Volks=Zeitung Bochumer Volkszeitung D..u.0...1.! monatiich RM 1.16 oder haldmonanlich RN 1.08 einschl Botenlovn— Ungelgenpreise:* samtauflage 6 Big, Ausgabe A 6 Dig., Ausgabe B 9% Dte Ausgabe C 8 Big. Textanzeigen: Ausgabe A 40 Pfe Ausgaben B und C 26 P#a 1 mm— Cültig: Preisline Westfälische Volks-Seitung Bochumerstadtanzeiger Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lupe=Str. 18, verbunden mit den Bezirksausaaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Gernruf 2096, Postscheckkonto Essen 1960; Essen-Steele, Westfelenstr. 902, Fernr. 582 30, Postscheckkonte Dortmund 193 86; Geschäftsstelle u. Schriftleitung. Bochum, Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 ung und nerins; sgamenn 4 Bourg, noaun Nr 2335 Donnerstag, den 7. Oktober(Kath. Markus, P., Evg. Amalia) 1937 An das deutsche Volk! Im Jahre 1933 wandte sich die Regierung des neuen Deutschlands angesichts eines Heeres von weit über sechs Millionen Arbeitslosen zum ersten Male an die Nation, um den Opfern des überwundenen Sustems über die ärgste Not des Winters hinwegzuhelfen. Das deutsche Volk legte damals den Grundstein zum Winterhilfswerk, dem größten sozialen Werk aller Zeiten Die Gesamtleistung der Winterhilfswerke seit 1933/34 beträgt 1490 760834 RM. Die Winterschlachten der vergangenen Jahre sind Ruhmesblätter unserer Volksgemeinschaft, ein unwiderlegliches Zeugnis für den Erfolg nationalsozialistischer Erziehungsarbeit. Im Winter 1937/38 gilt es, die bisherigen Ergebnisse noch zu stelgern. Deutsches Volk bilf mit! Berlin, den 3. Oktober 1937. Der Führer und Reichskanzler und die gesamte Reichsregierung. Im Jahre 1938: Volks=, Berufs= und Betriebszählung Eine umfassende Bestandsaufnahme von Volk u. Wirtschaft angeordnel DNB Berlin, 6. Okt.(Drahth.) Die Reicheregierung hat am 4. Oktober ein Gesetz über die Durchführung einer Volks- Beruso= und na..tahasählung beschlossen, dnas im Reichegesetzblatt vom 6. Oktober 1937(RGBI I Seite 1053) veröffentlicht wird. Durch das Geletz wird für das Jahr 1938 die Durchfuhrung einer allgemeinen Volko=, Berufs=, gewerblichen und landwirtschaftlichen Betriebszahlung und damit eine umfassende Bestandsaufnahme von Volk und Wirtschaft angeordnet. Die letzte derartige Zählung hat im Jahre 1939— für das Saarland im Jahre 1935— stattgefunden. Da die Ergebnisse dieser Zahlung nauergemaß vielsach überholt sind, ist die Vornahme einer neuen grotzen Erhebung im nächsten Jahre erforderlich. Der Tag der Zählung wird noch vom Reichswirtschafteminister bestimmt werden. Zur Vereinsachung des Zählungswerkes ist vorgesehen, die Bodenbenutzungserhebung des Jahres 1938 mit der Zählung der landwirtschaftlichen Betriebe zu verbinden. Um einen möglichst großen Nutzeffekt aus der Zählung zu gewinnen, st Vornahme von Probe=, Vor= und Nach= erhebungen in Aussicht genommen. Die Durchführung der Zählungen, deren Urmatenal grundsätzlich durch das Statistische Reicheamt bearbeitet wird, ist Aufgabe der Gemeinden; die Deutsche Gemeindeordnung enthält die näheren Bestimmungen über die Bestellung zu ehrenamtlicher Tätigkeit(Zähleramt). Die Zählungen erfolgen mittels Fragebogen, in denen nach Personen- und Familienstand, Religion, Staateangehörigheit, blutmäßige Abstammung, Muttersprache, Grundstücks=, Wohnungs=, Beruso= mid Betrieboverhältnissen gefragt werden darf. indringen in die Vermögens= und Einkommensverhältnisse ist ausgeschlossen. Der genaue Umfang der Erhebungen wird im Ein= vernehmnen mit den betetligten obersten Reichsbehör= den durch den Reichswirtschaftsminister festgesetzt, der auch die Bestimmungen zur Durchführung des Ge= setzes erläßt. Wegen der Bedeutung der Zählungen und ihrer Ergebnisse für die Erkenutnis der Volksund Wirtschaftsstruktur kann auf Antrag mit Gesängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft werden, wer eine Frage, zu deren Beantwortung er auf Grund des Gesetzes verpflichtet ist, wissentlich wahrheitswidrig beantwortet oder sich weigert, eine solche Frage zu beantworten besuch des finnischen Außenministers in Berlin Ankunft am 22 Oktober. DNB Berlin. 6. Okt.(Drahtb.) Am 2. Oktober wird der finnische Außenminister Dr. Holsti zu einem kurzen Aufenthalt nach Berlin kommen Am Tage nach leinem Eintreffen wird er bereits Minister des Auswärtigen Freiherrn von Neuratb einen Besuch abstatten. Der finnische Außenminister beabsichtigt, sich von Berlin über Riga nach Finnland zurückzubegeben. Eine Rede Koosevells DNB. Chicago, 6. Okt.(Funkspr.) Präsident Roosevelt hielt anläßlich einer Brückenweihe in Chicago eine Rede, in der er insbesondere auf die ständige Besorgnis einging, die die politische Weltlage bei allen friedliebenden Völkern und Nationen verursache. Die Erwartungen, die man an den Briand=Kelloggakt geknüpft habe, hätten sich nicht erfüllt. Angesichts der beutigen Weltlage sieht er die Fundamente der Zivilisation ernstlich bedroht und glaubt auch die Vereinigten Staaten von Amerika gefährdet, da Rüstungen keine Sicherbeit und Antorität keine Hilfe böten. Er wendet sich insbesondere gegen den Luftkrieg, Bombardements offener Städte und gegen die U=Boot=Piraterie im Mittelmeer und fordert dann die friedliebenden Nationen auf, sich gemeinsam zu bemühen, die Gesetze und Grundsätze des Friedens wieder aufzurichten. einem zweiten Teil der Rede wendet er sich gegen die politische und wirtschaftliche Unrast in der Welt und gibt ein Bild der politischen Lage, wie er sie sieht. Er schließt mit der Erklärung. es müßten vositive Bemühungen zur Erbaltung des Friedens gemacht werden. Amerika beteilige sich daber aktiv an der Suche nach Frieden. Gespräch mit Dr. Filchner in Srinaaor „Besonders erfreut über die erhöhte Wertschätzung von Forschung und Wissenschaft im neuen Deutschland.“ DNB Srinaaar(Kaschmir), 6. Okt. Der Nationalpreisträger Dr. Wilhelm Filchner erklärte dem Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros, der ihm nach Srinagar entgegengereist war, die Auszeichnung habe ihn ganz besonders erreut. weil sie einen Beweis für die erhöhte Wertschätzung von Forschung und Wissenschaft im neuen Deutschland liefere Sein Ziel, führte Filchner weiter aus, das in der erdmagnetischen Erkundung Zentralasiens bestanden habe. sei 1n aroßen Zügen erreicht. Abschlußmessungen, die noch durchzuführen seien. werde er in Dehra Dun vor= nehmen. Ueber seine weiteren Pläne könne er sich noch nicht äußern Es stehe aber bereits fest, daß seine erlebnisreiche Forschungserpedition ihren Niederschlag in Buchsorm finden werde KdF. berichtel: 67000 Reisen mit 8 Millionen Teilnehmern Ungeheurer Zuwachs in diesem Jahre 450 deutsche Arbeiter fahren nach DV. Berlin, 6. Okt.(Drahtb.) Der überang starke Zustrom von Teilnehmern zu den„Kraftdurch=Freude“=Reisen und Wanderungen nimmt auch weiterhin unvermindert zu. Nunmehr liegen die Ergebnisse vom Jahre 1937 bis zum 15. September vor. Insgesamt nahmen an 67000 Adff.=Reisen und Wanderungen rund acht Millionen Volksgenossen teil, die ihren Urlaub auf längeren Reisen verbrachten oder Kurzfahrten im eigenen Gau und n die N chharaaue unternabmen. Bis zum heutigen Tage ist diese Zahl von acht Millionen schon längst überschritten. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich auch wieder die Hochserfahrten nach Norwegen, an denen bis zum 15. September fast 125000 Urlauber teilnahmen. Da die AdF.=Hochseefahrten nicht wie in den vergangenen Jahren mit Sommerende abschließen, sondern erstmalig den ganzen Winter über durch geführt werden, ist damit zu rechnen, daß ein Jahresergebnis zustande kommen wird, wie es bisher noch nicht erreicht wurde. Kom und Florenz MNB Berlin, 5. Okt.(Drahtb.) Am 8. Oktober werden 450 deutsche Erbeiter in einem Sonderzus der NSG.„Kraft durch Freude“ zu einem achttägigen Aufenthalt nach Italien fahren, um damit den kürzlich erfolgten Besuch des italienischen Dopolavoro in Deutschland zu ermidern. An der Grenze werden die deutschen Ar= beiter auf itatienischem Boden von Vertretern Des Popolavoro willkommen geheiben werden. Die Fahrt geht dann nach Rom, wo die Urlauber drei Tage bleiben und sich die Sebenswürdigkeiten der Hauptstadt des Imperiums und ihrer Umgebung ansehen werden.— Am 12. Oktober erfolgt die Weiterfahrt nach Florens, wo außer Stadtbesichtigungen auch ein Empiang des Dopolavoro und ein gechlossener Theaterbesuch vorgesehen sind Der KdFSonderzug besteht aus elf Wagen der Volsterklasse. die sämtlich mit Zuglautsprechern ausgerüstet sind. so daß den Fabriteilnehmern von der Reise eitung laufend Erklärungen der Landschaft und der durch fahrenden Städte gegeben werden können, „Es gibt Platz in Afrika“ Ein französischer Beitrag zur Kolonialfrage. Etwas guter Wille gegenüber Deutschland gefordert. DNB Paris, 6. Okt.(Drahtb.) Der bekannte Feuilletonist und Publizist des Pariser„Oeuvre“, George de la Fouchardiere, befaßte sich mit der Rede des Führers auf dem Bückeberg und geht in diesem Zusammenbang vor allem auf die Kolonialfrage ein. Er würdigt die Versorgungsschwierigkeiten, vor die das deutsche Volk infolge des allzu knappen Lebensraumes gestellt ist und schreibt dann u. a. „Die Deutschen sind Kolonisatoren, und das mehr als wir Es gibt Platz in Afrika, sehr viel Plat“ Deutschland werde dort das erlangen, was ihm fehle, und das deutsche Vok werde dort ein fruchtbringendes Betätigungsseld finden. Der Verfasser erinnert weiter an die Eroberung Abessiniens durch Italien und richtet den dringenden Appell an die europäischen Machte, gegenüber den kolonialen Bestrebungen Deutschlands doch endlich etwas guten Willen zn seigen. um eine äbnliche Entwicklung zu verhindern. Zu der vorstehenden Meldung, die eine der gang wenigen verständnisvollen Stimmen aus Frankreich ist, schreibt uns under Berliner Vertreter: Im Ausland wundert man sich, oder gibt wenigstens vor, sich zu wundern, daß der Führer auf dem Büchebera in seiner Darstellung der deutschen Lebenslage auch die Frage der Rohstoffversorgung wieder anschnitt und im Zulammenhang damit erneut die von ihm schon so oft erhobene Forderung der Rüchgabe unserer Kolonien aussprach. Es schien vor ein bis zwei Jahren einmal, als ob in England ein gewisses Verständnis für diese deutsche Forderung erwache. Hier und da, selbst in Regierungserklärungen, tauchten Aeußerungen auf, die man mit einigem Optimismus so deuten konnte, als sei England nicht unbedingt ablehnend. Davon ist heute kaum noch emas zu spüren. Die englischen Staatsmänner haben maube Ohren und die Presse bemüht sich allenfalls, Deutschland seine Kolonialwünsche auszureden. Für die Behebung der deutschen Rohstoffnot würde auch die Wiederinbesitznahme der früheren deutschen Kolonialgebiete nichts nützen. Helfen könnte mr ein Wiederingangkommen der Welthandelsbeziehungen. Diejenigen Länder, die Rohstoffe produzieren, würden sie von Herzen gern auch an Deutschland verhaufen. Solche Einwände machen den Eindruck, als leien sie für politische Klippschüler bestimmt. Zunächst einmal der, daß Kolonien für die Rohstoffversorgung Deutschlands belanglos wären. Daß dieser Einwand gerade von England kommt, ist verwunderlich. Oder sind jene Journalisten, die das schreiben, nicht in der Lage, die beitischen Statistiken zu leten? Diese Stattstik wird alljährlich in vorbildlicher Ausführlichkeit aufgemacht und sie könnten aus ihr beispielsweise entnehmen, daß die Produhtion in gewissen, für die moderne Industrie notwendigen Robstoffen nur zu einem ganz verschwindend ge= ringen Teil in Groß=Britannien selbst erfolgt, während draußen im britischen Empire, also in den Kolonien und Dominions, mehr davon gewonnnen wird, als die britische Industrie zu verarbeiten in der Lage ist. Beispielsweise entfallen beinahe 30 Prozent der Weltproduktion von Kupfer auf die überseeischen hritischen Besitzungen, nicht aber auf das Mutterland. Die Nickelproduktion des Empire macht mehr als 85 Prozent der Weltproduktion aus, die von Chrom mehr als 60 Prozent, von Zink mehr als 30 Prozent, von Mangen beinahe 50 Prozent, und von all diesen Erzen findet sich in Groß=Britannien nichts. GroßBritannien hat eine kleine Produktion an Blei(etwa 4 Prozent der Weltproduktion) und auch von Zinn (noch nicht ganz 2 Prozent). Dafür produziert das Empire 43 Prozent der gesamten Bleigewinnung der Welt und ungefähr ebenso viel beim Zinn. Aehnlich sind die Ziffern für Kautschuk, Wolle, Jute und allerhind pflanzliche Oele und Saaten, für die das Mutterland gar nichts beisteuert, während die Erzeugung in den überseeischen Besitungen 50, 60 und beinahe 100 Prozent ausmacht. Was geht daraus hervor? Nur dank seines quegedehnten Besitzes an Kolonien und Dominions vermag sich Groß=Britannien in wichtigsten Rohstoffen die unabhängige Versorgung seiner Industrie zu sichern. Man sollte gerade in England Verständnis defür haben, daß Deutschland, neben England und 18A das bedeutendste Industrieland der Welt, nicht aus kindischem Eigensinn oder aus irgendwelchen Prestigegründen die Forderung der Rohltoffungbhängigkeit, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, durch eigenen Kolonlaldeflt echebt, sondern daß das für Deutschlande Wirtschaft on genau so ausschlaggebender Bedeutung M wie für diejenige Englands Man sagt uns: Wir wollen euch die Rohstoffe ja nicht vorenthalten. Ihr konnt sie bei uns kaufen. Tabei werden die alten etwas abgenutzten Register der englischen Freihandelstheorie gezogen, an die man im Lande des einstigen manchesterlichen Liberalismus heute selbit nicht mehr glaubt. Sonst hätte man nicht war. hohe Zollmauern aufgebaut. Außerdem, in einer Zeit, in der die irrsinnige Verschuldung eines Teils der Länder durch die ogenannten Friedensverträge und nachher dann die überall emporwachsenden Zollbarrieren die natürlichen Wege des Zahlungsausgleichs verstopften, ist der Rat:„Kauft die Rohstoffe, die ihr brauchtl= eben aus den uns ja hinlänglich behannten denisenwirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht ausführbar. England ist mit seinen Kolonien und Dominions nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich durch die Tatsache der Währungsgleichheit verbunden, und was das bedeutet, dafür hat man in England ja seinerzeit bei der Abwertung des Pfundes einen eindrucksvollen Anschauungsunterricht bekommen. Diese Abwertung hat nomentlich im Hinblich auf die Rohstoffversorgung nur deshalb geklappt, weil man ihr überall im Empire, auch in jenen Dominions, die nominell eine eigene Währung haben, folgte und weil so praktisch die Währungsgleichheit mit dem Mutterlande erhalten blieb. Außerdem: Der Besitz von Rohstofforoduktionsstätten ist eine politische Wuffe. Man braucht nicht einmal daran zu denken, daß einem im Kriegszustand befindlichen Lande von seinen Kriegsgegnern die Rohstoffzufuhr durch Blochademaßnahmen gesperrt wird. Im italienisch=abessinischen Streit erlebte die Welt das seltsame Schauspiel, daß eine Reihe von Staaten, die behaupteten, in normalen friedlichen Beziehungen zu Italien zu stehen, über dieses Land eine Rohstoffsperre verhängten, um einen politischen Druck auszuüben. Kein Smat, der sich die Unabhängigkeit seiner politischen Entschließungen enthalten will. kann sich der Gefahr ausletzen, in die gleiche Lage zu kommen wie das seinerzeit durch die Sanktionen bedrohte Italien. Schließlich wird behauptet, die einitigen deutschen Kolonien wären für eine Besserung der deutschen Rohstofflage gar nicht ausschlaggebend und es wird mit Vorliebe darauf hingewiesen, daß sie es ja auch vor dem Kriege, als Deutschland noch über sie verfügte, nicht gewelen seien. Zunächst einmal: Sind diese Kolonien so wertlos, wie man es in der ausländischen Presse hinzustellen beliebt, dunn besteht doch eigentlich wenig Grund dafür, daß man so eigensüchtig an ihnen festhält? Und was die Vorkriegszeit anbelangt, so bestand in der Welt ein freier Handel größten Ausmaßes und Deutschlund hatte einen großen Anteil an Auslandsinvestitionen. Es hatte es deshalb damals gar nicht notwendig, seine Kolonien mit besonderer Eile aufzuschließen. Was aber geleistet wurde, war erstaunlich, denn schließlich war die deutche Verwaltung draußen 1914 ja nicht älter als rund 25 Jahre. Es kommt auch nicht so'ehr darauf an, wohin die Rohstoffe aus den Kolonien gehen, sondern allein darauf, woher die zur Bezahlung nötigen Fertigwaren kommen. Das heißt, dasjenige Land, das über Kolonien verfügt, ist in der Lage, deren Versorgung mit Fertigwaren in die Hand zu bekommen— siebe wieder England— und dadurch eine internationale Zahlungsbilanz aanz wesentlich zu verbessern. All das vergessen jene Ueberklugen, die die deutsche Kolonialforderung als belanglos beileite schieben wollen. Im übrigen kömnten aus den einstigen deutschen Kolonien ein bedeutender Teil des deutschen Kautschukbedarfs, dreiviertel der Phosphateinfuhr, der ganze Bedarf an Eilalhanf, ein Teil des Einfuhrbedarfs an Kaffee, Tertilfasern und vor allem ein großer Teil der deutschen Pflanzenöleinfuhr, 40 Prozenf des Kahnobedarfs. 30 Prozent der Bananeneinfuhr und mancherlei anderes schon heute gedecht werden. Der Deutschlandsender im Dienste des WhW. DB. Berlin. 6. Okt.(Drahtb.) Auf Veranlassung von Intendant Goetz Otto Stoffregen wird der Deutschlundsender auch wahrend der Dauer des WHW. 1937=88 seine bekannten Wunschkonzerte durchführen. Die Reibe dieser Sendungen beginnt am Sonntag, 24. Oktober, um 17 Uhr, mit einer fünfstündigen Veranstaltung, in der wieder mehrere bekannte Orchester und Kapellen sowie eine Reibe namhafter Solisten unter der Gesamtleitung von Heinz Goedecke mitwirken werden Durch die bisherigen Wunschkonzerte, in denen unter Berücksichtigung der eingegangenen Sammelsvenden etwa 445 000 Hörerwünsche erfüllt wurden, konnte der Deutschandsender dem Winterbiliswerk mehr als 127000 RM. überweisen, wobei man bedenken muß, daß sich dieser Betrag zum überwiegendsten Teil aus kleinsten Spenden ansammensett. Noch wertvoller aber ist wohl die bierbei durch den Deutschlandsender geleistete ideelle Hilfe, denn die Wunschkonzerte haben weitgebend dazu beigetragen, den Gedanken des richt nur in Deutschland selbst, sondern darüber hinaus auch im Auslande volkstümlich zu machen. Die Eintopfgerichte für die Gastslälten Berlin, 6 Okt.(Drahtb.) Der Leiter Wirtschaftsgrupve Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe teilt seinen Mitgliedern mit, daß für den ersten Eintopfsonntag am 10. Cktober 1937 folgende Eintopfgerichte für die Gaststätten vorgeschrieben sind: 1. Fischeintopf nach eigener Wahl 2. Bohnensupve mit Wurst= oder Fleischeinlage 3. Gemüsetopf vegetarisch l. Hammelfleisch mit Wirsingkohl. Die Festlegung dieser Eintopfgerichte gilt nur Die Eröffnungsansprache des Führers in der Deutschlandhalle: „Die Versicherung der deuischen Volksgemeinschaft“ „Eine Prämie, die tausendfach zurückerstattet wird!"—„Für die Einheit unseres Volkes ein Opfer zu bringen, ist kein Opfer, sondern ein Tribut an die Veraunft!“ Der Führer hielt zur Eröffnung des fünften Winterhilfswerkes des deutschen Volkes folgende Rede: Deutsche Volksgenossen und=genofsinnen! Sie haben soeben wieder ein Bild der Leistung des größten Sozialwerkes aller Zeiten aus dem vergangenen Jahre erhalten. Es ist gigantisch in seinen Ausmaßen und gewaltig in der Tiefe seiner Wirkungen. Ich glaube, der Lohn für alle, die an diesm Werke tätig sind liegt im Gelingen der Arbeit selbst. Dieses Werk hat für uns nach zwei Richtungen hin eine besondere Bedeutung, nach der organisatorischen und nach der ideellen Seite. Denn dieses Werk umfaßt die Leistungen von zwei Faktoren. Auf der einen Seite steht der Spender, und auf der anderen Seite der Mitarbeiter an diesem Werk, der Sammler. Auf der einen Seite die große Armee derer, die durch ihre Groschen und durch ihre größeren Opier belfen, und auf der anderen Seite die Millionenzahl jener freiwilligen Kräfte, die es durch ihre Mitarbeit erst ermöglichen, daß dieses gewaltige Werk gelingen kann. Der eine ist der Oprerträger, aber vergessen wir es nicht: der zweite ist der Opferbringer. Mancher, der sich. vielleicht unangenehm berührt fühlt, weil sich zum zweiten oder zum dritten Mal jemand an ihn wendet mit der Bitte. er möge etwas spenden, vergißt vollkommen, daß der, den er glaubt abweisen zu müssen. den viel unangenehmeren Schritt machen muß, um etwas zu bitten, das nicht nur ihm nicht zngute kommt. sondern im Gegenteil, für ihn selbst nur Arbeit und Aufovferung bedeutet. Diese beiden nun, der Spender und der Mitarbeiter sind die Garanten für das Gelingen diesegroßen Werkes! Der Mitarbeiter ist zugleich aber auch für uns alle eine unersetzbare Kraft im Dienste der Aufrichtung einer wahren Volksgemeinschaft. Denn unser nationalsozialistisches Winterhilfswerk ist rein erziehungsmäßig das größte angewandte So= zialwerk. das die Welt je gesehen hat. Wenn der Einward erhoben wird:„Warum lassen sie nicht durch eine besondere Steuer diese notwendigen Summen aufbringen?“, dann möchte ich Ihnen erklären, weshalb wir diesen Weg nicht gegangen sind. Gewiß würde er viel einfacher und für unzählige Menschen viel weniger beschwerlich sein. allein er würde gerade das vermissen lassen, was wir durch das Winterbilfswerk mit erreichen wollen, die Erziehung zur deutschen Volksgemeinschaft! (Stürmische Zustimmung.) Indem wir den Weg des freiwilligen Sammelns einschlagen, wird für Hunderttausende Tag für Tag immer wieder betont: Es albt soziale Aufgaben, die der einzelne durch sein Opfer erfüllen muß!(Tosender Beifall.) Unter uns leben— und wir wollen ihnen deshalb keinen Vorwurf machen— Millionen Menschen, denen ihr eigener Lebensweg jede Einsicht in die Not und die Armut anderer Volksschichten verschließt. Aber gerade deshalb ist es wichtig, daß ihnen das Auge geöffnet wird, damit sie ermessen, wie groß die Opfer anderer für diese Gemein= schaft sind. Daß sie vor allem verstehen, welches Ovier alle diejenigen bringen, die sich für ihr Volk einsetzen, obwohl sie selbst nicht vom Glück gesegnet sind. Es ist z. B. sehr einfach für einen vermögenden Mann, für ein nationales Ideal einzutreten, das sich ihm persönlich im vorteilhaften Lichte zeigt. Allein um wieviel bewunderswürdiger ist dieser Idealismus bei Millionen andern, denen sich dieses glanzvolle Bild im praktischen Leben nicht so zeigt, wie es sich einzelnen wenigen gibt.(Stürmische Beifallskundgebungen.) Das Winterhilfswerk soll uns alle erziehen, das nationale Ibeal in ein sozialistisches zu verwandeln! Denn es ist leicht gesagt:„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern!“— wenn man dafür garnichts zu opfern und zu leisten hat. Die mahre Brüderlichkeit zeigt sich aber erst darin, daß sie sich in der Not bewährt. Dieses Winterhilfswerk ist im tiefsten Grunde auch einchrisliches Werk! Viel christlicher als manche theoretischen Phrasen es vorgaben.(Stürmische Zustimmung der Massen.) Wenn ich so manches Mal ärmlich gekleidete Mädchen mit unendlicher Geduld sammeln sehe, selbst frierend, um für andere Frierende zu sorgen dann habe ich das Gefühl, daß sie alle auch Apostel eines Christentums sind!(Stürmische Zustimmung.) Und zwar eines Christentums, das von sich mit mehr Recht als ein anderes sagen kann: Dies ist das Christentum eines aufrichtigen Bekentnisses weil binter ihm nicht das Wort, sondern die Tat steht!(Minutenlange tosende Zustimmungskundgebungen.) Durch dieses gewaltige Werk werden unzählige Menschen dem Gefuhl der sozialen Verlassenheit und Vereinsamung entriffen. Viele erhalten dadurch wieder den festen Glauben, daß sie auf dieser Welt nicht ganz verloren, son= dern in ihrer Volksgemeinschaft geborgen sind, daß auch für sie gesorgt wird, daß man auch an sie denkt und sich auch ihrer erinnert.(Ernenter stürmischer Beifall.) Und noch mehr: es ist ein Unterschied zwischen dem Sozialismus theoretischer Erkenntnis und dem Sozialismus des praktischen Lebens. Zum Sozialisten wird man nicht geboren dazu muß man erst erzogen werden!(Lebhafte Zustimmung.) Millionen Menschen haben früher dieses Wort im Munde geführt, allein ihr ganzes Leben ist dieser Verpflichtung zuwider gelaufen. Denn Sozialismus, das kann nichts anderes sein als eine Verpflichtung. nicht nur an das eigene Ich zu denken, sondern vor sich die groheren Aufgaben der Gemeinschaft zu sehen und ihnen gemat zu handeln. Dieses Problem ist allerdings nicht in einem, in zwei oder in drei Jahren zu lösen, es ist eine der ewigen Aufgaben der Menschen. Immer wieder müssen wir uns bemühen, den Einzelnen im Sinne dieser höheren Aufgabe zu erziehen. Gewiß ist dies ein gewaltiges Ideal. Allein wie in allen Idealen, liegt auch in diesem eine nngebeure Kraft! Stürmisch gaben die Massen ihre Zustimmung.) Unter anbaltender begeisterter Zustimmung zeichnete der Führer dann in großen Strichen ein vackendes Bild der Errettung der Nation durch den Glauben an dieses Ideal, das Deutschland wieder emvor gerissen hat Solange dieses Ideal seiner Vollendung sich nahert:— rief der Führer aus—„solange wird Deutsch'and zunebmen an Kraft und an Stärke! Weder Waffengemalt noch diplomatische Schliche können die Kraft ersetzen, die in der inneren Einheit einer Nation liegt. (Jubelnder Beifall.) Das ist das Fundament, das alles andere erst zu tragen hat und zu tragen vermag! Dem ungeheuren Ausmaß des Sieges dieses Ideals verdanken wir unsere Volksgemeinschaft. Wir leben in einer sehr bewegten Zeit, Deutschland ist— ausgenommen ein zweiter Staat, mit dem wir Hand in Hand gehen— das einzigste Land, das von den erregten Zuständen der Umwelt verschont ist und verschont bleiben wird.— Deutschland bildet heute wirklich eine Insel des Friedens. So mancher geht heute in sein Geschäft, er verdient, vergißt dabei aber ganz, daß er dies alles letzten Endes nur dem Glauben an die deutsche Volksgemeinschaft zuzuschreiben hat. Der Gemeinschaft, die unserem Volke die Kraft egeben hat zur Behauptung auf der Welt ohne aß es notwerdig war. Jas Schwert zu zieben. Stürmischer enani vare folles es alle wissen: die Einheit unseres Volkes ist das höchste Gut, das es für uns geben kann! Sie ist durch nichts ersenzbar. Dafür ein Opier zu bringen, ist kein Opier. sondern ein Tribut an die Vernunkt! (Stürmische und langanbaltende Zustimmung) Die Menschen im bürgerlichen Zeitalter vor uns haben sich gegen alles versichert. gegen Brand, gegen Diebstahl. gegen Hagel. gegen Einbruch usw. nur eine Versicherung haben sie vergessen, nämlich die Versicherung gegen den volitischen Wahnsinn, die Versicherung gegen die politische Unvernunft die ert ein Volk zerreißt und es dann onnmächtig werden läßt zur Erfüllung seiner Lebensaufgaben. Und dieses eine Versäumnis hat alle anderen Versicherungen zunichte gemacht. Wir, er stellen an die Spitze aller Ver= sicherungen die Versicherung der deutschen Volke= gemeinschaft! Jubelnde Zustimmung und langanbaltender Befall.) Dafür zahlen wir unsere Prämie und wissen, daß sie uns taufendiach zurückerstattet wird. Erneuter Beifallssturm.) Denn solange diese Volksgemeinschaft unangetastet bestehen bleibt, kann uns nichts bedroben!(Jubelnde Kundgebungen) Darin liegt die Gewähr für die Zukunft des Lebens nicht nur der Nation. sondern damit auch der Existenz jedes Einzelnen. Es ist daber billig und gerecht, dafür von jedem einzelnen auch sene Prämte zu fordern. dir seinem Einkommen entspricht. Es zeugt für eine unanständige Gesinnung, diese Prämie nach einem allgemeinen Satz bemessen zu wollen. Das alte kleine Weibchen, das in Moabit oder irgendwo auf dem Lande braußen 5 oder 10 Pfennige opfert, schenkt viel mehr als mancher, der 100 oder 1000 oder selbst 10000 Mark gibt.(Stürmische Beifallskundgebungen.) Hätten unsere sogenannten intellek= tuellen Schichten schon vor dem Kriege diese Prämienzahlung durchgeführt. dann märe später manches Unglück vermieden worden. (Tolende Zustimmung.) Heute wollen wir aus den Feblern der Ver= gangenheit lernen. Wir wollen uns bemüben unser Volk in dieser Gemeinschaft des Cpierns an erziehen In ihr haben unzählige Menschen sehr viel schwerere Opfer zu bringen. Sie nebmen dies freiwillig auf sich. Andere wieder müssen solchOpfer bringen! Sie werden von ihnen gefordert. Als unanständig würde der gelten, der sich diesem Opier entziehen wollte. Möge Gott verhüten, daß uns das Schicksal noch einmal auf die schwerste Probe stellt. Allein auch dann— das wissen wir— würden sich Millionen Deutsche finden. die sokort und bedingungslos dieses lente Opter der Nation. dem ewigen Volke brin= gen würden Was ist unser beutiges Opfer dagegen?! Tun Sie vor allem Ihre Pflicht im Gedenken an jene Millionen, die einst ihre Pflicht für uns alle getan haben! (Ergriffen erheben sich die Massen, um dem Führer für seine Worte zu danken. Brausend fallen die 20000 in die Lieder der Deutschen ein.) Kleine Tageschronik Der Reichs= und Preußische Arbeitsminister hat durch die Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über Arbeitsvermittlung u. Arbeitslosenversicherung in Preußen vom 10. September 1937 die preußischen Ausführungsvorschriften zu diesem Gesetze der Neuordnung des Gemeinderechts ange paßt, die durch die Deutsche Gemeindeordnung vom 30. Januar 1937 getroffen ist. Die Verordnung bestimmt im einzelnen, welche Gebietskörverschaften Gemeinde und Gemeindeverbände im Sinne der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung sind, und regelt, welche Behörden als Gemeindevorstand und Gemeindeaufsichtsbehörde im Sinne des genannten Gesetzes anzusehen sind. * Als Auftakt der diesjährigen Winterfilmarbeit der Hitlerjagend führt das Presseund Propagandaamt der Reichsjugendführung in Zusammenarbeit mit der Reichspropagandaleitung der NSDAP., Amtsleitung Film. Anfang Oktober eine Veranstaltung„eichsfilmtage der HJ in Hamburg durch. * Einer der bekanntesten Deutschen in Ostasien, der Suverintendent der Berliner Mission, D. theol. Voskamp, ist im Alter von 78 Jahren am 20. September in Tsingtau gestorken. Voskamp, der 52 Jahre als Missionar in China gelebt hat, machte sich nach dem Weltkrieg einen besonderen Namen durch sein Buch über die Belagerung Tsingtaus, das selbst in javanischen Kreisen mit Interesse gelesen wurde. Die Unwersität Greifewald ehrte ihn für seine missionarische Tätigkeit durch Verleibung der tbrologischen Doktorwürde. * Dem Beispiel des Reichs folgend, hat die Danziger Regierung ebenfalls Maßnahmen getroffen, die den jüngeren unplanmäßigen Beamten bezw. den Staatsangestellten eine frühere Eheschließung ermöglichen. Sie erhalten auch in den ersten Dienstjahren, sofern sie verheiratet sind, Bezüge, die ihre unverheirateten Kollegen erst später erreichen. * In Senitza(Bosnien) sand Sonntag in überaus seierlicher Form die Jnbetriebsetzung des neuen Walzwerkes des dortigen staatlichen Eisenwerkes statt, das von den Kruppwerken errichtet wurde. Der Feier wohnten u. a. bei: der Ministerprasident und Außenminister Dr. Stojadinowitsch mit fünf weiteren Kabinettsmitgliedern, der Prasident des Senats Maschuranitsch, der Belgrader deutsche Gesandte von Heeren, der Landesgruppenleiter Generalkonsul Neuhausen, Vertreter der Firma Krupp sowie zahlreiche Persönlichkeiten des jugoslawischen politischen und wirtschaftlichen Lebens. * Am Jahrestage des Einmarsches der italienischen Truppen in Abessinien hat der König von Italien und Kaiser von Aethiopien dem Marschall de Bono den Annunziatenorden verlieben. Es ist dies die höchste Auszeichnung Italiens, deren Inhaber„Vettern des Königs“ werden * Bei der bereits begonnenen Demobilisierung der großen Heeresformattonen in Abessinien sind van der italienischen Regierung neben den Landwirten Handwerker aller jener Gewerbe, die für den Aufbau nötig sind, aufgesowdert worden, im Lande zubleiben. Es handelt sich in erster Linie um Maurer. Zimmerleute, Maler. Steinmetze Dachdecker. Glaser, Echmiede, Schlosser und Mechaniker. Auch in Italien selbst wird gerade in diesen Handwerken stark dafür geworben, nach Abessinien überzusiedeln. Nach Aasicht der Kolonialregierung werden die genannten Handwerke auf Jahrzehnte hinaus bei dem abessinischen Stadtebau volle Beschäftigung haben In zwei französischen Bezirken wurden am Sonntag Nachwablen, die durch den Tod von zwei Senatoren notwendig geworden waren, durchgeführt. Die Verstorbenen hatten der demokratischen Linken bezw. der radikalsozialistischen Partel angehört. In beiden Fallen, und zwar in Macon(Saone et Loire) und in Gueret(Departement Creuze) wurden die Kandidaten der radikalsozialistischen Partei mit erbeblicher Mehrheit gewählt. Paris soll ein neues Denkmal für den Friseur Marcel errichtet werden. Er gilt als der Erfinder der Ondulation, durch die Marcel, der Sohn eines Maurers, wellberühmt, Millionär und Schloßbesitzer wurde. Es wird vom Präsidenten der Weltorganisation der Meisterfriseure, einem Amerika. ner, vorgeschlagen. Marcel auf der internationalen Tagung der Meisterfriseure der Welt, die demnächst in Parig stattfindet, noch in besonderer Weise zu ehren, indem die Friseurladen in aller Welt am Cklober. dem Todestage Martals, eine Stunde spä= ter geöffnet werden. Cauptichriftietter: Jotepd 9a61es. Bochum. Stellvertreter des Hauptichriftleiters: 0eter C 6.f1..0. Bochum Berantwornlich: Für den polttischen, kulturpelitiichen und des Unterhaltungstell: Joseph 6 a010r Pochum: für den lolaten Leil der Ausgabe Bochum. kür Thrater. Musik und Runft: Peier 991f0. Pochum: f0r Wenden Umschau: Georg Wildeim Aeuse, Bochum: für das Verbreitungsgebiet der Ausgade Bochum und den Umbruch: Werner Nr0a.r Pochum: für den lokaten Teil der Ausgaben Hattingen und Eflen=Sieeler Te. Noterd N. sters Efsen=Sieele: fülr Sport. Handel und den nand Jultus Panbeleld Pocum Zt. im Urlaub); l. B. Georg Wilbelm A1use, Bochum: ür den Bilderdienst die einzeinen Abtellungslener- Kür den Angeigentenl Nochum: Nan C.n.. Pochum: Mhr den Angeigenten Hatuingen E-Gtreie: Elly Pecer Hattingen: esle den Naseigenten Mattenicheid: Hermann.010.. Matn au 2n n Pe...ang Gera. und Druck: Schürmann 4 Klagges, Bochum.— T=A. IX. ere zeitung Sochum 7600 Rusgade N: Bolksgeitung für Ennepe Ruhr/ Sieeler Zeilung über 2600. Rusgabe E: Morgengeitung Waitenscheid über 1100). nnerstag, den 7 Cktober 1037 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 235— Seite 5 Bochumer Tageschronik Fahrt der alten Parteigenossen Man merke Donnerstag, den 7. Oktober: Sonnenaufgang: 6.10 Sonnenuntergang: 1751 Mondaufgang: 10.03 Monduntergang: 18,48 1791 Der Dichter Wilhelm Müller(u. a. Dichter von Schuberts Müller=Liedern) in Dessau geb.(gest. 1827). 1835 Der Tondichter Felix Draeseke in Koburg geb.(gest. 1913). 182 Der Schriftsteller Otto Ernst in Ottensen geb.(gest. 1926). Der deutsch=schweizerische Schriftsteller Heinrich Federer in Brienz geb. (gest. 1928). 1879 Anschluß des deutsch=österreichischen Bündnisses. 100 Der Reichsleiter der NSDAP., SS.=Reichsleiter und Chef der deutschen Polizei Heinrich Hmmler in München geb. 1916(bis 9.) Schlacht bei Kronstadt. Breslau und Berlin senden mit Die große einstündige Sendung, die am kommenden Sonntag den 10. Oktober als Auftakt der II Deutschen Shakespeare Woche vom Reichssender Köln gesandt wird. wird zu gleicher Zeit auch vom Reichssender Breslau übernommen Am gleichen Tage wird der Deutschlandsender Ausschnitte aus den Ansprachen des Gauleiters Josef Wagner. des Präsidenten der Reichstheaterkammer. des Präsidenten der Shakespeare Gesellschaft und des Oberbürgermeisters der Stadt Bochun bringen. Für 14 Tage gesperrt Der Polizeipräsident in Bochum teilt mitWegen dringender Rohrverlegungearbeiten muß die Gahlensche Straße in Bochum auf die Dauer von etwa 14 Tagen für die Durchfahrt in beiden Richtungen zwilchen der Straße An der Maarbrücke und Amtsstraße ab 7. Oktober 1937 gesperrt werden. Die Sperrung wird durch Tafeln bezw. Sperr= geräte gekennzeichnet. Einstellung älterer Angestellten Ohne Rüchsicht auf das Geschlecht Der Präsident der Reichoanstalt für Arbeitsver= mittlung und Arbeitslolenversicherung stellt in einem Erlaß feit, daß die Anordnung, die im Rahmen des Vierjahresplans über die Beschäftigung älterer Angestellter ergangen ist, die Unterbringung der arbeits= losen einlatzfähigen älteren Angestellten beiderlei Geschlechts fordert. Die Zahl der einzustellenden älteren Angestellten sei zunächst ohne Rücksicht auf dis Geschlecht sestzusetzen, wohei dem Betriebe die Ausmahl zustehe. Preisbarometer für unsere Hausfrauen Der gestrige Wochenmarkt zeigte sein gewohntes wechselvolles Bild. Die Auswahl an Gemüse war weiterhin gut. während an Obst vornehmlich Aepfel angeboten wurden. Sehr reichhaltig ist zu dieser Jahreszeit das Angebot an See und Flußfisch. In großen Mengen wurden Schellkisch. Kabeljan. Schollen. Rotharsch, Stör, Barsch. Hecht und Karpfen angeboten. Von dieser Gelegenheit wurde von den Hausfrauen reichlichst Gebrauch gemacht. Die Preise notierten gestern wie folgt: Kopfsalat 8. Feldsalt 60. Endiviensalat 15, Spinat 9. Rotkol 10. Weißkobl 5. Wirsingkohl 9, Blumenkohl 20—30, Rosenkohl 30—35. Buschbohnen 20. Wüllbohnen 20, Zwiebel 9. Schwarzwurzel 25 Wurzel 8, Kohlrabi 10. Aepfel 15—30 Birnen 2—30, Tomaten 15—20. Bananen 25—30. Weintrauken 20—50. Wallnüsse 50, Eier 12—13. Molkereibutter 1e., Rindfleisch 20—114.. Schweinefleisch 80—120, Kalbfleisch 90—130, Hammelfleisch Schellfisch 30—40, Schollen 30 Rotharsch 35, Makrelen 25—20, Kablsau 30—35 Stint 30, grüne Heringe 17. Plötze 25, Barsch 35, Stor 60, Hecht 90 Karpfen 100 Pfn Aufruf des stellv. Gauleiters NSG. Zum erstenmal unternimmt der Gau Westfalen=Süd vom 8. bis 10. Oktober eine Fahrt der dienstältesten Parteigenossen durch den Gau, ähnlich, wie sie alljährlich im Reich veranstaltet wird. Die Fahrt soll dazu dienen, die Kenntnisse der Politischen Leiter über ihren Gau zu vertiefen und zu erweitern. Darüber hinaus sollen den alten Parteigenossen durch diese Fahrt die Schönheiten unseres Gaues, die manchem noch unbekannt sind, vermittelt werden. Weiterhin aber soll die Fahrt bezwecken, daß die alten Parteigenossen, die besonders während der Kampfzeit unsägliche Entbehrungen erlitten und Schweres durchgemacht haben, einmal einige Tage froher Kameradschaft erleben. Städte und Dörfer, die auf dieser Fahrt der 330 dienstältesten Parteigenossen berührt werden, rüsten zu ihrem Empfang. Ueberall sollen meine Kampfgenossen, die mitgeholfen haben, unseren Gau für den Führer und seine herrliche Bewegung zu erobern, herzlich und freudig begrüßt werden. Die Straßen werden ausgeschmückt. Ehrenpforten werden errichtet. Jedes Haus wird eine Hakenkreuzfahne tragen. Hikler=Jugend, Jungvolk. BDM. und Jungmädel werden Spalier bilden, aber auch alle übrigen Formationen sind an dem Empfang beteiligt. Diese Fahrt soll den alten Parteigenossen die Gewißheit geben, daß sie nicht alleinstehen, sondern die Bevölkerung des Gaues auf das engste mit ihnen bzw. mit unserer Bewegung verbunden ist. Bochum. den 6. Oktober 1937. gez. Vetter, stellvertretender Gauleiter. Aufruf des Kreisleiters Am Freitag, dem 8. Oktober d. J., morgens gegen 8 Uhr beginnt vom Bochumer Rathaus aus die Fahrt der 330 dienstältesten Parteigenossen des Gaues Westfalen Süd Es handelt sich hierbei um Männer, die vor dem 11. September 1930 bis heute ununterbrochen in treuer Pilichterfüllung dem Führer gedient haben. In den Jahren des Kampes ihre Pflich: zu erfüllen an der Stelle, an die sie gestellt waren, und Verfolgung. Hohn und Spott zu ertragen war gewiß nicht leicht. Nur weil diese Männer beseelt waren von einer heiligen Idee und an den Führer glaubten, dem sie die Treue gesch woren hatten, war es möglich, in diesem schweren Kampie auszuhalten und ihn endlich siegreich zu beenden Es ist für die alte Gaustadt Bochum eine Ehre. daß die erste Fahrt der dienstältesten Parteigenossen von Bochum aus beginnt. Es wird daher jedem Bochumer ein Bedürfnis sein, durch Flaggen und Aus schmückung der Häuser diesen Männern eine besondere Anerkenung zuteil werden zu lassen. Die Getlaaauna setzt Donnerstag. den 7. Oktober d. J. nachmittags 17 Uhr ein. In den Straßen. die von den Wagenkolonnen berührt werden, bildet die gesamte 5J sowie der und die Angehörigen der Formationen, die arbeitsfrei sied. Spalier Riemenschneider. Kreisleiter. Westfalen-Süd eröffnet das WHW. 1937/38 mit einer großen Feierstunde in der Westfalenhalle Nachdem der Führer das Winterhilfewerk 1937/38 für das Reichsgebiet eröffnet hat, wird am 10. Oktober um 17 Uhr in der Westfalenhalle in Dortmund das Winterhilfswerk 1973 für den Gau Westialen=Süd mit einer großen Feierstunde eröfinet, an der Tausende freiwilliger Helfer und Helferinnen des WHW aus dem ganzen Gau teilnehmen. Für die musikalische Ausgestaltung dieser Feierstunde stehen vier SA=Musikzüge der Standarten 13, M. 309 und 457 in einer Stärke von 120 Mann unter der Leitung des Musikreferenten der SAGruppe Westfalen, Obersturmbannführer Fre) Schmidt, zur Verfügung. Weiter wirken mit die Westfälische Cborgemeinschaft in Stärke von 500 Sängern. die sich aus der Sängervereinigung Bochum, dem MGV.„Deutscher Sängerkreis“ Dortmund, dem Herner Männerhor und der Sängervereinigung Hörde zusammensetzt, für die Oberbürgermeister Pg. Albert Meister. M. d R., Herntr Bundesführer des Deutschen Sängerbundes die Schirmherrschaft übernommen bat. Die Gesamtleitung dieser Chorgemeinschaft bat Musikdirektor Albert Lamberts(Dortmund). Die Chorgemeinschaft bringt das„Deutsche Lied“ von Josef Haß sowie das auf dem Sängerbundesfest in Breslau mit größtem Erfolg vorgetragene„Im Takte der Hämmer“ von Kurt Lißmann, weiterhin als Erstaufführung„Deutschland Vaterland“ von Fritz Bathe(Dortmund) und„Ein Volk“ von Franz Dablke. eines in Ablen i. W. lebenden Komponisten. zum Vortrag. Wenn man berücksichtigt, daß neben diesen Massenchören der„Fünfbundert“, die vier SAMusikzüge mit rund 120 Musikern sowie 100 Fanfarenbläser des Dortmunder Jungvolks für die Veranstaltung eingesetzt werden, darf man gewiß sein, daß die große Eröffnungskundgebung des Winterhilfswerkes 1937/38 des Gaues Westfalender Zann ist bereits gefallen 4 Süb zu einer wirklichen Feierstunde für alle Beteiligten wird. Den Schluß der Veranstaltung bildet der Fahnenausmarsch mit dem Fahnenlied: „Wenn die Fahnen und Standarten stolz wie Adler vor uns ziehn“. Auf dieser Großveranstaltung sprechen der stellvertretende Gauleiter Vetter und der Gaubeauftragte des WHW. Pg. Hütwobl(Hagen). Wie im vergangenen Jahre so wird auch diesmal wieder diese große Feierstunde für jeden Besucher ein unvergeßliches Erlebnis werden. Angefahren. Auf der Goldhammerstraße wurde eine Fray von einem Lastkra'twagen angefahren: sie erhielt hierbei schwere Verletzungen und wurde in das Augusta Krankenhaus gebracht. hohes Alter Am heutigen Tage feiert Herr Wilhelm Ricken, wohnhaft Wittener Straße 66a, in körperlicher und geistiger Frische seinen 72. Geburtstag. Seit 49 Jahren ist er bei der Holzhandlung * Schafer& Co. beschäftigt und verrichtet heute noch wie vor Jahren seine Arbeit. Möge seine Rüstigkeit noch lange Jahre erhalten bleiben. Die Volkszeitung, deren Bezieber er seit über 45 Jahren ist, liest er jeden Morgen mit regstem Interesse. Auch wir wünschen unserem treuen Abonnenten noch viele Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit. Vier Generationen Hier sehen Sie Urahne, Großmutter, Mutter und Kind vier Generationen verkörpern. Es ist die 74jäb. rige Luise Mohrmann, Johanniterstraße 5 wohnhoft, die acht Kindern das Leben schenkte, von denen vier noch leben. während sie einen Sohn dem Vaterlande opfern mußte. Dann Großmutter Hanna Endemann. 44 Jahre alt, Bergener Straße 122 wohnhaft, die Mutter Gertrud Möller im Alter von 22 Jahren und die kleine Gerda. die im Oktober vier Monate alt wird.. Foto: Privataufnehme Alte Goldmünzen in Gerthe gefunden Stammen sie aus dem 30 jährigen Krieg? sie wanderten ins heimalmuseum Bei der Ausschachtung für die Schweinemastanstalt der NSV. auf dem ebemaligen Wilhelmschen Hofe in Bochum Gerthe. der heute der Stadt Bochum gehört, wurden kürzlich drei alte Goldmünzen gefunden. Sie lagen etwa 40 Zentimeter unter der Oberfläche und zwar zerstreut. Es handelt sich wohl um verlorene, nicht um vergrabene Stücke. Wer sich ob des Verlustes zu grämen hatte, ist schwer zu sagen; der bekannte Soldat des 30jährigen Krieges, dem die gelben Vögel entflogen sind, ist nicht unbedingt dazu nötig. Die erste der drei Münzen, die anfänglich für Kinderspielgeld angesehen wurden, ist ein Bonner Goldgulden aus der Zeit des Kölner Erzbischofs Hermann von Hessen(1188—150. Die Vorderseite zeigt Petrus mit dem Schlüssel. Aus der Umschrift ergibt sich, daß Hermann noch Elektus, erwählter Bischof war Darum fällt die Prägung vor 1487, wohl in 1481. Die Rückseite bringt den gevierten Schild mit dem hessischen Löwen und den beiden Sternen des Wappens von Nidda. Die Umschrift bezeichnet das Stück als neue Bonner Goldmünze Das zweite Stück ist ein Schwabacher Goldgulden. benannt nach der ehemals unmittelbaren Stadt Schidabach etwa 3 Stunden südlich von Nürnberg gelegen. Die Umschrift wie auch das Wappen Kürzlich berichteten weir von dem Plane, den den Schönheitesinn störenden Zaun an der Ecke Viktoria. und vumpoldtitraße neederzulegen und hier eine ichmucke Grünanlage zu schaffen Wie unsere Aufnehme ze gt. bat dieser Plan schon greifbare Gestalt angenommen der Zaun ist bereits niedergelegt und schon ist man dabei, den Grünschmuck anzulegen. SK-Foto: Herker Die obere Reibe geigt die Vorder=, die untere Reibe die Ruckseite der gefundenen Münzen Folos Heimaliause. zwilchen den Armen eines Blumenkreuzes de Münze Brandenburg in Franken, und zwar Albrecht Achilles(1464—1486) zu. Der MünzJohannes der Täufer erinnert dentlich un den Ausgang dieser Gulden an den Floren der Stadt Florenz. Beide Fundstücke rühren ein gut Stück Münzgeschichie an. Nach den Kreuzzugen und den damit zusammenhangenden Handelsverbindungen mit dem auf Gold gestellten Morgenlande pragten u a. Geua und Florenz wieder in Gold, Florenz seit 1*** Auf den Florenzer Goldstücken erschien der Stadtheilige von Florenz, Johannes der Täuser. Sein Bild wurde auf Nachpragungen sahrhundertelang beibehalten; nur wurde oft ein kleines Beizeichen gegeben. So hat unser Schwabacher zu Fußen des Heiligen einen Brackentopf. Zu Anfang des 14. Jahrhunderts kamen die Floren auch nach Deutschland und wurden namentlich in Süddeutschland Hauptzahlungsmittel. Sie wurden„Gulden“, d. h Goldener(Pfennig) genannt. Die Nachprägungen brachten mit der Zeit auch andere Wappen und Heiligenbilder, auf dem Bonner Gulden z. B. Petrus. Als die rheinischen ernen Münzverein schlossen, wurde der Gulden im größten und reichsten Gebiete Westdeutschlands Haupthandelsmünze. Im Laufe des 16. Jahrhunderts verschlechterte sich der Gulden mehr und mehr. Es kamen nun auch silberne Gulden auf. Die alten richtigen Gulden nannte man nun Goldgulden, daher die Abkürzung Gg. in alten Aufrechnungen. Rein sprachlich genommen, war das eine Doppelbezeichnung, ähnich wie heim Worte„Diebstahl“. In unsern Landen hatte man es meistens mit Radergulden, benannt nach dem Rade des Mainzer pens, das in Wirklichkeit ein Doppelkreuz war, mit rhinschen und overländischen Gulden zu tun. Was vom Großen Kurfürsten bis auf Friedrich den Großen Gulden hieß, war eigentlich ein Zwei=Drittel=Talerstück. Unsere Altvorderen arer sprachen vom„Güllen“.„n Galgenstrick es fiw Güllen dick“. Wer durchaus am Galgen baumeln wollte, brauchte nur 5 Gulden oder ihren Wert zu stehlen, dann war er nach der Carolina hängefähig. Minderwertiges wird heute noch gern als Timpf bezeichnet. Auch das hat von Haus aus mit Gulden zu tun. Der polnische Münzmeister Tympf prägte zwischen 1663—1665 recht erbärmliche Gulden, die nur 12 bis 13 Groschen wert waren. Das war wörtlich der erste Timpf, sachlich allerdings nicht. Bei dem dritten Fundstück handelt es sich um Dovvel=Esendo, um ein Goldstück, das eigentlich in Spanien beheimatet war. Der Name geht auf die spanische Bezeichnung für Schild zurück. Unser Stück gehört zi den niederländischen Nachprägungen des 16. Jahrhunderts. Der Doppel=Escudo wurde Ausgang für eine Münzart, die sich lange als Pistole behauptete. Unter Philipp II hatte eine Pistole etwa 6 Gramm Gold. Der Münzname wird auf „Piastra“, d. h. Metallplättchen, zurückgeführt, während der Name der Waffe auf„Pistoja“, auf die italienische Waffenstadt, zurückgeleitet wird. Die ebemals auch bei uns gebräuchliche Spöttelei ne roe Pistolle wesselr“, d. h. einen roten Pfennig wechseln, ist ungefähr vergessen. Die drei Fundstücke wurden der Münzsammlung des Heimatmuseums zugeführt und liegen zur Besichtigung aus. Beigefügt wurden einige Silbergulden Auch von dem Bochumer Münzfund von 1907 sind Proben ausgelegt. Die Münzen, die man damals anfänglich für„Buksenknöppe“ gehalten hatte, erwiesen sich als Regenbogenschlüsselchen, genauer als Schüsselstagter der Tenkterer, Sigamberer, Übier und Usipeter. lich gebören sie ins 1. Jahrhundert vor Christue. Bemerkenswert ist u. a., daß sie ein dreisneichiges Sonnenrad führen. Schafft Dauerarbeitsplätze für die zurückgekehrten Soldafen! Aufruf an alle Führer der Betriebe! Hunderte von jungen Männern sind in diesen Lagen nach ehrenvollem Dienst aus der Wehrmacht tusgeschieden und in das bürgerliche Leben zurückgekehrt. Sie alle wollen nach ihrer Entlassung durch ernste Arbeit in treuer Pflichterfüllung zum Wohle der Volksgemeinschaft weiter tätig sein. Das Arbeitsamt Bochum sieht es als eine seiner vornehmsten Pilichten an. diesen Männern bevorzugt einen Dauerarbeitsp an zuzuweisen. In erster Linie kommen hier die Arbeitspläne in Betracht, die durch die Einberufungen zum Arbeits= und Wehrdienst frei geworden sind bezw noch frei werden. Ich erwarte daher von allen Führern der Betriebe, daß sie die durch die Einziehung frei werdenden Arbeitspläte sofort dem Arbeitsamt Bochum anmelden, das geeignete Bewerber aus dem Kreise der zurückgekehrten Soldaten zuweisen wird. Die Einberufung von Gefolgschaftsmitgliedern darf nicht dazu führen, daß Arbeitsplätze nicht wieder besetzt werden, also für die Gesamtbeit verloren geben Es muß daber eine selbstverständliche Ebrenpflicht für die Gefolgschaftsführer des Bochumer Bezirkes sein, daß kein in Ehren aus der Wehrmacht ausgeschiedener Soldat ohne Arbeit bleibt. Der Vorsitzende des Arbeitsamtes Bochum: gez. Kampmann. Regierungsrat Das Wehrbezirks=Kommando Bochum teilt mit: Ab 8. Oktober 1337 befinden sich die Diensträume der Wehrmeldeämter 1 und 2(bisher Freligrathstraße 30) und die Wehrmelde=Aemter 3 und 4(bisher Bergstraße 139) im Haus Freiligratbstraße 3, ernsprechr 60 161. Dienststunden wie bisber: 9 bis 16 Uhr.(Sprechstunden von 8 bis 13 Uhr.) Das Wehrbezirks=Kommando verbleikt im Haus Freiligrathstraße 30, die Abtetlungen Marine und Luktwaffe im Haus Bergstraße 199 Für die städtischen Bernfs= und Fachschulen sind keine Herbstferien Der Unterricht wird planmähig fortgelent. Die Weibnachtoferien der städtischen Bernse= und Fachschulen sind dafür um 5 Tage verängert Zu Fall gekommen. Gegen 9 Uhr wurde ein Radfahrer unter der hiesigen Unterführung am Hauptbahnbof von einem Personenkraftwagen von binten angefahren Der Radfahrer kam zu Fall und erlitt am Hinterkopf Hautabschüriungen, auch klagte er über hettige Schmerzen in der linken Seite ozialpolitik im neuen Reich Reichsamlsleiter Mende sprach in der Eickhoffschen Ausstellangshalle De Türplakelte des W9W für Dr. Die Kreisleitung der Deutschen Arbeitsfront hatte gestern die DAF=Ortswaltungen ind die Bochumer Gefolgschaftsführer zu einem Vortrag des Leiters des Sozialamtes in der DAF. Reichsamteleiter Pg. Mende(Berlin) n die neue Ausstellungshalle der Meschinenfabrik Gebrüder Eickboff eingeladen. Der Reichsamtsleiter sprach in einem einstündigen Refernt über aktuelle sosialpolitische Fragen. U. a. führte er darin aus: Kennzeichnend und richtungweisend für den Geist, der die neue Sozialordnung trägt, ist ein Wort des Führers„Die nationalsozialistische Staatsführung ist so souverän und steht so lehr über allen wirtschaftlichen Dingen, daß für sie die Bezeichnungen Arbeitgeber und Arbeitnehmer belanglose Begriffe sind. Vor den höchsten Interessen der Nation gibt es diese Unterscheidungen nicht, es gibt nur Arbeitsbeauftragte der ganzen Nation“. Demzufolge kennt die neue Sozialordnung nicht den Willen und das Interesse des Einzelnen, sie sind vielmehr untergeordnet dem Allgemeinwohl. Von diesem Grundlatz aus erfährt die Arbeit eine völlig neue, von früheren Auffassungen grundlätzlich verschiedene Wertung. Die praktischen Folgerungen, die sich aus diesem Grundlatz ergeben, pürt man auf allen Gebieten der sozialen Ordnung von Tag zu Tag deutlicher. Er verlangt vom Ge= folgschftsführer stete und tätige Fürsorge für Betrieb und Gefolgschaft und vom Gefolgschaftsmann vernünftiges und fleißiges Mitarbeiten im Betrieb. Es ist darum durchaus abwegig, wenn heute die durch den Mangel an Fachkräften bedingte Notlage ausgemitt wird, um eigensüchtige Interessen durchusetzen. Die ganze Sozialpolitik wird und darf sich nicht auf konjunkturellen Erscheinumngen und Gegebenbeiten aufbauen. Ziel ihrer Bemühinger wird imme. eine mönlichst stetige und sichere wirtschaftliche Entwicklung sein, auf daß auf lange Sicht hin die Lebenshaltung der schaffenden Menschen erheblich verbessert werden kann. Es gibt bis heute noch keine ausgesprochene nationalsozialistische Lohnpolitik. Man hat sich darauf beschrannen mussen. die ärgsten Härten abzustellen. Wichtigste Aufgabe ist es vorläufig, Preise und Löhne stabil zu halten. Das geschieht einmal durch das unbedingte Festhalten an dem Grundlatz, daß Tariflöhne Mindestlöhne sind. Veränderungen können hier behanntlich nur mit Zu= stimmung des Treuhänders der Arbeit getroffen werden. Darüber hinaus gibt der Leistungslohn, also ein Satz, der an der Qunlität und der Größe der Leistung sich abmißt, genügend Möglichkeit, einen Arbeiter leiner Leistung entsprechend zu bezahlen. Die Frage der Gewinnbeteiligung ist oft angeschnitten worden. Dazu ist zu lagen, daß eine solche Forderung berechtigt ist. wenn mrlächliche, belondere Leistungen des Betriebes vorliegen: sie ist nicht gerechtfertigt wenn Aufträge und Gewinne dem Betrieb ohne besondere Anstrengungen zufallen. Ueber der Leistung— und das darf man nie vergessen— steht die Gelundheit. Ihre Erhaltung ist wichtiger als das unbedingte und bedenkenlose Streben nach Leitungssteigerung. Zum Schluß beschäftigte sich der Referent, ohne allerdinge Einzelheiten anzugeben, mit der Sozialversicherung. Die Leistungen, der Sozialversicherung im letzten halben Jahrhindert sind unverkennbar, Jmmerhin gibt es zahlreiche Einrichtungen, die aus dem Geist eines liberalistischen Zeitalters geboren sind und daher mit der nationallozialistischen Weltanschauung nicht mehr in Einklang gepracht werden können, die daher der Reform bedürfen. Wichtiglte Aufgabe lei die Altersversorgung des deutschen Menschen, eine Frage, die imar immer noch auf erbehliche Schwierigkeiten stößt, die aber gelöft werden wird Kreisohnann Meinert eröffnete die Versammlung mit einem Grußvort und schloß sie mit dem Führerheil. Kostbarkeiten auf der Bochumer Shakespeare-Ausstellung m Rahmen der II. Deutschen ShakespeoreWoche wird in der städt. Gemäldegalerie Bochum die Ausstellung„Sbakespeare auf der deutschen Bühne“ feierlich eröffnet. Diese Ausstellung zeigt zum ersten Male in großer Form wichtige Belege deutscher Shakespeare=Pf ege. damit verbunden ist eine Buchausstellung. Die Leitung liegt in Händen von Professor Dr. Carl Nießen. Köln. Die Hauptmasse der Ausstellungsgegenstände stammt aus der seit Jahren planmäßig aufgebauten Spezialsammlung des Kölner Theatermuseums. Um einiges berauszugreifen, was die einzigartige Schau bieten wird. wird man u. a. nicht weniger als 32 Zeichnungen sehen, die von Iffland während der Vorstellung in dem damals noch erleuch teten Zuschauerraume gefertigt sind. Einen ausgezeichneten Einblick gewinnt man auch in die künstlerische Werkstatt des Hersoss von Meiningen Man sieht, wie er mit dem Problem der szenischen Einkleidung eines Shakespeare=Dramas geradezu ringt Zuerst versucht er. wie es Dingelstedt getan hatte, das„Wintermärchen" antik zu geben, dann ober nimmt er eine märchenhaft schöne italienische Frührenaissance. Kein geringerer als Kainz ist auf einer der schöniten farbigen Skizzen als Träger des Kostüms für den Florizel gemeint Beim Rüsten für die Gastspiele hat der Herzog während der Probe alle möglichen Verbesserungen notiert. Für den„Julius Cäsar“ ist ein ganzes Aktenstück daraus geworden, das Zeichnungen begleiten. Erstaunlich ist die Sorgfalt mit der vorgegangen wird. So ist ein Messer mit der gleichen Hingebung gezeichnet worden, wie ein Flötenbläser des Festzuges. Gezeigt werden auch die einzigen forbigen Shakespeare=Entwürfe für die Meininger, die sich von der Hand der Gebrüder Brückner erhalten haben. Scgar ein Modell zum 1. Akt des„Cäsar“ ilt vorhanden. Die genannten Stücke. die als Beispiel herausgehoben sind, stammen übrigens sämtlich aus dem Privatbesin des Leiters der Ausstellung. Professor Dr. C. Nieben. der diese kostbaren Materialien dem Kölner Theater= museum als Leibgabe zugewendet hat Führende Persönlichkeiten auf der 2. Deutschen Shakespeare=Woche Neben den zahlreichen Anmeldungen, de zur 2 Deutschen Shakespeare=Woche von Vertretern der Behorden, des Staates, der Wehrmacht und der Verwaltung eingegangen sind, haben sich auch eine ganze Reihe führender Persönlichkeiten des deutschen Kunstund Geistesleben angemeldet. So werden nicht nur sche deutsche Theaterleiter anwesend sein, sondern auch führende deutsche Schriftiteller wie Josef Anten, Jnkob Schaffner, Wolf v. Hatzfeld, Jojefa Berens=Totenohl. daneben auch bedeutende Wissenschaftler, wie der Präsident der Deutschen Shakespeare=Gesellschaft, Professor Dr. Werner Deetjen, Weimar, Gebeimrat Professor Dr. Max Foerster, München, we terbin bekannte deutsche Hochschullehrer, so die Professoren Dr. Deutschbein, Marburg, Dr. Keller, Münster, Dr. Kindermann, Münster, Wr. Niessen, Köln, Dr. Obenauer, Bonn, Dr Schirner, Berlin, dazu noch mehrere Rektoren großer deutscher Unwersitäten. heimischer Dichterabend im Rahmen der Buchwoche. In der im Silchertmuse abgehaltenen Mitgliederversammlung der Schriftstellergruppe Bochum berichtete der Gruppenleiter W. Oschmann über die Vorbereitungen zur Gestaltung der diesjährigen Buchwoche. Außer den beiden Leseabenden, die behannten auswärtigen Schriftstellern gewidmet sind, wird am Dienstag, 2. November, abends im oberen Saal des Silcherhauses ein von der Schriftstellergruppe Bochum veranstalteter Dichterabend stattfinden, auf dem heimische Kräfte zu Worte kommen sollen. Der durch Vorträge hammermusthalischer Art und durch gesangliche Darbietungen würdig umrahmte Abend verspricht reiche Abwechslung und Anregung. Er wird in gedrängter Folge einen Durchschmitt durch das Schaffen der in der Schriftstellergruppe vereinigten Kräfte geben. Als Sprecher sind vorgesehen: für ernste Lyrik Hermann Langauth, für Epik Frau Herta Seher=Herne, für heitere Lyrik W. Oschmann und für Mundartdichtung Franz Fromme. Der Unkostenbeitrag wird so niedrig bemessen sein, daß jedem Volksgenossen die Teilnahme an der Veranstaltung möglich ist. Zwischen Waggonpuffer geraten. Der 8jahrige Rangier= und Werkearbeiter Johann Lu. aus der Wörthstraße 4 wollte die Kuppelung eines Zuges vornehmen, als plötzlich die Lokomotive aufdrückte, so daß Lu. erfaßt wurde und zwischen die Waggonvuffer geriet. Er wurde mit schweren Brust= und Seitenguetschungen und inneren Verletzungen in das St. Elisabeth-Hosvital geschafft Diebstahl eines Koffers mit Bekleidungsstücken und Papieren. Gegen 1.30 Uhr wurde einem zugereisten Volk=genossen auf der Hunscheidtstraße, vor der Wirtschaft Philipp. ein Koffer mit Kleidungsstücken. Photographien, einer Geburtsurkunde, einem Tankschein, einer Invalidenkarte und mehreren Quittungen gestohlen Die Papiere lauten auf den Namen Friedrich Busse. Die Tat geschab in dem Moment. als der ortsfremde Geschädigte den Koffer für einen kurzen Augenblick vor der Wirtschaft ab= gestellt hatte, um den Wirt nach dem Weg nach der Ziegelet an der Wasserstraße zu befragen. Als Täter soll ein etwa 85 Jahre alter Radfahrer in Frage kommen, der zu der angegebenen Zeit mit seinem Fahrrade vor der Wirtschaft stand. Wer kann zu den Diebstahl sachdienliche Angaden machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behawdelt werden. erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstrabe 35. Zimmer 244 Gegen einen Lastkraftwagen. Gegen 16.30 Uhr fuhr auf der Wattenscheider Straße ein Motorradfahrer gegen einen fahrenden Laitkraftwagen. Der Motorradfahrer kam zu Fall und erhielt eine Kopfverletzung. Der Verletzte wurde in das Marien= krankenhaus in Wattenscheid gebracht Mit ersten Preisen heimgekehrt. Auch der The= aterverein„Bunte Bühne“ nahm an dem Internationalen Theaterwettstreit in Vaals, Holland, teil, an dem sich insgesamt 20 Vereine keteiligten. Er schnitt mit den beiten Erfolgen ab. So erbielt er den Hauptehrenpreis der Königin Wilhelmine, den 1. Herren=Charakterpreis durch Walter Huy. den 1. Damen=Charnkterpreis durch Frau A. Frenz. Der Hauptregiepreis ging ihm verloren, gestochen werden mußte so daß dieser Preis dem glücklicheren Verein zufiel. NSG Sachlens„Alte Garde“ im Gau Weitsalen=Süd. Die alte Garde der Bewegung des Gaues Sachsen, 180 Träger des Goldenen Ehrenzeichens mit ihrem Gauleiter Reichsstatthalter Murschmann kommen von einer Fahet an den Rhein über Dortmund. Soest am 11 Oktober nach Lippstadt, um hier zu übernachten. Von Lippstadt aus erfolgt die Heim'ahrt nach Sachsen NSG Uebersetzung im Saitstätten=Gewerbe im Gau Weitfalen=Sud. Im Gau Westfalen=Süd ist durch den Rückgang des Umsatzes das Mißverbältnis zwischen den erforderlichen Gaststätten und den tatsächlich vorbandenen so groß. daß etwa ein Drittel der etwa vorbandenen 6000 Gastätten als nicht lebensfähig bezeichnet werden muh. In Hagen beispie sweise bringer es von den 426 Gastwirtschaften, die eine Vollschankerlaubnis haben. 60 nicht einmel zu einem monatlichen Bierumsat von 5 Hektoliter, während 122 ein Umsatz von weniger als 10 Hektoliter im Monat haben T, erste Türplakette für die diesfährige Attion des Winterhilfswerks ist nunmehr herausgekommen. Scherl=Bilderdienst. M.) Der erste Eintopfsonntag Am 10. Oktober versammelt sich das ganze deutsche Volk wieder um den Eintopf. Der erste Eintopfsonntag des kommenden Winters wird wieder einmal symbolisch die feste Gemeinschaft des Volkes unter Beweis stellen. Aber mit diesem Symbol des deutschen Eintopfsonntages hat es noch eine ganz besondere Bewandtnis. Nicht nur der Deutsche, sondern die ganze Welt weiß es, daß die neue deutsche Volksgemeinschaft eine sozialistische Gemeinschaft, eine Gemeinschaft der Tat ist. Wir sehen in dem Symbol des Eintovis den sichtbaren Ausdruck der„Brotgemeinschaft“, wir sehen in ihm ein leuchtendes Zeichen für die innere Umwandlung des deutschen Menschen vom materiellen zum ideellen hin. Wir sehen in ihm den Ausdruck des Willens zur Opferbereitschaft. Dies alles gilt es zu bedenken, wenn man die richtige Einstellung zum Eintopfsonntag gewinnen will. An jedem Eintopfsonntag bekennen wir uns erneut zu unserem deutschen Bruder. Auch am kommenden Eintopfsonntag wollen wir wieder unter Beweis stellen, daß das deutsche Volk zu einer festen, unverbrüchlichen Gemeinschaft zusammengeschmiedet ist. heute städtische Kammermusik Es lobne sich, noch einmal daranf aufmerksam zu machen, daß beute, Donnerstag, 7. Oktober, 20 Uhr, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus der erste Abend der diesjährigen Kammer=Konzerte stattfindet. Das Häusler=Quartett: Erwin Häusler, Alfred Oligmüller, Fritz Geistfeld. Karl Fränkle bestreitet diesen Abend allein und will Gelegenheit nehmen, der seit dem vorigen Johr recht zahlreichen Kammermusik=Gemeinde zu zeigen, daß es das ihm entgegengebrachte Vertrauen, welches sich in der erhöhten Zahl der Vormieten ausdrückt, zu Das Winterhilfswerk ist Ausdruck der Gemeinschaftstreue unseres deutichen Volkes! Wo bleibt Deine Spende? rechtfertigen weiß. Das Programm: Ludwig van Beetkoven: Quartett für 2 Violinen, Viola und Violonsello f=moll, op. 9: Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento für Violine. Viola und Violoncello Es=Dur(K.V.563): Johannes Brahms: Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello c=moll, op. 51 Nr. 1, bringt keine Erstaufführung, dafür aber hier lange nicht mehr gehörte Meisterwerke. Der Abend soll keine Ueberraschung, sondern ein Erlebnis sein. Preise: 75 Rpf. bis 1.50 RM. Karten sind noch an der Konzertkasse im Stadttheater, in den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse zu haben. Schülerkarten werden nur an der Konzert= uno Abendkasse ausgegeben. Dauerkarten für die Kammermustkreibe(8 Veranstaltungen) mit einer bedeutenden Preisermäßlanng. stehen noch an der Konzertkasse im Stadttheater zur Verfügung. Vorbestellungen nimmt die Konzertkasse unter Nr. 610 51 entgegen Wichtig für die Besucher der II. Deutschen Shakespeare=Woche. us Togungsbüro der II. Deutschen SbakespeareWoche läßt dringeny darum bitten, daß die vorbestellten Karten nach Möglichkeit dis Freitas abend abgedolt werden, um ein langes Ansteben vor Beginn der Vorstellungen zu vermeiden. „Romeo und Julia- am 10. Oktober.„Julius Cäsar" am 13. Oktober „Antonius und Kleopatra“ am 11. Oktober sind ausverkauft Die Garde.Kameradschaft hielt im Bochumer Hof ihren Monatsappell ab, der gut besucht war. Kameradschaftsführer Kieserling gedachte eingangs des M0. Geburtstages des verewigten Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Auch widmete man ein stilles Gedenken einem verstorbenen Kameraden. Die dann vom Schriftwart derleiene Niederschrift des September=Appells wurde genehmigt. Nachdem die Tagesordnung erschöpet war, nahm Schriftwart Friy Weber das Wort zu seinem Vortrag über das Thema: Erbrecht=Testamenl. Er behandelte die einzelnen Bestimmungen über das Erbrecht, über Vermächtnis und Pflichtteil sowie Todesfall und Vermögensnachlaß. Seine lehrreichen Ansführungen wurden dankend entgegengenommen. Die einzelnen Titel des Erbrechtersetzes will er in einer Reche laufender Vorträge ausführlicher besprechen. Deshalb ist es notwendig daß alle Kameraden die kommenden Appells besuchen. Ingenieur Otto vronner sprach dann über weltanschauliche Fragen und hatte aufmerksame Zuhörer. Zum Schluß schilderte dann noch der Kameradschaftsführer beine begeisternden Eindrücke von dem Besuch der beiden Staatsmänner in Essen. Sein ausführlicher Bericht fand ebenfalls ungeleilte Aufmerklamke Arbeitsfront und Wohnungs wesen Berufsausweis der DAF. für die Hausverwalter. NSG. Die Fachgruppe„Haus= und Grundstückswesen" der Gaubetriebsgemeinschaft„Bau“ der Deutschen Arbeitsfront leitet, führt, schult und betreut im Auftrage der NSDAP. alle für die Erhaltung und Verwaltung in der Wohnwirtschaft tätigen Volksgenossen, wie Hauseigentümer, Grundstücks= und Hyvothekenmakler, Zwangsverwalter, Hauswarte, Betriebsführer und Gefolgschaftsmitgliede: der Siedlungsbetrieve, Wohnungsnachweise usw. Die Fachgruppe muß es als eine ihrer wesentlichsten Aufgaben betrachten, die Verwaltung der in Händen von Juden befindlichen Häuser im Interesse der deutschen Mieter Ariern zu übertragen. Die planmäßige Schulung, Heranbildung und Betreuung schafft alle für diese Bereinigung und Umstellung notwendigen Voraussetzungen. Im Gan Westfalen=Süd ist die Fachgruvp:„Haus= und Grundstückswesen“ zur Zeit mit den Vorerkeiter zur Durchführung von Lehrgängen tur die Hausverwalter beschäftigt. Nach Abich'ui der Lehrgänge erhalten die Teilnehmer den Bernisausweit der Deutschen Arbeitsfront. Teilnahmeberechtigt sind nur DAF.=Mitglieder. Naheres über den Lehrgang enthalten die Aufnabwebedingungen. Diese sind anzufordern bei der Deutschen Arbeitsfront, Gauwaltung Westalen=Süd Gaubetriebsgemeinschaft 4„Bau“, Fachgruppe„Haus= und Grundstückwesen“, Bochum, Wiemelhauser Straße 38/42. Der Eintopfsonntag ist nicht nur eine Angelegenheit des Magens, sondern auch eine Sache des Herzers. Anweldungstermin verlängert beim Veranstallungsring der Hitlerjugend. wir erfahren, war die bioherige Werbeaktion "für die Veranstaltungen ein voller Erfolg, der alle Erwartungen und die Ergebnisse des Vorjahres bei weitem übertraf. Trotzdem der Kulturstellenleiter des Standortes Groß=Bochum der HJ, Gefolgschaftsführer Heimann, unermüdlich von Schule zu Schle unterwegs ist, um alle Jugendlichen, Schüler und Jungarbeiter, für diese kulturelle Tat der HJ zu begeistern, sind noch lange nicht alle in Frage kommenden Jungen und Mädel durch die Propagandaaktion erfaßt worden. Dazu werden noch ständig Anforderungen an die Standortführung der HJ geschickt, doch noch weitere Mitgliedsharten für den Veranstaltungsring zu lenden. Die HJ hat sich deshalb entschlossen, den Anmeldetermin bis zum 15. Oktober zu verlängern. Als erste Pflichtveranstaltung wied aus der Shakelpeare=Woche das Drama„Julius Cälar“ zur Aufführung gelangen. 5500 Mark unterschlagen 1 Jahr 9 Monate Gesänanis als Strase. +* Die Große Strafkammer Bochum verurleilte den bliährigen Kassieret der Kreiskommunalkasse des Landkreiseo Recklinghausen wegen Vortgeenter Unterschlagung im Amte zu 1 Jahr 9 Monaten Geananis und zur Aberkennung der Besähigung der Bekleidung einer öffent ichen Amtes auf die Dauer von 5 Jahren Der Angeklagte hatte im Nebenomte die Kasse des Roten Kreutes zu führen. Aus dieser unterschlug er in den Jahren 1932 bis 1937 einen Gesamtbetrag von 5500 Mark. Als im Fehr. i7 das Roie Kreuz einen Betrag von 4500 Mark aus der Kasse verlangte entnahm er das Geld aus der Kreis'ommunalkasse, einige Monate'pater noch einen Betiag von 10000 Mark In den Kreiokassien hüchern verzeichnete er kälichlich den Betraa von 5500 Mark als hinter eates Euthaben des Kreiles hei einer Bank Bei einer Revision der Kreiskasse während des Urlaubes des Angeklagten gelangte die Unterschlagung zur Aufdeckung. Vam Kankasus zum Gelben Meer Heimabend des SGV. Bochum Für die Wanderfreunde im SGV. brachte der Heimabend in der Uhle diesmal etwas Besonderes mit dem Lichtbildervortrag des Wanderfreundes Svarbier„Vom Kaukasus zum Gelben Meer“. Dieses Gebiet ir Asien das immer wieder die grosen Forscher aller Welt mit seinen reichen Schätzen aus der Vorzeit anlockt, bietet viel Wissenswertes. Ausgezeichnete Lichtbilder, die kein Phantasieprodukt waren, sondern von den verschiedensten Forschern bei ihren beschwerlichen Reisen aufgenommen wurden, gaben ein anschauliches Bild dieser Teile Asiens. Die gewaltigen Gebirge des Kaukasus mit ihren oft unzugänglichen und schwer zu überwindenden Gebirgspässen und den drobenden Stein und Schneelawinen wurden bestannt. Ihre herrlichen Naturschönheiten fesselten die Beschauer. Die Lichtbilder zeigten besonders, mit welchen recht vrimitiven Verkehrsmitteln diese ausgedehnten Strecken überwunden werden mußten. Auf der anderen Seite wurde recht eindrucksvoll wiedergewelche wertnolle Arheit seisns der Forscher geleistet wurbe Abteilungsführer Döring wies noch einmal mf die goße SGV.=Veranstaltung am kommenden Sonntag mit der Heldengedenkfeier am SGR.Ehrenmal am Kolberg hin. Es feien bereits vier Sonderzuge fest gemeldet. Auch der Bochumer Sonderzug werde fahren. NSG Anerkennung des Führers für verdienst volle Beamte. Der Führer und Reichskanzler hat für die dem deutschen Volk während vieler Jahre treu geleisteten Dienste folgenden Beamten seine aufrichtigen Glückwünsche, leinen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen und ihnen eine Urkunde erteilt. Kreisnersicherungainspektor Wi helm TrUller in Arneberg(40 Dienstiahre). Polizei=Oberlekretär Hermann Schwan in Bochum(11 Dienst sahre). Ortekrankenkassen=Oberinspektor Hennedöle in Dortmund(40 Dienstjahre) und KriminalBeuirks'ekretär Heinrich Happe in Herne(44 Dienstjahre). Verkaufopsochologie im Schreibwarengeschäft. Die Fachabtei ung Papier, Schreibwaren und Bürobedarf in der Wirtschaftsgruppe hielt im Ständehaus Willi Pilken eine äußerst gut besuchte Versammlung ab. Neben den Berufskameraden aus Bochum. Wattenscheid Wanne Eickel, Hattingen. Herne und Witen. waren auch die Gelolgschaftsmitglieder zu dem interessanten Vortrage des Herrn Zwack von der Firma Eberbard Faber, Nürnberg, über „Verkaufspsychologie im Schreibwarengeschäft“ geladen worden. Nach herzlichen Begrüßungsworten des Fachabteilungs eiters A Nolzen sen. an die Erschienenen, sprach Herr Zwock in äußerst anregender Weise über all die Dinge, die den Einzelhändler und seine Mitarbeiter zum unentbehrlichen Berater des Kunden machen. Der Vortragende gab aus seiner langen Praxis all die Erfohrungen zum Besten, die er in den langen Jahren gesammelt hat. In humorvoller Weise wurden Fehler in der Kundenbehandlung gegeißelt und auf der anderen Seite Wege gewiesen, wie mon die Beziehungen zwischen Käufer und Verkäufer zu einem dauern den Vertrauensverhältnis ausgestalten kann. Manchem Anwesenden— und das aitt besonders von den Verkäuferinnen und Lehrmädchen der Papierwarenbranche— dürfte wohl erst an diesem Abend die Schönheit seines Beruses, ober auch die Vielfältigkeit der Aufgaben im Verkehr mit dem Kunden recht bewußt geworden sein An die begeistert aufgenommenen Aus'ührungen schlossen sich kurze warenkundliche Er äuterungen und praktische Verkaufsübungen an Nachdem Dipl.=Volkswirt Nübl noch kurz auf die bald beginnenden Buchführungskurse hingewiesen hatte, schloß Herr Nolzen mit Bochum-Weilmer Hohes Alter. Heute vollendet der Jnvalite Heinrich Kriwett, Roomersbeide 75 b, in körper licher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Er ist ein eifriger Leser unserer Zeitung. Wir gratulieren! Bochum-Langendreer Zum Thema„Hitler— Mussolin““ spricht am Donnerstag der bekannte Reichsredner Alfred Beck in einer Veranstaltung der NSTAP., Ortegruppe, um 20.15 Uhr bei Grollmann An der Malstatt. Zu den Mütterschulungskursen in Langendreer können sich noch Teilnebmerinnen bei Frau Strodihoiz. Kaiserstraße 15, melden. Vorgesehen sind Kurse, in Haushaltsführung, Kochen Nähen, Säualingspflege, Krankenpflege usw. Die Kurse, die zwölfmal 8 Stunden dauern und 8 Mark kosten, werden nur abgehalten, wenn sich eine genügen große Zahl von Müttern und Mädchen melden Man spricht davon, daß die Straßenbabnlinie H. die vom Kaisersteg nach Lütgendortmund geht, stillgelegt und dafür eine Autobusverbindung eingerichtet werden soll. Man begründet dieses Gerücht damit, daß die Linie verhältnismäßig wenig benutzt wird und daß zum anderen die Straßenbahngesellschaft in den letzten Jahren kaum noch Ausbesserungsarbeiten an dem Untervan dieser Strecke habe vornehmen lassen. Zum großen Konzert des Musikzuges der Motorbrigade Weitfalen werden in Langendreer rd. 50 Musiker aufspielen. Die Vrückenarbeiten vor der Beendigung. Be= reits vor einiger Zeit berichteten wir über die umfangreichen Ueberholungsarbeiten an der großen Brücke am Kaisersteg, die die Stadtteile Langendreer und Werne verbindet. In den letzten Wochen sind die Hauptpfeiler zum Teil erneuert und gestützt worden. Sokald die Arbeiten an der Eisenkonstruktion beendet sind, beginnen die Aroeiten an den recht schadhaften Laufplanken. ik. Aus dem Reichsbund der Kinderreichen. Im Tagungslokal„Märkischer Hof“(Schulte) bielt die Ortsgruppe des Reichsbundes der Kinderreichen eine wichtige Versammlung ab. Der Leiter der Ortegruppe Dr. Pöpvingbaus ging auf die wichtigsten Verordnungen des Bundes ein. Sodann wurden aktuelle Fragen behandelt. Ein weiterer Neubau entsteht an der Urbanusstraße im Pavenholz. Es ist zu bemerken daß sich gerade in letzter Jelt die Außenbezirke besonderer Beliebtheit für Banzweck erfreuen. Seine Meisterprüfung als Färber und chemischer Reiniger bestand vor der Handwer'skammer in Dort= mund. Fritz Deuber, Uemminger Straße 11. Die von dem Drogisten Johannes Kneider geleitete Kleintierfarm an der Krümmede kann in diesen Jahre auf ein 25jähriges Bestehen zurüchblicken. In dieser langen Zeit züchterischer Arbeit hat das Gemeinschaftswerk, das belonders zahlreichen kleinen Leuten eine stete Quelle der Freude und schöner Erfolge bedeutet, ein gut Stück Arbeit zum Besten des Volkeganzen hinter sich gebracht Durch die Kleintierhaltung werden ganz bedeutende Beiträge zur Ernährungswirtschaft geleistet und damit Depisen für notwendige Rohtoffbeschaffungen aus dem Auslande freigemacht. Manches Opfer hat gebracht und viel Liebe und Sorgfalt aufgewendet werden müssen, um die Farm auf den gegenwärtigen Stand zu bringen. Außer dem im Jahre 1933 auf der Ausstellung in Hamm mit dem Staatsehrenptelse ausgezeichneten Vorsitzenden Kneider haben sich der frühere Bochmimer Stadtmat Fißmer, setzt Oberbürgermeister der Stadt Siegen, der im Ruhestande lebende Metzgermeister Velten und der Kaufmann Wilhelm Klute besondere Verdienste um den Aushau der Farm erworben. Eine wesentliche Sorge war in den letzten Jahren die Eigenbeschaffung von Kraftfutter. Im Jahre 1933 begann man nach Anleitung des Bruder=Vorstehere Romuald mit dem versuchemeisen Majs= und Sonnenblumen=Anbau. Man hat damit die allerbesten einem Dank on Herrn Zwack und einem Gedenken an den Führer die sehr anregend verlaufene Ver sammlung. Oberschlesier=Bundesgruppe. Sonntag fand im Lokal Irrgang, Alleestraße 59, die Monatsversammlung statt, welche recht gut besucht war. Der Bundesgruppenleiter gedachte in ehrenden Worten des verstorbenen Mitgliedes, Frau Nowakowski. Eingehend wurden Geschehnisse aus der Heimat zur Kenntnis gebracht und die dringende Bitte um rege Mitarbeit in dem Kampf um die Heimat allen aus Herz gelegt. Der Bundesgruppenleiter gab dann eine Schilderung von seiner Ferienfahrt aus dem Schwarzwald und Bodenseegebiet. Sehr viel Interessantes, gewürzt mit derbem Humor, kam zu Gehör. Zum Schluß wurde die Wertetrommel gerührt und jedem Mitglied ans Herz gelegt, zur nächsten Versammlung ein neues Mitglied mitzukringen. Die Grenzlandvereine sind zur Aufbauarbeit besonders berufen, darum muß jeder Landsmann es als eine Pflicht betrachten, sich einer Bundesgruppe anzuschließen Deutsche Sammlergemeinschaft(Briefmarken). r trekfen uns heute, Donnerstag, den 7. 10. 87, um 20 Uhr in der Wirtschatf Strahler, Dibergstr. 1, Pochum. Gäste sind willkommen. Tauschmaterial mitbringen. Leute Fahrten nach Düsfeldorf zur Ausstellung „Schaffendes Bolk“; am 10. 10. 87 m t dem Omnibus, Preis 8.50 RM; am 17. 10, 87 mit dem Sonderzug. Preis 2.60 RM. Anmeldungen werden umgehend entgegengenommen. Eine Pferdemusterung fand vorgestern auf der Mönnighoffschen Wiese statt. Jasgesamt waren nur 70 Pferde zur Stelle. Der Rückgang in den letzten Jahren ist sehr stark gewesen, gab es dech Zeiten, in denen allein die MüserBrauerei 100 Pferde hatte. Bechum-Werne Endlich ist es so weit! Ein oft geäußerter und auch an dieser Stelle schon vorgebrachter Wunsch ist nun erfüllt. Der Werner Marktplatz ist gepflastert, die abschließenden Arbeiten sind in den nächsten Tage zu Ende. Um dem Platz eine etwas freundlichere Note zu geben, hat man an seinen Längs= und Querseiten Bäume gepflanzt, weiter sind Beleuchtungsmasten aufgestellt worden. Heute Volkstanz für Frauen und Männer von 2—22 Uhr in Bochum=Werne. Werner Hellweg. Die gefürchtete Ulmenkrankbeit, die schon unter so manchem herrlichen Baumbestand aufgeräumt hat, hat nun auch sämtliche Bäume der HeinrichGustav=Straße befallen. Da es immer noch kein wirksames Mittel gegen die gefährliche Baumkrankheit gibt, mußte man sich entschließen, alle 4) Bäume auf der genannten Straße abzuschlagen. Auch die vom Amtsplatz bis zur Dördelstraße stehenden Bäume kränkeln bereits, so daß sie wohl auch in absehbarer Zeit umgelegt werden müssen. Die Gartenbauverwaltung bat den Ausfall an Bäumen stets wieder durch Neuauspflanzungen ersetzt. Aus unserem Verbreilungsgebiel Witten Schlagerei mit tragischem Ausgang. Ein kürzlich nach Dortmund=Kley verzogener Mann kehrte zu seinem früheren Hausbesitzer auf der Stockumerstraße zurück, um diesem darüber Vorhaltungen zu machen, daß er ihn bei der Polizei beschuldigt hätte. Weil er keine ausreichende Antwort erhielt, schlug er auf den 75jährigen Mann mit einem Spazierstock solange ein bis dieser blutüberströmt und bisferufend zusammenbrach. Zur Hilfe kommende Nachbarn konnten nicht in die Wohnung gelangen, weil der Täter diese verschlossen hatte. Jetzt wurde die Polizei berbeigeholt, die die Wohnung gewaltsam öffnete. Inzwischen batte sich der Täter im Schlaizimmer an einem Fensterbaken erbängt. Der überfallene alte Mann wurde dem Marienhospital zugeführt. Lebensgefahr besteht nicht. Erfahrungen gemacht und im Laufe der Zeit namentlich für den Anhau von Mais auch außerhalb der Farm stehende Interessenten, insbesondere zahlreiche Schrebergärtner und Kleingartenbesitzer erwärmen können. In dielem Jahre hat die Leitung der Farm im Bochimer Stadtgebiet 18 Zentner Saatgut zur Verteilung gebracht. Daraus ist eine Ernte von rund 2600 Zentner, also ein zweihundertfältiger Ertraa. erzielt worden. Das ist mahrlich ein Erfolg, auf den die Leute von der Kleintierfarm mit Recht stolz sein dürfen. Der Gesamtertrag des Majeanbaues in Bochum est natürlich noch bedeutend höher, da behanntlich auch von der Kreisbauernschaft erhebliche Mengen Saatqut an die ihr angeschlossenen landwirtschaftlichen Betriebe zir Verteilung gekommen sind. Wie lehr übrigene bet sachgemäßer Handlmbung des Anbaues der Ertrag gesteigert werden kann, das beweist der allerdings als Ausnahme geltende Fall eines Züchters, der aus nur einem halben Pfund Saatgut anderthalb Zentner vollwertigen Mais hat ernten können. Auch in den kommenden Jahren wollen die Kleintierkarmer den Anbau von Mais und Sonnenblumen nach Kräften betreiben und fördern. Hoffentlich spornt das Beispiel. das sie geben, zahlreiche weitere Kleingartenbesitzer zur Nachfolge an Sie dienen damit der Gesamtheit und nicht zuletzt auch sich selber. Waltenscheid Fahrraddiebstahl. Gegen 18 Uhr wurde auf der Oststraße— zwischen den Häusern 29—31— ein Herrenfahrrad, Marke Wanderer Nr. 610 678, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. herne Die Geige abhanden gekommen. Einem Musiker aus Herne ist in der Nacht in einem Lokal an der Bahnhofstraße eine Geige, die sich in einem verschlossenen Geigenkasten befand, abhanden gekommen. Die Geige ist braun; im Boden ist der Name Karl Petuschnig eingebrannt. Im Geigenkasten befinden sich außerdem noch zwei Geigenbogen. Wer kann über den Verbleib der GeigAuskunft geben? Vor Ankauf wird gewarnt. Fahrraddiebstahl. Ein vor der Wirtschaft Br., Horsthauserstraße, abgestelltes abgeschlossenes Damenfahrrad, Marke Riginal Nr. 128420. wurde gestohlen. Castron-Ranrel Die Leiche anerkannt. Bei der auf der Bahnan age gefundenen Leiche handelt es sich um die Leiche eines Mannes aus Castrop=Rauxel. Es liegt Selbstmord vor. Essen Zwei weibliche Leichen gelandet. Dienstag gegen 2 Uhr landete im Rhein=Herne=Kanal in der Nähe der Zweigertbrücke in Essen=Altenessen eine unbekannte weibliche Leiche und gegen 6,30 Uhr in der Nähe der Emscherbrücke eine weitere weibliche Leiche Es dürfte sich um Mutter und Tochter bandeln. Nommunistische Mordschützen nach fünf Jahren verurteilt. Im März dieses Jahres ist der SAMann Alfred Schröer aus Effen nach fast fünfjährigem Siechtum an den Folgen einer Schußverletzung n, die er am 26. Juli 1932 bei einem kommunistischen Feuerüberfall auf Wahlflugblätter verteilende SA Männer im sogenannten„Beisen“ in Essen=Katernberg erlitten hatte. Schon im November 1032 hatte das Essener Sondenzericht einige der kommunistischen Mordschützen zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Jetzt hatte sich der beute 57 Jahre alte Friedrich Jorsig aus Essen=Katernberg, der damals mangels Beweises freigesprochen war, mit dem 80 Jahre alten Mar Jandt aus Wanne=Eickel, der ebenialls an dem Feuerüberfall auf die völlig unbewaffneten und wehrlosen SA=Männer beteiligt war, vor dem Essener Schwurgericht unter der Anklage des Totschlags zu verantworten. Die Beweisaufnahme widerlegte die Behauptung der beiden Angeklagten, nur Schreckschüsse abgegeben zu haben. Unter Versagung mildernder Umstände verurteilte das Gericht die beiden Angeklagten wegen schweren Landfriedenbruchs in Tateinheit mit gemeinschaftlichem Totschlag zu je acht Jahren Zuchtbaus und zehn Jahren Ehrverlust Die Untersuchungshaft wurde beiden angerechnet. Der Staatsanwalt hartje zehn Jahre Zuchthaus beantragt. Gelder der Zwangsverwaltung veruntreut * Vor der Großen Strafkammer Bochum hatte sich der Kaufmann Heinrich Gr. von B.=Langendreer wegen fortgesetzter Untreue zu verantworten. Der Angeklagte bearbeitete seit vielen Jahren im Auftrage des Amtsgerichtes Landendreer Zwangsverwaltungen. Im Jahre 1937 hatte er 14 Zwangsverwaltungen zu betreuen. Im Sommer 1937 wurde er seitens des Amtsgerichteg aufgefordert, die übliche Vierteljahrsabrechnung einzureichen. Der Angeklagte unterließ dieses trotz mehrfacher Mahnungen. Schließlich nahm die Behörde zwangeweise eine Revision vor, bei welcher er unumwunden eingestand, in den Jahren 1982 bis zu seiner am 24. Mai 1937 erfolgten Entlassung als Zwangsverwalter insgesamt 6485 Mark aus den vereinnahmten Geldern für sich verbraucht und somit den Gläubigern entzogen zu haben. Den gesamten Betrag hat der Angeklagte durch Entgegenkommen eines Freundes zwei Tage nach der Aufdeckung der Veruntreuung wieder gedeckt. Der Angeklagte erklärte, daß er seinem erwerbe= los gewordenen Sohne im Jahre 1982 geholfen habe. sich einen neuen Erwerb durch Ankauf einer kleinen Fabrik mit einem aufgenommenen Darlehn von 1000 RM zu verschaffen Das Unternehmen habe aber mit Mißerfolgen gearbeitet so daß er die bergegebenen Gelder nicht zurückerhalten habe. Das brachte ihn in die Lage der Verschuldung. Zudem erforderte sein zweiter kranker Sohn hobe Aufwendungen. Infolge dieser mißlichen Vermögenslage sei er zur Entnahme aus den Eingängen der Zwange= verwaltung gekommen, habe aber nicht geabnt daß sich diese schließlich so hoch belaufen hätten. Die Feststellungen der Verbandlung ließen erkennen, daß der Angeklagte nicht erwa durch leichtsinnigen Vebenswandel zum ungetreuen Verwalter geworden ist. Er besaß in der Oeffentlichkeit und bei seinen Vorgesetzten großes Vertrauen, hat auch sonst in seinem Berufe bis zum Eintritt seiner mißlichen Vermögenslage korrekt gearbeitet. Diese Tatsache und die Wiedergutmachung des Schadens veranlaßten den Staatsanwalt, ihm mildernde Umstände uzubilligen und daber eine Gefängnisstrafe von Jahr 6 Monaten zu beantragen. Auch das Gericht kam zur Zubilligung mildernder Umstände aus den schon angeführten Tatsachen. Da er eine fast beamtliche Stellung belessen hat und es sich um eine bobe veruntreute Summe handelt, erkannte das Gericht wegen fortgesetzter Untreue auf 1 Johr Gefängs und 800 RM Geldstrafe Geschäftliches Außer Verantwortung der Schriftleitung). Die heutige Ausgabe enthält eine Beilage der Firma Desaka Efsen, auf die besonders hingewiesen wird. Freitag 8. Oktober 1W7, 20 Uhr. Bürgergesellschaft. öffentl Vortrag Dr. med. Fev. Arnobeig, über„Kneippkur. die Jdealkur für Alle“ roß Bochum meldet. Zweihundertfacher Ertrag erzielt Die Bochumer Kleintierfarm in der Erzeugungssch'acht Sport, Sniel, Turnen Aufgaben der Leibeserzieher? Kreistagung für körperliche Ertüchtigung im N5eB Tagung des NSLB am gestrigen Mittwoch verfolgte den Zweck, seine Mitglieder praktisch und theoretisch zu schulen, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Arbeit nach den neu ergangenen Richtlinien für die Leibeserziehung in den Schulen im Sinne nationalsozialistischer Jugenderziehung durchzuführen. Der Vormittag war der praktischen Arbeit gewidmet. Auf dem Volkssportplatz wurde die Veranstaltung mit der Flaggenhissung durch den Kreisamtswalter des NS8B Kreisschulrat Wulfes begonnen. Sodann erledigten die Mitglieder do vorgeschriebene Programm, das unter Leitung des Kreissachbearbeiters für körperliche Erziehung Pg. Klostermann abgewickelt wurde. Zunächst galt esdie Lehrpersonen als Kampfrichter zu schulen und 240 Lehrer und Lehrerinnen waren darauf als Kampfrichter bei den Mannschaftsmehrtämpfen, die die Knaben auf dem Voltssportplatz, die Madchen auf dem Platz an der Krümmede austrugen, tätig. Nach den Weitkampfen, an denen 12 Progent der Oberstufe teilnahmen, und bei denen die Gesamtdurchschnittspunktzahl gewertet wurde, folgte für die Lehrer eine praktische Anleitung für Spiele. wonach Raufballspiele und Vorübungen hierzu durchgeführt wurden. Sondervorführungen der einzelnen Schulklassen wie Korperschule, Boxvorführungen, Volkstänze usw. zeugten von guter Ausbildung der Schüler, wie auch die Leistungen in den Mehrkampfen gut waren. Die Ergebnisse dieser Wettkampfe, die aus einem Dreikampf für Mannschaften(Lauf, Sprung, Wurf) bestanden, waren: 1. Goeche=Oberrealschule, 48,3 Durchschnittspunkte, 2. Schule Hammer Straße, 43.8 DP, 8. Kath. Liebfrauenschule, 42.1 DP., 4. Evgl. Schule Harpener Straße, 41.2 DP, 5. Schule Adolfstraße, 40,7 DP.— Mädchen: 1. Lyzeum II Kon gsallee, 2. Lyzeum I Königsallee, 8. Kath. Schule Gahlenschestraße.— 4mal 100=m=Staffel: Knaben: 1. GoetheOberrealschule, 57,6 Sek., 2 Schule an der Adolfstraße, 57,8 Sek., 3. Schule an der Hammer Straße, 59,4 Sek.— Die beiten Einzelergebnisse erzielten bei den Knaben: Demiß(Kath. Sch. Henriettenstr.) 61 P., Letbe(Goethe=Oberrealsch.) 61 P., Hirschmänn(Katb. Liebfrauensch.) 58 P.; Madchen: Heitmann(Lyz. 1) 67 P., Bock(Evgl. Schule Drusenbergstr.) 67 P., Hevenkost(Lygeum 1) 64 P. Am Nachmittan traten dann die Mitglieder des NSLB im Ernst=Moritz=Arndt=Haus zu einer Kreistagung zusammen, in deren Mittelpunkt die Besprechung der neuen Aufgabe der körperlichen Erziehung entsprechend den neuen Richtlinien stand. Kreisamtswalter des RSLB Kreisschulrat Wulfes begrüßte einleitend die Redner der Tagung, den Gausachbearbeiter für Körperpflege Pg. Hoffmeister, Kreissachbearbeiter Pg. Klostermann und den Dezernenten für Leibesübungen bei der Regierung in Arnsberg Dr. Sälter. Er wies auf die Bemühungen hin, die körperliche Erziehung aus der Schule zu nehmen. Der Lehrer sollte nur Unterrichter und kein Erzieher mehr sein; durch die Richtlinien sei aber die Lehrerschaft neben Elternschaft und HJ vollberechtigier Erzieher der deutschen Jugend. Pg. Klostermann gab dann einen Bericht über die bisher innerhalb des Bochumer N3L6 geleistete Arbeit auf dem Gebiete der Körverertüchtigung der Jugend. In dem umfangreichen Bericht wies er nach, daß die Bochumer Lehrerschaft der ihr gestellten Aufgabe der korperlichen Erziehung der Jugend in jeder Beziehung gerecht geworden dei. Der Lehrer müsse der Jugend ein Vorbild sein und mit lebendiger Aktivität die Jugend zu ihrem führen. Gausachbearbeiter Pg. Hoffmeier kennzeichnete in einem ausführlichen Referat Sinn und Ziel der Leibesübung und deren Entwicklung seit der Machtübernahme.. Dr. Sälter übermittelte die Grüße des Regierungspräsidenten, der die feste Absicht gehabt habe, zu der Tagung zu erscheinen, aber durch driligende Remerungsgeschäfte abgehalten worden sei. Die körperliche Schulung sei ein Grundelement der Schule und gehöre zu ihr. Im Schlußwort faßte Kreisschulrat Wulfeg die gehörten Referate kurz zusammen und unterstrich, daß die Bochumer Lehrerschaft sich des Vertrauens, auch die körperliche Schulung durchzuführen, würdig erweisen werde. Stubienrat Gamm(Staatl. Gymnasium und Real mmnasium) gdt Erklärungen über praktische Uebungen der Fußballer.(SK=Foto: Herker) 5 Sporistunden in der Woche Nevordnung der Körpererlüchtigung in den Schulen Die nationalsozialistischen Erziehungsgrundsätze stellen die Leibesübungen als ein wesentliches charalterbildendes Moment gleichberechtigt neben die Schulung des jungen Menschen auf den Gebieten des Wissens. So stehen die Leibesübungen heute im Mittelpunkt der Erziehungsarbeit der Hitler=Jugend. Selbstverständlich sind diese Grundsätze auch für die Entwicklung der Leibesübungen auf den deutschen Schulen maßgebend geworden, ohne daß allerdings bier bisber sämtliche Restbestände überalterter Auffassungen völlig ausgeräumt werden konnten. Zu dieser Art Ueberlieferung zählte auch die Bezeichnung der Leibesübungen auf den Schulen als„Turnen“, die sich hartnäckig gehalten hat, obwohl selbstverständlich die körperliche Ertüchtigungsarbeit heute weit über das hinausgeht, was man einmal unter dem Begriff„Turnen“ verstanden hat. Esist deshalb auch unvereinbar mit der nationalsozialistischen Erziehungsaufgabe, daß bis heute auf den Zeugnissen der deutschen Schulen ganz unten zwischen Fächern Musik und Handschrift auch das „Nebenfach“ Turnen erscheint. Derartige Rangordnungen sind nicht immer nur Aeußerlichkeiten, und es war daher an der Zeit an diesem Punkt eine grundsätzliche Reform anzusetzen Durch einen Erlaß des Reichserziehungsministers. der die Richtlinien für die Leibeserzichungen an den Jungenschulen im ganzen Reich zu Beginn des Winterhalbjahres festsetzt, ist das jetzt geschehen. Die neuen Richtlinien unterziehen den Unterricht in den Leibesübungen an den Schulen einer grundsätzlichen Reform. Die Grundsätze, die die HJ für ihre Erziehungsarbeit festgesetzt hat, werden damit auch für die deutschen Schulen gültig Von besonderer Bedeutung ist, daß zum ersten Male die einzelnen Gebiete der Leibesübungen als getrennte Unterrichtsfächer voneinander geschieden wenden und damit also auch der alte Turnunterricht endgültig aus den deutschen Schulen verschwindet. Eine entsprechende Aenderung wird auch, um die Umwandlung äußerlich zu dokumentteren, auf den Zeugnisformularen vorgenommen werden. Das Programm der Leibeserzlenung sieht für die Jahrgänge vom 6 bis 10. Lebensjahr in der Hauptsache einfache Bewegungsspielg vor. Für das Jungvolkalter vom 10. bis 14. Jahre stehen entsprechend der Ausrichtung der Leibedübungen in der Hitler=Jugend Geschicklichteitsübungen, Schwimmen, usw. im Vordergrund. In den älteren Jahrgängen. die dem HJ=Alter entsprechen, wird Kamptiport in Gestalt der Mannschaftospele und das Bocen#esonders geförderl. Seibstverständlich werden auch die a.. Sportarien, wie das eigentliche Turnen, Sprin= gen. Laufen, Werfen urw. nicht vernachlässigt werden. Als Abschluß der Sommer= und Winterarbeit sollen jewe ls von der Schule ein Sportfest veranstaltet werden, um den Leistungsstand der Schüler zu prüfen. heer und Marine auf Meisterschaftsfahrt Schönen Weiter am Schlußtag Am Schlußtag war den Teilnehmern der 1. Heeresund Marine=Meisterschaft im Kraftfahrgeländesport noch einmal schönes Wetter mit Sonnenschein beschert. Trotzdem vielen Fahrern der schwere zweite Tag noch in den Gliedern steckte, war die Stimmung am Mittwoch wieder ausgezeichnel. Die Kraftfahrer der Wehrmacht sind in der Tat ganze Kerle. Die Rennfahrt von Halle nach Ohrdruf mit den vie= len Schwierigkeiten auf der Strecke hatte viele Ausfalle gebracht und viele bisher noch strafpunktirete Kraftfahrer mit und ohne Seitenwagen hatten nach Beendigung der schweren Streckenfahrt am Dienstag jetzt Strafpunkte zu verzeichnen, während bei den Wagen der zweite Tag im großen und ganzen beim alten Stande blieb.— Die Marine zog off ziell ihre Beteiligung zurück und startete außer Konkuerenz. — Der letzte Tag brachte zunächst eine Querfeldeinfahrt über 25 Klm. Nach Absolvierung weiterer Prüfungen und einer Schreßübung mußten sich die Fahrzeuge noch einer Zustandsprüfung unterziehen. Der Hauptteil der Fahrt führte über 100 Klm., und zwar kreug und quer durch das Thüringerland, wobei die Ortschaften Ohrdrup. Kleinschmalkalden und Oberdork durchfahren werden mußten. Die Teilnehmer hatten nach den beiden ersten Tagen große Erfahrun= gen gesammelt, so daß die mit Geröll überschütteten Steilanfahrten usw. nicht mehr allzu große Schwierigkeiten bei dem trockenen Wetter machten. So wurde die letzte Etappe von den Fahrern sehr vorsichtig in Angriff genommen Pferdesport Rennen zu Le Trembla 1. R.: 1. Manine(Dupuit), 8. Heliotrope, 8. Jessie. Sig 63. Platz 21, 27, 24:10. Ferner: Floreal, Osbor. Kanak, Palatina, Silvabelle Mon Etoile, Queenie 2 R.: 1. Sadik Shah(Truin), 2. Hotseed, 8. Antithese. Sieg 82 Platz 18, 20:10. Ferner: Lurdn Gurdn Toulegrise 3. R: 1. Miß Laeken(Duforeg) 2. Joviale, 8. La Becasse 2. Sieg 80, Platz 12. 14, 15:10. Ferner: Thanase, Peter Prince, Scala, Cartolina, Licibelle. 4. R.: I. Baron d'Urfe(Bouchard), 2. Mubarak, 3. Amontilado. Sieg 24, Platz 13, 16, 21:10. Ferner: Roi Mage 2. Desperado. Poorthos. Ptoly Buzz. Eni Normand, Manet 2, Malit Shah, Bergame. 5. w: 1. Carchage(Rabbe), 2. Rostabat, 8. Recaldia. Sieg 44, Platz 23, 22:10. Ferner: Mistreß. Pharosia, Veram. 6. R.: 1. L'Ouragan 8(Brethes), 2. Michoumy, 8. Roval Gift. Sieg 61, Platz 91, 18, 90:10. Ferner: Arges, Industry, Nab. Take my Lily, Ocultor, Secley, Laquais, Quartier Mestre. Montmagny, Scopas. Rennen zu Dortmund 1. R.: 1. Barsdorf(H. Schmidt), 8. Purpurrose, 8. Staatspreis. Sieg 46, Platz 26, 46. EW 348:10. Ferner: Obersteiger, Perlfischer. 2. R.: 1. Seni(Frl. E. Panse), 2. Heroine. 8. Kitzbock, 4. Lebensweg. Sieg 42, Platz 15, 15, 27, 19, EW 204:10. Ferner: Seerauber, Lonsky, Arabba, Prior, Blumenfreude, Rodrigo, Ancona, Chianti. 8. R.: 1. Quiram(W. Hasse), 2. Heimi, 3. Mangold. Sieg 18, Platz 11, 11, 13. EW 34.. Ferner: Eilflug. Grog. Schwertknauf, Ortolus, Omar. Quaker. 4. R.: 1. Mitropa(L Haut), 2. Moraenlust, 8. C'Toni. Sieg 65, Platz 24, 20, 17, EW 164. Ferner: Infant, Feuerwarte, Ballonpost, Harpagos, Gräfin Mariza, Palapaia. 5. R.: 1. Bangali(Schaube), 8. Quastro, 8. Poczk 6. Siea 44. Platz 10 48. 16. EW 7050. Ferner: Menne, Genoveva, Selmel, Maidas. Lore, Praolomini. 6. R.: 1. Perballina(Wermann), 2 Gladius, 3. Orchilles. Sieg 83, Platz 20, 25, 28 EW 150:10. Ferner: Meisterhieb, Segelflug, Sagius, Graf Moltke, Rheinlandmädel, Johannes M. 7. R.: 1. Waldbüter(Lt. v. Mitzlaff), 2. Feuerwarte. 3. Amaranthus, 4. Quast. Sieg 88, Platz 15, 19, 14, 20, EW 760. Ferner: Musterknabe. Grenzwall, Blumengötkin, Paulchen, Soldatenliebe, Rex. Dennoch. Sense. Cuwe aewann die erste Partie Die erste Partie im Schachweltmeisterschaftekampf Euwe— Aljechin wurde am Mittwoch nach dem 50, Zug von Euwe gewonnen. Budge/ Sabin schlugen Cramm/ henkel Das in der Schlußrunde des Männerdoppel am Montag beim Stande don 4:6, 7:0. 6:8, 6:2, 9 9 wegen Dunkelheit abgebrochene Treffen wurde am Mittwoch neu begonnen. Die Amerikaner BudgeSabin siegten über die Deutschen von Cramm=Denkel glatt in drei Satzen 6:8, 6:4, 6:4.— Das Einzelspiel zwischen Donald Budge und Rigas steht noch aus. Westdeutsche Um- und Ausschau lieuer Vorsitzender des Ruhrverbandes Essen. Oberbürgermeister Dillgardt=Essen, der bereits im Juli d. Is. zum Vorsitzenden des Vorstandes des Ruhrtalsperrenvereins berufen wurde, ist nunmehr durch den Regierungspräsidenten in Arnsberg als Aufsichtsbehörde mit Zustimmung der Fachminister auch zum Vorsitzenden des Vorstandes des Ruhrverbandes ernannt worden. Auf diese Weise ist eine besonders glückliche Vereinigung in der Führung der beiden großen mit der Ruhrwasserwirtschaft befaßten sondergesetzlichen Verbände erzielt worden. Diese Regelung ist auch insofern besonders zu begrüßen als Oberbürgermeister Dillgardt bereits seit Januar 1936 ebenfalls stellvertretender Vorsitzender der Emschergenossenschaft ist. Durch seine Tätigkeit als Staatskommissar des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk hatte Oberbürgermeister Dillgardt Gelegenheit, die großen Aufgaben der Wasserverbände kennenzulernen, so daß durch die Zusammenfassung in einer Hand ein ersprießliches Arbeiten gewährleistet ist Seine frühere Frau erschlagen Sechg Jahre Zuchthang wegen Totschlags. Düsseldorf. Im Juni dieses Jahres wurde im Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk die Ehefrau Johann Rachow von chrem geschiedenen Mann überfallen und durch Schläge mit einer Eisenstange getötet. Die Eheleute Rachow hatten im Jahre 1W31 gebeiratet. dech war die Ebe, aus der vier Kinder hervorgingen. für die Ehefrau ein wahreg Martyrium. Mißhandlungen und Schläge sowe Fußtritte waren an der Tagesordnung. Rachow, der einen guten Lohn batte nab der Frau mit den vier Kindern nur drei Mark zum Lebensunterhalt, so daß die Frau das Wohlfahrtsamt in Anspruch nehmen mußte. Vor etwa Jahresfrist reichte die Frau dann die Ehescheidung ein mit dem Erfolg, daß der Mann schuldig gesprochen wurde, Rachow. der sich um seine Kinder nicht kümmert“, stellte seiner Frau aus Eifersuch weiter nach und mißhandelte sie. Im Juni hatte der Bursche in Erfahrung gebracht, daß die Frau wieder beiraten wollte. Er beschloß, die Frau zur Rede zu stellen. lauerte sie am 14 Juni auf und versetzte ihr mit einer Eisenstang, von hinten mehrere Schläge auf den Kopf. bis die Unglückliche biutüberströmt zusammenbrach. Als sie auf dem Boden lag, versetzte er der Frau noch mehrere Schlage ins Gesicht. Dann schwang sich der Buriche auf sein Fahrrad und fuhr nach Neuß wo er am folgenden Nachmittag festgenommen wurde. Die Frau starb Jetzt hatte sich Rachow vor dem Düsseldorfer Schwurgericht unter der Anklage des Mordes zu verantworten. Er versuchte, die Tat so darzustellen, als ob er nicht die Frau, sondern den Bräutigam der frrau zur Rede stellen wollte. Diese Aeußerung wurde allerdings durch die Beweisaufnahme widerlegt Ein medizinischer Sachverständiger bezeichnete den Angeklagten als einen schwachsinnigen Menschen mit verminderter Zurechnungsfähigkeit, auf den 51 2.6 jedoch nicht angewendet werden könne. Dad Schwurgericht verurteilte den Angeklagten wegen Totschlage zu einer Zuchthausstrafe von sechs Jahren und zehn Jahren Ehrverlust. Kleine Proninzchronik Jn der Kurve verunglücht. RWO Ahlen Auf der Reichsstraße Ablen— Bechum trug sich in einer wegen ihrer Gefährlichkeiten bereits behannten Kurne ein schweres Verkehrsunglüch zu. Ein mit vier Personen besetzter Kmaftmagen wurde aus der Kurve herausgetragen, fuhr gegen einen Straßenbaum und anschließend in den Straßengraben, wo er sich auf den Kopf stellte. Während zwei Insassen ohne Verletzungen blieben, mußten die beiden anderen mit schweren Gehirnerschöfterungen und anderen Verletzungen mn das Ahlener Krannenhaus geschafft werden. Großfeuer vernichtet Bauernhof RWO Auenhausen(Kr. Hörter). Auf dem Gehöft des Bauern Schauf brach aus noch ungeklärter Urlache Feuer aus, das in den Heu= und Strowor= täten reiche Nahrung sand und Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude in Flammen setzte. Obwohl sich die Bevölherung und die Feuerwehr mit alle1 Kräften bemühten, den Brand zu loschen, brannten das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude vollständig nieder. Die mit Korn gefüllte Scheune konnte glüchlicherweise gerettet werden. Zum Glüch nar das Vieh noch auf der Weide, so daß mir vier Kälber ein Opfer der Flammen wurden. Kind vom Zug überfahren RWO Sylbach(Lippe). In einem unbewachten Augenblich entfernte sich die drer„mite alte Ille Rottmann aus Schöttmar aus dem Elternhaus und kletterte in dem Augenblich auf den Bahndamm, als ein Personenzug nahte. Das Kind wurde von dem Zuge erfaßt und auf der Stelle getötet. 15 Zentner Kafsee gestohlen RWO Duisburg. Ein nicht alltäglicher Diebstahl trua sich im Hafenkanal zu. Dort wurden von Bord eines Schiffes 15 Zentner Kaffee in Sächen gestohlen und an Land gebracht. Die Diebe konnten mit ihrer Beute in der Dunkelheit entkommen. Bei einer Erplosion zu Tode gekommen RWD Neuß. Im Neußer Hammerfeld ham es in einem Kleinbetrieb, in dem Blitzlicht für photograpiniche Zweche und Füllungen für Feuerzeuge hergestellt werden, zu einer Erplosion. Ein sich in dem Raum aufhaltender Mann sand dabei den Tod. Das durch die Erplosion hervorgerufene Feuer konnte hald nach dem Eintreffen der Feuerlöschpolizei gelöscht werden. Die Ursache der Erplosion bedarf noch der Klärung. Kurz berichtet Lemao. Beim Ueberschreiten der Reichsstrane zwischen Lemao und Horstmar wurde der 89 Jahre alte Auguit Schu tze aus Hörstmar von einem Kraftwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Die Ver= letzungen des Greises waren so schwer, daß er bald nach dem Unfall starb * Coesfeld. Auf der Straße von Coesfeld nach Gescher riß dem in Tungerloh Pröbsting wohnhaiten Josef Lanfer an seinem Motorrad die Kette und setzte sich fest. Infolge der dadurch hervorgerufenen Bremswirkung stürzte Lanfer auf die Straße, wo er schwer verlent liegen blieb Noch ebe ein Arzt zur Unglücksstelle eilen konnte, erlag er seinen Verletungen * Minden. Nach langerer Krankheit starb Musikmeister Erdmann Richter im Alter von 61 Jahren. Mit Richter scheidet eine Persönlichkeit, die sich auf dem musikalischen Gebiet namhafte Verdienste erworben hat. Richter war seiz 1934 in der Reiche= munkkammer tätia, zunächst als Leiter der Ortomusikerschaft Minden und später als Leiter der Fachschaft Musikerzieher * RWO Lathen(Emo). Jn der Werpeloher Ge= meindejagd konnte durch einen Weidgenossen ein startzer Keiler zur Streche gebracht werden, der aufgebrochen ein Gewicht von über drei Zentnern hatte. Der Keiler, um den sich schon seit Jahren zahlreiche Weidgenossen bemühten, war ein Einzelgänger und sehr heimlich Am 1. November und 1. Tezember: Einstellungen in den Polizeidienst Günstige Aussichten für gediente Soldaten Gesetz über die Neugestaltung deukscher Städte DNB. Berlin, 6. Okt.(Drahtb.) Im Reichsgesetzblatt wird soeben das Gesetz über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 veröffentlicht. Mit diesem Gesetz sind nun auch die gesetzlichen Grundlagen geschaffen für die Ausführung der vom Führer und Reichskanzler wiederholt kundgegebenen Absicht, einige große Städte des Reiches baulich neu gestalten zu lassen. An der Spitze wird die großzügige Ausgestaltung der Reichshauptstadt stehen; zu diesem Zweck ist bereits durch den Erlaß des Führers und Reichskanzlers vom 30. Januar 1937 ein Generalbauinspektor(Professor Speer) eingesetzt worden. Es soll weiter der Ausbau der Hauptstadt der Bewegung, der Stadt der Reichsparteitage und der Stadt Hamburg folgen. Für die Durchführung so großer städtebaulicher Maßnahmen, wie es die geplanten sind, reichen die bestehenden Baugesetze nicht aus. Es war notwendig, um eine einheitliche und geschlossene Durchführung der Maßnahmen sicherzustellen, neue gesetzliche Handhaben zu schaffen. Das Gesetz findet nur für die großen stadtehaulichen Maßnahmen Anwendung, die der Führer und Reichskanzler anordnet. In dem nach den Vorschriften des Gesetzes näher zu bezeichnenden Bereich der städtebaulichen Maßnahmen sind für die Beschränkungen des Grundeigentums die Vorschriften des Gesetzes maßgebend; darüber hinaus bleiben aber die bestehenden Gesetze in Geltung, soweit sie mit dem neuen Gesetz nicht im Widerspruch stehen. Bemerkenswert sind vor allem folgende Regelungen des Gesenes: Die Bebauung von Grundstücken und die Veränderung von baulichen Anlagen kann untersaat nerden wenn durch diese Handlungen die Durchführunn der stadtebaulichen Maßnahmen erschwert würde, ferner kann die Teilung und die Veräuberung von Grundstücken der Genehmigungsnflicht unterstellt werden. An den im Bereich der städtebaulichen Maßnahme gelegenen Grundstücken besteht ein Vorkaufsrecht der Gemeinden. Notwendig werdende Enteignungen von Grundeigentum erfolgen nach den bestebenden Gesetzen, jedoch mit den im Gesetz anigeführten Aenderungen. Die Enteignungsentdigung muß angemessen sein. Sie kann auch gant oder teilweise in Land oder in wiederkehrenden Leistungen gewährt werden. Das Gesetz ermächtigt weiter im Wege der Verordnung Vorschriften über die städtehauliche Umlegung zu treffen. Im Verordnungswege können ferner Pestimmungen über die Erfassung der ertsteigerung ergehen, die das Grundciaentum aus der Durchführung der städtebanlichen Maßnahme erfährt. Ebenso kann bestimmt werden, daß im Falle der Beseitigung von Wohnungen der aus der Veräußerung von Wohngrundstücken erzielte Gegenwert oder die Enteianungsentschädigung für den Bau von Ersatzwobnungen verwendet werden muß Das Gesetz sieht endlich weitgebende Gebühren= und Steuerbefreiungen vor: eine etwaige Wertzuwachssteuer wird erhoben, die aber in die Kasse des Reiches zugunsten der vorgesehenen städtebaulichen Maßnahmen fließt. Drei deutsche Schulschiffe gehen in see Halbjährige Ausbildungsreisen DNB. Berlin, 6. Okt.(Drabth.) Am 11. Oktober 1937 laufen die Schulschiffe Kreuzer den". Linienschiff„Schlesien“ und Linienschiff Schleswia=Holstein“ zu ihren halbjährigen landsausbildungsreisen aus Der Reiseweg der Schilschiffe wird folgende Länder berühren: Kreuzer„Emden“: Jalien, Griechenland, Britisch=Indien. Niederländisch=Indien, Britisch=Indien. Italienisch=Eritren, Griechenland, Jtalienisch-Tripolitanien. Linienschiff„Schlesien": Kanaren(spanisch), Kav Verden(portugies.). Brasilien, Argentinien, Chile. Panama, Dominica, Azoren(portugiesisch). Linienschiff„Schleewig=Holstein": Kanaren Manisch), Kav Verden(portuaiesisch) WestafrtkaGoldküste(britisch). Westafrika=Nigeria(britisch), Westafrika(portugiesisch), Südafrikanische Union, Ostafrika(portugiesisch), Sepchellen(britisch). Ambien(britisch). Italien, England. Ernente Znnahme der Lehrlingsausbildung im Handwerk DNB. Berlin, 6. Okt.(Drahtb.) Der Reichs stand des Deutschen Handwerks bat auf Grund der Lehrlingsrolle, die die Handwerkskammern führen, die Zahl der Handwerkslehrlinge für Mitte 1937 festgestellt. Es waren am 20. Juni 617 877, davon 559292 männliche und 58585 weibliche Handwerkslehrlinge vorhanden. Die starke Steigerung der handwerklichen Lehrlingsausbildung sieht man aus folgendem Zahlenvergleich: Ende 1933 419000 Handwerkslehrlinge. Mitte 1936 577000 Handwerkslehrlinge, Ende 1076 598000 Handwerkslehrlinge, Mitte 1937 618000 Gandwerkslehrlinge. Zunahme seit 1933 198000— 32 n 618000 Sehrlinge im Handwerk Mitte 1937: das Kum 50000 mehr als die Zahl der LehrUinge. die Industrie und Handwerk zusammen 1933 hatten(564 000). Die Zunahme der Handwerkslehrlinge würde noch stärker in Erscheinung treten, wenn nicht inzwischen die Buchdrucker und Ehelsteinschleifer aus der Handwerksorganisation ausgegliedert und in die Industrieorganisation überführt worden wären. Im Sinne des Vierjahresplanes bat das Handwerk die Zahl der Lehrlinge besonders stark in den Bauhandwerken, den Baunebengewerben und den metallverarbeitenden Handwerken gesteiert, und es trägt damit zur Beseitigung des ringendsten Facharbeitermangels bei. DB Berlin, 6. Okt.(Drahtb.) In diesen Tagen kommen verschiedene Jahrgänge der Wehrmacht zur Entlassung, und die jungen Männer, deren Soldatenzeit setzt ein Ende hat, stehen vor der Notwendigkeit einer Berusswahl. Die Schutzpolizei, die auf einen Ersatz aus gedienten Soldaten größten Wert legt, hat ihre Einstellungstermine so angesetzt, daß die ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, die den Polizeiberuf ergreifen wollen, ohne viel Zeitverlust in ihren neuen Beruf hinüberwechseln können. Ausgeschiedene Angehörige der Wehrmacht mit einer Dienstzeit von zwei bis fünf Jahren können schon am 1 Nopembet bezw. 1. Dezember 1937 oder 1. Januar 1938 als Wachtmeister in die Schutzpolizei eingestellt werden. Für die Einstellungen kommen in Frage: Angehörige des Geburtenjahrganges 1914, dreijährig Gediente mit vollendetem 24. Lebensjahr, vierjährig Gediente mit vollendetem 25. Lebensjahr, fünfjährig Gediente mit vollendetem 26. Lebensfahr. Bei besonderer Eignung können ausnahmsweise auch Bewerber eingestellt werden, die das festgesetzte Höchstalter um nicht mehr als sechs Monate überschritten haben. Die Beförderung erfolgt nach Maßgabe der Laufhahnrichtlinien und im Rahmen freier Stellen. Bel den Beforderungen wird die abgeleistete WehrdienstInfolge sündflukähnlichen Regens! zeit voll angerechnet. Nach frühestens acht Dienstjahren hann Ueberführung in die übrigen Polizeidienstzweige, die fast ausschließlich aus der Schutzpolizei besetzt werden(Gendarmerie, Gemeindevollzugspolizei, Kriminalpolizei und Verwaltungspolizei) erfolgen. Nach 12 Jahren Polizeidienst unter Anrechnung der Wehrdienstzeit ist eine Anstellung auf Lebenszeit möglich. Wer sich dem Poltzeiberuf zuwenden will, richtet möglichst bald ein Bewerbungsgesuch an die dem Wohnort des Bewerbers zunächst gelegene Einstellungsstelle. Einstellungsstellen sind: Königsberg, Tilsit, Elbing, Berlin, Potsdam, Stettin, Schneidemühl, Breslau, Gleiwitz, Magdeburg, Halle, Erfurt, Kiel, Lübeck, Hannover, Recklinghausen, Bochum, Dortmund, Kassel, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Duisbura. Essen, Oberhausen, Gladbach=Rheydt, Köln, Koblenz, Aachen, Saarhrsichen. München, Nürnberg=Fürth. Ludwigshafen, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Stuttgart, Karlsruhe, Weimar, Offenbach, Hamburg, Bremen, Wilhelmehaven, Braunschweig, Dessau, Rostock. Die neuen Einstellungsbestimmungen gelten auch für solche ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, deren Bewerbungsgesuche auf Grund der früheren Bedingungen wegen Altersüberschreitung zurüchgewiesen worden sind. Auch in diesen Fällen ist zu empfehlen, soweit die Betreffenden den neuen Bedingungen ennprechen, erneut Bewerbungsgesuche an die muständige Einstellungestelle einzureichen. Zum Tode von Bischof Dr. Bogt schreibt die„Kölnische Zeitung in ihrer Mittwoch=Morgenausgabe: Dr. Vogt war ein Kind des Aachener Landes und stammte aus dem Eifelort Schmidt im Kreise Monschau, wo sein Vater als Bürgermeister wirkte. Von Schmidt siedelte die Familie nach Monschau über, wo der Vater des Bischofs gleichfalls Bürgermeister wurde. Seine Reifeprüfung machte Josef Vogt am Kaiser Karl=Cymnasium in Aachen und widmete sich in Eichstädt, Bonn und Köln dem Studium der Theologie. Am 19. August 1888 wurde er im Kölner Dom um Priester geweiht. Dann nahm der junge Geritiche nach nur einjährigem Wirken als Kaplan in Elberfeld seine Studien in Rom von neuem auf, wo er gleichzeitig Kaplan in der deutschen Anima war. Mit den Doktorgraden der Theologie und des kanonischen Rechts bekleidet kehrte er drei Jahre später wieder in die Heimat zurück. Als Kölner Domkaplan fand Dr. Vogt sogleich Verwendung in der Verwaltung der Erzdiözese. Von 1893 bis 1898 war er Geheimsekretär des Erzbischofs Kardinal Crementz. Er wirkte am Kölner Priesterseminar zuletzt als Professor und als Subregent. Bereits 1916 wurde Dr. Vogt als Domkapitular ins Kölner Metropolitankapitel berufen, dessen Domdechant er im Jahre 1922 wurde. Zu Beginn des Jahres 1930 erhielt er die Ernennung zum Dompropst in Köln. In seiner Eigenschaft als Generalvikar der Erzdiözese Köln hatte Papst Benediki XVI. Dr. Vogt in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste schon 1922 die Würde eines avostolischen Protonotars verlieben. Am 25. März 1980 trat Dr. Josef Vogt als erster Bischof der neuen Aachener Diögese seine Regierung an. Ein Denkmal seiner Tatkraft ist das vor einiger Zeit eingeweibte Aachener Priesterseminar. Auch die wissenschaftliche Tätigkeit des Verstorbenen steht in der kirchlichen Welt in hohem Ansehen. Weiter günstige Entwicklung bei der Deutschen Reichsbahn Einnahmen um 10½ v. H. gestiegen.— Vierte Sitzung des Beirats. DNB Berlin. 6 Okt.(Drabtb.) Am 6. Oktober 1937 trat der Beirat der Deutschen Reichsbahn unter dem Vorsitz von Reichsverkehrsminister Dr. Vorpmüller zu seiner vierten Sitzung znsammen. Dem Beirat wurde eine Darstellung über die finanzielle Lage der Deutschen Reichsbahn gegeben Dem weiterhin zunehmenden Verkehr entsprechend sind die Einnahmen in den neun Monoten Januar bis September ds. Js. gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres um rund 10 ½ v. H gestiegen. Gleichzeitig hat aber der Mehrverkehr an den Betrieb verstärkte Anforderungen gestellt und zu vermehrten Betriebsausgaben geführt Ueber den Personalstand, die Sicherung des Nachwuchses, die Heimstattversorgung. die laufenden Tarifmaßnahmen im Personen=, Gepäck= und Güterverkehr. die Güterwagenstellung und über das Abkommen mie Kohlen über den Ostpreußen=Verkehr wurde der Beirat eingebend unterrichtet. Sturm im Wasseralas Lärmende Aufregung unter den Warschauer Juden. Studenten und Abgeordnete„protestieren“ erfolglos. DNB Warschau, 8. Okt(Drahtb.) Die Anweisung besonderer Plätze für die jüdischen Studenten sämtlicher Warschauer Hochschulen, die bekanntlich von den Rektoren angeordnet worden ist, hat einen „Sturm der Entrüstung“ unter den Juden hervorgerufen. Die jüdischen Studenten haben Protestentschließungen gefaßt, und die jüdischen Seimabgeordneten und Senatoren beabsichtigen, im Kultusministerium gegen die Anordnung der Rektoren Einspruch zu erbeben. Wie die regierungsfreundliche Abendpresse meldet, batten jüdische Abordnungen. die Mittwoch bei den Rektoren der Warschauer Universitäten und der Technischen Hochschule vorsprachen. keinen Erfolg 5000 enalische Bergleute zum Feiern gerwungen DNB London. 6 Okt.(Drahtb.) Infolge eines Streiks von Spezialarbeitern in den nordwalisischen Bergwerken wurden drei der größten Vergwerke von Nordwales. nämlich Llav. Main. Gresford und Hafod. stillgelegt. Ueber 5000 Arbeiter werden von der erzwungenen Arbeitslosigkeit betroffen Anarchist Fiamberti unter Ank'age gestellt MB Paris. 6. Okt(Drabtb.) Der dieser Tage verhaftete Terrorist Flamberti wird auf Antrag des Staatsanwalts unter Anklage gestellt, die Bombenanschläge auf die Bürogebäude der beiden Unternehmergewerkschaften in Paris ausgeführt zu haben. Die gegen ihn erbobene Beschuldigung autet: Zerstörung von Gebäuden mit Todesfällen und Totschlaaveriuch hochdruckwetter Bericht der Reichoweiterdienststelle Essen=Mulbeim vom 8. Oktoder. Vorbersage für Donnerotaa: Bei abflauenden. aber immer noch frischen. östlichen Winden, wech selnd wolkig, aber vorwiegend trocken. Temperaturen unverändert. Vorberlage für Freitaa: Schwache südöstriche Winde nach sehr kalter Nacht. in der die Tempera= tur in besonders frostgefahrdeten Lagen bis anf 0 Grad zurückgeden wird. verbreitet Frübnebel, tagsüber wolkig und trocken Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Keine Aenderung. Verheerende Ueberschwemmungen in Südfrankreich Ganze Dörfer von den Fluten eingeschlossen DNB Paris, 6 Okt(Drahtb) Die Salat, ein Neben luß der Garonne, ist durch die in den letzten Tagen über die Porenaen niedergegangenen Regenfälle so stark angeschwollen, daß im Laufe des Dienstag zahlreiche, von dem Fluß berührte Vera= dörfer und die Stadt St. Girons völlig überschwemmt wurden. Zahlreiche Brücken wurden von den reißenden Fluten mitgerissen In den Dörfern Ustou. Salau und Couflens wurden die meisten Häuler völlig vernichtet und von den Wassermassen mitgerissen. Auch alle zu diesen Dörfern führenden Straßen sind überschwemmt. Bisher ist es noch nicht gelungen, mit den abgeschnittenen Bewoh= nern in Verbindung zu treten. Monschenopfer wurden jedoch bisher nicht gemeldet Die Unwet erschäden in den französischen Porenäen stellen sich jetzt als viel schwerwiegender beraus. als man ursprünglich angenommen batte. Der sündflutähnliche Reaen, der nach amtlichen Aufzeichnungen in zwölf Stunden mehr Wasser niedergeben ließ als das zu normalen Zeiten innerhalb von zwei Monaten der Fall ist. setzte mit lo überraschender Plötzlichkeit ein. daß Hilfeleistungen meistens zu spät kamen und es garnicht meh= moglich war. irgendwelche Schutzmaßnahmen zu treffen. Man spricht von einer wahren Katastropbe. Die Täler der Flüsse Salat und Saison bieten einen trostlolen Anblick. Bäume sind entwurzelt, elektrische Leitungsmasten abgebrochen, Häuser und Brücken zumeist eingestürst, und die Zufahrtstraßen stehen kilometerweit unter Wasser. Die Bewohner In den Tod geschlafen Patricia Maguire gestorben In diesen Tagen schlief zu Oak Park in Illinois die 32 Jahre alte Stenotupistin Patrieia Maguire in den Tod hinüber. Das hübsche unglückliche Mädchen war unter dem Namen„Amerikas schlafende Schönheit" weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten als ein merkwürdiger Fall bekannt. Sie hat bis zu ihrem Tode nicht weniger als fünf und ein halbes Jahr lang in einem unnatür= lichen, von nur wenigen halbwachen Augenblicken unterbrochenen Schlaf gelegen und war während der ganzen Zeit künstlich ernahrt worden. Sie hatte sich einerzeit nach einem sehr anstrengenden und langen Tennisspiel zum Ruben niedergelegt und war dabei in jenen seltsamen Zustand gefallen. Die ganze Zeit über hat dre Mutter treu für sie gesorgt. Sie schrieb sogar an einem Tagebuch, in das sie alle Ereignisse in der Familie und in der Welt getreulich für Patricia eintrug, damit sie sich, wachte sie auf, über alles unterrichten konnte. Patricia Maguire ist nicht wieder aufgewacht. Sie bekam eine Lungenentzündung, an der sie starb. Ihre eigentliche Krankheit, die den unnatürlichen Schlaf erzeugte, wird als eine besondere und seltene Art von Gehirnentzündung beschrieben. Jedes nur mögliche äußere und innere Mittel, Einspritzungen, Medikamente, Bestrahlungen waren versucht worden, um Patricia Maguire zu erwecken und zu heilen. Nichts hatte geholfen. Nun wird sie das Tagebuch der fürsorglichen Mutter nie lesen——— Eine selksame Trauung Ein geradezu erschütterndes Beispiel unauslöschlicher Liebe gibt ein junges Paar, das unter gang absonderlichen Umständen jüngst in England Hochzeit feierte. Miß Kathleen Mary Walker die Tochter des Majors Walker, und Mr. Dadid Phhilip Williams aus Dorset waren seit längerer Zeit verlobt. Die Hochzeit stand schon vor der Tür, da wurden die bewden jungen Brautleute von Bekannten au einer Ruche. zagd geladen. Als des Abands nach dem anstrengen= mußten mitten in der Nacht unter Mitnahme nur des Allernotwendialten fliehe. In der Gegend von Pan sind bereits zwei Todesopter zu verzeichnen Neben einer Miährigen Frau. die gelähmt im Krankenhaus lag und hilflos zulehen mußte, wie die Wassermassen langsam über ihrem Kopf zusammenschlugen, ist jent auch die Leiche eines Bauern gefunden worden, der sich bis zur letzten Minute geweigert hatte. Haus und Hof zu verlassen. Im Tal der Ariege ist die Lage nicht besser. In dem kleinen Dorf Salan. das 110 Einwohner zählt, sind 30 Wohnhäuser voll ständig verstört worden. Ein Einwohner der Ort= schaft fand den Tod Der Schaden, gebt in die Millionen. Die französischen Behörden haben bereits Hil'smannschaften ausgerüstet. Schadenferer auf einem italienischen Dampfer im Bremer Industriebafen. DNB Bremen. 6. Okt.(Drabtb.) In einem Bun ker des italienischen Frachtschiffes„Slena“(7000 Tonnen), das im Industriehafen liegt. gerieten aus bisber unaufgeklärter Ursache 300 Tonnen Koblen in Brand. Die Bremer Feuerwehr nahm sofort mit drei Löschzügen und einem Feuerlöschboot die Bekämpfung des Feuers auf Nach dreistündigem Einlatz aller verfügbaren Hilfsmittel gelang es, die größte Gefahr zu bannen, so daß das Frachtschiff als gerettet angesehen werden kann den Ritt abgeblasen wurde, war alles versammelt, nur Miß Kathleen fehlte. Man war besorgt, die Aufregung erreichte aber ihren Höhepunkt, als der Gaul, der jungen Reiterin ledig, heimgaloppierte. Da wußte man, daß ein Unglück geschehen war. Nach stundenlangem Suchen fand man endlich Miß Kathleen schwer verletzt und bewußtlos in einem Straßengraben. Wochenlange Spitalbehandlung befreite die Unglückliche von jeder Lebensgefahr, aber sie war gelähmt und, nach der Diagnose der Aerzte, lebenelänglich unfähig, ihre Beine zu gebrauchen. Aus dem wunderschönen, jungen Mädchen war ein Krüppel geworden. Da schrieb sie ihrem Bräutigam einen Brief und gab ihn frei. Der aber wollte davon nichts wissen, denn seine Liebe war unauslöschlich— und ließ das Aufgebot bestellen. Am Hochzeitstag aber konnten die erstaunten Bewohner von Dorset sich eines Anblicks erfreuen, den sie sobald nicht vergessen werden. An der Spitze des Zuges schritt der fugendliche Bräutigam und in einem Krankenfahrstuhl schob er seine Braut vor sich hin Beide sahen aber so glücklich aus, als seien sie gar nicht vom Schicksal beimgesucht worden. Schicksale dreier Schwestern Geschwister sind meist nicht dazu bestimmt, ir Leben lang beieinander zu bleiben. Meist werden sie durch Heirat und Beruf voneinander getrennt und leben sich auseinander. Wo sie aber zusammenbleiben, da kettet sie das Schicksal eng zusammen, so eng oft, daß ihr Leben sie ihr Tod gemeinsam ist. Zu Windsor in England lebten drei Schwestern, alle drei unverheiratet, lange Jahre unzertrennlich zusammen in einer Wohnung. Nie hat man unter den drei Geschwistern Zank und Streit gehört. Sie waren, wie man so sagt, ein Herg und eine Seele. die 60jährige Marn. die 50 Jahre alte Gertrude und die 48 Jahre alte Annie Dunn. Neulich machten sie eine gemeinsame Fahrt nach London. Alle drei erkälteten sich in der Themsestadt. Gertrude wurde guerst bettlägerig und starb nach kurzem Frankenlager. Mary starb 24 Stunden später ebenfalle an einer Erkältungskrankbeit, und als letzte folgte wieder 24 Stunden darauf, Annie ihren beiden Schwe= stern in den Tod. . mntdeckt.. Sie hatte den klugen Ein fall, das kohlrabenschwarze, schweißverklebte Arbeitszeug ihres Mannes in 1M41 zu stecken! Nachtsüber weichte sie in heißem IM1 Wasser ein und kochte die Sachen „morgens eine Viertelstunde in frischer 1141 Lösung. Ein überraschender Erfolg war der Lohn ihres Versuchs! Und heute? Heute waschen hundert tausende Frauen berufstätiger Werkleute schmutzige Arbeits= kleidung mit 1941! Haben auch Sie es schon probiert? Wissen Sie übrigens schon, daß ATA em so billiges und vorzügliches Reinigungsmittel für verölte und stark verschmutzte Hände ist? 98 Gemeint ist die kleine Anzeige in der Volks-Zeitung rauen- 10 Mürtor=Verein Propsei Bechum. Unser liebes Mitglied. Brau Elisabeth aitegoer 8 gestorden Die Beerdigung ist Freitag, d. 8. nachm. 8.30 Uhr, Eingang des immer Griedhofes aus. Das Seelenamt ist am glei= chen Tage morgens 8.30 Uhr in Propstetkirche. Um gahlreiche Be= teiligung bittet Der Borstand. Vergedung von Straßendauarbeiten. Bür den Ausbau der Herzogstraße von der Torstener Straße dis zur Bergmannstratze soll die Ausführung der Erd= und Befestigungsardeiten ver= geden werden. Verdingungshefte sind det der Stratzendauabteilung im Rai= haus, Zimmer 370. erhaltlich. Termin für die Angedote: Donnerstag, den 14. Oktober 1937, 11½ Uhr. Verspatet eingehende Angebote werden nicht be= rücksichtigt. Bscnn, den 7. Oktoder 1937. Der Oberbürgermeinter. Vergedung von Straßendauardeiten. Die Arbeiten für den Ausdau der Stensstratze von der Rubensstratze die zur Wasserstratze sollen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind in der Straßenbauabteilung im Rathaus Zimmer 370, erhältlich. Der Tert für die Einreichung der Angedote ist am Donnerstag, dem 14. Oktober 1937, 11 Uhr. Verspätet eingehende Angedote bleiben unberücksichtigt Bochnn, den 7. Oktoder 1987. Der Oberdürgermeister. Vergebung von Eflasterarbeiten. Die Pflasterung des Bürgersteiges in der Alleestratze vor dem Neubau des Bochumer Vereins soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind dei der Stratzenbauabteilung im Rathaus, Zir mer 370, erhältlich. Die Angedote sind dis Mittwoch, den 13. Oktober 1937, 11 Uhr. bei der Stratzenbauabteilung Rathaus, Zimmer 869, einzureichen. Bochum, den 7. Oktober 1937. Der Oberbürgermeister. Zwangsversteigerung K. 2/37. Gemarkung Bochum. Grundbuch von Bochum, Band 47, Blatt Nr. 2372. Flur 28, Parzelle Nr 855/104, großz: 0.05 Ar, Flur 28, Parzelle Nr. 857/104, groß: 1.28 Ar, Flur 28, Parzelle Nr. 859/104, groß: 1 00 Ar, Flur 28, Pargelle Nr. 861/104, groß: 0,11 Ar, Flur 28, Barzelle Nr 963/106, groß: 0.17 Nr, Flur 28, Barzelle Nr. 864/106, groß: 0.08 Ar, Flur 28, Parzelle Nr. 865/100, groß: 0.04 Ar. Flur 28, Parzelle Nr. 917/107. groß: 1,18 Ar, Flur 28, Parzelle Nr. 90107, groß: 0.26 Ar, Flur 28, Parselle Nr. 982/105, groß: 1.02 Nr, Flur 28, Parzelle Nr. 987/107, groß: 0.0 Ar, a) Wohn= und Geschäftshaus mit Hofraum, b) Büroanbau, c) Lagerhaus. b) Werkstatt, e) Büroanbau Kortumstraße 122. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1935: 31 500.— R M. Eigentümer: Der AnKtreichermeister Austau Altegoer zu Bochum. Versteigerungstermin: am 20 Oktoder 1937, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer Nr. 52. Das Amtsgericht in Bochum Zwangsversteigerung 14 K. 32/37. Grundbuch von Hofstede, Band 2. Blatt 110. Gemarkung dofstede. Blur A. Parzelle Nr. 817. groß 0.62 Nr, Blur 9. Pargelle Nr 80/18. groß 1.07 Nr. Blur 9. Barselle Nr. 181/81, groß 0.50 Nr, unbebautes Grundstück. an der Gemeindestraße. Einheitswert nach dem Stande vom 1 2. 1038: 880— RM. Eigentümer: Schreinermeister Hermann Hodermann in Bochum. Versteigerungstermin: 20. Oktoder 1887. 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Biktoriastrade 14 Zimmer 52. Tas Amtsgericht in Bechum Frischer Fischh angekommen Bratfisch 0,34 Kabeljau. 0,33 Rotbarsch 2. 0,36 Filet v. Kabeljau 0,52 Bücklnge 20. 0.28 Neue Fettheringe» s 0,36 Nur Viktoriastr. a. Schützenbahn Frisch geschlacht. Hühner 50. 1,00 Die vorbildliche Haar- u. Hautptlege fôr die Dame för den Herrn ..!.. Bernh. Berning Friseurmeister lnh erst. Assreichessges Markiplati 9 Irgendwo muß es la sein Kam Die irgendwas abhanden! Weil 6 die Leute sicher fanden— Rüd es in die Zeitung ein Kleinangeigen Aberof Heisen Dir auf jeden Hall! Wer etwas sucht der lag schnell durch eine Kleine Ung Ihr Wunsch wird dann schneul dekannt Kiein=Angeigen desten Helser! Naturheilundioer u. Magneteper W Keil Bochum ,Hertumstr. 109 Erfolgreiche tung finden mittles bei allen Gelegenheiten sind die kleinen Angetgen, die durch unsere Zettung die geeignete BerbreiA....d1...... Staatlichen Lotterie-Einnshme VOGELSAN Tlsphon 6404 Sonn- und Feiertage ist unsere Geschäftssteile zur Entgegennahme dringender Familien-Anzeigen von 11 ble 12.30 Uhr geöfnet Rundfunk. Donnerstag, 7. Oktober Pladitheater Bochun Warnung Warne hiermit se= den, kalsche Gerüchte über mich an der= breiten, andernkalls ch denselben belangen werde. Brau Leiterholt. Bochum. Tüppelstraße 32. Blinden-Verein Dochum 1. Vors.: Klavierstimmer Winkler, Bochum, Herner Str. 81, Ruf 638 13. Vormiete: I Veranstaltung Heute, Donnerstag. 7. Oktober. 20 Uhr, im Ernst-Moritz- Arndt-Haus 600: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer 6.10: Leibesübungen. 6.20: Fruhkonzert. Es spielt das Pliepich=MarkoOrchester. 7.00: Nachrichten, anschließend: Morgenlied— Norgeuruf. 800: Wetter und Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.20: Ohne Sorgen jeden Morgen. Gastspiel deKleinen Kölner Funkorchesters unter Leitung von Leo Evsoldt. Ein heiteres Instrumentalquartett: Billi Jansen(Akkordeon); Hermann Arzig(Akkordeon); Wili Beuster(Baß); Edmund Engels e 9.2: Senvepaure 9.45: Nachrichten 10.00: Volksliedsingen. Liederblatt M. Musikalische Leitung: Walter Karneboge. 10.30: Senbepause 11.65: Bauer, merk auf. 1200: Die Werkpaufe des Reichesenders Köln (In Verbindung mit der DAF). Uebertragung ans dem Eraotischen Schlacht= und Viebhof, Düsseldor Es spielt das Musikkorps der Schutpolizet, Leitung: Polizeiobermeister Ludwig 18.00: Nachrichten— Glückwünsche. 18.15: Musik für Alle. Ausführung: Daß Große Orchester des Reichssenders Frankfurt, Leitung: Konzertmeister W. Caspar. 1. Cuvertüre zu„Das Spitzentuch der Königin“(Strauß); 2. Vorspiel, Chor, Ballade und Tanz aus„Daß Pensionat“(Fr v. Suppé): 8. Potpourri aus„Die Puppensee“ Bayer); 4. Kaiserwalzer(Joh. Stranhl: b. Floren Aner=Marsch(Fucik). 14.00: Nachrichten. 14.15: Allerlei von zwei bis drei 18.00: Sendepause. 16 6: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Musik mit Solisten. Cläre Anders(So pran); Wolsgang Berger(Violine); Gabert Grape — Erich Rummel(Klavier). 16.40: Otto Ernst zum 70. Geburtstag. 17.00: Robert Gaden spielt.(Industrie=Schafl platten). 1. Angelika, langsamer Walzer(J. E wards); 2. Wie nett, Klavier=Fortrott(E. Fischer 8. In beinen Armen. Tango(H. Böhmelt): 4. Lant der Liebe, Fortrott(A. Melschar); 5. Fantasie au der Operette„Die lustige Witwe“(Fr. Lebar);6 Frühling und Sonnenschein, langsamer Walzer(6 de Curtis); 7. Un giorno ti diro, Tango(B. Kra meri; 8. Jahrmarkt in Funchal, Marsch 1W. Vor ert). 17.2: Blaskonzert. Es spielt der Gaumusikzug XXI des Reichsarbeitsdienstes unter Leitung von Obermußkzugführer Josef Warwas. 1. Ouvertüre zur Overette„Banditenstreiche"(Fr. v. Euppe): Wiener Bonbons, Walzer(Joh. Strauß); 8. 4 Im Gleichschritt, Marsch(Jos. Warwas); 5) Durck Kampf zum Sieg, Marsch(Jos. Warwas); 1. Melo dien aus der Cperette„Der Bettelkuden!“(C. Mil löcker); b. al Amina(V. Lincke); b) Bleisoldaten (O. Kockert); 8. Herbststimmung, Walzer(P. Lincke) 7. Die Wache zieht auf. Marschlolge(J. Kochmann) 18 9: Mit dem Rhein=Seeschiff von Köln nad Csoreußen. Ein Bericht von Dr. Ernst. 18.50: Momentenfnahme. w.00: Nachrichten. 19.10: Zur Unterhaltung.(Industrie=Schall olatten). 1. Cuvertüre zu„Berlin, wie es wein. und lacht“(A. Conradi); 2. Unsterblicher Strauß Ein Potpourri der schönsten Strauß=Melodien; 3 Ich hab' amal a Räuscherl g'habt, Lied(Kapeller; l. al Kuß=Serenade(G. de Micheli); b) Serenade M. Tarenghi); b. Picanterie(H. Bund); 6. a/ Hochzeitsreigen, Walzer(G. Freundorfer); b) Matrosenliebchen, Polka(B. Derksen); 7. Ueber die Prärie. Lied aus der Operette„Rosemarie“(R. Friml); 8. Autohässchen(Krüger=Hanschmann); 9. Fantasie über beliebte Tanz= und Tonfilmschlager; 10. Rumänisch(J. Knümann 2.00: Musik. Ein Spiel von Carl Hauptmann Spielleitung: Josef Kandner 21.00: Konzert zur Einweihung der neuen Funkorgel. Das Kölner Funkorchester, Leitung: Generalmusikdirektor Rudolf Schulz=Dornburg. Solist: Ernst Kaller(Orgell. 1. Toccata über„Wie schön euchtet uns der Morgenstern“(Heinrich Kaminikt); Große Fuge für Streschorchester(E. van Beethoven); 8. Konzert g=moll für Orgel und Orchester Werk V1(Georg Fr. Händel). 2. M: Nachrichten. 22 20 bie 24 00. Rolka. und Unterhaltungsmußik 5.—8. Ckiober: beschlossen 9.—15. Ckioder 1937: Zweite Deutsche Shakespeare Woche Bochum Schöne gr., helle 3-Z.=Worna. pt., in B.=Wiemel hausen, 2 Min.» Straßend., kann fortaugeb. m Mobeln übern. w mit Bad u. war= nem Wafs. einger., evtl. Garage). Bochum. Markstr. 273 Silber Ankauf(Müngen und Bruch Düfseldorfer Bestecksabrif# Marz Enfaufenea. für Bochum: Lehrerin sucht 2 leere Zinmer 16. Ckt. od 1 Nov Lage: Stadtmitte Off. u. B. 0. 900 . d. Gesch. d. Zia Alleinst., alt.1 lucht zum 1. Nov E.Clauberg ein grobes. leeres limmer mögl. Rôhe CastroEs wird gebeten, nachstehende Hand= werker mit Auftragen zu bedenken: Kord= und Sinhlklechter Jucken, Altenbochum, Altendochumer Stratze 78. Tel. Nr. 654 27, Jos. Havazinikl, Auf dem Dablacker 47, Konrad Cbach, Altendochum, Zeche Karoline 824. Stuhlklechter: Karl Gottschalk, Bochum, Kronpringenstraße 1, Paga. Bochum, Elsatzstr. 17, Frl. Schulte, Bochum, Meierstr. 3. Lischewikt, Harpen, Grüner Wra 11. Frl. Deiß, Von=der=Recke=Straße 1000 (Maschinenstrickerin). Bürstenmacher: hoffmann. Weitmar, Hattinger Str. 1980 Handardeiterinnen Frl. Keller, Bochum, Hellweg 39. Berfenfstelle: Vertrieb von Blindenarbeiten aller Art. Herner Str. 31, Tel. 635 13. Kammer-Konzert Werke von Beethoven, Mozart. Brahme Auslührende Dae Heucler-Guarten reise: 75 Rpf bis 15 RM. Karten sind noch an der Konzertkasse im Stadtthester, in den bekannten VorverKaufsstellen und an der Abendkasse zu haben. Vorbestellungen unter Nr. 61051 Sochum Bongarduir Freitag. 8. Oktober 6.00: Morgenlieb— Wetterbericht für den Bauer 6.10: Leibesübungen. 6.M: Frühkonzert. Kapelle der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig, Leitung: Musikdirektor Ernst Stieberitz 7.00: Nachrichten, anschließend: Morgenlied— Morgenruf. 800: Wetter und Wasserstand— Kalenderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.20: Froher Klang zur Arbeitspause. Es splel das Unterhaltungs= Funkorchester, Leitung: FranMibaovic. Mitwirkend: Ein Carophon= Quintett 1. Vorwärts, an wärts. Marsch(Homann=Weban: 2. Ouvertüre zu„Edelweiß“(N. Komzak); 3 Scherzo(E. Ferstl); 1. Tarinka, Intermezzo Köster); b. Heidelberger Zecher, Walzer(G. Krome): 6. Mennett(M. Clementi); 7. Polnisches Ständchen(O. Kockertl; 8. Als er die Nosen brachte(T Lindemann): 9. Polka und Rheinländer(E. Ferstl): 10. Sag mir. wer du bist(J. Groche); 11. Marsch(6. Biumel. 9.2: Eendepause. 96: Nachrichten 10.0: Deutscher Zucker. Der Weg eines ebe maligen Ersatzstoles Hörspiel von Franz Zeise 10 M: Gelunder Körper— gefunder Geist. Ta vispokal— seine Eviele und Kimple 106: Lendepaufe 11 15. Sauer. merk an e. mianskontert Es(pielt das Bendee Linkonie Orchester Eaarp'alz, Leitung: Musikdirek tor Ernst Schmeißer. 1. Onpertüre zur Oper, Die Nacht des Schicklals“ se Verdl): 2. Arabeske(6 Debusin); 8. Türkischer Karneval. Ansonische Dich tung(A. Puiginil; 4. Melobien aus der Cper„Der Barbier von Eevilla“(M. Rossini); b. Ballade, Antonische Capriccio(H. Milenz); 6. al Walzer(P bes); b) Czardas aus dem Ballett„Coppelta“ (L. Teltbesl. Gewerbetreivende Anzeigen in der Bolks-Zeitung werden in allen Bernfskreiten geleien Miet-Vertrag für gewerbliche Näumlich= keiten(Ladenlokale, Büros. Werkstätten. Lager usw.) zusammengestellt nach amtlichen Richtlinien. Stück 50 Pfg. Zu haben n der Geschäftsstelle unserer Zeitung Interestante Reise= und kriegserlebnisse! Besonders aktuell und wertvoll für diejenigen, die sich über den Kriegsschauplatz im lernen Osten orientieren oder 1940 zu den Olympischen Spielen fahren wollen, ist das neu erschienene Buch Mit der alten Armee nach dem fernen Osten Die sapanischen Truppen erreichten auf ihrem Vormarsch die Provinzialhauptstadt Paotingfu. Gerade über dieses Gebiet bringt der Verfasser längere Abhandlungen. Das Buch bringt ferner neben der interessanten Reiseschilderung von Deutschland nach China Aufzeichnungen in einfacher, volkstümlicher Sprache, die von den Gebräuchen und Zitten der Mongolenvölker erzählen und fesselt den Leser durch spannende Tatsachenberichte. Dieses zeitgemäße Buch bostet 1.30 Mh. Zu beziehen durch den Verlag Schürmann§ klagges, Bo.um Mühlenstraße 12-14— Fernspr. 647 40 dess scha Das Jnteres dochgebirges, m beschäftigt hat,1 wieder aufgelebt nehmenden Beri lichkeit sein Vor Der Bergstuf gebirgstälern u vorkommendes Länge mit walg gestumpften Kör Leeinchen beschri schmutzigweiß un wie der einer über ein angebl oder Holzlnechten gangenen und 9 einstimmend der der großen Auge Fallen soll das1 gegentretenden 1 gesprungen haber plare davon erli stutzen bezeichne freier Feststellun Hände eines Wi als auch Tirol man den Berglu Ein Jn den Mitt findet sich ein n Spittal in Kai lebend gefangen, Du Stelle, an lehen hat. liegt Marienheim in tragen einer schal es durch Arbeiter sellschaft vonS nahmen das Tier Schlangen in die tender Geschwind anderen Ufer bei und den Blicken Ein Straßenwd 1921 an einem Straße gleichfalle kommen haben. eben genannten starken Männerai wicht schätzte der Auf dem Sommer bergel in Klagen Realschüler gefan nach Hause genon Teer genau so wi nur soll es dies haben. Leider he Mitleid an der Erst vor wenig Zeitschrift, deren erstmals einen 7 wollte, einen hohl nahme" ausgeschr ganze Expedition folg nicht beschiede Schluß, daß die ohne weitereg von sich auch vielleicht einer bereite beka falle ist es höchste artigro Tier, falle zu bekommen, da der Natur steht un a fortleben wir Abdul R Abdul Rab dien geboren. die Fischer und land sehen in sich ohne Kompa gat onsinstrumen Rabeem kam studieren. Eine din und ging un war es sein Wu Um sich diesen Rabeem Seemal Sextantan geha Wissenschaft der Seinen Schif heimlich. Denn auf. Er sagte. jedergeit den. milten auf den Rann aus Ind Lrobe aufo Exei nne und schlo nach Graden. war. Einia sei aufhin vom Erst stimmte genau n atte. Allmählie ibeem wurde» obe gestellt. Gibt es doch einen Tatzelwurm? Neue Beobachtungen Berchtesgadener Bergführer- Die bisher gefangenen Exemplare immer wieder entkommen Berchtesgadener Bergführer haben! Schiffsort, der durch die Instrumente ermittelt wurde, kurzem im Naturschutzgediet des Konigssees wiederum einen Tatzelwurm. auch Springwurm, Bergstutz oder Stollwurm genannt, beobachtet, oowohl dessen Existeng in Fachweit und Wissenschaft noch heiß umstritten ist. Tas Interesse an diesem sagenhaften Tier des chgebirges, mit dem sich sogar der Rundfunk schön beschäftigt hat, ist in letzter Zeit in weitesten Kreisen wieder aufgelebt, da nach neuen, durchaus ernst zu nehmenden Berichten mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sein Vorhandensein anzunehmen ist. Der Bergstutz wird als nur in entlegenen Hoch= gebirgstälern und heute nur mehr äußerst selten vorkommendes Tier von etwa sechzig Zentimetern Länge mit walgenförmigem, am hinteren Ende ab= gestumpften Körper. sowie ganz kurzen. krummen Leeinchen beschrieben. Die Farbe pielt zwischen schmutzigweiß und dunkelgrau. Der Kopf soll rund wie der einer Katze sein. Jn zahlreichen Berichten über ein angebliches Zusammentreffen von Jägern oder Holzlnechten mit dem Bergstutzen aus dem ver= gangenen und gegenwärtigen Jahrhudert wird über einstimmend der furchterregende und bösartige Blick der großen Augen hervorgehoben. Jn verschiedenen Fallen soll das rätselhafte Tier den ihm zufällig entgegentretenden Menschen mit größter Angriffslust angesprungen haben. Auch wurden schon mehrere Exemplare davon erlegt, doch gelangten diese als Bergstutzen bezeichneten Tiere leider nie zu einwandfreier Feststellung ihrer Art und Lebensweise in die Hände eines Wissenschaftlers. Sowohl in der Schweiz, als auch Tirol und dem Berchtesaadener Land will man den Bergllutzen angetroffen haben Ein gewandter Schwimmer In den Mitteilungen des D.=Oe. Alpenvereine findet sich ein Bericht von Dr. Mar Onno wonach in Spittal in Kärnten ein Exemplar des Tatzelwurms lebend gefangen, jedoch wieder freigelassen wurde. T Stelle, an der man das unbekannte Tier ge= lehen hat. liegt knapp 800 Meter vom Sanalorium Marienheim in Richtung gegen Spittal. Beim Ab= tragen einer schadhaften, trockenen Stützmauer wurde es durch Arbeiter in einem großen Hohlraum in Gesellschaft von Schlangen vorgefunden. Die Leute nahmen das Tier und warfen es zusammen mit den Schlangen in die Leiser hiaunter, die es mit bedeu= tender Geschwindigkeit durchschwamm, um dann am anderen Ufer bei einem Hollunderstrauch zu landen und den Blicken zu entschwinden. Ein Straßenwärter derselben Gegend will im Juni 1921 an einem sehr beißen Tage unterbalb der Straße gleichfalls ein derartiges Tier zu Gesicht bekommen haben. Er beschreibt 40 genau so wie de eben genannten Maurer. An Umfang soll es einem starken Männerarm gleichgekommen sein. Das Gewicht schätzte der Straßenwärter auf 5 big 7 Kilo. Auf dem Aussterbeezat der Natur? Im Sommer 1934 wurde außerdem am Kreugbergel in Klagenfurt ein derartiges Tier von einem Realschüler gefangen und in einer Pappschachtel mit noch Hause genommen. Seine Mutter beschreibt das Teer genau so wie die beiden bei Spittal gesichteten, nur soll es diesmal eine graugrüne Farbe gehabt haben. Leider hat der junge Mann das Tier aus Mitleid an der Fanzstelle wieder in Freibeit gesetzt. Erst vor wenigen Jahren dat eine große deutsche Zeitschrift, deren Bildberichterstatter in der Schweiz erstmals einen Tatzelwurm pootographiert haben wollte, einen hohen Geldpreis für seine„Gefangennahme" ausgeschrieben und zu diesem Zweck eine ganze Expedition ausgerustet. Chwohl ihr ein Er= folg nicht beschieden war, kommt man dennoch zu dem Schluß, daß die Existeng des Tatzelwurms nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen ist, wenn es sich auch vielleicht nur um eine äußerst seltene Abart einer bereits bekannten Tiergattung handelt. Jeden= falle iit es höchite Zeit für die Wissenschaft, ein derartiges Tier, falls dies noch möglich ist, in die Hand zu bekommen, da es ersichtlich auf dem Aussterbeetat der Natur steht und bald wohl nur mehr in der Volks= a fortleben wird. nicht erfuhr. Raheem sagte in jedem Fall, wenn man es verlangte, die Position an. Sie stimmte. Man hat ihn den härtesten Proben unterworfen. Auf einer Reise von Bombay nach England hat man ihn Tag für Tag die Position angeben lassen ohne Hilfe von Instrumenten. Auch hier wurde die schärfste Kontrolle angewandt. Raheem bestand. Immer wieder zeigte er, daß er eine geheimnisvolle Methode hatte, den Schifsort zu finden. Ueber diese Methode selber aber verweigerte er jede Auskunft. Er behauptet nur, sie habe nichts Mystisches, es sei nur die Wiederentdeckung der Methode, mit der in grauen Vorzeiten die Chinesen und— die Wikinger— die Weltmeere durchkreuzten, als es noch keinen Kompaß und keinen Sertanten gab. Bei den Chinesen ist es zweifelhaft, ob sie nicht doch schon sehr früh den Magnetstein kannten und seine Eigenschaften für die Kurshaltung in der Schiffahrt benutzten. Was die Wikinger betrifft, so wissen wir beute, daß ihre Kenntnis der Himmelekunde und ihre seemännische Erfahrung weit entwickelter war als man früher annahm. RabeemsMethode bleibt also nach wi wor rätselhaft. Vielleicht handelt es sich um einen hochentwickeiten instinktiven Ortssinn, wie ihn in den Anfängen besitzen. Man denke an die fast unerklärlich. Art, die Menschen hatten und wie ihn die Tiere beute noch wie Zugvözel ihre Wege finden. Vielleicht ist es das, was in Abdul Raheem lebendig wurde? Man weiß es nicht, denn rätselhaft bleibt dann immer noch, wie er das in Grade, Minuten und Sekunden umrechnen kann,— denn angeblich versteht er doch nichts von der Nautik. Instinkt, unbekannte Errechnung oder genialer Schwindel? Man wird das wohl erst erfahren, wenn der rätielhafte Seemann aus Haderabad einmal streng von ernsten Wissenschaftlern geprüft wird. Die ganz große Verkaufskanone fingierte alle Aufträge Es gibt unter dem Heer der Vertreter welche, die mit emsigem Fleiß ihre Aufträge zusammentragen, die, wie jeder andere Berufstätige, ihr Brot im Schweiße ihres Angesicht essen. Dann gibt es andere, Glückskinder offenbar, denen die Aufträge in den Schoß zu fallen scheinen, die Bestellungen und damit Umsätze erreichen, die manchmal schon ans Märchenhafte grenzen. Eine solche „Verkaufskanone“ schien ein Kattowitzer Versandhaus erwischt zu haben. Dieser noch junge Reisende, erst seit kurzem für das Haus tätig, setzte jedenfalls in seinem Bezirk derart viele Fahrräder, Nähmaschinen und Radioapparate um, daß sich der Chef der Firma ein über das andere Mal die Hände rieb. Solchen Verkaufskanonen erfüllt jeder Kaufmann gern einen Wunsch. So erhielt auch dieser tüchtige Reisende ein Motorrad gestellt, damit er noch schneller als mit der Bahn und anderen Verkehrsmitteln seinen Bezirk bearbeiten konnte. Im Besitz des Matorrades bat er darum, Bilder vom General der Flieger Milch mit mili tarischen Ehren in Paris empfangen Der Staatsselretär im Reichsluftfahrtministerium. General der Flieger Milch, traf mit seiner Begleitung auf dem Flugplatz Dugny bei Paris ein, wo eine Kompanie der Luftwaffe mit Fahnen und Musik die militärischen Ehren erwies. Man sieht einen Ausschnitt von der Empfangsfeier wahrend der deutschen Nationallieder und der Marseillaise, die zu Ehren des deutschen Fliegergenerals gespielt wurden Scherl=Bilderdienst=M.) Abdul Kaheems Geheimnis Abdul Nabeem m in Haiderabad in Indien geboren. Jn seinem Lande gilt er nichts, aber die Fischer und Seeleute von Grimsby in England sehen in ihm ein Weltwunder, den Mann, der sich ohne Kompaß und sonstige hochentwickelte Navigat onsinstrumente in allen Weltmeeren zurechtfindet. Raheem kam einst nach England, um Modizin zu studieren. Eines Tages aber warf er das Studtum din und ging unter die Seeleute. Seit früher Jugend war es sein Wunsch gewesen, die Meere zu befahren. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, wurde Abdul Raheem Seemann, einfacher Matrose, der nie den Sextanten gehandhabt, der von der verwickelten Wissenschaft der Navigation keine Ahnung hatte. Seinen Schiffsgefährten aber wurde er bald unbeimlich. Denn er stellte merkwürdige Behauptungen auf. Er sagte, er könne mit geschlossenen Augen sedergeit den Sauffsort angeben, auch wenn man sich mitten auf dem Ozean befinde. Man lachte den Mann aus Indien aus. Raheem aber machte die Probe aufs Exempel. Er warf einen Blick nach der Sonne und schloß die Augen. Dann sagte er genau nach Graden, Minuten und Sekunden, wo das Schff war. Einig seiner Schiffsgefährten ließen sich daraufhin vom Ersten Offizier die Position sægen. Sie stemmte genau mit dem überein, was Raheem gesagt atte. Allmählich sprach sich das„Wunder“ herum. iheem wurde von seinen Vorgesetzten scharf auf die obe gestellt. Man wachte darüber, daß er den den Kunden die bestellten Gegenstände persönlich bringen zu dürfen, weil er, wie er sagte, Wert darauf legte, mit seinen Kunden in ein persönliches Verhältnis zu kommen, um Dauerkundschaft zu gewinnen. Man sah das ein. Und so fuhr denn der Reisende täglich mit einer Nähmaschine, mehreren Radioapparaten oder einem Fahrrad zu irgend einem Kunden. Ein Verdacht stellte sich zunächst nicht ein, da die erste Rate von jedem Käufer pünktlich einging. Dann aber hörte von fast allen Kunden der Verkaufskanone jede weitere Zahlung auf. Man forschte nach und da stellte es sich heraus, daß die ganz große Verkaufskanone fast alle Aufträge fingiert hatte. Er hatte die Gegenstände unter der Hand verkauft oder in Leihhäusern untergebracht und von dem Erlös jeweils selbst die erste Rate unter dem fingierten Absender an seine Firma abgeschickt. Lacht Euch Laune! Erich mar eingeladen. Erich kam zu spät. Die freundliche Hausfrau sauchte: „Sie glauben wohl, wir sind ein Wirtehme?“ Erich schüttelte den Kopf: „Beileibe! Denn in einem Wirtshaus ware ich se nicht gezwungen, mit einer unhöflichen Wirtin an einem Tisch zu essen.“ * Der Ehemann schaute mißtrauisch. „Wieviel hast Du denn für den neuen Hut be= zahlt, „Nicht einen Pfennig.“ Wirklich nichte?“ „Nein. Ich hobe der Modiinn gesagt, sie soll Dr die Rechnung schüchen.“ * Querscher mar über Sonntag eingeladen. Auf ein Landhaus. Am Freitag saß Quetscher immer noch dort. Dies ging dem Gastgeber über die Hutschnur. „Sie vertragen wohl das Rüchwärtsfahren nicht“, fragte er. „Wieso? Warum?“ „Weil Sie setzt schon sechs Tage bei uns sind und sich immer noch nicht entschlossen haben, nach Hause zurücheufahren.“ * Freunde trafen sich. „Und dann hat er erklärt, er hatte mich immer für einen Pharmazeuten gehalten. Weißt Du, mie das fr?“ „Nein.“ „Ich auch nicht. Auf alle Falle habe ich ihm ein paar Ohrfeigen gegeben." * Freude an den Brettern. Wenn man vierzig ist und ins Gebirge zieht für immer, wie man hofft, versucht man auch, Ski lernen. So geschah es auch mit mir im vorigen Jahr. Ich haufte mir zwei prächtige Bretter und fuhr los. Freunde, die darum wußten und die mich heuer nach langem Fernsein besuchten, fragten: „Haben Sie Freude an Ihren Sins gehabt?“ Jch nichte: „Doch. Einmal. Als mir meine Frau damit ein Beefsteak briet.“ Die neu gebildete U.Boot= Flottille„Lode“ in Dienst gestellt In Kiel wurde die 3. U-Boot=Flottille, die aus bereits bestehenden Booten der Flottille„Weddigen“ gebildet wurde, in Dienst gestellt. Der Ebe der neuen Flottille ist Kapitänleutnant Ecker mann. Durch den Namen der neuen Flottille wurde der im Weltkrieg als Kommandant des U Bootes UB 57 verschollene Oberleuknant z. S. Lods, der als einer der tapfersten Offigere der alten Marine bekannt war, besonders geehrt. Mit UB 67 hat er besonders große Fernunternedmungen ausgeführt. Unser Bild getat einen Blick auf die neue U=Boot=Flottille (Presse=Bild=Zentrale=M.) Grohr —J AN VON Urheberrechtsschuß: Romanver lag Greiser Restatt/Baden (27. Fortsetzung.) „Wenn der Wind über die Stoppeln geht, und sich die Bäume unter der Schwere ihrer Frucht biegen", gab versonnen Sabine zur Antwort. „Und wem soll es gleichen?“ neckte der Mann. Von jedem ein Teil, dann wird es schon recht werden. Aber nicht wahr, jetzt brauch ich keinen Reitunterricht mehr zu nehmen?“ „So, also davon willst du dich drücken, und deshalb willst du ein Kind haben Ra, das ist gut. Nun sehe ich wenigstens, wie gern meine Frau Reitstunden bei mir gehabt hat“, sagte der Gutsherr „Ach Ernst. und wenn du böse mit mir bist und mich einen Hasenfuß nennst, ich hab mit Zittern und Zagen auf dem Pferde gesessen.“ „Und davon hast du mir nichts gesagt? Aber Sabine!“ „Ich habe mich nicht getraut und wollte auch nicht zeigen, daß ich so ein Hasenfuß bin.“ Verschämt und lächelnd kam es von Sabines Lippen. „Dummchen du!“ sagte Ernst zärtlich.“„Da ist man schon so lange verheiratet, und die Frau hat noch Geheimnisse vor ihrem Mann. Jetzt kenne ich dich aber warte nur!“ „Ach Ernst mein Auto ist mir lieber, da kenne ich mich aus Aber wenn das Pferd mal wild war, dann dachte ich immer es ginge mit mir durch.“ „Sabine, ich sehe ein es war sehr kurzsichtig von mir, denn ich mußte von allein wissen, daß man Reiten in jungen Jahren lernen muß. Ich muß dich schon um Verzeihung bitten.“ Sehr nachdenklich sah der Mann sein Weib an So ungern hatte sie es getan, aber da er es gern wollte, hatte sie nicht mit der Wimper gezuckt. Entschuldigend sah sie ihn an. Womöglich hatte sie ihm eine Freude zerstört. Doch als sie das sagte. lachte er sie glatt aus. „Sabinchen, daß ich nicht lach! Jetzt ist es mit dem Reiten sowieso aus, na und wenn erst bei uns etwas Kleines da ist. dann wird wohl meine Frau keine Zeit und Ruhe mehr haben um auf dem Pierde rumzugaloppieren Nein, mein Herz, das wüche ich dann auch selbst nicht mehr zugeben. Bist du nun zufrieden?“ Vollständig. Ernst! Und weißt du, ich werde dich entschädigen und immer mal mit dem Auto ausfahren“ neckte sie. Gut. machen wir. Das hat noch den Vorteil, daß man später das Kleine eventuell mitnehmen kann.“ Ach Ernst wir reden schon, als wäre es da, ud es ist soviel Zeit bis dahin.“ gab sie zur Antwort. Ernst lachte und wollte sie ein bißchen ärgern: „Weißt du Sabine, es ist vielleicht ganz gut, daß es noch eine Weile dauert. Da bin ich noch eine Zeit der erste für dich denn dann...“ Weiter kam er nicht, denn große Tränen rollten der jungen Frau über die Backen.„Sabine, was hast du denn?“ „Du glaubst, daß du für mich dann nicht mehr der erste bist? Ernst, das glaubst du doch selbst nicht. Ich werd dich immer gleich liebhaben vielleicht dann noch viel lieber, wenn uns der liebe Gott ein kleines Wesen schenkt. Das darfst du nicht wieder sagen,“ schluchzte Sabine. „Heut mach ichs wahrhaftig verkehrt. Ich hab dich doch nur necken wollen, und du dumme kleine oder vielmehr große Frau glaubst das auch. Na, ich sehe schon, euch Frauen muß man in der Zeit besonders zart anfassen.“ Behutsam strich der Mann seiner Frau über die im Lampenlicht wie Gold schimmernde Haare. Sabine saß beschämt da und rief sich selbst zur Ordnung. Ernst war so nachsichtig mit ihr. Abbittend ergriff sie seine Hand. „Sei nicht böse, Ernst,ich werde nicht wieder so töricht reden. Und werde bestimmt keine Launen haben. Nur daß du gedacht hast, ich könnte dich weniger liebhaben hat mich aus dem Häuschen gebracht.“ „Schon erledigt, Sabine. Freuen wir uns also jetzt, auf die kommende Zeit Ich glaube schon, daß du ein wenig durcheinander bist. Aber nun weiß ich es, und da können wir uns miteinander freuen.“ Zart und rücksichtsvoll nahm er seine Frau in den Arm und küßte sie, bis sie wieder die Alte war, und ihn mit ihren schönen Augen anstrahlte. „Weißt du. Frauchen, eins muß mein Kind vielmehr unser Kind bekommen, nämlich deine schönen dunklen Augen. Das andere ist mir gleich.“ Sabine war froh und glücklich und lachte sich jetzt selbst aus. Nun konnte sie auch ihrem Mann erzählen daß Fritz angerufen batte. Es handelte sich wegen dem Verkauf der Ziegelei Zwei Interessenten waren da Der eine bot sechszigtausend Mark. der andere würde unter Umständen nur fünfundfünfzig geben. aber man bekam das Geld bar in die Hand Fünftausend Mark mehr war ja ganz schön. aber wenn das andere sicherer war, dann wollte man lieber auf die fünftausend Mark verzichten. Der Käufer, der nur fünfundfünfzigtausend Mark bot, wollte aber den gesamten Arbeiterbestand übernehmen, er hatte es sogar zur Bedingung gemacht. Ernst überlegte sich die Sache hin und her. Jedenfalls sprach das für den Käufer und er beschloß. seinem Schwager zuzureden. Wegen Sabines Erbteil brauchte er sich nicht zu sorgen, das würde er mit ihr regeln. Sabine erklärte gleich, daß sie von dem Bruder nichts wollte, sie wäre doch auf Sandhagen gut aufgehoben. Nein das gesamte Geld sollte zum Ankauf von Hergenthal verwandt werden. Ernst hatte auch schon fünfundzwanzigtausend Mark freigemacht, und so stand dem Kauf wahrscheinlich nichts mehr im Wege. Lisa leitele nun schon ein Vierteljahr Hergenthal und war noch nicht ein einziges Mal zu Hause gewesen. Sehnsucht hatten die beiden nach ihr. Doch sie wollten es Lisa nicht sagen, sonst kam sie gleich angefahren, und wie sie schrieb hatte sie doch wenig Zeit. Mochte sie sich nur richtig in Hergenthal eingewöhnen, sie wollten schon so lange warten. 14. Die Stirn in nachdenkliche Falten gezogen, saß Lisa auf einem hohen Drehschemel vor einem großen alten Pult und baumelte mit den Beinen, die in den Reitstiefeln steckten. Vor ihr stand der junge Inspektor von Hergentahl und sah gespannt auf seine Vorgesetzte. Erst hatte er darüber lachen wollen. Joch als er sie kennenlernte, als sie auf Hergenthal war, bekam er Hochachtung vor ihr. Donnerwetter, das wäre eine Frau für ihn gewesen! Wenn er seinem alten Herrn so eine Schwiegertochter brächte, unbedingt kaufte der ibm eine anständige Klitsche. Aber so, nich in de Tüte, hatte er erklärt. Erst eine anständige Frau, dann kam das Gut. Ja, Lisa steckte in ihrem unvermeidlichen Reitanzug, und die Reitstiefel sahen ordentlich schmutzig aus. Seit früh um fünf war sie auf dem Posten, und Gott weiß wo schon herumgekrochen. Nun hatte sie der Inspektor noch ins Büro geschleppt, er hatte verschiedene Aufstellungen gemacht. und die wollte sie eilig sehen. Eine genaue Statistik über die Milchkühe, und die gemolkene Milch hatte ergeben, daß die Kühe zu wenig Milch gaben Oder, daß nicht ehrlich gearbeitet wurde! Gern hätte da Lisa reingewettert, aber so lange ihr nicht Hergenthal gehörte, fühlte sie sich nicht dazu berechtigt. Als sie vor Monaten hierher kam, war sie von Frau von Hergenthal begrüßt worden, auch von den beiden Kindern im Alter von elf und acht Jahren, aber dann hatte sie nicht mehr viel von ihnen gesehen. Zwei Tage später hatte Frau von Hergenthal eine Aussprache mit ihr gehabt und gesagt, daß sie ihr alles vertrauensvoll in die Hände lege sie ginge in die nahe Kreisstadt zu ihren Eltern zurück In einer Art hatte Lisa das Vorhaben begrüßt. denn es arbeitete sich besser, wenn man wußte, man war allein. Der junge Inspektor gefiel ihr ja, aber er sah sie viel zu verliebt an, und das konnte ihr nicht gefallen Genau so jetzt! Sie wußte ganz genau, was er dachte und das ärgerte ne. Aber was wollte sie machen. Daß sie sich verlobte, litt der Vater noch nicht. erst sechs Wochen vor der Hochzeit sollte es geschehen, und da konnte der junge Mann natürlich nicht wissen daß sie bereits so gut wie vergeben war. Außerdem war der junge Mann eine gute Partie, so konnte man sein Werben nicht mal übelmehmen „Ja, Fräulein Hornung, was machen wir da?“ fragte der Inspektor vertraulich. „Gar nichts, mein lieber Herr Stache. Abwarten, bis ich hier Besitzerin bin.“ Jetzt lachte sie doch hellauf, als sie das wenig geistreiche Gesicht des vor ihr Stehenden betrachtete. Wie die Kuh, wenns donnert, dachte sie. Gott, sah der Mann dumm aus ihr Fritz hätte bestimmt ein geistreicheres Gesicht gemacht. Endlich hatte sich der junge Mann von seinem Schreck erholt. Kaufen? Hergenthal? Ja, worn benn. haben doch keinen Mann?“ „Na, der wird dann schon noch kommen, da lassen Sie sich keine grauen Haare wachsen Oder denken Sie, daß mich keiner mag?“ „Fränlein Lisa, ach wenn ich durfte, ich“ Nichts dürfen Sie. An die Arbeit dürfen Sie gehen, und ich auch denn unser Tagewerk ist beute noch nicht zu Ende. „Bitte lassen Sie mich doch mal ausreden, Fräulein Lisa. Stets verbieten Sie mir das Wort, wenn ich mal reden will“ sagte jetzt energisch der Inspektor. Er war gerade so schön im Zuge. da wollte er sich nicht abweisen lassen. Doch Lisa lachte und meinte etwas verlegen: „Ja. Herr Stache, ich wollte Ibnen nur sagen, daß der Mann. der hier mal reinkommt schon gewählt ist“ Ganz erbärmlich kam sie sich vor, als sie das traurige Gesicht des Mannes sah „Also haben Sie schon einen Bräutigam?“ fragte Stache bedrückt, aber neugierig „Wenn man so sagen will, ja! Aber vorläufig ist es noch nicht so weit, und macht mir auch keine Sorgen. Vorläufig ist meine größte Sorge, wie wir dieser Sauwirtschaft abhelfen, denn auf so einem Gute ist das Vieh die Hauptsache“ Schweigend nickte der Inspektor. Ganz war er noch nicht bei der Sache. Aber er sah schon es war nichts mehr zu holen. Da wollte man tüchtig lernen, vielleicht fand sich wo anders ein nettes Mädel. Es gab ja genug davon und er war von seiner Wichtigkeit überzeugt Lisa sah schon, dem hatte sie nicht den Todesstoß versetzt, daß sie ihn nicht zum Manne nahm. Ja, wenn sie nur erst hier Besitzerin war, dann konnte sie ganz anders auftreten. Aber so waren ihr noch die Hände gebunden Eben wollten die beiden das Zimmer verlassen, als der Postbote kam „Einen großen eingeschriebenen Brief für Fräulein Lisa Hornung.“ sagte er. Lisa nahm den Brief, quittierte ihn und sah rasch auf den Absender. Der Brief war von Frau von Hergenthal. Lisa war neugierig. was sie schrieb. „Bleiben Sie noch einen Augenblick, Herr Stache, vielleicht hören wir was Neues.“ Lisa nahm das Federmesser und schlitzte den Umschlag fein auf. Interessiert las sie, und ihre Wangen wurden vor Ueberraschung rot. Das war ja allerhand! Solche Duckmäuser! Nichts hatten sie ihr davon verraten! Frau von Hergenthal schrieb, daß Lisa sich vom heutigen Tage als Besitzerin betrachten könne. da die Kaufsumme von achtzigtausend Mark bei ihrer Bank eingezahlt worden wäre. Die amtlichen Formalitäten könnten demnachst erledigt werden, wenn Lisa in der Stadt wäre nur wollte sie ihr eben mitteilen, daß sie ab beute Besinerin sei. Lisa ließ freudestrahlend den Brief sinken. Das war ja sein. Nun sollte ihr noch einer kommen! Der junge Mann stand immer noch abwartend im Zimmer. Langsam kam Lisa naher und sagte:„Na, Herr Stache, da können Sie mir gleich mal gratulieren!“ „Zu was? Zur Verlobung?“ Fragend sah er sie an. „Nein. zu viel mehr! Ich bin von beute ab Besitzerin! Frau von Hergenthal schreibt mir eben. daß mein Vater die Sache erledigt hat!“ (Fortsetzung folgt Roman von Br. Hofmann (7. Fortsetzung.) „Sie kriegt ihn nicht.“ beruhigt Leyßt, pfeift aber dann. Afra erscheint auch gehorsam als Schattenriß auf dem Kamm einer Düne, als sie aber sieht, daß kein ernstlicher Befehl vorliegt, begibt sie sich schweifwedelnd wieder auf die Suche nach neuen Abenteuern. Karola hat sich von Leyßt getrennt un) geht gngsam auf die Dünen zu. Er folgt ihr nicht Vielleicht wollte sie doch gern einen Augenblick wirklich ganz allein sein. Karola ist etwas die Düne hinaufgestiegen und setzt sich dort nieder, obgleich der Wind hier stärker ist. Aber sie hat sich in ihren Pelz gewickelt und sieht mit großen Augen auf die unendliche bewegte Wasserfläche, über der jetzt ein Licht liegt, das aus durchleuchtetem Dunst quillt und an das Lüster von grauen Perlen erinnert. Nach diesem Ausblick hat sie sich gesehnt. Zie hebt ein wenig den Kopf und versucht tastend zu intonieren. Spürt, daß sie jetzt singen könnte. Bescheidet sich dabei zu einer halblauten Melodie. Afra kommt heran und sieht die Frau fragend an. aus deren Munde diese überraschenden Laute kommen. Karola streckt die Hand nach dem Hunde aus gräbt die Finger liebkosend in das graue Fell. Afra findet das angenehm und läßt sich neben ihr nieder. „Da sprach die Magd zu der Herrin: Siehst du daß die Gesichter dir zugewandt sind? Alle Gesichter der toten Männer, die da auf dem Strom porübergleiten. Sie sehen dich an, Herrin! Da prach die Herrin: Ich weiß es. Ich ließ sie alle töten— ehe sie mir untreu werden konnten, ehe sie meine Freunde, das Vertrauen brachen—“ Sie hat die Strophen im Urtext gesungen. Ob der Mann, der dort unten, eine dunkle Gestalt unbewegt gegen den Wind steht, sie versteht? Nein. Ob er sie überhaupt gehört hat, die wild=tragische Weise? Kaum. Karolo hat geendet und sieht ihn dauernd voll schwerzlicher Inbrunst an. Langsam dreht Leyßt sich um Er hat wohl gehört. Wie auf dem fernen Rauchen der Brandung und von der Eintönigkeit des Copyright by Carl Duncker-Verlag. Berlin W 62 Windes getragen, war der schwache Widerhall der Frauenstimme zu ihm gedrungen. Und er kennt den Text. Karola wendet sich ab und legt das Gesicht an das warme Fell des Hundes. Afra leckt schüchtern mit ihrer feuchten Zunge über Karolas Hand. „Gutes Tier—“ Sie steht auf und macht Leyßt ein Zeichen, daß sie ein Stück oben auf den Dünen weitergehen will. Er nickt und setzt sich in gleicher Richtung in Bewegung, der Hund ist bald bei dem einen unten, bald bei dem andern oben. Karola hat dabei Zeit, mit dem fertig zu werden, was zu durchkämpfen sie hierhergekommen ist. Was jeder allein, mit sich selbst in solcher Stunde abzumachen hat. Trotzdem sind kaum je zwei Menschen sich näher als diese, die hier getrennt und abgewandt, schweigend und jeder für sich dabinschreiten. Niemand wird mir glauben, denkt Karola Niemand. Unmöglich. Nur er. Ich werde alles tun— bis zum letzten ist der Entschluß, den Leyßt gefaßt hat, als sie sich wieder treffen und gemeinsam zum Dorf zurückkehren wo sie den Wagen gelassen haben im kleinen Fischerdorf. dessen stille Abgeschiedenheit ihm seinen alten Charakter bewahrt hat. „Wie sind Sie eigentlich darauf gekommen.“ fragte Karola, als sie in den sinkenden Abend hinein nach Hause fahren,„mich abzuholen und hierher zu fahren?“ Der zunehmende Wind hat den Himmel von Wolken reingefegt, und sie kann den ersten Stern sehen, der wie ein Kristall im Graugrün der Dämmerung steht „Hat es Ihnen gut getan?“ fragt Leyßt. Er hält das Steuer ruhig in den behandschuhten Händen, die Straße liegt leer und eben vor ihnen „Ja. sehr“ „Winkelmann hatte mich angerufen." „Ach“ Nach einer Weile:„Guter Kerl.“ Leyßt drebt ihr den Kopf zu, mit dem Ansatz eines Lächelns „Ich meinte Winkelmann“. „Ja, gewiß.“ Er nickt, wieder ganz ernst.„Er sagte mir, daß Sie eine Nachricht erhielten, die Sie wohl beunrubigt haben muß Karola schiebt die Hände frösteln) in die Aermel des Pelzes, zieht sich gleichsam in sich zusammen. „Ist Ihnen kalt?“ „Nein, nein. Der Motor wärmt ganz gut.“ Leyßt verlangsamt dennoch die Fahrt und hält. „Richten Sie sich bitte ein wenig auf,“ sagt er, greift nach hinten in den Notsitz und zieht eine Decke heraus, die er ihr um die Knie wickelt. Karola läßt es schweigend geschehen, sieht nachdenklich mit trauriger Zärtlichkeit in sein gesammeltes Gesicht das ihr dabei nahe ist. Er bemerkt es wohl nicht. Sie fahren weiter. „Dieser Zettel.“ sagt sie dann,„war von Hasting.“ „Von Hasting?“ fahrt er herum. Ja: „Ist er denn noch hier?“ Je? „20.“ Leyßt zieht unmerklich die Brauen zusammen.„Er ist aber jedenfalls nicht zu Hause?“ „Das weiß ich nicht. Er will mich sprechen. Mehr möchte und darf ich jetzt nicht sagen, Leyßt.“ Das ist das erstemal. daß sie die förmliche An= rede wegläßt „Also gut.“ sagt er Wiederum entsteht ein längeres Schweigen, aber diesmal ist es Leyßt, der es mit der Bemerkung unterbricht: „Erinnern Sie sich an die Karola', unsern Isländer? Der Norweger Tornulf licst sie bauen; durch Zufall habe ich es erfahren. Vielleicht interessiert es Sie?“ „Sie werden mit der Karola' jetzt schon bald drüben sein. Ich kenne diesen Tornulf nicht, aber ich kann ihn fast beneiden.“ „Wer weiß. Vielleicht werden auch Sie bald wieder auf eine große und schöne Reise gehen?“ „Wer weiß.“ wiederholt Karola tonlos. Dann wird nicht mehr gesprochen, bis sie bei Harburg über die Elbbrücke fahren. * Am Abend des Konzerts sitzt Leyßt in einer der ersten Reihen unten im Saal. Kurz vor Beginn sieht er sich noch einmal um, von einer unbestimmten Unruhe getrieben. Und entdeckt ein bekanntes Gesicht. das des Oberstaatsanwalts Dr. Holthusen. Er sitzt neben einem anderen Herrn, in dem Leyßt den Untersuchungsrichter Helrung vermutet, in einer Loge. Zufällig in derselben in der er selbst früher einmal mit Fehland gesessen hat. Eine eigenartige Erinnerung.— Holtbusens Blick scheint von seinem angezogen zu werden, ihre Augen begegnen sich, haften Sekunden ineinander. Da sie sich flüchtig kennen, grüßen sie sich; dadurch wird auch Helrung aufmerksam Leyßt bobachtet unauffällig, wie die beiden Juristen ein paar Worte miteinander wechseln. Nach dem britten Klingelzeichen klemmt Holthusen das Einglas in sein nervöses Gesicht, seine lange, dünne Gestalt sinkt in den Sessel zurück taucht damit in den Schatten. Aber er behält von hier aus das Konzertpodium genau im Auge. Winkelmann rollt als erster auf die Bühne verbeugt sich, ordnet dann am Flügel die Noten. Seine Glatze und sein ganzer rosiger Kopf glänzen in dem scharfen Licht, er trägt einen tadellosen Frack. der aber trotz aller Bemühungen eines guten Schneiders nicht vermag, seine Figur elegant erscheinen zu lassen. Leyßt kann sehen, wie sich seine Ohren erregt bewegen. Er hat auch den Eindruck gehabt, daß die flinken Augen Guidos ihn bei der flüchtigen Begrüßung des Publikums erkannt haben. Dann tritt Karola aus der Kulisse. Ihre hobganz in Weiß gekleidete Gestalt wird von Beifall begrüßt. Sie trägt keinen Schmuck, keine Farbe. keine Blume. Das Licht spiegelt sich auf dem seidig schwarzen Scheitel, als sie ihn dankend neigt, die eisgrauen Augen unter den langen Wimpern verlieren dabei nichts von ihrem tödlich ernsten und fast abwesenden Blick Nur als sie Leyßt beacanen zuckt es in ihnen auf. Staatsanwalt Holthusen hat sich bei ihrem Erscheinen vorgebeugt. Helrung neigt sich zu ihm hin und sagt etwas, aber Holthusen läßt das Einglas in die Hand fallen, fährt mit der langen schmalen Hand über das korrekt gescheitelte graue Haar und bewegt abwehren) den Kopf. Ein Vorspiel hat eingesetzt. Erkennbar wird sofort das fast geniale Können dieses rundlichen Mannes, der sonst leicht einen etwas lächerlichen Eindruck macht. Die Musik, die er da wiedergibt, zwingt schon an sich die Hörer in ihren Bann. Man weiß aus dem Programm, was geboten werden soll, alte isländische Helden= und Volkslieder. In das dunkle Schweigen des Saales hinein schwingt dann die Stimme der Sängerin. Welch eine Stimme! Ein Mezzo=Sopran von weicher Fülle, hinabreichend in einen angenehmen Alt. Ihre Stimme fließt dahin wie ein Strom choralhaft getragen, steigert sich zu sieghafter Wildheit. in der man das Klirren der alten Waffen zu hören meint, dann wird sie melancholisch weich Karola beginnt mit dem„Lied von König Claf und beendet das Konzert mit dem„Lied der toten Männer“. Leyßt schließt die Augen. Er sieht den grauen Strom vorbeirauschen, im Dunst, wie er das Meek gesehen, als sie dies Lied sang. Er sieht die bohe Herrin am Fenster ihres Saales auf Islande Burg stehen und auf den Strom blicken der die Toten vorüberführt auf ihrer Reise nach Hels schweigendem Reich. Er fühlt mit der fingenden Stimme den tausendfachen Tod im Herzen der einsamen Frau— die angstvolle Klage der Magd und das tragische Bekenntnis der Herrin, furchtbar in seiner kargen Einfachheit. (Fortsetzung folgt.)