ornung zu kennen. unt n daß keinen sie richtig sichter sah mußte sie c) so wenig gefallen?“ ia sagte lustig:„Gut. nn die Soldaten durch und die Manner u seplingslie) von Fritz: nuß..“ d und die Gaste wurSabine ein Lied wünnir das Lied. das ich was am heutigen Tag tämlich: Still wie die leer soll deine Liebe lang ja solche Lieder Ihre dunkle Stimme cro. hte als diese Stimme, den Augen. icht. und ihres Mannes und lauschten dem Noch niemals hatte s empfand der Vater man sah in vielen auch gerührt, wollte deshalb meinte er ber nicht still. wenn Köter bellt“ mung hin, und die Lisa für den seltenen Mann herzhaft aus ißte. Der verteidigte 1. wer schimpft denn ren. wenn so ein aalite geschlagen. auf und es war lo Lorgen dauerte ebe n. daß die Gutbeiber, dann gina es hr man nicht heim. Küche mit dem anab es großes Hallo die Kutscher munh einiger Zeit kam ice auf den Tisch. r. Außerdem konnand vertragen, und wieder. wie schneil Hermann wieder k. denn der Herr soviel sie wollten. rtsetzung folgt.) d zur Sorge, Win= In.„Ich bin wohl en Guido, die Tür o ihnen, aus den ftsführer begegnet. wie ihr vorkommt. r als sonst. Sagt achiten Avend.— sanmalt von Holttelesonisch Karten elmann und sieht Augen einen selt= Dann sagt sie 1 daruber. daß er ischen Gelänge im ja, Winkelmann, e viel Interesse nit einer kleinen ten natürlich, die Anwesenheit in 1 hören, ich ver= Pormal, verbnunterzehen, bie zu erreichen ge= n Gerichtshof.“ dem verhältnieratternden, klinruff Karola geInd bleibt stehen. schiebt den Hut arrt sie mit hochhen. Ich fuhle wohl auch Zie rt Winkelmann verlieren, mein Dolks Ausgabe A Bochumer Volkszeitung Begngoprels: monatiich RM 8.15 oder haldmonatlick N 1.08 einschl Botenlohn.— Ungeigenpreite: 0.. samiauflage 6 Vig, Ausgade A 6 Pfg., Ausgabe B 3% 9te AusgabeC 8 Pig Texianzeigen: Ausgabe A 40 Pfo Ausgaben B und O 28 P#a# mm— Güttig: Preisline für den rheinisch=weltfälischen Industriebezirk 66. Jahrgang Westfälische Volks-Seitung Bochumer Stadtanzeiger verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung. Bochum. Rühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746 64748 Bochum, Mühlenstraße 12—14, Fernruf 647 46. Postscheckkonto Dortm. 6146: Hattingen, Biktor=Lutze=Str. 12, Jernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950: Essen=Steele, Westalenstr. 302, Fernr. 582 30, Postscheckkonte Dortmund 193 80; Wattenscheid, Fretheitstr. 15, Fernr. 1976, Bostscheckk Dortm 30430 Deuc und Verlaa: Schürmann& Klagges, Bochum. Nr 231 1937 In vier Winterhilfswerken fast ½½ Milliarden erreicht! Zl Der Führer eröffnet das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1937=38 Im Querschnitt des Tages 1937 38° „Ein Volk hilft sich selbst!“ Berlin, 5. Okt.(Drahtb.) Die Kumeradmaft der deutschen Volkegemeinschaft ist durch hnum eine andere Maßnahme so klat und einwandfrei vor aller Welt bewielen worden, als durch die riesen= maften Leistungen des Wintertulfsverkeo in den hinter uns liegenden vier Jahren. Die Millarden= leitung, die dao deutsche Volk freiwillig im Kampfe geden Hunger und Kälte aufgestellt hat, ist einzigartig für alle Volker und alle Zeiten. In demlelben nationalsozialistischen Gemeinschaftegeist wurde am Dienotag abend im Rahmen einer großen Kundgebung in der Deutschlandhalle das 5. Winterhilfswerk des deutschen Volkes durch den Führer eroffnet. Den Rielentaum der Deutschlandhalle fullten 20000 Menschen, die allelamt bereits aufopfernde ehrenamtliche Arbeit im Dienite dieses großen Werkes geleistet haben. Hoheitszeichen auf hohen Socheln rahmten das Rednerpodium an der Stirnleite der Salle ein, das im weiten Umkreis von einem aus Lorbeerbäumen bestehenden Ehrenhain umläumt mar. In der Ehrentribune war auf goldgetändertem Tuch das Abzeichen des Winterhilfswerhes angebracht mit der Jnschrift„Winterhilfowerh des deutschen Voldes Dr. Goebbels erstattet den Leistungsbericht: Ein Transparent zeigte die Jnschrift „Ein Volh hilft sich selbst“. Im übrigen beschränkte sich die Ausstattung der Halle auf Fahnen= und Grünschmuck Auf der Ehrentribüne verlammelten sich die Mitgliedet der Reichstegierung, die Reichsleiter und Staatssekretäre, Reichsstatthalter und Gauleiter, alle führenden Männer der Parteigliederungen, Generäle der Wehrmacht und der Polizei. Sie alle bekundeten gemeiniam mit den unten sitzenden 20 0000 unbehannten Helfern und den Millionen von Rundfunkhörern die Solidarität aller Deutschen im Sinne dieseo friedlichen Gemeinschaftowerkeo. Standarten und Fahnen marschierten ein. Reichsminister Dr. Goebbels, der Schopfer und Forderer, deo Winterbilfswerkes, wurde mit lauten, anhaltenden Heilrufen begrußt. Der Stellvertretende Guleiter von Berlin, Görlitzer, eroffnete die Massenkundgebung und begrüßte die 20 000 Erschienenen und das ganze deutsche Volk draußen an den Radioempfängern. Reichsminister Dr. Goebbels nahm dann, von neuem Beifall begrußt, dno Wort, um den Rechenschaftobericht über das abgeschlossene Winterhilfowerh 1936/37 zu erstatten: Ueber 408 Millionen Gesamtleistung W.H. W. 35/36 um 36 Millionen und das erste Winterhilfswerk gar um 58 Nillionen I.M ühertrossen! 1 Menschen— Freiheit, man Sie gar nichts setzung folgt.) Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen! Es ist eine schöne Tradition im neuen Staat, gleich nach dem Erntedankfest auf dem Bücheberg das Winterhulfowerk zu eröffnen. Damit bekammt der Erniedank erst seinen echten und vollen Sinn. Das tägliche Brot wird auf die ganze Nation verteilt. Es ist auch mehr als eine Geste, daß der Führer dao Winterhilføwerk jährlich selbst eröffnet. Im Namen des ganzen deutschen Volkes, das weit über den Kreis der hier in der Deutschlandhalle versammelten 20000 Mitarbeiter des WW. nun an den Lautsprechern verlammelt sitzt, wollen wir ihn an diesem Abend begrüßen und ihm unseren Dank abmatten. Das WOW. ist eine soziale Großtat, die in der Geschichte der deutschen Nation unvergänglich sein wird Es erfullt mich mit Stolz und Freude, in diesem Jahre wiederum den Leistanasbericht dieses Monumentalwerkes dem deutschen Volhe zur Kenntnis bringen zu dürsen. Die Gesamtleistung des Winterhitfswerkes 1936 37 beträgt 408 323 140 RM Sie übertrifft die Leistung des Winterhilfswerkes 193536 um 36 379 232 und die des ersten Winterhilfswerhes um rund 58 Millionen RM. Sämtliche bisher durchgeführten Winterhilfewerke zusammen haben eine Gelamtsumme von 1 400 760 834 RM erbracht, damit also fast 1% Milliarden RM erreicht. Der Opfergeist des deutschen Volkes hat. in vier Winterhuilfewerken für unsere notleidenden Volksgenossen eine Leistung vollbracht, die in der Weli kein Beispiel hut Ein be'onders bemerkenswertes Vorbild gaben die deutchen Kohlenlyndikate, die im Jahre 1036 37 mit einem Betrage von insgelam 4.5 Millionen RM am Winterhilfewerk des deutschen Volkes beteiligt maren. Mit diesem Betrag steht der deutsche Bergbau, vor allem des Ruhrgebietes, unter den Spendern der deutschen Wirtschaft mil an erster telle. Wertmäßig betrugen die Leistungen des Winterbillswerkes 1036 30 im eingelnen: Für Rahrungs= u. Genußmittel 124 080 304.02 Ron möglichst frei zu halten, wurden wahrend des Winterhilfswerkes 1936/37 zum eriten Male das Deutsche Rote Freuz, die Verbände und Organisationen der Wohlfahrtopflege mit 16 5000 000 RMN unterstützt. Außerdem wurden aus Mitteln des Winterhilfswer= für das Tuberkulose=Hilfswerk der R2 V. 3 Mill. RM abgezweigt Die Sachleistungen des Winterhilfsweckes 1436 37 betrugen: Kartoffeln 5 478 019 Doppelzentner An Kohlen, Koke u. Torf 21 271 710 Doppelzentner. An sonstigen Lebensmitteln 1 256 224 Doppelzentner. An Bekleidungsstücken u. Haushaltungsgegenständen wie Betten, Dechen usw. 13 657 459 Stück bezw. Paar. An Freitischen, Schulspeisungen u. WW-Speilungen wurden 32 980 557 vergeben. An Karten für Theater, Konzerte und Kino, die dem WGW gtalio zur Verfügung gestellt wurden, gelangten 3 734 752 Stück und an sonstigen Sachspenden wie Büchern, Musikinstrumenten, Spielzeug und Weihnachtsbäumen 3 212 462 Stück zur Verteilung. Ein lebendiges Bild von diesen ungehuren Lei= stungen ergeben entsprechende Vergleiche. Wenn die soeben aufgeführten und vom Winterhiltewerk verteilten Mengen an Kartoffeln. Brennstoffen und Lebensmitteln in einer Gelamtmenge von 28 005 053 Doppelgentnern in Sächken zu je 50 Kilo nebeneinander gestellt würden, so würde das drei Reihen Säche von je 9 335 km Länge ergeben. das ist 2½ mal die Entfernung zwischen Berlin und Tobin oder viermal die Entfernung zwi= schen Berlin und Nemnork. Das neue von den Junners=Werken erhaute Groß= verkehrsflugzeug Ju 90„Der Große Dessauer“ würde mit einer Reiledurchschnittsgeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern 80 Flugstunden benötigen, um diese in einer Reihe von 28 005 km aufgestellten Sücke zu se 50 Kilo abzufliegen. Wenn man sich die mengenmäßige Leistung an solchen Beispielen klarmacht, dann erkennt man erst. welche ungeheuere Arbeitsleistung das WOW. für die deutsche Wirtschaft des Winterhalbjahres bedeutet. (Fortsetzung siehe Seite 2. An Brennmterialien 62 937 592,36 RM An Bekleidung 78 965 265,14 RM An Haushaltungsgegenständen 9 579 671,89 RM An Gutscheinen und sonstigen Leistungen 38 630 041,72 RM An sonstigen Sachspenden 7 650 106,53 RM Um außer der Sammeltätigkeit des Winterhilfewerkes die übrige Zeit des Jahres von Sammlungen Ein verheißungsvoller Anfang Bereits über 21 Millionen gespendet! Die erste amtliche Reichsspendenliste der leierlichen Grofinung des Eisenbahner spenden für das 5. Winterhilfewerkes des deutschen Volkes durch den Fuhrer vergangen sind, liegt bereit= die erste amtliche Reichespendenliste vor, die mit einem Gesamtbetrag von 21 016 400 MM das Ergehnis vom Vorjahre weit übertrifft. Auch in diesem Jahre wird die Liste mit einer Spende von 500000 RM der Reichseitung der NSDAP. München eröffnet. Hieran schließt sich eine Spende der Mitglieder der Wirtschaftsgruppe Fahrzeugindustrie und des Reichsverbandes der Automobilindustrie von 1714 000 RM. Aus der Unzahl der weiteren Spenden fallen auf das Rhei. nisch Westfalische Kohlnsyndikat mit 8 750 0no NM die Vereinigten Stahlwerke AG. Düsseldorf, mit 1500 000 RM und die Deutsche Arbeitsfront, Berlin, mit 1000000 RM. Besonders zu erwähnen ist ferner eine Sonderspende von 1000 000 RM, die von den Gefolgschaftsmitaliedern der Deutschen net wurde sowie eine Spende von Ungenannt, die in der gleichen Höbe eingegangen ist. Diese Zitfern, so überwältigend sie auch sind, stellen nur einen erfolg= und glückverbeißenden Auftakt für jenes gewaltige Hilfewerk dar dessen Durchführung beute für jeden deutschen Volksgenossen zu einer freiwilligen Verpflichtung geworden ist. Winterhilfswerk DNB Berlin, 5 Okt.(Drahtb.). Der Versicherungsverein Deutscher Cisenbahnbediensteten in Berlin hat zur Eröffnung des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes 1937-38 eine Spende von 200 000 NM. gezenichet. Erster Eintopfsonntag dieses Winters am 10. Oktober Das deutsche Volk wird auch in diesem Winter einmal in jedem Monat einen Eintopfsonntag abhalten und damit dem nationalen Gemeinschaftsgefühl schönsten Ausdruck geben. Eintopfsonntag wird jeder zweite Sonntag der Monate Oktober 1937 bis März 1938 sein, also der 10. Oktober 1937. 14 Nonember 1937, 12. Dezember 1927, 9. Januar 1938, 13. Februar 1938, 13. März 1938. Ein stolzer Rechenschaftsbericht. Vor 20000 Helfern des Winterhilfswerkes hat der Führer gestern abend im Rahmen einer feierlichen Kundgebung in der Deutschlandhalle, der das ganze deutsche Volk an den Lautsprechern Zeuge gewesen ist, das neue Winterhilfswerk 1937-38 eroffnet und die Parole zum neuen Kampf gegen Hunger und Kälte ausgegeben. Zu Beginn hat Reichsminister Dr. Goebbels, der eigentliche Schöpfer und Organisator des Winterhilfswerkes, den Leistungsbericht abgegeben, der in seinen gigantischen Zahlen die allgemeine Bewunderung und ungeteilte Anerkennung auslösen mußte. Als das Winterhilfswerk vor vier Jahren zum ersten Male verkündet wurde, gab es im Auslande fast nur ein einmütiges ungläubiges Kopfschütteln und nur ganz wenige wollten schließlich noch das Zugeständnis wagen, daß es vielleicht einmal möglich sein würde, einen einigermaßen ansehnlichen Erfolg herauszuziehen! Nun ist bereits viermal das Winterhilfswerk abgeschlossen, ein jedes Mal mit wesentlich höheren Eingängen und Leistungssteigerungen! Auch das letzte WHW. hat wieder das vorhergegangene um rund 58 Millionen übertroffen und insgesamt sind bisher Leistungen von kast 1½ Milliarden aufgebracht worden! Wo in alle. Welt wäre das wohl sonst noch möglich gewesen? Mit Recht konnte Dr. Goebbels voll Stolz gestern abend anngesichts solcher Zahlen feststellen, daß eine Leistung vollbracht worden ist,„die in der Welt kein Beispiel hat“! Weit über 408 Millionen hat das deutsche Volk gespendet! In dem kurzen Zeitraum von einem halben Jahre, in sechs Wintermonaten, in welchen die Anforderungen an jeden Einzelnen an sich schon sehr bedeutend und wesentlich höher sind, als in den Sommermonaten! Das denkbar beste Zeugnis hat es damit seiner Opferbereitschaft, die dem rechten Geiste der wahren Volksgemeinschaft und des brüderlichen Zusammengehörigkeitsgefühls entsprungen ist, ausgestellt. Wo solche Opferbereitschaft herrscht, da braucht es um die Zukunft wirklich niemand bange zu sein! Ein solches Volk ist— wie der Führer anschließend in seinem Appell erklären konnte— zu noch höheren Leistungen fähig, wenn solche einmal von ihm verlangt werden müßten! Da können wir es auch verstehen, daß heute vielfach in anderen Ländern mit Neid auf Deutschland gesehen wird, daß man das deutsche Volk anderen als Muster hinstellt und sein Winterbilfswerk nachznahmen sucht! Für das deutsche Volk selbst aber sind diese gewaltigen Leistungen die schönste Anerkennung, die es anspornen werden, auch im neuen Winterhilfswerk mit der gleichen Opferfreudigkeit an die Arbeit zu geben und wieder mit vereinten Kräften den Kampf aufzunehmen gegen Hunger und Kälte. Es kann dies tun in der felsenfesten Gewißbeit, daß auch in den nächsten sechs Wintermonaten nicht nur der gleiche Erfolg seine Opferbereitschaft lohnen, sondern auch dieses Mal wieder sich eine Steigerung der Leistungen zeigen wird, wie wir sie bisher von einem Winterbilfswerk zum anderen haben mit Freuden und Genugtnung feststellen dürfen! * Wer stellt denn die Freiwilligen? Die englisch=französische Rote, über die zwischen Paris und London reichlich lange vermmndelt worden ilt, hat nun endlich in Rom übergeben werden können. Beiläufig bemerkt: das ist vorläufig nur ein Akt, der in den Registern des imlienischen Auswärtigen Amts verzeichnet werden wird, ohne daß man in der nächten Zeit schon eine Antwort auf diese Note ermarten darf. Mussolini weilt auf seinem Landitz und dem britischen Botschafter und dem französischen Geschäftsträger wurde sofort eröffnet, daß man sich aus diesem Grunde einigermaßen in Geduld fassen müsse. Die Antwort ist selbitverständlich in eriter Lime Sache der malieni= schen Regierung. Wir haben am allerwenigsten Vey= anlassung. ihren Entschließungen vorzugreffen. Aber der Tenor der französisch=englischen Note darf doch allgemein europäisches Interesse beanspruchen. Im Mittelnunkt der Wünsche, die die beiden Mächte roibringen, steht die Frage der Zurüchziehung der Freiwilligen aus Spanien. Man wird sich erinnern, daß Deutschland und Jmlien schon Der Leistungsbericht von Dr. Goebbels (Fortsetzung von Seite 1.) nonnte, bevor die anderen Möchte dieses Thema überhaupt in den Mund nahmen, lehr ernst gemeinte Vorschläge für leine Lölung im Nichteinmischungsausschuß in Londor machten Man hat sie erst vollkommen unbeachtet gelassen, hat später dann die üblichen„grundlätzlichen" Zustimmungserklärungen abgegeben, hat aber nichts getan. Jetzt üt die Sache für England und Frankreich mit einem Male dringlich geworden. Nur muß man mit Verwun= derung feitstellen, daß sie das Freiwilligenproblem in einer Weise behandeln, als ob es nur Italien anginge. Man tut so, als gäbe es sonst keine Freiwilligen auf den spanischen Kriegsschauplätzen. Da ist es denn doch angebracht, mit allem Nachdruck damn zu erinnern. daß vor den italienischen Freiwilligen sowietruslische Freiwillige und solche aus Frankreich. England und anderen Ländern in die Internationale Briaade Rotvaniens eintraten und daß diese auf der roten Seite bämpfenden Freiwilligen zahlenmäßig ein Mehrsaches der Freiwilligen ausmachen, die aus Italien zu Genercl Franco aingen. Allerdines hat mon mit den an der bolschewötischen Front stehenden Freiwilligen ein miriniertes Soiel getrieben. Als die deutichimlienischen Wahnungen, eine Entfernung der Freiwilligen aus Spnnien in die Wege zu leiten, immer wiederkehrten, hat man den aus aller Herren Länder nach Rotspanien strömenden Kämpfern kurzerhand einen Valencia=Paß in die Hand gedrücht und scheint heute in London und m Paris, mit Moshau und Valencia übereinstimmend, die Ausfassung zu vertreten, doß es bei den Roten überhaupt heine Freiwilligen mehr gäbe. Das seien alles Spanier“. Allerdings auch eine„Lölung“ der Freiwilligenfrage, mit der sich diejenigen Mächte. die des euroväische Interesse an einer Verhütung der Bolschewisierung Spaniens vertreten, nicht einverstanden erklären können. Merkwürdig bleibt auch, warum die Mächte, die seinerzeit den Nichteinmischungsausschuß in London ins Leben riefen, ihm nun in einer Angelegenheit, die sie als ausschlaggebend für die ganze spanische Frage ansehen, so geilisentlich aus dem Wege gehen. In London wäre im Richteinmischungsausschuß der ge= eignete Ort. um das Freiwilligenproblem in aller Breite zu diskutieren und dort müßte dann Farbe bekannt werden. Aber das will man offenbar vermeiden. Daß man mit diesem Manöver Glüch haben sollte, ist kaum anzunehmen. Die Suche nach dem BolschewistenU-Boot eingestellt SRB London, 5. Okt.(Drahtb.) Wie Reuter berichtet, ist die Suche nach dem U=Boot, das einen Torpedo auf den britischen Zerstörer „galeliks“ abfeuerte, eingestellt worden. Am Dienstag früh seien die normalen Patrouillenfahrten wieder aufgenommen worden. Ueber das Ergebnis der Abwehrmaßnahmen sei nichts behannt. insgesamt hätten sieben britische Zerstörer und zwei Flugzeuge Montagabend und die ganze Nacht hindurch das westliche Mittelmeer abgesucht, ohne etwas von dem A=Boot zu finden. Diplomatische Besprechungen zwischen London und Varis NB Paris, 5. Okt.(Drahtb.) Zu den diplomatischen Besprechungen des französischen Außenministers am Montag und bekonders zu dem Besuch des franzölischen Botschafters in London. Torbin, am Ouni d'Orlay meldet der„Petit Parisien“, daß Botschafter Corbin für einige Stunden nach Paris gekommen sei, um die französische Regierung über die Lage zu unterrichten und um letzte Anweisungen zu empfangen. Der„Matin" will in diesem Zusammenhang wissen, daß Corbin inzwischen wieder nach London zurüchgekehrt und sofort mit dem Außenminister Eden zulammengetroffen ist. Die von Delbos an den Botschafter erteilten Anweilungen'eien auf die kürzlichen Beschlüsse des französischen Minssterrates gegründet. Zu dem Empfang des rotspanischen Botschafters bei Delbos meint der„Matin", daß der ValenciaBotschafter sich über den Gang der Besprechungen zwischen dem Quai d'Orlay und dem Foreign Office hobe unterrichten wollen. Absonderung der Juden an den polnischen Hechschulen DNB Warschau, 5. Okt.(Drahtb.) Die Rektoren sämtlicher Warschauer Hochschulen haben den Wünschen, die ihnen die polnischen Studenten vortrugen, entsprochen und angeordnet, daß in sämtlichen und Uebungssälen den jüdischen Studenten abgesonderte Plätze zugewiesen werden. Die Berücksichtigung ihrer Wünsche, um die während des ganzen letzten abndemischen Jahres nicht nur in den Warschauer Hochschulen ein erbitterter Kampf mit den anmaßend auftretenden füdischen Studenten gefshet worden ist. wird von der rechts eingestellten Presse als ein großer Sieg der polnischen Jugend gefesert.„ABC“ stellt fest, daß damit die Emppe des Compfes der nationalen polnischen Jugend um die Entfudung der Hochschulen abgeschlossen sei. Aber die polnische Jugend werde erst dann völlig vor den schödlichen Einfliislen der füdischen Elemente sicher sein, wenn die Juden die Mauern der polnischen Hochchulen überhaupt verlassen haben werden. Die nächlte Etappe gelte dem Kampf um die Einführung des Numerus elausus für die füdischen Studenten. Hansintendank des Führers TRB Perlin. 5 Okt.(Drabth) Der Führer und Reichskandler hat Herrn Arthur Kannenbera. der seit Jahren den Haushalt des Führers letrent, den Titel Hausintendant verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels führte in seinem Rechenschaftsbericht weiter aus: Die Deuriche Reichsbahn und die Privat= und Kleinbahnen beforderten während des Winterhilfswerkes 1936/37 26 506 004 Doppelzentner Sachgüter des WW. Dazu waren erforderlich 177 107 Wag= gons mit einem Ladegewicht von je 15 000 Kilo, das waren 3 542 Güterzüge zu je 50 solcher Waggons. Durch die frachtfreie Beforderung dieser Guter leiste= ten die Deutiche Reichsbahn und die Privat= und Kleinbahnen eine Spende von 17 527 980.06 Die Beleitigung der Arbeitslosigkeit hat sich hinsichtlich der Zahl der vom WVW. betreuten Volksgenossen weiterhin günstig ausgewirkt. Während vom WHW. 19033/34 von 1000 Einwohnern noch 253, vom WHW. 1934/35 noch 211 und vom 1935·36 noch 194 Volksgenossen betreut wurden, betrug die Zahl der vom letzten WW. be= treuten Volksgenossen nur noch 161 von 1000 Einwohnern. Der gegen Gehalt oder Entschädigung für das Wintertlsowerk 1936.37 tätig gewelenen Helfer macht 0.6 Prozent von der Gesamtdurchschnitterahl der Helfer von 1 349 000 aus. Der großen Zahl der eyrenamtlichen Helfer des Wirec, die sich um 113 258 erhöht hat. gebührt der besondere Dank des deutschen Voldes. Die Ankosten des WhW. 1936 37 maren verchwindend gering, sie betrugen nur 1.8 Prozent von der Gesamtleistung des WHW. 1936 37. Der„Tag der nationalen Solidarität“ 1936 erbrachte 1 577 465.70 RM mehr als der„Tag der nationalen Solidarität“ des Vorjahres. Dieser Mehrerfolg der sozialen Volkeabltimmung, wie der„Tag der nationalen Solidarität“ mit Recht genannt wurde, bedeutet eine Steigerung um 38.6 Prozent. Die Eintopfspenden erbrachten dem WöW. 1935 36 gegenüber ein Mehraufkommen von 1 769 867,50 Einen ungeheueren Erfolg hatten während des WHW. 1936/87 die Reichsstraßensammlungen, deren Ergebnis von 18 409 314,29 RM auf 30 531 925.24 RM gesteigert wurde. Das sind 12 122 61095 RM oder 65.7 Prozent mehr als im Vorjahre— An Abzeichen wurden bei diesen Reichsstraßensammlungen 118 662 178 Stüch verhauft, das bedeutet gegenüber dem WHW. 1935/86 eine Steigerma non 30 871 838 Abzeichen. Wie bisher sind die Aufträge für diese Abzeichen mederum deutschen Norstandsgebieten zugeflossen und haben diesen zulätliche Arbeit gegeben. Unsere im Ausland lebenden deutschen Brüder brachten, über, die Auslandvorgamsationen, der N8DAP. für das W6W. 1936/37 2 542 548.52 RM auf. Das bedeutet gegenüber der Leistung für das WHW. 1935/36 eine weitere Erhöhung ihrer Beleiligung am W6W. des deutschen Volkes und zwar um 41,9 Prozent. Unsere deutschen Volksgenossen im Ausland haben besonders schwer unter der Schwäche und dem geringen Ansehen ihres Vaterlandes vor der Machtübernahme gelitten. Auch heute noch sind sie in manchen Ländern besonderer Bedrängnis ausgeletzt. Deshalb gerade erblichen wir in diesen ständig sich steigernden Spenden für das W6W. des deutschen Volkes ein freudiges und opferbereites Behenntnis zu dem unter dem Führer erstarkten Deut= schen Reiche und einen Beweis dafür, daß die Aus= landsdeutschen wieder stolz sind. Deutsche zu'ein. Die im Rahmen des WW. zu einer schönen Tradition gewordenen Volksweihnachtsfeiern wurden auch während des WOW. 1936/37 durchgeführt. In etwa 23 000 Weibnachtsfeiern wurde 3 Millionen Kindern ärmiter Volkegenossen eine wirkliche Weihnachtsfreude be= reitet. Bisher wurden die Aufkommen der WHW ausschließlich dazu verwandt, die furchtbare Not, die DNB. Paris, 5. Okt.(Drahtb.) Die rechtsstehende„Epoaue" gibt einen Ueberblick über den Stand der Untersuchung des nun schon 14 Tage zuruckliegenden Verbrechens gegen General von Miller. Unter der Ueberschrift„Jetzt weiß man, woran man sich bei der Entfernung des Generals von Miller halten muß“, stellt sie folgende Tatsachenreihe auf: Am Tage der Entführung habe sich General Skobiin— das sei bewiesen— um 12,30 Uhr vor einem unter dem Schutz der sowietrussischen Botschaft stehenden Gebäude befunden. Vier Ttunden spater sel ein der sowietruksischen Botschaft gehöriger grauer Kraftwagen in Le Havre eingetroffen, dem vier Männer entstiegen, die eine 80 Kilo schwere Kiste auf das sowjetrussische Schiff„Mariva Ulvanova“ schafften, und unmittelbar darauf habe der Dampfer gelichtet Wenn man sich daran erinnere, daß General Skoblin schon als Agent der GPU. angeprangert und beschuldigt worden sei, den General Kutiepow ausgellefert zu haben, so reiben diese Tatlachen sich zu einer Kette zusammen General Skoblin habe General non Miller in einen Hinterhalt gelockt. Dieser sei die nationallozialistische Regierung bei der Machtübernahme vorsand, zu lindern. Es ist aber der Grundgedanke nationalsonalistischer Wohlfahrtsarben, nicht allein Krankheiten am Volkskörper zu bekämp= fen, sondern ihre Uriachen vorbeugend nach Möglich= keit zu beleitigen. Jn dieser Richtung wird sich mit dem Fortschreiten der wirtschaftlichen Gesundung die Arbeit des WiW. allmählich auch etwas verlagern. Zo sind von dem Aufkommen des 2WW. 1930 37 59 507 469.88 RM fur das Hilsowerh Mutter und Kind und den Reichsmütter= dienst verwandt worden. Dadurch hat die Arbeit des Hilfowerkes Mutter und Aind einen erheblichen Ausichung ge= nommen. Ende 1936 betrug die Zahl der Hilss- und Beratungsstellen 26279. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Vermehrung um 37.7 Prozent. Diele 26 279 Hilfs= und Beratungstellen wurden von 3 410 848 Volksgenossen in Anspruch ge= nommen. Das Hiliswerk Mutter und Kind umfaßt ein ungeheueres Gebiet. Durch Freigabe von Reit= finanzierungen für Kleinsiedlungen konnten erb= gelunde und kinderreiche Familien in den Besin einer gelunden Wohnung mit Gartenland gelangen. Durch die Mutterfürsorge murden im Jahre 1036 185 845 werdende Mütter und Wöchnerinnen und 99 168 Zäuglinge betreut. Im Rahmen der Müttererholungsfür'orge vom Mai 1034 bs Ende 1036 perlebten 175 892 Mütter 4 657 316 Erholungstage. Von dieser Zahl wurden 60 876 Mütter allein im Jahre 1936 auf Erholungeurlaub geschickt. Im Rahen der Kindergärten und Schulen wurden im Monat durchschnittlich 176 803 Kinder= und Schulspeisungen und Speilungen durch Freitische durchgefuhrt. Zur Entlastung kinderreicher und kranker Hausfrauen wurde in 80 817 Fällen Haushalts= und Arbeitsplatbilse gewöhrt. Durch die Jugenderholungspflege wur= den im Jahre 1036 417 072 Kinder verschicht. Ziel unserer Arbeit auf diesem Gebiet M. die Kin= der= und Säuglingssterblichheit auf ein Mindestmaß herabzudrüchen, vor allem die geborenen Kinder gesund heranwachlen zu lassen. Deshalb ist die Arbeit des Hilfswerkes Mutter und Kind für die Zukunft unseres Volkes von so besonderer Bedeutung. Jhr Umlang wird von Jahr zu Jahr größer werden. Das sind die Leistungen eines einzigen Jahres. Welch eine stolze Bilam können wit damit aufweisen! Wir sind glüchlich, vom Führer mit dieser wahr= haft nationallozialistischen Aufgabe betreut worden gu sein und auch für das kommende Jahr betraut zu werden. Wir haben ihr mit der besten Kraft unseres Herzens gedient und wollen das auch in Zukunkt zun. Heute gibt der Führer uns nun wieder Befehl zu neuer Arbeit. Wir stehen bereit, wie immer, diesem Befehl zu gehorchen. Der Rechenschaftsbericht des Ministers und die zahlenmäßigen Auswirkungen der Sozialmaßnahmen des Dritten Reiches machten auf die Anwesenden einen außerordentlichen Eindruck. Die Zuhörer unterstrichen die Ausführungen des Ministers mit stärkstem Beifall und bekundeten damit erneut ihren festen Willen, dem Befehl des Führers zur weiteren Arbeit im kommenden Winter freudig Folge leisten zu wollen. Eine Welle der Begeisterung und Freude flammte auf, als nach der Rede der Führer in die Halle trat und durch das Spalier der Leibstandarte zur Ehrentribüne schritt. Minutenlang wiederholten sich die Kundgebungen der Liebe und des Vertrauens Reichsminister Dr. Goebbels begrüßte den Führer mit dem begeistert aufgenommenen alten nationalsozialistischen Kampfruf: Der Führer Sieg=Heil! Dann sprach entweder getötet oder, was noch wahrscheinlicher sel, durch ein Betäubungsmittel befinnungslos gemacht und an Bord der„Mariva Ulvannna“ geschafft worden Hierüber werde man zweifellos niemals etwas erfahren, denn auch der General Skoblin sei wahrscheinlich auf immer verschwunden, gehetzt und ohne Geld, habe er sicherlich bei den Komplieen seiner Fahrt Zuflucht gesucht die ihn aber nach den klassischen Methoden der GVU. unbesorgt um die Ecke gebracht bätten, weil sie sich nicht wegen eines gebrandmarkten Mannes belasten wollten. Man werde niemals mehr davon wissen, aber man wisse jetzt genug um unfehlbar die sowjetrussischen Behörden in Paris anzuklagen. Sie hätten das Verbrechen bekohlen und vorbereitet, sie mußten der französischen Justig und der Regierung Rechenschaft ab legen. Die öffentliche Meinung sei schleunig über die divlomatischen Folgen dieser entsetzlichen Tregödie zu unterrichten. Was habe Außenminister Delbos in dieser Sache unternommen? Schwere Anklagen der„Epoane“ Licht in der Affäre Skoblin? Die sowjetrussischen Behörden in Paris haben Miller und auch ihren helfer Skoblin beseitigt! der Führer selbst zu den hier versammelten 20000 Männern und Frauen, die mehr als eine Million Helfer und Helferinnen, Sammler und Sammlerinnen des Winterhilfswerkes vertreten, und er sprach darzum ganzen deutschen Volk. Er schil= derte die Bebeutung des großen sozialen Werkes nach zwei Richtungen hin, der organisatorischen und der idealen. Herrliche Worte sand der Führer für alle die Volksgenossen, die selbst nur wenig besitzen und manchmal in dünnen Kleidern für die Frierenden sammeln und spenden die dadurch das Christentum der Tat üben, selbst Apostel des Christentums sind. Ergriffen lauschte die Menge den weiteren Ausführungen des Führers, als dieser den Sozialismus der Fraktischen Lebens, wie er im Dritten Reich geubt wird, dem Sozialismus der theoretischen Erkenntnis gegenüberstellte und von den ewigen Aufgaben der Menschheit sprach, die vielleicht niemals erfüllt werden. Fanatischer Beifall unterstrich seine Feststellung, daß die Nation durch die Gewalt eines Jdeals gerettet worden ist. das auch in dem Winterhiliswerk weiterlebt, daß höchster Sotialismus nichts anderes ist als reinster edelster Nationalismus und reiniter Nationalismus nichts anderes als klarster Sozialismus. daß die tieie innere Umstellung des deutschen Vol= kes die Nation zur Einheit und Kraft geführt hat. Immer wieder brauste der Beifall auf, als der Führer weiter vom Kampf und Sieg der nationalsozialistischen Bewegung, von dem Triumpb des Glaubens und dem Sieg eines Ideals von ungeheuerem Ausmaß und ungeabnter Tiefe sprach und er weiter mit leidenschaftlichen Worten feststellte, daß nur dem Glauben an dieses Ideal und der Verwirklichung der deutschen Volksgemeinschaft es zu verdanken sei, daß Deutschland neben einem anderen Lande in Eurova eine Insel des Friedens sei, daß also die Opfer für die Volksgemeinschaft nichts anderes seien als eine Vramie für die Zukunft des Leben= Ein kast nicht endenwollender Beifallesturm drückte dem Führer den Dank aus für seine prachtvollen überzeugenden Worte und immer wieder erneuerten sich die Kundgebungen, die Heilrufe und das Händeklatschen. Als Sprecher der Helferinnen und Helfer des Winterhilfswerkes, der großen Volkkarmee der Sozialistinnen und Sozialisten der Tat dankte Hauptamtsleiter Hilgenseldt dem Führer für den herrlichen Anftrag, den er heute wieder gegeben hat.„Wir sind stolg und dankbar“, erklärte er,„diesen Auftrag durchzuführen und Ihnen damit dienen zu können. Wir alle aber, die Frauen und Männer in dieser großen Halle, und die Millionen der Hörer an den Rundkunkgeraten, das ganze deutsche Volk dankt Ihnen, mein Führer“ Jubelnd stimmten die Zebntausende in das Sieg=Heil auf den Führer ein, das Hauptamts= leiter Hilgenfeldt ausbrachte. Die Lieder der Nation beschlossen die Feierstunde. Neuer Jubel beglettete den Führer bei dem Verlassen der Halle Der glanzvolle Auftakt zu dem neuen Winter= bilfswer" laßt keinen Zweifel daran, daß auch in den kommender Wintermonaten das deutsche Vol in der im nationalsozialistischen Deutschland zur Selbstverstandlichkeit gewordenen Kameradschaftlichkeit wie ein Mann zusammensteben und der Losung des Führers Folge leisten wird Beim Stabschef der französischen Luftwaffe und beim Luftfahrtminister Pierre Col Kranzniederlegung am Grabe des Unbekannten Soldaten. DB Paria. b. Okt.(Drahib) Der Staats= sekretar im Reichsluttfahrtministerium, General der Flieger Milch. stattete am Dienstag vormittag dem Luitfahrtminister Pierre Cot. dem Unterstaatsjekretär im Luitfahrtministerium. dem Generalstabschei der Fliegertruppe und des Heeres sowie dem Chef des Admiralstabes Besuche ab Um 16 Uhr legten General der Flieger Misch und die Herren seiner Begleitung am Grabe des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Eine Ehrenkompagnie der Fliegertruppe hatte vor dem Triumphbegen Aufstellung genommen und prälentierte während der feierlichen Kundgebung, das Gewehr. Eine große Menschenmenge hatte sich binter dem Spalier versammelt Die deutichen Offiziere trugen sich anschließend in das Goldene Buch des Triumphbogens ein. Am Montag abend war der General Gast des Stabscheis der französischen Luitwafse, General Jéanant. Dienstag mittag war der deutsche Staats= sekretär beim französischen Luktfahrtminister Cot geladen. der einen Trinkspruch auf General Milch. auf das Oberbaupt des Deutschen Reiches und auf die deutsche Luktwalse ausbrachte. In einer Erwiderung wünichte General der Flieger Milch eine freundschaltliche Zusammenarbeit der Luktfahrt Deutschlands ung Frankreichs und trank auf eine glückliche und grohe Zukunft der fronzosischen Puft'ahrt An dem Frühstück bei dem französischen Luftfahrtminister nahmen deutscherleits auch Batschafter Graf Welczeck Botschaftsrat Forster. die Milltüe Marine, und Luktfahrtattaches der deutschen Rotschalt und französicherseite u a Aukenminister Delbos. General Georges und andere höhere Militärs teil Hauptichriftleiter: Joseph 99010r, Bechum Siello=ttreier des Hauptschrifileiterdr 94es C0.f1..0. m n m D.0... Sochum: Mr den lokalen Tell Galtingen und Esten-Sieele: De. Jolerh N0 teete; mr Svort. Gandel und dea lofales Berantwornich: Für den polstischen, kulturpelitischen und den Unterhaltungeten: Joleph H901er Pochum; für den lolalen Tell der Ausgabe Bochum Mür Thrater. Musik und Kunn: Veier S911f0.0 Sochum: füe Weltdensche Umschan: Georg Wildelm Rru1e. Bochum: für das Verbreitungsgebiet der Ausgabe Pochum und den bench: Berner N109.. Ausaabee Bat eren Teil Matienscheid: Herdinand Julsus Landefeld. Bechum 1. B1 Im Urlaud): I. B. Georg Wildeim Arule. Bochum: ne den Bilderdienst die einzeinen Abtellungsiener- far den Angeigentell Nochum: Carl Cens. Bochum: für den Angeigenten Hattingen E-Eicele: O0v Noces. Hattingen: 0. den Nerigentell Waitenscheld: Gerwann V.1... WaiJn. 2.n m Peelann. N.. aana ann A Maeae Pem.— TM IX. Toum 7600 Rudasde N: Rolksaettung für Onnere Ruhr/ Eiceler Zeitung über 2600, Ausgabe C: Morgengeitung Dattenscheid übes 1100) Mittwoch, den 6. Oktober 1037 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 234— Seite 5 Man merke Mittwoch den 6. Oktober: Sonnenaufgang: 6.38 Sonnenuntergang: 17,57 Mondaufgang: 8.57 Monduntergang: 17,48 1847 Der Bildhauer Adolf v. Hildebrand in Marburg geb.(gest. 1921). 18 Der Gauleiter der bayerischen Ostmark, Leiter des NS.=Lehrerbunder, Reichsminister Hans Schemm in Bayreuth geb.(gest. 1935). 1905 Der Geograph Ferdinand Frhr. v. Richthofen in Berlin gest.(geb. 1883). Der 1. Eintopfsonntag NSG. Am 10. Oktober versammelt sich daganze deutsche Volk wieder um den Eintopf. Der 1. Eintopfsonntag des kommenden Winters wird wieder einmal symbolisch die feste Gemeinschaft des Volkes unter Beweis stellen. Aber mit diesem Symbol des deutschen Eintopfsonntags hat es noch eine ganz besondere Bewandtnis. Nicht nur der Deutsche, sondern auch die ganze Welt weiß es, daß die neue deutsche Volksgemeinschaft eine sozialistische Gemeinschit, eine Gemeinschaft der Tat ist Wir sehen in dem Symbol des Eintopfsonntages den sichtbaren Ausdruck der Brotgemeinschaft, wir sehen in ihm ein leuchtendes Zeichen für die innere Umwandlung des deutschen Menschen vom Materiellen zum Ideellen hin. Wir sehen in ihm den Ausdruck des Willens zur Opferbereitschaft. Dies alles gilt es zu bedenken, wenn man die richtige Einstellung zum Eintopfsonntag gewinnen will. An jedem Eintopfsonntag bekennen wir uns erneut zu unserem deutschen Bruder. Auch am kommenden Eintopfsonntag wollen wir wieder unter Beweis stellen, daß das deutsche Volk zu einer festen, unverbrüchlichen Gemeinschaft zusammengeschmiedet ist. heule spricht Reichsamtsleiter Mende An alle Ortswaltungen der TAJ. und Bochumer GGefolgschaftsführer Die Kreisleitung der DAF. teilt mit Reichsamtsleiter Pg. Mende(Berlin), der Leiter des Sozialamtes der Deutschen Arbeits= front. spricht nicht wie vorgesehen am Mittwoch. 6. Oktober, im Vereinshaus, sondern bereits um 17 Uhr in der Ausstellungshalle der Maschinen fahrik Gebr. Eickhoff, Hunscheidtstraße Infolge der Kürze der Zeit ergebt keine schriftliche Nachricht mehr, als solche dient diese Veroffentlichung. Die Kreiswaltung bittet alle, sich rechtzeitig um 17 Uhr zu der Veranstaltung einzufinden Ministerprasident Generaloberst Hermann Go ring zur 2 Deutschen Shakespeare Woche. Mini sterpräsident Generaloberst Hermann Göring hat dem Herrn Oberbürgermeister der Stadt Bochum seine besten Wünsche zur 2. Deutschen SbakespeareWoche übermitteln lassen und bittet, allen Fest teilnehmern seine berzlichsten Grüße auszurichten. Standortappell der Bochumer Schutzpolizei Im Ralmen eines am Sonntagnachmittag stattfindenden Standortappells wird sich der scheidende Polizeipräsident SS.=Brigadeführer Schleßmann von der Schutzpolizei und der SS verabschieden. Die Polizei wird um 15 Uhr ihre Fahne vom Polizeipräsidium abholen. Um 16,30 Uhr wird der Polizeipräsident die Front der Formation auf dem Hof der Unterkunft abschreiten und danr eine Ansprache halten. Hieran wird sich ein Vorbeimarsch am Rathausplatz anschließen. 55-Brigadeführer Schleßmann nahm Abschiet von seinen Kameraden N3G SSS.=Brigadeführer Schleßmann, der am denkwürdigen Tage des Führer= und Duce=Besuches in Essen von SS=Obergruppen. führer Weitzel den an diesem Tage in Essen zusammengezogenen Mannern des SS.=Abschnittes 5 als neuer Führer vorgestellt wurde, verabschiedete sich vom Führerkorps des SS.=Abschnittes 80. Bei dieser kameradschaftlichen Zusammenkunft, an der neben Kreieleiter Riemenschneider und Oberbürgermeister Dr. Piclum noch zahlreiche andere alte Kampfgefahrten teilnahmen, kam die enge Verbundenheit Fritz Schleßmanns mit der westsalischen SS. besonders stark zum Ausdruck Brigadeführer Schleßmann dankte seinem Führer korps in bewegten Worten für die wirkliche Kameradschaft, die ihm auch mitgeholfen habe, den Aufbau des großen SS.=Arschnittes 25 durchzuführen Wenn er auch jetzt dienstlich von der westfälischen SS. scheide, so werde er stets mit seinen alten Kameraden enge Verbindung halten. 71 aus Westfalen-Süd fahren mit Die RdF.=Flotte fahrt mit 2000 nach Madeira. NSG. Im Anschluß an die Norwegenfahrten von der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ finden setzt Auslandsfahrten der gesamten AdF.Schiffe nach Lissabon und Madeira statt. Wie in den vergangenen Jahren nehmen an diesen Reisen Arbeiter und Arbeiterinnen aus allen deutschen Gauen teil. Die erste Fahrt befördert 2000 schaffende deutsche Volksgenossen, die dadurch Gelegenheit haben werden, die einzigartigen Schönheiten dieser südlichen Insel kennen zu lernen. Unter ibnen befinden sich 71 aus dem Gau WestfalenSüd, und zwar vorwiegend Arbeiter, denen ihre Betriebsführer diese Fahrt als eine Anerkennung einer tieuen und verdienstvollen Arbeit zum Geschenk gemacht haben. Sie wurden am Montagvormittag in Wanne=Eickel von dem Gaureferenten des Amtes Reisen, Wandern, Urlaub der Deutschen Arbeitsfront des Gaues Westfalen=Süd. Parteigenonen Meyer, verabschiedet. Von Wanne=Eickel erfolgte die Fahrt nach Bremen, wo die 2000 Glücklichen zusammentreffen. Die Schiffe werden in Bremerbaven bestiegen. Städtische Kammermusik Bochum Das Hausler=Quartett eröffnet morgen, Donners. tag. 7. Oktober, 20 Uhr, im Ernst Moritz Arndt=Haus die Reibe der 8 für diesen Winter vorgeschenen Kam= mer=Konzerte. Zu den Herren Erwin Häusler. erste Violine; Fritz Geistfeld, Viola, und Karl Fränkle, Violoncello, hat sich nun als ständiges Mitzlied dee Quartetts der Bochumer Künstler Alfred Oligmüller gesellt. Die bisherigen Erfolge des Quartettg sind nicht unbeachtet geblieben und haben dazu geführt. daß unsere Künstler im kommenden Winter auch auterhalb Bochums mehrfach den Ruf unserer Stadt als Kunststadt verteidigen werden. Die Auswahl des Programms für diesen Abend dürfte nicht nur ein Genuß für jeden Kammermusik=Liebhaber, sondern schlechthin für jeden Musikfreund bedeuten. Das Streichquartett f=moll, op. 95 von Beethoven, das Dwvertimento für Streichtrio von Mozart und das Streichquartett e=moll, op. 51 Nr. 1 von Brahme sind Perlen der Literatur. für welche sich werbende Worte erubrigen. Dauerkarten für die 8 in Vormiete von#esehenen Kammermusikveranstaltungen stehen noch an der Konzertlasse im Stadttbrater zur Verfügung. Tageskarten zum Preise von 0,75 big 1.50 RM sind an der Konzertkasse im Stadttheater sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen zu haben. Schülerkarten werden nur an der Konzertkasse ausgegeben. Vorbestellungen nimmt die Konzertkasse unter Nr. 61051 entgegen. Das Häusler Quartelt Tolo: Karkoska& Beerwat-Castrop-Rauxel Kundfunkübertragung zur 8. Deutschen Shakespeare=Woche in Bochum Zwiegespräch zwischen Bochumer Schauspielern rev. Chefdramaturg Walter Thomas und 2 Gestern war der rote Rundfunkwagen wieder in Bochum, um die Aufnahmen für eine Uebertragung herzustellen, die anlaßlich der„2. Deutschen Shakespeare=Woche“ am 10. Oktober in der eit von 18 bis 19 Uhr über alle Sender geht. ie Sendefolge ist vom Chefdramaturg der Bochumer Bühne, Walter Thomas zusammengestellt: er spricht auch die kurzen Textüberleitungen, die n links nach rechts: Gerbard Meinecke, Josef Mli Busch SK-Fotcs: Herker die einzelnen Szenenstücke verbinden. Die Sendefolge wird durch Musik aufgelockert. Gleich zu Beginn der Sendung wird Reichsminister Dr. Goebbels das Wort ergreifen. Bochumer Schauspieler sprechen die markantesten Szenen aus den verschiedenen Dramen, die während der Festwoche zur Aufführung kommen. Das städtische Orchester vor dem Mikrophon Abnahme der Ingendgerichtsfälle in Bochum. In der Zahl der Bochimer Jugendgerichtsfälle ist im letzten Berichtsjahr eine weitere Abnahme zu verzeichnen. Es hatten sich 18(28) Jugendliche vor dem Jugendrichter zu verantworten. Von ihnen waren 14 (22) männlichen und 4(6) weiblichen Geschlechts. Die meisten Jugedlichen waren wie im Vorjahre im Alter von 16 bis 18 Jahren. Es mren deren 13(11). Die restlichen Jugendlichen verteilten sich auf die 14- und 15jährigen. Dem Berufe nach waren Schüler bezw. Lehrlinge 7, Hausangestellte 2, ungelernte Arbeiter 3, Landarbeiter 3 und haufmännische Angestellte 2. Einer mar ohne Beruf. Es waren angeklagt wegen Diebitahls und Körperverletzung se 4. sittlichen Vergehens 2, Betruges 2. Widerstander 1. Brandstiftung 1, groben Unfugs 1, Verkehrsübertretung und Kraftfahrvergehens 3 Jugendliche. Mit Freiheitsstrafen wurden 9(14) Jugendliche und mit Gelditrafe 5(8) belegt. Bei 2(2) wurde von Strafe abgesehen; 6(14) Jugendlichen wurde Strafaussetzung gewährt. In 2 (4) Fällen erfolgte Freispruch. Erziehungsmaßnahmen durch den Jugendrichter wurden neben der Strafe in 4(9) Fällen und sonst in 1(5) Falle angeordnet. Sie bestanden bei 2(12) Jugendlichen in Schutzufsicht und bei 1(2) in einer Verwarnung 10(8) Jugendliche wurden dem Vormundschaftsgericht überwiesen. Im Berichtslahre war wie im Vorjahre in keinem Falle Fürsorge für lugendliche Wanderer zu gewähren. Diese Tatache ist wohl vornehnlich den erfolqreichen Maknahmen zur Bekämpfung der Arbeitelosigheit und den vom Arbeitsdienst. Landjahr und ähnlichen Einrichtungen ausgehenden Einwirkungen auf die Jugend zu verdanken Unn einem U=Träger getroffen! Der in der Hohenzollernstraße 10 wohnende 21jährige Werksgehilfe Günther Zi. wurde an der Stanzmaschine non einem U=Eesenträger der von einem Stützblock herunterstürzte, getroffen, so daß Zi. arge Beir. und rechte Fußverlenungen erlitt die leine Ueberführung ins hiesige St. Elisabeth=Hospital notwendig machten. Vom Schicksal verfolgt. Vor einigen Wochen erlitt der hier in Bochum auf einer Neuwerksanlage beschäftigte Bjährige Schlosser Fritz Sch. aus Wattenscheid, Dickebankstraße 1, schwere Handverbrennungen, so daß er mehrere Wochen Spezialtebandlung im hiesigen St. Elisabeth=Hospital aufnehmen mußte.— Kaum war eine Besserung eingetreten so nahm Sch. seine Berufsarbeit wieder hier auf. Nun wurde er wieder von einem bösen Unfall betroffen. Als er sich bei einer Reparatur befand, wurde er von einem Maschinenrad derart unglücklich getroffen, daß er einen Fußknöchelbruch und Beinverletzungen erlitt, die seine Ueber ührung wieder ins hiesige St. ElisabethHospital erforderlich machten. Von einer Verladekiste getroffen. Auf einem hiesigen Werksladeplatz wurde der 45jährige Werksarbeiter Gotthart Wa. aus der Gartenstraße derart unglücklich von einer Verladekiste getroffen, daß Wa. einen Bluterguß und Beinverletzungen erlitt, die Spezialbehandlung im St. ElisabethHospital erforderlich machten. Diebstahl aus einem parkenden Auto. In der Nacht wurde an der Ecke Königsallee und Weiherstraße ein Auto bestohlen. Es wurden verschiedene Lebensmittel, wie: Oel, Fett. Mehl und Gemüse, sowie ein versilbertre Kuchenteller entwendet. Wer kann zu diesem Diebstahl Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum. Uhlandstraße 35. Zimmer 216. Eigentümer eines Herrenfahrrades gesucht. In den letzten Tagen wurde im hiesigen Ehrenfeld ein Herrentourenrad, Nr. 110507, berrenlos aufgefunden. Es bandelt sich um ein älteres Fahrrao, an dem der vordere Kotschützer fehlt, mit schwarzem Gestell, schwarzen Horngriffen und Chuiemivedalen. Eigentumsberechtigte werden gebeten, sich zwecks Besichtigung und Empfangnahme ibres E gentums bei der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 3. Zimmer 246 oder 245, wahrend der Dienststunden zu melden. S Gauletter Wagner spricht in Soeft. Der Kreis Soest der NSDAP veranstaltet am 11. Oktober um 20,15 Uhr im Schützenhof eine Großkundgebung, auf der Gauleiter Wagner spricht. Die Rede des Gauleiters wird umtahmt von Musikdarbietungen der SA=Standartenkapelle 219. NSG. Die Fürsorgereserenten der SA kommen nach Westfalen=Süd. Zurzeit tagen in Koblenz die Fürsorgereferenten sämtlicher SA=Gruppen. Am Wochenend kommen die Tagungsteilnehmer in den Gau Westfalen=Süd. U. a. werden sie an einer Grubenfahrt teilnehmen. NSG. 800 Urkunden wurden am Erntedankfest verliehen. Jm Bezirk der Landerbauernschaff West= falen wurden 800 Bauern für vorbildliche Haltung und Leistung in der Erzeugungsschlacht 1937 Urkunden überreicht. RSG. Bundesgebietstagung der heimattreuen Schleuer. Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Ortsgruppe Dortmund im Verband heimattreuer Schlesier veranstaltet der Bund Deutscher Osten am 9. und 10. Oktober in Dortmund eine Bundesgebietstagung des Bundes heimattreuer Schlesier. NSG. Ausländer im Gau Westfalen=Süd. In Laasphe, im Kreis Wittgenstein, weilte eine Gruppe Finnländer und Estländer. Die Gäste befinden sich auf einer Fahrt durch Polen, Oesterreich und Deutschland. Sie fuhren in ihrem Omnibus weite: nach Köln. Von dort geht es zur Weltausstellung nach Paris. RSG. Pflanzen=Messe in Dortmund. Die Landesbauernschaft Westfalen veranstaltet am 14. Oktober im Kölnischen Hof zu Dortmund eine Herbstmesse, verbunden mit einer Pflanzen= und BedarfsartikelSchau. Zusammenstoß zwischen Radfahrer und Motor radfahrer. Montaa gegen 11,15 Uhr erfolgte auf der Herner, Ecke Emscherstraße, ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Radfahrer. Beide Fahrer kamen zu Fall. Hierbei erlitt der Motorradfahrer einen Bruch des linken Unterarmes und Hautabschürfungen am linken Bein. Das Motorrad wurde leicht beschädigt. Diebstahl einer Handkarre. In der Zeit von 12 bis 14 Uhr wurde einem Anwohner der Gr. Beckstraße an der Ecke Bleichstraße und Weilenbrink eine Handkarre gestohlen. Wer hat die Karre gesehen oder wer kann sonst sachdienliche Angaben zu dem Diebstahl machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 246. Fahrraddiebstahl. Gestohlen wurde ein vor der Wirtschaft Schulte, hier, Von der ReckeStraße 100, abgestelltes Herrenfahrrad, Marke „Standard“, Nr. unbekannt. Als Täter kommt ein Schuljunge im Alter von 11 bis 12 Jahren in Frage. Wer kann zweckdienliche Angaben zu dem Diebstahl machen? Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. Auf Wunsch werden die Angaben vertraulich behandelt. Nacherhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme am 11. Oktober. Auf Anordnung des Herrn Reichs= und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft muß eine Nacherhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme 1937 erfolgen. Die Haupterhebung war im Mai 1937. Für die Nacherhebung kommen größfenteils die Betriebe wieder in Frage, die im Mai für die Haupterhebung einen braunen Betriebsbogen ausgefüllt haben. Die Nacherhebung erfolgt gleichzeitig mit der Personenstandsaufnahme am 11. Oktober. Es handelt sich bei ihr um die Ermittlung des Nachbaues der Gartengewächse in Freilandkultur, den Anbau der andwirtschaftlichen Zwischenfrüchte, der Futterpflanzen zur Samengewinnung sowie der SpätAus dem Vereinsleben Stadlgruppe der Bochumer Kleingartenvereine Im Bochumer Hof traten die Vereinsführer der in der Stadtgruppe Bochum zusammengeschlossenen Kleingartenvereine zu einer Arbeitstagung unter dem Vorsitz des Stadtgruppenführers Meier zusammen. Die in Bochum bereits seit drei Jahren erfolgreich durchgeführte Schulung der Kleingärtner, soll auch in diesem Winterhalbjahr fortgesetzt und diejenigen Kleingärtner erfaßt werden, die noch nicht den Schulungsbrief besitzen. Den Schulungsbrief erhalten die Kleingärtner, wenn sie an 14 Schulungsabenden teilgenommen haben. Auch die Erfassung der nichtorganisierten Kleinaartenbesitzer wurde eingehend besprochen. Die Vereinsführer stimmten dem Vorschlag, auch in diesem Jahr ein Winterfest der Bochumer Kleingärtner zu feiern, zu. Es wurden auf der Tagung Flugblätter und farbige Tafeln der Biologischen Reichsanstalt für Land= und Forstwirtschaft verteilt, die sich mit der Bekämpfung von Pflanzenschädlingen befassen. 37. Gründungsfeier der Kameradschaft der Pioniere und Verkehrelupden Bochum. Am Samstag fand in dem festlich geschmückten Weißen Saalg der Bürgergesellschaft Bochum, unter zahlreicher Beteiligung der Kameraden mit ihren Angehörigen, die diesjährige Hauptversammlung, verbunden mit der 87. Gründungsfeier statt. Nachdem Kameradschaftsführer Overhoff die Tagesordnung bekannt gegeben hatte, wurde zunächst der geschäftliche Teil erledigt. Dieser umfaßte die Bekannt. gabe des Geschäfts= und des Kassenberichtes, die Jubilarehrung, Aufnahme neuer Mitglieder und de Ehrung der gefallenen und verstorbenen Kameraden, wobei der Kameradschaftsführer auch des unvergeßlichen Heerführers, General=Feldmarschalls von Hindenburg, gedachte. Die Kameraden Oschmann, Küper, Baumkötter und Pott wurden für die 2jährige treue Mitgliedschaft mit dem Jubiläumsabzeichen des Kyffhäuserbundes ausgezeichnet, wäbrend Kamerad Körner für seine Treue zur Kameradschaft das Kuffhäuser=Ehrenzeichen 2. Klasse erhielt. Kamerad Stellmach beantragte namens der Kassenprüfer die Entlastung des Kameradschaftsführers und sprach dem Kassenwart, Kamerad Mantey, für die vorzügliche Führung der Kasse seine Anerkennung aus. Der Kassenabschluß wurde von den Kameraden besonders begrüßt, Kamerad Schriftwart Vogelsang erwähnte in seinem Gese bericht auch die Schießtätigkeit innerhalb der Kameradschaft, die besonders gute Resultate gezeitigt habe, und stehe die Pionier=Kameradschaft Bochum mit dem Schießwart Nenzel mn vorderster Reihe. saaten des Flachses. Mit den Vordrucken für die Personenstandsaufnahme werden gleichzeitig an die Betriebsinhaber Fragebogen über die Anbauflächen verabfolgt und nach vorheriger Prüfung der Eintragungen von den mit der Aufnahme beauftragten Personen mit den Personenstandelisten wieder entgegen genommen. Die Betrietsinhaber oder deren gesetzliche Vertreter sind nach der Verordnung über die Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 gesetzlich verpflichtet, wohrheitsgetreue Auskunft zu geben. Die Erhebung dient lediglich volkswirtschaftlich statistischen Zwecken. Die Angaben der Betriebsinhaber unterliegen dem Amtsgeheimnis. Reichsbund 2. Garde=Reg. z. F., Ortegrupve Bochum. Bekanntlich soll das 125jährige Gründungsjahr des ehem. 2. Garde=Reg. z. F. am 18. bis 20. Juni 1938 durch eine große Wiedersehens Verdi:„Falstaff" In Neuinszenierung der Kölner Oper Nach dem glänzenden Auftakt der Kölner Oper mit Wagners„Meistersinger“ wurde uns Montagabend eines der reifsten Werhe des genialen nalienischen Gegenspieler Richard Wagners geboten, eine Huldigung zugleich an die befreundete Nation, die ja gerade in diesen Tagen im Hinblich auf den hohen Staatsbesuch in den Mittelpunkt des Interesses getreten ist und deren musihalische Vergangenheit und Gegenwart in ganz besonderer Weise mit uns vertumden ist. Die 1893, also acht Jahre vor seinem Tode, komponierte Oper„Falstaf!“ gehört zu den letzten Schöpfungen Verdis, die in ihrer ausdrucksvollen Behandlung eines ariosen Stils immer stärker die bis dahin gepflegte Form Verdis auflöst und sich so in ihrer fortlaufenden dramatisch gestalteten Szenenfolge der Wagnerschen Gestalt nähert, ohne indeß von diesem beeinflußt zu sein, von dessen symphonisch betonten Schaffen ihn ja die grundsätzliche Auffassung seiner Gelangoper scheidet. Den Tert hat Arrigo Boito, der ja auch das Libretto zu Verdis„Othello" lieferte, nach dem Vorbild von Shakespeares„Lustigen Weibern“ angefertigt. Wir begegnen hier also ein und demselben Motiv und darin lag ja auch der ganz besondere Reiz für die Zuschauer, daß sie einen Vergleich zwischen der Aufführung am Samstag und am Montag ziehen konnten, vorausgesetzt, daß sie beide besucht hatten. Die Shakespearesche Komödie zog sich Samstag arg in die Länge, sie ist sehr langstielig und ermüdet zum Schluß durch die Wiederholung der Foppereien des Falstatf. Boito hat es kürzer gemacht, er begnügt sich mit dem einen Streich der lustigen Weiber von Windlor. Hier gemten die Saufkumpane des eß= und lauflustigen Ritters mit ihm in Streit und beschließen, sich an ihm zu rächen. Sie vertaten den beiden Männern Ford und Page, daß Falstaff ihren Frauen nachstelle, und sind auch mit dabei, als es heißt, den Schürzenjäger zu strafen. Ford alias Fluth kommt racheschnaubend nach Hause, um seine Frau beim Stelldichein mit Falstaff zu überraschen, aber die List der beiden Frauen— Frau Page hat ihre Freundin rechtzeitig gewarnt,— bringt ihn um den Triumph, indem auch hier Falstaff in einen Koffer verpacht und durchs Fenster in den Graben geworfen wird. Dafür ermppt Ford aber Fenton, von dem er nichts wislen will, bei seiner Tochter hinter dem Wandschirm. Zum Schluß läßt sich Falstaff nochmals durch Frau Quichly, die bei Shabespeare Frau Hurtig heißt, zu einem Stelldichein um Mitternacht im Walde verlochen. Hier wird er von den Waldgeistern ordentlich verprügelt, während bei der Masherade Ford einer Täuschung zum Opfer fällt, indem er dem von ihm als Schwiegersohn erwählten Dr. Cajus statt seiner Tochter den als Feenkönigin verkleideten Bardolf zuführt und. ohne es zu ahnen, Fenton und seine Tochter segnet. Dramaturgisch gesehen, kann dieser Falstaff einem besser gefallen. Die köstliche Falstaffgestalt, schon bei Dittersdorf, besonders aber in Nikolais„Lustigen Weibern" als Held der Oper auf die Bühne gebracht, ist als Urtyp von Simkelpeare gezeichnet worden. Dem großen Schlemmer, der mit allen Untugenden der Feigheit, der Prahlerei und der Faulheif ausgezeichnet ist, gab Shakespeare jene Lebensweisheit mit auf den Weg, die diesen Menschen über das derb Komische hinaushebt und wohl geeignet war, von Verdi zu einer so feinsinnigen, man könnte sast sagen, kammermusikalischen Oper verwertet zu werden. Es mar zugleich Jm nachfolgenden seitlichen Teil des Abende, den der Kameradschaftsführer Hunz im Sinne des Ernte. dankes aufgezogen hatte, verstand es Kamerad Over= hoff, diesen Gedanken hervorragend zu skizzieren. und so fand das dreifache Siegheil auf den Führer und auf das Vaterland begeisterten Widerhall in den Herzen der Kameraden und Feitteilnehmer. Ein Film des vorjahrigen Erntedankfestes auf dem Bückeberg übermittelte den Kameraden einen erhebenden Eindruck dieser gewaltigen Kundgebung des Reichsnährstandes. Eine besondere Boyrüßung aalt dem von Köln mit seiner Gattin gekommenen Kamerad= schaftsführer der ehemaligen 8. Pioniere, Kamerad Bauermann, der in seiner späteren Rede seine Verbundenheit mit der Kameradschaft Bochum zum Ausdruß brachte. Ebenso wurden die musikalischen Darbietungen der fleißigen Kapelle Herbst, die auch nachher zum Tanz aufspielte, mit Beifall auf= genommen. Alles in allem ein gemütlicher Pionier= Abend in herzlichster Kameradschaft! Komeradschaft ehem. 56er Bochum Die Kameradschaft hielt im Vereinsheim Kestermann ihre fällige Monatsversammlung ab. Ka= meradschaftsführer Erich Hahn begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden. Für Bjährige Soldatentreue erhielten folgende Kameraden die Ehrennadel: Albert Bischhoff. August Dusenberg, Bernhard Dresemann, Wilhelm Krobusch. August Miser, Wilhelm Rennebaum, Friedrich Freitag und Karl Volle. Kameradschaftsführer Hahn sprach diesen alten treuen Kameraden seinen besten Dank und Glückwunsch aus und ermahnte die anderen Kameraden, dem Bunde ebenso die Treue zu halten. Die Sammlung für die Kriegerwaisen innerhalb des Vereins ergab die Summe von 50.00 RM. An dieser Stelle sei allen Gebern herzlicher Dank ausgesprochen. Am 11. Oktober findet. wie immer, 11 Uhr vormittags das Vereinsschießen statt; alle Kameraden werden gebeten, zu erscheinen. Am 2*. Oktober findet das große Schießen statt, wozu die Gruppen von Kamerad Grummet schon eingeteilt und gemeldet sind. Es wurde dann noch eine Vorlesung aus dem Parolebuch vom 19. September 1937 vorgenommen, worin genan die Richtlinien der beiden Verbände Reichskrieger= und Soldatenbund festgelegt sind. Sodann wurde bekanntgegeben, daß in Zukunft bei allen öffentlichen Veranstaltungen des Verbandes die Kyffhäusermütze getragen werden muß. Kamerad Przyrembel gab dann einen anschaulichen Bericht über die Feier der Kameradschaft ehem. 5#er in Essen. Ein neues Mitglied wurde aufgenommen und verpflichtet Es wurde noch bekanntgegeben, daß am 20. Okto ber im Parkhaus eine Führerbesprechung stattfindet. Am 10. bis 17. Oktober soll sich jeder Kamerad an dem Patenweintrinken beteiligen. und Jubiläumsfeier in Berlin festlich begangen werden Alle Kameraden, die dem Regiment im Krieg und Frieden angehörten, sind dazu herrlich eingeladen und werden gebeten, ihre genaue Anschrift bis zum 30. Oktober dem Kameraden Ernst Urlaub. Bochum, Pieperstraße 20, mitzuteilen.— Der Reichsbund in Berlin muß bis 1. November die Teilnehmerlisten in Händen haben, um die notwendigen Vorbereiungen für die Feier schon setzt zu treffen. NSG. 8000 Hitler=Jungen auf Groß=Fahrt. Auf einer Führertagung des Standortes GroßBochum gab Oberbannführer Hans Strube bekannt, daß im nächsten Jahr 8000 Jungen des Standortes Groß=Bochum an Groß=Fahrten teilnehmen sollen. Die Groß=Fahrt nehme in der Sommerarbeit der HJ. eine derartige beherrseine eigene Lebensweisheit, die sich hier zu der Ironie bekennt, daß„alles auf Erden ein Soaß“ ist. Die Inszenierung dieser seit Jahrzehnten nicht mehr gespielten lyrischen Komödie besorgte Erich Bormann. Auch er bedient sich der Drehbühne, um den Ablauf des übermütigen Treibens nicht zu stören. Vortrefflich gelang es ihm, den gelockerten Lustspielton zu treffen und doch der Komik zu lassen, was ihr gebührt. Während des Spiels wurde die Drehbühne außerdem noch in Bewegung gesetzt, so daß auch der Personenwechsel sichtbar wird und alles in Fluß bleibt. Selbst im letzten Ant, in der Parkizene beim Mondenschein und närrischitem Mummenschanz, wird lustig weitergedreht, so daß ein gewolltes unentwirrbares Durcheinander entstand, über dem ein Querband Verdis Erhenntnis„Alles ist Spaß auf Erden“ verkündete. Die Bühnenbilder schuf Alf Bförn und wir müssen sagen, daß uns diese plastisch aufgebauten Windsor=Häuschen aus rotem Bachstein, diese verschwiegenen Treppen und Gänge besser gefielen als die halbierten Architekturen von Samstag. Dagegen wurde die Kostümfrage zweifelsohne entschieden feiner und besser von den Bochumer Wertstätten gelöst. Erich Riede hatte die musihalische Leitung. Er führte unser prachtvoll misizierendes Bochumer Orche= ster zu einer erfreulich blaren Wiedergabe, bei der die Durchsichtigkeit der Ensemblesätze ebenso wie die vornehme und schmieglame Begleitung der Solcsatze bestechend wirkten. Das wor wirklich eine des Verdi= schen Meisterwerkes würdige, farbenprächtige Orchestersprache. In der Titelrolle brillierte August Griebel mit seiner metallischen, aber außerordentlich bieglamen Stimme und zeigte in dieser herrlichen Partie seine reichen Modulationsfähigheiten, dazu eine darstellersche Beherrschung der Rolle, die uns einen Falltat danz aus Shabelpeareschem Gesste bescherte. Zwischen Ton und Gebärde herrichte ein geistvoller Einklang und köstlich war er in der Charakteristik des Komödianten. Rudolf Frese als Ford und eiferlüchtiger schende Stellung ein, daß in den Monaten Juns, Juli und August die ganze Arbeit auf die Groß Fahrten zu konzentrieren ist. NSG. Vorbildliches Buchschaffen. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Druck und Papier hat den Einsendungsschlutz für den Wettbewerb„Vorbildliches Buchschaffer“ bis zum 10. Oktober verlängert. Verteilen von Retlamezetteln in der Innenstadt nach wie vor verboten. Der Polizeipräsident in Bochum weist erneut darauf hin, daß das Verteilen von Reklamezetteln im Gebiet der Innenstadt Bochum verboten und strafbar ist. Das Gebiet der Innenstadt im Sinne dieser Vorschrift wird begrenzt durch die Brückstraße, Untere Marktstraße. Weilenbrink, Hellweg. Kortumstraße, Hattinger Straße bis einschließlich Unterführung, Bahnhofsvorplatz, Viktoriastraße, Rathausplatz, Mühlenstraße, Augustastraße einschließlich dieser Straßen. Das Verbot ist nötig, weil das Zettelvert in der Innenstadt geeignet ist: den Verkehr zu stören, und weil es Formen angenommen bat, die als Anreißertum zu bezeichnen sind. Zugleich macht der Polizeipräsident auf die Polizeiverordnung des Oberbürgermeisters als Ortspolizeibehörde vom 16. Dezember 1932 aufmerksam, wonach derjenige, der den Auftrag zum Zettelverteilen gegeben hat, die Kosten der Säuberung der verunreinigten Straßen zu erstatten hat. Neben dem Auftraggeber und dem Zettelverteiler macht sich auch derjenige strafbar, der die Zettel annimmt und wegwirft und so zur Verunreinigung der Straßen beiträgt. Zuchthaus für Jugenderzieher 44 Vor der Jugendschutzkammer des Landgericht= Bochum wurde ein Fall fortgesetzten Sittlichkeits= verbrechens durch eine Lehrverson an der Schule in Hochlarmark aufgerollt, der betrübende Bilder von ständiger Verletzung berufverzieherischer Auf= gaben wiedergab Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Angeklagte Wilhelm E. mußte eingestehen, seit vier Jahren sich in seiner Eigenschaft als Erzieher in außerordentlich vielen Fällen un= sittlich an den ihm anvertrauten Schulmädchen ver= gangen zu haben. Zu der Verhandlung waren an die 20 Schulkinder als Zeugen geladen worden. Der Angeklagte hat von den 31 Jahren seines Er= zieherberufes 27 Jahro mit treuem Pflichteifer der Jngenderziebung gewidmet. Er genoß daher das besondere Zutrauen seiner Schulkinder und deren Eltern. Dann trat eine Wandlung in seinem Leben ein, die in ihm die verderbliche Neigung hervorrief. Das umfassende reuevolle Geständnis des Angeklag= ten ermöglichte es. auf das Zeuanis der gröhten Zahl der Kinder verzichten zu können. Das Gericht erkannte auf die vom Staatsanwalt beantraate Strafe von drei Jahren Zuchtbons und fünf Jahren Ebrverlast. In der Urteilsbegründung wurde hervorgehoben, daß der Angeklagte als Erzieher die Scham= und Sittlichkeitsgekühle der Kinder auf das gröblichste und zwar mehrere Jahre hindurch verletzt habe. Bei allen seinen perkönlichen Verdiensten im Kriege und Im Leben überhaupt könne hier von mildernden Umständen durchaus keine Rede sein Das Urteil habe auch abschreckende Wirkungen auszuüben. Der Angeklagte nahm die Strafe an. Veranstaltungskalender Vereinigung hath. Abademiter. Am morgigen Donnerstag, 7. Oktober, 20,30 Uhr, hilt Prinatdozent Dr. Lützeler(Bonn) im Bürgergesellschaft einen Vorttag über das Themn „Das christliche Menschenbild und die Kunst unseres Zeitalters“. Gaste sind zu dem Vortrag willkommen. Ehemann bot wieder eine seiner marhanten Gestalten, bei der er mit einem Höchstmaß an künstlerischer Ge= wissenhaftigkeit der sgenischen Darstellung die hohen Qualitäten seines stimmlichen Einlatzes verband. Heinrich Beusing wurde der Rolle des gechenhaften Dr. Cajus mit guten Stimmitteln gerech“. Eine vorzügliche Leistung bot auch Werner Alsen als Falstaffs Diener Bardolph. Sein natürliches Stimmvolumen ist außerordentlich hraftvoll und in der Höhe von strahlendem Glang. Dazu kommt sein ausdruckevolles, bis in alle Feinheiten ausgefeiltes und beweates Spiel, das seinen Leistungen besonderen Wert verleiht und gerade hier bei dieser komischen Figur erheiternd wirkte. Philipp Rasp war wieder ein hüblcher und gewandter Liebhaber, dessen Stimme edel und warm glängte. Mit ilm bewährte sich Hubert Mertens als Diener Pistol beitens. Belonderen Arplaus holten sich die Damen. Henny Neumann-Knapo konnte als Alice ihren schönsten Triumph feiern. Ganz aus dem Geiste der Musik und der Szene behandelte sie ihre Partie und brachte sie mit dem vollen Einlatz ihrer glochenhellen, virtuos beherrichten Stimme zu sprühendstem Leben. Neben ihr Lotte Loos=Werther, die mit ihrer natürlichen Anmut und Gewandtheit ebenso wie mit ihrer besonders in den Höhenlagen ausdruchsstarken Stimme ihre Rolle als Quichly gestaltete und mit Grandezin ihre Revereng erwies. Käthe Russart besitzt figürlich und stimmlich die Qualitäten, um der Tochter Aennchen eine liebreitende Verhörperung zu verleben. Der glüchkliche Zusammenklang von Orchester, Ge= lang und Darstellung brachte alle heiteren Geister zum Erklingen und sicherte dem Meisterwerk eine überragende Wiedergabe, die alle Zuschuer reitlos zufriedenstellte. Mit dieser ganz hervorragenden Neuinszenierung veiptlichteten die Kölner die Belucher zu dankbarem Applaus, der denn auch über zahlreiche Vorhänge durch das gut beletzte Haus braufte. Peter Schiffers. Arohr Reserve hat Ruh! Nan Sieafried von Beöezy. Mit lachenden Gesichtern sind sie aus dem Kalernentor gekommen. Zwei lange Jahre Diensizeit liegen hinter ihnen, in denen Disziplin und Kameradschaft ihr Leben ausfüllten und die Pflichten und Anforderungen des Soldatentums sich ihnen in Fleisch und Blut prägten. Männer, die diele zweijährige harte Waffenschule der Wehrmacht durchstanden, werden im Leben überall, wo man sie hinstellt, ihren Posten bie zum Letzten ausfüllen. Sie wissen, mae man als Vorgeletzter fordern hann, sie kennen die Kameradschafteabende, die sich nicht nur von Gleich zu Gleich knüpfen, sonder die ebenso gui ihre Gültigkeit zwilchen dem Vorgeletzten und seinem Untergebenen behalten. Es ist der erste Jahrgang, der zwei Jahre im Dienste der Waffe stand. Die jungen Deutschen gingen zu Beainn dieser Zeit in der Er= wartung fort, nur ein Jahr bei den.Preußen" zu dienen. Zie mmben seinerzeit, ols an einem halten Verbitmorgen der Befehl über die Verlängerung der Dienstzeit verlelen wurd= eine gewisse Entläuschung niederkämpfen mülsen. Doch die Soldatische mar schon in dem einen Jahre lo meit in ihnen erstarkt und gewechkt worden, daß sie wußten, worin die höchte Tugend des Soldaten liegt. Im schweigenden Gehorchen, auch wenn es einmal andere kommt, als man es dachte und erwartete. Sie blieben ein zweites Jahr bei ihren Kompanien, bei ihren Schmadronen und Batterien. Und wenn sie jetzt zum letzten Wale dem Unteroffizier die Kand geschuttelt haben, menn sie zum letzten Male vom Rechnungsführer ihre Lohnung bekamen und auf der Behleidungskammer ihren Ererzierroch, mit dem sie zwei Jahre durch Felder und Wälder, durch Dörfer und Städte marschierten, ab= gegeben imben, dann wird ihnen allen traurig zu Mute. Die dunklen Stunden, wo die soldalische Lebenokurne ein tiefsteo Tief erreicht hatte— und solche Stellen gibt es überall im Leben— sind vergessen und das Schöne dieser Jahre strahlt von Woche zu Woche mehr in der Erinnerung. Die Sorglosigkeit des Soldatenlebens ist für den jungen Menschen einGeschenk, das er nicht hoch genug einschätzen hann. Der Kampf um eine gesicherte Lebensgrundlage, der früher bei dem Jungarbeiter oder dem Lehrling schen zeitig einletzte und in vielen Fällen ein ungelostes Problem blieb, ist durch den Wehrdienst erleichtert worden. Die zwei Jahre, in denen der junge Menich die Uniform der Wehrmacht trägt, sind Jahre, in denen die persönliche Entwichlung ihren Abschluß findet und in denen der Mann endgültig geformt und jennetet wird. Gerade der Dienst an der modernen Waffe, am Geschütz oder am Horchgerät, am Panzerwagen oder im Flugzeug ver= mittelte Eindrücke, die sich unauslöschlich in das Gedächtnis gruben. Niemand, der einmal eine große Nachtübung mit dem Zulammenwirken vieler Waffen erlehte, wird das Bild der Scheinwerker, die mit ihren weißen Gesiterarmen dirch das amtene Schwarz der Nacht tasten, mit dem zuchenden Mündungsfeuer der schweren Artillerie, mit dem Hin und der der Meldefahrer auf Motorrädern, deren Lampen magisch abgeblendet sind, vergessen Das eigene Ich wird in solchem Augenblick klein, wenn man mit brennenden Augen hinter dem ratternden stoßenden Maschinengewehr liegt und den glühenden Bahnen der Leuchtspurmunition nachblicht. Wer in großen Manövern Stunden um Stunden, Kilometer um Kilometer in der Marschkolonne der Infanterie marschierte, immer den bepachten, gekrümmten Rüchen des Vordermannes vor sich, unwiderstehlich durch den gleichmäßigen Klang der tappenden Schritte mitgezogen, der weiß, welcher Zauber und welche Wucht in dem schweigenden Rhnthmus der Hunderte liegt, die ihre eigene Uebermüdung meistern und mit eilernem Willen dem Befehl gehorchen. Aber es gibi noch andere„Relervisten", die in dielen Tagen ihre Unisorm ausziehen. Der Arbeitsdienst entläßt seine Männer nach halbjähriger Dienstzeit. Die Jungen, die hier zum zweiten Male in ihrem Leben Behanntschaft mit der Uniform machten, die nicht mehr für knappe Stunden Dienstanzug war, sondern plötzlich für immer zum Dienstund Ausgehanzug wurde, stehen zwischen zwei wichtigen Abschnitten ihres Lebens. Der Auftakt, den der Arbeitsdienst zum Wehrmachtdienst bildet, gibt den jungen Menschen einen Vorgeschmach der soldatischen Dilziplin und der hohen Anforderungen, die die Wehrmacht an sie stellt. Es ist ein frohes Gefühl, das die Relervisten in dielen Tagen beherricht. Das Ausscheiden aus ihrem militärischen Dienstverhäktnis setzt einen vorläufigen Schlußnunkt unter ihren Ausbildungsweg. Der Wehrmachtdienstpaß, den sie am Ende ihrer zwei Jahre erhalten, ist eines der wichtigsten Dokumente ihrer weiteren Zukunft. Arbeitspaß und Militärpaß öffnen das Tor zum großen Einsatz in dem rielenhaften Ar= beitsprozeß des ganzen Volkes. Der Autofahrer mit dem doppelten Blick Vor dem Polizeigericht zu Lewes in England wird eine Verkehrssache verbandelt. Angeklagt ist ein gewisser Alexander James Bailen Es ist die übliche Formel:„Anklage, ein Anto gelenkt zu haben, während er unter dem Einfluß von Alkohol war.“ Der Angeklagte leugnet heftig und mit dem in solchen Fallen üblichen Pathos:„Nein, ich war nicht betrunken. Euer Ehren!“ Uebrigens— eine poligeiurztliche Untersuchung auf Alkoholgenuß bin, war nach der Festnahme nicht vorgenommen worden, „Na, dann schildern sie mal. was sie erlebten!“ sagt schließlich der Richter achselzuckend. Mr. Bailey triumphiert:„Das war so, Euer Ehren. Ich sah zwei Autos mir entgegenkommen und veriuchte vergebens zwischen ihnen durchzukommen!“ Reservisten ziehen wieder in die Heimat In vielen Standorten der Wehrmacht haben die nunmehr zur Entlassung gekommenen Soldaten nach ihrer zweifährigen Dienstzeit den Abschiedstag mit kroblichem Humor begangen. Dieser Schnappschuß zeigt Reservisten eineo Panzer=Regiments beim Marich vom Bahnbof durch die Straßen Berlins Vorn am Zua führten sie ein Panzerwagen Modell mit.(Scherl=Bilderdienst M) „Augenblick mal!“ unterbrach ihn der anwesende hohere Polizeibeamte, der den Jau“ bearbeitet hatte, „darf ich mal etwas sagen,, Euer Ehren!“ „Bitte!“ „In Wahrheit, Euer Ehren, ist durch die Aussage meiner Beamten sowie verschiedener Zeugen einwandfrei festgestellt, daß nur ein Auto dem Wagen des Mr. Bailey entgegenfuhr. In der ganzen Runde war weiter keines!“ Mr. Bailey will erblassend zu neuer Verteidigungsrede ansetzen. Aber ihm wird abgewinkt.„Das genügt!“ sagt der Richter. Mr. Bailey mit dem„Doppelgesicht“ mußte zugeben, schwer betrunken am Steuer gesessen zu haben. Er wurde zu zwanzig Pfund Geldstrafe und Entziehung des Führerscheins auf ein Jahr bestraft. Pillen gegen Diebe Way ein Rechthanwalt erleben kann. Rechtsanwälte erleben manches Sonderbare m ihrem Leben. Da kam neulich aus der Umgebung von Erlau in Ungarn eine alte Frau zu ihrem Rechtsanwalt, der ihr schon in manchen Streitfällen geholfen, wohl auch manchen klugen Rat außerhalb der eigentlichen Rechtsbetätigung gegeben hatte. Diesmal hatte die Klientin ein ganz besonderes Anliegen, Der Herr Doktor möchte doch so nett sein, und ihr ein paar der Pillen verschreiben, die Diebe blind machten. Er wisse doch sicher, was sie meine. Der Rechtsanwalt war etwas verblüfft, mitten im Jahre 1937 auf einen schon recht alten Volksaberglauben zu treffen. Er tat alles, was er nur konnte, um der alten Frau ihren Glauben und ihr Verlangen auszutreiben. Aber weder eine vernünftige Aufklärung darüber, daß man des Diebstahle verdächtige Personen noch so oft heimlich mit Pillen füttern könne, ohne daß sie sich dadurch verraten würden, noch der Hinweis, sich lieber an die Gendarmerie zu wenden, verfing. Schließlich ging die Frau sogar soweit, zu erklären, der Herr Doktor wolle ihr eben nicht helfen. Da blieb dem geplagten Rechtsanwalt nichts übrig, als der Frau an einen befreundeten Apotheker ein paar Zeilen mitzugeben, er möge ihr irgendwelche vollkommen harmlosen Pillen geben und nichts dafür rechnen. Zufrieden zog die Frau ab. Wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu belfen, besonders in Sachen des Aberglaubens. Wo hat der Tiger den King her? Etway zum Stannen für Dentisten und Jäger. Angloindische Raubtierjäger und Dentisten haben sich kürzlich über einen sonderbaren Fall lange den Kopf zerbrochen. Da hatte der Oberstleutnant Mac Pherson auf einer Dschungeljagd einen wahren Prachttiger auf die Decke gelegt. Aber als er das herrliche und einstmals gefahrliche Gebiß des Eregten besichtint, zog eine Unmutsfalte auf seine Stirn.„Teufel nochmal!“ rief er einem seiner Begleiter zu,„das Biest ist schon mal in Gefangenschaft gewesen! Ich habe einen Käfigtiger geschossen!“ Bittere Enttäuschung für einen waidgerechten Jäger, mag das ausgebrochene Raubtier auch später noch so wild wæe nur mönlich geworden sein. Mac Phersons Jagdgefährten waren derselben Ansicht, denn der Tiger trug um einen seiner oberen Eckzähne einen kunstvoll angebrachten eisernen Ring. Offenbar war bei der Bestie in der Gefangenschaft eine Zahn= ader Kieferoperation vorgenommen worden und dies waren die Spuren davon. Als der berühmte Offizier mit seiner Beute in seinen Standort zuruckkehrte, interessierten sich natürlich auch die vorhandenen„Zahnsachverständigen" dafür. Doch erklärte der Tierarzt des Regiments und andere Aerzte und Dentisten schlossen sich ihm an, dieser Eisenring konnte nie und nimmer, aus wie immer gearteten medizinischen Gründen an den Zadn gekommen sein. Endlich fand ein weiser Mann nach langem Hin und Her die Lösung. Er erkannte den Eisenring als Glied einer Kette, die zur Befestigung einer Glocke und am Halse einer Kuh diente. Der Tiger hatte die Kuh gefressen, wobei ihm ein Kettenglied am Zahn hängen geblieben war. Später schob das Kettenglied das Zahnfleisch weg und schloß sich'o immer ender um den Zahn. Obs Wahrheit ist, oder Jäger= oder Dentistenlatein, wir wissens nicht. Man braucht ja gar nicht so viel Glück— fast jedes zweite Los gewinnt! er Staaiee Cotberle Glanenee. d 0 der Glückebeinger, bei dem Get. sowel vorrana. Pote K. werden. Anschriften werden Ibnen aul Wansch ger wenn Sie an die Preusisch=Säddentsche Geaarstorterte, Perlin W 28. Vifteriastrace 99.(chriden Ale erkennen die Ataatliehen Leterte Eiananmen an diesen Bethen 1 schwarsen, blau amrinderten Peld Wenn 343 000 Gewinne auf 800 000 Lose ausgespielt werden, dann braucht man gar nicht so viel Glück, um einen Treffer zu erwischen. Und desbalb hat die Preußisch=Süddeutsche Staatslotterie auch schon so vielen deutschen Volksgenossen das Glück gebracht. Denn ein jeder kann sich hier beteiligen— schon für 3.— RM je Klasse gibt es ein Achtellos, das in der 5. Klasse bare 100.000.— RM gewinnen kann. Am 20. Oktober beginnt die Ziebung zur I. Klasse der neuen Lotterie. Jnsgesamt werden in den 5 Klassen wieder 67.660. 180.- RM ausgespielt. Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei. Sichern Sie sich deshalb ein Los rechtzeitig! Entschließ' Dich schnell- kauf heute ein Los! Der Präsident der Preußisch Sübdeutsche vaaur. Gewinaplas der nesen ere vlole.1...-M. n Staatslotterie 2 "I" (26. Fortsetzung) Nun hatten alle Wagen den Hof verlassen und fuhren in die Nacht hinaus, bis auf die Break von Gutsbesitzer Pommer. Kuschan, der Kutschei hatte sich gut eingemummelt, denn es war verflirt halt. Nur gut, daß man von innen eingeheizt hatte. „Na, Krischan“, hatte Pommer gefragt,„kannste noch kutschieren oder muß ich rauf auf'n Bock?“ Aber Krischan wehrte ganz entsetzt ab. Er als Kutscher und nicht fahren, womöglich sich in den Wa= gen zur Gnädigen letzen, das war nicht auszudenken. Da lachte der alte Pommer herzhaft auf und meinte, lustig mit den Augen zwinkernd:„Wenn de einen Hund bellen hörst, das kannste mir mal lagen!“ Krischan war sich jetzt im klaren, daß sein Herr ziemlich schwer geladen hatte. So ein Blödsinn mit dem Hund. a. so eine Hochzeit hatte es eben in sich, stellte er fest. Lachend stand der Gutsherr auf Sandhagen neben dem Wagen und half Frau Pommer hinein. Es war ziemlich schwei, denn lo an die zweihundert Pfund woa Frau Pommer. Ihr Gatte lah schmunzelnd zu und lachte. „Sehen Sie. Hornung, erst heiratet man so ein nautes Marjellchen, und denn, wenn se so richtig an Futtertrog komm'n, dann gehen se auseinander. Nich, Mutter, so an de zweihundert Pfund Lebendgewicht wirste schon haben?“ Aber Frau Pommer war nicht aus der Ruhe zu bringen. „Rur gut, Herr Hornung, daß er noch vierzig Pfund mehr hut. Aber es ist schon so, wir essen ganz gerne e bissel gut, aber die Männer müssen immer noch einen guten Tropfen dazu haben.“ Deyen Sie, jetzt hab' ich mein Fett weg. Ja, meine Jette is gut beschlagen“, prustete der diche Gutsbesitzer mus.„'s geht och nischt über ein gutes Glas Wein.“ Unter Lachen und Stöhnen wurde er auch m die Kutsche, den sogenannten„Glaswagen“, verfrachtet, und die Fuhre ging los. * Lachend hatte Lisa vom Fenster dem Abschied mit zugesehen und lagte zu dem eintretenden Vater: „Na, Vater, eine schwere Fuhre, was? Die hann nicht umfallen.“ Der nichte nur lachend und trat zu seiner Frau, die sich eben mit Fritz unterhalten hatte. „Na, wie ist es denn, seid ihr noch nicht müde? Ich schlage vor, Emma kocht uns eine Tasse guten Kaffee. und wir unterhalten uns noch ein Weilchen, ehe wir verschwinden.“ Das mar allen recht. Sabine hatte schon nachts um zwolf Uhr Kianz und Schleier ablegen müssen, denn die jungen Mädels wollten den Kranz austanzen. Jede war neugierig, wer die nächste Braut sein würde. Zufällig hatte Lisa den Kranz erwischt und das Sträußchen ein junger Mann, der als Inspektor auf Hergenthal mar. Nun stand Sabine auf und machte ein gemütliches Echchen, damit man recht nett zusammensitzen konnte. Als Emma mit dem Kaffee ham, schnupperten alle. Oh. ein Göttertrank“, stellte der Hausherr feit. „Kinder, ihr konnt lagen mas ihr wollt, allein ist's doch am allerschöniten. So gern wie ich mal Gäste bei mir habe. aber jetzt hat's für eine ganze Weile Ruhe!“— sprachs und ließ anbei die Hand auf die Tischplatte fallen, daß die Tassen lustig hupften. Sabine ichmunzelte, wenn sie die beiden jungen Leute aniah. Die schienen mit sich volständig im reinen zu lein. Na. wie ist es denn mit euch bewen?. fragte der Gutsherr jetzt.„Hat Lila alles erzáhlt?— Jst Fritz damit einverstanden?“ Lebhaktes Nichen von Fritz und Liia, die hatten gerade ein großes Stüch Kuchen im Munde und konnten haum sprechen. „Allo ein Jahr lang nicht sehen und sprechen, und — auch nicht schreiben!“ Entgeistert lahen ihn vier Augen an. Lila mar die erste. die ihren Kuchen hinuntergewürgt hatte Nicht schreiben? Vater, das ist doch nicht wahr?“ Doch der nichte ganz energisch:„Jowohl, auch nicht schreiben. Kinder, dabei bleibt es. Ihr müßt euch darnach richten!“ Sabine tröstete„Ein Jahr ist auch nicht lang. Paßt auf, ihr fragt euch nachher, wo die Zeit hingegangen ist.“ Der Bruder sanen sich langlam damit abgefunden zu haben „Hast recht, Bine. Das vergeht auch, und überdies haben mir ja euch, und ihr konnt uns doch etmas von der anderen Seite erzählen. Da wissen wit dann genau über alles Bescheid.“ Der Gutsherr lachte herzlich:„Siehlte, Sadme, sie sind schon vernünftig.“ Jedenfalls war alles restlos zufrieden und man konnte nun endlich schlafen gehen, nachdem man Emma noch eingeschärft hatte, nicht zu wecken Die versprach es hoch und heilig, und sah mit verklärtem Gesicht ihrer Herrschaft nach, wie sie Arm in Arm in ihr Zimmer gingen. Fritz und Lisa hatten sich auch nerabschiedet nachdem sie sich noch einen herzhiften Abschiedskuß hinter dem Rüchen der Neuvermählten gegeben hatten. „Uebers Jahr, mein Schatz. übers Jahr“, summte Lila ihrem Fritz ins Ohr. Und„Uebers Jahr, da soll die Hochzeit sein“ vollendete der Ein ganzes Vierteljahr mar Sabine schon ver= heiratet. Manchmal ham es ihr noch nicht so lange vor, doch manchmal meinte sie, sie ware schon viel langer auf dem Gut. Eine echte Gutsfrau mar sie geworden, und wenn sie auch nicht alles lo verstand wie Lila, so hatte sie sich doch hineingefunden, und war früh mit ihrem Manne als erste auf. Der Huhmerhof war ihr das lieblte, und jetzt Ende Februar laßen auch schon ein paar Hühner in ihren Reitern und brüteten. Da gab es zeitig junge Hühnchen und junge Enten, denn man hatte manchen Hühnern Enteneier untergelegt. Sogar Reitstunden hatte sie bei ihrem Mann gerommen, und der freute sich über ihre Fortschritte. Jhr Auto war ihr ja lieber und gern fuhr sie mit ihrem Mann hinaus. Heute war es lehr halt, aber trotdem wollte sie sich ein wenig herumtummeln. Ernst war aufs Feld gegangen. Die Mamiell hatte schon nach ih. gesehen, wahrscheinlich gab es irgend eimas wegen des Elsens. Um das kümmerte sie sich jeden Tag selbt, und die Emma kreute sich darüber. Da kochte sie nochmel so gern. Eine Frau genah die sein zubereiteten Speisen ganz anders, als ein Mann. Jeder freute sich schon, wenn er die Frau soh und Sahine hatte sich einmal sehr gefreut, wie sie zufällig hörte, daß die Leute von ihr als„Unsere Frau“ prachen. Ernst Hornung war ein ganz anderer geworden. So viel Glück strahlte aus seinen Augen, daß sich Sabine immer mehr Mühe gab. ilen ennno Liebes anzutun. Eben kam ei vom Felde In seinem schmucken Jageranzug iah er jung und unternehmungslustig aus. Der Hund sprang bellend an ibm empor, als wenn er etmus erzahlen wollie. Als er leine Frau auf dem Hofe stehen iah. ham er msch auf sie zu. „Sabine, denk mal, zwei Halen hab' ich erwischtl Gebt einen seinen Braten, ja? Und nicht mal lo ein paat dünne Dinger. Nein, lo richtige angefressene Kerle", schmunzelte er. „Oh. da freu' ich mich aber. Ich schlage vor, die lassen wir bis Sonntag hängen. Da kommt Fritz zu Besuch“, strahlte Sabine. „Selbstverständlich! Aber nun komm mo Haus. hier ist's ja bannig halt“. lagte besorgt ihr Gatte, und ging mit ihr ins Kaus. „Wie eine alte Gutsftau siett du aus, Sabine! Das Kopftuch umgebunden, die Schürze über dem Mantel, nein, das hätte ich nie gedacht“ Sabine verteidigte sich lachend „Ach. ich mußte doch nach dem Huhnerhof, und wenn ich da herumbrieche, da wird man doch nur chmuitzig." „Da haufe ich die eben eine neue Jache", nechte sie Hornung,„soviel wit du mir schon wert.“ „Wert schon, aber wir müssen doch sparen!“ oten. wozu? Willst du Reichtümer ansammeln?“ nechte sie der Gutoherr Wie sie so vor ihm stand, die von der Kalte geröteten Bachen, das ein wenig zermulte Haat. es mar eigenartigerweise nie mehr lo glatt wie früher, und der vellen Gestalt, ham sie ihm alle Tage schöner vor, und er war verliebtet als ein junger Mann Sabine haue auch so ein eigenes Lächeln um die Lippen und die Augen hatten einen weichen Schimmer, er hätte sie nur immerzu küssen mögen. Als er sie zu sich heranziehen wollte, sie sollte sich auf leine Sessellehne letzen, blicb sie nor itrn siehen und lagte, mit unsicherem Cachen „Ja, ich glaube doch, daß wit eimis'mten mussen. Ob es nun für einen Sohn oder eine Tochter ist, das weiß ich nicht Erstarrt laß der Gutsherr da und konnte nur immer leine Frau ansehen. Sabine mar richtig erschrochen. Sicherlich wollte er kein Kind mehr. Als aber Ernst das erschrockene Gesichtl seiner Sabine lah. sprang er auf und nahm sie in den Arm. Kleine Mutti, dul Ich freue mich ja so, und du marit sicher erschrochen und haft gedacht.. .... ich hab' wirklich gedacht, du wolltest kein Kind", stotterte Sabine ängstlich. Du Liebe. ich freu' mich ja lo sehr Und mos es wird, ist ganz egal, nur gesund soll es lein." Ernit hätte seine Frau am liebiten herumgewirbelt, aber das wollte er lieber lassen Also, es ist dir gleich, ob Sohn oder Tochter?“ fragte Sabine mit glüchlichen Augen.„Da bin ich zufrieden. Mir ist es auch gleich. Aber mas wird Liia mnzu iagen?“ „Liia wird sich sein freuen. Aber wir werden ih vorläufig noch nichts lagen, sonst kommt sie aus Sorge alle Sonntage hier angerannt, und trifft mit Frit zuammen.“ „Du laßt dir allo nichts abhandeln?“ Wenn under Kind getauft wird, können die beiden meinetwegen Hochzeit miteinander machen!. Die Freude, die du mir damit gemacht hast, glaubst du jo nicht. und deshalb will ich die auch eine Freude machen.“ „Ja, damit machét du mir auch eine!“ nichte de junge Frau ernst, denn erst seit ich selbet verheiratet bin. weiß ich. wie glücklich der Mensch sein hann. Und wenn ich daran dente, wenn ich erst Mutter sein werde. lo mochte ich allen Menschen das gleice Gluch wünschen. Und underer Lila und meinem Bruder pier Dankbar kußte Ermit seiner Frau die Hand. Lisa konnte heine bessere Mutter bekommen, als du es bilt, Sabine. Das weiß ich le genau mie Lilo selbst. Dafür wollen wir die alle Tage danhen.“ Ta it nichts zu danken, es ist ja so einfach, ein wenig Liebe zu geben, und ein klein wenig daran zu denken, daß sie um meinetwillen hier vom Hofe fort ging. dann ist die Sache so eimach.“ Es ist aber nicht so einfach, wie du immer lagst. Sieh. ich wußte stets, daß ich vielleicht schon früher eine ordentliche Frau hötte haben können, aber ob sie meinem Kinde eine ganze Mutter gewelen märe, das wußte ich nicht, und darum war mit bange.“ „Und da hait du armer Mann so lange gemartet, dis du mich armes Mädchen genommen haft!“ „Die Aermite hat mich zum reichten Manne geccht Still lehnte Sabine an ihrem Manne und dachte an das Kind, das da kommen würde Neues Leben zog dann ins Haus ern. Der Guteherr mußte wohl ähnliches gedacht haben, denn er fragte leise seine Frau:„Und mann, Liebes?“ (Fortletzung folgt.) Roman von Br. Hofmann (6. Fortsetzung) Das sehen Sie doch selbst. Ist es nicht, als würde under bißchen Seele von diesen grauen, leblosen Steinmassen zerdrücht?“ Dabei irren ihre Augen wie gehetzt an den Mauern der Straße hinauf„Gemein= plätze, wenn Sie wollen. Ich hann es nur fühlen. Ich halte es hier nicht mehr aus.“ „Aber“, bemerkte Winkelmann nachsichtig und ergeben,„Hamburg ist doch eine sehr hübsche Stadt, sinde ich“ „Stadt“, greift Karola fast unbeherricht das Wort auf. Und da am schönsten, wo sie am wenigsten danach aussieht. Haben Sie nicht vochn von einer Kulturtat gesprochen? Ist Ihnen schon jemals aufgefallen, daß sie immer aus der Natur wachsen muß? Woher soll denn die Seele die Kraft nehmen, abgeschnürt, losgerissen vom Mutterboden? Kunst wächst nicht auf dem Asphalt“, endet sie mit einer für Winkelmann unverständlichen Verzweiflung, die Spitze des Fußes auf den Boden stoßend. „Gewiß“, murmelt er.„Selbstverständlich. Aber wir können diese Frage schlecht hier an der Straßenbreuzung—“ „Alles entscheidet sich an irgendeiner Kreuzung", antwortet Karola darauf.„Ich mag nicht mehr. Alles ekelt mich an. Ich lehne mich bis zu Tränen nach Stille, nach Raum, nach dem Meer, nach Alleinsein, nach einem Tier.“ „Tier“, wiederholt Winkelmann und nicht mit dem Kopf.„sehr beachtlich, daß sich die Menschen immer nach Tieren sehnen, wenn sie von ihresgleichen genng haben.— Hallo. Tare!“ „Was wollen Sie denn?“ fragt Karola, plotzlich on sich kommend. „Sie nach Hause bringen.“ Gehorlam steigt Karola in den Wagen. Sie merkt gat nicht daß ihr immer noch Tränen über das Gesicht laufen, sie wischt sie mechanisch fort. Winkelnann wirft sich neben sie in das Auto und schiebt den Hut wieder in die Stirn, er sieht sei nachdenklich „Sie mussen mir nichts übelnehmen, ich konnte mit nicht mehr helfen", bittet Karola nach einer Weile. NGEOichE Copyrioht by Cerl Duncker-Verlag, Berlin W 60 „Sie haben ja im Grunde ganz recht“, antwortet Winkelmann sofort versöhmt.„Uebrigens schade, es hätte ein sabelhaftes Interview—“ Aber er findet es dann taktvoller, diesen Satz nicht zu vollenden. Karola hörf auch schon nicht mehr hin. „Man reproduziert doch nur“, sagt sie zu sich, „was jene in ihren Seelen wirklich hatten.“ Winkelmann versteht. Die ollen Islander sind ihr zu Kopf gestiegen, denkt er verständnisvoll. Auch kein Wunder. Vielleicht wirklich am beiten, wenn sie hier mal herauskommt. Als sie die Pension Alsterblich erreicht haben, steigt er aus, begleitet Karola zur Tür und klingelt. „Ein bißchen hinlegen", rät er beim Abschied. „Bromtablette, ist ganz gut. Haben Sie? Haben Sie nicht? Fräulein", wendet er sich an das Mädchen Toni,„dann sind Sie vielleicht so freundlich.“ Er drückt ihr ein Geldstück in die Hand, organssiert auch dies mit Umsicht und Geschick„Fräulein Sartorius muß jetzt etmas Ruhe haben“, lagt er. Garola ist inzwilchen schon die Treppe hinaufgegangen. Als er wieder zum Wagen geht, sieht Winkelmann nach der Uhr. Es ist zwölf. Auch er fühlt sich erschöpft. Vielleicht ein kleines Frühstüich? schlägt er sich vor. Zu Aue“, lagt er dem Fahrer. Wenig später betritt er dad Lohnl. macht seine Bestellung und begibt sich sedann zur Telefonzelle. „Reederei Robert Leyßt“, meldet sich die Stimme einer Telefonistin. Hier ist Winhelmann, Guido Winhelmann, mein Fräulein. Ich möchte Herrn Leyßt persönlich sprechen. Prinat. Jn, bitte.“ Nach einer kurzen Pause meldet sich die ihm nicht mehr unbehannte Männerstimme. „Hier Lenßt persönlich. Was kann ich für Sie tun, Herr Winkelmann?“ „Für mich? Sie werden lachen, Herr Leyßt. Für Winkelmann hat noch nie einer etwas getan. Sie wären der erste. Jch bin gewissermaßen von Berufe wegen nur für die anderen da. Insbesondere für—. nun, Sie wissen ja—“ „Emnas Neues?“ fragt Leyßt rasch.„Was pode Leyßt. der an seinem Schreibnich sitzt, macht sei= nem Sekretär— im Gegeniatz zu sast allen seinen Berufsgenossen bedient er sich zu diesem Posten eines Mannes— mit den Augen ein Zeichen, ihn allein zu lassen „Passiert nicht gerade“, hort er Wintelmann lagen.„Aber so gewissermaßen seelische Sturmwarnung, um mit Ihren Begriffen zu arbeiten. Sie hält es nicht mehr aus. muß raus, unsere gute Sartorius. Will keine Steine mehr, hat von uns allen genug. weint auf der Straße nach dem Meer und will ein Tier haben." Leyßt antwortet hierauf nicht gleich. Er sitzt in sich verlunken dn. „Sind Sie noch da. haben Sie mich verstanden?“ Der Schäferhund, der unter dem Schreibtisch ge= legen hat, ist aufgestanden und hat seinen Kopt auf die Knie seines Herrn gelegt: er mit das sehrr oft. wenn sie allein sind, und er denkt, es lasse sich so ein schweigendes Wort reden. „Ich habe verstanden“, lagt Leyßt, den Kopf des Hundes streichelnd. Seit leine Frau ihn damale betrog, ist es auch für ihn ein Tier, dem er die kranne Seite seiner Seele zuwendet. „Na ja“, bemerht Winkelmann,„und da dachte ich eben, wenn Sie zufällig einen Ihrer Wagen einmal entbehren könnten. ließe sich schließlich machen, daß man sie vor dem Konzert nochmal an die frische Luff brächte, um sie neue Spannkraft der Natur finden zu lassen.“ „Seibstverständlich“, antwortet Leyßt,„mein Wagen steht zur Verfügung. Jch werde gern sellst fahren — falls das nicht störend empfunden wird?“ „Ausgezeichnet“, erwidert Winkelmann erleichtert. denken Sie hin? Ich habe nämlich noch mas anderes vor. Ich möchte ganz gern ermitteln, wieso und marum der Hohe Gerichtshof unser Konzerf be= ehren mill.“ Was it das?“ erkundgt sich Leyßt Winnelmann erzöhlt ityn. Da werden Sie schwerlich mas erreichen. Eo hegt ja eigentlich auch kein Grund zu belonderen Hintergebanken vor." „Das sagen Sie. Mir kommt es irgendwie ungewöhnlich vor, dieses Interesse. Dann noch eins. Sie sind doch ein gelchichter Mann, Herr Leyßt, und haben gewissen Einfluß, könnten Sie nicht einmal vorsichtig antippen, von wem der Zettel war, den Fräulein Sartorius durch die gute Knechtlein bekommen hat? Die Garderobenfrau, ja. Dieser Wisch hat verdammt hingehauen. Jt für mich ganz undurchsichtig, leider. Hat aber mit der anderen Eruption hrum unmittelbar zu tun. Diese war, vielleicht angeregt durch einige Ermahnungen meinerseits, rein menschlich-künftlerischer Natur", schließt Winkelmann nicht ohne Pathetik „Uebrigens— mein Essen ist da, wie ich sehe—“ „Dann lassen Sie sich also nicht weiter abhalten“, rät Leyßt freundlich.„und iben Sie beiten Dank, hoftentlich gelingt es mir—“ „Ganz auf meiner Seite“, murmelt Winkelmann noch mit mehreren kurzen Verbeugungen in den Aponrat.„Richts zu danken“ Woraus er sich erleichtert zu seiner duftenden Schwesternastete begibt. 5. Kapitel. Das Meer liegt grau unter grauem Himmel. Jn regelmäßigen Intervallen rollt die Brandung auf den Stiand, zieht sich leise zischend wieder zurüch. Ans der Tiefe des verschleierten Horizonts orgelt ohne Ende das Brausen der See, ein Beitandteil der Stille, die über dem menschenleeren Strand liegt. Karola Sartorius und Robert Leyßt gehen dort schon seit einet halben Stunde entlang, sie sprechen nicht miteinander. Zwischen itmen mandelt Leyßt's Schäferhündin Atra „Diesige Luft heute“, sagt Leyßt nach einer Weile „Ich fürchte salt, daß sie Ihrer Stimme nicht gemde zuträglich ist.“ Karola atmet tief. „Aber man riecht und schmecht sie, diele Luft hier — nicht lau und flau, verbraucht— sondern satzig und rein, wie der Wincd sie herüberbringt. Das ist für mich eine gute Medizin, eine eisenhaltige.“ Leyßt micht „Iich bin Ihnen setn dankhar“, sagt Knrola.„deß Sie sich freimachen honnten, um mit mir hierher an fahren“ „Was märe das Leben auch sonst wert? Wenn einem nicht so viel Freiheit verbliebe, meine ich.“ „Ich höre immer Freiheit— wenigstens ham sie chon mehrmals vor in unserem krzen Gespräch. Und dabei, Herr Leyßt, könnte ich nicht einmal heute abend in Gottmnund bleiben, selbst wenn ich es noch so set wünschte. So viel Freiheit hat man.“ „Dienst ist Dienst", bemerkt Lenßt. „Ja“, stimmt sie nach einer Weile zu. „Aber es freuf mich, daß Gothmund Ihnen gefaut“ Afra bleiht plötzlich stehen und windet, sie liest dee Luft, wie ihr Herr zu sagen pflegt. Dann sagt sie in Richtung der Da Strandhse durch den aufsträubenden Sand schießt, in mffiniertem Zunzach zwischen Simandiferbüscheln hindurchlaviert. um seinen Unterschlupf zu erreichen „Seben Siel“ ruft Karola. (Fortsetzung folgt) Wesfdeufsche Um- und Ausschau Gute Bilanzergebnisse Wieder langfristiges Kreditgeschäft der Landesbank der Previnz Westfalen Im Geschaftsjahr 1936 nahm die Bank im lanafristigen Kreditgeschäft ihre Tätigkeit wieder auf. Jn der Bilanz wirkt sich diese Neube= lebung noch nicht aus da es sich vorerst um eine Bereitstellung von Mitteln handelt und die Auszohlung der Darlehn erst im laufenden Geschäfts jahre erfolgen kann. Da wegen der Emissionssperre Darlehn aus einer Neuemission nicht gegeben werden konnten, erfolgte die Darlehnsgewährung aus den der Bank durch außerordentliche und ordentliche Tilgung zugeflossenen Mitteln Bei der BereitstelInna der Mittel handelt es sich um die Finanzierung von durch Reichsbürgschaft gedeckten zweiten Hypotheken. Im übrigen beschränkte sich das Institut bauptsachlich darauf, die seinerzeit kurafristig gegebenen Kredite, welche ihrem Charakter nach langfristig waren. in ordentliche Tilgungsdar lehn umzuwandeln. Die Arbeiten zur Durch übrung des Gesenes zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverbaltnisse vom 1. Juni 103 wurden auch im laufenden Geschaftsjahre in verstärktem Maße fortgesent. Am Schluß des Berichtsjahres war die Bank noch in 600 Verfahren tätig Die Entschuldungsstelle rechnet damit, daß der Großteil der beantragten Entschuldungsverfahren bis Mitte 108 abgewickelt lein wird. Im abgelaufenen Jahre baben die westsälischen Kommunen weitere Umschuldungen in Höhe von rd. 1.6 Mill RM vorgenommen Damit erböht sich die Gesamtsumme der seit Erlaß des Gemeindeumschuldungsgesetzes vom 21. 9. 1933 erfolgten Umschuldungen auf rd. 250 Mill. RM. Die Abwicklung des kursfristigen Geschafts der Landesbank der Provins West'alen wurde planmaßia weitergeführt. Der bei der Landesbank und Sparkassenzentrale für Westialen (Girosentrale) in Anspruch genommene Abwicklungskredit konnte im Berichtsjahre auf 6.15(6.90) Mill RM zurückgeführt werden. Bei Drucklegung des Berichtes stellte er sich auf 5.07 Mill RM Die Kreditlinie von 15.1 Mill RM ermäßigte sich entsprechend auf 14.3 bezw 13.2 Mill. RM Jnfolge der in diesem Jahre getrennt geführten Erfolgsrechnungen der Landesbank und der Landesbank und Sparkassenzentrale für Westialen(Giro zentrale) ist ein Vergleich mit dem Vorjahre nicht möglich Zinsen und Verwaltungskostenbeiträge werden mit 62 Mill. RM ausgewiesen. Dazu treten Zinsüberschüsse von 1.72. Provisionen und Erträge aus dem Eifekten=, Devisen= und Sortengeschäft von 0(. Beteiligungserträge von 0.13, Mieteinnahmen von 0.14 und ao. Erträge von 1.16. In dem letzten Posten sind freigewordene Rüchtellungen. reali= serte Gewinne bei eigenen Wertpapieren und bei Rückzahlung von Verbindlichkeiten enthalten. Un er den Aufwendungen betragen Geschäfts= und Verwaltungsunkosten 0.59 Besitzsteuern 0.04. Zinsauswand 7.16. Abschreibungen 0.43 und ao Aufwendungen 1.88. Die Gewinn, und Verlustrechnung ist danach ausgeglichen, nachdem das Geschäftsjahr 1W35 die Durchführung des bekannten Reorgoni sationsplanes brachte In der Bilanz(in Mill. RM) ist die Barrücklage mit 0.12(0.0) verzeichnet Schatzwechsel und unverzinsliche Schatanweisungen des Reiches und der Länder betragen 0.31(0.37). eigene Wertpo= piere 74.88(72.55). Kurzfällige Forderungen un... zweifelhafter Bonität und Liquidität gegen Kreditinstitute erhöhten sich auf 6.85(5.91), während Schuldner auf 9.23(12.45) zurückgingen. Hypotheken forderungen und Grundschulden sind mit 22.3 (22.61) kaum verändert Langfristige Aus eibungen stellen sich auf 82.78(89.19), Zinsen und Verwaltungskostenbeiträge von langfristigen Ausleibungen auf 0.83(1.58) und durchlaufende Kredite auf 0.26 (0.45) Der Betriebsfonds der Westälischen BauSparkasse ist mit 0.10 unverändert. Anlagen betragen 1.10(1.27), Rechnungsabgrenzungsposten 0.14 (1.01). Gläubiger ermäßigten sich andererleits auf 23.26 (27.62) verloste und gekündigte Pandbriefe und Schuldverschreibungen auf 0.80(0.89). Arbeitsbeschaffungsakzepte auf 3.94(5.33). Anleihen und Darlehn werden mit 155.19(162.11), Zinsen aus Anleihen und Darlehn mit 1.55(1 61) Mill. RM ausgewiesen Durchlaufende Kredite stellen sich auf 0.26(0.15) Das Betriebskapital ist mit 2.80 un verändert Rückstellungen sind mit 963(7.10), der Pensionsfonds mit 2.34(236) und Wertberichtigungen mit unverändert 0,10 verbuch: Rechnungsabarenzungsposten erscheinen unter den Passiven mit 904(921). Die Bilanssumme stellt sich auf 900 90 (210.61) Min. RM Die größte Sudpfanne der Welt 104 000 Bierflaschen können aus ihr gefüllt werden Duisbura. In der Nacht zum Dienstag vollzog sich zwischen dem Rheinhafen Walsum und der Gutehofinungsbütte Oberhausen ein schwieriger Großtransport. Es bandelte sich um eine kupferne Sudpsanne mit einem Durchmesser von 5.30 Meter und einem Gewicht von 3500 Kilogramm Die Aus maße dieser Pfanne machten den Transport auf dem Landweg von Osnabrück aus unmöglich Vor zehn Jahren wurde vom Osnabrücker Kupfer. und Drahtwerk zur damaligen Werkstoff schau in Berlin eine fün' Meter große, aus einem Stück geschmiedete Kupferschale geliefert. die seinerzeit das größte Interesse nicht nur als Kunstwerk der Technik. sondern auch wegen des schwierigen und eigenartigen Transports sand. Auf allen Gebieten der Technik sind inzwilchen weisere ungeahnte Fortschritte gemacht, und mit Stolz kann lent die Abteilung Kupferschmiede des Osnabrücker Kupferund Drahtwerkes die Fertigstellung eines neuen Riesen in Form einer in Brauereien Verwendung indenden Kupfer Sudpfanne in technisch höchner Vollendung melden, die größte ihrer Art in der Welt. Die aus einem 60 Kilogramm schweren Elektrolot=Kupferblock vergestellte Sudpsanne, die die Form einer Top'kuchenbackform hat. ist ohne Niet= und Schweißnähte und hat einen Durchmesser von 5300 mm bei 860 mm Muldentiese; der Dom ist bis Randhöhe binaufgezogen, die Wandstärke ist 12 men Dieler Giaant ist in wochenlanger erfahrener Werkmannsarbeit zu dem geworden, was er beute ist— ein neues Wunder deutscher Technik und deutschen Fleißes— und dazu berufen, in der Englische Verkehrsfachlente in Köln „Wir sind dem großen herzen des deutschen Volkes nähergekommen“ Koln. Die Mitglieder der German Roads Delegation 1937, die auf Einladung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, Deutschland bereisen, suchten zum Abschluß ihrer Reise am Samstag Köln auf. Am Samstag fand zu Ehren der englischen Gaste im festlich geschmückten Gurzenich=Saal ein Empfang statt. Nach dem Gesang der englischen und deutschen Nationalbymnen und einer Ehrung des englischen Königs und des Führers Adolf Hitler entbot Oberbürgermeister Dr. Schmidt den englischen Gasten den herzlichen Willkommensgruß der Hansestadt Köln. Lord Wolric. der Führer der Gaste, betonte in seinen Dankworten, daß diese Zusammenkunft im Kölner Gürzenich ein würdiger Abschluß ihrer Reichswoche sei. Sie seien nicht nach Deutschland gekommen, um eine Vergnügungsreise zu machen, sondern um es kennenzulernen und das deutsche Straßenwesen zu studieren. Sie seien gerne gekommen und der Gastfreundschaft gewiß, aber doch von ihrem übergroßen Maß überrascht gewesen. Der Redner erinnerte an die Bereitstellung des Sonderzuges nach Berlin, um der Begegnung zwischen Mussolini und Hitler beiwohnen zu können. Sehr erfreut habe es sie auch, daß sie bei der Eröffnung der Reichsautobahn zugegen waren. Ueberall seien sie auf das berzlichste von den Arheitern begrüßt worden und damit dem großen Herzen des deutschen Volkes näbergekommen. Sie hätten gesehen, wieniele Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Völkern beständen, wenn auch viele wesentliche Unterschiede vorhanden wären, die auf ihrer Geschichte und ihrer Tradition beruhten. Die Freundschaft zwischen den beiden Völkern könne am besten gefördert werden, wenn jedes von ihnen diese Unterschiede von vornherein anerkenne und würdige. So würden sie nach England zurückkehren mit großer Dankbarkeit für das, was sie in Deutschland gesehen, Generalinspektor Dr. Todt, der von den Gästen stürmisch geseiert wurde, ergriff darauf das Wort. Es freue ihn, seinen englischen Freunden zum Abschied noch einige Worte sagen zu dürfen. Er und seine Mitarbeiter bätten ihnen nichts verheimlicht, sondern ihnen alles gezeigt. Sie hätten die deutsche Jugend und ein Stück der deutschen Kunst, sie hatten den Arbeitsdienst und Stätten alter deutscher Kultur, sie bätten die neue deutsche Baugesinnung und in Berlin bei der Begegnung zwischen dem Führer und Mussolini gesehen, wie Deutschland eine politische Kundgebung feiere. Darüber hinaus sei ihnen Gelegenheit gegeben worden zu erkennen, daß das neue Deutschland seine Arbeit auf die Jugend als die Zukunftsträger abstelle, das, wo ehemals sieben Millionen Arbeitslose waren, heute Mangel an Arbeitskraften bestehe, daß das neue Werk des deutschen Aufbaues nur dann vollendet werden könne, wenn ein langer Friede seine Durchführung ermögliche und daß Deutschland einem guten Freunde die Treue halte, wie die Begegnung zwischen Adolf Hitler und Mussolini beweise. Schließlich hätten sie auch verstanden, daß in Deutschland die Führerschicht mit den Arbeitern zusammenlebe. Auf die Frage, wie es möglich gewesen sei, so umfassende Bauten wie die Reichsautobahnen kuraentschlossen durchzuführen, erklärte Dr. Todt, daß das nur möglich geworden sei, weil der Führer allein die Verantwortung übernommen habe. Im Verlauf des Abendessens wurden die Gäste durch Tänze des Kölner Overnhausballetts und die Vorführung des auf ihrer Fahrt aufgenommenen Reisefilms erfreut. großzügig angelegten Werksausstellung der Gutehoffnungshütte in Oberhausen vor in= und ausländischen Besuchern Zeuanis abzulegen von dem, was deutscher Geist erlann und deutsche Tatkraft vollführte Etwa 45 000 gewa tige Hammerschläge waren notwendia um die Sudpkanne zu formen. Das Braugefäß hat ein Fassungsvermögen von 520 Hektolitern was einem Inhalt von 101 000 Halbliterklaschen entspricht. Es reiht sich würdig ein in die Großtaten deutscher Technik. womit es gleich zeitia Zeugnis ablegt von den hohen Leistungen deutcher Arbeiter der Stirn und der Faust Westfalentag der Technik Dortmund. Das Gauamt für Technik von Westfalen=Süd veranstaltet, wie wir bereits meldeten, in engster Zulammenarbeit mit den Gauämtern Weltfalen=Nord und Essen am 9. Oktober in der Westfalenhalle zu Dortmund eine Großkundgebung der westsälischen Technikerschaft. Der Tagung liegt folgende Veranstaltungsfolge zugrunde: 15 Uhr:— Altes Rathaus— Sondertagung der Amtsleiter des Amtes für Technik, der Amtsmalter der NSBOT und der Vorstände der Technisch= Wissenschaftlichen Vereine im NSBOT sowie der Führer der T. N. aus den Gauen Weitfalen=Nord, Essen, Weitfalen=Süd. 18 Uhr: General=Appell der Technischen Nothilfe im Stadion. Es spricht der Stellvertreter des Chefder Technischen Nothilfe, Pa. Hampe. Berlin. 19 Uhr:— Westfalenhalle— Großkundgebung: „Deutsche Jugend, die Technik ruft euch!“ Es sprechen: SS-Gruppenführer Pg. Weinreich als Chef der Technischen Rothilfe, NSKK=Gruppenführer Reichspostminister Parteigenosse e. h. Ohnesorge und SA.=Gruppenführer Geneml=Inspekteur Parteigenosse Dr. Todt. Diebesgut auf heuwagen abtransportiert Diebe und Hehler vor Gericht. Duisburg. Sechs Personen. Diebe und Hehler. die lange Zeit hindurch der Kriminalpolizei viel zu schaffen machten, hatten sich jetzt vor Gericht zu verantworten Skicki, Kowalski und Demkowski waren als Haupttäter anzusehen. Wände und Fußböden, und waren sie noch so stark. wurden mittels einer Winde durchbrochen. Im Thyssenkonsum in Hamborn waren die Diebe auf diese Weise in das Lager eingebrochen und halten dort„aanze Arbeit“ geleistet. indem sie für insgesamt 2174 RM Lebensmittel aller Art stahlen und auf einem gronen Heuwagen Fortschafften. Auf dem Gutshof„Haus Knipp“ schlachteten sie zwei Kälber ab und verteilten das Fleisch unter sich Aus einem Wäschegeschäft stahlen die Diebe weiter große Mengen Wäsche, die sie im Vogelschutzpark in Beckerwerth versteckten. Neben diesen großen Einbrüchen standen auch noch eine Anzahl kleinere auf dem Programm der Großen Strafkammer vor der sich die Diebe und ihre Hehler jetzt zu verantworten hatten. Sie hatten keine Milde zu erwarten, zumal diese üblen Zeitgenossen schon ein reiches Vorstrafenregister aufwiesen Sie erbielten le nach ihrer Betätigung Gefänanis, oder Zuchthausstrafen. Die Gefänanisstrafen bewegten sich von drei Wochen aufwärts bis zu zweieinhalb Jahren. Kowalski, der sich nicht nur als Hehler, sondern auch als Dieb eifrig be tätigt hatte, wurde zu drei Jahren Zuchthaus und Sticki sozusagen als Haupt der Bande zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt Des weiteren erkannte das Gericht auf Aberkennung der Ehrenrechte auf die Dauer von fünf bezw. zehn Jahren. Ein 42-Millianen-Proiekt Hunte=Regulierung und Dümmereindeichung Diepholz. Im Landratsamt in Diepholz fand unter dem Vorsitz des Beauftragten des Reichsernährungsministers eine Verhandlung über den Ausbau der Hunte und die Cindeichung des Dümmers statt, an der Vertreter der Odenburgischen Lar desregierung, der Regierung in Hannoner omie der beteiligten Kreise teilnahmen. Das Cebu: das von der Durch ührung der Maßnahme erfaßt wird, ist 17 00 Hektor groß Die Gesamtkosten des Vorhabens einschließlich Folgearbeiten belaufen sich auf 42 Millienen RM. die zu erheblichem Teil durch Beihilfen aus Reichs= und Landesm: In aufgebracht werden sollen. As Träger des Unternehmens ist ein zu gründender Wasserverband in Aussicht genommen, der aus den Kreisen Grafschaft Diepholz. Grafschaft Hong und Wittlage sowie den Wasserachten in Eildenburg und Vechto bestehen wird Den Vorsitz und die Geschäftsführung des Verbandes wird der Landrat von Diepholz ühren. Kieine Proninzchronii Durch Leichtsinn zu Tode gekommen Herten. Durch unvorsichtiges Hantieren mit einem Benzinfeuerwerk erlitt der Mechaniker Ludger Schürmann in Herten Langenbochum Brandwunden am ganzen Körner. Der Verletzte fand Aufnahme im Krankenhaus, wo er inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist Seine Frau durch einen Messerstich getötet Hamm. In Mark bei Hamm verletzte nach einem voraufgegangenen Wortwechsel ein Mann seine Ebefrau durch einen Stich in die rechte Lunge todlich Der Täter versuchte darauf. sich selbst das Leben zu nehmen. Schwerverletzt wurde er einem Krankenhaus zugeführt. Schon seit längerer Zeit war der Mann wegen nervöser Störungen in ärztlicher Behand ung. Zuletzt war er, um von seinem Nervenleiden Heilung zu finden, beurlaubt worden. Anscheinend ist die Tat in einem Zustand geistiger Umnachtung begangen worden Gefährliche„Gefälligkeit“ Paderborn.„Nachbarliche„Gefälligkeit“ führte einen 70 Jahre alten Mann aus Lippstadt vor das Paderborner Schoffengericht. Der Greis war bei seinem Nachbar zu Besuch, als gerade ein Kassenbote mit einer Mahnung kam, was dort nicht gerade ein seltener Fall war. Da die Unterschrift des Hausherrn benötigt wurde, dieser aber nicht anwesend war, war der alte Mann gern bereit. die Unterschrift zu leisten. Er zeichnete mit dem vollen Namen des Hausherrn, und als man der Sache dann auf den Grund ging. kam die Urkundenfälschung heraus. Der alte Mann hatte geglaubt. seinem Nachbarn einen„Gefallen“ tun zu müssen. Angesichts des Alters und der bisherigen Straflosigkeit des Greises billigte ihm das Gericht mildernde Umstände zu und erkannte auf„eine Woche Gefängnis. Westfalens modernste Motorspritze Paderborn. Unter größter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung wurde die neue Kreismotorspritze des Kreisfeuerwehrverbandes Paderborn durch den Kreisleiter und Kreisdeputierten feierlich übergeben. Diese Kreismotorspritze stellt, wie Kreisleiter Mever ausführte, das modernste und vollkommenste Gerät seiner Art in der ganzen Provinz Westfalen dar und ermöglicht eine geradezu überraschende Brandbekämpfung mit den verschiedensten Mitteln. Drei Arbeitskameraden seierten goldenes Berufsjubiläum Münster. Die Aschendorff'sche Verlagsbuchhandlung in Münster, die schon so manchen Arbeitsjubilar aus den Reiben ihrer Gefolgschaft feiern konnte. beging am Montag ein besonderes Fest: Drei Gefolgschaftsmitglieder, der Maschinensener Heinrich Krampe. der Stereotopeur Heinrich Greuling und der Hilfsarbeiter Kaspar Decker begingen ihr 50jähriges Berufsiubiläum. Die älteste Bückeburgerin gestorben Bückeburg. Wenige Stunden vor ihrem M. Geburtstag verstarb die älteste Bückeburgerin Frau Witwe Elise Wimmer, Als älteite Bückeburgerin war sie mit allen Geschehnissen aus früheren Jahrzehnten und dem vergangenen Jahrhundert bestens vertraut. Gbegen einen Baum geprallt Melle. In der Nähe von Oldendorf geriet der Bauernführer Ellermann. der sich mit seiner Familie im Kraftwagen auf der Fahrt zum Bückebera besand. mit dem Wagen von der Straße ab und prollte gegen einen Baum. Die rechte Seite des Wagens wurde völlig eingedrückt. Mit Aexten mußte die durch den Anprall festgeklemmte Wagentür geöffnet werden Die Frau des Bauern trug so schwere Verletzungen davon, daß sie im Meller Krankenhaus starb. Vier Familienmitalieder wurden ebenfalls verletzt. während der Bauer ohne Schaden davonkam. Ein anderer Trin Eine andere„Sensation“, die uns fünfzig Dollar und den Zuschauern eine Gänsehaut einbrachte. warer Trick des„herausfallenden Pioten“. Natürlich wurde dabei das Publikum betrogen, denn bevor noch der„stand man“ das Flugteug bestieg, hatte sich ein Pilot im Führersitz verseckt. Der Flug ging los. das Flugzeug stieg höder und höher und absolvierte schließlich alle nur denkbaren Kunstflüge. Sturzflüge fallende Blätter. Loopings. Rollen usw. Schließlich, mitten in einem Sooping, als das Flugzeug auf dem Rücken lag. ließ der Trickflieger sich einfach aus dem Führersit fallen, und für das Publikum hatte es den Anschein als ob das Flugzeug plötzlich führerlos geworden sei. und der Pilot in den nächsten Sekunden zer schmettert auf der Erde gelandet sein würde. Das Flugzeug vollführte darauf die tollsten Kapriolen während die Zuschauer vor Entsetzen aufschrien Selbstverständlich war dabei die Maschine dauernd in der Kontrolle eines Piloten, wovon die Zuschauer natürlich nicht das Geringste wußten. Die Folgen waren zuweilen entsetzlich. Ich erinnere mich, daß nach einem derartigen„Absturz“ auf dem Flond Bennett Feld eine Panik ausbrach und daß mir daraufhin die Wiederholung des Tricks verboten wurde. „Umsteigen" in der Tuft Es ist eine alte Geschichte, daß das Publikum betrogen werden will und manchmal gerade von den leichtesten Tricks begeistert ist. Sie jubeln zum Bispiel, wenn man es fertig bekommt, sich beim Schweben unter dem Fallschirm eine Zigarette anzuzünden Niemand begreift, daß es, wenn der Fallschirm sich geöffnet hat. für den Springer überhaupt keinen Luftina mehr gibt, daß es also nicht schwierig sein kann. ein Streichholz anzureißen. Andererseits machen ausgesprochen schwierige Tricks wenig Eindruck. So sieht es zum Beispiel surchtbar einfach aus, wenn man in der Luft das Flugzeug wechselt. Ich muß gestehen, daß ich vor diesem Trick. bei dem die Leute zu gähnen pflegten ungeheure Angst hatten und daß ich mich freute, als von Amts wegen die Ausführung dieses Tricks in weniger als hundert Meter Höhe verboten wurde. Man braucht bei dieser Geschichte weit mehr Glück, als mir persönlich lieb ist. denn allein auf das Glück verlasse ich mich nicht gerade allzu gern Fast jeder hat schon das Wechseln von einem Flugzeug in ein anderes geiehen. Wir pflegten zu diesem Trick alte Doppeldecker zu benutzen, die wir fliegende Vogelbauer zu nennen pflegten weil sie zwischen den Tragflächen unglaublich viel Verspannungsdrähte trugen Wir stellten uns auf die obere Fläche und hielten uns an dem Ende eines kurzen Taues fest. Vor dem Fahrgestellt des zweiten Flugzeuges baumelte eine Strickleiter. Dieses zweite Flugzeug mußte versuchen, mit der Leiter direkt über uns zu gelangen und mit der gleichen Geschwindigkeit zu fliegen wie das eigene Flugzeug, sodaß die Leiter für unsere Augen relativ stillstand. Man hatte dann nichts weiter zu tun als das Tau losgelassen, die Strickleiter zu er greifen und sich von dem oberen Flugzeug weg reißen zu lassen. Gelang es einem dann, die Strick leiter hinaufzuklettern, einfache Sache, nicht wahr? so hatte man seine fünfzig Dollar verdient Die Tuft ist trügerisch Die Sache hat nur einen Haken. Die Luft ist nämlich trügerisch. Sie hat Löcher und sogenannte Taschen, und diese Dinge sind äußerst peinlich, wenn das Leben an Bruchteilen von Sekunden und Zen timetern hängt Ich werde eines solcher Abenteuer niemals vergessen. Ich war mit dem Flugzeug meines Freundes Elwood Keim aufgestiegen. Paul Jones versuchte in einem zweiten Flugzeug. mir die Strickleiter in die Hände zu manövrieren. In der Sekunde, in der ich das Seil losließ und nach der Leiter griff, geriet Jones Flugzeug in eine Lufttasche und sackte ab. Zwischen den beiden Flugzeugen war bis dahin ein Abstand von etwa sieben Meter gewesen. In der Lufttasche kamen sie aber so eng zusammen, daß Räder und Tragfläche sich beinahe berührten. Natürlich rutschte auch die Strickleiter weg Ich verlor plötzlich jeden Halt und sah mich zwischen zwei Flugzeugen nahezu eingeklemmt. Zwei Dinge retieten mein Leben. Einmal hatte ich das Glück. von dem einen Flugzeug nicht in den Propeller des anderen geschleudert zu werden, und ferner waren beide Piloten geistesgegenwärtig genug, ihre Flugzeuge sofort voneinander zu trennen, als sie sahen. was mit mir los war. Ich flog in die Verspannnug. riß ein Stück des Tragflächenbezuges auf, verrenkte mir die Schulter. aber bevor ich Zeit hatte, überhaupt irgend etwas davon zu merken, war ich schon wie eine Rakete in die Luft geschossen. Der Fallschirm brachte mich dann zur Erde, aber es dauerte lange. bis ich mich von dem Schrecken erholt hatte. Tragfläche brach ab Gewöhnlich machten wir Sensationen dieser Art jedoch ohne Fallschirm, weil wir dabei höchstens 20 bis 30 Meter hoch waren, und ein Fallschirm hätte uns in dieser Höhe soviel genutzt wie Salzwasser dem Verdurstenden. Von Jimmy Doolittle lernte ich dann allerdings etwas anderes. Iimmy flog einmal eine Geebee=Maschine. Er war keine zwanzig Meter hoch, als eine Tragfläche glattweg kaputt ging. Jeder andere hätte sich verloren gegeben. Jimmy dagegen riß den Steuerknüppel zurück und machte einen letzten Versuch, mit der rest Amerikanischer Trapezkünstler in der Luft(Foto: Es wird nicht viele Menschen geben, die wie dieser amerikanische Trapezkunstler an einem fahrenden Luftschiff, diese bundert Meter über der Erde, Kunststucke vollführen lichen Tragfläche noch einen Sprung nach oben zu erzielen. In demselben Augenblick, in dem die Maschine die Nase in die Luft steckte, sprang er aus dem Führersitz und riß seinen Fallschirm auf. Sein Manöver hatte wenigstens den Erfolg gehabt, eine Windströmung zu erzeugen, die seinen Fallschirm losriß. Er landete sicher auf der Erde— der einzige Mensch, der aus 20 Meter einen gelungenen Fallschirmabsprung gemacht hatte. gegen Ballon Ein Zusammenstoß zwischen einem Flugzeug und einem Ballon ist ein Trick, der dem Zuschauer besonderes Vergnügen macht. In einem Film war mir eine solche Aufgabe gestellt wor den. Bis dahin war das Kunststück nur zweimal ausge ührt worden. Die Gesellschaft„Stunts Cor poration", Sensations=G. m. b. H., hatte mich für das Kunststück engagiert und mir ein Honorar von 15000 Dollar angeboten. In Trajado, Kalifornien einem Winkel der Mojave=Wüste, hatten sie einen Luftballon losgelassen, sieben Flugzeuge mit Film apparaten hinterhergeschickt, mir ein ehemaliges Nampfflugzeug, das sie für 85 Dollar aufgetrieben hatten, in die Hand gedrückt und mich mit einem los. alter Junge“ entlassen. Das Flugzeug schien die gesamten Kriegssahre in den Knochen zu haben. Es knarrte und kreischte so in allen Fugen, daß mir von vornherein klar war, ich würde dieses Flugzeug mög= den dauern. Das heißt mit anderen Worten. Vorführung sollte ein nächtlicher Falllicherweise in die Luft, aber zweisellos nie wieder ich mußte warten, bis der Ballon schon riesengroß schirmabsorung von zwei Leuten sein, die sich auf die Erde kriegen. Ich hatte am Rumpf zwei vor meinen Augen stand, bevor ich an die Rettung wahrend des Schwebens mit Raketen zu beschießen kurze Taue befestigen lassen, deren zu Schlingen meines Lebens denken durfte. Der Absprung war hatten. Ich ermahnte meinen Partner, mit seiner geknüpfte Enden ich lose in den Führersitz gelegt auch nichts weniger als ein Vergnügen Das Flug= Rakete unter keinen Umstanden auf den Fall hatte. In langsamen Kreisen kam ich auf rund zeug explodierte namlich, nachdem es den Ballon schirm zu zielen, sondern entweder über den Schirm fünfzehnhundert Meter Höhe, in der der Ballon getroffen hatte, und ein paar Sekunden später hinweg oder unter meine Fuße zu schießen chwebte. Auf mein Kommando begann man in den schwebte ich in einem Regen glühender und bren Alles ging glatt und schließlich sollte der Luft Kameraflugzeugen zu kilmen. Ich legte nun die nender Flugzeugteile. Deutlich sah ich in der Fall= kampf beginnen. Die Scheinwerfer vom Fluaplatz Schlingen der kurzen Taue über den Steuerknüppel, schirmhülle Löcher mit glimmenden Rändern ent= wurden abgestellt, alles war finster, die Zuschauer band diesen in einer solchen Stellung fest, daß das stehen, und ich sandte ein Stoßgebet nach dem an= sahen nichts, bis unser Luftkampf begann. Wir hat Flugzeug nach menschlichem Ermessen den Ballon deren in den Himmel, daß doch um Gottes willen ten Naketen bei uns. die, nachdem wir die Siche rammen mußte, hielt selber den Steuerknüppel noch mein Fallschirm nicht in Flammen aufgehen möge. rungskappe abgerissen hatten, flammende Balle eine Weile fest und machte dann, daß ich hinauskam. Ich hatte Glück, und daher bin ich heute noch in ausspuckten. Ich weiß heute noch nicht, was meinem Die ganze Geschichte durfte nur sieben Sekun= der Lage, die Geschichte zu erzählen. Partner damals eingefallen war. Seine Schusse saßen jedenfalls unmittelbar neben mir. Ich schrie ihm zu:„Bist du verrückt geworden? Mach deine Nakete aus!“ Der zweite Schuß saß jedoch noch dichter. Kaum war das Raketenlicht verlöscht, als mir Sterben ist eine Beschäftigung, um die keiner Der Apparat glitt mit ungeheurer Schnelligkeit vor Entsetzen sast das Herz stehen blieb. denn über herumkommt, der eine muß etwas früher, der an= unter mir weg. da ich die Nase des Flugzeuges nach mir sah ich die trockene Seide des Fallschirms an dere etwas später daran glauben. Der„Sensations= unten drücken mußte, um überhaupt Wind unter zwei, drei Stellen schwelen. Noch eine, oder zwei flieger" hat aber stets das„Gefühl", die besondere die Tragflächen zu bekommen. Hilflos wie ein sal= Minuten, und ich mußte unwiderruflich abstürzen. Gunst des Sensenmannes zu genießen. Es ist eine lendes Blatt rutschte ich knapp über die Telephon= Nur Sekunden blieben mir für einen Entschluß. seltsame Beschäftigung— seinen Hals der Sensen= drähte und die Flugzeugschuppen weg. Noch ein Ich griff mit den Handen nach den Halteseilen und klinge hinzuhalten und ihn, wenn man Glück hat. Dach- und ich mußte sicher auf dem Platz landen klomm, soweit ich konnte, nach oben, dann preßte im letzten Augenblick zurückzuziehen. Aber wenn ich können. Nach meiner Berechnung muß ich minde= ich die Seide zusammen, sodaß der Fallschirm auf an die fünf, sechs Augenblicke denke, in denen mein stens um Handbreite über das letzte Dach hinweg= die Hälfte seines sonstigen Umfanges verringert Leben wirklich am letzten Faden gehangen hatte kommen, aber ich hatte an diesem Tage kein Glück. wurde. Die Folge war natürlich, daß ich mit kolosund zwischen mir und meinem Grab nur noch der Ein Luftloch brückte meinen Apparat nieder, der saler Geschwindigkeit abstürzte. In einer halben leere Raum war, durch den der Körper purzelte, auf dem Dach zersplitterte und auf die Erde stürzte. Minute war ich bereits rund tausend Meter tiefer. so muß ich gestehen, daß ich bei meiner eigentlichen Ich lag mitten unter den Trümmern, bewegungs= Etwa siebzig Meter von der Erde entsernt ließ ich Arbeit im Grunde nie in wirkliche Lebensgefahr los wie eine Rosine in einem Kuchen, als man mir die Seile los, und der glimmende Fallschirm wölbte geriet, sondern immer nur dann, wenn ich über= zu Hilfe kam: sich wieder über mir. Inzwischen hatten sich aber haupt nicht daran dachte, daß irgend etwas„Bist du verletzt?“ fragte man mich. schon Löcher in die Seide gefressen, durch die der vassieren könnte. Vielleicht ist das gerade die Ur Ich wußte es nicht. Ich fühlte überhaupt nichts. Wind pfiff, und ich landete mit einem Stoß auf Ich versuchte aufzustehen, aber ich konnte mich nicht der Erde, der mir fast samtliche Knochen im Leibe rühren. Irgend etwas preßte mich an die Erde. zerbrach. Ich brauchte ein paar Minuten, um mir mir meiner Fral Niemand wagte die Trümmer zu berühren, weil klar zu werden, daß ich das Abenteuer lebend überAm nächsten Tage kam ich der Gefahr, von einer man fürchtete, daß dann der ganze Rest des Flug= standen hatte. Witwe beklagt zu werden, an einem Tage, als ich zeugfragments über mir zusammenbrechen würde. zusammen mit meiner Frau einen Ausflug machen„Ich kann mich nicht bewegen", schrie ich,„ich kann Derstehst on keinen wollte.„Laß deine Kochtöpfe stehen", sagte ich ihr, keinen einzigen Muskel bewegen" d komme mit mir nach Rhode=Island" Mir war so, als ov ich immerzu hintereinander Man wird sich vorstellen können, wie ich meinen Aber keine Tricks", antwortete sie. has Bewußtsein verlor und wieder zu mir kam. Partner empfing, der ein paar Minuten spater in „Natürlich nicht." Irgend etwas muß mich runterdrücken, dachte ich. aller Seelenruhe landete und auf mich zukam. Ein Freund lieh mir sein Flugzeug, einen alten aber spater stellte der Arzt fest, daß mich nichts an„Nanu", fragte er üverrascht,„verstehst du keiWaco=Doppeldecker, und ich stieg ein, nachdem ich die Erbe gepreßt hatte, sondern daß meiner Frau versichert hatte, daß ich nur mal ver- Rückgrat gebrochen hatte.„O ja, mein Lieber", sagte ich,„hoffentlich versuchsweise trudeln wollte, um zu sehen, ob der Ap mußte ich im Krankenhaus liegen, aber stehst du auch einen." Und mit diesen Worten parat für eine Frau auch sicher genug sei. schließlich heilte meine schwere Verletzung, wider stürzte ich mich auf ihn und verprügelte ihn nach Ich war etwa 15 Meter hoch, als der Motor Erwarten, und ich konnte weiter arbeiten, Gott sei allen Regeln der Kunst, obwohl er mindestens noch plöblich aussetzte. Nur ein Flieger kennt das Dank, denn inzwischen war meine Familie in höchste einmal so kräftig war wie ich Gefühl, wenn das Brausen des Motors plötzlich Not geruten. Nicht immer ist es ein boser Zufall, der einem aufhört, wenn der pfeisende Wind zu einem leichten Sallsehönes wels No1e4. ein Bein stellt, sondern manchmal auch reine TollSeufzen zusammenstirbt und das furchtbare Schwei= Fauschiein nin nareren fühnheit und Dummheit, namentlich wenn irgendgen einem das Herz zerdrückt. Man hat keine Zeit Die erste Arbeit nach meiner Krankheit bekam ein„Sweetheart" einem zuguckt und man sich mit zum Nachdenken. Die Nerven verlussen einen, und ich in Art Beach, einem Badeort in der Nähe von geschwollener Brust vornimmt, ihr mal etwas ganz n die Knochen 8öna— Gene geht in der Tuft spazieren mil per Ein amerikanischer„Sensationsflieger“ erzählt von seinen Abenteuern VON GENE AUSTIN In Filmen, die aus Amerika kamen, sahen wir oft Dinge, die uns unbegreiflich erschienen. Flugzeuge asten in der Luft zusammen und krachten zu Boden Maschinen gingen in der Luft in Flammen auf Mit allen Mitteln einer raffinierten Technik wurden furchtbare Katastrophen realistische Wirklichkeit. Die wenigsten die Aufnahmen entstanden durch Tricks. In Amerika gibt es Piloten, die täglich für ein paar Dollar ihr Leben au Spiel setzen. Man prägie drüben einen eigenen Begriff für diese seitsame Art von Schaustellung—„thril nennt es der Amerikaner, unvollkommen kann man diesen Ausdruck leicht mit„Nervenkitzel“ übersetzen.„Thriing" müssen die Darbietungen sein die man auf amerikanischen Flugtagen steht und nichts, aber auch garnichte mehr mit Werbung für die Fliegerei zu tun haben Dieser„thrill“, diese Rekordsucht ist eine Domane Amer kas, nach der wir keine Sehnsucht haben. Wir lehnen in Deutschland diese sinnlose Art der Fliegeret ab. unr unsere Arbeit auf dem Gebiete der Luftfahrt geht andere, nützlichere Wege. Dessen ungeachtet dürfte es unseren Lesern von Interesse sein, einmal von den seltsamen Abenteuern eines solchen amerikanischen Fliegers zu hören Hier erzählt er seine Erlebnisse ros Bochum weldet... Bochum-Weilmar Jubilaumsfeier der Friedrich Wilbelm Schule. Die Friedrich=Withelm=Schule an der Karl=Friedrich=Straße im Stadtteil Weitmar=Neuling feierte Samstag ihr 50fahriges Bestehen. Schulgelände und Schulhof waren aus Anlaß dieses Tages mit Grün und Fahnen festlich geschmückt. Vormittags fand im Zeichensaal eine Feier statt, zu der zahlreiche Ehrengäste, Vertreter der Partei und Hitlerjugend, die im Rubestand lebenden Lehrer Hustadt, Spannhoff und Brune, die fast ein Menschenalter an der Schule tätig gewesen waren, und Abordnungen der Nachbarschulen erschienen waren. Rektor Mielsch verlas zunachst die Glückwunschschreiben des Bochumer Oberbürgermeisters und des Schulrats Fischer=Worring. Schulrat Wulfes, der selbst einige Jahre an der Schule als Lehrer gewirkt hatte, überbrachte seine Glückwünsche im Laufe des Tages persönlich. Der Beauftragte der NSDAP., Ortegruppe Weitmar, Schulungsleiter Todebusch, wies in einer Ansprache auf die engen Beziehungen zwischen Bewegung und Schule hin. Rektor Mielsch gab darauf einen Abriß der Geschichte der Schule. Ehrend gedachte er dabei des ersten Weitmarer Lehrers Rummeld. der im Deutsch=Französischen Kriege 1870.71 den Heldentod fürs Vaterland erlitt. Im Laufe des halben Jahrhunderts haben 5000 Kinder die Schule besucht. Die Ansprachen wurden umrahmt von Liederdarbietungen des Schülerchors unter Leitung von Lehrer Spannmacher und von Gedichtvorträgen. Nach der feierlichen Fahnenhissung am Nachmittag, die sich unter Leitung von Stammführer Langner wieder auf dem Schulplatz vollzog, zog die große Schulgemeinde, angeführt von der Kavelle der Zeche Prinz=Regent, zum städtischen Sportplatz am Meitmarer Holz zum Spiel= und Sportfest. Den Ausklang des Scwlkestes bildete das Treifen ebemaliger Schüler und Schülerinnen bei Wagener an der Aarf Friedrich=Strabe. Alter. Am heutigen Tage vollendet „Oma Wilmes, Franziekusstr. 42. ihr 90. Lebensjahr. Geboren am 6. Oktober 1847 zu Büderich bei Werl. verheiratete sie sich mit dem Lehrer Joseph Wilmes zu Büderich Der Ehe entsprossen neun Kinder, von denen noch fünf leben, die sich alle den Beruk als Lehrer bezw. Lehrerin erwählten. Nach dem Tode ihres Gatten siedelte sie alsbald nach Weitmar über wo sie bei den Kindern ihren Lebensabend verbringt. 17 Enkel und vier Urenkel gratulieren beute zu ihrem Ehrentage. Möge ihr auch weiterhin ein sonniger Lebensabend beschieden sein! Gegen ein parkendes Auto gefahren. Der 15 Jahre alte Geschaftsbote St., der auf der Wasserstraße wohnt, wurde im gleichen Augenblick, in dem er einen parkenden Personenwagen auf der Wittenerstraße umfahren wollte, von einem Lieserwagen überholt. Dadurch ist der Junge anscheinend unsicher geworden. Er verlor die Gewalt über das Rad und fuhr gegen den haltenden Per= sonenwagen. Er stürzte und zog sich Verletzungen zu. die seine Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich machten. Bochum-Lger Die Schützengruppe der Kriegerkameradschaft Kaiser Wilhelm Laer zeigt auf dem soeben errichteten Schießstand auf dem Hofe des Vereinswirts Langbein eine besonders lebhafte Tätigkeit. Am Sonntag waren bei dem Uebungsschießen wieder zhlreiche Kameraden erschienen, die mit sehr auten Leistungen aufwarteten Bester Schütze war Karl Möller der die Höchstzahl von 36 Ringen eczielte. Knapp dahinter kam Schütze Aug. Möller mit 35 Karl Mette mit 34, Karl Emde mit 33, Josef Wittler mit 32 und Wilh. Kirchner mit 30 Ringen. Frau Langbein erzielte die beachtliche Ringzahl von 33. Das nächste Uebungsschießen— liegend freihändig— findet am 10. Oktober ebenfalls bei Langbein statt. Bochum-Langendreer neue Wohnhäuser auf dem Gelände der früheren Zeche„Constanze". Bauunternehmer und Baugesellschaften bemühen sich in den letzten Jahren gleicherweise, den Wohnungsmangel in Langendreer zu beseitigen. Jetzt ist wieder ein größeres Bauvorhaben geplant, Träger ist die Vereinigte Baugesellschaft Bochum=Langendreer. Dieser gehören die Stadt Bochum, die Baugenossenschaft„Familienwohl", die Langendreer Baugenossenschaft und die Westfälische Heimstättengesellschaft in Dortmund an. Auf dem Gelände der abgebrochenen Zeche sollen 23 Wohnhäuser mit jeweils zwei Wohnungen errichtet werden. Das Baugelände ist durch Zukauf vergrößert worden. Mit dem ersten Spatenstich für diesen neuen Wohnblock hart am Stadtrande ist in Kürze zu rechnen. Gleichzeitig sollen damit die Notwohnungen an dieser Stelle verschwinden. In landsmännischer Kameradschaft. Wie alljährlich, so begingen auch in diesem Jahre die Mitglieder des Eichsfeldervereins einen großen Kameradschaftsabend im Saalbau„Zur Post“, zu dem auch die Landsleute aus Bochum zahlreich erschienen waren. Herzliche Grußworte des rührigen Vereinsführers Franke leiteten das reichhaltige Programm ein. Musikalische Darbietungen, humoristische Vorträge, frohe Lieder und Unterhaltung sorgten für eine ausgezeichnete Stimmung, die noch durch den folgenden deutschen Tanz wesentlich gesteigert wurde. Noch lange wird man sich dieses wohlgelungenen Abends freudig erinner war er doch vom Geiste echt landsmännischer Kameradschaft getragen.(ik) Diebstahl von Papieren aus einem parkenden Lieferwagen. Wie erst jetzt bekannt, wurden am 30. August aus einem vor dem Hause Hauptstr. 47 in Bochum=Langendreer parkenden Lieferwagen folgende Papiere gestohlen: Ein Führerschein, ausgestellt am 21. Oktober 191 vom Polizeipräsidium Essen auf den Namen des Kraftfahrzeugführers Rudolf Fleischer, Essen=Schonnebeck. Karl Meyerstr. 59, geboren am 8. April 1907 in Sarndina. Eine Zulassungsbescheinigung und eine Steuerkarte, lautend auf den Namen Robert Dubielzki, Gelsenkirchen. Rheinischestraße 21.— Wer kann in vorliegender Sache über den Täter Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. erbittet das 6. Kriminalkommissariat in Bochum=Langendreer, Amtsbaus, Zimmer 22. Bochum-Linden-Dah'hansen Einen Schulansfing unternahmen die Mädchen der Oberklasse der Alovsiusschule bei gutem Wetter unter Leitung von Frl. Hilgers zur Gruga. Die mannigfachen Sebenswürdigkeiten der Schau wurden gebührend bewundert und gegen Abend kamen die Mädchen, mit neuen Cindrücken reichlich versehen, wohlbebalten zu Hause an. Betagte Mitbürgerin. Am gestrigen Tage konnte die Witwe Wilhelmine Koch von hier. Spritzenstraße 10 wohnhaft. ihren S. Geburtstag feiern. Unsern Glückwunsch! Altersjubilare. Heute feiert der Bäckermeister Norbert Geisler seinen 70. Geburtstag. Seit über 40 Jahren wohnt er im Stadtteil Dahlhausen. Er leistete manche ehrenamtliche Arbeit in der Dahlbauser Kirchengemeinde sowie in den früheren Ausschüssen des Kreises Hattingen. Der Dahlhanfer Feuerwehr stand er lange Jahre als Führer vor und sicherte sich durch vorzügliche Lei stung in der Wehr bei seinem Abschied den Titel eines Ehrenchefs. Ganz besondere Liebe bringt das Geburtstagskind auch heute noch der Kyffhäuserbewegung entgegen. In der Dahlhauser Krieger= und Landwehrkameradschaft ist es seit langen Jahren stellv. Kameradschaftsführer. Er erwarb sich auch hier, genau wie bei der Feuerwehr, infolge seiner tatkräftigen Mitarbeit manche Ehrenauszeichnung.— 80 Jahre alt wurde Frau Lisette Koch, Steinigerstraße. Wanderfahrt von Dahlhausen nach Mülheim. Bei herrlichem Wetter fuhren Samstag 90 Ruderer und Ruderinnen von 15 westdeutschen Rudervereinen vom Bootshaus der„Rulida“ zur Wanderfahrt nach Mülheim. Gegen 4 Uhr starteten die ersten der 20 Boote und gegen 7 Uhr war das Tagesziel das Bootshaus des Kruppschen Ruderund Wassersportvereins am Baldeneysee erreicht. Der Abend vereinte alle Fahtrtteilnehmer im Bootshaus zu fröhlichem Tun und am anderen Morgen wurde die Fahrt nach Mülheim fortgesetzt. Wohlbehalten langten alle Fahrtteilnehmer wieder in ihren Heimatstädten an. Bochum-Stiepel Die nachträgliche Ausgabe der Reichsverbilligunas=, Margarinebezugs= und der Zusatzscheine an übergangene, umgezogene und bei der Hauptausgabe nichtangetroffene Volksgenossen erfolgt in der Verwaltungsstelle Stiepel am Donnerstag. dem 7. Oktober und Freitag, dem 8 Oktober. vormittags von 10 bis 12 Uhr. Haushaltsausweis für Fettbezug, Verdienstunterlagen der letzten drei Monate und Familienbuch sind mitzubringen. Bechum-Riemke Bei Montagearbeiten auf einem hiesigen Werk stürzten zwei Arbeiter mehrere Meter tief ab. Während der eine verhältnismäßig leicht verletzt wurde, trug der andere eine Gehirnerschütterung davon. Altmaterialiensammlung. Im Bereiche der Ortégruppe Bochum=Gerthe wird heute eine Altmaterialiensammlung durchrekührt. Zur schnelleren Abwicklung werden die Volksgenossen gebeten die Sachen bereit zu halten.(va.)( Someit die Bezugsberechtigten die Fettscheine nicht zugestellt bekommen haben, erhalten diese ihre Scheine am Freitag, vormittags von 8 bis 12 Uhr, in der Verwaltungsstelle Gerthe. Zimmer 7 Vor zulegen sind Familienbuch und Einkommensnachweise für die letzten drei Monate SA.Sportabzeichenkurse in Gerthe, Hiltrop und Harpen. Nackdem der unter Leitung des SAObertruppführers Aigner gestandene Kursus für das SA=Sportabzeichen zum Abschluß gebracht worden ist, wobe: der größte Teil der Teilnehmer das Ziel des Lehrganges erreichte, wurden jetzt in Gertbe. Hiltrov und Harpen je ein neuer Kursus eingerichtet. Die feierliche Einführung und Verpflichtung der Teilnehmer dieser drei Kurse kand im Kolonnenheim der Sanitätskolonne BochumGerthe durch den örtlichen Prüfer, SA=Scharführer Vogelsang statt. Insgesamt wurden 10 Teilnehmer verpflichtet, die aus den Reiben der SA. politischen Leiter, Sanitätskolonne und Werkschar kommen. Gleichzeitig nehmen aber auch Zivilisten ohne Formationsangehörigkeit an dem Kursus teil. Aus der Zusammenfassung der Kursusteilnebmer aus den verschiedenen Formationen zu einer Arbeitsgemeinschaft für die 120stündige Ausbildungszeit soll sich eine echte Kameradschaft entwickeln. wobei die einzelnen Kameraden gleichzeitig Gelegenheit haben Einblicke in die Arbeit der Gliederungen ihrer Kameraden zu tun. Volksgenossen. die noch gewillt sind. einer dieser neugebildeten Arbeitsgemeinschaft beizutreten, wollen ihre Anmeldung unverzüg'ich bei dem örtlichen SASportabzeichenprüfer Oberschullehrer Vogelsang. von=Köckritz=Straße 14, abgeben.(va) Schursporisest der Oberrratschule Boch.=Gerthe. Auf dem Stadion„Ehrenmat“ in B.=Gertye veranstaltete die Oberrealschule B.=Gerthe ihr Schulsportfest. Nach der feierlichen Flaggenhissung wurden die Kämpfe abgewickelt. Während die Wetttämpfer der Mittel= und Oberstufe um den Siegeshrten die Anterstufe und die Mädchen der Schule auf dem grünen Rasen Volkstänze und verschiedenartige Ballspiele vor. Die besten Ergebnisse erzielten: Oberstufe: 100= Meter=Lauf: 1. Amtenbrink, Roch und Hohmann mit je 12 Sek. 400=Meter=Lauf: 1 Amtenbrink, 57.2 Sek., 2. Wagner, 578 Sek., 3. Kretschmer, 62 Sek. 1000=Meter=Lauf: 1 Ruhl 3:04.2. 2 Binnebesel, 3:11,4. Hochsprung: 1. Vetter, 1.55 Meter, 2. Binnebesel, 1.50 Meter 3. Mehring. 145 Meter. Kugelstoßen(7¼ Kgr.): 1. Müller, 9.12 Meter, 2. Vetter, 9,16 Meter, 3. Ontrup, 8,78 Meter. Diskuswerfen: 1. Hohmann. 30,80 Meter, 2. Kretschmer. 30,20 Meter, 3. Ontrup M00 Meter Keulenweitwurf: 1. Müller. 64 Meter, 2. Vetter, 62 Meter, 3 Hohmann, 60 Meter. Weitsprung: 1. Schrey, 6.00 Meter, 2. Wagner, 5,95 Meter, 3. Ontrup, 5,95 Meter. Mittelstufe: 100 Meter: 1. Balkenhol, 11.8 Sek., 2. König,123 Sek., 3 Holsträter, 124 Sek. 400=Meter=Lauf: 1. König, 61.4 Sek., 2. Maiweg, 693 Sek. 1000=Meter=Lauf: 1 Gründer, 3:028 Min.“ Kpecht. 3:17.8 Min., 3. Mende, 3:18 Min. 3000=Meter=Lauf 1. Lesser. 10:55 Min., 2. Schiffke, 11:01 Min., 3. Kind. 11:02 Min. Hochsprung: 1. Schulz 1.45 Meter. 2. Börnke, 1.40 Meter. Kugelstoßen(5 Kgr.): 1. Müller, 11,60 Meter, 2 Meier, 11,17 Meter, 3. König, 9,84 Meter. Diekuswerfen: 1. Liesenhoff, 22,40 Meter. Schlagballweitwurf: 1. Schellbase. 88 Meter, 2. Vetter, 76 Meter. 3. Bommert. 72 Meter. Weitsprung: 1. Lesser, 5.79 Meter 2. Schulz, 5,70 Meter, 3. König, 5.40 Meter. 4 mal=100 Meter=Staffel: 1. C 2b 1 Mannschaft mit 49,2 Sek., 2. O2a in 493 Sek., 3. O 2b 2. Mannschaft in 522 Sek. Im Handballspiel unterlag die Mannschaft der Oberrealschule Gerthe gegen die Goethe=Oherrealschule Bochum knapp mit 2:3(0:3). Die Siegerverkündigung nahm Oberschullehrer Vogelsang vor. Der Leiter der Schule. Studiendirektor Rothe, sprach den jungen Wettkämpfern seine Anerkennung für die gezeigten eListungen aus Gerther Billardsieg. Den mit Spannung erwarteten Billard=Meisterschaftskampf zwischen dem Billardklub Gertbe und den benachbarten„Voßkublerh“ aus Hiltrop konnten die Gerther am Sonntag im Lokale König diesmal für sich entscheiden und zwar mit 4:2 Siegen und einem von 300 Points gegenüber 2W der Gäste. In der Spitzenpartie konnte Alsbach(() einen neuen Sieg über Simon(Voßkuhle) buchen. Die einzelnen Partien nahmen folgenden Ausgana: Kreußling(G)— Simon 2(W) 117:20, ei— Görlitz(V) 200:157. Pamp((6— Mäller(V) 200:172, Lamberti(G)— Greimers N 200:87 Herweg(G)— Windeck(W) 145:200, Alsbach((— Simon 1(W) 200:143 Mit drei gewonnenen Alubkämpfen kühren die Gerther nun in der Herner Gruppe die Tabelle an, während der vorfährige Gruppensieger„Voßsuble“ Hiltrov an zweiter Stelle liegt. Der beste Friseur der Welk“ Ghelsenkirchen. Der junge Gelsenkirchener Friseurmeister Hans Siepers, der in wenigen Wochen die Westfälische. die Westdeutsche und die Deutsche Meisterschaft im Frisieren erringen konnte, und kurz darauf auch Bester im Internationalen Fristerwettbewerb der Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ in Düsseldorf wurde, sicherte sich nunmehr auf dem großen Internationalen Wettbewerb in der Pariser Weitausstellung gegen etwa 300 Wettbewerber aus 30 Nationen dreimal den„Grand Prix“, und zwar in moderner Frisur, in Brautfrisur und in Postisch. Der Präsident des Preisgerichts bezeichnete Hans Sievers nach diesen jüngsten Erfolgen als den derzeit besten Friseur der Welt Friedrich Winkelmann Therese Winkelmann deb Jacob Vermählte Bochum, den 6. Oktober 1937 Friodorikaste. 10. Die lesche bluse reigt inen Viethaus Bochum Kortume reße 85 Nach Gottes heiligem Willen entschllet Montag abend II Uhr meine liebe Frau, Unsere gute treusorgende Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Tante Frau Elisabeth Altegoer geb. Tegethoft Sie starb nach oinem arbeltsreichen Leben, vorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, plötzlich und unerwartet, Infoige Herzschlag, Im Alter von 56 Jahren. Dieses reigen mit der Bitte um stille Tellnahme an: Die trauernden Hinterbliebenen. Bochum(Castroper Str. 107). Altenbochum. Wulten, Dortmund und Daseburg, den 6. Oktober 1937. Dle Beerdigung findet am Freltag. dem 8. Oktober. nachmittage 3.30 Uhr, von der Kapelle des Fried hofs B.-Grumme aus statt. Das Seelenamt lst am gleichen Tage, 8.30 Uhr, In der Propstelkirche. Silber Ankaut atter Silber Münren und Silber Ludwig Maver Pelzarbeiten! A. Rau,ann necht im Ceschaft Modern. bllig Deutsche Kolpingstamille Bochum-lentrel Unser liebes Mugtied. Ferdinand Niggemeier ist gestorden. Die Beerdigung findet Mittwoch, dem Oklober, vormit= tags 10 Uhr, vom Eingang des Hauptfriedhofes am Freirafenbamm aue tatt. Das Seelenamt ist morgens Uhr in der St. Marienkirche. Um gablreiche Betelligung bittet Der Vorstand. Preis 8.- MK. Bacharach 16.- 17. Oktober Anmeldung: Krativerkehr Scharpey Kortumstraße 7- Ruf 63344-45 Verschleimung Husten Heiserk., Ratarrb. auch in Gron. sällen(Bronchitie) befeitigt der echte Aivenkräuter Bronchial= a. Lungen=Tee Pakel 1 RM Allein echt zu haben in der Trogerie sischer. Bochum Kortumste, Ecke Rottstraße. Erfolgreiche Vertung kinden mittier bet allen Gelegendeiten And die keinen Angetgen. die durch unro Zeitung Wia Lesemappe für die Familie onthôlt jede Woche 10 Teltscheitton llustrlerter Beobachter, Dle Woche Mönchener Jllustr.. D. Romanreltung. Berlleer Jllustr., Die Dame, Filmwell Reclam Unlvorsum, Weit und Haue Ole Kerelle, Deuteche Frevenreltung. 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Es sp.elt Hermann Hageste mit seinem Orchester. 7.00: Nachrichten— Morgenlied— Morgeuru 9.00: Weiter und Wasserstand— Kalenderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. Musik am Morgen. Es spielt das Funk orchester, Leitung: Fritz Schröder. 1. Mit Stan darten, Marsch(Fr. v. Blon); 2. Marinarella, Ou vertüre(J. Pucik); 8. Geheimnisse der Etsch. Walder(J. Carena); 4. Immer vorwärts. Marsch Amadel); b. Slavlsche Abapsodie Nr. 1(0. Friedemann); 6. Neue Vizzikalo=Polka(J. Strauß); 7. Potpourri aus„Wie einst im Mal“(W. Kollo); 8. Blanes Porzellan, Charakterstück(A. Retelben 9. Hoch= und Deutschmeistermarsch(Dominik=Ertl). 10. Tick=Tack Schnellpolka(Joo. Strauß).— Darin um 900 Uhr: Dr. Klobt: Vom gefunden Leben. 9.2: Sendepause. 9.45: Nachrichten. 10.00: Formen deutscher Mustk. 8. Das Mennet: Erlauternder Tert und Leitung: Gerbard Nowottno 10.20: Sendepause. 11.4: Rauer. merk“ auf. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Kol In Verbindung mit der Düg). Uebertragun aus der Firma Keramische Werke A.=G., Ratingen Es spielt die Werkkapelle unter Leitung von Wil helm Lindenbeck 19 00: Nachrichten— Gluckwünsche 18.15: 40 Jahre Dieselmotor. Der Zeittunk de richtet von der Festneranstaltung an der Geburtsstätte des ersten Dieselmotors der Welt. Mitwirlend: Die Münchener Philbarmoniker unter Lei= una von Siegmund Hausegger. 13.20: Zwiichenmu 14.00: Nachrichten 14.16: Allerlei von zwei 6i6 drel. 16.00: Da laufen die Halen, da soringen die Rebe, da lachen die Hübner 15.M: Sendepause. 16. W: Wirtschaftsmeldungen. 1600: Wie treiben Familsentorschung. Ratschlage Anleitungen und Antworten von Dugo Schunmann. 16 M. Altitalienische Musik. Auslührende: Wa ter Kunkel. Willl Asselmann Wloline); Kriedri“ anf: e *Conate*hr Gembalo-Tolo T. Ecarkatrn: Zerenade A=dur für zwei Bolinen 1e. Viotti); 8. Triosonate h=moll für zwei Blolinen, Celto und Cembalo(A. Corellis. 17.00: Zur Unterhaltung. Es spielt das Unterhaltungssertett. Reinbard Fripsche(Flöte); Edmund First(Klanierl. 1. Fröhliche Reiter(G. Hän= ser): 2. Königskinder, Walzer(H. Lohr); 8. Zwei Minlaturen IN. W. Nust): 4 a) Altes slötenkück W. Niemann); 5l zem Garten(W. Niemann); 4. Meraner Liebeshnll(C. Zimmer); 8. Reigen(El. Schmalstichl; 7. e) Das Märchen vom Himmelschlüssel(Th. Mamerl: 5) Die Orchldee(Th. Blu= merl:* Goldene Zeit(G. Hönfer); 9. Madrigalett G. Anlertan); 10. Walier=Cerrierio(6. Kronkel: 11. Arabesken(6. Mahr 180n; Ans alten deutschen Notenbüchern. Haus= musiksunde, ausgefüdrt von 8T M Modeln. 18 0: Begegnung mit Zanerländern in Ueberlee. Ein Bericht von Maria Koble Momentaninat 1000; Nachrichten 10.10: Abendkonzert.(Andustrie= Schallolatten). I. Finlandia, Sinsonische Dichtung(0. Sibelinsl: 2. Eine Nacht anf dem kahlen Berge(M. Mus= orsfl): 3. Cuvertüre zu„Benvennto Berlios): 4. Steuermannslieh aus der OperDer fliegende Holländer“(Nich. Wagnerl: 5 Burleske Rich. Stron“ 00. Träume der Nacht. Das Kleine Kölner Innkorchester, Leitung: Leo Enfoldt. Kapelle Erich Vörschel. Solisten: Lotty Meyer-Bumbardt, Grete Roman. Ferdo Dackweiler, Schurich=Terzett. Lei= tung: Peter Arco. 0. Nachrichten— Witterungsworderlag. für die Belte nom 7.—16. 10 29e 210. Tanim". Donnerstag, 7. Oktober 6.00: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 6.10: Leibeondungen. 6.20: Frühkonzert. Es spielt das Plieyich MarkoOrchester 7.00: Nachrichten, anschließend: Morgenlied— Morgenrus. 9.00: Wetter und Wasserstand— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8W: Cone Gorgen jeden Morgen. Gastipiel des Kleinen Kölner Funkorchesters unter Leitung von Nco Eosoldt. Ein heiteres Anktrumentalquartett: Willl Sansen(Akkordeon): Hermann Arzig(Akkordeon/: Willi Beuster(Baß); Sdmund Engels sitarre tesf Eure Heimal-Zellung! port, Spiel, Wesifalen=Elf für Gelsenkirchen Nun hat auch der Gau Westfalen seine Elf genannt, die am kommenden Sonntag in der„GlückaufKampfbahn“ in Schalke im Vorrundenspiel um den Reichsbund=Pokal gegen den Gau Südwest spielen wird. Mit Ausnahme von Lenz(Borussia Dortmund und Bonner(Westfalia Herne) sp elt der Deutsche Meister Schalke 04 Klodt Bornemann Schweißfurth Gellesch Szepan Valentin Kalwitzki Pörtgen Lenz Bonner Urban Die Mannschaft ist also eine Vertretung Schaltes mit Lenz als Mittelstürmer und dem schußgewaltigen Herner Westfalen Bonner als Halblinken. Es fehlt Kuzorra, Szepan spielt Mittelläufer, wodurch die Hintermannschaft verstärkt wird. * Auch Oesterreich hat'g geschafft Im Ausscheidungsspiel der Gruppe 7 zur FußballWeitmeisterschaft 1938 schlug Oesterreichs Nationalmannschaft im Wiener Stadion Lettland vor 12 000 Zuschauern und steht damit neben Deutschland, Schweden, dem Veranstalter Frankreich und dem Titelverteidiger Italien als fünfter Teilnehmer fest. Nach einem sehr schwachen Spiel blieben die Oesterreicher mit 2:1 über Lettland siegreich, wobei das Ergebnis schon bei Halbzeit feststand. Jerusalem und Binder schossen die Tore für Oesterreich, während für Lettland Westerman erfolgreich war. Der beste Mann auf dem Platze war der junge Bebris. der Torwart Lettlands, das schon nach 20 Minuten durch eine Verletzung des Rechtsaußens einen schwerwiegenden Ausfall batte. Nattkämper wieder bei Preußen Gladbeck Der aus der Preußenelf in Gladbeck hervorgegangene Fußballspieler Hermann Nattkämper, der später bei Schalke 04 und zuletzt Mitglied von Schwarz=Gelb Gladbeck war, ist nun wieder zu senem alten Verein. Preußen Gladbeck. zurückgekehrt. Schon am kommenden Sonntag wirkt Nattkämper im Spiel Preußen gegen SV Hamborn 07 das gnläßlich einer Jubelfeier steigt, erstmalig wieder mit. Wieder Aljechin- Enwe Um die Schachweltmeisterschaft.— Geschichte der bieherigen Weitmeisterkämpfe Am gestrigen Dienstag nahm der Revanchekampf zwischen dem früheren Titelhalter Dr. Aljechin Paris) und dem jetzigen Schachweltmeister Dr. Euwe(Amsterdam) seinen Anfang. Er wird in verschiedenen Städten der Niederlande ausgetragen und sich bis Weihnachten erstrecken. Der Kampf geht wie. der über 80 Partien. Sieger ist, wer zuerst 15½ Punkte erreicht und mindestens seche Partien gewinnt. Die Geschichte der Schach=Weltmeisterkampfe ist nicht alt. Im Jahre 1886 fand zwischen den beiden damals bedeutendsten Meistern Zuckertort(Rußland) und Wilhelm Steinitz(Wien) in Newyork, St. Louis und New Orleans ein Wettkampf statt, der von Steinitz gewonnen wurde. Dieser galt nunmehr als erster Schach=Weltmeister. Steinitz verteidigte den Tite zweimal erfolgreich gegen Tschigorin(Rußland) und gegen Günsberg(Ungarn). Im Jahre 1894 wurde Steinitz von dem jungen deutschen Meister Dr. Laster besiegt. Lasker konnte auch die beiden Herausforderungskämpfe des Exweltmeisters für sich entscheiden, weiter behielt er in den Wetttämpfen mit Marschall(USA), Dr. Tarrasch(Deutschland) und Janowski(Polen) die Oberhand; gegen Schlechter (Wien) gab es wehl nur ein Unentschieden, Lasker behielt aber den Titel. Der Ausbruch des Welttrieges verhinderte weitere Spele. Erst 1921 kam es zu einem Titelkampf mit dem Kubaner Capablanca. Nach der 14. Partie(Laster hatte vier verloren, acht waren remis) gab Lasker wegen Krankheit auf. Im Jahre 1927 stellte sich Capablanca in Buenos=Aires dem in Paris lebenden Russen Aljechin zum Kampf. Aljechin siegte zur großen Ueberraschung, da Capablanca damals als unbesiegbar galt. Zweimal trat Aljechin erfolgreich gegen den Deutsch=Russen Bogoljubow an. 1935 unterlag er aber in Holland dem Amsterdamer Oberlehrer Dr. Euwe. Auch im Revanchekampf gibt man diesem die besseren Aussichten. Der Tag des„großen Sterbens“ Heer und Marine auf Meisterschaftsfahrt Der zweite Tag bei den Meisterschaften im Kraftfahrgeländesport des Heeres und der Marine, der eine Strecke von Halle nach Ohrdruf brachte übertraf die erste Etappe an Schwierigkeiten ganz bedeutend. Die ganze Nacht hindurch und in den frühen Morgenstunden gab es in den verschiedenen Gebieten der zweiten Tagesstrecke Regen, so daß die Wege vollständig aufgeweicht und in einen Morast verwandelt waren. Zu Dutzenden blieben die Maschinen an dom bewaldeten Hohenrücken der Schmücke stecken. Der Schlamm setzte sich zwischen Radern und Schutzblechen fest, so daß sich die Räder nicht mehr drehten. Auf dem schwerigiten Teil mußten teilweise drei= und viermal wog Räder ausgebaut werden und Stunden viermal die Räder ausgebaut werden und Stunden stand überall mit Eimern bereit, um die Maschinen rom gröbsten Schmutz zu befreien, waren doch die Speichenräder vielfach schon zu Scheibenrädern geworden. Schwer sollte die Prüfung sein daß sie aber durch die Witterungsverhältnisse so große Anforderungen an die Fahrer stellen würde konnte mit dem beiten Willen nicht vorausgeahnt werden. Es remete — nicht nur aus den Welken, sondern noch viel mehr Strafpunkte 148 000 Mitglieder im 99AC Gesund, Weiterentwicklung der TDA0 Auf der Arbeitstagung der TDAC Gauführer in Bad Godesberg sprach Prasident don Egloffst ein über die erfreuliche Weiterentwicklung des Ciubs, der jetzt 148 000 Mitalieder aufweist. Ausführlich wurden die Arbe ten zur Erfüllung der vom Führer des deutichen Kraftfahrsports, Korpsführer Hühnlein, gesteckten Marschziele besprochen. Der Sport in den Ortsgruppen hat mit über 200 z. T. neuartigen sportl. Veranstaltungen und mit über 1200 touristischen Fahrten starken Aufschwung nommen. Auch im kommenden Jahr führt der TTAC wieder zwei Gesamt=Club=Veranstaltungen durch, die DDAC-Rheinlandfahrt Ende Mai und das DDAEReichstreffen in Königsberg Anfang Juli. Ein Tag des Schulsporks denc Kreistagung dey NS.Lehrerhundeg und sportliche Weitkampr. Der NS=Lehrerbund Kreis Bochum, halt heute eine Tagung für korperliche Ertüchtigung ab, die vormittags aus Mannschaftsmehrkampfen der Schüler und Schüterinnen, bei denen 200 eUhrpersonen als Kampfrichter tatig sein werden Sondervorführungen und Schülerinnen, bei denen* Lehrpersonen als bestehen Die Wettkämpfe der Knaben finden auf dem Volkssportplatz die der Mädchen auf dem Play . tags 8.30 Uhr die Flaggenbissung, webet Kreisamte. leiter Schulrat Wulfes ein. Ansprache halten wird. Dr unter Leitung von Turn= und, Sportlehrer Klostermann stehende Vormittagsveranstaltung wird gegen 13 Uhr beendet sein. Nachmittags um 16 Uhr wird die Tagung im Ernst=Moritz=Arndt=Haus meister über die körperliche Erziehung in den Schulen unter Berücksichtigung der neuen Richtlinien, Turn= und Sportlehrer Pg. Klostermann über lichen Erziehung sowie Gauschulungsleiter Dr. Schwarzschulz sprechen. Kölblin- Eddie Steele Bier deutsche Meisterschaften in Berlin Berlin steht in diesen Wochen fast ganz im Zeichen des Boxsports. Nach dem deutsch-italienischen Kampfabend am Freitag mit Eder und Besselmann sowie dem am 8. Oktober in der Deutschlandhalle stattfin denden internationalen Amateurboxturnier mit Olympiasieger, Europa, und Landesmeister, bringt der 19. Oktober neben dem Kampf unseres Schwergewichts-Europameisters Arno Kolblin mit dem Engländer Eddie Steele allein vier deutsche Meisterschaften. Da Riethdorf wegen Gewichtsschwierigkeiten im Bantamgewicht seine Krone niederlegte, erkannte ihn der Führerrat als Herausforderer des Federgewichts= meisters Karl Beck(Düsseldorf) an. Um die Titel eines deutschen Meisters kampfen nunmehr: Fliegengewicht: Meister Schäfer(Dortmund)— Offermanns(Neuß; Bantamgewicht: Remnscheid (Solingen)— Schiller(Hannover); Federgewicht: Meister Beck(Düsseldorf)— Riethdorf(Berlin); Leichtgewicht: Meister Esser(Köln)— Kretschmar (Dresden Italiener borten in Bremen In den Bremer Centralhallen trafen die italienischen Boxer vor rund 3000 Zuschauern auf eine verstärkte nedersachsische Staffel. Im Gesamtergebais blieben die Italiener mit 10:6 erfolgreich. Die Ergebnisse: Fliegengew.: Zucca-Turin schlägt Opazilremen n. P.: Bantamgew.: Paoletti=Venedig gegen Graaf=Hamburg unentschieden; Leichtgew.: Rea=Rom unterliegt Mosel=Braunschwein n. P.; Weltergew.: Pittor Triest gegen Seedorf=Bremen unentschieden; Mittelgew.: Faraone=Genua Punktsieger über BotheBremen; Halbschwergew.: Terracina=Rom Punktsieger über Sikora=Hannover: Schwergew.: LagzariRom unterliegt gegen Schnarre=Recklingbaufen n. P. Altmeister Schmedeg wieder im Ring Der vierfache deutsche Leichtgewichtsmeister im Amateurboten, Karl Schmedes(Dortmund), wird am 8. Oktober anläßlich des Klubkampfes Dortmunder Boxsport 20 gegen BSK 19 Bochum wieder im Ring erscheinen. Schmedes der sich vom Wettkampfsport ganz zurückziehen wollte, triffe auf Kraft(Hagen) in einem Einlagekampf Titelkämpfe der deutschen Kegler in Halberstadt Unier Bild zeigt einen Ausschnitt von den Wettkämpfen der Kealer. (Schirner=M) Schwimmer vor neuen Aufgaben harte Winterarbeit zur Vorbereitung auf die Weltkämpfe des nächsten Jahres Der deutsche Schwimmsport sieht sich im nächsten Jahre vor eine Reibe großer Aufgaben gestellt. Er tut darum gut, wenn er schon jetzt die Vorbereitungen aufnimmt, um für die schweren Auscinandersetzungen des nächiten Jahres gewappnet zu sein. Gewiß lassen die Erfolge in samtl chen Länderkampfen des Jahres 1937 die Vermutung aufkommen, daß Deutschland für die Europameisterschaften 1938 in London bestens gerüstet ist, zumal in der Erfolgsserie auch wieder ein Sieg über unteren„Erbfeind“ Ungarn verzeichnet steht. Trotzdem haben wir nicht die geringste Ursache zu sicher zu werden. In London wird ein weit höherer Einsatz erforderlich sein, als es bei den Länderkämpfen der Fall war. Deutschland hat den im Jahre 1934 in Magdeburg errungenen Preis der Nationen zu verteidigen. Rund ein Dutzend von kampfstarken Ländermannschaften wird uns in London gegenübertreten. Noch der letzte Länderkampf gegen England in der schönen WembleyHalle in Londen hat uns bemerkenswerte Aufschlüsse vermittelt. Unsere Sprinter und Staffelschwimmer mußten den großen Aufschwung der englischen Kameraden neidlos anerkennen. Hinzu kommen die Fortschritte, die nordische und italienische Krauler gemacht haben. We.in man weiterhin damit rechnen muß, daß Ungarn mit seiner stärksten Streitmacht vertreten sein wird und berücksichtigt, daß die Kampfe in der Londoner Wembley=Halle stattfinden, dann erkennen wir die Gefahr, die um den Preis der Nationen besteht. Das Fachamt Schwimmen hat für die Winterarbeit rechtzeitig die notwendigen Maßnahmen angeordnet. Bekanntlich werden Erfolge in den Mannschaftskampfen bei der Punktwertung doppelt schwer ins Gewicht fallen. Aus diesem Grunde wird sich Deutschland in erster Linie auf die beiden Mann. schaftskämpfe der Männer und Frauen konzentrieren. Während der Winterschwimmzeit muß in jedem reichs= und gauoffenen Schwimmfest ein Kraulschwimmen der Männer über 200 m und ein Wettkampf der Frauen über 100 m Kraul der Meisterklasse und der Leistungsklasse la enthalten sein Die Ergebnisse werden gesondert registriert. Die talentiertesten Krauler und Kraulerinnen werden unter der Leitung des Fachamtssportwartes in verschiedenen Speziallehrgängen in der Schwimmballe des Reichssportfeldes zusammengezogen. Aeußerst wichtig wird auch später die Nominierung der Nationalmannschaft sein. Nicht einzelne Spitzenkönner tragen die notwendigen Punkte für den Gesamtsieg zusammen. Jede Nation hat Gelegenbeit in allen Diiziplinen— ausgenommen die Mannschaftskämpfe— zwei Teilnehmer starten zu lassen Die weitere Plazierung kann leicht den Ausschlag geben UnserVertreter müssen auch Könner von Format sein Durch die Anordnung des Reichssportwartes ist allen deutschen Vereinen die Mönlichkeit eingeräumt, das vorhandene Material zur Auswahl zur Verfügung zu stellen. So haben die technischen Leiter für die Wintermonate wieder eine Spezialaufaabe zu lösen. Der Nachwuchs wird doppelt stark beschäftigt Alle Vorbereitungen müssen sich auf das Ziel London 1938 einrichten. Hollanid hat im Jahre 104 in Magdeburg und 196 in Berlin den Beweis einer überlegenen Führung im Frauen=Schwimmsport angetreten. Auch in Amsterdam und Rotterdam hat man heute Sorgen Rie Mastenbroek schwimmt nicht mehr. Willy den Oudens große Zeit ist vorbei, Joppy Selbach hat nach einin Mißerfolgen die Absicht, das Schwimmtrikot an den Nagel zu hängen und Tini Wagner erreichte hre Zeiten dom Jahre 1836 nicht wieder. Bis beute hat man nur in der jungen Rotterdamerin van Veen einen Meigneten Ersatz gefunden. C6 Holland im Jahre 1938 die großartigen Leistungen des Jahres 1936 wiederholt, muß angezweifelt werden. Die neuen deutschen Judo-Meister In Hambarg wurden am Sonntag abend Ne 5:e8. janriten deutchen Judo=Meisterschoften beendet.4 d. hatien d zabereiche Zuschauer eingefunden de guten 2pr 2 seben bekamen. Die Endergebnisse waren: Federgewicht: 1. Steinmann. Hamburg, 2 Preuschoff=Berli1; Leichtgewicht: 1. Kürschner=Berlin. 2. Ephan=Breslau: Mittelgewicht: 1 Lebmann=Ber in 2. Mietschie=Dresden: Halb= schwergewicht: 1. Dasch=Berlin, 2. Carow-Berlin; Schwergewicht:# mach=Berlin, 2 Sieback=Breslau. Der Radfahrer=Verein Sturmvogel 01 Bochum veranstaltete am Sonntag auf emner Rundstrecke im Emscherbruch seinen letzten Lauf zur diesjahrigen Vereinsmeisterschaft, verbunden mit einem Heraus= forderungskampf in der Altersklasse und einem Juendfahren in 2 Klassen. Die Ergebnisse: Kl. A, 60 Klm.: 1. Dankowski 1:46.30 Std., 2 Hunold. dichtauf ergebnis: 1. Sauer(Vereinsmeister) 16 Pkt., 2. Dankowski 15 P., 3. Hunold 8 P, 4. Schafer 6 P. Herausforderungskampf Wulff— Hellwig, 45 Klm.: I. Wulff 1:35 Sid., 2. Hellwig, 8 Langen. Jugend. 14—16 Jahre, 30 Klm.: 1. Schlaak 55:50 Min., 2 Zimmer 59:50 Min., 8. Protzel, dichtauf, 4. Pasternack, dichtauf. Jugend, 16—18 Jahre. 45 Klm.: 1. Wiebenstroer 1:25130 Sid., 2. Moschner. Reifenstarke zurück, 8. Gerwitzki, Radlänge zurück. Gesamtergebnis in der Jugendmeisterschaft: 1, Moschner 19 Pkr., 2. Wiehenstroer 18 P., 3. Eichendorf 4 P., 4. Gerwitzkt 2 Punkte Mittwoch-Kennen in Wambel Offiziere, Amateure und Rennreiterinnen im Sattel An Vielseitigkeit wird der Dortmunder Mittwoch= renntag seinen Vorgänger fast noch übertreffen. Diei von den sieben Prüfungen sind den Amateuren und Offizieren vorbehalten, wahrend in der„Weitfalentreue“ unsere besten Rennreiterinnen in den Sattel ste gen werden. Man sieht, der Veranstalter hat diesmal jedem Geschmack Rechnung getragen! Sportlich überragt das Große Westdeutsche Offiziers=Jagdrennen, eine Steeplechafe über 8700 Meter, die eine sehr interessante Besetzung gefunden hat und eine spannende Entscheidung in Aussicht stellt. Im übrigen wird auch dieser Renntag im Zeichen stattlicher Felder stehen, so daß die sportlichen Aussichten de denkbar günftigsten sind Unsere Voraussagen: 1. R.: Staatspreis, Barsdorf; 2. R.: Aralba. Heroine; 8. R.: Poczkos, Heimi; 4. R.: Morgenlust, C Toni; 5. R.: Jungritter, Menne; 6 R.: Gladius. Segelflug; 7 R.: Blumengottin, Waldbüter. sennen zu Enabien 1. R.: 1. Glitter(A Bates), 2. Charley B., 3. Maori. Sieg 17, Pl. 12, 21:10. Ferner: El J0 bal, Aethelbert. 2. R.: 1. Lord Motley(H. Sianooret), L. Pitou. 3. Souna. Sieg 70, Platz 24, 22:10 Ferner: Magellan, Bager. 3. R.: 1. Cobe(M. Brunet), 2. Kribi, 8. Ma Tout de Go. Sieg 52, Platz 19, 20, 20:10. Ferner: Carner Rouge. Sionist, Indestrable La Deluree, Cartabelle. 4. R.: 1. Son of Proy(N. Pelak), 2. Gazetti, 3. Clitandre. Sieg 38. Platz 17, 14:10. Ferner: Gabalka, Archimede 2, Nicot, L'Aurelien. 5. R.: 1. Montreau(R. Verniere), 2. Americ, 8. Atlas 2. Sieg 189. Platz 28, 15, 12:10. Ferner: Hasparren, Guillaume Tell, Fief. Almeria, Prince Archur, La Gazelle. 6. R.: 1. Touresol(R. Tremeau), 2. Normalien, 8 Maunganui. Sieg 36 Platz 21, 83:10. Ferner: Pellegrino. Isolateur 8, Snow Storm. unseren Verbreitungsgebiet Costrop-Raurel Leiche gesunden! Dienstag gegen 5.20 Uhr wurde ein Mann am Kilometerstein 107 der Eisen bahnstreck: Rauxel—Mengede mit abgefahrenem Kopf von einem Eisenbahnbeamten gefunden. Wer der Mann ist, steht noch nicht sest herne Aus der Polizeimapoe. Vergangenen Fi wurde von einem in der Toreinfahrt des Hauses Bahnhofstraße 211 parkenden Wagen eine ver chromte Standlichtlampe gestohlen— Am Montag wurde ein weißer Kinderliege=Sportwagen der vor dem Hause Von=der=Heydt=Straße 20 stand, von unbekannten Tätern entwendet.— Auf der gleichen Straße wurde bei einem Umzug ein schwarzer Ulster, ein Karton mit drei Kartoffelsäcken und ein Bettvorleger gestohlen.— Ein Schwindler hat am Donnerstag bei drei Geschäftsleuten vorgesprochen und sich Geldbeträge in Höhe von 2 und 3 Mark erschwindelt. Der Unbekannte gebrauchte den Vorwand, daß er auf seine Frau warte und ihm ein kleiner Geldbetrag fehle. Unter freiwilliger Hinterlegung von Pfand stücken, die er als wertvoll bezeichnete, täuschte er die Geschädigten. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1.70 Meter groß, kräfige Gestalt, volles Gesicht mit frischem Aussehen, kartlos. Bekleidet war er mit einem dunklen Mantel. Wo ist dieser Mann aufgetreten? Wer kennt diesen Mann? Beim Auftreten dieses Mannes wird die Bevölkerung gebeten, so fort der nächsten Polzei=Dienststelle Kenntnie zu geben. Manno-Eickol Straßenkanal wird umgelegt, In der Dorstener Straße. zwischen Schwerin= und Oststraße, wird auf einer Länge von 40 Metern in den nachsten Tagen mit der Umlegung des Straßenkanals begonnen. Berufeschulpflichtige Jugend, werde Meister deines Faches! Jungen und Madel! Deutschland braucht euch als tüchtige Werker und Führer in seiner Wirtschaft. Wirtschaftsführer könnt ihr aber nur werden, wenn ihr euer Können unter Beweis stellt Zum Können gehört auch ein Wissen. Ein Werker, der technische Berechnungen verstehen will, muß Algebra kennen und Zeichnungen lesen können. Kurzschrift und Maschinenschreiben gehören beute zur Allgemeinbildung, und ein Mensch der ein schlechtes Deutsch spricht und schreibt, wird kaum noch in Führerstellungen rücken konnen. Leistungssteigerungen, wie sie der Vierjahresplan verlangt, erfordern scharfes, betriebswirtschaftliches Rechnen, das wieder Kenntnisse in kaufmännischer Buchführung voraussetzt. Wer für seine Sache werken will, bedient sich heute der geschmackvollen Reklameschrift und des wirlungsvollen Plakates. Alle diese Techniken muß man lernen! Die Berufs und Fachschulen geben in ihren Wahlkursen Gelegenheit dazu. Sie richten ab 15 Oktober 1937 Kurse ein für Algebra, Deutsch. Kurzschrift. Moschinenschreiben, Bau= und Möbelzeichnen, Plakat und Schriftzeichnen mit verspektivischem Zeichnen für Maler und Dekorateure und Buchführung für Kaufleute. Die in den Kursen gebotenen Lehrstofie gehen über den Rahmen des Berufeschulunterrichts hinaus, trotzdem können an den Kurfen nur Berufsschwpflichtige teilnehmen. Ihr lernt also nur mit Altersgenossen zusammen. Die Kurse dauern 20 Wochen und kosten durchschnittlich nur 6 Mk für den ganzen Kursus. Jungen und Mädel benutzt die Gelegenheit, bittet eure Eltern und Lehrberren um die Genehmigung zur Teilnahme und meldet euch in der Berufsschule 2. Am Solbad= an Seid stoli auf euer Wissen und Können dient Deutsche land und dem Führer mit eurer Pciitung— ledet on seiner Stelle Neutsch-Neuseeländisches Handelsund Zahlungsabkommen MNB Berlin, 5. Okt.(Drahtb.) Die im Sommer des Jahres in Berlin und in London mit dem Finanz= und Zollminister von Neuseeland. Mister Walter Nalh, geführten Verhandlungen über die Ausdehnung des deutsch-neuseeländischen Handelsverkehre haben zu dem Abschluß eines Handelsabkommens und eines Zahlungsabkommens zwischen Deutschland und Neuseeland geführt, die beide am 30. September des Jahres in Wellington gezeichnet worden sind und die zur Zeit dem neuseeländischen Parlament zur Ratifizierung vorliegen. Das Handeloabkommen soll nach der Ratifizierung alsbald in Kraft treten: das Zahlungsabkommen tritt am 1. Jaguar 1938 in Kraft. Nach 18 Jahren an der Reichsautobahn getroffen Eine Episode von dem Besuch der englischen Straßenbauer. DB München. 5. Okt.(Drahtb.) Die englischen Verkehrsfachleute, die zu einem längeren Aufenthalt im Reiche weilten, besichtigten bei ihrer Relle auch neben anderen die Reichsautobahnstrecke Berlin -München bei dem Oertchen Reingrub, wo gerade eine Kolonne Autobahner arbeitete. Bei dem Gespräch mit den Männern der Autobahnen stutzte einer der englischen Ingenieure plötzlich und ebenso ging es einem der Männer der Kolonne. Die beiden glaubten sich zu kennen. Nach einigen Fragen stellte es sich heraus, daß beide Männer vor 18 Jahren in einem englischen Gesangenenlager zusammen gewesen waren. Der Deutsche mat dort in Gesangenschaft, während der englische Straßenbauer dort als Auf= leher Dienst tat. Es bedarf wohl kaum einer bekonderen Erwähnung, daß die beiden Frontsoldaten dieses vom Schichlal so eigenartig herbeigeführte Wieder= seben feierten. Eine fröhliche Runde, zu der die Eng= länder einluden, vereinten die englischen Straßenbauer mit den deutschen Autobahnern zu einem Umtrunk. Bischof Dr. Vogk-Aachen gestorben Awd Aachen, 5. Oktober.(Drahtb.) Nach längerem Krankenlager starb am Dienstagmittag im Grankenhaus zu Monschau Bischof Dr. VogtNachen im Alter von 72 Jahren. Bischof Dr. Vogt. der am 8. September 145 geboren wurde, wurde am 30. Jan. 191 gum Bischof von Aachen ernannt. Schnellzug überfährt Aufohus Drei Tote DNB Paris, 5. Oktober.(Drahtb.) Der Schnellzug Constantine—Algier überfuhr an einem schienengleichen Straßenübergang einen Ausflüglervons. Drei Insassen des Kraftwagens wurden dabei auf der Stelle getötet. Auf transjordanischem Gebiet: Bombenanschlag auf die Oelleitung Attentat auf eine Lebensader der enalischen Flotte DNB London, 5. Oktober.(Drahtb. Wie aus Jerusalem berichtet wird, wurde von bisher unbekannten Attentatern auf die Celleitung MossulHaifa ein schwerer Sprengstoffanschlag verübt. Danach ist die Oelleitung auf Transjordanischem Gebiet zur Erplosion gebracht und zerstört worden. Die Celleitung befindet sich angeblich an drei Stellen in Brand Da auch die neben der Oelleitung laufenden Telefonleitungen zerschnitten wurden, war eine sofortige Verfolgung der Täter nicht möglich. Dieser Sabotageakt bedeutet einen Anschlag auf eine Lebensader der englischen Flotte. Wie bekannt, wurde das gigantische Werk erst im Jannar lun5 beendet. Um die Schwierigkeiten beim Bau auch nur annähernd würdigen zu können, muß man sich vorstellen, daß diese mehr 2000 Kilometer lange Rohrleitung unterirdisch verlegt wurde. Bereits während der Bauzeit war diese Oelleitung Gegenstand verschiedenster Anschläge Havas bestätigt in einer Meldung aus Amman, daß die Oelrohrleitung von Mossul nach Haifa durch den gemeldeten Anschlag beschädigt worden sei. Zur Sicherung der Transjordangegend seien die Urlaubsgenehmigungen für die sich aus Arabern, Türken, Kurden und Tscherkessen zusammensetzende arabische Legion, die die Polizeitruppe bildet, aufgehoben worden. Schwerer Unfall im Chemieunterricht Chlorgaserplosionen im Realgymnasium zu Czegedin DNB Budavest, 5. Oktober(Drahtb.) Im chemischen Versuchszimmer des Czegediner Realgymnasiums hat sich während des Unterrichtes ein schwerer Unfall ereignet. Der Chemieprofessor des Gymnasiums führte den Schülern praktische Versuche zur Herfullung von Chlorgas vor, als vlötzlich aus bisher unbekannten Gründen der Cloraasbehälter erplodierte und das Klassenzimmer mit giftigen Gasen erfüllte. Unter den Schülern brach eine Panik aus Seche Schüler und der Chemieprolessor erlitten schwere Chlorgasvergiftungen und mußten in bewußtlosem Zustand ins Krankenhaus geschafft werden. Der roten Hölle entronnen 400 aus der bolschewistischen Armee nach Frankreich geflüchtete Soldaten wollen nach Nationalspanien. MMB St. Jean de Luz. 5. Okt.(Drahtb.) In St. Jean de Luz trafen am Montag zahlreiche, aus der bolschewistischen Armee desertierte Spanier ein, darunter mehrere Offiziere und Beamte der Guarda Zivil, die alle militärischen Abzeichen von der Uniform entfernt hatten. Die Flüchtlinge waren, 400 Mann stark, in der Nacht in voller Ausrustung auf heimlichen Wegen über die hatalanischen Pyrenäen nach Frankreich gekommen. Sie beabsichtigen, sich in einigen Tagen der nationalen Regierung zur Verfügung zu stellen. Die Flüchtlinge bestätigen übereinstimmend die katastrophalen Ernährungsverhältnisse in Katalonien. Die Katten verlassen das sinkende Schiff Bolschewistengeneral Castello flieht seine Genossen. DNB St. Jean de Luz. 5. Okt. Dem Volschewistengeneral Castello, welcher bei Beginn der Revolution zum„Kriegeminister“ ernannt wurde, ist es auf abenteuerliche Weise gelungen, das bolschewistische Spanien zu verlassen. Castello, welcher durch die Waffenausgabe an den Mob die Hauptschuld dmn trägt, daß die nationale Freiheitsbewegung sich nicht gleich in den ersten Tagen durchsetzte, hat seinen Wohnsitz in der südfranzösischen Stadt St. Jean de Luz aufgeschlagen und den Wunsch geäußert, ins nationale Gehiet einreisen zu dürfen. Dieses Verlangen ist von den Nationalen alatt abgelehnt worden. Castello fiel bei den bolschewistischen Machthabern in Madrid und Valencia schon verhältnismäßig früh. in Ungnade. Absturz eines österreichischen heeresflugzenges Vier Tote DNB Wien, 5. Oktober.(Drahtb.) Ein österreichisches Heeresflugzeug ist Dienstag vormittag knapp nach dem Aufstieg auf dem Flugseld Aspern infolge Tragflächenbruches abgestürzt. Die Besatzung, zwei Unteroffiziere und zwei Soldaten des Fliegerregiments 1, wurde tot ans den Trümmern gezogen. Wieder schwere Pilzvergiftungen in Ilalien Acht Tote DNB Mom, 5. Oktober.(Drabtb.) An Pilzvergiftung sind in dem bei Rom gelegenen Albanerstädichen Montecompantri in den letzten 48 Stunden acht Personen gestorben Sie hatten, entgegen den strengen Vorschriften, ungeprüfte Pilze verzehrt. Das Augusteum-Orchester in Leipzig DNB Leipzig, 5. Oktober.(Drahtb.) Auf seiner Deutschlandreise kam das Augusteum=Orchester der Königlichen Cäcilien=Akademie in Rom am Montagnachmittag in der Musikstadt Leipzig an. Auf dem Bahnhof wurden die römischen Künstler vom König=Italienischen Vizekonsul Adreozzi, von Dr. Haase für das Gewandhaus=Direktorium und Verkehrsdirektor Dietze für die Stadt Leipzig empfangen. Am Abend gab das Orchester im Gewandhaus sein zweites Konzert in Deutschland. Den feierlichen Auftakt bildeten die Hymnen der beiden befreundeten Nationen. Werke von Antonio Vivaldi und Josef Wayon leiteten das reichhaltige Programm ein Der zweite Teil brachte neben sinkonischen Skizzen von Clande Debussy neuere italienische Musik. Den Abschluß gab das mit hinreißendem Schwung vorgetragene Vorspiel zur Oper„Die sizilianische Vesper“ von Verdi. Der Beifall der kunstverwöhnten Leipziger Hörer für die Künstler des Orchesters und ihren Maestro Molinari steigerte sich von Werk zu Werk und nahm zum Schluß ein kaum je zuvor erlebtes Ausmaß an, so daß die Künstler sich trotz der Anstrengung der Reise zu einer Zugabe veranlaßt sahen. Im Anschluß an das Konzert waren das Orchester und ihr Maestro Gäste der Stadt Leipzig im Festsaal des Neuen Rathauses. Der„Fleet Street Choir“ in Frankfuri a. M. DNB Frankfurt a. M. 5. Oktober.(Drahtb.) Die Chorvereinigung englischer Presseleute, der„Fleet Street Choir“, der aus Redakteuren, Verlagsangestellten und Facharbeitern der führenden engischen Zeitungen besteht, ist auf seiner zweiten Gastspielreise nach Deutschland in Frankfurt a. eingetroffen. Die Engländer wurden am Montag mittag im Frankfurter Römer durch einen Vertreter des Frankfurter Oberbürgermeisters begrüßt. Am Abend gaben sie im überfüllten großen Saal des Palmengartens ein Konzert, bei dem sie englische Volkslieder und geistliche Lieder zum Vortrag brachten. Die Darbietungen fanden starken Beifall, für den sich der Chorleiter, Lawrence, immer wieder bedanken mußte. Dem Konzerte wohnten u. a. auch Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs und der englische Generalkonsul Smallbone bei. Nach Frankfurt wird der englische Chor noch Stuttgart, Nürnberg und München besuchen. Am 9. Oktober kehrt er wieder nach England zurück. herbstlich Bericht der Reichswetterdienststelle Essen Mulheim vom 5 Oktober. Vorhersage für Mittwoch: Nach sehr kühler Nacht am Vormittag verbreiteter Bodennebel. später Aufklaren. frische östliche Winde. Temperaturen noch 15 Grad. trocken Für Donnerotag: Nachts sehr kühl, stellenweise Bodenirostae ahr. vormittags neblig und trübe. gegen mittag Aufheiterung. trecken, mäßige Winde um Ost. Weiterentwicklung: Freundlicher Der Sinn der II. Shakespeare-Woche Der Präsident der Deutschen Shale peareGesellschaft, Professor Dr. Werner Deeisen, stellt uns folgenden Beitrag über die II. Deut. sche Shalespeare=Woche und ihre Idee zur Verfügung. Gerade aus der Feder eines der mar= kantesten Repräsentanten der Deutschen Shake, peare=Forschung dürften diese Ausführungen von besonders grundsatzlicher Bedeutung sein. Die Schriftleitung. Zehn Jahre sind vergangen seit der ersten Deut= schen Shakespeare=Woche. welche die Stadt Bochum gemeinsam mit der Deutschen Shalesprare=Gesellschaft veranstaltet hat. Mit Recht ist gesagt worden, daß die damalige Festwoche ein Markstein in der Geschichte unserer Gesellschaft bildet. Ihre Wirkung ging weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hin. aus, und es wurde besonders ein neues Band mit der britischen Nation geknüpft. Die große westfalische Industriestadt hatte sich in hoher Auffassung ihrer kulturellen Bendung mit dieser höchstbedeutsamen künsterischen Veranstaltung selbst geehrt und dem Lorbeerkrang, den sie sich längst auf anderem Gebiet erworben, ein neues frisches Blatt hinzugefügt. Durchdrungen von der Anschauung, daß die Bühne eine allerhöchste Kulturangelegenbeit des Volkes sein muß. hat die Stadtverwaltung von Bochum auch in den folgenden Jahren ihrem Theater eine besonders liebevolle Pflege angedeihen lassen Die Beziebungen zwischen ihr, die sich inzwischen mehr und mehr zur Kunststadt entweckelt hat, und unserer im Dienste des großen Briten siehenden Vereinigung sind seitdem noch enger geworden. Der weitblickende Kunstdezernent Stadtrat Stumpf wurde zu unserem Ehrenmitglied ernannt und der geniale Intendanz Dr. Saladin Schmitt in den Vorstand gewählt. So sind wir freuauf die Anregung der rührigen Stadtverwaltung eingegangen, der ersten Bochumer Shakespeare=Woche. die so glanzvoll verlief und bei uns in schönster Erinnerung stebt, eine zweite folgen zu lassen. Im Mittelpunkt der Feittage des Jahres 1027 stand die Aufführung sämtlicher Historien Shakespeares. EEine bereits von Schiller in einem Brief an Goethe vom Jahre 1707 ausgesprochene A i war damit erfüllt worden, und zwar noch umfassender als im neunzehnten Jahrbundert durch Franz Dingelstedt und andere, denn Saladen Schmitt begnücte sich nicht, wie seine Vorgänger, mit der Aufführung der Dramen von„Richard II.“ bis zu„Richard III.“, sondern er brachte auch„König Johann“ und„Heinrich VIII. zur Darstellung. Seine Neubelebung des bistorischdramatischen Riesenwerkes erscheint als die odelfte Huldigung, die den Manen des großen Dichters vor= gebracht werden konnte. Es war dem Intendanten — Dank auch der hingebenden Bezeisterung, dem reibungslosen Zusammenwirken, dem unermüdlichen. allen ungebeuren Anstrengungen krotzenden Fleiß leiner Künktler— gelungen einen großen Sieg zu erringen. Die Aufnahme des monumentalen Zyllue nar tief und unmittelbar en Erinnerung an dieses Erlebnit sehen wir der " Beutschen Lhakespeare=Woche mit freudiger Hoff= nung entgegen, zumal ihr Programm noch vielseitiger ist. Begeistert preist Shalespeares Lorenze im„Kaufmann von Venedig", mit Bildern aus dem OrtheueMythus die Musik als Sprache des Herzens und als sittlich erzieherische Macht, und auch sonst hat sich der Dichter so oft zur Musik bekannt, daß er ein tief. innerliches Verhältnis zu der Schwesterkunst gehabt haben muß Da ferner zahlreiche große Meister der Töne durch seine Werke zu musikalischen Schöpfungen angeregt worden sind, wird zuerst Musik zu uns sprechen. Eine Aufführung der reifen Altersoper„Falstaff" von Verdi, der Shakespeare über alle anderen Dichter der Welt stellte, soll die Festwoche einleiten. ein Werk, reich an Geist und voll beiterer Ueberlegenheit wird uns geboten werden, ein Werk, das in H. v. Waltershausens Festvortrag gelegentlich unserer 64. Hauptversammlung„auf weite Sicht als der große Leuchtturm für das musikalische Lustspiel“ bezeichnet worden ist, und das Richard Strauß„eins der größten Meisterwerke aller Zeiten“ nennt. Der greise Verdi kommt in dieser Oper, die ihn zwei Jahrzehnte beschäftigt bat. dem Geiste Sbakespeares am nächsten. Am nächsten Vormittag erleben wir im Konzertsaal die einst in Weimar vollendete und erstmalig aufgeführte Macbeth=Symphonie von Richard Strauß. Auf das düster-leidenschaftliche Werk, in dem das Dämonische der shakespearischen Tragödie kraftvoll zum Ausdruck gelangt, folgen zwei bisher zu wenig bekannte liebenswürdige Suiten zu shakespeareschen Werken, von Engelbert Humperdinck und des Bochu= mer Komponisten Paul Scheinpflug Vorspiel zu einer Komödie des großen Briten. Am Sonntag abend kommt Shakespeare elbst zu Worte mit„Romes und Julia", einem leidenschaftlich glübenden Werk seiner Frühzeit, der ewige Jugend atmenden Tragodie, die Musik hat in sich selbst und am stärksten von allen seinen Dramen das musikalische Schaffen befruchtel, dem Werk, von dem Lessing im fünfzehnten Stück der hamburgischen Dramaturgie sagt, daß die Liebe selbst daran hat arbeiten helfen.— Von Verona werden wir dann im Geiste nach Rom versetzt und sollen Montag bis Donnerstag die erstmalige zyklische Aufführung der vier Römerdramen erleben, die den eigentlichen Kern der II. Shakespeare=Woche bilden, „Titus Andronikus",„Julius Cäsar",„Coriolan", Antonius und Kleopatra“, sämtlich Dramen, die hohe Anforderungen an die Regie und die Schauspielkunst stellen.„Titug Andronikus“, das erschütternde geniale Jugendwerk, ist wegen der übermenschlichen Greueltaten, die darin geschehen, bei uns lange für unaufführbar gehalten worden, und wir kennen seit seiner Darstellung durch die englischen Komödianten in Deutschland nur einen vom Münchener Staatstheater unternommenen Versuch, der mit seinen erpressionistisch-kubistischen Bühnenbildern vom Publikum und der Presse abgelehnt worden ist. Saladin Schmitt hat sich wagemutig durch die Größe der Aufgabe nicht abschrecken lassen, und so sehen wir gerade dieser Darbietung mit besonderer Spannung entaegen. Der Dichter Johannes Schlaf meinie noch kürzlich: „Eine Aufführung wird kaum zu ermöglichen sein", oder sie müßte auf das„allerbedachtiamste“ vorbereitet werden. In der Verkorperung der Titelrolle sieht er an sich eine lockende Aufgabe für einen hervorragenden Charakterdarsteller. Wie wir in dem Verfasser der Historien den Dichter der geschichtlichen Tat und des ewigen Sittengesetzes verehren, so auch in dem Schopfer der Romerdramen. In beiden Zyklen bewährt sich das strenge Wort Schillers„Die Welt= geschichte ist das Weltgericht“, aber in beiden übt auch versehnend und verklärend die Dichtung ihr Mittleramt. Wie in den Historien wird auch in den Römer= dramen die Entwecklung einer großen Zeitepoche ge= geben. Beide Zyklen bieten somit die Moylichkeit. des Dichters Geschichtsauffassung kennen zu lernen und zu erfahren, wie er, der dem Staate wahrlich nicht gleichgültig gegenübersteht, der vielmehr als der eigentliche Dichter der öffentlichen Sphäre erscheint, über die bedeutsamen Fragen des nationalen und politischen Lebens denkt. Auch sonst bestehen zwischen den beiden Dramenreihen Zusammenhange, die nicht übersehen werden konnen. Jn unserer Zeit, die das Heroische wieder nach= haltig betont, begrüßen wir besonders freuda den Plan, durch Aufführung der Römerdramen uns verchiedene über den Durchschnitt der Menschheit weithinausragende Heldengestalten vor Augen zu stellen. Im„Titus Andronikus“ führt Shalespeare uns in eine Verfallzeit Roms und zeichnet mit feinster psychologischer Kunst den hochbetagten, aber noch in voller ge stiger und körperlicher Kraft stehenden Hel= den, den Besieger der Goten, den Retter und die Stütze des römischen Staates der unter der Wucht eines furchtbaren Schicksals zusammenbricht. Julius Cäsar der Einsame, mit seinem opferbereiten Heroismus, eine Gestalt, der die ganze Liebe des Dichters gehört. hatte sich vollkommen in den Dienst des Vaterlandes gestellt, das Reich vermehrt und gestärkt und fällt vor Vollendung seines großen Werks, aber sein machtiger Geist siegt auch nach seinem Tode noch. Cäsar beherricht die ganze Tragödie Ebakespeares, er ist der Held dieses ausgesprochen politischen Dramas, nicht Brutus, wie man beute in Frankreich zu meinen scheint. Cäsar, der bis zu seinem gewaltsamen Ende gegen das Schicksal ankämpft als willensschwachen Greis hinzustellen, ist durchaus verkehrt. Nicht umsonst hat ihn der Dichter die köstlichen Worte sprechen lassen: „Der Feine stirbt vielmal vor seinem Tod. Der Tapfere kostet ihn ein einzig Mal. Von allen Wundern, die sch je gehört, Scheint mir das größte, daß sich Menschen fürchten. Da sie doch sehn, der Tod, das Schicksal aller, Kommt, wann er kommen soll.“ In dem ebenso männlich kraftvollen Coriolan, eine Herrennatur, sehen wir den genialen idealisti chen Volksführer, den tapferen Feldherrn, den seine junge Mannschaft wie einen Gott verehrt, der sein Vaterland„mit wärmerer Liebe“,„heiligen und tiefen“ als sein eigenes Leben, als sein Weib und seine Kinder liebt, freilich eine solche Hngabe auch von seinen Mitbürgern erwartet. Da sein politisches Denken einseitig ist, und er die Bedeutung der sogialen Aufgaben eines Staates verkennt, erliegt er Es siegt der Schwarm seiner lief unter ihm stehenden Neider, aber sein Sturg gereicht dem römischen Volke zum Verderben. Die große Ezene des letzten Aktes, die den tieftragischen Ausgang dieses Heldenlebens darstellt, gehört zu dem Gewaltigsten was Shakespeare geschaffen hat, und das ganze Werk enthält bedeutame politische Wahrbeiten. Schon die deutschen Sturm= und Trangroeten des achtzehnten Jahrhun= derts, denen es„eine Wollust“ war,„einen Froßen Mann zu sehen", fühlten sich durch die starke Personlichkeit des Feldherrn gefesselt und noch ein Bismarck hat sich viel mit der heroischen Gestalt des Römers beschäftigt Den zweiten Band seiner„Gedanken und Erinnerungen" schließt der eiserne Kanz= ler mit den Worten des Shakespearschen Dramas, die im wesentlichen gegen die Führer der Parteien gerich= tet sind, Worten voll bitterer Verachtung, die der von seiner Vaterstadt verstoßene Held den Demagegen Roms entgeensch eudert, und es ist nicht von der Hand zu weisen, daß das umschattete Bild des greuen Staatsmanns Züge des Coriolans frug. In„Antonius und Kleopatra“ erleben wir wieder eine Zeit des Verfalls. Der Dichter zeigt und das entnervte Rom. die dort herrschenden politischen Wirrnisse und sogialen Mißstände, aber er gibt hier auch ein großartiges Weltbild. noch umfassender als in„Julius Caesar“. Auch Antonius, der zum Herrn der halben Welt Emporgestie=ene, der geistige Erbe Caesars. ist ein Held mit glänzenden Eigenschaften. ein mit Mars und Herculeg vorglichener Reprasen= tant männlicher Kraft. eine schöne, ragende Gestalt von imponierendem Auftreien, tapfer, großmütig, offen und liebenswürdig, aber dieser Herog der Lebensfreude, dieser amoralische Rénaissancemensch. wie man ihn auch bezeichnet hat, erliegt der furcht= baren Gewalt seiner heißen Leidenschaft. obwohl er schon in höherem Alter steht. Ist„Romeo und Julia“ die Tragodie der jungen Liebe, so„Antonius und Klropatra" die der reifen, letzten. Nach Goetbes Auf= fassung predurt dieses Drama des antiken Helden= paares mit tausend Zungen, daß Genuß und Herr= schaft sich nicht miteinander vertragen. Dem Anitinkt= menschen Antonius wird der kluge, besonnene Oetavius gegenübergestellt, der fest auf dem Boden der Wirklichkeit stehende Vertreter des Staatsbewußtseins. Die Woche endet mit einem beiteren Ausklang. Der mit genialem Humor gestaltete Sir John Zal= staff betritt wie zu Anfang noch einmal die Bünne. aber nicht als Opernbeld, sondern in dem auf Besehl der Königin Elisabeth geschriebenen derb=komischen Pustspiel„Die lustigen Weiber von Windfor“, das durch Nicolais beliebig Oper ganz in den Hintergrund gedrangt worden ist Wenn wie bedenken, daß die künstlerischen Darbietungen des Bochumer Stadttheatere durch drei Vorträge von namhaften Shakespeareforschern und durch eine umfassende theatergeschichtliche Ausstellung rkespeare auf der Bühn=“ unterstunt werden. so dürfen wir hoffen, daß auch von der zweiten Deut= schen Edake peare=Woche äbnisch starke Wirkungen ausgehen werden als wie von der ersten. vor allem. daß durch sie das erzielt wird. was die Deutsche Shalespeare=Gesellschaft von jeher neben der Anregung zum unaufhörlichen Shakespeare=Etud um als ihre Aufgabe betrachtet hat. eine neue Förderung des Sinnes für echte dramatische Dichtung und eine wet tere Vertiefung des Interebes an allen wahrhaft kunstlerischen Bühnenleistungen. 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