Jn der Freitag=Situng wegen mmen. Gegen Ende dieden ersten Zeugenver= vird etwa vier Wochen inzchroni Reichsausstellun, ro Volk“ letzte Mittwoch brachte fendes Volk“ einen Be0 Menschen Diese Wochentag einen Reeinmäl an einem SamsSamstage brachten der es Volk“ in Düsseldorf u 70 000 ller Streit indersetzung in einem itten. begab sich am t in die Wohnung einer den Familie, wo die er anwesend waren Wortwechsel. in dessen ter Bierflasche grüff und den Kopf Clug. Dieler davon und mußte beus zugeführt werden. erletungen davon. Der Die Polizei ist noch mit s beschäftigt. g den Tod gefunden smitglieder eines Wer= am Samstag nachmitEisel veranstaltet. Vernahmen unterhalb des dach in der Rur ein chenden Hine etwas zu lunge wagte sich dabei des Stausees und geriet del. Er versank in dem ch als Leiche geborgen te leist sind Schlaflofigkeit nstrengung des zurückzuführen. Kloster= ute Erfolge erzielf Als senden Einflüß alll den laf nicht sozusagen ergünftige Nachwirkungen mund. o. B. Erfurt. au=Melissengeist gekauft chnet. Ich kann seitdem 1/ die Nerden. Es freut be. nach dem ich schon Einrichter, Berlin N 31. u.Melissengeist versucht Begenbriowerben aoe nun schon 6. Jahre ch benuße Klosterkrau= nn machen Sia einmal gisten in Flaschen ab Nonnen: niemold 12 Fernruf 6564 Fernruf 67700 ruf 6176 00 ahe 51- Fernru“ Mitmit. Friedrich arorhon: rata A dEngel r Leitung Vorspiel Walger Mahrs.4. Wiegeneden ver= Rhnechmus urerl. A . Beccel. über lor Anker herrl. E. sey 16. Sce= ne MarCperette a. Rrann Hanch n I. Spiet - Tt August terbericht für den ieberbolum der 1. lled— Ausgabe A Bochumer Volkszeitung Bezugspreis: monatlich RM 8.15 oder halbmonaulick 7 1.08 einschl. Botenlohn. Die Behinderung der Lieferung zechtlertigt keinen Anspruch auf Rückzahung des Begugspreises Bezegenpreise: Gesamtauflage 6 Big. Ausgabe A 6 Pfg, Ausgad= B 3% Pig. Ausgabe O 8 Pig. Textanzeigen: Ausgade A 40 Pig Ausgaben B u. C 25 Bfg. le mm. Gültig: Preisliste 8 für den rheinisch=westfälischen Industriebezirk Westfälische Volks-Seitung verbunden mit den Bezirksausgaben B und C für Ellen=Steele=Hattingen und Wattenscheid Geschäftsstelle u. Schriftleitung: Bochum, Mühlenstr.[2-14/ Fernruf 64740-64748 Nr 186 Mittwoch, den 11. August(Kath. Tiburtius, Evg. Hermann) Getarnte ausländische Kreditinstitute pione am Werk Warnung vor landesverräterischen Agentenwerbern Berlin. 11. Aug.(Drahtb.) Immer wieder versucht das Ausland, in die Geheimnisse unserer Landesverteidiauna und unserer wirtschaftlichen Unabhangigkeit einzudringen. Ein altes Mittel der ausländischen Srione ist das nach einem bestimmten Plan erfolgende Herantreten an in Not geratene der breditsuchende deutsche Volksgenossen zum Zweche ihrer Anwerbung für den auslandischen Nachrichtendienft. Der Weg dieses auf die Gewinnung von Landesvertätern gerichteten Verfahrens ist folgender: Die Beauftragten gewisser ausländischer Kreditinstitute stellen aus den deutschen Tageszeitungen ulw Geluche um Darlehen oder Hypotheken fest. Diese Kreditinstitute stehen größtenteils im Dienst der ausländischen Spionage. So werden die Namen oder die Chiffremmmern der Kreditsuchenden inmittelbar an die Orgune des ausländischen Nachnciendienites weitergeleitet. Verspricht sich dieser einen Erfolg, so werden die Kreditsuchenden aufge= fordert, an eine bestimmte Adresse im Ausland ihre Wünsche mitzuteilen. Kommen sie dieser Aufforderung nach, so erfolgt im allgemeinen die Anweiuing, zum Zwecke einer angeblichen Auszahlung des Srlehens über die Grenze zu kommen. Der aussindische Geldgeber gibt nun einmal oder auch mehrwns geringe Darlehensvorschüsse und verspricht gröhete Summen, wenn als Gegenleistung gewisse Nachnchten über deutsche Verhältnisse geliefert werden. " der Darlehenssuchende dem ausländischen Nachrichtendienst hierdurch erft einmal ins Netz gegangen, so wird er rücksichtslos erpreßt und sum Verrat gezwungen. Den Abschluß bildet dann in der Regel der bekannte rote Anschlag des Volksgerichtshofes in Berlin, der die Hinrichtung eines Landesverräters mitteilt. iim einem solchen Angriffsverfahren des ausandischen Nachrichtendienstes einen Riegel vorzumehen, werden hiermit alle darlehensüchenden deutschen Volksgenossen nusdrücklich gewarnt, mit undurchsichtigen ansländischen Kreditinstituten oder im Ausland wohnenden Beantwortern von Kreditdechon in Verbindung zu treten. Insbesondere auf zwei zur Zeit einmandfrei für den ausländin Nachrichtendienst tätige Agentenwerber hingewielen: 1. Franz Dobianer, Jude. zur Zeit in Tet7, Tschechoslemnkei, Gartenstmße 28, Telefon: Tetschen 54; Lamprecht, zur Zeit in Belgien. haner unterhält in der Tschechollomakei unter Hirma„Deutsche Kreditverwertung Außig, Direkd.. Müller“, eine Kredithank(Scheimmternehen), die bestrebt ist, im Sinne der vorstehenden ausführungen Verbindungen nach Deutschland aufsunehmen. Lamprecht ist für eine westeuropäsche Macht tätig t wendet das gleiche Verfahren wie Dobinner an. nprecht bedient sich u. a. folgender Dechadressen: antwerpen: S. Haas, Poste restante HolHorte Postale 434(Unterschrift Goldbeng), Schließfach 204. tussel: Auriliaire Technique. Bumau d'Etudes, Boite Postale 20.— Becker c/0 Jurd, Pstage du Nord.— Mr. Bizin, Commerce dourse, Place de la Bourse, S. Kaas. Roite Postale nan den Nabelle, Postfach 13, Brüssel=Nord un den Abeele geschrieben), Postfach 54, Post12, Brüssel=Centre, Postfach 864. Abeitere Dechnamen des Lamprechts in Brüssel: Bsreg Romin, Swafer, Crestin, uttich: D. Bireat, Poste restante, LiègeL. p„Tn, Boulepard de la Saupenière 11. Dito, Postfach 21, Postfach 52, Postfach 60, R..s Postfach 111, Rue de Roperie 23, Lülttich. zuerblers: Auriliaire Technique, Postfach 60, des Etudes, Postfach 60, Lemmert, PostMde Savé, 70 Apenne de Spa. andere Form der gegen Deutschland gehieten Spionage besteht in der Anwerbung von Berichterstattern für eigens zu Ausspähungszwechen vom ausländischen Nachrichtendienst gegründete Pressekonzerne und Korrespondenzverlage. So veröffentlichten mehrere deutsche Zeitungen und Zeitschriften kürzlich nachstehendes Inserat: „Neuentstehender Welt=Pressekonzern sucht Korrespondenten in großen Städten sämtlicher europäischer Smaten. Festes Monatsgehalt. Bewerbungen mit Angabe bisheriger Tätigkeit unter: Dr. Hugon, Budapest— Poste Restante.“ Hinter diesem„Welt=Pressekonzern“ steht einwandfrei die Spionagezentrale einer osteuropäischen Macht. Die Antworten auf die Bewerbungsschreiben trugen seweils folgende Unterschriften: 1. Dr. Edgar Hugon, Warszawa, skrythha pocztoma 922. 2. Dr. Nagy, Gdynia, ul. 10 Lutego 24. 3. Dr. Edgar Hugon, Gdynia, skrythka pocztowa 79. Von den Bewerbern wurden als Probeleistungen gegen hohes Honorar umfangreiche und ins einzelne Zum 90. Geburtstag Hindenburgs gehende Arbeiten und Einsendungen verlangt, die u. a. betrafen: Berlin und seine Industrie, Rohstofflage in Deutschland, Flugzeugwerke in Deutschland, vertrauliche Dokumente, Schriftstücke aus allen Gebieten des deutschen Lebens, vertrauliche und geheime Akten über SA, SS und das Heer. Alle Volksgenossen, die mit Dobianer, Lamprecht, Hugon oder mit einer der angebotenen Dechadressen in Verbindung stehen oder mit denen eine Verbindungsaufnahme versucht worden ist oder noch versucht werden wird, werden hiermit aufgefordert, sich umgehend bei der nächsten Staatspolizeistelle, die auf jedem Polizeirevier erfragt werden kann, zu melden und Angaben über Art und Umfang der bestehenden Verbindung zu machen. Sie leisten damit Volk und Reich einen großen Dienst. Die Angaben werden vertraulich behandelt.— Wer dagegen trotz der ihm durch diese Veroffentlichung zuteil gewordenen Aufklärung seine Meldung unterläßt, leistet der ausländischen Spionage Vorschub, macht sich strafbar und bringt damit sich und sein Vaterland in schwere Gefahr. Der Führer abt ein Beispiel Aufruf zu einer Sammlung für die Stiflung:„Hindenburg-Spende“ DNB Berlin, 10. August.(Drahtb.) Das Kuratorium der Hindenburg=Spende erläßt folgenden Aufruf: Am 2. Oktober 1937 jahrt sich der Tag, an dem vor 90 Jahren Hindenburg das Licht der Welt erblickte. Voll Ehrfurcht werden an diesem Tage die Gedanken aller Deutschen in Erinnerung an ihn zu seiner Rubestatt in Tannenberg wandern. Aber lasset es damit nicht genug sein! Als Deutschland sich 1927 anschickte, Hindenburgs S0. Geburtstag zu begehen, da ging sein Wunsch dahin, von allem Festlichen abzusehen, ihm dafür aber die Mittel in die Hand zu geben, um stärker als bieher Not und Elend von Veteranen, Kriegsbeschadigten und Kriegshinterbliebenen lindern zu können. 10 Millionen Mark schenkten Deutsche daheim und braußen ihrem Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall, der sie, ein Denkmal seines kameradschaftlichen Fühlens, in die von ihm errichtete Stiftung Hindenburg=Spende einbrachte. Deren Vorsitz übernahm er selbst. In Zehntausenden von Fallen bat Hindenburgs Stiftung während ihres zehnjährigen Bestehens in seinem Sinne helfen können. Jetzt ist sie nabezu erschöpft. Nehmt Hindenburgs 90. Geburtstag zum Anlaß sein fürsorgerisches Werk zu erhalten und fortzusetzen! Der Führer und Reichskanzler hat den Gedanken einer neuen Sammlung zum 2. Oktober 1937 nicht nur warmstens begrüßt, sondern sie selbst mit einer großen Stiftung eröffnet. Folgt diesem Beispiel! Ehrt das Andenken des großen Toten durch die Tat des Handelns in seinem Sinne. Beiträge zu der vom Reichs= und Preußischen Ministerium des Innern genehmigten Sammlung nehmen alle Banken, Sparkassen, Postanstalten und das Postscheckkonto der„Hindenburg=Spende“ — Berlin Nr. 78 800— entgegen. Das Kuratorium der Hindenburg=Spende * Die Hindenburg=Spende, die von der einstigen Linken seinerzeit wütend bekämpft wurde, hat unendlich viel Gutes gestiftet. Sie hat bis zum 31. 12. 1W6 insgesamt 9 73430865 Mark an Einzelunterstützungen im In= und Ausland an insgesamt rund etwa 70000 Personen gezahlt. Ihre Unkosten konnten bei sparsamster Wirtschaft jährlich auf nicht ganz 1 v. H. der Gesamtausgaben gehalten werden. Die Stiftung hat im Durchschnitt jährlich eine Million RM. ausgegeben, davon regelmäßig am Geburtstag des Stifters, dem 2. Oktober, 450 000 RM. Die neue Sammlung läuft bis zum 30. September dieses Jahres. Alter Parteijournalist zum stellvertretenden Gauleiter ernannt. DMB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Die Rationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet: Durch Verfügung des Führers wurde der Hauptschriftleiter der„Pommerschen Zeitung" Pg. Naul Simon zum stellv. Gauleiter von Pommern ernannt. Pg. Paul Simon sieht auf eine langjährige journalistische Laufbahn in der Parteipresse zurück. Der heute 29jährige ist seit 1925 Parteigenosse und steht seit Frühjahr 1930 als Parteijournalist im öffentlichen Leben. Er hat als Hauptschriftleiter das „Koblenzer Nationalblatt“. aufgebaut und vor zwei Jahren die„Pommersche Zeitung“ übernommen. Die Kauptschriftleitung der„Pommerschen Zeitung“ wird stellv. Gauleiter Simon noch bis zum Herbst beibehalten. Nachffahrverbote für Krafträder aufgehoben DNB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Der Reichsführer SS. und Chef der Deutschen Polizei hat soeben alle Polizeibehörden angewiesen, die in einzelnen Gemeinden, insbesondere in Kurorten bestehenden Nachtfahrverbote für Krafträder unverzüglich aufzuheben. Das Nachtfahrverbot ist von einzelnen Gemeinden erlassen worden, um den Verkehrslärm der Krafträder zu vermeiden. Diese Maßnahme wäre jedoch für den gewissenhaften Kraftradfahrer, der ein vorschriftsmäßiges Kraftrad führt, eine unverständliche Belastung, die mit der Forderung der Motorisierung nicht in Einklang zu bringen ist Um dem übermäßigen Verkehrslärm durch die Auspuffgeräusche von Krafträdern entgegenzutreten, werden die Polizeibehörden auf die entsprechenden Vorschriften der Reichsstraßenverkehrsordnung hingewiesen, für deren Einhaltung Sorge getragen werden muß. 66. Jahrgang Bochumer Stadtanzeiger Beschäftsstellen. Bochum, Mühlenstraße 1“ 14. Hernruf 647 46. Postscheckkonto Dortm. 6146; Hattingen, Viktor=Lutze=Str. 12. Fernruf 2095. Postscheckkonio Essen 1960; Essen=Steele, Westsalenstr 802 Fernr. 582 30, Postscheckkonto Tortmund 198 86: Watienscheid. Fretheitstr. 15, Hernr. 1876, Vostscheckt Dortm 30430 Druc und Berlag: Schürmann 4 Klagges Bochum 1937 Berlin im Festschmuck Vorbereitungen zur 700=Jahrfeier. DNB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Anläßlich der bevorstehenden 700-Jahrfeier sind in der Reichshauptstadt die Ausschmüchungsarbeiten in vollem Gange. Auf Straßen und Plätzen wachsen jetzt gleichlam über Nacht mehrere hundert riesiger Fahnenmasten, Aufbauten und Gerüste empor. Viele Tausende von Fahnen, Wimpeln, Schleifen und Spruchbändern, ungezählte Grün= und Goldgirlanden wurden bereits fertiggestellt. Richt nur die Hausfronten, sondern auch die Rathäuser sämtlicher Verwaltungsbezirke werden reichen Flaggenschmuck aufweisen. In den Abendstunden werden alle bemerkenswerten historischen Baulichkeiten angestrahlt. Im Mittelpunkt aller Feierlichkeiten steht das Berliner Rathaus, für das eine entsprechend großartige Ausschmückung vorgesehen ist. Kumänien vor der Entscheidung König Carol von Rumänien ist soeben von einer Informationsreise ins Ausland, die ihn zwischen London und Bukarest nach einer ganzen Reihe von Ländern führte, in seine Hauptstadt zurückgehehrt. Die Reise war nicht bedeutungslos für die Außenpolitik Rumäniens, auf die der König, wie man weiß, einen starken persönlichen Einfluß nimmt und für deren Kurs er sich auf seiner mehrwöchigen Auslandstour sicherlich Orientierungsmarken gesucht hat. Aber auch die Rückkehr scheint von entscheidender politischer Bedeutung zu werden. Der König hat sofort den Ministerpräsidenten Tatareseu empfangen und man nimmt an, daß über das Verbleiben seines Kabinetts im Amte nun binnen Kürze Klarheit geschaffen werden wird. Rumänien befindet sich im Zustand einer latenten innerpolitischen Krisis. Die Rationale Bauernpartei, die stärkste des Parlaments, ist in Opposition gegen das Kabinett Tatarescu getreten und erhebt Anspruch darauf, selbst an die Regierung zu kommen. Der König hat bisher gezögert, diesem Verlangen nachmgeben. Die wirtschaftlichen Reformideen der Nationalen Bauernpartei sind ziemlich tief einschneidend. Außerdem aber würde Rumänien unter ihrer Leitung zweifellos in einen außenpolitischen Kurs hineingedrückt werden, der dem jetzt gesteuerten nicht entsnricht. Rumänien segelte einst ganz im Fahrwasser Frankreichs, mit dem es jo auch durch ein Militärbündnis verbunden ist. Diese unbedingte Gefolgschaft für Paris ist seit dem Ausscheiden Titulescus aus dem Außenministerium nicht mehr erkennbar. Die Regierung Tatarescu hat sich bemüht, die Außenpolitik des Landes zu einer größeren Unabhängigkeit zu führen. Im gewissen Sinne vollzog sich in Rumänien etwas Aehnliches wie in dem Nachbarstaat der Kleinen Entente, Jugollawien, mo auch der Selbständigkeitsdrang wuchs. In Paris ist man sehr bekümmert darüber, daß diese beiden Länder, die man als getreue Trabanten im Südosten Europas anlah und die der verstorbene Barthou noch kurz vor seinem Tode auf die französische Politin zu verpflichten versuchte, setzt den Anspruch erheben über das, mas ihren Interessen frommt, allein zu entscheiden, auch wenn es einmal nicht im französischen Sinne liegt. Die Nationale Bauernpartei wurde Rum wieder auf die Linie des französischen Kurses führen. Der Mann, der sie jahrelang in dieser Richtung steuerte und der ganz folgerichtig Rumänien damit auch an die Seite der Somjetunion bringen wollte, Titulescu, hat sich nach seinem Rücktritt vom Amt der Rationalen Bauernpartei angeschlossen, weil er glaubte, durch sie am ehesten wieder an die Spitze des Außenministeriume gelangen zu können. Ob das geschehen würde, wenn in der Tat Tatarescu jetzt zurücktritt und einem Kabinett der Nationalen Bauernpartei Platz macht, ist allerdings mehr als zweifelhaft. In Bukarest glaubt man nicht, daß die Partel die Absicht habe, dem Manne, der sich als ein für Rumänien und für Eurora gefährlicher Verschwörer erwiesen hat, die Macht wieder in die Hand zu spielen. Fragt sich bloß, ob Titulescu inzwischen nicht seine Geschicklichkeit als Verschwörer auch im Lande selbst betätigt hat, um den Zielen seiner Machtträume näher zu kommen. Auf jeden Fall werden die nächsten Tage für die politische Entwicklung Rumäniens in jeder Hinsicht bedeutsam lela Erhöhter Schutz der Jugend durch die Gerichte Errichtung von Jugendschutzkammern. DMB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Reichsjustizminister Dr. Gürtner hat um 9. August 1937 folgende Verfügung erlassen: Schutz der Jugend vor Verderbnis und Mißbrauch ist eine der wichtigsten Aufgaben der Staatsführung. An ihrer Verwirklichung hat die Strafrechtspflege hervorragend mitzuwirken. Daher bestimme ich auf Grund von§ 7 Abs. 1 der VO. zur einheitlichen Regelung der Gerichtsverfassung vom 20. März 1935: Bei jedem Landgericht, bei dem ein Bedürfnis hierfür besteht, wird eine Jugendschutzkammer gebildet. Der Jugendschutzkammer als einer Strafkammer sind zuzuweisen: 1. Alle Sittlichkeitsverbrechen und=vergehen an und von Jugendlichen bis zu 18 Jahren; 2. alle Mißhandlungen Jugendlicher; 3. schwere Verfehlungen gegen Arbeits= und Gesundheitsbestimmungen zugunsten Jugendlicher; 4. jede sonstige als Verbrechen oder Vergehen strafbare unmittelbare Gefährdung eines Jugendlichen. In allen Jugendschutzlachen hat der Anklagevertreter mit Nachdruck auf die Notwendigkeit eines wirksamen Jugendschutzes hinzuweisen und dem in seinen Anträgen zum Strafmaß Rechnung zu tragen. Ebenso erwarte ich von den Gerichten strenge Bestrafung aller Rechtsbrecher, die sich an der Jugend versündigt haben. Die Bildung der Jugendschutzkammern ist Maßgabe der gleichzeitig ergehenden Richtlinien berart vorzubereiten, daß die Kammern am 1. September 1937 ihre Tätigkeit aufnehmen können. 5A-Brigadeführer Ziegler zum Reichskommissar für Altmaterialverwertung ernannt. DNB Berlin. 10. August(Drahtb.) Der Beauftragte für den Vierjahresplan. Ministerpräsident Generaloberst Göring. hat den SA=Brigadeführer Wilhelm Ziegler zum Reichskommissar für Altmaterialverwertung be= stellt. Dem neuernannten Reichskommissar obliegt die bisher von der Geschäftsgruppe Rohstoifverteilung durchgeführte Erfassung und Bearbeitung des gesamten nichtlandwirtschaftlichen Zwecken(Schweinemast) dienenden Altmaterials einschließlich der Müll, verwertung. Die Dienstanschrift des Reichskommissars für Altmaterialverwertung ist Berlin W 9, TirpitzUfer 22. Eine Erklärung des Reichsärzteführers zur Heilpraktikerfrage. DNB Berlin. 10. August(Drahtb.) Wie das Nachrichtenbüro Deutscher Zeitungsverleger mitteilt. hat der Reichsärzteführer Dr. Wagner folgendes bekannt gegeben: „Meine Rede in Düsseldorf ist in der Presse teilweise so ungenau wiedergegeben worden, daß sie anstatt zu einer endgültigen Klärung zu führen. zu neverlichen Mißverständnissen Anlaß gab. Die Rede wird deshalb im Wortlaut in der neuesten Nummer des deutichen Aerzteblattes veröffentlicht werden Heute stelle ich nur folgendes fest: Ich habe in meiner Rede eindeutig erklärt, daß in Zukunft neben den Aerzten Heilbehandler nur zugelassen werden sollen nach einer Leistungsprüfung. die sich nicht auf ihr Wissen, sondern auf ihre therapeutischen Fähigkeiten bezw. Erfolge erstrecken kann und soll. Ich habe weiter erklärt, daß Heilkunst vom Können kommt und daß für dieses Können, insbesondere für die nicht zu entbehrende Diagnostik, nur das auf der Hochschule erworbene Wissen die vollkommene sichere Grundlage sein kann. Die Heranbildung eines Heilbehandlernachwuchses aus Heilpraktikerschulen habe ich eindeutig abgelehnt. Es wird sich bei den Heilbehandlern, die ohne auf einer Hochschule erworbene Wissensgrundlage aufgrund einer therapeutischen Leistungsprüfung für Heilbehandlung in Zukunft zugelassen werden. immer nur um Ausnahmen und Einzelfälle handeln.“ Der kürkische Arbeitsminister über seine Deutschlandreise „Ich habe überall die denkbar günstigsten Eindrücke gewonnen.“ DMB Istanbul, 10. Aug.(Drahtb.) Der türkische Minister für öffentliche Arbeiten Ali Cetinkaya ist Dienstag in Istanbul eingetroffen und wurde vom deutschen Botschafter, vom deutschen Botschaftsrat und zahlreichen anderen Persönlichkeiten am Bahnhof empfangen. Dem deutschen Botschafter gegenüber erklärte der Minister, daß seine Reise sehr gut und eindrucksvoll verlaufen sei. Er sei glücklich, vom Führer und Reichshanzler empfangen worden zu sein. Einem Mitarbeiter der„Türkischen Post“ gab der Minister folgende Erklärung ab:„Mit großer Befriedigung kehre ich von der Reise zurück. Ueberall sand ich eine sehr freundliche Aufnahme. In allen Ländern, die ich besuchte, habe ich die denkbar günstigsten Eindrücke gewonnen. Ich habe bei allen amtlichen und staatlichen Einrichtungen und Unternehmungen, deren Tätigkeit in das Gebiet des Ministeriums für öffentliche Arbeiten fällt, Studien angestellt, und man gewährte mir bereitwilligst Einblick. Ich wurde vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und vom schwedischen König in Audienz emprangen. Beide Smatsoderhäupter sind von den aufrichtigsten Wünschen für unser Land erfüllt und beauftragten mich mit der Uebermittlung ihrer Grüße und besten Wünsche an Atatürk.“ Im Alter von 66 Jahren starb am Sonntag nach langem schweren Leiden der Reichsinnnungsmeister des Wäscherei= und Plättereihandwerks, Ratsherr der Hauptstadt der Bewegung. Parteigenosse Gosef K lo h. Taifun" auf einem EuropaRundflug DNB Berlin. 10. August.(Drahtb.) Die Bayerischen Flugzeugwerke veranstalten am 10. und 11. August mit der Messerschmidt=Maschine 109„Tairun“ einen Europarundflug. Am ersten Tag soll die Strecke Berlin—Riga— Helsinki—Hamburg—Paris und am zweiten Tage die Strecke Paris—Mailand-Rom—Belgrad— Warschau—Berlin zurückgelegt werden. Das Flugzeug soll keinen Rekordflug durchführen, sondern zeigen, wie mit einer solchen Maschine große Strecken auch für den Privatmann sicher und bequem zurückgelegt werden können. Mit anderen Verkehrsmitteln benötigt man nämlich für die erwähnte Reise elf Tage. Die viersitzige Reisemaschine startete Dienstagmorgen um 3.40 Uhr am Tempelhofer Flugfelde und traf programmgemäß um 705 Uhr in Riga ein. An Bord befanden sich vier Personen. Die Maschine wurde von Flugkapitän Brindlinger gesteuert. Nach Aufnahme neuen Brennstoffes setzte das Flugzeug um 7,30 Uhr seine Reise nach Helsinki fort. „Taifun traf auf ihrem Europarundflug um 907 Uhr in Helsinki ein. Sie startete nach Oslo um 9.29 Uhr. Die Messerschmidt=Maschine„Taifun“ ist auf ihrem Europarundflug am Dienstag um 16 Uhr im Hamkurger Fiughafen eingetroffen. DNB. Hamburg, 10. Aug.(Drahtb) Auf ihrem Europa=Rundflug traf die am Dienstag morgen um 3,40 Uhr in Berlin==Tempelhof gestartete Messerschmitt=Maschine Taifun nach Zwischenlandungen in Riga, Helsinki und Oslo am Dienstagnachmittag um 16 Uhr im Hamburger Flughafen ein und setzte nach kurzer Pause bereits um 16,35 Uhr ihren Weiterflug nach Paris fort. Die Insassen der Taifun, Chefpilot Brindlinger, Direktor von Salomon, der Bordmonteur Baumann sowie ein mitfliegender weiblicher Passagier äußerten sich über den bisherigen Verlauf des Fluges voll des Lobes. Die viersitzige Reisemaschine der Bayerischen Flugzeugwerke, Augsburg, die mit einem 240=PS=Argus=Motor mit 1900 Tonren ausgerüstet ist, erledigte ihr Pensum in bewundernswerter Gleichmäßigkeit. Die Taifun, eine ausgesprochene Reisemaschine, legte die bisherigen Teilstrecken mit einer gleichmäßigen Reisegeschwindigkeit von 260 Kilometer zurück. Die Witterungsverhältnisse auf dem bisher zurückgelegten Wege waren einigermaßen günstig. Auf der ersten Strecke bis Riga herrschte allerdings zwischen Königsberg und Memel ziemlich starker Bodennebel. Die Landung in Riga ging jedoch programmäßig vonstatten. Auf dem Wege nach Helsinki fand man niedrige Wolken vor, die ein Fliegen in tieferen Lagen erforderlich machten. In Helsinki nahm sich der bekannte finnische Pilot Weine Bremer der Insassen der Taifun besonders herzlich an. Ein wundervolles Erlebnis bildete dann der Weiterflug bei schönstem Wetter über die seen= und felsenreichen Landschaften Finnlands. Gleiche Eindrücke hinterließ auch der Flug über Mittelschweden. Kurz nach 12.30 Uhr ging die Taifun auf dem Osloer Militärflughafen nieder, um bereits um 13 Uhr zum Weiterflug nach Hamburg zu starten. Auf dem Wege nach Hamburg wurden allerdings weniger günstige Witterungsverhältnisse angetroffen. Bei leichtem Seiten= und etwas Gegenwind wurde es über dem Skagerrak und Kattegat sogar recht ungemütlich. In nur 50 Meter Höhe mußte bis Flensburg geflogen werden. Bon da an war dann das Wetter bis Hamburg wieder einwandfrei. Wie auf allen Zwischenlandeplätzen wurde auch in Hamburg der Aufenthalt nur auf das notwendige Maß ausgedehnt; um planmäßig den lenten Tagesabschnitt am Dienstag bis zum Pariser Flughafen Le Bourget zu schaffen. Für Mittwoch sind durchweg günstige Wetterbedingungen gemeldet, so daß der Flug von Paris über Mailand, Rom, Belgrad und Warschau nach Berlin planmäßig durchgeführt werden dürfte. „Taifun“ in Paris gelandet 3550 km Luktlinie am ersten Tage des EuropaFluges zurückgelegt DNB Paris, 10. August.(Drahtb.) Die„Taifun“ ist am Dienstag um 1936 Uhr auf dem Pariser Flughafen Le Bourget glatt gelandet. Die Besatzung machte trotz des langen Fluges einen sehr frischen Eindruck. Die„Taifun“ hat damit am ersten Tage ihres Europafluges die in der Luftlinie rund 250 km betragende Strecke von Berlin über Riga, Hilsiki, Oslo und Hamburg nach Paris oyne jeden Zwischenfall mit größter Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit zurückgelegt. Die deutschen Flieger wurden in Le Bourget von Vertretern der Lufthansa und der Messerschmitt=Werke empfangen. Nach Erledigung der Paßformalitäten begab sich die Besatzung in die Stadt, um dem deutschen Pavillon auf der Internationalen Ausstellung einen kurzen Besuch abzustatten. Der Start zum Weiterflug über Mailand. Rom. Belgrad und Warschau nach Berlin wurde für Mittwochfrüh 4 Uhr angesetzt. Der deutsche Geschäftsträger in Londen fordert Zurückziehung des Berliner „Times"-Korrespondenten Weil er das Gastrecht mißbrauchte DRB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Von amtlicher deutscher Seite ist die englische Regierung ersucht worden, darauf hinzuwirken, daß die„Times" ihren bisherigen Berichterstatter in Verlin Norman Ebbutt innerhalb von 14 Tagen zurückruft, weil ihm sonst die Aufenthaltsbewilligung entzogen werden müßte. Diese Maßnahme erwies sich als notwendig, weil Normann Ebbutt seit Jahren seine Berichterstattung über Deutschland ausschließlich in deutschseindlichem Sinne und unter Mißbrauch des ihm gewährten Gastrechtes ausübt. „Eine notwendige Maßnahme im Interesse der Beziehungen zwischen Deutschland und England“. MNB Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Zu dem Ersuchen um Zurückziehung des Berliner„Times“Korrespondenten schreibt die„Berliner Börsenzeitung" Die englische Regierung hat es für richtig gehalten, zwei Korrespondenten und einen Mitarbeiter deutscher Zeitungen ohne Angabe von Gründen die weitere Auenthaltserlaubnis in England zu versagen. Inoffiziell ist als Grund angegeben worden, daß sich diese Zeitungskorrespondenten nicht auf ihre journalistische Arbeit beschränkt, sondern... wie die„Daily Mail“ mitteilt— wegen ihrer politischen und propagandistischen Tätigkeit für die Nazi=Partel“ ausgewiesen worden seien. Diese Begründung ist besonders merkwürdig, wenn man berücksichtigt, daß der wichtigste von diesen drei Korrespondenten, Dr. von Langen, sich überhaupt erst seit Anfang Juli in London befand und vorher jahrelang in Rom Vertreter deutscher Zeitungen und Ortsgruppenleiter der R30AB war. Er hat in dieser Eigenschaft in bester Weise mit allen Stellen zusammengearbeitet, und es ist anzunehmen, daß seine Tätigheit während des Abessinien=Feldzuges in Rom, die seiner persönlichen Auffassung von der unbedingten Folgerichtigkeit des italienischen Vorgehens entsprach, London zu der Maßnahme gegen Dr. von Langen veranlaßt hat. Wie peinlich die Tätigkeit Dr. von Langens in Rom für gewisse Völkerbundskreile gewesen zu sein scheint, geht schon daraus hervor, daß der bekanntlich non der Parsser Sowjetbotschaft bezahlte„Oeuvre“ in Gemeinschaft mit dem sattsam bekannten„News Chroniele“ noch während des Aufenthaltes Dr. von Langens in Rom eine Flut von Verleumdungen gegen diesen verbreitete die die italienischen Stellen zu einem energischen Dementi veranlaßten. Es ist mehr als pihant, wenn von englischer Seite heute ausgerechnet Lügen des„Oeuvre“ dazu herhalten müssen, als Begründung für eine Maßnahme zu dienen, die in Wirklichkeit lediglich durch die loyale Tätigkeit Dr. von Langens an seinem früheren Wirkungsorte bedingt ist. Die Entfernung Dr. von Langens aus London als„im Interesse der deutsch=englischen Beziehungen liegend" zu bezeichnen, ist eine Begründung, die man allerdings beliebig für jede Aktion dieser Art anwenden hann. Die heutige Londoner Morgenpresse berichtet groß über einen Schritt, den der deutsche Geschäftsträger in London am Montag im englischen Auswärtigen Amt vorgenommen hat, indem er der englischen Regierung nahelegte, im Interesse der deutsch-englischen Beziehungen den Berliner Vertreter der„Times", Herrn Ebbutt, aus Berlin abberufen zu wollen. Es ist eine selbstverständliche Aufgabe eines Zeitungskorrespondenten, dem Lande gegenüber, das ihm Gastfreundschaft gewährt, sich zumindest so loyal zu verhalten, daß er nicht sich ausschließlich in negativer Berichterstattung und schärffter Kritik erschöpft und bewußt alle positiven Dinge unterschlägt. Mr. Ebbutt hat seine ganze Tätigkeit in Berlin bisher dazu benutzt, ausschließlich Schattenseiten zu suchen und mit einem geradezu bienenhaften Fleiß jeden Klatsch und jedes Gerücht zusammenzutragen, um dann daraus für seine Leser seine Meinung über Deutschland zu formen. Er hat dadurch schon sehr lange das ihm gewährte Gastrecht mißbraucht, und es erhebt sich immer wieder die Frage, ob man nicht Korrespondenten vom Schlage des Mr. Ebbutt und einiger ähnlicher Herren die Aufenthaltserlaubnis in Deutschland entziehen sollte. Man hat längst notwendige Maßnahmen deutscherseits immer wieder zurüchgestellt, nur im Interesse der Beziehungen zwischen beiden Ländern und des Pressefriedens zwischen Deutschland und England. Nachdem sedoch nunmehr von englischer Seite der Standvunkt als richtig bezeichnet worden ist, im Interesse der gegenseitigen Beziehungen Zeitungskorrespondenten die Aufenthaltserlaubnis zu unterlagen, die die Grenzen des ihnen gewährten Gastrechtes nicht auf das peinlichtte gewahrt haben oder gewahrt haben sollen, fiel natürlich auch von deutscher Seite jeder Grund fort, Maßnahmen noch länger hinauczuschieben, die sich schon lange Zeit als dringend notwendig erwiesen haben. Es zeugt für eine außerordentliche Zurückhaltung der deutschen Stellen und für eine besonders sorgfältige und peinliche Prüfung, daß man nicht Zug um Zug mit dreitägiger Frist drei Korrespondenten englischer Zeitungen die Aufenthaltserlaubnis entzog. Es kann jedoch schon jetzt als sicher angenommen werden, daß Maßnahmen, die gegen Herrn Ebbult zur Anwendung kommen mußten, auch gegen weitere ausländische Korrespondenten angewandt werden, die sich nicht auf ihre sournalistische Betätigung beschränken, sondern sich darüber hinaus— nach unserer Kenntnis— in starkem Maße in die deutsche Innenpolitik eingemischt haben. Es ist seit langer Zeit ein offenes Ge heimnis, daß gewisse ausländische Korrespondenten sozusagen die Pressechefs staatsfeindlicher Grüppchen sind, mit diesen Grüppchen und Klüngeln akti zusammenarbeiten und ihnen, da diesen selbstverständlich die deutsche Presse nicht zur Verfügung steht, in einer Aufmachung eine Publizität in der Presse ihres Landes verschaffen, die im umgekehrten Verhöltnis zur eigentlichen Bedeutung dieser Grüppchen in Deutschland steht. Diese sehr sotgfältigen Prüfungen auf diesem Gebiet dürften— wie wir erfahren— in absehbarer Zeit ihren Abschluß entgegengehen. woch. den 11. Auguft Großer Erfolg des Wiener Männergesangvereins in Hamburg DNB Hamburg, 10. August(Drahtb.) Das einzige Hamburger Konzert des Ersten Wiener Männergesangvereins wurde vor vielen Tausenden zu einem großen Erfolg. Der prachtvolle Gesang der Gäste wurde nach jedem Liedvortrag durch nicht endenden Beifall ausgezeichnet. Drei reichsdeutsche evangelische Geistliche aus Polnisch=Oberschlesien ausgewielen. DNB Kattowitz, 10 Aug.(Drahtb.) Dre reichsdeutsche Geistliche der evangeli. schen Kirche in Polnisch=Oberschlesien haben von der Woiwodschaftsbehörde in Kattowitz die Aufforderung erhalten, das polnische Staatsgebiet innerhalb von sieben Tagen zu verlassen. Es handelt sich um den Pastor Dr. Schiller, der seit 28 Jahren die Kattowitzer enangelische Kirchengemeinde betreut, und Pastor Dr. Schneider, der seit acht Jahren in Kattowitz amtiert, und den Pastor Dr. Wenzlaff, der über 10 Jahre der Kirchengemeinde in Pleß vorstand. Die Ausweisung, die im Zusammenhang mit geplanten Polonisierung der unierten erangelischen Kirche in Polnisch=Oberschlesien steht, die zu 95 Prozent aus deutschen Mitalledern zusammenletzt, hat unter den Gemeindemitgliedern der evangelischen Kirche in Polnisch=Oberschlesien größtes Aufsehen erregt. Eine Bembe beim Sommerhaus des Obersten Koe gefunden DNB Warschau, 10. August.(Drahtb.) Wie amtlich bekannt gegeben wird, wurde am Sonntag am Weichselufer bei Swidry Hale unweit des Sommerhäuschens des Obersten Koc eine Bombe gefunden. Man vermutet, daß einer der Helfersbelfer des bei dem Anschlag auf Oberst Koc Mitte Juli ums Leben gekommenen Attentäters Biegebek die Bombe dort auf der Flucht fortgeworfen hat. Engländer fliegen mit deutschen Maschinen Weiterer Ausbau der Nachtluftpoitstrede Berlin— London. MNB Berlin. 1u. August(Drahtb.) Heute in den frühen Morgenstunden traf erstmalia auf der planmäßigen Nachtlustpoststrecke Berlin— London eine Ju 52 der englischen Luftverkehrsgesellschaft British Airmays auf dem Flughafen in Temvelhol ein. Damit beteiligten sich nun auch die Enala der an dieser weit bekannten Nachtluftpostver dung die seit März 1923 regelmäßig allnächtlich im Sommer und Winter durchgeführt wird Maschinen dieser Strecke verlassen gegen mit der am Tage aufgegebenen Post die Reichs= hauptstadt und sind nach Zwischenlandungen in Hannover und Köln bereits um 5.40 Uhr englucher Zeit in London. wo die Post mit dem ersten N stellgang ausgetragen werden kann. Umackehri kommt die in London aufgegebene Briefpost zur ersten Bestellung in Berlin zurecht Die gerade auf dieser Nachtstrecke von den deun schen Verkehrsfliegern erzielte Leistung hat schon vor längerer Zeit in England besondere Anertennung gefunden. So nahmen enalische Flugzeugführer an diesen Flügen teil, um dee Schwierigkeiten des Nacht= und Blindfluges zu lernen Wenn deute nun die British Virwans sich ebenfalls an der Durchführung dieser Strecke deteiligen und dabei die dreimotorige Ju 52=Maschine zum Einsatz bringen, so spricht das am besten mi die von der Deutschen Luftbansa auf gerischem und von der deutschen Luftfahrtindustrie auf konstruktivem Gebiete geleistete Pionierarbeit. Der König von numänien nach Bukarest zurückgekehrt. DNB Bukarest. 10. August(Drabtb.) Carol ist noch einmonatiger Auslandsreise auf der er sich incoanito in Frankreich. Belgien, der Schweiz und Jugostawien a n am Montagabend nach Bukarest zurückgekehrt. nisterpräsident Tataroscu. die Mis Regierung und hohe Würdenträger der 3to Militärbehörden empfingen den König am hof. Die Zeitungen begrüßen König Carol einstimmig als„den ersten Botschafter Rumäniens in lande“ und heben hervor, daß seine im Auslande in hohem Mahe den Interessen us auten Aien Haupischriftleiter: Josepd Ha610r Bochum(9 Zl. M Stellverireter des Hauptschriftleiters: Peter S01 Bochum. Berantwortlich: Für den polltischen, kulturpotitischen Unterhallungsteil: Joseph Hasler, Bochum(6. Lr. sokalen in Vertretung: Beter Gchlffers, Bochum: de 2n Teil der Ausgabe Bochum: Peter Krüge.. Bochum: für Weltdeutsche Umschung Krufe, Bochum(8 81 im Urkaub), t. B. Wrr n für das Verbreilungsgebiet der Nusgaved en Umdruch: Werner Nrdlaer. Bochum: für den der Ausgaben Haitingen und Essen=Gicele: Wr.ofalen sters, Effen=Steele; für Sport, Handel und der eun. Teil Wattenscheid: Ferdinand Julius Vans. gür für den Bilderdienst die einzelnen Abietlungslene ae hen den Anzeigenteil Bochum: Karl Denge. Sochun ngen Angelgentell Haltingen/O Steeler Onv Mecer. der für den Anzeigenten Mattenscheid: Hermann K ger tenscheid— Zur Zeit in Preislitle Nr a gnlla pi und Truc: Ecfrmann à Rlaages pote d 1917 Aber 11 800(davon Rusanbe a; vraan r Pochum fder 900. Rusgabe M: Annepe-Rudr Sleeler Zeifung Ader de 1 Morgenzeitung Wattenscheid üder 1100) Bochu Man 12 Mittwoch, den 1 Sonnenaufgang: 5.01. Son Mondautgana: 11.02, Mo 8i3 Vertrag zu Ve karotingischen Reiche gen. Ostiranken). Der Niederländische ling in Brügge ae Der Turnvater Frie Lenz geb.(gest. 1852 3 Oesterreich erklärt 1914 Kriegserklärung Fra Ungarn. s9 Der amerikanische Carneaie in Sto 2 Das Deutiche Reich erungen an alle Mi Ernennung Ribbent lichen und bevollmä Deutschen Reiches in Bochumerin Beim Baden in der Wirt Georg Rhode in der herzfeld beschäftigte Haus aus Bochum. Das Madche unkundig war. batte sich Hauswirts zu einer naheg ben Von einer Sandbank verschwand vor den Auge sich Schwimmer sofort für konnten sie das Mädchen die Leiche nicht bergen. 7 Jahre alt. den Eltern, di wohnen, bringt man aller entgegen. Bochume mit der Aufflär In der Nacht vom Mon das Haus des Oberingen Baldstraße in Hattingen1 bruchsdiebstabl heimgesuch stellte gestern morgen ihren Schränke. Schubladen und und durchwühlt. Der Hau= augenblicklich auf einer Fe ort verständigt. Was ges ert nach seiner Rückkehr de Hattinger Polizeibebö sich bei den Tätern un det wurde die Krimin un der Aufklärung des Ueberlahren und mit wurde ein Mann auf der auses Nr. 50. wagen angefahren und zu 1 aechleiit und erlitt hierbe a. Hautobschürfungen an wer Der Verletzte wurd hacht 00 Bochumer K0 dorfer Ausstellung. Die 9 durch Freude“ fuhr Sonnt men Sonderzüge zur N Volk" nach Düsselde war recht dazu ang brachtigen Erlebnis werde 650 Bo sollen A chen Gaue zur Der Bochume Jahr für ala ger vorbereitet. Am tans ersehnte 1 in das ganrtenarup Fredebura Landheimen. zu untergebracht. . Mimmi utsche Innenpolitih inger Zeit ein offenes Ge ländische Korrespondenten taatsfeindlicher Grüppchen sen und Klüngeln aktw 1, da diesen selbstverständ1 zur Verfügung steht, in olizität in der Presse ihres umgekehrten Verhältnis ng dieler Grüppchen in hr sotgfältigen Prüfungen — wie wir erfahren— in luß entgegengehen. erwoch, den 11. August 1997 1. Beilage der Volks-Zeitung Nummer 186— Seite 6 Erfolg ngvereins in Hamburg gust(Drahtb.) Das eindes Ersten Wiener ins wurde vor vielen zen Erfolg. Der pracht= rde nach jedem Liedvorn Beifall ausgezeichnet. je evangelische iche esten ausgewiesen. Aug.(Dmhtb.) Drei iche der evangeli. Oberschlesien haben von n Kattowitz die Aufs polnische Staatsgebiet en Tagen zu verum den Pastor Dr. ten die Kattowitzer enan= treut, und Pastor Dr. Jahren in Kattowitz amWenzlakf, der über e in Pleß vorstand. Zusammenhang mit der g der unierten enange= erschlesien steht, die sich eutschen Mitglieinter den Gemeindemit= Kirche in Polnisch=Ober= hen erregt. 1Sommerhaus de gefunden t. vurde am Sonntag am dale unweit des SomKoc eine Bombe geeiner der HelfershelOberst Koc Mitte n Attentäters Biegeer Flucht fortgeworfen mit deutschen nen Nachtluftpoititrede ondon. (Drabtb.) Heute in den erstmalig auf der cke Berlin— London en Luftverkehrsgesellem Flughaien in Temn auch die Enalar en Nachtluitpostverbin egelmäßig allnächtlich rchgeführt wird T. assen gegen 23.30 Uhr nen Post die Reichs= Zwischenlandungenin um 5.40 Uhr englischer it mit dem ersten Pe= en kann. Umgekehrt arbene Briefpost zur urecht histrecke von den deul= Leistung hat schon id besondere Ano nahmen englische ügen teil, um die Blindkluges kennen le British Airwans sich na dieser Strecke betorige Jn 52=Maschine ht das am besten für uftbansa auf flieben Luftfahrtindustree biete geleistete ) Könia nderelse England 1 aufbielt. ekehrt. Miglieder der Zivil= und am Bahntol einstim19 im Aus= ungnahmen tressen Ru= : Per Sälffer.. Bochumer Cageschronik Man merke Mittwoch, den 11. August 1937. Sonnenausgang: 5.01, Sonnenuntergang: 20.05 Uhr Mondaufgang: 11.02, Monduntergang: 21.23 Uhr. 8i3 Vertrag zu Verdun. Dreiteilung des karotingischen Reiches(Westfranken, Lothringen. Ostiranken). 19/ Der Niederländische Maler Hans Memling in Brügge gest.(geb. 1433). d Der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn in Lenz geb.(gest. 1852). 3 Oesterreich erklärt Frankreich den Krieg 1914 Kriegserklärung Frankreichs an OesterreichUngarn. so Der amerikanische Großindustrielle Andrew Carnegie in Stockbridge gest.(geb. 1835). 23 Das Deutiche Reich stellt die Reparationslieerungen an alle Mächte ein 1W6 Ernennung Ribbentrops zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches in London. Bochumerin ertrunken Beim Baden in der Lippe ertrank die beim Wirt Georg Rhode in der Bauerschaft Kesseler bei herzfeld beschäftigte Hausgehilfin Thea Rickert aus Bochum. Das Madchen, das des Schwimmens unkundig war. batte sich mit den Kindern des Hauswirts zu einer nahegelegnen Badestelle begeben Von einer Sandbank sackte es plötzlich ab und verschwand vor den Augen der Kinder. Obwohl sich Schwimmer sofort für die Rettung einsetzten, konnten sie das Mädchen nicht entdecken und auch die Leiche nicht bergen. Die Verunglückte war 16 Jahre alt, den Eltern, die im Stadtteil Weitmar wohnen, bringt man allerseits berzliche Teilnahme entgegen. Bochumer Kripo mit der Aufklärung beschäftigt In der Nacht vom Montag zum Dienstag wurde das Haus des Oberingenieurs Rugo auf der Baldstraße in Hattingen von einem schweren Einbruchsdiebstabl heimgesucht. Als die Hausangegestern morgen ihren Dienst antrat, fand sie Stränke. Schubladen und Kassetten aufgebrochen und durchwüblt. Der Hauseigentümer befindet sich gugenblicklich auf einer Ferienreise und wurde soc. verständigt. Was gestohlen worden ist kann ert nach seiner Rückkehr festgestellt werden Da Hattinger Polizeibehörde der Ansicht ist, daß sich bei den Tätern um Berufsverbrecher hanwurde die Kriminalpolizei Bochum der Aufklärung des Falles beauftragt. lang wanderte man durch die weiten Hallen und schaute sich die neuesten Erzeugnisse deutscher Qualitätsarbeit an. Und wer des Staunens genug hatte, der konnte schon in den Vormittagsstunden einem prächtigen Konzert lauschen, das auf dem großen Festplatz geboten wurde. Man bemerkte unter den riesigen Besuchermassen zahlreiche Auslandsdeutsche und Ausländer. Noben indischen Frauen und Männern die Frauen in heimatlichen Trachten, waren insbesondere die Holländer stark vertreten, da man gerade an diesem Tage zahlreiche Veranstaltungen eigens für sie aufgezogen hatte. Und nachdem alles gehörig bestaunt und besehen worden war, stand den meisten im Besuch des Vergnügungsparks noch ein besonderer Genuß bevor. Daß man die verschiedenartigen Attraktionen nicht nur von außen besah, sondern auch erlebte, ist selbstverständlich. Festlichen Höhepunkt und zugleich Ausklang des ereignisreichen Tages brachten die feenhaften Wasserspiele nach Eintritt der Dunkelheit vor dem Hauptrestaurant Es war ein Tag, den man so schnell nicht vergessen wird. Ueberlahren und mitgeschleift. Um 16 Uhr ein Mann auf der Brenscheder Strefte. in ohe des Hauses Nr. 50, von einem Lieferkraftwigen angefahren und zu Boden geworfen und mit. " und erlitt hierbei eine Gehirgerschüttea. gau abichürfungen am Konse, l:m und Oberner Der Verletzte wurde in seine Wohnung genacht. u0 Bochumer AdF Besucher auf der Düssel eurser Ausstellung. Die NS Gemeinschaft„Kraft rurch Freude" fuhr Sonntag wieder einen der beven Sonderzüge zur Reichsausstellung Schafsey Jolk“ nach Düsseldorf. Der herrliche Somertad war recht dazu angetan, die Fahrt zu einem drächtigen Erlebnis werden zu lassen. StundenDas Urteil im Bestechungsprozeß Zuchthausstrafen und Ehrverlust für die Angeklagten Moskopp und Dr. Kötter * Der dreiwöchige Prozeß Moskopp/ Dr. Kötter vor dem Bochumer Schwurgerichte hat am Dienstagmittag durch die Verkündung des Urteils seinen Abschluß gefunden. Nach Betreten des Gerichtssaales verkündete der Vorsitzende des Schwurgerichts, Landgerichtsdirektor Dr. Thediek, das Urteil: Der Angeklagte Heinrich Moskovp wurde wegen Schiedsrichterbestechung und Abgabe einer wissentlich falschen eidesstattlichen Versicherung zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren sechs Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Drei Monate der verbußten Untersuchungshaft gelangen auf die verhangte Strafe zur Anrechnung Der Angeklagte Dr. Walter Kötter erhielt wegen Beibilke zur Schiedsrichterbestechung und versuchter Erpressung zwei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Von der weiteren Anklage des Meineides, der versuchten gewinnsuchtigen Urkundenfalschung in Tateinheit mit versuchten Betruges erfolgte aus Gründen mangelnder Beweise Freisprechung. 1200 Mark, die Kötter von Moskopp erhalten, wurden dem Staate als verfallen erklärt. Dem Angeklagten Norter wurden neun Monate der Untersuchungshaft als durch die Strafe verbüßt angerechnet Der Vorsitzende gab dann eine eingehende Begründung des Schwurgerichtsurteiles, die eine Stunde in Anspruch nahm. In dieser führte er aus, daß das Schwurgericht in 14 Verhandlungs tagen sich einen Weg geebnet habe durch das Ge strüpp des sehr umfangreichen Prozeßstoffes. Ein Charakteristikum dieses Prozesses sei die Tatsache, daß das Schwurgericht allen seitens der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gestellten Beweisanträgen nachgegangen ist. Der Waffengang, den der Angeklagte Moskopp in der Untersuchung und in der Hauptverhandlung angetreten habe, sei zu seinen Ungunsten ausgefallen, aber auch Dr. Kötter sei zu Fall gekommen. Ihre Klingen waren nicht rein. Das Gefüge, das sie geschmiedet hatten. barst. Kernpunkt des ganzen Prozesses war die Frage der Echtheit der Urkunde der sogenannten Bochumer Vereinbarung, auf einen Nenner gebracht die Frage: War der Schiedsrichter bestochen? In dieser Hinsicht hat sich das Gericht von der Schuld Moskopps durch die schweren Feststellungen der langen Prozeßhandlung überzeugt. Dieser Prozeß habe ein Mosaikbild zustande gebracht, das in seiner Gesamtheit die Schuld beider Angeklagten wiedergab. Vor allem galt es das angewandte Schiedsrichterverfahren unter die Lupe zu nehmen, wie es zustande gekommen. Das Gericht halte die Urkunde über die„Bochumer Ver650 Bochumer Jungmädel fuhren ins Sauerland onen ech Eltern und Mädchen nicht von Herzen freuen, wenn man in einen der schönsten deutwir Erholung fahren darfl SK-Foto: Herker Tiblung fanten but deochumer Jungmädel=Untergau hatte in vahr für 650 Junamädel eine achtvoreriar in Sauerland eet. Am Dienstag morgen war nun der Lag angebrochen, wo die schöne FeJahr" das schöne Sauerland beginnen sollte ndennruppen von 20—25 Mädel werden sie und 3.reisen Olpe. Meschede, Wennemen. Eslohe Lanheirn Jugendberbergen und anderen Untergebracht auch in Privatquartieren SK-Foto: Herker Schon ganz früh hatten sich die ersten am Bahnhof=Nord eingefunden, wo mit dem Sonderzug kurz vor N Uhr die Ferienfahrt angetreten wurde. Be gleitet von den Angehörigen, versammelten sich die Jungmädel auf dem Bahnhe'svorplatz, wo die einzelnen Transporte schnell zusammengestellt, waren. Voller Spannung und Erregung erwarteten die Mädel den Zeitpunkt, da es auf den Bahnsteig gina. Schnell wurden die Plätze besetzt, nachdem es noch einmal einen herzichen Abschied zwischen den Angehörigen gegeben hatte. Pünktlich verließ der lange Sonderzug den Bahnbof. einbarung“ zum Schiedsrichterverfahren für echt, gleichzeitig die Unterschrift und die Stempelung durch den Angeklagten Moskopp. Es überrasche, in welch kurzer Zeit der Schiedsspruch von dem Schiedsrichter gefällt sei, dann aber auch die geringe Höhe des Honorars von nur 600 Mark bei der geltend gemachten Nachforderung von fast 00000 Mark. Bedenklich müsse stimmen, daß die Firma Moskopp die gesamten Stempelkosten des Schiedsspruches, die beide Teile gleichmäßig zu tragen hatten, vorgelegt habe. Die Oberflächlichkeit, mit der der Schiedsspruch gefällt sei. lasse die Ansicht aufkommen, daß der Schiedsspruch eine Partei begünstigt habe, also durch Bestechung zustande gekommen sei. Dafür spreche das Verhalten des Angeklagten Moskopp während der Tätigkeit des Schiedsrichters durch die Erteilung von Informationen und nach Rechtskraft des Schiedsspruches durch die Besprechungen seines Bruders mit Dr. Kötter, ferner die Zahlungen an Dr. Kötter. Es mute lächerlich an, daß die Firma Moskopp zu einer Zeit, als es ihr finanziell schon schlecht ging und sie vor dem Zusammenbruch stand, 1200 Mk. an Dr. Kötter für die Erteilung eines nutzbaren Rates gezahlt habe. Der Angeklagte habe auch nichts getan, um den vermeintlichen Fälscher der Bochumer Urkunde der verdienten Strafe entgegenzuführen. Das alles habe aber für die Ueberführung des Angeklagten noch nicht genügt. Hier sei die frühere Aussage der Tochter des Schiedsrichters Kötter. Frau Antrop, heranzuziehen. der ihr Vater den Text der Bochumer Vereinbarung in die Maschine diktiert und die einen Ausspruch ihres Vaters bekundet habe er bekomme von Moskopp viel Geld. sie möge aber darüber schweigen. Die bewußte Unwahrbeit Moskopps gegenüber dem Direktor der Kalksteinwerke, er kenne Kötter nicht, lasse ihm schon eine Bestechung zutrauen, ferner die Aushorchung von Zeugen und die Verwendung der Erklärungen dieser zu eidesstattlichen Versicherungen. Die letzten Zweifel an der Schuld seien durch die Feststellungen der Schriftsachverständigen ausgeräumt worden. Die Unterschrift sei echt und sie beweise den Tatbestand der Schiedsrichterbestechung. Diese Feststellungen bewiesen aber auch die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung durch Moskopp, in der er bekundet habe, ein Honorar von nur 600 Mark mit dem Schiedsrichter vereinbart zu haben. Das Gericht ist auch voll von der Tatsache überzeugt, daß der Angeklagte Dr. Kötter sich der Beihilfe zu der verbrecherischen Handlung seines Vaters schuldig gemacht habe. Der Vorsitzende würdigte auch hier die entsprechenden schwerbelastenden Ergebnisse des Prozesses. Dagegen habe nicht den Beweis als erbracht gesehen, daß sich Dr. Kötter des Meineides in dem begleitenden Zivilverfahren schuldig gemacht habe, wenn er auch die ihm bekannte Tatsache der Bestechung des Schiedsrichters verschwiegen habe. Aber Dr. Kötter hat den Erpressungsversuchen Großkopfs Moskopp gegenüber Hilfe gegeben. Hier liegt Erpressung tollster Art vor, die glücklicherweise im Versuchsstadium stecken geblieben ist. Die hier in Verbindung stehende Anklage des versuchten Betruges auf Seiten Dr. Kötters halte das Gericht nicht für hinreichend nachgewiesen. Hinsichtlich des Strafmaßes habe nun das Schwurgericht strafmildernd erwogen, daß beide Angeklagte bisher unbestraft sind, beide im Weltkriege als Frontkämpfer ihre Schuldigkeit getan haben, zur Zeit der Tat in schlechten finanziellen Verhältnissen lebten. Doch könne die Strafe angesichts der Schwere des gemeinsamen Verbrechens nicht zu milde ausfallen. Sie müsse der Abschrekkung dienen. Strafverschärfend sei für Moskopp auch der begründete Verdacht, daß er bestrebt gewesen sei, in diesem Strafverfahren Zeugen zu beinflussen, ferner sein hartnäckiges Leugnen trotz erdrückender Beweise. Für die Bestechung habe ihm das Gericht drei Jahre Zuchthaus gegeben, ein Jahr Gefängnis für die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung. Beide Strafen seien auf drei Jahre sechs Monate Zuchthaus zusammengezogen worden. Aus Billigkeitsgründen habe man ihm drei Monate Untersuchungshaft angerechnet, mehr nicht, da er durch sein hartnäckiges Leugnen die Voruntersuchung hingezogen habe. Er habe ehrlos gehandelt, da er an den Trägern der Rechtsprechung gerüttelt habe.— Dr. Kötter hafte ein moralischer Tiefstand an. Zu den verbrecherischen Handlungen hat er jahrelang Hilfe geleistet, weshalb auch ihn Zuchthaus treffen müsse. Bei ihm sei zu beachten, daß Erpressung eines der gemeinsten Delikte ist. Ihm sei die Untersuchungshaft in Höhe von 9 Monaten angerechnet worden. Das Gericht habe hier bewußt einen Unterschie) gegenüber dem Angeklagten Moskopp gemacht. Dr. Kötter habe nicht zur Verlängerung der Voruntersuchung beigetragen. Da auch er ehrlos gehandelt habe, treffe ihn auch die Strafe des Ehrverlustes. Von der Anklage des Meineides sei er freigesprochen worden. Der Angeklagte Moskopp erklärte, die Strafe nicht annehmen zu können, öhnlich auch der Angeklagte Dr. Kötter. Der Vorsitzende schloß die Sitzung mit einer Dankeserklärung an die Geschworenen für ihre aufopfernde Tätigkeit in diesem dreiwöchigen Prozesse Ferienglück auch in Bochum Nur einige Vorschläge, vielleich interessieren auch Sie sich dafür Hand aufs Herz: Ihr Lächeln ist gelinde ausgedrückt sheptisch, wenn Sie unseren Vorschlag vernehmen, wenigstens einige Tage Ihres Sommerurlaubs in Bochm zu verbringen! Run, wir meinen nicht gerade in staub= und hitzeüberladenen Straßenzeilen, sondern vielleicht dort, wo die letzten Fordertürme der Stadt in den Himmel nigen, würzige Landluft sich anstelle von Rauch und Dunst des Industriezentrums ausbreitet. Wir mten zu Fahrten und Streifzügen in und um Bochum und Sie werden allemal etwas Neues finden, das die Ausflüge zu Entdeckungsfahrten von ungeahnter Köstlichkeit werden läßt. Es ergeht unserer Stadt und unserer Heimat wie den verhannten Menschen, sie ist besser als ihr Ruf, besser und schöner. Sie besitzt Chaiakter, ist herb und streng, nüchtern und sachlich, anderswo idyllisch und verträumt, malerisch und romantisch. Und das ist das Wunderbare, diese Zwiespältigkeit, ergibt keine Dissonanz, sondern eine Harmonie, aus der sich das Typische und Charakteristische unserer Landschaft formt, zugleich eine Einmaligkeit schafft, in der industrielle Kräfteballung und bäuerliches Schollenverbundensein zum Ausdruck des Wesens eines Landes und seiner Bewohner werden. Dem oberflächlichen Betrachter, insbesondere dem Fremden, mag unsere Stadt und ihre Umgebung in dem Rebeneinander und der Häufung krasser Gegensätze unorganisch und disharmonisch vorkommen. Weit gefehlt, diese Gegensätze sind und werden ausgesöhnt, und das ist unser Stolz. Nicht, daß wir unser Heil in der Stadt oder auf dem Land allein suchten, als heimatlose Materialisten oder nicht über ihren Horizont hinauskommende Eigenbrötler. Eine größere Aufgabe harrt durch uns ihrer Lösung. Mehr denn je fühlt sich die erstandene Gemeinschaft des Volkes berufen, aus ihrer unerschöpflichen Kraft ursprüngliche Landschaft und das, was die Industrie aus ihr gemacht hat, in einer Synthese zusammenzuschließen und mit dem Hinweis auf das Ergebnis einem jeden zuzurufen: Auch du hast eine Heimat und fürwahr allen Grund, stolz auf sie zu sein. Das alles sei nur angedeutet, aber wem nach einigen kostlichen Tagen das Erlebnis der 1 131 Brennpunkt des Verkehrs aus der Bogelperspektive . asete recht aufgegangen 3t, der muß ehrlichen Herzens bekennen, daß es auch m Bochum ein Ferienglück gibt. Vielleicht sieht man sich zunächst einmal die Innenstadt an, mit anderen Augen als gewöhnlich. Hundert=, tausendmal führte uns der tägliche Weg zum Büro durch diese oder jene Straße. Sind wir tatsächlich all die Zeit über blind gewesen? Wo waren unsere Sinne, daß wir den planmäßig entwickelten Ausbau der Hauptgeschäftsstraßen, ohne jede marktschreierische Reklame und bar aller Talmieleganz, nicht früher bemerkten. Sehen wir doch nicht immer nur aus der Froschperspektive. Das Auge ein paar Kilometer gen Norden Fabriken, Häuser, Schornsteine, Sirenen, Motore, Eile und Hast den Werktag ausfüllen. Das scheint eine andere Welt hier, eine sonntägliche, die zwar auch einen Rhythmus hat, jedoch nichts von dem unsteten und wirbelnden der Großstadt, sondern dieser ist seltsam beglückend, klar und gelassen, als herrsche ewiger Sonntag. Da fällt mit einemmal alles ab, versinkt in einem Meer von Vergessenheit, was gestern noch wichtig schien. Wichtig und wesentlich ist nur noch die zarte, transparente Bläue des Himmels, auf dem weiße Wölkchen gleich Schafherden ihren Weg ohne Ziel suchen, das unfaßbar vielfältig gestufte Grun der Bäume, Sträucher und Gräser. Dazu die Luft, dünn und weich, würzig und gehaltvoll, es riecht nach Stroh und Erde, Wald und Wasser. Nun stehst du hier auf der Höhe der Ruhrberge und suchst mit dem Blick ringsum den Horizont ab. Unmittelbar vor dir gelbgrüne Kornfelder mit einem türkisfarbenen Schimmer, dort blühende Wiesen und jetzt schattet die Dämmerung alles Irdische zusammen, hüllt die Schöpfung in einen grauen Mantel und breitet Schweigen darüber. In der Ferne liegt die große Stadt. Es flimmert und blitzt, blinkt und gleißt, in Wirklichkeit nur wenige Kilometer von hierl Da wird das Herz sich seiner Einsamkeit bewußt, wir können und wollen bisweilen allein sein, allein mit allem, wozu der Alltag keine Zeit läßt.„Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!“ Ferien daheim sind nicht trostlos. Man muß nur den Mut haben, ableits vom Wege zu gehen, dort erschließt sich eine unbehannte Welt, deine Heimat! Frische Luft in die Klassenzimmer Von Dr. Ing. E. Roser, Bochum Ein bekanntes Bochumer Hochhaus, etwas ungewöhnlich gesehen (SK=Fotos: Herker) klettert an Fassaden empor, die schon vom ersten Stockwerk an fremd erscheinen. Man ist überrascht und sollte das eigentlich öfter tun, auf den täglichen Wegen hier und da eine kleine„Augenstippvisite“ einlegen. Mancher Gang verlöre dadurch die Hälfte seiner Länge. Bislang ist es nur Auserwählten möglich gewesen, aus der Vogelperspektive einen Blick auf Bochum zu werfen. Wem das bisher nicht vergönnt war und wer dennoch einen Ersatz, sogar einen recht anschaulichen haben möchte, der besehe sich einmal seine Heimatstadt vom fünften Stockwerk, vom Dachgeschoß des Rathauses aus. Ob Ost oder West, Süd und Nord, schlanke Schornsteine und wuchtige Fördertürme umläumen als stolze und erhabene Wächter ein schillerndes Mosaik. Angeschmiegt an wuchtige Kirchtürme und Hochhäuser überragen grünpatinierte Türmchen ein Gewimmel von grauen, roten und schwarzen Dächern. Darin in Grün Tupfen und Flächen aller Schattierungen, unsere Grünanlagen. Bis zu den ländlichen Randbezirken gleitet der Blick und es ist deutlich festzustellen, wie Ausläufer von Wiesen und Aeckern ihre Fühler stellenweise weit bis in die Stadt vorstrecken. Und da wir schon gerade einmal in der Stadt sind, sehen wir uns doch die interessanten Bauwerke, die unserem industriellen Gemeinwesen ein neues Antlitz gegeben haben, in Ruhe etwas genauer an. In groben Umrissen sind sie jedem behannt, doch wer nur einmal den Versuch machen wollte, dieses oder jenes näher zu beschreiben, wenn es ihm nicht handgreiflich vor Augen steht, müßte bald zugeben, daß außer einem vagen Gesamteindruck nur wenig Positives zu sagen ist. Und Bochum weist doch so zahlreiche inposante Bauwerke auf, daß es in dieser Hinsicht gewiß nicht hintan zu stehen braucht. Nur einige Beispiele: Das Rathaus, die Hauptpost, die Kommunalbank und das Polizeipräsidium, die modernste Schlachthofanlage Westdeutschlands und der größte Straßenbahnhof des Westens. In all diesen Schöpfungen offenbart sich neuzeitliche Städtebaukunft in so verschiedenen Formen, daß sich auch dem Nichtsachmann ohne weiteres interessante Vergleichsstudien aufdrängen. Wer mehr für das Altertümliche ist, Kirchen, Burgen und Adelssitze, im 11., 12. und 16. Jahrhundert erbaut, werden auch ihn zufriedenstellen. Kaum glaublich, aber wahr! Was meinen Sie wohl, welch erstaunliche Ergebnisse eine Rundfrage erzielen würde, die sich unter Bochumern neugierigerweile danach erkundigte, wer eigentlich noch nie im Bergbau oder Geologischen Museum, anerkannten deutschen Sehenswürdigkeiten, gewesen ist? Nicht nur dem Propheten, auch Dingen nicht aus Fleisch und Blut ergeht es mn der Heimat schlecht. Wenn die Sonne mal nicht so freundlich strahlt, wäre ein Besuch unseres Heimatmuseums Haus Rechen zu empfehlen, das u. a. prächtige Erinnerungsstücke an unseren Jobsiadendichter, den Hofrat Dr. Arnold Kortum, enthält. Damit ist das Kraftreservoir für Erholungsuchende keineswegs erschöpft. Die Haupttrümpfe bleiben noch auszuspielen, insbesondere für die, die weniger für„Betrieb“ sind. Daß den Aelteften wie den Jüngsten mehr als ein halbes Dutzend Schwimmbäder in allen Teilen der Stadt, ausgedehnte Grünflächen und prächtige Sportanlagen einladen, dürfte behannt sein. Alles schön und zwechmäßig, aber vielleicht doch nicht das, was die meisten suchen und finden können, ohne in die Ferne zu chweifen. Es ist unmittelbar vor den Toren der Großstadt, in unserer herrlichen Ruhrlandschaft. Rirgendwo kommt eindringlicher als hier die rhythmische Zwiespältigkeit unserer Landschaft zum Ausdruck, erlebt man den Zauber verhaltener Schönheit der Natur in nächster Nachbarschaft gigantisch gefesselter Nächte der Industrie. Jählings offenbart sich das alles, kaum ein, zwei Stunden Wegs. Es ist schier unfaßlich, wie NSG. Wenn wir die in gewissen Zwischenräumen veröffentlichten Aufstellungen über die ansteckenden Krankheiten verfolgen, sehen wir mit Erschrecken die hohen Krankheitsziffern und Todesfälle insbesondere bei: Scharlach, Diphterie und Tuberkulose. Wir lesen z. B. in dem Bericht des Hygienischen Instituts des Ruhrkohlengebietes zu Gelsenkirchen über den Stand der ansteckenden Krankheiten im Ruhrkohlengebiet in der Zeit vom 30. Mai bis 3. Juli 1937(fünf Wochen): Unterleibstyphus 6 Erkrankungen 0 Todesfälle Paratyphus 25„ 0 Ruhr 30„ 1 Scharlach 634„ 4„ Diphterie 1148„ 38 Genickstarre 19„ 12„ Kinderlähmung 4„ 0„ Tuberkulose 492„ 256„ Aehnliche Verhälmnisse wie in diesem eng begrenzten Gebiete liegen insbesondere auch in anderen Industriegebieten vor. Die Uebertragung solcher Krankheitskeime erfolgt im allgemeinen im Zusammensein von Mensch zu Mensch, also im Spielzimmer, Schlafzimmer, Schulzimmer. Die Ansteckungsgefahren im Schulzimmer sind bei weitem die größten. Im Schulzimmer, bei Anwesenheit von 30 und mehr Schülern, wird die Luft schon nach wenigen Unterrichtsstunden die denkbar schlechteste. Frische Luft enthält 20,94 Prozent Sauerstoff, 0,03 Prozent Kohlensäure ausgeatmete Luft enthält 16,3 Prozent Sauerstoff, 3,9 Prozent Kohlensäure. Da nun nach Angaben verschiedener Forscher der Mensch in 24 Stunden rund 32 cbm mit Wasserdampf gesättigte Luft ausatmet, werden in einem Klassenraum mit etwa 100 cbm Luftinhalt z. B. bei Anwesenheit von 30 Schülern in der Stunde rund 40 cbm verbrauchte Luft in den Klassenraum ausgeatmet. Dazu kommen neben der steten Zunahme von Kohlensäure die gefährlichen Atemgifte und Ekelstoffe, jene meist unbekannten Stoffe, die der Mensch abscheidet. Körperliches Unbehagen, Kopfschmerzen, Beklemmungen, Uebelkeiten, sind die nächsten Folgen eines Aufenthaltes in engbegrenzten, mit Menschen angefüllten Räumen. Es ist schon festgestellt worden, daß Versuchstiere(Kaninchen, Mäuse) in Atemluft tödlich erkrankten. Solchen schädlichen Einflüssen unterliegt aber insbesondere die zarte Gesundheit des Kindes und raubt demselben die Widerstandskraft beim Auftreten gefährlicher Krankheitsbazillen. Viel Bewegung in frischer Luft, Sport und Gymnastik planmäßig betrieben, bringen den KinZahl der Wohlfahrtserwerbslosen sinkt weiter Immer weniger hauplunterstützungsempfänger in Bochum Im Monat Juli 1937 wurden im Wohlfahrtsamt in der offenen Fürsorge insgesamt 8347 Hauptunterstützungsempfänger(H. U. E.) mit 17 363 Köpfen(K.), im Vormonat 8553 H. U. E. mit 17 947 Köpfen betreut. Davon entfallen auf: Kriegsbeschädigte und=hinterbliebene 100 H. U. E. mit 148 K., Sozialrentner 2736 H. U. E. mit 5397 K., Kleinrentner 447 H.U.E. mit 661 K., Armenpfleglinge 2504 H. U. E. mit 5013 K., Blinde 49 H. U. E. mit 78 K., Wohlfahrtserwerbslose 2076 H. U. E. mit 4714 K., Zusätzl. unterstützte Rotstandsarbeiter 20 H. U. E. mit 77 K., Zulätzl. Unterstützte des Arbeitsamtes 415 H. U. E. mit 1275 K. Die Zahl der Zusatzrentenempfänger betrug 1803 U. E. mit 2811 K.(im Vormonat 1805 U. E. mit 2834 K.). In der geschlossenen Fürsorge(Anstaltsfürsorge maren untergebracht: in Krankenhäusern 548 Personen(im Vormonat 505 Personen), in eigenen Pflegeheimen 238 Personen(im Vormonat 205 Personen), in Bochumer nichtstädtischen Altersheimen 173 Personen(im Vormonat 172 Personen), in Waisenhäusern 13 Personen(im Vormonat 12 Perlonen), in Provinzialheilanstalten 1115 Personen(im Vor= monat 1110 Personen), in sonstigen Anstalten 19 Personen(im Vormonat 22 Personen). In der halboffenen Fürsorge waren untergebracht: in der Herberge als Wanderer täglich nach dem Wochendurchschnitt= 3 Personen, im Obdachlosenheim als Wanderer täglich nach dem Wochendurchschnitt— 1 Person. Der Gesamtfürsorgeaufwand betrug 457 305 RM (im Vormonat— 549 151 RM). dern nicht nur Arbeitsfreude und Frohsinn, sondern auch Gesundheit. Da aber auch der Aufenthalt im Klassenzimmer nicht zu umgehen ist, muß für dauernden Zufluß frischer, gesunder, ozonreicher und genügend Wasserdampf enthaltender Luft gesorgt werden. Bei neuen Schulbauten wird wohl in Zukunft durch den Einbau von Klimaanlagen dafür gesorgt werden, daß der Aufenthalt der Kinder im Klassenzimmer keine Gesundheitsschädigungen mit sich bringt. Um aber den vorhandenen Unterrichtsräumen gesunde Luft herbeizuführen, wurde ein Gerät konstruiert, das in jedem Raum an eine elektrische Lichtleitung angeschlossen werden kann. Das Gerät schließt ein Staub= und Keimfilter sowie ein Feuchtfilter mit einem Wasser=Verdampfungsgefäß ein. Die Luft wird in der Stunde drei= bis viermal von dem Ventilatoren des Gerätes durch die Keim= sowie Feuchtfilter gesaugt und— wenn erforderlich— mit Wasserdampf angereichert. Die schlechten Gerüche und Atemgifte werden dabei weitgehendst entfernt. Beim Durchströmen der Luft durch das Gerät streicht die Luft an dem mit Wasser und einem Desinfektionsmittel durchtränkten Keimfilter und den Lamellen vorbei und gibt dabei den in der Luft enthaltenen Staub sowie die darin enthaltenen Krankheitskeime ab. In der Heizperiode wird das Gerät zweckmäßigerweise an den Rippenheizkörper der Zentralheizung aufgehängt. Bei sachgemäßer Bedienung und Inbetriebnahme des nahezu lautlos arbeitenden Gerätes bleibt während der Unterrichtsstunden die Luft im Klassenraum staub= und keimarm und behält annähernd den Sauerstoffgehalt, den die Luft im Freien besitzt. In der heißen Jahreszeit, wenn die Außenluft wärmer ist als die Luft im Klassenzimmer, also keine Luft von außen in das Zimmer fließen kann, wenn man dieses nicht durch einen„Zug“, Oeffnen einer Tür usw. herbeiführt, steuert das Gerät staub= und keimarme Luft von außen in das Innere des Zimmers. Dabei ist die aus dem Gerät strömende Luft noch 1—2 Grad kühler wie die angesaugte Luft. Das Gerät ist berufen, überall dort, wo elektrischer Strom zur Verfügung steht, mit billigen Mitteln den Aufenthalt für den Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten, seine Gesundheit zu erhalten und zu kräftigen. Luft ist für Mensch. Tier und Pflanze der lebenswichtigste Stoff; ihre Beschaffenheit muß insbesondere im Kindesalter und im Schulzimmer mehr wie seither Beachtung geschenkt werden. 820 auslandsdeutsche Kinder in Westfalen-Süd NSG 820 Kinder deutscher Eltern, die im holländisch=limburgischen Grenzgebiet ansässig sind, wurde durch Vermittlung der RSV im Gau Westfalen=Süd eine vierwöchentliche Erholung ermöglicht. Wochenlange Vorarbeiten waren notwendig, um alle bedürftigen Kinder zu erfassen, ie notwendigen Ausrüstungs= und Kleidungestüche zu beschaffen und was sonst noch alles damit zusammenhängt. Die Kinder wurden in Herzogenmath gelammelt, wo sie ihre Reise zunächst nach Hagen antraten. Von Hagen aus erfolgt dann die Verteilung in die einzelnen Quartierstellen im gesamten Gaugebiet. Aus dem Osfland zurück Westfälische BOM=Mädel besuchten Ostpreußen und die polnische Grenze. NSG. Eine Fahrtengruppe des westfälischen besuchte auf einer 16tägigen Fahrt Ostpreußen und die Freistadt Danzig. Kreuz und quer durchmanderten sie das Oberland, Masuren und die schöne ostpreußische Ostseeküste. Auf ihren Fahrten an der Grenze entlang erlebten sie den harten Kampf, den hier das deutsche Volkstum gegen den fremden Einfluß zu bestehen hat. Den deutschen Volksgenossen an der Grenze aber brachten sie neue Kraft und neuen Glauben für den täglichen Einsatz. Wer will unter die Soldaten! Das ist das Motto des heute im Parkhaus Bochum stattfindenden Militärkonzerts des Musikzuges des Flak=Regiments 4. zu dem die Deutsche Arbeitsfront NS.Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Kreis Bochum einladet. Schon dasMotto läßt erraten, daß beabsichtigt ist. echte und rechte Militär=Musik zu Gehör zu bringen. Eine besondere Freude wird den AbendKonzertbesuchern noch dadurch bereitet, daß anschließend an das Konzert ein Manöverball steigt zu dem hierdurch alle sich in Urlaub befindenden Soldaten besonders herzlich eingeladen werden. Also die Parole für Bochum soll heute lauten:„Auf zum Militärkonzert des Musikzuges des Flak=Regimit anschließendem Manöverball“. Sollte wider Erwarten schlechtes Wetter eino finden die Konzerte und der Manöverball im großen Gestsaal des Parkhauses statt. Bechumer 5A in Berlin Teilnahme der Standarte 17 an den Reichewettkämpfen. NSG. Heute fahren 5 Vertreter der SA=Standarte 17 zu den Reichswettkämpfen der SA nach Berlin Unsere Bochumer SA wird es bei diesen Reichswettkämpfen, die vom 13. bis 16. August ausgetragen werden und die Ausscheidungskämpe zur die NS=Kampfspiele auf dem Reichsparteitag sind, an dem nötigen Einsan nicht sehlen lassen, um die Standarte 17 als eine der ältesten Standarten in der Gruppe Westialen auch bei den NS Kampfspielen in Nürnberg vertreten zu können. An den Wettkämpfen in Berlin nimmt folgende Vertretung der Standarte 17 teil: Im 2000 Meter=Hindernis=Staffettenlauf Oberscharführer Stratmann(Mannschaftsführer) Stab der Standarte 17. Oberscharführer Gollub 2=17 und Oberscharführer Zeiger 23.17, An dem 1500 Meter Mannschafts=Patrouillenlon nehmen teil: Oberscharführer Wagner 21=17 (Mannschaftsführer) und Rottenführer Siepmann 31=17. Da die Reichswettkämpfe der SA in Berlin mit einem Appell des gesamten Führerkorps der SA verbunden sind. fahren am Donnerstag 45 SA=Führer der Standarte 17 mit Standarten ührer Georg nach Berlin. Schönheit der Arbeit meldet neue Erfolge auch aus Bochum. N3G. Das Amt„Schönheit der Arbeit“ meldet aus dem Gau Weitfalen=Süd neue Erfolge: Im Lennetal wurde mit der Fertigstellung der Bauarbeiten am Ohler Eisenwerk in Ohle i. W. die großzügigste Arbeitsplatzgestaltung von Weitsalen=Süd geschaffen. Mit diesem Bauwerk, das in guter, organischer Eingliederung von fünf großen Walzhallen mit dem Haus der Gefolgschaft verbunden ist, ist durch die straffe architektonische Linienführung ein guter Zulammenklang zwischen Industrie und Landschaft erzielt. Auch das Zementwerk Weitfalen in Gesehe baute unter Mitarbeit der Gaudienststelle ein wwechmäßig eingerichtetes Haus für die Gefolgschaft. Ferner wird zur Erleichterung der Arbeit ein großer Kohlensilo mit allen technischen Neuerungen(u. a. eine unterirdische Transporthandförderung) errichtet. Bei den Metallwerhen R.& G. Schmi wurde' eine weitläufige Sportplatzanlage für alle Sportarten fertiggestellt. Die Schaffung einer Frebadeanlage ist geplant. Die Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn A.=G., Musterbetrieb, errichtet zurzeit in enger Zulammenarbeit mit der Gaudienststelle„Schönheit der Arbeit= ein Gefolgschaftshaus. Vorbildliche Urlaubsregelung in den Betrieben des Reichs Der Reichs= und Preußische Finanzminister hat am 5. August 1937 einen Erlaß an die Obersten Reichsbehörden. Reichsstatthalter. Landesregierungen und Finanzminister herausgegeben, in dem es u. a. heißt: „Ferner ist der Urlaub für Lebrlinge und jugendliche Arbeiter künftig wie folgt zu bemessen: Vor vollendetem 16. Lebensjahr 18 Arbeitstagt, vor vollendetem 17. Lebensfahr 15 Arbeitslage. vor vollendetem 18. Lebensjahr 12 Arbeitstage, vor vollendetem 19. Lebensjahr 9 Arbeitstaht vor vollendetem 21. Lebensjahr 7 Arbeitstag Wenn der Jugendliche mindestens 10 Tage Lagern oder Urlaubsfahrten teilnimmt, die von der Hitler=Jugend geführt werden, erhöht sich der Urlaub der Jugendlichen unter 18 Jahren auf 18 Arbeitstage. Im Einvernehmen mit dem Herrn Reichs= und Preußischen Minister des Innern bin ich damit einverstanden, daß die vorstehenden Regelungen aum in die Dienstordnungen anderer öffentlicher Verwaltungen und Betriebe übernommen werden gez.: Graf Schwerin von Krosiak.“ NSG. General von Kluge im Zeltlager der wensälischen HJ. Im Gebietszeltlager der weittälischen HJ. in Haldem, in dem 1000 Hitlerjungen ertatzt werden, hat in diesen Tagen die zweite Lagerperiode begonnen. Der Kommandierende General und De= fehlshaber im Wel.rkreis VI, General von besuchte das Zeltlager und sprach sich über dessen Einrichtung sehr anerkennend aus. Marscheinheit des HJ.-Gebietes Westfalen bezog Quartier. Montag nachmittag gegen 17 Uhr traf die Marscheinheit des HJ-Gebietes 9 Weitialen auf ihrem Marsch zum Reichsparteitag berg mit 32 Bannfahnen in Stärke von 90 Alann Bonn ein. Auf dem Marktplatz wurde die Mart einheit von einem Vertreter des Kreisleiters, Oberbürgermeisters und des Jungbannführers grüßt. Nach einer Stadtbesichtigung Hitlerjungen ihre Quartiere, von wo aus Diensma vormittag sie ihren Marsch nach Hones fortsetzten. NSG. Wieder 1600 RdF.=Urlauber in falen=Süd. Am Sonntag vormittag trafen in nerzbagen 800 Kdff.=Urlauber aus dem Gau 2 falen=Nord ein, um einen Tag in den schonen en länder Bergen zu verleben. Am 16. aus dem gleichen Gau nochmals 800 Urtnn dens Meinerzhagen ein, und am 17. August die Urlauber aus Schlesien, die aus noch in bester Erinnerung sind. NSG. Ferienheim für Blinde und Die Provinzialverwaltung beabsichtigt. in Lage am Möhnesee ein Ferienheim für 1 Taubstumme zu errichten. Die hat dafür ein Grundstück oberhalb der Ang berge zur Verlügung gestellt. NSG. Sturmbann„Feldherrnhalle" Hanen erringt Wanderpreis. Zum vierten Mal n. diesem Jahr der Wanderpreis der gen unter den Formationen der Sa=Stawarie de der Krieger= und Schützenvereine und dum drnn Mal der Standarte„Feldherrnhalle Der erste Start der SA=Männer des Sturn. der Standarte„Fedherrnhalle" war r folgreich, so daß sie den„Silberkranz Hattingen" für ein Jahr besitzen. Nürn * Ein weiterer wich endet- Die größt 310 000MB Rurnberg, 8. Aug ucch die alte Stadt Nürnb ullen, daß an allen Ecken 1 sleinen Gassen und Gaßch nalerischen Plätzen sich tause de daran arbeiten, das äuß mistelalterlichen Pracht erh schen Stadtkerns zu verschön onalistische Stadtverwaltung pflichtung bewußt geworden, d eimnitigen Reichsstadt ein Ve ns alte Nürnberg zu erhal altlosen und traditionsfein aufdringlich hatte breit mach Nurnberg wahrt nhe mit bemundeinswerter anläßlich des Besuchs deutsch mnzen Reiche mit Stolz und ß die Stadt, die der Fül rir„Stadt der Reichsparteita heute doch schon anders aus Jahres 1033. Freilich sind teuen gigantischen Bauten wurde der alten deutschenS emer Ausdruck aufgeprägt. bertellung des einstigen Zust vergleichlichen schönen Bauter reudigen und kunstsinnige wurden, wird und wurde hi der Adolf=Hitler=Platz wirk Platz Deutschlands. Zahlreie i herrliches typisch fränk und wehrhaft ragen die vo beheiten Mauern und Türm Die Baudenkmäler Jenseits der verbreiterte und enfiehen auf dem riesige die Baudenhmäler unserer Ze der Macht und der Kraft Seutschland. Hier liegt die a Hier wird in rastloser Ta wir während der Dauer der natz, an der Vollendung ein iech in Jahrtausenden von und dem Zukunftsglauben tinden wird. Hier entiteht Jahonalsozialismus, der N nen, die Tempelstadt der 2 Die Kongreßhalle Freilich mussen noch Jahr aoten Playe verwirklicht 1943 wird, auch wenn ihre unmöglich erscheinen mochte ablchmitt endgültig vollendet Zu Füßen liegt das Funt nach den Plänen des Professor Ruff erhaut und m Jahre 1943 zur Abhal wird. 40 000 Sitzpl Das Manche Wiege hat d en Totenschrein. nen Bewohnern erfahl Lod in mehreren Jahr gebrechlich geworden. einmal den Versuch ma Zeit Schritt zu hal mauern ließ. Aber di mehr, die Balten kna vergeblichen Anstrengu o, Stiele und Ver daß die alte Gebrechli zutage kam. Der alte geheimnisvoller aus ihm eine lebendige dann in hellen Schwe oläst aus dem Rauchl au Pfeife raucht lichter und heller, in dem Haus serne Töpfe an den eat über dem Kamins Die Molzows habe wohnt, wenigstens n onen erzahlt haben. n auf die Jagd ging em auch seil Im desgleiche nse geboren. uch wahl ein U in Berlin te 17 an den Reicheapsen. rtreter der SA=Standarte fen der SA nach Berlin vet diesen Reichsbis 16. August ausgetrascheidungskämpfe sur die Reichsparteitag sind. an fehlen lassen. um die r ältesten Standarten in h bei den NS Kampieten zu können. An den umt folgende Vertretung tis=Staffettenlauf Obern(Mannschaftsführer) berscharführer Gollub Zeiger 23.17. innschafts-Patrouillenlan hrer Wagner 21=17 Rottenführer Siepder SA in Berlin mit mten Führerkorps hren am Donnerstag 15 17 mit Standarten ührer er Arbeit auch aus Bochum nheit der Arbei!“ falen=Süd neue Erfolge: Fertigstellung der Bauin Ohle l. W. die von Weitalen=Süd geerk. das in guter, orga= fünf großen Walzhallen ft verbunden ist, ist durch Linienführung ein guter ndustrie und Landschaft rn Westfalen in Gesehe Baudienststelle ein zwechfür die Gefolgschaft. g der Arbeit ein großer chen Neuerungen(u. a. andförderung) errichtet. G. Schmöle in Menden vortplatanlage für alle Schaffung einer Fre= r Straßenbahn A.=G., zeit in enger Zulam= ienststelle„Schönheit folgschaftshaus. subsregelung n des Reichs che Finanzminister hat rlaß an die Obernen alter. Landesregierun= tusgegeben, in dem es b für Lebrlinge iter künftig wie folg: nsjahr 18 Arbeitstage. asfahr 15 Arbeitstage. isjahr 12 Arbeitstage, isjahr 9 Arbeitstag isfahr 7 Arbeitstag indestens 10 Tage an teilnimmt, die von der 1. erhöht sich der Ur= 18 Jahren auf 18 Arm Herrn Reichs= und ern bin ich damit ein= den Regelungen auch rer öffentlicher Ver= rnommen werden n von Krosial." im Zeltlager der westlager der westtälischen 0 Hitlerjungen ersatzt se zweite Lagerperiode ide General und Bebeneral von Kluge, h sich über dessen EinJ.=Gebietes Westfalen nittag gegen 17 Uhr Gebietes 9 Westfalen sparteitag nach Rürnirke von 90 Mann in t wurde die Marsch= des Kreisleiters, des Jungbannführers behtigung bezogen die on wo aus Dienstg Hones fortletzten. Urlauber in Melt= ttag trafen in Mei= aus dem Gau o den schönen lauern 16. August treften ls 800 Urlauber in August kommen dann le aus dem tumme. bbeher de und törbecke h Nürnberg— die Stadt der Reichsparteitage Ein weiterer wichtiger Bauabschnitt auf dem Reichsparleitagfeld vollendet- Die größte Baustelle der Welt- Das Deutsche Stadion für 310 000- Restaurierungsarbeiten im alten Nürnberg MB Nürnberg, 8. Aug.(Drahtb.) Wer heute uch die alte Stadt Nürnberg geht, dem wird aufullen, daß an allen Ecken und Enden in den alten seinen Gassen und Gäßchen und an den vielen nalerischen Plätzen sich tausend eifrige Hände regen re datan arbeiten, das äußere Bild dieses in leiner mittelalterlichen Pracht erhalten gebliebenen deutschen Stadtkerns zu verschönern. Erst die nationalonalistische Stadtverwaltung ist sich wieder der Verpilichtung bewußt geworden, daß es in dieler berühmten eimtigen Reichsstadt ein Vermächtnis zu ehren gilt: ns alte Nürnberg zu erhalten, Verschüttetes wieder ens Licht zu heben und Fremdes, das sich in einer altlosen und traditionsfeindlichen Zeit plump und aufdringlich hatte breit machen können, auszumerzen. Nürnberg wahrt eine Tradition. Oberbürgermeister Liebel, der sich dieser Aufnbe mit bewundernswerter Energie widmet, konnte anläßlich des Besuchs deutscher Schriftleiter aus dem nnzen Reiche mit Stolz und Berechtigung feststellen, dak die Stadt, die der Führer durch die Erhebung rir„Stadt der Reichsparteitage“ so ausgezeichnet hat, heute doch schon anders aussieht als zu Beginn des lahres 1033. Freilich sind in der Stadt selbst keine euen gigantischen Bauten errichtet worden und es wurde der alten deutschen Stadt auch nicht ein moer Ausdruck aufgeprägt. Allein durch die Wiederbertellung des einitigen Zustandes all der vielen unvergleichlichen schönen Bauten, die von einem lebensreudigen und kunstsinnigen Bürgertum errichtet wurden, wird und wurde hier gearbeitet. Heute ist der Adolf=Hitler=Platz wirklich wieder der schönste Platz Deutschlands. Zahlreiche Häuser zeigen wieder herrliches tpisch fränkisches Fachwerk. Trutzig und wehrhaft ragen die vom zerstörenden Gestrüpp eheiten Mauern und Türme empor. Die Baudenkmäler unserer Zeit. senseits der verbreiterten Ringstraße entstanden und entieben auf dem riesigen Reichspartentaggelände cie Baudenkmäler unserer Zeit. die steinernen Zeugen der Macht und der Kraft des nationalsozialistischen deutschland. Hier liegt die größte Raustelle der Welt. hier wird in rastloser Tages= und Nachtarbeit, die mt während der Dauer der Reichspartentage ruben an der Vollendung eines Werkes geschafft, das in Jahrtausenden von dem Gestaltungswillen dem Zukunftsglauben des geeinten Deutschland unden wird. Hier entiteht der„Heilige Hain des lationalsozialismus, der Wallfahrtsort aller Deutreh, me Tempelstadt der Bewegung“. Die Kongreßhalle der 40 000. Freilich mussen noch Jahre vergehen, bis alle die ene verwirklicht sind, aber bis zum Jahre o, auch wenn ihre Durchführbarkeit noch so iemoglich erscheinen mochte, der erite große Bauendgültig vollendet sein. Zu Füßen liegt das Fundament der Kongreßhalle, nach den Plänen des verstorbenen Architekten roressor Ruff erbaut und nach ihrer Fertigstellung (7. Jahre 1943 zur Abhaltung der Parteikongresse dienen wird. 40 000 Sitzplätze wird die Halle enthalten Der Bau überdecht eine Fläche von sast 60 000 Quadratmetern. Er weist eine Länge von 275 Meter, eine Tiefe von 260 Meter und eine Höhe von 57 Meter auf. Die Spannweite der Halle wird 197 Meter betragen. Ein volles Jahr wurde an der Verdichtung des Baugrundes, der ungeheuere Gewichtsmassen zu tragen hat, gearbeitet. Heute nun tag: das 37,8 Meter breite Fundament bereits mehrere Meter im weiten geschlossenen Halbkreis, der eine Fläche zweieinhalb mal so groß wie der Adolf=Hitler=Platz in Nürnberg einschließt, aus der Erde. Rundherum liegen eigens errichtete Betonfabriken mit riesigen Silos und ausgedehnten Rohr= und Förderanlagen. Unaufhörlich heben und schwenken mächtige Krane schwere Lasten, auf den normalspurigen Gleisen bringen sie neues Baumaterial herbei, gewaltige Gmanitblöcke, die aus fast allen deutschen Vorkommen, so im Harz. im Fichtelgebirge, im Odenwald, in Schlesien und in der Gegend von Passau gebrochen sind. Die zweite weit ausgedehnte Baufläche liegt zwischen der Luitpoldarena und dem Märzfeld Hier wird die große Straße ihrer Vollendung entgegengeführt. Fast zwei Kilometer lang durchschneidet sie hinter dem Kongreßbau den Dutzendteich, führt an dem Deutschen Stadion, dessen Grundstein bei dem diesjährigen Reichsparteitag gelegt werden wird, vorbei und mündet in ihrer ganzen Breite von nahezu 100 Meter in das Märzfeld ein— hier, wie beim Ausgang der Straße— von zwei gewaltigen Türmen flankiert, welche die grünen Wipfel des Kiesernwaldes weit überragen. Das Deutsche Stadion, dessen Pläne von Generalbauinspektor Professor Speer stammen und das im Gegensatz zu den üblichen Stadionbauten in Hufeisenform angelegt wird, wird eine Zuschauerzahl von 310000 Menschen fassen und somit wohl auf eine lange Zeitdauer das bedeutendste Bauwerk seiner Art bleiben. Das Märzfeld, die größte Burganlage der Welt. Auf dem Märzfeld, dessen Flächeninhalt um ein vielfaches größer als der aller bisher geschaffenen Aufmarschplätze und allein um das Fünffache größer als die Luitpoldarena ist, werden in Zukunft die Vorführungen der Wehrmacht abgehalten. Das Viereck wird von einem wuchtigen Tribünenbau eingeschlossen sein, der mit 46 jeweils 26 Meter hohen Türmen zugleich auch die größte Burganlage, die jemals erbaut wurde, darstellt. Während des ersten Bauzeitabschnitts wird ferner gegenüber dem Halbrund der Kongreßhalle jenseits der großen Straße ein neues Versammlungsgebäude errichtet werden, in dem die Kulturtagungen der Partei während der Reichsparteitage stattfinden sollen. Die Geschlossenheit wird schließlich noch dadurch unterstrichen, daß hier, wo überall noch Kiefernpflanzungen stehen, ein Laubwaldhain angelegt wird. Schon heute sind 40000 Eichen und andere Laubbäume gepflanzt. Trotz der unerhörten Anspannung, die die Durchführung der schon jetzt in Angriff genommenen Bauarbeiten an Mensch und Maschine stellt, herrscht auch an den übrigen, den Reichsparteitagsbesuchern wohlvertrauten Kundgebungsstätten ebenfalls emsiges Arbeiten. So unfaßlich es vor einem Jahr auch noch erschienen sein mag, die für das Baujahr 1936/37 gesteckten Pläne ausführen zu können, so werden doch Der Internationale Homöopathische Kongreß in Berlin eröffnet Am Montag wurde in Berlin der Internationale Homöopathische Kongreß eröffnet, bei dem 23 Nationen vertreten sind. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hielt bei dieser Gelegenbeit eine Ansprache über die Bedeutung der verschiedenen Heilmethoden. Diese Aufnahme zeigt ihn während der Eröffnungssitzung; links von ihm der Präsident der Homöopathischen Liga, Dr. Gagliardi(Italien)(Scherl=Bilderdienst=M.) Das alte haus hat drinnen gestanden und manch Lotenschrein. Freud und Leid hat es mit seien Bewohnern erfahren, und ist über Not und des ca mehreren Jahrhunderten nun auch alt und gebrechlich geworden. Zwar hat es unlängst wohl en Se den Versuch machen wollen, mit der modermeandhent Schritt zu halten, als es der Bauer unterwollten nicht die Balken knackten und knarrten ob der eseblichen Anstrengung, gelbes Holzmehl rieselte Nu Stiele und Verbandstücke verschoben sich, so „9 dl. alte Gebrechlichkeit nur um so deutlicher ne Am. Der alte Bau aber ist darüber nur heimnispoller geworden. Ueberall spricht ihm eine lebendige Geschichte.. sedieder die Dönze zieht wieder der Herdrauch, reiat bis unter die Balken, bückt sich und quillt blänn Schwaden bis an den First und msdem Rauchloch, als wenn Vater Mol2# Pfeife raucht. Aber mit der Zeit wird m.“ und heller, so daß man erkennen kann, m Haus vorgeht. Da bängen noch an den Wänden und alter Hausrat eolzowé haben wohl schon immer im Dorf nestens meinen sie so, weil ihre Alten mit d erdahlh haben, wie die Vorväter beim Herzog dem aus Zagd gingen und fronen mußten. Wie ae1! Im Kirchenaltbuch finden wir sie ginseeBlährigen Kriege schon in mehreren sein Rol.l0w bat auch viele Brüder gehabt, alten er desgleichen: indes, sie sind alle im auch. Mancher hatte von ihnen wohl ein Handwerk betrieben, weil er sonst nicht fertig werden konnte. Der Großvater aber, der Gottfried Molzow, war Bauer und blieb es auch in den schwersten Zeiten. Von ihm weiß das alte Haus zu erzählen: „Eben kommt er vom Pflügen nach Hause. Prr. Altel' ruft er, wirft dann den Jungens die Zügel zu, daß sie ausspannen sollen. Schockschwernot, Mutter, die Franzosen kommen schon wieder ins Dorf!— Schneiderkarl hat es gesagt,— von der großen Heerstraße her!'— Gott steh uns bei, Mann!' Die Frau schlägt die Hände zusammen. Rasch die Pferde weg vom Wagen, sonst ist alles hin!' Und auf ihren ängstlichen Ruf schwirren die Kinder berbei scharen sich um sie wie die Küken um die Glucke. Hat keine Not. Frauk Steht der Bauer abwartend am Hoftor, schaut lange die Dorfstraße entlang und ingrimmig schmunzelt er. Abends sitzen zwei Franzosen in der großen Stube am Ofen. Sind ganz beklommen, die Kleidung hängt in Fetzen vom Leib, und aus den abgezehrten Gesichtern, den vielen Runzeln und Falten grinst schweres, grausames Erleben entgegen. Nur ungern erzählen sie davon. Doch Gottfried Molzow will es immer wieder hören, von Napoleum und wie es ihm mit seinen Truppen in Rußland übel ergangen ist. Und wie sie erst einmal im Reden sind, ereifern sie sich, werden erbost. schimpfen, fluchen und rufen ein ums andere Mal: Pfui. Nopoleum! Malt schließlich einer in seiner wütigen Erregung den Kopf des Kaisers auf die Steinkacheln und spuckt beftig dagegen.— Langsam bebt sich da ein dunkler Schatten aus der Ecke, fällt im schwachen Licht des Kienspans gespenstig auf die Dönze: ein alter Mann humpelt zu den Leuten am Ofen, steht plötzlich und unerwartet vor ihnen, lacht ein erschtterndes Lachen, schaut den beiden Franzmännern durchdringend in die Augen, daß sie eng zusammenrücken und sich schauernd abwenden, als er ihnen nahe kommt. Da lacht der Greis wieder wie ein Kind und speit auf das Bild: Pfui, Napoleum!“ Altvater Oesterreich ist irr. Wie war das doch alles gekommen?— Er hatte einmal unermeßliche Reichtümer besessen, der Christian von Oesterreich im Damm, und die balbe Stadt soll ihm gehört haben, so erzählen sie sich im Dorf. Aber all sein Reichtum hat ihm nichts genützt.— Als die Franzosen das erstemal hier hindurchzogen, besetzten sie Altdamm, plünderten die Bevölkerung aus und hatten es besonders auf die gepriesenen Schätze des reichen Herrn von Oesterreich abgesehen. So war dieser mit einem Schlage zu einem armen Bettelmann geworden, kaum daß er sein Leben rettete, flüchtete er mit seiner Familie auf den Molzow=Hof, wo er entfernte Verwandte hatte.. „Junge,“ sagte mein Vater, als er mir die Vergangenheit unseres alten Hauses gedeutet hatte,„der Bauer muß seinen Buckel oft krumm machen, wenn es bart kommt. Wir haben uns wohl ducken müssen, aber nicht beugen lassen und sind aufgesprungen, wenn es die rechte Zeit war. Viele von uns, Brüder, Schwestern und Vetter, leben in großen Städten, wohnen in feinen Häusern, mit aller Bequemlichkeit und Schönheit ausgestaltet. Aber wenn sie müde werden und es nicht aushalten können in den großen Straßen zwischen Türmen und Schloten,— dann erinnern sie sich und sind froh, wenn sie ihre Steinkisten verlassen können und sich wieder heimisch fühlen dürfen in unserem alten Haus.“ R. Bauhgrn. am 6. September 1937, wenn abends alle Kirchenglocken den Reichsparteitag einläuten, draußen auf dem Gelände die Hände ruhen und die Maschinen still stehen. Es wird wieder ein großes Werk getan sein, und viel tausend Arbeiter der Stirn und der Faust, die in treuer unermüdlicher Hingabe ihre Kraft und ihr Können zum Gelingen eingesetzt haben, werden befriedigt und froh eine Woche ruhen. Hunderttausende aber, die an diesen Weihestätten nun bald aufmarschieren und Rechenschaft ablegen über ihre Arbeit, werden hier auch wieder die Kraft schopfen, um zu ihrem Heil und an ihrer Wirkungsstätte mitund weiterzubauen an dem Werk, dem wir alle dienen: Deutschland. Vokale wie Musiknoten- ein neues Alphabet Italienischer Professor will Platz und Papier sparen. Dem Unterrichtsministerium in Rom liegt eine Denkschrift eines italienischen Professors vor, die sich mit nichts geringerem als einer Reformierung des Alphabetes befaßt. Professor Cadei für Schönschreiben in Mailand, ist der Mann, der sich für die Reformierung des Alphabetes einsetzt. Er gibt sich mit drei Vorschlägen zufrieden. als deren Endzweck er die Einsparung von Platz und Papier bezeichnet. Nach seinem Verfahren würde man fünf Prozent an Platz sparen. Statt hundert Seiten würde man nach seiner Methode nur noch fünfundneunzig Seiten für ein Buch benötigen. Der erste Vorschlag geht auf die Ausmerzung der Vokale hin. Professor Cadei meint, daß man für die fünf Vokale, ein gleiches Zeichen wählen solle, ein kleines Quadrat vielleicht, das man— wie die Musiknoten, die ja alle gleich sind und nur durch die verschiedene Höhenstellung ihre Bedeutung erlangen— durch die verschiedenartige Höhe binter dem Konsonanten ausdeuten könne. Das a müßte demnach als bellster Laut hoch oben stehen, das u als tiefster Laut ganz unten. Professor Cadeis zweiter Vorschlag bezweckt ein Verschwinden der Doppellaute, für die wir in der deutschen Schrift ia eigene Buchstaben haben bzw. durch zwei Strich: über dem Urlaut andeuten. Der Erfinder des neuen Alphabets meint, daß man den zweiten Buchstaben in Ruhe weglassen könne, und nur den vorhergehenden verstärken brauche. Der dritte Vorschlag kommt nur für die italiensche und franzosische Sprache in Frage. Professor Cadei meint, man soll das H., das im Italienischen und Französischen ia nicht gesprochen wird, gar nicht erst schreiben, sondern schon beim Schreiben weglassen. Ebenso müßten die verschiedenen italienischen Buchstabenfolgen, etwa sc. cc. an usw., durch einsache 2 ichen ersett werden. Im großen und ganzen folgt Prof. Cadei damit nur der Stenographie. O. S. Das Inserat Groteske von Jo Hanns Rösler. Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig Frauen fuhren Freitag früh in die Ferien. Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig frohe Ehemänner blieben Freitag früh freudestrahlend allein in Berlin zurück. Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig Abschiedsküsse wurden getauscht(manchmal doppelt, manchmal gar nicht), fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig Frauenhände schoben sich Grüßgottmachsgutundschreibemal“ in die biedere Rechte des Mannes, fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig Bahnsteigkarten wurden erlöst an der Sperre zurückgegeben und fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig stramme Strohwitwer betraten Freitag früh die Straßen von Berlin. * Freitagmittag erschien die Freitagsmittagszeitung. Auf der letzten Seit stand groß und dick: „Strohwitwer! Eure Stunde ist gekommen! Eure Frauen sind in den Bädern, der erste Abend ohne Eure Frau naht! Wir wissen, wo Euch der Schuh drückt! Wir wissen, was Ihr braucht! Wozu lange laufen? Wozu lange suchen! Kommt schnell alle in die Klubräume des Hotels X. Dort lacht das Glück. Ihr werdet Eure Frauen schnell entbehren können. Dort findet Ihr das, was Ihr braucht, was Ihr sucht, was Ihr haben müßt. Kommt sofort! Jede Stunde ist wichtig, so lange Eure Frau verreist ist.“ Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig stramme Strohwitwer lasen das Inserat. Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig stramme Strobwitwer atmeten tief. Fünftausendfünfhundertfünfundfünfzig stramme Strohwitwer fuhren nach den Klubräumen des Hotels X. * Am Abend acht Uhr fuhr in schneller Fahrt ein Sanitätsauto zum Hotel X. Die Klubräume lagen ruhig. Kein Laut. Der Kranke hob müde den Kopf. „Wie ist denn das alles gekommen?“ fragte der Arzt. „Ich weiß es selbst nicht“, stöhnte der Kranke, „immer mehr Männer kamen und schlugen auf mich ein, wohin sie mich gerade trafen.“ „Aber warum?“ „Haben Sie das Inserat in der Mittagszeitung gelesen?“ begann nach einer Weile der Kranke. „Ja. Waren Sie das?" „Leider.“ Der Arzt rückt interessiert näher. „Was war es eigentlich?“ „Nichts Besonderes", gestand der Kranke,„ich bin Vertreter von elektrischen Kochgeräten und hatte sie hier in den Alubräumen aufgestellt. Das ist doch was. wie ich inserierte, was der Strohwitwer braucht, wenn die Frau verreist ist. Ich konnte doch nicht annehmen...!“ Die (25. Fortsetzung.) „Im Wagen. Laßt die armen Kerle noch ein paar Minuten in Ruhe. Wir kriegen die Fracht erst in einer halben Stunde.“ „Wir müssen sofort zurück. Feldwebel Remin hat bei Meesters angerufen. Eine englische Kommission ist eingetroffen, die den einen... ich glaube hundertsiebzehn... vernehmen will.“ „Zum Donnerwetter, ist denn Remin verrückt geworden? Die halbe Stunde hat's nun auch noch Zeit. Jetzt nehme ich erst die Fracht auf. Und dann brauche ich die Leute. Oder wollt ihr beide schwitzen, he? Wir haben keinen Absinth mehr. Und die Konserven sind auch alle. Scher' dich nur jetzt zurück zu Meesters. Sage dem Chauffeur, in einer halben Stunde sind wir auch da, vielleicht noch was später. In einer Stunde fahren wir. Auf die kommt es auch nicht an. Was wäre denn, wenn wir unterwegs eine Panne gehabt hätten?“ Das leuchtete dem Soldaten ein. „Natürlich, Mademoiselle, Sie sind klug! Natürlich, eine Panne, wir haben eben eine Panne gehabt. Merci, Mademoiselle, wir werden warten.“ Und schon eilte er zurück. Mademoiselle aber gingen die Worte im Kopfe herum. Eine englische Kommission? Was hatte das wieder zu bedeuten?“ Jetzt war der Soldat in der Schenke verschwunden Mademoiselle wartete noch drei Minuten. Nein. es zeigte sich kein anderer. Also los! In der sengenden Glut schien alles Leben im Hafen erstorben zu sein. Um diese Zeit ruhten die Menschen, und an Bord des kleinen französischen Kreuzers war kein Mensch zu sehen, genau so wenig auf dem englischen Torpedoboot. Matt wie die Fliegen im Hochsommer ruhten die Menschen und stöhnten auf ihren Lagern in diesem Inferno von Hitze. „Los!“ kommandierte Marguerite. Sie sprangen aus dem Wagen und folgten der voranschreitenden Marquerite. In eiligen Schritten ging es zunächst am Hafen entlang, dann ein Stück am Gestade des Maroni, bis sie nach wenigen Minuten die Badeanstalt erreichten, die in einer Einbuchtung des Flusses errichtet war. „Dort ist unser Motorboot! Versteht ihr euch darauf?“ fragte Marguerite schnell. „Ja!“ Sie verstanden sich beide darauf und liefen den Steg entlang. Kein Mensch ließ sich sehen. Sie sprangen in das Boot, nach wenigen Minuten lief der Motor an, und das Boot zog in windender Fahrt davon. Daging es wie ein Aufatmen über die Männer. Als die Motoren zu arbeiten begannen, fiel mit einem Male die wahnsinnige Erregung von ihnen ab, und eine große Ruhe überkam sie, eine Ruhe, die aber zugleich die Schwäche mit sich brachte. Das gleichmäßige Tacken der Motoren erschien ihnen wie die köstlichste Musik. Es ging in die Freiheit! Chester mußte an sich halten, um nicht einen wilden Schrei auszustoßen, der alles von der Seele riß Die Augen schmerzten ihnen, denn die Sonne brannte unbarmherzig auf das glitzernde Wasser, das eine starke Strömung hatte. Sie fuhren mit der Strömung und kamen schnell vorwärts. Sie sahen nicht rechts und links sie hätten niemanden später erzählen können, wie die Ufer der Maroni aussahen, denn sie starrten nur auf das Wasser. Marquerite überließ den Männern die Führung des Bootes. Sie war damit beschäftigt, die Pakete zu öffnen und stellte fest, daß Monsieur Bourin für alles gesorgt hatte. Als sie Sonnenbrillen fand, gab sie diese den Männern, die sie sofort aufsetzten. Gott sei Dank, das Brennen in den Augen hörte auf. Marguerite wollte schon die beiden Männer auffordern, sich umzukleiden, aber da besann sie sich. Kurz bevor sie das Meer erreichten, kamen sie noch am Fort Lorrent vorbei, wo eine Festungskompagnie stationiert war, außerdem in beschränktem Umfang Festungsartillerie. Wenn man die Flucht entdeckte und nach dem Fort Nachricht gab, dann war zu erwarten, daß vom Fort aus der Strom gesperrt wurde. Da war es vielleicht wertvoll, wenn die beiden Männer Soldatenuniformen trugen, dann hatten sie vielleicht freie Durchfahrt und wurden nicht behindert. * Chester spürt plötzlich, daß Marguerite dicht hinter ihm steht, er fühlt ihren Blick. „Wie sollen wir Ihnen das je danken, was Sie für uns getan haben. Mademoiselle Marguerite?“ „Machen Sie sich keine Sorgen, Messieurs.“ entgegnet das Mädchen kühl.„ich werde für diesen Dienst gut bezahlt von Monsieur Bourin. Aber das ist Ihnen wohl bekannt?“ Einen Augenblick schweigt Chester betroffen. Der Ton des Mädchens hat ihn verletzt. Hat sie kein Herz? denkt er bekümmert. „Mademoiselle Marguerite,“ spricht er wieder, „warum verschließen Sie Ihr Herz unserer Dankbarkeit?“ „Ich will nicht die Dankbarkeit eines Mannes! Sie ist nichts wert!“ spricht sie hart.„Ich... hasse die Männer!“ Jan von Werth Ein Reiterroman von FranzHerwig Abdrucksrechte durch Veriags anstalt Manz, Mönchen (39. Fortsetzung.) „Jo erzahl' Euch den Scherz. Denn ich darf doch hoffen, daß Ihr die Einladung, mit uns zu speisen, annehmt?“ Und sie hielten zu viert königliche Tafel, und Jan machte mit Meilleraye Brüderschaft, und Marie=Anne drückte unzähligemal José Maria die Hand.— Freilich war die zweite Hochzeitsnacht Jans nicht weniger ungestört als seine erste. Denn noch lange vorm Morgengrauen erschienen Soldaten vor dem Schloß und verlangten die Herausgabe der Frau de Jussac. Meilleraye lachte sie aus. Man sagte ihm, daß man bestimmt wisse, die Dame sei im Schlosse. „Schert euch zu allen Teufeln,“ rief er,„die Dame, die im Schlosse ist, heißt Frau von Werth.“ Aber die Soldaten lagerten sich unter vielem Lärm, und sie lagerten noch, als der Tag anbrach. Sie begnügten sich damit, einfach da zu sein, und hatten im übrigen weitere Befehle des Kardinals eingeholt. Am Nachmittag forderte Richelien Jan auf, zu ihm zu kommen, und Jan machte sich fertig, denn er glaubte, daß ihm nichts geschehen könnte. „Bleib hier.“ sagte er zu Marie=Anne.„Vor Abend bin ich wieder zurück.“ „Hierbleiben? Nein, ich geh' mit. Wenn du bei mir bist, habe ich Mut wie ein Wachtmeister. Also reiten wir.“ „Reiten?“ sagte Jan und nahm sie in den Arm. „Die Karosse soll angespannt werden.“ „Jan! Jan! Eines Reiters Weib, und soll gefahren werden?“ Kenn' dich gar nicht so? Was ist in dich gefahren?“ „Das Leben, Jan!“ Als sie zum Kardinal kamen, sah er hose aus. Jan sagte resolut: Da sind wir gleich beide, Eminenz.“ Und als Richelien ihre lebensprühenden, hellen Geüchter sah, diese beiden Menschen, die dicht und fest beieinander standen, schwieg er lange. Endlich zog ein Lächeln über seine Mienen. Er drohte Jan mit dem Finger. „Werth! Teufelswerth! Ich konzedier'— Ihr habt die Partie gewonnen! Aber Ihr bürgt mir für Eure Gemahlin fortan!“ „Mit meinem Leben, Eminenz!“ Aber die Sache hätte bös auslaufen können, Werth Dig von Corbeil hatten Euch fangen könehn Ihr in Vincennes wart!“ „Fangen? Ich hatte den Degen mit.“ „So, so. Und wenn einer meiner Leute zu Schaden gekommen wäre?“ „Ich würde schnurstracks zu Eurer Eminenz gegangen sein: Die Kerls haben mein ehelich Weib antasten wollen. Und ich bin gewiß, daß Ihr gesagt hättet: Ihr tatet recht, Euer Weib zu schützen.“ „Meint Ihr? Ich finde, Ihr spielt ein wenig mit mir? Laßt, laßt, Ihr wißt, ich bin Euch gegenüber schwach.— Aber hört, Eure Affäre geht zu Ende. Ihr habt einen vortrefflichen Anwalt bei dem Kurfürsten gewonnen, den jungen Kaiser von Oesterreich, Ferdinan) den Dritten. Der setzt dem Mar wacker zu, Horn herauszugeben— und ich denke, mit Erfolg.“ Jan mußte an sich halten, um nicht laut zu jubeln. Aber seine Stimme zitterte vor Glück. als er sagte: „Sieh da, der junge Kaiser! Habe mich also nicht in ihm getäuscht!“ „Bevor Ihr reist, sehe ich Euch noch— Euch und Euer Gemahl. Aber Ihr müßt mir jetzt schon versprechen, später ein wenig an mich zu denken Wollt Ihr?“ „a.“ sagten beide wie aus einem Munde, denn im Glück vergißt man leicht alles Leid. das einem angetan ward. Am 24. März 1642 kam auf der Brücke von Dumlingen bei Breisach die Auswechslung zustande, nachdem Jan un) Marie=Anne von der gefangenen Königin=Mutter Marie in Saint=Germain in Ergriffenheit und von Paris mit lauten Feierlichkeiten Abschie) genommen hatten. Mitten auf der Brücke trafen Horn und Werth mit ihren beiden Gefolgen zusammen, sie sprangen vom Pferd und umarmten sich nach guter alter Kriegersitte. Dann bliesen endlich wieder einmal deutsche Trompeten zum Aufsitzen, und Jan und MarieAnne atmeten wieder deutsche Luft Am Scheidewege. Auch José Maria atmete wieder deutsche Luft. Als Marie=Anne ihn aus ihrem Vermögen freigekauft hatte, war der Feldprobst von diesem Beweis der Freundschaft sehr gerührt. Ueberhaupt verband ihn mit Jans Weib ein starkes Band der Zuneigung: er wünschte sich nichts, als in ihrer Nähe sein Leben verbringen zu können, un) da er fühlte, daß das unruhige Leben Jans ihn allmählich weniger anzog, nicht zum wenigsten, da Gelegenheit zu vertraulichen Gesprächen in den „Warum lügen Sie denn, Mademoiselle?“ Chester gibt nicht nach.„Warum machen Sie sich schlecht? Hat Sie ein Mann enttäuscht, dann ist's auch Ihre Schuld mit!“ „Was wissen Sie von meinem Leben, Monsieur? Genug! Ersparen wir uns das. Ihnen zur Flucht verholfen und werde dafür ausreichen) bezahlt. Voile... die Rechnung geht auf!" Da schweigt Chester. Eigentlich erwartet sie, daß er sich noch einmal regt, denn sie hört ihn gern sprechen. Aber er sagt nichts mehr. Und weiter geht die Fahrt, weiter rast das Boot, in gleichmäßig schnellem Tempo zerreißt es das Wasser. Es sprüht auf und mildert die Hitze, die um sie ist. Eine volle Stunde fahren sie jetzt schon. Sie haben gut ihre fünfundzwanzig Meilen mit dem Strome gemacht. „Ob man unsere Flucht entdeckt hat?“ fragt Odmar plötzlich. An Chesters Stelle antwortet jetzt Marquerite: „Noch nicht, Messieurs. Erst wenn die Sirene ertönt— wir hören sie beinahe bis ins offene Meer — dann ist die Flucht entdeckt. Scheinbar sitzen unsere drei Begleiter noch in Meesters Schenke und trinken. Und ich denke, vor zwei Stunden werden sie nicht nach uns suchen. Wenn wir Glück haben, dann kommen wir an dem Fort vorbei, ehe die Flucht entdeckt ist.“ Hoffentlich werden die Soldaten nicht so rasch unruhig, und hoffentlich schmeckt ihnen Essen und Trinken in der Schenke des Holländers so gut, daß sie nicht auf die Zeit achten! so denken die Männer mit schnellschlagendem Herzen. Weiter geht die Fahrt. Hin und wieder treffen sie auf Boote und kleinere Frachtschiffe, die den Verkehr zwischen Cayenne und St. Laurent aufrechterhalten. Aber im allgemeinen ist es um die Mittagsstunde auf dem Strom sehr einsam. Die Hitze drückt die Menschen nieder. Wenn nicht der Strom— und in verstärktem Maße die Schraube, die das Wasser peitscht— für Kühlung sorgte, es wäre nicht auszuhalten. Chester spürt langsam die Ermüdung. Odmar löst ihn ab und führt das Boot in gleichbleibender schneller Fahrt weiter. Und... jetzt sehen sie rechts das Fort. Wie verlassen liegt es da. Marguerite atmet auf. Sie haben Glück! Die Sirene, die weit ins Land schallt, wenn Sträflinge entflohen sind, ist noch nicht erklungen. Die Besatzung des Forts ist noch nicht aufmerksam gemacht. Kriegsläufen sich selten fand, so hatte er heimlich davon geträumt, daß er fortan im Hause MarieAnnes oder in ihrer Nähe, in ingendeiner vom Krieg schwer erreichbaren Stadt, leben könne. Aber er mußte sehen, daß Jans Weib wenig Neigung zeigte, ruhig im Frieden ihres Hauses von den Gefahren und Siegen ihres Gemahls zu träumen. Es schien, als wenn sie lange Jahre ein starkes, lachendes Leben in sich niedergezwungen hätte, das sich nun in einem prächtigen Mut entlud. Sie bestand darauf, Jan zu folgen, wohin es auch immer sei. Und José Maria sah einen holden Traum verblassen und schwinden, und er verstand sich, schmerzlich lächelnd, dazu, das alte Leben der Unruhe wieder aufzunehmen. Denn sie ritt mit, an der Seite Jans, zum Jubel der Soldaten, rittlings im Sattel, wie eine Amozone. Die Woge des Krieges schwemmte sie von Bayern nach Bohmen, von Sachsen an den Rhein, nach Köln Niedersachsen, über Ströme und Bäche, durch verbrannte Fluren und schwarze Wälder. Sie schlief in Zelten und in Schlössern, in Schenken und unter dem Dache des gestirnten Himmels, immer mutig und frisch, heiter und stolz. Sie sah die Flammen brennender Feindeslager, die ihr Jan überfiel, atmete den Pulverdampf der Schlacht, der ihn umwölkte, und grüßte die Kugeln wie Freunde, die um sie kraftlos niederfielen, nachdem sie in ihrer sausenden Wucht ihren Jan verschont. Sie empfing ihren Jan mit dem Rausche der Küsse und Umarmungen, wenn er ins Lager kam, versenkt und geschwärzt, das Glück des Sieges auf der geröteten Stirn, und Jan ritt am Morgen nie aus, ohne daß ihr Mund dem stampfenden Pferd einen Segenswunsch in das Ohr geflüstert hätte. Es war kein Wunder, daß Jan bebauptete, jetzt lebe. Zackerbombenundflöh! Und er schwor José Maria, daß er nie so gute Pläne gemacht habe, wie in den Armen seines Weibes. Sie war der Genius des Sieges für das ganze Heer; die verrohten Veteranen wie die großmäuligen Neulinge schwuren bei„rau Jan“, und wenn sie etwas Hübsches und Nettes erheutet hatten, brachnicht gar zu kostbar war. selbstverständlich) Frau Jan, und der äraste Sündenlümmel errotete wie ein Kind, wenn sie ihm zum Dank lachend einen wohlwollenden Schlag auf den verstruppten Kopf gab Jan meinte später, seit den ersten Jahren seines Kriegslebens nie so glücklich gewesen zu sein wie in den Jahren nach der Pariser Gefangenschaft. Ve eint mit seinem Watfenbruder von Mantua Feldmarschall Mercy. segte er Deutschland von den Feinden frei. Den französischen Marschall Guébriant, der von Kardinal Mazarin nach dem Tode Richelieus nach Deutschland geschickt war. machte er am Leben verzweifeln. Die franzosischen Soldaten rissen vor dem Namen„Werth“ aus wie Jetzk sind sie an ihm vorbei, und daa Meer liegt vor ihnen. Die Freiheit! Erst als das Boot ungefahr eine halbe Meile weit ins Meer vorgedrungen ist, da auf einmal dringt ein durchdringender Sirenenton durch die Luft. Erst bören sie ihn kaum, aber dann scheint er anzuschwellen. Fast fuhlen sie körperliche Schmerz zen Marguerites Gesicht ist wilder Triumph Geschafft! denkt sie. Ich kann zurück nach Frankreich. Ich kann mein Leben dort neu aufbauen Chester sieht sie mit glänzenden Augen an und fragt ernst:„Ist das die Sirene?“ „Ja, Monsieur Hundertsiebzehn.. wir haben Glück gehabt! Zehn Minuten früher durfte sie nicht rufen, dann hätte man bestimmt versucht, uns zu sperren. Vom Fort aus.“ „Drüben ist die holländische Grenze. Wir wären nach drüben geflüchtet!“ „Und wieder ausgeliefert worden!“ sagt das Madchen bart.„Die Staaten haben beide einen Vertrag miteinander geschlossen, Frankreich und Holland. Sie liefern gegenseitig aus Und daß es die Holländer tun, das kann ich ihnen nichl übelnehmen, denn das Gesindel, das in Sankt Laurent büßt, ist kein Gewinn für das Land.“ „Wir haben auch zu dem... üblen Gesindel gehört. Mademoiselle, und wir waren nicht schuldig!“ spricht Chester ernst. „Es ist möglich, Monsieur, aber das geht mich nichts an!“ entgegnete die schwarze Marquerin gleichgültig. „Warum erniedrigen Sie sich so vor mir, Mademoiselle?“ spricht Chester in ernstem Zorn und sieht sie fragend an, daß sie zusammenauckt Sie versucht ein abwehrendes Lachen des Spotts, aber es klingt gezwungen. „Ich erniedrige mich?“ „Ja. Hätten Sie uns auch... wenn wir zwei Mörder gewesen wären.... gegen gute Geld befreit? Nein, das hätten Sie nicht getan. Mademoiselle. Sie taten es, und Ihr Werk hatte Erfolg weil der Himmel barmherzig war. Er weiß, daß man uns unschuldig in dieses Land geschleppt hat. Und das fühlen Sie, Mademoiselle! Nicht wahr?“ Seine Stimme ist eindringlich, beschwörend, als er fortfährt:„Unsere Wege werden sich vielleicht trennen, vielleicht sehen wir uns nie wieder, Mademoiselle... aber ich will immer an Sie denken können wie... an eine Heilige!“ „An eine Heilige...!“ wiederholt sie hohnlachend.„Ich bin keine Heilige! Ich bin von Frankreich gekommen und habe meine Eltern, meine Geschwister... alles, auch die Heimat verlassen und bin einem... Mörder gefolgt... weil ich ihn liebte! Sie kennen doch die Geschicne Jeder Sträkling kennt sie, einer erzählt sie dem anderen, spricht von dem... Philippe! Ich wollte ihm helfen, ich wollte, daß er doch noch gut wurde. aber... wie hat er mich gequält, er dem mein Glaube noch gebörte Ja, Monsieur, ich glaubte an seine Unschuld. Und dann... dann schrie er mir seine Bekenntnisse ins Gesicht. Hohnlachend erzählte er mir... was er alles getan habe. Er war ein Teufel, ein Satan! Und ich habe an ihn geglaubt. Ja... ich dachte, daß sie ihn unschuldig in die Verbannung geschickt hätten. Alles, wollte ich mit ihm teilen, und er... er offenbarte mit hier, daß er gemordet, gestohlen, geraubt er ein schmieriger, dreckiger Weiberheld geweien war, der sich über mich lustig machte. Ach warum erzähle ich sie Ihnen, Monsieur Hundertsiebzehn" „Sagen Sie Chester zu mir, Marauerite! spricht Chester, und es klingt wie ein Kommando, daß das Mädchen stutzt.(Fortsetzung folgt vorm Teufel, und die Rekruten mußte man a den Rhein treiben, wie Sklaven gefesselt, so furchterlich schien ihnen der Krieg gegen einen General wie Jan. Aber das Glück, das über Jans Leben verlor allmählich sein strahlendes Lächeln, ser ein kühles, dann ein abweisendes Gesicht auf, u nach einer kurzen Zeit entschwand es ganz. Zuerst fiel der alte Mercy bei Alerheim. Jan von dem rasenden Vorstoß seines linken 6 gels zurückkam, fand er den rechten Flügel nichtet und seinen Waffenbruder tot, von entstellt, von Marodeuren bis aufs Letzte entrie In den Schmerz um diesen Verlust klang Jan bald ein freundlicher Ton: der Letzte der alten nerale, die so oft durch ihr Zogern den vollen d folg hintangehalten hatten, war vom Kriegssche platz abgetreten. Jan wußte: nun bin ich frei.n ist das ganze Heer in meiner Hand. Die Offu= beglückwünschten ihn als Generalissimus, u Soldaten war die Aussicht, Jan fortan gehörch zu müssen, mehr wert, als der Sieg bei m gewesen ware. Alle wußten, wie Sprungkraft eines Heeres unter dem alleinige Befehl Jans sein würde, und so wartete man versichtlich der Order von Maximilian, die da le. men mußte, und die nur so lauten konnte: Heer gehorcht fortan dem Werth. Vorerst erregte das Zögern und München kein Mißtrauen. Aber dann Gerüchte ins Lager, die von den entschlosse. Verhandlungen des Kurfürsten mit Frankrel flüsterten. Man erzählte sich, daß der junge seinen Verwandten und Verbündeten mit ri den Briefen gebeten hatte, von seinem No abzustehen. Da litt es Jan nicht länger. Drei Tage später war er in Mundneg ung ihm waren sein Generalwachtmeister José Maria. Er hieß die Getreuen in de denen Gans“ auf ihn warten und ritt in sidenz. Dort standen auf dem Hofe bespaneren den kutschen, einige kamen an, andere hielten großen Portal, und langsame und wurdeden Herren stiegen ein. Jan ging resolut gerae bis in das Vorzimmer des Kurfürsten: d habenden Offizier durchfuhr ein gelinder als Jan sagte: det „Geht zum Herrn Kurfürsten und sagt, Werth müsse ihn sprechen!" Verlegen und hochrot kam der eniegen „Euer Erzellenz möchten einige Berreasichen da die Verhandlungen mit den franz Herren—“ „Ah. sind die Franzosen da?“ Er ging auf die Flügeltür zu „Euer Exzellenz.“ rief der Offizier und s. die Hand nach Jan aus,„striktes Verbot—. „Eine stolze gem Auch Arbeiter aus Bayren NSG. Im Rahm Buhnenfestspiele wohn aus allen deutschen führung bei. Sie n „Feierabend“ in der Gemeinschaft„Kraft tion aller Schaffenden Arbeiter in das Thea symbolhaft unter Bew erfolgreich sie ihren 7. vermittelt. Und man denkwürdigen„Lohe reuther Festspielhaus Autobohn, aus irgend in Schlesien zulammengese tief=inneres Erlebnis die zum ersten Mal als stätte weilen durften, Brüdern im Reich bis ten.— 500 deutsche“ ersten Mal zu den Bayreuth ein Ereignis schen überhaupt freudig stimmen muß. Denn Reichskanzler=„Ehre Arbeiter", hat in der 0 aus dem ganzen Vate Aufführung im Bayr schänte Erfüllung gefur KdF-Ur'anber Schaffende Menschen „Schaf Eine besondere inter der Dusseldorfer Re Volk" führte der Reich durch. Im Rahmen Rundfunksprecher des Probst, wurde zwei welche die Dusseldorfer genheit gegeben,, vor de zu schildern. Die beide eine ist in einer Kohlen einem bekannten Parfür — berichteten in lebendi bereits bei ihrer Anku Schonbeit und Großzüg der ihnen dank einer be tion und der Liebenswü Aufenthalt doppelt ange Ausstellung selbst habe AF=Urlauber— gerad ebenso eindrucksvollen über die gewaltigen For Derkstoffschaffung gegebe sehenen einen unvergeß. für uns“, so bemerl sonders überwältigend, a wie deutsche Arbeitsmenf in allen Gauen Deutschli Werkstoffe schaffen und 1 Arbeiter sollte Geleaenhe nahme an einer Kds=Fa neuen Deutschland reicher und überzeugend Arbeit wirbt. Erhebung un bietet das Stal Der Mensch des Ind teibenden Berul. Seine jedem Sinne eine Erhel dem Alltag bieten. Einmuß sich diesen Bedürin den neuen Spielplan des chum sehen, sind Sie ül leitung bestrebt geweien zu tragen. Neben stebt das Unie schweren ernsten Ope oper die Operette wone Ausgleich sichert1 Stadttheater Bochum wer Rucksreichen wie auch v s. daß er an den Al seiner Vormiete im Sta findet, was er tagsüber und Genuß! Für Aus ihnen die Kasse des Sti 1013 Uhr und wochs und Sonnabends, fügung. Ruf 61051. Verla isführlichen Werbeprospe für die Spielzeit 19 N36.6 Volkoliedersin ten Erzieher Ausland, die berg. in Bril untergenen Rathauses in hres liches Volks hörer sangen entste NSG. Ge liche Arbeite Vortland=Je hrem Lohn u Not bef nahrer der Rittelluna sen nach wer n vorbei. und da Die Freiheit! ngefahr eine halbe Meile ungen ist, da auf einmal der Sirenenton durch die um. aber dann scheint er en sie korperliche Schmerst wilder Triumph ch kann zurück nach Frankben dort neu aufbauen zlänzenden Augen an und Sirene?“ ertsiebzehn... wir haben Ninnten früher durfte sie tan bestimmt versucht und us." dische Grenze. Wir wären efert worden!“ sagt das taaten haben beide einen schlossen, Frankreich und egenseitig aus Un) dat das kann ich ihnen nichl Gesindel, das in Sankt ewinn für das Land.“ dem... üblen Gesindel id wir waren nicht schulsieur, aber das geht mich die schwarze Marquerin Sie sich so vor mir. Mater in ernstem Zorn und sie zusammenzuckt bwehrendes Lachen des zwungen. auch... wenn wir zwei en.... gegen gute hätten Sie nicht getan. es, und Ihr Werk hatte mel barmberzig war. Er huldig in dieses Land geühlen Sie, Mademoiselle! dringlich, beschwörend. als lege werden sich vielleicht dir uns nie wieder. Made= II immer an Sie denken Heilige!“ !“ wiederholt sie hohnHeilige! Ich bin von 10 habe meine Eltern, les. auch die Heimat ver= Mörder gefolgt.. weil nen doch die Geschne te, einer erzählt sie .. Philippe! Ich wollte zer doch noch gut wurde. h gequält, er dem mein a. Monsieur, ich glaubte dann... dann schrie er ns Gesicht. Hohnlachend er alles getan habe n! Und ich habe an ihn hte, daß sie ihn unschuldig ickt hätten. Alles. wollte r... er offenbarte mir stohlen, geraubt zer Weiberheld gewesen lustig machte. Ach nen, Monsieur Hundertzu mir, Marquerite!“ ingt wie ein Kommando, Fortsetzung kruten mußte man ar aven gefesselt, so fürcha gegen einen General ber Jans Leben stan). ihlendes Lächeln, seyzt sendes Gesicht auf, und schwand es ganz. rey bei Alerheim. rstoß seines en rechten Flügel ver ruder tot, von Wunden is aufs Letzte entkleidet. Verlust klang Jan aber der Letzte der alten Zogern den vollen war vom Kriegsschau e: nun bin ich frei. nun er Hand. Die Offiziere eneralissimus, und den fortan der Sieg bei Alerbem ten, wie gewaltig d unter dem alleinigen nd so wartete man zu Narimilian, die da kom so lauten konnte: Tao Berth sern und Schweigen Aber dann kamen oom von den entschlossenen rsten mit Frankreich daß der junge rbundeten mit rübrenvon seinem Vorhaben nicht länger. er in München. Mit achtmeister Sporck und Getreuen in der en und ritt in 1 Hofe bespannte indere hielten vor dem ame uno murdevole zing resolut Kurfürsten; den wacht r ein gelinder er Offizier und strecht triktes Verbot—. Fortsetzung „Eine stolze Sehnsucht ist wahr geworden.. Auch Arbeiter aus Westsalen=Süd kamen in den Bayreuther Kunsttempel. Im Rahmen der diesjährigen Bayreuther Bühnenfestspiele wohnten am Sonntag 500 Arbeiter aus allen deutschen Gauen einer„Lohengrin"-Aufführung bei. Sie waren Gäste des Reichsamtes „Feierabend“ in der Deutschen Arbeitsfront— RSGemeinschaft„Kraft durch Freude“. Die Organilation aller Schaffenden hat mit der Einladung der 500 Arbeiter in das Theater Richard Wagners geradezu sumbolhaft unter Beweis gestellt, wie planmäßig und erfolgreich sie ihren Mitgliedern höchsten Kunstgenuß vermittelt. Und man muß vor, während und nach der denkwürdigen„Lohengrin“=Aufführung im Bayreuther Festspielhaus mit den Männern von der Autobohn, aus irgend einem Großbetrieb am Rhein, in Westfalen=Süd, in Norddeutschland oder Schlesien zulammengesessen haben, um zu wissen, welch tief=inneres Erlebnis all den Leuten geworden ist, die zum ersten Mal als offizielle Gäste an einer Kunststätte weilen durften, die sie gleich ihrer Millionen Brüdern im Reich bisher nur vom Hörensagen hann= ten.— 500 deutsche Arbeiter aus allen Gauen zum eriten Mal zu den weltberühmten Festspielen in Bayreuth ein Ereignis, das alle schaffenden Deutschen überhaupt freudig, ja— stolz und zukunftsfroh stimmen muß. Denn das Wort des Führers und Reichskanzlers:„Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter", hat in der Einladung der Arbeitervertreter aus dem ganzen Vaterland zu einer„Lohengrin“Aufführung im Bayreuther Festspielhaus mit die chänste Erfüllung gefunden. KdF-Vrlauber vor dem Mikrophon Schaffende Menschen auf der Reicheausstellung „Schaffendeg Bolk“ Eine besondere interessante Rundfunksendung aus der Tusseldorfer Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ führte der Reichssender Köln am 9. August durch. Im Rahmen einer Unterredung mit dem Rundfunksprecher des Kölner Senders. Hermann Probst, wurde zwei Arbeitern aus Karlsruhe, welche die Dusseldorfer Ausstellung besuchten, genheit gegeben,, vor dem Mikrophon ihre Eindrücke zu schildern. Die beiden Arbeitskameraden— der eine ist in einer Kohlenhandlung und der andere bei einem bekannten Parfümeriewerk in Karlsruhe tätig — berichteten in lebendiger Weise, wie überrascht sie bereits bei ihrer Ankunft in Düsseldorf von der Schonheit und Großzügigkeit der Stadt waren, in der ihnen dank einer hervorragenden Reiseorganisa tion und der Liebenswürdigkeit der Bevölkerung der Aufenthalt doppelt angenehm gemacht wurde. Die Ausstellung selbst habe— so erklärten die beiden A-Urlauber— gerade ihnen als Arbeiter einen ebenso eindrucksvollen wie interessanten Ueberblick über die gewaltigen Fortschritte der neuen deutschen Gerkstoffschaffung gegeben und in der Fülle des Gesehenen einen unvergeßlichen Eindruck gemacht.„Es war für uns", so bemerkten die beiden Badener„besonders überwältigend, auf der Ausstellung zu sehen, wie deutsche Arbeitsmenschen auf allen Gebieten und in allen Gauen Deutschlands durch ihre Arbeit neue Werkstoffe schaffen und verarbeiten“. Jeder deutich Arbeiter sollte Gelegenheit nehmen, sich durch Telinahme an einer Kdff=Fahrt einmal diese Ausstellung res neuen Deutschland anzusehen, die in so erfolgreicher und überzeugender Weise für die deutsche Arbeit wirbt. Erhebung und Unterhaltung bietet das Stadttheater Bochum Der Mensch des Industriegebietes lebt im auf tebenden Beruf. Seine Abende sollen ihm also in jedem Sinne eine Erhebung und Entführung aus Alltag bieten. Eine Bühne des Ruhrgebietes muß sich diesen Bedürinissen anpassen. Wenn Sie den neuen Spielplan des Stadttheaters Bo„um sehen, sind Sie überzeugt, daß die Theatereitung bestrebt geweien ist, diesem Umstande Rechnung zu tragen. Neben dem großen klassischen Bochum-Wiemelhausen Der Ausstellung„Schaffendes Volk“ in Düsseldorf statteten Sonntag die Angehörigen der Ortsgruppe Wiemelhausen der NSDAP. sowie der NS.=Frauenschaft einen Besuch ab. Die Fahrt wurde in drei Großkraftwagen unternommen. Mit der Besichtigung der unerschöpflichen Fülle der ausgestellten Dinge verging die„eit wie im Fluge und viele der Teilnehmer äußerten bei der Rückkehr den Wunsch, der Ausstellung wenigstens noch einmal einen Besuch abzustatten, da sie jedem Volksgenossen so wertvolle Erkenntnisse bringt, daß ein eingehendes Studium angebracht ist. Bochum-Altenbochum Dampferfahrt mit den Schützen. Vom Glück waren die Schützen des alten Schützenvereins Altenbochum begünstigt, als sie eine Ausflugsfahrt gen Lipolthausen unternahmen, denn bei herrlichem Sonnenschein war die Dampferfahrt auf dem Herner Kanal ein wahres Vergnügen Frühmorgens gings schon los, und nach zweistündiger Fahrt landeten die Schützen an dem berrlich gelegenen Ausflugsort. Dort wurde der Tag bei Gesang und Tanz und— es müßten keine Schützen gewesen sein— bei einem Preisschießen verbracht. Beim Anbruch der Dämmerung ging die Fahrt wieder heimwärts und endete in bester Stimmung. Ein gemütliches Beisammensein offiziellen Teil an. schloß sich dem (ik) Ins schöne Sauerland. Sonntag unternahm die Gefolgschaft der Firma Peres einen Ausflug ins Sauerland. Mit einem Autobus fuhren die Mitglieder mit ihren Frauen durch das Volmetal über Meinerzhagen zur schön gelegenen Listertalsperre und von dort nach Attendorn. Nach Besichtigung der Tropfsteinhöhle und einem gemeinsamen Mittagessen führte die Fahrt weiter zur Sorpetalsperre und ins Hönnetal. Als man am Abend in der Heimat eintraf, waren alle voll des Erlebten.(ik.) Laienspieler tagten. Zu Beginn der neuen Spielsaison hielt am Sonntag der Theaterverein Westfalia=Sanssouci" im Vereinsheim„Zur Post“ seine Mitgliederversammlung ab. Nach Begrüßung durch den Vereinsführer Scheer und Erledigung der Tagesordnung wurde das kommende Programm besprochen. Es wird Anfang Oktober mit einem Lustspielabend eingeleitet, wobei„Der Vetter“ von Benedix zur Aufführung gelangt. Spielleiter ist wieder das altbewährte Mitglied Br Zittermann.(ik.) Der Vogelschutzverein beging sein Sommerfest. In den Gartenanlagen des Vereinsheimes Wegmann und im Tierpark beging der Vogelschutzverein sein traditionelles Sommerfest. Die Mitglieder stritten zunächst bei einem Preisschießen um eine Reihe ausgezeichneter Preise. Für die Unterhaltung der 150 erschienenen Kinder bürgte am Nachmittag das Mitglied Witthaus fr. Den Kleinen wurden nette Geschenke zuteil. Bei der Preisverteilung am Abend erhielten die Mitglieder R. Müller und Fr. Tollkamp die ersten Preise. Recht gemütlich ging es dann noch einige Stunden Zugelaufen ist ein Jagdhund. Wo, ist zu erfragen bei der Verwaltungsstelle Langendreer, Zimmer 3. Bochum-Werne Silbernes Werksjubiläum. Auf eine 25jährige Werkszugehörigkeit bei der Harpener BergbauAG. kann der auf Zeche„Langendreer“ beschäftigte Schmiedemeister Wilh. Klockmann zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand im Verwaltungsgebäude der Zeche„Robert Müser“ eine besondere Feier statt, bei welcher Gefolgschaftsführer Bergwerksdirektor Schulze=Höing dem Jubilar für die bewiesene Treue Anerkennung und Dank der Gesellschaft aussprach. Gleichzeitig wurde ihm ein schönes Ehrengeschenk überreicht. Bochum-Harpen Fahrraddiebstahl. Gegen 24 Uhr wurde ein vor der Wirtschaft Loebel, in der Maischützenstraße in Bochum=Harpen, abgestelltes Herrenfahrrad Marke „Westfalen“ Nr. 59 433 gestohlen. Wer hat den Diebstahl beobachtet? Wer kann sonst sachdienliche o Angaben machen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt das 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Boch.=Gerthe, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Bochum-Laer Drama - stebt das Unterbaltungsstück. neben der schweren ernsten Oper die beitere Spielober. die Overette und der Tanz. Dieser chone Ausgleich sichert jedem, der Vormieter im Stadttheater Bochum werden will. einen sowohl eingrucksrengen wie auch vielgestaltigen Winter; der s. daß er an den Abenden, die er auf Grund Vormiete im Stadttheater verbringt, das er tagsüber sucht: Entspannung und Genuß! Für Auskunft. Bestellung etc. steht die Kasse des Stadttheaters täglich vormitlas von 10 13 Uhr und nachmittags, außer Mittund Sonnabends, von 4—7 Uhr zur VeraussAuf 61051. Verlangen Sie bitte den neuen sführlichen Werbeprospekt mit dem großen Spieldlan für die Spielzeit 1237/38. veranstalten ein öffentliches ssbliebersingen. Eine Gruppe von 60 uniformiern Erziehern aus Baden. Westfalen und dem beand, die in der Jugendherberge am„oppenta. in Brilon in einem Reichsaustausch des NS88 hen auf der Freitreppe des thren J. in Brilon Aufstellung, um unter Leitung ces Greizeitgestalters Henkel=Meschede ein öffentdiresVolksliedersingen durchzuführen. Die Zue= langen bald mit, so daß eine große Singgeentstehen konnte. und Opfergeist. Sämtund Angestellte der Westfälischen reade ementwerke in Geseke zeichneten von M. Lohn einen namhaften Betrag, der einem wset befindlichen Arbeitskameraden übergeben a Dem Kameraden ist ein siebenjähriges sterchen überfahren und getötet worden. Vor mi.r, war die Mutter des Kindes der Fanährer des S. 20d entrissen worden, und der Erder Familie war lange Zeit arbeitslos. von Devisen nach Iran. Nach einer iranischen Postverwaltungen nayer 2 Iran nur in Wertbriesen unter geersandeade des Inhalts auf dem Briefumschlag amt. andernfalls werden sie beschlagEhrenscheibenschießen für die Deutsche Sporthilfe. Von dem Bürgerschützenverein 1835 Laer wurde ein Ehrenscheibenschießen zugunsten der Deutschen Sporthilfe ausgetragen. Bei gutem Wette, hatten sich auf dem Schießstand bei Benner zahlreiche Schützen eingefunden, die sich sehr interessante Kämpfe um die ersten Plätze lieferten. Die Ehrenscheibe errang Hugo Möller, der auch im Kleinkaliberschießen mit 55 Ringen vor Wilh. Wesemeier mit 51 Ringen und Julius Zimmermann mit 47 Ringen den ersten Platz hielt. Am nächsten Sonntag finden sich die Schützen zu einem Sommerfest bei Benner ein. Treffpunkt 15.30 Uhr bei Hartmann. „Wenn der Hahn kräht“— es gibt was zum Lachen. Mit diesem neuen Schlager tritt die Ortsgruppenfilmstelle der NSDAP. Laer neuerdings an die Oeffentlichkeit. Allen ist noch der heitere Bauernfilm Krach um Jolanthe“ in Erinnerung, der gleiche Humor und die natürliche Freud sind auch in diesem Film„Wenn der Hahn kräht“ zu finden. Noch lustiger, noch komischer, noch urwüchsiger diesmal, und wieder mit idealer Besetzung: Heinrich George, Marianne Hoppe, Carsta Löck. Hans Brausewetter usw. Die Aufführung des Filmes siebet am kommenden Freitag statt. Bochum-Langendreer Jahre in Diensten der Reichsbabn steht der Angestellte Marl Kröger von der Uemmingerstraße hierselbst. Ihm wurde seitens der Reichsbahn und seiner Kameraden eine würdige Ehrung zuteil. Die Kompagnie Bahnhof hielt im Vereinsheim Wollenweber einen gut besuchten Appell ab. Für den abwesenden Kompagnieführer Dr. Dinter begrüßte der stellv. Kompagnieführer Kamerad Schweinsberg die Erschienenen, Anschließend wurden die neuesten Bestimmungen aus dem Parolebuch bekanntgegeben. Es setzte sodann eine rege Aussprache über interne Angelegenheiten ein. uuseren Verbreitungsgebiet Witten NSG. Frontkampfer=Austausch im Kleinen. Vor einem Jahr weilten zwei franzö“ Frontkämpfer aus Cognac und Bordeaux in Deutschland und waren einige Zeit auch in WittenAnnen bei Kriegskameraden von der Gegenseite zu Gast. In Erwiderung dieses Besuches fuhren vor einigen Wochen Frontkämpfer aus Hagenuspe. Witten=Annen und Ratingen nach Frankreich zu einer Fahrt und einem längeren Aufenthalt, die ibnen wertvolle Eindrücke vermittelte. Sie fanden, auch bei den französischen Behörden, eine freundliche Aufnahme. NSG. Zur Erholung in Frönspert. 48 Wittener Volksgenossen sind zurzeit in Frönspert, um Erholung und Ausspannung zu finden. Diesmal ist Mannesmann der glückliche Betrieb, der die meisten Arbeitskameraden in Frönspert untergebracht hat. Betriebsführer und Vertrauensrat statteten dieser Tage den Kameraden im Erholungsheim einen Besuch ab. Logisbetrüger festgenommen. Wegen Logisbetruges, begangen in Witten und anderen Städten des Industriegebiets, wurde ein 24jähriger Mann festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Zigarettenautomat zertrümmert. In der Nacht zum Montag wurde auf der Hauptstraße an einem Zigarettenautomat die Scheibe zertrümmert und versucht, Zigaretten daraus zu entwenden. Anscheinend wurden die Täter hierbei gestört oder verscheucht. Entwendet wurde nichts. Wer hat diese Beschädigung wahrgenommen? Zweckdienliche Angaben erbittet die Kriminalpolizei oder jede andere Polizeidenststelle. Wanne-Eickel Rekordbesuch bei der Cranger Kirmes. Einen Rekordbesuch wie noch nie hatte in diesem Jahre die Alt=Cranger Kirmes aufzuweisen. Was sich vor allem am Samstag und Sonntag über die Stätte der Kirmes an Menschenmassen ergoß, ist einfach nicht zu beschreiben. Man schätzt, daß wenigstens 300 000 Menschen diesem uralten Volksfest einen Besuch abgestattet haben, eine Zahl, die 99 Prozent Wahrscheinlichkeit für sich hat, wenn man hört, daß an einzelnen Ständen täglich bis zu 15000(geschrieben fünfzehntausend) Brötchen„verkonsumiert“ wurden. NSG. Sie helfen beim Bau der Reichsautobahn. Schon in den vergangenen Monaten sind durch Vermittlung des Arbeitsamtes Wanne-Eickel hunderte Volksgenossen hinausgefahren, um irgendwo im Vaterland am Bau der Reichsautobahnen mitzuhelfen. Am kommenden Mittwoch geht erneut ein Transport des Arbeitsamtes ab. 100 Volksgenossen werden in der Bielefelder Gegend am Bau der Reichsautobahn mithelfen. Wattenscheid Fahrraddiebstahl. Gegen 18 Uhr wurde aus dem Hausflur des kath. Krankenhauses ein Herrenfahrrad, Marke und Nummer unbekannt, gestohlen. herne Festlicher Ausklang in Linden Kindernachmittaa und Kehraus beim Schützenfest. Wenn man die drei Tage des großen Lindener Schützenfestes zurückschaut und dann sagen soll, an welchem Tage der Höhepunkt des Festes war, würde man bestimmt in Verdrückung kommen Jeder Tag war nämlich in seiner Art ein Höhepunkt für sich. Das gilt nicht zuletzt auch vom Montag der den Abschluß des Festes krachte. Ja, man möchte fast behaupten, daß an diesem dritten und letzten Festabend die Wogen der Begeisterung am höchsten gingen. Gewiß wird dabei in etwa das Gefühl des Abschiednehmens von einem herrlichen köstlichen Fest mitgeschwungen und in allen Herzen noch einmal so recht Festesfreude ausgelöst haben. Aber der Avend hatte es auch so in sich; ansonsten wäre eine solche Freude und Begeisterung, wie sie im Festzelt herrschten, nicht zu erklären. Also es herrschte eine Schützenfeststimmung wie noch nie. Wieder saß man in traulich=gemütlicher Festrunde beisammen; wieder zeigte sich das Zeltinnere in feierlichem Gepräge, dem das Königspaar, umgeben vom Hofstaat, die Dominante gab und wieder wartete die unermüdliche Militärkapelle, die an allen drei Tagen einen großen Teil zur Verschönerung des Festes beitrug, mit flotten, schmissigen Weisen auf. Es war, als ob ein jeder mit sich selbst ausgemacht hätte, diesen letzten festlichen Abend in besonderer Weise zu genießen. Das tat sich schon beim Einzug des Königspaares kund, als die Begeisterungsstürme kein Ende nehmen wollten.— Dann stieg wieder ein Unterhaltungsproramm, das dazu angetan war, keinen Augenblick die Hochstimmung abreißen zu lassen. Lachsalve auf Lachsalve dröhnte durchs Zelt, als der Humorist des Abends seine netten Sächelchen vom Stapel ließ. Immer höher stieg die Stimmung; immer emsiger wurden Becher gefüllt und Krüglein geschwungen: die Festesfreude hatte ihren Höhepunkt erreicht. Weshalb denn auch sehr wohl zu verstehen ist, daß es allgemein bedauert wurde, nicht noch einige Festtage anhängen zu können. König Alovs I. machte sich selbst zum Dolmetsch dieser Gefühle und sprach so im Sinne aller, als er in seiner Rede meinte, daß man in Linden gut und wohl acht Tage lang Schützenfest feiern könne. Weil das nun nicht gegeben, solle man umso herzlicher und fröhlicher die letzten Stunden des Festes auskosten, was dann auch so ausgiebig geschah, daß das Zelt o bis in die hellen Morgenstunden hinein Jubel und Trubel in allen Ecken sah: Festlicher Ausklang eines echten Volksfestes. Uebrigens hatte man bei diesem Lindener Schützenfest— wie das eigentlich bei jedem Schützenfest sein sollte— auch die Kinder nicht vegessen. Der Montagnachmittag gehörte ganz ihnen. Auch dieses Kinderschützenfest war entsprechend dem Rahmen des ganzen Festes aufgezogen und, wie man überall feststellen konnte, batte anscheinend die Hochstimmung der Großen“ an diesen drei Tagen nicht zu knapp auch auf die Kinder abgefärbt. Wer mit dabei war, als sie hinter ihrem duftenden Kaffee und den Bergen schmausigen Kuchens saßen, wird das nur bestätigen. Da herrschte eine Stimmung, wie sie beim schönsten Märchenfest auch nicht besser sein kann. Also auch in dieser Beziehung hat das Lindener Schützenfest ganz gehalten, was es versprochen; ja noch mehr: denn einen solch harmonischen Verlauf des Festes hatten auch die kühnsten Optimisten nicht zu erhoffen gewagt. Bochum-Linden-Dahlhausen Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt am Sonnabend, 14. August 1937: a) für Wohlfahrtserwerbslose von 8—9 Uhr, b) für Sozialrentner von 9—10 Uhr durch die Zahlstelle in LindenDahlhausen. Ein Ausflug des Werkschors der Firma Dr. C. Otto führte die Mitglieder mit ihren Frauen ins berrliche Sauerland, Nachdem man noch zum Abschluß einen prächtigen Kantus hatte durch die Morgenfrühe erklingen lassen, ging es vom Dahlhauser Bahnhofsvorplatz in fröhlicher Fahrt über Hobensyburg nach Letmathe, wo die erste Rast gemacht wurde. Dann ging es weiter zur idyllisch gelegenen Glörtalsperre und schließlich zur Priorel. Dort wurde während einer längeren Rubepause ein schmackhaftes Mittagsmahl eingenommen, um sich für die herrlichen Spaziergänge am Nachmittag zu stärken. Noch manches Liedchen erklang im Laufe der gemütlichen Stunden und auch als man abends wieder glücklich hier landete, war man noch ganz ausgezeichnet in Stimmung. Verkehrsunfall. Gegen 22.15 Uhr stieß ein Motorradfahrer, der ein Fuhrwerk auf der Crangerstraße aufholen wollte, mit seinem Motorrad gegen das linke Vorderteil des ihm entgegenkommenden Omnibusses. Der Motorradfahrer kam zu Fall und mußte mit einem linken Unterschenkelbruch in das kath. Krankenhaus eingeliefert werden Beim nächtlichen Blumeneinkauf gefaßt. Auf einer Streife der Schutzpolizei konnte ein Mann aus der Stammstraße in der Nacht an der Ecke Goethe= und Kaiser=Wilhelm=Straße abgefaßt werden, der aus den Blumenkästen, die am Treppenaufgang des Hauses Baumstr. 8 aufgestellt waren und zur Verschönerung dienen, Rosensträucher und Georginen mit Wurzeln gestohlen hat. Wertvolle geschichtliche Funde im Essener Münster Essen Bei Erneuerungsarbeiten, die infolge von Bergbauschäden im Essener Münster notwendig geworden waren, wurden wertvolle geschichtliche und kunstgeschichtliche Funde gemacht. Im Kirchenraum als dem alten Bestattungsort für die Aebtissinnen und Würdenträger des Stiftes Essen fand man außer Grabplatten auch einige Gräber. Vor dem Altar in der Krypta wurde ein aus dem gewachsenen Stein gemeißeltes Grab gefunden. Die Knochenreste in ihm waren schwarz ein Zeichen, daß es schon einmal geöffnet worden ist. An der Sübseite der Krypta fand man in einem gemauerten Grab drei Skelette mit Armhaltung über dem Kopf in der Blickrichtung nach Osten. Die Knochenreste waren unberührt und gebleicht. Das Grab wurde behutsam und unberührt wieder verschlossen. Im ersten Joch hinter der östlichen Vierung auf der Evangelienseite entdeckte man vier Grabplatten mit sehr schönen Ornamenten. Sie werden an der Südseite des Münsters aufgestellt Im vorletzten Joch auf der Evangelienseite fand man ein aus Bruchsteinen gemauertes Kettengrab mit einem Tonnengewölbe aus Backsteinen. In die Seitenwände des Grabes waren zwei Ketten vermauert, etwa einen Viertelmeter über dem Grabgrund, um den Sarg nicht dem Grundwasser preiszugeben. Dieses Grab hatte keinen Steinboden. Eine äbnliche Einrichtung fand man auf der Südseite. Aus den in den Gräbern gefundenen Gegenständen, Stoffreste, Sarggriffe, Nägel und Beschläge, lassen sich keine weiteren Rückschlüsse auf die in den Gräbern Bestatteten machen. Es kann nur vermutet werden, daß es sich bei den Gräbern um Bestattungsstätten von Aebtissinnen oder anderen hoben Würdenträgerinnen des Stiftes Essen bandelt. Nähere Feststellungen darüber müssen dem Ergebnis wissenschaflicher Forschung vorbehalten bleiben. 10 IETATETETTIEETEE 1 Sport, Suiel, Turnen Henner Henkel in Meisterwuͤrde Der Tennismeister als guter Doppelkopf-Spieler- Mit v. Cramm auf Weltreise Es war nach dem Fehlschlag von Wimbledon eine bittere Ueberraschung für alle deutschen Tennisfreunde, als am dritten Tage der Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland in Hamburg der Favorit Gottfried von Cramm von dem 18jahrigen Australier John Bromwich aus dem Rennen geworfen wurde. Noch einmal wiederholte sich eine Lage, die für das deutsche Tennis kurz vor Beginn der französischen Meisterschaften eingetreten war. Damals mußte Gottfried von Cramm aus gesundheitlichen Gründen seinen Namen von der Starterliste zurückziehen. Aber wie in Paris so war auch in Hamburg der deutsche Ersatzmann sofort zur Stelle. Der unverbrauchte, jugendliche, enerzische und eisenbarte Henner Henkel warf sich mit seiner ganzen starken Persönlichkeit in die Bresche, die durch die Niederlage von Gottfried von Cramm entstanden war. Er meisterte alle Gegner und drückte auch dem Hamburger Turnier seinen Stempel auf, Henkel, der junge Student der Rechtswissenschaften, ist ein lustiger Geselle, der allerdings die Universitäten nicht sehr viel aus der Perspektive des Hörsaals zu seben bekommt, auch wenn er schon drei Semester in seinem Belegbuch eingetragen hat. DrauDer Kampf der SA ist die Philosophie der Tat unsereg Jahrhunderte Reichswettkämpfe der SA Berlin, 13.—15. August 1937 tzen in den Klubs, auf den rostroten Plätzen mit den weißen Strichen und dem straffgespannten Netz, in den Seen und Badeanstalten ist er mehr zu Hause, als in dem Gesetzbuch und den Reichsgerichtsentscheidungen. Schon als kleiner Junge erregte er durch sein Tennisspiel Aufsehen, als er von seinem Geburtsort Posen verzog und über Erfurt nach Berlin kam. Der kleine Heinrich fand dann bald den Weg zu den wunderbaren Anlagen des Rot=Weiß=Klubs in Berlin. Sein Spitzname Henner eroberte sich die Welt des Weißen Sports. Sein Vorbild wurde der damalige unvergeßliche deutsche Meister Moldenhauer. Später fand der Herangewachsene auch in Gottfried von Cramm einen Freund und Führer, an dessen Seite er die größten internationalen Erfolge seines Sportlebens mit erringen durfte. Wenn Henner Henkel in der Trainingszeit nicht auf den Plätzen selbst anzutreffen ist, so braucht man nur einmal durch die Klubräume von Rot=Weiß im Grunewald zu streifen. Hier findet man ihn bestimmt irgendwo in einer Ecke vergnügt beim— Doppelkopf. Henner Henkel ist in der Kunst des Kartenspieles mindestens ein ebenso großer Meister wie in der Kunst der Handhabung des Tennisschlägers. Voller Begeisterung kann er Stunden um Stunden mit seinen Freunden, die der immer lachende und frobe Mensch überall im Handumdreben findet, beim Spiel zubringen. Viele Scherze erzählt man sich bei Rot=Weiß von dieser zweiten„Leidenschaft“ Henkels. Als der Klub sein letztes Weibnachtsfest feierte, erhielt bei der Bescherung jedes Mitglied eine kleine Gabe. Auch Cramm und Henkel bekamen beide ihre Päckchen mit feierlichster Miene ausgehändigt. Aus tausend Umbüllungen wickelte Henkel zum Jubel der Umstehenden die höchste Trumpfkarte des Doppelkopf, die ulle“ aus dem Papier. Sie war als Orden an einem vrachtvollen gonen Pande befestigt. Henkels Freude über den Orden war riesengroß. Er steckte ihn sofort an und trug ibn treu und brav drei volle Tage an seinem Klubanzug. Auch Gottfried von Cramm war nicht mit leeren Händen ausgegangen. War es ihm im Sommer nicht gelungen, bei den Kämpfen um den Davis=Cup die wertvolle Trophäe für Deutschland zu gewinnen, so erhielt er jetzt wenigstens eine naturgetreue Nachbildung des Pokals mit einem— Henkel aus Blech. Man kann versteben, daß nach seinem Hamburger Ausscheiden Gottfried von Cramm von Berlin aus die weiteren Kämpfe seines Freundes und Konkurrenten mit größter Spannung verfolgte. Dabei lüftete er auch das Geheimnis, das über seinem Hamburger „Versagen“ lag. Wieder war er aus England mit einer Sehnenzerrung zurückgekehrt, die ihm schwer zu schaffen machte. Er war bei den Kämpfen in Hamburg dadurch schwer gebandicapt und spielte daber nur mit halber Kraft. Nach den Kämpfen in Hamburg wird Henkel keine lange Rubepause haben. Er will im Berliner Rot=Weiß=Klub eifrig weitertrainieren, um am 16 August nach Amerika zu fahren. Mit Henkel fährt auch Gottfried don Cramm, der bis zu jenem Zeitpunkt völlig wiederbergestellt zu sein hofft. Auf den Plätzen von Forest Hills wird dann die Amerika=Kampfzeit der beiden Deutschen ihren Anfang nebmen. Nach dem Länderspiel und zwei Turnieren ist aber der Aufenthalt schon wieder beendet und die Fahrt geht weiter. In Japan, China, Australien, Südatrira— überall werden sich Henkel und Cramm zeigen, falls ihnen nicht der ostasiatische Konflikt einen Strich durch die Rechnung macht. Und überall werden sie, wo sie auch auftreten, dem deutschen Tennissport neue Freunde gewinnen. Des sind wir gewiß. Siegfried von Beöezy. Sonntagsfahrkarten zu den Reichswettkämpfen der SAl Auf die Bemühungen der Obersten SA=Führung hin, hat sich die Reichsbahnverwallung bereit erklärt, daß die Besucher der Reichswettkämpfe der SA Sonntagsrückfahrkarten(gemaß dem Plan der Reichsbahndirektion Berlin) benutzen dürfen. Diese Sonntagsrückfahrkarten haben bereits Gültigkeit von Freitag, den 18 Auaust, 0 Ubr. Eintrittskarten zu den Reichswettkampfen der SA sind in Berlin an den Tageskassen des Reichssportfeldes zu lösen. Kartenpreise von 0.50 bis 8.— RM. Eyston meldet sich wieder Ex will 650 Klm.=Std. erreichen Der neue Super=Rennwagen des englischen Capt. Eyston ist soweit fertiggestellt, daß er wahrscheinlich schon Ende August nach den USA verladen wird, wo der heute 38jährige Fahrer bei Utah einen Angriff auf den absoluten Schnelligkeitsweltrekord für Bodenfahrzeuge unternehmen will. Dieses Monstrum von einem Rennwagen soll 6000 P5 entwickeln und ist zwölf Meter lang. Acht Rader sind angebracht, vorn vier, die wie Lokomotivräder angeordnet sind und auch mit dem Steuer in Verbindung steben, und binten zwei Zwillingsräder. Die Bremsen wirken als Klauen auf die gesamte Radoberfläche. 650 Klm.=Std. soll dieser Wagen leisten und damit den bisherigen Weltrekord um mehr als 150 Klm.=Std. überbieten. Capt. Enston erklärte aber, vorber viele Versuchsfahrten unternehmen zu müssen, ebe er mit diesem recht kompliziertn Fahrzeug zu einem ernstlichen Angriff ansetzen könne. Die neue Fußball-Kreisklasse Keine großen Aenderungen im Kreise Bochum Wir berichteten gestern über die Neueinteilung in der westfalischen Bezirksklasse durch Schaffung von sieben Gruppen an Stelle der bisherigen iechs. Die Mannschaften der Gruppe Bochum haben wir bereits veröffentlicht, nachstehend die übrigen: Grupve Gelsenkirchen; Union Gelsenkirchen, Gelsensuß=Alemannia, B8 12 Gelsenkirchen, SB Buer=Erl., Westfalia Buer, Delog Rotthausen, Schwarz=Gelb Gladbeck, Sporsfr. Gladbeck BfB Bottrop, BfB Börnig Gruppe Dortmund: Sportfr. Dortmund, Alemannia Dortmund, TuB8 Mengede, SC Hörde, BB Brambauer, Unna 08, 8fL Altenbögse, TB Eickel, Union Recklinghausen, Biktoria Recklinghausen. Grupve Minden: Union Herford. SuS Herford= Arminia Bielefeld, BfB Bielefeld. SpBg Schildesche, SpBg Gütersloh, ZuS Ahlen, BfJ Paderborn, SB Neuhaus, B/L Ge. seke, Teutonia Lippstadt, Borussia Lippstadt. Grupve Münster: Borussia Rheine, SpBg Rheine 09, B8 Rheine 10, Vorwärth Gronan, Preußen Münster, Münster 08, SpBg Erkenschwick, SuS Hülb=Einsen, Titania Essel, SpBg Beckum. Grupv. Sauerland; Schwelm 06, Sportring Gevelsberg, TuS Milope, Unino Haspe, DS6 Hagen, Tura Hagen 72, S8 Her= dringen, Sus Menden 09, SB Hemer, BfL Schwerte. Gruppe Siegerland: 3B Altenseelbach, R3B Eiserfeld, Sportfr. Siegen, BG Siegen, BfB Weidenan, SpBg Klafeld, SB Jahn Werdohl, TuS Eiringhausen, N3B Lüdenscheid. Die neue Kreisklasse Die Kreisklasse des Kreises Bochum setzt sich wie folgt zusammen: 1. Kreieklasse: Gruppe A: Germania Herne, BB Herne=Süd, Rasensport erne, SB Sodingen, Preußen Wanne, Phönix Bochum, Jahn Holsterhausen, Teutonia Niemke, Forsung Herne, Reichsbahg Wanne, Constantin Herne, Biktoria Herne. Zum ersten Male über 2 m Dag große Ereignis des Landerlampfes gegen Frank reich war der Hochsprung des Deutschen Weinkötz der zum ersten Male die 2-m=Grenze übersprang und damit einen neuen deutschen Rekord aufstellte. sieht man den Rekordsprung(Schirner=M.) Diese Gruppe ist genau dieselbe wie im vergangenen Jahr, nur daß für die beiden abgestiegenen Vereine SpSp Gerthe und Wanne 19 Constantin und Viktoria Herne hinzugekommen sind. Dadurch, daß der ViB Gerthe der anderen Gruppe zugeteilt wurde, ist die Gruppe wieder auf 12 Mannschaften gebrach; worden. GHruppe B: Tus 26 Altenbochum, SC Altenbochum, Langendreer N. Langendreer M. EpSp Stiepes O. Concordia Bochum. Nasensporf Bochum, S8 Bochum=West, STV Werne, Langendreerholz, LF6 Laer, Bf8 Gerthe. Die Gruppe B weist nach dem Ausscheiden von Westfalia Weitmar und Reichsbahn Bochum und der dem Kreise Gelsenkirchen zugeteilten Günnigfelder Union vier neue Mannschaften auf. den abgestiegenen STN Werne, die beiden aufsteigenden Mannschaften Langendreerbolz und LJC Laer und den PiB Gerthe, der im Vorjahr in der Gruppe A spielte. Die Meister der beiden Gruopen kämpfen mit denen der Kreise Dortmund und Mark um den Aufstieg, die beiden letzten steigen ab. 2. Kreieklasse: Gruppe A: Wanne 1911, SpSp Gerthe, Schwarz=Weiß Herne, Hansa Herne, Fortung Wanne, BG 19 Hordel, Tus Constantin Bochum, BfL Herne, Rasensporz Wanne, SG 19 Werne, TuS Bruchstraße, 8TB Harpen. Gruppe B: Reichshahn=TuS Bochum, Westfalig 09 Weitmar, Preußen 11 Bochum, TuS Carolinenglück. SB Wan. tenscheid 19, Germania Querenburg, Wattenscheip. Ost. Fortung Bochum, Kaltehardt, Bornssia Bochum, Tus Engelsburs, Post=SB Bochum. In jeder Gruppe steigen die beiden ersten Mannschaften auf und die beiden letzten ab. 3. Kreieklasse: 28 Herne 16, Post Wanne. Tus Hannibal, E8 Kortum Bochum, BB Gerthe,Hiltrop, T3 Bg Laer 87, D36 31 Bochum, Teutonia Stiepel, Edelstahlwerke Bochum, E8-Sportgemeinschaft Bochum. Die vierersten Vereine steigen auf. der Führer gratulierte der Schwimmerin Jenny Kammersgaard We wir erfahren, hat der Führer der danische Schwimmerin Jenny Kammersgnard zu ihrer zigartigen sportlichen Leistung telegraphich sei Glückwünsche ausgesprochen. * „Politiken“ bringt auf der ersten Seite den Wer laut des telegraphischen Glückwunsches, den der rer aus Berchtesgaden an Jenny Kammersgaard1 ihrer hervorragenden Schwimmleistung gesandt ba Das Mittageblatt„B.T.“ veroffentlicht gleichfalls Glückwunsch in großen Balkenüberschriften: Kammersgaard sei mit Recht stolz auf diese zeichnung durch Adolf Hitler. Im Kopenhagener Stadion war Jenny Kammer gaard am Montagabend Gegenstand stürmischer Hu digungen der Zuschauer vor Kämpfen, die dort a rade abgehalten wurden. Unsere Golfer halten sich gut Der zweite Tag der Deutschen Galfmeisterschaft in Bad Ems brachte bei herrlichem Golfwetter so nende Kämpfe. Sowohl in der Frauen= als auch der Manner=Meisterschaft stehen die„letzten Ach fest. Wohrend bei den Frauen noch vier De im Wettbewerb verblieben, sind bei den Männe noch drei Deutsche in der Konkurrenz. Ein schön Erfolg für die deutsche Streitmacht! Abschied von James Guthrie Die deutschen und englischen Motorradrennfahr nahmen am Montagabend Abschied von chrem de Rennen um den Großen Preis von Deutschlandf Motorradfahrer in Hohenstein=Ernsttbal auf so ir gische Weise ums Leben gekommenen Sportlamerad James Guthrie. Zu der feierlichen Einfargu in der Kapelle des Küchwald=Krankenhauses hatt sich der Führer der Motorbrigade Sachsen, N20 Gruppenführer Lein, der englische Vizekonsul un ein Vertreter des Niederländischen Automobilklul die am Rennen in Hohenstein=Ernstthal beteiligt englischen Rennfahrer und Angehörige der Aut Union sowie viele Motorsportfreunde eingefunden NEKK.Gruppenführer Lein srach Worte Abschieds und legte dann einen Kranz des Kor. führers Hühnlein am Sarge nieder. Ein Ver= der englischen Fahrer sprach den Dank der am Sarde versammelten englischen Gemeinde an das N3N4 für diese feierliche Abschiedsstunde aus. Es folgte dann die Ueberführung der sterblichen Hülle zum Bahnhof, wobei ein Ehrensturm der Motorstandarte 34 das Geleit gab. reler Rennen zu Deauville 1. R.: 1. Mistanflute 2(L. Toche). 2. Countro Lise. 8. Mignon. Sieg 42, Platz 19. 20:10. Ferner: Zone d'Alpage, L'Esperance, Ambre Gris, Damanze. 2. R.: 1. Azwade(F. Rochetti), L. Republique, 8. Pamina. Sieg 13:10. 8. R.: 1. Paix des Dames(P. Villecourt), 2. Signoretto, 8. Santenil. Sieg 26, Platz 15, 18:10. Ferner: Sirtam. Frisquet, Siklot. Toboanan 4. R.: 1. Pytheas(G. Bridgland), 2. San Matt al. 8. Nika. Sieg 269. Platz 43. 15, 12:10ner: Zero, Bl. Diamond 2, Cresson, Nab, Bellemoise. Lucrecia 5. R.: 1. Fairsi(R Gaudinet), 2 Bbevanl, 3. Castanelle. Sieg 131, Platz 59, 20:10. Master of the Rolls, Gandara, Fazulbhai, Murille 2. KdF.-Svorkamt Mittwoch, 11. Auguft: Fröhliche Aumnasik und Spiele nur für Franen von 20—22 Uhr, Turnhalle der realgymnasialen Studienan“a l. Waldring Allgemeine Korverschule und Reichssportadzeichen für und Manner von 20—22 Uhr. Turnhalle des Staatl. Gymnasiums, Lismarse straße Schwimmen für die manni. Gefolgschaft des Bechumer Vereind von 18,30—19,80 Uhr, Badeanstalt Schwimmen für Frauen und Manner von 19,30—20,30 Uhr, Badeanstalt Wesideuische Um- und Ausschau Tragisches Ende einer Schleudernder Lastzug tötete vier Personen. Hagen i. W. Aus Neustadt an der Weinstraße wird uns berichtet: Von einem furchtbaren Unglück wurden am Montag in Weidenthal Urlaubsgäste aus Westfalen hetroffen. Die in Weidenthal wohnenden Urlauber kamen am Abend von einem Spazierggang zurück. Als sie die Unterführung erreicht hatten, bog ein aus Richtung Kaiserslautern kommender Lastzug in schneller Fahrt in die Kurve ein und kam auf der nassen Straße ins Schleudern. Die Urlauber wurden von dem Anhänger erfaßt und drei auf der Stelle getötet, Bei den Toten handelt es sich um die 34jährige Ehefrau Elisabeth Leweck, die 37 Jahre alte Ehefrau Clara Riemann und die 24jährige ledige Magdalena Reins, sämtlich aus Hagen i. W. Der die Urlauber begleitende Heinrich ussona aus Neidenfels, der ebenfalls von dem Wagen erfaßt winde, fand in schwerverletztem Zustand Aufnahme im Krankenhaus, starb hier aber bald nach dem Unfall. Der Kraftfahrer, der 1907 geborene Eugen Büchner aus Kirrweiler. und seine beiden Mitfahrer kamen mit leichteren Prellungen davon. Büchner wurde sofort verhaftet. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat sich an die Unfallstelle begeben. Gewohnheitsverbrecher als„Detektiv“ Er verschwand mit dem Barvorschuß. Paderborn. Vor dem Paderborner Schwurgericht wickelte sich Anfang 1936 ein großer Meineidsprozeß ab. Zehn Angeklagte waren wegen Meineids angeschuldigt und wurden verurteilt. Der Hauptangeklagte hatte mit dem Angeklagten Melis, als beide im Gerichtsgefängnis saßen, eine Zeitlang eine Zelle geteilt und dabei dem Melis den Hergang des Prozesses und seinen Ursprung erklärt. Der Mitangeklagte, der ihn belastet habe, habe die Unwahrheit gesagt usw. Daraus verstand Melis als gelehrter Verbrecher ein„Geschäft“ zu machen. Er ging nach der Entlassung aus dem Gefängnis zu den Angehörigen des Verurteilten in Fürstenau und gab sich als Privatdetektiv aus. Er habe Material in Händen, um ein Wiederaufnahmeverfahren zu betreiben Der Belastungszeuge gegen den Vater habe eine widerrufende Erklärung all seiner Angaben ihm gegenüber gemacht, so daß in den nächsten Tagen die Sache schon„aufgeklärt" sein könne. Also beschloß man, die weiteren Unternehmungen dem „Detektiv“ zu überlassen. Der Sohn des Verurteilten fuhr ihn im Anto nach Hannover und nach Paderborn. Zu all diesem Aufwand gab man etidoch einen Barvorschuß von 185 RM. Als der Bursche aber das Geld hatte, verschwand er damit auf Nimmerwiedersehen und während man in Fürstenau auf den Erfolg seiner „Bemühungen“ wartete, vergnügte er sich in Unna und Dortmund mit Frauen und Freunden und er hatte keine große Mühe, binnen weniger Stunden die 185 RM zu verpulvern. Als er dann festgenommen und vor Gericht gestellt wurde, war er geständig und gab alles zu. Das Urteil lautete auf zwei Jahre Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust und 300 RM Geldstrafe, ersatzweise weitere 30 Tage Zuchthaus. Der Sicherungsverwahrung entging er noch einmal. Verhänanisvolle Neckerei Duisburg. Zwischen den Kribben am Rheinufer oberhalb der Mündelheimer Rheinbrücke vergnugten sich Jugendliche beim Baden. Ein junger Mann neakte davei ein 16jähriges Madchen durch Wasserspritzen. Im Eifer des Spiels kam das Madchen über den Kribbenkopf hinaus. Im Augenblick wurde es von der dort besonders heftigen Strömung erfaßt und weit in den Strom hinausgerissen. Da das Madchen des Schwimmens unkundig war, ertrank es.— Der Rhein forderte fast an der gleichen Stelle noch ein weiteres Todesopfer. Beim Baden ertrank ein 16jahriger Lehrling dessen Leiche nach kurzer Zeit geborgen werden konnte. kleine Provinzchronik „Schaffendes Volk“ erwarfet den viermillionsten Besucher. Düsseldorf. Die Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ in Düsseldorf erwartet am Ende dieser Woche bereits den viermillionsten Besucher. Wie die Ausstellungsleitung mitteilt, erhält der Jubiläumsgast eine Reise zum diessährtgen Reichsvarteitag in Nürnberg und außerdem zur Erinnerung eine goldene Uhr mit Widmung. Für 20 Pfennig ein Jahr Zuchthaus. Dortmund. Der Bjährige Andreas Martuschewski aus Dortmund, der bereits elfmal, darunter auch zweimal mit Zuchthaus bestraft in, wurde vom Schöffengericht Dortmund wegen Diebstahls zu einer Zuchthausstrafe von Jahr verurteilt. Martuschewski hatte am 19. Mal d. J. auf einer Bank in einer Anlage einem betrunkenen Mann 20 Pfennig aus der Tasche ge stohlen. Obwohl der Angeklagte den 2 bestritt, wurde er in der Verhandlung von den Zeugen des Vorfalls überführt. Vom Blitz erschlagen. Soest. Am Sonntagatend befand sich ein jabriger junger Mann mit einem Bekannten a dem Nachhausewege, als ein Gewitter ausbrach, wohei beide Personen vom Blitz getroffen wuror. Der 16jährige war auf der Stelle tot. wahr sein Begleiter nur zeitweilig gelähmt i und sich inzwischen wieder erholt hat. Beim Baden ertrunken Grotenrach, Kr. Geisenkirchen. Ein Mann vor hier, der in den Kleilöchern bei Nier ein Bad nahm, versankplötzlich vor den un seiner Kameraden. Erst nach längerer Zeit der junge Mann nur als Leiche geborgen werden. Umfangreiche Fast 400 Fl DB London, 10 englischen Hauptstadt an begannen am Montaga großen zemeinsa englischen Luitstreit tionen der Territorial= korps. Die Uebungen.d Londoner Verteidigungs en bis in die Morger werden in der Nacht zu den Insgesamt beteiligt Flugzeuge an den mitt ere und schwere B. die wichtigsten strategisd und der Umgebung zu digung waren neben de der Territorialarmee 19 gesam: 222 Maschinen trum Londons selbst we wenig zu merken, da sich meist in großer Höh Angriffe richteten sich geburn. den Themlehasen 1 Oberkommandos der Kan Den Verteidigungsstre gabe durch die oünsti nilse erleichtert, da die dem wolkenlosen Himme Scheinmer'er eingefangen gende Jagdlugzeuge bekö doch wurden mehrere w bombardiert“ Der englische Luftfah ton hatte sich nach dem geben. wo er einen Teil verkolgte Die Ergebnisse später durch das Luftfah ben werden. Fiege bei den London DNB London, 10. Luftmanöver in der verg don sind nicht ohne Ver die Kampfe verwickelte 9 Insassen ab, die dabei u Die Armee Enalische Soldaten kön dien ONB London. 10. Auf dem englischen Kriegsmin um vergangenen Sonnaben digte Erklärung. die nen Umschwung in der bi sollte. ist am Dienstag na= sterium bekannt gegeben 1 liche Verlautbarung entb Grundlau:10 Arma Nach der Neuregelung. d und für eine beschränkte Soldat der Landari 21 Jahre anstatt bisber durch erhält er Anspru ihm bisber versagt war. verspricht sich von dieser trächtlichen Zuwach die Armee als Laufbahn 14 japanische Norde Nankina. 10. Ai DNB.) Wie in Nanking sind in chinesischen Regier nen eingetroffen, nach der gaki, der Stabschef der armee, in Tientsin ein sischer Auffassung wird innerhalb kurzer Zeit folg Meginn von Feind ren Umfanges hin. 14 Divisionen für wovon bereits acht auf de seien. Es werde seine Trur Leiving=Suiyuan=Bahn vanische Expeditionskorpe rauchl, dem frühere General Koiso, dem C norea, unterkehen. Neue starke chine bewegi 10. 9 NB.) Wie das javani Montag bekannt gab, sind ische Truppenbewe nach haben sich im Raum an der großen Maue mmesische Truppen, bestehe . Division, die durch d Uson der Zentralarmee v triert. Weiterhin sind in in Richtung Kalgan non der Zentralarmee. ralarmee schieben sich weit ung nach Norden längsd vor, von wo aus do truppen längs der Bahn marschieren. durch die rege Fll .. festgestellten Trn llen offenbar die Ve anting mit dem japanisc mel Ungeklärtheit der tterstrichen durch die am nung der sahrelan ia geltenden 1800 M Sicherbeitspolizel, die ans n aem maum Scha nautonomen. Hopel-Ghebiet den Sicherhei an Pauantui in Tungtschan? verlaufen Verstä eineuge rollen onn Tentfin selb ge von Verteidigungsbefe 2(2m) l Umfangreiche Luftmanöver über London Fast 400 Flugzeuge beleiligt. DB London, 10 August(Drahtb.) Ueber der englischen Hauptstadt und ihrer weiteren Umgebung begannen am Montagabend, wie angekündigt, die großen zemeinsamen Uebungen der englischen Luitstreitkräfte, der Abwehrformationen der Territorial=Armee und des Beobachterkorps. Die Uebungen, deren Hauptzweck es ist, die Londoner Verteidigungsanlagen zu prüfen, dauer ten bis in die Morgenstunden des Dienstag und werden in der Nacht zum Mittwoch fortgesetzt werden Insgesamt beteiligten sich annahernd 400 Flugzeuge an den Scheinkämpfen. 176 leichte, mitt ere und schwere Bomber hatten den Auftrag. die wichtigsten strategischen Punkto der Hauptstadt und der Umgebung zu„zerstören“. Für die Verteidigung waren neben der ersten Luftabwehrdivision der Territorialarmee 19 Kampfgeschwader mit insgesam: 222 Maschinen eingesetzt worden. Im Zenttum Londons selbst war von den Uebungen nur wenig zu merken, da die angreisenden Flugzeuge sich meist in großer Höhe hielten. Die wichtigsten Angriffe richteten sich gegen die Dockanlagen in Tildurn. den Themlehafen und das Hauptquartier des Oberkommandos der Kampfgeschwader in Urbridge. Den Verteidigungsstreitkräften war ihre Aufgabe durch die sünstigen Wetterverbältnilse erleichtert, da die angreifenden Maschinen an dem wolkenlosen Himmel bäufig rechtzeitig durch Scheinmer'er eingefangen und durch sofort aufsteigende Jagdflugzeuge bekämpft werden konnten. Jedoch wurden mehrere wichtige Obiekte„erfolgreich bombardiert“ Der englische Luftfahrtminister Lord Swinton hatte sich nach dem Fluaplatz von Northolt begeben. wo er einen Teil der Luftmanöver persönlich verkolgte Die Ergebnisse der Uebungen werden erst später durch das Luftfahrtmenisterium bekanntgegeben werden. Riegerabsturz bei den Londoner Luftmanövern DNB London, 10. August.(Drahtb.) Die Luftmanöver in der vergangenen Nacht über Londan sind nicht ohne Verluste geblieben. Eine in die Kampfe verwickelte Maschine stürzte mit zwei Insassen ab, die dabei ums Leben kamen. Die Armee als Laufbahn Enalische Soldaten können künftig 21 Jahre dienen. London, 10. August(Drahtb.) Die von dem englischen Kriegsminister Sir Hore Belisha um vergangenen Sonnabend in Devonport angekündigte Erklärung, die„den größten je vollzogenen Umschwung in der britischen Armee“ entbüllen sollte. ist am Dienstag nachmittag vom Kriegsministertum bekannt gegeben worden. Die sehr ausführliche Verlautbarung enthält als Leitfaden den Hrundsatz:„Die Armee als Lausbahn!" Noch der Neuregelung, die zunächst versuchsweise und für eine beschränkte Zeit ergebt, ist der engce Soldat der Landarmeo in die Lago versetzt, " Jahre anstatt bisber 12 Jahre zu dienen. Dadurch erhält er Ansprach auf Pension. die ihm bisber versagt war. Die englische Regierung verspricht sich von dieser Maßnahme einen bekrächtlichen Zuwachs an Soldaten, die die Armee als Laufbahn wählen. 14 japanische Divisionen für Nordchina 08 Nanking, 10. August.(Ostasiendienst des B.) Wie in Nanking bekannt gegeben wird, und in chinesischen Regierungskreisen Informatio nen eingetroffen, nach denen Generalmajor Saga“ der Stabschef der japanischen Kwantungarmee, in Tientsin eingetroffen ist. Nach chineücher Auffassung wird die 5. japanische Division unnerhalb kurzer Zeit folgen. Dies deute auf den Heainn von Feindseligkeiten größe" Umfanges hin. Japan werde insgesamt " Divisionen für Nordchina mohilisieren, wovon bereits acht auf dem Festlande eingetroffen rien. Es werde seine Truppen hauptsächlich an der Leiving=Suiyuan=Bahn zusammenziehen. Das jadanische Expeditionskorps werde entweder General kaucht, dem früheren Kriegsminister, oder Heneral Koiso, dem Chef der Streitkräfte in Korea. unterkehen. lleue starke chinesische Truppenbewegungen Lientsin, 10. Aug.(Ostasiendienst des H) Wie das javanische Hauptquartier am bekannt gab, sind starke neue chinede Truppenbewegungen erfolgt. Dai haben sich im Raum Kalgan— Nankau— ineen der großen Mauer nordwestlich Peivings sueche Truppen, bestehend aus der 8l., 89, und Division, die durch die Ankunft der 4. Dise= der Zentralarmee verstärkt wurde, konzenw..“. Weiterhin sind im Anmarsch aus Südihon d Richtung Kalgan die 21, und die 26. Dion der Zentralarmee. Die Truppen der Zenschieben sich weiterhin langsam in Richeg nach Norden längs der Bahn Pukau— Tsinanfu vor. von wo aus dort stebende Provinzialrudben längs der Bahn in Richtung Tsingtau marschieren. saner e zurch die rege Fliegeraufklärung der Jasomer fengestellten Truppenbewegungen offenbar die Verhandlungsbasis Ling mit dem japanischen Botschafter stärken. erk Ungeklärtheit der Lage wird weiterhin wasscen durch die am Montag erfolgte Entuna der jahrelang als für Japan zuvericatenden 1800 Mann Paumtui, einer Faperdenel, die aus Chinesen besteht und nden" dem Raum Schangbaikwan— Tientsin dopei-en, von Japan abhängigen Ostnichtmele den Sicherheitsdienst versah und jetzt Vananais gilt, nachdem menternde mordet" Tungtschau Javaner und Koreaner os perlane". Die Entwaffnung ist reibungsFörderung des Volkswohnungsbanes benkung des Zinssatzes für Wohnungsbau-Darlehen- Zusatzdarlehen für kinderreiche Familien Berlin, 10. Aug.(Drahtb.) Der Reichsarbeitsminister hat in den letzten Jahren zur Förderung des Baues von Volkswohnungen nahezu 100 Mill. RM zur Verfügung gestellt. Bei diesen Wohnungen ist das Hauptgewicht auf eine tragbare Miete gelegt. Sie sind für die minderbemittelten Volksgenossen bestimmt, für die diesem oder jenem Grunde eine Kleinsiedlung nicht in Frage kommt. Die Wohnungen sollen bevorzugt im Flachbau errichtet und mit einer möglichst großen Land- oder Gartenzulage versehen werden, um der Familie nicht nur ein gesundes Heim zu geben, sondern sie auch wieder in Verbindung mit dem Heimatboden zu bringen. Zur Zeit sind etwa 4 0 000 solcher Wohnungen fertiggestellt oder im Bau begriffen. Die Maßnahme ist, trotz manchen auf anderen Gebieten liegenden Schwierigkeiten, sehr gut angelaufen. Um jedoch den Wohnungsbau für die werktätige Bevölkerung noch stärker zu fördern, hat sich der Reichsarbeitsminister im Benehmen mit dem Reichsminister der Finanzen entschlossen, in den bisherigen Bestimmungen eine Reihe von Vergünstigungen, Erleichterungen und Vereinfachungen eintreten zu lassen. Diese beziehen sich im wesentlichen auf die Höhe und die Zins= und Kündigungssätze der Reichsdarlehen, sowie auf die Grenze der Herstellungskosten. Hiernach ist der Zinssatz für das Reichsdarlehen, das erforderlichenfalls auf 1500 RM je Wohnung erhöht werden kann, allgemein auf 8 v. H. gesenkt worden. Um unter allen Umständen tragbare Mieten zu erzielen, kann dieser Zinssatz weiter bis auf 2 v. H. und in besonders liegenden Fällen,“ namentlich bei kinderreichen Familien und in Rot= oder Grenzgebieten sogar bis auf 1 v. H. ermäßigt werden, wenn ein bestimmtes Wohnungsbauprogramm eingehalten wird. Außerdem kann zur weiteren Verringerung der Belastung der Wohnungen für kinderreiche Familien ein zinsloses Zulatzdarlehen gewährt werden. Dieses Zusatzdarlehen beträgt bei vier Kindern 300 RM und hann bei mehr Kindern um jeweils 100 RM für jedes weitere Kind erhöht werden. Auch bei den Herstellungskosten bringen die Bestimmungen eine bedeutende Erleichterung Mit diesem Schritt hat der Reichsarbeitsminister den Weg für eine weitere erhebliche Steigerung des Wohnungsbaues für die werktätige Bevölkerung freigemacht. Die am Wohnungshau beteiliaten behärdlichen, partesamtlichen und sonstigen Stellen haben auf Grund dieser Bestimmungen, die schon von Anfang an bewußt einfach und knapp gehalten worden sind, die Möglichkeit, der bestehenden Wohnungsnot tatkräftig zu Leibe zu rücken und dabei den durch den Vierjahresplan an vielen Stellen enttehenden neuen Wohnungsbedarf bevorzugt zu befriedigen. Gleichzeitig hat der Reichsarbeitsminister den Bewilligungsbehörden weitere Mittel zur Förderung des Volkswohnungsbaus in Aussicht gestellt Aehnliche Erleichterungen, wie sie setzt für den Volkswohnungsbau gewährt worden sind, werden demnächst auch für die Förderung der Kleinsiedlung in Kraft treten. Der spanisch-bolschewistische Hexenkessel Kampf aller gegen alle- Die Kommunisten fordern völlige Diktatur nach Moskaus Vorbild- Täglich neue„Friedhöfe“ für die „Verschollenen“ Ve erstärkungen und viele ing"e rollen täglich in Richtung age von Der Lientsin selbst wurde mit der AnVerteidigungsbefestigungen begonnen. DNB Paris, 10. August(Drabtb.) Der„Jour“ berichtet aus dem bolschewistischen Teil Spaniens, daß dort ein beftiger Kampf zwischen Negrin und den Anarchisten tobe, die den früheren sogenannten„Ministerpräsidenten“ Larao Caballero zu ihrem Oberhäuptling ernannt hätten. Die Kommunisten weigerten sich, in die anarchosondikalistische Koalition einzutreten und forderten von Nearin die Bildung eines Sowjetdirektoriums, das nach dem Vorbild Moskaus ir ziviler und militärischer Hinsicht die völlige Diktatue über alle ausüben solle. Von seiten der Milizen werde dieser Vorschlag unterstützt, insbesondere von den sogenannten„Generälen" Lister und Campesinos. Der Bolschewistenausschuß von Valencia habe eine Abordnung eingesetzt, die beauftragt sei, hinter der Front die„Ordnung“ ankrecht zu erhalten und die Aktion durch Waffengewalt zu unterstützen. Die Lage in Katalonien beunruhige die Oberhäuptlinge in Valencia/ besonders, Negrin habe sich zusammen mit dem„Innenminister“ Zulasagottia im Flugzeug nach Barcelona begeben, um mit dem dortigen Bolschewistenausschuß die notwendigen Maßnahmen auszuarbeiten, die notwendig seien, um hinter der Front und innerhalb der Milizen wieder„Ordnung“ zu schaffen. Ueber diese Besprechungen sei in der Presse nichts erschienen. doch habe man eine Reihe von Maßnahmen gegen die Extremisten beschlossen. So sei die Zeitung CNT“ auf unbestimmte Zeit verboten worden. In Lerida sei der„politische Chef“ Marcial Mena wegen„Rebellion“ hingerichtet worden. In Gerona wiederum habe man 400 Personen wegen„trotkiltischer Umtriebe“ verhaftet. Ein Teil der Verhafteten sei zum Tode verurteilt worden, die übrigen zu schweren Gefänanisstrafen. Täglich könne man neue „Friedhöfe“ entdecken, die als Veerdigungsstätten für zahlreiche Personen dienten, die einfach als„verschollen“ bezeichnet würden. Um sich der Verantwortung zu entziehen, habe der Bolschewistenausschuß in Barcelona einen„Ge richtsausschuß“ hierfür ernannt. Dieser Ausschuß habe in Vallirana und in Sitges zwei solcher„Friedhöte“ entdeckt, auf denen zahlreiche Unbekannte lägen. Der Ausschuß habe hierzu erklärt daß die Identität der Leichen nicht mehr'estgestellt werden könne, da sie zum größten Teil noch nicht einmal Kleidung auf dem Leib gehabt hätten. Zwei belgische Fischdampfer von spanischen Bolschewisten geraubt. DNB. Brüssel, 10. August.(Drahrb.) Der Brüsseler„Soir“ berichtet über einen neuen Piratenakt der spanischen Bolschewisten. dem zwei belgische Fischdampfer zum Opfer gefallen sind. Die Dampfer„Rita 1“ und„Rita 2“ waren in Ostende vor einiger Zeit von einem belgischen Reeder ihrem ursprünglichen spanischen Eigentümer regelrecht abgekauft worden. Die Besatzung bestand aus fünf Belgiern und acht Spaniern auf „Rita 1“ und aus vier Belgiern und acht Spaniern auf„Rita 2“. Beide Fischdampfer verließen am 8 Juli unter Führung belgischer Kapitäne Zeebrügge. Sie fischten an verschiedenen Plätzen der Nordsce, verkauften ihre Beute in einem englischen Hafen und setzten dann ihre Arbeit fort, Am 29. Juli, in der Nacht, wurden plönlich auf beiden Schiffen die belaischen Besatzungsmitglieder von den Spaniern mit vorgehaltenem Revolver überwältigt und in den Mannschaftskabinen eingeschlossen. Auch die belaischen Kapitäne wurden in eine Kabine gesperrt. Die Spanier steuerten dann die beiden Schiffe in einen Hafen derspanischen Bolschewisten, wo die Beigier zunächst scharf bewacht und dann abgeführt wurden. Der bunte Tag Familientragödie im Berliner Norden Drei Perlonen durm Gas veraiftet. DNB Berlia. 10. August(Drahtb.) In einem Hause in der Christianiastraße im Berliner Norden wurde am Dienstag vormittag eine Famillentraaddie en deckt. In der Küche ihrer Wohnung wurden ein 39 Jahre alter Friseur, seine 44jährige Ehefrau sowie ihre 12 Jahre alte Tochter gaoveralstet aufgefunden. Küchentür und Fenster waren sorafältig abgedichtet. Der Gasschlauch war abgerissen, so dah das todbringende Gas ungehindert ausströmen konnte. Vollstreckung eines Todesurteils DNB Berlin, 10. August.(Drahtb.) Die Instizpressestelle teilt mit: Der vom Schwurgericht in Halle a. S. wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilte Otto Zchnabel aus Halle a. S. ist Dienstag hingerichtet worden Der flüchtige Kaubmörder Link in Paris festgenommen DNB Berlin, 10. August.(Drahtb.) Die von der Berliner Mordkommission eingeleiteten internationalen Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Mörder der Zimmervermieterin Rosa Dornbusch in der Budapesterstraße 47 haben nunmehr zu einem vollen Erfolg geführt. Der Täter, der 21 Jahre alte Siegfried Link, wurde Montag vormittag durch die Pariser Kriminalpolizei festgenommen. Er hat die Bluttat bereits zugegeben. Das Auslieferungsverfahren ist in die Wege geleitet, so daß mit seiner baldigen Ueberführung nach Berlin zu rechnen sein dürfte. Absturz eines tschechoslowakischen JagdflugzeugDNB Prag, 10. August.(Drabtb.) Montag vormittag stürzte südöstlich von Königgrätz ein Jagdflugzeug bei einem Uebungshöhenflug aus bisber noch nicht geklärter Ursache aus großer Höhe in einen Wald ab Der Militärflieger kam dabei ums Leben. Stapellauf des zweiten italienischen Großkampfschiffes am 22. August DB Rom, 10. August.(Drahtb.) Das zweite italienische Großkampfschiff„Littorio“ wird am Sonntag, 22. August, in Genua vom Stapel laufen. Es handelt sich um das Schwesterschiff des 35000 Tonnen großen Schlachtschiffes„Vittorio Veneto", dessen Stapellauf Ende Juli in Triest erfolgte. Jüdische Wühler festgenommen DNB Warschau, 10. August.(Drahtb.) Der Wilnaer Polizei gelang die Festnahme von brei Juden und einer Jüdin, die kommunistische Flugblätter und Exemplare einer verbotenen kommunistischen Zeitung verteilten. Blutiger Zusammenstoß in einer bosnischen Ortschaft DNB Belgrad, 10. August.(Drahtb.) Der ehemalige Minister Dr. Janitsch, der seinerzeit aus der Regierungsmehrheit ausgeschlossen wurde, weil er unter Bruch des Fraktionszwanges gegen das Konkordat zwischen Jugoslawien und dem Vatikan gestimmt hatte, hielt am Montag trotz eines polizeilichen Verbotes anläßlich des Markttages in Bijelfina(Bosnien) eine Versammlung ab. in der er heftig gegen das Konkordat auftrat. Nach der Versammlung, an der auch orthodoxe Geistliche teilnahmen, veranstalteten die Teilnebmer einen Demonstrationszug durch die Straßen der Stadt. Einer amtlichen Mitteilung zufolge wurden auf ein Gendarmerieaufgebot Steine geworfen und Revolverschüsse abgegeben, wodurch ein Gendarm verletzt wurde. Die Gendarmen machten darauf gleichfalls von der Schußwaffe Gebrauch: ein Demonstrant wurde getötet und einer schwer verletzt. Schweres Flugzeugunglück Drei Tote, ein Schwerverletzter DNB Newyork, 10. August.(Drahtb) Aus Daytona=Beach in Florida wird der Absturz eines Großpassagierflugzeuges der Eastern Air Lines gemeldet. Aus unbekannter Ursache stürzte es kurz nach dem Aufstieg nach Miami in der Nähe des Flugplatzes ins Sumpfdickicht.„wei Piloten und ein Fahrgast wurden getötet, ein anderer Fahrgast wurde schwer verletzt. Die übrigen vier Insassen kamen mit leichten Schürfungen davon. Kleine Wie wir erfahren, wird die 25. Deutsche Ostmesse, die am Sonntag, dem 15. August, in Königsberg beginnt, mit einer Rede von Staatssekretär Funk eröffnet werden. * Infolge der Frankenabwertung hat die britische Luftverkehrsgesellschaft Imperial Airways die Beförderungssätze im Personenverkehr von Paris nach London eryoht. Der einfache Flugpreis Paris—London beträgt nunmehr 525 anstatt früher 425 Franken. Der Rückflugpreis mit 14 Tagen Gültigkeit beträgt jetzt 860 statt früher 720 Franken, der Rückflugpreis mi 60 Tagen Gültigkeit 920 statt 765 Franten. * In letzter Zeit hat die Regierung des Irak alles darangesetzt, ihre Wehrmacht möglichst schnell auszubauen und zu der stärksten des Nahen Orients zu machen. Der Kommandeur der Luftstreitkräfte, Oberst Mohamed Ali Dschawad, befindet sich zurzeit auf einer Rundreise, in Eurova, auf der er Kriegsmaterial und vor allem Flugzeuge aufkaufen will. Die Ernengung von achtzig Offiziersanwärtern zu Offizieren wurde auf der Militärakademie mit ganz besonderen Feierlichkeiten durchgeführt. * Wie Reuter aus Valencia meldet, sind zwei Schwestern des von den spanischen Bolschewisten erschossenen Falangistenführers Primode Rivera, die seit der Ermordung ihres Bruders von den Bolschewisten in Alicante gefangengehalten wurden, gegen den von den Nationalen gefangenen bolschewistischen Politiker Odon de Buen ausgetauscht worden.— Der Gefangenenaustausch soll durch Vermittlung der britischen Botschaft zustandegekommen kein. * Wie aus Malta berichtet wird, haben auch dort wie in der englischen Hauptstadt am Montag Luftabwehrübungen stattgefunden. Sämtliche in Malta stationierten Streitkräfte nahmen daran teil, u. a. auch die Schlachtschiffe„Hood“,„London“ und„Repulse“. * Die Regierung von El Salvador hat dem Generalsekretär des Völkerbundes mitgeteilt, daß sie aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sei, aus dem Völkerbund auszutreten. Veränderlich Bericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mulheim. In der Großwetterlage macht sich eine Umgestaltung immer stärker bemerkbar. Mit dem Abbau des Hochs über Nordrußland und der Bildung eines Hochs über den Azoren haben die Tiefdruckstörungen wieder„Eingang auf das Festland gefunden. Vorerst sind es aber nur schwache Störungen, die Deutschland erreichen, so daß das Wetter wohl veränderlich wird, aber noch immer längere Zeiten mit Aufheiterung eintreten werden. Vorbersage für Mittwoch: Bei schwachen südwestlichen Winden wechselny bewölkt und meist trocken. unveränderte Temperaturen. Für Donnerstag: Zwilchen Süd und West schwankende mäßige Winde, anfangs heiter, später zunehmende Bewä kung und teilweise einzelne gewittrige Regen älle. mäßig warm. Wahricheinliche Weiterentwicklungt Etwas kühler und unbeständiger. k Neben melner Kondiforei habe Ich nun noch oln eröftnet. Zu melnem prima Gebäck bekommen Sle nun auch die gute Tasse Kattee für 25 9 Um genelgten Zuspruch bittet A. Bönninghaus Konditorel und Katfee, Bochum, Brückstraße 29 Fernruf 625 37 ilcherhaus Bochum, Humboldistr. 14-16 = Telefon 61308= Der Park im Mittelpunkt der Stadt 500 Sitzplätze Voranzeige: Samstag, den 14. 8. 1937, von 20 Uhr ab: „Italienische Nacht“ Konzert, gesangliche Darbietungen Zurück! Dr. med. Otto Scholl Facharzt für Hautkrankhelten Bochum, Hattinger Str. 19 In den Neubauten Hattinger Str. 201 u. 203 sind noch einige abgeschlossene 3-Limmer-WNohuungen mit einger. Bad zu vermieten. Näheres durch Carl Zum Gahr Grundstücksmakler Bochum, Kortumstr. 52 Ruf 62123 Steiner, Bochum Dorstener Str. 2a. Gr. Lagerräume auch Garage zu vermiet. Nähe Haupibbf. Bochum. Ang. u. B. M. 845 1. d. Gesch. d. Zig. Die Zettung lätzt Dich über die Enge des Tages hinausschauen! Bierstall Wattenscheid Der Stallwirt vom 12. Deutschen Sängerbundesfest In Breslau„mit Verspåtung“ zurück. Alles Nähere möndlich! Der Stallwirt Eine Marke för sich“ Möbelkäuter! Sel selbständig und a6 dich aicht durch Autefabrer Sehleppernweten belrren, dean dieses alles muût de mitberahlen. Laß dieh fachmänsisch bedienen Achtung!— Autoreisen! 2 Conti-Elastikreisen, 770/200, 2 Reisen, 40X8, 1 Reisen, 36X8½, 1 gebr. Conti=Reifen, 40X10. Zu erfragen: Lorenz Tasche Bochum. Malieserstraße 21, Tel. 623 87. ofua ZeitungMöbelkäufer!! Die neuesten Modelle in Schlatzimmern u. Kücher n allen Holzarten besonders billig im Fachgeschäf Möbel-Gelhaus Bochum, Brückstr. 47(Toreinaau) Die kleinen Gelegenheits=Anzeigen in unserer Zeitung führen schnell gum gewünschten Erfolg! Minin Aen Bochum Witiener Str. 30 Die Bertreterin Deiner Jnteressen — Deine Tagesgeitung— verdient Deinen gleich= gesinnten Greunden und Bekannten, die sie noch nicht halten, empfohlen zu werden. Mon. gebraucht. billig zu verkaufen Modellager Tecklendurg. Bochum, Babrendeller Strate 20 Blinden-Verein ARKHAUS Bochum Vors.: Klavierstimmer Binkler Bochum. Herner Str. 81, Ruf 685 18. Es wird gedeten, nachstehende Hand= werker mu Aufträgen zu bedenken: Korb. und Etndlklechter: Gucen Altendochum. Altenbochumer Stratze 76 Tel. Nr. 654.27, Jos. Hawaginfkl. Auf dem Dablacker 47. Konrad Obach. Altenbochum. Zeche Raroline 820 Stuhlflechter Karl Gottschalk. Bochum Kronpringon= stratze Pago Bochum Ellatstr. 17. Jel. Schulte Bochum Meierstr 8. Lischewikt. Harpen. Grüner Weg 11, Frl. Teiß Von=der=Recke=Stratze 1000 Maschinenstrickertn) Gürsenmacher Hoffmann Aleitmar Haltinger Str. 1980 Handarbetterianen: Frl. Keller Bochum Hellneg 89. Bertas!s.elle! Bertrieb von Blindenardeiten aller Art Herner Ste 21 1el 638 13. Heute 16 u. 20 Uhr: Militärkonzert schllesend Manöverball Eintragungen in das Handelsregister des Umtsgerichts zu Bochum. linge betreut. Off. u. B. H. 842 a. d. Gesch. d. Zig. Fast neues Schlafzimmer m. neuen Aufl., v. Kunden zurückgen. bill. gegebar zu verk. Mobellager Tecklen= burg, Bochum. Fahrendeller Str. Suche 6000.- RM als erste Hupothek bei guter Sicherheit Ang. u. B. 8. 844 d. Gesch. d. Zig Modernes Schlaszimmer da Einzelmodell, bill. gegebar zu verk. Mobellager Tecklenburg, Boch., Fahren= deller Straße 20. im brieflichen Verkehr mit ihren Geschättefreunden und Kunden sind gut gestaltete und sauber gedruckte Briefblätter. Eln Briefblatt, das einen Übersichtlich angeordneten Firmenkopi hat, auf gutem Papler sauber gedruckt st. macht belm Emptänger stets einen sympathischen Elndruck auf ihr Unternehmen. Wir raten ihnen darum zu olner guten Auostattung Ihrer Briefblätter. Beauftragen Sie uns mit dem Druck. Wie pflegen besondere den Druck sehöner Belefblitter. Märkische Vereinsdruckerei Schürmann& Klagges, Bochum Mühlenstr. 12—14• Fernruf 64746 Mittwoch, 11. August für den 5.50: Morgenlied— Wetterbericht Bauer. 5.55: Leibesübungen und Wiederholung der 2. Abendnachrichten. 6.30: Frühkongert. 7.00: Nachrichten— Morgenlied— Morgenruf. 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 8.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen. 8.30: Musik am Morgen. Es spielt das LeipSinsonie=Orchester, Leitung: Theodor Blumer. 1. Schneidige Truppe, Marsch(Julius Lehnbardt). 2. Leuchtende Sterne, Konzertwalzer(Carl Nobrecht). 8. Pußta=Bilder, Zigenner=Fantasie Bernhard Kutsch). 4. Fraureuther Porzellanpüppchen, Intermezzo(Paul Lincke). 5. Zwei Märsche: al Gruß an Sachsen(Walter Scheibe); b) Pilotenmut(Heinr. Blankenburg). 6. Melodien aus der Operette„Der Zarewitsch“,(Franz Lehar). 7. Cuvertüre zu„Lysistrata“(Paul Lincke). 9.00: Dr. W. Klodt: Vom gesunden Leben. 9.80: Kleine Zwischenmusik(Inbustrieschallplatten). 1. Springbrunnen(H. Küster). 2. Schwalbenlied(G. Kneip). 8. Akkordeon=Träume(W. Pörschmann). 4. Luna=Walzer(P. Lincke). b. Deutscher Beckruf, Marsch(P. Kirsten 9.45: Zeit, Nachrichten, Wasserstandsweldungen. 10.00: Hier holen sich unsere Mütter Rat. Ein Besuch bei der Hilfsstelle„Mutter und Kind“. 11.10: Sendepause. 11.3: Wetterbericht für die Landwirtschaft. 12.00: Die Werkpause des Reichssenders Köln Uebertragung aus der Firma Otto Bernsau, Nachf. Düffeldorf=Heerdt. Es spielt die Poligeikapelle Düsseldorf unter Leitung von Ludwig Hahn. 13.00: Mittagsmeldungen— Glückwünsche. 13.15: Musik am Mittag. Es spielt das Kölner Iunk=Orchester unter Leitung von Leo Evsoldt. 1. Land im Süden, Folge: a) Blumen=Corso; b) Barcarole; c) Tang und Abendlied(W. Noack). 2. Elfenreigen(J. Hellmesberger). 8. Aus der„Kleinen Konzertfolge“: a) Frage und Antwort; b Liebeslied(Coleridge=Tanlors. 4. Rhapsodie 6 Dohnanpi). 5. Fantastischer Walzer(M. Heinecke 6. Aus der„Nordischen Folge“: a) An den Früh ling: b) Norwegischer Bauern=Marsch(Torjussen) 14.00: Mittagsmeldungen. 14.15: Allerlei von Zwei bis Drei. 15.00: Für große und kleine Kinder: Der Kuchuick im Zaunkönignest. 16.90: Sendepause. 16.45: Wirtschaftsmeldungen. 16 00: Wir treiben Famtlienforschung. Natschläge, Anleitungen und Antworten von Hugo Schünemann. 16.90: Nachmittagskomert. Es spielt die Kölner Orchestergemeinschaft, Leitung: Fritz Gronkowsky. l. Vorspiel zur Oper„Die Nürnberger Puppe“ A. Adam). 2. Fantasie aus der Oper„La Traviata“(G. Verdi). 8. Linzer Torte, Walzer 16. Fischer). 4. Slavischer Tang Nr. 8(A. Dvorak) 6. Vorspiel zur Operette„Die schöne Galathee“ (Fr. v. Enppel. 6. Melodien aus der Operette Der Zarewitich“(Franz Lehar). 7. Zwei Konyertstücke: al Dolorosa; b) Alle Heinzelmänner tanzen(P. Lindemann). 8. Morgenblätter, Walser(Joh. Strauß). 9.„Serous Wien“, Potpourri (N. Dostal). 10. Freundschaftsmarsch(O. Zehl. 18.00: Von Blüten und Kräutern. Aus Urgroßmutters Kräntergürklein. Mrme Aarame malirade. Au Muhrende: Grete Henkeshoven(Violine); Allons Schänzler Cello): Erich Rummel(Klavier). 18.50: Kohle und Verstand. Deutsche Robstoffe. Holg, das nirgends wuchs. Aufschlußreiche Streifzüge durch die Reichsausstellung„Schaffendes Volk“ in Düsseldorf. 19.00: Zur Unterhaltung. Es spielt das Kam mersertett. Reinhand Fritzsche(Flöte); Edmund Kirst(Klavier). 1. Heimlichkeiten(J. W. Rust). 2. Transactionen, Walzer(Jos. Strauß). 8. a Scherzo(Th. Blumer); b) Allegretto(B. Godard). 4. Milde Nacht(R. Leoncavallo). b. al Capriccio R. Hernried): b) Die Quelle(W. Weise). 6. Barcarole(F. W. Rust). 7. Serenade(Metra). 8. Lebenswalzer(E. Kronke). 9. Fröhliche Lieder H. Häuser). 10.40: Momentaufnahme. Luftschutzübung ans dem Gebietszeltlager der 6.) in Nibeggen. 20: Abendmeldungen. M.10: Unterhaltungskongert. Es spielt das Kölner Funk=Orchester unter Leitung von Leo Evsoldt. l. Prinzeß Goldschuh, Märchenvorspiel(F. W. Rust). 2. Italienische Serenade(E. Heuser). 2 Schwedische Folge: a) Im Dorse; b) Auf der Wiese; e) Hochzeitszug: d) Ländlicher Tanz(Weßlander). 4. Groteske(G. Huppertz). 5. Isola Bella. Serenade(P. Lincke). 6. Träume der Chrosanthome W. Capelle). 7. Pußta=Märchen(Schulenburg). 8. Frühling am Lago Maagiore, Serenade 40. Pero). 9. Diavoletta(H. Lindemann). M. Tan= zende Marionetten(H. Walther). 21.0: Ein Abend bei Berend de Bries und Adolf Holst. 2m: Zeit, Wetter, Nachrichten— Witterungsvorhersage für die Zeit vom 12. bis 21. August. 2.2: Das Schatzkastlein. Enthält: Das Forellenquintett von Franz Schubert(Klavierquintett A-Duur, Werk 114). Ausführende: Rudi Rhein (Bioline); Regnerus Ringnalda(Viola); Robert Grote(Cello): Heing Appelmann(Baß); Hans Haaß(Klavier). B.15—24.00: Paprika und Ungarwein. Donnerstag, 12. August 5.50: Morgenlied— Wetterbericht für den Bauer. 5.56: Leibesübungen und Wiederholung der 9. Abendnachrichten. 6.20: Frühkonzert. 7.00: Nachrichten; anschließend: Morgenlied— Norgeuruf. 8.00: Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen— Kalenderblatt. 6.10: Ellen Derenbach: Frauenturnen 8.20: Ohne Sorgen jeder Morgen. 1. An die Gbewehre, Marsch(Lehnhardt). 2. Fantasie aus der Oper„Martha“(Fr. v. Flotow). 8. An der schönen grünen Narenta, Walzer(C. Komzak). 4. Melodien aus der Operette„Die lustige Witwe“ 15r Lehar). 5. Militärmarich Nr. 8(Fr. Schubertl. 6. Parade im Marchenwald, Intermezzo(Noack). 7. Traumibeale, Walzer(J. Fucik). 8. Kirschblüte, Nolette(Albert). 9. Regimentsgruß. Marsch Steinbeck). 9.30: Kleine Zwischenmustk(Industrieschallplatten). 1. Ueber Berg und Tal, Galopp(W. Sommerseld). 2. Berchtesgadener Freuden, Ländler 1G. Pxenndorfer). 8. Hochzeit der Winde. Walzer(Halll. „ Geburtstagsstandchen(J Alerl. k. Zirkusvolk Fr Cark Zeit. Nachrichten, Wasserstandsmeldungen Gewinnauszug 5. Klasse 49. Preußisch=Süddentsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich bohe Gewinne gefallen, und zwar se einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 9. August 1937 Jn der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 261896 30488 85796 89983 2 Gewinne zu 10000 4 Gewinne zu 6000 R M 8 Gewinne zu 3000 RM 277093 12 Gewinne M 2000 RR 214560 295938 393842 66 Gewinne zu 1000 RM 2716 8251 31287 37381 62368 64017 58203 60137 62743 99967 102844 115622 118201 139868 148699 154146 156799 16066 161276 174174 188667 206922 222523 226242 263543 265358 266770 278 183 28545 293573 346922 384549 372953 86 Gewinne zu 500 RM 16256 31146 36720 37732 48658 76476 88321 89888 102689 104389 129343 143998 147492 162811 166323 17611 90243 267915 292796 346019 383944 192199 269360 306777 34691 388279 208697 26971 317413 393996 217947 317804 375804 24062 282493 324115 380103 244616 282722 345758 383009 190 Gewinne zu 300 NM 5649 5632 5737 7000 11304 12478 13800 18706 23636 37206 37422 42819 43378 44202 47651 48961 49344 5197 73133 74856 77963 78604 81113 82165 83360 84016 87579 89682 100860 100879 101206 106233 108206 109254 109280 110371 126060 135776 139896 141427 141794 142579 167697 166066 615 191425 206636 232690 266447 320165 341142 357642 381618 170979 193833 211669 237113 289034 324316 343197 369730 389367 174562 197684 222300 243249 292822 325156 349209 36264 389707 176295 199439 222426 246939 300316 177432 203799 22339 255432 308868 336190 33600 349287 35423 363448 367354 184920 20473 231104 31004 336530 368009 373024 Jn der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 4 Gewinne ju 10000 RM 4 Gewinne zu 6000 RM 6 Gewinne zu 3000 RM 28 Gewinne zu 2000 RM 100748 1102(3 114769 222187 268337 369494 40 Gewinne zu 1000 RM Bewinne 10 101651 116892 121278 193838 218891 22464 316706 340660 372039 82 Geminne M 600 RM 66069 10 64322 73840 34621 49367 10861 194913 210396 17872 22048 44357 197933 9854 4063 69214 16229 289096 60294 61233 50340 154934 155180 212613 218369 219985 250301 256789 260076 280617 297347 325104 373048 387064 389604 394337 44849 14968 238616 252187 380137 30841 26738 29441 48883 00482 126089 132931 143263 167065 225562 261306 327549 390182 78187 229013 265416 345422 392763 201960 241262 276384 371746 393720 186 Gewinne zu 300 KM 383 1381 4251 4787 13393 18660 21926 24474 25036 27827 3150 35121 37876 37901 45591 48311 60922 53386 70 61689 63185 66349 6800 7 7190 837 90883 9443 104864 116900 136282 68379 2000 150018 176493 211687 248620 278552 289890 317346 338846 372716 397868 167509 178233 213914 249798 279677 293765 32087 342256 374296 168146 183727 21621 269414 292672 29529 323326 34373 374622 168230 187130 229964 264003 285422 298723 327503 367507 27207 170364 93906 237328 268784 286482 301722 330146 368419 38619 175969 206012 243027 277562 28767 304318 360550 396067 Gewinne zu se Gewinnrade verblieben: 2—. 1O, 2 Ju N MO. 9 1« M0), 2 ju 20000. 8 ju» 101100. 4 zu fe 50, 10 zu fo . 20 ju fe 8, 92 lu e 10 0 18 in 1 600. 870 ju je 900, 924 zu fe 2000, 2798 au re 1000, 4628 zu se 500, 9418 zu f# 800 Mark. Am 8. Juli 1937: bei der Hirma Gedr. Eickhoff, Masinenfadrik und Eisengietzerei, Bochum. m Gritz Schaufelberger, Bochum, ist für die Hauptnieberlassung in Bochum Prokura erteilt dergestalt, daß meinschaftlich mit einem anderen Pro= kuristen die Hirma zu geichnen berech= z1 ist. 6NA. 86. Am 8. Juli 1937: bet der Firma Wentsalia=Dinnendahl= Groppel Attiengesellschaft in Bochum. Hauptversammtung vom 30. Juni hat die Erhohung des Grund= kapitals um 1 000 000,— M dechlossen. Die beschlossene Erhohung des Grundkapilals um 1 000 000.— Reichsmark ist erfolgt. Tas Grund= lapital detragt jetzt 2 605 000,— NM Durch Beschluß der Haupiversammlung vom 30. Juni 1937 ist 5 Adsatz (Grundkapital) des Gesellschaftsvertra ges geandert. Nicht eingetragen, aber veröfsentlicht wird: Auf die Grundkapitalserhohung werden ausgegeben auf Kosten der Gesellschaft unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktio= nare mit Gewinnberechtigung vom Januar 1937 an 10 000 Indaderaktien 100.— RM zum Kurs von 115 vom Hundert. Das gesamte Grund= kapital zerfallt seyzt in 26 000 6 Stammaktien zu je 100.— RM und Stuck Vorzugsaktien zu je 10 Reichsmark. 088. 29 Am 14. Juli 1997: Bei der Bruderheimgesellschaft m beschrankter Haftung, Bochum. Uschaft ist staatspolizellicherseits aufgelost. Am 17. Juli 1937 der Firma: Gluckauf=Progerie Töeodor Borgmann, Bochum irma ist erloschen. HRA. 1335. Bel der Firma:„Kaushaus Kortum Aktiengesellschaft“, Bochum. Dem Kaufmann Ernst Reisewitz in Bochum ist derart Prokura erteilt, daß er berech= tigt ist, in Gemeinschaft mit einem Vorstandsmitglied die Gesellschaft zu vertreten und deren Firma zu zeichnen. Die Prokura des Kaufmanns Josef rken in Bochum ist erloschen. 9NB. 339. Am 26. Jun 1937: )Bel der Firma: Tattersall Gesellschaft mit beschrankter Haltung. Bo= chum. Durch Gesellschafterbeschluß vom Juni 1937 in die Gesellschaft auf Grund des Gesetzes vom 5. Juli 1934 umgewandelt durch Uebertragung des Vermögens auf den Hauptgesellschafter Bochumer Anzeiger Laupenmühlen Dierichs in Bochum. Die Gesellschaft ist damit aufgelöst, die Firma erloschen Nicht eingetragen, aber deröffentlicht wird: Gläubigern der Gesellschaft, die sich binnen 6 Monaten nach der Bekanntmachung der Eintragung dieses Umwandlungsbeschlusses au diesem Zwecke melden, ist Sicherheit zu leisten, seweit sie nicht Befriedigung verlangen et der Firma: Erns Platt. und Lackfardenfadrik, Gesellschaft mit beschränkter Baltuna in Bochum. Dr. phil. Max Vogel ist als Geschaftsführer ausgeschieden. Durch Beschlutz der Gesellschafterdersammlung vom 22. Mai 1937 ist der Gesellschaftsvertrag(Geschäftsführung. StammkapiGeschäftsanteil, Gesellschafterverammlung. Gewinnverteilung. Liquidation) geündert. Jeder der Geschafteführer vertritt die Gesellschaft allein Zum weiteren Geschäftsführer ist der Chemiker Hans Brendel aus Stuttgart bestellt. Das Stammkapital ist um 000.— NM auf 25 000— RM erböd.. 6NB. 504 Bel der Firma: Adolf Pohld. Bochum-Linden: Die Firma lautet seyzt: Wortmann, Kommandit=Gesellschaft, Bochum=Linden. Die vat am 1. Juli 1937 begor sonlich haftender Gesellscho Kaufmann Ferdinand Wil mann in Buer l. Wests. Kommanditist vorhanden Am 29. Juli 1937: a) Bei der Firma Carl Weustdoff G. m. b. 6., Bochum. datterbeschluß vom 30. Juni 1937 ist die Gesellschaft auf Grund des Gesetzes vom 6. Juli 1934 umgewandelt unter Errichtung einer Kommanditgesellschaft unter der Firma„Carl Weu0 Kommanditgesellschaft“ mit dem Sipz in Bochum. Die Gesellschaft ist damil auf. gelost, die Firma erloschen. Nicht ein= getragen, aber verofsentlicht wird: Gläubigern der Gesellschaft, die sch binnen 6 Monaten nach der Bekannt= machung der Eintragung dieses Um= vandlungsbeschlusses zu diesem Zwece selden, ist Eicherheit zu leilten, sowen e nicht Befriedigung verlangen kon= nen. 64B. 2 b) Die Firma: Carl Wensthoff, Kommenditgesellschaft. Bochum. und ale deren persönlich haftender Gesellschalter der Kaufmann Carl Weusthoff, Bochum, Lommanditgesellschaft. Die 3 ist auf Grund des Gesetzes vom 5. Juli 1934 durch Umwandlung der Carl Weusthoff G. m. b. H., Bochum. er= richtet und am 29. Juti 1937 entstan= Es sind drei Kommandetilten vor= handen. HNn. Bet der Firma Joseph Zischer, Bochum. Das Handelsge Erbgang übergegangen auf den mann Carl Bunke. Bochum. de unter der bisherigen Firma führt. Dem Kaufmann Granz Schmidt zu Bochum ist Prokurae Am 30. Juli 1937: a) Bei der Firma Harpener N ofenziegelet, Gesellschaft mit deschr ter Haltung in Harpen. Turch chafterbeschluß vom 25. Juni 193 auf Grund des Gesetzes vom 5. 4 das Vermögen der Gesellschatt den alleinigen Gesellschafter Bauer Friedrich Strassen zu Gut Burwinkel dei Meitmann übertragen. Die Gesellchaftist damit aufgelöst, die Zirma erloschen. Nicht eingetragen, aber deröllentlicht wird: Gläubigern der Gesellschaft, die nnen 6 Monaten nach der Bekanntmachung der Eintragung dieles Umwandlungsbeschluffes zu diesem Zwecke melden, ist Eicherbeit zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können Die Firma Harvener Ringostn= ziegelet, Inhaber Friedrich Strassen, Bochum-Harden, und als deren Jn= haber Bauer Friedrich Straßen zu Aut Burwinkel del Mettmann.*NA 2697. Am B1. Juli 1937 a) Bei der Firma Eviritnsvertriebe= gesellschaft m. d. G., Bochum. Turch Gesellschafterbeschluß vom 28. Junt 1937 in auf Grund des Gesetzes dem s. Juli 1974 das Vermögen der de. Uschaft auf die alleinige erin Ehefrau Stefanie Helwie Baanek. Bochum, übertragen.*r. sellschaft in damil aufgelöst. Die Nire ma ist erloschen. Nicht eingetragen, aber verölentdi wird: Cläubigern der Gesellschaft, de lich binnen 6 Monaten nach kanntmachung der Eintragung l Umwandlungsbeichlunes audiel Zwecke melden, iR Sicherheit au oweit sie nicht Bekriedigung derlangen nen. 6NP. 210 Die Firma Spirituspertried, Sochum, und als deren Jnhaberin Ehe= rau Raufmann Heinrich Belmig geb. Weaner in Rochum. 679 900 Am 14 August bin ich in Bochum.II lotel Bochumer Hof, Alleestr. 17, un Künstliche Augen Ladw. Müller-Ur Telp... Oegründet 1a Lugelanen bei Kasten und Behörden bekannte Möbelhaus W. Limpinse F.dum Anskahlstr. 10 u. 1 neben der Cbristuskirche zu besuchen, dort kaufen Sie gute Mobel fedr Mi. Silber Ankauf(Müngen und Gruch Düffeldorfer Bestecksabrif# Marz Ankaufsliene für Bochum: E.Clauberg Bocum Bongardste. Werden durch Zeitungsanzeigen ist vorberel= tendes Verkaufen Ankaut Gen. 56 molsteSchneider ....m Kortumetr. 86 anzen. Schwaben (at rlaken. Plöhe sonftiges Ungezieser wird nuhe= radikal darch meine Speglalm" 1 beseitigt. Gete interter Erkolg det einfachster Anwendung Dose 0.54 u. 0.90 Mk., Flasche 0.76 und 1.25 Mk. Drogerie J. Kneider Bochum. Große Beckstr. ich haute elragene Heins Richars Eche Jiger. end Kronenetraße Telephon 687 18 89.— eich. Assriehtiech and 4 gop. 8tanle Möbelhandl. Wilh. Bchrudde 10. Berh mn. Recastraße 3 Auch bei Einrichtungen zu kleinen preisen achten wir besonders auf Formschönhent und solide Qualität! Unsere Auswan 131 Überraschend groß Schlatzimmer 355.- 395.- 445. 470 535.- 590.- 655 am Wohn-, Speise Herrenzimmer 280.- 325.- 385.- 465. 570.- 630.- 725.- Rm Küchen, komplen 198. 225. 280.- 315. 355.- 385.- AM MÖBELHAUS W.Borgmann Bochum. Brückstr. 59-60 Ehestandedarlehen Geschäfisleute, reo leigern ihren Kadio-Reusraturen CHEI H Ausgabe A Bochumer Vi Ben90pre18: monatlich R R 1.08 einschl. Botenlohn. Die sectfertigt keinen Anspruch auf N Unzeigenpreise: Gesamtauflage 6 9 zede B 9% Bfg., Ausgabe C 2 Pfa 4 Pig., Ausgaben B u. C 26 Pfa. Nr. 187 eine englische Gleiche diese müssen ständigung die London, 11. Aug. in englischen Kreise beitlich von der„Berechtig mißachten, überzeugt ist, schrift an die„Times“ sich genötigt, gerade in den um die Ausweisung deutsche Leser, Sir George Shee,1 der Verständnis für die dert und u. a. auf die an der British Legion“i weist. Der Schreiber beklagt Bemuhungen um Verständi gewünschten Erfolg gezeitig auch kein wirklicher Achtung eines dauerhaf melt werden, solange Deut land nicht zu einer kl gung kamen, die sich an moralischen Charak nutzten, die sie gemeinsam be sehr in Sowf eine Gelahr für sich selbst, allem die zugestandene P. den Umsturz aller Nes die sich auf die T tariats, die Zerstörung Familie und des Privat Politik habe ihr Gi epanien und Franki uach China und Mexik eine Gefahr für die konne bezweifelt werden ene katastropbalere griffen habe, als wenn es m September 1934 im V begrußt habe. sei offensichtlich, daß russische Pakt infolge nutzung Frankreichs und lische Volk in einen Krie der bolschewistischen Regi könnte jeden Fall sei dieses fo uit einer Nation, die nien . Weltrepolution Abstand Umstand, der eine wirklich Leutschland sehr erschw George Shee erklärt Ferstandnis mancher Gesicht innenpolitik England nich einer Verständign kommen, das sehr grunde gegen England auf nationalen Beziehungen ha Das C MB Hameln, 11. Dochvormittag trat im Land er ersten Arbeite en Ministerialrat Gutte agung nahmen neben Be Behördenstellen auch *Reiche propagandaminif die umsa sarbelten zu1 am Ern gen den geplanten 91hl. den geplanten Abl instaltungen ten Jahren die . e Pr de we Sn.9 die W. unter Einsatz aller und der Marine