Dolks=Sei flusgabe A Bochumer Volkszeitung Nvgepreis: monatlich RN 8.16 oder haldmonatlick RR 1.08 einschl. Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung nasfertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Begugspreises eeigenpreise: Gesamtauflage 6 Vig. Ausgabe A 6 Vfg, Aus. B 3½ Big. Ausgabe O 8 Big. Textanzeigen: AusgabeA Pig Ausgaden B u C 88 Vig. we mm. Gültig: Breisliste für den rheinisch-westfälischen Industriebezir Westfälische Volks-Seiti verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Eslen-Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr. 12-14/ Fernruf 64746-64748 umer Stadtanzeiger Geschäftsstellen. Bochum, Mühlenstraße 1=14. Bernruf 847 44. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Biktor=Lutze=Str. 12. Fernruf 2095, Postscheckkonto Essen 1950; Efsen=Steele, Westfalenstr 302 Fernr. 582 30, Postscheckkonte Torimund 108 86: Wattenscheid. Freiheitstr. 15, Hernr. 1876, Bostscheckt Dortm 30430 Deuc und Verlag: Schürmann& Klaages Bochum Nr. 189 19337 Wer liefert die Militärflugzeuge? Eine neue„Lieferfirma" in Frankreich Für bolschewistische Kriegsflugzeuge— Enge Verbindung mit Kommunisten SNB Paris, 13. Aug.(Drahtb.) Die„Epoque“ berichtet aus Albi, daß seit einigen Wochen im Departement Tarn eine neue Fluggesellschaft Verdacht errege. Einer der Gesellschafts= gründer, der sich häufig nach Varcelona begebe, stehe mt kommunistischen Kreisen in enger Fublung. Ein weiteres leitendes Mitglied dieser Fluggesellschaft habe vor rund drei Wochen den bastischen Bolschewistenhäuptling Aguirre nach Paris geslogen und behauptet, einer der ersten technischen Raigeber der sowjetspanischen Luftstreitkräfte zu sein. Em Dritter, der ebenfalls zur Direktion der neuen beiellschaft gehöre, habe im vergangenen Jahr die ruglinie Biarrit=Santander ins Leben gemien. Verwendet würden sämtlich HenriatMilitärflugzeuge, wie sie den Flugsportverdanden zur Verfügung stehen. Man frage sich, von wem und zu welchem Preis der Fluggesellschaft diese apparate übertragen worden seien. Im Departement Larn sei man der Meinung, daß alle diese Maschinen von der Fluggesellschaft montiert, ausgerüstet und ausprobiert würden, um im bolschewistischen Teil Spamens als Kampfmaschinen verwendet zu werden. Jahlreiche Volkskommissare in den Sowjetrepubliken verhaftet. SMB Moskau, 13. Aug.(Drahtb.) An den verschiedensten Orten der Sowietunion nimmt die Verhaftungswelle ihren Fortgang. Wie die Zeitungen„Prawda“ und„Wosoka“ aus Taschkent melden, ist der diesjährige Vorsitzende des Volkskommissarenmtes der usbekischen Sowjetrepublik. Karimow. seines Amtes enthoben worden. Wie ferner das amtliche Organ für das fernöstliche Sowjetgebiet, die„Tichookeanshaja Swesesca“ berichtet, wurden der Vorsitzende des Erekutinkomitees des Gebietes Wladiwostok, Petrow, und zwei weitere Mitglieder des dortigen GebietsParteien=Komitees verhaftet. Auch der Leiter der Jungkommunisten-Organilation von Wladiwostok wird als„Volksfeind“ bezeichnet. Weiter berichtet die lohale Presse aus WeißRußland von immer neuen Verhafungsaktionen. Der Omsker Zeitung„Rabotschef“ zufolge sind zwei weitere Volkskommissare der weiß-russischen Sowfetrepublik verhaftet worden, und zwar der Volkskommissar für Binnenhandel. Gurewitsch, und der Volkskommissar für Gesundheitswesen, Buratschewski. Blutige Kämpfe im„Palast" in Valencia und in der Innenstadt von Barcelona M9B. Paris, 13. August.(Dahtb.) Der„Jour“ und verschiedene andere Blätter berichten von einer kneuten Verscharfung der Gegensätze im Gebiet. In Barcelona, Barbastro, erong und Lerida hätten die Extremisten im der letzten 21 Stunden starken Auftrieb erbalten. Valencia habe eine Anarchistengruppe verwot. in den von dem bolschewistischen Oberbauptalang bewohnten Palast einzudringen, um newaitsam gegen die Gefangennahme einer Reihe Hrer Hauptlinge vorzugehen. Bei dem Kampf mit nsung Anhängern seien zahlreiche Anarchisten getotet bzw. verwundet worden anschließend seien neue Verhaftungen sanarchistischen und syndikalistischen Kreisen er9 In Barbastro und Caspe seien„Polizei“dreilungen aus Barcelona eingetroffen mit dem den Kommunisten und Sozialdemokraten die Anarchisten Hilfe zu leisten. Der sogenre„Präsident" des„Rates von Aragon", der se den Anarcho=Syndikalisten übergegangen war, Valencia=Ausschuß seines Amtes enthoben toen. was wiederum in Barcelona scharfen tent ausgelöst habe. Trotz strenger Absperrung es den Demonstranten gelungen, in die InnenNor eimudringen. Erst nach sehr blutigen en seien sie von der„Polizei" in die Sororte zurückgedrängt worden. Der Hauptsitz der narwisten und Syndikalisten sei die Vorstadt von sssionu, Montjuich, wo sie Waffen= und MuniNauslager angelegt hätten. Die neuen Ereignisse nnerten in ihren Einzelbeiten an den MaiAnfs anb. Frankreich will keine Spanienflüchtlinge mehr ebensbedingungen im eroberten Bilbao wieder „normal nnei London, 18. August.(Drahtb.) Wie beant wird. hat die kranzösische Reaierung der hat vanti me die französische Regierung der ilt, daß sie keine weiteren Flüchtlinge mebr ufneh menwen Flüchtlinge mebr ufnehauf f. da bereits 45000 solcher Flüchtlinge von eeiosischem Boden lebten. Frankreich könne augax—— für die Zukunft geltenden Regel keine ome machen. Wie Preß Association mitteilt, hat die englische Regierung das Handelsministerium angewiesen, alle Schiffseigentümer, deren Schiffe“* an der Herausschaffung von Flüchtlingen aus Spanien beteiligen, von der Maßnahme der französischen Regierung zu unterrichten. In London werde nicht angenommen, daß der französische Entschluß etwa die Mehraufnahme spanischer Flüchtlinge in England bezwecken solle. Man sei übrigens der Ansicht, daß die Lage in Bilbao nun für die Rückkehr der Flüchtlinge normal genug sei. Diese Feststellung schließt die Anerkernun, ein, daß sich unter der bolschewistischen Herrrschaft entwickelte Elendslage nach der Einnahme Bilbaos durch die Truppen General Francos grundlegend gebessert habe Japans Jugendführer als Gast Baldur von Schirachs. DNB Berlin, 13. August(Drahtb.) Freitag traf Gra. Vosinori Futaara, Mitglied des japanischen Herrenhauses und Oberdirektor des„Alljapanischen Jugendverbandes“, in Begleitung von zehn japanischen Jugendführern in Deutschland ein. Wahrend der Zeit ihres Aufenthaltes werden die Javaner Gäste des Reichsjugendführers sein. Eine der zahlreichen Möglichkeiten, sich mit den Jugendeinrichtungen und organisationen Deutschlands vertraut zu machen, bietet sich den japanischen Gasten vor allem bei dem am 14. und 15. Aug. in Bremen stattfindenden Gebietssportfest. Ueber 100 000 Hitleriungen werden bei dieser Gelegenheit vor dem Reichsiugendfuhrer, dem Stabsführer Lauterbacher und den japanischen Gasten vorbeimarschieren. Der 16. und 17. August ist für Besichtigungen in Hamburg vorgesehen; am 18. August begeben sich die japanischen Jugendführer nach Düsseldorf. Der persönliche Kontakt zwischen dem Grafen Futaara und dem Jugendführer des Deutschen Reiches wird für die Zusammenarbeit der 5J mit dem Alliapanischen Jugendverband von entscheidender und richtunggebender Bedeutung sein. Bei dem ehrlichen Wunsch der japanischen Ju gend. zum gegenseitigen Verständnis zwischen allen Ländern der Welt und damit zur Befriedung der Welt Wesentliches beizutragen, und bei dem freundschaftlichen Verhältnis, das zwischen Deutschland und der fernöstlichen Großmacht besteht, ist eine erquickliche und fruchtbare Zusammenarbeit ihrer Jugendverbände leicht vorauszusehen. „Schützt die deutsche Ernte vor Brandgefahr!“ Ein Mahnwort des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring. TNB. Berlin, 13. Aug:(Drahtb.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring richtet an das deutsche Volk nachstehende eindringliche Mahnung: „Die deutsche Ernte ist die unmittelbare Lebensgrundlage des deutschen Volkes. Wer sie fahrlassig oder mutwillig dem Brande ausliefert, verdient nicht nur härteste Bestrafung, sondern auch die allgemeine Verachtung hierfür. Generaloberst Göring.“ Einweihung einer Ehrenhalle im Berliner Rathaus DNB Berlin, 13. August.(Drahtb.) Einen feierlichen und würdigen Auftakt der am Sonnabend beginnenden 700=Jahrfeier Berlins bildete am Freitag mittag die Einweihung der Ehrenhalle im Berliner Rathaus durch Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert. Diese Ehrenhalle gilt dem Gedächtnis der 12000 Kameraden, die im Weltkrieg und für das Dritte Reich gefallen sind und einst im Dienst der Stadt Berlin gestanden haben. An der Feierstunde nahmen u. a. Vertreter der drei Wehrmachtsteile des Gaues Berlin und der Polizei teil. Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lipvert erklärte in seiner Ansprache, er glaube, daß kein würdigerer Zeitpunkt für die Einweibung dieser Ehrenhalle gefunden werden konnte, als gerade der Beginn der 700=Jahrfeier. Der schlichte weihevoll gestaltete Raum, in dem unter dem Gedenkstein auf Pergament die Namen der 12000 Gefallenen der Stadtverwaltung verzeichnet seien, werden kommenden Geschlechtern stets symbolische Kunde geben von dem gewaltigen Opfergeist unseres Volkes. Dem Lich vom guten Kameraden folgten die Kranzniederlegungen. Mit dem Deutschland= und dem Horst=Wessel=Lied fand die Feierstunde ihren Ausklang. Wolkenbrüche über London Sie legten die Unter grundbahn lahm TNB. London. 18. Aug.(Drahtb.) Ueber London gingen am Freitag den ganzen Tag über wolkenbruchartige Regengüsse nieder. Nachdem bereits am Vormittag eine der Hauptverkehrsstraßen der englischen Hauptstadt in einer Länge von mehreren hundert Metern von den Wassermassen überschwemmt worden war, drangen im Laufe des Nachmittag in die Tunnelanlagen einer der Hauptlinien der Londoner Untergrundbahn im Westen der Stadt große Wassermengen ein und zerstörten die SignalanlaEntsetzliches Familiendrama Im Wahnsinn ihre vier Kinder ertränkt DNB Landsbut, 18. August.(Drahtb.) Freitagmittag hat sich in der Ortschaft Dernwang bei Dingolfing in der Bayrischen Ostmark ein entsetzliches Familiendrama abgespielt. Die 20 Jahre alte Katherina Aner hat im sogenannten Schwarzen Graben des Isermoores ihre vier Kinder, brei Knaben und ein Madchen. im Alter von 84—6% Jahren ertränkt. Die Frau, die am Morgen über starke Kopfschmerzen klagte, dürkte die Tat in einem Anfall geistiger Störung begangen haben. Sie führte ein künftes Kind, ein drei Wochen altes Mädchen, mit sich, warf es aber nicht in das Wasser, so daß der Sängling am Leben erhalten blieb Wallfahrer-Omnibus verunglückt Drei Tote, 15 Verletzt.e DNB Parie, 13. August(Drahth.) Unweit von Louvese bei Grenoble versaaten bei einem mit 30 Wallfahrern besetzten Reileomnibue auf einer abschussigen Strecke die Bremsen, so dah er schließlich in einen tiefen Graben stürzte. Drei Personen wurden getötet und fünfzehn ver100 Salzsäureattentate auf Frauen in Wien Der Täter verbaftet DNB Wien. 18. August.(Drahtb.) Rund 100 Salzsäureattentate auf Frauen verübte in Wien ein Verbrecher, der jetzt unschadlich gemacht werden konnte. Fast seit einem Jahr liefen bei der Polizei immer wieder Anzeigen von Frauen ein, die mit Salzfäure bespritzt worden waren. Sie hatten arge Beschädigungen der Kleider und in einzelnen Fällen auch recht erhebliche Verletzungen davongetragen. Die Anschläge wurden mit unheimlicher Schnelligkeit ausgeführt, so daß es nicht gelang. den Täter auf frischer Tat zu ertappen. Erst am Freitag bemerkte zufällig ein Fußgänger einen Mann, der mit einer kleinen Sprine Salzsäure auf die Kleider einer Frau brachte Der Mann wurde verhaftet. Er gestand, etma 100 solSalzsäureattentate verubt zu haben. gen, so daß der Verkehr eingestellt werden mußte. Zum ersten Male in der Geschichte der Londoner Untergrundbahn hat sich eine solche Verkehrsstörung ereignet. Die eindringenden Wassermassen waren so gewaltig, daß die Pumpanlagen ihrer nicht mehr Herr werden konnten und nun die Tunnelanlagen eine lange Strecke unter Wasser stehen. Kapitän Schlimbachs „Störlebecker 3“ 300 Seemeilen vor Newyork DNB Hamburg, 13. August.(Funkspr.) Kapitän Schlimbach, der mit seiner Jacht„Störtebecker 3“ allein über den Nordatlantik nach Newyork segelt, hat am 11. August abends 9 Uhr Gelegenheit gehabt, sich mit dem englischen Dampfer„Sylvafield“ in Verbindung zu setzen. Schlimbach meldete:„Alles wohl.“ Der Dampfer gab als Position 36 Grad 30 Minuten nördlicher Breite und 69 Grad 24 Minuten westlicher Länge an. Demnach befindet sich„Störtebecker 3“ nur noch rund 300 Seemeilen von Newpork entfernt. Da Kapitän Schlimbach allein segelt, läßt sich nicht genau sagen, wann er sein Ziel Newyork erreichen wird. Schätzungsweise dürfte er aber Anfang nächster Woche dort eintreffen. „Störtebecker 3“ hatte seine Reise am 19. Juni d. J. von Lissabon aus angetreten. beeflugzeug„Nordmeer“ nach den Azoren unterweg= DNB Lissabon. 13. August.(Drahtb.) JDas deute sche Seeflugzeug„Normeer“ flog am Freitag von Lissabon nach den Azoren ab Es wird dork vom Stützpunkt„Friesenlan)“ aus zu seinem Flug nach Nordamerika starten. Außer der Besatzung des Flugzeuges nebmen als Beauftragter des portugiesischen Amtes für Luftfahrt Major Beja sowie der Direktor der Lufthansa Freiherr von Buddenbrog an dem Fluge teil. Verrat und Sühne NSK Durch die deutsche Presse ging dieser Tage eine Warmuna vor Spionen auswärtigen Machte, die unter allen möglichen Tarnungen z. B. als Kreditinstitute oder sogenannte Weltpresse=Kortespondenzen deutsche Volksgenossen anzuwerben suchen, um sie zu landesverräterischen Handlungen zu veranlassen. Diele Rührigkeit des Spionagedienstes fremder Mächte gibt Beranlassung, einmal auf die schweren Strafen hinzuweisen, die im nationalsozialistischen Staat auf Hochverrat wie auf Landesverrat stehen Der Nationalsorialismus hat mit der laren Anschauung des liberalistischen Zeitalters über die Strafwirdigheit des Hochverrates und Landesverrates endgüktig gebrochen Nach nationalsozialistischer Auffassung gibt es überhaupt kein gemeineres und verabscheuungswürdigeres Verbrechen als das Verbrechen des Hochverrates oder des Landesverrates, beides Verbrechen, die sich ja nicht nur gegen einen einzelnen oder einen kleinen Per'onenkreis richten, sondern Verbrechen, die das Wohl des Reiches, des Staates, des Vaterlandes, unserer gesamten deutschen Volksgemeinschaft gefährden können. Auf beide Verbrechen steht wegen der Schimpflicheit der Gesinnung, die sie zum Ausdruck bringen, im nationalsozialistischen Deutschland die Todesstrafe. Es ist kein Wunder, wenn weiten Kreisen unseres Volkes vor der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus der Begriff für die Verwerflichkeit, Ehrlosigkeit und Gemeinheit eines Hochnerräters oder Landesverräters abhandengekommen war. Die warristischen Parteien mit ihren internationalen Verfilzungen nach allen Ländern der Well, marxistische Gewerkschaften mit ihren freundschaftlichen Beziehungen zu ausländischen Kreisen, die offen ihre deutschfeindliche Einstellung bekundeten, und nicht zuletzt das internationale Judentum, das einen immer stärkeren Einfluß auf die deutsche Rechtspflege genommen hatte, wirkten zusammen, um den Blick des Volkes für die Verwerflichkeit eines hochverräterischen oder landesverräterischen Verbrechens immer meyr zu trüben. Marristische Redner und Schrift steller durften den Landesverrat sogar offen in Wort und Schrift verherrlichen. Die von diesen Kreisen beeinflußten Massen unterlagen natürlich dieser Jahrzehnte hindurch systematisch betriebenen Suggestion, und nicht selten traf man auf rechtlich und anständig denkende Menschen, die den kleinsten Diebstahl streng verurteilten, für die Gemeinheit der Tat eines Landesverräters aber kein Empfinden mehr hatten. Es war ja auch nur zu verständlich, daß der Staat der Novemberverbrecher einen Landesverrat laum mißbilligen konnte. Wenn sich z. B. in Deutschland vor der nationalsozialistischen Machtübernahme jemand fand, der irgendeinen angeblichen Verstoß etwa gegen das Diktat von Verlailles einer ausländischen Macht mitteilte, so konnte eine Regierung, in der Marxisten saßen, für die Schändlichkeit einer solch verabscheuungswürdigen Tat natürlich kein Empfinden haben. Marristen und Juden— sie saßen ja auch in den Regierungen anderer Länder der Welt, und jede noch so landesverräterische Mitteilung, sie kam ja nur in die Hände von Gesinnungsgenossen in anderen Staaten. Wozu da die Aufregung über ein Verbrechen, das man weder als Marrist noch als Jude verabscheuen konnte? Landesverrat— in den Augen der Novemberverbrecher kein Verbrechen, sondern Ausdruck einer höchst ehrenwerten Gesinnung und zugleich eine recht nützliche Betätigung im Geist einer marristischen und jüdischen Internationale, die kein Vaterland kannte, das Deutschland hieß. Die nationalsozialistische Gesetzgebung hit diese Auffassung rücksichtslos beseitigt. Im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Weltauffassung steht das Wohl des eigenen Volkes, das Wohl des Vateklandes. Wer als Hochverräter die Unversehrtheit des Reiches gefährdet, wer als Deutscher Verrat am eigenen Vaterland begeht, ist in den Augen des heutigen Deutschland der schimpflichste und ehrloseste Verbrecher, der die Gemeinheit seiner Gesinnung unnachsichtlich unter dem Beil des Henkers büßen muß. Gemäß der Schwere dieses Verbrechens kennt das nationalsozialistische Gesetz in diesen Fällen kein Erbarmen. Selbst der Versuch des Hoch= und Landesverrates kostet den Kopf. Den Spionagediensten fremder Mächte ist diese harte und rücksichtslose Bestrafung aller Volksverräter im heutigen Deutschland natürlich unbequem. Man versucht daher unter allen möglichen Tarnungen interessierendes Nachrichtenmaterial, das im Interesse des Volkes geheimgehalten werden mußz, zu erlangen. Wer sich trotz der jetzt durch die Presse gegangenen Warnng zu Handlangern auswärtiger Spionagebstros heigibt, weiß, daß er damit auf die Stufe der gemeinsten Verbrecher herabgesunken ist, die das deutsche Volk kennt. Er hat nicht nur sein Leben, sondern für immer auch seine Ehre verwirkt in einem Volk, das wieder die Besinnung auf sich selbst gefunden hat. Das Maadeburger.„Vilsudskihaus“ wird nach Warschau gebracht. DNB Warschau, 10. August(Drahtb.) Der„Erpreß Poranny“ veröifentricht eine Unterredung mit dem Vorsitzenden des polnischen Frontkämpferverbandes General Gorecki. Danach soll das „Piliudski=Haus“. das die Stadt Magdeburg dem volnischen Staat zum Geschenk gemacht hat, auseinandergenommen und über dem Wasserweg ElbeNordsee— Kieler Kanal— Ostsee und Weichsel nach Warscha l transportiert werden, wo es a s Erinctungsktätte wieder aufgestellt werden soll. Die Entscheidung, wo das Haus in Warschau aufgebaut wird, soll die Witwe des Marschalls fällen. In der Unterredung erklärt General Gorecki zum Schluß. er möchte mit Nachdruck unterstreichen, daß diese Geste der Stadt Magdeburg und ihres Oberbürgermeisters die polniche Nation mit großer und au rechtiger Dankbarkeit erfüllt habe Darum beabsichtige er auch. zur feierlichen Erölfnung des Hauses in Warschau den Magdeburger narkman berbürgermeister Dr. Knarkmann einzuladen Ne:regelung des Rechts der Zweigniederlassungen DNB. Berlin. 1., Aug.(Drahtb.) Die Reichsreaterung hat auf Vorschlag des Reichsjustizministers Dr. Gürtner das„Gesetz über die Eintragung von Handelsniederlassungen und das Verfahren in Hundelsregistersachen“ verabschiedet. Dieses Gesetz bringt eine wesentliche Erleichterung des Verfahrens bei der Anmeldung und Eintragung von Zweigniederlassungen in das Handelsregister. Nach der bisherigen Regelung des Handelsgesetzbuches hatten Anmeldungen, die sich auf Zweigniederlassungen bezogen, bei den Gerichten der einzelnen Zweigniederlassungen zu erfolgen. Das neue Gesetz ändert diese Regelung und bestimmt, daß nunmehr einheitlich bei Einzelkaufleuten und juristischen Personen für diese Anmeldungen das Registergericht der Hauptniederlassung und bei Handelsgesellschaften das Gericht des Sitzes der Gesellschaft zuständig ist, das von sich aus die bel den Registergerichten der Zweigniederlassungen erforderlichen Eintragungen zu veranlassen hat. Ebenso ist die. Verlegung einer Hauptniederlassung oder des Sitzes einer Handelsgesellschaft bei dem Registergericht der bisherigen Hauptniederlassung oder des bisherigen Sitzes anzumelden. Während Eintragungen, die die Hauptniederlassung oder die Niederlassung am Sitz der Gesellschaft und die Zweigniederlassungen betrafen, bisher sowohl von dem Gericht der Hauptniederlassung bzw. des Sitzes wie von den Gerichten der Zweigniederlassungen im Reichsanzeiger und in den örtlichen Tageszeitungen bekannt gemacht wurden, veröffentlicht das Gericht der Zweigniederlassung seine Eintragungen nunmehr nur noch in seiner örtlichen Zeitung. Da das Aktiengesetz vom 30. Januar 1937 das Recht der Zweigniederlassungen der Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien bereits in ähnlicher Weise geregelt hat, ist nunmehr ein einheitliches Verfahren für alle Zweigniederlassungen geschaffen worden. Das Handelsregister der Hauptniederlassung oder des Sitzes einer Gesellschaft führt nach der neuen Regelung eine Art von„Zentralregister“, aus dem alle ein Unternehmen betreffende Eintragungen zu ersehen sind. Die Regelung bietet für die Kaufleute und Handelsgesellschaften den Vorteil, daß sie nur noch mit dem Registergericht der Hauptniederlassung bzw. des Sitzes zu tun haben, und daß der Umfang und damit die Kosten der Veröffentlichungen vermindert werden. Das Gesetz enthalt ferner eine Abänderung des§ 126 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, die eine bedeutsame Erweiterung des Aufgabengebietes der Industrie= und Wandelskammern in Handelsregisterangelegenheiten darstellt. Die Industrie= und Handelskammern haben künftig die Registergerichte auch beim Einschreiten gegen den Gebrauch unzulässiger Firmen zu unterstützen und erhalten zur Erfüllung dieser Aufgabe ein erweitertes Antrags= und Beschwerderecht. Damit wird einer Anregung der Industrie= und Handelskammern Rechnung getragen und eine weitere engere Zusammenarbeit mit den Registergerichten ermöglicht. Das Gesetz tritt zugleich mit dem Aktiengesetz am 1. Oktober 1937 in Kraft. Die Jahrestagung des Sitzung der„Arbeilsstelle für die auslandsdeutsche Velksforschung DNB. Stuttgart, 1., Aug.(Drahtb.) Im Verlauf der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Auslandsdeutsche Zeitschriften“ auf der 20. Jahrestagung des Deutschen Auslands=Instituses sprachen weiterhin Professor Karl Kurt Klein aus Jassy(Rumänien) über„Das Zeitschriftenwesen der Siebenbürger Sachsen“ und Professor Dr. G. Menz=Leipzig über die„Deutschsprachigen Zeitschriften in der Tschechoslowakei". Prof. Klein entwarf ein Bild vom reichhaltigen Bestand des Siebenbürger Zeitschriftenwesens und denen Wandlung seit 1910. Es bestehe kein Zweifel daran, daß durch die siebenbürgischen Zeitschriften eine wertvolle Vorbereitungsarbeit zur völligen Angleichung der deutschen Volksgruppen geleistet worden ist. Prof. Menz legte in seinem Vortrag das Arbeitsergebnis einer von ihm geleiteten Arbeitsgemeinschaft im Institut für Zeitungswissenschaft vor und gab einen Ueberblick über die Geschichte und gegenwärtige Stellung der deutschen Zeitschriften in der Tschechoslowakei. Am Freitagvormittag wurde die Tagung der„Arbeitsstelle für die auslandsdeutsche Volksforschung“ mit einer öffentlichen Sitzung abgeschlossen. Die Beratungen leiteten Prorektor Prof. Bebermeyer und Prof. Kroh, beide aus Tübingen. Im Rahmen der vorausgegangenen Beratungen hatte in Anwesenheit des Reichsstudentenführers Dr. Scheel und seiner Mitarbeiter der Leiter des Außenamtes der Reichsstudentenführung, Dipl.=Ina. Nothdurft, über den Einsatz der Studentenschaft in der Auslandsarbeit gesprochen. Im Mittelvunkt der öffentlichen Sitzung standen mehrere Vorträge, die die Frage volksdeutStarker Geist und harter Körper! Lutze über den Sinn des 5A-Sports DNB. Berlin. 15. August.(Drahtb.) Zu Beginn der Reichswettkämpfe der SA. hielt am Donnerstagabend Stabschef Lutze über die deutschen Rundfunksender eine Ansprache, in der er die große Aufgabe der körperlichen Erziehung in der SA. darlegte. Stabschef Lutze führte u. a. aus: Die Reichswettkämpfe der SA. in Berlin sind aus der Idee einer neuen weltanschaulichen Erziehung unseres gesamten Volkes geboren. Nach dem Willen des Führers schickt sich die SA. heute an, ihr Bekenntnis zum Wehrgeist, Wehrwillen und zur Erhaltung der Wehrhaftigkeit in die Tat umzusetzen. Sie will zeigen, daß aber nicht allein der Geist, der Glaube maßgebend ist, sondern daß hinzukommen muß die Stählung des Körvers. Ein starker Geist, ein tiefer Glaube und stahlharter Körper, das ist es, was den echten deutschen Mann ausmacht Wenn wir den deutschen Menschen formen wollen, so wie es Gegenwart und Zukunft erfordern, dann müssen wir uns auf die vom Führer gestellte Aufgabe besinnen, Deutschland braucht in der Gegenwart und Zukunft harte, entschlossene und entschlußfreudige Männer, die bereit sind, Verantwortung zu tragen. Es ist heute nicht mehr notwendig, im deutschen Volke den Willen und die Begeisterung für die Wehrhaftmachung zu wecken. Das taten die Männer der Sturmabteilungen schon in kleinen rauchigen Versammlungssälen in einer Zeit, da die Begriffe Deutschland und Vaterland verpönt waren und Betätigung und Einsatz dafür als ein Verbrechen erschien. Aber es ist notwendig, diesen Willen zur Wehrhaftmachung zu erhalten und zu vertiefen. Die gewaltige Einheit— starke Seele, gesunder Geist, gestählter Körper— zu formen, ist die Aufgabe der nationalsozialistischen Schulung und Erziehung. Darum ist die Erziehung des Menschen über den Körper hinaus ein Bestandteil des nationalsosia Erziehungs= systems überhaupt. Gewiß, Spiel und Sport wurde schon in alten Zeiten betrieken Jedoch wie ganz anders ist unser Ziel. Während man in vergangenen Zeiten dem Sport um seiner selbst willen huldigte, und den Einzelkörper in den MitInternalionaler Homöopakhischer Kongreß 14 MNB Berlin, 19. August.(Drahtb.) Die Freitagsitzung des Kongresses der Homoopathischen Liga war vorwiegend der Besprechung von Kinderkrankheiten gewidmet Dr. Aszmann=Dresden hielt einen Vortrag über homöopathische Konstitution und Kinderkrankheiten und zeigte dabei die festumrissenen Körperaufbauformen und die biologische Konstitution auf, die sich jeweils durch eine bestimmte Reaktions= und Krankheitsbereitschaft aufzeichnen Anschließend sprach Dr. Galeazzi=Rom über das Kinderauge und führte aus, daß man aus den Augenerkrankungen des Kindes die Konstitutionstypen ablesen könne. Es folgten noch einige Vorträge über die homöpathische Auffassung von Konstitutionskrankheiten und Behandlung alter, von denen besonders der von Voorhoeve Utrecht) über die Schwierigkeiten der Arzneiprüfung beim Kinde zu erwähnen ist. Gegen Schluß der Nachmittagssitzung wurden Vorträge über Abschnitte aus dem bedeutsamsten Werk Hahnemanns dem Oraanon, in ihrer Beziehung zum Stande der modernen Medizin behandelt. Am Freitagabend kand in den Festsälen von Kroll ein Festessen statt.— Für Sonnabend wurde ein Besuch der Führerschule der deutschen Aerzteschaft in Alt=Rehse vereinbart. Die Monöver auf Sizilien haben begonnen scher Geschichtsauffassung behandelten. Prof. Harold Steinacker-Innsbruck sprach über die Bedeutung der kleindeutschen, großdeutschen und volksdeutschen Geschichtsauffassung für das Auslandsdeutschtum. Der Zusammenhang der deutschen Volksgruppen untereinander und mit dem Reich könne sich nur vollenden in einem ge meinsamen Geschichtsbewußtsein, das sich auf alle Glieder des deutschen Volkskörpers richte. Der Redner zeigte zum Schluß auf, daß in der volksdeutschen Auffassung eine neue Reichsidee verborgen liege und mit ihr die Möglichkeit, das Verhälmis der Volksgruppen zu ihren Staaten und zum Binnendeutschtum auf eine gesunde Grundlage zu stellen und so den Weg zu finden zur Befriedung Europas. DMB Rom. 19. Aug.(Drahtb.) Die großen italienischen Sommermanöver auf Sin= lien haben in der Nacht zum Freitag begonnen. Sie dauern bis nächsten Dienstag einschließlich. Zwei Tage päter finden dann die Paraden des Heeres und der Flotte statt. Am selben Tage wird Mussolini in Palermo eine politische Rede halten. Der König von Italien und Kaiser von Aethiopien sowie der Kronprinz sind bereits im Kauptquartier in Castellvetrano nahe der Südküste Siziliens eingetroffen. In den Hauptabschnitten der Manöner wird sich auch Mussolini im Hauptquartier aufhalten. Zahlreiche Minister, Unterstaatssekretäre und Abgeordnete sowie hohe Parteipersönlichkeiten weilen im Manövergelände. Die neue estländische Verfassung Ueber die Psychologie der Umvolkung sprach Prof. Dr. Kroh=Tübingen. Der in einem fremden Volke lebende Mensch stehe ebenso wie die im fremdvölkischen Raum siedelnden Volksgrupven in einer Spannung, von deren Stärke sich derjenige kaum Rechenschaft zu geben vermöge, der als Gleicher unter Gleichen im heimischen Naum eines geeinten Volkes leben dürfe. Wie weit Menschen und Volksgruppen in dieser Spannung ihr Volkstum erhalten und sicherten, sei die Lebensfrage des Auslandsdeutschtums. Die Stärkung aller Faktoren, die gegenüber den werbenden und zwingenden Kräften der fremden Volkswelt Halt verliehen, sei das wirksamste Mittel zur Bekämpfung der Umvolksgefahren. Gemeinschaftswille, Selbstbewußtsein, Geltungsglaube, Lebenskraft, überlegene Leistung und völkischer und rassischer Instinkt seien Faktoren, die diesen Halt steigern könnten. in der Nationalversammlung eingebracht DNB Reval, 13. August.(Drahtb.) Das Gesetz über das Inkrafttreten der neuen Verfassung ist jetzt in der Nationalversammlung eingebracht worden Danach tritt die neue Verfassung 120 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Staatsanzeiger in Kraft. Vom Augenblick der Verkündung der neuen Verfassung übt der amtierende Staatsälteste seine Pflichten unter der Amtsbezeichnung„Staatzverweser“ aus. Die des neuen Parlaments erfolgt zu einem vom Staatsverweser festgesetzten Zeitpunkt, mit der Maßgabe, daß das Parlament spatestens zum 2. April 1938 zusammentreten kann. Offiziere in Bagdad verhaftet MB Baadad. 13. August(Drahtb.) Am Donnerstag spät nachmittags wurden einige Offle ziere der Garniion Bagdad verhaftet, da man ne mit der Ermordung des Generals Bekir Sidko un des Chefs der Luitwafse, Mahmud Ali Jawan in Zusammenhang bringt. Die Telesonverbindun und der Eisenbahnverkehr mit Mossul waren zeiweise unterbrochen Der Fakir von Jpi macht Frieden telpunkt stellte und nur aus Höchstleistungen sah, fordern wir die körperliche Ertüchtigung der breiten Massen, weil wir dem großen und hehren Gedanken dienen wollen, für die Erbaltung der Wehrkraft unseres Volkes nicht nur einige, sondern alle zu erfassen. Damit lehnen wir Spitzenleistungen im Sport keineswegs ab, wie der Nationalsozialismus überhaupt Höchstleistungen nie seine Anerkennung versagt hat. Sie dienen dazu, auf allen Gebieten die Gesamtdurchschnittsleistung zu beben. Wenn wir trotzdem unsere Aufgabe darin erblicken, in erster Linie die Breitenarbeit zum Erfolg zu führen, so desbalb, weil eine erfolgreiche Breitenarbeit das Entscheidende ist Das Ergebnis gemessen an dem Nutzen, den sie für das Volk hat, beweist ihre Richtigkeit. In kämpferischer Einsatzbereitschaft hat die SA. ihren Willen geübt und ihren Körper gestählt Deshalb bin ich der Auffassung, daß heute der Wehrsportgedanke in das Volk hineingetragen werden muß. Es ist selbstverständlich, daß der Gemeinschaftskampf einen besonders breiten Raum im Sportprogramm der SAl. ein nimmt. Es soll ja gerade erreicht werden, daß jeder sich als Gliey der Gemeinschaft tübil und sein Handeln nur von dem einen Gedanken beseelt ist, nicht allein für sich, sondern für alle zu wirken In dieser Art der körperlichen Ertüchtigung kommt der ureigenste Grundsatz der SA. zum Ausdruck wir arbeiten an uns, um der Gemeinschaft zu dienen Nicht die einzelne Spinenleistung ist dabei das Wesentliche, sondern die Gemeinschaftsleistung. Die wehrsportlichen Uehungen sollen den Mut und die Kraft stahlen, sollen die jungen Männer abhärten. Kämpferischer Einsatz und Anstrengung sollen verlangt werden, aber das Entscheidende ist daß der Mann nicht erschöpft und ausgepum" am Ziel anlangt, sondern bis zum Schluß und gerade ame guie soldatische Haltung bewahrt. Aus dieser Grundeinstellung aeht hervor, daß für ort Snitenleistungen nicht das Ent scheidende sind, sondern die Gemeinschaftsleistung n erster Linie gepflegt wird. Der letzte so bat es der Führer bekohlen soll durch"rver liche Erziebung dazu gebracht werden. ein*“bereit einsapfahig nicht nur zu sein. sondern auch zu DNB London. 13. August.(Funkspr.) Nach Meidungen aus Nord= und Westindien rechnet man damit, daß der schon seit Monaten geführte Gebirgskrieg in Waziristan zwischen aufständischen Eingeborenen und indischen Truppen bald be endet werden kann. Der Fakir von Jpl und auch andere Stammeshäuptlinge haben sich verlautet, zu Friedensverhandlunge bereitgefunden, die befriedigend verlaufen sein sollen. Kevolte in Paraguay Wie Neuter meldet DNV London, 15. August.(Funkspruch.) Reuter aus Paraguay berichtet, sollen parag nische Marinestreitkräfte in den frühen Morgenstunden des Freitag gementert uns die Hauptstadt Asuncion besetzt haben. Et verlangten den Rücktritt der Regierung. Die Aufständischen in Paragvay in die Kasernen zurüchgebehrt— Verhandlungen eingeleitet. DMB London. 15. Aug.(Funkspr.) Wie aus Aluncion gemeldet wird, sind die aufständische Truppen in ihre Quartiere zurückgekehrt, duß es zu Blutvergießen gekommen ist. ranco und der Kriegsminister sollen jetzt mit de Führer der Aufständischen, Oberst Paredes. handeln Haupischriftleiter: Joseph Ha010 r Bochum i4 81. in Urn do= Stellvertreter des Hauptscheiftleiters: Peler 6 0.1 Haupüscheifilene Bochum. Verantwortlich: Für den polilischen, kulturpolitischen wg Unterhaltungsteili Josepd Hasler, Bochum is. Bl. fofalen in Vertreiung: Heter Schiffer6 Pochum: für Be Tell der Ausgabe Bochum: Peier Schiffers.1 der Ansgabe pochum: Peier Schiffers. 1 3. mgein tNg*.. Bochum: für Westdeulsche Umschau: Gevrn Krule, Bochum in 81 im Urlaub), 1 M. Merner den für das Verbreitungsgediet der Ausgade Nochum une Umbruch: Werner Ar0ger. Bochum: für den 10re umbruch: Werner R0aet Bonum: iur der Ausgaben Hallingen und Esten=Steele: Tr. oalen sters. Essen=Steele: für Sport, Handel und Teil Waltenscheid: Ferdinand Julius Vande vurncie: nr eori, n Teil Waltenscheid: Ferdinand Julius“and gür für den Bilderdienst die einzelnen Abteilungsteiteren den Anzeigentell Bochum: Karl Len4e Poionegn Anzeigentel Haitingen u teciet ann eae a sur den Angeigenteil Wattenscheit: Hermann rd senscheid- Zur Zeit in Preislifte r V Ennepe=Ruhr= Sieeler Zeilung Morgenzeitung Wattenscheid über 1100). Vochi Ein Bochum inW Oberbürgermeister scheider Ratsherren ge Sitzung geladen, in der berigen Stadtrechtsrates m das Amt des haupta nahm. Das Amt des 2 6 Bürgermeiste enscheid bisher ehrenar Besenberg verwaltet, ehrenamtlichen Beigeordn latzung der Stadt Wat mend abgeändert. bütgermeister ein haupt zwei ehrenamtliche Bei Sahl der Ratshe früher 28— festgesetzt. Werner Osenbrüc 004 in Bochum geboren und das Gymnasium best den Universitäten Münst Koln Wirtschafts= ur Ablegung der Diplomprü er auch das erste juristische das zweite juristische Sta zeitig das Patent als Nopember 1934 ab mar der Stadt Wattenscheid 1 1035 zum Stadtassessor in das Beamtenverhältnig 2. September 1936 ale Vorschlag des Beauftrag vom Oberpräsidenten zun muptamtlichen Bürgermei herrensitzung nahm Oberl ein gebürtiger Bochumer, des neuen Bürgermeisters Beitellungsurkunde. Be der Gefolgschaft der st N39AP hießen den nei lichen Worten willkommer nationalsozialistischer Bem ters zum Wohle der St. Jamit hat Bochum wie letzten Jahren wiede einen leitenden Vermaltu Die Straße Donnerstag wurde zu dem Eschweg ein Fußgd angefahren. Der Passant andlung begeben. Gegen 19 Uhr raße ein Zulamm einer Radfahrerin. leichten Gesichtsvei dem Fahrrad mit. chingen am linke Wichtia fü Vortrag über die Alter schaft deute findet in Boch potel„Bochumer Hof“. der Fachschaft„art Sonderbeauftragten Durchführung der Alt dem Gebiete der Artistik Alle Unternehmer u " den Kreisen Bochum mitigt sind werden teresse ersucht, an diese Fachschaft„Arti Vikar Röll nt Die August de Propsieipfarne Jahren sein nen N Stadtlei indende Vers dem Monat Homöopakhischer ngreß ugust.(Drahtb.) Die Frei Pomdovathlchen der Besprechung von Kinewidmet hielt einen Vortrag onstitution und Kinder= dabei die festumrissenen ind die biologische Konstiweils durch eine seitsbereitschaft aufzeichnen r. Galeazzi=Rom üborte aus. daß man aus Kindes die Konstitutionsfolgten noch einige Vorpische Auffassung von Kond Behandlung im Kindesers der von Voorhoeve dierigkeiten der Arzneiprüwähnen ist. Geger Schluß vurden Vorträge uver Abamsten Werk Hahnemanns r Beziehung zum Stande behandelt. ind in den Festsälen von statt.— Für Sonnabend Führerschule der deutschen se vereinbart. r auf Sizilien begonnen g.(Drahtb.) Die großen nermanöver auf Sum Freitag begonnen. Sie lag einschließlich. Zwei Tage maden des Heeres und der age wird Mussolini in halten. Der König von ethiopien sowie der Kronpiquartier in Castellvetrano ens eingetroffen. In den öner wird sich auch Musso= alten. Zahlreiche Minister, Abgeordnete sowie hohe n im Manövergelände. sische Verfassung ammlung eingebracht ust.(Drahtb.) Das Gesetz der neuen Verfasationalversammlung ein= tritt die neue Versassung öffentlichung im StaatsAugenblick der Verkünung übt der amtierende hten unter der Amtsbe= weser“ aus. Die Wahl erfolgt zu einem vom ten Zeitpunkt, mit der iment spatestens zum W. en kann. gdad verhaftet aust(Drahtb.) Am Donwurden einige Offidad verhaftet, da man sie nerals Bekir Sidko und Mahmud Ali Jawan. Die Telesonverbindun mit Mossul waren zeitsi macht Frieden ist.(Funkspr.) Nach MelWestindien rechnet man Monaten geführte Gezwischen aufständischen sen Truppen bald ber Fakir von Ipl und iptlinge haben sich, wie nsverhandlunge jedigend verlaufen sein Paraguay r meldet ust.(Funkspruch.) ichtet, sollen paraguanarafte in den früben tag gementert und on besetzt haben. Sie der Regierung. n in Paragvay ehrt— Verhandlungen itet. g.(Funkspr.) Wie die aufständischen tiere zurückgenehrt, ohne gekommen ist.ver nister sollen jetzt mit Oberst Paredes, Samslag, den 14. August 1937 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 189— Seite 0 Nochum 14 Zi. in Urlaub). 6: Peler 6h.1fer. Bochumer Cageschronik Ein Bochumer Bürgermeister in Wattenscheid. Oberbürgermeister Pg. Petri hatte die Wattenscheider Ratsherren gestern nachmittag zu einer Sitzung geladen, in der er die Einführung des bisherigen Stadtrechtsrates Pa. Werner Osenbrück i das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters vornahm. Das Amt des Bürgermeisters wurde in WatImmer wieder Fahrraddiebstähle Wann endlich werden keine Rader mehr auf den Straßen abgestellt? Am 7. August gegen 21 Uhr wurde ein vor dem Hause Pieperstraße 13 abgestelltes Herrenfahrrad Marke„Göricke“ und am 10. August in der Zeit von 1—2 Uhr ein vor dem Hause Alleestraße 87 abgestelltes Herrenfahrrad Marke„NSU“ gestohlen. Wer hat die Diebstähle beobachtet oder wer kann sonst sachdienliche Angaben machen? Angaben die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 243. + Wieder ein Bauabschnitt fertig. Die Vorbereitungsarbeiten zur Höherlegung der Gußstahlstrecke jenseits des neuen Anschlußgeleises des Bochumer Vereins bis zum Einlauf in das Gebäude des Hauptbahnhofes Süd sind beendigt worden. Die Laufstreche des westlichen Bahngleises ist völlig frei und zur Aufnahme der Höherlegungsbauten hergerichtet. Man geht jetzt für diese Gleisstrecke an die Herrichtung und Aufführung der Betonpfeiler heran, die für die Streche Gußstahl=, Maarbrücherstraße bis jenseits der Marienstraße erforderlich sind. In dieser Arbeit wird jetzt im Streckenabschnitt der Rott= und Diekampstraße begonnen. Am Donnerstag hat in diesem Abschnitt die Heranschaffung des Verschalungsmaterials eingesetzt. Bürgermeister Olenbrück. Privalafnahme enscheid bisher ehrenamtlich von dem Pg. Hugo Besenberg verwaltet, der nun die Stelle des 1. ehrenamtlichen Beigeordneten einnimmt. Die Haupt= latzung der Stadt Wattenscheid wurde entsprecend abgeändert. Danach stehen dem Oberbütgermeister ein hauptamtlicher Bürgermeister und zrei ehrenamtliche Beigeordnete zur Seite. Die Sahl der Ratsherren wurde auf 25 früher 28— festgesetzt. * Werner Osenbrüchk wurde am 30. September 004 in Bochum geboren, wo er auch die Volksschule und das Gymnasium besuchte. Er studierte dann an den Universitäten Münster, Heidelberg, Kiel, Berlin und Koln Wirtschafts= und Rechtswissenschaften. Nach Ablegung der Diplomprüfung für Volkswirte bestand er auch das erste juristische und am 30. Oktober 1934 das zweite juristische Staatseramen, wobei er gleichzeinig das Patent als Gerichteassessor erhielt. Vom Nlopember 1934 ab war er zunächst informatorisch bei der Stadt Wattenscheid tätig, wurde am 1. Oktober 735 zum Stadtassessor unter gleichzeitiger Berufung in das Beamtenverhältnis ernannt und war seit dem . September 1936 als Stadtrechtsmat tätig. Auf Varschlag des Beauftragten der NSDAP wurde er vom Oberpräsidenten zum ersten Beigeordneten und mupsamtlichen Bürgermeister ernannt In der Ratsherrensitzung nahm Oberbürgermeister Petri, ebenfalls ten gebürtiger Bochumer, die feierliche Einführung des neuen Bürgermeisters vor und überreichte ihm die Bestellungsurkunde. Vertreter der Beamtenschaft, GGefolgschaft der städtischen Betriebe und der AP hießen den neuen Bürgermeister mit herzschen Worten willkommen, der gelobte, sein Amt als notionalsozialistischer Beamter und Soldat des Fühsum Wohle der Stadt Wattenscheid zu führen. samit it Bochim mie schon so oft und besonders in letzten Jahren wieder den umliegenden Städten einen leitenden Verwaltungsbeamten gegeben. Augen auf! Die Straße birgt Gefahren! Vonnerstag wurde zwischen 17 und 18 Uhr auf Eschweg ein Fußgänger von einem Radfahrer angefahren. Der Passant mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. * wegen 19 Uhr erfolgte auf der Röhlinghauserriße ein Zulammenstoß zwischen einem Kraftrad und tiner Radfahrerin. Während die Radfahrerin mit Gesichtsverletzungen davonkam, erlitt ein auf ahrind mitgeführtes fünfjähriges Kind Quetmningen am linken Unterschenkel Wichtig für Artisten vortrag über die Altersversorgung in der Fachschaft„Artistik“ deute findet in Bochum nachmittags 3 Uhr im Torel„Bochumer Hof“, Alleestraße 17. eine Tagung amwa" statt, auf welcher Zonderbeauftragten der Reichsfachschaft zur Lurchführung der Altersversorgung auf dem Gebiete der Artistik sprechen werden. sue Unternehmer und Berufsartisten, welche eden Kreisen Bochum und Hagen ansässig oder ssrigt sind werden in ihrem eigenen Inene ersucht, an dieser Tagung keilzunehmen. Ffachschaft„Artistik", Gau Westfalen=Süd. dar Nolle zum Pfarrer in Hattingen er6. Die erzhischöfliche Behörde ernannte am Pro den Vikar Franz Wälle von der dzum Pfarrer in Hattingen. Seit Jahren war Vikar Rölle in Bochum tätig Er da tein neues Amt am 1. September antreten dem lleihamt Bochum Auf die am Donnerstag, e. August, im Stadtleihamt, Trankgasse 5, statiVersteigerung der verfallenen Pfänder aus Dezember 1936 wiro aufmernsam Ob heiter oder trübe wir freuen uns auf das Wochenend Da ärgert sich der Daheimgebliebene... So geht es nun schon seit einigen Wochen. Fast jeden Morgen, wenn der Briefträger die Post übergibt, befindet sich dabei irgend ein Kärtchen aus einem wundervollen Fleckchen unseres Vaterlandes, das ein lieber Bekannter aus seinen Ferien zu mir in die Stadt der Kohle und des Eisens(damit dürfte alles gesagt sein) schickt. Sehr freundlich von ihm. daß er auch in den Tagen, da seine einzige Sorge in der Beantwortung der Frage liegt:„Wie verbringst du den beutigen Tag am bequemsten?“ an mich armen Teufel denkt, der daheim geblieben ist. seine Tage mit Arbeit an staubmodrigen Akten, hinter der Drehbank oder in der glutenden Hitze drautzen verbringen muß. Ob er meint, daß eine Karte mit einem himmelblauen See. schneebedeckten Bergen und fröhlichen Ausflüglern mir auch einen Schuß Ferienstimmung versetzt, er mich also gewissermaßen an seinem Ferienglück teilhaftig werden lassen will? Oder soll es etwa heißen: Ach du armer Teufel, bist doch zu bedauern, du ahnst ja gar nicht. wie schön die Welt ist und wie gut man es haben kann. O bitte. daß wissen wir Daheimgebliebenen auch, aber jeder hat es eben nicht so gut getroffen, daß er vier Wochen in die Sommerfrische fahren kann. Na. und wenn schon, wir halten's auch so aus! ... und wenn er daran denkt, freut er sich! Da traf ich gestern einen guten Freund, der ge rade aus dem Urlaub kam. Auf meine wißbegierige Frage:„Na, wie war es denn?“ erhielt ich eine etwas ungewöhnliche Antwort:„Herrlich natürlich, aber weist Du... Es ist nicht zu leugnen— so richtig. hundertprozentig gut schläft man immer nur im eigenen Bett! Weißt du, das ist immer der wunde Punkt au“ meinen Reisen. Im vergangenen Jahr an der See habe ich Betten gefunden, eine Sorte für sich. Die Luft ist immer sehr seucht, da ballen sich die Federn leicht zu Klumpen. Die Nächte sind kühl. man freut sich, ein Federbett erwischt zu haben. Mitten in der Nacht wird man wach und fröstelt. Die Federn sind in dem lose gestopften Bett zur Seite gerutscht, überm Körper hat man eigentlich nur den Bezug! Diesmal hab ich's in Bayern versucht. Nicht in einem hochmodernen. seudalen Hotel, in einem netten Gasthof mit typischen Bauernbetten. Die sind ein bischen hoch. also mit Hechtsprung hinein und dann versinkt man zwischen schweren, haushohen Federbetten. TagsBangewerkeninnungfeiert Richtfest Eine vorbildliche Lehrwerkstätte für die Ausbildung des Nachwuchses hebung des Berufsstandes und Weckung der Berufsehre Bereits seit einiger Zeit werden von der Bochumer Baugewerkeninnung zur Ausbildung ihres Nachwuchses Lehrgänge durchgeführt, die den Zweck haben, die jungen Berufsanwärter bereits vor dem Eintritt in die Lehre in praktischer Form mit den notwendigen Kenntnissen ihres Berufes vertraut zu machen. Gerade das Maurerhandwerk erfordert eine besondere Liebe zum Beruf, und muß schon rechtzeitig seine Lehrlinge und Anwärter mit den besonderen Bedingungen dieses Berufes vertraut machen. Aus diesem Grunde ist die Bochumer Baugewerkeninnung dazu übergegangen, eine eigene Lehrwerknatt ein zurichten, und zwar auf dem städtischen Gelände in der Hofsteder Straße, dessen Richtfest gestern unter Anteilnahme der führenden Persönlichkeit der Kreisbandwerkerschaft der Innung, des Arbeitsamtes usw. begangen werden konnte. Der Uebungsleiter Hilker begrüßte die erschienenen Gäste, in erster Linie den Obermeister Gründer, ferner den Beauftragten für die Lehrlingsausbildung, Maurermeister Mosecke, den Ge schäftsführer des Bezirksverbandes, Dr. Teller aus Dortmund, den Arbeitsamtsdirektor Kampmann, ferner den Geschäftsführer der Baug werkeninnung Dr. Grünewald, Obermeister Schramm als Vertreter der Kreishandwerkerschaft und die Vertreter der Presse. Er schilderte dann in kurzen Zügen noch einmal die Aufgaben der Lehrwerkstatt. 10 Wochen werden die Jungen hier ausgebildet und erhalten nach dieser Zeit ein Zeugnis des Schulungsleiters. In dieser Lehrwerkstatt stehen ein großer Arbeitsraum, ein Aufenthaltsraum, und ein Waschraum neben den Räumen des Schulungsleiters zur Verfügung. Der Zweck dieser Lehrwerkstätte besteht auch darin, daß sich möglichst viele Jungen dem Baugewerbe zuwenden und daß sie die Gewähr haben, daß sie= hier eine gute Ausbildung erfahren, zumal diesen Jungen ja eine ständige Beschäftigung im Baugewerbe zugesichert werden kann. Falls die Witterung des Winters z. B. die Durchführung bestimmter Bauarbeiten nicht gestattet, können die Lehrlinge der verschiedenen Kurse noch einmal zu kürzeren Lehrgängen, die etwa 14 Tage bis vier Wochen dauern, wieder zusammengefaßt werden. — Mit dieser Werkstatt hat das Bochumer Bauhandwerk ein Werk geschaffen, das vorbildlich genannt werden kann, und das geeignet ist, den Nachwuchs des Berufes in entsprechender Weise sicherzustellen und für eine gute Ausbildung und Berufsfreude des Nachwuchses des Baugewerbes zu sorgen, die hier besonders unter der Leitung des berufserfahrenen Meisters Hilker eine gute Ausbildung erfahren werden. Nach der Begrüßung durch den Uebungsleiter nahm noch der Obermeister der Innung Gründer die Gelegenheit wahr, auch seinerseits die erschienenen Gäste und die Jungen besonders zu begrüßen, und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch durch diese Maßnahme mancher Junge leichter den Weg zum Bauhandwerk finden würde. Die Feier wurde mit einem dreifachen SiegHeil auf den Führer und das Vaterland und dem Gesang der Nationallieder beschlossen.— Ein kleiner Richtfest=Imbiß hielt die Jungen und die geladenen Gäste noch einige Zeit in froher Runde beisammen. über waren es dreißig Grad, ich will sie etwas zurückschieben, es geht nicht, sie sind zu schwer und fallen immer wieder zurück. Und dann erst die Matratzen..!“ Während dieser Rede überkam mich ein seltsames Glücksgefühl, ich freue mich jetzt schon wieder auf mein Bett heute abend, in dem ich prächtiger und sorgenloser als die Prinzessin auf der Erbse ruhen werde. So hat das Daheimbleiben auch seine angenehmen Seiten. Sensenlied— Erntelied Und heute am Wochenend werde ich wieder einen Gang vor die Felder tun. So tue ich es während der Ernte immer. Jetzt erst verstehen wir wieder recht, was das heißt: Ernte halten!„Kein Klang von allem, was da klingt, geht über Sichelklang!“ Ueber der Erntearbeit hat immer etwas Heiliges gelegen. Ernst und Freude dieser Zeit haben in den alten Gesängen ihren Niederschlag gefunden. In diesen Tagen hat man in GroßBochum reichlich Gelegenheit, die Flachsernte zu beobachten. Ich sah einer alten Frau bei der Arbeit zu. Sie stammte aus einer anderen Gegend Westialens und erzählte mir, daß sie beim Flachsriffeln früher folgenden Vers gesungen hätte: Wat schwemmt op uassem Duike(Teiche)? Mn. nana, sassa, hoho! Eune hoale Tunne! Mn. nana, sassa, hoho! Allwei(Wer) do satt drinne? Mn. nana, sassa, hoho! usw. Es lohnt sich wihrhaftig, die alten Leute einmal nach Ernte= und Schnitterliedern zu fragen. Sie bergen oft nützliche Weisheiten, dann wieder Witz und Humor. Zudem ein solcher Spaziergang ist ein prächtiger Ferienersatz. Und wer zu Hause einen Sprößling hat, möge ihn mitnehmen, auf den Stoppelfeldern kann er herrlich seinen Drachen steigen lassen Vieltausend atmen erleichtert auf! Ja morgen ist es endlich so weit, die schreckliche. fußballose Zeit hat ein Ende! Von morgen an wird also wieder jeden Sonntag mit der auserwählten Mannschaft Freud und Leid geteilt. Ob's schon die Ehehälfte ist oder nur ein Gespusi, ein echter Fußballanbänger kennt da Sonntags kein Erbarmen. Da müssen die anderen halt so lange zu Hause warten, bis das Spiel zu Ende ist und erst dann ist Zeit zum gemeinsamen Spaziergang. Die letzten Sonntage während der Fußballpause waren fürchterlich langweilig. Man wußte nicht, wie die Zeit totzuschlagen war. Da loben sie sich doch die Fußballsaison, wo es jeden Sonntag etwas Belonderes gibt. Es soll sogar Fußballfanatiker geben! Ihnen wird an diesem 15. August bestimmt ein Stein vom Herzen fallen. Und was bringt uns das Wochenend? Wir haben nor einen Wunsch: Hoffentlich gutes Wetter! Wenn auch die Hundstage fällig sind, daß die Stadt wie vergangenen Sonntag zum Brutkasten wird, ist nicht unbedingt notwendig. Aber so ein bißchen Sonne und strablender Himmel kämen uns gerade recht. Größere Veranstaltungen sind nicht vorgesehen. Ueberall Ferien. man gönnt sich Rube und Ausspannung. um für kommende Großkampitage gerüstet zu sein. Nar der Arbeitswoche wollen wir wieder einmal richtig ausspannen, und uns nach Möglichkeit bei Mutter Grün erholen und Montaa morgen, wenn die Pklicht wieder ruft, sagen: Unsere Kursferien waren prächtig! Nun denn. alter Herr Petrus tu uns den Gekallen, drück ein Auge zu und schenk uns gutes Wetter! Hochumor Lohon in Zohlen Monatsbericht des Statistischen und Wahlamtes der Stadt Bochum für Juli 193: Am 1. Juli 1937 betrug die Einwohnerzahl der Stadt Bochum 314 226, am 31. 7. 314 101. 217 Ehen wurden geschlossen. Geboren wurden 107 Kinder, gestorben sind 211 Personen. Die häufigste Todesursache lautete in 28 Fällen auf Krebs gegen 33 Fällen im vorigen Monat. Weiter folgten Herzkrankheiten mit 25, im Vormonat 28. An Lungenentzündung starben im Juli 24 Personen und an Altersschwäche 19 Personen. 13 Personen starben an Tuberkulose. 9 Personen verunglückten tötlich und 4 Personen begingen Selbstmord. An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 50(122), Genickstarre 1(1). Scharlach 31(43), Kindbettfieber 1, Lungentuberkulose 37(52). In den Bochumer Krankenanstalten betrug der Krankenbestand am Schlusse des Monats Juli 199 gegenüber 2100 Ende Juni 1937. Fertiggestellt wurden 11 Wohnhäuser. Für 34 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis erteilt und für weitere 13 Wohnhäuser wurde die Bauerlaubnis beantragt. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger beim Arbeitsamt Ende Juli betrug 1164, beim Wohlfahrtsamt 8317. Insgesamt wurden beim ArLebrtinge unter dem Richtkranz. SK-Fotos: Herker Uebungsleiter Hilker bäkt vom Dach der Lehrlingswerkstatt die Begrüßungsansprache. 4. beitsamt unterstützt 3220 Personen und beim Wohlfahrtsamt 17363 Personen. Am Schlusse des Monats Juli waren in Bochum noch 22 männliche und 314 weibliche Arbeitsuchende vorhanden. In den städtischen Badeanstalten(außer Freibädern) wurden im Monat Juli 21 302 Schwimmbäder, 1369 Wannenbäder, 807 Heilbäder und 3946 Brausebäder abgegeben. Die Berufsfeuerwehr wurde 12mal zu Bränden alarmiert und 5mal zur Hilfeleistung, ohne daß eine Feuersgefahr vorlag. Einmal wurde die Feuerwehr böswillig alarmiert Im städtischen Schlachthof wurden geschlachtet: 7 Stück Rindvieh, 1059 Kälber, 3116 Schweine, 54 Schafe, 7 Ziegen und 4 Pferde. In diesen Zahlen sind Schlachtungen für das Stadtgebiet Herne enthalten und zwar: 184 Stück Rindvieh, 91 Kälber, 567 Schweine und 9 Schafe. Bochumer Marine-HJ auf großer Wasserfahrt Gestern verließen die Jungen Bochum— Morgen ist der Start in Höxter Wir haben schon darauf hingewiesen, daß sich auch Einheiten der Bochumer Mariae=Hitlerjugend an der großen Weserfahrt beteiligen. Gestern morgen traten 24 Bochumer Jungen die Fahrt nach Höxter zum Vorbereitungslager an, nachdem der eigene Kutter heute vor acht Tagen in Blankenstein verladen wurde und den Weg über den Schienenstrang zum Ausgangspunkt der Reise, nach Höxter nahm. Von hier aus werden Sonntag die Anter gelichtet, um die Großwasserfahrt auf der Weser anzutreten. Mit der Flotte von 37 Kuttern und einer Anzahl Motorvooten wird die 300köpfige Besatzung die über 600 Klm. lange Strecke von Höxter bis Wilhelmshaven zurücklegen. Seit Tagen schon rüstet die Weserstadt Hörter für den Empfang der Besatzung, und alle Weserstädte und Dörfer werden den„Blauen Jungens“ einen herzlichen Empfang bereiten. An der Fahrt nimmt auch eine Gruppe ungarischer Jugendführer unter Führung des Bundesfeldmeisters Bélasvalvi teil, um einen Eiablick in die Ausbildung der Marine=HJ zu gewinnen. Nach mehreren Tagesstrecken von je 40 Klm. wird die 4 Klm. lange Schiffseinheit am 17. August in Vlotho eintreffen, um ein großes Zeltlager auf den Weserwiesen zu beziehen. Am nächsten Tag unternimmt die Besatzung mit ihren ungarischen Gästen eine Autobusrundfahrt in das Weserbergland. Auf dieser Fahrt werden u. a. die Städte Herford, Enger, Bünde, Börninghausen, Lübbecke, Löhne und Bad Oennhausen berührt. Nach der Zurücklegung der nächsten Wasserstrecke von Blotho über Minden nach Petersbagen wird am 19. August der Reichssender Köln das Geschwader in Petershagen erwarten und von dort das Landemanöver und die Empfangsfeierlichkeiten übertragen. Die Weiterfahrt auf der Unterweser bringt als Höhepunkt eine Großveranstaltung in Hova am 22. August. Besonders erlebnisreich wird für die Jungen und ihre ungarischen Gäste der Aufenthalt in Bremnen, Bremerbaven und Wilhelmsbaven sein. Von Bramerhaven wird die gesamte Schiffsbesatzung von mehreren Schiffseinheiten der Kriegsmarine nach Wshelmshaven gebracht, und als Gäste der Kriegsmaeine werden die westfälischen Jungen u. a. das Venzerschiff„Deutschland“ und die Werftanlan besichtigen. Wiederimpfungen in Bochum beginnen am 6. September. Die diesjährigen öffentlichen Wiederimpfungen in der Stadt Bochum beginnen am 6. September. Impfpflichtig ist jeder Zögling einer öffentlichen Lehranstalt oder einer Privatschule, mit Ausnahme der Sonntags= und Abendschulen, innerhalb des Jahres, in welchem der Zögling das 12. Lebensjahr zurücklegt, sofern er nicht nach ärztlichem Zeugnis in den letzten fünf Jahren die natürlichen Blattern überstanden hat oder mit Erfolg geimpft worden ist. Die Erziehungsberechtigten, die besondere Vorladungen zur Impfung erhalten, haben dafür zu sorgen, daß die Imprlinge mit reinem Körper und sauberer Kleidung an den in den Vorladungen vermerkten Stellen und zu den angegebenen Zeiten pünktlich erscheinen.— Soll ein Impfling durch einen Privatarzt geimpft werden, so ist dies vor dem öffentlichen Impftermin unter Angabe der Impflisten-Nummer mündlich oder schriftlich dem Gesundheitsamt der Stadt Bochum, Albertstraße 13, 2. Obergeschoß, Zimmer 12, mitzuteilen. Die Vornahme der Privatimpfung hat aufeigene Kosten zuerfolgen. Bis Ende 1937 muß die Impfung erfolgt oder der vorgeschriebene Nachweis erbracht sein, daß die Impfung aus einem gesetzlichen Grunde unterbleiben darf. Die Restanten der Wiederimpflinge aus den Bezirken B.=Altstadt, B.=Grumme, B.=Hamme, B=Hoksiede und B.=Wiemelhausen kommen hierfür nicht in Frage, da dieselben bereits im Mai bezw. Juni geimpft oder zur Impfung aufgefordert sind. Erziehungsberechtigte, denen keine Impfvorladung zugestellt worden ist, haben sich diese beim Gesundheitsamt ausstellen zu lassen. NSG. Tüchtige Polizei=Sportler aus WestfalenSüd. Bei den deutschen Polizeimeisterschaften in Frankfurt am Main wurde nicht nur der behannte Svortler Lutz=Dortmund Meister, sondern auch zwei weitere Polizisten aus dem Gau Westfalen=Süd errangen Meisterwürden. Heinz Trippe aus Stockum wurde Polizeimeister im Diskuswerfen und im Steinstoßen vor dem Olympiasieger Woellke, und Wachtmeister Richard Wagner aus Erndtebrück siegte im Handgranaten=Weitwurf. )( 25jähriges Ordensjubiläum. Pater Rektor Georg Brauer aus dem Redemptoristenkloster in Bochum begeht am morgigen Sonntag sein 25jähriges Ordensjubiläum. )( Religiöse Morgenfeiern im Deutschen Rundfunk. Sonntaa, dem 15. August, hören Sie katholische Morgenfeiern über die Reichssender München 8.55 Uhr: Ansprache: Domkapitulor Simon Jrichl, München; Frankfurt 9 Uhr: Uebertragung aus der St. Emmeranskirche zu Mainz, Ansprache Dr. K. Schmitt, und Köln 9 Uhr: Ansprache:„Das Gebet des Herrn". Evangelische Moraenfeiern über die Reichssender Stuttgart 8,30 Uhr: Ansprache: Pfarrer Emlein; Berlin 8,55 Uhr: Ansprache: Martin Perwitz, und Königsberg: Ansprache: Pfarrer Leitner. Einen Augenblick bitte Wissen Sie schon... .... ... daß im Monat Juni in Bochum 43 Scharlacherkrankungen vorgekommen sind? Von dieser Krankheit wurden im genannten Monat im Ruhrkohlengebiet insgesamt 634 Personen betroffen, von denen vier verstarben. * ... daß man in diesen heißen Tagen möglichst helle Kleidung tragen soll, da Fliegen und Insekten bei heißem Wetter von dunkeln Kleidern weit mehr als von hellen angezogen werden? * ... daß die Einwohnerzahl Bochums nach den neuesten Statistiken 314 101 beträgt? Es leben in Bochum 158 351 Frauen und 155 750 Männer. * ... daß Speisen nicht anbrennen, wenn man in den Kochtopf eine einfache Kindermurmel (Knickel) hineinlegt, die man vor dem Anrichten wieder hinausnimmt? Die rollende Bewegung der Murmel verhindert das Anbrennen. * ... daß der Geburtenüberschuß im Monat Mai in unserer Stadt 195 Söpfe betrug? Diese Zahl verteilt sich fast gleichmäßig auf Mädchen und Jungen und zwar wurden von letzteren 98. Mädchen dagegen 97 geboren. * ... daß es sogar Menschen gibt, die sich selbst im Tod noch nicht von einem Geschenk trennen mögen? Eine kürzlich in London verstorbene Frau hat nämlich bestimmt, daß ihr Sonnenschirm mit ihr begraben werden soll. Es war ein Geschenk ihres längst verstorbenen Bräutigams. * .. daß es in Bochum nach der Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1936 41 676 Schulkinder gab? Ihr Anteil an der Gesamtbeyölkerung in Prosenten ausgedrüicht beträgt 13 30 von Hunder“ ... daß wässerige Kartoffeln wieder mehlig werden, wenn man sie in die Rähe des Ofens bringt und dort einige Zeit trocknen läßt? * ... daß festgestellt wurde, daß aus den Abfällen unserer Stadt jährlich 4000 bis 5000 Schweine gemästet werden können? Aus diesem Grunde wurde der Bau einer Schweinemastanstalt in Angriff genommen, in der 400 bis 500 Schweine gemästet werden können. * ... daß es im Jahre 1925 in Bochum 6246 Personen gab, die 65 Jahre und älter waren, daß diese Zahl im vergangenen Jahr dagegen 13 687 betrug? * ... daß der Kampfer nicht nur in der Hand des Arztes Verwendung findet? Der Techniker braucht ihn zur Herstellung von Zelluloid und von Sprengstoffen. * .. daß für Heizung und Erhaltung der Lichtund Uhrenanlagen unserer Stadt jährlich mehr als 550000 Mark aufgewendet werden müssen? * . daß die Stadt Barcelona von Kamilear Barcas, dem Vater des großen karthagischen Generals Hannibal, gegründet worden ist? * .daß der Wanderungsverlust unserer Stadt im Monat Mai 663 Personen betragen hat? Und zwar zogen von Bochim 411 weibliche und 282 männliche Personen fort. * ... daß die wirtschaftliche Lage der Filmdarsteller, von den großen Stars abgesehen, bei weitem nicht so rofig ist, wie es oft den Anschein hat? Nach einer neuesten Zahlenaufstellung haben von den in der Fachschaft Film gemeldeten 1000 Darstellern nahezu 2000 in den letzten beiden Jahren fast gar neine Beschäftigung gefunden. Auch zwei Bochumer dabei Werkscharen wurden ausgezeichnet Ein handwerklicher Wettbewerb- 8 Preisträger aus Westfalen-Süd NSG. Um einen Ueberblick darüber zu gewinnen, inwieweit die in den Werkscharen zusammengefaßten Arbeitskameraden der Grundvoraussetzung entprechen, neben der charakterlichen Unantastbarkeit die tüchtigsten und fleißigten Gefolgsmänner zu sein, hatte die Reichowerkscharführung einen handwerklicken Wettbewerb ausgeschrieben, der für die besten Arbeiten Auszeichnungen vorsah. Es galt, in freiem Wettbewerb ein Abbild der Arbeit zu schaffen, wobei es der Intelligenz und der Tüchtigkeit des Einzelnen überlassen blieb, wie er seiner Arbeit Form und Ausdruck gab. Richt etwa, daß von einem Automobilbau tätigen Werkscharmann die Herstellung eines Zweisitzer ober einer Limousine verlangt wurde, nein, die Anfertigung eines kunstvollen Teiles oder eines künstlerisch stilisierten Modells oder Arbeitszeichen entsprach schon den Wettbewerbsbedingungen. Die Ausschreibung des Wettbewerbs hatte bei den Werkscharen des Gaues Westfalen=Süd einen freudigen Widerhall gefunden. In vielen Betrieben gingen die Werkscharen an die Zusammenstellung von Erzeugnissen deutscher Werkmannsarbeit. Alle möglichen Werkstücke wurden hergestellt, zum Teil in monatelanger mühevoller Arbeit. Diese Werkstücke sind nunmehr von der Reichsweckscharführung begutachtet und bewertet worden. Acht Werkscharen des Gaues erhielten Auszeichnungen, und zwar vier für hervorragende und vier für gute Werkstüche Es sind dies die Werkscharen der Firmen Akkumulatorenwerk Hoppecke, Kleinbahn Ruhr=Lippe, Messinqwerke Lippstadt, Zeche Lothringen 4, Bochum=Gerthe, Bochumer Verein, Bochum. Dominitwerke A.=G. Hoppecke, Beumewerk GG. m. b. H. Hülten und die Werkschar der Küferei der Union=Brauerei in Dortmund. Leistungskampf der deutschen Betriebe Ein Fragehogen wurde verschickt NSG. Der Gauokmann der DAF. hat dieser Tage an sämtliche Betriebe, die sich um die Auszeichnung„Nationalsozialistischer Musterbetrieb“ und damit zum Leistungskampf der deutschen Betriebe gemeldet haben, einen Fragebogen verschickt Dieser Fragebogen muß in allen Teilen genau ausgefüllt und unverzüglich an den Gauobmann zurückgesandt werden. Besonders eingehend ist die 13. Fraae auszufüllen, die Aufschluß darüber wünscht, inwieweit im Betrieb der Gedanke der nationalsozialistischen Betriebsgemeinschaft verwirklicht ist. In dieser Spalte werden skizzenhaft alle die Leistungen aufgeführt, die auf sozialpolitischem Gebiet bisher erreicht wurden, beispielsweise Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Berufserziehung, Urlaub, AdF. usw. Ferner ist darauf zu achten, daß dem ausgefüllten Fragebogen zwei Exemplare der zur. zeit gültigen Betriebsordnung beigelegt werden. Nur dann, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Eingruppierung der Betriebsgemeinschaft in die Front der Leistungskampfbetriebe vorgenommen werden. Die Rechtsberatungsstelle der 9A3 bilft 12 000 suchten Rat. N3G. In allen Rechtsangelegenheiten, die das Arbeitsverhältnis betreffen oder sich aus einer öffentlich=rechtlichen Sozialversicherungs=(Kranken Invaliden=, Angestellten=, Knappschafts= und Arbeitslosenversicherung) bezw. einer gesetzlich zugelassenen Ersatzeinrichtung ergeben, werden die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront von den Rechtsberatungsstellen der DAF betreut. Sie erteilen nicht nur Rat und Auskunft, sondern stellen, wenn es nötig ist, auch vor dem Arbeitsgericht sowie den Versicherungs= und Spruchbehörden und für die Durchführung von Zwangsvollstreckungen rechtskundige Vertreter. Obwohl die Anzahl der Rechtestreitigkeiten stark zurüchgegangen ist, werden die Rechteberatungestellen der DAF immer noch stark von Rechtsschutz suchenden Volksgenossen in Anspruch genommen. So betrug die Besucherzahl in den Rechtsberatungsstellen des Gaues Westfalen=Süd der Deutschen Arbeitsfront im Monat Juli 12 487. Die arbeitsrechtlichen Streitfälle betrugen 853. Beim Arbeitsgericht wurden im Monat Juli 195 Klagen erhoben. Zur Vertretung dieser Klagen maren 472 Termine erforderlich. Die Zahl der Arbeitsgerichtsurteile betrug 102. Beim Landesarbeitsgericht wurden im Juli 10 Berufungen gegen erstinstanzliche Urteile eingelegt und 682 Sozialversicherungsverfahren anhängig gemacht. NSG. Iserlohn überreichte Gauleiter Wagner den Ehrenbürgerbrief. Als Vertreter der Stadt Iserlohn beluchten Oberbürgermeister Dr. Damrau, Kreisleiter Menze, die Ratsherren Hohmann und Vieler und Obersturmbannführer Dietmais Gauleiter Josef Wagner in Berlin, um ihm den Ehrenbürgerbrief zu überreichen. In einer hurzen Ansprache gab Oberbürgermeister Dr. Damrau der besonderen Freude aller Jserlohner Bürger Aus= druck, daß gerade Gauleiter Wagner der erste Ehrenbürger ihrer nun 700jährigen Stadt sei. Gauleiter Wagner war von dem künstlerisch hochwertigen Ehrenbürgerbrief freudig überrascht. Man merke 14. Auguft Samstag. den 14. August 1937. Sonnenausgang: 5.09, Sonnenuntergana: 19,59 Uhr Mondaufgang: 14,31, Monduntergang: 22.46 Erstes Viertel: 3.58 Uhr 1688 Friedrich Wilbelm 1. Konig von Preußen, in Berlin geb.(gest. 1710). 1861 Die Dichterin Marie Eugenie delle Grazie in Weißkirchen in Ungarn geb.(gest 1931) 1862 Großadmiral Prinz Deinrich von Preußen in Potsdam geb.(75 Jahre) 1865 Vertrag zu Gastein. 1867 Der englicche Schriftsteller John Galswortoy in Coombe. Surrey geb.(ges 1933). 1877 Fritz von Bodelschwingb. Leiter von Bethel. in Bielefeld geb.(60 Jahre) 1908 Der Philosoph Friedrich Paulsen in Seglitz gest.(geb. 1846). 1921 Der österreichische Deutschenführer Georg Ritter v. Schönerer auf Rosenau bei Zwettl gest.(geb. 1842). Sonntag. den 15. August 1937. Sonnenaufgang: 5.11, Sonnenuntergang: 19.57 Uhr Mondausgang: 15.31, Monduntergang: 0.27 Uhr Mond in Erdierne. 1740 Der Dichter Matthias Claudius zu Reinfeld in Holstein geb.(gest. 1815) 1760 Siea Friedrichs des Großen über die Oesterreicher unter Laudon bei Liegnit 1767 Der Tiroler Freiheitskämpfer Peter Mayt in Sifian bei Bozen geb.(gest. 1810). 1769 Napoleon I. Bonaparte in Ajaccio auf Korsika geb.(gest. 1821). 1771 Der englische Dichter Sir Walter Scott in Edingburg geb.(gest. 1832). 1917 Lettow=Vorbeck siegt über die Engländer bei Makiwa. 1928 Stapellauf der„Europa“. Ein Sommerfest der NSkOV. Frohe Stunden für die Kriegshinterbliebenen Die NSNCV hat für die Frauen der im Wel= triege gefallenen Frontsoldaten ein Sommerfer vorbereitet, um sie in eineren Stunden der Freude und des Frohsinng die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen. Die Veranstaltung findet am 2. September m der Kaiseraue statt. Dort werden die Kriegshinterbliebenen bei Kaffee und Kuchen durch munkalische Darbietungen, deutsche Volkstänge beitere Vorführungen und vor allem durch echt deutschen Humor in bester Weise unterhalten. Teilnehmer= karten sind bei den Amtswaltern und in der Kreildienststelle der NSKOV, Trankgasse 5, zu haben. Betrügerischer Liebhaber + Ein junges Mädchen aus Bochum=Werne war eine Zeitlang in Kassel als Verkäuferin talig. Dort lernte Hilde einen jungen Mann von angenehmem Aeußeren kennen. Als nun Silde wieder in die Heimat nach Bochum=Werne zurückmußte, begleitete sie der junge, 19jährige Mann, der auch bei der Mutter der Hilde freundliche Aufnahme fand. Dort lebte er einige Tage auf Kosten Familie und bezog dann ein möbliertes Zimmel. Wie er der Mutter der Hilde seine Zukunft rosa Farben ausgemalt, so wußte er sich auch der Zimmervermieterin gegenüber den Anstrich Mann in einbringlicher Stellung zu geben. In Wirklichkeit war er schon seit einigen Jahren erwerbslos, was er der Hilde gegenüber verschwiegen hatte. Unter der Maske des zukünftigen Schwiegersohnes wußte er nach der Reihe den nc= milienmitgliedern der Hilde Geldbetrage knöpfen. Als die Zimmervermieterin ernst auf den Tisch klopfte und Zahlung der lange rüchtandigen Zimmermiete verlangte, hielt Rudolf. 10 hieß der junge Mann, da er die Familie der Hilbe abgegrast hatte, Umschau nach mildtätigen ten in der Bekanntschaft Hildes. Mit einem angeblichen Schreiben Hildes sprach er der Reibe nach auch bei diesen vor, um Geld für seinen wei teren Unterhalt loger zu machen. Die Zimmern. aa schindel= kam zur vermieterin setzte ihn vor die Tür. Das hafte Treiben des jungen Liebhabere Kenntnis der Polizei und Rudolf in das Unte suchungsgefängnis. Nachforschungen ub nde Vorleben stellten fest, daß er bereits eine lang Gefängwsstrafe hinter sich batte. Das Su gericht erkannte wegen mehrfachen Betruge kundenfälschung mit dem Werbebrief usw. auf Monate Gefängnis. Gastfahrt werktätiger Studenten Zie besuchten die DAF=Gauwaltung und Bochumer Zechen Schon seit einiger Zeit ergeht an die deutsche Studentenschaft der Ruf, in ihren Ferien die Arbeitsstelle werktätiger Volksgenossen einzunehmen, einmal, um den körperlich schwer Arbeitenden einen langeren bezahlten Urlaub zu ermöglichen, zum anderen, um an Ort und Steze diejenige Kameradschaft zwischen dem Arbeiter der Stirn und der Faust herzustellen, auf dem sich die große Volksgemeinschaft aufbaut. 16 Studenten der Hochschule für Lehrerbildung in Dortmund stellten sich zum Teil schon zum zweiten Male vier Wochen zur Verfügung, um in den Kraftwerken des Hörder Hüttenvereins für eine Zeit den Arbeitsplatz eines jüngeren Volksgenossen zu übernehmen. Hier erlebten die künftigen Erzieher, was es heißt, alltäglich viele Stunden vor einem Martinkofen im Schweiße seines Angesichts zu arbeiten. Ende dieser Woche ging ihre Beschäftigung an der genannten Stelle zu Ende und die 16 Teilnehmer folgten in Gemeinschaft mit 16 Jungarbeitern einer Einladung der DAF, die die jungen Menschen durch die schönsten und arbeitsreichsten Gegenden unseres Industriegebietes führen sollte. Während man am ersten Tage das Erholungsheim Frönspert im Kreise Iserlohn besuchte, das in schönster Lage inmitten sauerländischer Berge eingebettet ist, trafen die Studenten gestern morgen in Bochum ein, um hier einen Besichtigungen und Vorträgen zu verleben Auf den Zechen Robert Müser, Hannibal. Mannsfeld 1/4, Bruchstraße und Dannenbaum wurden Grubenfahrten vorgenommen. Am früben Nachmittag schloß sich ein Empfang im großen Sitzungszimmer der DAF=Gauwaltung Westfalen= Züd an der Wiemelbauserstraße an. Gaupropagandawalter Bauwerker hieß die Teilnebmer hier willkommen und sprach zu ihnen über das westfälische Land und den westfälischen Menschen, den sie in ihrer Tätigkeit in einem großen trieb kennen gelernt haben. Das Band der Kameradschaft, das in diesen Tagen zwischen den fungen Menschen geschlossen worden ist, soll auch in Zukunft geprlegt werden. So werden sich im des kommenden Semesters Jungarbeiter und denten in gewissen Zeitabständen treffen fahrungen und Erlebnisse austauschen. Besichtigung der einzelnen Abteilungen der Fauwaltung hielt Reichstreuhänder der Arbeit den sungen Studenten einen Vortrag die Fahrt beendet. Sie wird den jungen Hen der Stirn und der Faust neuerlich zum wußtsein gebracht haben, daß es im neuen Deutsch land keine Klassen mehr gibt, sondern nur noch Volksgenossen, Kameraden. dohes Alter. Gester mvalide Rochus Kamp berdestraße sein 77. Leben geboren, kam er Jahre auf der Zeche Kart Im Jahre 1936 feierte goldene Ehejubiläum. eben noch zwei, die mit enkeln den alten Herrn unsern Glückwunsch.(th.) Schonheit der Arbei anlage Hannibal ist ma Ferderung„Schönheit de Gegenwärtig werden da gesamte Umgebung mit e Auch die Kohlene koble hat ein neues und Zufahrtstraße sind den und mit einem neu bohes Alter. Am n herr Wilhelm Rombe wohnhaft, 71 Jahre alt. serer Zeitung, die er nun wünschen wir einen le Bie zu 16 Pfund habe erbolt heimgekehrt sind in der von ihrem sechswocht durch Vermittlung der N Gegend verleben durften. konnten die Eltern ihre sang nehmen. Bis zu 16 konnte bei den Heimgeke Die Grummeternte be ite unter Dach die Erntedanklieder sind Bauern und Landwirte se arbeit. Die Felder werd "umgebaut ur Grummeternte wird bego ebenfalls reif ist, wir deln gebunden zum Trod angestellt.(th.) Boch einem Shaufenster des Wittener Straße 99, au wird die Bevölkerung hir Schaufenster werden di Luftschutzbilderdienstes in zeigt. 6 Romisch katholische Propstei. 6 Uhr hl. Mes Predigt u. gem. hl. Komn 45 Uhr hl. Messe mit P munion der 1., 2. u. 3. W Messe mit Predigt. 10 U Mariä Himmelfahrt m. 11.15 Uhr hl. Messe m Pr mit Aussetzung des Aller Anbetung. 20 Uhr mit Prozession. Festandach Christ=König(Franzie ohne Predigt; 7 Uhr hl gem hl. Kommunion d. I Messe mit Predigt u. gen madchen. 9.15 Uhr Kräu putenicstamt mit Predigt, 1 Uhr letzte bl. Messe mit andacht zur Mutter Gott öl. Kreuz. 7 Uhr hl dem. bl. Kommunion der bl. Messe mit Predigt un Schulmadchen. 10,30 Uho und Predigt, danach Kräu andacht. St. Joseph. 6,15 Uhr Kommunion der Jungfra mit Predigt. 8.45 Uhr bl Ubr Kräuterweihe mit P Anschließend 10 Uhr feie lior hl. Messe mit Predig St. Marien. 5.40 Uh Frühmesse mit Predigt Jungfrauen u. der Schu 56. und 4=5 b. 8.30 Uhr Uhr feierliches Leviti hochw. Gut. 11 Uhr 2 Uhr Festandach sottes mit Gesang der Le atrament. Segen Mariahilf(Klosterkirch " Uhr stille hl. Messe. 7 Uhr feierl. Hochamt. 1 5 Uhr Andacht utsche Bruderschaftsand Hilte m. Predigt. 19 Ub Andacht für die Männer. St. Antonius. 6.001 Komrmunion der Ju m. Predigt. 9.30 Hochamt Krä i merke 14. August 193.. sonnenuntergana: 19.59 Uhr Monduntergang: 2246 Uh Erstes Viertel: 3.58 Uhr ilbelm I. Konig arie Eugenie delle Grajen in Ungarn geb.(gest rinz Heinrich von otsdam geb.(75 Jahre) ein. priftsteller John Galsgest. Samslag. den 14. August 1937 2. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 189— Seite mbe. Surren schwingb. Leiter von ld geb.(60 Jahre) edrich Paulsen in Stea6). Deutschenführer Georg nerer auf Rosenau bei 15. August 1937. onnenuntergang: 19.57 Ubr Konduntergang: 0.27 Uhr Mond in Erdierne. thias Claudius zu in geb.(gest. 1815 des Großen über die Laudon bei Liegnit eitskämpfer Peter Mayt n geb.(gest. 1810). onaparte in Ajaccio auf 1821). er Sir Walter Scolt (gest. 1832). ck siegt über die Engpa tropa". st der NSkOV. Kriegshinterbliebenen die Frauen der im Wei= aten ein Sommerfer den Stunden der Freude gen des Alltags vergessen ing findet am L. Septem= Dort werden die Kriegs= und Kuchen durch mun= tsche Volkstänge beutere lem durch echt deutschen interhalten. Teilnehmer= altern und in der Kreit= ankgasse 5, zu haben. r Liebhaber en aus Bochum=Werne als Verkäuferin tatig. sungen Mann von ann. Als nun Silde wieder um=Werne zurückmußte, jährige Mann, der auch freundliche Aufnahme se Tage auf Kosten der ein möbliertes Zimmer dilde seine Zukunft u wußte er sich auch der über den Anstrich als tellung zu geben. In seit einigen Jahren er= de gegenüber verschwieNaske des zukünftigen nach der Reibe den Failde Geldbeträge vermieterin ernst auf ing der lange rückstängte, hielt Rudolf. so r die Familie der Hilde nach mildtätigen Leuildes. Mit einem ansprach er der Reibe n Geld für seinen weinachen. Die Zimmere Tür. Das schwwindelLiebhabers kam Rudolf in das Unterrschungen über sein r bereits eine längere batte. Das rfachen Betruges, Ur rbebrief usw. auf drei nten Tag mit n. hannibal. nenbaum früben großen Bestfalenaupropailnehmer iber das Nenschen, sen Ber Kame= den jun= auch in m Lause nd Stund Er= sch einer er Gau= Hahn nit war m Ke. Deutschir noch ros Bochull meldet.. Bochum-Hamme dohes Alter. Gestern vollendete der Reichs muvalide Rochus Kampinski aus der Unter beidestraße sein 77. Lebensjahr. In Westpreußen geboren, kam er 1804 nach Hamme, wo er 27 Jahre auf der Zeche Karolinenglück beschaftigt war Im Jahre 1936 feierte er mit seiner Gattin das goldene Ehejubiläum. Von seinen 6 Kindern wen noch zwei, die mit einigen Enkeln und Urenkeln den alten Herrn beglückwünschen. Auch unsern Glückwunsch.(th.) Bochum-Hofstede Schonheit der Arbeit“. Auf der Schachtanage Hannibal ist man dauernd bestrebt, der Ferderung„Schonheit der Arbeit" nachzukommen. Gegenwartig werden das Schachtgerüst und die gesamte Umgebung mit einem neuen Anstrich verseben. Auch die Kohlenausgabe für Hausbrandkoble hat ein neues Gesicht erhalten. Platz und Zufahrtstraße sind gründlich überholt worden und mit einem neuen Zaun umgeben.(th.) Bochum-Riemke bohes Alter. Am morgigen Sonntag wird perr Wilhelm Romberg, Meßmanstraße 118 wohnhaft, 74 Jahre alt. Dem treuen Leser unserer Zeitung, die er nun seit 55 Jahren bezieht, wunschen wir einen langen und zufriedenen Srheusabenh Bochum-Laer Bochum-Werne Bochum-Hordel Bis zu 18 Pfund haben sie zugenommen. Gut erbolt heimgekehrt sind in diesen Tagen die Kinder von ihrem sechswöchigen Aufenthalt, den sie durch Vermittlung der NSV. in der Osnabrücker Gegend verleben durften. Frisch und gesund konnten die Eltern ihre Kinder wieder in Emplang nehmen. Bis zu 16 Pfund Gewichtszunahme konnte bei den Heimgekehrten festgestellt werden. Die Grummeternte beginnt. Kaum ist die haupternte unter Dach und Fach gebracht und die Erntedanklieder sind verklungen, so gehen die Bauern und Landwirte schon wieder an die Feldarbeit. Die Felder werden für die Herbst= und Vintersaat umgebaut und bestellt. Mit der Grummeternte wird begonnen. Auch der Flachs, der ebenfalls reif ist, wird gezogen und in Bündein gebunden zum Trocknen in kleinen Garben engestellt.(th.) Bochum-Altenbochum Ausstellung der Volksgasmaske. Auf die in einem Schaufenster des Herrn Holtschmidt, Wittener Straße 99, ausgestellte Volksgasmaske die Bevölkerung hingewiesen. In diesem Schaufenster werden die Neuerscheinungen des Luftschutzbilderdienstes in regelmäßiger Folge geFrohe Stunden der Arbeitsopfer. Die Arbeitsopfer von Laer unternahmen eine frohe Ausfahrt nach Vormholz. Etwa 112 Arbeitsopfer fanden sich zur Fahrt mit mehreren Autobussen ein. Am Ausflugsort gab es schöne Unterhaltung. Von der Ortsgruppe Laer der Arbeitsopferversorgung wurden die Teilnehmer gut bewirtet. Die Begrüßung wurde durch den Ortsreferenten Alfred Finger vorgenommen. Hieran anschließend sprach Gaureferent Stein. Bei Tanz im Freien, Schießwettbewerben und sonstigen unterhaltsamen Spielen brach der Abend bald berein. Erst in später Stunde wurde die Heimreise angetreten. Bochum-Linden-Dahlhausen Kirchliche Nachrichten Am Sonntag findet in der St.=Michael=Kirche in Unter=Dahlhausen bereits um 4,40 Uhr ein Gottesdienst statt, der für die katholischen Ausflügler eingelegt ist. Goldenes Ehejubiläum. Am heutigen Tage können die Eheleute Andreas Ludwig Hofmann und Gattin Katharina, geb. Kreis, Werner Hellweg 526, ihr goldenes Ehejubiläum begehen. Der Jubilar wurde am 1. 10. 1865 zu Angersbach und die Jubilarin am 19. 12. 1862 zu Rirfeld, Kreis Lauterbach, geboren. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor, wovon noch vier leben. Im Jahre 1805 siedelte das Ehepaar nach Werne über, wo der Gatte bei der Harpener Bergbau=A.=G. Arbeit fand. Als Bergmann war er zuletzt auf der Zeche„Heinrich Gustav“ tätig und hat diesen schweren Beruf 30 Jahre ausgeübt. Am Festtage werden die Kinder mit sieben Enkeln dem Jubelpaar die Glückwünsche überbringen. Wir schließen uns den vielen Gratulanten an.(ik.) Um den Wanderpreis. Auf dem Schießstand an der Vollmondstraße wird am morgigen Sonntag um den Wanderpreis des Bataillons der drei Kriegerkameradschaften gestritten. Die dritte Kompagnie hat den Wanderpreis zu verteidigen und wird nichts unversucht lassen, die Siegestrophäe zu behalten. Auch gehen die 1. und 2. Komvagnie nach den Ergebnissen beim Uebungsschießen mit guten Aussichten in diesen Kampf. Bei dem letzten Kreiskriegerverbandsschießen auf der Kaltehardt holte die 3. Kompagnie erstmalig ein Ergebnis von 70,2 Ringen heraus, so daß man ihr die größten Aussichten einräumen muß.(ik.) Fus unseren Verbreitungsgebiet Wanne-Eickel Ceffentliche Steuermahnung. An die Zahlung der bis zum 15. d. Mts. fallig gewesenen Steu eund Abgaben wird erinnert. Verbleibende Rückstände werden nach drei Tagen ohne weitere Aufforderung im Wege der Zwangsbeitreibung kostenpflichtig eingezogen. Außerdem wird ein Säumniszuschlag von 2 Prozent erhoben. Das alte Lied— Fahrraddiebstahle. Am 10. 8., in der Zeit von 7—22 Uhr, wurde vor einer Wirtschaft der unteren Hindenburgstraße ein Damenfahrrad, Marke H. A. W. E., Nr. unbekannt, gestohlen.— Ein weiteres Herrenfahrrad, Marke Standard, Nr. unbekannt, wurde am 11. 8. während der Tagesstunden vom Hofe des Hauses der Königsgruberstraße gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. Wem gehört das Fahrrad" Bei der Kriminalpolizei, Gelsenkirchener Straße 25, ist ein Herrenfahrrad, das vermutlich aus einem Diebstahl herrührt, und dessen Eigentümer bisher nicht ermittelt werden konnte, sichergestellt. Das Rad wurde am 10. 8., gegen 6 Uhr, auf dem Hofe des Hauses der Horst=Wessel=Straße gefunden. Beschreibung: Marke Juwel, Nr. 66558, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, aufwärts gebogener Lenker mit schwarzen Griffen, brauner Sattel, Marke Standard, Lampe mit Dynamo, Werkzeugtasche fehlt. Das Rad kann bei der eingangs genannten Dienst stelle besichtigt und vom rechtmäßigen Eigentümer in Empfang genommen werden. Zeugen gesucht. Am 10. 8., gegen 2,20 Uhr, wurde auf der Heerstraße, in der Nähe des Bahnüberganges ein Fußgänger von einem in Richtung Herne fahrenden Personenkraftwagen angefahren und leicht verletzt. Der Antofahrer sowie das Erkennungszeichen seines Wagens ist unbekannt. Personen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Gelsenkirchener Straße 25, zu melden. herne Gleich zwei Trinkhallendiebstahle in einer Nacht. In der Nacht zum Mittwoch haben un bekannte Täter versucht, in die Trinkhalle an der Ludwigstraße einzubrechen. Es gelang ihnen aber nicht, da sie gestört wurden. Sie richteten Sachschaden an.— In der gleichen Nacht haben unbekannte Täter die Trinkhalle an der Ecke Pöttinghauser und Röllinghauser Straße erbrochen und für ca. 20 RM Zuckerwaren gestohlen. Da sich die Diebstähle und Einbrüche im Stadtteil Herne=Horsthausen und den angrenzenden Gemeinden mehren, wird die Bevölkerung gebeten, ihre Beobachtungen sofort der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Witten Selbstmord in der Zelle. Vor kurzer Zeit be ging in Essen ein Mädel Selbstmord, da sie von einem Mann, der sich ihr als Arier unter falschem Namen genäbert hatte und mit dem sie ein Verhältnis eingegangen war, draufgesetzt wurde. Der Goldene Hochzeit Am heutigen Tage feiern die Eheleute Andreas und Apollonia Wosmann, geb. Wedde, in BWeitmar, Normannenstraße 21, das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Der Jubelbräutigam wurde am 12. August 1859 in Haselau, Kreis Elbina, geboren. Er hat also vor einigen Tagen sein 78. Lebensjahr vollendet. Als Wosmann seiner Militärpflicht nachgekommen war, siedelte er nach Westialen über und arbeitete 44 Jahre auf der Zeche„Marianne“ in Höntrop und auf der Zeche„Engelsburg“ als Bergmann. Die Jubelbraut wurde in Neustadt (Sachsen) geboren und hat ihr 72. Lebensjahr vollendet. Beide fühlen sich gesund und wohl und freuen sich, von ihren sieben Kindern und 11 Enkelkindern die herzlichsten Glückwünsche und Ehrungen entgegennehmen zu können Mann hatte sich ihr gegenüber als Hotelbesitzer aus Amerika vorgestellt. Die schwierigen Ermittelungen nach dem angeblichen Hotelbesitzer hatten Erfolg. Er wurde als der 41jährige Jude Jakob Sch. aus Witten ermittelt und festgenommen. Nach seiner Festnahme hat Sch. in der Zelle Selbstmord begangen. Wer hat das Unglück beobachtet? Am Mittwoch gegen 20 Uhr stieß auf der Ruhrstraße vor dem Hause des Bäckermeisters Bockholt ein Radfahrer mit einem Motorradfahrer zusammen. Das Motorrad wurde von einem Soldaten gefahren. Auf dem Sozius saß ebenfalls ein Soldat. Der Radfahrer ist an den erlittenen Verletzungen inzwischen verstorben. Personen, welche den Varfall wahrgenommen haben und zweckdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Witten, Adolf=Hitler=Platz 15, Zimmer Nr. 14 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Sie stahlen selbst Gasofen aus den Wohnungen. Von der Polizei festgenommen wurde die vierköpfige Diebesbande, die in den Monaten Mai bis Juli fortgesetzt von Bau= und Eisenlägern Eisen in großen Mengen stahl und das Diebesgut bei Essener Rohproduktenhändlern absetzte. Den Bestohlenen ist insofern ein großer Schaden zugefügt, da die Täter die entwendeten Elektro= und Benzolmotore, die noch gebrauchsfähig waren, sofort zertrümmerten. Schrot und sonstiges Eisen wurde tonnenweise entwendet. Zum Fortschaffen ihrer Beute benutzten die Diebe Lastkraftwagen. Die Diebe entwendeten sogar aus einem Wohnhaus Gasöfen und andere Gebrauchsgegenstände aus Eisen. Gottesdienstordnung Sonntag, den 15. August 19: Romisch katholische Kirchengemeinden. Propstei. 6 Uhr hl. Messe; 6,45 Uhr hl. Messe m bigt u. gem. bl. Kommunion der Jungfrauen. 45 Uhr hl. Messe mit Predigt u. gem. hl. Kommunion der 1., 2. u. 3 Madchenklasse. 9 Uhr hl Messe mit Predigt. 10 Uhr Levitenamt zu Ehren Maria Himmelfahrt m. Aussetzung u. Segen 1.15 Uhr hl. Messe m. Predigt. 14,30 Uhr Andacht mit Aussetzung des Allerheiligsten. Danach stille anbetung. 20 Uhr Feierstunde der Kräuterweihe mit Prozession. Festandacht und Segen. Christ Konia(Franziskanerkloster). 6 Uhr hl. vone Predigt; 7 Uhr hl. Messe mit Predigt und em bl. Kommunion d. Jungfrauen. 8,15 Uhr hl niene mit Predigt u. gem. hl. Komm. der Schulmadchen. 9,15 Uhr Kräuterweihe. 9,00 Uhr Leeniestamt mit Piedigt, Aussetzung und Segen 1 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. 20 Uhr Festandacht zur Mutter Gottes vl. Kreuz. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt und in. bl. Kommunion der Jungfrauen. 8.30 Uhr . Messe mit Predigt und gem. Kommunion der Schulmadchen. 10.30 Uho Hochamt mit Aussetzung und Predigt, danach Kräuterweihe. 14,00 Uhr Fest andacht. St. Joseph. 6,15 Uhr hl. Messe mit gem. hl rommunion der Jungfrauen. 7.30 Uhr hl. Messe mit Predigt. 8.45 Uhr hl. Messe mit Predigt. 930 Jar Kräuterweihe mit Prozession um die Kirche snschließend 10 Uhr feierliches Hochamt. 11,15 Nor Ml. Messe mit Predigt. 14 Uhr Besper. St. Marien. 5.40 Uhr 1. hl Messe; 7,15 Uhr Suhmesse mit Predigt u. gem. hl. Komm. der hungfrauen u. der Schulkinder der Klassen 4g. und 4-5 b. 8.30 Uhr 3. hl. Messe mit Predigt Uhr feierliches Levitenamt vor dem ausgesetz hochw. Gut. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Pre* Uhr Festandacht zu Ehren der Mutters mit Gesang der Lauretanischen Litanei und atrament. Segen en iahilf(Klosterkirche). 5 Uhr stille bl ne flle hl. Messe. 7 Uhr Singmesse m. Pred ar feierl. Hochamt. 10,20 Uhr Hochamt für die Ce. 15 Uhr Andacht für die Polen. 16,40 Uhr anche Bruderschaftsandacht der immerwährenden e M. Predigt. 19 Uhr Rosenkranz, Predigt u . h. Antonius. 6.00 Uhr 1. hl. Messe mit gem. messe mmunion der Jungfrauen. 8 Uhr Frühne m. Predigt. 9.30 Uhr Sochamt m. Nredigt l Mor. Dochamt Kränterweihe.) 11 Uhr letzte m. Nrediat. 14,90 Uhr MuttergottesSt. Meinolphus. 6 Uhr hl. Messe; 7 Uhr hl Messe mit Predigt; 8 Uhr hl. Messe mit Predigt; 9 Uhr Kindermesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 11.30 Uhr hl. Messe mit Predigt; 2 Uhr Andacht St. Johannes, B.=Wiemelhausen. 630 Uhr 1. hl. Messe m. jem. hl. Kommunion d. Jungfrauen. 7,0 Uhr Frühmesse; 8.45 Uhr bl. Messe mit Predigt; 10 Uhr Hochamt mit Predigt; 15 Uhr Andacht u. Segen; 15,30 Uhr Taufen. Herz Jesu. B.=Hamme. 6,20 Uhr Austeilung der hl. Kommunion. 6,30 Uhr hl. Messe. 8 Uhr hl. Messe m. Predigt u. gem. bl. Kommunion der Jnnafrauen und der Kinder des 5. Schuljahres. Uhr Levitenhochamt m. Aussetzung des Allerheiligsten. 11 Uhr* Messe m. Predigt. 20 Uhr Andacht zur Muttergottes.(Die Nachmittagsandacht fällt aus.) Dreifaltigkeit. 6.30 Uhr Gemeinschaftsmesse mit nem. hl. Kommunion der Jungfrauen. 8 Uhr bl Messe m. Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Aussetzung des Allerheiligsten, Predigt u. Segen. 20 Uhr Marienfeier der gesamten Pfarrjugend St. Franziskus, B=Riemke. 6,15 Uhr bl. Messe m. gem. bl. Kommunion der Jungfrauen. 7,15 Uhr hl. Messe m. Predigt u. gem. hl. Kommunion der Hofsteder Schule 8,30 Uhr hl. Messe m. Predigt. 9,30 Uhr Hochamt m. Predigt. 11 Uhr letzte hl. Messe m. Predigt. 14,30 Uhr Muttergottesandacht. 15 Uhr Taufen. Herz=Jesu, B.=Hordel. 6,30 Uhr Betsingmesse. 8 Uhr Frühmesse mit Predigt u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen. 10 Uhr Hochamt m. Predigt. 19,20 Uhr Andacht m. Segen. St. Franziskus, B.=Weitmar. 6,15 Uhr Gemeinschaftsmesse. 7,30 Uhr Betsingmesse. 8.45 Uhr Hochamt. 10 Uhr Kindermesse m. christl. Unterricht. 11 Uhr letzte hl Messe m. Predigt. 14,00 Uhr Christenlehre. 15 Uhr Taufen. 20 Uhr Andacht für die Gemeinde. St. Theresien, W.=Eppendorf. 7 Uhr Frühmesse m. Predigt. 10 Uhr Kräuterweihe u Hochamt m. Aussetzung u. Predigt. 17 Uhr Andacht zu Ehren der Muttergottes. St. Anna B. West. 6 Uhr Gelegenheit zur bl Beichte. 7 Uhr Gemeinschaftsmesse m. Generalkommunion der gesamten Pfarrjugend; dazu gehören alle Schulkinder beider Schulen u. die ge samte weibliche und männliche Jugend. 8.20 Uhr hl. Messe mit Predigt. 10 Uhr feierliches Hochamt mit Aussetzung u. Predigt. 1420 Uhr Taufen 15 Uhr Feierstünde mit Ansprache für die gesamte Pfarrjugend. 20 Uhr Andacht zur Ih. Gottes mutter. St. Liborius, B.= Grumme. 6,30 Uhr Beichtgelegenheit. 7 Uhr hl. Messe m. Predigt. 8 Uhr Austeilung der hl. Kommunion. 8,20 Uhr hl. Messe m. Predigt u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen und der Mädchen der Schulklassen 1 u. 2. Vor dem Hochamt Kräuterweibe. 10 Uhr Hochamt mit Aussetzung, Predigt u. Segen. 14,30 Uhr Muttergottesandacht Liebfrauen, B. Altenbochum. 630 Uhr bl. Messe mit gem. hl. Komm. der Jungfrauen. 7,45 Uhr bl. Messe; 9 Uhr Hochamt mit Predigt; 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt; 14.30 Uhr Andacht mit Segen. Liebfrauen, B.=Linden. 7 Uhr hl. Messe mit gem. hl. Kommunion der Jungfrauen. 805 Uhr hl. Messe. 9 Uhr Hochamt. 10,30 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 14,30 Uhr Andacht. 15 Uhr Taufen. St. Engelbert, B.=Dahlhausen. 7 Uhr Frühmesse m. Predigt u. gem. hl. Kommunion d. weiblichen Pfarrjugend und der Schulklasse 1 b. 9.30 Uhr Hochamt m. Predigt. Vor dem Hochamt Kräuterweihe. 14,30 Uhr Missionsandacht. St. Michael, B. Dahlhausen. 4.10 Uhr bl. Messe. 7,30 Uhr Frühmesse m. Predigt. 10 Uhr Hochamt m. Predigt. 15 Uhr Andacht. St. Marien, B.=Stiepel. 7,35 Uhr Frühmesse mit Predigt: 10 Uhr Hochamt mit Prediat; 17 Uhr Andacht. Fronleichnam, B.=Laer. 7 Uhr hl. Messe mit Gesang u. Predigt gem. hl. Kommunion d. Jungfrauen. 10 Uhr Hochamt m. Predigt und Segen. 14.30 Uhr Festandacht mit Segen. St. Marien. B.=Langendreer. 6.30 Uhr hl. Messe; 8 Uhr hl. Messe mit Predigt u. gem. hl. Kommunion der weibl. Pfarrjugend u. der Mädchenklassen; 10,15 Uhr Hochamt mit Aussetzung u Predigt; 14,30 Uhr Muttergottesandacht; 15,30 Uhr Andacht m. Predigt für die Jungfrauen; 17,30 Uhr Andacht mit Predigt für den 3. Orden St. Bonifatius, B.=Langendreer. 6 Uhr bl. Messe; 7,30 Uhr Frühmesse mit Predigt u. gem. hl. Kommunion der Jungfrauen; 10 Uhr Festhochamt mit Predigt.(Vor dem Festhochamt Kräuterweihe.) 19.30 Uhr Andacht Herz Jesu, B.=Werne. 6,15 Uhr 1. hl. Messe. 8.15 Uhr 2. bl Messe. 10,15 Uhr Hochamt m. Predigt. 14,30 Uhr Andacht. St. Elisabeth. B.=Gerthe. 6.00 Uhr hl. Messe mit Predigt u. gem. bl. Kommunion der Pfarrjugend. 8.300 Uhr bl. Messe mit Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt und Segen. 11,15 Uhr hl. Messe mit Predigt in polnischer Sprache. 14.30 Uhr Vesper. St. Joseph. B.=Hiltrop. 7.00 Uhr Frühmesse; 10 Uhr Hochamt: 11.30 Uhr Andacht. Hl. Geist, B.=Harpen. 7 Uhr Frühmesse mit Predigt; 10 Uhr Hochamt; 14,30 Uhr Andacht St. Josephs=Hospital Bochum. 6.30 Uhr hl. Messe mit Predigt; 8.30 Uhr Hochamt mit Predigt; 17 Uhr Festandacht. St. Maadalenen, W.=Hontrop. 6,45 Uhr 1. hl. Messe. m. Austeilung der bl. Kommunion. 8 Uhn Frühmesse. 10 Uhr Hochamt m. Predigt. 14,30 Uhr Cbristenlehre. 15 Uhr Taufen. 20 Uhr Pfarrandacht mit Segen. Evangelische Kirchengemeinden. Bochum=Stadt: Christuskirche. 9.45 Uhr: Vikar Steveling. 15 Uhr: Tauffeier, Hardt Friedenskirche. 930 Uhr: Schmidt 2. 10.45 Uhr: Tauffeier, Schmidt 2. Lutherkirche. 9.15 Uhr: Hardt. AG D. 11 Uhr: Schmidt 2. 12 Uhr: Tauffeier, Schmidt 2. Pauluskirche. 8 Uhr: Hardt. 900 Uhr: Vikar Sander. 17,15 Uhr: Schmidt 2. Johanneskirche. KGD 11.15 Uhr: Präd. Niemann. Krankenhauskapelle. 9,30 Uhr: Vikar Mende. Altenbochum. 8.30 Uhr: Frübgottesdienst, Sup Niederstein. Bochum=Engelsburg. 8 Uhr: Frühgottesdienst. Dannert. 11,15 Uhr: KGD.. Dannert. Gerthe. 930 Uhr: Hauptgottesdienst, Schaefer. 10.45 Uhr: 260 B.=Hamme. Frühgottesdienst an der Maarbrücke 8 Uhr: Dannert. Hauptgottesdienst in der Kirche 9.45 Uhr: Dannert: in Wegescheid 9.45 Uhr Kraemer. KGD. in der Kirche 11,10 Uhr: Kraemer: im Gemeindehaus 11,15 Uhr: Strunck, Taufstunde in der Kirche 2 Uhr: im Gemeindehaus 12 Uhr. Harpen. 9.30 Uhr: Gottesdienst in der Lobetalnotkirche, Willer. 10.45 Uhr: KGD. 16 Uhr Missionsverein. Hiltrop. 9.30 Uhr: Gottesdienst, Fortmann. 10.45 Uhr: AGD. 11.45 Uhr: Taufen Hofstede=Riemke. 8 Uhr: Pitsch. 10 Uhr: Pitsch 11,15 Uhr: KGD., Pitsch. 12 Uhr: Taufstunde. Hordel. 8 Uhr: Gottesdienst, Vikar Schutz Linden. 930 Uhr: Weber, 11,45 Uhr: Tauken Dahlhausen. 8 Uhr: Eiselen. 9.30 Uhr: Eiselen. 11.45 Uhr: Taufen Stiepel. 8.30 Uhr: Gottesdienst im Lutherhaus, Wagener. 10 Uhr: Gottesdienst in der Kirche, Wagener 11 Uhr: 86D Buchholz. 10.30 Uhr: Gottesdienst, Altena. liemmingen. 10.45 Uhr: KG D., Staupendahl. Wiemelhausen Melanchthon. 8 Uhr: Frübgottesdienst, F. W. Schmidt. 9.45 Uhr: Gottesdienst. Bertelsmann Petri. 9,30 Uhr: Gottesdienst, Sup. Sassenberg. 11 Uhr: Kirchentaufen. 5000 SA-Männer im sporklichen Kampf Die Reichswektkämpfe der 5A in Berlin- Hervorragende Leistungen und beispielhafter Geist Dem Baterlande gilt es... Die Reichswettlämpfe der SA sind in vollem Gange. Ueber 5000 Männer, die Auslese und Besten einer Million, stehen in brennendem Kampfe, es gilt Siege zu erringen, die Aufgabe zu erfüllen, die der Führer seiner SA gegeben hat. Jahre hindurch hat der SA=Mann still und unauffällig seinen Dienst versehen. Ohne im Vordergrund stehen zu wollen, diente er dem Führer und der Bewegung mit seiner ganzen Tatkraft und Leidenschaft stellt er sich nun hinter die große neue Idee. Bewußt tritt er vor die Oeffentlichkeit, um sein Bekenntnis abzulegen zum Wehrgeist, zum Wehrwillen und zur Erhaltung der Wehrkraft. Vorbild sein will er, wenn es gilt, die körperliche Ertüchtigung des deutschen Mannes und damit die Wehrfähigkeit des ganzen Volkes zu fördern. Der in Jahrbunderten geschmähte, ven Spartas Jugend geprägte Satz„Dem Vaterlande gilt es, wenn wir zu spielen scheinen“ klingt wieder auf und wird Richtschnur. Berlin im festlichen Schmuck Schon in den frühen Morgenstunden des Freitag, als die anläßlich der 700-Jahrfeier im festlichen Flaggenschmuck stehenden Straßen der Reichshauptstadt nicht das sonst gewohnte Leben verrieten, machten sich die Tausende aus dem ganzen Reich nach Berlin gekommenen SA=Männier auf zum Olympia=Stadion, der Austragungsstätte der ersten Reichswettkämpfe der SA. Auch hier wieder das erhebende Bild. Im frischen Ostwind flatterten von den Rängen des riesigen Stadions die Hakenkreuzbanner in den jungen Morgen. wahrend die einzelnen Kampfplätze bestens bergerichtet zum Beginn der Weilkämpfe bereitlagen. Vorkämpfe in der Leichtathletik Riesenfelder gab es in den sportlichen Einzelkampfen auf dem braunen Band der Aschenbahn und im Innenraum des Olympia=Stadions. Die Teilnehmer am 100 m Lauf wurden in zehn Vorläufen gesiebt, die beiden Schnellsten kamen jeweils in die Zwischenläufe. Obwohl auch hier nur Turnschuhe benutzt werden durften, gab es im Durchschnitt recht schnelle Zeiten, die zwischen 11.1 und 11,5 Sekunden lagen. Einmal wurden die 11 Sekunden sogar unterboten. Schöne und kampfreiche Vorrennen gab es am Vormittag noch über 1500 m. Ferner wurden die Ausscheidungen im Kugelstoßen und Hochsprung abgewickelt, wobei die Spitzenleistungen bei 14 m und 1.85 m lagen. 1500 m: Rottenf. Adams=Niederrhein, Rottenf. Gausepohl=Westfalen, Sturmm. Raff=Niederrhein, Rottenf. Runtzler=Niedersachsen. Weitere Ergebnisse: Deutscher Wehrweitkampf Klasse B: 100 m Lauf: Südwest, Durchschnitt 13 Sek., 2. Nordwest 13,1, 3. Nordmark 13,2, 4. Franken 13,4, 5. Thüringen 13,4. 5. Handgranaten=Zielwurf: 1. Franken 64 P., 2. Niedersachsen 62 P., 3. Kurpfalz 60 P., 60 P., 5. Schlesien 58 P., 6. Westfalen 58 P.— Hochsprung(1.10 m hohes Gitter): 10 Mann3000 m Lauf: 1. HW Nordwest geschlossen 10:56,4 Min., 2. Südwest 11:11, 3. Thüringen 11:14,5, 4. Kuupfalz 11:20, Franken 11:28. Gesamtstand nach den ersten 4 Uebungen: 1. HW Nordwest 312 P., 2. Südwest 305 P., 3. Kurpfalz 293 P., 4. Thüringen 287 P., 5. Franken 287 P., 6 Sachsen 276 P. Kleinkaliber=Einzelkampf: 1. SA=Mann Schlegelmilch Franken) 166(180 mogl. Ringe), 2 Oberscharf. Wehding Nordmark 162, 3. Stm. Gillyvald=Ostland Die Grunhausbildung der SA verkörpert der deutsche Wehrwettkampf, Klasse B, der mit fast 800 SA=Männern am Start eine der großten Prüfungen der Reichswettkämpfe überhaupt ist. Zu diesem Mannschaftskampf stellt jede SA-Gruppe einen Führer und 36 Mann, die einem Sturm angehören müssen! In Sturmeinbeiten haben sie ihre Uebungen— 100 m Lauf. 3000 m Lauf, Hindernissprung. Handaranatenwerfen und Kleinkaliberschießen— zu erfüllen. Abseits der Hauptkampfstätte traten sie zu den ersten vier Wettbewerben dieses Fünfkampfes auf dem Hanns=Braun=Platz und August=Bier=Platz an. Es gab leuchtende Beispiele der Kameradschaft und vor allem beim schweren 3000 m Lauf zeigte sich der echte SA-GeistBei den Schützen Auf den Schießständen der Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen in Wannsee wurde am Freitag morgen der Mannschafts=Fünfkampf mit dem Kleinkaliberschießen eingeleitet. Die 21 SA-Gruppen siad hier je durch eine Mannschaft in Stärke von einem Führer und 11 Mann vertreten. Die weiteren Wettbewerbe sind ein 250 m Hindernislauf, Handgranatenweitwurf, 30 m Schwimmen und 20 Klm. Mannschaftsgepäckmarsch. Geschossen wurde liegend=freihändig auf die 50 m entfernte Kopfscheibe. 36 Treffer wurden als 50 Punkte gewertet und für jeden Fehler ein Punkt in Abzug gebracht. Nach der ersten Uebung setzte sich das HW Nordwest vor den Gruppen Südwest und Ostland an die Spitze. Gleichzeitig wurden die Einzelkämpfe im Pistolenschießen und Kleinkaliberschießen ausgetragen. Mit dem Kleinkalibergewehr waren je fünf Schuß in allen drei Anschlagsarten auf die Zwölferscheibe abzugeben. Mit der gebrauchsmäßigen Pistole wurden je 15 Schuß Genauigkeit, Schnellfeuer und Fertigkeit geprüft. Die nachstehenden Ergebnisse müssen in jeder Beziehung als ganz ausgezeichnet angesehen werden. Rottenf. 162, 4. Otruppf. Schüler=Südwest 162, 5. Müller=Westfalen 161. Pistolenschießen: 1. Stuf. Muller=Mitte 333(350 mögl. Ringe), 2. Rottenf. Bohner=Franken 332, 3. Scharf. Meyer=Bayer. Ostmark 332. Mannschafte=Fünfkampf= Kleinkaltherschießen. 1. Hilfswerk=Nordwest 32 P, 2. Gruppe Südwest 30 P., 3. Ostland 29 P., 4. Sachsen und Hansa je 28 P., 6. Franken und Westfalen je 27 P., 8. Niedersachsen, Berlin=Brandenburg, Schlesien je 26 P. In den Vorläufen zum 100-m=Frerstilschwimmen setzten sich fast alle Teilnehmer aus den Gruppen Westfalen und Niederrbein durch Vorkämpfe im Wasserhall im Schwimmstadion Olympischen Schwimmstadion in Berlin begann am Freitag vormittag das Wasserballturnier mit den Vorkämpfen. Den schonsten Kampf lieterten sich die Mannschaften der SA=Gruppen Niederrhein und Sachsen, den die Weitdeutschen mit 8 2 5:1) gewannen. Ergebnisse: Westmark— Hochlan Brandenburg— Niederachsen 423(1 rhein— Sachsen 8:2(5:1). 0:13(0:6; 3); NiederDer Fußball rollt wieder Nationalelf- 5A-Auswahl, ein Großkampf als Vuftakt Sechs Wochen ruhte das runde Leder, sechs Wochen waren die Fußballplätze mehr oder weniger verödet, sechs Wochen lang pflemten die Spieler und Zuschauer der wohlverdienten Ruhe; nun geht es wieder los! Und zwar gleich gründlich. Die Fußballer nehmen nicht erst einen kleinen Anlauf, sondern kommen sofort zu Beginn mit einem großartigen Programm heraus. Neben den zahlreichen interessanten Privatspielen steigt in Berlin eine Begegnung, die in ihrer Art erstmalig ist und eine großartige Auseinandersetzung zu werden verspricht. Im Rahmen der Reichswettkämpfe der SA steigt am Sonntag im Olympia=Stadion das Spiel zwischen einer Nationalelf und einer SA=Auswahl, für das folgende Mannschaften aufgestellt wurden: Nationalelt: Flotho B/L Cengbruck) Welsch Janes Bor. Neunkirchen)(Fort. Düsseldorf Rose Goldbrunner Schädler (SpVg Leipzig)(Bavern München)(Ulmer 3V 94) Elbern Hänel Berndt Szepan Fath (SB Beuel)(BC Hartha)(7B Bin.)(Schalke 04)(Worm. Worms) Winter Stermseck Lenz (Danzig)(Niederrhein)(Westfalen) Zielinski Krönung (Niederrhein)(Franken) Gauchel Schneider (Niederrhein)(Berlin) Lindemnan (Hesfen=Rassau) 32 Münzenberg Gipka (beide Niederrhein) Jurissen (Niederrhein) Auswahl: Auf beiden Seten stehen befannte Spieler, und sehr stark ist Westdeutschland vertreten. Ueber den Ausgang kann nichts gesagt werden, da die Form der Spieler nicht bekannt ist und sie nach der Ruhepause — abgesehen von den SA-Spielern— keine Kampie ausgetragen haben. Erirenlich ist, daß endlich weder der Wormser Fath dabei ist, dessen Verletzung ausgeheilt ist. Auch auf Hanel ist man gespannt, doch steht es nicht fest, ob der Sachse spielen wird; für diesen Fall wurde Eckert=Worms einspringen, der sein Tebut in der Nationalmannschaft chon hinter sich hat. Von Rose=Leipzig hat man schon mehrfach gchört, der Sachie kann sich hier unter Umstanden für weitere Aufgaben empfehlen Das Rückgrat der SA=Elf bilden die Niederrheinspieler Jürissen. Gipka, Münzenberg, Zielinski, Gauchel, Stermseck und der Westiale Lenz. Es wird zu einer spannenden Auseinandersetzung kommen, in der die Umstände leicht für die Nationalmannschaft sprechen. Bereits am Samstag findet ein interessantes Spiel statt, das die Gaumannschaften von Brandenburg und Sachsen gegeneinander führt. Auch hier ist uder den Ausgang nicht viel vorauszusagen. 4 deutsche Boote im Endlauf Die Europameisterschaften der Kuderer haben begonnen Am Freitas begannen in Amsterdam die Europa meisterschaften der Ruderer mit den Vorläufen. Von den teilnehmenden sieben Booten qualifizierten sich vier, der Zweier v. St. mit Melching=Mener(Hanno= ver), Zweier m. St. mit Gustmann=Adamski(Friesen. Berlin), Doppelzweier mit Kaidel=Kirsch(Hellae Berlin) und der Achter des Berliner NC durch Siege in den Vorläufen bereitg für die Entscheidung. Die drei anderen deutschen Boote haben Gelegenheit, sich Am Samstag in den Hoffnungsläufen für die Entschei. dung zu qualiftzieren. Eg sind Dr. Westhoff=Berlin im Einer, der hinter dem Olumpiazweiten Hasenöhrl= Oesterreich und dem Schweizer Studach Dritter wurde, der Bierer m. St. der RG Wiking=TiB Berlin, der binter Italien und Dänsmark ebenfalls nur Dritter wurde, und der Bierer o. St. von Etuf Essen, der von der Schweiz auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Europa-Wasserballturnier Am Nachmittag wohnten Stabschef Lutze sowie sämtliche Obergruppenführer den Kampfen in dem von 30 000 SA.Männern gefüllten Olympiastadion bei. Mit nahezu unbeschreiblicher Begeisterung verfolgten die SA=Männer die Kampfe ihrer KameradenHandballvorschlußrundenspiel um die Handhallmeisterschaft siegte die Mannschaft der Gruppe Hessen erst nach dreimaliger Verlängerung gegen BerlinBrandenburg. Im neuen Kampfballspiel der SA, einer Mischung von Handball und Rugby mit dem Medizinball, siegte die SA-Gruppe Westfalen über Schlefien. SA. Führer=Fünfkampf führt Oberscharführer Pocmann-Niedersachsen nach vier Wetthewerben mit 289 P. vor Sturmführer Menn=Heffen. Hier steht nur noch das Pistolenschießen aus. Im Modernen Fünfkampf führt nach der dritten Uebung, dem Geanderitt, Obersturmf. Bollenrath=Westfalen weiter vor Oberscharf. Pink=Niedersachsen. In die Entscheidungen der leichtathletischen Wettbewerbe brachten sich u. a.: 100 m: Scharf. Vogelsang=Niederrhein, Rottenf. Nüller=Niedersachsen(der Deutsche Zehnkampfmeister) mit der Bestzeit von 10,8 Sek., Scharf. HerbelKurpfalz, Obertruppf. Gillmeister=Pommern chenfalls 10,8 Sek.— Diekuswerfen: Sturmm. Hilbrecht=Ostmark 47,05 m.— Hochsprung: Oberscharf. Stechemesser=Westfalen.— Kugelstoßen: Sturmm. ilbrecht, Sturmbannf. Brechenmacher=Osaf.— Deutschland— Ungarn am 15. August. Vom 14. bis 20. August kommt in Budapest das Europa=Wasserballturnier zur Durchführung. Die sechs besten Mannschaften des olympischen Wasserballturnier sind daran beteiligt. In Berlin verschafften sich Ungarn, Deutschland, Belgien, Frankreich, Holland und Oesterreich die Teilnahmeberechtigung. Rekanntlich konnten die Ungarn im Jahre 1935 in Brüssel den wertvollen Klebelsberg=Pokal endaultig an sich reißen. Nun hat der tatkräftige Präsident des ungarischen Schwimm=Verbandes, Nikolaus von orthy jun., einen neuen Pokal gestiftet. Zweifellos konzentriert sich das Interesse auf die Begegnung zwischen Deutschland und dem Olnmpiasieger Ungarn am 15. August. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang an das entscheidende Spiel des olympischen Turniers im vergangenen Jahre in Berlin. Deutschland und Ungarn, die beiden weitaus stärksten Mannschaften, trennten sich 2:2 unentschieden. Ungarn wurde Olympiasieger auf Grund des besseren Torverhältnisses. Das war eine Entscheidung, die allgemein Unzufriedenheit ausloste, zumal beide Mannschaften kein Spiel verloren hatten. Ungarn und Deutschland standen mit je einem Verlustpunkt gleich in der Tabelle. Nun soll Budarest eine Klärung im europäischen Wasserballsport bringen Gewiß haben die Magyaren im eigenen Bade die besseren Aussichten, trotzdem geht die deutsche Mann schaft in Budapest zuversichtlicher in den Kampf ale es vor einem Jahre oder sogar 1935 in Brüssel der Fall war. Mit Klingenburg; Baier, Gunst; Strauß; Kienzle. Schneider und Schulge hat die deutsche Sieben eine ausgezeichneten als Ersatzleute große Chance, zumal noch die Schwenn und Lütkemeyer(Ruhrort zur Verfügung stehen. Ungarn stützt sich noch einmal auf die alten Kampen Brody. Hommonan, Sarkany, Halassy, Brandn. Nemech und Boszi. Deutschlande große Chance liegt in der Mannschaftsaufstellung der Ungarn. Wenn die junge deutsche Mannschaft ein frisches Kombinationsspiel aufzieht und den Gegner von einem Spielende zum anderen hetzt, dann liegt ein deutscher Sieg im Bereich der Moglichkeit. Lassen sich die Deutschen aber das Mann=gegen=Manz=Spiel der Unnarn aufzwingen, dann muß man den Erfahrenen aus Ungarn die besseren Aussichten um den Sieg einräumen. Holland hat eine gute Chance dritter vor Belgien und Frankreich zu werden. Zeilplan für heute und morgen al. Samstag, 14. August: Vormittag Deutscher Wehrweitkampf Kl. A: 15=Klm.=MannschafzGepackmarsch; Mannschafts=Funfkampf: 27.en. dernislauf. Keulenweitwurf, 30m=Schwimmen: 300m Schwimmen z. Modernen Funfkampf, K.aben A u. B; 1500-m=Mannschafts=Patronillenlauf: Sa. Fuhrerkampf: Piitolenschießen; Wehrwettkamp B: KA=Schießen; Vorkampfe: Weitsprung,4 Speerwerfen. Nachmittags: Vorführung der 6 Hessen; Entscheidungen: 1500 m. Hochsprung, T wurf. Weitsprung; Mannschafts=Mehrkampf und Gewichtheben; Schwimmen, Vorentscheid 100 m Freistil, 400 m Freistil, 100 m Rucken, Bruft, 4mal 100=m=Freistilstaffel, Wasserball ball: Brandenburg— Sachsen. Sonntag, 15. August: Vormilta schafts=Funfkampf: 20.Klm=Gepäckmarsch, Moderne Fünfkampf, Klasse A und B: 4000m=Gelande aut sportliche Einzelwettkampfe: Fechten; Schwimmer Entscheidungen über 100 m Freistil, 400 m re 100 m Rucken, 200 m Bruft, 4mal 100 m=Frem staffel; 400.m=Hindernislauf, Handgranaten=Wen wurf.— Nachmittags: Handball, Fußball; Entsche dungen: 100 m, 400 m. 2000-m=Hinder Kugelstoßen, Speerwerfen. Vorfuhru Man Staffete. Grupre Hessen, Reichsfuhrerschule; Jaadipringen der Aachener Reitturnier Tas 13. internationale Reit=, Spring. und Febrturnier in Aachen hat seinen Anfang genommen De Marathonfahrt wurde zwar am Mittwoch beendet, aber die Gesamtergebnisse erst am Donnerstag auf dem herrischen Turnierplatz in der Soers bekann= gegeven. In der Klasse A war Oberstlin. Ruppert von der Kav.=Schule siegreich, in der Klasse B Mant Stein, ebenfalls von der Kav.=Schule, wahrend 1 der Klasse C Emil Koch aus Siegen den ersten Pa velegte. Am Eroffnungslage stand als erste Hauptprufung ein Jagdspringen der Klasse M. auf dem Programm. 124 Pferde und Reiter nahmen den Kampf um den Hubertus=Preis auf. 13 bewaltigten den Kurs fehlerlos, davon 5 Deutsche, 8 Italiener, je 2 Beigier und Rumanen und ein Hollander. Sieger im Stechen blies Graf Campella=Italien auf Ronco mit 0 Feyler und 39 Setunden vor seinem Landsmann Hauptmann Coccia auf Maga mit 0/40,8 und dann folgte W. Fegelein auf Diana von der SS=Hauptreitschule München mit 0/43.3. Gewichlheber in Augsburg ausAm Sonntag werden in Augsburg die stehenden Meister der deutschen Gewichtheber im Bantam=, Halbschwer= und Schwergewicht ermittell. nachdem vor 14 Tagen die leichteren Gewichlsklanen hre Titelhalter in Dusseldorf feststellten. Die Tuekampfe in Augsburg sind ebenfalls recht gul Der Ludwigshafener Deutsch als Verteidiger beier Titels im Halbschwergewicht hat noch nicht geme Es ware schade, wenn der fruhere Augsburgern am Start erschien; auf den Zweikampf zwischen! und dem starken Münchener Gietl ist man besonder starken Munchen gespannt. Sollte Deutsch dem Start fernbleiben, se ware der Münchener erster Anwärter auf die sterschaft. Der Meister im Banlamgewicht, Schuster=Munchen. hat auch in diesem Jahre die besseren Aussichten der seinen Mitbewerbern, deren starkster der Freisinger Bumberger ist. der schon bei den letzten Konkurrensen dem mehrmaligen Meister das Leben schwer mache und ihn auch jetzt zur Hergabe seines ganzen Kon= nens zwingen wird. Neun Teilnehmer sieht dere Klasse, genau wie das Halbschwergewicht Der überlegene Mann im Schwergewicht, das echs Stemmern beschickt wird, ist natürlich uner Olympiasieger und Titelverteidiger Manger=Freihng der auch diesmal nicht ernstlich gefahrdet ist. Sem großter Widersacher wird der Münchener Schattger sein, und auch Wahl=Möhringen wird alles daransetzen, um dem Meister das Siegen zu machen. nicht allau cht Graf Hagenburg ist Favorit Deutsche Kunstflugmeisterschaften in Dortmund Der Dortmunder Flughafen in Brackel wird am Wochenende die Titelkampfe der deutschen Kunstflieger erleben, und Zehntausende werden diese prachtigen, weltberuhmten Leistungen unserer Flieger=Elite wieder bewundern können. Zwanzig auserwahlte Flieger liefern sich bereits am Sonnabend in dem überaus schwierigen Pflich programm packende Kampfe, und bei dem großartigen Können aller Teilnehmer werden die Punktrichter, unter denen sich auch Meister Gerhard Fieseler befindet, keine leichte Aufgabe haben, um die sechs Flieger zu ermitteln, die am Sonntag nachmittag den Endkampf bestreiten. Gerade dieser entscheidende Gang um die Meisterschaft, in dem jeder der sechs Teilnehmer in einem Kürprogramm von viertelstündiger Tauer seine beste. und gewagtesten Figuren zeigt, wird ein begeisterndes Ereignis sein und erneut die großen Fortschritte erkennen lassen, die im Kunstflug gemacht wurden. So wird man in Brackel am Sonnabend und Sonntag Kunstfliegen in höchster Vollendung erleben, und weiterhin ist dafür gesorgt, daß besonders der Sonntag nachmittag ein großer Werbetag für den Flugsport wird. Neue Maschinen werden vorgeführt, Segelflugzeuge unterrichten von den Fortschritten im motorlosen Flug, und schließlich wird die Veranstaltung eingeleitet durch die Ankunft der über 60 Maschinen, die den Rheinland-BestfalenFlug durchgeführt haben und die Schlußstrecke von Münster nach Dortmund als Luftrengen gestalten. Erweiterter Reichsbahn= und Stratze kehr wird dem Zustrom der Massen Rechnung so daß die Veranstaltung insgesamt dazu dienen die Worte des Reichsministers der Luftfahrt,. oberst Goring, erfüllen zu helfen, daß da Volk ein Volk von Fliegern werden musse Es kommt für die zwanzig Bewerber Titel eines deutschen Kunstflugmeisters darauf hr Pflichtprogramm sauber und fehlerlos durssed ren. Diese Pflichtfiguren, die nach einem e gelegten Plan geflogen werden mussen, werven een Teilnehmern erst am Sonnabend nicht zuläisig, was die Schwere des. unterstreicht. Für alle sechs ersten Platze volle Ehrenpreise gestiftet worden, darune Sieger der Ehrenpreig des Reichsministers fahrt. Favorit des Kampfes, der in ders denen in Stuttaart und München von So wurde, ist Graf Hagenburg mit sei Doppeldecker Bü 133c, der noch vor kurzem ternationalen Flugmeeting in Zurich bura Sicherheit und Gewagtheit der Figuren e nne überzeugen wußte. Da aber zumindest da eepe gmuppe dieses Bewerberfeldes einander ge werden erst die Kämpfe des Sonnaapscheiden, wer in diesem Jahre den stolzen Tite Kunstflugmeisters von Deutschland tragt. 5ch Gerade haben drucksvollen Sieg schaft errungenu am kommenden Se kampf. Im Lor Deutschlands Leicht England aus. und Schon der erste zeiat daß die deutsch ner trifft. in dessen Wir hoffen zwar muß dieser schwer en wir bieher mit den gewannen wir den knapo; am Samstag allen Umnanden zur sind verteilt, und wa ger und Werfer der nden Laufwe Sweenen ist der Holmes sind für B Gegner, die in Best wie über 220 Parde lich, und unbedingt Hards Hürden durch dest einer von dwsen Robens und Linnbof Robers und Brown Weitbewerbe über 8 sind. Dagegen sollte i wieder das Rennen ausgezeichnete Unter den Luftwettbewerbe einem 4:8 für Englar ein 52 daraus werd staffel, in der wir ke Alupsch. Neckermann. in Roberts, Wyld, K beste Läufer gegen sic Mani Das erste it Die Ueberlegenhei diesem Jahr war bist Rennen Deutschland feststand. Die zweife fahrer. vor allem N mutkommen, weil ihre erhalt aber das Prog Reansaison eine beio hat einen neuen Wag len deutschen Maschin liefern soll. Die Ve Zulinder sollen zur So sieht denn die ges des neuen Alfa Rome Rennen um den Aces sonderer Spannung er Zum 18. Mal kän Acerbo-Pokal, den Landwirtschaftsminister hintereinander gab es tauchten zum ersten! Nercedes-Benz siegte Jahr war wiederum schen Wagen erfolgreie Am vergangenen Jah nener. unserm Eurol Auto-Union, der Sieg Die deutschen Rei Frauchitsch und Lana Stuck, Hasse und Fag also einer doppelt be über: Sie müssen die E fortsetzen, vor allem deutschen Maschinen gegenüber beweisen. N steuern die neuen großes Konnen, reif kampferischer Wille unter denen vielleich Sturz in Monte Ca haben sollte, durch de wird, werden also a der deutichen S. doppelt wertvollem auf die anerkannt g und die Zuverlassig Wagen. Das übrige Sta ziegesaussichten. talien) und Rues Achteylindet von A Für die 18. Coppdei Pescharg ausgesi zut der 412 km zu Wagen wird die Ein reiche Schlängelkurn Luceiarell= Gugel. e re auf italienisch lanen auf den beide aufweist onnte hier erbeilich Wieder Bmi Der Gro rapezähnlie II eute und morgen lugust: Vormittag Deutkl. A: 15-Klm.=Mannschaftesafts=Funfkampf: 2 itwurf, 300m=Schwimmen: kodernen Fünfkampf. K.aßen ischafts-Patrouillenlauf chießen; Wehrwettkampf. K. ampfe: Weitsprung, 400 m. ags: Vorführung der Grupe 1500 m, Hochsprung. Tiel. nnschafts-Mehrkampf: wimmen, Vorentschen freistil, 100 m Rucken, 2 itilstaffel, Wasserball FußSachsen. 1gust: Vormiltage: Mann, m=Gepackmarsch. Moderner ind B: 4000maSelande qui; pfe: Fechten m Freistil, 400 m Freisl, Bruft, 4mal 100 m=Freistl. tlauf, Handgranaten=Wei= handball, Funce 2000.m.Hindernie Staffete. n. Vorführungen: Grupre e; Jaadipringen der Kl. M. Reitturnier e Reit=, Spring. und Fabr= nen Anfang genommen De war am Mittwoch beendet, e erst am Donnerstag auf latz in der Soers bekann= war Oberstlin. Ruppert eich, in der Klasse B Mant er Kav.=Schule, wahrend 2 aus Siegen den ernen Pa and als erste Hauptprufung sse M. auf dem Programm. ahmen den Kampf um den ewaltigten den Kurs fehler= Italiener, je 2 Belgier und der. Sieger im Stechen blied 1f Ronco mit 0 Fehler und 1 Landsmann Hauptmann 8 und dann folgte W. 5Hauptreitschule München in Augsburg aAugsburg die noch aus= deutschen Gewichtheber im Schwergewicht ermittel. leichteren Gewichtsklassen orf feststellten. Die Tueebenfalls recht gut beief. sch als Verteidiger de zt hat noch nicht gemeldet. fruhere Augsburger nich Zweikampf zwischen ihm r Gietl ist man besonders dem Start fernbleiben, o r Anwärter auf die Wegewicht, Schuster=Munchen. die besseren Aussichten ver n starkster der Freisinar: den letzten Konkurrenien das Leben schwer mache rgabe seines ganzen Konn Teilnehmer sieht der bschwergewicht m Schwergewicht, das von vird, ist natürlich unser tteidiger Manger=Frersing. itlich gefahrdet ist. der Munchener tingen wird alles harane Siegen nicht allau h hahnrer na tragen. nen wird. Genera" 4 heutiche um den trauf an, irchzufub= enau festerden den bekannt. ono itbewerbl ind wert= fur dn der Vorjahren gewonnen Bucker= heim Jne Und nun Deutschland— Enaland Schwere Ausoabe unserer Leichtathleten in London Gerade haben unsere Leichtathl drucksvollen Sieg gegen Frankreiche Nationalmannschaft errungen und schon steht unsere Vertretung am kommenden Samstag vor einem neuen Landerkampf. Im Londoner White=City=Stadion tragt Deutschlands Leichtathletik ihre fünfte Begegnung mit England aus. und diesmal ist die Aufgabe weitaus Deutschland chwieriger als in München. Beide Nationen schicken schwerstes Geschütz ins Feuer, und es wird einen Kampf geben, dessen Ausgang außerst knapp und vielleicht auch überraschend ist. Die beiden Verbände nannten folgende Vertretungen: 100 Pards: 220 Parde: 140 Pards: 660 Carde: 1 Meile: 3 Meilen: 120 Hards Hurden: Hochsprung: Weitsorung Stabhochsprung Augelstoßen: Diskuswurf: Meilenstaffe 140, 220, 220, 880 Yarde: lorchmener, Hornberger Neckermann, Scheuring Linnhoff, Robens Harbig. Mertens Schaumburg, Stadler Syring, Eberhard Wegner, Kumpmann Weinkötz, Augustin Long. Asmuß Müller, Sutter Woellke, Stock Schroder, Stock Alupsch, Neckermann, Hornberger. Harbig England Holmes, Sweenen Holmes, Penningion Roberts, Brown Handlen, Collner Wooderson. Pell Ward, Dainty Finlay, Thornton Newman, Kennedy Breach, Liner Webster, Kinally Hewland, Hincke Poung, Nesbitt Roberts, Wyld, Holmes, Stothard Das Radsport=Proimm für das bevorstehende Wochenende ist wieder recht umfangreich ausgefallen, namentlich im Bahnradsport. Bereits am Samstag knattern in*0 alau die Motoren, wo Stach(Berlin). Hille(Leipzig), Wißbrocker(Hannober) und Ehmer(Berlin) um den Goldpokal von Breslau starten. Am Sonntag bringt die Bahn in Forst in der Lausitz das traditionelle Goldene Rad mit Stach(Berlin), Ehmer(Berlin), Umbenbauer(Nürnberg) und Wißbröcker(Hannover) zum Austrag. In Halle treffen Schön(Wiesbaden). Lohmann(Bochum), Snoek(Holland), Schindler(Chemnitz) und Kirmse Halle) über 100 km zusammen. Der Westmark=Preis über ebenfalle 100 km gelangt auf der Bahn in Saarbrücken zur Durchführung Krewer(Köln), Ifland (Düsseldorf), Leuer(Köln) und Krauß sind hier die Teilnehmer. Deutsche Bahnamateure gehen am Sonntag erneut in Lodz an den Start, wo sie bieher recht erfolgreich waren. Nach Erledigung der verschiedenen Rundfahrten sind am Sonntag auch die deutschen Berufs=Straßenfahrer wieder mit dabei. Die schwere Harz=Rundfahrt mit Start und Ziel in Magdeburg ist ihre nächste Aufgabe. Zugleich sind hier wieder unsere besten Amateure mit am Start. In Berlin wird Benkley und Miß Kudaard Deutsche Golfmeisterschaften in Bad Ems Auf den Golfplätzen in Bad Ems hatten sich am Donnerstag zahlreiche Zuschauer eingefunden, die Endkämpfe um die deutsche Meisterschaft miterleben zu können. In der Männer=Meisterschaft befand sich H. G. Bentley, der sich schon im Jahre 1933 einmal den Titel holen konnte, in Ueberform. Er siegte diesmal gegen den Krefelder von Beckerath ganz überlegen, obwohl der Krefelder wirklich einwandfreies Golf zeigte. Einen ebenso klaren Sieg trug bei den Frauen die Engländerin Frl. Rudgard davon. Viermal war Miß Rudgard bis in die Schlußrunde gelangt, aber diesmal zeigte sie sich der Belgierin Oury überlegen und entschied den Kampf für sich e Schon der erste Blick auf die Mannschaftestellunge. us die deutsche Vertretung hier auf einen Gegner trifft, in dessen Reiben großartige Könner sichen. Wir hoffen zwar auf einen deutschen Erfolg, doch muß dieser schwer erkampft werden. Viermal standen wir bisher mit den Briten im Weitbewerb, viermal gewannen wir den Landerkampf, jedesmal äußerst knapo; am Samstag nun wollen die Englander unter allen Umnanden zum Siege kommen. Die Chancen sind verteilt, und wahrscheinlich müssen unsere Springer und Werier den Vorsprung aufholen, den England in den Laufwettbewerben erzielen wird. Sweenen ist der Favorit über 100 Parde; er und Holmes sind für Borchmeyer und Hornberger zwei Gegner, die in Bestform kaum zu holen sind. Hier wie über 220 Pards ist ein englischer Sieg wahrscheinlich, und unbedingt sicher sind den Briten die 120 Hards Hürden durch Finlay und Thornton: zumindest einer von dwsen beiden wird der Sieger sein. Robens und Linnhoff haben laum eine Chance gegen Robers und Brown über 440 Pards, wahrend die Weitbewerbe über 880 Pards und eine Meile offener sine Dagegen sollte über drei Meilen Meister Syring wieder das Rennen machen, der in Eberhard eine ausgezeichnete Unterstützung haben wird. So ist in den Luftwettbewerben— ohne die Staffel— mit einem 418 für England zu rechnen: es kann aber auch ein 52 daraus werden. Hinzu kommt die Meilenstaffel, in der wir kaum Aussicht auf Erfolg haben. N'upsch. Neckermann. Hornberger und Harbig haben in Roberts, Wyld, Holmes und Stothard. Englande beste Läufer gegen sich Die Entscheidung für Deutschland müßten also die Sprinter und Werfer heraushelen, und hier sind unsere Aussichten weitaus günstiger. Weinkotz ist als sicherer Sieger anzusehen. Das gleiche gilt von Long im Weitsprung, und hier erwarten wir auch noch Asmuß vor den Briten, wahrend man das von Augustin nicht unbedingt behaupten kann. Woellte und Stöck müssen acht weitere Punkte(fünf für den ersten, drei für den zweiten Platz) gutmachen. Im Diskuswerfen wird durch Schröder ein weiterer Erfolg für uns herausspringen, und hier hat Stock auch wieder gute Platzchancen. Am 24. August 1920 trugen wir den ersten Lan derkampf gegen die Briten in London aus und gewannen mit 8:4 Punkten, und zwei Jahre später, am 30. August 1031 siegten wir in Köln mit 7.5:4,5 Punkten. In diesen beiden Begeanungen wurden nur die Siege als Punkte gewertet; im dritten Länderkampf am 19. August 1933 in London wurde zum ersten Male die Punftwertung mit fünf drei, zwei, einem Punkt eingeführt, und hier gewannen unsere Vertreter mit 76:50 Punkten, und dieser Erfolg wurde wiederholt am 11. August 1935 in München, als England mit 75:61 Punkten das Nachsehen hatte. Unsere Vertreter treten die Reise über den Kanal unmittelbar von ihren Heimatorten aus nach der englischen Hauptstadt an. Freitag sind sie abgefahren, am Samstag wird der Landerkampf ausgetragen und schon am Sonntag die Rückreise angetreten. Zu dieser Maßnahme hat man sich entschlossen, weil die jüngsten Ereignisse bewiesen haben, daß das Klimaa. der Themse für unsere Atbleten nicht sehr günstig ist und ein längerer Aufenthalt sich nachteilig auf die Leistungen auswirkt. Der Fußball-Auftakt im Westen Man ist gespannt auf den neuen Alfa Das erste Zusammentreffen unserer Kennwagen mit dem neuen italienischen Modell bei der 13. Coppa Acerbo Die Ueberlegenheit der beutschen Rennwagen diesem Jahr war bisher so unbestritten, daß in allen Rennen Deutschland schon von vornherein als Sieger fenntand. Die zweifellos sehr tüchtigen italienischen nahrer. vor allem Nuvolari, konnten einfach nicht mitkommen, weil ihre Wagen langsamer waren. Jetzt erhalt aber das Programm der zweiten Halfte der Reansaison eine besondere Belebung; Alfa Romeo hat einen neuen Wagen gebaut, der den sieggewohnlen deutschen Maschinen einen gleichwertigen Kampf fern soll. Vie Versuche mit dem neuen Zwölfinder sollen zur Zufriedenheit ausefallen sein. So sieht denn die gesamte Autosportwelt dem Start neuen Alfa Romeo am kommenden Soantag im mennen um den Acerbo=Pokal in Pescara mit besonderer Spannung entgegen. Zum 18. Mal kämpfen die Rennwagen um den acerbo-Pokal, den 1924 der damalige italienische Landwirtschaftsminister Acerbo stiftete. Neunmal dintereinander gab es italienische Siege. Erst dann auchten zum ersten Mal deutsche Rennwagen aufMercebes.gena neate mit naatoli. Im nachsten ahr war wiederum ein Italiener auf einem deutden Wagen erfolgreich: Varzi auf Auto=Union. zim bergangenen Jahr gluckte als erstem Nichtita unserm Europameister Rosemeyer auf Auto=Union, der Sieg „ Die deutschen Rennfahrer— Caracciola, von Frauchitsch und Lang für Mercedes=Benz, Rosemener, Stuck, Hasse und Fagioli für Auto=Union— stehen anso einer doppelt verpflichtenden Aufaabe gegen= üder: Sie müssen die Siegesreihe der deutschen Wagen fortsetzen, vor allem aber die Kampftüchtigkeit der enischen Maschinen auch dem neuen Alfa Romeo segenuber beweisen. Nuvolari und Dr. Farina neuern die neuen Modelle. also zwei Fahrer, die Können, reife Erfahrung und ausgeprägter kampferischer Wille auszeichnen. Unsere Fahrer, denen vielleicht Hasse, wenn er sich von seinem furs in Monte Carlo doch nicht vollständig erholt iben sollte, durch den jungen H. P. Müller ersetzt nard, werden also aufe Ganze gehen müssen, wollen der beutichen Siegesreibe einen neuen, diesmal robelt wertvollem Erfolg hinzufügen. Wir hoffen aul die anerkannt große Fahrkunst unserer Kämpen o die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit unserer Wagen. Jas übrige Starterfeld hat auch diesmal keine diedesaussichten. Sommer(Frankreich), Belmondo Malten) und Ruesch(Schweiz) steuern den alten Achtenlinder von Alfa Romeo. wrr die 18. Coppa Acerbo wurde eine neue Strede . Lescharg ausgesucht, die fast 26 km lang ist und N.Nr 412 km zu fahren sind. Den italienischen Wagen wird die Strecke besonders liegen, da sie zahlde Schlangelkurven kurz hinter Pescara über den ueclarelli Hügel, eine Schlinge bei Cappelle und die auf stalienisch als„Varianten" getarnten Schizinsn auf den beiden langen Geraden des Dreiecke= aufweist. Die Wendigkeit der Alfa Romeo nnte hier erheiliche Vorteile herausholen. Wieder Bmw gegen Norton A. Großer Motorrad=Preis von Schweden, Hroße Motorrad-Preis von Schweden auf der begahnlichen 14.5 langen Rundstrecke bei Saxtorp endete im vergangenen Jahr mit einer großen Ueberraschung: Ley und Gall auf BMW schlugen die sieggewohnte englische Norton von Guthrie in überzeugendem Stil. Der beste Motorradfahrer der Welt, Guthrie, hat am vergangenen Sonntag in HobensteinErnstthal den Tod auf der Bahn gefunden, nachdem hm beim Großen Preis von Bern noch einmal ein überragender Sieg geglückt war. Zur Revanche im Großen Preis von Schweden gonnte ihm das Schicksal keine Gelegenheit mehr. Beim diesjährigen Rennen am kommenden Sonntag finden Ley und Gall unter 58 Fahrern aus 12 Nationen ihre gefährlichsten Widersacher in PopeEngland(Norton), Taruffi und Aldrighetti=Italien (Gilera) und Sunnqvist=Schweden(DKW). Otto Ley halt in der Halbliter=Klasse den absoluten Rekord für die 22 Runden(377,5 km) mit 147.79 kmstd, inne. Sein Rundenrekord lautet auf 150,86 kmitd. In der 250.ccm=Klasse haben unsere DN W=Fahrer Kluge und Winkler kaum etwas zu befürchten. Velocette wird wohl in der 850er=Klasse zum Sieg kommen. Es sei denn, daß die Maschine Guthries einem anderen Fahrer aubertraut wird. Vorbei ist die„große Halbzeit“, die Sommerspielsperre. Im Winkel der Gerätekammern reat sich „König Fußball“ zu neuem Leben. Und draußen wartet schon sein Millionenvolk auf ihn.. Mit Spielen in aller Freundschaft wird man die neue Spielzeit einleiten, ehe wieder der Kampf um die Punkte entbrennt. Neue Aufstellungen sollen auf ihr Konnen überprüft, hier und dort noch an der Leistung gefeilt werden. Und dann wird im September wieder alles zur Jagd auf die vielbegehrten Zähler bereit sein... Zunächst gilt es. das Mannschaftsgefüge wieder zusammenzuschweißen, im ernsten Training wieder jene geschlossene Einheit von elf Kameraden aufzu bauen, die unerläßliche Verbedingung für eine gute Leistung der Mannschaft ut. Manche Lücke ist neu auszufüllen, manche Umitellung ist vorzunehmen, die entscheidenden Ernfluß für die kommenden Monate haben kann. Viel Zeit ist nicht zu verlieren; denn menn erit wieder die michtigen Entscheidungen her anrücken, soll alles bereit sein für den vollen Einsatz und die große Probe der körperlichen und Nervenkräfte, des technischen Könnene jedes einzelnen und der Harmonie der ganzen Mannschaft. Jetzt ist der Blick nach vorn gerichtet, auf das neue Ziel. Die Neulinge wollen sich behaupten, die Abgestiegenen kampfen um neuen Lorbeer, da ihnen der alte verloren ist. Alle aber stehen unter dem großen Leitsatz, der den ganzen deutschen Sport eint mit dem Ziel, das ganze deutsche Volk den Leibesübungen zuzuführen. H. B. In Westjalen kann man mit der ersten„Tageskarte“ schon zufrieden iein. Wenn auch der meisterliche FC Schalke 04 nicht„im Lande“ weilt. Wieder fuhrt die Königsblauen ein ehrenvoller Ruf in einen der deutschen Gaue. Beim Karlsruher Fußballverein wird Schalke 04 eine Gastvorstellung geben und auch obne Fritz Szepan, der zur gleichen Stundde in der Nationalelf gegen die SA=Auswahl in der Reichsbauptstadt spielt, die Massen begeistern. Weiter spielen: Arminia Bielefeld— 1. FC Nürnberg SVg Herten— Polizei Lübeck M 12 Gelsenkirchen— SpVg Rohlinghausen Sus Hüsten 09— TSC Haaen Alemannia Dortmund— Arminia Marten und auswärts: VB Speldorf— SV Rotthausen Alemannia Aachen— Westfalia Herne Kleve 63— Germania Bochum Koblenz 1900— SV Höntrop Ein etwas gemischtes Programm brint auch der (Hau Niederrhein zur Atwicklung Turu Düsseldorf und Munchen 1860 treten mit ihren starksten Mannschaften in Neuß zu einem Werbespiel an. Der neue Gauligavertreter BV Altenessen hat Koln=Sülz 07 verpflichtet. Mehrfach kommt es zu Zusammentreffen von Bezirksklasse mit Gauliga, so zwischen VfB Mülheim und SV Rotthausen. VfB Lohberg und Union Hamborn sowie Lennep 07 und Hamborn 07. Fortung Düsseldorf 30 Jahre BV 07 Langendreer Aus der Vereinsgeschichte eines Fußballpioniers Wir haben bereitg im Laufe dieser Woche darauf hingewiesen, daß der Ballspielverein Langendreer 07 mit Beginn der neuen Fußballspielzeit die Feier seines 30jährigen Bestehens begeht. Wie die Jahres zahl besagt, wurde der Verein 1907, und zwar von den mumeraden Dahl, Heise, Kolozinski und Grieblina in Langendreer, wo schon zwei Sportvereine bestanden, ins Leben gerufen. Er betätigte sich wie soviele anfanglich verbandslos und beteiligte sich an den vielen Turnieren und Sportfesten, die damals gang und gabe waren. Auf ihnen hatte der Verein sowohl im Fußball wie in den üblt. chen leichathletischen Wettbewerben manchen schönen Erfolg zu verzeichnen, von dem die heute nom vorhandenen Diplome und Auszeichnungen kunden. Im Jahre 1910 erfolote nach schweren Qualifikationsspielen die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband. 1913 stellte sich der erste große Erfolg ein. der BV 07 wurde Gruppensieger, unterlag aber dann im entscheidenden Kampf Arminia Marten. Der Krieg unterbrach den Spielbetrieb, fast alle Mitglieder, 36 an der Zahl, zogen für das Vaterland ine Feld und 25 von ihnen kehrten nicht zurück. Ihrer wird der Verein bei seinem Jubiläum besondere gedenken. Sofort nach dem Kriege wurde das Fushallspiel wieder aufgenommen. Unverständlich war damals die Zuteilung zur niedrigsten C.Klasse. Zu den Punktespielen mußte der Verein weite Reisen bie nach Langenberg, Nierenhof, Holthausen usw. unter. nehmen. Er sicherte sich dann den Aufstieg zur RKlasse und ein Jahr später auch den zur A-Klasse, ohne jedoch aufzusteigen, da die beiden nächithöheren Klassen zusammengelegt wunden. 1925 gelang der Aufstieg in die Kreisliga, die jedoch ein Jahr wäter wieder verloren ging. Zu dieser Zeit hatten die Leichtathleten größere Erfolge. Der Lanzstreckenläufer Reichmann, der später als Mitglied der Siegener SpFr. Sieger im deutschen Marathonlauf wurde, ist aus den Reihen des Vereins Kransheit erlegen. In der Folgezeit behauptete sich der Verein, der seit Jahren einer der spielstärksten Vertreter der Bochumer 1. Kreisklasse ist. Sein Jubiläum leitet der BV 07 am Sonntag mit einem Spiel gegen Westfalia Bochum ein. In Jugendspielen treffen sich V. Preußen 07 Bochum, LRC Laer, FC Volmarstein. VfB. Langendreerholz und der Jubilar am morgigen Sonntag, nächsten Samstag und darauffolgenden Sonntag in Spielen um eine Plakette. Auch die Alten Herren des Vereine tragen am Samstag nachmittag ein Spiel gegen den LJC Laer aus. Wir entbieten dem Verein zu seinem Jubelfeste ein Glück auf gur weiteren erfolgreichen Arbeit auch im vierten JahrzehntRennen zu Clairefontaine 1. R.: 1. Dir pour Cent(Bates), 2. Raisonnable 2. 3 Vieux Colomb. Sieg 110:10, Platz 28, 15:10. Ferner: Pitchourikian, Byzantine, Silverline, Malik Shah. 2. R.: 1. Sagar(Gigant), 2. Roi Mage 2. 8. Earl of Cumb. Sieg 89:10, Platz 19, 31, 83:10. Ferner: Damastor, Sadiya, Ange Gardien, Souna, Ursus, Sundange, Ronal Legend, Port de Reine. 3. R.: 1. Maori(Lavialle), 2. Fil d'Argent, 8. Lagoon. Sieg 43:10, Platz 16. 16:10. Ferner: HuguetteVolage, Lelia, Tortue. 4. R.: 1. Armando(Duforeg), 2. Mauritius 8. Serveg Banstar. Sieg 37:10, Platz 14, 18. 16 10 Ferner: Idolet, Katinka. Mon Etoile, Adalgise, Chitterlings 5. R.: 1. Generality(Rabbe), L. Foliole 2, 8. Atlas 2. Sieg 40:10, Platz 14 29. 16:10. Ferner: La Lenviere, Jessie, Satinella, Cornet, Moorea. 6. R.: 1. Punk Pearl(Delaurie), 2. Belsheda, 3. Revil. Sieg 136:10, Platz 52, 23:10. Ferner: Cheg Gaby. spielt in Frankreich gegen Olympique Lille bzwRed Star Paris. Auch im Gau Mittelrhein stehen zahlreiche Treffen auf der Tageskarte. Süddeutscher Besuch kommt mit Eintracht Frankfurt zur Bonner Tura=Elf. Das Hauptspiel steigt jedoch in Köln zwischen dem neugegründeten VfL 99, der sich aus EfR und KSC 99 gebildet hat, und dem Beerschot AC Antwerpen, der zur ersten belgischen Klasse zählt. Aus Westfalen sind Westfalia Herne bei Alemannia Aachen und SV Höntrop bei Koblenz 1900 zu Gast. ... und im Kreise Bochum In Bochum ist das Programm nicht allzu groß, dafür aber schon zugkräftig genug, denn es stehen qualitatiu wertvolle Kämpfe bevor. Es spielen: TG Bochum=Ehrenfeld— SpFr Gladbeck Lungendreer 07— Westfalia Bochum SpSp Stiepel— Polizei=SB Bochum Concordia Bochum— DSC 31 Rochum SB Bochum=West— BfB Gerthe TuS Bochum Res.— Edelstahlwerke SC Altenbochum— BB Herne=Süd Post=SB Bochum— SpFr Wattenscheid.Oft Ueber den Ausgang der Treffen läßt sich am ersten Tage der neuen Saison natürlich nichts sagen, denn nicht immer kann man nach Vorjahrsform gehen, da inzwischen mancher Umstand die Lage hat verändern können. Die Ehrenfelder haben gegen die Gäste aus Gladbeck, bei denen der frühere Schalker Nattkämper Mittelläufer spielt, eine 2:4-Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen. Langendreer 07 feiert sein dreißajähriges Jubiläum und verpflichteke Westfalig zum Jubiläumstreffen. Die Gäste aus der Wegescheid werden harten Widerstand finden, zumal Langendreer alles daransetzen wird, gerade in diesem Treffen gut abzuschneiden. SpSp Stiepel mißt sich mit dem alten Rivalen und inzwischen zur Bezirksklasse aufgestiegenen Polizei=SV. Der Ausgang ist offen. Concordia dagegen müßte den Gast schlagen können. Der SV Bochum=West erwartet im VfB Gerthe einen Geaner. der demnächst mit ihm in einer Gruppe spielen wird. Man wird Aufschluß über das Stärkeverhältnis bekommen, das bisher kaum festzustellen war. Die Reserven des TuS haben sich immer gut gehalten und dürften auch diese 1. Mannschaft schlagen. Auswärtg spielen: Aleve 1863— Germania Bochum Kobleng 1900— SB Höntrop BfB Rottrop— TuS Bochum dürften auch diese 1. Mannschaft schlagen. Der SC Altenbochum und die Post haben sehr starke Mannschaften als Gegner. Die beiden Gauligisten Germania Bochum und Höntrop werden im Rheinland ihre beiden der Bezirksklasse angehörenden Gegner schlagen, schwerer dagegen hat es der TuS Bochum, denn die Bottroper sind von jeher als starke Gegner bekannt gewesen. Um die Deutsche Vereinsmeisterschaft Leichtathletikkämpfe der A=, B. und C.Klasse auf dem Sportplat an der Krümmede in Bochum Mut der A-, B= und C=Klasse will der Kreisfachwart für Leichtathletik am kommenden Sonntag den ersten Versuch in der Deutschen Vereinsmeisterschaft unternehmen. In der A=Klasse werden sich der TK Herne, TV 48 Bochum und die SS=Sportgemeinschaft einen großen Kampf liefern. Der TK Herne dürfte hier mit seiner gleichmäßigen Mannschaft wohl am besten abschneiden. Die SS=Sportgemeinschaft stützt sich auf so große Könner wie Buschey, Strathmann, Bergmann und a.— Die B=Klasse setzt sich aus dem Post=SV Bochum, Tura Hattingen und TG B.=Ehrenfeld zusammen. Tura Hattingen dürfte wohl die beste Mannschaft stellen. Ehrenfeld hat in Paßmann und Östermann Könner, die gute Leistungen zeigen werden. Es sollte uns hier freuen, wenn Paßmann seine letzthin gezeigten Weitsprunglerstun. gen erneut bestätigen würde. Der Post=SV dürfte durch seine guten Läufer nicht schlecht abschneiden. In der C-nlasse werden sich der SC Dahlhausen und Tura Werne einen scharfen Kampf liefern. Die größere Erfahrung dürfte aber bei den Dablhausern sein, die dann auch das bessere Ende behalten werden. Diese Kampfe dienen außerdem dazu, die Aufstellung der Kreismannschaft für den Kampf Bochum gegen Hagen, der am 12. September in Bochum stattfindet, vorzunehmen. handball Das Handhall=Programm ist in Bochum recht mager, denn nur ein Treffen wurde gemeldet, und zwar die Begegnung Westfalia Bochum— Bochumer Verein, dier ist mit einem sicheren Sieg der Westfalen au rechnen. Reichsbahn Hagen— Germania Bochum Die Bochumer werden es schwer haben, in Hagen erfolgreich zu bleiten KdF.-Svorkamt Sonntag, 15. August: Reichssportabzeichen für Frauen und Manner 8—10 Uhr auf dem Sportplatz am Pappeldusch in Altenbochum. Fih W. Lichtburg „Moskau=Schanghai.“ Es ist begreiflich, daß ein Film, der zum Teil das Grauen der bolschewistischen Revolution im Jahre 1917 zeigt und im übrigen Paul Wegener als Regisseur und Pola Negri als Hauptdarstellerin besitzt, besonderes Interesse findet und gesteigerte Erwartungen auslöst. Titel, Hauptdarstellerin und Regisseur reizen jeden Filmfreund! Der Film ist ein Erfolg, trotzdem die Handlung unnatürlich ist und nicht viel mit dem einleitenden Satz„nach einer wahren Begebenheit“ gemein hat. Darsteller und Kamera jedoch, die zu gleichen Teilen zu unseren besten Kräften zu rechnen sind, lassen darüber hinwegsehen. Den Hauptanteil an dem endgültigen Erfolg besitzt Pola Negri, die Schauspielerin von Weltformat. Sehr sympathisch wirkt Wolfgang Keppler, ein neues Filmgesicht. Gustav Dießl und Karl Dannemann gefallen recht gut. Im Schlußteil gibt Susi Lanner eine ausgezeichnete Probe ihres Könnens. Die Kamera hat zum Teil phantastische Bilder eingefangen. Der ungeheuren dramatischen Spannung des Films wird sich niemand entziehen können. Ufa-Tonhalle „Die sieben Ohrfeigen.“ Wohl selten wird über sieben Ohrfeigen so viel und so herzhaft gelacht werden, wie in diesem Ufa=Tonfilm„Die sieben Ohrfeigen“. Und dieser Erfolg ist durchaus berechtigt, denn eine ganze Reihe von Faktoren schließen sich hier zu einer glücklichen Einheit zusammen, die dem Film seine überragende Bedeutung verleiht. Da ist zunächst einmal die zugrunde liegende Lustspielidee, die originell ist und schmissig durchgeführt wurde. Ein junger Mann hat bei einem Bankkrach sein Vermögen in Höhe von 7 Pfund verloren. Es will ihm nicht in den Kopf, wieso das gleiche Papier, das heute mit 7 Pfund bewertet wurde, morgen nichts mehr wert sein soll. Er dringt bis zum Bankpräsidenten vor, um sich Aufklärung zu holen. Als er dort hinausgeworfen wird, beschließt er, sich zu rächen und dem Bankpräsidenten für jedes verlorene Pfund vor Zeugen eine Backpfeife herunter zu hauen. Mit der Schlauheit, die einem Detektiv zur Ehre gereichen würde, weiß er an den Präsidenten heranzukommen. Die ersten sechs erreichen glücklich ihr Ziel, die siebente dagegen bekommt er selbst, tauscht aber dafür die Hand der Präsidententochter ein. Die Spielleitung Paul Martins ist hohen Lobes wert. Er weiß das rechte Tempo anzuschlagen und jeden auf den rechten Platz zu stellen. Ihm standen allerdings auch ausgezeichnete Schauspieler zur Verfügung: allen voran Lilian Harvey als Präsidententochter, graziös und elegant, zielsicher und geistig überlegen. Daneben Willy Fritsch als der Mann, der die sechs Ohrfeigen austeilt und als charmanter Schwerenöter sich keß das Herz und die Hand der Präsidententochter erobert(womit ja die verlorenen 7 Pfund reichlich aufgewogen werden). Ausgezeichnet auch Alfred Abel als Empfänger der Ohrfeigen und Ernst Legal als sein juristischer Beirat. Sima als Reporter, Fiedler als damaliger Earl und Tollen als Verwandlungskünstler ergänzen diese Schar aufs beste. Ein Lustspielfilm, den man zum Besten rechnen darf, was bislang auf diesem Felde gezeigt wurde. Fritz w. Chelius. Capitol „Diener lassen bitten.“ Mit diesem Film nach dem Buhnenstuck von Toni Impekoven und Eduard Ritter ist Hans H. Zerlett als Regisseur und Drehbuchautor ein wirklich reizendes Lustspiel gelungen. Er hat zunächst einmal einen wirklich witzigen und originellen Einfall, der auch in seiner Durchführung einen Film bester Zerlettklasse abgibt. Manche Passage möchte man sogar über seinen letzten großen Erfolg„Die selige Exzellenz“ stellen. Dazu wird wirklich anregend und gewinnend gespielt. Ein großes Schauspielerensemble ist vonnöten, um die Vielfalt der Adelstypen und die Dienercharaktere durchzugliedern, die von dem Film und seinem Motiv zur Entfaltung benötigt werden. Trotzdem hat dieses Erfordernis keine Schwierigkeiten geboten. Die Differenzierung ist bis ins einzelne mit Sorgfalt bedacht. Da geben Herbert Hübner. Gertrud Lalsky, Josef Eichheim und Hansi Arnstädt Lords und Ladys in heiterstem Licht, erganzt durch eine gleich vorurteilsvolle Jugend, dargestellt durch Arthur Schröder, Hertha Guthmar und Hellmuth Weiß. Zwischen beiden Lagern, der großen und der kleinen Welt, spielen Joe Stockel und Fita Benkhoff behagliches, leutseliges Bürgertum. In diesen Fronten mimen Rose Stradner und Hans Söhnker das optimistisch notwendige Liebespaar. Das Karikierende ist bei allen nicht soweit getrieben, daß es das Lustspiel überschlagen lassen könnte. Leo Leux schrieb die flotte musikalische Illustration. Eine durchaus gelunge Filmarbeit! Dr. Josef Klösters. Lichtspielhaus „Der Hund von Baskerville.“ Schon einmal als Stummfilm erhielt der berühmte Detektivroman von Conan Doyle Leben und Gestalt. Jetzt hat Karl Lamac das Wagnis unternommen die unheimliche Gespenstergeschichte auf die Leinwand zu bannen. Hier schauen wir die rätselhaften Vorgänge auf Baskerville in einem vollständig neuen Rahmen. Der Zuschauer wird auf alle Nebenwege abgelenkt, die von der Spur des berühmten Hundes ableiten sollen. Den berühmten Detektiv gestaltet Bruno Güttner in einer unübertrefflichen Maske. Außer ihm und den beiden bedrohten Baskervilles geraten alle in den Verdacht der Täterschaft. Peter Voß ist hier weder Dieb noch Detektiv, wird vielmehr um ein Haar das zweite Opfer. Fritz Rasp ist der Diener, auf dem der Hauptverdacht ruht. In einem Vorspiel taucht der Hund von Baskerville zwischen Kostümen der Zeit Heinrichs VIII. auf, aber auch er ist nicht der eigentliche Hund. Wer das Gruseln erleben will, der sehe sich diesen Film an! Gloria-Palast Boccaccio ist hier ein Geschichtsschreiber, der heimlich ein Dichter ist und anonym die berühmt gewordenen Liebesabentener drucken läßt. Er nimmt seine Stoffe aus den Scheidungsprozessen, über die seine Akten berichten und tut das, um seiner jungen Frau schöne Kleider schenken zu können. Alle Frauen lesen und verehren ihn, den niemand kennt. Schließlich gibt es zwei Boccaccios, eine tolle Gerichtssitzung und ein spannendes Finale. Ein galantes Zeitalter lebt hier vor unseren Augen auf. Bunte Vielfalt wird in einem stürmischen Wirbel von Menschen und Ereignissen lebendig. Herrliche Landschafts= und Stadtebilder entfalten sich. Farbe, kultivierteste Bild= und Darstellungskunst, Schwung und Witz, das sind die hervorragendsten Merkmale dieses Films. Zwar sieht man hier nicht den historischen Boccaccio, das stört aber den Zuschauer nicht, diese fidele Handlung ist auch ohne Historie lebensfahig. Es ist eine Art leichtbeschwingten Märchenspiels. Im Vordergrund stehen Willi Fritsch und Heli Finkenzeller, ein Liebespaar, wie man es wahrlich nicht allzu oft sieht. Paul Kemp und Fita Benkhoff ein komisches Paar, an dem man seine Freude hat. Dazu Albrecht Schoenhals und Gina Falkenbera in bester Form. Kinderarzt Dr. Engel Ein Film, der für Große und Kleine eine besondere Anziehungskraft hat. Im Mittelpunkt der lebensnahen Handlung steht der gute Onkel Doktor, der von allen Kleinen, die mit ihm zu tun haben, vergöttert wird. Paul Hörbiger ist der Träger der Titelrolle. Er ist ein idealer Gestalter dieser Rolle und verkörpert den Dr. Engel mit einer Herzenswärme, die rührend ist. Seine Partnerin ist Viktoria von Ballasko. die durch ihre Natürlichkeit und ihren Liebreiz alle Herzen gewinnt. In weiteren Rollen sind gut eingesetzt: Arthur Fritz Engens, Hans Leibel, Oskar Sima und Ernst Legel, die durch ihr natürliches Spiel dem Start der Hauptbarsteller zu einem Sollen Siege verhelfen Johannes Niemann gestaltete diesen Stoif zu einem Märchen aus Kinderland bei dem selbst die Großen weich werden. Ein scho ner Film, den sich anzusehen lohnt. hammer Lichtspiele „Die. Tochter des Samurai.“ Mit ungeheurer Intensitat ist in diesem Film eine Idee gestaltet, die in Deutschland nicht weniger lebendig ist als im modernen Japan. Es sind ergreifende Bilder, wenn der junge Teruo sich zur Heimat bekennt, wenn er die alte Erde des väterlichen Ackers zärtlich durch die Finger gleiten läßt und wenn er sein Kind in die frische Furche des Ackers legt. Regisseur Fanck hat hier die Brücke zwischen dem Fernen Osten und Deutschland geschlagen. Die Schönheit des Landes wird in herrlichen Bildern offenbar, manche Aufnahmen gleichen den kostbarsten japanischen Holzschnitten, manche, wie die der von Kirschblütenzweigen überdachten Kanäle, wirken so märchenhaft, daß man vergißt, vor einem Film zu sitzen. Setsuko Hara ist eine zarte, gefühlsstarke Mit suko, schlicht und rührend zugleich, ihr Partner, Isamu Kosugi erwies sich als Schauspieler großen Formates. Ruth Eweler, die einzige deutsche Schauspielerin, bewältigte die nicht leichte Aufgabe feinfühlig und sicher. Apollo B.-Weitmar „Das Hofkonzert.“ Ein sehr hübscher Ausstattungsfilm. Die Handlung ist in ein halb klassizistisches, halb rokokohaftes Gewand gekleidet, historisch höfisches Leben wird lebendig, Bilder von Anmut und Pracht entzücken das Auge und die Musik ist so leicht beschwingt, daß der Zuschauer in die beste Unterhaltung gerät. Im Mittelpunkt dieses heiteren Spiels steht die beliebte Filmsängerin Marta Eagert, die auch hier wieder mit ihrer strahlenden Stimme, ihrer äußeren Anmut und ihren frischen Spiel die Besucher begeistert. Neben 15 Hauptdarstellern wirkten noch 19 Krafte in Episoden mit, die von dem Spielleiter Det'ef Sierck zu einem beschwingten Spiel geführt wurden. Peter Schiffers Kammer-Lichtspiele B.-Gerthe „Hauptmann Sorrell.“ Unter der Regie von Jack Raimond verliert dieser Film den Anflug von Sentimentalitat, der Filmleuten bei diesem Thema sehr nahe gelegen haben könnte. Die Frau verlaßt Sorrell und seinen Sohn aus mondäner Genußsucht, als sie ins Elend geraten. Aber der Mutterfilm mit vertauschten Rollen bleibt aus. Der Film wahrt einen Takt der Zurückhaltung in den Dingen des Gefühlslebens, der Respekt erheischt. Der Hauptdarsteller H. B. Warner gibt seine Molle mit vorbildlicher innerer Diekretion. Peter Penrose und später Huah Williams fügen sich als Darsteller des Sohnes prachtig in den Rahmen ein. Ein Werk, das höchste Anerkennung verdient. Odeon- und Skala-Theater „Inkognito.“ „Inkognito“ hat alles, was zu einem guten Unterhaltungsfilm gehört: eine flotte, fesselnde Handlung mit Humor und Herz, mit Mutterwitz und Situationskomik und mit Tempo und noch mal Tempo!— Doch„Inkognito“ hat noch mehr! Er rührt an heutige, jeden bewegende Fragen: Kann man sich völlig umkrempeln und ein neues Leben anfangen, kann man mit 150 Mark im Monat glücklich und zufrieden sein? Mit guten, gediegenen Mitteln Stimmung zu zaubern, ist der Zweck dieses Lustspiels. Man sehe sich diesen Gustav Fröhlich an, wie er einen jungen Träumer mit dicker Brieftasche und inhaltslosen Tagen zeichnet und Hansi Knoteck als fröhliche Partnerin. Weiter wirken mit: Hans Richter, Erich Fiedler, Hilde Krüger, Eugen Rex u. a. Ein ausgezeichnetes Beiprogramm und die neue Tonwoche beschließen den Spielplan. entbehrungen für die Eristen) der bemeinschaft zu tragen, dee st die krönung allen Opfersinne Neues vom Freilichtfheater Wattenscheid Mottopocer“ Das große Freilichttheater im Wattenscheider Stadtgarten führt am heutigen Samstagabend, 20,15 Uhr, und am Sonnta=achmittag, 17 Uhr. letztmalg den„Schinderhannes“ auf. Für Mittwochnachmittag ist als Erstauffuhrung das Märchenspiel„Notkappchen“ vorjesehen. Cs ist dies eine vollständig neue Bearbeitung von Hermann Stelte. Die Uraufführung dieses Bühnenwerkes fand erst kürzlich im Schauspielhau ver statt. Das Rotkäppchen spielt die Schauspielerin Ria Fern aus Essen als Gast. Für die J einlagen verpflichtete die Bühnenleitung die rin Anneliese Siealar vom Stadttbeater Gelsenkirchen. Ebenfalls wirkt das gesamte Pertongl des Freilichttheaters mit. Um allen Volksgenossen den Besuch mit ihren Aindern in den Ferren zu ermog= lichen, haben Stadtverwaltung und Buhnenleitung die Eintrittspreise für Kinder auf 10 Pig. und int die Erwachsenen auf 25 Pia. festgesetzt. NSG. Die in diesem Jahre zum erstenmal in einem großeren Rahmen auf der 3000 Sipplatze fassenden Freilichtbühne im Stadtgarten der Stadt Wattenscheid durchgeführten Freilichtspiele hatte her einen unbestrittenen Erfolg. Nach der Auffuhrung des lustigen Volksstückes„Das Musikanlendorf“ im Monat Juli wurde für die erste Hälfte des Monats August das Volkestück„Der Schinderhannes“ von Hillerg einstudiert. Die letzten Aufführungen dieses erfolgreichen Spieles finden am Samstagabend und am morgigen Sonntag, nachmittags um 5 Uhr. statt. An den folgenden Samstagen und Sonntagen kommt das Hinrichsche Lustspiel„Wenn der Hahn kräht“ in großer Bearbeitung heraus. Jeden Mittwoch finden gutbesuchte Marchenaufführungen statt. NSG. Rotstandsarbeiter errichten Weidekamp. Notitandearbeiter aus dem Industriegebiet, die m dem Lager Kirchmeischede untergebracht sind, haben in Kirchweischede umsangreiche Kultivierungsarbeiten zur Anlage eines Weidekamps beendet. Ein Teil des Geländes ist bereits mit Kartoffere bepflangt wor= den. die eine gute Ernte versprechen. Nach drei= bie vierjähriger landwirtschaftlicher Nutzung wird die Einiant zur Weide vorgenommen. Briefkasten T VaR S Ilcherhaus Bochum. Humbolotstr. M4-16 — Telefon 6130 Houte abend ab 20 Uhr alienische Nacht Konzert und Gesang-Derbietungen Eintritt frol. Freilicht-Theater der Stadt Wattenscheld (Stadtgerton) s....n..... die gute Gaststitte im Walde mit des horrl. Resenterrasses a. des gedieg. Innenrüumen Nurhaus Vormholz be Herbede Ruhri (Alle Auskünfte, die unter dieser Rubrik ertent wer= den, sind ohne Gewähr und werden im Rahmen der preßgesetzlichen Bestimmungen gegeben Pb. Ko. Nr. 100. Es kommt darauf an, was in dem Mietvertrag über die Flurbeleuchtung bestimmt wird oder was die Hausordnung besagt. Ist nichts vereinbart, dann gelten die orteublichen Bestimmungen. d. h., der Flur mußz bis zu gewissen Zeit(im Sommer gewöhnlich bis um 10 Uhr, im Winter bis 9 Uhr) beleuchtet sein. Tazu sind die Bewohner einer Etage abwechselnd veipflichtet. Die Dauer und die Reihenfolge bestimmt der Vermieter. Ihr Vorschlag ließe un durchführen, wenn Vermieter und Mieter ihm zustimmen und danach handeln, allerdings aum dann, wenn jemand das Haus verläßt. 1765. Mit der Annahme an Kindesstatt wo lieren die leiblichen Eltern die elterliche Gewal über das Kind, die unehelich= Mutter das Rem und die Pflicht, für die Person des Kindes zu sorgen. Damit entfallt auch für den unehelichen Vater die Verpflichtung zur Unterhaltszahlung. Dicse kann dann erst wieder verlangt werden, wenn die Pflegeeltern sterben und das Kind der öffentlichen Fürsorge zur Last fällt. M. 200. Wenn der Betreffende seiner Verpflichtung nicht nachkommt, fordern Sie ihn aulinnerhalb einer von Ihnen festzusetzenden#rit die Reparatur auszuführen, andernfalls Sie diese auf seine Kosten von einem anderen Meister vo nehmen lassen. K. Wir konnen diese Bestimmungen sämtlich unter Briefkasten veröffentlichen. Sprechen Sie doch nachmittags ab 4 Uhr in unserer Sprenstunde vor, in der wir Ihnen alles weitere übermitteln werden. Preisausschreiben. Sprechen Sie nochmals bei uns vor, und zwar nachmittags ab 4 Uhr DrahtGeflechte/ Gewebe Tune/ Tore/ Siine Selle Welde- und Stacheldraht 1 Zaun pfosten uew Bechemer Brahtwaronund Gitterfabrit Fritz Buhr Ankauf von Weinflaschen Dammele: Bechum Alsenstratze 20 Telephon 66174. 9 SRUGAPARK NRNBSESSEN piele und Parkbeleuchtung tin Sommertag im Grugapark Massenauspflanzungen von Sommerblumen, Staudenvss Sondergarten- und Kleingartenanlage m Warmwasserbecken blühen Lotosblumen und victoria regia KONZERT und TANZ vro Nocs- 4 Nargaste ete PAUL Bochum Altbekannt gute Gaststätte. Jagdzimmer, Gesellschaftsrimmer, Sammlisch ehemalig Mililärlufischifler Hermannshöhe Herbede(Ruhr) Toletes Wres Aaslcheler, Clos-Vorade Schleder-Bler selt 1872 Konzerthaus Schlüter Sechum 0U0.h.l.... 35 Soemstag. Sonntag und Mittwoch VAMZ no Bacnen Schalon Niederelbert dei Montad (Westerwald) Autodusverdindungen: Monten Stranddad Bad Freilichtfheater nscheid ppchen“ beater im Wattenscheider igen Samstagabend, 20.15 mittaa. 17 Uhr, letztmalia s“ auf. g ist als Erstauffuhrung ppchen“ vorgesehen. Es zne Bearbeitung von Herfführung a m Schauspielha n spielt die Schauspielerin ls Gast. Für die TanzBühnenleitung die Tan ar vom Stadttheater Gel= das gesamte Personal d allen Volksgenossen den in den Ferien zu ermög= tung und Bühnenleiturg der auf 10 Pta. und für 2. festgesetzt. Jahre zum erstenmal in auf der 3000 Sipplatze n Stadtgarten der Stadt Freilichtspiele hatten bis. Frfolg. Nach der Auffuh= ckes„Das Musikanuli wurde für die erste st das Volkestück„Der Hillerg einstudtert. Die es erfolgreichen Spieles und am moraigen Sonn= statt. An den folgenden n kommt das Hinrichiche ahn kraht“ in großer en Mittwoch finden gut= den statt. r errichten Weidehamp. n Industriegebiet, die m untergebracht sind, haben siche Kultivierungsarbeiten amps beendet. Ein. Tel Kartoffeln bepflangt worrsprechen. Nach drei= bie cher Nutzung wird die mmen. asten dieser Rubrik erteilt wer= werden im Rahmen der nmungen gegeben. ommt darauf au, was in die Flurbeleuchtung beie Hausordnung besagt. t gelten die orteublichen Flur muß bis zu einer r gewöhnlich bis um hr) beleuchtet sein. Dazu Etage abwechselnd verd die Reibenfolge behr Vorschlag ließe sich ter und Mieter ihm zu= deln, allerdings auch daus verlaßt. me an Kindesstatt vein die elterliche Gewalt liche Mutter das rson des Kindes zu sorfür den unehelichen Interhaltszahlung. Diese langt werden, wenn die as Kind der öffentlichen Betreffende seiner fordern Sie ihn auf. nen festzusetzenden Frift n. andernfalls Sie n anderen Meister vorese Bestimmungen nicht weröffentlichen. Sprechen Uhr in unserer Sprechnen alles weitere überechen Sie nochmals bei tags ab 4 Uhr ag ipark men, Staudenue gartenanlage ken blöhen toria regia dTANZ Ugsloka! vannshöhe Taletes Wittes Westerwald) dungen: Plontabaur Koblonz Warum unter der Hitze leiden? Es gibt so viele Mittel, sich gegen sie zu schützen! ist eines der Dinge auf der Welt, dem sich zem Mensch entziehen kann. Zwar ist das Stöhnen bei dreiunddreißig Grad im Schatten je nach Tempesament und Leibesfülle sehr verschieden, doch das ist weiter nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, daß der eine mehr und der andere weniger darunter zu leiden hat. In einem sind sie sich jedoch alle einig: Kampf der Hitzel Bleibt jedem nach seiner Fasson überlassen, wie er sich der Plage erwehrt! * Der Lausbub!„Mutta, gib mir doch n Groschen für n Eis!“ Die Mutter ist keineswegs von den ewigen Bitten ihres Sproßlings erbaut, aber dur, um ihn los zu werden, gibt sie ihm endlich den Groschen. Und haste nicht gesehen ist der Heini schon m Eisloden an der Ecke, weilt kaum eine Minute darin und erscheint dann wieder voller Freude mit Mrahlendem Gesicht be' seinen Spielgefährten. Da lliegt ihm manch neidischer Blick zu. Dieser und jener will lecken, aber so ohne weiteres wird das nicht gestattet. Nur Franz, der beste Freund, darf einmal tund herum und einmal rauf und runter lecken. Aber nicht soviel vom Erdbeer, das eß ich am liebsten selbst!“ Nlach zwei drei Minuten ist die Herrlichkeit zu Ende und für eine Weile hit die liebe Seele Ruh. * Der Bachfisch! Seine größte Spezialität ist matürlich auch Eis.„Ach Gott, es schmeckt ja so himmlisch!“ Aber als angehende junge Dame denkt man natürlich nicht daran, sich an einem Hörnchen zu vergessen, sondern sitzt in einer Eiskonditorei und opfert zweiundeinenhalben Groschen vom monatlichen Taschengeld für ein Gemischtes, Erdbeer, Zitrone, Vanille und Schokolade. Und wenn man bei dem nachfolgenden Genuß das verklärte Antlitz betrachtet, tatsächlich, es muß schon himmlisch schmecken. * Dersesche sunge Mann! Der Kragen ist chm schon aufgeweicht, von der Stirn quillt das Naß in lieblichen Perlen.„Haltung!“ ruft er sich selbst zu, „Galtung, wer wird sich denn hier auf der Straße chon etwas anmerken lassen. Ich und Eis? Lieber bis morgen so weiter schwitzen!“ Der Geist ist willig, das Fleisch soll bisweilen schwach sein. Und so kann er es sich denn nicht länger verkneifen, an dem nächsten Ausschank stehen zu bleiben und„eine Selter ohne, zu zehn" zu verlangen. Perlend fließt das köstliche Getränk in das Glas, wird schluckweise genossen, denn man will sich doch nicht verkühlen, und spült mit seiner erfrischenden Wirkung sogar das unangenehme Gefühl hinweg, daß es sich eigentlich nicht lo ganz gehöre, auf offener Straße zu trinken. Aber diese Hundstagshitze. Zwar ist man ein Herr von Prinzipien, aber keine Regel ohne Ausnahme. * Der Wohlbeleibte!„Na, a hilft nun alles nix! Und wenn ich noch fünf A,nd zunehme, geh'n wir noch’ne Molle schwenken, denn so ne Hitze hält ja kein Mensch aus.“ Es soll nur ein Stößchen zu zehn sein, nicht mehr, denn vom vielen Trinken soll man noch mehr schwitzen, sagen die klugen Leute. Aber in so einem Stößchen ist nur ein Schluck, und es bedarf deren viele, um einen Riesenbrand zu löschen. Die Dicken sind gemütlich und Philosophen. Und während das zweite, diitte und vierte Stößchen verschwindet, denkt der wohlbeleibte Herr:„Erstens, was kann das schlechte Leben nützen. Lerne leiden ohne zu klagen! Ich will nicht klagen, daß ich immer dicher werde, an diesen paar Gläschen liegt es bestimmt nicht, wo ich obendrein die Hälfte bis zur nächsten Tankstelle doch schon wieder ausgeschwitzt habe.“ Na also, denn man prost und hinein! * Zwei Damen mittleren Alters! Sie sitzen auf der Terrasse eines prächtigen Gattenlokals und trinken in Anbetracht der großen Hitze nicht 47 22 Eis— der begehrteste Artikel in heißen Tagen. Foto: Sisnaiske Kassee, sondern ein Erfrischungsgettank Doch nicht das gleiche Beide köstlicher Flüssigkeiten baben einen Doppelnamen, dei zweite steht beiden gleich gut (oder auch schlecht). Nur das erste Wort unterscheidet lich, wenn auch nicht besonders. Jedenfalls wollte die eine dieses und die andere jenes, unbedingt und unter allen Umständen Der Kellner bringt die Gewünschte. Die Flaschen haben fast die gleiche Form, ihr Inhalt nahezu dieselbe Farbe. Der Kellner sieht sich die beiden Socten an und fragt die Damen nachdenklich: „Verzeihen Sie, meine Damen! Können Sie mir den Unterschied im Geschmack dieser beiden Erfrischungsgetränke erklären? Ich finde immer, sie schmecken beide gleich, nämlich nach Apotheke!“ Worauf er sich mit einem Lächeln empfahl. * Damit ist natürlich die Möglichkeit, sich durch Erfrischungen von der Hitzeerschlaffung aufzurichten, keineswegs erschöpft. Und wer es mit Flüssigkeiten nicht versuchen will, der hann sich auch an anderen köstlichen Dingen erfrischen und laben Unsere Lebensmittel= und Feinkostgeschäfte verfügen über alles in reichster Auswahl. Man hann da nur einen Rat geben: Seht euch die Geschäfte an, wer sucht, der findet, was er haben will! Jetzt erst recht Kopfsalat! Es dauert ja nur noch kurze Zeit, dann verschwindet er sowieso für die nächsten 9 Monate vom Frisch=Gemüse=Markt. Da sollten wir ihm nun noch alle Ehre antun. Er wird ja immer noch reichlich angeboten,— dafür sorgt schon die Witterung. Teilweise ist er sogar überraschend billig,— wenn man dann allerdings auch schon mal feststellen muß, daß die Außenblätter anfangen zu welken. Aber gerade dann soll man ihn kaufen, damit er nicht ganz verwelkt. Jedoch nur die angewelkten Blätter länger im Wasser liegen lassen, nicht den ganzen Salat! Salat verliert an Gehalt und Geschmack, wenn man ihn zu lange „badet". NSG. Arbeitsveteranen fahren ins Blaue. Wie in den Vorjahren, hatten die Westfälischen Kleinbahnen ihre Arbeitsveteranen und die Witwen der Pensionäre zu einer Fahrt ins Blaue eingeladen, die bei dem herrlichen Wetter einen wirklich schönen Verlauf nahm. In zwei Omnibussen wurde die Gemeinschaftsfahrt angetreten, die durch das Ruhrtal zum Baldeneysee und nach Schwerte führte. Asti Getränkefabrik Trinken Sie: August Stickeln, Bochum Dorsfener Straße 40— Fernruf 62220 Asti Orange, Zitrone, Cola, Tafelwasser SINALCO In Umsatz und Qualität unerreicht Himbeersaft.. Lter 1,50 Litronenmost. Lier 1,30 UrangeadeLter 1,50 ApfelsanLlter 0.78 Traubensaft Ller 0,98 Aplelwein...Lter 0.38 Prelse ohne Glas WROBEL socHUm Liéferung frei Haus/ Bestellkasse Sa. 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Denn nicht nur die eigentlichen Mitglieder des Bürgerschützenvereins Altenbochum werden sich hier ein Stelldichein geben und auch nicht nur die Grünröcke, sondern alle Voiksgenossen sind herzlichst eingeladen, nicht nur passiv, sondern auch aktiv sich am Preisschießen des Bürgerschützenvereins zu beteiltgen. Es wird also ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes geben. Zunächst veranstaltet der Bürgerschützenverein ein Schießen um die Wanderplakette und zwar für seine Mitglieder. Bekanntlich bildete sich der Bürgerschützenverein Altenbochum im Jahre 1928 aus dem Zusammensch un der 1. und 2. Kompagnie. Drei Kompagnien bilden hier ein Bataillon. Die erste Kompagnie wird von Schützenhauptmann Hans Jakobs geführt, die zweite von Josef Hickert und die dritte von Heini Kerl. Der Vereinsführer des Bürgerschützenvereins Altenbochum ist Wilhelm Sussik. Der Verein verdient sicher, daß an seinem Feste die Volksgenossen in größter Zahl lebhaften und herzlichen Anteil nehmen, denn er hat durch die Anlage des schönen Schießstandes auf dem Platze der früheren Zeche Dannenbaum II bewiesen, daß in seinen Reihen viel ehrliches Wollen und eine gro#Begeisterung für die Sache der deutschen Schützen steckt. Der Schießstand, von dessen Anlage unsere beiden Bilder einen Begriff vermitteln können. wurde im Jahre 1W4 aus eigenen Mitteln des Vereins und der Schützenbrüder und mit eigener Kraft hergerichtet. Was an Arbeit, besonders an Erdbewegungsarbeiten geleistet werden mußte, kann sich der vergegenwärtigen, der den Platz in seiner früheren Gestalt gekannt hat, und sich nunmehr diese schöne schmucke Grünanlage besieht. Deshalb wird auch die Durchführung des Schützen= und Volksfestes, das am heutigen Samstag beginnt und das am Sonntag und auch noch am Montag fortgesetzt werden soll, hier in der besten Weise abgewickelt werden können. Der Stand hat eine Länge von 200 Metern, es kann aber auch ein Schießstand von 100 und 50 Metern eingerichtet werden. Außerdem befindet sich hier ein Stand für Bolzenschießen. Man hat nicht vergessen, die ganze Anlage mit Grün auszuschmücken und man plant auch noch weitere Erdbewegungen und Anschüttungen, um die Grünanlage des Schießstandes zu verschönern. Um die Volkstümlichkeit des Festes zu erhöhen. wurde ein Schießwettbewerb eingerichtet, in dem der Meisterschütze von Altenbochum ermittelt werden soll. An diesem Schießen, bei dem es eine Gold=, Silber= und Bronze=Medaille zu erringen gibt, kann sich jeder Volksgenosse beteiligen. Die Vereinsführung des Bürgerschützenvereins hat dieses Schießen um die goldene. die si berne und die bronzene Medaille allen Volksgenossen zugänglich gemacht, um auf diese Weise den Schützengedanken in das Volk weiter hinein zu tragen. Außerdem wird an allen drei Festtagen ein Kirmestrubel das Fest umrahmen, und Freude und Frohsinn sollen hier zu Hause sein. Der Samstag wird mit einem Zapfenstreich eröffnet, daran schließt sich ein Umzug durch die Altenball findet dann im Festzelte statt.— Am Montag ist um 16 Uhr ein Festkonzert und um 20 Uhr ein Festball, mit dem das Schützen= und Volksfest beschlossen wird. Der musikalische Teil des Festes wird von der Bochumer Straßenbahnerkapelle bestritten die mit ihrem Spielmannszug erscheinen wird. Das Schießen um den Wanderpokal, der von der 2. Kompagnie verteidigt wird, und serner die Ermittlung des besten Meisterschützen von Altenbochum dürfte sicher bei den Teilnehmern des Festes auf das größte Interesse stoßen. Man darf erwarten, daß die Altenbochumer sich an diesem Fest in zahlreicher Weise beteiligen, und daß sie zeigen, daß sie mit der Schützensache ihrer Heimat auf das festeste verbunden sind. Wer wird Meisterschütze von Altenbochum?— Diese Frage wird am morgigen Sonntag ihre endgültige Beantwortung find bochumer Straße an. Abends findet dann im Festzelt ein Kommers mit Tanz statt.— um Sonntag morgen um 9 Uhr beginnt das Ausschießen der Wanderplakette und der übrigen Medaillen. Die Ehrung der Meisterschützen mit anschließendem FestSK=Fotas: Herler den. und alle anderen, die dieser Ehre nicht teilhaftig werden, werden sicher auch auf ihre Kosten kommen, wenn sie sich des Schützen= und Volksfestes erinnern werden, das der Bürgerschünenverein Altenbochum zuletzt im Jahre 1935 gefeiert hat. Die DAF sorgt für den radelnden Arbeiter Anlage von Kadfahrwegen eine soziale Verpflichtung In Erkenntnis der Sorae für die zehn Millionen schaffenden Volksgenossen, die tagaus tagein mit dem Fahrrad zu ihrer Arbeitsstätte fahren, sieht die Deutsche Arbeisfront in der Schaffung von Rad4* wegen eine soziale Verpflichtung von überzeugender Bedeutung Die Radwege sollen einst neben der Reichsautobahn gleichfalls als Straßen Adolf Hitlers von der gewaltigen Zeit künden, in der wir leben. die Belastung des Straßennetzes mit dem Kraftwagenverkehr am stärksten ist. weist auch der Radfahrverkehr die größte Verkehrsdichte auf. Infolgedessen wird die Abwicklung des mit den verschiedenen Verkehrsmitteln gemischten Straßenverkehrs immer schwieriger. Will man die im Laufe der Zeit immer stärker hervortretenden Unzuträglichkeiten beseitigen, will man die Sicherheit. Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Straßen verkehrs auf einen Höchstwert bringen, und die Benutzung des Fahrrades im Interesse der Wohlfahrt und Gesundheit des Volkes fördern, dann gibt es nur eins: mehr Radwege bauen! Die Unkallstatistik zeigt, daß auf zehn Kilometer Radwegen drei Fahrer todlich verun glückten, auf der gleichen Strecke einfacher Straßen dagegen 25. Radwege tuen notl, dieser Forderung gab auch der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. ing. Todt, Ausdruck als er erklärte, daß das Straßenbauprogramm der Reichsregierung unvollständig ware, wenn es nicht auch den Bau von Radwegen vorsehen würde. Beim Ausbau von gesonderten Radwegen sind im allgemeinen die gleichen Grundsätze wie beim Straßenbau zu berücksichtigen. Ein guter Untergrund ist für Radwege ebenso wichtig, wie für jeden andern Verkehrsweg. Radwege müssen eine geeignete Entwässerung und wirkung der Fahrzeuge auf die Radwege verhältnismäßig gering, so daß durchweg eine schwächere Befestigung genügt. Würde man Kesselasche oder Schlackensand ohne Bindung du Teer oder Asphalt verwenden, so bestände di 1 fahr der Nichtbenutzung dieser Fahrbahn durch die Radiabrer infolge von Staubbildung im Sommer und von Aufweichen bei feuchtem Wetter und Frost Diese Nachteile würden zur Folge haben, daß die Radfahrer trotz Polizeivorschriften ihre Sonderwege verlassen und die Straßenfahrbahn benutzen wenn letztere für sie bequemer fahrbar ist. Deshalb ist man auch in vielen Gegenden Deutschlands dazu übergegangen, an Stelle bindenden Sandes Straßenteer zu benutzen. Am Niederrhein wird in großem Umfange Teer verwendet weil er im Gebrauch billig ist und sich auch auf Aschebahnen, die den Vorteil haben, daß das Oberflächenwasser sehr schnell versickert und der Weg stets trocken bleibt, gut bewährt hat. Anderenorts insbesondere in zahlungskräftigen Gemeinden, haben sich Zement und sogar Pflaster als Belgg für Radwege bewährt. Bei Verwendung von Straßenteer besteht der Vorteil einer weitgehenden Anpassung der Verkehrsstärke durch Verwendung der verschiedenen aus dem allgemeinen Straßenbau bekannten Bauweisen. Wenn man sich auch bei der Planung von neuen Radwegen in erster Linie nach den vorhandenen Geldmitteln richten muß, so zeigen doch die schon erzielten Erfolge, daß auch das Geldproblem zu lösen ist, wenn ein starker Wille die Dinge vorwärts treibt. Jedenfalls ist die Behauptung irrig, daß der Bau von Radwegen nur den Radfahrern zugute kommt. Ihre Anlage dient vielmehr den Jnteressen der Volksgemeinschaft Sinnvoller Feierabend NSG. Im Leistungskampf der deutschen Bewiebe wird auch besonders Wert auf die Förderung der Be= strebungen der NS=-Gemeinschaft Kraft durch Freude gelegt. Der Betriebsführer eines Musterbetriebes, der sich gerade auf diesem Teilgebiet verdient gemacht hat, schreibt uns dazu: .. Zur Förderung der Betriebsgemeinschaft habe ich viel Wert auf eine planmäßige und sinnvolle Ausgestaltung des Feier. avends gelegt. Mannigfaltig sind die Mittel, den Feierabend freundlich auszuschmücken. Für die Werkschar, für die Sing=, Tanz= und Musikkreise, für die Betriebssportgemeinschaften, die Bastlervereinigungen, für jeden, der etwas kann, biedet sich ein reiches Betätigungsfeld. Wieviel an Gemeinschaftsgesinnung kann in den abendlichen Zusammenkünften und Veranstaltungen zum Ausdruck kommen! Jch habe lange genug als Arbeiter gearbei= tet, um zu wissen, daß es der Mann an der Werkbank spürt, co sein Chef mit ihm fühlt und mit ihm geb Es sollte keiner Waschräume und Frühstücksplätze einrichten; bloß um einer Pflicht zu genügen. Der Ein= satz wäre zu gering. Wer sich in alle diese Dinge hineinversenkt, dem wird es schon aufgehen, daß er mit dem ganzen Herzen dabei sein muß. Nur ein herzliches Wort und eine herzliche Tat vermögen den richtigen Widerhall zu finden. Es ist nicht so von ungefähr, daß der Reichsorganisationsleiter gerade de Förderung der Bestrebungen der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ mit in den Leistungskampf der deutschen Betriebe einbezogen hat, und es wird eine dankbare Aufgabe aller Betriebsgemeinschaften sein, auf diesem Gebiet ganze Arbeit zu leisten.“ NSG. Westsälische Siedler in Hierlshagen. Am kommenden Sonntag wird im Sprottebruch in Schlesien das erste Dorf, das seine Entstehung der Tangkeit des Reichearbeitsdienstes verdankt, eingeweihl und auf den Namen Hierlshagen getauft. Von den 40 bereits bezogenen Gehöften, die eine Durchschnittsgröße von etma 80 Morgen haben, sind diel von Siedlern aus unserem Gau erworben worden. NSG. Berliner Reichsberufswettkampf=Sieger kommen nach Westsalen=Süd. Aus dem Programm der Wirtschaftskundlichen Studienfahrten für die Sieger des Gaues Berlin wird auch eine Fahrt bekannt, die 60 Jungen nach Westfalen=Sud bringen wird. Sie gehören der Betriebsgemeinschaft Eisen und Metall an. Sie sollen in unserem Gau die Aufbereitung des Werkstoffes kennen lernen, mit dem sie ein Leben lang zu tun haben. NSG. Zum Musik=Inspizienten befördert. Der Leiter des Gaumusikzuges der N30AP. Pa. Kühl. ist leiner Verdienste wegen zum ik-Inbl. zienten für den Gau West' üd beförder worden. Altenbochumer Bürgerschützenverein Samstag, Sonntag, Montag Schützensest auf dem Platz der Schachtanlage II der Zeche Dannenbaum von der Wasserstr. über Paulstr. Sonntag ab 11 Uhr Ausschleßen des Meisterschötzen v. Altenbochum Bäckerel u. Konditorei Nicolaus Schramm Wittener Straße 134« Ruf 697 76 Gehst aus Du. komm auch mal zu mir; Es wird bestimmt gefallen DirWer einmal war bel Rustemeler Kunde st dort oft noch in froher Runde. Wirtschaft Heinr. Rustemeier Altenbochumer Straße 28 Ruf 68210 Stammlokal der 1. Kompagnie Kolonlalwaren und Weln, Brot ganz prima, grob und fein. Qualltät groß, klein die Preise— Das sind August Wahl's Bewelse A. Wahl Bäckerel und Kolonialwaren Wasserstraße 11 Wurst aller Sorten ganz hochfein, Und Fleisch vom Rind, vom Kalb. vom Schwein, Woran sich jeder kann erlaben. Sind stets bei Jacobs frisch zu haben. michael Jacobs& söhne Fleisch- und Wurstwaren-Fabrik Bochum Fernruf 61372 Wittener Straße 126 u. 216, Bongardstraße 37 Beim Möbelkauf vertraue man In aller Ruhe Voits sich an: Er wird auch dich in allen Fällen Auf beste Art zufrieden stellen Voits Möbelhaus Wasserstraße 31-33, Rut 62671 Die Volks-Zeitung ist das in allen Kreisen eingebürgerte traditionelle Heimatblattl „Laßt Blumen sprechen!“ Weltbekannt Ist dieses Wort in Stadt und Land; denk dran: die schön sten. duftig-zarten be Zutterley stets Deiner warten Gärtnerei Heinr. Zutterley Wasserstr. 74, Rul 62731, Fil. Wittener Str. 107 In Brötchen. Feingebäck und Brot Wickenburg nur Immer Gutes bot: Auch alle and’ren leck ren Sachen Von Wickenburg stets Freude machen Eduard Wickenburg Bäckerei u. Konditorel Wittener Straße 228« Ruf 68722 Begin ONB Tonto, 13 Wie die Agentur D. dort am Freitagmorge sapanischen Konzession Geschutzfeuer eingeset Schanghai begonnen. Kriegsbere PNB Tokio. 13. die Agentur Dor Schanghai äußerst sischen Truppen schm Hauptquartier der 10 Auf Grund dieser V Kommandeur de höchste Kriegobe mobilisterten sapanische England schü 5t ONB Schanghai, NB.) Wie hier ver die Heranziehung von ren in Hongkong sol einaigen kriegerischen und Japan im Raun einer Bedrohung der nach Schanghai in M Flußschiffal ein Die Bekbindung Schat DB Schanghai, 1 MB) Die chinesische tung des Jangt Schifahrt behannt. 5 Streche von Tsannki Mngpu=Flusses in der Vertragsmächte wut die Leuchtfeuer in der Nach der UnterbreBahnverkehrs und des bindung Schang tich vollständig unte elephonische und telegre für militärische Zweche Nankan von de no Tientsin, SB.) Wie das japa gibt, wurde die von den Stadt Rankau, die Kalgan sperrt, nach n Kämpfen von japanischen satz von Insanterie, 2 eingenommen. größere Kampfhandlung stattgefunden. Ueber der noch Einzelhelten. Hervorgehoben wird nischen Hauptquartiers Chinesen, die jetzt. unter nordwestlich gelegenen 9 ten Widerstand leisten. Verwundetentransporte Das Ziel der japanise die Suinuan=Bahn. Die gegen die noch intahte Henttaltruppen haben an nicht eingegriffen. Lokio gegen Ver DNB Tokio, 13. Am zute abgehaltener Regierung bei uller mannahmen, die für Sanghai notwendig seit gierung weiterhin Verhan mi führen werde. Nankin Eine Erklärung ONB Ran 9R) Der Amtes gab ein michlung des Lukourschau-3r Seite gesehen1 klärung wird un des faranischen „Alle diese Poheiterechte C trüge. Die Gel Es bleibt uns oonchatnt Jaaresion Wi tung für die zu lich bei Janan." Schwere DMB Scha S7B.) Das b Arilleriefeuer abend zu. In send des Nordh durch die B auf die Radwege verhältdurchweg eine schwächere irde man Kesselasche oder indung du Teer oder bestände die# fahr der hrbahn durch die Radiahbildung im Sommer und uchtem Wetter und Frost. zur Folge haben, daß die vorschriften ihre SonderStraßenfahrbahn benutzen, jemer fahrbar ist. Deshalb egenden Deutschlands datelle bindenden Sandes nutzen. Am Niederrhein e Teer verwendet, weil er id sich auch auf Aschebahden, daß das Oberflächenickert und der Weg stets rt hat. Anderenorts insftigen Gemeinden, haben laster als Belag für Radendung von Straßenteer weitgehenden Anpassung Verwendung der verschien Straßenbau bekannten der Planung von neuen e nach den vorhandenen so zeigen doch die schon ch das Geldproblem starker Wille die Dinge alls ist die Behauptung Radwegen nur den Radlmehr den Jnteressen gemeinschaft eierabend of der deutschen Bewiebe uf die Förderung der Be= chaft Kraft durch Freude ines Musterbetriebes, der biet verdient gemacht hat, der Betriebsgemeinschaft le planmäßige und tung des Feier. schmücken. die Sing=, Tanz= und sportgemeinschaften, die den, der etwas kann, bieigsfeld. Wieviel an Gein den abendlichen Zu= laltungen zum Ausdruck nug als Arbeiter gearbei= Mann an der Werkbank fühlt und mit iom geb und Frühstücksplatze eint zu genügen. Der Ein= sich in alle diese Dinge schon aufgehen, daß er dei sein muß. Nur ein zliche Tat vermögen den n. Es ist nicht so von nisationsleiter gerade die 1 der NS=Gemeinschaft in den Leistungskampf zogen hat, und es wird Betriebsgemeinschaften Arbeit zu leisten.“ er in Hierlshagen. Am Sprottebruch in SchleEntstehung der Tatig= verdankt, eingeweiht shagen getauft. Von höften, die eine Durchlorgen haben, sind drei u erworben worden. zwetthampf=Sieger komus dem Programm der ahrten für die RBWK= d auch eine Fahrt beWestfalen=Sud bringen sgemeinschaft Eisen und serem Gau die Aufbeen lernen, mit dem sie sienten befördert. Der N397P. Pg. Kühl. kIn bel man han: ällen tellen Beginn der Kämpfe um Schanghai Voits 3. Rut 62671 nd Brot r Gutes bot: Sachen Freude machen ckenburg Konditorei 28• Ruf 68722 nn Tohio, 13. Aug.(Ostasiendienst des 991B) die Agentur Domei aus Schanghal meldet, hat dort am Freitagmorgen um 9 Uhr an der Grenze der sapanischen Konzession hestiges Maschinengewehr= und Geschunfeuer eingesenzt. Damit hat der Kampf um Schanghai begonnen. Kriegsbereitschaft angeordnet Tokio, 13. Aug.(Ostasiendienst des DMB.) Wie die Agentur Domei meldet, hat sich die Lage in Schanghai äußerst zugelpitzt, da die chinesischen Truppen schweres Artilleriefeuer auf das Hauptquartier der sapanischen Marine eröffneten. Auf Grund dieser Verschärfung der Lage hat der Kommandeur der sapanischen Marine höchste Kriegsbereitschaft für die gesamten mobilisterten sapanischen Streitkräfte angeordnet. England schützt den Kaum von Schanghai OB Schanghai, 13. Aug.(Ostasiendienst des MNB.) Wie hier verlautet, erwägen die Engländer die Hemnziehung von Truppenverstärkungen. Trupin Hongkong sollen bereitgestellt sein, um bei emnaigen kriegerischen Verwichlungen zwischen China und Japan im Raum von Schanghal und bei einer Bedrohung der Internationalen Niederlassung nach Schanghai in Marsch gesetzt zu werden. Flußschiffahrt am Jangkse eingestellt Die Bekbindung Schanghai—Ranking restlos unterbrochen. MB Schanghai, 13. Aug.(Ostasiendienst des MB) Die chinesische Regierung gab die Sperrung des Jangtseflusses für die gesamte Schffahrt behannt. Die Sperrung gilt für die Streche von Tsannkiang bis zur Mündung des Whangpu=Flusses in den Jangtsee. Die Vertreter der Vertragsmächte wurden verständigt, daß am Fluß die Leuchtfeuer in der Nacht gelöscht bleiben wurden Nach der Unterbrechung des Luftverhehrs, des Bahnverkehrs und des Schiffsverkehrs ist die Ver bindung Schanghai—Nanking prak tisch vollständig unterbrochen, zumal auch der lelephonische und telegraphische Verkehr ausschließlich für militärische Zweche beansprucht bleibt. Nankau von den Japanern eingenommen SNB Tientsin, 18. Aug.(Ostasiendienst des MB.) Wie das sapanische Hauptquartier bekannt gibt. wurde die von den Chinesen erbittert verteidigte Stadt Ranhau, die die Paßstraße in Richtung Kalgan sperrt, nach mehrere Stunden dauernden Kampfen von japanischen Truppen unter großem Einsatz von Insanterie, Artillerie und Tankeinheiten elnaenammen. Damit hat die erste wirklich größere Kampfhandlung des nordchinesischen Feldzuges stattgefunden. Ueber den Verlauf der Kämpfe sehlen noch Einzelheiten. Hervorgehoben wird in der Meldung des sapasrischen Hauptauartiers der zähe Widerstand der Chinesen, die jetzt, unterstutzt von Artillerie, auf den nordwestlich gelegenen Höhen hinter der Stadt weiteten Widerstand leisten. In Tientsin sind die ersten Verwundetentransporte von Japanern eingetroffen. Das Ziel der japanischen Angriffe ist Kalgan und die Suinunn-Bahn. Die Gefechte richteten sich bisher gegen die noch intakte 29. Provinzialarmee. Die Hentraltruppen haben angeblich in den Kampf noch nicht eingegriffen. Lokio gegen Verschärfung der Lage DMB Tokio, 13. Aug.(Ostasiendienst des D91B.) Ein heute abgeminen. avineltsrat beschloß, die Regierung bei gleichzeitiger Durchführung Aller Maßnahmen, die für den Schutz der Japaner in Scanghai notwendig seien, mit der chinesischen Regierung weiterhin Verhandlungen zur Verhindetung der Verschärfung der Lage in Schangmi führen werde. llanking beschließt militärisches Vorgehen eine Erklärung des chinesischen Auswärtigen Amtes. MMB Ranking, 13. Aug.(Ostasiendienst des 978) Der Sprecher des chinesischen Auswärtigen gub eine Erklärung ab, die die Entilung des chinesisch-sapanischen Konfliktes seit dem Lunoutschiau-Zwischenfall, wie sie von chinesscher Seite gesehen wird, schildert. Zum Schluß Marung wird unter Bezugnahme auf diese Darstellung des faranischen Vorgehens gesagt: „Alle diese Handlungen verstohen gegen die Poheitsrechte Chinas und die internationalen Verzage. Die Geduld Chinas hat ihre Grenzen erreicht. bleibt uns kein anderer Weg, als SelbstverteidiUngemaßnahmen zu treffen und der gewaltsamen lagression Widerstnd zu letsten. Die Verantwortung für die zukünftige Entwicklung liegt ausschließlich bei Jaran." echwere Kämpfe in Schanghai Schanghal, 13. Aug.(Ostasiendienst des Das bereits im Laufe des Freitag einsetzende nlerlefeuer im Norden Schanghis wihm gestern zu. In dem Stadtteil Tschapet in der Gernd des Nordhahnhofes wüten schwere Brände, durch die Beschießung entstanden sind. Die chinesischen Truppen— es handelt sich um die 88. Division— halten den Nordbahnhof besetzt und haben Feldgeschütze in Stellung gebracht. Eine allgemeine Flucht der chinesischen Bevolkerung aus Tschmpei hat eingesetzt. Die Flüchtlinge, deren Zahl bisher noch nicht abzusehen ist, sammeln sich in den südlichen Stadtteilen. Die japanischen Stellungen am Hongkiu=Creech liegen unter chinesischem Feuer. Das sapanische Generalkonsulat und die flußabwärts liegenden Kais sapanischer Schiffsgesellschaften sind schwer verbarrihadiert. Schutz britischer häfen urch Minenfelder im Kriegsfall Diis London, 13. August.(Drahtb.) Die englische Abmiralität hat. wie der Flottenkorrespondent des„Daily Telegraph“ meldet, neue Maßnahmen ergriffen, um die britischen Häfen in der Heimat und in Uebersee im Falle eines Krieges durch Minenfelder zu beschützen. Für die Vorbereitung und Unterhaltung kontrollierter Minenfelder, d. h. solcher Minen, die durch Fernleitung von der Küste aus zum Explodieren gebracht werden, ist jetzt die Rekrutierung von Sonderpersonal innerhalb der Flotte beschlossen worden. Engländer lernen die Tschechen kennen! bei Besichtigung sudetendeutscher Nolstandsgebiete verhaftet DNB Karlsbad, 13. August.(Drahtb.) Wie das sudetendeutsche Tageblatt„Die Zeit“ mitteilt, besuchten am Mittwoch zwei Mitarbeiter des bekannten englischen Professor Tovnbee zusammen mit einem Amtswakter der subetendeutschen Partei die Notstandsgebiete der Sudetendeutschen in Westböhmen. Als die englischen Gaste das Armenbaus von Chodau besichtigten, wurden sie von einem Gemeindepolizisten beobachtet, der sofort die tschechoslowakische Gendarmerie verständigte. Die Gendarmerie verhaftete die beiden Engländer und ihren Begleiter, als sie das Armenhaus verlassen wollten, und unterzog sie einem zweistündigen Kreuzverhör Immer wieder tauchte die Frage auf, ob sie die Elendsstätten photographiert und ob sie überhaupt eine amtliche Erlaubnis zum Besichtigen der sudetendeutschen Elendsstätten hätten. Die Engländer legten Empfehlungen der Londoner tschechoslowakischen Gesandtschaft an das Prager Außenministerium und Empfehlungsbriefe an den marxistischen Abgeordneten Jaksch vor, worauf das Verhör beendet wurde. Als man bei einem Engländer jedoch einen Photoapparat bemerkte, der nicht in dem Paß vermerkt war, mußten sich die englischen Gäste anschließend unter tschechoslowakischer Gendarmeriebegleitung nach Elbogen zur Staatspolizei=Zweigstelle begeben, wo sie erneut verhört wurden. Nach diesem Zwischenspiel, das nahezu vier Stunden dauerte, wurden die Engländer, von denen einer nun noch eine persönliche Einladung des deutschen marxistischen Abgeordneten Jaksch vorwies, die er von ihm seinerzeit in London erhalten hatte, freigelassen. Sie werden sich jetzt, wie die„Zeit“ weiter mitteilt, nach Prag begeben, um bei ihrer Gesandtschaft gegen diese Vorkommnisse Einspruch einzulegen. Immer wieder gaben die englischen Gäste ihrer Verwunderung Ausdruck über ihr Erlebnis. Die Folgen des Volksfrontexperiments Kohlensorgen in Frankreich- Starker Rückgang der Erzeugung 50 prozentige Preissteigerung DNB Paris, 12. August.(Drahtb.) Der„Jour“ beschäftigt sich mit der Frage, wie weit die Kohlenversorgung Frankreichs im kommenden Winter gesichert sei. Nach der Einführung der 38. bis 40stündigen Arbeitswoche in den Kohlenbergwerken habe der Bergwerksverband die Regierung wissen lassen, daß er den Bedürfnissen des Landes nicht entsprechen könne. Nach langen Verhandlungen sei es schließlich dem Staatssekretär für die Bergwerke gelungen, für die Monate September und Oktober zwei zusätzliche Arbeitstage einzuschieben. Es sei jedoch zu befürchten, daß diese Maßnahme zu spät komme. Die Koblenerzeugung in Frankreich befinde sich im Rückgang. Die Durchschnittsleistung habe je Tag ung Arbeiter im Vergleich zum Vorjahre um 90 Kilo abgenommen, im Departement Pas=de=Calais sogar um durchschnittlich 150 Kilo. Die Folge sei eine außerordentliche Steigerung der Kohleneinfuhr. Allein auf diesem Posten habe die französische Handelsbilanz einen Fehlbetrag von einer Milliarde Franken zu verzeichnen. Die französischen Kohlenbergwerke hätten versucht, die Lage durch Mehreinstellungen zu verbessern Die Arbeiterzahl sei in der Zeit von Mai 1936 bis Mai 1937 um fast 14 000 auf 236 600 erhöht worden: trotzdem habe die Erzeugung abgenommen. während sie in England, Belgien, Deutschland und Polen gestiegen sei. Diese Abnahme wirke sich im Zusammenhang mit der Abwertung des Franken natürlich auch auf den Kohlenpreis ungünstig aus. Gegenüber 1936 seien die Kohlenpreise um 50 bis 55 Prozent gestiegen. Letzten Endes sei also der Verbraucher dazu verurteilt, den Fehlbetrag zu decken. Der bunte Felsketterei ohne jede bergsteigerische Ausrüstung Wieder ein tödlicher Absturz. DNB Berchtesgaden, 13. August(Drahtb.) Beim Auffticg vom Königstein zum Grünstein stürzte am Donnerstag ein 17½ jähriger Schlosserlehrling aus Ingolstadt von einem Felograt ab. Er blieb mit zerschmettertem Kopf tot liegen. Der junge Mann hatte den Aufstieg ohne jede beraiteigerische Ausrüstung versucht. Gutsverwalter erschießt Schmied Blutige Auseinandersetzung auf einem valnischen Gut DNB. Warschau, 13. Aug.(Drahtb.) Auf einem großen Gut in der Woiwodschaft Lodz kam es zu einem Streit zwischen dem Gutsverwalter und dem Semied des Gutes. In seiner Erregung griff der Verwalter zu seinem Gewehr und gab auf den Schmied einen Schuß ab, der diesen tödlich traf. Ueber diese Tat empört, rotteten sich an die 100 Landarbeiter des Gutes zusammen, drangen in die Wohnung des Verwalters ein, fielen über ihn ber und schlugen ihn nieder. Als die Polizei auf dem Gutshof eintraf, konnte sie nur noch die Leichen des Schmiedes und des Verwalters sicherstellen. Fünf Kinder vom Blitz erschlagen D9B Warschau. 13. Anaust(Drahtb.) Bünf Kinder im Alter von acht bie 14 Jahren aus dem Dorse Kletno bei Pinsk wurden während eines Gewitters unter einem alleinstebenden Baum, in dessen Schutz sie geflüchtet waren, durch Blitzchlaa aetö“el. Aukobusunglück auf einer berastraße Die Bremsen versehentlich anner Betrieb gesetzt. DNB Mailand. 18. Angust(Drahtb.) In der Provinz Belluno hat sich auf der Vergstraße des Joltana-Tales ein schweres Unalück ereignet. Ein Antobus mit 11 Personen hielt in einer Kurne, um den Postkraftwagen durchzulassen. Der Chaufseur war ausgestiegen. Ein Fahrgast wollte ein Hupensignal geben, setzte aber aus Versehen die Bremsen außer Betrieb, worauf der schwere Wagen führerlos zurückrollte und in eine Schlucht stürzte. Zwei Insassen wurden getötet, sieben schwer verletzt. Großfeuer in Italien SNB Rom, 13 Aug.(Drahtb.) Ein Großfeuer brach in den Holzlagern der italienischen Forstwirtschaftsgesellschaft in Petilla Policastro bei Catanzaro aus und verursachte gewaltigen Schaden, der bisher bereits auf über sechs Millionen Lire(rund 800 000 RM) geschätzt wird. Gesetzliche Neuregelung des beefrachtrechts DNB. Berlin, 13. Aug.(Drahtb.) Die Reichsregierung hat das„Gesetz zur Aenderung von Vorschriften über das Seefrachtrecht“ verabschiedet. Mit diesem Gesetz übernimmt das Deutsche Reich die Vorschriften des„Internationalen Uebereinkommens zur einheitlichen Feststellung von Regeln von Konnossementen", das Deutschland am 24. August 1925 in Brüssel gezeichnet hat. Die Einführung war bisber unterblieben, weil Deutschland mit Rücksicht auf seine bedeutende Ostseeschiffahrt nur gemeinsam mit den skandinavischen Staaten das Uebereinkommen einführen kann. Das Uebereinkommen ist das Ergebnis einer fahrzehntelangen internationalen Zusammenarbeit aller am Seehandel beteiligten Nationen und soll die lang erstrebte Vereinheitlichung der Seefrachtrechte der an dem Abkommen beteiligten Staaten bringen. Bisher ist es bereits von einer ganzen Anzahl von Staaten ratifiziert worden. Von den in dem Uebereinkommen vorgesehenen zwei Möglichkeiten, das Abkommen im ganzen zu übernehmen oder aber seine einzelnen Bestimmungen in das nationale Seefrachtrecht einzuarbeiten, hat der deutsche Gesetzgeber die letztere gewählt und vor allem aus Gründen der Klarheit und Uebersichtlichkeit die Bestimmungen des Uebereinkommens in die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über das Seefrachtrecht eingearbeitet. Die Aenderung des bisherigen Rechts bezieht sich im wesentlichen auf die Wartung aus dem Frachtvertrag, die Abschaffung der sogenannten Skripturhaftung und auf die Einführung des Verfrachterkonnossements. Kleine Tageschronir Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsbahndirektor und Abteilungsleiter Hermann Osthoff der Personalabteilung der Eisenbahnabteilungen des Reichsverkehrsministeriums zum Ministerialdirektor ernannt. In ieser Eigenschaft ist er zugleich Mitglied des Vorstandes der Deutschen Reichsbahn geworden. * Reichserziehungsminister Rust sandte an den Dichter Rudolf G. Binding folgendes Glückwunschtelegramm:„Zu Ihrem 70, Geburtstag sende ich Ihnen im Gedenken Ihrer Verdienste um das deutsche Schrifttum meine aufrichtigen Glückwünsche.“ * Die Internationale Homöopathische Liga veranstaltete am Donnerstagabend einen öffentlichen Vortragsabend. Nach einer Begrüßungsansprache des Präsidenten des Kongresses der homöopathischen Liga, Dr. Rabe=Berlin, sprachen Dr. Planer=Berlin und Dr. Tischner=Berlin über den Aehnlichkeitsbegriff in Diagnose und Therapien. Die Regensburger Domspatzen, die seit Dienstag in Rio de Janeiro sind, konzertierten im Stadttheater mit großem Erfolg. * Für den vor kurzem zurückgetretenen Oberbundesrichter van Devanter hat Präsident Roosevelt den Senator Hugo Black aus Alabama zum Mitglied des Obergerichtshofes ernannt. * Vom 18. bis 25. August finden in Südfrankreich zwischen Bordeaux und Gap Luftmanöver im großen Verband unter Teilnahme des Luftschutzes statt. * Wie das amerikanische Marineamt bekannt gibt, hat es an die Goodyer=Zeppelin Company in Akron(Ohio) einen Bauauftrag für zwei nichtstarre Ersatzluftschiffe im Betrage von 285000 Dollar vergeben. Das eine der Luftschiffe mit einem Fassungsvermögen von 125 000 Kubikfuß wird für Ausbildungszwecke, das andere mit 400000 Kubikfuß im Küstendienst verwendet werden. Die Hindenburg-Spende erbittet Beiträge auf ihr Postscheckkonto Berlin 738 00! Die Berufungsverhandlung im Konitzer Prozeß Termin in Posen am 27. August. DNB. Bromberg, 13. Aug.(Drahtb.) Der Termin für die Verhandlung in der Appellationssitzung gegen die 22 im Falle Kansau angeklagten jungen Deutschen, die bekanntlich in der ersten Instanz in Konitz zu schweren Gefängnisstrafen wegen angeblicher Geheimbündelei verurteilt worden sind, findet vor dem Appelationsgericht in Posen am 27. August statt. Uebergriffe der Vaterländischen Front in Graz DNB Wien. 13 August(Drahtb.) Wie von zuverlässiger Seite aus Graz gemeldet wird, ist es dort in den Nachmittagsstunden des Mittwochs zu bedauerlichen Uebergriffen der Vaterländischen Front gekommen. Auch in Graz hatten die Buchhändler Adolf Hitlers„Mein Kampi“ in den Schaufenstern ausgelegt, nachdem die behördliche Erlaubnis dazu vorlag. Ein Sturmtrupp der Vater andischen Front drang zwischen 17 und 18 Uhr in mehrere Buchläden ein. riß wahllos Bücher und Zeitschriften aus den Regalen und beschädigte die Einrichtungen. Der Trupp soll von einem Funktionär der Vaterländischen Front und einem deutschen Emigranten mit Namen Gleßner, der beim klerikalen Grazer Volkoblatt angestellt ist. angeführt worden sein. Es ist zu erwarten, daß die österreichische Regierung gegen diese Uebergriffe scharf vorgehen wird. * Aus den Ergänzungsmeldungen über die Vorälle in Graz, die sich mit den Erbebungen durch die dortige konsularische Vertretung des Reiches decken, geht hervor, daß der Sturm auf die Läden. in denen das Führer=Buch„Mein Kampt“ auslag. eine planmäßig vorbereitete und durchgeführte Aktion gewisser Kreise der Vaterländischen Front war. Nachdem das Buch auf Grund der Verbandlun= gen offisiell zugelassen ist. stellen diese Uebergrikfe lokaler Untergliederungen somit zugleich offensichtlich den Versuch dar. die Durchführung des Ahkommens mit Deutschland zu stören. Botschafter von Paven wird versönlich Gelegenheit nehmen, den Vorkall bei der österreichischen Regierung zur Sprache zu bringen unter Wahrung der durch die deutsch österreichischen Vereinbarungen sich ergebenden Belange. Der Sicherbeitsdirektor von Gras hat noch am gleichen Tage sein Bedauern über die Ausschreitungen zum Ausdruck gebracht. Unbestöndiger Bericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mulheim Das südfranzösische Tief ist nordwärts gezogen und liegt jetzt mit seinem Kern über dem Kanal. Die an seiner Südseite einbrechenden kühleren Luftmassen haben uns seit längerer Zeit wieder einmal ergiebige Niederschläge gebracht. Mit der weiteren Verlagerung des Tiefs bleiben wir unter dem Einfluß der kühlen Meeresluft, wobei es weiterhin zu Schauern kommen wird Vorbersage für Samstag: Bei südwestlichen Winden wechselnd wolkig mit einzelnen gewittrigen Schauern etwas kühler. Für Sonntag: Weiterbin südwestliche Winde und bei wechseinder Bewölkung noch einzelne Schauer, unveränderte Temperaturen. Weiterentwicklung: Unbeständig. Der liebe Gott nahm heute mittag 14 Uhr seinen getreuen Diener, meinen lleben Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Konrektor I. R. August Potthoff zu sich in sein ewiges Reich. Er wurde im Alter von 70 Jahren nach kurzem, schwerem Lelden, aber gut vorbereltet und gestärkt mit den Hellsmitteln unserer heil. Kirche aus elnem gesegneten Leben abberufen, das er mit tiefem Glauben an Gott, mit schatfensfreudigem Hoffen und beglückender Liebe für die Seinen allzeit erfôllt hat. Dle trauernden Hinterbllebenen: Dr. med. August Potthoff und Frau Hildegard geb. Kückelmann. Bochum-Linden, den 12. August 1937. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. Aug. 1937, vormittags 8.30 Uhr, vom Trauerhause, Bochum-Linden, Hattinger Straße 687, aus statt. Das felerliche Seelenamt ist gleich nach der Beerdigung in der Pfarrkirche zu Bochum-Linden. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Sie fahren an die See oder ins Gebirge Am Dienstag, dem 17. August 1937, morgens 8 Uhr, findet in der St. Franzlskus-Kirche zu Bochum-Rlemke ein Sechswochen-Seelenamt für den verstorbenen Pfarrer Rudolf Nunnemann statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Erz-Bruderschaft der hl. Famille Bochum Montag, den 16. August. 9.80 Uhr, Beerdigung des Mitgliedes august Gedig vom Sterbehause, Eugenstr. 1. aus. Hl. Messe in der Klosterkirche am 18. Aug., 7 Uhr. Die Mitglieder, besonders jene der St. Anna=Pfarrei, mogen sich recht zahlreich beteiligen. Gesamiverband der kain. Hirchengemeinden Bochums DerHaushaltsplan 1937 38 liegt von heute ab 2 Wochen in unserer Geschäftsstelle, Kirchstr. 7, auf. Bochum, den 13. August 1937. Peters, Propst. Am Montag, dem 16. August 1937, morgene 7.15 Uhr, lindet in der St. Marlerklrche zu Bochum des 30tägige Seelenamt für den verstorbenen Herrn Josef Prott statt, wozu freundlichst eingeladen wird. 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Hände. die fast ohne Seele sind und and ihren tausend Rissen u ziehung steht zum toten versteht. diesem Werksto etwas Gutes daraus 3 Solche Hände haben sie. dessen Hand taste die sein Meißel schuf. d letzter Zartheit einen E zieht. Und dann habe ich Handwerkern gefunden Berk verstehen, die im Meister ihres Faches sin chaffenden Hände werde verhaltnismäß ling der Geselle hat ge Arbeitshand aber es ist zum Letzten den engen gewann unter der die to gewinnt Das Leben erst art ihre Schönheit und Man muß schaffenden Werk formen, wie un entsteht. kunstvolles Ger wie sie werken chaffensfroh— und wi sühlen daß diese schaffe nur der Spiegel der Seel über der Arbeit ste arbeiten schaffen, emsig #reude. 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Ja. die dande Immer wenn ich meine Schuhe zum Besohlen bringe muß ich dem alten Meister, der an der Ecke der Straße seine kleine Werkstatt hat, ein Weilchen bei der Arbeit zuschauen Er sitzt über die Arbeit gebeugt und hat immer gerade irgend einen Schuh unter den Händen Neben ihm liegen sie zu einem ganzen Berg aufgestapelt— alles Patienten. die der Meister wieder„auf neu“ herrichten soll. Und dann lehe ich ihm zu lehe wie seine alten. schwieligen Hande den Schuh halten und das Werkzeug führen wie sie klopfen und hammern und ein neues Werk schaffen Diese Hände sind gewiß nicht schon. Sie haben nichts gemein mit der klassischen Form von Händen wie die Künstler sie oftmals verewigt haben in Plastik und Malerei. Und doch sind es Hände. denen man fast ehrfürchtig zuschauen muß und die - in ihrer besonderen Art— dennoch schön sind: liegt an der großen Harmonie zwischen der schafbengen Hand und dem Werk. es liegt daran, daß man spürt: die lebendige Hand und das tote Dina sind eins— aus beidem erst wird ein neues gutes Werk! gebt es mir so im Leben wenn ich mir die Hande der Menschen ansehe. Es gibt Hande ohne Ausdruck und andere, die eine beredte Sprache führen. Hände, die fast klassisch schön und dennoch ohne Seele sind und andere die beseelt sind die in ihten tausend Rissen und Falten in enger Beziedung steht zum toten Werkstoff wie seine Hand versteht, diesem Werkstoff Leben einzuhauchen und etwas Gutes daraus zu schaffen Solche Hände haben Künstler Der Bildhauer an sie. dessen Hand tastend den Formen nachspürt. le sein Meißel schuf. der Maler hat sie der mit ester Zartheit einen Schatten um eine Kontur siebl. Und dann habe ich sie immer wieder bei den dandwerkern gefunden gerade bei jenen die ihr werk verstehen, die im besten Sinne des Wortes eister ihres Faches sind Die beseelte Sprache der hassenden Hände werden wir immer beim jungen Menschen verhaltnismäßig selten finden Der Lehr ing der Geselle hat gewiß auch eine starke, gute Arbeitshand aber es ist noch keine Hand, die bie zum Letzten den engen Kontakt mit dem Werkstoft gewann unter der die tote Materie beseeltes Leben gewinnt Das Leben erst zeichnet die Hände. offenart ihre Schönheit und ihren Chrakter muß schaffenden Händen zuschauen wie sie werk formen, wie unter ihnen ein neues Dina enrneht. kunstvolles Gerät oder ein ganz schlichtes. sübliches, wie sie werken und formen unermüdlich, affensfroh— und wir werden es dabet selbst nten daß diese schaffenden Hände leyten Endes eur der Spiegel der Seele des Menschen sind dessen ein über der Arbeit steht Millionen von Händen deiten schaffen, emsig und froh, und nur wenn wtende. Schaffensfreude über die Arbeit steht. wird Werk aut wenn wir mit offeneren Augen durch die Welt ngen, würden wir öfter die kleinen Schönheiten alltags und auch die Schönheiz der schaffenden Vielleicht finden wir sie eines Tages plötzlich bei der arbeitenden Haustrau die in der ache mit starker energischer Hand einen Kuchendia burcharbeitet oder flink und behende das Geuse putzi Vielleicht huschen die Sonnenstrahlen ich das offene Fenster über die arbeitenden Gonntag, den 15. August 1937 Der„Pottbäcker“ und auf einmal lehen wir schaffen Pflaft soie bürtig die Hande schaffen schaffen die von tausend Dornen und scharfen Zweigen zertratzi end schaffen den ganzen Tag. Und muß mar eet wir gehen die Straße entlang wo gerade es nicht im Grunde bewundern mit wientel scheuer Zartheit diese groben Hände die zartesten Blüten. Reilchen und Himmelsschlüssel ergreifen und zu kleinen zierlichen Sträußen zusammenbinden? Ueberall schaffen fleißige Hände. Auch in den großen Büros, wo hundert emsige Frauenhände über die Tasten der Schreibmaschinen fliegen, wo nerarbetter am Werke sind Und auf einmal sang uns klar, daß auch in der groben Arbeitsdie einen Stein um den anderen ergreift Schönheit liegt Denden an der Straßenecke hat die alte Blumen= oren Stand. Auch ihre alten, rissigen Hände, andere Hände wieder sorgfältig Zahlen um Zahlen in dicke Bücher schreiben und wieder andere Tag um Tag Hunderte von Briefen in dicke Mappen beften Man muß an die geschickten Hände des Arztes denken, die kühn das Messer an furchtbare Wunden und Geschwüre setzen und die heilende Verbände anzulegen wissen, unter denen sich der Schmerzenszua von Kranken in erlöstes Lacheln verwandelt. Zeiehnung: Andemch. Und daneben vielleicht ganz zufällig an Hände, die vom Morgen bis zum Abend das Geld rollt, Hände von Frauen und Manner, die hinter Kassen sitzen und immerfort Geld einnehmen. Geld ausgeben— ewiges Sumbol des ständig rollenden Schwungrades der Wirtschaft! Hände— tausend schaffende Hande! Wer ihre Schönheit sieht, sieht die Schönheit der Arbeit Jotetiy09alt der onnlag Spruch am Sonntag: Kamerad sein heißt, die Hände geben. Wenn ein andrer dunklem Abgrund nah= Gern und freudig jede Schuld vergeben. Wenn sie nicht aus böser Lust geschah Kamerad sein heißt, nicht Worte wagen, Sondern nur ins Herz hineinzusehn Und dem Spruch der ganzen Welt entgegen Doch zu seinem schwächern Bruder stehn Heinrich Anacker Burg und Strom und alte Kirche Rast auf der Wanderfahr Wieder lockt uns die Sonnenwärme, die köstliche reine Luft zum Wandern. Aber gar zu oft hält uns die Pflicht fest und nur die Gewißheit, daß nach Arbeitstagen ein Wandertag uns desto tiefer beglückt. beruhigt die drängende Sehnsucht. Nur die Gedanken dürfen immer in die Weite wandern, auf den Pfaden der Erinnerung; oder auf denen der Zukunft, die vor uns stehen, wenn wir in stillen Freistunden ein Buch mit seinen Naturschilderungen und lieben Reiseerlebnissen in den Händen halten Eins der liebsten Bücher ist mir das von Marie von Bunsen:„Wanderungen durch Deutschland“ bei Koehler und Amelang verlegt. Die Verfasserin hat es nicht nur mit schlichten, anziehenden Bildern geschmückt, auch in Worten malt sie uns schöne Ausschnitte aus den Landschaften, an denen sie oft au Bootsfahrten vorbeigleitet. In einem kleinen Abschnitt schon fesselt uns die anmutige, gütigkluge Erzählweise der Verfasserin. „Unaufhörlich rauscht der Neckar das Wehr hinunter. Er teilt sich, umschließt einen Inselfelsen. De stehen Pappeln und Weiden über ihnen hochaufragende Felsen mit verwitterten Mauern. mit Weinbergen. wuchtigen Türmen, burgartigen Gebäuden Gerade gegenüber, fenseits vom Strom. erhebt sich auf der Höhe die Regiswindiskirche inmitten tiefgrüner Bäume. Seit uralten Zeiten ist dieses Bild Wahrzeichen der Gegend gewesen, die Inselburg von Lauffen, die hochgelegene Kirche. Ich hatte mir Lauffen hübsch gedacht; alte württembergische Städtchen sind ja überall reizvoll; aber diese bildmäßige, gehaltvolle Schönheit ist eine beglückende Ueberraschung. Bald war ich in den alten Teilen. unter anziehenden Häusern, fast alle hatten eine gerundete, steingefaßzte Einfahrt, daneben die ebenfalls gerundete, kleinere Haustür: oft rankten sich Reben umher, oft kamen Außentreppen vor. In den überraschendsten Winkeln standen spitzgiebelige Hauser zueinander; große, lustig verschnörkelte Schilder ragten in die Gasse hinein. goldene Löwen. Schien und Schafe. Hier und da waren die Wände mit dem sanften Graublau und Violettblau des Schielers bedeckt. hier und da kamen Patrizierhau ser mit Barock= und Rokokoverzierungen. Dann blieb ich staunend vor einem der vielen guten kleinen Burgerhäuser des achzehnten Jahrhunderts stehen: ein braungrau gewordenes schweres Ziegeldach, das steingefaßte runde Tor und die Türen von Rebenschmuck umschlungen. Und alles Holzwerk lila. im schönsten, reinsten Fliederton angestrichen. Es wirkte wunderhübsch: noch dazu waren die Fensterläden mit kleinen, durch schmiedeeisernes Gerank ausgefüllten Luftlöchern versehen. Dann stand ich auf der Brücke und sah die stattliche gotische Regiswindiskirche. Jenseits vom Fluß lag das alte Städtchen mit purpurbraunen Giebeldächern, und über ihnen zog sich hoch die alte Stadtmauer mit ihren angebauten Häuschen. Unmittelbar an der Brücke stand ein altes Haus mit einem schieferbekleideten, grünumrankten Vorplatz. Sollte das der Hirsch sein? Ja. als ich näher herankam. strahlte mir das goldene, kühn springende Tier entgegen. Ich wurde die gewundene Treppe hinaufgeführt, erhielt ein Zimmerchen mit der Aussicht auf die Burg, den Strom. die Regiswindiskirche. Nebenan lag die behagliche Apotheke, ein Felsengärtchen mit Weinbergstreifen, mit Rosen, einer Gatterlaube unter dem Fliederbaum. Daneben führte eine hochgewölbte steinere Brücke auf die Burg. früher Schloß des Markgrafen, dann des Grafen von Lauffen. Heute ein stilles Plätzchen: Königskerzen und Raisarne sproßten aus dem Gestein, im kleinen Gärtchen glühten tiefrote Nelken. rankten sich weiße Bohnen. Ich setzte mich auf eine steinerne Bank, aus dem steinernen Brunnen floß ein Wasserstrahl leise, ein Hahn mit der frembartigen Pracht seines goldrotbraunen, seines grünschwarz schillernden Gefieders flog aus einem Fenster berunter: liebend folgten ihm die bescheidenen Hennen. Ein braunäugiger Vorstehhund freundete sich mit mir an Ueberaus malerisch erhob sich die alte Ringmauer aus den Weinbergen und Gärten. Giebel und Dächer lugten empor. Ueber dem Tiefgrün der Esenmasten ragte ein Kirchtum mit gelblich grünlichem Bewurf, das stand wundervoll zu den sich verdunkelnden blaugrauen Wolken. Durch das alte Torhaus trat ich ein: an dem Turmfenster stand ein hübsches junges Mädchen im weißen Kleid. Zwischen der Inselburg und der Stadt lag die Mühle: wie aus einem Türerschen Aquarell. Fachwerk. gebogene windschiese Dächer. vorn einige alte Kähne. Tintenblaues Gewölk ballt sich über die Türme der Burg und der Regiswindiskirche. Nach der Glut des Tages steigt seucht und kühl und wohltuend der Atem des Neckars auf.“ Renate Lotz. -* 3. ( 3 Siedelung war. Oft haben die kleinen Gärten noch ihre verwitterten Zaunlatten. Zaunplanken und Bretter und nicht, wie gern vor einer großen Stadt, Heringsbüchsendeckel oder verrosteten und zerissenen Maschendraht als Umzäunung. Ja, an meinem Feldweg im Süden des Stadtbereichs strecken sich ein paar Bauerngärtchen noch ganz so behaglich m ihrem flachen Wiesental, wie zu der Zeit, ba dor ein kleines Dorf noch den Lauf des Bachleins begleitet hat. Das ist aber schon Jahrhunderte her denn nach dem Dreißigfährigen Kriege verfielen die entvölkerten Mauern schnell und wurden nicht mehr aufgebaut Neben diesem Feldweg breitet sich heute Garten an Garten vor und hinter den Kartoffel= und Rubenäckern, Kornfeldern, Kleestücken und Obstbaumreihen in beglückender Mannigfaltigkeit. Und vor und hinter den Bauernwagen, die das Getreibe. Heu. Grummet oder Rüben und Kartoffeln einfabren und den Dünger und das Saatkorn hinausbringen, gehen die Gartenleute mit ihrem kleinen Obst= und Gemüsesegen, grüßen sich noch unstädtisch vertraut und unterhalten sich noch hastlos über Wetter und Ungezieser, wenn sie sich begegnen. An dem kleinen Bache zeigen uralte schöne Weiden ihre silbergraue Blattseite im Winde. Auf und ab. hin und her läuft unser guter Feldweg und laßt, ehe er an den Waldbrand kommt. für diejenigen, die gern einmal weiter ins Land schauen wollen, einen kleineren Bruder seitwärts laufenz dem begraften Pfad des Heibehügels, auf dem in Herbst die Stadtbuben ihre Drachen steigen und mu den Flugzeugen in Wettbewerb treten lassen. Und nun ist unser Feldweg am schönen Walrand, unter den breiten, hohen Buchenkronen, in sich hier in der Felderfreiheit ungehemmt zu gen seltener Schönheit entfalten konnten und besonden in den ersten Frühlingstagen und in orn letzten guten des Herbstes, wenn ihr leuchtendes Grun und Gold, Rot und Braun in leichten Schwingungen der Felbrand begleitet, ein unvergeßliches Bild zeigen Wer einmal an schönen Sommerabenden don oben am Waldrand neben dem Feldweg gesessen hal im sanften Rauschen der Baumwipfel. im verträumten Lied der Buben und Mädchen, die dal leise Verdämmern des Tages mit Klampfen und ihren jungen Stimmen umsangen und die ferne Bergkette und die Ebene in den Schatten des Abendlangsam untertauchen sah und die Sterne sich entzunden und die Glühkäser durch das Laub der Buchen und das hohe Gras des Feldbrandes geistern. der wird in der Fremde ewig Heimweh haben nach diesem schönen Ort der Stadtnähe. Walter Schweter. ruhige Leben Wir formen unser Pehen aner has Leben 2 Kapelle in der Eifel(Nitztal) Erniezeiten der Welt Kein Tag des Jahres ohne Ernte! Obgleich innerhalb Deutschlands die klimatischen Gegensätze nicht so groß sind wie in manchen anderen großen Ländern, liegt doch die Erntezeit in den einzelnen deutschen Bezirken ziemlich weit auseinander. Die Zeit der Getreideernte und des Getreideschnittes beginnt bei uns Ende Juni und dehnt sich vereinzelt bis in den September aus. Gewöhnlich beginnt die Getreideernte in Deutschland zunachst am Oberrhein, an der Mosel, am Neckar und am Main. In diesen klimatisch begünstigten Gegenden kann oft bereits Ende Juni mit dem Schneiden des Korns begonnen werden. In anderen Teilen Deutschlands fällt der Beginn der Getreideernte in den Juli. Im Nordosten Deutschlands ist Haunpterntemonat der August, und in kli matisch ungünstigen Gegenden kann sogar in Deutschland das Getreide erst im September eingebracht werden. Doch nicht allein die klimatische Lage entscheidet über Beginn und Ende der Ernte, auch die Witterung der einzelnen Jahre hat darauf einen großen Einfluß. Unterschiede von vier Wochen sind in den gleichen Gegenden keine Seltenheit. In SchleswigHolstein, wo darüber sei längerer Zeit Beobachtungen gemacht wurden, konnte festgestellt werden, daß dort zwischen dem frühesten und dem spätesten Erntebeginn ein Zeitunterschied von 46 Tagen besteht. In einem Jahre mit besonders günstiger Witterung konnte mit dem Getreideschnitt am 80. Junt begonnen werden, in einem Jahre mit besonders ungünftiger Witterung mußte der Beginn des Getreideschnittes auf den 15. August verschoben werden. Dehnt sich schon bei uns die Erntezeit ziemlich lange hinaus, so läßt sich behaupten, daß es auf der Erde keinen einzigen Tag gibt, an dem nicht irgendwo Früchte des Bodens eingebracht werden. Es läßt sich vom Jahresbeginn bis zum Jahresschluß ein richtiger Erntekalender aufstellen. Da auf der südlichen Erdhälfte Sommer ist, wenn auf der nördlichen Erdhälfte der Winter eingekehrt ist. muß naturgemäß dort das Einernten auf eine andere Zeit fallen als bei uns. Der Januar ist Haupterntemonat in Australien, Argentinien, Chile und noch einigen Teilen Südamerikas Für Oberägnpten ist der Februar der Haupterntemonat, für Vorderindien der März. Persien, Unterägupten. Westindien und Mexiko ernten gewöhnlich im April, der Mai ist Erntemonat für Teile von China und Japan. Der Junt, in dem bei uns vereinzelt und in Foto: Ruth Hallensleben. Bavarin Jahren günstiger Witterung die Ernte einsetzt, ist Haupterntemonat für Italien, Griechenland, Spanien, Portugal und Süd=Frankreich. Im Juli wird, außer in Deutschland, in den meisten Gegenden Frankreichs, in Süd=Belgten Rumänien. Bulgarien, Jugoslawien, Ungarn, in Oesterreich und in der Tschechoslowaket, in Südrußland geerntet, weiter in den südlicher gelegenen Bezirken von Kanada und in großen Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika. Der August ist Haupterntemonat für Holland. Nordbelgien, Täne mark und England. In Norwegen, Schweden, im Norden von Schottland wie in den nördlichen Teilen von Kanada kann das Getreide erst im September eingebracht werden. Soweit im höheren Norden von Rußland noch Getreide angebaut wird. kann es meist erst im Oktober geerntet werden. In Südafrika beginnt die Ende im November, in Teilen von Hinterindten mit dem Dezember. Der Feldweg und sein Runzelgesicht Es gibt keinen Weg, der besser und eindringlicher zu dir spricht von Mühe und Arbeit, von Lohn und Segen, als so ein alter, krummer Feldweg mit seinem guten Runzelgesicht. Es gibt auch kaum etwas Schöneres draußen vor Dorf und Stadt, als so ein Weg, um den die Aehrenfelder wogen; die Wiesen blühen, die Obstbäume ihre verlockenden Früchte zeigen, neben dem der Bach immer wieder sein altes Sprüchlein hersagt. die Bachstelze von Steininsel zu Steininsel wippt, die Lerche über den Ackerschollen singend schwebt, der Specht am morschen Gartenpfosten hämmert und der Bauer hinter dem Pfluge geht und den Krähen den Tisch deckt. Ist es nicht ein Segen, daß wir noch immer so alte, gute Feldwege haben, auf denen wir noch nicht hin und her rasen, wir zur heißen Sommerzeit in den aufgewirbelten Staubwolken noch nicht zu ersticken drohen, auf dem wir, von des Tages Unrast ein wenig verschnaufend, gemächlich hin und her gehen können? Der uns weder ein eiliges Fahrrad. noch einen Roller, noch einen Fußball zwischen die Beine wersen oder fahren läßt und dazu noch in den schönsten Hochwald führt? Wie eigensinnig läuft doch so ein alter Feldweg heute noch zwischen seinen Aeckern und Wiesen und Gärten hin, so, wie wohl vor Hunderten von Jahren schon, als seine Stadt noch eine ganz kleine Wir formen unser Leben, aber das Leben sorm uns auch. Wen Berufung und Pflichten durch Welt jagen, das er ein gut Teil seines Lebens im Schlafwagen oder im Auto verbringt. steht dem deben anders gegenüber als der, der mit jennem Schritt tagaus tagein über seinen Hof schreitet und seinen Acker betreut. Als ich dieser Tage einen Bekannten aus einer kleinen Stadt unserer engeren Heimat, der mich desucht hatte, durch die Straßen der Stadt war ich bemüht, ihm die Brennpunkte des Verkehrzu zeigen. Und ich war sogar der Annahme, daß der lebhafte Verkehr, der zu dieser Stunde herrichte. imponieren würde. Um so mehr war ich ersaum. als er sagte:„Ich beneide Sie nicht, denn in Getöse kann man sich ja gar nicht wohlfühlen." Als ich ihm die Vorteile der Stadt preisen wollte, lautete seine Antwort: „Was haben Sie schon von all dem, was Sie umgibt? Sie laufen mit dem Menschenstrom. da und dort mal einen Bekannten, der Sie den Sie grüßen, und im allgemeinen sind es dow Ihnen fremde Menschen Wenn ich über die Straße gehe, so tresse ich al nur wenige Menschen, aber sie alle stehen mit gendwie nahe Wenn ich durch die Straßen meiner Peben um mich Stadt gehe, da ist kein unruhiges Leben um aber auch keine Unruhe in mir. Sehe ich zum denner meiner Wohnung hinaus in den Garten, habe ich das Spiel des kleinen Lebens unmittelbat vor mir. Mit den Sperlingen und den Meisen gebe ich auf Du und Du. Gewiß muß ich auf manches verzichten, Ihnen selbstverständlicher Besitz erscheint; aber s verlange nach solchem Besitz nicht, denn es mir ja doch, als ob ich in der Frembe ginge. Ich habe den Mann etwas verwundert von Seite angesehen. Worauf ich ein wenig stold wesen bin. obwohl ess ja nicht mein Berdienst war. fiel mit seinen Worten in sich zusammen, das kann nicht heißen, daß nun auf einmal das alles kein Wert mehr habe, was mir die Stadt zu geben mit ihrem unruhigen Leben. Nur eine kleine lieder, prüfung der Werte hier und dort war es Und Ergebnis? Es liegt wohl doch in der Beantwortung der Frage: Wo sind die höheren Werter Dort, wo man sie zu gewinnen weißMargareten und Mohn Margareten und Mohn und die Sonne und ich, ihr Sonn. Ich liege im Feld allein und trinke das Licht wie Woin. Silbern singt und blüht zur Sonne hinauf mein Lied Margareten und Mohn singen denselben Ton. Wlly Arne Um die T Ein einzelt Eines der Rätsel. de des vorigen Jahrhunde war die Frage der sog Durchfahrt. Es he an ob das Land im 9 Kontinents wirklich ei bidete oder ob sich do seln be anden, die Di belannten Beringstraße geiatteten. Die Lösung seordert— und viel Las surchtbarste und a sal der Franklin=Exped nert ein einzelner M K Pease aus Disle der bestausgerüsteten nicht gelang. die Besieg Geiabten, das will Pea unternehmen. Er sucht schen und Schiffen, die schollen sind. Es sind di bücher der Expedition. Auffindung ist die einPease in nicht ohne Schon einmal hat er al ten die Einöden in A war seinem Ziel, dem strophe nabegekommen. fün' Hunden und der n zur Umkehr zwang. Man müßte Pease ten, wenn er ein derar geringsten Anhaltspunk er hat einen ziemlich v. eine Karte. handgezeich von den Männern des Der vor einigen Jahre cher Knud Rasmus ben Reise durch dieses poramiden gefunden. di Eiswülte errichtet werde terkommende zu binterl Peale will im Oktob ler Karte den Weg der so weit sie eben reicht. vollen Blätter zu finden barsten Tragädien der zeichnet ist. Niemand batte die Erpedition des verdi ners Franklin am ließ. Zwei vortrefflich Erebus“ und„Ter Mann. alles erfahrene. reicher Vorrat an lhs schien zu fehlen Krankheit. gegen 8 swüste. Und doch orunde Dies war der Verla festgestellt wurde 26. Juli hatte ein noch gesichtet, das war nichts mehr. Offenbar dringenden Eises scho tei Ton, die er währe begraben. zeugen für dos Eis frei ist. ist er Nicht weit, sie bek lliams=Land in Sicht enthielt einige kurze W Kulte auffuchten. Kurz er schwerste Schlag ge Zuni 1817. In der Ei Kommando überna Fericht von ihm. den Sucherpedition fand. ve deiten darüber. Vergebens hat man der Umklammerung Nacht be Ein Fer Treten Sie. bitte. nen Mann". sagte die bentür. Blendend hell schroffer Gegensatz zu der nacht draußen im Wall begrükte uns freundlich gehren. Aus der Unterhaltun geahnt hatten Wir drei tung dem falschen Bächle müde und hunaria. min bis zum nachsten Gasthau mitten in den unendlichdes Unser Begehr war musterte uns Etwas zu essen? über Nacht hierbehalten müssen sich meiner Haus a. Ja. natürlich dann schafen. Der Hinterwäldler". Wir al derten. Dann brachte mer, die den Eindruck ei lachen Urbernachtungsbei sacke auf alten Militärbe Waschgeschirr. Wasserkrug stand ein großer Schran gab jedem einen Satz trotz unserer Müdigkeit bereiteten Einrichtungen Wir machten unser stand dabei, lächelte freu einen Kleiderbügel mac sich en entfernan. Wir Vorte wagen. inzusehn Welt entgegen Bruder stehn Heinrich Anacker aben die kleinen Gärten noch unlatten. Zaunplanken und gern vor einer großen Stadt der verrosteten und zerissenen zäunung. Ja, an meinem es Stadtbereichs strecken sich sen noch ganz so behaglich i al. wie zu der Zeit, da don den Lauf des Bächleins beber schon Jahrhunderte her. fährigen Kriege verfielen die chnell und wurden nicht mehr veg breitet sich heute Garten nter den Kartoffel= und RuKleestücken und ObstbaumMannigfaltigkeit. Und vor rnwagen, die das Getreibe. üben und Kartoffeln einsabid das Saatkorn hinausbrin= leute mit ihrem kleinen grüßen sich noch unstädtisch lten sich noch hastlos über wenn sie sich begegnen. An n uralte schöne Weiden ihre m Winde. her läuft unser guter Feldden Waldbrand kommt. für mal weiter ins Land schauer Bruder seitwärts laufen zu s Heibehügels, auf dem in hre Drachen steigen und mu tbewerb treten lassen. Feldweg am schönen 1. hohen Buchenkrone reiheit ungehemmt zu gen lten konnten und besonden stagen und in orn letzten n ihr leuchtendes Grün und t leichten Schwingungen der unvergeßliches Bild zeigen nen Sommerabenden don n dem Feldweg gesessen har er Baumwipfel. im verben und Mädchen, die das Lages mit Rlampfen und umsangen und die ferne in den Schatten des Abend= h und die Sterne sich enter durch das Laub der Bu= des Feldbrandes geistern. ewig Heimweh haben nach Stadtnähe. Walter Schweter. ige Leben ben, aber das Leben sorm g und Pflichten durch dn zut Teil seines Lebens im to verbringt. steht dem Leals der, der mit lestem er seinen Hof schreitet und nen Bekannten aus einet jeren Heimat, der mich be= raßen der Stadt geleitete, rennpunkte des Verkehr= far der Annahme, daß ihm zu dieser Stunde herrichte. o mehr war ich erstaunt. Sie nicht, denn in diesem ar nicht wohlfühlen.“ Stadt preisen wollte, lau= von all dem, was Sie umn Menschenstrom, treffen bekannten, der Sie grüßl. allgemeinen sind es doch aße gehe. so trefse ich er sie alle stehen mir irStraßen meiner kleinen truhiges Leben um mich mir. Sehe ich zum Fenaus in den Garten, so inen Lebens unmittelbar gen und den Meisen gebe manches verzichten. Besitz erscheint: aber sch sitz nicht, denn es wärs der Frembe ginge. was verwundert von der ich ein wenig stolz licht mein Berdienst war. sich zusammen, das kans einmal das alles kein. die Stadt zu geben dal n. Nur eine kleine Ueber id dort war es. Und d doch in der Beantwor die höheren nnen weiß. Um die Tagebücher der Franklin=Expedition Ein einzelner Mann will sie finden, um eine rätselhafte Tragodie aufzuklären. Eines der Rätsel, das die erdkundliche Forschung des vorigen Jahrhunderts am beftigsten beschäftigte. war die Frage der sogenannten nordwestlichen Durchfahrt. Es handelte sich darum. festzustelgn ob das Land im Norden des nordamerikanischen Kontinents wirklich eine zusammenna. de Masse bidete oder ob sich dort, wie vermutet wurde. Inseln be anden, die Durach der bereits belannten Beringstraße zwischen Amerka und Asien giaiteten. Die Lölung dieser Frage hat viele Opfer seordert— und viele neue Rätsel aufgegeben. Las surchtbarste und geheimnisvollste ist das Sdicksal der Franklin=Expedition. Es zu lösen hit sich sert ein einzelner Mann vorgenommen. Francis K Pease aus Disley in Chesbire. Was einer der bestausgerüsteten und stärksten Expeditionen nich gelang, die Besiegung der Eiswüste und ihrer Geiabten, das will Pease. ein 33jähriger, jetzt allein unternehmen. Er lucht nicht Ueberreste von Menschen und Schiffen, die seit beinahe 100 Jahren verschollen sind. Es sind die verloren gegangenen Tagebücher der Expedition, denen er nachtagt. Ihre Auffindung ist die einzige Möglichkeit, die Geheimnisse der Franklinerpedition zu löien. Pease in nicht onne Erfahrung in diesen Dingen. Schon einmal hat er allein mit Hunden und Schlitten die Einöden in William=Land durchquert und war seinem Ziel, dem Ort der vermutlichen Kata= strophe nabegekommen, als ihn der Verlust von fün Hunden und der meisten seiner Nabrungsmittel zur Umkehr zwang. Man müßte Pease für einen Wahnsinnigen halten, wenn er ein derartiges Unternehmen ohne die geringsten Anhaltspunkte vornehmen vürde. Aber er hat einen ziemlich verläßlichen Hinweis. Es ist eine Karte. handgezeichnet, die eineige Karte. die von den Männern des Unternehmens selber stammt. Der vor einigen Jahren verstorbene Grönlandforcher Knud Rasmussen datte sie auf seiner groben Reise durch dieses Gebiet in einer jener Steinporamiden gefunden, die von den Forschern in der Eiswülte errichtet werden, um Nachrichten für Späterkommende zu hinterlegen Peale will im Oktoder aufbrechen, um nach dieler Karte den Weg der Verschollenen zu verfolgen. so weit sie eben reicht. Er dofft dabei diese so wertvollen Blätter zu finden, auf denen eine der kurchtbarsten Tragädien der Forschungsgeschichte anfge= zeichnet ist. Niemand batte die Tragodie geahn“. als die Erpedition des verdienten englischen SeeoffiFranklin am 19. Mai 1813 Enalino perließ. Zwei vortrefflich ausgerüstete, starke Schiffe. Eredu=“ und„ror“. 23 Offiziere und 111 Mann. alles erfahrene, ausgeluchte Leute! Dazu en reicher Vorrat an Proviant und Hilfomitteln schien zu fehlen für den Kampf gegen Kälte und Krankheit, gegen Hunger und Strapazen in der swuste. Und doch ging diese Erpedition zu Grunde les war der Verlauf der Todesfahrt, wie er weher festgestellt wurde: Der Anfang verlief aut. Am 26. Juli hatte ein Waltänger die Expedition noch gesichtet, das war im Lancasteriind. Dann nichts mehr. Offenbar hat Frank'in wegen des dringenden Eises schon bald überwindern müssen die er während dieser Zeit an der Küste zeugen für seinen Aufenthalt. Sobald §“s Eis frei ist. ist er weiter gedrungen gen Sülweit, sie bekamen vielleicht gerade Kinglliams=Land in Sicht. Eine Steinpyramide dort enthielt einige kurze Worte. daß Franklinlaata Ante aufiuchten. Kurz danach hat dia Expedition der schwerste Schlag getroffen. Franklin starb im zuni 18 In der Eiswüste wurde er begraben. Kommando übernahm Kapitän Crozier. Einem Tcht von ihm. den lange Jahre nachher eine Jucherpedition fand, verdanken wir einige Einzeldeiten darüber. Vergebens hat man versucht, die beiden Schiffe u. der Umklammerung des Eises zu bekreien,— es gelang immer nur für verhältnismäßig kurze Zeit. Auch sind sie mit dem Eisfeld, das sie testhielt, eine Zeitlang getrieben. Es bestand Hoffnung. die Niederlassungen der Hudsonbaigesellschaft zu erreichen. Crozier faßte den Entschluß der Landwanderug. Es war der dritte Winter. Neun Oisiziere und elf Mann waren in der fürchterl chen Gefangenschaft der Schiffe in Eis und Nacht gestorben. Krankheit wütete, der Provian: war verdorben und neigte dem Ende zu. Der Entschluß des Landmarsches stand noch in seinen letzten Zeilen, die man sand. Hier beginnt das Rätsel, immer undeutlicher werden die Spuren. Aus ihnen liest man von dem langlamen Sterben der Expedition. Hier ein Grab. da zurückgelassene Boote. Ausrüstungsgegenstände— man fand sie an der Westküste von King=WilliamsLand. Man vermutet eine Teilung der Expedition und vielleicht auch Meuterei. Ein Tei' kehrte offenbar zu den Schiffen zurück. In einer Bucht, die„00besoat“ genannt, fand man später das letzte Boot der unter Crozier auf dem Landmarsch beindlichen Männer.— Das war alles, was die zahlreichen Sucherpeditionen.— Frau Franklin sandte allein 15 aus.— aus einzelnen Funden und Eskimonachrichten über das Schicksal der Verschollenen sich— denken konnen. Vieles blieb dunkel und rätselhaft bis in unsere Tage Wahren Aufsch uß können nur die verloren n Tagebücher geben. Vielleicht ist es dem einzelnen Manne Brancis K. Pease vergönnt, dieses Durke! zu bellen. Otto Brindlinger nach seinem Europa-Kundflug Zehn Jahre Arbeit an dem Die Herstellung eines Glebus war für die damalige Zeit keinesfalls so selbstverständlich und einfach wie für die heutigen Globenfabriken. Die alten Erdgloben und der Behaimsche insbesondere sind Kunstwerke, an denen viele Hande beteiligt waren. Zuerst wurde nach genauen Berechnungen die eigentliche Kugel und ein hölzernes Gestell dafür bergestellt. Dann wurde die Bemalung vorgenommen, die ja nicht nur geographische Umrißlingen, sondern eine Fülle von Figuren, Sch,ffen, Zelten. Tieren und Fabelwesen auf die Oberflache des Globus bannte. Dann galt es noch mit sorasamer Künstler= und Schreiberhand Inschriften und Bezeichnungen anzubringen. Bei allem waren die geographischen Maße auf das Genaueste zu berücksichtigen. Man kann verstehen, daß deshalb die Arbeit an dem Behaimschen„Erdapfel“, der einen Durchmesser von nur 50 Zentimeter besitzt, fast zwei Jahre in Anspruch nahm und daß ein solches Werk dann als ein Wunderwerk gehütet wurde und Jahrbunderte lang im Besitz der Familie oder hochgestellter Persönlichteiten blieb. Die Fertigstellung des Behaimschen„Erdapfels“ erfolgte übrigens in e nem besonderen zeitgeschichtlichen Augenblick. In der gleichen Woche verließ Columbus mit seinen drei Karavellen Portugal, um seine erste Fahrt ins Unbekannte anzutreten. Die Erinnerung an Marten Behaim und seinen „Erdapfel“ ist übrigens von großen deutschen Männern immer gepflegt worden. Kein Geringerer als Alexander von Humboldt beschäftigte sich im erten Bande seiner„Kritischen Untersuchungen“ mit dem„Nürnberger Columbus“. Und schon ein halbes Jahrbundert früher erschien, von Murr verfaßt, die „Diplomatische Geschichte deg berühmten Ritters von Behaim“. Seit dieser Zeit befand sich der„Erdapfel“ wieder im Familienbesitz der Behaims. Er war auch bereits im Nürnberger Museum als„Leihhochzeit im hause Frick Im Standesamt I am Petersberg in München fand soeben die standesamtliche Trauung des Sohnes des Reichsinnenministers Dr. Frick. Hans=Wilhelm Frick. mit Fräulein Margareta Vogei statt. Als Trauzeugen waren der Reichsinnenminister und der Vater der Braut zugegen.(Scherl=Bilderdienst=M) Am Mittwochabend landete der Pilot Otto Brindlinger, der in Begleitung des Funkers und zweier Passagiere den aufsehenerregenden Europa=Rundflug mit der Messerschmidt=Maschine„Taifun“ in zwei Tagen durchgeführt hatte, auf dem Tempelhofer Flughafen.(Scherl=Bilderdienst=M) gabe“ ausgestellt. Jetzt ist das Meisterwerk deutscher Wissenschaft durch die hochherzige Stiftung des Fübrers in den Besitz der Stadt Nürnberg und des Germanischen Museums übergegangen. Es hat die Heimat in der Stadt gefunden, wo es entstand und in die auch Ritter Martin besuchsweise immer einmal von den Azoren oder Lissabon zurückkehrte. Essen, Trinken, Schlafen Schlemmen als einzige Beschäftigung. In Budapest ist jetzt ein Mann von seiner Gattin geschieden worden, dessen ganze„Schuld“ in Essen, Trinken und Schlafen bestand, und zwar natürlich nicht wegen dieser Tätigkeit an sich, sondern weil er sie, wie die Gattin nachzuweisen imstande war, als ausschließliche Beschäftigung in einem ungeheuren Uebermaß betrieb. Er stand auf, um zu essen, um nach dem Essen, bei dem er viel, sehr viel vertilgte, zu schlafen, und nach dem Schlafen wieder zu essen. Seine ganze Unterhaltung beschränkte sich auf das Herankommandieren der Speisen und Getränke, und an einer heftigen Kritik. falls das Gewünschte in der Menge oder der Art der Zubereitung ihn nicht behagte. Sonstige Sorgen batte er nicht, da er glücklicherweise in der Lage war, seinen schlemmerischen Neigungen infolge eines hohen Einkemmens ganz und gar zu folgen. Jede Frau sorgi natürlich gern für das leibliche Wohl ihres Gatten. Aber in diesem Falle kam sich die Betreffende doch nur als heranschleppende Sklavin vor, zumal ihr Mann sich sonst nicht mit ihr unterhielt oder sich um sie kümmerte. Die Ehe der jungen Frau mit dem Schlemmer wurde geschieden, ihr aber die geforderten hohen Unterhaltungsbeiträge verweigert. Ob da nicht doch noch ein anderes„Haar in der Suppe“ ist? Konzentrierte" ALAT-TUNKE IZI wörzt denSalat und ist billig! Nacht beim Bauern Ein Ferienerlebnis. en an. Sie, bitte, näher und fragen Sie mein Mann", sagte die Bäuerin und öffnete die StuBlendend hell war es im Zimmer, ein ser Gegensatz zu dem Stockdunkel der Neumondsacht draußen im Walde. Der Bauer erhob sich. frünte uns freundlich und fragte nach unserem Begehren aus der Unterhaltung ergab sich, was wir schon annt hatten Wir drei waren bei unserer Wanden dem salschen Bächlein gefolgt und batten nun. e und hunarig. mindestens zwei Stunden Weg zum nachsten Gasthaus. Und dies bei Neumond, deten in den unendlichen Wäldern eines Berglan= Unser Begehr war naheliegend. Der Bauer musterte uns eup zu essen? Gern. Ich kann Sie auch ot hierbehalten, meine Herren, aber sie sich meiner Hausordnung fügen.“ 7 Ja, natürlich. Hauptsache etwas Warmes. 2 dann schafen. Der Rauer war durchaus kein romterwäldler". Wir aßen und tranken und plan.n. Dann brachte er uns in eine Bodenkamsachen N. Eindruck eines wohlvorbereiteten, einsaealbernachtungsheims machte: saubere Strohalten Militärbettstellen. Decken dabei, dann Kandaeschirt. Wasserkrug und Eimer. An der Wand gabn großer Schrank. Der Bauer öffnete ihn. snehem einen Satz saubere bunte Bettwäsche: gerenan. Müdigkeit staunten wir über diese vorten Einrichtungen siandmachten unser Lager zurecht. Der Bauer einenasc!: lachelte freundlich. Dann gab er jedem Aleiberbügel, machte aber keinerlei Anstalt. e durfernan. Wir gogen unsero Oberkleider ab. Der Bauer nahm die Bügel, bängto sie in den Schrank. Dann zeigte er uns die Fächer, in denen wir unsere Ruckläcke verstauen sollten. Er achtete genau darauf, daß wir alle unsere Habe hineinpackten. Dann schloß er den Schrank. zog den Schlüssel ab, wünschte uns eine gute Nacht, knipste das Licht aus— ging. Wir waren zunächst stumm vor Staunen. Dann saate einer von uns zögernd:„Aber wenn wir nun nachts etwas von unseren Sachen brauchen?“ „Sie haben versprochen, sich meiner Hausordnung zu fügen“, kam die Stimme des Bauern. Und dann entfeinten sich seine Schritte treppab. Wir flüsterten noch eine Weile über diesen Wunderling, der uns nichts ließ als unsere Unterkleider. Allerhand Räubergeschichten von einsamen Gehöften fielen uns ein. Dann schliefen wir... Am anderen Morgen weckte uns der Bauer pünktlich, wie mir es verabredet hatten, schloß den Schrank auf und sagte, der Kalsee sei fertig. Rasch waren wir unten, frühstückten und fraaten nach unserer Schuld. Der Bauer nannte keinen Preis: Wir sollten das bezahlen, was wir im Gasthof ausgegeben hätten. Gleichmütig nahm er das Geld und steckte es in eine Sammelbüchse der NSV „Wenn ich nichts nehme.“ beantwortete er lächelnd unser Staunen. werde ich zu sehr empfohlen. Und haben will ich nichts.“ Diese Wunderlichkeit war also schnell geklärt. Doch das einschließen der Kleider und Sachen?“ Aber der Schrank?“ Platzte schließlich einer von uns beraus. Der Bauer lächelte.„Ich hätte Ihnen alle Ihre Sachen gern gelassen, aber Sie brauchten sie ja gar nicht. Und Streichhölzer, Feuerzeug und ähnliches hätte ich Ihnen abgefordert. Das gehört zu meiner Hausordnung. Ohne diese Bedingung nehme ich niemand auf. Vor dreißig Jahren brannte un= ser Hof ab. Zwei Stunden sind es bis zum nächsten Dorf. Na. ja, das ist eben meine Bedingung“. Als uns der weite grüne Wald wieder aufnahm. schwiegen wir lange Zeit. Den freundlichen Bauern hinten im Walde und seine Bedingung werden wir wohl nie vergessen. Gipfel der höflichkeit Von den vielen seltsamen Dingen, die ich von meinen Fahrten durch die Welt mit nach Hause brachte, will ich hier ein Schreiben wiederaeben, das mir einst ein Schubmacher in Benares zusandte, um mich an die Begleichung einer Rechnung zu mahnen, und das die Höflichkeit der Bewohner und ihre blumenreiche Sprache vortrefflich wiederspiegelt. Es lautet in der Uebersetzung:„Dem sehr ehrenwerten und sehr ehrwürdigen Sahib. Der Verfertiger von Schuhen und Stiefeln, der ich wie der Staub unter den Füßen des sehr ehrenwerten Sabib bin, der mir gegenüber dasteht wie Sonne. Mond und Sterne gegenüber der auf dem staubigen Boden kriechenden Ameise, der ich ein verächtliches Ding bin. ein Sklave des Sahib, begehre demütig und änstlich die Bezahlung einer kleinen Schuld von sechzehn Rupien zu einer Zeit, da es dem ehrenwerten Sahib gefallen möge, sich in seiner Hoheit berabzulassen, die Auszablung einer jo geringen Kleinigkeit wie die genannte Summe ist, in Erwägung zu ziehen; und ich erflehe, begehre und erbitte demütig seine Verzeihung, daß ich ihn mit dieser Bitte quäle, denn ich weiß nur zu aut, daß er mich mit Pracht, Ehre und Ruhm überschüttet, dadurch, daß er mir erlaubt, seinen Fuß mit den Gaben meines Handwerks zu schmücken Elend, we ich bin unterzeichne ich mich des ehrenwerten und verehrungswürdigen Sahib niederster Sklave.“ Glaubt nur nicht, daß man nach diesem demütigen, höflichen Schreiben nun den Absender noch länger auf die Bezahlung warten lassen könne. Er würde sich trotz aller beteuerten Demut sogleich mit einer an den Zivilgerichtshof wenden. O. S. Dreizehn Engländer verlachen den Aberglauben Das 18. Jubiläum eines seltsamen Klubs. In London gibt es zahlreiche mehr oder minder merkwürdige Vereinigungen. Sie tragen meist ein typisch englisches Gepräge. Nur ein einziger von Engländern begründeter Verein fällt da etwas aus dem Rahmen. Neulich konnte er das Fest seines dreizehnjährigen Bestehens feiern. Bei diesem Klub ist das ein besonders bedeutungsvolles Datum. Die„Dleizeon“ ist sozusagen das Symbol seiner Tätigkeit. Die 13 Mitglieder dieser Vereinigung betreiben eine systematische Betätigung all dessen, was nach dem Aberglauben vieler Leute Pech bringt. Mit wahrer Begeisterung begegnen sie schwarzen Katzen und alten Frauen. Mit Wonne zerbrechen sie Spiegel, wozu sie übrigens nach den Satzungen in bestimmten Zeitabständen verpflichtet sind.„Gesundheit" zu sagen, ist vervönt. Grundsatzlich nehmen von einem Streichholz drei Mann Feuer. Und das alles vor den Augen der Oeffentlichkeit. Denn das ist ja der eigentliche Zweck des Klubs: Zeigen, daß alles abergläubische Getue mit schwarzen Katzen, alten Frauen und so weiter Unsinn ist und Unsinn bleibt. Da der Klub der dreizelm nun schon dreizehn Jahre blüht, müßte einmal was passiert sein, was bisher jedoch nie geschehen ist. Die Oroi 2 m eAN2 (2. Fortsetzung.) „Ich gebe Ihnen den Befehl, Steuermann! Sie sind ein scharmanter, sympathischer Mensch, und ich möchte glauben, daß Sie nicht in dem höllischen Komplott drin sind!" „Komplott? Ich verstehe Sie nicht!“ „Mann, wissen Sie nicht, daß ich und meine Gefährten Sträflinge aus der Sankt=Laurent=Kolonie sind?“ Nein,“ spricht der Steuermann erschrocken, „das wußte ich nicht." „So wissen Sie es jetzt. Bourin hat uns befreit! Am Auftrag Ihrer Patronin! Und setzt will man uns wieder an Frankreich ausliefern. Sie werden setzt verstehen, Steuermann, daß ich die Kursänderung mit diesem Ding da durchdrücken muß!" Beim Anblick des Revolvers erschrickt den Steuermann. Doch im gleichen Augenblick kommt das Kommando. Da atmet er auf und sagt:„Der Kapitän hat eben die Kursänderung befohlen!“ „Dann ist es gut. Nichts für ungut, Steuermann. Sie sind ein braver Kerl.“ Und er verläßt das Steuerhaus und begibt sich zu Odmar und Marguerite zurück die an der Reling stehen. „Wir steuern Trinidad an!" spricht Chester. „Dort sind wir in Sicherheit. England wird uns schützen. Es besteht kein Auslieferungsvertrag zwischen England und Frankreich.“ Da atmen beide auf. Marquerites Augen mustern Chester. Seine entschlossene, kühne Tat imponiert. „Wir bleiben an Deck!“ sagte Chester wieder. „Mag's kommen, wie es will!" „Und wenn sie uns angreifen, wenn Sie uns überwältigen wollen? Was hat das alles überhaupt zu bedeuten?“ „Schmählichsten Verrat, Odmar! Hier, den Ring sieh dir an! Um den geht es!“ „Was hat es mit dem Ring für eine Bewandtnis?" „Das weiß ich nicht. Jedenfalls sind sie versessen auf den Ring. Und ich gebe meines Vaters Heiligtum nicht aus den Händen! Lebendig nicht!“ * Es bleibt alles ruhig. Zwei Stunden später kommt der Kapitän zu ihnen und sagt:„Sie können unbesorgt Ihre Kabinen aufsuchen. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß Sie nicht angetastet werden. Monsieur Bourin hat unverantwortlich geredet. Die Patronin ist außer sich und denkt nicht daran, Sie, nachdem Sie befreit sind, wieder den Franzosen auszuliefern.“ „Wie kommt es dann aber, daß die Jacht Kurs auf Cayenne genommen hatte?“ Der Kapitän zuckt verlegen die Achseln.„Eine Eigenmächtigkeit Monsieur Bourins“ „Wir bleiben jedenfalls an Deck und das nächste englische Schiff rufen wir an. Vielleicht sorgen Sie dafür, daß wir etwas zu essen erhalten. „Das wird sofort geschehen!“ Und richtig, nach wenigen Minuten wird ein Tisch aufgebaut und allerlei Leckerbissen werden aufgetragen. Chester ißt mit gesundem Appetit vier Eier. Auch die beiden anderen langen kräftig zu.— * Das englische Torpedoboot R. 176 ist auf der Fahrt von Cayenne nach Trinidad. Unterwegs fängt es einen Funkspruch auf, der folgenden Inhalt hat: Von St. Laurent sind die beiden Sträflinge Chester MacDonneth und Odmar von Schön in Begleitung eines Mädchens Marquerite Demuson geflüchtet. Die Flucht erfolgte heute mittag gegen zwölf Uhr mit einem schnellen Motorboot. Die Flüchtlinge erreichten unangefochten das offene Meer, da erst nach zwei Stunden und dreißig Minuten die Flucht entdeckt wurde. Es wird angenommen, daß die drei nach Venezuela flüchten. Ich fordere hiermit die Kommandanten der in der Nähe befindlichen englischen Schiffe auf, nach dem Boot Ausschan zu halten und die Insassen im Interesse Englands nach Trinidad zu bringen. Dort sind sie in Haft zu nehmen aufs beste zu behandeln, bis Sir Marquart eintrifft, um sie zu vernehmen. Der Kommandant läßt daraufhin eifrig Aus= schau nach dem Boote halten. Er steht selbst mit an Deck des Schiffes und sucht den Horizont ab. Aber nirgends ist etwas zu entbecken. Am Abend sichtet das Torpedoboot die Jacht „Isabelle“ und will eine halbe Seemeile von der Jacht entfernt vorbeifahren. Der Kommandant des Torpedobootes siebt durchs Glas und erblickt dort an Bord an der Reling drei Menschen, zwei junge Männer und ein Mädchen, die eifrig winken, als wollen sie das Torpedoboot heranrufen. Der Kommandant stutzt. Wie stand in dem Funkspruch? Zwei Männer und Mädchen! Sollten das die Gesuchten sein? Er gibt das Kommando beizudrehen, und das Torpedoboot schießt auf die Jacht zu. Jetzt sind sie vielleicht noch zwanzig Meter von der Jacht getrennt, und von ihr berüber klingt die Stimme des einen Mannes: „Kommandant... nehmen Sie uns an Bord! Wir fühlen uns nicht sicher auf der Jacht! Ich bin englischer Staatsangehöriger!“ Ganz vorsichtig manöveriert das Torpedoboot an die Jacht heran, bis es dicht bei ihr liegt. Der Kapitän winkt den dreien zu, und sie klettern die Strickleiter herunter. „Dort oben scheint etwas nicht zu stimmen!“ sagt der Kommandant zu seinem Leutnant.„Kein Mensch zeigt sich. Der Kapitän meldet sich auch nicht." „Doch... setzt erscheint er, Herr Kommandant!“ Und richtig als eben Chester als letzter über die Reling geht und die Strickleiter hinunterklettert, da erscheint oben der Kapitän Farin mit rotem Gesicht. Begrüßung! Die beiden Kapitäne stellen sich vor. „Was ist mit den drei Leuten die sich nicht sicher auf Ihrem Schiff fühlen?“ „Haben sie aufgenommen. Sind Sträflinge von Sankt Laurent! Sie können sie haben!“ Der Kommandant des Torpedobootes zuckt unwillkürlich zusammen. Donnerwetter, das ist ein Glücksfall! Aber nicht zu verstehen ist, warum sich die drei freiwillig seinem Schutz unterstellen. Das Mädchen betritt als erste das Deck des Torpedobootes und die Offiziere stannen. Donnerwetter die ist ja bildschön! Gefährlich schön! Jetzt kommt der zweite. Macht keinen üblen Eindruck. Zum Schluß klettert eben der dritte— das ist sicher Chester MacDonneth, der Engländer — an Bord des englischen Torpedobootes Machte einen guten und entschlossenen Eindruck. Er ging auf die beiden Offiziere zu, atmete auf und sagte:„Gott sei Dank. Kapitän!“ „Sie sind... Chester MacDonneth?“ „Ja!“ spricht Chester erstaunt.„Woher kennen Sie mich?“ „Sie werden gesucht! Sie kommen von Sankt Laurent?“ „Stimmt! Aber seit wann ist England der Büttel Frankreichs? Wollen Sie uns etwa auch den französischen Behörden ausliefern?“ Nein, das brauchen Sie nicht zu befürchten. Mister Chester MacDonneth. Ich habe Auftrag, Sie und Ihre Begleiter nach Trinidad zu bringen.“ „Nach Trinidad? Ausgezeichnet! Ich folge Ihnen mit Vergnügen, Herr Kapitän!“ Als sie unter Deck verschwinden, sieht ihnen der Kapitän kopkschüttelnd nach. Das Torpedoboot ist längst wieder in Fahrt, als der Kapitän zu seinem Leutnant sagt:„Er scheint ganz ahnungslos!“ „Zweifellos, Herr Kapitän.“ „Er scheint keine Ahnung zu haben, daß er in Trinidad verhaftet werden soll.“ „Bestimmt nicht. Herr Kapitän!“ „Gut. Ich brauche es ihm ja nicht auf die Nase zu binden. Ich werde mich setzt mal mit ihnen unterhalten. Sie haben sie in die Messe geschickt?“ „Jawohl, Herr Kapitän!“ * Der Kapitän des Torvedobontes heißt Richard Storning und ist ein Mann Ende der Dreißig, naher. ein ernsthafter Mann und beliebter Vorge der immer seine Pflicht getan hat. Er sucht seine Gaste auf und mustert sie Das Mädchen ist tatsachlich sin Das ist nicht zu leugnen. Chester Mac Donneth imponiert. Seine Ruhe und Sicherheit zeigen ihn als Engländer bester Erziehung. Auch der Deutsche gefällt ihm ausgezeichnet. Er entsinnt sich flüchtig des Prozesses der die beiden nach St. Laurent gebracht hat, und sein Interesse an ihnen wächst. Interessiert hört er ihrem Erzählen zu. Chester spricht sich freimütig aus. Der Kapitan hat das Gekühl, daß die absolnte Wahrheit seine Worte erfüllt. Er versteht seinen Zorn, als er davon spricht. daß man hier den gemeinsten Streich versuchte. Er begreift, daß irgendein Geheimnis um den Mann ist. Es tut ihm mit einem Male weh, daß er sie in Trinidad den Behörden übergeben muß. Aber er kann nicht anders. Es ist seine Pflicht. Aber soll er ihnen nun sagen, was auf sie wortet? Er bringt es nicht übers Herz, sie in Ungewißheit zu lassen. „Wissen Sie, daß ich den Auftrag habe, See nach Trinidad zu bringen?“ .. nach Trinidad zu bringen? Das verstehe ich nicht! Was hat man denn mit uns vor?" „Soviel ich verstanden habe, handelt es sich um eine Befragung.“ „So, Befragung! Dann ist es gut. Ich stehe den englischen Behörden gern zur Verfügung.“ Chester spricht es ganz ruhig, aber die bange Sorge lastet auf ihm. Aber er reißt sich zusammen, ist förmlich heiter und guter Dinge. Er zwingt sich, aber Marguerite ist eine Frau mit feinem Gefühl, sie weiß, wie es ihm ums Herz ist. Odmar hat ernste Sorge um den Freund. Er ahnt, daß es sich um eine Sache handelt, die keiner bis jetzt kennt, er ahnt, daß man gegen Chester in der gemeinsten Weise wahrscheinlich auch in England gearbeitet hat. Er denkt an die Befragung Chesters in Sachen des Ingenieurs Balmoral. Wer weiß, was dahintersteckt. Er wird sich über nichts wundern, aber er ist gewillt, unter allen Umständen zu dem Freunde zu stehen. * Auf Trinidad wird Chester mit seinen Begleitern verhaftet und nach Port of Spain gebracht. Man tut es in sehr anständiger Weise Der Polizeichef von Port of Spain bedauert es und teilt Chester, der kein Wort zu allem sagt mit, daß eine Kommission auf dem Wege sei, de ihn im Falle Rebegk zu vernehmen wünsche. Chester scheint die Ruhe selber. Alle Sorge ist scheinbar mit einem Male von ihm abgefallen. Aber es ist eine dumpfe Ruhe, eine Rube des Resignierens, doch er läßt es sich nicht anmerken. Er muß eine Nacht schlafen, um neue Kräfte zu sammeln. Und er kann schlafen. Das ist sein großes Plus, er hat gelernt, sich zu beherrschen, und... er kann schlafen, er bringt es fertig, sich für Stunden von allem zu lösen und ruhig zu schlafen. Vier Herren sitzen in einem nüchternen Zimmer, als Chester hiereingeführt wird. Sie sind alle in Zivil, wirken aber wie Offiziere. Chester hört, daß es sich um Sir Marquart handelt, der sicher eine hohe Stellung in der englischen Spionageabwehrabteilung innehat. „Sie sind Chester Mac Donneth?“ Jot Die Personalien werden verlesen. Cbester bejaht sie. „Sie wissen, um was es sich handelt?“ fragt Sir Marquart. „Ich habe keine Ahnung, Sir.“(Forts. folgt) a02 im. a aac.vor.. Copyright by Cerl-Duncker-Verlag,„Berlin SW 62 Der Abend war warm und das Meer ruhig Der Himmel war von einem sanftem dunklen Blau. die Luft fast bewegungslos, dick und schwer, weit reichte der Blick über Wellen und Schaumkämme, bis Himmel und Meer eins wurden, ohne Uebergang oder Grenze. Der große UUebersesdampfer war bereits seit neun Tagen ab Hamburg und seit drei Tagen ab Madeira unterwegs. Ununterbrochen arbeiten seine schweren Maschinen, ging ein leises, seines Beben durch das Schift. Eine junge Frau stand allein auf dem Promenadendeck, blickte ins Weite, träumte und sah eigentlich gar nichts. Ihro Hände hielten das Geländer, sie hatte den Kopf ein wenig in den Nacken gelegt, ihr Blick verlor sich in der Dunkelheit des Horizonts. Sie traumte, atmete tief und lauschte auf die Klänge der leisen Tanzmusik, die aus dem Festsaal herüberdrangen, abschwellend verloren gingen in den vielen unbestimmbaren Geräuschen des Schiffes, anschwellend das Deck erfüllten. Sie war glücklich und beschwinat, zukunftsfroh und von einem unbändigen Tatendrang, der sie fast dazu trieb. tolle Dinge zu tun. ins Meer zu springen vor Freude oder zu jauchzen vor Glückseligkeit; aber so etwas tut man nicht. Blötzlich fuhr sie zusammen und stiek einen kleinen Schreckensru' aus. Etwas Kaltes, Feuchtes hatte ihre Hand berührt. Pfut!“ rief sie überrascht und betrachtete entrüstet den kleinen schwarzen Scotchterrier, der auf Hinterbeinen und Schwanz sitzend mit den Vorderpfölchen bettelte und seine viereckige Schnauze frageny und bittend halb Auf die Seite legte. „Pfui. Fii!“ lagte sie.„Mich so zu erschrecken!“ Sie streichelte ihm den Kopf. das bedeutete: dir ist verziehn, du darist dich wieder 27 alle vier Beine stellen. Dann sah sie sich um. Wenn Fif kam. ließ Fiis Herr nicht lange auf sich warten Da war ei schon. Lang. dünn. lässig wie immer. „Hallo. Mister C'Connor“, begrüßte sie ihn. „Suchen Sie mich?“ Ueberall“, antwortete der Engländer rubig „Fi= und ich suchen Sie überall und immer. Sie wissen es doch.“ Er sah sie an, klopfte seine Pfeise aus und steckte sie in die Smokingtasche. Er war ein Kopf größer als sie, obwohl Marianne auch nicht gerade klein war. Er war hager und sehnig und hatte den schmalen Schädel des Engländers. „Wollen Sie nicht hineinkommen. Miß Marianne?“ fragte er. Sie warf den Kopf in den Nacken, daß das weiche schimmernde Haar aufflatterte und erst durch eine neue Bewegung wieder in die richtige Lage gebracht werden mußte. „Warum sind Sie so groß. Mister O'Connor?“ fragte sie vorwurfsvoll.„Man bekommt einen steifen Hals, wenn man mit Ihnen spricht.“ „Ich kann doch nichts dafür“, antwortete der Engländer betrübt und bot ihr seinen Arm.„Wenn ich die Gemißheit hätte, daß die schonste Frau an Bord mir, wenn ich kleiner wäre, etwas mehr Zeit und Worte widmete, würde ich gern fünf Zoll kleiner sein! Glauben Sie mir doch, daß ich's ehrlich meine“, sagte er ernst. Seien Sie ein wenig netter zu mir; etwa so nett, wie Sie zu Fif sind. Fif und ich sind uns immer einig, haben immer dieselbe Zuneigung oder Abneigung. Fif liebt Sie. Haben Sie es gemerkt?“ Er sagte es ganz trocken und fult vorwur svoll fort:„Sie müssen doch einsehen, daß Sie uns an Bord nicht entgehen können. Aber Sie suchen immer wieder die Einsamkeit, Miß Marianne." „Die Sammlung!“ verbesserte Marianne fröhlich.„Die Sammlung. Sir. Ich bin ganz durcheinander. In mir fiebert es schon seit sechs Wochen Aber, Mister O'Connor, ehemaliger Offizier seiner britischen Majestät, jetziger Berichterstatter der Weltpresse, beheimatet in drei Erdteilen, abgebrüht gegen Sensationen wie Gefühle, von allem ein wenig gelangweilt, auf alles von der hohen Warte des weit= und lebenserfahrenen Mannes hinabblickend, ein Mister O'Connor kann es sicher nicht begreifen. daß hier jemand vor ihm steht, der Sammlung braucht, um nicht zu erplodieren.“ „Ten'el“, rief der Engländer.„Sie haben ja auch Temperament. Miß Marianne! Das macht Sie noch entzückender! Oder haben Sie Sorgen?“ erkundigte er sich vorsichtig. „Das Gegenteil, Sirl Freude, Glückseligkeit. Erwartung. Ein Wunschtraum von fünf Jahren ist in Erfüllung gegangen, und ich freue micht so. daß ich jetzt vor ihrer eigenen Freude Angst bekomme; sie ist zu groß.“ O'Connor sah sie an. Er blieb ruhig und ein wenig steif und luchte einen Augenblick nach Worten, was sonst nicht vorkam. „Darf ich mich nicht mit Ihnen freuen“, fragte er. nicht ganz sicher. Martanne betrachtete ihn belustigt, wurde ernit und sagte lanalam: Gewiß. Sie dürfen.— In Rio erwartet mich mein Verlobter. Mister O'Connor. Wir haben uns'ünf Jahre lang nicht gesehen. Vor fünf Jahren verlieh er Deutschland und aina nach Südamerika. Mit wenig Ho'fnungen, wenia Geld und geringer Aussicht auf eine Stellung. Ich sollte und wollte warten und nachkommen so bald eine Eristens gefunden war. Es gina ihm lange schlecht Viele Versuche. viele bittere Erfahrungen, eine Menge Fehlschläge. Mißerfolge, wenn er schon dachte, der Erfolg sei sicher, ein eviges Auf und Ab. Und jetzt— jetzt ist es so weit. Ach!“ Sie wandte sich ab und blickte au's Meer hinaus.„Jetzt ist es so weit“, wiederholte sie leise.„Und—“ rief sie und sah ihren schweigenden, unberührt zuhörenden Gesellschafter an,„es ist wundervoll!“ Es war dann aanz still. Man spürte wieder. wie die schweren Maschinen arbeiteten, von vorne kam ein sanftes Lüklchen, wehte Mirianne eine Locke auf die Stirn, aus dem Festsaal drana ein Tango zu ihnen berüber, volle Akkorde Marianne blickte neugieria zu O'Connors Gesicht hinauf .„Nun. Mister O'Connor?“ saate sie.„Sie wollten Anteil haben an meinem Glück; Sie wollten sich freuen.“ „Tu ich“, sagte er trocken. Marianne schwieg. Sie dachte an Henry und jenen Tag vor sechs Wochen, als sein Telegramm aus Rio kam und zwei Tage später sein Luktpostbrief... und wie die lechs Wochen vergangen waren wie ein einziger Tag. ausgefüllt jede Minute mit Rellevorbereitungen, Loslölen von Bekunnten und Angehörigen. Kündigen der Stellung. viel Urbeit noch zum Schluß, und über allem der stille Jubel der Erfüllung und Erwartung O'Connor rührte sich nicht. Fis. der raubhrrrige Bursche, saß zu seinen Fühen. Er war der erste, der ungeduldig wurde. Er streckte sich dreimal. kroch seinem Herrn um die Beine, rieb seinen Rücken an Mariannes Seidenstrümpfen; als alles nichts nutzte hellte er verzweifelt, leise, eindringlich, schlieblich herrisch. ihn doch und „Fif, lieber Fif. kleiner Hund eines Herren“, sagte sie.„Er fühlt sich einsam und vernachlässigt." „Ja“. sagte Fifs Herr, löste sich aus seiner starrung und grub in den Taschen nach Pfeile u Tabak.„Uebrigens habe ich eine Botschift an Ste. Ich hätte es fast vergessen. Wenn ich mit zusammen bin, vergesse ich immer alles. Frau 4 kermann erwartet Sie sehnsüchtig im Fest Fräulein Aßling. Sie wissen, die kleine. et runde Dame. Senhora Dona Florence Tukkerma Gattin von Banqueiro Tukkermann, Nationalb Rio de Janeiro Ob“. rie“ Marianne erfreut.„Ist sie end zum Vorschein gekommen? Sie wollte mich Joch ihro Obhut nehmen. Henry— mein Verlobtet hat sie darum gebeten. Abgesehen vom Tige Begrüßung, als sie in Southampton an Bord habe ich sie noch nicht gesehen." Sie hat es endlich gewagt, an Deck zu men. hat einen Tisch bestellt, an dem sie thront." Er reichte ihr höflich seinen Arm. freudig. liek poraus, sah sich um, kam sch wedelnd zurück und lief wieder voraus. Senbora Dona Florence Tukkermann. kiersfrau aus Rio. war— wie O hatte— eine kleine runde Dame mit fro Aeuglein und flinker Zunge. Sie war in kannt wegen ihrer Harmlosigkeit, Genügsamten ihrer bewunderungswürdigen Hausfraueneigen ten. Sie paßte wunderbar zu ihrem Garten ewig schmunzelnden Senhor Vernardo Tulkimn dessen Grundsatz es war: Eile mit Weile. am lang'amsten läukt, behält am länosten deratnEr war trotz dieser so gar nicht nuc d non den Wahlsprüche im Laufe von dreißia Bankprokuristen, zu dem ihn noch der al Tukkermann gemacht hatte, zum Bankdlretis. Inhaber vorgerückt und gehörte obendreinn. wenigen Leuten in Rio, mit deren Michtfluß man rechnen muhte: Abgeordgeter Jnhaber einiger einträglicher Grundstücke. und Betriebe, unter anderem auch des hotels eines der größten und schonen rang aungspaläste der Neuen Welt. am weenn der Bucht von Rio. gleichzeitig Voren Zolefäle. Lurusrestaurant, Music-Hall, früher auch dan, Die bescheldene Frau Sendora l nur eine Leidenschaft, Europa. Sie Warie n obwohl sie es nicht nötig hatte: sie seye seche hielt sich von Gesellschaften fern, fuhr sei Jahren immer noch in demselben Aute. Jahr ihrem Haushaltsgeld. nur um jedes nach Europa zu reisen.(Jortsetzung folgt » Waldberge Tas Weserbergland is fallende, laute Buntheit. ampfte die dem stillen 2 nricht. Sanft und in ein Rube breitet, fließen die Nordwest. Ihre Höhen li Neier, und sie sind meist nschwald bestanden. U gibi es nur auf den Ho die sich wie der Solling bi reite dehnen züge da die nach beider Land gewahren. Die Tä scen einem Waldberg und Lornackern und Wiesen.1 len Fachwerkwanden und rlatten bedacht, wechseln nn Weilern, einsamen bofen. Feldertragende Ho ungebemmten Fernblicken. Taler dieser Hochflächen, seiner besonders charakte Baldern und Bachen. Die Jorellengewassern bilden Des Beserberglandes, und nüde. immer wieder das hehlen, das Ernestinenta und Ottenstein zu durchwa saler der Holzape im Rei minde-, Rottmünde= oder uing. Im letzteren und in an Rudel von Rotwild Aach Schwarzkittel gibt e nd ane Waider reich bele elsen, über dem stillen 5 Felswand des Hohenste nühle wie bei Bodenwerde e Uferstraßen. An viele lserstraßen grüne Baum ind Berg. Burgruinen ra Dem Laubwald oder auf fre dliene Schaumburg zwisch abl ein gutes Bild alter nachtige Schloßbauten star M. da die Architektur Ehriendenz zurückdräng der Nahe von Hameln und die Zeugen der rings Leserrenaissance. Durch den heitern, ruhen Scser als die natürliche Ve nach Norden durch das gan Berra und Fulda sich bei der Porta durch Ebene vorstoßend. Sie1 sunden noch unberührt, ei en Hochwasser aber seit de alsperre keinen nennensme achten lann Zwischen Hameln und 9 oneudampfschiffe, und eir Bunte Der Danilo-Order Konia Nikita von Mont en Derge, befand sich Landchens in ständigen nurie in seiner Hofhaltung nd io war selbst der berühr nen Ministern und a n und oft verlich, nur an Jahre 1012 empfing aioischen Kaufmann, der ufriedenheit des Kont seiner dankbaren Ge om den Danilo Orden zweil der Oesterreicher war 1 erfreut, aber die dürft erns behagte ihm wen nem Wiener Goldschm men und mit Brillan en Zeit erregte der D und Bewunderung. en halbes Jahr später in Cetinse zu (mals huldvollst zur And enerreicher kam. es der Orden. Nikita u aber seine Augen hinge anilo Orden tragen einen seltsam nc. sagte er endlich. Besucher errötete. oaisttal mögen autigst vOrden. den ich nur gut. sche a gut!“ nn Mta, gina eigener Hand den 2 esterreicher 1 heftete den an Frack ein lieber Freund.“ sagt verdienste um Monte ere Auszeichnung» rmit den Dantiof und beliebter Vorgesehser it getan hat. auf und mustert sie naher hlich sin verwirrend mn. Chester Mac Donneth und Sicherheit zeigen ihn isgezeichnet. hiig des Prozesses der die nt gebracht hat, und sein yst. ihrem Erzählen zu la aus. Der Kapitän hat absolnte Wahrheit seine sorn, als er davon spricht neinsten Streich versuchte. dein Geheimnis um den n Male weh, daß er sie in übergeben muß. Aber er ist seine Pflicht. nun sagen, was auf sie ders Herz, sie in Ungewißden Auftrag habe, Sie en?" u bringen? Das verstehe n denn mit uns vor?“ 1 habe, handelt es sich um ann ist es gut. Jch stehe gern zur Verfügung.“ nz ruhig, aber die bange Aber er reißt sich zusamund guter Dinge. 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Frau Tul= hnsüchtig im Festsaal. ssen, die kleine, etwas a Florence Tukkermann, kermann, Nationalbank. rireut.„Ist sie endlich Sie wollte mich doch in mein Verlobter— gesehen vom Tage der an vagt, an Deck zu ellt. an dem sie setzt dinen Arm. Fif bellte sich um. kam schwanz= der voraus. Tukkermann, die Banwie O'Connor Dame, mit fröhlichen Sie war in. o dekeit. Genügsamkeit und Hausfraueneigenlchatzu ihrem Gatten.em Vernardo Tukkermann. 1mit Weile. am längsten den cht nach Erfolg riechen on dreitig Jabren von zum Bankdirektor und irte obendrein 2 deren Micht n. Grundstücke. auch des ind schönsten t. am weißen a Hotel. früher auch Spielält. nnora Florence hatto Sie sparte ern ube seit sen. ben Auto, aciste m n jedes zweite (Fortsetzung folgt.) Der Weser blitzende Welle.. waldberge, alte Dörfer, enge Täler, Burgruinen und einsame Mühlen ist eine sehr gefährliche Frar“, schloß Kaledin seinen Bericht, nicht eine von jenen Puppen. die ihren hübschen Larven und ihrem Charme den Erfolg verdanken. Wir kennen sie unter dem Namen„die magere Rosa“ und sie soll alles andere als eine Schönheit sein. Aber sie hat uns schon verdammt viel Kopfzerbrechen gemacht“ Von diesem Tage ab überwachte Victor Kaledin den Kreuzer. Die Mannschaft fluchte denn der Landurlaub wurde für bestimmte Zeit gesperrt. Wer an Bord kam, Händler und Offiziersdamen aus Sebastopol, Fischer und Beamte, mußten es sich gefallen lassen, von Victor Kaledin ununterbrochen scharf beobachtet zu werden. — Drei Tage befand sich der Oberst an Bord des schmucken, in jeder Vinsicht gut gebaltenen Schiffen schweben in groner Zahl über dem Wasser, und Boot das sich dem Kreuzer näherte as Weserbergland ist bunt. Es ist keine auf sallende, laute Buntheit, sondern eine heiter ge= erschließt eines der schönsten deutschen Landschafts= man schaut in die friedvolle Abwechslung eines Ein alter Mann saß darin mit e gebiete. Städte, Burgen. Dörfer liegen wie zu alten, kerndeutschen Landes, wo überall platt= nen Kastan und einem verblichenen ises betleidel. und in einem Gleichmaßz das große alter Zeit, die grünen Waldberge Rehen wein dieon deusch gesprochen wird und ales Brauchum sch heranrudere, Bloslich binere sch emn Bullauge und am Ufel, das bauerliche Land atmet Stille. Reiher bis in unsere Zeit gehalten hat B. dampfte, die dem stillen Wesen des Berglandes ent spricht. Rube breitet. fließen die Berge von Südost nach Vordwest. Ihre Höhen liegen zwischen 300 und 400 Meier, und sie sind meist mit Buchen= und Laubnischwald bestanden. Umfangliche Fichtenforsten aibt es nur auf den Höhen. Neben Waldmassen die sich mie der Solling bis zu 50 Kilometer in die Länge und Breite dehnen, sind viel schlanke Bergzüge da. die nach beiden Seiten Aussichten ins Land gewähren. Die Täler, weiche Mulden zwiscen einem Waldberg und dem nächsten, wogen mit Lornäckern und Wiesen, und alte Dörfer mit hellen Fachwerkwänden und mit grauen Sandstein platten bedacht, wechseln mit Renaissanceschlössern mit Weilern, einsamen Wassermühlen und Guts hofen. Feldertragende Hochebenen dehnen sich mit ungebemmten Fernblicken. Die tief eingewaschenen Täler dieser Hochflächen, von denen die Ottensteiner besonders charakteristisch ist. rauschen mit Baldern und Bachen. Diese engen Täler mit ihren Forellengewassern bilden einen besonderen" Reides Beserberglandes, und der Wanderer wird nie mübe, immer wieder das Sievershagener Tal bei hlen, das Ernestinental zwischen Steinmühle ind Oitenstein zu durchwandern, oder die Wiesentaler der Holzape im Reinhardswalde, das Holteninde=, Rottmünde= oder Ahle=Dölmetal im Solma. Im letzteren und im Reinhardswalde kann man Rudel von Rotwild zu Gesicht bekommen. Schwarzkittel gibt es da, und mit Rehwild ille Wälder reich belebt. Der Ith starrt von über dem stillen Hohensteintal erhebt sich die Felswand des Hohensteins, und bei der Steinmühle wie bei Bodenwerder stürzen Felsen bis auf Uferstraßen. An vielen Stellen bilden diese Im Weserbergland. Die Spionin von Sebastopol VON O. G. FOERSTER September 1913. Im Hafen von Sebastopol lag nerstraßen grune Baumgewölbe zwischen Fluß zwischen Fischdampfern und Segelbooten der Kreusum Berg. Burgruinen ragen verschiedentlich aus zer von„Romanow“ vor Anker. dem Lanbwald oder auf freien Höhen. Die gut er war einer jener sonnenheißen Tage, an denen das Schwarze Meer drunten an der Krim leuchdallene Schaumburg zwischen Hameln und Rinteln jend blau ist wie die Adria oder ein klarer Gebirgseine Hand schüttete eine Tüte aus deren Inhalt ins Boot fiel. m nächsten Augenblick schrillte Kaledins Alarmpfeise. Der Kommandant und zwei Offiziere eilten herbei. An der Reeling standen sechs Matrosen, die auf Kaledins Befehl ihre Karabiner auf den Alten im Boot anschlugen Es erwies sich, daß das runde Fenster, aus dem die Tüte entleert worden war, zur Schiffsküche gehörte. Der Koch blickte verwundert auf, als die Offiziere eintraten. „Es ist ein alter türkischer Bettler“. entgegnete er auf Kaledins Frage.„er kommt jeden Tag und holt sich Küchenabfälle ab. Knochen und Kartoffelschalen" Kaledin beugte sich durch das Fenster und musterte den Bettler. Ein runzliges, bärtiges und schmutziges Gesicht blickte ihn ängstlich an „Was suchst du hier? Weißt du nicht, daß es verboten ist, ohne Erlaubnis an den Kreuzer heranzurudern?“ Der Türke rang flehend die Hände.„Ich bin ein armer Mann!“ rief er mit einer dünnen, klagenden Fistelstimme herauf.„Der Koch. den Allah segnen möge, schenkt mir. was von eurem Ueberfluß übrig bleibt. Laßt mir die armseligen Brocken, ich habe Hunger. Ener Hochwohlgeboren Dem Alten liefen die Tränen über die eingefallenen Wangen, als er in seinen hohlen Händen ein paar Schalen und Knochen emporhielt. „Meinetwegen, Alter!“ rief Kaledin mitleidig, „hol dir deine Brocken weiter ab, wenn es der Kommandant gestattet!" Alexet Nattaroff hatte nichts einzuwenden, und der Bettler zog. viele Segenswünsche und Danksagungen rufend davon. Wieder verstrichen drei Tage, ohne daß sich etwas Verdächtiges ereignete. „Morgen werden wir abgelöst!“ sagte der Kommandant.„Wir sind froh, aus diesem langweiligen Hafen fortzukommen.“ Victor Kaledins Tätigkeit war zu Ende. Aber ehe er von Bord ging, wünschte er noch einmal den Kaledin sah den ein wenig ängstlichen Blick Nattarofss und lachelte „Kein Grund zur Besorgnis für dich, Alexei!“ Code zu sehen. sagte er.„Es geht um etwas anderes. Wo hast du Es gab eine peinliche Ueberraschung. Denn als den neuen Militärcode aufbewahrt?“ der Kommandant die Kassette im Wandschrank öfstne sau is wi die abria odet ein klater Gebiras Der Kommandant atmete auf. Der Code war es! nete, war sie leer. Der Code m ei gutes Bild alter Burganlagen, und viel= see. In praller Sonnenglut tat die Mannschaft des Der Schlussel zum Entziffern militärischer Geheim Die gesamte Mannschaft wurde verl nachtige Schloßbauten stammen aus der Zeit um„Romanow“ ihren seit einer Woche üblichen Vord m da die Architektur schon die ursprüngliche Lienst: Freiübungen auf dem Achterdeck, Paradeauf ie Architektur schon die ursprüngliche stellung auf Deck und Aufbauten, Alarm=Uebun Sriendenz zurückdrängte, wie die Hämeln= gen befehle, der erst vor einem Monat erneuert und an rend des Verhörs nahm die Bordwache den Koch alle Besehlsstellen entsandt worden war. fest. der über Bord springen wollte. Und dann kam Alexei führte den Oberst in seine Kajüte. Er die ganze Geschichte ans Tageslicht. Der alte tur trat an den Wandschrank, öffnete ihn mit zwei kische Bettler war niemand anders als die„magere cheburg, die Schlösser Hehlen und Schwöbber in Ein Motorboot glitt durch das Gewirr der im Schlüsseln und zog eine Kaffette heraus. Auch für Nosa“ gewesen, die in ihrer Verkleid der Nahe von Hameln und zahlreiche Stadtbauten Hafen liegenden Schiffe und Boote heran, und einer sie besaß er einen Schlussel. Als der Deckel auf= Kaledin irregeführt hatte. die Zeugen der rings im Lande ausgenrägten der beiden Insassen rief die dienstinende Wache am sprang, zog der Kommandant das dunne Heft her= sich die Küchenabfälle geholt. un Zeugen der rings im Lande ausgepragten Heck des Kreuzers an. Ein paar Minuten später aus.„Hier ist der Codel Noch gänzlich unberührt!" vortrefflichen Nachschlüsseln ausgestattet worden atenumance. war Victor Kaledin, Oberst der Kosakenleibwache des Victor Kaledin prüste das Dokument sorgfältig war, hatte das Codeheft entwendet, ir 2urch den heitern, ruhevollen Wechsel fließt die Zaren, an Bord und ließ sich beim Kapitan melden, und gab es dem Kapitän zurück und unter Kartoffelscha Beser als die natürliche Verkehrsstraße von Süden Alexet Nattarof, Kommandant des Kreuzers„Ich bleibe in den nächsten Wochen bei euch". Die„magere Rosa“ blieb unauffindbar Der nach Norden durch deraense Metie ana„Romanow“, blickte seinem Besucher erstannt ent= sagte er dabet,„ich habe nämlich den Befehl. dar= Koch wanderte als„Lebenslänglichen ens S.ch das ganze Gebiet, bei Munden gegen: Oberst Kaledin steckte in Zivilkleidern! Das auf aufzupassen, daß man dir dieses Heft nicht schen Bergwerke, und der russische Generalstab hatte an Serra und Fulda sich zur Weser vereinigend hatte etwas zu bedeuten... stiehlt, Bruder.“ das Vergnügen, ein knappes bel der Porta durch die letzte Bergkette in„Befehl von D 13, Alexei!“ sagte Kaledin und Und dann erzählte Kaledin dem Kommandanten, bruch des Weltkrieges ei Ebene vorstoßend. Sie ist zwischen Hameln und überreichte dem Kommandanten seine Legitimation, was er in Erfahrung gebracht halte. Die Nachricht arbeiten.. unden noch unberührt ein milden Merafluß del. Also daher pfiff der Wind! D 13— eine geheim von der Herausgabe eines neuen russischen Geheim Victor Kaledin, der heute in einem weltabgesn noch unberührt, ein wilder Berafluß. der nisvolle und zugleich gefürchtete Stelle, die mancher code war einer österreichischen Spionin bekannt ge= schiedenen englischen Dörschen lebt. pflegt d chwasser aber seit dem Entstehen der Eder= nicht kannte, der ihr 20 Jahre Sibirien oder gar worden. Und die Spionageabwehr des„D 13“ war zählung dieses Abe uberre keinen nennensmerten Schaden mehr an= zwölf Kugeln auf dem Sandhaufen zu danken hatte. von dem Plan dieser Spionin unterrichtet worden, schließen:„Das war nichten lann. D 13— der Chef des russischen Geheimdienste" und den Code von dem Kreuzer„Romanow“ zu stehlen, zwanzigjährigen ArbZwischen Gemeln es omnnt an die 9 Leiter des Ueberwachungsdienstes des Zoren, D 18 hatte darauf seinen fähigsten Beamten ent= Staaten, daß eine Frau mich hinters Licht führte. wameln uno Munden fahren die Per= Schickte Victor Kaledin, seinen tüchtigsten Mann. sand. um den Diebstahl zu verhindern und die Und es kam nur daher, daß sie so häßli ampfschiffe, und eine Fahrt auf diesen Was wollte er ausgerechnet auf dem„Nomanow"? Oesterreicherin abzufangen. ich ihre wahren Fä Bunte Skizzen .. Danilo-Orden onie Nikita von Montenegro, der Fürst der earzen Berge, befand sich infolge der Armut seiarrandchens in ständigen Geldschwierigkeiten. Er sn in seiner Hofhaltung äußerst sparsam sein o war selbst der berühmte Danilo=Orden, den Ministern und auswärtigen Freunden— il verlieh, nur aus dünnem Silberblech. Der Besuch aiclahre 1012 empfing der König einen östersnchen Kaufmann, der einen Auftrag Nikitas ecentedenheit des Königs erledigt hatte. Zum sem seiner dankbaren Gesinnung heftete Nikita " Danslo=Orden zweiter Klasse an die Brust. Der Oesterreicher verbengte sich tief und dankte in wohlgesetzten Worten für die hohe Gnade. Innerlich fluchte er freilich: denn auch der DaniloOrden erster Klasse war aus Blech Und der sunkelnde Gold= und Brillantenorden lag wohlverwahrt in König Nikitas Hausschatulle. O. G. run n I. eslerreicher war über den Orden zwar eriren aber die dürftige Beschaffenheit des sona behagte ihm wenig. Darum ließ er ihn Goldschmied in schwerem Golde und mit Brillanten verzieren. In der sehen Dell erregte der Dekorierte überall Aufewunderung. ederlbe8. Jahr später hatte der Kaufmann ebermalg" Ectinse zu tun, und Nikita befahl ihn Jer Shuldol zur Andienz. prane Desterreicher kam. und auf seinem Frack h.er Orden. Nikita unterhielt sich lange mit tbensen— seine Augen hingen an dem herrlich ver. Lanilo Orden einen seltsamen Orden, mein guter Derne er endlich. wer errôtete. dansastal mogen gutigst verzeihen. Es ist der orden, den ich nur.. en“4 iche 4 gut!“ sagte Nikita nachsichtig. echt wahr?" Der Kaufmann becelte Nikita, ging zu einem Schrank und lossen einer Kassette einen zweiten Orden. Er aaeAnd den Dantlo=Orden von der Lassene** Oesterreichers, legte ihn in seine Wanes 3un0 heftete den anderen Orden an des FFreund.“ sagte er huldvoll lächelnd, Ine henne um Montenegro haben längst er Auszeichnung verdtent. Ich verleihe mit den Danilo Orden erster Klasse!“ Eine Garnisonsgeschichte In einer Garnisonstadt in Ungarn war ein neuer Kommandant angekommen, der wegen seiner drakonischen Strenge bald gefürchtet wurde. So erließ er zum Beispiel eine Verfügung wonach kein Offizier in Zivilkleidung ausgehen durfte. Der Oberleutnant von Lichtenberg, der eines Tages von einer Parade nach Hause gekommen war, tauschte trotzdem die schwere Paradenniform mit einem bequemen Zivilanzug und machte sich zu einem Spaziergang fertig. Doch als er gerade die Straße betreten hatte, tauchte plötzlich— wie aus dem Erdboden gewachsen- der gestrenge Kommandant auf. Dem Oberleutnant wollte schier das Herz stehen bleiben. Da sah er vor sich zwei Herren stehen, in ein lebhaftes Gespräch miteinander vertieft. Er gesellte sich schnell zu ihnen und fragte, ob es recht sei, wenn er sich ihnen anschließe. Die Herren hatten nichts dagegen. Als sie nun zu dritt an dem gestrengen Kommandanten vorbeigingen, warf dieser einen höchst ehrfurchtsvollen Blick auf die Spaztergänger und begrüßte sie in militärischer Haltung. Am nächsten Tage wurde der Oberleutnant zum Kommandanten gerufen und erschrak nicht wenig, denn er war in dem Glauben, daß dieser ihn nicht erkannt hätte. „Warum sind Sie in Zivil ausgegangen?“ polterte der Komnmandant los.„Und wer waren ihre Begleiter?“ „Ob—“ stotterte der Oberleutnant,„es waren nur ein paar Verwandte von mir. Da sie mich vom Hause abholten und abreisen wollten, begleitete ich sie rasch in Zivil zur Bahn.“ Sa. so—“ knurrte der Kommandant.„Also ein paar Verwandte „Jawohl, Herr Oberst!“ rief der Oberleutnant. „Die Herren hatten mich nur besucht, sie sind nah mit meiner Mutter verwandt.“ „Ob—“ meinte der Kommandant,„dann müßten Sie eigentlich wissen, daß der Besuch noch nicht abgereist ist. Der eine von ihren Verwandten — der Erzherzog Stephan, der sich einige Tage hier aufhalten will, möchte Sie sogar gern einmal sehen. Sie haben sich um zwei Uhr bei ihm zu melden!“ Damit war der ganz bestürzte Oberleutnant entlassen. Den Gang zum Erzherzog trat er mit recht gemischten Gefühlen an. Der hohe Herr hatte aber niel Sinn für Humor und ließ es bei einer Ermahnung bewenden Robert L. Jung. Ein Scherz des jungen Beethoven Vonn ist die Stadt Beethovens. Und manch einer hat schon in dieser schönen Gartenstadt Getegenheit genommen, das Andenken an den Meister der Töne durch einen Besuch in seinem Geburtszimmer zu ehren. Man darf sich in diesem einfachen Stübchen auch daran erinnern, daß der junge Ludwig van Beethoven ein rechter Junge, zu Scherz und Streichen allzeit aufgelegt. war. Ludwig van Becthonen erscheint schon 1784, also mit 14 Jahren, in der Liste der„jährlichen Besoldungen der Hofkapelle und Musik“ binter seinem Lehrer Neefs als zweiter Organist am Bonner Hofe des letzten Kölner Kurfürsten Mar Franz. des Sohnes der Kaiserin Maria Theresia. Er war also damals noch ein Kind und konnte übermütig sein, wie es zu einem rechtschaffenen Jungen gehört. in der Karwoche wurden in der Kirche die Lamentationen die nur aus vier Tönen bestehen, von Haller gesungen, einem bekannten und sehr sicheren Sänger. Der kleine Hoforganist Beethoven begleitete Haller an' dem Klanter, weil die Orgel in diesen Tagen schweigen muß. Ludwig konnte den aufgeblasenen Sänger nicht leiden und machte vor dem Gottesdienst die Bemerkung, daß es ihm trotz der Einfachheit des Gesanges ein Leichtes wäre. Haller aus den. Konzept zu bringen Der selbstbewußte Sänger erklärte, das werde der kleine Organist nicht fertigbringen. Als nun Ludwig wettete, er werde ihm das Gegenteil beweisen, trotzdem er den zu haltenden Ton noch jedes Mal mit dem kleinen Finger der rechten Hand anschlage, ging Haller ein wenig vorschnell auf die Wette ein. Zuerst ging alles gut. Haller sang wie immer und wollte schon triumphieren, als Ludwig seine ganze Kunst auf dem Klavier entfaltete und schließlich durch eine komplizierte improvisierte Begleitung den Sänger derart durcheinanderbrachte, daß er seinen Gesang abbrechen mußte. Der kleine Hoforganist hatte seine Wette gewonnen. Aber nun kam das Nachspiel. Der erboste Haller aing zum Aurfürsten und führte Klage. Aber dieser nahm die Sache nicht tragisch, sondern lachte. Allerdings trug er seinem jungen Hoforganisten auf seine Begleitung beim Gottesdienst einfacher zu gestalten. Und so geschah es in Zukunft auch. Seltsames Testament Das unstreitig seltsamste Testament der Welt hat ein Geisteskranker aufgesetzt. Dieses Testament lautet:„Ich hinterlasse den Kindern für die Zeit ihrer Kindheit die Blumen, Felder, Wiesen und Walder, mit dem Recht. fret in ihnen zu spielen. wähkend ich sie zugleich vor Disteln und Dornen warne. Ich vermache den Kindern die Ufer, die Bäche und den goldenen Sand der Flüsse und die weißen Wolten, die hoch über den riesigen Bäumen schweben, und ich vermache den Kindern lange, lange Tage, in denen sie fröhlich sein können, und die Nacht und den Mond und die Milchstraße, die sie anstaunen sollen. Die Knaben sollen all die nüt lichen Felder haben, all die schönen Gewässer, in denen man schwimmt, all die Ströme, in denen man angelt oder auf denen man, wenn der grimme Winter kommt. Schlittschub laufen kann. Ich gebe diesen Knaben ihren Platz am Kamin an Abend und all die Bilder, die man in den Flammen sehen kann. Den Liebenden übergebe ich ihre imaginäre Welt mit allem, was sie brauchen, seien es Sterne oder Wolken. seien es rote Kleiterrosen oder Weißdornblüten, sei es der süße Ton der Musik oder was sie sonst wünschen. Den geliebten Men schen mit dem schneeigen Scheitel überschreibe ich Glück, hohes Alter und die Liebe und Dankbarkeit ihrer Kinder, bis sie die Augen schließen." Das Testament eines Geisteskranken... aber ist es nicht auch das Testament eines jeden von uns. wie wir es auffassen möchten, wenn wir selber eus dem Leben scheiden? Wir hinterlassen alle Schönheit der Welt, die wir nicht mitnehmen können, denen, die nach nns da sind und die Herren uber alles sein mer Problem Nr. 65 von P. A. Orlimont (Braune Post 1936) Weiß 6 St. Schwarz 4 St. Matt in 3 Zügen Problem Nr. 66 von H. Vetter (L'Echiquier 1933) abcdeg Weiß 4 St. Schwarz: 7 St. Matt in 4 Zugen Slawische Partie Gespielt im Viererkampf: Dr. Aljechin, Dr. Euwe, Bogoljubow und Samisch zu Bad Nauheim 1. d2-d4 d7-d5 2. c2-c4 c7-c6 3. Sg1— 3 Sg8-f6 4. Sb1—c3 d5Xc4-5. a2-a4 Lc8—f5 6. e2-e3 e7-e6 Die eine Zeitlang populare Spielweise Sb8-a6—b4 steht seit langerer Zeit in schlechtem Rufe. 7. LIIXc4 Lf8-b4 8. 0—0 0—0 9. Sf3—e5. Neuartigl Weiß will mit 92—g4 stürmen. Viel gespielt wird hier Dd1—e2 Tf—e8. 9.... c6-c5 10. 92—g4 Lf5—g6 11. Sc3 a2 Lb4-a5 12. Se5Xg6 h7Xg6 13. d4Xc5 Sb8-c6! Verhindert den drohenden Vorstoß b2-b4. 14. Tal-bi Sc6-b4 15. Sa2Xb4 La5Xb4 16. Dd1-f3 Dd8—e7 17 b2-b3 Ta8—c8 18. Lc1-b2 Tc8Xc5 19. h2-h3. Schwarz würde sonst mit SfXg4 DXg4? Tc—g5 fortseten. 19.... Sf6—h7 20 Df3—g3 Sh7—f6 21. f2—f3. Weiß mochte seinen letzten Zug nicht zurücknehmen. Der Textzug hat aber auch seine Schattenseiten. 21. Sf6-d5 22. Lb2-d4 Te5-a5 23. Lc4Xd5. Will Schwarz nun nicht einen isolierten Mittelbauern haben, so muß er den B. a7 hergeben 23... Ta5Xd5 24. Ld4Xa7 e6-e5) Verhindert die Riickkehr des schwarzen Läufers nach d4. Dr. Euwe bekommt nun in wenigen Zügen ein weit überlegenes Spiel und beweist damit die Korrektheit seines Bauernopfers. 25. e3-e4 Td5-d2 26. La7—f2 Tf8—c8 27. Tb1-c1 Tc8-c2 28. TcIXc2 Td2Xc2 29. Kg1-h1 Lb4-c5. Wie Meister Samisch selbst angibt, war hier Lb-d2 drohend Ld— f4 viel stärker 30. Lf2Xc5 De7Xc5 31. Tf1—d1 Dr. Euwe fürchtete g4-g5 mit Remisaussichten für Weiß. 31. g6-95 32. Dg3—e1 Tc2—12 33. Tdi-d2. Der f-Bauer ist nicht zu halten. So folgt auf Tdl-d3 die Antwort Dc—c2, und auf 33. Td1-c1 konnte folgen: 33. De5— d4 34. Tcl-c3 Tf2-d2 33 Tf2Xf3 34. Khl—92 Tf3Xb3 35. Del-f1 97-96 36 Df1-f6 Tb3-g3t 37. Kg2Xg3 Dc5-e3t 38. Df6-d3 De3-d2 39 Df2-b3 Dd2—f4t Weiß könnte jett ruhig aufgeben. 10. Kg3-g2 Df4Xe4t 41. K92—12 De4—14t 42. Kf2-92 e5-e4 43. Db3Xb7 Df4—f3t 44 Kq2-h2 D13—f2t 45 Kh2—h1 Df2—f1* 46 Kh1—h2 e4—e3. Weiß gab auf Spanische Partie Gespielt im Turnier um die deutsche Meisterschaft zu Bad Oeynhausen 1937 Weiß: K. Richter Schwarz: Zollner 1. e2—e4. Der Berliner Meister Richter ist einer der wenigen modernen Meister, die auch Samstag, 14. August 5.50: Morgenlied— Wetterbericht für den Nauer. 5.5: Leibesübungen und Wiederholung der 2. Abendnachrichten. 620: Frühkongert. 700: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Morgenruf. 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderlsctt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 8.20: Mußk am Morgen. Es spielt das Kleine Kunkorchester des Reichssenders Saarbrücken unter Leitung von Edmund Kasper. 1. Die Nürnberger Tuppe, Cuvertüre(Adam). 2. Wiener Bonbons, Balzer(Joh. Strauß). 3. Serenata(Tarenahi). 4 Bapanische Smite(Posbitomo). 5. Rumänisch (Anuemann). 6. Episode(C. Robrecht). 7. Czardas (Monti). 8. Hexentang(Mac=Dowell). 9.20: Kleine Zwischenmusik(Industrieschallplatten). 1. Pony(J. Rirner). 2. Glückliche Stunden, Walzer(Glombig). 3. Polka=Liebling(Kusserow). 4. Schrammeln spielt's mir no an Tanz R. Nützlader). 5. Der alte Brummbär(J. Fucik). 9.15: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen. 10.00: Lieselotte Hoppe: Fröhliches Spiel für undre Kleinsten. M: Sendepause. 11.55: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 12.00: Mittagskongert des Rundfunkorchesters, Leitung: Gerbard Ewald Rischka. 1. Marsch aus „Der Gascogner“(F. v. Suppe). 2. Cuvertüre an „Boccaccin“(J. v. Suppe). 8. Golida=Walzer(C. Millöcker). 4 Bäuerische Festmusik(W. Jentsch). 5. Scherzo(F. Draeseke). 6. Erotisches Wiegenlied R. Gebhardt). 7. Pfeiflied aus„Frühlingsluft“ (Jos. Strauß=Retterer). 8. Marsch. Arie und Finale aus der Operette„Die hellblauen Schwestern“ (C. Künneke). 13.00: Mittagsweldungen— Glückwünsche. 13.15: Fortsetzung: 9. Carlotta=Walzer(C. Millöckerl. 10. Ostprenßische Tänze(O. Beschl. 11. Frauenherz=Mazurka(Jos. Strauk). 12. Champagner=Galopp(Lumbne). 13. Potpourri über Anton Günthers Ergebirgische Lieder(P. Koerke). 14. Tarantelle aus„La Danza“(G. Rossini). 14.00: Mittagsmeldungen. 14.16: Wochenendkongert(ndustrieschallplatten). 16.16: Iungmädel singen und erzahlen: Hent' in ein Fest bei den Fröschen am See--15.45: Wirtschaftsmeldungen. 16.00: Nachmittagskongert. Mitwirkende: Wilheim Leifeiser(Tenor); Paul Lodder(Bariton); ke Dortmunder Mandolinen=Konzert=Gesellschaft unter Leitung von Theodor Ritter; Hermann Hageseht mit seinem Orchester. 18.00: Der neue Funkplan. Was dringt der Reichssender Köln in der nächsten Woche? 18.05: Es spielt das Unterhaltungssertett Ia Gille(Gilarre). 1. Serenade(H. Braß). 2. Fantasie(Vinas). 8. Deutscher Walzer(H. Unger). 4. Ein Jasminstrauch(J. Kochmann). 5. Rondo(J. Sor). 6. Meraner Liebesidulle(K. Zimmer). 7. Menuett(F. Sor). 8. Fiametta(G. Brusso). 18.4: aus Amsterdam: Vorrennen und Zwischenläufe für die Eurovameisterschaft im Rudern. Sorecher: Dr. Ernst und Fritz Mähnert. 19.00: Lothringer Volkslieder. 19.S: Momentaufnahme M.0: Erste Abendmeldungen. A.10: Der frohe Samstag Abend des Reichssenders Köln mit dem Stammtisch„Pechackeln“. Hens Salcher, Hans Müller=Schlösser, Karl Urbac). Leitung: Werner Vielhaber. Es spielt das Iunkorchester unter Leitung von Leo Eoso8 200: Zeit, Wetter, Nachrichten N15: Leichtathletik=Länderkampf Deutschland— Englamb. N4: Wir tanzen in den Sonntag. Es spielen die Münchener Funkschrammeln. Ludwig Knsche und Iudwig Schmidmeier lauf zwei Klavieren und das Münchener Tanzinnkorchester, Leitung Karl Ranktl. 24.00—1.00: Tanamnft! Sonntag, 15. August 6.00: Hasenkonzert auf dem Schnelldampfer„Pretoria“ der deutschen Afrika=Linie. 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen. 8.05: Um einen alten Bauerntisch 8.15: Platzkonzert. Ausführende: Der Musikzug der SA=Standarte 144, Leitung: Musikzugführer Obersturmbannfuhrer Heinz Ludecke. Singgemeinde Oberhausen, Leitung: Kapl Heinrich, Schweinsberg, Gefolgschaftschor der Zeche Osterfeld, Leitung: Hermann Esser. 1. Aus Stahl und Eisen, Marsch(C. Rathke). 2. a) Fröhlich zu musizieren(D. Fridericil, b) Guten Morgen, el Wach auf meins Herzensschöne W. Rein). 3. Am Rhein(Trompetensolo) E. Humverdinck). 4. a) Bergmannslied(Volksweise), 5 Ueber die Heide, ci Der Bindergesell(K. Stein hauer). 5. Volksweisen aus dem Schwarzwald(H. J. Husadel). 6. al Deutsche Heimat(A. Wassermann), b) Lieb des Volkes(H. Erdlen). 7. al Kerntruppen, Marsch(H. Schmiedecke), b) Fridericue redivivus(A. Schröder=Gloger). 9.00: Das Gebet des Herrn. Morgenfeier des Reichssenders Köln 9.20: Musik am Sonntagmorgen(Industrie=Schall platten). 1. Aus der„Wassermusik“, MennettBourree(G. F. Händel). 2. Vorspiel zur Over (P Cherubini). 8. a) Caro mio ben, Arie(T. Giordani), b) Largo, Rezitatio und Arie (G. F. Händel). 4. a) Türkischer Marsch(W. A. Mozart), b) Der harmonische Grobschmied(G. F. Händel). 5. Aus der Over„domenen“(W. A. Mozart): a) Vorspiel, b) Ballettmusik. 6. Champagner=Arie aus der Oper„Don kuan“(W. A. Mozart). 7. Walzerigene aus der Oper„Intermezzo“(Rich. Strauß). 8. al Mennet: und Arie des Sängers aus der Oper„Der Rosenin ernsten Turnierpartien häufiger mit dem Konigbauern eroffnen. 1.... e7-e5 2 Sg1—f3 Sb8-c6 3. Lf1 b5 a7-a6 4. Lb5-a4 Sg8-16 5. 0—0 SfoXe4 Die Korrektheit dieser alten Variante ist seit langem bewiesen 6. d2-d4 b7-b5 7 d4-d5. Weiß laßt sich die Gelegenheit nicht entgehen, eine scharfe Note ins Spiel zu bringen. Die theoretische Fortsetung ist 7. La-b3 d7-d5 8. c2-c3 usw. 7.... b5Xa4 Schwarz nimmt den Kampf an. Auf 7.... Sc-e7? ware sicherlich d5-d6 gefolgt. 8. d5Xc6 d7-d6. Nicht aber d7Xc6 wonach die schwarzen Bauern vereinzelt waren. Außerdem verlöre Schwarz die Rochade. 9 Tf1—e1 Se4—f6 10. c2-c4 LI8—e7 der Vorstoß 10.... e5-e4 ware übereilt, wegen 11. Sf3-g5 L15 12. Sb-c3 usw. 11. Sb1-c3 0—0 12. Lc1-g5 Ta8-b8 13 DdiXa4 Tb8Xb2 14. Tal-bi Tb2Xb1 15. If1 Xb1 e5-e4. Schwarz will seine Figuren besser ins Spiel bringen und bietet einen Bauern an 16. Sf3-d2 Sf6—94 17. 195—f4 Le7-95 18 Lf4Xg5 Dd8Xg5 19 Sc3Xe4 Dg5—e5 20. Se4-g3 De5-d4. Das Opfer hat sich geohnt. Schwarz hat ersichtlich Angriff. 21. Sd2—e4 f7—f51 Durch diesen schonen Zug gewinnt Schwarz Material. 22 Tb1-d1 Dd4-a7 23 c4-c5. Zieht der angegriffene Springer z. B. Se-c3, so folgt Da-f2t Kg-hi Df-e3, mit der Drohung So —12 usw 23... 15Xe4 24. Da4—c4t Kg8—h8 25. SgXe4 Lo8-f5 26. Se4-93 S94—e5 27. Dc4 -d5 L15-g6 28. c5Xd6 Da7XI2t. Schlagt nun der König, so kann Schwarz nach Abzugschach Dame und Bauer tauschen 29 Kgl-h1 c7Xd6 30 Dd5Xdo 196—e1 31. Td1-g1 Se5c4 32 SaXe Se446 33 Se4Xf2 TIRXI2. Die Stellung sieht nicht danach aus. daß Weiß doch noch zu einem Remis gelangt 34 Tg1-c1 Sd6-b5 35 Khl-g1 1f2—17 3. Tc1-d1 Kh8-98 37 a2-a4 Sd5-c7 38 92-94 TI7—f6 30 Id1-d8t Tf6—f8 40 T08— d4 TI8-c8 41. Kg1—f2 Sc7-e8 42. 104—c4 Kg8-17 43. Kf2—e KI7-e 44 94-95 Sesdé 45. Tc4-c5 Tc8-c7 46 Ke3-* S46—f5t 47. Tc5X15. Weiß hat eine Remischance erspaht. 47... Ke6XI5 48 Kd4-d5 K15—947 40 Kd5-d6 Tc7-c8 50 Kd6-d7 Tc8-8 51 c6-c7 h7-h5 52 g5Xho g7Xhó 53. a4-a5 Kg4-h3 54 c7-c8 D Ta8Xc8 55. Kd7XcS Kh3Xh2 56. Kc8—b7 h6-h5 57 Kb7Xa6 h5— h4 58 Ka6-b6 h4—h3 59. a5-86 Kh2—g1 60 a6-a7 h3—h2. Unentschieden gegeben. Lösungen Problem Nr. 57, von J. Perlis 1. ThoXe6l Hubsch Problem Nr. 58, von J. Kosfri 1. Th3-h4l Kg5Xh4 2. Lb2—16t Kh4-h 3. Db1-h7 matt. 2... Kh4-g3 3. Db1-b8 mall 1.... Ko5-14 2. Dbi-di T4-a1 3 —f3tt. Fur das geringe Material bemerkenswert reichhaltig. Dazu guter Schlüssel. Die Aufgabe wird noch manchen Nach tryck erleben. Problem Nr. 5°, von Dr. W. Slooß 1. Dd5-a81 Erstklassige Technik Problem Nr. 60, von P. A. Orlimont 1. Sg6—f81 Kg7XI8 2. Ta2-a7 nebs 1 Ta7-f7 matt 1.... Kg7-h6 2. Ta2—h2t kh6-97 1 Sf8-e6 matt. Eintach und dennoch geschmackvolll Problem Nr. 61, von H. Lange 1. Sf4—e21 1. Preistrager Problem Nr. 62, von Dr. E. Palkoska 1. Dd1-b1l Ka*a4 2. b4—65 nebs Dhf —b4 matt. 1.... Lf1-b51 2. Db1-c211 Schwarz 1 jett im Zugzwang, der Lb5 muß seine Stellung aufgeben und Weiß seßt 3. b4-b5 matt. Auch hier mit geringen Mitteln ein quier Effekt Aus einer Partje A Gibaud F. Lazard In obiger Stellung entschied Weiß durch eine wundervolle Kombination. p no qo TII pun 193—/21§ 4—8u1 9X 96-/IN 1173—121 5 AX/ X Asn 455—197 91/6 1 12un p kanaller“(R. Strauß), b) Engel so rein. Canatine aus der Oper„Die Ravoritin“(G. Donizellis. 6. al Holzschuhtanz aus der Oper„jar und Zimmermann“(A. Lortzing), b) Furiant aus der Cper„Die verkaufte Braut“(J. Emetana). 10. Scherzando Marsik). 11. Ungarische Rhapsodie Nr. 1(G. Lifzt). 10.45: Funk ins Blaue 11.20: Westdeutsche Meister der Orgel. Es spielt: Dr. Hans Klotz, Aachen. 1. Konzert in drei Sätzen Bivaldi=Bach). 2. Mittelsatz aus der Orgelsonate F=Dur(J. E. Bachs. 8. Tokkata(J. E 12.00: Mittagskonzert 13.00: Glückwünsche 1400: Sport und Unterhaltung mit Funcherichten. 1. Aus Amsterdam: Europameisterschaften im Rudern. 2. Aus Dortmund: Deutsche Kunstflugmeisterschaft. 8. Aus Aachen: Internationales Reit=, Spring= und Fahrturnier. Preis vom Rhein, Glücksjagdspringen und Arel-Holst=Erinnerungspreis, Barrierenspringen.— Dazwischen: Unterhaltungskonzert. Es spielt Hermann Hagestedt mit einem Orchester und der Musikzng des Reichsluftchutzbundes Bezirksgruppe Köln unter Leitung non Musikrugführer Wilbelm Funk. 19.00: Deutsche Hausmusik. Ausfuhrende: Lore Schröter(Sopran), Gertrud Maria Kisselbach=Will Asselmann(Bioline), Henk Welling(Cello), Leonie Hahner(Klavier), Edmund Kirst(Cembalo). 1 Drei Stücke für die Flötenuhr(J. Haydn). 2. Sonate GDur für Bioline und Klavier(J. Chr. Bach 8. Lieder(G. Ph. Telemann): Der Schafer, Die Vergnügung, Glück, Das Frauenzimmer, Die vergessene Phillis. 4. Aus den Wiener Hofball=Mennetten(J. Havdn). 16.30: Fröhliche Anekdoten— und zwischendurch Muftk 19.16: Der Sonntag im Funkbericht. 19.20: Europa=Wasserballturnier Ungarn—Deutich. and. 200: Abendkonzert. Ausfuhrende: Das Große Turorchester, Aachen(Westmarkorchesters, Leitung Detley Grummer). Solist: Herbert Erntt Grob Tenor). 1. Festmarsch aus der Oper„Aeunchen von Tharau“(R. Hoffmann). 2. Vorspiel zur Oper„Die Nacht des Schicksals“ 0. Berdil. 8. al Lied deWilhelm Meister“: Leb' wohl, Mignon, aus der Oper„Mignon“(A. Thomas); b) Siziliana: C Lola rosengleich, aus der Oper„Canalleria rusticana“ Mascagni). 4. Orchester=Folge aus der Oper„Car men"(G. Bizet). b. Märchen vom Walde, Walzer E. Röhrig). 6. Ballettmusik aus der Coer„La 60 conda“(A. Ponchielli). 7. al Komm in die Gondel, Lied aus der Operette„ine Nacht in Venedig“ (Joh. Strauß); 5) Ich bin nur ein armer Wandergesell, Lied aus der Operette„Der Better aus Tingsda“(E. Kunneke). 8. Vorspiel zur Cperette „Lusistrata“(V. Lincke). 9. Kavalier=Walzer aus der Operette„Polenblut“(O. Nedbal). 10. Melodien aus der Cperette„Clipia“(N. Dostal). M1. a Bann kommt die Stunde, Lieb aus dem Tonfilm Ane Maria“(A. Melschar); b) Für dich allein, Pied H. E. Geebl). 12. Ballettfolge(J Popol. M. Bartaria-Marich(C. Komzak). Nan: Zeit, Wetter, Nachrichten. 22.20: Musik zur Unterhaltung. M.90—24.00: Wir bitten zum Tang. Montag, 16. August 540: Morgenlied— Wetterbericht fur den Bauet 556: Letbesübungen— Wiederholung der Abendnachrichten / 620: Frühkonzert. 7M: Nachrichten: anschließend: Morgenkied Morgenru 600: Zeit, Wetter. Waßerstandsmeldungen— M enderblatt 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 6.M: Konzert für die Arbeitskameraden in Betrieben. Es spielt der Musikang der darte 11(Breslau=Nordl. Leitung: Musikzugtahrer Archur Winkler. 1. Bergmannstreue, Marsch Mande seld). 2. Artistenleben, Ouvertüre H. antasie aus der Over„Der Freischütz l. Große Zeit, neue Zeit, Heeresmarsch#. Brafe 5. Unsere Wiener Herzen, Walzer(0. Ertl Narzissenmädel, Intermenso(L. Siedel. 7. bella, Romanze(P. Linckel. 8. Schwälmer 6. Mainzerl. 9. Unser Rhein, Marsch 9e0: Raschläge für den Küchenzettel der dG: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsmeldungen 1000: Richard Heinemeyer: Waß brachte Sportionntag? n. 10: Sendepause 11.A: Wetterbericht bur die Landwirtschaft 10.0: Die Werkpanfe des Reichssenders Köln eer Verbindung mit der TAJ). Uebertragung ons del Firma Bahrmeyer& Kruse. Bramsche. E* das Städtische Orchester Pramsche unter Leitung wo De 12.00: Mittagsmeidungen— Glüchwüniche 12.16: Schlohkonzert. Das Niedersachsische sonie=Orchester, Leitung: Otto Ebel von isten: Lilly Krayer(Sopran) vom Stadtidcal Tmisburg; Gurt Hurdorf(Tenors vom Coernoau Hannoner. 1. Dritte kleine Site(G. de 2. Lebe wohl, mein flandrisch Madchen, aus Coer„Zar und Zimmermann" iu. 8 Zwischenakt=Gapotte(E. Gillet). 4. anständige Frau, Lieb aus der Operette„Die unm= Witwe“(P. Lincke). k. Auf der Lagune, aus der Ooerette„Casanona“ isfr. Lebar Liebe, deine Liebe, Duett aus der Coerette ec Land des Lächelns“(Fr. Lebar).— Marich aus der Operette„igennerlieh Lebar 4.00: Mittagsmeldungen 14.16: Allerlei von zwei bis drei. 16.00: Für große und kleine Kinder: 8o Beeren und bunten Schmetterlingen. 16.20: Sendepause. l5 H: Wirtschaftsmeldungen.a 16 00: Musik am Nachmittag. 00 Orchester des Deutschlandsenders. Leitung 1700: Kommermuitf und Geonchie ate daulsen. 8. Zug der Vögel nach 9en udolf Paulsen. 2. ag der Bot für Flbte und Klavier. von Theod.. welt. 4. Die Vogelpredigt— ein Rlo on Frang Ltizt. 5. Unkepung. Heltere gn n Moritz Jahn. 6. Zwei Humoresten fur 0 Klavier von Hermann Zanke. 2 L E hohe Zuchlh Essen. Nicht oft sich ein Essener Fülle von Verbreche zu befassen hátte, wi in ihrer letzten Sitz= klagebank saßen der bach, der bereits1 Urkundenfälschung guten Familie stamm garethe Kloß. Für densten Namen im Schwindeleien, Dieb falschung usw. am la einer Staublaugerfir mund Provisionen in betrog er einen Zeit mit der Kloß gemein in Szene zu setzen. Paar dann wandte, fortgesetzt. Auch günf sahl ließ man sich n Fürbach unter dem 1 ver“ auf Grund eine gesehenen Familie in schlossenen Verlobung ging„Dr. Heinz von und aus. Bei einem verstand es„Heinz“t zu bringen. Nach ein und Tochter zu einer der„Gruga“ eingelal Dr. Heinz von Schei Frauen benutzte, um deren Wohnung au Herren. u. Damen volle Altertümer u 6000 Mark ließ Jetzt war es für ihn eine andere Stadt a von Tecklenburg mietete sich bei einer passender Gelegenheit Der Angeklagte gab de stereifel, Frankfurt un in der Hauptsache A sich Kraftwagen lieh. Eln Relter (( „Das Vieh hat ni Stadt. Niemand hat Freunde— die letzten waren an die schiedenen Regimenter ihren Soldaten Jan Der Oberst Fleckenf Exzelleng, der Her die Brücke frei sei. Neb — aber wir müssen au „Laßt die Gäule 2 sagte Jan. „Die Kreutzischen D zwei Stunden sind wir wie's Euch beliebt.“ Dann also vorwä Komm, Marie=Anne.“ to er in den Satte Blick fiel auf das Wirt und bitter. „Mein Jan," sagte „Sieh dort: Zum verhöhnt mich.“ Jan fröstelte, denn 1 Fertig?" rief er zu Der traurige Trup. wanern.— Sie ritten, so schnell durch die Nacht. Gegen Wäldern unter. Bel der der tiefsten Einöde. Gebirges wurde erklon tam; man lagerte awist würde man im kaiserli der Gegend von Pisek José Maria fand kei um Jan. Der hatte zwei Worte gesprochen. angs beim Kaiser wirl Der Feldprobst air lag. Er beugte sich übe nen Augen „Du schläfst nicht,! „Schlafen?" stieß er Komm." sagte Jose reden." Jan deckte den Ma Anne, die mit gelösten Ueber ihnen war ei schüttet mit Sternen ning der Viertelmond. liche Geräusche in dieser wo ein Bach sein, der atmete der Nachtwind. regten sich Jan fühlte, wie sein leß. Er umarmte Jos seiner Brust Sieh Herzbruder." liegt der Jan im Dreck esiemand ligat im einlegt. Nicht das aud „Rede!“ „„Jan, in der Morg chen Feldlager. Hast run wird?" Jan suchte in seiner zögerne,„er Meinst du?“ ösungen . 57, von J. Perlis sch r. 58, von J. Kostri Xh4 2. Lb2-16t Kh4-h 3. Db1-b8 malt. Dbi-di TI4-a4 3. Dal inge Material bemerkensazu guter Schlussel. Die manchen Nach truck er), von Dr. W. Slooß klassige Technikt von P. A. Orlimont X18 2. Ta2-a7 nebst 1 -9/1 2. Ta2-h2t ach und de 61, von H. Lange reistrager! von Dr. E. Palkoska -a4 2. b4-65 nebst Dbt 2. Dbi-c211 Schwarz 1 der Lb5 muß seine StelVeiß setzt 3. b4—b5 maft. gen Mitteln ein quier iner Partje Gibaud e1 azard entschied Weiß durch pbination. pup no qo 1 S 7y-8u1 9X IIXIDY HIX/917 165—191 91X/6 110 10un u x 16. August etterbericht sur den Bauer. — Wiederbolung der 1. chließend: Morgenkied— erstandsmeldunaen— Frauenturnen Arbeitskameraden in der Musikang der Sll-BierLeitung: Musikzugindret Mannstreue, Marsch MandOuvertüre(H. Löhrs. Der Freischütz“(Weber Heeresmarsch#. Brate 1. Walzer(D. Ertl). z(L. Siedel. 7. 00 . 8. Schwälmer Hochte chein, Marsch(A. Bäbre 1Küchenzettel der Wasserstandsmeldungen gener: Was brachte der die Landwirtichat es Reichssenders Köln er ). Uebertragung auß de: se. Bramsche. E amsche unter Leituna no 1— Glückwüniche as Niedersachsische Ein= to Ebel von Sosen. Soran) vom Stadttheate Tenor) nom e Smite 166. de Michelis. risch Madchen, aus orf ann“(A. Vortzinal. 8 illetl. 4. Ich din ein der Overette„Die lant der Lagune, INr. Lebars. 6. Meine aus der Coerene.Dat Lebars. 7. Ungarische Maennerliebe“ bis drei. eine Kinder: Son erlingen. Ein„sauberes" Pärchen vor Gericht hohe Zuchlhausstrafen für gerissenen Schwindler- 28jähriger als Großverbrecher Essen. Nicht oft dürfte es vorgekommen sein. daß sich ein Essener Gericht mit einer derartigen Fülle von Verbrechen eines einzelnen Angeklagten zu befassen hätte, wie es die Essener Strafkammer in ihrer letzten Sitzung tun mußte. Auf der Anklagebank saßen der 28 Jahre alte Heinrich Fürbach, der bereits viermal wegen Betruges und Urkundenfälschung vorbestraft ist und aus einer guten Familie stammt und die 26 Jahre alte Maxgarethe Kloß. Fürbach trat unter den verschiedensten Namen im ganzen Reich auf und verübte Schwindeleien, Diebstähle, Einbrüche Urkundenjälschung usw. am laufenden Band. Als Vertreter einer Staubsaugerfirma erschwindelte er in Dortmund Provisionen in erheblichem Umfange, dann betrog er einen Zeitschriftenverlag, um schließlich mit der Kloß gemeinsam und allein Hochstapeleien in Szene zu setzen. In Warendorf, wohin sich das Paar dann wandte, wurden die Schwindeleien fortgesetzt. Auch günstige Gelegenheiten zum Diebsahl ließ man sich nicht entgehen. In Essen trat Fürbach unter dem Namen„Dr. Heinz von Scheven“ auf Grund einer Heiratsanzeige zu einer angesehenen Familie in Beziehungen. Nach der beschlossenen Verlobung mit der Tochter des Hauses ging„Dr. Heinz von Scheven“ bei der Familie ein und aus. Bei einem Spaziergang mit der Tochter verstand es„Heinz“ den Wohnungsschlüssel an sich zu bringen. Nach einigen Tagen wurden Mutter und Tochter zu einem vergnügten Nachmittag in der„Gruga“ eingeladen. Wer nicht erschien, war „Dr. Heinz von Scheven“. der die Abwesenheit der Frauen benutzte, um deren Wohnung auszuräubern. Schmucksachen, herren. u. Damenuhren, Tafelleuchter, wertvolle Altertümer usw. im Wert: von rund 6o00 Mark ließ der Bursche mitgehen. Jetzt war es für ihn wieder einmal höchste Zeit, eine andere Stadt aufzusuchen. Als.Dr. Rolf von Tecklenburg“ tauchte er in Köln auf und mietete sich bei einer Frau ein, um auch hier bei passender Gelegenheit die Wohnung auszuräumen. Der Angeklagte gab dann noch Gastrollen in Münstereisel, Frankfurt und Berlin. Hier schädigte er iner Hauptsache Autovermieter, von denen er h Kraftwagen lieh, mit ihnen auf die Reise ging und sie unterwegs an den Mann brachte. Es würde zu weit führen, all die Straftaten anzuführen, der Fürbach angeklagt war. Nicht weniger als acht Monate dauerte die Voruntersuchung was schon auf die Fülle der SStraftaten schließen läßt. Wegen Rückfallbetruges, Rückfalldiebstahls, Urkundenfälschung und Führung von falschen Titeln beantragte der Staatsanwalt gegen Fürbach eine Gesamtzuchthausstrafe von acht Jahren, 10 Jahre Ehrverlust, 800 Mark Geldstrafe o0er weitere 80 Tage Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht. Das Urteil lautete gegen Fürbach auf fünk Jahre Zuchthaus, 400 Mk. Geldstrafe ersatmeise weitere acht Tage Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht Wegen Diebstahls in zwei Fällen erhielt die Mitangeklagte Kloß sieben Monate Gefängnis die sedoch durch die Untersuchungshaft als verbüßt erklärt wurden. Doppelselbslmord auf den Schienen Köln. Wie erst jetzt bekannt wird, wurden am Mittwochmorgen auf dem Bahndamm der Strecke Köln—Neuß in der Näbe von Köln=Longerich zwei Leichen gefunden. Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, daß es sich wahrscheinlich um den Freited eines Liebespaares handelt Während die Persönlichkeit des Mannes, der aus Krefeld stammt, bereits festgestellt werden konnte, ist die der Frau noch unbekannt. Folgenschweres Verkehrsunglück Fünf Verlette Dortmund. Donnerstag vormittag ereignete sich auf dem Hiltropwall an der Ecke Kuhstraße ein folgenschweres Autounglück. Hier stieß aus bisher nicht geklärter Ursache ein vollbesetzter Reiseautobus mit einem mit 5 Personen besetzten Anto in voller Geschwindigkeit zusammen Während die Fahrgäste des Autobus nach den vorläufigen Feststellungen ohne Schaden davonkamen, erlitten die Insassen des Personenkraftwagens mehr oder weniger schwere Verletzungen. Drei von ihnen wurden dem Johannishospital zugeführt. Sie trugen schwere Schädelbrüche und innere Verletzungen davon und waren noch nicht vernehmungsfähig. Der Personenwagen wurde fast völlig zertrümmert. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. 400 ibercamerikanische Aerzle in Köln Besichtigung der JG=Farbenwerke in Leverkusen Köln. Die 400 iberoamerikanischen Aerzte, die gegenwärtig auf Einladung der Deutsch-Iberoamerikanischen Aerzteakademie an einem Fortbildungslehrgang teilnehmen und sich aus diesem Anlaß auf einer Fahrt durch Deutschland befinden, trafen von Berlin aus mit Sonderzügen in Köln ein. Sie folgten am Freitagvormittag einer Einladung der IG=Farbenindustrie nach Leverkusen, um eine der bedeutendsten Produktionsstätten der Pharmazeutik kennen zu lernen. Im Vortragssaal des Werkkasinos gab Direktor Mertens einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung des weltumspannenden Wirtschaftsblocks der IG=Farbenindustrie, die ihren Ausgang von Leverkusen aus genommen habe, wo sich noch heute der Hauptsitz der pharmazentischen Abteilung befinde. Was von dieser im Laufe vieler Jahre auf wissenschaftlichem Gebiete geleistet worden sei, spiegele sich wider in der großen Zahl hochwertiger und allgemein anerkannter Bayer=Arzneimittel. Im Anschluß daran hielt Prokurist Hauser einen Vortrag über die Chemie im Dienste der Klinik. Weiter wurde ein Narkosefilm vorgeführt, der mit dem Vortrag zusammen als einleitende Erläuterung zu der folgenden Besichtigung gelten durfte. Man zeigte den iberoamerikanischen Aerzten bei ihrem Rundgang durch die Werke den Tabletten= und Zwischenproduktenbetrieb und die Azo=Farbenfabrik. Kurz nach 12 Uhr traten die ausländischen Aerzte auf Einladung der Werksleitung eine Fahrt nach Königswinter und von dort mit Omnibussen nach Bad Nauheim an. Tag für Denkmalspflege und heimalschutz in Münster Münster. Vom 80. August bis 2. September findet in Münster der„Tag für Denkmalspflege und Heimatschutz“ statt, der vom Deutschen Bund Heimatschutz und vom Deutschen Denkmalspflegetag gemeinsam veraustaltet wird. Die Tagung beginnt Montag, den 80. August, mit der Eröffnung der Ausstellung des Landesmuseums„Neue Siedlungen in Westfalen" und den Ausstellungen„Der Maler Derick Baegert und sein Kreis",„Schlösser und Gärten Westfalens",„Das alte Stadtbild von Münster“ und„Das schöne Westfalen“ Eine große Reibe von Verträgen über die verschiedenen Gebiete der Heimatpflege sind vorgesehen. Der letzte Tag ist Fahrten mit Besicht gungen in das Sauerland, Industriegebiet sowie Besichtigungen der Wasserburgen vorbehalten. Die Fahrten enden in Soest, wo die Tagung nach einem Empfang durch die Stadt mit der Aufführung der„Westfältschen Bauernhochzeit“ von Karl Wagenfeld ihren Ausklang findet. Die Anmeldung für die Teilnahme an der Tagung hat bis 15. August an den Verkehreverein in Münster i. W. zu geschehen. Etwaige Anfragen sind an den Westfälischen Heimatbund, Münster i. W., Landeshaus, zu richten. Kleine Proninschronik Zusammenstok zwischen Personenzug und Wehrmachtanto Wuppertal. Wie die Pressestelle der Reichsbahndirektion Wuppertal mitteilt, stieß in der Nacht zum Donnerstag gegen 2230 Uhr an dem unbeschrankten Wegübergang bei Kilometer 103 der Strecke Iserlohn—Westig ein Kraftwagen der Wehrmacht mit einem Personenzug zusammen, wobei der Kraftwagen vollständig zertrümmert wurde. Ein Soldat wurde getötet, drei weitere erlitten Verletzungen. Zwei Mädchen vom Tode des Ertrinkens gerettet Mayen. Zwischen Mayen und Kruft gibt es verlassene Grubenschächte ehemaliger Steinbrüche, die sich im Laufe der Zeit mit Wasser gefüllt haben und die den Bewohnern der angrenzenden Orte als Badeplätze dienen. Ein Mädchen, das hier badete, brohte unterzugehen und zu ertrinken. Als ihm eine Kameradin zu Hilfe kommen wollte, geriet diese gleichfalls in unmittelbare Lebensgefahr. Ein in der Nähe weilender Metzgermeister sprang unverzüglich ins Wasser und rettete die beiden Mädchen im letzten Augenblick vor dem Ertrinken. Römische Grabkammern bei Ausgrabungen gefunden Trier. In dem Gelände an der Ziegelstraße im Süden der Stadt Trier, wo einst ein römischer Friedhof von beträchtlichem Umfange lag, fand man bei Ausgrabungen an mehreren Stellen römische Grabkammern. Es ist anzunehmen, daß man auf dem Ufergelände, das demnächst zur Besiedelung freigegeben werden dürfte, noch manche interessante und aufschlußreiche Funde bergen kann. Bekanntlich wurden schon bei den Vorarbeiten für den großartigen Wasserschutz manche Spuren aus der Römerzeit zu Tage gefördert, so u. a. Baureste einer römischen Töpferei. Jan von Werth Eln Relterroman von FranzHerwid Abdrucksrechte durch Verlagsanstalt Manz, Mönchen Schluß.) „Das Vieh hat nicht einmal Wachen vor der Stadt. Niemand hat uns aufgehalten. Hier sind Freunde— die letzten.“ Es waren an die vierzehn Offiziere von verschiedenen Regimentern, die sich auf der Flucht vor ihren Soldaten Jan angeschlossen hatten. Der Oberst Fleckenstein trat vor: „Exzelleng, der Herr Feldprobst versichert, daß die Brücke frei sei. Nehmt meinen Rat nicht krumm — aber wir müssen aufbrechen.“ „Laßt die Gäule zwei Stunden verschnaufen. sagte Jan. „Die Kreutzischen Dragoner sind hinter uns. In zwei Stunden sind wir alle tot oder in Eisen. Aber wie's Euch beliebt.“ „Dann also vorwärts," sagte Jan müde. Komm, Marie=Anne.“ Sattel stieg, sab er sich um. Sein Blick fiel auf das Wirtshausschild. Er lachte laut und bitter. „Mein Jan," sagte Marie=Anne. Sieh dort: Zum letzten Heller!' Das Geschick verhöhnt mich.“ Jan fröstelte, denn vom Flusse her wehte es kalt. Pertig?“ rief er zurück.„Dann vorwärts.“ Der traurige Trupp trabte an und verließ Bayern.— Sie ritten, so schnell die Pferde laufen konnten, durch die Nacht. Gegen Morgen tauchten sie in den Waldern unter. Bel der ersten Rast war man schon der tiefsten Einöde. Weiter! Der Kamm des ebirges wurde erklommen. Die gweite Nacht tam; man lagerte zwischen den Tannen. Morgen würde man im kaiserlichen Feldlager sein. das in der Gegend von Pisek zusammengezogen war José Maria fand keinen Schlaf. Er hatte Sorge um Jan. Der hatte währen) der Flucht nicht zwei Worte gesprochen. Ol. Jan des guten Empungs beim Kaiser wirklich so sicher war? Der Feldprobst ging leise dorthin, wo Jan beugte sich über ihn und sah in seine offenen Augen „Du schläfst nicht, Jan?" „Schlasen?" stieß er höhnisch heraus. Komm.“ sagte José Maria,„ich muß mit dir reden“ deckte den Mantel sorgsam über Marieanne, die mit gelösten Gliedern schlief, und folgte. „Ueber ihnen war ein heller Julihimmel, überchuttet mit Sternen. In den Spitzen der Tannen hing der Viertelmond. Es waren seltsam unwirkliche Geräusche in dieser Nacht. Auch mußte irgendNo ein Bach sein, der dumpf rauschte. Zuweilen atmete der Nachtwind, und die schwarzen Wipfel regten sich nesan fühlte, wie seine nagende Bitterkeit nachn. Er umarmte José Maria und lag lange an seiner Brust. Sieh Herzbruder," sagte er dann leise,„nun liegt der Jan im Drec“ „iemand liegt im Dreck, als der sich selbst hinJt. Nicht das quält mich." „Rede!“ in der Morgenfrühe sind wir im kaisercmhen Feldlager. Hast du bedacht, was der Kaiser kun wird?" ran suchte in seinem Gesicht zu lesen.„Nnn." Verth= 09erno,„er wird sagen: Grüß Gor, Meinst du?" „Zackerbombenund—, was kriecht dir im Hirn? José Maria, deine Gedanken sind giftig! Hat nicht der Kaiser mich gerufen? Hat er nicht gesagt: Werth, kommt zu mir?““ „Ja— Werth— und deine dreizehntausend Mann. Aber du kommst allein!“ „Ist nicht meine Schuld“ „Danach frngen die großen Herren nicht. Jan — noch ist es Zeit. Ich glanbe an niemand mehr. Ich habe gesehen, wie alles von dir abfiel(a waren viele darunter, die an deiner Brust gelegen Wie wird ein Fürst handeln, der nur nach Zweck und Nutzen fragen muß? Höre— laß uns einen andern Weg nehmen. Wir kommen unbehelligt davon. Sind wir erst über den Main. so sind wir ganz in Sicherheit. Geh nach Flandern— dort stehen die braven Holländer noch immer gegen Frankreich. Ich bitte dich höre auf meine Worte! Du hast nicht lange Zeit. Entschließe dich. Morgen ist es zu spät!“ „José Maria!" „Fahre nicht auf! Ferdinand steht allein— er braucht einen Fürsprecher bei. Frankreich und Schweden. Er kann einen Fürsprecher in Maximilian haben, der jetzt in Paris alles vermag— wenn er dich nach München schickt. Ich sehe die Dinge kühl an. Tu du's auch.“ „Ferdinand sollte mich festnehmen lassen? Ferdinand? Der letzte Ritter! Nun wohl, wenn Ferdinand so an mir bandeln will— nun wobl, dann tu' er's. Ich bab' dann keine Lust mehr zum Leben.— Aber sei rubig— deine Sorge um mich läßt dich schwarz sehen. Ich glaube an den Kaiser.“ „Und ich habe dich gewarnt!“ „Torheit! José Maria! Ferdinand sollte—? Ach geb. Ich nehme Gift im Vertrauen auf ihn!“ Er schlug den Freund herzhaft auf die Schulter. Dann weckte er sein Weib mit einem Kusse und als sie ihn schlaftrunken anblinzelte, setzte er seine geböhlten Hände an den Mund und abmte das Signal„Anfsitzen“ nach. „Herren und Freunde,“ rief er munter,„in den Sattel! Ich verspüre ein Verlangen, unserm ritterlichen Kaiser die Hand zu küssen! Aufsitzen!“— Es war noch früh am Morgen, als sie in der Ferne das Lager der kaiserlichen Soldaten erblickten. Man sah Regiment nach Regiment das Lager verlassen; ungeheure Staubwolken begleiteten ihren Zug „Sie rücken ab.“ rief Jan.„Vorwärts!“ Sie ritten im Galopp die lange, geneigte Ebene abwärts. Sie hörten jetzt die munteren Marschklänge der Feldmusik. Jenseits eines Füßchens stießen sie auf Troßknechte; die wiesen ihnen das Quartier des Kaisers. Jan gab seinem Pferd die Sporen und jagte voraus. Auf einer flachen Hügelkuppe sah er das kaiserliche Banner im Morgenwind sich blähen. Das Herz begann ihm zu schlagen. Er erblickte eine Gruppe von Pferden, einzelne Kavaliere traten aus den Zelten. Und dort— der große schlanke Mann, der da dem Rappen den Hals klopfte, war das nicht—? Der Kaiser! Er setzte einen Fuß in den Bügel, da schienen ihn einige Herren auf den einzelnen Reiter aufmerksam zu machen, der da bügelan sagte. in der Ferne von einem kleinen Trupp gefolgt. Der Kaiser zog den Fuß aus dem Bügel und legte die rechte Hand über die Augen denn die Morgensonne blendete. Jan sah seine Züge setzt ganz deutlich. er glaubte Erstannen und Freude auf ihnen zu lesen. Jetzt ließ Ferdinand die Hand sinken und machte schnell einige Schritte nach dem Rande des Hügels. Jan parierte den Gaul, sprang ab, Zügel über den Arm, Hut herunter, und da rief der Kaiser: „Werth! Er ist es!“ Jan beugte ein Knie und faßte die ausgestreckte Hand des Kaisers. „Majestät!“ sagte er, und Tränen würgten in seiner Kehle,„das ist alles, was ich bringe!“ Aber Ferdinand zog ihn an seine Brust und küßte ihn auf beide Wangen. „Grüß Gott, lieber Werth! Waffenbruder von Nördlingen! Seid Ihr glücklich entwischt? Gott sei gelobt, daß er Euch beschützte! Ist das Euer Gemahl?“ rief er, denn Marie=Anne war mit den Offizieren herangekommen. Er eilte auf sie zu und hob sie aus dem Sattel. „Willkommen in Christi Namen! Und weint nicht. edle Frau. Nun der Werth gerettet, ist alles gut! Sporck! Gebt mir die Hand. Werth. kommt! Gebt Erzellenz ein Pferd von mir! Es ist Truppenschau. Ich werd' Euch dem Heer vorstellen kommt— Herr Feldmarschall!“ „Majestät, womit habe ich verdient, daß ich— der ich ohne Heer—?“ „Papperlapapp. Werth ist mir mehr wert als alle bayerischen Regimenter!“ „Majestät, als die Truppen mir nicht folgten, habe ich den Glauben an die Soldaten verloren. Wie soll ich zu den Regimentern Eurer Majestät ——?“ „Werth, das sind österreichische Stammtruppen. kein Söldnergesindel! Joseph.“ sagte er zu seinem Vetter, dem Erzherzog,„geh und laß die Truppen antreten!“ Und Jan ritt durch das Lager, an der Seite seines Kaisers, so wie er von der Flucht kam, zerrissen und beschmutzt. „Werth.“ sagte Ferdinand,„Ihr müßt schon erlauben, daß ich meine Soldaten kommandiere. Aber meine und meines Landes Hoffnung steht bei Euch Sporck soll Generalleutnant werden. Habe das Vertrauen zu euch beiden, daß ihr mir die Franzosen stille macht. Die Schweden sind's schon. Also— den Franzosen an die Kehle! Und dann ist Friede. Diese eine Aufgabe habt ihr noch zu lösen, und dann sollt ihr Rube haben!“ Sie ritten ein in das ungeheure Viereck der paradierenden Truppen. Die Nachricht von der Ankunft mußte schon bekannt sein. Die Regimenter waren unrubig; man sah wie sie nur mit Mühe Linie hielten. Mitten auf dem Platz hielt der Kaiser an. Er zog den Degen und stand in den Bügeln hoch Und mit seiner tönenden Stimme, die bis ins letzte Glied brang, rief er: „Soldaten! Hier präsentier' ich euch den Generalissimus, den Grafen Jan von Werth! Soldaten! Attention: Vivat Jan von Werth!“ Das war kein Geschrei, kein Gebrüll— sondern die Erde donnerte und bebte. Vivat Jan von Werth! Vivat von Werth!“ Die Fahnen flatterten, von markigen Händen geschüttelt, die Musketen kreisten im Schwunge, auf den gereckten Degen blitzten die Eisenhelme in der flimmernden Sonne. Und in dem Toben der sechzehntausend Soldaten, in dem Donnern der Heerpanken und dem Schmettern der Feldmusiken zog der Kaiser seinen Feldmarschall Jan an die Brust, und Jan preßte mit der Linken die Hand seines Weibes, und es war ihm. als ob das Glück ibn packe und erhöbe und schweben ließe, und er schloß die Angen und wünschte: Jetzt möcht' ich sterben! Sonnenuntergang. Es waren fünf Jahre später, ein milder Herbsttag. Längst war Friede. Vor dem Portal des Schlosses Benatek stieg der Kaiser Ferdinand der Dritte in den Sattel. Neben ihm stand der Schloßderr— Jan von Werth. In das Werths dachte e Kaiser. Dieser gebeugte Mann, der. kaum ntzig Jahre alt, wie ein Greis aussieht? „Alter, lieber Werth, ich komme bald wieder. Dann reden wir wieder von alten Zeiten.“ „Können nur noch davon schwätzen, ja.“ „Ihr seid unzufrieden? Kann ich Euch einen Dienst leisten? Gefällt Euch Benatek nicht? Das blühende Land, die Arbeit des Friedens, das Glück des Volkes? Friedlicher Herdrauch und Glockengeläut?“ „Es ist zu schön. Bin ich's nicht gewohnt und fühle— dreißig Kriegsjahre zehrten nicht so an mir wie drei Friedensjahre.“ „Ihr möchtet, ich sollte Euretwegen wieder Krieg anfangen!“ „Regt sich der Türke nicht?“ „Den schreckt Euer Namen.“ „Weiß schon— bin ich tot, gibt es Krieg.“ „Schämt Euch, Ihr, ein Mann auf der Höhe des Lebens redet vom Sterben!“ Jan trat dicht an das Pferd des Kaisers „Hätt' mich doch bei der letzten Affäre eine Kugel getroffen, Kaiserlicher Herr! Aber im Bette sterben? Nachts— oft, fühle ich, daß die Kraft mir fortrinnt wie Heidesand in der Faust. Dann spring' ich auf und gehe in die freie, wehende Gottesluft und warte— auf den Tod. Nur nicht im Bette sterben!“ Der Kaiser schwieg eine Weile. „Besucht mich in Wien, Werth. Will Euch schon aufheitern. Und lebt wohl in dessen, alter Freund.“ Er reichte Jan die Hand. Nach zehn Schritten wendete er sich um, Jan stand noch da, gebeugt, und sah ihm nach. Da winkte Ferdinand noch einmal zurück und murmelte vor sich bin: „Ist mir so als hätt' ich ihn zum letztenmal gesehen." Im Parke, da, wo man einen weiten Blick über die Gefilde Böhmens hatte, bis an die blauen Wände des Isergebirges, in der lauen Septembersonne des sinkenden Tages, saß Marie=Anne mit José Maria. Auf José Marias Knie drängten sich zwei Kinder, ein vierjähriges Mädel mit blanken, schwarzen Augen und ein weißblonder Bub von zwei Jahren mit den zwinkernden Aeuglein des Schenkknechts Jan. „José Maria,“ sagte Marie=Anne,„Ihr müßt ihnen nicht allen Willen tun. Sie sind schon so, daß sie weinen, wenn Ihr sie einmal nicht zu Bett bringt.“ „Laßt mir doch die Kinder,— die Friedenskinder. Sie sollen früh merken, daß ich ihr Freund bin.“ „Unser aller Freund. Hätte ich Euch nicht, wie sollt' ich meinen Jan meistern können? Ihr steht mir bei in meinen Sorgen.“ „Und Ihr, Marie=Anne, schenkt mir mehr— einen edlen Gegenstand der Liebe.“ „Merktet Ihr, wie der Kaiser bestürzt war. als er Jan sah? Er drückte mir die Hand— wie einer Witwe." Es war eine schwere Pause. José Maria nahm die Kinder auf seine Knie und leitete ihre Händchen um den Hals der weinenden Mutter. „Wir wollen zusammenhalten, wir vier, was auch kommt.“ sagte er leise. Marie=Anne küßte die Kinder und sah den Schloßkaplan lange an. Plötzlich deutete sie nach dem Schlosse binüber. Dort ging Jan, schwerfällig, mit geneigtem Gesicht. Langsam trat er an die Mauerbrüstung. Man sah sein wüdes Gesicht sich erheben— dorthin, wo über Stoppelfeldern und Weinbergen, über Dörfern und Flüssen, über schwarzen Tannenwäldern die Sonne sich auf den Kamm der Berge neigte. Jetzt berührte ihr Rand die Höben, ihre glühende Scheibe sank. Um sie war ein mildes Leuchten reiner und sanfter Farben. Jan stand noch immer und schante. Die Sonne war untergegangen. Da nickte er mehreremal langsam vor sich hin und wendete sich und schrankte ins Haus, Ende Vertrauenswürdlge Geschäfte am Kaiser-Friedrich-Platz. Kaiser=Friedrich=Platz hat erst im letzten Jahrhundert Gestalt und Gesicht erhalten. Mit der amerikanischen Entwicklung Bochums zur weltbedeutenden Industriestadt wuchs auch der KaiserFriedrich=Platz immer mehr in die Bedeutung hinein, die er als heutige Aufgabe zu erfüllen hat und die durch die an ihm liegende Großmarkthalle Sinn und Deutung erhält nämlich die Versorgungsquelle für das ihn umgrenzende Stadtgebiet zu sein. Dazu dient der Markt, der allwöchentlich hier abgehalten wird und den die Hausfrauen mit Vorliebe besuchen, um sich für die nächsten Tage mit Lebensmitteln aller Art einzudecken, und der besonders dann begehrter Zielort ist, wenn im Frühjahr die ersten Gemüse an den Ständen feilgeboten werden und im Herbst Obst und Früchte der konservierenden Zubereitung für den Winter barren. Nicht zuletzt dienen aber auch die umliegenden Geschäfte dieser Aufgabe, die zum Teil schon seit Entstehen dieses Platzes und Stadtteiles bestehen, die Wünsche der Käufer kennen und im kaiser-Friedrich Platz im Wandeldet Zeit Eanfe der Jahre sich ein Höchstmaß an Vertrauen bei den Konsumenten erworben haben 111 ) DUL Fröhling BOCHUM- Klosterstraße 40- Ruf 64210 unterhält großes Lager in sämtlichen Hölzern! Feitz Lavenheim Nachf. Tapeten, Farben, Lacke, Glas W. Schulte& Co. Glas-, Lacke- und Ferben-Großhandlu Glasschlellerel und Splegel-Fabeik Spez.! 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Dieser verlebt ein geruhsameres Dasein als der auch heute noch von Kortebusch bewachte Wirkungsbereich. An marktfreien Tagen findet man hier gar die Jugend bei kindlichem Spiel und freudvollem Tun. Aber die wirtschaftliche Bedeutung dieses Platzes für das von ihm betreute Gehie= ist nicht minder groß und Kaufmannsgeist und Solidität und Regsamkeit, der in den an= und umliegenden Geschäften zuhause ist, sind nicht minder bekannt und geschätzt als in der Altstadt. morgens in aller Frühe die Händler in der markthalle ihr schweres Tageswerk beginnen, dann folgt bald auch schon das emsige und geschaftige Leben und Treiben über und um diesen Platz und das dann seinen Höhepunkt jedesmal am Markttag findet, wenn die Hausfrauen der umliegenden Straßen sich hier zu notwendigen Einkäufen ein Stelldichein geben. So ist der Kaiser=Fricdrichheute ein bedeutsames Stück des Wirtschaftszentrums unserer Großstadt Th. Bleckmann Bochum. 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Teiphon 647(12) Standard- Jankstellen Ich glaube, mein Jun marken verwechsel 9 Militären Die Landsturm=Rel Mann stark. im Burg Schutzenhauses Der sc ten Korporalschaft hat Liebespaket bekommen Zeit zum Schlatengehe kurzen Landler nicht wird's lebendig in der den Strohlacken: Da n telt. bis der diensthab Ruhe befiehlt Aber k drehi, da gehi der Tai Sticfel bearbeiten den zittern.—„Wer tanzt Unteroffizier.„Seid Dienst?"—„Na“ ru Fußkranken!“ Buchsenmacher gesucht. Er muß natur ein anständiges Aeußer großer hübscher Kerl al Besehl. Herr Major. raßt sich ja glanzend. Nann als Büchsenmar zu dem Manne gewand gernd geht der Man Major zu der Frage v Sie noch etwas zu sage wollie man bloß noch macher in de Konserver Eine Armierungstr bestehend. war im Ara ging nun sofort daran derzulassen Da tritl der Feldwebel, der an einem Mannd könne Sofort stürzt einer „Schon!“ erklartd „Kassierer bei der „Famos! Also da Blaustift— aber hübse kullen auf dieses Wr dann an sene dicke Zweiselhaft Dem großen Geschichts sen wurden anlaßlich reur Waa *. Man treibeart Stadt a futter. 1 ernte. 2 pfla italten. 2 Stadt sichtsaus Höchstmaß an Vertrauen orben haben. ht der rasende Rhythmus die er die Altstadt umster nicht der Lärm der Tagesgeräusch der friedn Bevölkerung. Dieser teres Dasein als der auch h bewachte Wirkungsbegen findet man hier sohem Spiel und freudvolchaftliche Bedeutung dieihm betreute Gebief ist aufmannsgeist und Soer in den an= und um= ise ist, sind nicht minder in der Altstadt. Wenn e Händler in der Großgeswerk beginnen, dann emsige und geschaftige nd um diesen Platz und kt jedesmal am Markifrauen der umliegenden vendigen Einkäufen ein st der Kaiser=Frichrichs Stück des Wirtschaftsdt und billige hreparaturen en und Strecken ranz Scholz atr. 10 Hotsteder Str 2 28 Jahre iorBeckmann miedemeister beschlag/ Fahrzeugbau terstraße 44 h Tillmann rm.l.te nlerel— Reklame strich— Verglasung erstraße 20— Ruf 8* 93 ael Paeigen hrräder hmaschinen aschmaschinen rde u. s. w. Kalser-Friedrich-Platz Kat... neuer Gestaltung Mlee Sonnenschein chum Dorstener Str. 9 6799 HNEIDEK robe-Schulte Schneidermeister niertigung nach mab Blücherstraße 42 » Ga kanisiert u. ort prompt isieränstall eyfert& Co. 10 007(12) Jankstellen Ehrungen und Glückwünsche in überreichem Maße zuteil. Unter den vielen Geschenken befand lich auch ein prachtvoller Band, der eine große Anzahl von historischen Arbeiten seiner Schüler und Freunde enthielt. Wommsen freute sich zwar ehrlich über dieses Geschenk, aber als er eine Weile nachdenklich in dem dicken Band geblättert hatte, da meinte er lachelnd:„Wunderbar, wirklich wunderbar! Allerdings wird es Jahre dauern bis ich das alles, was in diesem Buche steht. widerlegt haben werde!“ * Das Geschent Meier kommt von einer Autotour zurück und bringt seiner Frau einen großen Scherben von einer Vase mit„Das ist mein Geschenk für dich es hat mich 130 Mark gekostet!“ „Was. 130 Mark für dieses Stück? Da bist du doch mächtig betrogen worden“ „Nein, das nicht; ich bin nur mit dem Auto n das Schaufenster eines Porzellangeschäfts gefahren.“ Schlau. Der kleine Franz sagt zu leiner Schwester: „sch glaube, mein Junge. Du hast die Garderoben=„Komm. wir wollen Zoologischer Garten spielen. marken verwechsel!“(Punch) Ich bin ein Affe, und du gibst mir deine Bananen."— erwachen Es ist freilich nicht je= dermanns Sache im er= sten Golde der frühen Morgenstunde soviel Besuch zu haben Aber dafür kommt sowas la auch nur im Film vor.. In diesem Falle sehen wir eine heitere Skizz= zu einer Episode aus dem vorgnüglichen Film, Land der Liebe“. Zeichnung: Brinkmann Tobis Roto Geitere Militärerinnerungen Die Landsturm=Rekruten liegen dreihundert Mann stark, im Burgerquartier, im Tanzsaal des Schutzenhauses Der schöne Schorschl aus der zweiten Korporalschaft hat heute von seiner Alten ein Liebespaket bekommen- seine Zither Nun ist6 Zeit zum Schlatengehen aber er kann sich einen kurzen Landler nicht verkneisen Doch siehe— da wird's lebendig in den schmalen Gangen zwischen Strohsacken! Da wird getanzt und geschuhplatelis der diensthabende Unteroffizter energich Rube befiehlt Abe kaum hat er den Rücken gedrehi, da gehi der Tanz von neuem los, und die Stiefel bearbeiten den Boden. daß die Wände erzutern.—„Wer tanzt da?“ ruft unheildrobend der Unterossizier.„Seid ihr noch nicht mude oom lenn.M ruit semand„dbs lan ta die Fußkranken!“ Ein Buchsenmacher fur die Gardejager wird gesucht. Er muß natürlich gut gewachsen sein und ein anständiges Aeußere haben. Endlich kommt ein großer hübscher Kerl an„Was sind Sie?"—„Zu perr Major. Büchsenmacher!“—„Das raßzt sich ja glanzend. Feldwebel, schreiben Sie den ann als Büchsenmacher zu den Gardesägern.“ zu dem Manne gewandt:)„Sie können gehen!“— ogernd geht der Mann hinaus: sodaß der Herr Nasor zu der Frage veranlaßt wird: Na. haben Sie noch etwas zu sagen?“-„Tsa, Herr Masor. u wollie man bloß noch bemerken, dat ick Buchsenmacher in de Konservensabrik bin!“ * Eine Armierungstruppe. aus braven Schippern estehend. war im Argonnerwald eingetroffen und nin sofort daran sich dortselbst häuslich niederaulgen Da tritt unter die emsig Arbeitenden ldwebel. der an alles denken muß und fragt ach einem Mann der schöne Zahlen chreiben konne Sosori stürzt einer vor on““ erklärt der Feldwebel„Und Ste Kassierer bei der Dresdner Bank!“ „Famos! Also da machen Sie mal mit einem Slaustift— aber hübsch groß und deutlich— zwei deullen auf dieses Bretichen und nageln Sie es ann an jene dicke Eiche dort hinten!“ Zweiselhaftes Grschenk. Dem großen Geschichtsschreiber Theodor Momm= wurden anläßlich seines 70. Geburtstages Freundinnen. „Der Mann, der mich heiraten will, muß stark sein wie ein Löwe. gewandt wie ein Tiger, klug wie eine Schlange, kuhn wie ein Adler und eine Stimme haben wie eine Nachtigall!“ „Dann wäre er sa ein Esel, wenn er dich nehmen würde!“ * Herrensahrer. „Ich habe mir für mein Auto eine neue Sirene angeschafft“, erzahlt Herr Lehmann „So. was ist denn aus der hübschen Blonden geworden, mit der man dich früher immer gesehen hat?k fragt sein Freund * Lehrer:„Kurt, dein Vater geht von Berlin zu Fuß nach Potsdam und legt in der Stunde vier Kilometer zurück, und dein Onkel geht um eine Stunde später fort, legt aber in der Stunde sieben Kilometer zurück, wo trefsen sich dann die beiden?“ Kurt:„Im ersten Wirtshaus, Herr Lehrer!“ Kleines Mißverständnis. Bei der Zeugenvernehmung entspinnt sich folgendes Gespräch: „Sie heißen?“ „Frau Maria Schobjanka.“ „Geboren?“ „Dreimal.“ „Das ist doch ausgeschlossen!“ „Aber nein! Das erste in Danzig, das zweite in Tilsit und das dritte in Königsberg!“ * „Ich möchte den Chef sprechen.“—„Der ist nicht da!“—„Aber ich habe ihn doch durchs Fenster gesehen!“—„Ja. aber er hat Sie zuerst gesehen!“ Guter Nat. Arzt:„Was Ihnen fehlt, mein Lieber, ist einsach Bewegung. Ich rate Ihnen, täglich nach der Berufsarbeit mindestens noch zwei Stunden spazieren zu gehen. Was sind Sie denn von Beruf?“ Patient, tiefbekümmert:„Briefträger . V2. Das nennt man in Afrißa„bequem' Der Häuptling von Binge im Liegesessel. (Archiv) „Dein Papa ist ja ein netter Mann. Nur— er hat so etwas Verschlossenes.“ „Ach, du meinst seinen Geldschrank?“ * Menzel hat Streit. Menzel geriet während seiner Studienjahre einmal mit einem sehr kräftigen Burschen in Streit Es entbrannte ein heftiger Wortwechsel, der damit endete, daß Menzel den jungen Mann auf Pistolen forderte. „Oho“, rief der Bursche aus,„darauf laß ich mich nicht ein. Aber machen Sie einen Ringkampf mit mir. Dann stecke ich Sie in der ersten Minute in die Tasche.“ „Das wär' nicht schlecht“, meinte da Menzel. „dann hätten Sie jedenfalls mehr Mut in der Tasche als im Herzen.“ Sprachs und ließ den feigen Kraftmeier stehen. 4 „Morgen, Herr Nachbar, wie gehts?“ „Ach, wie es halt so geht!“ „Na, dann gehts ja!“ * Aus der Schulstunde. Lehrer:„Was ist der Gegensatz von gern?“ „Ungern.“ „Und von frei?“ Friedelchen überlegt eine Weile, dann ein bißchen verlegen: Besetzt. Herr Lehrer!“ * „Das einzige Uebel bei uns Junggesellen ift doch, daß unser Name mal ausstirbt.“ „Wie heißen Sie denn?“ Müller!“ . Der Kummer. Zwei Männer standen vor dem Wanderzirkus. Sie sahen beide griesgrämig aus wie ein verregneter Novembertag. Der Ortsdiener blieb im Vorübergehen bei ihnen stehen und meinte:„Warum seht ihr denn so betrübt aus?“ „Ja“, sagte der eine.„unser Elefant ist gestorben.“ „Ach, und das geht euch so zu Herzen?“ „Wir müssen das Grab graben“, stöhnte der andere. Nach Vorschrift. „Haben Sie sich denn nun genau an meine Verordnungen gehalten?“ „Jawohl, Herr Doktor.“ „Na. und wie bekommt es Ihnen?“ „Na. Herr Doktor. nicht so besonders. Weil ich doch früher gar nicht geraucht habe.“ Nun ralen Sie mal „Heuke hab' ich Post von daheim!“ Saagerecht: 1. griech Gott. 8. Behälter, Männername. 9. Wettkampf=Beginn. 10. Geteelbeart. 11. griech. Gott. 12. mißl. Zuhtand, 18 Stadt a. d. Donau. 15. griech Göttin. 16. Viehre. 18 Kampfplay. 20 Werkzeug. 21. Traubeneente. 22. Nichtfachmann. Senkrecht: 1 GeArhoflange, 8. Himmelskörper. 8. Stadt in Oberaten. 4 Futterpflanze. k. Anstedlung, 6 Pelzart. „ Stadt in Holland. K dummer Mensch 14. Gesausbruck, 15. Flächenraum, 16. Männername, Naturerscheinung, 18. Teil des Baumes, 10 emberttos Silbenrätse! Aus den Silben a—ah—ber-bourg-che—cher er—est—eu—eur—ge—1—in—jo—ka—kai—la— land —ler—ni—no—pe—pel—pel—ra—ra—si—sta— ta— tem—ter—tha sind 18 Wörter zu bilden, deren erste und britte Buchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Sprichwort ergeben. ich— ein Buchst 1. Staat a. b. Ostsee, 2. Haufe, 8. techn. Beruf. 4 span. Gebirge. 5. Fluß in Spanten, 6. bibl. Gestalt, 7. altgriech. Inselname, 8. französische Hafenstadt, 9. kirchl. Gebäude, 10. Volksstamm. 11. Vogel. 12. Diener, 18. Muse. Simefällig Stets bin ich an der Spitze. Stets bin ich auf der Hoh': Am Baum, Berg, an der Mütze Mit W. mit Z. mit G. Auflösungen Kreuzwort=Rätsel. Waagerecht: 1. Knie. 4. Salz, 6. Etengel, 8. Lupe, 9. Gans, 10. Heu. 12. Hindu, 18. Tadel, 14. Jee. 16. Wien. 18. Unna. 20. Nanking, 81. Last 22. Emil. Senkrecht: 1. Keil. 2. Ente. 8. Tanne, 4. Sieg 4 Zins, 6. Spanten, 7. Landung, 10. Huf, 11. Ute. 15. Enkel. 16. Wahl 17 Naht. 18 Unke. 19. Abel. Eilben=Rätsel. Ein Luegner muß ein gut Gedaechtnis haben l. Emulsion, 8. Intimus, A. Nagel, 4. Liebe. 5. Undine, 6. Etappe, 7. Grenze, 8. Nachen. 9. Uchse, 10 Ratte, 11. Minden, 12. Universität, 18. Sessel. 14 Sahara, 15, Etappe, 16. Imbiß. 17. Niere, 18. GeDa hören alle freudestrahlend zu.— Ein fröhliches Bild aus der Jugendherberge Aschberg im Vogtland (Presse=Bild=Zentrale=M.) ERALEEL. 8 224S67 nmn 9 Ausgabe A Bochumer moset R 1.08 einschl. Botenlohn. rechtfertigt keinen Anspruch Anzeigenpreise: Gefümtauflan gade B 3% Bfg., Ausgabe( 40 Vg., Ausgaben B#01 Nr. 190 Staatsseki des Vierje nenen dent u. MB Königsber estlich geschmückten Groß Königsberg eröffnete Ob Erich Koch die 25. Deut nach der Machtergreifung Oberbürgermeister Dr. 2 matischen Vertret dischen Staaten, di melle ausgestellt haben, Swates, insbesondere Gürtner. der Partei, Poltzei, sowie die große schen Galte aus der A standige Aufwärtsentwichl Bedeutung als wichtiges 8 oitaum Europas hin. Der ene besondere Aufgabe onders in der in ihrem Wertstorischau finde. Damuf sprach Staatssek der sich eingehend mit der 2 ens für beschäftigte und auslä gen und Verdächt simmt wie deutlich Uebermittlung der Grüße Reichsministers Dr. Goe Funk des näheren auf di tung der deutschen Ostmess folgendes aus: In friedlichem Wettbei Leistungen auch remden Staaten, mit den allen Autarkiegerüchten gern zu gemeinsamem 9 Deutschland legt Wert da Völkern im regen und Leistungen zu stehen Ländern regelmäßige nche Beziehungen. Ich bereits in allen Fäller deren Worten: das im be denswerte— erreicht wor die als Rohstoff= und Ag induitrialisierten Deutschl gänzen konnten. Es ist vieles helset geworden: gewachsen und der W menarbeit hüben wie drill Zu den traditionellen! nesse ist eine neue aktuel treten: der Dienst am Jas gemaltige deutsche 2 dem Begriff„Vierjahreer heute praktüch das g mit allen seinen m uno Ausstrahlungen beher stellt auch den deutschei politisch und volhsm wichtige Die Messen, diese großen dazu berufen, die Hierjahresplan in Kallen menten und Käufern sinn und auf diese Weise de Unterrichtung den Erfolg wllichen Bereicherung zusstellungswesens, nicht lenderung seiner Ziele anmhns würde Uessen in den Aufgaben Nutzen solcher Verc Handel beeint lnd es auch die me haltlich mit den Erfor Ein neuer Tobis-Rota-Film „Land der Liebe Filme, die wir demnächst sehen Die Terra-Filmkunst 1937-38 Nach der großen wegweisenden Rede Dr. Goebbels auf der letzten Tagung der Reichsfilmkammer war es jedem klar, daß die Entwicklung des deutschen Films im Spieljahr 1937=38 in ein neues Stadium treten müßte. Die Programmveröffent lichungen des deutschen Filmverleihs lassen den Willen erkennen, den neuen Richtlinien zu folgen und das abgesteckte Ziel zu erreichen. Ufa, Tobis und Terra Filmkunst und nach ihnen die kleineren Gruppen, alle sind sich in dem einen Willen einig: der deutsche Film muß endlich seinen Platz in dem Deutschland Adolf Hitlers ausfüllen. Die Terra Filmkunst, die jüngste der drei großen Gruppen des deutschen Films, stellt an die Spitze ihres Programms zwei Filme, die gleichsam das Stichwort für das gesamte Filmvorhaben geben: „Marsch der Veteranen“ und„Kampf ums Matterhorn“. Der Film„Marsch der Veteranen“ baut sich auf dem Drama von Friedrich Bethge auf, das mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurde und das ein großes, menschliches Thema packend und gewaltig gestaltet. Ueber das Menschliche hinaus steigert sich dieser Marsch der Veteranen zu dem ewigen Zug der Veteranen aller Länder und Zeiten. Der Luis=Trenker=Film „Kampf ums Matterhorn“ wird, das kann man nach dem Ergebnis der schon lebbikt fortgeschrittenen Aufnahmen sagen, wieder einer jener Bergsilme werden, die durch ein Aufgebot männlicher Tugenden imponieren und den Geist der Kameradschaft über die Jagd nach dem Rekord setzen. Auch der Film„Kameraden auf See“ hat höhere Ideale als die Lust am Abenteuer. Er zeigt, wie der private Mensch über sich hinauswächst, wenn ihm das Vaterland eine große Aufgabe anweist. Dieser Film aus der Welt unserer jungen deutschen Kriegsmarine ist der erste abendfüllende Spielfilm, der seine Motive aus dem Dasein unserer blauen Jungen bezieht. Zu den Filmen, deren weltanschauliche Deutlichkeit sich schon aus ihrem Inhalt ergibt, zählt ferner der Hans Steinhoff=Film„Ein Volksfeind". Hans Steinhoff hat das Drama von Ibsen in die Gegenwart und damit in ihre Ideen gestellt. Heinrich George, der Träger der Titelrolle, ist nicht mehr ein Einzelgänger, sondern der Sprecher einer charaktervollen Weltanschauung, der Verbündete gegen die„kompakte liberale Majorität“ findet und mit ihrer Hilfe siegt. Daß auch der Unterhaltungsfilm die Weltanschauung des neuen Deutschland propagieren kann, ohne in den Leitartikelstil zu verfallen, beweisen Filme wie„Petermann fährt nach Madeira“ und„Uebers Jahr, mein Scha““. Hinrichs Petermann, der auf der AdF.=Fahrt verwandelt wird, ist ja aus dem Volksstück bekannt. Seine Wandlung wird im Film noch drastischer und— humorvoller.„Uebers Jahr, mein Schatz“ läßt uns die Bekehrung eines dickschädligen Bauern miterleben, der schließlich die neue Zeit begreift und der einsieht, daß es klüger und schöner ist, sich anzuschließen. Es sind insgesamt 26 Filme, die von der Terra Filmkunst für die Spielzeit 1937/38 eingesetzt werden. Vier dieser Filme,„Versprich mir nichts", Wolfgang Liebeneiners erste Filmregieleistung,„Der Unwiderstehliche",„Die glücklichste Ehe der Welt“ und„Peter im Schnee“ sind bereits fertig und laufen an. Fünf weitere Filme sind im Atelier:„Zauber der Bohème“ mit Kiepura und Eggerth, mit Paul Kemp, Theo Lingen, Oskar Sima und Richard Romanowsky,„Die unentschuldigte Stunde“ mit Gusti Huber, Gusti Wolf, Anton Edthofer, Hans Moser u. a., der bereits genannte Hans Steinhoff=Film„Ein Volksfeind“ und ferner die Lustspielfilme„Hahn im Korb“ und„Mädchen für alles“. Für Darsteller von Bedeutung sind in Arbeit: für Pola Negri„Die fromme Lüge“ und „Die glückliche Insel", für Olga Tschechowa „Das Mädchen mit dem schlechten Ruf“ nach Goldonis Lustspiel„Mirandolina“— für Heinz Rühmann„Fünf Millionen suchen einen Erben“, für Harry Piel„Derunmögliche Herr Pitt“. für Marta Eggerth ein weiterer Film, dessen Titel noch nicht feststeht. Als weitere Filme sind zu nennen:„Musik für Dich",„Orient=Expres",„Das Scheidungssanatorium",„Eine Frau geht in die Tropen" und„Diamantenkomödie". Aus der vorigen Produktion haben sich vier „Ueberläufer“ eingefunden: der Gustaf Gründgens=Film„Capriolen“, der Hans H. ZerlettFilm„Revolutionshochzeit", der Minerva=Film„Alarm in Peking“ und der bereits erfolgreich eingesetzte Georg Witt=Film „Land der Liebe“. Das Programm der Terra Filmkunst ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich künstlerisches Wollen, ethische Haltung und saubere, gekonnte Unterhaltung zu einem großen Ganzen vereinigen lassen. Der Konig(Albert Matterstock) und seine Ver Tob 6. Rota=Pilm . Es war einmal ein König, der regierte ein Land, ein so winzig kleines Land, daß es kein Geograph in seine Karten einzeichnen wollte. Aber so klein war das Land Inkognito nun wiederum nicht, daß es nicht seine Kabinettskrise gehabt hätte. Die Sache war die: Der König war ein netter Mann, so um die Fünfundvierzig herum und schon etwas grau an den Schläfen. Er ritt gut, er schwamm gut, er spielte hervorragend gut Golf, aber er hatte einen Fehler— er wollte nicht heiraten. Ein Mann, der viele schöne Frauen kennt, behaupfet immer, kein Talent zum Ehemann zu haben. Seine ExVon links nach rechts: Brigitte Horney. Gerda Maurus, Maria von Tasnady Untere Reihe von links nach rechts: Willy Fritsch, Georg Alexander, Willy Birgel lahte(Gusti Huber) tanzen und sind selia in dem „Land der Viebe“. zellenz der Herr Ministerpräsident hatte aber dafür kein Verständnis. Und da er gewohnt war, in allen Dingen seinen Willen durchzusetzen, leitete er alles Erforderliche ein und schrieb an die Fürstin Ilonka:„In höflicher Beantwortung Ihrer freundlichen Offerte...“ Die Furitin Ilonka hatte nämlich eine Tochter. Julia hieß diese Tochter, und sie war sehr schön, sehr jung, sehr wohlerzogen und sehr keusch. Kunststück! wo ne doch in einem Kloster erzogen worden war. Prinzessin Julia erfahrt also eines Tages per Telefon, daß sie schleunigst beimzukommen habe. Siebzehn Jahre ist sie alt, als der Ernst des Lebens an sie herantritt. Schön, sie fahrt an den ihr bezeichneten Ort Die Fürstin aber kommt zu spät, und da passien es: Julia lernt einen jungen Mann kennen, Franz geheißen. Nach einer Stunde finden wir sie auf einem Rummelplatz. Franz ist ein freier Schriftsteller, man kann nicht mehr von ihm derlangen, aber Julia hat doch schließlich eine stererziehung binter sich, nicht wahr? Obwohl Franz und Julia bei der ersten degegnung nicht weiter kommen als es sich gehört ist Franz in bester Laune. Unbekümmert, Verliebte sind, wirft er ein paar auf dem Nummelplatz jekaufte„Bomben" aus seinem Fenner im dritten Stock auf die Straße. Unten sabrt gerade der König vorbei. Man glaubt natürlich an ein Attentat. Franz wird verhaftet, und der König benutzt alles als einen Vorwand, um sich der Verlobung zu entziehen, er schlagt sich son sagen seitwarts in die Büsche. Der Ministerpr sident ist verzweifelt. Aber der Polizeiprafekt weiß Rat. Er entdect, daß der verhaftete Franz dem König ähnlich sieht. Das„Wunder der Natur“ muß o Staatskunst zur Hilfe kommen. Und Franz fin schnell Gefallen an seiner Rolle, er fängt an regieren, daß dem Ministerpäsidenten die nuge übergehen. Inzwischen wird Julia zwangsw ihrem Glück zugeführt. Die beiden stannen nich wenig, als sie sich in solcher Situation wieder den. Der Franzl ist ein König, die Julia Prinzessin, und beide sollen sich verloben!. tun's mit Inbrunst, mit so viel Zärtlichkeit, der Hofmarschall erschüttert feststellt: Seit 11. Jahrhundert ist das die erste aus Liebe e schlossene Ehe in der Geschichte des Königshauser Tja, und dann sitzt der richtige König w in seinen Gemächern und verlangt von Frans soll sich schleunigst in sein Privatleben zurun ziehen. Der gehorcht, nachdem der sprochen hat, Julia nicht unglücklich zu nande, Was ein König verspricht, das hält er! Best dann, wenn es ihm leicht fällt. Der Konig liebt sich nämlich aus Versehen in die non jugendliche Mama seiner Braut, sturmiic langt er eine baldige Hochzeit. Und abend man in die Oper. Als sich der König dann Julia gegenüberne wird ihm sehr beklommen zumute. Ein epe seitiges Geständnis schafft Klarheit. J. ihrem Franz, der nach Beendigung seiner Tonri. rolle nicht mehr den Mut hat, ihr unt Augen zu treten, nacheilen, und der No die Mama Julias heiraten. Das ganze reich schwimmt in Wonne Im An der Grenze wird Franz festgehalten.. letzten Augenblick natürlich. Und wa Fürstin an der Seite des Königs im 11. und sitzt und huldvollst nach allen Seiren dean lachelt, führt Julia ihren nun nicht mens dem, freien Schriftsteller heim, in der Gemenor ger nachst wird er einen Roman schreiben schichte von dem glücklichen Königrenhe keiner Landkarte zu finden ist, einen Rom ein Lustspiel oder ein Drebbuch, je na