermel wegen BeiEin kleiner dummer hund... NSG. Lumpi, dem drolligen Drabthaarterrier, gefallt es auf der Straße heute garnicht. Es ist nas und kalt. ein Hundewetter oder richtiger kein Hundewetter, denn bei dieser Temperatur freut auch den ehrlichsten Hund kein Baum und ärgert ihn keine Katze. Wie ein Gummiball fliegt Lumpi die Treppe hoch und meldet sich mit kräftigem„Wau! an der Wohnungstür Drinnen in der Stube prasselt ein lustiges Feuerchen. Lumpi ist begeistert und legt sich, alle Viere von sich streckend, so dicht wie möglich an den Oen. Gerade will er in der wohligen Wärme einschlosen da geht es„knacks!“— und ein Funke aus der nicht geschlossenen Feuertür spritzt auf sein Fell. Au. das tut weh! Der gute Hund ist erst etwas verblüfft, dann begreift er: Man darf sich nicht so dicht ans Feuer legen. Es spukt! Er sucht sich also die richtige Entfernung und gebt nie wieder zu dicht an die Ofentür ran. Die Erfahrung des ersten beiztages genügt ihm für den ganzen Winter. Dabei ist er nur ein kleiner, dummer Hund. Und wir großen klugen Menschen? Wir wissen ganz genau, daß mit Funkenflug aus der offenen Feuer oder Aschentür zu rechnen ist und das Glut aus ihr beraus'allen kann. Und trotzdem bängen wir Kleider in Ofennähe auf und versäumen es, das schaddaft gewordene bzw. ganz abgerissene Ofenblech zu erneuern oder decken es sogar leichtfinnig mit dem so leicht brennbaren Teppich zu. Lumpi sieht vor wurssvoll zn. er ist der Klügere! Erfahrungsgemäß ist die Zeit des ersten Heizens auch die Zeit häufiger Wohnungsbrände. Jeder Wohnungsbrand gebt auf eine Fahrlässigkeit zurück. denn„höhere Gewalten“, die uns entschuldigen könnten, treten im Hausbalt nicht auf. Wos dabei verbrennt, gebört zu den wichigsten Robstoffen des Vierjahresplanes: Holz und Textilien. Darum: Vor dem ersten Heizen alles leicht Srennbare aus der Nähe des Ofens ent'ernen! Feststellen, ob das Schutzblech tadellos in Ordnung ist Nach dem Anheiten den Ofen einschließlich der Absugsrohre genau beobachten, ob sich während des Sommers irgendwelche Schäden eingeschlichen haben! Zeitweise unbenützte Oefen sollen nicht als Geschirrschränke, geheime Sparkassen usw. benutzt werden— solche Verkennung der Zweckbestimmung racht sich meist bitter... Krafffahrer, beachte! NSG. Eine besondere Gefahr bilden schlüpfrige Straßen sowie Kurven. Beim Passieren solcher Wegestellen ist erbödte Aufmerksamkeit und Sorgfalt eine selbstverständliche Pflicht. Besondere Vorsicht ist auch beim Ueberbolen an derer Wegebenutzer und an Straßenkreuzungen ansuwenden. Beim Ueberholen ist besonders darauf zu achten, daß damit erst begonnen wird, wenn der zu Ueberholende ein Zeichen gegeben bat, aus dem seine Kenntnis von dem Willen des Fahrers zum leberholen eindeutig geschlossen werden kann, und wenn der Fahrer einen Ueberblick über die gesamle vor dem zu Ueberholenden liegende Fahrbahn bat gewinnen können Ein gleich bobes Maß an Vorsicht ist bei Begeagungen mit Pferdegespannen oder, wenn solche übervolt werden müssen, anzuwenden. Sobald der Kraftfahrer bemerkt, daß Pferde bei der Annäherung seines Kraftfahrzeugs unruhig werden, hat er seine Geschwindigkeit herabzusetzen und unter Vermeidung von starkem Geräusch langsam vorbeizufahren; ertorderlichenfalls anzubalten und dem Lenker der Pferde Gelegenheit zu geben, seine Tiere beim Kopf nehmen. zu beruhigen oder abseits zu führen. NSG. Das NEJK. nimmt am Viktor=Lutze. rdackmarsch teil. Am 14. November 1937 findet Dortmund der Viktor=Lutze=Gepäckmarsch der Sal.=Gruppe Westfalen, an dem auch die aktiven Angehörigen der NSRK.=Gruppe 11, Westfalen, statt. Zu diesem Zweck werden sämtsche Teilnehmer aus der Gruppe in Dortmund zuAumengeiogen roß Bochuml meldet. 70jähriges Pächterjubiläum eines Bochum=Weitmarer Kötters. Bochum=Weitmar. Auf Martini(11. November) werden es 70 Jahre, daß der Kotter Kriwett in Bochum=Weitmar, Schloßstraße, im Pachtverhältnis zum Haus Weitmar steht. Ein Ereignis, das verdient, erwähnt zu werden. Das nun schon historische Pachtbuch, treu gehütet von seinem jetzigen Besitzer Karl Kriwett, gibt interessante Aufschlüsse über die Pachtangelegenheit zur„guten alten Auf der ersten Seite steht in eigenhändiger Schrift des verstorbenen Barons und Kammerherrn auf Haus Weitmar zu lesen: Kriwett zahlte halbjährige Miete vom 1. Mai bis 1. November 1867 mit Th(Thaler): 19 richtig. Weitmar, 2. Novbr. 1867. v. Berswordt Wallrab“ An anderer Stelle schreibt der damalige Gutsververwalter auf Schloß Weitmar: „Pro Martini 1872 sind Thlr 19,— baar und richtig gezahlt bescheinigt quittired Weitmar, den 31. October 1878 v. Berswordt=Wallrabe Goecke.“ Das Haus des jetzigen, Sohn des ersten Pächters, wurde von diesem am 1. November 1881 bezogen. Darüber heißt es im Pachtbuch: „H. Kriwett hat am 1. November 1881 den Kotten am„Schuhmacher“ bezogen und zahlt an Hausmiethe und Landpacht jährlich 240 Marke in halbjährlichen Raten am 1. Mai und 1. November. v. Berswordt Wallrabe.“ Der Pächterjubilar, Karl Kriwett, ist ein kerniger Sohn der roten Erde. Da der Kotten allein zum Lebensunterhalt seiner Familie nicht ausreichte, betreibt er seit 25 Jahren neben dem Ackerbau ein Fuhrgeschäft verbunden mit Kohlenhandel. Immer ist der Kötter Kriwett guter Dinge. ob er in treuer Arbeitsgemeinschaft mit seinem prächtigen Pferd„Mammon" die Scholle pflügt, oder, lustig mit der Peitsche knallend, seinen langjährigen Kunden, die ihn alle gern sehen, die schwarzen Diamanten vor das Kellerloch schüttet. Ihm zur Seite steht seine unermüdlich schaffende Lebenskameradin. Mögen den Kriwettsseuten noch viele Jahre gemeinsamer Arbeit und Freude im Kreise ihrer Kinder beschieden sein! Bochum-Linden-Dahlhausen Einen Gemeinschaftsabend veranstaltete der Reichsbund Deutscher Beamter im Westfälischen Hof. Nach verschiedenen Darbietungen des Fliegerorchesters sprach der Kreisschulungswalter Pg. Ruthenbürger.(b.) ehrte Arbeitsjubilare. Amtswalter und Arbeitsjubilare waren Sonntag zu einer Feierstunde bei Mönnighoff versammelt. In seiner Begrüßungsansprache, in der er besonders dem Ortsgruppenleiter Burggräf ein herzliches Willkomm entbot, wies der Ortsobmann Altmicks auf das Verhältnis des schaffenden Menschen zur Kunst hin. Nach verschiedenen Darbietungen der Hesdschen Kapelle nahm der Ortsobmann die Ehrung der Arbeitsjubilare vor. Ihre Namen: G. Adams, 40 Jahre bei Wolff, Ign. Lenski und P. Küver, 25 Jahre auf Friedlicher Nachbar. In einer kurzen Ansprache würdigte er die Verdienste der bilare und händigte ihnen die Ehrenurkunde der DAF. aus. Pfarr=Familienfeier. Aus Anlaß des silbernen Ortsjubiläums Pfarrer Klüppels und des 25jährigen Bestehens der Vinzenzkonferenz und der Jungfrauenkongregation fand bei Henke eine Pfarr=Familienfeier statt, in der die Jubilare in entsprechender Form geehrt wurden.(b) Ajährigen Ehemann. Nach einem arbeitsreichen Leben erfreuen sich heide in Altenbochum größter Wertschätzung. Auch unseren Glückwunsch! Der Heimabend für die weiblichen DAF=Mitglieder unseres Ortsteils findet am Donnerstag im Lokal Höhn(Bruch), Wittener Straße, statt. Diese Abende, die allen Teilnehmern fröhliche und unterhaltsame Stunden bereiten, erfreuen sich schon seit langem größter Beliebtheit. Es ist zu wünschen, daß auch Nichtmitglieder diese Abende recht zahlreich besuchen Bochum-Laer Uebungsschießen der Kriegerkameradschaft. Die Kriegerkameradschaft„Kaiser=Wilhelm“ 1874 hielt Sonntag auf ihrem Stand bei Langbein ein Uebungsschießen ab. Mit Kleinkalibergewehren wurden liegend freihändig folgende Ergebnisse erzielt: 1. Karl Möller 35, 2. Karl Mette 34, 3. Aug. Möller, Karl Emde, M. Thöne, Julius Zimmermann und Justin Sippel 32, Wilhelm Kirchner 31 Ringe. Der Kaninchenzuchtverein W 54 Laer trat am Samstag und Sonntag mit einer Kleintier= und Produktenschau im Lokal des Wirtes Burckhardt an die Oeffentlichkeit, um zu zeigen, von welchem Wert die Kleintierzucht und Produktenverarbeitung ist und was sie zum Gelingen des Vierjahresplanes beizutragen vermag. Ueber 80 Tiere verschiedener Rassen kamen zur Schau, ausschließlich erstklassiges Material. Die Prämiierung hatte folgende Ergebnisse: Dem Zuchtfreund Behrhorst wurde auf Blaue Wiener auf 1,0 mit 92 Punkten der Siegerpreis zuerkannt, während der Preis für die beste Gesamtleistung an den Züchter Adolf Czwickla fiel. Den Ehrenpreis der Reichsfachschaft erhielt der Züchter Josef Rohde mit 1.2 auf Blaue Wiener, während Theodor Buse ein weiterer Ehrenpreis auf 0.1 Deutsche Widder zuerkannt wurde. Die ersten Preise erbielten: Richard Busch auf Gelbsilber und Blaue Wiener. Wilhelm Brämer zwei Preise auf Hasen, Adolf Czwickla zwei Preise auf Klein=Chinchilla, Josef Robde auf Klein=Chinchilla und Friedrich Lotz auf Schwarzloh. Außerdem wurden noch 12 zweite und 20 dritte Preise ausgegeben. Besondere Aufmerksamkeit lenkte die Produktenschau auf sich, die wahre Kunstwerke zeigte. Die Fachschaft„Selbstverwerter von Kaninchenerzeugnissen" zeigte, welche Möglichkeiten die Kaninchenzüchter haben, an schöne und billige Pelzsachen zu kommen. Fertige Pelze, eine Sealjacke, von Laien kaum von einer echten zu unterscheiden, Vorlagen, Krawatten, Sofakissen, Schalkragen, Decken, Handtaschenmuffs und Füchse lagen dort ausgestellt. die alle von dieser Fachschaft verarbeitet waren und lebhaft bewundert wurden. Bochum-Langendreer In einer außerordentlichen Versammlung des Eisenbahnervereins Langendreer im Lokale„Zur Post“ berichtete der Vereinsführer ReichsbahnAmtmann Homeier zunächst über einige wichtige Vereinsfragen. Anschließend wurde der Berufskamerad Hubert Voßmeier für 25jährige treue Dienste ausgezeichnet. In einer kurzen Ansprache würdigte der Vereisführer die Verdienste des Jubilars, der allezeit ein guter Kamerad gewesen sei. Zum folgenden unterhaltenden Teil spielte die Kapelle der HJ auf. Henke keine Sportkurse! Die üblichen Kurfe des Sportamtes fallen heute wegen des Gedenktages der Bewegung aus. Fur die anderen Tage der Woche bleibt der Wochenplan unverändert. Sportkurse. Mittwoch: Kleinkaliberschießen für Frauen und Männer von 20—22 Uhr bei Kneist, Volkstanz für Frauen und Männer von 20—22 Uhr im Lokal Landau. Donnerstag: Volkstanz für Frauen und Männer von 20—22 Uhr in B.Werne. Bochum-Werne Ein neuer Ausbildungskursus der Sanitätskolonne beginnt kommenden Montag. Unbescholtene Volksgenossen— Mindestalter 18 Jahre— können sich am fraglichen Tage um 19 Uhr beim Kolonnenarzt Dr. Stein, Teilmannstraßes, einfinden oder sich auch vorher schon bei den Kolonnenmännern melden. Bei einem Schießen, das sich dem Appell der 1. Kompagnie der Kriegerkameradschaft anschloß. erzielten in der ersten Serie Kamerad Backhaus 33 und in der zweiten Kamerad Baraniak 34 Rinnge.(7 Die Erneuerungsarbeiten an dem 80 Meter hohen Gasometer auf Zeche„Robert Müser“ sind abgeschlossen, auch der für die neue Kokerei erbaute 75 Meter hohe Schornstein ist inzwischen fertiggestellt worden.(ik.) Bochum-Hordel Die Kruppsche Zechenverwaltung der Schachtanlagen Hannover und Hannibal hatte Sonntag ihre Gefolgschaftsmitglieder im Hordeler Saalban zu einer sehr gut besuchten Werksveranstaltung eingeladen. Der Saal war mit den Zeichen des neuen Deutschland, der Deutschen Arbeitsfront und Blumen festlich geschmückt. Aus einem Blumenhain ragte die Büste des Führers hervor. Mit dem Einmarsch der Fahnen beider Schachtanlagen nahm die Veranstaltung ihren Anfang. Werksführer Bergassessor Fromme hieß dann in seiner Begrüßung den Vortragenden des Abends, Bergrat Rubach, Vertreter der DAF., der Partei, der Arbeitsgemeinschaft und des Oberbergamtes willkommen, schilderte kurz die bedeutenden Ereignisse der letzten Jahre, besprach die Bedeutung des Bergbaus im Vierjahresplan und wies auf die Aufgaben hin, die dem Bergmann gestellt sind. Hierauf ergriff Bergrat Rubach das Wort zu seinem sehr interessanten Vortrage. Mit dem Bergmannsliede„Glückauf, Glückauf der Steiger kommt“ wurde der Vortrag beschlossen. Der zweite Teil der Veranstaltung brachte Bodenturnen der Anlernwerkstätte„Hannibal“ und zwei Tonfilme „Hangen wie Glocke“ und„Mussolini in Essen“. Mit einem Schlußwort des Zellenobmanns Woyke, den Liedern der Deutschen und dem Fahnenausmarsch fand die Veranstaltung ihr Ende.(th.) Bochum-Gerlhe Sudetenbeutschtum in Kampf und Not. Ueber dieses Thema spricht der Sudetendeutsche Schriftsteller Schricker am Mittwoch in einer gemeinsam von der Ortsgruppe der NSDAP. und vom VDA. veranstalteten Kundgebung bei Kalthoff. Elend und Not unserer sudetendeutschen Brüder sind in Deutschland noch zu wenig bekannt. Um hier Aufklärung zu schaffen, ist diese Versammlung angesetzt worden, zu der alle Gerther Volksgenossen erwartet werden. Der Gysenberger Zoo bekommt einen Kragenbären. Für den Tiger des Zoos soll ein Kragenbär eingetauscht werden. Der Bär entstammt der Tierschau J. Althoff, der auf der Herner Kirmes rund 30 Tiere ausgestellt hatte. Bochum=Sundern Eine Kundgebung der NSDAP., Ortsgruppe Sundern fand Samstag im Forsthaus Breukerholz statt. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Ortsgruppenleiter Pg. Risse sprach der Reichsstoßtruppredner Alfred Beck. Nachdem er in verschiedenen Vergleichen zwischen dem Deutschland der Nachkriegszeit und dem Deutschland Adolf Hitlers grundsätzliche Veränderungen auf vielen Gebieten unseres volklichen Lebens festgestellt batte, sprach er von den Aufjaben der Bewegung, die den Kampf um das deutsche Volk und um jeden Volksgenossen weiterführt. Deutschland, so hob der Redner weiter hervor, vermöge heute eine aktive Außenpolitik zu treiben, weil es einig und wieder stark geworden sei. Weiter sprach Pg. Beck noch über die deutschen Kolonialforderungen, deren rechtliche und moralische Berechtigung er überzeugend nachwies, und über verschiedene innenpolitische Fragengebiete. Der Ortsgruppenleiter schloß die Kundgebung mit dem Treugelöbnis für Führer, Volk und Vaterland. Bochum-Altenbochum Hohes Alter. Frau Anna Bömelburg, geb. Bischoff, Wittener Straße 207, vollendete dieser Tage ihr 70. Lebensjahr. Sie ist geistig und körverlich gesund und frisch und betreut noch ihren Ais auseren Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel Ein Motorradfahrer und ein Lastwagen stießen Wünne=iel gegen 13,35 Uhr Samstag auf der Kreuzung DorHeute finden nicht statt der Markt auf dem Wilhelmsplatz im Stadtteil Eickel und der Markt auf dem Kaiser=Friedrich=Platz in Wanne. Weiterhin wird heute kein Hausmüll abgefahren. NSG. Die Kochkessel des WOW dampfen. In Wanne=Eickel wurde die Wintersveisung von 2000 Wanne=Eickeler Jungen und Mädchen, die jeweils für vier Wochen beköstigt werden, begonnen. Die ersten 1000 Kinder werden bis zum 1. Dezember beköstigt. In 6 Kesseln und Feldküchen werden täglich 1600 Liter Essen zubereitet. Eine kleine Einführungsfeier vor dem ersten Mahl, wobei die WOW=Ortsbeauftragten sprachen, machte den Kindern klar, daß man die Speisung dem Führer verdanke. Das KdF.=Gauvariete, das bereits in mehreren Städten des Gaugebiets mit außerordentlich großem Erfolg aufgetreten ist, gastierte Samstag und Sonntag in der überfüllten Stadthalle. Angefangen von der spritzigen und geistreichen Ansage des Dr. Allos, über die lebenden Stehaufmännchen, die beiden Herberts mit ihren fabelhaften Balanceakten, den Jongleur Selbo gab es echtes Variete, das die zahlreichen Besucher immer wiede: zu lauten Beifallskundgebungen hinriß. Ausnehmend gut gefielen auch die heiteren Tänze der Aenn=Ruth. — Samstag auf der Kreuzung Dorstener und Hermann=Göring=Straße zusammen. Der Motorradfahrer wurde am Kopf schwer verletzt, Lebensgefahr besteht nicht. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.— Beim Ueberqueren der Dorstener Straße in Höhe des Hauses 309 wurde eine 61 Jahre alte Frau von einem Personenkraftwagen angefahren und erheblich verletzt. Auch ne fand Aufnahme im Krankenhaus. herne In betrunkenem Zustand wurde dieser Tage ein Mann auf der Hermann=Göring=Straße aufgefunden. Man schaffte ihn ins Krankenhaus, dort ist er gestorben. Als Todesursache nimmt man Alkoholvergiftung an. Witten NSG. Die erste Betriebssport=Gemeinschaft im Kreis Witten. Der Aufruf des Reichsleiters der DAF. Dr. Ley zur Gründung von Betriebssportgemeinschaften findet überall freudigen Anklang. ie Schaffenden wissen, daß die Betriebssportgemeinschaften ihnen Quellen der Gesundbeit für Körper und Seele. Lebensfreude und Lebensmut erschließen. Die erste Betriebssportgemeinschaft im Kreis Witten wurde jetzt bei der Firma Dentsche Tafelglas AG. Witten gegründet. 100 Gefolgschaftsmitglieder schlossen sich ihr an. Sie ließ nicht locker. „Mutter, bitte" -dör' jetzt endlich auf. Mädel! Alles mögliche willst Du verruchen! Pas mit Deinem Gesicht, das dauert eben seine Zeit. Das kommt vom scharfen Blut." „Das geht doch nun aber schon über ein Jahr so, Mutter“, lagt Liebeth weinerlich. Wirklich jetzt rannen wieder mal dicke Tränen über ihr Gesicht, das bös von Pickeln und Mitessern entstellt war. „cenn das so weitergebt, dann werde ich mein ganzes Leben mit o schlechten Gesichtshaut berumlaufen." Mach' mir dach keine Vorwürke. Kind. Wir haben wirklich alles versucht. Hast Du auch nur die geringste Besserung bemerkt? Neues versuchen wir nicht. Basta!" „Wenn es aber vielleicht doch hilft. Mutter!“ S0 ging das nun jeden Tag. Die Kleine ließ nicht locker. Und eines Tages kam sie einfach mit einer Freundin an, deren Schönheit allem auf einer zarten, glatten Haut berubte.„Nun sieh mal. er“, sagte Lisbeth bittend,„wie Ria jetzt aussieht. So bübsch. se blubend und diese reine Gesichtshaut. Könnte man sie nicht direkt beneiden? Und es ist noch nicht lange ber, da sab sie genau so übel aus wie ich. Damals waren wir Leidensgefährten, heut ist sie mein Vorbild. Ach bitte— bitte Mutter, nicht wahr, jett kaufst Du mir doch das Mittel.“ Ria mußte nun ausführlich erzäblen, woher sie ihre schöne Gesichtsbaut habe. Man erfuhr nun, daß sie es in der Zeitung gelesen habe, wie vorzüglich die Marylan Creme sei und wie vorzüglich Marylan=Creme helfe. Da habe sie sich kostenlos eine Probe MarylanCreme schicken lassen und zugleich ein Büchlein bekommen, das sie der aufmerksam zuhörenden Mutter ihrer Freundin übergab Die Mutter las. Denn das Buch enthielt ausgezeichnete Winke für eine vernünftige Schönbeiter'lege. Und weiter los sie von der überraschenden Wirkung der Marylan=Creme. die durch zahlreiche freiwillige Dankschreiben, darunter auch viele von Aerzten, verbürgt ist. Falten wurden durch Marylan Creme beseitigt, und auch in vorgerückten Jahren bekäme man eine viel krischere Haut! Pickel und Mitesser verschwinden allmählich, kurz das ganze Gesicht wurde jünger und schöner. Nun, das müßte man probieren! Es geschah, und man sah den beglückenden Erfolg durch Marylan=Creme! Jetzt war die Mutter na türlich heilfrob, daß ihr nun so hübsches Töchterchen damals nicht nachgegeben, nicht locker gelassen hatte. Beschaffen auch Sie sich das besagte aufklärende Büchlein, und eine Probe der Marylan=Creme. Beides erhalten Sie kostenlos und vortofrei. Stecken Sie einfach nachstebenden Freibezugsschein in einen Umschlag. auf dessen Rückseite Sie Ihre genaue Adresse schreiben. Wenn Sie den Umschlag offen lassen, brauchen Sie nur eine 8 Pfennig=Marke aufzukleben. Machen Sie es gleich. Sie haben den Vorteil davon.— Es wird Sie interessieren, daß der MarylanVertrieb zwei Neuschöpfungen herausgebracht hat: Marolan=Zahnpasta„Myrrbengold“, ein besonders wirksames Zahnpflegemittel für Zähne und Zahn'leisch und Marvlan Schönheitsseife, eine hochwertige und milde Seife von gartem Duft.— Beides ist in den einschlägigen Geschäften zu haben. Freibezugsschein: An den Marylan=Vertrieb, Berlin 444. Blücherstraße 22. Senden Sie mir bitte vollig kostenlos und portofrei eine Probe Marylan=Creme, das lehrreiche Schönheitsbüchlein mit Abbildungen und Drucksachen über Seife und Zahnpasta. Kampf Schmeling-Neusel perfekt Kehlenbach(Barmen) in der Spitzengruppe Im März in der Deutschlandhalle, Max Schmeling bereitet sich gründlich auf seinen Kampf mit Joe Louig vor. Am 13. Dezember wird er in Newyork den jungen Harry Thomag aus Chi= cago prüfen, am 30. Januar boxt er in der Hanseatenhalle zu Hamburg Ben Foord und nun wird er auch noch vor seinem We meisterschaftskampf mit Joe Louig sich im März in der Berliner Deutschlandhalle vorstellen. Es ist die große Neuauflage Schmeling— Neusel, die hier an einem Sonntag in der zweiten Hälfte des März oder am 3. April steigt. 100 000 Zuschauer sahen seinerzeit in Hamburg, wie Walter Neusel in der Pause zur achten Runde gegen Schmeling die Waffen streckte. Und Neusel verlangte seitdem unentwegt einen neuen Kampf. Jett hat er ihn und auf besonderen Wunsch des Bochumers wurde die Distanz auf 15 Runden festgesetzt. Der Deutsche Boxsport hat seinen großen„Schlage:“ Schmeling— Foord ausverkauft. Der Vorverkauf für den Kampftag Schmelino— Ben Foord am 30. Januar 1938 in der Hamburger Hanseatenhalle ist abgeschlossen. Die Hanseatenhalle ist bereits ausverkauft. Die Ausgabe der Eintrittskarten wird zwischen dem 15. und 20. November erfolgen. Weiter wird mitgeteilt, daß die Hanseatenhalle sich wahrscheinlich mit Erfolg darum bemüht, Ben Foord von seinen jetzigen Verpflichtungen in der WembleyArena zu befreien. Wie der Manager des Boxer, Walsh, drahtlich aus London mitteilt, sind die englischen Veranstalter bereit, aus rein sportlichen Gründen Ben Foord freizugeben, so daß er sich in aller Ruhe auf seine Begegnung mit Schmeling vorbereiten kann. Der zweite Tag des Jubiläumswettkampfes„Um den Goldenen Regel von Bochum“. Kosemeyer-Rekorde anerkannt Die AJACR, der den gesamten Autosport kontrollierende Weltverband, hat sämtliche Welt= und internationalen Klassenrekorde, die Bernd Rosemeyer während der ONSMekordwoche auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt mit dem Auto=Union in den letzten Oktobertagen aufgestellt hat, anerkannt. Gleichzeitig haben die von Major Gardner=England auf MC bei der gleichen Gelegenheit erzielten neuen Klassenrekorde offizielle Anerkennung gefunden. Die drei Weltrekorde und 17 internationalen Rekorde der Klassen B(5000 bis 8000 ccm) und C (3000 bis 5000 ccm) Rosemeyers über die sogenannten Kurzstrecken rücken die deutsche Vormachtstellung im Autosport auch in bezug auf rein geschwindigkeitsmäßige Höchstleistungen deutscher Fahrzeuge in das hellste Licht. Acht Kurzstreckenrekorde werden geführt. Bei den Weltrekorden besitzt Rosemeyer drei von ihnen, die übrigen fünf gehören noch Campbell und seinem Millionenprojekt von Fahrzeug. Bei den Klassenrekorden sind in zwei Klassen alle Rekorde im Besitz von Rosemeyer und der Auto=Union. herber-Baier in der Westfalenhalle Schon am kommenden Samstag gibt es in der Dortmunder Westfalenhalle ein Wiedersehen mit unserem Weltmeisterpaar Maxi Herber— Ernst Baier. Erst vor wenigen Tagen zeigten unsere Olympiasieger im Berliner Sportpalast eine neu zusammengestellte Kür, welche wahre Beifallsstürme auslöste. Im Eishockey treffen sich der sehr spielstarke Eissportverein Füssen und eine Berliner Auswahlmannschaft, die durch mehrere Kanadier verstärkt wird. Der beliebte Benno Faltermaier wird mit seiner einzigartigen Eiskomik wie überall und immer für den nötigen Humor sorgen. Westfalen spielt gegen Hessen Die Paarungen um den Adler=Preis. Der Reichsfachamtsleiter für Handball, Brigadeführer Herrmann, hat bereits die Auslosung für die am 20. Februar 1938 durchzuführenden Spiele um den Adler=Preis vorgenommen. Die Gaumannschaften werden nach folgendem Programm den Kampf aufnehmen: Ostpreußen— Brandenburg, Pommern— Nordmark, Schlesien— Sachsen, Niedersachsen— Mitte, Hessen— Westfalen, Südwest— Mittelrhein, Württemberg— Niederrhein und Bayern gegen Baden. Kinger werden geschult Sportlehrer Bräun im Gau Niederrhein. In der Zeit vom 12. bis 30. November weilt der DRL.=Sportlehrer für Ringen, Bräun, im Niederheingau, um die Vereinsübungsleiter, vor allem aber auch die aktwen Ringer mit dem heute erfolgreichsten Stil vertraut zu machen. Um die Schulungsarbeit von Bräun auch dem kleinsten Verein nutzbar zu machen, wurde das Gaugebiet in verschiedene Stützpunkte eingeteilt und u. a. folgende Schulungsstunden angesetzt: 12. November: Essen(neue Turnhalle Weberstraße); 15. November: Mülheim=Ruhr(Saal Hoffmann, Hindenburgstraße); 16. November: Essen West (Turnhalle der Krupp=Oberrealschule); 19. November: Wuppertal(Turnhalle der Marienschule). Rheinlandg Fußballgeaner am Bußtag. Für das in Bremen zum Austrag gelangende Winterhilfs-Fußballspiel der Gaue Niedersachten Nordmark gegen die Gaue Niederrhein=Mittelrhein hat Gausportwart Rave=Hamburg die norddeutsche Mannschaft bereits namhaft gemacht. Es spielen: Warning(Hamburger SV); Sievert(Hannover 96), Sukop(Eintracht Braunschweig); Kleikamp(Eimsbüttel), Scharz(Vitoria Hamburg), Manner(Hannover 96); Ziolkewitz(Werder Bremen), Seeler(Viktoria Hamburg), Fricke(Arm. Hannover), Noack(Hamburger EV). Heidemann(Werder Bremen). Ersatz: UelzTibulski, Maier(sämtlich Werder Nachdem am Sonntag bis fast um Mitternacht im Bochumer Keglerheim die Regler auf den Weitkampfbahnen und Nebenbahnen an den Start gegangen waren, setzte am Montag nachmittag das monotone Lied der rollenden Kugeln und fallenden Hölzer wieder ein. Am zweiten Tage waren nicht minder starke Vertreter bekannter Keglervereine erschienen. Das große Interesse der sich wieder vor den Bahnen drängenden zahlreichen Zuschauer galt dem Start des Barmers Kehlenbach, des Siegers der Jahre 1934 und 1936. Erstaunlich blieb wieder die Leistung dieses Mannes, der, obschon schwer kriegsbeschäd gt, mit tadelsreier Technik und großer Sicherheit auf der Vollenbahn seine Kugeln in die Gasse jetzte. Als er mit Zehnergängen von 70 und mehr bei 50 Kugeln in die Vollen 364 Hölzer umgelegt hatte, konnte der Angriff auf die Spitzengruppe und insbesondere den führenden Duisburger Nonn beginnen. Zu Beginn räumte Kehlenbach mit jeweils zwei Kugeln das Brett ab, dann gebrauchte er einmal drei. Eine volle Neun machte etwas wieder gut, als dann aber die „Hucke“ stehen blieb und der Starter gar drei Kugeln darauf benötigte, wurde es klar. daß Nonn nicht mehr übertroffen werden konnte. Ein ausgelassener Bauer wurde dem zweimaligen Sieger zum Verhängnis, denn mit einem weiteren Wurf in das volle Bild hätte er den Spitzenreiter überboten, so aber traf er bei 198 auf Abräumen insgesamt nur 562 Holz, und Nonn hatte am Tage vorher 564 erreicht. Mit diesen 562 Holz lag Kehlenbach zusammen mit dem Neußer Winzen an zweiter Stelle, der merkwürdigerweise ebenfalls 364 in die Vollen und 198 auf Abräumen getroffen hatte. Für die Placierung entschied nun der letzte Zehnergang aufs volle Bild, und da hatte Winzen ein Holz mehr getroffen. Kehlenbach mußte sich also mit dem dritten Platz bei gleicher Leistung beHnügen. Von den übrigen Startern erreichte keiner diese Leistungen, dagegen gan es im weiteren Felde Veranderungen. Die Wupperialer Zapp. Isrinzhaug und die Tüsseldorfer Hergett und Becks placierten sich gut im Mittelfelde. Am Montag abend ergab sich folgender Stand: 1. Nonn=Duisburg 564 Holz. 2. Winzen=Neuß 562, 3. Kehlenbach=W.=Barmen 562, 4. Ebelin= B.chum 540, 5. Zapp=W.=Barmen 537. 6. Isringhaus=W.=Barmen 536, 7. Hergett=Düsseldorf 534.* Bocks=Düsseldorf 534, 9. Liedschulte Dortmund 533, 10. MönnighoffDuisburg 532. In der Mannschaftswertung um die Kortum. plakette der„Volkozeitung“ führt Wuppertal=Barmen mit 2161 Holz vor Duisburg 2127, Bockum Hörel 2061 und Dortmund 2031 Holz. Fußball-Nachlese 1. Kreisklasse Gruppe 1: Toutonia Riemke— Biktoria Herne 2:1(1:1). Durch diesen Sieg glich Teutonia das Punktekonto aus. Es wurde hart um den Erfolg gekampft und ein Herner Läufer sogar des Platzes verwiesen. Die Gäste begannen gut und schossen nach einer Viertelstunde das Führungstor. Teutonia wurde nun besser. spielte überlegen, brauchte aber 20 Minuten, um den verdienten Ausgleich anbringen zu können. Im zweiten Spielabichnitt setzten sich beide Sturmreiben oft vergebens ein. Schließlich führte ein schneller Angriff zum Führungstor für Teutonia. Als dann Hernes linker Läufer vom Platz gestellt wurde, hatte Teutonia den Sieg sicher. Gruppe 2: LJC Laer— BfB Gerthe 5:2(4:1). Das spannende Spiel brachte schöne Kampfhandlungen. Laer zeigte sich besonders in der ersten Hälfte sehr angriffsfreudig. Nach viertelstündigem Spiel schoß der Mittelstürmer den ersten Treffer. Wenig später erhöhte der Rechtsaußen auf 2:0. Ein Selbsttor der Verteidigung der Platzmannschaft verhalf Gerthe zum ersten Gegentreffer. Noch vor der Pause buchte Laners Halbrechter durch Kopfball den dritten und in der gleichen Minute durch eine Ecke vom Mittelstürmer verwandelte Ecke den vierten Trefser. In der zweiten Hälfte war das Spiel offen. Gerthes Halbrechter schoß zwar noch ein prachtvolles zweites Tor, aber an dem Sieg der Gastgeber war nicht zu rütteln. Rasensport Bochum— SC Altenbochum 1:3(1:1), Die Altenbochumer trafen in Hamme auf harten Widerstand und hatten zu kampfe um sich die Punkte zu sichern. Die Gaste kamen bereits nach fünf Minuten durch den Halbrechten zum Führungstreffer. Rasensports Stürmer scheiterten immer wieder am Schlußdreieck der Caste. Erst kurz vor der Pause glückte dem Linksaußen das Gegentor. Sofort nach der Pause erhöhte der Mittelstürmer spielenee Riese auf 2:1 für Altenbochum. Rasensport kämpfte mit großer Energie um den Ausgleich. As dann die Gäste den dritten Erfolg durch den Rechtsaußen gebucht hatten, war das Spiel entschieden. Rasensports Torwart war schwach. Concordia Bochum— SB Bochum=West 3:2(0:1). Diesen Sieg verdanken die Concorden nur dem großen Kampfgeist, den die Mannschaft in der zweiten Hälfte aufbrachte und mit dem sie dem Gast den bereits sicher gewähnten Sieg streitig machten. Bereits in der fünften Minute fiel durch den Rechtsaußen der erste Treffer für Bochum=West. Alle Bemühungen der Platzleute, den Treffer aufzuholen, waren bis zur Pause ergebnislos. Durch einen Elfmeter erhohte Bochum=West nach Seitenwechsel auf 2:0. Nun griffen die Platzleute energisch an. Die neu eingesetzten Außenstürmer rissen den Angriff immer wieder nach vorn. Ein Elfmeterball führte zum ersten Gegentreffer für die Wiemelhauser. Der Gast machte nun den Fehler, seine Mannschaft zurückzuziehen. Concordia bekam dadurch das Spiel in die Hand. Ein Prachtschuß des Linksaußen stellte den Ausgleichstreffer her. Im Endkampf brachte die Platzmannschaft die größere Leistung auf und zehn Minuten vor Schluß wurde der Siegtreffer erzielt. S1B Werne— SpSp Stiepel 0:1(0:0), Man hatte ein anderes Ergebnis erwartet, jedoch war Werne so arg verspielt, daß der Sturm bei großer Feldüberlegenheit und zahlreichen Torgelegenheiten auch die allergroßten Chancen ausließ. Stiepels Abwehr schlug sich wieder ausgezeichnet, aber auch sie hätte bei größerer Enschlossenheit und Schußkraft der gegnerischen Stürmer Erfolge nicht verhindern können. So hielt der Gast das Treffen bis 10 Minuten vor Schluß torlos. Dann wollte Wernes Torwart einen vom Stiepeler Halbrechten aufs Tor geschossenen Ball fausten, schlug aber das Leder ins eigene Tor, und damit war die Niederlage besiegelt. Werne wird in der zweiten Serie bessere Leistungen als in der ersten, soll diesmal der Abstieg vermieden werden, zeigen müssen. Lansendreer 07— Tus 26 Altenhochum 4:1(1:0). Langendreer 07 holte einen weiteren Sieg heraus. Dazu trug bei, daß ein Altenbochumer Stürmer bereits in der ersten Hälfte verletzt ausscheiden mußte. Bis zur Pause ließen die Gäste nur ein Tor, das Langendreers Halblinker schoß, zu. Nach dem Wechsel wurde 07 überlegen und erzwang drei weitere Treffer durch die schußkräftigen Innenstürmer, denen der Gast nur das Ehrentor entgegensetzte. Das Ergebnis entspricht dem Verlauf des Spieles. 2. Kreisklasse Die Tabelle der Gruppe 1: Kurzfahrt nach hamburg Wer fährt mit zum Fußhallanderspiel Deutschland— Schweden? 3o mancher Fußballfreund wird schon überlegt haben, wie er an dem großen Fußballänderspiel Deutschland— Schweden teilnehmen kann, das am 21. November in Hamburg stattfindet. Die Frage ist schon gelöst; denn„Kraft durch Freude“ schafft dir diese Moglichkeit, an diesem großen Ereignis teilzunehmen. Die Deutsche Arbeitsfront, NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, des Gaues Westfalen=Süd stellt für diese Fahrt einen Sonderzu, zur Versügung. Die Fahrt geht am Morgen des 18. November ab Hagen. Einsteigemöglichkeiten sind noch in Witten. Dortmund, Kamen und Hamm vorhanden. Die Rückfahrt erfolgt am Spatnachmittag des 21. November. Der Fahrpreis mit drei Uebernachtungen und Frübstück beträgt 17,50 R M. ohne Uebernachtung und Frühstück 9.50 RM KdF, bietet wieder mal jedem die Moglichkeit, die Welthandelsstadt Hamburg mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen Auch du wirst in Hamburg erwartet. Melde dich noch heute bei den zuständigen Kreis= und Ortsdienststellen der N2G. „Kraft durch Freude“. Westfalens Turner sienreich 1 Gänserig im Berliner Ausscheidungsturnier Ein Ausscheidungsturnier führt am 8. Dezember im Rahmen des Städtekampfes Berlin— Wien in der Deutschlandhalle die nach Meister Miner besten deutschen Federgewichtler, Gänserig=Bochum, Otto Kastner=Erfurt, Heide=Dresden und Völker=Berlin zusammen. kelm vor Legge Westfälische Waldlaufmeisterschaften in Iserlohn, Unter reger Anteilnahme wurde auf dem idealen Gelände rund um den Seilersee die westfälische Waldlaufmeisterschaft ausgetragen. Meister wurde Kelm von der SA=Standarte 256 Hamm vor dem Bochumer Leage. Die Ergebnisse: Westfälischer Meister Kelm=SA-Standarte 256 Hamm in 81:36,6, 2. LeggeTuS Bochum 83:06,0, 8. Starke=Postsport Dortmund, 4. Bartscher=Lüdenscheid 08, 5. Balkenohl=TuS Meschede, 6. Göken=TG Bielefeld, 7. Lehmkühler=Rote Erde Iserlohn, 8. Liedke TuS Meschede, 9. BalkDeutsche Eiche Hagen=Kückelhausen, 10. PrangeSchwelm 06.— Mannschaftsmeisterschaft: 1. Postsport Dortmund 15 Punkte, 2. TuS Meichede 16, 3. T6 Bielefeld 20.— Rahmenwettbewerbe: Junioren, ca. 5 km: 1. Fischer=SA=Standarte 256 Hamm 17:28.2, 2. Tillmann=VfB Reichsbahn Brügge, 3 Ludwig=Rote Erde Iserlehn.— Alte Herren, ca. 5 km: 1. Liedhoff=Rote Erde Iserlohn.— Jugend, ca. 8 km: 1. Möller=TG Bielefeld 10:28.8.— Mannschaftssieger: 1. OSV Hörde 9 Punkte, 2. TG Bielefeld 18 P., 8. TuS Bochum 25. Die WhW.-Spiele der Handballer im Kreise Bochum. Der erste Novembersonntag war der diesjährige Opfertag der Handballer. Die Spiele des Kreises Bochum waren unterschiedlich besucht, einige gut, andere wieder sehr schlecht. Das Lokaltreffen zwischen Germania und dem Tus Bochum war wirklich nicht erbebend. Es kam zu Zwischenfällen und Hinausstellungen. Germania siegte überraschend hoch mit 12:4. Von den niedriger klassifizierten Vereinen behaupteten sich im Kampf gegen Mannschaften aus hoheren Klassen sowch. Westfalia, die den TV Friesen mit 915 bezwang, wie auch die S5, deren 618. Erfolg gegen den Polizei=SV ebenfalls nicht überraschend kommt. Der WWV Linden hatte leichtes Spiel gegen die Kombination und siegte zweistellig. Erwartet wurde auch der Erfolg des TV 01 Wattenscheid. Zum Unterschied von manchen Spielen der 1. Mannschaften war das gesondert angesetzte Jugendspiel zwischen Constantin und Bochumer Verein sehr gut besucht. Nach schönem Kampf blieb die manschaft mit 9:5(4:1) siegreich. v. d. Mevlen Billardmeister Deutsche Amateur=Billardmeisterschaft in Herne. In der Zeit vom 4. bis 7. November wurden in Herne die deutschen Amateur=Billardmeisterschaften der dritten Klasse auf kleinem Billard ausgetragen. As bester Spieler schälte sich der Aachener dan der Meulen heraus. Er durchstand das Turnier ohne ein Verlustspiel. Mit 197 Punkten schaffte er auch die hochste Serie. Felkel=Berlin kam vor Parpule Chemnitz auf den zweiten Platz, da er mit 8.4 den höheren Durchschnitt hatte. Den vierten Pat belegte Nachbarschulte=Gelsenkirchen vor DembergVohwinkel. Reichsbund für Leibesübungen Vereinsführertagung der Ortsgruppe Bochum. Am kommenden Donnerstag, 20.15 Uhr. findet im Hotel Bochumer Hof eine Vereinsführertagung Ortsgruppe Bochum statt, zu der jeder Verein Vertreter zu entsenden hat. Die Aufführung des Werbefilme für das Tent= sche Turn= und Sportfest 1028 in Breslau erfolg am 23 November im edangelischen Vereinshaus Koch. Hornbera. Ortsgruppenführer. Geschäftsführer. KdF.-Sportamt Achtung! Die Sportkurse der N3G„Kraft durch Bochum. fallen infolge des Gedenktages für fallenen der Bewegung am 9. November aus Kadsport Bereinsmeisterschaft des MB Westfalsa, Bei dem dritten Lauf der Jugend um die. einsmeisterschaft„Westfalia 1805“ Bochum Niedersachsen in Hildesheim mit 1005,5:1057,8 geschlagen. Nach der Niederlage der westfalischen Turner gegen die Auswahlmannschaft von Bayern im Münchener Zirkus Krone gab es diesmal über die Vertretung von Niedersachsen einen Sieg. Die ausverkaufte Ausstellungshalle in Hildesheim war die Austragungsstatte dieses Gaukampfes, in dem es eine Reihe munderbarer Leistungen gab. Die niedersachsischen Turner warteten mit schönen Leistungen auf. und es zeigte sich schon nach den ersten Kämpfen, daß sie sich stark verbessert hatten. Trotzdem konnten sie den Westfalen in der Gesamtwertung nicht gefährlich werden. Der Sieg von 1005,5:1057,8 spricht immer noch von einer Ueberlegenheit der westfälischen Auswohl. Einen spannenden Kampf gab es in der Einzelwertung zwischen Stutte=Eschen und Lorenz=Hannover. Bis zur zweiten Uebung hatte der Westfale noch die Spitze, aber am Querpferd versagte Stutte und das brachte ihm nur 15 Punkte ein. Dadurch übernahm der Hannoveraner Loreng die Führung und siegte schließlich in der Gesamtwertung mit 116.5 Punkten. Stutte=Eichen belegte den zweiten Platz mit Trostheim=Dortmund zusammen mit je 118,5 Punkten. folgende Jugend 14—16 Jahre(Strecke bie nach hof: 1. Hasenbein, 2. Ratanzak, 8. August, 4. Jugend 16—18 Jahre(Strecke bis nach Tonnieheide— 75 km): 1. Adam, 2. Klug. 8. Buchner. 4. Protte, 5. Dirkes. Nennen zu Enghien. 1 R.: 1. Tatiana(Bates), 2. Attila, 8 Sanors. Ferner: La Vapeur. Vorrreca. Toutegrise, Friponn 2. R.: 1. Guillaume Tell Bates). 2 Indestrable. Sieg 28:10, Platz 17, 30:10. Ferner. Parafe, Melba. Tapge. wa 8. R.: 1. Angelita(Rochet), 2. Flirtinette, Shah. Sieg 45:10, Platz 20, 17:10. Ferner: Sune, Nicot. Birdios, Byzantine. 4. R.: 1. Kaba Kaba(Tremeau), 2. 3. Trismond. Sieg 48:10, Platz 21, 20:10. Ferner Papillon Bleu, Partinice, Filiberte. 6. R.: 1. Le Sirocco(Gigant). 2. Liserb. Sieg 78:10, Platz 16. 19, 12:10. Kerner. unge Gardien, Oeuillet Blane 2. Lavoisier, La 1 ziere. Livie. 6 N.: I. Longweed(Rochet), 2. Snow Storm e La Danseuse. Sieg 81:10, Platz 19, 18.10. 6 Jean de la Lune, Subra. Latsache fest 1 Beleidigung ve sei, wenn man denten von B englischer Fasch teur eines gros genannt und se lischen Gericht urteilt worden. daß die Bezeich den Gerichten Alle die Ein besser gesagt1 gegen die nat erhoben würden ernsthaften Wit man also zum schichte und in großen Schau alles bas, was das internati zur Darstellung sozialismus dam Verdienst erworl gelegt worden, k Sinn propagand sondern es sei al mus über das in verheerenden int sagen habe, wis untermauer sehen sei, sei so Worten nich Goebbels führte Darstellung des Dr. Goebbels mit dem Wunsche beitragen, die Ker schen Volkes zu n über ein Probl ein beutsches, so er Nach der gewe Worten Dr. Ge Deutschland= und stunde. Verbol der Ne Die Gefahr für bie M Danz blatt für die Fre wird eine Verorl boteiner Ne Parteien ve heißt es u. a.: In Erfüllung Staatsgebiet für gen. hat die Freie Parteien, die aufgelöst: es politischen Parte Erreger straf Entstebung komn politi der Freien Stadt Diese Verordn mit dem Vereinswonach Vereine v. Staatsbestimmung Erregung von U1 Budapest v MB 2 ven Nachtstu razzia, die bewohnten 2 ungarischen Augen geöf sind Jud ziennao ersten Fe Polizeira polizellid bielten. Ein valschten Aus gehende poliz DB Bud lag wurde in kontrolle d den verhaft ausgewiesen we sonen festgestel migung in der Ueber die F Maßnahme sich heit sowie aus notwendig hera DNB 2 japani hat am Mor richt über di Hauptstadt veroffentlich auf Flugzeuge e aufgefordert punkt die nach Ablauf Truppen vo lehten großer militärischn burch dat 0. weitere Abtei der Stadtmai Einna nischen Trup ent in den Laoe bebe Laiyuanfu Tatsache fest daß man damals in Berlin wegen Beleidigung verklagt und auch verurteilt worden sei, wenn man z. B. den jüdischen Polizeipräsidenten von Berlin als Juden bezeichnete. Ein englischer Faschist habe vor kurzer Zeit den Redakteur eines großen Regierungsblattes einen Juden genannt und sei ebenfalls deshalb von einem englischen Gericht zu 10000 Pfund Geldstrafe verurteilt worden. Das sei also ein Beweis dafür, daß die Bezeichnung„Jude“ im allgemeinen vor den Gerichten als eine Beleidigung gelte. Alle die Einwände, die von bürgerlicher oder besser gesagt von spießbürgerlicher Seite aus gegen die nationalsozialistische Judenfeindschaft erhoben würden, seien zu dumm, als daß sie einer ernsthaften Widerlegung würdig wären. Wenn man also zum ersten Male in der deutschen Geschichte und in der Geschichte überhaupt in einer großen Schau alles das, was der Nationalsozialismus gegen das internationale Judentum vorzubringen habe, zur Darstellung bringe, so habe sich der Nationalsozialismus damit ein zeitliches und geschichtliches Verdienst erworben. Es sei großer Wert darauf gelegt worden, keine damogogische und im üblen Sinn provagandistische Schau zusammenzustellen, sondern es sei all das, was der Nationalsozialismus über das internationale Judentum und seine verheerenden internationalen Auswirkungen zu sagen habe, wissenschaftlich belegt und untermauert. Was in dieser Ausstellung zu sehen sei, sei so grauenvoll, daß es mit Worten nicht zu schildern sei. Dr. Goebbels führte hier als Beispiel die filmische Darstellung des Schächtens an. Dr. Goebbels eröffnete sodann die Ausstellung mit dem Wunsche:„Möge diese Ausstellung dazu beitragen, die Kenntnis und Erkenntnis des deutschen Volkes zu mehren und zu stärken über ein Problem, das in der Tat nicht nur ein beutsches, sondern ein Weltproblem allerersten Ranges ist.“ Nach der gewaltigen Zustimmung, die den Worten Dr. Goebbels folgte, beendeten das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied die Feierstunde. Verbot der Neubildung von Parteien in Danzig Die Gefahr für die Ordnung und Sicherheit ausgeschaltet. MB Danzig, 8. Nov.(Drahbt.) Im Gesetzblatt für die Freie Stadt Danzig vom 8. November wird eine Verordnung des Senats über das Verboteiner Neubildung von politischen Parteien veröffentlicht. In der Verordnung heißt es u. a.: In Erfüllung der wichtigsten Staatspflicht, im Staatsgebiet für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, hat die Freie Stadt Danzig die politischen Larteien, die sie als Unruheherde erkannt hat, aufaelost: es wird weiter ihre Pflicht sein, die politischen Parteien als Träger der Unrubegefahr und Erreger strafbarer Handlungen nicht mehr zur Entstebung kommen zu lassen. Die Bildung leuer politischer Parteien im Gebiet der Freien Stadt Danzig ist verboten. Diese Verordnung erfolgt in Uebereinstimmung mit dem Vereins=Artikel der Danziger Verfassung. vonach Vereine verboten werden konnen, die gegen Staatsbestimmungen, insbesondere also auch durch Erregung von Unrubegefahren, verstoßen. budapest von Ostjuden überschwemmt MB Budapest, 8. Nov.(Drahtb.) Die in den Nachtstunden durchgeführte große Polizeirazzia, die sich ausschließlich auf die von Juden bewohnten Bezirke des sogenannten Gbettos der ungarischen Hauptstadt erstreckte, hat manchem die Augen geoffnet. Sämtliche Sistterten ind Juden, deren größter Teil von Galizien nach Ungarn eingewandert war. Die ersten Feststellungen ergaben, daß sämtliche vop der Polizeirazzia betroffenen Personen sich ohne polizeiliche Erlaubnis in Budapest aufhielten. Ein großer Teil versuchte, sich mit gesalschten Ausweisen zu legitimieren. Die eingehende polizeiliche Untersuchung dauert an Personen verbaftet. MB Budapest, 8. Nov.(Drahtb.) Am Sonnlag wurde in Budapest eine große Fremdenkontrolle durchgeführt. 29 Personen wurberhaftet, die wahrscheinlich unverzüglich ausgewiesen werden. Außerdem wurden 334 Personen festgestellt, die sich ohne Aufenthaltsgenebmigung in der Stadt aufbielten. lleber die Fremdenrazzia wurde eine amtliche Mitteilung ausgegeben, in der es heißt, daß diese Maßnahme sich aus Gründen der staatlichen Sicherheit sowie aus volkswirtschaftlichen Mottven als notwendig herausgestellt batte. Lainuanfu eingenommen DNB Tokio, 8. Nov.(Ostasiendienst des DNB.) Tas sapanische Hauptquartier in Nordchina hat am Montag vormittag einen ausführlichen Bericht über die bereits kurz gemeldete Einnahme der Hauptstadt der Provinz Schansi, Taiynanfn, veroffentlicht. Danach sind vor dem letzten Angriff auf die mauerumgebene Stadt japanische Frlugzeuge erschienen und haben eine große Anzahl Flugblättern abgeworfen, in denen alle beichtlampfer und Staatsangehörige dritter Mächte aufgefordert wurden, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Stadt zu raumen. 30 Minuten nach Ablauf dieser Frist setzten die japanischen Truppen von Nordwesten und Osten her ihren bten großen Angriff ein, nachdem Artillerie und srlugzeuge die chinesischen Stellungen und die militärisch wichtigen Punkte mit stärkstem Feuer duest Jatten. Die erste japanische Abtetlung zog durch das Osttor in die Stadt ein, während eine Abtellund,n später den östlichen Tent Einnahme von Taivuanfu ist für die sapaTruppen von größter Bedeutung, weil sie dem Arore el der Brovim „Nachgernde absurd!“ Scharse Zurückweisung dummer Verdächtigungen Die„Tribung“ gegen englische Presseausfälle zum Ankikominternabkommen italienisch-japanische Abkommen und sein Weltecho stehen in der italienischen Presse auch am Montag im Mittelpunkt der politischen Berichterstattung. Mit lebhafter Genugtuung stellt die italienische Presse dabei fest, daß die große Tragweite des Abkommens in der ganzen Welt und insbesondere auch bei den sogenannten roten Demokratien sofort erkannt worden sei. Geichzeitig werden aber auch mit allem Nachdruck die gerade in diesen Ländern vorgebrachten Verächtigungen und die damit verbundenen Alarmierungsversuche zurückgewiesen. Der Direktor der„Tribuna“ wendet sich in diesem Zusammenhang vor allem an die englische Presse, die, wie er ausführt, die überragenbe geistige Bebeutung des Abkommens vollkommen übersehe. Man versuche nach bekanntem Muster dem Abkommen die unmöglichsten Auswirkungen und Absichten zuzuschreiben. Die Polemik der englischen Blätter erscheine aber nachgerade absurd, wenn man, wie„Datlv Telegraph“ behaupten wolle, daß bei der heutigen Lage die Feinde des Bolschewismus mehr zu fürchten seien als diese Weltpest selbst. Ja, wenn man soweit gehe, das imperiale Interesse Englands mit der Wühlarbeit der Komintern gegen die Kulturwelt auf die gleiche Linie zu stellen. Da es nun aber in einem konservativen, kapitalistischen und herrschsüchtigen Land schwer sei, den moralischen Wert des Abkommens berabzusetzen, bediene man sich frei erfundener Schlußfolgerungen, die der Wahrheit widersprechend einfach behaupteten, das Abkommen enthalte weit mehr, als durch die Veröffentlichung des Wortlautes bekannt geworden sei. So werde in England bereits von Geheimklauseln, Militärabkommen, einer antifranzöschen und antienglischen, ja sogar von einer antiamerikanischen Spitze gefaselt.(!) Demgegenüber brauche man nur auf die im Abkommen enthaltenen Klauseln hinzuweisen, wonach allen Mächten eine Teilnahme offenstehe, während bekanntlich Militärallianzen ihrem Wesen nach strena begrenzte und unzulängliche Uebereinkommen seien. Wenn man also behaupte, Italien, Deutschland und Japan nützten den Bolschewismus aus um ihre Angriffe gegen die sogenannten demokratischen Mächte zu rechtfertigen, so verdrehe man nicht nur die Tatsache, sondern übernehme stillschweigend die Rolle eines Verbündeten bei der wahnwitzigen Provokationsaktion Moskaus Die Komintern würde heute, so betont das angesehene römische Blatt abschließend, nicht mehr an ihrem verrückten Plan festhalten, wenn sie nicht wüßte, mit derartigen negativen Einstellungen, die sie nur aufmunterten und in ihren Absichten bestärkten, rechnen zu können. Sich wie England einbilden zu wollen, gegen die bolschewistische Seuche immun zu sein, sei verderbliche Unverständlichkeit, die furchtbare Gefahr des Bolschewismus zu bagatellisieren sei Blindheit, ihr Vorschub zu leisten ein Verbrechen. Diesen Erscheinungen gegenüber stehe der unbeugsame Wille der verantwortungsbewußten Mächte, die, wenn es sein müsse, auch allein den Greignissen entgegentreten würden und dabei durch das Bewußtsein gestär“ seien, eine Pflicht zu erfüllen, die eigentlich alle Kulturvölker ur gemeinsamen Abwehraktion zusammenführen ollte. Kleine Tageschronik Auf Anordnung des Reichsministerg für Ernährung und Landwirtschaft wurde dem goolozischen Museum in Hambura eine Reichsstelle für Walforschung angegliedert. Das Institut solle den für unsere Selbstversorgung wichtigen deutschen Walfangerpeditionen die wissenschaftlichen Unterlagen liefern. Die Leitung des Institutes wurde Dr. Nikolaus Veters anvertraut, der an der ersten deutschen Walfangreise als biologischer Mitarbeiter teilgenommen hat. * Die Saats=, Kreis= und Stadtbibliothek Augsburg beging die Feier ihres 400jährigen Bestehens. Auß dem reichen Bestand von über 820000 Bänden, 2300 Handschriften, über 900 Erstdrucken und 15000 graphischen Blättern wurde aus diesem Anlaß eine Ausstellung zusammengestellt. * Jm Hinblick auf die langjährige ene kamerad= schaftliche Zusammenarbeit und die zielbewußte Forderung der Aufgaben des Reichsnährstandes, insbesondere der Ertüchtigung der Landjugend, hat Reichsbauernführer Darre anläßlich des 9. November den Reichsjugendführer Baldur von Schirach als Ordentliches Mitglied in den Deutschen Reichsbauernrat berufen. * Die Gesamtzahl der Rundfunkanlagen im Deutschen Reich betrug 8 595 121 am 1. November 1987 gegenüber 8 412 848 am 1. Oktober. Im Laufe des Monats Oktober ist mithin eine Zunahme von 182278 Teilnehmern(2.17 v. H.) eingetreten. Unter der Gesamtzahl am 1. November befanden sich 565 764 gebührenfreie Empfangsanlagen. * Nach einem Erlaß des Reichserziehungsministers ist überall dort, wo eine genügende Anzahl von jüdischen Mindern vorhanden ist. elne Schule einzurichten, die nur für diese Kinder bestimmt ist. In Auswirkung dieses Erlasses wird die Stadt Maadebura eine zweiklassige Indenschule bekommen. Die Schüler und Schülerinnen dieser Judenschule werden von drei Lehrern unterrichtet werden. Einer von diesen wird den fremdsprachlichen Unterricht übernehmen, um den jüdischen Schülern das notwendige Rüstgeug für eine Auswanderung mit auf den Wea zu geben. Der Lehrer, der den fremdsprachlichen Unterricht erteilt, wird nicht von der Stadt, sondern von der jüdischen Gemeinde begablt. * Der Bruder Ottos von Habsburg, der dritte Sohn des verstorbenen Kaisers Karl, Ergherzog Felix, wird, wie die offiziöse Wiener Polizeikorrespondeng mitteilt, in die Theresianische Militärakademie in WienerNeustadt eintreten, um sich zum Infanterie=Offizier ausbilden zu lassen. Mit ihm wird zum ersten Male ein Mitglied des Hauses Habsburg der neuen österreichischen Wehrmacht angehören. Konig Georg von Griechenland traf zu einem mehrtägigen Besuch in Enaland ein. Er wurde beim Betreten englischen Bodens von Vertretern des Hofes und des englischen Außenamtes ampfangen. * Die bisher großten Verdunkelungsmandver in England wurden, wie die Blätter berichten, in der Nacht zum Freitag in den Grafschaften Essex und Kent durchgeführt. Insgesamt 400 Quadratmeilen mit 15 größeren Städten, u. a. Soutbend und Rochster, wurden durch die Verdunkelungsmanöver erfaßt. * Als neuer Oberkommissar Englands in Palästing wird in englischen Kreisen der bisherige Gouverneur von Bengalisch=Indien, Sir Anderson. genannt. Der jetzige Generalgonverneur des Sudan, George Stuard Symes, dessen Name in diesem Zusammenhang gleichfalls genannt wurde, hat in Abrede gestellt, daß seine Kandidatur für den Posten in Palästina in Betracht komme. * Am 16. November wird im Londoner Embassy Theatre ein Drama Shakespeares, das selten zur Aufführung gelangt„Cymbeline", dargestellt werden. Die Bearbeitung, die sich bei diesem Stück für einen modernen Film notwendig erweist, ist diesmal Bernard Shaw andertraut worden. Nähere Einzelbeiten über die Neuaufführung werden jedoch ausdrücklich nicht angegeben, da, wie der Dichter erklärt,„es ein Teil des Kontraktes mit dem lebenden Autor ist, dies nicht zu tun“. * Nach Meldungen aus Belgrad wurden in Marakley, unweit von Bitolse, Ausgrabungen vorgenommen, die zu beachtenswerten Entdeckungen führten. So wurden gut erhaltene Ueberreste einer Bastlika aus der ersten Christenzeit freigelegt, ferner Reste von römischen Familienhäusern aus dem zweiten nachchristlichen Jahrbundert. Die aufgedeckten Höfe dieser Häuser messen etwa 70 Quadratmeter und sind mit farbigem Märmor ausgelegt. Außerdem wurde eine Reibe seltener illyrischer Ornamente und Waffen gefunden. Liverpool erhält zwei Kathedralen Es ist bekannt, daß Mönumentalbaufen der Vergangenheit viele Jahrzehnte, bisweilen sogar Jahrhunderte in Anspruch nahmen. Am Kölner Dom ist rund 700 Jahre gebaut worden, bis die letzte Kreußblume aufgesetzt worden war. Man wird einwenden, daß die Baukunst in der Vergangenheit noch nicht über die Fülle der technischen Hilfsmittel verfügte, die heute allgemein gebräuchlich sind. Daß dennoch lange Baufristen in den Voranschlag eingestellt werden müssen, zeigen zwei Kirchenbauten in Livervool, der viertgrößten Stadt Großbritanniens. War es Zufall, war es Absicht, in Liverpool wird gegenwärtig an zwei kirchlichen Hochbauten gearbeitet, die als Repräsentationsbauten ihrer Konfessionen angesehen werden müssen. Bereits 1904 wurde der Grundstein zur Kathedrale der anglikanischen Kirche gelegt. Wenn auch der Krieg gewisse Verzögerungen in der Erbauung herbeiführte, vergingen doch 97 Jahre. big 1031 die Kathedrale für kirchliche Zwecke wenigstens gum Teil in Gebrauch genommen werden konnte. Das Aeußere und die Türme sollen zwar bis 1960 vollendet werden, aber man stellt sich in gang allgemein barauf ein, daß wahrschein= lich erst am 50. Jahrestage der Grundsteinlegung, also 1954 das letzte Stück vollendet sein wird. Ursprünglich glaubten ihre Baumeister mit dieser Kathedrale einen Bau zu schaffen, der nicht mehr übertroffen werden könne. Doch wurde in Rufweite der anglikanischen Kirche im Jahre 1088 der Grundstein zu einer römisch-katholischen Kathedrale gelegt, die nach den Bauplänen die größte Kirche der Welt werden soll und sogar noch das bisher größte Gebäude auf Erden, den Garls Court=Ausstellungspalast in London übersteigen soll. In den dier Jahren der bisherigen Bautätigkeit hat sich bereits herausgestellt, daß die Herstellungsgeit bis weit in das 21. Jahrhundert hineingreifen wird. Die kirchlichen Stellen haben deshalb beschlossen, die technischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts einzusetzen, um die Bauzeit auf hundert Jahre abzukürgen. Dennoch ist man sich bereits heu e darüber im Klaren, daß trotz intensivster Bautätigkeit, vielleich doch das Jahr 2040 erst die Vollendung der Kathedrale sehen wird. Mit fünf Morgen Flichen Ausdehnung übertrifft diese Kathedrale ihre anglikanische Nachbarin um dag doppelte. Allein die Kuppel soll einen Durchmesser von 46 Metern erhalten. Die Baukosten wurden vorläufig auf 40 Millionen Reichsmark nach unserer Wahrung berochnet. Doch wird die alte Bauerfahrung, daß man bei derartigen Riesenbanten minkestens ein Viertel des Voranschlages zurechnen muß sich wohl auch hier bestätigen. Ausgebürgerte können nicht mehr erben Gesetz über erbrechtliche Beschränkungen wegen gemeinschaftswidrigen Verhaltens. DMB Berlin, 8. Noo.(Drahtb.) Auf Vorschlag von Reichsjustizminister Dr. Gürtner hat die Reichsregierung das„Gesetz über erbrechtliche Beschränkungen wegen gemeinschaftswidrigen Verhaltens“ erlassen. Darin wird bestimmt, daß ausgebürgerte Personen von jedem Erwerb von Todes wegen gegenüber deutschen Staatsangehörigen ausgeschlossen sind. Sie können demnach gegenüber dem Nachlaß eines deutschen Staatsangehörigen weder gesetzlicher, noch testamentarischer Erbe, noch Pflichtteilsberechtigter oder Vermächtnisnehmer sein. Auch Schenkungen von Todes wegen zu ihren Gunsten sind nicht zulässig. Zur Verhinderung von Umgehungsversuchen werden auch sonstige Schenkungen an Ausgebürgerte verboten. Die Uebertretung des Verbotes ist mit Strafe bedroht. Das Gesetz erweitert ferner die Voraussetzungen, unter denen nach bürgerlichem Recht ein Erblasser einem Abkömmling den Pflichtteil entziehen hann. Es bestimmt, duß ein deutschblütiger Erblasser den Pflichtteil entziehen kann, wenn der Abkömmling nach Erlaß der Nürnberger Gesetze einen Juden oder ohne die erforderliche Genehmmigung einen jüdischen Mischling geheimtet hat. Neue Bäckereiverordnung Eineichtung und Betrieb von Bächereien und Konditorelen nach modernen Gesichtspunkten. DNB Berlin, 8. Nov.(Drahtb.) Der Reicheund Preußische Arbeitsminister hat, zugleich im Namen des Reichs= und Preußischen Ministers des Innern und des Preußischen Finanzministers, für das Land Preußen eine Polizeiverordnung über die Einrichtung und den Betrieb von Bächereien und Konditoreien(Bäckereiverordnung) erlassen. Diese Verordnung fast die bisher von den Oberpräsidenten erlassenen, z. Zt. schon abgelaufenen oder kurz vor dem Ablauf stehenden Polizeiverordnngen ergänzend und ändernd zusammen. Sie dient dem Schutz der Volksgesundheit und der Gefolgschaftemitglieder in Bäckereien und Konditoreien. Sie enthält Bestimmungen über die Einrichtung der Arbeitsund Lagerräume, über die Wasch= und Umkleidegelegenheiten und eine Reihe von besonderen Betriebs, triebsvorschriften über die Reinlichkeit im Betriebe. Die Verordnung will die Gewähr dafür bieten, daß bei der Herstellung von Bäckerei= und Konditormaren die gesundheitlichen Gebote berücksichtigt werden, deren Einhaltung für die Volksgesundheit als unbedingt not, wendig vomusgeletzt werden muß. Zusammenstoß zwischen Fernlastzug und Triebwagen Ein Toter, ein Schwerverletzter. DNB Mainz. 8. Nov.(Drahtb.) Zwischen Gimbsheim und Guntersblum in Rheinhessen ereignete sich Montag früh, wie die Reichsbahndirektion Mainz mitteilt, an einem unbewachten Reichsstraßenübergang ein bedauerlicher Unfall. Her fuhr ein Fernlastzug in einen auf der Strecke Osthofen— Guntersblum verkehrenden Triebwagen hinein. Der Triebwagen wurde umgeworfen und der Lastzug schwer beschädigt. Während von den Reisenden niemand verletzt wurde, kam ein Begleiter des Lastzuges ums Leben ein zweiter wurde schwer verlett Todesurkeil über eine Kindesmörderin Sie suchte ihr zweijähriges Kind zu ertränken und vergiftete es dann mit Tollkirschen. DNV. München, 8. Nov.(Drahtb.) Am Montag verurteilte das Schwurgericht des Landgerichtes München II die 21 Jahre alte Anna Wittmann aus Waldhausen bei Icking(Oberbayern) zum Tode und wegen Totschlagsversuches und zweier Verbrechen der Brandstiftung zu vier Jahren Zuchthaus Die Wittmann hatte am 30. August v. Is. ihr etwas über zwei Jahre altes Kind mit Tollkirschen vergiftet, nachdem sie es vorher schon zu ertränken versucht hatte. Nach Ermordung des Kindes suchte sie sich eine Handhabe zum Verlassen ihres Dienstplatzes durch zweimalige Brandstiftung zu verschaffen. Nach anfänglichem Leugnen leate die Wittmann ein Geständnis ab, das sie auch in der Schwurgerichtsverhandlung aufrecht erhielt. Nachkfrostgefahr Bericht des Reichswetterdienstee Essen=Mülbeim vom 8. November. Vorbersage für Dienstag: Schwach windig und verbreitet neblig nur vorübergebend aufbeiternd. im Bergland länger als im Flachland, noch trecken, nachts Temperaturen um 0 Grad, tagsüber noch mild. Vorbersage für Mittwoch: Bei nordwestlichen Winden weiterhin neblig, sonst wechselnd wolkig und einzelne Schauer. allgemein etwas kübler als am Vortag. verstärkte Nachtfrostgefahr. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbestäudiger. Westdeutsche Um= und Ausschau Die Fahne- das Symbel der Ehre Truppenteile des Wehrkreises VI erhielten ihre Fahne. Münster. Am Sonntag vormittag erfolgte im Schloßgarten die feierliche Fahnenübergobe an 13 einzelne Truppenteile des Wehrkreises VI durch den Kommandierenden General des 6. Armeekorps, General der Artillerie von Kluge. Nach dem Einmarsch der verschiedenen Fahnenabordnungen nahm der Kommandierende General die Uebergabe der Fahnen und Standorten mit einer kurzen Ansprache vor. Wir sind, so führte er u. a. aus, zusammengekommen, um Fahnen und Standarten zu übergeben, die der Führer Ihnen verliehen hat. Die Fahne ist das Symbol der Ehre des Truppenteils. Diese Ehre zu vertreten, ist nicht nur Ihre Sache, Fahnenträger und Offiziere, sondern Aufgabe jedes Einzelnen im Regiment bis berab zum jüngsten Musketier oder Kononier. Die Fahne ist das Heiligste, was wir besitzen, denn der Fahne leisten wir den Eid. Unsere Fahnen tragen zwei Symbole: Hakenkreuz und Eisernes Kreuz: das Symbol der Gegenwart und der Vergangenbeit. Das Hakenkreus prägt uns immer wieder ein und erinnert uns daran, daß es der Führer und der Nationalsoziolismus waren, denen die Armee ihr Wiedererstehen verdankt. Wir statten dem Führer unseren Dank dadurch ab. daß wir unsere Pflicht bis zum Aeußersten tun und. wenn es sein muß. im Kriege. Zeichen einer Treue, wie sie für einen Kommandeur selbstverständlich ist. Ich wünsche, daß diese Fabnen und Stondarten immer wehen mögen über Truppenteilen, die nichts kennen als ihre Ehre, ihre Pflicht dem Führer und dem Staate gegenüber— möge es immer so lein. Kund 50mal in Kirchen eingebrochen RWD Münster. Der 1917 in Lingen geborene Heinrich Joogmann hatte zur Erlernung eines ehrbaren Handwerks wenig Lust. Zunächst begann er im Emsland damit. den Kirchen ungebetene Besuche abzustatten. Meßgeräte, Altardecken. Opferschalen und Meßgewänder ließ er aus Kirchen in Geeste, Lohne und anderen Orten mitgehen. Dann wandte er sich südwärts und„beglückte“ das Münsterland, namentlich das kirchenreiche Münster. Dabei vergaß er aber nicht, unterwegs durch Ausplün derung der Opferstöcke für die nötige Wegzehrung zu sorgen. In Münster hat er fast sämtliche Kirchen heimgesucht. Das Gleiche tat er im Rheinland und in verschiedenen Orten der Eifel. Das geraubte Kirchengut versteckte er in seinem elterlichen Hause. so daß niemand etwas davon erfuhr. So hat er sich im Laufe der Zeit aus Einbrüchen und Diebstablen in über 50 Kirchen im Ems=, Münster= und Rheinland eine stattliche Sammlung zugelegt. Als er dann aber auch noch dazu überging. in Gastwirtschaften Kassen zu bestehlen, und im Industriegebiet Fahrräder mitzunehmen, wurde er gefaßt und vor den Richter gestellt. Der medizinische Sachverständige enträtselte die seltsame Veranlagung des jungen Mannes, indem er erklärte, daß er entwicklungs mäßig und geistig beim 14. bis 15. Lebensjahr stehen geblieben sei. Man müsse ihn schon verminderte geistige Zurechnungsfähigkeit zubilligen. Deshalb fiel die Strafe auch nur gelinde mit zwei Jahren Gefängnis aus. Durchgehendes Gespann rast in einen Leichenzug RWD Bad Oeynhausen. Als Donnerstag nachmittag ein Windmühlenbesitzer aus Gohfeld=Wittel Möbel zum Bahnhof bringen wollte, scheute das Pferd und ging durch. Der Fahrer wurde einige hundert Meter mitgeschleift, bis er mit Kopf= und Knieverletzungen liegen blieb. Das durchgebende Pferd nahm jetzt gänzlich führerlos den Weg nach Gobfeld. Bei einer Gastwirtschaft stieß das Gefährt auf einen Leichenzug und fuhr einen dem Sarg folgenden Personenwagen an. Die Teilnehmer der Beerdigung hatten sich zeitig in Sicherheit gebracht. Hier fand die wilde Fahrt auch ihr Ende: denn das Pferd hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß es auf der Stelle notgeschlachtet werden mußte. Großseuer in einer chemisch lechnischen Fabrik RWO Köln. In einer chemisch technischen Fabrik in Köln Ehrenfeld brach am Simstagmorgen ous bisher unbekannter Ursache ein großes Schadenfeuer aus. Da infolge der Lagerung großer Fettmengen in dieser Fabrik die Gefahr eines Umsichgreisens des Feuers bestand, rückte die Kölner Feuerwehr mit mehreren Löschzügen zur Bekämpfung des Brandes an. 1200 Kilogramm Bohnerwachs, die zum Versand fertig waren, und 200 Kilogramm Bohnerwachs, die sich noch in Kesseln und Bebältern befan den, fielen dem Feuer zum Opfer. Außerdem brannten der Fabrikraum im ersten Stock des Gebäudes und der größte Teil des Dachstuhls aus kleine Provinzchronik Der Dortmunder Mörder gefaßt? Dortmund. Die Mordkommilsion hat am Samstagabend einen erheblich vorbestraften Mann'estgenommen, der des Mordes an der 26jährigen Antonie Köhne verdächtig erscheint. Die veröffentlichte Personenbeschreibung des mutmaßlichen Täters trifft auf ihn zu; ein Alibi für die Nacht konnte er nicht beibringen. Es steht sest. daß er in der fraglichen Nacht zwischen 3 und 4 Uhr in der Nähe des Tatortes gewesen ist Am Morgen nach der Tat wies sein Gesicht erhebliche Kratzwunden auf, für deren Entstehung er keine glaubhafte Erklärung hat.— Es bestehen noch andere Verdachtsmomente, über die aber im Interesse der Untersuchung noch nichts mit geteilt werden kann. Zum Omnibusunglück in Krebsoge. Wuppertal. Zu dem schweren Unglück auf dem Bahnübergang in der Nahe des Bahnhofs Krebsöge. wo ein mit 31 Arbeitern besetzter Omnibus der Barmer Bergbahn von einem Personenzug erfaßt und zertrümmert wurde. keilt die Pressestelle der Reichsbahndirektion Wuppertal noch mit. daß von den beiden Schwerverletzten der Arbeiter Priesack aus Wuppertal Barmen in der Nacht zum Sonntag gestorben ist. Dadurch hat sich die Zahl der Toten auf drei erhöht. Für den anderen Schwerverley ten besteht keine unmittelbare Lebensgefahr mehr. Die 12 weiteren Verletten. die zunächst in das Lenneper Krankenhaus gebracht worden waren, haben sämtlich einen schweren Nervenschock und z T. Quetschungen, Armbrüche. Preflungen. Rippenbrüche, Kopfverletzungen oder Schulterquetichungen davongetragen. Während ein Teil dieser Verunglückten in ihre Wohnungen gebracht werden konnten, wurden die übrigen in Wuepertaler Krankenhäuser überführt Der Fahrer des nerunglückten Omnibusses wurde vorläufig iestgenommen Er wurde dem Amtsgericht zugeführt Arbeitstagung der Gaubetriebsgemeinschaft „Freie Beruse“. Hagen. In einer Arbeitstagung der Gaubetriebsgemeinschaft sprach nach Eröffnungsworten des Gaubetriebsgemeinschaftswalters Pg. Oedekoven der Kreisobmann Röttger. Seine temperamentvollen Ausführungen schloß er mit den Sützen: Wir glauben wieder on uns selbst. an unsere eigene Kraft. Wir fürchten uns nicht und aus dieser Erkenntnis beraus werden wit alle Aufgaben meistern, die sich uns stellen. Gauschulungsreierent Pa. Theiler verbreitete sich dann eingehend über die Bedeutung des Vierjahresplanes und umriß die Stellung. die die Freien Berufe ihm gegenüber einzunehmen hatten. Abschließend referierte Pa. Börger=Berlin über Entwicklung der Filmwirtschaft. Der Nachmittag war ausgefüllt mit internen Besprechungen. Opfer der Arbeit Siegen. Auf der Grube„Schachtleben“ im benachbarten Neagen ereignete sich ein tödlicher Betriebsunfall. Der Bergmann Rudolf Schmidt aus Hensberg geriet im Untertagebetrieb unter berabfallende Gesteinsmassen und trug dabei so schwere Verletzungen davon, daß er kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus starb. Der Verunglückte hinterläßt Frau und vier unmündige Kinder. Mit seinem Hund in den Tod gegangen Nordborn. Ein 55jähriger Lagermeister aus Nordhorn wurde zusammen mit seinem Hund in der Küche seiner Wohnung liegend tot aufgefunden Der von der Arbeit beimkehrenden Tochter fiel beim Betreten der Wohnung ein starker Gasgeruch auf. Nichts Gutes abnend, öffnete sie die Tür der Wohnküche. wo sie den Vater zusammen mit seinem Hund leblos au fand, wahreny dem gesifneten Gashahn noch immer Gas entströmte. Sofort angestellte Wiederbelebungsversuche blieben ergebnislos. Was den in geordneten Verbältnissen lebenden Mann in den Tod getrieben bat. ist vollig rätselhaft. Städtisches Orcester Bochum Vormiete Zweltes Kammer-Konzert Nov., 20 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus a Maydni Klavier-Trio Nr. 1 O-dur. Robert Schumann! Streichquartett op. 41. A-dur. Johannes Brahme: Klavier Quartett, A-dur Ausiohrenee: Das Höusler-Quartett Erwin Häusler. Alfred Oligmüller, Fritz Geistfeld, Karl Fränkle. prolessor Herbert Polladi Mavier) Preise: 76 Rpf. bis 1.50 RM. Karten sind an der Konzertkasse im Stadttheater sow e in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Deuerkarten zum Preise von 4.—. 6— und 8.— RM siel en noch an der Konzertkasse zur Ver tügung Schölerkarten mit einer 50prozentigen Preisermäßigung werden nur an der Konzertkasse ausgegeben Vorbestellungen unter Nr 61051. 3 o. Kindervorstellungen Wittwoch, den 10.NoV Jonnerstag, den 11.Nov. Freltaa.den 12.Nov. nachmittags 2.15 Uhr mit der beliebten kleinen Helles Lachen erregen die entzôckenden Stöckchen, die die kleine Shiriey diesmal darbringt! Oazu: Belprogramm. Eintrittspreise: Kinder: O.30,0,50,0,70,0,90M Erw.: 0.30. 0.70.0.90, 1,20M UFA-ToNNAULE Stadttheater UBochum Tienstag, 9. Nov. 20—22.30 Uhr Weitzer Ring 8 Gastsplel der Koiner Cper! Fidelio Over von Beethoven Mittwoch, 10. Nov. 20—22 30 Uhr Geschl. Vorst. f. AdF. RingC Jan und die Schwindlerin Ankaut Gold und Silber Gen. 56 moister Schneider S.cn.m Kortumstr. 55 bessel, Sofas Couches Matratzen sowie alle Arten Polstermöbel wie immer bes Kasp. Diemel Nochum Hellweg 12. PianohuS MARKS Boch. Eeke Lelver-Wilbein-Mtr, Mal645 75 PoisterMaterial Orell, Plosch, Stolte, Sohndr. Aden. Seegres, ederluch uew. Ihiel u. Co. Waschmaschine mit Wringer, fast neu, u. Ausgiehtisch zu verk. Bochum, Kortumstr. 44,3.E1g Rheuma- Sichi u. Ischias=Leidende rink. seyz den echten AlpenkrauterHarnsäure-Tee der Harnsäure 10f1 und ausscheidet und 9a6 Blul gleichget1a enigiftet und nisäuert. Orig lackung Mk. 0.76 und Mt. 1.— Allein echt zu bab in d Progerleßischer Seit Jahrzehnten Tapeten iII1a. aros. Zustellung aach allen Richtungen. Karl Bohlmann PAR..N nur Bochum, Kortumstraße 10 7 Rul 654 26 Dee Haus mit dem Farbenstern Ledersofa neu übergogen, bill. zu verk. Bochum, Hunscheidtstraße 76. Die Gertreierin Teiner Interessen Was darf weiches Waller kolten? Es klingt wie ein Aprilscherz und doch ist es Tatsache: In dem braunschweigischen Städtchen Schöningen, das unter besonders hartem Wasser zu leiden hat, wird weiches Wasser buchstäblich verlauft. Der Preis je Eimer schwankt zwischen 5 und 20 Pfennig! Dafür müssen sich die Hausfrauen häufig sogar noch anstellen. Wie viel einfacher ist da das Arbeiten mit Henko! Man verrührt vor Bereitung der Wasch= lauge sam besten 15 Minuten vorher) einige Handvoll Henko Bleichsoda im Kessel und hat auf diese einfache und billige Weise immer das schönste weiche Waschwasser! In weichem Wasser ist das Waschen nicht nur viel billiger— die Waschlange schäumt auch besser! Ein Signal des Körpers, ihm neue Kraftstolle zuzuführen, die Blut bilden und Nerven stählen. Deshalb jetzt die berühmte Doppelherz-Kurl Entspannt, froh und gekräftigt tühit sich ein neuer Mensch. Fab.kal.d.r..g.n Stadt-Drog. Altmikua, Bongerdatr M. V. Fischer, Kortum Eche Roitairsbe Drog. Aug. Fleiechhauer, Wemel er Str., Ecke Mauritlusstr. Drog. Fring Kortumstreße 97. Drogerie Grasediech. Essener und Kohlenstr. Ecte. Drogerle GUnther, Hattinger Strabe 34. Dregerie Händler. Piepersiraße a. Drog. Hölter mann, Marlenstrabe 21. Drog. Kauder Vereinsstr. 2. Drogerie Aneider, Grobe Jechstraße 10. F. u. M. Anepper. Dor siener Straße 93 und Castroper Siroße 203 Nrog. Neuhaus, Herner Strebe. Droo Dichoft jr., Oesar- Hoftmana Streße 34 Drogerie Apoth. Pail, Kortumstraße 27 Drogerie Reinhardt, Moltemerk E. Trase Nachf., Wilbelmepletz. Dreg. Walger, Olbergatrsße 1. Weimar: Drog. O. Wehmer, Hattinger Straße 355 DAS Neue Bratheringe ohne Kopt und ausgenom 70. men......I Ltr.-Dose 90 Lr Do.. 39 Neue Bismarckherine Neue Rolimöpse keue Geleeheringe 45 Neue Sa'zheringe verschiedenen slagen. Ferier emptenlen Koploser Seelachs:295 Seelachstilet Atenfrei. 500 gr 395 Vergebung von Abbrucharbeiten Die Baracken IV und V des Obdachlosenasyls an der Hagenstratze sollen auf Abbruch verkauft werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der Bauunterhaltungsabteilung, Rathaus, Zimmer 342, zur Einsicht auf und können, solange der Vorrat reicht, von dort bezogen werden. Zusendung durch die Post erfolgt nicht. Verschlossene und mit entsprechender Anfschrift versehene Angedote And die Dienstag, den 16. November 1937, 11 Uhr, del der oden genannten Tienststelle rechtzeitig abzugeben. m um diese Zeit die Oeffnung der Ana bote im Beisein eiwa erschienener Bieter erfolgt. Bochum, den 6. November 1937. Der Oberbürgermeister Bochum, Kortumstr. 53. Rut 664 60 Fleißiges, kinderliebes, katd Mädchen welches etwas kochen, nähen und llicen kann, gur Führung eines Hausbalte, wo Frau im Geschäft tätig ist. gesucht Gute Behandl. zugesich., Putzkrau vord Bochum, Nortume, Hotel=Restaurant„Germania", Bochum Ecke Rottstrobe, Marienplatz 14 Die kleinen Gelegenheite-Angeigen unserer Zeitung führen schnell gum gewünschien Erfolg Roth& Junius Liliput-Piano vollendete Formenschönheit. errliche Klangfülle, leichte Spielart. voller Tonumfang. unbe renzte Haltbarkeit Bar preis ab 725.— RM Teilzahlung 0 Monate. Lieferung frei laus an Private. Verlangen Jie unverbindl Angebot von Plano-Fabrik Roth& Junius Hagen, Bahnhofstraße? Haus- und Aüchermädchen sofort oder später gesucht. Lohn 504 monatlich Hotel Boswinckel, S..n. Kuns stopferin bessert sämtliche Jarderoben sauber eus Neine Preise Ang. u. B. B 980 b. Gesch. d. Zia UMZUG? Möbelwagen Scharpey tregen Man rechnet manchmal falsch wenn man denkt, man kaute bel Drucksachen nur dann gônstig, wenn der Preis recht niedrig lat. Besonders bel Drucksachen für den Briefverkehr (Brefblätter. Angebote, Bestätigungen) und be Drucksschen für die Werbung(Prospekte. Listen, Kataloge) kommt es vor allen Dingen daraut an, daß diese Drucksachen gut sussehen,— daß sie durch ihr gules Aussehen eine Empfehlung für das Geschäft sind. Denn schlechte Drucksachen setzen einen Betrieb in den Augen der Kundschaft herunter. ich selbst sehe aut jeden Pfennig. Doch bel den Drucksachen lasse ich das Sparen nicht auf Kosten des guten Aussehens gehen. Ich bevorzuge stets saubere, zeltgemäße Drucksachen, wie sie von der Märkischen Vereinsdruckerei Schürmann& Klagges gellefert werden. 2Schreibmaschinen = Trautmann. Viktoriastr.73 Auf 633 44 63348 kabo-Blutreinigungstee wirkt entfettend. gegen schlechte Berdauung Verstopfung, unreines Blut. sichtordie und Bickeln Großartige Erfolge. Gewichtsabnadmen nachweisbar 1040 Plund Pakes 0.90, 0.50 Mark. J. Kneider. Drogerle tade Beckstraße 10. Auch kleine Inserate haben Erfolg! Für einen Quarianer Nachhlie gelucht Schriftl. Angebote unter M. 1 die Gesch. d. Leitung erbeten. Handwertemeidet. die auf mehr Aufträge recuer sich durch regelmätzige Andelsen unterer Kleine und große Wunder aus der Natur Die selbstlose Lehrmeisterin der Erfinder. Behanntlich geht die Zahl der Erfinder, die allföhrlich ihre„Neuheiten“ dem Patentamt einreichen, in die vielen Tausende. Wätterz man in den Akten des Patentamtes. so kann man wirklich Wunder erleben, auf ms für Ideen die Menschen verfallen. Großer als alle menschliche Erfindungskunst ist aber die Ideenkunft der Natur, und wenn wir genauer zulehen, so müssen wir mit Erstaunen feststellen, daß fast alle Erfindungen in ihrer primitiosten Form bereits vorhnden waten, ehe der Mensch überhaupt darauf kam, sie zu„erfinden“. Greifen wir nur einige Beispiele aus der Fülle der Erscheinungen heraus. Die Spiralfeder ist eine Erscheinung, die wir uns heute aus dem technischen Leben nicht mehr fortdenken können, ob sie nun als Zugfederung oder als Druchfederung verwandt wird. Es mögen ein paar hundert Jahre her sein, daß der Mensch sich ihrer bedient, aber die Natur kennt sie bereits seit Millionen Jahren und hat unzählige Kletterpflanzen damit ausgerüftet. Betrachten wir z. B. eine Kurbiopflanze genauer, dann werden wir Ranken finden, die geradezu ideale Spiralfedernkonstruktionen darstellen. Für die Pflanze sind diese Spiralen sogar in doppelter Hinsicht zu gebrauchen, owohl als Zugfedern, wie als Druckfedern, denn die Natur hat sie so eingerichtet, daß die eine Hälfte links herum, die andere rechts herum gewichelt istl Weil wir gemde bei dem Kürbis sind: Betrachten wir einen Flaschenkiirbis und wir haben die Urform unserer Flasche vor Augen. Als die Holzklammern. wie wir sie heute in der Pholographie verwenden, beim Trocknen von Filmen u'w., erfunden wurde. glaubte der Erfinder sicher, etwas sehr Neues konstruiert zu haben. Hätte er sich einen Hirschkäfet genau angesehen, so hätte er seine Erfindung schon in der Praris gesehen, denn die Greifzangen des Hirschhäfers erfüllen seit Jahrtausenden den gleichen Zwech. Es gibt tausend Dinge im menschlichen Leben, die wir heute als eine Selbstverständlichkeit hinnehmen, die z. T. als Erfindungen schon patentiert sind und die letzten Endes doch schon seit Jahrhunderten bestehen. Wir alle kennen die Sauggummikapfeln, die uns des öfteren an Schaufensterscheiben begegnen; sie halten zumeist einen Stab, der irgend etwas trägt. Selten nur wird einer auf den Gedanken kommen, duß die Saugfinger des Frosches, mit denen er sich an der glatten Glaswand festhält, genau das gleiche sind. Ebenso ist eine Injektionsspritze jedem bekannt. Aber auch dafür gibt es ein Vorbild in der Natur: der Stachel der Hornisse. Er ist genau so konstruiert wie die Spitze der Injektionsspritze und erfüllt auch die gleichen Funktionen. Jeder kennt auch die Haarschneidemaschinen. Es ist gleichgültig, ob wir an die jetzt meist gebräuchlichen elektrischen denken oder an die Handmaschinen, im Ptinzip sind sie sich gleich. Der Erfinder dieser Maschinen hat sicher nicht daran gedacht, daß lange vor ihm bereits die Natur einen solchen Apparat konstruiert hat. Wenn wir nämlich die Vorderfüße einer Maulwurfsgrille unter dem Mikroskop betrachten, sehen wir gemiu den gleichen Apparat. Da die Maulwurfsgrille sich in die Erde einwühlt, kommt es oft vor, daß Wurzelfasern ihr den Weg versperren. Die Natur hat sie infolgedessen mit 4 scharfen Zehen ausgestattet und die fünfte kann sie schneideartig darüber hinweg bewegen, eine vollkommene Schneidemaschine, mit der sie die Wurzelfalern bequem durchschneiden hann. Dus ideale Vorbild einer Streubüchse bietet uns die Mohnhaplel. Selbst die Elektrizität wurde von der Natur schon verwandt. Die elektrischen Schläge des Torpedo=Rochens sind nur erklärlich, weil der Fisch tatsächlich Akkumulatorenbatterien besitzt. Man kann also ruhig sagen: Erfinder, wendet euch an die Naturl C. lich durchpeitschen. Der Knabe hauchte unter den Händen seiner Peiniger sein Leben aus. Durch diese ruchlose Tat zog sich der unmenschliche kaiserliche Forstwart mehr noch als bisher den Haß der Bevölkerung und auch seiner Untergebenen zu. Hans Bengel fand kurz nach Verübung dieser unmenschlichen Tat den Tod. Einer seiner Jäger, dem der Wüterich eine schwere Kränkung zugefügt hatte, lauerte dem Verhaßten auf und streckte ihn durch eine wohlgezielte Kugel nieder. Wer heute die Wiener Praterstraße entlanggeht, den erinnert ein mächtiger, dreihundert Jahre alter Nußbaum an das grausame Geschehen im ehemaligen kaiserlichen Forst um das Jahr 1500. Das Duell der- hexen! Zeitbild aus einem rumänischen Dorf. Der Glaube an die Teufelsmacht der Heren feiert selbst heute in manchen Ländern noch Triumphe. In erster Linie natürlich auf dem flachen Lande. Das rumänische Dorf Sopoceani belaß bis vor kurzem sogar zwei ausgewachsene Heren. An jedem Dorfende hauste eine. Nach der geographischen Lage ihrer halbzerfallenen Hütten wurde die eine„Westhere“ und die andere Osthexe genannt. Beides waren alte, rüchengekrümmte Frauen mit riesigen Rasen in dem starkknochigen Gesicht und mit zahnlosem Mund Stets nur in Lumpen gehüllt, wußten sie sich auch sonst den Anstrich von Heren zu geben. Die eine hielt sich in ihrer Kate eine pechrabenschwarze Katze, während die andere eine Eule bei sich aufgenommen hatte. Die abergläubischen Bauern des Dorfes fürchteten die alten Weiblein, wie man eben Hexen fürchtet. Denn diese besaßen nach Ansicht der Bauern die (Habe des bösen Blicks und konnten also Vieh verheren. Um sich die Gunst der beiden alten Frauen zu sichern, zollten ihnen die Bauern ihren Tribut, d. h., sie stellten der einen wie cer anderen in freigebigster Weise Lebensmittel und Geld zur Verfügung. Die Heren führten also ein sorgenloses Schlemmerdasein. Vor einiger Zeit ham es zwischen den Heren, die sich bis dato gut verstanden, zu einem Streit. Die Ursache war eine Kuh, welche die eine beheren und die andere entzaubern sollte. Nachdem die Heren eine zeitlang kein Wort miteinander gesprochen hatten, gerieten sie eines Tages mitten auf der Dorfstraße heftig aneinander. Schnell hatten sich um die schimpfenden Heren Bauern und Bäuerinnen versammelt, die Zeuge einer Schimpfkanonade wurden. Endlich, als den Heren der Mund weh zu tun schien, schlossen sie diesen, um sich gegenseitig mit Blichen zu erdolchen. Immer näher rückten sie aufeinander zu, immer giftiger wurden ihre Bliche Plötzlich tat die„Westhere“ einen unartihulierten Schrei und lank in sich zulammen. Völlig unberührt von diesem Vorgang erhob sich die„Osthere“ und begab sich durch die Gasse der Bauern, die entsetzt auseinanderwichen, in ihre Kate. Die„Westhere“ blieb eine gute Stunde auf der Dorfstraße liegen, ebe ein sonders Beherzter es wagte, sie anzurühren. Er ißte feststellen, daß er eine Tote vor sich hatte. Wenn es auch feststeht, daß die„Westhere“ einem Herzschlag infolge der Aufregungen erlegen ist, so glauben die Bauern damn, daß sie von ihrer Konkurrentin totgezaubert worden ist! Sie überschütten seitdem die übrig gebliebene Dorfhere in noch stärkerem Maße als bisher mit Lebensmitteln und Geldgeschenken. In hypnose geheiratet? Faule Ausrede schlägt nicht durch. In den Vereinigten Staaten kann man allerlei Seltsames— nach unseren Begriffen!— anführen, um geschieden zu werden. Aber es scheint doch so, als ob nast alles geht, und als ob es auch auf diesem Gebiete nun langsam eine Grenze gibt. Zu Los Angeles erschien kürzlich eine gewisse Mrs. Edda Eggers Marcel vor einem Scheidungsrichter und meldete mit tragischen Mienen, sie wünsche geschieden zu werden,— weil sie unter Zwang geheimtet wurdel Jetzt nach vier Jahren sei sie endlich aus ihrer„Trance“ erwacht. Die Verhandlung ergab, daß ihr Gatte allerdings eine Praris als Heilkundiger besaß und Kranke auf hypnotischem Wege zu heilen versuchte, ferner auch, daß sie ihn vor vier Jahren aufsuchte, um auf diesem Wege von einer großen Schlaflosigkeit befreit zu werden. Acht Tage später war sie mit dem Heilkundigen verheiratet. Nach vierjähriger Ehe sei ihr Gatte jetzt mit ihrem Schmuck und ihrem Geld durchgegangen, und— sie sei aus der Hypnose erwacht. Glücklicherweise liek sich der Richter durch diese sensationelle Schilderung nicht beeinflussen. Er entschied, daß das Scheidungebegehren der Dame auf der Hypnosetheorie nicht begründet sei,„weil sie wahrscheinlich sehr gut wußte, was geschah, als die Trauung vollzogen wurde“. Ein kluger Richterl Er schneidet damit die Ausbreitung Harte Arbeit am Amboß (Scherl=Bilderdienst.M.) einer„Ausrede“ ab, die schon häufig aufgeworfen wurde, obgleich die Wissenschaft die Möglichkeit eines solchen„Hypnoseverbrechens" im Großen verneint. Sehen, denken, zupacken! Das ist noch ein Detektiv. Sherlock Holmes, der große Detektiv, dieses geistige Kind Mr. Conan Dobles, konnte bekanntlich seine Verbrecher auf Grund des Schmutzes, den sie an ihren Stiefeln hatten oder der Asche des Rauchtabaks, den sie qualmten, erkennen, überführen und der Gerechtigkeit überliefern. Wie mancher Leser hat wohl erhaben über diesen„Unfinn“ gelächelt und dergleichen Taten für unmöglich erachtet. Aber unmoglich ist nichts auf dieser Erde und Mr. William Moore, Polizeidetektiv zu Southampton, hat dieer Tage bewiesen, daß er die Sherlock=Holmes=Geschichten mit Nutzen gelesen hat, um in die Fußtapfen seines großen„Romankollegen“ zu treten. Mister Moore ging streifend durch die Straßen. Vor ihm ging ein Mann. Der Mann trug Gummisohlen. Mit diesen trat er in einen Schmutzhaufen. Almungslos lief er weiter, naß und deutliche Abdrücke seiner Sohlen auf dem trochenen Pflaster hinterlassend. Moore besah sich von ungefähr diese Spuren. Sie zeigten, wie ilnn sofort einfiel, dasselbe Muster und dieselben„Eigenheiten“ wie Schuhspuren, wie sie bei einigen ungeklärten Einbrüchen gefunden waren. Moore hatte diese Spuren photographiert. Er nahm den überraschten Fußgänger auf der Stelle fest. Der Verhaftete, ein gewisser Carter, gestand angesichts der Lückenlosigkeit der Beweisführung des Detektivs, die Einbrüche ein. Und wurde verurteilt. Hut ab, Mr. Moorel Kühle, sterbende Sterne Die Oberflächentemperatur der Firsterne, die mit Hilfe ihres Spektrums bestimmt wird, schmankt zwimen 3000 und 35 000 Grad, die Sonne mit rund 6600 Grad steht der unteren Grenze näher als der beren. Nun sind kürzlich in Amerika photographische Aufnahmen von Himmelskörpern geglückt, die nur tote und ultrarote, d. h. unsichtbare Wärmestmhlen aussenden. Natürlich benutze man dafür eine besonders präparierte Platte mit hoher Empfindlichkeit für diese Strahlen. Auf diese Art entdeckte man auf der Verkes=Sternwarte einige Sterne, die bisher ein verborgenes Daleir geführt hatten. Die aufgefangenen Strahlen konnten verraten, daß der aussendende Körper eine Oberflächentemperatur von 1000 Grad und noch weniger habe. Man wird weiter suchen und glaubt, daß die Zahl dieser kühlen Sterne, die von der Rotglut zum Erhalten hinabsteigen, ziemlich groß sei Allerdings werden wegen der geringen Strahlung wohl nur solche, die nicht allzuweit von der Erde entferne sind, der neuen Methode zugänglich lein. So kann jetzt das große Museum der Himmelskunde eine neue Abteilung errichten, in welcher die absterhenden Firsterno untergebracht sind und dort ihren Untergang nach Art der Planeten zeigen können. schlägt's dreizehn" Unter diesem Titel veröffentlicht Carl Puetzfeld im Alfred=Metzner=Verlag(Berlin) eine äußerst interessante Zulammenstellung von 100 Redensarten und ihrer Bedeutung. Wer etwas ausdaden muß, hat für dno, e er oder ein anderer angerichtet hat, aufzukomnen. So wird die Redensart heute verstanden. Zu Hans Sachlens Zeiten noch mar es üblich, duß meltete Personen nacheinander ein Bad benutzten; der letzte hatte es dann auszutragen, also die Wanne zu aubern. Doch wird die Redensart auch auf einen Hochzeitsbrauch zurückgeführt, wo bei der Nachfeier enige Gäste die junge Frau ins Bad begleiten durften. Zum Dank für diese begehrte Ehre mußten sie dann ein„Aushad“ geben, worunter man einen Schlußschmaus verstand, der sie eine hübsche Geldumme kostete. Du benimmst dich wie ein Backfisch, lagt die Mutter zu der erwachlenen Tochter, die sich wie eine Salbwüchsige aufführt. Das funge Madchen, das noch mehr Kind als Weib ist, wird mit einem Backich verglichen, d. h. mit einem kleinen jungen Fisch, der sich zmar braten oder bachen, aber nicht sieden läßt. Hand von der Butterl bedeutet den drinsenden Rat, die Finger von den Dingen zu lassen, die einem unangenehm oder gefährlich werden könsen. In dieser Form hat sich in die Redensart allerdings ein sprachliches Mißverständnis eingeschlichen; denn es handelt sich gar nicht um Butter, sondern um die Butte, von der man die Hand lassen soll. Butte rheinisch Bütte) ist die Bezeichnung für ein hölzernes whefäß. de u. a. zum Einlammeln der gelesenen Weintrauben dient. Die Redensart ist allo eine Mahnung, nicht verbotenerweise aus der Butte zu holchen. In Norddeutschland lautet eine Redensart öhnlichem Sinne: Hand vom Sackl, weil er Gesteide enthält, das bereits verkauft ist. Ein Hühnchen mit semand rupfen spfüchen): mit ihm einen Streit austragen. Die Rebensart ist wahrscheinlich ursprünglich aus dem Sprachlichen zu erkläten. Bei Hans Sachs bedeutet rubren noch so viel wie tadeln, schelten, schmähen, . B.„laß mich ungerupft“ oder„rupfen mit Worten ind Werken". Als sich der Begriff des Rupfens wnn verengte, mag sich das Huhn ganz von selbst zu dem Ausdruck gesellt haben.— Es gibt aber auch eine Erklärung, die meint, die Redensart habe ursprünglich gelautet: Händel pflegen, was gleichbedeutend wäre mit: des strites pflegen— Streit austragen, und da Händel an die süddeutsche Form Mndl für Hühnchen erinnere, sei daraus ein Hähndl pflüchen geworden. Das Karnickel sein: der Uebeltäter, der Schelm, der Anstifter sein. Unter dem Karnichel wird immer der Störenfried verstanden. Die Redensart, die ursprünglich lautet:„Der Karnickel hat angefangen", geht auf eine alte Berliner Geschichte zurück, die in den dreißiger Jahren des 19 Jahrhunderts in Verse gebracht wurde. Danach zerriß auf dem Markt ein Hund das Karnickel einer Hökerin, die von dem Besitzer des Hundes trotz angebotener Entschädigung verlangte, duß er mit ihr zur Polizei komme. Da bot sich ein Schusterjunge, der dabei stand, als Zeuge an, daß„der Karnickel angefangen“ habe. Schicht machen: eine Arbeitspause einlegen. Der Ausdruck stammt aus dem Bergmannsleben. Die Schicht mar ursprünglich die Gesteinsschicht, die in einer bestimmten Zeit bearbeitet sein mußte; schließlich bezeichnete sie die Arbeit selbst und ihren Schluß. 5o ein Bengel... Im Zorn kommt es uns oft über die Lippen: so ein Bengell Wenn uns ein Jugendlicher aus Uebermut oder Unerzogenheit einen Schabernak gepielt oder er sich sonst wenig rühmenswert betragen hat, kommen uns diese drei Worte hart und empört über die Lippen— wir drüchen unsere ganze Verachtung mit diesen Worten aus, die wir eben vor einem Bengel und einer Bengeliat hegen. Aber kaum jemand, der diesen volkstümlichen Ausdruck gebraucht, dürfte um die Entstehungsgeschichte dieles Wortes wissen. Wir sprechen es so gedankenlos hin wie eben alle Wörter aus unserem Sprachschatz, die uns geläufig sind. Das Wort„Bengel“ mt zum ersten Male um das Jahr 1500 auf einen Mann namens—„Bengel“ Anwendung gefunden. Wie sich leicht denken läßt, aus einem wenig rühmenswerten Anlaß Dieser Bengel, Hans mit Vornamen, bekleidete damals das Amt des haiserlichen Försters am Hofe Rudolf II. von Habsburg. Ihm lag vor allem die Wartung des haiserlichen Forstes ob, der sich um die heutige Wiener Praterstraße hinzog. Gemäß eines mmiserlichen Edikts war das Betreten dieses Forstes nur mit Genehmigung des Försters Bengel gestattet. Bengel aber, ein überaus roher und jähzorniger Mensch, fand sein Vergnügen daran diese seine Machtstellung zu mißbrauchen. Er ging gegen jeden, der es wagte, doch den Forst zu betreten, mit brutler Strenge vor. Auf seinen Streifereien fiel ihm einst ein armer reisigsammelnde Knabe in die Hände, der ebenfalls das ausdrückliche Verbot des kaiserlichen Försters umgangen hatte Hans Bengel ließ den zitternden Jungen an den nächsten Baum binden und unmensch (20. Fortsetzung) Der Steward hatte kaum die Kabine verlassen und die Tür mit der blankgeputzten Nummer 17 hinter sich zugezogen, als auch schon die spöttischMiene des Mädchens einem nachdenklichen Ausdruck wich. Nach seinem Manuskript hat er nicht gefragt, sagte Jutta laut in den kleinen Raum hinein.— Scheinbar weiß er also nichts Aber merkwürdig was sucht er sonst in dieser Verkleidung hier auf dem Schiff? Unfaßbar! Sie schloß den größeren der beiden Koffer auf. Unter einem Berg von Pabieren und Büchern zog sie ein Dickes Heft hervor und betrachtete es sinnend„Kurzwellen verlängern das menschliche Leben. Von Dr. med. Roland Wullenwever“ stand in Maschinenschrift auf dem Umschlag. Als Jutta damals behauptet hatte, von dem Verbleib dieses Manuskriptes nichts zu wissen, hatte sie auch nicht gelogen. Sie fand das Buch erst kurz vor ihrer Abreise nach England in der Tasche ihres Wagens, als sie dort ihre eigenen Papiere herausnehmen mußte. Im ersten Augenblick wollte e das Manuskript sofort an Hilde weitergeben, amit diese es dem Verfasser zurückschicken konnte. Aber neugierig, wie sie von Natur aus war, wollte sie Joch erst einmal einen Blick hineinwerfen und so nahm sie das Heft denn mit auf ihr Zimmer. Und hier erst wurden ihre Worte von damals zur Lüge, als sie dem Gedanken Raum gab, dieses Manuskript, dazu zu benutzen, ihre eigenen Pläne durzusetzen. Und diese Pläne bezogen sich immer noch auf Wullenwever, den sie heute mehr als je zuvor für sich gewinnen wollte. Wenn es ihr nämlich gelang, so dachte und rechnete sie, neben einigen andern Werken, die sie für den Verlag Allmenried nach Newyork brachte, wenn sie es durchzusetzen vermochte, daß sein Buch gedruckt und von dort aus seinen Weg in die Oeffentlichkeit nahm... mußte der Verfasser ihr dann für diesen Dienst nicht dankbar sein? Mußte Wullenwever dann nicht doch anders und besser von ihr denken, ihr nicht günstiger gesinnt sein, als damals in jener unglücklichen Stunde am Wannsee, wo er sie einfach hatte sitzen lassen? War es also nicht möglich, daß sie auf diesem Wege erreichte, was ihr bei ihrem ersten Angriff so kläglich mißlungen war? Frau Doktor Wullenwever Lächelnd sagte sie es vor sich hin, während sie das Manuskript oben auf den Stapel der übrigen Papiere in den Koffer zurücklegte und das Schloß einschnappen ließ. Vielleicht— wer konnte es voraussehen, vielleicht kam nun alles so, wie sie es sich wünschte und vorstellte. Sie freute sich schon auf das verblüffte Gesicht, das er bestimmt machen würde, wenn sie ihm dann den fertigen Vertrag mit den Western Medicine Publishers vorlegen konnte, wenn er erkennen und zugeben mußte, daß sie es gewesen war, die ihm und seinem Werk den Weg in die Oeffentlichkeit geebnet und zum Erfolg verholfen hatte.„Ich glaube, wir haben uns beide ineinander getäuscht.“ hatte er damals in Wannsee gesagt. Diesmal würde er wohl anders sprechen, wenn er den Beweis dafür in der Hand hielt, daß es ihr mit ihrer Neigung für ihn ernst war * „Ja— meine Damen, ich bin wirklich ganz begeistert von diesem Schiff und allem, was damit zusammenhängt. Nur die Bedienung... darin sind wir Amerikaner doch wohl nicht so bald zu errei chen. Denken Sie nur an, meine Damen, dreimal habe ich heute früh läuten müssen, dreimal, ehe es diesen. Burschen von einem Steward einfiel, mir das Frühstück zu bringen," deklamierte und sammerte der berühmte amerikanische Filmstar, der zwischen Jutta und Hilde nach dem Nachtessen noch seine gewohnte Runde über das Promenadendeck machte, um sich in der allgemeinen Bewunderung zu sonnen, wobei es Juttas Eitelkeit schmeichelte, daß merklich auch auf sie etwas von diesem Glanz fiel.„Bei uns drüben in Amerika ist mir so etwas noch nie vorgekommen. Bestimmt nicht. Es wäre ja auch ganz undenkbar, daß man dort gerade mir gegenüber“ Hilde Keller mußte an sich halten, um nicht laut herauszuplatzen unter diesem Schwall von Selbstbeweihräucherung eines eingebildeten Filmhelden, der es scheinbar jetzt am späten Abend noch immer nicht verwinden konnte, daß ein geplagter, abgehetzter Kellner ihn heute morgen ein paar Minuten hatte warten lassen. Hoffentlich ist Ihnen in Ihrem Leben noch nichts Schlimmeres begegnet, wollte sie schon einwerfen. Aber sie besann sich rechtzeitig und schwieg. In ihrer Stellung mußte sie auf Jutta Rücksicht nenmen, die ihr eine solche Bemerkung vielleicht übel vermerkt hätte. Sie verabschiedete sich denn bald von den beiden unter dem Vorgeben, müde zu sein und schlafen gehen zu wollen.“ So sehr sie sich vorher auf diese Reise gefreut hatte, so betrüblich erschien es ihr schon am zweiten Tage der Ueberfahrt, daß es gerade die Menschen waren, die hier so wenig ihren Erwartungen entsprachen. Von den vielen Schönheiten, die Himmel und Meer in stetem Wechsel immer wieder aufs neue den Augen boten, davon wollten die wenigsten von ihnen etwas wissen. Des morgens, wenn die Sonne mit feuriger Lohe im Osten aus dem Meere stieg, dann schliefen sie noch in ihren Kabinen und Kosen, weil es am Abend vorher wieder so spät geworden war. Tagsüber lagen sie dann flirtend oder romanlesend in ihren bequemen Liegestühlen oder jagten sich lachend und kreischend beim Shuffleboard herum, während die älteren Semesser bei nicht endenwollenden Skat= oder Bridgepartien im Spielsalon hockten ganz abgesehen von denen, die den blasierten Weltreisenden markierten, dem nichts mehr imponieren konnte. Und wenn am späten Abend das Mondlicht wie flüssiges Silber auf den leichtbewegten Wellen spielte und sein Schein in unendliche Weiten hinauswies, dann saßen dieselben Menschen wieder wie am Vorabend in der Bar oder in der Tanzdiele oder sie ergingen sich bei ihren Spaziergängen auf Deck in langweiligen, banalen Redensarten über belanglose Nichtigkeiten, von denen dieser Amerikaner, dessen Wiege vermutlich in der Gegend des Balkans gestanden hatte, eben einen kaum noch zu überbietenden Beweis geliefert hatte Hilde, die sich allen diesen neuen Eindrücken mit offenen Sinnen hingab, und die auch bei Jutta kein Verständnis dafür fand sah bald, daß es nicht leicht war, unter diesen vielen Menschen eine gleichgestimmte Seele zu finden. Für die Mehrzahl der Passagiere drehte sich hier alles um das wirklich gute Essen und Trinken, um die Kostüme für den nächsten Bordball und nicht zuletzt um den Firrt, der am ehesten geeignet war, über die Zeit hinwegzuhelfen Langsam ging sie auf das Hinterschiff hinüber. wo die Kabinen der zweiten Kajüte lagen und wo es um diese späte Stunde schon fast menschenleer war Unter einem der großen Rettungsboote blieb sie im Schatten der Davits verweilend stehen und sah, an die Reeling gelehnt, versonnen auf das Meer hinaus. In Dunkel gehüllt lagen Himmel und Wasser, leicht und kosend wie der geheimnisvolle Atem der Unendlichkeit strich ein lauer Wind über das in die Nacht hineinjagende Schiff dahin, an dessen Planken sich die herandrängenden Wellen mit leisem Rauschen brachen. Hilde konnte immer wieder hier stehen, und sich doch nicht sattsehen an diesem zauberhaft schönem Bilde, das die Nacht hier bot. Ihr war es als sähe sie in solchen Stunden in das erhabene Gesicht der Allgewalt aller Natur selbst, die sie nie zuvor stärker gepackt hielt, als in dieser nächtlichen Stunde mitten auf dem Ozean, wo nur das ruhige, gleichmäßige Arbeiten der Schiffsmaschine daran erinnerte, daß man unter Menschen war. „Fräulein Hilde“ Eine nur zu gut bekannte Stimme schlug plötzlich, leise und bittend an ihr. Doch sie war in diesem Augenblick so tief in ihre eigenen Gedanken versponnen gewesen, daß sie beim Klang dieser Worte erschreckt aufsah und unwillkürlich einen Schritt zurückwich vor dem Manne, dessen Kommen sie in ihrer Versunkenheit überhört hatte, der vielleicht schon lange neben ihr stand Aber rasch gefaßt schämte sie sich dieser Geste und als wollte sie es wieder gutmachen, kam sie zurück und reichte ihm impulsiv die Hand. Alles, was in dem ewigen Widerstreit zwischen Herz und Verstand bisher gegen ihn gesprochen batte, zerstob in diesem Augenblick wie eine Handvoll dern vor dem Winde, als sie sah, daß er nun doch den Weg zu ihr gefunden hatte. „Also dann... dann sind Sie es wirklich, Herr Doktor?“. brachte sie endlich mühsam bervor und schämte sich gleich wieder von neuem, daß ihr der Augenblick kein besseres, berzlicheres Wort eingab. Dennoch aber war kein Erstannen in ihren Worten, kein Verwundern in ihrem Blick. aus ihren Zügen sprach nur ein glückliches Freuen, ihn hier vor sich zu sehen, ein„reuen, das nicht nach dem wie und warum seines Hierseins auf dem„Genernl Steuben“ fragte, das sein Genügen darin fand, ihn in ihrer Nähe zu wissen. „Ja, sagte er und hielt ihre Hand noch immer fest zwischen seinen Händen, als wollte er sie nie wieder hergeben. Ja— ich bin es— leider, wie ich fast sagen muß, denn es ist vielleicht nicht gur kür Sie. daß man Sie hier mit mir sieht..." Berum Ihre Frage kam rasch und nun noch verwundert über seine Besorgnis, die sie nicht begriff Er lächelte. Ein Lächeln, das zwischen Hoffen und Verzagen stand. „Es ist so vieles geschehen in den letzten Wochen. Fräulein Hilde so vieles, was heute trennend zwischen uns liegt. Es begann an jenem Nachmittage. als ich Sie treffen wollte und Sie“ Hilde schüttelt den Kopf Aler das ist doch längst vergessen,“ unterbrach sie ihn und ihr Blick bestätigte ibm, daß es wirklich nicht nur eine höfliche Redensart war daß sie ihm wirklich vergeben hatte. „Ich möchte Ihnen gern alles sagen... Sie haben ein Recht darauf.“ begann er wieder und ein“ zaghaftes Zögern war in seiner Stimme„Aber— sehen Sie Fräulein Hilde— ich kann am Tage nicht abkommen— ich muß zu Ihnen kommen wie einer, der das Licht zu scheuen hat... aber wenn Sie mir jetzt eine Stunde schenken können...?“ Freudig nickte sie ihm Der Mann aus der Südsee Roman von Friedrich Freksa 2. Fortsetzung) Jürgensen nickte.„Es trifft sich gut.“ sagte er.„Willmer legt übermorgen mit dem„Malaien“ an, und Willmer geht auch nacht Europa. Ta haben Sie einen lustigen Reisebegleiter!“ „Lustig ist er, aber ich trau' ihm nicht über den eo „Was müssen Sie ihm vertrauen? Er hat seine Kabine, Sie haben Ihre Kabine, er ist weltläufig und gewandt, und über die kleinen Schwindelgeschichten, die er damals vor zwanzig Jahren in Hamburg gemacht hat, ist längst Gras gewachsen! Daß es ihm an die Nieren gegangen ist das merkt man doch daran, daß er vorzeitig grau wurde.“ „Na ja, es mag sein. Ich kann ihn als Sekretär gebrauchen, bis ich in Deutschland bin. Wie soll er groß Schaden anrichten! Und er kennt sich im Leben aus, das ist die Hauptsache. Was ich noch sagen will, Jürgensen: wir haben ein Guthaben beim Konsul Werner in Berlin. Gib mit dem Funk eine Nachricht nach Batavia auf, daß sie Werner erinnern, ich käme und riefe das Guthaben ab Es müssen an die hunderttausend sein“ „Wird das nicht zu viel werden für den Were? „Er kann ja rücktelegraphieren nach Batavia. Ich jedenfalls möchte in dem Besitz der Summe sein, wenn ich in Deutschland bin.“ „Also es ist fest beschlossen. Captain, daß Sie abreisen?“ „Habe ich jemals einen Entschluß umgestohen? Es wird gereist!“ Es war Nacht. Wie dunkler Samt erschien der See in der lauen Halbmondnacht. Auf dem sandigen, grau schimmernden Uferweg schritt unter den hohen Fichten langsam ein Mann daher, eine mächtige Gestalt. Langsam ging er für sich hin, bog um die Spitze der Halbinsel, kam vorbei an einem Liebespaar, das die schattenhafte Gestalt im leisen Dahinschreiten gar nicht bemerkte; dann bog er um die Wegecke und schaute hinüber auf die Terrassen des großen Berliner Ausflugslokals die im Glanze blauer, gelber, roter Lampen durch die Bäume schimmerten. Ueber dem Portal das auf dem Wasserlandeplatz hinausging, strahlte in weisien Campen das lockende Wort: Venezianische Nacht Ein Tango klang herüber. Der Mann berachtete von weitem das schöne Bild. Er schüttelte den mit einem Schlapphut bedeckten Kopf, seufzte und fragte sich selbst oder die Welt da drüben. „Was kommt danach?“ Er ging schneller den Uferweg hinunter Grün schimmernde Quecksilberlampen wiesen den Weg zum Garten des Lokals. Marschmunk sprang ihm entgegen, als er näher herankam. Der.„Dessauer“ erklang. Die Gestalt im grauen Anzug reckte sich„Leise summte der Ankömmling die alten Soldatenworte mit:„So le= ben wir. so leben wir, so leben wir alle Tage“ Aber gleich danach war das starke, bartgeschnittene Gesicht wieder schwermütig Er nahm Platz an einem der äußersten Tische an der Buchsbaumhecke, horchte auf den Tanztakt der Kapelle schlug den Rhythmus mit dem schweren Manilostock Zum Erstaunen des Kellners bestellte der so woh wollend aussehende Herr weiter nichts als eine Weiße mit Strippe. Als der junge Mann wiederkam fand er den Herrn gebückt über ein großes Notizbuch vor, in das er Zahlen schrieb. „Bitte gleich um Zahlung!“ sagte der Kellner spitz und bestimmt Der Herr zog. ohne hinzublicken, zum Erstaunen des Kellners aus der Tasche ein Zweimarkstück und erklärte:„Es ist gut!“ Was der nur hat? dachte der mit dem reichen Trinkgeld Abziehende, schaute sich noch einmal um und bemerkte, daß der Herr die Blätter, die er beschrieben aus dem Notizbuch herausriß, zusammenballte und wegwarf Ein junges Paar, das sich im Wald verlieren wollte kam an dem Tisch vorüber, der junge Mann riß seinen Hut vom Kopf und grüßte. Aber der große Herr bemerkte ihn nicht. Der junge Mann flüsterte seiner Begleiterin ins Ohr:„Das war nämlich unser Vater, der Konsul Werner! Wie der nur hierher kommen mag!“ Der große Herr trank ruhig seine Weiße mit Strippe. Seine Augen verloren den in sich gekehrten Ausdruck er begann zu beobachten und über das junge Volk zu lächeln. Die Musik stimmte einen Walzer an Von allen Tischen erhoben sich junge Menschen, um zu dem großen Tanzpodium zu strömen, das sich über dem Ser als höchste Terrasse erhob Konsul Werner bemerkte einen el ganten sungen Herrn im schwarzen Tanisackett und neben ihm ein schlankes, schön gewachsenes Madchen mit seinem Kopf, groß geschnittenen Augen und einem Haar, das kastanienrot leuchtete. Werner stand auf, schritt auf das Paar zu, betrachtete das Mädchen abschätzend und sagte sich:„Einen guten Geschmack hat der Junge! Er ging den beiden nach, beobachtete sie beim Tanz. Das Mädchen gefiel ihm, es war zurückhaltend, und Werner sagte sich: Muß mal den Jungen verhören, wer das ist. Als er sich umwandte und von der Terrasse herabstieg, sang gerade ein Tisch fröhlicher AltBerliner Bürger das Lied mit, das die Kapelle anstimmte:„Schlösser, die im Monde liegen.“ Werwar ward angerufen:„Kommt, Herr Graf, singt bei uns mit!“ Er lachte über die Anrede, schaute den Rufer, einen breiten, behaglichen Mann an, und erwiderte:„Sie waren auch dabei, als die Pankgrafen Brandenburg erstürmten?“ Und er nahm den Hut ab. setzte sich an den Tisch, wurde von seinen zwei Nachbarinnen, kräftigen, fröhlichen Frauen, unter den Armen ergriffen und schunkelte mit ihnen. Dicht am Tisch des Konsuls Werner vorbei kam Arm in Arm der junge Mann mit dem schönen Mädchen mit dem kastanienroten Haar. Sie gingen, versunken in den Anblick des Bildes, die Treppe hinab zum Ufer „Haben Sie Leibschneiden?“ fragte der fröhliche Bürger den Konsul Werner. Der hatte auf die Repetieruhr in der Weste gedrückt und horchte auf das Klingen „Nein, ich muß nur nach Hause!“ sagte er jetzt trocken. Da antworteten ihm seine fröhlichen Nachbarinnen:„Müssen muß man nicht!“ Werner gab zur Antwort:„Es ist wirklich ein schönes Fest, fast so schön wie der große Stralauer Fischzug, den ich mit zwanzig Jahren erlebte.— Aber es gehenicht!“ Und allen Bitten zum Trotz erhob er sich, verließ den Garten durch einen Seitenausgang und bestieg ein Taxi. Während der Fahrt saß er sehr müde in sich zusammengesunken im Wagen und empfand das Fortgetragenwerden als Wohltat. In Dablem ließ er sich vor einer großen schloßartigen Villa absetzen. Zum Erstaunen des Schofförs trat er in eine kleine Seitenpforte ein, nicht durch das weit gehifnete große Portal. Ueber wohlgepflegte Kieswege ging er zu einem kleinen Hauseingang für das Personal. Lärm aus der Küche wurde fern wahrnehnbar Eine Tür ging auf Ein Hausmädchen mit einem Tablett in der Hand erschien. Als sie den Herrn sah. erschrak sie. Der aber sagte:„Guten Abend. lassen Sie sich nicht stören!“ Er ging eine kleine Wendeltreppe hinauf zweiten Stock betrat er einen mit türkischen Teppichen belegten breiten Hausgang, öffnete eine hohe weiße Tür und stand in einem Raum, der beherrscht war von einem großen Schreibtisch „Als ich Sie gestern zum ersten Male hier say, wußte ich, daß Sie eines Tages kommen und mir alles erklären würden.“ sagte sie einfach. Noh einmal drückte er ihre Hand. Dann gab er sie frei und begann, ihr seinen Leidensweg der letzten Woche zu schildern. Sie hörte ihm zu, ohne einen Laut von sich geben oder ihn mit einer Frage zu unterbrechen. Sie fühlte dab es ihm wohltat, einmal alles sagen zu können, einmal rückhaltlos sein Herz zu öffnen einem Menschen gegenüber, der ihm mehr war, von dem er wußte, daß er ihn verstehen würde Als er geendet hatte, war es lange Zeit still zwischen ihnen. Ihm dünkte diese Spanne eine Ewigkeit, denn alles in ihm fieberte nach einem Wort von ihr, einem verstehenden Wort, das iym recht geben und damit auch sein Tun in seinen eigenen Augen rechtfertigen sollte Sie sah zu ihm auf und ihre Augen lagen forschend in den seinen, als suchten sie dort zu lesen, ob nun auch alles gesagt war. „Vielleicht hat Ihr Vetter Thomas doch recht gehabt. Herr Doktor,“ kam es dann aus der Dunkelheit leise zu ihm.„Nein, nein, mißverstehen Sie mich jetzt nicht,“ fuhr sie eifriger werdend fort, als sie die Enttänschung in seinen Zügen aufkommen sah,„ich habe mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt Ich meine nur, daß Sie durch Ihre Flucht möglicherweise alles verschlimmert haben Er nickte vor sich hin. „Ich war in jener Nacht zu dem gleichen Schlut gekommen Hilde“ versicherte er.„Ich hatte mich schon damit abgefunden, wieder nach Berlin zuruczufahren und mich dem Gericht zu stellen— die Wahrheit mußte ja doch einmal ans Licht kommen.“ „Aber dann ist es Ihnen wieder leid geworden?“, fragte sie ermunternd, als er wieder schwieg. Er zuckte die Achseln und sah an ihr vorüber auf das Meer hinaus „Ich konnte nicht widerstehen, als Peter Wolfframm mit seinem Plan herauskam, der so ver= lockend einfach den Weg in die Freiheit hinaus wies Er war in Hamburg für dieses Schiff als Steward engagiert worden und sollte sich am Tage der Ansreise hier beim Obersteward melden, der ihn nee zuvor gesehen hatte. Mit seinen Papieren, die er mir großzügig lieb. meldete ich mich hier an seiner Stelle und bisher hat wohl noch niemand recht Zeit gehabt, zu bemerken, daß ich gar nicht der echte Peter Wolffram hin. Von meinen neuen Kollegen hat mich freilich schon mancher mitunter mit argwöhnischen Blicken betrachtet, denn meinen Bewegungen ist von einem Eingeweihten ja wobl doch anzumerken, daß ich nicht vom Fach bin, wenn ich mir auch die größte Mühe gebe, nicht aufzufallen. In dieser Beziebung ist es ja auch ein wahres Glück, daß ich seit der Abfahrt von Southampton in der Hauptsache nur als Kabinenwärter beschäftiot werd Doch für diese Einzelheiten schien sie nicht viel ührig zu haben „Und nun...? Was soll nun werden?“, forschte sie drängend. Die Frage klang so leicht, so klar und einfach. und doch wurde es dem Mann unter dem Blick dieser hellen, reinen Mädchenaugen schwer, eine Antwort darauf zu finden. Es war doch jetzt alles ganz anders.... wenn es ginge, würde er schon morgen früh wahrmachen, was er sich in sener Nacht in Heiligensee vorgenommen hatte „Eigentlich wollte ich ja drüben bleiben—* war mir hier alles so von Herzen zuwider. Ich wollte noch einmal ganz von vorn anfangen— es gibt ja so viele Möglichkeiten, wenn man jung ist. Und ich konnte es doch auch nicht wissen, daß zu mir halten würden..“ Fortsetzung folgt.) Er setzte sich an den Schreibtisch, schaltete die grüne Arbeitslampe ein und das Licht von oben aus, holte aus der Schreibtischlade Papier und Bucher und begann zu rechnen. Die große Tür wurde geöffnet. Herein trat ein graubaariger Diener in schwarzer Livre, mit goldenen Knöpfen, kaum lautlos näher, und da der Herr ihn nicht bemerkte, hüstelte er. „Was gibt's?“ fragte der von der Arbeit Aufschauende „Wollen der Herr Konsul sich nicht umziehenDie gnädige Frau erwartete den gnädigen Herrn schon seit langer Zeit in der Diele.“ „ach so, umziehen!“ „Darf ich dem Herrn Konsul behilflich sein?“ „Ja, richtig, wir haben ja ein Fest! Das habe ich im Augenblick vergessen. Also, ich gehe nun ins Badezimmer, machen Sie alles zurecht!“ Der Diener legte im Schlafkabinett über das Bett Frack, Oberhemd, Unterwäsche zurecht. Als der Konsul im grün=schwarzgestreiften Bademantel wiederkam, half er ihm beim Anziehen. Diener munerte zum Beschluß seinen Herrn, sand alles in Ordnung. Werner verließ das Zimm k. ging den Gang hinunter, öffnete eine große Tur und stand nun auf der eichenen Galerie, die sich in der Höhe des zweiten Stocks um drei Wände der großen Haue herumzog. Eine schön geschnitzte Barocktreppe führte hinab. Es war ein prächtiget Raum, dessen eine Schmalseite ganz von einem großen Kamine eingenommen war. Mit einem schwermütigen Ausdruck betrachtete der Konsul das Treiben der Menschen auf seinem Fest, langsam ging er die Treppe binunter. Er hörte hinter sim einen jungen Offizier fragen:„Wer ist denn Herr, der da noch kommt?“ Und die junge Dame in Weiß antwortete:„Aber das ist doch der Hausherr!“ Als der Konsul durch die Halle schritt, wurde er von verschiedenen Damen und Herren begrüßt. In der Tür, die zum Tanzsaal führte, reichte ihm eine ältere noch sehr schon erhaltene Dame schwarzem Samtkleid die Hand. Gut stand ihr Brillantenkollier, das ihre frische, gesunde zur Geltung brachte.„Wieder einmal über der Art. heit verspätet. du Guter, und vor allem: hast etwas gegessen? Ich bringe dich selbst zum Büseri. du darfst hier nicht wie ein bungriger Löwe berumlaufen. Ach Wilhelm, warum vergißt du immer zu essen?“ Gehorsam folgte der Konsul seiner Fran zum Büfett. Da fand er ein blondes, hübsches, Madchen, von Kavalieren umgeben, Champag trinkend„Du amüsierst dich, Lottekind!“ rief er dem Mädchen zu. das sich umwandte und ihm troo zutrank Fortsetzung folgt.) Ausgabe A Bochumen 1,08 einschl. Boten samtauflage 6 Big., Aul Ausgabe C 8 Pfa. Ausgaben B und 25 Vorbei a Gedenkakt im kon DB Munchen, gen des 9. November, Schicksalskampfes und geweiht ist, herrschtein der Hauptstadt der Be lichen Feiertages. Die waren geschlossen, der der feiertaglichen Stin danken aller den op Hitlers zu, die hier an vergossen und damit sporn und Kraft geg streben, für dieselben binzugeben für ein ne land. Wie alljährlich far tagsitunde im Hofe t 7. Armerkorps an der stunde für die beide „Reichskriegsflagge“. Martin Faust, statt. Der Erinnerung Im schmucklosen deckung, wie einst vo ner des 9. Novembei Tag des historischen dem Marsch an, der Deutschland geworde Gdanken in den zum Glück und Siec geht. Die Männer, die ger Hingabe und m ren, für Deutschland Blut und Leben ein damals vor dem Bil gebung. In Zwölfe die Blutfahne, wie getragen— dannd send, tief gestaffelt Blutordens, als erst Ihnen folgten die macht und der Poliz Während die Auf Oct, reihen sich Trä= Führergruppe ein, so lein, Ulrich Graf, D Rosenberg. Dr. Fra Wagner, Hermann andere bewährte Mit des Führers. Hinter der Führe Kompanieführer des 192 und der Stoßt. Jubelnde Heilruf 12 Uhr das Naben d Verlassen des Wagen Führergruppe ernstd Julius Streich Zuges. Hermann 6 „Der Marsch Die braunen Pn des Marschweges lo wirbel ertönt, das Wessels erklingt. Y ersten Pylonen vori Appell" Dietrich Ed Wagnitz, Hans Mail Hinter Streickh folgt mit dem Führe vember 192, ihnen se an. In der den Gruppe der ReichGoebbels. Gene Dr. Dietrich, H leiter, die Hauptdien stellvertretenden Ga rer und Gruppenfüb und des NSFK, die führer, die Hauptam Arheitsgauführer dei Zwei Stürme S? N239, je eine Abt