rgestreift hatte und, den Hut ückt die Zelle verließ. Der ridor wartend auf und ab rasch davongehenden Mann de Arg die Hand zum Gruß von außen wieder, wahrend einem guten Engel geführt, Treppen und Flure Jahinbedacht, nicht durch allzu en. Wenige Minuten später erreicht und trat auf die naié mmen sollte, hatte er bisher nn alle seine Gedanken wasa nur darauf gerichtet geunangefochten zum Hause Aber von dem, was er jetzt lles Zukünftige abbängen, neyer mußte ja bald wieder rde dann sofort Lärm schlaich Grünerts Festnahme kein die Sache vor der breiten thalten, jetzt würde man naren Mittel aufbieten, den uzufangen. Und was ihm ber brauchte er nicht weiter daß er durch seinen Angriff irch seine Flucht allen gegen htsmomenten erst die rechte te. daß man darin das seiner Schuld sehen würde. zu zweifeln. ing er also zunächst bis zur n der Absicht. von dort aus 1 Straßenbahn den gefahrGerichtsgebäudes zu verng fühlte er, daß sich in der was Kleingeld befand, mit weiterhelien konnte. Nur selber, der ihm überdies werden konnte. Görte ihn dem nur schwach erleuchteten Pietshauses aus. versteckte iltig unter der Kellertrerve eine gerade vorbeifahrende r Richtung nach Charlotten= ter, der sich steto mit be= es ungebundenen Junagehätte in jüngeren Jahren geben, hätte er damals diese jegen das Joch der E wenn man ihn heute seine ihmen hörte, mußte man e Fabel vom Fuchs und den es so gewesen, daß ihm die r Zeit gern hätte nehmen versagt worden war, und Thomas Wullenwever schon atte er dann ganz auf das (Fortsetzung folgt dlich mi Nivee-Creme U geschmaidig machen votit ne Wind und Weie sprode ru werden der nichts von dem Fall die Oeffentlichkeit kommt. hollen bleibt, wie bisher— t im übrigen sein mag—. eine lange und eingebende ehmen. Es wird vermutsen Tornulf auf Totschlag ssen Motivierung man sich beschränken kann, meint theit des Funkspruchs wird ja alle Aussagen mit ihm . nickt der Professor.„Inch schwer aufliegende Veraum durchzuführende Aufdiese Zusammenbänge vor n. Sehen Sie, der Name Vaters, wird so als nichts ußtsein fortleben als der der— nun, wie soll ich es doch nie in ihrem Herzen pland gegen den verschollereifen— für diese Einstelt verantwortlich, denn sie achdenklich.„Ich begreife Zeile setzte er hinzu:„Man Gerechtigkeit widerfahren offe, nicht wußte, wer Kafür Karola bedeutet ee jenem Abend seiner Ver1 kam. ihr anzuvertrauen, zie wissen, Hasting ist der ke erpreßte. Hastina batte s aus persönlichen Andeutungen schließe sand. die sich auf jene Verdaß er glaubte, darüber in letzter Minute sprechen werde ich diese Frage ins er entscheidenden Stunde Versprechen, ihm wieder wenn er seine Strafe weingen verbüßt hat.“ wiegt sinnend den ung. welche Vielfalt der Leben bewahrt kein Oc dies zu lernen, mußte ic werden, mein lieber Her rola Tornulf aus ihrem n der nämlichen Pension ah das—“ aronin um die näheren brach ihn Leyßt rasch. (Schluß folgt.) Dolks-Zeitung Ausgabe A für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk 66. Jahrgang für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Westfälische Volks-Seitung T 1.08 einschl Gotenlohn— Anselgenprelf.: samtauflage 6 9ig Ausgabe à 6 Dig., Ausgabe B 9% Pfo Ausgabe C 8 Dig. Lexianzeigen: Ausgabe A 40 Pto Ausgaben B und C 26 Vig.# mm.— Gültig: Preisliste verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum. Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 66. Jahrgong Bochumer Stadtanzeiger Beschaftsstellen: Bochum, Mühlenstraße 12—14, Hernruf 647 44. Poltscheckkonto Dorlm. 6146; Hattingen, Viktor=Lutze=Ster. 12, Fernruf 2095. Postscheckkonto Essen 1950; Essen=Steele, Westfalenstr. 302, Fernr. 582 30, Postscheckkonto Dortmund 198 86; Wattenscheid, Freiheitstr. 15, Hernr. 1876, Postscheckk Dortm 80430 Druck und Berlaa: Schürmann& Klagges. Bochum. Nr 260 937 Nennmächtekonferenz an 44 Ein„Angebot der guten Dienste! Niemand wollte die Verantwortung für einen Schritt in Tokio übernehmen! DNB Brüssel. 4. Nov.(Drahtb.) Die Neunmachiekonierenz hat am Donnerstag nachmittaa in nichloisentlicher Sitzung beschlossen, an die japanische Neaierung eine Mitteiluns iu rich en„in der auf die japanische Note vom 27. Okt. geantwortet wird und die.anten Dienste“ der Konserenz für eine Permittlang im cinelisch-javani, chen Konflitt angeboten werden. die Ausarbeitung dieler Mitteilung wurde einem Redaktionsausschuß übertragen. Jn der Sitzung der ursprünglichen Unterzeichner des Neunmächtevertrages, die vormittags im belaichen Außenministerium stattfand, berichtete Außenmininer Spaak über die japanische Antvort auf die Einladung zur Brüsseler Konserens. Er lob hervor. daß Japan an sich das Vorhanden= sein des Neunmächtevertrages anerkenne. dah es aber die gegenwärtige Konserenz ab lebne, weil sie eine Veranstaltung des Völkerbundes und anberdem zu umfangreich sei. Spaak hielt eine Stellungnahme der Konkerens au beiden Punkten für erforderlich Da sich ergab, daß keiner der anwelenden Dele nierten eine individuelle Verantwortung für einen der Vollausschuß beschloß: Schritt bei der japanischen Regierung übernehmen wollte, wurde grundsätzlich beschlossen. die Antwort an Japan von einem engeren Ausschuh der Konferenz erteilen zu lassen. Der italienische Delegierte kam auf seinen Vorschlag einer Vermittlungsaktion zurück, die das Ziel haben sollte, China und Japan wieder an den Verhandlungstisch zu bringen Einer derartigen Aktion widersprach de. amerikanische Vertreter Norman Dadis energisch; er wurde darin von Eden und Delbos unterstützt. Delbos erklärte sich jedoch bereit. ein„Angebot der auten Dienste“ an die beiden Parteien zuzustellen, worauf man sich dann auch einigte. Die für abends 18 Uhr onberaumte neue Sitzung der Vollkon erenz, in der die Note an Japan endgültig geb Aat weiden sollte, ist auf Freitag vormittag verschoben worden. Wie es beißt. konnte noch keine Einigung über die Zusammensetzung des Konserenzaueschusseo, der die Angelegenheit weiter bebandeln soll. erzielt werden. Unter diesen Umständen rechnet man damit. daß der französische Außenminister Delbos. der ursprünglich am Freitag vormittag abreisen wollte, seine Abreise verschieden wird. Schwere Kämpfe an der SchanghaiFront DNB Schanahai, 4 Nov.(Ostasiendienst des DNB) An der Schanghai Front haben am Donnerstag wieder schwere Kämpfe stattgefunden. Die Kampfbandlungen nahmen besonders große Ausmaße am Sutschau=Bach an, der von den Japanern nach erbittertem Ringen an drei Stellen überschritten wer den konnte Die erste erfolgreiche Landung auf dem Sudu er des Baches gelang in dem nach Norden gerichteten spinen Winkel des Sutschau=Baches, etwa 7 Kilometer westlich des Eisenbabnüberganges, wo mit Hilfe von flachen Booten, die auf einem Nebenwasserlauf herangeholt worden waren, im Schutze der Dunkelheit eine Notbrücke geschlagen wurde. Die zweite Stelle befindet sich etwa 2 Kilometer östlich von der ersten Landestelle, wo eine etwa 100 Mann starke japanische Abteilung den Brückenkopf besetzt hat. Schließlich hat ein kleinerer japanischer Trupp 3 Kilometer westlich von dem Eisenbabnübergang auf dem Suduter Fuß gefatt und sich in einem Hause verschanzt. In der Innenstadt von Schanghai war den ganzen Tag über befeiges Artilleriefeuer zu hören, das von den erbitterten Kämpen um die Stellungen am Sutschau Bach herrührte. Befragung der spanischen Parteien der Entschließungsentwurf endlich angenommen! DNB London. 4. Nov.(Drahtb.) In der Lollsitzung des Nichteinmischungsausschusses am Tonnerstag wurde der Entschließungsentwurf über die Freiwilligenfrage und der Entschlietzungsantrag Lord Plymouths, der eine sofortige liebermittlung des Entschließungsentwurfes an beide spanischen Parteien vorsieht, angenommen. Die Sitzung dauerte etma zwei Stunden. handelt sich bekanntlich l. um den Entschließungsentwurf zumenglischen Plan, der die Freiwilligenfrage, Wiedererrichtung der Kontrolle und die Gewährung der Kriegführenden=Rechte behandelt, sowie 2. um die von Lord Plymouth in der letzten Sitzung eingebrachte Empfehlung, die vorsieht, daß die britische Regierung sofort den beiden Parteien den Entschließungsentwurf zur Stellungnahme unterbreiten soll, während inzwischen, vorbehaltlich der Stellungnahme der Sowjetregierung, in der Frage der KriegführenRechte Die technische Durchführung des britischen Planes weiter geführt werden soll. In der Abstimmung wurde der Entschließungsentwurf zum britischen Plan von sämtlichen Mächten angenommen, wohei der Somjetvertreter den bekannten Vorbehalt wegen der Gewahrung der Kriegführenden=Rechte machte „. Die zweite Empfehlung wurde hingegen einsimmig angenommen. Der Vorsitzende ist also nunmehr ermächtigt worden, an die beiden spanischen Pærteien beranzutreten wird das voraussichtlich durch Vermittlung der britischen Regierung tun Inzwischen wird r Vorsitzende für die Fortsetzung der technischen vorarbeiten zur Durchführung des britischen Planes sorgen * Ministerpräsident Chamberlain gab im terhaus eine Erklärung ab, über die geplante nsetzung britischer Handelsagenten im nationalen Spanien. Er erklärte, die britische Redierung mhe nicht die Absicht ihre bisberige Haltung ogenüber den beiden Parteien in Spanien zu andern. Sie müsse aber den Schutz der britischen Staatsangehörigen und der britischen Handelsinteressen in ganz Spanien in Rechnung stellen, einschließlich der weiten Gebiete in Nordwest= und Südspanien, sowie in Spanisch=Marokko, die sich in Händen Francos befinden. Zahlreiche Fragen könnten durch gelegentliche Fühlungnahmen nicht in befriedigender Weise bereinigt werden. DemKommunistischer Menschenschmuggel aufgedeckt! entsprechend sei die britische Regierung zwecks Ernennung von Agenten, die von ihr bei General Franco eingesetzt werden sollen, zur Beratung von Fragen der britischen und spanischen Handelsinteressen, in Verhandlungen eingetreten Diese Agenten würden keine diplomatischen Funktionen haben. Verbandlungen mit anderen Regierungen hätten nicht stattgefunden. Lediglich die französische Regierung sei auf dem Laufenden gebalten worden. Der Oppositionsführer Attlee fragte Chamberlain, ob das nicht eine de facto=Anerkennung der Franco=Regierung bedeute. Chamberlain antwortete:„Nein! Wie mir gesagt wurde ist das nicht der Fall!“ Die Schweiz greift durch! Erfolgreiche Haussuchungen in drei Kantonen- Zahlreiche Verhaftungen und Beschlagnahmen DNB. Basel, 5. Nov.(Drahtb.) Die von der schweizerischen Bundesanwaltschaft jeweils mit Unterstützung der zuständigen Kantonalpolizei in Basel, Zürich und der Ostschweiz bei einer Reihe von Kommunisten vorgenommenen Haussuchungen führten zu umfangreichen Beschlagnahmen. Es wurde vornehmlich nach Material betreffend Unterstützung des Valencia=Ausschusses in Spanien gefahndet. Die Untersuchung wurde auch auf die Redaktionsräume der kommunistischen„Freiheit" in Basel und auf das Setzerpersonal ausgedehnt. Nationalrat Bodenmann, der Baseler Großrat Meili, der Züricher Parteisekretär Schwarz, sowie mehrere weitere Kommunisten wurden verhaftet. Von der„Freiheit“ wurden eine Reihe von Belegschaftsmitgliedern ins Gefängnis abgeführt. Das beschlagnahmte Material, darunter auch viele Photographien, werd von der Bundesanwaltschaft einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die Behauptung der kommunistischen„Freiheit“, daß diese umfangreiche Aktion dazu diene, die Feier des 20. Jahrestages des holschewistischen Umsturzes in Rußland unmöglich zu machen, wird von den Behörden als unrichtig bezeichnet. Die Bundesanwaltschaft habe vielmehr grobe Verstäße gegen die Neutralitätsverord. nung zum Spanien=Konflikt festgestellt, indem die Kommunisten eine Organisation zur Anwerbung von Freiwilligen für das bolschewistische Spanien unterhielten. Die Verhaftungen dauern solange, bis die Tatbestände festgestellt sind. Im Zusammenbang mit den aus Bregenz kommenden Berichten, wonach von der österreichischen Sicherheitspolizei eine Reihe von Spanienfahrern vor dem Uebertritt auf Schweizer Gebiet festgenommen wurden, nannte man als Hauptperson bei der Freiwilligen=Vermittlungsaktion für das rote Spanien eine gewisse Melanie Schwarz oder Melanie Ernst. Wie aus dem Bundeshause mitgeteilt wird, ist diese schon vor über einem Monat gemäß Bundesratsbeschluß als kommunistische Agentin aus der Eidgenossenschaft ausgewiesen worden. bokschafter von Kibbentrop reist nach Kom DNB. Rom, 4. Nov(Drahtb.) Botschafter von Ribbentrop hat sich am Donnerstag in seiner Eigenschaft als Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter des Deutschen Reiches nach Rom begeben. Prüssel tritt leise! Wit haben wieder einmal eine internationale Konferenz. Die wievielte eigentlich im Laufe der letzten zwei, drei Jahre? Einberufen um, dem Thema nach, einen lohal begrenzten Konfliktfall beizulegen, scheint die Brüsseler Konferenz in Wirklichkeit nur die Kulissen zu stellen, hinter denen über alle weltpolitischen Gegenwartsprobleme gesprochen werden soll. Den Anstoß gab die Beschwerde Chinas beim Völkerbunde gegen Japan. Der Gedanke der Konferenz stammt von Roosevelt, der dann in seiner Chicagoer Rede den weiten Rahmen umriß, in dem er den sapanischchinesischen Streitfall sah. Schon vorhet war von amerikanischer Seite Japan als der„Angreifer“ bezeichnet worden und nach der Fansare von Chicago mußte man eigentlich annehmen, daß die Amerikaner auf der Konferenz mit schwerem Geschütz schießen würden. Die ersten Nachrichten aus Brüssel lassen erkennen, daß Staatssekretär Hull den USA-Delegierten, Botschafter Nerman Davis, mit erheblich diplomatischeren Instruktionen verlehen hat. Und aus England, wo sich in der öffentlichen Meinung eine so stark antijapanische Stimmung bemerkbar macht, daß aus Tokio schon der Ruf zurücktönte, man müsse die Beziehungen zu London abbrechen, kommen jetzt auffällig beruhigende Stimmen. Die„Times“ setzt in einem Leitartikel, in dem sie dann den Japanern allerdings auch allerhand Unliebenswürdigkeiten sagt, lang und breit ausemnander, daß in Brüssel kein Strofgericht tage. Es handle sich nur darum, zu erwägen, wie man zu einer gemeintamen diplomatischen Aktion im Interesse der Wiederherstellung des Friedens in China gelangen könne. Man will den Eindruck vermeiden, als bedeute Brüssel eine Drohung gegen Tokio, und es gibt sogar Leute, die glauben, es werde mit einer nochmaligen Einladung gelingen, die sapanische Regierung doch an den Konferenztisch zu bringen. All diese Abschwächungen der Begleitmusik, die man seinerzeit bei der Einberufung der Konferenz machte, lassen auf eine gewisse Vorsicht schließen, die man dem heiklen Thema gegenüber jetzt doch für angebracht hält. Nicht nur deshalb, weil man nach den Erfahrungen beispielsweise im Abessinienkonflikt der scharfen Tonart mißtraut und deshalb ja auch die ganze Angelegenheit aus den tapsigen Fingern des Völkerbundes herausgenommen hat, sondern vor allem, weil man sich durch eine zu heiße Anrichtung der sapanischen Suppe das übrige, inoffizielle Menu der Konferenzspeiseharte nicht verderben will. Ißt man nun mal zusammen, und zumal in der Gesellschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, die bisher immer an Sondertischchen zu lpeisen pflegten, so will man zwischen Suppe, Fisch und Braten allerand Dinge erledigen. Der französiche Außenminister Delbos hat sich den Unterstaatstekretär en Kolonialministerium mit nach Brüssel genommen. Man könnte annehmen, das hänge mit der etwas gefährdeten Lage der französischen Konzession in Schanghai zulammen. Mag sein. Wichtiger wird Delbos noch gewesen sein, daß er um Indochiras willen einen lachverständigen Berater an seiner Seite hat. Man hat in Frankreich so mannigfache Kolonialfragen heute und die großen Pariser Blätter sind voll von arlarmierenden Artikeln. In Alaerien revoltieren die Araber. Die italienischen Truppentransporte nach Lybien werden mit Rücksicht auf Tunis mit bedenklichen Augen angesehen. In Syrien bereitet die Anwesenheit des Großmufti, des geistigen Kopfes des Araberaufstandes m Palästina, Ungelegenheiten, weil man nicht recht weiß, ob man ihn den Englandern zu Gefallen ausweisen oder den Mohammedanern in Syrien zuliebe in Ruhe lassen soll. Und Indochina grenz unmittelbar an China und die Wellen können von dort aus leiche hinüberschlagen. Man ist beunruhigt darüber, daß Japan einige Inseln in der Bucht von Tongking besetzte und hat in Tokio protestiert. Der Bevölkerung von Indochina scheint man nicht ganz sicher zu sein. In Paris wird offen zugegeben, daß aus all diesen Gründen in Brüssel nicht nur von Schanghai und den nordchinesischen Provinzen, sondern von dem Gesamtkompler der Kolonialfragen gesprochen werden würde Dazu gehört auch die deutsche Kolonialforderung. Das Einverständnis zwischen Paris und London, darüber einmal eine unmittelbare Aussprache zwischen den englischen und franzusischen Staatsmännern herbeizuführen, ist ganz offensichtlich. Die„Times“ z. B., der man ja enge Beziehungen zum britischen Amt nachlagt, schreibt in ihrem BrüsselArtikel etwas ärgerlich, es sei hohe Zeit, daß die Desinition des Begriffs der„Habenichtse“ einmal revidiert würde. Das sagt sie zunächst mit Bezug auf Jaran. Aber man kann zwischen den Zeilen lesen, daß sie auch sonst über den häufigen Gebmuc) dieses, übrigens von einem Engländer geprägten, Schlagwortes verstimmt ist. Wie günstig ist die Gelegenheit, in der belgischen Hauptstadt hinter dem Wandschirm der Fernostkonferenz, von der man ohnedies in bezug auf das Hauptthema nicht übermäßig viel erwartet, einmal die unbequeme Propaganda der „Habenichtse“ zu beprechen, und zwar in der Gegenwart der Vereinigten Staaten von Amerika, die, nach Roosevelts Chicagoer Rede, als Bundesgenosse für eine Politik erhofft werden, die das Recht des beschriebenen Papiers gegen das des Lebens verteidigen soll. Wenn aber die„Habenden“ noch mehr dazu bekommen wollen, dann ist das natürlich eine ganz andere Sache. Es braucht sich dabei nicht immer um territoriale Erweiterung zu handeln. Es gibt politischen Machtzuwachs auch in anderer Form. Da wird z. B. Bansittard, der ständige Staat= ekretär im Foreign Office, demnächst nach den Donauländern reisen. England, das dort ganz bestimmt keine direkten Interessen wahrzunehmen hat, will Einfluß auf die Neugestaltung des Donauraumes gewinnen. Und Delbos, der eben noch erst der Tschechollowakei versicherte, sie dürfe bei ihrer Unterdrückungspolitik gegen die Sudetendeutschen der französischen Hilfe jederzeit sicher sein, begrüßt das. In Paris hann man jedenfalls hören, daß er sich in Brüssel mit seinem englischen Kollegen darüber unterhalten werde, wie das französische Verhältnis zur Kleinen Entente wirkungsvoller gestaltet werden könnte. Also eine französisch-englische Aktion im Donauraum. Man ist zwar sonst für Nichteinmischung— siehe Spanien!! Aber man hat unter dieser Marke dort Einmischung betrieben, deren zweifelhaften Erfolg Eden eben noch zugeben mußte, und man wird sich also auch im Donauraum vor einer machtpolitischen Einmischung nicht scheuen. Spaak mit der Regierungsbildung beauftragt DNB. Brüssel, 5. Nov(Drahtb.) Die Besprechungen, die der Landwirtschaftsminister Vierlot mit den bisherigen Regierungsparteien über die Neubildung der Regierung gehabt hat, sind infolge der ablehnenden Haltung der Sozialdemokraten nun endgültig gescheitert. Pierlot hat am Donnerstag dem König den Wunsch unterbreitet, von seiner Mission entbunden zu werden. Der König hat den Außenminister Spaak mit der Bildung einer Regierung der nationalen Einigung beauftragt. Spaak hat den Auftrag grundsätzlich angenommen, seine endgültige Entscheidung aber von einer Beratung mit seinen politischen Freunden abhängig gemacht. Die Hakenkreuzflagge in Danzig DNB. Danzig, 5. Nov.(Drahtb.) Die Ankündigung des Gauleiters von Danzig, daß vorgesehen ist die Hakenkreuzfahne in Danzig amtlich einzuführen, hat in der ausländischen Oeffentlichkeit zu Mißverständnissen Anlaß gegeben. Es ist selbstverständlich, wie von unterrichteter Danziger Seite mitgeteist wird, daß in der neu geplanten Hakenkreuzfahne der Freien Stadt das vielhundertjährige Wappen Danzigs als Gösch enthalten sein wird. Mit dieser Feststellung entfallen alle Vermutungen, die entgegen der Formulierung Forsters irrtümlicher= und unverständlicherweise aufgekommen sind. Empfänge beim Führer DNB. Berlin, 4. Nov.(Drahtb.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute im„Hause des Reichspräsidenten" unter dem üblichen Zeremoniell den neuernannten Gesandten von Venezuela, Dr. Gustavo Herrera, zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens und des Abberufungsschreibens seines Vorgängers, Gesandten Tovar=Lange. In seiner Ansprache erinnerte der Gesandte an die engen und freundschaftlichen Verbindungen, ebenso an die vielfältigen Beziehungen des Geistes= und Wirkschaftslebens zwischen Deutschland und Venezuela, die er zu erhalten und auszubauen versprach. Der deutsche Reichskanzler sicherte in seiner Erwiderung die Unterstützung des Reiches zu, dieses bestehende herzliche Verhältnis zwischen beiden Ländern zu erhalten und zu vertiefen. Es folgte hierauf unter dem gleichen Zeremoniell der Empfang des neuernannten Gesandten des Iran, Nader Arasteh, der dem Führer sein Beglaubigungsschreiben und das Abberufungsschreiben seines Vorgängers Gesandten Mohsen Rais überreichte. Hier übermittelte der neue Gesandte in einer Ansprache die Grüße und besten Wünsche Seiner Majestät des Schahinschah und betonte die aufrichtige Freundschaft, die von seher zwischen Deutschland und dem Iran besteht. Der Führer erwiderte diese Wünsche und gab seiner Genugtuung über die zwischen Deutschland und Iran bestehenden guten Beziehungen Ausdruck, die zu vertiefen sein und der Reichsregierung lebhaftester Wunsch sei. Ferner empfing der Führer und Reichskanzler den zur Zeit in Deutschland weilenden italienischen Jnstizminister Solmi, der in Begleitung des Reichsministers Dr. Frank dem Führer und Reichskanzler seinen Besuch abstattete. Grundlose Gerüchte DNB. Berlin, 4. Nov.(Drahth.) Amtlich wird mitgeteilt: Seit einiger Zeit werden Gerüchte verbreitet, daß General Lubendorff in einem Brief, der an eine Persönlichkeit im Auslande gerichtet gewesen sei, die deutsche Außenpolitik. vor allem im Zusammenhang mit den freundschaftlichen Beziehungen Deutschlands zu einer anderen Macht sowie mit Bezug auf die Ereignisse in Spanien, auf das schwerste angegriffen habe. Eingehende Untersuchungen, die mit bereitwilliger Hilfe einer auswärtigen Macht geführt wurden, haben einwandfrei ergeben, daß es sich bei diesem angeplichen Brief um eine Fälschung handelte, und General Ludendorff weder einen solchen Brief verfaßt noch sich ähnlich geäußert hat. Amtlich wird dazn festgestellt daß ane gegen General Ludendorff in diesem Zusammenhang erhobenen Beschuldigungen seglicher Ueber Frankreich nach Deutschland eingeschleppt! Die Maul= und Klauenseuche Aber nur ein kleiner Grenzstreifen im Westen erfaßt- Wirksame Abwehrmaßnahmen getroffen DNB Berlin, 4. Nov.(Drahtb.) Der Leiter der Veterinärabteilung im Reichsministerium, Ministerialdirektor Dr Weber, sprach vor Pressevertretern über die Maul- und Klauenseuche, die sich zur Zeit in unsern westlichen Grenzgebieten bemerkbar macht. Seit 1930 konnte die Maul= und Klauenseuche in Deutschland immer mehr und mehr eingedämmt werden, so daß schließlich nur noch wenige Gehöfte von ihr ergriffen waren. Ja, im Jahre 1936 konnte das Reich vorübergebend als frei von ihr bezeichnet werden. Im Mai 1937 wurde dann diese Seuche aus Nordafrika nach Marseille wieder eingeschleppt. Sie hat sich von dort sehr rasch über ganz Frankreich verbreitet und teilweise bösartige Formen angenommen die zu schweren Verlusten führten. Von Frankreich griff sie auf die heute ebenfalls stark verseuchten weiteren westlichen Nachbarländer Deutschlands über, nämlich auf Belgien, die Niederlande und Luxemburg. In den ersten Septembertagen ist die Maulund Klauenseuche nun aus dem Elsaß nach Deutschland eingedrungen, begünstigt durch den lebhaften Verkehr über den Rhein und die wenigen natürlichen Hindernisse an unserer Westgrenze. Schon bei den ersten Nachrichten vom Auftreten der Seuche im Elsaß waren vom Reichsminister des Innern Vorbeugemaßnahmen getroffen worden. Die Ein= und Durchfuhr von Tieren, tierischen Teilen und Futtermitteln wurde verboten, und der kleine Grenzverkehr auf das geringmöglichste Maß beschränkt. Nachdem zuerst Baden und die Bayerische Pfalz betroffen wurden, ist es in den letzten sechs Wochen zur Ausbreitung der Seuche entlang der ganzen deutschen Westgrenze gekommen. Auch das Saarland, die Regierungsbezirke Trier, Aachen, Düsseldorf, Köln, Münster, Osnabrück und Aurich sowie Oldenburg gelten heute als verseucht. Das Seuchengebiet reicht demnach als verhältnismäßig schmaler Grenzstreifen vom Rheinknie bei Basel entlang der ganzen Westgrenze bis hinauf nach Ostfriesland. Ein Gebiet, das etwa 60 Kreise und Amtsbezirke mit rund 2000 Gehöften erfaßt. Darüber hinaus sind bisher im Reich nur wenig vereinzelte weitere Seuchenherde aufgetreten. Der Verlauf der Seuche kann bisher auch nicht als bösartig bezeichnet werden. Die Verlust an Tieren beschränken sich fast ausschließlich auf die besonders empfindlichen Jungtiere, Kälber und Ferkel, und sind daher bisher glücklicherweise gering Die Bekämpfung der Seuche wurde von Anfang an mit allen gesetzlichen Mitteln aufgenommen. Neben der Unterbindung des Handels und des Viehverkehrs ordnete man vielfach auch in einem bisher nicht gebräuchlichen Ausmaß Beschränkungen des Personenverkehrs an, da der Erreger dieser Seuchen besonders flüchtig und auch durch den Menschen über weite Strekken verschlevpbar ist Namentlich in den Seuchengebieten Baden, der Pfalz und im Saarland wurden deshalb nicht nur tierzüchterische Veranstaltungen verboten, sondern auch zum Teil sogar die Schulen geschlossen und Veranstaltungen und Zusammenkünfte aller Art weitmöglichst untersagt. Um die Seuchenherde herum sind zum Schutz der noch unverseuchten Bestände im großen Umfange Rind=Impfungen vorgenommen worden. Durch diese Impfung sind gesunde Tiere etwa 14 Tage lang vor der Seuche geschützt, und die damit geschaffene Schutzzone verhindert eine rasche und sprunghafte Ausbreitung. Erkranken geimpfte Tiere nach Ablauf der etwa 14tägigen Schupfrist, so wird der Seuchenverlauf durch diese Impfwirkung gemildert. Mit Hilfe derartiger auf Grund des Reichsseuchengesetzes getroffenen veterinärpolizeilichen Maßnahmen und der Impfungen ist es auch bisher gelungen, ein rasches Vorwärtsschreiten der Seuche im wesentlichen zu verhindern und sie überwiegend in den vorerwähnten Grenzstreifen zu halten. Die Maul= und Klauenseuche, von der vor allem unsere Rinderbestände, daneben aber auch Schweine, Schafe und Ziegen unter unseren Haustieren, sowie auch Wild, Hirsche und Rebe, ergriffen werden, rechnet zu den sogenannten Virus=Krankheiten, unter die auch menschliche Krankheiten wie z. B. Pocken, Scharlach und Grippe gebören. Der Erreger ist mit unseren optischen Hilfsmitteln nicht sichtbar und kann von den Tieren, die erst nach fünf bis sieben Tagen äußerlich erkranken, schon vor der sichtbaren Erkmnkung ausgeschieden werden. Schon hieraus erklärt sich die bohe Gefahr der Verschleppung. Ohne Schutzimpfung sind schwere, ja auch tödliche Erkrankungen häufig. Auf jeden Fall ist aber auch bei leichter Durchseuchung ein zeitweiser Milchausfall und ein länger dauernder Rückgang in der Milchleistung unvermeidlich.— Ein über ganDeutschland hinweggehender Maul= und Klauenseuchenzug würde deshalb die deutsche Ernährungslage in erheblichem Maße bedroben. Wie stark die Verluste bei dieser Seuche werden können, beweist die Tatsache, daß sie im Jahre 1920=21 an unmittelbaren Schäden einen Auskall von rund 490 Millionen Golbmark verursachten und in ihren mittelbaren Schäden auf etwa den gleichen Betrag geschätzt werden müssen. Der gegenwärtige Seuchenstand gfbt zu Besorgnissen dieser Art noch keinen unmittelbaren Anlaß. Allerdings muß mit allen verfügbaren Mitteln auf die Eindämmung der Seuche hingearbeitet werden. Die bisherige Mitarbeit und das Verhalten der bäuerlichen wie auch der gesamten übrigen Bevölkerung der Senchengebiete verdient weitgebende Anerkennung. Sie hat sich fast ohne Ausnahme und verständnisvoll den notwendigen Sperrmaßnahmen unterworken und die erforderlichen Bekämpfungs= und Entsenchungsmaßnahmen durchgeführt. Daber ist zu ermarten, daß die Bemühungen der Veterinärpolizei zur Bekämpfung der Seuche recht erfolgreich bleiben werden. Drei Hinrichtungen wegen Landesund Hochverrats DNB Berlin, 5. Non(Drahtb.) Die Justizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 29 fährige Peter Sausen aus Köln ist hingerichtet worden. Sausen war im Jahre 1928 nach Verübung mehrerer Diebstähle in die französische Fremdenlegion eingetreten und hatte hier sechJahre lang Waifendienste für Frankreich geleistet. Nach seiner Rückkehr konnte er sich mit der Ordnung des neuen Deutschland nicht abfinden. Desbalb Geheimnisse der Jägersprache Uralte Bräuche und Sagen blieben big heute lebendig. Von A M. Lornberg Seit Jahrhunderten klingt das fröhliche„Halali“ der Jäger durch die Wälter— Jahrhunderte hindurch haben sich auch die alten Sitten und Bräuche, die schon unsere Väter und Vorväter bei der Jaad kannten, gehalten. Jäger sind ein abergläubisches Völkchen. Wie wäre es auch anders möglich, da gerade sie so eng mit der Natux verbunden sind, da sie allem, was da lebt und webt, was da kreucht und fleucht, nachspüren können? In der Einsamkeit der Walder und Berge wird ja die Stimme von Raum und Strauch lebendig, hier ist noch die Welt des Wunders und der übernatürlichen Gewalten. Und die Gestalten des wilden Jägers, der Nebelfrau, des wilden Heeres, das in den heiligen Nächten durch die Lüfte wehte— sie alle leben noch heute im Aberglauben der Jäger fort. Wenn der Jäger auf die Pirsch geht und es begegnet ihm ein altes Weib, so kann es geschehen, daß er doch lieber umkehrt, ehe er diese schlechte Vorbedeutung in Kauf nimmt. Auch glaubt man heute noch, daß die Flinte„verhext“sei, wenn eine Frau darüber gestanden hat. Wird die Begegnung einer alten Frau als schlechtes Vorzeichen gedeutet, so soll es dagegen Glück bringen, auf dem Weg zur Jagd ein hübsches junges Madchen zu treffen. Viele Gestalten des düster-spukhaften Aberglaubens ragen noch aus vorchristlichen Zeiten in unsere Tage herüber. Im Aberglauben der Jägeg leben noch Teufel, Dämonen und Unholde, die den Waidmann verlocken und in die Jere führen. Auch der wilde Jäger“ gebört hierher, der im Grunde nichts anderes ist als Wotan, der oberste Jagdherr, der noch immer im Sturmesbrausen durch die Lüfte fährt. Nachts dagenen trifft der Jäger das Holz= oder Moosweiblein, das einsam durch den Wald streift und manchmal sogar in die Hütten der Holgfäller ein= trut. suchte er 1236 wiederum Dienst in der Fremdenlegion. Er bekundete schon dadurch ein solches Maß von vaterlandsloser Gesinnung, daß man ihn auch des Landesverrats für fähig hielt. Daher wurde er dem gegen Deutschland arbeitenden Nachrichten dienst zugeführt Saulen ging dann auch bereitwillig auf das Angebot. Ausspähungsdienste gegen sein Vaterland zu leisten, ein. Bei dem Versuch. die ihm erteilten Aufträge auszuführen, wurde er verhaftet. Die Strafe für sein ehrloses Verbrechen konnte nur der Tod sein, denn jeder Deutsche, der auch nur versucht, ein Staatsgeheimnis zu verraten. wird nach 89 SGB. mit dem Tode bestraft Ferner sind hingerichtet worden die vom Volksgerichtshof am 4 Juni 1937 wegen Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens unter erIn vielen Gegenden Deutschlands ist der Glaube an alle diese geheimnisvollen Geister noch sehr lebendig. So behaupten die Harzbewohner, daß man den „wilden Jäger“ manchmal träfe, er sieht dabei ganz schlicht aus wie ein gewöhnlicher Forster. Manchmal scheint es so, als ob er flöge, aber wahrscheinlich flattert nur sein Mantel im Wind. Hier gibt es noch ganz bestimmte Namen für ihn: Sparr, Schlippenbach, Hackelberg nennt man ihn, Namen, die auf bekannte große Jäger aus früheren Zeiten hinweisen. Es hieß schon immer daß jene berühmten Nimrods, deren Treffsicherheit ans Uebernatürliche grenzte, sich dem Teufel verschrieben hätten. Die Sage dieser„Freischützen“ hat Kindt in seiner von Weber dertonten Oder wieder aufleben lassen, Die Freischützen gossen oder gießen noch heute Kugeln. die unfehlbar treffen, es heißt sogar, daß ihnen das Wild gang von selbst zuliefe, damit sie es schießen können. Unzählige Jagdgebräuche, die noch heute üblich sind, stammen bereits aus ältesten Zeiten. Aber der Weidmann hängt mit Treue an diesen überkommenen Traditionen. Wenn z. B. die Jagd zuende ist. wird die„Strecke“ gelegt, wie es in der Weidmannssprache heißt. Es ist eine feierliche Zeremonie, bei der die geschossenen Tiere in einer bestimmten Reihenfolge hingelegt werden, und gwar zuerst das sogenannte Nutzwild— Reh. Hase, Kaninchen— dann das Raubwild wie Füchse, Marder und Wiesel. Wenn die Tiere nebeneinander liegen, werden sie„tot geblasen", was auch„Strecke verblasen“ genannt wird. Es ist ein gewissermaßen musikalischer Brauch, bei dem für jedes erlegte Tier ein besonderes Hornsignal geblasen wird. Diesen Brauch, für das erlegte Tier ein Hornsignal abzugeben, üben viele Jäger auch aus, wenn sie allein sind. Und wenn das Horn über die Berge tönt, weiß jeder Jäger im weiten Umkreis aung genau, was für ein Tier gerade erlegt worden ist! Das Horn ist das einzige bei der Jagd verwendete Musikinstrument. Schon frühzeitig haben sich ganz bestimmte Hornsignala eingebürgert, die noch heute schwerenden Umständen zum Tode verurteilln Adoli Rembte aus Kirchsteinbik und Robert Stamm aus Remscheid. Rembte war 36 und Stamm 37 Jahre alt. Die Verurteilten batten sich mehrere Jahre hindurch bis 1935 ols lei tende Funktionäre in engster persönlicher Fühlung nahme mit den Spitzen der Komintern in deren Dienst betätigt und hatten versucht, eine illegale Organisation ins Leben zu rufen. Rembte war schon 1925 und 1932 wegen Vorbereitung zum Hochverrat bestraft worden. Wegen Landesverrats verurteilt Die Justispressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der Volksgerichtshof bat die 23 Jahre alte niederländische Staatsangehörige Therese Lauvenbers aus Heerlem(Niederlande) wegen Verabredung und Aufforderung zum Landesverrat zu vier Jahren Zuchthaus und die 22 Jahre alte niederländische Staatsangehörige Klorg Delben aus Heerlem(Niederlande) wegen des Unterhaltens landesverräterischer Beziehungen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnivorurteilt. Den Verurteilten ist die von ihnen erlittene Untersuchungshaft von je einem Jahr auf die Strafen angerechnet worden. Meuterei auf einem französischen Dampfer Die Ladung von einem deutschen Schiff über= nommen. Mexiko, 4. Nov.(Funkspr.) Nach einer Meldung des„Exzelsior“ aus Veracruz haben 30 kommunistische Besatzungsmirglieder des französischen Dampfers„Mexique“ im dortigen Hafen gemeutert. Der Kapitän ließ die Moskaufünger festnehmen und an Bord einsperren. Er konnte jedoch nicht verhindern, daß die Verlader es unter diesen Umständen vorzogen, die für die„Mexique" bestimmte Ladung zum größten Teil mit dem deutschen Dampfer„Orinoco“ zu verfrachten. Lustmord in Dortmund 1000 RM Belohnung Dortmund, 4. Nov. Am 4. November gegen 7 Uhr morgens wurde die Antonio Koebne, geboren am 13. Mai 1911 zu Nordkirchen. Kreis Lüdinghausen, in ihrem Schlafzimmer in Dortmund. Hansastraße 8. ermordet aufgefunden. Anscheinend liegt ein Lustmord vor. Der Täter ist in sadistilchen Kreisen zu suchen. Die Getötete hat sich offenbar den sadistischen Angriffen widersetzt. Hierbei ist es an einem Kampf gekommen, in dessen Verlauf der Täter seinem Opfer mehrere Faustschläge ins Gesicht versetzt und es dann erwürgt hat. Ob etwas ge= raubt wurde, konnte bisber nicht festgestellt werden Die Getötete Antonie Koehne ist zuletzt in der Nacht vom 8. zum 4. November gegen 2 Uhr im Kolsee Kradn. Dortmund. Gerberstraße 8=5. geleben worden. Die Tat muß in der Zeit zwischen 2 un 5 Uhr geschehen sein. Für die Ergreifung des Taten oder für Angaben, die zur Ermittlung des Täters führen, hat der Regierungspräsident: in Arnsbern eine Belohnung von 1000 R M ausgesetzt. die unter Ausschluß des Rechtsweges nur an Privatpersonen verteilt wird. Es wird gebeten, zweckdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, an die Mordkommission des Polizeipräsidiums in Dortmund oder an die Staatsanwaltschaft in Dortmund zu richten. Nebelwetter Bericht der Reichswetterbienststelle Essen=Mulheim vom 4. November. Vorhersage für Freitag: Bei östlichen Winden neblig im Industriegebiet, vorübergehend Aufheiterung in den höher gelegenen Gebieten, nachmittags meist heiter und trocken, Nachtfrostgefahr, auch tagsüber kalt. Für Samstag und wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortdauer des nebligkalten, aber trockenen Wetters. verwendet werden und von denen es rund zwanzt gibt. Am bekanntesten davon sind das berühmte „Halali"(Jagd zu Ende), der Aufbruch zur Jagd“, „Treiber vor".„Das Ganze halt" und„Aufbruch zum Essen“. Wenn der Jäger einen Bock(Rebbock) geschossen hat und das Tier verendet ist so wind der„Bruch überreicht. Dabei bricht der Jagdherr einen Ast ab, zieht ihn durch den Ausschuß im Körper des erlegten Tieres und überreicht diesen„Bruch“ dem Jäger, der den Beck schoß— dieser steckt ihn an seinen Hut. Auch das Ausweiden der geschossenen Tiere erfolgt nach alten, traditionellen Regeln, wobet man verschiedene Ausdrücke für das Ausweiden kenm. Hochwild zum Beispiel wird„aufgebrochen", der arme Hase dagegen, der als niederes Tier gilt, wird„aus= geworfen“. Jeder Körperteil des Tieres hat in der Jägersprache seine bestimmte Bezeichnung. Der Jager sagt„Lichter“ anstatt Augen,„Lauscher“ statt Ohren, „Windfang" statt Nase, und die Beine heißen„Läufer. Dabei ist zum Beispiel nicht einmal die Bezeichnung für die Augen bei allen Tieren gleich. Der Ruchs hent keine„Lichter“, sondern„Scher“. Hauptichrifilener: Notepd 660101 Stellvertreter des Hauptschriftiener6t 9.40 00 f1010. ochum Verantwortlich: Ade den polstischen, kulturpolttischen und der Unterdaltungsteil: Jotepy Ha6ler Bochum: für den 1 Runft: Peter G116 Rochum r Mendeanc. Umschau und Verbreitungsgebiet der Ausgabe Bochum: wilbeim Kruse, Bochum; für den lokalen Teil der gaben Hattingen und Essen=Sicele: Dr. Joseph K10ne Essen=Steele: für Sport, Handel und den lokaten 1en Hattenscheid: Ferdinand Julius Landeseld, ar den Bilderdienst die einzeinen Abiellungeleter— bu den Anzeigentenl Nochum: Kan Denne Nochum: für den Angeigentenl Hattingen 9 Bieelet Onv Noce ut den Anzeigenten Wattenscheit: Hermann L010e n....aa und Truck: Schürmann& Klagges, Pochum.— P zeltung Bochum 7600 Ausgabe B: Roifsgeitung Mr Rube/ Sieeler Zeitung über 860., Ausgabe C: Morgengetung Mattenscheid übes 1100). E zum Tode verurteillen Kirchsteinbik und s Remscheid. Rembte lahre alt. Die Verurteilten hindurch bis 1935 ols lei ster persönlicher Fühlung der Komintern in deren en verlucht, eine illegale 1 rufen. Rembte war schon rbereitung zum Hochverrat errats verurteilt eim Volksgerichtshof teilt bat die 23 Jahre alte atsongehörige Therese riem(Niederlande) wegen derung zum Landesverrat thaus und die 22 Jahre Staatsangehörige Klora Niederlande) wegen des terischer Beziebungen zu Konaten Gefänanis en ist die von ihnen erlit= inie einem Jahr auf die den. tem französischen pfer deutschen Schiff übermen. (Funkspr.) Nach einer or“ aus Veracruz haben e Besatzungsmitven Dampfers„Mexien gemeutert. Der ujünger festnehmen und konnte jedoch nicht verer es unter diesen Umfür die„Mexique" begrößten Teil mit dem Orinoco“ zu verfrachten. Dortmund Belohnung Am 4. November gegen e Antonio Koeone, gezu Nordkirchen. Kreis chlafzimmer in Dortmund. aufgefunden. Anscheinend er Täter ist in sadistilchen otete dat sich offenbar den irsetzt. Hierbei ist es an in dessen Verlauf der Tä= Faustschläge ins Gesicht ürgt hat. Ob etwas ge= r nicht festgestellt werden. Koehne ist zuletzt in der vember gegen 2 Uhr im Gerberstraße 3=5, geleben der Zeit zwischen 2 un die Ergreifung des Täten r Ermittlung des Täter= gopräsident: in Arnobera 1000 R M ausgesetzt. Rechtsweges nur an PriEs wird gebeten, zweck Wunsch vertraulich beKordkommission des Polid oder an die Staatsanrichten. Freitag, den 5. November 1987 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 260— Seite 5 wetter senststelle Essen=Mulheim ovember. Freitag: Bei östIndustriegebiet, vorüberden höher gelegenen Gereiter und trocken, Nachtkalt. dwahrscheinliche : Fortdauer des nebligters. denen es rund zwanzi von sind das berühmte der Aufbruch zur Jago ze halt" und„Aufbruch ock) geschoffen der„Bruch“ einen Ast ab. des erlegten m Jäger, der inen Hut. den Tiere er= „wobei man weiden kenn.. en", der lt. wird„ausder Jäger= Der Jäger *statt Ohren, rißen„Läufe“. e Bezeichnung Der Fuchs hat el.s. Nocum Oter 66 ff.r0. ann. . lusgabe Bochum: Oeort lokalen Teil der r. Joserd 10nere und den Joleten ten anbefelb, S00un 1. Pochum: für den onn aning Pochum.— lgabe C: Morgengettung 100). 20 Grad Unterschied— das ist denn doch zuviel Bochum im Nebel Von 25 auf 5 Grad Da haben wir nun die Bescherung. Gewiß, sie mußte kommen, aber nun, da wir sie so spürbar am eigenen Körper empfinden, ist es uns doch unbehaglich zu Mute. Vorige Woche noch leuchtender und warmer Sonnenschein mit sommerlichen Temperaturen und nun schon grau verhangener Himmel, ziebende Nebelschwaden und nur 5 Grad Tempera tur! Das ist ein Temperaturunterschied von 20 Grad in einer Woche. Jeder wird ehrlich zugeben müssen, daß das denn doch etwas zuviel int Dennoch können wir uns nicht darüber hinwegtauschen, daß wir mit diesem Wetter den Anschluß an den November gewonnen haben. Wir müssen uns nun damit abfinden, daß wir allmählich in den Winter rutschen. Beginnt doch im November über dem Norden und Osten Europas die Bildung sogenannter Kälteherde. die die Wissenschaft mit sibirisch= rusitichem und grönländischem Maximum bezeichnet. In diesen Kältepolen sinkt die Temperatur im Laufe des Winters unter Umständen auf 6 Grad unter Null. Im November lölen sich von diesen Caltezentralen die ersten Ausläufer, die von Grön land südostwärts, von Sibirien=Rußland nordwestwärts verlaufen, und bilden über SkandinavienChicestaaten Polen periodisch einen zweiten Kältepol. Von ihm aus wird im November Nordostdeutsch. land durch Ost= und Nordwinde mit der ersten winterlichen Frostlukt überflutet, die auch verbreitete Schneefälle mit sich bringt. Beim weiteren Vordrin gen nach Westen finden diese Kaltluftmassen im November aber noch auffallenden Widerstand. Nicht nur die verhältnismäßig hohe Wärme des Erdreichs arbeitet der beranfließenden Kaltluft en gegen. sondern auch die Nähe der milden, seuchten Oieanatmosphäre bietet starke Hindernisse. Die Folge ist. daß sich eine oft tagelang dauernde scharfe Wetterscheide zwilschen dem Westen und Osten des Rei= ches ausbildet. Wochen der besinnlichen Freude Lassen wir nun also den Herbst mit seinem goldenen und seltenen Glück und stellen auf den Winter um! Und das bedeutet für uns alle Glück dabeim mit Raunen und Wispern und Vorfreude auf die nun kommenden Wochen. Im Rheinland zieht S:. Martin wieder auf. bei uns aber wird St. Rkolaus seinen Sack in die Stadt tragen und ene man's verfieht, ist dann der Adventskranmit seinen Lichtern wieder da. Die große Schlußzeit des Jahres, diese acht Wochen der Freude der Kin= det. haben bereits begonnen und in 7—8 Wochen üiren wir wieder bei der Bowle und trinken auf das neue Jahr. Ja. befinnlich sind diese Wochen. Und diese Besinnlichkeit bedeutet Einkehr. Freude und Liebe für den Nächsten. Die Winterbilfe klopft eret an unsere Herzen und mahnt. jent derer ncht zu vergessen, die ohne warme Stube und einen Lepf voll Essen ihr Leben fristen müssen. Das soll de Liebe der beiden letzten Monate dieses Jahres n. daß wir uns für den großen Kampf gegen Hunger und Kälte jeden Augenblick bereit halten. schon am Wochenend wollen wir ihn aufs neue bestehen, wenn die Männer der Parteiformationen zur Reichsstraßensammluna antreten. Halten Sie das für möglich? Mittwoch wurde der Namenstag des Schutzbeiligen aller weidgerechten Jäger gefeiert. Seit alter Zeit wird dieser Tag als der höchste Festtag der deutschen Jägerei jestlich begangen. Die ältesten Nachrichten über den Schutzpatron der Jagd, den heiligen Hubertus, gehen bis ins achte Jahrhundert zurück. Um das Jahr 1000 fand schon für den Schutzpatron der Jagd am 3. Nov. feierlicher Gottesdienst statt, zu dem man sogar die Jagdhunde mitbringen durfte. Seinem Vorbild zu Ehren zog der Weidmann am 3. Nov. mit gleichgesinnten Weidgenossen binaus in den Wald und auf die Heide. Am Hubertustage wurden auch alle Jäger wieder an das Vermächtnis des Schutzheiligen erinnert, die Jaad weidgerecht auszuüben und nicht nur Jäger, sondern auch Heger zu sein. Und nun hat das fröhliche Jagen wieder begonnen und in den Geschäften sehen wir wieder die Beute liegen und wir freuen uns wieder auf einen leckeren Hasenpfeifer oder auf einen schönen Rehbraten Uebrigens glauben Sie. daß auch auf dem Bochumer Gebiet noch allerhand Wild und Geflügel berumkreucht und fleucht? Was das ein lautes Hallo. als die Bochumer Jägersleute Mittwochabend bei Hahne eld einkehrten, um hier die Hubertusfeier zu begeben. Und was meinen Sie, wie groß die Beute war? 24 Hasen und 2 Rebhühner, die zu beiden Seiten der Castroper Straße in Richtung Harpen innerhalb von drei Stunden erlegt worden waren. Hinzu kam noch eine„Mösch“, die der Karnevals präsident Karl Linden als stolze Trophäe für sich beanspruchte. Ihm zu Ehren soll der Spatz präpariert und verewigt werden, vielleicht sehen wir ihn in einer der kommenden Karnevalssitzungen wieder. Vielleicht hören wir dann auch, welche Bewandnis es mit dieser Mösch hat, ob sie der Anlaß für die 24 Longohre oder diese für ihn oder umgekehrt oder daneben und so. Sie verstehen. Um jedech seinen Ruhm als Nimrod nicht zu schmälern, sei verraten. daß auf das Konto underes Karnevalspräsidenten auch einige Hasen entfielen Nur der Schuß auf die Mösch bedarf noch der Aufklärung Grubenlicht und Weihnachtsbaum Aufruf des Einzelhandels zur Weihnachtswerbung Wie im Vorjahr wird in Bochum auch jetzt wieder unter dem Motto ,Grubenlicht und Weibnachtsbaum“ eine besondere Weihnachtswerbung durchgeführt werden Wenn auch die Beteiligung an der Weihnachtswerbung seitens der Ges höfts leute im letzten Jahr sehr gut war, so soll in diesem Jahr auch der letzte Einzelhandler, Handwerker und Gastwirt erkaßt werden. Die Wirtschaftsgruppe Einzelbande., Ortsstelle Bochum, wendet sich in einem Aufruf an ihre Mitglieder, dem wir folgendes entnehmen: „Auch in diesem Jahre wird der Bochumer Einzelhandel im Verein mit dem Handwerk, dem Gaststättengewerbe usw., unterstützt durch Stadtverwaltung und Verkehrsverein, mit einer großen Weihnachtswerbung an die Oeffentlichkeit treten Eine solche Veranstalung ist für die Bochumer Wirtschaft von besonderer Bedeutung, weil auf dem Gebiete der Werbung Vieles nachzuholen ist. Deshalb zweifeln wir nicht daran, daß unser Ruf zur restlosen Beteiligung an der gemeinsamen Weibnachtswerbung einen vollen Erfolg haben wird. War die Beteiligung im letzten Jahr schon aut so muß sie in diesem Jahr noch besser werden. Jeder Einzelhändler muß sich an der Gemeinschaftswerbung beteiligen. Das ist umso leichter möglich, als von Umlagen und gemeinsamer Ausschmückung der Straßen abgesehen wird, so daß sich die ganz= Kraft und Verantwortung des einzelnen Geschäfts auf die Ausschmückung seiner Schaufenster und seiner Ladenfront konzentrieren kann. Die Bochnmer Weibnachtswerbung beainnt am 27, November, so daß es allerhöchste Zeit ist. schon setzt die Vorbereitungen zu treffen. Das Motto der Veranstaltung ist wie im Vorjahre: Grubenlicht und Weihnachtsbaum“. Die letzten 200 rückten ein Der Abtransport erfolgte gestern früh Ueber den bei der Weihnachtswerbung zur Verwendung kommenden Kranz sind unsere Mitglieder unterrichtet. Die Kränze werden übrigens bereits in den nächsten Tagen in den Bochumer Biumengeschäften ausgehängt, die auch die Bestellungen entgegennehmen“ Die Wirtschaftsgruppe Einzelbandel erwartet, daß sich alle Mitglieder wenigstens durch Aushängen eines Kranzes, die in den Hauptverkehrsstraßen mit mehreren Kränzen, an der Werkung beteiligen und rechtzeitig die notwendigen Vorbereitungen treffen. Es gilt, verlarene Absatzgebiete wiederzugewinnen und unserer Stadt den Platz zu sichern. der ihr zukommt. Zwei Verkaufssonnlage vor Weibnachten Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel weist auf die diesjährige Regelung der Ausnahmesonntage vor Weihnachten hin. Tanach sind diesmal der 12. und 19. Dezember zum Verkauf freigegeben. Diese Regelung gilt einheitlich für das ganze Reich. In benachbarten Orten und Bezirken soll nach einem Erlaß des Reichsarbeitsministers die Dauer und Lage der Verkaufsstunden ebenfalls einheitlich festgesetzt werden, um eine unerwünichte Verschiebung der Wettbewerbsverhälmnisse zu vermeiden. Auf der Straße tot zusammengebrochen Der Arzt stellte Tod durch Herzschlag fest Gestern obent ging ein gewisser B., der auf der Mühlenstraße wohnt, über die Wittelsbacher Strake. Plötzlich brach er zusammen. Der sofort berbeigeholte Arzt stellte Tod durch Herzschlag sek. Die Leiche wu de in die Leichenhalle des Friedhofes an der Blumenstraße gebracht. Kampf dem Krebs In der Ausstellung„Kampf dem Krebs“ in der Bürgergesellschaft findet morgen. Samstag. um 18 Uhr durch die Ausstellungsleitung ein ärztlicher Vortrag statt. NSG. Bei der zweiten Reichsstraßensammlung des WHW. 1937=38 gelangt eine Serie von 12 verschiedenen Abzeichen zum Verkauf. Diese Abzeichen aus neuem deutschen Metall, dem Elektron, zeigen im Relief je eins der 12 Tierkreiszeichen, außerdem sind in ihnen verschiedenfarbige Steine eingefaßt. NSG. Bund deutscher Osten tagt in Essen. Am 6. und 7. November veranstaltet der Bund deutscher Osten in Essen eine Osttagung, die ihren Höhepunkt mit einer Großkundgebung am Sonntag, 20 Uhr. in der Friedrichshalle der Kaupenhöhe erreicht, auf der auch Gauleiter Albert Forster(Danzig) über„Grenzkampf im Osten“ sprechen wird. Nun auch Henri Barmat Betrügereien mit der Bochumer Gewerkschaft„Flora“ Wir lelen un B. T.: Wie verlautet, wird der Staatsanmalt auch einen Haftbefehl gegen Henri Barmat erlassen. Henri Barmat wurde vor längerer Zeit aus Holland ausgewiesen und hält sich zur Zeit im Auslande auf. Zu den Betrugsmanövern Julius Barmats ersahren wir noch folgendes: Barmat hatte im Jahre 1930 die Gewerkschaft„Flora“ in Weitmar bei Bochum von einem belgischen Staatsangehörigen namens Auqui erwerben, der das Unternehmen während der Be= latzungszeit von einem Konsortium gehauft hatte. Diese Transaktion Barmats erfolgte unter dem Vorlatz umfangreicher Betrügereien. Barmat gründete kurz nach dem Erwerb der Gewerkschaft„Flom“ in Brüssel die„Société Anonyme de Charbonnages Flora", in die er die Kure der Gewerkschaft„Flora“ einbrachte. In die von Barmat kontrollierte Bank Goldzieher u. Pe do wurden die wertlosen Kure der Brüsseler Scheingesellschaft von dem Großbetrüger als Eingahlung auf eine sehr wesentliche Erhohung des Gesellschaftskapitals der Bank eingebracht. Im Jahre 1932 ging die Gewerkschaft„Flora“ in Konkurs. Noch während des Konkurses verkaufte Barmat im März 1933 sämtliche Kure der Gewerkschaft„Flora“ in Bochum und der„Société Anonyme de Charbonnages“ in Brüssel an den Inden Dagobert Goldberg in Brilon in Westfalen, der auf diese Weise von seinem Rassegenossen aufs schwerste geschädigt sein soll. Dieser Betrug soll den Anlaß zu der Verhaftung Julius Barmats gegeben haben. Goldberg wurde vor kurzem wegen Devisenvergehens vom Landgericht Paderborn zu zehm Monaten Gefängnis verurteilt. Unter verbotswidriger Mitnahme von 175 000 RM ist Goldberg geflüchtet. Angeblich soll er sich nach Holland begeben haben Im Jahre 1934 wurde die Zeche„Flora“ von der Gewerkschaft Hausbach gepachtet. Im Jahre 1936 betrug die Förderung der Zeche 68 600 Tonnen Kohle. Die Belegschaftt 140 Mann stark. Donnerstag krüb wurden die lenten Rekruten für dieses Jahr abgefertigt. Bereits nach 7 Uhr waren 200 Rekruten im evanal. Vereinshaus angetreten. begleitet von ihren Angehörigen. Freun= den und Bekannten. Bei diesem letzten Abtransport nahm der Wehrbezirkskommandeur, Oberstleutnant Blumel Gelegenheit, persönlich die Rekruten mit einer kernigen Ansprache zu verabschieden Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren. übernahm dann die Musikkapelle die Spine des Zuund marschierte mit den jungen Leuten durch die Straßen unlerer Großstadt zum Bahnhof bechum-Nord. So berrichte zwischen 8 uny 9 Uhr aut dielem Bahnhof ein emsiges Treiben und Le= Jh. das in einen teils lustigen, teils wehmütigen Zehraus mündete. Gegen 9 Uhr dampfte dann der mit den jungen„Generalsanwärtern“ unter heitigem Tücherschwenken, der Daheimgebliebenen aus dem Bahnhof und führte sie ihrem zweilährigen Ziel au bie haben sich schon eingelebt Inzwischen haben sich die Rekruten schon an die neue Luft gewöhnt. Als sie anderen Morgens in ihrer Garnisonstadt anlangten, wurden sie freund inn emp angen und dann erfolgte der Marich zur Kaserne. Und mit ihnen marschierte die Stadt= lügend nebenher und alt und jung bereitete ihnen einen freundlichen Empang. Und dann nahm sie der Spieh' in Empfang und führte seine Schar den Kasernenhof. In drei Reiben mukten die gerruten antreten und wurden dann auf die Kombagnien verteilt. Es ging olles schnell und reibungs los vonstatten, denn„schließlich war man 1a schon beim Arbeitodienst gewesen“. Der Leutnant der Kompagnie trat an seine Leute heran, wechselte einige informatoriche Fragen. stellte sich vor und reichte allen in Freundschaft die Hond. Und damit war schon der erste Kontakt zustandegekommen und gern folgte man dem Unteroifizier auf die Stube. In den Stuben. in denen ein Gerei er als Stubenältester die ersten„Mutte plichten“ zu erfüllen hat. eröffnete sich gleich ein weites Beätigungsfeld. Da standen die Spinde. die vorschrifte mäßig eingerichtet werden, die zweistöckigen Feld betten, die vorschriftsmäßig überzogen we den wol len. Außerdem wartete der Oberfeldwebel darau. in der Kammer den Rekruten zunächst einmal Feldmütze. Drillichanzüge. Stiefel und Wasche. kur alles. was man die dritte Garnitur nennt. auszuhändigen. Heute werden nicht mehr wahllos Sachen zugeworfen, wie es früher manchmal der Fall war. die dann passen„mußten“, sondern jeder erhält die Ausrüstung, die auch wirklich paßt Dann eine halbe Stunde der Besinnung und des Atemholens und dann ging es schon an das Einpacken der Zivilsachen, die nun unterwegs nach Hause sind. Nun hat man sich die Stube schon wohn lich eingerichtet, hat schon seine erkte Fourage emn fangen und schon aus dem a osen Picknay Erben mit Speck gegessen, die so verführerisch rochen und auch so schmeckten. Und heute ist der erste Schreck schon überstanden und auch Mutter daheim hat sich im Stillen schon mit dem für sie wohl barten Muß abgefunden Nun wartet man nur darauf, wann der erste Urlaub fallig wird. Lanzgastspiel der Kölner Oper Am morgigen Abend wartet das Ballett der Kolner Oper um 20 Uhr im Bochumer Stadttheter wieder mit einem Tanzabend auf Unsere Aufnahme zeigt eine Szene aus dem Tanzwerk„Des Kaisers neue Kleider“, das an diesem Abend ebenfalls uraufgeführt wird Joto: Theater=Archer Ein neues, wichtiges Rezeptblatt Dn. Oetken Bitte ausschneiden und als Drucksache einsenden(3Pg.Porto von fün die Hausbäckerei mit dem altbewähnten Backpulven„Gackin! An Firma Dr. August Oetker. Bielefeld Senden Sie mir R Ihrer Anreige in der Volbe Zelung Bochom hostenlos Jhr nebes Rereptbleft S0 becter w gulmitwenig FeurNn Wohnon: Suabe: Es ist, als wenn die Liebe stirbl Nun die Novemberstürme heulen, Wie Wölfe, die der Hunger plagt, Da suchst auch du des Hauses Säulen, Du kannst nicht mehr in Lust verweilen, Vo einst die Sonne dir gelacht. Es geht durch diese grauen Tage Fin Seufzen wie durch Strauch und BaUnd bei des Herzens bangem Schlage Entrinnt auch dir sich wohl die Klage: Entschwunden ist der Jugendtraum. Die schwarzen Dohlen heiser krächzen, Als wenn die Leichenmuhme wirbt. Mag auch das Herz nach Sonne leche Vorbei, vorbei tönts durch das Aechzen! Es ist, als wenn die Liebe stirbt. Frank von Hemmedessen Man merke! Freitag, den 5. November. Sonnenaufgang 7,83 Sonnenuntergang 16,54 Mondaufgang 9,54 Monduntergang 18,01 1414 Eröffnung des Konzils zu Konstanz(bis 22. April 1418). 1494 Der Dichter Hans Sachs in Nürnberg geb. (gest. 1576). 1757 Sieg Friedrich des Großen bei Roßbach über das Reichsheer. 1807 Die Malerin Angelika Kauftmann in Rom gest.(geb. 1741). 1876 Der Forschungsreisende Theodor v. Heuglin in Stuttgart gest.(gest. 1824). 1679 Der englische Physikzer James Clerk Mazwell in Cambridge gest.(geb. 1831). 1916 Polen wird vom Deutschen Reich und Oesterreich=Ungarn zum selbständigen Reich erklärt. 1935 Verordnung über die Hoheitszeichen des Reiches. Zusammenstöße durch den Nebel Infolge des starken Nebels kam es gestern an rahlreichen Straßenkreuzungsstellen zu Verkehrsunfällen, die nicht alle glimpflich verliefen. So ereignete sich auf dem Ruhrschnellweg ein schwerer Motorraduniall, bei dem beide Motorradfahrer schwer verletzt dem Augusta=Krankenhaus zugeführt werden mußten. Auch auf der Hernerstraße=Ruhrschnellweg kam es zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Autos, und an der Heidellerstraße zwischen Motorrad und Radfahrer.— Auch prallten auf der Oskar=Hoffmann= und Wiemelhauserstraße zwei Lieferautos und auf der Alleestraße ein Lastauto mit einem Personenwagen zusammen. Zum Glück wurden die Autoinsassen nicht ernstlich verletzt. Bochumer Künstler stellen wieder aus Im vorigen Jahre wurde bekanntlich der Beschluß gefaßt, im Monat November eines jeden Jahres die Bochumer Künstler in der Städtischen Gemäldegalerie zu Wort kommen zu lassen. Diese Jahresschau Bochumer Künstler wird am kommenden Sonntag um 11.30 Uhr mit einem Einführungsvortrag des Galerieleiters Dr. Reiche eröffnet. Künstler leben natürlich nicht vom Malen allein, auch bei ihnen muß die materielle Grundlage gegeben sein, wenn sie schaffen wollen. Die Jahresschau gibt die Möglichkeit, aus der reichen Auswahl sich ein Kunstwerk auszusuchen und es auf den Weihnachtstisch zu stellen. Alle Bochumer, die in der Lage dazu sind, sollten an diese Möglichkeit denken und von ihr Gebrauch machen. Selbstverständlich ist, daß alle Bochumer sich diese Jahresschau ansehen Dritte Vereidigung von N5Schwestern NSG. Am 10. November, dem Tag, an dem die NS=Volkswohlfahrt des Gaues Westfalen=Süd in Verbindung mit der RS=Frauenschaft eine GroßKundgebung in der Westfalenhalle durchführt, auf der die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz=Klink und der Hauptamtsleiter der RSDAP, Amt für Volkswohlfahrt, Hilgenfeld, sprechen, findet um 16 Uhr, eine Stunde vor der großen Veranstaltung in der Westfalenhalle, im Gold'aal der Westfalenhalle, die III. Vereidigung der NS=Schwestern des Gaues Westfalen=Süd statt. 52 NS=Schwestern werden durch den stellvertretenden Gauleiter Vetter vereidigt An der Feier nehmen die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz=Klink, Genemloberin Frau Böttger und Hauptamtsleiter Hilgenfeld teil Wirksamer Arbeitsschub Vertrauensmänner helfen Gewerbeaufsicht. Nach einer Anordnung des Reichsarbeitsministers soll sich die Gewerbeaussicht nunmehr bei Erfüllung ihrer gesetlichen Aufgabe des Arbeitsschutzes der Mitarbeit der Vertravensmänner bedienen, die nach Arbeitsordnungsgesetz mit der Durchführung des Betriebsschunes betreut sind. Sowohl bei den regelmäßigen Betriebsbesichtigungen wie auch bei den Unfalluntersuchungen soll mit ihnen, Fühlung genommen werden, und zwar nicht nur in Angelegenheiten des eigentlichen Un'all= und Gesundheitschutes, sondern in allen Fragen des Arbeitsschutes. Totenglocke. Im Alter von 64 Jahren wurde nach längerem Leiden der frühere Hausmeister des Bochumer Stadttheaters, Franz Bittern, in ein besseres Jenseits abberufen, Als das Theater von der Stadt übernommen wurde, begann der Verstorbene mit seinen Hausmeisterdiensten, die er über zwei Jahrzehnte pflicht= und verantwortungsbewußt erfüllte. Alle die ihn kannten, schätzten ihn ob seines freundlichen Wesens Im Theater selbst nannte man ihn nur noch„Vater Bittern", ein Ehrenname, den er mit Stolz trug. War er doch immer hilfsbereit, so daß man ihn allgemein achtete und verehrte. Man wird sein Andenken in Ehren halten. Er ruhe in Frieden! Jungbann=Aufmarsch in Bochum hauptjungbannführer Kröcher kommt- 6000 Pimpfe warschieren Das Sommerhalbjahr der Arbeit des Deutschen Jungvolks ist zu Ende gegangen. Eine solche lange Zeitspanne vorwärtsbringender Arbeit kann nun nicht einfach lang- und klanglos zu den Akten gelegt werden. So hat denn Jungbannführer Willi Bald beschlossen, in einer Groß=Kundgebung und einem Aufmarsch des gelamten Bochumer Junqvolhes der ganzen Bevölberung einmal ein lebendiges Bild dieser Seite der Jungvolharbeit zu geben. Am Samstag, dem 6. November, wird um 17 Uhr der Jungbann 67(Groß=Bochum) in Stärke von etwa 6000 Jungen auf dem Moltkeplatz angetreten stehen. In der folgenden Kundgebung, die ein gemeinlam gesungenes Lied eröffnet und beschließt, wird der Führer des westfältschen Jungnolkes, Hauptfungbannführer Walter Kröcher aus Bochum zu den Jungen sprechen und ihnen die Ziele der Jungoolkarbeit aufzeigen. Hieran schließt sich ein großer Propagandamarsch durch die Stadt an, der über die Marien=, Humboldt=, Kortum= und Bongardstraße führen wird. Am Rathaus werden Hauptjungbannführer Kröcher und die anderen Ehrengäste den Vorbeimarsch des Bochumer Junqvolkes abnehmen. Die 6000 Jungen marschieren alle in ihren Einheiten, so daß jeder Fähnlein= und Stammführer zeigen kann, wie weit die Arbeit in seiner Einheit chon gediehen ist. Vor den beiden Befehlsbereichen, in die das GroßBochumer Jungvolk eingeteilt ist, marschiert je ein etwa 100 Junggenossen starker Fanfarenzuo. Der gesamte Aufmarschdienst wird um etwa 19 Uhr zu Ende sein. Nachdem so am Samstag alle Jungen der Bochumer Bevölkerung ihr Können gezeigt haben, wird der Sonntag für das Deutsche Jungvolk im Zeichen einer großen Führertagung stehen. Sie wird durch einen Fanfarenzugwettstreit eröffnet, an dem außer den beiden Fanfarenzügen des Jungbannes 67 auch die Fanfarenzüge des Jungbannes 300(Wanne=Eickel—Wattenscheid) und des Jungvolkbefehlsbereiches Witten teilnehmen. Dieser Fanfarenzugwettstreit, der im Beisein des Gebietojungvolkführers ausgetragen wird, und bei dem der belte Fansarenzug einen Trommelschurz bekommt, beginnt um 9,30 Uhr. Anschließend werden an die angetretene mittlere Führerschaft des Jungvolks die Führerschnüre und die HI-Ehrenzeichen verliehen. Dann marschieren die Junqvolbführer zum Park= mus ,wo um 11 Uhr die Führertagung beginnt, auf der namhafte Männer zu den jungen Führern über brennende Fragen ihrer Arbeit und der Politik sprechen werden. Jn dem weiteren Verlaufe der Tagung, die internen Charakter hat, werden dann noch alle anderen Fragen der kommenden Winterarbeit behandelt werden. Besonderes Augenmerk wird der körper= lichen Ertüchtigung durch das Hallenturnen und der weltanschaulichen Schulung auf den Heimabenden geschenkt werden. Weiter wird in einem eingehenden Referat die winterliche Arbeit auf dem Gebiete der Führerschulen behandelt werden. Freifahrt- und Sonntagsrückfahrkarten zur Feier des 9. November in München. Der Pressedienst der Reichsbahn teilt mit, daß anläßlich der Feier des 8. und 9. November 1937 in München von allen Fahrkartenausgaben der Deutschen Reichsbahn gegen Vorlage eines von der Gauleitung München=Oberbavern der NSDAP. ausgefertigten Ausweises zur Teilnahme on den Feierlichkeiten des 9. November 1937 in München Sonntagsrückfahrkarten (auch Blanko) nach München mit folgender Geltungsdauer ausgegeben werden: Zur Hinfahrt von Samstag. dem 6. November, 12 Uhr. bis Dienstag, den 9. November. 24 Uhr(Ende der Hinfahrt). zur Rückfahrt von Samstag, dem 6. November, 12 Ubr. bis Mittwoch, den 10. November, 24 Uhr(Ende der Rückfahrt). Inhaber des braunen Ausweises über den Besitz des Ehrenzeichens vom 9. November 1923(Blutordensträger) und Inhaber des grünen Dauerausweises für aktive Kämpfer des 8. und 9. November 1923 erbalten vom Reichsverkehrsministerium Freisahrtschein 2. Klasse nach München und zurück Sie kommen also für die vorstehend geregelte Fahrpreisermäßigung nicht in Betracht. Motorraddiebstahl. Gegen 15 Uhr wurde ein vor der Wirtschaft„Wacholderhaus", Bochum, Schwanenmarkt, abgestelltes Motorrad, Marke DKW., Erkennungszeichen I X 22 118, Fabriknummer 242 975, Motornummer 452969, entwendet. Wer hat den Diebstahl beobachtet oder wer kann sonst zweckdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalvolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. X Das Westfälische Kontor der Nordischen Gesellschaft eröffnet ihr Arbeitsjahr 1937=38 in Bochum mit einem Vortrag von Dr. Thoß, der am 16. Rovember um 20 Uhr im Vortragssaal der Verwaltungsakademie über„Deutschland und der Norden— geschichtlich und kulturell“ spricht. Obwohl dieser Vortrag in erster Linie für die Mitglieder der Norduchen Gesellschaft gedacht ist, ist Interessenten die Möglichkeit gegeben, diesem Abend beizuwohnen. Rekord des Industriegebiets Geringste Sterblichkeit in Rheinland=Westkalen. Die soeben herausgekommene Uebersicht des Statistischen Reichsamts über die Bevölkerungsentwicklung der deutschen Städte im ersten Halbjahr 1937 weist nach, daß die niedrigsten Sterblichkeitsziffern unter allen deutschen Gronstädten das Industrigeliet an der Ruhr hat. Der Durchschnittssatz für 1000 Einwohner in den Todesfällen im ersten Halbjahr beträgt 118 Menschen. Das rheinisch=westfälische Industriegebiet hat eine Sterblichkeitsziffer, die durchschnittlich um 10 pro tausend Einwohner liegt, wogegen z. B. Berlin die höchste Ziffer verzeichnet, und zwar 13,8 Sterbefälle auf 1000 Einwohner. Ihm folgt Dresden mit 13,7, Mülheim=Ruhr hat sogar die niedrigste Sterbefallziffer aller deutschen Städte, und zwar nur 9,4. NSG. Gaubetriebsgemeinschaftsleiter der NBG. und sein Stellvertreter. Auf der Reichstagung der RBG. Bergbau gab deren Leiter, Parteigenosse Padbera, die Gaubetriebsgemeinschaftsleiter der RBG. und deren auf Grund des Leipziger Abkommens aus der Wirtschaft berufenen Stellvertreter in den einzelnen Gauen bekannt. Es sind dies für den Gau Wefstalen=Süd: Hubert Siebert bzw. Generaldirektor Bergassessor Ernst Buskühl, Leiter der Bezirksgruppe Ruhr der Fachgruppe Steinkohlenbergbau. )( Kaspar spielt auf! Heute findet für die Schuljugend Hofstede=Riembe im Lohal Stuhlmann, Hiltroper Straße, um 15.30 Uhr eine außergewöhnliche Puppenspielveranstaltung statt. Gespielt wird neben einem heiteren Vorspiel„Kaspar tötet den Tod" und das große Märchenspiel von der„Gestohlenen Prinzessin“, nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. NSG. Der Tag der deutschen Polizei, der in den vergangenen Jahren dem Winterhilfswerk Millionenbeträge zuführen konnte, wird diesmal während des Winterhalbjahres in seiner bisherigen Form nicht durchgeführt. Dafür sind alle Polizeidienststellen des Reiches verpflichtet worden, durch eigene Veranstaltungen das Winterhilfswerk nach Kräften zu fördern. Manteldiebstahl ans einem parkenden Auko Gegen 15,30 Uhr wurde aus einem unverschlosse nen Personenkraftwagen, welcher im Stadtpark hinter dem Parkhaus stand, ein graugruner Mantel mit der Firmenbezeichnung„Fischer“ entwendet. Der Mantel war wie ein Gabardinemantel gearbeitet. Wer kann zu diesem Diebstahl sachdienliche Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittef die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstr. 35, Zimmer 242 * Zur Begrüßung der Reservisten. Die um Standort Bochum zusammengeschlossenen Kameradschaften des Soldatenbundes veranstalten für die Reservisten am Sonnabend, 6. November 1937, um 20 Uhr im großen Saale des Parkhauses in Bochum einen Kameradschaftsabend zur Begrußng. Eo nehmen teil als Ehrengäste Vertreter der Wehrmacht, der Partei und ihrer Gliederungen, des Staates und der Verbände. Es sprechen der Kommandeur des Wehr= bezirks Bochum und der Verbandsführer des Soldatenbundes. Es spielt die Kapelle der Schutzpolizet Bochum. Außerdem wird ein von der Wehrkreisfilm= stelle in Münster zur Verfügung gestellter Film „Bilder aus dem Leben des Reichsheeres“ vorgeführt. Maria Kahle spricht morgen Der letzte Tag der diesjährigen Buchwoche bringt einen Vortrag der westfälischen Dichterin Maria Nuole, die überall, wo deutsche Herzen schlagen, im Reich und außerhalb, als Vorkämpferin für das Deutschtum gekannt und verehrt wird. Als Gast des VDA., Gruppe Frauen, spricht Maria Kahle am 6. November, 20 Uhr, im ErnstMoritz=Arndi=Haus„Vom deutschen Schicksalskampf senseits der Grenzen“, und liest aus ihrem neuen Werk:„Deutsches Herz zwischen Heimat und Fremde“. Maria Kahle, in Wesel geboren, aufgewachsen im Ruhrtal, kam 1913 als junges Mädchen nach Brasilien. Dort wurde sie, fern der Heimat, vom Weltkrieg hineingerissen in das Erlebnis von Voll und Vaterland. Bald stand sie in Südamerika im Mittelpunkt der Aufklärungs= und Werbetätigkeit für Deutschland, bis der Abbruch der Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien ihrem Wirken ein Ende machte und sie zwang, in den Urwald zu fliehen. Damals entstanden Maria Kahles erste Dichtungen„Urwaldblumen" und „Liebe und Heimat". 1920 nach Deutschland zurückgekehrt, widmete sie ihre ganze Kraft der Ostmarkenhilfe. Sie brachte große Summen zusammen, sie besuchte als Sendbotin der Heimat die deutschen Sprachinseln vom Baltenland bis zum Banat und knüpfte lebensvendende Verbindungen zu den Deutschen in aller Welt. Niemand gab ihr den Auftrag zu ihrem Wirken. Sie folgte der Stimme ihres deutschen Blutes. Die Dichtungen: Volk, Freiheit, Vaterland“,„Ruhrland",„Deutsches Volkstum in der Wel““,„Deutsches Volk in der Fremde“ und nun ihr neuestes Werk„Deutsches Herz zwischen Heimat und Fremde“ zeigen, daß die tiefste und innerlichste Seele der Kunst Maria Kahles die Heimatseele ist. heute Shakespeare-Luskspiel Shakespeares„Die lustigen Weiber von Windsor", die den heiteren Ausklang der Zweilen Deutschen Shakespeare=Woche bildeten, gelangen heute zur weiteren Wiederholung. Unter der Spielleitung von Dr. S. Schmitt und der musikalischen Leitung von Emil Peeters wird das Stück in der gleichen Besetzung wie in der Festwoche gegeben. U. a. wirken mit: Ernst Holgnagel als Falstaff, Freca=Renate feldt, Hidde Evert, Gisela Uhlen und Liesel Aler a. die lustigen Weiber. In den weiteren Hauptrollen: Willi Bittern, Wilbelm Grimm. Heing Holthunsen. Walter Kaltheuner, Willy Mayenknecht, Atred Schieske, Adolf Schneider und Willi Schröder.— De Aufführung ist für Vormiete A angesetzt. Beginn 20 Uhr. Der Vorverkauf zu dem morzigen Tanzgastspiel der Kölner Oper, dem ersten dieser Spielzeit, hat sehr stark eingesetzt. Es ist daher ratiam, die Kartenbestellungen möglichst bald vorzunehmen. Die Vorstellung ist für den Gelben Ring angesetzt. Es wirk das gesamte Ballett der Kölner Oper mit. Afrika— das Kolonialland Am Mittwoch abend eröffnete der geschäftsführende Direktox der Verwaltungsakademie Privatdozent Dr. Elleringmann die Arbeit des Wintersemesters. Den Auftakt bildete der erste Vortrag einer Sondervortragsreihe„Gegenwartsfragen aus Politik und Wirtschaft". Der außerordentlich starke Besuch bewies das Interesse weiter Kreise an den Wirtschaftsfragen underer Zeit und besonders auch an dem Vortrag des Abends, welcher sich mit der Stellung unserer ehemaligen Kolonien in Afrika beschäftigte im Hinblick auf unsere heutige Wirtschaftslage. Dr. Paul Rohrbach, welcher vor dem Kriege als Kolonialbeamter einen großen Teil unserer Kolonien aus eigener Anschauung kennen gelernt hat, sprach über das Thema: „Afrika als Reservegebiet der Weltwirtschaft— ein Beitrag zur deutschen Kolonialfrage.“ Ueberall zeigt sich heute in der Welt eine stärkere Auseinandersetzung mit der Frage der Mandatsgebiete als Rohstofflieferanten für die rohstoffarme deutsche Wirtschaft. Afrika ist das einzige Reiervegebiet der Weltwirtschaft, welches noch weltwirtschaftliches Neuland hietet. Im Hinblick auf unsere Wirtschaftslage ist es unmöglich, daß wir davon ausgeschlossen sein sollen. An Hand von zahlreichen Lichtbildern legte Dr. Rohrbach zunächst die Wirtschaftsmöglichkeiten dar, welche unsere ehemaligen Kolonien bieten. In Kamerun können die ungeheuren Holzmassen des tropischen Regenwaldes, welche zur Gewinnung von Plantagengelände niedergelegt werden müssen, zur Herstellung von Zellstoffen ausgenutzt werden. Weiterhin wies der Vortragende auf die Erzeugnisse der Plantagenwirtschaft hin, deren Wachstumsbedingungen. Gewinnung und Verarbeitung er eingehend erläuterte. Kamerun bietet günstige Anbauverhältnisse für Tabak, Bananen, Oelpalmen, Kikaopflangen und Kautschukbäume. Die weiten Gras= und Steppengebiete Ostafrikas liefern vor allem die Sisalbanffoiern der Sisalagave. Die Plantagenwirtschaft er zeunt Kaffee, Tee und Baumwolle. Das regenarme Steppenland von Deutsch=Südwest ist ein Viehzuchtland mit extensiver Rinderzucht, deren Ausfuhrprodukte vorwiegend aus Fleisch, Leder und Häuten bestehen. Die Anlage von Staudämmen und Wasserreservoirs würde den Wert dieses Wirtschaftsgebietes bedeutend erhoben. So erweisen sich unsere ehemaligen Kolonien vor allem als Rohstoffkolonien, deren Wiedergewinnung unseren Rohstoffmangel beheben würde. Der Vortragende betonte, daß diese Gebiete trotz ihrer gewaltigen Raumausdehnung keine Siedlungs= kolonien darstellen, besonders nicht für Kleinsiedler. Selbit in den klimatisch günftigen Gebieten kann der weiße Siedler mit dem schwarzen Bauern nicht in Wettbewerb treten, weil dieser wegen seiner geringen Ansprüche an die Lebenshaltung bedeutend billiger liefern kann. Der weiße Kleinbauer würde notwendigerweise„verkaitern“. Wegen der ertensiren Wirtschaftsform beträgt die untere Grenze der Einzelwirtschaft 100 Hektar. Bei Berücksichtigung des notwendigen Raumes für den Nachwuchs der Siedler bieten unsere ehemaligen Kolonien nur 50—70000 Siedlerstellen. Im zweiten Teil seines Vortrags befaßte sich Dr. Nohrbach mit der Eingeborenenfrage, wobei er besonders gegen die Koloniallüge vorging und die Anbänglichkeit der Eingeborenen an die Deutschen durch Beispiele belegte. Da die Kolonien nur mit Hilfe der Eingeborenen bewirtschaftet werden können, ist eine verständnisvolle und einsichtige Eingeborenenvolitik erforderlich. Voraussetzung ist die Sanierung des Negers, welche durch Bekämpfung der Tsetsefliege, der Schlafkrankheit und der Malaria erreicht werden kann. Damit würde die hohe Sterblichkeit der Eingeborenen herabgesetzt und die Grundlagen für eine stärkere Vermehrung geschaffen. Gerade auf dem Gebiete der Bekampfung der T ovenkrankheiten hat Deutichl ind Hervorragendes gele Der Vortragende schloß seine Ausführungen mit der Forderung nach Rückgabe der Kolonien. Wir haben ein juristisches, moralisches und wirtschaftliches Recht auf unsere chemaligen Kolonien. Die Buhörer folgten aufmerksam dem aufschlüßreichen Vortrag und dankten mit lebhaftem, berglichen Beifall. Bochumer Buchwoche Der zweite Leseabend mit Friedrich Griese. Die Arbeitsgemeinschaft Bochumer Buchhandlet hatte die Freunde des Mecklenburgischen Dichters Friedrich Griese zum zweiten Leseabend in der diesjährigen Buchwoche in das Ernst=Moritz=ArndiHaus eingeleden. Der Besuch war diesmal schon erheblich stärker. Zur Einstimmung spielten der des HJ-Standortorchesters einen Satz aus Trio Oous 11 von Beethoven. Friedrich Grieie las zwei Novellen und Teile aus der Erzählung burg. Die Sprache seiner Werke ist einfach und vollin unkompliziert. Der Vortrag ist schmucklos und trondem zwingt der Dichter wie mit magischer seine Hörer in seinen Bann. Die Gestalten zählungen sind bestimmt durch Landschaft und mat. Die geheimnisvollen Kräfte der Erde die Menschen, auch wenn sie durch schuldhafte De strickung aus ihrem Bannkreis ausbrechen. zurück in die ewige ihnen gemaße Ordnung. wird Grieie immer wieder zum Ruser der de und zum Künder der Liobe zur Vaterscholle In aufmorksamer Ergriffenheit lauschte die o liche Hörergemeinde den Worten des Diegee pendete ihm dankbaren Beifall Ein Beetbovensches Trio, wieder gelpielt von Mitgliedern des Orchesters beschloh diesen wertvollen Dichteraben Vorlesestunde in der Stadtbücherel der Woche des Buches und in Zum Abschlu Rahmen der Vorlesestunden wird am Sonntaa. dem 7. Uhr, im Lesesaal der Stadtbücherei, Biemara straße 14, eine Vorlesestunde über as 20 Dichtung und Heimat“ veranstalter. werden u a gelesen Dichtungen von Josera or rens=Totenohl, Lulu von Strauß und Annette von Droste=Hulshoff. der Vorlchestunden der Ein reich m Südosten dorfer in se neuen Rome Erlaubnis sem unterhe Abschnitt, de Seltsames siert. Am Abend saßen blumengeschmückter soeben tüchtig gese klingt: Wieder ist schah etwas Ungeh Aus dem kleinen Radetzkymarsch, das 17 bei dem große lung saß einen Schlage gerührt, Fenster und starrt von schwarzen Zyl hatte sich mit ihren ten, ihren Pulten allen Schusterbuber Hofwanden hauslie Um Gotteswille kreischten die Frau= Na— na— enhigend mit den in ein hysterisches Nur Tante Bet bernden Wangen in glanzenden Augen Sie drohte umzufa den grauen Zylind erkannt, das mit se und pfiff und ab u der Tante zum Fen „Florian", schri „Da, da steht er!“. Da trat er denn setzte, mit Verbeug Zylinder bis zum zeitig mit dem Mu chen und den schi bageren Gesicht: Fügung zu diesem mat habe eintreffen beln der Großstadt ihn aber vor Unte Bild der reinen Fra enster bewahrt un selbit im wilden Af tet habe. Ihr heu schönste Tag seines Die Musik spiel und„Guter Mond. terten die Musikant stramm davon. On ven hinauf. stürzte nicht auf ihr Zete schwor, nicht au we zieben habe. Er bl die anderen Gratul und wich auch in ihrer Seite, bis in spröde Knospe gespr Vierzehn Tage st Trauung statt: um vierzehn Jahre Haus und ein woh war höchste die Burggasse unbe Wien, selbst an sich Gläubiger, nich und das Ständchen Sträuße aus Flori bezahlt werden. Tante Betti ern srau. Sie nahm di rechte Strafe für rutscher und ihren C ungen, den man 1 dem man Umständen verweige wagte nicht zu mit was für Botschaften würde. Von allen durch einen verzwei ung schon an, sich m lichkeit ein wenig an it Tante Betti ihn Geranienstock am F Wie eine zusamm utel Florians Se uf dem Soka liege tastischen Plänen u in diesem Kräh und Meichtum gelan zunächst eine Sodan Nerven der Städter beleben und ruhte wochenlana Resseführern und L Gongo oder Orit gerschwand auch zu Kronstadt, um in de tallen zu beklopfen norzunehmen und zu sichern. Beld n auft und er lebte ehoffnungen narf ihn nicht heraus Die nuschmittel, das er Mam rinmal ein he Au S. n seiner auch der Deklamatio nommen hatte un cinem parkenden Auko aus einem unverschlosse „welcher im Stadtpark nd. ein graugrüner Manchnung„Fischer“ entwenwie ein Gabardinemantel zu diesem Diebstahl sach m? Angaben, die auf ndelt werden, erbittet die zum. Uhlandstr. 35, Zimder Reservisten. Die im imengeschlossenen Kamerad= des veranstalten für die o, 6. November 1937, um des Parkhauses in Bochum zur Begrußng. Eo nehmen reter der Wehrmacht, der ngen, des Staates und der er Kommandeur des Wehr= Verbandsführer des SoldaKapelle der Schutzpolizet ein von der WehrkreisfilmVerfügung gestellter Film ts Reichsheeres“ vorgeführt. spricht morgen r diesjährigen Buchwoche der westfälischen Dichterin berall, wo deutsche Herzen außerhalb, als Vorkämpfegekannt und verehrt wird. 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Doch er schien kaum zu hören, was der Pflanzenriese kosten solle: Was für einen Boden braucht so ein Ungetüm? Wie steht es mit der Düngung? Und dann Frost und Winter? Der Gärtner witterte unter dem grauen Zylinder einen ganz großen Kunden und kam ins Feuer: Boden und Düngung sind keine Hexerei, das kann man in jedem Handbuch nachlesen. Nichts leichter als die Pflege von Palmen. Für den Winter natürlich ein Glashaus. Doch das liefert jeder bessere Gärtner. Durch Florians Kopf schossen die fruchtbarsten Einfälle wie Raketen. „Alles recht schön und gut, aber eine Palme kann ich nicht brauchen. Ich brauche ein Dutzend!“ Für Florians Hausgärtchen genügte wohl solch ein Ding, aber— konnte er nicht die Nachbargärten rechts und links ankaufen, eine Palmenalle errichten, der Stadt eine Sehenswürdigkeit verschaffen, den Fremdenverkehr heben? Eintrittspreise — Palmen hier in Siebenbürgen! Nun wird es dem Gärtner erst schwül: diesen Herrn kümmern nicht die Preise, er will ein Dutzend! Und der Gärtner will an jedem Stück verdienen und er muß verdienen und sollte er sie von der Riviera herzaubern. „Für alle Fälle, hier meine Adresse, ich erwarte Ihr Angebot!“ Und damit stürzte Onkel Florian zu seinem Neffen und mit zehn Kronen versehn in die nächste Buchhandlung. Doch dieser Tropentraum dauerte nicht lange. Denn noch an demselben Tage frafen Gesteinsproben mit einem eingesprengten eisenschwarzen Stoff ein, der drei Stunden von der Stadt einen ganzen Hügel bilden sollte, so etwas wie Graphit. Jedenfalls verschwand Onkel Florian für einige Tage aus der Stadt und als er wiederkehrte, hatte er die Palmengeschichte längst vergessen. Inzwischen aber war der Gärtner wie ein Rasender in allen Glashäusern Siebenbürgens aufgetaucht, war selbst nach Bukarest gefahren und in acht Tagen hatte er seine Allee beisammen. An einem heißen Iunitag knarrten in feierlicher Prozession sechs schwere Lastwagen, von Ochsen gezogen, die Burggasse entlang. Zur Seite schritten mit Geschrei und Peitschengeknall die schwitzenden Fuhrlente und als Oberzeremonienmeister spazierte an der Spitze mit einem Zettel in der Hand der von Stolz geschwellte Gärtner. Bald kontrollierte er die zwei in Sackleinenwand gehüllten Türme, die auf jedem Wagen schwankten, bald die Nummern der Haustore. Rein Zweifel, hier war das Haus Denn in demselben Augenblick, als der Zug bielt, zeigte sich in dem Fenster der Kopf des vornehmen Herrn. dessen Augen verdrießlich die Karawane mit den neugierigen Mitläufern musterten „Gnädiger Herr Herr Baron.“ schrie der Gärtner.„hier sind sie, ein volles Dutzend!“ Onkel Florian richtete sich kerzengerade im Fenster auf; seine Augenbrauen zogen sich unheilbücherei e6 und im ber, um Biemara= dae allet. 9t. Torney. dorfer in seinem in München erschienenen neuen Roman„Der Büffelbrunnen“. Mit Erlaubnis des Verlages entnehmen wir die sem unterhaltsamen Buche den folgenden Abschnitt, der einen abenteuerlichen, immer Seltsames planenden Menschen charakseri siert. Am Abend saßen sechs Festgäste an Tante Bettis blumengeschmückter Tafel. Onkel Ernst hatte sich soeben tüchtig geschneuzt und dann ans Glas geklingt: Wieder ist ein Jahr vergangen—“, da geschah etwas Ungeheuerliches. Aus dem kleinen Hof erdröhnte auf einmal der Radetzkymarsch, daß die Wände krachten wie anno M bei dem großen Erdbeben. Die Festversammlung saß einen Augenblick totenblaß wie vom Schlage gerührt, dann aber stürmten alle die Fenster und starrten fassungslos in ein Gewoge von schwarzen Zylindern: Die ganze Stadtkapelle hatte sich mit ihren blitzenden Messinginstrumenten, ihren Pulten und Windleuchtern, mitsamt allen Schusterbuben der Stadt, zwischen den engen Hofwanden hauslich niedergelassen. Um Gotteswillen, was ist los? Was soll das?“, kreischten die Frauen. Na— na— na", klapperte Onkel Ernst beenhigend mit den Zahnen während Tante Sophie in ein husterisches Kichern ausbrach. Nur Tante Betti stand emporgestrafft mit fiebernden Wangen in dem offenen Fenster und ihre glanzenden Augen suchten unter den Zylindern. Sie drohte umzufallen, denn ihre Augen hatten den grauen Zylinder entdeckt, hatten das Scheusal erkannt, das mit seinem Nohrstöckchen mittaktierte und pfiff und ab und zu schelmische Kußhändchen der Tante zum Fenster emvorwarf. „Florian“, schrie jetzt auch die Sophietante. „Da, da steht er!“. Da trat er denn auch schon, als die Musik aussetzte, mit Verbeugungen vor, zog seinen grauen Zylinder bis zum Boden und deklamierte gleichzeitig mit dem Mund, dem Zylinder, dem Stöckchen und den schönen braunen Augen in dem bageren Gesicht: Wie wunderbar ihn Gottes Fügung zu diesem Festtag der Familie in der Heimat habe eintreffen lassen. Daß er in den Wirbeln der Großstadt wohl auch gestrauchelt sei, daß ihn aber vor Untergang und Schande stets das And der reinen Frau hinter dem Geranienstock am enster bewahrt und wie ein milder Stern ihm selbst im wilden Afrika den dunklen Pfad erleuchtet habe. Ihr heute buldigen zu können, sei der schonste Tag seines Lebens. Hurra! Die Musik spielte noch einen Wiener Walzer und„Guter Mond, du gebst so stille", dann schulferten die Musikanten die Instrumente und zogen “ramm davon. Onkel Florian aber flog die Trepden hinauf. stürzte der Tante zu Füßen, achtete nicht auf ihr Zetern und Kreischen, sondern schwor, nicht zu weichen, bis sie ihm restlos versieben habe. Er blieb auch noch bei ihr, als sich die anderen Gratulanten längst empfohlen hatten und wich auch in den nächsten Tagen nicht von ihrer Seite, bis in stürmischer Ueberrumpelung die wpröde Knospe gesprungen war. Vierzehn Tage später fand in aller Heimlichkeit die Trauung statt: Onkel Florian heiratete seine um vierzehn Jahre ältere Tante, ihr freundliches Haus und ein woblangelegtes Kavitälchen. C. war höchste Zeit. Denn bald regnete es in die Burggasse unbezahlte Rechnungen, nicht nur aue Wien, selbst aus dem wilden Afrika meldeten Gläubiger, nicht nur der Geburtstagsstrauß und das Ständchen, auch noch viele andere Strauße aus Florians bewegtem Leben wollten bezahlt werden. Lante Betti erwies sich als eine vernünftige au. Sie nahm diese barte Prüfung als eine gerechte Strafe für ihren altiungferlichen Ausrütscher und ihren Ehegatten für einen liederlichen ungen, den man mit dem Taschengeld kurz halten und dem man den Torschlüssel unter allen Umständen verweigern mußte. Und Onkel Florian wagte nicht zu mucken, denn wer konnte wissen, was für Botschaften der Briefträger noch bringen würde. Von allen Hunden gehetzt, hatte er sich durch einen verzweifelten Sprung gerettet und er ning schon an, sich mit seiner wohlbehüteten Häuslichkeit ein wenig auszusöhnen, als in der Grippeit Tante Betti ihn, das schmucke Haus und den weranienstock am Fenster für immer verließ. Wie eine zusammengepreßte Feder schnellte jetzt nkel Florians Selbstbewußtsein wieder empor. Anf dem Sofa liegend, schankelte er sich in phantastischen Plänen und nichts schien ihm leichter, in diesem Krähwinkel über Nacht zu Ruhm und Reichtum gelangen zu können. Er gründete zunachst eine Sodawasserfabrik, um die zerrütteten Nerven der Städter wie der Bauern wohltätig zu beleben und ruhte dann, als sie verkracht war, eder wochenlang auf dem Sofa aus, um sich in rheenrern und Landkarten über die Aussichten um Kongo oder Orinoko näber zu unterrichsen. Er gerschwand auch zuweilen für mehrere Tage aus Aronstadt, um in den Bergen die Steine nach Memilen zu beklopfen oder Grabungen nach Kohle vorznnehmen und sich alle Schurfrechte beizeiten ;" lichern. Beld war der letzte Pfandbrief verund er lebte jetzt von Gelegenheitsgeschäften den immer üppiger sich entfaltenden Zukumitshoffnungen. Denn sein widriges Schicksal mart ihn nicht um sondern immer kecker forderte re heraus Die Spekulation wurde ihm ein nechmittel, das er nicht mehr entbehren konnte. einmal ein besonders barter Schlag, dann nrin er zu seiner geliebten Flöte, er erinnerte sich num der Deklamationsstunden, die er in Wien geommen hatte und las bis nach Mitternacht verkündend zusammen.„Wer hat das bestellt? fragte er drohend. „Gnädiger Herr, auf dem Blumenmarkt, Euer Gnaden“ „Nein, guter Mann, ich ersuche Sie um ein Angebot. Palmen kann ich jetzt nicht brauchen— aber vielleicht haben Sie Kürbiskerne? Samen von länglichen, weißen Speisekürbissen?“ Der Gärtner stand verdattert, die Kinnbacken fingen ihm an zu wackeln:„Herr Baron... Herr Baron...“ Doch Onkel Florian warf den Fensterflügel zu. Das Tor pflegte er ohnehin versperrt zu halten. Eine Garage auf dem Meeresgrund Bei Marseille ist auf dem Grund des Meeres sozusagen eine Automobilgarage entdeckt worden. Wenigstens erzählt man sich das auf der"inebiere“. Und im Weiterberichten von Mund zu Mund nimmt die Geschichte immer phantastischere For men an Richtig ist Folgendes. Ein Taucher, der im Hafenbecken arbeitete, sah sich unten plönlich vor einer langen Reihe von Autos. Es war eine reichhaltige Kollektion, Personenwagen, offene und geschlossene, ebenso wie Lastwagen. Soweit er feststel len konnte, befanden sich alle ine allerbestem Zustande, abgesehen davon, daß hier und da kleine Muschelkolonien sich auf den Karosserien angesiedelt hatten. Als der Taucher wieder an die Oberfläche kam. berichtete er dem Hafenkommissar über leine Entdeckung. Der glaubte zwar zunächst, der Taucher habe sich einen schlechten Schers mit ihm gemacht. aber von ihm veranlaßte Nachprüfungen ergaben die Richtigkeit der Meldung Man hat sich nun daran gemacht, die Wagen einen nach dem anderen zu heben. Sie waren alle. nachdem sie gereinigt worden waren, vollkommen fahrfertig. Es waren nicht etwa„Autoleichen“. Wie kamen sie in das Hafenbecken? Sind sie durch ir gendwelche geheimnisvollen Personen dort versenkt worden, um die Ausfahrt zu sperren? Dazu hätte die bisher gefundene Menge nicht ausgereicht. Wahrscheinlicher ist, daß es sich um gestohlene Wagen bandelt die die Spitzbuben, nachdem sie sich ihrer bedient haben, einfach in den Hafen warfen. Aber immerhin würde es sich dann schon um Diebstähle im Großen handeln. Daß aber jemand seinen Kraftwagenpark, um ihn vor fremden Zugriffen ganz besonders gut zu sichern, unter Wasser gara giert haben sollte, wie die Witzbolde von der „Canebiere“ erzählen, das ist ja nun auch wieder nicht anzunehmen Massenschrei nach faulen Eiern Wer in fremden Lande lebt, vermißt sehr heimische Kost und nationale Lieblingsspeisen. geht es auch den zahlreichen Chinesen, die heute fleißig und still im Lande Australiens leben und arbeiten. Sie haben eine Sehnsucht, eine furchtbare, ganz große, vom Gaumen diktierte Sehnsucht, die sie zu einer Masseneingabe bei der australischen Bundesregierung geführt hat. Es handelt sich dabei um Eier, um nichts als Eier. Nun, die gibt es ja schließlich in Australien auch, so viele sogar, daß fremde Eier, die eingeführt werden sollen, mit bohem Zoll belegt werden. Und die australischen Farmer sagen:„Laßt die Chinesen unsere Eier essen, unsere guten, frischen australischen Eier!“ Die Chinesen haben auch nichts gegen die australischen Eier an sich, aber sie sind ihnen eben zu frisch, sie wünschen nämlich die EinSie spinnen und sinnen „Jaja, Frau Nachbarin, wie doch die Zeit vergeht. Das ist, wie wenn sich so ein Spinnrad dreht.. Marie. mein Enkelkind, hat auch nun ihren Mann, Wie lang wird's dauern, kommt sie mit dem Jünasten an El. meinem Sohn sind Sechse schon geraten, Sechs stramme Jungens, Bauern und Soldaten, Wie aber sorgen noch für unser letztes Linnen.“ „Wie meinen Sie. Frau Nachbarin?“ „Ich sagt' wir ipinnen.“ Wie lange noch. das mag der Herrgott wissen“ O web, o Schreck, mir ist der Faden abgerissen!“ C (Scherl=Bilderdienst=M) fuhr von alten, uralten, echt chinesischen Eiern, die jahrelang in der Erde gelegen haben. Diese guten alten chinesischen Eier, deren furchtbarer Gestank ihnen lieblicher dünkt als andere der Geruch der Rosen, die wollen sie. Darum bitten sie, daß man diese herrlichen Eier zoll= und abgabenfrei nach Australien hineinläßt, gebettet in den braunen Schmutz, in dem sie so lange geruht haben. Und so hat jetzt die australische Bundesregierung eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen über die Einfuhr fauler Eier, ein Thema, wie es wohl selten eine der zahlreichen Regierungen auf dieser Erde zu behandeln hat. Das Geheimnis des Holzbeines Natürlich war es in Wirklichkeit kein einfaches Holzbein, das der Invalide Miso Lukitch zu Laibach trug, sondern eine kunstvolle Prothese. Man war es gewöhnt, den alten guten Mijo damit durch die Straßen humpeln zu sehen. Sonderliche Not schien er nicht zu leiden. Immer sah er glücklich und zufrieden aus. Neulich hatte e. aber ein scheußliches Pech. Als er die Straßenvahnschienen überschreiten wollte, blieb er mit dem Absatz seines künstlichen Beines in einer Schiene stecken Was auch Mijo und ein hilfsbereit herbeigeeilter Mann tun mochten, das Bein stak fest. Unwillig gab ihm Mijo einen gewaltigen Ruck, auch der Helfer riß daran. Kurz, Mijo saß plötzlich auf seiner Rügseite, und das Bein stand, aus den Binden und Bandagen gerissen, immer noch in den Schienen. Jedoch gelang es dem netten Helfer jetzt endlich, das Bein aus der Klemme zu ziehe. Der fremde Helfer aber machte plötzlich ein sehr erstanntes Gesicht. Nanu, was war denn mit dem Bein los! Das klapperte und klirrte doch so seltsam darin! Und da entsann sich der Samariter, daß er sa auch noch einen sehr ernsten Beruf hatte. So klemmte er sich Mijos seltsame Bein unter den Arm, zog eine Erkennungsmarke hervor und verhaftete den erstarrenden Invaliden auf der Stelle. Der gutmütige uneigennützige Helfer war nämlich zufällig Kriminalbeamter. Was man aus der Höhlung der Prothese nachher auf den Tisch der Wache legte, waren goldene Ringe. Ketten. Goldstücke und— Einbrecherwerkzeug. So war denn mancher ungeklärte, rätselbafte Diebstahl und Einbruch in Laibach durch eine tückische Straßenzuschiene und einen ahnungslos hilfreichen Detektiv geklärt. Mijo Lukitch betam für seine Diebbre Gefängnis. Ein Mißgeschick des jungen Marconi Die großen Gelehrten der Welt haben immer gegen die Zweifelsucht ihrer Zeitgenossen ankampfen mussen. Marconi hat von dieser Regel keine Ausnahme gemacht. Es war sein eigener Vater, Giuseppe Marconi, der zuerst den Arbeiten seines Sohnes gegenüber diese wenig ermutigende Haltung einnahm. Er widersetzte sich in aller Form, als dieser zu Hause ein Laboratorium einrichten wollte. Er habe keine Lust— so erklärte er— das Haus eines Tages in die Luft fliegen zu sehen. Einige Jahre später fuhr Marconi auf Einladung von Sir William Preece, dem Chefingenieur der britischen Post= und Telegraphenverwaltung, nach England. Als die Zollbeamten dort bei der Kontrolle des Gepäcks die Radioinstrumente entdeckten, die der junge Gelehrte mitgebracht hatte, wurden sie von einer wahren Panik ergriffen. Sie glaubten, da eine Höllenmaschine vor sich zu haben. Und trotz der heftigen Einsprüche des von ihnen für einen ganz gefährlichen Verschwörer gehaltenen Marconi warfen sie die ganze Apparatur in ein Faß mit Wasser. Das sei auf jeden Fall das Sicherste, was sie vorsichtshalber tun könnten— so meinten sie. Kinder in einem Koffer gefangen Beinabe einen tragischen Abschluß hätte die Spielerei zweier kleiner Mädchen in Hochbero (Mainkranken) gefunden. Als die beiden Mädchen auf dem Speicher Verstecken spielten, schlüpften sie in einen Holzkoffer. dessen Deckel sie zuklappten Durch das Zuklappen schnappte das Schloß ein, se daß die beiden Kinder eingeschlossen waren und den Koffer nicht mehr öffnen konnten. Die Kinder schrien zwar aus Leibeskräften, aber ihre Hilferufe wurden lange nicht gehört. Ein im Hofe des Hauses beschäftigter Mann vernahm schließlich noch ein leises Rufen, dem er nachging. Als er die Stelle fand und den Koffer öffnete, war eins der Mädchen bereits bewußtlos geworden. Lacht Euch Lanne! Erster Gedanke. Wir wohnen auf dem Land. Wenn es regnet— und es regnete schon seit Wochen— sind unsere Wege schlammüberdeckt. Bis über den Knöchel sinkt man in den nassen Lehmbrei ein. Kein Wunder, wenn unser ganzes Denken in solchen Regenwochen nur um das Wetter und die Wege kreist Die Nachbarin kum zu Besuch. „Haben Sie schon gehört“, fragte ich,„die Hochecherbabett heiratet morgen?“ „Was? Bei dem Drechk?“ * Bedauern. Der Rektor des Gymnasiums ging zum Sahnarzt. Der Zahnarzt zog den Zahn Hinterher dämmerte es dem Rektor. „Sie heißen doch Miller?“, fragte er,„waren Sie nicht auf meiner Schule? Habe ich Sie nicht wegen unbotmäßigen Betrogens hinausgeworfen?" Der Zahnarzt lächelte grimmig: „Schade, daß Sie mich jetzt erst daran erinnern— Roman von Br. Hofmann Copyright by Carl Duncker-Verlag. Berlin W 62 (32 Fortsetzung und Schluß.) „Das glaube ich nicht“, schüttelt Sartorius den Kopf.„Ich war selbst allerdings nicht dort, damals— meine Frau fuhr allein hin um ihre unglückliche Schwester die im Sterben lag, noch zu sprechen und sich des Kindes anzunehmen. Die Baronin jedoch mag. falls sie sich erinnert, einiges vermuten können Indessen mir gegenüber verriet sie nicht dergleichen. Sie ist eine kluge und welterfahrene Fran“ „Zweifellos“, stimmt Leyßt zu „War sie es doch auch, die mich hierher rief da es ihr an der Zeit scheinen mochte um Karolas willen.“ „So ist das also Ganz in der Ferne wird am Horizont der graue Streifen breiter, auf den sie durch die jetzt ganz flache Ebene zufahren. Das Meer— dort?“ Der alte Herr richtet sich auf und blickt genauer hin„Das Meer! Viete Jahre habe ich es nicht mehr gesehen“ „Ja“. fährt Leyßt aus seinen Gedanken auf. „Wir werden bald am Ziel sein“ „Ich erführe gern. was Sie in nächster Zukunft zu tun für richtig balten“ sagt der Professor das Gespräch wieder aufnehmend.„Selten noch— ich darf das offen sagen— hatte ich so großes Vertrauen zu der Einsicht eines jüngeren Mannes und zu seiner Herzensgüte“ „Aber ich bitte Sie!“ wehrt Leyßt ab.„Was ich mit denke, ist folgendes: Ihr Fräulein Tochter müßte eine größere Reise antreten, die lie mährend der Schwurgerichtsverhandlung hier fern hält. Man könnte diesen Dispens für sie vielleicht erwirken, so wie die Dinge heute liegen.“ „Ja, das wäre gut, falls sie einverstanden ist, mich in die Schweiz zu begleiten, und ihre beruflichen Verpflichtungen hier das zulassen. Gewiß das beste für Karola!“ „Diese Verpflichtungen zu lösen, müßte Herrn Winkelmanns Sache sein. Wie ich ihn zu kennen glaube, wird er das gut erledigen Später dann, da ja das Leben wirklich kein Geheimnis auf die Dauer bewahren kann, wie Sie lagen, Herr Professor, wird die Wahrheit über alles Karola, wie ich hoffe, widerstandsfähiger finden als heute.“ Das wohl, mein lieber Herr Leyßt, das wohl“, nicht der Professor.„Später, sagen Sie. Gewiß. Indessen hat für einen Mann von siebzig Jahren dies „später“ schließlich eine kurze Grenze. Und dann wird sie allein sein, vielleicht durch Fremde hören, was ich ihr hätte sagen müssen.“ Leyßt holt tief Atem, ehe er hierauf erwidert. „Mit„später“ meine ich, wenn Ihre Tochter verheiratet ist.“ „Verheiratet? Aber gerade in diesem Falle müßte der Betreffende um das Vergangene wissen. Und dieser Betreffende selbst, was ist er zur Zeit anderes als eine Gestalt der fernen Zukunft?“ „In diesem Punkte irren Sie“, sagt Leyßt.„Fernere Zukunft, das wohl, das sehe ich ein, in gewissen Grenzen Und was das Wissen um Vergangenes betrifft, so kam das Schicksal selbst uns zur Hilfe, denn mir brauchen Sie nichts mehr zu sagen oder zu erklären.“ „Ihnen? Sie alsol— Run denn, mein lieber Herr—“ „Ihr Einverständnis und das von Fräulein Karola vorausgesetzt, Herr Professor. Mit ziemlich unbedenklichem Selbstvertrauen vorausgesetzt, können Sie Enden. Allein, wie die Verhältnisse heute liegen, glaube ich doch, wenigstens mit Ihnen schon setzt ehrlich und offen reden zu sollen. Ob und wann sich meine Hoffnungen erfüllen, steht freilich dahi1" „Können Sie einmal anhalten?“ fragt der Professor. Leyßt tut es auf der Stelle. „Geben Sie mir Ihre Hand, lieber Herr Leyßt. Se! Sie haben mir eine große Sorze abgenommen, eine schöne Hoffnung gegeben. Und auch die Ihre wird sich sicherlich erfüllen. Mit der Zeit und mit GGottes Hilfe.“ Unwillkürlich nimmt Leyßt den Hut ab, wie er lo die Nand des alten Herrn in der seinen hält und seine Worte der Ergriffenheit hört Dann plötzlich taucht ein Lächeln in ihren beiden, so verschiedene Gesichtern auf. „Eine etmas ungewöhnliche Art der Werbung“, entschuldigt sich Leyßt,„die Sie auch der Ungewohnlichkeit der Umstände zugute halten wollen Aber das sind schließlich nur Aeußerlichkeiten. Im Innern entbehrt die Stunde für mich der Feierlichkeit nicht, im Gegenteil Ich bin voller Dank für Ihre Güte“ Dann schaltet er und gibt Gas. Der alte Herr sichert seinen Hut und bemerkt: „Seben Sie den Kilometerstein dor"? Ihm mar also bestimmt, ein Markstein in unserem Leben zu werden. Was sind Aeußerlichkeiten? Der Ernst einer auf Wahrheit gerichteten Zeit und Weltauffassung hat sich von ihnen frei gemacht, ohne den Sinn der Tradition damit verletzen zu wollen oder zu können, denn ihr Sinn ist Ueberlieferung des echten und wahren der unveräußerlichen Güter unseres — Da hörten Sie nun den Kulturhistoriker sein Stechenpferd reiten“, fügt er mit Selbstironie hinzu. Die Freude, die sein Herz überflutet, wird darin offenbar, schwemmt die Bedrücktheit fort. „Ich stimme ganz mit Ihnen überein, Herr Professor. Auch ich habe für eine Tradition geradezustehen und tue das nach denselben Grundlätzen. Aber sehen Sie, da ist Gothmund, in dem einzigen kleinen Gasthaus dort wohnt Kuarola, Ihr Fräulein Tochter“, verbesserte er sich.„Ich führe Sie bis in die Nähe und melde mich dann später, wenn es paßt.“ „Aber warum“, fragt Sartorius, als sie am Eingang des Dorfes halten,„wollen Sie sich absondern? Und wohin wollen Sie denn gehen, wenn es hier keinen anderen Gasthof gibt?“ „Ach, ich habe hier viele Freunde, zum Beispiel den alten Karsten, mit dem ich schon öfter zum Fischen fuhr. Aber ich will zu niemandem gehen, ich laufe ein bißchen an den Strand. Das ist das beste jetzt für mich." „Ja. ja“, nickt der Professor verstehend.„Nun denn, wir erwarten Sie Auf baldiges Wiedersehen, mein lieber Herr Leyßt.“ Leyßt hilft dem Professor aus dem Wagen und sieht ihm nach, wie er durch die breite Dorfstraße, von spielenden Kindern neugierig begrüßt, dem ihm bezeichneten Gehöft zuschreitet. Dann wendet Leyßt den Wagen, fährt durch die Wiesen, langlam über die holprigen Wege schaukelnd, ums Dorf herum und den Dünen zu. Hier läßt er in einem Einschnitt den Wagen stehen und geht zum Strand hinunter. Das Rauschen der Brandung schlägt ihm entaegen, die unermeßliche Fläche lebendigen Wassers liegt leuchtend vor ihm, daß es fast die Augen blendet, kleine Wellen lechen mit blitzender Zunge an dem sonnigen Sand, zischende Schaumstrudel zurücklassend. Leyßt schlendert bis zu der Stelle, an der er damals gestanden, als dieses selbe Meer grau unter grauem Himmel lag und Karola von jenem Dünenhamm herunter leile gesungen hitte Er denkt an sie, diese einzige Frau, die seinem Lebenbestimmt sein mußte, noch ehe ein Wort darüber zwischen ihnen gefallen war Am Fuße der Dünen strecht er sich dann aus, es ist gegen Mittag und die Luft von sommerlicher Wärme Halb träumend, hafb wachend starrt er in den Himmel, durch dessen blendendes Blau hin und wieder eine Möwe schießt und horcht auf die Orgel des Meeres. Weither dringt diese ewige Melodie— weit her. Dasselbe Wasser erzeuge sie, das auch Islands Kiiste umspült und fern dort oben am Polarkreis, an der Grenze eigener Erstarrung, in furchtbarem Sturme getobt. Dasselbe Wasser. Heute chimmerndes Grab einer Vergangenheit.— Von der Vergangenheit weg wendet sich Leyßts träumendes Sinnen der Zukunft zu Karola hier wie dort. Ob er lange oder nur kurz, träumend oder denkend lo gelegen hat, ist ihm ganz unklar in dem Augenblich, als der kleine struppige Pinscher von Thomsen ihm die nasse Nase in die Hand stößt. Lenßt kennt ihn, er heißt Murkel und gehört zum (asthaus von Gothmund. Leyßt richtet sich halb auf, um diesen alten Freund zu begrüßen, und läßt daber die Augen den Strand entlang gehen. Ja, der kleine Hund ist mit Karola gekommen. Er sieht sie in einiger Entlernung. Dem Meere zugewandt iteht sie im offenen weißen Mantel da, die Sonne liegt auf ihrem gescheitelten schwarzen Haar, das hinten zu einem Knoten aufgesteckt st. Vielleicht ist sie ausgegangen, um ihn zu biichen, und die vielen Gedanken, die sie auf diesem Gana mit sich trug, lassen sie nun dort stehen und über das Meer nach Norden blichen. Ohne sich zu rühren, sieht Leyßt zu der Frau hin. Da wendet sie sich um Der Hund läuff wieder zu ihr hin, als habe er eine eilige Botschaft auszurichten. macht wieder kehrt und nimmt Kurs auf Leyßt. Jetzt erhebt er sich rasch, schüttelt den Sand aus den Kleidern und gehe Karola entgegen. „Da sind Sie.“ Sie reicht ihm die Hand und ihre eisgrauen Augen leuchten ihn an.„Ich dachte mir. Sie hier zu finden! Wein Vater“, sie macht eine kleine Pause und wendet das Gesicht von ihm weg dem Meere zu,„hat mir alles erzählt.“ „Ja. Nun ist allo— raschet, als wir hoffen dursten— in der Hauptlache alles geklärt. Gott sei Dank.“ „Das wohl, vieles bleibt dennoch rätselhaft und unverständlich! Finden Sie nicht auch?“ Sie gehen langlam weiter den Strand entlang. „Gewiß“, stimmt Lenßt nachdenklich zu.„Aber diese letzten Rätsel zu lösen, braucht schließlich nicht unsere Sache zu sein. Darf es vielleicht nicht einmal. Ist das nicht ein anderes Schichlal, in das einzudringen wir kaum befugt sind?“ Sie blicht ihn forschend von der Seite her an. „Wahrscheinlich haben Sie recht, Leyßt. Aber ich frage mich nur eins: wenn dieses fremde Schichal mit dem meinen nichts zu tun hat, warum nahm dann dieser isländische Kapitän meinen Brief an sich?“ Natürlich, dem ist schwer auszuweichen. Offen und gerade erwidert Leyßt ihren fragenden Blich. „Wenn Tornulf das tat, so jeschah es in Ihrem Interesse, geschah in Sorge um Sie. Wollte er, daß Sie es verstünden, so hätte er es Ihnen erklärt.“ Karola bleibt vor ihm stehen und zwingt ihn, sich zu stellen. „Wer war dieser Mann? Habe ich kein Recht zu wissen, was mich angeh“? Begreifen Sie nicht, daß ich genau spüre, daß Sie mir nicht die volle Wahrheit lagen, weder Vater noch Sie? Wo man nicht mit der Wahrheit durchdringt, dringt man überhaupt nicht durch, so sagten Sie doch? Warum handeln Sie nicht danach?“ „Richtig“, nicht Leußt.„Seien Sie überzeugt, daß ich danach handle. Aber auch der Wille eines Toten ist zu ehren: Tornulfs Wille.“ „Tornulf“„wiederholt Karola und horcht in angestrengtem Denken diesem Namen nach.„Wer mar dieser Tornulf, Leyßt?“ Er war“, sagt Leyßt,„der Kapitän jener „Karola“, die wir an einem gewissen Morgen die E abwärts fahren sahen.“ „Ich erinnere mich." Schweiglam geht sie weiter und Leyßt hält mit ihr Schritt, auch er sagt nichts. Was er bisher n mußte sie wissen, würde sie unter allen Umständen erfahren. Belügen würde er sie mit keinem Wort. „Sie wollen es mir allo verschweigen“, sagt Karola nach einer Weile.„Sie haben viel für mich geian. So darf ich an Ihrem guten Willen nicht Aber es ist schwer—“ „Mir zu vertrauen?“ „Iich habe Ihnen mehr vertraut als je einem Menschen.“ Hierauf erwidert Leyßt nichts. „Wollen wir zurüchgehen?“ fragt sie. Sie machen kehrt und gehen zögernd dem Dorfe zu. „Vater meint, ich solle ih vorläufig nach Basel begleiten.“ „Ich gebe ihm darin recht.“ „Vielleicht ist es ja auch das beste so—“ Murkel kommt herangeprescht, einen vom Wasser rund gealätteten Stein, den er wedelnd Lentzt hart vor die Füße legt. Leyßt buckt sich, um dieser Auf= forderung nachzukommen, hebt den Stein auf und schleudert ihn weit fort. Karola hat ihm nachdenklich dehei zugelehen. Als sich setzt ihre Augen begegnen, gt Leyßt: „Wann werden Sie fahren?“ „Bald, denke ich, diese Woche noch.“ Lenßt nichkt, sie gehen weiter. Plötzlich aber bleibt er mit einem Ruch stehen „Sie konnen es nicht verstehen“, lagt er,„aber „Sie müssen mir wirklich vertrauen. Ich möchte nicht, daß etmas zwischen uns steht, menn wir uns trennen. Ich ertrüge das schwer.“ „Nichts steht zwischen uns. Nur— ein GeheimEine „In. Aber dieses Geheimnis verbindet uns, Karola.“ „Das verstehe ich nicht.“ „Das erkläre ich Ihnen später.“ „Später? Wann? Sie sagen selbst wir werden uns trennen, nicht wahr?“ Lenßt starrt vor sich hin, atmet tief auf und blichee sie dann an: „Das Geheimms zwischen Mann und Frau“, lagt er dann leise.„Das Geheimnis des Herzens“ Sprachlos hält sie dem sast scheuen Blich leiner erniten Augen stand. Langlam weicht die Farbe aus ihrem Gesicht. Sie hebt ein wenig die Hand, als wolle sie sie abwehrend ausstrechen, aber sie vollendet diele Bewegung nicht. Leyßt greift ihre Hand auf und hält sie fest. „Später sage ich alles, wenn Sie meine Frau lein werden. Wenn Sie das je sein wollen. Sonst lassen Sie es mich bemahren— dieles und jedes andere Geheimnis" In den eisgrauen Augen vor ihm entzündet sich von innen her ein Schimmer, der sie feucht erscheinen läßt. Oder sind sie es auch? Er weiß es nicht, er wirtel auf eine Antwort. „Auch ich“, sagt sie endlich,„habe ein Geheuns Und ich überlasse es Ihnen, es zu ermten—n dm Herzen.“ Ehe sie noch ihre Hand frei machen hann, hit er sie an die Lippen gezogen. Eine Streche weiter sind sie, als Leyßt sie ermnert „Wissen Sie noch— damals— Sie sitzen dert oben und langen, ich stand hier und hörte Ihnen zu „Sie hannten das Lied?“ fragt sie. aus ihrer stillen Versunkenheit erwachend. Leyßt nicht „Das Lied der toten Männer“, flüstert Karol. mehr. Nie wieder— dieses Lied“ Leyßt nickt. Und dabei ist ihm plotzlich, ale auch ihn das Antlitz eines toten Mannes an— non weit her— von Islands meerumbrauster Fellenküste. Ja, sagt: Leyßt zu diesem toten Mann. Ich hahe den Ruf gehört: SOS„Karola“— und bin ihm jetolat: Schlafe ruhig, Kapitän Tornulf. Gott rette deun Seele.— Ende Zh ROUANDWUIIENWAIR ROMAN VON ERNST CRAU (17. Fortsetzung) Aber etwas war aus jener Zeit doch unverwischbar in ihm haften geblieben: die Sehnsucht nach einem Kinde, die damals in ihm aufgekommen war, hatte er doch nie wieder ganz unterdrücken können, sie hatte sich immer wieder gemeldet. Und wenn er nun einerseits nicht heiraten, andererseits aber jemand haben wollte, für den er sorgen konnte, so hatte er einen Ausweg aus dieser Zwiespältigkeit gefunden, indem er sich eines halbwüchsigen Jungens angenommen hatte, dessen Eltern frühzeitig dahingegangen waren, und dieser Peter Wolfframm war denn auch gern bei ihm geblieben Zu Thomas großer Freude war Peter schon von klein auf ein außerordentlich anstelliger und lernbegieriger Junge. In Fremdsprachen war er auch nach Ansicht seiner Lehrer sogar ein keines Genie und Thomas, der nicht wenig stolz darauf war. sah seinen Pflegling im Geiste schon als wohlbestellten Doktor der Philosophie auf dem Katbeder irgendeiner Hochschule selbst als Lehrer wirken Aber wie es nun einmal überall im Leben zu gehen pflegt, so war es auch hier. Die Jugend geht zu gern ihre eigenen Wege, sie kümmert sich den Teufel darum, was die Alten mit ihr vorhaben. was sie von ihr erwarten und glaubt, selbst am besten wissen zu müssen, auf welchen Platz im Jeben sie hingehört. Und meist haben die Jungen damit auch recht. Ein rechter Kerl der mit beiden Händen herzhaft zupackt und sich sein Schicksal selbst zimmert, ist noch nie und nirgends vor die Hunde gegangen. Mit dieser Erhenntnis tröstete sich denn auch Thomas Wullenweyer, als sein Peter ihm eines Tages rundheraus erklärte, er habe nun vom Lernen und Studieren genug und möchte sich setzt ein wenig in der Welt da draußen umsehen, in der großen, bunten, elgestaltigen Welt. de e= bis setzt ja nur aus der (Geographiestunde und aus Büchern hannte. Und als Thomas Wullenwever, innerlich zwar ein wenig erschrecht und enttäuscht über diese erste selbständige Willensäußerung seines Pfleglings, äußerlich aber immerhin doch gefaßt genug, mehr von diesen Wünschen zu hören verlangte, mußte er mit Erstaunen sehen, daß der Junge seinen Lebensplan schon fir und fertig auf den Tisch legen konnte. Auch Peter war, wie sein Pflegevater, davon ausgegangen, seine Sprachkenntnisse auszunutzen, mur daß er sich dabei von praktischeren Erwägungen hatte leiten lassen, daß er leine Zukunft etwas farbiger und lebendiger sah, als sie vom Katheder eines Lehrers auslehen mochte. Er wollte Kellner werden, wollte in irgendemem der großen Hotels in Berlin leinen, um dann später an jenen Plätzen arbeiten zu können, wo sich die große, internationale Welt traf, in Paris und London, in Kairo und Nizza, in Rio und San Franzisro. Nach soundsoviel Jahren würde er dann genug verdient haben, daß er nach Deutschland zurückkehren und sich hier selbständig machen konnte. Thomas Wullenweyer hatte Lebenserfahrung genug, den Jungen nicht zu hindern, die Ausführung dieses Planes in Angriff zu nehmen. Aber wie alle Blütenträume nicht so schnell reiften und die ersehnten Früchte brachten, wie die Jugend es sich gern vorstellte, so mußte sich auch Peter Wolfframm gedulden, bis er an der Reihe war, bie lein Schichsal ihn rufen würde Aber seinen Drang in die Welt, in die Fremde, wußte er trotzdem ohne langes Warten zu befriedigen, denn er fuhr seit längerer Zeit schon als Speilemagenkellner in den großen Luruszügen von einem Ende Europas zum andern und hatte auf diese Weise bereits ein recht beachtliches Stück der alten Welt gesehen. Doch Europa war ihm damit im Laufe der zu klein geworden. Und kurzerhand hatte er sich entschlossen, die Eisenbahn mit dem Schiff zu vertauschen. So war er denn vor einigen Tagen in Hamburg gemelen und hatte dort eine Stellung als Steward auf einem großen Ueberseedampfer angenommen. Er hatte sich dabei gesagt, daß er in der neuen Welt schon irgendwie unterkommen würde, wenn er erst einmal drüben war. Als firer Berliner Junge machte er sich über das Nachher keine großen Sorgen. Heute, am letzten Tage vor seiner ersten Ausreise, laß er mit seinem Pflegenater noch bis spät in die Nacht hinein in der kleinen Veranda vor dessen Hause in Heiligensee und feierte Abschied. „Nimm dich unterwegs nur vor den Weibern in acht, mein Junge“, sagte Thomas und hob mit verschmitztem Lächeln sein Glas.„Ehe du es selber gewahr wirst, hat man dich vielleicht schon am Schlaffittchen" Der Junge lachte und trank ihm zu. „Soll ich dir eima feierlich in die Hand versprechen, Vater, daß ich mein Lebtag ebenso Junggeselle bleiben werde, wie di?“ „Nein, nein, das gewiß nicht“, wehrte der andere gemütlich ab.„Alles zu seiner Zeit und dich wird's gewiß auch noch einmal packen Aber offengestanden, es wäre mir doch nicht ganz recht, wenn du eines Tages mit so einer amerikanischen Miß hier angetrudelt kämst.." „Na höre mal. alter Herr“, rief Peter in komischer Entrüstung,„das ist ja..“ Doch Thomas Wullenwener schüttelte behrrlich den Kopt. „Auf so einem großen Schiff passiert allerhand Und ein patenter Junge wie du... ich hann mir ganz gut vorstellen, daß sich da“ Ein Geräusch, das vom Gartenzaun her kam, ließ ihn plötzlich schweigen. „Das hörte sich doch eben gerade so an, als ob da ein.. Die beiden Wänner waren neugierig aufgestanden und spähten nun aufmerksam in die Dunkelheit des louen Sommerabends hinaus. „Da kommt ja auch jemand...“, rief Peter und wies auf die Gestalt eines Mannes, der wohl uber den Zaun gesprungen sein mochte und nun langam im Schatten der alten Bäume quer über den Raten auf das Haus zuschritt.„Kriegst du hier jetzt öfter so seltamen Beluch?“, ulkte er lachend. Aber die beiden wichen doch ein wenig erstaunt zurück, als der Fremde aun in den Lichtkreis der kleinen Lampe trat. „Roland du?“ „Onkel Roland!“ Fast wie aus einem Munde kamen diese beiden Ausrufe, aus denen helles Erstaunen sprach. Roland Wullenweyer nichte den beiden zu und nes sich dann schwer auf die Bank der Veranda fallen. „Ja. Kinder, ich“, sagte er aufseufzend und ein kurzes, hartes Lachen flog auf, als er die beiden verwunderten Gesichter vor sich lah.„Ich hab mir zue letzt keinen Rat gewußt, und da bin ich denn hierher zu euch gekommen. Ich brauche Hilte.“ Thomas und der Junge wechselten einen nants fragenden Blich. Sie konnten sich beide beim beiten Willen nicht vorstellen, mas sie von diesem londere haren Besuch halten sollten. Roland Wullenwepet, der zwar nie besonders viel Wert auf äußere Eleganz gelegt hatte, der aber doch immerhin stete mit eine gewissen Sorgfalt gekleidet war, saß setzt da vor mit wirren Haaren, ohne Kragen und Schlips un führte obendrein unverständliche Reden, aus dem hein Mensch schlau zu werden vermochte. Der Arzt deutete die Bliche der beiden andern richtig. Er fuhr sich mit der Hand über den nachn Hals und lächelte schmach. ich habe den Kragen unterwegs abge bunden... ein wenig lächerlich vielleicht, wenn man sich einbildet, man könnte sich dadurch unkenntlic machen...“ „Sage mal, Roland", Thomas stand setzt dicht de einem jüngeren Vetter und rüttelte ihn an Schulter.„Sage mal, dir ist wohl nicht ganz a niel Roland nickte. Fortsetzung Koln. sern. so b Wehrmach in Köln Einer was schlie liches gewe anscheinent gemischt. E schichte“ bi schichte soll werden, we so gut aus Alten Fritz weil sie sick in guter S sich hier ha lungsbefehl Unterschied beiratet. un scheidende 3 kommen.D weite eines Militärgeset Großf WEL Bochu für Re Fal Verkehr dathausn Gern 97 Eine energische Kölnerin „Entweder in der Nähe oder acht Wochen" „Auf Grund des Gestellungsbefehls werde ich meinen Mann nicht entgegenschicken“ Köln. Wie in allen deutschen Städten und Dörfern, so hotten sich auch in Köln die Rekruten der Wehrmacht zu stellen. Und wie überall, gab es auch in Köln oft lebhafte Abschiedsizenen. Einer der Rekruten war aber schon verheiratet, was schließlich auch noch nichts ganz Außergewöhn liches gewelen wäre, hätte sich nicht lein junges, aber anscheinend sehr energisches Frauchen in die Sache gemischt. So hatte dieser Rekrut bereits eine„Geschichte“ hinter sich, als er jetzt einrückte. Seine Geschichte soll aber nicht zur Nachahmung empfohlen werden, weil man nicht wissen kann, ob sie immer so gut ausgeht Auch die lustigen Anekdoten vom Alten Fritz eno seinen Soldaten sind nur so lustig. weil sie sich gerade ereigneten, als der große König in guter Stimmung war. Der Rekrut, um den es sich hier hardelt, hatte nämlich den gleichen Gestellungsbefehl wie seine Kameraden erhalten. Zum Unterschied von den andern war er aber schon verbeiratet, und seine junge, über seine Geschicke entscheidende Frau hatte den Befehl in die Finger bekommen. Da sie noch nicht richtig über die Tragweite eines Gestellungsbefehls und die unter dem Militärgeset stehende Nichtbefolgung im Bilde war, schrieb sie an das Wehrbezirkskommando den nun folgenden Brief: „Auf Grund des Gestellungsbefehls werde ich meinen Mann nicht entgegenschicken. Weil andere 15zener(gemeint ist der Jahrgang 1915) 8 Wochen geben und ein verheirateter Mann 2 Jahre. Ich will mein Mann gern zum Dienst schicken. Aber keine zwei Jahre. Und dann noch so weit nach Osterode, wo man gar nichts von mein Mann hörts und siehts. Hier schicke ich euch die Karte (gemeint ist der Gestellungsbefehl) wieder zurück. entweder in der Nähe oder 8 Wochen“ Folgt Unterschrift Der betreffende Bezirkskommandeur bestellte sich die junge Frau nach Köln. wo sie auch pünktlich mit ihrem Kind erschien. Die streitbare Natur be ruhigte sich bald unter dem gütigen Zureden des Majors, und zerknirscht sah sie ein, daß sie da bei nahe ihren Mann in eine böse Tinte hineingeritten hätte. Die Sonne des Glücks ging aber auf. als ihr der Bezirkskommandeur eröffnete, daß durch die Erkrankung eines andern Rekruten in letzter Minute ein Platz bei einem Köln benachbarten Truppenteil frei geworden sei. Mehr braucht nicht erzählt zu werden Großfeuer in einer Möbelfabrik Einsatz des Reichsarbeitsdienstes. Dülmen. In der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr brach in der Möbelfabrik Thecdor König in Dülmen Feuer aus, das mit rafender Geschwindigkeit um sich ariff. Wenige Minuten nach dem ersten Brandsignal standen bereits eine Anzahl von Ge bäuden, die sich über drei Straßen erstrecken und in denen Halzvorräte oder zugeschnittene Möbeln lagerten, in Flammen: Da fast alle Gebäude mehr oder weniger miteinander verbunden sind, bestand die Gefahr eines Uebergreitens auf den ganzen Gebäudeblock. Aus diesem Grunde forderte der Dülmener Bürgermeister auswärtige Feuerwehren an und alormierte auch die Abteilung Karthaus des Reichsarbeitsdienstes die bald an der Brandstelle erschienen. Die Feuerwehren konnten sich aber nur darauf beschränken, die umliegenden Häuser unter Wasser zu halten. Kurz nach 1 Uhr stürzten die beiden Giebelwände des mehrstöckigen Lagerhauses zusammen und beschädigten zwei dicht daneben liegende Häuser. Mit vereinten Kräften aina man dem rasenden Element zu Leibe und gegen 6 Uhr früh war die größte Gefahr gebannt. Viele be sorgte Volksgenossen aus der Nachbarschaft konnten ihre Wohnungen, die sie vorübergehend räumen mußten, wieder aufsuchen. Vorsichtshalber mußten auch mehrere Wohnbauten ausgeräumt werden. Der Schaden, den das nächtliche Großfeuer angerichtet hat, ist sehr grob. Ueber die Entstehungsurlache ist noch nichts bekannt. Nach den Aufräumungsar beiten konnten die einzelnen Feuerwehren sowie der Reichsarbeitsdienst im Laufe des Mittwochs die Brandstätte wieder verlassen. Ein verwachsenes Mädchen schändlich hintergangen Duisbura. Eine Gemeinheit ohnegleichen führte den bereits vorbestraften I D. wieder vor Gericht. Er hatte sich das Vertrauen eines verwachsenen Mädchens erschlichen, das ihm in der Erwartung. geheiratet zu werden. Unterkunft, Verpflegung und noch mehr gab. Das hinderte den gewissenlosen Burschen jedoch nicht, Beziehungen zu anderen Frauen anzuknüpfen und dabei mit dem ihm von dem Mädchen geliebenen Geld den„Kavalier“ u spielen. Eines Tages verschwand D. von der Bildfläche. Als die Verlassene hörte, daß der Liebhaber große Geldausgaben mache, stieg in ihr ein schwerer Verdacht auf. der sich auch bestätigte. Das Mädchen mußte jeststellen. daß D. vor seinem Verschwinden ihren Notgroschen von 1200 RM entwendet hatte. Die Bestohlene erstattete jetzt Anzeige. Vor Gericht wollte das Mädchen den Burschen noch in Schutz nehmen, doch machte er das durch sein freches Austreten unmöglich. Das Gericht erkannte für die Gemeinheit auf ein Jahr Zuchthaus Jüdische Firma mit 15 000 Km bestraft Düsseldorf. Der Regierungspräsident, Preisüberwachungsstelle, hat die jüdische Firma J. Altmann & Co., Düsseldorf, wegen Preistreiberei im Hondel mit Altmetall und Nutzeisen in eine Ordnungsstrafe von 15 000 RM genommen. Diese Bestrafung möge allen denjenigen zur Warnung dienen, die heute noch glauben, sich durch Preistreibereien auf Kosten der Volksgenossen bereichern zu können. Verstöße gegen die Gesetzgebung zur Durchführung des Vierjahresplanes werden wie auch dieser Fall zeigt, unnachsichtlich geahndet Zuchlhaus wegen Verleitung zum Meineid Düsseldorf. Die Düsseldorser Große Strafkammer verurteilte die geschiedene Frau Agnes Schwarz wegen Verleitung zum Meineid zu einer Zuchthaus strafe von einem Jahre. Die Angeklagte hatte, als sie in Essen in Ebescheidung lag. mit einem Mann ein ehewidriges Verhältnis. Sie hatte diesen Mann gebeten, er solle, wenn er in dem Scheidungsprozeß vernommen würde, von der Beziehung nichts erwähnen. Der Mann ging aber darauf nicht ein, und im Laufe der Zeugenvernehmung kam die Sache ans Tageslicht. Es wurde infolgedessen gegen die Frau Anklage erboben. Vor der Großen Strafkammer versuchte die Angeklagte, die Sache als harmloses Gespräch hinzustellen. Sie wurde aber durch die Be weisaufnahme im Sinne der Anklage überführt und zu der erwähnten Zuchthausstrafe verurteilt. hingerichtel Düsseldo f. Die Justizpressestelle in Düsseldorf teilt mit: Am 4. November 1937 sind der am 12. September 1911 geborene Ferdinand Linder und die am 29. Dezember 1902 geborene Gertrud Schmitz aus Beraisch=Gladbach hingerichtet worden, die von dem Schwurgericht in Düsseldorf wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden sind. Die beiden Verurteilten, die in ehebrecherischen Beziebungen zueinander standen, haben nach drei vorherigen Mordversuchen am 18. Januar 1937 die Ehefrau Linder in der Dhünn ertränkt, um ihr Verhältnis ungestört fortsetzen zu können und in den Genuß einer hohen Versicherungssumme zu gelangen EINEN Verden. Aus dem Moordorfer Kükenmoor wird berichtet, daß die Füchse derart überhand genommen haben, daß Geflügelbestände von 180 bis 250 Stück auf 50 und weniger zusammengeschrumpft sind. Die meisten Besitzer haben fast ihren gesamten Bestand an Junghennen eingebüßt. In Jägerkreisen klagt man auch in diesem Jahre über einen sehr geringen Bestand an Hasen; auch dies dürfte auf das Schuldkonto des roten Räubers zurückzuführen sein. Geme ALLEINIGER HERSTELLER: tin herrlidhes Lustspiel Darsteller: Luise Ullrich, Viktor de Kowa, Heinrich George, Charlott Daudert, WiII Dohm. Hans H. Schaufuß. Eln heiteres bezauberndes Splel der Liebe, voll zûndendem Humor u. Oberschäumender Fröhlichkelt. * Im Belprogramm: Der Kulturfilm „Wald ohne Weae“ und die neue Wochenschau Täglich 3.20, 5.40, 8 Uhr WELT-LICHT 2Bochum, am Bahnhor Auskunft für Fromde Relseberatung Fakrkarten Verkehrsverein Bochum ev. dathausplatz rernru e2t4 Geöfnet: Werktage von 8—10 HAMMER Lichtspiele Luis Trenker Ein brausender Hochgesang auf alles Große und Schône, das ist dieser Trenker-Film. eine Filmschöpfung, die zu den unve geßlichen Leistungen gehölt olprogramn 3.48- 8.30— 8 UhUnter Ausschluß der Oetfentlichkeit Ein großer Film aus dem Eheund Gesel schaftsleben mit Olge Ischechowe, Ivan Petrovich. Sabine Peters, A. Abe Nehmen Sie teil an dramatischen Me barungen vor den Schranken des Gerichts und blicken Sie in jeten weiblichen Emptindens Das Schicksal einer schönen Frau gestaltet Pola Hegri In dem packenden Großfilm: Madame Bovary „nach dem weltberöhmten Roman von Gustave Flaubert Pola Hegri wird Sie genau so begeistern, wie die frôheren Leistungen der glänzenden Darstellerin. Im Belprogramm: Wette um einen Auß (Lustepiel) Oasen(Kulturfilm) und Wochenschau. Täalleh 3.30, 6 und 8 Uhr. Ruf 64338. Bochum Marienstr. 14 Tieferbote Zeitschriften) sofort für Bochum und Umg. gegen guten Verdienst gesucht. Kaution u. Fahrrad muß gest. werden Nab. b. Goten, Bochum, Wörthstr. 34 Suche für meinen Sohn. der 17 J alt, gesund u. kräft. ist und 1% J. ale KonditorLehrling tätig war, Stellung zum Weiterlernen. 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Das Werbemittel des erfolgreichen Geschäftsmannes ist die Zeitungsanzeige o 10) ETE t Sport, Suiel, Turnen Zwei Nationaimannschaften fur das WöW— Fußballspiel in Frankfurt Der Winterhilfstag des deutschen Fußballsports fallt seit Jahren mit dem Bußtag zusammen. In Ost und Süd, Nord und West unseres Reiches gibt es eine kaum zu überiehende Fülle interessant zusammengestellter Kampfpaarungen, deren Bedeutendste das Spiel zweier Nationalmannschaften auf dem Frankfurter Sportfeld ist. Die deutsche Länderelf, der im Berliner Olympiastadion in einem feinen Spiel der eindeutige 8:0-Sieg über Norwegen gelang, wird geschlossen gegen eine sich aus den talentiertesten Nachwuchskräften zusammensetzende Mannschaft gestellt. Die 15 sind: Tor: Jürissen(Rot=Weiß Oberhausen), Klodt(Schalke 04); Verteidiger: Welsch(Borussia Neunkirchen), Klaas(MSV Koblenz); Läufer: Kuckerts(VfL 99 Köln), Sold(FV Saarbrücken), Gramlich(Eintracht Frankfurt). Karl(Eintracht Braunschweig); Stürmer: Than(Guts Muts Dres den), Wirsching(Eintracht Frankfurt), Schon(Dresdener SC), Höffmann(Hamburger SV), Gauchel(Tus Neuendorf) und Fach(Wormatia Worms). 25 000 Tollar sind geboten Helen Willg— Jedezejowska im Berufespiel Eine Gruppe von Sportveranstaltern unter Füh rung des früheren Doppe.partners W. T. Tildens, Francis T. Hunter, hat heute Besprechungen mit Helen Wills=Moody, der oftmaligen WimbledonSiegerin, über einen Vertrag für Berufsspiele abgeschlossen. Die Unterzeichnung des Vertrages, der Helen Wills die Summe von 25000 Dollar garantiert, soll lediglich noch von der Auswahl der Gegnerin der Amerikanerin abhängen. Hierfür kommt die augenblicklich in ihrer Heimat weilende Polin Jadwiga Jedrzejowska in Frage. Das erste Spiel Wills— Jedrzejowska soll im Januar im Newyorker Madison Square Garden stattfinden. Pferdespork Nennen zu Auteuil 1. R.: 1. Trouin(Bates), 2. Nilson, 8. Cuenca. Sier M1. P.atz 22, 13:00, Ferner: Fadette, Lord Murray, Travesti. 2. R.: 1. Cutremer(Pelat), 2. Sundange 8. Kitzbuhel. Sieg 12, Platz 11, 11:10. Ferner: Klad, Scotland Hard. 3. R.: 1. Hué(Bates), 2. Maggio, 3. Presses Toi. Sieg 13, Platz 11, 17:10 Ferner: Franconia, Kribl, Rose de Juin. 4. R.: 1. Ptoly Buzz(Bonaventure), 2. La Rebouxsiere, 3. Haut les Coeurs. Sieg 26, Platz 17, 19:10. Ferner: Kislar, Grand Gala, Mar Bella. Rodolphe. 5. R.: 1. Patrician(Bates), 2. Rallye Puisaye, 3 Sans Erreur. Sieg 59, Platz 33, 32:10. Ferner: Dalagos, Sultana's Guard, Rhadamante, Merlot. 6. R.: 1. Nappe(Rochet), 2. Cost Price, 8. Recaldia. Sieg 78, Platz 27, 84, 81:10. Ferner: Treize Mai, La Pomme 2, Serene, Lihons, Boulon, Beautemps, Quadi, Zingari, Nrince Arthur. Essener Ber"'sboxkämpf ausverkauft Santa de Leo schlug Erwin Klein nach Punkten— 3000 Zuschauer im Städtischen Saalbau Fußhall=Länderkampf gegen Portusal Aus Lissabon wird der Abschluß des zweiten Fußball=Länderkampfes zwischen Deutschland und Portugal gemeldet. Die Begegnung soll am 24. April voraussichtlich in Frankfurt=M. stattfinden. Hans Walden bei Arminia Bielefeld Der bekannte Stürmer Hans Walden vom 20 Rotthausen, der schon dreimal repräsentativ den Gan Westfalen vertrat, ist als Rekrut nach Bielefeld eingezogen worden. Walden hat sich entschlossen, Arminia Bielefeld beizutreten und ist sofort spielberechtigt. Forinna Düsseldorf erhalt Zuwachs Pelzer, der ausgezeichnete Mittelläufer von Schwarz=Weiß Wuppertal, hat sich Fortung=Düsseldorf angeschlossen und wurde von seinem alten Verein bereits freigegeben. Der Hetzer Mahoney geht Der Vorsitzende der Amerikanischen Achletic=Union, Jeremias Mahoney, hat auf das Schreiben des Präsidenten des Internationalen Leichtathletik=Verbandes, Direktox S. Edström=Schweden, geantwortet. In seinem Schreiben gibt Mahoney bekannt, daß er von sich aus nicht in der Lage ist, den vom Ausschuß für Auswärtige Angelegenheiten gefaßten Beschluß in der Sache des Startverbotes der amerikanischen Leichtathleten in Deutschland aufzuheben. Vielmehr werde die ganze Angelegenheit auf dem Jahreskongreß der AAU am 14. und 15. November in Boston behandelt. Gleichzeitig teilt Mahoney mit. daß er nicht die Absicht habe, eine etwaige Wiederwahl auf dem Kongreß anzunehmen. Nach seiner Niederlage bei der Bürgermeisterwahl der Stadt Newyork scheint Mahoney auch in seinem sportlichen Wirkungskreis der Boden heiß zu werden. Es ist in Amerika längst kein Geheimnis mehr, daß die Mehrheit der aktiven Sportlex nicht mehr zu Mahoney und seiner Politik der Hetze und des Unfriedens steht. Auf jeden Fall wird Mahoney auf dem Kongreß zur Verantwortung gezogen werden und hoffentlich für immer seine Rolle ausgespielt haben. Ewald Kluge nach Australien Der Weltrekordfahrer bestreitet dort zwei Rennon Gleich im Anschluß an die Frankfurter Rekordwoche der ONS hat der junge Weltrekordfahrer und deulsche Motorradmeister Ewald Kluge an Bord des Dampfers„Dortmund“ die Reise nach Australien angetreten, wo er im Laufe des Winters zwei der größten Rennen bestreitet. Kluge startet zunächst am 26. November im Großen Preis von Australien in Adelaide und beschließt seinen Aufenthalt mit einem Start in der australischen Tourist Trophy am 1. Februar in Melbourne. Er führt neben seiner bekannten 250er DKW mit Drehschieber noch eine zweite DKW mit, die fur einen bisher noch nicht bekannten australischen Meisterfahrer bestimmt ist. Zum ersten Male erscheinen damit deutsche Maschinen in einem australischen Rennen am Start, nachdem bisher ausschließlich englische Krafträder das Feld beherrschten. Mitte März wird Kluge zurückerwartet. Die Essener Veranstaltung am Donnerstag abend war ein ganz großer Erfolg. Schon vor Beginn war der Saalbau mit 3000 Zuschauern vollig ausverkauft. Im Hauptkampf des Abends über 10 Runden standen sich Klein(Solingen) und Italiens Schwergewichtsmeister Santa de Leo gegenüber. Klein wollte die Berliner Niederlage wettmachen, griff sofort stürmisch an, wurde jedoch vom Gegner gut gekontert. De Leo hatte ein gutes Auge und brachte des öfteren seine schwere Rechte an. Klein mußte mehr und mehr nehmen als geben, zudem wurde ihm in der 5. Runde die Augenbraue geöffnet. Es gelang dem Solinger zwar, seinen Gegner in der 8. Runde zu erschüttern, den Punktsieg des Italieners konnte er jedoch nicht verhindern. Ein Geschenk für den Krefelder Jakob Schonrath war das Unentschieden, das man ihm nach acht Runden gegen den Berliner Willi Pürsch zusprach. Pürsch war der alte Fighter, der besonders in den vielen Schlagwechseln des zweiten Kampfabschnittes immer mehr hatte. Zwar nahm Schönrath alles, aber der Berliner war der bessere Mann, der in den Schlußrunden seinem Gegner sehr stark zusetzte. Darum war das Unentschieden unverständlich. Der Hamburger Fred Bölck zeigte, daß er nur noch ein Schatten von einst ist. Sein Gegner, der holländische Schwergewichtsmeister Nico Droog, brachte ihn bereits in der 2. Runde zu Boden und zwang ihn in der 5. nochmals auf die Bretter. von konnte sich Bölck auch in der Pause nicht erholen und in der 6. Runde gab er völlig zerschlagen den Kampf auf. Einleitend buchte unser jüngiter Perussborer, der erst 17jährige Kleinhütten(Krefeld) einen schönen Punktsieg über den Wuppertaler Flick. Besselmann schlus Tunero K.o.=Abend im Berliner Sportpalast Der internationale Boxkampfabend am Donnerstag im Berliner Sportpalast hatte ein nahezu ausverkauftes Haus zu verzeichnen. Bis zur Pause gab es drei Kämpfe im Halbschwergewicht, die sämtlich Was der Sonntaa bringt Ein großes Sportprogramm für das Wochenende Ter erste Novembersonntag macht keine Ausnahme in Bezug auf die Menge des gebotenen Sporte. Fußball Im Fußball ist außer den Pokal= und Punktespielen die 45. Begegnung der Stadtmannschaften von Berlin und Hamburg zu nennen, wo unter Umständen die Hanseaten ihren 20. Sieg feiern könnten, während Berlin bisher erst 16mal erfolgreich war. In Sofia bestreiten Bulgarien und die Tschechoslowakei einen Länderkampf. Viel Abwechslung bringt diesmal das Programm der Handballer, die zugunsten des WHW antreten. Die WW=Spiele haben meist lokalen Charakter, hervorzubeben bleibt das Dortmunder Treffen einer Dortmunder Kreisvorzeitig mit dem Niederschlag endeten. Einen sehr eindrucksvollen Sieg trug der frühere deutsche Meister im Halbschwergewicht Adolf Witt=Kiel über Frankreichs Titelträger Marcel Lauriot davon. Nach ausgezeichnetem Kampf bis zur 3. Runde wurde der Franzoie in der 4. Runde von einem steif geschlagenen linken Haken so genau am Kinn getroffen, daß er weit über die Zeit am Voden blieb. Der Potsdamer Pranbilski schlug den Franzosen Demetz in der 3. Runde k.o. und Sabottke=Berlin gab in der 2. Runde gegen den Kölner Kreitz auf. Im Hauptkampf des Abends hatte der Deutsche Meister Besselmann anfänglich viel Muhe mit dem routinierten Kubaner Ard Tunero. Er muße in der 5. Runde sonar kurz in die Anie. Von der 7. Runde an drehte der Deutsche stark auf. Schwere Schläge machten dem Kubaner zu schaffen der in der Runde zweimal wegen Tiefschlags verwarnt und beim dritten Male in der 10. Runde disqualifiziert werden mußte, nachdem er vorher von Besselmann mehr und mehr zermürbt worden war. Woulers bleibt Europameister Um die Europameisterschaft im Weltergewicht standen sich in Brüssel vor rund 10000 Zuschauern der belgische Titelhalter Felix Wouters und der Italiener Cleto Locatelli gegenüber. Durch besser:Finish konnte Wouters nach 15 Runden einen Punktsieg davontragen und so seinen Europatitel mit Erfolg verteidigen. Beide Boxer unterlagen unserem Gustav Eder. der seinerzeit den Europatitel am grünen Tisch verlor. Wouters wurde von dem Dortmunder in der neunten Runde k.o. geschlagen, Locatelli, der einst Europameister im Leichtgewicht war, nach Punkten besie. Man muß aber dem Belgier die Anerkennung als Europameister eigentlich noch versagen, wenn Wouters es jetzt nicht als seine Pflicht ansieht, sich unserem Gustav Eder zu einem Titelkampf zu stellen. Erst durch dieses Treffen wird der wirkliche Europameister ermittelt werden. auswahl gegen die Gaumannschaft von Westfalen. Ebenso spielen die Hockey=Spiele, für das Winterhilfowerk. In erster Linie richtet sich aber die Aufmerksamkeit der Hockeyfreunde auf den Verlauf und Ausgang des Weltausstellungsturniers in Paris. Deutschlands Nationalelf gilt dabei als heißer Favorit, nachdem sich die Teilnahme Englands zerschlagen hat und auch Holland zurückzog. Auch die Turner warten am Sonntag wieder mit einem Großkampf auf. In der Reichshauptstadt stehen sich Berlin und Munchen in einem Gerätkampf gegenüber, in dem die Münchener mit ihren Olympioniken in Front zu erwarten sind. Von den vier Landerkampfen, die unsere Amateurborer in diesem Jahre noch auszutragen haben, steigt als nächster der gegen Ungarn am kommenden Sonntan in Köln. Ungarn sind auch die Gegner der des Gaues Bayern in Furth am Samstag. In beiden Staffeln stehen Spitzenkräfte, die an den Europameisterschaften im freien Stil beteiligt waren, obwahl diesmal in der anderen Stilart gekämpft wird. Den gewohnten großen Umfang hat wieder das Programm der Rapfahrer. In der Westfalenhalle sind diesmal die Steher an der Reihe. Zwei Weltmeister. Jeff Scherens und Walte, Lohmann, Clympiasieger Toni Merkens und vier Landesmeister kampfen in der Deutschlandhalle um die Großen Preise von Berlin für Steher und Flieger. Paris veranstaltet diesmal ohne Deutsche Fliegerund Steherrennen. Schließlich bestreiten Deutschland und Oesterreich in einer zweitägigen Veranstaltung in Augsburg und München noch einen Länderkampf im Radball, der deutscherieits nicht mit den besten Mannschaften beschickt wird. Ein Länderkampf steht wiederum auch im Tennio an. Deutschlands Meisterspieler Gottfried von Cramm und Henner Henkel treten erneut den japanischen Spitzenkraften gegenüber. Nach unserem Sieg in Osaka ist auch diesmal kein ahderes Errebnis zu erwarten. Deutsche Schwimmer sind an einem internationalen Fest in Wien beteiligt. sind nn einei internaiienaien fest in Wien beleitigl. Neben den deutschen Meistern Plath und Arendt tritt auch die Wasserballsieben von Spandau 01 die Reise in die Donaustadt an. Der Pferdesport verzeichnet Galopprennen in Dortmund, Strausberg und Dresden. Die Mannschaften stehen Zum WW.Handhallspiel Westfalen— Dortmund Für das am kommenden Sonntag vormittag auf dem Dortmunder Eintracht=Platz stattfindende Handballspiel einer weitfälischen Gaumannschaft gegen eine Tortmunder Stadteif, dessen Ertrag dem WoW zufließt, stehen nunmehr beide Vertretungen fest. In der Gaumannschaft wurden die Mindener Spieler. die zur Zeit nicht in Form find, ersetzt. Halblinks in der Dortmunder Stadtelf stürmt der frühere Nationalspieler Sievert, der hier Gelegenheit hat, sein Können gegen eine erstklassige Gemnerschaft zu beweisen.— Die Mannschaften: Westfalen: Daume (Eintracht Dortmund) Kortzikowiki Pannhorft Eintr. Dortm.)(DSC Hagen) Feldmann Höpfner Salzmann beide Eintr. Dortm.)(DEC Hagen) Vogt Homberg Tofaute Menning, Berger (Holsterh.)(Sportr. Gevelsb.)(Schalke 04)(Holsterh.) Ocbens Sievert van den Berg Kiefer Wnuck (Brackel)(Eintr. Dim.)(alle drei Westf. Somborn) Schmale Kortwittenborg Rommel Weitfalia Somborn)(Bor. Dortm.) Urban Baczinski TG Tortm)(W/L Dortm.) Drefing Dortmund:(Tus Wellinghofen) Archambaud übertraf Slaats Nach mehreren vergeblichen Versuchen ist es sett noch dem französischen Rennfahrer Maurice Archambaud geglückt, den Stundenweltrekord an sich zu bringen, den vor nicht allzu langer Zeit SaateHolland mit 46,558 Klm. aufstellte. Der Franzde schaffte auf der Vizorellibahn bei Mailand bei denkbar günitigem Wetter die Stunde in 45,848 Klm., verbesserte also die alte Bestleistung um 300 Meter.— Gleichzeitig übertraf Archamband die bisherigen Rekordmarken über 85 Klm. 45:47,1, 40 Klm. mit 52:20 und 45 Klm. mit 58:58,4 Min. Schlachtviehmärkte. Bochum, 4. Nov. Auftrieb: 535 Rinder, darunter 131 Ochsen, 75 Bullen, 204 Kühe, 125 Farsen, 219 Kälber, 52 Schafe, 3206 Schweine. Gezahlt wurden für 50 Kgl Lebendgewicht in RM.: Cchien a 45, b 41, c 36 Bullen: a 43, b 39, c 34, d 27. Kuhe: a 43. b 39, c 33. d 25. Färsen: a 44, b 40, c 3. Kälber: a 63, b 57, e 48. d 38. Schweine: a b1 5150, b 2 54,50, e 53 50, d 5050, e 50,50, g 1 545, 92 5250. Marktverlauf: Rinder und zugeteilt, Kälber flott. Buchdrucker-Innung Dortmund-Bochum 81tz Bochum Cladttheater UBechun Freita gz. b. Nov. 20—24 Uhr Bormitte A 4: Drucksachen bestellt der Kaufmann und Privatmann nur in der Buchdruckerei Die lustigen Weiber von Windsor Laft» W. Edakespeare Der Zwischenhendel, der e letrter Zeit la Drucheschenprele eser amet dem selbelled ge Buchdrueter den lhm ruommenden Vordlone Samstag. 6. Nor. 20—22 Uhr Gelber Minz 2: Gastspiel der Tanzgruppe der Herstellung von Druckeschen nur in der Buchdruckerell Sonntag. 7. Noo. 20—22 90 Uhr Blauer Ring 2: Jan und die 1 196 Buchdruckerelen Im Innungabezirk brauchen Auftrêge! Die Zeitungs ge in in allen Hällen die gerianete Vermittlerin! Fördere dein Heimatblatt! Damen- und Herren-Jrisiersalons Schönhettopllege Colletenarubel Spes. Dauerwellen. Zarben Blondieren. Dasseiwellen Mallasen Darsomerie Altons Bunse n Arenpriarenetrene Bader seallee 20 Perkhete! I 4 Das Ech seiner gegenwa schweren Verbi fassen. Auch 1 veer größtentei auf der Anklag ben sich versun eine Frau Ern unter der schn maßigen Abtrei Tötung, eine E wegen Beihilse, und Hildegard falls wegen Be hat seit dem Anein das gegen tum gerichtete v. die Feststellunge lichkeit geführte hatte die Frau lauf. Wenn im Rede war von so kann man mi sein, daß die langen Spanne hit ein sunges kagten geführt einen Einariff v. nisvollen Schrit ärztlichen Festste jeden Zweifel de hr seitens de handlung eingetr Fällen haben falls Eingriffe v und Tod geschm und Arztbehandl diese Frauen am Anklage stehende die Vermittlerin geben, während Frauen die Frau Mit dem Schla dem Schlachtbof der auf der Dor rige Metzgergehil er ins Krank Hohes Nottsche beute 79 ortlichen Ze beute liest e Fünf Kinde gratulieren anschließen. Umbauarbeiten pannibal augenblic neymen. Das Toi Straße vom neuen entbehrungen der bemeinschaft ist die Krönung a angelegt, trolle an ebenialle Die Mau ebenfalls abgesperri zur Geltn Der Moto Gelsenkirchene Straße befuhr die Benzinzuf in Flammen. den Brand Meparaturmer Mit dem Motor m Mofor fahren. Mittwochal Gegenun war in Ge den letzten ch einzelne immer grof nungenn Wohnungef augenblicklig lich daher, d einat. zusehender wum-Gertt vorhaben 1 Gemeinnü ecole durch schlossen. halb der 6 Hiltrope zur Straße Plan . De Ban Gegen das keimende Leben 4 Jahre Zuchthaus 1x Das Schwurgericht in Bochum hatte sich in einer gegenwärtigen Tagung vereits mehrsach mit cheren Verbrechen im Sinne des# 218 zu pejassen. Auch in der Donnerstagssitzung mußten veer größtenteils noch junge Frauen Play nehmen auf der Anklagebant, die gegen das teimende Leven sich verfündigt hatten. Die Hauptangeklagte, eine Frau Erna Thiel von Wattenscheio stand unter der schweren Beschuldigung der gewerdo= mäßigen Abtreibung in Lateinheit mit fahrlassiger Tötung, eine Ehefrau Flora K. von Gelsenkirchen wegen Beihilse, zwei weitere Frauen Frieda Me. und Hildegard Gr., beide aus Gelsenkirchen, ebenfalls wegen Bethilfe. Die Hauptangeklagte Th. hat seit dem Jahre 1929 bis in das Jahr 1937 hinein das gegen Voltsgesundheit und Volkowachstum gerichtete verderhliche Gewerbe betrieben. Wie die Feststellungen der unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführten Verhandlung erkennen ließen, batte die Frau in den Jahren einen großen Zulauf. Wenn im Lause der Verhandlung mal die Rede war von 20 Fällen, die sie durchgeführt hat, so kann man mit dem Staaatsnwalt der Meinung sein, daß die Zahl der Fälle weit höher in der langen Spanne Zeit liegen. In einem der Fälle hit ein sunges Frauenleben, das zu dieser Ange= bagten geführt worden ist, und bei der diese auch einen Eingriff vorgenommen hat, diesen verhängnisvollen Schritt mit dem Leben bezahlt. Die ärztlichen Feststellungen gehen dahin, daß ohne jeden Zweifel der Tod nach einigen Tagen durch die iyr seitens der Angeklagten widerfahrene Behandlung eingetreten ist. Auch in zwei weiteren Fällen haben Frauen, bei denen die Th. gleichfalls Eingriffe vorgenommen hat, zwischen Leben und Tod geschwebt. Fachgemäße Krankenhausund Arztbehandlung, die sofort einsetzten, haben diese Frauen am Leben erhalten. In einigen zur Anklage stehenden Fällen hat die Angeklagte Ki. die Vermittlerin für die Hauptangeklagte abgegeben, während die beiden übrigen angeklagten Frauen die Frau Th. zwecks Vornahme eines Einfür die Hauptangeklagte. griffes aufgesucht haben. Die Angeklagten waren durchweg geständig, auch die Hauptangeklagte, gegen die ohnehin durch die Ermittelungen der Kriminalpolizei ein schwerwiegendes Belastungsmaterial herbeigeschafft worden war. Der Staatsnwalt wandte sich scharf gegen dat volkeschädliche andeln der Hauptangeklagten Th. das zur ühne und zur Abschreckung eine empfindliche Strafe erheische. So beantragte er gegen die Th. vier Jahre Zuchthaus und Ehrverlust, gegen die Mitangeklagten Strafen von mehreren Monaten Gefängnis. Nach langerer Beratung verurteilte Schwurgericht die Angeklagte Thiel zu der beantiagten Strafe von 6 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust, die Angeklagte M. wegen Beihilfe zu 3 Monaten Gefängnis, die Gr. zu Monaten Gefängnis und die Angeklagte Frau Ki. wegen Beihilfe zu 3 Monaten Gefängnis. Den„Anonymen" ins Stammbuch tt Die Gerichte haben in letzter Zeit solche Per= sonen, die in anonym gehaltenen Schreiben an Behörden Mitmenschen zu Unrecht irgendwelcher Straftaten bezichtigen, mit empfindlichen Strafen belegt. Das hiesige Schöffengericht hatte sich nun mit einem Falle beschäftigt, in welchem eine Frau dem Anonymus bei Abfassung eines häßlichen Schreibens Beihilfe geleistet hatte. Der Staatsanwalt brachte eine Freiheitsstrafe in Antrag. Das Gericht sah noch einmal mit Rücksicht auf das bisher straflose Vorleben der betreifenden Frau von einer Freiheitsstrafe ab, war aber der berechtigten Ansicht, daß als Sühne für ein so freventliches Vergehen gegen einen Volksgenossen die zu erlassende Geldstrafe schon zur Abschreckung empfindlich ausfallen müsse. So wurde die Beihelferin zu 150 RM. Geldstrafe verurteilt und in die Kosten des Verfahrens genommen und an den Armen. Die Verletzten wurden dem Augustakrankenhaus zugeführt. 100 neue Mitglieder für den VDA. In Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe der N3DAP. veranstaltete der Volksbund für das Deutschtum in Ausland bei Grollmann einen Vortragsabend, für den der Sudetendeutsche Redner Schricker gewonnen war. Der Leiter der Ortsgruppe, Studienrat Dr. Weßling, begrüßte unter den zahlreichen Erschienen besonders den Ortsgruppenleiter Brücher. Im Anschluß an das aufschlußreiche Referat, das Leiden und Entbehrungen der Sudetendeutschen eindringlich schilderte, wurde eine Werbung für den VDA veranstaltet, bei der es rund 100 Neuaufnahmen gab. Abschließend besprach Dr. Weßling Aufgaben und Arbeit des VDA. Bochum-Weilmar Ortswaltersitzung der TAF. Sonntag, 7. vember 1937, findet um 1030 Uhr im Lokal August Jäger. Bochum=Weitmar, Hattinger Straße 330, für alle DAF.=Walter und=Warte eine waltersitzung und Schulung statt. Das Erscheinen sämtlicher Walter und Warte ist Pflicht. Bochum-Linden-Dahlhausen Altersjubilarinnen. Heute begeht die Witwe Wilhelmine Koch, Spritzenstraße 10, ihren 87. Geburtstag.— Am gleichen Tage feiert Frau Witwe Helene Borgmann geb. Pauly, Hattingerstraße 825 wohnhaft, ihren 73. Geburtstag. 75 Jahre alt. Am morgigen Tage kann der Invalide Heinr. Meyer seinen 75. Geburtstag feiern. Mit 21 Jahren kam er nach Linden, wo er in den hiesigen Bergwerken Arbeit fand Nach seiner Pensionierung fand er Aufnahme im St.Josef Hospital. Bereits zwei Jahrzehnte weilt er lo Reicislollerie ) nun schon hier und ist in Wahrheit das Faktotum des Hauses geworden Ueberall sieht man ihn frühen Morgen bis zum späten Abend schalten und walten. Wir wünschen dem Geburtstagskinde einen sonnigen Lebensabend.(f) ios uuseren Verbreitungsgebiet Groß Bochum meldet. Bochum-Hamme Mit dem Schlachtmesser verletzte sich gestern auf dem Schlachthof beim Zerlegen eines Schweines der auf der Dorstener Straße wohnende 18jährige Metzgergehilfe Leo L. am Oberschenkel so, daß er ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Bochum-Hordel Hohes Alter. Der Reichsinvalide Jakob Nottscheid, Sechs=Brüder=Straße 65, wird eute 79 Jahre alt. Als Bergmann war er auf ortlichen Zechen mehrere Jahrzehnte tätig. Noch beute liest er mit regem Interesse seine Zeitung. unf Kinder mit 6 Enkeln und einem Urenkel gratulieren zum Geburtstag, denen auch wir uns anschließen.(th.) Bochum-Hofstede Umbauarbeiten laßt die Verwaltung der Hannibal augenblicklich am Zecheneingangstor vornehmen. Das Tor wird vorverlegt. Rechts der Straße vom neuen Tor an wird ein Grünstreifen luehrongen ne die disten der bemeinschaft zu tragen, doo ist die Krönung allen Opfeesinne. angelegt, der im Halbkreis vor der Markenkontrolle ausläuft. Die unfreundliche Mauer wird ebenfalls durch eine neue Einzäunung ersetzt. Mauer entlang der Dorstener Straße wird ebenfalls niedergelegt, dadurch kommt die bisher abgesperrte Fläche mit ihrem Baumbestand mehr zur Geltung Bochum-Grumme Der Motor brannte. Als ein Wagen einer Helsenkirchener Firma die ansteigende Grummer Straße befuhr, stand der Motor, vermutlich weil dle Benzinzufuhr defekt geworden war. plötzlich in Flammen. Es gelang verhältnismäßig schnell, den Brand zu löschen. Der Wagen mußte in eine Deparaturwerkstatt gefahren werden. Bochum-Harpen Mit dem Motorrad gegen den Bordstein gefahren. Mittwochabend befuhren zwei Motorradfahrer aus Dortmund den Harpener Hellweg. Infolge des dichten Nebels streifte der Fahrer des Rades den Bürgersteig. Fahrer und Beifahrerin wurden auf die Straße geschleudert und erlitten erhebliche Verletzungen, die Frau u. a. Schädelverletzungen und eine Gehirnerschütterung. Beide mußten ins Krankenhaus gebracht werden, das Rad wurde abgeschleppt. Bochum-Laer In der Versammlung der Ortsgruppe Laer der bei Zeiger wurden eine Reihe von Parteianwärtern durch Ortsgruppenleiter Büscher verpflichtet. Ortegruppenschulungsleiter van Wikkern hielt einen Vortrag. Heute nachmittag besuchen die Politischen Leiter die Ausstellung „Kampf dem Krebs“ in der Bürgergesellschaft.— Der nächste Filmabend der Filmstelle ist kommenden Montag. Gezeigt wird der reizende Lustspielfilm„Allotria“. Bochum-Langendreer Schulfußball. Durch einen ministeriellen Erlaß ist den Schulen die Pflege des Fußballs besonders aus Herz gelegt worden. Um diese für die körperliche Ertüchtigung der Jugend wichtige Sportart angelegentlich zu fördern, werden auch in Bochum ur Zeit Spiele um die Meisterschaft im Schulußball ausgetragen. Genau wie bei den Großen sind die Schulen in verschiedene Gruppen eingeteilt, die gegeneinander spielend den besten ermitteln, der wieder gegen den Sieger in der anderen Gruppe antritt, bis endlich der Meister feststeht. Zur 6. Gruppe gehören neben den beiden Altenbochumer Schulen an der Wittener= und Wasserstraße die Schulen Kaiserstraße 170 und 83, Oberstraße(Langendreer) und die Schulen an der Kreyenfeldstraße und der von=Waldthausen=Straße in Werne. In den bisherigen Spielen gab es folgende Ergebnisse: Oberstr.— Kaiserstr. 170 1:2, Kaiserstr.— Kreyenfeldstr. 1:1, Wittenerstraße— Wasserstr. 12:0, Kreyenfeldstr.— Kaiserstr. 170 5:0, Wittenerstr.— Kaiserstr. 83 1:1, Kreyenfeldstr.— von=Waldthausen=Str. 2:3. Oberstr.— von=Waldthausen=Straße 2:0. Motorradfahrer fuhr auf die Verkehreinsel. Am Mittwoch gegen 18.20 Uhr fuhr ein Motorrad auf der Dortmunderstraße in Höhe der GottfriedKeller=Straße auf die Verkehrsinsel auf. Der Fahrer kam zu Fall und erlitt Schnittwunden am rechten Knie. Die Soziusfahrerin erlitt bei dem Sturz Quetschungen am Oberschenkel, an der Brust Bauvorhaben 34 Eigenheime werden in Bochum=Gerthe errichtet Gegenüber den anderen Bochumer Ortsteilen war in Gerthe und Hiltrop die Bautätigkeit in letzten 10 Jahren stark zuruckgeblieben. Lediglich einzelne Privathauser wurden errichtet, die den immer großer werdenden Mangel an Kleinwohnungen nicht beheben konnten. Die Zahl der Wohnungssuchenden in Gerthe und Hiltrop wird nugenblicklich mit rund 500 veranschlagt, Verständlich daher, daß man in Gerthe=Hiltrop jedem Baureinat. an besonderes Interesse entgegench Ueberwindung großer und nicht vorauszusehender Schwierigkeiten ist nunmehr in Bosum-Gerthe„Am Hillerberg" ein größeres Bauaben vorbereitet worden, dessen Trägerin die Bemeinnützige Baugenossenschaft Sippe und Scholle“ eGmbH. in Bochum ist. Das Bangelände sae durch eine neu anzulegende Straße aufgeDiese beginnt etwa 50 Meter untero der Einmündung der Karl=Ernst=Straße in Hiltroper Landwehr und führt in einer Kurve Straße Am Hillerberg". Das Bauvorhaben en Planer und Leiter Architekt L Behrens onmant insgesamt 34 Eigenheime; in der MehrLoppelhäuser mit Kleintierstall und Eineinige Einfamilienhäuser. die Bauplätze sind bereits sämtlich an die ein zelnen Bauanwärter der Baugenossenschaft vergeben. Alle Anwärter sind Mitglieder der Ortsgruppe Gerthe=Hiltrop des Deutschen Siedlerbun. des eV., Gaugruppe Westfalen=Sud. Die Bauten enthalten durchweg dreiräumige Wohnungen von ausreichender Große mit Badegelegenheit und sonstigem Zubehör. Schutzräume für den Luftschutz werden ebenfalls eingerichtet. Die einfache, ansprechende äußere Gestaltung der Bauten bei Vermeidung allen überflüssigen Beiwerks in Verbindung mit den nur durch einen Randstein von der Straße abgetrennten grünen Vorgärten werden ein gutes Gesamtbild abgeben und den Ortsteil Gertbe um eine schöne und ruhige Wohnstraße bereichern Mit den Ausschachtungsarbeiten wird voraussichtlich schon in der kommenden Woche begonnen werden. Seit einiger Zeit ist man schon mit dem Anfahren von Ziegelsteinen beschäftigt. 140000 gebrauchte Steine wurden von dem Abbruch des alten Bochumer Schlachthofes erworben, die hier einem neuen Zwecke dienlich werden. Damit ist der Bedarf an Ziegelsteinen nur zu einem Bruchteil gedeckt, da für diese Siedlung rund 2 Millionen Ziegelsteine benötigt werden. Das gesamte Bauprojekt ist mit 420000 R M.veranschlagt worden. (va.) herne Im Keller erhängt. Donnerstag wurde in den frühen Morgenstunden auf der Shamrockstraße eine Ehefrau im Keller ihrer Wohnung erbängt aufgefunden. Wanne-Eickel NSG. 75 neue Häuser sollen in Wanne=Eickel gebaut werden. Die an der Östgrenze in WanneEickel liegende Holsterhauser Bergmannssiedlung soll durch die Errichtung von 75 neuen Wohnhäusern vergrößert werden. Mit den ersten Arbeiten wird bereits in den nächsten Tagen begonnen. Seit Montag vermißt. Vermißt wird seit Montag der Bäckergeselle Josef Göbel, geb 14.2.1920 zu Röhlinghausen, zuletzt in Wanne=Eickel, Hordelerstraße 80, wohnhaft gewesen. Göbel, der bei einer hiesigen Brotfabrik in Arbeit stand, hatte am genannten Tage seine Eltern in Dortmund=Mengede besucht. Er ist gegen 10,45 Uhr mit dem Zuge von dort abgefahren und hier bei seinem Arbeitgeber aber nicht eingetroffen. Beschreibung: 1,65 bis 1.70 m groß, mager, dunkelblondes, rechtsgescheiteltes Haar. bartlos, grau=braune Augen, vollständige Zähne. Bekleidung: Ohne Paletot, blaue Schirmmütze, Rock: Pfeffer und Salz, schwarze Strümpfe und schwarze Halbschube. Trägt eine braune Aktentasche und führt ein Fahrrad bei sich. Gelsenkirchen Die Ghefrau durch Messerstiche schwer verletzt. Im Verlaufe einer Auseinandersetzung wurde in der Lazarettstraße im Stadtteil Ueckendorf eine Frau von ihrem geschiedenen Mann durch Messerstiche schwer verletzt. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Es besteht zur Zeit keine Lebensgefahr. Essen Die eigene Scheune in Brand gesteckt. Im September 6. J. brannte die mit reichen Erntevorräten gefüllte Scheune des Landwirts Bremer in E=Heidhausen bis auf die Umfassungsmauern nieder. Im Verlauf der Untersuchung wurde als mutmaßlicher Brandstifter der 34 Jahre alte bannes Bremer festgenommen, der in die Enge getrieben, bald ein umfassendes Geständnis ablegte. Nunmehr batte sich Bremer vor der Essener Großen Strafkammer zu verantworten. Der Angeklagte gab an, daß die vielen laufenden Verbindlichkeiten ihn in seiner Kopflosigkeit vor die Wahl gestellt habe, in absehbarer Zeit den Hof verlassen zu müssen oder durch ein betrügerisches Handeln die Versicherungssumme in seinen Besitz zu bringen. Schließlich habe er den Plan gefaßt, die eigene Scheune mit den Erntevorräten und dem Maschinenpark durch Brandstiftung zu vernichten. Am 27. September ging er zu der Scheune, warf ein brennendes Streichholz in die Kornvorräte, wartete ab. bis das Feuer gezündet hatte und lief dann zu seiner Hühnerfarm. um für ein späteres Alihi zu sorgen. Während der Knecht Feuerwehr und Polizei benachrichtigte, gab sich Bremer daran, einzelne Maschinen zu bergen. Später lenkte er die Polizei noch auf eine falsche Spur, indem er als mutmaßlichen Brandstifter einen Mann beschrieb, der kurze Zeit vorher auf dem Hofe nach einem Strohkauf vorgesprochen batte. Das Gericht billigte dem Angeklagten, wenn auch mit schweren Bedenken, mildernde Umstände zu und verurteilte ihn wegen einfacher Brandstiftung zu zwei Jahren Gefängnis, eine Strafe, die der Angeklagte sofort annahm. RUNDFUNR Freitag, 5. November 900; Morgenlleb— wetterdericht Ar den Bauer. 6 10: Leibesübungen. 6 20: Frühkonzert. Kapelle der Schutzpolizel; Leitung: Musikdirektor Ernst Stieberitz. 7.00; Nachrichten; anschließenb: Moraeniteo— Morgenrnf. 800: Metter. Wasserstand— Kalenderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 8.2: Froher Klang zur Arbeitspanse. Es spiel“ das Unterhaltungs-Funkorchester. Leitung: Frant Mitwirkend: Die Münchener Funk. chrammeln. 9m. Alte Möbel werden aufgearbeitet 92: Nachrichten. 10 00: Rom Kaufmannsstikt zum Archäologer Ein Lebensbild Heinrich Schliemanns. von Frit Totke. 10.00: Ein Jahr deutscher Antoflege. Bei der Rennabteilung einer dentschen Weltfirma. 102: Senbenanfe #6: Beuer. merk auf. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Köln (in Verbindung mit der Delg.). 18.00: Nachrichten— Glückwünsche 16.16: Mittagskonzert. Es spiolt das Kleine Funkorchester des Reichssenders Saardrucken unter Leitung von Eömund Kasper. 1. Ballett in Weiß kleiner Ballett=Walzer(H. Löhrj. 2. Schatten spiele, Fox=Intermezzo(W. Schutze). 8. Tessiner Serenade(H. Pero). 4. Mein Herz hat dich soviel zu fragen, Walzer(Boerge=Friis). 6. Blumen und Sterne, Lied(R. Eismar). 6. Bayerische Polka(G. Lohmann). 7. Tollpatsch(R. GebJ. Armandolal. 9 Jungtürken, Intermezgo(H. Lebiner). 10. Render vous der Puppen(R. Gebbardt). M. Per alpera 20 astra, Marsch(E. Urbach). 14.00: Nachrichten. 14.16: Mustkalische Kurweil 16.00: 16.66: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Musik am Nachmittag. 00 Unterhaltungdorchester des Deutschlandse tung: Otto Dobrindt. 17.00: Bandjahr auf 17.20 Konzertsn Stadelmann(2 mel(Klavier); Augu Zimmermann(Klarin Eabert Grave(Klavier sotelt danders, Leiahrt. rende: Prosessor ing: Erich Num —(Bioline); Frie vetl Scheidt(Gagott) (apie werte von puowig van Beethoven. 1. Rondo G=Dur und Polonäse C-Dar dagotz. 4. Sleder. k. Conne cemoll fur 16.90: Was bringt der Buchmarkt im Herbst und 10.00: Nachrichten 19.10: Unterhaltungskongert. E spielt k0 Kölner Rundfunkorchester unter Feirung von Eyfoldt und das Musikkorps des Infanterie=Regiments 77 unter Leitung von Musikmeister Otto Schwägerl. 1. Das Zauberschloß, Ouvertüre(J. W. Rust). 2. a) Salve Imperator, Marsch(J. Fuctk); b) Deutscher Schneid', Marsch(P. Möller). 8. Walzer aus der Operette„Die Tanzgräfin“ M. Stolg). 4. Marionetten um Mitternacht(K. Noack). 5. Melodien aus der Operette„Die Hochzeitsreise“ (E. Plessow). 6. al Das Regiment ruft, Marsch Königshofer); bi Der Blomberger, Marsch(E. Schumann). 7. al Neapolitanisches Ständchen(G. Winkler); b) Kleiner Walzer aus dem Bailett „Vierrots Geburtstag“(Monti). 8. Konzertstück über das Lied„Alle Tage ist kein Sonntag“(Lindsay=Theimer). 9. Melodien aus der Operette„Die Frau im Spiegel“(W. Meisel). M. Sektgeister, Walzer(E. Urbach). 11. a) Humoreske b) Marionette(W. Czernik). 12. a) Von Tettan, Marsch(O. Schwägerl); b) Die Freundschaftsflagge, Marsch(F. v. Blon). 18. Wir bitten um Gehör, Melodienfolge(W. Borchert). 14. HacketönerMarsch(Beez). 91.00: Zehn Minnten 31.10: Opernkongert. Daß Kölner Rundfunkorchester und der Rundlunkchor, Leitung: Jole Breuer. Solisten: Karl Friedrich(Tenor); Rudolf Frese(Bariton); an der Orgel: Hans Hilgers. 1. Einzug der Gäste auf der Wartburg, aus„Tanndäuser"(R. Wagner). 2. Arie des Montfort ans „Die slatliantsche Beiper“(G. Berdi). 8. Borspiel, Sizillana und Eingangschor aus„Cavalleria rusticana“(P. Mascagni). 4. Intermezzo aus„Cavalleria rusticana“(P. Mascagnil. b. Arie aus„Die Perlenfischer“(G. Biget). 6. Prolog aus„Der Ba= sazzo“(R. Leoncavallo). 7. Duett:„O Geliebte, nie kehrst du wieder“, aus„Die Bohéme“(G. Puecint). 8. Tarantella aus„Die Stumme von Portict"(G. Auber 22.00: Nachrichten— Sportvorschan. 7.2094 00: Zur Unterhaltung und TanSamstag, 6. November 6.00: Morgenlied— Wetterdericht für den Bauer. 6.10: Leibesübungen 6.2: Frühkonzert. Das Kleine Orchester des Reichssenders Berlin; Leitung: Willy Steiner. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Morgenruf. 8.00: Wetter, Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8 20: Moraenmusik. Es spielt das Kleine Hunkorchester des Reichsenders Saarbrücken unter Peitung von Edmund Kasper. 9.20: Kleine Musik auf der Laute. Solistin: Marga Bauml 9.46. Nachrichten 100 Theodor Körner. Ein Hörspiel von lalter Heue= Der springende Punkt selgasteig. Ich bin immer ganz verheult, wenn k zu den Aufnahmen gerufen werde. Aber das paßt denn ja zu meiner Regine.“ Bei den vielen Büchern, die sie durchstöbert. handelt es sich um neue Rollen. Und bei der „Regine“ um die große Aufgabe, deren letzte Szeten sie gerade in dem wundervollen Waldgelände von Geiselgasteig bei München zu durchleben hat. Wie ein verwildertes ostpreußisches Bauernmädel, nnen Wollschal über die Brust gekreuzt, im kursen braunen Rock, sitzt sie da. Ihr dunkles Haar reicht in natürlichen Locken tief über die Schultern. So und nicht anders müßte das zum Porträt gevordene wilde Kind aus Hermann Sudermanns Katzensteg“ einem Maler eingefallen sein, wie Grigitte Horney mit geringen Veränderungen der Maske, mit knappen Mitteln des Kostüms zur Regine wurde. Diese Rolle ist ihrer Laufbahn entgegengewachen und sie ist dafür reif geworden, sie hat sich seit anger Zeit darauf gefreut, obwohl rein äußerlich nanche ihrer Rollen diesen Typ der naturhaften Frau, die zwischen Leidenschaft und Scham die chweren Erlebnisse ihrer Liebe bezwingt, schon vorweggenommen oder angedeutet hatte, wie z. B. hre große Leistung in„Stadt Anatol“. Seit beinz Hilpert sie als jungen Vamp mit der unvergeßlichen Ballade„So oder so ist das Leben“ derausstellte, hat man ihre unverfälschte und unverfälschbare Art immer wieder für die gleichen Bravourstücke an Frauen=Typen verwandt. Ein Wunder, daß sie niemals eintönig wurde, ein Beveis ihrer inneren Kraft. Sudermanns Regine st die Zusammenfassung, der Höhepunkt dieser taturhaften, ursprünglichen Menschenart.„Zu vielen habe ich da eigentlich nicht viel, die starke Dramatik der Sudermannschen Handlung, die Hans H. Zerlett als Autor und Fritz Peter Buch als Regisseur, was meiner Rolle angeht, unverindert übernommen haben, verläuft so elementar, so zwingend, daß man als Darsteller einfach nur da zu sein braucht. Es ist im Buch alles echt, das a auch heute noch zu den klassischen Seiten deutcher Prosa gehört. Und weil das Ur=Erlebnis dieser Regine, wie Sudermann es erfand, so blutcht ist, kann man als Darsteller den Ton überzaupt nicht verfehlen. Man kann hier buchstäblich richt eine Sekunde lang aus der Rolle fallen, wenn nan für die gequälte und doch so gläubige Kreaur des verlorenen Menschen als Darstellerin getignet ist.“ Allzu bescheiden ist diese Auffassung Brigitte Borneys ohne Frage. Wir wissen, daß meist nichts chwieriger filmisch darzustellen ist, als das Einachste, nichts einer inneren Kunsthaltung mehr bedarf, als die Natur, wenn man sie durch die vielen technischen Mittel des Films überwältigend und klar darstellen will. Denn gerade eine RegineFigur, verfallen dem Herrn, hörig in ihrer Liebe, infahig, sich menschliches Recht auf geradem Wege zu holen, kann leicht kitschig, unglaubhaft, übertrieben ja lacherlich wirken. Der deutsche Film kann sich glücklich schatzen ein Naturtalent wie Brigitte Horney in seinen Reihen zu wissen, das in Jahr zu Jahr zu großerer Selbstkontrolle In Sudermanns„Katzenste. Brigitte Horney als Regine „Man braucht als Darsteller einfach nur da zu sein Brigette Horney wartet in ihrer Garderobe. Aber das Warten wird ihr nicht lang. Riesige Stapel von Romanen und Film=Manuskripten liegen auf ihrem Schminktisch. Sie lacht dem Besucher entgegen:„In meinem Leben habe ich och nie so viel Romane gelesen wie hier in Geiauch über alle technischen Mittel gelangte, ohne dabei die Unbewußtheit der Jugend zu verlieren. Jetzt hat der Aufnahmeleiter ne telephonisch aufgefordert, ins Gelände zu kommen. Schnell ist sie aufgesprungen. Kein Gedanke daran, daß dies Brigitte Horncy sein konnte, wie sie zum Beispiel als große Dame des englischen Films in ihren beiden letzten englischen Rollen erschien und auf „sweet“ und mondän zahllose Titelblätter der Welt=Magazine bedeckte. Barfuß springt sie eilig über die Holztreppen des Atelierhauses ins Freie. Sie hat etwa dreihunderf Meter zu laufen an diesem Abend, bis sie zu den Filmbauten kommt, die zwischen den Waldungen von Geiselgasteig errichtet sind. Und noch vor der Aufnahme hat sie die Suggestion ihrer Rolle befallen. Ja, so läuft auch Regine, wie sie durch das hohe Sommergras davoneilt, ein wenig geduckt, verhetzt, in Furcht vor den Schrandener Bauern, die Steine binter ihr her werfen, weil sie den alten Grafen, der die Franzosen über den Katzensteg geführt hat, und den der Haß der Bauern totete, in einem ehrlichen Grabe bestatten will. Jetzt steht sie vor den Sensen und Dreschflegeln erregter Bauerngruppen, zwischen den Häusern von Schranden. Die Kamera fährt hinter ihr her, als sie die Stufen zum„Schwarzen Adler“ hinaufeilt, denn drinnen ist ein wichtiges Verhör des jungen Grafen(Hannes Stelzer), dem man auch ans Leben will. Immer ist diese Regine bereit, andere zu verteidigen, ohne sich selbst verteidigen zu können. Die Tragik, ein Opfer mit Freuden zu sein, leuchtet aus ihren Augen. Es ist nicht die Atmosphäre des Filmateliers, die um diese Aufnahmen liegt— nicht zum wenigsten trägt Regine dazu bei, daß das Schauspiel um Blut und Ehre, wie Sudermann es schrieb, im Film ein Bild unmittelbaren Erlebens und Lebens wird. Von Pale, einer der großten Universitaten Amerikas, soll ein Fußvallkampf für Wohltätigkeitszwecke ausgetragen werden. Man beabsichtigt, einen würdigen Gegner aufzufordern und einigt sich auf die große Universität in Teras. Irrtümlicherweise ergeht die Einladung aber an eine kleine Landuniversität in Texas, wo diese Ehrung natürlich mit größter Begeisterung aufgenommen wird. Als man in Pale den Fehler entdeckt, ist wan verzweifelt aber man weiß nicht, wie man die Einladung rückgängig machen kann da vereits alle lungen verständigt worden sind.— In der kleinen Landuniversität ist Fußball nicht gerade eine Stärke, aber man hat eine der besten Basketballmannschaften des Südwestens. Stug Winter und seine Frau Bessie werden die Mannschaft Mater: Terra=Film Paul Henckels in dem Delta=Film der Terra „Drei tolle Tage“ trainieren. Bessie hat die Idee, die Fußballmannschaft nach der Basketballtaktik zu trainieren, und dieser Versuch haf unerhörte Erfolge. Besonders Biff Bentley ist ein großer Star der neuen Mannschaft. Bei einer Feier, auf der Bessie des Guten etwas zuviel tut, fallt durch ihr Verschulden Biff so unglücklich hin, daß er sich das Bein bricht. Ueberall wird ein Ersatzmann für die Mannschaft gesucht, denn davon hängt der Erfolg des Kampfes ab. Slug entdeckt auf einer Ueberlandfahrt einen jungen Farmer, der barfuß auf dem Feld arbeitet und über weite Entfernungen die Melonen sicher in ein Netz wirft. Schnell entschlossen nimmt er den Farmer, Amos Dodd, und dessen Schwester mit, und zuhause wird der Ersatzmann in die Fußballmannschaft eingereiht. Seine Kunst, den Ball so sicher und weit zu werfen, hängt aver zum Teil davon ab, daß er barfuß spiel., und das ist während des Wettkampfes natürlich nicht möglich. Der große Tag des Kampfes gegen Pale kommt. Amos wirft gleich zu Beginn des Kampfes den Ball wie eine Kugel über das ganze Feld, und bald ist Texas in Führung. Da bricht ein Schneesturm aus. Die Terasspieler können sich kaum auf den Beinen halten, und Yale holt Punkt auf Punkt auf. Es sieht aus als ob nichts mehr die kleine Universität retten kann. Da kommt Bessie für die rettende Idee. Sie schickt Amos eine Nachricht, er solle seine Schuhe ausziehen.. Und jetzt hat Amos seine alte Kunst wiedergefunden. Ungehindert bringt er den Sieg für Teras nach Hause. Kurze Filmnotizen Für den Majestic=Film der Tobis(Herstellungs= gruppe Ludwig=Behrends)„Mit versiegelter Order“, dessen Aufnahmen am Mittwoch unter der Spielleitung Karl Anions beginnen, wurden für tragende Rollen weiter verpflichtet: Rudolf Schündler. Georg H. Schnell, Hans Richter. Ernst Leudesdorf und Kurt Lucas Georg Jacoby inszeniert nach einem Trebbuch von Hans Leip und Werner Eplinius den Iia= Tonfilm„Gasparone“ dessen Musik Peter Kreuder nach Melodien von Carl Millocker komponiert. Konstantin Irmen=Tichet steht an der Kamera. Te Bauten stellt Erich Kettelbut Es spæelen: Johannes Oeesters, Marika Rokk. Edith Schollwer, Oskar S ma. Leo Slezak, Hemnz Schorlemmer, Ernst Behmer und Rudolf Platte. Nachtklub=Star am Broadwan Hilde Seipp in einer Hauptrolle des Minerva=Films der Tobis „Heimweh", in dem sie die Anfuhrerin von Gangstern spielt, die dem Steuermann Chrisloph Deleilis zum Verhangnis wird Fritz Klotssch, der neue Produktionsleiter der Bavaria Eine traurige Erinnerngn Von allen Bauten der Athener Akropolis ist das Parthenon der schönste und berühmteste geworden, weil er die Verwirklichung des griechischen Tempelideals darstellt. Dieser wundervolle Säulenhau wurde in den Jahren 448 bis 38 v. Chr. unter der Staatsleitung des Perikles errichtet. Wir kennen auch die Namen der Baumeister, Iktinos und Kallikrates. Die Oberaufsicht führte Phidias, der auch als Schöpfer der Giebelgruppen und Skulpturen anzusehen ist. Ueber 2000 Jahre stand das Parthenon in unveränderter Schönheit auf der Akropolis über Athen. Ursprünglich war es der Schutzgöttin der Athener, der fungfräulichen Athene, geweiht.(Athena Parthenos.) Das berühmte Standbild der Athene von Phidias bildete seinen schönsten Schmuck. So oft auch Athen in fremde Hände fiel, stets achteten die Eroberer das erhabene Kunstwerk und ließen es unangetaltet. Nach dem Verfall des alten heidnischen Kultus und dem Vordringen des Christentums, wurde schließlich das Parthenon zu einer christlichen Kirche umgetasteltet. Die Jungleau Maria murde nunmehr die Beschützerin des Parthenons, das einige Jahre später sogat einen Turm erhielt, weil nach damaliger Ansicht eine christliche Kirche ohne Turm undenkhar mar. Nach der Eroberung Athens durch die Türhen 1456 tmt ein Minarett an die Stelle des Turme, und das Parthenon wurde nunmehr zur Moschee. Die nächsten Jahrhunderte unter der Türkenherrschaft ließen Athen kast völlig verkommen. Auch Handel und Schiffahrt gingen zurück. Die einzigen, die außerdem auch aus politischen Gründen Athen im Auge behielten, waren die Venezianer, die die günstige Gelegenheit abwarteten, um das alte Griechenland ihrem Besitz im Mittelmeer einzuverleiben. Jn der zweiten Hälfte der achtziger Jahte des 17. Jahrhunderto war der erwünschte Augenblich gekommen. Die Türben waren 1683 vor Wien geschlagen und zum Rüchzug gezwungen wor= den. Ihr Reich krachte in allen Fugen, da sich überall die unterdrüchten Völker erhoben. Auch die Venezianer nahmen den günftigen Zeitpunkt wahr und schichsen ein Heer von 10 000 Mann ohne Kriegserklärung 1685 nach dem Pellopones. Am 9. August 1687 eroberten sie Korinth, am 21. September erschen die venezianische Flotte vor Athen. Von der Landleite rüchten die Eroberer Korintho heran, so daß Athen völlig eingeschlossen war. Die türkischen Verteidiger zogen sich auf die Akropolis zurück, wo sie sich mpfer wehrten. Das Parthenon diente ihnen als Pulver= und Munitionsmagazin. Da brachte am 26. September ein Zufallstreffer das Pulver zur Erplosion. Zweitausendeinhundert Jahre hatte das Parthenon allen Stürmen getrotzt, min sank es in Trümmer. Zrat blieb noch eine Reibe der Säulen= und Giebelwände stehen, aber die Ruinen waren eine ständige Intlage gegen den Krieg, der auch die größten Kunstwerke sinnlos vernichtet. Lord Thomas Elgin ammelte 1799 bis 1803 die Skulpturen, die 1816 n das britische Museum angehauft wurden. Seit 1929 richtet der Architekt Ballanos die Säulen und Wände der Nordfront wieder auf. NSG. Cornelius Preis an einen Südwestfalen. In Düsseldorf wurde der Cornelius=Preis für das Jahr 1937 übergeben. Die Preisträger sind die Bildhauer Josef Ittermann-Iserlohn und Aarl Zimmermann=Düsseldorf, der Maler Ewald Jorzig=Düsseldorf(gebürtiger Bochumer) und der Maler Karl Busch=München. NSG. Kein Schulgeld von NS.=Lernschwestern. Vom 1. November ab wird von den Lernschwestern der NS.=Schwesternschaft und der Freien Schwesternschaft der NSV. kein Schulgeld mehr erhoben, im Gegenteil erhält jede Lernchwwester von ihrer Schwesternschaft monatlich ein naeld von 10 RM. Zwei Danziger 5A-Männer gemordel! Sühne für eine Roheitstat! Das Gericht verhängte zwölf Jahre Zuchthaus DNB Danzig, 4. Nov.(Drahtb.) Das Danziger Schwurgericht verurteilte am Donnerstag den 26 Jahre alten Alfons Lischnewski, der sich wegen Totschlages an den beiden S A=Münnern Gebrüder Wrobel in Meisterswalde bei Danzig zu verantworten hatte, zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte wurde aus der Strafhaft vorgeführt. Am 28. August hatte er in der Gastwirtschaft des Dorfes Meisterswalde erheblich dem Alkohol zugesprochen. Gegen Mitternacht betraten die Brüder Josef und Bernhard Wrobel, mit denen der Angeklagte bereits vor längerer Zeit eine Auseinandersetzung gehabt hatte, die Gastwirtschaft. Es ham auch diesmal wieder zu einem Zulammenstoß, in dessen Verlauf Lischnewski plötzlich ein Schlachtmesser zog und blindlings auf die Umstehenden einstach. Die beiden Brüder wurden schwer getroffen. Josef Wrobel gelang es, das Freie zu erreichen, wo er hinstürzte und mit dem Gesicht auf dem Boden reglos liegen blieb. Lischnewski stürzte heraus, stolperte über den am Boden Liegenden und stach mit dem Ausruf „Da liegt ja noch so ein verfluchter Hund“ roh auf ihn ein. Während Jolef Wrobel auf der Stelle tot war, erlag sein Bruder Bernhard später den Folgen der ihm von Lischnewski beigebrachten schweren Verletzungen. Als der Rohling in seine Wohnung zurückkehrte, brüstete er sich noch damit, daß er zwei Mann „erledigt“ habe! In der Urteilsbegründung wurde hervorgehoben, daß es sich nicht um eine Angelegenheit zwischen dem Angeklagten, der überaus rachsüchtig sei, und den Getöteten gehandelt habe, sondern um eine Angelegenheit, die die ganze Volksgemeinschaft angehe, denn wertvolle Charaktere seien dem Anschlag zum Opfer gefallen. Die Tatsache, daß der Täter auf den bereits am Boden liegenden Jolef mit einem Schlachtmesser erneut eingestochen hat, verbiete die Anwendung mildernder Umstände. Kleine Tageschronik Der Führer und Reichskanzler hat den Legationsrat Wolf im Auswärtigen Amt zum Vortragenden Legationsrat, den Gesandtschaftsrat der deutschen Gesandtschaft in Brüssel Dr. Curt Bräuer zum Botschaftsrat an der Pariser Botschaft ernannt. * Am Montag, 8. November, wird in der Hauptstadt der Bewegung die Ausstellung„Derewige Jnde" eröffnet. Gauleiter Streicher wird im Rahmen der Eröffnungskundgebung im Kongreßsaal des Deutschen Museums sprechen. Hieran anschließend übergibt Reichsminister Dr. Goebbels die Ausstellung der Oeffentlichkeit. * Der am 1. September d. J. zum Vorsitzenden des 3. Zivilsenates des Reichsgerichtes ernannte Senatspräsident Hagemann hat mit sofortiger Wirkung zugleich den Vorsitz des Reichsarbeitsgerichts übernommen. Präsident Rudolf mann, der 1876 in Hannover geboren ist, gehört seit 1919 als Reichsgerichtsrat dem Reichsgerich an. Die diesjahrige Reichsfeier zum Langemarck-Tag wird von den Flandernkorps unter Führung des Generalmajors a. D. Freiherr Grote. dem Vorsitzenden des Arbeitsausschusses Langemarck beim Jugendführer des Deutschen Reiches, veranstaltet. Bei der Feier, die am Sonntag, dem 7. November, vormittags 11 Uhr im Berliner Sportpalast stattfindet, sprechen der Reichsjugendführer und der Generalleutnant a. D. von Metzsch. Zur Aufführung gelangt die Langemarck Kantate von Eberbard Wolfaang Möller mit der Musik von Georg Blumensaat. * Im Kreiie Simmern in der Wentmark wird in jedem Dorf eine unter dem Protektorat des Ortsgruppenleiters der NSDAP stehende Arbeitsgemeinschaft,— die den Schulungsleiter der NSDAP. den„Koß“=Volkebildungsreferenten, den Bürgermeister, die Lehrer und die besten Sachkenner auf dem Gebiete der Dorfgeschichte und der Dorfkultur erfassen soll,— zur Schaffung eines„Dorfund Hausbuches“ gevildet werden. Im Obergau Mittelland des BOM wurde der Monat November als„Monat der Disziplin“ erklärt. An jedem Abend sollen in sämtlichen Gruppen und Standorten des Obergaues Appelle stattfinden, in denen auf ein einheitliches Verhalten in Fragen des äußeren Auftretens und der Kleidung aller Mädchen des BDM gedrungen werden soll. * Nach einer Mitteilung des Gaukulturwalters des Gaues Magdeburg=Anhalt der NSDAP werden die Dichter und Schriftsteller des Gaues in diesem Jahre den Auftrag erhalten, die große Geschichte des Landes durch das Buch der Bevöllerung nahezubringen. Zum Beispiel harrten die Taten Albrechts des Bären und der Sachsenkaiser noch der dichterischen Gestaltung * Am Dienstag(Allerseelen) fand vor dem Wiener Heldendenkmal eine Weibestunde für die im Weltkriege gefallenen Angehörigen der österreichisch-ungarischen Armee statt, an der Bundesprasident Miklas, Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Mitglieder der Regierung und gahlreiche Mitglieder des diplomatischen Korps teilnahmen. Bundespräsident Miklag legte einen Krang nieder. Auch an den Kriegergräbern der Wiener Friedhöfe legten militärische Abordnungen Kränze nieder, König Geora von Griechenland ist in Paris eingetroffen. Nach dreitägigem Aufenthalt wird sich der König nach London begeben. * Im englischen Unterhaus machte Handelsminister Stanlen die beachtenswerte Mitteilung, daß sich in den ersten neun Monaten d. J. 200 ausländische Schiffe das Recht erkauften, die britische Flagge zu führen und endzültig ins britische Registex eingetragen wurden. 51 Schiffe sind außerdem vorläufig in das britische Register eingetragen worden. * Nach dem Beispiel der Rektoren der Warschauer Hochschulen hat nun auch der Rektor der Wilnger Universität angeordnet, daß die jüdischen Studenten in den Hör= und Uebungssälen künftig besondere Plätze einzunehmen haben. Jagd auf einen Autodieb in den Straßen Paris' DNB. Paris, 5. Nov.(Drahtb.) Am Mittwochabend kam es mitten in Paris zu einer ungewöhnlichen Jagd nach einem Autodieb. Ein Radfahrer bemerkte in der Nähe des Justizpalastes einen Mann, der sich in verdächtiger Weise an einem Antomobil zu schaffen machte. Als er ihn zur Rede stellte, zog der Unbekannte plötzlich einen Revolver und gab auf den Radfahrer zwei Schüsse ab, die ihn schwer verletzten. Ein Polizeibeamter nahm sofort die Versolgung des Autodiebes auf, doch brach auch er unter einem wohlgezielten Schuß des Flüchtenden tödlich getroffen zusammen. Zahlreiche Personen nahmen dann die Verfolgung auf. Der Flüchtende suchte am Seine=Kai unter einem Brückenbogen Deckung und machte schließlich seinem Leben ein Ende, nachdem er von mehreren Polizeibeamten eingekreist worden war. Bei der Untersuchung fand man in den Taschen des Toten sieben Revolver, 135 Schuß Munition, mehrere Personalausweise, mehrere Antoführerscheine und Antopapiere, die vermuten lassen, daß es sich um einen berufsmäßigen Autodieb handelte. Humoristische Grabinschriften Das deutsche Volk zeichnet neben seiner Arbeitsamkeit und seiner Gründlichkeit noch mancher andere Wesenszug aus. So ist ihm ein tiefinnerlicher Humor zu eigen, der manches Schwere leichter ertragen läßt. Dieser Humor, aus der Landschaft heraus gewachsen, zeigt in Ostpreußen ein anderes Gesicht als in Sachsen, Schlesien oder Pommern, er ist in der Uckermark von anderem Gepräge als im Schwäbischen oder im bayerischen Hochwald. Der bayerische Humor ist wohl der eigenwilligste, er zeigt sich selbst an den ernsten Stätten des Todes, auf den Friedhöfen. Wer sie besucht, entdeckt hier mitunter Grabinschriften so volkhafter Prägung und voller Eigenwilligkeiten, wie sie nur hier gedeiben. Einige Kostproben: Der Hiasl'— nennen wir ihn ruhig so,— muß gar oft und tief in die Maß'neingeschaut haben, eines Abends so tief, daß ihm beim nach Hause wanken die Chaussee zu schmal war und er einen Abhang hinunterstürzte. Zur Warnung für andere, die es gern dem Hiasl' gleich tun, setzte ihm der Volksmund folgenden Zweizeiler auf seinem Grabstein: „Weil er im Leben zu viel gesoffen, Ist er den Abhang„nuntergeloffen“. Als der Schreinermeister Louis S. seiner Berta vor dem Standesamt das Jawort gab, muß er mit der berübmten Blindheit der Liebe geschlagen gewesen sein Denn gut batte er's nicht getroffen, bei seiner Berta. Sie hat die Hosen getragen und damit das Kommando geführt. Jedenfalls gebt das aus seiner Grabinschrift hervor, die kurz und bündig besagt: „Hier ruht in Gott der tugendsame Hausvater und Schreinermeister S. 34 Jahre lebte er als Mensch, 12 Jahre als Ebemann.“ Die Martel, ziemlich jung gestorben, scheint die Freuden dieses Lebens ausgekostet zu haben. Vor allem muß sie sich manches Paar Stiefel abgetanzt haben. Stände sonst folgende Warnung auf ihrem Grabstein? Wanderer, eil' rasch fort von hier, Sonst steht sie auf und tanzt mit dir.“ Grabinschriften, die manchem im ersten Augenblick pietätlos erscheinen mögen. Sie sind es aber nicht, sondern bester Ausdruck eines Volkshumors. der auch Freund Hein gegenüber seinen Ausdruck findet. Schrl. Deulsch'ands älteste Straße Von Hermann Eckerle. Ausgrabungen im Federseemoor.— Eine großartige Wasserburg.— Das älteste Steinzeitbhri— 800n„uyre alte Kulturdokumente von höchster Bedeutung Der Umschwung, den Deutschland in den letzten viereinhalb Jahren auf allen Gebieten durchgemacht hat, ist auch an der Geschichtsforschung nicht purlos vorübergegangen. Durch die tatkräftige Forderung von Staat und Partei war es möglich, alten Kulturdokumenten nachzuspüren, die vielfach überraschende Dinge ans Licht brachten und immer wieder aufs neue den Beweis lieferten, daß unsere Vorfahren alles andere als Barbaren waten, wie man es von gewisser Seite so gerne wahr daben möchte. Im Gegenteil, eine ganze Reihe von Fundgegenständen der letzten Zeit zeigte ernent klar und deutlich, daß in Deutschland schon r Jahrtausenden eine Kultur zu finden war, wie Ban sie selten irgendwo antrifft, und daß diese tür auf die Nachbarländer befruchtend einrkte, nicht umgekehrt. sun Jahre alte Pfahlburg mitten im See. den Grabungsstätten, die erst in den letzten nn systematisch untersucht werden konnten, gerort insbesondere das Federseemoor im schwäbien Cberland, unweit von Biberach. Hier hatte schon viele bedeutungsvolle Funde gemacht, die wichtige Schlüsse auf unsere Frühgeschichte zuließen. Wer einmal das Museum im Stadtchen Buchau am Federsee besichtigt, der wird aus dem Staunen kaum mehr herauskommen, was dort alles an Dingen aus der mittleren und jüngeren Steinzeit und aus der Bronzezeit zusammengetraen ist und welch prächtige und einmalige Gegenände sich darunter befinden. Schon 1919, als Tübinger Privatdozent, war der jetzige Reichshauptstellenleiter und Bundesführer des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, Professor Dr. Reinerth, Berlin, daran gegangen, planmäßig dieses ungeheuer ergiebige Gebiet zu erforschen. Und er machte damals eine Entdeckung, die in ihrer Art einzig ist. Er stieß nämlich auf eine Wasserburg, die unter großen finanziellen Opfern in den Jahren 1921—28 größtenteils freigelegt werden konnte. Diese Wasserburg Buchau, wie sie genannt wurde, hat mit ihren 151 Metern Länge und 118 Metern Breite gewaltige Ausmaße und wurde in der Bronzezeit, etwa zwichen 1100 und 800 vor der Zeitwende, aus chätzungsweise 15000 Kiefernstämmen erbaut. Sie lag rund 500 Meter vom Ufer entfernt auf einer Insel des Federsees, der damals etwa 12 Kilometer lang und 6 Kilometer breit gewesen sein mochte, während er heute größtenteils versumpft ist und nur eine kleine Wasserfläche aufweist. Wichtige Zeugen aus grauer Vorzeit. Die neuen Ausgrabungen, die von Dr. Reinerth in der letzten Zeit begonnen wurden, ermöglichten auch die Freilegung der Hafenanlagen der Wasserburg. Hier konnten auch einige Einbäume von mehreren Metern Länge geborgen werden. Auch eine ganze Reihe weiterer interessanter Funde konnte in und bei der durch Palisaden geschützten Wehranlage gemacht werden, so formschöne Becher, Schalen und andere Gefäße, die auf eine hohe Kultur der damaligen Bewohner hinweisen. Es ließ sich feststellen, daß die erste Siedlung vor rund 3000 Jahren, also etwa um 1100 v. Chr., von Kelten gegründet wurde. Diese WasserburgSiedlung wies 38 Blockhäuser auf, die mit Schilf gedeckt waren und in deren Mitte sich ein Dorfplatz mit dem sog. Herrenhaus befand. 200 Jahre später entstand die jüngere Siedlung mit neun Gehöften, die in Hufeisenform gebaut waren. Auch hier gab es ein Führerhaus, dessen Flügel 16 Meter lang waren und das einen Saal von 12 Metern in der Länge und 8 Metern in der Breite aufwies. Diese Gehöfte hielten sich bis zur Römerzeit und bildeten später die Grundlage des fränkischen Gehöftes. Auch hier also wieder bedeutsame Kulturmerkmale aus frühgeschichtlicher S.1 Die Römerstraße übertrumpft. Diese Funde aber allein sind es nicht, die das Federseemoor für die deutsche Vorgeschichte so bedeutungsvoll machen. Vom Festland aus gelangt man nämlich in das Moor auf der ältesten Straße Deutschlands, einem fast vier Kilometer langen Dammweg, der das stattliche Alter von nicht weniger als 8000 Jahren aufweist. Dieser diente in der mittleren Steinzeit dem Verkehr von Siedlung zu Siedlung, wies rund 6 Meter Breite auf und hatte, wie ein freigelegtes Stück von 800 Metern Länge zeigt, auch Bohlenbelag. Wenn man das Alter dieses Verkehrsweges berücksichtigt, so sind die vielgerühmten Straßen der Römer beinahe Waisenkinder dagegen. Neben dieser ältesten Straße findet sich aber im Federseemoor weiter auch das älteste Steinzeitdorf, das bisher in Europa bekannt geworden ist. Etwa 80 Siedlungen dürften sich in dem Zeitraum von 8000 bis 3000 vor unserer Zeitrechnung, also in der mittleren Steinzeit, am Ufer des Federsees befunden haben. Das Moordorf Taubried, das rund 4000 Jahre alt ist, wird gegenwärtig aufgedeckt. Berechtigter Stolz auf unsere vorgeschichtliche Kultur. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die weiteren Grabungen vielleicht noch mehr Ueberraschungen bringen. Diese Grabungen, für die auch Reichsleiter Rosenberg großes Intreesse bekundete, werden wohl endgültig jenen Besserwissern den Mund verschließen, die das Märchen von den deutschen Barbaren immer wieder aufzuwärmen versuchen. Manches große Kulturvolk der heutigen Zeit dürfte froh sein, wenn es solch beredte Zeugen frübgeschichtlicher Kultur aufweisen könnte, wie land. LIL DAGOVER WILLY FRITSCH: MARIAVTASNADY Lichtspielhaus Bochum, Marienstr. M4, Rut 84338 Drei märchennachmittage: Sonntag, 7. November, Montag. den 8. November, Dienstag, den 9. 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